K Kchrtttleitmig: Nr.» i(cn«'l4il H«»»». «tiltlilli: tbll« (an lit'.aiu I« «OBS- a. Sein-MK) In 11—1* D|t »am. . ttfrtta mat liH'VüWn. uiuaUl« Hin foiHT j:n niai ftfrliffflAttQt* Mol ri (MrtMltair) |rjr» - 8« BiU»i '.-isaj«» *«»•-•Mbt. 4k B.4I" ««tun«! it«o im» tfeaonttM —IM«», «MW. IN vj« 9. «'«• Aerwallung» NatbbauSgast. Wr.l {{aann'Mrt Se,llst»dcdwgil»gr>: v»rch »»« tf«* WnMji^tig Miilnn «auuttia $Ui iilll Bit ?uStCuBa u' £«lf ! »Itr.ollict . .. . »II. - ht WtHrtf*Wj . . ?*. t-M jtdtrjsnij . . G-BuMri, , ' . . f. r-» itllt'l Yluilnrt (14 6iim.'.ist j;ttnum :i< Jfi.'tt« ri ilnjiUtlcte BfUcn M ,»r ttttrsiiiai«. -*St — Kr. 5tt. giM. Donnerstag, 26. Juki 1900. 25. Jahrgang. Kitferns. zl,- Durch die Wafferkatastropht vom 26. d. M. bc« Brachmonde» (Juni) sind die Teutschen der U»terfteiermark, insbesondere die Bezirk« Schönstein md Wkilmstein schwer geschädigt worden. Die Mh der so hatt betroffenen Volksgenossen zu Indern, hat sich in Cilli ein Hils»au»schus» gebildet, der zu Sammlungen auffordert. Der Verein Südmark hat. getreu seiner Pflicht, überall dort helfend ein« pgttifen. wo dem deutschen Volke unserer Alpen-Luder Gefahr und Bedrängnis erwächst, diesem Hilstautschusse den Betrag von 2009 Kronen über-weitn. Bei der Größe deS erwachsenen Elendes iß diese« nur ein Tropfen inS Meer, und weitere aijgiedige Hilf« thut bringend noth. Deshalb U>Zt die Leitung deS Vereines Eüdmark an dessen Wglieder in Graz nnd in den Ortsgruppen wie aa alle Volksgenossen den Ruf ergehen: Steuert ki zur Besserung der Lage unserer von dem Unglücke so schwer heimgesuchten Brüder. Di« Zlneintltitung vertraut, dass die so oft bewährt« dmiche Gemeinbürgschast sich auch in diesem Falle bmähnn wird und dass reichliche Hilf»gelder ein» taufen werden. Solch« entgezenzunehmen ist di« ?emn«kanzlti (in Graz, Herrengafs« Nr. 3) bereit? die eingelaufenen Beträge werden in den Zeitungen «ßgm'tstn werden. Die slovenische JnteMgenz in cteri-catem Lichte Wir können dem „Slov. Narod" die Aner» knmunci nicht versagen, dass «r die von uns «rör» Mtln Angriffe de» „Elovtnec" gegen die „slove» Me" Intelligenz mit einer kräftigen Abfuhr Hyener erkauft. Von F. Herder. Der CircuS Bittermann macht« in di«f«r Caiion brillante Geschäft«. Jeden Abend war da« Hau» bi« aus den letzten Platz ausverkauft und, wa« der Stolz de« DirectorS war. die ersten steiS ron der „Cröme drr Gesellschaft' besetzt. E« wurde aber auch Außerordentliche« gt-toten — da« täglich zahlreich vertretene OsficierS« mvi haue seine helle Freude an den senrigtn Pferden, unter denen sich wahre Prachtexemplare desimden; für die jungen Lebemänner waren di« pim großen Theil bildhübschen Rkiterinnen und 2dnzecinr.cn ein mächtiger Magnet, zahlreiche V«r-trner au» der kaufmännischen und Beamtenwelt trachten den vollendeten Leistungen der Turner-lönige Tibelti berechtigtes Jn»erefs« dar. D«r „Stern" der Künftlerschar war eine junge Echiilreiterin von «igenaniger Schönheit und An-»»th. Olgo v. Rodeck erfreut« sich schon deshalb besonderer Beachtung, weil Frau Fama von ihr nzäblte. das« fle die Tochter eines vornehmen EitttbesitzerS sei, der sich durch allzuflotteS Leben ruiniert und dann erschossen habe. Sein einzige« Kind sei vollständig mittellos zurnckflebliebtn und hab«, j» »lclz. um von hochmüthigen Verwandten Unter» M ' e», ihre hervor-»nutzen und sich ßjtzung anzunehmen, sich «ntschlos ragende Fenigkeit im Reiten au« für den Circu« heranbilden zu lassen. Wer die hohe, graciös« Gesta t mit dem «d«l 5eschvittenen Gesicht und den ernsten, grauen Ingen einmal gesehen, konnte diese Geschichte wohl glauben — außerhalb der Arena wurde Olga von «liemündem für eine Cst cuSkünstltrin gehalten. Lei den College» war die Schulreiterin im zurückgewiesen hat. Da« liberal« Blatt hat sich'an unseren Gedankengang gehalten und erwartet mit Recht oou einer freiheitlichen Förderung die natio-nale Erhebung des windifchtn Volke«. Der Aufsatz de« „Narod" enthält so vi«l Humor, so vi«l köstliche Zugeständnisse, dass wir ihn «ing«hender würdigen wollen. E« wird wohl richtig sein, das» der Cleri-calismuS, nach dem „Narod", da« erste Verbrechen an dem slooenischen Volke dadurch begangen hat, das« er da« „frohe national« Erwachen im IK.Jahr-hundert (durch dir Reformation) mit Gewalt und thierischer Grausamkeit unterdrückt hat". Bemerkenswert ist folgender Satz des „Slov. Narod": „Hätte da« slovenische Volt stinm Bau auf jener Grundlage ausgebaut, welche das prote-stantisch« Zeitalter, jene herrlichste Z«it in unser«r ganz«» Geschichte, ge-schaffen hat. so wären die Slov«nen h«ute eine groß«, starke, «ine Cultur-Nation." „Und wer hat — schreibt da» Blatt weiter — in diesem Jahrhundert die ganze national« Arbeit o«rnichtet ? Auch nur die weltliche Intelligenz. E« ist wahr, dass ihr zu Zeiten auch Geistliche geholfen haben, ab«r da« waren Au«nahm«n und kein« Clericalen. Vodnik, Supan, Terstenjak Raiö und ander« — wer kann behaupten, dass die« Clerical« waren." Mit volle« Rechte sagt „Narod", das« das „nationale Bewusstsein dort abstirbt, wo die Geist-lichen allein herrschen". Da« sieht man, „schreibt daS Blatt, auch b«i anderen Nationen: Die katho-lischen Slovaken lassen sich ohn« Widerstand madja-risieren, di« katholischen Deutschen haben allgemeinen nicht sonderlich beliebt, sie war zwar freundlich und liebtnSwürdig mit jedem, eine gewiss« Unnahbarkeit in ihrem W«s«n, in« ihr gegenüber den ungezwungenen, oft auch frivolen Ton, der unter dem bunt zusammengewürfelt«» Völkchen herrscht«, nicht gestattete. Olqa'S glühendste Feindin war die erst« Solo-Tänzerin des CircuS, Fernanda Rizzio, eine ebenso schon«, als wilde, heißblütig« Spanierin. Fernands liebt« mit der ganzen Glut ihrer leiden-schastlichen Natur Rolf Tibelti, den gefeierten Turnerköniq. und biefer verschmähte ihre Liebe um Olga'S willen, der «r die größte Verehrung ent-gegknbracht«.-- Eine groß« Gala-Vorstellung begann eben, «in schneidiger Jokey war daran, das Publikum zu unterhalten. Die Gebrüder Tibelti standen in eifrigem Gespräch vor ihrer Garderobe, si« kamen bald an di« Reih« auszuloten und hatttn eben ihre Toilette beendet. Körperlich einander ziemlich, gleich, höh«, g«schm«idige Gestalten, mit kräftigem Glieder-bau, waren die beiden Brüder im Charakter gründ-vrrfchirden. Rolf war ernst, stolz, leidenschaftlich, leicht err«kbar, Leon besaß «in weiches Herz und »in ideal angelegtes Gemüth. Gerade dies« Ver-schiedenheit der Charaktere begründet« wohl, dass di« Brüder einander in zärtlichster Liebe zugeihau war«» — Rolf, d«r älter«, wachte mit rührend«? Sorgfalt über den allzu sanften und verirauen«-seligen Leon, und dieser sah in dem ritterlichen Bruder sein Ideal. E« war beiden eine Lust, zu-sammen an ihren Turngeräthen zu arbeiten, keiner wollt« den andern neidisch übertreffen, ober jeder suchte in seiner Kunst daS Höchst« und Voll-kommenste zu erreichen. „Was ist Dir", fragte Leon eben, dem kein rechte« Bewusstsein, in Steiermart(I), Kärnten und im Küstenland« kommt» wir d«»halb Nicht vorwärts, iveil dort keine oder doch ju wenig weltlich« Intelligenz vorhanden ist. . . Alle Kämpfe Mit den nztioaale» Gegnern hat die wett« lich« Intelligenz auSgefochten. Die Clericalen spielten in diesen Kämpfen gewöhnlich die Roll« der Marodeurs oder Schlachtfeld-Hyänen, welch« nach gkfchlagener Schlacht auf die Walstatt schleichen, um den Todtm und Verwundeten die Säcke auszuleeren". „Wer erkämpfte — fragt „Rarod" — die slovenische Amtierung und slovenische Schulen und damit einen Theil jener Recht«, die nn« gebüren?.... Was wir an nationaler Gleichberech« tigung erlangt haben, haben wir der slooenischen Intelligenz zu verdanken." Dieser Satz ist ein wertvolles Document. Er «ntlarvt im Eifer dei ParteihaffeS daS Wesen der sogenannten slovenische» nationalen Bewegung. Er sagt u»S ganz offen, das» dem schlichten Volk«, dem eigentlich«« Volke die Ford«-rungen aach slovenischrr Amtierung und AuSmerzung .de« deutschen Sprachen» unterrichtrS einfach unverständlich sind. „Narod" gesteht selbst zu. dass die national«» Streitsragen von den graduierten slovenische» Hetzern in« Leben gerufen werden, ohn« das» da« Volk den geringsten Autheil daran hat. Au« dem Zug«ständnifs« de« „9!arod" werden vielleicht selbst die österreichisch erblindeten Kreise nun doch entn«hni«n, das« die sogenannten Bedürfnisse nach flovenifcher Amtierung eb«n nur am grünen Tischt der slooenischen Intelligenz bestehen, während sich da« Volk glücklich schätz», wenn e« mit jemandem Bruder besorgt in die Augen blickend. „Du scheinst erregt, bat Dir Fernanda wieder die Hölle heiß gemacht?" „Die Schlange", erwiderte der Angeredete finster, .st« verfolgt Olga unaufhörlich mit ihrem Haß und ihr«r Chicane, und ich bin noch immer außer Stande, ihr da« Handwerk zu l«g«n. Siehst Du, wie sie dort wieder mit dem Buben, dem Fred tuschelt — ich wett«, si« beauftragt ihn, di« Claqu« zum Pfeifen und Zischen zu bewegrn, w«nn Olga auftritt." „Warum schaffst Du nicht endlich Klarheit zwischen der Geliebten und Dir? AI» ihr Ver» lobter könntest Du-----" „Sie weicht mir aus — ich fürchte,-- doch sieh, da kommt sie — sie besteigt schon da» Pferd, ich will sie doch von den wahrscheinlichen Absichten der Rizzio unterrichten." Rolf trat auf di« Schulreiterin zu, Leon« Augen folgten ihnen mit fchwermüthigeni Ausdruck und ein tiefer Seufzet hob fein« breite Brust. Wie besorgt der Bruder um die Geliebte ist, wie «r sie inim«r zu schütze» sucht vor den hämische» Angriffen neidischer College«. Jetzt reicht sie ihm lächelnd die Hand — «r drückt sie innig an die Sippen--- Leon« Miene umdüsterte sich mehr und mehr. „E» mus« doch süß sein, solchen Dank einzu-heimsen, dachte er weiter, „warum habe ich ihn mir nicht verdient? Es wär« «in Leichtes gewesen. Sei still, mein Herz und grollt nicht, Du wirst noch manchen Stoß zu ertragen haben. Aber Du musst Dein Geheimnis hüten, Dein« Lieb« ein-sargen um de» Bruder« willen. Er ist d«r ältere — «r hat Olga zuerst geliebt, er hat daS Vorrecht. Du musst schweigen und dulden ltrnen — noch ist Olga ja nicht Rolf» Braut, noch ist da» bin» 2 deutsch sprechen kann. Die sogenannte flovenische Intelligenz will eben mit ihrer Stellenpolitik den Staat zu Sprachspielereien mis«brauchen — in dieser Beziehung reicht die weltliche der grist-lichtn Intelligenz die Hand. Sagte un« doch erst vor mehreren Tagen eine slovenische Bäuerin, die da« Deutsche vollkommen beherrscht, sie dürfe nicht deutsch sprechen, weil dies der Pfarrer in der Kirche verboten habe. Schließlich richtet „Narod' gegen die slove-nische Geistlichkeit Angrifft, die wir ihrer Curiosität halber wörtlich wiederholt»: »Zeigt un» doch tinm clericalen Dichter, Schriftsteller, Künstler oder Gelehrten, welcher der Nation irgend ein gute« Werk gebracht." „Slovtnrc" macht der weltlichen Intelligenz den Vorwurf, dass sie im Wesen deutsch sei, da» heißt, das» sie ihr Wissen au» der deutschen Cultur gt-schöpft habe. Ist denn die slovenische Intelligenz daran schuld und nickt die Verhältnisse, in denen wir lediglich durch da» Verdienst de» Clericali»« mu»leben? Die Clericalen können sich darüber leicht lustig machen, denn si< haben gewöhn» lich gar keine Cultur. Sie haben zwar Gym-nasium und Seminar besucht, aber dort gar keine Cultur angenommen, sondern stehen zu« mehrsten Theile auf jenem Culturniveau, wie irgend ein Bauernhirt. Al» Azman einst im Landtage sagte: Wir Pfarrer sind Bauern — rief ein Boshafter auf der Galerie: Und wa» für Bauern! Die ganze Versamm-lung lachte, Azman aber protestierte nicht dagegen, weil er selbst die Richtigkeit diese» Zwischenrufe» erkannte." „Narod" behauptet gegenüber dem „Slovenec", das» die .slovenische Intelligenz mehr arbeite, al» die Intelligenz jede» andere» Volke»". (I?) Er fährt dann sort: „Dagegen mus» man sagen, das» die Clericalen bei un» überhaupt nicht» arbeiten. Die Geistlichen haben täglich 24 Stunden freie Zeit und e» sind ihrer wenige, die über» Haupt etwa» Nützliche» thun. Meistentheil» saufen sie herum, spielen Karten, unterhalten sich mit Freund—innen und lauern auf Sparcassabücher. Diese Leute, die keine Sorge haben, weder um da» tägliche Brod, noch um die Familie, noch um ihren Beruf, sind unfruchtbar, wie der Karstboden und können sonst nicht», al» Zwistigkeiten anzetteln. Dem Volke nützen sie gar denve Wort zwischen Beiden nicht gesprochen — aber wenn sie e» ist — wenn Du erst sehen mus»t, wie die Liebenden küssen und kosen — ah!---!' Leon war tief erblaftt unter dem Eindruck quälender Gedanken, wie ein Stöhnen entrang es sich feiner Brust. „Madonna — wa» machen Sie für eine Kummermiene?" fragte plötzlich eine spöttische Stimme neben ihm, und ausblickend gewahrte er Fernando, die ihn lachend betrachtete, „haben Sie so tiefe» Mitleid mit der armen Rodeck, die da draußen gerade auSgepsiffen wird?' „Sie wird nicht au»gepsiffen, wie Sie hören", gab Leon gereizt zurück, „wenn Sie sich auch Mühe gaben, einen solchen Eklat herbeizusühren. Sehen Sie", fuhr er triumphierend fort, „da mus» sie die letzte Runde sogar wiederholen!' „Ich gönne ihr und Ihnen die Freude. Aber warum stehen Sie hier und nicht dort an der Thür? Fräulein Olga wird trostlo» sein, wenn sie ihren Erfolg nicht von Ihnen beobachtet sieht.' „Wa» sollte Fräulein Rodeck daran liegen, von mir gesehen zu werden? Rolf steht ja dort." „O Sie naive», große» Kind — sollten Si« wirklich nicht wissen, das» die schöne Olga an Ihren blonden Locken und blauen Augen mehr Geschmack findet, al» an dem brünette» Rolf? Sollten Sie noch nicht bemerkt haben, das» Ihre schmachtenden Blicke, ihre Toilettenkünste für Sie sind, nicht für Rolf, das»---' 4 „Schweigen Sie", fuhr Leon zornig auf,'„ich dulde nicht, das» Sie in solchem Tone von der Dame und meinem Bruder sprechen.' „Ah", spöttelte die Tänzerin unbeirrt weiter, „Ketttfche Wacht- _ nicht, wohl aber schaden sie ihm in Krain «ehr al» die nationalen Gegner'. Wie man sieht, liebt der slovenische „Jntelli-genzprotz" eine vornehme Au»druck»weise. Kandwerker Hedanken. Von Reich«rath»abzeordnet«n Anton H u e b e r. Unter dem Titel „Staat»gewerbeschulen und Handwerkerstand" hab« ich jüngst einige persönlich« Ansichten niedergelegt, die, wie ich e» nicht ander» erwartet hab«, eine getheilte Aufnahme bei den Ge« werbetreibenden und Interessenten gefunden haben. Ich schickt vorau», das» e» durchaus nicht mtint Absicht war, irgtad jemandem zuliebe oder zuleide zu schreiben, sondern ich hab« «inzig und allein im Aug«, wie der gute Kern unserer staat-lichtn Fachschul-Einrichtung dem Handwerkerstand direct dienstbar gemacht werden könne. Es ist unleugbar, dass der Unterricht«»»-wallung bei Errichtung der staatlichen Fachschulen kein anderer Gedanke vorschweben konnte, als der, Lehranstalten für eine geeignete Fachbildung der Gewerbetreibenden anzustreben, in welchen die indioi-duelle Fähigkeit und Kraft derselben, in einem ge-funden wirtschaftlichen Wettbewerb gebracht, vor einem Stillstand bewahrt werden soll. Weil durch die ungezählten Erfindungen der Neuzeit eine vollständige Umbildung gegen früher bestehende Zustände hervorgerufen wurde, weil Eisenbahn, Telegraph, Telephon u. s. w. alle Culturstaaten durchziehen und weil die Menschen und deren Erzeugnisse auf der ganzen Erde einander näher rücken, darum muss mehr denn je auf die Ausbildung eine« Handwerkes die größtmöglichste Sorgfalt verwendet werden, soll der Gewerbestand dem Staate erhalttn bleiben; mehr denn jt macht sich daS Bedürfnis geltend, dass der Handwerker nebst seiner praktischen Ausbildung auch de« nöthigen technischen und theoretischen Wissen« bedarf, um den Lebenskampf, den ErwerbSkampf mit Erfolg führen zu können. Ich habe nun versuch», einige Gedanken aus-zusprechen, wie die staatlichen Fachschulen dem sesS-hafte» Handwerker direct dienstbar gemacht werde» könnten, und auf einige Beispiele verwiesen, deren praktische Durchführung nicht nur dem Handwerker, sondern auch der Schule sehr dienlich wäre; dafür ein Detail. Die Schule übernimmt die unentgeltliche Fertig« stellung einer Zeichnung (Entwurf und Detail); an dieser Zeichnung, sage» wir Detailzeichnung eine« Gitters, arbeitet der Schulzögling mit: dieselbe ist fertiggestellt. Dem Besteller — hier ei» Schlosser« meister — wird bedeutet, dass eine» Theil diese» Gitter«, oder wen» mehrere gleiche anzufertigen sind, ein ganze« Gitter, die Schule selbst ausführen würde; nun hätte der Schüler, also der auszubildende junge Handiverker — hier «in Schloss«rl«hrli»g — ab«r „«S ist Ihn«» unbequem, dass ich Zgnen in die Karten geguckt habe? DaS glaube ich, hüteten Sie Ihr süßeS Geheimnis doch so gut, dass selbst Rolf nichts merkte. Der arme Rolf — wie unglücklich wird er sein, wenn ihm seine Liebste eines Tage» erklärt, dass nicht ihm, sondern seinem Brüderchen ihr Herz gehört---ungezogener Mensch' unterbrach sie sich plötzlich selbst, denn Leon hatte ihr mit verächtlichem Blick den Rücken gewandt und war davon gegangen.---- ES war an einem Vormittag, wenige Tage nach dieser Untenedung. Soeben hatte man die Hauptprobe zu einer neuen, effectoollen Pantomime beendet, und die Künstler und Künstlerinnen zer-streuten sich nach allen Richtungen. Die Gebrüder Tibelti, die auch in dtr Nooi» tät beschäftigt waren, trennten sich in der Arena — Rolf blieb zurück, um noch einige neue Kunst-griffe am Reck zu versuchen, Leon eilte nach der Garderobe, um sich umzukleiden. Dort angelangt, sah er sich plötzlich Fernanda gegenüber, die ihn erwartet hatte. Seine Miene verfinsterte sich — er gieng diesem Mädchen, da» er hasste, beharrlich au» dem Wege, und ebenso beharrlich suchte sie den seinen zu kreuzen. Ihre dreisten Worte an jenem Abend hatten einen wilden Sturm in seinem Innern entfacht, ihn gänzlich keiner mühsam errungenen Fassung be-raubt. Wen» es wahr wäre, was sie behauptet, wenn Olga'S Herz ihm gehörte — wie ein süßt« Gift sog «r den berauschenden Gedanken ein, bi« ihn der Anblick de« geliebten, heißblütigen Bruder« wieder zur Vernunft brachte. ES durste nicht sein, niemals, eS gäbe ein Unglück. Ec zwang sich, die Behauptung ver Tänzerin zu vergessen. 1900 auch der Lehrer an der Schule Gelegenheit, praktisch zu beobachten, ob die Zeichnung in allen ihren Ei»-zelnheiten gelungen und verwendbar ist, weil er j» nun selbst an dem vorbesprochenen Gegenstand selbst» ständig und kunstgerecht mitarbeiten soll. Mit Rücksicht darauf, dass er nur einer kleineren Theil vom Ganzen ausführt, wird ih> der Gegenstand bei rascherer Fertigstellung durch de» Handwerker in verhältnismäßig kurzer Zeit ange» scheinlich gemacht. Die Schule hat hier also dtn Vortheil, i» solcher Art den Schüler ein« r«ich« Abwechslung on Arbeiten aulführen zu lassen, wofür ihr keine Regie» erwachsen; denn wenn man bedenkt, das«, fall« ei» größerer Gegenstand und vollständig allein m d» Schule gemacht wird, die ArbeitSdauer diese« ei«, Gegenstände« oft die ganz« Lehrzeit in Anspruch nimmt, so kann e« dem Schüler wie dem Lehm an der Schule nur von Vortheil fein, wenn tx»> selben eine größere Abwtch«lung von Arbtittn geböte» wird. Dem Handwerker aber entfällt die Sorge s« einen stil- und kunstgerechten, oft fehr kostspielige» Entwurf. Eine reiche Auswahl aller möglichen Erzeig« nissc. die in den einzelnen GeschäftSbranche» on« kommen, kann unter solchen Umständen fleinff» werden und gib« wiederum nicht nur dem Schiler» sondern auch dem Lehrer Gelegenheit, sich in jeder Abart eines Handwerkes, z. B. Bau- und schlaffer, Gitterschmied und SchlosSmacher oder 3o>, Kunst-, Modelltischler u. f. w. zu üben. Auch über Kosten und Zeitberechnung einer solchen Herstellung kann leichter und richtiger cafr culiert werden. Freilich wird sich die Art und Weise, wie ma» unter solchen Umständen der Mehrheit der sich n dit Schul« wendenden Handwerker gerecht wert« könnte, nicht generalisiere» lasse»; allein ich halt» diese Frage für untergeordnet und bin überzeugt dass eine kluge Schuldrrection sich darüber leicht hinwegzuhelfen vermag, sobald dieselbe nur das nöthige Interesse und Entgegenkommen gegenAa einer solchen Veränderung oder Einrichtung be» kündet. Dass aber Schule und Handwerkerthu« damit näher aneinander gerückt würden, dass die beider-fettigen Vortheile dem Wesen der besprochenen Zi-stitution einen ungleich höheren Wert verletha würden, erscheint zweifellos. Die Schulen bilden ja im eigentlichen Suae nicht» als eine staatliche Gewerbesörderung; ei» Reih« möglicher Nutzung«» würd« sich b«i ruhigtc Erwägung eine» NäheraneinanderrückenS zweiiello« ergebe», und unsere Ausgabe, ja unsere eigene Pflicht ist e» doch, dahin zu streben, das» der guu fttn der Fachschulen Früchte zu zeitigen beginnt, den» GenusS un« eine belebende Kraft verleiht, die uti stärkt im ehrlichen nnd gesunden Wettbewerb. ES ist Thatsache, das« die wirtschaftlich Stärken» Und nun war die Verfucherin wieder da — mit bleichem Antlitz und glühenden Augen starNt sie ihm entgegen. „Wa« wollen Sie?' herrschte er sie an. „Sie sprechen — allein und ungestört, ich habe Ihnen viel zu sagen.' „Und wenn ich Sie nicht anhören will, wem ich Sie bitte — nein, Ihnen befehle, diese« Zimmer soso« zu verlassen?' „Ich rathe Ihnen, da« nicht zu thun,' zischle sie mi» einem Au«druck in den Augen, der ih« unwillkürlich zwang, sie gewähren zu lassen. Mit vibrierender Stimme, ia sichtbarer Er-regung begann sie: „Die Saison neigt sich izrern Ende zu, noch wenige Wochen, und da« SchiM zerstreut un« in alle Winde. Mich rust ein Ei-gagemmt nach Wie» — die Gebrüder Tibelti »ich Berlin. Wo Olga v. Rodeck bleiben wird, weiß,1) nicht. Ich vermuthe, das« Rolf Tibelti beabsichagt, sie vor Schlus« der Saison noch zu seiner Brm zu machen und mit sich zu nehmen. Aber so lange in Fernand« Rizzio noch ei» Athemzug lebt, nm» das nicht geschehen — hören Sie — ich will«« nicht, ich dulde eS nicht!' „Leon", fuhr sie fort, den drohenden tot plötzlich in eine» weiche», flehenden verwandelnd, „ich bitte, ich beschwöre Sie, helfen Sie mir! Ich liebe Rolf bis zum Wahnsinn, ich kann ti* nicht lasse». Und ich weiß bestimmt, da!« Olga'« Herz Ihnen gehört. Leo» — ja, ja, Sie dürfe, e« glauben, wir Frauen sind scharfsichtig in solche» Dingen. Und eben so bestimmt weiß ich. das« Sie Olga lieben, widersprechen Sie mir nicht — e» ist so. Da« ist vielleicht groß und edel — vernünftig ist e» nicht — Sie opfern Olga und «ich.* 1900 .Dentfche 3 in menschlichen Leben und infolge dessen zumeist «lt die einflusSreicheren Factoren im Staate alle Kofferen Einricttunc.fn und Anordnungen in ihrem Entstehen schon einer genauen Prüfung und jtnlil umerziehen; daS Unbequeme wird bekämpft, ««ist mit Erfolg, da» Taugliche jedoch nur so zu-pftnitten, dass es den Vortheil eben wieder nur tw, Härteren zuwendet. Tagegen ließe sich vielleicht nur einwenden, k|l wir Handwerker ebenfalls dasselbe Bestreben ntiuidtln (ollen und dass wir es immer auf einen ftfunden Wettbewerb ankommen lassen sollen. Dazu niifen wir allerdings gerüstet fein und nicht minder tai Bestreben einer gewissen Gemeinsamkeit ent-»idelii. TaS Gerüstelsein bedingt auf der Höhe der Zeil zu sein, die Gemeinsamkeit ist unsere Organi-p>n. Ter rapide Rückgang deS Kleingewerbes beruht Mach auch auf dem Umstände, dass die einzelnen Hasdicrtfec sich nicht selbst bemühen, der Zeit gerecht ji roden, mit derselben Schritt zu halten. Execulation und Geldgier, die zu allen Zeiten listig und erfinderisch waren, greisen ein und ziehen tn zu erobernden Gewinn an sich, weil eben der hnufensie feine Lage minder gut auszunützen •ersteht. Und doch! Würde der Handwerkerstand feine jtinsi erkennen »nd würde diese Kraft gestählt durch « eiserne» Zusammenhalten unter sich, durch Hebusn deS StandeSbewufStfeinS und der ent» tyittaun Standesvertheidigung, dann würde die hast zur Möcht, die den goldenen Boden deS Handln» wieder zurückzuerobern imstande ist. Ter Geuieingeist fördert gemeinsame Ideen und Uifc ber bischöfliche Renegat Strohmayer, ein Ini'ijn, der aber alles thut, um sich die ehrliche r»l> aiisiichtige Verachtung jedes anständigen, nicht mptpßelten Deutschen zu verdienen, dieser Mann, >« (eine Untreue aus den Pranger stellt und uns a> „«ttendeS Zeichen sein soll für die Verwüstungen, to römische Erziehung im deutschen Wesen zu er-pioen virmag. hat nach einer Meldung der „Wr. k.». M. Ztg." zwei junge reizende Ungarinnen, welch« ihm starten zu dem von der Badedirection («? ist nicht gesagt) arrangierten „Waldseste" (BmCaiise anboten, abgewiesen, mit der Begründung, tast n als croatischer und slavischer Bischof nicht .Leon," ich beschwöre Sie, sprechen Si« daS aläjnte Wort zu Olga, bevor Rolf sich entschließt, kn rerden mit tausend Freuden ihr eigen, Sie min pliicklich, und Rolf wird sich fügen. »Mir bleibt die süße Aufgabe, ihn zu trösten - »m de« Bruders willen wird er sich trösten kilen!* Wie leckend und einfach sie alle» zu schildern nist»! Ja mächtiger Erregung hob und senkte Leons Brust. Wenn er eS thäte, wenn-- tbir min, er kannte daS leidenschaftliche Naturell d<« LrvderS zu gut, er wusste, dass feine Liebe zu Liga sein Leben war — er würde sich nicht in k minderte Thatsache fügen, nicht trösten lassen im einer anderen — eS gäbe ein Unglück-- . . . TaS Böse dürfen und nicht wollen Et flieh'«, auch wenn eS leuchtend glanjt, Xa« ist der hohe Sieg, nach dem wir ringen sollen . . . {lang et wie mahnend durch feine erregten Sinne. Und ich will ringen nach diesem hohen Sieg — forceige Herz, fchweige Verfucherin! .Ich kann Ihre Wünsche nicht erfüllen, ftmmnta* — fagte er leise, fast mitleidig, be-graben Sie Ihre hoffnungslose Liebe, wie ich eS thue. Rolf« Glück steht mir näher als da» Sfongt.' .Ist das Ihr letztes Wort, Sie Narr?" „Mein letztes." ,€o mögen Sie die Folgen Ihrer Blödigkeit »««»!' Und krachend flog die Thür in'« Schloss. — Ter Abend der Erstaufführung der neuen n!cu>me war gelomm«n. Da« HauS war tnum auSvertaup, man folgte mit gespanntem ein Werk unterstützen könne, welches einzig und allein zur Gnmanisirung deS slooenischen Volke« dieni. DaS ReinerlrägniS des WaldfestcS sollte nämlich, wie auf Plakaten zu lesen war, der ,Eur-ortSfchule", einer deutschen Schule, zugewendet werden. Ein Mann, der fein deutsches Volt ver-leugnet, und sich feiner deutschen Abstammung schämt, ist die Schmerzen nicht wert, mit denen ihn feine Mutter geboren. Ein JudaS bleibt er, auch wenn er Bischof wird." Z>er vervrannte Kirttpvrief. Der dritte HirtenbriesprocesS des „Echerer" endete mit eitum Freispruche. In der Begründung heißt e», das Be-wusStfein einer Herabwürdigung kirchlicher Anord-nungen und Gebräuche durch Verbrennung des Hirtenbriefe« fei nicht erwiesen. Ter StaatSanwalt meldete die Nichtigkeitsbeschwerde an. Schkau. In den „Narodni Listy" veröffent-licht ein tschechischer „praktischer Richter' einen Vorschlag, der wohl selbst von massgebender tschechischer Seite nicht ernst genommen wird. Bekannt-lich haben die Jungtschechen noch vor Schluss des ReichSratheS die Aushebung de» Kindinger'schen Erlaffe« verlangt, welcher die Weisung an die Ge-richte in Böhmen enthielt, die im Verordnung«-wege oersüßte Aufhebung der Badeni schen Sprachen-Verordnung durchzuführen. Nun wird in dem an-geblich au« Richiertreifen stammenden Artikel der „Narodni Listy" dem Präsidenten des Prager Ober-LandeSgerichte« gerathen, diesen ErlafS, als mit älteren Gesetzen in Widerspruch stehend, sür ungiltig zu erklären oder ihn wenigsten« dem Senate de« Ober-LandeSgerichteS vorzulegen, damit dieser auSspreche, dass der ErlasS den „bestehenden Gesetzen sür Böhmen nicht entspreche". Z>ie Korgänge in Serbien. König Alexander hat sich verlobt. Ueber die Braut, eine ehemalige Hofdame der Königin Natalie, meldet die „N. Fr. Pr." in der Nummer vom 24. d. M., das« sich Natalie von ihrer Hofdame trennt^ al« sie von den Beziehungen derselben zu ihrem Sohne genauere Kenntnis erhielt. Weiterlesen wir in diesem Blatte: „Draga Maschin ist die Tochter deS ehemaligen KreiSvorsteherS in Echabatz und die Witwe eines Ingenieurs, der vor sechs Jahren plötzlich unter nicht aufgeklärten Umständen gestorben ist. Sie entstammt der Familie Lunjevitza. die sich unter dem Fürsten Milosch bei der Begründung de« heutigen serbischen Staate« große Verdienste er-worden hat. Die Familie ihre« verstorbenen Manne« stammt aus Böhmen und ist nach Serbien ein-gewandert. Ein Bruder ihres verstorbenen Mannes ist der ehemalige Gesandte in Eettinje, Oberst Maschin, während ihr Schwiegervater Dr. Maschin Leibarzt de« ermordeten Fürsten Michael war. Draga Maschin hat im Elternhause eine sorgfältige Erziehung genossen, sie spricht nebst ihrer Mutter-spräche auch perfekt deutsch und französisch. Wie verlautet, soll König Alexander absichtlich die Ab-Wesenheit König Milans zur Proclamierung feiner Verlobung benützt haben, da er mit der Regierung fertig zu werden hoffte, dagegen den Widerstand feine« VoterS fürchtete. Bezüglich der Erbfolge der evernuell au« der Ehe de« Königs mit Fau Maschin stammenden Kinder bestehen nach der serbischen Verfassung keine Schwierigkeiten. Die Kinder aus dieser Ehe werden vollkommen erbberechtigt fein. In den Wiener diplomatischen Kreisen hält die Eonsternierung über die Belgrader Vorgänge an. An maßgebender Stelle hüllt man sich in tiefe« Schweigen. König Milan ist in Wien geblieben und unterhält einen regen telegraphischen Verkehr mit feinen Belgrader Getreuen. Die Depesche, welche Milan an seinen Sohn richtete, hat folgenden Wort-laut: „Al« Vater bedauere ich den Schritt, den Du gethan hast; al« Commandant der activen Armee trete ich zurück". Ein Bewei« für die Spannung zwischen Vater und Sohn ist, das« der serbische Gesandte in Wien, welcher gestern und heute mit Milan wiederholt conferiert hat, tele« graphisch von König Alexander von seinem Posten abbernsen worden sein soll. Eine Eabinet«bildung in Belgrad ist noch nicht erfolqt und e« ist fraglich, ob der Bund zwischen dem König und den ge-mäßigten Radikalen abgeschlossen werden wird. Da« „Amtsblatt" veröffentlicht einen Ufa« vom 21. Juli, womit König Milan auf seine eigene Bitte von den Functionen eineS Armeecommandanten enthoben wird. Der UkaS ist vom gewesenen Krieg«-minister Atanazkovic gegengezeichnet. Die „Politik" theilt mit, das« der verstorbene Gatte der Braut deS Königs Alexander, Ingenieur Majchin, aus einer tschechischen Familie stammte. Verwandte de«-selben leben jetzt noch in Prag und in anderen Städten Böhmen«. Z>ie Korgänge in ßhina. Die Erhebung der Chinesen gegen die Fremden nimmt immer größere Dimensionen an. Der Chef de« deutschen Gefchwa» der« telegraphiert aus Taku: Die deutsche Be-fatzung in Tientsin wurde auf 300 Mann unter Capitänlieutenant Weniger reduciert. Capiiän v. Usedom, dessen Verhallen von dem russischen und englischen Befehlshaber gelobt wird, kehrte mit den übrigen Leuten frisch und in guter Gesundheit an Bord zurück. Bei Tientsin recognifcierende Chinesen wurden von Japanern und Kosaken geschlagen, tziebei wurden acht Japaner getödtet und ein Kosak verwundet; viele Chinesen wurden gefangen genom-men. Die „Time«" berichten aus Shanghai vom L1. d. M.: Verantwortliche chinesische Beamte geben zu, das« nach dem Eintreffen der Antwort Japans auf die Depesche de« Kaiser« von China aus Befehl der Kaiferin-Witwe durch den Vicekönig Liu-kun-yi mit mehreren Mächten Verhandlungen eröffnet worden seien, und das« die Provinzen nunmehr regelmäßig alle drei Tage Verbindung mit Peking hätten. Nach einer Shanghaier Drahtung de« „Daily Expres«" unterliegt e« keinem Zweifel, das« alle von Peking kommenden Meldungen lediglich schandliche Ausflüchte find, um vor der Landung Interesse der ebenso originellen alS großartigen Vorstellung. Ein orientalisches Märchen, daS die Grundlage der Pantomime bildete, gab Gelegenheit zu reicher Entfaltung von Pracht und LuxuS in Dekorationen und Gewändern. DaS gefammte Personal deS CircuS hatte mitzuwirken, der Ein-druck de« farbenbunten GesammtbildeS war ein überaus reizvoller. Die Hauptausgabe lag natürlich in den Händen deS Ballet« — die üppig schöne Prima-Ballerina feierte mit ihren Solo-Nummern große Triumphe. „Ein berückend schöne« Geschöpf," flüsterte einer der Officiere in den Parterre-Logen feinem Nachbar zu, „hinreißend wie eine Bacchantin." „Und gefährlich wie eine Tigerin, wenn ich mich nicht täusche," lachte dieser, „ich möchte ihren Zorn nicht reizen." Sie sah in der That gefährlich au«, die fchöne Fernanda, ein unheimliche« Feuer glühte in den dunklen Augen, und ihre Bewegungen hatten bei aller Grazie etwa« erschreckend wilde«. Ein tückisches Lächeln umspielte die vollen Lippen, al« eben Olga v. Rodeck in dem reichen Costüm einer indischen Prinzessin auf ihrem weißen Zelter in die Arena ritt, unbeschreiblich anmuthig, ruhig und vornehm, jeder Zoll eine Dame. Mit stillem Entzücken blickten die Brüder Tibelti auf die liebreizende Gestalt, al« aber Leons Augen unwillkürlich vergleichend hinüber-schweiften zu Fernando, erschrak er bis in's Innerste über den Ausdruck ihres Gesichtes — er fieng an, diese Satanella zu fürchten. Nun rüstete man sich zum SchlufStableau. Der Prinz hatte feine Prinzessin glücklich erlöst und führte sie im Triumph in sein festlich ge- fchmückteS Schloss. Farbenprächtige Beleuchtung, duftiger Blumenregen, jauchzende Mufikweifen, donnernde Freudenfchüsse empfiengen da« hohe Paar an der Pforte — schon begannen sich die Hände de« Publicum« zu begeistertem Applau» zu rühren, al« ein schriller Schmerzen«rus durch da« freudige Getöse drang. Mit einem Schlag war da« glänzende Tableau zerstört, — mit aufgeregten Mienen umstand die ganze phantastisch geschmückte Schar eine zusammen-gesunkene Gestalt — verworrene Rufe nach Wasser, nach einem Arzt wurden laut. «Wa« ist geschehen — wer ist'«" rief e« im Publicum. „Rolf Tibelti— erschossen," war die Antwort. In dem einfach ausgestatteten Zimmer feine« Hotels faß Leon Tibelti den Kopf in die Hand gestützt, die Brust von wildem Schluchzen erschüttert. Er hatte mit dem geliebten Bruder alle«, wa« ihm da« Leben erträglich machte, — ein Stück seine« eigenen Selbst verloren — trostlose Leere und Oede sühlte er im Herzen, starrte ihm entgegen, wohin er blickte. Stürmisch jagte da« Blut durch seine Adern, dumpfe«, qualvolle« Hämmern hitzte ihm Schläfen und Hirn. Nur einen klaren Gedanken konnte er fassen, ein einziger beherrschte ihn: Rache üben für die Schandthat, die ihm da« Theuerste geraubt, blutige Rache. Ein Klopfen an der Thüre unterbrach fein Grübeln. „Diese Dame wünscht Sie zu sprechen," be-richtete der eintretende Kellner eine Karte über« reichend. 4 „f entme Wacht- 1900 weiterer fremder Truppen zur Uebersiedlung de« kaiserlichen Hofe« nach Sianfa und zur besseren Borbereitung der chinesischen Streitkräfte Zeit zu gewinnen. Die .TimeS" messen den Erklärungen und Versicherungen der chinesischen Gesandtschaft in London nicht die geringste Bedeutung bei und befürworten auf» nachdrücklichste die Festhaltung Li-HungTfchangS in Shanghai. Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Der chinesische Gesandte stellte am 21. d. M. dem auswärtigen Amte eine Depesche deS Kaiser» von China an den deutschen Kaiser zu, in der dieser al» einziges Mittel zur Klärung der Lage die Beihilfe Deutschlands anruft und den Kaiser bittet, die Leitung zu übernehmen, um .die früheren friedlichen Zustände wieder herbeizuführen". In der Antwortnote vom 24. d. M. lehnt e» StaatSsecretär v. Bülocu ab, die Depesche dem Kaiser Wilhelm zu unterbreiten, so lange nicht daS Schicksal der in Peking eingeschlossenen Gesandt-schaften und der übrigen Fremden aufgeklärt ist, ferner so lange die chinesische Regierung für die Ermordung Ketteler« nicht Sühne gewährt hat und so lange nicht für ein dem Völkerrechte und der Civilisation entsprechendes künftiges Verhalten Chinas genügende Garantien geleistet worden sind. Aus Pola wird uns gemeldet, dass die österreichische Schiffsdivision, bestehend aus den Schiffen .Kaiserin Elisabeth" und „Afpern", am 24. d. M. um 7 Uhr abends nach China abgegangen ist. Z>er Krieg in Südafrika. Nach amtlichen Berichten haben die englischen Truppen vom Be-ginne deS BurenkriegeS bi» zum 17. d. M. folgende Verluste erlitten: Officiere Mannschaften Im Kampf gefallen . . . 261 2.434 An Wunden erlegen . . . 72 637 Vermisst oder gefangen (aus« schließlich der Freigegebenen) 61 1.900 In der Gefangenschaft ge« storben...... 1 84 An Krankheit erlegen . . . 139 4.563 Verunglückt...... — 70 Krank nachhause gesandt . . 965 21.337 1499 31.025 Zusammen — ausschließlich der Kranken und Verwun- 32 524 beten in Südafrika. . . Man wird nicht fehlgehen, wenn man die Anzahl der in südafrikanischen Spitälern krank und ver-wundet liegenden Soldaten auf 10—15.000 schätzt. Bisher wären somit gegen 50.000 Mann der Engländer außer Gefecht gesetzt! — Zugleich sind neue Ersolge der Buren zu melden: Eine zur Re« cognoScierung auSgesandte Abtheilung mit einer Batterie Artillerie stieß gestern zehn Meilen westlich von Bethlehem auf eine starke Stellung de« Feinde«. Es kam zu einem Gefechte. Die britische Streit« macht, welche nicht stark genug war, die Buren von „Olga v. Rodeck — lassen Sie diese Dame eintretend Mit dem Ausdruck tiefster Bewegung und Theilnahme streckte Olga dem Ueberrafchten beide Hände entgegen. »Es ist wohl unpassend, dass ich Si« in Ihrem Hoiel besuche, armer Freund, aber ich kann nicht anders — es litt mich nicht zu Hause in der UngewifSheit. Sagen, erklären Sie mir, wie daS Unglück geschehen ist, noch ist ja niemand zur Besinnung gekommen, der Director und die College» befinden sich in unglaublicher Verwirrung — niemand kann Auskunft und Aufklärung geben. Seit heute Morgen hat sich die Aufregung noch gesteigert, der Stallmeister brachte die Nach-richt, die Rizzio habe Gift genommen und fei nach dem Hospital geschafft worden — eS ist klar, das« dieser Selbstmord mit dem Tod Ihre« Bruder« zusammenhängt, sie soll Rolf sehr geliebt haben.-»Sie liebte ihn so sehr, dass sie seine Mör-derin wurde," klang eS dumpf von Leon'S bleichen Lippen. ^ „Leon — sind Sie bei Sinnen? Er wäre gemordet, kein unglücklicher Zufall hätte ihn ge-tödtet und sie, sie hätte da« gethan?- .Nicht sie selbst — ein Schurke, den sie wohl theuer bezahlte. Ich stand an der Triumphpforte bei dem Tableau und sah deutlich, wie während de» allgemeinen Freudenschießen» der Clown Fred den Revolver auf Rolf'S Brust richtete. Hastig drang ich vor, doch in dem Augenblick, al» ich dem Hallunken die Waffe entreißen wollte, geschah das Entsetzliche schon." „Und Sie ergriffen den Buben nicht . . .* »Meine erste Sorge galt dem zusammen- den von ihnen besetzten Hügeln zu vertreiben, btsetzte ein Kopje, wurde jedoch bei Anbruch der Dunkelheit zum Rückzüge gezwungen. Die Engländer verloren einen Officier und neun Mann. Zur Zeit finden kleinere Gefechte auf de« Hügeln in der Nähe von Bethlehem statt. — Vroadwoov meldet über Honing« soruit au» Kroonstad: Ich verfolgte da» Commando DeivetS feit dem 16. d. M. und wurde am 19. d. M. in ein heftige» Gefecht bei Palmittfontein verwickelt. Der Eintritt der Dunkelheit verhinderte die Ver« folgung de» Feindes. Die Verluste d>r britischen Truppen betrugen 5 Todte und 16 Verwundete. Der Feind zog sich während der Nacht schnell nach Paardekrall zurück. Man glaubt, dass das Commando au« 2000 Mann und vier Kanonen bestehe und von Stein und den beiden DewetS befehligt werde. — Eine Depesche des Obersten Kelli-Kenny au« Bloemfonteia vom 22. d. M. besagt: Die Eisen-bahnverbindung wurde in der letzten Nacht nördlich von Honingspruit abgeschnitten. Ein HilfSzug mit 100 Hochländern wurde vom Feinde erobert. Hier traf die Meldung ein. das« eine bedeutende feindliche Truppenabtheilung auf Honingspruit vorrückt. Mit Präioria ist jede Verbindung unterbrochen. Die zweite und dritte Cavalleriebrigade verfolgen den Feind. Braut-Seiden-Robei io» Hub — 14 BJtUr! — »Kto. un» i-Hliel iuocf>nMt Stuft« »m- zchcild i (fetufo von sSwarzn, nritn »»« fardizcr »p.'iiiicd-rg-it> fftett). tu st. 14.66 »er «ttl. G. Henneberg,Seideo-Fabrikant(k.u.k.Uofl.) Zürich, Aus Stadt und Land. Aerdwaud J>ominifl f. Als sich Samstag abend« die Nachricht von dem Ableben Ferdinand Dominig« in unserer Stadt verbreitete, da herrschte in allen Kreisen tiefe Erschütterung, innige Theil-nähme. Ein Mann, im schönsten Alter — Dominig zählte erst 35 Jahre — mitten in ausgezeichnetem beruflichem Wirken, im opferwilligen, volksbe-wussten Dienste der Allgemeinheit, verehrt von seinen Schülern und deren dankerfüllten Eltern, allgemein hochgeachtet von der Bürgerschaft, im herzlichen FreundschastSbunde mit so vielen Gleichgesinnten — so stand unser Dominig auf einer Höhe, wie sie in seinem Alter wohl wenige in unserer Stadt erklommen hatten. Ein jähes, tückisches Leiden hat ihn fortgerissen aus unserer Mitte; dir Schreck, den die Kunde von feinem Hingang« in uns hervorgerufen, hat stiller, inniger Trauer Platz gemacht, und in doppelt hellem Glanz« steht das ganze ausgezeichnete Wirken, Ringen und Schaffen des Heimgegangenen vor dem Auge des Chronisten. Mit Recht galt unser Dominig in fach-lichen Kreisen als hervorragender Pädagog. Er faiSte die Schulerziehung in jenem idealen Sinne auf, der ihm das ganz« Vertrauen der Jugend brechenden Bruder — fein Mörder wird der Straft nicht entgehen." .Wie kommen Sie zu der Vermuthung, Fer« nanda habe theil an dem schändlichen Verbrechen?. Sie hatte mir gedroht — ich fürchtete seit längerer Zeit schon einen Racheact von ihr." „Rache wofür? Dass Rolf sie verschmähte?" „Er liebte Sie, Olga — so innig, so heiß — wie man sie eben lieben muss! Er hoffte Sie in kurzer Zeit al« Brau« zu gewinnen. .Armer Rolf — ich ahnte e«. Ein Schmerz würd« ihm ang«than, ein anderer erspart. Ich hätte ihm nicht angehören können." So ist «S wahr, was dirs« Schlange mir ins Ohr geflüstert? Sie lieben einen anderen . .." „Dem ich auch nicht gehören werde, weil er mich nicht begehrt." »Wer sagt Ihnen da«, Olga? O Himmel, wäre eS möglich, dass mir aus dem entsetzlichen Unglück ein Glück erblühte, so herrlich, wie ich e» niemals zu träumen gewagt ? Bin ich e», Olga, dem Ihr Herz gehört — sprechen Sie, soltern Sie mich nicht! .Ich wäre glücklich, könnten Sie mir die Ge« fühle weihen, die ich bei Ihrem Bruder nicht er-widern konnte!" „Olga. Geliebte, ich danke Dir für dieses Wort. Diese beseligend« Gewissheit ist theuer erkauft, denn unendlich viel habe ich mit Rolf ver-loren — aber ein« Welt von Glück und Sonnen-schein dafür mit Dir g«wonn«n I" „Und nun komm, mein Lieb, meine Braut, lass un« zu dem theueren Todten gehen, um Abschied von ihm zu nehmen, dann mag sein Mörder mich erwarten sicherte, er führte sie in jener hohen Auffais-ilz. di« «in stg«nSr«icheS Zusammenwirken de» Liter» Hauses mit der Schul» zur Geltung brachte, die Cillier städtische Volksschule verliert in D»«i«z einen der tüchtigsten und besten B treuer der Jtgeid und seine Verdienste in der gewerblichen Fortbil»u„z«, schule sich.'rn ihm die dauernde Dankbarkeit ila berufenen Kreise. Wie sehr unser Dominig »il seinem klaren, ruhigen Urtheile berufen wir. sei« Anhänglichkeit an die Interessen Cillis m öfatt« lichem Wirken zu bekunden, hat ihm di« fchafl unserer Stadt durch die einstimmige Äch in den Gemeinderaih ehrenvoll zu erkenne, ge,«b«e Der ebenso bescheidene, wie arbeitsfrohe 9hmt leider seine Kräfte im Dienste des Gemeimvijnit nicht in Wirksamkeit treten lassen kö-nen. Z« deutschen Dereinsleben Cillis war Herr Sammg al« Arbeitskraft sehr geschätzt. Der Cillier Mrniw gesangverein betrauert Herrn Dominig als n kunstsreudigeS und tüchtiges Mitglied; durch coÜt 11 Jahre hat der Verewigte daS Amt ei«t Schriftführer« im Vereine mit idealem Eifer?er> sehen. Die Heiterkeit feiner Mußestunden wir «,er frohen Runde, der Tischgesellschaft „Indianer" ze» weiht, in welcher der Tod de« „Häuptling? n» unauSfüllbare Lücke hinterlässt. Montag nzchmiq gab Cilli dem Abberufenen daS letzte Geleit«: k>zt Leichenbegängnis war eine ehrenvolle Zraurfafc gedung ver ganzen Bevölkerung. Den Leichni«q eröffneten die Schüler des Heimgegangenen Lehrst«; dem mit Kränzen reichbedeckten Sarge folgte» Hm Bürgermeister Stiger und HerrVicebürzemerw JuliuS R a k u s ch mit den Mitgliedern det meinderatheS, die Collegen des Verstarb««», i»e Lthrkörper der Mädchen- und der Bürger^-Hit. Der Cillier Männergesangoerein war cotpeturin mit der Fahne erschienen. Eine übergroße Z-Hl von Freunden und Bekannten beschloss oe» »i» santen Zug. Nach dem Leichenbegängnisse M » Saale deS Hotels .zum Mohren" ein os» !« Tischgesellschaft .Indianer" und dem Cillier Mm» gesangoereine veranstaltete Trauersalamander "hu, bei dem Schriftleiter A m b ro s ch i tsch eine w greifende Trauerrede hielt. Maturitätsprüfung,,'». In Ergänz»»- dit in unserer letzten Nummer enthaltenen ÄenchX theilen wir mit, dass die Maturitätsprüfmizen i» hiesigen Gymnasium am 24. d. M. zum fllschbfft gelangten. Die Abiturienten Leo Jelleck, (fcq S ko k und Ochmar Weklitsch wurden mitU* Zeichnung approbirrt, alle übrigen für reif «tfia, nämlich: Ernst Ambroschitsch. 3?u>olf Bit. Lothar ReichSritter von BerkS. Franz 8i«i»t Walther Caspaar, Anton G o s a k. ?roz H e r n a u «. Johann Hizelberger, Mq Zelln. Josef Lenko. Josef Morawetz, Alois Ne»bl Jgnaz Paulitsch, Franz Schaller Eil.». Hirschau, Georg Skoberne, Franz Anton Tschebull und Otto Wodicka. Deutsches Studentenheim inAe Spenden für da« Deutsche Studentenheim m haben eine Höhe von 19.313 K 34 h erreich«, Z>as Wohkthitigkeitsconcert z» der durch das Hochwasser geschädigten deutsch» Äe» wohner Untersteiermarks wird Samstag M abends 3 Uhr im Casmosaal« ftatisind«». h« weilende Grazer Opernsängern Fräulein Am Brandts wird in gütiger Weise mit Eietmi*» trägen der guten Sache dienen und der &m»M» tung eine hervorragende künstl«rische Lednii«» verleihen. Die VortragSordnuag enthält Punkte: 1. Cillier Musikoerein: N,«Is W. op. 1, Ouoerture Ntchklänge von Osfian. 2. Mfe Männergesangoerein (gemischter Chor): ») ich ein Vöglein mär", Satz von K. Bi. tat b) „Nachtigall ich hör' dich singen", Satz oon All. FuchS. 3. Schluss-Scene aus der.Göiter^»«-rungvon R. Wagner (gesungen von Krl. te BranviS, Klavierbegleitung: Frl. Beat« P!o«j 4. Cillier Musikverein. L. v. Beethoven, simh-qaartett op. 13, Nr. 4, I. Satz. 5. Cillier Äin»r> gesangverein „Liederkranz": a) „Wie »tlto RoS' im Wald'", von R. Mair; d) »Heil ift heut", von Max v. Weinzierl. 6. Lieder gevqA von Frl. Marie Brandts. 7. Cillier Maiuqt» saagverein: a) „Wach auf du schön« Itäiuntw*, von Wilhelm ©«rief«; b) „Deutsche« iöiilfecgeto*. von Franz Abt. 8. Collier Musikoerein: EinzugSmarsch auS „Tannhäufer". Preis« bet ißt#: 1 Sitzplatz läng» d«r Wände 5 K, 1 Eiy?l«tz> d«n ersten drei Reihen 4 K, 1 ri&pla{ m weiteren Reihen 2 K, Eintritt in den sieyro» 1 X, 1 Galleriesitz 1 K 50 h. Kapellmeister Zttetzt. Der verdie«ßo»lli tä tüchtig« Leiter unserer itfh'itiKMiBlfjpelk l>» am Dien»tag nachmittag in Cilli sei» t auseiSßt» 1900 ..Deutsch- Macht- 5 Smart, au« welchem Anlasse ihm von den LtuAern bei der Parkmusik eine prächtig ge» schmück» Lyra al« Ehrengeschenk überreich» wurde, ta» Senef ice»(S oncert de« Herrn Dieß! ftdet in den nächsten Tagen statt. Da« Programm l?ird in der Sonntagnummer veröffentlicht. giJTirt Minnergesangverein. Heute Ponners. t^finvet die Generalprobe sür da« Wohlthätigkeit«« ««cm statt. ßillier Turnverein. Heute. Donner«tag, abend« ? Uhr findet im Berein«heim (Hotel „Engel") eine inmeroersammlung dehuf« Besprechung über die Teilnahme am Wetturnen beim Wiener-Neustädter «tfkste statt. ^rzherjogin Maria Kheresta von Hefter-«ich am Hrave ZZismarck's. Erzherzogin Maria Tixrefia traf Donner«tag nachmittag mit einem klk»en Gefolge zum Besuche de« Fürsten Herbert ?!»«arck in Friedrich«ruh ein. Sie verweilte da» selbst drei Stunden, besuchte da« Mausoleum und bzn an dem Sarge de« Fürsten-Reichskanzler« K««arck Kränze nieder. Dann kehrte die Erzher-Wm wieder nach Hamburg zurück. .Sloveu«ki ^ij?odar" schreibt in seiner letzten Nummer: „Rarburg hat seine Bi«marckgasse, Mureck einen Oitmarckplatz, Pettau eine BiSmarckgasse, Cilli einen ?i»aarckplatz. Sind da« begeistert« O«ster-reicher, die den größten Feind Oesterreichs ehren?" Willkommener Aesnch. Die Klagensurter .zrnen Stimmen" schreiben. Am 25. Jnli trift der Commandierende de« 3. Corp«, Feldzeug« «risiec Ritter von S u c c o v a t 9, zur Jnspicierung w Garnison in Klagensurt ein. Feldzeugmeister wn Euccooaty ist bekanntlich einer der hervor« 5iq««dsten Förderer der deulsch-n atio« ««ltn Bewegung in den Alpen ländern, vithald die Deutschnationalen guten Grund haben, chc« hochmögenden Bundesgenossen dankbar zu >m. Doch wird von einer Danke«kundgebung Östlicher Empfang mit Abspielen der „Wacht am Ämn", Neberreichung eine« Kornblumenftrauße«) «gen der Sommerhitze abgesehen. Besitz Wechsel. Die Villa Artmann gegenüber dl« «aierhose ist in den Besitz de« Herrn Anton <»«erzki in Leoben käuflich übergegangen. Wo bekommt man ISriekmarken? Wir Eilten folgende Zuschrift: In unserem schönen Postgebäude find alle möglichen Schalterausschristen <■ deutscher und slovenischer Sprache angebracht, ftet aber Briefmarken und andere Postwertzeichen zu faifen wünscht, der wird vergeblich nach einer ie neuen AanKnoten Die Fabrication b« neuen Banknoten ist so weil vorgeschritten, das« Al»e September mit der Ausgabe der Zwanzig-OraieN'Lcheine wird begonnen werden können. Erst «chdem diese di» Zehn-Gulden-Noten ersetzt haben Mrden, soll an di« Emission der Zehn-Krvnen-geschritten werden, weil man vermeiden will, 4>ai« gleichzeitig verschiedenartige Geldzeichen mit gleichen Ziffern circulieren. # Antersteirische Bäder. In der LandeScur-«ritaU Rohitsch'Eauerbrunn sind bis M 21. Juli 1U96 Parteien mit 1655 Personen juni Curgebrauche «ingetroffen. Hingesendet. (K e i l'S F u ß b 0 d e n l a ck) ist der vorzüglichste Änimch für weiche Fußböden. Der Anstrich ist Züßmrdentlich dauerhaft und trocknet sofort. Keil'« Achbodenlack ist bei Traun & Snger und bei Vic-ur Wogg in Cilli erhältlich. 4815 ?erei» skr Thierschutz und Fhierzncht in ßilli. Nachdem der früher« Herausgeber unserer Eilschrift, Herr Max Pauly i» K ö s l a ch noch inner sich erdreiste«, unsere VereinSmilglieder mit H»ladungtn zu« Abonnement aus seine Zeitschrift »vn illustr. Thiersreund" zu belästig«», machen air wiederholt darauf aufmerksam, das« wir mit Herrn Pauly in gar keiner Verbindung mehr stehen und das« unser BereinSblatt der von d«r Schrift« stellen» Frau von Khuenberg in Graz heraus-gegebene „Illustr. Thier« und Vog«lfr«und" ist. Wir «rfuchen unsere Mitglieder, sich von Herrn Pauly nicht einschüchtern zu lassen, seine Abonne« ment«einladungen in den Papierkorb zu wiesen, Postaufträg« aber nicht anzunehmen. Der humoristische Speisekellner. A. G. Berlin. In einer Pcivattlagtsache wegen thätlicher Beleidigung stehen sich der Kellner Emil Schulze und der Schmiedemeister Paul Haase als streitend« Parteien gegenüber. Vorsitzender: Angeklagter, Sie ließen sich hin-reißen, am 25. Jänner d. I. al« Gast de« Restau« rant« .Zur Erholung" dem Sie bedienenden Prioatkläger Schulze in der Erregung eine Ohr« feig« zu versktzen. Räumen Sie den Thatbestand ein, oder sollen wir erst den Belastungszeugen ver« nehmen? Angeklagter: Uff den Belastungszeugen ver-zicht« ick, bitt« aber um meine Freisprechung mit Zeitversäumni«. Hohnepipein lasse ick mir nich, un wenn der Schnee verbrennt. Vorsitzender: Selbst wenn der Prioatklägtr Sie verhöhnt hätte, wie Sie behaupten, waren Sie zu einem solchen Act der Selbsthilfe keineswegs berechtigt. Sie sollen ja nicht schlecht zugeschlagen haben. Angeklagter: Wenn ick mal zuhaue, dann schmerzt et 'n Anderen natierlich immer mehr wie mir. Ick bin an» 'ne sehr musikalische Familie un habe n juten Anschlag. Vorsitzender: Erzählen Sie doch mal, wie Sie mit Schulze in Streu kamen. Angeklagter: Jelegenheit dringt Hiebe. Et war, wie jesagt, an 'n 25. Jänner. Ick kam mit Frau un Tochter von eenen Maskenball un wollte in der „Erholung" noch 'n Imbiß jmehmigen Nu habe ick een langet Jemüth un verstehe ooch Spaß. Wenn et aber so'n Mensch regulär druff anlejt, Eenen in die Rasche zu bringen, denn kann ooch Unsereener fuchSieifelSwild werden. Vorsitzender: Erzählen Sie doch, bitte, weniger umständlich. Angeklagter: Jleich, wie er an 'n Tisch kommt, macht er 'n überraschtet Jesicht un meent: „Sajen Se, waren St nich früher man in Dresden?" „Nee", sage ick. da war ick noch nich". — „So", meent tr, „na ick ooch uich". Dat passte mir schon nich und ich sttch« ihm jleich Bescheid, bet so ne Vertraulichkeit bei 'n Kellner nich mein Fall wäre. Et war schon spät un wir hatten och een jutet Ende mit de Stadtbahn zu fahren. „Wissen Se uich", frage ihm. „wann der letzie Zug von n Zoologischen nach 'n Alexanderplatz jähren buht?" „Wal, der letzt« Zug?" meent er mit so 'n spinöjet Lächeln. ,Det werd«» wir woll beed« nich «rltben, lieber Herr." Ich bezähme mir mit Jewalt und bestelle for mir Rehbraten un for de DamenS zweemals KalbSrücken mit ChampijonS. .Oder willst de lieber wat anderes. Berolina?" wende ick mir an meine Tochter. Bei dem Namen „Berolina" jrient die Kellnerfeele schon wieder uff 'ne janz mokante Art vor sich hin. „Worüber lachen Sie?" frage ick. Wat enige>net er mir da: .Wenn ick lache, lache ich meerschtendeel« über 't janze Jefichtt. Also Berolina heeßt bet Freilein Tochter. Det i« 'n scheener Name, bloß etwa« seltsam." — „Wat jeth det Ihnen an?" sertige ick ihn ab. .Sie heeßt eben so, weil se in Berlin jeboren i«." .Ach so", macht er. „Dann i« et bloß een Jlücke, bet se nich in Treuenbrietzen det Licht der Welt erblickt hat." — „Na, woso denn?" kann ick nich umhin zu fragen. — „Na, ick meene nur, weil se dann Treuenbritzenia heeßen würde, wat doch nich jrade anmuthig klingt." Vorsitzender: Ich mus« Sie nochmals ersuchen, sich kürzer zu fassen. Angeklagter: Machen wer. Det jehört aber mit mang. .Kümmern Se sich lieber um Ihr Jeschäst", rufe ick. „Wir haben ohnehin nich ville Zeit. Wat is denn die Glocke?" Wüt meenen Se, wat der Mensch zur Antwort jibt: „Wat de Jlocke i«? Det wissen Se nich? Die Jlocke is een Jedicht von Schiller." Ich fand det wieder nicht pajSrechl und sagte, er möchte sich boch benehmen, wie sich det sor'n Kellner jehört. For'n Oogendlick hat et ooch jeholsen. Wie nu endlich der KalbSrücken for die DamenS kommt, meent meine Klara mil'n Hinblick uff ihren Teller: .Mein Rückenstück iS aber sehr mager. „Ja, det sehe ick", bemerkt mein Musjeh, indem er meine Frau in ihre ausgeschnittene Taille in'l Ooge sastt. „Dafor kann ick aber doch nischt!" Nu iS meine Klara ja nich die Ueppigste. Wat jeht bet aber so 'n befrackten Windhund an? Ich hauche ihm wieber kräftig an. „Wenn Se sich soweit noch mal erlauben, bann jibt et mächtig wat rau«. Wie lange soll ick übrigen» warten? Ick habe boch jetzt schon sechsmal Rehbraten bestellt!" Et dauert ooch nich lange, kommt er mit sech« Portionen Rehbraten an. .Bei Ihnen stimmt det woll nich?" sage ick, indem ick ihn so'n bi«chen an die Stirn tippe. „Eene Portion habe ick bestellt, un sechse bringen Se." „Na. Sie sagten doch jrade, Se hätten sechs-mal Rehbraten bestellt!" Ick hatte Mühe, ihn z« bewegen, det er die fünf Portionen fortnahm. Doch det Beste kommt noch. Meine Berolina klagt über heftige! Zahnweh, weshalb ick ihm den Auftrag jede, for'n paar Jrofchen fliegendet Element au« de Aptheke holen zu lassen, wa» er denn ooch besorgen daht. Wie ich aber berappen will, berechnet er for det Aether-Fläschchen 59 Pfennige Proppengeld. Da entjlei«te mir dn julhmüthige Zug in meinem Wesen. Ick stand uff un löschte ihm Eeene. Prioatkläger: Un wat for Eene! Ich beantrage, dat bei Abmessung der Strafe die Handfchuhnummer von die Schmiedesaust in Betracht kommt. Da« Gericht erkennt unter Abweisung der Widerklage de« Angeklagten, der von dem Privat» kläger allerdings schwer gereizt, nicht aber beleidigt worden sei, gegen den Ersteren auf 20 Mark Geld-strafe, über die der Verurtheilte mit der Bemerkung quittiert: Et stimmt. Wer den Spott hat, darf sor den Schaden nicht sorgen! vermischtes. Z>ie tschechischen Kriegskosten. Die tschechischen Abgeordneten haben »ich de» Verheerungen, die sie in der ObstructionSnacht vom 8. Juni an den Pulten. Bänken und anderen Einrichtungsstücken des Abgeordnetenhauses angerichtet hatten, dem Canzlekdireetor de« HauseS Dr. v. Bauer erklärt, sie seien bereit, den Schaden zu ersetzen. Nunmehr hat Dr. v. Bauer an den Obmannstellvertreter deS JungtschechenclubZ Dr. Pacak folgende Rechnung gesendet: Für Tischlerarbeiten ... X 555.— „ Klempnerarbeiten . . . 4.50 . eine Alpaccasilbertasse . „ 2.30 , zwei ZeitungShälter . „ 6.— Summe . . K 5G7.80 Kin neues Paradies für KeiratsknlHge. South Haven, eine kleine Stadt in Michigan, ist plötzlich, wie aus Chicago berichtet wird, als ein neue« .Gretna Green" für Paare, die den Ehebund schließen wollen, stark in Aufnahme gekommen. Bisher hat St. Josef, eine benachbarte Stadt, diese Auszeichnung ge-«offen, aber die Nebenbuhlerin hat neuerdings fast das ganze Geschäft an sich gerissen, dadurch, dass sie größere Vortheile bietet. Eine DampfschiffahrtS - Gesellschaft annoneiert, dass sie für 7 Dollars übernimmt, verlobte Paare nach South Haven zu befördern, dort alles fkr die Ehelicenz, die Trauung in der Kirche, de» Trau-schein und — da! HochzeitSfrühstück zu bezahlen und dann auch noch das schnell vermählte Paar glücklich wieder nach Chicago zurückzubringen. Der AuSffuz schließt außerdem ein« wundervolle, verschiedene Stunden dauernd« Fahrt aus dem Michigansee ein. Hunderte von Paaren benutzen denn auch ein so verlockendes An-gebot. Die Behörden von St. Josef, die eifersüchtig über ihren Ruf wachen, beabsichtigen nunmehr, nicht nur die gleichen Vortheile anzubieten, sonder» auch noch eine LebenSversicherungS-Police zuzugeben. Der echt amerikanische Eoncurrenzkampf verspricht recht interessant zu werden. Aanern, die de» Kriegsminister loben. Am Psingftdienttag hielt ein „Bauernverein" feine dieS-jährige Generalversammlung. Dabei würd« die wohl» wollende Gesinnung deS Kriegsministers gegenüber der Landwirtschaft lobend hervorgehoben. Der direct« Ankauf von Hafer, Heu und Getreide, der auf di« richtige Zeit bemessene Ernteurlaub der Soldaten, nicht minder die Abnahme der SoldatenmisShandtungen würden von der Landbevölkerung wohlthätig empfunden. Der Bauern-verein bringe deshalb dem Herrn Kriegsminister den Dank zum Ausdruck. Damit niemanden der Schlag trifft, sei gleich beigesetzt, dak« hier von dem nieder-bairisch«» „Bauernbund" und dem bairischen Kriegs« minister die Rede ist. Denn bei uns passiert so eiwa« nie. Unsere Kriegsverwaltung ahmt von der deutschen wohl die neuen Kanonen und Regimenter nach, aber HeereSlieferungen, Ernteurlaube u. dgl., ja Bauer, da« ist etwa» anderes! $iu internationaler Scrlegercongress wird vom 9. bis l2. Juni 1901 in Leipzig stattfinden, nachdem solche in Paris 1896, Brüssel 1397 unt» 6 London 1899 vorausgegangen sind. Mehrere hundert Verleger aller Culturnationen rüstet sich Leipzig, die Metropole des deutschen, österreichischen nnd schweizer Buchhandels, in seinen Mauern zu empfangen. Der Coogres« wird sich mit Urheberrecht und Verlagsrecht sowie mit technischen Fragen deS Buchhandels, Kunst-Handels und MusikalienhandelS, soweit dieselben inter-nationale» Interesse beanspruchen, in steben Sitzungen beschäftigen. Zum Präsidenten wurde Albert Brockhau«-Leipzig gewählt, zu auswärtigen Ehrenpräsidenten Fourcl-Hachette-Pari«, Bruylant Brüssel und Murray-London. Ist der ^anslavismus nicht ei« Anding! Ein Berichterstauer befragt ein Büchlein, welches einen Bibelspruch in 329 Sprachen und 100 Nationalschriften enthält. Die merkwürdige Sammlung zählt 100 Seiten und kostet nur 29 Pfg., bei Herrn Millard, Elisabeth-straße 6 in Wien. Man läs«t die Ausgaben weg, welche die Sprachen in alphabetischer Ordnung — rcm abyssinischen bis zur Zulusprache — «der in geographischer Reih« — von England bis Oceanien — auf« zählen. Man bevorzugt die zweite Auflage, tvelche die Sprachen nach ihren Verwandtschaftsgraden zusammen-stellt. Hier zeigt die Vergleichung, dass di« slatisclen Sprachen so weit auSeinandcr stehen, wie daS ISlän» dische vom Hochdeutschen oder wie da« Portugiesische vom Kutzowallachischen. ZZitdnngsstufen. Di; Wiener .Rundschau für Geographie und Statistik" theilt die Völker in drei Zonen ein, nach dem Procentsatze der unwissenden Rcciuten und Brautpaare. Di« helle Zon« oder die Oberstufe umfaskt die germanischen Völker, nebst Finn-' land und Genf. Die halbdunkle Zone od«r die Mittel-stufe umfasst die romanischen Völker, bei welch«» di« unwissenden Erwachsenen 30 bis 70 Procent bilden. Zar Unterstufe gehören die slavischen Völker. Am tiefsten flehen die Türken. Englische ßcnsur. Man schreibt den „M. N. N." unterm 15. K auS London: In einem Artikel üb«r die KriegSberichterstattung, der in„HarperS Magazine" erscheint, zeigt Herr Mackenzie an einem guten Beispiel die Nachrichten fälschende Wirkung der Censur. Ein Korrespondent telegraphiert«: „Heftiger Burenangriff. Kanonen regneten Granaten auf Position. Schwere Verluste heute und gestern." DaS Telegramm erreicht die Redaction in London, nachdem ihm d«r Censor seine liebevolle Aufmerksamkeit gewidmet hatte, folgender Form: „Heftiger Regen heute und gestern". Sieben auf einen Schlag, so hatte daS tapfere Schneid«rlein als staunenswerte Leistung auf feinen Leibgurt geschrieben. Und warum? Weil eS mit einem Schlage sieben naschhafte Fliegen getödtet hatte. ES scheint also, alS ob es zu dieses Helden Zeiten auch schon diese Quälgeister in großer Menge gegeben hab«. Jetzt könnte solch Schneiderlein auch mal seine Künste beweisen. In Küche und Keller machen die kleinen schwirrenden Jnsecten den Hausfrauen gar viel Svlge. ES ist in der heißen Sommerszeit kaum möglich, die Sp«is«n vor den Fliegen zu schützen. Ja, wie oft fühlt man sich versucht, zuzuschlagen, wenn solch Fleisch-verderber am Schinken sitzt. Es nützt ja aber doch nichts. Die Fliegen retten sich, und der Aerger ist um so größer, w«nn noch ein Stück Geschirr in die Brüche geht. All diese Sorgen und all diesen Aerger spart sich die kluge Hausfrau, wenn sie eine Wenigkeit Zacherlin, was in allen Dregurien zu haben ist, aus-stäubt. Dann hält sich keine Fliege in der Speisekammer, und die darin befindlichen werden durch daS Zacherlin im Ru getödtet. Zacherlin ist unstreitig daS Nützlichste* und Zweckmäßigste für Küch« und Ep«is«kammer und durch kein tapferes Schneid«rlein zu ersetzen. Keißt Sommer. Der heurige Sommer muss zu den heißen Sommern gezählt w«rden, wie sie bei unS nicht allzu häufig vorkommen. Die Chronik weiß von heißen Sommern Folgendes zu berichten: Im Jahr« 627 war di« Wärm« in Deutschland so groß, dass die Quellen versiegten und eine große Menge Menschen vor Durst starb. 879 mussten die Feld-arbeiten längere Zeit der Hitze halber eingestellt weidtn. 903 waren im Sommer die Wiesen wie vom Feuer verbrannt. 100O versiegten die kleinen Flüsse, die Fische saulten, eS entstand eine Pestilenz. 1022 und 1132 war die Hitze sehr arg, der Rhein trocknete im letzten Jahre im Ober« und Mittellauf fast aus. 1139 hatte Italien eine schreckliche TrockniS zu bestehen. 1269 sielen in der Schlacht von Bela mehr Menschen durch die'Hitze als durch die Waffen. Die Sommer von 1277, 1393, 1304, 1605 und 1705 brachten eine enorme Hitze. 1708 war ein gewaltiger Wassermangel. ES regnete den ganzen Sommer keinen Tropfen. 1779 starben in der Gegend von Bologna vielc Personen vor Hitze. 1793 wurde im Juli die Hitze unerträglich, die Pflanzen verdorrten, die Baumsrüchte vertrockneten, Fleisch faulte innerhalb einer Stunde. 1822, ein Erd-bebenjahr, namentlich sür Elsaß, herrscht« große Hitz«. 1S32 war di« Hitze von der Cholera begleitet, welch« ..Deutsche Wacht" namentlich in Westdeutschland und Frankreich viele Opfer forderte, in Paris allein 20.999. Seitdem sind wohl wanne, aber feine übertrieben heißen Sommer zu verzeichnen gewesen. Di« größte Hitz« brachten die Sommer von 1846, 1853, 1860, 1879 und 1874. Hrkegtes Wild. Im Jahre 1899 wurde in Steiermark an nützlichem Wild erlegt: 5763 Rothwild, 57 Dammwild, 12.143 Rehe, 2501 Gemse», 73.401 Hasen, 118 Kaninchen, 2185 Auerhähne, 1426 Birkwild, 2999 Haselwild, 252 Schneehühner, 57 Stein-hühncr, 29.774 Fasanen. 37.892 Feldhühner, 3723 Wachteln, 2372 Waldschnepfen, 476 Moosschnepsen, 289 Wildgänse, 3230 Wildenten. An schädlichem Wild wurden erlegt: 1235 Marder, 1652 Jltise, 4329 Füchse. 141 Fischottern, 855 Wildkatzen, 616 Dachse, 18 Adler, 372 Uhu. 11.002 Habichte, Falken, Spelber und 2186 Eulen. Aier-Mektstatikik 1899. Oesterreich-Ungarn zählte im Jahre 1899 nur mehr 1580 Braustellen, u. zw. in Oesterreich 1478 gegen 1506 und in Ungarn 192 gegen 84 im Jahre 1898, somit um 22 Brauereien weniger alS im Jahre vorher. Die Bierproduction er-höhte sich in Oesterreich-Ungarn gegen daS Vorjahr um 256.278 dl und betrug im Jahre 1899 19,737.658 KI gegen 19,421.645 KI pro 1898 in Oesterreich, in Ungarn 1,497.672 KI gegen 1,557.599 kl pro 1898, in Bosnien und Herzegovina 56.637 KI gegen 56.445 KI pro 1898. Die Biersteuer betrug in Oesterreich 74,933.490 K, in Ungarn 6,494.373 X und in Bosnien 245.162 K gegen 1898: 73,501.669 Kin Oesterreich, 6,602.404 K in Ungarn und 242.608 X in Bosnien. Die Biersteuer ergab in Oesterreich 75,178.652 X, in Ungarn — ohne Getränkesteuer — 6,404.373 K. Der Malzverbrauch erforderte in beiden ReichStheilen 4,599.701 Metercentner; der Hopfen-eonsum belief sich auf 168.600 Zollcentner, die Pro-duction auf 279.000 Zollcentner. Im ganzen Deutschen Reiche sind 285 Braustätten weniger zu verzeichnen, u. zw. waren 1898 noch 20.340 Brauereien im Be-trieb«, während 1899 20.055 Brauereien arbeiteten. Die Bierproduction ist aber trotz des vorstehenden Factums im Wachsen und stieg gegen daS Braujahr vorh«r um 1,373.367 KI, u. zw. von 66,415.320 Kl auf 67,788.687 KI. An Biersteuer wurden für vor-genanntes Quantum Bier 111,650.970 X eingehoben. Die Malzverarbeitung hatte die Höhe von 14,925.784 Metercentner und der Hopfenversud 422.680 Zoll-centner erreicht. An obigem Bierquantum participiert Baiern mit einer Erzeugung von 17,466.074 KI und einer hiefür entrichteten Steuer von 42,940.553 K. In Baiern hatten 1899 6218 Braustätten 4,432.938 Metercentner Malz und 162.820 Zollcentner Hopfen versotten. Nach dem Deutschen Reiche erscheinen alle anderen Länder der Erde specificiert und zeigen fast alle eine BierproductionSerhöhung. Insgesammt wurde im Jahre 1899 in allen Staaten, wo die Brauindustrie eine Heimstätte gefunden hat, in 39.542 Brauereien 252,281.808 KI Bier erzeugt, an Steuer hiefür sind 1.079,791.606 K bezahlt. Der Malzverbrauch ist mit 74,461.952 Metercentner, der Hopfenconsum mit 2,987.146 Zollcentner zu beziffern. In Baiern ent-fallen auf einen Kopf 282'/6 I pro Jahr und in der europäischen Türkei 0*2 I. Schrifttum. „Wiener Jllustrirte Frauen-Zeitung", Familien- und Mode> Journal. Verlag M. Breitenstein, Wien, IX. Währingerstraße 5. Preis vierteljährig 90 kr. Einzelne Hefte 15 kr. Inhalt des Heftes 29: Ich habe. — Von Annie. — Wie es kam, das« sie einsam blieb. Von A. H. Brix. (Fortsetzung.) — Winke für die Reise. — Wenn Tu Deine Augen schließest. Von S. Varinkay. — Große Wäsche — kleine Wäsche. Von Clara Reichner. — Bei Ueberreichung eines Läufers und kleiner Decken mit Gretchenblumen bestickt. Von Alma Gnoll. — Wie man einschläft. Plauderei von Thesi Bohrn. — Küchenplauderei. — Neue Nohrmöbel. — Koch-Vorschriften. — Modelheil, enthaltend über 79 Illustrationen und «inen Schnittmusterbogen. — Menu. — Verschiedenes. — Litteratur. — Inserate. Alte Liebe rostet nicht! So betitelt sich eine« der reizenden Bilder in dem reich illustrierten belletristischen Theil de« beliebten UniversalblatteS „M ode und Hau«" (Vrrlag John Heiuy Schwerin, Berlin). Dieses Sprichwort könnte man auch getrost auf den Leserkreis dieses in seiner AU einzig dastehenden HauS- und FamilienblatteS anwenden. Denn wer sich nur einmal von seiner enormen Reichhaltigkeit und Gediegenheit überzeugt hat, der wird ei» beständiger und treuer Freund von „Mode und Hau»". Wa» diese« Blatt trotz seine» so geringen Preise» Vortreffliches bietet, ist einfach l'ewundernSwert. Abgesehen von den hervor-ragenden Modebildern des Modeth«ils mit dem anerkannt zuverlässigen Schnittbogen zu jeder Nummer, bringt 1900 da« Blatt viele Special-Beilagen, darunter die nch-illustriert« belletristische Beilage mit zahlreichen spannenfr» Erzählungen, die Roinanbeilage „Au« besten die Humorbeilage, der Aerztliche Rathgeber, da»» die farbenprächtigen Mode-, resp. Handaibeiten^Colorit« x, 1 alles in allem: ein Blatt, daS sich trotz seiner tuet«* Billigkeit stet» auf der Höhe befindet. „Mode und österreichisch-unzarische Ausgabe, ist mit achtteilig« Roinanbeilage und Stahlstich ColoritS für nur 75 kr. vierteljährlich bei allen Buchhandlungen und £cfbnft»ta erhältlich. Grati«-Probenummern bei ersteren und n Hauptauslieferungsstelle für Oesterreich- Ungarn: Äubetp Lechner & Sohn, Wien, I., Jasomirgottstraße 6. Das in München erscheinende, auf radical-nai-» nalem Boden stehende Kampfblatt „Hdia" bring: i» seiner 29. Nummer folgende» Inhalt: Leintuch. — Die alldeutsche Tagung zu Eger. — AuS dem lande. — Madjarische Justiz. — Vierter Bubaiuj-tag deS deutschnationalen Radfahrerverbande«. — m Rückblick (Fortsetzung). — Eine Anregung in völ.'i't<2 Geiste. — Eine erbauliche Bittschrift. —• AuS im Kampfe. — Allerlei. — Schriftthum. — Anzeigen. — Beilage: „Deutschland über See". — Prcbenummer» ,.i» jederzeit durch die Geschäftsstelle, München 19, Ae» I straße 9, zu beziehen. Der JahreSbezugsprei» toi? fl. 2 50 bei freier Zusendung. Frauenschönheit steht in unserer Zeit nich< »fr in so hohem Ansehen wie Frauenfleiß, ja, dieser iä cii wirtschaftlicher Faktor geworden, mit dem wir rot«, müsse», und denselben zu fördern, ist daS »cidieMit«, viel Anerkennung findende Streben des große» arbeitenblatte» für die Familie „F r a u e n - Fl-i^ > welche» im Verlage von John Henry Schwerin, BrIj, erscheint. 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Jahrhundert i» 38«;: und Bild-, Polttissche und CulturgeschiHe w» HanS Kraemer in Verbindung mit hervorragende» Fach« männern (Deutsche» VerlagShau» Bong & So., skr!:«, 60 Lieferungen & 60 Pf.). I» Dutzende» w» prachtvollen Bildern wird uns dorr sowohl der glän»ide Ausschwung der künstlerische» und wissenschaftliche» Photographie, wie die Entwicklung der modernen Etou von Menzel bis zu den radikalsten Secefsioaiste» de» sin 6« sieclo vor Augen geführt. Text und IUimrita» verdienen, wie immer, vollsten Beifall. FrauenluxuS. Unter diesem Titel ottöiseitlich: Ni soeben erschienene Heft 21, XIII. Jahrg., der „Wiener Mode" einen Aussatz der gewiss da« Jnteni'e »er Damen in hohem Grade fesseln wird. 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Hund» uck V.rlftf d*r 41t«—IM Ulustrirten Frauenzeitung". Für Magenleidende! Allen denen, die sich durch Erkältung oder Ueberladung de» Magens, durch Genuß mangelhasler, schwer verdaulicher, »u heißer oder zu kalter Speisen oder durch unregelmäßige Lebensweise ein Magenleiden, wie: Magenkatarrh, Magenkrampf, Magenschmerzen, schwere Vervauung od. Berschteimnng mgetogen haben, sei hiermit ein gutes ÖauSmittel empfohlen, dessen vorziiqliche Wirtungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Et ist dieS das bekannte Werdauungs- «nd ZZkutreinignngsmittel, der Hubert jtttrich'sche Kräuter-Wein. Diener Krküter-Wpin fat ans vorzüglichen, heilkräftig befundenen " Kräutern mit gntem Wein bereitet und stärkt und belebt den Ver-dauungaorgitiiixma» de« Menschen ohne ein Abführmittel zn sein. KrKuterwein beseitigt Störungen in den BlutgefiUaen. reinigt da« Blut von verdorbenen, krankmachenden Stolfen nnd wirkt fördernd auf die Neubildung gesunden Blute«. Turch rechtzeitigen Gebrauch d«S Kräuter -Wem» werden Magenübel meist schon im Keime erstickt. Man sollte atto nicht säumen, seine Anwendung an-deren scharfen, äsenden, Gesundheit »erstörenden Mitteln vorzutiehen. Symptome, wie: Kovsschmerzen, Ausstößen, Lodbremien, Blähungen, Uebelkeit mit Erbreche», die b«i chro»ischen ^veralteten) Magenleiten um so heftiger auftreten, werden oft beseitigt. 5174—90 Beklemmung H dtiiltl ttiM-st.-ntfimrt und deren unangenehme Folgen, wie Beklei AlUytvtljlvpjUIIlj s«likichmrrzen, HerzNopsen, «chlasloligkeit, Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortadersyjtem (Hämirrdoidalleideil) >WW> I (ßinmkoitaili durch Kräuter>Wein oft rasch beseitigt. — Kräuter-Wein behebt Unverdaulich werden keil, verleiht dem Berdauungssyftem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Stosse aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Slutmangel, Entkräftung sind meist die Folge schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und eine» krankhaften Zustandes der Leber. Bei Avoelillosigtrii. unter nervöser Abstammung und «emiitdsversiimmnig. sowie häufigen Kopfschmerzen, schlasiosen Nachten, siech.n oft solche Personen langfam dahin. Kräuter-Wein giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls __Kräuter Wein steigert den Appetit. be?ör- dert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel an, beschleunigt die Blutbildung. beruhigt die erregten Nerven und schafft neue Lebenslust. — Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. 18—24 Kroiitn-JStin ist «u Dabrs in ßlalchen I fl. 1 50 anb fl. 2*— in bh-r-» vo» Cilli, V«d tttiilpn«, »inf.-'JaBOobtm, fi>tnb.ch-U»z-rn in ben »p.ihttcn. «nch «nlntbtt bie Rtrma „(ubtrt Nllrich, Ütisiif", & und Mtdr lflalch«« ttct»I«r-wkia ,» n«tt| «fleu Cttfn O«stcrr«ich-U»z»n>S Port.» und tiflcfrt«, «fcc» Nicht jtllfrci. yy Vor Nut'huhmuiigen wir«! gewarnt! Hg tDIon «crtaNll« aulbrii kkin S«hci«mi»-l! fei« Vrk.»btli-Ue stnd: Malaaiwein iM.O, Ekiniorit 100,0, chel. «Nis. t*-(«scnnun<<, .nuiU. Äiaftmur\rl, Sn,i°nw,r,le«.-ll»r ft.5 »o. Schle Ellderlate kl. l'in. ?tick«i-ivecker.u^r ft. I'S». 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"wir dem Herrn Börgem^iHter und den Mitgliedern i»?in>''g>''.^ugverein« und allen FrennAtn nnd Bckanu-ttin des thuureu Verbliebenen, die ibm aas seaiem lefceten fcrdwgwnge di» Geleite gegeben haben, »owie für die whiinii Kranzs-penden. Cilli, um 24. JoU urö Die trauernd Hinterbliebenen. Einfache, .«mlide SOB Erlaube missen geeinten Üamen meinen separierten -Salon sow^e tlen patentierten KopfwaNcti- uml Trocken« •; Appurut und iu «jvi II mir pflege zu empfehlen. Hochachtungsvoll B. Warmuth, Friseur. zi. t>;»ncht. - Antrjitfe erbeten im "die 'Verwaltung. d. Vf.' »ob Nr. 513 V. S131 '.'ii-V 1 - Schöne junge Hunde »ind zr. verkruiseD. — Atukntnt in 1-r Verwaltung der „I>. W.- M75 Fischer-karten zum Fischfänge mit der Angel in der alann von der Lehndoiferbrücke bis Treuaniersfeld sind zu haben in der Schreibstube am 6165-69 Holzplatz Teppei. Seine Wohnung Hochparterre 516--61 bestehend ans 8 Zimmern, Köche and Zn-geb r mit grossem Ga«i? rtkkwiirt.-, vom 1. September d. 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