Nr '^4 Montag, 30, September 1918 137 ,.alirga»g Mbacher IMng ''»-!' ^- l(, !,a!b,äl,ii^ >^ ü. i>!i> t,' ijnstsUlmg ,,,« Haxe mmmOich b« ^>. — z«s,»ttp«»,»viil>r: l b,e !> : .ills,«' Mill!!»c>f,^,ic 7 k, ,!>r dir diewx»! nrlpallcüs Msllami-zrilr iL u, !üt Nu^üadmm ,m ledaltio-nfllf» Tlüc W li für den Na»m cmi-r MilllmelerzeOt, Tit ^>»w«firn«o« b,fl»ds! s^ch MiOi'ii.'flrane Nr, l». ebrürrdig: bis Pedaktt«, ^XlloiiHia^ ?tt, l« ! Ltlill. Sprrcl^^ildsn t llagi, n polnischen Le» > ssiol!Szigelh gemeldet l w?rd, hat diese Nachricht bei den Legionären lind in, den polnischen Kreisen überhaupt den tiefsten Eindruck geüdl. llber die Vorgeschichte der gnadcuweiseu Ein» stellung des Strafverfahrens erfahrt man, daß Seines Majestät der Baiser schon am 21. September den Ma>! wr-Anditor Dozenten Dr. Schager beauftragte, sich in! Mar>naros«Szigelh über den Gand und den Stands des Prozesses zu informieren. Der Baiser entschloß sich^ daranf, Gnade wallen zu lassen und benutzte die Ge»' legenheit seines Aufenthaltes in Wien, um den betref.! senden Persönlichkeiten persönlich zu eröffnen, daß er! dle Einstellung des Verfahrens gegen die polnischen Le- ^ glonäre angeordllet habe. Aus dem Kriegspresseqnarlicr >oird gemeldet' , Am 26. September, einem Großkampftage der West- ^ front, haben sich die bei Verdun stehenden österreichisch. ^ ungarischen Truppen des FML. Mchger riihmlichst , ausgezeichnet, Ein gegnerischer Einbruch wurde durch" rasches Zugreifen der s. und l. Reserven vollständig »oeltgemachl. Tie österreichisch» ungarischen Truppen, griffen überdies nuch mit allen verfügbaren Kräften in ^ die dämpfe ihrer Nachbargebiele ein und konnten da»! mi< den dentschen Waffenbrüdern wirksamste Unter-! stützung gelvähren. ' Aus dl»n Kriegspresscgnarlier »oird gemelde«! ' Tie Tätig! it der l. und l. Lnsistleitträfte nu der Si«t»> weslfroni u n in der lehlen ^,e>< aup' r l h 6 - M a li! < Er glanblc jedoch, ciZ jei jchou eine von den Diene» rinnen draußen- sMicsen. So wnßle noch niemand eüoas von Sannas Fluch!. Frau von Rehling begab sich an den Frülfstücts. tisch, den sie besonders festlich hatle decken lassen, und sali »ach der Uhr, Gewöhnlich nahmen die beiden Da» n«c,i um achl Uhr dvar. begann ruhig zu frühstücken, ohne i ans die andere zu warten. ! Heule wollte aber Frau vm, Rehling nichl ohne Sanna beginnen, »veil der Tag einr:, ^sonders feier^ lichen Anstrich erhalten sollte. ^ ^hre Geduld wurde jedoch ans ,i„, ,i^.^, P^ch/ gestellt. E war schon halb neun Uhr geworden und' Smma war noch immer nicht erschienen. 5a fchickle sn' endlich ein Mädchen hinanf. .,Frage» Sie, ob das gnädige FränlVin »l'ch nicht zum Frühstück kommt." , 'liach einer Weile kam das Mädchen zurücl, „Tas gnädige Fräulein lst n,chl mehr in ihren z ^.innner,,, gnädige Frau, ich finde sie mcl, im ganzen ^ >>ause nicht, habe schon überall gesucht." m» von Rehling erhub sich und sah in den Gar» , n'ü l>inlino. Sollle Sanna schon eine Morgenpromenade ^ inachen? Iber nictM von ihr >oar zu sehen, la ginq die alte 5ame selbst in den (Carlen hin^ an^ und suchte alle Wege ab. Aber sie sand leine Spur von Sann,,. Anch im ganzen >>>inse nicht, das sie nnn ! selbst durchsuchte. ! >^>!etzl ging sie nochnia!^ in Sm,uas ^iminer und !ihnn scharfen Augen enlging der Brie' insli«. >><> üiit- ! ten ans dem Schreibtisch lag. ! B.lrofsen nahm sie den Briei ans. ! „^err Professor Michael von Sachau. — Sofort l aushändigen!" ^ 3o sland d,i,,i!i! in ^anna^ schöner, llm»'i 5-» Ein nnl,em,,m> l^!l^n>mendes Gesüh! jü^g ^n^üch ^ in Fran von Rehliugs Herzen empor. Was sollte das ! bedeute»'? Am liebsten hätte sie den Brics sofort ge-! öfsuet, trotzdem er nichl an sie adressiert war. Aber > das .Hausmädchen stand mit neugierigen Augen neben !ihr. ! Ta nahm die alte Tame den Bries uud begab sich dmnit eilig in die Zimmer i>es Professors, ^n dessen Vorzimmer Mir Friedricki beschäfiigl, neue !McMäller einzuspannen. ,.),st der Herr Professor schon wach. ". >,,üch^" sraqte sie hastig "nd erregt. „Jawohl, gnädige Frau, ^ch habe ihm soeben sein Frühslück gebracht. Ter Herr Profess,^ situ sckon in seinem Arbeitszimmer." ! 3chneü, ol»ne wie sonst anznllopsen, rend des FriMncks, Das war eine seiner vielen Eigenheiten. Als Frau von Rehling so hast.,, .., .,.. .,....,,, »vandle er sich ungehalten um. „Was willst du, Anna? Du weißt, daß ich mich nich< ciern störe» lasse," .Verzeihe, Michael, aber es erscheint mir notwen-dis,. Sanna ist verschwunden. Wir haben sie vergeblich in Haus nnd Garten gesucht. Und eben entdeckte ich aus ihrem Schreibtisch diesen an dich gerichteten Bries. Ter wird uns »ffentlich Aufschluß aeben über ihr Verschwinden." Icr alte Herr erhob s'ch erjchrocke>' mit einem Ruck und griss mit bebender Hand nach dem Briefe. Er riß das invert ans nnd überflog das schrei An. Tann sanl er in seinen Sessel zurück und sah» Frau von .Üehlinq mit einem sonderbaren Blicke an. „Sanna ist nach Glossow abgereist, Bille, laß mich ollem." Tie alle T-ame erschrak. „Nach Glofsow? Aber wie ist denn datz möglich? 2ie kann doch nicht cinsach aus und davon »Manges sein? Das ist doch unerhört — trotzdem mich ja bei d,l'slm Mädchen eigentlich nichts wundern sollte." l^ortsetzung wlgt.1 ^'aldüaM ^cmmg Nr. 224 1492____________________________30. September 181« den nalionalell Bedürfnissen der Bevölterung Vosnicns und der Herzegovina entsprechen. Der Munster for-dene schließlich alle Stämme und Konfessionen auf, in, diesem Sinne zu positiver Arbeit sich zu vereinigen. — Die Nede des Ministers wurde mit lebhaften 5ivio»^ Rufen aufgenommen. Tie „Agenzia Slefani' meldet: )n Nbereinstim.^ mung mit einer im Minister rat vom 8. d. gefaßten Ve-, schließung hat die italienische Negiernng die verbünde-' lcn ^eg.erungen benachrichtigt, daß sie die Bewegungen der ju.qojlavizche« Völker znr Erlangung der Unab»' hängigteil uild ihre Konstituierung in einem freien', Staate als den Grundsätzen entsprechend anerkenne, für welche die Perbündelen iampfen, und als nbereinstim», niend init de>, Zielen eines gerechten und dauerhaften, ^rndeno. Tie verbündete» Negieiungen, antluorleten, daß sic mil Befriedigung oon der Erklärung der italic-' nischen Negierung Kenntnis nehmen. - ^lus Lngano, uird berichtet! lie Neise ilrlando^ nach Paris und^ feine Besprechungen mit Clemenceau nnd Pa?iis haben' da.,n geführt, txiß der MinislerrUt in i)tum scine Sym» ^ pathie für die südslavische Pelve.guug ausgefprochen hat.' Tie Bläller begrüßen dieses, wie sie sagen, u>lerwar!ele Ereignis mit großer Freude, „llorrlere dclla Sera", ebenso ..^eeolo", führen ansi Tie seit einein Jahre be» ^ flehende italienische Pewegnng .,u (dunsten'der öfter, reichisch-ungarischen Nationalitäten fei zur Politik der Entente und so auch znr offiziellen Politil der engli», schen Negierung gewordell. Tie öslerreichisch-friedliche' Illusion der Entenie sei endlich zerstört. Tie'inneren Schwierigkeiten in Österreich werden dadurch vermehrt uxrden nnd sei einmal Osterreich besiegt, dann sei auch das deutsche Reich verloren. „Corriere dclla Sera" er° blick, in dem Beschluß natürlich einen nachträglichen Erfolg seines Heldzuges gegen Sonnino. Er hofft sc-doch, Orlando und Tonnino nuirden beide mit dieser .oie am Be» ginn des Krieges. Heute erzeuge Amerika mehr Tonnen l als England. Die Vorherrschast der englischen Handels- ^ flotte sei verschwunden. ^ Das Neuter-Vureau erfährt, daß die englische Re»! gierung am 27. d. M. von amtlich ermächtigter Stelle ein Ansuchen Nnlgariens um einen Waffenstillstand er.! Killen hat. Dies geschieht durchaus ohne irgend e'me Beziehung der Deutschen zu diesem Gegenstand und wird als ein ernstlicher Schritt angesehen. Es wird nicht angenommen, wie aus Deutschland berichtet wird, daß dies eine Maßnahme von Malinov nus seinem eigenen Antriebe sei. Das Ersuchen richtet sich an die Alliierten und geht auf einen Waffenstillstand zum Zlvecke einer Friedensbesprechung. T's wird betont, daß eine Antwort an Bulgarien erst nach einer Beratung unter den Alliierten erfolgen könne. Unter diesen Um-ständen steht eine amtliche Meinungsäußerung zur Saä)e nicht bevor. — Wie die „Times" erfährt, wird es als zweifellos angesehen, daß irgend ein Ansuchen eines Waffenstillstandes von feiten Bulgarien» m diesem Etadium der Operationen angenommen wird. Die törpcrlichcu und scclischcn ^cist^ugcu der Hrau im Kricsse, Von Tr. Elslieth Schwellte. ^ Wir treten hinein in den gewalligen ^lrbeilsraum! einer Granatensabrik, und wir sind fast betänbl von ^ dem Trehen der Räder, vom Sausen der Treibriemens vom Aufprallen der Kolben. Erst allmählich erkennen! wir die einzelnen Maschinen nnd vor jeder Maschine! die Arbeiterin, wie sie in Männertleidung, die Haare z vom engschließenden Hopslnch geschützt, den Hebel der! Trehbanl handhabt. Oder wir sehen die Heizerin am offenen Fener unermüdlich von morgen bis abends i die Kohlen in die großen Ofen hineinschippen, damit, die ')»'iesentessel der Fabrii den ungeheuren Drnck des Wnsserdampfes entwickeln. Wir siannen iiber die Franen i an der heißen Stahlschiene, die, nnbeirrl vom Funken» j regen, mntig nnd geschickt den glühenden Eisenblock > mit der Zange packen >mo il)n ans dein rechte» Wege! weilerbefürdern. ! Ein anderes Bild: Im hellen, weit sich dehnenden! 'Kaum der Munitionsfabrik sitzen an langen Tischen'j Hnnderie junger Mädchen von 15 bis 18 Jahren. Sie > prüfen mit schnellem Handgriff die kleinen Infanterie»! geschosse, ob sie nicht ein Gramm zu leicht oder zu! schwer, eiuige Millimeter zu lang oder Zu dünn sind. Tausende von beschossen laufen täglich durch ihre Hände und nicht eineil Augenblick dürfen die Wedanken der jungen Mädels von ihrer mechanischen Arbeit zu lie-bit tausend Fäden darein gebunden. Der Mann gleitet von ihr sort in em neues Leben und sie selbst trügt neben dem tägli-hüi Sehnen nnd Vermissen, neben' dem langen Warten auf Nachricht aus dem Felde mm allein eine ^ast der Verautwur-tung, die ihr ganz neu ist. S>e hat Entscheidungen zu treffen, bei denen der Mann nicht helfen kann, weil das heimifche Leben ihm fremd geworden ist. Entschei-düngen, für die es gar lein Vorbild gibt, »veil der Krieg alles umgestürzt hat. Vier, fünf >hre Entwicklung im Leben ihrer Kinder, die ganz in d,e Hände der Mutter gelegt sind, das will etwas bedeuten. Und imeviel wer-den' allein gelassen mit dieser Peranlwortuug fur ihr ganzes Leben! Dazu kommt die fortwährende aufreibeude Muhe , um das tägliche Brot, die ständige Frage: Wie mache ! ich die Kinder fatt? Wie ziehe ich fie sauber an, daß j sie sich nicht zu schämen brauchen? Es ist wie em j Wuuder, was Multersorge mit Fleiß und unerschops. licher Findigkeit da zuwege gebracht hat. Wenn die Kinder im Alter des Heranwachsens sich sehnsüchtig "ach einer weileren Brotschnitte umsehen, so ist cZ g^ wift schwer, ihnen nein zn sagen. Das überhaupt gehurt zu dem Schwierigsten, was man von der Frau als Hausfrau hat verlangen müssein sie, die nur gewöhnt war, für tns Wohl ihrer Familie zu sorgen, follte auf einmal begreifen, daß der Staat mehr ist als die ,5a. milie, sie sollte sich klar machen, daß 'er einzelne auf alles verzichten muß, damit das Ganze leben konnte. In der Familie war es ihr deutlich, daß der emzelne nicht leben kann, ohne auf den anderen Rücksicht zu nehmen. Aber was war sirr die Frau der, Staat? In diesem Kriege ist er vielen zum erstenmal zu einer lebendigen Macht geworben. Leichl wurde den Franen diesc Erlennlniö nicht. Tenn vor allem sehlt ihnen das uumillelbare Erlebuls des Krieges. Wer von Franen jemals im «riegsgebilll genesen ist, hat sofort gefpürl, daß draußen eine andere Luft weht als in der Heimat. Den Franen zu Haufe fehlt das Erlebnis der großen kameradschasl, bei der alle sür einen eintreten: es sehll ihnen dc,s gewaltige Erlebnis des siegreichen Angriffes oder der geschickten Verteidignng, des Stolzes auf das Selbsterrungene. Tranßen an der Front lonnen wir nnn einmal nicyl dabei sein, und niemand is! überzeugter als wir Franen, daß all nnsere Kriegsleislungen in Nichts ver-sinlen vor dem übermenschlichen Ringen, wi«." es nnsere Männer draußen an der Front bestehen. Aber das eine lau» sich doch jcde Frau sagen: Ich gehöre mit zu dein großen Heere, das gege» die ganze Nelt im Felde steht. Es ist nicht gleichgültig, ob ich dabei bin. Auf jeden Arm tommt es an. Icde Frau, ob fie nnn ln Haus oder Beruf arbeitet, gibt ihre kraft mit dazu zu d?r großen Snnime von Kräften, die nnsere Verteidigung ermöglich». Aus diesem Bewnßlsei» der engen Mitarbeit und Zugehörigkeit zu dem großen Ganzen schöpf! die Frau die Kraft, alles bis zum Letzten zu ertragen, bis zur Hingabe des Liebsteil, was sie besitzt. Es bewährt sich hier die merkwürdige Frauengabe! Mit der Größe der Last wächst ihre Kraft. Körperlich l,,d feelifch wird mau iuilner neue Leistungen von ihr fordern tonnen. Sie wird nicht müde werden und Mut und Zuversicht be» halteu bis zu dem Frieden, der unser künftiges Schick» fal sichere. Lokal- mw VrovmM-Nachnchtcn ) (Nestern nach. mittugs fand im Saale des hiesigen ..Vicstni dmn" in Laibach eine von etwa 200 Staatsanaestcllten besuchte Ver» sammIuM statt. di<> sich mit dcr Notwae der Ttaatsansse-stcllten befaßte und in einer eintzellin, anacnmnmenen Resolution dic Mittel und Weae darlegte, auf welche Weife dieser Notlage wenigstens cinia.eriuak>m zn ftcuc'rn wäre. Die Versammlung der vereinigten Organisationen der Staatsbedk'nstetc» leitete Stcueroberverwalter L i l l e, ss, ,<5aiiptrcfcrenl lvar 3anl>csgcrichtsrat Neaally, Korefe-vent Professor Dr. Puschni ^. MeichZralsalMorcmc-ter Dr. V. Navn ihar führte in seiner Ansprache n sich iminer für die Notwe„t>i<,Veiicn der Staatsdedienftctcn einsehen nicrdc, selbst wcnn sie M schärferen Schritten ssezluungen wäre. für ledige Sta^tsangestellte 1000 X. K) für vereho lichte SwatsnngcstcNte 1500 X und je 300 X für jedes unversorgte Kind; 8.) Einbeziehung der Teuerungszulaaen in den Nuhcnenuß bis zur endgültigen Regelung der Bezüge; 4.) Doppelzählimg der Kriegsjahre für die Vorrückung in höhere Bezüge und Ruheyeimh; 5.) Regelung der Vehalts-, Ruhe« und Versorgungsgenüsse der Staats, angestellten und deren Hinterbliebenen-, N.) Entschuldung der Staalsangestcllten; 7.) Zwangsbersicherung aller Staatsangestelllen und deren Familienglieder negcn Krankheit und Unfall; ».> Fahrpreisermäßigungen für die Staatsmlgestellten, deren Franen und Kinder gleich den Nahnbcdienstetcn oder Offizieren; 9.) Erhöhung der Diäten, Stundengelder, Nachldienstgeliühren und Honorie« rung von Überstunden in allen übrigen Ressorts; 10.) un. mittelbare staatliche Belieferung aNen Swntsbediensbeten gleich den Schwerarbeitern mit Lebensmitteln und anderen Bedarfsartikeln; 11.) für den Fall eines Abbaues der Mieterschuhvcrordnung. uberlucrhme aller Mehrlaften durch den Staut. — lVerbot des Betretens des 3chloßl,erges.j Tas Äelrclen des ^aibacher Schloßberges, bezw. der An-lagen auf dem Plateau des Kastells, wird in der Zeit zwischen l2 Uhr mittags und 2 Uhr nachmittags aus militärischen Nückpchten vom Stadtmagistrule Laibach fur ,edermann bis auf weiteres untersagt. Die Frei» gäbe wird bekanntgegeben werden. " lDie Hastung sür lHisenlmhndiebstnhle.j Als die zum zturgebrauche nach Karlsbad gereiste Private Anna M'lbach ihr Reisegepäck, welches sie gegen Aufbewah. runsssschein in der Gepäckaufbewahrungsstelle des Karlsbader Bahnhofes abgegeben hatte, abholen wollte, stellte es sich heraus, daß eine Tasche mit wertvollen Gebrauchsgegenständen, auf die sie die Vahnbedienste-ten besonders aufmerksam qemachl hatte, fehlte. Die Tasche konnte nicht zustandegebracht werden. F,rau Laibachcr" Icituna Nr. 224 _____1493__________________30. September 1918 Ksselbach brachte nun ^egen die ^^»schueh.ader Vahn line Klage ans Ersatz von N»ahn verloies daran,, daß sie genuis; der cms den, Anf-beloahrnn^sscheiir enlhallene» AediiMNgen blos; snr den Betrag von hundert kronen haste. Tas Handed» ^erichl verurteilte delngenläf; die gellaqle Bah.l blos; 5NN! Ersatz dieser hundert Kronen nnd ivies das Mehr-begehren der Klägerin ab. Tas ilberlandesgerichl be-släligle dieses Urleil, allein der sbersle (Gerichtshof aab der Revision der Klägerin ?iolge nnd verurteilte die Bahn zum vollen Scl^deliersan lroi', >,^v ^asiuxa^» einschränlnng. Der Krieg. telegram»«« des l. t. Telelirapl»en«Korrejp«,,,dv»H' Bureaus. Österrcich-Unizarn. Von den 5tricnosch»ulplä^cn. Wien, 28. September, '.'linllich loird verlanlbarl: 2^. Sepleinber: An der italienischen ^ r o n l leine nruneno» werten kampfhandluuge». 'Alls dem nlbanifchen K l i c g s s ch a n p l n h e haben unsere Truppe» westlich vom Ohrida » See in eiuem vou deu Bulgaren übe'llomiüeneu verleid'-guugsabschnitt feindliche Angriffe abgeschlagen. Der Chef des Generalstabes. Wien, 29. Coird ve^lantbarl: 29. September: Au der i t a l i e n i z ch e n ,^ roui leine besuudereu Kreiguisse. Ä« der albanischen Küste »nd bei !iÄm!lich.l (^ches Hanpt-a.narlier, 28. September: Westlicher Kriegsschauplatz. Der ^nglnuder greift in der Nichlnug auf (5ambrai n»d südlich davuu au, der ^rnu^oje jellt iu der ^ha»,. pagne, der ^lmeriiailer östlich der Argouuen seine An» griffe sort. Teilvorstösle uud Teilangrifs.' zwischen ?jpe,n »nd der Scarpe sowie^wische» Ailette »nd A'cue begleiteten die groslen Augrisfsoperatiouen de<> l'-'.eguers. Heeresgruppen des Kronprinzen Zlupprccht von Baher« «ud des l^cncralobersteu von Boehn: Der ^eind, der s.wisch'N ^peru uud der Scarpe an ^l'ehrereu Slelle» qeqen »njere ^ini«« vorslies;, wurde abgewiesen. ^u beiden Seiten uud zwischen deu von Arra^ und Pevonne anf (sambrai sühreude Ztrasze» lnnche» jech-,',ehn englische uud kanadische Divijiouen nach lieftigem ^ruerlampf ,',um Angrisje v>,'r. ^,eiderjeiio von Mnr» suio«, zwischeu ^Uloeuvrecl uud Nrlnncourl sowie ^wi-scheu Nil'econri »ud Villero ^inlclüiu l'lach der erste Aostnrm des Feindes vor unjelen Linien ^isnuimeu. ^„r Clinic Oisy lc Verger ^aynecolüt aussee wnr am Al'end nnch wl'chselvpllem .^lnmps und nach erfolgreichen ^egeuawirisse:» die ^inie '-l^urlon iliibecuun gehnlle». Vor nnfereu Stellungen ,,wischen Nibecourt l»ud Villeio t^uiclnin sind alle Angriffe dec, ^eiudcs gescheitert. Zwischen tfpcli», «ud ^l>nset'.ung frischer Divisionen seine starleu Augriffe fort. Der ^rau,»l'se lounle in seine» mehrfach wiederliol-leu Augrifseu zwischen der ^nippe uud der Aisne uur weuig Bodeu gewinueu. Au« Aveno standru wir' i» der ^illie Anberive sur Euippe südlich von Tomme! Py (^rnlrcuil ^uuconville - ^>nld von ^erua!) il.i inlnüpse. Die Angriffe der Anicrilauer östlich der Argonuen lnmeu südlich der ^iuie Apreiivn! (siergeo ^um >3le> l)en. Munl^aucon wurde Wege» drol)rnder Umfassung l,er!,ll!»l. Dir über Moulfaucan und ustlich davon vor» brechenden Angrisse scheilerieu vor nnjeren neuen ^»»ien. Franzosen uud Ameritancr erlitten uuch gestern wieder schwere Verluste. Wir schosscu gestern !l feindliche Flugzeuge ab. ^eünü.ut iliunley errang seine» 45., ^berlr.ilnunt ^oer. zcr seinen l l. «nd Leutnant ^iäuuler seinen :l.'». ^«st» l'l'.'l. Dcr Erslc Gciicralqilu^livrmcistel' von Ludendorjs. Berlin, 2!). Scplcmbcr. »Anlllich.j Großcs Hnnpl» quarliev, ^9. Scplember: Westlicher Kriegsschauplatz: Der Engländer Hai im Verein mit Belgiern seine Angrijfe in Flandern attsgenomule» «nd gegen l/am» l»a> fortgesr^t. ^ran<;osen nnd Amerilnuer stürmten erneut in der (shampagne sowie '.wischen de» Argonne« «nb der Maas an. Heeresgruppe des.Kronprinzen illupp:echt von Vaycrn. ^l>» ^s,»de durchqesiihri. Der l^cqner hielt »nn 'Hiiorqel! noch lnuge Zeit dnc> qeraumte l^clnnde unter ^eue», iu den ^1,'iltagsstnüden bega»» er scharf uach'.lidlli'igen nnd griff mndwestlich nud westlich von slamlirai mit starten Kräfte» an. l5r wnrde abgewiesen. Ebenso scheiterten Angriffe, die sich am Abend gege» die ^iuiei, südlich vou Marcoiug richteten. Heeresgruppe des Deutschen Kronprinzen: Zwischen Ailette «nd Aisne habe» wir ohne fciud-liche b'inwirtxng uufere ^iuieu hinter den ^ijeAisne» .^anal zwischen Ani^j le thaten» an der Ailelte «nd Buürg n,,s .'.«rülldrültte. Aber auch hier siud wie an der ganzen übrigen ^ront die Angvifje des Feindes unter sehr schweren Berlnsten sür ,hn in unserem Abwehr» iencr, in ,',ähem ^iahtamps und in unsercu erfolgreiche« l^egenangrisfe» gescheitert. Unsere Schlachtstasseln griffe» den östlich der Aire nuitlirmende» ^eind «>>< groszem (Erfolge au. Bei den gestrigen Klampfen wurde« mehr ali, !',' sind qeslrin abinds >>i daö (^r^ße Hauptqnarln'i ab^eieisi. Der Bericht des ^elbmarschalls Haig. London, 29. Septeinbcr. «Reuter.) Bericht des ,>eld-lülirschalls Hail^: Tcr liestriqe Aiisiriss an der (5aml>ru>. ^ront ».inrde nachdriictlichsl bis zu später Stunde for!» l^scjU, nnd Mir besonders ans dcnl nördlichen Teile des Schlachlseldes. Es wnrden »oeiterr Gcfanqene qe» n:ach< nnd (Neschli«.'.? cvbcnlel. Trnppcn des (i. n»,d 7l »orps machlen an der 5vrm>l Punschen dein Nucken von ^lesqui<"res nnd den .Höhen von Vonrlm, »weiter qnle ^ortschrille. Tie ersle lanadische Tivision ^elan^le über >>ayneco>irl hi nans n nd erreichte bei der nnch Donay. (5ambrai siihienden Clrasze die elsle Division, slies; an den Canadiern vorbei vor, brach über einen Abstand von mehr als zwei Meilen vor nnd nahm Siney und 5isy le Verlier. In der stleichen ^ieil spvancl. die 5'l>. Ti» vision länsis des Kanals »ach ^'mden vor n»d machte iibei 5i<)<> l^esanstene in den ^erleidisinnqsslellünqen nordöstlich von Sanchl) (5ancht). Diese Operation wnrd? dlnch die ansqe^eichnete Arbeit t»er Piunlere << hi unter» su"!<',<, denen es in nx'nilier als vier Stntlden nach Be» «n'nn des Angriffes nnd trot; des seindli(l)en l^esslnit.'.» senels qelanli, eine Anzahl von Brüllen über del! Ka-nal dn 9iord zn le^cn, die sür den Train stars «.eniil«., ware», so das; unser Bormarsch ohne Ansenthnlt, fort» qesetzt »verden lonnte. Tie Operationen machten hent? früh an der qan.'.en Schlacht front lx-friediqende ^orl-schrille. Über !<>.l>l)<) (^efanqene >onrden ^e>nacl>t nnd über 2W Geschül'.e erbentel. Tie ^peralionen i>er briti» schen Armee il' Flandern im Veveine niil d<'r bela.!» scl'.en Armee beqannen henle srüh. liegen die Weißgardisten. Petersburg, 28. September. Tie „Pravda" vom 2l>. d. »neidet: In einer Gliede über die WohnüNstssrac^e und Arbeiterpslichl änfterle nch Sinovsev: Wir müssen >>l>oisse ^iloei^e der Kriegsindustrie wieder herse>,, von russischen lyeneralen, rechten Sozialrevolutionären nnd anderen Weißqirdisten gc» silhrl, zloinqen uns zn lämpsen. Al>er diese Herren möaen wissen, txih wir, wie sehr wir nnch den Krieg hassen, diesen Kriea. aus uns nehmen und durchführen weiden, bis wir die WeisMrdisien bis .'.um letzten Mann unschädlich qemacht haben. Bulgarien Die Bedingungen der Entente für einen Wstfsen» stillstand. London, 28. September. Tas Nenter.Bureau er-sährl, das; dic britische Antwort aus das Ansuchen V»l. qnriens nm Waffenstillstand sich mit der bereits von, Oberbefehlshaber der alliierten Anneen aeqebcnen Ant-,oorl d<>cN. Tiefe Antwort eillärl bündiq, daß die m,l,. lärischen Operationen nicht eingestellt werden tonnen. (^leiclMiliq »vnrde zu dem Vorschlag, oas; orbnungs» Laibacher Zeitung Nr. 224_________________ _________1494__________________________________30. September 1918 müßig beglaubigte Vertreter Bulgarien mit den Alli-l ierleu wegen der ^-riedensfrage konferieren möchten, der Negiernng in Sofia beslilnmt erklärt, daß ein der« a!tiger friede selbstverständlich den Gültigen Bruch der bulgarischen Regierung mit der Türkei sowie mit Tenlschland und Österreich«Ungarn in sich schließe. Tic verbündete» Legierungen verlangen selbstverständlich jede Garantie, die sie für nötig hallen, um' ihre mili« lärischen Operationen zu sichern und die Entsendung deutscher Truppen nach Bulgarien zu verhindern. Bei den Erörterungen des bulgarischen Vor>chlages darf nicht unerwähnt bleiben, daß die Alliierten nicht beab. sichtigen, eine endgültige territoriale Regelung anf dem Balkan zu versuchen, deren Erwägung naturgemäß den Beschlüssen der Friedenskonferenz vorbehalten bleiben muß. Es Haudell sich darum, ein solches militärisches Abkommen abzuschließen, daß jede fernere Gefahr von bulgarischer Seite für die Operationen der Alliierten auf dem Balkan ausgeschlossen würde. Ties würde die Demobilisierung der bulgarischen Armee oder ihre Ver» Wendung an einer Stelle gegen die gegenwärtigen Ver» buudcten Bulgariens in sich begreifen. E3 könne und werde kein Schritt territoriale Fragen betreffend unter» nommen werden, aber ein wesentlicher Punkt sür irgeud eiu vorläufiges Abkommen muß die Räumung aller Gebiete durch Bulgarien sein, die außerhalb des eigcnt» lichen Bulgarien liegen nnd von der iulgarischcn Ar» »nee seit Ausbruch dcs Krieges beseht wurden. Wenn die oben genannten Bedingungen, die nach Sofia tele, araphiert wurden, der Regierung Malinovs nicht an. nehmbar erscheinen, so sehen sich die alliierten Regie» rungen nicht in der ^age, andere Bedingungen vorzu» schlagen und überlassen es Bulgarie», andere Per» söulichkeilen zu finden, die zu ihrer Ännahine bereit slUd. Vine gemeinsame Aniwort der Alliierten. London, 29. Septeiuber. A>ie das Reuter Bureau erfährt, »oird die formelle Antwort an Bulgarien nur »ach Beratung mit den Alliierten gegeben werden. Un' levdesfen ist die bulgarische Regierung von den allge-meinen Grundlinien der Politik in ktenniuis geseht worden lind es ist anzunehmen, daß'die Regierung in Sofia jetzt die formelle Antwort der VlNiierteu abwar» !!rei» sen berechtigt erscheinen. Tie herbeiströmenden deut» sci,en Truppen werden den bulgarischen Regimentern neuen ^amvfesmnt einflößen. Ter gesunde Menschen-verstand »vird den Bulgaren > sagen, daß das mühsam in. drei Iahreu Envorbene und Erhallene nicht in einer Woche verschleudert nnd durch eine Intrige N'ieder-gewonnen werden kann. Teutschland mit seinen gewal» tigen Äc'achtmilteln zeigt durch sein Eingreifen, daß es bereit ist, dem gefährdeten Bundesgenossen in diesem schweren Augenblicke ganz beizuslehen. Der Vormarsch der (tnleute. Wien, 29. September. Aus dem .Nriegsprcssequar» tier wird gemeldet: Italienischer Generalstabsbericht vom 28. September: Mazedonische ^ronl: Am 25. d. nahmen unsere Truppen in völliger Zusammenarbeit mit den Alliierten ihren Vormarsch bis zu der kürzlich besetzten Linie Brücte Vu5in—Vrbjani-Malo. Tcr Feind leistete heftigen Widerstand, auf den Osthängen der Trvenik» und der Bab-Berge aber wurde er mit großem Ungestüm angegriffen, geschlagen und zerstreut. Unsere Kolonnen schlugen die feindlichen ^cachhnten zurück und besetzten am folgenden Tage ttru^evo. Am 27. d. hatten wir troh Gcländeschwierigleitcn das ganze Gcbirgsmassiv erobert, das sich zwischen ^erua und dem Velika-Tal erhebt. Wir erreichten die Straße Mona-stir—Kic>cvo l^r^tx^. Nördlich von Temirhissar setz» ten unsere Trupj.x'n ihren Marsch gegen unsere ^iele unermüdlich fort. Lundun, 28. September. Serbischer Bericht vom! 27. d.: Tie Serben erreichten am 2s). Nadovi^te und lamen ziemlich weil über die 5lo<"ona hinaus. Am sel» l>en Tage drangen sie in Veles ein und nahmen viele Truppen gefangen, die die Feslnng verteidigten. S» dann setzten sie sofort, den Vormarsch nach I^lip fort. Es wurde eine riesige Anzahl Gefangene«, meisl Teul» scher, gemacht und eine riesige Menge Kriegsmaterial er beulet. Athen, 27. September. Amtlicher Heeresbericht vom 20. d.: Tie mit den Briten zusammen vorgehenden grie» chischen Truppen haben den VelesRii.len erreicht und sich der Straße bemächtigt, die nach dem Gebiet nörd» lillj vom Toj^an»See fühvl, Sicqemann über die Lage an der mazedoliijchen ^ront. Bern, 29. September. Stegemann ertlärt: An der mazedonischen ^ronl sind genügend deutsche Verslär» tuilgen znr Stelle, ^önilcn diese aus der Flanke ope» riereu, so ist die Erhaltung Mazedoniens und die stra» legische Wiederaufrichtum-, tier Bulgaren möglich. Die Türkei. Bericht des Generalstabes. .^onstantinopel, 26. September. lAmllich.j ^ sma-uischer Bericht vom 28. September. Paläslina-^ront: Tie ^äinpse uin den Tiberias^See dauern an. — Vo» den übrigen fronten nichts 3ienes. iDiretie .<>larlosselversor^l>t!.q der Ul>>«il,me»te„.> llui einem Wunsche lveiler kreise der .'iichlselbslversor' ger entgegenzulommen, hat die ^audesregx'ruug über Erulächiiguug des Amtes für ^»ltsernährung gestattet, daß die Richtselbslversorger ihren ^arll'sselbedars durch diretten Bezug vom Produzenten decken diirseu. Hiebei sind folgende Gruudsätze zu beobachten: !.j Ter Bezug darf uur innerhalb des Maudes erfolgen. 2.) Tie Iah» rcsverbrauchsmeuge bis zur nächsten ^rnle darf für ?ie Person höchstens l<)l> >»iloarauim belrageu. 3.) ^',e-zugebelvilliguugeu diirse» uur nach Verzichl aus die >»arloffellaiö sind au die politische Behörde erster Instanz, besuche nm Vc^ugsbcwilliguügcn außerhalb dcs poliN» scheu ^^ezirkes e>n die ^wei^sleilc der ^riegs^etreide' verlehr^anstall in Laibach zu lichien. Beispiel: Wohnl der Konsument iln polilischen Bezirke Litlai und l,e-al,'ichligl ei ttarlosfeln bei einem Prodiizenlen in St. ^iarlin i-lischer Bezirk ^aibachj taufen, so wäre oas Gesuch bei der ^weigslelle der z,iriegsgelreideverlehrsanslall in ^aibach einzubringen. Tie politische Bezirlsbehörde lim erslen /iallej uud die Zweigstelle der Kriegsgelreidevcr» tehlsansial! >im zloeite» Mallei stellen dem ,^ousumen> ten Trausporlbescheinigiiugeu uis. >'.) I»l dein Gesuche u.uß die genaue Adresse sRame, Wohuorl, Hal,vuul!:> iuerj des Produzenten, d. i. des ^andwirles, von dein dei Nichlselbstversorger Kartoffeln beziehen will, c.n» geführt werdsn, da sonst die Gesuche an den Gesuch-sieller zur Ergänzung zurü>.-lges»ellt werden müßtcn, loas nur Zeilverlust bedeuten vürde. 0.) Behufs Er» zielung einer raschen Erledigung der Gesuche haben die Parteien dieselben nach den bei den Politischen Be» zirtsbehörden lBezirtshaliptulanuschaft, in ^aibach ')eim Sladlmagislrat) erhältlichen ^ormlllarieu zu versassen. 7.) Tie ^risl für die Einbringung der Gesuche um Be» williguug des lurzlvegigen Vez igcs l0ü Karlosf.'In erdet mit 2. November 19'.8. Eiae Verlängerung dieser Frist wird unter leinen Umslänocn sta'tii ler ''»U k für ein .Mogramm, bci Mengen von wenigstens 100 Kilo« grauim und daniber fiir gewöhiiliche Erdäpfel 20 K per Meterzentner, für .^lipfler jedoch 5<> !< per Meterzeiil-ner. Tiefe kurz»vegige Belieferung von iaarlosjeln gilt uur für privale Haushaltungen l>iarlofsellarteubesi!A'rj. — iAus der Sitzuna des städtische» Approvisionlernngs' ausschusses vom 27. September.) In Mmaßheii dcs jüngsten Sihun«öbeschlnsscs luurdc dcr Äevicht über die Ein-^ führung dcr ^nivalschlachlung erstattet. Nachdem voll j>cr slädtischc,'!! Appruvisionierun^ die Errichtung einer Icutral^ schlachtstclle beschlossen worden lvar, lncldet sich nun auch die Schlachtviehuerwertuugsstelle unt> reklamiert die Zeu'bra'Ischlachtuna. für sich. Sic uberimltMe dcr städtische» ApprovislMlicruns! ciuc Anschrift, worin kurzorlMnd »iit-ssclcilt wird, daß sie umn l. Nolicmbei' al> dcr städtiichen ^pprodisiouieruuss statt dcs Schlachtviehes Fleisch absscben üx'rde. Nach länaerer Tebatte. luorin damuf hinssewieseir lunrdc, daß dic Zcn>trnlschlachtsmt> faßt den Vcschluß, das; die >jcntralschlachtung in den Händcil dcr Stadtgeiucinde zu ticrolciden hes Organ dic Laudesstcllc für Schlachiliichl>crlvcrti!!,g ist. einzubcT'nfen, dcschließt dic Einberufung cincr besonderen Enquete, zu dcr auch die Laibacher FloischlMU'r einzuladen sind, dcnnit nach Tuu'Iichtcit der Wcg gesunden lvcrdc, wic dic ^cntralschlachtnng zur ^ufricdeiihei! der ^ousuiuculeu und d^'i. betreffenden (.^cwervcö dilrchzuführcli luärc. -^ Durch dic gänzliche Einschränkung dcs illucksaclvertehrcs wurde dll: Vcliölkcrung l>art gclroffen. Die Etadtgcmeindc l>at txigcgcn boim ^oltscrnähruugsen die Prolestc bisher »och tl'inei, WidorlMlt gl'fluidcn. Es wurde nur die Bcwilliguun erteil!, das; Eixzl-lpcrsoncn du,n L<> >riw am»,,» Erdäpfel brixgcn dürfc,,. Wcr u,chr al<» 5»il<' grai»!» tiringt, de>» ioerdeu die Erdäpfel uioxichsichiNch aligeiionnneii. l(s-ldüpsel fiir de» sechste» ^e,;irt.) ^o, scchsleii Äezirlcs erl)alle,!> iiiorgc» bci Mühlcisl'u Erdäpfel iü folgcnder Ordnung: lwrmitlags uon ^l bis li llhr Nüül-nn'r ^l !<;<), ^'on !» l'is I«) llhr Nr. ><»! .'^0, l,m> <<» bis >> llhr Nr.:«! 1^0; nachliiittags von halb U bis hall' 3 llhr Nr. 4«1 , ».wn IM> :i l'is l>alt> l Uhr Nr. l!ll «00, oou l>a'lb i bis l,all> l> llhr Nr. ^01—<»(!<>, von l>alb !"» bis lxrll! ü Uhr Nr. Ml l'is ,n>>n Eüd^. 'Aus jedc' Perft», ^nl-sauen I"» >l!l^raün»> dlis >>il^ra!>nii tuslel l^>l u. <,^rn»!ttüftfc fiis dc„ ,nuei, . ,^^'ilcn ^,^irl a>>f t>><' arilüvü Erdlipscltarlcn he»!c, »,orgen, übc^inolstei, üüd a>,> Donnerstag .^ranl-löpsc in folge,ider Orduuug: h e n t e nachiniltags von l>all> 2 bis l>itt> N Uhr ;».'^. ,.,^.0, m orgc» vormitlags von « bis N llhr Nr.:^.l^>0l>, nachiniltagö von l^lb 2 bis halb l) Uhr Nr. 501—700. a„n M i l l >o u ch borinillaas i.,un « bis lt l^hr Nr.701—l»»0, ,iachl»il!ags lwu l>,ill' 2 bis halb l» Uhr Nr. !>N"1^0, „, Donnerstag vor »,il!Ms boil « bis >l Nr. 1201-15,00, »achiuütags ^>» wlb 2 bis halb 0 Uhr Nr. !50, bis zm» Ende. Das Kilo-lNaiuin kostet 56 I,. (Po>c!!>crbc^rcibe»dc, die inchr als einen Arbeitcr bc^ schäfligen, in ihrcr Werfstättc uiehr als eine Lich! quellc benötigen und schon im laufcndcn Jahre dcu Pclro-leiiinfragcbogeil eingereicht hgs i»> groMn C sie dic Gelocrbctarlcn fürs Pclrolclliu (t.>-Karlcu) er ha>ltc,l wcrdon. Dic Äctanntgabc, zu well'hcm ZeitpuuNe txis Petrolcuni auf die <)-Karten wird abgegebeu wcrde» töüiic», erfolgt in Tc^gesblältern. Solche Geloerbsloutc, die heucr noi. — (Herstellung cinez vullwertine», Gummicrsatzes.) Man meld<'t aus Berlin: Nach dcm „Lokalanzeiger" ist es den Elberfcidcr Farbe»fabritcn gclungc». einc» vollwcrli-llen Ersatz fiir Gummi hcrzustcllcn. ^ (Ein Wilson-Vnssin.) Bekanntlich ist cs jeht in Frankreich die große Modc. alle möglichen Straßen, Plähc us!o. auf den Namen dcs Prä side n>tcll Wilson zu taufe». Die jüngste Taufc dieser Art ist in Marseille liollzo«.?» worden, wo man dcm im Bau bcgriffcncn Hafcubassin, dciü frühcr „Uwssin dc la Madrague" h^esz, dcn Na>ne,r dcs Präsidcn4c>r Wilsm^ bcilcgtc. Abcr eine solche Taufc ist. !uie das „Journal officicl" erzählt, gar keine so cinfachc ' .'^dac^c önumn '.'tt. ^^i4 149ö ^ __________________30. Septcmdcr IU1K Tach<', Im bureaukratischen Frantreich werden erst view Insw zen zu Nate gezogen, vis cine so hochwichtig An^ gelege.cheit ihre glückliche Lösung finden kann. So waren für die Hafentaufe erforiX'rlich: eine Beraluilg der Han-delslammer von Marseille, ein Bericht des techniscl)cn Lei. tcrs der ersten Division der Marineverloaltung der Rhone-Mündungen, ein Gutachten des Präfetten und endlich ein Bericht des Ministers der öffentlichen Arbeiten nnd Ver-kehrsverhältnisse an den Präsidenten der Republik. <(5in liel'exswcrter IUngliua.» Kopenhagener Äläucr veröffentlichen das folgende Kriegsgewinnler-gcschi^uclx,'»: Ein junger (-'err V., ein, um in der dänischen Terminologie zu reden, „Tabakgulc-lichbaron". hatte sich ein Niliergut zllgelegl. Diesertage tan, er auf die Idee, sich ein Granimophon zu laufe», woslMlb er in einem dor Laden der kleinen Stadt für 875 Kronen ein solches Spiel-werl erhandelte. Es war nämlich lein teuereres allf Layer. AIs cö zum Vc'zahlen kam. zog Herr V. einen Fünfhundcrt-klonemchein ans der Tasche'. Der Geschäftsmann erklärte sich außerstande, ihn zu wechseln und erbot sich, damit in ein benachwrtcs Geschäft zu gehen. Doch der Gllwsa> jüngling sagte naclsiässig: „Nicht nötig", und ging mit den Worien.- „So, nun sind wir quitt!" an das Scliaufenster, da» er mit einem kräftigen Schlage einschlug. Nachdem er auf diese entsprechende Weise seine 5M Krön«, los geworden war, lud er sich ein paar Freunde ein, um den Gra»,mopl>onlnuf zu feiern. Querst wurde das InstrumeiU uiuer Ableierung aller möglichen Musikstücke durch die Strafen der Kleinstadl getragen. Der Spaziergang endete im Hotel, wo das Grammophon mit Whisky, zn ?k Kro° nen die Flasche, gefüllt wurde, loährend die Platten als Schlendcrlrxiffen ein vorzeitiges Ende fanden. Auf diese Weise gelang es, sich der lumpigen b()l» Kronen auf genuß° reicl^e Weise zu entledigen. <<5in „strnienifchrs Genie".) Von einem tünftigen „strat^ischen Genie" erzählt ein schwedisches Blatt! Der Loutnan» instruiert über das Verhalten vor dem Feinde nnd frant dem RekrutenKnudsen! „Knudscn, N>is tun Sie, N>enn Sie in> Felde einem einzelnen Feinde begegnen?" - „Ich schieß' ihn übern Haufen. Herr Leutnant." -„Nichtig, Knudsen. Und Was tuu Sie, lvcnn Sie einer ganzen feindlichen Kompanie begegnen?" „Ich schieß' sie ül>ern Haufen, Herr Leutnant." - „Falsch! Dazu ist ein einzelner Mann nicht imstande. Nein, Knudsen, Sie ziehen sich unbemerkt zuriiy und machen Meldung. Aber waö lun Sie, wenn Sie im feiudliclM Gebiete eine Kuh ohne Hirten treffen?" - ..Ich schieß" sie übern Haufen, Herr Leutnant." - „Falsch!" - „Ich ziehe mich zurück und maclie Meldung." — „Erst recht falsch, Knudsen; Sie packen die Kuh bei den Hörnern und schaffen sie ins Quartier! Nun sagen Sie, Knudsen, lr»as tun Sie, wenn Sie zufällig im Felde mich erblicken?" „Ich schieß' Herrn Leutnant übern .Haufen." — „Scl^fskops! Ich l'in doch Ibr Vorgesetzter! Und Sie sehen doch auch. das; ich die i'ä'wedischc Uniform trage!" - „Dann ^iche ich mich unbemerkt zurück und mache Meldung." — „Vollkommener Blödsinn! Ich bin doch koine feindliche Kompanie!" -„Dann packe ich Herrn Leutnant bei den Hörnern nnd schaffe ihn ins Quartier." — Hier gab der Leutnant das Spiel auf. — Rockefeller und sein Nachbar.) In einem New-yorker Armenhause starb diescrtage ein Maim schwediscl)er Abkunft, namens Melin, der vor z!r>anzig und mehr Jahren in den Vereinigten Staaton zur Berühmtheit gelangt war, weil er, ein kleiner, lx: scheiden er Wirtshausbesitzer. es gelvag: hatte, sich gegen den allmächtigen Petroleumlönig Iolm Rockefeller allfzulehnen. Melins Wirtshaus stand nämlich neben einer der Rockefellerschen Besitzungen in der Umael'una von Newyort. Zllr Abrundung seines dortigen Besitztums lx>durfte Rockefeller des l>c scheide nen .Hauses des Sättl'eden, aber dieser wollte sein Eigentumsrecht nicht verlaufen, obwohl Rockefeller das Zehnfach des Wertes bot. Die Sache nahm aber für Melin ein anderes Ende. als für den Müller von Sanssouci. In Berlin gab es zu Zeiten dce Große» Friedrich Nichter, aber in Amerika herrscht nur die Macht dos Geldes. Dies sollte der standhafte Melin bald ^fahren. Vom Zorn über den Widerstand des kleinen Nacblxsrn übermannt, laufte Rockefeller tveit und breit alle Häuser auf, in deren Nähe das Wirtshaus stand nnd siedelte dort zwangsweise seine zahlreichen Beamten var bekmnrtevmahen ein großes sinfonisches Konzert beabsich. tigt loorden, doch mußte dieser Plan, weil die um Ent- hebung der engagicrlen, Militärdienste leistenden Musiler ^ eingebrachten Gesuche noch nicht erledigt wurden, fallen , gelassen und die festliche Eröffnung auf Mitle des lum-5 inenden Monates verlegt werden. Da es indessen nicht anging, die Saison noch weiter hinauszuschieben, erfolgte gestern die Eröffnung mit einer intimen Feier, die in Form einer Festalademie bor sich ging und dem Publikum Gelegenheit bot, wenigstens einen Teil der engagierten Solo kräfte kennen zu lernen Don Anfang der Veranstaltung, zu der sich ein sehr zahlreiches Publilum eingefunden l>atte, bildete ein von Own 2upan <^i l>cit gestern zum ersteir Male wieder im Landesiheater auftrat, mit Feuer und Schwung vorgetragen. Es war wie sin stolzer Weihcspruch für das wiedcreröffnelc Hans, in dem die slovenischc Kunst, auf wohlgefügtem Grunde fußend, den, vierjährigen Stillstande zum Trotz aller Voraussicht nach schöneren Zeiten entgegen sehen kann. Die Zuhörerschaft, die Herrn Olxerregisseur Nuöic sofort liei seinen» Ersännen auf das herzlichste l>eg.rützt hatte, nahm das Poeni mit rauschendem Acifalle auf. in den sich sowohl der Dichter als der Rezitator teilen konnten. Im sonstigen setzte sich die Festakadeinie zumeist all« Vortragen von Opernarien zusammen. Fräulein Medve» dova, die sich schon t»ei etlichen Auftritten im Konzert-faale die Znncigung der Zuhörerschaft zu erringen verstanden, brachte zunächst eine Opernarie aus Hijtovskijs „Onje-gin" nnd dann zwei slovenische Lieder zum Vortrage. Die Sängerin dürfte sich mit ihrer umarmen, schmiegsamen Alt» stimme, die in der Folge sicherlich an Umfang und Stärke gewinnen wird, als eine schätzenswerte Kraft der slovcni-schen Oper erweisen, zumal sie das, was ihr an Routine abgeht, durch jugendfrisches Temperament zu ersetzen Ersteht. Unter den beiden slovenischen Kompositionen begegnete das hübsche Lied des jugendlichen Komponisten ätrjanec regem Interesse. ^ Auf das angenehmste überraschte uns im Verlaufe der Veranstaltung Fräulein P i r° hova-Igor ova, eine Absolventin des Prager Konservatoriums, sowohl durch die klangreiche Stimine. mit der jie eine Arie aus Dvoraks „Rusalla" und etliche Volkslieder desselben Komponisten zur Geltung brachte, als auch durch ihr bnhncnsicherc» Auftreten. Wir glauliei! schon auf Grund ihoes gestrigen Debüts annehmen zu dnrfen. daß die slovcnische Oper in ihr eine Sängerin gewonnen l)at, der mit Erfolg auch nrößere. schwierige Partien loeiden anvertraut werden lönncn. Fräulein Koblerjeva ist als hervorragende licimische Pianistin schon so allgemein bekannt, daß auch die beiden gestern von ihr vorgetragenen Pieren von Novak und Smetann die gewohnten Vorzüge i Intelligenz, Temperament und Technik in sich vereinigen mußten. — Die Darbietungen de>r Fräulein Rich ! erjeva und Thalerjeva' nnchten infolge Unpäßlichkeit der beiden Sängerinnen ausfallen. - AIs Solisten traten die Herren Stepniowski, ^ermak, Ja-they und Lcvar in Arien acrden soll. Das Stimmaterial ist bei allen beträchtlich, die Schulung tüchtig, die Unter, streichung des musilaliselien Moments scliarf. der Vorlrag infolgedessen wirksam und eindringlich. Ga'nz liesonders bestachen die Herren Zathcy und Levnr, von denen jener als vorzüglicher Vassist, dieser als feinfühliger Interpret des Belcanto tiichtige Prolx!n ihres Könnens ablegten, ^ Sämtliche Vorträge fanden reichen Beifall und trugen allen Solistiunen uud Solisten Hervorrnfe ein. In die Beyleitung am Klavier teilten sich Herr Oktuvancr 5 k r-j es Landosausschusses bei. Zur Eröffnungsfeier waren etliche Telegramme eingelaufen, so u. a. des „cesky svaz" in, Nanlen aller Reichsralsal^eordneten des czecho°slovali° schen Volkes, des National theaters in Prag, des Theaters in Königliche Weinberge, des Direktors 2elen8k/ ans Prag. des Dranialurgen Klos in Tiikov sowie des slovenischen Tl>oaberve!veines in Nßlinft. Abenk» nmrrde vor dicht besetztem Hause UinigarK bekminiies Volkssrück ..vivji !<"w«" geOeben. DaA Dranuz ift trotz der sehr einfachen Fabel da» befte siovenische Ori. gina-lwerk in seinem Genre. Finigar greift seine Gestalten , unmittelbar aus dem Volte heraus; obztoar er leine typi-, schen Charaktere schafft - der alpenländische Bauer ist ! ja schließlich überall der gleiche, ob er nun der slovenischen oder der deutschen ^»unyc angehört so versteht es der l Autor dennoch, durch die bodenständige, mit Kerusprüäx'n gespickte Ausdrucksweise sein«, Figuren den Stempel der Originalität aufzudrücken. Also nicht beispielsweise dcr Dorftepp Toinek wirft als solcher originell, denn er toi,me ebensogut in Anzengricher ober in Schünherr stehen, sondrr:i seine Witze sind volkstümlich gefärbt und daher zmoeilen von drastischer Wirtung. - Mn die Aufführung hatte iich die Ncgie besonders bemüht lind daher eine Vorstellung , herausgebracht, die sich sehen lies;. Vor < dir Voltsszenen in ihrer farbenprächtigen, l<- >ä^ ^ ülier die Maßen gut. Gleich die erste Szene übte gr^M l Wirtung und wurde mit stürmischem Veifall begrüßt; die folgenden fwnden ihr an realistischer Betr»egiichkelt ka>un 'nach; nur glaul'en wir, daß sie sich zuweilen. >oie im drillen Alt. eil, ir»eni^ ?,» lärniend gestalteten. Die eingefloclitenen Volkslieder hörten sich gefällig an und trua>>n zur Hebung des slovcnischen Volksliedes wesentlich bei. Unter dl'n Hauptfiguren ragte zunächst Herr N u^iö al.. Träger der Titelrolle hervor. Sein Icrnez ,oar mit festen, Griff an-ncpnckt wurden und lieh in der iLharatterzrichnung bis zum Schlüsse teine Korrektur zu wünschen ülirig. Ausorruls-»oeise. Gesten, Masle ^ alles stimnrte an diesein tcrnMn ^uernburschen. Herr Nuci<- erhielt im Verlaufe des Abends zloei mächtinc Lorbccrlränzc mit Schleift' in den troatisäien nnd in den trainischcn Landeßfa-rlie,! und tonnte nach jcoem Attschlusse fiir rauschenden Vcifall bauten. Großes Interesse crregw neben ihn, Fräulein Ljul»a Marjanovitcva als Ianez' Geliebte Majda. Das Fräulein, eine gebürtige Kroatin, sprach das Slovenisch? ohne jedweden troaiischni Atzenl; sic »oar eine gewinnend, jllyendfrisäie Erscheinung, fand warn,e, echte Herzen^töne für ihr enisagendls Leid und für die tödliche Angst um ihren Geliebten > lurz. es sind alle Qualitäten da, die diese Darstellerin zu großen tragisäxn Mollen l^fähigen. Fräulein Marjanoviöeva erhielt prächtige Vlumcngeschente und Beifall in Hülle nnd Fülle. Unter den sonstigen Vertretern der .Hauptrollen sind die Herren Tanilo. Pc-cel und Povht zu nennen. Herr Danilo gab 1>-n Dorfrichter mit seiner gewohnten Noutine. machte aber im dritten Akte einc Anleihe beim Mcinewbaucr. was ihn, übrigens nicht als Vorwurf dienen soll, da ih» seine Rolle gewissermaßen dazu zwany. Als einen Fehler aber rechnen wir, es ihm an. daß er mit überflüssiyerweise in die Hühc geschraubter Stimme sprach, die sich im Affekte übec-fchlug, lwslvcgcn er nicht selten unverständlich blieb. Herr Pc^cl spielte den Intriganten ^x,5per mit guter Haltung. Herr Povhd als Dorftrpp brachte seine Wihc mit Glücl Hern«» u,nd vertrat sohin mit Erfolg baH heite^ Mmnent des «joltsstülles. zumal er sich lueise Mäßigung auferl^te. Das übrige Personale fügte sich zumeist geschickt iu den s^samtrahmen ein-, namentlich gilt dies von den vier Bnuen; es lag Stim, uning darin und zeugte von der Kiinst. mit vorläufig noch bescheidenen Mitteln wirtsame Bühnenbilder zu schaffen. — Der Beginn der Vorstellm^ verzögere sich insolge des Iuspätlommens eines großen Teiles des Publikums um volle 20 Minuten; wir halten es für angemessen, gleich zu Beginn der Tliealersaison dageyen entschieden zu uehinen und die Vühnenleitung aufzufordern, ^ die festgesetzte Zeit pünMich einzuhaltei' und nach Veymn der Vorstellu.ny jedermann den Eintrnt ins Theater M berwehren. Sonft reißt alsoglcich loicder die Schlamperei ein. die in den vergangenen Spieljahrcn geradezu zur Negel geworden ist. Der Vorstellung wohnte Seine Exzellenz Herr Landespräftdent Gruft Ättem « samt G«. lnahlin bei; zahlreiche Damen in den Logen waren in Nationaltracht erschienen. —u__ ^'rlintwm-tlicher ^eoallein! Anwn ^ u n t c l. Heute Moutag den Z<). September l. "t. l.taoiifctata« i" der Tonhatte. Anfang um halb 8 Uhr abends. 304« Hie Vereinsleitnng. ,^a^' ,,v^^ ' 224 _____________ _____ l4'.^;__________ 30 Septcmbcr NN8 NtntsSlatt. Konkur-3'.nlöjchreibnnss. ^citcns der k. k. Lcm^sr^iernnn für ,^rain gelangt unter dcr ^>?r:s k. t. Mim-steriuins für öffenilichc Ardeiten die «iclle cincö tecl)nischen sinn^leigchilfen mit der AnU>artschlift zur scinerzeiii^en Ernl.-nnnna zum Offiziantcn uild evcntn^N zmn Be-nmtcn für dcrs hierorts Vaudc^rtcmenl nnd die liydrossrafthische ^andesal'tcilung mit i.No^'cmtK,r l. I. ,;>lr Vcscyunn,. Mit differ Stelle ist ein TaalDhn oon 3 X 2l1 Ii und cinc Znlaae nat beizuliegeu: ' »,) Geburtsschein, b) Hci mat schein, e) Wohlverhaltungi'^^nc,^!^, ä) amtsärztliches Zeugnis, «) em Dokument über das derzeitige militärische Verhältnis, t) Naeis über die Kenntnis der beiden! Landessprachen in Wort nnd Schrift, ^ 8) Zeugnisse über die Llbsolvierung cineß! Obergymnasiilms oder eiller Obcrreal-! schule oder einer höheren ^Gewerbeschule nnd Ablegung der Reifeprüfung oder Absolvierung cincr diesen Mittelschulen gleichgestellten öffentlichen Lehranstalt, d) Nachweis der Kenntnis des Maschinen^ schreidens nnd allenfalls auck der Stenographie. Velverbern mit einer tveiteren technischen Ausbildung und Praxis, sowie entsprechend dienstfähigen Invaliden wird der Vorzug vor den übrigen Mitbelocrbern eingeräumt. In Ermanglung von Bewerbern mit! den »i,i» 95) geforderten Studicnzcngnisscn > wird einstweilen einc männliche oder tocib« i lieheAushilfsschreibcraft für den v u r ü b c r^ gehenden Bedarf gegen jederzeiUgc! Aufläsung des Dienstverhältnisses aufgenommen. Für diesen Fall iverdcn außer den 8nl' »> bis f» und n< geforderten Nach- !r>eiscn zumindest die Voltsschulbildung und seitens der Bewerber leiblichen Geschlecke teö überdies der ledige oder Witwenstand und die Kinderlosigkeit gefordert. Hü'jy A ;;i/18 'j,s Oklic, s katerim se sklicu-jejo zapusöinski upniki. üospud Ivan Novak, e. kr. sodni olicijaJ ? Metliki, je umrl rl;,e 10. fe-brufirja 1910. Vsi, ki imajo kako torjatev do zapušÈine, se pozivljajo, da napovedo in dokažejo svoje t«rj;itve pri teni sodiäeu dne 16. dec em bra 1 (J 1 8, predpoldne ob 9. uri, v izbi št. 20 ust-meno ali pa do teg:», dne p;smeno, sicer ne bi imeli upniki, ki niso za-varovaui z zastavuo pravico. uikakn nadaljnje pravice do ic zapušèine, ako bi vsiod plaäila napovedanih terjatev po&U. C. kr. okrajnu sodisce v Metliki, odd. I., due 18. septembra It) 18. I ?j047 0 102/18/1 ! Vditt. Wider den abwesenden Aoulf Krans,! Glasenneistcr nnd Besitzer in Gottschcc,! wurde von der Spartassc der Stadt ^ Gottschee in Gottschcc dnrch Advokaten! Dr, Ahazhizy in Hottschec >oe^cn d4«> l^! eine Klage angebracht. ! Die Tagsatzniig wnrde fiir den ! 8. Oltoder 1'.)l«. ! nm '.) Uhr vormittags, anberannit, ^ Der znr Wahrung der Rechte des ^ Beklagten zum Kurator bestellte Matthias ^ Wenzel in Guttschce wird ihn so lange vertreten, bis dieser entweder sich bei Gerichte meldet oder einen Vevullmäch-^ tigten namhaft macht. K. l. Bezirksgericht Oottschee, Nvt. II, am 2<». Septlinber 1918, Achtung! IV' inen und Hei ion, wolrhe e'neu neuen leiohtverkäufltohen Artikel bei der Privatkundschaft , vt-rkaufoü können, erlinlt u Muster zur ; Amloht und Auskunft kostenlos. Siegfried Müller, Wien, VII., stiftgasse 15/17. Möbliertes Monatzimmeri 8037 mit separatem Kincaug 2-2; ist zu vermieten. | Nahen'h. Veöna pot Nr. 5 von 12 Ihr mittatrs bis 2 Uhr nachmittags. ' Der Einkauf von Uhren-, Gold- u. Silberwaren 1st a«» •"¦¦ Vertrauenssache deshalb wenden Sie sich bei Bedarf an die Firma F. Èuden Sohn gegenüber der Hauptpost. Soeben in neuer Auflage erschienen: StFDssBPs Taschenbuch der Wiener Börse 1918. Z iBammPTitfestollt iiuter Berücksichtigung d'>s Stamk-g itis Juli 1918, mit Angabe «but ZinRtermine. Couponsfälligkeiten, Rechnungsjahr. liapitalshohe, Norniunlc und Dividenden d>>r letzten 9 Jahre. üp> Inhalt umfaßt alle an der Wiener Börue gehandelt.cn Effekten, mit einem Anhang über Berliner nmi Bmlapester Wertpapiere. «T- PpelS K 2'—. **fy% 3028 6 2 Zu beziehen vom Tfcsokenbuohverlag. Wien, I., Graben 7 31. Xiaxidtäfliches Gut i i Bahnlinie Steinbrück - Agram, <\rc\ VicrtelsHiiülpn /au Stativ: auf 'guter Sirali«, zirkn 100 Joch ¦ Grund (Wiesen mit Edeloi^tbüumpn. Äi'ker, Laubwald), einfaches Schloß mit l4Ziinivmi. Stnll^'-liiindo. samt lobf-nlom ;und totem Fundus um K ">50.000¦¦ zu verkaufen durch Wiener | «fc Komp, Qraz, Jungferngasse 1, Generttlihof ii ..' .1 »¦.,( :ii|| ilii's. r /i' I II M(/. Solide Dame suoht möbl. Zimmer. Auträgc erbeten unter „Sofort" an die Adminifttiatioii dieser Zeitung. Musikunterricht. M. Schmidinger, staatl. «epv. Ijobrorio f. Klavier, Franz. , ii. VloL, nimmt <1imi llnti-rrip-Iir mit 1 Ok- I tober wi« ior auf. Zu spreebon : Wiener ! Straße 15/11. (linke Stiege) 1 3 Ubr. : 2931 8—3 Neue böhmische Gänsefedern ! gesohllstene p«r 1 kg weiße l1 Klau-; men K 4ö , feine weiße mit Flaumeu \ !v 2G---, iltt-v U. Sorte K 17-, graue I Klaiun«n K 28 -- , jjraue Kedera K IG1 — , . ungesohlltitne per 1 kg weiße I. Sorte | lv 10 , dtto. II Sorto K 7 , versendet .; per Nachnahme 304» 2—1 \ Irma Haldek, Prag-8michov. Kinzkystr. 1. ! Herren und Damen ! wiTtleu filr Chorgesang ! unentgeltlich ausgebildet I (mit UriiiiK'npriixiH). ! AiiKiifriigcii beim Kapellmeister dea , j , i\aiser-Krau/.-Jn.-"'p!i-Jtibiliiunistlie!Jtcrs j ¦ tiiirlich von 6 bis 7 Uhr abt»n i^ im i i Sekretariat. 3051 Qute, gesetzte ¦< 1 ! Köchin i perf.'kt in jeder Haus.riicit, eiirJici, tlii.k, i gOHUnii nmii williir WT wird gesucht. ^ Keine gr. Wäsche. (-Juror Loh». Gutf< Hehitud-Iu5i«r. ZiiRclinfti n an Her^direktor Imhof, I BöokatGln bei Bad Ga»toiu. i , H «W' Wer besorgt -"W^ || J ttiisebin- J i S ^m reparaturen m-1 i AtlrrUungn.be UBtor .,Dr. V." au äl*. Admi-(3046 iiiBtralioti dieser Zeimug. 2 -1 i Möbliertes Zimmer j mit Hcparaf in Kinging wirti sofort Oder zum 15. Oktober, womöglich jn <1< r Nüli« i!ps Hauptpo-tahitfR, zu mieten gesucht. Zuschriften erboten .miht Postober-offlzUl Frost. TelegraphenzentraU Lalbaeb. 8o65 3 1 Kleineres Zimmer oder Kabinett für ein Fräulein gesucht. Antrüge unter ,,Ehestens" an di« Ad- nnnifttratiou dioser Zeitung. 3054 Soeben erschienen : Rictiarü Wasner an Maitiilde Wesenflonk Tageblätter ni Briefe 1853 bis 1871. Heratisgrgebmi von Dr. Julius Kapp. --------------------¦ " Mit H Bildnissen uud 3 IlHwdacliriKen.......- Nett gebunden K 6-80, in Halbpergament K 9<55. Ein schönes Buch sund diese SeibstbekenntnitiBe eine« ringenden und siegenden HerzftnB, das man nicht liest, um es kennon zu loruen. sondern das m;m hesi v.on will, nin sich mir diesem Dokument reinster Liehe vertraut /.n machen. Kouute die Kriegsausgabe auch nicht in Seidenatlas gobuuden vorgelogt werden wie du-früheren Auflagen der Volksausgabe, so wird sie doch in einem mr.höucn ge-scbmiickvollcii und sauber aiiKgeführten Liebhaborbändrhen geboten. Vorratig i» der Buch- id Musi & alienhandluiiE tt. y. Kleinmayr & Fmi. BamberL, L-iMi.