Echnstleitllng ausgaff« Str. S bnuuTT4rt t«ai) «,«« fall ■ta C«bs- » 9dn> Ml 11—1* ll», »--» I mPP Bi<&« trtü«an;-. Mt 0n«kltug :«;rB ■MM Ht»l «co rntgt;ta. Bftraw ww* iirtiif. t4t" irtda ■3k *oulwHU( ■ngrnf Rtn»'«inM N4.WW. Gilli, Donnerstag, 24. Juli 1902. Mr. 59 Aie steirifche Landtags Waßtreform wieder verhindert. Wie zu erwarten stand, haben die steirifchen lUerikalen auch Heuer die Wahlresorm, die ihnen ji auch nennenswerte Vorteile gebracht, dabei aber doch freiheitlichen Prinzipien Rechnung getragen hätie, verhindert. Daß sie dabei auch dem Diktat« der Kindischen folgten, kann bei den schwarzen LolkSoerrätern nicht Wunder nehmen. * * • Der VersassungS-AuSschuß deS steiermärkifchen LavSlageS hat die beiden Gesetzentwürfe bezüglich W Aenderung der LandeSordnung und Landtag«-Wahlordnung vorgelegt, welche Gesetzentwürfe «in-gehend motiviert sind. Dem Motivenberichte deS Lutschusse« ist Nachstehenve« zu entnehmen: Von fco, ernsten Bestreben geleitet, vor Ablauf der ßegenwärtigen Landtag!Periode eine Wahlresorm, asgebaut auf der organischen Ausbildung der be-ßehenden Interessenvertretung durch Heranziehung »euer breiterer BevölkerungSkreise zur Wahl durch« psuqren, hat der Landtag mit Beschluß vom 26. Juli 1901 den Bericht deS VersassungS-AuS« schusie« äo 1900/1901. welcher wegen Mangel der qualifizierten Beschlußfähigkeit nicht in Beratung gezogen werden konnte, mit dem überwiesen, in der lösten Session die gestellten Anträge in wesentlich «veränderter, den Grundsätzen einer Interessen« verintung entsprechender Form neuerlich in Vor« läge zu bringen, damit ein Aufschub dieser Ange« Ugenbeit über die gegenwärtige LandtagSperiode hmauS vermieden werde, und hat den LandeSaut-ftufi weiter» beauftragt, in Erwägung zu ziehen, iwieweit behusS stärkerer Betonung der auf die Geweiterung des Wahlrechtes in den breiteren kchichten der Bevölkerung abzielenden Absichten «cht eine Vermehrung der der neuen (IV.) allge» »einen Wählerklafse zugewiesenen LandtagSmandaie, (SRagttstf wrkotra.) Hiauschgold. Erzählung von Karl C a f s a u. ES ist ein hervorstechender Zug unserer Zeit, dai die Leute vom Hammer und Amboß oft in »slevtatiöfer Weise «läge führen über daS große ^ziale Elend, in welches sie daS Großkapital ge« drängt, indem man sie zu weißen Sklaven prä-destiniert habe, die an da» Elend gekettet seien. Utelsach wird dabei aber vergessen, daß wir alle >« unser täglich Brot arbeiten und ringen müssen, der eine mit der Faust, der andere mit dem Kopte, nt> daß man in dieier Welt nach einer unzerstör« tarn, Ordnung der Dinge entweder Hammer oder Amboß fein muß, «obald man in ihr mit in die Aktion eintritt. Wer aber Ohren hat zu hören, »er Augen hat zu sehen, wer ein Herz zu fühlen Att, der kann sich jedoch auch dem nicht verschließen, «ß den arbeitenden Klassen hinsichtlich der Aus» bmlung seitens der Kapitalisten sehr oft blutiges Unrecht gefch eh». In solch- bewegende Verhältnisse fährt unS die nachfolgende wahre Erzählung, in mlcher wir den mitwirkenden Personen auS Rück» sicht auf die Oeffentlichkeit nur andere Namen bei-stiegt haben. ES war im Jahre 187. am SonntagSmorgen bt< outten Advents, auf den am Montag, den \u. Dezember, der sogenannte Heilige Abend folgte. An der großen Promenade einer unserer ersten Fabrikstädle stand die reichauSgeführie stilvolle Villa Herrn Komme>zi«enrat« Justu« Labreich, in der «t um diese Zeit sehr stille hergieng, denn die lienerschasl schritt wus den m,t dicken Teppichen teleglen Korridoren mur aus den Fußspitzen dahin, k der Herr Kommeirzienrat ti nicht liebte, wenn eventuell in welchem Umfange und in welcher Auf« teilung durchgeführt werden könnte. Diesem Auftrage ist der LandcSauSschuß nach« gekommen, und eS oblag nun dem VerfassungS« Ausschüsse, zu diesem Antrage Stellung zu nehmen. Hiebei wurde vor allem daraus hingewiesen, daß durch vorerwähnten Beschluß deS Landtages dem Verwaltungs-Ausschusse eine gewisse Grenze sür die Prüfung und Beurteilung der vom LandeSauSschusse vorgelegten Entwürfe gezogen war. Keiner Er-örterung bedürfen hienach die vom LandeSauSschusse auch in die neue Vorlage hinübergenommenen, durch frühere Landtagsbeschlüsse festgelegten grundsätz-lichen Bestimmungen, inSbesonderS hinsichtlich der Einführung der direkten und geheimm Wahl in allen Wählerklasse,', LoSIösung de» Wahlrechtes für den Landtag von jenem für die Gemeinde, Er-höhung der Zahl der Mandate für die Landes-Hauptstadt Graz, Festsetzung einer weiteren Viril-stimme sür den Rektor der Technischen Hochschule in Graz. Zuerst wird darauf hingewiesen, daß sich der VersassungS-AuSschuß in voller Uebereinstim-mung mit der Vorlagt deS LandeS-AuSschusseS be-findet: I. Bezüglich des Mitwahlrechle« in der allgemeinen Wählerklosse für die nach § 3 der Landesordnung in den Wählerklassen I, II und III Wahlberechtigten und 2. bezüglich der damit im Zusammenhange stehenden Beibehaltung deS gegen« wärtigen bestehenden MinimalzensuS von 10 K an direkten landeSsüistlichen Steuern für die Wähler der II. und III. Kurie. Der Landtag hat seit jeher als Hauptaufgabe einer Wahlreform die Ausdehnung de« Wahlrechtes auf die breiteren Schichten der Bevölkerung, namentlich also aus die kleinen Steuer« träger und arbeitenden Klassen erkannt und von diesem Gesichtspunkte aus auch mit seinem Be-schlusse vom 5. Mai 1900 den LandeS-AuSschuß beauftragt, den vom VerfassungS-Auischusse auS-geführten Grundsatz, den bestehenden Wählerklassen eine neue (vierte) allgemeine Wählerklafse anzu-reihen, in welcher alle mit Arbeitsbuch versehenen die Sonntagsruhe durch lautes Geräusch entweiht wurde. Herr Justu« Labreich war nämlich Mit« glied vieler christlicher Vereine und ein gar frommer Mann, dessen Kirchlichkeit eine der ganzen Stadt bekannt; Tatsache war. Jetzt, eben nach acht Uhr, saß der gute Herr in seinem komfortabel auSge« statteten Zimmer an dem Schreibtische, gehüllt in einen eleganten Schlafrock, sonst wohl gekleidet, frisch rasiert und frisiert. Die Füße steckten in seidengestickten Schlafpantoffeln, die Finger, mit kostbaren Tiamantringen geziert, führten dann und wann eine feine Havanna« Regalia an die Lippen, während die mit einer goldenen Brille bewehrten Augen da« Morgenblatt durchflozen. „Aha. hier steht'«!" murmelte der Herr Kvmmerzienrat. „Drei« hundert Kronen sür die Armen zur Weihnacht«-bescheerung von Herrn Kvmmerzienrat Labreich er« halten zu haben, bescheinigt der Kirchenvorstand." „Ha, wie werden sich die Aristokraten ärgern, daß ich, der Fabrikant, sie alle überstrahle! Bin ich auch nicht adelig, so habe ich meinen Orden, und der ist mehr wert al« das lumpige Wörtchea „von" vor dem Namen!" Er klingelte, und der Diener erschien. »Warum habe ich meine Chokolade noch nicht?" suhr ihn der Handelsherr an. »Ist's gefällig?" „Ich dachte, Herr Komm.rzienrat, ich —" .Denken Sie nichts, und eilen Siel-Jean verschwand, kam aber sogleich mit einer silbernen Tasse auf einer gleichen Tablette zurück und setzte beide» auf das Tischchen neben dem Fauteuil. Dann meldete er respektvoll: „ES ist jemand draußen und wünscht den Kvmmerzienrat zu sprechen!' .So? Wer ist e«?" „Eine Frau!" Verwaltung: ff fälr.J vezini»dtdio«usqn>: tut« öle soll tqogoi! Wcrt»IHüttQ . . . l «0 ... II. I'M «JHIjütna . . . I. 6*40 ftttt <1111 mll IB'I H»»«l oitiutiii» . t . . K: — »5 8irtt«ll5fc*l( I'M ♦ 0»7>,i»d«l» ! i i st. «*— ftili't «allon» nl d>« tUfltf»üun(|. 27. Jahrgang. Personen ohne Rücksicht auf die Steuerleistung, so-wie die kleinen Steuerträger, denen ein Wahlrecht in den anderen Wählerklassen nicht zusteht, da« Wahlrecht gemeinsam auszuüben haben, dem von ihm auszuarbeitenden Gesetzentwürfe zugrunde zu legen. Der VersassungS-AuSschuß hält auch heute noch daran fest, daß eine freiheitliche Ausgestaltung deS Wahlrechte« nur dann möglich ist, wenn daS Prinzip dor Interessenvertretung auch in der allge« meinen Wählerklasse zur vollen Verwirklichung und unbeeinflußt durch daS Mitwahlrecht der Wähler der bestehenden drei Wählerklassen zur Geltung gelang». Angesichts der schon in der letzten Session von dem Herrn Statthalter abgegebenen Erklärung, daß die k. k. Regierung an dem Standpunkte einer durchaus einheitlichen Gestaltung de« Wahlrechte« im Reiche und in den Ländern festhalte und daß sie daher die nach der ReichSratS-Wahlordnung be« stehende Struktur der neuen Kurie des allgemeinen Stimmrechtes auch auf die Länder angewendet wissen will, sowie angesicht« der damit überein« stimmenden Haltung der Regierung gegenüber der kärntnerischen Wahlordnung, war e« jedoch begreis« lich, daß der LandeS-AuSschuß sich genötigt sah, in dem vorgelegten Entwürfe die Einführung deS Plu« ralitätSwahlrechteS nach dem Vorbilde der Reichs« rat«-Wahlordnung zu beantragen. Leider sah sich auch der VersassungS-AuSschuß bemüssigt, von einer freiheitlicheren Ausgestaltung des Wahlrechtes bezüglich der Struktur der allge« meinen Wählerklasse in dem vorgelegten Entwürfe abzusehen und sich dem von der Regierung gefor« derten Pluralismus für die allgemeine Wählerklasse zu fügen, um nicht die Wahlresorm von vornherein zu vereiteln. Der VersassungS-AuSschuß gelangte erst dann zu diesem Beschlusse, nachdem seitens der k. k. Re-gierung durch den Herrn Statthalter infolge einer im Ausschüsse gestellten ausdrücklichen Anfrage die „So weisen Sie sie ab! „Das habe ich getan und bemerkt, daß sich der Herr Kvmmerzienrat am Sonntage nicht gern stören ließen; sie läßt sich da« aber nicht einreden und wünscht partout, vorgelassen zu werden!" »Hm! So bringe sie herein!" Gleich daraus trat nach zögerndem Klopfen eine junge, hübsche Frau herein, bei deren Anblick de« Kommerzienrate« Stirn sich in krause Falten zog, während sein Mund herbe fragte: „Nun, Frau Held?" Die Frau überwand ihre Schüchternheit und sagte stotternd: „Seien Sie nicht böse, Herr Kom« merzienrat, aber da« Unglück ist zu groß." „So?" sagte jener und stand zornig auf. „Wa« habe ich damit zu tun? Die Sache ist doch einfach genug! Ihr Mann ist Werkmeister bei mir. da« stimmt! Aber wa« tut er in der Maschinen« kammer bei dem Maschinenmeister? Sie werden zusammen die Fabrik durchgehechelt haben! Da saßt ihn der Riemen, und mit Not wird er dem Tode entrissen. Nun liegt er arbeitsunfähig! Aber was kann ich tun? Hat er'« sich nicht selbst zuzu« schreiben? Und überdem, wir haben Unsalloer« sicherungen. Warum trat er nicht ei», da ich den Eintritt allen Arbeitern empfohlen habe, weil ich kein Recht habt, ihnen zu befehlen! He?" „Ach, Herr Kommerzienrat," wehklagte die Frau, „sprechen Sie doch nicht so! Die große Fa« milie, der geringe Wochenlohn, da war das Geld nie über!" „Ja, ihr Arbeiter bekommt nie genug! Die Prämie muß drüber fein I" „Aber die Not ist fürchterlich, ist da, Herr Kvmmerzienrat I Helfen Sie un« doch, Sie sind reich und wohltätig!" «ene 2 Vcumatet bestimmte Erklärung abgegeben wurde, daß dieselbe von dem schon im Vorjahre bekannt gegebenen Standpunkte nicht abweiche. Mit Rücksicht aus die geänderte Bildung der allgemeinen Wählerklafse empfiehlt der Lande»-Ausschuß die Beibehaltung be« bisherigen Steuer-zensu» von 10 K für die Wählerklasse» der Städte und Märkte und der Landgemeinden. Der VersassungS-AuSschuß hat in Würdigung der vom Lanbe»-Au»schusse hiefür angeführten triftigen Gründe sich umso weniger veranlaßt gesehen, in diesem Punkte «ine Abänderung gegenüber der Vorlage deS LanKeS-AuSschusse» zu beantragen, alS noch weitere Erwägungen für die Beibehaltung deS Zensu« in seiner bisherigen Höye sprechen. Sobald man sich entschloß, eine Wählerklasse zu schaffen, welche von der Steuerleistung ganz ab-sieht, mußte eS dem Prinzipe der Jnleressenver-treiung entsprechen und sich zugleich aus dem selbst-verständlichen Bestreben, zwar da» Wahlrecht zu erweitern, ohne aber die durch die bisherige Wahl« ordnung gewährleistete Interessenvertretung zu schmälern oder zu beeinträchtigen, ergeben, Hinsicht« lich der bisher wahlberechtigten Kreise an dem bis-»engen ZenfuS festzuhalten. Den Ausfall, welcher ich gegenüber dem vom hohen Landtage bezüglich reiheitlicher Aulgestaltung de« Wahlrechte« ange-irebten Ziele infolge der Undurchschdarkeit einer auf dem Alleinwahlrechte der bisher vom Wahl« rechte Ausgeschlossenen aufgebauten neuen Wähler-klaffe ergab, glaubte der VersassungS-AuSschuß im Sinne deS vom Landtage eingenommenen Stand-Punktes nach Möglichkeit dadurch ausgleichen zu sollen, daß sür die neue Wählerklasse eine Ver-Mehrung der Mandate von 4 aus 7 beantragt wird. Wa« zunächst die Bildung von Wahlbezirken, welche einerseits nur Städte und Märkte und an-dererseitS nur Landgemeinden enthalten, anbelangt, so ist darauf hinzuweisen, daß sich der Verfassung«-Ausschuß dem in dem seinerzeitigen Wahlordnung«-Entwürfe de« Lande«-Au«schusse zum Ausdrucke gebrachten Gedanken einer innerhalb der neuen Wählerklasse vorzunehmenden Scheidung zwischen der städtischen Bevölkerung einerseil« und der länd-lichen andererseits anschließen zu sollen glaubte, und zwar die« nur mit dem Unterschiede, daß in Berücksichtigung der Bevölkerungsziffer den au« Städten und Märkten gebildeten Wahlbezirken der allgemeinen Wählerklasse statt 4 nur 3, dagegen den au« den Landgemeinden gebildeten Wahl-bezirken statt 3 nunmehr 4 Mandate zugewiesen wurden. Hinsichtlich der Vermehrung der Virilstimme wird in dem Motioenberichte bemerkt, daß die Ein« räumung einer Virilstiaime an den Rektor der Bergakademie in Leoben eine naturgemäße Folge der Zuerkennung einer Virilstimme für den Rektor der Technischen Hochschule ist. In dem Momente nämlich, wo neben der Ver- Dabei fiel sie vor ihm nieder. Aber der Kom-merzienrat Labreich trat zurück und sagte: „Lassen Sie da«, Frau Held, hier sind zwei Taler. Mehr gebe ich aber nicht! Und — kommen Sie mir nicht wieder!" Die arme Frau nahm schluchzend da« Geld und ging schwankend hinau«, der Hausherr aber musterte sich im Spiegel und brummte: „Bettelvolk 1 Ja, wenn fo etwa« noch ii die Oeffentlichkeit käme, dann freilich — «ein guter Name, «ein Ruf; so aber —'■ Er setzte sich behaglich und studierte den Be-richt eine« frommen Blatte«. Wieder unterbrach Jean feine Lektüre: „Herr Kvmmerzienrat, der Prokurist Fischer läßt sich melden I" „Herein mit ihm!" Herr Fischer, ein feiner Mann, «rat ein und machte eine liefe Verbeugung: „Ich bringe die Bilanz, Herr Kvmmerzienrat." .Schon?" „Ja. vor Neujahr wird doch nicht« mehr ver-tauft; die Reisenden sind gestern alle eingetroffen." „Hm!" Er nahm da« Blatt und la«. dann verklärte sich sein Gewinn: „Wie? Reingewinn diese» Mo-nate» 19435 Kronen? Sie sind ein Goldmensch, Fischer! Ich werde Ihnen 500 Kronen Zulage gewähren müssen und da« Nölige besorgen. Adieu!' Jener ging, mit einem Wortschwall dankend, draußen aber lächelte er und murmelte: »So muß e« gemacht werden, wenn man etwa« erreichen will. Da« war doch noch einmal ein Koup!" Inzwischen ,chwebte die Frau Kommerzienrätin, Frau Alice, de« Herrn Labreich zweit« Gattin, in da» Gemach de»selb«n. tretung der Universität auch eine Vertretung der Technischen Hochschule in For« einer Virilstimme statuiert und hiedurch der Anschauung Ausdruck verliehen wurde, daß den Hochschulen al» den Pflegestätten der Wissenschaft Sitz und Stimme im Landtage zukomme, mußte logischerweise eine gleiche Berücksichtigung auch der dritten Hochschule de» Lande», d. i. der Bergakademie in Leoben, zuteil werd«». Zu b«m Antrage, an Stelle der vom Lande»-Ausschüsse beantragten Bildung von sech» Wahl-bezirken der Stadt Graz die Austeilung der Man-date derart vorzunehmen, daß der Bezirk Innere Stadt zwei und die übrigen fünf Bezirke zusammen vier Abgeordnete wählen, ist nur darauf hinzu-weisen, daß der Bezirk Innere Stadt in Berück« sichtigung seiner Steuerleistung schon bisher »it zwei Abgeordneten bedacht war und eS einer b«i der Reform der Wahlordnung überall vermiedenen Beeinträchtigung der bisherigen wahlrechtlichtn Be-fugnisse gleichgekommen wäre, wenn die Zahl der vom Bezirke Innere Stadt bisher entsendeten zwei Abgeordneten eine Herabsetzung erfahren häite. Hiernach war e» naheliegend, hinsichtlich der Auf-teilung der übrigen vier Mandate den Au»weg zu wählen, diese vier Abgeordneten allen übrigen Stadt-bezirken zusammen zuzuweisen. Bezüglich aller übrigen vom Versassunn»-Au»-schusse an der Vorlage de» LandeS-AuSschusse» vor-genommenen Aenderungen glaubt sich der Ver» fassungS-AuSschuß auf den Hinweis beschränkn zu können, daß diese Aenderungen teil» notwendige Folgerungen der im Vorstehenden bereit» erörterten wesentlichen Abänderungen, teil» au» gesetze»techni-schen Gründen sür zweckmäßig erachtete Einschal-tungen und Ergänzungen, teil» endlich eine mo-dernen Anschauungen entsprechende Ausgestaltung der Wahlordnung darstellen. Nach dem vom VersassungS-AuSschusse vorge-legten Gesetzentwürfe hätte der Landtag au« 74 Mit-gliedern zu bestehen, nämlich: den Ftrstbischöfen von Seckau und von Laoant; dem Ilector magni-licus der Grazer Universität; dem Rektor der Grazer Technischen Hochschule; dem Rektor der Bergakademie in Leoben; au« 00 gewählten Abge-ordneten, und zwar: au« 12 Abgeordneten de« Grundbesitze», au« 27 Abgeordneten der durch die Wahlordnung bezeichneten Städte und Märkte, dann der Handels- und Gewerbekammern, au« 23 Ab-geordneten der übrigen Gemeinden de« Herzogtum« Steiermark und au« 7 Abgeordneten der allge-meinen Wählerklasse. Die slooenischen Landtag«abgtordntten hielten Sam«tag in Marburg eine Versammlung ab, in welcher nachstehend« Entschließung gefaßt wurde: .Infolge der Wichtigkeit der Reform der stein- .Ah, meine Liebe," empfing sie der Hausherr, „wie angenehm I Bi»e, einen Platz!" Damit schob er ihr einen Sessel hin. „Wa« verschafft mir die Ehre deiner Visite in meinem Zimmer? Ich wollte mich eben zum Be-suche de« Gottesdienstes im Dome bereit machen." »Entschuldige, JustuS." flüstern die junge Frau kokett, »aber ich mußte notwendig mit dir Rück-spräche nehmen wegen der Soirve am zweiten Fest-ta?,abend. Willst du mir zur Beschaffung des Not-windigsten erstmal 000 Kronen einhändigen? Ich muß daS bis morgen beforgt haben!" „Sehr gern, Alice." lächelte er und holte zwei Geldrollen aus der Schublade des Schreibtisches hervor, die er ihr reichte. „Wie hoch denkst du, daß uns die Soiröe zu stehen kommt?" „Mein Ueberschlag belauft sich auf 1500 Kronen, man cker!" „Soviel also doch? Nun. gleichvi«l, wir sind da« dir Repräsentation unseres Standes schuldig. Spare nur nicht«, meine Teure I" Er küßte ihr dabei galant di« Hündchen, st.» aber wehn« ihn ab: „Ich will dich nicht stör«n; «« wird Kirchenzeit, und ich habe in der Küche zu tun. Adieu, adieu!" Sie warf ihm Kußhändchen zu und verschwand durch die Portiöre. Der Kvmmerzienrat aber klingelt? Meister Jean und befahl: »Meine Stiesel, Stock, Pelz und Hut! Vergessen Sie da« stlberbeschlagene Gesangbuch und den wärmsten Fußsack nicht!" »Zu Befehl, Herr Kvmmerzienrat!" Einige Minuten später stieg der Fabrikant in dtn ntUtn, mit zwti Prachtschimmeln bespannt»» Wage» und suhr dem Dom« zu, wo «r seinen ge-polsterten Sitz dicht unt«r drr Kanzel einnahm, schen Wahlordnung haben die slovenische»: tag«abgeordntttn darüber beraten, ob e« gezeigt wäre, sich trotz der Abstinenz a« tun! Handlungen und der Abstimmung über die jefti gebrachten Vorlagen zur Abänderung der: ordnung zu beteiligen. Weil aber dieser offensichtlich nur den Zweck hat. die Oeffeilüh mit einer vielversprechenden Reform de< bei den WahlunrechteS zu täuschen, dabei abni nur alle bestehende» Ungerechtigkeiten z« efrl sondern auch durch «in« Vermehrung der d» nationalen Mandate die Vorherrschaft der da nationalen Partei im Landtage aus uiichch Zeiten zu befestigen, sehen die slooenischen tato abgeordneten ei», daß «S keineswegs aitgezch durch ihre Anwesenheit einem solchen legiSlauH Unding zur gesetzlichen Giltigkeit zu verhelja.' Hiezu bemerkt der klerikale »Stooenec": „Wir veröffentlichen diese Erklärung, m aber hinzusetzen, daß wir nach den lt|i parlamentarischen Erfahrungei dem Schlüsse gekommen sind, Mi Abstinenz die schlechteste A rt derL» sition ist. Allerdings erkennen wir an. d«j Standpunkt der steirifchen Slaven»» im Lau» «in außrrordtntlich schwieriger ist." Aufhebung der Sezirksvertret In der DienStagsitzung des steirischa i tage« begründ«« Abg. S t a l l n «r ein» in welcher die Aufhebung der für die steirischal hältnisse gl'nz unnotwendigen und in der Gestalt »ich» mehr haltbaren BezirkSveri«» bezweckt. Abg. S t a l l n e r führte au«, daß dilsi { stitution weit hinter den gehegten Erwarlwlga > rückgeblieben sei. Er zitierte in dieser vi;ie einen vor Jahrzehnten gefallenen AuSspach! ehemaligen Landeshauptmanne« von v. Kaiserfeld, der sich gleichfalls für die Ei«ch der Bezirksvertretungen nicht erwärmen tonn», eigentlich nicht» geleistet haben. I» der he» Form seien die Bezirksvertretungen leicht aä lich. zum mindeste» müßte eine durchgreifende form bei dieser Körperschaft platzgreise», flt ersucht schließlich, folgenden Antrag dem &i autjchusse sür Gemeindeangelegenheite» zuzii« „Der LanbeSauSschuß wird beauftragt,» wägung zu ziehen, ob sich nicht die Aushebung Einrichtung der BezirkSvenretungen in der» giß während die Leute flüsterten: »Der itoBxij Labreich! Der wohltätige Kvmmerzienrat!' Herr JustuS kannte den Empfang biiiisl blickte andächtig in sein GesangSduch, di« da Domprediger Horbing die Kanzel bestieg. Dieser, ein Mann «ach dem Herz» schlicht und recht, mit der Beredsamkeit nicht» al» klingende Schellen, denen ein Herz m Seele fehle. Der Kommerzimrat saß dabei wie cuif denn immer und immer mußte er an den Werkmeister Held denken, wie er mit de« geb Beine dalag. Der alte Horbing aber suhr sott: „Zu mm» fhuntnet 59 «artiger, auf dem Gesetze vom 14. Juni 1866, L.»G.»Bl. Nr. 19, beruhenden Form empfiehlt, und im Gegenstand allfällig unler Stellung bezüglicher Anträge im Anschlüsse an die Anträge, betreffend Abänderung der Gemeindeordnung und Gemeinde-Wahlordnung, zu berichten." (Beifall.) Der ZuweisungSamrag wurde angenommen. Ein Oisziplinargesetz für die Lehrerschaft. Der von kindelnden windischen Hetzern al» > „Rumpslandiag" bezeichnete steirische Landtag wird ! demnächst ein Di»ziplinarg«s«tz für die Lehrerschaft j zum V«fchlvsse erheben. wodurch einem sehnlichen Wunsch« und einem Gebote der Gerechtigkeit Rech« nung getragen werden wird. Diese« Gesetz normiert k eme Uniersuchung», eine Verhandlung»- und eine Berufungsinstanz. Der Entwurf hat sogar in der slooenischen Lehrerschaft geradezu enthusiastische Aufnahme ge-funden, wie au« folgenden Aeußerungen de« „Slo-ven«ki Narod" hervorgeht: „Der Un«errichi»au»fchuß de« steirifchen Land-tage« hat einen großen historischen Schritt getan: er hat eine Vorlage für ein neue« Di»ziplinargesetz der Lehrerschaft eingebracht ! .... Wer die kulturelle Bedeutung eine« selbst« ständigen und unabhängigen Lehrerstande« zu wür« dif.eti weiß, welcher zu lelbständigem Denken und Handeln gegenüber der Willtür der herrschenden l Gewalten erzieht, der wird wohl da« neue D i «z i p l i n a c g e s e tz mit Freude be» grüßen al« eine wahre Wohltat für die Lehrerschaft, für die Schule und da« Volt. Mögen deni steirischen Bei» spiele alle in dieser Beziehung zu« rückgebliebenen Landtage folgen." „Z)er Starre". Vor einigen Jahrzehnten, schreibt die »Pettauer Zeitung", lebten in Untersteiermark die Angehörigen der beiden Stationen friedlich nebeneinander, wie e« ja rechtlich denkenden Menschen und Nachbarn auch geziem«. Der Deutsche taufte dem Slovenen dessen Lande«produkie ab, er förderte dessen Landwirtschaft, dessen Weinbau. Man muß in der Zeit gelebt haben, um zu wissen, wie gemütlich, wie friedlich diese« Zusammenleben war. Der Deutsche war gern gesehener Gast in den Kreisen seine« Nach» barn, und dieser suchte wieder mit Vorliebe den Städter, den Märktler auf, denn da gab« immer etwa« zu sehen und zu lernen. Und heute? Brennender Haß herrscht zwischen den beiden Nationen, der auf der slooenischen Seite gerade im letzten Jahrzehnt den Höhepunkt erreicht za haben scheint, ein Haß, der umso weniger er» tlärlich ist, da sich ja hiebei die Söhne jener Väter Frieden tonnten solche Leute nicht kommen, denn e« sehle d«r Frieden mit Gott! Wer Gott liebe, könne den Nächsten nicht gleichgillig in der Not sitzen lassen, der tue Herz und Hand auf und sehe in jedem Bettler den Herrn Christ»« selbst, besonder« im hungrigen, kalten Winter. Eine gute Tat schon sei die Taube, die dem Menschen al« Kinde Gotte« den rechen Frieden bringe." Diese Worte trafen den eitlen, hartherzigen Kommerzienrat wie Keulenschläge, so daß rr höchst verdrieß'ich zuHaufe ankam. Hier begrub er sich in seine Geschäfte, bi« er zum Diner ging, aber da wollte e« ihm wieder nicht recht schmecken; war der Rotwein zu kalt oder zu warm, der Fisch zu weich oder zu hart, der Champagner nicht genug gekühlt oder gefälscht? Kurz, e« schmeckte ihm nicht, denn der speisend« Herr konnt« den Gedanken nicht ver-bannen: Wa« werden di« Held« zu effin haben? „Wa« hast du, Justu« ?" fragte ihn seine Gattin besorgt. Er blickte auf und murmelte: „Nicht«, wa chere, Geschäft«verdrießlichkeiten. Tu entschuldigst mich wohl bi« zum Theel" Sie zuckte die Achseln, und der Hau«herr ging aus fein Zimmer, wo er unruhig auf» und ab-wandelte, bi« die Dämmerung hereinbrach. Jetzt schlüpfte der Fabrikant in den Pelz, zog die warme Mütze über die Ohren, schob eine Geldrollt in die Tasche, sah im Adreßbuch nach der Wohnung Held« und verließ leise seine Villa um die enge dunkle Etraße auszusuchen, wo der Kranke wohnte. Al« er sie betrat, schauderte er. Dort lag da« Hau« an der Ecke eine« dunklen Gange«. Eben wollte er in die Tür hinein, da öffnete sich diese, und Frau Held verabschiedete sich im Dunkeln von «Aeutfche Macht- feindlich gegenüber stehen, die einst die besten Freunde waren. Mit reinem Gewissen darf der Deutsche zurück» blicken, denn er hat all diese« nicht verschuldet. Der Deutsche ist geblieben, wie er war, friedliebend, seinem Nachbarn zuvorkommend. Im slooenischen Volke aber tauchten plötzlich jugendliche, unerfahrene Agitatoren auf, wahre Hasardeure mit dem Glücke ihrer Nation, welche dieselbe aufwiegelten, denen der Frieden zu langweilig schien. Blindling« über» antwortet« sich «in Teil de« slooenischen Volke« ihrer Führung, ja auch die Besseren dieser Nation wankten im rechten und billigen Denken. Heute hat sich daraus der Haß de« slooenischen Volke« gegen olle«, wa« deutsch ist, gebildet uns auch dem Deutschen wird man e« verznhen, wenu er gründ-losen Haß, grundlos« Verfolgungen nicht mit jener Liebe o«rg«lten kann, di« «inst zur Z«it der Vät«r dir b«»d«n Nationen umfangen hielt. Und doch läßt sein rechtlich denkender Sinn nicht zu, sanalisch jene Nation draus lo« zu hassen, mit der er eben gezwungen ist. zusammen zu leben. Leider nun müssen wir konstalieren, daß diese unruhigen, diese feindlichen Verhältnisse gerade von einem Stande heraufbeschworen worden sind, welchem der allgemeine, also auch nationale Friede am meisten am Herzen gelegen sein sollte, nämlich von den Priestern, von den Klerikalen. Wahre Hetzapostel werden da alljährlich in da« flovenische Volk ge» schickt. Leut«, die umso gefährlicher sür die natio-nale Ruhe sind, weil sie unersahren und jung sind, weil sie ihre unreifm politischen Ansichten unter dem Deckmantel der Religion dem slooenischen Volke predigen, dem Volke, welche«, selbst politisch wenig reif, diese Ansichten blindlings mit den schönsten Lehren der Religion aus gleiche Stufe setzt. Ruhig sah der Deutsche eine Zeitlang diesem Treiben zu. bi« ihm diese Verhältnisse doch uner» träglich wurden. Und so entschloß sich eine Anzahl von rechtlich denkenden Männern, dem slooenischen Volk« zu z«jg«n, wa« di« «rwähmen Hasardeure mit ihm be-absichtigen. Vor zwei Jahren war e«, da ward zu diesem Zwecke in Pettau da» Blatt „ötajerc" gegründet, welches den Slovenen die Augen öffnen, welche« dieselben über diesen, gefährlichen Haß und erbitterte Feindschaft säenden politischen Unfug be» lehren sollte. Gleich von allem Anfang an wendete sich der „Ztajerc" gegen den Haß der beiden Nationen, gleich in seiner ersten Nummer schon griff er die durch erwähnte slovenische politische Hasardeure heraufbeschworenen Institute, Konsumvereine :c. an, da er seinen Nachbar vor Schaden bewahren, hie» durch zur Dankbarkeit und zu einem mindesten« er» träglichen Zusammenleben bewegen wollte. Daß der „Stajerc" hiebei in« Schwarze traf, da« be-weist der Haß jener klerikalen Hasardspieler, welcher ihm von Tag zu Tag immer mehr und mehr ent» gegengebracht wird. einem Manne, indem sie sagte: „Und nun noch einmal, Herr Kahle, tausend Dank! Die drei Taler, di« Sie un« gebracht, wird Ihnen Gott einst tausend» fach wiederschenken!" „Still«, stille I' wehrt« aber der Träger jene« Namen« ab, „ich habe leider nicht mehr vom Gehalt übrig, da meine sech« Kinder auch leben wollen!" „Wenn e« der Herr Kvmmerzienrat erführe, daß Sie. der Sie kein« Verpflichtung haben, un« die Hälfte Ihre« Gehalte« fast abtreten, er müßte sich schämen!" entgegneie die Frau. „Stille, stille, Frau Held," erwiderte aber der Mann, „kein Mensch soll e« wissen! Wer bei dem Elend bei Ihnen hart bleiben kann, der —" Da« an' ere erstarb in Gemurmel. Herr Justu« Labreich stand wie eine Sleinsäule da. Wie kam eS doch, daß er plötzlich an seinen Namen denken mußt«? JustuS. der Gerechte, und er war doch nur — Rauschgold; er hieß Labreich und hatte mit seinem Reichtum noch keinen gelabt; wa« er getan, e« war dem Moloch de« Ehrgeize« geopfert worden. Wie wollte er dereinst bestehen ? Nein, er schämte sich, so zu den Held« einzu» treten; er eilte Kahle nach. .Kahle." rief er, „Kahle!" Der Werkmeister erkannte sogleich die Stimme seine« Arbeitgeber« und stand still, den Hut in der Hand. „Setzen Sie den Hut auf, Kohle, e« ist kalt," meinte der Fabrikant milde wie nie, „und begleiten Sie mich eine Strecke!" „Große Ehre!" stotterte jener. „Sie waren bei Held«? Wie sieht e« dort au«?" fragte Labreich rasch. „O, schlimm'.* entgegnete der Werkmeister. Seit« 3 Mit j«dw«d«n Mitteln, mit erlaubten und un» erlaubten, bekämpfen dieselben diese« Blatt, die heiligsten Stätten: die Kirche, die Kanzeln, der Beicht» stuhl, alle«, alles wird von diesen Hetzaposteln auf» geboten, dieses sriedliebende Blatt zu vernichten und — Gott sei Dank alles umsonst. Mit großen Kosten haben diese Hasardeure und ihre Hintermänner nur gegen den „Ztajerc" ein Blatt errichtet, mit noch größerem Kostenauswande wird e« von denselben erhalten, doch alles umsonst! Der slovenische Bauer hat bereits erkannt, wo der Urquell aller nationalen Feindschaft, jeden Min» den Hasse« zu suchen ist, ob ihm nun derselbe direkt au« dem Pfarrhose strömt, ob er ihm unter dem Deckmantel der religiösen Wahrheiten in den heiligsten Stätten kredenzt wird. Der „Ztajerc" hat heule so viel Abonnenten wie kein andere« slovenische» Blatt, er hat sich be» geisterte Anhänger unter dem slooenischen Volke er-worden, es ist aber auch bi» Pflicht eine« jeden rechtlich denkenden Deutschen, diesem Blatte nicht allein wohlgesinnt zu sein, sondern dasselbe auch nach Kräften zu fördern. Nur mutig oorwäri», wackerer „ölajerc", vor-wärt» im Kampfe für die Aufklärung, sür» Licht und für den Frieden, wir Deutsche werden dir stet« treu zur Seite stehen, obgleich du unseren politischen Gegnern Wohltaten erweisest, du erweisest sie den Söhnen jener Väter, die mil unseren Vätern in Freundschaft gelebt haben, du erweisest sie unseren Nachbarn. Der glühende Haß jener klerikalen Ha-fardeure gereicht dir nur zur Ehre, er hebt dich in unseren Augen, denn dieser Haß. er ist der Vor-böte besserer Tage. Die begeisterte Aufnahme der Nummer, welche» da» dritte Jahr deine» Bestände» einleitete, gibt un« die feste Bürgschaft, daß du dereinst, wenn nicht gerade den völligen nationalen Frieden im Unterlande herstellen, doch einen erträglichen Zu-stand de« Zusammenleben« beider Nationen er-kämpfen wirst. Der polnische Rummel. Unter de» Deutfchseinden ist jetzt wieder einer besonders lebendig geworden. Die Herren Polen, die in geheimer, leicer Gotte« allzulange nicht ge-bürend beachteter Wühlarbeit im deutschen Osten eine Scholle deutschen Boden« nach der anderen abgruben, so daß im Laufe der Jahre ein Stück deutschen Volk«ium» nach dem anderen abbröckelte, die im Deuischen Reich« ungescheut am hellichten Tag« ihre habgierigen Krallen immer weiter und weiter, ja selbst hinüber bi« in« Rheinland au«-strecken konnten, tun jetzt sehr entrüstet darüber, daß man nunmehr ihrem Treiben nicht mehr mit der bisherigen Sorglosigkeit und deutschen Gemäch-lichkeit zuzusehen gedenkt. Den Herren, welche auf die wohllautenden Namen KrapülinSly, WaschlapSky u. f. w. hören, geht es ganz gewaltig wider den „Held« Bein muß abgenommen werden, wenn der Professor Schorner au« der Hauptstadt nicht kommen kann. Aber wvher das Geld?" „Und fönst?" »Nicht« zu beißen und zu brechen, Herrn Kom» merzienrat." „Ist Held ein V-rfchwender?" „Nein, nein! Die Leute haben nur Unglück gehabt!" „So I" Dabei langte er in die Tasche, zog die Rolle herau«. reichte sie Kahle und sagte: „Geben Sie diese« der Frau Held, aber kein Mensch soll «» wissen! Sagrn Sie ihr, daß sie sich j«d«n Sonn-abend zehn Taler auf dem Komptoir auszahlen läßt, ich werde Ordre geben, und dem Professor Schorner werde ich sogleich telegraphieren, daß er kommt." Kahle stand wortlos still und wog die Rolle bestürzt in der Hand, dann rief er: „Wie hat man Sie verkannt, Herr Kvmmerzient, ich eile zu Held und — Gott wird e« Ihnen lohnen!" „Schweigen Sie, Kahle." gebot aber jener, „kein Mensch soll e« wissen, hören Sie?" Damit eilten beide fort, jener al« Freudenbote zu Held«, dieser auf» Telegraphenbureau, wo er so-gleich de» Professor» Antwort in Emsfang nahm, daß er morgen eintreffen werde. Al» der Kvmmerzienrat abends aufatmend zu« Tore eintrat, sah ihn seine Gattin forschend an; aber auf de» Fabrikanten Stirne glänzte eine« Lächeln» Widerschein. Sie war beruhigt. Dem Gatten aber schmeckte e» diesen Abend vorzüglich und vielfach lächelte er still in sich hinein. Am anderen Morgen wollte sich der Kom« merzienrat nach einer Nacht, wie er sie ruhiger nie Seite 4 Nummer 59 Strich, daß sich die Deutsche ReichSregierung endlich zu einem entschiedenen Schritte aufgerafft hat, um der systematisch betriebenen Vernichtung deutschen Voltsium« in den Ostmarken ein Ziel zu setzen. Am wildesten schäumten jedoch die edlen Polen auf, al» der deutsche Kaiser durch seine aus der Marien-bürg gehaltene Redt der von der Rrichsregierung in Angriff genommenen deutschen Schutz- und Ab« wehrpolitik gegen polnische Uebergriffe und Erobe-rungSgelüste seine kaiserliche Sanktion erteilte. Da« brachte die Töpfe mit dem polnischen Größenwahn und Eigendünkel zum Uebeilaufen und allenthalben regt sich« und rührt sich« all dort, wo man die Czapka und di« Ulanka trägt, um den Gefühlen de« | neiderfüllten Hasse« gegen alle«, wa« deutschen Wesen« und Namen« ist. Ausdruck zu verleihen. Und da die Polen, trotz de« Umstände«, daß sie au» eigener Unfähigkeit zu wiederholtenmalen ihre staatliche Selbständigkeit eingebüßt haben, ohne Rücksicht auf ihre dermalige staatliche Zugehörig-feit ein staike» Gefühl nationaler Zusammenge-Hörigkeit umschließt, so haben die österreichischen Polaken, die Sache ihrer preußischen StammeSge-nossen zur eigenen gemacht und die in der letzten Zeit in Galizien mit außerordentlicher Schärfe ein-setzende großpolnische Propaganda mit ihrer deutlich ausgeprägten deutschfeindlichen Richtung muß natur-gemäß mit den antipolnischen Bestrebungen im Deutschen Reiche in Zusammenhang gebracht werden. Am deutlichsten ist die« au« den in verschiedenen größeren Städten Galizien«, insbesondere in Krakau und Lemberg, veranstalteten Grunewaldseiern ersichtlich, welche zur Erinnerung an die Schlacht von Tannenberg, in welcher die Polen vor Jahrhunder-ten dem deutschen Ritterorden den Todesstoß ver» setzten, abgehalten wurden. E« liegt auf der flachen Hand, daß diese Veranstaltungen al« eine Antwort auf die Marienburger Rede de« deutschen Kaiser« zu betrachten sind und wenn jemand darüber noch im Zweifel gewesen wäre, so hätte ihm derselbe durch die in Lemberg und Krakau gehaltenen Reden, in welch letzterem Orte auch der eigen« zu diesem Zwecke erschienene tschechischradikale Abgeordnete Klosac sein Lichl leuchten ließ, zur Gänze be-uommen w«rd«n muffen. Wir wollen dieser polnischen Trutzkundgebung, di« dem Rütteln eine« Knaben an eisernen Stäben vergleichbar ist, keine allzugroße Bedeutung bei-messen. Mögen sie darüber jubeln, daß e« dem gesamten Polentume unter Führung de« littauischen Fürsten Jagello gelungen ist, dem deutschen Ritter-ordeu, der damal« jeglicher Hilfe au« dem gänzlich zerfahrenen deutschen Vaterlande entbehrte, in einer übereilten Schlacht eine Niederlage beizubringen, sie können damit nicht jene« düstere Bild austilgen, da« sich aus Verräterei und allen nur möglichen Greueltaten zusammensetzt und welche» unter dem Namen „polnische Geschichte" sich eine« sehr bedenk-lichen europäischen Rufe» erfreut. E» wäre weit gefehlt, wenn man den jetzt allerott« eingeleiteten verbracht, in dem Wagen zum Bahnhofe begeben, den Professor abzuholen, da drängte sich Frau Held an den Schlag: ,.O, Sie lieber, lieber Herr," schrie sie, .da» lohne Ihnen Gott! Tausendmal lohne e« Ihnen Gott, daß Sie —" Aber Herr JustuS Labreich entgegnete: .Wollen Sie gleich still sein! Wollen Sie e« nicht auf der Straße au«schreien, daß ich nur meine Pflicht ge« tan? Eilen Sie nachhause, ich komme sogleich mit dem Professor und dem Arzte, Ihren Mann zu untersuchen. Adieu!" Er stieg ein, die Kutsche sauste davon, Frau Held aber rief: „Segne Sie Gott!" Damit war auch sie davon. Der Kommerzienrat wollte zuerst nicht mit in die Held'sche Wohnung, aber Professor Schorner ließ nicht locker. Ach, da« Elend! Fünf bleicht, noch klein-Kinder umstanden den Tisch, an dem die Mutter da« soeben Gekaufte verteilte. In einem Bett, kaum so zu nennen, lag al« ein Jammerbild der verun« glückte Mann. Der Kommerzienrat flüsterte ihm etwa« zu, woraus jener die Hände faltete und betete. Während nun die Aerzte da« Bein besahen und sich in latei« nischer Sprache berieten, trat der Fabrikant zu den Kindern und sagte: „Heute Abend um 5 Uhr kommt Ihr zu mir, da ist der heilige Christ für Euch da. Vergeht e« nicht!" Die Mutter wollte ihm die Hand küssen, aber er sagte: »Wollen Sie mich um die ganze Freude bringen? Seien Sie doch still!" Jetzt trat der Professor zu ihm und sagte laut: „Da« Bein kann erhalten werden, aber der Mann, Polenrummel überschätzen und hüben wie drüben mit Polizei, Gendarmerie und StaatSanwalt dessen WutauSbrüchen entgegentreten wollte. Sie sollen toben und schnauben und in der Verbohrtheit ihres Deutschenhasses, wenn'« ihnen Vergnügen macht, jede Woche eine Feiec der Schlacht am Tannenberge begehen. Umso straffer muß aber seitens der deut-schen ReichSregierung die Schutz- und Abwehrpolitik in den Ostmarktn betrieben werden, umso sorgsamer ist dahin zu trachten, daß durch zielbewußte deutscht BesiedelungSarbeit die vielfach gelockerten Maschen de« Deutschtums in den östlichen preußischen Landes-teilen wieder fester und enger gezogen werden. Und j eines vor allem darf nicht unbeachtet bleiben. Wie daS Polentum sich eins fühlt ohne Rücksicht auf die staatliche Zugehörigkeit, muß auch das deutsche Volk ein ebenso feste« Zusammengehörigkeitsgefühl immer mehr und mehr durchdringen, dann mögen sie heranstücmen feine unterschiedlichen Feinde, dann glbts kein zweites Tannenberg, dann gibl» nur ein zweite» Sedan. ^«Mische Aundfchau, z>er Kaiser verjweifelt am Ausgleich. Da« mit den höchsten klerikalen Kreisen in Verbindung stehende Blatt „Alkotmany" bring« einen Artikel mit der Ueberschnst: „Der König und der Au«> gleich', worin e« auf Grund vertrauenswürdiger Information erklärt, daß der Kaiser nach der jüngsten, erfolglosen Ministerkonserenz au« eigenem Antriebe den Entschluß gefaßt hab», die auswärtigen Verträge auf ein Jahr zu verlängern. Der Kaiser soll diesen Entschluß den Ministerpräsidenten mit-geteilt haben. Er soll bei dieser Gelegenheit sehr mißmutig gewesen sein, da er sehe, daß die Gegen-sätze zwischen den rechtlichen und materiellen Jnter-essen der beiden ReichShälften so groß sind, daß kaum Hoffnung aus einen Abschluß de« Ausgleich« vorhanden sei. Somit sei eS wahrscheinlich, daß nach Ablauf des durch den Kaiser bestimmten Jahre« da« selbständige Zollgebiet errichtet werde. Man erzählt sich, daß der Kaiser feine vor vier Jahren getane Aeußerung wiederholt und erklärt hätte: „Zu meinem großen Leidwesen muß ich erfahren, daß ich vergebens regiert habe." 5er deutsch-tjchechische Ausgleich. Wie ver« lautet, hat die Regierung da« Elaborat bereit« fertiggestellt, welche« der deutjch«lfchechischen Verständigung-Konferenz vorgelegt werden soll. Man gibt sich in RegierungSkreisen der Hoffnung hin, daß diese Besprechungen, wenn auch keinen end-giltigen Frieden zwischen beiden Völkern zeitigen, so doch einen solchen Waffenstillstand herbeiführen werden, daß eine ungestörte Tagung de« Reich«-rate« möglich sein wird. Die Konferenzen sollen ansang« September stattfinden. Doch ist noch nicht festgesetzt, ob sie in Wien oder in Prag abgehalten werden. Die „slavische Korrespondenz" verbreitet die Mitteilung, oaß die Regierung den geplanten deutschtschechischen Verständigung«-Konserenze« ;i?n Fragen au« dem Gesamtkomplex der demsch. tschechischen Streitfragen zur Diskussion stelle, woll«, nämlich die Wiedereinführung der innern tschechischen Amtssprache und die Errichtung v« nationalen Kurien im böhmischen Landtage, iöei dieser Gelegenheit kündigt daS Sprachrohr bd reichSrätlichen Tschechenklubs gleich den Sa»ys de« tschechischen Volke« gegen alle Eingriffe in seine eingebildeten Rechte an. Andere tschechische Organe drohen mu der Verhinderung de« Biu« gleiche» mit Ungarn, wenn den Tschechen nicht m her voll« Gtnugtung für die Aushebung der Sprache» Verordnung gegeben werde. E» ist immer da»se!de Spiel. Die Tschechen nehmen zwar nicht offen gege» die beabsichtigten Verständigung» - Konferenzen Stellung, aber sie sind gegen jede VerftSadiKung mit den Deutschen. Den deutschen Abgeordnete» ist bisher von Seite der Regierung keine M> teilung über Abhaltung und Inhalt der Bet-ständigungS-Konferenzen gemacht worden. Ki» Heheimerlaß! Die „Arbeiter-Zeit«,/ veröffentlicht ein von der niederösterreichisch» Statthalterei an alle Bezirkshauptleute ve:sM>ei Zirkular, in welchem dieselben angewiesen werte», ein genaue« Verzeichn!« über solche Personen ;» führen, welche dem Mililätverband angehören iiÄ sich im Zivilleben al« Agitatoren der soziallstischa oder anarchistischen Grundsätze bemerkbar machen Für diese Verzeichnisse wurden der Miliiärbehirk besondere Drucksorten zur Verfügung gestellt. Schönerer- Selbstbewußtsein. In seiner a* 13. d. M. in Eger gehaltenen Rede sagte Al:e. geordneter Schönerer u. a.: „Lo« von schönern heißt lo« vom Deutschtum und der Freiheit (.') hin zu: Herrschast de« Psaffentumsi de« Slave,' tum« und Judentum«." Die „Leipziger Neneii» Nict richten" bemerken hiezu: So wett sind wirlüu doch noch nicht! ES wär« traurig genug, wen» tai Deutschtum mit Herrn Schön.rer stehen und fälln würde. Etwa« weniger Eigendünkel würde auch für Herrn Schönerer angemessen sein. Aus Stadt und Land. ßillier Hemeinderat. Am Freitag, de» 0. d. M., um 11 Uhr vormittag« findet eine aifc» ordentliche öffentliche Gemeindeausschußsitzung mit dir Tag«Sordnung: Neuwahl der Mitglieder i» Kt einzelnen Sektion«« des GemrindeauSschusse« Itoi. Evangelische gemeinde. Sonntag, den 27.Ach fällt der evangelische Gottesdienst in Cilli aui. Dagegen wird ein solcher am 3. August rormitta|l 10 Uhr stattfinden. Sie Maturitätsprüfungen am Höerz,» »al»um wurden Montag nachmittag beendet, ten den bereits genannten 20 Kandidaten umerzog« sich SamStag nachmittag und Montag noch 13 fcr Prüfung. Hieoon erhielt Johann Steblouti! ein Zeugnis der Rase mit Auszeichnung: nts -i- lieber Herr Labreich, muß per Bahn in die Klinik der Hauptstadt geschafft werden, wo ich ihn heile» werde, so Gott will!" „Tun Sie da«," bat der Fabrikant eifrig. „Ich bewillige alle«, die Kurtosten, den Unterhalt, ein Bett, alle«, alles, nur bitte ich, daß eS ver-fchwiegen bleibe." Und so geschah eS sogleich. Held wurde fort-geschafft, der Kommerzienrat aber sagte zu den Kindern: „Weinet nicht, ich will indes Euer Pater sein!" AIS der Fabrikbesitzer mittags heimkehrte, wunderte sich Frau Alice über ihn, wie er aufge-räumt war. Nach dem Diner rief er Jean zu sich here n und sagte: „Jean, schaffen Sie mir einen hübschen Tannenbaum, geputzt fix und fertig!" „Zu Befehl, Herr Kommerzienrat. Wie teuer?" „Gut soll er fein!" „Schön!" „Fern»r besorgen Sie mir den Schneider und eine Schneiderin!" „Zu Befehl!" „Besorgen Sie auch Spi lfachen und Bücher für Kinder von drei bis acht Jahren! Ich werde selbst auswählen." „Ich werde Händler bestellen. Herr öent-merzienrat." „Sehr gut! Beeilen Sie sich!" Zur richtigen Zeit war alle» bereit und im Saale aufgestellt: der Baum. Spiels tchen, Nüsse, warme Kleider für die Kinder. Frau Alice war sprachlos, aber an der Freud» der Kinder hatte sie, obwohl im kommerzienräilichen Hause nie solche ge-wesen waren, rechten Geschmack. Soll ich diese Chnstdefcherung aufmalet! Meine Feder ist zu schwach dazu. Die ftrcfc! jubelten; Frau Held, welche sie begleitet hallt, weinte und dankte tausendmal. Hiernach mupe Jean alle« einpacken und mit Hilfe von m Dienerinnen in die Held'sche Wohnung schaffe«, « nun aus einmal Licht, Lust und Glück Atpq gehalten. An dem Christbaume faß oben eine Fahne r« Rauschgold. Der Kommerzienrat hieß Jea» ja herabnehmen und legte sie zusammengefaltet it|ea Notizbuch. Er wurde von diesem Tage tut ftt anderer Mensch, aber jedesmal, wenn ihm vieder ein Gedanke an den alten Ehrgeiz kam. bettachm er da« Blättchen Rauschgold und war wieder ßil und demütig wie zuvor. Die Wandlung benml« Frau Alice zuerst an ihrem Gatten und wunden» sich; da sie aber eine edle Frau war, freute sie sich de« Guten, welche« jetzt von ihrem Hause au«slrö»a. Einst, nachdem Helo längst wieder genese« u» in Tätigkeit war. faßte sie sich ein Herz und fragte den Gatten: „Justu«, nun sage mir einmal, wie ß da« alle« so gekommen?" Da blickte er selig lächelnd auf: „Sieh', ei» Stückchen Rauschgold hat'S getan. War et «t Gottes Gnadenhand, war eS Zufall, in der predigt am vierten A ventsfonntage wurde ich neugebo» Gott fet mir Sünder gnädig!" Sie umschloß ihn voll Liebe. Herr Justu« Labreich ist jetzt, wa« fei« Na« fagt, ein gerechter Fabrikherr, der Vater sei» Arbeiter, ein Labequell sür jegliche Armut und«» verschuldete Not. Noch aber bewahrt er bei sich da« Blättchen — Rauschgold. Nummer 59 klärt wurden Reinold Simmler, Anton Stehlik, Josef Straschek, Franz Schanz. Max Echlander, HanS T o m s ch e g g, Bernhard R. v. Vahlkampf, Emil V u f i n i £ und Paul 2 a g a r. Ein Kandidat wurde auf zwei Monate, zwei auf ein Jahr «probiert. Da» Gesamtergebnis ist daher folgendes: 33 Kandidaten, davon 3 reif mit Auszeichnung, 26 rei>, 2 «probiert auf 2 Monate. 2 «probiert auf ein Jahr. Schkokbergfest des Deutschen Hewervebundes. Der unermüdlich tätige Ausschuß zur Veranstaltung dieses Festes ha« mehrere überaus reizende Ueber-rofchungen auSgefonnen, welche sicherlich allgemeinen Beifall finden werden. Der Eillier Veteranenverein hat beschlossen, sich an dem Feste vollzählig zu beteiligen, Da die Veranstaltung dieses schönen Festes heute schon das Tagesgespräch bildet, steht ein Massenbesuch außer Zweifel. Abiturienten-Kommers. DienStag abends versammelten sich die deutschen Abiturienten unseres StaatSgymnafiumS zu einer AbschievSfeier, um «inerseitS den bedeutungsvollen Zeitpunkt der Ma-turitas festlich zu begehen und anderseits mit t«uem DankeSwone von der Stätte so schöner Jugend-sreuden Abschied zu nehmen. An der sehr schön verlaufenen Feier beteiligte sich Herr Gymnasial» Direktor Prost mit den Professoren Duffek und Kurz, Herr Vizebürgermtist« Julius Rakusch, sowie viele Angehörige akademischer Kreise. In der formvollendeten Festrede gab Herr Daniel Aakusch dem nationalen Gedanken und dem Danke an die Lehrerschast Ausdruck. He« Vizebürger-Meister Rakusch prieS dkn Segen deutscher Er-ziehung. Schriftleiter Ambroschitsch forderte die Scheidenden aus. der kampfgeweihten Schollt EilliS mit Stolz und in Treue zu gtdenken. Erst in später Stunde fand die fröhlich« Feier ihr End». Hleue Beleuchtung im Stadtparke. Seit einigen Tagen ist die Hauptallee von sechs präch-tigen Auerlampen erhell«, was alle jene freudigst begrüßen werden, die den lauen Sommerabend zu einem Spaziergange im hmlicho» Eillier Stadt« parke benützen. Sängerfabrt nach Hra; Die beiden Eillier Gesangve.eine werden sich an de«, Grazer EäagerbundeSfeste vollzählig beteiligen. Zur Feststellung der einzelnen .Programmnummern" versammeln sich die Mitglieder deS Eillier Männer-gesangvtrtintS am Freitag abendS im Garten des Hotels ^.Elefant." Die Sänger werden drin-g e n d ft gebeten, hiebei vollzählig zu er-scheinen, da eS sich auch darum handelt, in welcher Art und Weise die auswärtigen Sänger in Eilli begrüßt werden sollen. $in Sesigrutz ?eter Poseggers. Anläßlich des Deutschen Säng«dundeSfest»S in Graz veröffent-licht der Dichter Peter Rosegger «inen Fest.,ruß, in welchem er u.a. sagt: »Wenn deutsche Männer »usammenkommen, so haben sie nicht bloß zu singt», sondern sich auch «twaS zu sagen. So werden schone begeisternd« Reden gehalten werden. Weil man aber beim Reden so deutlich werden kann daß man sich mißversteht, so wäre vorzuschlagen: „Wenig sprechen, viel singenI" DaS Reden entzweit, daS Singen eint. Der Miß«on im Liede ist lange nicht |o schlimm, als der Mipton in einer Rede. Wie «äre «S zu wünschen, daß im österreichisch«» Parla-»rnte gesungen wird, statt geredet. Ein aus den besten Sängern des Reiches gewähltes Parlament, was gäbe das de» begeisterten Wienern für ein Konzert, und iwie unvergleichlich billiger käme eS den Lander» zur steh«» als unsere Redeschlachten. Auf diese Weise? würde der leidig« Sprach«nstr«it zu «lnem lustig«» ^Sängerkrieg verwandelt.' Zum Z>,eutschc» Sängerbundcsfelie in chraz. In den steierischen Haupistadt rüstet man zum Empfang der 12.000 angemrltettn Sänger-gaste, welche auiS alle» deutsch«» Landen herbtieilen werden zum Suchst?» deutschen Bundeiseste. Die schöne Murstad« bat große Anstrengungen gemacht, um ihre Gäste >würdig zu empfangen. Sie hat eine großartige Festthalle g.baut nach dem Muster der Wiener, 96 Mieter lang und 50 Meier breit; sie wird den» Podvium Raum bieten für etwa 7000 Sänger una 1170 Musiker; im Zuhörerraum hat sie 2400 Sitzpläätze und 3100 Stehplätze im Parterre und 700 Gitztz- und 1700 Stehplätze auf der Valerie. Der aauf dem Rennplatz »eben den« Park der Jndustriehaalle sich erhebende schmucke Bau ist nach den Plannen bet Architekten Prosessor Sieg-muadt in Graz.; und Htrmann Olle in Wien, der seinerzeit auch i die Wiener Halle aus d«r Feucc-werkSwiese eroa>aul«, ausgeführt. Da sich zu den 12.000 Sängern!» vieltncht auch 100.000 Zuschauer und Festbumml»ler gesellen werden, fo wirds hoch hergehen in Gr^raz in den Tagen vom 26. bis 30. „^tnifar* A-acht" Juli. Am ersten Tage (Iamstzg) wird der festliche Empfang der Gäste stattfinden; der Steierische Sängerbund marschiert mit 1800 Mann auf; der Niederösterreichifche mit 100 Vereinen und 1500 Sängern (40 Vereine auS Wien), die Franken konimen mit 66 Vereinen und 880 Sängern, die B^y.'rn mit 41 Vereinen und 600 Sängern, die Deuifchböhmen mit 61 Vereinen und 600 Sängern, die Kärntner mit 26 Vereinen und 500 Sängern; dann kommen die Sachsen. di« Preußen, die Schwaben usw.; aber auch daS Belgien, Rumä-nien. auS England und Amerika, aus Rußland und der Schweiz kommen Sängergäste. Sehr prunk-voll wird der Festzug am Sonntag, am 27. d. werden, der sich vom Südbahnhose aus durch die Stadt *ur Sangerhalle bewezt. Tausend Vereine mit etwa 650 Bonnern und Fahnen werden daran teilnehmen. ES ist auch eine ganze Reihe von schönen Festwagen angemeldet. Den Abend beschließt ein KommerS. Am Montag und Dienstag finden dann die große» Festkonzerte statt, bei denen Ge« samtchöre von Wolf, Hegar, Zöllner, Kienzel, Bcamdach. Wohlgemuth, Müller, Engelsberg, Sil-cher, Kremser, Jüngst, Kirchl, Schmolz«, Pod-beriSky, Rudolf Wagnrr und Richard Wagn«r zum Vortragt gelangkn; von letzterem kommt das „Liebetmahl d« Apost\" zum Vortrage, wobei der Wiener Männergesangverei» und d« Schubert-bund, dann zwei Vereine aus Hannover und Stuttgart singen werden. DaS Grazer Bundes« Sängtifest wird sich nach dt» getroffenen Vorbe« reitungen seinen Vorgängern würdig anreihen. Lokakmuseum. Da die baulichen Reperatur-arbeiten bereits vollendet sind, ist das Lokalmuseum täglich von 9 bis 1 Uhr dem Publikum wieder geöffnet. Selbstmord. Montag mittags hat sich hier der pensionierte Oberlehrer Ferdinand K l e tz l auS 2\lton> bei Prag mit einem Rasiermesser den Hals durchschnitten. Die sofort herbeigerufenen Aerzte konnten nur mehr den bereits eingetretene» Tod feststellen. Der Verstorbe»e. welcher im Alter von 57 Jahren stand, hat die unselige Tat in einem Anfalle von Geistesstörung begangen. Er lebte von feiner Frau geschieden und befand sich in guten Vermögensoerhältnissen. Todesfall. Sonntag ist in Topolschitz der Handelsmann und Gasthosbesitzer, Herr Matthäus Skasa, nach langem, schw«.m Leiden gestorben. Ehre dem Andenken dieses braven deutschen Mannes! Promotion Heute Mittwoch sand in Graz die Promation des Herrn Moriz A. Fischereder zum Doktor der gesamten Heilkunde statt. Heil! Hmail-Avstchtskartm Mit vier verschiedtnen Abbildungen bringt Herr Fritz Rasch Email-AnsichtSkurttn von Eilli in Handtl, welche in ihrer prächtigen Ausführung geradezu als Meisterwerke der modernen AnsichtSkartentechnik gelten können. Anuenfest im Waldhanse. Samttag. den 26. Juli findet im Waldhaus« zu Ehren all«r Annen ein Konzert mit Tanzkränzchen statt. DaS-selbe unterbleibt nur bei ausgesprochen schlechter Witterung. ZZad Füffer. (Vorlesung LewinSky). Der berühmte Charakter spiel« des HosburgtheaterS in Wien, Zosef LewinSky, veranstaltet am Moniag, 28. d. M.. imKurfaale deS Kaiser Franz Josef-BadeS «ine Vorlesung humoristischer und lyrischer Dichtungen von Grillparzer, Heine, Schadek, Tann Bergler. welche das regste Interesse aller Freunde der VoriragSkunst finden dürfte. Lewintky ist einer der wenigen Repräsentant«« d«S alten BurgtheaierS, den Laube gesunden und gebildet und der bis heute zu den Zierden deS BurgtheaierS gehört. Seine Bedeutung wurde auch in Deutsch-land bei wiederholt'» Gastspielen in Berlin, BreSlau, Weimar, München, Frankfurt, besonders in Königs-berg anerkannt. Den gleichen Ruf hat sich der Künstler alS Vorleser und Rezitator er« worden, und wurde allenthalben als «in «rster Meister deS WorttS gepriesen. Freilich war er so glücklich, leine Redekunst als Darstell«, wie auch am Vorlesetische an Heinrich Anschütz und Karl von Holtet heranzubilden und holte sich mit seiner seltenen Kunst auch in Rußland Ruhm und Eh«. Vom Kaiser Franz Joses wiederholt der höchsten Auszeichnungen gewürdigt, wurde derselbe auch als Lehrer zur Erzherzogin Valerie berufe». Für den hier geplante» Abend hat He« LewinSky ein sehr reichhaltiges Programm in Aussicht genommen. Kie „pomoviua" und der Aolksveglücker von St. Atarei» Die biederen Slovenen von St. Marein find mit der Haltung der „Domovina" ganz und gar nicht einoerstanden, wie aus nach-folgender, an den „SlovenSki Narod" gerichteten Zuschrift entnommen werden möge: „.SlooenSki Gelte d Narod', wie auch andere Blätter brachten die Neuigkeit, daß hier (in St. Marein) ein Wirt» schastS«, bezw. Konsumverein gegründet wird. Da-mit aber niemand ungerechter Weise als Schöpf« dies« Unnotwendigkeit verdächtigt wird, wird kon-statiert, daß der Vater dieses Vereines niemand anderer ist. als der gut- und schlechtbekannte H. W. T a n s ch i tz. ein Mann, der ein volles Viertel-jahrhundert im Bezirke St. Marein Geld zu 24# Zinsen auSgeliehen hat. Er hat also die Not und daS Bedürfnis deS Nächsten ganz gewöhnlich auS-gedeutet, u. zw. fo lange, bis die berufene Behörde einer solchen AuSsaugung des Volkes auf drastische Weise ein so notwendiges Ende bereitete. Und doch lebt dieser Ehrenmann im Bewußtsein, daß ihm ein groß-S Unrecht widerfahren ist. denn er hielt sich selbst keineswegs für eine» Wucherer. sondern für einen großen Wohltäter deS geldsuchen'en armen Teufels. Weil er also nach der Methode nicht mehr wuchern darf, hat er eine neue Methode der Volks-beglückung auSgefonnen: den Gasthaus», Fleischer«, Bäcker- und WirtschafiSkonsumverein, d« auch Gtld auSltihen wird (»nt« einem Namen dit alte Wucherei?) Hinter dieser national-ökonomischen karrikatur steht nicht die weltliche Intelligenz, nicht unsere Geistlichkeit, wenn auch der süß« und redeselige kleine Hugo sich anmaßte, die eine, wie die andere für seine Pläne zu gewinnen. Aber auch die verständigen Bauern unterstützen ihn nicht und nur einige jener Existenzen, die nichts zu verlieren haben, werden feine Kompanie fei», wenn es über-Haupt zu dem V««ine kommt. Dem Tanschitz ist aber der hiesige Boden heiß; er würde ihn gerne verlassen, kann aber für seine J»,mobilien keinen Käufer finden. Nun bot er den Marein« Gast» wirten, Kaufleuten und Fleischhauern, sowie dem Bäckermeister an, sie mögen ihm zu unverschämt hohem Preis« alleS gutwillig abkaufen oder von ihm pachten, widrigenS ec den genannten Konsum-verein gründe. AlleS was in der Presse von diesem Bereine geschrieben wird, ist nackter Schwindel und eine gemeine Finte. Dies alles ist nur der Re» volver, der den hiesigen Gewerbetreibenden an die Brust gesetzt wird. ES hat unS verblüfft, daß di« Eillier „Domovina" unter allen Blättern am aus« führlichsten, man könnte sagen, mit Begeisterung von dem künftigen Konsumverein geschrieben hat, während aus dem „SlovenSki Narod" sofort er» sichtlich war. daß er dem Vereine nicht freundlich gesinnt ist. Hierüber herrscht hier allgemeine Ec» bilierung. Der „Domovina" müssen doch unsere Verhältnisse bekannt sein; sie hätte in erster Linie diese Angelegenheit nicht veröffentlichen dürfen und wenn auch die Inspiration oder Zuschrift von einer Seite gekommen ist, die ohne Erfolg einen Mohren weiß waschen wollte. Den Konsumverein fürchtet hier ohnedies niemand, wie man sich um >einen Vater nicht kümmert......Wie lange wirst du „Sakramokra" unsere Geduld noch mißbrauchen.- Z»te Hrazer Hastwirte habe» diesertage eine Besprechung auS Anlaß des Sängerbundesfestes abgehalten und d«n löblichen Beschluß gesaßt, eine Preissteigerung in de» Speisen und Getränken nicht eintrete» zu lassen. All« Redner äußerten sich dahin, daß sie den Gästen beweisen wollen, daß sie einen derartigen Anlaß nicht dazu benützen wollen, um die Festlichkeiten zur Preiserhöhung auszunützen. Die anwesenden Besitz« von Gasthäusern ver-pflichten sich, die bisherige» Preise auch während der Festtage beizubehalten. Ans Kohitsch. Sauerbrunn. Die Kurliste von Rohitsch-Sauerdrunn weist schon jetzt eine stau» liche Anzahl hervorragender Namen aus allen Teilen der Monarchie auf. Die Anzahl der in Rohitfch-Sauerdrunn Heilung suchenden Kurgäste ist eine größere als *uvor, so da5 es ratsam erscheint, sich durch rechtzeitige Anmeldung passende Wohnun-gen zu sichern. Die Kurdirektion ist unermüdlich bestrebt, den Fremden den Aufenthalt in dem reizen-dem Kurorte so angcnehm als möglich zu machen, und plant sogar Festlichkeiten größeren GenreS. So fand in Rohitsch - Sauerbrunn am 20. d. M. ein großes gest statt, dessen R«in«rträgniS dem zu errichtenden Tuberkulosen - H«im« zugeführt werden wird. AuS diesem Anlasse hat auch der Statt» halt« von Stein»,ark, Gras Manfred Elary-Aldringtn, sein Erscheinen in Aussicht gestellt. DaS mit einem Fstzuge in den Trachte» all« Nationen und sonst interessanten Veraustaltungtii ausgestattete Fest war ein sehr gelungenes. Wällau, am 22. Juli 1902. (Liedertafel der Sängerriege der Freiwilligen Feuerwehr inWöllan.) Wo Deutsche, wenn auch in noch so g«inger Anzahl, sich niedergelassen haben, da dauert eS nicht lange, und ein Gesang» verein, ein Turnverein und eine Freiwillige Feuer- Seite 6 Nummer 59 wehr sind ins Leben gerufen, entsprungen au« der regen Schaffensfreudigkeit de« deutschen Volke« und au« dem Bedürfnisse, da« deutsche Lied treu zu pflegen, die Glieder zu üben und zu stählen zum Besten deutschen Volk«tum« nach dem Vorbilde Vater Iahn« und dem bedrängten Mitbürger in Zeiten der Not werktätige Hilfe zu leihe». Eine kleine Schar von Männern unter der unerschrockenen Führerschaft de« Herrn Vinzenz Pribofchitz ist e«. welche in Wöllan eine Freiwillige Feuerwehr gegründet haben und sie seit Jahren rm zähen Kampfe besonder« gegen die windische Gemeinde-Vertretung verteidigen, erhalten und sie in Di«ziplin und Schlagferligkeil immer mehr und mehr rer-bessern. Daß der deulfche Sang ein feste« Band schlingt um Freunde und Kameraden und sie zu Brüdern macbt, war eine Haupiutsache der Grün-dung einer Eängerriege in der Freiwillige» Feuer-wehr Wöllan, und daß 'lne ihre Aufgabe voll und ganz erfaßt, hallen wir am Sonnlag die Freude, beobachten zu dürfen. Die Liedertafel sollte auch dem Zwecke dienen, ein deutsches, stattliches Haus in Selle, einem Orte nahe bei Wöllan. mit deulfchem Sänge einzuweihen. Stattlich war die Zahl der erschienenen Käst?, und wurden besonder« herzlich b.'grüßt der Schön st einer Gesang-verein, die Windischgrazer Liedertasel und eine starke Abordnung der Eillier Feuer, wehr. Von den vorgelragenen Chören rrollen wir, al« unleugbar vorzüglich gesungen, hervor-hchen: „Hei! dir, du Eisenmark", „Slurmbe. schwörung". „'« Bankerl vor da HütiV, .Die Träne", „A!« mei Dirndl i ! üßle". .Heldengesang in Walhall', „Müller« Töchterlein', „Marlied'. «Da« Judenburger G'läul'. Den Singenden wurde lebhafter, verdienter Beifall, besonder« aber ihrem Chormeister Herrn Hrowat au« Schönstem, der die Entfernung nicht scheu», um die junge Sänger« riege zu schulen und zu üben. Die Freude und Anerkennung üb r da« Können der Riege. tie erst seit einigen Monaten besiegt, fand auch beredten Autdruck in der Ueberreichung von Lorbeerkränze» seilen« de« Obmanne« de» Schönsteiner Gesang« vereine«, Herrn Hauke, und in der Ansprache des Herrn Dr. Harpf, Obmanne« der Wlidischarazer Liedertafel, welcher den Leistungen der Wöllaner Sange«brüder herzliche Anerkennung zollte und sie anfeuerte, im gleichen Streben fortzufahren und auszuharren zum Wohle und zum Besten des deutiche Volke«. Auch Herr Derganz überbrachte al« Kommandant der Eillier Feuerwe rabordnung die Grüße der Eillier Kameraden und den Au«-druck ihrer Freude, den Wöllaner Brudnverein fo wacker und unentwegt am Werke zu sehen. Herr Priboschiy dankte bewegt sür all diese vom Herz'n kommenden Kundgebungen und versichern, daß die Wöllaner F Handlung durchgeführt, die ein grelle« Licht mich auf die so gepriesene heutige G'schäsltordiiuirg. Eine arme Taglöhnerin war wegen de« großen Ln> gehenS de« Betteln« angeklagt. Sie gab an, it einem Geschäft» um eine Zitrone gebet-n zu bade» kür ibr Kind, da« zum „Auslöschen" war. Der Wachmann, der die Anzeige erftottit hatte, de« stätigte diese Angabe, worauf der Richter die Angeklagte wegen mangelnden Tatb'standeS freisprach. Eine Mutter, die für ihr auf dem Sterbebette lies»-de« k.nd um eine Zitrone zur Labung betteln gehen muß, und die adeligen Hazardspieler, die in einer Nacht Millionen verspielen! ßr kann doch deutsch! Ein hübsche« Siückch,» von einem der nicht deutsch kann, wird au« erzählt. In dieser Kreisstadt, in der die Pole»' apostel fleißig an der Arbeit sind, hat sich cnr wenigen Tagen folgender Voifall abgespielt: Zwei Aerzte wollten einen kranken Arbeiter, der ovmen werden sollte, chloroformieren; sie ersuchten tön, langsam von eins b>« hundert zu zählen. der Kianke hieraus die bestimmte Erklärung abgab, daß er nicht deutsch könn -, wurde er angewiesen, polxiich zu zähl'». Er zählt- auch eine Zeit lang polnisch, doch al» er halb in der Narkose lag. zählte «r deutsch weiter, und zwar ohne Stocken mit richcher AuSsproche und Betonung. Pas Waden eine — Schweinerei. E» Schwimmverein in Dortmund wendete sich an d» Gemeinden» der Stadt um Gewährung erm Subvention von 159 Maik. Der Gemcinterai »im Dortmund hat eine liefichworze klerikale Majsnläi. die denn auch das Ansuchen mit folgender Btgrüii» dung ablehnte: „Man könnte nicht einsehen, baß der Verein in sittlicher Beziehung eine segenireiihe Tätigkeit entfalle. ES diene doch wohl nicht j» Hebung der Sittlichkeit, wenn Knaben mit de» nackten Körper und nur mit einem dünnen Bak-Höschen bekleidet sich im Wasser herumiummeltk» und gegenseitig mit Blicke» bemessen könnten . .* Die Dortmunder Klerikalen bade» also in ihm Frömmigkeit gar nicht oder sie steigen in komvleitt» Anzug, vom Scheilel bis zur Zehe bekleidet, tu* Wasser. 'V,___ Auf der Höhe der Zeit steht anerkacnterrn aasen die rühmlichst bekannte Pfaff-Nähmaschine die sich durch neuest« Verbesserungen, gediegene Ausstattung und grosse Dauerhaftigkeit in hervorragender Weise auszeichnet. Auch für Kunststickerei vorzüglich geeignet. Alleinverkatü bei: ^5 Franz Neger'8 Filiale Cilli 7274 2, Herrengaaie 2. 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Wasserbau : Turbinenanlagen, Wehr- und Schleussenbauten in Holz, Stein und Beton, sowie Bach- und Flussregulierungen, Uferschutzbauten, Entwässerungsanlagen, überhaupt Wasserbauten jeden Umfanges. Ausserdem übernimmt die Firma die tadellose Herstellung von Maschinen- und sonstigen Fundamenten aus Beton, Beton-Trottoirs und Bcton-Fussboden, Pflasterungen, mit und ohne Beistellung der Platten, sowie alle in das Fach einschlagende Arbeiten. Auskünfte und Voranschläge ertheilt die Firma auf Wunsch bereitwilligst und zu den coulantesten Bedingungen. Bau-Unternehmunq des Ladislaus Joh. Roth Strassen- und Wegbau, sowie deren Tracierungen. Tiefbau: Anlagen von Canalisierungen, Rohrleitungen, Beton-canäle, Wasserleitungen. Hochbauten u. zw.: Villen, Wohn-, landwirtschaftliche, Fabriksund öffentliche Gebäude, Adapticrungen jeder Art 7302 Ingenieur und beh. aut Stadtbaumeister. /Wfffffl Nummer 59 .A-utsck- Wacht" Seite 7 Aillach. (Zur Gartenbau-Ausstellung.) Mögen sich noch so viele Neider und Nörgler finden, unsere Gartenbau-Au«stellung vom 13. bi« 18. August und der Korso am 15. August werden Glanzpunkte im geselligen Leben Villach« darstellen. Diesen Ein-druck mußte man bei der letzten Sitzung bei Komitee« gewinnen, denn da wurde einmal von Herrn Gattermg festgesttllt, daß die im ersten Programme angegebenen Geldpreise und Medaillen durch die nachträglich au« allen Ländern eingelangten, fast um« doppelte vermehrt wurden und daß feiten« der Gärtner und Gürtenireunde eine äußerst rege Beuiliaung an der Au«stellung zu erwarten steht. Der Ravfahrer-GauverbInd von Körnten beschloß, den Gautag anstait in Friesach a« 15. d. M. in Villach abzuhalten und sich korporativ in der Stärke von 400—500 Radfahrern mit Banner. Fahnen und geschmückten Rädern am Blumenfest-zuge zu beteiligen. Dieser Beschluß de« wackeren Gauverbande« wird mit großem Beifall zur Kennt-ni« genommen und wurden Beschlüsse gesaßt wegen Unterbringung. Empfang, Begrüßung :c. :c. der von nah und fern eintreffenden Radfahrer; die«-bezüglich ist heute schon bi« in da« Kleinste vorge» sorg«, so daß e« unseren lieben Gästen an nicht« «angeln wird. Auch die gewiß heikle Musikfrage, e« sollen vier bi« fünf größere Kapellen gewonnen werden, wird ehesten« ihre Lösung im Einver-nehmen mit den Hotelier« (wegen der Garten-konzerte) finden. Außer den früher genannten Rad-fahrern haben die Beteiligung am Korso mit großen Festwägen noch zugesagt: Der Männergesangverein „Edelweiß-, der Kriey erverein. der Turnverein, die Feuerwehr, die Kaufmannschaft, da« Tressnertal, die Kuranstalt Warmbad, die Herren Beamten der k. f. Staattbahndirektion und mehrere Private. Zu erwarten ist die Anmeldung von Gruppen noch von Annenheim und Mitiewald, von Privaten und einigen Bereinen. Doch mögen diese Anmeldungen tunlichst bald erfolgen. Eine der schönsten Gruppen dürste jene deS Eisenbabnbeamtenvereine« werden, denn die Herren de« Vereine« beabsichtigen etwa« Oroßartiae« zu schaffen und arbeiten bereit« eifrig daran. Einen Festwagen wird auch da« Komitee beistellen. Selbstverständlich wird e« Vorniter, berittene Wappen- und Standartenträger u. dgl. auch geben. Jene Familien der Stadt, welche den Fest-zng fördern wollen und eigene Gespanne besitzen, werden gebeten, dem Komitee hievon Mitteilung zu machen. „Los von Rom"-Bewegung! „protestantische Klugvlütter" können von Interessenten kostenfrei bezogen werden durch Karl Araun's Verlag, Leipzig. Oeutschvölkifche Stellenvermittlung in Eilli. Geschäft« stunden jeden Sonnabend ab 8 Uhr abend« im ersten Stock de« Gasthose« „zur goldenen Krone". AuS der Umgebung wolle man sich behilf« Vermittlung von Arbeitern schriftlich an Franko Heu, Schriftsetzer, wenden. Die Vermitilung erfolgt sowohl für Arbeit-geber, al« für Arbeitnehmer unentgeltlich. Deutsche Arbeiter verschiedener Gewerbe können Stellung finden durch Vermittlung. Stellung sucht: 1 Wagmeister, 1 Lohn-diener mit ersten Referenzen. Gesucht werden: 2 Schneider, 1 Spengler, 1 Tischler; Lehrlinge: 1 Schneider, 2 Spengler, 1 Steinmetz. 1 Bürstenmacher. Äentsches Müdchenheim in pettan. Städtische Erziehung«- und Unterricht«-anstatt für Mädchen von sechs Iahren aufwärts. Gebäude und Einrichtung den modernsten Anfor» Gerungen entsprechend. Volks- und Bürgerschulunterricht, praktisch»» hauSwirtschaftlicher und Wissenschaft-licher FortbildiungSunterricht, fremde Sprachen, Zeich-«en, Muiik ?c.. Kostgeld mit Einschluß der Wäsche, Benützung der Klaviere und iber Nähmaschinen -c., sowie des gesamten WolkS- und BRrgerschulunterrichtes und der Konversa-tionöstundm inionatlich nur 60 Kronen, für den Fort-bildungsunterrricht geringer Zuschlag. Beginn >am 15. September l. I. Anmeldungen ehestens an dem BerwaltungSauSschuß deS Mädchenheims. Genaue Progreamme stehen auf Verlange» sofort zur Verfügung. Hin Wort an die Sommergäste. Die Sommer-gluten sind in« Land gezogen. Wie laden da die kühlen schattigen Hallen in den Parkalleen und in den herrlichen Berganlagen! Und im Parte, an dem die Wellen der silberhellen Sann ein süße« Locklied vorüberrauschen, vernimmst du in sorgenfreier Stunde frohe Musikklänge. Dem Sommerfrischler bietet unser Eilli ja unendlich viel und gewiß mehr al« mancher künstlich ausstaffierte Kurort, wo man für den Flitter noch eine Kui- und Musiklaxe bezahlen muß. Da ist e« doch eigentlich Ehrensache für unsere Fremden, sich nicht nur mit rühmendem Worie, sondern auch mit „klingender" Tat der Stadt, die ihnen so viel Schöne« uud Angenehme« bietet, freiwillig erkenntlich zu zeigen. Der Eillier VerschönerungSverein, in dessen Obhut die Erhaltung und Pflege de« Parke« uno der Anlagen gegeben sind, nimmt Spenden gerne entgegen. Solche wollen in der Buchhandlung Fritz Rasch hinter-legt werden. Die Namen der Spender werden veröffentlicht. Südmark KoMsbücherei. Am I.März 1901 wurde die hiesige Südmark-Volk«bücherei, welche die Werke der besten und beliebtesten Autoren in 1500 Bänden umfaf«t, eröffnet. Die Bücherei ist im Stadtamte (Kasse) untergebracht. Die Au«leih-stunde ist vorläufig aus jeden Montag zwischen 1 und 2 Uhr nachmittag festgesetzt. Jeder Entlehn« hat monatlich den Betrag von 10 Hellern und außerdem für jede« entlehnte Buch einen Betrag von 2 Hellern zu bezahlen. Die Bücher muffen innerhalb 14 Tagen zurückgestellt werden. Da« ausführliche Bücherverzeichni« ist zum Preise von 4 Hellern erhältlich. Die Bücherei kann von j e d e m Deutschen benützt werden. Infolge de« großen Zudrange« wird nun auch an jedem Freitag nach-mittag« zwischen 1 und 2 Uhr eine Au«leihstunde abgehalten. Z>ie Andapester Z>ienfimün«er sür die deutsche Sprache. Die magyarischen Blätter sind über den Verein der Ofenpester Dienstmänner ent-rüstet, weil er sich sür die Beibehaltung der deut-schen Sprache au«sprach. In einer letzthin stattge-fundenen Versammlung de« Vereine« der Dienst-Männer wa? überdie« der Antrag gestellt worden, die Verwaltung de« Vereine« fortab magyarisch zu führen. Nachvem die Versammlung schon diesen Antrag mit Entrüstung und Protstrusen aufgenommen hatte, erklärte der Vorsitzende, daß er die Abstimmung über einen Antrag, der dem Verein nur schaden könne, nicht zulasse; diejenigen, die diesen Antrag eingebracht haben, mögen sich schämen: seit 30 Jahren habe man in dem Verein deutsch gesprochen und werde e« auch hinfort tun. Der Antragsteller heiße noch gegenwärtig „Trübwaffer!' Die Haltung de« Obmanne« fand lauten Beifall. Die Anhänger Trübwasser« inszenierten hierauf »inen Skandal, dem die Polizei ein Ende bereitete, nachdem der Renierung«vertreter die Versammlung sür aufgelöst erklärt hatte. ,.Styria"Qiielle bewahrt sicJ I sich stet«. Habituelle Stuhlveratopfung u. HämorrholdcnT j Robitscbcr j Zugsverkehr anläßlich des Grazer Sängerbnndesfestes. Wie un« da« Betrieb« - Jnfpeklvrat Graz der k. k. priv. Südbahngesellschaft mitteilt, werden au« Anlaß de« Sechsten deutschen Sängerbunde«feste« in Graz nachfolgende Sond erzöge in Verkehr gefetzt: In der Nacht vom Sonntag, den 27., auf Montag, den 28. d. M. : Von Graz nachEilli: Abfahrt von Graz Südbahnhof um II Uhr 55 Min. nacht«; Ausent-hall in allen Stationen und Haltestellen bi« Mar-bürg Haup'bahnhof, dann in Pragerhof, Windisch-Feistritz. Pöltschach und Storö; Ankunft in Eilli um 3 Uhr 41 Min. früh. Von Graz nach Mürzzufchlag, mit Anschluß von Brück a. d. Mur nach Leoben; Ab-fahrt von Graz Südbahnhof um 12 Uhr 5 Min. nacht«; Aufenthalt in allen Stationen; Ankunft in Mürzzufchlag um 2 Uhr 45 Min. nacht«; Abfahrt de« Anschlußzuge« von Brück a. d. M. um 1 Uhr 45 Min. nacht«, Ankunft in Leoben um 2 Uhr 14 Min. nacht«. Von Graz nach Köflach: Abfahrt von Graz Südbahnhof um 12 Uhr 15 Min. nacht«; Aufenthalt in allen Stationen und Haltestellen; An» kunst in Köflach um 2 Uhr nacht». V o n G r a z n a ch W i e«: Abfahrt von Graz Südbahnhof um 12 Uhr 23 Min. nacht«; Aufent-halt in allen Stationen und Haltestellen; Ankunft in Wie« um 3 Uhr 12 Min. nacht«. In der Nacht vom Montag, den 23., aus Dien«tag. den 29. d. M.: Von Graz nach Marburg Haupt-b a h n h o f: Abfahrt von Graz Südbahnhof um 10 Uhr 30 M>n. abend«; Aufenthalt in alleu Stationen und Haltestellen; Ankunft in Marburg Hauptbahnhof um 12 Uhr 30 Min. nacht«. Von Graz nach Köflach und Wie«: Abfahrt von Graz Südbahnhof um 10 Uhr 45 Min. abend«; Ausenthalt in allen Stationen und Halte» stellen; Ankunft in Köflach um 12 Uhr 33 Min. nacht«, in Wie« um 1 Uhr 36 Min. nacht«. In der Nacht vom DienStag, den 29., auf Mittwoch, den 30. d. M.: Von Graz nach Marburg Haupt» bahnhof: Abfahrt von Graz Südbahnhof um 10 Uhr 30 Min. abend«; Aufenthalt in allen Stationen und Haltestellen; Ankunft in Marburg Hauplbahnhof um 12 Uhr 30 Min. nacht«. Bon Graz nach Köflach und Wie«: Abfahrt von Graz Südbahnhof um l0 Uhr 45 Min. abend«; Ausenthalt in allen Stationen und Halte» stellen; Ankunft in Köflach um 12 Uhr 33 Min. nacht«, in Wie« um 1 Uhr 36 Min. nacht«. Nach Schluß der Festlichkeiten in Graz sind weitere Ausflüge gep'ani, sür welche Mittwoch, den 30. d. M., folgende Sonderzüge von Graz Südbahnhof in Verkehr gefetzt werden: Nach AdelSberg und Trieft: Abfahrt von Graz Süddohnhof um 7 Uhr früh mit Schnell« zug«sahrzeiten und Aufenthalten in Leibnitz, Mar» rucg Hauptbahnhof, Pöltschach. Eilli undjSteinbriick; Ankunft in Adel«berg um 2 Uhr 42 Min. nach-mittag«; Besuch der Grotte; Abfahrt von Adel«-berg um 7 Uhr 20 Min. abend«; Ankunft in Trieft um 9 Uhr 20 Uhr abend«. Nach Mürzzufchlag (Fest auf der Pretulalpe): Abfahrt von Graz Südbahnhof um 7 Uhr 25 Min. früh; Ankunft in Mürzzufchlag um 9 Uhr 50 Min. vormittag«. Nach Leoben und auf den Erzberg: Abfahrt von Graz Südbahnhof um 7 Uhr 50 Min. früh; Ankunft in Leoben um 10 Uhr 27 Min. vor» mittag«; ab Leoben nach Vordernberg sind fahr« planmäßige Züge zu benützen. Die vorstehend verzeichneten Sonderzüge können mit allen giltige» Fahrtausweisen und auch mit den ermäßigten Sängerkarien beuützt werden. Attest Wien, 3. Juli 1887. unentbehrliche Zahn-Creme, erhält die Zähne rein, weiss und gesund. 6539-56 (Keil'« Bodenwichse) ist da« vorzüglichste Einlassmittel für harte Böden. Keil'« Bodenwichse kommt in gelben Blechdosen zum Preise von 45 Kreuzern in den Handel und ist bei Traun & Stiger erhältlich. Zur HilImoii ! AlOisWalM, Cilli, Battauiaue MipMll; das anerkannt kräftigt Marburger-Dampfmehl 00 speciell Doppol-Null 00 C. Scherbaum & Söhne zu Original-Preisen pasteurisierte Süssrahm -Theebutter Superfeinst. Aixeröl und echten Woinetsig, Hochfeinen EmmenttiaJer and Sannthaler läse Allerbeete ungarische Salami u. Mai-Primson Alle Mineralwfiaser frischer Füllung. Garantiert echten LiBaa-Blutwein 1 Liter-Flascho 40 kr. Niederlage des beliebten KJeinoscbegg-Champagiier 1 Bon teilte fl. 1.(1«. Zur SalaonT s Seite 8 .Deutsch- Macht " Nummer 59 Kühl ibt die Küche beim Kochen mnGas Kursaal des Kaiser Frau Josef-Bades. Montag, 28. Jnli abends 8 Uhr Vorlesung de» k. k. 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Adresse in der Verwaltung dieses Blattes. 7332 Elegante Wohnungen mit 5—6 Zimmer sind in ! (Ringstrasse) zu vergeben. Nähere Auskunft ertheilt die Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli. 7334 Beschluss- und ». 3/1 Ueber Einschreiten des Konkarsmasse-Verwalters im Johann Scbarner'schen Konkurs«, Herr Dr. Franz Mayer in Schönstein, wird hiemit die Versteigerung der Konkorsliegenschaften E. Z. 102, 103, 104, 375, 376 nnd 377 C. Gde. Schönstem auf Grund der neuerlich vorgelegten geänderten und vom Gl.iubigeransschusse genehmigten Versteigern ngshedingnis-iu und unter Zugrundelegung der Konkurssc&ätzuug bewilligt und zur Vornahme der Versteigerung als einziger Termin der 13. August 1902, vormittags 9 Uhr hg. Amtszimmer Nr. 9 anberaumt. Die zur Versteigerung gelangenden Liegenschaften werden in nachstehender Reihe feilgeboten: 1. E. ZL 102 C. G. Schönstein, umfassend das Wohnhaus C. Nr. 47 mit Stallgebiude im Markte Schönstein; geringstes Gebot...... 10.500 K 2. E. ZI. 375 C. G. Schönstein, umfassend Par*. Nr. 95 Wiese mit 2 a 55 m' und Parz. Nr. 96 Acker mit da lim*; geringstes Gebot .... 240 „ 3. E. ZI. 376 0. (?. Schönstem, umfassend die Gartenparzelle Nr. 161/8 mit 4 a 32 m*; geringstes Gebot............... 150,, 4. E. ZI. 377 C. G. Schönstem, umfassend die Waldparzellen Nr. 495 und 496 mit 58 » 63 m', beziehungsweise 1 a 8 m*; geringstes Gebot. . 350 „ 5. E. ZI. 103 C. G. Schönatein, umfassend eine Getreideharpfe, Aecker und Wiese mit zusammen 150 o 68»*; geringstes Gebot..... 3000 „ 6. E. ZI. 104 C. G. Sihönstein, umfassend Eiskeller, Aecker und Wiesen mit zusammen 46oClm*; geringstes Gebot.......... 1600 „ Die Versteigerungsbedm^ungen und die auf die Liegenschaften sich beziehenden Urkunden können von den kauflustigen bei dem unten bezeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 3, während der Geschäftsstunden eingesehen worden. K. k. Bezirksgericht Schönstein, am 8. Juli 1902. ZI. ad 4278. Kundmachung. Zu Folge des vom Gemeindeausschusse in seiner Sitzung vom 6. Juni 1. J. gefassten Beschlusses wird der vom Stege über den Susinca-bach nächst dem Sannstege am linken Sannufer bis zum Sannhose und im weiteren Verlaufe bis zur Loschnitzbrücke der Keichsstrasse an der westlichen Stadtgrenze führende, seit mehr als 30 Jahren allgemein he-nützte Fussweg. beziehungsweise die von Herrn Giovanni von Zandonatti vor dem Sannhofe an Stelle des alten Weges umlegte Teilstrecke desselben als öffentlicher Weg erklärt und es hat daher jede Absperrung und sonstige Beeinträchtigung desselben in Hinkunft zu unterbleiben. Allfällige Beschwerden gegen diesen Beschluss an den steier-märkischen Landesansschnsg sind gemäss § 29 des Gesetzes vom 21. Jänner 1867 1. G. und Vdgs.-Bl. Nr. 7 binnen 14 Tagen beim gefertigten Stadtamte einzubringen. Stadtamt Cilli, am 23. Juli 1902. 7330 Der Bürgermeisterstellvertreter: Jul. Rakusch. F. Dirnberger'8 Melicatessen-Handluag Cilli, Trazerstraße Hr. 15 7307 lüglicli srlnrlte Solo-Krebse Versandt billigst. 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