kM» V flliM prGl» oin 1'SV iVthrAOns mr. 1S9 6SI, 2S. lull 1S3J SWeMwtzMg (Ze________ »te. »70) »yWl« V««,«Iwi»a «i< 0»vl»ck«ok«t«l lA. WckM»0U. «t.ch I» «»0GRK0.«il«> a. Kdo«»««» Kimil«»« I« ^4«fct>aftskonfl'rettz 'st zu Ende, gleichviel, ob die Bollversammluu«z dc» ^chlu^ oder, was wahrscheinlicher ist. die Aertagultg beschließt. Das Büro der Äonsc-rcnz licnluht sich im Aul^nölick, eine For-mel zu finden, die diese BertL^uüfl eill'ger-mas;en vor den großen Erwartunl^en recht» fertigt, mit denen die Welt am 12. ^^iini auf die Cröffilungssitzung in London blickte. Äber es wird nur eine Formel sein, die man findet. Lochlich hat die ttonf^renz bisher nichts zu stillen gewußt, und sachlich wird auch die Schlußsitzung für die Lösung der großen Problenie, uln die man sechs Wochen herumredete, nichts mehr zu sagen haben. "sozusageu wissenschaftlich war die Konferenz nicht schlecht vorbereitet. AnsaNiis des Jahres hatte ein Tachvecständigcnlomitee, dem ausgezeichnete Köpfe aus atlen nichtigen Ländern angehörten, ein Arbeitsprogramm aufg^'stellt, das unvoreinWiomnien an die große Frage der Wirtschaftsnot der Welt Iieranging, die llrsachentetten, die zu ihr gefi'chrt hatten, bloßlegte und auch in vorsichtiger Form die Richtung anideutele, in der die s^eilung zil suchen n>ar. Die Pro-grammrorsäiläge des Sachverstandi^.1.':r'!i?o-mitees gruppierten sich um drei große Pro-blemkomplere: Bereinigung der internatii-nalen Kreditwirtschaft, die durch die Tchwer liewichtsverlagerung als Z^lge der politischen Schulden il)re Funktionstätigkeit ein-gebilßt r)attc: Beseitigung der in zunehmendem Maße errichteten Handelshemmnisse u. Wiederherstellung eines mißlichst freien Gü-terverkehres voll Land zu Land, und schließlich Stabilisierung der zerrütteten und un-iil^crsichtlich gewordenen WährungSverhäll' nissc, die ihrerseits eine Folge svwohl der Verschuldung wie der Unterbindung des freien Warenverkehres sind und gleichzeitig doch die Bereinigung der Schuldl^'rhaltnisse und t»ie Wiederherstellung der internationalen Wirtschaftsfreiheit auf dem Gebiete sowohl des Kapital- wie des Warenverkehres verhi?Ä>ern. Als sich in London auf dieses Arbeitsprogramm hin tt4 Rationen oersammelten, muß te man annehmen, daß sie, ungeachtet ver-ständlicherlveise vorhandener Meinungsverschiedenheiten, iiber die zu begehenden Wege doch im gwßen ui,d ganzen einig über daS Ziel ihrer Beratungen seien. Und dieses Ziel konnte bei Annahine des Genfer Arbeitsprogramms eben nur in der Ril!^ung der Wiederherstellung einer im wesentlichen freien Weltwirtschaft gesncht werden. Es ist bitter, anl Schlüsse der Konferenz feststellen zu müssen, daß nicht nur kein Ä^tt auf dieses Ziel zu sondern daß im Gegenteil durch die in London zutage getretenen G--geilsätzlichkeiten das, »vas man überwinden irvllte, nättllich die Unterbindung der freien internationalen Wirtschaftsbeziehungen, nur noch verschärst und befestigt wurde. Es ist schiver, riirksrfmuend überhaupt eine 5?inie Positiver Arbeit aus den Kvnserenzbe-ratunflen ljcranszuschälen. Man hat zunächst tagelang Progrnmuneden gelMen, die nmn vlirher schon in den Leitartikeln der .^eitun-gen der verschi<.^dencll Länider lesen konnte. Xrlanon nicht aktuell Mussolini will Ungarns Standpuntt zu den Donan-Plänen des Dr. Benes erfahren / Beschwichtigungskampagne der ungarischen Presse / Enttäuschte Hoffnungen R o m, N. JuN. Die römischen Verhandlungen zwischen dem ungarischen Ministerpräsidenten A ö m-b ös und denl italienischen ^>iegierungs-chef Mussolini werden heute sortgesetzt, Der Bormittag war Besprechungen zwischen den beiden Ministerpräsidenten gewidmet. Die Cinzelbesprechungen werden erst folgen. Wie in politischen streifen mit Bestimmtheit verlautet, steht iin Bordergrunde der Diskussion die Neugestaltung des Donaurauuies. In politischen Kreisen ist man dahin informiert, daß Mussolini den Standpunkt erfahren wolle, den Aönrbös in den Fragen des von Dr. BeneS projektierten mitteleuropäischen Aufbaues einnimmt. Cs wird in diesenl Zusauluienhange betont, daß die Schwierigkeiten weit mehr politischer als wirtschaftlicher Natur siird. Unbedingt aber müsse es nach Meinung hiesiger diplomatischer reise zu einer Einigung zw: schen Prag und Budapest kommen, bevor im Donauraum ettvas Positives geschehen kann. Man läßt durchblicken, daß Ungarn viel voll seinen revisionistischen Forderungen werde streichen müssen. B udaPest, 27. lluli. Der „P e st e r Lloyd" veröffentlicht einen Leitartikel, der geheimnisvolle Andeutungen l'lber das lnögliche Fazit der Göln bös-Reise nach Roin enthält. Die gesamtliche Auffassung des Art^ikels erweckt den Eindruck, als ob dem ungarischen Publikunr Sie Warnung zuteil würde, übertriebene Hosf-nungell auf ein uninittelbares Ergebnis der römiscs)<'n Bespre?ffttungen in der Weise zu knüpfen, als ob die Revision des Trianoner Vertrages von Noiu aus einen A'nstoß erhalten würde. Budape st, S7. ^uli. Nachrichten aus Roin zufolge erfolgte die erste Begegnung der beiden ullgarischen Staatsmänner Gönlbös und Kanya n>it Mus solini zur vollsten Zufri^'denheit der Budo-Pester Regierung. Es konltte bereits anläßlich der ersten Begegnung die vollständige Identität der Ansichten in allen politischen und wirtschaftlichen Fragen festgestellt loerden. Nack) den heutigeil Borluittagsbesprechungen werden die Politiscl)en Frageil an die Tages ordnung gesetzt werden. Immer mehr und mehr tritt die Tatsache in die Erscheinung, daß Mussolini die Fragen der enropäischeil Siidostens nacki delll Muster des Viererpaktes gellest schen möchte. P a r i S, 27. Juli. Die französischen Blätter beschäftigen sich in ihren Leitartikeln mit den römischen Verhandlungen zwischen Mussolini und den lln-garischen Staatsmännern, wobei festgestellt wird, daß über eiile Neugestaltling des Donauraumes ohne Mitwirkung Frankreichs i'lberhaupt keine Rede sein könne. Der außen Politische Berichterstatter des „Echo de Paris" verweist auf die bevorstehende Roinreise des tschechoslolvakischen NnßennlillisterS Dr. BeneS, und zwar mit dein Benlerken, daß die italienischen Pläne über den Donaurall^n erst dann in ihre elitscheidende Phase treten lvürden. Frcinkreich, heißt es weiter, könne es nicht zulassen, daß gewisse Blatter Fragen auf die Tagesordnung setzen, die Dr. BeneS im Nanien der Kleinen Entente ein für allemal abgelehnt habe. Wenn Miissolini glaube, ein Donllusystem durch die Politische Allnäherung sowie durch eill HandelsvertragS-netz zwischen Wien, Budapest, Prag, Belgrad Mld Bukarest festzulegen unter italienischer Filbruilg, dabei sogar die Möglichkeiten einer Grenzrevision ins Auge sassend. so müsse ihln erklärt lverden, daß er hiezu die Zustilnmung Frankreichs niemals be-komlnen werde. Konferenz dürfte mehrere Wo-chen rul^en, inzivischen lverdeli die Unterkonlnnssioncn Nlld Konlmissionen lveiter arbeiten, was für die .Konferenz nicht wesentlich erscheint. Sin franzöfifch-sowjetrufsisches Militärad, kommen. London, Z!>s! .Juli. Wie ider „Daily Expreß" meldet, mi'd in Bälde ein frcinzösisch-sowjetrussisches '.vulitär abkommen unterzeichnet werden. Das Abkommen sei durch Intervention des franzö-sisckien und des polnisck^en t^'neralstabes beschleunigt worden ilnd nach Meinung des Blattes offensichtlich gegen Deutschland gerichtet. « "»>>>> Absturz eines Flugzeuges bei Biarritz. B i a ^ r i tz, A» Juli. Ein Flugzeug, das sich an deln Fluge rund um Frankreich beteiligte, ist in nächster Nähe von Biarritz abgestürzt. Der Pilot und der Beoba6iter fanden den Tod in den Flainmen. Die vertagte WIM. London. 3s! ^'^uli. Der Beschluß der Weltlvirtschaftskonfe« renz, sich zu rertagen, hat die iveitere Zukunft der Konferenz unsicher genlacht. Die Die ersten Alumtnlum-Voftkanen Die Postkarte der Zukunft. Jll Birininghaul lvurdeli süngsl die er« sten brauchbaren Aluniiniuni-Postkarten in den Berkehr gebracht. Schon i>l früheren Iahren hatte die Iilduftrie derartige Postkarten hergestellt. Es handelte sich daiiei ober hauptsächlich um Ansichtskarten, die keinen großen praktischen Wert hatten. Mlll? konnte sie nur mit großer Mühe zu Mitteilungen schriftlicher Art beliuheli. Die neue Postkarte ist aber durch ein besoildereS Verfahren ebensowohl für Tintenschrift wie für Schreibinaschinenschrift zu verlvenden. Sie hat außerdem noch den Vorzug, daß sie nicht vergilbt oder zerreißt. Sie behält stets il,re Form. Durch die Leichtigkeit des Gewichtes des Aluminiulns hat sie auch das für Postkarten erforderliche ^wicht. Man walz^ nämlich das Aluluiniuni sehr dünn aus, oh-lie daß dadurch die Festigkeit der Karte leidet. Früher, als das?llunliniuln sehr teuer lvar, konnte inan nicht daran denken, dieses Leilhtlnetall für Masseilzwecke zii verwenden, bei denen die Billigkeit der Herstellungskosten oberstes Gesetz ist. Heute aber sind die Herstellungskosten sehr gering, so daß die Postkarte auS Leichtmetall vielleicÄ eine Zukunft hat. Bvrfenbeilchte L j u b l s a n a, 27. Juli. Devise«. Aerlill Zürici) 1113.85), London Newyork Scheck 1 l 0^^.27—Paris 22.t.21 — 22ti..jZ, Prag 1W.7s^—Trieft —.'M.W, öfterr. Schilling (Privatelearing 8.85). Züri c!i, 27. Juli. Devise n. Pari? 20.2.'j, London 17.25, Newl)ork 37ii, Mm-lalld 27.2tt, Prag 15.37, Wien Berlin 123..W. Nirgends ein neuer Gedanke, und nirgeildS allch eine hinreißende Forinulierung, die daS Gesetz der Trägheit in den fast aus allen Seiten vorhandenen Boreingenommellheiten zu durchbrechen vermocht hätte. Dann versank das Redegeplätscher in einer Reihe von Koin Missionen, uild erst als in der wichtigstell, denl Währungsausschuß, der Konflikt zvi-scheu den Vereinigten Staaten und den G.'ld lällderil ausbrach, horchte die Welt ivied.r hin. Der Konflikt »var angesichts der schrick, fell HaltilNg Alnerikas nicht zu überbriicken, und da er grnlldsätzliche Fragen, lvesentüch auch für die übrige,l Arbeitsgebiete der ferenz, letras, hat inall schon damals die Fortsetuilig der Beratungen als nutzlos und vergeblich an>iesehell. Di'r WähruugS- und FinanznuSschnsi, in delN daniais das -chi'k-sal der ^>onferenz elltscl'ieden wnrde, Hot so-ebeil seineu -chlilssiiericht abgefaßt lllld ei>l-stimlllig geuelmligt. Er gelallgt in kelileni einzigen Pnllkte zn sllbstantiellell Vors^s>lä-gen, sondern begnügt sich mit allgellleinen Redell>elldungen über die Frage der ilUer-nationalen Verschuldung und die Notwendigkeit der Untersuchullg prinzipieller Währungsfragen. In den Begleitlvorten des Berichterstatters, des frallz^sischen Fillanzinini-ster>^ Bonnet, aber tritt vor allei^l die Unterstreichung der festgestellten „Meinungsverschiedenheiten" und „Schwierlg^:t<'ll" l>ervor. Welln er trokdenl die Hoffilung a>'s ttnacl', daß die Arbeite« an einem späteren ''eitpunkt wieder ailfsiellomulen werden ml^ck) teil, so ist es benlerkenSwert, daß der Aus-schlsivoriitzeilde, der Alnerilalier Eox, in lei-neu Schuß'u'orteil iede Ailsinelullg auf ".ne spätere Wiederaufilahnie der Verhandlungen verinied. Es ist Praktisch iiu Augeill'lick auch ziem-Iilli gleichgültig, ob die >iollfeienz lvieder zu sn>nin''ntritt. In gen'issell Londoner nit schonungs« loser Offenheit soaben kern geringerer als Mussolini in eilieln Zeitungsartikel ausge-sproi-hen. Loildon il^r der letzte Versuch, die lvlrt>cl)aftliche i^errüttung der Welt von der <^ite der imaginär geli>ordenen W<^ltwlrr-ichaft her zu beseitigen. Er ist gescheitert, lneil die Welt praktisch sich Iänsli,i) den der Heilung der Wirtschaftsnot durch rücksichtslose Pflege der einzelnen binnellivirt-schaftlichen Interessen. Mail redete in London eine internatiollle Sprache lilld hattc^ si.ch längst aidf ein betoilt natioiialn'irtschakt-licin's Vokabular geeinigt. Das gilt selbst für England, das die Initiatiix' zlir Einberu-fuldg der Weltlvirts(1>aftSkoilferenz ergriffen hatte und defsen Vertl-eter sich lviederholt alle Mül^ gaben, die imnler langsmller arbeitende Maschinerie d<'r ^oirserenz in '^.g zn erhalten. Die ll'irtscsiistspofitistlien Taten EnglaltdS silld scsu'll seit zi^'ralllner Zeit gar nicht mehr auf eilie aslninfassende n>irtschaft' liche Verständigung, als viellneln' au'f en? isoliertes Vorgel^en znr Besserung seiner in „Mliribl^rer ^-^eitung" Nummer 1?^. Freitaq, den ?8. Juli 1933. nenvirls.l'nflllchen Llisio s^crichtct. (5'n^land denkt nicht daran, aus die ProdnktionÄx'dürs nissc des ni6>tbritischen Auölandeö Rnchicht .'itt nclimen, sondern regelt seine Ausfuhr aliionmn nach dnl Bedürfnissen seiner i'i.ic-nen 7^ndnstrie nlid seines Arbeitii'Marlte:', und e.' steNt mit Befriedigung fest, daß diese '^'olitik ihnl eine wes<':itiche Erleichterunc^ der '.'lvbc'itölosig?eit bereits brachte. ''^i.ienn man versucht, die ^tonsec^uenzen t sich da«'' ?^ild e ner die, fern aller ^^deologie internationaler Wirtschaftösreilieit, l,andelöpolitisch ein ^l)st^i?nl der (Gegenseitigkeit aufzubauen trachten ivird. ^^ede>o Lai^d nnrd anftreben, seine -zahlung.^liilanz nlit anderen Ländern iin lv,lcichge>vicht .^u halten, das heis^t mit allen den in der jüngsten 'Vergangenheit zur ^ollendnng entwickelten Mitteln der Negu-Neriing de? Waren- nnd Milung'^^verkehr:-?^a'5, n^a^i' über die k^^ren.^en lier<^inströlnt, ans der dessen zn balten, was hinansflie-s^en tann. '^^.'enn daneben noch in irgendeinen! der (5rde ein sogenannter fn'ie'. '^^.ietiniorki <'rl)ci1len bleiben sollte, so wird er di^ch zn fttniiiierlich sein, al») das^ nnin onf ihn daü' Truggebilde einer ^'rneuernng der >'^il'itwirjschast an^lianen lönnte. ist da'.> (Ergebnis der Londoner '^'.^'lt-wirtschastotonsereliz. — Knapp vor dem Älel verunglM M Das (Ehepaar Mollison, ''asid begrnt' (ü'chepaar ntUer seinen Triiniuiern. sofort herbeigeeilte >>elfer tonntei? deu Piloten n. seine l^'ailiti retten. <^Unftlicherweise haben sio sicii teine <'rnsll)asleren '^>elle!uingen .zn gezogen. Die Mollison-' tonnen deu 'linbiii fnr sisl) in ''lnsprnch ueliuien, daö erste (Ehepaar .^u sein, das iden Ozean in der Ostn-.elt-richtnng nbergnert hat. ^ie nmren inogesai'.'.t stunden !n der Ltifl, davon 1.'!> stunden über dem Atlantis. DeNagung der StupWina 11 internationale Konventionen genehmigt / Die Vorlage über die Regelung des Religionsunterrichtes verabschiedet B e o g r a d, Juli. Die Ckupschtina hat heute ihre kurze außerordentliche Session beendet. Deni Hause sind, lvie bereits berichtet, 11 iitternationale Kottventioneu sowie das Gesetzesprojekt über die Negelilng des Religinusunterrickites an sänitlichett Lehraustalten des Landes unterbreitet uwrdeu. Die .Herbsttagung der Ckupschtina N'ird inl schriftlichem Wege einberufen iverden. Die Sitzung begann um 10 Uhr vormittags. Nach der Erledigung der Protokollfor-nlalitäten erfolgte die Berichterstattung über die Bildung eiuer Reihe von Beratungsaus-schnssen, über einige Jnterpellatioueit usw. Den Mehrheitsbericht iiber 11 internationale .^sonveittioneit erstattete der Abg. Ste-!'an i r i der sich mit jeder 5sonveution iitt besottderen befaßte. Insbesondere verhielt er sich länger beiul jugoslawisch-belgischen .<^iandcls- und ClearingaHkommeit, beim ju-goslawisch-ungarischeu Handelsvertrag sowie beiin jugosfalvisch-frauzösischeu Abkontiueu über die Präferenzbehandlung der jugosla-wischelt l^etreideeiufuhr nach Frankreich. Der jugoslawisch-ungarische Handelsvertrag stellt einen bedeutsamen wirtschaftspolitischen Erfolg dar. Das Getreide-Präferenzialab-kontntett ulit Frankreich enthält neue Be-stiniinungen über die Ausfuhr von Mais itach Frankreich. Hicbei handelt es sich vor--nehntlich um Futtenuais. Bei der Ausfuhr von Mais jugoslawischer Provenienz nach Frankreick) wird der MiuitualzoN entrichtet. 4l) Prozent der Zahluugcit aus Rechuung dieses Tarifs wird Frankreich bei eineul ge-uiissen .^tontingenl (maximal 24.l)0l) Tonnen) an Jugoslawien riickerstatten. DaS Ab-kounnen sieht die Belieferuug Frankreichs niit deni vereinbarten Maiskontingent bis znm .'it). Septeinber d. I. vor. Vor Ablauf dieses Terntines werden Pcrhandluugcit zlveckS (Erneuerung oder Abänderung des AblontmeitS eingeleitet werdeu. Die der Ckupschtina unterbreiteten Konventionen wittden grundsätzlich einstimmig, ebenso aber auch in der Svezialdebatte im Akklamationswegc genehmigt. Sodanit ging das Haus zlir Beratung der Gesetzesvorlage über die Regelung des R e l i g i o u s-uuterrichtes über. Den Mehrheitsbericht erstattete der Abg. ^ i v a n L e v iworauf Unterrichtsinini-ster Dr. S t a n k o v i auf die große Bedeutung der Vorlage für uuser Schulwesen hinwies. Das neue Gesetz, welches die obersten kirchlichen Instanzen voll würdige, reguliere die Stellung der Katecheten, indem er sie utit den Staatsbeamten gleichwertig anerkenne. Das Gesetz sehe ferner die obligatorische Konsultieruitg kirchlicher Behörden bei der Ernenuuug der Religionslehrer vor. Der Abg. Dr. P i v k o beantragte zwei Amendements, bezugnebinend auf die Avan-cenientsmöglichkeiten der Religionslehrer für die er die gleichen Rechte auf Beförderung fordert, wie für die übrigen Lehrper-foilen. Abg. Pavliv verloies ebenfalls auf die Wichtigkeit der Vorlage. Redner betonte die Notwendigkeit der religiös-sittlichen Jugenderziehung, denn nur auf diese Weise könne uiait echte Patrioten und eine jugoslawische Intelligenz erzieheit. Dieselbe sei heute verdorben durch den Skeptizismus, Materialismus und durch kommunistische Grundsätze. Bei dieser Behauptung ?am es zu wiederholten Zwischenrufen. (Abg. Ko-sti«;: „Die Intelligenz ist nicht verdorben, wohl aber die Geistlichkeit!") Redner ließ sich nicht beirren und forderte die religiöse (Erziehung als beste Abwehr gegen den In-differentisinuS. Schließlich forderte der Red-uer die Regulierung der Beziehungen zutn Vatikan durch Abschluß eines Konkordats. Als letzter sprach der serbisch-orthodoxe Geistliche Abg. V i d a k o v i e, der ebenso wie sein Vorredner die Wichtigkeit der Vorlage betonte nnd auf die Duldsainleit seiner ^iirche binwies. Bei der Abstiinmung wurde die Vorlage mit 124 gegen eine Stinline angenommen. Die Sitzung wurde uui 12 Uhr 15 geschlossen. Hen^ Nord 70 Äahre aN Sterliiflemng der Minderwertigen Richtlinien für den neuen Geschichtsunterricht in Deutschland / Ein Tagesbefeht von Rudots Heß / Die Kommunistenrazzia erfolgreich abgeschlossen . Berli n, Juli. Ta'5 Reichsgcsetzblatt briugt u. a. das neue t e r i l i s i e r tt ,l g s g e s e tz zur Ver-Ijütung dv's (^rbkrankentiachwuchses, das sich init der Frage befaßt, biologisch miudertver-lige Aszedentetl auszuschalten. Das Gesetz verzeichnet die .<>nanklieiten, in deren Ver-solg die Sterilisation erfolgen kann. Es werden liiebei angeführt: anget»orencr Schwaä)-siiln, l^ieiftestrankheiten, erbliche Epilepsie, Sieitvlanz, schwere erbliche körperliche Miß-l ildtitigen. erbliche Blindheit und Taubheit, chronischer Alkoholisutus. Besonders zu errichtende Erbgesundheitsgerichte werden die Vererbungswahrschcinlichkeit von Fall zu Sine Habsburgerin deiratet Bor einigen Tagen fand in Paris die Perinählung der Pinzefsin Stefanie v o it W i u d i s ch -Gr a e t), einer Urenkelin des »hetnaligen österreichischen .stronprinzenpaai'cs ','ndolf nitd Stefanie von Oeslerreich, nlit (5 o m t e d ' Alcantarg jtatt. Fall nachprüfen uird die Bewilligung zur Sterilisierung ltur dann erteilen, lvenu nach den Erfahruugeu der ärztlichen Wissenschaft init größter Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist, daß die 'Z!achkommen seelisch uud körperlich schlveren Schaden erleiden lvürdeu. Ai:^ tragsberechtigt ist der zu Sterilisierende, bezw. iu den meisten F-ällen sein Pfleger, Vovmund, ein beamteter Arzt oder der Leiter der Anstalt, jedoch muß die Zustiinntung noch von einont anderen ?lrzt gegeben nx^r-'den. Die höchste Instanz sür-Berufungsfra-gen ist das Erbgesundheitsobergericht. Die Unfruchtbarutachung der betreffendei, Person geschieht durch einen einfachen chirurgischen Eingriff, sie darf jedoch das Wesen und C-n^Pfittden des Geschlechtslebeits nicht verältdern. Die Unfruchtbarniackiung kanti eventuell auä) zwangsweise vorgenonrmen lverden. Das Gesetz tritt ain 1. Jäuiter in Kraft. An dieseni Tage tvird ciii Gesetz publiziert werden, welches die zwangsweise Entmannung aller gemeingefährlichen Sitt-lichkeitsverbrecher beftiinmt. Berlill, 20. Juli. Reichsinitenlminister Dr. Frick hat den Unterrichtsministerien der Länder Richtlinien für den Geschichtsunterricht zukommen lassen. In diesen Rick)tlinien, die die wichtigsten Abschnitte der Weltgeschichte aus-zähleit, dabei ihre Bedeutung für die Gegenwart werteitd, heißt es, „daß die beiden lel^;-ten Jahrzehnte unserer eigenen Zeitgeschichte ein .Hanptstnck der Geschichtsbeschreibnng zu bilden haben. Das ungeheure Erlebnis des Weltkrieges, die Zersetzung der deutschen Wi-derstandslraft durch vaterlandsfeindliclie Kräfte, die Etltwnrdignng des deutschen Pol-kes durch das Verlailler Diktut tlnd der iliw folgende Zusalnlnenbruch der libernl-marxi' W U Am Juli kann der bekannle amerikani« sche Großindustrielle .^vnry F o r d seinen 70. Geburtstag feiern. stischen Weltanschauung sind nach Dr. Frick ebenso cingesieud zu behaudeln wie das be« ginitende Erwacheit der Natioi, von» Ruhr« kanlpf au bis zum Durchbruch des national-sozialistisck)en Freiheitsgedankens und bis zur Erneuerung der deutschen Volksgemeinschaft anl Tage von PotSdain." Berlin, Juli. Rudolf H e ß, der Stellvertreter Adolf .Hitler, erließ au die SA uud au die SS ei-iteil Tagesbefehl, in deni es heißt: „Die jü-disch-liberalistische Revolution von 1789 watete int Blut der Guillontine. Die jüdisch-bolschelvistische Revolution voir W17 ist ein einziger Aufschrei des inl Blut erstickeuden russischen Volkes, jleine Revolution der Welt hat sich mit derart unblutiger Disziplin vollzogen wie die nationalsozialistische inl Drittel! Reich." Heß fordert die .Kämpfer auf, in den Konzentrationslagern alle diejenigen, die die Gefangenen luißhandeln sollten, sofort nauthaft zu inachen, aus der NSDAP als unwürdig atlszustoßen, da uuter allen Uniständeu verhindert tverdett inüsse, daß das Ausland Material sür Greuelnlärcheit erhalte. Das bedeute uicht Milde gegenüber de,l Kontntunisten, es sei eiil sittliches Gebot der Revolution. Berlin, Ai. Juli. Nach eilter Melduug des Eonti-Nachrich-teubüroS ist die Polizeiaktion gegen die Kom munisten int ganzen Reiche erfolgreich abge-schlösset! lvorden. Es gelang der Polizei große Mengen subversiven Druckschriftenmaterials, Waffen usw. zu beschlagnahnten. Besonders ergiebig »varen die Funde in Trier, Mainz und Frankfurt aln Main. Der neue Flitghasen bei Ljubljana. L j u b l j a n a, Ä). Juli. Die Eröffnung des neuen Flughafens ist für den 20. Auglist festgesetzt. An der Eröffnung werdeu auch Vertreter der österreichisäien Regieruug, ser ner die Bürgeruieister von Salzburg und .^lagenfurt itnd Vertreter dl?7! österr.:ichi-schen Luftverkehrsgesellschaft teilnehmen, die als Ehrengä'ste die neue Fltlglinic benüi^^en lverden. Mar Schmeltng< Trauung Das Brautpaar beim Verlassen der Kirche. '.'Iin Sonnabend fand in der allen Dorslir-che zu Saarow dil' tir^liliche Tr^nlinig des populären B>'>'>''s E ch u? e l i n g tnil Anm) O nd r a statt. 'Z Srefwg, v« ». «tS. < ^2»nrrroorei ^-jerniNA il!uminer jWnlgsgeschmk ftir die Aka S.M. der König läßt in Korenica ein Spital auf eigene Kosten errichten Plitviee, 26. Juli. Ge. «chchA d« »!«»> tz.t t»r M fti-««» AXMtOltt« M« Ufte PlU»ieer Ge-«» Vi» Ereichw», »i»M »rmckentz—ft» i« aNs ftwe «»fte» ««ßisrbnet. «n »ich» «rmittich»»» »dtd ei«e Sch«lPslMi. «», ew V«d »>d ei» ««herDReten «»>e-Msße» fti». De« V««» »e» «a»eh««t» »mbe der «»ste«, eeteitt, tzeN rD«»ßNche» «nstIOG, «m» MI» ieß«h»ie «»Glich, ««ch i« tze»eißm J«hee d«chß»sttzre«. In WitVke tt«s heute ftich ei«e Ilki«e »»«etliche eOkchlt»»PPe ««» Otsie a« »er UM ei«, »O «r S« J«chre« »er erste M-»eh»sch«tz pir tzie Veftei««« V»D«ie«< krach ie. Die DeP«t«ti»« ««rbe »s« Kßnig i« he-sO»»eeer A«die«t e«ichmDe« ««» »»er»r«ch- ß« »e« Herrscher die Vriitze »er Kraji«a, in »erei«BeterMrkO«jiö»e« Aus. ft««» »Or»ereitete. Der »rächte »en VO«er« DeDe«ii»er sei«en D««k »afiir z«m A«A»r«<, »atz fie den verftOr»enen König Peter l. i« islch guter Eri««er«ng »ehalte« hO»en. Bihaö, 2«. Juli. He«te «« 12 Uhr traf ««ermirtet Seine ZW^c>ligen Minuten mit der City verbinde»». Ii»i komi»»e»»den Tra»»'^oceai»-Luftver--kehr wird der künftige Newvorker Flughafe»» eine besondere Rolle spielen. Mir Äuftmmmmrdett See BaUmi»»«! Sosia ernWrtrt i« GePtwcktt t»«««ißch>« ««» ttir^I^cheN RIi>IDer»i^Wch» Sofia, 2V. J«li. Die bulgarische Hauptstadt dereitet sich darauf vor, im Ge^ember den türktst^n Ministerpräsidenten I s m e t P a s ch a, seinen Außenminister T e w s i k R ü s ch-d i B e y und den rumänischen Außenminister T i t u l e S c u zu empfangen. Diese Millisterbesuche werden in Zusammenhang gebracht n»it der durch die Unterzeichnung des Biermächtevertrages entstandenen internationale»» Lage. Bulgarien swnd bislang abseits und schien internationale Ereignisse zu erwarten, die eS zwecks Erfüllung seiner Aspirationen ausnützen könnte. AuS diesem Grunde wollte Bulgarien sich weder auf die eine, noch auf die andere Seite schlagen. Diese Unschlüssigkeit brachte eS jedoch mit sich, daß das Land sozusagen in die volle internationale Isolierung htneinsteuerte. D^e für Bulgarien schädliche Isolierung wird in allen politischen Kreisen des Landes eingestanden. Die verantwortlichen Krei ft find jetzt bemüht, die internationale Po-Mion BulMrienS soweit als möglich zu ver-befiern. Die immer gut informierte „Aora" schreibt über die bevorstel^den Mini^rbe-suche folgendes: „Der Besuch deS türkischen Ministerpräfidenten in Sofia ist bereits beschlossene Sache. ES handelt sich nur mehr um die Festlejflmg de« BesuchSdatumS. Angemeldet ist serner der Besuch des rumänischen Außenministers T i t u l e S c u, und Hwar höchstwahrscheinlich fiir Mitte September. Unter dem Titel „Vir bekommen Güste" .schreibt daS Blatt „Tlovo", die bulgarischtürkischen Bezichungen hätten sich in der iletzten Zeit trotz der traditionellen Freund-ßchast beider Länder insol^ der hohen Zollschranken immer mehr verschlechtert. Im Dirhältnis zu Rumänim müsse bemerkt werden, daß seit zehn Iahren der Bau einer Donaubrücke in der Lust hänge, wodurch die Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern sehr gestM^t worden seien. Im September werde «wn auch diese Frage mit Ti-tuleSeu vereinigen müffen, ansonsten fti der Besuch nur ein Akt unnotwendiger Kurtoi-Die. Das Blatt schließt mit den Aorten: ».ZweiftlSohne wird man uns mit dem Bor-Mag kommen, mit unseren Rachbarn einen Hakt abzuschließen. Wir müssen einer jeden Lolchen Aufftrdirung nachkommen, denn un-Iftr« Auftichtigleit ist unumstritten." svr vot Dnobonot Beograd, SS. Juli. Der Ministzermt hat die Gründung eines Uanensbiids fik das Draubanat und desse»» «vranschlag PK die geit vom l. Juli 1933 1 März lVS4 im Gestunkbetrage von !N,A0MV Dinar bewilligt. Dieser Beschluß Ger Slegienmg basiert auf eine Initiative bes BmmtSrates des Draubanats. Die Ein-«ahnlen sollen wie folgt realisiert werden: Von den Zinsen des Aktivsaldos beim Kon-itowrrent v»/«, wenn der Zinsfuß 4.5«/» über-Iswigt. Borberechneter lSfftkt 3 Mllionen ^-«ar. Die Industriellen und gewerblichen Arbeiter bezahlen von ihren Löhnen ein halbes Prvsent, die Arbeitgeber 1 Prozent. Esfekt: ftchS Millionen Dinar. 2.b Millionen Dinar ftAen aus der Besteuerung des Reingewi»»-«es der Aktiengesellschaften gewonnen werden, 20l>.0lv Dinar aus der Besteuerung der Tantiemen, «Diäten usw. bei Unternehmungen, die öffentlich Reizung zu legen haben, S MiMonen Dinar von der i^steuerung der Gehälter und Pensionen hier lebender A'us. länder und SV0.llntersuchungshaft überstellt. Riboli, welcher zahlreicher Veruntreuungen, insbesondere in Bankgeschäften, be-Ijchnldigt wird, »var vor kurzem «iS der von der Zagoeber Polizei verMgten Haft »,ach Triest, Padua nn>d Rom i^fWchtet. Als er dort nvgen nichtbezahlter Hotelrechnungen verfolgt wurde, flüchtete er »»ach Mllach mit» .^lagensiirt, wo er wegen des gleichen Delik.-te^ verhaftet »vurdc. Sln Vria» als Steansileger Das kühne Vorhabe« »es Pri«ten Nikolaus v»n Rumänie« In der OMnsliegerei herrscht Hochbetrieb. Auf allen größere»» Flugpläs^n stehen die Maschinen ^reit, um neue Lüfteroberungen zu inachen. Nach Mattern, »»ach Balbo, nach Post, nach den vertt»!glllckten Litauern, nach zahlreichen anderen Flügen, über die inan ni^ viel sprach, »»ach Pläne»» ulrd nach siescheiterten Projekten erfährt jetzt die -I^ef-fentlichkeit, daß ailch ei»» Pri»»z das Wag»li» »lntevnehmen will, im Flugzeug den Ozean zu überqueren. Der erste Pri>».i eines res^ie-renden Hauses, der dieses kühne Vorhaben zwischen dem 1. uird ü. Augus? bereits verwirklichen will, ist Prinz Ni kola u ^ v o n R u m ä n i e n, der Bruder ves ru-mänisthen Königs Karol. Die Frau des Prinze»» ist geqe»» den ^zea»» fliug ihres Gatten. Ob sich Nikolaus ern>ci' chen lassen »vir», ist eine Frage für sich. Biel leicht tritt auch noch die Ai>nigin-Mntter al? energische Gegnerin dieses Plans auf. W 'Nn sich Pri»»z Nikolaus nicht erweiche»» las^vn sollte, dürste er über Nacht der Stolz der rumäniichen Ration sein und ebenso über Nacht ei»»e Berühmtheit nnd ein interessanter Ma,»n »Verden. Nikolaus befindet »ich auf einer Studienreise durch die Flughäfen und Fl»lgze«lgfabriren Europas nnd Ainerita^ Er will seiilen OMnflng init eineiu .pvei-sitzigen Doppeldecker unternehmen u,id plant eilien vstwestflm^ ans der Strecke. >>10 ^^utrst! Gronau erkundete u»td jetzt »vieder Balbo l mit seinem Geschwader erprobte. Der Rumäne Opris soll ih»l begleiten. Selbstmord durch Sturz in den Vulkankrater T 0 ki 0, R. Juli. Trotz aller posizeili« ä)cn Mastnahn»en liabe»» sich an eineni Taqe luiedertlln zwölf Persone»» i»» den gliilienden Krater des Miharavnlkan^^ auf einer Insel in der Nähe von Tokio gestürzt. Tiefe Form des Selbstinorde^ übt eine eigenartige A»»zicliungskraft ans lebensli»!!-de Iapa»»er ans n. l»>ar in früheren Iahren sehr verl-reitet. I»» der letzten Zeit l,attci» die 'Aehö»^en mnfangrei.ttn geplant, den Zngang ganz zu sperren und die Vorsichtsmaßnahmen zn verschärfen. Mn junger Mann wird in ein MSdchen »»«r»vandelt B u d a P e st, R. Juli. Aus de? Äpponl»!-Pol»»klinik wurde wi^er ein iul»fler Mal»n in eil» Mädcl»e»l ver»»>andelt. ^r Mn»e des Patienten wnrde zn»»ächst verschwiegen, man erfuhr nur so viel, das^ inan ihn nach d<'r Operation l^isela benannle. Die Operation dauerte längei- als eine ?!unde. lleberra-schnns^en sind bei dem heutigen ^tai»de der lnedizinisllien Wissenschaft su'i einer solchen Oliernti^in nicht Ml'w' s"'fi"ni's'!''n Ta> jungc Mädchen liegt n^n in eineni zimmer, bis es vollkommen wiederlicrgesteU» sein ivird. Gisela wurde von einem Berichterstsitter aufgesilcht, der sie al.^, junges Mädchen mit langem geNDelltenl .'!>iar und Gesichtsziii^cn «von etwas männlichen» l5harakter beschreibt. Gisela ,»>ar nnruhig, „crvAs nnd klagte über schmerzen. Tie Klagen niachte,» den Ein' druck, als ob sie von einen» schioachen weili-lichen Wesen ansgingen. l^isela beruhifile. sich aber bald nnd sprach dlinn n»it einer Stimlne, die etl»>as knabenhaft ann»utet, von ihrer Zukunft, »lor der fie sich ängstigt, da sie nicht weist, n>as an.^ ihr nvrden sols. Schließlich gab sie auch ihren früheren ?ca' lnen preis. Sie hief; Aladar Kramer, ist I?? Jahre alt nnd stannnt aus einer durchlin? normalen Familie. Die Arzte der Ainik erzählten, dasi in der ganzen Welt nnr Mölf solche Operatio»»e»l durchgeführt worden seien. Vei Nervenreizbarkeit, Kopfschmerze» und Gchlaslosigkeit. Mattigkeit. Niedergerchlakieiihei:. Av^tgefühlen hat man ln dem natürlichen »Ar>Ut-Iosef"»BltterNiafser ein Hausmittel in der Hand um die meisten Aufregungen, von welchem Teil des BerdauungswegeS fie «ruch immer ansqehen mSsi.ii. allfogleich zu bann-'n-Uerztliche Be^bmtheiten erkennen an, das; das lftiMz'Joses-Wasser auch bei Menschen vargerück ie» Alters zuverlässig wirkt. Das „Franz-Joies"-Bitterwasser ist in Apothek»», Drogerien »ind Tpezereihandlun» ge»» erhältlich. Das Tagebuch der ^^arenmutter. Ii» einer rnssischen Emigrantenzeitung, die i»l Paris erscheint, werden hochintcress!7n te Cinzelheitei» ans deui Tagebuch der Mutter des letzte»» Zaren veröffentlicht. Maria Feodorotvna, die frühere dänische Prinzesii»! Daginar, sah mit großem politischen Schars' blick schon lange Zeit vor de»n Kriege d.'n ilntergn»lg des Zarenhanses voraus. Ihre Aufzeich»lungen, deren Echtheit übrigen:? durch die königliche Fauiilie von Täneniark anerkannt »»»ird, bestätigen viele Tatsachen, die u»nl» bisher nnr verniutet hatte. Maria Feodormvna ist der Meinu»»g, daß die nn^ selige Beeinflußu»»g des Zare,» Nikolaus 2. durch seine Geniahli»» Älerandra und seinen Bertranten Rasputin die Haitptschuld an de»n il,»tergang des rusiische»» Kaiserhaus^'s trug. Während des Krieges hat die ,iijarin ihren» Gatiei» zu ma»ichem unverantn,ortli. cheni Schritt geraten, in dem festen (»jlai'-ben, ihrem Baterlande zu die»len, während sie dadurch in Wahrheit deu Zvall des Zarenhauses beschleunigte. Die Neröffentlichung des Tagebuches der Zarenmntter fällt nnt den» lü. Jahrestag der Ermordu»sg der kaiserlichen Familie in Jekaterinburg zusam« »nen. Au« «»ye c. Aus »em GerichtS»ie»ste. Der Nichte?« a»ntskandidat .?»crr Viktor Svetel wurde dem Bezirksgerichte in LaSko zugeteilt. c Der Zweigverein »er Landwirtschastli. chen Vesellschast in Celje wird sci»,e Haufit-versaniinlung Eontag, den W d. uin K llhr vorn»itlagH in» Genlci»»dc^saale am Breg abhalten. Es wird der neue PläseS sowie der i»eue Ausschuß gewählt werden. Stimlnbe-rechtigt silld diejenigen Mitglieder, die ihre Anteilscheine eiilgezahlt und die Beitrittserklärungen unterschrieben haben. Zur.'^laupt versan»»nlung sind alle Mitglieder und alle, die Mitglieder »Verden wolle»», ei»»geladen. c. Wichtig siir solche, »ie Verwandte in Oesterreich haben. Alle diesenigen, die im Ravoik der Stadtpolizei sd ». in der Stadt und i»» jenen» Teil der Un»gebung, der unter das ?In»neldui»gsawt der Polizei fällt) ivolinhaft sind und in Oesterreich Ber>»,and-te haben, die ständig dort lebe»», aber jugoslawische Staatsbürger sind, haben diese Verwandten bei der Polizeivorstehung, Zim-»ner Nr. 3l^, anzumelden. c. Der Fremdenverkehr ist trotz der schwer re,» Zeiten lebhaft. Für längere Zeit haben nach der Statistik des Anmeldilngsanltes gege»! IM Fainilien in <5elje Allfenthalt ge. nomn»ei», viele »vohlle»» aber auch in ^r weitere»» Ut«»gebnng. Dann gibt es noch viele Einzelpersonen, die von auszenher nach Celje gekoinnien sind nnd bei ihre», Per. wandten den Sonlnier verbringe»». Täglirli kommen aber auch mit Autobussen ni»d Zu gen Coinnierfrischler a»ls den benachbart.'n Badeorten anc' Slatina, 'liimitt Toplice, ^adto, Dol)rna ul»d ToKvl.Ä:ica, d» ch Freitag, den 88. Jun is33. IN si- einen Tag in 5Sekje verbringe« und hier; Einkäufe nmchen. In den l^ten Tagen sieht man in Celje auch Gruppm jugendvchev Wanderer aus Oesterreich und auch auK^ Deutschland, die für ewiM Tage in Celle» bleiben und bei verschiedmen Familien un» tergebracht sind. c. Vlitzschlag. Bergangenen Sonntag ging über das Sanntal ein schweres Ungewitter nieder. Als gegen 11 Uhr vormittags inr Postamte in Gornji grad zwei Beamtinnm den Dienst versahen, schlug in daS Gebäude ein Blitz ein. Den Amtsraum erfüllte eine» belle ?slamme. Die Beamtinnen kamen nlit d!m bloßen Schrecken davon, wohl aber wurden die Apparate beschädigt. Auch Ljubno wurde die Telephonleitung durch nen Blitzschlag beschädigt. c. Uebersölle. In Risnik bei Su. Jurij überfielen einige Burschen den 41jährigen Besitzer Johann K' o r o » e c auf seinem Besitze und verpriigelten ihn nlit Latten derart daß er ins Allg. Krankenhaus überführt werden mußte. — In Sv. Jakob es zwischen Bauernburschen z,l eienm Streite. Der 2ijjährige Besitzerssohn Alois K l a n-e k schlug den 29jährigen Taglöhner Franz ^ porn dabei mit einem Stocke über den Kopf, so daß dieser zu bluten begann. DieS verursachte bei den anderen Burschen böses Blut, so daß sie über Klansek herfielen llnd ^hn übel zurichteten. Außer .Hiebwunden er-Nt er auch eine Stichwunde in den Rücken. c. Si^«bah«»nfall. Der MjShrige Bremser Anton Z a g o r c aus Moöilno bei Nadeöe sprang aus dem fahrenden Zuge. sprang dabei direkt in die neben dem Geleise ffchrenden Drähte, in die er sich verwickelte. Als er sich daraus zu befreien su^e, kam er mit den Händen unter die Räder des noch vorüberfahrenden ZugeS, die ihm zwei Finger an der rechten Hand aS^nMen. Zws VWI p. iTtMlWGtW. In der MnoLitenkirche dießer Tage getraut Ferdinand K o-l'» r mit Io^fine L o z i n 8 e k und Io-han HQrvat mit Antonie P n ? v i L. p. «W Sch»de«^r brach am Anwesen d^ Bsfij^s Johann Salamun in bei Ptojska gora aus und äscherte das Wirt-ischlchttgebkude teilweise ein. Es verbrannten «Ich die FuttervorrSte und mehrere land-wktschiHliche Maschinen. p. Ovstt ei— VnuMeUtt«. Die GenVar-merie tonnte nunmehr feststellen, daß der Vvn« in Dr«ckemi beim Bsfitzer KlaneLe? «m verbrecherischer Hand gelegt worden ist. Gwe im Verdate stehende '^son wurde beveifH in ände sielen. Dlefer T»ge wurde dem grfchSdigten Jus akwrdkrgS von einem betrunkenen Mann daß den Einbruch eine gewisie I. G.. »»erSst habe. Die Gendarmerie l)at in DjicherMMmV ihre Erhebmrgen ein^eleiiet. Aino Heute, Donnerstag zum letzßl» Micke Mtta Mpar in dem unüber-t«Wchieir Lßederfilm ^Ue «der keine" (Her-MMWigiw). ^ Freitag singt wieder Rich. Tl»»er i« der Liebe". In d^n Äknityen Ro^n dieses besten Tauber-Films ^ Lien DyerS, Alice Treff, Szöke Szalall und die kleine Petra Unkel besteigt. Die Regie leiwt Georg Jattbi. Ein großer San-qer nach l^n Enttäuschungen seiifer SiebeSavanturen im Hafen der grosjen Liebe W»i>> Tolliw. Noch ivonilie Tni^e die große Operette ^Lßete «ch Trompetenbla-sE«" (Tmra um Liebe) mit Georg Aleksan-der, Martha Eggert, Maria Paudler, Felix VreGart. Ein großartiges Lustspiel mit viel .Humor, Musik und Gesang. Nächstes Pro-gvamm die ^emiere des neuesten Lustspiel' schlage?^ „Liebestestament" mit Charlotte Ander »nd Johannes Riemann. Dommstto, den 27. s«u Rtttungsdiknfi aus der Drau Amegmigen avS Leftrkreifm / Biel läßt sich nicht macheni!^ Die leiten Unglücksfälle aus der Drau geben der Oeffentlichkeit Anlaß, sich mit dem Rettungswes^ zu Wafser eingehend zu befassen und neuerdings die Forderung nach Organisierung eines verläßlich fmlttionie-renden Rettungsdienstes auf der Drau zu erheben. Bon verschiedenen Seiten »verden Anregungen laut, die wir gestern in der Form eines Fingerzeiges, in welcher Richtung sich die Borbeugung von U'lngtücksfKl-lcn bewegen könnte, zusammenfaßten. ES wurden uns noch andere Anregungen vorgebracht, doch gehen dieselben entweder finanziell zuweit oder geben dieselben keine Gewähr für eil» verläßliches Funktionieren. Aus vorgebral^n L^regungen is^ klar ersichtlich, ^ß die BoMkerung infolge der sich häufenden Unglücksfälle auf der Drau beunruhigt ist und energische Abwehrmaßnahmen fordert. Daraus erhellt, daß die berufenen Faktoren irgend etwas vorkehren mÄss^n, um die UnglücksMe auf ein Minimnm zu reduzieren. Gänzlich verhindern lafftn sich ja Unfälle nicht, wie die Erfahrung lehrt. Obermann muß zur Einsicht gelangen, daß es, besonders nachts, nicht leicht ist, Ertitinkenden in der kalten, reißenden und heimtückischen Drau rechtz^tig beizuspringen. Uebrigens möglich ist es schon, aber ein idealer UeberwachungSdienst urüßte Unsltmlmen erfordern, denen die Gteuerkrast der Gemeinde bedveitem nicht gerecht werden kann. Man muß deshalb trafen, Wdaß-nahmen zu erwägen, deren Auslagen in den gegebenen BerhSlwifsen erschwinglich find. Wie wir von fachmännisl!^r Seite erfahren, ist der Rettungsdienst auf der Äeau sehr schwer und schon bei Tage mit größten «Gefahren für den Retter verbunden. Bei Nacht ist dagegen eine Rettung vom Ertrinkungstode direkt pvoblemattsch. Geschehen Unglücksfälle bei Tage, so lehrt die Erfahrung, daß den in Lebensgefahr befindlichen Personen größtenteils rechtzeitig Hilfe geboten und dieselben vom Ertrinkungstode gerettet werden konnten. Bei Rächt dagegen hat bisher fast jede Aktion verjDgt. Bor allem sind außerord^ttich starke Ä^inwer-fer nötig, deren Anbringung schwere Summen erfordern müßte. Unsere wackere Ret-Lungsabteilung ist in letzten Jahren mehvmals im Boot an die Unglücksstelle hinausgeeilt, hat jedoch selten einen Erfvlg gehabt. Ju Gegenteil, die Männer, die unterEinsatz ihres eigenen Lebens es wagten, den Tücken der Drau mutig die Stirne zu bie« ten, entgingen einige Male nur mit knapper Not selbst dem Ertrinkungstode. Wie uns versichert wird, könnte nur ein modern ausgertisteteS, genügend großes Mo torboot seinen Zweck erMen, wobei ein ständiger Aachdienst am Fluffe eingerichtet werden müßte. Die Anschaffungs- und Be triebSiosten deS Bootes sowie die Durchfüh rung des Wachdienstes erheischten jedoch Auslagen, an die derzeit nicht zu denken ist. Was nun die RettungSVoote betrifft, schaffte sich die Rettungsabteilung seinerzeit eine schöne Zille mit einem Rettungsring an, doch erfreute sich dieselbe nicht lange ih^ res Daseins. Ein Langfinger, dem nicht einmal eine Einrichtung, die ihm vielleicht selbst eiamal das Leben retten könnte, heilig lvar, stahl das Boot und verschwand nlit ihm auf Nimmerwiedersehen. Die Rettungsstation ist ja schließlich nicht dazu da, gestohlene Boote immer wieder zu ersetzen. Aus dem ^geführten kann man zur Genüge erfehen, daß ein Rettungsdienst auf der Drau nur schwer zu organisieren ist. Andrerseits aber erheischt es die Sicherheit des Lebens der BeMkerung, daß auf diesem Gebiete etwas getan wird. Wir geben uns der Hoffnuilg hin, daß die kompetenten Faktoren dennoch ir^d etwas vorkehren werden, um die Zahl der Unglücksfälle auf der Drau einzuschränken, soweit eS mit den vorhandenen finanMlen Mitteln vereinbar ist. ln. MrßetMiftir Dr. LiP»ld ist auS Beogvad zurückgekehrt und hat mit gestrigem Tage wieder die Agenden deS Stadt-magistratS übernommen. m. VezirkStzaUPtman« Dr. Ge«ekOM hat gestern die Leitung der BezirkShaupt-mannsä^ft Maribor-linkeS Drauufer vom bisherigen Chef Banalrat Dr. I p a v i c übernommen, der bekanntlich zur Banats-verwaltnng nach Ljubljana versetzt wurde. m. »eriii»her«Ng i« Slo»e«ifchen ve»er> heverei«. Der bisherige Präses des hiesigen Slow. Gewerbevereines .Herr Franz Novak hat sein Amt niedergelegt. Die Leitung der Agenden hat der Bizeobmann .Herr Ivan Sojö übernommen. IN. Der tschech»slo»akische Schachmeister Flihr, der markanteste Vertreter der jüngeren Großnleifter, wird eine Tournee durch Jugoslawien unternehmen. In Maribor wird Flohr mit unserem Meister Basla Pirk zusammentreffen. IN. A»S her Aeriallolsnie des Note« Kreu, zeS i« Kaitel Äiksie kehren die Kinder am 1. August mit dem Personenzug um 17.52 ffUrück. Äe Eltern werden ersucht, ihre Kinder am Hauptbahnhof zu erwarten. m. «e«ei«deratsßtzung. Der städtische Gemeinderat hält Donnerstag, den U. August seine nächste ordentliche Eltzung ab. Nl. «ln vornehmer «ast in der Draustabt. Schon zlvei Monate besint^et sich der Chefarzt der Präger Garnison Herr Dr. Kars F r e j a auf einer StUldienreise durch Jugoslawien. In letzter Zeit »seilte er im Mießtal, er als leidenschaftlicher Angler voll airf seine Rechnung kam. Er kam auch nach Maribor und besuchte mehrere Freunde und Bekannte. Dr. Freja ^t seinerzeit an beiden Balkankriegen als freiwillig. ?lrzt teilgenommen. m. Die Saloarlenbergftraße wird gebaut. Zwischen den in Betracht koninic'tldeli Interessenten nniiide betreffs Deckung di'r ?liiö-lagen für die Negnliernng des .^wlimrien-beigbaches eine völlige Einigung erzielt. Mit den Arbeiten, die als erste Etappe der künstigen Kalvarienbergsttaße gedacht sind, wird schon in kürzester Zeit begonnen werden. ln «ine Sektion her Mariborer Jagbner-einSfiliale in Prenalje. Vergangenen Sonntag versammelten sich die Weidmänner von Prevalje. uni eine Sektton der Filiale Maribor des Slowenischen Jagdvereines ins Leben zu rufen. Die Eröffnungsansprache hielt der Präses der Mariborer Jagdvereins filiale .Herr Bankdirektor P o g a L n i k, der in seinen mit allseitigem Beifall aufgenommenen Worten auf die große Bedeutung einer engen Zusammenarbeit der grünen Gilde sür eine gedeihliche Entwicklung unseres Jagdwesens hinwies. Nachdem noch die Herren Vizeobmann Prof. Dr. F l u-dernik (Maribor) und Schriftleiter des ,.Lovcc" Kapus (Ljubljaua) gesprochen hatten, wnrde znr Wahl der ersten Sektionsleitung geschritten. Zum Obmann wurde Herr .Hauptmann 1. Kl. G o 8 l e r und zunl Bizeobmann der Großgrundbesitzer P a v i» e, beide bekannte 9!imrode, gewählt. Aus Maribor wohnten der Griindungsver-sammlung außer den bereits genannten Ber tretern der Mariborer Iagdvereinsfiliale noch die.Herren Bankdirektor Sterger und Prokurist Emil Vodopivec bei. Mit der Gründuug der Sektion in Prevalje ist die Zahl der Sektionen der Mariborer Iagdvereinsfiliale auf sechs gestiegen, ein neuer Beweis der erfolgreichen Organisa-tionstättgkeit unserer Filinlleitung. m. Anna Gajers letzter Weg. Gestern nach mittag wurde an, Friedhofe in Stuücnci die allgeniein lieliebte und geachtete '^c-schästsfrau Anna l^ajer verw. Cizerl zur letzten Rnhe beigesetzt. Für ihre Beli.'ltheit zeugte die schier unübersehbare Zahl der Trauergäste, die ihr auf dem letzten Wege das Geleite gaben, und die Fülle der Blumen und .^rnnze. Die Feu<'rwel)r Studenci lU>ar Nlit ihrer Musikkapelle ansgcriickt und spielte son>olil an, Wege znr Gradstätte s^' U'ie ancli am l^^vnbe ergreifende Tranerweijen Am Grabe hielt Wehrhau^tlnann Herr Kal loh einen tief zu Herzen gehenden Nachruf, in welchem er der Gönnerin der Wehr und MenschensreuMn warme AbschiedSwor e «oidmete. m. Die Mariliorer vaststiitten auch «Ly-renb der Festwoche ohne Musik? Wegen der hohen Gemeindetaxe, die zunächst 50 Dinar pro Abend betrug und dann auf 100 Dinar erhöht wurde, sahen sich die Mariborer Gast Wirte nnd Kaffeefieder gezwungen, die allabendlichen Konzerte in ihren Gaststätten einzustellen. Auf die vielen Beschwerden hin soll die Stadtgemeinde eine Herabsetzung der Taxe bereits bewilligt haben, doch weiß man in Gastwirtekreisen davon noch nichts. Allem Anschein nach tverden die Mariborer Gaststätten auch in den Tagen der Festwoche in bedeutsames Schweigen gehüllt sein. m. Mnriboree Festwoche. Die Kaufmannschaft wird erfucht, anläßlich der bevorstehenden Eröffnung der Mariborer Festwoche die Schaufenfter mit besonderer Sorgfalt zu arrangieren und zu schmücken, da ein großer Znstronl von Fremden zu erwarten ist. Auch werden die Firmen ersucht, die Effektenlotterie der Genoffenfchaft „Mariborer Festwoche" durch Beistellung von Gewinsten zu unterftützen. Hauptfächlich mögen heimische Erzeugniffe zur Verfügung gestellt werden, die in einer besonderen Ausstellung zu-sammengefaßt werden. Schließlich wird dt« Kaufmannschaft eingeladen, im Sinne des seinerzeittgen Beschlusses des HandelSgre-miumS verschiedenen Bereinigungen Untere stützungen nur dann zu gewähren, wenn die Sammelibogen vom Gremium vidiert find. nl. MchtNchee «i«tr«ch. In der vergangenen Nacht erbrach e!in noch unbekannter Täter die Werkstätte des Mechanikers LipuS in der KoroSLa cesta vy und entwendete ein fmlkelnagelneues Fahrrad sowie mehrere Werkzeuggegenstände. Vom Aiter fehlt einst weilen iwch je!tk; Spur. Am Tatort sa?ch sich heute früh auch der Daktyloskop ein, sodaß lmln hoffe,l darf, daß der fr«^ nächtliche Meb alÄald hinter die schwed>ischen Gachi« men gesetzt werden wird. m. Dietstiitzk. Dom NoWsemeiister M-lflus SardinSek kamen aus seiner versperrten Zelle in der städtischett Schlachthalle vi« Kalbshäute im Werte von Dinar abhanden. Dem LokomotivDhrer Bikt^ Wolf zettel entwendete ein noch unbekannter Lang ftnger aus seinem Dienistkoffer mehrere ^ Wäschestücke. ^ Einenl Autvtaxi-Chaufseur k!am vor einem Gasthofe in Pobrepje VaS auf den Ramen BöiSer lautende Tryptik de» Kraftwagens Nr. S-64>1 abhan^. m. UnMe. Dem 28jährigen Knecht Andreas Jakopinec ivurde g^tem beim Kohlen transport von einem schweren Unfall ereilt. Als er umveit des Wrtner Bahnhofes beim Wagen etivas nachfehen wollte,, zogen die Pferde Plötzlich an, wobei ihm daS Rad des belavrnen Wagens über den Fuß ging. Ja-fopinee erlitt hiebet eine schwere Quetschung des Knöchelgolenkes. Die 64jä!hrige Gertrud Podovsek wurde gestern mittag am .Hauptplatz von einem Radsahrer umgestoßen. Die Frau kam Nlit dem bloßen Schrecken davon. — In der KolodvorSka uliea mmde der Eisenbahner Anton SekelNek von plötzlichem Unwohlsein befallen. Der ihm zu .Hilfe eilende Wachmann veranlaßte seine Ueberfüh-rung ins MranfenhauS. m. Vistterieeicht von» 27. Juli 8 Uhr. Feuchtigkeitsmesser: -s- 13; Barometrstand: 739; Temperatur: ^ 5K; Windrichtung: NW; Bewölkung: 0; Niederschlag: 0. * wie Sie so fürchterlich ausschauen? Was sehlt Ihnen eigentlich? Sie sind bleich wie .kreide! Es Plagen Sie bestimmt Kopfschmerzen, Migräne oder Muralgie? Es Mt aber doch ein Hcilnlittel dafür! Nehmen Sie 1—? Pyramidon Tabletten, sie werden Ihnen be-stilmut helfen. Dies sind ztvar kleine Tabletten, aber ihre Wirkung, sei es bei den ober-wähnten SchmerM oder bei anderen wie z. B. bei Menstruationsbeschwerden, Rheuma-tisnlus, Zahnschmerzen usw. ist unübertrof« fen. Wer sie nur einmal erprobt hat, der wendet sie in allen erwähnten Fällen immer an. Pefvsgen Sie dem obigen Rat nnd ver-lnligen Sie stets nur Original Pyramido" Tnt'letten „Bayer". Freitag, den 28. Juli l93I. »Mariborer Zeitung* Nummer Wirtschaftliche Rundschau Außenhandel weNerhin aMv Mch Mitteilungeil der Geuevalzolldirek-tion wurde« im vcrgangcnelr Monat Juni inSgesaint ?56.ö28 Tonnen Waren (liegen IKil.üW inl Juni WZ2) im Werte von S5L.2 Millionen Dinar ausgefilhrt. Mcn^ qennläßiii i'lbersticg der Export die Ausfuhr iin Veri^leichÄmonat des Vorjahres um 3ö.4?z unö wertmäßig um 2.2Höhere Zif fern weift ciuck) der Import auf, der sich men-geninäs^i,^ iin Juni auf 7:Z.574 l67.5!i8) Ton neu inl^ wertmäßig auf 250 (20A) Millionen Tilmr stellte. Ter Menge nach war demnach dio (5-infuhr um 8.9?6 und dem Werte nach ilnl 2.^.2«/» größer. Trotz des gri)ßeren ?^nl-ports ivar der Außenhandel Jugoslawiens auch im Juni aktiv, u. zw. uni 2.2 Millionen Dinar. Im ersten 5>albjahr IWZ war die Auß-'n-liandelstilanz aktiv. Die Ausfuhr stellte sich insgesamt auf I4:i4.2 und die Einfuhr auf Millionen Dinar, das Aktivfald.5 betrug denmach 1Z8.8 Millionen Dinar. In den vorangegangenen ersten Halbjahren lM di.:^ 1929 war die Bilanz durchaus Passiv. Ter Aktivsaldo betrug 18.2, 265.7, 1!5.8 und 63s^.6 Millionen Dinar. SefterrelchMe Devisen-vorschriftm für Auslander Wichtige Bestimmungen im Reiseverkehr. '^^ür nach Oesterreich reisende Ausländer sind vornehmlich die Beschränkungen inl Zah lungsvcrlehr nlit dem Auslände von Interesse, die die A u s f u h r von Zahluni^S-nntteln ans Oesterreich betreffen. Hingegen ist die M i tuah ni e ausländischer nnd österreichischer Zahlungsmittel (Geldsorten, Äechscl, Schecks und Anweisungen» nach Oesterreich o h n e B eschräukung zulässig. U»n ^chtvierigkeiten bei Verlassen des Landes zu vernieiden, ist es im Interesse der ausländischen Reisenden gelegen, sich die nach Oesterreich eingeführten Beträge an a u l ä n d i s ch o n Zahlungsmitteln lausländische Noten, und Silbcrmnnzen. ans ansländischc Währnug lautende Schecks, Wechsel nnd Zahlungsanweisungen) durch die vsterreichischen Grenzkontrollorgane im Reisepässe bestätigen zu lassen. Solche Beträge dilrfen dann bei der Ausreise innerhalb von 5>vei Monaten unbehindert wieder in das Ausland ausgeführt tverden. Bei Kreditbriefen und Akkreditiven, die im Ausland ausgestellt sind, ferner bei Travel^ ler-Cheques, die die Unterschrift des einreisenden Ausländers tragen, sowie bei Reise-verkehrs-Einlagebttchern der Oesterreichischen Postsparkasse und bei den Reisechecks des Oesterreichischen Berkehrsbureaus entfällt die Notlvendigkeit einer Paßvovmerkung, da solche Werte — gleichviel, ob sie auf in- oder ausländische Mhrung lauten — jederzeit unbehindert in das Ausland ausgeführt »Verden dürfen. Ausländische Zahlungsmittel, deren Einbringung nach Oesterreich nicht durch amtlichen Vermerk iln Reisepasse des Ausländers bestätigt ist (siehe oben) dürfen nur bis zuut (Gegenwerte von 5>00 Schilling aus Oesterreich in das Ausland nlitgenommen lverden. Es empfiehlt sich, nur so viel Schilling nach Oesterreich einznbringen, beziehungsiveise nur so viel ausläildische Zahlungsmittel in Oesterreich in Schilling umzuwechseln, als der Reisende dort voraussichtlich verbrauchen wird, da die Wiederausfuhr von Schilling in das Ausland nur bis zun: Betrage von 2W Schilling ohne Beschränkung gestattet ist. Zur Ausfuhr higherer Beträge an in- od.r ausländischen Zahlungsmitteln ist eine Aussuhrbewilligung der Oesterreichischen Natio--nalbank erforderlich. Iin t^egeilsah zmn Vorfahr entspricht der ^^rs, zu dem ausländische Zahlungsmittel jetzt von den österreichischen Banken ange-kanft werden, seit Beginn des Jahres ungefähr dein ^tnrse, zu dem augenblicklich der Schilling iul '^.'lnslande bewertet wird. 1M.8 (— Darlehen aus Wertpapiere Lombarddarlehen 317.3 (—). Passiva: Banknotenumlauf 4265.« (^ 48.8), Verbind lichkeiten gegeil Sicht 1114.2 ( > 52.7), da-von Forderungen des Staates 1<».9 (-s- 3 8), verschiedene Verbindlichkeiten, Girorechiuln^ gen «73.!) (X 1.8), befristete Verpflichtungen 1300.3 (->- 2.3). — Bedeckung 35.28?-; (— 0.00), davon in (^old :i3.40-'/.. (0.0:;). X Der Dollarschutz nnd Jugoslawiens Dol larfchuld. Das Wirtschaftsblatt „Narodne Blagostanie" führt in einen: Artikel von Prof. Bajkiö aus, daß der Dollarsturz Jugo-slaivien großen Nutzen bringe. Iuaoslawien sei in Amerika insgesamt n.?t 140 ^lVillionen Dollar verschnldet. In den Dollarvertrügen sei allerdings die (Goldklausel e.Nhalten Prof. Bajkio tritt mnl dafür ein, daß sich Jugoslawien dem Vorgehen Besqienc!, Italiens, Deutschlands usw. anschließe, die ihre Dollarschulden in effektiven Dollaren u. nicht in (^)old zahlen. X Steigende Ausfuhr von Bauholz. Inl vergangenen Monat Inni erfuhr die Ausfuhr von jugoslawischenl Baiholz abermals eine Steigerung gegeniiber den Vormona^'m d. I. und betrug 7372 Waiggoils im Werl? von 55.« Millionen Dinar. Gegenüber dem Vergleichsuionat des Vorjahres war der Ex-Port NM 289» Mggons oder «056 bezw. um 26.2 Millionen Dinar »der fast 100"/o größer. Die Bauholzausfuhr zeigt auch im Juli steigende Tendenz. X Zwecks Vertiefung der HandelSbeziehun gen mit Palästina Vierden alle Firuien, die mit diesem Lande O^esckiäftsbeziehungen unterhalten oder dies zu tun beabsichtigen, ein geladen, sich bis l. August mündlich eder schriftlich bei der .Handels-, Gewerbe- und ^^ndustrickammer in Ljubljana anzumelden. Bekanntlich ist dieser Tage in Beograd ein Iugoslanvisch-Palästinensisches WirtschaftSko-mitee ins Leben gerufen worden, das die Aufgabe hat, die Wirtschaftsbeziehungen zwl fchen beiden Staaten in die Wege zu leiten und die bestehenden Verbindungen zu vertiefen. Um denl Äoiuitee die Aufgabe zu erleichtern, ist es nötin. daß dasselbe schon in einigen Tagen iin Besitze des Verzeichnisses der interessierten Firmen ist. X Riickqang des französischen Ansjenhan- delS. Aus Paris wird uns berichtet: Bei ei- 5P0«7 Heute M.H. Vokalflnale Der neue „Svoboda"--Sportplatz in» Mag-dalenenvierlel ist heute, Donnerstag, der Schauplatz eines offtziellen Entscheidnngs kainpfes. e l e z n i ö a r" nni) „S v iz-b o d a" werden das Finale uni den M. O.-Wochenpokal anstragen. Beide Mannschaften lieferten sich bekanntlich in: Olynipischen Blitzturnier einen nnentschiedenen stampf, den erst das Los zu (Gunsten der Eisenbahner entscheiden uilißte. Allerdings liefen die Weischlanen im Spiel gegen den Bnkarester Meister zu einer .Hochstf^rnl auf, die gewiss zu weitereu (Erfolgen berechtigt, dennoch steht ihr Sieg noch durchans nicht fest, denn auch „Svoboda" vermochte in den letzten C>nelen einen unleugbaren Formaufschlvnng anszuzeigen. Das Spiel, das Schiedsrichter K o p i ö leiten wird, siiidet un? halb 13 Uhr statt. Speicher — Sieger in der Tour de Aranee X Stand der Nationalbank vom 22. d. (in iV'illioileli Dinar, in ^tlamniern der lerschied gegeniN'er der Voriooche^. Aktiva: Die Frankreich'-Rmidfahrt ist beendet, Zieger wurde, wie zu erwarten nmr, der Franzose Speicher vor Guerra. An zehnter stelle landete der Deutsche Stöpsel. l00.000 Zuschauer bildeten von den Pariser Vororten bis zux Prinzenparkbahn Spalier. NM die Ankunft der Fahrer zu erleiien. ''>ü'!alsdeckului i^' s— davon 'u 1iU<.3 (.1- WechjV'iporlejeuille : Finale der Tennisklubmeisterschaft von Jugoslawien. Samstag und Sonntag geht der .Heraussorderungskampf der jugoslawischen Teinnstlnbnleisterschast in Szene. In der Herrenkonknrrenz treffen „Ha»k" und Z. K. D. aneinander, während sich in» Da-menbewerb Z. K. D. und der Tennisklub aus Od/.aci gegeni'lberftehen. : Ein neues TonristenhauS, das insbesondere als P^inI !s!^''ro t'r Cbor. — 22 K^onzert auf 2 Klavieren. _ Wien 11.30 Schallplatten. l2 Mittagskonzer:. — 15.15 Aus Operetten. S.siafsVlatten. — 17 Lkonzertstundc. ^ Spiel, Sport uni? „Aaribover Zeil? Nummer iVS. Freilag, den 2S. Juli INI». Erholunq iir der GroWadt._ Aimo !«Mmal <>tonzert). — !X).4O Abenteilc? in Afrika. — TanMivstk. ^ Breslau Orgelkonzert. — Strasburg 19.4d ZÄmlchlatten. — M Presseschau. — Äimphonirkvnzert. ^ 32.30 Tcmzmufit. — Mühlmter ti. Symphonie von Bectho^ l^n. — 2:i TanzlMlstk, Schallplatte:,. Leipzig BolkSmnsik. — Bukarest M Ä'anna, Oper iSchallplattcn). — Rom 21 V^offmanns (!^zahlungen, Oper. —. Mrich '.Z^alalnika-Orchester. — 1s>.4ü Padc-rowsf< ipk'lt l^rammophon. — W .^>okuspo- fns. — ÄI.A) Terzette. _Prag 19.1l) Lie- derstilNkd-e. — Die verkaufte Braut, ?. i'Äl^allpIcitten). — Norditalien Mndmne Auqot, Tvchler der Operette _Miinchen 21 ^chimbische Kunde. Tchwän« ?<' und ^rcunödieirspicle. ... 21..',0 Liedcrstun-— Budapest 22.10 EnMcher Bortrag. „ 22.?^) !>uni.',t.'rtorchester. „ Warschan 20 — 21 Weekend, Plaude» rei. — 21.0.'» .Uonzertfortsetzung. — Dave«» try Quartett (Baritone). — 20 B.B.(5.-Tanzorcs>cster. — 21.20 Orchester P.B.C. spielt. — 22.20 .^Uavierkonzert. — Tanzabend in elmm Harem Bon Ataxa Ricarda Funke. Tslltima, Messaiida und Leila. Drei Tänzerinnen. 'Zie tanzen heute abend für niich. Fi'ir inich qanz allein. Tie erste im aprikosenfarliigen, die zweite im bräuntichen und die dritte im lveißen «Schleier. Wenn auch die Schleier verschieden, ihre Körper sind doch gleich. Schlank und elastisch. Und i1)rc ^Gesichtszüge? Heute sind sie un-verschleiert. Deshalb erscheinen sie um so geheimnisvoller. Aber ihre Mencn sind tot. Nicht ein ?!erv, nicht ein Gedanke zuckt darin. Nichts. Leer wie die Wüste selbst. .Hinter den Tänzerinnen, in der äußier-sten Ecke der weiten Halle, sitzen Musiker. Ein bunt gekleideter Neger gröhlt dazu. Er sincit Gassenhauer, afrikanische Oasenhauer. Diese monotonen Gesänge sollen Zeitfül-l«r sein, damit die Tänzerinnen iuzwischen ihre Perlenschnüre, ihre Locken und ihre kupfernen Kastagnetten ordnen können. Nun rieselt dieser monotone l^sang jener schwarzen Seele in der Ecke durch den Raum. Er klingt wie das Zischeu, wie das Zäuchen einer angriffsbereiten Riesenschlange. Die Töne heben sich wie der Lkopf der Boa. Sie falleu, wie die verwundete Schlange sich dnckt, weinen und jammern, bis sie endlich ersterben.. Bald erheben sie sich und beginnen noch einmal zu triumphieren. In einer andern Ecke steht eine hübsche Sklavin. Sie bläst seltsame Wohlgernche in die Luft: Santol, Narzisse, Ambra und Safran. Um nicht das teuflische Trillern der Musik zu stören, flüstert mir der Scherif ins Ohr. Er redet über den Tanz und über die Äilnst seiner Tänzerinnen. Der Tanz ist einzig, ist süs;. Ein Tanz aus Granada. l^harnata nennen ihn die Mau« ren Rein maurischen Ursprunges, ohne ber-berischen noch algcriscl>en Einschlag. !«vc« Weil WM llu« Kleiner /^meizer /^fragen KltziwMky sincl S 01n»r in Vfiss-MAfkvn de>?ulegvn, c!s ansonsten ctiv /^ckminlstrAtlon s,k:kt in cisr!..acie Ist, clsstlZsv/ünsokto?u erieckiczsn. .Hmisschneideri» eittpfielilt sict den jicohrten Äer- waltiilu^. 8i)i>2 iwillk tütet i^otten ? Zahlende GommerMe iverdcn nuf Herrscha-ftsbcsih in I)errlich. bei Ljutomer eingeladen, uuid Reitt^elogcnheiton, Prssprkte bei der Haus-meistcrii, Verbiö Strokmajer. jcva ul. >!. Moril'or. erliiiltlich. ----- Wohnhau» mit Barken u Bau-plai) nal)l! Uralja Petm-^lalerne lliil Diu. blir tlinlugebuch DiuX70 nn., 2 Mo-uate geliraucht, liillij^ft zu »er« kaufen. Tui^it', Giestoreieeva ul. ^ 2 fmnzösisch' ZwerMUdofln-httndinncn mi! Etmumixium, 1s» Wc»6ien all, verlausen. Dr. iliofinova ul. 21. 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Btit ausgebreiteten Arnlen sucht sie mich zu umarmen. Schon glaube ich, in ihren weichen Armen zu liegen, da beugt sie plötzlich ihre Knie. Aber nur eine Sekunde lang. Sie streckt sich wieder. Bon neuem beugt sie ihre Knie. Ich sehe, wie ihr toller Tanz sie ermüdet. Ihre geschmeidigen Glieder erlahmen. Leila springt an ihre Stelle. Nun tanzt sie mir vor. Doch auch sie wird müde. Fa-tima übernimlnt ihre Rolle . . . Diese drei jungen Tänzerinnen sind geschiedene Frauen. Vierzehnjährig, hatten sie geheiratet, doch schon mit fünfzehn Jahren waren sie wieder geschieden. Sie hatten l^Ui'lck. Sie erhielten ihre Mitgift wieder zurück. Deshalb zielien sie das freie Leben den, Risiko einer zweiten Elie vor. Heute zählen sie erst zwanzig Lenze. 'l?lber immerhin ha- ben sie schon eine lange Ehronik von Eroberungen und Skandalen hinter sich. Besonders die schöne Messauda gcnief'it unter den reick)en Sybriten den größten Ein teuflisck)er, gefäl)rlicher Ruf. Eines Nachts fand man vor ilirer Tür einen Studenten erdolcht auf. Ein anderes Mal beging ein reicher Kaufmann aus Tanger, der ihr sein ganzes Berulögen geopfert hatte, einen Diebstahl bei einem Marabut. Bielleicht sind auch die beiden Tänzerinnen Leila und Fatima die Ursache mancher Tränen, Kummer und Schmerzen geworden. Auch sie scheinen fatale Frauen zu sein. Und der Scherif behauptet steif und fest, daß es hier in Fes, der Hauptstadt eineS Mulay Jdris;, hunderte Tänzerinnen gab, von denen viele Mütter ihre Augen abwenden. Aenszerlich unterscheiden sie sich durch nichts von reinen Jungfrauen unt> keuschen Gattinnen. » Aber welcheit Tanz tanzen die drei Tänzerinnen nun? Ist das der Tango, die Pe-tcneras, die Soleares'!? . . . Ein ganz außerordentliches Phänomen steig: vor mir auf. Mit beideil Händen spannen sie ihre Schleier vor sich aus, hinter denen sie ihre nackten, braunen Körper bewegen. In isiesenl Tanz liegt das innere Drama ihrer Wünsche, ihrer Schamhaftigkeit. Ich selie sie gegeil die geheimen Kräfte ankämpfen. Ich sehe, wie sie zwischen der geheimen Furcht des Falles und denl unwiderstehlichen Verlangen nach Bergnügen wanken. Wenn hier im Orient das junge Mädchen das Alter der Liebe erreicht hat, nimmt sie ihr Schicksal gleichgiiltig an, weil es „met-tub" (unabänderlich) ist. M 2 Stiick Splnckeldoiirunte SV mm uNt Patrononsuplmrt nuni fiexvinöei^clmeicken und l^inriclitiuik xum Vorscliiebcn und t'VijtspllMleu äes iVlatorialL, Spit^enliöiie /irks IZ0 mm. 2 Stück Lplnilvtdvkrlln« 75 bis 8V mm, sonst wie oben. I"2 StUek iiplnckeldokruu» 3« mm. sonst >vie oben. l Stüeli Lplmlölknkrun«! 7S bis 8« mm. init «xier oinie Patrvnensupport. 1 ditiick I^iilvvrkialil'jismsscblno. nilttlero (urölZe. 699K 1)!^ I^^usctiine'i kiiun^u iür I^in/el- v «iie» !i«> llirem I^ausm»nnv oder iieim trotvi' PLItItUILN, QukLsva ulica 47 Damenfriseurin zur Aushilse, später für ständig sucht Ivan Flieger, Alekfandrova resta 7, j!!^Levina. 8904 H»ilv«rkrsitot äße Dauerhafte Glilhlamvrnl Da» Alleinverkaufsrecht von Glüh« lampe« if! abaeschafst worden! Ne dürfen nunmehr Ihren Be« darf an Glühlampen decken, wo es ^nen beliebt. Dauerhafte u. ffute Glühbirnen bekommen Sie ^ der Mrma Jos. Wivvlinaer. wtrLiSeva«. «« Zekneiclem Ml.is5cknitten ekspsll ^eil unck Ltoll. - /^uck «irä rsimvoutiet». ^ ' ^«»U» Narldor. ^«k»a»<»»v« ««»»« t. In clor Koniiurs'^NLelexeuIiejt Qermutli t'ranü unä lViarija. opr. Lt. is 2Z/3? M Kt. äes KreisLerlcIitos in .lV^itribor, vveräen uutvr cker ilitnck verseluedsne >VaId» Iie5ltZ!unxien verliitukt. uu(l 7>vur cker kv^it/ Viltn/nik. i^uävöi breji. tiiuin Usus k^r. Z8. clor lZesit/ ^uiner, I^uäeLj IirvL tiumt tluus k^r. .?Z. vlue Ditmpksiike in i^o^velku 8»mt tlmi?; k>lr. 37. 4 km .'.c^dmalspuriker kalni. I^vkomoliile nnck VollLatter. (zjne Villa in ?cxj> velkkl I>ir. 84. cier l^ediitz! in Vurmut. ^er iZesits: i^r^nik In div. Viiamt HauL dir. 13. äer I^esit? itm Ij»v?ni vr!> i^itmt liaus I^r. Zf>. äcr Ijesit^ in n. ^i). Kiiplu samt lisus dir. si0, Line l^ampisüLe. ciuc I.olinmukile und vlil VnIlLutti^r ^»vvie >Veinkarten in Vn^metlnci sunit Villa. >Vjn2orvi. Z!ulx'littr nnci l^e^vekllciiem (iin s)ic detalliorte lZe-sclireltiunL «lvr IZesit?.e. lüiuser. V^'irtsciiuitskrkuuäL. ^libeliiu' liitcl lie^vLLlicliem dut i5t aus äon Lcliät^mietiuliten erslclitlicii. Die V/ülder und ; l>eiitclit ulier die IVtt^Lllcli-koit. dalZ der Kuusflreis ani tirund I^esonderor ^wiuicluii»:en mit den intadnilorten llliludlkLrn teil^veisL «eLen l)(-l)enu»Iuue von intudulierleii t'cirdoruntren. teilweise mit ^»Arvinlax^n und teilxveiSt- ii» i^^rem tiexlici^vn wird. vi« Interessenten md^en dein unter/eielluollüi Ktnikur^^niusseverwulter verliinck-!iel»e sebriktllcke Ölierte ki?; I. 9. einsenden. ^klani dieses 1'crmlns wercken die Mierentsn ?.ur miindliciiei'. f1skeriaI-Verst(-i>:ert>i,>: eineeladci,^ lietailierte ^nxelinie iliid inkormstionen sind beim Xonkursmusseverw-dter vrtiiiltllcli. it r i d o r, den 2l». .lull IV33. 0r ZvHlp. in ^»ridor tU»a lUl ittO — Hrnek ltr. .II ' . . Liti lUtä it»« Uleekloe ......