EINZELPREIS: wochentafs 10 Rpl Samstag-Sonntag 15 Rpt mrburott öninna Amtlichos Organ des Verlag und Schriftleitung; Marburg a. d. Drau, Badgaese Nr. 6, Fernrut; 25-67, 25-68, 25-G9. — Ab 18 Uhr (6 Uhr abends) ist die Schriftieitmig mir auf Fernrut Nr. 28-67 erreichbar. Unverlangte Zuschriften werden nicht rückcesandt. — Bei Anfragen Rückporto beilegen. — Postscheckkonto Wien Nr. 54.608. Steirischen Heimatbundes Erscheint wöchentlicli scehsmal als Morgenzeitung (mit Ausnahme der bonn- n. Feiertage). Bezugsp-tis (im voraus zahlbar) monatlich HM 2.10 einseht Zustellgebühr; bei Lieferung im Streifband zuzüglich Porto; bei Abholen m der üe-schäftsstelle RM 2.—. — Anzeigen- und Üezugsbestellungcn in der Verwaltung. 5lr. 216 TRarburg a. 6. lOrau, ORontag. i. 0(ptrin{)rr ig4i 81. 3adraang Achttägiger Kampf um Wiborg Die soldatische Überlegenheit der finnischen Truppen Uber die Sowjets bewiesen Ein iiartes MoOges Ringen Berlin, ol. August. Die Einnahttie vun Vilpurl (Wiborg) diirüli dit» finnischen Truppen ist mit üu&gcicichneten Lei^tunKon der fliinisciicn Soldaten vorbunden. die in niehrtäKi« gen harten Kämpfen den zälicii bolsciiewistischeii Widerstand braclicn und die EinschiieUung von Viipuri vollendeten. Im sclinellen Vordringen in nordöstlicher Richtung gelang es den finnischen Truppen, bereits am 23. August die Straße Viipuri-—Rautu zu überschreiten. Im Laufe des 24. August wurde der Angriff unter heftigen Kämpfen fortire-setzt und der Hinbruclisraum in die sowjetischen Stellungen weiter verbreitet. (icgen überaus heftigen _ sowjctisclicn Widerstand wurde am 2^- AuKust die l'jn-schließung der karelischen Hauptstadt durch die finnischen Truppen vollendet. .Am gleichen Tage setzten die finnischen Stoßtrupps niit Motorbooten im (lebiet stidwsstlicli von Viipuri auf das jenseitige Ufer der Viinuribuclit über und besetzten die insel Lihanieve. In den Kämpfen des 26. August wurde der Ring von Viipuri so weit verengt. dall die aus der Stadt herausführenden drei Eisenbahnlinien nach Petersburg und Kivennapu uuterbroclien wurden. Am gleichen Tage besetzten finnische Stoßtrupps zahlreiche weitere kleinere Inseln in der Ducht von Viipuri. In zahirelcUen, mit äußerster Zäiiigkeit und Heftigkeit vorgetragenen Gegenan-griiten versuchten die in Viipuri eingeschlossenen Sowjet verbände innner wieder. den eisernen Ring der ümiischcn Tru'ppen zu durchbreclien. Alle diese Angriffe brachen an der harten Abwehr der Finnen unter schweren blutigen Ver-iustcn für die Boischewisten zusammen. In heftigem Angriff warfen die finnischen VcrbJinde bei alten diesen Versuclien die Sowjets zurück und drängten sie a'.if immer engeren Raum zusammen. Am 'J8. August setzten slcli die auf der Halbinsel Lihanieve gelandeten finnischen Truippen in den Besitz der von Viipuri nach Süden an der Küste entlang füU- , , rcnde Straße und nahmen die Orte Kol5-, S'7!,, lathi und Alasonnnee. Die an den Orten vorbei nach Süden führende Eisenbahnlinie wurde in einer Breite von aclit Ki-lometeni besetzt. Aus diesem Raum heraus wurde der Angriff nach Norden gegen Havi vorgetragen. Bereits am August wa r der Nordrand dos Sees nordwestlich Haeykki von den I'inncn erreiclit. Ourcli die Minnaliniü dieser StelhniK w'ar den Bolschewisten die letzte Ausweichmöglichkeit aus der engen finnischen Unrklannnerung cennm-men. Hie Vernichtung der eingeschlossenen Sowjetverbände und die Riiniahnie der karelischen Hauptstadt war damit endgültig gesichert. Noch in den Abendstunden des ?8. erreichten finnische Stoßtrupps die ersten Häuser von Viipuri im Nordwesttcil der Stadt. Im Laufe des August drangen d'e fiiinischen Truppen weiter In Viipuri ein uiij nalmien Im zähen Hiiuser- und Slra-ßenkampf den Nordwestteil von Viipur«. In -iL'Iiwcren und blutigen defechten wurde von hier aus am und 30, August Stadtteil auf Stadtteil erobert und von Jen Bolsciiewistcn g(.'säuberi \ni Naclmiittaij des .30. war Karelieuv Ihrnv-st;»dt Vünun fest in finnisclicr Hand. Ml den aclittägiKCn Känipicn um Vii- puri liaben die finnischen Truppen erneut ifire Itämpferische Sclineid und ihre soldatische Cberlegenhelt Uber die äow-ietiscfien Truppen bewiesen. Welche Bedeutung die Sowjets selbst der Verteidigung von Viipuri zugemessen haben, ^edit allein schon daraus Itervor, daß aui diesem verhfiltniisniäBiK Meinen Raum drei Fowitetlsche Divisionen, und zwar die 43m IIS. und 123. Schützendivision eingesetzt waren. Die Masse der drei Divisionen wurde vernichtet. Hervorraoende Leislunoen deutscher Pioniero heim Beseitigen von Minen H c r 1 i n, 31. August. Dio Bolschewistcn versucliten wäliri'nci der lelzten Tage vergeblich, das iinen, hat>en finnische Truppen 1 .iets Iiatten abtreten müssen. in schweren Kämpfen die sowjetischen Kräfte im ftaum von Viipuri vernichtend | geschlagen und am 30. August die Stadt selbst zurückerobert, (jleichzeltig stießen finnische Verbände auf der Mitte der karelischen Landenge mil großem Raumgewinn in Richtung Leningrad vor. An der britischen Ostkiiste bombardierten Kamnfflun[zeuge in der letzten Nacht _ verschiedene Hafenanlagen. Weitere Luft-j^ angriffe richteten sich gegen Flugplätze inj^^ Mittelengland. Einheiten der Kriegsmarine schössenjr an der holländischen Küste acht, Jäger an der norwegischen Küste drei btilische Flugzeujfe ab. Einzelne britische Bomber drangen in der letiten Nacht in Nord Westdeutschland ein, Flakartillerie brachte eines der felnd-liiheM T"'«''re«*Te zum Absturz. «asim Moskauer,.'^rivilen" verlöret?" Oebiet Finnlands - uriicheroliert Berlin. 31. AuKust N'ordostwärts die finnischen 1 dio frühere finnisch erreicht und teilweise schon Ülierschrlt- f hhsa) tischer Nachriclitenapparat sorgte dafür, daß der Führer und der Duce auch während der nusgedehnten Fahrten stets unmittelbar über jedes wichtige Ereignis unterrichtet wurden. Ein genaues Arbeits. Programm regelte den Ablauf dieser denkwürdigen Tage. Unmittelbar nach der Ankunft hatteii der Führer und der Duce eine erste Besprechung, an die sich ein militärischer Lagevortrag durch den Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Oeneralfeld-iiiarschall Keitel, anschloß. An dem darauffolgenden Mittagsenipfang, der cinzi-zen offiziellen Veranstaltung während des ganzen Besuches (an ilen übrigen Tagen wurde an der Feldküche gegessen), nahmen außer dem Führer und dem Duce von italienischer Seite Botschafter Alfieri, General Cavallero, Kabinettschef .Anfu'^o, die (lenerale A\arras mul Gandin, der Chef des Protokolls, Oesandter Celesia, und der Privatsekretär des Duce, Präfekt Cesare, von deutscher Seite Reichsmini-ster von Ribbentrop, (jeneralfeldmarschall Keitel, die Reichsleiter Dr. Dietrich und Bormann, Botschafter von Mackensen, die Generale Jodl, Bodenschatz und von Rin-telen sowie die .\diutanten des Führer?, Gruppenführer Schaub und Oberst Schniuiult, teil. Am Nachmittag stattete iler Duce in Begleitung des Führers dem I lauptciuartier des Oberbefehlshabers des Heeres, Gencralfeldmarschall von Brau-chitsch, einen Besuch ab, wo der Duce einen ausführlichen Überblick über dio Arbeit des deutschen Oberkommandos uml des Generalstabes des Heeres crhiel*. Der Abend war einer Besprechung im kleinen Kreise im Arbeitsraum des Führers vorbehalten. Zur gleichen Zeit waren die übrigen Herren der Begleitung des Duce, die an der Reise teilnehmenden hü. heren Offi/Ierf der italienischen Wehrmacht, die Vertreter des italienischen .Auswärtigen .Amtes und der italienischen Bolschaft in Berlin mit den Angehörigen des Führerhauptquartiers zu einem kameradschaftlichen Abend im Freien vereint. Der /weite Tag galt einem gemeinsamen Flug des Führers und des Duce mit ihren militärischen Stäben zu einem be_ sotniers mirkmten und hartumstrittenen Punkt der Kämpfe im Osten, wo nach einem Vortrag über die Eroberung dieser Festung ilurch den dortigen .Armeebefehlshaber eine Besichtigung; des Geländes vorgenommen wurde. Nach einem Felri-kiichenessen auf dem Flugplatz wurde der Riickflug in das Führerhauptquartier .'uigetroten, wobei der Duce als passionierter Flief^er zumeist in der Pilotenkan. zel beim st^indigen Flugkapitfln des Führers, SS-Oberführer Batir, weilte. Ein Besuch im linuntquartier des Relchsmar- des l.adoga-Sees hancn ttlne\ , t'« n \ schnlN und Oberbefehlshabers der Lnft. ruppcn an al'en Stellen isch-sowjetisclie (iren/.o-^^i:»_VKovino ./» / seinem militärischen Stab hin- weitbiid-uuese (M) I blick in den Führungsapparat der deut- Se!eseitigen. Es ist selbstverständlich, daß sich die Beratungen der beiden Führer nicht allein auf dieses heute ebenso strategische wie politische Kampfziel beschränkt haben. Es Ist seit Jeher das oft und offen ausgesprochene Ziel der Achsenmächte, ebenso wie sie Im eigenen Land den Weg zu Ordnung und Aufbau freigemacht haben, auch im europäischen Kontinent nach all den inneren Zerrüttungen und Bruderltriejsen die Voraussetzunjs für ein Zusammenleben In Eintracht, Wohlstand und Sicherheit zu schaffen. Dieses Ziel ist somit seit jeher ein Bestandteil der Grundsätze beider Bewegungen, die nicht nur auf das Wohl der eigenen Nation bedacht sind, sondern hiermit ans Innerster Uberzeuguug den Wunsch verbinden, mit dem eigenen Aufstieg auch Freiheit, Fortschritt und Wohlfahrt der anderen europäischen Völker zu sichern. »Mcssajij^cro« bringt die Überschrift „Bis zum Endstegr Rom. 31. Au^iist. Die öffcnthchkcit und Presse Italiens stehen völlig unter dem Eindruck des Treffens zwischen dem Führer und dem Duce an der Ostfront. Der felsenfeste Wille zum Endsieg und das groOe «e-meinsame Ziel der europäisclieti Neuordnung kennzeicliTien dieses Treffen der beiden Führer Deutschlands und Italiens an der Front des gemeinsatnen Ka:npfes jrcKcn den Bolschewisnuis imd die Plu'v')-catie. .>I)ic BeRCKnung der beiden Führer war von dem felsenfesten Willen der beiden Völker «etraKcn, den Krieg bis zum End-sieK fortzusetzen« und schreibt: »Den verbrecherisciien Plänen Roosevclts und Churchills stellen der Führer und der Duce ein Programm entgegen, das wahrhaftig einen dauerhaften Frieden und eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen sämtlichen Völkern -der gesamten Menschheit sichert. Dieses ProKr.mmi kann in der einen elementaren Formel ziisammengctal.U werden: Beseitigung Rückeroberung Wiborgs Krönung d«s Bsfrsiungskampfas der Finnen Das RNterkreoz des Eisernen Kreuzes Hr Feldmarschall Mannerheim Führerhauptquartier, 30. Aug. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat aus Anlaß der Einnahme von Wi^borg (Viipuri) an 'den Oberbefehlshaber der finnischen Wehrmacht, Feldmarschall Mannerheim, folgendes Telegramm gerichtet: »An den Obenbefehlshaber der finnischen Wehrmacht, Herrn Feldmarschall Mannerheim. Der Befreiungskampf Finnlands hat heute in der Einnahme von Vii'puri eine Krönung gefunden. Mit mir nimmt das deutsche V^olk, insbesondere die deutsche Wehrmacht, voHer Bewu.rderung für die T^ijpferkeit Ihrer Soldaten an der stolzen Freude 'des finnischen Volkes teil. Als äußeres Zeichen für die Verbundenheit der deutschen und finnischen Wehrmacht in dem gemeinsamen Schicksalskampf und in Würdigung Ihrer unü ihrer Soldaten großen Toftfenkeit verleihe ich Ihnen namens des deutschen V^olkes mit den Spangen zum Eisernen Kreuz I und II 1914 das Ritterkreuz des E'sernen Kreuzes. Adolf Hitler.« Dank an Manpe>beini und seine Soldaten Helsinki, .31. August. Im Zusammenhang mit der Verkündi-; gung der Einnahme Vilpuris hielt Vertei- j diKungsminister Valden im finnischen Rimdfunk am Sonnabend eine kurze Ansprache. j Der Minister «ab zunächst der Dattk-barkeit aller Fimkn an den kühnen Feldmarschall und seine mutigen Soldaten Ausdruck. Er wies weiter darauf hin, dali sich im Soldaten die Tüchtigkeit des Volkes spiegle, und sprach dazu auch seinen und der ReRierung Dank für die Opferwilligkeit der besannen Nation aus. die nicht nur für sicii allein, sondern für den gesamten Norden kämpfe. Viipuri. die Stadt, die oftmals, aus Ruinen neu erstatiden und in immer neuem Vertrauen auf die Zukunft aufRebaut worden sei, verpflichtet aber auch zu weiteren Kämofen bis zur endRültiiien Erreichung: des Sieges. Finnische Festung gegen Osten Helsinki, 31. Ausust. Viipuri, die zweitKrößte Stadt Fimi-lands, Reiiört zu den ältesten Kultur- und Sicdlungszentren Finnlands. Bercils im 13. Jahrhundert begiimt die (ieschlchie der Stadt Rleichzeitig mit der Errichtung enier Trutzfeste RCRen den Osten. D:e Stadt ninmit als Hauptstadt Karel'ens eine wesentliche Stellung int iumisch^n Verwaltunffs-, Wirtschafts- und Industrie-lebeti ein, ebenso auch im kulturellen Leben des finnischen Volkes. Sie war bis zu ihrer Eroberung durch die Sowjets der Rrößte Exporthafen Finnlands. Während des letzten WiiUerkriegos wurde die Stadt sehr stark von sowjetischen Bombenangriffen heitngesucht, wobei scliließlich die gesamte Altstadt mit ihren historischen wertvollen Bauten vernichtet wurde. Auch die übrjv:cn Stadtteile wurden durch Brände, Bo-n-beii und Ferngeschütze sehr in Mitleidenschaft RezoRen. Die Verteidigung Viipti-ris. das damals zuletzt nur noch von einer Handvoll Männer gehalten wurde, ist eine der größten Heldentaten der finnischen Ueschiclite Reworden und einer der zähesteii Kämpfe überhaupt, die in der modernen Kriegsführung um eine Stadt geführt wurden. Als am 13. März 1940 die Kriegshandlungen ciiiRCStellt wurden, befand sich Viipuri in finnischer Hand, mußte aber dann, was das finnische Volk als besonders schmerzlich empfand, an die Bolschewisten abRjtre-ten werden. In der Folsezeit hat eine Rroße Anzahl von Organisationen, Zeitungen usw. die Tradition dieser uralten finnischen Festung RCRen Osten aufrecht erhalten. Zu keiner Stunde erlosch im Herzen iedes Filmen der Gedanke, daß diese weiße Stadt Kareliens, wie sie Kenannt wird, wieder in den Schoß Finnlands zurückkehren würde. ij.!.! ^ -.5,i -1' (Stlicr)-Bildimhiv-M.) Die alte Burg von Wlborg der Ursachen, die zu Kriegen führen. Die Hauptursache der Kriege aber ist, so betont das Blatt, die Ungerechtigkeit, die ungerechte Verteilung der Reichtümer der Welt, die einseitige Kontroüe der großen Verkehrswege und Handelsstraßen, die Aufteilung der Welt in reiche und arme Völker. Dies seien die Ursachen, die bisher zu Kriegen geführt hätten und die jetzt beseitigt werden müßten. Die Roosevelt-Churchill-Erkiä-rung bedetite nichts anderes als die Ver-sklavunR der Völker.« Im »Popolo di Ro'ma« wird zu dem Fronttreffen in erster Linie der felsenfeste, unbeirrbare Wille der beiden verbündeten Völker zpm Endsieg zum Ausdruck gebracht. »Auf dem Schlachtfelde angesichts des Feindes haben sich«, so schreibt das Blatt, »die Führer der beiden Revolutionen getroffen und hierbei von neuem die unbeirrbare Entschlossenheit der beiden Völker zum Ausdruck gebracht, nun diesen Kampf gegen den Feind der europäischen Kultur bis zum Endsieg durchzuführen.« Das Blatt vergleicht dann ebenfalls die deutsch-ita-lienische Verlautbarung mit der Chur-chill-Roosevelt-Erklärung und schreibt: »Hier stehen sich zwei Welten, zwei Epochen, zwei Zivilisationen unvereitibar gegenüber. Mussolini und Hitler verkörpern die gewaltigen Energien zweier Völker, deren jugendliche Kräfte und Tradition unerschöpflich sind und die nunmehr, beide im felsenfesten Willen geeint, auf dem Wege bis zum End.^ieg weiter fortschreiten.« »Die Achsenmächte scli mieden das (lescihck des neuen Europa«, lautet die Überschrift der Sonntagsausgabe des »Lavoro Fascista«. Dieses neue Europa wolle die Zwietracht auf unserem Kontinent beseitigen, die England für die Aufrechterhaltung seiner in Wahrheit antieuropäischen Vorherrschaft brauche. „FandamenMe Ideei" Madrid, 31. August. Die Zusammen'kunft des Führers und des Duce ist das Hauptthema der spanischen iPresse. Der Außenpolitiker des »ABC« erklärt: »Die überwältigenden Triumphe der verbündeten Armeen auf dem Kontinent machen die Erklärung, daß Deutschland und Italien den Kampf bis zum vollständigen Endsieg fortsetzen werden, fast überflüssig. Den Sieg in Europa haben sie bereits in der Hand, der Widerstand der Sowjets zerbriciit.« Die offiziöse Zeitung »Arriba« schreibt: »Am Rand der großen Schlacht im Osten haben die beiden Führer der Achsenmächte die eiserne Sprache des Sieges gesprochen. Es würde genügen, das offizielle Koinmuniquee der siegreichen Völker mit detn üblichen Gerede des sommerlichen Schwätzertreffens auf dem Atlantik zu verg'leichen, um zu verstehen, was für eine Welt fundamentaler Ideen beide Zusammenkünfte voneinander trennt.« „firundsalz der neuen Weltordnunp** Budapest, 31. August Sämtliche Budapester Blätter berichten in größter Ausführlichkeit über das denkwürdige Treffen. Das Regierungsblatt xMagyarorszag« schreibt, der Führer und der Duce hätten bei ihrer Begegnung gewissermaßen das GrundKesetz für die neue europäische sowie die neue Weltordnung aufgezeichnet. Sensalira in New York N e w y 0 r k, 31. August. Die Begegnung des Führers mit dem Duce ist die Sensation sämtlicher New-yorker Blätter. In den Überschriften be-tonen sie, daß in der Konferenz die Kriegsziele der Achsenmächte erneut festgelegt worden seien. Die »Vernichtung der Plutokratlen und des Bolschewismus« wird als Hauptziel hervorgehoben. Die Zeitungen vergleichen die Zusammenkunft mit dem kürzlichen Chur-chill-Roosevelt-Atlantiktreffon, oh'.ie bisher weitere Kommentare zu geben. Deutschland handelt. Hoosevelt phantasiert R i o d e J a n e i r 0, 31 .August. )j^Diese beiden • Frontsoldaten haben sich niemals getroffen, ohne daß ihren Abmachungen große Ereignisse folgen«, schreibt in Rio de Janeiro das Blatt »Meiodia« zu dem Treffen zwiscnen Hitler und Mussolini. »Keine Punkte werden darüber veröffentlicht. Die Heere werden sprechen, war Deutschlands Antwort auf die Phantastereien an Bord der »Potoanac«. Nummer :fio i»MarT>urc:er Zeftune« 1. September Seite ^ Unser Einmarsch in Reval Unb«tchr*iblich«r ]ub«l •mpfängt die Befreier PK..., 30. August. Das Artilleriefeuer verstummt. Immer naher rückt die Stadt, immer näher rük-ken die riesigen Rauchpilze, die aus ihrem Hafen und ihren Verteidigungsanlagen steigen, zum Greifen nahe ist Reval. Niedertretend, was sich iirncn noch in den Weg stellt, mit dem aufgeipflanzten Seitengewehr die letzten bolschewistischen Widerstandsnester ausheibend, rückt «Jas Regiment vor. Am 28. August nach hartem Ringen besetzten die deutschen Truppen Reval. Damit ist das bol-.schewistische Bollwerk im Ostland in deutscher Hand. Stalin hat in don Ostsee-randstaaten endgültig ausgespielt. Unser Fahrzeug windet und schlängelt sich an «Jen Kolonnen vorbei. Vorbei an den trabenden Gespannen der Troßwagen, an den Geschützen, an den Kübeln und Panizern, die im Eilmarsch der Stadt zustreben, die mit ihren Kuppeln und Kirchen leuchtend aus der Wand beizenden Qualms tritt. Wir jagen in die Stadt hinein, durch die nun der Schritt des Eilmarsches hallt. Die Bewohner säumen zu Tausenden und Abertausen^den die Sraßen. Die Härte des Kampfes um diese von den Bolschewisten bis zur Sinnlosigkeit verteidigte Stadt steht unseren Soldaten in den verstau'bten Gesichtern. Aber jetzt, während sich der Jubel der Bevöltkerung zu einem Orkan steigert, ist alles vergessen. Händeklatschen und Heilrufe, der Gesang des Deutschlandliedes, das plötzlich auf allen Straßen und Gassen erklinigt, grüßen den Einmarsch der feldgrauen Kolonnen. Weinende Frauen, die uns immer wieder die Häntde drüöken, die sich in unsere Arme hängen und ein Stück niitmarsch'eren und vor Freude und vor Glück strahlende Mädchen überschütten uns mit Blumen, streuen Zigaretten und Bonbons in unsere Kolonnen. Dumpf fällt der Glockenschlag der Kirchen in diesen Jubel, der höher und höher anschwHIt. Es ist wie ein einziges Lied der Freude und Dankbarkeit über die endliche Erlösung von bolschewistischer Willkür und Unterdrückung, die die Menschen Revals auf das furchtbarste peinigten. * Ui>d während auf dem schlanken Turm des Parlaments ein deutscher Infanterist die Hakenkreuzfahne hißt, kniet die Bevölkerung Revals, knien Männer und Frauen, M'ütter und Greise auf den Steinen des Domp'latzes, schauen ergriffen auf das Zeichen des Sonnenrades, das auch zum Symbol ihrer Freiheit geworden i-st. Und wieder, während das Fahnentuch leuchtend gegen den grauen Himmel loht, erklin-gt aus tausend Kehlen das Deutschlandlied, gesungen von den befreiten Esten und von ihnen Befreiern, den deutschen Soldaten, das Lied der f)cutschen, das über den Straßen und Plätzen klingt, verbindet sich mit den getragenen Gesängen aus den Kirchen und Kapellen, in denen die Bevölkerung sich zu Dankgottes^liensten sammelt. Roval ist frei! Unveraleichliche Leisiungen der ilKufscIien Inianterie B e r I i n, 31. August Mit der Einnahme der estnischen Hauptstadt Reval haben die deutschen Truppen wiederum einen bedeutungsvollen Abschnitt des Kampfes im Osten zum ;\b-schluß gebracht. In engem Zusammenwirken haben alle Wehrniachtstcile und \Vriffengattungcn in fünftägigen Kämpfen Hervorragendes geleistet. Bereits am 24. August meldete der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht, daß die im estnischen Raum kämp. fenilen deutschen Truppen zum konzentrischen .Angriff auf Reval angetreten seien. Die Stadt Reval selbst war von den Bolschewisten wegen ihrer großen Bedeutung als Stützpunkt der sowjetischen Ostsecflotte durch gutausgebaute Bunkerlinien und Feldstellungen gesichert. Zur Abwehr des deutschen Angriffs setzten d'e Sowjets ihre sämtlichen hier noch zur Verfügung stehenden Panzerkampf-wiifücn rücksichtslos ein. In den harten K.'-mpfen um Bunkerlinien mit eingebauten Panzerkampfwagen bewährte sich in den K.'impfen dieser Taee wiederum der unvergleichliche Angriffsgeist und die Schneid des deutschen hifanteristen und Pioniers, hn oftmals blutigen Ringen und III Kampf Mann gegen Mann durchstie ßen die tieutschen Truppen die Wider-stnnd-^linien der Sowjets und vernichteten tlie zur .'\bwehr eingesetzten Pan/cr-kampfwngen. Von See aus griffen Einheiten der sowjetischen Kriegsmarine mit ih. Von Kriegsl>erichter Fritz Fröhllng rer Artillerie in den Kampf zu Land ein. Der in diesen Kämpfen schwerbeschädigte Kreuzer »Kirow«, mehrere Zerstörer und Torpedoboote, ein Kanonenboot und verschiedene bewaffnete Handelsdampfer feuerten ununterbrochen in den Angriffsraum der deutschen Truppen. Von der nordwestlich Reval gelegenen Halbinsel Wiinsi griffen acht schwere Sowjetbatterien und aus dem Raum von Nomme neun weitere Batterien in den Kampf ein. In ununterbrochenem Einsatz kämpfte die deutsche Artillerie die sowjetischen Batterien nieder. Verbände der deutschen Luftwaffe und der Kriegsmarine vernichteten im Zusammenwirken mit der Heeresartillerie einen Teil der auf der Reede von Reval liegenden sowjetischen Kriegsschiffe. Bereits am 26. August konnte di: Vernichtung -eines sowjetischen Kreuzers und zweier kleinerer Kriegsschiffe gemeldet werden, die durch Artillerie-Volltreffer in Brand geschossen worden waren. .\m 28. August wurde ein 6(XX) Ton-nefi-Dampfer, der aus dem Hafen von Reval auszulaufen versuchte, versenkt. Andere deutsche Batterien vernichteten einen sowjetischen Panzerzug. Unvergleichliche Leistungen hat die deutsche Infanterie in diesen Kämpfen vollbracht. Eine einzige deutsche Infanteriekompanie hat z. B. einen sowjetischen Feldflugplatz genommen und dabei durch das Fcuer ihrer Maschinengewehre 13 am Boden stehende und drei gerade .startende Flugzeuge vernichtet. Eine sich zur Wehr setzende sowjetische Flakb'it-tcrie wurde im Nahkampf erobert. Im Laufe des 27. August stürmten deutsche Infanteristen die den Hafen von Reval beherrschende Höhe 48 westlich Kose und setzten sich damit in den Besitz eines Pimktes, der für den Ausgang des Kampfes um Reval von entscheidender Bedeutung war. Andere deutsche Infanterie-Einheiten stießen am 27. August bereits bis an den Nordostrand von Reval vor. Nördlich der Bahnlinie nach Petersburg vorgehend, drangen noch am 27. August deutsche Infanteristen in den Südostteil von Reval ein. Während am 28. August die Artillerie-kämpfe mit unverminderter Heftigkeit andauerten, kämpften sich Infanteriever-bände weiter in den Stadtkern vor. Nach heftigem Kampf Haus um Haus und Straße um Straße v,[u dieser am 28. .August um 14,45 Uhr fest in deutscher Hand. Der Kampf um die Hafenanlagen wurde fortgesetzt. Am Vormittag des 20. .\ugust war der letzte sowjetische V^'ider'^i-i'Tl auch im Hafengebiet gebrochen. Stadt und Hafen von Reval waren endgülti':; von deutschen Truppen genommen. Zu dieser Stunde konnte die auf Reval angesetzte Angriffsgruppe die stolze Erfolg*^-nieidung abgeben, daß der Kampf um die estnische Hauptstadt und den wichtigen sowjetischen Flottenstützpunkt siegreicii beendet sei. Zerschlas^ene Sowjetflotte 17 Kriegsschiffe und 45 Transporter im Flnnisclien Meerbusen versenict 54 Einiieiten schwer beschädigt F ü h r e r h a u p t q u a r t i e r, 30. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, hat die deutsche Kriegsmarine und Luftwaffe den sowjetischen Seestreitkräften und Transportflotten im Finnischen Meerbusen schwerste Verluste zugefügt. Bei Versuchen, aus Reval auszubrechen und andere Häfen zu erreichen, sind durch Minenoperationen der Kriegsmarine zwei Zerstörer, neun Minensuchboote und drei Vorpostenboote der Sowjetmarine gesunken. Zwei weitere Zerstörer und ein Minensuchboot wurden durch Minentreffer schwer beschädigt. Kampfflugzeuge versenkten in hartnäckigen Angriffen einen sowjetischen Kreuzer sowie zwei Zerstörer und beschädigten durch Bombentreffer drei weitere Zerstörer sowie einen Hilfskreuzer. Die Transportflottea, die der Feind für den Abtransport von Truppen und Kriegsgerät aus Reval eingesetzt hatte, gerieten unter dem Geleit von Kriegs-I schiffen mitten in die deutschen Minen-sperren. Bisher sind 21 Transportschiffe ' mit zusammen 48.200 brt gesunken, 8 i Transporter wurden durch Minentreffer I schwer beschädigt. Kampfflugzeuge ver-I nichteten 22 Handelsschiffe, vorwiegend j Truppentransporter, mit zusammen I 74.000 brt und trafen 39 Schiffe so schwer, daß mit dem Verlust eines gro-! ßen Teiles auch dieser Schiffe gerechnet werden kann. I Im Seegebiet um England erzielte die ; Luftwaffe bei Tage Volltreffer auf einem , Tanker südlich Irland und beschädigte j ein grof5es Handelschiff hei den Färöer-inseln. In der vergangenen Nacht erhielt ein Frachter ostwärts Tynemouth einen Bombentreffer schweren Kalibers. Kampf- Revalt das „Nürnbersr des Noidens*' Wollhild (M) Oben : Links die St. Olaikirche nuf dem Domliorg: rechts der m.')ssi|;e. runde Turm, aer zur alten Stadtbefestigung gehörte, trägt seit Jahrhunderten den Namen dicke ,N\ar garethe«. — Unten: Blick in die Hauptstraße der Stadl flugzeuge tK>ml>ardierten militärische Anlagen an der britischen Ostküste und griffen verschiedene engliscne Flagnlütze erfolgreich an. An der Kanalküste verlor die britische Luftwaffe am gestrigen Tage 17 Flug-zeuge, davon 13 in Luftkämpfen, zwei durch Flakartillerie und zwei durch Minensuchboote und Marineartillerie. Britische Flugzeuge griffen in der letzten Nacht mit geringer Wirkung das Rhein-Main-Gebiet an. Flakartillerie schoß drei feindliche Bomber ab. Inseln vor Hevai besetzt Berlin, .^<1. Auj;ust. Mach der Einnahme von Reval und Baltisch-I^ort sind die deutschen Truppen zur Säuberuns: der Umgebung vfin Reval von vcr.sprennten sowjctisclten Truppenteilen übcrue^aiiKcn, Itri Laufe des 29. AuKust wurden die Situbcrunss-yktiouen auf der Halbinsel nordostwärts Reval zum Ahsclilul:» jjcbracht. Verschie-dciic der Reval vorseiaKcrten In-^elii wurden von deulNchen Truppen seiiom-nien. Arlillerleduelle in Nordalrlka Rom, 31. August Der italienische Wehrniachtbericht von« Sonntag hat folgenden Wortlaut; Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: In Nordafrika Artillerieduelle an den Fronten zu Lande. Deutsche Flugzeuge Iwmb'ardierten britische Ftotteneinheiten im Hafen von Tobruk. Die englische Luft, waffe unternahm Einflüge auf Tripolis, wobei mehrere Opfer und einige Schäden verursacht wurden. Eines unserer Torpe-dotx)ote schofi auf der Höhe von Tripolis ein großes feindliches Bomt)enflugzeug ab, das in Flammen abstürzte. Gestern nachmittags warfen feindlii'h? Flugzeuge Splitterbomben auf die Ortschaft Licala bei Agrigent. Die Zivilbe-v(ilkerung hat vier Tote und neun \'er-letzte zu beklagen. In Ostafrika im Abschnitt von Uolclic-fit blieben L'nglisclic Luftangriffe ohne [Wirkung. .Auf den übrigen Abschnitten des Kainpfgeiiictes von (londar untern.ili-' nien unsere Truppen mit l>fol)j[ .\ktioticn lokalen Charakters. i Im Mittelmeer griffen unsere Jagdflugzeuge eine Formation feindlicher l^mber an. Zwei Flugzeuge vom Muster Wellington wurden abgeschossen. i Serbiens neue Regierung üeneraloberst Neditsch — Minister-I Präsident I Bel.ijrad. .^0. Aujiusi. Der Befehlshaber in Serbien hat auf die Bitte des Ministerkoiuiiiis.sars Atschi-' iiiovitsch den (ieucraioberst Milan Di. ' Nedilsch bL'aiiftra.t;t. eine .serbische Rc-' .iiierun;.: /u bilden, (ieneraloberst Nc-I üitNch hat diesen .■Xuttra.^ angenomincn und dem Befeiiislidber in i^erbieii toi-Inende Reßieruii.^sniitjilieder vor.iiescilla-Ministerpräsident (ieneralobersi Neditsch, Innemniiii.ster Milan .Atsdiiino-vitsch, Bautenniiiiister Iu.ü:. 0,unicn Kus-tnaiiovitscli, \'erkehrsniini.ster i. a. .Ititsch, Post- und Teleurapl)em^l:nl^te^ .losif Kostiiscli, Arbeitsmini.ster Paula Draskitsch. .Minister ohne Portefeuille Monitschilo .laiikovitscli. Kinan/.minister Dr. Ljubisa .Wikiiscli. Ju-sti/mmister Dr. Tsedomir .Marjanovitscli, Minister füt Laiidwirtscliatt und \'oIkscrnahrun;r Dr. .Milosch Radosavljevitsch, W'irtsehafts-niiiiister Miliailo Oliscitan. Kultusminister L)r. Milosch Trivunat/. .Minister der Sozialpolitik uiiJ des (lesiiiidheitswc.sen"» Dr. Jovan Mijuskovitseli. Per Befehlshaber hat dem \'orscli!a^ zu;,^estimlnt und (lencraluberst Nedilsch gestern nni IS Uhr in icicrliclier I'orni in der urol.ien Halle des Parlaments^ebäu-des die türnemiuiiHfsurkunde aus.celian-di,s;t. Hierbei wurden dem Bcfelilshabcr die Re«:ieriinv;siiiii,iilieder vor,i;estelll. Bolschewisien morden in Iran In Täbris bereits 22 Personen hingerichtet I s t a n b 111, 31. .August Wie aus Iran bekannt wird, haben die Sowjets bei ihrem liinmarseh in Tabris 22 Personen hingerichtet. Sie behaupteten dabei, die (leiiiordeten seien ^^Feinde der Sowjetunion , gewesen. Weiteres Vorrücken der Sowjets auf Teheran Teheran, 31. .\ugust .Am Freilngabend wurde in Teheran bekannt, daß trotz der l^instellung der Feindseligkeiten auf iranischer Seite der N'ontiarseli der Rolscheu istcn auf Tehe-raii weitergehe. (lutunterrichtete Kreise u ollen 'b issen, dal^ die Sowjettrupen etwa IW Kilometer nord\\ estlich von Teheran stehen. SeHe 4 »Marbur^er Zeituns:« 1. September I04f Nummer 2\h Stätte des Grauens Besuch in Smol^nsk Es war unser erster Ruhetag. Wir waren schwere Bretterwände stehen. Sie dienten oben noch voll Staub und Dreck, nun als Kugelfang. Tauscnde von Einschlägen •Iber glänzten unsere Oes chter wieder sind sichtbar, viele Querschläger, deren j^auber und selbst aus den Augenwinkeln Projektile man mit dem Taschenmesse. hatten wir den üblichen schwarzen Klum- entfernen könnte. Die Bretter sind mit pen entfernt, der sich mit zäher Kraft dori grüner Ölfarbe bestrichen, doch die ist festzuhalten pflegt. kaum sichtbar, denn dick klebt das Blut Da tritt Kd^ B. zu mir und sagt: »Wol- der Opfer darüber. In einer Ecke, gegon-lon Sic nach Smolcnsk fahren?« Smolensk! über der Vorhangöffnung, ist die wand Herrlich, wundervoll! Smolensk, eine echio geträTkt mit Blut. Ich lasse das Licht der Stadt, nun schon weit im Hinterland, das Lampe darauf fallen und da sehe ich heißt ja schon fast Frieden. Selbstver- etwas, was mich besonders erschüttert: ständlich bin ich dabei. {Auf die durch Feuchtigkeit weiche Wand Nach kurzer Zeit sind wir auf der gro- ist der blutige Ab^druck einer Hand ge-lien Straße. Der Mittelstreifen ist asphal-j drückt und dort, wo die Finger enden, tiert, oh Wonne! Leise schaukelt der Wa- sieht man, wie s'ch In Todesangst die j^en dahin und dann ist alles aus, vorbei, i Nägel tief in die Wand eingekrallt haben, ich schlafe und träume von zuhause. ' Es ist mir lieb, daß wir wieder ans Tages- Verdammtes Gepolter! Ich schrecke auf licht kommen. und wir fahren über eino Behelfsbrücke) Die Nacht ist nicht schön. Ich schlafe in die Stadt Smolensk. In die Stadt? Ja, unruhig. Das ungewohnte Liegen zwischen das war einst eine Stadt. Eine gan-z richtige Stadt mit vielen alten Holzhäusern,' vier Wänden drücKt auf die Brust und benimmt den Atem. Vielleicht auch der Umstand, \3aß wir beim Ch«f des SD etwas zu lan^e gesessen sind. Aber wer kann aufstehen, wenn er nach Wochen wieder in einem echten und wahrhaftigen Klubsessel sitzt. En-dlich, endlich blinkt der Morgen durch das Fenster. Ich trete hin und oh WuTider! Auf sanftem Hügel, von Mauerkronen wirr umrankt, streckt die Kirche der wujTdertät'gen Mutter Gottes von Smolensk ihre goldbedachten Zwiebel-türme zum feierlich stillen Morgenh'mmel empor. Klar wie Alabaster steht dies wunderbare Bauwerk einer vergangenen Zeit über dem feuergeschwärzten Rund. Und von den Kuppeln zaubert die Morgensonne funkelnde Lichtstrahlen herab. Waschen und rasieren gi-bts nicht, denn in der Stadt springt keifi Waldquell und die Wasserleitung ist zerstört. So schlüpfe ich in die staubiggclben Küamotten U4id wandere hin zur Kirche. Das Kirchentor tut sich auf und ich sinke In tiefstes Staunen. Unversehrt ist auch mit Ziegelbauten, mit großen Wohn-iind Amtsgebäuden, mit Fabriken, Kirchen und selbst mit Hochhäust-rn. Das war eine Stadt mit elektrischem Licht, Straßenbahn, Wasserleitung, mit einigen Asphaltstraßen und allem, was zu einer Stadt gehört. Das ciniMial. Unvl heute? i Dieses beinahe unfaßbare Erlebnis der Die Alten, die von Polen an bis heute .Tat, der Bau des Westwalls', klingt unse-dabei waren, sie schütteln die Köpfe. So' rer schne'lebigen Zeit fast schon wie ein furchtbar wars noch nirgends gewesen, j altes Lied, und unseren Enkeln wird es rber Hügel hin weit hinaus eine Stätte j einmal eine sckönc, unsterbliche Sage des Grauens. Aus rauchenden Schutt- sein. Für alle, die nicht dabei waren oder inassen erheben sich die blinden Augsn ' nicht gesehen haben, stellte Christian H. der Fenster, Reihe um Reihe, leer, öde, [Bauer »Das Lied vom Westwall« zusam-sciiwarz. juen (Chr. Belsar Verlag, Stuttgart, 129 Da und dort steht noch ein Bau, wie Seiten mit vielen Abbildungen) zu einem durch ein Wunder verschont vom grau- sehr anschaulichen Zeitbild vom deutschen sigen ücschick. Es ist gegen Abend und ^ Frontarbeiter, der sich in diesem gewalti. wir werden in ein großes, gut erhaltenes .gen Bau ein unvergängliches Denkmal und fast luxuriöses Gc>bäude gewiesen, gesetzt hat. Wir erleben ihn bei der Ar-wo w ir schlafen sohlen. Es ist das Gebäude beit, bei der Feierabend^'tunde, beim der (jPU, in welchem sich bereits unser Appell oder in der Erholungsburg. In vie- VOLK und KULTUR iHiHiHmiiiiifHiiiiiiiNiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiHiiMiiiiiiiiiiiiiuniiiiiiniiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiNnniiiiiinnniiinniiiHiniHiwiiUHii^^ Das Lied vom Wesiwall SD einquartiert hat. Vor dem Abendessen gehen wir noch hinunter in den berüchtigten Mordkeller. Die Weicheren unter uns werden etwas bleich. .Mich erinnert der Geruch, der un-s cntgcgenschlügt, stark an meinen alten Fechtboden. Ein kleiner Vorraum, darinnen von Blut rostig gefärbt ein Haufen len kleinen Berichten, Briefen, Gedichten und Anordnungen, die oft sehr geschickt englischen Prophezeiungen und gehaltlo» sen Ansichten gegenübergestellt sind, erfahren wir von dem Arbeitsvorgang, der Fjnsatzbereltschaft, den Landschaftsein, drücken und vor allem von der Kamera schalt, d'e allem Geschehen den men?ch- Sägespäne und einige Spaten. Eine!liehen Unterton leiht. Tausende aus allen schmale, dichtgepolsterte Tür tut sich auf i Gauen unseres Vaterlandes kamen hi^r und vor uns zeigt das Licht unserer Ta schenlampen einen nicht großen Raum, mitten durch geteilt von einem schwarzen Vorhangs. D'eser Vorhang ist das einzige Romantische in diesem Gewöl'be. Alles andere ist von grauenvoller Realität. Da lehnen einige breite rinnenartige Bretter, etwa 2 Meter lang und 60—70 cm breit, ausgeschlagen mit Glanzblech. Darauf dicke Schorfe von getrocknetem Blut. Tragbahren liegen da mit bluh-erkrusteten Bespannungen, eiserne Geg.^nstände ver-.vchicdener B.iuart. Die Glanzblech-Bretter sind und bleiben uns ein Rätsel. Wahrscheinlich kann sich unser normales Gehirn die Foitor nicht ersinnen, zu der s'e angewandt wurden. Wir schlagen den Vorhang beiseite u id an die Wände gelehnt sehen wir einige zusammen und begriffen, als der Bau wuchs, dessen großen geschichtlichen Sinn; nebenher wurden sie auch mit der Waffe ausgebildet und lernten so die un-geheure Bedeutung dieses gewaltsgej» Grenzschutzes kennen. Ihre erste Aufgabe b'ieb jedoch die Errichtung der »großen Mauer« im Westen, ihre werkende Ge. meinschaft war die Zusammcnballung unwiderstehlicher Kräfte. Diese beispellose Leistung, die als eine der gewaltigsten Leistungen unsere* Volkes in die Geschichte eingehen wird, konnte nur erstehen aus der Erkenntnii der historischen Bedeutung der Aufgab*-und aus dem Erlebnis einer Volksgemeinschaft, die als Trägerin des Volksschick-sals ausgerichtet wurde. Und das mit vie. len eindrucksstarken Photos ausgestattete »Lied vom Westwall« wird dafür sorgen, daß nimmer die deutschen Bauleute unu Frontarbeiter vergessen werden, jene Arbeitssoldaten unserer schicksalsschweren Tage. H. St. + Ein Löns-Haus in der Heide. Anläßlich der Übernahme des Präsidiums der Hermann-Löns-Qescllschaft Hannover durch den Gauleiter und Oberpräsidenten Harfniann Lauterbacher, die am 29. August in Hannover stattfand, wurde durch den Qauleiter die Schaffung ehies Löns-Hauses in der Heide bei Tietlingen und die Stiftung eines Löns-Preiscs der GauliauDtstadt Hannover verkündet. + FlitnisciHM' FUin in Venedig. Finnland hat seine Vertreter für die IX. Internationale Filmkunstschau in Venedig ernannt. Es wird mit dem Film »Regina« (Das schöne Blumenmädchen) vertretyn sein. Auch Kroatien hat seine Vertreter namhaft gemacht. + Der kroatische OeuAgverein »Kolo« wird einer Einladung von »Kraft durch Freude« Folge leisten und mit einem großen Chor eine M-tägige Deutschland-reise unternehmen, die vor allem dem Besuch der kroatischen Arbeiter m Deutschland gelten soll. + Ehi OeSetz über da« kroeWscfie Schrifttum. Die kroatische Regierung bereitet ein Gesetz vor, in dem die OrumJ-züge für die Kontrolle und Förderung des kroatischen Schrifttums festgelegt werden. Es wird weiter bestimm^, welche Anstalten Pflichtexemplare von jeder In Druck gegebenen Arbeit erhalten müssen, wobei dei Agramer Universitätsbi.bliothek der Charakter einer kroatischen Zentralbibliothek zuerkannt wird. Ferner werden monatlich zweimal Bibllographieberichte herausgebracht werden, die alle Neu-erscheinu.Tgen registrieren. die Kirche geblieben. Selbst Bolschewiken hatten vor dieser feierlichen Schönheit ^heu. Man erlaube mir, ein Buch zu schreiben über die Kirche der Muttergottes von Sjiiolensk, und ich werde nur kaum imstande sein, all ihre Schönheit zu schildern. Aber nicht übergehen kann ich Jen Anblick des Ikonostas, der in tausend goldenen Zauberran-ken geschnitzten Kolzwand, die sich vcwn Fußboden bis zur Decke erstreckt und den mächtigen Raum in zwei Teile teilt. Ehrwürdig dunkle Bilder in o^^aler Form unterbrechen in regelmäßigen Abständen das märche.i-hafte Rankenwerk. In der Mitte lassen zwei riesige Torflügel den Blick der Gläubigen zum Altar sehen. Jetzt sind sie geschlossen, während die goldene Morgensonne hinter ihnen durchschimmerL Ich aber bitte einen Kameraden, die Türen langsam zu öffnen. Er tut es und während flimmernd die Sonnenstrahlen durch da» bewegte Schnitzwerk zittern, erstrahlt vor meinen schier geblendeten Augen da» goldene Feuerwerk des Hochattars. Ich könnte hier nicht schwiben, ^e mir in diesen Augenblicken "war. Vielleicht kann Ich es einmal in einer stHlen Stunde meiner liefcen kleinen Frau erzählen. Am Sonntag aber wird hier wieder dvjr erste Gottesdienst für die russische Bevölkemng sein und ich werde Ihn nicht sehen, denn da bin Ich wieder weit vorne. Aber ich kann ihn mir ausmalen, als ob er vor meinen geschlos-senen Augen stattfände. Ich sehe vor mir die erschütterten Gesichter der Menschen, die durch einen Taumel irrsinniger Qtialen geschritten siiKf jahrzehntelang bis zum Tage, da sich ihnen wieder die GoWwand öffnet «nd sie den Blick auftun können zur Hoffmin« eine» neuen Lebens. Sie werden ihr eigenes Leid kennen, aber die Welt hat keine Feder, die es wiedergeben könnte. Am Chor der Kirche ist die naturwissenschaftliche Ausstellung der Partei. Mit realistischen Darstellungen soll der Einwirkung der Kirche entgegentreten werden. So sehr mich diese Versuche sonst interessieren, diesmal wende Ich midi angeekelt ab und verzichte auf die Schau. Ich verlasse die Kirche über die Haupttreppe und sehe dort rechts und links zwei außer Dienst gestellte Riesentanks, die üWiche übcttetonung des kriegerischen Elementes, Dort setze ich mich hin und mein BHck schweift hinunter zur tiefen Furche des Dnjepr. Ich sehe die gewaltigen Festungsmauern, die einst dtm •kühnen Korsen Trotet geboten haben und heute noch furchterregend dastehen. Sie konnten den Siegeslauf unserer Männer der nationaJscuzialistischen Wehrmacht nicht hemmen. Unsere Idee ist es, die den Sturmwind unserer Waffen über alle Hindernisse hinwegträgt. Weit liegst du schon im Rücken unserer kämpfenden Truppen, du Stadt der Hügel, Smolens.k! Schüchtern schon regt sich neues Leben in dir. Doch nie mehr wirst du diesen Prankenhieb verwinden, nie mehr wieder wirst du die Alte sein. Während unsere Idee dem alten Europa ein neues Licht bringt, wirst du dahin-dämmern, bestaunt von Reisenden und scheu betrachtet von denen unter uns, die dich einst wiedersehen werden. SdL Dr. M. Scheichenbauer (PK). DER BRENNENDE __SOMMER_ Iv'OAtAN VON DORA ELEONORE HEIIREND (1. Fortsetzung) Der Schnauzbart plusterte über einem roten, gern gespitzten und feuchten Mund. Auch die Augenbrauen standen wiU, während der Schädel auf seiner blankroten Haut nur noch Spuren krausen Haarwuchses ze gte. Eibenso war die Haltung des Barons auffallend. Man mochte meinen, daß er im Rücken unter den Kleidern einen Stock trug, der ihn nötigte, mehr als gerade zu Kehen und den Bauch herauszustrecken. Sein Gang war wiegend, aber stramm, der Gesichtsausdruck gutmütig, es schien als trüge er eine rota Pßppmaske von harmloser Gutherzigkeit, wie sie etwa dei Hofnarr dem Herrscher zu Gefallen trägt, während hinter ihr sicherlich ein erfahrenes, eisernes, ia höchst gewitztes, wen i nicht gerissenes Gesicht steckte. Es hntte wohl der ge'^cliütztc Standort s'i'ines Lebens ihm die gutarfgc .Maske aufgezwungen, indessen s ch die eigentlich'' Struktur seines Wesers hinter ihr ver- barfT. Frau von Brakel war klein und rosa, ebenfalls eingetaucht in diese harmlose ("iutiniit'.^keit, denn nicnnls hatte sich ihr biftrrf* fnl'T h'"'tc entgei^ci'- ijestellt. Wenn Frau von Brakel alt wurde, konnte es nur rein zufällig geschehen und aus dem Grunde, daß einmal der Mensch diesem Gesetz unterliegt. Ihre Haut war so seidenfein, daß man kaum an , Altern denken konnte. Es schien, als ob ' die Hand des Lebens die feine Seide ihrer Haut einmal abgezogen und ein wenig zerdrückt hatte, um sie dann der Knochenstruktur wieder überzustreifen. Die Familie saß um den Abendbrottisch. Auf der rotumbordeten Decke standen Schalen mit Rauchflundern und Bratkartoffeln, stand Milch in Gläsern. Die Sonne war im Untergehen, sie versank hinter einer Nebelwand, die vom Meere aufstieg. Es schössen ihre letzten Strahlen über Wa<5ser und Dilne, erglühten die kleinen Fenster beim Fischer Ma-lehn, denn das Haus lag ganz und gar dem Meere zugewandt. Alles spiegelte rot in dem kleinen Zimmer. Glas, Porzellan und das wenige mitgebrachte Silbergerät. So schien das ganze Zimmer von einer* kleinen glühenden Ofenzentrale erhitz» imd erglüht zu werden. Irmchen sprach das Tischgebet, indem sie den blonden Kopf auf dem schmalen langen Hals tief neif^te. Die drei Töchter waren /wanziir, achtzehn und sechzehn Jahrp alt. Grofi und schhnk. ihre Hüften j so schmal wie dir von Knaben und das Haar ,' •."-I Kitm rii'- I Trofy »Ufr Ähnlichkeit glich iht Maielies wenig, denn es ist ein Geringes, was äußere Form zu ändern vermag, ein Farbton, ein Quentchen Blut mehr oder weniger und der raschere Pulsschlag, der sich daraus ergibt. Ja, vielleicht sogar Gestalten, Gedanken, die nur wie schnelle Vögel durch das im Werden begriffene Hirn fahren, verdunkeln oder aufhellen, ein ganz Neues. Wir wissen wenig darum. Jedenfalls waren sich Susanne und Maielies so ungleich, wie es nur sich gleichende Schwestern sein können. Maielies' Bild war mit stärkerer Farbe gemalt, das Haar mehr wie ährengelb, hatte vielleicht die Tönung von aufgelöstem Honig, ein starker Zopf im Nacken geflochten. Es war wunderbar, daß trotz aller Ordnung und Sorgfalt Maielles' Stirn und Backen meist von wehenden Haarsträhnchen umhangen waren, und da half kein Bürsten. Es mußte sein, daß dieses elektrische Haar sich dauernd in heftigem Sonderleben befand. Ihre Augen waren ebenso weit und offen wie die von Susanne, jedoch erschien das Blau unbestimmt, fließend und flüchtig, war gelegentlich graii-f>rün, ja gelb mit kleiner spitzer Pupille. Der Schatten dunkler Wimpern vertiefte es. Die Nase ein wenig lang und flach, hatte kleine runde Löcher, so daß man dnbei vielleicht flüchtig an ein Hasen. srhnfit7C»'^n denken konnte. Eigenartig wrr der Mund Er rrab Maielles das Unverwandte und frehörte nicht einmal in 'lu p'rrono«; O'^'-M'ht \* e't und blaß mit tief die 'itet^ etw*^ fcucht waren. Die Zähne standen unregel- mäßig auseinander, und wenn Maielies lachte, lachten die lustigen unordentlichen Zähne mit. Irmchen war äußerlich ihr und auch Susanne verwandt. Doch beginnt Im sechzehnten Lebensjahr der große Bildhauer Leben erst den Stoff zu kneten und zu formen. Frau von Brakel verteilte das Rührei, und Fräulein Schadenroth schälte Flundern ab und breitete sorgfältig die feister rosa Fleischteilchen auf^ zurechtgemachte Brote. Es gab keine Unterhaltung. Wenn man das ganze Jahr miteinander ist, ergibt sich nicht immer neuer Gesprächs^tofL Ein paarmal sah die Baronin zu ihrem Mann hin, wollte scheinbar etwas sagen, und zwar etwas, was zu überlegen war. Immer wieder wandte sie sich ihrem Teller zu, und die Lider lagen über den Augen. Indessen kam es dann, und sie sprach zögernd und so, als wisse sie nicht, was gesagt werden dürfe: »Ich möchte wissen, au» welchem Grunde der alte Kowahler hier wohnt. Nicht sehr angenehm.« Die Augenbrauenbüschel des Bfirons stiegen in die Stirne, und seine Augen wurden rund wie Achatkugeln. »Leider kann man das Angenehme nicht mitmieten wie Bettzeug und Liegestuhl. Jedenfalls würde es meine Mittel übersteigen.« Darauf antwortete niemand, und Su-••npc meinte »Beide wohnen im Gasthaus.« > Nummer 216 »Mai^jarrer ZÄHUTÜ« Y. Stu^ember 194f S«lla5 AUS STADT UND LAND Dank und Rnerkennuni des Reicbsinnenministers Der festliche Empfang in der IMarburger Burg — Dr. Fricks Abschied vom Unter Und Der Reichsminister des Itincrn Dr. Frick beendete seine dreitägige Fahrt durch die Untersteiermark mit einem Besuch der Stadt Marburg. Die Stadt hatte zu Ehren des hohen Gastes Festschmuck angelegt, besonders die Tegett-hoffstraße prangte im reichen Flaggenschmuck. Vor der Burg hatte die Standarte Marburg der Wehrniannschaft sowie die Deutsche Jugend im Steirischen Heiiratbund Aufstellung genommen. Alle Bild: Hoftnuiin jubelten dem Reichsminister zu und brachten ihre Freude über den Besuch Dr. Fricks zum Ausdruck. Sichtlich er-criffen dankte der Reichsinnenminister für 'den ihm bereiteten Empfang. Im Festsaale der Burg, wo die Vertreter der Zivil Verwaltung, der Bundesführung und beider Kreisführungen des Stei-rtschen Heimatbundes, der Gendarmerie, eine Abordnung des weiblichen Arbeitsdienstes sowie verdiente Persönlichkeiten des Marburger Deutschtums versammelt waren, begrüßte den Reichsminister der Chef der Zivilverwaltung, Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. U i b e r r e i t h e .r mit herzlichen Worten. Besonderen Dank sprach der Gauleiter dem Reichsminister für seinen Besuch aus, den Dr. Frick trotz umfangreicher Arbeit auf drei Tage ausdehnen konnte, um dieses schöne Land der Steiermark kennen zu lernen. In seiner Antwort brachte Reichsminister Dr. F r i c k seine Freude über den herzlichen Empfang zum Ausdruck und si>rach seinen Dank aflen Steirem aus, die in den Jahren Knecltt-schaft ihrem Volke die Treue hielten und heute bestrebt sind, den ver-helBungsvoilen Aufbau des »Son-nenlaitdes der Steiermark« mit allen Krfiften durchzuführen. »Dieses herrliche Land, Eure Untersteier-markc, hitu* der Reichsinneiimlnister fort, »verdient es. ein Bolhverk des Deutschtums zu werden» das niemals wieder dem Deutschen Reiche entrissen werden kann.« Anschließend schilderte Dr. Frick den einzigartigen Weg des Deutschen Reiches, das im Laufe von acht Jahren ein Machtfaktor wurde und heute den größten Kampf aller Zeiten ausficht. Die Person des Führers garantiert den Endsieg, der einen neuen Zeitabschnitt in der Geschichte des deutschen Volkes bilden wird. Eine Shigs^har des Marburger Män- nergesangvereines und das Instrumental-auartett des Steirischen Heimatbundes boten dem Reichsminister einen kleinen Einblick in das musikalische Schaffen des Unterlandes. Herzlichen Dank zolKe Dr. Frick dem musikalischen Leiter Prof. Hermann Frisch und den Ausführenden. Anschließend ließ sich der Reichsinnenminister führende Persönlichkeiten vorstellen. Mit regem Interesse erkundigte sich Dr. Frick über die einzelnen Arbeitsgebiete und verweilte mit den Vorgestellten längere Zeit hn Gesipräche. Reichsminister Dr. Frick verließ um die Mittagszeit Marburg und setzte seinen Weg gegen Graz fort. Bis zur alten Reichsgrenze mußte der Reichsminister des öfteren seine Fahrt unterbrechen, um Blumen in Empfang zu nehmen und Hände zu drücken. Grüße und Dank an den Führer wurden dem Reichsminister auf den Weg gegeben. Es klappert in den Weinbergen Der Herbst wiU liommen Kapellenberg, Ende August Vorbei ist die SommerschwUlc, die Trauben werden weich, im untersteiri-schen Weinland beginnen die Klapotetze zu klappern. Erstes Vorahnen des nahen Herbstes. Die Arbeiten im Weinberge ruhen, reich und gesund ist der Behang, vielleicht schützt der liebe Gott weiter vor Hagel. Nach warmen, traubenreifenden Tagen streicht kühler Abendiwind über die Hügel. Saftiges Grün, wie es nur dem Un-tersteirerland eigen, duftet aus Wiesen und Wäldern. Leise zittern die Pajppeln, in saniften Wellen rauscht das Heidenfeld und die Klapotet^ze klappern. Oan-z ge-m<ütlich. Ein ' Hobkkifjipel nach dem andern, der eine höher, der andere tiefer gestimmt. Da ist eine ganz kleine Wappermühle, die wie ein Kind plappert, drüben am anderen Berg hat sich ein Winzerbub protzig eine zwei Ellen lange gezimmert. Da lugt ein bescheidenes Windmühlchen vom Strohdach heraus und stolz wie ein Schiffsmast, mit Drähten verankert, ragt ein anderer Kilapotetrz vor der Winzerschule. Der Abend ist die Zeit des Erzählens. Vielleicht plauschen sie alle auch untertags, doch da hat niemand Zeit zum Zuhöron. Die kleinen, die armen, die großen, die stoteiiiber kein« Bezugscheine für Sfrfnnstölfwareii. Wie einer icn Aji-ztigenteil der heutigen »Marburger Zeitung« veröffentlichten amtlichen Ver-Isiiitbarung des Politischen Kotnmissars der Stadt Marburg (Wirtschaftsamt) zu entnehmen ist, werden im Monate September Bezugscheine für kleiderkarten-Pflichtige Spinustoffwaren nicht mehr ausgestellt. Diese Maßnahme erfolgt deshalb. weil mit 1. Oktober 1. J. iti der Utitersteiermark die Reichskleiderkarte eingeführt wird. m. Qemelnschaffsabond des Amtes Frauen in Rast. Dieser Tage fand ein Gcmeinschaftsabend des Amtes Frauen In der Ortsgruppe Rast statt. Eine Reihe von Vorträgen über Kultur, f^rziehung sowie über Volks- und Hauswirtschart bildeten den Inhalt des Abends, der mit fröhlichen Liedern und heiterem Text einen fröhlichen Ausiklang fand. Den Qe-ineinschaftsa'bend besuchten auch Kreisführer Diipl. Ing. V. Doboczky, die Leiterin des Amtes Frauen in der Kreisführung sowie der Ortsgruppenführer. m. Buchftihrunx^lehrKenfein^cha^ien auch^ in Pettau. Der Leiter des Arbeitsgebietes Berufserziehung in d^r Bundes-führung des Steirischen Heimatbundes, f 1 g e r, eröffnete am 26. August in Pettau die erste Lehrgemeinschaft für den Handel »Buchführung für den Kin^sl-hündier«. Der Redner wies ausführlich auf den Wert und die Aufgaben der nationalsozialistischen Berufserzi-ihuiiii hin. Ganz besonders wurde der Unterschied zwischen der Auffassung des Naiio.ial-soziajismus über die Ertüchtigung und Weiterbildung des schaffenden Menschen und der ehemaligen jüdisch-plutokratisch eingestellten Machthaber herausgesi^lit. Mit dem Appell, daß sich jeder Schaffende in der Untersteiermark die Frage vorlegen müsse, wo fehlt es, was nviH ich tun, um meine Berufslücken zu schließen und um mein fachliches Können auf jene Höhe zu bringen, die von einer nationalsozialistischen Wirtschaftsführung verlangt wird, schloß Kamerad Folgjr seine Ausführungen. m. Konzerte des Oaumusilczuges des RAD in Oberpul^gau und Qonobltz. Der Gaumusikzug des Reichsarbeitsdienstes veranstaltete am 25. August in Oöer-Pulsgau ein Kon-zert, das sehr gut besucht war. In froihcr Stimmung mit der Gewißheit, wirklich einen MusiikgcnuB gehatot zu haben, ging die Bevölkerung der Ortsgruppe befriedigt nach Hause. Am nächsten Tage fand am Marktplatz in Gonohitz ein Kon'zert statt. Flotte Weisen erfreuten die Bevöl'kerung. m. BuchhalttMigskurs in Oonobitz. Am 27. August fand in Gonobitz die Eröffnung des ersten Buchlialtungskurses vom Amt Volkibildung des StcIrischen Helmat-buntles statt. Der Leiter "des Amtes Vol1<-bildung in vier Kreisfüh''ung Marburg-Land schilderte den 35 Kursteilnehmern den Zweok des Kurses. Das Interesse der BevöUkerung Ist groß, sodaß in Kürze ein weiterer Lehrkurs aufgenoimmkin wird. ni. Appell und Versammlung in Gaildorf. Unlänigst wurden in Golldorf die Zellen- und Blockführer im Rahmen eines Appells mit ihren Aufgaben vertraut gemacht. Am kommenden Tag fand in St. Johann eine Versammlung statt, der 800 Menschen beiwohnten uml den Ausführungen des Redners Dr. W. W e s-sely lauschten. Der Redner verstand es, die Grundsätze döS Nationalsozialismus in leichtfaßlicher Weise zu erläutern. m. Ungiuclc' beim Mälien. In Gru-schowa bei St. Margarethen an der PöB-nitz erelgnetee sich Samstag vormittags ein schweres Unglück. Der 20-jährigc Landarbeiter Johann Kaschmann war mit mehreren Arbeitskameraden mit dem Abmähen einer Wiese beschäftigt. Durch TURNEN UND SPORT iiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiittiiniiiiKiitiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiHiiiiifiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiimniiiiiiiiiiiiHiiiiiniiminiimiiiiiiiii Festlicher Auskiang der V. Sommerkampfspiele der Hitler-Jugend bisherigen Burggrafen seines Lavantaler Schlosses Stein, das Geschlecht selbst stammte aber aus dem Lungau. Der Erz-blschof hatte die richtige Wahl getroffen. Im Kampf mit den Ungarn taten sie sich besonders hervor. Um 1200, an einem O^tersonntag, hat Friedrich von Pettau bei Großsonntag die Ungarn besiegt und das steirische und damit das deutsche Reichsgebiet um das Gebiet von Friedau bis zur heutigen Reichsgrenze erweitert. Anekdote Unterricht auf homöopathische Art Der Mandarin Pu Chang war der Erzieher eines Kronprinzen aus der letzten chinesischen Dynastie. Als er eines Tages mit dem Zögling vor den Toren von Peking spazieren ging, begegnete ihnen ein Schäfer mit ein paar Schafen. »Was sind da» für Tiere?« fragte der berühmte Gelehrte, um so — lustwandelnd, wie die griechischen Peripatetiker vor ihm — den Schatz der Erkenntnis des Partners zu heben. ^Schweine.« »Sehr gut!« sagte Pu Charig. »Geradezu ausgezeichnet. Bis zu einem gewissen Grade haben Eure Hoheit vollständig recht. Denn diese Tiere haben, genau wie die Schweine, vier Beine. Wenn sie keine Wolle auf dem Körper hätten, könnten »ic wirklich für Schweine gelten. Man nennt jedoch Schweine, die mit Wolle li^dedct sind, Schaft .*Jt' Die V. Sommerkampfsipiele der Hitler-Jugend und die erstmals mit ihnen verbundenen Jugendländerkämpfe fanden am Sonntag nachmittag vor 50.000 Zuschauern In der Schlesier Kampfbahn ihren Höhepunkt und Ausklang. Die Tribünen rings um das gewaltige Oval vermochten kaum die Massen zu fassen, die den Entscheidungen der deutschen und «iuropäisclien Jugend auf der Aschenbahn und dem grünsatten Rasen mitbeiwohnen wollten. Aus dem farbenfreudigen Bild der Uniformen der Jugend hooen sich neben dem Pahncnwald unter dem das Feld beherrschenden Glockenturm an beiden Seiten zwei große V, gebildet aus den braunen Uniformen der Hit-ler-.Iugend und dem blendenden Weiß der Blusen des Bd'M, weithin sichtbar ab. Zum Schluß der Kämpfe marschierten die Mannschaften der teilnehmenden Nationen in der Reihenfolge Italien, Bulgarien, Dänemark, Finnland, Kroatien, Niederlande, Norwegen, Rumänien, Spanien. Slowakei, Unsam und Deutschland in die Kampfbalm ein. Stabsführer Möckel ehrte die in der Front zur Tribüne angetretenen Sieger durch Handschlag und hob in seiner Schluß-ansprache hervor, daß von den eingeladenen Nationen nur Schweden und die Schweiz fehlen. In Breslau sei aber die Jugend aller Länder versammelt gewesen die sich um den Aufbau einer neuen Jugendbewegung bemühe. Die Kämpfe selbst hätten gezeigt, daß sowohl die deutsche als auch die europäische Jugend bereit sind, das Werk zu beginnen. Die eindrucksvolle Feier schloß mit der Führer-Fhrung und der Ehrung der Staatsoberhäupter der vertretenen 14 Nationen und den nationalen Liedern. Der letzte Tag der erlebnisreichen V. Somnicrkam.pfspielc der Hitler-Jugend in Breslau wurde mit dem zweiten Teil der Mannschaftskämpfc im Schwimmen eingeleitet. Die deutschen Jungen waren ihren ausländischen Kameraden hoch ■überlegen, cxbgleich die Ungarn und Kroaten beachtliches Können bewiesen. Schröder siegte über 100 Meter Kraul in der großartigen Zeit von 1:00.1. Im TurmS(pringen gab es einen Dotppelerfolg von Düvel und Haase. Bei den Mädeln vermochte nur die Niederländerin Tony Eijland durch einen Handschlagsieg über 200 Meter Brust gegen Inge Schmidt die starke deutsche Phalanx zu durchbrechen. Der Endstand lautete: 1. Deutschland 72, 2. Ungarn 33, 3. Italien 24, 4. Kroatien 17, 5. Finnland 4, 6. Spanien 2 Punikte. Im Endikampf um die deutsche Jugend-meisterschaft im Wasserball siegte das Gebiet Berlin Über das Gebiet Franken mit 5:3. Die Berliner Jungen haben dadurch den Titel erfolgreich verdient. Im Endspiel um die Jugendmeisterschaft im Tennis wurde der Titelverteidiger Günther von dem Sudetenländer Fischer 7:5, 6:3 geschlagen. Günther siegte dagegen mit Wissenbach im Endspiel des Jugenddoppels gegen Hariung-Kornhas mit 6:1, 6:3. Bei den Mädeln war Lotte Tegtmeyer gegen Traudel Zahn 6:0, 6:3 erneut siegreich. Die Meisterschaft im Mädeldopipel fiel an die Hamburgerinnen Obst-Weidehaas. Die Hockeymeisterschaft der Jungen mußte vertagt werden, da die Mannschaften von Ruhr-Niederrhein und Hochland sich trotz verlängerter Spielzeit 1:1 unentschieden trennten. Bei den Mädeln gewann den Titefl der Obergau Hessen-Nassau. Wie schon im Schießen und Schwimmen. so haben die deutschen Jungen und Mädel ihre erste internationale Feuer-orobe in der Leichtathltik glänzend bestanden. In beiden Mannscliaftskänipfen siegte die Hitler-Jugend und der BdM. 5:1-Sieg der Grazer in Marburg Im Marburger Reichsbahner-Stadion stellte sich der Grazer Reichsbahner-Sportklub als Gast der im Rahmen der Marburger Six)rtgemeinschaft neugeschaffenen Abteilung Deutsche Reichsbahn vor. Das Spiel nahm einen viel-versiprechenden Anfang, zumal die Gra-zer Oäste energisch loslegten und auch die Marburger sich mitgerissen fühlten. Die größere Spielerfahrung der Gäste trat jedoch allzubald zutage und so fiel ihnen auch der Sieg mit 5:1 im großen und ganzen wohlverdient zu. : Sieg und Niederlage der Grazer In Clill. Die Grazer Tennisauswahl trug am Sonntag im Rahmen der Cillier Sportfesttage einen Tenniskampf gegen eine Mannschaft von Cilll aus und siegte mit 7:0. Ein Tischtenniskampf Graz—Cilli schloß mit einem 7:3-Sleg der Cillier. : Fußballmeisterschaft des Bannes Cilll, Kürzlich wurde in Cilli das Schluß-spiel der Bamifußballmeisterschaft ausgetragen. Der Stamm Cilli siegte dank seines besseren Ziisammenspiels und seiner technischen Überlegenheit gegen den Stamm Marein mit 7:1 (3:1). : Schalke bleibt Im Tschammerpokal. Im letzten noch ausstehenden Tschani-nier-Pokalspiej der dritten Schlußrunde trug am Sonntag vor ?0.fl0n Zuschauern in Essen Schalke 04 über Schwarz-Wc'ß Essea mit 5:1 einen sicheren Sieg davon. ; Die Berliner Fußballmeisterschaft nimmt am 7. September mit fünf Begegnungen der Bereichsklasse ihren Anfang. : Heuser besiegte Hörmann. Hei dem Großen Straßenpreis von Köln im Radfahren feierte der Dortmunder Heuser nach einer Fahrzeit von 3:23^2 (liO Kilometer) einen sicheren Sieg gegen den Favoriten Hörmann (München). : Berlins Ringer verloren knapp. Itr. ersten Endkampf um die deutsche .\\ann-.schaftsmeisterschaft im Ringen zwischen dem Titelverteidiger Siegfried-Ludwigshafen und dem Berliner Krafts.portverein in Ludwigshafen blieben die Gasigeber knapp mit 4:3 erfolgreich und gehen somit mit einem kleinen Vorteil in den entscheidenden Endkampf am 7. September in Berlin. : Im Radrennen um den Semperit-Preis in Wien über 161 Kilometer zeigte sich der fast vierzigjährige Wiener Altmeister Karl Kühn seinen jüngeren Kameraden wieder überlegen. In 4:08.;^ fuhr er als Sieger durchs Ziel. : Mit einem 5:1-Sieg beendeten die kroatischen Tennisspieler den Länderkampf gegen die Slowakei in Preßburg. Am zweiten Kampftag gewannen die Gäste sämtliche Spiele. Branovic überspielte Abros 6:1, 6:1, F^allada vergalt seine Neuso-hler Niederlage durch Kosi-nar mit einem glatten 7:5. 6:0-Sieg und schließlich bezwangen Mitic-Branovic das slowakische Doppel Kosinar-Dr. ! Breznv 6:2, 7:5. In einem Schaukanint ! s'egtc Pallada mit.Alice Florian als Part-^ neriti 6:2, 6:2 über Xovac-Mitic. Unvorsichtigkeit eines Mähers wurde er von diesem mit der. Sense am rechten Unterschenkel so schwer verletzt, daß er vom Roten Kreuz ins Krankenhaus überführt werden mußte. m. Von der Leiter gestürzt. Der in der Textilfabrik Thoma in Pobersch bei Marburg beschäftigte 18-jährige Hilfsarbeiter Max Sorko stürzte beim Reinigen einer Maschine von der Leiter vier Meter tief ab und brach sich dabei das rechte Handgelenk. Das Rote Kreuz überführte ihn ins Krankenhaus. m. Sturz vom Heuboden. In Unter-Pöltschach stürzte die 52-jährige Elesil-zerin Franziska Arsenak vom Heuboden und zog sich einen Bruch des rechtin Unterschenkels zu. Sie mußte ins Krankenhaus geschafft werden. m. Unfall eines Kindes. Das 8-jährige Arbeiterstöchterchen Barbara Skrabl aus Ober-PIckern bei Marburg fiel von einem Baum herab und zog sich dabei einen Bruch des Imken Handgelenkes zu. Das Rote Kreuz überführte das Kind ins Krankenhaus. * BtUk küiU m. Agramer Oberbürgermeister nacn München eingeladen. Der Oberbürgermeister von Agram Werner wurde von der Stadt München zu einem Besuch eingeladen, Die Einladung Überbrachte der Amtsdirektor des Münchener Magistrates Dr. N e f f. Oberbürgermeister Werner wird voraussichtlich Ende September ins Reich fahren und hiebei die Lösung verschiedener Kommunalfragen in Großstädten studieren. m. Vorbereittingen für die 700-Jatirfeler der Stadt Agram. Die Stadt Agram feiert im kommenden Jahr ihren 700-jährigen Bestand als freie Stadt, zu der sie Im Jahre 1242 von König Bela IV. ausgerufen wurde. Aus diesem Anlaß werden zahlreiche Festlichkeiten stattfinden, mit deren Vorbereitung ein Komitee betraut wurde, dem die Vertreter aller staatlichen Behörden sowie der politischen und kulturellen Vereinigung angehören werden. m. Staatssekretär im kroatischen Finanzministerium ernannt. Zum Staatssekretär im kroatischen Finanzministerium wurde Dr. Filipanclc ernannt. m. Ungültigkeitserklärung alter Dinarnoten. Die alten jugoslawischen Banknoten zu 100 und 50 Dinar haben, nach einer Verfügung des kroatischen Finanzmi-nislers mit Donnerstag, 28. August aufgehört, gesetzliches Zahlungsmittel zu sein. Die Banknoten werden in Kuna umgetauscht. m. Feierliche Vereidigung der kroati. .sehen Marinefreiwilligen. Die kroatischen Marinefreiwilligen wurden, wie von der Küste des Schwarzen Meeres berichtet wird, zu Ende der vorigen Woche auf den Führer vereidigt. Die Vereidigung nahm der Chef einer deutschen Marineabteilung in Anwesenheit des kroatischen Gesandten in Sofia vor. Der Gesandte hielt dabei eine Ansprache, in der er die Überzeugung des kroatischen Volkes hervorhob, daß durch den Sieg der deutschen Waffen auch die Zukunft Kroatiens gesichert werde. Der Befehlshaber der kroatischen Marineeinheit, Fregattenkapitän V r k I 0 j a n , richtete abschließend an die Heimat eine Erklärung, in der er betonte, daß die kroatischen Matrosen stolz und glücklich seien, an der Seite der deutschen Marine, deren Angehörige wahrhaft prachtvolle Kameraden seien, für die Freiheit Europas und damit auch für diejenige Kroatiens ihr Leben einsetzen zu können. * m. Ein neues Volksschulgesetz für Kroatien. Im kroatischen Unterrichtsministerium wird gegenwärtig ein neues Volks-schulgesetz ausgearbeitet, da das zur Zeit noch geltende jugoslawische Schulgesetz ausschließlich auf serbische Interessen abgestimmt war. Ferner wurden neue Schulbücher in Druck gegeben. Der Unterricht der öffentlichen Schulen beginnt am 21. September. Da es in Kroatien derzeit rund 5(X)0 Volksschulen mit nur 12.000 Lehrern gibt, ist die Errichtung neuer Lehrerbildungsanstalten eine Notwendigkeit geworden, um dem Mangel an Lehrern, deren mehr als 20.000 benötigt werden, abhelfen zu können. m. Errichtung einer Zentralan®talt für Lungenkranke In Kroatien. Im neuen Kroatien wird der Bekämpfung der Tuberkulose größte Aufmerksamkeit gewidmet, da von der früheren jugoslawischen Regierung gerade in dieser H'nsicht für Kroatien nur wenig getan wurde. So ist die Errichtung einer Zentrnlanstalt fi'ir Liiivgen-krnnke vorgesehen. n.Tnchen sollen die sl.iatlichen Grsundheitsämter generell ausjfobaut werden. ) Nummer 216 »Marlwrgrer Zettimgc T. Septemljer 1941 Seite 7 SCHACH Europa-Schachtumier in München vom 8. bis 21. September Das vom Großdeiitschen Schachbund veranstaltete Europa-Turnier in München verspricht das bedeutendste Schachereiß-nis der letzten Jahre zu werden. Vierzehn europäische Schachländer haben die Entsendung ihrer besten Meister zu diesem Kampfe zugesagt. Für Schweden kommen Lundin und Stoltz, für Dänemark spielt Nielsen, für Holland Cortle-ver, für die Schweiz Leepin, für das Protektorat Opocensky, für Italien Campo-longo, für das Generalgouvernement Mroß, für Ungarn Ret-hy, für die Slowakei Rohacek. Die Vertreter Finnlands, Norwegens und Kroatiens stehen noch nicht fest. Bi.'fondcre Beachtung des Eu-ropaturn-iers erweckt die Teilnahme des "Weltmeisters Dr. Aljechin für Frankreich, der seit zwei Jahren keinen Schachkampf bestritten hat. Die deutsche Vertretung besteht aus Bogoljubow, Kieninger, Kohler und Richter. Schirmherr der Veranstaltung ist der Obcrt>ürgermeister der Hauptstadt der Bewegung, Reichsleiter Fiehler. Ministerpräsident Siebert, Gauleiter Wagner und Cicneralgouvcrneur Dr. Frank haben Preise und Beihilfen gestiftet. Da« Tunier wird vom 8. bis 21. September im Künstlerhaus am Lenbachplatz ausgetragen. Am ersten Tage findet ein Empfang der Teilnehmer durch die Stadt München statt. Die 10. Runde des Internationalen Schachturniers in Trentschin-Teplitz In der zehnten Runde des Internationalen Schachturniers in Trentschin-Tcplitz am Freitaig siegte überraschenderweise Hud gegen Opocensiky. Das Spiel Szilly gegen Rohacek endete unentschieden, ebenso auch das Spiel Potecek—Milan inach dem .30. Zug. Außergewöhnliches Interesse fand das Spiel Ahues—Sae-misch, via sich diese beiden deutschen Meister zum 30. Male auf internationalen Schachturnieren trafen. Saemisch gewann die Partie. Stand nach der 10. Runde; Foltys 9^, Potucek und Szilly 6!4, Rohacetk 6, Saemisch und Füster 5%, Hucl und Opocensky 4v^, Ahues und Hrabar 3^, Milan 214 und Dr. Mayer 2. VOR DEM RICHTER Die Todesstraie für RewerbsmäBixen Manteldi^ Von Mitte Februar bis Mitte März d. J. stahl der 39-jähriKe Josef FaschiiiK aus Hotels und Gaststätten in München IT) Mantel im Werte von je 100 bis 500 RM samt Tascheninhalt. Die Mäntel verkaufte er unter Ausnutzung der Kriegs-verhältnisse zu guten Preisen weiter, l-'asching ging jeder Arbeit aus dt^ni Wege, stahl namentlich in Wien und Berlin, verkehrte in verkommener Gesellschaft und fiel wegen Infektionskrankheiten, die er sich zuzog, öffentlichen FürsorgeeinriclitunKcn zur Last. Das Sondergericht verurteilte ihn jetzt als Volksschädling zum Tode, zum dauernden Ehrverlust und zu zehn Jahren Zuchthaus. Der 2l-jähriKe Judenabkömmling Hermann Herschier, der Fasching wiederholt Mäntel abkaufte, erhielt wegen Hehlerei zwei Jahre Gefängnis. Räuber zum Tode verurteilt Das Sondergericht beim Sahburncr Landgericht hatte sich nunmehr mit dem Raub zu beschäftigen, der am 14. luni in Groedig an einer 80-jährigen Frau v( r-iibt worden war. Der Tat angeklagt war der 21-jährige Bruno Krawczyk aus Schöneberg in Hessen, der schon mit 1.? Jahren wegen eines Diebstahls Bekanntschaft mit dem Gericht gemacht hatte, mit MYi Jahren wegen über 20 Einstcigdiebstählen und einem Straßenraub vor Gericht stand und zuletzt 'n Salzburg und Groedig gearbeitet hat. Nach seinem Geständnis kletterte er am 14. Juni nachts in das Schlafzimmer der jsn-jähriffen Frau ein und kroch unter das Bett. Als die Greisin sich zur Ruhe begab und gewohnheitsmäßig mit einer Kerze initer das Bett leuchtete, sprang auf ihren S(jlireckensschrei Krawczyk hervor, ergriff sie am Hals, warf sie auf das Bett, fesselte sie an Händen und Fülien und band ihr ein Tuch über den Mund. Nachdem er alle Kästen und Schränke vergeblich nach Geld durchwühlt hatte, band er der Frau die FilHc los und zwang sie, mit ihm in ihre Wirtschaftsräume im FrdKeschn" zu tjehcn und ihm die Tageseinnahme von uncefähr 40 RM auszuliefern. Weiter nahm er nöch 300 Zl-iraretten und zwei Stangen Wurst mit Dann kehrte er mit der an den Händen gefesselten Frau in das Schlafzimmer zurück, drückte sie wieder auf das Bett, fesselte ihr neuerlich die Füße, warf eine Decke über sie und machte sich an eine abermalige Durchsuchung des Hauses, wobei er eine goldene Damenuhr, einen goldenen Ehering un^' "^'irringe miti 'irn. Sowohl bei seinem Eindringen, als auch beim Verlassen des Hauses und auf dem Heimweg hat die Verdunkelung dem Täter eine wesentliche Erleichterung };e-boten. Krawczyk versuchte in der Verhandlung nur, die Art seines Vorgeiiens abzuschwächen, das Beweisverfahren erfrab aber in vollem Umfang seine Schuld. Das Sondergericht verhängte über den Angeklagten wegen Verbrechens des Raubes und Verbrechens gegen die Volksschädlingsverordnung die Todesstrafe. WIRTSCHAFT tiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinimiiiiiiimiiiiiiiimi'iiniiiiiiiiiiiniiiiinniiiiiiiiiitiniiiiiHiiiiMiiiiiiiiiMiiniiiiiiiiiitiiiiiiiiiniiiiniiiiiH Der Wirtschaftskrieg und wir In dem Kampf auf Leben und Tod, in dem Deutschland steht, Ist es in keiner Weise entscheidend, ob beispielsweise die Fleischration die friedensmäßige Höhe erreicht bzw. die bisherige Höhe behält oder nicht. Entscheidend ist für die lebende Generation und in der Geschichte allein, daß wir siegreich bis zum endgültigen Frieden bleiben und den Feldzug gewinnen. Angesichts der gegenwärtigen Verhältnisse ist die ernährungswirtschaft-iiche Lage nicht minder wichtig wie die militärische, in beiderlei Hinsicht können wir gleich zuversichtlich sein. Während vor der Machtübernahme nur 65 V. H. des Nahrungsmittelbedarfs des deutschen Volkes aus inländischer Erzeugung gedeckt werden konnte, wurden bei Ausbruch des Krieges rund 83 v. H. des Gesamtbedarfes im eigenen Lande erzeugt. Dabei konnte infolge Überwindung der Arbeitslosigkeit und Besserung der Einkommenverhältnisse in weiten Schichten eine erhebliche Steigerung des Verbrauches festgestellt werden. Die bei Kriegsausbruch noch nicht vorhandene völlige Selbstversorgung konnte dann der genialen Außenpolitik des Führers im Gegensatz zum Weltkriege durch mögliche Einfuhren ergänzt werden. Schwankungen in der Eigenerzeugung und Zufuhr wurden und werden durch vorsorglich von der Staatsführung aufgespeicherte Vorräte, besonders an Getreide und Futter, ausgeglichen. Die Anpassung an die durch den Krieg gegebenen Versorgungsmöglichkeiten erfolgte rechtzeitig nicht aus Not, sondern freiwillig durch die Einführung der Lebensmittelkarten, worüber die Briten zunächst als Anfang vom Ende frohlockten, um später zwangsläufig und höchst unvollkommen dasselbe zu tun. Dennoch besagte ein unlängst in der »Washington Post« erschienener vertraulicher Bericht des USA - Landwirtschaftsministers, daß die britische Ver. sorgungslage angesichts der bisherigen und fortdauernden Schiffsverluste und der Schiffsraumnöte außerordentlich ernst wäre. Wenn die USA nicht auch mit Lebensmitteln einsprängen, könne England den nächsten Winter nicht überstehen. Dasselbe findet seine Bestätigung durch einen kürzlich in der »Times« veröffentlichten aufschlußreichen Bericht aus Mittelengland über die Beschwerden des Le-bensmittelpreis-überwachungsschusses, der von geradezu räuberischen Preisforderungen gewissenloser Spekulanten berichtet und dies an Beispielen erläutert. Seit August 1939 stiegen die Großhandelspreise um 48 V. H., die Lebensmittelpreise um nahezu 69 v. H. und die Industrieerzeugnisse um 37 V. H. Das gewaltige Ansteigen des Lebenskostenindex ist eine Folge der gänzlichen Vernachlässigung der Landwirtschaft sowie der Eigenerzeugung durch die Briten und der durch unseren wirksamen U-Root-und Luftkrieg stark verminderten Zufuhr. Ein Blick nach der benachbarten Schweiz ergibt eine ähnlich bezeichnende Entwicklung. Die Großhandelspreise sind seit Kriegsbeginn um mehr als 60 v. H. gestiegen. Auch der Lebenskostenindex zeigt eine bemerkenswerte Steigerung, wenn auch nicht vollends in der Höhe der Großhandelspreise. Dabei spricht mit, daß nach angestellten Untcsuchungen in der Schweiz seit 1900 nicht weniger als 25.000 Bauernhöfe verlassen bzw. nicht mehr ordnungsmäßig bewirtschaftet wurden. DemRegenüber hat die nationalsozialistische Staatsführung von Beginn an die Landwirtschaft gefördert und mit wachsendem Nachdruck die Erzeugungsschlacht und Kriegserzeugungsschlacht des Reichsnährstandes geschlagen. Hierdurch und durch andere Maßnahmen mehr, wie Verhrauchsregelung und Marktordnung in der Ernährungswirtschaft, konnte der Lehenskostenindex in Deutschland gegenüber feindlichen und anderen Staaten unverhältnismäßig niedrig gehalten und das deutsche Volk satt gemacht werden. Darüber, daß dieses auch weiterhin immer gelingen wird, besteht kein Zweifel! Nachnahme ist nunmehr wie im innerdeutschen Verkehr möglich. Gleichzeitiß werden auch die ermäßigten Frachten für frische Beeren, Obst, frisches üemüse und frische Steinpilze eingeführt. X Herabsetzung von kroatischen Zöllen. Dieser Tage ist in der Zolldirektion des kroatischen Finanzministeriums eine Sitzung abgehalten worden, die sich mit der Herabsetzung von Finfuhrzöüen auf Zellwolle, Stahlwaren, Stahlflaschen, Bleituben und Küchengeschirr befaßt hat. Man nimmt an, daß die Zölle auf diese Produkte bedeutend herabgesetzt werden sollen. Stahlflaschen braucht man hauptsächlich für die Aufbewahrung von Methangas, das in Kroatien in großen Mengen gewonnen und zum Betrieb von Automobilen verwendet wird. X Überleitung serbischer und jüdischer Geschäfte bi kroatischen Besitz. Alle jüdischen lind serbischen Geschäfte Kroatiens sind nunmehr unter Aufsicht gestellt. Ihre Überleitung in kroatische Hände wird nach Abschluß der Schätzungen durch eine aus je einem Vertreter der Regierung, der Privatwirtschaft und der Angestelltenschaft bestehenden Kommission und bei Vorhandensein geeigneter Bewerber erfolgen. Hiebe! soll besonders darauf Bedacht genommen werden, daß sich ein gesunder kroatischer Handelsstand entwickelt und nicht ein Aufkauf mehrerer (leschäfte durch einzelne Oroßunter-nehmungen erfolgt. X Die Lei«tungfäbigkeit der ungarischen Jagdwirtschaft. Ungarn ist in Jägerkreisen wegen seiner gepflegten und reichen Reviere sehr bekannt. Durch die Rückkehr des Kar-pathenlandes kamen vor allem die ausgedehnten Waldreviere mit ihren wertvollen Tierbeständen wieder an Ungarn, aber auch das jetzt rückeroberte Südungarn umschließt sehr wertvolle Jagdgebiete namentlich in den Mußniederungen der Donau und der Drau. 1930-40 wurden in Ungarn 1 Million Hasen, 13.700 Rehe. 7.600 Hirsche, .'S20.000 Rebhühner, 366.000 Fasanen, 6.'i 000 Wildenten Eowie anderes Wassergeflügel erlegt. Korporativer Ausbau der kroatischen Wirtschaft Wie die Agramer Presse zu berichten weiß, hat der kroatische Wirtschaftsrat Richtlinien für die Umstellung der kroatischen Wirtschaft festgelegt, die in sieben Gesetzentwürfen ihren Niederschlag gefunden haben. Einzelheiten fehlen noch, man weiß nur, daß die Wirtschaftskammern neue Aufgaben zugewiesen erhalten, die alle auf dem Grundsatze l^eru-hen, daß das Interesse der .Mlgemeinheit den Interessen des einzelnen vorangesetzt werden müsse. Das Gesetz, das sich auf die Fragen bezieht, soll nach seiner Veröffentlichung die Grundlagen des korporativen Ausbaues der kroatischen Wirtschaft enthalten. Neben den Kammern sollen dreizehn Fachgemeinschaften bestehen. Solche sind vorgesehen für Getreide und Lebensmittel, für Holz, für Leder, für Textilien, für die Bauindustrie, für Papier und Graphik, lür chemische f'rodukte, für Eisen und Metalle, für Elektrotechnik, für das Berg-und Hüttenwesen, für das Geldwesen, das Hotelgewerbe und den Verkehr. Diese Gemeinschaften haben die Aufgabe, die Interessen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Einklang zu bringen, wobei den Arbeitgebern die Pflicht zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung in den Betrieben zufällt. Die Fachgemeinschaften sollen das Instrument für die Durchführung einer Wirtschaftslenkung abgeben und jedem Wirtschaftsfaktor den ihm zukommenden Platz zuweisen. Die Verteilung von Rohstoffen oder von fertigen Erzeugnissen, sei es für die Produktion, sei es für den Verbrauch, fällt sogenannten Arbeits- oder Geschäftszentralen zu, die entweder auf Verlangen der Staatsgewalt oder auf Initiative der Fachge-meinschaften ins Leben gerufen werden können. Ein weiteres Glied dieser Organisation ist die »Vertretung der kroatischen Wirt. Schaft«, dif als oberstes Organ die Tätigkeit der Wirtschaftskammern, der Fach- genleinschaften und der Geschäftszentralen in Einklang bringen soll. Darin sollen Vertreter aller Gebiete Kroatiens nebst gewissen Spezialisten tätig sein. Die allgemeinen Grundlagen für die Durchführung der gelenkten Wirtschaft werden vom Planwirtschaftsinstitut aus. gearbeitet. Dieses ordnet alle Fragen, die mit einer Vermehrung der Betriebe oder ihrer Verminderung in gewissen Wirtschaftszweigen zusammenhängen. Es erläßt Richtlinien für die richtige Ausnützung heimischer Rohstoffe und Halbfabrikate, regelt die Frage des Anbaues von Pflanzenarten und der Viehzüchtung, erteilt Ratschläge für die Führung der Außenhandelspolitik und für die Durchführung von Maßnahmen zollpolitischer und verkehrstechnischer Natur. Wirtschaftsnotizen X Paket- und Wertdienst mit den einge-glMerten Gebieten Kärntens und Kralns. In den eingegliederten Gebieten von Kärnten und Krain sowie zwischen diesen Gebieten und den übrigen Reichsgebieten (einschließlich Protektorat) werden vom I. September an gewöhnliche Pakete (einschließlich unversiegelte Wertpakete) und versiegelte Wertpakete bis 1.000 RM Wertangabe ohne Nachnahme zugelassen. Pakete aus den eingegliederten Gebieten von Kärnten und Krain sind vorerst mit einer deutschen Auslandspaketkarte und einer Zollinhaltserklärung zu versehen X PakrUiinuit niil kru^iUiMi. Das IVciehs-mstniinisleriuin wrisi in seinem .\msthlatl \'r. 81 darauf hin, daß die Kroatische Postverwultunj? «It'ii Werl- und Nach-nahmcdienst im l'akelvcrkehr noch nicht anfgonomnion hat und auch drinjjfiidr Pü-kcte noch nicht zulälM. X Neue Expreßgutt)estimmungen Reich-Protektorat ab l. September. Im Expreßgut-verkehr Reich—Protektorat treten am 1. September neue Bestimmungen in Kraft. Hiernach können künftig von allen deutschen Reichs-bahnhöfen Expreßgüter nach allen Bahnhöfen des Protektorat» abgeliefert werden, wobei die Frachten nach den deutschen Preistari-fert für dl# ries.imtstreck? berechnet werden. Die Belastung der Expreßgutsendungen mit AUS ALLER WELT a. Der erste iudenfrei© Bezirk im Protektorat. "■-r erste vollkommen judenfreie Bezirk im Protektorat ist Eisen-brod. in dem es keinen einzigen ansässigen Juden mehr gibt. Lediglich in der Stadt Eisenbrod selbst wohnt noch ein Jude. Die tschechische Bevölkerung dieses Bezirks hat stets eine ausgeprägt judenfeindliche Haltung gezeigt. a. Sechzehnjähriger erschlug seinen Meister. In einer Magdeburger Armaturenfabrik wurde auf einem Geräiebode:i ein 45-jälirigcr Tischlermeister srschla-een auiReiunden. Rr lag in einer großen Blutlache und hatte mehrere wuchM^je Schläge mit einem Hammer erhallen. r)er Verdacht der Täterschaft richtete sich auf den 16-jährigen Lehrling Egon Oau-dig, der des öfteren wegen Bummelns und Widersetzlichkeiten von seinem Meister verwarnt werden mußte. Der Lehrling hatte seit den Morgenstunden die Fabri'k ohne Qrund verlassen. Die Krimi-naipolizei ermittelte bald, daß d:r Juurie mit einem Faltboot elbabwärts j:efloheii war. Die Verfolgung wurde bereits aufgenommen. a. Im Auto vom Blitz betäubt. Als sich v.'ährend eines Gewitters ein Vutoialirer auf der Heinn'ahrt von Liepen nach Gie-low befand, schlug der Blitz nebeü Jr.n in emen Chausseebaum. Der Mann erschrak dadurch derart heftig, daß er be-wulitlos wurde. Cr hatte aber doch noch im letzten Augenblick das Getriebe ausschalten und den Bremshebel treren können. Über eine Stunde dauerte es. bis er wieder zu sich kam. Er war ni't dem Kopf auf das Steuerrad geschlafen und hatte sich dabei eine schwere Siiin-wunde zugezogen. a. 80 Fälle von Hitzschlag an eine.n JaiEe in Budapest. Das Ende des August hat in Ungarn eine derartige Hitze gebracht, daß am 20. August in Budunest während eines Volksfestes des Heilisjen Stephan, des Begründers der ungarischen Krone, nicht weniger als SO Personen vom Hitzschlag getroffen wurden. a. Eine Henne, die kräht. Auch unte< den Tieren gibt es Weibchen, die es unbedingt den Mänern gleichtun wollen. So besitzt ein Einwohner in Kapoe'n an der Schlei (Kreis Schleswig) eme Henne, die wie ein Halm krähen kann. Wenn morgens der stolze Herr'des Hühnerhofes den jungen Tag begrüßt. flic>;t die Henne ihm nach und kräht ebenso '.aut und schön. Nach dieser Bekundung männlicher Kraft und Stärke geht sie aber wieder ihrer natürlichen Berufung nach, das heißt, sie legt Eier. Da da.s der Hihn aber nicht kann, ist dam t wieder einmal bewiesen, daß die Weibchen auch . beim Hühnervölkchen doch mitunter den Männern über sind._ Verfang«! Ubarall dl« .MARBURGER ZEITUNG" SeHe 8 »Marburffer Zeitung« 1. September 194t Nurnmer 210 FÜR DIE FRAU Speisezettel für 4 Personen ! I t a Kiiorlu'iisin([M^ inlf Xiuloln, lasrhiiTUM- liralon mil Karlolfrl- und roU'ni !iül>ensalHl — 40 dkg Mojsch, I dkji l'Vll. Abüiid; l!i*'nioikt'rln uül Salnl — 1 onnerNliif(: •M i 11 i Kürbiseinlopf, — I dky l'ell. Abend: J'rdiiplV Iskrz tl dkg Fell. Irpllttg: M i M i rt; B(>hnt^nsrlH)U iisii[>i>i', (nTin-Irigpulalsi'hiiikeii — Ii dk;? l-ell. Abcjid: Kraulflockcrln — l dkt; ImMI. Sa ms I II Ii: A[>felb<>llclniann inil Kaffee? — M i 11 a Scliwainnu rlMi[>pe, Roslhralf n-nud«lii mit I^aradeissalat — ti dkg Ft'll, 20 dkji l''leisch. Abend; Kürbis>Hoinrisü niil Karlofffln — Ii dkg Fell. Sunnlaif: AI i I I u ^ ; lUndsu[)iH^ nül llullci'tiockfiin. Kulbsbralfn mit KarlortVln. ücinischlcr Salat, Apfclschlan^t'l — 12 dkjj I'nH, ?<() estreul werden, dann eine Schicht gerlebt,'iies Hrol cfgcben. >fan werhselt mil den Schlehlon ab und schliefM mit Urot ab. Man gießt den SafI darülK'r, l>eU'gt mit Hullerflocken und bäekl da» (lanjtc im Rohr. ZInil, Nengewür/ oder gesloftetne Gewürznelken verbessern ItoHlbratennudpIp. 'M) dkg RindsKchnitz. zeln, 2 dkg Fell, 10 dkg Z\viel>eln, X) dkg Handnudeln, Salz. Das RindsschnUzcl wird geklopff, gesalzen und auf bnideii Sellen mit ehvas Fell und feingest'hnllloner Zwiebel gebralen, bis lelztorc goldgelb ist. Dann sc'hneidet man das Fleisch in kleine Stücke fnieht faschieren), gibt es wieder Mehl, Vj allenfalls wird ein zur ZwielnM und dünstet mit wenig Saft ^^'eieh. Unterdessen kocht man Bandnu-tiein, mischt alles zusammen und lälH im Hohr etwas tiusdünsten. (■rrnitpiK|»ilatseliiiiki>ii. 35 dkf( l.iler Milch, Salz, 2 dkg Germ, 1 Fi. Fell zum Ausbaeken. Es leiehler (lermteig gemacht (.Vns.st'lu'U ahnlich wie Palalscbinkenlcig), ohne Ftill,den man kurz geben läßl. Dann werden in der Omeletlenplanno ungefähr '/g cm dicke Palulsehinken gebacken, die dann mil der Fülle nur zusammengeschlagen werden. .ipfehchlangel. 20 dkg Mehl, 4 dkg Fett oder Hiilter, 5 EIMöffel Milch. Vj Paket Backpulver, Va kg Aepfel, Zucker zum Bestreuen, allenfalls 4 dkg Hosinen und Zitronenschalen. Am Ürell wird ein Teig hergeslellt. eine Ilülfte aufs bcfeltclc Bleeh gelegt uiul mit Aepfeln, Rosinen nnd Zucker beslri'ut. Die andere Ifälfte gibt man darüber unil bärkl den Kuchen. Kleiner Anzeiger iiinnminiiininnimiiiniiiiiiiiiiiniiimniiiiitmiiimmi Rpf. Für Zusendunc von Kennwortbrieten werden 60 Ruf Porto berechnet Anzeleen-AnnahnttscIiluB: Am Tes« vor Erscheinen nm 16 Üitr. »Kleine An-zeiiccn« werden nur caceo Vnrelnsendunii des Betraxes (auch In Rllltliten n'icfninrkcn) aiifaenommfn Mindestcebllhr für eine "^leinf An*elEe RM 1 • Jedes Wort kostet tQ Rni. das feUEedruckle Wort 2tt Rot Der Wortorela eilt bis fD IS Buclistabea t« Wort, ^ilfentebühr (Kennwort) .15 Rpl bei StellenKesnchen 25 Landwirtschaft, ca. IS—20 Joch, davon ca. 3 Joch Weinparten. Zuschriften mit Preisangabe unter ».'i4.606« an Ala, Graz, Herrengasse 7. fi3.'^3-2 iu y0tkiQufiH Einbettiges Schlafzimmer zu \ erkaufen. 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Wir bitten sofort nach Erhalt der Zahlkarten um die Überweisung der Bezugsgebühr, damit die regelmäßige Zustellung nicht unterbrochen werden muß Der Politische Kommis&ar der Stadt Marburg a. d. Drau Wirtschaftsamt B Verlautbarung -Wit Rücksicht auf die mit 1. Oktober IlMl eiiuufülireiulc keichskleiderkarte werden im Monate September Bezugscheine für kleiderkartenpflichtige Spinnstoffwaren ti i c h t mehr ausgestellt. Ausgenommen sind: Ansprüche bei (jc-iMirten, in Trauerfällen und bei erwiesenem Notstand. Besteingeführte 596t) alte Grosshandeligesellschaft bietet an: Rnochenlelm. HauHeim, Le-derlelm, Kunstdlnger, 6ela-tlne, chemische Produlde FRANZ RUCKBB, HiBdllsmilllscIiifl Wi«n I., Eulim. 13 1 Spezerist, 2 Lehijungen werden sofort aufgenommen. Quartier und Verpflegung im Hause. Offerte an kommissar. Verwalter Oskar Reitter (GroHfirma Joh. Rojnik), Windischgraz, L'ntcrsteiermark. 6354 Achtung! Bartrio Bdi Hinz aus Graz Kino «Bar spielt tüglieh in der RTRofiOSB 6346 vom 2. 9. — Begrinn 20 Uhr BURG-KINO .TU V Ein Wien-Film im Bavaria-Verlcih, hergestellt von der Styria-Fllm Q. m. b. IL So gefällst Du mir I Gusti Huber, Wolf Albach Retty, Jane Tildeni Oskar Sima FUr Jugendliche nicht zugelassen! § Neueste Deutsche Wochenschauf KulturfUml^ *■ n Kiiltarlilin-Sondervorstelliiiigen Ntnttg, Dlonstag, Mittwoch ¥»14 Uhr Der große Expeditionsfilm Dschungei-Geiieinaisse Für Jugendliche unter 14 Jahren nicht zugelasMnI Neueste Deutsche Wochenschau! Vorfiihrungeni Heute 16. I8.3Q und 21 Uhi Karten von 10^12 und ab 19 Uhr ESPLANADB hemmt 25»Vi- Dor laufende Berg Ein Ufa-Film mit Han»i Knotegk, Paul Richter-Maria Andergast, Fritz Kampers Für lugendliche «ugelasaen! Ein Ufa-Kulturfilm und die Deutsche Wochenschau! Ö247 ZAHNPRAXIS Dentistin ALDINE FORSTEL befindet sich ab 1. September in der Landwirtschafts-Genossenschaft in Windisch'Feistritz. 6194 Schriftleiter der »Marburger Zeitung« •ucht ab 8. Ssptgmber möbliertes Zimmer, möglichst mit Badbenutzung, in der Nähe der »Marburger Zeitung«. Zwei Zimmer (Wohn- und Schlafzimmer) bevorzugt. Angebote unter »Ruhiger Mieter« an die Verwaltung erbeten. t)'iü3 Viele TauMendm 1 Mmfbumer Zeliuna! d i e Und Du ? — Aiii ihuiksöittH druckt rasch und sauber die MARBURGER DRUCKERE Mast Ou Oelfi MmImmtbtmU scften Haslellif Marie Kompost geb. Dietinger und Tochter gt-bun die traurige Nachricht von dem Ableben ihres geliebten Gatten und Vaters, dei« Herrn Ernst Kompost Oberlehrer i. R. welcher am .30. August um halb 2 Uhr verschieden ist. Die Leiche des teuren Toten wird am I. September um 14.30 Uhr beim Trauerhause in Ikrgental eingesegnet und am Friedhof ii' Lembach beigesetzt. Hergental, den 30. August 1941. t>35ü Di e HarbursP«' Zeitung ^ e h ö t l in /ad« Fmmiltm das Umtmrimndi Der PolitisciK Kommlüsar der Stadt Marburg a. d. Drau i. A.: Dr. Weber Unser edelster, herzensguter Vater, Bruder, Herr Wiiheim Luschützky AnR(9tellter der Reichsbahn hat uns nach kurieni schweren Leiden Samstag, den 30. August 1941 im 56. Lebensjahre für immer verlassen, Hns Leichenbegängnis des unvergeßlichen Dahingeschiedenen findet am Montag, den 1. September 1041 um 16 Uhr von der Aufbnhrung.shallc des städt. Friedhofes in Pobersch aus statt, Marburg, Graz, den 30. August IlMl, DIE TIEFTRAUERNPEN HINTERBLIEBENEN 6347 HaiiptBchril''tlftiter Anton Gertchack. Stcllvertrcicudcr Hauplscliriflleilcr Udo Kasper — Druck der „Marburger Druckcrei'