Deutsche Macht (Früher „Mier Zettung"). •ifchctii litt« SraarttM rat »,»«W «»r,e»I mat taste« fitt «tl> «>> ^sft»n«i| >,» H°»» »»«-illch , ft. »- *.—• L l.M, t-ldjijdrt, » I.K, ••«ijütni i. (.40. D>. Rammt T It. 3«f«roU na» bt\ üflma «tt»rn»oitn *«<>«tt. Knlwlitl »ch«k» ?nl»«,l« !*« ««(« »tot»c . litiTiiiill itinini M K». ut IltlilM «n. »et«««» Hrrr-n». k. ■tnlglftrilt«« ("«"»• S»r«tft«»dk» W »jbartwtl »glich. »U t« ««»«- «»» Stiw«%m> 3«iint*n#f« nicht Wrltffchtl^ct--—-———--------------------------------------------------- ■ ■ ?tt. 24. Cilli, Tonntag, den 22. März 1885. X. Jahrganl,. pir Kismarckfeier in Äraz — verboten. Graz, 20. März C. G. Al« in den ersten Jahren des Mi-»iftenumS Auersperg ein Abgeordneter des Deutschen Reichstages in naiver Unkenntniß öfterreichijcher Verhältnisse und in der Meinung, dir übrigens auch )e» uns noch eine klein« An-jjSI von Blinden und Armen im Geiste theilt hb» vertheidigt, daß eS der „Berfaffungsponei" wirNich um die liberfcas und nicht um daS ,sueße" iwpk'ritun allein zu thun sei. aus. LeNerreich als da» gelobte Land freiheitlicher Ianilulionen hinwies — da antwortete Fürst V-smorck: „Man hat dort einige Gesetze, die Ihnen gefielen, aber was die Gesetzgebung gut »llji. daS verdirbt und paralysirt die Vermal-trniR gründlich." Vor und nach diesem Au»-szruchc hat sich unter liberalen Ministerien nicht «ii»t>?r. wie un'er conservativen eine stattliche Aizohl von Fällen gehaust, die den strengen beweis gestatten, daß unsere Gesetzgebung, betreffend die allgemeinen staatsbürgerlichen Rechte iucht den mindesten Werth besitzt; daß bei uns jedes sogenannte Freiheitsrecht durch die Hand des PolizeicommissärS erdrosselt iverden kann; daß unsere codificirte Freiheit schlimmer ist, als der Absolutismus, weil sie ihm die Möglichkeit eröffnet, unter d> m Mantel der VolkslegiSlative ieiii Wexn ju treiben. Es ist nur eine besondere Delikatesse, wenn man mit einem Hosdecrete auS dem Vormärz die Gesetzgebung des Nachmärz lodtschlägl; — m der in Rede stehenden Rechtssphäre läßt »rn das dervgirende Princip nämlich nicht «iflomme». Die angeblich so verdienstvolle Ge-jetzgeduiig der „liberalen" VersassungSpartei ist em Instrument, aus dem nothwendig jene Kunst Mtzohrseigender Auslegung zur Blüthe kommen vnißit. Im äußersten Falle — die Praxis zeigt Schutdig? .Sie ist die sanstmüthigste Gefangene, die «ir im Ledrn noch vorgekommen, Herr Doctor", bemerkte der Gefängiiistwärter uno öffnete die ^ lkrkerlhüre. „Es ist gut — lassen Sie uns allein." > sagte der Advocat und trat ein. Der Wärter empfahl sich und schloß die Zellenthür hinter sich zu. Vertheidiger und An-gtklag'.e standen einander gegenüber und sahen ßch eine ganze Weile ruhig in die Augen. 3ie war eine auffallend schöne, junge Frau i von schlankem Wüchse. Tief schwarze Haare um-gaben ihre weiße Stirne, unter der ein Paar dunkle Augen leuchteten; Nase und Mund waren von edlem Schnitt und bildeten mit den blassen Wangen und dem leise hervorstehenden Sinn ein stolzes Frauenantlitz von f.sselndem Reii, wenn auch der verächtliche Zug um die Lippen für so Manchen vielleicht ftörrend wir-km mochte. Der Advocat, Dr. Liberto. war von hoher Gestalt und strengen Gesichtszüge». Seine steife Haltung und seine gemessenen Bewegungen, so-wie der scharfe, durchbohrende Blick seiner schwar-jra Augen ließen errathen, daß er sich in allen Lebenslagen unerschütterlicher Ruhe beließ. Auch jetzt war ihm nicht anzumerken, wel-chen Eindruck die seltene Schönheit auf ihn aus- es — bedars eS nicht einmal einer gewaltsamen Interpretation; man verbietet schlechtweg die Ausübung eines Rechtes, das mit dem StaatS-bürgerthum verknüpft ist. Dagegen gibt es einen Recur« und eine Klage beim Reichsgericht. Daß des ..Rechtes Aufschub", den Hamlet nebst dem „Uel-ermuth der Aemter" als eine der großen Plagen der Menschheit nennt, hier des Rechtes Tod sei — das dachte der verfassungstreue Solon freilich nicht. Imperium et libertos — s o verhalten sie sich zu einander. Zu Beginn des vorigen Monates hatte sich in Graz < in Comit6 von deutsch nationalen Man-nern gebillet — Robert Hamerling gesellte sich zu ihnen — das sich die Ausgabe stellte, zum siebenzigsten Geburtstage Bismarcks, des-sen Ruhm zugleich der Ruhm der Nation ist, eine Feier zu veranst Uten, wie sie dem ausschließlich deutschen Bewußtsein der Bevöl» kerung von Graz nur angemessen erschienen wäre; der F.ier sollte übrigens jeder demon-strative Charakter fern bleiben. Das endgiltig festgesetzte Programm umfaßte die Festrede, welche sich mit dem Wirten und jder Jndivi-dualität des großen Staatsmannes besaßt hätte und die Aufführung deutscher Tonwerke durch die Capelle des Landestheaters. Alles war vor» gesorgt, um der Feier einen ruhigen und würde-vollen Verlauf zu sichern. Es war beschlossen. Niemandem eine zweite Rede zu gestatten. Das Fest sollte unter Betheiligung von Frauen und Männer» stattfinden. Z» ernster und vornehmer Weise tollte in der steirischen Landes-Hauptstadt die Verehrung für den großen Deut-schen zum Ausdrucke kommen, der die Nation aus der tiefste» Erniedrigung zur höchsten Macht erhob; der ihr mit dem Ruhm zugleich den Frieden deschied und ihr die Bahnen der Wohl-sahrt eröffnet. Dieses Fest wurde durch die übte, was er mit seinem stechenden Blick der in die Seelentiese der Angeklagten dringen zu wol-len schien, gesehen zu baden glaubte. Selbst ein scharfer Beobachter hätte nicht bemerkt, daß es dem Advocaten eine sast übermenschliche Ueber-windung kostete, so ruhig zu erscheinen. Aber die Gefangene ahnte, was in ihm vorging. Er ließ sich durch seine äußerliche Ruhe nito» täuschen. Er mochte sie nichts mehr lieben, sie vergeffen haben, sie hassen, sie verachten, allein kalt und gleichgiltig konnte es ihn nicht lassen, dem Weibe gegenüber zu stehen, um desien Hand er einst geworben, und daS nun angeklagt war, dem Manne das Leben genommen zu ha-ben, den sie ihm eiustn» vorgezogen. Lange heftete der Rechtsanwalt den Blick auf die schone Frau, dann schloß er die Au^en, gleichsam, als wollt« er die Außenwelt von sei-nem Innern abhalten, um allein mit seinen Gedanken zu sein. Nun entließ sich auch die schöne Gefangene der Betrachtung, der sie sich bis dahin überlassen. Das Haupt mit leisem Schütteln stolz iurückwersend, wie der zu thun pflegt, welcher sich von sinnbefangenen Bisionen oder lästigen Gedanken gewaltsam befreien will, setzte sie sich nieder auf den Stuhl, von welchem sie sich beim Eintritt des Rechtsanwaltes erhoben hatte. Dabei wies sie mit der Hand auf den zweiten Sessel, der sich in der Zelle befand, und diese Bewegung war derart, daß jeder Ge- Polizeidirectionin Graz verboten. DaS Comit6 hatte mit Umsicht alle Einrichtungen so getroffen, um jeder gesetzlichen Möglichkeit eines Verbotes vorzubeugen. Man stellte alle Einladungen auf Namen, das Fest sollt« demnach keinen öffentlichen Charakter haben und nach § 2 des Versammlungsgesetzes keiner behördlichen Bewilligung unterliegen. DaS Programm und der private Charakter des Festes wäre auf den Einladungen ersicht-lich gemacht. — Das Fest wurde verboten, weil . . . nun, weil es als eine M u s i k a u f-führung zu betrachten sei. die nach einer angeblichen, in unergründlichen Tiesen vervor-genen Bestimmung, einer besonderen Bewilli-gung bedürfe. UedrigeuS — hieß es — würde diese Ben illigung auch in Falle des Ansuchen? nicht ertheilt werden. Um dee objectiven Stampfe zu entgehen, wollen wir die Saiyre unterdrücken. Unsere ein-leitenden Worte machen jede Kritik der genann-ten Verfügung überflüßig. Sie reiht sich würdig an zwei verwandte Fälle an, die hier in letzte-rer Zeit Aufsehe» und Erbitterung erregten : Ein Student, der am Comm rse der akademi-schen Ortsgruppe angeblich »ohne äußern Anlaß" aus BiSmarck toastirte, wurde zu zwölf Tagen Polneiarrest vecurtheilt und einem Advoca'urscandidaten, der seine Rechtspraxis beim LandeSgerichte in Graz absolvirt, wurde bei sofortigerEntlassung auSder Rechtspraxts jede deutsch-nationale — nicht etwa jede politische Kundgebung überhaupt — jece deutsch-nationale Kuudgebung untersagt. Die letzten Worte hier» ü)er werden im Abgeordnetenhause gesprochen werden; sie werden wesentlich zum Erweise bei-tragen, daß die Unterdrückung nur das Salz ist, welches die Erbitterung srisch erhält und daß die deutsch nationale Gesinnung, welche un- bildete in der Angeklagten sofort die feine Welt-dame erkannt hätte. Er neigte sich wider Willen tiefer, als eS die Umstände erheischten, und nahm Platz, indem er seinen Hut in der Hand bekielt. „Vor Allem gestatten Sie mir die Frage, Frau Riva, ob Sie sich schuldig bekennen fragte er und schaute, während er seinen schwar-zen Schnurrbart strich, hinter halbgesenkten Lidern zu der Gefangenen hinüber. Nach Weiberart verzögerte sie die Ant-wort, indem sie jagte: „Bor Allem muß ich Sie fragen Herr Doctor, ob Sie wußten, wer die Angeklagte sei, zu deren Vertheidigung der Gerichtshof Sie aufstellt ?" „Ich wußte es, Frau Riva," lautete die Antwort. Ihre Augen überzogen sich mit feuchtem Glanz und sie sagte: „Dann empfangen Sie meinen wärmsten Dank dafür, daß Sie so gü-tig waren, meine Vertheidigung zu übernehmen." „Bitte, lassen Sie daS," fiel er mit einer Bewegung der Abwehr ein, „eS war nur meine Pflicht." „O. nein," sagte sie mit leisem Lächeln; „es ist nicht die Pflicht de« Advocaten, eine verlorene Sache zu vertheidigen." „Also Sie sind schuldig," sagte ruhig der Rechtsanwalt. 2 aufhaltsam alle Volkskreist ergreift, durch Ge» waltmaßregeln an innerer Vertiefung und Zä-higkeit nur gewinnen kann. Die denuncirten Geschwornen. Wir haben es unS schon lange abgewohnt, bei jeder Peifidie, jeder Lüge und Denunciation der „national-conservaiiven" Presse in Harnisch ju gerathen. Nur ab und zu. wenn die cynische Frechheit alle Schranken der Moral durchbricht, sehen wir uns genöthigt jene saubereu Patrone etwas abzuführen und zwar mit Waffen, wie sie ihrer Niedertracht gebühren. Einen solchen Anl-ß giedt uns wieder die von dem Mardurger Slovenenblatte versuchte Denunciation der untersteirischen Geschwornen. Unsere Leser werden sich erinnern, daß. „wie die Thrän' ans den herben Zwiebel," nach jedem bei dem Cillier Kreisgerichre bgewickelten politischen Processe eine Verdächtigung der Geschwornen folgte. Dieselbe ist auch diesmal nicht ausgeblieben, und daS gedachte Blatt, welches für seine Ehrabschneidunge» bereits das Verdict der Volksrichter schwer fühlte, erdreistet sich wieder eine lZeneralverdächtigung in Bausch in Bogen von Stapel zu lassen. Ja. es hat die Frechheit in dem betreffenden Artikel, in welchem es die untersteirischen Geschwornen implicite des Meineids zeiht, auf seine a n-st a n d i g e Schreibweise zu verweisen und zu sagen: „DaS AnstandSgefühl verbietet eS uns. mit gleicher Münze heim zu zahlen; denn wir verabscheuen den rüden Ton, der bei unseren Gegnern gang und gäbe ist. Wenn wir jedoch bedenke», daß in Cilli Deutschliberale es nicht unterlassen können. Geschworne, welche nicht ihre Parteigenossen sind, — allerdings weiße Naben — offen zu infultiren ; wenn Vertheidige? unserer Männer, die nach Cilli ihren gewiß nicht beneidenSwerthen Beruf ausüben gehen, vom gedungenen Cillier Mob auf der Straße mit Schimpfworten beworfen werden, wenn in den gröbsten Insulten, die den Männern unserer Partei angethan werden, keine Ehrverleyung seitens des Volksrichters gefunden wird, so wird man es allerdindS nicht wunderlich finden, wenn mancher sich bedenkt, unter solchen Verhältnissen daselbst Hilfe, Recht zu suchen." Dieses Ehrenblatt. daS auch schon zu einem Erpressiingsversuche gebraucht wurde, vermeidet eS also, wie immer, eine bestimmte Thatsache anzusühre». ES verdächtigt nur im Allgemeinen. Wir wollen ihm jedoch die unverdiente Ehre einer Entgegnung widerfahren lassen und in erster Linie die Jnfultirung der Geschwornen durch die Deutschliberalen Cilli'S berühren. Während der letzten Schwurgerichtssession befand sich auch ein Pettauer Färber, namens „Schuldig .... Ader mein Gewissen spricht mich frei," fügte Sie hinzu. »Lassen Sie mich Ihre Rechtfertigung ver-nehmen, damit auch die Well, daS Gesetz Sie sreispreche." Die Angeklagte schüttelte den Kopf. Da entstand eine Pause. Der Advocat schien zu warten, ob sich die junge Frau nicht eines An-deren besinnen werde. Indeß schien sie nicht gesonnen, Dr. Liberto ihr Vertrauen zu schen-ken. Mit fest geschlossenen Lippen saß sie da, die Augen zu Boden geschlagen, die Arme unter der Brust verschränkt. Dem Advocaten war, als ließe sich dieseS Weib lieber mirtern, als sich zu einem Bekenntniß bewegen zu lassen. Nichts-destoweniger drang er in die Angeklagte, ein Geständniß abzulegen, und zwar mit gewinnen-der und ausgesuchter Höflichkeit, weil er die Ueberzeugung hegte, daß das Schweigen der Angeklagten nicht die gewöhnliche Verstocktheit einer Verbrechen» war. Doch wie sehr er sich auch bemühte, daS Siegel zu losen, das die stolzen Lippen der schönen Gefangenen verschloß, diese blieb bei ihrer Weigerung, sich zu recht-fertigen. „Ghita," rief er mit weicher Stimme, „wie soll ich sür Sie plaidiren, wenn Sie nichts anzusühren missen, als daß Sie schuldig sind!" „Vertheidigen Sie mich nicht, werther Herr ..Z>e»tsche Macht." Murjchetz, unter den Geschwornen. Derselbe, ein Slovene, benützte tagsüber seine treie Zeit zu Geschäftsgängen und suchte deS AbendS deutsche i Gesellschaften auf. Namentlich war eS eine deutsche Tischgesellschaft im einem hiesigen Ho-tel, der er wiederholt die Ehre feines Besuches zu Theil werden ließ. Da die nationale Spionage sehr gut bekannt ist. so waren die Mi«» glieder gedachter Gesellschast genöthigt, sich in ihrem sonst ungezwungenen Verkehre eine ge-wißt Reserve auszuleben. Eines Abends kam nun Herr Murjchetz. der die von der jloveni-schen Presse ausgegebene Parole „Jtdtr zu den Seinen" nicht besonders befolgte, wieder in ge-dachte« Hotel, setzte sich ganz nonchalant, ohne sich irg«nd Jemandem vorzustellen an den Tisch an dem seine politischen und nationalen Gegner sich befanden und begann mit dem nebcn ihn sitzenden Herrn ein Gespräch. Da stand die ganze Gesellschaft, ohne einWort zu ver-l i e r e n, auf und nahm an einem anderen Tische Platz. DieS ist die ganze In-sulte, die den slovenischen Ge» schwornen zu Theil wurde. WaS di. zweite vom ehrenwerthen Mar-burger Blatte ange ührte Behauptung betrifft, daß slovenische Vertheidiger vom gedungenen Cillier Mob aus der Straße mit Schimpfworten beworfen werden, so ist dieselbe gleichfalls eine bewußte Unwahrheit. Man lachte vielleicht im SchwurgerichtSfaale über logische Folgerungen, über Ungereiiitheiten ic., aber nie und nimmer wurde einer der gedachten Herren, auch von dem letzten Gassenbuben, insnltirt. WaS jedoch die gröbsten Insulten betrifft, die national clericalen oder konservativen Männern gegenüber ungestraft begangen werden können, so möchten wir aus die drei Preßpro-cesse, welche innerhalb eines Jahres gegen die „Deutsche Wacht" ausgewirbelt wurden und jedesmal mit der einstimmigen Freisprechung des angeklagten RetacteurS endeten, verweisen. In diesen Processen kam zumeist der sonderbar« Fall vor, daß nach dem Ergebnisse der Ver-Handlung der Vertreter des PrivatklägerS nicht mehr als Ankläger, sondern als Vertheidiger seines Clienten fungirte und daß eigentlich ver Kläger nicht der Angeklagte sich vor den Ge-schwornen verantwortete. In jedem der drei Processe saßen auch Slovenen auf der Gefchwo-rnendank und dieselben verneinten eb-nso ruhig, wie ihre deutschen College», die Schuldfrage auf Eid und Gewissen. Wir geben eS gerne zu, daß wir für Nie-dertracht und Perfidie keine Umschreibungen wählen und die Gleißnerei mit derbdeulschen Ausdrücken kennzeichnen; waS wir indeß schrei-bt» sind Thatsachen, die wir vor jedem Tri-bunal der Welt verantworten können, und da- Doctor," sagte sie. „Ich erhob keinen Anspruch aus einen Anwalt." „Jeder Angeklagte hat das Anrecht, auf eine» solchen. Sie hätten sich nicht vom Gerichte Ihren Vertheidiger aufdrängen lassen sollen. ES wär: besser gewesen, einen Advocaten Ihrer Wahl zu rufe», einen, der Ihr Vertrauen besäße." „Ach. lieber Doctor, eS ist nicht Mangel an Vertrauen, was mir die Lippen schließt, ge-wiß nicht! Ich schweige, weil es mir nicht möglich ist, zu reden. Ueberlassen Sie mich meinem Schicksal! Ich bin schon ganz ergeben auf'S schlimmst« gefaßt. Als ich eS that, wußte ich, daß ti mir das Leben kosten würde." „Ghita! Warum thaten Sie eS?" fragte er in eindringlichem Tone. Sie schüttelte das Haupt und entgegnete: „Ich kann eS nicht sagen." „M i r nicht sagen i" Wie beredt war dieS eine Wort und der Blick, der eS begleitete! „M i r nicht? Mir. der ich Sie üver Alles liebte, der ich Sie noch über Alles liebe?" „Auch Ihnen nicht," erwiederte sie leise und schlug die Augen zu Boden. „Ihnen vielleicht am allerwenigsten." Wiederum entstand eine lange Pause, wo-raus der Advocat sagte: „Vielleicht find Sie nur heute nicht in der richtigen Stimmung, mir Ihr Geheimniß anzuvertrauen. — Ich hoffe. 1885 rin besteht eben der Unterschied zwischen uns«rer und der gegnerischen Schreibweis,. Heuchelei bii5 Meißner« sind und bleiben uns fremd. Nil» wenn uns wegen mangelnder Vorsicht in de: Ausnahme von Berichten auch ichon die ganze Schwere De* Gesetzes getroffen hätte, wir war-den nicht anders denken und schr.iben wie dermalen. An« wenigsten aber würden wir es wa-g n die Gerechtigkeit als Metze der Parleiden-ichaft hinzustellen. Solches überlassen wir nu-seren Gegner», die sich damit selbst richten und es immer deutU her zeigen, daß nicht Ger«chug-keit, sondern Pa teilichkeit va« Um und ctuf ihrer Postulate kst. Kundschau. Augarn sDer Congreß südsla-vischer Schriftsteller verböten.) Die Agramer südslavisch« Akademie der Wii-seuschasten bereitete seit längerer Zeit «in» Congreß südslavischer Schriftsteller vor, der au» Anlaß des sünszehnjährigen Jubiläums Ver Wiedergeburt der südslaviichen Literatur i» August l. I. staltfinden sollte. E» wurde na Statutentwurf für diesen Congreß ausgearbeitet und der croatijch-slavoniich«« Landesregierung unterbreitet; diese hat jedoch die Statuten incht genehmigt und die Abhaltung des Congresfei ni t>t gestattet, weil es sich herausstellt«, daz es dem Bischof Stroßmayer als Protecior d« südlavischen Akademie und H«rrn RacSti, ihr,m Präsidenten, «infach um da« Zustandedringea einer politischen und pauslaoistlschen Demoastration zu thun war. Im Sinne d«S erwähnten Siatutenentwurfe« sollten nämlich an dem Kongresse theilnehmen: l. Die Mitglieder 0« iüdl vischen Akademie der Wissenschaft«», ferner der Kunstakademie in Agram, dann der s«rbisch«n Akademie der Wlsseuschafien in Bel« grad; 2. die Deputinen ver Uterarischen und Fachvereiu« CroaiienS, Serbien, Bulgarien» und der Slovenen; 3. diejenige Männer, die sich auf tem Gebiete der Wissenschaften und KünKe Verdienste erwarben und die von der Akademie aus Vorschlag des DirectionS-Ausschusses ein-geladen werden; 4. diejenigen südslavisch» Schriftsteller, die sich zur Theilnahme melde» und vom DirectionS-Ausschusse als Thtilnehmer angenomme» werden. — Es ist nun bekannt geworden, daß aus Grund deS dritten dieser Punkte vi«l« Nordslavische Schriftsteller eingeladen wurden und daß dieselben ihre Theil-nahm« zugesagt haben, wodurch die prvjecnr» Feier ihres südslavischen Charakters entkleidet wird; endlich ermächtigt der vierte Punkt de» Directions-AuSschuß. auch politische Agitatoren, die auf dem Gebiete der Publizistik t,:atig waren. zu diesem projectirten Kongresse einzuladen. daß Sie bei meinem nächst n Besuche nicht fl verschwiegen sein werden." Dr. Liberto erhob sich; Frau Riva eben-falls. „Ich werde immer schweigen, heute im» immerrar." Und dabei blieb es, nicht an jenem Tage, fondern auch an allen folgenden. E« läßt sich denken, daß Doctor Liberto Alles aufbot, »» die Frau, die er «inst fo h«iß geliebt, zu reite». Da aber jede Angabe fthlte. die tinen Milde-rungsgrund geliefert hätte, da Niemand, jelti di« Angeklagte nicht, ElwaS vorbringen sonnn, was die schreckliche That nur einigermaßen entschuldigt haben würde, so konnte auch Dr. Li-beno's glänzende Beredsamkeit keine Freispre» chung erwirken. Zwar qelang eS ihm. lheill weil er großen Einfluß besaß, theil« weil Trxiu Riva die Tocht r eines um sein Vaterland hochverdienten Mannes war, die Todesstrafe von dem einst geliebten Haupte abzuwenden aber diese war in lebenslängliche Zwangsardeil verwandelt und das schlug ihm eine unheilbir? Wunde. Aeußerlich sah man es dem stetS ruhige ernsten Manne nicht an. welch' schweres Lch«k> sal fein Herz «rsahren, aber innerlich litt er umso mehr. Sie, die er für nichtschul'>ig hieb, todt zu wissen, wäre ihm minder schrecklich g wesen, als sie sich in lebenslänglicher Haft denken. 1885 Tiefe Rücksichten mögen die Motive deS von der croatiich slavonischen Landesregierung aus-gesprochenen Verbotes gewesen sein. ES wäre in der That naiv, zu glauben, da« ein aus »olchen Zheilnehmern bestehender Congreß sich bloß ml wi senschafUichen Fragen beschäjtigen würde. Uebrigens baden di« Herren Stroßmayer und Racski ihrProject noch keineswegs ausgegeben, nur darüber stnd ste noch nicht einig, ob es zweckmäßiger wäre, die A gramer Versammlung nach dem panslavistischen Rendezvous von Ve-lehrad abzuhalten oder umgekehrt. Deutschland. > F ü r st Bismarck über dievsterrelchisch'UngarischeZoU-vorläge.] Der deutsche Reichskanzler hat in nner seiner denkwürdigen Reden über di« Dam° pfervorlage auch di« österreichisch - ungarische Zollvorlage berührt. Er bestritt den Zusammen-hang der österreichisch»ungarischen Zollreform mii der deutschen und «rklärte, die in beiden Parlamenten der österreichisch-unganichen Monarch!« jetzt unterbreitete Vorlage berücksichtige lediglich das Interesse der österreichischen In-dustne, Ungarn habe kein Interesse a» derselben. Er erklärte auch, daß er den beiden Regie-nlngen unserer Monarch»« vor Iahren Handels-politische Abmachungen vorgeschlagen habe, welche aber von diesen nickt annehmbar besun-Den wurden, weil dafür die Unterstützung der Parlamente nicht zu gewmnen gewesen wäre. In Pest er Lloyd, ein der ungarischen Regierung mlim besreuudele« Blau nimmt zu d«n Aeuße-runden des Fürsten Stellung und bemerkt: »Wir hören schon zu wiederholten Malen von dieien Präpositionen, diesmal von der berufen-ften Stelle, ohne daß der Inhalt des Projektes jemals der öffentlichen Beurtheilung vorgelegen wäre. ES wär« jedoch für die Ausklärung des Publicums von höchstem Werthe, wenn einmal m unzweideutiger Gestalt bezüglich jener Bor-ichläge Taten mehr präciser Natur vor die Lesientlichkeit gebracht würden. Wenn man in Wien vor solchen Indiskretionen zurückscheut, könnte diesem Wunsche von Berlin aus Genüge geschehen. Befinden wir uns inmal im Kriege, so sollten uns doch wenigstens die Präliminarien deö Kampfes kein Gebeimniß bleiben. Einstwei-len möchlen wir nur das Eme bemerken, daß «ach dem Ausspruche deS Fürsten nicht die Regierungen, fondsrn die Parlamente Oesterreichs u-d Ungarns der Stein des Anstoßes aewesen wären. Run ist. wie gesagt, übrr Vorschläge, n»« deren Fürst BiSmarck erwähnt, den beiden Parlamenten unserer Monarchie niemals Mittheilung gemacht norden und sind diese Körper' schatten sonach auch gar nicht in der Lage ge-wesen. dem Projecte gegenüber Stellung zu nehmen. Wer war nun Derjenige, der sich be-- I ---L Wie sehr sich auch seine starke männliche Ratur gegen unaufhörliche Trauer sträubte, wie sehr er sich bemühte, daS Unabänderliche zu vergessen: er dacht« auch nach Iahren nur allzu oft daran, und dann erfaßt« ihn jedesmal ein überwältigender Schmerz. Wie oft ergriff er die Feder, um an sie zu fchreiben. sie zu versichern, daß Einer lebe, der sie nicht vergessen, der trotz ihres eigenen Geständnisses an ihre Unschuld glaube, aber er unterließ es immer wieder, und beschränkte sich darauf, an Ghita'S Namens- und Geburtstag du'lende Blumen in den Kerker zu senden. War der nie ausbleibende stumme Gruß nicht bered-ter. als Wort« und Betheuerunge» ? Sprach er mcht von unwandelbarer Treue, von Nichtver-vergessenköunen. Richwergesseuwollen? Daß sie ihn verstanden, erfuhr er erst nach Jahren, als Mar.iherha Riva dem zehrendenden Fl«b«r, daS si« im Gefängniß befchlichen, «ritzen war. Indeß war der Brief, den sie kurz vor ihr:m Tode an ihn schrieb, nicht geeignet, ihm Frieden, Ruhe, Vergessenheit zu bringen. Er sollte sie auch im Tode nicht vergeffen! Margherita Riva'S Brief lautete: Verehner und bewährter Freund, fenden sie keine duftende» Grüße mehr! Wenn diese Blätter in ihre Hand gelangen, bin ich endlich aus der Welt geschieden, zu der ich übrigens, I alt Lebendig Begrabene schon längst nicht mehr „Deutsche Wacht " rechtigt glaubt«. NamenS dieser Parlament«, ohne dieselben auch nur zu befragen, iu einer so hochwichtigen Angelegenheit mit einem non pos-»utnus zu antworten?! Vielleicht find«t sich unserer Regierung nun endlich doch veranlaßt, aus freien Stücken daS Dunkel aufzuhellen, welches diese Angelegenheit umlagert, und nichl erst abzu-warten, bis sie durch «»»« Interpellation zu einer solchen Erklärung genöthigt wird." Augen-scheinlich bat der Fürst dabei nicht daS trans-, sondern daS ciSlrithanische Parlament im Sinne gehabt, in welchem zu jener Zeit, als die Gerüchte von einem deutschösterreichi-schen Zollbündnisse auch in der Oeffentlichke't im Umlauf waren und zahlreiche Anhänger in Deutschland fanden, in Oesterreich die deutsche Verfassungspartei (oder wie der Reichskanzler si« einmal sarkastisch genannt hat, die „Herbst-zeitlosen") die Majorität hatten, die von einem solchen engeren Bündnisse mit Deutschland nichts wissen wollten, weil sie für Oesterreich von der deutschen Concurr«nz zu große» Schaden be-fürchteten. Horrespondenjen. Zt. Mareia bei Erlachstrin. 20. März. sDie hiesigenDenunciationen.) Wie man einstimmige B«amtendenunciationSb«schlüsse „fabricirt", daran habe» wir im bekannten letzten Beschlusse der hiesigen national«» B«-zirksvertrttung. das Justizministerium zu er-suchen. eS mögen die hiesigen GerichtSadjuncten Herrn Rotschedl und Hern, Dr. Wagner ans dem Grnnde versetzen, weil man sie für die Corrtspondenten der „Deutschen Wacht" halte, ein drastisches Beispiel. Wie bereits mitgetheilt, wurde vom Gtldoerleiher Hugo Tan?ic deffen Schwager Herr Fi'egelmüller noch unmittelbar vor der bezüglichen Sitzung instruirt, wie der Antrag zu begründen sei und mit der Einbrin-gung desselben betraut; «S stimmten sohin für den Antrag auch die Bauern Podgorsek, An-derluch, Deticek und Behovar, während der GutSverwalter Stumderger ausdrücklich dagegen stimmte. Letzteres verursachte im Lager der genannten nationalen Stimmführer ein großes Geferres gegen Herrn Stumb«rger, dem man „Zweischneidigkeit" u. s. w. vorwarf, weil er sich eben weigerte, sich zur Denunciation von kaiserlichen Beamten herzugeben. Um trotz dieses llmstandeS die Einstimmigkeit des genannten Beschlusses, wenigsten« soruiell herzustellen, g«-braucht« man einen jener nationalen Pervaken-kniffe, an denen unsere nationalen Kämpfer nie-mal» verlegen sind. Nach dem Satze der De-nunciatioiis-Zweck heiligt die Mittel, schrieb man einsach ins Abstimmungsprotokoll, daß sich der Genannte vor der Abstimmung entfernt zählte. Doch bevor ich Ihnen auf immer Lebe-wohl jage, meinen letzten Grnß sende, möchte ich ein« Beicht« ablegen. Sie h ilt«n mich mit Unrecht für unschul-big, werther Freund. Ich hab« Paolo Riva wirklich erschossen, und wenn er mir heute noch einmal zumulhete, was er mir damals zuge-muthet, würde ich ihn noch einmal zu Boden strecke». Ihm geschah nur. waS er verdient«! Oder verdient der etwa nicht den Tod. der seine eigene Frau, von der er sich geliebt weiß, der Schande preisgebe« will, um im Amte schneller befördert zu werden, um einen Orden zu erlangen? Anfangs verstand ich nicht, waS er von mir forderte, auch dann nicht, als er mich eines Abends bat, mit dem Herrn, der uns heut« besuchen würde, besonders freundlich zu sein, weil es ihm in s«in«r Lausbahn förd«rlich s«in könne. Um mich mit di«fem Gönner allein zu lass'«, ging er. Geschäfte vorfchiebend auS. Als er spät in der Nacht nach Hause kehrte, erwar-tete ich ihn mit der Waffe in der Hand. Noch h«gte ich die Hoffnung, daß sein Vorgesetzter gelogen, als er behauptete, mein Mann hätte seine Rechte auf mich an ihn abgetreten; aber das v«rleg»n« Lächeln, womit Paolo Riva «in-trat, zerstörte meine Hoffnung. Wir tauschten nur wenige Worte. Ich stellte ihn zur Rede; er meinte, ich sei nicht die erste Frau, dir ihr«m 3 habe — und die Einstimmigkeit der schönen S««len war «rzi«ltWenn ein solches Treiben der politischen Oberbthörde nicht die Augen öffnet, dann wissen wir wahrlich nicht — waS noch gescheht» muß. um dieß zu bewirken. Wären die intelligenteren Mitglieder d«r Bezirksvertretung in der Sitzung anweiend gewesen. so hätte deren Aufklärung diese Körper-schau wahrscheinlich vor einer Blamage be-wahrt. Als Colporteur des gen innt'n Antra-ges wurde von den windischen Generalstäblern der Gemkindeschreiber Javornik benützt, welcher die einzelnen Stimmsührer, bei denen eine „Bearbeitung" nöthig war und insbesondere auch die Gemeindeausschüsse der Gemeinde UmHrbung St. Marein, ganz offen in öffentlichem Ga>thauf« iür den genannten Antrag haranguirte und präpa-ritt«. Traurig ist eS, daß jedes zwrifelhajt« Jndi-viduum gegen makellose St.atSdiener ungestraft Hetzen darf. Eine kläglich« Rolle spielt« bet der D«nuncialionsgeschicht« der hiesige Organist Jur-kovic, der in seinem Beamtendenunciationsbriefe die fraglichen Beschlüsse zur beschleunigten Vor-läge mundirle, trotz er hiczu von berufener Seite unj.reS Wissens nicht bestimmt war. Wir „ver-muthen" daher mit Grund, daß er hiebei zu den Hauiacteuren gehört« und zwar umsomehr, als er auch im vorigen Jahr anläßlich einer geg«n einen der genannten Herren Beamten vor-gebrachten, selbstverständlich falschliche» Denun-ciation eine hervorragende Rolle spielte. — Es dürste daher auch die Annahme, daß sich Letz-t«r«r mit Beamtendknunciaiionen besaß« —ge-rechtsertigt sein, welche „Vermuthung" noch »a-durch bestärkt wird, daß Jurkovic seinen Unterleh-rern geradezu verbot, mit d«n g«nannt«n Herren Beamten zu verkehr«». Daß der genannte Organist und nebenbei auch Ob«rlehr«r außer obigen „hüb-sch«n Eigenschaften" Arroganz besitze, beweist am deutlichsten der Umstand, daß er, wie verlautet, an-läßlich der gegen t ie genannten Herren Beamten über die fraglichen Tenunciationsbeschlüsse ge-pflogenen Disciplinaruntersuchung, die deren Schuldlosigkeit zur Evidenz ergab. — einen derseben „zum Erfolg" gratulirte, — welche Gratulation selbstverständlich in nicht sehr schmeichelhafter Weise resusirt würd«. Ganz »ach Act d«S d«m hiesigen Bezirk^richter Herrn von Flavung in der .Südsteirischen Post" ge-spendeten Lobes, — unmittelbar darnach, als man gegen ihn einen ähnlich-n Denunciation»-antrag in der (Äeme>ndevertrelung gestellt hatte. — Man kennt unsere nationalen Spaßvögel an ihrem Gefieder und läßt sich von ihnen nicht dupiren. Ob es im übrigen in di« Com-petenz staatlicher Verlr.'tungskvrper und insbe-»ondere zum Berufe eines BolkSichullehrerS ge-hört. Beamte zu deuunciren. — wird jedenfalls auch competenten OrteS entschieden weisen. — Mann« zu Liede ein Opfer gebracht. Da sagte ich ihm, daß ich «S nicht gethan, daß ich seine und mein Ehre gewahrt, daß ihm aber die Gelegenheit nehmen würde, sie abermal« zu ge-sährden. Enttäuschung in den Augen, blickte er mich vorwurfsvoll an, fttate daß ,ch heute eine glänzende Zukunft verscherzt hatte . . . Da streckt« ich ihn nieder .... Wrnn Sie erfahren, was er sich und mir angethan, wtrde.i Sie. wie ich Sie kenne, mich freisprechen. Hätte ich damals nicht geschwiegen, Sie würden mir mit Ihrer wunderbaren Beredsamkeit die Freispr«-chnng erwirkt haben. Wenn Sie sich jetzt noch fragen, warum ich sie Ihnen jetzt erst enthülle, so >ind Sie kein Kenner des menschlichen Herzens. Nichts ist schmerzlicher, alS den verachten zu müssen, den man liebt und hochhielt. Wer gezwungen ist. sich selbst «inzugestehen, daß der. dem man seine ganz, Seele zu «iaen gegeben, der Lieb« und der Ach'ung unwerth ist. der wird es Anderen so lang« verh«imlich«n, als er noch liebt. Obwohl ich Paolo Riva getödtet, so war mein Herz, das ihm ganz gehört hatte, unmittelbar uach der verübten That do^l. von der Liebe zu ihm noch nicht frei genug, um feine Ehrlosigkeit offen bekenne» zu können. Jhn«n zuvörderst, den ich so schnöde gekannt, konnte ich dieselbe nicht eingestehen. Wozu auch ? Um mir von Ihrer überwältigenden Beredsamkeit 4 DaS Endresultat der ganzen Angelegenheit dürste den nationalen Fanatismus wohl gründ-lich abkühlen und den nationalen Mar->iner-Krakehlern daS Denunciren schuld- und mackel-loser Beamten gründlich verleiden. Kleine Hyronik. [Geschenke für den Fürsten BiSmarck.j Aus Stuttgart. 15. d., wird pe-schrieben: Eine Spende ganz besonderer An haben die Gerber Backnangs — eine Siadt von kaum 10.000 Einwohnern — dem Fürsten Bismarck zu seinem 70. Geburtstag zuge-dacht, indem sie ihm ein Paar KiirassierMesel verehren werden, zu denen das Leder, aus Kamerun und Zan^idar stammend, in Backnang gegerbt wurde. Nach eifrigem Suche» ist es auch gelungen, den Leibschuster de« Kanzlers in Berlin ausfindig zu machen und das Maß zu den Stieseln beizubringen. — Eiu Verehrer deS Fürsten BiSmarck >n Petersburg bereitet ein originelles Jubiläumsgeschenk für den Kanz-ler vor. Tiefer Verehrer, welcher früher der Diplomatie angehörte, samm-lte nämlich seit dem Jahre 1870 Alles, was in russischen Zei-tungen und Broschüren über den Fürsten ge-schrieben wurde, und gedenkt daS neun Foliobände starke Album zum Jubiläum dem deut-scheu Reichskanzler zu überreichen. [Von einem vornehmen Braut-paai.] Ein kleiner Schelmenstreich hat in den letzten Wochen zu einer Neckerei zwischen der Prinzessin Beatrice von England und ihrem Bräutigam, dem Prinzen von Battenberg, ge-süart. Die sehr religiöse Prinzessin hatte den Befehl gegeben, daß die für ihre Ausstattung bestimmten Tischtücher, Servietten und Hand-tücher statt Krone und Monogramm, fromme Bibelsprüche tragen sollen. Nun aber ist die Zahl der Wäscheiiücke weit größer als jene der passenden Sprüche; die Prinzesin wandle sich in diesem Falle an ihren Bräutigam, und der-selbe bot sich sofort an, mit heiligen Senken-zen in lateinischer Sprache auizuhelfen. That-sächlich sandte er eine Sammlung solcher, welcher sofort in Arbeit gegeben wurde — doch o Schrecken, die Wäiche zei^t jetzt in blauer und rother Farbe Anfangszeilen der allerpro-sanften Studentenlieder. Die Prinzessin schmollt ein wenig, doch bei Hose amüsin man sich köstlich über den gelungenen Scherz. [Wiener Schriftstellerinnen.^ Dieser Tage sand in Wien eine Versammlung der daselbst lebenden Schriftstelerinnen statt, welche beschlossen, einen Verein zu gründen, der die Beschaffung eines Hilfs- und PenfionsfondS für die Freiheit erkämpfen zu lassen? Mir wäre sie ein werthloses G schenk gewesen. Was hätte ich mit derselben anfangen können? Ein neueS Leben beginnen? Wohl wußte ich, daß ich von meiner Liede zu Paolo Riva schnell genesen würde, aber mir bangte vor einer neuen, vor einer echten, den» jene war ein Irrthum, eine schreckliche Täuschung. Sie galt einem Wahn-gebilde. Durch Lüge und Heuchelei kann man mit-unter ebensogut versühren, wie durch angeiore-nen Zauber. Die Fata Morgana, die tückische Luftspiegelung, entzückt das Auge oft nicht minder, als die herrlichst- Gegend. Durch ein solches Trugbild ließ ich mich täuschen. Was Sie sind, schien er. Daß ich so verblendet war, dri Schein nicht von der Wirklichkeit zu unterscheiden, daß ich mich vom Scheine blen-den ließ, und Ihren Seelenadel übersah, da-rin liegt meine Schuld. daS war ein Vergehen welches gebüßt werden mußte; der Mord, den ich beging, war mir nur ein Act nothwendiger Rache, eine verdiente Strafe. Fragen Sie nicht, vor wem mir bangte! Ich mußte Ihnen die neue Liebe, welche die alte mit der Zeit zerstören sollte, welche mir die Augen geöffnet hatte, verhehlen, und es ist besser, daß ich mein HerzenSgeheimniß mit mir in das Grab nehme. Leben Sie denn wohl und seien Sie so glücklich, wie ich durch meine Verblendung un-glücklich geworden! ..Deutsche Macht." Berufsgenosinnen bezweckt. Ein diesbezügliches Statut wurde der t. k. niederösterreichischen Statthalter« überreicht. Dem Gründung'Co-mit6 gehören die Damen: Betti Paoli, Marie Baronin Ebner-Eschendach Auguste von Litt-row'Bischoff, Marie von Naymaqer. M. von Weißenthurn. Leopoldine Baronin Prochaska, I. Linden. Hermine Frankenstein. Anna For-stenheim, Julie Thonen und Jda Barber an. [Ausnah m e-Z u st a n d.J Der über Wien verh tilgte AuSnahme-Zusland soll binnen Kurzem aufgehoben werden. sE i n e V e r s e u n g a u S ,,D i e n st e S-r ü ck s i ch t en".] Wie das claicale .Linzer VolkSdlatt" mit offenbarer Genugthuung mel-det, ist der von dem verstorbenen Bischose Ru-digier verfolgte Lehrer Rohrweck nunmehr aus „TlensteSrücksichlen" von Leonfelden nach Aigen bei Schlägt versetzt worden. [Eine preisgekrönteDich terin.j Auf daS beste Studentenlied hat die Redaction der „Deutschen Studenten-Zeitung" einen Preis bestehend in einem Majolikahumpen mit Silber-decket, gesetzt; der Verleger de» „Lahrer Com-mersduches" hatt« einen Preis, bestehend in einem silbernen Pokale hinzugesügt. Von den zahlreich eiugegangtnen Dichtungen wurden zwei übereinstimmend als die besten und d»e sangbarsten erklärt; die Entscheidung zwischen beiden war sehr schwierig. Bei Eröffnung der Zettel mit dem Namen ergab sich, daß das mit dem Pokal prämiirte Gedicht von einer Dame in DreSdcn. das mit dem Humpen prämiirte von SanilätSrath Dr. Kleefelo in Görliy her-rührt [A m e r i k a n i fch e S D u e l l.j Der zwei-undzwanzigjährige Rechtshörer und Reserve-lieuteuant Arthur von Heilkron-StranSky in Lemberg. welcher einer angesehenen Beamten-samilie angehörte, hat sich — angeblich in Folge eines amerikauischen Duell» — erschossen. DuS Strafgericht forscht nach den Spuren des Gegners. [D o & größte Geschütz der W e ltj wird gegenwärtig in der Maschinenbauerei von Cail in Paris gearbeitet. Dasselbe ist nahezu >2 Meter lang; sein Geschoß wiegt nahezu 800 Kilogramm und soll eine Tragweite von 19 Kilometer erhalten. Diese ganze aus Stahl hergestellte Kanone wird auf der Ausstellung von Antwerpen figuriren und kostet mit dem Gestell und Richtapparat 500.000 Francs. [Wiederum einMördervonden Pariser Geschwornen freigefpro-ch e n.) Der wegen des thätlichen Angriffs auf den Redacteur des „Eri du peuple" angeklagte Polizeicommisfär Ballerich ist von den Geschwor-nen freigesprochen worden. Während des Pro-cesses war der Gerichtssaal überfüllt »nd nament-lich die Damenw-lt wieder start vertreten. Ballerich schien sehr erregt, als er auf der Armenfünderbank Platz nahm. Das Publicnm zeigte ihm Theilnahe. „Figaro" und andere Blätter halten Artikel gebracht, in welchen sie seine Freisprechung verlangten. Die Anklageschrift betont, daß die beiden Brüder eine heiße Liebe für ihre Mutter gehabt, und stellt fest, daß sie seit der Ermordung derselben sich in höchster Erregung befunden, die bis zur äußersten Wuth gestiegen sei, als sie den Artikel de« „Eri du peuple" gelesen, in welchem angedeutet worden, daß sie mit dem Mörder ihrer Mutter einen Pact geschlossen hätten, um Beorderungen zu erlangen. [Arbeiterinnenrevolte.) Die bei der königl. Taback- und Cigarrenmanusactur in Madrid beschäftigten 200 weiblichen Arbeiter begannen vor einigen Tagen die Utensilien u. f. w. der Fabrik zu zerstören, weil die Manu» faciur durch die Maschinen weiter betrieben werden sollte. ES wurden vom Gouverneur Truppen entsandt, um die ausständischen Weiber zur Ruhe zu bringen. Dieselben hielten eine Belagerung von I I Stunden in dem verbarri-kadirten Gebäude aus. Nach einer Unterhand-lung, die zu einem befriedigenden Resultat führte, wurden die Arbeiterinnen einzeln entlassen. Der angerichtete Schaden beläuft sich auf 5000 Peseta«. 1885 [Der letzte Wunsch eines Sterbenden.] Bei der Begräbnisfeier in Chisel-hurst befand sich unter den Leidtragenden m französischer Veteran, General Ichramm, ivel-cher »och der Schlacht bei Leipzig beigewoh«: bat. Wie es heißt, fand Napoleon I. den da-maligen Lieutenant — jetzt ist Schramm 9" Jahre alt — nach der Schlacht bei Frndland (1807) schwer verwundet und anscheinend st»> bend aus dem Schlachtfeld? liegen, schramm weinte, und der Kaiser fragte ihn, weshalb « weine. Dir Antwort lautete: „We l ich fteroeu muß, ohne Capitän geworden zu sein." U» dem jungen Manne die letzten Augenblicke ,u versüßen, macht« ihn Napoleon aus der stelle zum Capitän. Die „letzten Augenblicke" de« Sterbenden haben bis jetzt 77 Jahre ge> wähn. |D a S höchste Bauwerkder Erd«I ist seit Kurzem nicht mehr der Kölner Dom. sondern das Washington-Denkmal zu Wasdm?-ton, über dessen am 21. Februar erfolgte ihn-weihung berichtet wurde. Letzteres ist nämlvh ein riesiger obeliskartiger gemauerter Thun» von 555 engl. Fuß oder rund 169 Meter Hohl, während die Kolner Tomthürme vom Kirche«-fußdoden bis zur Spitze nur rund 157 M. Hirsen und somit hinter dem Denkmal um 12 M. zurückbleiben. Der Washingtoner Colvß hat« der Basis 55 (immer englische) Fuß in« Geoin? und die massiven Granitmauern besitzen bin eine Siärke von 15 Fuß, verjüngen sich jedoch nach oben allmählig, so daß fse zuletzt nur no-t 39 Zoll stark sind. Der hohle Jnnenraum. 25 Fuß ins Geviert haltend, dient zur Aui-nähme einer ei ernen Treppe und außerdem eines mit Dampf betriebenen Auszuges. Beide befördern den Besucher ans die mit Geland« versehene Plattform, welche eine sehr ausgi-dehnte 'Fernsicht dietet. Zu dem Baue warn an Steinmaterial 82.000 Ton« (k 1016 clg.i Granit nöthig; jeder Theil der Vereinig!« Staaten lieferte ferner einen seiner geologische« Eigenart besonders entsprechenden Block (j. $. Kalifornien Goldquarz, Michigan Kupfererz. Minnesola Pseisenstein K.) Der Schlußstein i« ein Marmorblock von 3309 engl. Pfund Se-wicht und trägt eine Metallpyramide mit dn verschiedenen Jnschrislen. An dem Riesendeak-mal, welches nicht weniger als 1.187,000 ColL gekostet hat, ist lange gearbeitet. Schon l?Ä wurde die Errichtung eines solchen beschlossen, aber erst 1883 di dete sich ein Comite zur '-Beschaffung der Gelvmit.el. Am 4. Juli 1848. dem Festtage der nordc»merikanijchen Unadhä» gigkeitSerklärung legte man auf einem zwischen dem Flusse Polomac und dem .&••■ ßen Hause" < Regierungsgebäude) den Gnu»-stein, am 6. Dece.uber 1884 dagegen aus schien,-delnder Höhe den Schlußstein und endlich foiuite am 21. Februar 1885, als am Vorabend co» Washington « Geburtstage (22. Februar 171!) die feierliche Einweihung erfolgen. [Eine bekannte Vorkämpfer,» fürdieHebungdeSLofe« der Frau»! hielt auf einer ihre' Agitationsreisen eingehend« Umschau in einer namhaften Beflerungsiui^ für weibliche Sträflinge. Der Director enoirt ihr die Ehre, sie persönlich herumzuführen ihr alle Räume und Insassinnen zu zeigen. Zu-letzt kamen sie in ein einsache« Zimmer, »t drei Frauen, eine alle und zwei junge, e»jij mit Nähen beschäftig! waren. „Mein G«ll. welche lasterhaften Gesichter", sagte leise Die Berühmte zu ihrem Begleiter, „bei dies« Frauen ist wohl wenig auf Besserung zu helfen?" Der Director verbeugte sich höflich »8 näherte sich den arbeitenden Frauen: hen Sie die Einfachheil unseres Wohnzimmer« wir wollen durch Gegensätze nichl betleidiqen. und gestatten Sie mir, gnädige Frau, Zw» meine Familie vorzustellen. Meinx Frau, ntesne beiden lochtet."--- [Die Rosen von H e r a t.] Die Blick Europas sind jetzt auf Herat gerichtet, dem S« Russen täglich näher rücken. Ter Beny diesn Stadt hatte jedoch für die Russen nicht i» einen hohen strategische», sondern auch em» anderen nicht zu geringschätzenden Werth. (.'In*- I chez la fernrae I ES wird behauptet, daß Di I 1885 Notablen der Turkmenen in um Merw, da die Frauen ihres eigenen Lande« noch nie einen SchönheitspreiS erhalten haben, ihre OoaliSken gewöhnlich a»S Heralh und dessen Umgebung beziehen, denn dort befinden sich die schönsten Frauen Afghanistans. In den Frauen-BazarS Mittel-Asiens heißen daher die Madchen aus der Provinz Hera« gewöhnlich (Susennat-i-Her>tt" (die Rosen von Herat) und stehen auch sehr hoch im Preise. In Teheran versichert man ioc>ar, daß der Harem drS Schah zu einem Tritte! aus Mädchen von Herat bestehen soll, und es ist sogar in Herat ein Agent Nasr-Ed-bins ansassig. ber aus dem dortigen Frauen-markte die „Einkäufe" für seinen hohen Ge» bietet besorgt. Deutscher Schutverein. Wien, 19. März. 1885. In der letzten Sitzung wurde es dankend zur Kenntnis ge-nommen, daß die Herren Glöckner in Chlumetz und H yßl in Wien !>« Schule in Köniqgrätz eine Reihe werthooller Lehrmittel gespendet haben. Außerdem wurden mehrere eingelangten Spenden ihrer Widmung gemäß für drei Schu-len in Böhmen verwendet, und in gleicher Weise die für den Schulbau in St. Fetix. und in Sauerbrunn gespendeten Beträge ihrem Zwecke zugeführt. Bewilligt wurden unter an-deren für die Lehndorfer Schule eine Anzahl Bibliotheksbücher und für Tomdorf im Westen Böhmens ein ausreichender Betrag zur Bcistel-luag eines Schullocales Außerdem wurde für anne Kinder derselben Schule daS Unterrichts» nelö bestritten und die Weitererhaltung der Anstalt durch eine JohreSunterstützung gesichert. Die Erhöhung oeS bewilligten Credites für den Schulbau in Steindorf wurde durchgeführt und iür den Kindergarten in Leipmk ein Zuschlag ju den Erhaltungskosten genehmig«. Für mehrere Cite in Gottschee und in Kärnten bestimmte der Ausschuß kleinere Unterstützungen und traf schließlich die nothigen Entscheidungen in einigen Schulangelegenheiten Steiettna*. ks. Cinladnng zu der ant 25. d. Nachmittag» 4 Uhr im Gasthauie des Herrn Franz Jesernik (Eijautz) in Unterkotting stattfindenden Iahrcsvcrfammlung der Ortsgruppe des dkulfchcu SchulvereiurS Umgebung Cilli Nr. 824. Tagesordnung: 1. Berichterstattung: 2. Neuwahl des Vorstandes; 3. Wahl des Delegirten zur Hauptver-fam nlung; 4. allfällige Anträge. Für den Vorstand der Ortsgruppe Umgebung Eilli Nr. 824. E. Adolf L u tz. Obmann. Locates und Srovinciates. Cilli. 2t. März ^Ehrenbürger-Ernennung.] Die Gemeinde-Vertretung von Wifell ernannte den k. k. Bezirkshauptmann in Rann. Herrn Josef Äupnik. wegen dessen verdienstvollem Wirken zum Ehrenbürget. DaS diesbezügliche Diplom wurde dem Genannten am 19. d. durch eine Deputation überreicht. [Sadterweiterung.] Sicherem Ver-nehmen nach hat Frau Vallentfchagg den für die neue Straße nöthigen Grundtheil an die Stadtgemcinde unentgeltlich überlassen, es ist dieS gewiß eine hervorragend: localpatriotifche That, welcher die hochherzige Spenderin für die weitere Entwicklung der Stadt gethan hat. lVortrag ii b ejr E l e 11 r o t e ch n i f.] Am Abende des verflossenen Mittwocheö hielt der Professor ant Mädchenlyceum in Graz, Herr Wilhelm Bi'kan, im hiesigen Casinosaale einen Vertrag über das elektrische Licht und die Kräftenübertragung. Leider war in Folge etwas mangelhafter Ankündigung und in Folg ' bei ziemlich allgemeinen Josefivorfeier der zu „peutjch« wacht." dies,m Vortrage erschienene Zuhörerkreis ein sehr kleiner, waS umsomehr bedauert werden muß, als Herr Professor Biscan daS VortragS-thema überaus anziehend behandel'e und mit einer großen Serie vor Experimenten au«stat-tete. Nach einer kurzen übersichtlichen Geschichte der Elektrotechnik erklärte der Vortragende in ausführlicher Weife das elektrische Glüh- und Bogenlicht erläuterte durch Demonstrationen dessen Vorzüge. Stärke tc. und besprach füglich die epochalen Kraftübertragungen und deren praktische Anwendungen. Wohlverdienter stürmischer Beifall ehrte den Herrn Professor für den anziehenden und durch geistreiche Apercus gewürzten Vortrag. [Der Bauernverein Umgebung Marburg) veranstaltet am 25. d. eine Wan-derversammlung in Ober- St. Kunigund. In derselben wird der Bezirksthierarzt Herr Hermann Haage einen Vortrag über die Krankhei-ten des Borstenviehes, besonders über den Milz-brand sowie auch über die Mitteln gegen diese bösartige Krankheit halten. [Schülerproductivn.j Mittwoch, den 25. d., Abends sieben Uhr, findet im kleinen Casinosaale ein Schülerconcert der Zöglinge deS Musiklehrers Herrn Ferd. Fi'chcr statt. Zu diesem Concerte haben sämmtliche Casinover-einSmitglieder und Musikfreunde freien Zutritt. Im Uebrigen verweisen wir auf daS im In-jeratentheile veröffentlichte Programm, welches ganz interessante Nummern enthält, die gewiß einen größeren ZuhörerkreiS zu fesseln ver-mögen. [Ein Fräulein als Vertheidi-ger vor Gericht.] Die in Cilli b'kannte Streiterin im objective» Verfahren, Frl. Josefine Jurik, hat nunmehr auch in Wien vor dem k. k. Landes- al» Preßgerichte am 27. d. Vormit-tags 19'/, Uhr eine Einspruchsverha»dl»ng. welche voraussichtlich mehrere Standen in An-spruch nehmen dürfte. — Ueber die hier statt-gcfündene Verhandlung am 14. d. enthält das „Interessante Blatt" vom 19. d. eine gelung-ne Illustration. >Auch eine Anerkennung.] Wie die „Marburger Zeitung" berichtet, verehrte der Ausschuß des katholischen Preßvereines sei-nem ausscheidenden Redacteur Herrn Dr. Gre-gorec „für dessen zehnjährige, opfervolle aber erfolgreiche Redaction des Slov. Gospodar" einen schönen in Gold gefaßte» Brillautriiig. sVosnjak' sche Wahrheiten.] In der vorgestrigen Sitzung des Abgeordnetenhauses hielt unser ReichSraths-Abgeordneter Dr. Rich. Focegger bei Titel 2 „Oberster Gerichtshof" eine Rede, auf die wir noch zurückkommen wer-den. In derfelben erwähnte er auch der Ma-reiner Denunciationen gegen die dortigen Be-amien. — Dr. Voönjak, dem die Rede an die Nieren ging, ergriff das Wort zu einer — wir gebrauchen den Ausdruck des „Vaterlands" — belanglosen thatsächlichen Berichtigung, in welcher er in einem Athem zwei Unwahrheiten sagte, ü. zw. 1. daß die denuncirten Beamten nicht sl^venisch können und 2. daß Dr. Fotegger durch seine intimen Beziehungen zu dem KreiS-gerichtspräsidenten in Cilli bezüglich des Äan-geS der DiSciplinaruntersuchvng Kenntniß habe. [$tt Defrauda^t Weskamp] würd? bereit« dem hiesigen Kreisgcrichte einge-liefert. Nah seiner am 14. d. M. in Wien er-folgten Verhaftung wurde festgestellt, daß WeS-kamp sich vor Kurzem auch des Verbrechen» der Bigamie schuldig gemacht habe. Obwohl feine ihm nach katholischem Ritus angetraute Gattin noch lebt und in Grat domicilirt, war er am 16. v. M. mit der Wittwe eines Web-waaren-Fabrikanten im Bezirke Mariahilf eine zweite Ehe eingegangen. Er hatte die Frau am 9. v. M. kennen gelernt und dieselbe unter dem falschen Namen Anton v. Wesolowski sieben Tage später zum Traualtar geführt. Zu diesem Behufe hatte t schon früher seinen Original-Taufschein gefälscht. Die Hintergangene Frau, welcher er am TrauungStage einen Betrag von 3o0<> fl. als Widergabe einhändigte, befand sich bis zum letzten Augenblicke tu voller Unkenntlich der verbrecherischen Vergangenheit ihres Gatten. 5 [Aufgefundene Leiche.] In der Nähe bei OtterSdorf. Bezirk Pettau wurde in einem hohlen Baume die Leiche eines wenige Stunden alten Mädchens gefunden. [Während des Schlafens et-d r ü ck t.I Die lediqe Dienstmagd Jofefa Plach-nita in Gorivas erdrückte ihr sechs Wochen altes Kind, welches sie zu sich itt'S Bett genommen hatte, während des Schlafen». * ch [FrühlingScur. ] Als rationellste Hilfe gegen Katarrhe der RespirationS-Organe, Schnupfen, u. f. w. kann Mattoni's Gießhübler Sauerbrun» empfohlen werden. Sowohl rein, als mit */, warmer Milch getrunken, gibt er das ange tehmste und wirksamste Mittel, Me« selben so schnell al« möglich zu vertreiben. Aber auch bei Katarrhen der Verdauungs- und Geschlechts-Organe, sowie der Blase ist Mat-toni's Gießhübler zum großen Theile alleiniges und in vielen Fällen Vorber.'itungSmittel zu anderen, späteren Euren, z. B. Karlsbad, Ma-rienbad, Franzensbad u. f. deren kräftigere Einwirkung auf den Organismus und in vielen Fällen eine einleitende Vorbehandlung erfotdert, mindestens aber angezeigt erscheinen läßt. Ltterarifches. [Die Rechte und Pflichten der gewerblichen Hilfsarbeiter nach den Bestimmungen der Gewerbe-Ordnung] in populärer Darstellung von Dr. Ferdinand Seltsam, Concipi ten deS Wiener Magistrates. Wien bei Manz, 1885. Selten hat die Entstehung und Berathung eines Ge-setze» die Aufmerksamkeit aller Kreise in dem Maße rege gemacht, al« jene der sogenannten Ardeiterordnung, deS VI. HauptstückeS der Ge-werbe-Ordnung, enthaltend die Bestimmungen über daS Verhä'tniß der Gesellen, FabrikSar-beiter und Lehrlinge, über die Eingehung und Auflösung des Lehr- und Lohnvertrages, über die Maßregeln zum Schutze deS Arbeiters, die Sonntagsruhe, den Normalarbeitstag, die Kin-der und Frauenarbeit, die Entlohnung d-t Arbeite durch Baargeld, Waaren und Lebens-Mittel, die Schlichtung des WerkstattstrikeS u. s. w., dringt eS tief in das gewerbliche Leben ein, und setzt ein genaues Verständniß seiner Bestimmungen voraus. Wir können daher nur mit Fteuden ein Werk begrüßen, daS sich die Aufgabe gestellt hat, alle tiefe zahlreichen Bestimmungen zusammenzufassen und populär darzustellen. Dem Amor, welcher sich bereits durch seinen bekannten Commentar zur Gewerbe-Ordnung einen Namen gemacht hat, ist diese Absicht vollkommen gelung.-n. und wir können das Werk, dessen Preis, ungeachtet der gelun-genen Ausstattung, ein sehr niedriger ist — 30 kr. — den beteiligten Kreisen angelegentlich empfehlen. Korrespondenz der Redaction. A. B l e i b e r g. Herr Dr. Gregorec wird die sechswöchentliche Arreststrafe in Marburg abfolviren. Ob er sie schon angetreten hat. wis-sen wir nicht zu sagen. Yach Schluß des Mattes eingetroffen. Wirtt, 21. März. [O r i g.-T e l e g a r m m.] Da in der heutigen Sitzung Minister P r a z a k die Ansrage deS Abgeordneten Dr. Fvregg er wegen der Mareiner DiSciplinaruntersuchung nicht beantwortete, so interpellirte letzterer und dessen Parteifreunde neuerdings. — In der Nordbahnfrage sprach Dr. Herbst in glänzender Weise sür die Verstaatlichung. Liechtenstein und Lienbacher ließen sich als Redner gegen die Vorlage eitragen. Die Annahme ist zweifelhast. Die Linke faßte gegen die Vorlage einen bin-deuden Clubbeschluß. Eingesendet.*) Ccit mehr alS 40 Jahren ist daS Dr. Povp'sche Anathcri »-M u n d w a s s e r von deo ersten medicinischen Autoritäten, wo-runter weiland Pros. Oppolzer, vielsa h verord-«et worden. Professor Trasche wendete eS erst kürzlich im Wiener k. k. allgemeinen Kranken-Hause ant großen« Erfolge an und wird dies neuerdings von Herrn Professor Dr. Schnitzler bei Krankheiten von Mund, Hals und Rachen-höhle, sowie des Zahnfleisches mit bestem Er-folge angewendet. Es ist dalier für Viele, welche das Ana-thtrin-Mundwasser von Dr. I. G. Popp, k. k. Hof-Zihnarzt in Wien (zu haben in deu Apo-cheten Cillis) gebrauchen, ein ebenso sicheres Heilmittel, als unentbehrliches' Präservativ geworden und durste es für Jeden werden, den irgend eine Mund-, Hals und Zahukrankheit zu seinem Gebrauche veranlaßt. Gleichmiig sei hier vor den schwindelhaf-ten und oft schädlichen Fälschungen des Dr. Popp'schen AnatheriwMundwassers gewarnt, welches den behandelnden Arzt gewöhnlich im Sti. ließ, und aufmerlsam gemacht, daß jede Qriginal-Flasche am Halse mit einer rrgiftrir-en Schutzmarke als Kennzeichen der Echtheit versehen ist. Hiermit ist auch daS Renommve und der ausgebreitete Versandt dieses Heilmittels ein wohl begründeter, welches weit über die öfter« reichijchen Grenzmarken, in ganz Europa, selbst in Au erika und Australien «eine Verehrer hat und immer neue erwerben wird. Rebstbei sei auch die berühmte Anatherin-Zahnpasta, sowie das vegetabilische Zahnpulver von dem k. k. Hof-Zahnarzte Dr. I. G. Popp in Wien in Vetracht gezogen, welche auch beliebte und bewahrte Zahn-Reinigungsmittel sind. MAra rrliiftter Alknitirlirr bestes Tisch- ui IrMuisjÄ, erprobt bei Husten, Halskrankheiton, Magen- und Blasenkatarrh. Ürinritli Mattpnf. Karlsbad und Wien. J Alolkswirttjschafttiches. sEisenbah n-V orc on c e ssi o n.] Das Handelsministerium hat dem Eivil-Jngenieur Joseph Seitz in Wien die Bewilligung zur Vor-nähme technischer Arbeiten für eine normalspu-rige Localbahn von Pöltfchach nach Wobou oder endlich von einem sonstigen geeigneten Puncte zwischen den Stationen Pöltfchach und St. Georgen der Südbahn-Gesellschaft über Sauerbrunn und Rohitsch bis zur steirisch-croa-tischen LandeSgrenze in der Richtung gegen Krapina auf die Dauer von sechs Monaten er-theilt fG e w e r b l i ch e S.s Räch der anläßlich einer Beschwerde erflossenen Entscheidung der k. k. Statthalterei sind Teppichhandlungen zum Verkaufe von Karniefen und Vorhangstangen nicht befugt. [G e f l ü g e l a u s st e l l u n g>1 Vom 22. bis 29. März findet iit Wien die elfte inter-nationale Geflügel- und Vogelausstellung des ersten österreichischen Geflügelzucht - Vereines statt. sH o p f e n - B e r i ch t Nr. 136 v o m 18. März von Georg Friedrich •) Für Form und Inhalt ist di« Redaction nicht verantwortlich. „Peutsch, Macht." Brünne r, H o p f e n « E o m m i f f i o n s« Geschäft N ü r n b e r g.J Die mit meinem Bericht vom II. d. M. gemeldete bessere Kaus-lust fand berenS ihren Abschluß mit Ende voriger Woche, so daß schon seit Montag die flaue Haltung des Marktes wiederkehrte. infolge dessen Verkäufe nach wie vor nur zu unverändert ge-drückten Preisen äußerst schleppen'» zu Stande komme». Die Umsätze letragen seit Mittwoch ca. 131.400 Ballen und steht demselben eine achttägigen, ziemlich belangreihe Gesammizu-fuhr von ungefähr 1200 Ballen gegenüber Schlußstimmung sehr ruhig. N o t i r u n g e n: Marktwaare In. M. 50—55. — Marktwaare Ha. M. 45—50. — Marktwaare lila. M. 40—45. — Würtemberger la. M. 70—80. — Würtemberger 11a. M. 35—10. — Würtemberger lila. 35—40. — Hallertan Siegel-gut : Wolnzach Ia. 90—95. — Siegelgut Woln-zach Ila. M. 60—65. — Hallertau er la. M. 70—80. — Hallertauer Ha. M. 40-55.— Spalter Land: leichtere Lagen M. 95—105. — Altmärker M. 35—45. — Polnische la. M. 80—90 ü_ Polnische Ha. M. 40—60. — Polnische lila. M. 40—60. — Elfäßer Ia. M. 50—55. - Elsäßer Ila. M 35—45. — Aischgründer Ia. M. 40—60. — Steiennärker M. 65—70. R B. Für Auswahl aus Partien M. 5 mehr. ooitr'e der Diktier vom 18. März ltü-5 Goldrente . .........108.60 Einheitliche Staatsschuld in Noten . 83.35 „ „ in Silber . 83.70 Märzrente 5#/0 ........99.15 Bankaktien...........861.— Ereditactieu......... . 800.80 London . . ivista........124.45 Napoleond'or.......... 9.80'/, f. k. Münzvucalen........- 5.80 100 Reichsmark.........60.60 Kundmachung. ES wird bekannt gemacht, daß die priv. Jahr- und Viehmärkte tut hiesigen Pfarreorte Dobova am 31. Jänner, -26. März, 25. April, I j Juli. IS. Septcmler nnd Dcccinber jeden Jahres abge-abgehalten werden. Wenn diese Tage auf einen Sonn- oder Feiertag fallen, findet der Markt am darauf-folgenden Tage statt. Bis auf weiteres wer> den keine Stand- und Platzgelder eingehoben. Von Vieh und Schweinen sind Päße vor-zuweisen. Gemeinde am» Großobresch, 10. März 1885. Der Gemeindevorsteher: 2ü6—l Andreas Kicaiiö. D, Leonard! & Co. k. k. priv. rsdpijxal passen lUr jede Hand, ermüden nicht den Schreibenden, gleiten sanft and angenehm auch über das rauheste Papier. Xu lialx'ii bei JOH. RAKUSCH, Herrengasse Nr. 6. 1885 Dr. Selmidt's bttlkrtfs Hlkiinuii- Pflaster wird seit vielen Decennien als schmerzlos und sicher wirtendes Mittel zur voll-ftändiqen Entfernung der Hühneraugenangeivendet Die Wirkung dieses Dr Echmidt'schen Hühnerau-geupflasters ist nahezu überraschend , da nach mehrmaligem Gebrauche jedes Hühnerauge ohne jegliche Operation schmerzlos entjerni wer» den kann. Preis einer Schachtel mit 15 Pflüsterchen und einer Hornspatel jurn Herausziehen der Hühneraugen 23 kr. 6. W. Dr. Behr's Nerra-EiM ein nach ärztlicher Vorschrift au» Heilpftan^» bereiteter Extract, iveicher sich seit Jahren als vor-treffliches Mittel gegen Nervenschmerzen. gräne. Ischias. Kreuz-Äüctenmartsichmerzea, Epilepsie. Lähmungen. Schivustande und Pollutionen bewäkneTr Kehr'« Rerven-Ertract wird auch mit bestem &> folge anqewendcr gegen $idit undZiheumalismus. Steifheit der MuStel», Gelenk»^ u. Mittel R.ie»- marismuS. nervösen Äoplschm erz u. Obren sau-sen. Dr. Behr's Nerven-önract wird nur äuher-lich angewendet. Pret» l Flasche mit genauer (Ae btauchö Anweisung 7«» kr. b. W. XB Belm Ankaufe dieser Präparate wolle das ß. T Pudlicum auSdnicklich Bittner S Aadriknte verlang Sen und nur jene als echt anerkennen, welche die voll« irma „Julius Bittner's Apotheke in Gloggnitz" tra« gen und alle ähnlichen Erzeugnisie als unwürdige Nachahmungen zurückweisen. HauplveisendunqS-Tepvl: Mlogqniv, ?t,ederStter- reich. in Julius Birtner'S Apotheke, ferner sind Tr. -chm,dt's HuliuerauftNipflasttr und Tr. !?thr^ ^!rr»eii->ct uel^ vo.rälhig in t?ill» in beiden Apotheken, sowie in allen Apotheken. Äitfh Amrrtlisi eursi "best und "billig-Bteoi. dl-arsb. Arnold Kolli Wie«, I., Pe»tulozzig.ii*e 1, älteste Firma dieser Branche. — Auskunft nnd Prospeete umsonst. 7 44—."*0 Ueber die Heilkraft de* echten "*■ Dr. Popp's Anatherin - Mundwasser gegen leicht blutende» Zahnfleisch, lockere Zähne und üblen Geruch aus dem Monde. Nachdem ich da« Anathmn-Muudwa^er tob D? J. G. Popp. k. k Hof*ahnarzt in Wien, einige Zeit gebrauchte uud die wohlthätige Wirkung desaelM j auf mein krankhaftes, leicht Untern!« Zahnfleisch und lockere Zähne, welche wieder ihre Festigkeit erhiel* c, empfunden hab« nnd auch des üblen Geruch im Mund» ] beseitigt nehe, »o fahle ich mich angenehm veranlagst. di«»em Mundwra»stT das wohlverdiente Lob zu ertheilen nnd eg Jedermann besten» anzuempfehlen. Wien. Frnnz Krliracl m/p. Beamter des k. k. Hanptzoltamtei. ' 'JC~ Vor Nachahnuno wird gewarnt, "W zu denen einige Fabrikanten ihre ZuÄuclit nehin^i, ] indem sie sieh Firmen-Bezeichnungen aneignen, ifie der meinen «enilioh nahe konuiien und ihre ProdurW dem Aussehen nach »ehr ähnlich den meine» maebco. Bei Ankauf eine.; jeden Gegenstandes wird emibt genau ans die Firma zu achten. 'i—4 55m b-aTsess.: In Cilli: Banmbaeh's Erben. J. Knpfer»ehmid, Ap, F. Pelle, Kaufmann. Kaun: J. Snideri'ni, Ap. Wivd.-Landsberg: 8. Vacinlik, Ap. Gonobitx: Jubau Pospiiil. Ap. Gnrkfeld: Fr. Böinches, Ap. Steia: J, Moinik. Ap. Wind.-Feistritz: A. V. Gotkoml^, Ap. Windi»chgrai: G. Kordik, Ap. Vorschriften über die Einhebung der Verzehrungssteuer und die Controlle von Wein & Fleisch bannen unter dem Titel: „Praktischer Rathgeher ia Gefällsdienste" durch die Buehdruckerei von Johann Rakusch in Cilli bezogen werden gegen Einsendung des Gesteh preises von Ist. 60 kr. per Exemplar 1 1885 .Deutsche Macht , 7 mv6ieini«eds wIkI ia d«n SUat*n Buropa'a mit 't WOG»» i . | . !Wlite». KrAU«\ «ad pifa»,. — Bor^T\ l'lir« r*f|i*• raffclll 40*% Hol*«l»r*r iwjpnitot« * t; «i» l» »-»«- '»icli ftKrr.'p« Tfc««VN*if«it d*» lUtttieU. — Kttr^fctr- Lt«'«iuw voll slUlirf ui^n ,»u*4r &ok l|e* Hvriffr'» M>||» n t -iflM« Alls dl» Vh^'-uiiiIm crlii4«i v»k- l-iliKrlHUi kltfi'M HflfilIrMi'n «iH tu 9Mw4«r¥llMrMlr« tti^ffofolc Berger's med. Tneer-Scliwefelseife » nur r-At, wont Jl«*.» yixgtxog«» «rerd#n *•111« . mir .li« n ifivSfh« Tttrr.1.h««frf-«if# tu v«tl*»g»ii, Ja di» Riulliidiirbrn ln.it- . •■ i ...»• , ... ^-,1 Uni. AI« mlldfrf TUi'CMrls» tor B*f*«tSt£Unf slj#r t'iircinlicileii de» Tcintü, t'fi Kamt- and K*pfa«a«ck>&;e dar Kiad«r. «owi« »I« ttsObertrafflich* eatoMtiach« iUm1!»* u»d ßndrtrlsr für d#n Ufllrbrn ßfdftrs diaot Heruer*8 Glycerin-Theer seife, i* Sfify, Oltt-rin rwtblU and ffiu passn mir! iat Preis per Stück jeder Sorte 35 kr. sammt Broschüre Vabr k nnd UnnpIfFrunilll G. HEU. « l'otnp., TKOPPAU» Prliuvlrt mit «ieia »tf dor intaroatiooalea phprai* «rutlutbfu Aauielliiug, Wtco IHW. IDcpÄt in Oilll: A. Mareck nnd J. 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Popp, Specialist hegen Magenkatarrh in Heide (.polstern), durch seine ausgezeichneten Pulver von einem Jahre langen Leiden — Magen -Darmkalarrh — befreite Ich laiin dessen Heilme'hode allen derartig Leidenden auf da« Beste empfehlen, denn meine Ärankheil, welche sich durch dumvsen Druck in der Magengegend vor und nach dem (fssen, Eingenommenheit des Kopse» Brechreiz, zuweilen Erbrechen von Sch^im und Speiseresten, unregelmäßige Enlleerungen u. s. w kundgab, verichiedeuer Aerzte Bemühung trotzte. — tonnte nur durch die Pulver des Herrn P. dauernd beseitigt werden Aus Dank gegen meinen Retter er> Iaubc ich mir. Vorstehendes der Wahrheil getreu zu bestätigen. Fannq Stern, Mhterin. Graz. Burggasse Nr. 8, 2. Stock. Frisch gefangene Forellen b«i sind tfttrlich ia fl. 1.20 per niu «,parat billigst berechnet. Bxa.taiüa. Xjä-«.f«a. per Kilo zu haben. Packung wird 183—10 SCMUTj-MiSKt pjjw iü *l£RB *DHV W'fN Zahlreiche und dauernde Heiterlosge bei Lungenleiden, Äleichsucht, Slutarmuth, bt! r«»ticulol« v»i>aenia»t»dl»chy l» d«, ersten Stadien, dei arnlrm »nd Arvittflbran i'cnarntaiarrli, jeder ün Husten, a<»a bafttn. Heiserkcii, Ikuizoldmlaletl, vciichteimsn«, seiner bei tiirr^,ks, der nacht-liche» Schweißt, der Maitigltit, nnier atlgem. Krasttzultadme. Aner?ennu»g«-Schreiben. Herrn Julius Herbibii«, Apotheker in Wien. Nnaufgc>»rderi dqeuae ich Ihnen diemil mi! 8«ptljlinlose,iiamcnlIii& »der ia der »inderprari» »nd den. IM «at Hednn» der gesaii-keuen Lebenskräfte nolt)-weatifl i«, nicht mir -saxndr. s»»t«ra aurd ieckcw »nöerca bUseiiprilparaie vorsiehe. »Idtitinis, t?, Zani >s»«. J. Kaai, pr»l, klrzt. —l- Sin isnnnd. der schon iSirnnr Zeit brustkrnnk i» nnd »ein ich mahlte, daß ich mit rinem aliiillrtu-ii Leiden beh»rt«t tun und mich tiir varxiiSElteher Kalk-Kisrn-Symp vollkrtmweii herstellte, erincht »ich. ihm ii Kioschen diele« v»rr«x>iclien d>ccnle» per «»chn»hme senden >u Ulfen. TriedlNdori, M vndig«di>rf. Vi. IKm ISS4. __Aloi» Knirsch. drlsche mir wieder nlolchen Ihre» vortrefflichen Kalk-Klsen-Hyrup's der t>»tt»achn«hme j» senden nnd mnß Ihnen dem eilen, dass diele» Heilmittel wirll.ch aus,»ete I»ien»l,- IHMtt, indem der llaat«a bereits alisenouimea, da« aächtlirhe SchwlUen Kau aaf«(ehOrt Bai. £U ikgi« am «enwaid, 31. Mari ins«. Jnhana iiruber, Hiiamcimrislft. Preis 1 Flasche fl- > per Pos» 20 kr. mehr sür Packung. T,i wcrihlosr NaehaliniaiiKen meine« l'rii parare* exlsrtren. bitte leb atet» ausdrücklich Kalk-Kisrn-Syrnp °»n Hrrbabay ia Wien jn »erlnnsten nn» MBtuf l» achten, tsfl »Mirs »edsrdiich »tai»r»ll gflshmartt «ch ans jcder «Uilcht deßndci und dertrlden eine «tolchnrc r°„ !r, Lch»«ljer, welche genane »eiehrnail nn» diele »ttcste «Sll^m, DtigtfchlalTtii ist. Lcntral versendungs Äcpot für dieproviiye»: Viei, ApoMe „zur Barierzijleii" des J. Hrrhmbny, Neubau, Kaiserstrasae 90, Depots ferner bei den Herren Apoihekern: OfiUi: 1. Kupserschmid, Baumbach'« (frben, Apoth Deutsch Landsberg: H. Müller Feld-bach: I. «önig. («onobitz: I Pospischil S»ra,: Anton Redwed Leibnitz: v Rußhetm. Marburg: G. Bancalari, Pettau: E. Behrbalt, H Eliaich. Xadkersburg: C Andrieu. Wolssberg: A. Huth- Auslage 331.000; das verbreitet st ^ a l W r d rutsch e~ii sSTSTT er. it bet Vc t i rg ii n (j f n^~n auberdem e r s ch^IN en U ev^er 1 ^ zwotl fremden sprachen. U 4M- Ä?if Modenwett. M JUustrirte Zeitung für Toilette und Handarbeiten- Alle I I Tage eine Nummer, Preis vierteljähr' lich M 1.2.'. = 75 Ar I a h r-I>ch erscheinen: 21 Nummern mit Toiletten und Handarbeilen, enthaltend gi'gen 2W0 Abbildungen mit Beschreibung, welche das ganze der Garderode und Leibwäschi für Damen, Mädchen und >tna> ben, wie für das zartere Kindcöalter umfassen, ebenso die Leibwäsche sür Herren und die Bett- und Tischwäsche -c., wie die Handarbeit,» in ihrem ganzen Umsange. 12 Beilagen mit etwa 200 Schnittmustern sür alle Gegenstände der Garderobe und etwa -400 Mu'ter-Voneichnungen sür Weib- und Buntstickerei, Namea«-Chissren:c. Abonnements werden jederzeit angenommen bei allen Buchhandlungen und Postmistalten. — Probe-Num> mern gratis und franco durch die Expedition, Berlin W, Potsdamer Straße 38; Wien 1, Overngasse 3, Deutsche Macht." 1885 Einladung. Das gefertigte Comite erlaubt «ich hiemit die deutschen Hochscnttler d«*r Untersteiermark zu der am 28. März d. J. Einladung. Der Gefertigte veranstaltet atn DlrnM**, drn Z4. ITIftrz. Abends 7 Chr. im .kleinen Casinosaale* ein Wund-, Geburts- und Impfarzt in St. Georgen. Erlaube tnir die ergebene Anfrage zu stellen, seit wann Sie ein Agent slovenisch-nationuler Kaufleute sind, und »eiche Provision .Sie von denselben beziehen? Viellejebt können wir ein Uebereinkommen treffen, welches Sie der Mühe Oberhebt, meine Kunden wider mich aufzureizen, ohne dass Sie einen effektiven Schaden erleiden. Sie wissen, ich »passe nicIA Hochachtungsvoll J. F. Schescherko. und beehrt sich hiezu Casinomitglieder und Musikfreunde einzuladen. PROGRAMM. 1. „Lied" von Fr. Schubert für Clavier zu 4 Hindun. 2. "Nocturne" vun Jul. Hirschler fstr Violine und Clavierbegleitung. 3. „Finale" aas einer Sonate von Havdn. ■4. "Andante und Scherzo" von J. Pont für 4 Violinen. 5. "Andante und Allegro «on brio" aus .Krnani' von Verdi. 6. „Trio" von L. v. Beethoven für Clavier, Violine und Violoncello. 7. „Charakterstück" von Mendelssohn für Clavier zu 2 Händen. 8. „Andante mit Variationen" aas der I. Symphonie von Havdn. 9. „Erster nnd zweiter Satz aus der D-dur-Sonate" von Mozart fstr Clavier und Violine. 10. „Erster Satz aus der Sonate apassionata von Beet- hoven für Clavier zu 2 Händen. 11. „Fantasie" aus der Oper .PuriUna* von Sydney Smith för Clavier zu 2 Händen, 12. „Ouvertüre" Rny Blas für Clavier ru 4 Händen. 18. „Traumeswirren," FantasiestQcl von R. Schumann. 14. „O-dnr-Svmphonie" von L, v Beethoven, L Satz für Clavier zu 4 Händen, Violin und Violoncello. Ferd. Fischer, <20'_i Musiklchrer. des Ferial-Vereines deutscher Hochschüler in Untersteiermark „GERMANIA" geziemend einzuladen. T»vei«o r d ma n x. 1. Coastituirnng de» Vereines. 2. Wühl des OOinanac*. 210 -1. 3. Wahl des Ausschusses. 4. \V#M' der AnNirhtsrfithe der Celdgebarung. 5. Allfällige Anträge. Für das Gründungs-Comite der „Germania4: Stud. jur. J. Straozowsky. Stud. ineil 6. Jeaenko, als Schriftführer. «U Ohaiti. Heute Sonntag 22. März Kin Cilaswa^eii gut erhalten, ist billig zu verkaufen, flni'if 3**#/. Sattlergeschftft. Cilli. _209- 1 im Gasthaus« 207—I zur grünen Wiese. Lack- nnd Firnissfarben, Eilder nnd Spiegel ans Raten, Gemalene Bilder für Kirchen, Kreuzwege in allen Grossen, schon und fein gearbeitet, zu staunend billigen Preises bei 20Ö-J Josef Rauch in Cilli, Glas-, Porcellan-& Farbwaarenhandlnng Niederlage des Radeiner Sauerbrunn. KaH'ee Santo«, feinste Sorte, per Kilo . . . fl. 1.10 Paleuibang, gelb..........( so Griinjava,.............12« Ceylon, leinst............1.40 Goldjava, ............14» Ceylon, grnssbohnig.........1.00 „ superfeinst . . „ 1.80 Excellent-Kaffee, täglich frisch gebrannt, feinst und kräftig iui Geschmack, '/« ko. M kr. 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