(Pafttana piaMua t gotorini.) illier Zeitung «»scheint wöchentlich »loctauü: »o»»e?«tog m» «»Mittag frtih. •chtiftlritunfl und Verwaltung: »rtkraoM utica Nr. 6. lelqjbon «l. — «ntündtgnngen werd« In der «erwalluna gegen verechmmg billigster Gebühren entgegengenommen « ez»g«pr«ife: Für da« Inland Vierteljahr^, Di» 30--. halbjährig Di« »O—, ganzjährig »tat 1*0—. Ftlr da» «utland mtsprecheud« Erhöhung. — Einzelne Nummern Tin 1«. Rnmmer 86 f Donnerstag, de» 3. November 1927. 52. Jahrgang Jetzt entpuppt kr fich! Wir haben bereits vom Denunziations-verfuch erzählt, den sich Herr Stephan Radiä Eigentlich der Beglaubigungsdebatte geleistet . Nun nahm mich das „Teutsche Volks-H" in Neusatz zu dieser Angelegenheit in nachfolgender gebührender Weis« Stellung: Es ist roch »ich» hinge her, deß H:rr Stephall Radit durch die berühmt« „Otznana" oll Feind des Staale« erklärt und hinler Schieß vvd Riegel ge steck» wuide. Uvd es fehlst dcmai» nicht viel, daß ihm Wege» feiner Fahrt noch Moskau it'fc wegen Ire dort argekvkpfle« Beziehungen der Prozeß ge. «acht wvldln wäre. Die Nr», wie er in drehende« Gefahr »t;orten, wie et feine fiühere republikanisch: Gisirrung feierlich abgeschworen und sich als überzeugter Moumchist erklärt ha», ist «och in uller Srivverung und läßt die Ma»»haftigkeit deS H rrn Rad 6 nicht gerade in günstig» Lichte nfcheiren. Man sollte ruu meinen, daß er, der soeben noch »it km Makel der Staaitfeindlichkeit behaftet war, sich hüten wird, diesen vorwuf gegen andere zu erheben. Allein die Läuterrng deS Herr» Rad!6 ro» gefährlichen Gegner befl Staate« bs zu» trenesten Staatsbürger hat sich cffeobar so gründlich vollzogen, daß er sich nun nicht mehr scheut, seine Gegner, die et zustande brachten, ihn in der Gunst de» Volke« zu verdrängen, auch »it dieser, heult schon etwa« abge» stu»pslen Wcffe zu bekärpfen. So hat er, wie wir den slow.'llischen Blättern entnehme», gezeu die Slowenische BolkSpartei i» Beglanbignvgtanischufse den voiwurf erhoben, daß fie die angeblich staatsfeindliche Wrhlprrpazanda der Deutschen und Ma^y,r«a i» Marburger Wahlkreise, »o feine Sanbidatr« bei der l-tz'ev Wahl olle dn>.ch> gefallen find, nntn stützt hälten. von den Dlutschea und Ma^yire» fei rä»l!ch wählend der Wahlbe-«egurg verbreitet worden, e« handle sich gar nicht um die ParlamevtSwohl, sonder« u» eine volksab. .,ßarol der MtzNcht". Ter verbannte Exkronpnnz von Rumä nien beunruhigt gegenwärtig wieder seine Heimat. Wir veröffentlichen hiezu ein Kapitel auS dem neuen, sehr bemerkenswerten Buch des italieni-scheu Journalisten Dr. Jialo Zingarelli: „Ter Groß-Balkan" iAmalehea Verlag, Wien), das sich mit der Vorgeschichte der Verbannung beschäftig». In Rumänien ist lS ve, boten, von Tarcl zu stechen, von feivem Exil ui d von den Stünden, die ihn veravlcßten, »S aufzusuchen. «erboten ist, darüber zu diSkutteren, warn und warum er wtede,kommen soll. Ter Eibplin» ha« abgedankt; da« «es.tz ist erlafsev, die Frage abgeschlossen. Schweigen. Keiner sprich», keiner weß elwa». Da« heißt: alle kennen irgendeine Episode, eine Anekdote. Die wahre Ursache, wa,uw er ging? Geheimnis. Eine Summe von Ursachen. Und kein Rvn-äve kehrt an» Frankreich heim, ehre eine Einzelheit an« dem L-ben de« Verkannten i« erzählen, einem beschetderien, zulückgezogenen Leden^ da« besonde,« duich die Resnve bewunder»«wert ist, die der Prinz sich avfnlegt hat; er lebt in seiner kleinen Billa w der Rähe roa Paris von dem Ertrag feiner rumänischen Güter, die ihm jährlich eine Million französischer Franken einbringen. Im vergangenen Sommer wurde er von Rumänen in einem Badeort in der Näh« von Biarrltz geseher ; er — der einst die schönsten Automobile besaß — reiste tu einem ziemlich rampo-vierten Wagen. stimmuug darüber, ob die nördlichen Grenzbezirke an O-flerreich und Ungarn zuückfallen sollen. Wer die Vtrhiltviff« an der Staatsgrenze gegen Oester-reich und Ungarn kenne, sagte Rad'6, wisse, daß ein solche» Treiben geradezu den verrat der staatlichen uvd nat'onalen slawischen Jnteuffen bedeut'. Wir brauchen die Slowenische BolkSpartci gegen den Borwurf, daß sie die angeblich staatsfeindliche Prcpaganda der Deutsche« uvd Mahnen gefördert hätte, nicht in Schlitz zu nehmen, da sie selbst tu der Lage ist, sich gegen diese Beschuldiguvg zu wehrev, fall« sie die« für notwendig erachten sollte. Bedeutsamer ist für ur« die gegen die Deutsche« gerichtete Beschuldiguvg, daß fie im Marbu ger Wahlkreis derartige Gerüchte vnbreiUt hätten. Da w'r die Verhältnisse doit genauer keuren als Herr SRab 6, köuveu wir »it aller Entschlederheit nklären, daß diese Behauptung völlig uufinnig ist. Abgesehen davon, daß die deutsche« Staatsbürger auch in S?o-wevi'N an Staa?«ireue hivter niemandem zmück-stehen, wird kein Deutscher bort urvervüvftig genug fein, irgevdetwa« gegen den Staat zu unternehmen, weil er, weon er die« täte, »och viel schneller in« Loch käme al« Herr Radic zur Zeit, da er im PpiPalai« in Agrem hinter der schi-tzenden Tapet« aufgestöbert wurde. Dies« Behauptung ist also eine ganz gewöhnliche Berleu»dung, wie man solche von Herrn Radic schon öfter gehört hat. Die Aeußerung 3hd!6' ist jedoch au« einem anderen Grunde bemerkenswert. W r haben von ihm bisher zwar keine deutschfreundliche» Taten gesehen — er hat uc« zur Zeit seiner Tätigkeit al« Unterrichts-miuister kein« einzige deutsche Schi le versch ffl — allein er hat bisher auch nicht offen gegen di« Deutscheu gehetzt, sondern hat sogar mehimal« den Deutschen Weihrauch gestreut und ihneu versprochen, für ihre Rech!« einzutreten. Da« war auch vor deu letzten Wahlen der Fall. Da »I sich aber herausgestellt hat, Sein verstoibener Großonkel, König Carol, nannte ihn eine» Tage«, al» er ihm im Park von Sinaia bet Spiel und Scher, »»sah: »Sarol der Plötzliche." Dieser Titel könrte dem Beibanrten wohl verbleiben, fall« ihn die Zett nicht ruhiger mach». Die EttZhlnng, die nvn folgt, möchte ich, trotz der Sorgfalt uvd S.w ffei Heftigkeit, mit der ich die Unlersnchungen gefühlt und die Daten kontrolliert hab«, „vorli^fige Wahrheit über die Ursache» der Abdavkang de« Prinzen Sarol" nennen. Und gleich zu Beginn muß ich da« weibliche Motiv anSschaltc», da« nur dazu dient, derartigen Berichten einen romantischen Anstrich zu geben und die wahren Siünd« in die zweite Linie zu rütken. Die »uffordernng chercbez la semrne ist hier nicht angebracht; la komme bravcht man nicht zo suchen; man kernt ste gut genug uvd fie spielt in der Episode nur eine rebensöchliche Rolle. In B^zug auf die Weiblichkeit wird Carol nicht mehr und nicht weniger verbrochen haben al« verschieden« ander« Prinzen und Herrscher, mit dem Unterschied, daß die anderen sich mit der nötigen Dttkretion zu umz ben verstanden, während er fich an die Rampe stellte oder an die Rawpe gestellt wurde. Wenn ich nicht irre, war e» Machi-vcllt, d'r den Satz aufstellte, der Prtnz müßte fich tu ditser Beziehung dem Bürger gleichstellen. Carol hatte seit zwei Jahre» für die innere Politik deS Landes ein Jnterisse gezeigt, da« m.hrfach die Srevzen der Sompctenz «ine« Thronerben, selbst eines daß die von ihm zur Schau getragene devtfchfreuvd liche Maske feiner Partei weder in S'o»enien, noch in Sy'mien uvd schon gar nicht mehr in ter Baischka und im Ba.-a>e deutsche Siimmkuzeln einbringt, wendet «r den Deutschen unwillig den Rilckeu unb pfeift eive andeie Melodie. Deß die erwährte Aeußerung de« Hurn Rad c nicht etwa eine rednerische Eatglüsucg war, sondern fich doichau« aus der j tzi von ihm tingeschlogeoe» Linie bewegt, die ihn in die Arme Soetozar Pci» biö vV geführt Hai, beweist auch die von ih» i« der S tzung d«S B5glaubigu»gSar«!chvflc« vom 13. Ok« lober gehalten« R:de, iu der er unter andere» fagte: — „Die Serben und «coateu ('oll wohl he ßen: Bavjemotzt») in der Woivodiua find ein». Sie »iiffen immer zusammengehen, fie fiod die H-ZU«-Herren. Mau muß immer daran denken, daß in der Wo'wodina eive Million Richif-rbeu wohnen. Die Woiwodina liegt an der äußersten Grenze de« S'aate« ; fie kann rur durch die Ewigkeit aller Siawen erhallen bleibend Da »« außer jedem Zweifel steht, daß die große Masse der vichtflawischen Bewohner der Woiwodina dmchauS lcyale Siaalöbürger find, fo berührt <« sonderbar, daß der bisher scheinbar minderheitevfreundliche Herr Ra^ 6 jetzt plötzlich von der Notwendigkeit einer gemeinsamen slawischeu Front gfgen die Nichtjlaweu spricht. Da« kann koch wohl uur bedeute», daß die du gesetzlich festgelegte« Gleichberechtigung aller Staatsbürger widersprechenden Maßregeln, wie fie z. B. bei der Durchführung der Agrarreform angewendet wurden uud ähnlich« Au?» «ahmSmsßvohmt», nech dem Wnufche de« Herrn Rrf'6 zum Schaden der Dentschcn nnd der Ma^yi« ren roch weiter fortgesetzt werden solle». Da wir die wahre« Gründ« der von Herrn Rat c bisher gezeigten scheinbaren Deutschfteundlichkeit schon lange dnrchfchaut zu haben glauben, bedeutet seine neueste Haltuig für un« keine Ueberraschung. solchen, der fich auf die künftige Leitung der Geschäfte vorzubereiten wünscht (wenn nicht gar die Kompetenz eine« König») zu überschreiten schien. Zeitweise vollzog er Handlungen, di« die Belf«.ssm?g verletzten — nicht in threm Endresultat, sondern tn der Foem —, indem et fich in Fragen mischte, für welche allein die Regi«rung verantwortlich war. Der Ministe,Präsident Brattanu, der eifersüchtig über sein« Borr.'cht« wacht«, anderseits auch nicht schon j tzt dem gegenüber nachgiebig erfcheiren wo?te, der einst zu regieren bestimmt war, verfehlte nicht, den König Ferdinand auf die Ge-fahr solcher Neigungen de« Thronfolgers aufmerksam zu machen. E« scheint, daß die Königin fich auf die Seite Brattqxu« g-stellt hat, da st« tu dem maßgebenden Staatemannc «'nen der treuestrn Dtener der Monarchie steht. Die« ist Brattanu sicherlich; war und ist feine Politik dem NuSlaude gegenüber auch eine verfehlte, f» ist doch gewiß, daß er — wie übrigen« auch lein Binder Bintila — fest überzeugt ist, für fein Land nur Gute« vv'zubereiten. Unter tiefem Gestchtkpuukte ist er dem verstorbenen ungarischen 9x Ministe,Präsidenten Stiphan Tißa zu verzleichen, dem niemand die Aufrichtigkeit der Ueberzeugung ab'prcchen kann, fich für den besten Paladin der mojyarischeo Sache gchaltra zu haben. Der vergleich mit dem Tote» paß! auch tn Bezng auf die Parteien, di« sich um die beiden Politiker geschart hatten: Tißa hat»« eine äußerst dt« tplwterte nationale SibeitSpartet gegründet, die tn Ungarn herrschte ihm aber blindlings gehorchte; Bratianu hat die natio-, «fite 2 stillet Zeitung Nnm»er 88 Wir b«da»trn e« auch nicht, daß Hm Radlö feinen G siihlen j tz< freien Lauf gibt, fonbet» begrüßen sogar seine OsfenhMt, die ja not die Folge habe» (am, daß nun auch die letzten Anhänger, die ex vielleicht rof uuker Stattn deutsch i» Blutes hat, ihn im Stiche lassen werden. Volksgenossen! Tretet ausnahms tos dem „^ositisdjim und wirtschaftlichen Vereine der Deutschen in Slowenien" bet und unterstützt ihn nach besten Kräften bei der Erfüllung seiner großen Aufgaben! Z>enn er ist der einzige Schirmer und Jörderer eure: völkisch kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Melange? Zuschriften sind zu richten an den Vorstand: Ar. Lothar Mühleisen. Maribor, Sodna ul. 14/1. Stock. Mutige Mutsitzaa. Ausland. ol'oyd Keorge über die Kriegsgefahren. Llcy^ George hielt a» vorig» Montag ans einer Versammlung der englisch?» Bölkerbundliga In London eine R-de über die A -cüstuua und die R> Vision der Frieden«vertrüg». Lloy» G-orge ist der Anficht, daß ein Selig, gesäh licher und schr-ck'ich-r alS der vo> 1914 u".v:r«n»lich sei. falls fich die Bö.ker der 48:lt eich*. cn'jchli.ßta, Schätz durch das R cht und -.ich! du.ch die & »aU zu suchen. Allein der vö kerbund könne helfen. Di« F eaade de« F ie-den» müxte« protestieren ge.teu die Anschauung, daß die Bölk»bund«sotz mgen nicht die Möglichkeit einer Rtv'sion der F iedenSverträze zuließen. Die grözte Gefahr für den F.iede« der Welt komme ew«al von der j'j scharfen Interpretation der fjtiefceuföeittÄje oder davon, daß fit von den Siegerstaateu gegebenen feierlichen Versprechungen nicht ausgeführt würden. I« cvfler L nie erwähnte er die N chtnsüllung dr Sch'tzversprechavgeu für die Minderheiten tu den annektierten Gebiete», ferner die Tu» fache, daß die B-fetzung de« Rnulaade« asdauece, obwohl Deutschland ehrliche und erfolgreiche Anstrengungen gemacht habe, die ihm auferlegten B pfl chiun ge» zu erfüllen. Nibe» diesen beiden G ii«-den bestehe der Hiuptgruad in der Nichterfüllung det B:rspeechru« der Abrüstung. Während »wet Drittel von Snropa b'S an die Zähne bwsssiet feien und Armeen häteu, die größer feien al« vor dem Kriege und i* vieler Hinsicht besser au«ge?üstet, sei da« andere Drittel hilflol der Gtade feiner bi» an die Zähne beauffaetea N'chbaru ausgeliefert. De ehemals all ierte« Länder Europa« hätten zir Z it nalUtaale Partei tn« L bin gerufen, di« Rumänien tn der Hand hätt, ihm aber auf den leisesten SBiof folgt. Wie nun der onfloidene Karl, als er den Had«> burgcrihron bestieg, in Ungarn fdac Parleiziktalur leiden wollte, so scheint der jangc rumänisch« Prinz mehrmall klipp und klar erklärt zn haben, daß er sein« Partei» diktatur eh:r noch die eine« einzelne» MaimeS vor-liehen würde. ES ist möglich, daß di« geladene Atmo'phär« »wisch-n dem E-bprinze« und dem Ministerpräst»«nttn auch die Luft Im königlichen Haute ungünstig beein flaßt hat, doch tst eine Mißstimmung, wenn ein« solche bestand, seit der Unterredung b hoben, die »wischen Snol und seiner Matter in Prri« im Okiober 1926 stattfand, ehe Königin Maria sich zu ihrer vielbesprochenen Reis« nach Amerika einschiffie. Um aber auf die Z it seine« Aufenthalte« in Paarest laiüijukcmmen, sei gesagt, daß Carol sich ia eine schmierige Lage brachte, indim »r da« W.'ik de« Minister pästdenten a-rch privatim kritisierte, und zwrr Leuten gegenüber, welche seine Worte weiltr tragen. In die Zeit seiner schärfst«-, M ßst-mmung gegen vratianu fStXt ein Gcsp ich S itcl« mit seinem früh-ren GeschtchiSprofessor Jörg,, da» ich unter ausdrücklichem Vorbehalt wiedergebe. Thema: de« F^chiönu». Dabei hätte Cnol, der wieder einmal setner lebhaften Be wunderung Mussolini« AuSnuck gegeben hatte, in einem gewissen Moment ausgerufen, daß ein bißchen faschistische» Regime auch sür Rumänien hnlsam gewesen wäre. Ans den Einwarf JorgaS: „Urd «o ist dr Mann?" antwortete er nicht; voa gut informierter Seite wird vnfichert, daß sür ihn dieser Mann in dem Ex Minister de« Innere« Arger.toianu zu such.n war, der sech« Jahre vorher, im «rstcn Kabinett Avere'ci, bei einem kommunistischen Kongreß alle Beteiligten fest nehmen ließ uvd den Kommunismus im R-ich «rsticki«. einschließlich der R ferven «ehr al« zehn Millionen Soldaten, während Deutschland, Oesterreich und Bulgarien e« auf knapp 250 000 Mann brächte». Die gegenwärtige große Bewafs mag (Stropu« sei ein scharstr vertrouentbruch gegen die Nationen, di« ia erster Laie in den Aeleg eingetreten seien, u« die Heiligkeit der v:rträge aufrechtzaerhalteu. Lloy') G-orge wandte fich dann d-m Mißerfolg der Via rineabrüstung«koaferevj zu und kam hierauf auf die aktive Böikerbuad«polilik zu spreche,. Im G genfatz zu Lord Eecil forderte L'oy> George daß der Böl« kerbuud keine weiteren Machlvollkonmenheiten erhal-ten solle, daß e« vielmehr bei dem in seinen Tat-zangen festgelegten fi ranziellea und kemm rziellen Zcylstt bleiben solle. Die Anwendung gewaltmäß'gee Kautionen sei ein« G fahr sür den vö-kerband selbst und köane nicht zur Eichirung beitragen. Aus ßtaöt und Land V»n herrlichem Tonnenschetn waren die heurigen T'iengedenktage ia unser«« Gegenden überstrahlt. Aus dem Eillier Markt gab « noch nie soviel leuchtende vlumenpracht, die alle hinau« aus die wie lenzhaste Blumengärten erscheinenden Fried-Höfe getragen wurde. N cht im trauernde« Düster de« beginnende» N:b«Imo>d« lagen die & ä»er da, sondern im sceuudlichen Glanz einer milden, schier srühlinghasien Tonne. Der B.-such uasere« »ander-schörtn F iedhof» war dementspiechend auch äußerst zahlreich: eine Revue aller Lebenden zu Ehren der Toten, tt« Friedhof sahen fich Lentt, dit fich sonst ia der E adt uni im Älltag niemals zu G-stcht bekomme», ein Memento, daß alle, die heute leben, die fich im Leben nicht sehen und sich nicht liefen, einmal hier unter dem von Blumenk äiz»» schweren, von Soane un> ?!ian«rung«lichlern übrrfunkelteu Rasen schlummern werden — vereint, f iedlich und an«gezln «rört«rn ist, so betrifft st« nur di« Form und den Zeitpuokk. Auch darüber bestehen kein« Meinung«»:rschiedenh«itea, daß «eil bei tintr eventuellen Ausleerung der Rohre»-leitung die Möglichktii tintr längeren Unterbrechung der regelmSßig-n Wasserversorgung bestünde. Für di« Meguliernng de« Kiltingbach?« hat der Gebiets,usjchaß in Marburg einen von 1»0 0lX) Di« bewilligt. Idyllisch« Po »Verhältnisse. Am Mitt-woch vormittag« gegen 10 Uhr ersuchte unsere Schrift, leituug um die teliphoatsche B rbiuduug mit Mare»» berg, damit dem Abg. D. Wilhelm N-uner ei«e dringende Mitteilung g-macht wer den köane. Da wir nicht wußte«, ob der H er Aigeordnete nicht schon adqereist oder aus der I gd sei, gaben wir eine Aufforderung (Loz'v) a? t lltn in nächster Nähe dr« Pasti«« wihneude» verwandten Dc. Neuner« aus. er »ö„e in die öffentliche J'lep^n-zelle de« Postamt« kommen, um die dringende Mitteilung ii Swpfarig zu ueh»e«. W^r wartete« Heu ganzen Rest de« Bsrmlttaz« — »ich «; wir warteten »achmi tag« b'.« 2 Uhr u'd ueg'trteu die Bicbindung — »ich S; u« halb 4 llhr endlich teilte uu« da» T-lephonfräuiein am C liier Psiiamt auf unsere u«uerl>che ll gerz mit, daß der betreffende Herr vom Mareuderger Pistamt nicht vor 4 llhc in die T?l p^oazelle eingeladen werde« könne, weil der Diener, der die wenigen Schritte bi« zu seiner Wohnung zu mach'» hä te, dich, — anwesend sei. Wir lass u vorläufig oizae weitere ft ttik diese trotfeie Sch Iderung für sich allein sprechen. »em Abgeordnete» unsere« Pac« lameit« wart-» muß en, wo)u«ch wichtige R isevor-keh unge» über de» Hisen gcivo.se» wurde», bloß wnl der Postdien er nichi zu? L rsÜ^aag stand, ist den» doch eine ganz nette po ialiiche — I y1e. B ellkicht richttt einmal der Herr tldgeord»ete eine Anfrage an de» Herrn Pa-tminister. wie er sich dazu stellt, daß in un'eee« ilo-v'nijchen und daher vorgeschrittene» Telephonwesen Lerdindungen nicht hergestellt werden, von deaen schließlich ja auch Lebeu und Tod abhänge» könnten, bloß weil für den Gaag von ein Piar Schritten der Dieuer »ich: vorhanden ist. Vielleicht würde der Herr Minister oder dit Postdirektio» in Laibach dem so bt« klageuSwerten Mangel de« Marenberger Pistamte« dadurch abhelfe», daß voa de» zwei Beamte« der eine ander«wohia transferiert und an seiner Stelle ein zweiter Diener eingestellt wird. D:«n während sich die Notwendigkeit eine« z»:it«l Diener« so eklatant erwiese« hat, ist eine solch? sü- ei»«n zwei»» Beamten n'cht so scharf gegeben. Sine zweite B.a«!e»kraft ex stiert auf diesem ländlichen Postamt der Peinz verzeihliche Fehler begangen habe; immerhin fi ibet daS Volk, daß er über Gebühr bestraft tst, «x«-halb di« Kritik fich tn Sympathie verwandelt hat. Dir alten und die neuen Rumänen lieben ihn, well er aufrichtig ist, gutmütig, ein Freund des SoortS und der Kraft, von modernen Ideen erfült, intelligent nnd tat-kräftig. Er tst «tn vorzüglicher Rumäne, aber wen» er mit einem Ungarn aus Siebenbürgen spricht, wo er änßeist pzpulär tst, entschuldigt er stch, well er dtt mazyarische Sprache nicht beherrscht. Muttersprache. Wo stidest du tn aller Sprachen R ich De« Munde« Z iuber, der dem deutschen gleich? Wa« hat so voaen, wa« so tiefen Klang, AI« deutsches Wort und deutscher Männerfang? Was ist so schön, so mild und so b-l-bend. So geisterweckeud und so herzerhcbend? Sie hat «tn Wo.t für jedes TigeS Brauch, Hat etnen loa für j den Seelenhauch; Für i'de« Denken, groß und sonnenklar, Für j:dc« Fühlen, tief und wunderbar: Ist wetch im L id, im Z>rn gewittertragend, A2 fremden Mund an Reichtum überragend. Wa« de« S.danken« kühnsten Sohn entzückt, Wa« Mädchen plaudern, die die Myrte schmückt, WaS Quellen murmeln, wa« di« Wog« schäumt, Wa« Wälder rauschen, wa» der Dichter träumt, WaS fremde Linde Beste« ur« vertraute«:^ Sie tönt eS auS in seelenvollen Lauten. Hugo Oelbermann. Rannet 86 €illlet Zettung 6dt< 3 ü'itlhzupl erst seit der Z it. w» d« v rkehr a ii no««tn hat; früher bei vielleicht stärkere« Der» kehr besorgte die ganze Post immer nnr et» einziges Fiänlei». Auch noch Beweis« verlangt da« »ädere hiesige Blatt für unsere Behivpiung, daß nach dem Umsturz noter viele« anderen auch deutsch? Büchereien beschlagnahm», slowenisch?» B-retoen üb:rwiese» und i» slowenischen .Prtoatbesitz" v r-schleppt worden seien. Beweiset ? J,r lieben H-rrea, nach dem Umsturz ist soviel und so mancherlei .v-rschleppi" worden (»it deutschen Bücher find dazezen eine solche »ltioigkeit, daß wir fie bis her gar »ich! der Rede wert hielte», erst die Polizei« liche Denunziation der .N»va Doba" bezüglich unser« .Lesezirkel" gab auch hiezu einmal eiae B.'r-anlaffrngl), daß «it der LKe der .B-meise" ein ga-z sltö.l« Buch gefüllt werde» könnte I Da« ist wirklich die Höhe! Auch noch »beweisen" sollen wir e« der veletdigten .Nasa Do5a", daß deutsch? BernigrnSstück', uater vielen anSereu natürlich auch Bücher unserer Bücherei», von ihren Gesinnungsgenossen (licht v?« slowenj'chen voll!) weg-ge-onn-o wurde» l? .Beweisen' sollen wir a« Eide, daß da« „D-utsche HauS" tn C lli, do« Theater und die Ecz ehungShäuser in Marburg. die Philharmonie ia Laibach (ntt riaer Bethovinhaid-schrifi und uneudlichem N iterrnatertal) da« Sa-dentenhe!« in Gotische», kost-pieltge Turngeiäte, «lavier« und, n« nur ei» B liptel zu oenue», da» »och acht Jahre »ach dem U«starz vocgesü'?rt wurde, die Bacher de« Gottscheer L«severti^t«, weggenommen und sowenischem Besitz überwiese» wur-den?! Diese „B.weise" können wir un« süglich schenken, denn eS erscheint nc« mehr al« lächer» l i ch, daß deijenige. der »oiorischerweise Millionen-vermögev eivgesteckl hat, nun de» Beleidigte» spielt, weil in der Verteidigung gegen eive De-uunziatiou bhiuptet wn.de, daß den gleichen Weg avch die Bagattllr der deutschen Süch-r gegangen ist. Der «»«druck, den uc« dte „Nova Doba" in den Mund legen »öchte, wurde ia nn» sere« Blatt »temal« angewendet, aber «an kann va'ürlich nich!« dagegen haben, wenn ih» fich die neu« geladen: Gslspritz? der selbständigen Drmok aten i.1 T lj- selber aneigne'. «.» dem lächerlichen .takti-schen' H!nwti«, daß .euch" für dit Schreibweiie unsere« Statt,S die Herren Dr. Skob«,»« und Rebeuschiag verantworUch seien, hört doch schon ei» mal aus I Diese H-rre» st,d für unsere «chteib-v:ise «bensowentz „veraativortlich", wie sür eure au«gekochtev, tausendmal wiederholten, jedem schon zum Ha'« h?ruu«jä«gendeo Plattheiten und piltzet-lichen Devuvziaiionev die Herren Dr. HcaSovrc, D . fiatau oder P os. M a?Ij»k verantwortlich find l V er ant wörtlich für unsere Schreibweise Ist doch »ur — man (Basic es schon endlich ,ir«al «ff »! — di« Zerde der .»aiionalen" Politik ia Slowenien, unsere .Nsva Doba" t» C lj', u»d ih e nun wieder frischlack erte» M stgabeln au« aliec Z it l (Sitte Geschmacklofi zkelt nid eich eine deibe B l« dtgung sür unser« ehrtnwerttn slomevilche» S.'werbelrnbeod-» tn <5:0i ist e«. wenu die „Riva Doba" erklärt, daß der Mehrheit u,ter ihnen jene vo, uv« sestgesttllie Bleifliftvottz aas dem S-idel-brnn»en(,F»otische Aff:0i") gtlf. Di«s«, chanvlai-Mische Matt begeht damit dte Schamlofiglttt, auch u»sere Gewribeirtibcnden ta Cillt «it j •«» duaklea de« .Herr»»" schon von jeher nicht zur sogenannten .Intelligenz" in C lj! gerechnet und so h^ben fie >b en Bnstaid vo» de» R^ailot'äten eine« bornierten Ehiuv'vitmu« f«i hatten köuoev. Unsere G.werbe treibenden wären die letzten, dte den doppelsprachigea «'-oaufschrifte» t» E lli jene .hochpolitische" W chtig. leit zuelkenuea «öch'en, zu welcher dte S.noaus-schrissea von der ,Nwa Doba' ausgepumpt wurden, «o» thuen würde diesnhalb wahrschciolich keiner auS de« Häu«l a«ratkn! 5cttictt7.M5c«e / ^ Einweichen mit Wasch- Extrakt „FRAUENLÖB" Herauswaschen mit Schicht's Terpentin-Seife. W ed.? die magere Kab D»« Sprach- roh? der selbständigen „Herrea" m Ciili »Sch'e unserer deutschen Geneiadevertretuug gar so gerne auch elwa« vo» jizen Klebestoff aufstceichea, dess-a fich ihr« Partei in so reichlich:« Maße erfreut. Da aber bei unseren L uten auch nit der schitrssten L>p? k«i»e Eparkastetät'gkciten und Nllio,alisteru»geo, mit einem Wart« »ich!« zu fi ideu ist, wat da> L.cht de« Taze« irgendwie scheuen rannte, rich et da« andere hiesige B!att an den G:«tioder«ferenteu sür daS Echkach'hzv« <3H Rebeu'chkgg die aaschetnend gewichtige F az«, wo denn die „Schlachthaus-ausweise" seien. Nitürlich handelt e« fich dabei nicht um irgendwelche .«brechnung-n", auch w:»n da« Blatt bet den weniger kritischen Lesern am liebsten gerade diesen Erdrück eiwickc» möchie. sonder» bloß v« die statistisch! Mitteilung an die O ff ,il!chk-it, wievitl Bith jeder Fleischhau-r i» E'lli während der Woche geschlagen hat; die H raulgabe diese« «u« weises ist auf Tcuud eines gemeiad^äntlichm Vifchloffl« eingestellt worden. Dieser .«»griff' erinnert noS lebhaft an dte nagere Kuh. di« fich dl« „N?va Doba" zur Z'it der Se«ci»d!wshlea irgend»» au« d.w Süden v'rsch'-eben hatte, um sie i» unserer PS-litischev «reua aegen Hnru R-beuschegg, damals Führer unserer L st«, auszutretbe». I», «it .ll,»" (großgesch-iebeal) ist n-cht zu sprßen . . .! Warum fi: einen anderen Kurs der v<»waltang und der Politik lm Staat« haben möcht n. Die Cillter „Nav» Doba" veröffentlicht nachfolgende« (»ie akla«iu»rung«n find von «»*): Viele» Leuten war e« unverständlich (oho!), daß wir soviel über die Rot wen-digknt eine« denokrattschen »lud« u«d eher de-«okratiichen Politik Im Staate, welch? Sleichberech-ttznug (!), «. stiodigkctt (!) u?d Snech'.i^ktit (l) für j ed er«anu (II) bringen soMeu, geredet habe». Eiotg« Beiipitle werden dte Verständlichkeit unserer Fsrdtrnng bewtise». So klagt der »US ielj»ki Tooai ii": „Ei, Mann, der jahrjeh»ielang im vc bifsenstt» frcndsprachige» N'st für die »ationale Sache kämpfte, wird der W llküc eine« unv.'rant-wortliche», zufällig gewählten Bärger«eisttl«, der u»fere Sprache nicht ken»t, überlaffen l Bitte: der W llkür t» Angelegenheiten de« O t«schalrate« l E n anderer unserer «olleren, Mitglied nationaler O> ganisaltone», wird üe Staa «setndlichkcit verdächtigt l Ein dritter steht fiäadig u»ier den «ngea der Gendarmerie, vielleicht vvr deshalb, weil er in feiner Schule ans Liebe zum v?rkü»mcrten Volk «rhr tut al« feine Pflicht wäre. Dasselbe könnte nai auch bezüglich anderer L?hrer anführen. Wieder a»dere» werden HruSdurchsuchu»geu gemach', wenn auch immer mit negative« E folgl Solche Szchm «ehren fich, al« ob wir il,e»dwo in Mazedonien vnd nicht i» Slowenien wären, da« immer den Ruf einer modernen, europäischen Verwaltung geroffr» hat." — I» Parlament zäUte a« Sa««taz H?rr St'phan Rad ö (»it neueste Leuchte für unser« selb-ständigen Herren!) grobe Vergehe» aus. welche dte Regierung mit der Auslösung der G-«ei»deverlr«. tungeu, der BezirkSvertretungen und sogar der Ber-waltungea bet Geldinstituten verübt; er srgt«: Min sagt, daß wir »icht Europa sind. Europa ist rnnd um u»« herum, N^gar» ist Eu op», Bulgarien ist Europa und sogar Rumänien ist «ehr Europa all wir . . . Schuld an all diese« Uebel ist nicht Serbien, ja tch «öhte sagen, sogar die Regtrru»g ist nicht daran schuld. Schuld fiad tu erster Liai« die Radikalen, welche glauben, daß sie der Staat find und daß fie alle« fiad . . U,d in den C llier Gasthäusern drohe» die bartlosen radikalen Intelligente», die bi« zv« Jahre 1919 kein Wörtchen Slowenisch ausgesprochen habe», baß fie ganz Gso»?ni?n balkanifieren, all?«, »a« demokra'.isch ist, vernichten und die ganze Beamtenschaft, die noch frech ist, »ach Mazedonien versetzen w.rden usw. W Ich ein Genuß für solche radikale N ms'utarje, der slovtnischtn Intelligenz (»—') droh«» zn lö neu! — — B züzlich d!« LehrrrS t« v?r-bisseaen fremdsprachigen Nist wird nachfolgende! festgestellt: 1. Dieser Mann wollte ohne j-de Rück-ficht auf dte diesbezüglich?» gesetzlichen B«-ft>mmu»g«n «ach frillt« eiaenen Gut« bansen seinen «ig«»«u O ctsschulrat ausii-lle», wozegta der Bürgermeister einer «isg«. schalten slowtvischell Ge«eiude schon gleich aus der betreffende», vo« Lihrer einbernsenea Versammlung — p.ottstler«e. De ..Willkür" dt» „urvrrantwort ichen und zufälligen" Bürgermeister« beflfht darin, daß er infolge der »icht voa ihm er-Icff-a«» G:>etztib«st!n«u»geu ebea Obmann deS O:t«schulrateS ist und daß die natioial gewiß «Icht antastbar« pzlitische O -«rb-hö.d« dtn W.z nicht bt-fiä'igt«, auf de« der L?hr«r «« zu feinem .eigenen' Octsschulrat bringen wollte. »H weitere „W llkär" de« Bürgermeister« könnt« «an e« vielleicht erachte», daß bi« oniie noch keine Sltzung de» OrtSschulrate« stattgefunden hat. so daß der frühere O tlschnlret noch keine Gelegenheit fand, üder feine v:rgange»e, d»'ch kein« „Wllkür" eingefch Safte Tätizktit R chenschaft abzulegen. 2. D:« Mao», der J;hr» zehatelrng« für dit national« Sacht kämpft« (und witl), erschti.it der «ufeuih,lt in fre«de» v:rblff«ne» R st so unerträglich schwer, -daß rr, al« er dies« Jahre einmal in einen rein slowenischen Ort versetzt wurde, Himmel uud Hölle i» Bewegung setzte, ärzt-liche Z ugnifl? und Spital«ause»halte provozierte, bloß damit er noch weiter im verbifle^euRest „kämpfen" köane. Schli«ß!ich wurde er vom Unterr'.chtSminister Slephin Radit dem veihaßten Ort (zur unsägliche» „Freude" der ganzen Btvölk.rnngl) wieder .geschenkt". 3 Versetz», und wie ds«al« alle a»ttde«okratischeu Blätter heftig zeterte», unerhört verfolgt »st der lun worden vom Uater-rtch!«ni»ister — P.tbicv'6. «as dringende» Verlangen der selbständigen Denn-kratr» tn jener Gegend und ihrer dor-tigen Machthaber. 4. U,d dieser Mann ist, w?ou wir un» nicht sehr irre», noneutan — radikaler Parteigänger. Sollte e» der .Nova Do'ia' wieder nach .Beweisen" für unsee «n-gaben gelüsten, stehen wir natürlich, wie inner, gerve zur V rfügung. Ob die a»derev B ispiele, welche u»sere .Nova Doba' für ihren Herze»», wünsch »ach einer Aenderung de» .»urs«»" snsühn, auch so gut sondiert fiad «it da» voa uv« konneu-tierte w fs?a wir nicht, «der da» live glaube» wir ja ohne,eitere«: E» so gesttz«äß!g,» (von Stand:pa«kt unserer.Herren" ans also .w llkäcliche»') Vorgehen wie in Sache» dt» zu koastitulnnde» Schnlrate» tn „srendea" O.'t, wäre unter eine» demokratisch:» Regime »ach dem Herzen unserer „Herren" nicht möglich gewtsen. J,re .Gleich-berechtignng, Anständigkeit uud Gerechtigkeit sür jedermani" hätte natürlich in de« «ngenblick an»« ges'tz', al« «« fich «« «inen .unoerautrortlicheu» n»d „zufällig gewäblten" — bentf chen Bürgermeister g ha»d«lt hätt«. (Die W-adung .zufällig gewählter Bürgern«ist«r' ist Überhaupt großartig! Wir glauben, daß die Herren unserer .Nova Doba" durch die seit ihm Machtabs«tzi»g eingensseve und scho» etwa« länglich andauernde .mazedonisch? W llkür" u»d vrrwaUuna»-weist so sehr gewitzigt worden find, daß st? e«, sobald » zum „anderen" «ur« kommt, nicht versänne» werden, durch ih:e «bgeordnete» in ri»t« gtsetz-licht» Edikt feftlegeo zu lassen, wonach alle .zu» fällig" gtwähltt» »ichtdenokratischt» Bür-germeisttr Feine andere «ufgabe haben werden, al» vor den selbständigen Hrrrev „Ra^de:!" zu st:hen feite 4 CUIiet Zeitung Nummer 86 Di« Gemeindewa hl,n «» »er Stadt Gott'ch««, welche orn Eov»tog stattfanden, ergaben vachsolgevdc» Resultat: «on «98 Wähler,ch ttgl-o wählten 589. Die Deut'chen erhielte« 208 Stimmen uvd 9 Mandate, die Slowenische Bolttpartel 68 Stimmen uvd 3 Mandate, die radikale Arbeiter-«irtschafttlipe mit dem bisherigen Bürgn Meister Dr. Eajov'c 259 und 11 Mandate uvd die selb» ständigen Demokraten 54 Stimme« und 2 Mardate. Wen« «an bedenkt, daß, »oravf schon die Benennung der L ste hinweist, Dr. Sajevic sei« Stimmen von de» slowenischen Knappen deS nahe», znr Sladtge« meivde zählende» Trifailer Lohlevberglrnk» h»r-bekam, so karn daß Wohlrewllat »atürlich kein richtig«! Bild deS natiovaleu Chwaktn« ber Stadt vermitteln. Die slowenischen vationalistischen Biälter »ennen diese Wohl zwar eive „»ssirmotion" de» slo»e«ischen Charakter« der Stadt Gsttschee, aber ei ist ein U»flnn. Denn die Bürger der Stadt Gotischer haben in schöner Anzahl deutsch gewählt; die Beamten, di« allein einer Stadt ge» döhnlich nicht den vatioialev Charakter aufprägt» können, habe» demokratisch uvd klerikal geivLHIt, vom Lohlevwerk aber wußten wir scho» immer, also al ch schon ia jener Zeit, wo der ^nationale Charakier« der Stadt Soltschee noch nicht in Frage kam, daß e» durch seine Arbeiterschaft slowenisch ist. Bon einer »ungeheuren- slowenische« Mehrheit ia der Stadt Sotischee, wieder alte Loibocher „EloverSki Na»o^ triunphiert, karn also xar ketve R?de sein. D e B:-havplu-g der selbstän^demok-atische» B älter, herzu-folge zwische» den Radikale« uvd de» selbfiänd'g'n Dirnokiaten vor den Wahlen ei» Pakt abgesch'osstn worden wäre, dülfte fai« stmme», dev» noch in ber Wohlvvmmer seine» Gottscheer BlältcherS schoß Herr Dr. Ecjov'c den sellständige» Demtkcate» Dr. Reich recht lustig an. Jmmeihiv: wen» ih« die Vnade der selbständigen Demokraten leuchtet, so wird fich Herr Dr. Sejov'c auf dem Bürgermeister-stühlchen der Haipistadt jene« LändcherL halten kön»ev, ia dessen Bevölkerung »och seiver Bihovvlung die Blutschande gang und gäbe ist. «>t einer „Mehr, heit" vo« 1 ('age nvd schreibe eive») Stimme, oa-türlich vor. wenn er fich selber auch wählt. Der Mörder Pettjura« frrig»sprachen. Dieser Tage fand vor den Pariser Seschworenen der Prozeß gegen den ukraivischev J,d,n S!»on«chvar». dard pal, ber d n th«msli,en Helman der Ukrai»e Petljaia ia PanS auf der Stratze dmch zwei R-. volverschiifie gelötet hatt,. Der Prozeh q pf:lte in der Autsage eiue» Z u^ea namen? Sasra, welcher den erschütternde« Schildernn^ev, wie unter Petlja-raS Herrschaft die «osaken Abertausende von Ivd'a iu der Ukraine ermordet hatten, eine grauer volle Krone aussetzt. Sasra war ltop äa in der zaristischen Armee u«d ist Angehöriger der «Saiten, eines tatarischen, also nicht semiii^ch n «la»mi«. der jüdische Religion angekommen hat. S? gibt an, kovsti> tution.ller Dimok at zu sein, sund erzählt, daß sein Sohn am 3l1. Augtst 1919 in Kiew erschvsim Word,. D:r Zenge erzählt»: .D»m^lS hatte fich in Kiew ei«» Siudentengarde aus Ukrainer« uibZ'ben gebildet, die eine Schrtz^ruppe gegen die Pogrom« bilde« sollt,, «l« Petljura eirzog, ließ daSveneral-kcrnmavdo diese juvge» Leute hol«». Sie waren a!» Boljch'w ke« deruvziert norden, aber «icht «in ein. ziger war Bolschewik. Zuerst würd,» sie — fie glaubten, ti handle fich um eine Ueberprüsuvg ihrer Legitimationen — im Hof bei Generalkommandos furchtbar mißhandelt, wobei neu« gleich erschlagen wurde». „Bist du Jade?" fragte mau fie und separierte die Juden. Mein Sohn wollte seine Kameraden nicht im Etich lasten und sagte, obwohl er Karait ist. anch ja. ich bi» Jude. Das mußte er mit de« Leben bezahlen. Ec wurde «it 36 andere» erschossen. Die Leiche» wurde» erst später «ach Intervention d,S Roieu Kcevz S freigegeben. Ich selbst suchte «ach ihnen unk favd fie vo« Hunde» angefressen aus einem Misthaufen. Die neun i« Hofe des S-neralko««a». do8 Erschlagenen Ware« dort eingescharrt worden, aber so, daß ihre köpfe h-rauSragten. Ich erkläre mich mit Schlvarzbard völlig solidarisch. Ich selbst hatte die Adfich', Peiljara znr Verantwortung zu ziehe». Ich reiste ihm nach Warschau nach, er war aber schon weg. Ich wellte ihn strafen. Der Tod. de» ihm Cchwarzbard gegbeeu hat, ist viel zu leicht, viel zu ehrenhaft für ih» geseseo ..Nach dieser Autsage, die einen ungeheure» Eindruck «achte, verzichtete der Verteidiger auf alle weiteren Zmgen. Die Geschivorenen sprachen Cchwarzbard einstimmig frei. Retour! Annahme verweigert! Durch die Zeitungen geht solgende Notiz eine« amerikani. ichen BlaU-s: „ES kann jemand so geizig sei», daß er ciif daS t keinen Punkt macht, um Tinte zu sparen, auf dem Puffer der Eisenbahn fährt, um keine Karte zu lösen, seine Uhr nicht aufzieht, um d«S Uhrwerk nicht abzn»iltz?v, eine Warze am Hal« al« Sragevkropf gebroucht — «*b doch ist er dabei ein K-valier im Vergleich zu dem, der eine Zeitung oder eine Kozre'povdenz drei bis vier Monate hi». durch kommen läßt und dann, wenn bezahlt werden soll, die Sache mit der Bcmerknag zurückgehen läßt: R tourl Annahme vntveiaert!" «ine freudig- Nacbrlcht für Radio-amat«ure. E>ne freudige Ueberraschung erlebten unsere Radioamateur- in der letzten Z'it beim Einkauf der bestbewährte« „MR L« Röhren, indem sie diese, statt wie b«her, mit Metalls! mit Bokalitsvckel «hielten. Hiedurch Ist die topazilioe Wirkung der Metallmasfen im Scck 1 der Röhre« entfallen. Auch der aktive Heizfade« ist nach den nene», aus «merik« stammenden Me,Hoden hergestellt und montiert so daß die E»pfavg«leifiuazSsähigkeit, die auch b:Sher »ich» zu wünschen übrig ließ, im äußnste» Maße gesteigert wurde. Drtz d'eser »euen Heist llung«-«ihode hat die „Tungsram" A. G. den Preis der Röhren unverändert gelassen, da die Fabrik dank der großen B'stellungen auf rationellere Scrii«» fabrikation übergangen ist. Merkt« l Sch chlfeife ist doppelt wirksam, wenn die Wäsche «it „Frauenlob" ei?^e«e cht wird. Wirtschaft und Verkehr. Di« Phosphorsäur« für Frühjahr«, uud Winte» sauten. Durch langjährige wisse»-schastliche Forschungen wurde festgestellt, daß fich keine Pfianze oh«e den Pflivzennährstrff Pho?phor> säure nngeflört entw ck ln kann nud daß di« PhoZ-phor'äur« für d«« Ban« uud v«trieb4stlff«echsel al« «in unentbehrlicher Pflinz«»nährstlss zu betracht«» ist- In b<« Rese?v!stcffc» d«r Sam«« ist nur für d«n allererst«» Bedarf die Phosphorsäure in au«» reichendem Maße vorhanden. Di« weiter« Eatwick« ln»g d«r Pflanze erfordert aber da« Lorha»densei» g'ößer«r Mengrn PhoSphorsäur« i» wassnlölli n«d auch der Stcllimst nur gerirg« Mengen dieses Pflanzen: ährfirffe« enthält, «i'fle» wir i« m Körner bau znr Erzielvng von Vollnvten zu den Handelsdünger«, wie Supppho«. pha», grrife», das fich heute unter den Phosphor-sämedüngnn al« eivheimiicheS Erzeugn,« am billig-sten st lli. Auf da« Joch find «eben d,n r öiige» Si'ckfloff- nvd Kalidüngern 120 bi« 150 Kiligram« Supnphokphat za gib««, deflen woffn'ö«l-ch- Pho«-piorläur« vo» de» zarten Getreides flänzchen josort aufgenommen und verarbeitet wird. Gut« B.ftockuug der Wintersaaten. Der Ausfall der Lörnernnttn hä'gt zum guten Teil von der srnten Befleckung der W^ttrsaaten ab. Die Saaten «üssen gut bestrck:, also widerstand«, fähig durch de« Winler kommen, wa« aber nur der Fall sein wird, wenn «s den zarten «Seireite, sfltnrchen vo» ollem Anfang a» richt au S ickstcff, Pdrtphvrfäure urd Kali fehlt. Schwach bestllte Wintersaaten fi^d gegen W>!ternvg«uubilde» und Pflivzevkrankhcite» weit w«nix«r wlderstandssäh'g, io deß dann die Ernt« sehr iu F'vg« gest'llt ist» Ein« steher« Gewähr für die Ei höhung »er Einte« ertiäg« n»d für die gute Qualität derselbe» ist der Stickstoffdünger «mWoosuisat (schwefelsaure« A»»o> riai), vo» dem man ons da« Zoch 80 bis 100 Kilogramm streu'. E n Drittel gibt «an b« der B--strllung im Herbst, d!« andven z»,i Drittel im zeitlichen Frühjahr vor dem Erwachen dc« Wachs-tvm«. Dte Ä'treid pflän^chen «?halte» dann so-rrrhl im Herbst als euch <« Feütj'hr di« rötrge St^ckNlffria^rnng, und nochde« da« AN«onsulsat während der ganzen WachttumsperioSe wirkt, ist eine gleichwäßige Eniwickiuvg der Körnerfrucht ficher» gestellt. Monatlich nur & Schilling zahl«» Sie für da« u«u« deutsche Tagblalt Wiener neueste Machrichte« mit der illustrierten künstlerisch ausgestatteten Wochen beilage „Slfihn«, Welt und Made." E« Ist die reichhaltigste und i« ihrrr Lrt billigst« Wiener Tage«z«itung. — Schnftleituag und Berwaltu»g: Wien YIII., JosefSgaffe 4—6. Tel. 23 101—104. Anzeigenannahme: Durch die Anzeig«nverwaltuog, Wien VIII., JosefSgaffe 4—6, und all- Inseraten» büro« de« In- und Auslande«. — Ja all«n Schichten der B erölkervvg verbreit«». Bist«« Jnf«rat^o-sorgan. Motor- Holzsclineiderei S. 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