Echnftleitung: H-ch«ul«gasse Vtx. &. Utlii *t- H, htitmikon. «„,»»»»«-! r»jlu» smt! M»i>m da e«itn- u. frcin-no mi u—u uht tim tufiiftK» Bft»n si4t rt«jegc!*r„ MKrtllnlc W nW tclUtfs-iStlflt. IKI1111 n n g 11 Hi Pmnoliiina w« In billig fS- «fctun ectiltm ntna fSBWnttlURjni $täb Mtbf. Bo«t" et14«irt tn mann* «»» liraM. •HBkatfifl tji-Ät all M.900. Verwaltung: «ath a«»gaff« Nr. 5 TtlftrSm Rt. *1, Icttrirbu l . . . >l 5-»« .... X fio •siwlng, . , . K irM JBt «Hl» «tt 3»IMU«| >»« e«u: Vonattich .... I l'U ««irntn» . . . . k «— .... X 1»:— jjur» «miau» n)««ca (14 Mt •littjlflrtiUHfii um lliltfciKi »cttra>UBj«-»thl£||iir. «üjfWtiit noanonniM Wltrn HI in nMUn«M Ar. 63 Mi, Mittwoch den 26. August 1914. 39. Jahrgang. An die Frauen und Madchen von Cilli! Unsere braven Soldaten stehen gegen die Feinde « Süd und Nord im Felde und bald kommt die nuche Winterszeit, die den Gefahren blutiger Kämpfe »ch die Unbilden von Sturm und Kälte zugesellen roitb. Es ist eine heilige Pflicht aller Vaterlands-treuen Hände, sich fürsorglich für daS Wohl unserer Hkldt» im Kriege zu regen und mit bescheidenen Mitteln läßt sich Vieles und Gutes stiften. Wir smd überzeugt, daß die Frauen und Mädchen von Cilli in der heiligen Begeisterung dieser allgemein str'orglichen Arbeit nicht zurücksteher werden, son> tarn unser Cilli wie immer auch in diesem Belange i» Lordtrgrunde stehen wird. Unsere Soldaten sollen dem halten Winter mit »»n»en Sachen ausgestaltet entgegentreten. Jede §tin end jedeS Mädchen kann da durch Stricken «i> Pulswärmern, Socken, Halstüchern, Nähen von Wäschestücken ersprießlich mitwirken und wir hoffen, d«ß die Frauen und Mädchen von Cilli in dieser Achtung eine eifrige Tätigkeit entwickeln werden. Ganz besonders erwünscht ist für die Pflege ler Verwundeten die Abgabe von alten abgetragenen hm^cn, Barchenthosen, Trikotsacht», womit den Lerwmidtten in den Krankenhäusern «ine große kiohltat erwiesen werden kann. Helfen Sie alle! vereinen Sie die fleißigen zur Arbeit in diesem Sinne und die stolze Kifckdigung, an einem schönen vaterländischen Werke «iizcholsen zu haben, wird jede einzelne Frau, jedeS Mchen erfüllen. Tie gebundenen, mit Namen versehenen Pakete thun gegen Bestätigung bei der Vizepräsident!» Dom Tode auferstanden! Bon M. B. Am Tage deS heiligen Leopold war es. In ltlestmieuburg herrschte daS übliche fröhliche Ge-triebt, waren doch Tausende von „Poldern" auSge-zogen, um bei einem „echten Tropfen" ihren lieben «iw»Spatron zu feiern. Im Stiftskeller hatte das Bowzt und Gewirre den Höhepunkt erreicht und um in einem kleinen Stübchen ging es Verhältnis-läßig Pille zu. Ein Kreis alter Herren hatte sich hier zusammengefunden, der, einer langjährigen tratirtion gemäß, das „Leopoldifest" stets in dem lckidiivördigrii Klosterneuburg feierte. Auch sie waren traft luftige und muntere „Polderln" gewesen, cS ist aber schon lange her, und heute sitzen sie bei-szrmen im Weiß und Grau ihrer Haare. ES ist wie Gewohnheit des Alters, sich in Erinnerungen zu ergehen, und gar bald fand sich auch unsere Iiftlruridc dabei, in den Zeiten der Jugend zu schwelgen. Da kam die junge Fröhlichkeit über die altm Herren und die schnurrigsten und tollsten Ge-schichtn» wurden auS dem geräumigen Kasten der Erinnerung hervorgeholt. Als Hon alle in recht fröhlicher Weife etwas im besten gegeben hatten, kam die Reihe an den ocWrtigea pensionierten Schuldirektor K. .Meine Herren." hub er an, „ich könnte es Ihnen gleichtun und ein lustiges Geschichtchen auS stu er Studentenzeit erzählen, aber weil wir heute ktn heiligen Leopold feiern, fällt mir die Lebens-Schichte einer kleinen Poldi ein. Sie war nur ein des ZweigvereineS Cilli Stadt des Roten Kreuzes, Frau Leopoldine Rakufch, im Eisenhos abgegeben werden. Für den Z-veigverein Cilli Stadt: Der Präsident: Bürgermeister Dr. Heinrich von Jabornegg. Wer hat den Balkankrieg heraufbeschworen? II. In der Territorialsrage gibt es ja keine Schwie-rigkeit, da Oesterreich sofort erklärt hatte, eS beab-sichtige durchaus keine Eroberungen in Serbien; ein anderes war es um die Frage der Souveränität, da deren Begriff und Auslegung sehr dehnbar sind. Will man sich aber nicht ans Silbenstechereien ver-legen, sondern die bisher in der Behandlung der Souveränitätsfrage geübte Praxis beibehalten, so muß man zngeben, vaß die österreichisch-ungarischen Forderrrngen die Souveränität nicht im Seringsten antasteten. Rußland scheint als empfindlichste Beeinträchti-gung dieser Souveränität Serbiens die Forderung der Teilnahme österreichisch ungarischer Organe bei der Untersnchnng in Serbien und jene der Bestrafung der in der Sarajewoer Untersuchung als schul-dig Befundenen betrachtet zu haben. Daß hierin aber eine Verletzung der serbischen Souveränität nicht erblickt werden darf, beweist unter anderem der Fall einer bulgarischen Lehrerin in Kisfcwatz zur Zeit der mazedonischen Reibereien zwischen Bul-garien nnd Serbien. Diese Lehrerin wurde ungerech-ter Weise vom serbischen Grenzkommissär in Kisso-watz als angebliche Komitatschi festgenommen, wobei der betreffende Funktionär Bergewaliigungsversuche unternahm. Die bulgarische Regierung forderte unter Kriegsandrohung sofortige Bestrafung ^e» Beamten, schlichtes Kind aus dem Volke, kam aber durch ihre Schönheit zu Ansehen und Reichtum, nnd doch, in noch jungen Jahren beendigte sie aus tragische Weise freiwillig ihr Leben. Und daS Merkwürdige — nach einigen Jahren habe ich dann die Totgeglaubte in den Schweizer Bergen gesehen und gesprochen!" Al» dann der Erzähler aus allen Gesichtern ein ungläubiges Lächeln sah, fuhr er fort: «Viel-leicht werden sich noch einige von den Anwesenden an die wunderbar schöne und reiche Baumeisters-gattin Leopoldine Sch. erinnern, deren rätselhafter Selbstmord vor 80 Jahren in Wien ungeheures Aufsehen erregte. Ich habe sie schon als Kind gekannt, die kleine Poldi; sie war die Tochter meiner HauSmeisterin und in der Schule meine beste Schülerin. Trotz-dem sie ans sehr ärmlichen Verhältnissen war, war sie immer nett und sauber und ein liebes, herziges Mädel, ein echtes Wiener Kind mit blonden, langen Zöpsen und lachenden, blauen Augen. Ich hatte da» herzige Mädel gar sehr in mein Herz ge-schlössen und meine Frau verzärtrlte sie sogar, weil nnS so ein Kind in ihrem Alter der grausame Tod entrissen hatte. Die kleine Poldi wuchs dann zu einer herrlich schönen Jungfrau heran. Wenn sie auf der Straße ging, drehte sich alt und jung nach ihr^im. Wer sah es dem schönen Wesen wohl an, daß sie selbst die Stiegen reinigte und alles tat, was einer Hausmeisterin zukam, nahm sie doch ihrer alten Mutter alle Arbeiten ab, denn so schön sie war, in demselben Maße war sie gut und brav. eventuell Untersuchung unter Beziehung bulgarischer Behörden. — So mißtrauisch beurteilten damals auch die Balkannachbarn Serbiens dessen Verlaß-lichkeit bei der Untersuchung politisch krimineller Verbrechen. Rußland ist damals nicht eingeschritten, um Serbiens Souveränität gegenüber Bulgarien zu wahren und Serbien selbst hat sich gefügt, ohn« sich in seiner „Unabhängigkeit" für beeinträchtigt zu er-achten; wenigsten» behauptete derartige« kein Mensch in Belgrad. Es kam allerdings auch zu keiner Un-terfuchung unter Teilnahme bulgarischer Amtsperso-neu, weil eine solche dadurch überflüssig wurde, daß die serbische Regierung sofort den von der Lehrerin al« einzig schuldig erklärten Beamten dem Verlangen der bulgarischen Regierung gemäß bestrafte. Serbien diskutierte nicht einmal die Schuldfrage und doch sah niemand — weder in Serbien noch in Rußland, noch anderSwo — darin eine Verletzung der serbi-schen Souveränität. Wie kommt es nur, daß sieben Jahre später «ine gleiche Forderung, von österreichisch ungarischer Seite erhoben, einen Angriff auf Serbiens U»ab-hängigkeit bedeuten sollte. Daß Bulgarien sich einerseits mit der Bestra-fung deS einen Schuldigen begnügte, ist in der Na-tur der Sache begründet, da eS sich ja nur nm ein spontane», individuelle« Vorgehen ohne vorherige planmäßige Verschwörung — nicht einmal die Leh» rerin behauptete eine solche — handelte. Dagegen lag beim Sarajewoer Meuchelmord ein Komplott nach A»Ssagc der Schuldigen selbst vor, weshalb man sich mit dem Ergebnisse der Sarajewoer Untersuchung nicht begnügen konnte, sondern selbe auch auf serbischem Boden fortsetzen mußte, wenn man all« Schuldigen treffen wollte. UebrigenS hat ja auch Rußland indirekt anerkannt, daß eine solche Unter» suchung notwendig sei und unter der Beteiligung fremder amtlicher Organe stattfinden müsse, indem eS durch Herrn Sasanow erklären ließ, man könnte die Sache so regeln, daß statt österreichisch-ungari» scher Amtspersonen russische Funktionäre die serbische Untersuchung leiten und kontrollieren sollten. WaS wird aber nachher auS dem russischen Vorwurfe, Ich wurde dann Direktor einer Schule, kam in einen anderen Bezirk und verlor die schöne Poldi ganz aus den Augen. Als ich sie dann nach einigen Jahren wiedersah, war sie die Gattin deS stein-reichen Baumeisters Sch., und in demselben Hanse war sie nun die Hausfrau, wo sie als Mädchen die HanSmeisterarbeiten ihrer Mutter besorgte. Au» dem lustigen, sonnigen Mädchen war eine schöne, aber sehr ernste Frau geworden, die da« Lache» ganz verlernt hatte. Und doch hatte sie jetzt alle», was zu den Annehmlichkeiten des Lebens gehörte. Eine prächtig eingerichtete Wohnung, schöne, kost-bare Toiletten, eine zahlreiche Dienerschaft, Equipa-gen usw. Ihr Gatte schien sie zärtlich zu lieben, da er ihr jeden Wunsch allsogleich erfüllte, und doch schien sich daS arme Wesen in dem großen Reich-tum. der sie umgab, sehr unglücklich zu fühlen. Als ich sie einmal deswegen befragte und wissen wollte, wo sie ihr sonniges Lächeln gelassen habe, wurde sie tiestraurig und antwortete mir mit einem schmerz-lichen Lächeln: „Lieber Herr Direktor, daS habe ich mit meinem Herzen in der armseligen Hausmeister-wohnung zurückgelassen!" Wehmütig «n der alten Erinnerung schwelgend, suhr der Erzähler fort: „Nicht lange darauf wurde ihr Gatte, der reiche Baumeister, an beiden Füßen gelähmt, sie reiste mit ihm von einem Kurort zum anderen, und rührend war es anzusehen, wie sie neben seinem Wagen einherschritt, der von einem Diener geschoben wurde. Man glaubte ein glück-licheS Ehepaar vor sich zu sehen, wenn sie sich zu zärtlich und liebevoll um ihn bemühte. Um so mehr Gelte 2 obige Forderung Oesterreich-Ungarn« verletze die Souveränität Serbien«, «da kein Staat in seinem Gerichtsverfahren ausländische Intervention dulden kann?" Wie kam nach alldem Rußland zu, sich in dies« Untersuchung einzumischen und dadurch — nach seiiier eigenen Auffassung! — die serbische Souve« ränilit zu verletzen. Oder werde diese nur dann verletzt, wenn das beleidigte Oesterreich-Ungar» Ana-loges sorderte, während d«r internationale Begriffs-kodex dagegen eine bedeutende Schwenkung erfährt, wenn Rußland derartige» und dasselbe tut? Herr Sasanow ging selbst soweit, zu behaupten, unsere Monarchie könnte ihre Interessen in obiger Ange-legenheit durch diesen russischen Borschlag al» in jedem Punkte gewahrt betrachten. (Dazu mußte es aber die Brille Herrn Sasanow» aufsetzen!) Wie kann ein Staat in einer Angelegenheit» die einen eminent politischen Hintergrund hat, seine Interessen einem fremden Reiche, da« dazu noch gerade in die» ser Frage sein politischer Konkurrent ist, anver-trauen? Warum hat denn Rußland nicht eine fremde neutrale Macht, so zum Beispiel die Bereinigte» Staaten oder die Schweiz, für diese Intervention in Vorschlag gebracht? Rußland schützte eben die Souveränität Serbien« vor, um diesen volle Stras-losigkeit zu sichern. Wie aber nach alledem noch be-hauptet werden kann, daß Rußland durch seine In-tervention in dieser Frage Oesterreich nicht hindern wollte, die wirklichen Schuldigen bestrafen zu lassen, daS versteht, wer kann. völkerrechlabrüche. Die Bcstimmuiige.t der Völkerrechte» hält man in Frieden«zeiten allgemein al« etwas ganz beson-der» heilige», glaubt man doch, daß sich die Völker geeinigt haben, um gewisse Regeln zu schaffen, durch welche in KriegSzeiten und in solchen, die dem Kriege vorangehen oder unmittelbar folgen, die'For-men des internationalen Verkehre« auch zwischen den einander seindlich gegenüberstehenden Staaten bestimmt werden und daß alle, die sich zu den Be-stimmungen deS Völkerrechtes bekennen, auch ernst oewillt sind, sie einzuhalten. Was wir nun in die-sem großen Ringen der Völker Europa« zu be-obachten Gelegenheit hatten, beweist geradezu da« Gegenteil. Trotz klarer Bestimmungen werd-n Ge-setze gebrochen, wenn nur irgend ein Vorteil dem Streilteil daraus winkt. Was hin in dieser Bezie-hung nicht der Staatenbund sich schon geleistet, der sich znsammengctan hat, um Deutschland und Oesterreich-Ungarn, die Staaten im Herzen Europas, die ersten Kulturträger, niederzuringen. Man hat in Belgien zunächst einen Staat zurechtgezimmert, den man mit dem außerordentlichen Rechte eine» neu-tralen Gebiete» ausgestaltet hat, da» unantastbar sein sollte für jeden kriegführenden Staat. Damit sollte eigentlich Belgien den Charakter eine» außer-ordentlichen FriedenSstaate« erhalten, der e» gar nicht notwendig hatte, irgendwelche militärische Vor-kehrungen zu treffen, um durch diese für feinen eigenen Bestand, für die Sicherheit seiner Einwohner zu sorgen. Und doch hat im Verhältnis zu anderen Staaten kaum ein anderer so stark gerüstet für den Kriegsfall, al» gerade diese« Belgien. Dem guten Kundschafterdienste in Frieden»zeiten dankte es da« Deutsche Reich, daß es von den Umtrieben seiner Gegner rechtzeitig verständigt war. So reiste der Entschluß, den Franzosen zuvorzukommen, indem man gerade jene« Gebiet Belgien« besetzte, da« al« DurchzugSseld für die Franzosen gedacht war, um den Deutschen in gesahrdrohendster Art in den Rücken zu fallen. Die stark befestigte» Hafenstädte Belgien» wiederum waren schon lange in Frieden«-zelten vorher dazu «»«ersehen, der englischen Flotte Stützpunkte zu geben für den Fall eine« Versuche«, Truppen auf dem Festlande Europa« zu landen, die gegen da« Deutsche Reich zu marschieren ihre Bestimmung hatten. Es ist nicht bald eine so große Lüge geboren worden, al« die, daß Deutschland e« war, da« die völkerrechtlich garantierte Neutralität Belgien« durch den Einmarsch seiner Truppen, durch die Besitzergreisung von der Festung Lüttich, ge-Krochen hat. Deutschland ist lediglich zuvorgekommen und hat da« getan, gegen den Willen Belgien aller-ding» und gegen den Willen England», wa» später mit dem Willen Belgien» und gewiß unter der leb-hasten Zustimmung des britischen Reiche», Frank« reich nach seinem FeldzugSplan gegen Deutschland tun wollte. Nun schreiten die Truppen de« Deut-schcn Reiches siegreich durch die Gefilde de« „neu-tralen" Belgien» und nützen hoffentlich mit dem besten Ersolge die Borteile sür sich au», die durch die geheuchelte Neutralität Belgien» den Franzosen und den Engländern zugeschanzt werden sollten. Und wie hat sich dieser „ueutrale" Staat Bei-gien benommen, al« die erste Nachricht von dem Kriegsausbrüche bekannt war? Ja der fanatischesten Art wurden wehrlose, sriedliche Einwohner, die ihr Beruf in« belgische Gebiet verschlagen halte, ver-folgt, an Leib und Leben bedroht, um Hab und Gut gebracht. Aus der anderen Seile sehe» wir da« große russische Reich, daS, den einfachsten Begriffen de» Völkerrechtes hohnsprechend, seinen Mob ruhig gewähren läßt, wenn er da« geheiligte Gut sremder Staalen angreift, wie es in Petersburg ge-schehen ist. Al» seinerzeit die Boxer in Lhiua die Gesandtschaften in der Hauptstadt Peking stürulen, da gellte ein Schrei de» Entsetzen» und der größten Entrüstung durch ganz Europa. England voran, wurde die Strafexpedition gegen China unternom-men, denn wirklich war Ungeheuerliches geschehen. Man hatte sich an dem durch da» Völkerrecht ge-heiligten Leben der Vertreter der Mächte Europa» vergriffen, die al» unter besonderem Schutze stehen-den Gebäude der Gesandtschaften gestürmt, mit Waffen in der Hand zu nehmen gesucht. Und jetzt dringt der Mbel der russischen Hauptstadt in da» deutsche Botschaftcrhotel ein, zertrümmert, wa» ihm in die Hand kommt, und mordet, wa» an deutscher wurden wir dann von der Nachricht überrascht, daß die junge, reiche Frau sich bei der Schleuse in die Donau gestürzt habe. Man fand am Ufer ihren Hut und Schirm, in einem Briefe an ihren Gatten teilte sie ihm mit, daß sie au» diesem glänzenden Leben freiwillig scheide, wo sie nur gegen ihren Willen hineingestellt würd«. Noch lang« bildete dieser tragische Selbstmord der jungen, schönen Frau da» Tagesgespräch in der Wiener Gesellschaft. Man konnte e« sich nicht er-klären, wa» diese so vom Glücke bevorzugte Frau zu diesem Schritte veranlaßt habe. Nach vielen Wochen wurde bei Mohacz eine schon stark verweste Leiche an da» Ufer geschwemmt und an den prächtigen, blonden Haaren erkannte man die unglückliche Baumeister«gattin. Der doppelt geprüfte Mann ließ ihr nun auf dem Zentralfriedhost unter den Arkaden eine prunk-voll« Gruft erbauen. Auf dem schwarzen Marmor« kreuze ließ er in Goldbuchstaben folgendeu sinnigen Ber« anbringen: »Ein Blümlein ward geraubt der Erdenwelt, Ein Sternlein mehr erglänzt am Himmelszelt!" Fünf Jahre waren schon in» Land gegangen, der kranke Mann erholte sich nicht mehr. Eine» Tage» legte man ihn zu ihr in die Gruft hinein. Jetzt sollte die Erzählung wohl schon zu Ende sein, e« kam aber doch ander«. Da ich in srüheren Jahren ein passionierter Bergfex war, führte mich einmal mein Weg in die Schweizer Berge. In einer kleinen Ortschaft wurde mir von den Bewohnern erzählt, daß tief in den Bergen eine Landsmännin von mir wohne. Sie, ihr Mann, ein Maler, und ein kleines Kind bilden den ganzen Hausstand. Nach den Erzählungen der Bauern soll sie schön und gut wie ein Engel sein, aber vor den Fremden habe sie förmlich Angst, und wenn sie nur von weitem einen erblick», flieht sie wie ein scheues Reh in ihre Klause und verbirgt sich darinnen, bis diese sich wieder entsernt haben. Meine Neugierdt gegen diese Unbekannte war in höchstem Maße erregt. Ich suchte das mir be-schrieben« Häuschen und da» Glück ward mir hold, ich sah eine junge Frau mit einem Kinde im Garten herumtollen. Da lachte die junge Mutter hell aus I und erweckie damit eine Erinnerung in mir an ein Wesen, da» schon seil Jahren in der Erde seine Ruhe gesunden hatte. Ich trat nun näher, da blickte sie aus. Ja, stehen die Toten wieder aus? So fuhr e» mir durch den Sinn. Denn diese da ist ja unsere Poldi, da« lustige HauSmeistermädchen, die dann zur reichen Hausfrau avanzierte und dann in der Donau ihren Tod fand? Meine Sinne können mich nicht täuschen, so herrliche, blonde Haare, so sonnige, blaue Augen und dieses herzerquickende Lachen findet man so schnell nicht wieder. Da wurde sie de» Fremden gewahr, da« Lächeln erstarb auf ihren Lippen und totenbleich wankte sie in da« Hau« hinein. • Nun ward eS mir zur Gewißheit, daß die Totgeglaubte wieder in da» Leben zurückgekehrt war. Ich folgte ihr in da» Hau» und sie schien auch mich erkannt zu haben, denn ich fand überall offene Türen. Al« ich da» Zimmer betrat, fand ich die Nummer KZ Dienerschaft noch im Hotel de« deutschen Botschas« ter» zurückgeblieben ist. Di« Wache rückt zwar au. aber nur, um sich an dem Anblick zu weiden, den der Mob in seiner Zerstörungswut bietet. Uid doch ist dieses Botschaslerhotel deS Deutschen Reiche«, nachdem e» vom Botschafter selbst verlassen war, unter den besonderen Schutz eine« neutralen Staate«, der Bereinigten Staaten Nordamerika«, gestellt vor-den, und die Flagge Nordamerika« war e«, die dt« durch in so unerhörter An beleidigt wurde. 4ag» land aber rührte sich nicht. Dasselbe England, da«, selbst wenn irgendwo in Afrika etwa« geschieh«, da« nicht ganz mit enropäischen Moralbegrisfen in Sm« klang gebracht «erden kann, aufschreit, daß nun meinen sollte, e» sei der au«gesprochene Hüter jede« völkerrechtlichen Gesetze«, der Hüter jeder Mensch lichkeit; muckst nicht aus angesichts der Schasdtale». die gegk» das Völkerrecht in Petersburg begaip» werden. Frankreich wütet gegen alle Fremd«, die sich innerhalb feiner Grenze» befinden, da sie sich nicht rechtzeitig in di« H«imat flüchten konnte», ei verwehrt «insachen Bürgern O«st«rreich Ungarn», dt« Deutschen Reiche« und Italiens den Rückzug m die Heimat und eS ist schwer vorauszusagen, welch »1-schliche« Geschick alle jene ereilt hat, von Heue» man heute nicht lveiß, wo sie weilen und ob sie überhaupt »och am Leben sind. Da» alle» und »och viele» andere geschieht mitten in Europa. Berbnch«» werden auf Verbreche» gegen da» Völkerrecht zr-häuft, gerade von jene» Staate», die die ersten Bc> stimmungen de» Völkerrecht!» geschaffen und filr sich bindend erklärt haben. Wer wird da von Serbien Bessere» erwartn»? Auf diese» Land blickt man ja mit eine» gewiss» Mitleid herab, da e» noch so weil zurück ist hinier jenen Staaten, die sich jetzt und sonst gegen Oefier-reich-Ungarn und Deutschland zum Krieg oerschw»« re» haben. Daß man aber in Serbien de» .Rote» KreuzeS" nicht achtet und die Verwundete» nicht schont, illustriert aus anderer Seite, wie piel |i weit man, insbesondere aus österreichisch-ungarisch« Seite, in der Aussassung humaner Pflichten gezan-gen ist, al» eben diese« Serbien im Krieg mit der Türkei stand. Damals war e» Oesterreich Uoz-ni. da« in entgegenkommendster Weise die Hilse jftne* „Roten Kreuze»" den Serben angeboten hat. di» in selbstloser AN unter Auswendung erheblicher Geldmittel für die verwundeten serbischen Evldairu gesorgt hat, um nun zu erleben, daß man tot Lazarette, die vor zwei Jahren von Oesterreich « den Dienst Serbiens gestellt wurden, jchl von Je« Serben unter Feuer genommen sieht. Wen» dieser große Krieg vorbei ist, und iwiu die FriedenSbedingungen formulier» werden, bana wird man wohl auch all der VölkerrechtSbrüche ze> denken müssen, die von den Staaten de« Drebn-bände» und feinen Anhängseln im Kriege zegt» Oesterreich und Deutschland verbrochen wurde». H werden aber auch Mittel zu schassen sein, die eine Wiederholung derartiger Völkerrechtsbrüche u=»ög» lich machen Die schönsten Bestimmungen jiibi Arme tief in eine Sosaecke gekauen und sest a» sich gepreßt hielt sie ihr kleine« Kind. Al« ich i« näher trat, sank sie vor mir ans die Lilie unk fleht« mit gebrochener Stimme: „Um Gott«»willen, haben Sie Erbarme», lie« fern Sie mich nicht meinen Henkern au»!" Ich tröstete sie, so gut eS eben ging, unbtrife ihr auch mit, daß ihr Gatte gestorben sei, da vnutr sie ruhiger und erzählte mir ihre Leben«» und Lei-denSgeschichte, die un« bisher nicht bekannt war. „Sie haben mich ja gekannt, wie ich zlückllch und zufrieden in unserer ärmlichen HauSnicisin. wohnung war; da lernte ich in der lanzßuk eine» Studenten kenne» und liebe», und da sch« mir mein Glück erst vollkommen zu sei». Daß er arm war, machte mir nicht», ich war e« doch euch, um so besser paßte» wir zusanime». Aber memn Mutter, di« sonst so gut zu mir war, paß» da Hungerleider, wie sie meinen Han» nannte, nch«, die wollt« mit mir höher hinau», weil ich ei» schö-neS Gesicht hatte. Unser reicher Hausherr «L» mich zur Frau haben und die» hat meiner Mutier ganz den Kopf verdreht; daß der Hausderr !vtwort gegeben, und wenn di« endgiltige Ad-«chnnng kommt, wird r» auch das perfide Albion hätt», wie die Wunden schmerzen können, die daS teutsche Echwert schlägt. Die KrlegSereignisse der letzten Tage sind in lnrzeo folgende: L»m russischen Kriegsschauplatz«. vom russischen Kriegsschauplätze lassen sich schöne ßchlge melden. Besonder» tut sich unsere schneidige tmtllerie hervor. Ihm; ich konnte mir die» nicht erklären, wurde dar-Dr tiestiaurig. Unser Hausherr setzte nun seine Leverbung um ko eifriger fort. Ich hätte aber nie nzb nie seinen Bewerbungen nachgegeben, wenn ach! die Mutter eines Tage» triumphierend eine sre>de Zeitung gebracht, wo darinnen stand, daß sich mein Han» mit einer reiche» Amerikanerin ver-Mühn hätte. In meiner großen Anzweiflung ließ ich et dann geschehen, daß man mich zum Trau-all« schleppte und dem alten, dicken Hausherrn «wählte. Eie. Herr Direktor," fuhr sie dann in tiefer Swegung fort, „haben mich al» reiche Frau ge-feiten 1 Mein Glück, meine Jugend ließ ich in der rtmeisterwohnung zurück. Mein Mann entpuppte bann später al» Tyrann, seine Liebe war nicht i.chl, ihm schmeichelte e» mir, eine schöne Frau zu Haben, wenn wir allein waren, quälte und marterte n »ich schrecklich, nur vor den Leuten zeigte er mir ki« freundliche Miene. Und al» er dann aus beiden Wen gelähmt wurde infolge seines früheren laster-haften Leben», nahm er nun zu meiner Bewachung sein.' ledige Schwester in» Hau». Die hatte mich ■iion als Kind gehaßt, well ich jnng und hübsch rar, Die beiden quälten mich min so sehr, so daß >. ich oft nahe daran war. da» Hau» mit all seinem Reichtum zu verlassen. Doch immer siegte das Mit-lad mit dem kranken Manne und geduldig ertrug ich weiter alle Oualen und Leiden. Eines Tage» mußte ich einen Zahnarzt auf-i'.fyu. Meine Peinigerin konnte mich nicht wie sonst i»mer begleiten, da sie ein RheumatiSmu» ans Lei: fesselte. Auf der Stiege zum Zahnarzte stieß In TomaSkow wurde eine feindliche Truppen-divifion überfallen. Zw«i Kofakenregimenter und eine« ihrer Ulanenregementer mußten die Flucht ergreifen. Ein Angriff einer russischen Kavallerietruppendivision ist zusammengebrochen. Eine ihrer Brigaden wurde bei Turynka vernichtet, die andere bei Kamionka-Strumilowa sehr stark hergenommen. Im Heldenkamps bei Kamionka - Strumilowa nächst Lemberg wurden dreizehn Trainsoldaten und dreizehn Landstmmmänner getötet und achtundzwan-zig Mann verletzt. ES stand ihnen eine ganze * Kosakendiviston gegenüber, ungesähr 4000 Reiter. ES war eine Heldentat de» verwundeten Hauptmanne» Gebauer, daß er mit 170 Mann vom Train und Landsturm von 6 Uhr früh bi« mittag« alle An-griffe abschlagen konnte. Der Feind hatte arge Ver-lüfte, darunter acht Offiziere, fo daß ein zweite» Losakenregiment herangezogen werden mußte. Die Unfrigen waren in schwerer Bedrängn!«. In diesem Augenblicke kam Hilfe von unserer Jnfanteri« und Kavallerie. In schneidiger Attacke und unter möide-rischem Feuer wurde die russische Brigade grsprengt und der Brigadier getötet. Inzwischen war von Turynka her eine zweite Kosakenbrigade gemeldet worden. Die Unsrigen traten sofort den Bormarfch an. Die ganze Brigade wurde schwer geschlagen. Der Brigadier ist tot. General WanowSki wurde verletzt, gefangen genommen und nach Lemberg ge-bracht, eine Operation konnte seinen Tod nicht mehr aufhalten. Eine in der Richtung aus Sokol vorgedrungene feindliche Kosakendivision, verstärkt durch Infanterie, wurde von unseren Vortruppen angefallen und nach kurzem Kampfe geschlagen, wobei eine Brigade voll-kommen zersprengt wurde. Es wurden zahlreiche Gefangene gemacht und Kriegsmaterial erbeutet. Ein russischer General wurde getötet, ein zweiter gefan-gen genommen. Von den Erfolgen de« ersten deutschen Armee-kors« bei Gumbinnen—Angerburg haben wir be» reit« berichtet. Dort wurden 8000 Gefangene gemacht. Von einer beim Armeekorps befindlichen Kaval-leriedivision lag seit längerer Zeit keine Nachricht vor. Die Division hat sich mit zwei feindlichen Kavallerledivisionen herumgeschlagen und traf beim ersten Armeekorps mit 500 Gefangenen wieder ein. Die russischen EinbnichSverfuche an unserer Grenze sind nicht nur vereitelt worden, sondern un° sere Kavallerie hat stellenweise mit größeren Abtei-lungen die russische Grenze überschritten und einige wichtige Punkte besetzt. Der Angriff unserer Truppen beiderseits der Weichsel dringt una«shaltsam vor. Sehr günstig lauten die letzten Nachrichten: Westlich der Weichsel überschritten unsere Kräfte im Anschlüsse an den deutschen Verbündeten unter kleinen Kämpfen die Lyfagura und erreichten den Abschnitt des Kamiennaflufse« zwischen Kiele« und Radom. ich beinah« mit einem Herrn zusammen und mit dem Rufe: „Hans, Poldi!" sanken wir uns in di« Arme. Mein noch immer heißgeliebter Han» war nun al» vielgefuchter Maler in seine Vaterstadt zurückgekehrt. Er erzählte mir nun, daß er nie in Amerika war, daß dies von seiner Vermählung Lüge ist, er habe mir immer geschrieben und auf mchiS eine Antwort bekommen, und al» er sich bei einem Freunde dann nach mir erkundigte, habe er ersah-ren, daß ich die Frau de» reichen Baumeisters ge-worden bin. Nun wurde es uns klar, daß meine Mutter mit dem Hausherrn zusammen unseren ganzen Briefwechsel unterschlagen nnd die Notiz in die amerikanische Zeitung eingeschmuggelt haben. Nun konnte ich kein Mitleid mehr mit dem kranken Manne haben, der mir mein LebenSglück geraubt hatte; wir vereinbarten, einen Selbstmord zu sin-gieren, denn freiwillig hätte mich mein Tyrann nie-mal« ziehen lassen. Wir fuhren dann mit dem nächsten Schnellzug« in die Schweiz; in einer grö-ßeren Stadt besorgten wir die mitigen Einkäufe an Kleidern und Wäsche und seit dieser Zeit leben wir hier allein mit unserem Kinde i» Gottes freier Natur. Der liebe Gott wird mir dereinst diese große Lüge verzeihen, aber sie ward notwendig, denn sie brachte uns beiden die Jugend und da» Glück wieder." AIS ich ihr dann mitteilte, daß sie nun ganz beruhigt wieder in die Welt, nach Wien und zu ihren Freunden zurückkehren könne, schüttelte sie das schöne Haupt und sagte: „Lassen Sie mich hier, hier ist mein Haus, meine Welt, serne von allen Menschen, sür die ich schon lange gestorben bin.. Oestlich der Weichsel warsen unsere siegreich vordringenden Kräfte am 23. August bei Kra«nik auf dem Wege nach Lublin eine starke Gruppe zweier russischer KorpS zurück. Hiebet wurden über 3000 Gefangene gemacht, 3 Fahnen. 20 Geschütze und 7 Maschinengewehr« erbeutet. In Krakau würd« eine russische Fahne auige« stellt, die von den Iugendschützen erbeutet wurde. Gefavgene russische Offiziere erzählen, daß un« f«r« Truppen stürmischer angreifen wie die Japaner. 20.000 Russen geworfen. Ein Vorstoß von 20.000 Russen, größtenteil« Reiterei, gegen die Grenze der Bukowina wurde bei Nowosjelitza vollständig zurückgeschlagen; dem Feinde wurden mehrere hundert Gesangene abgenommen. In überstürztem Rückzüge ließe» die Russen auf dem Kampfplatze viele KriegSgeräte zurück, die von un» erbeutet wurd«n. Von unserem wackere »Land stürme. Der österreichische Landsturm hat sich namentlich an der russischen Grenze dermaßen bewährt, daß Erz» herzog Friedrich Anlaß nahm, eine Reihe von Land-sturmmännern mit Dekorationen auszuzeichnen. Vom deutsch-französischen Krieg«-schauplatze. Noch hat sich die stürmisch« Begeisterung über den Fall der belgischen Hauptstadt nicht gelegt, nl« schon der Draht neuerlich von großen sür Deutsch-land siegreichen Schlachten meldet, die für die Fran-zosen geradezu vernichtend« Niederlagen brachten. Nördlich von Metz warf der deutsche Kronprinz mit seiner Armee zu beiden Seiten von Longwy vor» gehend siegreich den gegenüberstehenden Feind. Der Große Genaralstad teilt mit: Die Truppen, die unter Führung deS Kronprinzen von Bayern in Lothringen siegten, haben die Linie Luneville—Bla-mont und Cirey überfchritten. Das 21. Armeekorps ist in Luneville eingezogen. Die Verfolgung beginnt reiche Früchte zu tra» gen. Außer zahlreichen Gefangenen und Feldzeichen hat der an und in den Bogefen vorgehende link« Flügel bereit« 150 Geschütze erobert. Die Annee de« deutschen Kronprinzen hat den Kampf und die Verfolgung nordwärt« Longwy fort» gesetzt. Die zu beiden Seiten von Neuschateu vorgehende Armee deS Herzogs Albrecht von Württemberg schlug ein« über den SemoiS vorgedrungene Arme« voll» ständig und befindet sich in Verfolgung. Zahlreiche Gefchütze, Feldzeichen und Gefangene, darunter mehrere Generale, sind ihr in die Hände gefallen. Westlich der Maa« gehen unsere Truppen gegen Maubeuge vor. Eine vor ihrer Front auftretende englisch« Ka-valleriebrigade ist geschlagen. „Die« ist nun die Geschichte der schönen Hau«-meisterpoldi," fuhr der Schuldirektor fort. „Ich lernt« dann später den Maler, einen seinen, hzchge-bildeten Mann, kennen und kehrte dann wieder in das geräuschvolle Großstadllelxn zurück, mit der festen Ueberzeugung, hier, in den fernen Bergen, zwei vollkommen glückliche Menschen gesunden zu habe». Ich wahrte ihr stille« Geheimnis, besuchte sie noch manche» Jahr, bi» die schöne, glückliche Maler«-srau für immer ihre lachenden Augen schloß. In den fernen Bergen, unter einem einfachen Grabhügel, mit einem schlichten Kreuze darauf, da ruht nun zum «wigen Schlaf« die schöne Poldi, be-trauert von ihrem schmerzgebeugt«« Gemahl. Sie ging mit der Hoffnung hinüb-r, daß der gütige Gott ihr den Bruch de» TrruschnmrS gegen den an-vertrauten Gatten, den sie, nm ihr eigenes Glück zu zimmern, verlassen hatte, schon vergeben hat . . Tiefe Stille solgt« der ergreifenden Erzählung deS Herrn K. und es schien fast, als beschäftigten sich alle hier versammelten „Poldln" mit dem romantischen Schicksale ihrer vielgeprüften Namen«-vctterin, aber da erhob sich ein junger Mann, er-griff den Kelch funkenden Klosterneuburger« und rief mit fröhlicher Stimme: „Hoch, hoch, hoch, sämtliche Polderln!" und „Hoch Leopold, hoch Leopoldinescholl eS hin und her, die traurige Stimmung war vergessen und auch unsere alten Herren zeigten ihrem Namenspatron wieder lustige Mienen. Seite 4 Ein neuer Versuch deS Gegner«, im Oberelsaß vorzudringen, ist durch den Sieg in Lothringen ver» titelt. Der Feind befindet sich auch in Oberelsaß im Abzüge. Ueber die Schlacht bei Metz sind bisher nur wenig Einzelheiten bekannt geworden. Der amtliche Bericht de« Großen Generalstabe« besagt, daß 10.000 Franzosen gefangen genommen wurden. Wenn man hiezu schätzungsweise etwa 6000 Tote und Berwun-bete rechnet, so lassen diese enormen Berlustzisser» einen Vergleich mit der Schlacht bei Mai«>la-Tour «m 16. August 1370, der zweiten großen Schlacht zu Beginn jene« Krieges zu. Damals standen 63.000 Deutsche 113.000 Franzosen gegenüber. Die Deut-schen erbeuteten in dieser Schlacht nur ein Geschütz, während sie diesmal den Franzosen etwa 60 abnahmen. Die Festung Namur ist seit 21. d. belagert. Nun meldet da« Wolffbiiro: Der Generalstab teilt mit; Von der Festung Namur sind zehnt Fort« und die Stadt in unserem Besitz. Bier Fort« werden noch beschossen. Ihr Fall scheint in Kürze bevor-zustehen. Vom serbischen Kriegsschauplatz?. Au« dem Kriegspressequartier wird unter dem 21. d. amtlich gemeldet: Vom 20. d. liegen folgende zusammenfassende verspätet eingelangte Meldungen vor: Auf dem südlichen Kriegsschauplatz« wurde Eat-taro ohne wesentlichen Erfolg von deu Monteuegri-nern beschossen. Unsere Festung«- und Marineartil-lerie erwiderte daS Feuer mit sichtlich großer Wirkung. Bei Trebinje herrscht Ruhe. Bileca wurde mäßig, aber ununterbrochen be-schössen. Die Truppen besetzten am 13. d. Plevlje und sind im Vordringen über die obere Drina und dem Lim begriffen. Än der unteren Drina haben die Truppen den befohlenen Rückmarsch vollkommen ge-ordnet und vom Feinde unbelästigt durchgeführt. Zur Einnahme von Losnica und LjeSnica durch die österreichischen Truppen schreibt der militärische Mitarbeiter der .Morgenpost": Die Meldungen von siegreichen Kämpfen der österreichischen Truppen in Serbien sind sehr willkommen al« ein Bcwci« für die Energie, mit der unser Bunde«genosse nicht nur von Norden, sondern auch von Westen her die Of« sensive aufgenommen hat. Die von den Oesterreichern genommenen Stellungen Lo«nica und Ljesnica waren nicht nur starke Bergstellungen, sondern außerdem nach dem Tale der Drina hin durch Feldbefestigua-gen verstärkt und stark besetzt. Daß die österreichisch-ungarischen Truppen, deren Anmarsch gegen diese starken Stellungen da« Tal der Drina zu duich-queren hatte, den Angriff mit Erfolg durchzuführen vermochten, zeugt von großer Bravour. Daß die Serben, welche Truppen mit Kriegserfahrung zur Verfügung hatte», sich tapfer verteidigten, erhöht uufere Achtung vor der österreichischen Leistung. Mit der Einnahme von LoSnica und LjeSnica haben die Oesterreicher zwei Höhenstellungen in ihren Besitz ge-bracht, die sozusagen zwei Fort« des gewaltigen Ge-birgterrain« bildeten, in dem die Serben den An-griff der österreichisch ungarischen Armee erwarten durste«. Das ,.k. k. Telegraphen-Korrespondezbureau meldet: Sarajewo, 23. August. Nach Erzählungen von eingctroffenen Verwundeten wurden die gemeldeten, für un« siegreichen Kämpfe bei Vifegrad-Rndo mit Stößer Hartnäckigkeit und Erbitterung geführt. Un-ere Truppen, die sich heldenmütig und mit bewun-dernSmerter Bravour schlugen, brachten dem Feinde enorme Berlnste bei. Aus dem Umstände, daß in einem Schützen-graben allein 500 Tote gefunden wurden, kann man schließen, daß die Verluste auf serbischer Seite überaus groß waren. Das auch nnsererseits namhaft« Verluste zu verzeichnen waren, ist vor allem der Tollkühnheit und Todesverachtung zuzuschreiben, womit sich un-sere Truppen auf den Feind warfen. Die Offizier« versichern, daß unsere Soldaten einsach nicht zu halten sind und daß ihnen der Bajonettsturm die liebste Kampfmethode ist. Hiezu wird noch gemeldet: Der noch vor Beginn unserer Operationen über Uwk und Vardiste ins eigene Grenzgebiet ein-gedrungene Feind wurde am 20. d. M. angegriffen und aus seinen ebenso gut gewählten wie herge-richteten Stellungen über die Grenze in der Rieh« tnng auf Uzice zurückgeworfen. Bei diesen Kämpfen, an denen auch da» deutsch« Detachement aus Sku« tari freiwillig rühmlichen Anteil nahm, haben die eigenen Truppen trotz des schwierigen Terrains und zäher Verteidigung de» über- Deutsche legenen, in wohlangelegten Befestigungen be-findlichen Gegners mit bewuudernswertem Elan gekämpft. Sie bewiesen, daß sie von jenem Seifte erfüllt sind, d«r die k. u. k. Armee in jähr-hundertlanger Geschichte zu Ruhm und Ehren ge> führt hat. Die au« Truppen aller Teile der Mon-archie zusammengesetzten Truppenkürper haben mit gleicher Schneid und Todesverachtung den an Zahl überlegenen, kriegsgewohnten, erbitterten Gegner von dem großen Irrtum geheilt, daß di« serbisch« Tapsrr-keit unbezwingbar sei. Da« deutsche Detachement be-zahlte sein« Tapferkeit mit dem Tode von drei Sol» baten und der Verwundung von zwei Offizieren und 21 Mann. Serbische Lügen. Wien, 24. August. (K.-B.) Die serbische Regierung hat gegenüber dem spanischen Gesandten in Bukarest in einem vom Ministerpräsidenten und Minister de« Aeußern Pasic gezeichneten Telegramm« die Behauptung aufgestellt, das österreichisch-ungari-sch« Hauptquartier habe den Kommandanten der in Serbien eindringenden Truppen den Auftrag gege-den, die aus den Feldern stehende Ernte zu vernich-ten, die Dorfer anzuzünden, die Einwohner zu töten oder gefangen zu nehmen. Ueberhaupt hätten Ue österreichifch-ungarischen Soldaten unerhörte Grau» samkeiten begangen und selbst Kinder und alte Frauen «ichl verschont. Dadurch seien die serbischen Sol-baten so ausgebracht, daß es schwer falle, sie von BergeltungStaten zurückzuhalten. Die serbische Re-gierung ersucht schließlich den spanischen Gesandten, der österreichisch ungarischen Regierung diese Tat-fachen mitzuteilen und sie wissen zu lassen, daß Ser-bi«n genötigt sein wild, zu Repreffalien von härterer Natur zu greisen, zu denen e« da« interuatio-nale Recht berechtigt. DaS Armeeoberkommando hat Erhebungen in dieser Hinsicht angeordnet, die bisher sür den Raum um Schabatz abgeschlossen sind und solgende Ergeb-nisse geliefert haben: Bei Serbisch-Schabatz wurde» wiederhol« Leichen verstümmelter Soldaten unserer Armee gesunden, so ein Leutnant mit aufgeschlitztem Bauch, ein Soldat mit auSgestochenen Augen, in deren Höhlen Uniformknöpfe eingepreßt waren, ein Soldat, an einem Baume hängend, deffen Leiche Kops und Arme fehlten. Die Einwohner von Ser-bisch-Schabatz und den umliegenden Ortschaften haben auf unsere Truppen meist aus dem Hinterhalte ge-schössen, besonders auf Offiziere und kleine Abtei-lungen. Selbst als Schabatz schon 24 Stunden in unserem Besitze war. wurde noch aus vorübergehende Soldaten geschossen. Die Schuldigen wurden standrechtlich erschossen. Aus eiuer Fabrik wurde wiederholt auf unsere Leute gefeuert, einmal sogar vom FabrikSschlole au« in die OfsizierSmenage auf die dort versammelten Of-fiziere. Die Fabrik würd« von uns niedergebrannt. Bei Mischar wurden L«ut«, di« auf da« durchzie-hende Militär geschossen hatten, gegangen genommen. Der Leutnant, dem die Gefangenen vorgeführt wur-den, verfügte auS Menschlichkeit die Freilassung einer schwangeren Frau. Kaum freigelassen, zog daS Weib einen Revolver und erschoß den Leutnant von hinten. Während des Kampfes bei Tekerisch wurde von serbischen Truppen die Parlamentärflagge ge-hißt. Der österreichisch-ungarische Kommandant ver-fügte daraufhin die Einstellung deS Feuer« und näherte sich den Serben, die sodann auf 300 Schritte Entfernung gegen ihn und seine Leute ein mörderi-sche« Feuer eröffneten. Mit Vorliebe beschießen ser-bische reguläre Truppen unsere Verbandsplätze. Eine Verwulldeten-Trägerpatrouill«, die einen verwundeten Oberst transportierte, wurde aus nächster Nähe nie-dergeschossen. Selbst serbische Kinder beteiligten sich an den Unmenschlichsten. Da« Ultimatum Japan« abgelehnt. Da« „Wolffsche Bureau" meldet: Aus da« japanisch« Ultimatum wurde dem japanischen Ge-schästSträger in Berlin folgende mündliche Erklärung abgegeben: Auf die Forderungen Japan« hat die deutsche Regierung keinerlei Antwort zu geben. Sie sieht sich daher veranlaßt, ihren Botschafter in Tokio abzuberufen und dem japanischen Geschäftsträger in Berlin die Päffe zuzustellen. Der Krieg in den Lüften. Unsere Flieger erbrachten in außerordentlich kühnen Leistungen, die sie tief in russische« Gebiet hineinführten, vorzügliche AusklärungSergebnisse und riefen durch Abwerfen von Bomben große Verwir-rung in feindlichen Ladern und TrainS hervor. Riumaei 65 Besprechung der Arauen und Mädchen des Iweigvereines Mi Statt des Yoten Kreuzes. Ich bitte die Frauen und Mädchen de« Kola Kreuze«, Zweigverein Cilli Stadt. Donnerstag, den 2 7. August nachmittigi 4 Uhr im kleinen Saale de« Deutschen Hause« zu emer wichtigen Besprechung erscheinen zu wollen. Bürgermeister Dr. Heinrich v. JaboritU. Aufruf. In den nächsten Tagen schon dürfte« oeroa* bete Soldaten von den Kriegsschauplätzen hier ein-treffen, um in unserer Stadt Heilung z» ftnlxn. Der Transport der Kranken und Verwundeten so» Bahnhose in die Spitäler wird gar viele Hände n> fordern und ich rufe die Bewohner von Eilli af, sich zu diesem Samariterdienste freiwillig zu «eise». Anmeldungen werden im Stadtamte entgegeilze-nommen. Bürgermeister Dr. Heinrich von Jabornegg. .Xus Ätitiil un>> taili». I Der Unterricht an den Volks- und Bürgerschulen. Ver UnterrichlSminister hat Die Eröffnung der Volks- und Bürgerschuleu zum ge-wohnten Termin am Ib. September angeordnet. Geschworenen-Auslosung. Für die näio« SchwurgerichtSperiode wurden folgende ««schwor»» ausgelost: Goriear Franz, Fabriksleiter, Stönstn». Josef PreSker, Kaufmann, Luschberg. Simon Besitzer, Unterretschach. FranzSparovitz, Rtalitäteabtsitzer. Brezje. Franz Korun, Kaufmann, St. Peter, Saniil, Florian Gajsek, Kaufmann, Laak bei Süßeadeim. I»-ton Edahte, Grundbesitzer, Litschenza. Fran, Ajm, Gemeindevorsteher, Oplotnitz. Dr. Ludwig Stiker, Kechli-anwalt, Rann. Konrad Kurnig, Bäckermeister, Vnl«,. stein. Johann Meke, Kaufmann, St. Leoohird. Mich«! Jarmovic, Kaufmann, Trennenberg. Dr. Richard Ziri-gast, RechtSanwalt. Drachenburg. Johann Laurtc. «««' man», Franz. Franz Lang, Obelkörster, Rann. Zudrns Freee, Kaufmann, Ober-Suschitz. Franz HaseMchtl, Tischlernieister, Oplotnitz. Johann Petra? Besitzer, öt. Peter, Sanntal. Johann Pungerschek, Kaufmann, Wi»-dischgraz. Johann LeSnik, Besitzer, Schneckendorf. Joses Podgorsek, Besitzer, Neutirche». Georg ZaverSntk, Se-sitzer, St. Peter. Sanntal. Mathias vercaa, vefipr. Lava. Konrad Elsbacher, Kaufmann, Tüffer. Dr. Fn» Zangger, RechtSanwalt, Eilli. Anton Löschaig. *:af> mann. Rann. Dr. Johann Zabukovseg, Rechtta>»»lt, St. Marein. Heinrich Kl-butschar, Spenglermm'iir, Rann. Franz Zllear, Sekretär der Posojilaica St. «e> orgeu an der Südbahn. Josef Bantan, Gastwirt, Ler-nitz. Dr. Josef Vreeto, Rechtsanwalt, Eifli. Iodum Cretntk, Gemeindevorsteher. Sele. Viktor Lichn, Sejitzer. LeiSberg. Josef Klinger, Kaufmann. Windischzraz 3«> han» Nachberger, Besitzer, Loschnitz. Dr. Franz M-»er> RechtSanwalt, Schönstein. EcgänzunzSgeschwore«.' In ton Maloprou, Hausbesitzer. Josef Lrnko, örcforaabi besitz», Et. Peter, Sanntal. Johann Jicha, Echtier, Eilli. August Kollaritfch, Schmiedmeister, Cilli. Joses Wreschag, Sollt,itator, Eilli. Ferdinand Slavdiazer, Kaufmann. Eilli. Aloi« Eepl, Besttzer, Tt Rarza«. then. AloiS Klarer, Tapezierermeister, Eilli. I«h»il Ravnikar, Kaufmann, Eilli. Borbildliches Wirken des CUlie? Turnvereines. Der Eillier Turnverein hat te> B«fchluß gefaßt, die MitglitdSbeiträg« währeod der Kriegsdauer forteinzuheben, dieselben jedoch ab 1. September zur Gänze KriegSfürforgezwecke» j»-zuführen. Heil! Eine wackere Tat. Herr Laufaami Karbeutz übergab dem Kommando der L«dftiir»-Eifenbahn-SicherungSabteilung Eilli 17 stück mr»t Decken mit der Bestimmung, diese für die dni Streckendienst verfehende Mannschaft ^u verseiidei. Da« Kommando der genannten Abteilung sprich Herrn Karbeutz, der au« eigenem Antriebe sür diese» Zweck eine Sammlung eingeleitet hat, sovie ata jenen, die zu dieser Sammlung beizetraze» sita, im Namen der Mannschaft den besten Dank aal. Briefsendungen für die Feldpost. «h große Zahl von Briefsendungen an Persoae», die der Armee im Felde eingeteilt sind, find uatejiiN« I ftutmna 63 Ventfche Wacht Ecttc b ««il der Trupxenkörper d«S Adressat«» nicht angeführt ist. Um ein« Zustellung der Briefe für die Personen kr Innre im Felde zu ermöglichen, sind die Auf» Ichristen nebst An^ab« der Feldpostnummer auch mit tarn Trupvenkörper der Adressaten zu versehen. Den Danilo Orden — zurückgeschickt, ler HeizhauSvorstand Herr Inspektor Ingenieur Max von Formacher in Marburg hat am 18. d' kn ihm vom König Nikita verliehenen Danilo Or» bett durch die Generaldirektivn der Südbahn an die Itniglich montenegrinische Regierung zurückgeschickt. Der Danilo Orden ist an einer Kette um den Hal« jii tragen. Herr Inspektor von Formacher erhielt $11, als er im Jahre 1912 den Hofzug des Königs is» Montenegro begleitete. verzicht auf eine russische Auszeichnung. Einen neuerlichen Beweis der Verachtung, tu man in Oesterr.'ich gegen russische Charakter-dsigkeit und erbätmliche Falschheit empfindet, gibt ba Inhalt einer Postkarte, die der „Tagespost" vom Eendormeriewachtmeister i. R. Karl Ledinek au« Proßberg in Untersteiermark zukam. Darin heißt tl: Ich ersuche die löbliche Redaktion der .Tage«-»oft" zu verlautbaren. daß ich mit heutigem Tage (22. August) di« russische Auszeichnung, die mir an-läßlich der Teilnahme de« russischen Zaren an den hisjagden in Obersteiermark im Jahre 1903 ver« Lehen wurde, der k. k. politischen Efpositur in Praß-terz mit der Begründung vorgelegt habe, daß ich tiefe Auszeichnung einer feindlichen Äegierung weder tagen »och in deren Besitze sein will. EinriickungderLandsturmpflichtigen. to hinsichtlich der Landsturmpflicht noch vielfach irrige Anschauungen bestehen, wird nachstehende« zur cHzemeinen Kenntnis gebracht. Sämtliche Landsturm-Pflichtigen bilden 24 Altersklassen, von denen die vteste die 42jährigen und die jüngste die 10jährigen msaßt. Die Landsturmalterskassen werden in zwei Huppen, „Aufgebote', eingeteilt. Das erste Anfge-iü umfaßt 19 Altersklassen, und zwar jene der Lvtdflurmpflichtigen im Lebensalter von 19 bi« einschließlich 37 Jahren, und da« zweite Aufgebot 5 Altersklassen. und zwar jene der Landsturmpflichti-jcs im Lebensalter von 38 bis einschließlich 42 Jahren. Ueber das 42. Lebensjahr hinan« ist eine «dsturmpflicht gesetzlich nicht vorgesehen. Auf Grund kf § 4 bcft KriegSltistungSgesetzt« können zu per-iWichen KriegSleistungcn für Kriegszwecke allerdings sie arbeitsfähigen, männlichen Zivilpersonen, die ki 50. Lebensjahr noch nicht zurückgelegt haben, jedoch nur außerhalb der Feuerlinie, herangezogen «erdeu. Da dermalen der Landsturm in beiden Auf. yriuteu einberufen wnr»e, kann (wie irrtümlich an-gammen wird) ein drittes Aufgebot nicht stattfin-t«ü;nur können Waffenunfähige und nicht gediente ^«dftnrmpflichtige, die mit Widmungikarten nicht t^nlt find, eventuell noch eine Einberufung gewär-tuen; derartige Landsturmpflichtige haben jedoch »tiann einzurücken, wenn sie namentlich einberufen ■erben. Der Erste Allgemeine oesterreichische Werkmeister- und Industriedeamtenver-band Wien, dessen Zentralbureau sich in Wien, 3, Erdbergstraße 48, befindet, hat über Antrag smie« Präsidenten, Herrn Carl Hagenbllchli, den mil-mniigen Beschluß gefaßt, den Frauen und Fa-•übe« der zum Kriegsdienste einberufenen Mitglie-in» während der KriegSdauer eine Unterstützung m zehn Kronen ^er Monat zu gewähren. Wenn mn berücksichtigt, daß von diesem Verbände über uuuub Mitglieder bereit« eingerückt sind, so ist dieS pr.fe ein große« Opfer, welche« diese Bereinigung tanzt. t Zur Lebensmittelversorgung. Der Rckeriauminister hat einen Ausruf an die Land-Kt!t nlafsen, in welchem er eS begrüß», daß e« 3t!ong, die Ernte unter schützende« Dach zu brin-; nun aber müsse vorgesorgt werden, daß uns nächste Jahr wirtfchastlich gerüstet findet und mch! nach den Schrecken des Krieges das Elend des hu-ger» Einzug hielte. Es handelt sich jetzt darum. de« Fehlens vieler starker Bauernarme. trotz kf Mangels an Pferden mit allen Kräften das !jfl» zu bestellen, daß e« im nächsten Jahre so reiche Frucht trage, als es der Segen des Himmels nur' ta»tt gestattet. ES Handel« sich aber auch weiter torti», daß wir Heuer das gerade säen, wa« wir ro nächsten Jahr am meisten brauchen werden: Fckchte. die zur täglichen Nahrung de« Menschen M »«wendigsten sind. Darum bauet vor allem tBqin, Roggen, Kartoffeln und Hülsenfrüchte, um die durch die Viehzucht und Milchwirtschaft ge-schössen«» Nahrungsmittel deS Volke« wirksam zu trMzcn. Bauet auch Mai«, wo euch die« daS fttaw gestattet. Beschränket — soweit eS die not- wendige Bedachtnahme auf die gesamte Volkswirt-schaft gestattet — den Anbau von Pflanzen, die sür ein Volk, da» vom Kriege heimkehrt, weniger wich-tig sind. Spenden. Für den Zweigverein Eilli Stadt de« Roten Kreuze« langten weiter« nachstehende Spenden ein: Fräulein M. 20, Familie von Klim-bacher (für verwundete 87-er) 2V, Herr Josef Termann 5, Frau Oberleutnant Kainer 10, Unge-nannt 1, Herr Verwalter Derganz 20, Herr Pro-fessor Jrauschek 20, Frau Regimen tSarztenSwitwe Dietz 10, Ungenannt 7, Fritz Chiba (Finderlohn) 3, Familie Mefaretz 5 Kronen. Für die Reservisten-familien spendeten: Herr Dr. Fritz Zangger 300, technische« Personal der Druckerei Celeja 8, Dro-gerie Fiedler 30, Frau du Nord 50, Fräulein Eerny 50, Frau von Sztupka 4, Fräulein Balogh 10, Herr Joses Termann 5, Frau Oberleutnant Kainer 10, Herr Verwalter Derganz 20, Ungenannt 7, Familie Mesaretz 5 Kronen. Evangelische Gemeinde. Morgen, Don-nerStag, findet in der ChristuSkirche um 7 Uhr adtnd« eine KriegSbetstunde statt. Die Grummetmahd-Bersteigerung im Stadtparke findet am Sonntag den 30. d. um 11 Uhr vormittags statt. Zusammenkunft beim Wet-t erhäuSchen. Der Führer der slowenischen Serdo Philen verhaftet. Der Gvmnafialprofessor Dr. Franz Jleflc ist, wie da« »Grazer Tazblatt' meld«t, dem Laibacher LandeSgerichte eingeliefert worden. Er ist Präsident der „Matiea SlodenSka" und der geistige Führer d«r slowenischen Serbophilen. Massenverhaftungen im Unterlande. Die „Marbvrger Zeitung' berichtet: „Donnerstag wurden 295 Verhaftete au« südlichen Gegenden nach Marburg gebracht, darunter Geistliche nnd Doktoren. Am Bahnhof« wurden noch 50 Soldaten requiriert, dann ging« hinein nach Marburg, wo die Verhafteten untergebracht wurden." Nach demselben Blatte würd« SamStaz vormittags abtrmal« ein großer Trupp Ver-haftetrr, darunter Geistlich« und Frau n. nach Marburg geschafft. Auch meldet di« »Marburger Zeitung' di« Verhaftung de« Beamten Svet. — Au« Eilli b«rlcht«t da« „Grazcr Tagblatt' : Während der Mobilisierung wurden auch von der hi«stg«n Umgebung zahlreich« Srrbenfreund« verhaftet, darunter August Jeri», Be-amter der Firma Majdlc; Anton Skrubej. Jagdauf-f«h«r au» Bischofdorf; Martin Weutzer au» Kroatien; Albin MikuS, Gemeindesekretär au» Sachsenfeld; Anton Novacan, Jurist au» Dornbiichl; Emil Matic au» Kroatien; Jgnaz Lost, Weinagent au» Umgebung Cilli; Franz Koschtd au» Savodna; Emil P covnik au» Tschret und Franz Trauner, Hausmeister de» Sokolski Dom in Gaberjc. Am L3. d. wurde« der land'chaft-lich« Tirrarzt Peter Richleritsch au» Lausen und drr Bäckerlehrling Peter Vrra au» Oberburg über Eilli nach Graz eingeliefert. Verhaftung. (Wegen Hochverrätern scher Aeußerungen) wurde am 21. d. der Weinhändler I. Ko« in Tüsfer verhaftet und dem Landivehrgericht in Graz eingeliefert. Wieder ein Hetzpriester eingeliefert. Die Grazer Tagcspojt meldet: Vorgestern nachmittags traf wieder ein slawischer Geistlicher auS Prävali, den die Behörde wegen Hochverrate« ver-haften ließ, unter Gendarmeriebegleitung auf d,m hiesigen Hauptbahnhof ein. Die angesammelte Menge äußerte ihre Entrüstung durch lebhafte Pfuirufe. Der Hetzpriester wurde dem Militärgericht überstellt. Mit dem Revolver erschossen. Am 12. d. waren mehrere Mädchen auf einem Acker des Franz Evirn in Senovo, Bezirk Rann, beschäftigt. Nach der Arbeit begaben sie sich in da« Gasthaus des Michael Ajdnik, in dem sich auch der Besitzers-söhn Aloi« Boh aus Reichenstein befand. Dieser umfaßte nun sofort die fremden Mädchen. Eine da-von, die Marie Bouk, wehrte dem Boh kräftig ab und riß ihm die Halsbinde herunter. Kaum aber hatte sie das Lokal verlassen, folgte ihr Boh und ohrfeigte sie. Sie erzählte die« ihrem ArbeitSgenofsen Franz Snhar, der Boh zur Rede stellte. In der Folge kam es zwischen beiden zu einer Rauferei, wobei Suhar seinen Gegner mehrmal« Boden warf. Schließlich zog Boh einen Revolver und schoß drei Schüsse auf Suhar ab, der, in da« Herz getroffen, tot zu Boden stürzte. Boh wurde verhaftet. Tödlicher Sturz von einem Steg. Am 16. d. gingen die in Karnitza, Bezirk Ober-bürg, wohnenden Eheleute namens Josef nnd Anna Mlacnik von der Ortschaft Leutsch gegen 10 Uhr nachts in etwas angeheitertem Zustande nach Haufe. Unweit von Leutsch mußten die beiden einen Steg über den Leutschbach überschreiten. Als sie die Mitte des Stege« hinter sich hatten, stürzte Anna Mlacnik in den durch starke Regengüsse hoch angeschwollenen Bach und riß ihren Mann, den sie beim Rocke gefaßt hatte, mit in den Bach. Anua Mlacnik wurde von den Fluten fortgetrieben und ertrank, wogegen Josef Mlacnik sich retten konnte, jedoch durch den Sturz auf die Steine schwere und leben«-gefährliche Verletzungen am Kopfe sich zuzog. Einige Minuten später wurde er von einem vorübergehen-den Mann aufgehoben und in die Ortschaft Leutsch gebracht, wo ihm sogleich ärztliche Hilfe zuteil wurde. Die Leiche der Anna Mlacnik wurde am 17. d. 300 Schritte vom Unfallsplatze am Ufer de» Bache» gefunden und auf den Ortsfriedhof in die Totenkammer gebracht. Gegen d?» Eigentümer des Steges wurde die Anzeige erstattet. Bedenkliche Losunternehmungen. Wie un« von verläßlicher Seite mitgeteilt wird, bemüht sich in neuerer Zeit wieder eine holländische Lo«-Unternehmung, unter Vorspiegelung anscheinend günstiger Bezugsbedingungen für verschieden« Lose im Jnlande Abnehmer zu finden. Es ist die« die „All-gemeine Volksdank in Amsterdam", die scheinbar auch in Steiermark ihre Geschäftsverbindungen an-knüpfen will. Wir warnen eindringlich davor, sich auf LoSgeschäst« mit dieser Unternehmung einzulassen, und empfehlen, Agenten der genannten Firma unverweilt der nächsten politischen Behörde bekannt-zugeben. Erscheinen feindlicher Aeroplane. So wünschenswert e» erscheint, daß Wahrnehmungen über di?« Erscheinen feindlicher Aeroplane. Ballon« usw. weitergegeben werd«n, um, soweit die« möglich ist, diesen gegnerischen Erkundig» »g«mitteln ent« gegentretcn zu können, so darf eine solche Weiter-g.rbe doch nicht ziel- und planlo« erfolgen, weil sie sonst, statt die erwünschte Sicherheit über die Rich-hing des Fluges zu erlangen, nur Nervosität her-vorruft und Anlaß zum Entstehen von Gerüchten gibt, die bekanntlich lawinenartig anschwellen und Beunruhigung zur Folge haben. Man wolle sich gegenwärtig halten, daß Flugmaschinen in der Regel in der Nacht nicht fliegen und daß ihr Flug nicht unbegrenzt ist, sondern von dem Quantum an Ben-zin abhängt, das im Apparat mitgeführt werd:« kann. DaS Wichtigste, wa« man beim Wahrnehmen eines feindlichen Flugapparate« tun soll, ist: „die Richtung zu beobachten, in der er fliegt, und die« dann telephonisch oder telegraphisch dem in dieser Richtung zunächst gelegenen Militärstationskommando (größerer Oit usw.) zu melden. Zweifellose Elken-nung feindlicher Apparate ist ungemein schwer. An-hillSpunkte, aber nur solch', geben die seinerzeit vom Krieg«ministerium ausgegebenen Silhouetten. Die Kennzeichnung der Flugmaschine durch Farben erkennt man schon nicht mehr, wen» sich der Appa-rat höher als 400 Meter befindet; jedenfalls ist große Vorsicht zeboten, damit in den Grenzräumen nicht durch Uebcreifer eigen« Apparate herabge-schössen werden. Solange als möglich ist der Flug des Apparate« zu versalzen und die in der Rich-tung de« Fluge« gelegene Ortschaft telephonisch oder telegraphisch von dem bevorstehenden Erscheinen eine« Apparate« zu verständigen. Diese Verständigung soll sich aber nur aus die nächsten Orte beschränken und nicht gleich eine Weltrunde machen. E« ist nicht au«geschlosien, daß ein Apparat au« irgend einem Grunde zu einer Landung gezwungen ist. Dann muß man mit allen Mitteln trachten, seiner habhaft zu werden. Nicht zerstören, sondern sorgfältig durch-suchen, auch die Insassen, wenn sie am Leben sind, und selbstverständlich gefangen nehmen. Die Post-und Telegraphenämter wurden angewiesen, Wahr« nchmungen über da« Erscheinen gegnerischer Luft-fahrzeuge nicht sämtlichen Aemtern bekanntzugeben, sondern nur der in der Richtung de« Fluge« zu-nächst gelegenen Militärbehörde und dem Territorial» kommando, den etwaigen Aufgeber eine« solchen Telegrammes zur Legitimierung zu verhalten. Ge-rüchte sind jedoch niemals weiterzugeben, sondern nur das zu telegraphieren, wa« sicher ist. Bauet Wintergemüse an! Alle jene, welche unbebauten Garten« o er Wiesengrnnd be-sitzen, werden darauf aufmerksam gemacht, daß jetzt der letzte Termin ist, um Wintergemüfe anzubauen. Im Interesse der Allgemeinheit sowie jedes einzel-nen ist e« dringend geboten, eine möglichst große Gemüseernte sür den Herbst vorzubereiten. Einige Garten- und Wiefenbcsitzer haben bereit» mit der Arbeit begonnen; es soll dem Boden abgerungen werden, was er zu geben imstande ist. Die Zeit drängt, will man auf Erfolg rechneu. Anzubauen sind: in Pflanzen Kohl, Kohlrüben. Salat, Koch-salat, Blaukohl, in Samen: Winterspinat, weiße Rüben, gelbe Rüben, Bohnen und Erbsen. Sear ö Ein Räuber. Der wiederholt vorbestrafte, 22 jährige Johann Mravlak überfiel nachts den Martin Vesjak, raubte ihm feine Barschaft und seine Taschenuhr. Der Räuber drohte dem Vesjak, ihn so-fort zu erschießen, wenn er feine Taschen nicht frei-willig durchsuchen ließe. Mravlak, der auch ein ein-gereihter Rekrut ist, wurde verhaftet. Todschlag. Am I?. d. kam et im Gasthaus« btfl Johann M«dv«sck in Sagorje bei Drachtndurg zwischen mehreren Besitz«r»ivhnen ju einer fürchterlichen Rauferei, bei d«r da« Messer ein« grobe und gesShr-licht Rolle spielte. DI« BtsttzerSsöhn« Veit Brilej, Fran, und Josef tkrainc stürzt«» sich mit Mistern auf d«n KesitzeiSlohn Josef Ko»tl« und brachten ihm derart schwer« Stich- und Schnittwunden am jkop?« bei. daß er blutüberströmt zusammenbrach und bald darauf starb. Di« Titer wurden dem Gericht« eingeliefert. Erleichterung hinsichtlich der Bedienung und Wartung von Dampfkesseln und Dampfmaschinen während des Kriegs« 8»stände». Die Handels- nnd Gewerdekammer raz macht auf die Erleichterung aufm«rksam. welche hinsichtlich der Bedienung und Wartung von Dampf-kesseln und Dampfmaschinen während deS Kri«g«zu stände» durch die Ministerialve«Ordnung vvm 5. August 1914, R.G.»Bl. Nr. 206, getroffen wurde. Die bezügliche VerordnungSbtstimmung lautet: „Bei einem durch Mobilisierung oder durch Ergänzung auf den Kriegsstand vernrfachten Abgange von geprüften Dampfkessel- und Dampsmajchinenwärtern dürf-n auf die Dauer der kriegerischen Bedrohung oder eine» auSgebrochcnen Kriege» und infolange ein Ersah durch solche qualifizierte Wärter undurchführbar ist, zur Bedienung und Wartung von Dampfkesseln und Dampfmaschinen auch andere Personen verwendet werde», welch« zwar die Prüfung im Sinne des § 1, Punkt 4, der Ministerialverordnung vom 15. Znli 1891, R.'G.-Vl. Nr. 108, n cht abgelegt haben, jedoch zu den von ihnen zu verrichtenden Dienstleistungen geeignet sind. Dies« Personen sind ungesäumt unter Anführung der ihre L-gnung dar-tuende» Umstände den zuständigen Dampfkefselüber-wachungSvrgauen behuf» nachträglicher Genehmigung namhast zu machen." Deutsche, kauft Südmark Körnerpost karten! Voll glühender Vaterlandsliebe und klam-«ender Begeisterung hat Theodor Körner in den Freiheitskriegen deS Jahre» 1813 feine dichterische Gabe, seine überströmenden Gefühle für deS deut-fchen Volke» Ehre in einer großen Anzahl befeuern-der Schlachtgedichte niedergelegt. Von diesen herrlichen Perlen deutscher Dichtkunst hat der Verein Südmark 12 der besten ausgewählt und der hervor-ragende Künstler Aßmann hat zu denselben in so vollendet erfaßter Weise entsprechende Schlachtenbil-der (darunter auch ein prächtiges Bildnis Körner» selbst) gtschaffcn, wie sie bester nicht leicht wieder dargestellt werden können. ES seien daher alle, die irgend ein Familienmitglied oder einen Bekannte» im Felde der Ehre steh«» haben, auf diese Karten ganz besondn» aufmerksam gemacht und ersucht, die-selben bei ihrem Schrifienwechsel mit den wackeren Kriegern zu verwenden. Gilt e» doch, da» um fein Dasein ringende deutsche Volk zur höchsten Kraft-leistung an'Mut, Ausdauer und Tapferkeit zu be-geistern, und waS könnte hiezu besser geeignet sein, al» die herrlichen DiHtungen jene» FreiheitShelden, der seinen Tatendrang um de» deutschen Volke» Glanz und Ehre mit dem eigenrn Tode besiegelte. Di« Karte find in der Geschäftsstelle des Vereines, Graz, Joaneumring II. erhältlich und dortselbst auch von auswärts gegen Voreinsendung oder Nach-nähme de» Betrage» von zehn Heller da» Stück, ausschließlich des Poslporto», beziehbar. Ebendaselbst sind auch noch mehrere Originalentwlirfe dieser Karten zu besondrrS ermäßigten Preisen erhältlich. Karte des deutsch französischen Kriegs-schauplatzes vom K. u. k. militür geographischen Institute. In sorgfältigster Be-arbeitung wurde foeben wieder eine große Krieg»-karte, jene de» deutsch französischen Kriegsschauplatzes vom k. u. i. militär-geographischen Institut herausgegeben, die allgemeinste Anerkennung finden dürste. Dieselbe wurde ebenfalls au» dem Material der of-fiziellen im Maße 1 :750.000 erschienenen Ueber-sichtSkarte hergestellt und gestattet die Bersolgung aller Vorgänge auf dem deutsch französische» Krieg», schauplatzt. Si« reicht im Norden bis Wesel, im Osten bi« Kassel und Würzburg, südlich bi» Ulm, westlich bi» St. Quentin und sind alle neuen Ver-kehrSäuderungen in dieser Karte berücksichtigt wor-den. Mit dem Erscheinen dieser besten aller im Formate 87X66 Zentimeter erschienenen Karte wurde einem dringend gefühlten Bedürfnis entsprochen und dürfte dieselbe ebenso wie die beiden früher erfchie- Deutsche Wacht nenen Karten vom serbischen und russischen Krieg»-schauplatze jedem ZeitungSleser willkommen sein. Der Preis jeden Blatte» beträgt 2-S0 K, auf Leinen 4 K, bei Frankozusendung 10 Heller mehr. Di« Karten können durch den Kommissionsverlag de» k. u. k. militär-geographischen Institute» R. Lechner (Wilhelm Müller), k. u. k. Hof- und Universität»-buchhandlung, Wien 1., Graben 31, oder durch jede ander« Buchhandlung bezogen werden. Waldheims General lledersichtskarte vom europäischen Kriegsschauplatz, bear» beitet und herausgegeben von de: Druckerei- und VerlagS-Altiengesellschaft, vorm. R. v. Waldheim, Jos. Eberle u Eo>, Wien, 7., bildet für jeden, der sich sür die Borgänge auf dem Kriegsschauplatz in-t«r«ssiert, ein ausgezeichnete» Mittel zur schnellen Orientierung. Sie enthält nicht nur die Eisenbahnen, Flüsse und alle» sonst Wichtig«, sondern sie zeigt dem Beschauer auch in bester Deutlichkeit die Festungen, Grenzort«, ja selbst die kleinsten Sta> tionen an den Grenzgemarlungen aller kriegsühren-de» Länder. Diejenigen Festungen, Großstädte, Ort-schaften, Hafen. Werften und sonstigen Punkte, welche inzwischen durch das siegreiche Vorrücken der deut« schen und österreichischen Truppen bekannt und be» rühmt geworden sind, haben ebenfalls Ausnahme gesunden. Ferner weist diese Uebersichtskarte gegen-über anderen Karten, welche nur Teilgebiete der Kriegsschauplätze bringen, den großen Vorzug aus, daß sie auf einem Blatte eine volle Uebersicht nicht nur über die Kriegsschauplätze bring«, aus denen jetzt Operationen im Gange sind, sondern auch über alle jene Gebiete und Länder Europas, die im Ver-laus« der kriegerischen Ereignisse der Schauplatz militärischer Operationen werden können. ES genügt sonach der Besitz di«s«r General-UebersichtSkarte, um üb«r die gegemvärtigen, wie auch all« künstigen Er-eignisse, die der europäische Krieg mit sich bringen wird, eine gute Orientierung zu gewinnen. Die einzelnen Länder wurden in einem über die ganze Fläche hinweggehenden Kolorit derart gehalten, daß si« sich dtntl'.ch voneinander unierscheiden. Wald-heimS General - Uebersichtskarte vom europäischen Kriegsschauplatz ist für jeden ZeitungSleser von großer Wichtigkeit, sie ist eine OrientierungSkart« par excellente, die trotz der sorgfältigen und übersichtlichen Ausführung noch den Borzug hat, sehr preiswert zu sein. (1 K, sranko per Post 1 10 K.) Ein zeitgemäßer „Deutscher Mahnrufs' sordert die Raucher auf, in Zukunft die Zigaretten-hülfen und -Papiere der Südmark und des Bundes der Deutschen Nordmährens zu verweuden. Weg mit dem Fremde», unterstützet das eigene Volk! Ausstellung des „Auskunftsbüro" vom Waten Kreuz in Wien. (6. k. u. k. Kriegsschule.) Um es den Angehörigen des mobilisierten kran-kcn oder verwundeten Militärs zu ermöglichen, ver-läßliche Auskunft über den Aufenthalt und Zustand der Belreffenden zu erhalten, hat die Oest«rr«ichischc Gesellschaft vom Roten Kreuz in Wien ein „Au»-kunslSbüro" errichtet. Anftagen an dieses Büro sind brieflich oder telegraphisch zu richten; mündliche Anfragen können bei der voraussichtlich fthr stark«« Inanspruchnahme aus technischen Gründen nicht entgegengenommen werden. Für Anfragen eiguen sich am besten die vom Roten Kreuze aufgelegten, vorgedruckten Korrefpon-denzkarte» mit Antwort. Bon diesen Karten wurden aufgelegt: ») von der Bundrileilung in Wie» solch« mit deutschem Text und aufgestempelter Marke zum Preis« von 7 Heller pro Stück. b) vom Stammvercin solche mit deutsch flowe-irischem Text ohne Marke zum Preise von 2 Heller per Stück. Beide Anen dieser Karten sind in ganz Steier-mark bei den Postämtern in allen Orten, in denen sich eine Bezirkshauplmannschaft oder ein Bezirks-gericht befindet, dann außerdem bei den Postämtern in Admont. Burgau, Donawitz, Zsz, Oberburg, Praßberg, St. Michael. Selztal und Bordernberg (in Graz und Marburg beim Hauptpostamt) erhältich. Alle diese Anfragen sind im Znteresse «iner schnellen und richtigen AuStunftSerteilung gut leserlich überschrieben zu übersenden, können in betden Lan-deSsprachen versaßt werten und wird eS sich empfeh-l«n, in jtdem Ort« nach Bedarf «in« od«r mehrere Personen, die über eine gut leserliche Handschrift verfügen, »ur Führung dieser Korrespondenz mit dem Auskunftsbüro zu «rmittkln. Num«n 63 Für ttlegraphische Anfragen ist die Adresse „Rotkreuz Auskunftsbüro Wien" z« benützen und, fall» die Antwort telegraphisch gewünscht wird, str die Rückantwort 1 K zu bezahlen. Weitere Anfragen sind in der Folg« an je»« Aufenthaltsort zu richten, welcher durch das Ant-kunftSbüro mitgeteilt würd«. Nachdem jeder in eine SanitälSanstalt a»fge-nommene kranke oder verwundet« Militär sofort bi» Au«kunft»büro in Evid«nz genommen wird, und die-fe» selbstverständlich nur über diese Personenim-kuuft erteilen kann, so wird e» sich empfehlen, Anfragen erst bei begründeter Vermutung einer Erkra»< kung oder Verwundung deS betreffenden Angehörige» z» stellen, da fönst das Auskunftsbüro entweder feine oder nur negative Auskunft erteilen könnte. In Budapest würd« zum gleichen Zwecke ew-falls ei» Auskunftsbüro errichtet. Vermischtes. Detlev vo» Liliencron — al» Prophet. Der Dichter Detlev von Lilitncrou, der Mit-streit« von 1870/71, prophezeit in seinem Gedicht „EincinnatuS" in aller Deulichkeit den jetzt ai%-brochenen Krieg Deutschlands mit Ost und West. Seine herrlichen Verse, die er dem „ttineinnatui* in den Mund legt, laute»: „Doch ruft mich der Kaiser in Not und Gefahr, Ich entstürzt« dem Hau» mit gesträubtem Haar. Bin um ihn, wenn er von Feinden umdrängt. Bi» wieder die Streitaxt am Nagel hängt. Muß daS Baterland drangvoll die Sturmflazg» hissen - Ho heida! Die Klinge den Schaden entrissen. Und dräut es von Osten und dräut e» von West, Wir schlachten den Bären, den Hahn unS zum ?e°t. Fällt neidisch un» an auch die ganze Welt. Si« lernt un« schon kennen, der Anzriff zkrfpellt l* Diese Prophezeiung de» Dichter», die au» dem stolzen Selbstvertrauen d«S OffizierSstandcS erwach-fen ist, wird sicher wahr werden. Wi« die Mon tenegriner Mitrailleu. g«knatt«r nachahmt». Während d«r letzte» Balkankriege macht« der russische Militärfchrifistell« Lubitzki eine Beobachtung, die vitlen anderen KriqS-berichterstattern entgangen zu f«in scheint: die harmlosen, nur ein bischen geräuschvollen SastagnrUe» spielten in den Kämpfen zwischen Türken und Mo», tenrgrintru ein« nicht unwichtig« Rolle. Mit bitiea Instrumenten, die sonst nur die Tänze mehr od» minder echter Spanierinnen zu begleiten pslezrn, ahmten nämlich die Montenegriner iu überraschend täuschender Weif« da» trocken« Geknatter der Suzä-spritzen nach Auch di« S«rb«n wandten, um In Ztind zu täuscht», dits« zirku»mäßig« Kri«g»list an, indem sie sit noch ergänzten und vervollkommneten, und mit ihren Kastagnetten ganze Kanonad«» «na oft gar nicht vorhandenen Artillerie vortäuschte», i« ist nicht ausgeschlossen, daß das edle Brüdervair auch jetzt mit solche.» Theatermitzchen arbeitet. übrigen waren weder die Montenegriaer noch t-e Strben di« Ersind«r dieser KriegSkastagvrttein zu» ersten Mal« angewendet wurden ste vielmehr «a den Japanern, die nämlich während d«r Belagern«! von Port Arthur durch da» G«knalter di« Russe» auS der Ruhe brachten . . . Gingesendet. DaS k. k. Etsenbahnministeriuw Hot duich Auf« nähme von Superphosphat unter die „«ppro. visionierungSartikel" die Vrrfrachtuug dieses für btt Landwirtschaft gerade letzt unentbehrliche» Düage-mittels aus den östcrr«ichifch«n Eisenbahnen erm^-licht. Allerdings kann vorläufig die Verladung nur in offenen Wagen erfolgen und die Litfkrsriüm a> fahren immerhin Berlängerungen. Di« Zaicreficaim werden trctzdcm mit Bestiedigung zur Kenntnis »ih-m«n, daß überhaupt mit der Verfrachtung — nxa» auch in beschränktem Maß« — begönne» werde» kann. Hoffentlich wird da» Eifenbahnministeriin» m nicht allzuferner Zeit seine Aktion zugunsten der Landwirtschaft fortsetzen und eine Anzahl zel^ckler Wagen sür di« Versendung von Superphoipdal zur Verfügung stellen. Wenn di« Laridwi't« im icoht» verstandene» eigenen Interesse den Anbau nicht ita» stürzen und den Fabriken zur Lieferung tntfpachend Z«it lassen, wird sich der Verkehr trotzdem in Ächt abwickeln können und die Fabriken werde» in d«r Lag« f«in, den Wünsche» nach Maßgad« der ziu Verfügung stehenden Waggon» Rechnung z» trq». Jtimwcr 63 Karnung vor Ferschteuderung des ^ieyes! In »lle Sauern, insbesondere aber an jene Baue« raufn, deren Männer zum Waffendienst« einberufen wurden. SuS mehreren landwirtschaftlichen Filialen er» sult die k. k. LandwirtschastSgesellschafl die bedauer-Ich Nachricht, daß die LriegSlage in verschiedene« teilen de< LandeS dazu ausgenützt wird, um beson« ddi den Bäuerinnen, deren Männer zum Waffen» Maße einberufen wurden, welche mit den bestehen» ki Verhältnissen und der Lage deS ViehmarkteS «HI vertraut sind, daS Bieh zu lächerlich geringen fcnseti, zu Schleuderpreisen im wahren Sinne deS Bodf«, abzuhandeln. Die Landwinfchaftsgesellschaft hat keine »ennt-iii, aul welchen Kreisen diese gewissenlosen Bieh, lliser stammen, kann aber nicht umhin, daS Treiben jllcher Elemente, welche die bedrängte Lage von Uilenonen und Bauern, sowie deren Unkenntnis tn tatsächlich bestehen den Verhältnisse über die Lichmarkilage zu derartigen Uebervorteilungen aus-cEjcn, aus da» Schärfste zu verurteilen. Allen Bauern und derzeit allein wirtschaftenden bdiermnen sei zur Kenntnis gebracht, daß die k. k. Kivhalterei eine Preisfestsetzung aller für den täg« lichoi Unterhalt notwendigen Lebensbedürfnisse vor- C«»en und kundgemacht hat, daß in dieser Fest-»g auch die Preise von Fleisch und Fett, sowie 3»n Lütter und Käse, wie auch die Preise der Koteranikel festgestellt worden sind. Mit Rücksicht auf die LriegSlage wurden diese Preise in einer festgestellt, welch: den heutigen Produktion»-ad Markwerhältnissen vollkommen Rechnung trägt, ktiprechend diesen Maximaltarisen sinv unsere Mchhauer und Viehhändler in der Lage, für unser Weh entsprechend hohe Preise anzulegen, und ist es In da Natur der Sache gelegen, daß unsere Land-»tot solche Preise dann erzielen werden, wenn si« ifr Lieh nur allmählich zur Abgabe bringen. Wenn hizeqen ein unnützes Losschlagen dieses Viehes in czjiwen Ortschaften stattfindet, so ist es natürlich, ich die Läuser derlei Verhältnisse ausnützen. Ein unnützes Verschleudern unserer wertvollen Viehbestände bedeutet eine groil« Schädigung unserer ivdvirischast, welche zum Teile auch unsere ge-suit« landwirtschaftliche Lage berührt. Letzteres gilt kfoita:» von unsinnigen und unnolwendigen Ver-!i»fen der kilber. Man darf nicht übersehen, daß fta die Militärverwaltung im äußersten Falle die lWchkeit eintreten könnte, auch Kühe requirieren ji msien, ohne differenzieren zu können, welche da-ron trächtig sind. Dadurch könnten unsere Vieh-wl-mde eine beträchtliche Einbuße am Nachwuchs« ttlrikn. Nachdem die heurige Futteremte sehr gut OBi^aflen ist und auch die Grummeternte zusrie-»oisttlltlld sein dürfte, sind die Landwirte Steier-«i» mit Futtervorräten reichlich gedeckt und in der L'agt, grosse Viehbestände längere Zeit hindurch hal-Il° in sinnen. ES liegt daher absolut kein Grund l«, dat Bieh zu verschleudern. DaS Militär wird i»! große Menge von Vieh benötigen und dasselbe z, zium Preisen bezahlen. Nachdem wir genügend rr Rudolf Blum & Sohn gS Marburg 'Ä Aufträge nimmt entgegen: Peter Majiiic .Merkur* in Cilli. Deuisdir lUrtdtt Futter zur Aufzucht besitzen und für den großen Abtransport fchlachtungSfähiger Rinder ein Ersatz geschaffen werden muß, wenn unsere Rinderzucht nicht wieder auf Jahre hinaus schwer geschädigt werden sollte, ist eS eine unbedingte Notwendigkeit, durch Auszucht einen Ersatz zu schaffen. ES er-scheint daher vor allem geboten, dem unsinnigen Ab-verkaufe der Kälber in erster Linie Einhalt zu tun. DieS gilt besonders für große Gebiete von Mittel-und Untersteiennark, wo der Unfug deß Kälberver-kaufeS bedauerlicherweise seit allen Zeiten in Uebung ist und die Landwirte sich den Ersatz auf Märkten verschassen. Dieser Ersatz wird in nächster Zeit nur um schweres Geld oder gar nicht zu bewerkstelligen sein. Bauern und Bäuerinnen, welche in dieser Uebung fortfahren, fetzen sich einer schweren Schä> digung auS. Sie tragen aber auch dazu bei, den gesamten Viehstand deS Landes herunterzusetzen: sie versündigen sich nach zweierlei Richtungen hin: „an sich selbst und am Wohlstande deS Landes- £t ist nicht notwendig, daß in so ernsten Zeiten dem Luxus des KalbfleischessenS gestöhnt wird. Eine Einschränkung deS KälberverkaufeS erscheint dringend geboten, und sollten unseie Landwirte diesem Rufe zu ihrem Schaden keine Folge leisten, so würde die k. k. Landwirtschaftsgesellschaft nnr eine selbstver» ständliche Pflicht erfüllen, wenn sie bei der kompe-texten Behörde Schritte zur Einschränkung deS Käl-berverkaufeS einleiten würde. Wünschenswert wäre eS auch, wenn alle bis-her vorgekommenen Uebervorteilungen feitenS der Viehkäufer der LandwirtschaftSgefellfchaft mitgeteilt werden würden, um weitere Schritte gegen die stati-gehabten Uebervorteilungen einleiten zu können. Wir hoffen, daß diese Warnung genügen wird, um Landwirte und Bäuerinnen, welche Über die Verhältnisse nicht unterrichtet sind, aufzuklären. ES gelte der Grundsatz: „Kein Stück Vieh, welches nicht unbedingt ver-kauft werden muß und verkaufssähig ist, zum Ver-kaufe zu bringen." Seile 7 Auf solche Weise schützen sich die Landwirte selbst vor Schädigungen und tragen zur Erhaltung unserer wertvollen Viehbestände bei, welche einen an-sehnlichen Teil unsere« Volksvermögens bilden. Itit 1868 (liuiDd bewährt Berger's mediz. Teer-Seife von G. Hell A Comp. tutd) Beute cmt>f»l(rn wird in ktn Mklftt» Staate« 8iie»i>a! mit bestem Sri »lg «rgenxiitict grjrtt llnutttUMochlttssc Mller Art insbesondere trgrn chioniiche »»» p-rasttdre »»«Ichliig« l«wie gezen ant SaelichaNxa, eatbält 40 Proxeat Ho In teer >>»d aaierlihkidet fieb »c('ntU4 . on allen iltnjen Teerlrtlrn »e» Handel». Bei h-rlaSSij-n Hant leite» lehr wirft«« : Bertfr'»« IVorachwefelaelfc». m» mildere Teeraeife fit grauen ant ikiader,' Bertcr's Crlyzerln-Teerselfe. geraer »ha« Teer »ie lehr >» rühmte - Bcrcor'n Borax>Hels« gr-tra Wimmert». Sonnenbrand. 8nmmrr«pi omci, lltriMr ■ad andere liaaiübel. Prela pro Sta< k Jeder Sorte 70 liniier aamt Anwelaang. Neu : Derffcr'M IIii««tgc Teer»else »an »«r,ilj!icher HürTunj fri Hantkrankheitea, >»nf- an» Lart schalten toarie »1* öaalianchemillil > Bi. 9 1.60. ivezehieri Ei« au»deUSl>ch kerAer'a Seife» »»» G. Hell A Comp. »ad sehen Sie aas die hier ad,ediwete «-«Hahwarle und »ie . - ni« Kin-trittsgebühr beträgt 20 Keller. Cv'Hc 8 Deutsche Wacht ftone 63 Jeder Deutsche verwende nur Südmark- oder Wrdnmhrer Zigaretten-Mpiere und -Aussen Oesterreichisches Erzeugnis. Ueberall zu haben. Zu beziehen durch: Gottlieb Voith, Wien, Illji. Kriegsschauplatz-Karten! Kaite des Oeatcrr.-ung.-serblwhen Krlcgsscb«uplut*es 1:2 C'OO.OOO . . . . K — »8 üebernlehukiirte des Ocsterr.nng.-serblschen Krleg>schaupl»tzes 1:750 000 (K. u k. Militär-G:ogr. Institut. Wien)..........K 2.50 Freytap, Pie Grenzgebiete Oesterreich-lT»g»ni und Serbien 1 • 250.000 6, Freytags Karte des Nördlichen Serbien I : 600.000 ......... 0. Frrytaes Karte der Balkuii-Halblu Mader, Handkarte des Oesterr.-serbiiwheu Kriegsschauplatzes 1: 1.000.000 Flammine« Kart« der Grenzgebiet* zwischen Oesterreich • Ungarn, Kurland und Deutschland 1:2,000.0 Fencker, Generalkarte von West-Kussland und angremetden Ländern bis Wien nnd Budupe»t 1 : 1.500.000............... Fencker, PoliUche Uebeisichtskarte I - Europäischen Rußland mit Tabelle»? d-r polit. »tat. Verhältnisse 1:6,00(1.000 ......... Schweizer. Hardkarte der Grenzgebiete Oesterreicb-lngaru-Russ-land 1 • 600.000 Sehweitler, Handkarte des gesummten Russischen Kriegsschauplatzes 1 : 1 ,«00.000 Uebersiebukarte de< Oesterr.-ung.-russischcn Kriegsschauplätze« 1 : 76.000 (K. n. k. Militär Geogr. Institut, Wien)......... KuropUlsches Russland und die angrenzenden Gebiete 1 : 10JfcKM)00. Mit Spezialkarten : We»trussland 1:2 000 000. Galizicn und Bakowlna 1:1,7 i'O.OOO ................ Carl Flemmings Deuthch-srauzlislsehc Krlear&karte 1:2,000.000 .... G. Frpyfag, CebersiehtekartR Ie« Deutsch-französischen Kriegsschauplatzes 1 : 2.000 000 Fencker, Nordost Frankreich. Belgien, Luxemburg, Deutsche Rheinländer 1:800.000 , . ................. Karte von Frankreich nnd »einen Grenzen gegen Deutschland 1:2,500.000 Karte von Großbritannien und Irland I : 2,f 00.000 mit Beilagen: Nurdfranlreieh u id die englische KQite, Niederlande, Belgien un 1 Luxemburg........................ Freytagi Karte von Garopa 1:7,50 \000 ................ Langbans, Kurop. Kriegskarte 1 :5.000.000 ............. Katt! von Europa 1: lö,t0 >.000, Beilage: Oesterreich - Ungarn l: 2,500 00O ................ Scbweitzer, Handkarte von Mittel-Europa 1 :*>.(M(0.000 ».»».»».. Brande* Karte sör den Europäischen Krieg 1914........... F. Handtke, OesterrelehIsch-r»garlsehe Monarchie 1": 900.000 ......K 1.80 FHhnchen in den Firben aller kriegführenden Staaten, zum Markieren der Stellungen, per Stück 4 Heller. Für Poetznsetdung je 10 Heller Zuschlag. Versendung gegfn Einsendung des Betrages. FritZ RaSCh, Buch- und Papierhandlung, Cilli. K -.30 K 1.20 K 1.20 K 1.20 K 1.20 K 1.20 K 1 20 K —.k0 K 1 .HO K 2.- K 1.— K 1.20 K 2.50 K 1.20 K 1.20 K -.80 K 2 40 K 1.20 K 1.20 K 2.40 K 1.20 K K K 1.20 1.20 1.60 Stall für 2 Pferde und Wagenremise ist im Burgfriedenliof vom 1. September an zu vermieten. Näheres bei M. Altziebler, Hafncrmeister, Cilli. Schafwolle für Militärzwecke und zwar für: Schneehaubeu, Kragen-schöner, Pulswärmer, Kniewärmer, Bauch-wärmer, Socken und ----- Handschuhe. = Auswärtige Aufträge werden schnellstens erledigt. Franz Karbeutz, Cilli Grazerstrasse Nr. 3. zu haben bei Louise Sager Cilli, Balinhofgasse 9. 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August 1914 vorgenommenen Schlachtungen _wwie blr Menge und cBatttinq des Mnqtfflbrttn Fleische«._ Name b« Fleischers Cujei Franz . . Ftiedrtch Johnnn Junger Ludwig . Jatnchet Martin «ne» Bernhard . Koflär Ludtvn . LcSloichcl Jatob Paysr Luise . . PUvtlchak gränz. iKedcuichegg Joiej Sellai irrem» . . Stelzer Joses . . Euppan Johann Swelll Johann . Umegg iKuDotf . Noslwlrte ... Private .... b»I». vnuf'ilbrtrt in pitua gtlUftt L tl) ß e s c V & G* § eo Eingeführtes Fleisch in Silogra»» z -e 10 Q P C 5 a n « ■9 -9 X £ 6» >£ X aj — I 2 6 — — I 1 — I t 16 ) 3 > 2 I lV i 4 l ! — io 13 s 3 2 9 b 1 1 4 10 13 46 39 — 1 Echri'tlkitung. Verwaltung, Druck und Verlag: Beretnsbuchdruckcrei „Celeja" in Cilli. — Verantwortlicher Leiter: Guido Schidlo.