LMschrr MchrMstt, Drgan der Verfassungspartei i» Krain. Hr.204 Abonneinenir-Bedingnilse- Ganijöbrig: Für LaibaL fl. 4.— Mit Post fl. S.— ßalbiäbrig: . . . 2.— . . , 2.50 vierteljädrig: . . . I — , . , 1.25 Für Zustellung in'S Hau?: Bierteljährig l0 kr. Samstag, den 5. Juli. Jnsertio n« - Preii e: Einspaltige Petit-Zeile 4 kr., bei Wiederholungen -> s lr. — Anzeigen bis 5 Zeilen 20 kr. Red»lt>on, Administration u.tzipedilion: Herrengasfe Nr. 12. 1884. Neuestes aus Croatieu. Gerade in der herrschenden Aera mit ihren vorwiegend slavischen Strömlinge» erscheint cs besonders interessant und geboten, die Borgänge in Kroatien mit Aufmerksamkeit zu verfolgen. Die Wechselwirkung zwischen gewissen Ereignissen, die sich dort unten und bei uns in Oesterreich abspielen, >ft wie schon wiederholt betont wurde, eine unleugbare. und so sehr äußerlich und staatsrechtlich nach ^rr bestehenden dualistischen Verfassung Croatien als t>n Bestandteil der Stephanskrone derzeit von ^Üen österreichischen Provinzen, also auch den mit 'vrwiegend slavischer Bevölkerung getrennt sein mag, ° wenig läßt sich verkennen, daß vermöge der in ^ letzten Jahren zum hervorragendsten Momente i>, inneren Politik angeivachsenen Nationalitäten-kkvegung die slavischen Aspirationen bei uns und »l dreieinigen Königreiche mehr als einen gemein-l>men Ausgangspunkt und mehr als ein gemeintes I'cl zeigen. Speciell wir in Krain^ haben vielleicht noch mehr als anderwärts Grund, ^ Entwicklung der Dinge in Croatien jederzeit !>Ut Interesse zu verfolgen-, unsere locale Nachbar-schuft, nicht minder die bekannten Auslassungen der ^tjonalen Partei über die kroatischen Verhältnisse die mehr als einmal von nationalen Matadoren eine begehrenswerthe Wendung proelamine mög- Jeuilleton. Die Heils-Armee. Unter den in neuerer Zeit aufgetauchten reli-8>v^en Bewegungen hat kaum eine so viel von sich gemacht, als die in England entstandene Selig-^»cher-Armee und von ihren continentalen Erobe-^gszügen war es insbesondere ihr Auftreten in Schweiz und die Conflicte mit den dortigen Beiden, die allenthalben Aufsehen erregten. Diese ^berufene „Heils-Armee" (richtiger „Heuls"-Armee) ^ eine militärisch organisirte Missions-Anstalt, die ''icht Heiden, Juden oder Türken, sondern Christen Christenthum bekehren will, aber nicht zu einer ^immten Secte, einem positiven, dogmatischen lrmben, sondern nur zu einem „christlichen, gott-^iilligen Lebenswandel", zur Christusverehrung, Gottvertrauen, zur Sittlichkeit. Wie ihr Name ?!U, will sie „Seelen retten", nnd zwar „aus den ^ktuen des Teufels". , In dem vom „General" der „Erlöser-Armee" tausgegebenen „Buch der Weisungen" heißt es: ^ir bezwecken, ein Evangelisirungsfystem zu bieten, besonders den verworfensten und gottlosesten Zementen der Bevölkerung angepaßt sein soll. Wir ^llen die Sklaven der Sünde befreien, in Kinder ^»ttes verwandeln und „soweit als möglich zu ^elenrettern" machen." Das Büchlein „Katechismus liche Bereinigung mit den Brüdern jenseits der Kulpa rechtfertigen durchaus eine solche aufmerksame Beobachtung. Gerade in den allerletzten Tagen hat sich im kroatischen Landtage wieder ein sür die Zustände im Lande ungcmein charakteristisches Ereigniß abgespielt-, wir meinen damit die Einbringung eines Gesetzentwurfes seitens der croatischen Regierung. der als ein in das Justizwelen des Landes tief einschneidender und außerordentlich bedeutsamer zu betrachten ist. eines Gesetzentwurfes, wornach die wichtigsten Bestim-muugen des Gesetzes über die richterliche Amtsgewalt, sowie das Gesetz über die DiSeiplinarver-nntwortlichkcit der Richter, über ihre Versetzung und Pensionirung gegen eigenen Willen aus füni Jahre provisorisch ausgehoben, gleichzeitig aber die Bestimmungen des k. k. Patentes vom 3. Mai 1853 und die Verordnungen des k. k. Justizministeriums vom 3. August 1854 provisorisch in Kraft gesetzt werden sollen. Die Regierung motivirte diese wichtige Gesetzvorlage mit der endlichen Durchsührung der Vereinigung beider Landestheile in die provinziale Grenze. Es werden nämlich die Gerichtsbezirke anders arrondirt. einzelne Gerichte ausgelassen, die Sitze einzelner Gerichtsbehörden verlegt. Demzufolge wird auch daS Richtcrpersonale versetzt werden muffen AlS weiteres Motiv, nnd darin scheint das Schwergewicht z» liegen, gab die Regierung die der Salvation ^rm.v" gibt als Zweck der „Armee" an: „Sie ist eine Armee von bekehrten Männern und Weibern, welche beabsichtigen, alle Menschen zu veranlassen, den Ansprüchen Gottes an ihre Liebe und Verehrung gerecht zu werden oder doch wenigstens zu lauschen." Es ist nun allerdings fraglich und streitig, ob übertriebener und unduldsamer Glaubenseifer besser und werthvoller sei als Jndifferentismus; allein dieser ist selbst in dem so frommen England reichlich vorhanden und bildet den Daseinsgrund der in Rede stehenden, von dem Methodisten-Geistlichen William Booth Ende 1878 in's Leben gerufenen geistlich-militärischen Institution. Ja, auch militärisch; das besagt schon der Name. Alles, ivas mit der Bewegung im Zusammenhänge steht, hat militärische Bezeichnungen und einen militärischen Anstrich. Es gibt da einen General, einen Generalstab, einen Krieg, ein Hauptquartier, ein „Kriegsgeschrei" („War Cry', das zweimal wöchentlich erscheinende Hauptorgan des Verbandes), Uniformen, Militärmusik. Kasernen, Fahnen, Fähnriche, Festungen, Majore, Capitäns, Lieutenants. Serganten, Cadetten, Soldaten, Kanonaden, „schweres Geschütz", Bombardements, Corpsdivisionen, Exercir-llebnngen u. s. w. Das französische Preßorgan der Bewegung heißt „Vorwärts!" und das Verbands-Motto, das auf den Fahnen, den Uniformen, dem Briefpapier u. s. w. prangt, lautet : „Blut und Feuer!", d. H. das Blut der Erlösung und das zahllos einlangenden Klagen über den Richterstand, das Justizwesen, sowie über Defraudationen von Depositengeldern an und erklärte, sie wolle unter keiner Bedingung diese das Land disereditirenden Zustände dulden. Unfähige, nachlässige und bestechliche Richter müssen absolut aus dem Dienste im Interesse des Landes entfernt und entsprechende Disciplinar-strafcn eingeführt, die Autorität des Richterstandes, sein Ansehen wieder hergestellt und indessen soll nach den obangeführten Bach'schen Gesetzen vorgegangen werden. So ungefähr lauten die bezüglichen Nachrichten aus dem kroatischen Landtage und man muß gestehen, daß dieselben auf die dortigen Verhältnisse in einem der allerwichtigsten Zweige des staatlichen Lebens ein ganz eigenartiges und wahrlich düsteres Licht werfen. Wie müssen die Justizzuständc da unten beschaffen sein, wenn derartige scandalöse Vorkommnisse offen und osfieiell im Landtage ein-geslanden werden und die Regierung behufs Sani-rnng derselben sich bemüßigt sieht, vorläufig auf die so viel verlästerten gesetzlichen Anordnungen d?r eentwlistischen Epoche zurückzukommen und zu einer Maßregel von der Energie und Tragweite zu greisen, als eS die SuSpendirung der Unabhängigkeit der Richter auf eine Reihe von Jahren ist. Und diese Verhältnisse, die so schreiend Abhilfe erheischen, haben sich in Croatien in einer Periode heraus- Feuer des heiligen Geistes im Kriege mit dem Teufel. Natürlich kann keine Armee ohne strenge Dis-ciplin bestehen; darum handelt es sich auch hier ausschließlich um Commando und Gehorsam; der „Soldat" gehorcht dem „Serganten", der „Lieutenant" dem „Hauptmann"rc.; Alle aber sind dem „General" blinden Gehorsam schuldig. In der Person des Mr. Booth ist die ganze Bewegung verkörpert; er hält alle Fäden in der Hand. Er ist ein absoluter Monarch, der sich seine Monarchie selbst geschaffen; die Organisation und das ganze Drum und Dran der „Armee" sind seinem Hirn entsprungen. Er ist ein unbewußtes Plagiat des Jesuitengenerals, womit übrigens nicht gesagt sein soll, er sei ein „Jesuit", obzwar ihm vielfach vorgeworfen wird, er sei es. Jedenfalls erwies er sich als gewiegter Menschenkenner, indem er an die streitbaren Jnstinete appellirte, die — sei cs offen oder latent — ein so starkes Element des menschlichen Wesens bilden. Die höchsten wie die niedrigsten Grade in der Seligmacher-Armee stehen dem weiblichen Geschlechts ebenso offen wie dem männlichen. Die weibliche Uniform besteht aus Kleidern und Hüten der denkbar einfachsten und schmucklosesten Art, die männliche aus einem dunkelblauen, ebenfalls höchst einfachen, mit rothen schnüren eingefaßten Geivanve, dessen Nock nur bis zur Hüfte reicht, der Rockkragen trägt gebildet, wo da- Land in seiner inneren Entwicklung ganz selbstständig, wo namentlich der verhaßten deutschen Bureaukratie selbst der geringste Einfluß längst entzogen war, wo wie in Schule und Unterricht, Literatur und Kunst, so auch in Justiz und Verwaltung das slavische Element völlig freie Bahn Hütte, sich eigenartig zu entfalten und heranzuwachsen. WaS wir da unien aber heute sehen, das ist wie auf dem Gebiete des Parteitreibens, so auch auf dem des parlamentarischen Lebens und nicht minder dem der Justiz und Verwaltung in der That im höchsten Grade unerbauerlich und in ausgiebigstem Maße der Reform bedürftig, und wir können nur auf's Lebhafteste wünschen, daß in der einen wie in der anderen Richtung die öffentlichen Angelegenheiten bei uns niemals eine Wendung nehmen möchten, die der in Croatien zu Tage getretenen auch nur annähernd verwandt wäre. Heute ist die Sachlage in Krain, wie wir schon bei einer analogen Gelegenheit zu betonen in der Lage waren, glücklicherweise und trotz Allem, was unter einem mißverstandenen nationalen Gesichtspunkte für das Land Unliebsames schon gemacht wurde, noch immer der in Croatien in keiner Weise gleichend und insbesondere, was die absolute Integrität unseres Rich-terstaudes anbelangt, selbst der leiseste Zweifel ausgeschlossen. Allein es darf niemals übersehen werden, daß die Kräste, die den öffentlichen Verhältnissen in Croatien Richtung, Ziel und heutige Gestaltung gegeben, mindestens latent auch bei uns vorhanden sind, daß cs daher nottnhut, immer auf der Hut zu fein und mögliche Gefahren schon im Keime zu ersticken. Die neue Organisation der Staals-Eisenbahnverwallung. Die „Wiener Zeitung" vom 27. v. M. veröffentlichte das lang erwartete und vielbesprochene Statut sür die Organisation der Staats-Eiscnbahn-verwaltung. Bekanntlich standen sich bei Schaffung dieses Statuts zwei Tendenzen, eine, auf die möglichste Deeentralisation des Eisenbahnwesens gerichtete — hauptsächlich durch die Polen verfochtene — und eine centralistifchc. die thunlichste Einheit in der Verwaltung aller Staatseisenbahncn anstrebende — auf jeder Seite ein messingenes 8, welches „Salvation" (Erlösung) bedeutet, von den Gegnern der Bewegung aber als „Satan" ausgelegt wird. Unter der Jacke tragen die „Soldaten" ein hochrothes „Garibaldihemd". Nach der neuen Erlöser-Geographie ist das Vereinigte Königreich in dreizehn „Divisionen" getheilt, deren jede einein „Major" untersteht, dessen Aufgaben in der Leitung und Überwachung der Operationen aller zur Division gehörigen Corps, sowie in der Ausdehnung des Krieges auf neue Orte und in der Abberufung von für ihre Stellung ungeeignet werdenden Officieren bestehen. Jedes „Corps" steht unter dem Commando eines „Hauptmanns", welchem (oder welcher) ein bis zwei „Lieutenants" an die Hand gehen. Die Kapitäns und Lieutenants sind verpflichtet, die Processionen, Gottesdienste und Versammlungen zu leiten, die Offieierscandidaten zu belehren und Pläne zu neuen und angemessenen Mitteln der Seelenrettung auszuhecken und durchzuführen. Jeder Capitän oder Lieutenant wird jedes halbe Jahr versetzt, damit nicht die Gefahr eintrete, daß sie in einen „alten Schlendrian", in eine Schablone verfallen or>er „sür Personen und Orte eine stärkere Zuneigung fassen als sür Gott und den Erlösungskrieg". „Soldat" ist, wer sich „bekehrt" hat und alle ihm von seinem Berufe gelassene freie Zeit der Er-löserthätigkeit widmet Die Functionäre („Osfieiere") gehen aus den Reihen der „Soldaten" hervor und in erster Reihe von den hohen Militärbehörden vertretene — gegenüber. Leider hat die ersterwähnte Richtung die Oberhand behalten und das neue Statut trägt einen stark ausgeprägten Charakter der Decentralifation und des Ueberwicgcns nationaler und localer Einflüsse an sich. Zwar stellt das Statut theoretisch den Grundsatz auf, daß die Führung des Betriebes auf den Staatsbahnen durch eine selbstständige Gcneraldirection ersolgc — welcher außerdem ein Staats-Eiscnbahnrath beigegeben ist — und daß die Eisenbahnbetriebsdirectionen in den Krön ländern, deren es elf lin Wien, Linz, Innsbruck, Prag, Budweis, Pilsen, Krakau, Laibach, Pola, Spalato und Villach) gibt, dieser Gcneraldirection untergeordnet seien, allein die Detailbestimniungen altcrircn dieses Prineip wieder in der stärksten Weise. Jede dieser Betriebsdirectionen repräsentirt einen selbstständigen Elfenbahnorganismus, von denen jeder seine eigene Direetion, seinen eigenen Betrieb, seinen eigenen Fahrpark, sein eigenes Material, ja sein eigenes Budget besitzt, die außerdem getrennt sind durch die Vcrschicdenartigkeit der Bestimmungen über die Verkehrssprache und die dadurch bedingte verschiedenartige Onalineation der Personale, die unter einander verkehren, wie verschiedene Unter-nehmungcn, und über allen diesen selbstständigen und cigcnbcrcchtigten Körpern ein Central-Organ, welches keine andere Einheit repräsentirt als die der Reglements und der Tarife. Die Gcneraldirection ist außerdem nicht berechtigt, auch wenn die Bor-theile der Anschaffung im Großen und zu den Preisen der Masscnprodnetion noch so groß sein sollten, Verbrauchs-Materialien und Jnvenlarstücke für das Staatsbahnnetz anzuschaffen; in der Beschaffung des Jahresbedarfes an solchen Erfordernissen ist vielmehr die Betriebs-Dircction souverän. Besonders deutlich tritt der decentralisircnde Charakter des neuen Statuts auch aus den Bestimmungen hervor, die cs in sprachlicher Beziehung enthält. Zwar steht hier ebensalls als Grundsatz an der Spitze, daß die Dienstsprache der Staats-Eisenbaknverwaltung die deuische sei, allein im Einzelnen sicht es mit der Dienstsprache wieder ganz anders aus. In Galizien ist der Verkehr mit sämmt-lichen landesfürstlichen und autonomen Behörden in polnischer Sprache ^n den übrigen Kronländcrn ist es den Organen deS Staats-Eisenbahndienstes zur stehen gänzlich in den Diensten des „Generals". Die Capitäns empfehlen dem Hauptquartier die erprobtesten Soldaten, die dann von dem Major der betreffenden Division geprüft werden; berichtet dieser günstig, so muffen sie noch eine vom General selbst gestellte lange Reihe von Fragen beantworten. Gelingt ihnen dieß zu Booth's Zufriedenheit, so werden sie in der im Nordosten von London gelegenen „Schulungskaserne" ausgebildet. Der „Dienst" nimmt die ganze Zeit und Kraft der Angestellten in An^ spruch. Die Besoldung wird aus den Armeefonds bestritten und ist recht dürftig. Für 15 — 27 Shilling wöchentlich muß ein Booth'scher Osficier l9—25 gottesdienstliche Versammlungen in der Dauer von 30—40 Stunden leiten und 18 Stunden dem Hausbesuch Neubekehrter und zu Bekehrender widmen, abgesehen von vielen anderen Obliegenheiten, unter denen namentlich das Abfassen von Berichten an's Hauptquartier hervorragt. Von Sineeuren ist also keine Rede; dieser Umstand läßt den General an-nehmen, daß egoistische, selbstsüchtige, geld- und be-quemlichkeitsliebende Personen kaum unter seinen Officieren zu finden sind. Wir glauben selbst, daß die Anzahl der Heuchler eine sehr geringe sein muß; es mag höchstens Vorkommen, d>iß Mancher als Ean-didat austrilt, we>l er arbeite oder stellenlos ist »nd der geringe pecmüäre Ertrag der Seligmacherei ihm dießfalls, bis sich etwas Passenderes findet, besser dünken mag als gar nichts; aber auch dessen Pflicht gemacht, mit den autonomen Behörden uni» mit dem Publikum in jenen landesüblichen Sprachen zu verkehren, welche von den Parteien und Behörden gebraucht werden. Kundmachungen und Mitteilungen sind stets außer in der deutschen auch in den landet-üblichen Sprachen zu erlassen. So ist die deutsche Dienstsprache nicht» als die Sprache des Verkehrt der Eisenbahndienst-Organe unter einander und mit den Central-Behörden. Daraus aber ergeben sich sür die künftige Gestaltung de» Organismus Folgerungen von ungeheuerer Tragweite. Da cs kaum einen Dienstposten beim Eisenbahnwesen gibt, der nicht den Verkehr entweder mit einer landeSsürstlichen oder einer autonomen Behörde oder mit dem Publikum erheischt, so wird in allen Ländern mit gemischtsprachiger Bevölkerung die Kenntniß einer landesüblichen Sprache neben der deutschen unumgängliches Ersorderniß für die Qualifikation zum Eise»' bahndienste sein, ein Ettorderniß, welches in rein deutschen Ländern wieder entfällt. Damit ist dic Unmöglichkeit gegeben, Organe aus rein deutschen Betriebsbezirken auch nur zur zeitweiligen Dicnste-vcr-wcndung in gemischtsprachigen Bezirken heranzit-ziehen, und die Errichtung deS so wünschenswerthen cinhenlichen Concu'talstatus für das gefammtc Gebiet des Eiicnbahndienstes ausgeschlossen. Dabei ftagt cs sich, ob Personen in genügender Menge vorhanden sind, welche die technische und administrative E>l>' nung mit der geforderten sprachlichen QualificM» verbinden, und ob nicht der Letzteren wird auf Kosten der Elfteren entsprochen werden müssen, abgesehen davon, daß ja eine vielfältige Erfahrung gelehrt hat, in welcher Weise die nationalen Parteien iM Einfluß in solchen Personalfragen einzusetzen gl-wohnt sind. Es ist klar, daß alle dic vorangedeuteten Uebtt' stände, die schon im Frieden in solchem Maße hervor-treten, in einem Kriegsfälle, wo die unbedingte Centralisation des ganzen Eisenbahnwesens ein oberstes Gcbot ist, sich in noch weit bedenklicherer ^ise fühlbar machen müßten. Indessen, die Angelegenheit ist entschieden und auch die begründetste Kritik kan» an der geschaffenen Sachlage nichts mehr ändern; ei bleibt nur zu wünschen, daß cs vermöge einer thunlichst weitgehenden und energischen Ausübung der noch in der Hand der Gcneraldirection verbliebenen Befugnisse, wozu auch das Ernennung' sind wir nicht sicher, denn jedem Aspiranten wn» im Voraus mitgetheilt, daß er eine gewisse Pro»' zeit durchmachen müsse und, falls er sie nicht gu> besteht, keine Anstellung erhält. Die Einnahmen der „8alvg,twn se^n sich aus drei Quellen zusammen: re» Locale Beitrag der Soldaten und Officiere, sowie Sammlungen ^ den gottesdienstlichen Uebungen („Nekrutirungs"-oder ,,Erlösungs"-Meetings); b) Jahresbeiträge undEmze spenden, die von Freunden der Bewegung im Publiknin an s Hauptquartier cingesendet werden; e> der Er o der Verbands-Veröffentlichungen (Zeitungen, Büch«, Broschüren). Außer den zwei schon früher Blättern gibt die „Armee" noch fünf andere her« - > „Die Hilfstruppen", „Das amerikanische -geschrei", „Das indische Kriegsgeschrei", » australische" und „südafrikanische Kriegsgesch - Die vier letzteren Namen rühren daher, daß § — mit seiner ursprünglichen Absicht, London a der geistlichen Verderbniß zu erretten, nicht m ? zufrieden — seinen Wirkungskreis aus ^ theile ausgedehnt hat. Freilich haben seine -nicht überall Glück; wie die schweizerischen cyo ^ mit ihnen verfahren, ist allgemein bekannt, "liH ^ Paris ergeht es ihnen nicht am besten England werden sie gar oü ""'V,^-ien, mengen schlimm angegriffen. Die ^Ztraßen welche das Auftreten ver „Armee" »> der Städte und Dörfer Englands verantali, rrchl trr Bcamlcn gehört, gelingen möge, die der »rucn Organisation so zahlreich innewohnenden tzährlichkeiten einigermaßen zu mildern. Politische Wochenübersicht. Die Landgemeindewahlen für den mährischen Landtag sind ungeachtet der seitens der Regierung zu Gunsten der slavischen Partei in Scene gesetzten lebhaften Agitation für die deutschliberale Partei günstig ausgefallen, sic verlor ein einziges Mandat in einem zweiselhasien Bezirke, der in früherer Zeit ebenfalls immer slavisch wählte, wo sie nur ausnahmsweise bei den letzten Wahlen mit zwei Stimmen gesiegt hatte. Am 15. August tritt dergalizischeLandtag zusammen. Im dalmatinischen Landtage ist in Mitte der kroatischen Majorität der schon seit längerer Zeit vorhandene Bruch zwischen der kcmähigten und der extremen Partei nun offen zu Tage getreten. Die Gemäßigten, unter Führung des Reichsraths-Abgeordnrtcn Klaiä, halten es für ange-tnessener, durch geschicktes Laviren und durch Aus-Nützung jeder möglichen Gelegenheit zur Erlangung von Concessionen die großcroatische Idee zu fördern. Den Extremen, welche sich unter die Führung des Handtags-Abgcordncten Paulinoviv gestellt haben, erscheint dieser Weg viel zu langwierig; sie glauben ^urch rücksichtsloses Vorgehen rascher ihrem Ideale, der Herstellung des dreieinigcn Königreiches, ent-keaenaehcn zu können. In czechischen Kreisen ver-lautet daß der böhmische Landtag am 3 September eröffnet werden und bis zum 10. Oktober dauern soll. Die Eröffnung der Delegationen ist für den 25. October, die Einberufung des ReichSrathcs für den 15- November anberaumt. Die Pragcr Handcl-kammerwahlen sind beendet- Die Deutschen haben in den Kategorien des Großhandels und der Großindustrie, in denen ihnen djx neue Wahlordnung überhaupt die Möglichkeit vfsen gelassen hat. mit ihren Candidatcn durchzu-dringen, eine weitaus überwiegende Mehrheit errungen- ^n den übrigen Kategorien war die Möglichkeit eines Durchdringens der deulschen Wähler von dornhcrein ausgeschlossen. Die Lzechen haben die Majorität erlangt und jubeln über ihren Sieg. Aber hoch hat der Verwaltungsgerichtshof nicht gesprochen eine ständige Abtheilung der Gerichtssaalrubrik der dortigen Blätter. Da Mr. Booth glaubt, die Mehrzahl der Menschen eile blindlings einem Schicksale ewiger Höllenpein entgegen, und da es ihm in Folge dessen ctuf eine möglichst große Quantität von Seelen-»nachcrei ankommt, lehrt er, daß die Prosclyten nichts Besseres thun können, als möglichst viel Zeit an die Bekehrung Anderer zu wenden; jede Stunde, die h,it anderen Dingen ausgefüllt werde, sei daher verschwendet, der „guten Sache" entzogen. Darum dürfe man keine Geselligkeitsvereine bilden, nicht in's Theater gehen, keine Vergnügungslocale besuchen, sich keinem Club anfchließen, keine weltlichen Btudien treiben, keine amüsanten Bücher lesen, sich Nicht geistig ausbilden. Diese Entmuthigungen sind durchaus als schädlich und beklagenswerth zu betrachten und der Ausfluß eines fanatischen Puritanismus; als ob man nicht fromm, ja orthoÜox-deligiös sein könnte, ohne so weit zu gehen! Dagegen verdient lebhafte Anerkennung die UnterdrüLung Niöglichst vieler materieller Bedürfnisse. Die Kleidung »nuß schmucklos sein; essen können die Soldaten und tzssiciere der „Armee" schon vermöge ihrer niedrigen Höhne und Gehalte nicht allzu viel; das Tabak-Hauchen und der Genuß geistiger Getränke sind,ihnen auf's Strengste untersagt, desgleichen das Spielen don Zufallsspielen, die Theilnahme an Jagden, Wettrennen re., das Lügen, das Fluchen, di§ Un- und auch jede serncre Entwicklung der Dinge muß -srüher oder später den realen Verhältnissen und damit dem Deutschthum in Prag und im Kammerbezirke wieder volle Rechnung tragen. Ausland. Der deutsche Reichstag nahm am 27. v. M. das Unfallversicherungs-Gesetz in dritter Lesung mit einer wichtigen, auf Grund eines Com-promisfes zwischen den National-Liberalen und dem Centrum angenommenen Aenderung an, wonach Verunglückte schon von der fünften Woche an eine Entschädigung von zwei Dritteln des Arbeitslohnes erhalten sollen; hiedurch erscheint tatsächlich die Carenzzeit von dreizehn auf vier Wochen herabgesetzt. Montenegro beabsichtigt die Errichtung eines stehenden Heeres. Vom 1. Oktober ab werden NikZiö, Cettinje. Podgoriza. Ueina und Antivari als ständige Garnison 1000 Mann Infanterie, eine Eseadron Kavallerie und eine GebirgS- und Feld-balterie erhalten. Die eg HP tische Conferenz ist am 28. v. M. in London zusammengetreten. Der Gesetzentwurf Englands zur Regelung der egyptifchen Finanzen enthält folgende Punkte: Herabsetzung der Zinsen der unificirlen Schuld auf 3^. der privilegirlen Schuld auf 41/2 Percent. Der Daira-ZiuSsuß blcibt unverändert, falls die Einkünfte zur Verzinsung ausreichen. anderenfalls soll die egyptische Regierung den fehlenden Betrag abzüglich 1^ Percent zuschießen ; der Zinsfuß der Domanialschuld bleibt unverändert; die Funetionirung der Amortisationseasse für die privilcgirte und unificirte Schuld wird suspendirt; die Suez-Canal-Obligationen, welche sich in den Händen der englischen Regierung befinden, würden einer Zinsenreduelivn von ^ oder ^ Pcreent unterworfen. Die englische Regierung leistet oder garantirt einen Vorschuß von 8 Millionen Pfund Sterling zur Zahlung der Entschädigungen und anderen Kosten- Diese Anleihe geht allen übrigen voran. Die in Egypten zu erhebenden Steuern werden um 3^ bis 4 Millionen Pfund Sterling redueirt Italien und Spanien sind, wie die „Times" berichten, zu einem vollständigen Einverstnndniß bezüglich Nord-Afrika's gekommen. Italien will die Ab- ehrlichkeit, jede Gemeinheit im Geschäfts- wie im Privatleben, jede Unreinheit im Handeln und Denken. Um das von ihnen in's Auge gefaßte Publikum in ihre Erlösungsversammlungen zu locken, ist den Seligmachern kein Mittel zu grell, zu ungewöhnlich, zu stark. Je auffallender, desto besser, weil voraussichtlich und erfahrungsmäßig wirksamer. Kommen sie in eine Stadt, in der sie noch nicht gewesen, so kündigen sie sich schon einige Tage vorher durch die sonderbarsten excentrischen Plaeate an, auf denen Morte wie „Krieg", „Blut und Feuer", „Erstürmung" u. dgl. eine so große Rolle spielen, daß es thatsächlich schon vorgekommen ist, daß altmodische, unwissende Leute, in dem Glauben, es werden in der Stadt wirkliche Metzeleien verkommen, zeitweilig in eine andere Stadt übersiedelten und daß man der „Armee" auf Grund solcher Befürchtungen den Einzug gewaltsam verwehren wollte, wodurch es dann wirklich zu blutigen Schlägereien kam. Instrumentalmusik und lärmender Gesang tragen zur Gewinnung neuer „Gar»isons"-Orte ebenso viel bei wie zur fortdauernden Besetzung der bereits emgenommenen. Ist ein Ort einmal „gefallen", so siedelt sich ein Armeecorps daselbst endgiltig an, erwirbt ein Gebäude oder miethet einen Saal und setzt den „Feldzug gegen den Teufel" eifrig fort, wobei die schon so oft geschilderten komischen Pro-eessionen die Hauptrolle spielen. Diese Straßen-umzüge, deren Theilnehmer sehr oft wahre Märtyrer sichten Spanien- in Bezug auf Marokko unterstützen, und Spanien, so weit dieß möglich ist, die Absichten Italiens in Bezug aus Tripolis. Betreffs des letzteren Staates soll Frankreich erklärt haben, keine Einwendung dagegen erheben zu wollen, daß Tripolis in italienischen Besitz übergeht, wenn Italien aus dem deutsch-österreichischen Bündnisse, dem es sich angeschlossen, ausscheidet. In Algier sind am 29. v. M. arge Juden-hetzen ausgebrochen Das Judenvicrtel wurde geplündert und das Theater Malakow zerstört, Militär mußte einschreiten und alle Plätze besetzen. Es haben viele Verwundungen stattgesunden, zahlreiche Magazine wurden gesperrt, weil der Pöbel dort einzubrechen versuchte. Anlaß dazu gab eine Versammlung, welche die Juden von einem Feste, welches beim Abzug der Rekruten gegeben wurde, ausschließen wollte. Die französische Kammer hat am 1. d. M. mit 456 gegen 50 Stimmen den Artikel 1 der Revisions-Vorlage angenommen, wonach eine Revision der Verfassung stattfinden soll. Wochen-Chronik. Kronprinz Rudolf und Kronprinzessin Stefanie werden am 10. d. M. der feierlichen Eröffnung deS LandeSmufeums in Klagenfurt an-wohnen. Kaiser Wilhelm trifft am 15. August in Gastein ein. Anton Graf Szeefen wurde zum kaiserlichen Obersthosmarschall ernannt. Die Wiener V ie h m a r kts fr a g e har wieder eine neue Phase durchgemacht. Die „Budap. Corr." schreibt: „Der österreichische Handelsminister hat an sämmtliche galizische Eisenbahnverwaltungen einen Erlaß gerichtet, mit welchem diese aufgefordert werden, für Viehtransporte mit Relationen nach Preß-bürg unter keiner Bedingung dieselben direkten Tarife zu gewäinen, wie sic dem Viehtransporte in der Rclattvn nach Wien zugestanden werden. Nicht zufrieden mik dieser Maßregelung des Biehlrans-porles nach Preßburg. hat eS die österreichische Regierung noch für nothwcndig gefnndcn. anzuordnen, daß daS galizische Mastvieli. welches nach Preßburg bestimmt ist. in der Station Oswicczim ausgeladen sind — sie werden nämlich vom Pöbel mißhandelt — bilden die Einleitung zu den mehrsach erwähnten „Rekrutirungen" oder „Erlösungsmeetings", welche in den zahlreichen Hallen und „Kasernen" des Verbandes jeden Abend um acht Uhr in einer Anzahl von 12.000 per Woche stattfinden; es geht da recht lebhaft und ernst-komisch, häufig auch ungemein aufregend her und das angewandte Verfahren hat in den meisten Fällen auch wirklich den bezweckten Erfolg, „Sünder" zu „bekehren"; freilich darf man nicht zu genau untersuchen, wie es um die „Erlösung" jedes einzelnen Proselyten bestellt ist. Abgesehen von dem geistlichen, ist auch an einem gewissen moralischen Erfolg der „Armee" nicht zu zweifeln. Beide Erfolge, sowie der finanzielle, sind zum Theil der hohen Befähigung des Generals und seiner Frau, zum Theil der militärischen Organisation, ferner dem ganzen burschikosen, speetakulösen Verfahren des Verbandes, der Strenge der gepredigten Grundsätze, dem Märtyrerrhum. der ewigen Wiederholung desselben Vorgehens, sowie der Notwendigkeit zuzuschreiben, für die „gute Sache" Opfer zu bringen. Aber alle Ergebnisse werden die Bewegung nicht vor dem Untergänge retten, es sei denn, daß die puritanischen Anforderungen an die zu Erlösungs-Maschinen herabsinkenden Verbandsmitglieder, sowie die auf die Dauer wohl nicht zu goutirende streng-despotische Organisation und mehrere andere schlimme Auswüchse gemildert, geändert und beseitigt werden. und gefüttert werdcn müffe und erst nach dicscr Unterbrechung weitergeführt werden könne. Hiegegc» hat cs die ungarische Regierung für nothwcndig erachtet, an die österreichische Regierung eine Vorstellung mit dem Ersuchen gelangen zu lassen, die oberwähnte Verfügung betreffs Filterung des Mastviehes sofort außer Kraft zu setzen, daraus bin-deutend, daß die ungarische Regierung ebenso eine Ausladung und Fütterung des gesammten nicht geringen Viehlransportes aus Ungarn nach Wien anordncn könnte. Auch hat Ministerpräsident Tisza bei den mit dem Ministerpräsidenten Grafen Taaffe fortsetzungswcise gepflogenen Berathungen über diese Angelegenheit Rücksprache genommen und ist gegründete Aussicht vorhanden, daß nach den Konferenzen, welche sich Graf Taaffe mit feinen Minister-collegen Vorbehalten hat, eine dem Gesetze und den Wünschen der ungarischen Regierung entsprechende günstige Erledigung dieser Angelegenheit erfolgen wird." Die in Böhmen domieilirenden Notare faßten gelegenheitlich der in Prag am 28. v. M. abgchaltcnen Plenarversammlung den Beschluß, eine Central-Deputation des österreichischen Notarcn-vercines möge beim Finanzministerium dahin wirken, daß für in Notariatsform abgcfchlossene Geschäsle eine mäßigere Gebührenbemefsnng eintrete, und beim Justizministerium Schritte einleiten wegen Sammlung von statistischen Daten über die Folgen der Beringung, daß die Verlassenschaften den Nolaren abgenommen und den Gerichten zugewiesen wurden. Ferner wurden Beschlüsse gesaßl behufs Publieirung populärer Darlegungen über die Wichtigkeit des Nolariats. Notar Simany aus Tabor bcanttagtc, daß mit Rücksicht auf beide Nationalitäten der nächste Versammlungsort die deutsche Stadl heischen sei. Max auS Tctschcn erklärte, es würde Alles aus-geboten werden, den Aufenthalt den Collcgen in Tctschcn so angenehm als möglich zu machen. Hierauf wurde Tctschcn zum nächsten Versammlungsort gewählt. Die am 29. v. M. in Windisch Feistritz statt-gefundene Versammlung des untersteirischen Fort-schrittsvereines nahm folgende Resolution an: „Der unterstcirische Fortschrittsverein verwahrt sich feierlich gegen jcdc Sondcistcllung der Unterstciermark, sei cs in politischer oder administrativer Hinsicht, weil cr darin eine Gefährdung der Jntcrcffcn des Landes und einen Verralh an der altererbten und von allen Landesbewohncrn seit Jahrhunderten heilig gchaltencn Einheit der Sleicrmark erblickt. Der Verein vezeichnet die bekannten Forderungen des Memorandums, sollten dieselben als Wünsche der Bevölkcrung hingcstcllt werden, als eine bewußte Unwahrheit und ist entschlossen, für die Wahrung der Integrität und der Institutionen des Landes zu jeder Zeit mit allem Nachdrucke einzutreten und jcdc gegcnthcilige Bestrebung bis auf das Aeußerste zu bekämpfen" Am 30. v M. fand in Klagensurt die com-missionelle Begehung der Tramway-Trace Bahnhof Klagenfurt — Lore'tto am Wörther Sec statt. Am 17. und 18. August wird in Wien ein allgemeiner österreichischer Veteranentag abgehalten werden. FZM. Graf Nobili ist am 29. v. M. im hohen Alter von 85 Jahren in Wien gestorben. In Villach wurde eine Fraucn-Ortsgruppe des Deutschen Schulvereines gebildet, die bereits 138 Mitglieder zählt. In Gerona (Spanien) wurden zwei höhere Osficiere wegen Theilnahme an der revolutionären April-Bewegung erschaffen. Die Nachrichten über den Ausbruch der Cholera in Toulon und Marseille üben auf den Verkehr zwischen Fiunic und den Häfen Süd-Frankreichs einen drückenden Einfluß aus. Die Triester Sec- bchördc ordnete sür alle Schiffe aus den französischen Mittelmeerhäsen eine zehntägige Quarantaine bei unverdächtiger und eine z>oa:'zigtägige bei verdächtiger Uebevfl'.hrt an. Die in Toulon und Marseille zum Ausbruch gelangte Cholera hat bisher zwar keinen allgemein bedrohlichen Charakter angenommen, allein die Sterbefälle dauern in immerhin besorgnißerregendcr Zahl fort und auch die Verbreitung der Seuche hat zugcnommen. Die Wiener officicllc „Abendpost" schreibt: „Die Nachrichten, welche in den letzten Tagen über den Verlauf der Cholera in Toulon und über die Verschleppung derselben nach Marseille cingelangt sind, schließen jeden Zweifel daran aus, daß die in diesen Städten herrschende epidemische Krankheit die asiatische Cholera sei." In der Nacht zum 28. v M wurde auf der Wiener Sternwarte ein neuer Planet entdeckt. Das Gestirn gleicht einem Sterne 125. Größe und hat dieser Planet, welcher die Ordnungsnummer 237 trägt, durch Professor Oppolzer den Namen „Cölestina" erhalten. Die neuesten Cnrlisten weisen folgende Ziffern auS: Aussee 1212, Baden bei Wien 5880, Buzias 251, Darkau 243, Franzensbad 2930, Gainfahrn 534, Gleichenberg 1757, Gmunden 1678, Gräfenberg 434, Hall 966,'JschI 3017, Karlsbad 13 954, Königs-wart 80. Krapina-Töplitz 580, Lublau 92, Luha-tschowitz 485, Marienbad 5303, Mondsee 221, Neudors 60, Norderney 300 Pistyan 1142, Pyrmont 3481, Pörtschach am See 235, Reichen-hall 2010, Reiner; 1204, Rohitsch 429, Römerbad 302, Roznau 555, SliaeS 314 Trenesin-Töplitz 948, Tüffer 205, Vöslau 1785, Warasdin-Töplitz 1343, Wildbad Gastein 1042, Zell am See 461 Personen. In Mailand wurden dem Juwelier Con-falonieri für 160 000 Lire ungefaßte Edelsteine gestohlen. Der Juwelier setzte eine Prämie von 5000 Liren aus sür Denjenigen, welcher positive Mitteilungen über die Spuren des Verbrechens macht. Außerdem verspricht derselbe eine Belohnung bis zu 25.000 Liren sür die Wicdcrhcrbeischaffnng der gestohlenen Juwelen. In Edinburgh brannte das königliche Theater ab-, ein Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. Bischof Rudigier in Linz pflegt, wie allbekannt, von der Preßfreiheit den ausgedehntesten Ge brauch zu machen -, fein neuester, der Oeffcntlichkcit übergebener Hirtenbrief zieht wieder gegen die liberalen Institutionen los, agitirt zu Gunsten elerikaler Landtags-Candidaten und organisirt einen förmlichen Kreuzzug gegen die noch in Kraft bestehenden liberalen Bestimmungen der Volksschul-gesetze. In mehreren Ortschaften des Neutraer Comi-tatcs wurden am 29. v. M. in der sechsten Nach-Mittagsstunde Erderschüttcrungen verspürt. In Rußland hat in Folge der letzten Juden-Exeesse die Auswanderung von Inden nach Amerika, besonders in der Umgebung von Kamieniee-Podolski, Proskurow und Balta, neuerdings große Dimensionen angenommen. In Klausenburg wurden aus der Eisenbahn-Stations-Casse 27.000 fl. geraubt. Provinz- und Local-Nachrichten. — (Personalnachrichten.) Die „Wiener Zeitung" vom 3. d. M. brachte die Ernennung des Grazer Eanonicus Missia zum Fürstbischof in Laibach. — Landespräsident Freiherr v. Winkler hat einen vierwöchentlichcn Urlaub angetreten. — FML. Georg Ritter v. Stuben rauch, vormals Truppendivisionär in Laibach, wurde zum Comman-danten des 10. in Mähren und Schlesien dislocirten Corps ernannt. — (DieJubiläumsfeier des fünfzigjährigen Bestandes der hie s. Handelslehranstalt) findet morgen nach dem von uns bereits mitgetheilten Programme statt. Das Interesse hiefür ist in allen Kreisen ein sehr reges, so daß die Feier aller Voraussicht nach einen sehr gelungene« und animirten Verlauf nehmen wird. Einen besonderen Glanz wird dem Feste die Theilnahme der fremden Gäste — ehemaliger Schüler der Anstalt — verleihen, die in sehr großer Zahl hiezu angemeldet sind; dieselben werden aus den meisten österreichischen Provinzen und selbst aus weiter Ferne, aus dem Auslande, wie aus Italien und Serbien, zum Jubiläum hier eintreffen. Wie es einerseits für die Tüchtigkeit und den vortrefflichen Ruf der hiesigen Handelslehranstalt spricht, daß an ihrem Ehrentage aus allen Weltgegenden sich ehemalige Schüler derselben hier zusammenfinden, so kann cs andererseits die Stadt selbst nur mit wahrer Befriedigung begrüßen, wenn bei diesem Anlasse ihr so viele fremde Gäste, die vor Jahren in einem hiesigen Institute ihre Ausbildung genossen, wieder einen Besuch ab-statten. — (Ernennungen.) Das österreichische Ackerbauministeriuin hat den Forstassistenten der Forst-und Domänen-Direction in Görz Karl Schwabe und den Forstassistenten der griechisch - orientalische Religionsfonds - Güterdirection in Czernowitz Franz Donner zu Forstinspections-Adjuncten, und zwar den Ersteren für Adelsberg, den Letzteren für Rudolft-wert ernannt. Was den forsttechnischen Posten in Littai betrifft, hat das genannte Ministerium den unter Einem zum Forstassistenten im Bereiche der Forst- und Domänendirection Görz ernannten Joses Lasiö hiezu ernannt. — Der Landespräsident hat die in Krain erledigten Forstwartstellen zweiter Elrsse dem Forsttechniker Eugen Mahr in Laibach und dein Forstgehilfen Anton Arigler in Montona und die erledigten Forstwartstellen dritter Classe dem 8^' ivarte Joses Tablar in Oberburg, dem Forstgeh^" Alfred Buda in Landstraß, dem Privat-Forstad-juncten Johann Vdoviö in Hammerstiel und dein Privat-Forstadjuneten Eduard Psesferer in Stein* wand verliehen. — (Zur Sichelburger Frage.) Wie gemeldet wird, hat der Universitäts-Professor Dr. FE vier in Prag dem Grafen Taaffe ein von ihm verlangtes wissenschaftliches Gutachten über den Eon>' missionS-Bericht der ungarischen Grenzregulirungi-Deputation überreicht. Danach sollen sich die Argn-mente, welche dieser Bericht gegen die staatsrechtliche Zugehörigkeit Sichelburgs zu Krain vorbrachte, als durchaus unhaltbar, die Annahme von zwei Sichel* burger Bezirken vollends als ein pures Hirngespinst hcrausgestellt haben. Nachdem schon im Jahre 188 der Anspruch Krains in einem von demselben G? lehrten abgefaßten Memoriale als unwiderleglich er* wiesen und auf Grund desselben auch von der ungarischen Regierung rückhaltlos anerkannt worden war, haben es die Croaten doch wieder verstanden, ihren Wünschen in Pest Gehör zu verschaffen un die bereits begonnene Grenzregulirung in's SW e zu bringen. — (Die Erlernung der ^"^sH . Sprache) wird in Krain nicht bloß in den Schue sehr vernachlässigt, auch den Behörden wäre z» Vermeidung unliebsamer Kritiken in Fachzertunge ein correcteres Deutsch anzuempfehlen, als es M in jüngster Zeit in manchen Erlässen vorfindet. L>e Botaniker Dr. Holzinger hat dießfalls in seinem > den Mittheilungen des naturwissenschaftlichen für Steiermark Heuer erschienenen Bortrag über > bisher erflossenen Landesgesetze zur Vertilgung Kleeseide auch das dießbezügliche LandesgcM Krain vom II. Februar 1883, L. G-M. "r. . einer Besprechung unterzogen, worin "b" ' erfloffene Durchführungsverordnung des Her Präsidenten für Krain vom 29. April 1883, Pr.-480, die im Landesgesetzblatte für Lkrain Jahrgang 1883 unter Zahl 11 vorkommt, Nachfolgendes bemerkt wird: „In dieser Verordnung ist unter Anderem von ., Seide auf dem Lein (eusenta spilinum)" ^sic!^ und der „Seive auf Wicken «euseuta curopia)" die Rede. Wenn nun auch die Corrumpirung der lateinischen Nomenklatur, die sich sowohl im deutschen Texte, als auch in der slovenischen Ueber-sekuna deS Landesgesetzblattes sehr unangenehm bemerkbar macht, hoffentlich nur auf einen Druckfehler zurückzuführcn ist, so hätte man von einer amtlichen Kundgebung doch jedenfalls ein genießbares Deutsch erwarten dürfen; man bekommt aber in dieser Verordnung unter Anderem folgendermaßen ronstruirte Sätze zu lesen: „Um die Kleeseide und die mit ihr verwandten anderen Seidcarten zu ver-Äaen mit der Aussicht, daß sie nicht wiederkehrt, ist es notwendig, sich gegenwärtig zu halten, daß, wenn die Seide auch nur auf den oberirdischen Theilen der Pflanzen schmarotzt, sie dennoch ganz nahe am Boden sich h'"S'eht und an den Pflanzen haftet. Mort wo es sich um eine Vertilgung der Seide auf ^ -veren'nirenden Pflanzen, z. B. Klee, Wiesen "ttene Seive vom Felde weggetragen ,vird um am besten verbrannt zu werden, nichts von ihr auf dem Felde verloren geht, denn iedes Stengelstück der Seidenpflanze vermag eine rieue Pflanze und damit eine neue befallene Stelle ru erzeugen- ^ ___' (Einiges Aufsehe n) macht die plötzlich erfolgte Pensionirung des dalmatinischen Obersinanz-rathes und Reichsrathsabgeordneten Dr. Vitezich und ! man bringt dieselbe mehrseitig in Verbindung mit den Angriffen des Genannten im Abgeordneten-Lause gegen die Statthalter von Triest und Dalmatien. Dr Vitezich zählt zu den verbissensten Nationalen und zeichnete sich auch unter der früheren liberalen Reuierung schon durch die heftigsten Ausfälle gegen -ie Regierungsorgane aus; Baron Pretis insbesondere war seit Langem Gegenstand seiner wenig wählerischen Attaquen. Merkwürdig bleibt nur, daß Herr Ober-sinanzrath Vitezich den blauen Bogen unter der jetzigen Regierung erhielt, zu deren Anhängern er zählte, während er in der liberalen Aera, ungeachtet seiner verbissenen Opposition, völlig unangefochten blieb. (Wegen Gründung eines allgem. Arbeiter-Kr anken-Unter st ützungs-Berlin es für Krain) hielt am 28. v. M. in Folge Einladung eines aus den Herren Johann Baum-artner, M. Pakiö, Albert Samassa und W. Tönnies bestehenden provisorischen Comite's eine größere An-abl hiesige Industrieller und Vertreter hier bc-stekender Krankenunterstützungsvereine im Rathhaussaale eine Versammlung ab. Das provisorische Eomit^ erstattete über die bisher cingeleiteten Schritte, nübesondere über das mit der allgemeinen Arbeiter-Unterstützungs- und Jnvaliden-Casse in Wien gepflogene Einvernehmen ausführlichen Bericht und leate auch bereits den Entivurf eines Vereinsstatuls vor- I" ^ hierauf folgenden längeren Debatte ,wurde die Nützlichkeit und Nothwendigkeit des geplanten Unternehmens im Interesse der arbeitenden Classe allgemein anerkannt und sodann ein sieben-gliedriges Comits, in das die Herren Joh. Baumgartner, Dobrlet, Drelse, Dr. Keesbacher, Dr. Schaffer und W. Tönnies berufen wurden, mit der Aufgabe betraut, einmal den Statutenentwurf im Hinblick auf die hierländischen Verhältnisse durchzuberathen und eventuell abzuändern, weiters die Modalitäten aufzustellen, unter denen die in Krain bereits bestehenden und zum Theile namhafte Capitalien besitzenden Krankencassen dem neuen Verein beizutreten hätten, und schließlich nach Vollendung dieser Aufgabe eine größere Versammlung behufs Constituirung des Vereines einzuberufen Es ist sicherlich zu wünschen, daß das in Aussicht genommene Unternehinen möglichst bald in's Leben trete, da, wie es in der Natur der Sache liegt und wie auch die Erfahrungen anderer Länder gelehrt haben, durch eine solche, das ganze Land umfassende Kranken- und Jnvaliden-Casse den Bedürfnissen der interefsirten Kreise in weit verläßlicherer und ausgiebigerer Weise entsprochen werden kann, als dieß im Allgemeinen bei kleineren, wenn auch noch so gut geleiteten Vereinen möglich ist. — (Das von derOrtsgruppeLaibach des DeutschenSchulvereines zum Be st en des Vereinsfon des veranstaltete Garte n s e st) fand am Mittwoch, den 2. d., Abends im Casinogarten statt. Das fortdauernd regnerische und kühle Wetter des vergangenen Monats hatte eine wiederholte Verschiebung des Festes nothwendig gemacht und auch am genannten Tage selbst standen die Wolken gegen Mittag drohend am Himmel, gegen 2 Uhr ging sogar ein ausgiebiger Sprühregen nieder am Nachmittag aber heiterte sich das Wetter gründlich aus, und es gab einen warmen, herrlichen Som-merabend, wie ihn das heurige Jahr noch nicht gebracht hatte. Lange aber schon vor Anfang des Festes begann der mit zahlreichen Fahnen und Schildern reich geschmückte und bei anbrechender Dunkelheit mit vermehrten Gasflammen und Hunderten von Lampions prächtig erleuchtete Casinogarten sich zu füllen und nach acht Uhr war der ganze Gartenraum und die anstoßende Veranda von einem eleganten und erlesenen Publikum aus allen Civil- und Militärkreisen wohl besetzt und kein Plätzchen meln leer; es mochten im Ganzen über siebenhundert Personen anwesend gewesen sein, so daß in manchen Momenten die Circulation zwischen den dicht besetzten Tischreihen schwierig wurde. Die Musikcapelle unseres einheimischen Infanterie-Regimentes unter der Leitung ihres tüchtigen Capellmeisters Herrn Nemrava begann nun unter lebhaftem Veifalle ihr gewähltes Programm in ausgezeichneter Weise zu executiren, allenthalben entwickelte sich heiteres Leben und lebhafte Stimmung und bald bot der ganze Garten das Bild einer glänzenden und animirten Festversammlung. Einen besonderen Anziehungspunkt boten die sünshalbhundert in der Veranda in geschmackvollster und wirksamster Weise aufgestellten Gewinnste, die für das beabsichtigte Bestkegelscheiben gespendet worden waren und die eine kleine Exposition kunstgewerblicher und literarischer Gegenstände aller Art darstellten, von einer Reichhaltigkeit und einem Werthe, wie sie bei ähnlichem Anlasse hier wohl kaum noch beisammen war; entsprechend der Zahl und Schönheit der Spenden war aber auch die Nachfrage nach Serien und als mit dem Vertriebe begonnen wurde, da gingen die Taufende derselben wahrhaft reißend ab; von einem Ausbieten gar keine Rede, sondern man drängte sich an die Stellen, wo der Verkauf stattfand, förmlich heran und in kurzer Zeit war auch die letzte Serie genommen. Die reichen Gaben prangten nun auf den Tischen der glücklichen Gewinner und einzelne glichen nicht mehr einer gedeckten Tafel, sondern viel eher einem eleganten, mit Lampen, Albums, Prachtwerken u. dgl. bedeckten Salontische. Nach der sechsten Musiknummer folgte das vom „Laibacher Turnverein" veranstaltete Schauturnen und Kürturnen am Reck. Unsere wackeren deutschen Turner leisteten wieder Vorzügliches und die Ruhe, Sicherheit und Vollendung, mit der auch die schwierigsten Uebungen durchgeführt wurden, gaben neuerlich Zeugniß, in wie gediegener und erfolgreicher Weise das Turnen innerhalb des Vereines gepflegt wird; das um die Turnergruppe in dichten Reihen geschaarte Publikum begleitete die einzelnen Uebungen mit stürmischem Applaus Nach halb 11 Uhr wurde in sehr gelungener und wirksamer Weise ein hübsches Feuerwerk abgebrannt und als der ganze, reich decorirte, von einem eleganten Publikum, darunter von einem reizenden Damenflor, dicht besetzte Garten in bengalischem Lichte taghell erglänzte — das war wahrhaft ein prächtiger, wunderschöner Anblick; als nun die Musikcapelle unter dem brausenden Beifalle aller Anwesenden den Marsch „Mein Oesterreich" intonirte: in diesem Momente hatte die allgemeine Feststimmung und die ganze Feier ihren Höhepunkt erreicht, doch noch nicht ihr Ende gefunden. An den meisten Tischen blieb die Gesellschaft in fröhlicher Laune noch lange vereint und als wir um Mitternacht den Garten verließen, waren wir noch sehr lange nicht die Letzten. Auch von auswärts waren im Laufe des Abends mehrfache Kundgebungen eingelangt, worunter namentlich ein von Dr. Äusserer in Lichtenwald gesendetes Telegramm die freundlichsten Grüße brachte, das mit den Worten des Dichters schloß: „Aengstliches Zagen, weibisches Klagen, wendet kein Elend, macht Euch nicht frei. Nimmer sich beugen, kräftig sich zeigen, rufet die Arme der Götter herbei." — Was das finanzielle Resultat des Abends anbelangt, so liegt uns der difinitive Abschluß noch nicht vor, allein es unterliegt keinem Zweifel, daß auch dieses ein sehr bedeutendes sein wird; die Bruttoeinnahmen betrugen über 1000 fl-, so daß wohl auf einen reinen Ertrag von über 900 fl. zu rechnen ist, — gewiß ein rühmlicher Erfolg zu Gunsten des schönen und edlen Zweckes, dem der Abend gewidmet war. So gestaltete sich denn das ganze Fest in jeder Richtung zu einem überaus gelungenen und glänzenden, und es lieferte zugleich einen außerordentlichen erfreulichen Beweis für die rege Theilnahme und die warmen Sympathien, welche dem Deutschen Schulvereine in allen Kreisen unserer Landeshauptstadt entgegengebracht werden. Die Herren des Vorstandes der Ortsgruppe Laibach, wie die übrigen Mitglieder des Fe>tcomit6's können mit ungetheilter Befriedigung auf den errungenen großen Erfolg zurückblicken und des aufrichtigen Dankes aller Freunde des Deutschen Schul-vereines und aller Gesinnungsgenossen gewiß sein! >—(Das heurigeJahr ein schlimmer Vorläufer des Jahres 1886.) Aus Jnner-krain wird uns geschrieben: Die hiesige Landbevölkerung macht sich Heuer auf eine schlechte Ernte und Weinlese gefaßt, indem in Folge des anhaltenden Regenwetters und der Kälte des Juni die Vegetation sehr im Rückstände blieb, in den Nächten vom 18. und 19. Juni ein ziemlich starker Reif in den höheren ungeschützten Lagen das Erdäpfelkraut, die Fisolen, die jungen Saaten der Hirse und des Mais total versengte und in den Weingegenden des Wip-pacher-und Üremer-Thalcs während der Blüthezeit der Weinrebe anhaltend schlechtes Wetter war. Noch größer jedoch ist die Besorgniß der Bauern, daß das Heuer begonnene Unheil sich im Jahre 1885 in noch stärkerem Maße wiederholen iverde, um im Jahre 1886, welches nach einer alten Prophezeiung als ein Jahr der allgemeinen Pestilenz, des Krieges und der Hungersnoth bezeichnet wird, seinen Culmi-nationspunkt zu erreichen, so daß Diejenigen aus der gegenwärtigen Generation, die dieses Unglücksjahr überdauern werden, sich als glücklich preisen können. Bekanntlich ist das Landvolk für schlimme Vorhersagungen sehr empfänglich, daher auch der panische Schrecken vor dem Unheilsjahre 1886 erklärlich ist; er wurde durch einen Bauernkalendrv verbreitet, in welchem sich bezüglich dieses letzteren Jahres, in welchem bekanntlich Ostern auf das äußerste Datum hinausrückt, das eS überhaupt erreichen kann, nämlich auf den 25. April (St. Marcustag), und demgemäß auch die übrigen beweglichen kirchlichen Feste in eine ungewöhnlich späte Zeit fallen, nämlich Pfingsten auf den 13. Juni (St. Antonitag) und Frohnleichnam auf den 25. Juni (St. Johannistag), auf eine uralte lateinische Prophezeiung bezogen wurde, welche lautet: „tznkMklo Llareus kascd» öadit, Antonius p6Nt6008t»dit, Joannes Odristi eorpus oäoradit, l'otus munäus v»e olLMLdit,", oder zu deutsch: „Wenn Ostern auf St. Marcus, Pfingsten auf Antoni und Frohnleichnam auf Johanni fällt, Dann wird erfüllt von Jammerrufen, Wehgeheul die ganze Welt." Nach dem Nicäischen Concil im Jahre 325, in welchem die erste bestimmte Norm für die beweglichen kirchlichen Festtage gegeben wurde, hat mit Rücksicht darauf, daß am Sterbetage Christi Vollmond zur Zeit der Tag- und Nachtgleiche war, der Sonntag nach dem ersten Vollmond nach der Frühlingsnachtgleiche am 21. März als Ostersonntag zu gelten oder, wenn der Vollmond auf einen Sonntag fiele, der unmittelbar nächstfolgende Sonntag. Nach dieser Regel kann Ostern frühestens am 22. März und spätestens am 25. April sein. Im Jahre 1886 tritt der Vollmond des Monats März am 20., dem der Frühlingsnachtgleiche unmittelbar vorhergehenden Tage ein, es ist demnach für die Bestimmung des Osterfestes in diesem Jahre der Vollmond des Monates April maßgebend, welcher den 18., an einem Sonntage, eintritt, daher das Osterfest erst am darauffolgenden Sonntag den 25. April gefeiert werden kann. Hiedurch erreichen auch Pfingsten und Frohnleichnam die äußersten Termine, an denen sie überhaupt stattfinden können. Seit jenem Concil gab es folgende Jahre mit so späten Ostern, als es im Jahre 1886 der Fall sein wird: 387, 482, 577, 672, 919, 1014, 1109, 1204, 1451, 1546, 1666, 1734; in den nächsten Jahrhunderten werden es sein: 1943, 2038, 2190. Jene üble Prophezeiung stammt von der mittelalterlichen Praxis der Sterndeuter, Kalendermacher und Verfasser der Praktiken — welcher letztere Name sich noch in dem krainischen Namen Pratika für Kalender erhalten hat — her, da sie außergewöhnliche Himmelserscheinungen oder in diesem Falle sehr selten sich ergebende Lunationen mit einer schlimmen Vorbedeutung in Zusammenhang brachten. Jedoch die fortschreitende Aufklärung hat schon längst die einst hoch in Ansehen gestandenen Kalenderprophezeiungen als Ausgeburten der Phantasie nachgewiesen und auch dießmal können sich die Jnnerkrainer Bauern über das, was im Jahre 1886 zu geschehen hat, getrost beruhigen, was übrigens die einsichtsvolleren unter ihnen schon jetzt thun. — (Die Hügelgräber von Noviäe in der Pfarre Bründl im Gerichtsbezirke Gurkfeld.) In den jüngst erschienenen Sitzungsberichten der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien ist der siebente Bericht der prähistorischen Commission der genannten Gesellschaft enthalten, worin Herr Musealcustos KarlDeschmann einen ausführlichen Fundbericht über die vom krainischen Landesmuseum an besagter Gräberstätte im Jahre 1883 eingeleiteten Nachgrabungen erstattet. Es wurden für das Landksmuseum daselbst secls Grabhügel (Go-mile) unter Leitung des Herrn Präparators Ferdinand Schulz abgetragen; auch das k. Hofmuseum in Wien, wo eine Sammlung von Funden aus den wichtigsten prähistorischen Grüberstätten der österr. Monarchie angelegt wird, ließ drei Gomile aufdecken, über deren Ergebniß Herr Hofrath von Hochstetter im Anhänge zu jenem Berichte weitere Mittheilungen macht. Außerdem hatte Herr Schulz bei Osredek, ebenfalls zur Pfarre Bründl gehörig, zwei Grabhügel an einer Stelle, wo deren etliche achtzehn Vorkommen, aufgedeckt; das Ergebniß an dieser Stelle war nur eine schön geformte, große Thonurne und muhte die weitere Nachgrabung in Folge Nichtgestattung der Gutsinhabung von Sauenstein, auf deren Grund sich diese Gräberstätte befindet, unterlassen werden. Die Nekropole von NoviSe, an welchem Orte nach der unter der Landbevölkerung noch jetzt erhaltenen Sage in den heidnischen Zeiten eine ausgedehnte, befestigte Niederlassung bestanden haben soll, bestand aus einer so großen Menge von Gomilen, wie sie bisher von anderen, in der Urzeit besiedelt gewesenen Stätten in Krain noch nicht bekannt geworden war, daher daselbst reiche Funde zu erwarten waren. Gleich hinter der Ortschaft befanden sich auf der Gemeindehutweide deren etliche dreißig, mit Haselgesträuch dicht bewachsen, in der Form riesiger Maulwurfshügel. Die Höhe der meisten betrug über 2 Meter, ihr Durchmesser an der Basis zwanzig Schritte. Die Fundverhältnisse der den in Urnen bestatteten verbrannten Leichen beigegebenen Objecte waren die nämlichen, wie in St. Margarethen im Nassensußer Bezirke, von wo eine auserlesene Sammlung sich im Landesmuseum befindet. Ganz erhaltene Gegenstände, mit Ausnahme der prächtig patinirten Arm- und Fußringe, kommen nur sehr selten vor, die Gewandnadeln (Fibeln) sind mit den in Ober-Italien gefundenen ganz übereinstimmend, sie gehören meist dem sogenannten Nachen- und Certosa-Typus an. Auch fanden sich bronzene hohle Cylinder mit an Kettchen daranhängenden, dreieckigen Blechen vor, ein Schmuckgegenstand, über dessen Bedeutung die Archäologen noch nicht einig sind. Bronzene Pfeilspitzen, sowohl flach als in der Form kleiner, hohler, dreiseitiger Pyramiden, mit einem Loch für den Giftstoff fanden sich, wie in Vatsch, auch hier vor. Bernsteinperlen und schöne Glasperlen waren nicht selten. In den Besitz des Hofmuseums gelangte ein leider ganz zerfallener Schüsselhelm aus Holzgcflecht, mit Leder überzogen, die äußere Oberfläche ganz mit Bronzenägeln und kreisrunden Bronzeplatten bedeckt. Derartige Helme wurden in den Vorjahren, ebenfalls nur im defecten Zustande, vom Landesmuseum bei St. Margarethen ausgegraben; bisher ist diese Form non Kopfbedeckung nur in Krain gefunden worden, sie stimmt vollkommen mit den Helmen überein, welche die auf der berühmten Bologneser Situla in getriebener Arbeit dargestellten Krieger tragen. Sehr merkwürdig ist eine gut erhaltene Thonurne, welche am oberen verzierten Rande die sogenannte Svastika trägt, d. i. ein Hackenkreuz, dem die Gelehrten eine religiöse Bedeutung zuschreiben, es kommt auf den alten indischen Pagoden eingemeißclt vor, auch in uralten Grabstätten in Südeuropa ist es nicht selten. Das gleiche Zeichen aus einem Gefäßfragmente wurde schon in den Vorjahren bei den Ausgrabungen in St. Margarethen gefunden. Die weiteren Ausgrabungen in Roviäe beabsichtigt das Landesmuseum Heuer und in den nächsten Jahren fortzusetzen. Allein wie dieß in den berühmt gewordenen Gräberstätten von Vatsch und St. Margarethen der Fall war, hat sich auch in RoviLe der dortigen Landbevölkerung ein wahres Schatzgräbersieber bemächtigt. In den meisten der daselbst noch vorhandenen Gomilen wurde seitdem von den Bauern planlos gewühlt. Selbstverständlich gehen hiebei die speciellen Fundverhültuiss,', auf die bei solchen Nachgrabungen ein besonderes Gewicht zu legen ist, für die Wissenschaft ganz verloren; ebenso wird den meist ganz zerdrückten und nur in Scherben vorlommcnden Thongefäßen, durch deren mühsame Nestaurirung mitunter sehr originelle, für die keramische Technik der Urzeit und überhaupt für die Bestimmung der Zeit, aus welcher jene Gräber stammen, höchst be- deutungsvolle Typen sich ergeben, gar ku'n WerH beigemessen. Man sollte wohl erwarten, daß doch von Freunden der Unterlandskunde, die in der Nähe solcher Gräberstätten wohnen, Alles aufgeboten würde, um solchen planlosen Nachgrabungen zu begegnen; allein nicht selten ereignet es sich, daß, um in den Besitz von ein paar bronzenen Schmuckgtgenständen zu gelangen, die Schatzgräberei unwissender Bauern auch von dieser Seite Aufmunterung findet. Das krainifche Landeömufeum hat daher den Präparator Schulz nach NoviSe entsendet, ui» mittelst d.S von d1 I.» Wienerstraße Nr. 27, Lungknlähmung nach Schlagflnß. Am 80. Juni. Adalbert Adolf Jnvan, Buchdrucker' Gehilfen-sohn, BrunngasseNr. 18, Durchfall. — Fran, Kramar, tanonicu«, 84 I., Doiuplah Nr. 14, Altersschwäche. Witterungsbulletin aus Laibach. «rr öuftdeue iaMilli- metern auf 0 reducirl Thermometer nach ttelku« Nieder-schlaa in Millimeter» Wikterung«-Eharal»r miiiel !age«- mittel Mari- INUM Mini- mum 27 738 2 -i- 1i» S 22'8 >isa 08 Ziemlich heiler, Nachm. etwa« Regt». 28 73»'« -t- 18'8 4- 21 1 13 0 OK Nebel, trübe, schwül. Nachm. etwa« Regen. 2» 733 6 > 15'7 -«-20 6 -«-10 3 0 1 Vorm. ziemlich heiter Nach,nittag« zunehmende Bewölkung. 3» 73S 8 -l-1L0 -i- rn-2 -i- 10 0 0 0 Wechselnde Bewölkung, mondhelle Nacht. I. 1 738 « > 21 0 2L 8 -i-10'8 1)0 Vormittag» h"tkr, Nachmittag« bewölkt, Sipe znnebmeiid. 2 737 3 4- 17 i» -I- 22'3 12'U 1.1 Wechselnde Bewölkung. Nachm. etwa« Regt». 3 7382 -»-L17 ^-281 -1-110 00 Wechselnd, Bewölku»«, heiß. Im Juni betruq das Monatmtttel der Temperatu» dar Lage«n,it!el war continuirlich unter dem Normale, nur am 27. um v'6» darüber. Da« Marimum der WLrme war 2S'8" den 26., Minimum S" den 18. und 1ü. Der Gesamnit Niederschlag Regentagen erreichte die Höhe von 23S 8 Millimeter. (Anathcrii, - Mundwasser.) Tiele« von seinem aiz-erni Präparat erreichte Heil-, rcspcctiveZahn-Lonservlrmlg»- mittel hat den Namcn seines Erfinders, I, <«. PE'.?,» »»auSlöschlicken Lettern in dem Ehieubuche der verewigt, hat ihm eiueu populären Ruf durch die ganze ei»"' sirle Welt erwoiben, ihm die Auszeichnung gebrachl. Hof-Zahnarztc ernannt zu " erden. >?a»,,Anaihcriu-Mundw^cr ist da» Product ernster, wisseuschaflljcher Fvrschnnal cS >N angcpasit der chemischen Zusauxueiischnug dcS Zahnlorpe wirkt insbesondere löslich ans die Zahnverkrnlt>uigen und >mrn wohl»,ölig wie Himmclssegcn - sein Ruf und seine »eoeuiu g ist in der ganzen civilisnte» Welt bekannt. ^2. G-vE- Lrfiudir dieses auSgezeichuete« Heilinitlelr, ist WilserSdorf i» Niekerüsterreich geboren. Nach virnna seiner Studien an dcr Wiener Universität, ., 7! u»tcr der Äegwc der ersten medirinischcu korypha gediegene nissen>chaslliche Bildung erwarb, widmete er I bi» dahin völlig vernachlässigte» DiScipliu, der ^^""^np darf um in der Folge hierin Epochemachendes zn leiste». als der Begründer und Nestor der modernen ,>^„auf betrachtet werden, und die Krone seiner epochalen l.ein diesem Gebiete ist eben sein,,An>>llierin-MnndwaI!er - de» wohltdätigslen medicinische» Erruugenschaslen Hunderts gezählt werden darf. Eingesendet. Vür LrivkIIetÄviiilv Hir n » .Zoll. k. k. Hof« lieferaut und «reiSapotheker in «orneuburg. Durch Aiiwendu»« II>^«« «»«I»t»„>Ä« ist incinr »ran von unerlrüüliche» rN-un,»»'«»!»«'» ««»»«»«^ 2««>,, »«»« ^"^ichnn'ich Ihnen für die so 8l»u»»«i»«ri «««»»Uv Mirkuna LI»»'«» I'i'L»»»»'»««'» «'einen wmusten Dcink au«sl»eche, kann ich eS li.ich »icht uiitcrlasse» dieses vo^-allen derart Leidenden besten« Borowa, 23. Aplil 1883. I»»^I^I»vi» «>„»^«1» «II« , It. I». 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Da daS Privatpublikum — schon ans gesellschaftliche» Rücksichten — der Börse stets ferne stehen mnfi, daher nie ans eigener lleberzenginig ein klares Bild über die jeweilige Situativ» gewinne» kann, so bleibt dasselbe — einzig und allein — ans die ihr z»gehc»dcn Ziifoinintioue» angewiesen. BoranSgeketzt auch, daß Letztere in der redlichste» Absicht gegeben werden, so kan» das Publikum doch nur i» höchst seltene» Fälle» aus ihnen Portheil ziehe», weil ei»erseitS durch die zeitraubende Einholung der Ordres die günstige Conjunctur geivöhulich erfolglos vorübergeht und andererseits die zur geivinnreichen AnSnüMng des entscheidenden Momentes uiibediugt nothwendige Raschheit der Enlschließung von dem Privatpublik»,» nicht erwartet werde» mnu. — Sind aber diese beiden Hauptmängel dadurch beseitigt, daß die Leitmig aller einzelne» Specnlativnen sich in einer Hand vereinigt, welche, weil vollkommen unbehindert, nunmehr anch jedwede Coursvariation zu benützen vermag, dann werden auch die Gewinustresultnte zur Regel und das für jeden einzeln Operirenden früher vorhanden gewesene Risico hört, für eine Gefammt-Spceulativn, welche gleichzeitig in beiden Richtungen sü la Hausse wie L la liiUsse) thätig sein kann, zu eMiren ans. Die Befolgung dieses vou uns anfgestellteu PiincipeS Hai bisher und zwar in ununterbrochener Reiheufolge nnsereu Conunitlenten recht ansehuliche Gewinnstresultate eingebracht, über welche wir, auf specielleu Wunsch gerne bereit sind, mit authentischen Daieii zu diene». I. Einlagen können täglich nnd in beliebigem Betrage geleistet werden. Nachzahlungen sind unler keinerlei Umstünden erforderlich. II. Geschehen die Einlage» nicht in baarem Gelde, sonder» iu Lose» oder andere» couranten Effecten, welche wir mit 60»/„ des CourSwerlbeS als nnvcrkäuflichcSDcpüt übernehmen, so verbleibt deren Zinsenerträgniß, respeetive ZiehungSgewinnste stets Eigenthnm des Einlegers. III. Der Gewinnantheil ieder neuen Einlage beginnt am ersten Tage nach deren Ueber» »ahme. IV. Die Auszahlung der Monatsdividendeu geschieht entweder zu den üblichen Bnreau-stiinden a>l unserer Cassa in Wie>i oder mittelst Poslanweisnngen regelmäßig von 30 zu 30 Tagen nach Ilebclnahine der Einlage unter Ak.zng von lO"/„ für Spesen nnd Provision. V. Capitalskündigungen werde» jederzeit angenomme» nnd bedingen für Beträge bis zu ö. W. fl. !>00 einen Termin von 30 Tagen .. .. .. ,. fl. 1000 „ 60 I46S -- st- bOOV .. .. 90 ,. nnd darüber je »ach Vereinbarung. VI. Anf gekündete Einlagen entfällt während der Kiindiguttgsdaner die Hälfte des Divi-dendenbetrageS. VII. Die Rnckerstattnng der EinlagSeapitalie» geschieht stets im vollen Betrage, »»<"-liegt daher keinem, welch' immer Name» habende» Abz»ge. Wir erthcilen Borschüsse auf alle im officiellen Coursblatte uotirteu Effecten bis uahe zum volle» Werthe uud empfehleu uns zum Lti»- H L , »IIi i > Druckerei „Leykam" in Graz. Verleger und verantwortlich»r Redakteur: ^ranz Atüller in Laibach-