MARBURGERZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES VwUf wU Mafkat« «. t Dra«, ia4«HM Nr. I P«nnf> Ni 3Mt. »<«■ Ak II Uhr (UflUek ««A« Ut dt« SchrlftltilaDg Dt» auf Fan ruf Nr. SMf amlchbar UnvarUagU ZutcbrlftM wardan •lest rtcll0«aaa4l. Ba* almtllcban Äafragaa trt da« Rickporte baliulagM Fottacbackkonto Wlas Nr. S4.90t Oaacbfftaatallaa la QIU, MarktpUts Nr 11. Pararaf Nr 1, md Ii Laitan. Ungarterffaaaa Nr 1. Pamruf Nr N STEIRISCHEN HEIMATBUNDES Irtchalnl warktlgUcb alt Morgantaltuag Battigiprala (tm votaai tahlbar) monatlich RM 3.10 atnirhllaBlirb IS,8 Rpf Pottiattiingsgebahn bal Ualarung tm Straifband tuiOgllcb Poiioi bal Ahholan In dar Gairhaftiitellf RM i,—. Altra rb dur^b Poat monatlich RM 3,10 (alnirbl 19,t Rpf PottxaltungigsbQhr) und 3^ Rpl Zuiiell gabflbr Blnsalnu nmarD wardao aur gagan Voratnaandunq daf Btnt«lp''''ttM und d^r Pnrtoaunlagan niai>iirnd«t Nr. 348 — 83. Jahr^ansf Marburg-Drau, Dienstag, 14. Dezember 1943 Einzelpreis 10 Rpf Wir kennen ihr „Gewissen" Graut England vor den Folgen seines Mordes an Frauen und Kindern? — Vergebliche Flucht in" die Lüge • Stockholm, 13. Dez«mbar D«r Unt«r«taatsMkretdi des britischen Luftfahr4iiujii»t«rlumt Lord Shtrwood ■teUt« in «Inwr Brkliniag für die >chw«-dlech« ZBitung »Svenska Dagbladet« die B«bauptung auf, daß der Luftterror g^r xücht gegen die Zivilbevölkerung, »on-dem g*geo die »deutsche Kricgsmatchl-ne« g«richt«t sei. Sh«rwood varsteigt •ich dabei zu der Erklärung, daB die bnltifcheo Flieget niemals den Befehl erhielten, »Terrorangriffe auszuführen, (Me ihr Gewissen belasten könnten«. Iben noch wurde dl« englische öffent* Mdikelt diurch grausige 2^itungsb»richte aufgeputscht, in denen die Wirkungen der Terrorangriffe auf die Wohnviertel deutachAT Städte mit unverhohlener Preud« am Eleud geschildert wurden. Eben noch wurde gefordert, diesen echändhchen Krieg gegen Frauen und Kinder weiter su führen, um die Widerstandskraft der Heimat zu brechen. Und nun hM ein englischer hoher Beamter die Kühnheit, alles abzuleugnen Glaubt England damit den Eindruck verwischen KU können, den die Bestialitäten der Terrorflieger bei allen Kulturvölkern ausgelöst Iwiben? Fühlt England dtin Tag der Vergeltung nahen? Uns kann es gleich sein, welche Beweggründe don britischen Unterstants-sekretär bei seiner Erklärung in einem neutralen Blatte geleitet haben Wir haben die Stätten des Greurns gesehen, wir kannten die Menschen die in den Wohnstraß'^n der Städte verbrannt'^n, dl€! von den Möidern aus der Luft mit Ma- schinengewehren baschossen wurden, ala sie d«n Flammen zu entrinnen suchten* wir kennen dl« Menschen, die alles verloren haben. Uns rührt kein« bewußt gelogen« Behauptung, daB die britischen Flieger niemals den Befehl erhielton, Angriff« auszuführen, di« Ihr Gewissen belasten kÖnnt«n. Wir kennen daa »Oewiuen d«r Briten«. Sovi«l aber steht ein für alleouil vor dar Geschichte fett: D«r Luftterror in seiner ganz«n Brutalitat ist «In« Erfindung der Briten. Als unwiderlegbar« Zeugnisse dafür haben Aussprüche «ngllschsr Staatsmänner zu gelten, di« wäl^and d«r Verhandlungen der AbTU»tungskonf«r«nz Ober dl« Prag« der Abschaffung jegUcher Luftstreitkräfte gemacht und di« In dem vom Auswärtigen Amt herdusgegobenen Weißbuch Nr. 8 festgehalten Worden sind. In diesem Weißbuch, das di« Dokumente über di« All«innchu!d Englands am BombenkrLeg gegen die Zivilbevölkerung zusammenfaßt, Ist auch der klns-sische Ausspntch von B-ildwin verzelrh-iiel .der seinerzeit sagte man müsse mehr Frauen und Kinder töten als der Feind, wenn man sich selber schützen woll«. Im Sinn« dieser britischen Einstellung zum Luftkrieg sprach sich die britische Delegation auf der Abrüstungskonferenz entschieden gegen die völlige Abschaffung des Bombenabwurfs aus, indem sie erklärte, aul dies« Taktik mit Rücksicht auf die »polizeilichen Erfordernisse« nicht verzichten zu können. So erklärte Eden als damaliger britischer Vertreter in der Generalkommis- sion der Konferenz fflr die Herabsetzung und Begtonzung der Rüstungen am 27. Mai I9.'i3, daß man aut die Methode des Luitl)ombardemf:nts einfach nicht verzichten könne, weil sich in gewissen Gebieten die Polizeigewalt anders gar-nicht ausüben lasse Vor d*m Unterhaus verteidigte der damalige UnterstaWistekrelär für die Lultfdhrt Sir Philipp Sassoon am 8. März 1Ü34 den englischen Standpunkt mit der Begründung, daß das Abwerfen von Bcimben »dns letzte Slndium des polizeilichen Vorgehens« sei und schloß daran die Bemeikung, daß »in den meisten Fällen dei Friede bald liergestellt« sei. Bs sct noch aut die Erklärung det> sei-nerzcltigeo Staatssekretärs für die Luftfahrt Lord Lcndonderri^ verwiesen, der meuite düß die britische Abrüstungs-dpleqdtion die größten Schwierigkeiten halle, »de,i Gebrauch des Bombenllug-zeuqs auch nur für die Gren/en im Mittleren Osten und in Indien beizubehalten, wo es nuz dem Vorhnndensein der Air Foise zu verdaiiken war, daß wir d'ese Gebiete In Schtirh halten konnten.« Diese dokumentarSkch festgelegten Erklärungen sind unwid«rlegb/jre Dokumente Kii die imleiighaie Schuld Englands am Ausbruch des BombenJcrlegcs gegen die Zivilbevölkonmg Es blieb den Briten vorbehalten, für diese Art unmenschlicher Krieqfi'hrung besondere Mord- und Terrormti«.hodon zu erfinden. Bs wliH keinem B'iten «elingen, die gesch'chtHrbe Schuld an Bnmbenkneg vf>r f'nnlnri'is Srhullprn ahzuwSlzen, aus welchem Gninde er nurh im Aunenblirk die Flucht in die Lüge versuchen mag. wir uns unsere Köpf« einrennen gegen scheinbar endlose Ketten von Bergen und Flüssen. Entweder müssen wir durch einen langsamen und kostspieligen Prozeß des Aufbrerhens dieser Linien gehen und unseren Weg Schritt um Schritt er-kämpif'n, oder wir können eine Art Luftoder Seeaktion versuchen, oder wir können ee einen Feldzug nennen und einen anderen irgendwo sonst beginnen. So erhebt sich nun für uns die Frage, ob wir es hatten besser machen können. Konnte mrin mit den Armeen, die wir zur Verfüqunq hatten, etwas andern« tun? Es Ist nicht leicht, «ich einen Alternativplan vorziißtellen, Di« Landung in Salerno kann man damit verteidigen, daß schnell alliierte Divisionen nach Eiirop.i gebracht Alternativ« war, die Hauptlandung aul die Ferse Italieni zu konzentrieren. Es würde dann vielleicht eine Chance bestanden haben, Kesselrings Arme« In den flachen Ebenen zum Kampf zu stellen und vielleicht zu besiegen. Die Deutschen würden jedoch wahrscheinlich eine Ent Scheidung auf den südöstlichen Feldern Italiens vermieden und einen Rückzugs-weq zu ihren gegenwärtigen Linien erfochten haben. Aber es ist möglich, daß dies« Situation uns gewisse Gelegenheiten für plötzliche, unerwartete und geniale Schläge geboten hätte Das scheint die einzig ausführbare AI te'-native des Planes, den wir augenblicklich benutzen. Wir hatten ja nicht unbegrenzte Hilfsquellen zur Verfügung Die werri«»n sollten. Aber wo sonst hätte man i Lage der Buchten roq uns geographische die Salerno-Landung ansetzen sollen? Weiter nordwärts dei italienischen Küste wäre keine genügende Gefechtsdek-kun(i vorh?indeTi tiewt'seti, und das hätte erschreckende Tage für die Landiingsab-tellunqen bedeutet Die einzig wirkliche Beqrenzunqen. Es hätten vielleicht brillante Auswege bestanden, so ein Fall-«chirmjäqeranqriff auf Rom. Aber es ist heule viel lei'-bter, unsere Pläne eir> fallsarm zu nf-nn^n, als einen hr-ssert*n Plan zu ersinnen. f^ie Panzergrenadiere Sie bilden die erste Welle der Anßriffsstürmer Von Oberstleutnant a. D. Benary Was haben wir in Italien falsch gemacht? Von Alexander Clifford, Chefkoireipondent der »Daily Mail«, Lotufittii Dit Gtfühla dtr tngUnchtn öh ftniUchktii ühtr dit unbtfrifdi-l(»ndt Entivickluni In Italien tind aut dtm tolgtndtn Artik*l her-au$tuU9fn, den der bekannte bri' Utche Journalist Alexander CUh ford vor kurzem fn der -Daily Mail* verHlfenfliehte. Wir bringen Keine Atutlührungen, bin aul gering' fügige Kürtungen, darum fm voh len Wortlaut. In Italien ist eine Kriegsphas« zu Ende gsgangen. Die Periode de« schnellen Vorwärtskommens und des experiinan-tall«n Vorstoßes nach Positionen iit vorüber. Die Deutschen haben sich In a!ne ■tark befestigte Vertaidigungsllnis quer Ober den engsten Teil des Landes zurückgezogen, aine Linie, die aus Bergan, Täl«rn, Flüssen, Uberschwem-mungagebieten und frischen, neuen Infanteriedivisionen gebildet wird Aus der beweglichen Kriegführung ist ein SchiUzungrabeukrieg geworden Weil «f das End« eines Kampfab-»ch.iitte« ist, können wir zurückschauon und fragen: War ar zufriedenstellend? Konnten besser« und schnellere Res\il-tat« auf anderem Weq« erzielt werden? Denn ganz augenscheinlich sind unsere optlmiatlschen Hoffnungen zu Beginn des Faldzuqe« nicht vollständig erfüllt worden und da/aus könnte die Anklage gegen dl« alliierten Pläne erhoben werden, daß sie unreif, lächerlich und ohne Initiativ« t«lfln. Man karm tagan, daß wir uns starrköpfig von unten h«r unseren Weg durch Itall«n geschlagen haben und halsatarrig «Infach weitertrotten. Man kann unter-•treich«n, daß die D«utschsn einen Nachhutkampf geführt haben auf dem ganzen Wege, und daß er ihnen relativ wenig Menschen und Material gekostet hat. Man kann die wirklichen Schlachten in diesem Feldzug an den Fingern einer Hand abzählen. Aber der bedeutendste T«il Italien« iat noch in deutschem Besitz. Im T«rgangenen Mal nach den Kämpfen In Tunis b«saB«n wir die ganz« nordafrikanische Küst« und hattan dort ■w«l brlti«chc Armeen und «In« amerikanisch« zur Verfügung. Die Invasion Europa« schien vor uns zu liegen. Aber die drei alliierten Armeen waren erschöpft. Ihre Fahrzeuge waren ramponiert und ihre Geschfltze und Tanks abgenutzt, Ihre Flugzeuge waren Monate hindurch In Aktion gewesen imd niemand hatte genögend praktische Kenntnisse In der Technik einer vemännl-sehen Invasion n»*gen die Achse So war es also notwendig, zu verschnaufen, rn reparieren, umzugruppieren und wieder In Stand zu setzen. Inzwischen war im Juni Pantelleria genommen worden. Dann, Im Juli, landoten wir siehen Divisionen nebeneinander auf Slrlllen Es mag |et7t scheinen, daß dies eine unreife Strategie gewesen Ist. Aber es gab damals eine Theorie, daß die Italiener In Ihrem Lande selbst ganz anders kämpfen würden. Es schien besser, vorsich- tig zu bandeln als sich auf gewagt« Experiment« einzulassen. Wir nahmen Sizilien in «twa techi Wochen, obgleich wir nicht viele Deutsche fingeni und dann gingen wir daran, Italien selbst anzugreifen. Der Haupttell unserer Truppen bestand damals noch aus jenen Divisionen von Tunis, und viele davon hatten noch ihre alten Wagen imd Geschütze Die schwierige Aufgabe, sie mit Nachschub zu versorgen. benötigte in großem Maße Schiffsraum. Es war unm^lich, frische und vollständig ausgerüstete Divisionen 7ur Unterstützung fflr si" bereitzustellen. Wir waren in dem Rhythmus einer Invasion opfangen, die für uns fast zu rasch vor sich aing Das dritte Stadium — Italien selbst — war sehr kompliziert denn es hatte «ich die Übergabe Italiens zum Ziele gesetzt, Wir hätten dabei große Möglichkelten gehabt, die Einstellung gewisser Italienischer Kreise für unsere militärischen Anstrengungen nutzbar zu machen Und das machte die Idee, bei Regglo zu landen und uns durch die Halbinsel vorwärts zu schlagen doppelt lächerlich Die Landung bei Regqlo hatt« dennoch einen großen Vorteil: wir konnten beträchtliche Kräfte sehr schnell an die Küste selten, denn di« Entfernung zwischen Regqio und Meselna beti'äqt nur wenige Meilen So landeten, nach völlig unnötiqem Bombardement, zwei Divisionen hei Regglo Aber es war klar, daß damit nicht die Hauptaufgabe q«-Iftst war Die deutschen Militärsachverständigen haben das auch in ihren Kommentaren unterstrichen. Die nächste Bucht an der Küste, di« ein entsprechendes Hinterland zur Einrichtung von Versorgungslagern und Tnippenplätzen bot, lag bei Salemo. Wir landeten dort. Aber wir haben dabei die Reaktionen einiger Nation. das von Teheran ausgehende »moralische Trommelfeuer« könne nur dort wirksam sein, wo man lieber auf der Lauer liege als klmpfe. Im rumänischen Volk jedenfalls finde die Nachricht von dem Siege d«f nimlniach«n Trupp«n auf der Krim m«hr Achtung als )ra«e anglo-amerika-nische BluffmanAver. Die Front selbst meldete sieh zun Wort in einem Aufsatz der »Poruncs Vremii«! •Die Frontklmpfer«, so schreibt dort «io Hauptmann, werden der rumlniich-deut* sehen Waffenbrflderschaft treu bleiben. Diese Brfldersehaft ist nicht nur ein Gebiet der gemeinsamen Opfer und des nationalen Ehrgefühls, sondern die einzige Garantie für die Zukunft von Staat und Volk.. Der Lockvogel Benesch Stalins Handlanger deckt seine Karten auf lieber tausend Chinesen ertrunken Eine Schif ' tastrophe auf dem Yangtsekiang dnb Schanghai, i.l Dezember Eine der gröfl'en Unfergaflgskntastro phen in der Gosr hichtr drr chinesischen Flußdnmpfschiffahrt stielte sich ^m Donnerstag auf dem Yangtspk'nng ab, als über tausend chinesiscbp Dampferp.ia-sagiere, meist kleine, zwischen Schanghai und den Häfen des Yangtsekiang umherrcisonde Hfindler, ertranken Ein Schiff ni'mens »Hvatni" kenterte und sank innerhalb von fünf Minuten in der Nähe des kleinen Hafens von Nan-tung Die sofort einsetzenden Rettungs- arbelten durch in der Nähe wellende Boote, die sogenannten Sampan«, wurden durch die Dunkelheit und durch den hohen Seegang erheblich beeinträchtigt, und nur 200 Personen konnten gerettet werden Die vorläufige Untersuchung ergab, daß die Katastrophe auf die Leichtfer-tiftkeit der Schiffsgesellschaft zurückzuführen ifit, die eine zu große Zah' von Passagieren mit großem GepSck zugelassen hatte so daß das Schiff das Gleichgewicht verlor und kenterte Eine unmissverstSndliche Antwort Bulgaris'-he Enlschlossenhei 'ur Selbstverteidigung tc Sofia, tu [)e/pmhei Der bulgarische Ministeipiäsident Bo schilofi sprach am Sonn ag vor einer Kreistatjung des Verbaniler, der Reseive-offiz.ere übei außen und innenpolitisrhe Tragen Während seiner Mitirholt in der Recjierung seit 1W'<8 so sagte er, sei die PoMlk des Landes niemals mit dem Gefühl sondern nur nii' dem nüchternen Verstand gemacht worden Die Außenpolitik sei bis ins einzel-ie durchd.»cht und werde vom Volke gehllllgi Dieses Volk sei friedl'ehend und arbeitsam und wünsche kein Stäubchen fremder E'-de Man könne aber von ihm auch nicht Selbstmord verlangen indem es auf seine nationalen Ideale verzichtet Die Politik fliilgarlens «ei moralisch einwandfrpj «utrech< und m'»''vnll da ■le ihre Grenzen kenne. Die Ehifurch' vor den für die Einigung gefaltenen Hei den gebiete daß Bulgarien »eine gerechten Ansprüche auch verte dige Wer die Helden ve'gesse, werde leicht eine fremde Beute Das bulgarische Volk werde, wenn man es zur Selbstverteidigung zwinge sich mit der Waffe in Hnrh kflndlite Ceriernl stob'-rho» Gor« ^Innteiro kürTHrh seinen '^flrVtr'tt an, ans»"b«lri^Tif1 'm "^nsammen-hann rnM diesen n'iprseep"(nen nriifk II V riir||«riil m h H — Verall auf dem Kontinent die Tierschutz-beitrebungen breiten Raum. In diese Zelt fillt auch die Gründung der Tier-asyl«, dIs sich in allen Gauen des Reiches, darunter auch im Gau Steiermark In Graz befinden. Sie wurden anfangs aus privaten Mitteln geschaffen, erhielten später staatliche Subvention und Unterstützung. Wem von uns dauert wohl nicht der Hund, der hilflos heulend an einer Ecke Im Straßengewühl steht und ängstlich um sich blickt? Ab und zu läuft er eine Weile links und recht« schnuppernd !n den Straßen umher, keOirt jedoch Immer wieder an denselben Fleck zurück, an dem er seinen Herrn verloren hat. Tage-"nd nftchtelanq kann so eine treue Hnn-deseele auf die Wiederkeht seines Herrn warten. Ein herrenlosei Hiindl Vielo möchten ihm helfen, dem kleinen, zit-temden Kerl, aber meistens haben sie nur ein tröstendes Wort für 'hn Da erspäht ein Schutzmann das Hündchen, Er «llt zum nächsten Fernsprerherautoma-ten, ruft da« Tierasyl an und bald Ist ein Mann zur Stelle, der da-s Tier In das Heim mitnimmt, wo es betreut wird. Jeder kann aber sieht er einen verlorenen Hund, das Tierasyl anrufen und die Stelle bezeichnen, an der er Ihn gefunden hat. Er wird abgeholt. • »Tierasyl« weist «in« Tafel an «inem •lederen Geblude in der Grazer Vor-•tsdt. Aber dis Taf«! brauchte es nicht «rst zu künden, daß wir uns einer Hundegemeinschaft nähernI Ein Gekläff In allen Tonarten klingt uns entgegen, freudig und grimmig, etwas verzagt auch und bittend — es iat gerade gr( ße« »Hundedinner«. Wir kommen zur Fütterung zurecht, Heute müßen ja unsere vierbeinigen Freunde auch auf Karten speisen, aber der Steiermärkische Tier-schutzverein, dem das Grnzor Tiarasyl untersteht, bekoiiunt — wie auch alle anderen Tierasyle Im Reich — eine genügende Menge zuaewieeen, um die hungrigen Hundemägen zu befriedigen. Und dann bringen jeden Tag tlerlle-bende Menschen »Fressalien« in das Asyl Bleibt doch In einem »hundelosen« Heushalt ab und zu ein Knochen, oder ein »Krneperl« übrlq, das nicht In die Müllkiste wandern muß Auch viele Grtstwlrtschaften geben für das Tierasyl etwas ab In geräumigen Boxen sind die Hunde untergebracht. Bei Ihrer Elnlleferung werden sie einmal gründlich gesäubert, denn so ein »Strapanzer« sieht oft sr-barniuiigswürdig aus. Nach dem Bad kommt «r in sein »Zimmer«, da« mit trockenem Stroh bedeckt ist, auf das er sich nach Hundeart zusammenringeln und die Schrecken seinm herrenlosen Zeit einmal du«schlafen kaniL Kranke Hunde werden gesund behaudi^, solch«, die schon zu alterschwach und «lend sind, auf schmerzlose Art in die ewigen Hundejagdgründe befördert. Ja, so wird man Stigen, das geht doch nicht an, daß diese Anzahl von herrenlosen »Kötern« aut die Dauer auf Staatskosten odei aul Koston dei öffentlichen Mildtätigkeil ausgefüttert werdenl Denn das könnte sich Ja mit der Zelt bei schlecht behandelten oder schlecht erzogenen Hunden herumFprechen und der Beirry könnte dem Flocki zuflüstern: »Weißt was Freunderl? Gehn wir ins Tieiasyll« Nun, so Ist es nicht. Der Stand Im Tierasyl — er belauft ich urtgeftihi auf zwcinzig Iiis dreißig Hunde täglich — wpchs'^U n n B.ld im Tierasyl, das sich immer wiitlcr w edrrholt; Bin weinendes »Fra'ip'I i.Hr ein hekümmertes »Herrl« ersrheint »t«| Luinperl vielleicht hier? erlr )Mistvieh unfolgsame« mit 7UMickqc'f.iten Ohren ein. mit einoTi ^unmatiiqrh'.Tn der etwa zu sagen b tt* »Liphet Horrl, ichau. Ich lief Hiindr 11' !)^ TT. nach, habe mich dl • das noch nie pas-si'^r»? fferrl zahl' lann ein »Penslons-ge'fl fitr selnep 'erbeinigen Freund und nimmt ihn w v'pr mit. Hefmrttlosr« Fun le für dl« ilrh kein R»'Sil/p' meMpt .. • Ipn auch Im Tler-asv' rVfli|f« n e, solche, aller R'-'scrT Pinn! I) r'ii einen Wachhund, ein indorpr einen ausgewachse- ppn rrip},., iiimd"(, oder nur einen kipiripi, HrtspHnn für seine Ein- n t'ip, Mnriet «r im Tierasyl. DIp Ersfeliimgsknsten sind recht gering. Oft kommt es auch vor, daß man flir s«ln«n Hund einen Kostplatt braucht. Eine dringende Reise hat man zu machen — wohin einstweilen mit dem Kameraden Hund? Das Tierasyl nimmt 'hn gerne auf kürzere und längere Zelt In »Kost und Wohnung«! Aber das Grazer Tierasyl das schon In den 90pr Jahren des vorigen Jahrhiin-dprts entstand. Ist nicht nur ein Hunde-beim. Eine Katzenahteilung finden wir dort auch — und wenn einer will, kann er sich ein heimatloses Kätzchen dort hoIf»n Auch andere Tiere finden Aufnahme Tm Lauf der Jahre treffen wir In df'n Restandstahellen des Asyl« auf mancherlei anderes Getier: Vögel und flflgel, Eichhörnchen, anich Kälber, Pferde und Schweine' Nun, heute dürfte es wohl kaum geschehen, daß jemand e^n herrenloses Schwein findet! Der seltenste Gast, den das Grazer Tierasyl hafte, war wohl einmal — eine Schildkröte! Der Hauptsache nach befinden sich heutp im Asyl Hunde. Da sitzen sie alle in ihren hübschen, yaidumigeu Käfigen, alle die Flockerln, Lumpen und Schluin-perln, die Trolls und dei Cäs^r, d«r große Bernhardiuer. Und sie sehen dsn Bosucher ein wenig bange, aber zutraulich an und in ihren tieuherzig»>n Hundeaugen liegt die stumme Frage: »Bist du etwa mein neues Herrl?« Das neue D«uts«hl md hat sdn vorbildliches Tierschutzgesetz. Tierguälereien GcnerahTiFjor Heinr/ch Pischelv 80 Jahre alt Der Führer sandte dem in PerncßjJ lebenden Gereralmajor Heinrich Pischcly, I der körperlich und jjeistig rüstig, den 80, GrburtstaiJ feierte, ein herzliches Glflckwunschtelejramm. Als Sohn eines Kaufmanns lo I^ldbach geboren, wurde Pischcly schon mit 17 Jahren Leutnant, Im Wchkrieji geriet er als Oberst in Rußland in Gefanjicnschaft und kam dnnn mit ErfrieruniJcn an beiden Beinen im Aus-tauschwei{ in die Heimat zurück Wieder her((estelit, kämpfte er alsbald wieder an der Sfldfront und bei Verdun und wurde werden strengsten« bestraft uiid es wird General Pischelv ist noch heute uls Grup- heute wohl kaum mehr vorkommen, daß einer einen Hund, oder ein anderes Haustier, wenn er seiner Überdniss'g wird, ganz einfach auf flle Straße jdgd. Immerhin sollte aber jeder bedenken, der sich ein Tier anschafft daß er damit «ine Verpflichtimp übernimmt. »Zum Vergnügen«, oder bloß zur Zerstreuung schafft man sich kein Tier an, besonders nicht in Kriegtfzeiten! Hans Auer Todesfglle. In Marburg verschieden: Die 3<'jährlge Angestellte Grete R.ifiche-witsch aus Ober-Kunigund I5j die 83 Jahre alte Private Theresia Pnta aus Unterrotwein 9| d'e 47lährlge Reichsbahn-arbeitersgattln Amalln Tscherntschet/, aus der Josefstraße 3| die 4fl]tlhrige Hausfrau Maria Hudikov aus Rast .14 und d!« 85 Jahre alte .Schneiderin Zanker Margarete aiM der Klelstgas^e 40. »Feierabend für iedcrmnnn« In Gono-bltz. Im Heimatbundsaal in Gonobltz. gastierte eine erlesene Künstleitruppe unter dem Titel »Feierabend für jer'er-mann«. Die Künstler bo'en den Besuchern ein überaus reichhaltiges Programm mit Akrobatik und Humor und ernteten durdh ihr« hervorragenden Leistungen reichen Beifall. penführer dei Deutschen Roten Kreuzes tätiß Scbutzimpfunj^ für Kinder Zur Scnutzinipfuiifi gejjen Scharlach und Diphtherie wurden viele Kinder in Steiermark \^aljrcnd dtr letzlen Wochen bereits der f:!.nspr tzunj! uiilerzo- gen, die inzwischen hannlos ahrteklungcn ist. Um einen vollstä.jdiy^'n Iniplschuiz zu erzielen, ist es jedoch uncrläiil ch, daß nach etwa vier Wochen noch eine zweite Einspritzunß det Inipfsloffcs stattfindet, die ebenfalls leicht vertragen wiid. Alle Kinder im Impfalter von 1 bin 14 Jahren, die bereits einmal ein gespritzt wurden, üind deshalb unhrdinßt dem In 'arzt noch zur /.weiten Einspritzung vorzustellen. Sollte die EiniialluniJ des Termins wegen Krankheit oder Abreise nicht möglich sein, so kann die zweite Einspritzung auch in der FoI^Jezeit, aber nicht später als notwendig erfol^Jen. Im ilhrigen werden die öffentlichen Schutzimpfungen gegen Scharlach und Diphtherie in Steiermark fortlaufend weitergeführt und können In allen Impforten kostenlos in Anspruch genommen werden. Nähere Auskünfte erteilPTi die (^'csuridliritsäinter und deren Beratun'Jsstcl'cn sowie die Hilfsstellen für Mutler und Kind des Amtes Volkswohlfahrt im Stei.Mschcn Heimatbund. ElrhenlanbtrIiTer Hanptb«nnftU)rer Dlck-feld spricht In Marburg. Heut«, Dienstag, um 20 Uhr spricht im Heimatbuudsaal In Marburg der Eirhenlaubträger, Haupt-bcinnführer der Hitler-Jugend, Dickfeld, in einrm öffentlichen Vortragsabend. Neben den Erwachsenen, die gern Gelegenheit nth'nen werf'en, d'eseri bewährten Olfizier der Luftwüffe sprechen zu hören, Ist es die Deutsche Jugend, die die«em Abend besonderes Intere^ise entgegenbringt. Die Front grUßt dl« Heimat. Wie en1' h ddniit in bewußten (iPgensfil7 /.iiin (jioßten Teil der damaligen deutschen Tiuiibewegungin j stellten !Jie#,er Kiirnpl, den sie damals . begannen, als di?r f-ührer noch nicht geboren war . sn hetnntt' d(=r Gauleiter mit i Nachdnif k, ist heute der Kfi.Tipf dos j qanyen deiitsrhpn Volkes qcgt'n eine Gewalt von Feinden geworden.« Der GauW'"ter verwies in seinen weiteren Ausführungen d'ir luf. fliß unsere Turnvereine diesen einmtl einnesrhl«iqenrn Weg konsequent for^je-^rt/t haben, verlacht und verspottet von jenen, den^ri rassische Erkenntnis ak leerer Wahn er«chlen NÜt Stolz und fienuf|tuunq erinnern wir uns du^n, dfiß srhnn vor Jahrzehnten "in R'^Ptandieil des turneri-trhen VVpttkiimplos fl i"« ,\t)le(|en de' völkischen Prüfung w.ir, womit schon damik dargotan wurde, d-jß Körper, Seele und Geist "'re Ginheit darstellen müs'^en, ohnf flie l.f';b''S'ihiin'(fn «innios wären Mit viel l.ielte so spf/te der Gauleitfr fort, habe er in fl'^n let7ti)n .Jahren das Wiederaufleben der Bergfurnfeste verfolgt Er qab d^m vvnnsrh Ausdruck daß dem Kranz dieser Feste die zu den ■rhftnsten turneri«!chpn Wettkrimpfen ge- W/// ' v/'- W! " / I I /'■ l( Auch Miese - will zum Fest sie reisen - mu(j die Berediligung nachweisen; frech lügl sie bei der Polizei, dafj ihre Reise wichlig sei Die Liese iprichl: Warum -Jenn lügen? bi s denn lo sdion In vollen Zügen? hören, In den kommenden Juhren ein Blatt nach dem anderen beigefügt werden möge. Zum Schluß seinei Ausführungen entwickelte er, daß im gegenwärtigen großen Ringen all das ivkampft wird, was alle völkischen Vorkamp.er unseres Volkes ersehnt und erhofft haben und lenkte damit auf das Troueqe löhnis auf den Führer hin. was in die sem Kreis mit besonderer Inbrunst geleistet wurde. Die Führerehrunq und die Lieder der Nniion beendeten d e Feipr, auf deren schönem Verlauf der Deutsche Turner-» bund Leoben 186? mit Rc^ht besonders stolz sein daif. Umschulung Schwerverwundeter. Mit einem Umschulungsappell wurrle un Stand-ortlazarett in Erfurt die erste Wphr-macht-Ubungsfirma im Reich eröffnet Schwerverwundete, die ihren früheren Beruf nicht mehr ausüben können, sollen schon während ihrer Lazarettzeit durch die Ubungsfirma auf eine Tätigkeit im Büro vorbereitet werden, und auch den aus kaufmännischen Berufen kommenden Soldaten will sie den Uber»i»Tnq in das Zivillehen erleichtern Als Vnrbe'ri-tunq haben sämtliche Verwundeten an den Grundschullehrgängen teilgennmmen, die der Siandortarzt seit Juli mit gl^ich-zcitiq lautenden Mnks>;rhreibelrh''qinqen eingerichtet hat Die neue DbnnTjfirrna soll der Verwundeten das Gefüh! neben, 'n Ihrem Hpruf al« nützliches Glied der Gc'meln«!rhaft für ihre F^m'lie '"'hiffen zu können Aus aller ff dr Heilung der Lungenschwlnd«iirhl durch KüiisiMche Haiitfuberku'ose. S.'hon Robert Koch, dnr Entdecke: des Tuberkel-b.-izilhis, r'iarhte die Entderkimq, driß bei einer'i Patienten — t>ei ihm infolqe einer Operation H inttuberkulose entstnnd eine fortschreitende l.unnens'-hwind-fiucht selts-imerweise sofort zum Stillstand kam Auf der Grundlage nhnl'cher Fälle und eigener Erfrih'ung anfbauenr'., kam letzt der Wiener internift P''nfe.isor Kutschera-Aichbergen zu de»^ ütwrzeu-gung. daß hier ein gesetzmäßiger Zusam menhnng bestehen müsse. Wie er berichtet lial er duirh absichtlich erz^unte llaultiiberkulose bedeutsame Meile'-fn'ge bei Liinqenficbwindsuclit erzielt Diese ^4e^hode ist inzwischen an Tau^ienden von Kranken mit schwerei Lungen- oder Kehlki^pftuberkiilose erprobt. Die Lun-crrntuberkulose wurde in den me'';ten Fäl'en zur .Abheilung gebracht währer'd ('ie künstliche Htiut'uberkulose klein und unscheinbar b'eibt. Sie muß aber stets erneuert werden, da im Folie ihrer Ab j heilung das alte Hauptleiden wieder ein j felzt Die ganze Tragweite die^fir neuesten Therapie ist noch nicht abzusehen Sie wird in medizinischen Kreisen geradezu als sensationell bezeifhnet und er- i öffnet ein Arbeitsfeld von ungeahnten Au<-maßrn Kind wlrfl ein Vermögen Ins Nieer. Zu einem dramatischen Zwischenfrill kam es ; auf dem Postd impfer, der von Venedig j nach dem Fischerdorf Chif)gqi sprechend wird in diesem Winter erstmalig ein »Schi-Tag der Hitler-Jugend« veranstaltet. Den Bannen wird empfohlen, ihn mit den uannmeitterichaften zu verbinden Erfaßt werden lollen alle schilaufenden Jungen und Mfldel Die Art der Durchführung bleibt den Bannen überlassen. In Kroatien trennten «ich der Meister Gradjansti Agram und HASK unter wenig schönen Begleitumständen 1:1 unentschieden. Die Eisenbahner schlugen Ut-tchanin 2:1, Altmeister Concordls war mit 6:1 Viktoria klar überlegen. Deutsche Meister wurden geehrt Der Sportgau Wien bereitete Im Rahmen eines Filmahendes den bekannten Kanusportlern Viktor Salmhofer und Karl Molnar, die bekanntlich im August 1. J. in Berlin Deutsche Meister im Kanadier werden konnten, eine schlichte Ehrung und ließ ihnen durch Gaufachwart A. Scharsach Erinnerungsgaben überreichen. Drau '(Atta und der Jöger Romaw voy\ Uu dn!f H(ins'H(irtscfi 31. Fortsptzunq Bis ersten Mrii war lflnr|sl düps fertig. Bi« ersten M-ii r-if Uhi voimitiaqs, da der M'immoi «nu fb'ii l isch < hliio »Schloß, rjemfliiert, imtorkellert, mit Ziegeln goflrfki, mit neiin/ehn Woh.i-räumen, einem PI'Tdt'sInll Ja, jd, o wei'or; nur \\Piter Utirl dann: Zwethiindei tunrliot,Mpn Dei Blick ins I endlose Uriq.irbjnd, jd bis nach don l>os nisfhen Waldl)eigeii und den ( ''Isen des Velcbil be/duburte Ihn nich* mehr Dieses Weibi — — alles hdlte er verloren Familie, Schlf)ß und d.is reif^he Lebpn des Tieflandes und er zerbiß seinen Gram hier oben wo d e Steinadlei I die Worte Harte und Hfth" schrien Nur das war noch ungelöst; f's steckte litn wie ein tiickichei Biirhsensi büß irgendwo im Innern, und dip Kugel war noch nicht gefunHpn und entfernt Er woIHe einmal noch kommen und sich das Her? t'Pi reden und giiindlich wie ein Waldjäger saqon, wo/,u sie qut wa'e und wozu nicht ★ An dem Tage, an dem das Schloß der Ahnpn fortfallen sollte war Hinns niin boi ihr Sie empfing ihn mit belrlen Armen und hatte keine Handschuhe und strprkte ihm die Hände entgiM(en »und lachte ihm untpr Tränon In die Augnn, aber er küßte ihre H-inde nicht und nahm sie nur mit kurzem stnrkem Rütteln. »Hanns«, sagte sie. »Mein Freund. Wie voll Gram und Groll! Du, Hu Im Leidel Mager bist du geworden, und tiein Kinderantlitz hat Furchen, O dul Nur blaß magst du nicht sein, du Stolzer Deine Berge haben dich gehabt) v/le<^ Und die dürre Sonne der Höhen hat dich dunkel gebrannt Bist wohl alle Tage in deine bittere Einsamkeit hinauf und fort von eurem Schloß? Da, setze d th ün meine Seile F^ier, auf den Di-wan! ' Or war nun bei ihr und sah «ie ernst an "Ich habe .unser' Schloß seit vier Wochen nicht mehr gesehen'«, sagte er »Es st«'ht Ulngst leer,« »Hanast wo seid ihr dann?« ■ Die Frauen in Graz; mit all dem lieben, alten Hoiisrat Haben sich ein traurig snnffps Nest gebaut und leben halt so, den Kopf In die Hand gelegt, alte Ze.üen zu Enfie." »Und du?«i »C^ben hoch In den Bergen Sie kennen den Gorlanz?« »Dort, dort wohnst du? Dort, wo es so erbarmungslos einsam Ist?« »Ein Zienenhirt und seine Frau sind nebenan Die besorg«»n mir alles und sind anhänglich und verschwiegen, wie nur )e Mnnsc! «n der einsamen Höhe waren,« »Und immPT lebst du dort?« »Ich glaube, ich werde es auch für dpn Winter versuchen 1«! es oben nicht möglich weqen der Bora, so baue Ich mir vielleicht dort, wo mein Besitzstrelf In dir wirtliche Tiefe greift, eine kleine Hlorkhütto.« »Unri nach Graz, zu den armen Fraiien gehst du nicht? Die sollen alles verloren hüben?« "Sie hüben recht Ich werde im Winter euch viel bei den beiden Frauen sein müssen.« »Sie. immer Siel Bist du mir nicht mehr gut Hanns? Bin ich dir denn gar nichts mehr? Früher sagtest du docJi stets du zu mir.« »Freilich, ja,..« »Nun und jetzt?« »Ich will es dir nur gerade und grob heraussagen, Ulta, Schick' mich dann fort, und es soll gut sein Du bist eine FrdU so eine von den — ~ nein Du solltest diso einen Mann der großen Gesellschaft haben; einen Fürsten, wahr haftig Einen von den Gutgezogenen, d e ihre Wege gehen »nd auch so weitherzig sind, ihre Gemahlin eigene Wege suchen zu lassen, wenn sie nur recht zu leuchten, zu sammeln, zu bezaubern vorsteht einen solchen Mann brauchst du « »Möglich! möglich. Es wartet ein solcher auf mich«, sagte sie traurig lächelnd., »Nimm ihn, Utta. Und gerade heraus; Mir, mir wäre die Ehe mit dir die Hölle, und, daß du e« nicht übel nimmst — nur als Gellebte wärst du mir alles.« Cr stand auf. »So, so —--« sagte Frau Ulta langsam. »Das war ja recht gerade vom Go-rianz hergeweht; rücksichtslos, ungeschliffen, hart unri grob Die Spruche deiner Berge scheinst du schnell gelernt zu haben Aber wir sind an diesem Punkte nun wenigstens vorbei, und ich werde Ihn wohl auch überwinden Also bleib nur sitzen, Hanns.« Er ging auf und ab: »Kann nicht Danke.« »So erzähle mir nur. Was hast du dort oben? Wie lebst du dort oben? Ist die Ziegenhirtin so schön?« Er überhörte »Meine Berge sind das Letzte, was mit blieb) ab»r auch maln alles.« »So lebst du oben? Lieblos, freudlo«, zwecklosi« »Lieblos ja, aber auch ohne HaA. Dort oben weht einem Gottesgröße durch die Brust, und Gottes Stärke, Frau Utta. Seine Hand streicht mir alle Gedanken dpr Tiefe von der Stirne. Ich bin stolz dort oben daß sie mich nicht biegen und von meiner Erde nicht gänzlich forttreiben konnten Ich, der Letzte Solange ich meinen genagelten Schuh und Bergstock in diese Erde ankere, ist sie deutsch und deutsch beseelt Ja: reich und glücklich bin Ich da oben, Frau Uttal Glücklich In allem... «ißer Im Gedenken an dich.« »Eraühle mir von dort oben Siehst du von dort aus das alte Schloß?« Er atmete tief und schwer. »Ja«, sagte er dann langsam, »Ich sehe M Wie ein weißes Würfelchen liegt es Im Grünen; ganz tief, fast In die Sawe hineingestellt, die 'hm zum Hintergründe dient Ich sehe, was ich verloren habe) alles, Frau Utta Ich sehe aus unwirtlicher, windhallendrr Hochöd« zurück auf die reiche Tiefe des Weizens, des Weines und Welschkornes, die Ich nicht verdiente und festhalten konnte, well Ich kein Mithiister dieser Tage bin. Und nun büße Ich damit, von unwlrtsamer Höhe täglich auf das verlorene Paradies zurückzuschauen Weh tut ee freilich. Aber ich presse rnir den süß-srhrnerz-licben Anblick alle Tage Ins Herz, Ja, Ich lebe davon.« < f STADTTHEATER MARBURG-Drau Dienstag, 14 Dezember: Abendvorstellung: HOFRAT GEIGER. Lustspiel m 3 Akten von Franz Füfisel, Musik von Hans Lang Beginn- 19 30 Uhr Ende 22.30 Uhr — Preis«: I. Mittwoch. 15. Dezember; SCHÄFCHEN ZUR LINKEN. Operette in 1 Vorspiel und 3 Alten (4 Bilder) von Peter Klaus, Mu^ik Ton Karl Heinz Gutheim. — Gesrhlns^ene Vontellunq für die Wehrmacht ßpqinn 19.30 Uhr Ende: 22.30 Uhr Kein Kartenverkauf! Kartenvorverkauf außer Montag täglich von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17.30 Uhr UNTERSTEIRISCHE LICHTSPIELTHEATER MARBURG-OHAU] BURG-LICHTSPIELE HfuI# IS 17 30 19 Ohl Psrnni» DiMitaft i4.. MItlwoch, 18., Donncrilag, IS. DnxetnbeT D«f Wiener GroBtllm: Der We^ des Herzens Dil Magd« Scbtisidcr Willy eicbbarg«! un«! Hlld» TOB fllofi. — Ffli Jugandllche nicht lugelaiiRnt ESPLANADF Haut« 15 IT.30 und 1>.4S tnii Die schwache Stunde Bit HuMlorc Schrolh, Hilda t. Stoli Hilda Hilde teiiid. Paul llclilar. Waller Janiien. Priti Odrmar und Joief CIchhelB. PIr Jagaadlldta nicht Hgalaiaanl ' k Lichtspiele Kadcttcnschulc_ 14.. mittwMk, It., Dvaiarataf, IS. Piaifcat Sckneider In volkatttBlIeliOT Pllisi Am Abend aaf der Heide Mai tatatanaan und Blae van MSUan4*ffl Nr aldrt mfalaaaMl Bnnt-Llchtgolelc Cllll y.r'""'" Dlenilag, 14., Mlllwocb, It., DonnerRtag. lt. Dciember Himmel — wir erben ein Schloß! Bit Anny Ondra. Haoi Braafa>vttter. Oskar Stma und Harliert HObnar. PIr J«ffendllci|e antar U Jabraa alcbt lagelaiiml M«>tronoUTJcht9piele CUli >la«iUg, 14. Millwock, II., DvnnanUf, IS. Deeeebef Ein Walzer mit Dir Uul WaltaOUof, Albarl Maltariloch. aralba Waliai ■ad Inda ligltidi. Ni lateatflli bi antai I« labrer mrbi marlnofn Licht«nigHbeat<>r Gtiri^-felH Dlaailaf, 14 tind Mlllwocb, Ii Deirmber • Durch die Wüste ÜB froBar Karl-May-Pllm In ipannrndai abanlauar-lidiar Handlung mit Kara Ban Na'mil und «alnri ga-trmaa Hadackl Halaf Omar. PIr J^gaadllche am Mlttwacb aa IT Uhr lugalaiian VoTatallungaB! Worhenlagi um 1110 Irtir. Sonn- an«i Jalartig* nra 13.4S, 1« 10 und I« Ml t^ir Ton-Lichtsoiele Stadttheater p 111 ■ p MaasUfl. 14. MtllWAcb, 18., DonncrMig. IS. Deyimber B E L A M T WlUy Pont, Olga Ticberhowa, Hlld« Hlldrbrand und Litil WaldmOllnr In don verfilmten Sltlenromon vr)n Pir Jagandllcba nicht tngalai:teBl Lichtsniolfheater Trifail Dlanitag. 14. Mlllwocb. IS., Dnnner«(«n, IS Dpzembnr Der Tiger von Eschnapur Ein Toblt-Filoi mit Kllly Jantian, La Jdna, Frltr van Dönges, fiuftav Dleixi>t, Hann StUwe, Thfo Unqrn u»w - Sp'pllnHiinci R Ptrhbnrq - Musik R-ihmulrt Pttr Jagendllrbe nlrbl ingplaiienl 8TEIRISCHER HEIMATBIJNT) Krelsfflhrung Marbur^j-Stdrit — Amt Volk-blldung — Volksbildungs^tälle Marburg Am Mlttworh, den IS. DAr(^mbef 1943, um 20 Uhr, Saal dei Volkshildungsstälte. •Zjmplatz 17, spricht Dr. VIKIüR riitlSS vom Vnlkskundemusaum in Gra? zu Licht-und FaThlichtbildern über Volkstracht in tler Steiermark Eintrittskarten mit Hörerkarte RM 1.—, ohne Hrtrerkarte RM 140 in der Buchhandlung W Heinz, Herrengasse, Cpschäft^stelle des Amtes Volkhlldung, Teqptthoffstraßp 10/a, Restkarten an der Abendkasse 125 Soyakriam MMtt bei MlkhnihrMhl«d«fi Tl«rmlleK IM I VM frM I ML LM (^«•rbsndttrh« •• «• !<••• ninselwirk ^Ma(t«lnHi h*i B I u 111 a r t iliviptiet ifDr dss iDeutsche Hole Hreuz Amtliche Bekanntmachungen DER POLIZGIDIREKTOR als örtlicher Luftschutzieiter In Marburg a. d. Draa. 5 L 53 15/43. '^ckaPTitTrarh"rij[ Ober die Feuerschutzmittelaktion Im Luftschatzort Marbnrg-Dran Auf Grund der mir erteilten Ermächtigung ordM Ich fflT den Bereich des Luftschutzortes Mirburg/Drau an; 1. All« Gebäude sind durch Behandlung mit F«uerschutnnitt«ln gegen Brandbombenwirkung zu sichern. 2. Dip Hauseigentümer, Besitzer, Mieter oder B«iiQtz«r d«T lu behandelnden Bauten haben diese MeBnahmen lu dulden. 3. Die Durchführung der Feuerschutzmitlelbehandlung «rfolgt durch das Malerhandwerk, 4. Die l.uftsrhuizgetneinschafter habsn lur Unteretütsung der Maler tu vaianlasMn: t) Da« Entstavber sAmtHch«! Holzbaut«lW ni d«B Dacfa- bAdeni b) das Herflnbringen von WaM«r und Anttrlchmiltoliii c) das Beistellen eines Plat7«s für die Lagerung der Anvtrich-mfttpl, Beistellen der WnschVüchn oder sonst geeigneter Räume zur Horrichtunq des Anstrichmaterials, Mit-beniitzen von Wasserpnfnahmestellen, Beistellen von Leitern usw. 5. Pohlen in einem Hanse die notwendiqen Kr&fte, ist hierüber dem zustänriiqen Polizeirevier Meldung rn erBtatten. 6 Bei (lehftudpn. die aussrhlieRIlch von pinem oder mehreren Workluftsrhut/hetrieWen benö^zt werden und bei GebAuden, die Riqpntum de« Reiches oder der Lflnder sind, werden die Kosten von den Pflichtiqen qp^traqen Bei anderen GebSuden werdon die Kosten vom Reich qetragen. Wird ein GebÄude von WerkluftschutTbetrleben und anderen Dienststellen, Personen oder Betrieben qenut7t, werden die Koeten eben-ffllls vom Reich qetrngen. 7, Mit der m)erwachunq der richtiqen Durchführung sind die Luftsrhutzrpviere beauftraqt, deren Weisungen Polqe zti leisten ist Der Bnqlnn dor Aktion wird den «nTelnen Haus-eiqer^fOmem oder deren Stellvertretern rechtzeitig b^kannt-qenehen worauf die Arbeiten qemäfi Punkt 4 durchzuführen «Ind. 8. t)1e ?^Wcht*>efolffung Anordnung wird beetraH. f. Di#sc Anordnung tHtt mM s Zti iranfen gesucht GröSere Ztthar tu kaufen ga-suoht. 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Aoträg« unter »Wohnhaft Cllll* an di« »M Z.«, CillJ. 130-6 Zu mieten (Jcsucbt fülM gaban wir alten Bakanatan die daA unsere Mutter, Großmutter, Schm< traurige Nachricht, UrgroAmuttai, Schweetar und Tente, Prau Grete Zanker ^ PrlTata nach jalirelengein, mit Bngelsgedukl artraaanam schwerem Leiden heoit« Im Alter von 86 Jahren gottergnben entschlafen ist. Die Beisetzung der irdischen Hülle der teuren Entschlafenen erfolgt am Mittwoch, den 15 Dezember, um 14.30 Uhr, am Ortsfriedhof in Brurm-dorf bei Marfeurg statt. Marburg-Brunndorf, Hohenmauten, den 13. Dezember 1943. Die tleftrauernden Familien ZANKER, KORITNIK, KOSSI sowie sämtliche Verwandten 137 Landwtrtsctiultllcbe Lehrerin lurht fuj soiurt oiobLer- l«f Ziiimiej Zu «jfroyeo bei der *M ZMarbury-Drau. 406-8 Ignaz Hudlkov gibt im eignen sewie im Namen seiner Kinder allen Freunden und Bekannten tiefbetrübt Nachricht von dem Ableben seiner Frau, bzw. guten Mutter, der Frau Maria Hudlkov geb. Radiiam Hausfrau welche Sonntag, den 12. Dezember 1943, um 1130 Uhr, nach längerer Krankheit sanft verschieden ist. Das Leichenbegängnis der teuren Dahingeschiedenen findet am Dienstag, den 14. Dezember, um 15 Uhr, vom Trauerhause, Rast Nr. 34, aus statt Rast bei Marburg, Belgrad, den 13. Dezember 1943. 412 Fundfc - Verluste »ouulayabend Gra^erttrabe ^wl-•chflu u baiiu- tu>| «iji UdueuluinüsLhub aus Napaledet verioreii. Abzugeben jegon Beiotuiung bei Matzl, Horst-WtiSei-btraüe 25-11 ____ 407-13 Be- der Vorstellung am 11 Dezember 1943 wuide im Stadt-tbeatei Marburg Drdu ein Her renhul vertflusclit Es wird qe-beten, danselben im Thoater-btiro wieder rftckzutausrh^n. __124-1.1 Versch>'^f;nes Harmonika mit Tdfeten zu kaufen odei iu tauschen qeqen Knopfgrillharmiyiikd, 40.-, und Violine, 30 qesucnt Schule Mielh8d»if Poai Murerk ______________________117-14 Tausche ein srhwdiZe« Dumen-tuchkustiiiii hii e.noii Henun-winterpyiama Adrn«se in der »M. Z.«, Marburg Dr _ 402-14 Tausche Ilerrengoiseier Nt. 42, qeqen Httrrenfct.elel Nr. 43 in tadell Zustand. Taqluh von 17 bis 19 Uhi Adr in der »M Z.« •— Marburg Drau. 4Ü3-14 Tausche eine 1 leituahdrniünika und emen Rolliiliii-Phoiüdppa-rat, 6x9, tadellos, yeg^n eine guteihaltene Ndhmdscftine. Antrage: Fisther, Unterrann 4t>, Pettau.__131-14 Anker-Stelnbaukaihospr\Rh zu spm chon Das Schi^k^.ll, dt>iisen qelieimnis-vollen VVnltnn wir srhA'eiq'^nd vorehren müssen, hnt es -indt-rs rfpwnllt- noch rast der Brand des Krirrirs durrb unsere enger« und durrli unsi'ii v c 'pit Hfiimcd. zotflfört dvi lind ■ ort ijs k'rme Glürk der Mensrhen uni vPMr'htef Vjeles, was Kflnstlerhflnd und Kiin<'1erq;' «it nn köst-lIchsteTi Gut n>. i Ii itlon h Sen Da nido d»nn alles find' ro ,t!s /eifrieni.iR "rsrhoi nen, n\ir mch' '•'o' B. c'' nf einen Kiiii«' ler, dessen Riirhi' ,iiif ji der Seite die göttliche Harmonie . uch los Irdischen bezejqen. Und doch ist der W««H nerade heule niemand so notwendiq ini eiqenflifhen Sinne de» VVoitc; al' flei D.cKtei. den jene Harmonie ja «lurli ucht als ein un-v«rriient"4 Ges. h^nk .n die Hände n »tdi len ist sondern dei su erkaoipfi-fn m iPte auf den frsn.''>» srhen, den qalizis hen den rumi^nisrhen imv w "der.im den frrn-iM diie 1 lebe b.-'«' aiieii Mid und *' hlipHli(;b -.I r ^ iier »n !
  • d'-man; 'tolle ' im . ^ il und der l v,,- Mii Hei IKanl fiihrunjj !• s Vv ui Thfiter an d'f W ien vor b^dd rund liundorl dahren /ini' itel ; nd'n Hcijril der df-utscl en koni «chen Oper lU -.iudt'n rd er freu'e meh niehf nn !t^ n ef.)". mc au' de' oder Welt, du kannst mir nicht tfefnilen«, • Gern i^äh' ich Glanz und Rcichtum hm ... Wai ein junf^er Sprint{in|Js-feld und schließlich das zum Schlajjcr jiewordene: »Auch ich w.ir ein .lünKlinj}«, da liebt das Herz auf und die Sinne werden weit. Man wird förmlich selbst zum [iiet'ernieicr und lauscht wieder wie die Vorelvrn diesen romantischen F.rjjilssen einer hitjnadcten Feuerscele, die an sich selbst verbrennen mußfc, weil die Welt sie nicht zu ernähren verstand Paul G raf war den liehenswürdifSen VVrk \'in bes ürtjter Anwalt im Szenischen. Chor und F',n«.emhle*.7ienen wurden Icb-b-ift utid mit (Jiitcr WirkiJnjJ ajjicrt Hans llaniann hat aus dem bestehenden Fun-dii*. r-in 'uihKche.«. Bühnenbild ziisammtn-aestidll und llanv lla.is hat sich mit ebensoviel .Anteiln ihme der schönen Chöra rtuj|er Sl idinjlers und kun-tJeliuler Pü<.|vvirl soll a-cht uncrv..ihnt bleiben 'n der Kameradschaft las der Höhiner-valddichter Ihns Vf'atzlik au* seinem Roinar ')er Meister von Re^enrhurg« farbig bewegte S.uerien, die utri dse Entstehung der Alexandertchlacht Albrecht Ahdorfers kreijen dann eine an Stifter'- DunJ[]« nebMi dem und keinem Bcreich des Irdischen fehlen die •ch'werMi und gefahrbringenden Schatten, nicht deta Beruf, nicht dei Li^tie. nicht der Natur, dm wenigsten der Kunsti überall kSmpft ein Nein gegen dd& Ja, der Zweifel gegen den Glauben, dus Nichts gegen das Etwas Und nirgends wird ein Sieg erfochten, der ohne Ver-hift, eine Freude gewonnen, die ohne Trauer, ein Glück erstritten, das ohne Verzicht wäre. Und dennoch ist Man« Carossdü Werk erfüllt von der tröstenden und heilenden Harmonie, die immer wiedei den Nüiner. aufklingen läßt, der ihm voi allen heilig i«t; den Nomen Goethes. Auch er könnte, wie einst der fromme Adalbert Stifter, ■Ich rühmen, ni Goethe« Familie zu gehören. Freilich; einem andern, dem alt-bayrischen. Stamm entsproßen, einer andern Zeit, einem andern, dem ärztlichen Beruf zugehörig, ist Hans Carosea zuerst und immer er selber — »jeden mit anderer Stimme ruft Gott« — und es beweist gerade die Kraft diese« Selbst, daß M der großen Sonn« »leb zuwenden konnte, ohne ilch an «ie lu reriieren. Mit der tiefen Einsicht, die nur dem echten Künstler eignet, hat Hans Carossa früh die verpflichtende Weseneverwandt-Schaft erkannt, das große Brbe aufgenommen, so wie Goethe einst dae Erbe Homers und Shakespeares aufnahm, nicht um es 7U zu besitzen, sondern um e« ru me/hreni er wußte, daß die Reihe des Lebendigen nicht mutwillig unterbrochen werd«n darf. So sind seine Bücher entetand«n und zu Zeugen der ewigen Deutschheit geworden, die inmitten einer feindseligen Welt unberührbnr sich auftürmt. Der uralte Weg de«: detitsrhen Menschen hat auch Ihn /um Genius des deutschon Vol- j kes qeführti der Weg von außen nach I innen, vom Erlehni«. der Sinne in Krieg ' und Frieden, in der vertrauten Heimat j r^der in der beglückenden südlichen i Fremde zum Erlebni-j dei Seele Hier, in ' sich selber, fand er die lUdgisoheii Worte der Deutung, der M«»hnung. de« Trostes imd der VerheiHnnq. Desh.ilb ealde7anberung« beendet Es handeil sich um die erste zuertmmenfassende Dar stelhinq dieses Themas Das Werk erscheint in Kürze im Wiener Verlag. Hans Watzlik in Marburg Der sudetendeutsche Dichter las aus eigenen Werken Am Sonntag, den 12. Dezember, las dr>T Midetendeoitsche Dichtei Hans Watz-Iik im Festsaal des Heimes der Lehrerin-riTbildunqsanstalt aus eigenen Werken 1 Bayrische Volkslieder, von den Srhüle-j rinnen vortrefflich wie immer gesungen, 1 r.ihmten die Lesestunde ein Diese gab ! ein schönes Bild von dem Schaffen ei-■ UPS Dichters, der wie ein Baum tief im Roden seinoi HeimM wurzelt und doch di«? Äste weit ii'>t" dito deutschen Bereiche 'lussjinnnt Watrlik t)eriann mit zwei Gedichten ..»Sprnchqi'^n^.'»'" und "Deutsche Krieqssrhwesier' Schon das eiste lief spüien dafl das I e'-r-n der Grenzl«nddcuts( hm tmme- dtf Forderung d^s iGefübrlich I.ei)ens hat erfüllen müssenI das 7weite war ein her-zenswarnioi Dank an di'» tapferen und gütigen Frauen d e dem Kämpfei die erste und schwr rste Hilfe leisten Die ErrÄhlunn von der Wanderurin eines Jungen rlentsr hen M.ilers durch den fJoh merwald gab ein eind uekvolles Bild des Landes und seine' «chllch'en nenüq-samen Bf'WohneT! es wni eine Überraschung, als iener Mn'er sich als der Führer offenbarte und den Einruq in Prag rtir Wirklich''eff werden liert was einst Traum newesen war Die starke Ballade vom Hut de« Iq^ ten bewies, wie in den bayrischen Grenzgebieten uralte deutsche Erzählerkunst und uralte Erzählungsmotive fortleben. Das gleiche gilt für die prachtvollen Lügenmärchen, mit denen Watzlik seinen Vortiag schloß Vorher aber brachte er in einer Erzählung »Goethe im Süden« die bekannte Geschichte von dem kleinen Italienerjungen, der seine Hoimat mit lautem Preudengeschrei be-(rrüDt lind dadurch das Heimatgeföh! In dem Dichter weckt, der in Gefahr Ist, sich an südliche Schönheit zu verlleren. Eine andere Erzählung, in der ein alter Bauei seinen Sohn, der schon tu einer hohen Beamlenwürde in der Tscheche! aufgestiegen Ist, sehr handgreiflich über das Deutschtum belehrt, zeigt die Bedeutung der völkischen Entscheidung in schicksalschweren .fahren Entzückend waren die Schilderunqen aus dem Kln-der'eben, sowohl die Geschichte eines Schaukelpferdes, auf dem elf Buhen In die Welt hinau«qeritten sind, wie die Eifnnerungen der kleinen Erdmut an Va ter und Bruder. Für die schöne reiche Nachmittaosstunde dankten die jungen Zuhörerinnen mit herzlichstem Beifall Fritz Endm Trüber Vv^intrrtcu:: Von I i-drifh Pi'rhot'.ig E« war an einem fsmi-t ^ ttverj.T. tivn Nachmitl'i)!' :tn di r, n d <■ NtraOenlampen •chon um vier l'h- :ii brennen beginnen Ich war trauiiö ol^pe ( r ;ul- ii d konnte nicht in meiner Wohniin.' hl.' ben ich in einer 'Wein-tiihr *v.is - Ifen genu({ geschah, mied d ■ Im «t II liaft anderer Cnste und schau' tiu p iv n. s» It--Tm vergitterten Ten •■■r hin'ii-" d.-rin d'C Trink'Mibe h( fird leh in ein<'rr urallen Mause. fJer Nnvemhernebfl fitt|)i. flu. Mrniien gespenstisch f-nfle»' di< lauM-crfn ll.lume darin jedet Mensch nii' Mir wenige Außenblicke em irdi'.che' Wi-^en wurde ein grauer SchaMen df^n die Dämmerung in sich sauijte VC'" ent7iindele Augen brannten i;i dem weiften F"1nr die I.ampen ich kinide die St-ale auf lin-msl nicht mehr. da«. gegcniiberl'e{|ende Haus war mir fren'd und die Glocke, die jetzt auf einem nahen Kirchturm ■■.ehlui' grhien mit eine ni^ -v'^orte ''♦ inme So nun durch memi ei(>en'-n S rii'e vöIIk^ e'n-nm gewordi-n 1 irrte ich in den Nebel hinnui. f'lölzlich «chr^k i< h ^usanupen Dort sn der l**cke stand eir Heslalt das Glüh-l'cl't «n der If iiskarde h im Dun,-;' Z'-'.iiibt, gl- ah einrin Glorienschein (Ifi-r ihrem Hnuntc-. P war keine T.Hu ^'"hiinö. ich l'rinn'e i"d Urnrißlmie, jede H -'Töung de V'irlenden so genau, als war« sie meine eiijene ijewes-.n Der Ne-h' I zwischen meinen Augen und dem Mann. d<"f w;u nur dünn, er nahm ''on d'-r dunklen Kleidun«? kaum eine oder z'-ei Schattierunrfen Fs konnte nur mein F.eimd An Ini Gmo sein Ahe. An' Ip' Giro war =eit sieben Wochen tot; im S'-ptmber starb er an einer '^r 'Uvnhttfien Angina Dieser heifere, gute ' .i.'tirciler, der in dem Weindorf Terbm d.iriiiF'i war, halte elendiglich ersticken :ini -en f',r war Musiklehrer gewesen lind wir fanden uns auf Spaziergtinfion, die uns scltcamerweisc in verachi?den-ster Windrichtungen zusammentreffen I '^'eii ohne daU ie eine Verständigurg vo't'r-r^iegnngen wäre, Wir nahmen es gläubig und aber'il.Subtsch als eine Bestimmung und wurden Freunde Seir^ süll.ehe Heweglichkeit ergänzte meine nordiscl'e Schwere Sein Tod ließ mich wihrh.if'ig weinen, seit unendlich vielen .Ja'iren wieder Und nun stund er d.i drauHen im Nc-b< I, er ging auf und ab und schien jemanden zu erwarten Die Strecken, die er so durchpcndelte, waren nur kurz aber dcnnoch lang genug, um mich fürchten zu lassen, er könnte mit einem Meie im Nebel verschwinden Ich reckte, auf beide Arme gestützt und weit vorgeneigt, den Kopf noch näher zum Fenster, daÖ mein Gesicht die Kuhle der Scheiben fühlte. Auf Tod und Leben; es war Anselm Gino Ich warf Geld auf den Tisch stürzte einen Rest des roten Weines in mich und •rat r.isch auf die Straße Der d!ckc Ne-b'd wii 7u riechen, der Fuß glitt auf dem na-.en Ffhgfer aus Mit unsagbar feinen Strichen flogen die Dunsttröpfchen gegen mein Gesicht, Ich fühlte, sah und roch aber nur den Bruchteil einer Sekunde, denn meine Sorge, die mich völlig er-fi'll'- war die Gestalt dort an der Eckc. Ich hafte Mühe, ihr zu folgen, ohne sie aus den Augen zu verlieren. Anselm Gino er war es. ich kannte seinen Gang nur zu gut — hatte nicht mehr warten wollen; und nun schien er Eile zu haben Der Nebel schluckte ihn förmlich In sich, aber durch meinen beschleunigten ScVritl blieb ich hinter der ungewißen Gestalt, in die sich heute jeder i Die Nebel /:i fl rhen dtf \'rhel .'lus (jdrumnger /lu Zu iioldrer J Vrn»ant//ijng /ni ichitnmrrnJf RIati, S(? it hmirtilfn im C.lanz Ilinier HatDpffnJf H'afid, Sif hrnu'n dir (levittrr, Dil sliicklirhei Land! .'frn eherr}en Taff. Unter nelkem Azur. ff fnn /fnhie >'rrduf»trrj Aui %tauhitfr F!vr, Da komtiierj »r fmstrr In Wo!her} genaht Und rautfhen dir Segen Auf nll deine Saat, Harn CtffoiM Mensch verwandelt Immer wieder erschien er für einen Herzschlag lang in den zart rosenfarbenen und gelhen Licht-körpern, die als schiefe Schächte aus den erleuchteten Fenstern in die Straße herabragten, aber dann stürzte er nqfh rascher in den Nebel hinein. Wir kamen in die Vorstadt, wo es nach Kuß roch, I.okomotiven des Rangierbahnhofes pfiffen heiser, ich eilte flher gleißende Schienen, daß mich nicht ein verschiebender Zug aufhielte. Anselm Gino ging über den Vorort hinaus. Hier im Freien war es geisterhaft still, der Nebel senkte sich wie eine Schranke zwischen mir und dem Leben Aber was wollte mein Freund hier draußen? Hier gab es nur noch den Friedhof, dann begann schon das leere Land. Er trat durch das Tor und zwischen den alten Bäumen des Parkes der Toten verlor ich ihn. Mir war nur noch, als hörte ich deu'Iich den metallenen Deckel einer Gruft zuschlagen. Ich ging nicht hin. ich stand ohne Gedanken, wie aus mir selbst gerufen Ringsum troffen hörbar die Bäume; mich fröstelte plötzlich, und ich fühlte jetzt die unangenehme Kälte des November-nebels Ich wußte, daß ich nun zur Frau Klara gehen müßte, um ihr das seltsame Erlebnis zu erzählen. Sie trauerte um Gino unendlich und war in den sieben Wochen seit seinem Tode blaß und all geworden Man durfte in ihrer Nähe das Wort «Musik« auch nicht einmal aussprechen Die Eltern des Toten hatten sie nach Terlan geladen, aber als wäre ihr innerlich etwas gebrochen, sie konnte sich nicht entschließen, zu reisen Das Schloß des Ganges in ihrem Hause war durch einen besonderen Druck lu öffnen; als einem Freunde des Paares war es mir bekannt. Kein Licht brannte, ein sonderbarer Geruch schwebte in der Luft. Ich sog ihn mit einigen Zügen ii mich; ein leises (Tbclsein. das in wenigen Sekunden da war, «egte mir, daß irgendwo Leuchtgas ausströme Ich stieß das Zimmer, in dem das Klavier stand, auf Es war dunkel wie ein Grab, denn Vorhänge und Rolläden waren geschlossen. Das Sacktuch vor Mund und Nase, einen liefen Atemzug in der I.unge, traf ich ein und riß die Fenster auf. Der Luftzug wehte den Nebel auf dem Wege zum Fenster zur offenen Tür hin Ich trug Frnu Klara an eines der Fenster; da ich wußte, wo auf der Kredenz der Kognak stand, war mir such im Dunkeln eine belebende Essenz in die Hand gegeben Als Frau Klara erwachte, sagte ich leise: Der Nebf-l wird bald zu Ende seip; es muß irtz» Frosf kommen • War es die Aufreizung oder das Leuchtgas, als ich nun die Frau wieder im Leben wuQt«, versank ich in eine Ohnmacht. • Der Wein ist zu stark. Es war ein gutes Jahr, das Dreiundzwanziger« sagte eine Stimme neben mir. Ich sah auf, meine Augen waren toII Verwunderung. Ich saß in der Weinstube, das Geld lag neben mir, die Gasse wer ganz finster geworden, das Haus am anderen Straßenufer nicht mehr zu erkennen Tch sah ratlos und hilflos den alten Mann an, der neben mir standi es war eine Art gemütlicher Kellner, ohne Uniform, außer jener der Zutraulichkeit zu den Gästen. , • Es ist ein schwerer Terlaner Wein«, saj?te er. • Terlaner?« frajjte ich schnell. Er nickte, glücklich, daß es solchen Wein gebe. Die Weinstube war alt und hatte kein Telephon. Ich wollte in der Nähe nicht erst eines suchen, um keine Minute lu versäumen. Die Wohnung, aus der sie den lieben, sonnigen Anselm Gino fortgetragen hatten, war wirklich "dunkel. Aber er roch nach Äpfeln, die auf einem Kastengesims in dem Flur gereiht Ingen In dem Zimmer, wo das Klavier stand, brannte kein Licht, es war dunkel, wie die Ungewisse .Ewigkeit. Als ich die Tür öffnete kam mir eine traurige Frauenstimme ent- Se