~^___ Mittwsch, 11. März 1891. litt.Jahrgang. AbachelWMung. --------------- ^""'!«!fsa»'° ^'bjHhs^' ^ ° >< v r r 1 e n d u ,, 8 : gniizMlig fl. lb, halbjährig ft, ? c.l>. Im Comptoir: I Die «Uaibacher Zeitung» erscheint tHglich mlt Ausnahme der Gönn- und Feiertags, Die »lbmlnlstratio« ^^^^ °" öftere» VUed^l^nluugeu per gelle U lr, V u> bi« llj Uhr vmmittag«, — Unfranlierte «riefe werden nicht angruommen und Manuscript« nicht zurllsgeslellt. Nichtamtlicher Hheil. ^^/^""^-Nesorm in Ungarn. ^?^itt2,^" Ständewesen zur parlamen-'^?^ Ungarn ?' ^"" arischen zum modernen ^<^n ei ,X spuckt mit allerlei Ballast, an« ^ l ^aat? W deicht abschütteln kann. Der ^«. "eulei'ts3°^ V°" tausend Jahre alt. wurde ^"„.U'che Staatsgebilde erst im Jahre >ll^aene n>'.^ ""s allgemein?« directen Wahlen ^»>llich, ^lks,ertretung und eine persönlich ^ >'sse. ^^""na geschaffen wurden. Infolge »>5 /Ue„ 'bre> ^ ^^en Reform folgten, konnte ^I ^lsl der »I ^°"sequ en nicht ausgestaltet 'M.t, Ausgleich vom Jahre 1667 schuf diese !^>°°>>in durck^ ^'' Justiz verstaatlicht, '^?kn tv,/"ss O^ane der Municiftien aus- !, ^^ auch ^ N^/°lle 22 Jahre hat es ge-'^lam ^ der Verwaltung ^ ^ ^n.qjam .1,H" .""" °"ch ^zwischen die >, ^"'"üt ^^?plunden. welche die Verwal- ^„^iidte niit ^llich .^'^lication der Beamw. >>^stu"'^"^ ^ der Regierungstattik ^>Q" u^h, !'"'"s im Sturme zu nehme., l^«^>w^.'i," wollte, dass die Comitate '.^^sasstlna. '^ durchmachen, ehe diese «Voll '1'^^°n P .'"dgiltig fallen. Seitdem vor b'> ."/ der lm. " ,^"'Y'Y von seinem Abgeord-Ü<^"l'ch, ^«nsch,n Nation das bittere Wort zugeschleudert, stand ?' ^btchil. ""uugzreform '" Sinne der Ver- ^3' Wd," "uf der Tagesordnung, Man^ ^>^°^kaka7a "Zage ^rrschte im Hause des V ^ll», le Hc>uzf^°" "lit Tagesanbruch ein Frühstück fertig ^ö" ^^^rfen.^'" es Frettag war. in seinen k'?o s^b? in ""«' ^ vor einem halbblinden als sein alter Nachbar ^! ^ f ^iinde a , « llsamkeit in Time's Hause >O 9« ?' TimeM^" war. eintrat. «Was ^ 'ö'h 3«^' G ri^"^ ber Alte. «Was soll es >^t ^Vt ,n die Stadt!, lm.tete die ^i> ^bar ^"' «Und weshalb denn?. ^ ',h>^' /°r '' ^ «Mir alles eins! Heute > °! l<„^ s^lbs^" "'rd's ein Kind sein und ^ ^«^^'idi'ich " b.e Reihe!, brummte Sime. V^t. ^>nlel^.^"ba. um. nahm seinen ^< 5'^ ^llr ^°"ate ^ ^^lrksgerichtes. V^^ch'oss'" ''ine^^wlich Sime's Nachbar. ^>^bli°'W'. D? Kukuruzstlde den Hund l' ^< ^?"«H" verklagte deu Mörder '^<" bI' ied^-unb beanspruchte 20 fl. ^^,^ nicht^^ der Klage abgewiesen. . " lliie K Der ^ ^^ Kette hielt, sondern ^ ^^lerz ^'gknthümer des meuchlings "ppelllerte gegen das Urtheil Kernpunkt des Uebels, den Sitz desselben nicht traf. Jetzt endlich schrickt man nicht davor zurück, die Administration durch das einzig mögliche Mittel zu curieren, indem man die autonome Comitatsvcrwaltung beseitigt und an deren Stelle die centrale staatliche Verwaltung setzt. Läutet mit allen Glocke» im Lande, es liegt ein großer Todter auf der Bahre! So beiläufig kennzeichnet ein geistvoller ungarischer Schriftsteller die Situation, welch? für das avitische Comitat durch deu Gesetzentwurf geschaffen wurde, den der ungarische Premier Gras Julius Szapary in seiner Eigenschaft als Minister des Innern am letzten Sonnabend im ungarischen Abgeordnetenhause eingebracht hat. Ja wohl. das alte Comilat ist todt, es lebe die moderne staatliche Verwaltung! Das sagt gleich § 1 des Entwurfes, welcher den Grundsatz der Ernennung der Beamten statt der bisherigen Wahl feststellt. Damit entfällt die ganz? Romantik der «Comitatsrestauration», mit ihren Korteschen. Gelagen. Schlägereien und Pro-tectionen. Bei diesen «Restaurationen», bei denen sich wohl immer die Wähler restaurierten, sehr selten aber das Comitat, hat in gar vielen Fällen nicht die Tuch tiqkeit, Sach« und Fachkenntnis, nicht Arbeitsamkeit. Fleiß und Strebsamleit der Candidaten, sondern deren Beziehungen zu den im Comitate dominierenden Fa« milien den Alisschlag gegeben. Gar oft gab man dem Comitate keinen Beamten, sondern dem talentlosen, unwissenden und faulen, Schützling eine Versorgung. Und da der Beamte seine Stellung den einflussreichen Fa> milienbeziehungen und den Mitgliedern des Municipalausschusses ,^u danken hatte, so musste er naturgemäß auf diese Factoren stete Rücksicht nehmen, zumal auch srine Wiederwahl von denselben abhieng. La steckte der Krebsschaden der ungarischen Ver« waltung, denn hierin lag der Grund der mangelhaften Control'en, weil die Oberbeamten es auch mit den Pro-tecloren ihrer Untergebenen nicht verderben wollten. Die derzeitige Regierung, welche ein Ministerium der Reformen ist, weil sie nahezu durchwegs thatkräftige und uud zielbewusste Reformer in ihrer Mitte hat. schlägt auch weiter keine Seitenwege ein, sondern geht direct auf das Uebel los. Sie hat sogar den Muth. mit dem wichtigsten Gesetzentwurfe, dem über die Co« nutate, den Anfang zu machen, trotzdem dieser mehr als alle anderen Verwaltungs.Gesetzentwiirfe, mehr als des Ortsgerichtes an die höhere I-istanz. und heute war die Tagsatzung. Rüstig wanderte unser Held fürbaß auf der kothlgen Slraße. nicht achtend, dass sein Sonntagskleld über und über mit Koth bespritzt wurde. Zuletzt begann es sogar in Strömen zu regnen, was den processsüchtigen Rächer seines Hunde« zu kräftigerem Ausschreiteu, aber auch zu zahllosen Kernflüchen veranlasste. Durchuässt bis auf die Haut kam S,me endlich im Gerichtsgebäude an. Er hatte deshalb so sehr geeilt, damit ihm sein Gegner nicht zuvorkomme, denn die Verhandlung war auf 8 Uhr morgens anberaumt. Um die genannte Stunde begannen sich jedoch erst dte Schreiber im Amtslocale einzufinden. der Richter selbst erschien erst eine volle Stunde später. Im Wartezimmer des Bezirksgerichtes sah es aus wie auf einem Jahrmärkte. Eine Menge procefsierender Parteien wartete da. darunter auch Dmitar. der Gegner des Sime. Er war doch früher gekommen als sein Widerpart. Der Amtsdiener rief die Parteien nacheinander zum Richter, an Sime und Dmttar kam die Reihe erst gegen Mittag. Ais dahin beschäftigten sie sich damit, einander mit den Vlickei, zu verschlingen. Der Richter, vor den sie hintraten, durchblickte rasch einige vor ihm liegende Bogen beschriebenen Papieres u.'d begann hierauf: «Am 30. September vo. rigen Jahres erschoss Dmitar Loncar. Hausnummer ^>. den Hund des Sime Skakavac. Hausnummer /, ,n seinem nächst dem Wohnhause gelegenen Kuluruzseloe, angeblich wegen des Schadens. d?n der yuno an Kukuruz verursachte, in Wirklichkeit jedoch ""« ^ye" gegen den Nachbar. Sime verlangt 20 ss. Schad n« ersatz.. - «Warum nicht gleich hundert?, nes Dmitav dazwischen. «Ruhe!, gebot der Richter und fuhr dann jene über die mit Municipalrechten versehenen Städte, über die Städte mit geordnetem Magistrat, über die Gemeinden, über die Verwaltungs-Eerichtsbarkeit und dergleichen, die öffentliche Meinung des Landes auf« zuregen imstande ist. Schon jetzt lässt sich sagen, dass sich nach zwei» fachrr Richtung eine Opposition gegen den Gesetzentwurf über die Comitate gellend machen wird. Die äußerste Linke scheint ursprünglich die Absicht gehabt zu haben, die Auflösung des Abgeordnetenhauses zu verlangen, damit sich im Wege von Neuwahlen das Volk darüber ausspreche, ob es die Verstaatlichung der Verwaltung oder die Beibehaltung der autonomen Comitats-Ndmi« nistration wünsche. Die Partei scheint davon abgekom« men zu sein, weil man ihr mit Recht hätte entgegnen können, es sei auch schon bei den letzten Wahlen in jeder Candidatenrede diese Frage eingehend erörtert worden, so dass man ohne Uebertreibung sagen kann, sowohl die Mitglieder der Regierungspartei als die der gemäßigten Opposition seien vor drei Jahren unter dem Schlagworte der Verwaltungsreform gewählt worden. Die äußerste Linke begnügt sich also damit, zu verlangen, dass der Gesehentwurf vor der Verhandlung im Abgeordnetenhause den Municipien zur Be» gutachtung und Meinungsäußerung zugesandt werde. Das hieße beiläufig so viel. als dem rechtskräftig ver» urtheilten Delinquenten die Entscheidung darüber anheim« stellen, ob er auch thatsächlich geköpft werden wolle. Zudem ist die Frage seit vielen Jahren in EnqMen, in Wahlreden, ja sogar im Reichstage nach allen Seiten ventiliert und in einer Specialliteratur verarbeitet worden, demnach durchaus spruchreif. Allein c die äußerste Linke will die Entscheidung um jeden Preis verschleppen und scheint auch vor der Obstruction nicht zurückzuschrecken. Die Regierung hat ihr nämlich ein wichtiges Ngitationsmittel gegen den Ent« wurf entzogen: sie hat das Jahrhunderte alte Recht der Comitate zu «repräsentieren», das heißt VorNel» lungen gegen Regierungsmaßregeln an den Reichstag zu erheben, ferner zu petitionieren und die in ungeseh. licher Form geforderten Steuern und Rekruten zu ver. weigern, vollständig intact gelassen und das Comitat auch sonst mit einer Reihe sehr wichtiger autonomer Rechte ausgestattet. Das war ein Act großer politischer Klugheit. fort: «Die erste Instanz wies den Kläger mit der Begründung ab, dass der Hund höchstens 3 fl. wert war uud obendrein nicht an der Kette gehalten wnrde und deshalb dem Geklagten einen Schaden in der Höhe des eigenen Wertes verursacht haben konnte. Ueberdies habe der Kläger dem Geklagten zwei Gulden Kosten« Vergütung zu leisten. Rede, Sime, wie hat sich die Sache zugetragen.» Der Angesprochene holte tief Athem, kratzte sich hinter dem rechten Ohr, warf seinem Gegner einen wüthenden Blick zu und begann: «Seit ich mich erinnern kann, gehörte die Familie Loncar immer zu unseren ärgsten Todfeinden. Sein Großvater hat einmal meinen Olltel erschossen. Es vergeht keine Woche, iu welcher sie uns nicht irgend eine Bosheit anthun würden. Ich hüte mich sogar von ihrem Schatten, aber vergebens, sie bleiben sich gleich. Da hatte ich einen Hund, einen ausgezeichneten Wächter, der beste weit und breit. Den hat er mir nun aus Bosheit erschossen. Lieber hätte ich fünfzig Gulden v rloren!» Während der Aussage des Sime hatte dessen Gegner fortwährend Zeichen von Uilaedilld gcaew,. Dann brach er los: «Das war kein Hund. Herr dichter, das war ein Dieb! Ja. ein Dieb! Der fprang am bellen Taae zu meinem Nachbar RaM'c dmchs ^nste ünd stahl ein Pfund Fleisch. Auch m memm Hof schlich er s ch Tag ür Tag. Als er dort mchtS zu st t?l n fand gie..g er in« K.ckuruzfeld und brach mir die schönsten Kolben ab. Wenn das Vieh den Kukuruz noch hätte fressen können! Aber so machte er mir au« reiner Bosheit Schaden. Ich habe Sime sageu lassen, er möge seinen Hund anbinden, aber ^e'm Weib schne meinen Boten an. sie werde wegen meine» Kukuruz den Hund nicht quälen. So wurde ich denn Laibacher Zeitung Nr. 57. 454 II^N ^ Aber auch die gemäßigte Opposition befindet sich dem Gesetzentwürfe gegenüber in einer sehr unan« genehmen Position. Sie kann das Grundprincip der Reformen: Verstaatlichung der Verwaltung, nicht tadeln, da sie selbst diese Reformen seit langem urgiert, und sie kann auch wohl gegen die einzelnen Detailbestimmungen nichts vorbringen, was eine Ablehnung im ganzen rechtfertigen würde. Es scheint demnach, dass sie die Verwaltung«- mit der Parlamentsreform ver» quicken, dass sie eine Revision des Wahlgesetzes und die Abstellung der Wahlmissbräuche zugleich und unter einem mit der Einführung der staatlichen Verwaltung verlangen will, weil sie zu besorgen vorgibt, dass die staatliche Bureaukratie, die jetzt geschaffen werden soll. bei den Parlamentswahlen den Vollswillen zu fälschen imstande sein werde. So sehr wir nun auch der Rein» heit der Wahlen in die Volksvertretung das Wort zu reden gewillt sind, und so sehr wir zugeben, dass zum Schutze der Minoritäten namentlich über beanständete Wahlen ein besonderer Gerichtshof und nicht eine aus Mitgliedern der Majorität zusammengesetzte Commission des Hauses entscheiden solle, so wenig begreifen wir den organischen Zusammenhang zwischen der Paria» ments- und Verwaltungsreform. Dass die Organe der Administration, nachdem man sie nach unten von dem Einflüsse einer Wählerschaft emancipiert, auch nach oben unabhängig sein und in der Executive lediglich nach den bestehenden Gesetzen und gesetzlichen Verordnungen vorgehen sollen — dieses Postulat bezieht sich nicht nur auf die Wahlen, nicht nur auf große Landesangelegenheiten, sondern auf die Correctheit der Verwaltung überhaupt, auch wenn es sich nur um die Legung eines Brückensteges Über einen Bach oder eine noch minimere Privat« angelegenheit handelt. Dass also die staatlich ernannten Organe der Administration nicht zu einer nach oben liebedienerischen Bureaukratie entarten, liegt im allgemeinen Interesse der Verwaltung überhaupt, hat also mit den Wahlmissbräuchen gerade so viel zu thun, wie mit jeder anderen Sache. Wir meinen demnach, es sei derjenigen Männer, die einst von Baron Sennyey. dem unermüdlichste» Apostel der Verwaltungsreform, a/führt wurden, unwürdig, der Verwirklichung dieser Reform, sei es auch nur durch Verquickung mit einer anderen Frage, irgend ein Hindernis zu bereiten. Die Männer der gemäßigten Opposition sollten vielmehr vereint mit der Regierung und der liberalen Partei alles daran setzen, dass die Verstaatlichung der Administration so bald als möglich ins Leben trete. Denn mit dieser Reform thut Ungarn neuerlich ^inen ^ rühmenswerten Schritt auf dem Wege seiner Ausgestaltung zu einem modernen Staate, und diesen Schutt auch nur um einen Tag zu verzögern, wäre mehr als ein Fehler. Die Regierung geht ans dem Wege zur Europäisierung der Verwaltung voran; alle Politiker, welche diese wünschen, müssen ihr, ohne Rücksicht auf den Parteistandpunkt, dabei Gefolgschaft leisten. zornig, und als der Hund gleich darauf wieder auf meinen Acker kam, schoss ich ihn nieder. Ich konnte nicht anders, musste mich schützen!» «Was hat meine Frau gesagt?» — «Ja, sie hat es gesagt!» — «Lüge! Gar nichts hat sie gesprochen! Du hattest es auf meinen Hund schon lange abgesehen. Und er war ein so treues Thier!» — «Schweige: Dein Hund war ein Dieb, du bist der zweite!» — «Schäme dich, für Menschen an einem Hunde Rache zu nehmen!» — «Und du. wenn du ein anständiger Mensch wärest, würdest mich wegen eines Hundes nicht vor Gericht schleppen!» Der Richter hatte dem Streite eine Weile zugehört. Dann fragte er den Geklagten: «Hast du den Sime darauf aufmerksam gemacht, dass er seinen Hund anbinde?» — «Was aufmerksam gemacht! Tag für Tag habe ich gebeten, schön gebeten, es zu thun, aber vergebens!» — «Wen hast du gebeten? Geschimpft hast du, nicht gebeten! Und wenn auch, der Hund riss sich los, so oft ich ihn angebunden. Kein Strick war ihm stark genug, und an eine Kette legt man nur Bären. U»d wer wird auch unter Nachbarn wegen jeder Kleinigkeit Streit suchen! Wenn ich deine Hühner immer todtschichen wollte, so oft sie in meinen Garten oder auf meinen Acker kommen, hättest du lange schon kein Huhn mehr im Hofe. Schämen sollst du dich!» «Was mochte der Hund wert gewesen sein?» fragte der Richter den Geklagten. «Was sollte er wert seiu? Wenn Sime einen Hund will, kann er sich unter den meinen einen aussuchen. Hunde bekommt man überall für eine Kleinigkeit.» — «Aber einen solchen nicht! Ich hätle ihn für kein Kalb gegeben!» — «Eröffne also einen Handel mit Hunden, vielleicht wirst du auf diese Weise reich! Ich wünsche dir viel Glück dazu!» — «Das ist ein Geschäft für dich, ich hab's gottlob n»^, ?^< ?^!V >2 Richters verzog sich zu einem Uücheln. legte stch zedoch gleich wieder in ernste Falten. Politische Vleberftcht. (Parlamentarisches.) Von den 353 Mit« gliedern des Abgeordnetenhauses waren bis vorgestern 274 gewählt, und zwar: 88 Deutschliberale 5 Mit-glieder des Coronini-Elubs, 6 Mitqlieder der Mittelpartei des Großgrundbesitzes. 18 conservative Großgrundbesitzer. 26 Clericale, 2 Deutschconservative, drei clericale Italiener, 31 Iungczechen, 10 Altczechen, vier «wilde» Czechen. 37 Polen. 8 Ruthenen. 15 Anti-semiten, 8 Deutschnationale. 6 Rumäne», 14 Slovene». Die deutschliberale Partei hat neun Mandat? verloren, dagegen hat sie sechs Sitze gewonnen, so dass sich ihr effectives Verlust auf drei Mandate stellt. (Steiermark.) In der letzten Sitzung des steiermärtischen Landesschulrathes wurde die Elithebung des uuter Verleihung des Titels und Charakt-rs eines Hofrathes in den bleibenden Ruh stand versetzten Lands Schulinspectors Johann Alexander Roz>k von sei» m Dienstposten und die Zuweisung des Laudes-Schlilinspec-tors Dr. Konrad Iarz zum Landesschulrathe für Steier. mark zur Kenntnis gebracht, worauf der Statthalter als Vorsitzender das verdienstvolle Wirken des Hofrathes Rozek während seiner nahezu zwanzigjährigen Dienstleistung als Landes-Schulmspector in Steiermark schilderte, hiebei insbesondere betonte, dass derselbe sich durch die Förderung des Schulgartenwrseus ein hervorragendes Verdienst um das Land erworben hat, und unter allseitiger Zustimmung der Ucberzeuguuq Ausdruck gab, dass die Mitglieder des Landesschul> rathes ihrem scheidenden Collegen stets eine warme und anerkennende Erinnerung bewahren werden. (Zur Situation.) Der Abgeordnete Iaworski erklärte vor seinen Wählern in Zloczow, der Polenclub wäre nicht abgeneigt, mit der Vereinigten deutschen Linken zusammenzugehen, jedoch dürfe von der Prä' ponderanz der Deutsch-Liberalen nicht die Rede sein. Das Programm der Linken ebne zwar nicht die Wege für eine Cooperation, aber der Commentar, den Chlu-mecly zum Wahlaufrufe der deutsch-liberalen Partei gegeben habe, schließe die Möglichkeit einer Verständigung nicht aus. (Aus Pola) wird uns uuterm Vorgestrigen gemeldet: Der Marine-Commandant Admiral Freiherr von Sterneck hat während seines hiesigen Aufenthaltes mehrere Militäianstalten und Schiffe inspiriert. Gestern nach der Kirchenparade defilierten die Marinetruftpen vor dem Admiral. Freih. von Slerneck hat sich heute nach» mittags, begleitet vom Contre'Admiral von Rohrscheidt, an Bord der Yacht «Greif» nach dem Süden begeben. (Die Klagenfurter Handelskammer) wählte Freiherrn von Dumreicher (liberal) in den Reichsrath. (Ungarn und Kroatien.) Im Verlaufe der kommenden Woche gelangt das Renuntium der soeben in Agram tagenden kroatisch.slavonischen Regnicolar« Deputation zum Abschlüsse. Die gemeinsamen Verhandlungen mit der ungarischen Deputation dürften nach den Ostern, im April, in Budapest stattfinden. Der am 10. Mai zur Frühjahrssession einzuberufende als er an Dmitar die Frage richtete: «Warum hast du den vom Hunde verursachten Schaden nicht ab» schätzen lassen? So hättest du Ersatz gefunden und eine Flintenladullg erspart.» Sime nickte zustimmend mit dem Kopfe, Dmitar aber sprach gereizt: «Wenn ich wegen jedes Kukuruzkolbens eine Schätzung verlangte, hätte ich das Ortsgericht durchs ganze Jahr im Hause!» «Vergleicht euch!» sprach der Richter. «Mit ihm — nicht um die Welt!» riefen beide zugleich. Da erhob sich der Richter und fällte das folgende Urteil: «Das erstrichterliche Urtheil wird aufgehoben! Dmitar hat an Sime binnen acht Tagen unter Execution als Schadenersatz für den erschossenen Hund drei Gulden zu bezahlen, weil er denselben aus Böswilligkeit erschossen hat. Für seineu Schaden wird ihm kein Ersatz zugesprochen, denn er hat einen solchen durch eine ge> richtliche Schätzung nicht nachgewiesen. Jede Partei trägt die Processkosten für sich. denn beide habeu den Process verschuldet.» DieGeguer machten betrübte Gesichter, und Dmitar sprach zornig: «Daute für das Urtheil, ich appelliere!» — «Und meine Kosten!» jammerte Sime. «DerPiocess ist beendet, in Bagatellsachen gibt ts keine weitere Appellation,» sagte der Richter lächelnd. «Ein andermal überlegt es besser, bevor ihr einen Process anfanget.» «Soll ich mir ein andersmal den Schaden ge. richtlich abschätzen lassen?» fragte Dmitar nieder-geschlagen. «Natürlich!» erwiderte der Richter. «Da:m soll der Teufel lieber das ganze Kukuruzfeld holen! Ich lasse Unkraut darauf wachsen!» rief Dmitar und eilte davon. Müde und matt langten die beiden feindlichen Nachbarn am Abend zu Hause an. über und über mit Straßenkoth bedeckt. Von da ab wichen sie einander sorgfältig aus, nur ihre Weiber fuhren sich gegenseitig in die Haare, so oft sie sich trafen. ^ Im Dorfe bildete der Hundeprocess noch lange Zeit den Gegenstand lustiger Bemerkungen. T—k. ^ _________________________________^ V kroatisch slavonische Landtag wird zu glH z<' z dem ungarischen Reichstage das ohne O s walleye Uebereinkommen ratificieren- ^hül! (Socialdemokraten in Siev,.,.? In Klausenbura. hielten vorgestern tM, Handwerkergehilfen eine Versammlung ^ sprachen sich für die Organisierung ^ . ^ ' einer socialdemokratischen Partei aus '^M die Bildung eines Arbeitervereines M ^ 5 (In Belgrad) unterhält ma" ^ einmal mit einer Coiilissenaffaire. '" >^ ^ russische Gesandte Persiani und die ""'.^ h> eine Rolle spielen. Als ersterer nach '^F/ aus Paris heimkehitc, soll er sich '"^^' dahin ausgesprochen haben, dass ihn " , bei der russischen Regierung verklagt " ^ci^ uerufung wegen unzureichender VerlreUlml ^ ,r Interessen iu Serbien gefordert hätte. "^ ^ sich an ihre guten Freunde in Pet"« ^ sich eine schriftliche Bestätigung dall" .^, dass si> niemals eine solche Klage a/ge" ^' Minist« GierY oder sonst einer "ff',^"^, d^ keit erhoben hätte. Persiani wurde U'l"« „„ > en Freunden der Königiu in Velgra» ^^ verschrien, der Unwahrheiten spreche. ^ ^ ^, haben sich nunmehr die Beziehungen ^> >^fl! und Natalie derart verschlimmert, dass ^jeB bemüht ist, die Königin bei der """>' ^,^ eine von Russland vollständig fallen/ !h v^ lichkeit hinzustellen. — Wer hätte das " . und Tag für möglich gehalten! ,,c>^'< (Deutschland und F^cht ^^ russisch.officiöse Brüsseler «Nord» bespn"^ ^ zösi,ch.deutschen Zwischenfall und con,'°^ ^ Aufregung in Frankreich und wayr^ hje ", Deutschland sich gelegt hat und dM ^^' Friedrich keine Beleidigung erduldet y°o' ^ deu Pariser» achtungsvoll au^'twa,^ K, ^ Das Missverständnis wurde glücklich"" ^ aufgeklärt. Der Kaiser hätte sich "" " ^e>"< dasselbe bleibe irredentistisch, und cs stl «Ft vlvoncii möglich, der beiden Nationen U ^F/ liche Beziehungen zu unterhalten llno^,,^ an gewissen civilisatorischen Aufgabe» z ,^l^ (Im Canton Tessin) A ^ Volksabstimmung über die neue ^«' ^ stattgefunden, welche von den Conse"" z,^, gewählten Verfassungsrathes entworfen ^F' Radicalen ihr.? Mitwirkung oerwe'g"^g. °;>, rath hat. entgegen der Seudung des Bundescommifsärs KU"^' ^ zur Überwachung der VollsabstlMM"^ ^ ^ dort alles ruhig ist. «,.««iarck^F (Die Kandidatur Vls"a^l>, nover wird von den Zeitungen der ^ t>> ^ Partei in Berlin nicht gern gesedeN'h^ise '- . demokratischen Stimmen in beM ".«.ssM^^ g.wachsen sind. ist es nicht " O"''°' > Bismarck mit dem socialdemokrat»^ die Snchlvahl käme. Solr ich, folr ,«"«.. Roman von Max v. Weiße" (16, ssmtlchung' ^^'"^, «Wer mir erlaubt, zubringen, gnädige Frau? Die ^y" ^ A si<, für Sie empfinde, räumt nur das -> V ^ will Ihueu helfen, deshalb sp«A ^stich 5 Begriff, sich selbst zu verlieren, ^hre". ^!' zu lassen. Um Sie davor ^ be"^ tt ^ bittere Reue zu ersparen, deshalv M „i «Ich bin krank; wie kann „ M übers Herz bringen, mir daraus ^ wachen?» ., ^« es,',ich > «Sie sind es nur, well ^ ^ ^ ^ eigentlich vollkommen gesund, g"^ «,<, ^ Schmerze in einer Weise hm. """ ^^,, den gesundesten Organismus zM" ell^z^ verzeihe» Sie, wenn ich unbesch""^^ nicht allein der Schmerz um den welchem Sie nachhängen --' h^ > «Herr Doctor -» . Äl<^,> «Nein, Frau Baronm, dA^cheH b^., kanu. wenn er nur mit einiger ^,^^. ^ ?e, gerüstet ist. nichts verborgen vl ^ ^ -umsonst Tage uud Wochen "' H a"H.t^. habe »icht umsonst manche ^,heH d<, >' gesesseu und habe Ihren w'ld' ^,, M, s' lauscht; ich weiß, was S>e ^ ^ß. d" / zu verbergen bestrebt sind; '/" ,. Z,F glücklich sind in Ihrem Ehel^"'^^ ^ Sie wollte auffahre», oc« .^d ,H ,.' legte sich beschwichtigend "'f '°" l<^t ^ .Lassen Sie mich f'"l" -i>''5''5-5 l gesagt, was auszusprechen 'ch " , ft^ / dann mögen Sie mich geye" y"^r ^F l Arzt ist ebenso verschwiegen "^ ^chig"^ Z kaun drr Patient mit vollster " ^""' sckmn Ni. 57. 4b5 ll. Ml, l8«. li^,«lA^4^"^) am Senegal wird teleqra-il b'lttttet Kan3?" f"nd bei Diena am Niger ^^llun^ die Franzosen e?ne ^! b^m, wo^ gellen mit Sturm nahmen. "<>sische 3?" ber Anführer, blieben todt. , ltz!7 .^3t. """en 11 Schützen getödtet ^""Nd D^"^ Die Bergleute der ^ »khijri^"b°m befindlichen, dem Lord Low ^ "ein um ^^lengruben stellten vorgestern ^ ^ll'itvm^^^ü ^' Entlassung der Arbeiter V 'lie L°„d ^"be zu protestieren. Es sind ^Nreilcn ""derryer Gruben geschlossen. 6000 -^ ^hil?-» ^°? ^ Co/„ ,s""^ sich in dem Bürgerkriege «H >>g niV^'e und dem Präsidenten Balma- ^!l l ^ln die ^./'^ "ehr auf die Seite des Con- , >3Ze Land.", ^^^^, während der Präsident ! ^^^^auf seiner Seite hat. ^.' d" Naa.^' ^" griechisch-katholischen ''«'?'z'er. der^^c^" evangelischen Schule. Aschen ^1. ^ätlsäper und der Szöcser rö- -^lLind ~^_^l- zu spenden geruht. ! ^3 ^'"d^am^! '?" mikroskopischen Unter- ^ ^/°'M du dl) ,"' ^ He" Dr. Karl Müller. herausgegebenen «Medicinal- ^ 3 ^°" b°2^"l°gischen Institute d?r land- >> schule zu Berlin vornahm, stellte es '^e ^ stiirle^ """slopischen Schnitte stärkefrei i^^°"llviesen "waren, dagegen zahlreiche Fett- hervor, dafs die ^ ei. °tke. in ?°^enhydrate, insbesondere aber ' »en« ^ltes O.l "- ^"ie ein Fett, beziehungs« >t/^ten ^ .'p"chern. und dies veranlasste >>"U,>Meln „' "" »"We Menge der ^i""i"chuna^ .°" 'hnen das Fett zur Die Samen wurden Ä.!^ä!her a.'.«^°hlen, das erhaltene Pulver ' T v. '^ Veil. ^°^n und der Auszug abdestil- /^dez^' "urde ein schön gelbes, an die '^'s Dr ^"ls erinnerndes flüssiges F-tt ^" dllrch ^ ^. Kuller als Lindenöl bezeichnet. ''«5, Es ^/ . ^ vorzüglicher Eigenschaften ' >)^"''g lur !»." ^n nicht trocknenden Oelen, ^lle^>teti ^,^"bung von Sauerstoff und der ""d l°nnte selbst durch ^? tverde». ! ^"^ ^lsius nicht zum Ge< "' 3" ^lid ij'l^ ?'lchmack des Oeles glich ^ " bitteren ^""^ "" vor allen Dingen ^'el,,""" dez K« aromatischen Beigeschmack. ''„ ' b. h es ?c"""hles ließen sich 56 Gramm ^t!, "^rden.s-?"" ^" Lindensamen 58 pCt. < ^ N. di ^^°ber Procentfatz; nur wenige ''5 u^ (67^7°snüsse und die Haselnüsse, ^^^S^V"'^ 62'/.2 M.), dagegen ^d^W,, .?"^'deln nur 53 pCt.. aus den l ><3z,^.^'N Mohnsamen 41 pCt., den Lein. >>tVs '"I mi,^ 'Zwereu Beruf wählt, dem ^Hiich "'", heilig. Meiner Discretion sein. Wenn ich einen <"' »venn i^"'^" gethan h^e in Ihr > l^^lez äuß3'^^' "'' freudenleer das^ ' ^dkf "em ^ u Glanzes, so hat dai meine '.^ch^ "ür ^e mit sich gebracht, und Sie ;?^ n ^Ä ^? salbst einin Vorwurf ?d t^'b nur^ "^ eingehender beleuchten. ^ l^in'? waa ^ ""en Theil oder ob beide. H i^^ar^ 'Z constatiere nur die That-^.se rem Ht,h das« für eine Frau. ^'^ >"Ut Un?1? Seelenleben, fei es nun H>ist"" dez « ^t. ulwerstanden wähnt, das V'e El.^"" der ^^"lchiitteln. "^e liegt, ^'sl. ^t'citiit . k^per durch Krankheit qe-Hl> ,z^e ^^l d,s Geistes durch Siechthum ^> '>> helln ^'" fie^?^ Aaroniu. Sie habeu cin H^s Ei/^lndes vergessen der heiligsten l '^^ ^"'s verscherzen. '>^>ti ^u^^ ^lchlstnn vor der Zeit des 5>"t> ?"^ G,""""ben. Ja. es dies mehr '" > i.s> wachs^"e. es ist Sünde. Die '^>d'de. V^e Auge der Mutter ist ^^re,>il, l"'gen. dem Lebm eut- l i^>e ,Hiiss^ "sehen. Jede Mutter soll bewusste. edle. opfer ^^''^ ^w,H^lchut anvertrauten Wesens l ^ "wick^^' Indern auch die zatten ^. ' ^'e sie ' seelischen Empfindens fo ^yutrt und gepflegt warden dafs ein so ausgezeichnetes Oel wie das Linbenöl in neuerer Zeit so gänzlich unbeachtet gelassen wird. — (Mittfasten in Paris.) Für den Mittfastentag, fchreibt der «Figaro» vom 5. d. M., gehört Paris den Wäscherinnen und namentlich der erwählten Königin diefer kolossalen, nicht weniger als 93.000 Wäscherinnen und 11.000 Wäscher zählenden Armee. Diefe Königin ist Fräulein Sicard, bereits zum zweitenmale von den vierzig vereinigten Waschanstalten zu dieser Würbe berufen. Cin großer Umzug mit Festwagen, Masken :c. vom Platze der Madeleine-Kirche bis zur Place de la Re'publique bildet das Hauptmoment des Mittfastentages, und morgen beginnt wieder die Arbeit dieser Leute, die 13 bis 35 Francs in der Woche bei durchschnittlich fünfzehnstündiger Tagesarbeit verdienen. — (Die Krankheit des Großfürsten Georg.) Gegenwärtig steht es fest, dass die Kaiserin von Russland mit der Großfürstin Xenia unterm 20. d.M. sich nach Griechenland begibt, um ihren Sohn, den Groß« fürsten Georg, zu fehen, der von Algier nach Corfu gehen foll. Der Kaiser reist in die Krim, um dort die Rücklehr der Kaiserin aus Griechenland abzuwarten. Die Krankheit des Großfürsten besteht in einer Neigung zur Schwindsucht als Folge einer verschleppten Lungenentzündung. Der in Bombay zurathe gezogene englische Arzt hatte dringend die sofortige Rückreise des Großfürsten Georg wegen Schwindsucht empfohlen. — (Agramer Tramway.) Vorgestern fand im Schoße des ungarischen Handelsministeriums die Concessions Verhandlung für die Agramer Tramway statt. Den Vorsitz führte Staatssecretär Bela v. Lulacs, anwesend waren Vertreter der kroatischen Landesregierung und der Agramer Stadtgemeinde. Es wurde beschlossen, dass die Tramway eine Spurweite von 76 Centimeter haben und die Frist für den Ausbau derselben sechs Arbeitsmonate nach Genehmigung der Detailpläne betragen soll. — (Eisenbahnunglück) Aus Newyork. 9, März, wird gemeldet: Auf der Eisenbahnstrecke Atchi-son-Topeka entgleiste bei Havana ein Schnellzug, dessen Waggons theilweise zertrümmert wurden. Ein Reisender blieb todt, acht Personen wurden verwundet, davon drei in schwerem Grade. Die Wagentrümmer geriethen in Brand, wodurch mehrere Passagiere Brandwunden erlitten. Die unuerletzt gebliebenen Reisenden mussten mehr als eine Meile zu Fuß auf eisbedecktem Wege zurücklegen, bevor sie bewohnte Orte erreichten. — (Ein Juwelen-Dieb.) Am 5. d. M. wurde in Marburg der Fleischergehilse Josef Speß verhaftet. Derselbe soll in Graz einen Iuwelen-Dievstahl verübt haben und wurde von der Grazer Polizei ver« folgt. Speß, bei dem zwei Goldringe, Uhr und Kette gefunden wurden, ist über telegraphische Requisition seitens der dortigen Sicherheits-Vehörde festgenommen worden. — (Ein theures Leichenkleid.) Aus Newyork wird berichtet: Die Leiche der kürzlich verstorbenen bekannten amerikanische«« Sängerin Emma Abbott ist in Pittsburg am 17. v. M. durch Feuer bestattet worden. In ihrem Testamente hatte sie alle Einzelheiten angeordnet. Die Leiche war in ein eigens für den Zweck gekauftes Kleid gehüllt, welches nicht weniger als 5000 Pfd. St. gekostet hatte. Nur die Testamentsvollstrecker wohnten der Feierlichkeit bei.____________ zu können, und wie eben nur die Mutter sie hüten und pflegen kaun!» Der Arzt hatte sich immer mebr in Affect geredet; Hilda aber lag mit geschlossenen Augen so regungilos da, dass man hätte annehmen können, sie schlafe, wenn nicht die Thränen, welche langsam über ihre Wangen perlten, dagegen Zeugnis abgelegt haben würden. Dr. Brand blickte tief ernst nieder auf das bleiche Antlitz der jungen Frau; war er denn nicht eigentlich ein Barbar, dass er die Nermste. welche offenbar schwer genug zu tragen hatte an ihrer Last des Lebeiis, noch mit Vorwürfen überhäufte? Jetzt schlug Hilda die Augen auf und richtete stch mit cmlgrr Anstrengung aus ihrer liegenden Stellung empor. «Sie beurtheilen mich schachr. als ich es verdiene. Doctor.» sprach si> «Vielleicht ist cs eben dus Bewusstsein, dass ich zur Leiterin und Erzieherin euus lebhaften, geistvollen Knaben gar nicht a/eignel lnu. welches mich bewegt anzunehmen, es "arc km, bedeutender Verlust für mein Kind, wenn seine Ueber-wachung in anderen, stärkeren Händen ruhte. Ueber« dies, was thue ich denn? Ich nehme ja doch keme GlftpiNen zu mir, an denen ich langsam h>ns,H!. «Nein, aber Sie thun auch nichts, um NA dem Leben zu echalten. Sie handeln "lt sträflichem Egoismus. Sie denken in erster Linie an stch. anttatt vor allem der Pflichten gegen Ihren Knaben eingedenk zu sein. Und was den Umstand betrifft. dM S" die Ueberzeugung hegen. Ihre Leitung wäre nicht me richtige für das Kind. verzeihen Sir, a.nad,ae «frau, so sind Sie zu sehr in einer uorgefasöten Meinung befangen, um das maßgebend beurtheilen zu tonnen.» (Fortjchung Dampfschiffahrts - Gesellschaft kündigt von heute ab die Güter-Aufnahme nach allen Stationen der Donau, Dräu, Theiß und Save an, da die Eis'Verhältnisse eine baldige Eröffnung deS Verkehrs in Aussicht stellen. — (Zubovics'Torpedo.) Wie «Vudapesti hirlap» mittheilt, hat eine englisch^amerikauische Gesell« schaft bem bekannten Rittmeister Fedor von Zubooics für die Ueberlassung seiner Erfindung, Land-Torpedos, eine Million Francs angeboten. Der Erfinder hat das Offert abgelehnt. — (Hochwasser.) Aus Mähren und Schlesien langen Meldungen über große Hochwasserschäden ein. Die Umgebung der Städte Olmütz und Oderberg ist vollständig überschwemmt. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Laibacher Handelskammer) Seine Excellenz der Herr Handelsminister hat der Wiederwahl des Herrn Dr. Josef Pollukar zum Präsidenten und des Herrn Johann Per dan zum Viccfträsidenten der Handels« und Gewerbekammer in Laibach für das Jahr 1891 die Bestätigung ertheilt. * (Per Schul befuch in Kr a in.) Die Zahl der im schulpflichtigen Alter stehenden Kinder betrug im vergangenen Schuljahre in Krain 79,247. Von den schulpflichtigen Kindern besuchten 62.886 Ue öffentliche Vo'ks' schule. 2968 Privat^. Excurrendo- und Nothschulen, 938 besuchten eine höhere Schule, gewerbliche oder landwirt» schastliche Curse oder wurden zu Hause unterrichtet. 254 besuchten Nachbarschulen, wahrend 748 wegen schwerer körperlicher oder geistiger Gebrechen leinen Unterricht genossen. 4818 schulpflichtige Kinder waren nach § 17 des Landesgesehes vom 29. April 1874, als im 7. oder 6. Lebensjahre stehend, vom Schulbesuche zeitlich befreit, 6633 aber besuchten die Schule nur wegen zu großer Entfernung. Armut oder Indolenz nicht. So z. V. gab es in St. Anna und in den Orten, wo die Einschulung noch nicht durchgeführt worden ist, wie in Lucna, Afriach. Altoßlih, Neuoßlih, Leskovica, Drajgose, Bukovica, St. Leonhard, Kaier, Kanler und Ulrichsberg, etwa 800 im schulpflichtigen Alter stehende Kinder, welche zum größten Theile gar keinen und nur 139 davon einen Nothschulunterricht genossen haben. Auch im Bezirke Littai waren 447 schulpflichtige Kinder ohne Unterricht, theils wegen zu großer Entfernung, theils weil die Schullocalitaten zur Unterbringung der Schulkinder nicht ausreichend waren. Fer< ner litt der Schulbesuch viel durch die Ungunst des Klimas aus dem rauhen Karstplateau, befondcrs in Vojslo, wo in der Regel vom November bis April der Unterricht eingestellt werden muss. In den Städten ist der Schul» besuch noch am meisten geordnet. Uebrigens ist aber auch bezüglich des Schulbesuches im Jahre 1890 ein Fortschritt zu constatirren. Wegen säumigen Schulbesuches wurden im vergangenen Jahre 2779 Arrest- und 3749 Geldstrafen dictiert. Außer diesen negativen Förderung«» mitteln des Schulbesuches sind auch einige positive Mittel zu erwähnen; es sind dies die Weihnachts-bescheruligen insbesondere in Laibach und Gurkfeld. Schließlich möge noch erwähnt werden, dass die Alltags» schulen von 33.585 Knaben und 32.305 Mädchen, die Miederholungsschttlen von 6094 Knaben und 6016 Mädchen besucht wurden. 1247 schulpflichtige Kinder waren nirgends eingeschult; von diesen entfallen 600 auf den Bezirk Krainburg, 44? auf den Bezirk Littai. — (Ein neuer Feind unseres Weinbau c s.) Während noch überall mit dem Aufgebote aller Mittel gearbeitet wird, um den schrecklichen Verwiistullgen. welche die Phylloxera in den Weingärten in wenigen Jahren angerichtet hat, endlich eine Grenze zu setzen, wird uns schon wieder aus Frankreich das verheerende Austreten eines neuen Feindes des Weinbaues gemeldet. Das Nelultat der bisher iiber diesen neu aufgetretenen Rebenlchädlmg gepflogenen Studien und Untersuchungen hat das Vorhandenfein eines Pilzes (I'iwma rovi.ol.) ergeben welche die umnittelbavste Ursache zur Entstehung dieser neuen Nebenlrankheit «Blackrot» bildet. Sowohl vom hierländischen wir auch vom ungarischen Ackerbau-Ministerium sind bereits umsassende Maßregeln zur Verhütung der Emschlepftung dieses neuen RebenMd-lings getroffen wocden, und es wurde in den daraus Laibacher Zeitung Nr, 57.__________________________________456_________________________________________1l. M^< bezüglichen Verfügungen nebst der Eröffnung, dass zunächst für dieses Jahr weder aus Frankreich noch anders» woher der Import von Reben gestattet werden wird, auch ganz besonders vor der Einfuhr von Rebensamen, hauptsächlich aus Amerika, woselbst diese Rebenkrankheit schon ebenso bekannt wie gefürchtet ist, gewarnt. Es sollen nämlich durch diesen Samen sehr leicht keimfähige Sporen des genannten Pilzes eingeschleppt werden können, und was für fchwere Folgen selbst nur die kleinste Außeracht« lassung diefer Vorsichtsmaßregeln nach sich ziehen kann — hat man hinlänglich an der Phylloxera erfahren. * (Laib ach er Gemeinderath.) In der gestern abends abgehaltenen Sitzung des Laibacher Gemeinderathes widmete der vorfitzende Bürgermeister Graffelli zunächst einen warmen Nachruf dem Samstag in Wien verstorbenen Ehrenbürger der Stadt Laibach, Geheimrath Dr. Ritter von Millosich, und erbat sich feitens des Gemeinderathes die Ermächtigung, namens der Landeshauptstadt den Eöhnen des Verblichenen das Beileid aussprechen zu dürfen. Der Gemeinderath, welcher sich zum Zeichen der Trauer von den Sitzen erhoben hatte, gab hiezu einmüthig seine Zustimmung. Weiters lieh der Vorsitzende eine Zuschrift des Connie's für die Unlerkrainer Localbohnen verlefen, in welcher das Comite' der Stadt Laibach für den zu Gunsten des Bahnbaues gezeichneten Betrag dankt und die Bereitwilligkeit ausspricht, beim Ausbau der Bahn die Wünsche der Landeshauptstadt zu berücksichtigen. Sodann referierte Gemeinde-rath Dr. Stare namens der Nechtssection über das Nngebot des Herrn Martin Terpotic inbetreff der projectierten Straße, welche die Reßelstraße mit der Vleicrhofgafse verbinden follte. Per Gemeinderath er« theilte seinerzeit Herrn Terpotic die Bewilligung, auf den von ihm läuflich erworbenen Parcellen an der Ressel-straße ein Haus zu erbauen unter der Bedingung, dass er zum Zwecke der projectierten Straße in der Breite von zwölf Meter am Garten der Lehrer-Bildungsanstalt vorüber den nöthigen Grund der Etabt un« entgeltlich abtrete. Gegen diefe Entscheidung ergriff Herr Terpotic den Recurs an den krainischen Landes-ausschuss, welcher denn auch de« Recurse Folge gab, während der sodann vom Gemeinderathe angerufene Verwaltungsgerichtshof die Entfcheidung des Landes« ansschusses aufhob und die Entscheidung des Gemeinde« ralhes als richtig anerkannte. Infolge dieser gemeinde» räthlichen Entscheidung erklärte sich Herr Terpotic bereit, den zum Straßenbaue nöthigen Theil jener Parcelle auf welcher sein Haus steht, unentgeltlich zu überlassen, während er den erforderlichen Theil der zweiten ihm ge» hörigen Parcelle verweigert. Da durch dieses Vorgehen des Herrn Terpotic, entgegen der Entscheidung des Verwal-tungSgerichtshofes, die Anlegung der projectierten Straße illusorisch gemacht wird, stellte der Referent namens der Rechtsscction den Antrag, der Stadtmagistrat werde be« auftragt, die Angelegenheit mit Herrn Terpotic wo« möglich gütlich auszutragen, sollte die« jedoch erfolg« los bleiben, so sei durch den städtischen Nechtsanwalt Dr. Munda sofort der Rechtsweg zu betreten. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Weiters referierte Gemeinderath Professor Thomas Zupan namens der Schulsection über die Dotationsrechnungen der städtischen Schulen pro 1689/90; die Rechnungen wurden vom Gemeinderathe zur genehmigenden Kenntnis genommen, desgleichen die Buchdrucker-Rechnung für den in 300 Exemplaren erschienenen Jahresbericht der städtischen Schulen pro 1839/90. Ueber Antrag des Referenten Pfarrer Rozman wurde die städtische Easse gleichzeitig beauftragt, der Firma Millitz für den erwähnten IahreS« bericht den genehmigten Betrag von 201 fl. 58 kr. auszuzahlen. (Schluss folgt.) * (Frühlingsregungen um Tivoli.) Durch das reichlich den Boden bedeckende Laub des Vorjahres find am Saume unseres Tivoli'Waldes eben die ersten Blüten des herrlich violetten Frühlings-Safrans (Orocun vsrnus) gedrungen, und in wenigen Tagen fchon wird sich unter unsere Park« und Waldbäume jener rothbläuliche Teppich gelegt haben, an dem jedes Auge so außerordentlichen Gefallen findet. Mit besonderer Freude begrüßt man heuer die ersten Lenzeslinder, da sie länger als gewöhnlich auf sich warten ließen und der Winter mit nichts sparte, was uns seine sibirische Strenge ausgiebig fühlen lassen konnte. Seine Banden sind nun gebrochen. — (Zur Aufhebung deS Triefter Frei-Hafens.) Im Laufe der nächsten Zeit wird in Trieft abermals eine Local-Commission, jedoch ohne Beiziehung der Interessenten, zusammentreten, um in Angelegenheit der aus Anlass der bevorstehenden Freihafen-Aushebung für den Verkehr zwifchen dem Zoll- und Freigebiete, den Verkehr in den Lagerhäusern und die Zollmanipulation zu erlassenden Reglements die noch erforderlichen Erhebungen zu Pflegen. Bekanntlich hat in dieser Angelegenheit vor einigen Monaten schon eine Local'Commission stattgefunden, bei der auch die Interessenten vertreten waren. * (Wasserlcitungs ° Nuflage.) Vor Schluss der gestrigen Sitzung des Laibacher Gemeinderathes stellte Gemrmderath Dr. Stare an den Vorsitzenden die Interpellation, ob er da« Nöthig- vorlehren wolle, damit d« hau«h«l«n W jene Wohnungen, welche leer stehen die Wasserleitungs'Nustag? nicht zu entrichten brauchen, resp. dieselbe rückvergütet erhalten. Eine solche Rückvergütung sei auch beim Steueramte bezüglich der leer« stehenden Wohnungen üblich, und wäre es nur ein Gebot der Gerechtigkeit, bezüglich der Wasserleitungs'Auflage das gleiche Vorgehen zu beobachten. Bürgermeister Graffelli erwiderte, dass er die Angelegenheit dem Wasserleitung«« Directorium zur Berathung und entsprechender Antrag« stellung im Gemeinderathe abtreten werde. — (Einberufung des Reichsrathes.) Wie verlautet, erfolgt die Einberufung des Reichsrathes fnr den 6. April. Vorher erwartet man die Publication dcr Ernennung einer Reihe von neuen Herrenhausmitgliedern, da die großen Lücken, welche der Tod seit dem letzten Pairsschub in die Reihen der drei Parteien unferes Oberhaufes gerissen, eine Ergänzung desselben erfordern. — (Journalistisches.) Die Wahl des Herrn Dr. Anton Gregorcic in den Landgemeinden der Gerichtsbezirke Görz'Canale-Haidenschaft-TolmeiN'Kirchheim-Flitsch'Sesanll'Comen an Stelle des früheren Abgeord« neten Herrn Dr. Iofef Ritter von Ton kli hatte auch eine Veränderung in der Publicist!! von Görz und Gra-diska zur Folge. Das Organ des letzteren, die «Soca», wird, wie in der vorliegenden Nummer angezeigt wird, zu erscheinen aufhören. — (Reblaus in Krain.) Vor kurzem sind die neuesten Erhebungen über den Stand der durch die Reb» laus in den lrainischen Weingärten angerichteten Ver« heerungen abgeschlossen worden; die bezüglichen Daten reichen bis Schluss des Jahres 1690. Von der ge° sammten Weinbauflüche mit 10.609 ll^. sind hiernach be« «its 6023 50 !i» verseucht oder seuchenverdächtiss, und zwar im politischen Bezirke Gurkfeld von 4474 iia 2762-07 d»; im Bezirke Rudolfswert von 2972 b» 1237-19 da; im Bezirke Tschernembl von 1961 ba 1546 Iia und im Bezirke Adelsberg von 1202 !ia 478 lia. Nach diesen wenig erfreulichen Zahlen gehört unfer Land nach wie vor zu denjenigen Provinzen, in denen der Weinbau von der Reblaus in der allerschwersten Weise geschädigt wurde. — (Aus Krainburg) meldet man uns unterm Gestrigen: Infolge des eingetretenen Thauwetters rutscht gestern und heute fortwährend Schnee von den Dächern. Dadurch ereigneten sich gestern zwei Unglücksfälle. Einem Bauern fiel in der Rosengasse ein Stück Eis auf den Kopf, so dass er bewusstlos wurde und ihm das Blut aus der verursachten Kopfwunde niederrann. Der hiesige Färbermeister Florjancic erlitt durch den Fall eines Eisstückes vom Dache einen Beinbruch. Das gestern als am Markttage nicht noch mehrere Unglücksfälle sich ereigneten, ist wohl als Glück zu bezeichnen. Könnte unser Gemeinderath in der Folge nicht Mittel und Wege finden, um derlei UnglücksfÜllen vorzubeugen? — (Aus Görz) wird gemeldet: Bei der Wahl aus dem Großgrundbesitze wurde Alfred Graf Coronini (katholifch-conservativer Slovene) mit 198 Stimmen zum Neichsraths-Abgeordneten gewählt. Der bisherige Ab» geordnete Prinz zu Hohenlohe blieb mit 69 Stimmen in der Minorität. — (Oeffentlichleitsrecht.) Der Minister für Cultus und Unterricht hat der III. Classe des Privat« Untergymnasiums des Franz Scholz in Graz, vom Schuljahre 1891/92 angefangen, das Oeffentlichkeitsrecht für die Dauer der Erfüllung der gesetzlichen Bedingungen verliehen. — (Todesfall.) In Graz ist vorgestern der pensionierte k. und k. Hauptmann Herr E. Pistotnik gestorben. Herr Pistotnil zog wiederholt durch allerlei Erfindungen auf technischem Gebiete die Aufmerlfamleit auf sich; er war ein ausgezeichneter Mechaniker. — (Aus der Laibacher Diöcese.) Für die erledigte Pfarre Stranje bei Stein wurde der bisherige Pfarrer zu Weißenfels in Oberlrain, Herr Johann Molj. in Vorfchlag gebracht. Neueste Post. Briginal-Telegramme der „Laibacher Zeitung". Wien, 10. März. Die Wahlen des niederösterrei. chischeu Großgrundbesitzes ergaben 7 Deutsch'Liberale und 1 Anhänger des Coroinni-Clubs. Die conservatioen Can-didaten blieben mit etwas über 80 Stimmen in der Minorität. Die gestrige Wahl in Trient fiel wieder dem national-liberalen Italiener Ciani zu. Der kärntne-rische Großgrundbesitz wählte den deutsch-liberalen Moro. — Die heutige Bischofsconferenz währte 2'/, Stunden. Nachmittags fand eine zweite Conferenz statt. Graz, 10. März. In der hiesigen Schuhfabrik von D. H. Pollak & Comp. stellten die Albeiter, welche eine 15- bis 25procentige Lohnerhöhung verlangen, heute die Arbeit ein. Bozcu, 10. März. Die Handelskammer nahm heute die Wahl eines Abgeordneten für den Reichsrath vor. Es wurden 20 Stimmen abgegeben; hievon entfielen 19 Stimmen auf Freiherrn von Widmann. Freiherr von Widmann ist demnach mit 746 Stimmen zum Abgeordneten des Städte-Wahlbezirkes Bozen und der Handels, und Gewerbekammer in Bozen gewählt. --------------------------------------------------------7^ MtB'. Plug, 10. März. Der altczechW " M Dr. Dostal hat durch eine Zuschrift ie,'"" ., angezeigt, dass er auf das Mandat verM ^/, Lemberg, 10. März. Das GesamuHeü > nunmehr beendeten Reichsrathiwahlen ^^Dv man hier dahin zusammen, dass ber/. ^ " wenigen Neuwahlen abgefehen, seine fniyel ^ sehung auch für den nächsten Reichs"^ ^r, hat, somit auch die von demselben bM H^^ durch besonnenen Conservatismus 9""'"«.,,^ e^" tische Richtung nicht die geringste AeM" wird. , ««er >" ! Budapest, 10. März. Da das Hoch" >H schon einen Theil der Stadt überschwe"«" ^ M für die Nothleidenden gesorgt werden- "^ l^ spendete im Namen des Barons Hirsch "^ Fi U ZwcckV. Der Hof des Lukacsbades st^ Kll^ Wasser. Eisstücke verursachen auf der V» großen Schaden. ^ BH, Paris, 10. März. Tirman, Gouverne" ^f^ s reichte sein Gesuch um Versetzung w " ^ ^ >" ein; bis zur Erledigung des Gesuch« " visorisch die Geschäfte fortführen. «i aili^ e London, 10. März. Die Königin reis« ^t' an die Riviera ab. Gutem Vernehmen ""^ ^ a . serin Friedrich am 18. d. M. nach D"^" s< Der gestrige Schneesturm breite« stcy '" « ^ >"' und Schottland aus und wüthete 'w "^ile^ .F Stärke eines Orkanes. Ein Schifferboot 1^ F' ^ Bellinzona, 10. März. Nach , " B^F Mittheilung wurde die Verfassungs-Rew" O!'A. «Ja. gegen 10.625 «Neiu. angenomme"^^ noch die Ergebnisse der Abstimmung au»'^ ^. den, welche aber dieses Resultat nM" ^e ^M' Glasgow, 10. März. Heute eM0° hlM^ densator der Eisengießerei Dixon, wob" ^F'^i sonen getödtet und verwundet wurden. " „B Directors und mehrerer Arbeiter wu" ^ aufgefunden. ,. «„ des ^ Belgrad, 10. März. Die Meldung ^ Korrespondenten des «Novoje """^at^ durch das Ministerium Pa3ic für de" ^ ^ ^ anberaumten Reise des Königs MM" ^ o" land beruht, wie in unterrichteten "" ., . wird. auf unrichtigen Informationen. .M , Petersburg, 10. Mä^ von Russland befindet sich gegenwärtig ^^/ wird zu Ende dieses MonatswSMg^-^ Angekommene Fremde- ^. Am 8. März- ^,^" Hotel Stadt Wie«. Hiener, Reisender; W"a 'M^,, . ^ Singer, Kaufleute Wien. - Fürst. iM'^^ Pertz, Privat, s. Töchtern, London, ^ ^ ^rV^ .„ii s bürg. — Ranzenhofer, Kaufm-, Graz. ^ Trifail. -- Hafner, s. Fran, Egg- ^ Mt"^, ^ Hotel Elefant. Habenicht, Kaufm., W« "- Mt, ^ > Toniutti und Stoßin, Oelonom, «lag" ^schi^ , , dinner, Stein. - Niedl, Habbach. 7.? L^ , , Zuzet. Ingenieur, Krainburg. ^ ? , Kän'<^l, -. Guilfeld. - Baron Npfaltreni, .^'^ LaHi!!. ' Leinauer, Graz. - Steinmch, Sarajevo. ^ ßch» Beamter, Rann. - Hummel, MaM- ^iest ^, Z> meister, Hammerstiel. - Franks Kim-, ^. 1?"^,, Hotel Vaierischcr Hof. Miler, PoMe. Ma«' A, "gründ, -Josef und Lorenz Ottow^,^ und Visintini, Belciano, - Venediu, h V°! St. Georgen. - Mayer, Pferdehändler. ^< — Kleinbcrgrr, Vcsißcr, Roßeg. 5 5ebU^^" Hotel Siiobahnlwf. Partcl, Hellmann u'^Lc^^ Bait und Dornig, ------ ., Verstorbene. ^^ 5 Den 9. März. Helena ?)".,.'. < 19 M., Floriansgasse 23, Fraisen. „, i^ Den 10. März. Anna «"> ,, Franciscanergasse, 13, Marasmus. ^ « Im Spit °le- ^ , Den 8. März. Ursula Po" ^ ,c" ' ^'^e7.. März. Michel ^ ^^ Tuberculose. ~ MkswiM^ Oesterreichisch-u"Sll"^^',s 'H Der gestern ausgegebene Mch^a.,' / , Stand der Usterrcichisch-ungariM» 2?«.^" M-'. noten.Umllluf 400,338.000 st- V «^/tcft"'"/ 5!'',.^ , 244.435.000 fl. (- 115.000 st 'Hfl- ^^^ (- 370.000 st.), Lombard 31,1^'A ^. l-^-- steuerfreie !^> : Meist trübe, windig, wen'g ^ , M^ ^. « nnttel der Temperatur 8'7°,^m^^ ^gl' Z Verantwortlicher Redacteur: 4b? Course an der Wiener Börse vom 10. März 1891. «»«»,», °M°llm L»««»». ^. kumiss 1°^. "^ W'b» 3Vs^° ' "4'W,«5'10 >^«U'00°fi,^^ 01 1Ü UN 35 "O»,H.^U N2 75 1,350 Veld Ware Grundentl.»ybligalio«en (für ,0!» si, CM,), 5"/,, naliMie...... lU450 105 ÜÜ 5"/» mährischc...... —'— —'^ 5'/,, z,rai» mid Küstenland . . —'— — — 5°/„ iii^crllstnrcichische . . . 109 — 110 — 5«/,, stcirischr...... ^'— ^'^- 5"/„ lrollüschs und slauomlche . 10425 1U5 — 5"/,, sicbciiblirailchc .... —'— —'— 5"/u Tcuicsrr Aanal .... —'— —'— 5"/., ungarische...... 92-— 9^ SU Andere üssenll. Anlehen. Donau Rcg.Lusc ü'V„ 1U0 st. . 121 — Iliii — dtu. Änleihc 1,^7» , , lUL'25 — — «nlchrn der Stadt Würz , . 111'— —'— Anlehon d, Ctabtss^ncind!' Wien 10550 l»6 5<) Pruül,.A»l, d, Stabtnom. Wien 149'— 149'l!0 Äörjenbaü Vliilchen vcnuö, 5°/„ 98 — 99 — Pfandbriefe (für 1NN sl,). Budmcr.llll8.ost.4n/nG. , . 113 25 114 — dto. dto. 4V,"/n. . . 10U'li0 1!)I 10 dto, dtu, 4»/„ , , . 9?'40 97NN blu, Präm.'Tchulbuerschr. 3°/° 109 25 109 7H Oesl. Hlipothelenlianl loj. 50«/„ - — — - Oest'ung, Vanl lierl. 4»/,°/« . 101 30 101'90 dctlo » 4°/n . . 39"?0 1U0'1N detlo 5Ujähr. » 4°/„ . . 99 70 1U010 VlioritätL'yblillationen (für n«i st,), Ferdinands Nordbal!!! Em, 1»8L 100'— 100 70 (ilnlizifchr Karl - Ludwia.' Vchn (tm. 1881 30U fl, L. 4>/,"/a , 99 80 1UU'2U G«lb Ware Ocst>'rr, Nordwcstliahn , . . 107 — 10780 Ttaatsbahn....... —-. — — Lübbllhn k 2«/„..... 154 50 155- - » il 5°/„..... II!,--- 119 — Un«.-«llliz. Bahn..... 10»-- 102-50 Diverse Lose (per Stück), kreditlose 10» fl...... «4'— 185 — Clary Lose 4U si...... 565.' 57 50 4»/„ Doliau Dampfsch. 10» sl, . 125'— 12«'— kaiuacher PlÄm.'«i!le>i. 20 ft, 21'5U 225N Ofrncr Lusc !0 fl..... 55' - 59 — Palffl, llosr 40 sl...... 55'75 56'25 Motliei! Kreuz, üst, Oes. v., 10 si, 1» 75 1925 Nlibulpl) Losr lu st..... 2"'— 20-l,n Salm llose 40 st...... 59'5» 8050 St, Genuis.Lusc! 40 st. ... 61-25 62-25 Wllldstcin Lose 20 fl. ... 8L'5l> 37'50 Windilch.Oräh ^se 80 sl. . . 4875 4975 Gew.Sch. d, 3"/« Präm-Vchulb- verschr, der Nobencreditllnstalt 27— »9 — Zllnk'Attien (per Stück), «Nglo öst, V«nl2UUst.eo>/ E. . IL7'4» 16790 Vllnloerein, Wiener, 100 fi. . 11750 118 — Bdcr, Anst, üst,, 200 fl, S,40>/<, 349 — 350' - Crd«, Vl!,s>,s, Hand, ii. O, lU0fl, 30«' - 30»'5l) Cr>ditllll»l, Ällss, ung,, 200 fl, . 35075 35, 25 Depusiti'üda»!, Ull„., 200 st. . 2<>« — 207-- Escumftte Ges,, Nbröst.. 50U st, 622'— 625 — Gir«' u. Lassenv., Wiener 20« fl. 210 — 21L — «elb Ware HUPuthclcnb,, öst, 200fi, 25°/uT' ?I— 72 — Länderbanl, öst. 200 fl. V, . . 221 75 22225 Ocslcrr-iüig, Vanl »00 fl, . . 9«?'— 9>j0 — Umonbanl 200 st..... 248'— 248 50 Nerlehrsbanl, All«., 140 , . 159-50 1bN — Altien von Transport» zlnternehmungen. (per Stück). Alurccht'Vlllin 200 fl. Tllber . «8 5l> «N'50 Ulfülb Finman, Nahn 200 fl, S- 20« 25 203 — Vöhm, Nurdbahn 150 fl. . . 204 — 205- » Westbllhn 200 fl. . . . 341 — 344 — «uschticlMbcr Eis, 500 fi, TM. 1266 1270 dtu, slil, V,) 200^1, . 492— 493- Duiiau ° Nampfschifffcihrt - Ges., Ocsterr. 50« fl, CM. , . . 320— 324 — Dräu Eis. (Ä.-Db.'g.)200 fl. S, 199 — 20« — Dux-Vobcnb.Ms.-V. 200 st, E- —'— —-- Ferdinauds-Äordli, lauu ff.llVl, 2795 2300 Gal. Carl Äudw, A, 200 st. CM- 21350 2,4 — ücmb. - llzernow, > Iasst,' Visen» bahü'Vesellsch, 2<»u fl, S, , . 23550 23650 Lloyd,üs<.un«,,Trlsst500ft.l',Pllpierf.u.V.-G, 132- i»<,-— Trifailer Kohlcnw.'Ves. ?u fl, . 15575 156-50 Waffenf,-V,.0est.luWien100fl. 4?»-— 480 — Wllggun-Ltlhanst,, «llg. in Pest 80 fl......... 91-50 92'50 Wr. Ballgesellschaft 100 st, . . 8250 83--. Wienerbeiger gieael.«crien.Ves. 205-50 206-50 Devisen. Deutsche Mütze...... 56-40 b«50 London........ 115 - 115 15 Paris......... 4» Ü0 45'»0 Valuten. Ducaten........ 5-40 542 2«>Francs'2tücke..... 9-12 913 Deutsche Meichsbanlnute» . . 5642^ 5650 Papin-'Nubel...... 1 35 135,^ Italienisch« Vanlnoten (100 2.) «15 45-25 'fir jin ^—________________________________________________________________________________________________________ ";•':« vi*irrtrt (ttelsie fles BanUiaiises Mam & Scbattera ^^i!9 WIEItf, I., ILärntnerstrasae S8O. RmtMlt zur Laibacker Zeitung Rr. 3?. Mittwoch den 11. März 18»1. ' ssH^^n.? ^der^?'^°ch "s Press- ,^^ n! ' l"g'n,e.^""' des dritten und ^ u3 des i« ^''"l^va I^tn«8t., ^°-N und ^.,i'!^ s 30U Straf. ^M°?^" dcr 3,/)'^ «ach 8 4»:; St. ^ H V^brd? .H'Nleick wird die von ^ 5? ^ 4^ ZlV' beschlagnahme °uf Vernichtung "^'« .>"ständeten AÄ ^'/ltdrung (1031) 3—1 I. 1438. ^dictal-Vorlabung. Franz Röthel, Schmied in Lola Nr. 40, derzeit unbekannten Aufenthaltes, wird hiemit aufssefordert, den Erwerbsteuerrüclstand l^ä Cata-stral-Nr. 39 Lola - mit 3 fl. 4 lr. binnen vierzehn Tagen beim k. l. Steueramte in Tschernembl so gewiss zu bezahlen, als widrigens sein Gewerbe von Amtswegen gelöscht wird. K. k. Aezirlshauptmannschaft Tschernembl, am 25. Februar 1891. (1030) 3^-^ Z. 89 V^Sch^R. Vau-^icitation Am 16. März d. I. um 10 Uhr vormittags wird in Döbeinil, Gerichtsbezirl Treffen, eine mündliche Minuendo-Licitatio^ wegen Hint' angäbe des Baues eines neuen Schulgebäudes abgehalten werden. Die Arbeiten werden in den unten an« gesetzten Sätzen einzeln vergeben werden, doch wird fich vorbehalten, dieselben in ihrer Gesammtheit auch einem einzigen Unternehmer überlassen zu dürfen, wenn hiebei günstigere Bedingungen zu erzielen wären. Die einzelnen Arbeiten find veranschlagt, und zwar: 1.) die Maurerarbeit auf . . 7178 fl. 96 kr. 2.) die Steinmeharbeit auf. . 284 » 09 » 3.) die Zimmermannsarbeit auf 2480 » 86 » 4.) die Tischlerarbeit auf . . 309 » 60 » 5.) die Schlossrrarbeit auf . . 719 » 82 » 6.) die Spenglerarbeit auf. . 157 » 23 » 7.) die Malerarbeit auf . . . 178 » 83 » 8.) die Glaferarbeit auf . . . 23« , 81 . 9.) die Hafnerarbeit auf . . . 18 » 18 » 10.) die Schuleinrichtung auf . 513 » 80 » Summa . 12676 fl. 18 lr. Die näheren Licitationsbedingnisse, laut welcher insbesondere jeder Licitant ein Vadium int Verhältnisse von 10 Procent seines Anbotes, der Uebernehmer aber eine gleich hohe Caution zu erlegen haben wird, sind vom 4. März d. I. angefangen Hieramts einzusehen. K. l. Bezirlsschulrath NudolfSwert, am 26. Februar 1891. (990) 3-3 Nr. 111 B. Sch. R. Lehrstelle. An der vierclassigen Volksschule in Sanct Veit ob Laibach ist die zweite, mit dem Jahres» gehalte per 500 fl. dotierte Lehrstelle und im eventuellen Falle einer Vorrückuna, auch eine der weitern Stellen definitiv oder selbst auch provi° sorisch zu besetzen. Concurstermin bis Ende März 1891. K. k. Bezirksschulrath Umgebung Laibach, am 6. März 1891. Unzeigeblatt. ^genTinctur l^sV^uuJnii^l wclf ein inildes '* £ illi'ei ^«orRän*elches die Func- Sh_i--- ^ l"r- he'» ver , • stchen zu S,fl tk VenpSaoMd ! I HSftxM.sE^im I ;; MedaUlen \ *' einzelne Stücke, ganze Sammlungen ' '' und Funde werden zu coulantesten ' <» Preisen gekauft. (960) 4-1 l *' Anfragen umgehende Erledigung. < i> Brüder Egger, < ] [ Wien, I., Opernring 7 (Mezzanin). | ;|>«i>Q«ixi>oocxx: (968) 3—3 Nr. 1172. Exec. Fährnisse-Versteigerung. Vom k. k. Bezirksgerichte Egg wird bekannt gemacht: Es seien zur Vornahme der über das Ansnchen des Dr. Anton v. Schöppl als Johann Verbaji'scher Concursmasse-Ver-nialter mit dem Bescheide des k. k. LandeL-grrichtes in Laibach ddto. 28. Februar 1891, Z. 1777, bewilligten executive« Versteigerung der dem Gemischtwaren-Händler Josef Iakse in Lustthal ge« hörigen, mit executive«, Pfandrechte be« legten, auf 431 si. 44 kr. geschätzten Fahr-nisse, als: Kurz- und Spczerciwaren, Brant-wein u. s. w., zwei Feilvietungs«Tagsahungen, die erste auf den 13. März und die zweite auf den 31. März 1891, jedesmal von 9 bis 12 Uhr vormittags und nöthigenfalls von 2 bis 5 Uhr nach. mittags in Lustthal mit dem Beisatze angeordnet worden, dass die Pfandstiicke bei der ersten Feilbietung nur um oder über dem Schätzungswert, bei der zweiten Feilbietung aber auch unter demselben gegen sogleiche Bezahlung uud Wegschaf-fung hintangegeben werden. K. k. Bezirksgericht Egg, am 5ten März 1891. Sr. Hocliwürden Pfr. Seb. Knefpp's reinleinene Gesundheitswäsche aus den besten Leinengarnen hsrgestellt von der JLnguhnrger mecli. Tricot-Fabrlli. rVui* «>€5lm# mit neben stehender Unterschrift. Kllu.'*Alge> JViedorlag-o titr Krain bei C. J. Hamann Xjail>aol&. (505) 3