^^97^____ Montan, 20. April 1««!». 10«. ZahrMnn. kaibacher Zeitung. ^V"» »n'^i!,?^ .""/ ^°stvtl,»nbun«: »«»»««hl!« ,,l5. halbl«hl<« sl. ?.eo. Im «omplvl»! ""« ^>l«a',. ^ .'°'^««n«ftra»l«» befindet sich uonsslcsstplny 2. die «tbaetion Äahnhosgassc 2». Splcchftunden b« «ebaction täalich von ,0 bi» 12 Uhr vormittag?, — Nn!rlss werben n,ch« niinknummei' u„b »lannlcrlptl nlchtznrüs««st«llt ^ Mit l. Mai ^<"nnl ein nrues A l. o n n e ,n s n t aus die ^ Dailmchor Zeitung. ""^r'ä n^ """'krations. Bedingungen bleiben ""t und l'rtragen: «°nm^"b»seudun«: flir Laibach: !>lbjährig ' ' ^sl-Tl lr. nanzjähri«. . Nst.-lr. ^teljäH ' ' .^ " 5N „ halbjährig . . 5 „ 5« „ "wnatlich " f „ ?" „ vierteljährig . 2 „ 75 „ A. 3ür b'i/ n ." ^' " "wnatlich . . - „ 82 „ °""rnt «^"^llung inshans s i! r hiesige ^"en per Jahr l Gulden. ^ z«llele,,»!«^""'"eratio»ls.Vetr«ste woNen Porto« > «"rl werden. '^^^g> v. Rleinlnayr H,^od. ^amberg. ^ Amtlicher Hheil. ^tthijchs/' "l'd t. Apostolische Majestät haben mit ^"terie w - ^""em Diplome dem Major des ^ßlift S^ZlMents Freiherr von Durmus Nr. 72 "Mr «Ekl^""^ bm Adelstand mit dem Ehren-^g"iidis.s ""b dem Predicate «Suchen an. ^^^1 verleihen geruht. Nichtamtlicher Mil. H. Vom Bcamtenvcreill. ?""," der^?"' ^" der Erste allgemeine Beamten-?'^"q d 8 m?^'""a°rischen Monarchie zur Be-Kredit »i ^bürfnisses der Veamtenwelt nach Per-?>nd N c^"°sW'schaften. die sogenannten kl^" nickn ^"'^onsortien. ins Leben gerufen, deren ^lben /.3,"" und überall so beurtheilt wird. wie 9 dez m ° ..?"cht verdienen wilrden. Die Verwal-M^" N 3"!!!?'??" sah sich deshalb veranlasst. ?"' i»2 ^°ltsberichte filr das Jahr 1888 eine >Aich 7^'"» der Verhältnisse der Consortien. 2 Vei d^» m'f den Zinsfuß, erscheinen zu ?. '^ ber N°" ."^tlgke.t des Gegenstandes für alle !^vir hi^""'". Professoren. Lehrer u. s. w. glan-^^^^benfall« Notiz nehmen zu sollen. Die Verwaltung des Beamtenvcreincs lässt sich vernehmen wie folgt: Der Aeamtenvcrein und seine Consortien haben auch im abgelaufenen Jahre den Gegenstand vielfacher Angriffe grbildet. Beförderung der Beamtenverschuldung. Bewucheruug der Beamten durch die Höhr drö Zins. fuhes. insbesondere durch die Aufrechnung von Ver, sicherungsprämien und anderen Nebenacbüren. das ist der ernst genug lautende Inhalt der Vorwürfe, welche den Consortieu gemacht wurden. Alle diese Vorwürfe beruhen jedoch entweder auf totaler Unkenntnis der Verhältnisse odrr aber anf absichtlicher Entstellung, welche durch Uebelwollen gegen den Veamtenverein in seiner Totalität oder gegen seine Mitgliedergruppen veraulasst ist. Häufig werden Anwürfe der oberwähnten Art unmittelbar wider die Veieinsleitung gerichtet, trotzdem es bekannt ist oder doch bekannt sein sollte, dass der Erste allgemeine Beamtenuerein der österrei« chisch'Ungarischen Monarchie sich nach seinen Statuten mit dem Vorschussgeschäfte überhaupt nicht zu beschäf« tigen hat. dass dieses Geschäft vielmehr den auf ge« nossenschaftlichen Grundlagen aufgebauten, in ihrer Gebarung autonomen Consortien überlassen blieb. In-soferne der Vereinsverwaltung eine die Wirksamkeit der Consortieu überwachende und beeinflussende Aufgabe zukommt, hat sie sich diese stets gegenwärtig gehalten. Ja, die Consortien selbst haben die Zinsfußfrage, die Wünsche und Beschwerden, mit der größten Nufmerk« samkeit verfolgt. Darüber geben die verschiedenen, über die bezüglichen Verhandlungen erfolgten Publicationen die umfassendsten Aufschlüsse, wie dies namentlich auch aus den Rechenschaftsberichten des Beamttnvereines für die Jahre 188^. 1885 und 1887 ersehen werden kann. Aber auch den Ccmsortien gegenüber ist der Vor. Wurf ein durchaus ung/rcchlferligter. Thatsächlich ist der Zinsfuß bei den Ve'reiusconsortirn. und zwar theils zufolge der allgemeinen Hinsfußuerhältnisse. theils und hauptsächlich mit Rücksicht auf die fortschreitende Er. starkung der meisten Consortien wesentlich zurückgegan« gen. Wenn dieser ZinKsnßrückgaug nicht in noch lMerem Maße und allgemeinerem Umfange bisher durchgeführt wurde, so muss dies ganz anderen Factoren, als den Consortialleitungcn zugeschrieben werden. Es darf näm» lich uicht übersehen werdeu, dass die Vorschüsse zumeist auf den Perfonalcredit der Vorfchussuehmer und ihrer Vüi-gen hin gewährt werden und dass sie fast auK. nahmslos in mäßigen Beträgen auf lange Dauer gegen die Zufage der Abstattung in kleinen Monatsraten er« theilt werdeu. Die nothwendige ssulge hievon besteht darin, dass die Gcschäftsaliwickelung auf zahlreiche Casseil' und Buchhaltungsagenden sich vertheilt und dass demnach die Regiekosten sehr bedeutende sind und dajs Verluste selbst bei der vorsichtigsten Gebarung nicht vermieden werden können, denn auf eine Reihe von Jahren hinaus lässt sich die Vertrauenswürdigkeit von Schuldner» und Bürgen schwer beurtheilen. Auf die für sämmtliche Verpflichtungen des Consortiums nach dem Gesetze haftenden, daher immerhin wenigstens der Theorie nach einer Verlustgefahr ausgesetzten Anthcilseiulagen muss überdies eine Dividende entfallen, welche größer ist, als der Zinsfuß bei anderweitigen sicheren Anlagen, damit die Consorten veranlasst werden, das Geld unter den strengen Vorschriften des Genossenschaftsgesetzes, d. h. auf längere Zeit gebunden uud mit der Verpflichtung der Haftung zur Verfügung zu stellen. Die Zinsen der Voischüsse müssen also verhältnismäßig hohe Regiekosten, eine nicht weniger hohe Gefahrprämie decken und die Mittel bieten, um die Antheilseiulagen an ihre Verwendung in dem Confortialgeschäfte zu fefscln. Nebstdem ist aus ihnen die genossenschaftliche Einkommen» und eventuell Erwerbsteuer zu bestreiten. In allen diesen, zusammen schwer wiegenden ökonomischen Momenten liegt die Begründung dafür, dass der Vorschusszinsfuß niemals auf den Procentsatz für pupillarsichere Capitalsanlagen herabgchen wird. Schulden hat es zu allen Zeiten gegeben und gewiss a'lch in Beamtenkreisen zu einer Zeit. wo die Vereins»Consortien noch uicht bestanden. Dass die Summe der ailshaftenoen Vorschüsse bei den Consortien bisher von Jahr zu Jahr gewachsen ist, ist durchaus kein Beweis einer zunehmenden Verschuldung der Bc» amtcn, im Gegentheile muss daraus geschlossen wer. den, dass die Beamten es vorziehen, etwaige Schulden bei anderweitigen Gläubigern zu tilgen und auf die Vereins Consortien zu übertragen. Denn seit dem Bestehen der Consorlien sind 58 Millionen Vorschüsse genommen und 49 Millionen Gulden rückgezahlt worden, daher mit Ende des lehlverflossenen Jahres nur Feuilleton. D" Pariser Weltansstellun.q. Paris. 24. April. 2?.U''^ ""d die Pariser Welt- 5> 2" ^rova'7^"" "erden. Die politischen Vcr-tz!?l°l'd ,m3 -^be" es mit sich gebracht, dass !e>>, " a»f d °l ?Ne mit demselben eugverbündetc denken - 'ss" Ausstellung officiell nicht vertret.u W?' kaum I!" .^2 wird der imponierenden Glösie lhlm; denn einer- stell?"' unk ^'"""" eines dir gewaltigsten Cnl-lei> thllMckl^r1"ts wird die diesjährige Aus-ht y^r Andrnn ^"ma."' arrangiert wurde, leil l?NlM " ? a" diefer Ausstellung, welche, wie ^siX. Jahr?.. U/' «eine Geschichte der Weltarbeit ll»«^>ch ein '"" loll, wird daher aller Vor-^'i^lden 2-«..!'"^""ler sein. Auch aus Oester« "k>lesi? ber C^."' e "^1 Paris strömen, um die Hil, ? Zeit "ll I? setM. welche die Menschheit in ^ glaube dal^r einem ^w> Tünp V zlworznlommcn. wenn ich ihnen ^ 32'lt> Hei," 6M"u..g dcr Ausstellm.g. ein X ?lllwa '^ c Ulbk. welches denjenigen, welche Mbe, "«''en sa,.5"^" '""d"'. gewissermaßen als i Mell^tden '"'' denjenigen aber. welche ihr fern-" der > bieten'7" ^ns! von den. Wesen dieser 'le>i!s/itgsnM" »oll, die jedenfalls einen Markstein '". '''Mn Cnlturgeschich7 und 1878 vereinzelt besaßen. Plan und Ausführung derselben sind gleich großartig uud sie bietet eine solche Varietät der Ansichten, eine so praktische Vcrtheilung der Objecte sowie der Vergnügungen und Schaustellungen, dass man schon jetzt darauf schließen kann, dass Leben und Bewegung m allen Theilen ihres gewaltigen Raumes gleichmäßig vertheilt sein werden. Das ist ihr Eindruck auf diejenigen, welchen es bisher vergönnt war. ihren Arbeiten zu folgen; das war auch derjenige des Schreibers dieser Zeilen, als er diefertage von den Gärten des Trocadero aus das wunderbare Schauspiel überblickte, welches das Marsfeld bot. In erster Reihe die Ufer der Seine, bedeckt mit den eleganten Pavillons der maritimen und der Flufsausstellung; auf dem Quai die merkwürdige, steingewordene «Geschichte menschlicher Wohnungen', dann, der gigantische Eiffelthurm. der seine Spche w,e einen Pfeil in die Wolken sendet; auf jeder Selte des Thurmes Bauten aller Länder. Völker und Stllarlen, welche in dieser Nachbarschaft den Eiudruck von Kmder-spielzcug machen, das zu den Füßen dieses R,elen l,egt. Unter dem gewaltige» Äoaen dleses Thurmes stehend, erblickt man die' beiden Plaste der schonen und der freien Künste mit ihren monumentalen Pforten, ihren vielfarbigen Domen, ihren Fayence- und Mosaikverziernngen.' Zwischen diesen beiden Palästen liegen die Gärten, die Anlagen, die monumentalen Springbrunnen, der Central-Dom, welcher als Eingang zn den Gallcricn der verschiedenen Industriezweige dient; endlich in letzter Reihe die bewuudernswerte. mächtige Maschinenhalle. Dieses Ensemble ist. trotzdem Ws Auge es um- fasst, wahrhaft grandios. Die Abwechslung in dem. was man vor sich hat, ist so groß; diese Paläste, diese Pavillons sind dergestalt von Gärten umrahmt und durch grünende Anlagen getrennt, dass man nicht mehr. wie das gelegentlich der 1878er Ausstellung der ssall war, gewissermaßen Scheu davor empfindet, den Fuß über die Schwelle eiues endlosen Bauwerkes zu setzen, das sich von der Iena-Brücke bis zur Kriegsschule er. streckte. Diesmal wurde vielmehr eine glückliche Neue-rung in den Plan aufgenommen: das Pavillonsystem nämlich, bei welchem die einzelnen Baulichkeiten durch Gartcuanlaa/n. Blumenbeete. Terrassen und Gallerien getrennt siud, welche auch die Restaurants, die Cafe's uud sonstigen Erfrischungs« und Vergnügung».Etablissements umgeben und den Reiz derselben beträchtlich erhöhen. Einer der Hauptzugänge zur Ausstellung wird von den Gärten des Trocadero über die Iena-Brücke seiu, welche in ihrer ganzen Länge von einem Zelldache überragt sein wird, um die Glut der Sonnenstrahlen abzuhalten. Das erste Object, zu welchem man von dieser Seite gelaugt, ist der Eiffelthurm. Jedermann weiß heule bereits, dasv derselbe 300 Meter hoch ist. dass er eine Oberfläche von mehr als einem Morgen Landes bedeckt, dass sein Gewicht 7.'j Millionen Kilogramm beträgt, dass 1600 Stufen von seinem Fuße bis zu sü'nem Giebel führen, uud noch viele audere Dinge. Trotzdem ist es für Personen welch«' di? At> sichs haben, den Thurm zu besteigen, ersprießlich, noch eiuige Detail«, zu crfabren. An jedem der Pfeiler im Osten und Westen sind Treppen von der Äsrite eilieö Meters, mit zahlreichen Absätzen angebracht, die. ohne dass man ermüdet, bis zum ersten Stockwerke sichren. Wenn eine dieser Treppen für den Auf- und die andere für den Abstipq verwmdet wird. so genügen vaibacher Zeitung Nr. 97. 828 89. AprilM^ noch 9,487.950 Gulden zur Rückzahlung verblieben. Damit ist wohl gezeigt, dass der Beamten-Verein nicht das planlose, leichtsinnige Schuldenmachen unterstützt, sondern dass den Schuldnern auch die Tilgung ihrer Schulden, die Erfüllung einer schweren Pflicht, am Herzen lag und diesen in der überaus größeren Zahl der Fälle gelang. Aber neben den Beamten und Veamtenfamilien. welche — ob aus Gründen der Unwirtschaftlichleit oder aber infolge von Unglücksfällen, mag beiseite gelassen werden — auf die Contrahieruug von Schulden bei Vereinsconsortien angewiesen sind, gibt es als Kehrseite des von feindseligen Augen stets allein betrachteten oder zur Anschauung gebrachten Auersbildes auch eine große Anzahl von Beamten uud Veamlenfamilirn, die sich in wirtschaftlich geordneten Verhältnissen befinden und Er» sparnisse ansammeln, welche, wenn auch noch so bescheiden im einzelnen, doch geradezu imposant sind in ihrer i>l unserem Vereine zur Erscheinung gelangenden Gesammtheit. Dies ergibt sich unwiderlegbar nach zwei Seiten hin, aus der geschäftlichen Wirksamkeit des Be-amtenvereines und seiner Consortien selbst. Die Spar« thätigkeit des Veamtenstandes kommt in zwei großen Ziffern unseres Rechenschaftsberichtes zum überrasche,,» den Ausdrucke: einerseits in der Summe der bei unserem Vereine in Kraft stehenden Versicherungen von 54.9W.000 fl. auf Capitalien und von 314,000 fl. auf Renten, fiir welche mit dem 31. December 1888 die Prämienreserve mit 8.997.000 fl. mathematisch festgestellt worden ist und anderseits in der Summe der bei den Consortien am 31. December 1888 eingelegten haftenden Antheilseinlagen per 7.475.868 st. Beide letztere Beträge zusammen geben eine Gesammt« summe von 16.472,868 st., welche seit dem vierund-zwanzigjährigen Bestehen des Beamtenvereines unter dessen wirtschaftlicher Intervention erspart worden sind. Alle Anzeichen sprechen übrigens dafür, dass diese Beweise der Wirtschaftlichkeit in Beamtenkreisen auch fernerhin anhalten werden. Dass die Prämien für Polizzen, welche zur Deckung von Vorschüssen hinterlegt werden, mit dem Vorschusszinsfuße nichts zu thun haben und zu demselben niemals hinzugeschlagen' werden dürfen, ist für jeden, der über» Haupt sehen will, von selbst einleuchtend. Das Darlehensgeschäft und das Lebensv^rsicherungsgeschäft sind zwei ganz getrennt aufzufassende Geschäfte uud stehen in demselben Verhältnisse zueinander, wie das Hypo» thekar-Darlehen zur Feuerversicherung. Ein guter Wirt wird sein Haus selbst dann versichert halten, wenn es schuldenfrei ist und ihn kein Gläubiger zur Versicherung zwingt; nur der schlechte Hausvater, der schlechte Wirt, der Mann, der keine Sorge um die Zukunft hat, unterlässt die Versicherung. Wenn einstens genügende wirtschaftliche Einsicht in alle Kreise gedrungen sein wird, so wird es als ebenso selbstverständlich angesehen werden, dass jeder Mensch sein Leben versichert haben müsse, gerade wie jeder Realitätenbesitzer seinen Real» besitz. Dann aber wird der Vorschusswerber — und das geschieht ja vielfach auch heute schon — seine Lebensversicherungs'Polizze einfach aus dem Schranke nehmen, dem Gläubiger in Verwahrung geben, die Prämien weiter bezahlen, und es wird ihm dabei gewiss nicht in den Sinn kommen, die Prämien zu den Vor-» schusszinsen hinzuzuschlagen, indem er sich vielmehr ununterbrochen dessen bewnsst sein wird, dass die Aufrechterhaltung seiner Lebensversicherung einen Zweck verfolgt, der weit höher steht, als der nur nebenhergehende der Vorschussdeckuug. Wer auders rechnen wollte, beweist damit, dass er ein sehr geringes Verständnis für Fragen der Volks- und Privatwirtschaft besitzt. Wir wünschen, dass das hier Gesagte nicht bloß vou den Vorschussschuldnern. soudern anch von der Kritik erwogen und gewürdigt werden möchte. Aber noch einen andern Gegenstand haben wir neuerlich hervorzuheben. Wiederholte, von der Central« leitung des Vereines ertheilte, auch in der «Beamtrn-Zeituug» veröffentlichte Warnungen, sich bei Bewerbung um eiueu Vorschuss von einem Consortium keines Agenten oder Vermittlers zu bedieneu. fanden nicht immer Beachtung. Im wohlgemeiuten Interesse der Vorschüsse benöthigenden Standesgenossen heben wir hiemit erneuert hervor, dass unsere Spar- und Vorschuss-Consortien die Vermittlung von Vorschüssen durch Agenten oder andere Personen, welche es erfahruugs-gemäß nur anf die Ausbeutung von in Noth befindlichen Beamten und deren Witwen und Waisen :c. absehen, principiell ablehnen; wo aber die Vermittler den Consortialleitungen gegenüber sich im Dnnklen zu halten wissen, werden die Vorschüsse in dem guten Glaube,, gewährt, dass dieselben den betreffenden Mit-» gliedern ungeschmälert zufließen. Nicht mit Wissen, sondern gegen den Willen der Consortialvorstände er» leiden dann solche Mitglieder erheblichen Schaden. Denn ohne in d.'r Regel irgend etwas anderes als die Nennung eines Consortiums und die Angabe seiner Adresse geleistet zu haben, lassen sich solche unberufene Vermittler für ihr wenig verdienstliches Wirten ein verhältnismäßig hohes Honorar geben, uud das so geprellte Opfer sieht erst zu spät ein. dass es einfacher, jedenfalls aber viel weniger kostspielig gewesen wäre, wenn es sich direct an eines oder das andere Consortium gewendet hätte, deren Adressen ja bei der Cen-tralleitung des Veamteuvereines leicht erfragt werden können. Solche leider wiederholt vorgekommene Fälle von gewissenloser Ausbeutung armer Collegen veranlassten die Spar- und Vorschussconsortien, Vermittler unbedingt zurückzuweisen, und wir halten uns daher für verpflichtet, hiemit nachdrücklichst vor solchen Agenten und Vermittlern zu warnen, mit dem gleichzeitigen Rathe, es mögen sich alle diejenigen, welche einen Vorschuss benöthigen, persönlich oder schriftlich, aber direct an ein Consortium wenden, eventuell im Centrale des Beamten-Vereines nm die Adresse eincs solchen nachfragen. Politische Uebersicht. (Landwehr-Regimenter.) Das jüngst er« schienene Landwehr-Verordnungsblatt veröffentlicht die Ernennung der Commandanten für die neu zu formierenden Landwehr-Regimenter. Es ist damit ein wei« terer Schritt in der Neuorganisation der Landwehr er- folgt, nachdem bekanntlich bisher förmliche Lan« regimenter nicht bestanden, sondern bloß ein adm>">' tiuer Verband oei im Kriegsfalle zu einem RA" zu vereinigenden Bataillone geschaffen war. "' ^ ernannten Reqimcntscommandanten sind theils a>l ^ activen Heeresucrbande übernommen worden. tlM kleideten sie bisher in der Landwehr die Stellen Obersten und Oberstlieutenants. ... ^ (Parla meutarisch es.) Bei den, sur 3. Mai bestimmten Wiederzusammentritte des ^^ rathes dürfte dem Abgeordnetenhanse "ne "on. Handelsminister Marquis vou Aacquehcm ^' ^ gekündigte Regieruuqsuorlage. betreffend bie Erwc ^ der noch im Eigeuthmne von Prioat-OeseNschallen ^ sindlichen Antheile der Wiener VerbindilllgsbaM «^ den Staat vorgelegt werden. Es sind dies die V^ Antheile der Nordwestbahn. der österreichisch'""^"' ^ Staatseisenbahu Gesellschaft uud der Südbahn. ^ (Sanctiouiertes Gesetz.) D.e H^ Lwowska» meldet, dass der vom galizlsche" "'^. votierte Gesetzentwurf, betreffend die Ablöslin« ^ ^„ pinationsrechtes. die Allerhöchste Sanction "y>"' ^ der nächsten Woche wird die Direction A. ^,hit nationsfonds constituicrl und sofort ihre iw'"' beginnen. . ^ M. (Die Wahlbewegung) '" '""'U aul' dern. deren Landtage durch das kaiserllche >P""^^N' gelöst wurden, ist bereits in vollem Alge- ^! , In dere gilt dies von Böhmen. Galizien und "^> ^ Tirol wurde von Seite des deutsch-liberalen G"^^ bchtzes angeregt, mit den Italienern über eum ^ schließenden Compromiss für die Wahlen "" grundbesitze wieder zu verhandeln. «liaus) (Das ungarische Abgeordneten« ^ wird heute seine Thätigkeit wieder aufneymenH^. wird dasselbe die Vorlagen, betreffend das " ^^ contingent, ferner betreffend die NeuelUtlMu »^ ^ Ministerien, in Verhandlnng ziehen, dann ew! Budgetdebatte eröffnet werden. . m^hoslia' (Neue Kirchenbauten.) Wie d,e «^^ meldet, wird in diesem Sommer mit eimgen ^ ^ katholischer Kirchen in den occupierten ^'^„dii"!! gönnen, und sehen mehrere Kirchen ihrer <> ^h binnen kurzem eutgegen. In der ^!^^, «,-lche ^ nlit der Grundsteinlegung zu einer Kirche. ^ ^ Unterstützung seitens der Landesregierung ero^ ^ in einigen Tagen begonnen, ebenso in wro ^„je« der Commandant des Gendarmerie-Corps 1" ^l»t' und die Hercegovina, Oberst Ritter v. Tonncu. liches zu dem Bau beiträgt. . . „„H ilN"^ (Die Krisis in Serbien) sch"" U ""« nicht abgeschlossen zu sein. sondern es "" ^ ^. Schwierigkeiten bevor. Während tue Nllctie^ ^e Königin Natalie nur mühsam verhindert wi.^ „i der Ex-Metropolit Michael schon demnach^ ' hl d'e Serbien sein. Die nächste Folge hievon wa^ ,^I Demission Theodosius' und die Wiederwahl ^ ev zum Metropoliten. Angesichts solcher OeM" ^ nicht wuudcrnehmen. dass Köuig Mllan ^» ^ll? reise unterbricht, um gleichfalls nach «Mgl zukehren. dieselben für die Circulation von 2000 Personen in der Stunde. Vom ersten Stockwerte bis zum zweiten enthält jeder der vier Pfeiler eine Wendeltreppe, die zusammen gleichfalls für den Verkehr von 2000 Personen in der Stunde ausreichen; auch vom zweiten Stockwerke bis zum Giebel führen Treppen, die jedoch nur für das Dienstpersonal bestimmt sind. Der eigentliche Verkehr des Publicums auf den Thurm und von demselben wird mittels der Aufzug-Apparate bewerstelligt werden. Dieselben bewegen sich ein Meter in der Secunde und können jeder 50 bis 100 Personen auf einmal befördern. Auf der Plattform des ersten Stockwerkes, welche einen Raum von 2400 Quadratmetern hat, ist eine offene Arcadeugallerie angebracht. Anf derselben befinden sich auch vier Restaurationssäle, von welchen jeder WO Personen fafsen kann. In diesen Sälen be-findtt sich eine englisch-amerikanische Bar, eine flam» mändische Vierhalle, ein russisches uud ein französifches Rstanrant. Auch im zweiten uud dritten Stockwerke befinden sich offene Gallerten für das Publicum, welches deu Ausblick über die Ausstellung und über Paris gcuießen will. Die Gallcric des dritten Stockwerkes ist auf allen Seiten mit Glas geschlossen, und es ist ein wunderbares Panorama, das man von hier ans über die Stadt mit ihren zahllosen Monnmentalbauten, ihren Straßen, Thürmen und Domen genießt. Die Seine dnrchströmt die Stadt wie ein Silberband, und weiterhin sieht man die Hügel, die Wälder, welche einen grünen Gürtrl um sie bilden, und weiter und weiter schweift das Auge über einen Horizont von 180 Kilometern. Auf dem Pharus, im obersten Theile des Thur< mes, alier werden abends mächtige elektrische Sonnen ausftammen und einen magischen Schimmer aus Paris werfen. Ueber die Nützlichkeit des Eiffelthurmes konnte man streiten; in Bezug auf die Ausstellung aber kann dieselbe keinem Zweifel unterliegen: er wird jeden-falls einen der mächtigsten Anziehungspunkte derselben bilden. In nächster Nähe des Thurmes breitet sich rechts und links von demselben die Ausstellung der «Geschichte menschlicher Wohnungen» aus. Das ist eine wahre Stadt, in welcher jedoch nicht zwei Häuser aus derselben Epoche und demselben Lande zu finden sind. Es gibt kein Geschichtswerl, das lehrreicher sein könnte, als die stummen Blätter dieses steinernen Buches. Von den ersten menschlichen Wohnstätten, die unter dem Schuhe überhangender Felsen errichtet waren, von den Höhlen der Troglodyten und den Vehansungen aus der Bronze- und Eisenzeit bis auf unsere Tage wird uns da die Geschichte der Baukunst enthüllt. Es befindet sich hier ein altegyptisches Haus in archaischem Stile mit vielfarbigen Wäuden; ferner ein assyrisches Wohnhaus, ein phönicischer Thurm, eine vollständig eingerichtete Wohnung der alten Hebräer mit dreieckiger Thüre; in einem etruskischen Hause wird eine antike Schenke eingerichtet sein, im Charakter ihrer Zeit, mit Tischen, Tabourets, Nmphoreu und etruskischen Bronzen. Alle diese Baulichkeiten werden mit Leuten aus deu betreffende,, Volksstämmen in ihrer antike,, Tracht bevölkert sein, welche Antiquitäteu ihrer Länder oder Erfrischungen, wie sie dem Charakter des betreffenden Landes uud der betreffenden Epoche enlfprechen, verkaufe,, werden. Es befinden sich hier noch eine mächtige hindo-stanische Pagode mit zwei Thürmen, ein persisches und ein altgriechisches Haus. eiue pittoreske scandinavische Vaulichkeit mit der vollständige,, Einrichtung nurwegi-schlr Fischer, ein prachtvoller Renaissance-Palast, in welchem reizende Vlnmcumädchen im Costüme ihrer Zeit natürliche Blumen verkaufen werden. Ein kleines ___—--- N/!lt bulgarisches Gebäude wird eine Dest'll'e"" .^ hel Rosenöl enthalten. Eigenthümer desselben ', W größten Rosenzüchter in Kasanlik "' V^b^H höchst originelles byzantinisches Pal"s '" ^ " slave,, uud für die reichen Producte ^t,^"^ Kroatieus bestimmt. Die Ausstellung w'"/^ Wv° dieselbe sein. wie die kroatische AussttU""» M. ^ pest, die im Jahre 1885 so große Erfolge cz ^,», Hütten der wilden Völker, die Paläste ver Iulas sind „„gemein malerisch. , ...haften sl" ^ Einen prachtvollen, geradezu i""^"'" "" gewähren die Parkanlagen. Schon oer eine" >A dem Bogen des Eiffelthurmes wurde '" ^M^,, geheuren Garten mit zahlreichen Me ^^zne ^ Inmitten der Beete desselben ragt o,e H ^^ol ,, Sai»t-V'dal. ein mächtiges und ^"^"^6^ das Bassin herum befinden sich fünf N^Mh"" "^ in sitzender Stellung, welche die !"".' " t e>^ hie stellen. Inmitten des Bassins "p"!"" „a^H zü einen Sockel nachlässig hingegossene H" gW ^„ Nccht. welche den Aufflug des ^"'"2 " re'i" verhindern trachtet, der in Gestalt 5 Jünglings dargestellt ist. ,.. ,. _ Pst^" ö"' Die Stadt Paris hat die M'^" V""d 2»' ihren Treibhäusern und die seltensten i^" „ yM.„.ü cher aus ihre,, Baumschulen in dttse «"> ^e" 'H ,," Kastanienbänme. Platanen und machtlge ^e" ^ in diesem Boden schon seit haben. Dieser Park wird von Gewas!"" „«M^s aus einer „och monumeutaleren 3^""«M e>>'^l-als es die von Saint-Vidal ist. Diesel' ^ ^. z», Schiff dar, das die Wogen durchschn"^cche M''^ theile desselben erhebt sich stolz der ga" ' ^pM ^ rückwärtigen Theile sitzt die Figur d,z s l ^„> Steuer, und in der Mitte d.'s.3««,^^^'' Standbild Frankreichs in triumphier"" ^ M Abende, wenn die vielfarbigen Flaw«" 829 _______________ N. April IW. ^neralM .," M) ^ ^"'^ ^'^ Session der zloch n,l c!^"^' die indes diesmal, wie man ^"ti'ttkn '^^ ^"^ Zeit dauern wird, da die 244 ^°lGstr < ^^ Senatoren, welche den Depar-^ VetlM H"' angehören, sich beeilen dürften, zu °Mun^-^w' und zur Eröffnung der Welt-zige in b.n ^ " '" ber Hauptstadt zu sein. Die ein-3" erledigende interessante die Frage der Theilnahme der lkt G/ " der hundertjährigen Feier der Eröffnung . l3 , m""' '" Versailles sein. !°"'°kn in >> ä"kl Lublin) in Russisch-Polen ^ zu d? ^'^"' W°che blutige Vaueruunrnhen ^ktMcai... '.' Niederschlagung aus Lublin ein Dra-"«e betra?" ^^srndet werden musste. Erst nachdem °»dtte vesX . ^"äahl von Bauern verwundet und Hch^vltet waren, konnte die N»be wieder her-^"i'll a?s-st''l. " den Verhafteten wurden einund-!!" ^ !'?. ""d nach Warschau gebracht, um vor llltch,," Z"'cht lleNcllt zu werden. Als Ursache der "s C^"2"e.t die Lubliner Oouvrrncments-Zei- ^."'Mstrelligkeiten. ^ den w«'^?"'lche Deputiertenkammer) ?"l eiiiez .. ^°"s° Martinez ausgearbeiteteu Eul-'! ""' 2) », nn^'ch"' Gesehbuches augenommeu ui,d "die^ 7c. M Entgegennahme'des Berichtes ^l!>>i,,^'/"zlage und den Staatshaushalt wied.r ""Wben " "^ ^ 'st den Ministern geluugen. die 3'^iinlen gleiche znm Vorjahre beträchtlich """g kip l " ber Berathung der ne»en Wahl-!^>!>en ^ bekanntlich ans Einführung des all-^>'e» ^mmrechlrs hinausgeht, soll alsbald be- ?^'n..^"land und die Tilrkei.) Wie Mtdei, n U" gemeldet wird. haben die tiirkischen 7."l»ktez ' .-"""astir den Secretär des griechischen 2^" «lil,^? "^"t nnlrr der Anklage, die grie- ?' Na>, ?". ^l einer Revolte aufgewiegelt zu "l"Ng de« 3 -'!?^ die Pforte werde auf der Ab- 2"^mlun«" .Niederlande n.) Die zweite a,"°e jil^ung der mederländifchen Eeneralstaaten Ä^lv^7'!°?' ^n 30. d. M.. einberufen, um den Dentin Ä""'l der Ernennung der Königin V^hnieli ^b ^" Krankheit des Königs ent- ., E^. ^snemgleiten. ss"g. H"^ Baiser haben, wie die «Linzer l^lnbrr >. .> " Nenuvereine L,nz für das am ^^"chlfab,'.^«^legentlich des Volksfestes abzuhal« geruht.' ^ ' ^'^ Ducaten als Ehrenpreis zu spen- haben dem Wiener Wi " Nllerl,?«-?^ ""e Untrlstühuuq von U)0 st. ^en gasten Privat zu be- '^ > wiener Nl'.^^""'"^^ ^ch ^'^"' !<^Heer ^ 1 ?""" 'ft der Avancemcnts-Vorschlag L^^^^^Kriegsmarine bereits Sr. Majestät ^"Mbets>nl^"!3'"e ^^"'' "'^ dieselbe einen st«>f den W"' Anblick bieten. ^ 'Mben siI"I"' welche den Centralgarten um-!W ? ltilnste ^ b"t>en Paläste der schönen u»d 7" l^ ? daz «ll le smd aus Eisenconstruction er-^3^uck de« 3«'?^" Architektur jedoch niemals ^is ^n, Vta».^")llven macht, hat man sie mit ? M", ^"w«k „„h vorspringenden Pavillons >s V s°be ha "^ Dlese Bauten sind in Bezug W Wunder k.) ?ch"elllgkeit der Herstellung ein Baukunst und durchVn ?'t V^unas'^l ? lie bieten, an sich selbst Herr- Nre lolossalen Kuppiln sind >g»n sind ^'" s''g"u bedeckt. In diesen >V". D «3°? letzt ungeheuere K.mstschätze > > H' Werke der französischen uud der ^ N'. ^"ick , "nd Bildhauer' bilden gewisser-. 3^PUnlt'7"I^eschichte der Kunst und werden > 2" "an vnn^"6"' """stlebens werden. > !!! zur G" ^7 °us seinen Weg fortseht, ge-ll ^I^ade ^i c?" verschiedenen Industrie-Kl/^'NralF bHs mächtigen Gebäudes besteht ?) t>^"'erten V^l "nd e.nem von zwei kleineren «^iihZ, leine ar^"'b°"e. Der Central-Dom Ü"«^ ""°V«"!aen Dimensionen und durch >s^. drr Ne.7^i")e,t seiner Zeichnnng einen >? verH n.denlng bilden Die zn seiner Materialien sowie seine scul- Xxl^lt, 3"e„ N.: "Nen nicht wenig dazu bei, ihn, » ^'Nern ^"verleihen. ^>d,M^ ft« ein Rund-Balkon, zn '>» b'e^.ll Nil^"^°'"en Treppen g. langt. Die ^t'^n, "'erarbeit geschmückt" Frankreich "'r ^ethriligllng an der AussteUuug den, Kaiser zur Veschlussfassung unterbreitet worden, so dass die Verlautbarung des Verordnungsblattes für heule zu erwarten steht. Was den Umsang des Mai - Avancements anbelangt, so verlautet, dass die Beförderungen in den Stabsofficiers-Chargen dermal zahlreich sein werden. Ein ausgiebiges Avancement sull insbesondere die Infanterie und die Landwehr zu erwarten haben. Dagegen soll das diesmalige Auancemcnl in der Kriegsmarine verhältnismäßig sehr bescheiden ausfallen, da die für das Jahr 1889 bewilligte Quote der Standeserhöhimg schon im November 1888 comvleliert wurde und diesmal nur die geringen Abgänge gedeckt werden. — (Vom Congo zum Nil) König Leopold von Belgien, dessen Name stets eng verbunden sein wird mit der Geschichte dcr Erforschung und Civili-sierung des dunlleu Welttheilcs, hat den Plan gefasst, auf dem Wege, deu Stanley unter den bekannten UN' geheuren Schwü'iigleiteu vom Aruwimi (Nebcnsluss des Congo) „ach dl'M Albert-S.'c zurückgelegt hat, eine Ka-rawanrnslrciße anzulegen, welche somit den Congoslaat mit drm Nilgebiete verbinden würde. Diese Strafte wäre 70N Kilometer lang. und Karawanen würden t'/., bis 2 Monate brauchen, um sie durchzuziehen. Man will die Eingeborenen allmählich au die WeifM zn gewöhnen suchen, damit sie die Karawane» nicht gesähidcn, und man hofft, dass in wenigen Jahren die neue Karawanenstraße ?)ambuya am Aruwi,«i-Kavalli rbenso sicher sein wird, wie c« gegenwärtig die Straße Malaoi-Lcopoldville ist. Im Anschlüsse wird daran der Dampfeidicnst auf dem vou zahln'ichl'u staatlichen Damvscin und sechs den Faktoreien gehörigen Dampfern befahrenen Obercongo reguliert werde,,. Ist erst die Congobahn fertig, so wird man vo,u Albert See bsquem und sichrr in drei Monaten nach Aanaua a» der Congomüudung gelangen, also die neue Handelsstraße «ach dem Nil eiuc Wahrheit sein. Eine Expedition unter Führung des Cavitäns Becker hat sich bereits in einer Station am Aruwimi festgesetzt, von der aus die Arbeiten, die mehrere Jahre iu Anspruch nehmen wcrucn. bald beginnen können. — (Dcr Gastwirtctag) in Salzburg beschloss noch eine Petition wegen Zucrlcnnnng des Einspruchsrechtes der Genossenschaften bei der Verleihung von Concessionen und die Gründung eineS Coursbuchcs durch den Vereiusverbaud. Als nächster Vorort wurde Karlsbad gewählt. — (Der Fassuugsraum dcS Eisfel-thurms.) Die Preise für die Ausfahrten zu den ver. schiedcnen Stockwerken des Eiffel Thurms find nun festgestellt und betragen 2 Fraucs zum ersten, 3 Francs zum zweiten Stockwerk uud 5 Francs bis zum Gipfel. An den Sonntag Nachmittagen werden die Preise um die Hälfte ermäßigt sein. Auf der Plattform des erste» Stockwerks werdeu «000. auf der zweiten 15,00 und auf der dritten 500 Personeu Platz haben. Rechnet man dazu die Zahl der Vedieusletcn und der jeweilig in der Auf. fahrt begriffenen Personen, die etwa 2000 betragen dürste, so werden im ganzen etwa 10.000 Personen m den verschiedenen Theilen des Niesenbaues Platz fmden können. . — (Ein gefundener Schah) Nach emer Mittheilung deö Klausenburger .Elleuze'l' stieß e,n Landmann iu Szilägysomlyö am Ostermontag, während er m seinem Garten ein Beet umgrub, auf einen Schatz. Er förderte eine große Menge antiker goldener und fllberuer Gefäße uud Grräthschaften von hohem lilusllerischcn und archäologischen Werte zutage. Sachverständige schätzen den Fund auf etwa eine Million Gulden. — (Die Tiefe des Oceans.) Die englische Corvette «Egeria». welche im «Stillen Meere» kreuzt, uu, die Saudbänke aufzusuchen, die sich im Süden des «Freund-schafls-Archipels. befinden sollen, hat zwei Messungen vou außerordentlicher Tiefe vorgenommen, nämlich 44.50 und 42!)5 Ellen, welche 7177 und l^58 Meiern entsprechen. Man kennt bis jetzt nur drei Punkte von größerer Tiefe, der erste im Nordosten der Küste von Iapa» "„t 4N5Ü Ellen — der zweite im Süden der «Diebsmseln. mit 4475 und der dritte nördlich von Portoricco ""t 4L51 Ellen. Die Temperatur des Meeresbodens wurde bel dieser Sondierung dcr «Egeria» mit-j-3!j ? Grad Fahrenheit befunden. — (Schachturnier) Ueber o°s mternatlvnale Schachturnier in Newyorl wird von dort unter dem 22 d M. telegraphiert: Herr Weih aus Wie« ble.bt erster unter den Mitbewerbern an dem Schachwcttkampfe mit 22 a.wonncnen Partien ohne eine einz'ge Niederlage. Seine 7 Nemis zählen indes als 3 /. Verlorne Partien. Vlackburn ist zweiter; er hat 17 Parl.en gewonnen und vier verloren; Cigorin gewann siebzehn Partien und verlor fünf. ^ _ (Keine Nosenmädchen.) Das Nosen° mädchcnsest, welches weiland Gras Guido Karac °',Y. für die Olschasten Solymar, Szt.-Iva" >'"d ^rösvar aestistet hat, unterbleibt heuer, weil leine der drei Can-dida'in.un jener Bedingung des Stiftungsbr.eses entspricht, wonach sie ungarisch wissen müsse. — (The at er brand.) In Melbourne ist am Ostermontag das Vijou Theatre gänzlich '''ld"^'""^ Die Flammen beschädigten auch das auslohende palacc-Hot.l, — (Zu guter L c h t.) Finderlohn : «Mein Fräulein, ich finde Sie heute außerordentlich reizend.» — «Und was beanspruchen Sie lnefür au Finderlohn?» Local- und Prouinzial-Nachrichten. — (Localbahn Laibach-Stein.) Wie wil aus sicherer Quelle erfahren, ist den Conccssionswerbern Herrn Oskar Baron Lazarini uud Alois Prasch-nilcr in Stein vom k. k. Handelsministerium eröffnet worden, dass die Allerhöchste Genehmigung zur Ausführung der Localbahn Laibach-Slcin mit einer Schleppbahn zur dortigen ärarifchen Pulverfabrik bereits erfolgt ist, Hiemit ist das Unternehme» seiner Finalisieruug wesentlich näher gerückt. Die zu erbauende Loralbahn wird von dcr Station Laibach der t. l. Staatsbahnlinie Tarvis-Laibach abzweigen, von hier aus aus eigenem Unteibai, bis zur Triester Reichsstrahe führen und, dem Zuge der letzteren folgend, die Save-Niedcrung erreichen. Nach Uebersetzuug der Save führt die Bahn unter abwechseln-der Benützung der Reichsstraße nach Domzale, und soll daun im Feistrih'Thale auf cigeucm Unterbaue zur Ve» zirtsstraßc gelangen, welche theilwcise bis zur Endslaticm Stein zur Vahnanlage benutzt werden soll. Je nachdem die Endstation südlich oder nördlich dcr Stadt Stein au-gelegl werdeu wird, wird die Länge dcr Bahnlinie circa 22 oder 23 3 Kilometer betragen. Im ersteren Falle wird von der Endstation ein ungefähr 13 Kilometer langes Schleppgeleise zu der l. l. Pulverfabrik herzustellen sein. Die gesammlcn effectiven Anlagelosten dieser Localbahn einschließlich der Schleppbahu wurden mit 780.000 Gulden festgesetzt, wozu in, Falle der Einbeziehung obiger Schleppbahu in die Localbahn die hiedurch erwachsenden Mehrkosten im beiläufigen Betrage von 26.000 sl. hin» zukommen werden. Zur Beschaffung dieses Geldersorder-nisses sollen Prioritäts-Actien I^it. ^V bis zu einem Ma» ximalbetrage von 300.000 st. mit einer 5proc. Vorzugs-dividcude von den im gleichen Nominalbeträge aus« zugebenden Prioritäts-Actien I^it.. k und den Stamm» aclien im Nominalbeträge von 315.000 fl. ausgegeben werden. Das Nominal-Nnlagecapital beziffert sich sonach mit 915,000 sl., wovon 200.000 sl. in Stammactien aus Grund des Gesetzes vom 1. Mai 1885 vom Staate, 70,000 st. in Stammactien vom Lande Krain, die restlichen Stammactien im Betrage von 45.000 fl. sowie die gesammten Prioritätsactien von den Concessionären und den Interessenten zn übernehmen sind. Der Netrieb dcr Localbahn Laibach-Stein wird vom Staate sür Rech' nung der Concessionäre geführt werden. — (Abgeordneten-Conferenz) Die sloveni-schen Abgeordneten dcs krainischcn Landtages traten heute zu einer Conferenz zusammen, um über die bevorstehen» den Landtagswahlen zu berathen. — (Das Notariats Wesen.) Nach einer vom l. l. Justizministerium veröffentlichten Uebersicht über den Stand des Notariatswesens in der diesseitigen Reichs-Hälfte waren zu Beginn des lausenden Jahres in den Sprengeln der 32 Nolariatslammern 1012 Notare thätig, Gegenüber dem Stande des Vorjahres hat die Zahl der Notare um 4 zugenommen. Die Gesammlzahl der syste-misierten Notarslellen beträgt 1000. Eine Zusammen^ stellung der Ernennungsjahre der heute wirkenden Notare ergibt, dass ein Notar seit dem Jahre 1847, neun seit dem Jahre 1850 in Thätigkeit sind. In dem Zeiträume von 1851 bis 1800 wurden 143, im darauf folgcnden Jahrzehnt 191 Notare ernannt. Die übrigen 668 No» tare wurden innerhalb der letzten achtzehn Jahre bestellt. Im Jahre 1871, in welchem die neue Notariatsordnung erlassen worden ist. wurden 86 Notare neu ernannt. — (Concert Karinger,) Das vorgestrige Concert des Fräuleins Valentine Karinger, der bc^ kannten heimatlichen Kunstnovizin, verlief mit einem sehr ehrenvollen Erfolge. Die auserlesene Zuhörerschaft, die sich zu demselben eingesuudcn hatte, zollte den namhaften Errungenschaften der jugendlichen Pianistin die schmeichel» hafteste Anerkennung. Schon die Wahl der Vortragsstücke verrieth uns den Ernst ihres künstlerischen Strebens, das anderseits durch eine liebe» und verständnisvolle Vertiefung und einen zielbewussten Fleiß gekennzeichnet wird. In dieser Beziehung ist unter den Claviernummern dcs Abends unzweifelhaft C. Reinecke's Idylle und Josef Reinbergers Capriccio für die linke Hand der erste Preis zuz»erlennen. Natürlich fanden auch die übrigen Tonstücke, welche die Concertgeberin hören ließ, verdienten Beifall, und wurde fie auch zu zwei Draufgaben veranlasst. In Gewärtigung vollständiger küusllcrischer Neise sieht Fräulein Ka ringer einer schönen Zukunft entgegen. Herr Lasner, dessen schätzenswerte Kunst sich leider in der Wiedergabe ziemlich unbedeutender Ton-schöpsuugen zu gefallen fcheint, ergänzte den Abend ducch einige musikalische Kleinigkeiten, die nichtsdestoweniger geeignet waren, des Cellisten erstauuliche Technik — z. B. der volle und klare Doppeltriller in Poppers spanischen! Tanz — uud seine anspreche.ide Cantilene in volles Licht zu setzen und demgemäß Herrn Lasner sehr viel Beifall eintrugen, der durch die Draufgabe — wie wir hören -Jg. Lasners «Schlummerlied» die höchste Steigerung fand. Wir würden uns freuen, von Herrn Lasner demnächst etwas Glöhrres und malerili Mrd'lgcres zu hörrn. ^aibachcr Feitnng 3lr. 97. 830 29. slpr«M^ — (Gemeinderathswahlen in Laibach.) Bei den vorgestern im ersten Wahllörper vorgenommenen Ergänzungswahlen für die Stadlvertretung Laibach wurden die Herren: kais. Rath Johann Murnik, Michael Pakic, Dr. Alfons Mosche und Franz Ravnihar zu Gemeinderäthen gewählt. Hiemit sind die diesjährigen Gemcinderaths-Ergänzungswahlen beendigt. — (Drittes österreichisches Vundes-schießen.) Aus Graz wird uns gemeldet: Der Kaiser sowie die Erzherzoge Karl Ludwig und Franz Ferdinand werden zum dritten österreichischen Vundesschiehen am 6. August hiehcrlommen, Samstag abends constituierte sich hier der Festausschuss. — (Einbruch im Trie st er Postgebäude.) Aus Trieft wird uns telegraphisch berichtet: Samstag nachts wurde in dem hiesigen Postgebäude in der Via della Caserna ein frecher Einbruchsdiebstahl begangen. Unbekannte Diebe drangen in das Gebäude, eröffneten fünf Thüren mittels Nachschlüsseln und raubten mehrere Postpakete und Säcke, darunter 21.000 fl., welche dem Aerar zur Last fallen, und 3000 Napoleons, die einem hiesigen Handelshause gehören. Per Gesammtschaden be« trägt 53.000 fl. Die Diebe ließen zwei große Casselten, enthaltend eine Million Gulden Banknoten und mehrere Säcke mit Maria-Theresia-Thalern, ostenbar wegen der zu großen Last, unberührt. Von den Thätern hat man bisher leine Spur. — (Freiplätze für Officiere in Kra-pina-Tö plitz.) Wir werden um Veröffentlichung fol> genden Erlasses ersucht: Die Herren Jakob, Anton und Ignaz Badl, Vesiher der Thermal-Curanstalt zu Kra-pina»Töplih in Kroatien haben sich anlässlich des vierzigjährigen Regierungs'Iubiläums Sr. Majestät des Kaisers für ihre Person, so lange sie Besitzer der Anstalt find, verbindlich gemacht, von der diesjährigen Vadesaison angefangen, alljährlich zehn Freiplätze für curbedürftige active Ossiciere des Heeres, der Kriegs-Marine und beider Landwehren von der 9. Rangsclasse abwärts zu gewähren. Jeder Freiplah — in der Maximaldauer eines Monats — begreift in sich: freie Wohnung und Bedienung in den Häusern der Curanstalt, und zwar für jeden Eurgast ein separates Zimmer; unentgeltliche Benützung der Väder und Caldarien einschließlich der Bedienung, Befreiung von der Cur« und Musittaxe sowie unentgeltliche Consultation des Bade-Arztes. Die erwähnten zehn Frei' Plätze vertheilen sich auf drei Curperioden, und zwar: drei in der Periode vom 1. bis 31. Mai, vier in die vom 1. bis 30. Juni und drei vom 15. August bis 15. September. Die mit einem ärztlichen Zeugnisse belegten Gesuche um Verleihung eines Freiplatzes sind an das 13. Eorpscommando zu richten, welchem die Erledigung derselben übertragen wird. — (Neues Schulhaus.) In Sturija wurde gestern das neuerbaute Schulhaus feierlich eingeweiht. Die dortige Schule wird nun zu einer zweiclafsigen erweitert. — (Hochwasser.) Unter diesem Schlagworte bringt die Grazer «Tagespost» aus Laibach die Mittheilung, der Laibachfluss sei «infolge des anhaltenden, oft strömenden Regens derartig angeschwollen, dass er auf dem Moorgrundgebiete mehrfach über seine Ufer trat». Nach unferen Informationen ist diese Mittheilung insoferne unrichtig, als das Morastgebiet in den letzten Tagen nirgends überschwemmt wurde. Das nun auch von der «Tagespost» aufgetifchte Märchen, es sei «Thatsache, dass seit der theilweisen Regulierung der unterirdischen Wasserläufe in Innerkrain die Moorgrund-Ueberschwemmungen viel rascher eintreten als früher,» hat der bekannte Grottenforscher, Regierungsrath Franz Kraus, in unserem Blatte vor lurzem gründlich widerlegt. — (Eisenbahn-Unfall.) In der Station Dugaresa der Karlstadt-Fiumaner Strecke der ungarischen Staatsbahnen fand Samstag ein Zusammenstoß statt. Eine von Cameral-Moravice kommende Locomotive fuhr mit voller Kraft gegen einen von Karlstadt kommenden Güterzug. Beide Mafchinen wurden arg beschädigt. Vom Personale erlitt der Maschinist des Güterzuges leichte Contusionen. An dem Unsall trägt der Maschinist der leeren Locomotive die Schuld, welcher wahrscheinlich ein« geschlafen war, die Signale nicht beachtete und die Station passierte, ohne anzuhalten. — (Slavischer Parteitag in Istrien.) Nach einer Meldung haben die slavischen Mitglieder des Istrianer Landtages für Anfang Mai eine Partei» Versammlung nach Pisino einberufen, um über das Vor« gehen bei den bevorstehenden Landtagswahlen zu berathen. — (Hausindustrie zu Gottschee.) Ge« legenllich der jüngsten Inspicierung der hiesigen gewerb. lichen Fachschulen durch die Herren Hosrath Exn er und Professor Beyer beehrten dieselben anch die hiesige Niederlage der «Ersten Hausindustrie zu Gottschee» in der Schellenburggasse mit ihren Besuchen und sprachen sich über die dort ausgestellten Arbeiten und über die gemachten Forlschritte dieses Unternehmens sehr befriedigend aus. — (Ein Kind ertrunken.) Donnerstag gegen 4 Uhr nachmittags ist ein dem Inwohner Anton Franke au» Sava gehöriges, drei Jahre altes Kind Valentin, welches ohne Aufsicht, spielend beim Save»Ufer unweit des Hauses, gelassen worden war, in den Fluss gefallen und ertrunken. Das Kind wurde unmittelbar darauf vom Vater felbst als Leiche aus dem Wasser gezogen, und blieben die angewendeten Wiederbelebungsversuche erfolglos. — (Gemeinde Wahl.) Bei der Neuwahl des Gemeindevorstandes der Ortsgemeinde St. Mare in im politischen Bezirke Laibach wurden gewählt, und zwar: zum Gemeindevorsteher Matthäus Olerjanc. Grundbesitzer von St. Marein, zu Gemeinderäthen die Grundbesitzer Johann Lah in St. Marein, Jakob Voben in Oberblato und Johann Tome in Zalog. — (Erdbeben.) Aus Agram wird gemeldet: Samstag abends 6 Uhr 35 Minuten wurde hier ein vier Secunden dauerndes, ziemlich heftiges Erdbeben verfpürt. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 27. April. Der Kaiser fuhr vormittags ohn»' Begleitung in das Kapuzinerkloster und stieg in Begleitung des Guardians in die Gruft hinab zum Sarge des verewigten Sohnes. Vor der Ausfahrt empfieng der Kaiser den Erzherzog Franz Ferdinand. Wien, 28. April. Prinz Leopold von Vaiern und dessen Gemahlin, Prinzessin Gisela, treffen heute zu längerem Aufenthalte in Wien ein und steigen in der Hofburg ab. Wien, 28. April. Das Armee-Verordnungsblatt meldet: Der Gendarmerie-Inspector Giesl erhielt den Feldzeugmeister-Charakter. Weiters wurden ernannt: FeldmarschaN-Lieutenant Graf Salis-Soglio zum Feldzeugmeister, die Generale Gabrianyi, Haubek, Pelikan, Handel-Mazzeti, Tauffenbach, Pittel und Roszkowiki zu Feldmarschall-Lieutenants und vierzehn Oberste zu Generalen. — T)er Kaiser machte mittags dem Prin« zen Waldemar von Dänemark in der Villa Cumberland in Penzing einen einviertelstündigen Besuch. Nom, 28. April. Der Papst hat der Kronprinzessin-Witwe Stephanie die goldene Rose verliehen. Eine eigene Deputation wird dieselbe nach Wien bringen. Nizza, 28. April. Auf der Straße Nizza-Monaco giengen gestern die Pferde des Landauers der Königin von Württemberg durch und übersetzten die Straßen-schutzmauer, wobei die Stränge rissen und der Landauer auf der Straße stehen blieb. Die Königin blieb unversehrt, nur der Lakai erlitt leichte Contnsionen. Luzern, 28. April. Der internationale Congress zur Bekämpfung der Sclaverei soll anfangs August hier stattfinden. Haag, 28. April. Man versichert mit Bestimmtheit, dass der König auf den Rath der Aerzte behufs vollständiger Genesung eine Reise in's Ausland unternehmen und wahrscheinlich bereits am 3. Mai abreisen werde. London, 28. April. Einer amtlichen Bekanntmachung zufolge findet etwa am 16. oder 17. Mai zu Ehren des Besnches des Kaisers Wilhelm eine große Flottenschan in Spithead statt, an welcher 109 Kriegsschiffe theilnchmen werden. Kopenhagen, 2«.April.DerCapitändes «Missouri», welcher die Passagiere des «Danmarl» aufnahm, wurde zum Ritter des DanebrogOrdens ernannt. Constantinopel, 27. April. Der Sultan ordnete die Entsendung einer türkischen Mission nach Zanzibar an. Ausweis über den Gcschiiftsstand der k. k. Priv. wechselseitigen Brandschaden' Versicherungsanstalt in Graz mit 31. März 1889. 'DersilHerung-astand; I. GebaudoAbtheilung: W.292 Thcilnehmer, 224.80? Gebäude, 137,135.378 sl. Versicherungswert. II. Mobiliar.Abtheilung: 14.391 Versicherungsscheine. 3« Mill. ««1.592 fl Versicherungswert. III. Spiegelglas-Abtheilung: 2» 1 Versicherungsscheine, 65.385 fl. Versicherungswert. Schäden: I. Gebäude-Abtheilung: Zuerkannt in 52 Schadenfällen 33.129 Gulden 65 lr. Schadenvergütung, pendent filr 8 Schaden-fälle 4707 fl. «3 lr. Schadensumme. II. Mobiliar-Abtheilung: Zuerkannt in 13 Schadenfällen 2638 ft. 84 lr. Schadenvergütung, pendent silr 2 Schadcnsällc 259 sl. 66 lr. Schadensumme. III. Spiegelglas-Abtheilung: Zuerkannt in 1 Schadenfall 31 fl, Schadenvergütung. Mssorvefond mit 31. December 1888: 1,4!)4.20 27,2 . N. 73, 0 ^ w 8 ^NW. schwach l'^'" ^ 9 . Ab. 731 9 ! 96 ! NO. sch'vacli^^K!^^ 7U.Mg. '732 9 9-4 W, schwach bew.l ^ 28. 2. N. 731-8 17-8 W. schwach ha ^ 9 . A. 732-7 12 8 windM l)""''^^ »,,' Den 27. vormittags »legen, nach'l'itw^ Au 1" ^'M halb 8 Uhr am östlichen Hinun.l eine LichlmF'""'^ !< helle Nacht. Den 28. angeinhmer, sonnig" "!> >»>d 1 < mittel der Tempewlur an den beiden T » MiiM' beziehungsweise um 2-7« unter und 2-7" übcr °n' ,..^ ' Veraniwoltlicher Redacteur: I. ^agU'.^ W Filr die überaus zahlreichen Veweisc hcr,^,^^ M Theilnahme während der langen Kranlye, ^ Heimgegangenen unvergesslichen GattM > Louise Hollowitz W sowie für die der theitren Verblichenen gcw> >^„ W schonen Kränze und das ehrende ^cleiic ^> ^,^ W Nliheslättc spreche ich hiemit in ""'""' "^ M Kinder Namen deu tiefgefühltesten Va»i W Laibach an, 27. April 1WW- .<, « Alande- T^-h > Danksagung. ^,,, W Für die vielen Vcweise des Ve'll'ldHsl'«"' W aulässlich des Begräbnisses mm'" "'" M Watten, bezw. Vaters, Herr» > Iostf TllWl W Handelsmanucs ^„ W zulhe.l geworden sind. spreche i/h h'"''^^ ,^»d^ W Äelheiliqten. insbesondere den H""' ^1' d" ^ W stände sowie auch den «cchrlen Sp"^^^a''' M vielen schien Kränze, meinen iiefgcful)» > D « aibach am 28. April 1««9- > Schmerzerfüllt geben wir H^cht^' ss W Freunden und Velannlen h.cm'l ^H M» , W Tode des vielgeliebten, unUerM"" > M Schwagers und Onlels, Herrn > > F. P. Vivic W NealitiitenbesHer ,."d b°"^"'"ch la"H ! W welcher heuie morgens >"„ ^/^^T^sl"l6 '"' ! W schweren. Leiben, versehen "" >" hren >"" « W heil. Religion in, Alter von -" ^ ,^e" > » Hcrrn entschlafen ist. ^^ ?nhc""'i ! W Die entseelte Hülle des yeu ^ s, U'^ ^ > > wird Dienstag, den 30. W" ' ''"st?aße ^ '.d d'" ! > mittags vom Trauerhause Po^Mt " sst"'^ l > den Friedhof zu St. Christoph »b ^..he b"^r< « > selbst im eigenen Grabe zur lch» « Ol, ^ > W Die heil Seelenmessen werden'N > M Pfarrlirchc gelesen werden. > > «aibach am 28. Apr'l l6«^ ^ 0 > > «hristine Naher geb. Vidi^,'istt^^r' > > chael Vaher. l. l. Oendarmoue'^ el " » W ger. - Union H",«a«, "> ^> Masistab 1 : 75000. Preis p«H^, go "> zsF nuf Leinwand «' p" f- ..«; »"" 881 _______________ Course an der Wiener Mrsc von« 27. April 1889. «»«km W^ «°««l,!».>. ^i,....,',»',Ä!z-!3«!i33! z°,», . ' lO« si, i«i^s, ,«, 7b hy ._. "'"'st . . 153 40 153 W ^"«X'^rsrei. l.o«5 1...5 «»««., ''"'«srei . ion 10 ,00 30 »»! ^bah» s^ ^ ^ö. W. 209- 210 - ,,7°«^U!nis,'^. 3z^ "_^I" >«, ^'^ cum., ^l"/« 2. "» iu ,44 ,:. " Ä «".? ^. m^fi. «»«,. .'/" Vcld Wa« Grundtntl.-Obligatiouen (sür lU0 st, LM.), l'"/n a<-?^ wü'20 !»»/„ mührischs...... 1lw"?5 1W 75 .V/u «rain unb KuNeolaiid , . 10» —------- 5°/.. »isbervslerl,, lloa«sche >l»d slavonische . 1<)H — — — !>"/» slebfiiliiiraischs .... l«b — l<>5 !»<> 5"/n Icmss»>r «anal .... lob'— ll>5 Ü0 5»"/„ uilssarischs...... 105 - 10550 Nude« össentl. Anlehcn. DllüllU «eg, lios!» >V/„ NW ft, . 1248512475 d!°, «nleihe 1«?« . . 107,40 ------ «lnlehen dfr Ltabt G«r, . . 110— — — «nlcheil b, LtabtsssMlixde Wie» 1N5 — 1W - Pram, «nl, d, Eladlssl'M, Wil'ii 14« — 14» 50 Vörscobau N»Ishs» verlo«. t»"/» «5— l»3 . betlo »«"/„.. 100li5 1<»U^!> brlto 5<>jähr. » 4"/, . . I0«'li5!n»0'«c> Prillritiits-Obliglltiolttn (siir 100 fl,). sserbmaud« Nordval,,! ltm. 1»«« lNL — 102 ?<' «alizische »arl Ludwl« «ahn si, E, 4'/,"/» - 10I-« 10! »0 Veld Wai, Oeslcri. Nurdwrslbahn . . . 107 Iw l0? «0 Lwlllebal,!!....... 19» 50 «l»u bli Lübbllh» il 3"/„..... 147-14«- » k 5°/..... IL1 - «LI iü Ung'galiz. Vahn..... 100 7» l<:i »« Diverse Lofc (per Etüll), llrcdillosc 100 fl...... 19l»u 19173 «llart, Lose 4<> fl...... gg 75 54 «5 4"/„ Dona» Dampüch, 10U fl, . -------14« — Laibachl-r Präm, «»lel). «0 fl, «f, 5N ü? - OfsM'r Lose 4» fl..... g2 75» «4 75» Palff», Loss 4« si...... gz.5l) «:, L5 Nöthen ttre»,. üst, Hss, v., 10 fl. ,« »o 81 7>» Nubolph Lose 10 si..... „ — »I s.l> Salm llose 4« fl...... gz ^ ßz 5« S<,'Ve!wi« Lose 40 si, . . . gz.- «« - Walbslei« Lose lt(» fl..... 45 ... 4« — 3Üi»bl!ch VrHh Lose »0 si, . . 5» 75 b» 75 wew. Sch, d,«"/<,PrHm, Schuld- versch. b. Vodelllrrbltllnftalt . 17— I»'— Vanl. Actien (per Ltücl). «»sslu O»'si, Vanl ÄM si, »<>«/„ l!»d«, Vl>,sl, s, Haut», >,, G, ,<^fi, LW «> 8!»« - llrlbitbaxl, «llq, miss. ^' l.<» Depusllnibanl, «llss. 20« st. . 1«» — 1»« ^ «tscompll- Oes..i»idröst, 500 fl, . 544 — 550 - «!r» u, Cassrnv,. Wiener 800 fl. 8<» — »"5 — Hypolyrle«!,., öst, i!<«>st. 85«/ ^ — Veld War, Känberbanl, ösl. UW fi, G. . . ^4» 85 841 ?ü Oeslerr, »»gar, Vanl 600 fl. . »i»5 - «97 - Unionbanl 800 fl...... 83185 86175 Verlehrsbanl, «llg. I4<> fi. . . 159 — iliU - Actien von Transport-UntcrncljNllluntn. (per Elüll), «Ilbrechl «ahn 800 fl. Silber . 57 50 5» 50 «Üölb ssiuman, Ual,» 200 fl. L, iu9 7i 800 50 Vi»l,M. Noldbah» 15« fl.. . , 80« 75 807 75 » Westbahn 800 si.. . . »8U - 38» - Vuschtiehrader (tis, 5<»<> fi. K Nordb, 1000 st. llM. 85»5 8!.!»ü 50 Lemb, ^ llzernow, - Iasfh - ltisen- bahn Gciclllch. 8«w fl, S. . . 835 — 83« — Lloyb.est,'>!ng,,Ir!sfi5<»<>fl.CVl. 405- 407 - veslerr. Noroweslb. 800 fl. Lllb. 191 8!» 191 75 dlo. (lit. Il,) 800 fl, <2. . . 810 50 811'— Prag D»xer «tiseub. 150 fl, Vilb, 50— 5U 50 Mutwlpl, Bahn 800 fl. Nilber .----------------- Llaatix'isl'übahn 800 fi. Silber 845 85 ^45 5« ünbba!!« 200 fl. Silber . . . 135 85^05, 75 2nd '^uldbVerb Ä,800fl,«lM. 1!!7 25 K.7 75 Iramwat, Ges.,Wr.,1?0fi,ü, W, 8!'3'—823 50 . neue Wr,, PriorilHt»- Nctien 100 fl...... ,00 — 101 - Una.-aaliz, «tisenb. 800 fi. Silber »9, 5». 1»L - j »elv, War, Ung, Norboslbahn 800 fl. Silber l«7 40 l«7 e« U«ll.Wfstb,(>«aab-«raz)800fi,S. 190 5» 1»l — Industrie-Acticn (per Stück). Vlluaes., All«. Oes«. 100 fl. . », «, »^ bo ltgybier ltlsen und Ltahl-Ind, in Wien 100 fl...... L» — 74... ltisenbahnw.-Leihss, erste, 80 fi. ,4— »^— .Elbemuhl., Papiers, u, «.-«. 57 — 5«>- Liesinaer Vrauerei 100 fi. . . »<,.',— ll»5»b- «Schlösslmiihl», Papiers, 800 fl.----------------- »S!e»irerniühl>,Papiers,u,V>. 130 bO :»0'ü<» Trisailer «lohIenw-Ve!, 70 fl, . 1,1 75 II« — Wassens G.Oest.inAlienlOOfi 44« - 45« -Waggon Leihans!,, «ll«, in Pest 80 fl......... 7? 7b 7!»'5l» Wr. Vaugeselllchast I(X» fl. . . «i - - »3 WienerbergerZiegel Altien Ves. I»»« - ><»I Devlfen. Deutsche Plätze......b» 45 5i»-<>0 Loubon........Ilu?0l8<»!,z Pari«.........47 37, 47 45 Valuten. Ducaten........> 5 LU 5 »8 80 Franc« Lti»cke.....' »4«, »'49^ Deutsche Ueichsbanliwten . . b» 47, 5» 5b Papier Rubel......! I »7 »-»?,,, Italienüche Äanlnoten slUN«) . 4745 47 K5