MbacherchMuna. Nr. N5. st. >l, h«lbj. 5.5«. Mk die .^»ftellnn, in» Ha,« h«lbj. »0 lr. Mit d« Post ««,,<. »l. ,5. h«»j. st.,.«,. Freitag, I.August ,».,» w. ».,.». H«l«ck2!st«»«l j«d3».« ^. I.<_)»«D. Amtlicher Theil. Je. t. und l. Apostolische Majestät geruhten aller» «nädigst AUerhöchstihrem Herrn Vctter, dem General der Lavalerie Erzherzog Karl Ferdinand und Höchstdessen Herrn Sohne, dem Olicrlieulenanl Erzherzog Friedrich, de« tiroler Jägerregiments Kaiser Franz Joseph, die Vtwilllgung zur Annahme und zum Tragen der Höchst« denselben verliehenci, Oroßtreuzr d's f. würtembergischen Verdienstorden« der Krone zu cithellen (Nllerh. Enlschl. vom 2l. Juli 1873). Der Minister für Eultus und Unterricht hat den Prodttandioaten am ersten Staatsgymnastum zu Graz Dr. Pclcr Salcher und den Supplenten an der Staatsrealschule zu Trieft Moriz Mussafia zu wir!-lichen Lehrern an der letztgenannten Anstalt ernannt. Der Vorstand de« l. l. Hauptzollamte« in Görz August Suppantschltsch hat zu Gunsten der durch dtn Eisenbcchnunsall bei Sleinbruch beschädigten Krainer und deren Familien eine milde Sammlung eingeleitet Und la5 Ergebnis derselben, 90 fl. 50 lr., anher ein» «estndet. Indem dieser Gelrag im Binne der Widmung ver» wendet wird, wird dem edlen Spender dcr gebührende Dan! hiemit ausgesprochen. Der l. l. Landespräsident: Auer «perg m. s. Nichtamtlicher Theil. Vom Tage. Die wiener Blätter widmen dem Besuche de« Schahs am wiener Hose volle Aufmerlsamlelt. In ^ „Presse" lesen wir: «In der Reihe der fürstlichen ^lfucher der Weltausstellung nimmt Schah Nasr-ed« ^N als Vertreter des Orients eine hervorragende Slel» lung «in und wird sicherlich bei uns allerorten da« l«undlichs!e Entgegenkommen finden. Schon die glän« zende Aufnahme, die unfere Gesandtschaft am Hofe in Teheran seinerzeit gefunden hat, müßte dem Gaste einen freundlichen Empfang in Oefterreich sichern, wenn selbst nicht noch das Interesse für einen orientalischen Fürsten dazu käme, der es unternommen, sich von der abendländischen Kultur auf dem Wcge dcr Autopsie genaue Kenntnis zu verschaffen. Und wo könnte er einen ^ründ» licheren Eindruck von derselben gewinnen, als auf dem wirtschaftlichen Conqreß der Völler im Prater, der das beste ihrer Kultur und ihre« Gewerbefleihes zur Anschauung bringt? Den allein giltigen «ufschluh über die abendländische Kultur wird dcr Schah erst an dem eigentlichen Ziele seiner Reise, auf dem relativ geringen Haumc erhalten, auf dem gegenwärtig alle cloilifierten Völler mit den Erzeugnissen ihrer Wirtschaft nnd ihrer Ytistigen Trieblraft concurrieren. Dem Schah wird die llnsle Absicht zugefchrieben. fein Reich wirthschafllich zu lltben; wo vermöchte der Fürst aber ein genaueres Bild der Willhschaft aller Völler zu gewinnen als gegen» würllg in Wien, wo alle Eulturoöller der Erde sich zum friedlichen Kampfe auf dem Gebiete von Kunst und Industrie begegnen!" — Der wiener Geldmarkt nimmt allmälig eine lttundfchaftlichere Physiognomie an. Die öffentliche Stimme konstatiert, daß o:r Zustand der V5rse nicht Wehr so verzweifelt ist. al« ihn sich vorzustellen viele Gefallen finden und einzelne Tage denselben erscheinen lassen, E« gilt nur. den Blick nicht in der Einzeln» tlscheinung zu verlieren, sondern die Dinge mehr aus der Voaelperspective zu betrachten, auf daß man nicht ºem Tode au« Furcht vor dem Tode verfalle, vielmehr die Ueberzeugung sich kräftige, daß endlich und allen v'ndernisstn zum Trotz ein Ausgleich zwischen Preis und «Uerlh eintreten müsse. Die „Kesse" schreibt: .Daß die -Mehrzahl der Effeclen unter ihrem wahren Werlhe no» lert ist allgemeine Ueberzeugung. Fügen sich die Dinge Iº. dah irgendwo oder wie kräftig für folche Regulierung Arbeitet wird. so stellt sich endlich auch jener Factor U? ^"' «,º"/"" l"^"" Instanz alle« andere ab-Aat. da« Vertrauen Nun hat e« allerdings den An-'«km. als wenn e,n Antrieb von außen zu erwarten ^e. Der Telegraph arbeitet s«il mehreren Taa n M ch.n unserm Markte und den frem^ ^len 7eb. Mer ºls seit lange, und nicht unbedeutende Kaüforbre« '" fremde Rechnung sind - freilich «ng limitiert - hierher gelangt. Daraus ergibt sich ein erheblicher Fort, fchrilt. der auch in Stimmung und Verlehr rasch spür-bar ward. Es kommt nun darauf an, fo viel Festig« leit zu gewinnen, daß aus dem Anlaufe auch in der That eine Erholung erwachst." — Ueber die Wahlvorbereitungen in Mähren meldet die „Neue Zeit" folgende«: „Darüber kann lein Zweifel mehr bestehen, da« czechische Voll ist de« Gängelbandes müde, an dem e« bisher die Väter Pa-lacly und Rieger im Schlepptau der Elam und Loblo» witz geführt und zur Unbilligkeit in seinem eigenen Interesse verdammt haben. Es will Theil haben an dem ^ebcn der Gemeinschaft, mit der es feit Iahrhun» dertcn und nicht zu seinem Nachlheile verbunden ist; es will die Stelle und den Rang wieder einnehmen, den es früher darin behauptet. Ebenso denkt das Volt in Mähren, es will nicht mehr dcr Diener sür die Gelüste eines Gelcredi, Prazak und Konsorten sein, um hinterher wie eine auSgepreßte (5itrone behandelt zu werden. Die Herrlichkeit der ftunbamenlalartilel, die man ihm vorgespiegelt, ist erblaßt, seitdem der erwär. mende Sonnenstrahl des Reich «gedan lens auf die galvanisierten Gebilde feudalen Stolzes gefallen. Und wenn e« noch einen Zweifel gehegt, dah es ein erhebendes Gefühl sei. einem großen Gemeinwesen anzugehören, statt dcr Isoliertheit und Furcht zu Versalien, von einem der mächtigen Nachbarn verschlungen zu werden, die Katastrophe vom 25. Mai vorigen Jahre«, noch mehr aber das großartige Wettspiel der Voller, da« sich in der Ausstellung in Wien aufgelhan, es hat den letzten Rest desselben verwischt." Zur Colonistcllslagc, womit sich derzeit das ungarische Finanzministerium beschäftigt, lheill der .Plsti Nap!o" folgendes mit: Die Verhandlungen »erden in dreifacher Hinsicht gepflogen. Erstens muß dafür aesorat werden, das Eoloniften-aesth in Bezua auf die Rcacluna der Rechlsverhüllnifse der Kolonisten auf «erarialMern durchzuführen. Es gibt ncmlich auf den Staatsaulcrn alles in allem 22 Colonialgemcindln mit einer Bevölkerung von etwa 45 (XX) Seelen, welche 75.000 Katastraljoch Vodenfläche in Nutznießung besitzt. Von diesen Gründen müssen nun im Ginne des Gesetzes den Kolonisten 45.000 Joch gegen den entsprechenden Kaufschilling unbedingt überlassen werden, dcr Rest aber nur dann, wenn die Colo« nisten genügende Garantien nachzuweisen vermögen. Der Finanzminister soll entschlossen sein, bei der Ccnsur dieser SicherNellungen nach Möglichkeit nachsichtig und wohlwollend vorzugehen. Die zweite Aufgabe ist: Aerarialaründc aus' zuzeichnen für jene Eoloniftm. welche etwa dnrcd die Prlvlltgiundvcsiher im Wcge dcr geschlichen ^ on von den Colonicn entfernt werden folllen. <.,,.,.^cr-ständlich ist die Zahl derselben bisher noch nicht bclannt, und ebensowcnig ist eine Orientierung dafür geboten, wieviel sie an Grund und Boden in Anspruch mhmen dürften; gleichwohl ist der Finonzminister schon jetzt daraus bedacht, Grund und Boden auszuzeichnen, und zwar deshalb, damit derartige Kolonisten, die sich etwa mcldcn sollten, auch nicht einen Tag lang nölhig haben sollen, um ihre künftige Eristenz Besorgnisse zu hegen., ^ Endlich trägt man sich mit dcr Idee, sowohl aus einzelnen kleineren Territorien, als auch auf jenen grö, ßeren Bodenflächen, welche demnächst in der Militär, grenze übernommen werden sollen, zum Zwccke der För, j derung einer rationellen Varidwirthschaft und somit der Rentabilität der Güter umfassendere Colonisierung in« Werl zu fetzen. Auch diesbezüglich sind Vorarbeiten im Zuge, und soll dem Vernehmen nach foeben ein Gesetz, entwurf in Arbeit sein, welcher die Modalitäten und Bedingungen dieser neuen Colonisierungen zu regeln hülle. ,_____________________________________________ ! Die Vollchaft Mac Mahous. In der am 29. o. M. in Versailles statlglsundenen llbendsihung der Nationalversammlung oerla« Duc de Vroglie eine Votschafl des Marfchalls Mac Mahon, in welcher cS heißt: Nachdem die National» oerfammlung beschlossen, ihre Arbeiten auszusetzen, könne sie ohne Unruhe auseinandergthen. Er wage es. ihr die Versicherung zu geben, daß nichts in ihrer Abwesenheit die öffentliche Ruhe gefährden werde. Ihre legitime Au. torilät werde überall geacht-.l werden. ..Ich werde hier, über mit dem au« Ihren Reihen gewühlten Ministerium wachen. Ich beglückwünsche mich dazu, da« Ministerin« mit Ihrem Vertrauen beehrt zu sehen. Da« so wünschen«-werthe Einverftandni« zwischen Regierung und Nationalversammlung hat sich bereit« in seinen glücklichen Wirlungen fühlbar gemacht. Danl dieser Eintracht lonnten wichtige Gesetze beinahe debatteloS votiert werden. Unter diesen nimmt dasjenige den ersten Platz ein, welches die Verlheidigung des Landes sicherstellt und der Armee eine endgilliae Organisation gibt, welche Sie jüngst »it Ihrem Veifalle begrüßten. Wenn Sie wieder zusammentreten werden, wird ein großes, mit Ungeduld erwartetes Ereignis sich vollzogen haben: die fremde Occupatio« hat alsdann aufgehört. Die Ost'Dcpartcmcnl«, welche in so edler Weise ihn Pflicht gegen das Baterland erfüllten, da sie die ersten Opser de« Kriege« und die letzten Unterpfänder de« Friedens waren, sie werden endlich befreit fein von ihrer heldenmüthig getragenen Prüfung. Wir werben auf französischem Gebiete leine andere Arm« mehr sehen al« die französische. Diese unschätzbare Wohllhal ist da« gemeinsame Werk der Vaterlandsliebe allcr. Mein Vorgänger hat durch glückliche Unterhandlungen mächtig dazu beige-lragen, dasselbe vorzubereiten. Sie haben ihm bei dieser Aufgabe geholfen, indem Sie ihm Ihren Beistand liehen, dlsfen er niemals ermangelte, wenn e« galt, jene kluge und feste Politil aufrecht zu erhalten, welche e« de« öffentlichen Wohlstände gestattete, die Spuren unserer Unglückssülle rasch zu verwischen. Endlich sind e« vor allem unfere arbeitsamen Bevölkerungen, welche selbst die VefreiuungSstunbe beschleunigten durch den Eifer, mit welchem sie die schwersten tasten auf sich nahmen. Frankreich wird an diesem feierlichen Tage seine Nner-lennung allen jenen bezeigen, die ihm dienten; aber es wird in dem Ausdrucke seiner patriotischen Freude das seiner Würde entsprechende Maß einhalten und es würbe lärmende Kundgebungen miStnlligen, welche nur wenig dem Andenken entsprächen, da« es den schmerzlichen Opfern bewahrt, die der Friede gekostet hat. Dieser so lheuer errungene Friede ist unser erste« Bedürfnis; e« ist unser fester Enlschluß, ihn aufrecht zu hallen. Sich vollkommen selbst wiedergegeben, wird Frankreich noch besser wie vordem mit allen fremden Mächten Beziehungen einer ausrichtigen Freundschaft zu unterhalten wissen. Diefe Gesinnungen werden ihrerseit« er-widert; ich erhalte laglich davon formelle Versicherungen. Es ist die Frucht de« weisen Verhaltene, welche« die Nationalversammlung selbst, innere Meinungsverschiede» vergessend, um bloS an die allgemeinen Interessen des Vaterlandes zu denken, mehr als einmal mit Ein« müthigleit bethatigt hat. Sie »erben mir zustimmen, wenn ich bei demselben beharre." liedhafter Beifall.) ! gur ,MgiIllntc"-Affairc. Die „Mpublique fransaise" berichtet - „Der neue Präsident der spanischen Republil hat lürzlich ein Decret erlassen, welche« die Schiffe, die sich der aufständischen Bewegung von Eartagena angeschlossen haben, für „Piraten" erklärt. Ans Grund dieses Decrels hat eine deutsche Fregatte, der „Friedrich Karl." aus eines dieser Scdlffe, den „Vlgllante". Jagd gemacht und ihn in den Oewäs-scrn von Nlmeria abgefangen. Mehrere Blätler ereifern sich wegen dieses Hergangs und behaupten, daß da« Verhallen der spanischen und der deutschen Regierung de» Völkerrecht zuwiberlicse. Diese Blülltl vergessen, bºß die Regel, welche sie bestreilen von oerl. und daß sie e« gewesen ist. aus Glund l Präsident Lincoln am I'.». UM itti.I desretieren lonnle, dah alle von den Südstaalen ausgerüsteten Kaperschiffe al« Piraten anzusehen uud als folche von den Kriegsflotten aller Staaten zu behandeln waren. Die englische Kammer der ^ord« erklärte sich damals allerdings gegen die von dem Sabine! von Washington beliebte Ausdehnung des Begru' « Pi'aterie. Aber die amerikanischen Staatsmänner ei . daß, ..wenn eine Regierung die «5 gel von w'^ ulu ilse. die Gtsltzllchlelt ihre« «ppells lediglich davon alchängl. ob dlese Regierung als b«s rechtmäßige Organ ihre« Staate« angesehen »erden dnrf". Herr Nlcolau« Salmeron hat also von einem unbestreitbaren Rechte Gebrauch gemacht und die deutsche Regit-rung hat. md< !, ihren Beffland lieh, ihr Recht nicht überschrü! ^ mehr, wenn man die amerikanische Thcorie zulaßl — und e« scheint un« schwer, die« nicht zu lhun — s5 ' ' ' iieulste »ll der deutschen «e-yillung einer cer spamschen Republll durch da« berliner <5al,»nel gleH, insofern« al« die skgurung 1232 des Herrn Salmcron danach in den Augen des berliner, Eabinels der rechtmäßige Vertreter des spanischen Staates ist. Gewiß, wenn es sich um eine Revision des Geerechts handelte, mühte man der Ansicht des englischen Oberhauses betreten und als „Piraten" nur solche be« zeichnen, die Villlich eine Seeräuberei begangen haben. Solange aber die bestehenden Gebräuche nicht aufgehoben find, kann jede Regierung dieselben zu chrem Vortheile anrufen." Das „Journal des Döbats" läßt sich virnehmcn. wie folgt: Wir haben das Verhalten Preußens tadeln zu sollen geglaubt, weil cs sich unseres Erachten« etwas zu sehr deellt hatte, der spanischen Regierung in der Bewältigung des Aufstände« von Earlagena beizustehen. Es 'st indes möglich, daß der Befehlshaber der Fre-gälte «Friedrich Karl" ohne Befehl und aus eigenem Antriebe gehandelt hat; denn eine Depesche aus Madrid meldet heule, daß der General Eontreras versprochen hat. die Schisse nicht vor dem 28. Juli aus dem Hafen zu lassel«. damit die preußischen Offiziere die Inftruc-tionln ihrer Regierung einholen könnten. Wenn sie bei der Wegnahme des „Pigilante" aus freien Stücken und ohne Instruction gehandelt haben, so lann man sagen, daß sie emc qroße Veraiit'vottliclillit auf sich gencm« men haben. Ocwitz w:rd die sp>imsche Regierung ihnen leinen Pro^eß machen; aber wenn das Völkerrecht selbst in Revolutionszeit noch etwas gilt, so werden sie einem Tadel nicht entgehen. Es scheint übrigens, daß sie schon zur Erkenntnis ihres Fehlers gekommen sind. Die erwähnte Depesche sagt, daß der Befehlshaber des »Friedrich Karl", um einen Conflict zu vermeiden, die Gefangenen de« „Pigilante" in Freiheit gesetzt hat. Diese Maßregel hat übrigens einen nicht ganz freiwilligen Charakter, da demselben Telegramm zufolge die Insur» gcnlen gedroht hatten, den preußischen Consul und seine Familie zu erschießen und sein Haus in Brand zu stecken, obgleich oder vielleicht weil er ein Spanier ist. Politische Übersicht. «aibach, 31. Juli. Eine der ersten Gcsetzeevorlagen, welche dem preu« ßischen Landtage in seiner nächsten Session zugehen wird, ist der Entwurf eine« Efpropriations^esetzes. Marquis de Banne ville gab officiell seine De« Mission. D,e französische Regierung faßte als Nachfowec zullft Herrn u. Bourgoing, den frühern Volschafter beim Papste, in« Auge, denkt aber jetzt an Dreuin dt ^ hui«. — In dkm franzosischen Kriegs-mimstcrium arbeitet man gegenwärtig ein besonderes System für die Pcrtheidigung der Gebirgsgegenden aus. Es sollen zu diesem Zwecke besondere Berg-eislnbühnin gebaut und die Städte der betreffenden Gc-gegend.n aufqefo:delt werden, sich an dem Bau derselben zu vetdeilmm. Eine derselben, Morez im Iura, hat schon die summe von 300,000 Franc« dafür votiert. Der schweizerische Nalionalralh ist dem Beschlüsse de« Ständeiathes, dem Niederlassungsvertrag mit Rußland die Ratification zu ertheilen, ohne Discussion einstimmig be,getreten. Im englischen Oberhaus« beantragte Earl of Granoille eine Adresse als Antwort auf die Votschaft der Königin inbetress der Vermahlung des Herzogs von sdinburg. In der Adresse wird der Königin der Dank für die Mittheiluna und die Versicherung der lebhaften Antheilnahme des Haufes ausgedrückt. Nachdem Lord Salisbury den Ndreßantrag befürwortet, wird derselbe emjtlmnlig angenommen. — Das Unterhaus nal)m die erHöhle Iahresrenle des Herzogs von Eoin-bürg anläßlich dessen Vermählung mit der russischen Großfürstin an. Gladstone hob hervor, daß die Fürsten-Heiraten nicht mehr irgend welche politische Bedeutung haben, daß das britische Volk lange Rußland als einen feindlichen Staat ansah, jedoch das neue Familienbano seine Anschauungen ändern werbe. Gladstonc zolltt Loöes» «Hebungen dem Czar, der seinen Namen nicht durch Ver-grüßerungsprojecte. sondern durch einen beispiellosen Humanitätsalt, nämlich die Aufhebung der Leibeigenschaft berühmt gemacht habe. iluch die «Köln. Ztg." bringt über die bekannte «Vi^ilante"-Angelegenheit nähere Angaben: Die Mannschaft und die Offiziere dieses Schisses hat-ten sich geweigert, an der Rebellion sich zu bethellinen. Darauf nahm die „Victoria", welche zum Ausstande übergangen war, den ohne Bemannung gebllebenen „Vi-gilantc" ins Schlepptau, um ihn von Nlicanle nach Car« tagena zu bringen. „Am Morgen des 22. lag die „Victoria" mit drei Flaggen, der spanischen, der dreifarbigen und der rothen (der englische ober amerikanische Inter» Nationalist Samuel Price soll der Befehlshaber sein) noch im Hafen von Nlicante, als die preußische Fccgatte ,Friedrich Karl" einlief. Der Commandant der letztern (Eommodore Werner) telegraphierte an die deutsche Gesandtschaft nach Madrid, ob er die spanische Fregatte als Piralenschiss anzusehen habe, «lllmälig machte der „Fried, rich Karl" sich gefechtsbereit. Die »Victona" machte sich darauf fort und kam, vom „Friedrich Karl" verfolgt, nach Torrevieja. Dort zeigte sie nur die spani-sche Flagge, um dem Kampfe auszuweichen." Eine fernere Mitlheilung vom 23. besagt: „Die ..Victoria" will nicht aus Earta^ena auslaufen, aus Furcht, von dem ..Friedrich Karl" gekapert zu werden." Der «belli-schen Fregatte ist es also gelungen, den einstweilen sichern Hassen von Earlagena zu erreichen; aber eine noch spätere Nachricht, baß sie auch den „Vigilante" nach Ear-tagena durchbracht habe, ist, wi: die neuern Telegramme beweisen, falsch, indem dieser letzlere KrifgSdampfer mit einer Schar Anführer und deren Anführer Galve; an Bord vom „Friedrich Karl" aufgebracht worden ist. General Kauffmann berichtet nach Petersburg, daß im Khanate Khiwa vollständige Ruhe herrscht, die russischen Truppen sich im besten Wol'lsein befinden und der Traneport der befreiten Sklaven über Krasnowodsl nach Persien begonnen hat. In der Desinfectionsirage gab die medizinische Facultät an der k. t. Universität in Graz über Einladung des grazer Gemeinderathes folgendes Gutachten ab: ..Die DeSinfection der HauSabzugslanäle wird, sowie die Dcsinfcction überhaupt, vorgenommen auf Grund der Anschauungen, welche sich in neuerer Zeit über die Ursachen der Infektionskrankheiten gebildet haben. Bei allen solchen Krankheitsprozessen scheinen ent« weder niedere Organismen oder aber Fermentwirlungen bedingende Substanzen ebenso wie bei dcr Fäulnis, Gäh« rung oder bei Fermenlalionsprozessen außerhalb der Organismen eine sehr wichtige, höchst wahrscheinlich die eigentlich veranlassende Rolle zu spielen. Es muZ heute noch als eine der dringendsten Forderungen dcr Wissenschaft bezeichnet werden, die Lehre von Infektionskrank- heiten auf dem ebenbezeichneten. neugewonnenen Voden immer wtiler auszubauen. Und in der That wirb auf diesem Gebiete mehr als je gerade in unseren Tagen gearbeitet, um einen sicheren Abschluß und feste Ucberzeugungen zu gewinnen. Erst wenn dieses Ziel der Forschung erreicht sein wird, wird sich auch mit aller Sicherheit ein Urtheil über die Notwendigkeit, die Zweckmäßigkeit und die Einrichtung dcs Oesinfeclionsoerfahrens abgeben lassen. Allein unbeirrt von den noch berechtigten Zweifeln der strengen Forschung hat sich tue öffentliche Gesundheitspflege mit den bisher gewonnenen Erfahrungen schon begnügt und sie zur Richtschnur »hreS Handelns gemacht. Und wir sehen, daß die Desinseclion in allen cioilisier-ten Ländern in zahlreichen großen und kleineren Städten und anderen Orten, in Krankenhäusern, m Schlacht« Häusern, auf den Aborten, in den Kanülen, Düngergru» den u. s. w. thalsächlich und ausgibig gehandhabt wird. Die Rechtfertigung dieses Vorgehens ist aucb nicht schwer zu finden, und im Hinblick auf diese muß die Desmfec-lion als eine zweckmäßige und im hohen Grade zu empfehlende Maßregel bezeichnet werden. Es ist nemlich alleroings und im hohen Grade wahrscheinlich, daß nie. dere Organismen tue Ursache dcr Inseclionskrankheiten sind, aber es ist als eine bewiesene Thalsacht anzusehen, dah die Entwicklung und Vermehrung jener niederen Organismen eine Förderung der genannten Krankheit«» Prozesse bedingt, und darum ist es im höchsten Grade wünschcn«werlh, das Terrain von diesen niederen Organismen möglichst zu säubern und diese unheimlichen Lebewesen ebenso wie die meist in ihrer Gesellschaft austretenden Fermentlörper unschädlich zu machen. ES wird sich nun fragen, welche Mittel es gibt, um den eben genannten Erfolg hervorzubringen, ob und welche der gebräuchlich gewordenen Dcsinfeclionsmittel sich wirtlich bewühlt haben und ob mit der Anwendung derselben nicht etwa anderweitige schädliche Wirkungen verknüpft seien. Geschäftigen wir uns zuerst mit der Carbolsäurc, mit welcher dann einige andere Desinfec-tionsmillel verglichen werden sollen. Von der Earbolsäure ist es durch experimentelle Untersuchungen bewiesen, baß sie Fäulnis, Gährung und Fermentationen zu hindern ,m Stande ist. Sie lobtet größere Infusorien, verhindert Schimmelbilduni und hebt die Keimung von Sporen aus, insbesondere aber witlt sie auch lödtend auf die in fauleudcn und gäh:en-den Substanzen sich entwickelnden Vibrionen, Vaclerien und Pilze. Man lann im Mittel eine Iperzentige Ls-sung von Ellibolsüure als denjenigen Eoncentralions-grad ansehen, welcher, in dcr vtrlMlni«mäß«ycli Mcnge angewendet, alle die genannten svlrtunycn yilvorblinssl Auch noch dünnere Lösungen, z.B. ^pcrzentig«, wurdw unter Umständen schon als hmre,cheno w«rlsam befunden. Ja selbst Dämpfe der Carbolsäure, welche sich au« Lösungen entwickeln, die man mit faulenden und nähren» den Substanzen gleichzeitig unter Glasglocken absperrte, waren genügend, um die Fäulnis und Gührung in jenen Substanzen zu hemmen. Der Carbolsäure muß aus den angeführten Grün' den ein sehr hoher Werth als Desinfrct,onsmiltel zugesprochen werden, während anderseits in Bezug auf die meisten übrigen der empfohlenen Desinfeclionsmlltel diese Behauptung nicht gerechtfertigt erscheint. Der Eisenvitriol hindert die Entwicklung niederer Organismen selbst in höheren Eoncenlrationsgraden seiner Lösung nicht, geschweige denn in so verdünnten 'lemslelml. Die Zigeunerin. Novelle von Fanny Klinck. (Fortsetzung.) Jakob hatte den rechten Weg «ingeschlagen. Nettys keugierde rege zu machen. Die Augen der Kammer-ungfer leuchteten höher auf. und sich dicht zu Jakob hinneigend, flüsterte sie: «Ich sehe. Jakob, daß du mich doch nickt ausforschen »illst, wie ich anfange glaubte, sondern es ehrlich meinst. Du kannst mir ruhig alles anvertrauen; ich weiß mehr oon dem. was hier im Hause vorfällt, als mancher vielleicht denken mag." „Da« kommt doch auf die Probe an. Netty. und da du nur mistrautest, Hab« ich alle Ursache, ein glei-»es zu thun Jetzt verlange ich. daß du mir erst «ine Probe von demer Allwissenheit gibst." Das Kammermädchen zögerte keinen Augenblick mehr, ihn m alles, was sie seit längerer Zeit im Hause 'lfpäht hatte, llnzuwtihen. und manch« Intrigue kam >ab«l zutage. Für den Augenblick war ihre Hauptent. Deckung. d,t sie gemacht hatte, daß die Frau Orgfin h,. ibsichtige, den jungen Grafen mit der <5omtefse von Vlldbach zu nermählen, daß Herr Leon aber leine Lust azu habe, weil die Dame nicht allein zehn Jahre älter «i, sondern derselbe auch schon eine Braut habe. ..Sieh. Jakob," fügte sie hinzu, «du erinnerst dich >och wahrscheinlich noch, wie vor — «S mögen ungefähr »irr Jahre her sein — der junge Herr von sein«r Reise Umkehrte und die Nachricht, daß dem Grafen Franz sein Töchterchen gestohlen oder ertrunken sei. mitbrachte. Er wurde gleich darauf sehr krank, wie wir damals glaubten, vor Schreck und Aufregung, aber das war es nicht, man sprach uns das nur so vor. Den Abend, als die Aerzte sagten, daß es sich die Nacht entscheiden müsse, ob er leben oder sterben würde, und der Herr Graf und die Gnädige an seinem Bette saßen und wachten, befand ich mich im Nebenzimmer. Schon lange sprachen beide leise zusammen und ich — nun, ich wollte gern wissen, was sie zu der Krankheit des jungen Herrn sagten; ich legte mein Ohr an die Thür und lauschte. Aber sie sprachen nicht von seiner Krankheit, sondern nur davon, woher sie kommen möchte, und der Graf sagte, daß er irgendwo eine Liebschaft gehabt haben müsse, die das Unglück herbeigeführt habe. In diesem Augenblick hörte ich, wie der junge Herr Graf ganz deutlich ausrief.-„O, meine Zenele!" — j, solch ein Name war «s — .mein« fuße, kleine Vraut, warum bist du fortg«. gangen?" Und —" „Halt, Netly, du mußt dich irren," unterbrach Jakob sie eifrig; .Zenoale. meinst du, nicht wahr?" „Ja. richtig, Zendale. E« ijt ein eigenthümlicher Name; der Herr Graf und die Gräfin meinten damals, er könne nur einer Zigeunerin angehören." „Einer Zigeunerin?" rief Jakob halb erschrocken, halb zweifelhaft aus. „Nein. Ne tly, eine Zigeunerin wird doch der junge Herr Graf n icht zu seiner Braut machen, das hübsche, blasse Gesicht kann überhaupt gar keiner Zigeunerin gehören." ..Welches hübsche, blasse Gesilltt?" fragte Netly. indem sie ihre Hand grazig« „uf Ja kobs Schulter legte. «Da« unfer junge Herr gemal t hat und welche« in seinem Zimmer hängt. Er hat eS beständig mit einem seidenen Flor zugedeckt, und unten in einer Ecke steht, ganz fein, der Name Zendale. Stundenlang lann er davor stehen und es betrachten, und öfter habe ich sogar schon gesehen, daß er Thrünen dabei in den Augen halte, «der so. Netty. ich soll ja unsere Gnäblge rufen, beinahe hätte ich es vergessen über dem Plaudern mit dir. Doch die Hauptsache ist jetzt, wir verstehen uns, und nun heißt es nur noch, daß wir beide unsere Augen und Ohren offen halten." Netty huschle in das Boudoir ihrer Herrin, «ohll» Jakob ihr bald folgte, und wenige Augenblicke spät" trat die Gräfin in das AlbeitScabinet ihres Gemahls- Wir haben uns bislang noch nicht umstündlich mit der Außenseite der Gräfin bekannt gemacht, obscho. Die opferwillige Vevülterung Laibachs wird nicht siin«en, in de» schattigen Räumen des Castnogarten« recht zahlreich zu erscheinen. — (Der Jahresbericht der hiesigen Staat«.Oberrealschule) pro 1872/73 enthüll fol. gende«: 1. Eine Abhandlung „Directe Deduction der Be> griffe der algebraischen und arithmetischen Grundoperationen aus dem Mlößen« und Zahlenbegrifse", von Prof. Joses Finger; — 2. eine Abhandlung „Über den geographi» scheu Unterricht an unseren Mittelschulen", von Dr. N. G. Vuppan; — 3. Bericht „aus dem chemischen Laborato» rium", von Hugo Ritter v. P er g er. — 4. Der Lehr-lörper zählte 1 Director und 25 Lehrer. — b. Der Lehrplan umsaht folgende obligate Unlerrichtsgegen« stände: Religion, deutsche, flooenische und italienische Sprache, Geographie, Geschichte, Mathematik, Geometrie. Natur« geschichte, Physik, Chemie. Zeichnen, Schönschreiben. — 6. Die Bibliothek zählt 900 Werke in 1637 Bänden und 443 Heften und wurde durch Schenkungen und Anlauf bedeutend vergrößert. — 7. Auch das Naturalien» cCbinet erfuhr durch Anlauf und Geschenke einem nam« hHen Zuwachs. — 8. Der Jahresbericht bringt die neue-sten und wichtigsten Verordnungen im Schulwesen. — 9. Diese Anstalt zählte bei Beginn de« Schuljahres 394 Schiller, u. z. in der 1. Klaffe 137, II. Kl. 91. III. Kl. 65. IV. Kl. 45. V. Kl. 15, VI. Kl. 25. VII. Kl. 16 Schiller. Bei Schluß des Schuljahres waren 349 Schuler, darunter 179 Deulfche, 138 Slovenen, 18 Italiener, 10 Kroaten, 3 kzechen und 1 Serbe. — 10. An 12 Schüler wurden 1433 ft. 6 lr. St ipendiengelder erfolgt. — 11. Beim Unterst Uhun g«verein betrugen die L«» pfänge 783 fi. 96 kr., die Ausgaben 732 fl. 88 lr. — 12. An Unterrichlsgeldern gingen 5138 fl. ein. — 13. Der Maturitätsprüfung unterzogen sich 8 Schll. ler, wovon 7 da« Zeugnis der Weife erhielten und 1 auf ein Jahr «probiert wurde. — 14. Die Modellier» schule besuchten 12 Schuler. — 15. Die mit der Realschule in Verbindung stehende Gewerbeschule besuchten 254 SchUler. — 16. Der Beucht enthält weiter die Chronik dieser Lehranstalt. — 17. Da« nächste Schuljahr begmnt am 1. Ollober l. I. — 1«. Ms Wohlt Hüter der Öder, realschule werden genannt: da« h. Ministerium des Unter» richte«, der l. k. Schnlbilcher'Verlllg, die Vnchhandlungen G. Lercher, Tempsly, A. Höller. Lindauer, die Handelskammer in Lemberg, der kl lpen verein, die Herren U. Pirler, Dr. Mvlml. G. Küsll, Dir. Waldherr. A. Wester, H. v. Per» s.er, F. Ianesch, die lrainische Sparkasse, Frau Kosler, die Herren T. Mahr, <5. Terpm u a. — (Vom Real- und Ober gymn asium in Nudolfswerth) Das Programm, beziehungsweise der Jahresbericht di<" Lehranstalt pro 1K72/7A enthält folgende«: I. > !ay in slovenischcr Sprache vom G. Lehrer I. Polanec, 2. die Chronil diese« wymna« siu««. — Aus dem Nerich«« entnehmen wir weiter: .'!. Der Lehllörper bestand aus 1 Direclor und 12 Lehrern. 4. Da« Programm enthält weiter u) den Lectionsplan, h) d<« Themata zu den schriftlichen Aufsähen. — 5. Diese Lehranstalt wurde von 120 Schillern besucht, und zwar in oer I. Klasse 31, II. Klasse 14, III. Klasse 11, IV. Klasse ,2. V. Klasse 18, VI. Klasse 13, VII. Klasse 11, VIII. Klasse 10 SchUler; von der Schulgeldzahlung waren b9 SchUler befreit. An Schulgeldern wurden 756 st. eingezahlt, an Stipendien 1285 st. 51 lr. ausbezahlt.— «. Da« Unlerstichungsfondstapllal beträgt 2200 ft.; die Vmnahmen bei diesem Fonde betrugen 348 fl. 6 lr., die Ansgaden 346 ft. 3lat!!lsü, dann a»! <^r,md t>f» Wssrhf? vl>m 25, Nußiisl ift»^» und t ' a,I«?8i VerilndsrungfN ss d^m " ,:V«nlnotln?Um!nl' .'»40.^»'.'^^» tl Vrdscluiil,! Mslllllschllh 145, ' >' ^3tt. 3n Melnll »ahlbarf Wlcklll s».«77,Iftli ft.. ^ !. wclchr der Vanl aehr>! ^ ' ' ' ' ' ft. (iscomplr ^>'^ H»c>U 715,^03 st, 2!» lr. Da? > fi, Vmnllö«!, llouvc»',« von Grunbsntlaftunff«-Obln,u,,^!,>, ,, ^ , , , »^......' " < ss rinqfliXte und bt>r »t»«>< HH'le»». ' ' 'i'ann, H,ti5els, Pnvatill. ^iiimr - i< 36>W<-l, Trieft «,msl. illm.. Nlirnvng «cnri. «^m,. Wlkll Vaul^ Schnslbeig. va^<- ''-"^ '^^>, .->,;! ^ T»< 'ith. -' <>> v. :'...... ^........»ud, — D,,..... ni-g. Hism,, Wien, — Kellt jami! Fiums — Idomann, Smsrel, ' _____ Halidil^lsii, Srnin, !il>l'.^Il >^>: ^ ^l^, ^«l^b. lungslllj,, Glaz, — Tc Ilteleorologische Neohachlungen in l^mbach. ^ -l M N i -: -.z «UMg, 740«, ^» I«.7 O, schwach Mllst bswolll «1. 2 » 3l. 73l<,, -^W«. NO, schwach halbhnlsr 0^, 10« »b. 78^? ^«1.« O. schwach sternnch«» j Moryrn« bswölll, die Nlpen »vllrnfrei. V»N»«^« hlillnmg. n«chmil«,g« sehr hsih, Da« l«ge«WtU«l h«r W«n»t > 2^ 2', um 8 6 über dem i»iorm»lt. I »slanlwonllchsl Redacleur: I«n»l v. Kl,in»»yl. Ä^s'sp^ssl^is' ^lvlen, 30 Juli, Der Vtjchäftevl'llrhl bewegte sich in engen Grenzen, da ,sde Anreguull zu regerer Thtlllglei! fthKe. !' blieben indessen gut behaupte»; eine -W!jl.^l» »!4^l, btmcrlcil?wlllhl Veränderung erluhren nur Nnglo. deren Tnr« wiederholten Schwanluxgen auegeseHl war und hoher al» ,,l,h. Gelb Ware «»l« ) «,«» (.....67.70 S7>0 < ßebruar-) «"" (.....67.5C 67.70 ! l'l«. IN«,.......««4-2^^ " ^ ' , . . l<^, l^ s>l» ! " I . . . I>>^^mpl,anftal< . 915.— 935 — ! Fran«'Vanl . 67.H0 Ktt-., H«nbel»banl..... .75.— 76.— ! ^ül,d,il>anl,»vere,u . lOb.— 108.— »iolionalbanl.....l»S6.— 9l^.— Oefterr. allg. Vanl ... 98.- 100.- ' Oesierr. Vanlgchllschof, . «N.- 2N,. Unionvonl . . > vernn«ba»t . «erlehrsbanl.......18b.i»0 127.bu »etien »on X»«»Hpoft Unter»»tz. ! mongen ! «eld »are «lfold-Vahn . lb4- ll^.-, ««l1.end»t,.»al)n . . . 219. «l0-Dºn«.D««pf Oesterr, Aordweß-V..... ^ __ Gt«h»ck»r>n n.'.^< nhn . 138.«) 184.^ ««db«hn » 3'. . 109.l.0 i^._^ Vnrg . 9, ho ^.75 »rarffnrl 93 75 94.- Hº!^!Ulg z<ü<) 5<7V rº> oon 11090 lil iv Pori» 4».40 <«4b Geldsorten« D«l«t«, ^ st. »7 lr b st. l!, ft ' l,on»t vl , . «Mk», pri»«««^N»«: »«» «0, »«« «K. 1233 Lösungen wie die Earbolsäu«, demgemäß ist auch bei Gegenwart von betra'chllicycn Mengen Eisenvitriol in faulenden oder Menden Flnssialeiten der Fäulnis- und Oührungsprozeß nicht unterbrochen. Der Eisenvitriol hat aber eine Wirkung, welche ihn, wenn er nach Art eines Desinfectionsmitels ange« wendet wird, auszeichnet. Ganz im Gegentheil zur Ear-bolsüure. welche durch ihren eigenen Geruch, der als lhre »eniqst schätzbare Eigenschaft angesehen werden muß, belästigend wirken kann, wirkt der Eisenvitriol desodorierend, und wegen dieser seiner Eigenschaft, den üblen Oeruch der Auswurfssioffe verschwinden zu machen, wird es sich immer empfehlen, Eisenvitriol Auswurfsstossen zuzumischen. So kann auch gegen die, auch von dem löblichen Stadtrathe in seiner Note erwähnte comvinierte Desinfection mittelst Karbolsäure und Eisenvitriol, die sich wechselseitig nicht zersetzen, leine Einwendung erho- den werden. lSchlnß folgt.) Wiener Weltausstellung. Die Oemeindevittretung von Guda« Pest gab zu Ehren der dort anwesenden wiener WillauSstellungSgäste am ^d. o. M. in Pest ein Vanlet. Se. ExceUenz Han-delsmlnifter Dr. VanhanS erwiderte auf die ihm ge» brachten Toaste folgendermaßen: ,Hochverehrte Herren! Freudigen Hlrzens folgte ich der heul'gen Einladung der Municipalität von Ouda-Pest zu dem Feste, welche« sie den Jurors geben. Mir für meine Person lft ungarische Gastfreundschaft seit un« endlich langer Zeit nur zu sehr bekannt. Glücklich bin ich aber, zu sehen, datz diese Gastfreundschaft die Herzen aller bewegt und allen beweist, daß die ungarische Gastfreundschaft kein leerer Schall, sondern Wahrheit ist. Doch nicht nur die ungarische Gastfreundschaft, auch die ungarische Freundschaft ist Goldes werth, und wir in Oesu^eich wissen das zu schätzen. Niemals haben wir uns geirn in der Freundschaft der Ungarn. Glauben Eie denn, datz «S uns je möglich gewesen wäre, diese Weltausstellung so schön und herrlich zu machen, wenn nicht im eng geschlossenen Bunde Oesterreich und Ungarn einlg dagestanden wären und an der Ausstellung gear» beitet Hütten. Nur indem wir mit Ungarn Hand in Hand gingen, konnten wir die ganze Welt einladen zu freundschasllichem Gesuch. Und die herkamen, sie haben sich nicht getauscht. In Wien und Pest haben sie sich überzeugt, daß wir ein einiges brüderliches Polt sind. Auf diesen Gedanken nun müchtc ich mein Glas erheben, aber auch auf alle diejenigen, welche es möglich gemacht haben, daß diefcm prachtvollen Gedanken Ausdruck go geben wutde. Es ist oie Hauptstadt Ungarns, Vuda-Pest, und seine würdige Municipalilät, welche uns ebenso freundschaftlich empfangen als fürstlich bewirthet. Gestatten Sie also, daß ich mein Glas erhebe auf das Wohl der schönen Hauptstadt und das ihrer Municipalität!" »Mein geehrter Freund Pulszly hat ganz richtig betont, daß Ungarn mit Oefterreich durch tausend Fäden veibunden ist. Die Weltausstellung hat nur ein neues, festes Gand mehr geknüpft. Sie ist gelungen, weil Oester-reich und Ungarn in inniger Harmonie sie gewollt. Oesterreich stlht mit der ganzen Welt in tiefem Frieden, uud mit freudig bewegtem Herzen darf es sich sagen, daß sich die Regierungen Oeflerrelchs und Ungarns in innig« fter Harmonie bewegen und bestrebt sind, das Wohl der Staaten und Völler unt ganzer Kraft zu fördern; aber auch die Böller Oesterre.ich-Una.arns gehen brüderlich zu« Mit einer höchst erstaunten Miene stand sie ihrem Gatten gegenüber, der noch immer an seinem Schreibtische saß und auf den geöffneten Orief starrte. «Es nimmt mich wunder," begann sie mit scharfer, schneidender Stimme, „dah du mich durch deinen Diener hilher befehlen lassest — seit wann ist das in un-seren gljlU,chastl»chtn Kreisen Sitte geworden?" .Keine unnützen Worte," entgegnete der Graf sin, ster. ,,ch habe nicht Lust, den Wortstreit von heute Morgen fortzufehen — es handelt sich jetzt um andere Dinge. Sieh aber zuvor noch, ob sämmtliche Thüren dicht verschlossen find, damit lein unb:rufcnes Ohr etwas von unserer Unterredung aussängt." Starr vor Staunen und Verwunderung folgte die Gräfin h«lb bewuhllos feinen Worten und eilte, die Thüren dicht zu verschließen. Seit ihrer Verheiratung hatte sie ihren Galt« nie so bestimmt, so entschieden sprechen hören, und fte sah wohl «in. daß irgend etwas besondere« vorgefallen sein müsse. ..«der ich- bitte dich — so sprich doch, was hast du?' fragte die Gräfin, sich «nolich auf den Dioin niederlassend, indem sie sich mit ihrem mit Spitzen b«. letzten Taschentuch« Kühlung zufächelte. Das ist bald gefagt", entgegnete er. .Oder noch besser " fügte er hinzu, ..lies selber." Er relchle ihr den Vrief hin und ein «««druck von 5obn machte sich in seinen Zügen bemerkbar - « fühlte eine gewisse Schadenfreude im voraus Die Gräfin nahm ruh'g. ohne Zeichen von V«».. auna den «rief und begann zu lefen; aber nicht« ver-rwh daß er sie besonders berühre, nur für emen Mo> »em überftog ein« leichte Slüsse ihr Gestchl. (Fortsetzung folgt.) sammln. Wo solche Einigkeit ein Werk fördert, da muß es wohl gelingen. Einen Wunsch aber möchte ich aus-sprechen. der mir auf der Seele brennt: der Segen der Weltausstellung für Industrie, Gewerbe und Handel kann nicht ausbleiben; er muß sein Füllhorn über Oefterreich-Ungari'. aueßießei:, möge er Ungarn in gleichem Maße zugute kommen wie Oesterreich l Ich erhebe mein Glas auf Ungarns Wohl." Der officielleGeneral«Katalog hat einen als selbständige Broschüre gedruckten und herausgegebe» nen Nachtrag erhalten, der als ein unentbehrliches Hilfsmittel für den Gebrauch des General-Katalogs, gleichsam eine „Gebrauchsanweisung" für denselben ist. Es ist dies eine „Zusammenstellung der Katalogsnummern der einzelnen Länder, nach Gruppen und Sectionen geordnet". Diese ebenso verdienstliche wie mühevolle Ar» beit ist durch Dr. H. Schwarz besorgt worden, dem hiefür der Dank aller jener, denen es mit dem Studium der ganzen Ausstellung oder einzelner Gruppen derselben ernst ist, gebührt. Eigentlich ist diese Zusammenstel« lung als die Grundlage für die Arbeiten der inter-nationalen Jury zu betrachten. Doch bleibt sie auch für alle Vesucher während der zweiten Periode der Nus-sllllungssaison wichtig und werthooll. Unter den Schwierigkeiten, die allerdings bei der Besichtigung jeder so großen Ausstellung unvermeidlich find, wurde es bisher immer am meisten bcllagt, daß infolge der geographi, schen Anordnung im Industriepalast in der Maschinenhalle, in den landwirthschaftlichcn Hallen und den meisten anderen Ausstellungsräumen Fachmänner nur sehr schwer die Objecte, aus den sie speciell interessierenden Gruppen in den Abteilungen der einzelnen Länder auf« finden können. Dem ist nun durch die in Rede stehende Zusammenstellung abgeholfen, die daher der verläßlichstt und vollständigste Führer durch die Ausstellung ist. Es ist darin auf den ersten Blick ersichtlich gemacht, welche Länder nicht bloS in einer Hauptgruppe, sondern auch in einer Section der Gruppe Objecte ausgestellt haben, und es sind die Katalogsnummern dieser Objecte beigefügt. Wer sich z. G. sür die TeM-Industrie (Gruppe 5) interessiert und entweder diese ganz oder einen ein« zelnen Zweig derselben studieren will, der erfährt durch Nachschlagen dieser Gruppe in der Zusammenstellung (Seite 10 bis 15), welche Länder Schafwollwaren, welche Baumwollwaren, ferner Leinenwaren, Seidenwaren, Po-samentierarbeiten, Kleidungsstücke und Schuhwaren ausgestellt haben und wo diese Objtcte zu finden sind. In jeder dieser sieben Sectionen sind nemlich dem Namen der Länder die Nummern aller von denselben in dieser Tection ausgestellten Objecte beigesügt. und auf Grund dieser Nummern ersieht man dann aus dem Generallalalog, wo die betreffenden Objecle ausgestellt sind. Die „Zusammenstellung" umfaßt alle Gruppen mit Ausnahme jener der modernen Kunst und der addilionellen Ausstellun» gen. die so aufgestellt und im Generallatalog so verzeichnet sind, daß sich bei denselben eine Ueoeisicht von selbst ergibt. Hagesneuigkeiten. — Ihre l. Hoheiten die Großfürsten Constantin N ilolaje w ilsch und Nicolaus Konstantine-witsch von Rußland trafen in Wien ein und stiegen im russischen Notschaslsholel ab. — (Patenlcongreß.) Das Vorbereitungscomit6 des Eongresses zur Beratung der internationalen Patent« gesetzresorm hat sich an eine Anzahl von Männern der Wissenschaft, darunter Prof. Iannafch, Dr. Andre, Dr. Äosemhal u. a., mit dem Ersuchen um Uebernahme von Reseraten gewendet. Die meisten der Eingelaoenen haben zugesagt und welden noch vor Schluß dieses Monates in Wien eintreffen. Vom 1. August ab sollen täglich Vorbesprechungen stallsinden, um schon vor der eigentlichen Eongretzberathung eine Verständigung über Ziel und Nclionsmillel des Eon-gresse« herbeizuführen. Am 4. August d. I. vormittag« 10 Uhr wird der Congreß im Iurypavillon der Weitaus-stellung zu tagen beginnen. — (Blindenlehrer.Eongreß.) Die Sitzungen des ersten europäischen Nlindeulehier Kongresses werden vom 4. bis 6., eventuell 8. August d. I. früh 8 Uhr im Saale des k. l. akademischen Gymnasiums, 1., Kolowrat-ring (Ehiiftinengasse) in Wien abgehalten werden. — (Der Eongreß der Schneidermeister) wild a» 4., 5. und 6. August in den Sälen der Garten« bau-Gesellschaft in Wien tagen, und steht auf der Tages-vldnung auch die Frage: „Wie ist den Strites die Spitze abzubrechen?" — (Cholera.) No« 27. zu« 28. Juli find in ganz Wien eilf neue Trlianlungsfälle an Brechdurchfall amtlich gemeldet worden. — Die ,Trieft« Ztg." stellt den aufgetauchten Eholeragerüchten in Trieft die positive Nach-richt entgegen, daß im ganzen vierzehn Fälle von Cholera und Ehvlerine constalierl wurden, wovon zwei mit lödllichem Ausgange. Sämmtliche Fälle lamen nur unter der Mann« schaft de« in de« Kaserne Kroneft.Rossi einquartierten Infanterieregimentes vor. Diese« Regiment wurde sofort aus besagter Kaserne dislociert. Aus dem Eivilftande liegt nicht «in einzig« Fall von Cholera vor. ^ (Bergbau.) In der Nähe der Stadt Wolfs« bng in Kärnten hat die »Union" «in 63 Klafter tiefes, ncch in Betrieb stehcnde,. Achllcch abgeteuft, von welcher Teufe 9 Klafter Kohlenflötze einnehmen. — (Plötzlicher Todesfall.) IM3. v. Host in Graz wurde, als er vorgestern Abend im Foyer des landschaftlichen Theaters eben im Begriffe stand, für sich und feine Famlie die Karten zur Vorstellung zu lösen, vom Herzschlage gerührt und stürzte zn Boden. — (Unfall.) Der l. l. Oberlieutenant Herr Victor Math es vom 5. Dragoner-Regiment ritt abends in fcharfem Trabe von Arnoldftein nach Maylern und konnte in der Dunkelheit nicht bemerken, daß der Mauthfchranlen nächst der Gailitzbrücke zugezogen sei; sein Pferd prallte daher mit folcher Gewalt wider denselben, daß der Reiter weithin und fo unglücklich zu Boden geschleudert wurde, daß man ihn tödlich verletzt vom Platze tragen mußte. — (Wuthkranlheit bei Füchsen.) Der Landesthierarzt Herr I. Oertl bespricht in der öfterr. Viecteljahrsschrift für landwirthfchaftliche Veterinärknnde, die fchon seit 1865 in Kärnten vorkommende Wuthlranl. heil der Füchse. Anfangs war man der Meinung diese Thiere hätten vergifteten Köder bekommen, an de« sie langsam verenden; aber da von derlei Füchsen nicht nur Hausthiere, besonders Hunde, sondern auch Menschen angegriffen und gebissen wurden und bei erfteren darauf die Wuthlranlheil auSbrach, fand sich die Behörde zum Ein» fchreiten veranlaßt. Seilher sind wüthende FUchfe in größeren oder geringeren Zeitintervallen fortwährend bis gegen« wärtig beobachtet worden. Solche Thiere verlassen ohne Scheu und Vorsicht ihre Schlupfwinkel und nähern sich den Wohnungen der Menschen. Sie sind bissig, schrecken vor nichts zurück und können mit Leichtigkeit erschlagen werden. — (Schnee im Hochsommer.) Am 20. v. M. 7 Uhr abends fiel in Svol-Szelöcze Schnee; die Jugend formte sich wie im Winter faustgroße Ballen aus demsel« den. Der Witterungsumschlag machte sich durch fehr fühl» bare Kälte in der ganzen Umgebung bemerkbar. ^ocales. Zur Wahlagitation. Die „Grazer Tagespost" faßt in ihrem Morgenblatte vom 31. Iull an leitender Stelle jene Männer näher ins Auge, die voraussichtlich im nächsten Reichsrache die Interessen Krains zu vertreten haben werden. Das genannte Blatt bemerkt, daß sich in den meisten Wahlbezirken alt- und jungslovenische Candidaten gegenüber stehen werden. Das genannte liberale Organ hat schon öfters auf die Stellung hingewiesen, welche die Ver-faffungsvartei in Kram diesen WalMmpfen gegenüber einnehmen sollte. Darf die Verfassungsparlei auch lein intimes Bündnis mit den »staatsrechtliche" Sonder, gelüste veisolgenden Iungslovenen suchen, so kann sie doch mit den Iungslovenen sympathisieren. »«U letzlere vielleicht dazu berufen sind, das slovenifche Lager von den hi«heri. gen tonangebenden — unlauteren — Elementen zu puri« ficiren. Die Verfassungöpartei in Krain kann — so äußert sich die grazer „Tagespost" — die Candidalur des Dr. Razlag immerhin mit aufrichtiger Oenuglhuung begrüßen, denn diefe Kandidatur bedeutet eine totale Niederlage der Ullslovenen; sie kann aber auch nicht als ein Sieg der «Jungen" aufgesaßl werden, denn Dr. siazlag hat de« lannllich männlich und offen dem Föderalismus Adieu ge« sagt, einem System, das den Slovenen, die in materieller und geistiger Beziehung auf die Hilfe des Reiches ange-wiefen sind, niemals Glück bringen kann. Dr. Razlag hat durch diesen Abschiedsruf die Träumer vom Königreiche „Slovenien" höchst unangenehm geweckt. Die Iungflovenen könnten, an ihrer Spitze Dr. »azlag. im Einverständnisse mit der Verfassungspartei für das wirkliche Wohl Kram« wirken. 'Männer, welche die Devife: .Macht geht vor Recht!" auf ihrer Fahne tragen, taugen für ein Reich«. Parlament nicht. Die grazer „Tagespost" bemerkt, daß die bisherigen altslovenischen, nur von egoistischen Absichten erfüllten Führer der Nation bereits in ihren eigenen Kreifcn un. populär geworben sind und ^ uot^ zu legen feien; es sei eine Ehrensache für die Iungslooenen, die Wahl solcher Männer zu verhindern. Das genante Blatt conftatiert schließlich, daß auch beim Landmanne derzeit ein gesunder Sinn eingekehrt ist; daß auch er es nun wisse, daß man jenen Männern, die von der Kanzel und Katheder herab Religion und Mora-lltät lehren, welche die himmlifchen Rechte der Staat«, bürg« vertreten, wohl hohe Achtung schuldig ifi, aber die Vertretung der irdischen Rechte Männern anvertrauen möge, die nicht die Soutane tragen. Die Autorität de« Föderalismus wird auch in Krain von Jahr zu Jahr geringer werden, und die geil dürfte nicht mehr allzuferne fein, wo auch das schöne Land K r a i n an den Segnungen de« Verfassungslebens teilnehmen wird. — (Liedertafel zu humanen Z»ecken.)D« Männerchor der philharmonischen Gesellschaft arrangiert heule abends im Casinogarlen eine Liedertafel, deren «ew-erlrag den durch hagelschlag und Ueberschwemmung beschädigten Insassen Unterlrain« gewidmet werben wird. Wir werden einen Alt von Humanität üben, wenn wir ºn« heule abends recht zahlreich an den Tischen im Easinogarlen einfinden, um zur Minderung de« Ncthstande« unserer Landsleute blizutragen. — Das löbl. k. l. Osfizierscorp« hat auch die edle Absicht, am Sonnlag den 3. August im Easinogarten ein große« Militiirconcerl zu arrangieren und den Reinertrag de«