Inwr 14. » etta «, de» S. A»ril 1908. XIV. Anhrsa»^. PettauerZeituna. Erscheint jeden ^onmag. Zustrvo»S in« Hm>«: «mwttich 80 h. »ieNetjihng K »40. halbjShn, K 4.80, ganzjShng K S.-. mit 9Mh*r1ratranS im Inland«: Ronttli« 8ö h ■intelMrig K 8.60, halbähng K ö.-. g°»»MNg 1 MO. - Wlru Summtn «Oh. ® ' «ch» »»rtdgifDt, ***t«Wf*njm billig» berechnet. — Btütigr st»d «Mischt und wollen längsten» dtl Zrnt-g jeder Woche eingesandt werden. Drei» für Pettau Handschrift« Line Unglück bringende Stadt. Wo mög sie iicqrn diese Unglück bringend« Stobt? Hörn und staunet, selb« soll — Pet tau heißn»! Da» gänzlich verblödete Leibblatt des Mar-burger Domkapitels, welche« durch die Begeisterung dieser Solare, durch die tode««utigk Unterstützung von Seite de« ärmsten windische» Hetzkaplane«. durch die .milden», .f r1 i » i 11 i a t n" (!) Gabe» de« .frommen", .kreuzbraven' stovenische» Volke« erholten wird, wagt e«. Pet tau mit diesem Spiiheton km»« zu belege». Die neue Marburger klerikal-windisch« R«> daktioaökraft schreibt, ob auf höhere Inspiration hin oder uicht, bleibe dahingestellt, iu ihre» letzten giftigen Seelrnerguffe unter anderem iu wortgetreuer Übersetzung folgende«: .Eine für die Slovenen U«glück bringende Stadt ist Pettan. S« genkeßt ja doch die traurige Ehre, daß in demselben ein .nemtschnniche»' Blatt gedruckt wird, ein Blatt, da» da da« jlovenifche Volk unter da« Svmmand» der > ch l e ch t g l ä u b ige» deutschen Kaufleute und Gastwirte bringen will. Pettau genießt auch diese traurige Ehre, daß gerade dortselbst am meisten von de» .TncheUgeträake" >s'r«r philaittropischn, Gesellschaften veranstaltete. Diese Vneine und Gesellschaften gehöre» bekannt- Eine höhere Gemeinheit gibt c« einfach »i»mn! Die .traurige" Ehre, die PNtau dadurch genießt, daß in demselben ein Blatt gedruckt wird, welche« nicht nach der Flöte der rote» Solare von Marburg tanzen will, wir wissen e« ja. daß man damit den fortschrittlichen .Äajerc" E>eint hat, diese .traurige" Ehre erhebt tau in den tagen jede« billig denkenden nschen umso höher, je gewaltiger eben der Sturm von klerikaler Seit« gegen diese« Blatt braust. Pettau kann stolz sein auf diese seine .traurige' Ehre, Pettau kann ruhig diese« sein .Gift' für die slovenische Ration weiter brauen, denn e« haben bi«her eben schon hundnttausende Deutsche und wa« noch mehr sagen will, mehr denn 200.000 Slovenen erkaimt, daß diese« .Gift" gar kein Gift ist, sondern daß e« eine allerding« bittere Medizin dem flownrfchm Klenkali«mu« bittet, um da« slovenische Bolk ia Unter steierniark endlich einmal auf eine höhere kulturelle Stufe zp bringen. Merkwürdig, daß gerade da« slovenische Bolk in Untnsteiermark an so begierig »ach diesem .Gifte" greift, merkwürdig, daß die Abon-nentenzahl de« .Stajerc" gerade durch die slove-nische» Bauern von Tag zu Tag steigt! E« muß denn doch diese« .Gift" etwa« Site« sür sich haben, oder glaubt der klerikale rtikler, daß alle nvtersteirische» slovenischen Bauern Trotteln find? Und da» TeuseMgNrinke. da« zweite .Gift", erzeugt in der .Unglück bringenden" Stadt? Wie, besteht t« denn au« lauter Schnap«. lich zu den ansechtbarn, Vorzügen unsere« schönen Baterland«. Dennoch möchte ich ihnen »icht« Üble« nachlagen, denn ich selbst bin entweder aktive», passive« oder Ehr«n-Mitgtird aller dieser Verein« und G«selljchasten iu uaserer Stadt — und Gott weiß, wie viele t* sind. Die Festmahle der Philontropen sind gewöhnlich ganz vortrefflich. — menschenfreundliche Gemüter haben ja meiste»« auch gute Mägen ... Ich war also pünktlich erschienen. Kaum aber hatte ich Überzieher und Rock abgelegt, da hatte mich auch schon tin dicker, atemloser, aufgeregter Herr an den Schultnn gepackt und mich mit den Wor-ten apostrophiert: .Ah, teurer Freund, iva« für ein Mifwochick — und welch' ein Hoffnung«» strahl! Unser Präse« ist krank geworden; er sollte die offiziele Rede halten uud de» Toast aus da« Vaterland au«bringen . . . und wir hatte» keinen Ersatzmann! Rnu schickt nn« die Borsehung Sie — und wir sind gerettet!" Ich protestierte, verteidigte mich . . . vielleicht nwa« ungcjchickt, da« mag sein. . . . aber aus einen solchen Übtrfall war ich so wenig vorbereitet wie wenn man mich »it der Pistole vor der Brust attakiert hätte. Da ist hauptsächlich Gei-ste«gkgtawort nötig. Ich konnte »ich übrigen« gar nicht einmal ernstlich weignn, denn mnu Gegner drückte mir beide Hände, al« ob er di« Knochen zerbrechen wollte. Allen, die sich uu« näherten, wiederholte n, befriedigt und stolz aus seinen brüdern. da« gute, wackere uittersteirische slo-vniische Bolk? Muß e« gerade den in Pettau erzeugte» Branntwein selbst au«trinken? Kann e« denselben nicht von» Erzbischos K o h n bezie-Heu. oder von den Kalthäusern, die i» Frank-reich l0 SchuapSsabrikeu besitzen? E« würde dort-selbst gewiß au« Unikaten Rücksichten jedensall« billiger bedient werden al« bei un«. Und schließlich und endlich tu» e« verschikdene .Klostergeister" auch, wenn man sich wirklich vergiftni will. D«r klnikal« Artikler dürfte vielleicht bei den .hochwürdigen" «losterschwestern i» Klage», surt, Marburg ,c. ein gute« SchnapSrezept er-fahre», dies«» soll er den Pettauern verraten, den» bei dem Genusse diese« Schnapse« wird ganz gewiß nicht, da demselben .die Milch der frommen Denku»g«art" jedensall« beigemengt ist. da« Eintrete» einer Vergiftung zu befürchten fein. Wenn die klerikalen aushören, den Brannt-wein zu erzeugt» und denselben an da» Bolk Si verkauft», dann wird sofort auch jeder ranntweinverschlnß in Pettau. jedwede Erzeu-gung diese« Getränke« ohne nxitne« eingestellt werde». Wir bemerken uur nebenbei noch schließ» lich. daß wir eine ganz andere. Stadt kenne», in der wirkliche», wahre« Gift für Unterstein-mark, allerding« mir von slovenische» schwarzen und roten Kolaren erzeugt wird. Bon dieser Stadt flattern allwöchentlich klerikale Blätter, voll de« pursten F u s e l «, unter da« slovenische Bolk und deshalb muß dieselbe und nicht Pettau eine u» glückbringende Stadt genannt werde»! .Unsre offizielle Rede ist gerettet . . . Herrr & wird »»sern Präse« vertrNen. Wir könne» un« gratulieren, n wird seine Sache vortrefflich machen." Ich wäre am liebsten davon geschlichen, aber man umringte und beglückwünschte mich, prie« meine Bereitwilligkeit ... Sie rette» un« an« der größten Verlegenheit. Teuerster, .. wie liebeu«würdig vo» Ihnen . . . übrigen« ist ti ihnen wohl auch gar nicht unlieb, wenn ein so «»«erwählter Krei« Ihnen Beifall spei» det . . . und daß Ste ihre Sache weit bester machen werden, al« unser Präse«, daran ist gar nicht zu ztveiseln. Er ist ja ein ganz guter Kerl, aber eiu nur sehr mittelmäßiger Redner . . Sie werden da« viel besser machen . . . Wir freuen un« darauf!" Diese Qual währte »un. bi« man die Suppe servierte. Alle dankten mir und bekvmplimen-tinten mich. .Ah. da« wird eine samose Rede w«rden l Also auch Redner sind Sie? Esne bewundern«-werte Vielseitigkeit! Davon hatten wir keine Ahnung!" Ich wollte da« Mißverständnis aufklären, versicherte, daß ich noch gar »icht entschlossen sei, daß ich nicht« versprochen habe und noch gar nicht weiß, wa« ich reden soll . . . »Aber da« Komitn hat Sie doch in» struiert!" . . . EhrenbeleidigungS-Nrozeß Ornig gegen ktalchberg. Vor dnn delegierten Ei«|tlri<|ttt, Serich««. sekretör We n e b ilt er . ONRbf der i» November de« Bor jähr«« vertagte Ehrmbeleidigunz«. Prozeß, den Herr Bürgermeister O r » i ß gege» de» pensionierten Postbeamte» F. v. Kalchberg angestrengt hotte, am 31. d M. im hiesigen Etrafgericht«ß«dSude weitergeführt. Bekanntlich richtete der Angeklagte einen Brief an die deutsch« Volkspartei, in welchem er vor einer Wiederwahl de» Herrn Ornig zum LandtagSabgeordneten warnte, da derselbe die finanziellen Verhältnisse der Stadt Pettau al« langjähriger Bürgermeister in die denkbar schiechteste Lage gerächt hat Der Richter befragt den Angeklagten v Kalchberg, ob er den Brief tatsächlich geschrieben habe und ob er sein« Behauptungen in demselben ausrecht erhalten woll,. Der Angeklagte betont hierauf in feinen Ausführungen, daß er bei seinen Behauptungen bleibe uud daß die finanzielle Lage der Stadt Pettau durch H. Bürgermeister Ornig eine der« ortig ungünstige geworden sei. daß Pettau vor dem Konkur« (!) stehe. Herr Ornig habe der Stadt durch Neubauten, überhaupt durch eine Reihe von stSblischeii Unternehmungen, die sich zum größten Teile nicht rentieren, eine Schulbeulast von 800 000 K aufgebürbet, so baß auf jeden Bürger ungefähr ein Schuldenftand von etwa 200 K komme. Er kritisiert bann die Schöpfungen be« H Ornig weiter und erwähnt hiebei, daß bie Bauten nur durchgeführt wurden, um eine ge-wisse Koterie von Bauunternehmern zu befriedigen, mit denen auch der Herr Bürgermeister in Geschäftsverbindung steht! Der Vertreter b<« Privatankläger«. Herr Dr. Ambrositsch. behält sich wegen bieser letzten Äußerung bat Recht vor. gegen den Angeklagten noch weitere gerichtliche Schritte unternehmen zu dürfen. Bezüglich der übrigen Punkte der Anklage berust sich Kalchberg aus die Aussagen de« entlassenen Verwalter« der Stadtgemeinde Pettau. Gustav Mayer und de« früheren Buchhalter« eben dieser Gemeinde, R. Schreiner. Hierauf wird die diesbezügliche Äußerung der Statthaltern Graz. und zwar gegen den Protest de« Verteidiger« de« Angeklagten. Herrn Dr. H a a «. verlesen. Die Statthalterei erklärt die Äußerungen Kalchberg'« al« total unrichtig und behalte sich dieselbe die Durchführung der Beweise vor. Bewahre, vor zehn Minuten hotte ich »och keine Ahnung . . . .Ah, Sie sind gewiß schon vorbereitet, find Ihrer Sache sicher ... nur nicht gar zu bescheiden!" Ein Entrinnen war undenkbar. Einfältiger al« Andere bin ich zwar auch nicht . . . Aber wären all» Festrebner Demosthene, so würbe man sicherlich weniger lange und langweilige Reben hören ... Ich werbe mich kurz fasten . . . E» müßte doch mit dem Teufel zugehen, wen» ich bi« zum Dessert nicht einige Phrasen zusam-menbringen könnte. Das Thema ist ja bekannt und etwas ReueS darüber zu sagen, wäre unter den obwaltenden Umständen der reinste Luxu«. Freilich möchte ich auch nicht alte Gemeinplätze wiederkäuen, obwohl sich mancher Andere damit begnüge» würde. Der Kellner reicht mir eine» Teller Suppe über die Schulter. .Danke, ich mag nicht!' Suppe ? weshalb »sie ich denn keine, bin doch fönst kein Suppenverächter I... Ob mir am Ende meine Rede schon den Appetit verdorben hat? Da« wäre bedenklich I „Sie sind kein Suppenfreund?' fragte nun mein Nachbar zur Rechte». Ich mache mir auch nicht« daran«. Sie werden nun bald auf das Wohl de« Vaterland« Ihr Glas erheben. Aber das öffentliche Rede» ist ihnen ja geläufig . . . Laichberg hatte bekanntlich bei der ersten Verhandlung behauptet, die Stadtgemeinde. be« ziehungSwejje H. Ornig. habe für angebliche Kai« arbeiten ist» Jahre 1901, die aber talsachuch gar nicht ausgeführt würben. 8000 K her StMhal-tnei verrechnet, auch erhalte» end damit unrecht-uiäßigerweH der Stabt Pett«» zugewendet. pul der Auß?rnng der StatthaUß«' ist «r» z» tut-nehme». d«ß bi» diesbezüglichen Beh»ipt»»gcn Kalchberg« — die den HaiTplmigrissSpunkt gegen Ornig bilden — den Tatsachen nicht entsprechen. Die Gemeinde Pettau hotte die Kaibauten an der Drau in eigener Regie übernommen und wurden dieselbe» vom Staate mit 10.800 K subventioniert. Davon wurde» von der Stadtgemeinde im Jahre 1900 8000 K. im Jahre 1901 2000 K und int Jahre 1908 8000 K behöbe«. «« »er. blieb somit ein Rest von 3800 K, der im Jahre 1903, beziehungsweise im Jahre 190t fällig ist. Im Jahre 1901 wurde am Kai tatsächlich nicht gearbeitet. E« wnrde aber auch hiesür nicht« verrechnet, den» die in diesem Jahie ausgezahlten 2000 K sind nicht für angebliche Ärbeittleiftun- Kim Jahre 1901, sondern al« fällige Rate vo« Staate gnvährleistete» Subventionen zu betrachte». Die Statthalterei bemängelt allerding«, da« die Eingabe um Au«folgung der Subvention«-raten nicht mit den nötigen Rech-nung«belegen der beim Bau beschäftigt gewesenen Geschäftsleute adjustiert gewesen sei. Die Drau-kaibanleitung habe jedoch erklärt, daß die von der Stadtgemeinde vorgelegte Verrechnung richtig sei und werde e« der Stadtgemeinde Pettau auch sicherlich nicht schwer fallen, die Belege beizu> schaffen. Die Statthalterei komme deshalb zu bem Schlüsse, daß die von Kalchberg in dem Briefe an dir Parteileitung der deutschen Volkspartei aufgestellten Behauptungen der Begründung eut> behren. Der hierauf einvernommene Zeuge Mahr, befragt über die Ertragsfähigkeit der vom Pri-vatankläger veranlaßten Bauten, erklärt, daß einige derselben nicht rentabel seien, daß aber anderen allerding« eine gewiss« Rentabilität zugestanden werben müsse. Er sagt au», baß er vom Herrn Bürgermeister Ornig Ende 1901 oder ansang« 1902 aufgestöbert worden sei. sich bie fehlenden schriftlichen Rachweise über die Arbeiten beim Kaibaue künstlich zu verschaffen, um dann al« Au«gabeposten soviel nachzuweisen, baß bie fällige Snbve»tion«rote be« Staates flüßig gemacht werbe. Er habe angeblich ebenfall» im Auftrage des Privatanklägers die Rechnungen einzelner Geschäftsleute auf höhere Beträge gefälscht, an. Mir würde der Gedanke daran den Appetit rauben . . ." Er schwatzt, ohne aufzuhören. Mein dort» nackige« Schweigen »ird ihm hoffentlich den Mund schließen . . . aber er hörte erst auf. al« man den Fifch servierte Run suche ich meine Gedanken zu sammeln ... da« Improvisieren ist leider nicht meine Force. .Ich mag keinen Fisch . . . danke!" Auch den Fisch verschmähe ich. We«halb denn nur? Ich effe ihn doch sonst rech« gern! Und noch dazu Äeznnge . . . Schade! Aber ich wollte eben den Anfang meiner Rede formulie-reu: Meine HerrenI Da« Baterlanb, diese« er» habeue Wort, da« . . . da« . . . .Sie mögen keinen Fifch? ftagte nun mein Rachbar zur Linken. -.Hm!" »Auch ich mache mir nicht« daran« i« .Ah'" Dieser Herr ist weniger aufdringlich, obwohl ich ahne, daß er da« Gespäch gern fortgesetzt hätte; er scheint nachzudenken, wa« er wohl noch sagen könnte — e« fällt ihm aber glückli-cherweise nicht« ein . . . Run, wi? war doch der Ansang? Meine Herren! Da« Vaterland, diese« hehre Wort, da« ... da« . . Rein da«, geht nicht! Aber vielleicht so: Meine Herren! Wenn uns heute die Menschenliebe hier versa in» melt hat . . . Auch das will mir nicht recht dere Rechnungen auch ganz fingiert und auch SchichtenbÜche, anfertigen muffen, in welchen die Arbeit«löhne höher angesetzt wurde«, al« fie zur Au«zahlung gelangten. Hiebe, soll« diese Blätter der Vchichieiibücher dnrch 14 Tage hintech her Sonne «Hgefrtt tonten sein. douM da» Pnpier nutz die frische »int« Gebleicht »erd, und «nf daß iomjt diese EintragMHe» de» üb^ge» in ihrem Außßehe» gleich«, mikden (|I y Bei dieser Arben sei khm der' Wachführer ? o p l a? tchilflich gewesen. Weiter« mußten hiebei nach der Angabe de« Zeugen einige Eiienfirmen über be« Privatau-kläger« Antrag Rechnungen über höhere Betiäge al« sie tatsächlich au«bezahl> erhielte», ausstelle», während txr städtische Zimmer meist-r Wreßnig selbst z»m Bttapr—cher zitiert uud dort genötigt wurde, eine fingierte Rechnung für Bauaufsicht auszupellen. (I! !> Über Befragen de« Privatan-kläger« selbst, warum Zeuge Mayr eine Reihe vo» Posten in die der Statthalterei vorgelegte Rechnung nicht eingestellt habe, wie z. B gelieferte Steine, Fuhren, Bauaussicht it.. muß Zeuge zugeben, daß seinerseits möglicherweise eiu versehe» vorliege, wobei jedoch die Schuld nicht auf ihn, sondern aus H. Ornig falle. (! l l) An der Hand einer umsangreichen Zusammenstellung weift sodann der Herr Bürgermeister noch, daß die tatsächliche» Ausgaben der Ge-meinde den der Statthalterei ausgewiesenen Betrag per 18012 K 68 h bei weitem übersteigen und die Stadtgemeinde den Betrag per 20183 K 59 h hätte verrechnen können, so daß durch da« Vorgehen Mayr'S die Stadtgemeinde um einen Betrag von etwa 2000 K geschädigt sei. Nach einer lebhaften Debatte zwischen den Vertretern der beiden Partien wird der Inge-nienr H Zwanziger an« Graz, der in der fraglichen Zeit die Draubeuleitnng innehatte, einvernommen. Dieser gibt a». daß die Stadtgemeinde von Pettau i.hrer Verpflichtnng gegenüber dem Arare nach seiner Überzeugung und laut de« Amtlichen Akte« nachgekommen ist nnd daß die A »«zahlnug.der ein-zelne» Subventiou«raten überdies unabhängig von dem tatsächliche» Baufortschritte sei. In den ihm zur Überprüfung übergeben?» Rechnungen habe er nur ein einzige«mol eine Post bezüglich einer Leihgebühr für da« Pilotenschlag, werk beanständet. Der «eitere Zenge Schreiner erklärt, über die finanzielle Lage der Stadt Pettau keine gefallen . . . Halt, jetzt hab' ich'«, so wirds ^ehen: Meine Herren! Sie find ... wir Alle find Philantroxen . . . aber wir sind auch Pa-trioten. Da« Vaterland . . . Ei»falt«pinfel! Damit meine ich natürlich nicht mich, sou-dern den Kellner, der mir die nächste Schüssel serviert. Al« ob ich de« Essen« holder hier bin, al« ob ich Hunger hätte ! In einer kleinen halben Stunde kommt da« Deffert und dann . . . dieser Einfaltspinsel hat mir da« ganze Konzept ver-dorben unb ich war gerade in der besten Stim-mung .... Will nun versuchen, ob e« mir jetzt gelingt . . : aber e« ist gar nicht so leicht, den Faden wieder anzuknüpfen .... Run fangt mein Nachbar zur Rechten wieder an: .Eine vortreffliche Küche . . . Eine splendide Auswahl von Speisen ... Ich kann mich rühmen, dabei mitgewirkt zu haben ... Ich bewundere ihre Gemütsruhe... Sie scheinen ja gar nicht an Ihre Rede zu denken, die Sie bald halten werden . . . Müßte ich eine solche Rede halten . . ." .Auch mir geht eS so!" Ich unterbrach ihn so schroff nnd uner« wartet, daß er mich verdutzt ansah und einfältig wiederholte: .Mir auch!" Run wird e« aber lebhaft. Man scherzt und lach«. Der Wein rötet die Gesichter und löst die Zu»aen . . . Nur die meinige bleibt stumm. Auch habe ich noch gar nicht« getrunken. Mein genügende» Aufklärung?» geben zu können. bt-jpricht die Rentabilität der Reubauten und er» klärt schließlich, daß ihmvonFälfchuu-gtu der Rechnungen k. au« eigener Wahrnehmung absolut nicht da« mindeste bekannt sei. Über die finanzielle Loge der Stadt Petian wird hierauf der Oberbuchlialter der städtische» Sparkafie. H. I Kasper. al» Zeuge einver-nomnie». Derselbe bezeichnet die Behauptung, daß die Etadt Pettau vor dem Ruine stehe, al« krasse» Uufinu uud erinnert daran, daß er nach dem Erscheine» der bekannten Fürst'schen Broschüre im verein« »it einem zweiten Sach-verständigt» die Bücher uud Rechnungen der Stadtgemeinde aus da« eingehendste geprüft habe uud daß sich hiebei ein Aktivum von 1400000 K gegenüber einem Pasfivstande von 674000 K ergeben habe. Daß die Stadtgemeinde sich nach außen hin de« beste» Kredite« erfreue, gehe schon darau« hervor, daß derselbe von der Zentralbank der deutschen Spartafte in Prag ein Darlehen von 600000 K zu äußerst günstigen Bedingung«, sogar ohne hypvlhetaruche Sicherstellung erhallen habe, womit die Kvavertirung der schwebenden und der meiste» fundierten Schulden errercht und fofpr ein Guthaben von 69000 K bei der Pettaner Stadt-Sparkafs« angelegt »»erde» konnte. Kalchberg sucht hieraus »ach längeren Au«-sühruuge» die Au«sagen OM letztgenannt«! Zeugen zu entkräften »ud will H. Kasper ans die vorgebrachten A»«sühr»ngea erwidern, wird je-doch vom Richter daran gehindert. Behuf« Eiuveruahme de« Wachführer» l o p l a k. de« Bauleiter« T r e o und weiterer Zeugen nnd Sachverständigen im Bau- und Nff»hmg JXMrifcitog.'') Wie im kurzem Wege unv durch die Anschlage-zettel bekannt wurde, findet die Studeuten-Auf-'uhrung .Alt-Heidelberg" am Montag den 6. April um genau tz»ld 8 Uhr abend« statt. E« wäre zur Sicherheit außerordentlich wüu-jchen»wert, wenn die schon seit einer Woche vor-gemerkten Karten in der Berschleißstelle bei Herrn Wegschaider baldigst abgeholt würden. Magen ist leer und meine Kehle trocken . . . Meine Herren l Wir sind Philantropen, aber wir sind auch Patrioten. Da« Vaterland sieht heute . . . Ja meinem Kopse ist'« eben so leer, wie iu meinem Magen. Wa« sie nur so lärmen! Diese sorglose Heiterkeit vermehrt noch «eine Verlegen-heU. Wie kann man denn da Gedanken an ein-euider reihen. Phrasen gruppieren? Ich sühle. daß ich schwach »»erde, e« summt mir in den Ohren . . . sollte vielleicht der Hunger daran schuld sein? Ich möchte wohl effen, lau» aber leider nicht. Wa« hilft'«, e« muß sein. Eben bringt man de« dritten Gang. Ich fülle meinen Teller. Mein Rachbor zur Linken wirft mir einen rmßbilliaenden Blick zu. al« ob er sage» wollt,: Wenn Sie Schinken und grüne Erbsen gern mägen, so sind a»ch noch Andere da, die gleichfall« davon haben wolle» . . . Wahrlich, die grünen Erbsen und der rosige Schinken stirb sehr appetitlich . . . wenn ich nur etwa« hinunter bringen könnte! Ei ist mir fast unmöglich . . . Aber wie steht'« mit »»einer Rede? Da hapert« wieder ... Die erste Phrase mag so bleiben . . . Run, die zweite: A» diesem feierlichen, der Menschenliebe geweihten Tage ist un« da« Baterland besonder« teuer . . . Aber we«halb denn eigentlich? Da« weiß ich nicht. Man wird e« nicht begreifen . . . Run. wa« schadet'«! Wollte ich e« erkläre», so mMe ich Die« wäre auch schon au« dem Grunde uot-wendig, da für den Fall genügender Beteiligung die Grazer Hochjchüler sich bereit erklärten, die Vorstellung a« Dienstag zu wiederholen. Selbst-verständlich gelten die b«»herigen Vormerkung,» nur für du Aufführung am Montag uud e«" muß ausdrücklich betont »»erden, daß am Die»-ftaa nur dann gespielt wird, wenn auch für diesen Tag ei» volle« Hau« i» Au«sicht steht. Um n»n Mißverständnisse in der Bopmerkuiig nicht aufkomme» zu lasse», erscheint da« baldige Abholen der Karten für die Montag-Auffi^rung sehr angezeigt. Nach der geiadezu glanzenden Aufführung in Graz steht da« Prttauer Publi-kum dem seltenen Genusse «it größtem Interesse entgegen. Ein Teil der Mitwirkenden dürste schon am Sonntag abend« hier eintreffen, die übrigen Darsteller am Montag vormittag«. Nach den bi«herigen Anzeichen wird auch der Kommer« am Montag nach der Vorstellung sehr gut besucht sein. Für heute erübrigt un« nur, de» Grazer Studenten und den liebenswürdigen Fräulein«, welche ihre Kunst und Anmut der deutschen Sache so liebenswürdig leiheu und nicht minder dem Regisseur Herrn M e b u «. der auch uach Pettau ko»»en wird, znm Willkomm in unserer Stadt ein herzliche» .Heil" zuzurufen. (JamilKMbn* i» venlscht» Hei») Dieser Abend war gleich sei»«» Vorgängern sehr unterhaltend und anregend. Die Liedervorträge de» Herrn Blanke und die Biergesänge der Brüder Heller fanden reichen Beifall, der auch dem daraus folgenden Einakter zuteil wurde, welcher von de» Damen Frl. v. S t r o b a ch. v. F i ch -t e n a u, K r a i n z. den Herr«» Dr. BraöiL und Wegschaider flott u»d temperameutivoll gespielt wurde. An, meisten Spaß machte wohl die Truppe Pepiiw Furioso, fünf Damen (Frau k r o n a s f e r. Frau Wolf, Fräulein« von F i ch t e » a u. F e r s ch. K r a i n z), in der malerische» Tracht der Neapolitaner, welche durch ihre süße» italienischen Weise», trefflich begleitet vom Maöstro Herrn Mühlbauer, da« Pub-likum zu bezanbern verstandn» und nicht enden-«ollenden Beifall ernteten. Ein Tanzkränzchen schloß den schönen, animierte» Abend. Mit Be-sriedigunq kann die Leitung de« .Deutschen Heim", in erster Linie der nimmermüde Direktor Herr Dr. von F > ch t e » a u, aus die vergangene Saison zurückblicken, aus die Reihe geinn^ geuer UilltrhaUungS-Abende. die den Mitglieder» geboten wurden und gebührt derselben hiefür der Dank aller Bereiii«»i>tglicder. (lir tiksjiihrize Si«»«rKgede»tfrier) deren gar weit an«holen . . . Vergegenwärtige» wir un« heute, daß e« da« Vaterland ist. dem wir alle« verdanken, alle« wa» wir gelernt haben, olle unsre Keuntniffe . . . E» macht sich . . . e« scheint wirklich Mi gehen ... ich bin im besten Zuge . . . Nur wenn man nüchtern ist. wird man geistreich . . . .Poularde gefällig?" .Nein, danke!" .Wa«. Sie verschmähen Poulardenbraten?" Al« ich da« Wort .Poularde" hörte uud da« weiße, appetitliche Fleisch sah. schweiften meine Gedanke» in anderen Regional, — ich empfand ei» Frösteln. Aber meine Rede, meine Rede! Ich bin zerstreut . . . Gleich werden sie da« Dessert servieren . . . Weshalb sie nur io eilen ... Die Poularde scheint ihnen aus der Hunge zu schmelzen! Mein Rachbor »ur Rechten ist schon fertig ... Er scheint sehr befriedigt zu sei» und studirt nun schmunzelnd die Speise-karte ... Wo blieb ich doch? . . . Wenn wir Kenntniffe haben, unterrichtet sind . . . wenn Manche von un« reich. Andere mindesten« wohl-habend sind. . . Man muß den Zuhörern et-wa« Angenehmes sagen, ihre Ohren kitzeln . . . aber nicht übertreiben ... Um die Worte abzu-wägen, um wählerisch zu sein, fehlt e« mir an Zeit . . Aber ich schwöre, daß «an mich nicht so bald wieder . . . Teufel, wa« eine solche Rede doch zu schaffen macht! Ob wohl die Nüch- Veranstaltung vom deutschen Turnvereine uud de« Germaneuverbande iu große« Maßstab« gedacht war. mußt, wegen plötzlicher Erkrankung de» Festredner« Herrn vilar M a h »e r t nur im Rahmen der vorgenannte» vereine abgehalten werden und fand, wie dereit« angekündigt, am 2. d. M. im obere» Saale de« deutschen Heim statt. Um 9 Uhr abeud« wurden die Anwesen-den durch den Sprecher de» Turnvereine« herz-lichft begrüßt und die Festfeier für eröffnet er-klärt. Die Festrede, iu welch«, da» Leben nud die unvergänglichen Taten vi«marck». al« einer der größten Männer, de» die deutsche Geschichte keimt, geschildert wurde, hielt ein Turner. Nach Schluß der Rede erschalle» lebhaste Heilrufe und e« wurde sohin da« Bi«marcklied mit Begeisterung gesungen. Ein Mitglied de« Germanenverbaude« trug da« tief-sinnige Gedicht, .Der letzte Agilolsing" sehr gut vor und die brauieudeu Heilrufe, welche dem Bor-tragenden zugerufen wurden, zeigten, wie glücklich dieser Vortrog gewählt wurde. Obwohl die Za^ der Feftteilnehmer keine große war, kam doch die Fefte»stimmung zum Durchbruche uud e« er-klang so manch markige» Lied. Dem Turnvereine uud Germancnverbande gebührt Dank uud An» ertennung für die Veranstaltung dieser Gedenkfeier, »»eil hiedurch neuerlich bekundet wurde, daß auch in P-ttau eine strammnatioaale Juugmannschaft besteht, die jederzeit bereit ist. für die völkische» Ideale eiiuustehen. Heil! <3aKiqaerei» pettau In Ueibtai« «lpt» liiutilcher Han>els„geßttUer) veranstaltet Sonn-tag den 5. d. M einen Ausflug nach St. Veit und werde» alle Freuude uud Gönner de» ©•reine« eingeladen, an demselben teilzunehmen. Abmarsch Punkt halb 2 Uhr Nachmittag vom Eaf6 Schauer. Fall» sich eine genügend« An-zahl von Teilnehmern meldet, kann zurück ge-fahre» werden. Im Falle ungünstiger Witte-rnng findet der AuSflng Sonntag l9. d. M. statt. (?«tafiHf.) Die Totenglocken wollen in letzter Zeit in Pettau gar nicht verstumme». Fast in jeder Nummer müffeu wir «ine Trauer-kuude bringen und just jetzt in der wunderschö-neu Frühlingszeit entreißt der Sensenmann eine hochbetagte Greisin nnd um seine Macht zu zeigen, säst zu gleicher Zeit ei» blühende« Kind von kaum 12 Jahren dem Leben. Am l. d. M. starb die älteste Frau von Pettau. die Bürgerin Jofefine Argolitsch, Private in der Herrengasfe Nr 32. Frau Argolitfch er-reichte ein Alter von 93 Jahren und Hai sie der ternheit daran schuld sein mag? Ich muß Wein trinken! . . . Run stürze ich wirklich zwei Gläser feurigen Burgunder« hinunter ... Die fhilantropen hoben wahrlich eine vortreffliche orte . . . Jetzt sühle ich mich wie verwan-delt . . . Ich bin nun warm geworden, habe »»ehr Courage, Begeisterung . . . vielleicht sogar zu viel? . . . Mein Kops glüht . . . mich schwindelt. Zwei volle Gläser aus nüchternen Magen schnell nacheinander zu trinken war eine Dummheit ... Die Rede kann schön werden ... Ausregung soll ja begeistern, wie man sagt . . . Möchte doch der Wein die Eloquenz befördern! . . . Da« kann aber heiter werden, ich weiß kaum noch, woran ich denke . . . Jetzt klopft man mit dem Messer an ein Glas . . . Alle« wird still . . . nur meine» Namen höre ich flüstern . . . Unwillkürlich er-hebe ich mich . . . Man ruft Bravo ... Ich beginne . . . fahre fort . . . Bravo, bravo! Ich reihe Phrase» an Phrasen, ohne erkennbaren Zusammenhang. Aber meine Worte sind feurig, eiithusiastifch — so sagte man mir später. Ob wohl der Burgunder darau schuld war? Endlich war ich fertig. Gesprochen hatte ich wohl, gegeffen aber nicht. — Tob von einem langjährigen schweren Leiden er» löst. Da« Leichenbei,ä»gniS fand vvrgesteru unter großer Beteiligung statt. — «m 1. d. M. trug man den Gymnasialschüler Ludwig Mlaker, Sohn de» Eisrnbahnbea«teu und Hausbesitzers Herrn M l a 111, vom Sterbe hause in der Weitschach zu Grabe. Mlaker war ll1/« Jahre alt und besuchte noch vor wenigen Togen die Schule. Aus dem Wege in dieselbe spielte er mit einigen Sameraden ein Faugenspiel und stürzte bei demselben, wobei er so unglücklich zu Falle kam. daß er eine allerding» schonbar unbedeutende Schläfenwund« erhielt. Nach einige» Tagen verschlimmerte sich diese Wunde, die dort sehr empfindlichen Nerven wurden in Mitleide »schasl gezogen, io daß der arme Knabe keine Nahrung zu sich nehmen konnte. Er wurde allerdings künstlich ernährt, trotzdem erlag da» junge Leben einem plötzlich eingetretenen Starrkrampf,, An dem Leichenbegängnisse beteiligte sich der Herr Gymnafialdirektor Gu bo mit dem ganzen Lehrkörper der Ansialt, sowie alle Schüler derselben. Prachtvolle Kränze schmück-ten den Sarg de» Verunglückten. Mögen beide Verstorbene in Friede» ruhen! (Hflkftiinlichrr V«rlr»g.) Wie wir bereit« in unserem Blatte gemeldet hoben, hält heute abends im Berei»«hause Herr UniversitälS-Pro-fessor Dr. Adolf B a n e r einen volkstümlichen Bortrag über da» Thema: „Wo» lehren Ausgrabungen alter Städte." Der Vortrag beginnt pünktlich 8 Uhr oheiid». Jedenfalls wird dieser Bor-trag sehr gut besucht werden, da sich ja auch der letzthin durch Herrn Professor Schenkel ab-gehaltene einer so regen Beteiligung erfrevt hat. f«hrt iw 5e»ljche> t»r»»er-eiln.) Alle nationalen Vereine, in erster Linie aber der Turnverein als Kampf-, Schutz- und Trutzverein haben neben anderem auch den Zweck, unseren völkische» Mitbrüdern ihren Beistand zu leihen und sie in jeder An zu unterstützen, bedrohte deutsche Besten und Insel» zu verstär» ken und ihre Bewohner aufzumuntern, auf daß sie mutig im Kampfe wider unseren nationale» Widersacher ausharren. Ein nationale« Bollwerk, am weiteste» nach Osten vorgeschoben, ist Fried au. eine von heftigen slavischen Wogen umbraustte deutsche Stadt. Um dortselbst ein strammere« und besseres Zusammenhalten möglich zu machen, beabsichtigt der deutsche Turn-verein zu Pettau in Frieda» eine» Zweigverein oder mindesten« eine Turnriege in« Leben zu rufen, denn e« ist ja erwiesen, wa« für krästi-genden Einfluß die Turnerei auf völkische Ideen und völkischen Sinn ausübt. Oder soll e«. Dank unserer Laxheit, geschehe» wie in Lutten-berg, wo bereit« ein Sokolverein sein Unwesen treibt? Die Schivesterstadt Frieda u rüstet sich für Osterfonntag. um ihre Gäste auf da« freundlichste und beste zu empfangen, ein sehr rühriger Au«schuß ist bereit« in voller Tüligkeit. Fri6>au wird im Flaggenschmucke pran-gen, eine Re^m>'»istapelle, da unsere nicht zu habe» ist, wird für die Belebung der Festesfreude Sorge trage». kurz. Frieda u tut. wa« i» feinen Kräften steht. Bormiltag II Uhr wird dortselbst eine Bezirk«turnstunde abgeholte». Nachmittag >/,4—4Uhr Schauturnen des hiesige» Turnvereine«, wozu aber auch auswärtige Vereine Multerriegeu stellen dürften. Daraus gemeinsam leichte Stabübungen. Da auch gleichzeitig die Eröffnung de« .Deutschen Heim,»" dort stattfindet, so werden wir un« dann abend« z» einem ge-mütlichen Festabend zusammentun. E« werden hiermit sämtliche Turner und Tnrafreunde ge» beten, sich recht zahlreich an dem Au«fluge zu beteiligen, zumal da wir die Versicherung haben, daß e« in Frieda» recht gemütlich, echt turnerisch zugehen wird. (Die Ver»rteil»»g filchdrrg».) Über d«n Prozeß O r n i g-K alchberg habe» wir a» an» derer Stelle berichtet. Zugleich mit diesem Pro-zeße gelangte» zwei andere Fälle, die von der vertagten Verhandlung ausgeschieden und am 31. d. M. zu Ende geführt wurden, durch den- selben Richter tur Entscheidung. Der eine Fall war die EhrenbelndigungHllage de« Buchdrücke-reibesitzer« Herrn W. Blanke gegen Kalch» berg. der jweite betrifft die gegen letzteren an-hangige Übertretung de« Tierseuchenge-etze«. Der Richter erkannte in beide» Fällen Kalchberg al« der ihm vorgeworfenen Übertretungen schul-dig und verurteilte den Angeklagten zu vierzehn Tageu strengn, Arreste«, verschärft durch 2 Faste». Der Verleiher meidet, die Berufung an. <3*?itDr«»kr«lni »,b »intifche Ar» i» Ar».) E« ist wieder einmal bezeichnend, wie der .Arbeiterwille" u. z. B. die .Südsteirische Presse" uud andere slovenische Hetzblätter den bisherigen verlauf de« Prozesse« .Ornig-Kalch-berg" ausschroten. Wir sagen mit Bedacht, den bisherigen Verlaus de« Prozesses. Denn der Prozeß ist noch nicht beendet und keine Zej. tung hat da« Recht, die bisherigen Z,ug,n-AuS-sage», möge» sie nun von Brlastung». oder Ent-lastunatzeugen stamm,», im jetzigen Stadium drt Projqsrtl, wo da« Bewei»versahren noch nicht abgeschlossen ist. zu Anflegelunge» de« Kläger» zu btnützen. Geradezu unsäglich gemein und dem Au»gange de» Prozesse» vorar,if,nd sind die Anilassungen de» „Arbeiterwilleu«." Sie lassen an Deutlichkeit der beleidigenden Abficht Richt« zu wünschen übrig und stellen al« erwiest» hin, wa« heute, da doch die Verhandlung vom Richter zum Zwecke »euer Beweismittel vertagt worden ist, eben noch nicht erwiesen ist. Sehr begierig sind wir. ob die k. k. Staatsanwaltschaft in dem Leitartikel de« „Arbeitswillen»" die überirelung de« Art. VUI. de« Gesetze« vom Jahre 1802 erblickt, welcher lautet: .Wer sich au« Anlaß einer noch im Zuge befindlichen Strafverhandlung in Druckschriften Erörterungen über die Kraft der Beweismittel, die Aufstellung von Vermutungen über den AuSgang der ver» Handlung oder Entstellungen der Ergebnisse de» Presse» erlaubt, welche auf die öffent» liche Meinung einen dem Au «-fpruche des Gerichtes vorgreifen» den Einfluß zu nehme» geeignet find, macht sich eineS Vergehen« schuldig and ist zu Arrest vo» einem bi« zu drei Monaten zu verurteilen." iSetrßaerischt Schulte») in der Höhe von mehr denn 300000 Kronen hat der gewesene In der Nummer 76 bespricht da«selbe Blatt die Au«sagen de« Zeugen Herrn Oberbuchhalter Kasper in vollkommen unrichtige Weise und legt demselben in den Mund, daß er die fiuan» zielle Lag, d,r Stadt Pettau bei eiuea Aktivum von 687000 K gegen über einem Passivum von 647000 K al« eine günstige bezeichnet habe. Da« Blatt versucht weiter« gegen die böhmische Sparkasse in Prag Stimmung zu machen, in» dem e« derselben vorwirft, daß sie in leicht» finniger Weise der Stadt Pettau ei» Darlegn von 600000 K gewährt hätte. Diese Behaup-tuugen find eine dumme Lüge, denn i» Wirklich-t«t hat der genannte Zeuge den Aktivstand mit rund l.400000 gegenüber einem Passivum von 674000 K angegeben und weiter« bemerk, daß die Anlehen bei der Zentrale der deutschen Spar-lassen in Prag aufgenommen worden feie« uud daß daher die finanzielle Lage der Stadt Pettau unbedingt al« eine günstige zu bezeichnen fei. Diese Lügen de« „Arbeitswillen«" find auch in mehrere Wienerblätter übergegangen. Jedenfalls wird e« die«bezüglich nächster Tage in diesen Blättern von berechtigten Berichtigungen regnen! (Wer Bfitlkgiiitz brftnIKgt.) Jakob Tfchech. Keuschler an« Pichldorf, wnrde beschuldigt, sein «ohn- nnd Wirtschaftsgebäude, welche« am 84. d. M. abgebrannt ist. selbst an» gezündet zu haben, da er gegen de» Brandscha» de» gut versichert war. Tschech wurde am 28. d. M. dem k. k. Bezirksgerichte eingeliefert. (fettiirr Marktbericht.) Der Auftrieb be-trug6g Pferde und 914 Rinder und 287 Schweine. Der Handel war gut. Der nächste Viehmorkt, zugleich al« Jahrmarkt, wird am 23 d. M. abgehalten. Der II. Monat«-Vimarkt de» April entfällt. Schweimmärkte werden am 8. und 16. d.M abgehalten werden. , Mina K a st » e r, kiner gewesenen Büssetdame de» Etablissement R o n a ch e r in Wien, flüchtig und konnte bi»her noch »icht festgenommen werden. Der junge Le» bemann lockte unter der Vorspiegelung, von seinem Bat« in Pettau große Güter in Steier» mark und Kroatien geerbt zu haben. Gastwirte» und Kaufleute« große Summe» herau». Am 1. d. M. erschien,n die Hauptgläubiger in Pet-tau und erfuhren zu ihrem nicht geringen Erstaunen, daß sie einem raffinierte» Schwind» ler zum Opfer gefallen waren. Unter diesen be» sand sich auch ein immen» reicher Wiener Jude, welch,r um 46000 Kronen l,icht,r g,macht wurde, und der zu einigen Vckan»t,n unserer Stadt aufrichtig die Worte gebrauchte: „Die ver» lorrnkn Kroiikn ärger» mich «icht einmal soviel, ärgern muß ich mich nur de«halb unbändig, daß mich, einen Wiener Juden, ein juugeS stei» nsch<< Früchtel derartig zu pfeffern imstande war!" — (3«fa»t Zeit»»g«liige») Unglaubliche Hand» greifliche Lügen werden in den Zeitunae» ge» wisser Sorte über den Prozeß Ornig-Kalch-b, r g zutage befördert. Da« Großartigst, hirrin !,istrt sich d,r „Albeitenville" in der Nr. 74 v. 2. d. M. Dies,« Blatt b.ingt einen vollkommen einseitig gefärbte» entstellte» Bericht über die stattgefundkiie Verhandlung und beschimpft in einer Noii» d,n Herrn Bürg«rmkist,r Ornig und bie dentsche Volkspart,i auf das g,meinst,. tschechische Bittsteller wurde nicht vom Nimtio«, der angeblich verhindert war. sondern vom Ge-kretär empfangen, der dem Bittsteller nach Rück» spräche mit dem Nuntiu« eröffnete, daß weder der Papst, noch der Nuntiu« helfend eingreifen können. Der H,ilig, Vat,r sei über die Et. wen» z,l«»Borschußkassk g,na» unterrichtet, könn, aber nicht helfen, da er selbst von Unterstützungen leben müsse. An moralischer (!) Unterstützung werde er e« nicht fehlen lassen. Mit diesem ab» lehne,ide», Bescheid« mußte sich der tschechische Bittsteller nach Prag zurückbegeben. Wie verlautet, wird nun auch die Absicht, zum Kaiser eine Ab» ordnuug um Hilfe zu entsenden, fallen gelasse» werden. — Daß der Papst keine Lnst hat. der WenzelSkasse beizufpringen, ist begreiflich. Aber die Begründung dieser Weigerung hätte aufrich» tiger sein können. A»»5««ch»»z te« k. k. Fi»»z«i«ister» »-» 25. Mit) 1903, betrchend die Rückzahlung und Abftempeluug von Obligationen der eiuheitliche» Staatsschuld. Gemäß ß 2. Absatz 2 de« Gesetze« vom 16. Februar 1903, R ^ Bl. Rr 37 und der Kundmachung vom 18. Februar d. I., R -G -Bl. Rr. 38, sind alle Obligationen der zur Umwandlung aufgerufenen Schuldkaiegorien und zwar Rotenrente Mai November und Silberrente Jänner.Juli), welch« bi« 27. Februar 1903 zur Rückzahlung nicht angemeldet wurden, als konvertiert zu betrachten. Um diese Tatsache ersichtlich zu machen. werden die Besitzer von auf Überbringer oder aus Namen lantenden Obligationen dieser Schnldka- tegorien anfgkfordert, ihre Obligationen und zwar erstere samt zugehörigen Eoupontbvge» zur «b-fiempelung in mit jährlich 4 Prozent steuerfrei ja Kroneiiwährnng verzinsliche Obligationen im gleichen auf Aronenwährung lautenden Nennbeträge. da» ist nach dem Verhältnisse vou 100 fl. ö. W — 200 K mittelst einer Aoustgnation »> reisacher Ausfertigung bei einer hitzn berufenen f. Staatskasse oder einer hiez» vom t. f. Finanzministerium autorisierten Vermittlungsstelle de« In- oder Auslande« einzureichen. Für die Obligationen jede« Verzinsung»»«-miiie», sowie für auf Überbringer und für ans Namen lautende Obligationen sind gesonderte Sonsigiiatioeien zu versassen, in welchen die Überbringerobligation ei, geordnet »»ach den Renn-betragen und nach Nummer» in arithmetischer Reihenfolge, die auf Name« lautenden Obliga-tionen mit Nnnimer, Betrag und Anschrift zu verzeichne» sind. Die AbstempelungSstelle tat »ach Prüfung und Koostatierung der Übereinstimmung der bei-gebrachten Obligationen mit den Konsignationen die Obligationen samt dazugehörigen Coupon» und Talon» der Abstempelnng zn unterziehen und sodann dem Einreicher zurückzustellen. Bei auf Namen lautenden Obligationen wird, infoferne ZinsenzohlungSbogen für dieselben bestehen, in diesen gelegentlich der nächste» Zin-senzahlung die Tatsach« der vollzogenen Konvertierung durch Änderung der Verzinsung atige-merkt werden. In Ansehung jener konvertierten Obligati-one». welche sich bereit» am Tage de» Erscheinen» der Kundmachung vom 18. Februar 1903 in einem ausländischen Staate befanden und mit einem deu Borschriste» de» betreffende» Staate» entsprechenden Effekten stempel versehen sind, wird der infolge der Umwandlung in 4»prozentige Ob-ligationen nach den Borschristen jeue» aulwärti-gen Staate» etwa erforderliche neue Effekte», 'lempel von der betrefie»ben ausländischen Ver-iiuttlungSstell« unter Beobachtung der hitfür geltenden Vorschriften bi» IS. Juli 1903 auf Koste» der k. k. Finanzverwaltung besorgt werden. Die AbstenipelungSklausel für die Obliga-tionen mit dem Wortlaute: .Umgewandelt gemäß dem Sesetze vom 16. Februar 1903. R.-G-Bl. Nr. 37. in eine mit jährlich 4 Prozent steuerfrei in Kronenwährnng verzinsliche Staat«-sch>!dverschreibung, lautend aus de» gleichen Nennbetrag in Kronenwährung nach dem Ver» Hältnisse von 100 fl. ö. «. ® 200 K\ dem Datum Wien, 25. März 1903, der Firmierung der k. f. StaatSjchuldenkasse und der Kontrasig» natur der StaatSschnldenkontrollkommifsion de« ReichSrate«. wird in roter Farbe ans der ersten Seite der Obligation (Mantelbogen) in der Mitte zwischen dem in Buchstaben «»»gedrückten Nomi-notbetrage (Ei» Hundert Gulden. Ei« Tausend Gulden ,c.) und de» Trockenstempel der f. f. Staotsjchuldenkossc ausgedruckt werden. Ebenso wird jeder Eonpon uud der Talon quer durch die Mitte mit dem Ausdrucke: .Um» gewandelt aus 4 Prozent i» Kronen steuerfrei-versehen werden. Die Abstempelnng wird kostenfrei besorgt: Bei der k. k. Stasttschuldenkaffc in Wieu. bei dem k. k. Postsparßifsenamte in Wien, bei den k. k. Laudetkassen außerhalb Wien« (Land,«Haupt» kassen. Finanzlandtstasfen. Lande«jahlämtern, FiliallandeSkafle in Krakau), bei den k. k. Fi» nanz» und gerichtlichen Depositenkassen in Wien und bei de» k. k. Steuerämtern. bei der könig» lich-ungarifche» GtaatSzentralkasse in Budapest und der königlichen Staatskasse in Agram, bei den Hauptanstalten und Filialen der Osterrei-chisch-uugarische» Bank, ferner in Wien, sowie an größeren Plätzen des In» und AuSlandt» bei den daselbst besonders bekanntzugebenden Bermitt» lung»steUen. Bi» 15. Juli 1903 wird die Abstempelung bei sämtliche» hiezu berufenen Staatskassen und Bermittlung»stelleu, «ach diesem Zeitpunkte aber nur bei der k. k. Siaatsschuldcnkassc in Wie» und bei de» obgmannteu k. k. LandeSkassen außerhalb Wien» stattfinden. Wien, am 25. März 1903. Der I. T. Finonzminister Söhw w. p. Allbekannt ergebe» Manthner'« i m» vrägnierte Futterrüben-Same» die höchsten E r t r ä a e. Ebenso vorzüglich wie auch unübertroffen sind Mauthner'« Gemüse- und Blumensamen. Ei» »»hrh«ft »»«eiimliche« welche« in vielen Familien seit »ehr al» bv Jahre» stet» vor-rAtig gehalten wird, ist die Prager Hautsalbe de« B Frag, ner. t. t. Hoflieferant«» in Prag, geworden, itt ist die« der best» ve»ei« für ih» crfoTgr ruh« Verwendbarkeit zur I blich "* ' ■ gefährliche» »»«Plikati lindernden uich klhlende» Wirkung die Verwundung«'» verlSblichtn Bedeckung aller Verwundungen und Verhütung mm schmerz- tionen, so daß unter der I dald zuheilen. Die hiesigen Apotheken trl lich. be ist auch in den ©I©j©i ^>i©i©i©s© Gestickte Blousen >ppe»ze>er Stickerei t abgepaßt I fi. 2.76 bi« ca. fi. 60.—. Franko und »ahon T«r»ollt in» Hau» geliefert. Prei«-liste mit Abbildungen umgehend. SaidM-Fidrik HaniMtMirf, Zürich. t Husten nrnfmr*» Kt# leidender . probiere die husteustillenden und wohl-▼ schmeckende» + Kaiser's Brust-Bonbons A A ll0t- Zeug», beweisen wie AI 4*11 bewährt u. von sicherem Erfolg w . ^ J°*che bei «Ute». Relwrttit. KAtirrt u. vmcklei«»« sind. Dafür angebotene» weise zurück! Packet 20 und 40 Helln. H. M»lt»0k. «poth. iu Pettau. K*rl in Markt Tüffer. Mttfet UH1ENT. CAPS. 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Der Direktions-Obm&nn: FrartZ Strafella, k. k. Notar. ©I©l©l©l©l©l©l©l®l©l®l© NEU: Geschästs-Eröffnungs-Anzeige. Ich be«hre mich, dem P. T. Publikum ergebenst anzuzeigen, dass ich am 4. April d. J. im Hause Ungartorgasse Nr. 4 eise Fleisch- und Wurst-Selcherei eHHfoet habe, woselbst täglich frisches Selchfleisch, sowie sparen aller Art in bester Qualität zu billigen Preisen erhältlich sein werden. Um recht zahlreichen Zusprach bittet hochachtungsvoll Franz Urban Selchenneister. Ein Wunder-Instrument! " DAS f ROMBINO Sie blasen ohne Unterricht vnd aha« IMttalkaantlitte MM" aafart -W> die schönsten Ltedeh Dia», wie: „Xrom- Otfn Don Sükkingäi.- .Sei nicht b»«.' .Berlaffen, Verlassen." .DonauwellenUaljer.'' »Beim Sou« pet," .Die Post im Wald».' .Radeskh-Marsch/ ..Iagdsignale," »Du mein Girl," .Landstreicher" uÄt noch »b« 800 andere autgewöhlte Musikstücke a»f unserer «euerfvndencn, lS liiigen, vorzüglich «ch elepant vernickelten Trompete: „vas 1'romdino Da» Lrvmbino ist die sensationellste Erfindung der Gegenwart und erregt überall grobe« Aussehen, umsomehr dann, wenn jemand in einer Gesellschaft mit einem Male al» Irombino-Lirtuose auftritt, wübreud niemand vorher von dieser Fertigkeit eine Ahnung hatte. Hujterje MelodJea sofort fcielbac ahne Stadiaal, akaa Jade Nike äTÄfSTEi Unterhaltung für» Hau«, für «esellscha^a Feste vei^ Au«stügen. Fuß-, »ad-, Wagentouren begleitet den L Inchlsaßlicher AÄet feinst veniickelt, mit Roteich reifen für die II. Sorte 50 Krauaar. Alleinvers aZd per Nachnahme durch: «vlnrlod ^ien, l.. ssleiechmarkt k«r. IS—953. r -1 Tiftr 'i >!,»■■■ -——- • -i'»»*« ■ »hang. Im Äacchhange zur hierämtlichen Kundmachung vom 17. März 1903, Z. 1472, mit weichn über die Stadtgemeinde Pettau die Hundekontumaz verhängt wurde, sieht sich da« Stadt-amt bei dem Umstände, al« nur sehr wenige Hunde ermittelt werden konnten, die mit dem an Hundswut verendeten Hunde in Berührung waren, veranlaßt, die Mitnahme von Hunden in Gast' und Kaffeehäuser zu untersagen. Stadtamt Pettau, am 17. März 1903. Der Bürgermeister: Josef Ornig. - — • ' . . " _"l~ T^TT T_~'~ T r; r . ■ r r ■ i ■ , Einladung zu der außerordentlichen AuSschußfitzung de« Lande«- und Yrauen-Hilfsvereme« vom Roten Kreuze, Zweigverein Pettau und Umgebung. Diese Versammlung findet ia Pettan in itsltaaU- W-""'"" " *• 1903 "" 5 ** 'b - Tagesordnung: 1. Laut Zuschrift de« Stammvereines in Graz vom 15. März 1903, Z. 271, wäre der Z 8 der Zweigverein«-Statuten mit dem § 11 in der Weise in Einklang zu brin-gen, daß. im Falle der Auflösung de« Ziveigvereine« das eigene vermögen an den Stammverein in Äraz abzugeben wäre, wo-rüöer der Beschluß gesaßt werden wird. 2. Die provisorische Besetzung eine« BereinS-Kassiers, als Ersatz für den verstorbenen Kassier Herrn Ernest S ch a l o n. (§ 7 der Statuten.) Der Gefihästtleiter: Der Präsident: 4»sef Skntttz. Zosef Ornig. Die Unterfertigten geben tiefbetrübt die traurige Nachricht von dem Hinscheiden ihrer innigst-geliebten Mutter, resp. Gross- und Urgossmutter, der Frau Josefine Argolitsch, geb. Viechtenauer Private welche nach langem Leiden, versehen mit den hl. Sterbesakramenten, im 93. Lebensjahre am 1. April 1903 um halb 1 Uhr nachmittags sanft entschlafen ist. Das Leichenbegängnis findet Freitag den 3. April d. J. um 4 Uhr nachmittags vom Sterbehause, Herrengasse Nr. 32, aus nach dem städtischen Friedhofe statt. Die hl. Seelenmesse wird Samstag den 4. April d. J. um l|4ll Uhr vormittags in der hiesigen Stadtpfarrkirche gelesen werden. Pettau, am 1. April 1903. Josefine Strohmayer, Konstanze Pehartz, Aloisia Hlubek Töchter. Danksagung. Für die vielen Beweise innig« Teilnahme an-läßlich de« HinscheidenS unserer unvergeßlichen guten Gattin, bezw. Mutter, Tochter, Schwester, Tante und Schwägerin, der Fran Therese Krautilik sowie für die ehrende zahlreiche Begleitung zur letzten Ruhestätte, für die vielen Beileidskundgebungen und schönen Kranzspenden sprechen wir der hochwürdigen Geistlichkeit, allen Verwandten und Bekannten und überhaupt allen Teilnehmern an dem Leichenbegäng-nifse unseren besten Dank aus. Pettau, am I. April 1903. Die trauernd Hinterbliebenen. Für den Bezirk Fettan, Friedau, Luttenberg, Polstrau etc. wird ein Reisender für einen Konsum-Artikel gesucht. 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War auf «eise Gesundheit bia ia'a äusserste Mannesaltcr bedacht »ein will, der vermeide Riemen, Gurten oder un-praktische veraltete Hoseatriger, weil dadurch die Blutsärkulatioo gehemmt wird, und alle edlen Organe, wie Magen, Nieren, Milz etc. in ihre» Verriebtungen werden, waa au erneten Kränk- elten führt am&t+KEiUJS'.,2£S2 diese Nachteile, gestattet gesundes und bequemea Tragen der Hose deshalb, weil sieh die StMpfw jeder Körperbewegung aapaaaend in der Schnalle verschieben u. ganx besonders, weil die Geeundheita-Hosenlriger aua gutem, dehnbarem Gummibande hergestellt sind. Bei Jl k. Juschl. prlT. Maoh'a Qeermdnelt*-lf oeentragern'' werden die Strupfen nur einmal auf die Hoeen-knöpfa angeknöpfelt, und bleiben ao lange darauf, solange die Hoae getragen wird. Beim Ad> und Auskleiden der Hoeen werden die Strupfen einfach in die Schnallen ein- und ausgehängt. Da nda das fertganeiits An- und Abknöpfein der Siruples von den Hoeen-kntofan «ntftlit, gabt da« An- und Auskleiden doppelt ro nach und iat dadurch das unangenehme Knopsverliere«gänzlich abgeschafft, weil dar Knopf asr durch daa fortgesetzt« Dralwn loesaisst ,.K. k. aoaohL oriv. M&ch'a GeetttdhelU-HosentrHtger1' verleihe» der Hose an Ksl---! l*— " aich zu jeder kauft, (für «ine ve-Strupfen 10 kr) und die Hoeen j den Siiupfen im Kasten aufhängt, da* hat Iraner «laute und fahanfreie Hose«, ohn« diese oOgeln au mOssfcn. weil dbb di« Hone, s« aufgebAagt, durch ihre «t-aene Schwere streckt Bein Kaufe verlange man auedrtekIMi , Mach'n Q*-aandkelta-Hounträgerdenn kein ander«« Fabrikat beeilst dieee idealen Vqn*ge Wer den Hopfenbau rationell und mit bestem Erfolge betreiben will, verschaffe sich da« prämiierte Buch: Schöffl, Saazer Hopfenbau, nach mehr als o0-jshrg Erfahrungen, gegen Einsendung vo« Z Rrene» »der Mark 2*50 frtiUi 9«« Anten Ippotdt, 49 KIIKH 3t San Böhmen iwl ch»pfe»jichti«Ge besorgt »erde» Aaazer Die Erhaltung eines gesnnden Magens beruht hauptsachlich in der Erhaltung, Beförderung und Regelung der Verdauung und Beseitigung der lästigen Stuhlverstopfung. Zu diesem Zwecke verwende man daa geeignetere bewährte Mittel den Dr. Roaa's Balsam für den Magen. 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Ich suche ein Buch; aber natürlich sucht ich e« vergeblich, denn wenn Sie hier mal reingemacht haben, „»de ich mich ja niemal« wieder zurecht, aber da« kann ich Ihnen nur gleich sagen: In diesem Jahr wird hier nicht mehr reinge- ... .U.» f» Mit rinem versteckten Lächeln fragte die Alte: .Bitte, wa« für -in Buch suchen denn der fcm Doktor?' Das mit dem hellblauen Umschlag, da« hier oben aus der lagere lag." rief er wütend, indem er alle« durcheinander warf, -äiweigend begann nun auch Frau Wittich zu suchen. Und endlich, „ach weiteren zehn Minuten, fand man e« unter einem Stoß ver-llbter Broschüren und Zeitungen, unter dem e« die Alte lächelnd >l-rvorzog. . ... . .Sthen Sie,' meinte sie heiter. . trätmaler ohne Aufträge nicht leiste», und deshalb muht du schon erlauben, dah ich mich ein wenig über deine Herrlichkeiten her-mache!' wobei er immer von neuem tapser zulangte. .Bitte, bitte!' sagte Emst lachend, »ih nur alle» aus.' .Alle«? Du. das wird selbst mir zu viel! Aber wen» du »ichtS dagegen hast, dann nehme ich mir den Rest mit »ach Haust. — bei mir ist nämlich wieder mal Ebbe Im Geldbeutel.' .Wieder mal?! Deshalb bist du auch zu mir gekommen, wie?' .Mensch! Ernst! Ich bewundere dein Zartgrsühl!' .Ra also, wie viel?' fragte Meinhold lächelnd. .Was du entbehren kannst.' .Donnerwetter! Das wird teuer!' .Hab' keine Angst! Hundert Meter reichen!' Schwtigtnd reichte Ernst ihm eine Banknote hin. Der Maler aber rief voll Enthusiasmus: .Mensch, wenn ich dich nicht hätte, wär' ich schon zehnmal verhungert!' Meinhold stand lächelnd aus, und während er dem Frrund eine Zigarre anbot und sich selber eine anrauchte, sagte er leichthin: »Du bist ein sehr glücklicher Mensch, lieber Karl, — ich be-neide dich." .Mich? Mich beneidest du? Ach »ee. Ernst, uzen 1 an ich mich nicht!" »Ich beneide dich um deinen herrliche», leich-ten Sinn, der über alle Schwierigkeiten des Le-den» mit Laune hinweggeht. Ich an deiner Stelle hätte schon zehnmal kapituliert.' Mit einem Seufzer setzte er sich dann in den großen Faullenzer. »Du hast gut reden, lieber Junge.' erwiderte der Maler, »aber glaub' nur ja nicht, dah ich da» Leben so leicht nehme, als es den Anschein hat! Ich ärgere und gräme mich heimlich genug ab, dah ich nicht schneller vonvärtS komme. — aber soll ich deshalb vielleicht die Palette gleich zerbreche» nnd ein biederer Anstreicher werde»? C »ein, dazu hab' ich zu viel Bauernblut in den Adern! Dazu bin ich zu zäh! So leicht lasi' ich mich ja nicht unterkriegen!' Mtinhold nicktt. »Das kbrn meinte ich. das ist e». was mir fehlt.' Erstaunt sah Karl den Frennd an. »Ja. lieber Ernst, bist du mit dir denn nicht zuftiede»?' »Zufrieden! Wa» heißt znkriede»! Da» ist ein Wort, das jeder nach seinem Gusto auslegen kann! — Gewiß bi» ich mit mir zufrieden! Ich bin gesund, hab' mein gutes Auskommen. — meine Bücher erleben eine Anflage um die andere. — meine Bei» »rkige werde» mit '»nte «- 4 ;'»4 irti sogar populär worden, nlici ich will bei» «Äeschmack der Menge keine >t»iizessiviien machen! — Nein, darüber beklage ich mich »icht, aber da> alles schafft einem doch noch keine Glückseligkeit! Tee giM dvch iiosl« seinen Lebensinhalt! — Ich — ich kurz »»d gut ich will wisse», für weil ich Arbeite!" ,6m, ja so —," jagte Kail »»d sah lächelnd zu dem Freund hin, - .da»» „ehe also l,i» und halte Umschau »»ter den Töchter» deö Landes." „Dn. - lieber Junge, da hött der Scherz auf!" »>^ch meine e» a»ch durchan» er»st! Aber wenn du eine Frau haben willst, mußt dn dich doch anch danach unlschanen, Menschen-ki»d! Ins HauS bringt »>a» dir keine, d» müßtest .denn auf diesem nicht mehr ungewöhnlichen Wege" eine suchen, - ua, und die Geschinacklosigkeit tra»e ich dir doch nicht zu!" Ernst Wie» eine Rauchwolke auf, erhob sich nnd sagte: .Also pack' dir ei», waS dn von den Sachen dort mitnehmen willst, nnd dann troll dich, — ein vernünftiges Wort kann man heute ja doch nicht mit dir reden," »tarl aber trat z» ihm heran, faßte des FrenndeS Sand »nd sagte: „Also gut. reden wir ernst hast weiter, Kann ich dir helfen?" Distelfinken, Nach d,m WrmAlt* da» Hers, iNlt ?»xt) „Wein," antwortete der andere, sehte sich a» de» Schreibtisch und stühte den tiops ans die Sand, „Weißt dn, was dir fehlt, lieber Ernst? Dn bist z» viel allein!" Unsinn! och will die Einsamkeit!" «Ja doch, gewiß! Dn brauchst ja auch kein JöcrbcunieuTcf) zn sein! Aber d» könntest doch recht gut hin und wieder ein paar Menschen um dich sehen," „Meine Bücher ersehen mir alle», - zn den Menschen sühle ich mich nicht hingezogen." »Aber wie, »in Gotteswillen, willst dn denn so jemals eine Frau finden!?" Tarans antwortete Meinhold nichts; verbittert blickte er vor sich hin mit) stiesi eine mächtige Rauchwolke heraus. Auch der Maler schwieg einen Augenblick. Plöhlicli aber sagte er lebhaft: „Ernst, ich mache dir einen Borschlag. Heut' abend ist unser Kiiiistlerfest. Komm' mit, die kleine Zerstreunug wird dir gut tun." Lächelnd und verneinend wehrte Meinhold ab: „Ich will keine Bekanntschaften machen." „Jas brauchst du ja anch durchaus »icht, Mensch! Dn steckst dich iu einen Domino »>id schaust dir da? Treiben an. Behagt es dir an irgend einer Stelle, — gut. io lägt du dich nieder. Gefällt es dir nicht, so gehn d» wieder sort. - Aber es wir. dir sicher gefallen! Es sind viele, lustige und prächtige Menschen da, — nnd dn bist vollständig ungeniert. Also laß dir zurede» komm' mit; es tut dir mal ein bischen Abwechslung not!" Meinhold wehrte sich aber dagegen, obgleich er dem Frcuuo. recht geben muhte: doch als der slotte, junge Maler immer vv! neuem ans ih» einsprach und immer treffsicherere Gründe anführt, gab er endlich nach nnd versprach, daS Fest besuchen zn wolle» Als Karl Lewald dann ging, überraschte er draußen an Tiir die alte Wittich beim Horchen, ..Ra, wie war eS? Hatt' ich nicht recht?" fragte fie. i wenig verlege». «Ganz recht, Mutter Wittichen! Aber lassen Sie mir gut sein ich schaff' ihm 'ne Fran an nnd dann wird schon alles gnt werden! Fort war er. Frau Wittich aber riß den Mund ans und starrte mit wei offene» Augen dem Davoneilenden nach. Heiraten sollte der „lieb, Herr Doktor?" Das war ja eine kapitale Nettigkeit! Run aber schnell ans Werk. Und i» der nächsten Minute bereits saß sie in ihrem Finnin, und schrieb ihrer Richte nachPrenz lau einen la» gen umständliche» Brief, in dem sie daö junge Mäd cheu einlud, sie so bald als möglich z« besuchen -das „so bald als möglich" unter-strich sie dreimal Erst als sie den Brief in den >ta neu geworfen hat te. da erst hatte sie ihre Ruhe wie-der, um die Ar-beit des Haushal-teS wieder aufzunehmen. Still faltete sie die Hände, das: ihr Lieblings-Wunsch doch in Erfüllung gehen möge. Als Ernst Meinhold, bekleidet mit einem dunkelro-ten Atlas-Domi« iw, den Festsaol betrat, rauschte nnd wogteil»» jn-belnde Lebensfreude entgegen. Wie betäubt von all dem hellen Licht »nd dem bunte» Getriebe, blieb er nahe am Eingang stehen, lehnte fich an eine der großen Säule», wo ein dichter Lleanderbanm ilm halb verbarg nnd sah so mit erstaunten Blicke» ans das lustige Treibe« der tollen Menge. Er kam sich vor wie ein Berirrter. Was wollte er, der einsame Mann, denen Freude ein stille» Arbeitszimmer und gnte Bücher wäre», hier bei diesem vergnügniigslnstige» Bölk chen? ES war ja auch eine Torheit gewesen, daß er sich vo» dem Freunde hatte beschwatzen lasse»! Wie daS alles bunt durcheinander wirbelte! Ei» Meer von Lichterglauz! Und ein Rausch, ein jauchzender Rausch von bunter Farbenpracht! Kostüme ans allen Zeiten und ans allen Ländern, einfache nnd elegante, vom schlichten Weiß bis zum brennenden Rot. — Farben, die er nie sonst gesehen. — Farben, die da berausche» konnten! Und dazu die Mnfik. Ein feuriger llzardas vo» der Ungarn-Kapelle, die alles mit fortriß, einem Taumel gleich, einem Taumel des Genusses, der kraststrohende» Lebensfreude: wild raste» die Paare dahin, die Gesichter glühen, die Augen glänzen, die .Uörper in lechzender Träumerei; ach. da» Leben ist so kurz! Laßt uns genießen, den Augenblick genieße»! Manchmal steigt es fiedend heiß in ihm aus. daß e. die Augen schließen und sich an der Säule ballen muß, Torheit! Was wollte er hier? Er paßte nicht hierher: seine Lebenskraft wurzelte anderswo Also fort, fort! Aber sonderbar, sei» Wille versagt. Er ist »icht »lehr Herr .filier Entschlüsse, ES ist etwas über ihn gekommen, das stärker ,'t dem er sich beuge» muß. etwas, da) ihn fesselt. daS ihn bannt, gier still ut stehen »nd weiter z» staunen. während er nun so steht unb mit weltfremde» Angen in wilde Treiben hineinsieht, rollt sich mit einmal daS Bild seiner Vergangenheit vor ihm auf, nnd er sieht hier ange-»chts dieser genießenden. tol-leu Menge — sein Leben, sein einsames. stil> les Leben, das nichts war als .ilbeit, inimer nur Arbeit, Cft hatte er i [lungert »nd darbt i» den txiängeriah« iii, aber ge-iUritct hatte i immer. Wie in Freund und «Gleiter war ihm immer die Arbeit gewe-un. durch sie lein hatte er > rti aufrecht halte», durch iu* überwand ; alle Euttöii' .ni'iKii und Mißerfolge. ud durch sie lleiu war er üdlikli doch z» iriuiMii Ziele .langt, hatte >-.1> einen Ra-i:uit gemacht und derwider->'i lebende» Welt die Auerken-innig abgetrotzt. Aber i.isi. da rr uj der Höhe war. was hatte et den» er« >»!cht? Ei»' nun nnd öde war sein Da-»Vin, uubesrie-at sein Seh-!U'n, nud seine >ele lechzte ! i nach et-i> Reuem. 1' etwas, ihm ei» I>am für i wundes ' n werden .,ie .... Ein wildes Aufiauchze» draug z» ihm her; eug umichluugeu, 'f im Taumel, so rasten die Paare an ihm vorüber. lind dazu diese Musik, diese Geigeutoue. die iu jubelnder Freude > aufweckten, was an Selmiucht nnd Sinnlichkeit im Herzen • Menschen schlummert! Miide, wie i» Seligkeit, schloß er die Auge» uud lehnte den V0>" an die Zänlt — ach. mir einmal, nur ein eiuzigcsnial sich •irti diesem Taumel in dir Arnie weise» z» können — zu genießen! genießen! und mit diesem einen cWenuft alles das nachholen können, was mau bisher im Leben versäumt und verträumt hatte! >»a. bei Olrit, das luüiv bei rli.1i! Unter dem Reqendlich, $5u» H6i'ii|jv.iplil( «at.i« Vo» o > In nt-lj^n. Wie gebannt, mit verschleierten Augen, sieht er auf va» Ge-woge dahin, ans dies jauchzende, tanzende, närrische (betriebe Die hatten keine Sorgen — wenigstens heute nicht — die griffen zu. was ihnen das Leben bot, griffe» z» mit vollen Händen und ge uosie», genossen die Freude! llnd wer weih de»», ob es nicht so auch am richtigste» war? Ein heißer Ldem stieg auf: all die wild atmende» ttörper — die welkenden Blume» — die Parfüms der Dame» — der Duft des Weines -»nd dazu im helle» Kerzenglanz die be rauschende», leuchtenden Farben derAe-wänder, imd die Musik, diese jauchzenden, jubelnden wei gentone! Wie ein sehr toller Tranm war es! —Und aus allen Ecken und Wangen ei» Mansche» »»d Flüstern, und verstohlene Liebkosungen und Jliine, als wäre über alle diese Herze» eine brausende, berückende Lei deuichatt gekommen. Und wer weis; de»», ob es nicht so anch am richtigste» war! Jetzt schlol: er die Augen, aber uiclit im Taumel der Freude, »ein, jetzt überkam ihn eine lelje Wehmut, ei» Bedauern, daß er mit seinen vierzig Satiren bisher so blind, fo teilnahm»-loS am Lebe» vorüber gegau-ge» war—eine Wehmut, wel-che ihn weich stimmte, weich zum Weine». Aber plötzlich winde er aufgerüttelt. Sei» Freund Lewald stand vor ihm. Der junge v»» verge» iMil i Maler steckte in einem feschen Figaro- JUiftiim uud tvar prächtig bei Laune. „ila, mein lieber Ifruft." begann er lachend, .wenn du schon einmal hierher gekommen bitt, dann muht du den Rummel auch ganz mitmachen, solche Ecke» »eher können wir hier nirlit brauche»." lind damit nahm er ihn einfach beim Arm uud zog Üni mit hinein iu das (mute Getriebe. Meinhold wußte nicht, wie iliui geschah. Plötzlich stand er mitte» drinnen iu dem Trubel, Einen Augenblick kam er ft.li ganz ratlos vor. aber schon int nächsten Moment kam ein reizender, bunter Schmetterling daher, ein liebliches, kleines Fräulein, das nahm ihu gan; konragiert beim Arm. und tau»t** mit i! ;;i v v iu da« ihm Öören und ««he» verging- Aber während sie so mit il>m durch den bunten Saal tobte, geschah etwas Unerwartetes. Ein Kellner, der ans erhobener band ein grobe« Präsentier-brett mit geknUten Gläsern nnd Tellern balancierte, »nd sich zu einem der kleinen Nebenränme hinschlängeln wollte, wnrde von rinem wie wild vorbei rasenden Paare angerannt, so daß er die Balance verlor, nnd da» grobe Brett, samt seiner ganzen Auslage an Gläsern und Tellern, ans die Köpfe der vorüber tanzenden Paare hernieder sannen lieb Ein wilder Ansfchrei der Angst, des Schrecks nnd der Empii-rung ging durch den iXaum. Ein Paar war niedergestürzt, die anderen Paare hielten inne, die Musik stockte, »nd alles suchte sich in wilder Flucht vor dem entstehenden Tumult zn retten. Ein Rufe», Schreien, Schelten «nd Lachen, alles wild durcheinander. , (,10Tt;c|KH(i folgt ) Pakmfonntagmorgen. fkt rln Tau vom Himmel himmlisch mild Der atlr Pstanzen di» zur Wurzel stillt; Vafe dein Sehnen, Laß die Tränen! Ji fiel ein lau, der alle» Dürften stillt Ein sanfte» Sause» kommt au» hoher Lust Still grünt da» Tal »nd steht 1» yeilchendust; Göttlich leben srul)! ich webe». ti in sanfte» Sause» kommt au» hoher Saft. Wie C»gel«flüg«l blitzt e» über Land: Nun schmück' dich. Herz, t» a» »In rein Gewand. Sieh', die Sonne Steigt t» Wonne, wie »ngellflügel blitzt e» über Land. Macht weit da» Tot! Ter Ki»Ig ziehet ei», Die well soll jung und lautet Friede sei»; Streue! Palmen I Singet Psalmen l Hostannah fingt, der König ziehet ein! »manuei «eidtl. 33t SlaalSmiiiister Nudoll v. Deldrück f. Kit Rudolf von Telbtück, bet am l Februar. beinahe «K Jahre alt, I» Berlin dahinschied, hat Deutschland einen der verdienstvollsten Slaallmänner verloren, der a» der Gründung de» neuen Stricht» und seinem innere» Au»ba» hervorragend beteiligt war. Er war am ist April 1817 al» Sohn de» weheimrat» Joha»» DelbrSck geboren, der di» J«g»nd«rzl»hung der späl»r»u König» Friedrich Wilhelm IV. und Wilhelm I. geleitet Hatte. Räch Absolvietu»g seinet juridischen Studien trat er schon mit 2n Jahren in den Staat»dienst ei». Dem preußische» Handeltmini-stcrium, da« 1848 in» Leben gerufen wurde, gehört» et vo» «»sang an, seit IK&9 al» Tirektor det Abteilung füt Handel unb Gewerbe: hier erwarb «t sich ein» so gründliche K»nntni» der wesentlichsten Bedürfnisse aller Zweige von Handel und Verkehr, von Kleingewerbe und Äroßlndustri», daß fi» nahezu sprichwörtlich geworden Ist. und baß sie außer ihm schwerlich >» »In anderer deutscher Slaai»mann In solchem Umfang fich zu eigen gemacht. Seit 1869 Ministerialdirektor, hatte er. wie schon vorher um die Erneuerung der Zoll-vetein»v«rträg». b»sond»r» Verdienst« um da» Zustandekommen ber Handel». Verträge mit Frankreich, England, Belgien »nd Italien. I8S7 würd« «r Präsi-dent de» Reichlkanzleramte», 1868 Mitglied de» Gtaaliminiftttlum». Die Verfassung, die versaillet Vertrage und viele Gesetze sind großenteil» au» seiner Feder geflossen. 1874/76 geh Orte er dem Abgeordnetenhaus». 1870/81 dem Reichiiag an. Au» dem Amt schied et am l. Juni 1870, da et dem Fürsten Bi»marck aus dem neu eing»ichlag»n»» W»ge der Wirt!chaft»politit »icht glaubte folgen zu dürfe». Durch Verleihung de» Schwarzen Adlerorden» wurde er Isofi aufgezeichnet. Distelfinken. Im frühlingschwellenden Gezweig der vachweid» tummelt fich aus dent anmutigen Bilde von I. Hers bie dn««» Distelfinkenschar. Sie schwatzen und jubilieren I» den hellen Morgen hinein, hüpse» und schlüpfen von Ast zu Ast, plustern da» Gefieder und schwirren munter umher, di« fiel» tebhasten. bunten Gesellen. Lieblinge von jung und alt, auch In der Gesängen-schast immer fröhliche Freunde de» Hause». linier dem Regendach. Wa» für herzige Kindergeflchler lachen dem Be-schauer diese» reizenden Bildchen» entgegen! Die beiden Nelxen Mädchen sind aus dem Weg zur Schule von einem !>iege»guß überrascht worden. Fürsorg-lich svlinnl Qlretel den Schirm auf. während sich Tulchen dicht an die ältere Schwester schmiegt, halb ängstlich »nd doch auch wieder vergnügt über de» sausende» Wind und di« sprudelnd« Wasserdouch». Greta aber macht'» gewal-tigen Spaß, gegen Sturm «nd Weiler zu kämpsen und mil lustigen Worten malt fie dem Schwesterchen au», wie drollig da» sei» wird, wen» fi» wi» nafi« Pudetchen in di» Schul» komm»n und di» Regentropfen von sich abschütteln werden. Glückliche Kinderberzen! Ihr kennt nur den Kamps gegen Wiad uud Wetter unier dem schützenden Regendach! Von dem Kampf de» Leben« ß'flf» Schick'»! und ?»ege >>Ii»t ihr »»ch nicht»' M Eigen« Auffassung. Baron »Ihr voriger Herr hat «ine recht höh, Meinung vo» Ihnen gehabt?' — Diener „3a, er meinte oft, ich ginge Ihm Über feinen wein und seine Zigarren!" (?iu Reiioinuiist. „vorhin sah ich Sie im Wildprellade» * — Soni lag»jäger: .Ja. der Wildpreihändler kaust mir immer da« Wild wen» ich so diel geichossen. daß ich'» allein »icht esse» kann." Det schwerhörige Bürgermeister. I» einer Stadt fragte Friedrich de? Große, wie viel Fabriten in dieser Stadt wären. Ter Bürgermeister, der zum Unglück kein gute« Gehdr hatte und bemerkte, daß bet König mit lächelnde. Mir»« die Äugen auf seine wunderbar gestalte!« Perücke gerichtet halt«, macht« viele verbeug» »ge» uud sagt«: „Drei, Euer Majestät: «in« schwarze, «ine blonde und «in« weiße. Sine hat der Herr Inspektor, eine der Herr Sekretär und ein» meine Wenigkeit * Ter König lachte herzlich über diese Antwort und desahl, weiter zu sahren. Geschäfts Prinzip. Kunde: „Wenn die Witwe wirklich ein solche» Ries«nv«rmvgen hat. warum heiraten Sie sie nicht selber'-" — Heirat» Vermittler: .Ich werd« »>ich doch nicht um die schöne Provision bringen !" Sein« Antwort. Professor: ,Herr Kandidat, wie Sie wissen werd«», sieben sich in alkoholhaltig«« Flüssigkeiten wie Biet ?nd Wein diel weniger In-fnsotie» al« im Wafier. wa« ist darau» z« schließen? — Kandidat: .Daß — daß bie Bakterie» einen sehe schlechten Geschmack haben, Herr Prosefior.' •frr. «l /m.e i n n u t~z: i l, l Pribl«» N>. 46. >o» Si Blllmcrl. Schwarz Wenn an einem Ldstdaum frische Wunde» entstanden stutz, fei e» dutch Ansaht«» oder durch Has«»sraß. so schneidet man di«s« Wunde» mit «Inem scharfen Messer recht schön glatt »ad bestreicht fie dann mit Baumsalbe. Ge-schieht die« nicht, sonder» läßt man di« Wu»den, wi« fl« sind, so bild«» fie d«n Au»gang»punt> für späterhin flch einstellende schwere Etktankäuge». Baum-wach» anzuwenden ist nicht ratsam, und zwar au» d«m sehr einfachen Grunde, weil da»selk>e für die gesunde Ueberwallung der Wunde mit »euer Rinde ei» Hindetni» ist. während Baumsalb« au« Kuhmist, Lehm und Blut di« Neubildungen nur begünstigt. Der sehr oft gemachte Fehler, bei berartigen Wunde» vaumwach» zu verwenden, richt fich dutch jahrelange» Offenbleiben der Wund«». Bei Badewannen von Zink gieße «an stet» da» kalt« Wasser zuerst in di« Wanne und dann da» heiß« Da» Zink wird durch allzuheiße» Wasier weich und schließlich mürbe, so daß e» leicht bricht, wenn daran gestoßen wird. Feigen üben ein«» heilsamen Einfluß auf Magen »nd Eingeweide au« und ««-psehlen sich stell bei vetdauung»stbt»ngen. Aber auch alle, bie an be» >t«»»glorga»e» leide», sollte» fich b«t F«ig»n all H«iimltt«l bediene». Eine» aulgeztichnet«« Brustlee erzielt man durch ein« Abkochung von gewöhnlicher Gerste mit Feige» und einer Hand voll Rosinen. Bei Zahngeschwüren werden schon seit langer geil Feigen angewendet; die Feigen werden dabei det Breite »ach durchschnitte», in lauwarmer Milch ausgeweicht und ausl Geschwür gelegt m « ODE Weiß. Malt I» 4 Züge». ü u «uflösuNg. I A i dT'{~L I I D ! A I II 0 V | E | V | E | Y ~A | I. | ö | T\1 ^||E|sJ^Njp Füll-Rätsel. ST * • RA + • W + i- • liu Stelle »er Kreuzt |mt> «o-kalk, an ittlle der Punkte «lonfo-nonten zu setzen, dah drei Worte bekannter S?ede»tuna «niste!»«». !i>ei richtiger Losung »e»nen die neuen .'chen einen Teil Asten«. «tithmogriph. > »>«»»?»»>». Eine Ampdidte. i « v 7. Um« «ladt in tiroi. .1 D I I. Hin Strom in Muhlant. « : « 10. Hin deutscher Tonkiwstlee. i t t «. Hin bekannter Meteorologe. « 3 10 «. (sin Nebenfluß de« MHeini. 7 11». Ein Name norwegischer König». 1 » i «. Hin «ebtnfluß der Mosel. •> Jit 3 «s (Itnt Etatii in der ««« niemal» >ei». In» flhin» ist da« Htoelte I» feine« Ersten -chein. gut iu« g a I es. Insidsu»! In nächster Nummer. Auslösung deS vtldcrtSiselS an» voriger Rutnm«r: Arm an Begierde» macht reich an Vermögen. «II» «iechi, ««>»>»,11»». »»raniworill.dt Redaktion von Ernst Vsellfer. gedruist »nd d?ra»«g»gedei du» >»t»i»«r » Pleisfee »i »tuitgurl.