Laibacher SCHULZEITUIK. An/.oigen werden billigst berechnet. Bestellungen, Ankündigungen und Beilagen sind ausschließlich nur an die Verwaltung : Oberlehrer Adolf Wein-lich, Laibach, Oberrealschulgebäude, zu richten. Monatsschrift des Krainischen Lehrervereines. Leiter: Dr. J. M. Klimesch, Auerspergplatz 1. XXIX. Jahrgang. Vereinsmitglieder erhalten das Blatt umsonst. Bestellgebüren und alle Zahlungen für das Blatt sind an den Zahlmeister des Vereines, Oberlehrer Adolf W e i n 1 i c h in Laibach, einzusenden. Pirscheint am 15. jedes Monats ; falls dieser auf einen Sonn- oder Feiertag fällt, wird das Blatt am nächsten Werktag ausgegeben. Bezugspreis: jährlich 4 K; halbjährlich 2 K, einzelne Stücke 40 h. Aufsätze und Mittheilungen über Schul- und Lehrerangelegenheiten, sowie Bücher und Lehrmittel zur Beurtheilung werden kostenfrei an die Leitung des Blattes erbeten. Handschriften und eingesandte Werke werden nicht zurückgestellt. .... Der Landlehrer muss den Bauer studieren. Der Arzt macht, ehe er die Cur beginnt, die Diagnose. Zu jenem Studium wird nicht erfordert, dass man sich auf Universitäten Studierens halber auf gehalten, es gehört nur dazu, dass man einen offenen Kopf und ein klopfendes Herz habe, dass man ein Mensch sei und an menschlichen Dingen seine Freude habe, dass man kein fauler oder verfaulender Philister, dass man kein verbauerter Lümmel, kein kannegießender Wirtshausheld, kein pietistischer Pinsel, kein engherziger Egoist, kein verholzter Schulmeister und vieles andere nicht sei; dazu gehört, dass man den Umgang der gebildeteren und besseren Menschen seiner Umgebung liebe und suche, kurz: dass man ein Mensch sei und als solcher das Verlangen in sich verspüre, zur Förderung alles dessen, was Menschenwohljährt fördert, das Mögliche thätig beizutragen. F. A. W. Diesterweg. Wie fördert der Greschichtsunterriclit die moralische und intellectuelle Bildung, und wie lässt sich im besonderen die Gredächtniskunst diesem Unterrichtszweige dienstbar machen ? Von Dr. Joh. Matthäus Klimesch. (Fortsetzung.) Aus der im vorhergehenden angegebenen Art, in welcher der geschichtliche Unter-richt zur Erlangung der moralischen und intellectuellen Bildung beitragen kann und auch wirklich beiträgt, ist sein Wert und seine Wichtigkeit in der angedeuteten doppelten Hinsicht ersichtlich. Zwar haben sich schon öfter Stimmen hören lassen, welche den Unterricht in der Geschichte beschuldigt haben, er nehme nur das Gedächtnis in überhohem Grade in Anspruch und hinterlasse dafür bezüglich der Bildung des Gemüthes und des Geistes bloß derartige Folgen, welche sich auf eine viel angenehmere Art und großentheils ebenso sicher durch erdichtete Geschichten und Anekdoten erreichen lassen.1 Allein was die eine der Beschuldigungen betrifft, dass nämlich der Geschichtsunterricht das Gedächtnis übermäßig beschäftige, so wird dieselbe wohl nur die allen Glauben übersteigende pedantische und abgeschmackte Behandlung der Geschichte in 1 Gebrüder Paulus, Principien des Unterrichts und der Erziehung, S. 152 ß. früherer Zeit treffen müssen, aber keineswegs den mit Umsicht ertheilten Geschichtsunterricht. Muss übrigens jeder Unterricht ohne Ausnahme dafür Sorge tragen, dass der Stoff, den er mittheilt, auch im Gedächtnisse behalten werde, und muss er so die Gedächtniskraft des Schülers belasten, so thut es der Geschichtsunterricht gewiss nicht am meisten. Man vergleiche in dieser Hinsicht z. B. nur den Unterricht in den Naturwissenschaften, besonders in der Botanik und Chemie, ja selbst den in der Mathematik! Der Geschichtsunterricht appelliert ebensosehr an den Verstand, wie der in jeder anderen Wissenschaft; denn nicht das Auswendiglernen, sondern das Verstehen, nicht Namen-, sondern Sachkenntnis soll durch ihn erzielt werden. Die großen Schwierigkeiten beim Studium der Geschichte liegen nicht in der Geschichte selbst, sondern zumeist in dem Mangel an Vorkenntnissen, deren sie bei weitem mehrere erfordert, als jede andere Wissenschaft. — Hinsichtlich der zweiten der oben erwähnten Beschuldigungen wird jeder vernünftig Denkende einsehen, dass es nicht gleich sein kann, ob man sich wirklicher, aus der Vergangenheit gegriffener, oder bloß erdachter Beispiele als Bildungsmittel bedient. Eine Erzählung, von welcher der Schüler im voraus wüsste, deren Inhalt habe sich nicht wirklich zugetragen, sondern sei aus der Phantasie gegriffen, wird gewiss nicht in dem Grade auf ihn einwirken, wie eine, die der Wirklichkeit entnommen ist und deren Wahrheit ihm bewiesen wird oder doch bewiesen werden kann. Die historischen Beispiele von Tugend und Laster, Weisheit und Thorheit, Belohnung und Bestrafung lassen sich ohne Beeinträchtigung der Erfolge durch keine anderen ersetzen. Der Unterricht in der Geschichte ist mithin und bleibt ebenso anziehend als nützlich. Durch ihn wird Licht in dem Verstände und eine wohlthätige Begeisterung in dem Herzen des Menschen entzündet; durch ihn wird der menschliche Geist von der gemeinen und kleinlichen Ansicht moralischer Dinge entwöhnt, und indem er vor den Augen des Menschen das große Gemälde der Zeiten und Völker auseinander breitet, verbessert er die vorschnellen Entscheidungen des Augenblickes und die beschränkten Urtheile der Selbstsucht. Indem er den Menschen gewöhnt, sich mit der ganzen Vergangenheit zusammenzufassen und mit seinen Schlüssen in die ferne Zukunft vorauszueilen, so verbirgt er die Grenzen von Geburt und Tod, die das Leben des Menschen so eng und so drückend umschließen, so breitet er, optisch täuschend, sein (des Menschen) kurzes Dasein in einen unendlichen Raum aus und führt das Individuum unvermerkt in die Gattung hinüber.1 Durch den Geschichtsunterricht werden wir mit einer Wissenschaft bekannt, die der geistreiche Schotte Carlyle «den großen Lehrbrief, den die früheren Geschlechter niederschrieben und den späteren vermachten, die Botschaft in Wort oder Schrift, welche die ganze Menschheit an den Einzelnen sendet, den articulierten Verkehr, den die Vergangenheit mit der Gegenwart und das Dort mit dem Hier hat», nennt. Der Geschichtsunterricht weckt gleichsam die Todten aus ihrem langjährigen Schlummer auf und lässt sie mit uns verkehren, lässt die Helden der Vorwelt mit uns Zwiegespräche halten und uns ihr Herz öffnen, lässt die Vergangenheit Gegenwart werden; durch ihn vernehmen wir die Worte der großen Redner wieder, durch ihn erklingen die Harfen längst verstorbener Sänger von neuem, durch ihn lösen uns die großen Denker vergangener Zeiten die Räthsel des Daseins. Unter jenen Vortheilen, welche sich aus dem Unterrichte in der Geschichte bezüglich der Gewinnung der intellectuellen Bildung ziehen lassen, wurde auch die Bildung des Gedächtnisses erwähnt. Beherzigt man das Sprichwort der Alten, dass nämlich der Mensch nur so viel weiß, als er im Gedächtnisse hat; zieht man ferner in Betracht, dass nur das, was 1 Schiller, Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte. (Hempels Ausgabe von Schillers Werken, XV., S. 33.) innerlich festgehalten und besessen wird, weiter verarbeitet, zu einer höheren geistigen Form ausgebildet und für das Leben angewendet werden kann, und dass somit Verstand, Urtheils-kraft, Schlussvermögen, kurz alle Geisteskräfte in dieser Hinsicht von der Vollkommenheit des Gedächtnisses abhängen, so muss man in der That die große Wichtigkeit der Gedächtnisbildung und zugleich der Geschichte als eines Unterrichtsgegenstandes, der diese Bildung in einem hohen Grade fördern kann, einsehen. Bei der Erzielung der Gedächtnisbildung muss den Geschichts-, wie überhaupt jeden Unterricht, der für das Gedächtnis bildend sein will, das Memorieren unterstützen, d. h. «jene Thätigkeit, welche durch absichtlich angewandte Mittel die Kraft einer Vorstellung, die sich behaupten soll, zu stärken sucht, um dadurch ihr Wiedereintreten zu erleichtern». Das Memorieren kann mechanisch, ingeniös und judiciös sein. Von diesen drei Arten des Memorierens kommt das ingeniöse sowohl beim Unterrichte, als auch beim Studium der Geschichte am häufigsten zur Anwendung. In alter und neuer Zeit hat man das ingeniöse Memorieren durch Anwendung von sogenannten mnemonischen Mitteln zu unterstützen gesucht, ja es sind schon öfter Männer aufgetreten, welche dem Gedächtnisse durch Begründung einer eigenen Wissenschaft, der sogenannten Mnemotechnik oder Mnemonik, dienen wollten. Nach Mailath ist die Mnemonik die Lehre von den Regeln, nach welchen das Gedächtnis Eindrücke behält und nach Willkür zurückruft. Zwar wird durch sie dadurch, dass sie z. B. «die auf ein historisches Ereignis bezughabenden Vorstellungen oder Begriffe und Worte zu einem Ganzen verbindet, in welchem die Anfangsbuchstaben der aufeinander folgenden Hauptwörter oder der Worte überhaupt nach einem gewissen fest-v gesetzten Schema die einzelnen Ziffern des Jahres, in welchem das historische Ereignis vor sich gieng, darstellend, das Merken der Jahreszahlen in der Geschichte bedeutend erleichtert; allein trotzdem scheint sie sowohl beim Unterrichte als auch beim Studium der Geschichte nur wenig praktische Verwendbarkeit zu besitzen — Ein Unternehmen, wie das des Eduard Pick, die Geschichte an der Hand der Mnemonik zu lehren, wird wohl jeder einsichtsvolle Pädagoge, und zwar mit Recht, nicht billigen können; denn der Geschichtsunterricht soll nicht einen Wust von oft nur lose miteinander zusammenhängenden Vorstellungskreisen, eine Unzahl von Jahreszahlen u. s. w., sondern nur einen verstandesmäßig gegliederten Stoff, dessen Theile alle sozusagen organisch Zusammenhängen, dem Gedächtnisse übergeben. Das Einlernen vieler und verschiedenartiger Daten mag dem Schüler vielleicht bei der Prüfung zustatten kommen, aber für den allgemeinen Zweck des Unterrichtes ist es fast ohne alle Bedeutung, sobald er dabei nicht auch das Urtheil (iudicium) walten lässt. Die Kenntnis von Einzelheiten bedingt noch nicht die Kenntnis einer Wissenschaft. Selbst der Fachgelehrte trägt nicht immer seine Wissenschaft bis ins kleinste bei sich, und doch wird es niemandem einfallen, ihm den Vorwurf zu machen, er sei dieser Wissenschaft nicht vollkommen mächtig. Wenn auch z. B. dem Geschichtskundigen oder dem Geschichtschreiber eine oder die andere Jahreszahl entfallen ist, so kann er sie ja in einem Geschichtswerke aufsuchen, sobald er sie nöthig hat Um einer Wissenschaft, also auch der Geschichte, vollkommen Meister zu sein, ist erforderlich, dass man das ganze Material derselben als solches überwunden hat, d. h. «dass man die Einzelheiten in derselben unter allgemeine Gesichtspunkte gefasst hat, die ihren inneren Zusammenhang überschauen lassen und von denen aus sie (die Einzelheiten) im Denken beherrscht werden, dass sie nach dem Verhältnis ihrer Wichtigkeit zum Ganzen aus diesem sich hervorziehen lassen und wieder zurücktreten, nicht aber das Gedächtnis in der Weise belasten , dass sie in bunter Mischung sich in der Erinnerung durcheinander drängen, sobald das Eine oder das Andere zur Reproduction veranlasst worden ist». (Schluss folgt.) Der Schulgarten in landwirtschaftlicher Beziehung. Vortrag, gehalten von Josef Kikel, Schulleiter in Hohenegg, bei der am 3. Juli 1. J. zu Mosel stattgefundenen Bezirkslehrerconferenz. (Schluss.) Der Schulgarten soll nicht bloß den Knaben zum naturgeschichtlichen und landwirtschaftlichen Unterrichte dienen, sondern hat auch die Aufgabe, für die Mädchen theils allgemein bildende Grundlagen abzugeben, theils bei denselben Sinn und Neigung für gärtnerische Beschäftigung, für Blumenzucht und Gemüsebau, sowie überhaupt für praktische Kenntnisse zu wecken. Wo das Fensterbrett, das Hausgärtchen der Blumenzierde nicht entbehrt, wird darin auch ein Haushalt sein, der meist gute Seiten aufzuweisen hat. Eine Menge Gründe sprechen dafür, dass der Gemüsebau im ländlichen Schulgarten seinen Platz finde und dass sich vorzüglich die Mädchen damit beschäftigen. Der als Fachmann auf dem Gebiete der Schulgartenanlage und des Schulgartenunterrichtes rühmlichst bekannte Gymnasialdirector Dr. Erasmus Schwab sagt in seiner Anleitung darüber Folgendes: «Auch die Mädchen müssen zu den Arbeiten im Schulgarten herangezogen werden. Sie betreiben sorgfältig das Gießen und Jäten, das Säen und Pflanzen, sie besorgen den Küchengarten, ihnen gehört die Cultur der Erdbeeren und Blumen, sie nehmen theil an der Pflege jener Pflanzen, welche die eigentliche Heimatskunde ausmachen; das Anbinden der Pflanzen an Stäbe und Spaliere passt vorzüglich für ihre geschickte Hand, das Einheimsen und Aufbewahren der Früchte und Samen, das Sortieren der Sämereien entspricht ihrer liebevollen Geduld sehr gut. Allein ihnen gelingt auch das Veredeln der Bäume, die Pflege der Beerenobststräucher und Zwerg obstbäume ebensogut als den Knaben, ebenso das Flechten der Schutzdecken, das Her-richten des Bastes, das Becheln auf den Wiesen im Frühjahre usw.; kurz, die Mädchen fürchten sich vor keiner Gartenarbeit, die nicht gerade wie Taglöhnerarbeit aussieht.» Als «Küchengarten» wird der für die Mädchen bestimmte Theil des Schulgartens bezeichnet. In diesem sollen die mit Rücksicht auf Klima und Boden möglichen, im Haushalte besonders gebräuchlichen oder bisher weniger bekannten, für die Küche, überhaupt für die menschliche Ernährung wertvollen Gemüsegattungen cultiviert werden. Obenan steht in der Cultur die reiche Sippe der Kohlarten, von welchen alle vertreten sein sollen: der Blumenkohl, der Spargel- und Sprossenkohl, der gemeine Kopfkohl oder das Kraut, der eigentliche Kohl, der Blätterkohl. Nun folgen die zwei wichtigsten Kohlrübenarten, der Kohlrabi, Oberkohlrabi, die Steckrübe oder Erdkohlrabi. Weiter folgen die Möhren oder die gelben Rüben, die weiße Rübe, die rothe Salatrübe, die Sellerie und die Petersilie. Nun ist die Reihe noch lange nicht erschöpft, es folgen zwei bis drei Salatarten, die Zwiebel und Porrei, die Rettige und Radieschen, die Gurken, der Spinat, die Gartenbohnen, Knoblauch und manch andere wichtige Gewürzkräuter. Von all diesen Gattungen wird man, wo Platz, Arbeitskräfte und auch Lust vorhanden sind, eine Früh- und eine Spätsorte, eine Sommer- und eine Wintersorte cultivieren. Bei allen Gelegenheiten werden den Schülerinnen die Wichtigkeit des Gemüsebaues im allgemeinen, der Gebrauchswert und Nutzen der verschiedenen Culturen im einzelnen auseinanderzusetzen sein. Die Art und Weise, wie der Schulgemüsegarten gepflegt, in Ordnung gehalten wird, soll ein Muster abgeben für zahlreiche, oft recht verwahrloste Hausgärten. Der Gemüsebau im Schulgarten führt jedoch auch indirect dazu, bei der Jugend den Sinn für Sparsamkeit zu wecken. Die Ausnützung des kleinsten Fleckchens Landes — auf einem tellergroßen Stück kann ein Teller voll Gemüse wachsen — die Produc- tion von Nahrungsmitteln durch eigene Arbeit, welch erstere meist für theures Geld erkauft werden müssen oder gar nicht erhältlich sind : das sind ökonomische Momente, die zu allerhand Belehrung führen können, ebenso wie der Standpunkt einer gesunden Diätetik, zu welcher die Gemüsekost gehört. In der Hauptsache bleibt immer noch der landwirtschaftliche, botanische und naturgeschichtliche Theil des Schulgartens zu Zwecken des Unterrichtes. Fern sei es, im Schulgarten Luxusgemüse wie Spargel oder künstliche Producte wie Champignons u. dgl. cultivieren zu wollen; er soll nur kleinere Beispiele einfacher, gewöhnlicher Gemüsecultur abgeben. Mit dem Bisherigen soll nicht gesagt sein, dass ein Schulgarten nur des Gemüse-ertrages halber bestehe, überhaupt seiner Erträge wegen verdienstlich sei; im Gegen-theil: die Hauptsumme der Zwecke, welche der Schulgarten verfolgt, ist, jene Elementarbegriffe zu legen, die im späteren Leben dahin verwertet werden sollen, den Ertrag von Grund und Boden zu erhöhen. Nur dadurch, dass schon im Schulgarten Erträge eingeheimst werden, regt der Lehrer die Jugend am meisten an, wird er Beispiel für jung und alt, wird er Mittel zum Fortschritt. Nirgends kann der Lehrer der Jugend und, wo Theilnahme vorhanden ist, auch erwachsenen Lernbegierigen so die weise Ausnützung des Bodens, die Doppelbenützung desselben durch den Anbau von Zwischenfrüchten, die Nothwendigkeit und Nützlichkeit des Fruchtwechsels zeigen, wie gerade beim Gemüsebau im Schulgarten. Auf Spinat z. B. folgt noch Erdkohlrabi, nach Monat-rettigen kommt Mohn u. dgl. Die Bevölkerung, die Landwirte werden die Bedeutung des Schulgartens jedoch meist von dem Einflüsse aus würdigen, welchen derselbe auf die Hebung des Obstbaues , der Obstbaumzucht hat oder nimmt. In vielen Gegenden und Orten wird das noch für lange Zeit die eigentliche Domäne des Schulgartens, beziehungsweise die des Schulleiters und seiner bezüglichen Thätigkeit sein. Vom Abraupen im Frühjahre augefangen bis zum Bäumeputzen, zum Moosscharren im Herbste suche er die wichtigsten Arbeiten zu erläutern, zu demonstrieren, die Knaben aber auch darin zu üben, es sie praktisch zu lehren. In der Ausführung der Arbeit werden sich alle Zwecke und Ziele vereinigen. Im Herbste nach der Obsternte soll der Obstbaum nicht gleich vergessen werden. Es sei der Jugend nicht gleichgiltig, wie er in den Winter kommt, wie er diesen überdauert. Das Ausputzen und Reinigen gehört zur Wintertoilette des Baumes, die einen die Gesundheit und Fruchtbarkeit desselben fördernden Zweck hat. Nebst dem Absägen der überflüssigen Aste wird es nöthig sein, dass man den Baum soweit hinauf als möglich von abgestorbener Rinde, von Moos und Flechten, den Hauptschlupfwinkeln schädlicher Insecten und Larven, reinigt, also mit dem Moosscharrer, der Baumkratze arbeitet, jedoch auch alles, was da abfällt, Zusammentragen und "verbrennen lässt. Nach dem Ausschneiden und Aussägen werden die Wundflächen (Stumpfe) mit Baumwachs oder einer Mischung von Lehm, Asche und Rindsdünger verschmiert. Dies geschieht auch nach dem Ausschneiden der Brand- und Krebsflecke. Vorsichtshalber wird jedoch beigefügt, dass das Wegnehmen starker Aste nur bei Kernobstbäumen und ja nicht bei Steinobstbäumen geschehen soll, indem bei den letzteren an solchen Stellen leicht der schädliche Gummifluss eintritt. Solcher und anderer einfacher, von der Jugend theilweise auszuführender Arbeiten gibt es noch eine Menge. Nehmen auf diese Weise die Knaben regen Antheil an den Arbeiten der Obstbaumzucht, helfen sie bei der Obstpflücke, helfen sie bei der Pfählung und Versicherung der jungen Obstbäume gegen Stürme und Hasenfraß, so werden sie nicht nur zu eifrigen Pflegern des Obstbaues herangezogen, sondern sie werden gleichsam von selbst auch zu den eifrigsten Schützern und Wächtern der Obstbäume. Ein Mittel, ein Schuhnittel, könnte man sagen, um die Knaben zu Pflegern und Wächtern des Obstbaumes zu machen, ist wohl auch, einzelnen die Pflege bestimmter Bäume zuzuweisen. Noch viel zu wenig, ja sehr selten werden an Landgemeindescbulen feierliche Anlässe dazu benützt, um Gedenkbäumchen, welche auch Obstbäume sein können, zu pflanzen. Es hätte dies den besonderen Vortheil, eine für alle Zukunft nützliche Production angebahnt zu haben. Wird die Obstbaumzucht in allen hiefür geeigneten Gegenden und Gemeinden, bei allen Volksschulen eine Erziehungs- und Pflege* Stätte finden, dann dürften unsere Dörfer in wenig Jahren bald ein anderes Aussehen erhalten. Gärten, Anger, Anhöhen und Fluren werden sich mit Bäumen schmücken, gefiederte Sänger werden ihr Heim dort aufschlagen und uns bei dem Geschäfte des Abraupens thätlich behilflich sein. Die Früchte unseres Fleißes und unserer Bemühungen werden zu reifen anfangen, die Obstbaumzucht ist eingeführt, Gottes Segen ist eingekehrt. Soll es daher besser werden mit der Obstbaumzucht, so muss auf dem Lande schon die Schuljugend mit den elementarsten Kenntnissen in der Obstbaumzucht bekanntgemacht werden. Die frühe Angewöhnung kann hier das meiste thun. Spielend lernt der Knabe die Baumpflanzen erziehen und veredeln; mit nichts beschäftigen sich die Knaben lieber, als mit Gartenarbeiten, dem Anpflanzen, mit dem Schnitzeln beim Pfropfen, überhaupt mit den Veredlungsarbeiten und dem Beschneiden der Bäume. Diese Neigung für culturelle und auch sittliche Zwecke einzuprägen und heranzuziehen, ist eine große, wichtige Aufgabe des Schulgarten Unterrichtes, der Erziehung zur Obstbaumpflege. Mit den Bausteinen zum Aufschwünge der Landwirtschaft muss man bei der Jugend anfangen und bei ihr vor allem Sinn und Verständnis für die Natur zu legen trachten. Was helfen alle Vorträge, alle Anregungen, Futterbau und Fruchtwechsel zu treiben, Maulwürfe zu schonen, Obstgärten um die Wohnungen und Blumenbeete vor den Fenstern anzulegen, wenn der kleine Landwirt an das alles nicht glaubt, den Sinn für die Verschönerung seines Heims noch nicht besitzt und sich auf der vermoosten Wiese oder unter leeren, vernachlässigten Obstbäumen gerade so wohlig befindet, wie unter einem schwerbeladenen Apfelbaume oder im Grün der schattigen Weinlaube? Einen Genuss, den man nicht kennen gelernt hat, vermisst man eben nicht, sehnt sich nicht nach ihm und begreift nicht, wie er anderen ein Genuss sein kann. Nicht nur die dem Landmanne unentbehrlichen naturwissenschaftlichen Kenntnisse, die Grundlage für einen praktischen, verständigen Betrieb der Landwirtschaft, auch die Schönheit zu genießen, die Natur zu lieben und in der Beschäftigung mit ihren Geschöpfen eine Lebensaufgabe zu sehen, auch das will gelernt und anerzogen sein. Der kürzeste, sicherste Weg, solche oder ähnliche Ziele zu erreichen, ist der Schulgarten. Denn niemand ist für die Lehre empfänglicher, der Überredung und Leitung zugänglicher, als die Jugend. Deshalb soll und muss jede Besserung alter Übel, jede Entwurzelung des Aberglaubens und verschiedener Vorurtheile, die Hebung des Sinnes für Natur und Kenntnis ihrer Gesetze bei der Jugend begonnen werden. Eine wichtige EigentMmliclikeit unserer lateinischen Fremdwörter. Von Rudolf Knilling, Oberlehrer der Knaben- und Mädchenschule in Traunstein (Baiern). Seit einiger Zeit wird versucht, die lateinischen Fremdwörter mehr und mehr aus unserer Schriftsprache zu verdrängen und durch rein deutsche Wortbildungen zu ersetzen. So löblich dieses Bestreben vom nationalen Standpunkte aus auch erscheinen mag, so sehr ist es vom linguistischen Standpunkte aus zu bedauern, und zwar aus dem einen Grunde, weil mit den lateinischen Fremdwörtern zugleich die ihnen innewohnende Kürze und Prägnanz verloren geht. Es ist eine noch viel zu wenig beachtete Eigen-thümlichkeit der lateinischen Sprache, dass sie zusammengesetzte Begriffe, welche zu ihrer Bezeichnung ein drei-, vier- und noch mehrnamiges Wort erforderten, durch einfachere, also nur aus einem oder zwei Wörtern bestehende Namen zu bezeichnen vermag. Wir wollen dies an den bekannten drei Fremdwörtern Automobil, Automobilist und Automobilismus beweisen. «Automobil» (selbstbeweglich) ist ein zweinamiges Wort, es steht aber für den drei-namigen Begriff «Automobilwagen»; «Automobilist» ist ebenfalls nur zweinamig, es bezeichnet jedoch die viernamige Vorstellung «Autom obi 1 wagenfa hr er»; das zwei-namige «Automobilismus» endlich ist die zusammenfassende Bezeichnung für alles, was das Automobilwagen fahren betrifft, es schließt sonach das ganze Wesen dieses Sportes, wie auch sämmtliche wissenschaftlichen und technischen, auf die weitere Vervollkommnung des Automobils gerichteten Bestrebungen und Erfindungon in seine Wortbedeutung mit ein und enthält sonach sogar fünf Begriffe, zu deren Benennung wir das Sprachungeheuer «A uto m obilwagenfah rwesen» bilden müssten. Durch welche Mittel vermag die lateinische Sprache die soeben ziffermäßig bewiesene wundervolle Kürze und Prägnanz zu bewirken? Antwort: Erstens durch den Gebrauch des Adjectives «automobil» als einer grammatikalischen, den Substantivbegriff «Automobilwagen» bezeichnenden Ellipse, und zweitens durch die lateinischen, dem Worte «Automobil» angehängten Endungen «ist» und «ismus». Leider erlauben es die Regeln unserer deutschen Sprache nicht, das Adjectiv sofort und ohne die mindeste grammatikalische Veränderung zum Substantiv zu erheben; es ist dies nur, wie John Stuart Mill in seinem «System der inductiven und de-ductiven Logik» bemerkt, eine Eigenthümlichkeit der griechischen und römischen Sprache. Auch die deutschen Endungen erweisen sich nicht annähernd so sinn- und gehaltvoll wie die lateinischen. Und so erklärt es sich denn, dass ein zweinamiges Fremdwort einen Begriff zu bezeichnen vermag, der im Deutschen nur durch schwerfällige, ellenlange Namencombinationen ausgedrückt werden könnte. Zur Reform des höheren Mädchenbildungswesens. (Schluss.) Weibliche Handarbeiten. Lehrziel: Verständnis .und Fertigkeit in der Ausführung der wichtigsten bürgerlichen Nadelarbeiten, mit Benützung der im Zeichenunterrichte gewonnenen Kenntnisse. — Weckung und Förderung der Ordnungsliebe und des Geschmackes. I. Gruppe (I. und II. Classe). I. Classe, wöchentlich 2 Stunden. Stricken eines Paares Strümpfe nach der Dreitheilungsregel. Das Formenhäkeln: Das Quadrat vom Centrum, an einer Seite und vom Winkel begonnen; Dreiecke und Kreis. Übungen im Musterhäkeln. II. Classe, wöchentlich 2 Stunden. Erlernung der Nähstiche und des Merkens an einem Übungstuche, ferner das Schlingen spitzer und runder Bogen. Anwendung der erlernten Stiche, wie Kreuz-, Holbein-, Flach- und Stilstich an Nebenarbeiten. II. Gruppe (III. uud IV. Classe). III. Classe, wöchentlich 2 Stunden. Wiederholung der Nutz- und Zierstiche und Erlernung der Nähte und Säume am Nähtuche. Einsetzen von Stöcken mittelst verschiedener Nähte, und Erlernung der Leinen-, Köper- und Damaststopfe am Flicktuche, sowie des Maschenstiches an Kärtchen. Einstricken von Fersen an schadhaften Strümpfen. IV. Classe, wöchentlich 2 Stunden. Zuschneiden und Anfertigen eines Damenhemdes und eines Damenbeinkleides. Erlernung der englischen Stickerei, III. Gruppe (V. und VI. Classe). V. Classe, wöchentlich 2 Stunden. Zuschneiden und Anfertigen einer Damen-Nachtjacke. Erlernung des schrägen und geraden Plattstiches am Sticktuche mit Berücksichtigung der Buchstabenstickerei Das Netzen des geraden Netzes Spitzen- und Guipurearbeiten. VI. Classe, wöchentlich 2 Stunden. Erlernung der altdeutschen Leinenstickereien, des Leinendurchbruches, der arabischen Technik und des ineinandergreifenden Plattstiches. -— Übungen des Erlernten an Nebenarbeiten. Stenographie. (System Gabelsberger, in zwei Abtheilungen von je 2 Stunden wöchentlich, von der IV. Classe aufwärts.) Ziel: Aneignung einer correcten, deutlichen Correspoudenzschrift, Kenntnis des Kürzuugs Verfahrens uud praktische Einübung desselben, um einen Vortrag im mäßigen Tempo aufnehmen zu können. Fertigkeit im Lesen gekürzter und ungekürzter Schrift. I. Abtheilung. Unter sorgfältiger Pflege der stenographischen Kalligraphie: Wortbildungs- und Wortkürzungslehre. Lese- und Schreibübungen. II. Abtheilung. Gründliche Aneignung der Satzkürzungslehre. Lese- und Schreibübungen, letztere nach allmählich rascheren Dictaten. Aus Stadt und Land. Dienstjubiläum eines krainischen Schulveteranen. Der Oberlehrer und Schulleiter Franz Raktelj in Laibach begieng am 15. v. M. das fünfzigjährige Jubiläum seiner Thätigkeit im Lehramte. Zu Ehren des Jubilars fand am 16. v. M. um 8 Uhr abends vor dessen Wohnung an der Zoisstraße eine Serenade statt, bei welcher unter der Leitung des Musikdirectors Gerbiö ein ad hoc zusammengekommener Sängerchor drei Gesangsnummern («Serenada» von Nedved, «Sveta noč» von Beethoven und «Slovenski svet, ti si krasan» von Volarič) zum Vortrage brachte und an 200 Schüler der II. städtischen Knaben-Volksschule mit Lampions ausrückten. Zur Serenade hatte sich ein ungemein zahlreiches Publicum eingefunden, das die ganze Zoisstraße füllte. Danach fand in der Arena des «Narodni dom» ein Ehrenabend mit gemeinsamem Abendessen statt, an welchem weit über 100 Personen theilnahmen. Unter den Anwesenden befanden sich der Landesschulinspector Hubad, die Directoren Levec, Senekovič und Šubic, der Landesgerichtsrath Dr. Travner, eine Reihe von Professoren der Laibacher Mittelschulen, der Gerichtssecretär Kavönik, der Landesausschussbeisitzer Grasselli, der Magistratssecretär Lah, zahlreiche Collegen des Jubilars von nah und fern, eine stattliche Reihe von dessen gewesenen Schülern u. a. m. Die Reihe der Trinksprüche eröffnete der Oberlehrer Gabršek als Obmann des «Ljubljansko učiteljsko društvo» mit einer längeren Ansprache, in welcher er auf die allseitigen Verdienste des Jubilars hinwies. Hierauf wurde dem Jubilar vom Fräulein Skaberne im Namen des «Ljubljansko učiteljsko društvo» mit einer passenden Ansprache ein prächtiges Bouquet überreicht. Nach einer Pause entrollte sich vor den Augen der Versammelten ein lebendes Bild, welches das Porträt des Jubilars inmitten von verschiedenen Ständen vorführte und welches auf das lebhafteste acclamiert wurde. Der Bezirksschulinspector Director Levee feierte den Jubilar als Menschen, Vater uud Lehrer: derselbe habe sich in allen Kreisen, namentlich in den Kreisen der Lehrerschaft einen geachteten Namen erworben. Der Redner erhob schließlich sein Glas auf das Wohl des Jubilars und dessen Familie Der Katechet Smrekar brachte auf den Jubilar als Erzieher, der stets nach dem Wahlspruche: «Alles für Glauben, Vaterland und Kaiser» gehandelt habe, einen beifällig aufgenommeuen Trinkspruch aus, hob gleichzeitig die religiöse Überzeugung des Jubilars hervor und appellierte an die Lehrerschaft , stets nach katholischen Principien zu handeln. Director Senekovič trank auf den Jubilar im Namen der Mittelschullehrer; Landesausschussbeisitzer Grasselli pries denselben als nationalen Lehrer; Gerichtssecretär KavSnik sprach im Namen der gewesenen Schüler desselben; Oberrechnungs rath Zabukovec begrüßte denselben in einer launigen Rede als seinen allernächsten Dorfnachbar. Sodann sprachen noch der Lehrer Sitsch und der Oberlehrer Škrbinec, welcher dem Jubilar die Grüße der Lehrerschaft vom Lande übermittelte Den ganzen Abend hindurch concertierte unter Leitung des Kapellmeisters Benišek eine Abtheilung der bürgerlichen Musikkapelle mit anerkennenswertem Eifer. Überdies brachte der Lehrer Vrabl einige Lieder zum Vortrage. Die Gesellschaft verblieb in animierter Unterhaltung bis in die späte Nachtstunde beisammen , und selbst der missliche Umstand, d^ss die elektrischen Bogenlampen plötzlich versagten und man infolgedessen bei Kerzenlicht zusammensitzen musste, konnte der guten Laune auf die Dauer keinen wesentlichen Abbruch thun. Zur Feier des Abends war eine Menge von Drahtgrüßen und Gratulationsschreiben eingelangt. — Oberlehrer Raktelj hatte vor 50 Jahren seinen ersten Dienstposten in Bloke angetreten. Er diente hierauf einige Zeit in Radmaunsdorf und Dobrova, ferner seit dem Jahre 1862 an der Volksschule bei St. Jakob in Laibach. In unserer Stadt dient er also bereits das vierzigste Jahr, während er als Vertreter der Lehrerschaft schon das fünfuudzwanzigste Jahr dem k. k. Stadtschulrathe Laibach angehört. Diese Thatsache ist ein klarer Beweis von dem unbegrenzten Vertrauen, das die Lehrerschaft dem Jubilar entgegenbringt. Ernennungen im Schuldienste. Der Ackerbauminister hat den Schulleiter Johann Vrščaj in Görz zum Lehrer an der Werksvolksschule in Idria ernannt. — Die provisorische Lehrerin Pauline Rus in Großdoliua wurde an der Volksschule in Zellnitz a. d. D., Bezirk Umgebung Marburg, angestellt. — Der k. k. Bezirksschulrath in Littai hat der absolvierten Lehramtscandidatin Johanna Zorec in Laibach die Lehrstelle an der einclassigen Volksschule in Prežganje in provisorischer Eigenschaft verliehen. — Die geprüfte Lehramtscandidatin Leopoldine Murgel wurde zur Supplentin an der vierclassigen Volksschule in Mitterdorf, Bezirk Gottschee, ernannt. — Der k. k. Bezirks-schulrath in Rudolfswert hat der Hortense Slokar eine provisorische Lehrstelle an der nunmehr zweiclassigen Volksschule in Hof bei Seisenberg verliehen. — Anlässlich der Errichtung einer Parallelclasse an der vierclassigen Volksschule in Wippach wurde die absolvierte Lehramtscandidatin Francisca Valenčič zur provisorischen Lehrerin dortselbst ernannnt. Aus der letzten Sitzung des k. k. Stadtschulrathes in Laibach. In dieser Sitzung wurde die Anstellung des Aushilfslehrers Peter Jankovič und der Aushilfslehrerin Helene Te k avö i č , ferner der Volontärin M. Skaberne genehmigend zur Kenntnis genommen, die Eröffnung der sechsten Parallelclasse an der I. städtischen Knaben-Volksschule beim k. k. Landesschulrathe befürwortet, Johann Štrekelj als Aushilfslehrer an der I. städtischen Knaben-Volksschule angestellt, das Gesuch um Erweiterung der bisherigen vierclassigen privaten Knaben-Volksschule im Collegium Marianum an den k. k. Landesschulrath befürwortend abgetreten und ein Oberlehrer wegen der musterhaften Pflege des Schulgartens dem k. k. Landesschulrathe zur Remuneration anempfohlen Schließlich wurde beschlossen, die Schulleitungen aufzufordern, die Schuljugend auf die Gefahren der zerrissenen elektrischen Drahtleitungen aufmerksam su machen Lehrermangel. Die dritte Classe der k. k. Werksvolksschule in Idria musste gesperrt werden, weil keine Lehrkraft für diese Classe vorhanden war. Einsturz eines Schulhauses. In Kanker ist am 21. v. M. ein Theil des im Bau begriffenen, eben unter Dach gebrachten Schulhauses eingestürzt. Prüfungscommission für allgemeine Volks- und Bürgerschulen in Laibach. Für die dreijährige Functionsperiode vom Beginne des Schuljahres 1901/1902 bis zum Schlüsse des Schul jabres 1903/1904 wurden zu Mitgliedern dieser Commission folgende Herren ernannt: Zum Director: der Landesschulinspector Franz Hubad Zu Stellvertretern des Directors: der Director der Lehrerbildungsanstalt Franz Levee, der Professor an der Lehrerinnenbildungsanstalt Jakob Vodeb und der Professor an derselben Anstalt und Bezirksschulinspector Wilibald Zupančič. Zu Mitgliedern: Anton Černivec, Wilhelm Hallada, Franz Orožen, Johann Macher, Anton Funtek und Franz Suher, Professoren an der Lehrerbildungsanstalt; Dr. Franz Ilešič, Professor an der Lehrerinnenbildungsaustalt; Anton Dekleva, Musiklehrer an der Lehrerbildungsanstalt, und Anton Maier und Johann Janežič, Übungsschullehrer an derselben Anstalt. Ordentliche Sitzung des k. k. Landesschulrathes für Krain vom 31. October 1901. Nach Eröffnung der Sitzung durch den Vorsitzenden, Seine Excellenz den Herrn k. k. Landes Präsidenten Victor Freiherrn von Hein, theilt der Schriftführer die seit der letzten Sitzung im currenten Wege erledigten Glesebäftsstiicke mit. was zur Kenntnis genommen wird. Ernannt wurden: der definitive Lehrer in Ostrožno Brdo, Franz' D el cot, zum Oberlehrer an der zweiclassigen Volksschule in Faravas, ferner zum definitiven Lehrer, beziehungsweise zur definitiveu Lehrerin auf ihren gegenwärtigen Dienstposten der provisorische Lehrer in Olsevk. Leopold Ferjan, und die provisorische Lehrerin in St. Georgen bei Krainburg, Marie Schlajpach. Im Competenzwege wurden übersetzt: die definitiven Lehrer Matthias Petschauer (von Rieg nach Stockendorf), Andreas Lah (von Nadanjeselo nach Neul), Franz Jordan (von Bukovje nach Präwald), Johann Schmeidek (von Glogowitz nach Rau), Jakob Slapar (von Ratschach nach Egg), Anton Potočnik (von Safnitz nach Reteče) und Johann Kiferle (von Cirklje nach Naklas), dann die definitive Lehrerin Marie Mlakar (von Planina nach Trata). Den Lehrerinnen Marie Sch we iger-Arko an der Mädchen-Volksschule in Reifnitz und Paula K obi e r-F1 e sc h in Niederdorf wurde über ihr Ansuchen der gegenseitige Diensttausch bewilligt. Der Oberlehrer Franz Saje in Sauet Barthelmä wurde über eigenes Ansuchen in den dauernden Ruhestand versetzt Dann wurde die Erweiterung der einclassigen Volksschule in Maichau auf zwei Classen bewilligt und inbetreff der Erweiterung der Volksschule in Schischka auf vier Classen Beschluss gefasst, sowie ein Ansuchen um Einführung des Halbtagsunterrichtes an der Volksschule in.Sagor der abweislicheu Erledigung zugeführt. Beschlüsse wurden ferner gefasst in Angelegenheit des Ansuchens eines Lehrers um Versetzung aus Dienstesrücksichten und in mehreren, Lehrpersonen an Volksschulen und Mittelschüler betreffenden Disciplinarfällen, dann inbetreff der Gesuche vou Mittelschülern um Schulgeld-befreiung und inbetreff der Verleihung der Franz Metelko’schen sowie der aus dem Vermögen des bestandenen Gartenbauvereines errichteten Geldprämie für Volksschullehrer. Eine Zuschrift des Landesausschusses, betreffend die Einführung des italienischen Sprachunterrichtes für die Schüler der slovenischen Parallelclassen an der Staats-Oberrealschule in Laibach, wurde der Erledigung zugeführt. Die bisher mit 2 K für je 7'6 km fixierte Reisekosteneutschädigung der Mitglieder der Bezirkslehrerconferenzen wurde auf 40 h per Kilometer erhöht. Endlich wurde beschlossen , von der definitiven Besetzung einer Lehrstelle an der vierclassigen Volksschule in Veldes vorläufig abzusehen und den Bezirksschulrath mit der sofortigen provisorischen Besetzung derselben zu beauftragen. Fün fu n d z w a n /. i gj ä 11 ri g e s Lehrerjubiläum. Am 6. d. M. waren fünfundzwanzig Jahre verflossen, seitdem Herr Johann Skerbinc als Oberlehrer au der dermalen aus drei Classen bestehenden Volksschule in Weichselburg thätig ist. Diesen Anlass benützte die Gemeindevertretung von Weichselburg im Vereine mit dem Ortsschulrathe daselbst, um dem verdienten Schulmanne eine recht herzliche Ovation darzubringen. Nach der um 8 Uhr früh abgehaltenen Festmesse, welcher außer der Schuljugend die Gemeindevertretung und der Ortsschulrath corporativ anwohnten, fand in den festlich geschmückten Schullocalitäten die eigentliche Feier statt, zu welcher sich außer den vorbenannten Corporationen auch mehrere Beamte einfanden Hier wurde vorerst der Jubilar vom Gemeindevorstande begrüßt, worauf namens des Ortsschulrathes dessen Obmann, Herr M. Omahen, Handelsmann in Dedendol, das Wort ergriff, um die verdienstvolle Thätigkeit des Jubilars auf dem Gebiete des Schulwesens hervorzuheben. Schließlich überreichte er demselben als Zeichen der Dankbarkeit ein aus getriebenem Silber bestehendes Tintenfass zum Geschenke. Sodann wurden dem Jubilar noch Glückwünsche seitens der anwesenden Schuljugend zutheil. Auch wurden ihm ein Bouquet aus frischen Blumen und eine Erinnerungstafel überreicht. Der Jubilar dankte sodann mit schlichten Worten den Versammelten, worauf mit der Absingung der Volkshymne die Feier ihren Abschluss fand. Rundschau. Niederösterreich. Auf einem Clerustage, der kürzlich in Wien abgehalten wurde, bemerkte der Prälat Dr. Scheicher: «Es scheint mir nothwendig zu sein, dass heute volle Kraft aufgeboten wird, wirklich gläubigen Professoren auf Universitäten und Lehrerbildungsanstalten einige Plätze zu verschaffen Laienintelligenzen an wichtigen Stellen scheinen mir das Wichtigste. Sie scheinen mir mächtiger, einflussreicher, als wenn wir einige Schulen in die Hände von Ordeusleuten bringen und mehr Pries tercami klaten durch die Abgeschlossenheit von Knabenseminaren aufbringen. Das katholische Priesterthum darf keine Kasteneinrichtung werden. Es recrutiert sich immer leicht aus einer gläubigen Volksmasse. Hat die Volksmasse nicht mehr die Eignung der Gläubigkeit, bringt sie keine jungen Idealisten hervor, achtet sie das Priesterthum gering, dann beratlien wir , wie wir heute berathen. daun suchen wir nach einem Surrogate, nicht um dabei zu bleiben, sondern um den natürlichen Zustand zurückzuerobern, der kein Surrogat mehr haben darf. Reformation an Haupt und Gliedern ist nothwendig.» — Der letzteren Meinung sind auch wir. Tirol. In der letzten Zeit fanden in Welschtirol, wie die «Innsbrucker Nachr.» melden, mehrere Lehrerversammlungen statt, in welchen beschlossen wurde, vom Landesausschusse zu verlangen, dass derselbe die Verbesserung der Lehrergehalte als ersten Punkt der Tagesordnung der ersten Landtagssitzung feststelle. Wenn der Landesausschuss dies unterlassen oder der Landtag den Antrag ablehnen sollte, sind die Lehrer entschlossen, den Unterricht einzustellen. Böhmen. Nicht weniger als sechs Abgeordnete aus dem Kreise der deutschen Lehrerschaft Böhmens, nämlich die Herren Josef Hoffmanu, Josef Kasper, Friedrich Legier, Franz Vollgruber, Wilhelm Müller und Franz Schreiter, werden im böhmischen Landtage Sitz und Stimme haben. Das ist ein großer Erfolg, wie man ihn noch vor einem Jahrzehnte nicht für möglich gehalten hätte Die von den tschechischen Lehrervereinen aufgestellten Candidaten sind dagegen alle unterlegen Die deutschen Lehrer-Landtagsabgeordneten gehören allerdings verschiedenen Parteien an, der alldeutschen, der deutschen Volks- und der deutschen Fortschrittspartei; sie werden sich aber stets bewusst bleiben, dass sie neben den politischen Interessen ihrer Partei auch der Gesammtheit ihres Standes und Berufes dienen sollen. Für die heimische Schule und deren Lehrerschaft gibt es im Landtage noch viel zu schaffen, und für dieses Ziel völlig geeint mitzuwirken, wird gewiss jeder Lehrerabgeordnete, welcher Partei immer er angehört, mit Freuden bereit sein. — Bei der am 26, September abgehaltenen Lehrerconferenz des politischen Bezirkes Neu-Bydschow wurde der Reichsrathsabgeordnete Lehrer Czerny mit großer Majorität zum Vertreter der Lehrerschaft in den Bezirksschulrat!! gewählt. Es ist dies bereits zum viertenmale, dass Czerny in den erwähnten Bezirksschulrath gewählt wurde; doch fand es jedesmal der Landesschulrath für nöthig, ihn wegen seiner radicalen politischen Thätigkeit nicht zu bestätigen. Ungarn. Der königl Ungar. Ackerbauminister gründete in diesem Jahre für die landwirtschaftlichen Arbeiter 889 Volksbibliotheken. Die Werke dieser Bibliotheken enthalten volksthümliche, nützliche und zerstreuende Werke. Der Minister gab auch ein Volksblatt, mehrere Broschüren und Kalender heraus, von welchen etwa 1 Ys Million Exemplare gratis unter die Arbeiter vertheilt wurden. * * * Frankreich. In den Pariser Schulen sind folgende Hefte allgemein eingeführt: 1.) Ein Heft für alles, in das die Hauptsachen des in jeder Lection durchgenommenen Stoffes kurz eingetragen werden (Tagebuch). 2.) Das Heft der monatlichen Schulaufgaben. In jedem Monat wird die erste Aufgabe eines jeden Unterrichtsgegenstandes in dieses Heft zum Zwecke der Feststellung des monatlichen Fortschrittes der Schüler eingetragen. 3.) Das Wanderheft, ein Classenheft, das an jedem Tage einem anderen Schüler zur Eintragung der Schulaufgaben und der Unterrichtsergebnisse übergeben wird. Den Arbeiten wird der Name des Schülers beigefügt. 4.) Ein kleines Heft (Zeugnisbuch), in das alle 14 Tage am Sanjstag durch den Lehrer Noten über die Leistungen der Kinder eingetragen werden müssen. Am Montag geben die Schüler das Heft mit der Unterschrift der Eltern zurück. 5.) Das «Journal de classe», in dem der Lehrer täglich über Verwendung der Zeit, Reihenfolge der Lectionen, Art und Weise der Behandlung, Verwendung der Anschauungsmittel Buch zu führen hat. Das ist des Schreibwerkes und der Beaufsichtigung wahrlich genug. Russland. In der russischen Presse macht die Nachricht Aufsehen, dass eine Lehrerin des Namens Jeremijew im Gouvernement Pskow des Hungertodes gestorben ist. Es wurde festgestellt, dass die genannte Lehrerin, welche an einer vom heiligen Synod erhaltenen Dorf-Pfarr-schule thätig war, ein Monatsgehalt von 7Y2 Rubeln bezog, wovon sie noch den Unterhalt für die Mutter zu bestreiten hatte. Nun schreibt das Petersburger Blatt «Nowosti», dass diese Thatsache, w'elche die gesammte russische Intelligenz aufgeschreckt hat, nicht nur nichts Ungewöhnliches an sich hat, sondern dass die verhungerte Lehrerin im Vergleiche mit den meisten ihrer Colleginnen noch ein verhältnismäßig großes Gehalt bezog. Die «Nowosti» stellen nach amtlichen Daten, welche einem Berichte für das Jahr 1898 entnommen sind, fest, dass von der Gesammtzahl der Lehrer und Lehrerinnen, welche an den unter der Patronanz des Oberprocurators des heiligen Synod stehenden Pfarrschulen thätig sind, 11.535 Lehrpersonen ein Gehalt von unter, 50 Rubeln, das ist also weniger als 131/2 Kopeken (16 Kreuzer) per Tag, beziehen. 5824 Lehrer und Lehrerinnen standen in Gehaltsstufen, welche zwischen 50 und 100 Rubeln schwanken; 9126 Lehrpersonen erfreuten sich einer Entlohnung zwischen 100 und 200 Rubeln, und Gehalte zwischen 300 und 400 Rubeln bezogen überhaupt nur 1477 Lehrer und Lehrerinnen. «Wenn», schließen die «Nowosti» ihren Artikel mit bitterer Ironie, «Fräulein Jeremijew bei 7 Rubeln 50 Kopeken monatlich nicht an Glücksüberfluss, sondern nur an Hunger gestorben ist, so ist das nur als eine crasse Undankbarkeit gegenüber dem großen Glücke anzusehen, das ihr zugefallen ist. a-n za I g" fa, 111 g-e s . Eine neue Lehrermaßregelung in Sicht. Im Aufträge des Landesschulrathes von Niederösterreich wurde jüngst die Gendarmerie angewiesen, Erhebungen zu pflegen, wer in der Lehrerversammlung, in welcher der gemaßregelte Lehrer Jordan zum Ehrenmitgliede ernannt wurde, Vorsitzender war. Wahrscheinlich steht wieder eine Maßregelung bevor. Änderung der Rechtschreibung. In Berlin hat vor einiger Zeit eine Conferenz wegen der Änderung der deutschen Rechtschreibung stattgefunden, welcher auch ein Vertreter unseres Unterrichtsministeriums beiwohnte. Das neue Wörterbuch wird vom Gymnasialdireetor Dr. Duden (Hersfeld) bearbeitet werden. Die Einführung der neuen Rechtschreibung in Schule und Verwaltung soll Zeitungsnachrichten zufolge vielleicht schon am 1. Jänner n. J. erfolgen; in der Schule dürfen jedoch noch fünf Jahre Bücher gebraucht werden, die der Puttkamer’schen Orthographie folgen. Von den Einzelheiten aus den Beschlüssen sind folgende bekannt: In deutschen Wörtern soll künftig «th» überhaupt nicht mehr geschrieben werden, wie aus den Beispielen «Tal», «Tor», «Träne», «tat», «Untertan» zu ersehen ist. Dagegen bleibt «th» in Fremdwörtern aus dem Griechischen und Lateinischen. Ferner soll «gibst», «gibt», und «gib» geschrieben werden, weil nach der Ansicht der Confereuzmehrheit der Selbstlaut in diesen Wörtern von den meisten Deutschen kurz ausgesprochen wird. Die Endung «ieren» (z. B fungieren) behält das «e». Am 8. 1. M. fand im Unterrichtsministerium in Wien die abschließende Conferenz in Angelegenheit der Neuregelung der deutschen Schulorthographie statt. Minister von Hartei constatierte, dass die von Österreich geltend gemachten Anträge und Wünsche bei den gemeinsamen Conferenzen in Berlin volle Würdigung gefunden haben. Eine Maßregelung wegen Collegialität Der Bezirksschulrath von Pöggstall (Niederösterreich) hat den Lehrer Franz Eder in Disciplinaruntersuchung gezogen. Lehrer Eder hatte mit Lehrer Katschinka zugleich um die Unterlehrerstelle in Ebersdorf eingereicht. Er war aus dem Bezirk der einzige Bewerber um die Stelle und hätte dieselbe sicher erhalten. Als er aber erfuhr, dass sich Katschinka darum bewarb, zog er sofort sein Gesuch zurück und schrieb an den Bezirksschulrath, dass er «zu Gunsten des gemaßregelten Collegen Katschinka» von der Bewerbung zurücktrete. Am 12. August erhielt er nun vom Bezirksschulrathe in Pöggstall nachfolgendes Schreiben: «Der Bezirksschulrath hat gegen Sie erstens wegen des in Ihrem an den Bezirks- schulrath gerichteten Brief vom 4. Februar 1901 enthaltenen Ausdruckes «gemaßx-egelten Collegen», womit das Vorgehen der Schulbehörden gegen 0. Katschinka als ungerechtes dargestellt erscheint, und zweitens wegen Nichtbefolgung des amtlichen Auftrages vom 29. Juli 1901. Z. 1431, womit Sie die Weisung erhielten, sich an ihren Dienstort zu begeben und sich am 1. August 1901 bei der Schulleitung in Pöggstall zur Dienstleistung zu melden, das Disciplinarverfabren eingeleitet. Nachdem Ihnen am 12. August 1901 der acteumäßig festgestellte Thatbestand mitgetheilt worden ist, werden Sie aufgefordert, Ihre Rechtfertigung schriftlich oder mündlich hieramts bis 19. August 1901 vorzubriugen.» — Zu der zweiten Beschuldigung sei bemerkt: College Eder hat am 1. August d. J. den Dienst nicht angetreten, weil er — erst am 2. August das Decret erhielt. Bücher-, Lehrmittel- und Zeitungsschau. Die Grammatik im Dienste des Katechismus. Von Dr. Franz Ziemann. Leipzig, Karl Merseburger, 1901. Preis: 0'75 Mk. — Dieses Büchlein, welches wir schon im vorigen Hefte unseres Blattes angezeigt haben, bildet einen ebenso interessanten als wertvollen Beitrag zur Katechismusforschung. Einem Religionslehrer, der selber die deutsche Sprache nur nothdürftig beherrscht — und solcher Religionslehrer gibt es hier in Österreich-leider viele — wird das Werkchen vielleicht nicht behagen. Dafür wird es einem Religionslehrer, der eine correcte deutsche Ausdrucksweise liebt und dem daran liegt, dass auch seine Schüler in dieser Hinsicht Fortschritte machen, sehr willkommen sein. Amerika. Betrachtungen für den geographischen Unterricht von Dr. Otto Oertel. Leipzig, Karl Merseburger, 1901. Preis: 1'20 Mk. — Dr. Oertel, ein Schüler Ratzels, hat es verstanden, die Langweiligkeit trockener Aufzählungen von Daten und Zahlen, wie sich solche in den meisten Lehrbüchern der Geographie finden, abzustreifen. Bei ihm reichen sich Topographie, physikalische und politische Geographie und Landschaftsschilderungen die Hand. Sein Buch, welches aus einer Einleitung und aus den Capiteln «Bodengestalt», «Bewässerung», «Klima», «Flora und Fauna», «Besiedlung» und «Politik» besteht, bevormundet die Lehrer nicht durch methodische Winke, weil es nichts Überflüssiges sagen will. Es ist auch nicht nach einem Lehrplan zugeschuitten. Darum gibt es mein-, als man in der Schule braucht, aber nicht mehr, als der Lehrer wissen muss, wenn ihm die Auswahl und Beschränkung überlassen wird. Seine hauptsächlichsten Vorzüge bestehen darin, dass es in einer ungemein fesselnden Weise geschrieben ist und den Leser stets über die Ursachen der Erscheinungen in der Natur und in den menschlichen Einrichtungen aufklärt. Amerika. Schilderungen für den geographischen Unterricht von Dr. Otto Oertel. Leipzig, Karl Merseburger, 1901. Preis: 1 '20 Mk. — Dieses Werkchen enthält eine Fülle des wertvollsten geographischen Materials, welches der Verfasser den Werken berühmter Forschungsreisenden entnommen hat. Es bildet eine Ergänzung des vorhin besprochenen Buches. Es ist nur zu bedauern, dass der Verleger nicht auch entsprechende Abbildungen dem Texte beigegeben hat. Vielleicht wird er es bei der nächsten Auflage thun. Epheuranken, illustrierte Zeitschrift für die katholische Jugend, redigiert von Alfons Planer. Regensburg, Verlagsanstalt vorm. G. J. Mauz, 1901. Der zwölfte Jahrgang dieser beliebten Zeitschrift hat eben begonnen. Jede Nummer bildet eine Fundgrube edler Unterhaltung und reicher Belehrung für die heranwachsende Jugend. Fesselnde Erzählungen ernsten und heiteren Inhaltes wechseln mit lieblichen Legenden Sagen und Märchen, mit geschichtlichen, geographischen, biographischen, naturgeschichtlichen Aufsätzen und Skizzen, mit Gedichten, Sprichwörtern und kindlichen Dramen. Innere und äußere Ausstattung sind vorzüglich. Der Jahres-Abonnementspreis für 24 Nummern beträgt nur 3'60 Mk., exclusive Porto für directe Zusendung. Probe-Nummern stehen durch jede Buchhandlung gratis und franco zu Diensten. Österreichischer Schulbote, Zeitschrift für die Praxis der österreichischen Volks- und .Bürgerschule. Schriftleiter: Bürgerschuldirector Franz Frisch in Marburg. Wien, A. Pichlers Witwe und Sohn, 1901. Preis vierteljährlich: 1 K 80 h. Das jüngst erschienene neunte Heft des 51. Jahrganges dieser hervorragenden Zeitschrift enthält folgende größere Beiträge: 1.) Director Josef Kaibitsch: Über das Maß der Lehrverpflichtung der Oberlehrer und Directoren der steiermärkischen Volks- und Bürgerschulen. 2.) Prof. Heinrich Halbgebauer: Der Unterricht im Freihandzeichnen an Volksschulen. 3.) Konrad Eidam: Culturgeschichtliches aus der Zeit der Babenberger. (Fortsetzung.) 4.) R. Berndl: Das Schulaquarium. 5.) Leopold Schmerz: Aus dem Tagebuche eines Landschulenaufsehers. (V.) 6.) Ewald Gerhard Seeliger: Der goldene Griffel. 7.) Literaturbericht. 8.) Rundschau. — Die Zeitschrift wird hiemit den Lesern unseres Blattes bestens empfohlen. Schule und Haus, Zeitschrift zur Förderung der Erziehung und des Unterrichtes, herausgegeben unter Mitwirkung hervorragendster Fachleute von Eduard Jo r d au. Wien III, Streichergasse 10, 1901. Preis: 4 K jährlich. Die jüngst erschienene zehnte Nummer des 18. Jahrganges dieser Zeitung, die in keiner Familie, in der sich schulpflichtige Kinder befinden, fehlen sollte, hat folgenden beachtenswerten Inhalt: Der Hausbischof. Von Alba Hintner. — Geistige Eziehung: Schwätzen und Schweigen. Von Eduard Wagner. — Gesundheitspflege: Unsere Fußbekleidung. Von Dr. Th. Holvei. — Aus der Kinderwelt: Kinderweisheit. — Beurtheilungen: I Werke für die Jugend. II. Werke für Erwachsene. — Sprechhalle. — Allerlei Wissenswertes — Erzählungen: Fröken Petrea. Skizze von E. Vely. — Den Großen für die Kleinen: Der Riese Hudri-Wudri. Von Prof. Dr. F. M. Wendt. — Der Sperling. Von Fr. Wiedemann. Zwei Weihnachtsspiele für die Jugend von Gustav Pipetz, Lehrer in Graz (Der heilige Abend, Weihnachtsspiel mit Liedern in drei Aufzügen; Der brave Karl, Weihnachtsspiel in zwei Aufzügen.) Graz, Selbstverlag des Verfassers, 1901. Preis 1 K. — Diese zwei Weihnachtsspiele eignen sich infolge ihres ethischen Inhaltes vorzüglich zu Schülerauffübrungen um die Weihnachtszeit (Christbaumfeier u. dgl.) sowie auch zum Vorlesen in der Schule und für die Schülerbibliotheken. Beide Weihnachtsspiele sind im Institute Borromäum in Graz mit großem Erfolge aufgeführt worden. Die Grazer «Pädagogische Zeitschrift», 1896, Nr. 36, und 1900, Nr. 1, schreibt hierüber unter anderem Folgendes: «Es gelangte ,Der brave Karl1, Weihnachtsspiel in zwei Aufzügen, von Gustav Pipetz, zur Aufführung. Die Zöglinge boten hiebei als Mimen ganz gelungene Leistungen und brachten das Stück, das ein wahrheitsgetreues Bild aus dem Volksleben entrollt, zur besten Geltung. Das Stück zeichnet sich durch eine edle und gemüthvolle, von reli- giösem Geiste durchwehte Handlung und durch einfache Sprache aus. Der Verfasser zeigte, dass man mit den einfachsten Mitteln, ohne Künstelei und ohne viel Deeorationen ganz Gediegenes erreichen kann. Wir begrüßen die Arbeit umsomehr, als sie der Feder eines Collegen entsprungen ist, und können das Stück, das für die Weihnachtszeit berechnet ist, Schulen, Instituten und Familien, welche mit einfachen Verhältnissen rechnen müssen, aufs beste empfehlen. —■ Das Stück .Der heilige Abend' hat bei seiner am 20. December 1899 von den Waisenknaben ausgeführten und für sie bestimmten Darstellung nach jeder Richtung hin befriedigt und auch die Anerkennung der Tagespresse gefunden ... In allen Acten sind an passenden Stellen Gesänge eingestreut. Den Schluss bildet das ,Danklied zum heiligen Christkinde' von Josef Petz. Aus dem Inhalte ist zu ersehen, dass es dem Verfasser darum zu thun gewesen ist, eine einfache, Herz und Gemüth erhebende Handlung für die Jugend zu schaffen. Die Darstellung bereitet keinerlei Schwierigkeiten, die Scenerie ist einfach und kann überall leicht hergestellt werden. Das Stück sei daher dem, der eine Weihnachts-Kinderaufführung veranstalten will, freuudlichst empfohlen.» Ungarische pädagogische Revue. (Revue pedagogique Hongroise.) — Unter diesem Titel erscheint im Verlage von R. L a mpel-Wodi a n e r in Budapest vom October d. J. angefangen eine zweisprachige pädagogische Zeitschrift, .die den Zweck verfolgt, das Ausland über die ungarischen Bestrebungen und Reformen auf dem Gebite des Unterrichtswesens zu orientieren. Die Herausgeber dieser neuen, inhaltlich ebenso reichen wie geschmackvoll ausgestatteten Zeitschrift, sind Realsehuldirector Fr. Kemeny und Prof. Eugen Szöllösi, zwei bekannte pädagogische Autoren, deren Geschick sich auch in der Zusammenstellung der vorliegenden ersten Nummer bewährt hat, die sämmtliche Arten und Stufen des Unterrichtes umfasst und außerordentlich reichhaltig ist. Wir empfehlen das neue Unternehmen, das jährlich in sechs Doppelheften von je zwei bis drei Druckbogen Umfang erscheint und 6 Mark kostet, der besonderen Aufmerksamkeit aller Schulmänner. Kiiilitufe: Naturwissenschaftliche Wochenschrift. Redigiert von Prof. Dr. H. Potonie und Oberlehrer Dr. F. Korber in Großlichterfelde bei Berlin. Neue Folge, I. Band, Nr. 1. Jena, Gustav Fischer, 1901. Preis für das Vierteljahr: 1 Mk. 50 Pf. Österreichische Bürgerkunde von Ludwig Fleischner. Zweite, vermehrte und verbesserte Auflage. Wien und Prag, F. Tompsky, 1902. Preis: 2 K. Lernbüchlein aus der Naturlehre von Wilhelm Heiny, Bürgerschullehrer in Mistek. Sternberg, Aug. R. Hitschfeld, 1901. Preis: 20 h. Kurzgefasste Anleitung zum Unterrichte an Landschulen mit Zugrundelegung des Lehrganges für die ungetheilte einclassige Volksschule. Von Rudolf E. Peerz, k. k. Übungsschullehrer in Innsbruck. Innsbruck, im eigenen Verlage, 1901. Preis: 1 K. Der küi'zeste und sicherste Weg im Rechenunterrichte der Volksschule, eine methodische Studie von Rudolf E. Peerz. Innsbruck, im eigenen Verlage, 1901. Preis: 1 K. Dritter Bericht und Abhandlungen des Clubs für Naturkunde (Section des Brünner Lehrervereines) für das Jahr 1900/1901. Brünn, Verlag des Clubs für Naturkunde, 1901. Amtliche Lehrstellen-Ausschreibungen. An der einclassigen Volksschule in Ostrožno Brdo ist die Lehrstelle mit den systemmäßigen Bezügen definitiv, beziehungsweise provisjrisch zu besetzen. Die gehörig instruierten Gesuche um diese Stelle sind im vorgeschriebenen Wege bis 21. November 1901 hieramts einzubringen. K. k. Bezirksschulrat!! Adelsbcrg am 6. November 1901. An der einclassigen Volksschule in Fessnitz ist die provisorisch besetzte Lehr- und Schulleiterstelle mit den systemmäßigen Bezügen nebst dem Genüsse der Naturahvohnung definitiv zu besetzen. Die gehörig belegten Gesuche sind im vorgescliriebenen Wege bis 20. November 1. J. hieramts einzubringen. K. k. Bezirksschulrath Kraiubnrg am 3. November 1901. An der einclassigen Volksschule in Bukovje gelangt die Lehrstelle mit den gesetzmäßigen Bezügen zur definitiven, beziehungsweise provisorischen Besetzung. Die gehörig instruierten Gesuche sind im vorgeschriebenen Wege bis 20. November 1901 hieramts einzubringen. K. k. Bezirksschulrath Adelsberg am 5. November 1901. An der einclassigen Volksschule in Nadanjeselo ist die Lehrstelle mit den systemmäßigen Bezügen definitiv, beziehungsweise provisoriscli zu besetzen. Die gehörig, belegten Gesuche um diese Stelle sind im vorgeschriebenen Wege bis 20. November 1901 hieramts einzubringen. K. k. Bezirksschalrath Adelsberg am 5. November 1901. Im Schulbezirke Gurkfeld gelangen nachstehende Lehrstellen mit den gesetzlichen Bezügen zur definitiven, beziehungsweise provisorischen Besetzung: 1. ) Die Oberlehrerstelle an der zweiclassigen Volksschule in Zirkle; 2. ) eine Lehrstelle an der vierclassigen Volksschule in Gurkfeld; 3. ) die Leiterstelle an der einclassigen Volksschule in Großdorn bei Gurkfeld mit freier Wohnung. Die Lehrstellen in Zirkle und Gurkfeld werden definitiv nur an männliche Bewerber verliehen werden. Gehörig instruierte Gesuche sind bis 2$. November <1. J. im vorgeschriebenen Dienstwege hier amts einzubringen. K. k. Bezirksschulrath Gurkfeld am 7. November 1901. An der dreielassigen Volksschule in Großdolina gelangt die Oberlehrerstelle mit den gesetzlichen Bezügen zur definitiven Besetzung. Gehörig instruierte Gesuche um diese Stelle sind im vorgeschriebenen Dienstwege bis 2b. November <1. J. hieramts einzubringen. K. k. Bezirksschulrath Gurkfeld am 30. October 1901. An der vierclassigen Volksschule in St. Barthelmä gelangt die Oberlehrerstelle mit den gesetzlichen Bezügen zur definitiven Besetzung. Gehörig instruierte Gesuche um diese Stelle sind im vm^geschriebenen Dienstwege bis 28. November <1. .1. hieramts einzubringen. K. k. Bezirksschulrath Gurkfeld am 9. November 1901. An der zweiclassigen Volksschule in Rieg wird eine Lehrei stelle mit den systemisierten Bezügen zur definitiven, eventuell provisorischen Besetzung ausgeschrieben. Gehörig instruierte Gesuche sind bis 25. November 1901 im vorgeschriebenen Wege hierorts einzubringen. K. k. Bezirksschulrath Gottschee am 11. November 1901. W R T H JE M WERTHEIM-Nähmaschinen ^ N M Be ver Das in fast allen Orten der Monarchie eingeführte ähmaschinen=Versandthaus # + + WIEN, VII * 4. * 4, CiTPAim^ Mariahilferstrasse 62 ^ T Y ^ O 1 fv ^ ^^ _ rühmlichst bekannt durch seine Lieferungen an Mitglieder von Lehrer- und Beamten-Vereinen, ncr>Vi 1 rvc unH lainbt nähende, elegant versendet die neue, dllbLIlIUo LiliLi 1U1UI1L unj mit allen Ver- besserungen der Neuzeit ausgestattete vorzüglichste Familienmaschine der (4 || Gegenwart für Fußbetrieb, mit Verschlusskasten XVo I* t li o i m ■ 13 1 ec t r «t Nr. 2 fl, 35.50 Electra Nr. 5 fl. 41. Vier Wochen Probe, fünf Jahre schriftliche Garantie. Maschinen, die sich in der Probezeit nicht vorzüglich bewähren, nehme ich anstandslos auf meine Kosten retour. An Lehier, Beamte und Privatpersonen sind viele 1000 Wertheim-Nähmaschinen geliefert und können fast überall besichtigt werden. Auf Wunsch werden nähere Adressen aufgegeben. Verlangen Sie Anerkennungsschreiben und Preisliste, aus der Sie Näheres über Electra, Ringschiff-maschine und die neue patentierte wunderbare Saturn-Nähmaschine, mit der die moderne Kunststickerei ausgefühlt werden kann, ersehen. Auf Lager sind stets einige 100 Nähmaschinen, von der einfachsten bis zu II. 150 aufwärts. Mitglieder von Lehrervereinen erhalten Zahlungserleichterung und Extra-Rabatt. **3P3 E L E C T R A Im Selbstverläge des Lehrerhaus-Vereines in Wien ist erschienen und durch die Kanzlei des Vereines (III/3, Beatrixgasse 28) gegen Einsendung des Geldbetrages zu beziehen: Das Schülerturnen an Volks- und Bürgerschulen. Eine Zusammenstellung lehrplanmässiger Turnübungen von Franz Zdarsky. I. Theil: Das Turnen in der 1. und 2. Knaben- und Mädchen-Volksschulclasse. Preis 60 h. II. Theil: Das Turnen in der 3., 4. und 5. Knaben-Volksschulclasse. Preis 1 K 60 h. III. Theil: Das Turnen in der 1., 2. und 3. Knaben-Bürgerschulclasse. Preis 2 K 40 h. IV. Theil: Das Turnen in der 3., 4. und 5. Mädclien-Volksschulclasse. Preis 1 K40h. V. Theil: Das Turnen in der 1., 2. und 3. Mädchen-Bürgerschulclasse. Preis 1 K 60 h. Anleitung für den Schwimmunterricht (Abdr. aus dem III. Th.). Preis 20 h. Bei Postzusendung erhöht sich der Preis des I. Theiles und der Anleitung um je 3 h, der des II., IV. n. V. Theiles um je 5 h, der des III. Theiles um 10 h und der aller fünf Theile zusammengenommen um 20 h. Diese Hilfsbücher werden jeder Lehrperson, die Turnunterricht zu ertheilen hat, vorzügliche Dienste leisten. Auf Wunsch wird jedermann von der oben bezeichneten Kanzlei ein ausführliches Verzeichnis der Verlagswerke des Lehrerhaus-Vereines in Wien (mit Inhalts- und Preisangaben) unentgeltlich und kostenfrei zugesendet. v I \ r I i “y"M." j. 1 —. erhalten Jt Zitherstücke und Katalog gratis bei J. Neukirchner. 4.livitsrspitsit5r ** Görkau, Böhmen. Für die heurige Schulsaison empfiehlt ihre äusserst reiche Auswahl in Schreib- und Schulartikeln f-dr alle Sclfi-ta-leaa G£§~ clivei’se I>i*Tj.cltsorteii ^E) zu billigsten Preisen die Aecidenzdruckerei u. Papierhandlung Iv-'ii'l Till, I li I>;n'li. werden zu den höctisten Preisen -4# angekauft und eingetauscht, O. R. Glier, Streichinstrumentenfabrikant, Markneukirchen i. S., Egerstrasse. Johann Jax in Laibach Wienerstrasse 17 empfiehlt die bestens anerkannten Nähmaschinen und Fahrräder. Illustrierte Kataloge gratis und franco. — Im Verlage des Lehrerhaus-Vereines in Wien ist soeben erschienen: Handkatalog für Volks-, Bürger- und Mittelschulen sowie für Religionslehrer. Jeder dieser Kataloge enthält nebst den Katalogs-Rubriken die Tagesmarken mit Hervorhebung der schulfreien Tage, die Zeit- und Festrechnung, Stundenpläne, Conferenznotizen etc.; außerdem ist jedem Handkatalog ein Taschenkalender mit Kalendarium vom 1. September des laufenden bis 31. December des nächstfolgenden Jahres mit Notizblättern und verschiedenen wissenswerten Angaben sowie ein Hardtmuth-Stift feinster Art beigegeben. Der Katalog für Volksschulen kostet a) für 68 Schüler 80 h, b) für 100 Schüler 1 K, c) für 132 Schüler 1 K 20 h, mit Zusendung je 10 h mehr. Der Katalog für Bürger- und Mittelschulen bietet auf jeder Seite Raum für 4, bei Verlängerung der angedeuteten Theilungslinien aber für 8, 16 oder 32 Schüler und kostet a) für 136, bezw. 272 oder 544 Schüler 80 h, b) für 200, bezw. 400 oder 800 Schüler 1 K, für 264, bezw. 528 oder 1056 Schüler 1 K 20 h, mit Zusendung je 10 h mehr. Der Katalog für Religionslehrer, für 500, bezw. 1000 Schüler berechnet, kostet 1 K, mit Zusendung 10 h mehr. Bestellungen sind unter gleichzeitiger Einsendung des Geldbetrages nun an die Kanzlei des Lehrerhaus-Vereines, 111/3, Beatrixgasse 28, zu richten Verlegt und herausgegeben vom «Krain. Lehrerverein». — Druck von Kleinmayr & Bamberg, Laibach.