MARBURGERZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES STEIRISCHEN HEIMATBUNDES Vwtac mt Marbuf a. i. Am, ••d«UN Kr. •. Ftranrt: Nr. ft-M. M-M. It Oht ** taMM «wkMMM m MmmiMm. — ----->m 1---------- (II0M a«|^r Saaitaf ht dl« Ickrlttlaltaac nr Mf Ptrnrnl Nr. at-«7 «rraidikar. UBTtrltagtt ZndirKten wtrdn A,i Äff Mhr; iin mlmfli Ptrto' SuMol* to dir 0«sSim^lS ta<»"» Po^MtuSeTTb 1,10 (»liidW. It,8 M Poftnitnncebttr) luid J« *pf ImWü-Ocsdilttsitinn hl Cilll. Marktplati Hr. 13, Pmnil Ht. 7, tmd n Pettai, OnKarlorffaiM Kr. 2. Pererof Nr. 89. feblRir. llmetanatni wtrdm nr ca««ü Torthmdm d*i iinftlprati« nd der Poftotnilwiaa naMtmtot. Nr. 274/275 — 84, Jahr^an^_Marbnrg-Dran, Smstai^/Sonntag, 30. September/l. Oktober 1944 Eiimlprait 15 Rpl Beseitigte Gefahren Festigung der deutschen Front — Bürgschaft für künftige Kämpfe Dank an Jas LanJ^oEk Von Herbert Hahn rd Berlin, 29. September Die Verhinderung de« anglo-amerika-nlflchen Durchbnicha nach Nordweit-deutBchland stellt eine im gegenwärtigen Zustande des Krieges geradezu bewundernswerte Waffentat der deutschen Abwehrverb&nde dar. Erst eine spätere Zeit wird diese ebenso kritischen wie kistorischen Kampftage toU xu würdigen wissen, da dar Versuch des Feindes, mit einem stark massierten StoB aus den Niederlanden in die nordwestdeutsehe Tiefebene einzufluten, unterbrochen werden konnte. Was die wenigen Divisionen \md Regimenter, die in Holland und an der deutsch-holländischen Grenze zur Verfügung standen, in diesen Tagen an Kampfaufgaben gelöst haben, ist vorläufig überhaupt nicht abzuschätzen. Diese deutschen Soldaten haben vor den Toren der Heimat eine Verbissenheit ohnegleichen gezeigt und damit Beispiele gegeben, die sich auf die gesamte Westfront ausgewirkt haben. Hiedurch wurde die große Gefahr beseitigt, die In der beabsichtigten Uberflügelung der deutschen Westverteidigung bestand. Dieser Abwehreifolg ist der beste Beweis für die Festigung der deutschen Verteidigungsfront Im Westen und der Garant des deutschen Selbstbehauptungswillens auch für die künftigen Kampfhandlungen. Im nördlichen Teil der Ostfront haben die deutschen Truppen in erbitterten Kämpfen den Ansturm von über hundert feindlichen Schützendivisionen und zahlreichen Panzer- und schnellen Verbänden abzuwehren jjehabt. Der Abschuß von weit über tausend Panzern und annähernd 700 sowjetischen Flugzeugen zeigt die Härte der Kämpfe imd die hervorragende Bewährung der deutschen Truppen. Dabei ist zu bedenken, daß die Kampfhandlungen nicht offensiv geführt werden, sondern sich bei Absetzbewegungen abspielen, .die auch im Osten der Verstärkung der Gesamtverteidigungslinie dienen. Es ist sicherlich einfacher, mit überlegenen Kräften sich in die Masse des Feindes zu werfen, ihm Verluste an Menschen und Material zuzufügen, als gleichzeitig Absetzbewegungen mit allen damit verbundenen Schwierigkeiten durchzuführen und dennoch einem übermächtigen Feind schwerste Verluste zuzufügen. Auch hier hat sich gezeigt, daß der deutsche Soldat im Verlauf dieses Krieges sich eine Festigkeit erworben hat, die ihn als Kämpfer weit über alles stellt, was es an Ver- gleichbarem gibt. Den Sowjets ist wiederum ein Durchbruch nicht geglückt, und der Plan der Aufrollung der Ostfront von Norden her — der eine gewisse Parallelität zu den Ereignissen im Westen besitzt — ist ebenfalls mißlungen. Deutscherseits wurde dort Gelände aufgegeben, wo wir es nach dem Zusammenbruch Finnlands relativ noch am besten vertragen konnten. Die deutsche Verteidigungslinie aber steht im Osten weit vor den deutschen Grenzen und hat bereits ihre Stärke und Z^iverlässigkeit bewiesen. Auch die Kämpfe an der Nordwestgrenze Rumäniens haben eine neue Entwicklung genommen. Den Feind, der vergeblich weiter Boden zu gewinnen versuchte, trafen an der ganzen Front schwimgvolle Gegenangriffe, die an einigen Stellen von deutschen Truppen unterstützt wurden, und warten ihn erheblich zurück. Ungarische Panzrrjäger schössen dabei allein im RaunT von Mako 17 feindHche Panzer ab. Unsere Luftwaffe grilf erfolgreich in die Kämpfe ein und traf unter Vernichtung von rund 300 Fahrzeugen auch besonders wirksam den feindlichen 'Nachschvbverkflu im Hinterland der ' bolschewistisch-rumänischen Front. Den Rhein hinabgeschwommene Hoffnungen »Alliierte Offensive im Westen festgefahren« stellt die Times fest dnb Stockholm, 29. September Der Korresponident der »New York Times« bed der 1. ameriikanischen Armee trifft die Feststellung, daß «ich dde slra-tegische Lag« der Allüertein im Nordab-•clinltt der Westfront so weitgehend veräind«rt baibe, daß dieser jetzt nicht mehr di« wichtdg^te odier entscheidendste Front im Wösten sei. Wenn der britische Voitotoß durch Hollajid und um die NurdsplU« der WMtib«fe«itiiguiijgein herum keine schnellen Fortschritte meche, sei es sehr waihrsoheünlioh, daß die Alliierten am Rhetin und in Nordholland «ich in diAseon Winter festf-aihren würden. Da« schwierige Gelände und d/ie zahlreichen Schwierigkeiten, die mit großangelegten Operationen in Nordrweeteuropa im Spätherbst und Winter verbunden seien, madhten cdnen Durchbruch an da« Herz Deutschlands an dieser Front äußeret unwahrschednlidh. Der Krieg lim Westen werde nidht in fünf Minuten und eben-•ow«aig«is fünf Wochen zu Erwie «eon. Nach Ansicht des Newyorker Korrespondenten von »Svenska Etagbladet« geben die Ausfüihningan in der »New York Times« die Aneicht weiter Kreise Washingtons wieder, wo man plötzlich be- gonnen habe, von einem neuen Feld^ug im Frühling zu sprechen. In London bezeichne man den Ausgang der Schla^cht bei Arnheim, wie der Londoner Korrespondent von »Dagens Nyheter« berichtet, offen als »einen deutschen Sieg.« Man sei jetzt in der britischen Hauptstadt der Ansdcht, daß die Aussicht auf eine schnelle Beendigung des Krieges im Westen eriie'blich geringer geworden SGi. Der Sonderkorrespondent der Basler »Nalionalzeitung« schreibt über die Lage an den Fronten; »Der äußerst zähe Widerstand der deutschen Armeen im Osten und Westen und hauptsächlich der Rückzug der Engländer von Arnheira hat dazu heigetragen, die alliierten Hoffnungen auf einen militärischen Zusammenbruch Deulschlatids bedeutend ru dampfen.« Nach der »Nationalzeitung« sehen amerikanische und englische Mili-tärsachversländige die Offensivpläne Eisenhowers den Rhein hinunterschwimmen. Wenn der Vorstoß der Briten durch Holland «ich nicht schneller entwickeilt, würden die Alliierten im Winter wahrscheinlich stecken bleiben. Der Militärkritiker des »Informationes* unterstreicht emrut, wie sehr sich die AllUerten mit ihrer Voraussage eines entsrheideiiden strategischen Erfolgfis noch vor Okiober geirrt haben. Sftibst die Vermutung, daß es bei der Schlacht von Arnheim zu einem Unentschiciden konunon würde, bat eiclv nicht bestät'gt. Und die eigenen , alli orten Verlau'ba-ningen sprechen davon, wie in Arnheim diie Blüte der britischen Luftlandetruppen vernichlet wurde. Ähnlich gedämpft »chre'bt die englische Zeitschrift; »The Nineteointh Century«: Wenn man an dio gewaltigen Kräfte denke, die noch in Deutschland schlummerten, #o miiisse man einethen, d«ö die materielle Stärke der Alliierten wie nroß sie auch se', nicht überschätzt werden dürfe. Die Einigkeit und der Arbeitswille drs deutschen Volkes seien heut« größer als jcanal«. Die^e Sätze schreiibt die engüs^e Zeitschrift »The N'ncteenth Century«, Es sei selbstverständlich, heißt es weiter, daß das deutsch» Volk sich niewiak erg^en werde. Enigland, daß vom 20. Juli so viel erwartet habe, «ei tief enltiVuscht. Das deutsche Hser sei heute stärker als im ersten Weltkrieg. Heute in Holland Wie das Land den zweiten Kriegsabschnitt erlebt rd Amsterdam, Ende September ^ Die bunten Spielzeughäuschen, die Windmühlen, Grachten und Tulpenfelder •Ind an die Front qerückt. Die Piloten der englischen Jagdbomber, die im Tiefflug über die Pappelgesäumten holländischen Landstraßen heulen, verlangen von niemanden einen Ausweis seiner Nationalität, ehe sie auf die Knöpfe ihrer Bordkanonen drücken. Recht oder Unrecht, Soldat oder Zivilist, sie schießen, Vieles von dem, was der Krieq während des deutschen Grenzübertritts 15)40 an holländischen Dörfern und Städten sorgfältig aufsparte und rücksichtsvoll schonte, sank in diesen Wochen in Schutt und Asche. Die Friedenstauben, die die Engländer durch Holland schicken, werfen vorerst keine Palmenzweiqe, sondern Bombenteppiche, deren Krachen auch den beharrlichsten Träumer aus seiner politischen Versponnenheit in die nackte Wirklichkeit des Kriege^ reißen. Holland hat lange mit einem Auge nach London und mit dem anderen nach Paris geschielt. Es hat darüber das Gesetz des eigenen Lebensraumes aus dem Auge verloren, dessen Zukunft sich nicht an Themse oder Seine, sondern nur am Rhein eröffnen kann. In dieser politischen Kurzsichtiqkeit liegt Hollands Fehler, lieqt sein Irrtum und seine Schuld, die zu sühnen die parlamentarischen Mynheere jenseits des Kanals bereitwilligst den kleinen Leuten überlassen. Von den Amsterdamern saqt man, sie stellten sich In schlechte« holten pinRn Holzschinken auf den Tisch, damit es üppiq aussehe. Das qilt nicht nur für die Amsterdamer, das gilt für eine im ganzen Lande seßhafte Art politisierender Tulpenzüchler, die ihren Leuten, da die englischen Beefsteaks zur Zeit noch hochexplosiven Charakter haben, einen propaqandistiechen Plumpuddinq vorset-Een, der peinlich genau nach den Rezepten der anglo-amerikanischen Aqita-tionsküchen zubereitet ist. Wer davon überzeuqunqsseliq kostet, sieht nicht mehr, was wirklich ist. Im verwandelt ! sich das zähnebleckende bolschewistische Unqeheuer in ein bitte-Ditte-ma-chende« Schoßhündchen, dei angio-ame-, rikanische Expansionsfeldzuq in ein lau-' teres Friedensqebet. Der Welthandel, die Viehzucht und die Blumenkultur haben Holland reich gemacht. Der Welthandel Ist in den fetten Jahren zur Weltanschauung geworden. In dem selben Maße, wie sich der Blick des Holländers an den geschäftlichen Möglichkeiten schäifte, trübte er «ich für die politischen, In den schmalen Back^teinhäuschen der Städte wuchs ein zwar gut ausgeschlafenes aber eben doch nicht waches Bürgertum heran, dtssen Zufriedenheit nicht von seinem Beitrag zur Sicherung des Gleichgewichte der Umwelt, sondern von dem Umfang seiner Friihstückstafel abhinq. • Als da« übrige Europa schon längst den Leibriemen enger geschnallt hatte, schwammen auf der holländischen Suppe Immer noch die Fettaugen des Friedons. Die deutsche Verwaltung nahm das Land nach der erstch der bolschewistischen Revolution« zu schreiben, zu dem er sich verträglich einem englischen Verlag gegenüber vor 5 bis 6 Jahren verpflichtet, meldet der Londoner Korrespondent der »Nya Dagligt Allehanda«. Der entsprechende, niicbt näher bezeichnete Verlag habe freiwillig auf dngUsche Volk durch die Kämpfe bei Amheim und Aachen darüber t)elehrt worden sein, daß die deutsche Wehrmacht in alter Frische kämpft und steht, was gar nicht möglich wäre, wenn die von Churchill angegebenen deutschen Verluste auch nur annähernd stimmen sollten. Interessant an seinen Ausführungen zur Lage im Westen war uns die Mitteilung, daß die britisch-amerikanischen Verluste in Frankreich 235 000 Mann betragen. Wenn man bedenkt, daß Churciiill niemals gleich alles gesteht, sondern seine Geständnisse dem englischen Vwlk gewissermaßen brockenweise reicht und mit dem vollen Geständnis erst herausrückt, wenn Gras über die Angelegenheit gewachsen ist, dann »tollt die von ihm bekanngegebene Verlustziffer immerhin schon ein beträchtliches Teilgestündnis dar. Ver- mutlich wird er mit der Bekanntgat)« der englischen Verluste im Wetten genauso verfahren, wie mit den Verlusten durch den deutschen V 1-Beschuß. Da fing er ja bekanntlich auch mit sehr bescheidenen Zahlen an, die sich dann von Mal zu Mal steigerten und schließlich eine ungefähre Vorstellung von dem frschreckenden Ausmaß der Auswirkung des V 1-Beschüsses auf England vermittelten. Verschobene TermlD« Bei dem ganzen Phrasengetün wird es dem englischen Volk doch nicht entgangen sein, daß Churchill seine Terminversprechungen wieder einmal nicht hat einhalten können. In trüberen Reden hatte er England schon für Oktober oder für Weihnachten dieses Jahres den Sieg in Aussicht gestellt. Jetzt hat er den Termin bis auf das Jahr 1945 hinausgeschoben. AngesicWts der durch englische Blätter zahlreich belegten englischen Kriegsunlust dürfte diese Pille, die Churchill seinem Volke verabreichte, wenig Behagen auslösen. ICO SowjefdiVisionen abgeschlagen Der große Abwehrcrfolj^ im »rdcn — Dort in 14 Tagen mehr als 1000 Panzer und 698 Flugzeuge abjjeschossen — Der feindliche Einbruchsplan zwischen Emden und Münster gescheitert Der OKW-Öcricht dnb Fülire liduptqudi Liei. 29. SeptenaLor Das •Obeirk.uiiimüaKio der Weiiiiudcht gubt bekannt: l>er VöJfcuch dt:« FeiUidtn», duidi cien gewciiltLyen •GLiisdtz vojj Lu; ü^uidelruppcii ang^grilfen, Di« Kämpfe hielten dort mit großer Heiligkeit an. An eiitielnen Stel-le'ii hat sich der Fenni b^ an den Stadt-fcuid heraiKjearbeitet Parlamentdre wurden a;bgew!ie9>en. in den übiigen Festungen argiluzen uncere Truppea durch erfolg o.ichi> Ausf&lle ihren Bestand oo das Maafi- tjid KheiiilUiuleriij'.* zu ü!j«tr- i Waifeai und Verpfte^tuig. ch W'iiJ ,'i s^ i a c! : ;i i H' i h.iLV . Ii.' v/1 an n i i. „letj hoif^', daß MiUo-u-i'.i BL'iiiü Kollegen bi..ldinoa- I:. IV Ii l. i. . I a,: L ■ prechua^cn in Mositau ■ la 'n W(-Tden." So heißt es üe der Ciiurchill-ilede. ü.iß er die Poien heule an i; und sie darüber be-, (jii an ihnen nicht mehr : t. Wi.-na er jetzt schein-1 die Sowjets ein Rccht ai.f • 1 ■i Naciibarn im Westen h. M I ) . uuht er mit dieser verlo-■ 1 1'f.i ,1. ..i^'iunq die Boischewisie-n .. , li V 'n den Sowjets benetzten ) .'.a zu umkleiden. Damit 11);.US aucli ja nicht in die ieglo er ihm vorsichts-I ilüu M.iuikorb an, indvin . J^s ist la'jine Pflicht, das \ i/ii ] Li • l-a D i I !:i.. . i'oir , V. i • i ' liijei r-n V Iii-ii • V: 1?, , e^- : \ V. ' I ' '■ h ' l. .luaiolunUchrteiten und .. ci icr glücklichen Zu-. i: durch eine ungemä-1 . a ur die polnischen und I i ...'-Iniagcn im Verlauf i ) verurs.icht werden . : s.ini zu machen." Chur-' 1 aisi) von vornherein jede ' i ilie Pule-nfraj^e ab, aus • ..i'v'U ihm dadurch Un-i . mit den Sowjets 1. id die riskiert er nicht. • nniieren Opfer asli .standsdiktate für . J . .!naai>»a „natürlich den . v.',: tisenon Willens tra-or nur für ^anz solbstver-' . •/.(;.iil damit s.-'lbst, wie I i'.l ;..ch jecK-n Rechts gcgen-.. V j ^.'!ion hat. Den Buiga-; 1' iu''f,'hill nocli naehtrag-■:i i i ll ii^•htiyf;n Fuiliritt, ein . is fi.r die Kimtigkeit des . 1 ii'"bt den Verrat, abar •I. dl Verräter." In Sofia nunmeiir darüber klar :> i 1. d Ii im Siiilen etwa ge-ir aq auf UnterstützunR Lon- spnngen, uua Westwall vom N ir Jen tu uangtihea und zwn.solien Lmdeti luwl Müiiste- in De.utsfhlaaiitern Dabei kti n es uuch gtstein zu heltigeti Kampf^in, brsondnrs an «ter hollcuidischen Grenze ostii'.h Niniweijon und wcsllich Venlo. Audi zw^'^-iea Antwerpen iind Hertoefioil qt. MpIi't al i 4Ü englische Pan/er M:; bcn 7ei6ch"f.:> n ■^auf dem Gefechtsleld Iccjen. D -iitie-.eir über traten die a Lrinpf- handlungwi an der übrigen Wp«ifront bis nach Metz nirück. Nachdiom de' Fe'nd rinrrh imsere Cnv genangriffe ous dem Raum nörd'irh LuneviUe wiedor n^ch Wpeim -riaü(k-geworfttn war, trrlen die AineriV n<;r gestern nördi:ich Nancy zum r,G'ie'itkü«ie def ÜURht wirksam unter Feueir. Im NurdcLbschaütt der Ostfront. haben Trupf^'tau iin% Heeres und dm Waffen* dieai (ieT Feind am Vortag geaominen i in 14lÄ9igein aibitleitan Kämplen, wirk- haite, umfasnemd üng^i^rlifein. Es gelang, d:e fe^idl^'h« aibzuischnedddn und lila E.nlsntzv«Pi«uc'ho dei: Fs'inddü zu vereiteln. An dci Adnafront setzte der Fund s&.ne staiikeu Pan7eiangrh'f» auch Wtuirenud der N^icLt und wahirend dt;* gärigen Tay.'«, unteistüLst durch rolle<*idü ^aju untai«tiit7.t dureh Verbände der Luitwaile, wäiu«id iibrer Ab»etzbewegun-giifi Diuvhb uchsverauche von über hun-de^ffe fort. Die e'jgcn+'ti Divi«slen traten C''ebiigÄjig>er gor-b'ninnfl inU d« seit Tagen dort nhfje-^ir•^nilf.■'^'»n Bisiitriing wieder he»". S'rhlnrh'jU'ig*r gniffen in WrfltmraSn'rn mit rrntc Wliltnng feinfll'che Trnp'wn- iibor tausend Pantejn verloren die Bol-»ch>öwis!«n in der Zett vom 14. bis 27. SenLeniber d«ti Bestand von fünf Panzer-korpc. Jäger und Flakartillerie der Luftwaffe v«>iairht8ten 6i)n sowjetische Flug-reu(jB FüJirung und Truppe haben sich im dieser harten Abwehrsriilacht hervor-' raflwid iMSWdhrt. } In no tLiorwuqiis<-hen Gewäseern ver-ftenktton Siehe« unysfahr/euge eines deut-j »chm Geleltfi pJn feindliche?« Schnellboot »choFE'.'.i visr Flugzeuge ab| ein ' «i'jemos Pnhr7.eurlcehr I Wo-t!dtul«''M.And «Tiziibrechwn, macht mi. Dif» Hrgenan^jv fffv deut^chec tuid un- i in v»>-mehrt^ Terrorangriffen ge-yrirchnr "'^rup^iSen an doi ungart^'-h- ' rjw riontiprhe Städte Liift. In Mittel-rurpGffjnze z%vlschcn Szvqed ! dsm-.rhliTl «ntstanden starke Sahäden iinrf GrofTwardclft machten mit TJntnr- i in d >n Wohnbe-^i'-ken von Kassel, Dessau, ^''Ifr'ung der deutschen Luftv'affe ; Mnqf^^hurg und in mehreren Orten im Pn t.'c.htiffe. T'iiaar'frhe PanzerjÜaer i Raum H-^lIf-Le'pz/.g. In der vergan^ienen r.r)io*=^n 17 fciiidl cbe Pon^er «b Tm j Nacht nT'ffpn hriHsrhe Flun^eugo Braim-No'dtr.l! des SzeWr /''jifelp *'>t7teTi nJch ' f-chwfü'T nn. Hie an.qln-ame.r:kanisrhe un*("'e Vfrb'inde iintßr Aufgabe v^n , Luftwcff»* vfrlor am 2R. September durch Mflnm.nr!c ohne f0'ndP(;'h»j;n Drurk auf j .T*wr und Fl/ik-jrtnienie der Luftwaffe A^'srhf.i^t iu''). An den KÄrpTTim j 7.'! DiKTzew-ie, darunter 50 viermotorige d- r nördlichen Waldkarpab«! wiuxkn ' Iknnber. Neue Watiicbenar 5'. in'fn'ftt'O" m dnb Perlin. 2'> Sep1(M:i^»?r Am fünffPn Jiihic«itoq de; KtipiUii.i'ion von Wa;«rhiiu k ipituHe te ein wM'a r Toll der Aufstaiuiis'.h'^n nai Ii vierldc in Kampf. Aus den lliiusprtr'.rmern. IC-l-lerlörhern, Kon.il'silio'isiölr mi und fi-I nem dort rrp'eqenen Foit iT < r 2000 bewaf'nete Aul*;!nr\d'= br he'"oiii-> gphoU und in Krie'r ^efnnnenr 'nft .-h-qeführt. Ferner hn etw < Zivili- sten dio Delageni'in lebend libnsS n.'on und wurden dem Autf.ing^l Hier dor pol-nisrhen Ililftoraanieal om vunoi''^t'^t. Anße'dem konnten cii(i"p ^ Mi^nq. n Waffen und Munition sicherqeMcllt ■werden. HackzeH wict^er in r"nn!rnd dnb S^ocVhol n, Der frühere finnisch^ N? :i sio.oiii; i.'-nt Hackzell, der hcVanntllf h, di<> finn sehe Abordnung qefühit hat. die den K ;pitu- lit'.onsvertraq In Mockau unterschreiben iPvD'e und dpr in dei sowjelisclien T-lMint'ifadt einen schweren Schlaganfall eiüit, i«t if'tzt mit Pinem SowieifUiq7'>i)q n-j. Ji IVl«inkl und dort ins Krankenhaus qe^irrfht worden. N TiL*)\iRche SohTvlerlffkrtten tc Madrid, 29 September Auf dl» Srhwierlqkeiten des türkl-«thrm .\u:if'^h.aidelfi und die krititche VcTsorqimqßloqe der Türkei mit wichtigen Cütinn nach dem Abbruch der di'U «rh-trifki«clien Beziehungen verweist ;1i3 fiihrendft WlrlfichoftForqan »■Türk M: 'liomif.f«. Die Einfuhr aus Deulsch-liuid und dem s idosteuropälsrhfn Raum s.'l nach- dem A.bbruch der Be7 ehiyi-qi n'poc.h in keiner Weise durch alliierte l-'.-{luned Alajbegowitsch eiine Rundfunk anspräche, in der er erklärte^ Schon vor der Wiedererrichtung deo kroatiechen Staates hat dn« kroatische Volk, an die in VprsaillR« geschmi<»deten Ketten gebunden, in dem D'e'erpakt ein Instrument geiehen, das berufen ist, in Europa und Ostasien den Völkern gerechte Lebensbedingiingen zn schaffen Kroatien iat sich der Bedeutung e^ine» Beitritts zum Dre'erpakt, durch den seine Zähigkeit zur Eigenstaatlichkeit eine internationale Wür^gung erfuhr, voll bewußt. D^e E'füllung der sich aus diesem Pakt ergehenden VerpflirhtTmgen ist eiine Ehreneache der kroatischen Nation Kroatien hat eich durch seinen Beitritt zum Dreterpakt de^ Weg in eine sichere Zukunft geschaffen. Einen anderen Weq gebt e« riicht, denn jeder andere Wer bedeutet Kapitulation, heißt also sidi selbst aufgellen, Eine Bürgschaft für der Bestand des kroatischen Volke« hahen wir nur, indem wir an de^r Sedte de« Dreierpaktmächte im Kampf aushalten Der Dreierpakt Ist drie moral'«che Basis unsere« Kampfes. Wir werden ihn an der Seit« unserer Verbündeten bis zum End-•leg führen. Pakttrene Balgaren dnb Berlin, 29. September Die nationale bulgarische Reglerunc ■weist den Verrat einer feigen Rwrierung mrück und erklärt aufe neue die Zugehörigkeit Bulgariens zum Dre'mächte-pakt sowie Ihre unerechüt^arllche Ent-schloseenheit, im Geiste und den Beetim-munnen des Dreimächtepaktes qetreu den Kampf an der Seite Deutschlands bla zum Endeieq fortzusetzen, Sie weiß sldi als einzige und wirkliche Vertreterin der Interese^n de« bultTari«!chon Volke« bei diesem Entschluß mit den Gefühlen und dem politischen Wollen des bulgarischen Volkes einig. Du nationale Rumänien dnb Berlin, 29. September Horia Sima erklärte In einer Rede znin vierten Jahrestaq des Dreimächtepaktes: »Die nationale rumänische Rrqiorxino. die allein berechtiqt ist, im Namen des rumänischen Volkes zu sprechen, weil sie allein den Willen de« Landes und die Seele des rumänischen Volkers darstGllt, erneuert in feierlicher Form die Zugo-höriqkeit Rumäniens zum Dreimächtepakt und erklärt, daß sie den Kamnf an der Seite des nationnlsozialistischen Deutschland und aller anderen Mächte dieses Bündnlsso« welter 'führen wird, gleichqülliq wieviel Opfer dieoer Krieg fordern und gleichgültig, wie lange er dauern wird. Die nationale rinnänische Regierung ist überzeugt, daß der Endsieg nur den Drelerpaktmächten nehören wird. Sie ist davon überzeunt, daß die Zukunft des rumänischen Volkes nur in engster Verbinflung mit diesen MSchtfm gesichert werden kann. Gandhi—Jinnah-Verhandlungen gescheitert. Die in Bombav seit mehreren Wochen sich hinziehenden Verhandlungen zwischen Gandhi als Vertreter dof Indischen Natlonalkonnresses und dem Präsidenten der Moslemliga Jinnah wur den ergebnislos abgebrochen Druck und Vertag Marbur^er Vertajrs- und Pruckeret 0_ei. m. b. H. — VerlaKsteltune Egon Daumeartner, Hauptsctirilt>eltun£ Anton Oersctiack, beide tu Marburg • d Drau, Dadgasse 8. Zurzeit für AnzeiEcn die Pieisllstt Nr 3 kOHIcI ü!»im!{cthr aus d«r Nacht. Am sp,': r'>rh : n ' il- ;> :• I - t Finf;. . d;aiiiii' ti-i. eiMzi'i F:',n;l '••n Atinnd, als das Lkht nur Vr- in {|l:>mjn und die Bäume I wiricn A«to aI-» schwarze IJ.i | !u1 ai d.ifi Blaugiün des ver-(1*1 1» Alieiids hoben wurde die ■l'r : h unte biorhe'i, C#, fiel ein r s Dip 10,.5ei, die vom h- i - iiiTn.'TuI in das kleine Dorf Ot-.lw l#> V'ii k. p.nfiel, lag'e vor sich di ii K " .1! f'i s .M -rhusöffi und das Rnu-fichf I ih . N ih> 'komme:i6 her. Do(h ■w-'i ('m' 7 A ■''.v'':c'hcn Ankündigung Eip.,--'ii'''T '!"•! dr-r irnerf,Tll dieses einen Gi i^V.- h r.(. unveimutet kurz, daß nie-Di ^n i V.- ku .q 7U r;>h:nrn vermochte. F« Ii a!so, d;»(^ rirr rnlrlwehei von <1: m ir l) f 7 h!o. i'nvi'rsehens am Kopf w Ir. AI« er aus l^nq^r Be-Rinnir I' 1./riaVo-f v'frlf r erwachte, fand er :arh vt '■ii'^-Inn in einem Lazarettzug. Frhr-i) k"n'iip rr nich's denn die Binden h'iillton f^- in G isicht ein. Aurh In dl m I .i/.fett. In der kleinen Sf.'lii'v.iStadt, diis 'ha später auf-n-iinm, iiu'e er si' h mit Sinnen zurecht-ft.- fi a, •!: i.-n er «ic h bisher nur wenig Ll'l'Ci'f h !i:c. E- war Illind. Ntit -1er Zürtlichkeit einer Mutter h S^ationssi hwoster es ihm ge- ^ I I fi hcitte (>s genommen und n ' i «'), wie t>r viele« al« Soldat t ;■ ft r^nlf trt liatte. Stumm und schwei- g. - d. Vv'. ; qn Tnge sp.itor hatte dann seine |tip" I u bei ihm ge^eseen, und er hdtLo 61 lun kleinen Tochter uchüchtem nate und erfüllte ihn. In diesem Glau- i diese Verantwortung tragen, weil ich und vorsichtig über das Haai gestiel- ] ; chelt und seine Frau dinn gcf.aqt, ob i feie noch so blond e-i wie damals als 1 er sie zum letzten M.ile sfih j I Ale er dem Stabe nfl<"h Au-hiMlunq der t offenen Wunden zum er».:tea Male vor- : gestellt wurde, kam ep plof.'llch v.'ie pin ! Schreckmi über ihn, denn diesei Mann, der ihn mit vorsiehtigcn Ilcindfn zu f'i- , ' nem Stuhl qciühit hatte uad ih.' daan einqehend untersuchte, dlfsei Fisiiid", : von dem er nichts kannte alfi die ti'fe Stimme und die Hände, d'e er gefühlt hatte, sagte plötzlich: »Wenn Sie Geduld haben, Feldwohel,. schi viel Geduld, , vielleicht schaffe Ich ci.« I Der Feldwebel hntte, tIs ei dann wieder auf seiner Stuiie lag dieser. Wort , gedreht urvd gewendet, et war | der Fär-I bunq des Tones nachiT'^qanqen, der no> h I in ihm «chwanq und der sich tief in { «einer Rrinnerunq einqeci fiben hatte. ; Df»s hieß nirhfs «ndcres. ids d'er viel-j leicht wieder sehen würde, irqendwann, eine^ Taqe«. Ja, wenn es auch nur ein Llchtsch mmer wäre, dachte er, oder ein undeutliches Bild. Als er das zwe1t"m«l dem Arzt vor- hin e:truq er die Schmerzen der Opera tionen Ich sprach mit dem Arzt an dorn DienFtaqinorgen, an dem die Entscheidung fallen mußte. Ich meinte, o« «bI doch fiit ihn ein Übermaß von Verant-wortunq, über acht Monate lang den Glauben eines Menschen zu nähren, ohne selbst sicher aein zu können, ob glaube.« Alfc später die Binde aogenommen wuide, sagte der Feldwebel plötzlich mit leiser Stimme: »Ich sehe!« Ich traf ihn am Nachmittag In der Stadt. Seine Frau, die ihn noch am Arm , führte, «o, wie sie ec nun seit über einem halben Jahr gewohnt gewesen war, machte ihn gerade auf eine Stufe *einc ärztliche Kunst den Sieg über die | aufnie ksam, Da fuhr er sie fast un-N:v ht erringen werde. »Wir wisticn ■ freundlich an: »Laß doch. Das sehe Ich viel', sagte der Stabsarzt aber nicht «Urs Deshalb müssen wir glauben Das ist da« Gesetz des Menschen. Ich kann ja.« Er hatte mit dem Licht die Well wieder gewonnen. CorneliuB P/eJffer Quacksalbar und Scharlatan „Schreien wie ein Zahnbrecher" Ist eine Redensart, die uns unwillkürlich nn den bekunnlon Au^pchneider und Wunderarzt Dr. Eisenbart erinnert, der nebenbei auch als Zahnbrecher die Kunst des Zahnziehens übte und diese nuf Märkten und öffentlichen Pliitzen unter Rroßem Lärnn vorführte. Jemait-drn. der sich für etwas ausgibt, ohne e« zu sein, der mit Kenntnissen, Geschicklichkeiten oder Geheimnissen prahlt, die er zu besitzen vorgibt und die Menge damit großsprecherisch zu blenden gestellt wurde, wagte er echMdiqen. Wenn man daher am Pflaumonhanm solche MlRbüdunqen entdeckt, darf man sie nicht hcinrjen lassen, «ondern miiR s'e absammeln und vernichten. Aurh bereits erkrankte Zweinstücko sind eb-zunebmen, rim d^m W'p'derauftreten u-rl der Verbreitunq dei Krankheit vorzubeugen. Die Ernte, die uns bleibt Vor Brar.dqelahr seid auf der Hnt, schützt Korn und Heu vor Feuer qutl Schlechte Hennen auslesen In der Hühnenvirtsohaft ist der Ge-•undlieitszustand der Tiere von entechei-dender Bedeutunq für die Leistung. Sohwächlinq«, Kiimmeirer, Spätbrutliere und Kranke müsfien sofort diusqemerzt ■werden. Am besten erreicht man einen beständiqein quten Gesundheitszustand durch vlerwfichentlichrs Sortderunq der Tiere. Dabei bedeutet ee nicht viel, wenn Infolge anfänglicher Unsicherheit bei dieser Arbeit einmal eine leidlich qute Henne mit unter das Messer qerät. Das einzelne Tier stellt keinen allzu großen Wert dar, aber fes qefährdet die qanze Zucht, -wenn es -als Krankheitsträqer dazwischen lebt Gerade jetzt eollte jede Landfrau sich das immer wieder isagen imd Tiere mit den qorinq^ten Krankheitssymptomen unverziiqlich schlachten. Zu einer erfolqreichcn und durchgreifenden Sortienmg des Geflügel« stellen »ich die Gefiüqebuchtberaterinnen gern zur Verfügung. Als unser Korn wuchs, qetränkt vom Reqen, qewieqt vom Winde, geküßt von der Sonne, schüttelteo wir den Staub des Oateiis von unseren Stiefeln, über den Heiden flammte die Glut de« Sommer«, die Moore dampften,, und die Wälder brannten. Am Erntedanktaq, an dem da« Korn tausendlältiq qeborqtm iat, blicken wir zurück auf das Jahr unserer Ernte 1944. Was wir süten, empfingen wir zurück. Dreifältiq, fünifältiq, ja hundertfältiq wuchs uns der Glaube im Herzen, obwohl unsere Krieq.ss.iat dieses Jahr im Hagel etand ,in Wolkenbrüchen abgeschwemmt wurde, im Frost verd.arb, in Wildfeuern unterging. Ein schlechter Wir stehen vor den Ackern und müssen von vorn zu bauen hegimnnen. Gab Gott uns nicht Gelaiseenheit und Geduld? Gab er uns nicht eiin junges Herz, bereit, Erkenntnisse zu sammeln und sie einzufahren als eine heiliqe Ernte der Wels-hedt? Die Ernte, die uns bleilft, die da« Saatgut für morgen abgibt, die Ernte, die wir im Herzen eimbringen, muß un« heute am Tage des Erntedankes besonders nahe liegen. Denn wa« nützten uns alle Reichtümer unserer Äcker, jeglicher Segen des Himmels, der Schweiß des Bauern, all der Fleiß der Bäuerinnen, wenn wir nur auf die sichtbaren Vorräte an Flei'srh und Kartoffeln, an Rüben und Korn denken würden am heu- m Aiilnniime: F.hner-Srh. In harfar Arbeit leistet der Bergbaner seinen Beitrag zur deutschen Ernährung Bauer, der darum mit seinem Herrgott zürnen würde! Ein guter Bauer, der dafür dankt, daß ihm mit dem Acker voll Sorgen und Not auch die Zähigkeit ge-wach-sen ist, Leid und Schmerzen zu überwinden. Es braucht eben manches Land viel Schweiß und Tränen, ehe es sich aufschließt und «einen Schoß öffnet. Wir schnitten mit scharfem Pfluge und brachten unser lebendiges Blut in die Furchefi. Raubzug stand auf, das in die Felder brach, UnweUer vernichteten die reifende Ernte. Wunderwelf deutscher Pflanzenzucht In den letzten Jahren werden auf dem Gebiete der Pfianzenzüchtunq und dar Entwicklung schon bestehender Arten wahre Wunderwerke geschaffen, dl* sicher noch mehr Aufsehen in der Welt erregen würden, wenn sie nicht Im Schatten des großen Krieges erblüht wären. Besonders im europäischen Le-* bensraum setzte sich die Wissenschaft mit großem Eifer dafür ein, daß aus der vorhandenen Bodenfläche ein Höchstmaß an Ertrag gewonnen wird. So gelang es einer deutschen Saatgutzuchtanstalt, von der im nördlichen und mittleren China heimischen Sojabohne, einer der höchstwertigen Nutpflanzen, Sorten zu ziehen, die für dcus europäische Klima geeignet sind. Die Umstel-I\mg auf den Anbau dieser Sojaeaaten wird Weyen der großen Fottlialliqke.t der Sojabohne und ihri-tigt und die Zündschnur ist ausgetreten. Untersucht die Obstbaumrinden Sobald die Obstbäume abgeerntet sind, empfiehlt es sich im Interesse einer guten Ernte, die Baumrinden genau zu un-teisuchen. Bäume, die bereits schon einmal unter Frostschäden gelitten haben, aber wieder gesundeten, bedürfen ganz besonderer Beobachtung. Die gesundeten Stellen sind zwar von einer neuen Rinde überwachsen, die aber stark wasserhaltig ist. Aus diesem Grunde ist sie sehr frostempfindlich. Sie sollte nach der Ernte mehrmals mit entsäuertem Baumteer oder einem ähnlichen Mitte! über-! strichen werden, oder man verpackt sie , vor Eintritt der Frostperiode gut mit I Stroh ,und Sackleinen bzw. einem sonstigen Stück Stoff. An den Süd- und Südwestseiten der Bäume treten oft sogenannte Frostplatten auf. Auch sie müssen regelmäßig kontrolliert werden, sobald die kalten Nächte einsetzen. Sofern die Rinde vertrocknet ist, muß sie vorsichtig abgestoßen werden. Das ist besonders an den Ansatzstellen von Zweiqen, Asten oder Knospen erforderlich. Bei starker Kälte bilden sich in der Rinde leicht Risse. Vorjährige Schäden reißen am leichtesten wieder auf. Frostspalten werden bis auf die gesunde Rinde aufgeschnitten und mit ent^-äubertem Bnum-teer überzogen. Bereits vernarbte R ft-stellen müssen ebenfalls immer wiet'er bestrichen werden, von der Einbringung der Ernte ab wenigstens monatlich einmal, da die Sonne eintiocknet. der Regen die behandelten Stellen immer wieder auswäscht. Gleichzeitig gilt die Aufmerksaniko't auch den Trsekten und ihrer Eiablacie Raupen, M.ir'en und Larven. Im Wintei benutzt man wärmere Tage, wenn es taut oder sobald die Sonne warmer scheint, vor allen Dingen für derartige Baumkontrollen, um vorzubeugen, flenn an solchen Tagen beginnt sich neues Leben zu r€^en, das at^er den Baumen sch.idet. Sie werden eine solche gewissenhafte Kontrolle mit einer reichlichen Ernte belohnen. Ati Die Mädchen 35 in der RÖM AN VON E M. M U N G E N A S T Nachdrucksrcctit: Willielm Heyne Verlag In Dresden Einmal ertönte ihre weiche Stimme durch dfis Ziminerchen: »Langsam begreife ich alles, Michael, ganz lang-Sdjn, weißt du, und nur deswegen, weil wir uns so l'ieb haben und weil mir der Sinn unserer Liebe ganz gegenwärtig ist.« Sie bedeckte se'ne Hände mit Küssen. Nach geraumer Zeit ertönte ihre Stimme wieder, jedoch noch wcicher, imd zwischen manchen Worten zitterten lange Paucen. »Der Sinn unserer Liebe ziebt zum Leben hin, drängt zum Tätigsein und zur Arbeit, Michael. Er zieht nicht vom Leben ab. Alle« En elchbare wollen wir erreichen, Michael.« »Wie wahr. Stefanie! Das Wahre isl nur tlas Fruchtbare, Alles Unfruchtbare ist Lüge, alles Nutzlos© und alles vom Leben Weg- unri Abziehende ist das Unwahre; die Liifie[n »J i-ja, so iöt es!« Wie'.lerum verstummten sie für lange Zeit. ■ Darin knipsten sie das Licht an und betrarfhteten sich mit leuchtenden Augen. Sie ti^at vor den Spiegel und ordnete da« roto Maar Sie setzte ihren Hut auf, Er g^riff n^ch seiner Mütze. In dfen Gangen und auf den Treppen mußte Michael häufig grüßen. Stefanie eilte leichtfüßig vor ihm her. Stimmengewirr drang aus den Gaststuben in den Korridor. Sie betraten die Straße und ließen sich vom Strom der Promenierenden vor das Rathaus führen, wo frohe Weisen geschmettert, wo gelacht und gescherzt und gesungen wurde. Die Quartierfamilien führten ihre Soldaten aus, erklärten ihnen die alten Gebäude, die Türme, Tore, Kornhäuser und Plätze. Stefanie und Michael standen zwischen ihnen. Ein älterer Herr war von Soldaten untringt. Er mochte Lehrer, Stadtschreiber oder Organist sein. Stefanie und Michael ließen sich keines seiner Worte entgehen. »Das alles ist hochhistorischer Boden«, berichtete er und wies über den heiteren Tiubel der Tanzenden und auf die altehrwürdigen Gebäude in der Runde. »Viele Kaiser haben einst h'er auf diesem Platz Hof qehalten, Dutzende von Turnieren wurden hier ausgefochten. Der Platz ist der Festraum der Stadt, und der Sternenhimmel ißt die große Saaldecke. Die Gebäude sind alle so gestellt, daß man last nirgends einen Ausweg entdeckt.« Und er wies auf die Giebel und Gitter auf die Trauffassaden, Fochwerkhäiiiser, auf den qotischen Brunnen ,auf das Raihaus, ein heiteres Barockpalais, und auf die gewal-tiqe Freitreppe der Mlchaelukirche. — »bort, wo die fröhliche Menge sich ergeht, ist ein Kreis im Boden eingelassen. Sehen Sie ihn? Auf ihm wurden einst die ,Hexen' verbrannt. Und dort steht eine Säule nuit Ringen und Handschellen. Das ist der Pranger.« Und der ältere Herr führte die Soldaten auf verschlungenen Pfaden durch die nächtliche Stadt voll Jubel und Trubel und zeigte und erklärte ihnen viele Sehenswürdigkeiten. In ihrer Erinnerung blieben die Weinschenke haften, wo Dr. Faust einst mit den Salz-siedem gezecht haben soll, und der Haal-platz mit dem Haalbrunnen, die Unter-Limpurqer-Vorstndt mit der gotischen Kirche, das alte SpUal der Schenken, der ehemalige Gasthof zur Traube, in dem Prinz Eugen abgestiegen war, die Gelbinger Vorstadt, der Josenturm und das Färbsrhau«, das Badtörlein, die alte Rüstkammer mit dem Diebsturm, die Henkersbrücke, der Johanniter-Komturhof und noch vieles andere mehr. Und als er die kle'ne Schar seiner Zuhörer wieder auf den Marktplatz zurückgeführt hatte, deutete er auf das Ge-woge, nickte allen freundlich zu, meinte, daß sie sich nun auch den Freuden des Manöverballs hingeben sollten, und verschwand in der Menge, ehe man ihm für die hochinteressante Führung danken konnte. Arm in Arm gingen Stefanie und Michael umher. In der dichtbelebten Herrengasse blieb er stehen und meinte, daß er etwas wr-gessen habe. Er müsse es unbedingt erledigen, und zwar sofort, sie «olle hier im Torweg, wo sie gerade standen, auf ihn warten, er sei in spätestens einer Viertel-stunde wieder bed ihr. Was er denn vergessen habe? Etwas sehr Wichtiges! Er komme schnellsten« zurück! Damit verschwand er. Stefanie Uth trat in den Torweg und ließ den Strom der Menschen an s'ch vorbeiiziehen. Aus dem Hof, in den der Torweg führte, drang der heilere Lärm mehrorer Unterhaltungen. Einmal kamen zahlreiche Soldaten mit lachenden Mädchen von der Gasse in den Torweg und verschwanden im Hof. Sie trugen Körbe mit Bierflaschen. Stefanie hörte sie das Hinterhaus hinausruten, daß man in der Wirtschaft habe warten müssen, da sie überfüllt gewesen; der Wirt wisse nicht mehr, wo ihm der Kopf stehe; einen solchen Trubel habe er noch nie erlebt. Ste-fan'e war zurückgetreten, um einen Blick in den lauschigen Hof zu werfen, und als sie wieder zur Straße schritt, um sich die vorbeiziehenden Menschen zu betrachten, erschrak sie und blieb im Schatten des Torbogens stehen. Ein großer Mann in hellem Anzug ' war vorbeigegangen, und dieser Mann war kein anderer als der Vetter Otfried Morell, Sie trat aus dem Torweg und blickte ihm nach. Ja, er war es! Was suchte er in Hall? Wie? Waren auch Maina und die Schwestern hierhergekommen? Halte er sie im Wagen hierhergebracht? Oh, dann hatten «■'e sicherlich nach ihr gesucht und bei ihrer Freundin im Rosenbühl nach ihr gefragt! Diese und andere Überlegungen blitzten ihr durch den Kopf. »Nein«, sprach sie zu sich, »weder Mama noch meine Schwestern kamen je auf den Einfall, mich qerade heute aufzusuchen, Gabr e!o würde es in jedem Fall verhindern, und Mama erst recht. Morell ist bef^limnit allein hier. Von mir au»! Und doch blieb ein ungutes Gefühl zurück, da sie den Vetter nicht mehr leiden mochte. M'chael Krüqer kehrte zurvick. -'Alle^ erlediqt!« rief er glücklich lachend, und sfe spürte, wie ihn tiefe Btdriediqunq erfüllte. Dann sagte er: »Nun wollen wii irgendwo eine Flasche Wein tr nken, Stefanie, aber ich fürchte, wir werden nirgends ein Plätzchen erwischen! .'Vlie Lokale sind ühenum.« Er legte den Arm um ihre Schultern Sie schlenderten die Herrenqipse hinauf. Wenn sie in die offenen Fenster der alten Häuser Ttlickten, bot sich mmer das gleiche Bild: Die cjanze F-amii e war mit ihren Soldaten um den T sch ver-sammic^lt, trank und plaudeite in Ireuc'i-ger Erregung, Hier imd da war auch e n Junge zu sehen, der mit erhitzten W.in-gen und letichtonden .\iigen das scbv/""« Gewehr eines Soldaten vor sich tewth'elt, hochhob, schulterte und -it b o Wis-sinswerte erklären ließ Sie erzählte hm, (kiß sie Mo. eil gesehen habe und fürchte, ihm zu beni fincri. »Ach, Morelll« rief er a'.s, und iie-richtete ihm, daC ^r hr Vet;ei sei 'n-l sich gegenv/ärtig in dci Au aulh.il;»' Tr kannte Morell und war ihm in SUilt.i.ut häufig begegnet. V. Seite 4 * \r. 274'275 * Samstarfl^onnta^, 30. Scntcmber'l. Oktober 1944 MARBTTRGER ZEITUNG HeiutaiCidtz HuMl&eica'A I Auch in Marburg jeder sein eigener Kellner Ein mutiges Herz Ist es der biarWe Arm dllein, d. r Schicksaie wendet, kcimplend iieue Wega bdhnl, Schlachten entscheidet und Sieye etrinyt? Wer die Wellgeschithte und die jalirtuuseiidealte Geschicnte unseres d rutschen Volkes beiragt, wird gar bald die gebührende Antwort aul diese uns hnute m^hr oder weniger bewegende Frage erhr.lten. Hinter starken Armen, d ü das Schwert hart und furchtgebie-t'^nd führten, stand immer ein mutiges, unverzagtes Herz und eine helfende, harrende und gläubige Seele, die, als tau-ß'-nd und abertausend andere verzagten und, von qu.deoder An<]t.t gepeinigt, sich in den hiiUersten Winkel verkrochen, sich stolz über I eid und Not erhob ui'.il kühn nach den Sternen griff. Wo das starke, unverzagte Herz den Ntann zu entschloisenem, kütmem Mandeln ruft, fdilon die Bindungen an den kleinen Zt?i((!(Mst, schwindet der letzte Rest allrumt-Tschiichcr Furcht und niedriger FeigJieil. hfier entpuppt siih der Mensch erst walirhaft als Ebenbild des Ciotliichen auf dieser Welt. Nur auf diesem reinen Urgründe der unverdorbenen S(!cle und des tapferen Herzens erwucli-beii die Großen unserer Gescliichte. In diesem Geiste der Kraft erfocht, als alles s'-lion vcrlori'n schien, di r einsame I'reu-Denkoiiig trotz der niächiigen Itber^alil seiner Feinde auf preußischem Hodrn die glänzendsten Siege der Welfge-srhichte, bauiaten sich Blücher, Gnoi-seiiati, Scharnhorst, Schill, I.ützow und Nettelbeck gegen rlen niedrigen Zeitgeist der Unterwürfigkeit auf und brachen die Kelten des korsischen Joches, Der gleiche Geist beseelte dnB unsterbliche Hohlenliim des deutsclien Soldaten Jm ersten Wollkriege. Wenn einst diu CJesrhichte dieses Krieges mit seinen gldiizenden Siegen, aber auch schweren und schwersten Prüfungen und Puckschlcifien geschrieben wird, wird sicheilich auch von der Bewährung des tapferen und unverzagten Herzens die Rede sein. Hekien wachsen nicht im lauten Scliwall uml Gerede der Gassen. Sie reifen in der Stille und stehen hoch, hehr und einsam über der behäbig-bequemen Alltag.-meinung. Sie erfüllen, ohne viel darüber zu reden, drinnen wie draiiflen ein Übermaß von Pflichten, getrieben von der Kraft einer starken Seele, erfüllt vom allein verbindlichen Befehl des Gewissens. Ihnen ils wahren Rittern wider Tod und Teufel gehört am fnde auch der Sien, der niemals erbeten oder qnr mit schonen Worten prrtmgen worden kann, sonrlern mit dem Opfer der Besten unseres Volkes erkämpft werden muß. »Hl rr übor, b.tte zahlen!^ »Fräulein, ei::ij bifhale braiinl- li.tte, eine Flisrhe Bu'.! D:eb« Rufe 6;iid vei-,tuinmt in tl^n .\Ii:burger Kaffeeh iufi. m. Je.',.:i ibt se.n t.;?ener keliner, t.c.n Über Oucr die eigene Kellüiir.ii goworv^n. Sell>slb(Ki enunq! Nun, s e ist keine neue üifinduag, diese E nnchlung. Sie hu sich jeUt auis kr egstechn sthen Gründen nur ve:e.nhL^'>aiicht. Im tiefen Frieden gi>b e« schon in den Groftetäd.en zjiiiire. che G-t'>lstätlen, die Selbstbjährigo iriu-sfr-Tu Mnr.a Budler. — In F.tll starb der B'-lrieb^^führer-Stellver-treter Ing Frftnz Wender. 40 J alt. Sein Leichnam v.ird nach Graz überführt. Im Musiksaal in der Schmiderergnsse fand gestern der nroße Dienstappell der Kreisführung Marburg-Stadt statt. Nach Liedern und Sprüchen ergriff Kreis-schulungsredner Pg. Rachlo das Wort zum Thema ,,Judentum und Rassenfrage der Schlüssel zur Weltgeschichte". In scharfen Worten rechnete er mit den Machenschaften des bolschewistischen Judenlums ab, das nun, wie in allen LSndern, auch hier übergegangen ist, getarnt über die OF, sein Unwesen zu treiben. Durch Propaganda, Gewalt und Terror wollen sie das Chaos herbeiführen um 'damit den Grund zur Auflösung aller Ordnung zu legen. Erschütternde Beispiele dafür fanden wir in Rumänien, Bulgarien und Finnland und das Ergebnis war die Vernichtung dieser Völker als selbständige Nation. Wir jedoch sind gewarnt und werden konsequent alle jene Maßnahmen treffen, die daru notwendig sind, um diesem Treiben in der Untersteiermark ein Ende zu bereiten. Anschließend ergriff Krel'führer Strobl das Wort, um seinen Am^strägern und N'^ltarbeitern einen T7herbllck über die militärische Lage zu geben und alle jene Anordnungen zu treffen, dl® Im Hinblick auf die zu ergebenden großen Aufgaben notwendig sind. In seiner sc.harfe .klaren und nüchternen Art um riß er alle Probleme, die sich durch die Tatsache, daß nun das Reich selbst zur Festung geworden ist, in nianjiigf'alüger Fülle aufdrängen. Der beste Garant des Wollens unseres Führers sei die Partei. Mit äußerster Härte, aber auch In grenzenloser Hingabe an die Aufgabe werden alle Schwierigkeiten bewältigt werden, bis der Tag kommt, an dem Deutschland wieder das Gesetz dos Handelns in die eigenen Hände genommen hat. Bis dahin müssen wir ausharren und uns bedingungslos an dorn Platz, an den wir geetedlt worden sind, behaupten. Nachdem der Kreisführer die Sicherheitslage im Unterland erörtert halte, schloß er mit den Worten: „Die Zeit ist ernst und hart, wir aber wissen auch, daß, komme was kommen mag, Deutschland dennoch siegen wird!" Mit der Führerehrung und den Liedern der Nation wurde der Dienstappell, der sich zu einer Treuekundgebung für den Führer gestaltete, beendet. Erfolgreiche Landfrauenkurse Im Kreis Rann wurden in der Zeit vom l. .Januar b's Ende August 1944 sechzig Fleisch-, Gemüse- und Obstver-wertungfkurse abgehalten. An ihnen nahmen 750 Frauen teil. Gle'chzeltig erfolgten Vorführungen mit Wolfsgeräten für 'die rationelle Gartenarbeit. Die Land-fraueii zeigten für die Kurse und Vorführungen regos Interesse. Appell in Oberradkersburg Dieser Tage hielt die Ortsgi jppe Oberradkersburg im Kreis Luttenbc;rg einen Appell ab, an dem Krcisführ'jr Bauer zu den Amtsträgern und Parteigenossen über die Lage in der Unterst elermark und an den Fronten sprach.' Der Kreisführer betonte in seiner Rede, daß jetzt die Feinde die gesammelte Kraft an Menschen und Material ein-setTen, um raschmöslichst eine Entscheidung herbeizuführen. Die ernste Zeit, die wir heute durchmachen müssen, ist eine Prüfung an uns, mit der wir beweisen müssen, ob wir den Platz verdienen, den das Schicksal uns bestimmt hat. Wenn wir diese Prüfung nicht bestehen würden, sind wir nicht, wert, als Volk weiter zu leben und worden untergehen. Er rechnete abschließend mit den Meckerern, Angsthasen und Defaitisten artj. Di« Rede dpg Kreisführer« klang in dem felseti-fcsten Glauben an den Endsieg unter der Führung Adolf Hitlers aus. ★ Vereinfachte Bezugscheine. Zur Entlastung dar Wii.rt'SchaflsämteT und Kartensteilen durch weitere Vereinfachung hat der ReichswiTtschaftÄmimister bestimmt, daß bei Ausstellung von Bezugsscheinen aJJer Art, drie an Letztverbrau-cher gelangen, es nicht mehr der Angaben über den Namen vmd den Wohnort dee bezugsberechtigten Verbraucher« bedarf. Die Bezugscheine ftind vielmehr auf den »Inhaber« auszustellen. Da« gleiche gilt für c'en Elnkaufs'au'sweis. Bei Ausgabe dieser anonymen Bezug»rechte wird dafür gefragt, daß die Eintragungen auf dien Personafl- wid Hati»h«H«karten der Verbraucher und die für die statlsti-echen Meldungen notwendigen Anschrei-bumjgen weiterhin vorgenommen werden. Alle Schutzhütten in Osttirol geschlos- fcn. Nach der Hochstelnhütte und dem Kerschbaumer Almhaus, diie bereit« vor einiger Zeit ihren Betrieb zugemacht haben, werden nunmehr auch die Karlsbader Hütte und die Lienzer Hütte ihre Bowirtfich-nftung einstellen. Damit sind dann sämtliche Schutzhüllen in Osttixol geschlossen. In Luftschutzkellern Schornsteinklap-pon abdichten! Bei der Detonation von Spreng- und Minenbomben In der Nahe von LS-Rä m>cn drückt der entstehende Luftdruck den Inhalt der Schornsteine durch all« undichten Stellen, insbesondere Schornsteiinklappen, in den Lufl-«chutzraum. Die Ruß-, Staub und Rauchen twicklurvg kann dabei so stafk werden, daß diie Insassen d'ee LS-Raume« weder 6lnunn der Banditen — vortreffl'ch englisch gr>Iernt hatte. Der Einwand, daß der Mann stol-terr, wu'de V'ci und daß jeder nach besten Kräften Speise und Trank beisteuern müsse, damit das Meeting schöner als jemals ge-feiei t werde, üdiin lulgte das Piogr.Tmnn dier besonders umrahmte Hauptpunkt verhieß die Ankunft und eine Ansprache des Lhrengenossen und ennli^ichen Generalmajors, de« Abgesandten der britischen Armee, Mister Jones. Gli-ii hzeitiq gingen Banditen von Haus zu Hdus, suchten nach versteckten Sachen, trieben Vieh weg und veranlaß-ten, daß, was an roten Tüchern und Stoffen zu f'nden sei, o^usgehangt we de. Das Hau« des Bürgermeisters abe"- mußte außerdem mit Tannenreisig geschmückt werden — alles zu Ehren des Generalmajors Mister Jones, von dem sich" dia biederen Bauern von Krainsko brdo nafhgerado Wunderdinge erwarteten. Der Bürgermeister aber saß dahe m bekümmert vor einem Bogen Papier, als ein altes verhutzelte« Weib, d'e Mutler B'adatsch, bei ihm eintrat »Brirgermei-ster«, sagte sie, »ist das das Recht und das Glück, das die Kerle uns pred gen? Atich die letzte Kuh haben sie mir gestohlen. Jetzt habe ich gar nichts mehr! Was soll Ich denn machen?,< Der Bürgernieister s>ih sie zuerst gel-«tesaliwsend an und dfinn schrie er: "Und mir h dien s e das da« — und dabei schlug er mi't der Faust auf das Piipler, das vor ihm lag — »zum Au«-wenrliglornen gecjebenl Alles für da« verdammLe Meetingl« Ale die alte Bra-dabäch Sdh, daß ihr auch h;er niicht geholfen werden konnte, wischte si.e «ich mit dem Schürzenzipfel dii.e Augen und ging unter Verwünschungen auf solche »Befreier« müden Schrittes zurück in ! ihre ausgeraubte Keusche. Unterwegs I sah sie aut der Dorfstraße dte Banditen' we.ijer, die stolz mit ihren Kommissaren promenierten, und ai« begegnete auch . bereits den ersten Bäuertiinen und Bau-j eiTi, diie befehlsgemäß Körbe mit Gebra-! tenem und Gebacketvem und Flaschen I mit Wem and Schnaps in das Haus des Bürgermeisters trugen. Dort setzten sich dann d;e Anführer der Banditen mit den Genosa r.inen hin zum reichen Mahle. Es dciiuerte etliche Stunden, bis die Herren und ihre Damen sich satt gegessen und getrunken hatten, und dann endlich — es war schon spät a.m Nachmittag — be-gann im Bürgermeisterlvias diis Meeting. Zuerst sprach der Polit-kommissar im Namen der kommunisll-sclien Partei) er erklärte was die »par-tijd« sei ,und versuchte die Leute für das »Befrelungsheeir« zu begeistern. Dann redete die tolle Mitzka und wenn sie in-toltje des fetten und etark angefeuchteten Essens das Aufstoßen bekam, dann wurden die Bauern von den Banditen mit Püfien gezwungen, recht »begeistert« zu schreien. Plötzlich aber herrschte lautlose Stille. Denn langsam hatte sich diie Tür geöffnet, und nun schob sich durch die Menge ein langer Mensch, hatte am Kimi einen i we'ßen und unter der Nase einen gelben Bart, trug grüne Sonnenbrillen und einen großkrempigen Strohhut. Am Leib hing ihm ein etwas stark abgewetzter schwarzer Rock mit langen Schößeji, die gloich-fülis schwarzen Hosen steckten in kurzen Stiefe'ln. Eine ganz schöne Stummelpfeife und ein ta«t neuei Regenschirm betonten das Englische an dem Mann. Nach dor ersten Verblüffung brüllten die Banditen ihr »Tod dem Faschrlsmus!« und d e B(M1< rti mußten m'tbrüllen. Der Engländer dankte mit geballter Faust, d^nn schüttelte er den Mitgliedern des Ban-diten-wStabps«, der tollen Mitzka und den anderen Genr)esinn©n drie Hände und stieg auf einen Tisch. Der PoUtkoimnis- sar aber rief: »Ein befreites Land grüßt den Abgesandten der befreundeten brlLi-sehen Armee, den Generalmajor MisLer Jones!« Der warf sich nun in erine wundervolle englische Positur, beruhigte die rufen* den Banditen mit mehrmaligem All right! All rightl und begann also zu reden: »Dear Slovenletisl ... I am glad to see, tha/t . . .« Aber nachdem er solcherart den lieben Zuhörern die Versicherung gegeben hatte, daß er eich freue zu sehen, daß . , . wußte er leider nicht mehr weiter. Deir Polätkommissar rettete diie Situation, indem er die Worte des Mister Jones übersetzte. Und dieser stotterte dazu wieder ein paarmal sein All right. Die Bäuerin Potok Resi aber, die in ihrer Jugend gleichfalls in Amerika gewesen war und schon zu Beginn de« Moetiings allen Umstehenden erklärt hatte, daß sie alle Länder und Völker kenne und auch schon viele Engländer gesehen habe, beotwichtefe den Mister Jone^ ganz besonders neugierig, Doch schiem ihr etwas an ihm nicht recht zu passen, denn siie schüttelte wiederholt hefüg den Kopf. Und als der Generalmajor der befreundeten britischen Armee gerade neuerlich zu seiner Recle ansetzen wollte, rief sie mitten in dre gespannte Stille hinein! »o Ciganov Frenkl Medner Seel, jetzt hätt' ich dich bald nicht erkanntl Seit wann bist denn du wieder bei uns!« | Der Generalmajor Mister .Tone^ war I sichtilich erschüttert. Er sah drie Ruferin ' verzweifelt an und dann entÄchlünften Ihm in unverfälschter krainerische' Mundart d/ie Worte: »Rest, du verfluchte Gans, bist du närrisch geworden oder bloß besoffen?« Die Potok Re«,l aber war darüber gar niicht böse, sondern fragte unbekümmert weiter; »Ja, Ciganov, wo hast du denr. die ganze Zelt gesteckt? Ich hab schon geglaubt, sie hätten dich wieder einmal elngespverrt,« Da war wieder ©ine lähmende Stille im ganzen Haus, bis sie von einer e<'hrlilen Frauenstimme aus einer Ecke des Zimmers fröhlich unierbrochen wurde: »Drieser Engländer Ist ja erin Kra-iner, er soll doch kmlnerlach zu uns reden!« Und dann schrie alles durcheinander umd drang gegen den Tisch, auf dem der Generalmajor Mister Jone« z.icmlich hilflos stand, in der eanen Hand die schöne Pfeife, in der andeien den Regenschlm. Und da scholl nun In das Gedränge und Geschreii plötzliich der Ruf; »Dde Landeswohr ist dal« In Angst und Schrecken erstarrte die Menge. Dann zogen d;e Komanissare und Anführer ihre Pistolen, sprangen durch die Fensler in den Obstgarten und flüchteten gegen den Wald. Ihnen nach folgten in einem wirren Knäuel ihre Weiber und die Banditen Der englische Generalmajor Mister Jones atmete zuerst ©in wendg auf, weil er nun nicht irehr reden mußt«, dann hüpfte er über die Tische und durchs Fenster, und seiine langen Rock-schöik^ flatterten wild. Draußen schmÄß er Rock, Parapiü, Pfeife und die übrige hinderliche Maskerade unter oinien Apfelbaum und strebte mit lange.n Schritten dem rettenden Wald zu. Von den Hängen rings um das Dorf aber ratterten die Maschinengewehre, und nur wenige der Banditen entgingen den Kugeln dter heimattreuen Landeswehr. Zu diesen wenigen gehö'te auch der britische Generalmajor Mister Jones, der nun wieder nur mehr der alte zerlumpte Landstreicher und Bandit war. Die Bewohner von Krainsko brdo kamen bald aus ih^^en Verstecken, in dte sie sich verkrochen hatten, hervor und freuten sich, daß sie die Wohltaten der »OF-Regierang« nricht länger auszukosten brauchten, der Bürgermeister zerrdß eeisi« Bandlten'ede in lauter kleine Fetzen, die Mutler Bradatsch bekam ihre Kuh wieder, denn die Räuber hatten nicht Zeit gehabt, sie zu schlachten. Das viele Gebratene und Gebackene, der Wein und der Schnaps war freilich weg. Ganz Naederkrain aber lachte über den britiachen Generalmajor Mister Jones, den der Ciganov Frenk so hervorragend gespielt hatte, und die Potok Resi mußte monatelang immer wieder erzählen, woran und wieso sie den Landstrertrher so schnell erkannt liatte Ihr »Ja, Ciganov, wo hast du denn diie ganze Zelt gesteckt?« ist auf dem besten Wege in Krain zum geflügelten Wort zu weiUtui. AlAKbUK^liR ZEiiDNO Samstag/Sonntag, 30. September/1. Oktober 1944 ♦ Nr. 274'275 * Seite 5 So tnachen's die andern Per Weg in die Ehe bei fremden Völkehi Eine eigenartige Brautwerbung findet bei den Papua, einem Volksstamm auf Neu-Guinea, statt. Der junge Papus gibt der Mutter seiner Auserw&hlten eine Zigarette, die er bereits bis zur Hälfte lufgcraucht hatte. Raucht das Mädchen nun die zweite Zigarettenhä4fte, to kann der Papua-Jüngling seinen Antrag alt tnqenommen betrachten, • Bei verschiedenen Völkern ist es Sitte, ein jungvermähltes Paar mit Getreide-körnem oder Erbsen zu überschütten. Aus der Znhl der Körner crtler firbsen, die am Brautkleid hängen bleiben, werden dann Schlüsse auf den zu erwartenden Kindersegen gezogen. In ländlichen Gebieten Griechenlands erhält die junge Frau im eigenen Heim zuerst ein Stück Brot, dann von der Schwiegermutter Ewei Stückchen Zucker, je eines für sich und den Ehemann als Vorgeschmack der süßen Genüsse ehelicher Liebe. Als gleiches Symbol bekommt ein armenisches Brautpaar gesüßtes Wasser zu trinken. Bei den Bulgaren legt der Pate dem Bräutigam einen Knaben, die Patin der Braut ein Mädchen in die Arme. Auch im alten Indien war es Brauch, der Braut einen Knaben auf den Schoß zu setzen. Seltsame Hochzeltssitten hat die eingeborene javanische Bevölkerung. Dort wird die Braut dem Bräutigam gegenübergestellt, zwischen beiden steht eine Blechschale und ein mit Wasser gefüllter Tonkrug. Der Bräutigam wirft Sirih-blÄtter gegen d^e Braut, diese wirft sie zurück. Dann wirft sie ein Ei, das uralte Fruchtbarkeitssymbol, in den Krug, so daß es zerschellt, und wäscht anschließend als Zeichen ihrer Unterwerfung dem Bräutigam die Füße. Darauf nimmt dieser die Braut auf seine Arme und trägt sie fort — ein Brauch, der wieder symbolhaft auf den Brautrnub früherer Zeiten hindeutet Der vielunHvorbene Nichtraucher Di© StraJkommer des Landgericht» in Siege (Weetfalen) verurteilte einen Mann zu zwei Jahren und zwei Hehler zu fünf und drei! Monaten Gefängnis, Der Mann halte ©inen echweren Diebstahl begangen. Er war Nichtraucher. Seine Arbeits-kameraden hatten ihn — nach 'seinen Auasagen — aiwlauehid bedrängt, Ihnen Raudiwaren zu geben' Um eiuilich Ruhe zu hafcfyn, brach er in ein Geschäft ein imd rtahl fünf Kisten Ziigarrfn und sechs Paketie Z'jgaretten. Diese Beute verteilte er an seinem Arbeitsplatz am die beiden Mitanpeklasn, murt man sich auf andere Weis« helfen, wenn sis schadhaft geworden sind. Lsichtsre Schäden lassen alck, sowohl bei Stoff-wla bed Stroh- oder Essttaschen, m? »t mit etwas Band oder Stoff oder auch mit durchgeflochtenem Bindfaden ausbessern. Liegt die Taache aber schon »In den letzten Zügen«, ist es ratsam, sie völlig mit anderem Stoff zu bMle-hen. Man hat dabei d«n Vorteil, d#8 d e Reste der alten Tasche der so entstehenden neuen die P^jrm und zugleich mehr Fertigkeit geben, als wenn man au« anderem Materiii eine völlig neue T*fc.:iie Alberten würde. Ziun Be-zistien sollen all», möqliriibt derb« Sto(fr»ite g^'iommen werden. Reicht ein Stoffrest dilür allein nicht aus, so setzt man den Bö ug für die Tesche am neheren Teilen zusammen Auf den Boden w rd, zur be^-seren Haltbarkeit, enlwader e-n irhmirhaft } einwandfrei schlagen. Das benr^rkens-i werteste Ergebnis dieser eisten Regdttn [■war jedoch die Gründung des 'Mlgfniei-t nen Alster-Clubs, der von nun an regelmäßig die Hamburger Regs^'^n vran-staltet© und damit an der Entwicklung des deutschen Rudersports groS"n .^ntP'ii nahm. Wenn ein Blnkochglas nicht schließen wllll Fehlschläge beim Einkochen können mancherlei Ui*dchen haben, deren Feilslellung nicht immer Icicht Ist. Oft j Said CS nur klein© Uiigenauigkelten in der Einhaltung der Vorschriften, die zu Miß<*rfo]g«n führen und dann viel Aiger, darübar hinau« aber auch Verluste ver- | uriaciien. Es «ei deshalb einmal auf | einig« Kniffe'hingewie»en, die viel zu wenig beachtet werden, von denen aber vielfach der Erfolg abhängt. 1. Die heu'e gelieferten Giimitviiinge verlangen einen stä koien Fedsr- bzw, Bügeldruck. 2, Un- , ter Berücksichtigung des derzeit zur Verfügung stehenden Bügel- und Feder- • mitiria,!« {«t es ratsam, den Bügeln vor d»m Auflegen durch Zurechtbiegen eine erhöhte Spacn-kraft zu geben. 3. Wer i mit einem Appar«! aibeitet, vergesse ' nicht, sofort nach d»m Herausheben aus dem heißen Wasser die Federn kräftig , n*ch»i flpsnnsn. Gerade in dem verstärk- ; ten Bflgal- und Fedordruck, vor allem aber auch im Nachspannem der Federn am Apparat liegt oft rlss Geheimnis dos Erfolges. — Bügel imd Federn dürfen naKirWch erst abgenommen werden, WMWI die GlSser e'kältet sind. Abf^esagtes Handballsnlel. WcLjen an-derwärtigcr Verpflichtung sahen sich die Kapfenl^crfer Handballer ge^wun-gen, d&s für Sonntag anberaum'e Spiel gegen Rapid Marburg Rbzu!*a^;cn und auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Der Melsterschafiskeworh der Wie ner Fußball-Gsiiklssse bringt am Sonntag vier Spiele. Bereits am Samstap wird ein Treffen den beiden nop'.:)elvcr-anstaltungen vorweggenommen, und zwar treffen SK Dberlaa und Florids-dorfer AC aufeinander. Am Sonntn^ spielen Vienna-WAC und Rapid-Wak-ker sowie FC Wien-Wiener Sportklub und Austris-Admira. Die Berliner FuBbatl-BeTcIchsVlasse beninnte am 1. Oktoljrr den Meisler-schaftswettbewerb. Im Kampf uai die kroatische Han 'ball- meisterschaft hat »Conrordio« Aq ara nunmehr einen Vorspiunq von vier Punkten gegenüber' dem Tabcllenzwei-ten HASK erreicht, Meisterschaft ur.d Titel dürfte Concordia dctm't sicher haben. Sfeir. Heimafbund KreUlQliruni Mar1iu4-Sf t Der Beaiirtiaete für LS-Fragen In der DrtfEfuppe V teilt mit, (1>B ab Dien*-lae. den 3 Okt 1944 tlatllche Appelli und Amtsstunden wiede ~ In der Orlt-Itruppe V, Prinz-EuKen-StraBe, abeelial-tcn werden. Die LS-Dlenststelle befindet lieh im II. Stock, Zimmer 20. Der Beauttraete fttt LS-FraKcn: 1810 gez Juliuf Obiraggtr. I lichtspiel-theateFI □ Pifr luoindl' nicht lugilaii DD Mr lutinül. unitr 14 ). itlcM lugiUtHn. •URe-LICHTSPlILC. Heute 15. 17.30, 19.45 tJtir. Fernruf 22-19. Hilde Krthl, Mathiai Wiemann. Friedrich KayBIer, Ulrlcli Haupb In dem Lebensbild eines eroOen KUnstlerpaares „Triumtril". DD Sondirvoritallun-gm: Sonntag vormUtan, 10 Utif, Montag, Dicnstfli;, Mittwoch. 12.45 Utir: KInderant Dr Engil, mit Paul Hörblecr, Viktor'a *. Ballasko und dem kleinen Arthut Fritz EuReni.__ ESPLANADi-LICHTSrtELE. Bis einschl. Mnntag, den 2. Oktober der Film Olbck kfl Friuin. □ Von Dlenfta«, den 3. bis Donner*tiR, den 5. Oktober der Film- Dat himmtlblaua Abtntfkltl*. mit F.ltle Maverhofer und __Albcrt Matterilock. □ _ LICHTIPIEie gRUNNDORF. Samsta«, 15, 17.30, 19.45, Sonnta«, 15, 17.30, 19.45: Zlrbui Rani. Bei diesem Programm haben lugendllche unter 14 lahreti ausnahmslos nur bei den Nacbmittncs- Vorstelluneen Zutriltl iuRGLICHTSPIELE CtLLI, Sactisenlel derstraOe Spielzeiten: Wochcnlag' 17 und 10 16 Uhr, Sonn und Feiertags 14.45. 17 und 19.19 Uhr Von 29 September bis 5 Oktober: Man rfdi mir nicht van LIaba. Ein 11,-ivaria-Pilm aus dem Milieu des MUrchner KOnstlerlebens mit Heidemarie Hathever Mathlas wiemann, Hilde SeFsak, Rolf Weih D — Mär-chcnvoriteUunR! Samstag, 30. Sept. um 14.30, Sonntag, 1 Oktober, um 9..10, Montag, 2 Oktober, um 14.30: Da^ tayttra Ichnaiaaritln. ___ LICHTSPIELTHEATER GURXFELD. Bis Sonntag, 1. Okt.: Akribal SchB-0-n, ein interesiantei Flim vom Variete, voller Komik. Witz, Tanz und Musik, mit Chnriie Rlvet. Clara TabodI, Karl _Srh5nbüCk u a. D _ _ FILMTHEATER LEONHARD I. d. ■. Samstag,, 30. Sept., 17 und 20 Uhr, Sonntag, 1. Okt. 15, 17.30 Uhr: Dat Parfankint, ein Wien-Flim mit Hans Moser, Lizzi Holzschuh, Theodor Danegger u a. _ LICHTSPIELTHEATER LUTTENgCRO. Samstag«.den 30. Sept. und Sonntag, den 1. Okt.: Dar hialna Dranivarhahr, Ein Lust'fi^el mit Herta Feiler, Willy _Frltsch. _____ TONLICHTSPIELE „DiUTSCHES HAUS" Pattau. Bis elnschlieOlicb 1. Okt.; Deutibe«ltz. Der Pötten Ist so!oft oder am 1 Nnvomber beim Wiflzerwechsel aaiutreten. Anschrift erliegt In der M Z 3442-« 1 ZU V E RM IE T Von einer moderner komfort, 4-Zimmer-wohnung, Parknähe, werden 'nfnlcc fm-quartlermig zwei ZImmar, Küche, Bsd, nebst Zugehör unmtibtlert ali 15. Okt. preiswert vergeben. Antr. nur von vertrauenswürdig. Reflektanten unter Pascher Entschluß" an die M. Z. 74(13-7 |zu VERKAUFEiTI VERMISCHTES Mad. Univ. Dr. ALFRED SCHWELZ ordiniert Edmund-Schmid-Oasse B-II, 9—11, 15—17 Uhr (Irtlhera Ordina- _tlon_Dr. Koremichan) _ 7360 VoLKtlHCHEREI DER STADT CILLI, Marktplatz 9-1. Neue Winterausleihzeiten ab 1, Oktober 1944 bis 1. April 1945: Montag, Dienstag, Donnerstag 15.30—18.30 Uhr; Freitag 17—20 Uhr; Mittwoch 11—13 Uhr. 3773_ _ ____ DER LErcHTE~'WEC im Malen und Zeichnen. Ein Studienbuch in Mappen mit vielen Aufgaben — Anfrage bei Kunstmaler R. Vogt, Nen- _zing, Vorarlberg 122. 3003 ■ARONIN HILDE REDWITZ, Wlan IV., Prlni-Eugan-SlraDa S4/2S. Ehean-baluiung für Stadt und Landkreise. Einheiraten. — Tausende Vormerkungen.____ _ 167-12 Dar Ertalg Jedei Mehrleistung wird noch gesteigert durch haushaltenden Verbrauch der erzeugten Güter. Wenn deshalb niemand mehr kauft, als er braucht, dann werden nicht wenige alles, sondern alle genug erhalten. — Dies gilt ebenso lUr DARMOL, das auch heute in steigendem MaDe hercesteilt wird. — 0 A R M 0 L - W E R K , Dr. A. « L. SCHMIDOALL, Wlan. „LRDAUFLISAR", die itlrkenden Magen- und Vardauungtlropttn kUnnen nur beschrlnkt erzeugt werden. Selen Sie sparsam, auch ein kleines Quantum hat volle Wirksamkeit, In Apatheken erhflltllchl Erzeugung: Schubarl-Apathcha, Wien XM, Oler-(lergnsse fi, 3232 Srkfmarkan verkauft und kauft Ferd. Begusch, Graz, Postfach 29. _ 3158-3 Parkal zur Zucht und Mast von Je 20 kg sowie trHchtige Mutterschweine lieferbar. Felli Müller, Landshut (Bay) lj_b^;____________ 3294-^ Obtlmllhla um lOÖ RM zu verkaufen. FontanB,_GamS;___ 7429-3 Harmonika um 650 RM zu verkaufen. SchlllerstraSe 14, II. St., Tür 6, Mar-burg-Drjm, nur vormittags. _ 7472-3 Einzelne MBbaltttlcka und ein Tennistisch werden verkauft. • Oesamtpreis 4000 RM. SchlageterslraBe 21-1, links. _______ _____ ___7^09-3 Zwei junge trächtige KDha zu verkaufen. Thomas Semlitsch, Eichen 40, Post Lembach. 7473-3 ZU MTRTEN GESUCHT I ^Sonniges ZImmar mit Bett u M«trat7c 'Oder einer Couche, möglichit sofort in 'Marburg-Stadt zu miete« gesucht. Zuschriften an die M. Z. untei „1-32". __737.'i-fl ZU KAUFEN GESUCHT | Kaufe ein Paar gut erhaltene Kopfhl-rar. Anträge unter ,,Hörer" an die M. Z. 7439-4 STELLENGESUCHE I Fin Itterer Mann, bis jetzt gewesener Wachmann, sucht Stella als Dolmetscher deutsch, franzötitch, t'allenisch und slawisch In Wort und Schrift. Adresse Jobanp Zajko. Platzern, Post Winter-dorf^ bei Petlau^_3809-5 Hautgahllfln, die kochen kann, sucht Posten. Adresse in der M. Z. 7429-5 Lahratalla bei Zahnarzt sucht Ißjih-rlges MHdchen mit Pfilchtjahr. Eintritt anfangs Oktober. Zuschrifter. an Augustin, Marburg-Drau. Mozartstrale Nr, 58, erbeten. _ 7'133-5 ■uchhaltarln, In allen Büroarbeiten lirm, sucht Vertrauensstellung. Angebote unter „Gewissenhaft 76" an die M. 7. 7442-5 Harr sucht leeres Zlnimer Begovic, Marburg, Blücherstr. 56. 7361 8 Zwei Ältere Herren, Ini^ustrleangestelite suchen möbliertes Tliiimer. lagiüber nlcbt zu Hause.. DriNgende ZnickrUten unter ..Zwei Herrea" a. d u. z. 7443-8 Suche mtbliertes ZImmar im Stadtln-nern. Zuschriften an C. StraBenhau-amt, Marburg, Kärntncrstraße Nr. 2ß, IJ^Sjock.____7403-8 Zimmer, möbliert oder unmöbliert im oiacttinnern, event. Huttcrblock, *..J von ruhigem Frluleln gesucht. Zusclir. erbeten unter ,,Oktober" an die Marb. Zeitung.________________7401-S E'n- oder Zwalbatizimmar mit allem Komfort in Parknähe gesucht. Zti^clir. unter ,,Stadtparknähe" an die Marburg. Z^tun^;______7397-8 Mutter, mit zwei Töchtern, berultlltig, sucht groles möbliertes o. leeres Zimmer, miiglichst mit Sparherd, sonit mit BrnutiURg irgendeiner anderen Koch-eeiegenheit. Angebote wfort an Kar-y«y_^Marburg, Heugaise 3. 74.>3-8 Möbliertes Zimmer, ohne Bettwlsche, in Stadlmilte, zu mieten gesucht. Adr. in der M. Z. 7427-B I___________ i' FUNDE UND VLF{LUSTT1 1 BMnetiartlr« um 17 9., nm If Uhr, im ' StiÄhiec'itar Aniobiii in Verluit gcjaten. .Der ehrliche Finder wird pebetenl den-1 lelbea in Aulobn^-Oarderobe gegen ■ Ifvie Beloba'oiic abzujeben. 7323-13 24 9., 'm Abfürtzug Pettau— Mi'hu », tjrauae Aktinlaseho mit I.e-boRrmitteln irrtümlich mitgenommen. Der 05' hädi?te »otl seine Adresse be-Ikanrtgeben Ti'iliclt Erwin, Dranhof, 1 Schleinitz bei Marburg. 7387-13 Wo!l'hiinrt H»«^o der Babnschiit7poltzel 'Mamburg «m 21 9 geccn Abend ent-j lati'cn. Fvent Peobaclitumen zwecks AHffiBdiifg des T?urde< an die Bahn-'«liiil.rpoHzei Mürhiir* erbeten. 738§-13 V"'C*r Oaitanirlih nmantfl am Mitt-wnrhabind auf (<*m Wer» Brunndorf— Fr. Pl.itz verloren. Der I eb'IIrhe Fiat'er wird gebeten, denselben gegri sehr Kute Belohnung, da aifht Figcntiim. bei Kittak. Brrr^aite M'. fia. ^^7Ufebea. 7434-U ^roieba 0H1 23. Seatember von der HitideaburgrtriBe bis Schlachthof ver-lorei. Abzugeben gegen gute Belaknting In der M. Z. 7414-13 WeiBes Herransrtktuch in Cilll verln-'cn. Abnigehe« in der Geschäftsstelle M. Z. Cmi. _ 3H0B-1.T rroUlonen Ohrring, mit großem Rubin, i»m 27. Sepf. von der Augasse—Bubak- ■ raste—TetelthoffstraBe (Wirtickafts-imt) und 7urUck, verloren. Erinnerung Tom tcrstorhenen Mann. Ab.Tugtben gegen nelohflung In der M. Z. 7458-13 Stbwjtrz# EHka«ftatch# mit zwei Sei-tenta'.rhen und Inhalt ein Schlüssel wurt'e «w Montag, 25. Sept. nachm. im Thesener Autobus vergessen. Der fhrl. Finder v/ird gebeten, dieselbe gegen Belehniine bei lergutchek, Trie-strrstraSe 73, ab/ugeben oder zu ver-stlad-ren. 7455-13 VERSCHIEDEN ES Tausche Telefun-ken Runctfunkamp- flngtr, 5röhrig, für Batterlempfänger. Hols Safoschnik, Kohlenbergwerk, Italseriberg 32 bei Prted^u. _ 7415-14 Tadellose chromatl-schc Harmonika, Sreihige, wird gegen gut erhaltenes Herren- u. Damenfahrrad nmgetnuscht Brunndori. Eckke-hardg. 3._743n-l4 Tautche welQe Kü-chenkredenz gegen Otomane, Eisenofen samt Röhren gegen zwei Liegestühle. Kinderbett samt Matratze und zwei Betieneinsätre gegen Armoanduhr. Oornikg. 35, Mar-burg-Drau. 7420-14 Tausche monernes G-ROnren Rtindfunk-garli geren Leica 0. andere prima Kieinbiid-Kamer« Lakoschek, Stok-kenhammer 47. 3784-14 »•.-ÜBI I OFFENE STELLErT Die Elntlallung von Arbaltakrlflan lal an die Zuillmmung das tuallndigai, Arbaltsamtat gebunden WOHNUNGSTAUSCH | Tausche Wahnung, bettehend aus Zimmer, Kilchc und Garten, in Drauweiler. gegen ebeniolche oder gröBere „linkei Drauufer". Adr. in der M. Z. 7418-9 Sonnige, abgeschlossene Elnzlrimarwrh-nuQg in Marbsirg-Brunndorf wird genen eheasolche oder gröSerc in Graz getauscht. Anschrift in der M. Z. 7.791-9 Tausche V/ahnung, Zimmer und Küche, in der Ll«.ig»*ie gegen ebfnsolclie in der Nähe Park oder Leitersberg. Adr. In der M. Z. / 417-9 Tausche Wohnung, bestehend aus Zimmer, Kflche, Kabinett und Qnrtfnbe-nfltiung in Neudorf gejen ebensolche In Leitersberg. Adresse in der M. Z. 7367-9 Badlaniirln für einige Stunden vormittags und nachmittags zum Kanzlelaut-rXumen ui(d KUchei^edlenung gesucht. Kowalsch, Marburg-Drau. Herrengasso Nr. 46^ __ 7344-6 Ruhiges WInzerehapaar, Arbelt^kennt-nls Im Obst,- Garten-, Feld- und Weinbau sowie Viehhaltung, wenn möglich mit drei bis vier Arbeitskräften tlir Dauerstellung In der UiUertselermark wird sofort aufgenommen Offerte un-ter_,,Eilpost" an die M Z. 7315-6 f^inc verläRllche selbständige Kraft findet all Kastlerln In einem Lichtspieltheater Anitellung. Bevorzugt mit ieutschen Sprachkcnntnissen In Wort u. Schrift und Bewandtnis im Kanzleifach. i Anträge unter „Lichtspieltheater" an d|e M. Z. _ 3787-B Zwei ehrliche WlniarfamnUn werden j aulgetiommen. lohann Schunkowllsch, I Oberlehrer und Landwirt, Schmitzdort, I Po^t Moniberg bei Pcltau. -6 .unterricht J lAbanimandclikura. Beginn 1. Okt.iOM. lElnzilunlarrlehi in Stcncgraphie, Deutsch, Buchhaltung «sw. Beginn täg-liich. Handelsschule Kowatüch, Marbuig. Herrengasse 4b 7.^4:1-10 jErteile gründlichen, praktischen Zithtr-luntarrlcht. Zutchriftcn untei ..Zithcr-' schule" an die ,.M Z." 7103-10 HEIRAT Harr, SOgcr, hRherci Beamter, suC t Bekanntschaft mit gebildeter Dame, Gedankenaustausch, Spaziergänge, event. Ehe nicht ausgeicblosscn. Zusch-Iftea unter „Angenehmer Herbst" an die M. Z.j^ Marburg-Drau. 738,1-12 Frau, 48 Jahre, mltteigroB, alleinstehend. eigene Wohnung, ohne Anhang, möchte mit ruhigem Herrn, älterrn Pensionisten zwecks Eh» in Bricfwech sei treten. Zugchriften an die M. 7 unter „Bald 7422", 7422-12 Gebe IchrellrniaschHe für Damenfakr-r»d. Ariresje in der M Z, 7412-14 • Oobe fUr Damsafahrrail tidellnsrn wol-lipnen Djmcawiite'mantel Fnchspelz u. Tasrhenregenichirm Adrette in der M Z. _ 7411-14 bt'ti.rer Nr 42. stark, gaterhalttn und silberne Taicbanuhr, geb«> für Volkt-ein" isfer. Pachernlgg, Marburg-Drau, I.tischiRgnsse 11. 7407-1.1 B:w»n, Taschenuhr, Zither, Volksentp-;faiiter, ta'i'che geceii Tischherd, Ma-tratrsn, Bettreiig. ,,Rapid", Marburg, Mellin;.erstr»Se 1. 7400-14 Flnfache, gutgehende Harrantaschan-; Uhr taurche lür Herrenregenschirm, i Socken oder IIer;enr.trümpJe Scliulwart, Mirliurg-Drau, Sckünertrstt. 4. 7308-14 i Tausch! TadeiloRer Diwan. Messingbett Ifür Couch: Schubladekastea und Spel-I sez^niinertlsch mit 4 Sessel für kleinen 'runden Tisch und 2 l-autiiiis: Tisch-■ ther., eeetgrct für lüger- oder Pauern-1 r.tube und Kleiderständer für Bücher-] rcRal. Adresse in der M. Z. 7385 14 ! Emall-iailfwanna, zwei Betten mit 1 Dfsliteinisge Undcllosl. ein weißes Kinderbett samt Matratze, gegen Schreib-. rr.aichine oder Tcppiche zu tauschen. ; M,nibuTg-Drnu. Bisraarckstraße 1-11, j links. 7413-14 Diwan, gut erhalten, tnuscha für tadelloses Damenfahrr.id Riffl Marin, Brunndorf, Uleii.lsnsse 95, 7334-14 Tnrsrhe btaue Sämlsch!aöirschu'io, 39, ccgrn große Damenlederhan'ltnsche. Zu-sclirifion an die M Z. unter ,,Nur to-c:ell08." 7341-14 Hvrrantatchin-Markenubr tausche ge-fen gut erhiltcren Diwan (eventuell Otoinine). Untc ,,Markenuhr" an die M. Z. 7379-14 I Hrrranlahrrid, gut erhallen, tautche •egen füufrtihriren Rundfunkempfänger. .Unter ,,rahiiad" an die M Z. 7380-14 '('iuterhaitenes Damanlahrrad gegen 'Rundtunkempfänge- zu tausiben ge-,siiiht 7n«chririen oder ^n^rncen La-"■ erwnltimg Unterrann 55a bei let-, tau. * 3760-14 Gebe Herrengoise-rer Nr 42 und eine tchwarze Reithose fär ein Paar Da-rrnttlaftl 38—39. Adresse in der M. Z. Cilll.___3785-14 Varvlalfältlgungen, auch Rastrierungcn und Noten, Licht-puutr-n, Matchinen »chreibarbeiten be-»orgt H. Kowa.r.s Ma'bure-Dr , reng. 46. 6860-14 AnnanpaB-Auiterll-gung, Dskumanltn- batehalfung Fami-llenfo[5Chun?;sinsti-tut Graz Grieskal Nr 60. 3287-14 TIteiilamae, groB, schon, gebe für elektrischen Kocher. Adr. in der M. Z. 7437-14 Ein Paar gelbe Schuhe, hohe, Nr. 38, lausche für ein Paar Halbschulie Nr. 41. Berta Spanner, Marburg-Drau, Bergg. 8. 7438-M Tadellose Oolterer Nr. 41, tausche für leichte hohe Schuhe und ein Paar tadellose Halbschuhe Nr. 41, für Halbschuhe Nr. 41 mit niederen Absätzen. Anfragen Sanlstag o. wochentags ab ig Uhr. Theodor-Kör-ner-G. 85. 7441-14 KUchankradcni tau-iche für Diwan o. Ottomane. Adresse n der M. Z. 740914 Tausche Faidtie-;har. Zeiß, flfach, lUr gutgehende Ta-•chenuhr. OmegB o. Herrenanzug. Adr. n der M. Z. 7381-14 Tausche Fuctiipoii lür Kinderituhl mit Mapptiteh u Laul-teppich. Adresse In der M. Z. 7425-14 lausche kompletten Babv-Karb lilr brau-nta Wiatarmantel jnd Wollkleid. Adr. in der M. Z. 7424-14 /■ iKhandalnl Niehl v«r-WolsfacnIRslBlgurr «;«rWun-rf* un^ ihr* V*riorS'jnq mll Tannfn-Pra^*r»(«n wirdtonil •rM.'iw.rt W«r irSLOt. ct«j n«uarllg« T«nnln.Brjinc:-G«-Im bcraiHtÜM, tlntn ■•itrag zum Lcf»t«,Sul4, dw i»kr wi«hHfl t«ln klojien die Morton. .In die Ktairfor, ! StrÖBMrfo, Herrwlan, Jä-Ji Jian, Hand-lahvKo - lowoit da ou« Wolle «ind -k-jwi man ouf tinmol nicht doi klointto Mctionlöchloin meSr ein-Iroiioai Wlo kemmt dos nur?" -lo, Ihr Malten, li«i;:o mochan ob^n •Ho Houifrouon ihr# waid'.bf. ron WvHicchon maNOAMih'r und i#iSl-aon tio ob^nilroln woitgohand vor SAIttimol und S'odiftadion durch MOmSMjC-CffEKSA'J SCHAUtN SIE IN IHRER HAtlS»POTHEKE NACH, ob se 'e Ordriirc t Ach ten Sie daS nichtn verdirbt Ver-wenden Sie untere Erzfngni^se stets sparsam Kaufen Sie erjl dann w.c der welche, wenn Se d'e leste verbraucht kibee. Chem rha^m Fsbrik ApotUeWer Mr. Willit::ii Fir. Vicn 111-40, Strok;»ne 25 Rul. U I2-2-.':3. Draht: Chemofui. 33C>n YV; TÄl' .J!/ -..-c v'r ,r ^2 ■' 1 t;ii U'iil'.'urh'i:!:! . .ja; ' Dio Cor«', in-*■'70 gr '.'rt |a ' ^ voi ^^^3w;n!ttu:• ■ ■ "»i i:.ien. ■« * Und olf-ii !i-.-i(i - '.1.)rlr:t-Boicrahe zui F . bivtrahit 1; '-'rä utKi , gro^t ,■> ^1 „ t.. - J. ■tMiii Vü'in "".nton '• » ) « I.O. lA', , »•illEkjOk .• l, ««•NgfhMtr »JtWfi. • If Seite 6 * Nr. 274/375 -* Samstag/Sonntaj^, 30. S«pteTnber/l. Oktober 1944 Im zweiten Leben Nestroy, der beim Publikum so ver-jött«rt(» SchauspiRlor und Komiker, war ein einf^ch^r, bescheidfner Mensch und «vurzfcUe mit «ffinera Wesen und mit seiner ganzen Arbeit zritietst im Volk. Nichts war ibm verhaßter als Eirqebil-detheit, 7unial, wenn sie von jemandem kam, der sich wahrlich auf nichts etwas, einbilden komte. Einmal sufi Nestroy in fröhlichem Kreise. Zu der Gesellschaft zählte Carl, der Tlieaterdirpktnr, der Theaterfri'eur, der die Schauspieler d^s Cnrltheaters allfibTidlich 7urechtrichtete, der Wirt, bei d ein di<-«e oft Verl, ehrten imd einen guten Tropfen zu sich nahmen und schlioRMch einige Schauspieler des Theaters, D^r Wein hatte die Gemüter nachdenklich und besinnlich efemach^. Irqend-jemand warf niö(7lich die Frage auf, was der einTrine oi werden nicht ganz wenige Steirer hcu'e dort gegen Engländer und Amerikaner kämpfen, vielleicht sogar Marbiirner und Gamser Die m.ittelalterl;che üurq be-'.vachte die Burgundischo Pforte, den Zugang zur OberrhsLnischen Tiefebene. Die Franzosen nannten sie Mon^beliard und drie Deutschen machten daraus Mnmpel-gard. Aber was hat denn nun rl'^r Lu/.i.iberg bei Gams mit dieser burqiijidischen Feste Zu tun? Wir wollen s^hen, ob wir nicht beide unter einen Hui bringen D oion Hut «oll uns dias Kärn'ner Kloster St, Paul im Lavanttaile verschaffen. Das genannte Stift wurde im Jahre 1093 vom Grafen Engelbert von Span-heim gegründet und reich ausgestattet, er schenkte ihm unter anderem da« große Waldland am Bachem zwischen Rast und dem Wölkerbach, dessen Mitlelpunkt Lorenzen am Radelbach d-st. Die Söhne u-nd Verwandten des Grafen «pyendeten auch aus ihrem Besätze im Draulande beträchtliche Güt«r. So gflb Ludwig, Sohn des Grafen Ludwig, zwei Huben in Fei-strj'tz (bei Wüdhaus), den vierten TenJ der Mauteinkünfte daselbst und erlaubte den Klosterbciuem, daß si« ijv ©einem angrenzenden Walde vom Wurmatgraben (bei St. Oswald) an bis zum Gamser-graben (Kankersbach) weiden, jagen und sich boholzen durften. Wer war nun driet^er Ludwig? Se-in Vater besaß die Herrschait Mömpelgard und war Graf in Friaul (Ober-Itatien) gewesen Weil er sich im Kriege zwi-sch'^n dem deutschen Körilg Heinrich IV. und dem Papste finvestiturfitreit) auf des letzteren Seite gestellt hatte, nahm ihm der König Friaul un<^ verlieh es d'em Patriarchen von Aqm'leja. Graf Ludwig war jedenfalls mU eine.r Schwester de« So^nheimers Fnaelbert verheiiratet, sie erhielt von ihrem Bruder daf Waldland von St. Oswald t)ls Garns als Mitgrift und vererbte es Ihrem Sohne, der gledchfalls Ludwig hdeß. Aber was konnte der Mömpelgarder mit diesem Waldland an der Drau anfangen? Er schenkte Ihn seinem Obeim Graf Bemihard von Marburg, dem ältesten Sohn« Engelberts, und Bernhard vermachte ihn dem Kloster St. Paul (tl47). So hatten wir wirklich Mömpelgard und Gams unter einen Hut gebracht. Ab©'- was ist mit Luwaberg? Da hilft uns ein Grundbuch des Herzogs von Ster Soldalensprache: vielleicht ist sie inzwirchen liingül in festen Händenj aber wenn er sich ehrlich prülle, slclicr glaubte er es nicht, und er gf itand sich auch, daß es ihm einen leisen Stich gab, hier an die festen Hände eines anderen zu denken. Arrt Douner.^itagmorgen fuhr er los. Karsten und seine Skepsis hatte diesmal nicht recht behalten, alles kkTpple großartig, er nahm sogar noch einen Packen Post in Empfang, den er in die Tasche schob, um sich mit dei Lektüre die Fahrt zu verkürzen Ein Brir>f war von seiner Schwester, ihn öffnete er zuerst, Karla hatte nicht selbst cieschriebcn, sondern den Brief diktiert. Sie liege seit einigen Wochen wierler in der K#'Mik, aber Friedrich ' brauche sich nicht zu beunruhigen, es gehe schon besser, nur wolle sie ihm doch ihre neue Anschrift g^ben, damit seine Post nicht erst von den Nachbarinnen zu ihr q«?bracff^ wcrilen müsse. Was denn sein Lirlaub mache und ob er wohl bald an der Reihe sei? CJewiß v/erde er es doch einrichten können, daß er dann auch einige Tage nach Frankfurt komme. König hielt den Hriel unschlüssig in der Hand. Fiel ein erster Tropfen Wermut ia den Freudenbecher? Aber er ver- scheuchte die trüben Gedanken, denn schrieb Karla nicht selbst, daß es schon winder besser gehe. Freilich, er wußte auch, daß sie kränkelte, seitdem ihr Mann kurz vor Ausbruch des Krieqes beim Einfliegen eines neuen Modells tödlich abgestürzt war. Wien erreichte er am frühen Nachmittag, er wohnte bei Freunden, die ihm einen Platz für die Staatsoper besorgt hatten: Furtwängler dirigierte den „Fi-delio" Wie im Rausch verließ der junge Kapellmöister nachher das festliche Haus und war nun erst recht entschlossen, die erste Etappe seines Urlaubs in Wien zu bleiben. In diesem Sinne schrieb er auch der Schwester und kündigte seinen Desuch für die nächste iWoche an. Aber in der Nacht fand er Keinen Schlaf. War es das aufv/ühlcnde Erlebnis der Beethovenschen Musik, war es die nach fast anderthalb Jahren ungewohnte Behaglichkeit dos bürgerlichen Lebens... er wußte es nicht. Ruhelos wanderten seine Gedanken: zu den Kameraden an der Front und nun auch jah und schreckiiaft zu der kranken Schwester in Frankfurt. Mit einer rätselhaft hellsichtifc'cn Deutlichkeit sah er das Zimmer, in dem Karla lag; es stand schlecht um sie und sie wartete .sehnsüchtig auf den Krudor — — — war es vielleicht schon zu spat? Noch vor Morticnqraucn verließ er das Haus, er legte einen Zettel auf den Tisch; herzlichen fJank für die Gastfreundschaft, aber er müsse nun doch /.uerst nach Frankfurt reisen, seine Schwester brauche ihn drinfiend. Im Zuge kamen ihm Podenken, ob er nicht überstürzt gehandelt habe. Von 365 Kindern Seine vielen Wiener Pläne fielen ihm ein, und in unverminderter Stärke war in seinen Sinnen der Nachhall des gestrigen Abends in der Oper. Beethoven und Mozart — wie oft hatte er sich in den Monaten im Oslen au diesem Namen aufgerichtet! Sie waren ihm, jetzt erst glaubte er es ganz zu erkennen, der eigentliche Sinn dieses heißersehnten Urlaubs geworden. Sollte dies alles vorbei sein, ehe es übeThaupt begoimen hatte?---Es hätte nicht viel gefehlt und er wäre unterwegs wieder ausgestiegen, um umzukehren, doch folgte er der dunklen Ahnung, die Ihn so nilig nach Frankfurt trieb. Vom Bahnhof aus fuhr er gleich in die Klinik und .suchte den Arzt auf. der ihm diese Ahnung bestätigte. Karlas Zustand schien hoffnungslos, und die Ärzte standen nun vor einem jener Fälle, wo nur noch der Glaube an ein ein gütiges Geschick und der Lebenswille des Patienten die letzte leise Hoffnung gewähren. Als Friedrich das Krankenzimmer betrat, strahlte ihn Karla mit einem Blick so voll geschwisterlicher Liebe und gläubiger Zuversicht an, daß er seine ganze Landserrauhoit zu Hilfe nehmen mußte, um die Rührung, die ihn überkam, zu unterdrücken. „Daß du da bist", flüsterte sie ein über das andere Mal und hielt seine Hände, als ob sie ni<'hf mehr loslassen wollte. Er zog einen Stuhl an ihr BcU und streichelte zärtlich ihre fieberheißen Wangen. Und so saßen die beiden noch eng zusammen, als eine halbe Stunde später die Schwester erschien und mahnte. nun sei es genug für den ersten Besuch. In Lof>fidnliien. unweit vom Iloag wi'd dem Besucher ein self';ames Gr ib gezeigt: die angebliche Ruhestätle von 365 Kindlein, von denen vor rund 700 Jahren eine Gräfin Margaietc von Hon-nebeig glücklich entbunden worden sein soll. Und wer noch mehr zu sehen wünsrht. kann auch das Becken bestaunen, in dem die Dre'hiindertlüpfund-sechziglinge von Bischof Gu'do getnuft wurden, und zwar die Knihloin alle auf Hänsrhen, die Mägdlein auf Lievschen. Aber das »Mirakel von Loosduinf'n'- ist gar kein Mirakel, Wie nämlich festge-slellt werden konnte, wurde die GräTin innerhalb der Mauern rles dfirtigen Klo-stcs am vorletzten Tag des .I ihres von Zwillingen entliunden, und ein wU/iger Cfironist ve mckte dos Ereignis, indem er schrieb, daß die »gnätlige Frau so viele Kindlein bekommen wie Tflie im Jahr«, womit er st'.bstve ständlich nur die Zahl der noch fälligen Tage des Jahres yenieint hatte. und e rem Mus!6ät. Von diesem Tage an verbrachte Friedrich jeden Vormittag und jeden Nachmittag in der Klinik; zunächst meist schwcigend, aber schon durch seine Gegenwart Trost und Zuversicht für die Schwerkranke. Später kamen sie auch ins Erzählen, Friedrich vor allem war es, der in solchen Sturfden die Kinderzeit wieder wach werden ließ, da Karla dem Frühverwaisten Schwester und Mutter_ zugleich gewesen war. Er vergaß darüber Wien nicl^, aber es schien ihm nun unwichtig geworden. Auch als die Tage näher rückten, die für die Fahrt an den Bodensee vorgesehen waren, hätte er nicht vermocht, die Schwester zu verlassen. Gewiß, es war kein leichter Entschluß, denn er hatte sich wohl doch mit dem Gedanken vertraut gemacht, endlich die entscheidende Frage an Renate zu richten; aber konnte, durfte er denn fort von hier? Mit der untrüglichen Sicherheit des Gefühls spürte er, wie die Kräfte lang^sam in den ausgezehrten Körper der Kranken zurückkehrten; er hatte auch mit den Pflegerinnen gesprochen, die mehr und mehr von der Wunderwirkung dieses Urlaubs überzeugt wurden. Sein Platz war hier, an diesem Krankenlager, das fühlte er als Bruder ebenso wie als Soldat: Liebe, Zuneigung und Pflicht begegneten sich dort in einem wahrhaft geschwisterlichen Sinne. Kurz vor seiner Abreise war die Krl-sis überwunden, der Arzt berichtete es Friedrich im Vorgarten der Klinik und er meinte, während er ihn beglückwünschte: „Es ist in erster Linie Ihr Verdienst! — Doch, doch", wiederholte er, als dieser abwehren wollte, „das weiß hier im Hause jeder, und wir wissen auch, daß dieser Urlaub für Sie Dienst und vielleicht manchmal Opfer war; aber Sie haben ein Leben gerettet, es kann auch für einen Solduten nichts Schöneres geben." Tags darauf verabschiiedete sicn der Unteroffizier Friedrich König, nun vi'ie-der in voller Uniform und mit'SacK und Pack, von seiner Schwester. Bis er bei seinen Kameraden sein würde, dürfe sie vielleicht schon den ersten kleinen Spaziergang machen und sie werde fleißig schreiben, selbstverständlich, das versprach sie ihm in die Hand, die sie lange festhielt. Sic hatte nicht viei reden können in den Wochen, da Friedrich Stunde um Stunde an ihrem Bett saß, aber sie hatte mit der Hellhörig-keit der Kranken aus seinen Erzählungen auch das vernommen, von dem er selbst wähnen mochte, es verschwiegnen zu haben. Ünd es wundert uns daher kaum, daß einige Zeit später ein Brief den Untei'stand im Oslen erreichte, den Karla und Renate gemeinsam geschickt hatten und in dem Renate schrieb, wieso Fritz denn habe glauben können erst an den Bodensee reisen zu müssen, um sie etwas zu fniRen, was doch längst keiner Frage mehr bedürfte... MARBURGER ZEITUNG Der Kopf in der Gasse Von Ernst Sander m In Sevilla soll es bis in die neuere Zeit eine Gasse »Zum Lämpchen« «retje-ben haben> wo, einer Mauernische eingefügt, der verwitterte Sieinkopf eine« Mannes zu sehen war. Die Einbildungskraft des Volkes, stet* auf der Suche nach Gegebenheiten an denen sie sich zu nähren vermag, hat sowohl den Straßennamen als auch die regenzerfressene, sonnenzernagte Büste mit verschollenen Erinnerunaen an einen Herrsther verknüpft,, de<=6en ungewöhnliches Leben und jäher Tod ihn ohnehin zu einer legendären Cestalt haben werden lassen. Peter der Grausame von Kastilien und Leon, einer jener königheben Außenseiter, die, obwohl mit herrschcriichen Fähigkeiten begabt, sirh in Eigenwillig-keiten und Gewnltmallnahmen gefallen Gesetze einzig für die von ihnen Regierten erlassen, pflegte, wie manchcr seinesgleichen, nachts unerkannt durch die Straßen von Sevilla zu streifen hogieria auf Abenteuer mannigfacher Art und auf die Erkundung der Voik|fstimmung Bei einer solrhen Gelegenheit wurde p' in eirier engen, ab^eltig^n Gasse von einem jungen Men-ichen übel angefahren der seiner Schönen ein Ständchen brach to und in dem nächtlichen Herumtreiber einen lästigen Störenfried, wenn nicht gar einen Nebenbuhler argwöhnte Der König, durch das unbedpchte Wor* in seinem Stolze -getroffen und seiner Kraft und Gewa.ndtheil bewußt, ließ do' Denen aus der Scheid« zischen, und narl i wenigen GSffgen sank der verliebt« B" leidiger zusammen und ve'"rflcheUe. Eine alte Frau vom Klingeln der Di gen au« dem leichten Greisinnenschlat gestört, öffnete den Fensterladen und beleuchtete mit ihrem öllämpchen d?< Geschehen. Sie vermochte das Gesöch' des Königs im Flackerlicht der winzigen Flamme nicht zu erkennen; aber den noch wußte sie alsbald, wer hier ein königliches Gesetz übertreten habe — denn den König haMete ein merkwilr diger körperlicher Fehler an, der Stadt bekannt war; seine Kniescheiben knackten wenn er ging, laut und vernehmlich. • Am nächsten Mornen erstattete der Ob"'-ste der Vierundzwanzig, der Poli-ze^hefr von Sevilla, dem König den gewohnten Bericht über ,die Ereignisse der Nacht. Fr meldete dies un-' das, und er sch'oß damit, daß ein Zweikampf Ftattoefunden habe, bei dem einer der Kampfhähne tot am Platze geblieben sei. »Ist der Mörder ergriffen?« fragte der König, der, um der Duellwut seiner Untertanen zu steuern, unlängst ein Gesetz erlassen hatte, wonach jeder bei einem Zweikampf Betroffene enthauptet werden solle, mit der Maßgabe, daß sein Kopf an der KamplitälLe zui Schau qe-ptellt werde, bis er vermodert herabfalle. »Nein, Herr«, antwortete der Richter. »Aber Ich kenne ihn.« »Warum ist er noch nicht festgenommen und bestraft?« »Herr, ich erwarte Euern Befohl.« Da lachte der König hohnvoll und bösartig auf: »Handelt nach dem Gesetz!« Der 'Rich'er ging, Da die Majestät heilig und unnntast-• bar war, ließ er einem steinernen Standbild des Könins den Kopf absägen und diesen in einer Mauernische am Tatort aufstellen, und sowohl Peter als alles Volk zollten dieser weisen Maßnahme Beifall. Die Kunde von den Zu-sammenhännen verbreitete sich schnell, und so wurde die Gasse im Volksmund nach dem öllämpchen der allen Frau »Zum Lämnchencf benannt, welchen Namen sie jahrhundertelnnn geführt hat. König Peter, der später die Kinde*" seiner Geliebten Maria Pedilla (von de' es hieß, «ie habe ihn verTaubert, sndiP sich seinen Augen der Gürtel seiner Ge mahlin als lebendige Schlange d'irsteP te< zu Erben einrjeselzt hatte, geriet dat über in Streit mit seinem Haibbrude-Heinrich von Trastnmare, der ihn 1.1R" bei Montiel besiente und nach de' Schlacht enthaupten Heß Rat einmal hünlerlei Er wächst mit i aut unseroT Heimatflui Mit u ist sie ein frecher Räuber nur Mit a vereint siie spät s' ch mit dem Rhein Mit r gibt er am Himmel hellen Schein, Mit s und voll von köstlich-küh\eiu Uiei Kredenzt man »sie;« 'im trauten Manchen dir. Eins aus vierzehn * '. Was eui Mäkclien werden will krümmt • *h bei-r'.''i'en. 2. Sigc m.r, n.ii wem Ju un gehst, und ich wi'.] dir sagen, wuj du biM. Wer nicht w.lgt gewinnt nicht. 4. Willst du den Kern, mußt du die Schale brechen. 5. Der Kluge weiß, daß er nicht ewi^ lebt. R. Min seil den T iq nicht vor dem Abend'loben. ?, Wie I du Ul i, so ich d''.r. 8. Tue recht und scheue niernandl 9. Jedem das Seine I 10. Für deinen Sinn Ins Urivennoidliche. I 11. Viel Wenig g'ibt auch, ein Viel. !2. I D'e s'etf Freuile weilt an keinem Ort. 13. W'er andern eine Grube gräbt, fällt selbst hiiic II. 14. Was ich denk und tu, trau'^ich andern zu. VflrfMn d eccr vierzehn Sprichwörter ist ein Wort lu entnehmen. Die ricli^lvjen ^Vörter bilden, in gleichbleibender Rei'henfolge aneinandergereiht, ein neues Sprit hworL Wer riet richtig^ Drdsilhig: Nachbarschaft, Barschall* Sllhcnrälsel: 1. Wiesenschaumkraut, 2. Eritrea, 3. Rosenkäfer, 4, Fetisch, 5. Erlangen, G. 1 leerwurm, 7. Lipp», R. Espe, 9. Rhone, 10. Budapest, 11. El-ritze, 12. Siebenschläfer, 13. Tivoli, 14. Rattenpinscher, 15. Eierkuchen, IG. Intarsia, — Wor Fehler bestreftet, verdoppelt sie, i3cäuciiäkur(enrijf!ie/; Kindergürtneno.