Nummer 32. Petta «. den 10. A«zuft 1902. XIII. gtohrgang. PettauerZeitunst. Orschetnr jeden Sonnrag. «ret« für Settflu mit Zustellung in« Haut: Monatlich 80 h, vierteljährig K 2,40, halbjährig K 4.80, ganzjährig K 9.—. mit Postoeriendung im Inlande: Monatlich 86 k f vietteljöhrig K 2.60, halbährig K 6.—, ganzjährig K 9.60. — Einzelne Nummern 20 h. , Handschriften werden nicht zurückgestellt. Ankündigungen billigst berechnet. — Beiträge sind erwünscht «md wollen längsten« bi» Freitag jeder Woche kingesand» werden. -----.._x. ---- bi OachKlänge zum VI. Deutschen Sängerbunde?feste. Jeder von seinem Standpunklei Die deutschesten aller Deutschen beim Grazer Sängerfeste waren die Klerikalen. Die Grazer Kapläne, die seit de« Prälaten Karlon Rücktritt wedrr den Aufwand von Schweiß, rwch den des Gelde« sparen, haben ihre neueste Politik betätiat, nur. um im Volke Wurzel u fassen. Wenn e« sein muß. find die Klerikalen, »ie in der römischen Kirche die »»«gebildetste internationale Organisation haben, auch national fühlend« Deutsche. Wir Deutsche können ja ganz glückselig sein, wir haben auf diese Weise die so lang gesuchten .deutschen Priester" gesunden! Die Taktik der Klerikalen beim Sängerfest ging, um der Wahrheit auch ein Plätzchen zu gewähren, einerfeit« dahin, sich al« Deutsche zu verkleiden, anderseits dem Feste — die deutsch-nationale Spitze abzubrechen. (f:, Grazer klerikale« Blatt schreibt: „Man M> i den elementaren Bolk«jubel gesehen haben, \e Herzlichkeit, mit welcher der stundenlange ^estzug begrüßt wurde, um sofort zu erkennen, daß all da« nicht von einer Partei gemacht werden konnte, am aller-wenigsten von jener Partei, die Osterreich« und seiner Deutschen Unglück ist. Da !var Palast und Hütte beflaggt, von den Kirchen und Klöstern wehten du Fahnen, die Stadt-pf a r r» und H e r z«J e s u-K i r ch e erregten freudige Anerkennung durch ihre festliche Be-leuchtung. Und al« der Festzug Sonntag durch die Straßen zog. da wurden von Reichsdeutschen und Österreichern spontane, geradezu Ntthlfiaftischr Huldigungen dem katholischen Klerus gebracht, der von de» Fenstern de» Stadtpfarrgebäude« herab die deutschen Sänger aus da« herzlichste begrüßte." Großartig, einzig dastehend, die Reichsdeutschen und all' die liebwerten Sä»ger au« Osterreich und allen anderen Länder» sind »ach Graz ge- Der erste Tag der Flitter-Wochen. <«411».) .Vielleicht . . . .doch laß uns in'« Hau« gehen: Ich werde kalte« Wasser trinken und dann wollen wir ruhiger sprechen" .... .Bitte voranzuschreiten, ich folge sofort! Bevor ich eintrat, schloß ich vor allem die äußeren Fensterläden, nachdem ich sie noch mit einer dicken Schnur festgebunden hatte; und al« ich auf diese Weise die Person meiner treulose», mindesten« aber stark verdächtigten und belasteten Frau in Verwahrsam gebracht hatte, beschloß ich, ihr auch die Möglichkeit der Flucht durch die Tür abzuschneiden. Zu diesem Zwecke führte ich sie in da« Schlafzimmer, hatte aber zuvor da« Schloß untersucht und den Schlüssel in die Ta-sche gesteckt. Jeder meiner Schritte erfüllte sie mit Schrecken und al« ich sie streng nnd kate- zogen, um dem katholischen Kleru« „geradezu enthusiastische Huldigungen" ent-gegenzubringen. Ja sürwahr. wenn dem so wäre, so hätte der herzinnigste Wunsch der Klerikalen die glän-zendste Betäligung gewonnen, sie hätte» einen der gewaltigsten Siege über deutsche Duldsamkeit errungen! Aber e« war nicht so! Wenn die dentschen Klerikalen ihre Klöster »c. beflaggt haben, wenn sie die deutsche Sängerschaft begrüßt haben, so wissen wir ganz genau, wa« sie damit bezwecken wollten. Wa« aber die „eiilhusiastischen Grüße und Huldigungen" betrifft, so wurde dieselbe» vo» den Sängern nur dem deutschen Graz und seiner liebenswürdigen Bewohnerschaft entgegengejubelt, keineswegs aber dem katholischen KleruS allein, der von den Fenstern de« Stadtpfarrgebäude« die deutschen Sänger auf das „herzlichste" be-grüßte! Jeder von feinem Standpunkte I DieKlerikalen haben daS großartige Sängerfest al« eine klerikale Huldigung aufgenommen und Herr v. Succovaty geradezu al« einen Hoch-verrat! Und trotzdem wie« Herr Snecvvaty, der sich, wie das „Wiener-RenNädter Bezirk«blatt" tresflich benierkt, ans einen Pascha von Graz hinauSspielt. dem kaiserlichen Statthalter Grafen Elary die erniedrigende Rolle eine« Bittsteller« zu. der abgewiesen wird! „Keine deutschen Fahnen, kein deutsches Lied — oder keine Mnsik!" Dieser Affront vo» Seite deS Militärs in Graz ist nicht nur ein Affront, der alle» Deut» fchen Österreich« zugefügt wurde, sondern ein Affront, der allen Gästen au« dem deutschen Reiche und daher auch diesem, unserem Alliierten zugefügt wurde und sür den eine entsprechende Genugtuung gegeben werden muß! Jeder von seinem Standpunkte! Die windische Presse weiß an dem Feste nicht anders herumzunergeln, als daß sie be-hauplet. die Preise wären in Graz geradezu un-erschwinglich gewesen, man höre und staune, e« hätten die Grazer sogar für ein — „Gulasch" gorisch fragte, wer ihr Komplize fei. al« ich sie aufforderte, mir seinen Namen zu enthüllen, brach sie in krampfhafte« Weinen au«. Ich kenne anch diese Methode. Al« ich sah. daß ich heute da« Geständni« nicht mehr herausbekommen würde, steckte ich den Schlüssel in'» Schloß und sagte: .Ich gestehe Ihnen, daß ich mir die ersten Augenblicke eine« ehelichen Zusammenleben« ganz ander» vorgestellt hab«; da ich nun ober Spu-ren nicht«würdiger Handlungen entdeckte, sehe ich mich gezwungen, Sie einzusperren." „Mich?" — schrie sie, vom Stuhle aus-fahrend. „Jawohl, Sie . . . O, fürchten Sie nicht«, ich will, so weit e« qeht, einen Skandal ver-meiden . . de«halb lasse ich nicht den Dorfschul-zen holen, anch keine Wache postieren." „Dorfschulzen? Wache? Gott, wa« bedeutet da«?!" ES bedeutet, daß sie die hentige Nacht in 70 Kreuzer verlangt. Gewiß unglaublich, ja. aber warum sind sie nicht ferngeblieben, die liebw^tek» """ Slovenen? Wer aber zu einem so hehren Feste, zu einer Vereinigung von warm schlagenden, be» geisterte» Menschenherzen sährt und dabei nur an die Preise, a» ein „Gulasch" denkt, der hat auch seinen Standpunkt erreicht! AuS aller Welt. König Karl von Rumänien ist vergangenen Sonntag »achmiltag« in Jschl zu einem dreitägigen Besuche beim Kaiser gewesen. Der König reiste daraus nach dem schweizerischen Kurort Ragatz. Diese abermalige Begegnung Kaiser Franz Joses« mit dem rumänische» Herrscher bekundet eine weitere Annäherung Rumänien« an Oesterreich Ungarn und hiemir a» den Dreibund. Dem bekannte» irischen Abgeordneten Lynch, welcher im südafrikanischen Kriege auf Seiten der Buren ei» irische« Korps befehligt hatte, soll deswegen ein förmlicher HochverratSprozeß an de» Hal« gehängt werde», denn Lynch ist jetzt unter dieser Anschuldigung dem Gericht zur Aburtei» lung überwiesen worden. Die Engländer täten aber wahrlich besier, die Sache endlich „schwim-men" zu lassen, ihre weitere Betreibung kann unter den Iren nur böse« Blut errege». Im Bürgerkriege auf Haiti scheint dieEntscheidung heranzunahen. Wenigsten« besagt eine Meldung au« Port au Prince, daß der RevolutionSgene-ral Toxeau seine Truppen organisiert habe und auf die Hauptstadt marschiert. Die sonstigen Meldungen au» Haiti gehen wirr durcheinander. Der Führer der Rebellen im Süden der chinesischen Provin» Tschili, Tsching-Ting-Bunoz ist von den chinesische» Regierungstruppen unter General Li gefangen genommen und dann hin-gerichtet worden. Bei einer De»kmal«ei»weih»ngbielt, wie die „Tägliche Rundjchau" meldet, der Freiburger Stadt-pfarrer von St. Martin, derZ bekannte (Volks-schriftsteller Hau« Jakob eine Rede. Hinweisend diesem Zimmer unter Schloß und Riegel zu-bringen werden. ..Ich?" „Gewiß .... Auch rate ich, keine» Flucht-versuch zu riSkire», den» ich werde persönlich da« Fenster bewachen." „Allmächtiger Gott! Dieser Mensch ist ja wahnsinnig geworden! Ich werde jemanden z» Hilfe rufen I" „Ich rate Ihnen, keinen Lärm zu mache», widrigenfall« ich sofort zum Dorfschulzen schicke» werde." Sie fiel weinend auf das Bett; ich schloß die Tür zweimal und promenirte. mit einem Taschen - Revolver bewaffnet, bi« zum hellen Morgen im Garte» und Hof umher. In dieser Weise brachte ich die erste Nacht nach der Trauung zu. Um neun Uhr srüh kam die Schwieger-mntter a»; sie war so strahlend glücklich, so lustig und freundlich, als exislirten auf Erden darauf, daß der protestantische Pfarrer Bohr in Slzach ausführte. loa« der tatolische Pfarrer Han« Jakob angeregt hatte, erklärte der .badi» sch« Rosegger^: „Roch einem Manne sei in Ba» den auf lichter BergeShöhe ein steinerne« Denk» mal gefetzt, weit glänzend über die Lande: B > S-m a r ck! Mögen ihre Namen im Gedächtnis de« Volke« fortleben und ihre Errungenschaften fort-daicrn, solange die Felsen stehen, in die ihre Name» eingegraben sind." So vermag ein katho» licher Pfarrer in Baden zu sprechen, der im Kulturkämpfe als einer der ärgsten HeiSiporne gegen die Regierung gestanden, mit Geldstrafen und Gefängnis belegt wurde, der aber mit sei» »er Lieb« für die Kirche, die Liebe zum Vaterlande und de» Stolz auf die Helden der Ratio» zu verbinden weiß. Die Begegnung des Kaiser« Wilhelm vo» Deutichland und Nikolaus vo» Rußland, die in den letzte» Tagen in Reval stattfand, ist in be» sriedigrnder Weise verlausen. Beim ständigen Zu» sammensein der beiden Monarchen hatte der Ver» kehr ein herzliches intime» Gepräge. Zwischen den Minister» de» Äußern Grase» Bülvw und La»!»-dorff fanden eingehende Besprechungen statt. GemetnderatK-SiHung am 6. August 1902. Vorsitzender: Bürgermeister Ornig. Zum ersten Punkte der Tagesordnung wurde da« Protokoll verlesen, hierauf reihten sich Mitteilungen. Unter diesen befindet sich eine Zuschrift der Stadtgemeinde Wels, worin sich dieselbe auf die Anregung vom Pettauer Gemeinderale betreff« Abschaffung de« Griechische» au« dem Lehrplane d«r österreichische» Gymnafie» dahin auSspricht, daß e« für die humanistische Bildung der Jugend untunlich wäre, diesen Lehrgegenstand vollständig au« dem Lehrplane zu entsernen. daß e« aber anderseits auch vermiede» werden müsse, die Jugend mit streng grammatischem Studium dieser Sprache allzusehr in Anspruch zu nehmen. I» derselben Angelegenheit wird eine Entschließung der Stadtgemeinde Reichenberg verlesen, welche den Inhalt einer Zuschrift an de» Reich«rat«ab-geordnete» der Stadt Reichenberg enthalt und nachfolgend lautet: Da« Stadtami der If. Kammerstadt Pettau hat «ii den Stadtrat Sieichenberg mit Zuschrift vom März 1302. Z. 1762, da» Ersuchen gestellt, «ine Enifchließung der Gemeindevertretung zu veranlassen, daß die griechische Sprache in dem Lehrplan« für die österreichischen «ymnasien durch die französisch« Sprache «rfkdt werde. Hierüber hat da» Stadlverordnet«n-Koll«gi um in seiner Sitzung am 1& Juni l. g nachstehenden Be-schluh gefaßt: Da» Stadtverordneten-KolleHillm von Reichen-berg degrübl die Anregung de» Genieinderate» der lf. Kammerstadt Pettau bezüglich der Abschaffung der griechischen Sprache au» dem Lehrplan? der österreichischen Gymnasien mit Rücksicht daraus, baß die Senntniss« einer modernen Sprache, z. B der französischen oder englischen außer der deutschen dem Manne zu seinem FvÄommen viel bester zu helfen vermag, al» die lienntni» der toten keine Treulosen, keine Mörder, Brandstifter u»d Gauner. Gleich auf der Stelle überhäufte sie mich mit Fragen: „Nun, wie befindet sich unsere teure Maria? Hr, so sage doch!" „Viel Belastungsmaterial ist bereit» erbracht worden," — antwortete ich mit steifer Verbeugung. „Material, da« Maria belastet? Aber, lieber Schwiegersohn. D» hast wohl einen Vogel?" „Durchaus nicht, gnädige Frau." „Wessen Nagst Du sie eigentlich an?" „DaS wird sich bald ausklären." „Wo ist sie?" „Im Schlafzimmer, in welchen, sie die Nacht eingeschlossen und bewacht zubrachte." Da» Gesicht meiner Schwiegermutter hatte die Farbe des Blute» angenommen. „Her mit dem Schlüssel!" — donnerte sie wütend. — „her damit sofort! Verstanden?" Nach einiger Überlegung öffnete ich da« griechischen Sprach«, mit deren Studium die Schüler de« Kyn.nasium» durch viel« Jahre so überlast«! w«rd«n, daß fi« d«„ größten leil ihrer Z«it zum Stadium derselben v«rw«nd«n müssen, ivährend dies« Zeit jedenfall« viel besser zur Erlernung modern« Sprach»", zum b«ffer«n Studium der naturw.si?nicha'tlichr!i Fächer ausgenützt werden könnte. In dieser Überzeugung vermag da» Ztadtvervrdneten-Kollegium auch die Ansicht der heutigen Fachlehrer dj* griechischen Sprach« nicht irre »u machen, da d«r von d«nstlb«n geltend gemachte vermeintliche Borteil doch nur immer wiever jenen zugute kommt, welche sich da» Studium und da» Lehren der griechischen Sprach« al» Beruf wählen, zumal gerade durch die strengen An-fordernngen de» Studium« der griechischen Sprache selbst talentierte junge Leute von der Erreichung eine« höher«» Ziele« abgebalten werden — Da aber da» Studium der griechischen Sprach« für die große Mehrzahl der studierenden Jugend von gar keinem praktischen Werte ist, fo muß sich auch da« Stadwerordneten-Svllegium von Reich-lb«ca für die Beseitigung der griechischen Sprache au» dem Lehr-plane der österr. Gymnasien au»fprech«n. Bon di«f«m B«. schlusse erlaube ich mir Euer Hochwohlgeboren mit dem Ersuche» in tkenntni» zu setzen, daß Sie al» Reich»rat»< abgeordneter der Stadt Reichenberg mit tunlichstec Be-schleunigung die ge«ignkten Schritte unternehmen, um die bezüglich« Abänderung de» Lehrplane» für die österr. Gymnasien zu erreichen. Dabei wäre jedoch der etwaigen Aufnahme der zweiten Landessprache in den Lehrplan al« Pflichlgegenftand nicht zuzustimmen, weil die Deutschen e« seinerzeit (1868) al« eine Errungenschaft betrachtet haben, daß die tschechische Sprach« al» Pslichlgegenstand au« dem Lehrplan« der Gymnasien Böhmen« ausgeschieden wurde und heute noch den Standpunkt einnehmen müssen, daß die Deutschen in ihrer Sprache so hoch steh«n, daß st« «» nicht notwendig haben, ein Idiom zu erlernen, welche» wie die sogenannte 2. L--nde»jprache nur eine sehr g«-ringe Verbreitung besitzt, welche» von den Okbildrttti anderer Völker kaum gekannt ist und welche» von Wert nur für jene ist. welche in Böhmen etwa eine öffentliche An-stelliing erstreben. Zudem würde da» nur ein Zugeständnis für die Tschechen bedeuten, welche noch anmaßender würden, al» sie ti ohnehin schon sind. Der Bürgermeistern Dr. Bayer m. p. Diese Zuschrift wird vom Gemeinderate mit Beifall und Heilrufen zur Kenntni« genommen. Im Nachhange zu einem Erlasse de« Lan-deSauSschusse«, der ebenfalls verlesen wurde und der die Verständigung vo» der Bestellung de» errn Josef Kurzidin zum landschaftlich«» ezirkStierarzte vo» Pettau enthält, wird der Vertrag, welcher mit Genanntem abgeschlossen wurde, mitgeteilt und vom Gemeinderate geneh» migt. Hierauf folgte die Mitteilung, daß der Ge» meinderat Herr Profesfor Dr. Karl S ch ö b i n-g e r au» dem StudentenheimauSschnfse auSge» trete» sei. An seine Stelle wurde Her: Gemeinde-rat Dr. Ernst T r e i t l gewählt. Nach diesem kam da» Ansuchen de« Kate» cheten der städtischen Ki>abe»volk»schule. Herrn Anton Podwin « ki um Fortbezug der Re-numeration van 340 K auch im nächsten Schul-jähre 1902/1903 zur Sprache. Da« Ansuchen wurde bewilligt. Dann referiert Herr G.-R.Kollenz über da« Gesuch der Gymnasialdirektion um Beislellung von neuen Zeichentischen und Sesseln. Da hiemit sehr bedeutende Kosten verbunden sind, wurde aus den Antrag de« Gcldgebahru»g«au«-schliffe« diele» Gesuch für eine spätere Erledigung vorbehalten. Schlafzimmer. Die Lampe war schon beinahe ganz ausgebrannt; meine Fraii lag in den Klei-der» auf dem Kanapee; sie war blaß, verweint, häßlich .... „Maria! Maria!" — schrie die Mutter. Maria sprang schnell aus. stürzte ihr in die Arme und begann heftig zu weinen. Ich zog mich >n den Salon zurück. An dieser Stelle könnte ich meine Memo-iren oder richtiger gesagt, diesen Teil derselben unterbrechen. Meine Schwiegermutter. die eine eingehende Untersuchung eingeleitet hatte, hieß mich zuerst einen Grobian und später einen Idioten. DaS Individuum, welches da« Zimmer meiner Frau durch'« Fenster betreten, war. wie >ie Schwiegermutter konstatierte, keine Man»«-zerson, sondern ... ein Gärtner, der Maria'« Boudoir mit Blumen schmücken sollte; er trat nur auS dem Grunde durch'« Fenster in'« Zim-mer ein und verließ e« auf diesem Wge, um deu risch frottirten Fußboden des Salon« nicht zu Da« Ansuchen de« Pettauer Turnvereine«, in der Fahne da« Stadtwapp«n führen zu dür-fen (Ref. R ®. Herr Stering) wird genehmigt. Die dem Geineinderate im Entwürfe vorlie» genden Satzungen für eine Alter«- und Witwen-Versorgung der städtischen Bediensteten wird auf den Antrag de« RechtSauSschusse« hin einem EondtrauSschusse zur Beratung und Berichterstattung zugewiesen. In diesen Sonderausschuß wur-den gewählt: Herr Bürgermeister Ornig, Sparkasse-Oberbuchhalter Kasper. StadtamtSvor» stand Eberhartingerund die Gemeinde-räte Kasimir und Dr. Schöbinger. Hierauf wird Herr Gemeinderat Karl Kratzer al« Vertrauensmann für de» Schä-tzungsbezirk Stadt Pettau gewählt, da die Stelle durch Todesfall erledigt war. Da« Gesuch der Krämerin Teresia Wer«», täglich auf dem Floriaaiplatz« einen Stand auf-stellen zu dürfen, wurde au« prinzipiellen Grün» den abgewiesen. Unter allfälligen Anträgen wurde der Vor-sitzende wegen Herstellung von Radfahrwegen in den Straßen (Draugasse und H«rrengasse) sowie wegen Straßenbespritzung (hauptsächlich Rad-ker«burgerstraße und ihre Seitenwege) interpelliert. Diese Interpellationen wurden in zufriedenstellen» der Weise beantwortet. Schließlich wurde der Herr Bürgermeister vom Gemeind«rate auf sein Ansuche» ermächtigt, den Geburtstag de« Kaiser« in der bisher übli-chen Form zu begehen und e« soll der Festtag uuter aderem auch durch die Abhaltung eine« Konzerte« im hiesigen Bolktgarten gefeiert werden. Aus Stadt und Land. Dem hiesigen Mädchenheim wurde von L. Miller (nnbekannt!) unter der Devise viridu» uoiti« die namhafte Spende von 5000 Kronen gemacht. (Ääigrrbesllch.) Anläßlich detf VI. deutschen SäiigcrbundeSseste» in Graz haben in großer Zahl Ausflüge stattgefunden, welche den San-gesbrüdern oller Länder Gelegenheit gab, die Steiermark und ihre Bewohner kennen zu ler-nen. Im Programm der Au«flug«orte wurden insbesondere Deutschlandsberg. Weiz und der Schöckel hervorgehoben. Wenn in diesem Falle Pettan link« liegen blieb, so möge diejenigen de-Vorwurf treffen, welche dazu berufen gewesen wären, dafür zu sorgen, daß auch Pettau al« de« Lande« älteste Stadt in dem Programme Ausnahme gesunde» hatte. Durch private Ver-mittlung gelang e«. eine Anzahl Vorarlberger Sänger unter Führung de« Vorstände« de« Dornbirner Männergefangvereine«, Herrn Dr. Gust. Spiegel, zu einer Fahrt nach Pettau zu gewinnen. Am 30. v. M. langten die Her» re» hier an, besichtigten die Stadt, den Kai, BolkSgarten. die neu geschaffene» Unterricht«» anstalte». wie auch da« städt. Museum; in«be» beschmutzen. „Wa« nun die Worte: „Mein Lie» der," .Mein Guter" betrifft, fo wurden sie tat» sächlich vo» meiner Frau gesprochen, die schein-bar au« angeborener Güte derart liebevoll zu einfachen Leuten redet. Die endgültigen Schlüsse meiner Schwiegermutter waren also: Die Blume ist kein Treubruch. d«r Gärtner kein Mann, ich dagegen kein Gentleman, sondern ein Idiot, ein Rasender, unwürdig der Gatte eine» Engel« zu sein. Welch erkünstelte Folgerung! Da» kann man einem Anderen einreden, aber doch nicht mir. Deshalb schüttelte ich auch mit skeptischem Lächeln den Kops, wa« die Schwie» germutter in solche Wut versetzte, daß sie Maria nach Hause nahm und sofort die Ehescheidung«» klage anstrengte. Zwei Stunden später verließ auch ich Zosi». Auf weitere Untersuchungen habe ich ver» zichtet, denn was geht mich schließlich ein Treubruch an. begangen an einer Frau, die in Wirk» lichkeit nie meine Gattin gewesen nnd jetzt traft de« Urteil« auch rechtlich nicht mehr die meinige ist? sondere da« Museum fand einstimmigen Bei-fall und man war erstaunt, daß die ver-hältni«mäßig kleine Stadt in der Lage ist. so mannigfache Bauten und Verschönerungen zu schaffen. Am nächsten Tage fand ei» Ausflug in« Koloser Gebirge statt. Den lieben Gästen, welche wohl an höhere Berge gewohnt sind, gefiel unser Hügelland doch ganz gut. Hat ja jede« Land seine Reize und besonders unsere schöne Kolo«. ein Meer von Hügeln, bekrönt mit weißen Hauschen, mit ihren Wäldern. Matten und ihrem jetzt schon vorwärts schreitenden Weinbau; bei srdhlichem Gesänge, bei dem Klang der Becher, deren Inhalt nach anstrengendem Marsche erhoffte Labung bot. vergingen rasch die Stunden. Eine fröhliche Abschiedskneipe bei Osterberger machte den Schluß; daß auch so manche heilere und na-tionale R>de vom Siapel gelassen wurde, ist ja selbstverständlich, denn gottlob auch im Vorarlber-gerlandl dämmert e« und die nationale Jung-Mannschaft diese« schönen Lande« bildet sichere Gewähr, daß e« helle wird und bleibt. Den lieben Sängern ein herzliches b'hüt Gott! und ein frohe« Wiedersehe» im nächsten Jahr in unserem alten Petovium! Sch. (Ans St. Veit bei pettau) schreibt man un«: Personal Nachricht. Der Herr LandeSgrrichtSrat A. Morotutti hat sich unser freundliche« St. Veit al« Aufenthaltsort für seine diesjährige Sommerfrische auSerwählt. Herr MorocrUti ist sammt seiner Familie in St. Veit bereu« eingetroffen und bewohnt die Villa de» hiesigen Kausmanne« und Gastwirte« Herrn S ch o st e r i t s ch, allwo er einige Wochen zu verweilen gedenkt. (Mllstdvereiu.) Bei der am 2. d. M. statt-gefundenen Direttion«sitznng wurde die Vertei-iuug der Ämter vorgenommen und zwar zum Di-retlor-Stellvertreter Herr Franz Kaiser, Kassier Herr Max K r i s ch a n, Schristführer Herr Dr. B r a t i 6, Jnstrumenteninspettor Herr Karl Kratzer, Archivar Herr Direllor And. Gu b o »ttd zum Oekonom Herr Simon Hutter gewählt. Ferner wurde beschlossen, der Genossen-schast der Autoren und Komponisten beizutreten und die Stellen de« Kapellmeister« und Lehrer« für Violine, sowie die Stelle eines Cellisten und Klavier-Lehrers, auszuschreiben. Die Spenden de« deutschen SchulvereineS mit 20V K, sowie de« Vereine« Südmark 100 K wurde» zur Kenn-niS genommen und der Empfang dankend bestä-tigt. AI« Mitglieder wurden aufgenommen die Herren Gymnasial-Direktor And. Gubo, Hoch-würden Benefiziat P o d w i n «t i und Schul-inspektor I. D r e f l a t. Der Kassabericht sowie die Auszahlungen der Rechnungen, au« dem abge-laufen?» Vereinsjahr stammend, wurden zur Kenntnis genommen und die Herrichtung jämt-licher AnstaltSräume beschlossen. (heimische Kunst.) Der Pettauer Künstler Herr A. OSwatisch. welcher längere Zeit aus verschiedenen Kunstanstalten sein bedeutendes Talent ausgebildet hat. hat beim hiesige» Kauf-manne Herr» K o l l e n z zwei Bilder ausgestellt und Hiemü abermals den Nachweis seiner hervor-ragenden Begabung geliefert. Das Mädchen vor dem Spiegel ist ein ganz allerliebstes Gemälde, welche« bis in die feinsten Nuancen der Statur abgelauscht ist. Nicht weniger gelungen ist ihm das zweite Bild, eine „Studie." Wir rufen dem jungen vielverheißenden Pettauer Künstler zu: „Nur weiter auf dem betretenen Wege, frisch auf zum weiteren Streben, da« bisherige hat wahrlich reichliche, schöne Früchte getragen." Wir hoffen, daß sich für die über-au« gelungenen Bilder, zumal sie um einen verhältnismäßig geringen Preis angeboten werden, bald auch ein Käufer finden wird! (Sunstltickerriausstelluug.) Seit 3. d. M. ist im hiesigen Easino Saale eine von der best-bekannten Weltfirma Singer Eo. Nähmaschinen» Act.-Ges. auf da« reichhaltigste arrangierte Aus-stellung von Muster-Arbeiten moderner Kunst» stickereie» und Durchbrucharbeiten zu sehen, welche sämtliche auf der Original-Singer-Familien» Nähmaschine angefertigt wurden. Der Saal ist mit einer von Blattpflanze» umgebenen Büste des Kaisers geschmückt und enthält eine Menge sehenswerter Gegenstände. Besonder« erwähne» wir die seine» arabischen, persische» und spamichen Arbeiten und bi« in« feinste Detail au«geführte DurchbruchS-Arrangement«. Verblüffend wirken die Nadelmalerei-Jmitationen, die bei mehreren dort ausgestellten Bildern tatsächlich aus dem Höhe» punkte der Kunst stehe». Besonder« gelungen muß die originelle Maschinenstepperei bezeichnet werden. Die AnssteUling wurde auch durch den Besuch de« Herrn Bürgermeister« und La»dtag«abgeord» »eten I. O r n i g mit seiner Gemahlin beehrt, welche sich über all da« Gesehene in der lobendste» Weise ausgesprochen haben. Die Ausstellung bleibt bis zum 15. d. M. täglich für jedermann zu unentgeltlichem Besuche geöffnet. (Tin strammer Feuerwehr»»««» gestorben.) Dumps tönten am 2. und 3. d. M. die Glocken au« allen drei Türmen in Dreifaltigkeit. Sie verkündeten den Bewohnern von Dreifaltigkeit und Umgebung, daß sie wieder einen guten Mitbe-wohner und Freund verloren. ES galt deiii Herrn Karl Steinbauer. Bor 23 Jahren, gerade am 4. August, war er nach Dreifaltigkeit al» glück-licher Ehegatte gekommen, nach 23 Jahren mußte er die ihn achtenden Mitbewohner verlassen. Sein ganzes Wirke» weihte der Verstorbene hanptsäch-lich der Feuerwehr. Obwohl schon durch einige Jahre kränkelnd, unterließ er es doch nie, die Übungen selbst zu leiten. Am letzten Sonntag 4 Uhr Nachmittag wurde er zur ewigen Rnhe be-stattet. Die freiwillige» Feuerwehren von Pettau und St. Leonl>ard, letztere mit der Fahne waren im Leichenzuge durch größere Abordnungen ver» treten. Die Bürgerschaft von St. Leonhard war zahlreich erschienen. Die Bürgerschaft von Drei» faltigkeit erwie« aber ihrem gute» Allbürgermeister korporativ die letzte Ehre. Wir aber rufe» dem strammen Feuerwehrmann und Altbürgermeister »ach: „Ruhe in Frieden." (Sleirrmärkischer Tierschutz-Verem.) Da« Tier ist stumm und e« erträgt willig da« Joch, welche« ihm der Geist der Menschen aufgebürdet hat. Der leidenschaftliche Herrscher der Erde aber läßt e« bei dem Joche allein nicht bewenden, nein, auch das Leben muß da« Tier bim Menschen opsern. Wen» der Mensch ein Tier zum Tode bestimmt hat, fo soll er mit ihm trotzdem menschlich umgehen. Vor kurzem sah man den Flei» schergesellen eine« hiesigen Fleischermeister«, der ein Tier zur Schlachthalle führte, dasselbe jedoch hiebe, derartig roh mißhandelte, daß sich Passan-ten. gerührt vom stummen Schmerze des Tieres, darüber aushielten. Zur Rede gestellt, antwortete der rohe Geselle: „Ei wa«, ich kann tun um« ich will!" Leider, daß es wahr ist. Bei uns in Pettan dars man eben mit den Tieren tu» waS man will, denn die Expositur de« steiermärkischen Tierschntzvereine« beträgt in Pettan, man höre und staune e l f Mitglieder, natürlich, weil es unerschwinglich ist. einen Jahresbeitrag von sage: zwei Kronen für einen so edle» Zweck zu leiste». Wo bleiben da unsere deutschen Frauen und Mädchen? Unter den 11 VereinSmitgliedern ist nur eine Dame verzeichnet! I» a»deren Städten verhält sich die Sache ganz anders. Wa« diesbezüglich versäumt wurde, muß nachgeholt werden. Zum Obmanne der hiesigen VereinSexpositur wurde der Kaufmann Herr Leopold S l a w i t s ch bestimmt. Die Tierfreunde werden ausgesordert, ihr edleS Denken auch zu betätigen und sich in den Verein aufnehmen zu lassen. Der Herr Ob-mann gibt bereitwilligst diesbezügliche Ausklä-rungen und nimmt die Jahresbeiträge entgegen. (Lestkegelschirdeil.) Die freiwillige Feuer-wehr in Frieda» hat in Bauer'S Gasthos ein Bestkegelichieben bereits eröffnet und verspricht sich infolge der schönen Ausstattung mit 8 Geld-gewinnsten im Betrage von 200 Kronen und einer schöne» aoldene» Sackuhr. einen zahlreichen Zu« spruch. Auch auswärtige Gäste können sich jeden Tag während der kurze» Konkurenzzeit beteiligen. Die Beste, welche von hiesigen Gönnern der Feuerwehr gespendet wurden, sind zur allgemeinen Besichtigung in der Auslage de« Kaufmannes Herrn Aloi» Martinz ausgestellt. (voppelgulteuftllcke.) Die Fälle mehren sich, daß in unserer Stadt Zweiguldenstücke an Stelle von Fünfkronenstücken ausgegeben und in der Eile, besonder« abend« auch angenommen werde». Wir mache» die Geschäftsleute darauf aufmerksam und betonen. in«besonder« auch daraus zu achte», daß man, wen» ma» irgend eine Zahlung beim k. k. Steurramte oder der k. k. Pvstbehärde zu leisten hat. genau darauf sehen soll, ob man nicht ei» Doppelgnldettstück an Stelle von Füiifkro-nenstücke» an Zahlung empfange» hat und sich diese« unter dem abzuliefernden Gelde befindet, denn bei erwähnten Behörden werden die Dop-pelguldenstücke einfach durchgeschlagen, so daß man dieselben nur mehr al« Bruchsilber verkau» fen kann und ma» dadurch natürlich einen noch viel größeren Schaden erleidet, als wenn man daS Doppelguldenstück als Münze verkauft hätte. (Feuerderritlchast.) Vom 10. August bis 17. August. 1. Rotte des 2. Zuges. ZngSführer P i r i ch, Rottführer Reisinger. Feueran» Meldungen sind in der SicherheitSwachjlube zu erstatten. (Eiue dreifache Kindesmörderiu.) Am ver- gangenen Sonntag hat sich in St. Lorenze» am Draufelde ein düsteres Familiendrama abgespielt. Wie un« berichtet wird, kam der gutgestellte Grund» besitzer Anton Baumann am vergangeneu Sam» stag abends nach Hanse und klagte seiner Ehe-gattin Maria Bau in a „ n. daß er sich ver-kühlt habe. Er legte sich zu Bette, wurde jedoch in der Nacht wieder wach und bemerkte, daß da« Zimmersenster offen war. Darob erbittert, stellte er seine Ehegattin Maria Baumann zur Rede, wobei e« nach längerem Streite zu Tätlichkeiten kam. Am Sonn tag Morgen konnte Baumann wegen seines kränklichen Zustandes nicht zur Frühmesse und er mußte das Bett hüten. Maria Baumann rief nun. erbittert üb-r die erlittenen Tätlichkeiten, ihr 6-jährigeS Kind zu sich, erfaßte da« zweite, kaum zwei Jahre alte bei der Hand und »ahm auch de» friedlich schlummern» den Säugling aus der Wiege. Mit den drei Kinder» ging sie zu einer kaum eine Viertel» stunde e»t>ernten Lache und ertränkte dort alle drei Kinder, indem sie dieselben solange unter Wasser hielt, bis sie erstickten. Nachdem sie sich überzeugt hatte, daß die Kinder tot waren, sprang sie selber in da« Wasser, um sich zu er» tränken. Das Wasser war jedoch für sie zu — kalt und so ging sie nach Hause und sagte dort angekommtn: „Meine Kinder sind in der Lache, geht sie holen!" Maria Bauman. welche die gräß-liehe Tat jedenfalls in einer GeisteSverwirruug vollbracht hat. ist bereit« beim hiesigen k. k. Bezirks» gerichte inhaftiert, welchem sie sich selbst gestellt hat. Vermischtes. (heldenmütige Tut eines Mädchens.) In der vergangene» Woche bemerkte, wie wir in der Eillicr „D. W." lesen. Fräulein Wilhelmine Jellenz. welche im Pallos'sche» Sannbade badete, eine» menschliche» Körper daherschwimmen. Sie eilte ans den Besinnni'gslosen zu und brachte ihn mit größter Anstrengniig, e« war ei» 1 » jähriger Bursche, a»S Ufer, wo er wieder da« Be-wußtsei» erlangte. Wäre daS kaum 16-jährige Mädchen nicht so mutvoll eingeschritten, so hätte der Unglückliche unvermeidlich in de» Wellen den Tod gefunden. Heil dem wackeren deutschen Mädchen! (Der Krönuuge,ug in Lonöou) fand gestern nach folgendem Programm Hatt: Um 10'/, Uhr verließ die erste Prozession Bnckiiigham Palace. Sie bestand aus acht offenen Gala-Equipagen; die ersten sieben sind zweispännig. die 'achte war mit Kch« Eisenschimmeln beipaiint. I» diesen Gala-Equipageu fuhren die Mitglieder der könig-lichen Familie und die fremde» verwandten Prinzen. Berittene Trompeter »nd zwei Schwa- breiten Garde-Kavallerie gefetteten diesen Zug. Um 10*/« Uhr fuhr der Zug de« Prinzen von Wale« ab. Zwei Equipage» brachten seinen Hof-staat. eine dritte den Thronfolger und dessen Gemahlin. Auch dieser Zug wurde von berittenen Truppen geleitet. Um II Uhr setzte sich die Pro-zefsion de« König« in Bewegung. Einer Avant-garde folgten in malerischer Tracht die könig-liehen Gondoliere, dann kamen vier Gala.Equi» vage» mit den Hofchargen uud an diese schloß sich eine glänzende Cavalcade von Flügeladjn-taute» aller Truppengattungen, darunter indische Fürsten in ihrer reichen Tracht. E» folgten Ge-neral Lord Kitchcner und eine weitere Cavalcade mit dem gesamten Stab de« Hauptquartiere«. Zum Schlüsse ritt Lord Robert« mit einem Trupp von Stallmeistern, darunter Prinz Karl von Dänemark und Prinz Albert von Schleswig-Holstein. Nun kam der goldene StaatSwageu mit dem königlichen Paare, vom Herzog und Prinzen Arthur von Connaught zu Pferd« eskortiert. Weitere Hofcharge» und Erbämter. sowie eine Arci^rengarde schloßen den Zug ob. (Wieder eine Hetzliige des „8Iov«n»Iri Gog-p«dar.u) Der „Slovenski Gospodar" von letzter Woche bringt eine Nachricht. welche sich würdig anreiht an die bekannte Meldung, daß die Pettauer Deutschen einen slovenischen Besitz niedergebrannt hätten. DaS Blatt läßt sich auS Cilli berichten: „Der Deutsche Kandolf. Maschi-nist am städtischen Schlachthau« in Cilli, schlug vor einigen Wochen einem Fuhrmanne, der dort Eis geholt hotte, mit einem Hammer den Schädel ein, so daß dieser auf der Stelle tot blieb. Die .Deutsche Wacht" verschweigt den Fall, ist er doch eine Blüte der .deutschen Kultur"!!" Wir stellen nur fest, daß die« eine infame Lüge ist. Segen welche aber umso energischer wird einge-hritten werden müssen, al« sie ihre Spitze ge-gen eine Anstalt der Stadtgemeinde Cilli rich-tet. Die amtlichen Erhebungen. welche sofort eingeleitet wurden, haben die volle Haltlosigkeit der erwähnten Nachricht ergeben. Der gegenwär-tige Sitzredakteur be« „Slovenski Gospodar" wird sich baher vor den Marburger Geschwore-nen verantworten müssen. (Doo Venedig) wird am 6. d. M. geschrie-ben. ..Es scheint denn doch unausbleiblich zu sein, daß unsere herrliche Lagunenstadt ihrem Verfalle entgegensieht. Die Kirche dei Frari zeigt in der jüngsten Zeit sehr starke Sprünge. Bei der Kirche Giaconio e Paolo stürzte gestern ein Fenster ein, ebenso haben sich in den letzten Ta-gen in der Kirche San Mauritio neue Mauer-fprünge gezeigt. Dem Einstürze de« herrlichen Turme« St. Marku« wird schon in einigen Tagen ber Turm be« St. Stesan folgen, bessert Einsturz nnvermeiblich ist. Die Bewohner der Häuser in feiner nächsten Nähe wnrben be-reit« belogiert. In Venebig herrscht eine traurige Stimmung. Die Gemüter befinden sich in großer Aufregung. Unser König hat un« allein 100.000 Lire zum Wieberai'fbau de« Markukturme« ge-spendet; nach meiner Ansicht muß ganz Venedig neu aufgebaut werden, denn e« ist buchstäblich „auf Sand" gebaut." (Leim fc. fe. LtMsgerichte pettau) ist eine Kanzleihilfsarbeiterstelle mit dem systemmä- — 4 — ßigen Taggelde von 2.20 Kronen sofort zu be-setzen. Deutsch und slovenisch. Gesuche unter Nach-wei« der bisherigen Verwendung bt« 15. d. M. Bewerber mit der 1. Kanzleiprüfung und Eig-nung zum Kanzleibeamlen-Dienste werden bevor» zugt und haben Aussicht anf Erlangung eine« höheren Taggelde«. OMtaärktfcht volksbauk r. O. m. b. H. in Gra).) Stund am 31. Juli 1902. Einzah-lungen für Geschäftsanteile K 146418.20, Spar-etnlagen von 1233 Parteien K 947710.27, Einlagen auf laufende Rechnung K 77943.72, kurze Darlehen K 398257.06, Hypothekar-Darlehen K 21265.93, Wechsel und Devise» K 484646.08, eigene Einlagen K 211693 85, Wertpapiere 47974.40. Geldverkehr im Juli K 1319590.47. — Mitgliederzahl 2333 („hier ist ein Wunder, glaubt'» nur!") Die Dien«tag-Nummer de« „Grazer BolkSblatte»" enthält folgende Danksagung: „Ich Johann Silly au« Graz danke der ollerseligsten Jungfrau von Lourde« für die wunderbare Heilung meiner Zunge, welche operiert werden sollte und durch Abhaliikng einer Novenne wurde sie in kurzer Zeit geheilt." — Welche» Aufschwung hat doch, bemerkt hieztt ba« „Grazer Tagblatt," ba« Zet-tungSiveje» genommen! Es vermittelt bereit« Danksagungen in» bessere Jenseit«. Daß e« in» de« immerhin möglich ist, daß da« „Grazer BolkSblatt" trotz seiner Freigebigkeit mit Frei-exemplaren im Himmelreich keine Leser hat. so empfehlen wir den verschiedenen Zeitungen, diese einzige Danksagung nachzudrucken. Vielleicht er-fährt sie dann doch irgend ein Engeiei» uud überbringt sie der allerseligsten Jungfrau, damit die gute Absicht de« so wunderbar Geheilten erreicht wird. (Irrfahrten einer Ansichtspostkarte.) Au« Hagen i. W wirb ber „Frank. Ztg." berichtet: Eine wunberbare Irrfahrt hatte eine Ansicht« Postkarte gemacht, bie am 31. Erting« 1897 ein hiesiger Kaufmann an seine in Düsselborf woh-nenbe Braut aufgegeben hatte. Wie der Post» stempel zeigte, kam die Karte am Abend de« genannte« Tage« richtig in Düsseldorf an, doch gelangte sie nicht in den Besitz der Adressatin. sondern verschwand auf unerklärliche Weise spur« los. Nach fast fünf Jahren nun. am 31. Won-nemond« 1902 tauchte die Karte plötzlich in Rio de Janeiro auf. Da sie in biese» exotischen Gefilde» nicht an de» Mann zu bringe» war. wanderte sie laut Stempel wieder nach Düsseldorf zurück. Doch nun begann eine neue Irrfahrt für die Karte. Am 10. Vrachmoiid« findet sie sich in Straßburg wieder. Abermal« ging die Reise nach Düsseldorf zurück, wo sie wiederum nicht bestellt wurde. Vo» da gelangte die Karte wieder nach Hagen an den Absender zurück. Dieser konnte der Post glücklichermaßen den Bestelldienst erleichtern, denn die Adressatin war schon seit Jahren — feine Frau!_ Humoristische Wochenschau. Die Sauregurkenzeit ist gekommen! Mit ihr die Urlaub«» und Außerlandfahrteu. Da ich aber im Herzen de» felsenfesten Glauben an meinen Kredit bei alle» Wirten in der Stadt trage, so pfeife ich auf alle Landfahrten! Soll ich vielleicht nach Italien? Soll ich dort die Türme bewundern, die gar nicht mehr da sind? Da« schlechte Effeu und die großen Flöhe kann ich mir in Pettau leisten! Ja. aber irgendwohin soll ich doch! Halt, ich weiß e«. ich gehe nach St. Urbani, dort werden ich und der Herr Kaplan zu aller vernünstigen Menschen Freude eine schriftstellerische Kompagniearbeit besprechen. Wir wollen nämlich ein Buch über die Erziehung von Kindern politisch verseuchter Eltern und „Go«podar"»Abnehmer herau«geben. Herr Hoch, würden Korosec hat auch seine Mitarbeit zugesagt. Ein in Schwarz gebundene« Exemplar, gedruckt auf Blütenpapier, dedizieren wir dem österreichische» Kultusminister zum Zwecke der Erhaltung der Klosterschulen in Oesterreich. Dafür werden wir auSgehauen in schwarzen Marmor, daß sich Rousseau vor Wut im Grabe umdrehe» muß. Wir aber klettern weiter auf der RuhnieSleiter und — mir schwindelt! Ja die Leitern! Andere Leitern werden an-gewendet diesseits und andere jenseit« der Drau! In Nacht und geheimnisvolle« Dunkel hüllt sich die Person, die „jenseit«" mit der Leiter Damenbe» suche und die«teit» ohne Visitkarte andere Besuche nächtlicher Weife veranstaltet. „Wer weiß, war t nur ein Junggeselle. Wer weib, ob» nicht ei» Ehckrlchpel war?" (Zitat au« meinen Werten Bd. 32, G. 6714.) Dunkel ist die Geschichte, dunkel wie über-Haupt alle Beweggründe de« liebende» menschlichen Herzen«, fast so dunkel, wie abenb« bie spärrlich erleuchtete Bahnhofallee! Die liebe Margarets de« „Trompeter« von SSckingen" meint: .Gern verzeih' ich einem Manne, Wenn er oft und mehr alt nStig Eich den Rotwein aus dem Faß zapft. Sönnt im Notsall selbst mit einer Roten Rase mich versöhnen Riemal« mit — einem Bierrausch? Da» letzte sag' aber ich! Wer einen Bierrausch hat, der hat bereit« den Moment erreicht, wo der Äff' in'« Wasser springt. Ich will aber damit keineswegs jene zwei ehrsamen Junggesellen gemeint haben, welche sich vorgestern nacht« drauß'» beim Vater Pogatschnia derartig inwendig befeuchteten, daß sie auch eine äußerliche Befeuchtung für absolut notwendig fanden. Aus dem Heim.vege passierten sie nämlich um 2 Uhr nacht« die Draubrücke. Da verlor der eine ben anberen. I» ber vollsten Überzeugung, sein lieber Freunb müsse unbedingt nur in bie Drau gefallen sein, sprang er, sofort entschlossen, voll angezogen, in bie Drau. nm ihn zu retten. Nach einer Zeit kam ber zweite und bemerkte den Hut de« Freunde« auf der Brückenrampe. „Um GotteSwillen, der ist ja in die Drau gefallen!" Rasch entschlossen, sprang auch er i» die Drau ttiib sie haben sich gegenseitig gerettet I Wie ergreifenb wa? bet Moment dann bei der Eife»bahnbrücke, nachdem sie sich überzeugt hatten, daß sie nicht ertrunken ! „Und in den Annen lagen fich beide!" O ehrsamer Bierrausch! Ehrsame Junggesellen-sreundschast! Ich habe leider keine Zeit mehr, denn ich bin mit der Herausgabe eine« Bande« Gedichte beschäftigt, zu dem mich der grünende, blumenbesäte Rasen am Florianiplatz begeistert hat. Oder soll ich die Kinder meiner Muse un-gedruckt lassen? Nein, just nicht! T7"ere2iarte EZa/\aj3£ra,m.! Lassen Sie sieh nicht irre führen I In keinem Hause soll eine Nähmaschine fehlen. Niemand versäume im eigenen Interesse, bei Bedarf einer guten und dennoch sehr billigen Nähmaschine sich vertrauensvoll an uns zu wenden. Wir empfehlen jedermann die weltberühmten erstklassigen Bielefelder Nähmaschinen Dürkopp & Co., die einzig in ihrer Art dastehen. Die immense Produktion, zirka 70.000 Nähmaschinen pro Jahr, ist schon an sich das sprechendste Zeugnis für die Güte und Leistungsfähigkeit des Fabrikates. Wir sind Inder angenehmen Lage, allen an uns gestellten Anforderungen voll zu entsprechen und jeden Auftrag sofort zu Ihrer grössten Zufriedenheit zur Ausführung zu bringen. 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August 1902 angefangn wird von den beide» Apotheken in Pettau an Sv,,,,tagen nur immer eine von 2 Uhr uachmittag« an offengehalten, während die andere geschlossen bleibt. A» der Türe der geschlossenen Apotheke wird eine diesbezügliche'Kund-machung affigiert sein. Stadtamt ptllaa, am 4. August 1902. Der Bürgermeister: X (Dmig. — 8 — Fflr Bruch-Leidend»! X. k. KrtT. alaetliikaa Bruchband Mm F«»k, ikH flatalltk«ll« I paeamallaabe» Diaak. - D. *. O. K, «H Imllui, waaku au »»>» Triftn |v Tu IllM UM M gerlugit« UiMim l «er •riltltlllill la«ar Bellatlje«» ntlot« »L " Du |a»«aatl»«k» Braakbaa« lit <11 »lailr«, —>»>»» **umh Zaaak la Mir »,«, gafMIlcr llrllrt Du pau nallaahe Inaktu4 M »eraiellber, Mbr wichV «a»erw1l«»ll»d(JrfUf. Dynltl eekaalefl «ick jeder K9rperb»acbaf»nkell u Iü4 wird Mr lalate»-. Bakal- »< a«lee Mgka »a-Hasan. Daa aneon»U«aka Braehbud M vaaa Prot Ouaeacbauer a» Wlaoar k. k. Allfrn. IruinUaaa »4 ras Ttelea borrerafeaden ianHa ata,nl >» and aweckeaUbreekoad" «arm atapfoMea. Harr Dr. ■«! Walaa, eaaerli. Batudvant L CUaa» du Will k. k. Bai einige, arirkllak vollkea ■loht agUrt aa« aalakaa kal |ilri|ia aarlai kua, ao «aaa Du fataaitluk* Braakbaal lat lu ala AJlfrrcflnra Kraakaakaaaaa, eehrelbl: * reich, ~ " aa aaaartife Bmekbead M kal Taf aal MaaM l«Ua|a (laielMf L W.—, Oe»«l»lltJ| K. Ma ItWMHvrf I, «•.-» Mt-Wl IltM JtofU Wtütr IkMtl, Kaakaak—TC «.TO. Ueberraschend Anatracgan» {edai Mualkatttok aas im «» Symphoiite-Trompete DENBOL fjaeatallck faeehaut) »»«kl >a«ee Lator alaaM aania UaM, MkairMil heilbar aa« Hl< IMItatMH aal Lahm nickt arlor-4er»ok. To» auader- atafaat aad aakMa IrtaU, pa> aaa Ma das. DleSyinpsionl Trompete tasariäkkak *»*, Ca,. ttfaa 0 ilklOitwai «ad _ stehn LMan antt 8 Doppft-Vanttlen axt 19 Dopp«! • Ventilen fufirei-Creipet« ai fchu» Jllaimrtinm. j MaMotl Wkre-aaa» kn amftft- E f lkchea CHaat kaiq HtackaßBHrn ach»» la LTIS^ataT' I ""ft? »»»III, 'ut •stell. r To« Tialao MUlLto-bahOrdan geprüft und atnpiobien. WO »tlafal Hl »«kaka, aoweki Oberleder, ari» laklaa, die elnmeJ demli elncerleke*-werden la Terbllffeader W«Ua aofirl nuaerdLobt, tadelloe feeeluneldlf and aa» befreaat kaiibar. Du La dar kann, da du Oal aofort tob demselben nofgceofea wird, «aaa aaaltlalkar naok daa tlarelkaa blltiblaak gafatzt werden. Unentbehrlich rar Pferde-aeaeklrre, Wagaavardaoke a. allu ledarxeug. Zu tuben In Fl»..(>ea ~ " TOB K 1.» riaacfcaa ■■llaMkai » aiiu Ledarxeug. in um in A U I.—, (Qefen Elruwndnnf toi franno). Huhnahne K IM. 8 K J.SO, « naaabaa K , U fffimir Bnrlai, Müiliirak- ^rilangra k. 9a Va Sah» Ukrr >/, VimUit —'autf. — ^ * 1 - - » #" IM. Aatom. Massenfängsr. r«r |Rattaa K d.-, nr ■duaa K l lt. PaagüB ohn» BnaafalclllifUUf bla dO 81. > la alaar Macht, blntrrU«icn keine Will» ____..__,_____ ______1 tun« aad »lallen «Ich van «,1b»«. •astn »al«r.d-»g Daa K 1 lohwabeafall« „C o 11 p a a", tamenda rch BrllfaarTn) fronte. Hachaahm« Hehwabea und kaeaea In einer Nnda IM. » ettld U «,S0, • eiud K 4. fancend, i K iM>. llaberoll die bealaa II 6tlU K T, llrfolge. Varaandl fegen Maclailiaa Vertuet legen Nachnthae «der vorherige Getdeinienduiig dvrok; - JN. Fcitb, Wien, jifarlabllfcrstrasse 38. Nur 5 Kronen koatea *\» Kilo altarfainrl», b*im fraaun baachail|to ToliettaSalla, elrc* H stock la Taraohluilaaaa sia-Taraaod« rasen Nachnahme oder atrtierlfe Oatdalaundaaf dareb M. FEITH, Via». VII. MarUfellfkratraaae !>». Schweizer Uhren-Industrie. "ffic e»tia «luMhar- «iaini. tirfawrea A»lta»D»iI>lchch Jr'jrji . au» krai >a«M dkulil (Cakeaata) WM", stak hdiulm, aa» mtptaHt ni» ai «aa, aMaba ______,. aaialfaalHaa «al»w.»«t»i |«r| »U kal »alkaalft ca. 9ooo Brlobaa|»l4a«l»«a Ärrrm, ebrr twinlHl ria IMka.^uUt«! giaiH HerraA «ab Xanaa (aad. iMloiltrtiaki H)ikn . ___________ Situ! Brrlanbl flfta »a^aaha« akrt oat»irl(l •rlbrli'nbung . „Ckma" erltbuiani Hak la «Ichtaa aa kal DL ' «chwa!»>. BcUfa ud kca «»wetz Annoncen rar »Jle In- and »MUkBcHBohep JowiMie, Kalender etc. bMevgt am besten md biUlgrten Rufe Mft 38 Jahren hMtobufe eveto O&tmrr. Au von (*i A. Oppeiik's Nachfolger Afttofl Oppöük, WIEN, L, OrttnangergtuBM 12. laawtar ZlKaafa aad lal«»«li-IHaH|, aowt* Koetaamimkllfi 000000000000 «rft«H« »H Hl «I« Mm nrrlMitn [> >;.•■: i'-7r: o o u iru J« *t » unk N M taulrndrn OaDrfgaaal un'm» «la»,» »ad«, wir »i« vumsr-Ik» ,t»ch> WU H4 «aAlrdjHA «r dr» Wa««tfn»t4. Bon btm wir totfrlh 1fr inlrr LIatI erwart«, halxn, tjinisr.ianqftt worden, brnn e* battbeU iud bobtl um rlar rtMtrmiw« twmlh _8ln l>cuUaattftR44* von Hon» Hritalb. an nxlitxr blr sBcrlna*!)ai-oiuna b»,<» bot aä»iH»t Turch bie 8rri)(|enllii4utia (it ein» ««kr ttiflr*. (tan b«r!r»«a, brt •erlaglr«»!» »chaldl« »»machi. im» Mi aal da« Irbtzaltrft« brbaurra. Dir | ■inftrrm Walte babm l»lr un«. aller»»««» (rmi. Endlich ging draußen die Glocke. Run kam er! Hörbar laut pochte ihr H«rz. Ein« Minute später trat Toktor Wolfram ein. Mit hochrotem Gesicht eilte sie ihm entgege». reichte ihm beid« Hände hin und rief: .Herzlichen Tank, lieber Herr Do'tor." Er nickte lächelnd, zog ihre Hände an sein« Lippen und sagte dann: .Aber weshalb denn so viel Aushebe» vvu der »Innigkeit? Tie Sache lag ja so klar, daß kein Mensch an Ihrem Recht zwei-fein konnte, mein liebe» Fräulein!' .Run. ganz fo klar muß es doch wohl nicht gewesen sein, denn sonst hätte ich sicher in der erste» Instanz bereit» gewonnen,' meinte sie lächelnd. .Wissen Sie wa»,' rief er da heiter, .lasse» wir die ganze Prozeßgeschichte auf sich beruhe». Die Hauptsache ist doch die. daß wir gewonnen haben! — So, und nnu geben Sie mir bitte eine Taste Thee, d«nn ich din leidlich dnrchge-sroren.' Er trat an den ttamin und rieb die Finger-spitzen aneinander, bi» sie warm wurden Sie war sofort an den kleine» Theetisch ge-eilt und halte die Flamme unter dem ttupsrr-kefiel angezündet Räch einem Weilchen setzte er sich iu den großen Leh»stnhl, streckte die Füße von sich, und im Vollgefühl der Behaglichkeit sagte er dann: .Da säße ich nun ja glücklich wieder i» meinem Sorgenstuhl.' Während sie von drüben her rief: .Einen ganz kleinen Augenblick uoch, dann sollen Sie auch heißen Thee haben.' Und dabei hantierte sie eifrig am Büffet uud am Tischchen herum. .Wissen Sie aber auch, Fräulein Melanit Walter,' sagte er heiter, .daß hier in diesem stuhl der beste Platz von ganz Berlin ist!' .Freut mich, e» zu hören, bisher wußte ich es nämlich noch nicht.' euigegurte sie, indem sie lächelnd zu ihm hinüber sab. Er nickte. .Ja. ja. ganz gewiß! Wenn ich vou de» lieben Freunde» uud getreue» Nachbar» wieder mal total abgeärgert bin. so daß ich von der ganze» miserablen Welt nicht« mehr höre» und sehen mag, dann flüchte ich mich hieher zu Ihnen, in diesen nltrn brnuemrit Stuhl und liier finde ick, mich dnmi so nach nnd nach immer wieder.' Sie wurde rot, wendete sich aber schnell »ach der -rite hin. »m ihre Verlegenheit nicht bemerken zu lassen, erst als sie wieder Herr der Situation war. antwortete sie mit gelungener Ver-stelluug: .Jetzt wollen Sie mich wohl gar iu Verlegenheit bringe», lieber Doktor, wir?" Ein wenig erstaunt sah er sie an, dann fragte er: .In Ber lrgenheit? Wieso denn? Ich sprach doch nur ganz offen meine Meinung aus. Uud das müssen Sie doch selber merken, liebe-? sträulein. daß ich mich sehr wohl bei Ihnen suhle: es veracht ja kaum ein lag. ohne daß ich bei Ihnen gewesen wäre." »Und da» ist recht so!" eutgeguete sie, immer »och ein wenig unsicher, .kommen Sie »ur, so oft Sie wollen, mein Heim soll Ih"e» stets das Erholungsplätzchen biete», das sie bei mir suchen.' Er nickte nur und sah sinnend in die »amiuglut. E>»e Pause trat ein. die fast eine Mi»ute andanerte Tan» kam sie zu ihm heran, deckte das klei»e Tischchen, das neben seinem große» Stuhl sta»d. »»d brachte Thee uud Gebäck; als sie das damp'ende Getränk ei». schenkte, war sie wieder vollkom« me» ruhig »nd sicher. .So, mein lieber Herr Doktor,' sagte sie scherzend, .nun können Sie anch den inneren Menschen erwärme«.- Behaglich schlürfte er den dnf-tenden Thee. .Wen» ich so be-denke, wie g»t ich es habe,' sagte er langsam, .dann niöchte ich im« mer ein stilles Tankgebet ans-stoßen, das; mir alles G»tc so erhalte» bliebe.' .llttd warum sollte Ih»en denn das nicht erhalten bleibe»?' .Ja nun, ich de»ke ebe» daran, daß sich hier die Situation doch auch mal ändern wird. Ra nnd dann ist es doch sür mich aus mit diesen trauliche» Plauder-stunde».' .Ich verstehe Sie »icht, Doktor. Was soll sich den» hier ä». der»?' »Run, wen» Sie einmal hei-raten." Einen Augenblick sah sie ihn säst entsetzt an, dann schlug sie dir Blicke nieder »nd wurde pur-vurrot. Einen Augenblick dauerte es nur, dann sagte sie mit ei»em herbe» Lache»: .Ich »»d heirate». ach »ein, das ist ganz ansgeschlos. feil!" »Wiui, iiuii," meinte er zögernd, nnd erstaunt über deu Wechsel ih. res Aussehens, .das kann ma» doch nie so bestimmt vorher sage».' .Ich. ia." entgegttkt? sie »»» »!«mg Alben vo» Z fest nnd ernst, „ich kann es sagen.' .Und weshalb? weil» ich frage» darf?' ~~ '"eil —' eine» Augenblick schwieg sie verlegen, dann rante sie »ch energisch auf und rief heiter: „Das ist ja Unsinu. ist >a alles Niiflnu, weshalb wolle» wir »»» den» die Stimmung verderbe»! Genieße» wir de« Augenblick und das, was er uns giebt. Das ist und bleibt doch im»ier «och die höchste Lebe»sk»»st." Er nickte »nr nnd wurde nachdniklich. Nach einer Weile,^ als der aromatische Thee seine anregende Wirkung auf ihn ausübte, begann er wieder: „Wie nett uud stim mungsvvll das hier alles bei Ihnen ist.' Dort das knisternde Xaminsener, das rote, matt gedämpfte Licht, das alles so zart n»d ro,,g erscheinen läßt, uud hier der Theetisch. Alles so sauber uud hübsch arrangiert, — nnd ringsum dir matten milden warben, die dem müden Auge so wohl thun. da stört anch nicht ein einziger schreiender To»! — Ach. Krauleiu Melanie. Sir baben mich sehr verwöhnt, wirklich sehr verwöhnt! Und ich sage Ih»e» oyktt »nd ehrlich, daß es mir i» meinem Iunggesellrnheim gar nicht mehr gesnllt. seit ich au diese Behaglichkeit hier gewöhnt bin, nein, wirklich! Tas ist wahr, ganz trist nnd öde kommt es mir vor. fo dan ich am liebsten gar nicht mehr dabeim bi»!' cie plattete a» ihrem Schürzchr», »nd ohne ihn anznsehen. sagte sie: .Jetzt könnte ich Ihnen ja da« Gleiche sage», was Sir mir eben —" Schnell unterbrach er sie. .Natürlich, jo muß e« ja komme»' jetzt werden Sie mir empfehlen, zu heiraten, ausgezeichnet. Sie müssen mir das anrate»! Aber jedes Weib ist eine geborene Ehr stisteri»!" „Willi, »»».' begnügte sie. .seit wann sind Sie den» ei» so geichworrurr fciiid der Ehe?" »Der bin ich durchaus nicht!' „Na also!' .Wisse» Sie vielleicht eine »Iran für mich?" «Ick,? Aber Doktor, was fällt Ihnen den» ein?' .Na, es schien mir beinahe so! Aber das wär« doch vergebene Liebesmilh gewesen. Ich würde »äinlich nie ei» Mädchen hei rate», das man mir empfohlen hätte, gewiß nicht, und selbst, wenn ich mich in dies Mädchen anch noch sterblich verliebe» sollte ich würde es dann doch »icht heirate». rein aus Trotz »ichr weil ma« »iir sie empföhle» hatte - deshalb allein? - Sie lachend Ia. nenne« Sie mich immerhin, wir Sie wv.1e». aber ich habe nun mal den Ehrgeiz, daß ich mir mein Glück stets allein suchen und es nie einer Empfehlung verdanken will! — Ein sonderbarer Schwär mer, wir?' Lachend sah er sie a» Und sie reichte ihm die.Hand »»d sagte: .Ich wünsche Ihnen alles Glück dazu, lieber Doktor!' .Ich danke Ihnen, ftrimln» Melanie,' entgegnete er mit war nie«, vollen Tönen, ihren Hand schlag erwidernd, .ja. Sie mei nen es gut mit mir, das weiß ich; »nd nun verzeihen Sie mir anch, daß ich eben ein bißche» z» lebhast wiirde: »nd das könne» Sie mir glauben, zu Ihnen habe ich festes Pertrauen, und wenn ich wirklich mal eine sür mich pai-sende ftraii finden sollte, da»» sol le» Sie die erste sein, die von mei> »ern Glück etwa« erfährt.' Kau», hatte er geendet, als sie sich im Augenblick verfärbte, und ein jäher Schreck durch ihren Köi per zitterte, fo daß sie sich kann, aufrecht zu erhalte» vermochte. .Was ist Ihaen, Fräulein Me« lanie?" fragte er angstvoll. „Nichts, lieber Doktor, gar nichts! meine alte Schwäche, Blut, audraug «ach den, tlops, ich habe etwas viel gearbeitet: — sehnt Sie, es geht schon bester.' Sie lächelte matt »nd »ahm sich mit aller Energie zusammen, um ihn »icht »och mehr zu beunruhigen. .Ja so,' sagte er. .Ihre Arbeit, davon haben wir heute ja gar nicht gesprochen. Was macht denn der neue Roman?' .Nun, er geht so langsam den? Ende entgegen.' .Und sind Sie zufrieden?' «ie verneinte. „Das wissen Sie ja, wen» ich ein neues Werk ,ert,g habe, finde ich immer, daß es hätte bester werde» müsse» * .«>e sind ein strenger Kritiker." .Da» muß man anch. lieber freund, und gerade an den eigene» Arbeite», sonst wird nie etwas daran».' Er nickte, erhob sich »»d reichte ihr zum Abschied die Hand. .Also herzliche» Dank sür Spei," »nd Trank." sagte er heiter, .»»d morgen »m drei Uhr geh?» wir a»ss Ei», »icht wahr?" „Wen» nicht» dazwischen kommt.' .Wa» soll denn dazwischen komme»?' .Run. man kann doch nie wissen.' „Ach was! Sie komme» mit n«d damit basta! die Bewegung in der »rnchen L«ft thut Ihnen not genug! — Also um drei Uhr am »Renen See'. Bis dahin adieu, meine Teuerste!" Sinnend sah sie ihm »ach. Noch schwirrten seine letzen Worte vor ihren Lhren. Noch sah sie das gesunde Lachen seine» sieghafte», lichern. Blicke». Noch fühlte sie den Druck seiner weichen und doch mutigen Singer. Sinnend sah sie ihm nach--- Endlich setzte sie sich nieder »nd ließ die Hände matt in de» wachse» i»it üii'i iti <. sinken, »nd starrte in die knisternd« Glttt des Mo»,in«. iuiir deiin mit ihr vorgegangen? Was dnrchiiittelte sie ifif bald mit glntender Hive, bald mit fieberndem «chanern? ^»»Iistrie., (Htwtrbr- «II» ttunsianSstcllunq in Tiifftlbtrf: Wri»s>»bt , Zchloft linvas fremdes. Unsicheres, Haltloses war in U)c# das sie vordem cir i;tfstjtnt hatte. Was war es denn? Was war es denn nnr!? '.Koch immer schwirrten seine Worte vor ihren Ll>re» — -ot iinmer fiihlte sie seine Blicke nnd noch immer de» Druck »>r Hände--- llnb hier, hier ans diesem Stnhl hatte er gesessen, hier hatte c gesagt, — .Sie sollen die erste sein, die etwas von meinem «liitf erfährt!" plötzlich stuft sie hin ins Polster, preßt das Gesicht in die >öndir »nd sangt ncilich an zn «ine». Minutenlang «itiarrt sie so, Endlich rafft iicii auf. trock-»r die Thränen irt zwingt sich »"energisch zur tlic. las also war i* der Arennd-v't geworden! icyt liebte sie '! ia! ja! «» war es ihr nienklar, - sie »t>:r ihn! Aber ihr Herz «vltr nicht auf, 4t mnchzteihre »lf empor in "— L»st. nein, und trostlos r> in ihr aus. > »nd gebro-saß sie da. ia. daß hoff. war. sie ja, daß sie ine Freun-* war, mehr l" '»ch nicht. X'td es wäre «Jirti Thorheit, d» lcheu vagen ^»tilgen hin-»tbcn! Mitaller W'Mie wappnet •' gegen die fi<1 >Hrit in ihr. f» wäre ja Thorheit! Sie ist ja älter als er, volle fiiuf Jahre älter! Und sie hat es m nnr zn deutlich gemerkt, daß er nichts als freund-ichaft für sie empfindet. Also stark sein! — Sie war vom Leben schon genug in die Schule genommen. — stark sei», damit er nichts davon merkt, nnd damit sie in ilim nicht anch den ftrnntd noch verliert, Entsagen! - Sie war ja daran gewöhnt — entsagen »nd schweigend alles ertragen, das war nun ihr Los, Mutig und stark stand sie auf. Nun tvar sie ruhig. St) sprach sie sich Mut zu, und weil sie seit Jahren daran gewöhnt war. etwas, das sie sich einmal fest vorgenommen, anch konse anent durchzuführen, so erschien es ihr anch nicht schwer, ihr neues Vorleben streng »nd gewissenhaft inne zu halte». Aber als sie am anderen Tage Toilette machte zn dem Gang »ach der Eisbahn, auf der er ihrer harrte, da saß sie doch länger als gewöhnlich vor dem Spiegel; nnd als sie so ihr AnSseheu einer gettatte» Prüfung unterzog, fand sie, daß ihre kfrisur eigentlich recht nn-kleidsam war, Sie rief die alte Kathi, ihr treues altes Faktotum, die von frühester Jugend an in ihrer Familie lebte nnd »nn den Dienst einer Köchin, Magd nnd Vertrauten bei ihr inne hatte: nnd mit Hilfe der guten Alten machte sie sich eine andere Frisur znrecht, die kleidsamer war, und sie vor allem bedentend jünger erscheinen ließ. Und dementsprechend wählte sie nun anch Kleid »nd Bluse, alle» i» irischen uud lebhaften warben, die ihrem Aussehen eben-falls bedeutend zu statten kamen. Als sie so ihr Spiegelbild aufmerksam betrachtete, keimte gtur, versteckt in ihrem Herzen eine leise scheue Hoffnung ans, daß sie ihn, den geliebte» freund, sich vielleicht doch »och erobern könne. „Aa. Sränleinche», wenn unser Herr Doktor sich tonte nicht freut, dann thut er es nie." sagte die alte Kathi begeistert. Gartenhäuser. Nach d»m (HcmAtbc uon M. HoI> e,i t> crg. ,M>« lei l > 12S UallMII. VroicilOT («um «andltaten, d»ndi»>11 < »erlegen». .UnllAulMocii Sie, Herr Dtofcflot . ... ich fllaulüo . . . ci« waren j((l niitii ,» fcoiile:- .Wieso beim?" fragte Melanie erstaunt .Nun, Sie sehen an», Fräuleinchen, daß es eine wahre Freude ist!" .Äber was kümmert denn da» den Doktor?" .Wa» ihn das kümmert? Na. ich danke recht schön! Ich denke, da» soll ihn recht viel kümmern. Man nimmt sich doch keine häßliche Hrau, wenn es »icht gerade sein muß!" <.?-»«>. folgt.) TtaatSrat Dr. Gustav von Mandrq. Am ZV Mai verschied Slaa«»rat Vr. Gustav von Mandrh, einer der hervorragendsten Mitarbeiter bei Au»arbei-tung det Bürgerlichen Gesetzbuches. Zu Waidfee am ZI Januar 1832 geboren, war er von 18SK bi» 1 »01 al» Richter in Stuttgart und Ulm thätig. 18Ü1 wurde er zum ordentlichen Professor de» römischen Recht» in Tübingen ernannt, 1884 zum Mitglied der erste» Kommission sür die Au»arb«ituug de» Entwurf» eine» «ärgerlichen Gesetzbuch», wa» eine Unterbrechung seiner aka. demischen Thätigkeit herbeisütirte. 188!» »ahm er diese wieder aus nnd wurde 1800 zum Mitglied der zweiten Kunimislion für die Revision be» Entwurf» ernannt. Bon seinen Werken ist namentlich die wiederholt ausgelegte Schrift .Ter rivilrechtliche Inhalt der R«ich»gesetze" zu erwähnen, ferner da» zwei-bündige .Gemeine Familiengüterrecht mit «»»schlug de» ehelichen Güterrecht».' König Albert von Sachsen f. Aus seinem schlesischen Sommersitz. Schloß Slbqllenort, wohin sich König Albert von Sachse» ansang» Mai begeben hatte, verschieb er am 19. Juni nach kurzem ttrankenlager. »in Blasenleiden, da» den Slüntg schon vor Jahren ergriff, untergrub allmählich seine ehedem so feste Gesundheit. König Albert ist am 23. April 1828 in Treiben al» der «ohn de» späteren König» Johann geboren. er trat schon fliili« in die Armee ein und zog 1849 in der llharge eine» Hanptmann» mit nach Zchle»wigHol-stein. Nachdem l8ü4 sei» Vater den sächsischen Thron bestiege» hatte, erhielt er be» Vorsitz im Stanlsrat »nd wurde tftätige» Mitglied der Ersten Kammer. I« Jahre I8B6 leistete er auf Seite der österreichischen Armee tapferen Wider-stand gegen bie preußisch« Armee uuter Herwarth von Bitleii'ekd Nach dem Arieden»schluß erhielt er da« Oberkommando über da» sächsische Armeekorp», Leine rühmliche «»teilnähme an dein dentkchfrauzösischen »Iriege ist bekannt: er entschied die Schlacht bei Gravelotte und erhielt »ach der Einschließung von Metz da» Oberkommando über die Maalarmee. die so hervorragenden An» teil an der Schlacht von Seda» nahm Nach dem Frieden wurde er General-inspektenr der ersten Armeeinsvekiion und GeneralseidniarschaU. Nach seine» Vater» Tode, 20. Oktober 187.'«. bestieg er den sächsischen Thron. Seit 1853 war er vermählt mit der Prhtzessin iiarola, lochler de» Prinzen Gustav von Was», und der Prinzessin Luise von Bade»; die Ehr blieb kinderlos Nach, solger auf dem Thron ist nunmehr sei» Bruder, Prinz Georg von Sachsen, gebore» am 8. August 1832. Dir Industrie , Gewerbe- und KnnstanSsteUnng in Dnsseidorf. An-schließend an die in einigen früheren Nnmmer» abgedruckte» Illustrationen der Tüsseldorser Aufstellung bringe» wir heute noch eine Abbildung der im dortigen Text erwähnten originelle» Weinstube .Schloß Iohan»i»berg", in welcher sich de> Besucher nach den Strapazen der anstrengenden Besichtigung der «»»stellung bei einem Glase tatilluse» echten Joha»»i»berger« behaglich au»ruh«n kann (St ist die» der von der Firma Johann Klei». Weingut»-besitzer in Johauni»berg, dicht am Rhein gelegene anmutige Bau. welcher sich im Aeußeren al» die iibrig gebliebenen Teile: Thüren. Portal it. einer alten Stadtmauer, und al» ein daran angebaute« rheinische» Hau» präsentiert. Zkizzieren wir nun kurz die Lage V» Pavillon», so können wir un» daraus beschränken, zn faßen, daß er dicht neben dem An»sichl»tiirm der Abstellung hinter dem Gebäude der Handwerkskammer liegt. Die alten Mauerteüe Kni» in Bruchsteinen imitiert, während der übrige Teil de» Gebäude» einen Zack, werkbau darstellt mit fchiefergrdecktem Tach und hübschen Giebeln. Bo» den Jnnenräumen nennen wir zunächst ba» gewölbte Turmzimmer im Erdgesch,, welch«» in leinen helle» ffarbentönen einen überan» anheimelnden ttindtu? mach». Ia» Hauptziminer de» Erdgeschoße« ist gemütlich eingerichtet. j:t Wände zieren wunderbar «„»geführte Oelgernälde be» Tüsseldorser Ma!«,» Andersen Montan, welche Keller- und Trinkstubenseenen darstellen. Wirklich künstlerisch geschnitzte Aaßböden an den WSnden, in einer «ulführung. ,?» wir sie selten sehen, ziehen vor allen Dingen nnsere Blicke an Jntereüini sind auch bie KeUerbilder. welche nächst den sie umgebenden urwüchsigen Trink, svrüchen die echt rheinische Gemütlichkeit zu erregen geeignet sind. Nach tem Rhein« zu dehnt sich der große Garten au». Im Obergeschoß befinde! sich noch ein reizende« Tnrmzimmer, von dem man einen großartigen Rundblick Über den Rhein und die Aii»stellnng genießt. An heißen Sommeradeiidc« muß e« hier entzückend schön sein: nur dumpf dringt da» Geräusch und ba« Lärmen von der «»»stellung hier herüber, eine erquickende Ruhe umgieb! un« | und verursacht nach dem Hasten nnd Trängen eine überau» wohlthuend« Hr. holung. Aast könnte man glauben, wieber in Wirklichkeit am Cberclieii zu sitzen «or un» perlt der goldene Wein mit de« exquisiten Bouqet. wcl. che» den besseren nnd besten Lagen der Rheingauer Berg, in Johannitder» Winkel, Geisenhelm, vestrlch, Mittelheim und Hattenheim eigen ist. Sartenhinser. Lnstschlbfler nnd Kartenhäuser sind keine reellen Baute» sie stürzen gar bald ein, nnd hinterlassen zerstörte Hoffnungen. Sie zählen zu den Seifenblasen im menschlichen Leben «er auf sie seine Pläne stützt. d<: »riebt stet» eine bittere Enttäuschung. Mit vieler Mühe hat Tora ihr Karle», hau» bi» zum ersten Stock erbaut, wie sie aber ba» Tach daraus setzen »ia, stürzt e» fede»mal zusammen, loch sie verliert nicht die Geduld und sängt Bau stet» wieder von neuem an. Wtrde sie. anstatt sich ganz dieser Arbeit,» widmen, lieber ein wenig ihren schlimmen Bruder betrachten, bann (Onntr >it sehen, wer e» ist, der ihr ihr Wert vereitelt. T»e größte Geduld und der grbi,ü Zleiß nützen oft nicht», .wenn man nicht weiß, woher der Wind wehf vergünstign»!. Richter. .Welchen Wert hatte ba» »lstchen gigarie, welch»« ber Angeklagte bei Ihnen gestohlen hat?" — Zenge (digarten Händler«: .FÜns Mark! (Leise, hinter der Hand her): .Sie kriegen'« natürlich sür vier Mark fünfzig, Herr Richter!' Entsprechen». »Ich habe ein Buch lyrischer Gedichte geschrieben n,t» dem Titel »Hundert Träume." Wa« beuten Sie, mal ich al« Honorar da!« erwarten darf?- — »Hm. mein Lieber, da» Honorar wirb wahrscheinlich such ein Traum sein " Urin englischer Sonderling. Zur Zeit König Karl» ll. von Engla») lebte ans seinem Landsitz« Baslng Sharle» Paule«, Maraui» von Winch-i.i später Herzog von Bolion, Er speist« gegen sech» oder sieben Uhr ade».'« und ba» Mahl baueete stet» bi» sech» oder sieben Uhr de» nächsten Morgen, Während dieser Zeit aß er zuweilen, dann trank er «inen Schluck, lai- chü musikalischen Borträgen, rauchte und unterhielt sich von Zeit zn Zeit, Zei-e« Gästen stand e» frei, währenddem zu sitzen oder aufzustehen, zn gehen odt, \i kommen, zn schlafen oder munter zu fein. Essen und Trinken stand ihn« stet» zur Beifügung. Kam der Morgen heran, so ging er ans die Jagd ta schlechtem Weller tanzte er. Um elf Uhr früh ging er zu Bett und schilt» bi» zum Abend. Abgesehen von diesen Sonderbarkeiten war er ein kl»»« Mann, der mit dem Prinzen von Oranien in regem Briefwechsel stand, I Tomaten (Paradiesapfel) im Sommer. Im August und September mui in weniger guten Lagen darauf hingewirkt werden, daß die Psianzen nicht mrfcr Yrüchte, al» zur Reis» gelangen, zu ernähren haben. Ti» kleineren Früchte ;i»> barurn wegzuschneiden, oder e» sind einzelne Zweig« wegzunehmen, Ta» leKteik ist auch deshalb gut. damit Lust nnd Sonne den hängenbleibenden Ar leichler zu stallen kommen, Alle Zweige und auch sämtliche Zweig>pitzei> n ; zuschneiden, wie man e» öfter fleht, kann jedoch nicht anempfohlen werd.» Leigemälde von Schmntz zu reinigen. Man durchschneidet Karli wisch« sie etwa» ab, wenn sie gar zu naß sind, nnd reibt nun vorsichtig W Staub und Schmutz, der aus den Oelgemälden sitzt, damit ad. Rätsel. II« stirbt da» Jetzt, da» Morgen wird zum H«u>', Rastlo» entrollt die kam» aeword n« jjeit In zweilrlhalie. dann« finster»«« — Ä»r da« i?rrga»>,cne ist un« ae«i>! «och einmal aber «ritsi du, stifte «lacht, (ftn längst bertlinifl'nc» Älück in milder Prachi. brichst auch dem «ermsien deine» Zcofte* Lichi. »iiglÜcklich ist er doch in »einer «ähe nicht. »lach »einem eingen -lerne, liill un» hoch iJkrlchttt, lächelt sanft sein «uge »och! — «tarl Staudach. Tie Ausii'sung ist im Zerl de« Raisel» enthalten. llharad». Ta» Urstr dient zu Oeftgelaii"' Ta» lliibr« rnuft zur Höhe ra>; ?a» »anze steht in Afrika «im Me«re»steand al» Zweite? ' Anagramm. Lodald der Frühling kommt t» Prang' ich lii blumigem Gewa «sin weitere« Weiche» lüge a» ^jum kleine» Räuoee werd' >«i Iulin« ga ' «lislösuiig lolgl i» nächster «ummer Auslösungen an» voriger Nummer: Te»«rlthmogriph». »»seilschwanz. fletsch. HUipse. Ifata«. Erfinzc. WtlieM.: • nitte, IIauf, Waiipen, Aller, Xttchelln. *io(iiel.— le» Wätiel»: Hnn. «enw. »e« Logogrlph»: Auch«, ksuchfia. __ . . .. nur Drillte »»rkekalten. »«ranrwottlich« !Hr»afHim von »mit »[elfter, Mbeutft und h«rau»ge»et>e» von »reiner « Wleilfet In Stuttgart