MARBURGERZEITÜNG AMTLICHES ORGAN DES m* MMftlaltaM •. «. Dim, Benfes* nc, 1. Pmndi (%. ««-•*, M-«, H-M. Ak M Ohr (ttflUdi mft« Staitcf) w #• ScnilfUalhnt aar nif Fmnif Mr. M-6T «nttchbar UBT«rl4ii9t« ZuichrtnaB ««rdw ■lAt iftckgaauidt. AafrcgM Ul 4m Rflckport« b«liul»||M. Poitfchackkonto WIm Nr. S4.MI. 0«MMfUft*n« te am. MuktpUti N?. 12, Ptnnf Nr. >»4 bi P*ttan, UagtrtorgatM Nr. 1, Fsruvf Nt. Nl STEIRISCHEN HEIMATBUNDES vMkMfHA rii !■ wr—I lüifcll MMtllek KM 1,1» «iBschlltBIJrb traUbaitd luflgUck PorUi k«l Abholm In dar Gaichlftiitelle Rpf FoflMltwiigtgabthri »al Liafanwa !■' __ 4urcfc aosaUlA EM l,M (atnachL ll.t Ipf PMtMttuagigtbahi) and 36 Rpf Zustell' faMhr. ■uMlBaamatB w«r4ee nr f*gaa VorataaMdaag 4aa üaaal^alaM and d« Fortoauilagan rugetendat^ Nr. 300 — 83. Jahrgansf Marburg-'Drau, Mittwoch, 27. Oktober 1943 Einzelprds 10 Rpf Im Süden der Ostfront Zunehmende Heftigkeit der Kämpfe — Erfolgreicher Gegenangriff in der Flanke der auf Kriwoi Rog Verstössen den Sowjets dnb Berlin, 20. Oktober Im SQden der Oitfront hm sich infolge dM hartn&ckigen Wld«i«tandes unserer Truppen die Schwere dar Kämpfe em 25. Oktober noch weiter gesteigert. Dvrch immer neue Angriffe versuchten dl« Bolschewlsten, die deutschen Verteidigungslinien aufzubrechen und xu dHrchetoOen. Unter Bußertt schweren Verlusten konnte der Feind wohl en •Inlgen Stetten Einbrüche errlelen, Jedoch gelang es Ihm nicht, den Zueam-menihalt unserer Abwehrfront zu ze> relfien. In heldenmütigen, mU äußerster Brblttening geführten Kämpfen warfen ■Idi unsere vbn der Luftwaffe unter-stfltzten Heeresverb&nde dem Aneturm der bolschevrlstlschen Infanterie- und Panxermassen entgegen und fingen ihn auf. Sfldweatllch Melltopol tine besondars schwere Aufgabe hatten Grenadiere südwestlich MelUopol lu be^f<igen, wo die Bolschewisten eine Ol tschaft den ganzen Tag über mit starken Kräften erfolglos angriffen. Weitere Angriffe führten die Bolschewisten welter ndrdllch ein Mittel und Oberlauf dea Molotschnoje-Flusees. Nach lange hl» und herwogenden Kämpfen gelang ea unseren Truppen, die Bolechewisten In schneidigen Gegenstößen zurückzuwerfen und alle weiteren Vorstöße blutig abzuschlagen. Dnjepropetrowak Nach der kampflosen Räumung der gesprengten Stadt Djnpropetrowsk bezogen unsere Truppen westlich der 3tndt verkürzte Linien, die sich gegen die naobdrückenden Bolschewisten m arbiMuitem Ringen behaupteten. Durch kräftige Gegenstöße wurde am Montag daa weitere Vordringen des Felndea verhindert. Erneute feindliche Ubersetz-verauche nördlich Saporoihje, wie auch die von Norden angesetzten Angriffe der Bolschewisten gegen die südliche Abschirmung des Einbruchsraumes blieben ohne Erfolg. An diesen Abnchnitten wurde dir Feind unter Abschuß mehrerer Pfl'-zer blutig zurückgeschlagen. In d)M Dnjeprschleife südöstlich Kiew versuchtiiu die Bolschewisten ebenfalls, durch zahlreiche Vorstöße unsere Stellungen aufzubrechen. Alle Anstrengungen des Feindes blieben aber ohne jedes Erg<4)Dis. Nördlich Kiew set/yten dagegen unsere Truppen ihre Gegenstöße erfolgreich fort. In dem bisher zurückgewonnenen Gelände wurden bereits Über 1300 ge-falleiM Bolschewisten gezählt. Außerdem verlor hier der Feind rund 280 Gefangene, mehrere Panzer, 23 Geschütze, 41 Maschinengewehre und weiit über 100 sonstige Maschinenwaffen und Panzerbüchsen. Einaralfan dar Luftwaffe im südlichen Abschnitt der Ostfront erlaubte die günsitige Wetterlaga starke Einsätze unserer Kampf-, Sturzkampf- und Schlachtfliegergeschwader. Die angreifenden Verbände bombardierten südöstlich Krementschug, bei Melltopol und an der Dnjeprschleife südöstlich Kiew feindliche Infonterie-und Panzerberelt3t«»nungen und vernichteten oder bef iSdigten durch Bombentreffer zahlreirn.-j Sowjetpanzer. Auch bei Nacht setzi^r unsere Kampfflieger Ihre Angriffe voi allem gegen die rück- CT ^HOrrHuri Rtmbttl WcUblM(.||«.e illtnpot (mit einem Entfernungsvergleich) I Kampfraum Gomel—Melltopol wäptigen Verbindungen des Feindes fort, Da die feindlichen Luftstreitkräfte ebenfalls rege tätig waren, kam es zu zahlreichen Luftkämpfen, in deren Verlauf unsere Jäger bei nur zwei eigenen Verlusten 30 Sowjetflugzeuge abschössen. Die stärksten Anstrengungen machten die Sowjets weiterhin in Richtung auf Kriwoi Rog. Mit sehr starken Infanterie-und Panzerverbänden «ließen sie Ln mehreren Keilen beiderseite der von Norden koimmeitulen Bahn gegen die Stadt vor, Unsere Truppen verteidigten jedoch mit unvorstellbarer Zähigkeit ihr« Stellungen und fingen die femdlichet» Angriffe in blutigen Kämpfen aul. Daß e« ihnen immer wieder gelang, die Oberhtuid über die maesiert anstürmenden Sowjets zu gewinnen, war nicht zuletzt die Pnige des nordwestlich der Stadt geführten Gegenstoßes eigener Panzerkräfte Dieee brachen In arhwungvollem Stoß in die tiefe Planke der vordringenden Bolschewisten ein, stießen bis in die feindlichen Bereitstellungen durch und warfen die hart getroffenen Sowjetverbände bis hin- ter die Bahnlinie zurück. Obwohl die schweren Abwehrkämpfe im Süden und Südwesten dea Einbrucharaumes sehi starke feindliche Kräfte banden, setzten die Sowjets gleichzeitig nocJi gepanzerte Aufklärungsgruppen und Infanterie gegen die Abriegelungsfront südlich Krementschug an. Aber uneere in Abwehr und Gegenangriff gleich hervorragend kämpfenden Truppen wiesen die heftigen Vorstöße ab und vernichteten dabei 15 Sowjetpanzar. Vor dem schweren Ringen an den Brennpunkten zwischen dem Asowechen Meer und Krementschug traten die Kämpfe an den weiter nördlich liegenden Teilen de« südlichen Frontahsdinitta mehr in den Hintergrund. Nordwestliich Krementsdiug versuchten die Bolschewisten aus einem ihrer Brückenköpfe heraus mit frisch zugeffihrten Kräften vorzustoßen, doch begannen unsere Grenadiere am Nachmittag planmäßige Gegenangriffe, um die eingebrochenen Teil-krSfte znrückzudrücken oder zu vernichten. Höllenmaschine in Algier In einer sowjetischen Ausstellung entdeckt tc Lissabon, 26. Oktober In einer sowjetischen Ausstellung in Algier, die lu Agitationszwecken eingerichtet worden war, wurde während des Besuches des neuen sowjetrussischen Botschafters beim Französischen Komitee, Bogomolow, eine Höllenmaüchine gefunden. wird aus Alf^ier berichtet Daraufhin wurden säi:t*licht Rosuchcr der Ausstellung am Eini>un^ nach Waffen und Sprengkörpers untc-^ncht. Man hat bereits verschiedene verdachtige Personen varkaftet, di« mit dem Attentäter in Verbindung stehen. General Ber^eret vi^rhaftet tc Lissab'" ib. Oktober Die Verhaftung eines engsten Mitarbeitet A.dmira1 Darlans, des Generals i Jean Bergeret, wurde durch das gaulll-stieche Komitee in Algier verfügt. Die vom 21. Oktober datierte Entscheidung wurde erst am Dienstag amtlich bekanntgegeben. General Bergeret, früherer Luftfahrtminister in der französischen Regierung, •Aird in dieser Bekanntmachung des Hochverrats angeklagt sowie der Zusammenarbeit mit dem Gegner Bergeret gehörte dem nordafrikanisrhen »Kriegsko-mitee« an und wurde im März 1943 als Luftwaffenspezlallst (hirrh das Algier-Komitee zum Oberkommandierenden der Luftwaffe in Frnnzösisch-Nordafrika ernannt. Er kam im November 1942, kurz vor der Landung der Nordamerikaner, nach Nordafrika. Jap«Bt Erfolg« rar S— dob Tokio, 26. Oktober In dar Relchstagssitiung gab dar Marinaminister Shimada bekannt, dafl dla fapanischt Marina vom 15. Juni bis lum 20, Oktober folgende Fetndtchiffa ver-sankta; 17 Kreuzer, 18 Zerstörer und 70 Transporter mit 320 000 brt. Di« Zahl dar zu gleicher Zeit abgeschossenen Feindflugzeuge betrug 1613. Morrison muB et wissen rd Stockholm, 26. Oktober Der englische Innenminister Morrison enthüllte am Freitag, England habe sich viele Jahre vor Kriegsausbruch bereits auf jene Art von Luftkrieg eingerichtet, wie er jetzt gegen deutsche Städte geführt werde. Das oft gehörte Gerede, England sei unvorbereitet in den Krieg gegangen, nannte Morrison Unsinn. Das ist ein wertvolles Eingeständnis des Terrorluftkrieges von einer britischen Stelle, die et wissen muß. Besprechungen in Sofia Mit Generalfeldmarschall von Weichs dnb Sofia, 26. Oktober Ganaralfaldmarschall von Weichs stattete dar Hauptstadt Bulgariens einen zweitägigen Besuch ab, zu seinem Empfang traten eine deutsche und eine bulgarische Ehrenkompanie an. Nach der Degrül3ung durch General Schilkoff und weitere hohe bulgarische Offiziere begab sich der Ge-neralfeldmarschall zum königlichen Schloß und trug sich in das Besuchsbuch ein. Dann ehrte er di« Toten der bulgarischen Wehrmacht aus beiden Weltkriegen durch Niederlegung eines Kranzes am Ehrenmal Besuche beim Kriegsminister, dem Chef des Generalsfabes, dem Regentschaftsrat und dem Ministerpräsidenten schlössen sich an. Die dabei geführten Besprechungen mit den maßgebenden militärischen und politischen Persönlichkeiten waren erfüllt vom Geist der Waffenbrüderschaft, die die deutsch-bul|{ari-schen Beziehungen kennzeichnet Unruhe bei den „Kleinen Erkenntnisse tmter Amerikanern und Emigranten Von unserer Barllnar S c h r i f 11 a i t u n g rd Barlin, 26. Oktober In Nordamerika herrscht Konjunktur in Nachkrlegsplänen. Neuer Völkerbund, Weltroh«toffbank und Einheitawährung werden heute empfohlen — morgen wird alles umqestoßen, um stattdessen nur eine VorherrschaM der Großmächte England, Sowjetunion und China unter Führung der Vereinigten Staaten gelten zu lassen, für die kleinen Staaten nur bedingte Souveränität, Blockadcmaßnah-men als Dauereinrichtung auch gegen unbegupme Neutrale. Die Senatoren wollen eine andere Weltordnung als der Präsident, die Farmer eine andere Außenpolitik als die Bankiers. Nur über einen Punkt des Programmsalates herrscht Einigkeit: Ausdehnung der nordamerika-nlschen Grenzen, Aufrichtung der am»-rikanlsrhen Weltherrschaft. Die »New York Times« wundert sich nun, dafl die kleinen Staaten anfangen unruhig zu werden. Da« Blatt stellt fest, daß neue Blorkbildungen im Werden sind, die sich insgeheim gegen die herr- Selbsbewusstes, sie^essicheres Japan Stärkunif der inneren Kampfkraft — Unbeirrtcs Vertrauen zur Achse dnb Tokio '2b Oktober In der japanischen Reichstagssitzimg, die in Anwesenheit des Tenno eröffnet worden war, verlas Mmieterpräsident General Tojo eine Erkiäruna der Re ie-rung. Sie begann mit Worten dee Danke« für die Tapferkeit und vorbildliche Führung, die die Truppen des Landes in dem fast zwei Jahre wahrencen Großost aeien-Krlege gezeigt haben. Nach ihren anfänglichen Niederlagen versuchten England und die Vereinigten Staaten jetzt dem entgegenzuarbeiten, daß Japans Kriegspotential in dauernder Verstärkung begriffen sei und daß die Völ-kei Großostasiena in zunrhrnendeit Mblie mit dem japanischen Reich zu-san nw narbelten und Ihre großen Bodenschätze dem allgemeinen Kriegsziel zur Verfügung stellen. Die Pflicht des Volkes In dieser entscheidenden Lage sei vor allem darin zu sehen, die Innere Kampfkraft noch v/eiter zu steigern. Dns Rückartf der Inneren Stärke liege in der besch!e»in'i"en Vergröftnrung der Waffenindustrifc, voi jll> rr 'n einer groß- zügigen Verstärkung der Luitwaffe. — Die Tatsache der vollkommener Verstärkung des iimeren Aufbaues der Nation und beschleunigten Durchführung werde entscheidend sein für Erfolq oder Niederlage Im Großostasienkrieg. In diesem Krieg könne nicht der leiseste Zweifel bestehen, daß der Sieg auf Selten Japans liegen werde. Der schamloee Betruq durch Badoglio und seine Anhänger in Italien sei auf das tiefste zu bedauern. Diese Führung hätte nur d^azu gedient, das italienische Volk zu verwirren und es in größte Not zu führen. Die Siegesaussichten der Achsenmächte seien jedoch dadurch nicht Im geringsten betroffen. Seine herzlichen Glückwünsche gelten dem Duce für die Übernahme der Macht. Er hoffe und vertraue, daß er mit aller Kraft den Kampf wiederaufnehmen wird. Ober Deutschland sagte Tojo: »Nachdem Deutechlflnd den neuen Entwicklungen in Europa durch eine kühn und mit außerordentlicher Entschlossenheit erfolgte totale Mobilisation dos Landes Rechnuiic« getragen hat, Ist es jetzt in der Lage, seinen neuen Plan frei und ungehindert zu verwirklichen. Dabei kann es bauen auf seine gefestigte Lage In Europa. Japan erwartet und glaubt fest daran, daß der deutsche Bundesgenosse zur gegebenen Zeit in den neuen Operationen die gewünschten Erfolge haben wird und daß der Tag bald anbrechen wird, wo es in voller Zusammenarbeit mit Japan die USA und England auf die Knie zwingen wird.« In Erläuterungen zur Lage in Ostasien betonte Ministerpräsident Tojo, nach seinen kürzlichen Besprechungen mit Präsident Wangtschingwei, welcher in vollkommenen Einverständnis mit Japan für ein »China den Chinesen« und für die Befreiung der Völker Ostasiens kämpfe, sehe er sich genötigt, seinem Gefühl tiefster Sympathie und des Mitleids für das Volk unter dem Tschungklng-Reqlme Ausdruck zu geben Es sei anzunehmen, daß Tachungkinq den Bruderzwist fortsetze und nicht am qemeinsamen Kampf der Völker teilnehme. /fer dcutschc Wehrmachthericht Die schweren Äbwehrkämpfe im Osten Westlich Kritschew sowjetische Vorstöße in Gegenangriffen zurückgeschlagen See-Eriolge nördlich Drontheim und an der englischen Ostküste dnb Führerhauptquartioi, 26 Oktober .Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt; Im Süden der Ostfront .itelgerten sich gestern die Kämpfe im Abschnitt von Melltopol und südöstlich Saporoshje zu besonderer Heftigkeit. In erbittertem Ringen t«..idan wiederholt vorgetragene feindliche Angiiffe aufgefangen und einige Einbrüche abgeriegelt. Auch im Dnjepr-Knie wird weiterhin schwer gekämpft. Unsere Trunnen räumten nach Zerstörung kriegswichtiger Einrichtungen die Stad' Dnjepiopetrowsk. Genen Kriwoi Roq führten die Sowjets neue Kräfte zum Angriff yor. Nördlich der Stadt gingen die seit Tagen andauernden Kämpfe auch gestern pausenlos weiter. Ein von Nordwf^sten in die Planke des Feindes geführter ''■v|..nHriqriff eigener Panzerverbände stieß fn Bereitstellungen der Bolsrhrwi-jti-r, und brachte dadurch den bpi Kriwoi Rog kiimpfen-den deutschen Triippt-n wi*t>ntliche Entlastung. An den Abriegelungsfronten des Ein- bruchsraumes blieben zahlreiche Angriffe des Feindes erfolglos. Aus einem Brük-kenkopf nordwestÜch Krementschug griffen die Sowjet« mit starken Kräften an, wurden jedoch im Gegenangriff zurückgedrängt. Südöstlich und nordöstlich Kiew sowie nordwestlich Tschernigow kam «s stellenweise zu heftigen örtlichen Kämpfen, in denen die Sowjets überall abgewie«en wurden. Westlich Kritschew traten die Bolschewisten mit mehreren Schfltzendivisionen auf breiter Front zum Angriff an, In schwungvollen Gegenangriffen wurden Einbruchsstellen bereinigt und die feindlichen Angriffsverbände auf Ihre Ausgangsstellungen zurückgeworfen. Aus dem Kampfraum westlich Smo-lensk und südlich Weliklje Luki wird nur geringe Kampftätigkeit gemeldet. Die Luftwaffe, die zusammen mit rumänischen Fllegerverbänden besonder« im Süden der Ostfront den In schweren Abwehrkämpfen stehenden Truppen fühlbare Entlnstunq brachte, schoß in der Zeit vom 22. bis 25. Oktober 168 Sowjet- flugzeuge ab. M eigene Flugzeuge gingen in diesem Zeitraum verloren. In Süditalien kam e« nur in ainigan Abschnitten zu Vorpostengefechten. Sicherungsfahrzeuge der Kriegsmarine beschädigten im Seegebiet nördlich Drontheim zwei britische Schnellboote, von denen eines kurze Zeit später durch ein deutsches Jagdflugzeug versenkt wurde, Deutsche Schnellboote «tiefien In der Nacht zum 25. Oktober gegen die englische Ostküste vor und kamen in« Gefecht mit einem überlegenen Verband britischer Zerstörer, Artillerie-Schnellbooten und Sicherungsstreitkräften. Eüi britischer Bewacher wurde versenkt, und mehrere feindliche Artillerie-Schnellboote beschädigt. Zwei eigene Schnellboote gingen verloren. Ihre Besatzungen konnten zum größten Teil gerettet werden. über den besetzten Westgebieten und Im Mittelmeerraum schössen Verbände der Luftwaffe und der Kriegsmarine 20 brltisch-nordamerikanische Flugzeuge ab. Ilchan Varainigungspläne richten, mit denen Rooseveit die Welt beglücken möchte. Die kleinen Staaten würden anfangen, «ich eigene Lösungen zu suchen. Vielleicht habe *man versäumt, meint »New York Times«, Europa auf der Moskauer Konfeienz zu Worte kommen zu lassen. Diese Besorgnis des Newyorker Blattes ist überflüssig. Europa hat nicht den geringsten Wunsch, an den Besprechungen im Kreml teilzunehmen, Europa ist gegen Moskau, vielleicht mit Ausnahme gewisser schwedischer Kreise und jener Banden, die von Moskau unter Appell an die niedrigsten menschlichen Instinkte aufgehetzt sind. Für Europa hv ben Moskauer Beschlüsse, oib sie auf Außenminister-Konferenzen oder in Stalins Dunkelkammer gefaßt werden, keinerlei Bedeu/tung. Europa befindet sich und bleibt in Abwehrstellung gegen Heere und Programme, die nur auf Auslieferung des größten Teiles unseres Kontinents an den Bolschewismus bedacht sind, Bxllgrlachen and Badoglio Die kleinen Staaten haben noch einen anderen Grund, über die Außenpolitik Englands und der Vereinigten Staaten beunruhigt zu sein, nämlich auf Grund des Schicksais, das den Emigranten-Ragierungen widerfährt. Das neueste Daispial dieser nicht auihörenden Kette von Konflikten und Entzweiungen ist der kurz gemeldete »Protest« des früheren griediischeo Gesandten in Rom, Politis, der in der Rolle des diplomatischen Sprechers der Exil-Griechen auftritt. Unter keinen Umständen, so tat er kund, dürfe England mit Viktor Emanuel und jenen italienischen Generälen zusammenarbeiten, die griechische Frauen uAd Kinder zu Tausenden hinschlachten ließen. Da^ Ansehen Englands In Griechenland «ei im Schwinden begriffen, das Ansehen Deutschlands wachse. Die Kluft zwischen den Exilgriechen und ihrer Heimat nehme zu. Emigranten aus Belgrad Das paßt zu dem englischen Geständnis, die südosteuropäischen Völker wurden ohne ihre geflüchteten Könige auch gaiu gut gedeihen. Und dieser Eindruck muß sich vertiefen, wenn man die geradezu ins Lächerliche übergehende Zuspitzung der Konflikte innerhalb dei »jugosJawischen« Emigranten beobachtet. Eina Gruppe von Londoner Exil-Serben wirft den ehenaallgen Belgrader Kabinetten vor, das Geld der Nation verpraßt TU haben, während das Land ver-elerwlete. Da« haben wir oft gesagt. In diesem Versagen lag eine der zwingenden Ursachen für den Zusammenbruch des jugoslawischen Systems. Jetzt fällen die Geflüchteten da« gleiche Urteil über die verderbliche Politik der Männer, mit denen sie geflohen sind, und über das System, das sie wieder aufrich ten wollen. Die kleinen Staaten und die befreiten Völker haben wahrlich viel Anlaß, darüber beunruhigt zu sein, was die anti-europäischen Großmächte mit ihnen planen und welchen Politikern sie anvertraut werden sollen, wenn es nach Moskaus ujvd Washingtons Plänen gehen würde Rote Saat in Schweden dnb' Stockholm, 26. Oktober Bezeichnend für die parteipolitische Entwicklung in Schweden ist das Wahlergebnis bei der Stadtverordnetenwahl in dem Industrieitädtchen Borlaenge. Die Kommunisten konnten hier die Zahl ihrer Sitz« von zwei auf fünf erhöhen. Wegen der vor einigen Tagen von kommunistischen Elementen verursachten Krawalle in Linkoeping hat die dortige Polizei Verstärkung gefordert Mit Rommel in Oberitalien Die Schlacht, die sich entwickeln kann — Der Generalteldmarschall, der überall ist Eindrücke von einer Fahrt entlang der Kiviera Von Kriegsberichter Dr. Fritz Meskc PK. in Norditalien, im Oktober In sfiineni offenen Wagen stehend, ist clor Feldnicirschali einen taktisch besonders briicutsdmen und intereasanten Abschnitt der Riviera entlang gefahren und hat das vielfältige Mosaik der vorbereitenden Maßnahmen, die hier zur Abwehr feindlicher Lardungsoperallonen getroffen worden sind, in «einer GMamtheit »u.' tich wirkan laseen Nun hAlt der Wa-(jen nuf offener Straße. Der KoronwuMlie-renift Gmeral de« hier «tzujeaetzteii Ko'-ps erläutort in knappen Sätzen das Clplände und den Einsatz seiner Truppen. Brigade- und Regimentskommandeure ergänzen das Bild durch genaue Meldungen über die Aufgaben ihr«r Kompanien, iltier die abgo«rhlossenen und noch ru vervollstflndigonden Befesti^ngsar-hpiten !■/: geht um die Sicherung dej oherltaiienisrhen Räume«. Ein mflglichei Schlacht ftld Imnior wieder beugen fleh dl« KApfe TeranfworfungsbewTjflter deutscher Offiziere über die Karte. Häufig greift der Feldmarschall In die Erörterung ein und bringt lein« reichen Erfahrungen mit dem englisrhen Gegner auch hier ruf Anwendung Auf «einen Befehl wird »o-fort no^'h «in erhöhter Punkt aufgesucht, ▼ on df>m das GelUnd« bejwe^ ru Ober-Micken Ist. und hier entsteht mm vor dem gpjstlgen Auge de« Feldmarichalls ein IflnrM Bild der Schlacht, dl« »Ich einmal entwickeln könnte, wenn der Feind «eine schwierigen »üdltallenlschen Oc"'rition(»n durch neue Landungen Im Norden Itaifons etwa unterstützen wollte Kein Gesichtspunkt wird außer Achl gelassen Atich Nebel und Brandrauch, diP die sonnige Rivierakflste gegebensn-fnlls iliiPflrigern und die Artlllerlebeob-achtiinq bphindem könnten, werden bei dp' Pl'^niinq in Rechnung aestellt. Einige Gf'flrbiTyctp Hungen und Beobachtung«-it.lndf? milfisen auf Befehl des Peldmar-»fhall«; noch geändert werden. Im gaji-ren aber Ist der Obfrbpfehlshaber m-friodpn und verlaßt seinen Ausftlchti-p^inkt hoch flber dem Meere mit dem «1-cbTr-n I tirbeln, daß die ganze Welt an Ihm kennt. Splh«t alles sehen Wir h.-'findf'n uns auf einer der melu-llifliqi n Besichtigungsfahrten, die Gene- ' dnb Lnzemburg, 36. Oktober In Luxemburg sprach Relchtjugend-rahrcr, Axmann zu den für die Wehr-eriÜ! h'igunq d«r Jugend verantwortlichen Jugendführem, dan Führern der Wehrertüchtigungslagem und den HJ-Verbindungsoffizieren. Dor Retchsjugendführer gab in seiner Fede die Richtlinien für die vormllltÄ-r he Ausl)ildung und die Erziehung des ZU' \V( lirrndcht einrückenden Jahrgan-q- s der Mitler-Jugend. Dieser Krieg sei h' 'iio nicht mehr allein ein Krieg der f. clh. ore, so führte Axmann aus, son-rit tn sin totaler Volkskrieg. Von ent-s-ht ilendster Bedeutung für den Sieg sei drihi r der Beitrag der Heimat. Die I '< m.it wis'^e daß ihre Haltung auch fi!f! \prvrn dnr Front stähle, so wie der I!. iiicnkampf fle.s Frontsoldaten die Hel-p .: .iir höf hstPn Pflichterfüllung mahne. F- r|; .lugonfl aber sei das Beispiel der i'' ni[)f!'ndpn Front zum stärksten Ele-ni-nt ihrer Erziehung geworden. Die dnb Genf, 26. Oktober C n M inifest des Exekutivausschus-ÄLh der kommunistischen Partei Großbri-tfinn -ns wird in dem Londoner Kommu-nist^nfiiiitl »Daily Worker« unter der l :ier«;' hnft »Beschleunigt den Kampf fiir flnn Ondsieg«! veröffentlicht Es w irn Wfihnsifm zu glauben, so heißt es fl.irin, daß man den Endsieg schon so rjul wii' in dpr Tasche habe. Nur eine vwpilf Front, die mit der mächtigen S.pwjtf'iffonsivp zusammenfalle, könne Nin liringcn. Die kommunistische Parle vvMrno dip britische Regierung und ihr, sip vpriipre das Vertrauen weiter Toilr? der britischen Öffentlichkeit, weil sir rijp groRn Gelegenheit, die sich ihr i.vetp, vprp.isise, Man dürfe der Si-liia'ion nicht mehr länger tatenlos zuschauen, wer einer erfolgreichen Kriegführung Im Wegp stände, müßte aus der Rrfiinrnnq verschwinden. Grigg, Anderson, Amrry, Simsnn und Halifax müß-tpii nchen und an ihre Stelle »wirkliche. A'itif-is'hlstnn aus den Reihen der I'h'nii tiften Die Labourbewegung mii' für sofortige Eröffnung einer Z'.veit-n Front kiimpfen, D f sps M;inifest, hinter dem die Re-oin Mcsk'His deutlich prkennbar ist, ver-sue und des umkämpften Geländes su treffen. Frühmorgens um 8 Uhr, noch Im Dfim-mer des Tageellchtes, erscheint er bereit» in einer Batterleetellimg, flberprflft den Wirkungsbereich der Geschütze und spricht mit den Kanonieren. Ein« seiner Fragen an den Batteriechef gilt der Winterbekleidung seiner Leutei denn da« leichte Tropenhemd genügt nicht mehr in den kühlen HerbstnÄchten, die auch in Italien jetzt die Regel sind. Eine andere Batterie prüft gerade, ala der Feldmarschall erscheint, mit ein paar scharfen Schüssen ihr Sperrfeuer gegen eine der romantischen Hafeneinfahrten Llguriena. »Auf euch genz allein kommt es an«, so ruft der Feldmarschall den vor ihm angetretenen Soldaten uu, »ob diese Küste gehaltan wird. Seid euch dieser Verantwortung bewußt I« Obwohl an Jeder Stelle der Abwehrfront eine Menge Paktoren rusammen-wirken, dl« nur der Ftthnmg überaehbaT sind, «oll jeder Hnrelne Soldat die persönliche Verpflichtung In sich tragen, nicht nur sein Letztes hemiqeben, sondern den Feind tateSrhllch mit der eigenen Waffe tu schlagen. So will e« der Peldmarschall, und so versprechen e« Ihm 150 emate Augenpaare unter dem Stahlhelm. Bei den jungen Soldaten In der N8he einer großen Italienischen Hafenstadt übt ein Infanterie-Bataillon die Vernichtung eines gelandeten Feindes im Gegenstoß Der General steht neben einer Schzenden Beton-Mlechmasrhl-ne auf dem Bauplatz einer fast vollendeten neuen Bunkerstellunq und beobachtet das lebhafte Gefecht und da« geschickte Verhalten der jungen Soldaten mit sichtlichem Wohlgefallen. Auch hier spricht er schließlich ein paar anerkennende und aufmunternde Worte. »Es hat mich gefreut, Ihre Truppe zu sehenl« Damit verabschiedet er den schneidigen Wehrfr«udlgk«H da« Httlerjvngcn «•! dar r«al« Ausdruck dafür In seiner Rede vor den Bnieheni, Of-fiii«r«n and Ausbildern der Jugend sagte der Reichsjugendführer; »Es ist die Ehr« der Hitler-Jugend, mit der Fortdauer dieses Krieges die Zahl der Kriegsfreiwilligen zu steigern. Wer sich aber, in der Erkenntnis der Bedeutung dieses Ringens für unser Volk, der Stimme des Herzens und dem Befehl des Gewissens folgend, als Freiwilliger zur kämpfenden Truppe melde, den zeichnet die Gemeinschaft der Jugend Adolf Hitlers aus. Dieser Krieg fordere Immer mehr den Einsatz des Einzelkämpfers, der, auf sich selbst gestellt, tapferste Entschlüsse fasse. Das Wort eines Soldaten: »Jeder Mann eine Festung«, sei heule ein Erziehungsgrundsatz der Jugend geworden. Arthur Axmann schloß mit dem Appell an alle Erzieher und Ausbilder, sich durch das eigene Vorbild die Kraft über die Herzen der Jugend zu bewahren. Öffnung der zweiten Front zu zwingen, dl« Stalin von seinen Verbündeten fordert. Unter der Elendsgrenze In den Slums von Kapstadt dnb Stockholm, 26. Oktober Während das britische Parlament und die Weltöffentlichkeit sich noch mit der von England verschuldeten Hungerkatastrophe in Indien auseinanderzusetzen haben, erhebt in der südafrikanischen Union der durch seine Sozialarbeit bekannte Bischof Lavis seine Stimme, um auf die furchtbaren Zustände in den Slums, den Elendsvierteln von Kapstadt hinzuweisen, wo besonders die farbige Bevölkerung verhungert. Ein Viertel der Einwohner Kapstadt» — so sagt der Bischof — lebe unterhalb der Armutsgrenze, und zwar 53 Prozent der dort ansässigen Farbigen überhaupt. Die Sterblichkeitsziffer eingeborener Kinder sei eine Schande für die Zivilisation. Wie wenig sich die Regierung um das Wohl der Farbigen kümmere, gebe schon daraus hervor, daß das Parlament kürzlich eine Million Pfund für Kinderspeisungen bewilligt habe, bisher aber noch kein einziges farbiges Kind dabei berücksichtigt worden sei. jungen Kommandeur. Und so ein Wort bedeutet viel im Munde eines Oberbefehlshabers wie Generalfeldmarschall RommelI den jeder weiß, daß ebenso knapp und unmißverständlich auch der Tadel ausfällt, wenn Anlaß dazu besteht. übernommene Küstenba 11« ri «n In scharfem Tempo geht di« Fahrt welter durch einen der schönsten Strich« Europa«. Aber wir hab«n kein« Zelt für die blau« Pracht de« Mittelmeeres und die Palmenalleen in den weltbekannten Kurorten der Riviera. Hier und da erkennen die italienischen Pasisanten den deutschen Generalfeldmarschall, «enden Ihm bewundernde Blicke nach und «rh«-ben den Arm zum Gnifl. Im übrigen ab^r dient dl« Fahrt ausschließlich den kri«-gerlsohen Notwendigkeiten des Augenblicks. Eiseivbahnbatterlen, Panzergräben und Höckersperren, Ln Fel«en gehauen« Geschützstände, Minenfelder und Flak-batterlen, Betonbauten, Feldstellungen und Verdrahtungen, übende Truppen und arbeitende Abteilungen der Organisqllon Todt werden besichtigt. Hohe Marineoffiziere melden «Ich beim Genaralfeld-maradhall uiul berichten an Ort und Stelle Qher die Vertetdigung der Häfen, Aber die Verwertung der tthemommenen Italienischen Kflstenbatterlen, über dl« Luftabwehr, über den Kampf der Siche-ningsstreitkräfte, der U-Boote und U-Boot-Jäger im KÜstenrorfeld Genua und La Spezia sind die beiden Häfen, die der Feldmarschall an dlwem Tage hinelcht-llch ihrer Verteldi^rungsbereltechaft bis inj einzelne besichtigt. Immer überblickt er zunächst von hochgelegenen Punkten da« große Ganze, kümmert «Ich aber auch darum, daß die Schießscharten genügend mit Sand abgedeckt sind, daß die Tamungsvorschriften sorgfältig beachtet werden, daß die Mannschaften ihre Verpflegung und Post pünktlich bekommen. Erinnerung an Tobruk Immer wieder malt der Feldmarschall den örtlich zuständigen Befehlshabern ganz genau aus, wie der Engländer sich voraussichtlich an dieser Stelle beJ einem Anqriff verhalten wird, und oft genug fallen dabei zum Vergleich die Namen von Tobruk und anderen Schlacht- Idaal der Natten naehcustrcbeo md (fr die Ehr« de« nimlaiselMa Ntmena «1b* ratraieB. Dl« R«d« d«« stellTcrtretcod«« MIbI- itarprisidtntao war im |l«ioh*D Sinn« •in Appell an dia Krlft« des Volk«i und tum Vertrauen in dl« national« Zukunft. »Das Schicksal unserer Soldaten und dnb Genf, 26. Oktober Den Wert der »mitkriegführenden Ba-doglio-Italiener« bezweifelt die Londoner Zeitung »Economist«. Nichts deute darauf hin, bemerkt das Blatt, daß von den Italienern viel Hilfe erwartet werde. Im Gegenteil, jeder Bericht aus ihrem Lager bestätige die Tatsache, daß die Badoglio-Itallener kriegsmüde seien und der Sache der Alliierten apaithisch gegenüberstünden. Ihr militärischer Wert sei äußerst zweifelhaft. Badoglio selbst wisse naitürlich, warum er seine Italiener zur Beteiligung an der alliierten Kriegführung auffordere. Er hoffe, je größer sein Beitrag zu einem anglo-amerikanischen Kampf sei, »irgendwelche Trümmer seines früheren dnb Berlin, 26. Oktober Die übliche Taktik der kommunistischen Banden, beim Herannahen deutscher Truppen die Lager zu räumen und Waffen. Munition und Lebensmittel zu verstecken, scheiterte, wie schon oft bei Säuberungsaktionen in den Bergen des. Balkan«, auch dieser Tage wieder an der Schnelligkeit unserer Soldaten. Im Verlauf einer derartigen Aktion bezwangen Gebirgsjäger durch außergewöhnliche Marschleistungen die Strecke von 80 km in zwei Tagen und Nächten. Dabei waren mehr als 20 Wasserläufe zu überqueren, Höhen zwischen 800 und 2000 m auf schmalen Trantierpfaden, durch stelnlqft, weglose Schluchten und über Cleröllhaiden zu überwinden, und in mehreren Gefechten mußte der Weg dz Eine Million Kuna für das Rote Kreuz. Die Straßensammlung zugunsten des Roten Kreuzes im Laufe der Roten-Kreuzwoche hat in Agram eine Million Kuna eingebracht. tc Vom Ouirlnal zum Vatikan. Der bisherige rumänische Gesandte beim Quirinal, Grigorcea, ist zum Gesandten beim Heiligen Sluhl ernannt worden. dz Verdunkeiungsverbrecher hingerichtet. Ein 25jähriger aus Deutschland geflüchteter Pole, der während seines Aufenthalte# in Budapest bei Verdunkelung Einbrüche verübte, wurde im Hofe des Budapester Strafgerichtes hingerichtet. dz Zwei l,phonimHtpl«chlfle elngetrof-f««i. In Piräus liefen die schwedischen orten des Afrika-Krieges. Jeder spürt den unschätzbaren Wert des Erfahrungskapl tals, das dieser Oberbefehlshaber für das deutsche Heer in Italien darstellt. Die Soldaten sehen mit einem unerhörten Vertrauen zu ihm auf, weun er in ihren Stellungen erscheint und mit einer verblüffenden Sachkenntnis und überlegen heit auch von den kleinsten Dingen des Soldatenhandwerks zu sprechen beginnt Man kann ihm nichts vormachen. Und es Ist gegebenenfall« auch ndcht gut mit ihm Kirschen essen. Und echte Soldaten sind hellbegeistert von einem Feldherrn, der in vollstem Sinne ein Soldatengene-ral geworden ist. Imponierende Eindrück« Nach zwei anstrengenden Besichtigungstagen, die ihn von früh bis spät von einer Stelle zur anderen führten, steht der Feldmarschall nun auf dem Feldflugplatz, um zu seinem Hauptquartier zuriickzufllegen. Mit seinem jugendlichen Lächeln verabschiedet er sich von dem Kommatwlierenden General und sagt ihm einige Worte herzlicher Anerkennung für das, was In diesem Abschnitt geleistet worden l«t. Wir aber überdenken in diesem Augenblick noch elnniaJ di« tausenderlei Imponierenden mlllt&rl-schen ElndrQclc« dieser Fahrt an dar 11-gurisdhen Küste; die zahllosen feuerbereiten Batterien — von der leichten Flak bis zu den schwersten Elsenbahn-Regi* ment 4 in Wien, von wo er anfangs 1938 zu den Alpenjlh(em nath Graz kam. Beim Anschluß Österreichs an das Reich von der Luftwaffe übernommen, wurd« «r bei Kriegsausbruch zum Jagdflieger, dann als Aufklärer ausgebildet. Im Kampf gegen England und die Sowjet-Union leistete er Hervorragendes, Die von ihm erflogenen Aufklärungser^ebnisse trugen vielfach kampfentscheidende Bedeutung, da die Führung bei ihren Planungen darauf bauen konnte. Die Anerkennung lag in der Verleihung des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes am 19. September 1943. Köllig Simeon Im RUa-Kloster tc Sofia, 26. Oktober König Simeon von Bulgarien stattet« am Montag dem Rila-Kloster einen Besuch ab und weilte am Grabe seines Vaters, König Boris' IIL Mit dem König waren seine Mutter, Königinwitwe Johanna, ferner Prinzregent Kyrill und Prinzessin Eudoxia arsohienen. König Simeon überreichte b«( di«««r Gelegenneit dem Abt des Klosters «in wcrtvolUs Kruzifix als G«sch«nk. C4« zahlreich anwesendea Pilg«r b«r«lt«t«B d«iB Kftnlg «tssa h«r«-lichcB Emplaag. Anstrallcii will dl« Jnden nicht dnb Stockholm, 36. Oktober Di« australisch« R«gierung widerspricht einer Meldung des Londoner »Daily News«, wonach sie dem Vorschlag der Errichtung einer Judenkolonie nach dem Kriege zugestimmt hab« Der Präsident der jüdischen Kolonisationsgesellschaft »Freilandliga« habe seit mehreren Jahren vergebens versucht, Australien zu veranlassen, sieben Millionen acres Land für jüdische Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Unsere Kurzmel^uvgm dnb Reglerungssitz Venedig. Die Regierung der italienischen faschistischen Republik hat die Stadt Venedig zu ihrem Sitz gewählt Die Umsiedlung ist bereits zu einem großen Teil erfolgt rd ApuUen größtenteils ohn« Licht. Die bisher für die Stromversorgung Apu-llens zuständige italienlache Eilektri/1l' tätsgesellschaft »Societa Adrlatica dl Elletricita« hat die Strommleltung für die von Briten und Amerikanern besetzten süditalienischen Gebiete unterbrochen. Damit befindet sich der größte Tedl der Provinz Apulien ohne Licht. Eine Ausnahme bilden die Städte Barl, Bar-letta, Brindisi, Lecce, die über eigene aber längst nicht ausreichende Werke verfügen. dnb In Frankreich verhaftet. Die französische Polizei führte In der letzten Woche einige erfolgreiche Unternehmen gegen Gewohnheitsverbrecher. Es wurden verhaftet: 200 Terroristen, 157 Personen wegen staatsfeindlicher Umtriebe und 512 wegen verschiedener Delikte wie Diebstahl und Raub, dnb Der Feind im Lande. Bei Miitera Im leindbesetzten Gebiet Süditaliens wurde ein Dorf von Kanadiern in Brand gesetzt als Vergeltung für die Tötung eines kanadischen Soldaten durch einen Dorfeinwohner, der die Ehre seiner Frau verteidigen wollte. Durch Gewehrfeuer hinderten die Kanadier am Löschen. dnb Mergenthau In Kairo. Der jüdische USA-Schatzkanzler Morgenthau ist am Montag, aus Algier kommend, in Kairo eingetroffen dnb Noch nicht einmal gekratzt. Der nordamerikanische Admiral Barbcy, der die Aniprlkanpr bei Flnscbhafen befehligt, erkIfrtri»f''nilor HaiiplsrhrlftlpHor Robert Krflizert, nll« 'n Marhurq a. d. Drou, Badq.isÄe 6. Zur Zoll 'üt An/nlgnn tllp ProiBlIftln Nr. 3 vom 10 April '"43 gültig Auslall dor l.lpfoninq di'i Hl.itlns bnl lifttinrnr Gcwnlt odor n»trleb»*ti>rimg «iwi 1.-I - • ' UU( kzahluiig de» Beiugg- elilei. Um Rumäniens Einheit Ein«! Ansprache Antonescus dnb Craiova, 26. Oktober In Oitonif sprachen der Staatsführer i M.irsclinll Antonescu und der stellvcr- | trct' ndr Ministerpräsident Professor Miha Anton; ncu auf einer Tajtung der Vertreter (':r dörflichen Kulturheimc und zur Mrf'iffpiing einer Woche Oltenicns«, I); r Marschall bezeichnete die Sorge für (Ii' Kr rtf'!w'lwcn und Waisen als eine hrsoiuk're Aufgabe der vor mehreren Jahren durch eine königlich geschaffene Organisation der dörflichen Kulturheime auf dem Lande, Die Regierung bemühe sich trotz des Krieges, den inneren Aufbau des Landes ständig weiter zu führen, »Angesichts der Toten unserer Nation», so sagte der Marschall, bekenne ich mich zu der unteilbaren Einheit des rumänischen Bodens, und zu dem Willen, ihn zu verteidigen, wciche Anfechtungen auch immer noch kommen sollten Ich rufe deshalb alle Rumänen nuf, sich zur gemeinsamen Arbeit zusammenzuschließen, dem Wehrfreudigkeif der Hitlerjugend Relchifugtndfflhr«r Axmann in ih r« Auibildcr Verstärkter Druck auf Churchill Ein Manifest der kommunistischen Partei Großbritanniens Im Kampf gegen Banden Auf unwegsamen Balkanpfaden — Außergewölinlichc Marschleistungen — Ausgehobene Depots Sie weigern sich zu kämpfen Zweifelhafter italienischer Wert der BadogUo-Italiener BLICK NACH SÜDOSTEN HtiMMidu huiäsAcu Ivr macht sich nützlich l>fl5 i«»l so flPi Mciniiern — sie mussen iminer etwa« unter den Hiintlen htiben. Sie müssen »ich nützlich mdtheii, w 0 sie Bc n<>Tinen. Sie könnea es nicht |&t;s«n. Mein muß doch bedeaken, daU lia •chließlich kein« Ruh« uivd Muß« und krm« GemAchlicbk«it haöeo, wenn »1« •u[ Urlaub kommen. Ja, und nun werden •ir, kaum daß sie den Tomißler abqoleqt und dnn Koppel abfresrhnallt haben, «ich dio Schlummerrolle bequem untern Kop! leeren, nicht wahr, und sich lang m-«chon? Na ja, auch das Werzlen sie tun, wie sie e« verdient haben, die ersten Tage wer-dfn eie sich Ruhe gönnen und es »ich h( [upTTi machen, ndliirlich. A-ber auf die DaiiPr Däumchrn rührrn, nein, das ist nichts für die Männer. Und da nohmon sio aKbnM wieder etwnfl 7iir Hand. !»lch cmckp eben eininai in den Luden hinein*, sugt so ßin Mann, ein Feld-gr.mer auf Urlaub, nnd dann geht er in den Laichl «n den erhaltenen Bauwerken und Kunstdenkmälern, die von dem Vor- ■iv: Pf < TAV nebmcn pflej (ieulschoii Volkes, so cl.id ihnen die lleinikehr ins Reith nicht nur ein wniiderhtiies (Inschenk, sondern aut h Aiilnalimt Sirllcn l^iclithilcl, (tmi Pett^Q — Nach einem alten Stich handensein einei hochstehenden f^au-hütte und Kunstschule sprechen nnd di^bei besonders wertvolle Stücke, wie der jetzt im Museum ctnlgesteUle Konrad Leibi-Altar, die berühmte gotistbe Sfik) istei-1 ür oder die kunstvoll geschnitzten Chorstuhle besonders eingehend gewürdi(|t Da (lie Vergaiuienheil einer so alten Hie Zpit der germanischen Durch/.iige i Gten/sladl, wie es Peltiui ist, uniner und Unterwiindrnmgcn, nm dann mi' I wieder die ZuHiimmenhänge mit dt'in (|enHb;er l.olm ihiii stets |-liillii'M| nnd (l'"iiniuiM'i \ven, decen «chncebedeckle Gipfel in der milden Herbsttonne flimmern und leuchten, umrauscht vom nahen Wildbach, liegt der einstöckige Bau vor nn«, friedlich umr.ihmt vom Grün der Fichten und Rolgold des Liiubwaldes. Seit April dieses Jahres haben si« h hier über 5U0 Frauen, Roise- und Güter-zugechnllnerinnen und Woichenwär-terinnen aus dem Bezirk der Reichsbahndirektion Villach zu Mtagigen Lehrgangen zusamniengelunden. Dei größte Teil der Frauen steht im Zuge dei Sank kelaktlon im Kriegseinsatz und ist im Betriebsdienst eingesetzt, wir finchweidt'U an und hellen übeiall. l iir d;p (|esii:Ml-h»^l'licho Retienuiig hoiffl der Olicib'iliii-arzt Nach strengem Dienst glückliche F r e I 7 e I 1 Die Wohn- und .Schlalraiiuu' m t 1 1 Bellet) suul lichl und wobnluh eiiuie-lichtet, Ordnung und Sauberkeit sprechen füi die di6zij)linierte Haltnnti der Lanerinsassen. Die rlen Foideningcn d'^s Krie(|e*i angepaßten, aber reich."cbfn und fjuten Mdilzeiteii werden (|eni»'ni-s,im « ingenoniinen, Spinl nnd Cies.mo lip-endelen den Nat hmttl.ignnteiri( bt iiiul vereiniglen die Lehrriaiuisteilnehineiinnen zwanglos und doch diszipliniert /.n froher Lagerkameradschaft. Die B p r g w p 11 1o c k l Nicht nui Au«ri»hlung nnd \u>-bii-dung werden hier angeslrobl, sondern jeder Frau ist in diesen 14 l agen fieleneii-heil zur Erholung und Entspannuno gp-wie im Fluge Neben der theoretischen geben. Ein Ausflug in der klaren R"n(-Aiisbildung gibl es praktische Übungen Uift, eine .Taiise auf einei nahen Mm, ein KiiinbcMi(b im Kipnil B'ni'irt'^pni wci h'o'lr (kl iii(hl mit Be<|Pis!'.'riri(| mit' f-riiiien und .Madclu'ii ans allen St>in-ilen und neriiten koimmMi hier zus.im-iiien, um eine eiste grilie (imnrir.usjirh-Imig hir den sthweien und veranlwor-tiiiKisu'iclK'n Dienst bei der Deut«(. bfn Reichshahn zn erhalten Zaghaft, mit gemischten Gefühlen, m,' f,iiisend Vorurteilen belastet, komnieii sip nicht iminfr neinc berml in dinsc HeutS'ltiilt' Mier «i( hon M.i(h wcTi'C'M I i'i'Mi lidlx^ii sie .'iir.iti,tM(tor netundcii 'Mi' iiricifn R"-klemminiMen siiul \ r'v( hv'imlr'ti iiinI m Fpflp fle . 1 c hKiiimip». mo'-b'cii e alle nofh dab|pihr>n Feldniaischalli'Utnanl Joh-mn leinen-gel, ein bckiiimlei und gocha'/lei t)!-(jziHi doi diu 11 AniM.'i', (liM in (ira/ im Rnhf vt .iid !obt, l-'^gMu; am S(.ni>,i<>. Intan teriehiigorie in Gorz nach RnßKmd S]>ri tei kiinijiltp er in Karnfpii ai«; Vpitr-i digei de'- Piuckpn und bei Tarvis M Divisionar mach'c m .unb dip (iftcn siv» in Siidtirol und r^MireTi' l'^on.'.o schlarbten mit piir soimo hprvori .gpi; den K r'pnsdienstlpislunnpii wurde ei w iedf^rbnlt an^:;e/ei< hi'ot, «;o >sl ,1111 |-, KonuTifiTidPui f|f>s I prit)old Oiiicn«; m i Schwei tern. Kammcrsänjier Alscn in Pettau Wir mathen d.e musikia-l,enden Kr»-S" l'etlüus iiochnidls aul den heule Jia Ft'»,lsa"-'npr E'sn'^rnisse verliigen kann Die "^parlpi^itnngrn dps d»'i'srhen Volkes im Kriege sind einzigartig. Kleine wie riroße Soarer und alle Gruppen der Krcditw.rtsclMft WrOfii daran in gieifher \Vpisn betPiliot Ann von H^n Kiind-I h( fls"mlaf({'M i'rM nrivate'i Ranken e.it hpiitp '»in ViPrtel bis piti FüiiÜpI -Tiit Snaigrlder. I) e-;pt iinnphror hont» Spaiwi'.le .s| ein unz^^e (b'uli'orJrng wai pi-iktische Geschichte, ((eschontt aus eigene' Firfalirung nnd leicheii) Wissen, wohn ihm Schulrnt S( hneidpt mit herzlichen Worten den Dunk aussprach. Anschließend fand di(> Bpsichtigiing der neu »'löllnetcn Schule iu Ranzenberg statt. Doch vor der Bf'sic lilitiung des stolzen Baues galt es noch einen Blick in die Gl isvfiranda des fJasthauses Klug und in den Obstschnpp<'n dei Firma Krainz zu werfen, wo die Schulp in Ranzenbpni vor Ubprijabe der npiien Klassen iinlergebiathl wai. In fler jugoshiwischen Zeit waren die Kinder «lieses Schulsprengels aul die Nachl)arschulen aufgeteilt, da es trotz dringender Notwendigkeit niemals zum Bau einer neuen Schule langte. Der deutsche Lehrer nahm freudig dag Opfer aul suh, den Kindein diese weiten Schul v\K)p zu ersparen und den Unteri'ch vorlfinlig in «liesen primitiven Räumen cluichzuliihren, bis das Gest bpidt de^ Führers, der stolze Schulbau seiner Voll-endung entgegenging. Den rastlosen Bestrebungen des Schul lotes Schneiiler um die Foiderunn mul 1 lebung des Schulwesens in seinem Kreise isl es zu v«;isweltbowrrh l^'-P 13 hcrvorCeiJ^nitr-ncn f nndes". Bivirks- und Krrissicac r vor. Her Vnr^it.'ü'ndr iIps G.T'tcnb.iuwirl-stlmfIsvcrhioules. K m'-b-'ucrnliilirrr K »uf-ni.inn würiliiftc ilifp Irislim','« n, dir «ip als Pioriicrc des Gcmiise- und nbstb.nio» l.iiMich vollbringe" ll.iufil.Tbtpdtm^'-l' itor Bnuer FrodI boanil^lo fl'p Aiis-lc-^pichne-ter im Namen c'c* '.•ind^cbancrrliiiTcr«. und hob hervor, d.ili a'b- (tip in drn vpr-M'biedrncn Zwrii'on diM l..^^d\^ irl'-i liaft 1.1 ti)I sind, .''lies diran si't/en mii^s^-n rlani' df« drntsLhc Volk aii' ritjrm r Scbollr frniilirt worden knnrip llir.|,itif Iviridi^tc Pf die von Slaatssckroliif P ic kr ijo/ -iLh-nrtrn Urkundpn ars Unlc- dpn 21 Ausiicrcichnctin 'i-ih p* pU I.andp?sic'.!i'i. nnd /w.ir in Ji ; (oiip;>e Uliimen- imd Zicrnflan/cnaiiban loscf F'rciipttcM . Wciz. und \nti>n liasrhk-.. ( oaz.. ilip ihrr Dienst der I>:1,!1 c 1 er plhrzi-n ( \\ oiterr in drn I!ri-..ili' nn ! und v '.'Pi - Wir-sc 1-fiihcenui^c tnul 1 r. ib ;/ob:ui f '-ipd-rieb flriJrr Wc'/ (^brr'''irliipr Hmjo Sr'idl Mur',!'Tn Kiriv I'ni vtrrvb ld 1 ('jfiir-G-istina in dt'r Gmii'P' kIfinli'"dwirt.scb.n'tI'rlicr C b 1 ti ^ran' Knrnppr, iira-dnrf bpi J'^crbi ra. Rudidf l.a'zka. Hob! bri Gr iz, F'int'Z R-ifV" Fpistrit' Kreis f'tirntrrifplil in dt r (^rnf>po fä IdmHßiapr Gonoi»; h.Tu dio I im-bcri; rni'iTvtrualMint' Sililoß !•" - ■ tri'A. Kri'!« 1'lir'tprif» ld dl'i im Gi<',dl-biibf-r I nndi'«if.T art ti.irtcjdvMi I'Ip»« d'trf 'r drr Ciruppc 0*'« ib.ui L.M'Sr Fl:iuer. Ptu-libai h bei X'oitsluT!; Krcisbauernfiibri-r K-Mifrn.Tnn ß ib 7i,m Si.bluH der Hoffnung .•\u'-dnuk, d.ill i'n-iK/iifhnnru'iMi s'- ^n upitprcn I.riv'nn-l'i'n ai'spnrni'n nnd bi ivjiipl-f'*; nd \v irU *i niöiJtM' Untcrsteirer Gäs*e in Stainz Nach altem nifUicb bf^cjino dip O l": gMipjte Slam/ iKreis D'mt'ichi ■nd-.l.kesliegpn den Horbs hwat> e m W len ' wt'lcndeii iie-.n k'hm-» ■ Miln iu Ifiil'r" In -.tie'i^ » i l.i i'' <1 t I |i II 'isi bvs ib S'c rn 11 •--:"liu='Ipii iibi • dh ItiiKjei- und Mi''ri'i^:n li.n Ii ii'"'i \ o'is t ■'('ihiillc und iiluTii.'ich'i-tr-'i auf di'm Sc hiesMIi.ius. FVi Obm.'nn dei alp:nrn \ erei'V(|Hno s]iP"d'd'e Ki-'-'en d'" lü'wirtur.o nrd '• irh'igipvi F st.vinLrh Wnr vor fillem die I r'st irui p"ips P.pin-,imp:'l:erl"n, drr auf «eou ■ A'ins'v'/r d f (].!"-p RrTg'ou: niitin.ii lili und Iip '•( r Rüikkplir n AM' "!/, nicht di: piKiiti Fin'lilnno /'"igt'" gr Zur WarnunfJ als acht Klossen nicht errichtet werden | siiidicitMidr d. r «ollen. Das Außere des Ciebäudtv; aliei wird dem heimatlichen Landst hallsbild angepaßt Reicher Beilall lohntp seine «ins* h.ni-lichen Ausführungen, woiiiuf Schulra* Schneider nach dem Dank an den Voi-tragenden die Tagung mit der hühiei-ehrung schloß. 1 Iocb«i( hole untei'/o((en von denen ach' dip Pni'uiuj boslduden zwei mit Aus. zeic hniino, Vici S'mhoiende ei warben rfii' l ehibPK ( hlii|unt| Im Kla\ im drei Im Violine, eine Studiiu-ndp Im saiKj, eiiif tili Hloi klloli' Foi '^liid'r'en dei lenle du- Ueileprulunfi tili Violon ccllo ab /iK hlhan".»>liat<' liir 1 intiaiin mi' K riet|sip'lan(|eneii \'iiT (lp!t> "•■■nd" i' ' Iii (iiaA h.di»> h d p 'I .LibiP alte ! .hu ipr 11 l'>^^ Imr 1 ''"-1 lipk ri ifb An ln liiiTfi Kipis i 'M' /iistand ri 'VPfieii \i> n -n I iiiii'^^Hie^ iiijt i'iin i" K i CO"-'ii'i,,t'Mpji '11 7|| \ p .11)1 wmtPn. Dl'- 'ViKi' ki rrtr. iinliMhud' \i>i .I.uiu tr Auciu'* d'ev-s .l.ihp^s .11 Mui (H k »III \'i"hiiiis mt e^um Kiip;|-I' t.rii pnrn d,i^ n <''i! ntinn InliiPii blipli Ml ''r'"ii nin. i'd i'-'i V.' "■ dorn b.it die ficiil-.fbP Pr r'i'Mvdi'1' mid das ne'-' n dp Vo'l<■«p'iir'f"ideii n (jitrbpi \Vp|«e vm-letzt, .Ins#«! 110 "I .IM'l in k vinip '11 Plivi Zuch'havisstiale v n» 1 J dii vfni.ts'ilt ( Die diesjährige Weihnachtssonderzuteilung Bohnenkaffe und Splrllimsen bis 3. November vorbe«!eIlen Auf Gnind der Leistungen der deutschen Landwirtschaft und der landwirtschaftlichen Erzeuqnisse ist es möglich, auch in diesem Jahre wieder dem deutschen Volk zu Weihnachten neben den laufenden Lebensmittelratlonen Sonder-ruteilunqen zu crewähren. Es erhalten alle Verbraucher einschließlich der Selbstversorger 500 qr Weizenmehl und 250 qr Zucker. Ferner werden allen Ver-•orqunqsberechtiqtrn und nichtlandwirt-schaftlichen Selbstversorqem 125 qr Butter zuqeteilt. An alle über 18 Jahre alten Verbraucher ein«chließlich der Selbstversorger außerdem 125 qr Zuk-kerwaren oder tOO qr Zucker, 50 qr Bohnenkaffee und eine halbe Flasche Spi-rihiosen ausgegeben. Kinder und Jugendliche bis zu Iß Jahren elnschlleß-jlch der Selbstversorger dieser Altersstufe erhallen 250 qr Zuckerwaren oder 200 qr Zurker. Die Ausgabe erfolqt auf besondere Le-beTismittelkarten, die mit den Karten der 57, Zuteihinqsperiode ausgegeben werden. Bohnenkaffp« und Spirituosen sind von allen Verbrauchern über 18 Jahre aus Gründen der besseren Verteilung bereits am 3. November 1943 durch Abgabe des Abschnittes N 29 bzw. N 30 der Nährmittelkarte der 55 «Periode bei dem Kleinverteller vorzubestellen. Die Verbraucher haben die Vorbestellung auf Grund dieser Verlautbarunq vorzunehmen. Der Kleinverteiler versieht die Nährmittelkarte 55 mit einem ent^spre-chenden Vermerk. Die Karte Ist später beim Rezug des Bohnenkaffees und der Spirituosen mitvorüuleqen. KriejJsschiebcr hingerichtet Das Sondernerirht Stettin verurteilte den 6?.j(ihrigen Alfred Niemnnn aus Stettin als Kriegsschieber und Volksschäd-linq zum Tofie. N. gab sich einer Exportfirma gegenüber al« Inhaber einer Firma ffli Srhiffsnistungen aiis und trat mit der Exportfirma in Handelftbeziehungen. Er kaufte zahlreiche Lebens- und GentiR-miftp) auf dir für die Ausrüstung von Schiffen b'^stimmt waren und als Transitware nicht ins Zoll-Inland gebracht werden durften. Er anb diese Waren jedoch nicht an Seeschiffe weiter, sondern ver- Wirtschaft u. Sozialpolitik Wir beobachten die Feind Wirtschaft So sehen Englands Kapitalanlagen aus Die »Timeft widmete ilch in ihren letzten Ausgaben hÄufiger der Frage, v^-ae sich wohl In künftigen Friedens-Zeiten di« britische Zahlungsbilanz gegenüber dem Ausland und damit die Einfuhr-Möglichkeiten gestalten werden. Diese Frage ist für England auch tatsächlich von geradezu lebensentscheidender Bedeutung, denn es gibt wohl in der ganzen Welt kein Land, das so von der Einfuhr abhängig wäre, wie Großbritannien. 70"'» des Nahrungsmit-telbedarfi der Insel müssen über See herantransportiert werden. Nur Kartoffeln erzeugt England in einem Umfange, der ungefähr den eigenen Bedarf deckt. Aber Welzen, Roggen, von Hülsenfrüchten und anderen Nahrungsmitteln ganz zu schweigen, kann die englische Er-reugung nur etwa zu 20—SO*'/» selbst decken. Außerdem besltrt England außer Kohle und Eisenerzen kaum Rohstoffe Alle >>l6talle und Erze für die Kriegswirtschaft des Landes müssen also ebenfall» entweder aus den Mitgliedstaaten des Weltreiches oder au» dem politischen Ausland eingeführt werden. Es ist klar daß England für diese riesige unbedingt schob ile, obwohl im bekannt war, daß die Waren bezugbeschränkt und nur gegen Marken abgegeben werden durften — zu erheblichen Hberpreieen an Kantinen und andere Abnehmer im Inlande. Er erzielte dabei Innerhalb von eieben Monaten einen Gewinn von 30 000 RM. Da sein Verhalten geeignet war, die Verbrauchsregelung zu gefährden, die die Grundlage für eine gerechte Belieferung des ganzen deutschen Volkes mit Lebensmitteln darstellt, sah das Gericht den Fall als typisch für gewisse Groß-Schieberexietenzen an, die ohne Rücksicht auf ihr eigenes Volk den Krieg nur als Gelegenheit betrachten, gut zu verdienen. Es verurteilte deshalb Niemann zum Tode und bestimmte, daß der durch seine GesrhSfte erzielte Mehrerlös dem Reich verfällt. Dae Urteil wurde bereits vollstreckt. Wir verdunkeln im Oktober von 19 bis 5 Uhr lebensnotwendig« Einfuhr jAhrlich viel« Millionen von Pfund ausgeben muß, und r.war bedeutend mehr als «nderersaitt durch den Export briti«,cber Waren an ausländischen Zahlungsmitteln hereinkommt. Die britische Einfuhr ist also stet» weit größer gewesen als die britische Ausfuhr, Das hierdurch entstehend« iLoch« in der britischen Zahlungsbilanz gegenüber dem Ausland wurde vor dem Kriege durch die Einnahmen aus den Kapitalanlagen im Ausland gedeckt. England bat nMmUch In den 150 Jahren seiner Weltherrschaft über 2 Milliarden Pfund aus den Geldern, di« «s den farbigen Völkern abgepreßt hat, wieder gegen hohe Zinsen an das Ausland und an die Dominion» ausgeliehen Aus diesen Kapitalanlagen bezog Groflbritann'en jährlich etwa 100 Millionen Zinsen, die mit zur Finanzierung der großen Einfuhr emgesetzt werden konnten, Während dieses Krieges hat nun aber England diese ausländischen Kap!'''1an lagen bereits weitgehend zur Pinuiizie-nmg seiner Kriegseinfuhr verkaufen messen. Amerika hat längst einen gro Ben Teil dieser Auslandsanlagen übernommen und die Dominions xahlen ihre Schulden an England eifrig zurück, um jetzt endlich aus der finanziellen Abhängigkeit von London herauszukommen, Dadurch ist ein außerordentlicher Schwund der britischen Auslandsanlagen eingetreten und England wird nach Beendigung dieses Krieges über keine bedeutenden Zinseneinnahmen aus dem Auslände mehr verfügen. Wie soll dann aber England seine notwendige Einfuhr bezahlen? Es qibt zur Lösung dieses Problems nur zwei Wege: Entweder England erhöht seinen Export in gewaltigem Ausmaße, um daraus die nötigen Gegenwerte für die Bezahlung der Einfuhr zu gewinnen, was aber be-detiten würde, daß die Arbeltszelt erhöht und die Löhne gesenkt werden müssen, um auf dem Weltmarkt möglichst preisgünstig anbteten zu können oder aber der zweite Weg, England drosselt seine Einfuhr um etwa 50®/», also um die Hälfte womit aber ein starker Abstieg des Lebensstandards für die breiten Maßen verbunden wäre Wclchen Weg England auch Immer wird ikählen müssen, fest steht schon heute, dafi ganz abgesehen von den Menschen-verlusteo die finanziellen Verluste Englands »o groß sind, daß an eine Wiederkehr des früheren Lebenshaltungs-niveaui in England unter g®r keinen Umständen mehr zu denken Ist Neue Lohnordnung In Bulgarien. In Bulgarien hat sich das Parlament seit seiner Erneuerung ganz besonders der sozialen Gesetzgebung angenommen- Nicht zuletzt ift man bemüht, die Lohnprobleme einheitlich zu lösen. Die Regierung hat letzthin die größten Mißstände durch die einmalige Zahlung eine« außerordentlichen Gehalts für alle Beamte, Angestellte und Arbeiter überbrückt. Damit war aber dem Grundproblem, das auf die fortlaufenden Preiserhöhungen zurückzuführen Ist, nicht beizukomman. DeshAlb hat das Handelsminleterium jetzt auf Grund neuester Unterlagen Ober da« Existenzminimum ein Lohncchema aufgebaut, das gleichzeitig auch nach deutschem Vorbild den Famillenstaind berücksichtigen wird. SPORT iTTURNEN SG Bapid Marburg. Donnerstagabend um 19 Uhr findet im Kaifee Rathaus eine Spielerversammlung statt. Er6chein«n ist Pflicht. Das MelsterschaHstreffeo Belchsbahn Marburg gegen den Grazer Sportklub firdet am Sonntag im Reichsbahnstedion In Marburg statt. Spielbeginn um 14.45 Ubr. Die unterstelrlsche PuBballmelster- Schaft. Der kommende Sonntag bringt vier Kämpfe um die untersteirische Meisterschaft. In Bdiingen treffen die SG Edlingen und Reichspost I Marburg aufeinander, Trifail II hat auf eigenem Platz Eichtal zum Gegner, Rapid II fährt nach Gurkfeld und die ^SG Westen spielt gegen Cllii II. ' In den letzten vl«r SchluBninden an den Tschammer-Pokal hat Vienna Wien ein Torverhältnis von 29:9-Toren erzielt Intge«aint 23 Tore wurden von dam In* nentrlo Decker-Fischer-Noack geschossen. Es ist bogreiflich, daß die Wiener ihre größte Hoffnung für da« Entscheidungsspiel gegen LSV Hamburg In den Angriff setzen. Sieben kämpfen um Elshockey-Tltel. Zum Wettbewerb um die deuteche Ei«- Qn Tip für HeiralikandidcdeB Moa prOl» Min« AuMrwAhk» all ata«!« •rfMünan niai ^ lodi d»n Bindfodtnl Wtmi iiiai dl« •OflictiiiB «nriinolci, dann «i dl« \^«i ildi Oud< U* kl«in|t« Dinge »odii, bringt M IV «iwoi W«r mjl d«H n«nnig atfi««!, bnnft «i bald lu rnttn. hockey-Meisterschaft 1943/44 werden Insgesamt 8l«ben Vereine antreten, di« in zwei Gruppen zunächst einmal di« Gruppensieger feetstellen. In der angarischen Pu8baUm«lster-schaft bildete die 4;l-NiedeTlagc von Gamma durch Beskard di« Überraschung. Weitere Ergebnisae: Vasa« — Csepe) 2:0, Großwardein — Elektromo« 4!3, Kiapest — Szegerfin 2:1, Klausenburg — Ujpest 4:2, Debreczln — Szolnok 0:0, Neusatz — Ferenczvaros 0:0, Dimavag — Salgotarjan 2:1. Wir hören Im Rundfunk Mittwoch, V, Oktobwi RalckiyrsgraaiBi 9.30—10: M«lod{«ii im Volki-lon, — 10—tit Kompoflititn im VC«(I«nrook. — 11.30—131 über Land und Mc«r (nur Barltn, Lelp-■i|, PoMnl, — 13.33—13.45t D«r Befiehl inr Lag«. -<- 14.19—14.49) BeichwinlU W«lica aiii«r«r Z«lt vom «{«nlcchan Ttni- and Unl«rh«ltungtoreh«it«r. — 19.30—14i Attii«wlhl(« kammarmuiihalitch« Sita« von B««lhoT«n, Moiaii, Boceharini d. •. <— 1^17) Au Op«r«ll«n! von D«r Kuchuck ▼«■ T)icb«oa, Effi Briest Roman von Theodor Fontane 79, Fortsetzung Koswitha freute slrh über jedes Wort und sah schon alles in bestem Gange, bis Efli wieder sagt"- »Hast du dir das alles übeiit-gt? Denn du bist doch — ich muß dabt. Als mein Vater damals mit der glühenden Stange auf mich los kam...« »Ich weiß schon, Roswitha. .« »Ja, das war schlimm genug. Aber als ich da auf dem Kirchhof sal^, so ganz arm und verlassen, das war doch noch schlimmer, Und da kam die gnädige Frau. Und Ich will nicht selig werden, wenn ich das vergesse.« Und dabei stand sie auf und ging auf« Fenster lu. »Sehen Sie, gnädige Frau, den m08,lch werlß schon, die gnädige Frau haben wieder zu viel gespielt) dann sehen Sie immer so aus und haben rote Fleck«, Der Ga heimrat hat es doch verboten.« »Ach, Roswitha, der Geheimrat hat leicht verbieten, und du ha«t es auch Idcht, all das nachzusprechen. Aber was soll ich denn machen? Ich kann doch nicht den ganzen Tag am Fenster sitzen und nach der Chrlstuskirche hinüber-sohen. Sonntags, beim Abendgottes-djenst, wenn die Fenster erleuchtet sind, sehe ich ja immer hinüber« aber es hilft mir auch nichts, mir wird dann immer noch schwerar um Herz.« >Ja, gnädige Frau, dann tollten SU« mal hinsingehen. Einmal waren Si« Ja schon drüben.« »O, schon öfters. Aber Ich habe nicht viel davon gehabt. Er praddgt ganz gut und ist ein sehr kluger Mann, und ich wäre froh, wenn ich das Hundertste Aa-von wüßte. Aber «s ist doch alles bloB, wie wenn ich ein Buch lese; und wenn er dann so laut spricht und herumficht und seine schwarzen Locken schüttelt, dann bin ich aus meiner Andacht heraus.« »Heraus?« Effi lachte. »Du meinst, ich war noch gar nicht drin. Und es wird wohl so sein. Aber an wem liegt das? Das Hegt doch nicht an mir. Er spricht immer so viel vom alten Testament. Und wenn es auch ganz gut ist, es erbaut mich nicht. Ijberhaupt all das Zuhöreni es ist nicht das rechte. Sieh', ich müßte so viel zu tun haben, daß ich nicht ein noch aus wüßte. Das wäre was für mich Da gibt es so Vereine, wo junge Mädchen die Wirtschaft lernen oder Nähschulen oder Kindergärtnerinnen. Hast Du nie davon gehört?« »Ja, ich habe mal davon gehört. An-niechen sollte mal in einen Kinderaar-ten.« * «Nun siehst du, du welfit es besser als ich. Und in solchen Verein, wo man sich nützlich machen kann, da möchte ich ttintreten. Aber daran ist gar nicht zu denken) die Damen nehmen mich nicht an und können es auch nicht. Und das ifft das schrecklichste, daß einem die Welt to lu ist, und dafi «s sich «ä-n«m sogar verbiatst, b«d Gut«m mit da-b«i zu sein. Ich kann nicht mal ann«n Kindern ein« Nachhilfestund« g«ben . .c »Das wir« auch nichts für Si«, gni-, dlge Prau) die Kindar haben immer «o fettig« Stiefel an, und wenn «s nass«« Wetter ist, — das ist dann solch' Dunit und Schmook, das halten di« gnädige Frau gar nicht aus.« Effi lAchalt«. >Du w^rst wohl r«cht haben, Roswitha] aber es ist schlimm, daß du recht hast, und ich seh« daran, dafl Ich noch zu viel von dem alten Menschen In mir habe und daß es mir noch zu gut geht.« Davon wollte ab«r Roswitha sichti wissen. »Wer so gut Ist wie gnldig« Prau, dem kann «s gar nicht zu gut gehen. Und Sie roOss«n nur nicht Immer so was Trauriges spielen, und mitunter denke ich mir, es wird alles noch wieder gut, und es wird «Ich schon was finden.« Und es fand sich auch was. Effi, trotz der Kantorstochter au» Polzln, deren Künstlerdünkel ihr Immer noch als etwas Schreckliches vorschwebte, wollte Malerin werden, und wiewohl sie selber darüber lachte, weil sie sich bewuBt war, Ober eine unterste Stufe des Dilettantismus nie hinauskommen zu können, so griff sie doch mit Passion danach, well sie nun «Ine Beschäftigung hatte, noch dazu eine, di«, weil still und g«-räuschlof, ganz nach ihrem Herzen war. Schwer traf unt dia Nachricht, dafl unser lieber Gatte, Varter, Sohn und Bruder Rudolf Gärtner Obergefreiter • im 23. Leijeiisjahre für Führer und Volk In Griechenland am 30, September 1943 den Heldentod fand. In unserem Geiste lebt er weiter, H u n d s d o r f, den 20, Oktober 1943, In tiefer Trauer: Emilie, Gattini Hartl, Sohncheni Wilheimine, Mutteri Viktor, Emma und Otto, Geschwister. 30.5 Auf om baldiges Wiedersehen hoffend, trdi uns nach Gottes Willen die unfaßbare, schwere und tieferschütternde Nachricht, daß unser Iniiigstgeliebter, guter, braver und unvergeßlicher Sohn und Bruder' Franz Reininger Gefreiter im blühenden Alfer von 21 Jahren am 6. September 1943 bei den schweren Kämpfen In Osten fiel und auf einem Ehrenfriedhof beerdigt wurde. Sein sehnlichster Wunsch, die Heimat und seine Lieben wiederzusehen, blieb unerfüllt. Nie werden wir dich vergessen, immer wirst du in unseren Gedanken weiterleben. Fern deiner geliebten Heimat ruhst du in fremder Erde. 6B6 Brunndorf, Marburg-Drau, Im Oktober 1943. In tiefster Trauer denken wir an sein fernes Grab; Franz und Marie Reininger, Elterni Hedwig, Hubert und Albrerhf Geschwister, und »amtliche Verwandte. Hepbet für dos Deutsche Rote Kreuz! Ir- in tiefer Trauer geben wir bekannt, daß unser lieber Sohn und Bruder Gustav Gamser Soldat In einem Geblrgsjager-Reglment 19 Jahre alt, am 29. September an der nördlichen Ostfront den Heldentod fand. Ober-Kunlgund, Im Okrtober 1943. In tiefer Trauer: Prani und Angela, Elterni Hermann und Franz, Brüder, und alle Verwandten. 690 Mein herzeiibguter Mann, unser fürsorglichster Vater, Großvaiter und Schwiegervater, Herr Dr. med. urId. Thomis Sarnlb Prakt. Arzt und Banalarxt 1. 1. hat uns nach einem arbeitsreichen, nur dem Wohl« der Kranken und seiner Famiii« gewidmeten Leben am Montag, den 25, Oktober 1943, um 18 Uhr, im 79. Lebensjahre für immar verlassen. Unseren teuren Toten betten wir am Donnerstag, den 28. Oktober 1943, um 15.30 Uhr, auf dem Ortsfrledhof in Edltngon zur lertzten Ruhe, Edlingen, Agram, Laibach, Cllli, den 26. Oktober 1943, iii tiefer Trauer: Maria Sdrnik, GaiHnt Flora, Wida und Zora, Töchter) Tliomo, Enkeli Max PItamlz und Dipl.-Ing. Josef Maatnak, Schwiegersöhne, und alle übrigen Verwandten. 306 Familien-AniekKH Z«ltaag« welteat« Verbreitung Schmerzerfüllt geben wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unsere unvergeßliche Mutrter, Großmutter, Schwiegermutter und Schwester, Frau Therese WrabI Geschäftsfrau und Hausbesitzerin Montag, den 25. Oktober 1943, um 20.30 Uhr, nach kurzem, schwerem Leiden Im 53. Lebensjalue uns für Immer verlassen hat. Das Leichenbegängnis der unvergeßlichen Dahingeschiedenen findet Mittwoch, den 27. Oktober 1943, um 16 Uhr, staitt. Die Seelenmesse wird am Donnerstag, den 28. Oktober 1943, um 7 Uhr früh, In der StadApfarrkirche gelesen werden. Pettau, Warasdln, Klagenfurt, Wien, den 25. Oktober 1943. Maria und Kerollne, Töchter; Franz Hab|anltsch und Felix Golob, Schwiegersöhne) Cvetana, Irene, Sylvia und Franz, Enkelkinden Joseflne, Gertrud, Maria, Alelsle und Anna, Schwestern) Konrad, iesei und Franz, Brüder. Danksagung Für die liebevolle Anteilnahm« anläßlich des Heimganges unuerer unvergeßlichen Gattin und Mutier, Frau MABGARBTE PRIMOSCHITSCH, sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. 853 Fraustauden, den 26, Oktober 1943. FRANZ PRIMOSCHITSCH Oer ülilninniilgir d«r »Marburger Zeitung« Ist eine Fundgrub« {{flnsiigcr Angebot« aller Artl E» fehlt noch Ihr« Anzeiget leilcr ücfrlcbs- llllirer soll das Vinnfnivgi-Mil Ainfililatt des Chefs der Zivilverwaltuiig in der Unter" Steiermark lesen Bezugt-preis monefllch RM 1.25. Be- stellungen sind an die Ge-schnftasfelle des Verofd-nungs- und I Amtsblatfes, I Marburg/Drau. I Badgasse ö. I lu richten. > MARBURGER ZEITUNG Mittwoch, 27. Oktober 1943 * Nr. 300 * Seite 5 STADTTHEÄTER MARBURG-Drau Ml*lwoch, 27, Oktober: ABENTEUEK IM ATLANTIK. Operette In 3 Akten von Dakar Felix und Eduard Roqatl. Musik von Albrecht Nehring. Beqinn: 20 Uhr. Ende: 23 Uhr. Geschlossene Vorstellunq für die Wehrmachti kein Kartenverkauf. Donnerstaq,' den 28. Oktober; DER WILDSCHÜTZ. Oper In 3 Akten von Albert Lortzinq. Beqinn: 20 Uhr Ende: 22 Uhr 30. Geschlossene Vorstellunq für die Wehrmacht) kein Kartenverkauf. Vorverkauf aufier Montan tlqllch tob t blt 13 und von 15 bli 18 Uhr an dM ThM-terkaise, TheatergatM 3. UNTERSTEIRtSCHE LICHTSPIELTHEATER MARBURG-DRAU BURG.IICHTSPIELE Hautt 16 18 30 20 45 IHir Parnrul mt Bti •InschlleOlich DonncriUg, H. Oktober Bin Lucf'na-Pilm, Prug, der Merklichen Panorama- Schncidar-Sfldott mit Boll Wanka und Iii Adlaa In Der Schritt ins Dunkel Nr i«geDdllrJia alctal lagalaaMil C C m ▲ A n E Wo lA. II 90, Ukj C 3 K LA n A V [ 8o 11 41. le II 30 M 45 Ukt Geliebter Schati mit JokunBM Hainau Oorlt Krayllar, M« Wtat, Harali Panlaaft. Iraat Waldaw. HUla iaDsaa und 8oa]a Xlaaaan - „. .. Ich warda 4ia harrllchan Stundra nla vargaaaM. Dalii Pflppchai . Wann Sla wlatan wollar, waa Boch in dlaaaa •ilal aUht. bitta, dat PUm anlhlt aa tbnan. Pli Jngandilcha ahM a*sala«iaal i.ich7. und Donaarflag, H. Oklobar Jakko HnuptdarKtollers Norbert Rohringar Sngan nflpler, Carila LOck und Hilda KArbar lon-Lichlipie^e Stfatliiheater Mittwoch, 17 und Donneritdg, 28. Oklobar lldnnnf Stelter, Chrlttl Mardayn, Hell Ptnkanxeller In amem Labenibild zweier Frauen um Mozart: Eine kleine Nachtmusik 'Dr .lugflndllrhe tugrlaiteo! iichiipiefihciitef Rann_ Mittwoch 27. und Donnaiatag, 21. Oklobar Die vier Gesellen mit Ingrid Bergmann, Hdni Söhnker, Leo SIezak n. a. rilr iiioi-ndllrlir untei 14 Jahren alcbl fagelaiieni Lichfyilele Sackienlelil Mittwoch, 27. und Donneratag, 21. Oktober Nur ein Komödiant Wlaner Spltrnnrilm mit Rudolf Pnritar, Chrlitl Mardayn, Paul WegRnar und Hans Moser POi Jugendliche nicht lugeldsaeni licht«ptchaltuoy auf yerkehri-•chwache Zelten la Terlagem. Diese TorObergehe^en Abschaltungen (Sp.errea) kOnnen Jedoch unterbleiben, w'enn alle Fernsprechteilnehmer — auch die kriegswichtigen — In der Erkermtnls der Notwendigkeit der persönlichen Einschränkungen zugunsten der Abwicklung des kriegswichtigen Sprechverkehrt jene Gespräche, die nicht unbedingt wichtig sind, auf die verkehritchwache 2>it zurück-itellen . Ob nnd tn welchem Umfange von der beabalchtlqten Maßnahme Gebrauch gemacht werden muß, hängt tomit allein von der Verkehrsdlsziplln der Pemsprechtellnehmer ab. Die anfällige Einführung solcher Maßnahmen wird zeltgerecht In der tagespreese verlaiutbart werden. 302 Reichspostdirektion Graz. 27. 10. 1943 28. 10. 1943 29. 10. 1943 1.11.1943 8,00 Uhr 2. 11. 1943 AnnahmeunterBuchungen für die WaffenH DM. Z.«, M<ltiilitll tan aluD d'e Zuatlmmung de» in ■lApdlgeo Arbpllsiinitei .«Inochnll werden. Marburgerln, nettes, solides Wesen, gut aussehend, 25 Jahre alt, arm. jedqch reich an Herz und Seele, wünscht auf diesem Woge einen ch.iraktei-vo-llen Menschen jtw. 27—.18 Jahren die H.intf zum Lebenshund zu reichert.'.Anträge erbeten unter »Komm zu mir-an die »M. Z.«, Marburq-nrnu {J45-12 Funde - Verluste Samstiig, 23. Okt., wurden dün-1 ne, lichte Daiiienlederhand-schuhe am Wege Reichsbriu ke« Hindenburgstraße bis Unterrot-weinerstraiie 11 verloren. Der ehrliche Finder möge sie gegen Belohnung Unterrotweinerstr. 11 abgeben 846-13 Regenmantel am Sonntag, den 21 Okl auf dem Wege über St. Peter bei Marburg verloren, Der ehrliche Finder wird gebeten, selben gegen neloli-nung im Fundamt abzugeben n4 ^ I 5 ''sr."ii Wenig Serviererin wird sofort aufgenommen. Caf6 »Viktringhof«. 6 Köchin für guten deutschen HaushaH.für tofort gesucht. Angebote unter »Deutscher Haushalt« an die »M. Z.«, Marburg-Drau. 842-6 Selbständiger Lebzelter- und Wachtzlehergehllle wird aufgenommen. Ernst Gert, Herren-gatse 13, Marburg-Drau. 841-6 Portler wird von hiesiger Textllfabrik aufgenommen Derselbe muß auch etwas schreibgewandt sein. Angebote unter »Energitch« an die »M. Z.c, Marburg-Drau. 199-6 Brlllanlrlnq mit großem Stein verloren vom Steirerhof-H.im mer Ii nggasse-Horst-Wessel-Gas se-Hotel »Meran«. Gegen hohe Belohnung abzugehen In der Rahnhofgastwirtschaft Mar-burg-Drnu. SI'H-M Hellbraune Damentasche mit Legitimation, Prole Olga, am 2.1 Okt. Im Biirgkino bei der 7 Uhr-Vorstellimg verloren Der ehrliche Finder wird heiz-lieh gebeten d'csellie oder wenigstens die für ihn unbrauchbaren Geqpnstiinde gegen schöne Belohnung bei Foto Makart, Herienyasse 20, abzugeben. 814-13 wirkctiaVtel t ftiv e't ll'y luW 3«daH aar f fabtelte ____, iri' o --------^—tv L\-'' '—TT Junges KaUerl verlaufen. Ab zugei)On gegen llolohn lingerstraße 11. unq Mel- Verschiejenffe Ta^^si He Angora-Hasenv gegen gi^ ^fhaltene BuCÄrritellage. AßW'i.Qe juntffr^ _ijst(^li^e» tn die Gesthidf Isstclle d^»M. Z r-etUvi. 304-14 Tausche gutes Herrenfahrrad gegen ?in solches Damenfahr-fiid Antrage an M Omahen, Praßberg, Sanntal. 850-14 Rundtunk 5 R. Netzanschluß, mit Kopfh. zu tauschen gegen kleinen Ofen und Schi für 14-jährigen. Anschr. in der »M. Z.«, Marburg-Drau. 051-14 Tausche \ olgtländer-Apparal, (ixf), gegen Rundfunkempfänger. Donnota, Meilingerstraße R3, Marburg-Drau. 840-14 Tausche Herrenfahrrad gegen Rundfunk Adr in der »M. Z.«, Marburg-Drau. 848-14 Für Schrelhmasrhtne gebe ich Staubsaiigapparat, Photokopier-apparat, Golduhr mit Kette oder l.ederrock Wertnusqleich. Zuschriften unter »Schrr^ib-mnschine" an die »M. Z.«, Mar-burg-Hrdu. 830-14 Rolle zu verkaufen um 50 RM, Petroleuniitischlampe 30 RM u. Gummiüberschuhe Nr. 36 uro 20 RM Adr. in der »M, Z.«, Marburg-Drau. 831-14 Tierf^ampf mit Heuscftrecüen Gänseriche gehen aufeinander lot — Seltsam« Kampfspiel« Es i«t »ine altbcj^annte Tatsache, daß ■ich «chon die alten Römer an Ticrkämp-fen erfreuten. Man verwendete dazu Berberlöwen aus dem hohen Atlas, eine Art, welche heute ausjjestorben ist, aber auch anderes Großwild zcifjte seine Kräfte. Diese Leidenschaft, Tier« kämpfen zu sehen, hat sich bei vielen Vfilkern bis heute erhalten. In Albanien findet man Interesse daran, G&nseriche zu Wettkämpfen abzurichten. Beniizt ein Einwohner einen kampfbereiten Vogel, so lißt «r dies im Dorf ver-kQnden und fordert den Besitzer eines anderen kampffähigen Gänserichs lum Zweikampf auf, Das t(anzc Dorf versammelt sich dabei und die abgeschlossenen Wetten sind sehr hoch. Die Kämpfe dauern meist stundenlan|2 und der Si«<$«r läßt sich niemals davon abbrin)!en, drn Unterlegenen zu töten. Ein« Möglichkeit, dem vorher Einhalt zu gebieten, ist völlig ausgeschlossen, denn das kräftig« Tier befindet sich in einer derartigen Kampfeswut, dali es auch sofort den «ingreifenden Menschen anfallen würde und ein wütender Gänserich ist ein nicht zu unterschätzender Gegner, In Ostasien aber bringt man es fertift, Heuschrecken in Kainpitieren abzurichten. Man fängt sie, sperrt sie in kleine Schächtelchen und füttert sie sorgfältig. Ist nun der Kampftag herangekumroen, sucht man sich di* kräftigste Heuschrecke heraus und klemmt sie mit dem Hinterteil vorsichtig in «inen kleinen Zweig gespaltenen Bambus. Dann legt man die Heuschrecke auf einen Tisch, das ?^ölz-chen verhindert ee, daß das Tier nach links oder reohts ausweichen kann. Darauf setBt man eine Eweite Heusohrecke der ersten gegenüber und reizt sie durch Aufeinanderstoßen zum Kampf. Zeigt «ich nun bei diesen Vorrundenliämpien ein Exemplar besonders tüchtig, so pflegt es d«r Besitzer sehr gut, um bei einem öffentlichen Wettkampf damit Ehre einleiten »u können und was vicllcicht noch vichtigur ist, den Geldbeutel durch Wet-tea SU ffillen. Die Araber veranstalten Wettkämpfe rwischen Kamelen. Dazu verwendet man nur die edelsten Zuchtkamele, die vorher tfichtig gereizt werden, bin sie wie di« Berserlier aufeinander losgehen. Die Tiere greifen sich durch Schlagen mit don Vorderbeinen, durch Beißen und Anspringen an. Der Sieger hat dann sein Ziel erreicht, wenn der Gegner durch Blutverlust und Müdigkeit erschöpft sich nicht mehr erheben kann In ditsem Fall (JcLl däs unterlegene Kamel in den Besitz jenes Eingeborenen Ober, der den Sieger •'eilte. Nun gibt es sogar Araber, die sich damit befassen dies« Kamele aufzuziehen brw. zu dressieren, um dann mit ihren Zuehtproduktcn durch die Lande lu lieben, überall di« Wettleidenschaft der Landsleute anregend. Nur wenig wir« Aber di« Hahncn-k&tnpfe KU sagen, die in Java und auch heute noch In Europa ihre \nhanger haben. Allerdings greift man hier zu Hilfsmitteln, indem man den rifihnen scharf 4e3cbitf*'r!« Dolch« «n di« Beine bindet. Dadurch ist r» nur zu Terstindlich, wenn sowohl Besiegter als auch der Sieger tot auf der KÄmrfliahn bleiben. Ersterer durch den tödlichen Dolchstoß letzterer durch den Blutverlust, der bei dem Kampf erhaltenen Wunden. Eine besonder« Art roo Tlerkamp( eUllt die Auseiaandersetzung zwischen einer BHIlcnsohtange und einem Mungo dar. Hier handelt es sich weniger um die F ;lriedigung einer Wcttleidenschaft, als dxJ di« Eingeborenen dem neugierigen Europäer eine nie |tf".fh:ne Sensation bieten wollen. Der M n';o, ein mar«r hat sich ja Immer wieder hochgebracht mit den alten Kalenderrezepten. Aber diesmal ist er an einem Druckfehler ge-■torben .. .• ★ Doktor Preundl l«t zwar Speiiallst fflr Haarlelden, doch das hat Ihn nicht verhindert, ein« Glatze zu bekommen, er hat Beine Haare abgeschflttelt wie ein Baum seine Blätter im Herbst abachflt-telt. Eines Tages bei einem Pettetsen hatte er da» Pech, daß der servierende Diener Ihm den Inhalt der Soßenschüssel über di« Glatz« goß. Doktor Pr«und«I wollt« aufbrausen, b«8aiin sich dann ab«r, wischt« sich di« Glati« ab und bemerkte unter Lachen; »Sie machen eich ganz unnütze Müh«, m«ln Freund. Ich hab« schon viel« Salben gebraucht, und «i« werden erleben, dafi auch dies« nicht hilltlc Mit dam Bs«] des alten Fried wollt« «R nicht recht gehen. Der Bs«l hatt« Bauchgrtmin«n, und dar Tl«rarTt, d«n d«r Pri«d aufsucht«, verordnet« dem E(«l «in Pulv«r. Dazu «rhielt Fried di« Anwelaung, dem Ei«l daa PulT«r «inzu-pusten. Pri«d «rachisn n«ch zwei Ta9«n b«l dem Tierarzt mit geschwollenen Augen Befragt, ob daa Pulver dem Biel g«hoI-fen hab«, «rklArt« Pri«d, «r hab« «in Pu8t«rohr g«nommen, nm dem Es«I da« Pulv«r einzupuaten... »Und «a halff« fragte d«r Ant ung«-duldlg. Fried aaufzte. »Et half nicht, H«rr Doktor, ea konnte Ja nicht helfen, — der Esel hat zuerst gepusteti« F. F. Coldau RegenSogenlegende / Von Paul Anfon Keller In jener Zelt, als unser Herr über dl« Erd« ging, geschah es eines Tages, daß sich ihm rwei Mannsleute zugesellten, ein Kramer und ein Soldat. Der Krämer hatt« einen Buckelkorb voll Waren umhangen und führte ein kleines Hündlein neben sich her und der Soldat war mächtig bewehrt durch Schild, Brustharnisch und ein wuchtiges, zweiseitig scharf geschliffenes Schwert. Sie kamen allbeid von weither und trugen an, noch ein gut Stück Weges tu wandern, doch waren sie recht mundfroh und i-adeten viel. Den stillen Wandr«r, den si«, ihn «r-rflchand, frohgemut in ihr« Mitt« nahmen, kannten si« nicht, sie dachten beiläufig, «r sei ein Pilgersmann. Der Herr ließ sie reden, er selber aber schwieg. Es begab sich dann, daß sie zu streiten anhüben, wer von ihnen beiden vor dem Gesicht der Welt mehr »u gelten hätte. An den Tag müßt es, wer da notwendig sei: ein Handelsmann, oder einer mit Schild und Schwert? Si« kamen nicht überein und verlangten, wie es allemal so Brauch ist, nach einem Dritten, der sollte das Maß sein und entscheiden. Also wandten sie sich an unsem lieben Herrn. Der aber lächelt« g«duldig und spraehi >W)« kann ich euch zum R«chten tun? Wegen eurer Worte? Das vermag ich niemals nicht. An euren Taten will ich I euch erkennen 1« I Da schwiegen si« verdrossen und wanderten eine Weile mürrisch dahin. Dann aber, als sie di« Stadt erreichten, waren sie «ines Sinnes, ihr« Taten im Gehalt zu erproben und si« verließen fflr sin kleines an Zelt den Herrn. Der tat indes vor den Toren warten, ruhend unter Blumen. Nach vier Tagen kamen sie zurflckj sie schnauften in der Eile und Mühe des Gangs und waren randvoll Neugier, zu erfahren, wi« der Herr sie nunmehr schätzen tlt. Der Kramer begann mit flinker Zungei »Ich hab m«in«n Buckelkorb l«er verkauft. Ich hab« soviel Geschäft gemacht wi« kein anderer Händler in der Stadt. Am frühen Tag hab ich Standmandeln aus weißer Erde als echten Marmor verkauft und für etliche dünnwandige Glas-sohfl.sseln haben mir die Weiberleut «ine Hand mit edlem Gestein gefüllt; und als mein Buckelkorb l«er war, hab ich ihn wieder mit billigen, halbfertigen Dingen gefüllt, und das ganze Zeug habe ich am selben Tag um dreifaches Geld wieder verkauft. Was sagst da dazu, he?« rief «r pfauanstolz wi« ein eitler Graf und dab«i lugt« er über den Soldaten fort, lu unserem lieben Herrn bin, der bei den Blumen ruht«. Siehe dai d«r Herr redete nicht, aua seinen Augen fielen Trinen. Und der Kramer sah voll Unlust, daß all sein Tun als Schuld angesehen ward. »Was hast du mit dem Hündlein gemacht 7 < fragte der Herr, Da war der Handelsmann sehr betrübt und fegt« sieh über dl« Nas«. »Es ist mir verstorben«, sagte er. »Ich habe für den halben ErlöB meiner Waren einen Stein gekauft, darauf soll sein Name stehen, weil seine Treue so fest war wie Stein. Und für die andere Hälfte des Erlöses habe ich die Stadthunde gefüttert, in einer walligen Re|{ung von Trauerl« Da wuchsen plötzlich aus den Tränen, die von den Augen unseres Heben Herrn lu Boden gefallen waren, leuchtende Farben auf, hoch gegen Himmel. »Dir wird vergeben werden, was deine Seel auch an Schuld trigt«, sagte der Herr. Jetzt vermochte aber der Soldat seinen Arger und alle innere Ungeduld nimmer XU bergen, wuchtig stieß er das Schild in den Boden, «r drehte seinen Bart und hub an mit großem Wort zu reden; »Ich habe nicht gehandelt, noch weniger geschachert, sondern in der Stadt Ordnung «emacht. Di« Viehtreiber habe ich vom larktplatz verjagt, und das Seuchengetier erschlagen. Dann bin ich in den Tempel hinein und habe das Leutevolk auf d«B Acker g^strieben, denn sie sollten der Frucht ein Gutes tun. Und zwei Schelmen habe ich vor dem Rathaus eigenhändig den Kopf abgeschlagen. Was sagst du jetzt? Wer von una beiden ist mehr wert für die Welt; der oder ich?« Und wiederum schwieg der Herr und aus seinen Augen fielen neue Tränen. Er schüttelte das Haupt und der Soldat sah die stille Trauer im Antliti dessen, den «r gefragt. •Wo hast du das Schwert?« fragt« der Herr. Der Soldat wurde verlegen und scharrt« an Boden wie ein RoB, »Ein Biumlein, «in junge, lag am Feldrain«, sagte «r, »und das wollt ich wie-d«r lum Leben bringen. Also stieß ich das Schwert in die harte Erde, es zerbrach.« Siehe, da wuchs auch aus den Tränen, die der Herr des Soldaten wegen verloren, abermals das Wunder der schönen Farben, «ine sauberer und reiner als di« andere und allesamt wcitauf wachsend, bis in den Himmel hinein. Und da sich der Herr aus den Blumen «rhob, war er den andern schon ein wenig seltsam geworden, und sie sahen allbeid erstaunt, daB sich ein hauchfeines, trennendes GewAlk um seine Gestalt legte. »Hört«, sagte der Herr, »ihr habt beide Schuld auf eurem Rücken, ach, schon wer mehr sein will als einer neben ihm, trigt Schuld am Nlchsten. Dennoch wisset! euch wird vergeben werden, des Kindleins wegen, das regsam in euch lebt und immer noch, auch nach unwürdigstem Tun das hütet, was den lauten Menschen als gering erscheint und der Welt doch alt vtrloren sein soll.« Da erkannten dl« iw«i, d«8 «r, d«r s« SU Ihnen r«d«t«, m«hr •«!, «la bloB Mensch und Richter Si« taten sieb vor ihm a«i|en und weil si« sieh klein nnd winzig fühlten vor diesem Zauberwesen, klopften ihre Herzen in Furcht. Hernach ab«r, als si« aufschauten, sahen sie, daß «r schon fern von ihnea tfing. Sie wollten Ihn rufen, doch ihr« Stimm«n versagten, die Htnde fanden nicht mehr Kraft zum Deuten. Bald war er hinter den Hügeln der Stadt verschwunden. Aber wunderbar groB wOlbte sich Aber dem weiten Himmelsdom «in vielbunter Farbenbo|«n, aufgewacht aus d«n Trinen, di« aus d«n Aug«« d«s H«rm gefallen waren. Und se ist «a gabliebea bis lum heutigen Tag, dafi der Farbenbojen aufsteigt nach vielem Naß, wie eine Erinnerung und ein Gemahnen daran, daß jeder Schuld sin Verzeihen folgt und einmal aus jedem Schmerz ein Licheln zum Blühen kommt. Der gute 'Rat Eine Anekdote aus Kroatien Endlich einmal hatte ein armes Bäuer-lein einen Giückstag. Seine buntscheckige Kuh kalbte. Die Freude im Hause war groß, und das Bäuerlein überlegte liin und her, wie es dieses Geschenk der Glücksfee am besten nutzen könnte, wie und auf welche Welse es ihm am meisten einbringen würde. Da hatte er e"'ne Idee, dip er auch gleich in die Tat u-n-setzte. ßr bot das Kalb einem Schläch ei an und ließ sich da« Kaufgeid auszahlen. Dann ging er zum nächsten Schlächter und verkaufte ee, strich auch das Gr]ichcs, Gsradliniges und Unver-schleiertes, es wohnt ihr «in« gani besondere froh« Kraft und Helligksit inne; si« ruft in ihrer gesunden, gutäsw&ehscDen Fülle den Dingen dieser Crdb «in über-»eugtes und überzeugendes »Ja* «ntgegeni sie wirbt selbst dort noch, wo sls Trübstes und Traurigste^ Töd und Vergänglichkeit kündet, für den Sieg des Leoens; und selbst dort, wo ein Lied voller Sc^ it-tcn und Wolk«a tst, läßt sie ein Zipfelchen Seatis durchscheine' i'is ist nicht alleio In Aisen's Stirn"'!; r-rd^t, dios«r herrlichen, volum'ni>-cii, or cih.ift volltönenden (und ^l«''chw(ihl rürtli« listi-r Register fähigen) .-timme, «oTiJ.-in (••'(Jt ganz wesentlich auch im Idin-.tUri«! »n Naturell de* bcdnadet^n SäiijJers Wxlir-haftig al'o; es IhI nicht nur eine schöne und nannlichc Kunst, die er vermittelt, sondern — jjerade in Zeiten. *vic den heutigen — eine doppelt notwendiijc und prci-scn^werte, eine ht.TZcrquickrnde Kiinst, Schon das Froijrnmm — ein ßanz besonders geschniack- und stilvoll zuR.nm-mcngcRtelltes, mit musikalischen Seltenheiten aufwartende», Gefühlsduselei und Süüitjkeiten vermeidendes HrüjJrarnm — kennzeichnete die Art der F'ersönlichkeit. Gleirh mit der ersten Nummer, H.ivdn's »Teilung de/ Erde^ . vernrif.Me es *ich vor Schiller's unverwclktem Pnlhos. w.nhrend es mit eine: Beethoven'schen Konzertarie (•■Mit Mädeln sich vertrncicn ) Gocthe's olympischem Humor huldijJte. Außerdfm enthielt e« zwei Schumann-Lieder, die I volkiliedhaft liebe «Frühlingsfahrt« und j den genialisch-kecken »Hidalgo«, zwei j Sübr selten gehörte Gesinge aes späten Brahms, den tiefernst-verklärten »Mit vierzig Jahren« und den von herbster Dramatik durchpulsten »Verrat«, ferner zwei gleichfalls fast unbekannte Lieder von Richard Strauß »Der Einsame« und »Im Spätherbst«, trotz des Dunkels ihrer Grundfarben von leuchtendster Transparenz des wählerischen Klanges, Den Programmschluß bildeten zwei Ausschnitte aus Loewe's anheimelnder, klassisch-klarer und bei aller Volkstümlichkeit doch stets so außerordentlich noblen Welt der Balladen, {»Spirito santo« und »Der Nöck«) denen "sich noch Verdi's packende »Palermo«-Aric aus der Oper »Die sizi-lianische Vesper« anschloß. Man sieht, eine — bei aller Bevorzugung männlicher Fi.ipfindungc.i — recht geräumige Aus-drucksskala, ein weiter Weg gestalteter SMmmungen, von Kammersänger Alsen mit vollendeter sängerischer Bravour und musikalischer Meisterschaft durchmessen. Kein Wunder, daß es des verdienten Iteifalls kein Ende gab und zuguterletzt roch, dem begeisterten Publikum sehr zu Dank, ein ganzes kleines Konzert von Zugaben. darunter auch ein entzückendes Strophonlied aus den »Drei Pintos« von Karl Maria von Weber. Ehe der Saal verdunkelt wurde, klang Schubert's »An die Musik« durch den Raum, als symbolhafte und im Kriege doppelt bedeutungsvolle Reverenz vor den ewigen Mächten der Kunst und des menschlichen Gemütes . . . Wir freuen uns diebisch, daß es diesmal ein Baß war, »nur« ein Baß, dem Ehrungen geradezu tenoraler Grade zuteil wurden, und halten es im übrigen nochmals mit der eingangs zitierten jungen Dnmc, indem wir der Hoffnung Ausdruck tjeben, den ausgezeichneten Künstler b