Nummer 46. Pfit nii, den 14. November 1808. IX Pettauer Montag-ZeituW Deutschnationales Orgcrn für Untersteiermark. INotto: „Deutsch, frei, treu!" Preis für Prtiau mit Zustellung ins Haus: Vierteljährig halbjährig fl. '^ 40. ganzjährig fl. +.W), mit Postversendnng im Zulande Bierteljahrig sl. t.tO, halbjahrig fl. 2.S0. ganzjährig sl. d.GO. — Einjelne Nummern 10 fr. Herausgeber «ab Schriftleiter: R»««ald Jarab «aqer, Herren,afle Rr. 3«, ebenerdig. Sprechstunde Bau 1 bis 2 Uhr «niiahinr u«n Inserate« i» »er vuchhandluaa W. Blaute, Hauptplatz Kt 6. Handschriften werden nicht zurückgestellt. Ankündigungen billigst berechnet. — Beiträge sind erwünscht und wollen längstens bis Freitag jeder Woche eingesandt werden. Pränumerations-Einladung. Las Abonnement Kann mit jedem Monate begonnen werden und wird auch argen monatliche Sezahlnng ü 45 Kr. in pelwu. k 50 Kr. auswärts mit pokver-lendung angenommen. Gleichzeitig erlaube» wir urs, alle p. S Leser unseres Statte« um gefü'lige Einsendung des entfallenden ^bonneuientbetrages höüichli zu ersuchen. Die Verrvaltung. Schönerer und die Armee. Die Worte, welche schönerer i» der Sitzung vom 5. November gesprochen. haben vielfach eine Deutung erfahren, welche nicht den That-fachen entspricht: namentlich auch in den Reihen der Armee. Zu dieser MisSdeutung verleitete die Ber-theidigungSrede. welche der Minister-Präsident für sich selbst hielt, unter dem Borwande, für den „österreichisch,:« Gedanken' einzutreten, unter weiser Verschweigung deS Begriffs, der sich mit dieser Phrase decken soll. Dabei gebrauchte er. um diese Phrase wir?-samer zu machen, auch die Redewendung: „Das» Angriffe gegen eine Regierung. Angriffe gegen ein Mitglied des CabinetS, ja selbst Angriffe gegen die Armee in den Hintergrund zu treten haben " Es war sehr weise, die Angriffe aus die Regierung in den Hintergrund treten zu lassen, denn scharfer als alle Reden und Anklage» de« Herrn Schönerer, der gerne »I fresoo spricht, ist die Sprache, welche die zwingende Logik der Thatsachen gegen das Haupt und die Seele dieser Regierung spricht und welche zu widerlegen Gras Thun „in seines Richt« durchbohrendem Gefühle" sich selbst ohnmächtig fühlt, wie er auch, trotz allen mangelnden Verständnisses sür die Größe seiner Aufgabe und die Pflicht eine« österreichischen Ministerpräsidenten. so viel Einsicht besitzt, um zu Allerseelen. Novelle von Gabriel Rasa. II. Noch einmal gieng er zur Kranken und reichte ihr die Hand und sagte: „Leben Sie wohl!" „Wie lange werde ich noch hier liegen müssen, Herr Doclvr?" flehte Mila und hielt seine Hand sest. Dr. Lindner zögerte. ..Wie lange noch?" drängte Mila. Dr. Lindner betrachtete trauernden Blickes, voll tiefen Mitleids das arme, junge Geschöpf. daS vor ihm lag. ein lebendes Gerippe, mit tief» eingefallenen Augen und Schläfen, und dunklen Hohlringen um die Augen mit den brennenden Nebelflecke» auf den Wangen und silberglänzenden Augen, das Abbild ihrer Matter. „Sie iverden vielleicht nur noch 14 Tage liegen muffen, oder noch weniger." beruhigte er sie und wandle sich zum Gehen. Draußen aber sagte er zu den ihn begleitenden Geschwistern: begreifen, dass die Vertheidigntig des Justiz-Ministers, der sich zu einem so unqualificierbaren Angriff auf die Unverletzlichkeit Richterstande« in seinem Erlas« verstieg, einfach „.'möglich sei. Aber die Verzichtleistung auf die Vertheidigung der Armee war nur eine haltlose Pyrase, eine Fcchterfinte, die der Ministerpräsiden'. nur dazu gebrauchte, um sich mit einem Ruck in die allerbeste Gesellschaft zu bringen und dadurch, dass er einen Angriff auf die Armee vortäuschte, sowohl diese, al» die Krone und die ganze Bevölkerung, welche die Armee als das Palladium Österreichs, als die lebendige Repräsentation des österreichischen SlaatstSgedankenS betrachtet, als Fleisch von ihrem Fleische und Blut von ihrem Blute und daher jede Berunglimpsuug derselben als „Flecken aus ihrer eigenen Ehre", mit einemmale auf seine Seite brächte und d.unit da« einstimmige Ber» dammungSnrtheil auf SchönererS Haupt »nd anf die Häupter aller derer herabbeschwören würde, welche Schönerer nicht in der vehementesten Weise angreifen würde». Dieser Tric ist ihm theilweise gelungen. Richt nur bei der Rechten, die nur so thut, und welche die ihr vom Ministerpräsidenteu gebotene Gelegenheit mit Freude» ergriff, um ihren Schein» Patriotismus,in starken Tönen kundtugeben, wa« zu dem Sturme in der Dienstag-Atzung sührte, sondern hauptsächlich in den Reihen der Armee, wo Viele in ehrlicher Überzeugung dem An» wnrse oder der Auslegung des Ministerpräsidenten auf'« Wort glaubten, weil sie die Rede SchönererS nur flüchtig oder — gar nicht gelesen haben, und und eben diese sind in begreiflicher Entrüstung entflammt. Aber sie sind ein Opfer der Tä»schung, denn Schönerer hat in prägnanten, unzweifelhaften Worten den hohen Wert unserer Armee a»erkannt. als er sagte: „Die Elemente der Armee sind so tapfer und tüchtig wie früher, aber im Kriege wird es nicht klappen, weil der babylonische Thurm» ba» in der Militär-Verwaltung die Niederlage von vornherein verbürgt." Er sprach diese Worte im Hinblick auf die Vorkommnisse bei den Meldungen der Reservisten; „Keine zehn Tage wird sie mehr da liegen. Verstehen Sie? Adieu!" Und damit gieng er. Al« anderen TageS das Eosilium stattfand und der Universität«-prosessor die Wohnung der Kranken verließ, fragte Gustav verzweifelnd: „Um GotteSwillen, .Herr Professor, wie steht e«? Wird meine Schwester noch genesen?" Aber dieser antwortete mit tiefem Mitleid in Ton und Miene: „Mein lieber, junger Freund auf Genesung ist nicht mehr zu hoffen, wenn Gott nicht ein Wunder thut." Gustav kehrte zerschmettert in die Wohnung zurück. E« war ein Tag vor Allerheiligen. An diesem Tage sollte Mila nach dem Versprechen des Dr. Lindner da« Bclt verlassen dürfen. „Seht Ihr." faßte sie mit schwacher Stimme, „morgen ist Allerheiligen; morgen soll ich nach der Zusage deS Doctor« da« Bett verlassen dürfen. Wie kann ich? Ich bin nicht mehr im Stande, da« Haupt zu wenden. Ich fühle mich dem Erlöschen nahe. Wie lange muss ich noch im Hinblicke aus die Prüiungsresultate der Einjährig.Freiwilligen sür das Heer der Reserve-officiere, welches die Zahl der activen Officiere im Kriegsfalle bei iveitem übersteigt, und wo bei den anderssprachigen Aspiranten die Kenntnis der deutschen Sprache immer geringer wird, die aber ein unabweisbares Bedürfnis für das Mel» dnngSwksen und die Verständigung, wie für das Eommando ist und die nach dem Ausspruche deS Erzherzog Albrecht wie desFeldzeugmeisterS Herzog von Würtemberg und vieler anderen hervorragen» den Führer unerläßlich als Armeesprache ausrecht erhalten weiden muss, soll hierunter nicht die Einheit und Schlagfertigkeit leiden und dem-nach, wenn dieselben durch Vernachlässigung in den Ansorderungen der Kenntnis der deutschen Sprache geschädigt würden,nicht nur die höchste Gefahr drohen, dass die Armee statt Siege zu erringen. Niederlagen erlebe. Und da« sind von den höchsten militärischen Autoritäten gehegte Befürchtungen, welche jeder Militär gewiss als berechtigt aner» kenne» und theilen wird. Und nur diesen pa» triotische» Beklemmungen hat Schönerer Worte gegeben. Eö wäre» de Warnungen eines treuen Eckhardts, der darauf hinwies, dass durch die Fortdauer der slavischen Forderungen und der diesen Vorschub leistenden Sprachenverordnungen, rvelche der Verbreitung und dem Gebraucl)« der deutschen Sprache planmäßig entgegen arbeiten, auch bald die Einheit und Geschlossenheit der Armee zersetzt werden würde, wie eS bei der fortschreitenden thatsächlichen Zersetzung der Bevölkerung nicht ander« möglich ist, da heute unsere Armee eine Volksarmee ist, und mithin die Reserveosficiere nichtdeutschen Ursprungs ein GahrungSferment bilden, da« zur allmäligen Zersetzung der Armee führe. Auf die Folgen, die hieraus sür den Kriegsfall entstehen würden, hat er hingewiesen und gerade jeder Fachmann, jeder Militär muss in dieser Bezieh-ung Schönerer beipflichten! Seine Einsicht und sein Gewissen zwingen ihn.einzuräumen.dassdie Viel-sprachigkeit die erfolgreiche Führung und Thätig-keit der Armee in Frage stellt und dadurch den Wert derselbe» in den Augeu der Bundesgenossen liegen? Und wohin soll es mit uuS kommen? Ein volle« Monat ohuc Verdienst! Ein neues Monat beginnt. U,d Ihr werdet durch meine Krankheit neuerdings in Roth und Armuth ge-stürzt! Werde ich den» ,'vch gesunden? Gibt eS noch eine Rettung? Ode. muss ich sterben? Jetzt, jetzt!" Und in Gedai.'en fügte sie hinzu: „Wo ich hoffte glücklich zu werden! Ein Glück »och zu finden, wie ich es mir nie zu erträumen wagte!" Und sie brach in Thränen aus. Die Ge-schwister, denen es in die Seele schnitt, suchten sie zu beruhigen, aber sie fanden heute keinen Glauben sür die Trostesworte bei ihr. Die Nacht brach heran. Mila fieberte. Ein furchtbarer Durst quälte sie. „Geht Kinder" sagte sie zu den Geschwistern, „geht schlafen! ES könnte sein, ich brauche Euch heute Nacht. Aber jetzt möchte ich ruhen." Ein tiefer Seufzer schloß ihre Rede. Gustav warf sich angekleidet im Eabinet auf sein Lager. Toni blieb gleichfalls in den Kleidern »nd legt? sich auf den Divau. Mila aber sprach halb wachend halb schlum» mernd :u sich selbst: «W^ncr Österreich« herabmindern müssen. /Teer Iwt also nicht die Armee aiigc« j0n>trn deren Schlagfertigkeit und damit ^/.ng ihrer Ehre und ihrer Sieghastig-. (ÄiAifle jene vertheidigt, welche seil zehn ^uyren durch ihre nationale Minierarbcit diesen einzigen Körper, der den österreichischen Staats-gebauten repräsentitt, zum Zerfall bringen und in na-tiouale Corps auflösen wolle», deren Widerstands» fähigkeit gegenüber einem starken, äußeren Feind aus ein Minimum sinkt uud daher zur Bürg-schast einer Niederlage sichren müßte. Daher müssen sich alle Mitglied?» der Armee auf Schö» nererS Seite stelle» und dafür eintreten, dass die Zerstörung der Armee, wtlche mit der Landes-preiSgebung gleich ist. nicht läiißir fortgesetzt werde, sondern die Einheit der deutschen Armee-spräche als Büigschast deS Ersolges ni-d des Sieg-s ausrecht erhalten werde. Rundschau. Von den «iuSwärtigen Ereignissen ist es zu» nächst der GerichtSspruch, der von dem Schwur» geeichte in Gens über den verthierten Mörder unserer allgeliebt gewesenen Kaiserin, Luigi Lucheni. dieser Jliearnation scheußlicher Bestiali-tät, gesällt wurde, welcher dem österreichische» Empfinden das hervorragendste Interesse abzwingt; bedeutet eS doch eine theilweise Sühne sür da» ungelienrc Verbrechen, das in der Seele eines jeden Österreichers den tiefsten Schmerz »nd die höchste Empörung erregte und in den Herzen von Millionen Menschen die größte Entrüstung her-vorrief. Das Interesse des Politikers wird diesmal hauptsächlich durch die Borgänge im eis- und tranSlkithanische» Abgeordnelenhause in Anspruch genommen, so das» augenblicklich die Borgängc im Auslande nur weni>i Beachtung finden. Die Rede Lord Salisburys beim Bankett i» der Guildhall darf weniger für eine augenblickliche KriegSa»droh»iig gegenüber Frankreich als für eine Erklärung betrachtet werden, wozu England im Ernstfalle der Gefährdung britischer Interessen entschlossen sei: zu einem Kriege bis auf'S äußerste. Die Fortdauer maritimer Rüstun-ge» in England und gleicher Vorbereitungen zur allfälligen Abwehr in Frankreich find unter diesen Umständen so selbstverständlich, dass sie trotzdem keineaugenblickliche Kriegsgefahr bedeuten. Ein gefährlicheres Symptom für eine Störung des Friedens liegt iu dem be-deutlichen Vorwärtsju^reite» der Russen in der Mandschurei. Die Ermordung eine» serbischen Korporals bei einem Blockhause im Kreise Brar.ja rief große Erbitterung in Belgrad hervor und wird neue Reibereien zwischen Serbien und der Türkei hervorrufen. Der Trinkspruch, den der Deutsche Kais« zu Ehren deS Sultans Saladdin „Wie leicht, wie wohl wird mir jetzt! O lass' mich, mein Gott, Dir danken, dass Du mich mit gütiger Hand beschützt, beschirmt hast; dass Du mir die Kraft gegeben auszuhalten, bis zu diesem Tage; wenn ich auch jetzt sterben muss, mein Leben, mein Kamps ist nicht »utzloS gewesen! Mein ist der Sieg! Und wenn es Stunden gab. wo ich zweifelte, ja, wo ich verzweifelte, vergib! Vergib auch, wenn ich zu Dir flehe um Leben, um Glück! Schickst Du mir aber den Tod, so erspare mir den langen, furchtbaren Marterkampf, den meine Mutter durchgerungen! O meine Mutter! Plötzlich fuhr sie empor und rief mit schreckhaftem Blick: „Da kommt er — der Tod — er kommt!" Sie sank »urück. Ein schwerer Seufzer drang aus ihrer Brust, ein Röcheln. — Ihre Augen schlössen sich, ein Lächeln umspielte ihren Mund. Sie hatte ausgerungen. Eine leuchtende Sternschnuppe schoß vom Himmel zur Erde nieder. War eS ein Gruß der Mutter? War eS ein Flammenzeichen aus fernen Welten, das» die Stunde gekommen, in der sich ihre Seele empor- — 2 — sprach und der eine Ehrung sür die ganze moha-medanischc Welt bedeutet, dürste kaum als etwaS Anderes zu betrachten sein, denn als ein Act der Courtoisie, den zu erfülle» Kaiser Wilhelm als Verpflichtung betrachtete, nach den großen Ehr»n> gen, die ihm seitens des Sultans »»d der »io« yamcdanischen Bevölkerung alleiithalbe» bereitn worden waren. Der Friedens.Eongress und der Anarchisten-Kongress stehen in allernächster Sicht, aber den SchlusSergebnisseu darf nur mit der äußersten Skeptik entgegengesehen werden; keine Täuschungen. Keinen Täuschungen heißt es auch sich gegenüber den Vorgängen ini öster-reichischen und ungarischen Parlamente hinzu-gebe». Die Sturuiseene im VolkShanse aus dem Franzensringe beweist nur. dass die tiefgehende Erbitterung der Deutschen gegen die verbündeten Fraktionen der Rechten und der Regierung einen Grad des HaffeS erreicht hat. der sich bis zu den heftigsten Eruptionen gesteigert hat. so dass er sich in den ungehörigsten Jnvective» entladet. Dein könnte das Abgeordnetenhause dadurch vor-beugen, dass in dieGeschästSordnung ein Paragraph aufgenommen würde, dass der Gebrauch von Schimpiworten sofort die unbedingte Ausschließung für die ganze Eeision nach sich zieht. Auch der Staatsaiiwalt. auch der Richter gebraucht bei Anklagen und Verurtheilungen keine Schimpf-ivorte. Abgeordnete sind zumeist öffentliche An-kläger »nd Richter gegenüber Regierungen und Parteien, sie müssen daher ihres hohe» Amtes, der Würde deü HauseS eingedenl sein. Dann werden auch derlei Duelle verhindert, wie sie bis jetzt Wolf glücklich bestand. Das Abge-ordncteuniandat darf nicht fortwährend mit ge» meinen Beschimpfungen und Lebensgefahr bedroht sein. Gemeinderathssitzung. Derselbe versammelte sich am 2. November d. I um 3 Uhr. um nachstehende Tagesordnung in ösfentl. Sitzung zu erledigen. Tagesordnung: 1. Verlesung des SitzungSprotoeolles vom 5. Lctober l. I. 2. Mittheilungen. 3. Zustimmungserklärung zum § 3l der neuen Statuten des Vereines „Deutsches Heim." 4. Voranschlag deS StadtschulsondeS für das Jahr 1899. 5. Ansuchen des Stadtschulrathes um einen Beitrag zur Bekleidung armer Schulkinder. tt. Neuuunimerierung der Häuser der Stadt PeUau. 7. Allsällige Anträge. Den Vorsitz führte Herr Bürgermeister Joses O r » i g. Anwesend die Herren Gemeinde» schwinge, von Erdenpein und Erdenstaub los» gelöst? Milas Seufzer hatte Toni geweckt, sie eilte zu Mila. „Mila ist Dir etwas?" Lächelnden MundeS, stumm und still lag sie da. die schmale» Hände wie zum Gebet ge-faltet. Ein fiirchtbareS Ahnen überfiel Toni, sie ergriff Milas Hand, bange fragend: „Schläfst Du?" Es war die Hand ei:.er Todten. „Um Gotteswillen. Gustav. Mila ist todt!" Allerheiligen war angebrochen. Mit Blumen geschmückt, lag Mila ans der Bahre. Ein Opser der treuen Liebe, eine Märtyrerin der Arbeit, eine Heldin der Pflicht! Allerseelen! Wieder schwankte ein Leichenzug hinaus; der Friedhof mit seinen prachtvollen Monumenten, seinen Grabsteinen und Kränzen ist überfluthet von einem Meer von Blumen uud Licht! Weit hinten in einer dunklen Ecke versenken sie einen einfachen Sarg in das Grab! räthe: Blanke, Brigola. Filaserro. K e r s ch e, Kollenz. Kratzer. M atzu ». R o ß m a n n, Sad » ik, Selli » schegg, Sieudte und W r e ß n i g. Erledigung: 1. Die BerhandluiigSichrist über die letzte Sitzung wird genehmigt. 2. Der Schriftführer verliest den letzte» Wille» deS dahiugeschiedeuen k. k. Öbergeometer» Josef Krupiöka. der feine wertvollen Sarnm-luugeu von GesteinSarten, Pflanzen uud Bücher» dem städtische» Ferk-Museum, seine Vermessung?-Instrumente und sonstige Einrichtung der Stadt-gemeinde und seine Ersparnisse in letzter Linie den Schulkindern zugewendet hat. — Herr Ge-meiuderath k, k. Notar F i l a s e r r o macht Mittheilung, das« er aiiläßlich der erfolgten Ver-mögensüberuahme im Name» der Gemeinde sich mit der dermalige» Nutznießer!» Frau Remitz um eine jährliche Rentenleistung pr. 120 fl. ab-gesunde» hat. Herr Bürgermeister widmet dem Verblichenen, der in solcher Weise seine Anhänglichkeit an die ihm liebgewordene Stadt Pettau bekundet hat, einen warmen Rachrus; der Gemeinderath erhebt sich von den Sitzen. Die hohe k. k. Statthaltern ordnet für das Gebiet der Stadt Petlau den SchlachthauSzwang an. der nach erfolgter behördlicher Besichtigung des nruerbaiiten städtischen Schlachthauses und nach erteilter thierärztlicher Genehmigung ein-zutreten hat. 3. Gemeinderath Herr F i l a f e r o er-stattet einen AmtSvortrag, dass die Gemeindever-tretung in sormell»r Hinsicht ausdrücklich ilire Zustimmung erklären müsse, das nach allfälliger Auflösung deS BereineS: „Deutsches Heim" satzungsgemäß der Gemeinde anheimfallende VereinSvermögen übernehmen zu wolle». Der SectionSantrag, diese Zustimmung zu ertheilen, wird angenommen. 4. Der Stadtschulrath leat de» Rechnung»-Voranschlag mit 5076 fl. vor, wovon auf die Stadt 4194 fl. entfallen. Für unvorhergesehene Auslagen sind 150 fl. eingesetzt. Berichterstatter (Gemeinderath Herr Kollenz erklärt namens der Seelion, mit dem Boranschlage nicht einverstanden zu sein; mau möchte genaue Verrechnung haben, was für Beträge im Lause des Jahres verwendet worden sind. Herr Gemeinderath F i l a f e r r o ersucht, darüber schlüssig zu werden, ob man dagegen Recurü ergreifen soll. Herr Gemeinderath Matzun ist gegen «inen Reeurs und empfiehlt eine Anfrage, die rasch erledigt werde» kann; man könne von der be-währten Hand, in der das betreffende Referat ruht. Uni'.enauigkciten nicht voraussetzen. Voran» schlüge pflegen naturgemäß höher als das jeweilige Erfordernis zu sein. Wie viel Elend. Noth und Entbehrung. Mnth und Hoffnung und GlückcSschnen birgt dieser Sarg! Ruhe in Frieden. Du Heldi» der Pflicht! Du wirft nicht vergesse» werde»! Auf Deinem Grabe wird sich ein jircuz erheben von Rose» umrankt »nd wen» der Mai seine Blüthen in'S Land streuen wird »nd die Nachtigallen 'ingen, werden sie auch aus Deinem Grabe daS SehnsuchtSlied der Liebe singen, das tief in Deinem Herze» wurzelte! — „Ruhe sauft!" Aber gleich ihr rul>cn Tausende von Streite» rinnen auf den Leichenfeldern Wiens, die gekämpft und gerungen »nd die durch Roth und Ent-behrung dem Moloch der gleichen Krankhcit zum Opfer fielen und Verwaiste zurücklassen. All dieser gedenkt am Tage Allerseelen und rettet Tausende von dsm gleichen, furchtbaren Tode, ehe es zu spät. Öffnet eure Herzen, eure Hände, Ihr Reichen und Begüterten, spendet mit Eurem Reichthum Segen und Leben! Herr Gemeinderath © t f u b 11 schließt sich au. verweist auf den beabsichtigten Maueranstrich in de» Schulzimmern mit Ölsalbe in 2 Meter Höh«, der mit den ..uuvorhergesehtne» Auslagen" zusammenfallen dürft«. Die H«rrcn Gemeinderäthe Blanke und Filaserro finden an den angesetzten Be-trägen nicht» außerordentliches. Schließlich wird mit großer Stimmenmehr-heit der Antrag des Herr» GemeinderatheS K e r s ch « angenommen, wonach der Rechnung»-Voranschlag an den Stadtschnlrath zurückzuleite« ist, mit dem Auftrage, innerhalb der dem Gemeinderäthe zustehende» RecurSfrist dir Rechnung»-Mängel richtig zu stelle». 5. Namens der Fiuanz-Section erstattet Herr G«meiuderath Raimund S a d n > k Bericht. Laut SitzungSbeschluß hat der Stadtschulrath im Sinne der behördliche» Weisungen beschlossen, von größeren Feierlichkeiten am 2. Deceniber ab-zusehe». Dafür findet eine Betheilung armer Schulkinder mit Schnhwerk und Kleidung statt, wozu ein kleiner Fond vorhanden ist. Die See-tion beantragt, zu diesem Zwecke 200 Kronen beizusteuern. — Angenommen. Herr Gemeinderath Karl Kratzer bean» tragt, diese Unterstützung nur deutschen Kindern zuzuwenden. Herr Gemeinderath Wilhelm Blanke gibt zu bedenke», dass die Gemeinde Ran« zu den Schuler-forderniffe» v«rhältnismäßig soviel beisteuert als die Stadt, lis wäre ein bitteres Gefühlf ür dieKinder dieser eingeschulten Gemeint»«, wenn sie leer auSgiengen. Man möge an den Stadtschnlrath eine Anfrage richten, ob er nicht auch die Gemeinde Rann zur BeitragSleistuug für diese» Zweck einladen wolle. H«rr Bürgermeister I O r n i g macht aus-merkfam, dass die «tadtgemeinde dazu nicht gut Stellung nehmen kann, der Stadtgemmide geht in dieser Beziehung die Gemeinde Rann nichts an. Die gewidmeten 200 Kronen werden mit der Bedingung verbunden, nur deutsche Kin-der zu berücksichtigen. — Angcnommen. t>. Referent Gemeinderath C. Filaferro. Die k. k. BezirkShauptmannschast in Pettau wünscht aus Anlaß der Neubemessung der Hau»« ziliSsteuer mehr Übereinstimmung zwischen Haus-nummer und Steuerobject und darum eine Ntuuuinmerierung der Häuser der Stadt Pettau. Die Sectio» beantragt, die Zufchrift der Baucommission mit dem Auftrage zu überweisen, die Mängel der ohnedie« bestehenden und modern durchgeführten Hausernummerierung zu „ergrün-den." — Angenommen. 7. Allgemeine Anträge wurden nicht gestellt. In der darauffolgende» vertraulichen Sitzung würd« Herr Bürgermeister O r n i g ersucht, den Borsitz wegen eines aus feine Person abzielend«» Antrage» abzugeben. Darauf wie» Herr Gemeinderath I. K ol l e n z auf die zahlreiche» großen Verdienste des Bürger-meisterS um die innere und äußere Entwicklung de» städtischen Gemeindewesen» hin »nd stellte den Antrag, die durch H«rrn Ornig'S That-kraft entstandene Weganlage am linken Drauufer für alle Zeit zu Ehren ihres Schöpfers Ornig-kai zu benennen. Der Antrag wurde selbstver-ständlich einstimmig angenommen. Aus einem beftiminte» Anlasse erklärt« dabei der Gemeinderath, dass wie bisher so auch fürderhin d i e Amts« »nd Gefchäftssprache des Stadtamtes Pettau die deutsche s e i n w i r d. d i« selbstverständlich auch bei allen amtlichen K » n d m u ch u » g e » in An-Wendung k v m m t. Doch bleibt eS dem Er-messe» des StadlamteS nach Zustimmung des Bürgermeister» überlassen, falliveise solche Kund-gcbunge». welche auch die windische Landbevölkerung angehen, zweisprachig hinauSzugebe». W F. — 3 — Pettaner Wochenbericht. <3nr Aaisrrjllbiläumsftier) werden 100 arme, würdige und deutsche Schüler und Schule-rinnen der Stavt Pettau mit Kleidern und schuhen betheilt werde». Die Mittel hiezu liefert die Stiftung de» ein,.igen Bürgermeisters von Pettau, Herrn Bre » nig und eine Spende von 40 fl. vom Pettauer Gefelligkeitsvereine. Weitere Beiträge werden im Stadtamte dankend entgegen genommen. iZnbiläoms-HuIdigttUgsaörcssr.) Anläßlich der Bezirkslehrerconferenzen wurde sowohl seilen» des Lehrkörpers der Stadt Pettau als auch der Lehrer des Bezirkes Pettau, Friedau und Rohitsch beschlösse», an Seine Majestät den Kaiser zur Feier seines süiifzigjährigtN RegierungSjubiläumS HuldigungSadrkssen zu richten und a» den Stufen des ThroneS niederzulegen. Ru» kani dem Bezirks-Schnlinspector Herr» R a n n e r. sowohl seitens des Stadtainte» als der BezirkShauptmannschast. die Verständigung zu. dass laut ErlasS der k. k. Statthalterei in Graz S. Majestät die Adressen der Lehrkörper huldvollst anzuneliincn und den allergnädigstcn Dank hiesür anSziisprecheu ge-ruhten. (Avis für alle Sasconsumentni.) Alle Gas-eonsumenten werden in ihrem eigensten Interesse daraus aufmerksam gemacht, dass es dringendst nöthig ist. rechtzeitig, das ist schon jetzt, bei den Firmen I. K o 11 e » z und Franz Vogel die zu benöthigenden BcleuchtnngSobjectc zu bestellen, nm nicht 'leiituell der Gefahr ausgesetzt zn sein, dass, wen» das Gas eingeleitet werde, di« H«rren GaSconsumente», inaiigelS der nöthigen BeleiichtiingSobjecte längere Zeit keinen Gebrauch davon mache» könnten. (prllau bri Macht.) Wen» die GaSarbeitcn noch immer weiter fortschreiten, werd«» die Be-wohner Pettaus bald genug aufgeschlagene Kniee, zerschundene Schienbeine und Beulen auszuweisen haben. Wo Grubui sind, ist gewöhnlich kein Licht, oder es führen so morsche oder schwache Bretter hinüber, dass sie zu ivahren Fallgruben werden. Es scheint man protegiert hier Fallgrube» und Fallstricke. So viel u»S bekannt, fielen zwei Per-sonen in Gruben und eine Person brach mit einem morsche» Brette ein. Vielleicht fallen noch einige 'rein, aber die, die e« am wenigsten ver-mnthen, nach dem alte» Sprichwort«! ..Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein." Wir ruft« mit Göthe: „Licht, mehr Licht", namentlich hinter der Kirche, wo zwar eine La« terne steht, aber nicht angezündet wird. Die dor-tige Stiege ist doch ein öffentlicher Weg. (Latrrnrnwih.) Seit einiger Zeit, seitdem sich die Lausgraben und Schachte, die Erdwälle und Dämme vermehren, vermindert sich die ohne-dies elende Beleuchtung von Pettan sowohl quan-titativ als auch inalitativ. Es gibt Laternen, die gar nicht angezündet werden und die meisten anderen sind so h«radgeschraubt, dass man sie nicht mehr sieht, sondern nur mehr riecht. Wahrsch«inlich ist dieser Tric von einem genialen Kops auSgedacht, der sich denkt, je düsterer die Petroleumlamp«» brennen, desto mehr Eff'kt wird dann das Wasser« gaS machen. (Feuerbereitschast irr freiwilligen Feuerwehr.) Für die laufende Woche hält der I. Zug und die I. Rotte Feutrbcreitschaft. — Zugführer Lorentschitsch. Rottführer Martschitsch und 8 Mann. Feuermeldungen sind auf der Ecntral-station in der SicherhkitSwachstub« im Rathhaus« zu mach«». (Ehealrrnichncht.) Dienstag den 15. d. M. kommt das gute Benedikt'fche Lustspiel „A s ch e n« bröde l", mit Frl. B e 11 a u in der Hauptrolle, zur Aufführung. — Donnerstag den 17. November wird das bereits einmal angekündigt gewesene Lustspiel „Bekenntnis f e" von Banernfeld gegeben. Beide genannten Stücke, welche die Schöpfer unsere» LustsvieleS zu ihren Verfassern haben, würde» wohl einen guten Besuch seitens des PublicnmS verdiene». — Samstag den 19. November geht das interessante schanspiel „N eignn g". welches erst vor kürzester Zeit im k. k Hofburgtheater in Wie» zum erste» Male mit vielem Beifalle aufgeführt wurde, in Scene. Director Gärtner hatte, nachdem er im Vorjahre mit der Aufführung guter und neuer schauipiele nur schlechte Hauser erzielte, ursprünglich die Absicht, von schanspiel-Vorstel« lunge» beinahe ganz abzusehen; indes gab er doch den Wünsche» mehrerer Theaterfreunde nach, in-dem er oben erwähnte Novität in das Reper-toire aufnahm. Hoffentlich wird eS die Direktion nicht zu bereu«» haben, den» daS Publicum wird ja doch bezeugen wolle», dass eS auch für die ernste Muse Interesse heg». — sountag den 20. November wird »ach mehrjähriger Pause wieder einmal Anzengruber'S „Pfarrer von K i r ch f e l d" zur Aufführung gelange». Bermischte Nachrichten. (Ehrende Auszeichnung.) Der renommierten, wiederholt ausgezeichnete» Weinfirina und Wein-gartenbesitzer CarlPeßlinLeitersberg bei Marburg wurde bei der h Hingen internationalen LebeiiSmittelauSstclluiig in Paris, Pa-laiS Royal. von der PreiSjnry das E h r e n d i-v l o m mit der g o*l d e » c n M e d a i l l e für deren ausgestellten steirische Weinsorten zuerkannt. die gleiche Firma wurde ferner« für ihre Producte noch auf der heurigen Jubiläum»« auSstellung in Wien mit dem Ehrendiplome aus-gezeichnet. (Föhrer ans der Aüdbahn.) Für das von der k. k. priv. Südbahn-Gesellschast unter dem Titel „Die Südbah» und ihr Verkehrsgebiet i» Österreich-Ungarn" in einer Auflage von 100000 Eremplare» in deutscher, ungarischer, italienischer, französischer und englischer Sprache im Früh-jähre 189t* herauszugebende officiclle Reisehandbuch gibt sich in allen österreichischen Alpeiiläudern das regste Interesse kund. Unter den namhaften Schriftstellern, welche an dieser Publication mit« wirken, erwähnen wir Peter R o s e g g c r. Earl Wolf. Josef Stradner. RegieruugSrath Erle». Baron Iavornegg. D. E h r i st o« manoS u. a. m Die künstlerische illustrative Ausstattung ist gleichfalls den bewährtesten Kräften anvertraut. Zu den Förderern dieser für die ebung deS Fremdenverkehres, für Belebung von ndustrie unb Handel und Erweiterung des Ad-satzgebietes heimischer Produktion wirkenden Unter-nehmen» zählen: der steiermärkische LandeSaus-schuf), die Handels- und Gewerbekammern von Graz, Leobeu. Innsbruck, Bojen. Klagciifurt, Trieft; der EentralauSschus» de» deutschen und österreichischen Alpenvereine» der österreichisch« Tonristenclub, die Landesverbände für Tirol und Kärnten. Nachdem ein Theil der englischen Au»« gäbe gratis verabfolgt wird, die übrigen Exem-plare zn dem im Verhältnisse zum literarischen Werte »nd der vornehmen Ausstattung minimalen Preise von 1 Krone zum Verschleiß gelangen. waS eine rasche ilnd intensive Verbreitung der Gesammtauflage zur Folg.. haben wird, so muß ein theilweiser Ersatz der bedeutenden Herstellung«« kosten diese» großen Werkes darin gefunden wer-den, dass besondere Anzeige». Schilderungen, Illustrationen von Enrorten, Hotels, Sommer« frischen, industrielle» und geschäftliche» Etablissements sowohl im textliche» Theile als auch in dem bei jedem Kronlande befindlichem Inseraten» anhange Aufnahme finden. Hiedurch ist allen jenen U"ternehmuugen, welche den Wert einer vornehmen, in allen tfrenni deS internationalen ReisepublicnmS verbreiteten Rcclame zu würdigen wissen. Gelegenheit geboten, gegen eine der Größe der Auflage und deren Vielsprachigkeit entsprechen-den Preis ihre Interessen wirksam zu fördern und zugleich an der Belebung des Fremdenzu-flußes mitzuwirken. (vrnlscher Achulvcrein.) In der Ausschuß sitzung am 25. October wurde der Frauenort«-gruppe Ariiau für ein Gartenfest unk» eine Wid« mung für die VereinSfchule in Bcnevko, ferner der Gesellschaft ..Kegelei" in Troppau und der sparcassa i» Troppau für durch die Ortsgruppe i „Theodor Körner" i» Troppau dem Vereine zuachihue Grii.idrrbkiträge, der Herzogenburg für eine Spende und endlich Herr» Carl Walthcr in Folkestone lEngland) für eine Bücherspende dcr geziemende Dank ausgesprochen. Hierauf wurde zur AenntniS genommen: Die Danksagung deS OrtsschulrathcS Zt. Jacob bei Silagenfurt für eine Subvention zum SchulerweitcruiigSbaue, des Vereines zur Erhaltung einer deutschen Schule in Görz für eine Subvention, der Bericht deS Zahlmeister« über die am 2t. Oktober erfolgte Prüfung der Verciuscasse und über deren ordnungsgemäße» Befund uud endlich der Bericht über die gründende Versammlung der Ortsgruppe ..Fichte" i» Wien Wiedcn. Nach Bewilligung eines SchitlgeldpanschaleS für Hoiofitz wurden Angelegenheiten der VereiuSfchulen m BSHm. Triibaü, Eisenberg. ÄSuigSberg in Schlesien. Laibach inid Trfchemojchna berathen und der Er-ledigung zugeführt. Au Spenden find dem Vereine zugekommen: Ortsgruppe Jlz .rv7<> fl.; Herr H. Weiuzierl in Feltt.rch ls»0 fl.; Frau Marinelli i» .stirrlibiiijl 1 l)5 fl.; Herr Stefan Stöll in Kitzbnliel 2 fl.; Herv Kluibenichedl, Innsbruck l 70 fl. und Hotel V id in i»brück 3 ft. (vcntschrr Schi lt ein der Ausichnß-sitzung am 3 Noven.^r dem Wiener Sängerverband den Erti der Liedertafel deS Leobener M r-Gesang- .reines bn >. inem Aufenthalte in ^vien, der TifchgeieUfchasl ini Hotel «zum goldene» Hirschen" in Wiener Neu-ftadt für die Widmung von 10U fl uud endlich der Frau Rosine S i e g >» u n d in Wien aus Anlaß ihres Rücktrittes von dem Amte als Vori'lilxrin der Fronen» und MädchenortSgrnppe Wien-Alfergrund, für ihre vieljährige, aufopferung«' volle Thätigkeit der geziemende Dank ausgesprochen. Hierauf wnrden kleine Unterstützungen bewilligt für Berlan, Blisow», Gonobitz. Holleschowitz »nd Steindvrf. sür arme Schüler an der k. k. Fach-schule für Holzbearbeitung in Gottschee 10 Sti-pendien und sür die Volksbücherei in Maplitz eine Bücherspende ans den VercinSvorrathen. Nach Entgegennahme des Berichtes über die Schulvereinsvcrhallnisse in Lnttenberg ivurdeu Angelegenheiten der BereinSschule» in Bvlun. Trübau, Königsberg in Schlesien. Rösch«, sauer-brunn und Pilsen berathe» »nd die Re-paraturen und baulichen .Herstellnngei! au den Schulhäniern in Drislawitz und ^rciberg ge-nehmigt. Der Vortrag des Berlafseu'chastscnratorS Herrn Dr. v. K a i ch e n r e u t h e r über das dem Vereine zugefallene Legat »ach Herr» Otto M a »1 e r. Freiherr von nnd zn Gravcnegg. wurde zur ikenntnis gtiiommen und daS Andenken des verstorbenen Wohlthäters einerseits durch Erheben von den Sitzen geehrt, anderseil» beschlossen, sür eine dauernde Ehrung im Schooße des Vereines in geeigneter Weise vorzusorge». („Stau allgemeine, obligate pensionsrecht der pl ivatbeamtrn.")Dic Abgeordneten Dr. Prommer, Dobernig, Dr. Hofmann, Girstmayr. Dr. Leopold Götz und Genossen stellten in der Sitznng des Abgeordnetenhauses vom 27. Oetober folgenden diesbezüglichen Antrag: ..Unter Hinweis auf den Umstand, dass die am l0. Juli lttW von der hohen Regierung über vom hohen Abgc-ordnctenhause wiederholt ausgesprochenen Wunsch angeordneten statistischen Erhebungen in Enge-legenheit der Schaffung eines PensionSinstituteS für oie Privatbeamte» und Privatangestellten aller Kategorie» bereits vor Jahresfrist zum Ab-fchlusse gekommen sind, ferner unter besonderer Hervorhebung deS Umstandes, dass die Schaffung dieses von den Privatbeamten der österreichischen Monarchie feit mehr als 10 Jahren beharrlich auSgestrebten wichtigen und segensreichen Reform-Werkes dem Staate selbst leine namhasten Kosten auferlegt, indem die Einzahlung der Prämien vvn den Unternehmern uud den Angestellten gemeinsam geleistet werden soll, endlich unter HimveiS auf die bei verschiedenen Anlassen von den Unternehmern und zuletzt iu dem politischen Organe dcr österreichischen Arbeitgeber „Die Arbeit" in der Rummcr von 4 September d. I. klar angesprochene Bereitwilligkeit dcr Fabrikanten, „freudig das Ihrige dazu beitragen zu wollen", dass das von ihren Beamte», „in welchen sie schätzenswerte Mitarbeiter »nd aufrichtige Freunde besitzen", sehnlichst und mit voller Berechtigung gewünschte Pensionsrecht endlich gesetzlich anerkannt ivürde, stelle» die Unterzeichneten den Antrag: DaS hohe HaiiS wolle beschließen: „Die hohe Regierung wird dringend aufgefordert, in kürzester Frist dein hohen Hause einen Gesetzentwurf auf Schaffung des vbligate» Pensionsrechtes der Privatbeamien und Privatangestellte» aller Kate» gorien vorzulegen. Die wesentlichsten Grundzüge, welche in der geforderten Geietzesvorlage e»ige-halte» werd«» sollen, sind; a) die Einrichtung des PenstonSinstitntes soll eine allgemeine, obligate sei», »nd die Puvatbeamteli und Privatangestellte» aller Kategorien unn'afse»; l>i sie soll sich auf Invalidität und Alter der Privatbeamte» nnd auf deren Witwen und Waisen erstrecken: c) die Einzahlungen solle» in proeentischen Verhältnissen zu den Bezügen stehen; die Koste» sind von den Unternehmern und den Beamten »nd zwar in gleichen Theilen, gemeinsam zn trage» ; 6) die Einrichtung soll ans dem Principe der Durch-schnittSprämie aufgebaut, thunlichst billig und nicht ans Gewinn berechnet fein und dementsprechend verwaltet werden, unter Staatsanssicht stehen »nd die vollste Freizügigkeit ihrer Angehörigen st,enge wahren; e) die Organisation auf genossen-ichastlicher Grundlage soll in Erwägung gezogen werden; k) die Pension soll innerhalb bestimmter oberster und unterster Grenzen nach Abstufungen festgesetzt werden: g) eS soll ei» Speeialsond geschaffen werden, ans welchem einerseits im Falle eingetretener Dienstlosigkeit dic Prämien zum Pensionsinstitiite für die diensllosen Privatbeamtcn zu bestreikn sind, anderseits den Dienstlosen selbst für die Zeit der Dienstlosigkeit eine angemessene Unterstützung gewährt werden kann," In Bezug aus die Behandlung dieses Antrages wird begehrt, dass derselbe einem ans dem ganzen Hanse zn wählenden Ausschusse von 4K Mitgliedern zur Vorberathung und Berichterstattung zugewiesen werde. (Erport nach Sucarek > AUfälli>.e Interessen-teil erhalten g, f a h r t Co.. Fabriken landwirtschaftlicher Maschine». Wie» II.. Frankfurt a. M. und Berlin, welche solche selbstthätige Apparate fabricirt, stellt jedem Interessenten eine genaue Anweisung über den Vorgang bei der Vertilgung der genannten Unkräuter gratis und franco znr Verfügung. Theater. Der SamStag brachte uns einen Weffely-Abend, indem uns die Direktion Halm'S roman-tifches. dramatisches Gedicht „Der Sohn dcr Wildnis" vorführte und damit einen höchst ge- lungcnen Abend bot. Tirector Gärtner hält sich für gewöhnlich an Göthes Wort: „In da Beschränkung zeig« sich der Meister" »nd geht über die Grenze des bürgerlichen Schauspiels, des Lustspiel«. Schwankes und der Posse nicht hinaus. Wenn er aber eine Ausnahme macht, wie im Borjahre mit der „Versunkenen Glocke" und diesmal mit dem „Sohn der Wildnis", so gelingt cS ihm dennoch, auch im Drama höheren Stils den Sieg an seine Fahne zu fefleln. Fräulein W e s s e l y, bisher in unbedeutenden Rollen beschäftigt, bringt alle nöthigen Requisite» für die Partie der „Partlzenia" mit. Ein sonorcs, klangvolles und doch biegsames Organ, eine schlanke, hohe Gestalt, große Jugend, ein dunkles Feuer-ange und schwarzes Gelock, angenehme nnd doch ausdrucksvolle : f „Alastor" und die Damen Fräulein Bella» „Lykon" und Frau L o d t m a n n „Actäa" aus. letztere war leider wie immer in der Erscheinung zu jugendlich. Die liebe Eitelkeit bringt bei den Damen das künstlerische Gewissen zum C*wrigei, Sie wollen lieber schön als wahr sein. Sehr bemerkt wurden auch die ueueu Costüme. Sonntag brillierte Herr Direktor Gärtner als „Schuster Wilhelm" in dem unverwüstliche!: Schwank: „Der verwunschene Prinz". Eigentlich gibt eS daneben keine Rolle, selbst „Evchen' ist nur eine Nebenpartie, die freilich Fräulein B e l l a u. wie alles was sie spielt, zur größeren Geltung brachte, als der Autor derselben bcimaß. War der Samstagabend ein halbes HauS, so war der Sonniag nicht einmal ei» Filnstheil de',-selben. Trotzdem dröhnte das HauS vo» Cadi» salve» und Beifallruse». zu dem des Darstellers Komik d.S Publikum immer wieder hinrisö. Dienstag kam Scribe'S Jntriguenlustfpiel „Der Tanienkrieg" zur Darstellung, in welchem das im Vorjahre bereits mehrmals als Gastin ausgelrelrue Fräulein Fischer als ..Gräsin vvn Antreval" debütierte und von dem leider sehr spärlich versammelten Publikum recht freundlich einsangen und wiederholt durch Hervorrufe aus gezeichnet wurde. Mit ihr theilte» sich die Herren Kammauf „Flavigneul", Iahn ..Grignon''. Bornstädt ..Monrichard" und Fräulein B e l l a u, „Leonie" ,die reizend aussah, in die Ehren des Abends. Donnerstag kam znr Schillerfeier Siegmnnv Schlesinger's „Die Gustel von Blasewitz" vor einem leider nur mittelmäßig besetztem Hause zur Darstellung. Da« Gelegenheltstückche» gesiel namentlich durch Fräuleiu B e l l a u degagicrtcs Spiel als „Gustel". Neben ihr wirkten Herr K a m m a u f als „Schiller" nnd Herr Iahn als „Peter" verdienstlich. Hierauf gieng Görner's „Eine vollkommene Frau" in Scene, welche die Leute vor Lache» zuni Weine» brachte. Hierin zeichnete» sich Herr Bornstädt als „Fröbel", Herr Kammaufals „Sorau" und die Fräulein Fischer und H o f h e r r als ,,Luisi" uud „Mina" ganz besonders aus. Die dritte Duoscene zwischen Direktor und Fräulein Hofherr krönte den Abend. Direktor Gärtner war köstlich in Maske und Spiel als Unterjäger „Stegerer", ebenso Fräulein Hofherrals schneidiges „Milch mädel". Beide wurden zum Schlüsse wiederholt stürmisch gerufen. — 5 — Brüder Slawitsch maschinen-Bflsland- theile ■Htr Sy«t«mo i'oniptft. fi»o »wilrt. Nahmu&ohinen auf Raten. Kur | anerkannte, UMle bfltrotch-iicho uutl dtulicht Fabrikate. 1'ralM uliM CotKitrrens. Singer-Nähmaschine, hocharmig.....II, 35ii.— Singer-Nähmaschine. 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I. Z. I588S2, die Einfuhr von Schweinen ans den Bezirken Leoben. Marburg. Pettau und Windisch» graz »ad) Böhme» bis anf weiteres untersagt. Stadium! prttan, am 4 November 199«. Der Bürgermeister: I. Ornig. Soeben erschienen: Der Landsknecht von Cochem. Neuer Ro.nan von Julius tVolst. — Preis k> Mark fl. 3.6V. Borrathig bei QJ. Ü I a n h t, Pettau und Marburg. — 7 — »XXKX»©CO©OÖÖOOOOÖÜ<«: Alle Maschinen für Landwirtschaft Preise abermals ermässigt! Trieure (Getreidereinigungs-Maschinen) in exacter Ausführung. Dörr-Apparate tür Obst und Gemüse, Peronospora-Apparate, verbessertes System Vermorol. Dreschmaschinen, Getreide-Wlahlmlihlen, Wein- und Obst-Pressen. Differentialsystem. (Diese Pressen haben fast eine solche Druckkraft wie hydraulische Pressen.) Die leichtgehendsten u. billigsten Futterschneidmaschinen, Heu- und Strohpressen, sowie alle wie immer Namen habenden landwirtschaftlichen Maschinen liefert in bester Ausführung Wiederverkäufer gesucht! 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Doch eS war gegenwärtig Wichtigeres zn thun, als dem irndi zuhängen. Die Gondel hielt? anch dort ein unvermeidlicher Geist, der nn« mit seinem Stäbe an dir Treppe zog. »ach wenigen Schritten waren wir int Hotel. Als Frau von Brvistendorf ans der Chaiselongue niedergelegt worden, war mrine Arbeit zu Ende, die des Arztes begann. Draußen wurde mir eine Drpesche übergeben, dir eine sofortige Antwort rrhrischtr. Ein Geldbrirs mußte folgen, »»d da ich mit den nötigen Papierschcinen nicht versehe« war, galt e». ein Bank-Haus aufzusuchen. Alles dies nahm mir viel Zeit fort, so daß ich mich rrst rinr Stunde später auf meinen Verdacht besinnen uud überlegen konnte, wie die Entdeckung ausnutzen, falls sie sich be-stätigte. Bei einem Glase Granita suchte ich mir klar zu mache», was geschehe» mnßtc. Hätte ich Doktor Bcllmi jetzt bri mir grhabt. Abrr aller Wahr-schrinlichkrit «ach befand er sich wiederum nnterwegs zn seinen Kranken, da rr rinr brdrtttrndr Praxis hatte, »nd hielt ihn etwa grau vo» BroisteudorfS Zustand zurück, so fehlte es ihm sicherlich an Sinn nnd Zeit, mich anzuhören, geschweige zn unterstützen. Ihr selbst dürfte ich natürlich kein Wörtchen jagen, da alsdann vielleicht Hoffnungen in ihr erregt oder, falls anch sie die Perfon gesehen hatte, befestigt wurden, die allzu leicht auf schmerzliche Täuschungen hinauslaufen konnten. Gilt. Es blieb drmuach das Wirksamst? übrig, dir Polizei. Indes was wußte ich ihr denn eigentlich anzugeben? Unsere Erlebnisse oder wenigstens die drr Frau von Broistrudors in Opt-schiua — meine« Argwoh«, eine grau mit mächtigem Haarknoten im Racken, die um dieses Ungetüms willen besagte Iosephine — und wo wohnte sie denn? — sonstige Kennzeichen keine? Nein, darauf hin konnte ich die Polizei schwerlich in Gang bringe», wenigstens wagte ich es nicht, um so weniger, als ich soeben ans drm Postamt Schwierigkeit mit der Sprache gehabt hatte, indem ich ei» italienisches, der Beamte ein französisches je n« quoi hervorsprudelte und wir un« nicht ander» helfen konnten als da-durch, daß jeder einige znfällig verfügbare Hilfskräfte von gefällige«? Benehmen an sich zog. Drrglkichrn im Polizeibnrea» drohte eine so lächerliche Scene abzugeben, daß schließlich meine Glaubwürdig-keit als solche in Gefahr kam, polizeilich geprüft zn werden. Nachdem ich diese Hiisen alle der Reihe nach verworfen hatte, leerte ich mein Glas «nd schritt die Mereeria hinab, wo der Ver-kehr zn gnß ans »nd nieder wogte. Am ersten Kanal, drr sie durchschneidet, niachtr ich Halt nnd rief einem Gondelier, mich durch dic Stadt zu rüder«, indem ich ihm nach drm Ghrtt». der Indenstadt, in drrrn Nähr das Weib Hansen mußte, dir Richtung rinigermaßrn brschrirb. Eine Eigarrr aiizündrud, lehnte ich mich so in dir Kissen. daß ich niöglichst wring grsehrn wurde. Unnb-lässig prüsten meine Auge« Kanal für »anal, Hans für Hans, ohne den faden aus dem Labyrinth zn finden. Es war so a»s< sichtSlo», aus mein Gedächtnis hin. das durch die rudloir Menge von Kanälen verwirrt war, immer weiterzufahren, und dennocli befestigte sich das Gefühl in mir: »Sie ist es!" und das marternd fieberhafte Brrlangrn, dir gnrir zn erwischen. Dir Schatten fingen an. zwischen den Häusergasse» herabzu» sinken, dir glut stieg und gurgelte an den Mauern nnd Waisrr treppe», von Minute zu Minnlr ward rs mir unwahrscheinlicher, daß ich inrinrn Zweck erreichen würde. Als wir mit dein üblichen giii A nm eine Ecke böge», gewahrte ich eine Barke, die vor nns mit augenscheinlicher Eile liinsnhr. Mehrere struppige Männrrgrstalteii machten dir Rndrrer. Wr»n ich recht sah, befanden sich nicht allein Menschen, sondern auch Hausrat »nd Plunder in dem Fahrzeuge. Ich streunte meine Seh »einen aufs äußerste a». Es giebt lichthafte Eindrücke i» der Seele, ciu blitzartige» Vorauseilen vvn Dingen, ehe die Zinne sie erfaßt »lud gesichlet habe». So galt es mir für gewiß. da» jener Ruderer, der unter den aiideni durch ei»e» herrliche» Wuchs hervorragte. ede» derselbe Mensch sei, der mich an dcr Piazzcttn zweimal bedroht hatte. Unerwartet sa»d der Glanz der Abendsonne seinen Weg in de» dämmernden Stanal. de» er wie mit einem schlage in gvlde»e» Purpur hüllte. Oft» »ahm wahr, wie auf der Barke eine Be u>en»K0 eiilstaild n»d dcr Siops eines Frauenzimmers sich ans dem Wnst von Sachen hervorschob, um neugierig Herüberzuglobe». Wen» das »icht Iosephine war! Die Sonne sla»»nte aus ihrem Scheitel. Es war, als ob sie die kiinstlichc Färbung zerstörte und das ni> spnmglichc Fuchsrot der Haare wieder herstellte. Ich befahl den: (Gondelier dic höchste Eile. Ich rief ihm zu, luciui fr die Barke einhole und ihr den Weg verlege, habe er sich zwanzig Lire verdient. Wir schösse» dahin. Aber auch dic Barke durchstüriutc das Wasser, bis sie nm eine Ecke herttingiitt. „Ti einig Lire» wenn Ihr sie fest legt!" ries ich. keuchend vor Hast. Ein Fluch des Gondeliers zeigte, das; ein Hindernis in den Weg kam. Eine andere Gondel versperrte uns die Weiterfahrt. „tfnni Henker!" schrie der Gondelier nnd ballte wütend dic Fänstc gegen die in drin ander» Fahrzeug, „das gedenk ich euch, macht ihr Platz? Wo ist die Polizei? Sie soll cnch!" Umsonst, man stellte sich, als gehe allcs mit rcchtcn Dingen zn. Als wir weiter wollten um jede» Preis, brach ein Kampf mit den Nudern aus, dic Svlittcr flöge» um meinen Sinns hcr. Zu ?Diit| Eine halbe Stunde war verloren, dic Barke cut-wischt nnd sicherlich längst ans der Lagune beut Meere zu. meine voffnnng, einen Strahl vvn Licht in Iran vvn Broistcndorss Kümmernisse zu bringen, war dahin. .Die Verfolgung ist uiutity," rief ich dem Gvudclicr zu. .Nach dem nächsten Polizeibureau!" Er nickte und ändert? de« Laus dcr Gondel, die «ach einer andern Richtung hinflog. .Wer sasz in dcr Barke? kanntet Ihr das Weib?" fragte ich ihn. .Nein, Signore. aber den Knaben." .WaS. ein Änabe? Und wer ist es?" .Er läuft mit Cigarren umher. Bei Dreher können sie ihn jeden Abend sehen. Bon Kindesbeinen nn hat er seinen Eltern den Lebensunterhalt zubringen müsse»." .Giuseppe?" .Giuseppe oder auch Earlo, wie Ihr wollt. Er kam vor Jahren mit ihr von Zara oder da herum her, wenn ich recht hörte von meinem Martino, der so alt ist wie er. Der Aermste! Seine Mutter mit!j rinr Hcxc sein und vor dem Pater fürchtet sich erst recht alles, weil er wild ist wie ein Tigcr." Da lcgtc die Gondel an. Ich hinterließ dem Gondelier einen reichlichen Lohn nnd eilte in das Polizeiburcan. Mit einiger Mühe gelang die Verständigung. Man verhehlte mir nicht, tiafi cs schwierig sei, der Barke habhaft zu werden, nach' dem sie das offene Meer gewonnen. An allcn möglich™ fremden Küsten fand sie lcicht unbemerkt Unterschlupf, und da das Wetter still war, stände» ihr keine Hindernisse im Wege. Dvch erhielt ich das Versprechen, das! sofort alle Maßregeln ergriffen werden sollten, sie einzuholen. Atemlos erreichte ich endlich mit dcr Dunkelheit das Hotel, wo ich int Finge Herrn Bruder fragte, ob Frau von Broisteudorf wohl zn Hanfe fei. Denn nun mußte sie alles wissen, auf jede Gefahr hin. Chue mich mcldc» zu lassen, trat ich »ach raschem ttlopfc», das unbeantwortet blieb, bei ihr ein, nm im ersten Augenblick wie eine Bildfäule aus der Schwelle starr stehe» zn bleiben, im zweiten mit einem Ausruf des Staunens, dcr Freude, mich dcr reizende» Gruppe zu nahen, die wie hingezaubert im helle» Laut-pe» licht, wouurstrahleud vor mir laß: Frau von Broisteudorf it» Fantenil, eilten Knaben zu ihren Fiisicn. dcsscn Haupt sich eng an ihr Herz schmiegte nnd neben ihr den Freund, der mit ihr dic Hände verschlang. Ich bedürfte keiner langen Erklärung. Frau von Broisteudorf hatte in Drehers Garten ihren Sohn in Giuseppe entdeckt, dann sofort, als sie zn sich gekommen, dein Doktor alles mitgeteilt, dieser die Polizei in Bewegung gesetzt und den Räuber» ihren Fang abgejagt, bevor sie ans der Stadt hinaus waren. Er führte der glückseligen Mutter das vielbeweint^ Kind zurück und erhielt von ihr als Preis Herz und Hand, die sie ihm nicht länger versagen mochte. Wir feierten Stunden ohnegleichen zusammen, Stunden, die mau nie vergißt. Als ich nach einigen Tagen Venedig vcrlicß, riefen mir Mutter und Sohn wie ans einem Munde nach: .Anf Wiederfehen in Wien!" Dort leben sie in imbcsch. eidlichem Glück. Dcr Doktsr hat seiner Frau, dic er auf den Händen trägt, zuliebe dic Praxis in Venedig aufgcgcben und wetteifert mit dcr Mittler, den geliebte Sohn vergessen zn lassen, was er fern von ihr gelitten hat, Fm von Broisteudorf aber strahlt vor Freude über den DopprUiesu dcr ihr Leben so wunderbar umgestaltet hat. Seltene Aufopferung. von Laura WciI,«r. <«achdruck verdoit«.i Mi ein and sollte dic Ansiedler von Armstrong auf dic Gefahr, i, der sie sind, ansinerksam machen, nur weiß ich nicht, wer e thun sollte." Der so Sprechende war eilt wie ein Bauer gcklei detcr Mau». Er sagte es zu seinen Nachbar», die sich iu eine Scheune versammelt hatten. Sie lebten in dcr neuen Ansiedeln« Minnesota. Dorthin hatten sie sich geflüchtet, nm Franen um Minder wegen cincs Indiaueraufstandes in Sicherheit zu bringen Die Ansiedler wußte» wohl, was es heißt, von blut- uud beute gierige» Indianer» Itmgcbeli zu sein. Anch jetzt wann wiede schreckliche Nachrichten zn ihnen gedrungen. In Neu Ulm itit'. noch einet Ansiedelung in der Nähe halten die Indianer geseng, »nd geplündert, Männer ans entsetzliche Weise zu Tode gemarter. und Franc» gefangen wcggcfiihrt. Jeden Tag erwartete» sie da her das Eintreffen der feindlichen Indianer. Heute in»! hatte dn Sprecher erkundet, daß dic Indianer einen Angriff auf Armftrvi; planten. Die armen Ansiedler dort waren nur durch den Fln mit ocr Außenwelt verbunden. .Es ist schlimm für die Armstronger," fuhr der Sprecher fort, .der Fluß ist aus beiden Scitc» von Indianern bewacht, so dn1'-für sie kci» Entrinnen möglich ist. Das einzige, was sie thun können, um sich zu retten, ist, daß sie fest zusammenhalten, und so dem Angriff dcr Rothäute abzuwehren suchen, bis ihnen Hilse kommt. Aber sie haben keine Ahnung, was ihnen droht, nnd wer den daher überrascht, völlig wehrlos den Indianern in dic Hände fallen »nd samt nnd sonders getötet werden. Gern würde ich ihnen eine Warnung zukommen lassen, aber die Wälder sind augcfü»i mit ihren Feinden. Sie würden den Warner erspäht haben, che er zwei Meile» von hier ist." Robert Wood, ei» armer Jüngling, hörte traurigen Herzens die schlinuuc Stunde. Er besaß nur cine Verwandtc, cinc Schwester, dic in Armstrong lebte. .Kanu ich hier in Sicherheit bleiben, ohne einen Versuch zn ihrer Rettung zu »vagen ?" sprach er für sich .»ei», nein, ich will ihr helfen. — Hör' mich an." bat er dc» vorhin Sprechenden, „ich habe eine einzige Schwester. Sie lebt i» Armstrong, ich will hin, sie zu retten." .Nun, mein I»»ge, ich selbst weiß, daß es grausam ist. andere ungewarut in großer Gefahr zu lasfc». cs gcht aber nicht andere Du wiirdcst getötet, ehe Du zwei Meilen von hier wärest." „Laß miri>," uiitivortctc Rotiert, „versuche nicht, mich zuriicl zuhalten. Ich habe einen Plan, nnd so wird es schon gehen." .Was ist Dein Plan?" fragten viele Stimme» durcheinander .Ich gehe im Fluß," erwiderte Robert. „Das kannst Du nicht, kein Boot oder Äanoe kann ungesehen den Fluß passieren." .Ich gehe anch nicht mit Boot oder Kanoe, sondern ich ver stecke mich in einen ani dem Flusse treibende» Banm." Bei Eintritt der Dunkelheit sah man einen treibenden Banin auf dem Flusse, etwas, was oft genug vorkam. Iu deit Zweigen desselben hatte sieh nnser Robert versteckt, der sein Leben znr Rettn» ; für andere einsetzte. So trieb der Baum auf dem Wasser, ab und zn, bei einem Bogen, den der Fluß machte, die Ufer berührend wo cinc indianifchc Wachc den Fluß beobachtete. Der Mond gin,, ans und beleuchtete hell den Fluß. Mehrere Meile» hatte Roben .zurückgelegt, da stand a» einem Ufer nicht zwölf Schritte vvn ih»! entfernt ei» Indianer. Rvbert atmeic faiim, ans Furcht gehört zu werden. Es schien ihm. al» ob das scharfe Auge der Rvthnni ihn durch die Zweige hindurch entdecke» müßte. Aber jedrufa» sah der Indianer nichts Verdächtiges an einem dahintreibende» Baum »nd Robert hatte ihn, sowohl als anch einige andere Spähe» glücklich hinter sich. Da a»f einmal hörte er das Aufschlagen de Ruders im Wafier und sah durch die Zweige hindurch ein Kam» gerade auf sich zukommen. Er glaubte sich »uu dvch bemerkt, uud sicher sahe» sie ilm uu». Lautlvs verschwand er im Wasser, mir den Kopf oben haltend. Die Indianer hielten an. einer stieg an dern Bvot nnd stellte sich auf den Banm. nicht cinen Fnß entfern von Roberts Stopf. Die Indianer brachte» etwas an dein Boote in Ordnung. Durch das doppelte Gewicht sank der Baum so tiei. daß Robert beinahe ertrunken wäre. Mit unendlicher Erleichte rung sah er deu Indianer ins Bvvt steigen nnd ihn weiterfahren Von da an sah er nichts- mehr vvn de» Indianer», vbgleich er noch ab »nd zn ihre Signale horte. Nach »nd »ach bemerkte er an seiner Umgebung, daß er der Wohnung seiner Schwester ganz nahe war. Er löste sich von dem ungewöhnlichen Bo-'te, da» er nicht, unb stieg vorsichtig r:.* Ufer, vor ihm lag friedlich der drohte Lrt, in tiefem Schlummer befangen. Er eilte nach drr Stunde :iwr str.tr/, Armstrong munter und int grokten Saufe versammelt mit Kliulcn nnd anderem Schieszgewehr betoasfuct. Im vütte seiner Schwester und weckte die Eigentümer. Zu kurzen Worten schilderte er ihnen die Gefahr, in der sie lebten. Ter Mann ging nach einer Seite, Robert nach der anderen. In einer halben tieller unter dem Hanse waren üraiten uud »inder versteckt. Nach Verlauf von einiger Zeit kamen die Indianer. Sie hatten er-wartet, ihre Opfer schlafend zn finden, und auil.Ul d, "e>: wurden sie mit einem Kugelregen brgrüiit. Dir Amiedler feuerte» so schnell hinter-rinander, dak dir Indianer dachte», sie wären stärker als sie, und sich ganz überrascht »ach ein paar harmlose« Schüsse» zurückzogen. i'or dem ttnit*t>»rftc()er. (St ist (eine t>rrtraiirntrtBegent«Il, ein wilde» Feuer glüht in dem der-witterten Kops mit dem ungepflegten Bart und den grauen Haaren, die in Strähnen «m den sasi kahlen Schädel flatlern Sicher hat dcr FSrster den uu» heimlichen ütciellen nicht wegen der V.iar Stange» Holz festgenommen, die al»Bewei»stückea«f dem Soden der Amt»stube liegen Da« Holzftehlen war aber wieder einmal nur der Borwaud zu noch viel Schlimmerem. Denn schon lange kennt der Fitester den «lten al« ei-nen gefSbrllchen «nd rückflchtllosen Wilderer, der nicht nur die Büchse mit sast nie fehlender Sicherheit Hand. habt und ohne Er-barmen die Mutter von den laugenden Jungen wegschiebt, sondern auch aller-I«i Fallen und Schlingen legt, in denen die armen liere elend ein-gehen müssen. De« lialbhat der Förster de» Died selber «»>« Amt trän«. Sortiert, um elend-lich soweltzu brin-gen, daß demselben gründlich da»Hand-werk gelegt würde. Der icheint aber wohl zu wissen, »rxi» ihm devotste!», und seine geballte Faust verrät, das> er nicht gesonne» ist, sich leicht«« Kaufe« übersühr»« zu lassen. Sicherlich wird er allerlei Lügen und Finten vorbringen, um seine Unschuld und seine Harmlosigkeit zu beteuern. K Die Siphonftafche. Ei« Scherz in vier vildrrn Pallete „Bill schön! tkta» baden'» denn da >' i i n ti t li e r r: „Da» will Iit Ihnen gleich «eigen ' Aus. gr|)ii&t. «in»' Zwei und - sinn > iin ,.,VWo», Wniiit! HU«» ist denn dii»^-«'aucr lschlau blinzelnd): ..Pnd auf, «Ite. «der guel »iif)'(ch«tiir vfIn» ! Zwei Strebe aufludet« in die Hühe, pDort im Lichte wohnl da» Alück ' lort nach jenen reine» Sphären Unverwandt und fest den Blick. Siaftlo» strebe immer weiter Zu dem ttlütf de« Licht» hinauf, Deiner starken Sehnsucht Wille schließet dir die Pforten auf. Smxor zium c^icht? Dann kannst du am Porn de» Lichte« Tchdpfrn au« bei» Lichte wlück. Und mit hehrer Kraft im Herzen Kehren mit dem Glück zurück Wisse, daß ein ernste» Wollen Südlich die Erfüllung bringt, Und daß man durch Katupf zum Ziege Und durch Rächt zum Lichte dringt. Drum streb' ausmärt«: in der Hähe Nur darfst du dem Lichte »ah'n: In dcr Hähe nur verlangend Sehnsucht»voll da» Licht empfahl. Veto Laullchk», «aNensiedt tkutgegenkommend. Xame: ,Hitb dann möchte ich Sie bitten, meinen Mund nicht so groß zu machen, wie er in Wirklichkeit ist, sondern recht sieln * — Uioler .öctuiß, gnädige Frau. wenn Sie e« wünschen, lasse ich ihn ganz fort!" Gemeingui. Beiuch .ch wa» haben Sir für eine Ichiine Bibliothek, ?'rr Doktor' Da >i>erd ich mir erlanbe». mir nb >,»d zu ein Piich iiu'in-I. til.'n — tauihrrr: .och uerifibe U'iiljilrieU 'eine Vucherl t'e »ciden nie jurückgegebeu." «»such: .Herr Dokt«r, bei so sei»,« Leu!»» wie«,, —» — Hau»herr: .Bemühe» Sie sich nicht. Ich weiß, wie meine Bililiii thek entstände» ist.* »IHWflligt Posisireiiigkeite» «nd deutsche Kleinstaaterei. Zu «l»fa^ de« lx Jahrhundert» verfagte «ur-Mainz einer preußischen Fahrpost den Durchgang und du» ««»spannen in seinem Äebicte, weil drr Fisku» und d.ie Land sich bei dem Privatsuhrwerk weit desser befänden. den» die Posten zahl ten kein «ecisegeldi sie gingen auch viel zu schnell, so daß Sastwirtc, Bäcker Sattler, Schmiede, Bierbrauer und Weinschiinker an den Landstraße» nicht die Nahrung hätten, wie bei de» Lohnfuhrwrrken, Dann heißt e« in der betrei senden kurmainzilchen llrkundr weiter: .«» kännen auch die Posten, die sich nicht wollen visitieren lassen, allerhand verdSchtige» «esiiidel in» Land schien, wen, welche« denn auch Ihre setzt regierende kaiserliche Majestät bewöge» hat, besonder» al» Sie vernahmen, daß vorige« Jahr der am Uniglich schwc »iichen Hofe befindliche franMsche Smissariu« von Bonae sich in einem solche» Postwagen mitten durch da» ganz, heilige rimische Reich deutscher N>, «>on prakliciert iu be, sowohl bei un» al» verschiedene» anderen Kiirfürsteii und Stünden de« Reiche», ernst und nachdrücklich auch die gänzliche «d-und Slnstellung all dieser vermaledei-len Postwagen an-zutragen," »k Btlahute Miihe. Baroul»: ,Dok-tor, wenn Sie mich gesund machen wüi. den — ich stürbe vor Freude." Sin sehr gute.' Verfahre,,. Meer retti| aufzubewahren, besteht!», ri», daß man die Wurzeln, die ja be-kaiintlich nur vom Herbst bi» zum Frühjahr gut sind in Stücke schneidet diese aus einem Ofen schnell Irock-»et, dann zu Pul-der stüßt. »nd Ich-tere» in einer gut verkorkten Flasche aufbewahrt. vci»> «»brauch feuchte, man eine beliebige Portion davon mit srische»Wast«r»dei etwa» «ilfifl an und läßt sie einig« Minuten stehen, wodurch da» Pulver aus. geht und dann die ganze Stärke de« Meerreitig» wieder erlangt. Um erfrorene Pflanze» zu ntten. ist e» am ratsamsten, st, a» »inem dunklen Ort ,u halten, bi» fl« auftauen, und bi»se» «uftauen nur sehr lang, »am vor flch gehen zu lassen, «ine trecken» und stille Atmosphäre ist hier«» notwendig. Rachher schlägt man st» In frostfrele Srde ein. Bei Perbtenuungen kann man den Schmerz sofort dadurch lindern, dai, man die wimdcn Stellen augenblicklich mit Älvcerin beträuselt und diese» sanft verreibt. Die in fast allen Fällen von verbrenunugen auftretende i«. kiadl in itnoland. u i;i ! h j i ti. ein» nm vodeniee. S ,:i » ,7 III » Stadt in XI» 11 ringen. 13 ! li) S 1 i«. Ume Pflanzengattuil« n7 i* im k i ii, Mradt in England. -i»d die WSrte» richtig gestinden, io d«. zeichnen die «nsangiduchstaden von »den nach uiile» aelesen eine» Berg in Baden. die Endbuchstaben von unten nach oben gelelen, einen «er» in I?al,er». «aul «!,,n. Rütscl. »orli-ärt» ein Muß In «»anien. WiicNontl« ein stlui in dcr Schweiz. Auildlung iolgt In nächster Nummer. »« »«»•■»» »»«««■» Jllle -Neitlr uurbrhmttn. »eranllvortliche «edatiton uon «rnil I>! edatiion uon Ernst Pfeifser, gedruckt und herau»aegcden don «reiner k «felfsir In »tuugari.