prilnumeraliong - prcisc : Fllr Laibach: Gairzjahrig . . . 6 fi. — kr. Halbjahrig . . . 3 „ — * Bierteljahrig. . . 1 „ 50 M Monatlich . . . — „ 50 „ Mit der Post: Ganzjahrig . . . 9 fl. — kr. Halbjahrig . . • 4 „ 50 „ Vicrteljahrig. . . 2 „ 25 „ Fttr. Austellnng ins HauS viertel-jahrig 25 kr., monatlich 9 kr. Einzelne Numrnern 5 kr. Larbacher Tagblatt. Anonyine Mittheiluugen werdcii nichl beritckstchtigt; Btanuskripte nicht znriickgeseudet. Keloktion: B-hnbosqaslc Sir. 138. Llpr-ilion uni) 3nftrakS tiurran: 5tcngrc6t>iiH> Nr 81 (Buchhandlunz von 3. v. KIcmmayr & g.Samt'crg). 3nfctti»nsprrift: Hit tic cinfyaltigc PcliNeilc li kr Lei jtocimaligcv Ei»IchalI»»g L Hr. dreimal it 7 kr. JnsertionSstcmpcl jeMmal sn kr. Bei gročcrtn Onicratcn unb cftcrcr irinschaltiinq rntsfrrchcndcr Dial'iut a Nr. 76. Dollllerstag, 12. November. — Morgen: Stanislaus. 1868. Em Mahnrus an die Slovenen bcr Steiermark. Ter stcicrmarkischc Vandcsausschuh sah fid) ver-anlajjt, in Folgc bcr in zivei fiibftcicrijdjcn Sabov« jit Standc gebradjten Resolutioiicii, melchc nuf die Zwcitheilung bed NachbarlanbcS mid) sprachlichcn Grenzcii abzicltcn, unb zur Bcruhigung bcr bill'd) uulnutcrc Einfliissc gcnaljrtcn Aufrcgung bcr Bcviil-kcrung, Don bcr man mcljrcrc Pctitioncn in bem angebcutetcn Sinnc zu crsd)leichcn muhtc, in ciucr fur ba« Vanbvolf bcstiinmtcn denlschen unb slavcni-schcn Bclchrnng bic praktischc Sole bcr angc|trcb=-ten Zmcithcilung Steiermark« unb bcr itiilbung cincS cigcncn BcrmaltnngsgcbicteS Slvvcnicn zn bclcnchtcn. Jcbcrmaiui, bcr cs mcih, mic Icidjt bic Masse be« BolkcS burd) Borspiegcliingen alter Art, wcun sic nirr mit bcrn getjovigen jiad)brtiifc wibcr-l)0(t unb in ciitsprechcnbcr Wcisc in L-zene gcsctzt mcrbcn, fur ciuc im crstcn Momente plausibcl schci-nenbe Jbcc gcwoniicn mcrbcn kami, mirb bic do lit LaubcsauSschussc gcgcbctic nchigc uub objektive Bc-lcuchtung dicscr Fragc at« citictt ganj jcitgcmajjcn Schritt begriisjeu. CS« ware uur zu mfiuschcn, bah jciier Borgang aud) in ben iibrigcu, Don Slovencu bemohiiteu tfanbeSttjeilcn ahnlichc Sunbgebungen ber zur Besorgiiug bcr Vanbcsangetcgenljeiten cingesctzlci Karporationeii hcrvorriefe, ficherlid) miirbc manchcr saugninischc Geffihlspolitikcr untcr bcu Slovencu barau« bic Bclchrnng schopfen, bah seine trau--merifcheu Plane wohl bent Ehrgcizc cinzclncr, faum jebodj bem allgcnieinen Bestcn zn Gnlc fanten into bah Dcrhaltuisse, in benen sid) bic ivirthschastlid-eu Ziislanbe cine« Bolke« abspiegeln. bic nicht burd) Willkur gefdjasscn, foubcrit burd) bic diatur ber Singe bcgrtitibet tourbcn unb im Berlaufc bcr Jahrhuubcrtc sid) an« bem Bolkc hcrans entwickcl-tcn, nicht oljnt bic grohtc Gcsahrbung bcr Bolks-wohlfahrt zerrisscn mcrbcn koiincn. Sir cmpfchlcu daher and) bcu Slovcncn in Sfrain bic nnchfotgeube Bclchrnng jum cingchenben Stubium. @ic lautct: Scit {lingerer Zeit mirb Dcrfndjt, gegen bic bcstchenbe Bcrfassnng, bic bod) ba« Bollwcrk fiir ben Bcstanb unb bic Macht bcr oftcrrcichifchcn Monarchic unb fiir bic politischcu unb nationalcn Rcchtc ihrer Burger ist, untcr bcu Bemohnern Stcicrmarks slovcnischcr Ziiugc Unjiifricbenheit zu cvregcn, unb arte Mittcl merbcn augemenbet, urn biefe fiir ben Gebankcn bcr Trcnnung bcr ffiblichcn bon bcr iibrigcu Steiermark unb fiir bie Bercini-gung be« Io«geriffenen Thciles mit cinem Nachbar-tanbe zu geroinnen. Dicsc Bcstrebungcn haben Uufricbctt zwisd)cn ben verschiebcnspradiigen Bemohnern be« fianbe« geschaffcu, ba mit Bcrltiugnung allcr von Wahrheit«-liebt gebotencn Nficksichten Unterbriitfung bcr Slovencu burd) itjrc bcutfdjcn Vanbsleutc behauptct mirb. Dcr Sanbc«au«fd)u6 ist iibcrzeugt, bah biefe Beftrebiingcn bei ben Slovencu Steiermark« bi« jetzt fcincn Boben gemonnrn haben; cr ist auch ubcrzcugt, dah bie Slovencu jenen burch nicht« in crrocifenbcn Bormiirfcn von Bebriicfung, momit zwischm bie Bemohncr cincs unb beefclbcn Sanbe« der Same dcS Zwiclracht gefaet mcrbcn mill, kciueu ©taubcn fchcufeu; bcr Laubesausschuh ist cublich aud) iibcrzeugt, bah bic Slovencu Steiermark« sich barfibcr klar feirt mcrbcn, ob bie nmtcrieUen Nach-ttjcilc, tucldjc fiir fie aus ciucr Trennung ber sublichen Steiermark erwachfeu mithtcn, bic Ausfuhruug cine« folchen Gcbauken« fiir fie ivohl ivunfchcuS-1 merth umchcn tbiincn. Da ubcr bicser (^cbaiitc i bere its in zroci Bolkevcrsaiunilungen kSegcnstnub | von Rcsolutioncu mcirb, unb ba Pctitioncn in Dicscr Richtung in Urnlauf gesetzt uub untcr ver-sdjicbcitcn Borspiegeluugeu Untcrjd)iiftcu hicfiir gc-fucht mcrbcn, so ficht fid) bcr Vanbceaučfchuj), gc-1 treu bcu Pslichtcn, meld)e er bem Vnnbc unb fcincn | Bemohnern gegcuiiber iibcniotumcn hat, veraulaht,! oic Geuieiubeu bee slooeuifchcu Theiles ber Steier-1 mark iibcr biefe Beftrebuugcn auszutliiren unb fie vor Zielcn zu moriicu, melchc — menu fie jc cr-rcid)t rocrbcu tonuteu niemaubcm grOhercn Nad)-theit briugcn rourbcn, als gcrabc bcu Bemohnern be« slovcnischeu Vanbc«thcilc6. Bor alleiti ist c« bic Sprachc, welche man als Hcbel beniitzt, uni bic Unzufricbcuhcit tiinjilid) zu crrcgcti unb zn nahrcn. Nicmanb oevfennt bic Gcrcchtigkcit bcr For-bcrung, bah bcr Bcamtc, mcldjcr in sloveuischcu Bc-zirkcu augcftcllt ist, ber jiooenifdjeu Sprad)c voll-fommcii niiid)tig uub bahcr in bcr Vagc feiu foil, mit bcu Partcieu in bem, bicfeu oerstanblichen Dialekte zu vcrkchrcn. Wie an« bcr im ftciermartifchen tfanbtagc burd) Sc. Exzellenz bcu Hcrru ©tatthaltcr crfolgten Beantmortung ciucr Interpellation bcr Herreu Hermanu unb Genoffen klar erscheu mcrbcn faun, ist bie Rcgicruiig bcmiiht, im flouenischen Thcilc be« Vatibc« uur foldjc iOeamtc auzufteilcn, melchc bicser Bcbingung gcuiigcn. Slovcuischc CSingabcn merbcn von bcu Bchvr-ben nicht uur angcnommen, sonbcrti bic Bcfchtibe unb (5rlebiguugen an bic Partcicn crfolgeit aud) in berfclben Sprad)c. Es ist bahcr bem frcien Willcn ber Partcicn bie Wahl iiberlafsen, in mclcher Sprache sic mit ben BchSrbeu verkchreu mollen. Wenn aber jemanb glaubt, bah bie flovcnischc Sprache jene Auebilbnng nid)t habc, melchc fiir cine flare, allgemein verstanblichc unb fcincn Zmcifcl znlafsenbe Abfaffuug ciucr Urfunbc auSrcicht, unb menu er bahcr bcsorgt, bah cine in sloucnisthcr Sprache aufgeuommene Urfunbc ihu gegen moglichc Einmcnbuiigcn nicht schlitzc obcr moht gar in Pro-zcssc vcrmicfcln fonnc, so marc cs bod) cin burch nicht« zu redjtfertigenber Zmang unb einc sehr un-verstaubige Hiirle, menu man ihn benuoch nothigen molite, bic bctrcffenbc Urfunbe nur in ber slovcui-schcu Sprache absassen zu lasscn. Die vou bcr Ncgicruug getroffenen Einrich-tungcn fiber ben Gcbrauch ber slovcnischeu Sprache im Amte geben bahcr feine Lcranlassnug zu jener Uiizufriebcnhcit, meldjc man zu meden unb fort-mahrenb zu nahrcn sucht. Der Laubesausschuh mirb c« iibrigens immer als seine Pslicht anfchen, feinen Einflnh zur Abstcllung von Uebelstdnbcn einzusetzeu, menu ihm vou ciucr Gcmciubc bee t'anbes in bicser Bczichuug einc gegrunbete Beschrncrbc zufommcu mirb. Riemanbcm fa lit etn, bie slovcuischc Spradic in ihrer Entmicklung unb Ausbilbung hemrncn obcr mol)l gar ausrotten zu mollen. Dah bahcr in ber Bvlksschulc bort, mo bicfelbc nur von slovcnischen Sfinbcrn bcfud)t mirb, bic slovcuischc Spradje bie llntcrrichtefprachc feiu mfiffe, mirb nicht bcftrittcn. Die Bcmohner bcr fublichcu Steiermark stub aber in ihrcm Berfehrc unb zu ihrem bcsscrcn matcricllcn Fortkommcn in vieleu ©egenben ange-miefcn, bic bentfchc Sprache zu fennen, uub vielc stcicrmarkischc Slovenen, melchc bic (Selegcnhcit, bic bcutfche Spradic zn crlcrnen, nicht hcittcn obcr uicht boii,tztcn, liebaucrn lebhaft, bah ihncn biefe fieuntnih mangctt. C5« marc bahcr ebctifnlls cin nicht zu rcclit-fertigenber Zmang, molltc man jencn (Seincinben, melchc miinschcn, bah ihrc Kinbcr sich bie Kcnntnih bcr bcutfdjcn Sprache aneigneu, bic ©elegenhcit hiczn iu bcr Bvlksschulc abfd)ncibcit. Dcr bcutfdie Stcicrmarfcr ist baburch, bah cr im Besitze ciucr Wcltspradic ist, befcihigt, in bcr Wisscnschaft, im Gcmcrdc, in jcber Art von Thiitig-kcit unb ftciintniffen atif cinem meitcit, bie gauze gcbilbetc Welt utnfaffenben Gcbictc in Mitbclvcr-bung zu trclcn, unb fcin Fortkommcu ist ihm nicht bios iu feiitcin Batcrlanbc, fonbern and) meit hinaus fiber bic Grcnzcii besfelben gefichcrt. 9tid)t so miser slovenischer Saubsmann. Gclangc cs mirflich, bie Slovencu unseres Lau-bes con ihrcn bcutfdjcn Mitbfirgern vollkommen abzuschliehen, miirbc bcr flovcnifchen Jngcnb auch gcgcii bcu Willen bcs slovcnischen Bvlkes jebe Miig-lichkeit bcnommcn, in ben Volfsschnlcn bic Kcnnt-nih unb ben Gcbrauch bcr bcutfdjcn Sprache sich auzueiguen, unb miirbc bicser Gruubsatz auch uoch in ben Mittclsdinlcn, b. i. in ben Gymnasien-, Real-uub Bfirgersd)iiieti, in ber Weisc zur Gcltuug kom-men, bah in biefcn Schulen nur bic slovenischc Sprad)C als Unterrichtsfprache cingcffihrt miirbc, banti btiebcn unfcrc flovcnifche Jngcnb unb unscr slvvciiisd)c« Bolk mit ihrer ErmcrbSsahigkcit unb iu ihrcm Fortkommcn aus bie Grenzen von brci tlcinen LSnbern ciugcengt unb im Bcrgleidic zn ihrcn bcutfdjcn LanbSlenten marcu sic benadjthciligt unb zuriickgesctzt; mahrenb ber Slovene, bem bic Gele' gcnhcit geboten miirbc, neben seiner Mnttcrsprachc and) nodi bie bcutfche orbentlidj zu erlerncn, burd) bic Kcnntnih zmcicr Sprachcu ciuen entfdjicbcncn Borthcil Dor fcincm bcntfchen Lanbsmannc vvr-aus hat. ($6 mirb zmar bchouptct, bah bic Slovenen bem grohen slavifchcn Bolkc angchorcn, unb bah sic mit ihrer Sprache nuf cinem meitcn, von 80 Mil-lioncn SlaDcii bemohnten Gebiete fonfurrircit unb bahcr bie beutfchc Sprache cntbehrcn fonncn. Aber abgcschcn bacon, bah bic Slvvencn Steier-marks burd) bic BerfehrSverhSltiiisse mcfjr auf bie Beriiljrung mil ihrcn nbrblidien unb roefttichen Dentfchcn, als mit ihrcn ffiboftlichcn uub Sstlichen slavischen Nadjbam angcmicscn sinb, bcfcliigct sic bic slovenischc Sprache, mic allgcmci.i zi;g^tbcu mirb, nicht zuui Bcrstanbnisse ber pcrscfiicbuini jla= vischen Sprachen. Wenn bahcr ber steiennartisdjc Sank tag mill, dah die slovemsche Sprache ausgebildct nnd wciter entrcidclt wcrbc, wenn cr diesc Sprache bcim Un-terrichtc nicht anSfchlichcn, sondern im Gcgcntheilc will, bah dic slovcnischc Sprache sowohl in dcn BolkS-als and) in ben Mittelschuleu der uutern Stcicr-mark rccht vollstanbig gelchrt tocrbe; wcntt cr fiir diesc Sprache cigenc Kanzeln an der Ober-Real-I,nd technischen Hocdfchnlc in Graz untcrhalt, wenn cv will, bah die in den slovenischen Landestheilen oiiflcftclltcn fiffcntlichcn Beam ten and) dieser Sprad,e vollkommen mdchtig sein nnd mit ben Parteien in ber benfclben vcrstandlichen Sprache verkehren fotic 11; wenn cr aber nicht will, bah der steiermattische Slovene gegen seinen Willen nnd gegcn sein In-tcrcfsc von der Gelegenheit ansgcschlossen sein soll, and) dic dcutschc Spiad>e zn crlernen: so zcigt sich der Landtag wohl viel bcsorgtcr um basgeistige nnd motericllc Wohl der slovenischen Bcwohner des Landes utib er ist eiit praftifchcrcr Frcnnd berselben, als es biejenigcn stub, welchc mit ihren Bcstrebuii-gcn bemirfen wiirben, bah bcr Slovene in ber ihm anfgczwungcnen ?lbgeschlossenheit geiftig nnd wirth-schastlich Dcrtiiminert. (Schlutz folgt.) Reichsraths-Verhandlimgen. 3Btcit, 11. November. Gestern hat im House ber Stbgeorbitcteu dic Be-rathung bed WehrqesetzentwurfeS uuter grohem An-drange des Pnbliknms begonnen. Obwohl burd) Um-ftanbe verfd)iebeiter Art bie Rcihcn der Opposition start gelichtet stub, nahist ber Kamps in der Gcneral-dcbattc schon grohe Dimcnsionm an, nnd wenn roir dcn Eindruck des gestrigen Tagcs in Kitrzc bezeichnen wollcn, so miissen roir sagcn, dah, sclbst wenn das Ministerium fiir den Gesetzentwurs cine Zrocidrittcl-majoritat errcicht, doch in dcn Augen des Bolkcs der Sieg ans Seiten ber Minoritat sein wird. Rechbauer, als Berichterstatter der Minori-tat des Wchrausschusscs, erLsfnete die Schlacht in ebenso energischer, als gkschickter Weise, indent cr die Bedizigungcu entwickclte, nnter welchen allein cin wahres Vvlksheer sich bildcn faim. Er sctzt dic Bor-theile nnd das Wesen des Milizsystemes auseinanber, sah sich aber zn deni tranrigen Gestandnisse gczwun-gen, bah schon die erste Bedingung fur dasselbe in Oesterreich mangle, bie Baterlandsliebe, die ttur bort lebendig wirkt, wo die Liebe znr Freiheit in Fleisch mid Blnt des Volkes ubergegangen. Darum set er rnit seinen Gcsinmmgsgcnosscn von der Nothwendigkeit eines Uebergangssystemes nberzengt. Der steierische Abgeordnete setzte hierans die prinzipielle Disserenz zwischen ber Majoritat nnd der Minoritat in klar-ster Weise dahin anseinander, bah Ictztcre das Wehr-gesetz als einen Ucbergang betrachte nnd deshalb allcs vcrmcidcn will, was ber Regierung die Moglichkcit gibt, eiit immcnscs Bcrnsshcer zn schafscn nnd bcii 'Militarismns in Oesterreich einzusiihren. Dem steiri-schen Bolksmann schloh sich in nicht minder wirfsamer Weise Freiherr v. Weichs an. Er sahte die Frage timu grohen politischen Standpunkte ans, nnd fiihrle, was belt militarischcn Werth der eigentlichen, znm Milizsystcmc sUhreiiben Landwehr in Oesterreich anbe-ttifft, die grohten Militar-Autoritaten, insbesondere belt altcn Radetzly an. Er schente sich nicht, der Ka-binetsfrage ins Angcsicht zn schancn, nnd 6cleud)tcte schars jette Seite berselben, welchc schon vielseitig her-vorgehobcn, dah cs namlich cine Partei gibt, dic nur noch ans die dlnnahme dieses Gesetzes wartet, urn von dem Biirgerministerium zn sagen: „Nnn hat es seine Schuldigkeit gethait, nun taint es geheit." Der radikale Baron gittg aber noch unt einen Schritt wciter, indent cr barauf hinwies, bah es fid) in bieser Frage nid)t unt eiit Bertrauensvvtum fur das zisleithanische, sondern fiir das Reichsministerinm handle, weld) letz-tcrcs and) sehr wcnig parlamentarische Elemente ent-halte, belt Reichskriegsminister uitb ben Sistirungsmi-nister Bede! Gcgcn diese beiben Reden, welchc die gewichtig-fteit Griinde gegen das Gesetz mit aus dem Herzen qnellendcr Warnte bent Hanse vorflihrtcn, itahut fid) Graf Dllrkheim rnit seiner Bertheibignug des Ent-wnrses etwaS artnlich aus. Ihm folgte Fignly, derail der Hand von 5:hat|achen iiber die Militarwirth-fchaft in Oesterreid), wie fie bishcr bcstanbcit unb wic sic das ltcuc Gesetz in noch grohe rem Mahstabe einsuhren will, ben ©tab brach. AlS er anfithrte, dah im KriegSministerinm nitr allein 24 StabSoffiziere nnd 52 Pferde befchastigt seien, da bradjcit Hans nnd ©aleric in Gelachter ans. Er sahtc sein Urtheil iiber bie Regiernngsvorlage in dcn Anssprnch znsammen: Defter-rcich soll keine Kaserne fein. Graf Spiegel crhohete noch belt Eindruck des cbeit geitairntcii Redners der Opposition dnrch die Bollheit seiner Bemerknngen. Ihm folgte Dienstl, der die national-okonomifche Seite der Wehrfrage behaiibclte. Der Polenfiihrer Zicmialkowski, obwohl er fid) die schwereu Aiangel bes Gesetzent-wnrses uidjt verhehlcn kvnntc, fprach fiir denfelbcn, nnd seine furze Rede ficl infoferue schmer ins Gcwid)t, als sie die Amiahme bestatigte, dah die Polen fiir daS Gefctz ftintincn wiirdcn. Dr. Kaiser hob den Umstand, welchen die bisherigen Redner ber Opposition nur lcisc berUhrt hatten, dah namlich der Gesetzentwurs das Re-krntenbewillignngsrecht deS ReichSrathes vernichte, kraf-tig hcrvor. Ncnn Redner hatten gefprochen, mehrere Antrage auf Sd)lnh der Generaldebatte odcr dod) bcr Sitznng loarcit abgelehnt worden, die Wid)tigkeit deS Bera-thiingsgegenstandes fd)icit jede Ermiidnng zn iiberwiu-den. Es muhtc Dr. Rygcr fprcd)cu, tun belt (Šifer bcs Hanses zn diimpseu. Untr cr that cs, breit nnd lang-athutig roic inimer, ohne cine andere Wirknng zn er-zieleu, als dah cudlich gegen Halb 5 Uhr Schluh ber Sitznng angenomnteit wnrdc. Zur Tagesgeschichte. — Nach P e ft gelaitgtc Berichte fprechen, wie dem „R. Frdbl." tclegrafirt wird, von jiingst statt-gehabteit Uiiterhaiibtungcn zwisd)cn Wien unb Flo-renz znm Zwcckc ber Schliehnng einer Devensiv-Allianz fUr den Fall des AuSbrnchs eines europaischen Konflikts, fenter dah der prenhische Gcfandtc Freiherr v. Wcrthcr Bcrhandlungcn einznleiten Habe, welchc auf eiite Zusammcitkunft Sr. Majestat bcs Kaisers vou Oesterreich mit bent Konigc von Prenhcn abzielen. — Am 10. d. M. hat sich ans ber bohmifchcn Wcstbahn eiit ciitfetzlichcr Ungliickssall ereigitet. Der von Pilscn nach Prag abgclasseite Person'enzng, mit welchem eiit Transport Urlauber vom 26. Jnfanterie-Regtnicitt befbrdert wnrdc, blieb zwischen Bahnhos Zbirow nnd Horobitz in Schneewchcn stcckcn unb wurde iu Folge desseu vom iiochfahrcubett Lastznge iibcrrattut. Borliinsig find 29 Todtc unb 61 schwerverwunbete Militanirlanber fonftatirt. Eine grohere Anzahl von Aerzten wurde sosort von Prag ans ait den Unglncks-vrt beordert. Bom Zivile wurde itieinaab beschabigt. — In B r ii it it e r aristokratischen Kreisen er-zahlt man fid), FML. Fiirst Winbischgratz Habe fid) itad) Wien hegebeu, itm dort nameus eines Theiles des standischcn Adels gegen die (Stitsuhrung der allge-nieiueu Wchrpflicht Protest cinznlegen! — Sammtlichc Dclcgirtc der Sin fen des uttgarischeit Unterhanscs habcit ihre Mandate als De-legirte niedergelegt. Lokal- nnd Provinzial-Augelegenheiten. Original-Korrespon-enz. G. Marburg, 9. November. (Aus Marburg s Bereinsleben. — Der Arbeite rbil-dungSverein. — G e n e r al - Be r s a m mlung des Bereins „Merknr." — Der Turn-ve rei 11. — K a sin 0. — Čitalnica.) Meine heiitigeit Berichte find grohtentheils dem Vereinsleben nnserer Stadt eittnviuinen, solite id) Sie vielleicht damit ermnden, so cntsd)nldigen Sie dies, obwohl ich nicht zweifle, dah Ihre geehrten Aboniienten auch Jnteresfe an der Entwicklnng des Fortsd)rittes nnserer Stadt habcu. Der „Arbeiterbildnngsverein" beschloh einen Ber-braiichsverein zn griiubcn unb legte behnss dcssen die Satznngen dcssclben bei ber Bersammlnng am 1. November Dor. Siimmtliche Paragrafe wnrben ohne Debatte angenomnien. Also abermals ein Schritt, bcr gcwih bet alien Arbeitern bie vollstc Anerteituung ftnbeit wird. Der fanfiuaiuufchc Lcrcin „ Merkur" hielt a tit 7. d. M. seine diesjahrige Generalversammlnng ab. 9Zad)beni bie Statuten, welche cincm Komitce znr Revision ubergeben wnrden, in erster Lesnng ohne tail-gere Dcbattcn genehmigt wnrben, verlas der Borstand ben zweiten Jahresbericht des Bereines. Bor allem verdient die ansgezeichnete Kaffagebahrnng hervorgeho-beii zn wcrden, sowic die Leistnngen einzelner Mit-gliebcr. Die Nenwahl des Aiissd)nffes hattc bag be-fvicbigenbftc Rcsnltat. Der „Turnvcrcin" hiclt seine ordcntlid)c Ber-fantmluitg stir das abgclaufcitc Bereinsjahr am 8. b. ab. Am Programme ftanben: Revision bcr (Statuten nub Nenwahl bcs Tnrnrathes. Besonders lcbhaft ge-ftaltete fid) die Debatte, als eS fid) banmt hanbelte, ob ber Turnlehrer stintmfahig unb in ben Turnrath wdhtbar ist ober nicht. Gegen die ©timmfShigfctt unb Wnhlbcirfcit fprnchcn zwei Redner; dafiir fprach bcr Turnlehrer Herr Markl allein, aber feiiter <2ad)c gewih, frcnti als cS zur Abftimntung iiber den betref-fenbeit Paragraf bcr Statuten fain, ftanben die beibcit Redner ber Opposition allein, wahrend der Turnlehrer die entfchiedenste Majoritat dnrch die Mitglieder, bie ihm iu allein sehr anhaiigtich erschieneit, erz'icltc. Znm Borstanbc wnrbe ber bekannte steierische liberate Land-tagsabgcorbuctc Herr Branbstcitter gcioahlt, welcher bie Wahl aitch aitgenommcn hat. Das Kasino hat bcreits sein Prograiuut fiir November uitb Dezember oeroffentlicht. Die Čitalnica erbfsitetc die Wintersaison mit einer „Beseda z plesom" ant 8. d. M. Zur Aussullung des Programms ber „Bcscda" wurde ein Vortrag gchalten iiber ben Satz: „Die Freiheit gcht vor ber Nationalitat." Obwohl ber Bortrag ancrkcnneus-wcrthcs cnthiclt, bebauert man bod), bah iu demsclben Aussalle auf die liberate Partei unb auf bie Nemškutarje vorgekommcn fiub, bie in keinem Einklange mit bent in ber Rede zitirten nnd stark detonten Satze: „Liebe bcittcu Niichsteit wie bich sclbst," steheit. Lokal-Chronik. — (E i f e n b o h n u n f a 11. Hente suhr in ber Station Hrastnigg der Zug Nr. 180 in ben Zug Vir. 152 hinein, in F-olgc beffen mehrere Wagcn, barunter fi'tnf fehr start befchadigt wurben. Glittklicher Weise wnrben Menschen hiebei nicht verletzt. Die Urfachc des Zufaminenftvhc« ist nod) nid)t befannt. — (Beuesize.) Unfer belicbtcr erster Tenor Herr Aiibcr gibt ant Samstag bie „Favoritin" von Donizetti als Bcnesizevorstellniig. Da diese Oper sich iibcrall bcr grbsjten Bclicbtheit erfreut, noch dazu fiir Laibach lieu ist, so glaubeit roir auf ein voiles Halts fchim aus bent Gruitbe zahlcn zu biirfen, abgesehen bavmt, bah fid) Herr Ander bitrch seine vorziiglichen Leistnngen, burd) seinen scclcnvollen Gcsang uitb sein stets sein burd)dad)tes Spiel dic Aiierfcmiung unb ben Dank a tier Thcaterfrcnndc bcreits burd) brei Jahre erworbeu unb fid) als die HauptstUtzc nnserer Oper bewahrt hat. — (Die 11 d d) st e M 0 uat ver s a m ml u n g des Muscat- nub des historischeu Verei-nes) finbet Samstag den 14. SJiouember statt. Auf der Tagesordnuug steheit Vortragc des Mnsealkuftos Des chin a nn iiber die nenesten Alterthnmsfunde in Krain, des Gymiiafialfupplenten Zajec iiber tertidre Berfteinernngen bet Dolina ut Unterfraiit, des Berg-hauptmaitns Tr inker iiber bie nenesten Dnrchfor-schnngcn der Tirolcr Alpen, aitch wird Professor Rylski ans dem Gebiete ber Elektrizitat die inter-essanten Spannungsvcrsnd)c mit bcr Holz'schen Jn-fluenz-Elektrisirmaschine demonstriren. Die Zusammen-knust ist unt 5 Uhr Nachmittags im Lofale des histo-rifd)ett Bereines im Echnlgebande, ebenerdig. — (Die juriftijchc ©efellfdjaft) halt die 64. Berfainmlnug morgen Frcitag ben 13. Nov. 1868, Abends 6 Uhr. Auf ber Tagesordnuug stehen: Ein Antrag des Herrn Gerid)tsadjnnkten Raiinnnd I Kvcewar wegen Lesuug unb Besprechung ber ncitcit . Gesetze nnd Gefetzenlwiirse in den Monatsverfamm- luttgeu; ciit Vortrag bed Herrn Dr. Suppnutschitsch liber die Rechtswirkung der Erkeiintnissc im Besitzsto-rungs-Verfahren, dann mehrere Rcchtssalle, unb zwar: betreffend bie Restitntionen im summarischen Verfahren, mitgetheilt von Herrn Dr. Josef Racit; liber bie Exe'knlion -inf Niiethzinse eineS Hauses, unb znr Lehre von ber Prcinotation, mitgetheilt von Herrn Dr. Abotf Schaffer. — (Die jahrliche AnSfnhr Krains in hier erzeugtcm Sauerkran t) betragt nach bcm Gefchciftsberichte ber „Laibc>cher Zeitung" 8- bis 9000 Zentner. Diefer kliebte Anikei konnte eiixeu bcbeutcttb hohcrn Export erlangen, wenn bie Frachtscitze ber Staats-bahn billiger wiiren. Jetzt zahlt Kraut ben Frachtfatz 1. Klasse, namlich 4 kr. per Meile unb Zoll-Zeutner, Agioznschlag apart, baher gerabe so viel, wie Zncker, Kaffce unb' sonstige thenre Artikel. In gcwbhnlichcn Jahten kostet hier Kraut 2^ ft., man zahlt baher auf Strecken itbev 60 Meileu Entfernung eiiic viel grotzere Fracht als ber Werth beS Gutes betragt. Von hier nach Trieft wirb fast bas ganze Kraut butch Fuhrlcute verlaben; bei etnem gunstigen Frachtfatz mlitzte bie Erzeuguug bieses Artikels eiiteit riesigen Aufschwung nehmen; fie konnte jahrlich bie Zisfer von 50.000 Zentnern erreichen, ans bent einleuchteuben Grnnbe, weil bamit nngarifche Platze verfehen wurbeu. Kraiu besitzt giiustiges Klima unb Boben, billige Ar^ beitskraft, billiges Packgcbinbe unb grohe Uebnng bei ber Manipulation, Bebingnngen, benen nur noch ein eittfprechenbev Frachtfatz fehlt. — (Die Lorbecren des Herrn Svetec.) Uuter biefetn Motto briugt bie „Debcitte" in einer Korrespondenz ai>S Prag folgende Nvtiz: Unferen Notionalen ist ein neues Gestirn am Horizonte anf-grgangen. Herr Svetec ist betjcnige, ber nun neben Palacky unb Samarin, Herman unb Woschnjak, Stros-ntajer unb S molka im czechifchcn Pantheon zu glanzen berufen ist, unb wenn Sie in nachster Zeit Horen nxrbeit, biefe unb jene gesinnuugstiichtige Beseda ober so unb so viele patriotis'che Dorser, bercn Namen Sie sonst vergeblich auf ber Lanbkatte ober in geografifchen Lrhrbiichern fuchen roiirben, ha ben ben genannten Herrn Gemeinbefekretar ans Krain zu ihrem (Shreitburger etnannt, so fchreibett Sie bas nut gteich ben grohen Berbienstcn dieses Abgeorbneten urn bie czechische Nation zu. Wenn bie Beneschauer Junta Herrn Prim ein Nazbar tut Original zufenbet, warum follte ba bie/ Gemeinde . . . bic ober . . . fic Herrn Svetec nichft wenigsteiiS zum Ehrenbiirger ernennen? up. (Theater.) Gestern betrat unfere Landsmannln Frl. Albina Bals als „Deborah" im gleichnamigen Schau-Ipiele die Bretter unjcrer Biitme, und zwar mil nicht ge-riugem Ersolge. Wir anerkennen gcrne, datz das Fraulein >»it einer annehmbaren Btthneuerfdieinuug eiu hlldfches Organ nnd stir cine Ansangerin sehr t>;cl Routine verbindet, boch so ganz kbnnen wir das Urtheil des Publikums nicht unterschreibeii. Jnsbcsondere mitssen wir daS Fraulein lior bcm z n viel roarneit nnd fiiimcti Frl. BalS ton Ueber-treibuugen nicht x>a»z freisprcchcu. Dahin gehlirt bud) gewitz das miuntcrbrochene E!nhersitireiten ausdem bochstenKothnrne, bic unnlltzc Heftigkeit, das Herausstotzeu ber Wvrtc ic. Anch das Oeberdeuspiel war zn iiberlabcu. 9iur die grotzen Be-wegungen des Herzens miiff n fid) knnd thun, dod, darf Nicht jeber PnlSsdilag ter Empfindung turd) Zeidicu fid) tcitutlid) machen wolleu. Auch Idas besckudige Hiuweisen a,if ben Sitz der Gesiihlc wollte uns nicht bchageu unb briugt, ba das FrLnleiu da bei konsequeut auf die rechte auftatt auf bic linfe ©cite ivies, wo bod) bekanullich das Hcrz licgt, eiuc feiuifche Wirkung her vor. Ihre Aussprache latzt wenig lu wUnfdicn ltbrig. Bon den itbrigcn fiat jeder baS.sciuifle gcthan. Das ist das bcqucmste »ud hvflid)ste alter Urtheile, wvbei Leser, Sri titer nud Sdpuspieler vergniigt nnd gefnud blciben. ________________________ Ans bcm Gerichtssaale. Laibach, 12. November. (Die Affaire bei Jeschza.) [Fortfetzmig.] Nach ^ortrag der Anklage dere« mefentlichcit Jnhalt wir gestern brachten, wurde zur Bernehmnug der Befchul-^igteit gefchritten. Barthelma S ajiz, Fleischer iu Laibach, willfich an die Bvrfalle vom 17. 9Jiai d. I. nicht eminent konnett, er gifct zwar zn, damals in Maunsburg ge-wesen zu fcin, schiitzt aber eitte so starke Trnnkenheit °or, dah er gar nicht wisse, wamt unb wie er nach Hause gefonitneit sei. Franz Posit if, 18 Jahre alt, berzeit Studi-render der Technik in Graz, verlangt vor allem ans die in dentscher Sprache an ihtt gerichtete Frage bes Herrn Borsitzenben, iu flovenifcher Sprache befragt zu merbctt, indent er fich auf § 10 der Grtmdrechte be-zieht. Er gibt dann an, datz er nicht 14 Tage vor dent 17. Mai d. J., fonbern bereits atu 16. Februar d. I. daS letzte mat im Alefch'fchen Wirthshaufe zu Jefchza geroefett fei. Am 17. Mai fei er init Joh. Resmann unb einigen ©tubenteu wieder dahiu gegan-geu unb beitaufig urn 8 Uhr Abends dafelbst ange-kommen. Nach einiger Zeit hatteit fich in der Wirths-stube auch mehrere Baueruburfchen eingefunben, und biefe, so wie die Studenten habeu banu abmechfelub flottc Lieder gesungen. Er Habe deu Baueruburscheu zugetrunkeu und gesagt: „Wir find atle von einer Mutter geboren, wir find alle gteich, feien wir mm Studenten vder Bauern." Man Habe nun gehort, datz fich die Banernburfchen besprachen, die Turner anzugreifen, nnd bit Habe ihnen Johann Resniann zugerebet, ruhig zu seiit uitb fchlafctt zu geheit. Wein hatteit fie belt Banetnbutfchen nicht zum ttiitfeit ge« gebeit und fie ehet betuhigt, als aufgeteizt. Um 9 Uhr Abends beitaufig fei et dann ntit seiner Gesell-fchaft zurUckgekehrt unb auf dent Ruckwege fei auch auf fie ein Holzpriigel geworfen worden. Johann Resmann, Schuler der 8. Gymnasial-klaffe, fagt, es fei den Studenten nach den Schulge-fetzeit uexboteit, bie Wirthshaufer in ber Stabt zn be-fuchen, unb baher hatteit fic ant 17. Mai befchtoffeit, ut das Alefch'fche WirthshauS zu Jefchza zu geheit, weil Tags zuvor fein Gebnrtstag war. Dort ange-kvmuieu, feien fie eiuc Zeit hinburch alleut tit der Wirlhsstube gewefen, habeu getrunten unb gesungen unb spater feien dann auch bie Bauernbnrfchen hineiit gekommen, haben fich an eincnt Nebentifch nieberge-lafseit unb fich bort besprochen, bie Turner unb Nemškutarje aitzufatlen unb ba Habe er ihnen banit gesagt, sie sullen ruhig jchtafen gehen unb auch bie anberen Lente fchlafen gehen lafjen, mil Gewaltthaten wlirben fie itientanbem helfeu, fonbern nur fich unb bent Lattbe fchaben. Gleich barauf sei et mit ben librigen Stubenten nach Laibach jurlitlgefahren. Beim „Ruf-sifchen Kaiser" wurde ihr Sagen von vier Herren ausgehaUeit, die ihnen juriefen: „Um Gotteswillen, Turner! nicht wettersic hatteit bemerft, datz fie Tfcine Turner feien, nnd fuhreit weiter unb cs wurde baitn nach eiu paar hunbert Schritten auf fie gteich-falls ein Holzpriigel geworfen. Johann Resmann behauptet auch, batz bie Stubenten ben Butfchcn feinett Weiu gaben, er erflatt bie ihm borgehaltenen Aus-fageu ber Mitfchulbigen stir unrichtig unb mcint, man tonne bie Reden, bie man ihm in ben Munb lege, fchon beshalb nicht gtauben, weil fie zu durum gewefen waten, als batz man fie cinent ucrttiinftigeit Menfchcn zntrauen follte. Johann Stalz von Gamling will am ftagli-cheit Abenbe nut zusallig in bas Alefch’fche WirthshauS gefontinen seiit, bort hcitteu bie Bauernbnrschen fich teije besprochen, ohne batz er ihr Gefprach verstan-beit Habe, die Studenten haben ihnen zugetrnnfen, bie Neben bcrfetbeu hotte er jeboch nicht uitb nur Johann Resmanu Habe, ehevor er bas Wirthshaus verlietz, bcit Bnrfchen gesagt, sie sollen ruhig fchlafen gehen. Die Bnrfchen hatteit balb barauf zusammen bas WirthshauS vetlasfeu, uitb auf bie oorbeifahrenbeit Wagen feien Steine geworfen worbeu, er wiffe jeboch nicht, von went unb Habe fich fclbft nicht betheiliget. MathiaS Kites von Jefchza will ebeitfomeiiig vort einer Berabrebuug gegen bie Turner etwaS wiffen unb stellt auch jebe Betheitiguug in Abrebe. Beziiglich ber Stubenten gibt er an, batz biefe ben Burfcheit zu tranfen, unb von Johann Resmann will et nur bic Aeutzerung gehort habeu: „Bntfcheu, feit tustig, Gott weis ja flit alles." Seine itbtigcn in ber Boruutcr-fuchuitg abgetegten Atisfagen wiberruft er, ohne eiiten Grund bafiir auzugcbcn. Ebcnfo laiignet Johann Kos vouJefchza fowohl bie Bernbrebung'ats seine Betheilignng; er fei so be-trunfen gewefen, batz er fich Habe anlehncn niitffcit, uittei'beffen feien bie Augrisfe auf bic Wagen crfolgt, unb er sei plotzlich, ohne zu wissen warum, ergrisfcu uitb festgehalteu ivorden; auch dieser Angeklagte wider-rust die in der Untersuchuug abgegebeue Aussage. Johann Knkel von Jefchza fagt, er fei um 9 Uhr Abends Tabak kaufcit/ gegaitgett, uitb als er am Alefch'fchen Wirthshaufe voriibcrging, war Johann Sajoviz iu fetbes hineiit gerufen worden. Dafelbst hatteit bie Studenten unb bie Blirschcu abivcch-selitb gefuitgeit, er wiffe aber nichts von eiiter SSer«-abrcbuug gcgcu bic Turner, Habe fich auch ait nichts betheiliget unb in ber Uutersuchung nut beshalb ver- , schiedcnes dariiber auSgcsagt, weil ihm ber Untersu-chuugsrichtcr gesagt Habe, er werbe nicht sriiher auf freieit Futz gefetzt, ehevor er nicht auch bas einge stehe, was bic anberen angabeit. Georg Presetnik von Jeschza, etlvas taub, beniifu dies Kbrpergebrcchcu, um es wahrscheutlich zu ntacheit, datz er tin Alcsch'schcn Wirthshaufe, wo er auch zngegeii war, wedcr die Perabrednng der Bur-schen, noch die Sicbcit ber Stubenten gehort habc, unb will a us bet Rcbc bes Johann Resmann itut so viel vetstanbeu haben, batz sie ben Tutnern nicht viel an-thun sollen, sonbent nur ein wenig, um ihnen einen Schimps zuznfligen. Er gibt auch ait, batz bie Stubenten ben Burschcn Wein etnfchanften, ittib batz er nnter Tags von Perfchin gehort Habe, batz ein Herr iu Laibach viel Wein zahicn wollc, wenn bie Bur-fcheit bie Turner abpriigeln loiirbctt. Slntoit Braj er von Jefchza fagt, batz er von ber Rebe des Johann Resmmtu nur fo viel verstan-beu habe, batz fie fich veteinigcn sollen, bamit bas beutfche Regiment aufhbte, bcntt bie Dcutschen wer ben tins uutcrbriicken. Bon einer befonbereit Berabre-buttg wiffe er nichts, auch habe cr fich nicht an ben fpatctcn Borfallen betheiligt. Johann Ftischkonz von Jefchza bcstatiget, batz bie Burschcn fich fchon Vormittags nach bcm Gottcsbienstc liber bie Turncrfahrl besprochen haben unb ebeitfo Nachmittags wieder, nach ber Litanei, wobci Johann Brajer meinte, batz man beit Turnem bie Fahnc nehmen follte. Abends habe Johann Resmann ben Bnrfchen zugetrunfen unb baitit cine Rebe gehalten, toorin er ber Mutterfprachc erwiihnte, batz bie Nemškutarji sic verachten, unb batz man fie zum Schimpf ficher ein wenig vertreiben follte, aber viel blirfe man ihnen nicht thun. Er felbst habe fich an ben Angrifsen gegen bie Turner nicht betheiligt. Jatob Juvan von Jefchza will eben fo wenig cine Betheiligung zugeftehen, er gibt zwar zn, batz fchon Nachmittags nnter ben Burschcn vou fulchen Angrifsen die Rebe war, batuals habe aber ein Weg-meifter ihnen baoon abgcrathen uitb gesagt, oatz in Mannsburg folche Vogel (tiči) seien, bie ntit brei Zentnern leicht spiclcn. Abends hatteit bie Stubenten im Alefch’fchen Wirthshaufe Rebeu gehalteu, both habe er nicht barauf geachtet unb nut so viel gehort, batz man etwas zum Spott thun solite. Spater sei auf bie ooritbersahrenben Wagen ein Stein geworfen wotben, both wiffe er nicht, von went. Valentin Sajoviz von Jeschza behauptet, jencn ganzen Tag hinburch betrmtkeit gewesen zu fcin. yiachmittags fei er in Laibach gewefen unb habe bei ber Riickkunft bie Stubenten fchon im Wirthshaufe bes Voters gefunbett. Johann Resittattn habe cine 9tebe gehalteu unb gesagt, batz bie slovenische Sprache sehr schon sei, batz abet jeite, bie ttach Maunsburg gin-gett, sic verachten; die Burschcn sollen den Tutnern also etwas zum ©chimps anthuit, aber nicht zu viel, bcnu bie Turner wiirben ja gent davvnlauseu, und sic sollen ihnen fagett, batz fie bie Nemsfutarje nicht bitlben, sie ntogeit nach Haufe gehen, wo fie wollen, nur nicht butch bas Dotf. Schon Vormittags habc er bett Perfchin von eiitetn Herat ans Laibach erzahlen gehort, ber viel Wein zahleu wiirbe, lveitit bie Turner gepriigclt iverben. Vom Stubenten Posnit habe cr feiue Rcbe gehort unb et fclbft habe fich an bcu Slngriffeit auch nicht betheiliget. Johann R e b o t von Jefchza fagt, er habe in ber Frith im Alefch'fchen Wirthshaufe gefrithstiickt unb ba habe ihm ein Turner gesagt: Burschcn, wenn ihr Konrage habt, so kommt Abcnbs. Am Abenbe sei er wiebcr bort gewesen, bic Stubenten unb bie Burschcn hatteit fich zugetrunkeu, ein Student habe eitte Pre digt gehalten, von ber er nur so viel verstand, dah man die Deutschen sichcr ciit wenig verjagen tonne, er Habe daranf sich gecinhert, datz biets fchiver fein rocrbc, da ihrer zu vicle feien, und zum Schlusse habc jemand gesagt, fie jotiten die St!eutc in Ruhe lassen. Uebriqcns stellt anch Johann Rebol jcde Bctheilignng in Abrede. Die iibrigen Beschuldigten find der bei Mala-vas und Stoschze erfolgten Angriffe verdcichtig, und von ihucn fagt Johann K o m a n von Malavas, er habc, aid er spat Abends seinem Madchen ciitcit Besuch machen wollte, mchvcrc Burschen anf der Strahe wartend ge-fnnden und diese hatten ihn aufgcsordert, bei ihnen zu bleiben, weil die Laibacher kommen, die sic vertrei-ben und wo inoglich and) priigeln wollen. So Habe er bei dicsen Burschen bleiben miissen, die alle mit Holz-prugcln bewassnct waren, und als die Wagen anka-men, Uefeit fie dieseu itach und warfen ihre Holzprii-gel daranf. Er selbst will sich nicht bethcUigt haben und erflart, das; die gegentheiligen Anssagen ber iibrigen Burscheu nur von bereit Feiubschast herriihrot, roeit er ber erfte bie Wahrheit cjefcigt Habe. Er beharch-tet, baf; sich die Burschcn im Arreste daruber verab-redclcn, irnd wncht al6 Zengen den mitinhaftirtcn Franz Kovatsch namhast, der auch auS dcm Jnquisitivnshanse vorgesiihrt wurbe, aber von cuter solchen Verabrednng nichts anzugcben weih. Johann Merhar von Stoschze gibt zn, Abends im Wirthshause des Urbantschek mit andern Burschen gezecht zu haben, doch will er vollstandig betrnnken gewesen sein und von alien Borsallen nichts wissen, auch er widerrust die in der Bornntersnchuug abgciegtc Anssagc. Johann Zunder von Malavas gcfteht nur die Anwesenheit beim Urbantschek zit; als die Burschen das Wirthshaus verliehen, sci Koman zu ihncu getom-men und Habe sie ansgefordert, aus bic Turner loszu-gcheit; er Habe bagcgen bemerft, baf? bies nicht recht fein werbe, auch. sich nicht an ber 'Sache betheiligct. Joses Z under von Stoschze gibt bie Anwescn-hcit am Thatorte zu, sowie baf? er eitteit kleinen 'Holzpriigel in ber Hand gchabi habc; es seieu dann zwei Ossi-ziere heraitgeriiten, nub dicsc hatten sic cut wenig vcr-tricben nnd spater sci auch eiit klciner Wagen ausge-halten und die darin Sitzenden besragt roorbett, ob sic Deutsche oder Sloveueu seieu; er selbst aber Habe sich an nichts bethcUigt. Franz Abe von Stoschze war zwar beim llr-bantschek anwesend, will aber webcr von einer Berab-rcdung etwas wissen, noch seine Bctheilignng zugcben, er widerruft auch alle seine Anssagen aus der Lor-imtersuchung, die er mtr dcshalb abgegebm haben will, tun aus der Hast zn kommcn. Johann Auschitsch von Stoschze fagt, cS sci davon die Rede gewcsen, baf; die Slovencu 10 fl. zahlen molten, wcim die Turner gcpriigelt roiivben, doch wifse er von einer biessalligcn Berabrebimg ber Burschen nichts. Johann Koman sei zn thnen getom« men und habc sic ausgcsordert, Pslockc in die Wageu-radcr zn steckcn, wie er dies schon friiher gcthan habc. Er habc gcsehcu, datz Steiue aus die Wagen gewor-sen imtrbeit, wissc aber nicht, von mem, er selbst habc emeu einzigen Stein geworfen. Jakob Lenartschitsch von Malavas fagt gleich-falls, datz Johann Koman zn ben Burschen gekommen sci unb ihnen zitgerebet Habe, es so zu machen, wie er es schon friiher mit Barthelma Lenartschitsch gemcicht habc; er selbst Habe aber nichts gcthan unb feinen Holzpslock noch in der Hand gchabt, als er creilt unb arretirt wurde. Franz P e r s ch i n von Stoschze legt in Betreff bes Johann Koman biefelbc Ausfagc ab; cr pcrsonlich mill sich gar nicht bctheiUgt haben, nur den kleinen Wagen habc er ausgchalten und an die darin Sitzcn-ben in bcntfchcr Sprache die Frage gcvichlet: „Meine Herrcn, siub Sic 'Deutsche ober SlovencuFriiher habc cr vebeit gchort, baf; sie Wcin bekommen wiirben, weun fie bic Deutschen abpriigcln. Hicraus wurden bic Zeugeu in Betreff ber bem Barthelma Sajiz angcfchulbctcn Handlung eintiernom Serleger unb fiir die Redaktion ueratittucrlttd;: £ 11 viv.v.x Bamberg. men unb biefe, Michael Jnrkovitsch, I oh. Skosiz, Franz Frischkonz unb Anbrcrs Urauitfch von Mannsbnrg sageit itbereinftimmenb aus, baf; ihrer 10 Burschen im ucuen Wirthshause zu Atannsburg tranfcn unb ba sei Barthelma Sajiz zu ihnen gekommen, Habe ihnen 1 fl. fiir 2 Mas; Wein gegeben nub fie aufgeforbert, bie Turner zu priigeln, moftir cr ihnen 2 (Sinter Wein ober 30 fl. vcrsprach, auch fragtc cr fie, ob fie ihui nicht zutraucn, baf; cr bas Geld habc, nub zog feme Bricftafche hevcuts, nut es ihnen zu zeigen, unb als sic in ben Borfchlag nicht cingehen wollten, fagtc cr: Jhr fcib fiir nichts, ich merde ntich nut an-bere itmfehcn. Anbreas Urauitfch gibt meiters an, bas;, als bic Turner ben von Laibach mtfonimcnbcn Wagen entgegengingen, Barthelma Sajiz ihn tviebcr anfgesor-bert Habe, eitteit Turner anzitgreifcit unb ihtn ben Hut hcrunter zn reifcett. (Forlsetzung folgt.1 Lottoziehung. Triest, I I. November: 26, 58, 86, 84, 59. Witterung. Laibach, 12. November. Gestern Abends plotzlichc BewMung, sckwachcr Regeu. Nachts geschlossene Wollettdecke, Bormittag tvechselnde Be wSlkung, fatter yiordi'ftmind, tiiiifsig. War me MorgettS + -2.3", Mittags + 7.0" (1867 +0.0'’; 180(3 \- 7.6"). Barometer: 326.40"' int ©teigett. DaS geftvige TageS-mittet der Warme: + 3.5°, uni 0.2" unter dent 'Jiormate. Angekommenc Fremde. Ain 11. November. Hotel Sttwlt Wien. Ewcriau, Bcamter, Jdria. — Eermak, jtaufm., JU. Feistriz. — Tran, itaufiit., Wien. (Suttinauu, Kausm., Wien. HAtvl l.lrftuit Sattdner, Telegrafist, Cilli. Janovih, Agent, Tries!. — Furlani, Gnlsbes., Wippach. Sommer, Kauijcha. — Plank, Kaustu., Graz. jjuu'd) ■ hart, Komptoirist, Wien. - - Wuliit, Sad’. — Stern, Laufm., Agram. — Dolenz, Hutfabrikant, Triest. Wqschnitius, Chef der merkant. Agentur, Kufsteiu. Berstorbcne. Deu 11. Nove m b e r. Maria Novak, Magd, alt 42 Jahre, im Zivilspital an der Vungentuderiiilose. Hcrr Karl Hradeczkn, jubil. Kanzleivorsteher der krainischen Spar-kasse, starb im tiO. Leben^jahr.c in der Stadt 9iv. 305 an Alterssckwache. Marlrtlirricht. Rudolfswrt'th, 9. November. Die Sui'dijchuitts Preise anf bettt heutigen Markt stellten sich, wie folgl: Weizen pr. Metzen Korn „ Gerste „ Hafer „ Hcilbfrndsi „ Heiden „ Hirfe „ Kukurutz „ Erdapfet Linsen „ Erbsen „ Fifoten Rindsschmalzpr.Pfd. Sdiweittesdimalz „ Speck, frisch, „ Speck, gevauchert, „ fl. tr. fl. tr. b — Butter pr. Psund . — 50 3 90 Eier pr. Sliick — M 2 70 Milch pr. Mah — 10 1 50 Rindfteisch pr. Psd. — 22 4 40 italbf(eisd) „ — 26 2 56 Schiveitiefleisd) „ — 22 2 56 Schopsenfleisd) „ — 16 2 60 Hahndel pr Sliick . — 20 1 50 Tauben „ — 18 3 84 Hen pr. Centner . 1 20 3 84 Stroh „ 1 — 4 80 Holz, hartes, Pr. Alst. 6 — — 45 — meidjes, „ — — — 45 Wein, rother, pr. — 30 Eimer .... — — — tveifjer . . . 4 - Theater. Heutc: Sal? 6vr Ehe. Dramatischer Sd'erz in I Alt von C. A. Garner. Personen: Heinrich Wolken, Hr. Bergmaitit. — Elise, seine Frau, Frl. v. Stefanu. — Onkel Sdiwatzer, Hr. Stefan. Hierauf: Mr nrrvosc Fraurn. Genrebild in 1 Akt von Poly Henrion. Personen: Franz, Hr. Franzelins. - Emma, Frl. von Stefatih. — Nclke, Gymnasiast, Hr. Parth. Zum Schluh: 4?lnttr tiurfrijc. Operette in I Aufzug von Snppo. Personen: Geier, Hr. Mahr. — Brand, Frl. Pichon. — Frinke, Frl. Jessika. — Anion, Frl. Weih. — Lieschen, Frl. Jellinek. — Fleck, Hr. Muller Der Wirth, Hr. Moser. M aekt-Anzeige. Ein Kurschner aus Graz liesitdit zum erfteit male den hiesigeu Markt mid halt ein gropes Lager fcrtiger Pklzwaarm zu bett billigsten Preisen zutu Verlause bereit. Die 2Vevfaitf6l)fittc befindet fid) am Marktplatz Dent bocbverebrten Publikum empsichlt ftd) zum getteiglett Znsprndie ergebenst ^ # (121 -1) Iohaini Teltschiq, biirgerl. Kiirschnermeister, Murgafse Nr. 336 in Graz. Zahlikyilichc Anzeige. Gefertigter roirb, ba cr semen hicrortigen Anscuthalt vcrlangern mutztc, seine znhnarzt-(tdu’it ttttb znhntkclinisclieii L)rdi»ntio-ueii noch bis Donnerstag bcn 12. b. M. hatten. Laibach, Hotel Elefant, Zimmer Nr. 20, im erfteit Stock. Med.- & Chir.-Dr. Tanzer, ilpjt’nt iivr ZnynhkUkunde nn tier It. k. (106-4) ©1‘njtT Univrrsitllt. Wiener Biirfe bom 11. November. 819. L21.70 '645.— 1G1).— 202.— 67.50' '217.— I ! 1937 ! 184.20 168.— 209.75 146.75! 161.—I 159.50 148.50 820.- SZ21.90 1647.- 1169.50 204.— 08.— 221.— 1940 184.30 ) 68.50 210.— 147.25 161.50 159.75 148.-5 Gedenktafel iiber bie am 14. 9Z event ber 1868 ftctttfinbenbcu Lizitationen. 1. Feilb., Pttd)ef’sdie Real., Tanzberg, 310 fl., BG. Tfchernembt. — t. Feilb., Btut'scke Real., Zerottz, 1170 fl., BG. Miittlittg. — 1. Feilb., Kvstelc'sche Real., Drvsic, 5214 fl., BG. Mottling. 2. Feilb., Real. Urb.-Nr 953 aversd)leibe im Umsange 1. des Marktes Spital, 2. der SDtiSgcmciitfce Sad)senbttrg des ©teuer« und poltlischen Be-zirkeL Spital stir 1869 eueutuelt mtdi 1870 und 1871. Bis 11 Nhr Bonn, schi’iftliche Dfferte. Ansrufspreis 1746 fl. und ■ ' in fl. 10 Perz. Badiutn. Bei der Finanzdirekt. Klagenfurt. ' V>gi,„gi'n r Dienslposten eitteS Schatzmannes ■' Pu.tu|»-Nordb. . Stidbahn-Gefellsch. . Kais. Elisabeth-Bahn. Carl-Lndwist-Bahn Siebenb. Eisenbahn. Kais. Franz-Iosessb. . Fiinft.-Barcser E.-B. Alsold-Fium. Bahn . Pfandbriofe. Nation. o.W. verloSb. Una. Bod.-Creditanst. Allg.ost.Bod.-Credit, dto. rn 33 I. riickz. . GAelb i Ware ■>5.40 5.50 59.901 59.95 I 63.70 03.80 i 58.301 58.40 | 81.50 82. 87.80 88. 95.751 96.25 '102.20 102.40 ! I 87.50 88. 84. 76.40 I 77. I 71.25 90.- 76.80 77.50 71.7." 92.50 92.70 91.- 91.25 102.25 102.75 84.901 85.10 Ccft. Hypoth. Bank .j Priorltats-Obllgr. | Sildb.-Ges. 511500 Fr. dto. DonS 6 pTr. Ncrdb. (100 ft. CM.) Eieb.-B.r200fl.o.W.) NudolfSb.(300fl.L.W.) Franz-Ios. (200 fl.S.) Lose. Credit 100 fl. 6. W. . Don.-Dampfsch.-Gef. zu 100 fl. CM. . . Triefter 100 fl. CM. . dto. 50 fl. o.W. . Cfetter . 40 fl. o.W. Ehterhazy ft. 40 CM. Saltn . „ 40 „ Palffy . „ 40 „ Clary . „ 40 „ St. Genois„ 40 „ Windischgratz 20 „ Waldstein . 20 „ Keglevich . 10 „ Nudolssstist. 10 o.W. Geld Ware 96.— 96.50 100.75 101.— 222.50 223.— 89.50 90.50 81.25 81.50 81.75 88.— 86.25 86.50 141.75 142.25 I 92.50 93.— 118.— 120.— 53.— I 55.-32.25 32.76 ItiO.— 170.— 41.—I 42.— Weohael (3 Mon.) Angsb.ioosl. fitdd.W. Franks. 100 fl. ,, „ London 10 Pf. Sterl. Paris 100 FrancS . Mtinzen. Kaif. Miinz-Ducaten. 20-FrancSftitck. . . BereinSthaler . . . Silber............... 32.— 35.50 32.75 22.50 21.50 14.50 13.50 97.90 98.10 117.10 1.55 5.53 9.36 s 1.72s 115.25 32.50 36.50 33.— 23.— 22.50 15.50 14.25 98.20 98.30 117.30 46.60 5.54 9.37 1.72 115.75 Telegraphischer Wechsclconrs vom 12 November. 5perc. Metalliqnes 58.20. — 5pere. Metalliqnes mit Mai- nnd Siovember>Zinsen59 25. — 5perc. National-Anlehen 6:!.20.— 1860er Staatsanlehen 88.25. — Bankaktien 827. — Kreditaktien 224.10. — London 116.80. — Silber 115.—• St. k. Dntaten 5.515/,„