^r 38. Samstag, 15. Februar 1890. 109. Jahrgang. KibacherWZeitMK. >l«n,iäl!?° n "^^' Mlt Postversrndung: ganzjähr!« fl, 'ü, halbjährigst, 7'üo, Im Lomptoir: I Die .Lllibllchrr Zeitung, erscheint länlich mit «ulnllhme der Tonn- und sseiertllge. Die Nbminiftration llline <>„'< I ^lb,ähri„ f>. ö 5«. Für die ZusteNun« <„« Hau« ganzjährin fl, 1, - InsertionSnebür: Für F Iicsiilbet sich i« zu 4 Zellen 25 lr., grühere per jMe e tr,: bei bftrren Wieberholungen per Zeüc ^ lr, ^? 10 hi« l2 Uhr vornnlwg«, — Unsralllierte Äriefe werben »ichl angenommen und Äiianulcripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Mil. M° A^' ""b k. Apostolische Majestät haben mit "ueryoMer Entschließung vom 9. Februar d. I. dem Kutschern >,.«>.'«-. ""b Charakter eines Hofrathes taxfrei aller, ^d'gst zu verleihen geruht. Schönborn m. p. ÄN ^^' "nd k. Apostolische Majestät haben mit "u ryöchster Entschließung vom 9. Februar d. 5. den ^saerichts.Präsidenten in Eqer Alois Freiherrn von tins?« " „ ^ oden zum Hofrathe d. k Obersten Gerichts. " '^ auergnädigst zu ernennen geruht. ^ Schönborn m. p. Nichtamtlicher Weil. Verhandlungen des Reichsrathes. ^- Wien, 13, Februar. bea„^" ?" heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses M?"^ Ministerpräsident Graf Taaffe dieInter-betr «^"^bgeordntten ^"er. Wrabeh und Genossen. Jahre ittl^ ^'"'^ Kaserneufrage, dahin, dass im Krieasm- / '" Einvernehmen zwischen dem Reichs. W'er s? """' "'^ der Regierung die Schätzung in NlM'^te vorgenommen wurde, deren Auflassung sterium ? genommen ist. Das Reichs « Kriegsmini'. Ersll^i" °llch die Entwürfe für die eventuellen Prilfn^" bereits verfasst. Erst nach Beendigung der sterility ' 5" Entwürfe wird das Reichs.Kri'egsmini-an di° c?^. bem detaillierten Transactions.Proqramme bann ,'^ll'erung herantreten können, und diese wird können 55 ^ weitere Ausführung schlüssig werden Crledim.« ^.W"'w versicherte, dass er auf die lvtide. 6 ^ ^"^^ ""H Thunlichkeit hinwirken verneh^"" beantwortete der Herr Minister im Ein-der Nk„ "'^ dem Handclsminister die Interpellation bezU°l?.""^" Pernerstorfer uud Genossen über die voin? c" Arbeitseinstellung der Vuchdruckergetnlfen sier vp^-' "^ getroffenen Verfügungen. Per Mini. ^solae k^ b"""l' dass der Wiener Magistrat eist einsH ". lebhaften, auf eine allgemeine Arbeit«, ^aen l? ? Vuchdruckergewerbe gerichteten B.stre. dez y» f r Taris - Commission nach der Confiscation ^"Usrufes derselbp,, ^n,i. „ach mehrfachen Artikeln Jenilleton. Reseda. «>., ^lizie aus dem Leben einer Frau. fast s!^"'e hieh sie. Sie war eine Halbwaise. Ihr daz ^ ^^" Vater hatte nie besondere Liebe für hatte N ^st' das seinem Weibe das Leben gekostet seinem A'?"" "'^ vergrämt, wie er war. wusste er zu biet-« ""mg. Freude und noch weniger Liebe "lbeneina d"" ^ ^"" die beiden Wesen glücklos ^"n e« - ^ ^^ tausendmal zurückgewiesen worden, lNehr n,./3 ^ ^'" "°llte: das Mädchen hatte nicht lange« l? ?"6' ^ z" sein. Sie fühlte sich wie go lich f'. ^nN oblag sie ihren Studien, um frei. eud. Änderz ^" werden. Die Stunde der Freiheit kam. Nach ^ °ls sie sich es gedacht. Der Vater starb gütig a^ ?.""kheit. nachdem er mehr. als je früher, ^"bitter" Ä ^"d gewesen war. Therese stand mit Erkannt , ,^'uhle. verkannt worden zu sein nnd schiene« im ^ ' °" ^""^ Sarge. Des Vater« Zilqe ^ auch 5«!!, ^de alle Härte Valoren zu haben, wie Nu, ^.^^ö im Sterben geschmolzen w, '"^^ geboten hatte, was des Lebens ^ h"tte einen schönen Schatz von Wissen und der Zeitschrift «Vorwärts!» eingeschritten ist und die Auflösung der illegalen Commissionen verfüqte. Die Tarif Commission habe einen Streikfonds von 30.000 fl. gesammelt; dieser Fonds wurde vom Magistrat an die Ortmialcasse der Buchdrucker gewiesen, weil auch diese Sammlung der gesetzlichen Grundlage entbehrte. Diese Verfügungen des Magistrats wurden von den höheren Behörden genehmqit; über die Brschwerde beim Ver. waltungs'Gerichtihofe ist noch nicht verhandelt worden. Was jedoch die Bestrafung eimr Anzahl von ohne Kündigung aus der Arbeit g^trttenen Gehilfen anbelangt, verweist der Minislere aus die Verhandlungen über den Lohntarif vom 27. November 1888. Da die um 25 Procent erhöhten Löhne nicht von allen Buch. druckern bewilligt wurden, haben in den betreffenden Druckereien die Gehilfm die Arbeit eingestellt. Die Bllchdrlickereibesiher erbaten die Anwendung des § 85 der Gewerbe-Ordnung, und wurden 182 Gehilfen wegen vorzeitigen Austrittes aus drr Arbeit dem Magistrate zur Bestrafung angezeit. Die Strafamtshandlüngm wurden von Dr. Fr. von Dittenberger und Dr. Schwarz in vollkommen gehöriger Weise vorgenommen. Endlich beantwortete der Ministerpräsident die Interpellation der Abgeordneten Zallinger mid Genossen, betreffend die glaubens« und lirchenfeindlicheu Demonstrationen bei dem Begräbnisse Anzeugrubers. Er führte aus, dass es mit Rücksicht auf die allgemeinen Vestim» mmigen der Strafprocessordnuna. keiner besonderen Vorkehrung bedarf, um die Bchörden zu veranlassen, jeder kirchenfeinolichen Demonstration entgegenzutreten, welche sich als strafbare Handlung darstellt. Alis Grund der gepflogenen Erhebungen konstatiert der Minister, dass im December vorigen Jahre« weder die Polizei. Direction noch der Magistrat durch eigene Wahr-nehmung oder infolge einer Beschwerde zur Kenntnis einer kirchenfeindlichnl Demonstration bei Begräbnissen gelangt ist. Wenn den Interpellanten die Leichenfeier Auzengrubers vorschwebte, so habm die Erhebungen ergeben, dass sich an diesem Begräbnisse auf dem Central.Frirdhofc etwa zwanzig Personen beteiligten, das« hiebei zwar Reden gehalten wurde", aber ohne jede gesetzwidrige Demonstration oder eine andere Ruhe» störung. Das Haus schritt sodann zur Tagesordnung und setzte die Generaldebatte über da» Gesetz, betreffend die äußereu Rechtsverhältnisse der jüdischen Religions' ge»ossenschaft. fort. Hofrath Dr. Rittncr als Ve,treter des Cultusministeriums wcnd'te sich gegen die Ein» die scltetie Gabe, alles entbehren zu können, ohne auch nur darnach umzublicken. Ihr Wissen schaffte ihr Brot, ihre Genügsamkeit Frirdm. Frieden?! Was ist der Friede in einer Menschenbrust? Ein Se.spiegel. bess.n glatte Fläche ein «inziger Windstoß zerwühlt! Therese lernte in einer Gesellschaft einen Mann kennen, der, längst vom Nimbus der Berühmtheit umflossen, einen eigenthümlichen Reiz auf die Frauen ausübte. Worin dichr Reiz lag? Ich weih nicht, ob es die Frauen wussten, die den Mann auszeichneten! Vielleicht in seiner Kälte, in seiner barschm Kürze, vielleicht auch in der selten schönen Stimme, die wie Donnergrollen und Glockenlällten klang, wenn er zu ih»en sprach. Vielleicht lag er wirklich in der Seele dieses Mannes, deren merkbarster Ausfluss ein eiserner Wille war. Fragt auch je ein Weib. warum es liebt? Genug, man verehrte ihn. Auch Therese sollte es lernen! Sie war wenig geneigt, äuhere Einflüsse auf sich wirken zu lasseu. Sie kämpfte lange mit dem Unbehagen, das starke Naturen befällt, wenn sie Unterjochung ahnen, fühlen. Director S. hatte sie bislang kaum bemerkt, uud doch folgte sie schon unbcwnsst jeder seiner Ae. weguug. und Ohr und Seele lauschten auf jedes seiner Worte. Die zufällige unbedeutende Kundgebung einer flüchtigen Theilnahme, die er ihr zeigte, brachte ihr Empfi'lden in Gaug. Unter seinen leisen freundlichen Worten war es ihr, als ob ihr H?rz erschauerte. Noch war es keine Liebe, aber das Keimen der-selben. Hüte dich, arme Mädchenseelr. und wünsche mcht noch mehr von dem berauschenden Hauche der Leiden» schaftl Noch ist es erst ein Lüstchen, das den glatten Spiegel deines Seelenfriedens lieblich kräuselt, aber aus Wendungen des Abg. Dr. Bloch. welcher meinte, das Gesetz beeinträchtige Gewissensfreiheit und Autonomie. Die Angelegenheiten, wrlche Bloch im Gesetze behandelt wünsche, gehören zu den inneren, nicht zu den äußeren. Anch der Staat wünsche ja, dass die Stellung der Rabbiner gesichert und geachtet sei. Allein dirs könne nur durch die Religions. Genossenschaft und innerhalb derselben verwirklicht werden. Gegenüber der bekannten Verschiedenartigst der Stellung der Rabbiner innerhalb der Gemeinde habe die Staatsverwaltung weder den Beruf noch die Neigung, in Religionsfra^en re-formatorisch einzugreifen. Bei dem vorliegenden Oesetze handle es sich bloß um die Schaffung der äußeren Formen und um die Wahrung der staatlichen Rechte und Interessen. Darüber jedoch hinauszugehen und Bestimmungen zu treffen, die in das konfessionelle Gebiet eingreifen, sei nicht Sache der Staatsverwaltung, welche die beste Gewähr für die Wahrung ihrer In« teressen darin erblickt, wenn si? nicht in ei" fremdes Gebiet eingreift. Dem Gesetze liege nichts so ferne, als die Freiheit des Gewissens zu beeinträchtigen, die Frei» heit des Cultus zu stören, und ebenso werde die Regierung bei der Durchführung des Gesetzes von derselben Tendenz ausgehen. Die Regierung werde dahin streben, dass jene Nnschauuug. welche als die wirkliche religiöse Ueberzeugung der Cultusgemeinde, beziehungs-weise deren Mehrheit erscheine, auch wirklich zur Gel-tuug gelang?. Uebria/ns werden manche Wünsche Blochs lheilweise bei der Durchführung auf dem Wege der staatlich geschützten Autonomie, nicht aber auf dem Wege staatlicher Einmischung erfüllt werden können. (Lebhafter Beifall.) Abg. Graf Pinin ski erklärte, er wolle die Vor-laqe weder vom antisemitischen noch vom philosemi-tisch?!, Standpunkte erörtern, sondern nur vom fach. lichen, und brachte mehrere Details zur Besprechung, in welchen er Abänderungen wünscht. Die Debatte wurde sodann geschlossen. Nbg, Dr. Lueger (Generalredner «ontl'n) wies darauf hin, dass es im Interesse der Wiener Iudengemeinde sei, alle hier wohnenden Juden zur Zahlung der Gemeinde'Nuftaqen heranzuziehen, und das« sie daher für da« Zustandekommen des Gesetzes sei. Redner besprach die Frage des jüdischen Glutrituales, verwies auf die Ermordung des Geistlichen Thomas in Damascus und die der Esther Solymossy in Tisza Eszlar und meinte, es müsse doch etwas an diesen Beschuldigungen sein. Schon Iesaias habe die Juden richtig geschildert, ebenso Ieremias. Die Be« dem Lüftchen kann ein Sturm werden, der den Schlamm aufwühlt, der tief unten in W^ssergründcn und Menschen« herzen verborgen liegt. So begann eine selten tiefe, selbstlose, nichts begehrende Liebe! Therese hatte eine Freundin. Eine strenge, ernste, ihr ähnliche Natur. Diese ward die einzige Vertraute einer hoffnungslosen Leidenschaft, der sie nichts, gar nichts entgegenzusetzen wusste, als den dringenden Rath. sie zu verheimlichen. Der berühmte, vielbegehrte Mann, was sollte er mit solcher Liebe beginnen? Wendete er sich kühl von den schönen, gla>.-zenden Frauen ab, so würde er gewiss nur lächeln über das unscheinbare Nachtfalterchen, das um seine lichte Größe flatterte. Therese schwieg und litt, wie nur ein Wesen leiden kann, das stark w!e ein Mann in seiner Selbständigkeit, tief wie eiu Weib in seinem Empfinden und leicht v.rletzlich wie ein Kiud in seiner Zartheit ist. Da ward sie krank. Nicht aus Liebe, nicht aus Sehnsucht und Trostlosigkeit — Gott behüte — ein Lungenkatarrh war es. an dem sie litt. Dass ihr durch Arbeit über-angestrengter Körper rascher verfiel, als ein wohl-behüteter, wohlgepflegter, war selbstverständlich, und selbstverständlich war es auch. dass sie m chrcr nun gänzlichen Abgeschlossenheit tiefer in ihr Hnz fah und ihr Leid mit einer gewissen Gründlichkeit studierte. Und — wenn auch nicht selbstverständlich, so war es doch verständlich, dass sie eines Abends, aufgeregter und elender denn je durch das vermehrte körperliche Leiden, in wenigen Worten oem Geliebten ihre Seele öffnete. Dann legte sie sich hin und war ruhiger denn M lange. Laibacher Zeitung Nr. 38. 300 15. Februar 1890.___ hauptung von der Weltherrschaft der Juden sei nicht ungegründet, und Redner erinnert u. a. an die Tonking« Expedition in Frankreich, an die Affaire der Nordbahn in Oesterreich u. s. w. Der Antisemitismus werde aber seinen Kampf forts-tzen, und weim die Kirche dem Volke beistehe, so werde der Sieg nicht zweifelhaft sein. (Beifall bei den Antisemiten.) Abg. Dr. Weitlof (Generalredner pro) wies darauf hin, dass der Unterrichtsminister in eingehender und gründlicher Weise den Zweck und die Gesichtspunkte der Vorlage entwickelt habe. Redner bringt Ar-gumente gegen den Antisemitismus vor, der zum großen Theile mit falschen Behauptungen kämpfe, wie z. B. Drumont die Behauptung vorbringe, die Familie Bo-naparte stamme von jüdischen Vorfahren ab. Redner protestierte dagegen, dass das Parlament sich mit solchen Erbärmlichkeiten befassen solle; er wünsche, dass dem Antisemitismus gegenüber alle nationalen Parteien einig seien. (Beifall links; Zischen bei den Antisemiten und auf der Gallerie.) Abg. Dr. Menger, zur thatsächlichen Berichtigung, bringt eine Erklärung zweier jüdischer Aerzte in Iägerndorf gegen eine Aeußerung des Abgeordneten Turk zur Verlesung. Abg. Türk (zur thatsächlichen Berichtigung) erklärt, dass er seine Aeußerung über das Vorkommen eines Falles von Blutrituale in Iägerndorf auf Grund der Erzählung seiner Dienst» magd vorgebracht habe; ferner weist er darauf hin, dass in Brunn und in Prag der Einfluss der Juden besonders mächtig sei. (Lebhafte Unruhe. Der Präsi. dent verfügt die Räumung der zweiten Gallerie. wo heftig applaudiert und gezischt wurde. Abq. Dr. Lu» egger ruft: «Man hat von der ersten Gallerie das Signal zur Unruhe gegeben.» Die Räumung der zweiten Eallerie vollzieht sich sehr langsam.) Thatsächliche Berichtigungen bringen noch vor die Abgeordneten Dr. Pattai und Dr. Vloch, worauf der Berichterstatter Ritter oou Gnicwosz das Schlusswort erhält. Das Haus beschloss dann das Eingehen in die Special-debatte, welche in der nächsten Sitzung stattfinden wird. Das Haus nahm die Wahl eines Allsschusses von 24 Mitgliedern vor für den Antrag der Abgeordneten Vergani und Genossen, betreffend die Vorlage eines Gesetzes bezüglich der unbehobenen Gewinste von Los» papieren. Die Abgeordneten Vergani und Genossen beantragten ein Gesetz, wornach der Aufgeber einer Frachtsendung auf der Post eventuell verhalten werden joll, die Sendung gegen Erlag der Gebüren zurück-zunehmen. Die Abgeordneten Vergani und Genossen interpellierten den Minister des Innern wegen der häufigen Confiscationen des «Deutschen Volksblattes». Die Abgeordneten Kaiser und Genossen interpellierten den Handelsminister wegen der Verbesserung der Lage der Post- und Telegraphenbeamten der 10. und Uten Rangsclasse. Die Abgeordneten Josef Fischer und Genossen interpellierten den Ackerbau minist er wegen des bereits zur Landplage werdenden Wildstandes im Nienerwaloe. Die Abgeordneten Dr. von Derschatta und Genossen beantragten ein Gesetz über die gewerbs-mähige Veräußerung von Losen. Staatspapieren und anderen börsemäßigen Effecten gegen Ratenzahlung. Die Abgeordneten Dr. Steinwender und Genossen interpellierten den Finanzmiuister. ob er nicht bereit sei, die Entwürfe, betreffend die Renlensteuer und Per-sonal-Einkommensteuer. sofort vorzulcgru. Am nächsten Morgen las Director S. lächelnd eine heißathmige Epistel, die mit «Reseda» unterzeichnet war. und selbige «Reseda» lehnte müde in Kopf und Herzen in einem Fauteuil und legte der kopfschüttelnden Freundin ein reumüth,ges Bekenntnis ihrer Unthat ab. Etwas von der Macht echter Leidenschaft musste doch in jenem Briefe gelegen sein, denn Director S. fühlte sich veranlasst, ohne Spott, in fast väterlich gütiger Weiie «Reseden» auf dem Umwege zu ant» Worten, den sie ihm angegeben hatte. Der berauschenden Freude, die Therese über solche Antwort empfunden, folgte eine Art Verzweiflung, denn sie wusite, dass der leidenschaftliche Schritt, den sie gethan, ihr jede Hoff. nung für die Zukunft genommen hatte. Ihr Bekenntnis hatte ein größeres Hindernis zwischen ihm und ihr ge schassen, als es je von außen kommen konnte. Er hatte sich solch demüthiqer Verehrung unwürdig genannt. Sie fand ihn derselben würdiger denn je. da sein Brief ihr eben fo sehr die Furcht vor herzloser Abwehr, als die vor einem frivolen Entgegenkommen a/nomrmn halte. ... Sie wald ruhiger, vielleicht schlief auch nur ihr Herz vor Ermüdung ein. W^nn ihre Freundin sie besorgt beobachtete, sah sie wohl manch langen Blick Theresens, der die Züge des geliebten Mannes studierte, der sinnend in die Weite gerichtet war, oder der — feucht geworden — sich senkte. Auch geschah es zuweilen, dass Theresens Blick plötzlich auf die Mitwisserin, ihres Geheimnisses fiel — dass sie düser dann lächelnd die Haut, drückte und, sich selbst versputtend. sagte: «Du glaubst doch nicht, dass ich wieder einen Anfall habe?» Und wirtlich, was Therese «Anfälle» nannte, Die Abg. Dr. v. Kraus und Genossen richteten an den Ministerpräsidenten mit Bezug auf die Erlässe des deutschen Kaisers vom 4. Februar d. I. folqendl-Anfragen: 1.) Erscheint die Annahme als gerechtfertigt, dass die Nichterwähnung der österreichisch-ungarischen Monarchie in der Cabinetsordre mit dem bestehenden engeren Vertrags- und Bundesoerhältniö zusammen« hängt, wornach eine Verständigung beider Staatsgebiete in der Arbeiterfrage bei internationalen Verhandlungen sich als selbstverständlich ergibt, und 2,) im bejahenden Falle: Steht die österreichischenngar sche Regierung in diesem Augenblicke auf dem Standpunkte, welchen sie durch ihre Haltung gegenüber den im Vorjahre von der Schweiz ausgegangenen Anregungen eingenommen hat, und insbesondere, welche Sttllung gedenkt sie in der durch die deutsche Cabinetsordre vom 4. Februar angeregten Frage einzunehmen?» — Nächste Sitzung morgen. Politische Uebersicht. (Armee - Lieferungen.) Vorgestern versammelte sich der Ausschuss zur Veranstaltung einer Enquete über Armee-Lieferungen, um das Referat des Subcomitis entgegenzunehmen. Berichterstatter Popowski legte dieses Referat vor, welches in dem Antrage gipfelt, die Einberufung einer Enqilöte als nicht mehr opportun zu betrachten, dagegen den Wunsch auszusprechen, dass 1.) da, wo sich Genossenschaften von Kleingewerbetreibenden zur Uebernahme solcher Lieferungen bilden sollten, auch solche zur Bewerbung zugelassen werden möchten, und dass 2.) die Modalitäten, welche nunmehr für die Lieferung von Üedersorten zur Ausübung gelangen sollten, in Hinkunft auch auf Lieferungen von Bedarfsartikeln der Textilbranche ausgedehnt werden; 3.) die Ueberuahmsstellen sind derart zu vermehren, dass außer den bereits in Aussicht genommenen Ueberuahmsstellen solche auch bei den übrigen Armeecorps'Intendanzen creiert werden, an deren Sitze sich keine Montursdepots befinden. Der Ausschuss be. schloss, an die Regierung das Ansuchen zu stellen, dass die ausgeschriebene Offertverhandlung, deren Termin mit 27. Februar zu Ende geht. um zwei Monate verlängert und dass bei dieser Offerte nicht bloß einzelne Gewerbetreib nde, sondern auch Consortien berücksichtigt werden mögen. Der Regierungsuertreter versprach, die Meinung der Regierung in einigen Tagen bekanntzugeben. (Der Prager Stadtrath) beschloss, eine Petition an die Reqierung und an den Reichsrath zu richten, damit statt 50.000 fl. zum Zwecke der Moldau-Regulierung in Prag und einer Hafeuanlage 300.000 fl. in das diesjährige Budget eingestellt werden. D»r im Stadtverordneten - Collegium gestellte Antrag gegen die bevorstehende Tarifoertheueruug der Kohle für Prag wurde dem Stadtrathe überwiese»,. — Die Plenar» Versammlung der Lese» uud Nedehalle der deutschen Studenten in Prag musste, da ein Theil der Studentenschaft den Bericht des Ausschusses nicht zur Kenntnis nehmen wollte, vor der Abstimmung und Neuwahl des Ausschusses behördlich aufgelöst werden. (AuS dem Reichsrathe.) In der gestrigen Sitzung des Abgeordnetenhause« brachte die Regierung Gesetzentwürfe ein. belreff-nd den Verkehr mit in den Ländern der ungarischen Krone geaichten Fässern in den im Reichsrathe vertretenen Ländern, und das Ver« wurde seltener. Ihre gesunde innere Natur uud die Arbeit halfen ihr eine unsinnige Leidenschaft über-winden. Die Arbeit war es auch, die ihr einen an» genehmen Weg in das gesellschaftliche Leben bahnte. Sie wurde gesucht und verehrt. Welches Weib, das sich nichts daraus macht — würde das nicht? Sie begegnete nur ihrerseits der Liebe — von der Schwärmerei in ihrer zartesten Form angefangen, bis zur Leidenschaft in ihrer hässlichsten Form. Welches alleinstehende Weib wäre dem je entgangen? Und Therese war nun ein Weib geworden Nicht schön und doch gesucht. Nicht im Fluge gefallend, adrr sympathisch vielen, deren Sympathie sie nicht suchte. So waren drei Jahre v rgangen. Therese lebte im Sommer in einem friedlichen Gebirgsorte. In den Briefen, die lhre Freundin von dort erhielt, war etwas wie die Kunde von Glück. So musste es ja endlich kommen. Therese nannte längst wieder den Namen, den sie so lange verschwiegen hatte. Sie schrieb ruhig von den großrn Eindrücken einer mächtigen Natur und ruhig von dem Zustande ihrer Seele, das bedeutete Heilung — beuii offene Wunden berührt man nicht. In dieser Z it lernte sie einen Mann kennen — der ihr bald Freund wurde, der beste, weil der einzige, den sie bejaß. Als Therese wieder heimkehrte, hatte Doctor A. die Erlaubnis von ihr e, halten, sie in der Stadt wieder zu sehen. Mit leuchtenden Augen trat er ihr eines Tages entgegen, da sie heimkehrend in den S^lon trat. Ihre Freundin, die sie in ,hre Familie a»f. genommen hatte, beobachtete von nun an freudig den stetigen Furtschritt, den der Doctor in Th rchui Einst bot gewisser privater Bezeichnungen auf aichvsMl'g^ Fässern. Abg. Mauthner und Genossen interpellielten den Handelsminister, ob er geneigt sei, m>t der ung»' rischen Regierung darüber zu verhandeln, um die gegeü' seitige portofreie Ueberwelsung im Check- und Clearly verkehr einzuführen , (Kärnten) Dem Beschlusse des Kärntner ÜM' tages. betreffend die EinHebung einer 45procent>gw Umlaqe auf fämmtliche directen Steuern sammt d/ außerord nllichen Staatszuschlägen zur Bedecking ves Erfordernisses beim Landesfonde für das Jahr M"' wurde die kaiserliche Genehmigung ertheilt. . (Gegen die Ratenbriefe.) Vom Abgeo"' neten Derschatta wurde in der vorgestrigen SilM des Abgeordnetenhauses ein Gesetzentwurf vorgelegn welcher darauf abzielt, den Verkauf von Losen u"° Staatspapieren gegen Ratenzahlungen vollkommen i verbieten. , (Reichsraths wähl.) Bei der vorgestern sta^ gefundcnn Ergänzunqswahl eines R''ichsrachs-Aba.eol^ neten aus dem Landgemeinden ° Wahlbezirke BrzeM Rohatyn - Podhajce an Stelle des in das Herrenhau» bl'lüfenen Grafen Roman Potocki wurde der Olu' besitzer Kasimir Ritter von Zaremba mit 301 Stm' me» gewählt. Auf den rmhenischm Gegencandida" Professor Julian Romanczul entfielen 185 StiM^' (Aus Prag) wird uns unterm Gestrigen tele graphisch berichtet: Das städtische Comite" ö" ., richtung eines Hns-Deukmals beschloss, der Sta° Vertretung vorzuschlagen, in Prag keinen Platz für ^ Hlis Denkmal zu widmen. — Der Verein der P"^ Bürgerschaft beschloss mit Rücksicht anf die Fordert der Rttchenberger Handelskammer einstimmig eine ^ solution, worin das Zusammenwirken der gesan^., Bevölkerung des Königreiches Böhmen an der üaNve» Iubiläums-Ausstellung aufrichtig gewünscht, aber tM"> bcharrt wird, dass die Ausstellung eine IubiM^ Ausstellung zur hundertjährigen Feier der ersten c". tinentalen Exposition bleibe.' nicht auf 1892 ver A uud das General-Comite' nicht in eine deutsche und e> czechische Section getheilt werde. ^ (Das Re'ichsgesetzblatt) publicist " Coucessionsurkunde fiir die Localbahn von IsA "^ Salzburg mit Abzweigung nach Steindorf und e Kundmachung des Landesvertheidignngs-Ministellll^' betreffend eine Abänderung der Wchrvorschriften, "> TM. ^ (Der galizische Landesausschus») H seine Erhebungen über den Nothstand beendigt ^ wird an die Regierung mit der Forderung neuerl^. Staatshilfe herantreten. Namentlich soll ein lve" .. Anlehen von 2'/, Millionen Gulden sich als "^ wendig erwiesen haben. ^ (Neue Fabriken in Ungarn.) 3" ^ vorgestrigen Sitzung des ungarischen Nbgeordne ^ Hauses wurde eine Regierungsvorlage eingebracht, ^ wffend den Verkauf der ärarischen Sch"'^»'» Schwefelkiesgruben an die Firma Gerstle, s n! Vielleicht auch war dieser Cdelmuth n" ^,he t'lesselosigkeit. deren Ernst Abspannung, biese ^l Ueberjättigung gewesen l? Oder nein! Er war ^, wahr. rein. gut a/wesen. Auch der verwöhntes ^„ mann hat solche Stunden. Gebricht rs uns l" au Kraft, immer gut oder immer schlecht z" '5^^ Therese war bitter geworden in diesen ^ „och und traurig. Sie war also mit der Vergangeuy ^ nicht ganz fertig? O doch! Nur kennt ihr?" A^ nicht, wenn ihr glaubt, dass ihr Herz je ^B könue. In dem der Greisin findet ihr noch ^" Al^ der Blüten, mit denen eine längst vergess n ^1^ Jugendliebe ihr Ideal bekränzte. Im Herz" ^" aB lag noch viel von diesem Dufte. Das war a ^ alles! — Jetzt sieht sie auf. Die Hand oe»^ t>>e Mannes liegt auf der ihren, und in ihc "yr Sp-achc reiner, herzlicher Liebe! ^aibacher Zeitung Nr. 38. 301 15. Frbruar 1890. n k ^'' U'" bie Maßnahmen betreffs der Wahlen m den Congress festzusetzen. ^.^^utschland.) Der deutsche «Reichsanzeiger» ^Mntlicht das vom Centrum des Reichstages bean- wgte und Wm Reichstag? wie vom Bundesrathe an-U?"'"^^b' betreffend die Wehrpflicht der Geist-2 ,'cl ^.^"'^lben werden Mmlärpflicbtige römisch-Kölscher Confession, welche sich dem Studium der ^oluln.e. wldmen. "' Frikdenszeiten während der ^ll in pich's Studiums bis zllm 1 April des siebenten l"'!""'.!?l)res zurückgestellt. Habeu dieselben bis zu dt m ^rvezclchnettn Zeitpunkte die Si.bdiaconatsweihe em-r/l. "' l° "erden diese Militärpflichtigen der Ersah, "irrve überwiesen und bleiben von Uebungen befreit. ri<5l -!" ^°lle in Bulgarien.) In den Be. ^cn über hje Haltung der bulgarische» Bevölkerung U «" den jüngsten Ereignissen in Bulgarien zeigen M ""^"^de Widersprüche. Das «Journal de Sanct XI V' versichert übereinstimmend mit anderen "MMn Organen, dass i» Bulgarien anlässlich dieser dkr?^ «euerdings die Gährung und Unzufriedenheit M.'?""" hervortrete; anderseits wild in allen vm'k >!> ""ltlheilungen aus Sofia betont, dass im ^«noe dle vollste Ruhe herrsche und keinerlei bedenk» M Symptome wahrzunehmen seien. Angesichts dieses gnyatzes ist es erwähnenswert, da's nach Berichten, .^ von unparteiischer Seite aus Sofia einlangen. .2 ch eine ^^^ glrichgiltige Haltung der but-««UMn Bevölkerung gegenüber den jüngsten, an sich ^3./^nierhln alarmierenden Zmischenfällrn zn be« »,^u ''t- Unter diesen Umständen ist cs auch er. fllbr ' ^ ^" Regierung entschlossen ist, das Ver« iA?Men die compromi'ttiertcn Pe>sonen mit rück-'Closer Strenge durchzuführen. (Aus dem Vatican.) Wie der «Pall Mall .Me. vo„ j^^ Specialberichterstatter in Rom ge° ^ /^n wird. betrachtet der Papst das Vorgehen des G.'5... lhelm >n der socialen F^age mit völliger eingeladen werden, an ^« ^ Kaiser vorgeschlagenen internationalen Con> S^>' zuzunehmen, so würde dem Vernehmen nach neh.,, H^llgkeit die Einladung höchst bereitwillig an. dah^ .^dessm würde die Mitwirkxng des Papstes abfiel" ^'^ig g.macht werden, dass der Kaiser davon run/'. "^"o einen Vertreter der italienischen Regie- u unzuladen. feilte -^ Arbeiterfrage.) Minister Spuller Hlaukr)? f^nzösiichen Ministerrathe die Einladung ^i'fer . ^'^"^ ^ deutschen Regierung zu einer werde > '" ^" Albeiterflage mit und erklärte, er Nan».,« ^"^ilung einer Autwort ergänzende Auf. ^Uli,, , ber deutschen Diplomatie über verschiedene ""e abwarten. 3ieise 5"? Belgrad.) Pasic, wlcher auf seiner ben A>>!« Europa auch nach Petersburg kommt, hat leit G ?' der russischen Regierung die Bereitwillig-Nussl^ -2' "l handelspolitische Beziehungen zu '»wnd einzutreten, auszusprechen, gaben n^'!/^^'^ 6l"" Pariser Depesche zufolge von 9 "^kstern royalistische Studenten dem Herzog l°uen ?? "'^" Punsch, woral, sechshundert Per> ^H ^uuahmen. Die republikanischen Studenten, bohiir l ^lntritt verweigert worden war. brachten auf k, w"^ ^^' Herzog von Orleans und Hochrufe »l^.^Publik aus. worauf mit: «N'eder mit der Wlnl^ Neantwoltct wurde. Mehrere Verhaftungen ^^"vurgenommen. barnack""' ^^nt^gt ^eiß ^üre» _^^'' "^ ^ von einer andern Stimme zu l'hrrz c> '" aber sieht sie in die treuen Augen heit w^?bes. «nd ein Gefühl der Ruhe und Sicher- ' "le ste es früher nie gekannt, überkommt sie. ehrend K ^ "lso vor ihr, die schöne, sichere, sie trx .6"k""st.' von der jedes Mädchen, also auch dem m?^' ""b sle Me es erst überlegell. ob sie nach ionst i« , gre'Wl soll? So sagt. so räth er ihr, der Nan., ^.lvslvewusste. in seiner Liebe so demüthige "fahrt ^"überlegt wirtlich einen Augenblick; dann geweVn "' ^ ^ '^e Seele schon einmal tief bewegt fragt 's. "' °^ ^e am Schlüsse ihr.s Bekenntnisses gen 'ssi ^ "°^ benke, dass sie mit diesen Erinnerunfein c,!"^ ^" werden könne — da zieht er sie an "erz und sagt: «Meine Reseda!» kleines s"s!^ ^lj"en. stillen Sommerfrische faß eine gebaut»? 'Ä^t '" einem weit in den See hinaus« Poesie " krr. ^"l reizendes Bild voll abendlicher letzte 5„ 6. twr den stillgewordenen Menschen. Der derer «,?' ^ Liedes, das ein vorüberziehender Wan« berglübt! c"' ^" verhallt; der letzte Sonnenstrahl daz Tt»as °"^ ^" Bergspitzcn. die in weiter Runde und das m>"^^^en. ^eiße Nebelstreifeu stiegen auf. H. ^loudlicht begann allgemach zn wirken, auz hem V 3^" "uf dem Altan erhob sich, um wende büN "^ gelegenen Wohnhause eine wä> schmucklusp c,^" lwlrn. Langsam geht sie durch das ^"ft steiil "^usgärtchen ihres Wirtes. Süßträftigcr ^ i" ihr auf. Mit de» leisen Schatten einer (!Der englisch-portugiesische Conflict.) Aus den Erklärungen des Unterstaatssccretä'rs Ferqusson im englischen Unterhause ist hervorzuheben, dass die englische Regierung die Lösung der mit Portugal schwebenden Streitfrage durch ein Schiedsgericht als inopportun znrückioeist. Man versichert, die portugiesische Regierung wolle den Versnch machen. England einen Bezirk an der Goldküste anzubieten und dafür die Rückerstattung des NyassaLandes und des Maschona-Landes zu verlangen. (Die rumänische Kammer) hat vorgestern, wie aus der telegraphisch nunmehr richtiggestellten Ab> stimmungsziffer sich ergibt, mit 86 gegen 67 Stimmen den Autrag auf Versetzung Joan Bratiano's in den Anklaqezilstand abgelehnt. (Tod de« Sultans von Zanzibar.) Die «Agenzia Stefani» meldet aus Zanzibar: Der Sultan von Zanzibar ist gestorben. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Ngramer Zeitung» meldet, für die Restaurierung der römisch-katholischen Kirche zu Podlapac 150 fl. zu spenden geruht. — (Ondtikel in Costantinopel.) Ondricel ist diescrtage auf seiner Kunstreise in Constantinopel in Begleitung seiner Frau eingetroffen. Die musilalischen Kreise sehen seinem Auftreten mit großer Spannung entgegen. Die Constantinopler Presse ist voll Lobes ilber unseren Künstler, den si? für den ersten Virtuosen unserer Zeit erklärt. Ondricel wird sein erstes Ton» cert in den Räumen des Vereines «Teutonia» veranstalten. Die Preise sind ungewöhnlich hoch. Hieraus ist zu ersehen, das« nur das gewählteste PMicum sich zum Concerte einfinden wird. — (Das Mutter herz.) Aus Posen wird geschrieben: Mein jüngerer Bruder wurde zur Winterszeit in noch zartem Alter schwer krank. Es stellten sich des Abends Kriimpfe ein, an denen das Kind schließlich gestorbs« zu sein schien. Es wurde von den Anwesenden, der Hebamme und etwas später auch vom Arzte für todt erklärt, infolge dessen die erstere sich anschickte, das Kind von den wärmenden, nunmehr als überflüssig erschienenen Hüllen zu befreien und die Leiche in das benachbarte un> geheizte Zimmer zu tragen. Da erst fand die leidende und weinende Mutter Worte für ihre flehentlichen Bitten, das Kind in ihrer Nähe zu lassen; es müsste in dem kalten Zimmer erfrieren, da sie nicht glauben könne, ihr Kind wäre wirklich todt, Trotz aller Einwendungen der Umstehenden sehte es meine Mutter durch, dass das Kind wieder warm eingehüllt und in die neben dem Bette der Mutter befindliche Wiege gelegt wurde. Ungefähr drei Stunden waren vergangen, bange, schwere Stunden für das blutende Multerherz. Da erfcholl gegen 11 Uhr aus der Wiege 'autes. durchdringendes Kindergeschrei, und ebenso erstaunt wie erfreut stürzten Vater, Mutter und wir zwei Brüder aus unseren Vetten zur Wiege. In un» säglicher Freude drückte die Mutter da« wahrscheinlich infolge der Wärme wieder zu stch gekommene Kind an ihr Herz, das sich nicht getäuscht hatte — und der Junge lebt heute noch! — (Unfallversicherung der Feuerwehr. manner.) Die Gemeindevertretung von Untermeidling hat in ihrer letzten Plenarsitzung beschlossen, die in Aus« Übung ihres Berufes verunglückten Mitglieder der srei- wchiuüthigen Erinnerung in deu Augen beugt sie sich nieder und bricht einige der unscheinbaren Blüten, deren Namen sie einst entliehen, um ihren eigenen zu decken in einer Stunde der Leidenschaft. Jetzt richtet sie sich plötzlich auf. Wie ungläubig schüttelt sie den Kopf. um ihn gleich darauf doch lau« scheut» vorzubeugen nach dem, was sie gehört und nun si'ht. Ja, der, der da den Gangsteig heraufkommt, er hat noch die alte Macht in seiner Stimme, noch die alte Barschheit in seinem Wesen und in seiner Rede. Iu den wenigen Secunden, die sie ihn hinter dem dichten Ginster da oben beobachtet, hat sie es klar gefühlt. Wie er befiehlt, ganz Grandseigneur. wie er froh erregt von seinem Ansflnge spricht, wie er in seiner kurzen humoristischen Weise nach den früheren Genossen des ihm schon bekannten Hauses fragt — all das charakterisiert ihn ebenso gut. wie die unter« würfige Freundlichkeit des sonst nicht eben entgegen, kommenden Wirtes Zeugnis für sein Herrschertalenl ablegt. Er war nicht anders geworden, sie fühlte es. wohl aber sie. an der sich keines der Zeichen bemerkbar macht, die von Ergriffenheit der Seele zeugen. Was war geschehen? Nichts weiter, als dass fünf Jahre zwifchen ihrer jetzigen Ruhe und ihrer damaligen Erregung liegen. Unbrhütet hatte sie sich damals dem Zauber einer machtvollen Persönlichkeit hingegeben. Dann kam die Zeit. die Prosa — dic rütteln sanft an allen Idealen — aber endlich fällt doch Strahl um Strahl von der Gloriole, welche die jugendliche Phantasie um alles webt, vor allem um das Haupt «des Liebsten». willigen Feuerwehr in Anbetracht des unentgeltlichen, dabei aber sehr gefahrvollen Wirkens dieses Löschcorps auf Gemeinbekosten bei der Unfallversicherungs » Anstalt für Niederösterreich zu versichern. . . . Verdient Nachahmung! — (Expensnote — wider Pfandbrief.) Einem Budapester Geldwechsler ist von einem Grazer Rechtsanwalt eine niedliche Ueberraschung bereitet worden. Der Banquier hat in Lircularbriefen dreiprocentige Pfand. bries-Lose der Allgemeinen österreichischen Vodencredit-Anstalt als gutes Anlagevapier empfohlen, und ein solches Empfehlungsschreiben ist infolge unvorsichtigen Gebrauches des Adressenkalenders prompt jenem Grazer Advoraten zugestellt worden. Derselbe hat nun an das alte Vuba» pester Wechselhaus folgende Epistel gerichtet: «Ich habe Ihren ohne meinen Auftrag erfolgten Veracht zur Kennt» nis genommen, Ihr Programm auf Ihre Kosten studiert und muss Ihnen bekennen, dass Sie meine Mühe heraus» forderten, da ich doch nicht in der Lage bin, Ihrem An. sinnen entsprechen zu können. Sie wissen, heute gllt das Sprichwort Lieutenant ist, und ein?m in Riva stationierten Iäger-Oberlieillenant mit einem für beide Theile blutigen Ausgange stall. Die Ursache des Duells soll eine Dame gewesen sein. — («Italiener streikt nicht!») Die italic-nischen Arbeiter sind im allgemeinen leine Freunde von Arbeitseinstellungen, sie suchen sich auf andere Weise zu helfen. Als man einst einigen Italienern, welche bei einem Eisenbahnbaue in Deutschland beschäftigt waren, ihren Arbeitslohn verkürzte, schnitten sie in der Nacht einen Zoll von ihren Schaufeln ab. Auf die Frage des In. gcnieurs, weshalb sie das gethan hätten, antwortete einer von ihnen: «Nicht so viel Lohn, nicht so viel Elde wegnehmen. Umso länger dauert die Arbeit. Ita-liener kein Narr sein wie Deutscher, Italiener streikt nicht.» Heute ist Therese eine ruhig»glückliche Frau. die ihre Pflichien kennt und liebt — aber noch immer, obgleich sie manchen Fehler an ihm erkannt hat. schätzt sie den Mann dort unten so hoch, dass sie ein Froh. gefühl überkommt, wenn sie an einen Verkehr mit ihm denkt. Das ist das Ende ihrer Liebe, sie fühlt es. das glückliche Ende. Lächelnd geht sie in ihr Zimmer hinauf. Da stellt sie die Blüten ins Wasser. Heute, nein. heute kann sie Reseda nicht tragen. Dann geht sie wieder zur Gesell» schaft hinab, zu der sich der vielbekannte Director S. schon gefunden hat. Ihr Mann empfängt sie mit einem fragenden Blick. Sie reicht ihm lächelnd die Hand. Director S. kann in der kräftigen, elastischen Gestalt der jungen Frau kaum das schüchterne Wesen wieder erkennen, das er vor Jahren so oft gesehen und so wenig beachtet hat. Ein lebhaftes Gespräch entwickelt sich. Die Römer klingen zusammen. Das Mondlicht fäUt breit in den Erker und mischt sich mit dem Lampenscheine, um den die Mucken flattern. Köstliche Stille herrscht ringsum, nur unterbrochen vom leisen Wellenschlag. Nur leicht bewegen sich die Epheuranlen am Geländer ... Der Abendwind bringt eben wunderbar feinen Diift herein. .Das ist Reseda!» sagt der Director entzückt und denkt einen Augenblick lang über irgend etwas nach. «Ja — das war Reseda,» sagt Doctor B. und drückt die Hand seiner Frau. die ihm mit offenem, ernstem Lächeln in die Augen schaut. R e n o r g a. 5'aibacher Zeitung Nr. 38. 302 15. Februar 1890. — (Bahn über die Anden.) Das Riesen« Unternehmen der Verbindung des Stillen Oceans mit dem Atlantischen Ocean mittels eines Schienenweges über die Anden schreitet in erfreulicher Weise vorwärts, und man hofft schon im Jahre 1892 von Valparaiso nach Buenos'Aires fahren zu können. Die Bahn wird 1400 Kilometer lang sein und zu einer Höhe von 3185 Metcr (1000 Meter höher als der Pilatus in der Schweiz) hinaufsteigen. — (Ein über 600 Jahre altes Fernrohr.) Dasselbe ist im Jahre 1279 unter dem Kaiser Kublai Khan gefertigt worden, ist in Bronze gegossen und trotz seines Alters noch gut erhalten. Es stand zuerst über 100 Jahre unbenutzt auf einer Terrasse des königlichen Palastes, bis es im Jahre 1670 auf Befehl des Kaisers Khang von einem Missionär aus dem Jesuitenorden auf der Sternwarte zu Peking aufgestellt Wurde. Eine Photographie des antiken Instrumentes ist diesertage in London eingetroffen. — (Das Chinin) ist in den letzten Jahren so billig geworden, dass die Pflanzer auf Ceylon daran nichts mehr verdienen und deshalb die Cultur des Chi° nonabaumes eingestellt haben. Im Laufe der nächsten zwei oder drei Jahre dürften die Preise daher wieder steigen. — (Gestrandet.) Der Dampfer «Sakkarah» der Hamburger Gefellfchaft «Kosmos» ist bei Acajutta in Central - Amerika gestrandet. Die Besahung ist wohl« behalten in Acajutta gelandet, das Schiff sammt der Ladung ist wahrscheinlich verloren. — (Im Theater.) Schauspieler (als Richard III.): «Ein Pferd! Ein Königreich für ein Pferd!» — Stimme von der Galerie: «Darf's ein Esel auch fein?» — Schauspieler (nach oben): «Jawohl, kommen Sie nur herunter!» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Herabgesetzte und erhöhte Ge-büren.) Der Gebürenausschuss des Abgeordnetenhauses hat soeben den Bericht über Anträge der Abgeordneten Chamiec und Genossen versendet, welche sich mit Ee« bürenabänderungen befassen. Durch diese soll — möglichst schmerzlos für den Staatsschatz — den armen Bauern und Besitzern minderwertiger Grundstücke die Vermögens« Übertragung, wie fie zwischen Eltern und Kindern im Schwange ist, verwohlfeilt werden. Liegenschaften, deren Wert 500 st. nicht übersteigt, sollen nur 1 Procent Uebertragungsgcbilr zahlen, auch für Liegenschaften im Werte bis zu 4000 fl., dann bis zu 8000 fl. follen Erleichterungen der Gebürenzahlung eintreten. Der da» durch bedingte Ausfall in den Staatseinnahmen foll durch Belegung der Wetten am Totalisateur mit einer drei« procentigen Abgabe und Erhöhung der Lottogewinststeuer hereingebracht werden. — (Unterlrainer Bahn.) Wie man uns aus Rudolsswert telegraphiert, votierte die dortige Stadt« gemeinde 8000 Gulden, die Interessenten 6000 Gulden für Stammactien der projectierten Unterlrainer Bahn. (Ernennung von Notaren.) Se. Excellenz der Herr Iustizminister hat zu Notaren die Notariats« Candidaten Herrn Johann Rahns mit dem Amtssitze in Senosetsch und Herrn Ruprecht Vejel mit dem Amtssitze in Neumarltl ernannt. — (Vom Landsturm.) Das Landesvertheidi» gungs'Ministerium hat zur weiteren Organisation drs Landsturmes angeordnet, dass sämmtliche ausgediente Unterosficiere und Mannschaften, welche dem ersten Auf« gebot angehören, in eigenen Landsturmrollen geführt werden müssen, um für den Fall der Einberufung des Landsturmes sofort die tauglichen Functionäre verwenden zu können. Die zur Verwendung kommenden Unterofficiere erhalten in nächster Zeit ihre Gestimmungs-Ordre für den Fall der Einberufung. In maßgebenden Kreifen hofft man, mit der Organisation des Landsturmes im Herbste dieses Jahres fertig zu werden, fo dass für den Fall der Einberufung eine rechtzeitige präcife Functionierung dl?r einzelnen Landsturm»Cadres erzielt werden kann. — (Hymen.) Heute vormittags findet in der Dom« lirche die Trauung des Fräuleins Karoline Ahn, Tochter des verstorbenen Gymnasial^Professors Dr. Ahn und der Frau Karoline Ahn, mil Herrn August Klcc, Lehrer in Iirknih, statt. Als Beistand der Braut fungiert Herr Gymnasial«Director Auman. — (Zur Theaterbau«Frage.)Inder lchten Gemeinderathssihung wurde über Antrag des Gemeinde« rathes Gogola beschlossen, den freien Platz hinter dem l, l. Verpflegsmagazine auf seine Eignung für den Theater« bau näher zu prüfen. Dem entfprechend hat der Stadt-magistrat zuerst die Grabung zweier Sondiergruben veranlasst, um über die Höhe des Grundwafserstandes sich zu überzcugen. Obwohl derzeit bei anhaltendem Froste die Grundmasserstände am tiefsten sind, wurde das Wasser in einer Grube bereits bei 28 Meter, in der anderen bei 3-2 Meter angetroffen, in welcher Tief«? die Lehm-schichte lagert. Nach der deutlich ei kennbaren Durchnässung der oberen Schotlerlage lassen sich auch die Schwanlungen des Otundwasserstandes ziemlich genau ernntteln, und kann der höchste Stand ^mit circa 2 0 Meter unter dem Terrain angenommen werden. Da jedoch für die Unterbühne und den Verfenkraum eine freie Tiefe von mindestens 5'0 Meter vorhanden fein mufs und der Nühnenboden gesetzlich nicht höher als 2 Meter (aus praktischen Gründen kaum 15 Meter) über dem Terrain angenommen werden darf, ersieht man, dass die Unter« bühne auch bei niedersten Wasserständen überschwemmt wäre und dass die Ueberschwemmung öfter eine bedeutende Höhe erreichen könnte. Mit Rücksicht darauf und in Erwägung der Unmöglichkeit, mit den vorhandenen Mitteln eine durchgreifende Entwässerung dieses Bau« Platzes durchzuführen, muss derselbe für den Theaterbau als ungeeignet erachtet werden. — (Nothstand in Kr a in.) Wie bereits ge< meldet, ist die Bevölkerung einiger Landestheile infolge der vorjährigen Missernte in eine arge Nothlage gerathen. Der lrainische Landesausschuss hat infolge dessen beschlossen, aus dem vom Landtage votierlen Nothstands» credite von 20,000 st. weitere G,'treidevorräthe anzukaufen und unter die Nothleidenden zu vertheilen. — Der hochw. Herr B. Babnik, Pfarrer in Dobrova, hat dem Landesausschusse den Betrag von 30 st. als Ergebnis einer zu Gunsten der Nothleidenden in Kram eingeleiteten Sammlung übersendet. — (Zum Attentat in Vresnitz.) Inbetreff des meuchlerifchen Ueberfalles des Pfarrers Mayer in Bresnitz werden folgende Details gemeldet: Am ver-> gangenen Mittwoch, halb 12 Uhr nachts, trat ein unbekannter Mann mit einer brennenden Kerze in der Hand in die Wohnung des Herrn Pfarrers. Der Herr Pfarrer fragte, ob er vielleicht zu einem Kranken gerufen werde; da er jedoch keine Antwort erhielt, schickte er sich an, das Bett zu verlassen, allein im nächsten Augenblicke stürzte sich der Unbekannte auf ihn und sühne mit einer Hacke einen Schlag aus, welcher den geistlichen Herrn auf der linken Brustseite schwer verletzte. Herr Mayer rief um Hilfe, wahrend ihm der Nttenläter noch mehrere Schläge versetzte und sich dann durch ein ge« öffnetes Fenster schleunigst entfernte. Der herbeigerufene Arzt conftatierte, dass der Knochen des linken Unterarmes entzweigehauen wurde. Auch die rechte Hand ist schwer verletzt. Es ist Hoffnung vorhanden, dass der Herr Pfarrer, wenn auch erst nach Monaten, genesen werde. Ob man es hier mit einem Racheact zu thun hat, oder ob es der Thäter auf Raub abgesehen, ist bisher nicht bekannt. Gendarmerie und Bevölkerung sind bemüht, den Attentäter ausfindig zu machen. — (Deutsches Theater.) Wir erhalten folgende Mittheilung: Heute wird Schillers «Eabale und Liebe» mit Frau Ilma Willborn als Gast auf« geführt. Morgen gelangt die neue Posse «Nigerls Reise nach Paris», welche vor zwei Monaten im Wiener Carl-Theater mit großem Lachcrfolge gegeben wurde, zur Aufführung. Montag verabschiedet sich Frau Willborn und die Gesellschaft Freund vom Laibacher Publicum mit der Aufführung des Ohnet'schen Schauspieles «Gräfin Sarah». — (Militärisches.) D.'r mit Wartegebür beurlaubte Verpflegsverwalter Herr Johann Tisch des Militär-Verpflegsmagazins in Trieft wurde in den Ruhe« stand übernommen. — (Vom Cissport.) Pas unverlässliche Wetter, welches von einem Tage zum andern wechselte, ließ leider bisher die Abhaltung des Nachtfestes nicht zu, dafür aber wird morgen die Militärkapelle von halb 12 Uhr bis halb 1 Uhr fpielen, und weiters ist auch für Dienstag Nachmittag eine Production der Militärkapelle auf dem Eislaufplatze in Aussicht genommen, vorausgesetzt, dass bis dahin die Eisbahn noch anhält. — (Aus Brunndorf) schreibt man uns: Die Nusschusswahl. welche am 4. d. M. in unserer Gemeinde stattfand, wurde wegen Uncorrectheiten von mehreren Wählern angefochten, weshalb die auf den 14. d. M. anberaumte Wahl in die Gemeindeuorstehung sistiert und die Beschwerde zur Erledigung höheren Orts vorgelegt wurde. — (Unglücks fall.) Wie man uns auS Sanct Veit ob Laibach meldet, gerieth am 11. d. M. der 50 Jahre alte Besitzer Valentin Res in der nächst Podutil gelegenen Waldung «Lokaizili drib» unter einen mit Streu beladenen Wagen, wobei er derartige Ver« letzungen erlitt, dass er in wenigen Minuten seinen Geist aufgab. Die Leiche wurde nach St. Veit überführt und auf dem dortigen Friedhofe beerdigt. — («Solol»- Maskerade.) Vom Ausschusse des Turnvereines «Solol» werden wir ersucht, darauf aufmerksam zu machen, dass alle jene, welche irrthüm-lichcrweise die Einladung zur Maskerade nicht erhalten haben, sich jedoch an der Maskerade zu betheiligcn wünschen, dies dem Eustos der Citalnica bekanntgeben wollen. — (Gemeindewahl.) Bei der Neuwahl des Gemeindevorstandes der Oclsgemeinde Tschermoschnitz im politischen Bezirke Rudolsswert wurden gewählt, und zwar zum Gemeindevorsteher der Grundbesitzer Andreas Petscbauer von Altsag, zu Gemeinderäthen die Grund' brsiher Matdias Kump von Stalldorf, Anton Spreihsi von Wildbach, Johann Rom von Nussbach und Johann Mazelle von Neulabor. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.' Volosca, 14. Februar. Das ärztliche Bulletin von 11 Uhr uormittags über den Zustand des OrW Andrässy besagt: Die Nacht ist unruhig verlaufen, abel nicht sl) sehr infolge der Schmerzen als infolge der Symptome des häufiger auftretenden Darm» nndMageN' katarrhs. Der Appetit ist vermindert. Fieber ist lelne» vorhanden. Gerliu, 14. Februar. Vei Eröffnung des Staats' rathes zählte der Kmser die Aufgaben des Staatsrathes auf, vor allem den den Arbeitern zu gewähr den Schutz gegen willküsliche. schrankenlose Ausbeutung der Arbeiskraft, wobei zu erwägen sei, wie weit /»e Industrie die durch strengere Vorschriften zn Owl'W' der Arbeiter erhöhte Belastung der Production»^ ohn;,' Benachtheiligllng ertragen kann. Alle wünschen werteil Verbesserungen sind durch staatliche MasMtM, nicht errrickbar, und verbleibt der freien LiebesthäliM der Kirche und der Schule cin weites, offenes Fcld. M" es aber gelingen, die berechtigten Interessen des albe^ tendon Volkes zn befriedigm, dann wird der Staa^ ralh des Dankes des Kaiiers und der Anerkcununq der Nation sicher sein. Die Vorlagen gehen nnverweilt dein Staa srache zu und bleiben geheim. Inm Refelent^ wnrde Oberbürgermeister Miguel ernannt. Die ""' theilnngsberathungen beginnen am 26. Februar. Paris, 14, Februar. In unterrichteten Kreisen»"' lautet, dass dir Begnadigung des Prinzen von Orleal« nahe bevorstehend sei. Die gestrigen Demonstrationen hätten den sofortigen Straferlass verhindert. Alles de"" indessen daranf hin, dass, wenn kein Zwischenfall e>>^ träte, die Begnadignng deb Prinzen nach Ablauf d" Berufungsfrist erfolg n werde. . Zanzibar, 14. Februar. Die Leiche des S^t«^ wurde »achmittaqs z,ir Stadt gebracht. Die Aelj untersuchten den Leichnam nnd stellten fest. dass "' Araver die Oeffnung der Leiche nicht zugeben. ,A Leichnam bietet keinerlei Anzeich n eines unnatürlich^ Todes dar. Said Al>, der Bruder des Sultans, w"" zum Nachfolger gewählt. Angelommeue Fremde. Am 12. Februar. Hotel Stadt Wien. Pavic. l, l. Hofrath, Wien. - H"^^,' Pleicr. Ruab. Polacet. Kaufl. Wien. - Klun. Reis,, '^wy", — Baron Lazzarini. Privatier. Graz. — Graf Montecuccu", Privatier. — Filip, Weinhändler, Dombouar. — Teuer. "»"' Budapest. ^ Hlltcl Elefant. Lapajne, Idria. — Fried. Füi'slirch"^ Fürst Hugo Auersperg; Schmelz, Kulla und Schöna", l" sende; Klein und Hanll, Kaufleute, Mien. ^ Gasthof Kaiser von Oesterreich. Urbar und Mxlej. Vcldes-Oalouri und Tailbris, Kaufleute, Türlei. - Grüncni, ^" spieler, und Silberstern, Kausm., Wien. Den 13. Februar. el. Gasthof Kaiser von Oesterreich. Ieller sammt Frau, »" — Delm?ski. Bildhauer, Villach, Hoiel Vaicrischer Hof. Wiltrich sammt Frau, Kerndorf^^-» Meteorologische VcolinchtllMN iu LaibA^ " !^^3^, « !__^.___ , u Mg, '741 9 '—5^ '"O7mWaV ' oeiMlt ,.gl) 14, 2. N. 7419 0 0 O. schwach halbheiter 9. Ab. ,7419 —4-6 O. schwach > heiter ^ Vormittags bewölkt; nachmittags Aufheiterung; st^Z 4,° Nacht. Das Ta,M,,ittel der Temperatur —li 7", ""' unter dem Normale. ^^" Verantwortlicher Redacteur: I. Naglii. als Heilquelle seit Humlerleu von Jahre» 1)eWill'Lj*-allen Kranklu-iten der Athmung»- und Verdau1111^ organe, bei Gicht, Ma««n- und Blasenkatarrli* na züglich für Kinder, Reconvalesccnten "od ^7)8 der Gravidität. ' ___________Bestes diätetisches and Esssischangs-üctrünlL^^--^ ___Heinrich Mattoni, Karlsbad und_Wj^>> 303 Course an der Wiener Dorse vom 14. Lebruar 1890. N°ch ^m oMellen ° «npletr ,,», ^° ^ ' «'»'5" l(i3'70 ?^^^, , ^^ ""'t 4 „ l"/„ «alizischr...... 1«!4'2!' 105 - 5'"',, mährischs...... 1U9'50 110 — 5>"/o lirnin und NMenland , , —-^. — — ü"„ nieberüsti'sreichüchl' , , . 109 — l lO L5> !,'/, stririlihs......- - —-- 5'7» lruatilchs llild !ll!lw!!llche . 10b — — — 5"/„ slcdcnbülzischr . , , . — — —-— !>"/„ Temescr Banal , , , , — >.. —-. ü",„ ililUllri!^!.....W'60 «9 2N Andere öffrntl. Nnlchen. DouauRcg, Lose 5"/<> l<1" N^ > 12» 75 l2l ^5 btl>, Nl-.lclbe l«78 , . 1N0 50 K'7l>s» ?!„!ehs,! b« Sladt Gö« . . lll,-- —- «iillhl» d, Ntadlgemelnbr WIm K,5-«l, 10« -. Pram,-«»!, d. Ltadlgem, Wlen l43 ?K 144 L'> V!^ss»Im»-i><»Iehsü »erlo«, !>"/„ 98 — 9» i,c> Pfandbriefe ir loo st,), Uodenl-l, all,,, üst, 4°/„ « , , l , - «00 5« ><>i b« dto, » 4"/„ . , . »s! Ls> 9870 dtu, Präm.^Kchuldvrrschl. »«/» W8 5N K'9 — Orst. Hypothrlenban! INj. 50",„ lni'll^ »>»« üü Oest.'UNss. Ban! »erl, 4'/^,V , ll'i'bn I'll -bctla » 4"/n - 8? »U l00 !l<» bstt» lx'jäbr. » 4"/„ , , 89 »<>!<«»<> »0 ^ril,ritäis'OI>liliat,,cn (fill 1!>» si,), sssrdiüailt,? «mdl'lll», lfm, 188« INl'— N'l50 Vnliz«chr Karl - Ludw!« ° Uahn , 1»«l Z<»<> fl, E, 4>/," „ , ll)>» 8l> l00 80 Grid Ware OeNcrl. Noidwrstbabn , . . i»7'3n l<>? 90 SialltLbabii....... l»L — i!»4 — Eiidbllhn il 3«/y..... !4»ü » 5 5"/^..... »19«'» 12« «N U,!g,^al!z. Ullbn..... l<11 90 108 30 Diverse Lose «reditloje l00 fi...... ,88 2^84 2». ft, «z — 34 - O!>i>er L°,r 4<» fl. , A «._ ^""'"'KTeuz, W. Vrl. d,. ,0 sl. ,9 i<, ,9 4,, ^,!t>°lVb L°s 10 fl. , - 1«5N kNbN IaimLoje 4<) fi.'..... 5° 53 en 50 El, We,,°<« Ll,!<> 40 fi. «3,°° ^. " wa>dwn-l,<°!e 2U fl. . , ' , ^^. ^7^ Wi»dl,ch Vräh-Lose »0 fl, . . A- ^«-Vrw,-Ech. d,»°/„Präm,-Echu!b. vcrjcb d, VukencrebltanNal! , ,7_ ,^ _ «a«s - Actlrn Angln-Oesl, Banl WO ft, ,,,">/„ /2 - 822 ,i<> Crldilbaiil, AN«, li»g. 80» fi n.2 75 I».'»» 2°> DcpoMciibnul, «llg, 2<>o fl. . »nz 75 ^u6 75, Mi-omDt!> <.ftsl,,'.>,'dr,!ft. 5>»ü ff, , z»(» - 598' — Oiri" », lla^riiv,, Wirn»! «Oüfi, «1«'— XI?' - hliVoOislfuh.^sl. llUOU. »ü"/„». 7l b0 —'— Veld Ware liänberbllnl. öst, 200 fi, I», . . 23!» — ü»» 40 0sslerl,-ungar, Vanl 6 fl. . »«?'- !« 75 Vöhm. Norbbahn 150 fl, . . .214 75 2'5Ü5 » Weslblll,!! A>0 fi. . . . 3Ä2-— 334 Nülchtlehrader »I, 500 fi. HM. 103'» 103? blo. (ltt. N) 20« ss, . 418 50 i2> — Donau»Dampfschifffadlt > Ve>., Oeftel-r, 500 fi. '> 2i>3' «al.Cnrl L»dw, G, ^Ol> fl, TM, 188 75 189 25 Lemb, - llzrrnow, ° Ialsy - Wen» haliw Gelellsch, 200 fl. 2. . . 2?3 - »34' — L!ol,t>,G, lma,,Irii>st500fl, 50 dlo, tlit, 1i) 200 fl. 3, . L22 !.0 223 — Hr»g'D>!xcr(t!lenb.150fl. Ellb. Nv — e?-- »Ilubulpl, Äahn 20« fl. Sillier .---------------- Etaatieilenbahil 200 fl. Silber L15 75 2««25 Iiibblllüi 200 fi. Silber . . . !8. — 135 !>0 Tiid Nordd,/ijerl>. Ä200fi,üM. 17l>-- 17U ,°>0 Iramwnn O!>s.,Wr..170N.«, W. —-.- — — . neue Wr., Priorität?» Actiel' 100 fi...... »»50 100- U»«.>«allz, Eilcnb. »<>U fl. Silber 1»4 b0^»5 — Veld Ware Ung, Nordostbabn 2<»o fl, Nilbel >9I «s> lUl 7 . Un«.Westb,(«<,ab-«l»lazM>Off,O, . s.8'5" 5»-. lliesinger «rauerei 100 fi. . . »i->o 9?- Äiunlll!l°Ve"7 «(» l<»8 — Urager Vi!en Inb-Vr!, «M fl, .1« — 4,8 - ölllao-Iarj, Steinkohlen »0 fi. 4»«' 487 — «öchlöglmühl», Pllvlers. »00 fi «U7 — «»»-.- >2tei,crrmül!!',Pllviel1,»,V,,V »38 5 ' >S9 50 Irilailer »ul!l,'Nw,°Gel, 70 fi, . !4L 50 147'- Hiaf>enf.-!s,Oeft,inMen«0ON. 4b8 — 457— ittangon-iieihansl,. Ällg, i» Pest »Ost......... 85'5" 8V!»N Wr. Äaugeklllchaft 1»0 fi, , . 8/ !»<» "8 bl» iLienerbersrr Ziegel Nctien Utl. 174 50 l?b»— Devisen. Leutsche OlOye , !»8 "7, ü» ll. liunbou , , 1l»l5Il»7« ijar!« 47'u7, 4?',b sllluten. 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