Laibachcr Zeitung. O ^-"! 9O. Dinstag am 23. Juli R84V Herzogthum Karnteu. ^ie „Klagenfnrter Zeitung" von, 26. Juli berich-^Nachstehendes: Am 15. d. M. um die erste Nach--"»tta^istliiide zog, aus Nordwest kommend, in nächtiger Schivärze li„ Hochgcwicter über die benachbarten Bezirke Maria Saal, Edent Hal mid Grafen stein. Dasselbe war von einem furchtbaren Hagelwetter nnd einem Orkan begleitet, wie sich die ältesten Leute keines ähnlichen erinnern. Die Schlossen sielen an mehreren Orten in der Größe von Gänseeiern!__ (AmAbende des genannten Tages wurden Eiöstiicke znr Sradt siebracht, welche, unbeachtet der bereits '"ehrstiindigen Abschmelzung, noch die, Grösie von Hühnereiern hatten.) Der kurze Zeiirauni oon einer Viertelstunde ver-^'-'^ — lüld die kaum noch in herrlichster Fruchtfülle prangenden Felder und Gärten boten ein Bild der gräusenhafrc-^en Veiwüstling. Baume von mehr als Mannesdicke (der schivächeren gcir nicht z» gedenke»') lagen allenthalben ent-lvurzelt und zersplittert; Dächer waren abgedeelt oder zer-schmettert; ja, manche Gebäude, besonders Scheunen u. dgl., wurden durch die entsetzliche Gewalt des Sturmwindes förmlich dcmolirt. Diese war so groß, daß an den dem Anprallen des Windes ausgesetzten Seiten der Hauser, trotz der festverschlossencn Jalousien, die Fenster eingedrückt, Thüren cuis ihren Angeln gerissen und Fenster sammt Nahmen und Stocken in die Zimmer geschleudert wurden. Als über alle Beschreibung fürchterlich schildern Augenzeugen das Heulen «nd Toben des Sturmes, von welchem sogar das Krachen des Donners und das Geprassel der einstürzenden Gebäude übertäubt wurde. — Glücklicherweise ging kcin Menschenleben verloren. — Die Sladt selbst wurde nur von einem heftigen Sturmwinde nnd einem Blitzschlage berührt, welcher jedoch unschädlich blieb. St. Andrä im Lavanthale. Zwei unvergeßliche Feste haben nns der l 2. und l<1. Inli gebracht. An jenem '^age nämlich trafen Seine Fürstliche» Gnaden, unser neuer dochwürdigster Oberhirt, Anton Martin, von Hochihrer 5^'ise nach Salzburg glücklich in St. Andrä ei», und au, 1 v. d. M. fand Hochdesseu feierliche Introduction in die Ka-lbedralc Scatt. —. Es war halb I Uhr, als am !2. dieses ^e. Fürstl. Gnaden an der Gränze der Lav.inter Diöcese anlangte , und dorr von einer großen Zahl Geistlicher chr-fnrchts^llst begrüßt wurde.. Nach in Volkermarkt einge-'lommenl-n, Mictagsmahle wurde die Neise gegen das ^a-vanlthal fortgesetzt. Pöllerschüsse und Glockengeläute kündeten weithin die Ankunft des heis, ersehnten Oberhirten den Bewohnern an, die in großen Schaarcn auf ihren Kniee,, um den erste» bischöflichen Segen baten. Allenthalben schlössen sich dein Zuge Wägen mit herbeigeeilten Geistlichen an, die ihren, Kirchenfürsten das Geleite geben wollten. An der Höhe des Griffnerberges wnrdcn Seine Fürstlichen Gnaden von den Honoratioren aus St. Audrä uod Wolfsberg ehrerbietigst empfangen und gegen halb 7 Uhr erfolgte die An^ kunft im Weichbild? von St Andrä. Schon an dem Schei-depuncte der beiden Straßen gegen Völkermarkt und St. Paul war ei» Triumphbogen errichtet, und von da au konme sich der Zug nur langsam durch die dichtgedrängte Menge fortbewegen. Am Stadtthore harrte der hochwürdige Herr Tompropst au d, allgemein verehrten k. k. Herrn Guberm'alrath und Kreishauptmann, FreiherlN v. Spi eg e lfe ld, vollzogen, Be! del Tafel von 94 Gedecken wurden Toaste auf das Wohl Seiner Majestät, des allcrdurchlauchrigsten Kaiserhauses, Seiner Eminenz, des hochwürdigsten Cardinals nnd Fürst-Erzbi-schofs zn Salzburg, der hohen Landesbehörden, des Herrn Temporal - Installators, des Domcapitels und der gesummten Diocesan - Geistlichkeit von Seiner Fürstlichen Gnaden selbst, vom ?. '1'. H"'n, Dompropste aber auf eine recdt lange und glückliche Verwaltung Hochdemselben ausgebracht und von allen Anwesenden auf das Lebhafteste erwiedert. Österreichisches Küstenland. Der .,, geringem Belange. Den Berichtet, aus Bairut vom 4. und aus Damascus rom 5 d, M. zu Folge, schienen die Dinge inSiM'n eine btfri.di^i^cre W.i'dui^ zunehme», auch 550 hatte die neue Administration jener Provinz angefangen, fe-steil Fuß zu fassen. Unsere Correspondcnz ans ?ll^-a!!di!en zeigt an, dasi der Vice-König von Aegypten, Mehemed Ali, ain 4. d. M nach Constaiitillopel abgegaoge» »rar. Alle Kähne und Schaluppen der europäischen Schisse hatten ihm freiwillig das Geleite gegeben bis zuM türkische» Dauipf-boote, auf welche», er sich mit nur kleinem Gefolge eingeschifft, und von wo er dann die Fahrt nach Rhodus angetreten hatte, «in die Quarantine daselbst zu bestehen. — Nach Berichten aus Atheu von, I I. dieses »rar die allgemeine Aufmerksamkeit dort noch immer durch den Prozeß beschäftigt, worin der ., Siecle« wegen Ehrabschin'idung ver-llrtheilt worden, und wodurch die Behörden auf die Spur gewisser Umtriebe gelangt wareu, welche die Opposition zur Erregung von Unruhen im Lande unterhielt. Das ägyptische Dampfboot »Nil" ist, von Alexandria, kommend, heute um 3 Uhr Nachmittags ,',, diesem Hafen eingelaufen. Wien. Se. k. k. Apostol. Majestät haben mittelst allerhöchster Einschließung vom 2. d. M. dc» bisherigen k. k. Lega-tionsrath und Kämmerer, ?^arimi!ia!i Freiherrn v. Vrints-Tr^uenfeld, zu Ihrem außerordentlichen Gesandten und be« vollmächtigten Minister am kö'nigl. dänischen Hofe, und den Legacionsrach und Kämmerer, Georg Grafen Esterhazy, zuni außerordentlichen Gesandten lind bevolln»ächtigcen Mini-sier an den großherzoglichen Höfen von Baden uud Hessen jll ernennen geruhet. (3 r o tt t i o n. ?lgram, l L. Inli. Gester» traf u»s ei» fürchterliches Ereignis, nämlich das eines Orkans, welcher Nachmittag punct 5 Uhr über unsere Stadt schwere Gewitterwolken zusammentrieb und sie durch Hagelschlag und Wolkenbruch gerade über unsere» Häupter,» Verderben bringend eutleerte. — Iu zehn Minuten find alle um die Stadt liegenden Garteu, besonders jei,e der unteren Stadt verwüstet, Tausende von Fen stern eingeschlagen und der größte Theil der Dächer so total ruinirt worden, das; au vielen auch nichc ei» Ziegel ganz blieb; armdicke Aeste der Bäume laa/n ringsherum, alles Obst, alle Weintrauben, der ganze Mais ist niedergeschmettert Uüd das jammervollste Bild der Zerstörung biecet sich unseren Blicke» dar. Viele von den Feldarbeite,!, und deren Ochsen oder Pferde wurden arg zugeuch.-tet, ein Kn^'c l'on etwa !0 Jahren starb noch gestern, in Folge der V^rwu»du»gei>, die ihm die Hagelstücke von der Größe eines Hühnereies zlifugte». Dief; Ereignist brachte in den Gemüthern der Stadtbewohner eine Bestürmung hervor, die selbst die ältesten Leute hier noch »ichr erlebten. Im wahren Sinne des Wortes sind die Straßen mit den herab-gefullrnen Dachziegeln bedeckt, in vielen Häusern regnete es in die Zimmer und großen Schaden erlitten selbst die Mauern; es regncce die ganze Nacht hiudnrch äußerst heftig, die lockeren Ziegl>Istlicke auf den Dächern fiele» herab und alle Ge-genstäude, die l>Ios; mlterm Dache lagen, in mehreren Häusern große Gecrcider'oi'räthe, si„d durch und durch naß ge-N'orden. Noch gestcin Abend cchihren wir, daß ciue halb» Stunde ausier der Stadt, nach allen Richtungen hin von keinen« Hagel, ja sogar von keinem Regen eine Spur war. — Der schaden ist unberechenbar und um so mehr, als viele Obstl'äiime ganz zi, Grunde zu gehen in Gefahr sind, da die Ninde wie von einem nahen Kartätscheufeuer rings herum herabgeschlagen ist. — Die Hausbesitzer, welche die große» Vortheile der Versicherungsanstalten bis nuu uoch nicht einsehen wollte» , bedauem dieses jetzt sehr. Zu allen, ' dielen gesellt sich der Mangel an Dachziegeln, ja sogar ai, hinreichenden, Fensterglase; 1000 Stück Dachziegel, die gestern früh noch l0 — 12 si. kosteten, sind heute nichc un» ter 25 si. E. M. zu haben. Tyrol Fcldkirch, den 14. Juli. (In Nr. 84 unserer Zeitung ist bereits des großen Unglücks, welches die Bewohner des sonoerainen Fürstenthums Lichteustein durch einen Ein» bruch des Rheins dei Vaduz in die Thalniederung betroffen, Erwähnung geschehen.) Groß, ja wahrlich sehr groß ist dieß Unglück! — Seit 28. Juni, als dem Tage, an welchem der Strom bei Vaduz an einer Stelle, wo dessen Bett 3'/„Fuß über die Thalniederuiia, liegt, den Damm durchbrach und in wenigen Stunden das ganze Thalgelände mit seinen schönen Feldern längs des Rheins und der Poststraße von Vaduz bis Bänder» der Alt überschwemmte, daß daS ganze Thal einem See glich, sind mehrere Hundert Leuce unaufhörlich beschäftigt, uu, das Wasser wieder in seinen alien Ninnsal zurück zu drängen, und doch ist dieß trotz aller Anstrengnngen bis zur Scuude nur theilweise möglich geworden; denn als man alle Hoffnung hatte, der Fluthen fast Meister zu werden, schwoll am 7. d. M. der Rhein in Folge eines Regenguj-ses plötzlich ungeheuer an, brach den säum neugeschassencu Damm m einer Breite von 56 Klaftern um Mitternacht durch, und 7/g des Flusses strömten mit erneuter Wuth wieder in die Thalebene ein. Die Nachbarn sowohl diesi- als jen^eitö des Rheins beeilten sich, den Verunglückten theils durch Handarbeit und theils durch Geldbeiträge Hilfe zu leisten. Die angranzenden Bewohner jenseits des Rheins unterstützen dieselben auf eine wahrhaft brüderliche Weise; täglich kommen 50 bis ll)0 rüstige Männer und arbeiten unverdrossen und unermüdet aln Wiederaufbaue deS Dammes. — Von St. Gallen ist überdies) ein namhafter Geld-betrag nach Vaduz gesandt worden. In unserer Stadt brachte ciue Sammlnng eine beträchtliche Summe ein, und die Land-ge»ici»de» unseres l?a»dgerichtöbez!> kes sind willig, Victualler sammluügen zu veranstalten. Auch dürfte manch' andere milde Gabe den Verunglückten aus mitleidiger Hand noch zufiießeu, Aber all' dieses ist nur eine Hilfe für den Augenblick, denn ein Flächeninhalt von etwa 2 Millionen Quadrat Klaftern der schönsten Felder ist verheert, und Sand, ^ette» und Steine schanen an den bisher vom Wasser wieder befreiten Stellen statt den noch vor Kurzem so schön ftch gezeigten Früchten h.'rror! — Herzzerreißend ist der Jammer der Unglücklichen und verzweifelnd wäre ihre Lage und der Gedanke an die Zukunft, bliebe ihnen nicht noch eine Hoffnungi — die Hoffnung auf ihren Fürsten, — auf den Fürsten, der beim Brande in Hambura. u^d bei der Uebeischwemmung 551 m Pesth sich wahrhaft fürstlich gezeigt, dessen Generosität, wo eS gilt, unverschuldet Unglückliche und Nochleidendc zu unterstützen, keine Glänzen kennt; auf diesen edlen, hochher-i'gen Flichcn, ihren Landesvater, Höften, bauen und vertrauen seine unglücklichen Landeskindcr! Wir, die wir das Elend unserer Nachbarn mitleidig schanen, glauben mit ihnen an die VcrwuMchung rne nur gegen Revers der Wiederabdrechung gestattet »st. Doch ,vo und wann ist ein Krieg zu befürchtn? Auf l^'n Fall ist cs sehr zu verwundern, das, der jüngsthin d>" angeregte Industrie „Verein nicht zu Stande kommen w'll. Sollten wohl so Wenige dessen Nützlichkeit, ja Unent-"^«'ichkeit einsehen; sollten wohl nicht einmal lO0 Indivi- duen, welche wenigstens zum Beitritt nöthig waren, sich vorfinden, die ein so kleines Opfer, einen jahrlicheu Beitrage von einigen Gulden berichten wollten? »Doch Weile gut Ding braucht," sagt das Sprichwort, und so wolle» wir hoffen, dasi Salzburg in seinem Fortschreiten nicht gerade bei seinem »richtigsten Schritt stille stehe. Im Uebrigen wird das Nochnichtzustandekommen des Industrie-Vereins dnrch den Umstand cutschuldigt, daß Salzburg seit einigen Jahren ohnedies; von der Bildung neuer Institute und Vereine, als des Mozarteums und Dameii-Vereins, der Klciukinderbewahv-Anstalten, des Antithierquä-lervereins, des städtischen Museums :c., wozu noch ältere kommen, sehr in Anspruch geuommen wurde und wird, und daß ferner die Lebensmittel schon seit Langem sehr hoch stehen und die geringe Einwohnerzahl nicht über solche Geldbetrage zu disponiren hat, wie jene einer großen Stadt. Wir geben aber die Hoffnung auf dieRealisirung eines In» dustrie-Vereins demnach noch uicht auf. Eine günstigere Zeit wird Vieles ändern. Ungar n. Am ?5. Juni wmde die fertige Strecke der Central-cisenbahn von Pesth bis Walzen feierlich eröffnet. Leider wurde die Freude durch einen verheerenden Brand getrübt, der ebeu bei Ankunft des Bahnzuges in Waizen ausbrach und in wenigen Ztundcn 43 Häuser verzehrte. Freie Stadt Krakau. Die »Allgemeine Zeitung« vom 20. Juli berichtet Nach? stehendes von der polnischen Gränze v. 12, Juli: Nach Briefen aus Krakau ist morgen der zur Räumung des Krakauer Gebiets von Seite der preußischen und russischen Truppen bestimmte Tag. An demselben Tage sollen auch die drei Residenten der Schutzmächte Krakau verlassen und nach ihren betreffenden Landern zurückkehren. Zur Unterhaltung der Beziehnngen des jetzigen Milicärgouvernements von Krakau mit der russischen Regierung zu Warschau bleibt ein unter« geordneter russischer Agent zuiück. Auch der englische Resident soll von seinem Gouvernement die Weisung erhalten haben, sich Handelssachen mehr, als politische Gegenstände angelegen seyn zn lassen, oder mit andern Worten: sich mehr als Eon-sul, denn als politischen Agenten zu betrachten und dieß auf so lange, als die jetzige provisorische Negierung der Republik fortbestehen wird. Nömische Staaten. Nom, 12. Inli. Gestern gegen Mitternacht verscs'ied hier Se. königl. Hoh. der Prinz Heinrich von Prenßcn, General der Infanterie, Großmeister des preußischen Iohanniter-Ordens, uach kurzem Unwohlseyn im aasten Lebensjahre. Der Prinz, Oheim Sr. Maj. des Königs von Preußen, war am 30. December l78l in Berlin geboren. Während seineS hiesigen 25jährigen Aufenthalts war der Prinz durch gichti-sche beiden in sein Zimmer gebannt. Die Armen, sowohl einheimische als fremde, verlieren an ihm einen großen Wohlthäter. Preuße n. Berlin, 12. Juli. Nachrichten aus St. Petersburg zufolge, gah die Kaisemm all» 23. v. M. ein Diuex m Pe^ 552 terhof, zu welchem der württemveigi'sche, der preußische, der neapoli'iatiische Gesandte und die Fürstin Butera, iu deren Pallast die Kaiserin zu Palermo gewohnt hatte, geladen waren. Am Ende der Tafel befestigte Ihre Majestät, die Kai-serin, selbst inn die Hand d.'r Fran v. Butera ein Ar>i>band von ausgezeichneter Schönh.'il nnd bedeutendem Werthe (4N,N00 S. 3?ubel). Nach aufgehobener Tafel ward die kaiserliche Familie durch die Ankunft Sr. k. Hoh., deS Kronprinzen von Württemberg, den m.n, erst am 1. Juli erwartet hatte, auf das angenehmste überrascht. Die zur herannahenden Hochzeitfeier projectirtcn Festlichkeiten haben eine kleine Reduction hinsichtlich ihrer Dauer erfahren, welche letztere nun auf zehn Tage bestimmt, ist. Das Befinden ihrer Majestät, der Kaiserin, war erträglich. Der in der letzten Zeit etwas leidende Zustand der Großfürstin Czesarewna hatte sich gebessert, so daß Ihre kaiserliche Hoh, zur Herstellung ihrer Gesundheit nicht ins AuSland reisen wird, wie es früher bestimmt war. — Frhr. v. Canm'tz leidet am dreitägigen Fieber und wird, dem Vernehmen nach, binnen Kurzem nach Teplitz abgehen. Frankrei cy. Paris, 1l>. Juli. Ein der Person wegen, welche da' bei die Hauptrolle spielte, fast tragikomisch wirkender Prozeß wurde in den letzten Tagen vor den Pariser Assiscn entschieden. »Ein armer Teufel,« ein Gazeweber, Namens Daloz, befand sich am ls. April !846 mit noch etwa 20 Leuten in einen, Saal des St. Ludwighospitals, wo die von den Pariser Hospitalärzten dahin geschickten Kranken unentgeltlich Dampfbäder erhallen. Man unterhielt sich über das kurz vorher von Lecomte begangene Attentat auf die Person des Königs. Da sagte Daloz mit frecher Erhebung der Stimme: „Man hat auf den König geschossen und hat ihn gefehlt, sie werden diesem Tyrannen liie etwas anhaben,- wenn i ch dazu Gelegenheit hätte, ich würde ihn schon treffen, ich wnr-de nach seinem Gesichte zielen, denn er ist am ganzen Kör-per gepanzert." Des Herzogs von Oi'leans gedachte er in den empörendsten Ausdrücken. In dieser Weise tobte der Mensch anderthalb Stunden fort, obschon ihm die darüber empörten Zuhörer bemerklich machten, er solle sich in Acht nehmen, man könne ihn arrctiren, woranf er erwiederte: er werde alles läugnen. Diesi that er denn anch vor dem Instrucrionsrich-ter, doch meinte er: es konnten ihm vielleicht die Dampfe des V.ldes ein wenig zu Kopfe gestiegen seyn. Der Maje-stätsbeleidigung und der Beleidigung der königlichen Familie angeklagt, erschien der Armselige vor den Assisen der Seine, ein Mann »mit kleinen und seltsam tiefliegenden Augen, mit dünnen und zitternden Lippen, mit einer Sprache, die in ihrer schnell herausgcstoßeiien Weise den eraltirten Charakter des Mannes erkennen läßt.« Trotz der Zeugen läugnete er auch vor den Assisen alles, sein Läugnen half ihm aber ebensowenig, als der Präsident seine Entschuldigung, das;'ihm vielleicht die Dämpfe zu Kopf gestiegen seyn könnten, gel-t^'n lies;. Daloz wurde zu einem Iahrgcfängm'si, zu 500 Fr. Geldstrafe m,d in die Kosten verurteilt. Necht so! — Man hat Nachrichten aus Algier vom 10. Juli. Es war nichts Bemelkenswerlhes vorgefallen. Marschall Bu< geaud gedachte am 25. d. M. zu Marseille einzutreffen. Zu Oran ist in der Nacht auf den 3. Juli in ei, nem Polizei - Wacht^immer die Decke eingestürzt, wobei sie» ben Soldaten getödtet und >echs mehr oder weniger schwel velleHt wurden. Portugal Die Madrider Post bringt Nachrichten aus Lissabon, welche bis zum 7. Juli reichen. Die mlguelistischen Versuche hatten auf alleu Puncten fehlgeschlagen, dagegen fuhren die Srptembristen in den Provinzen fort, dein Ministerium Palmella eine kräftige Opposition zu machen. D^' Junta von Coimbra, welche neuerdings zusammena/tretcü ist, hat die Einwohner bewaffnen lassen, lind sogar ohüe Ermächtigung der Negierung über die öffentlichen Geld^ verfügt. Die Londoner „Times" liefern Nachrichten ans Lis-sabon vom IN. Juli, aus denen hervorgeht, dasi die mi' guelistisch.,' Insurrection bald gänzlich gedämpft seyn wird; auch die sonstige Lage der Negierung war bei Abgang des Couriers befriedigenderer Art. Mußlmld «ud Polcn. St. Petersburg, .". Juli. Wein, »nan in diese" Tagen nach P^terhof kommt, wo sich die kaiserliche Familie befindet, so sieht man allenthalben, am Meere so wie >" den langen schönen Alleen dcr verschiedenen Aulageu in Mo"' Plaisir, Alerandrin und Pecerhof die großartigsten Anstalt«'-' zu Transparenten und Beleuchtungen aller Art für die fest^ licheu Tage, die u!,'? bald deooistchcn. Da der Geburtstag II. MM, des Kais. rs und der Kaiserin, iu dieselbe Zeit der Vermählung des hohcn Brautpaares fällt, so haben wir dop' pelU's Schönes zn erwarten. St, Petersburg, l!. Juli. Se. Majestät, der Kai' ser, hat nucerm 7. Juli folgendes Manifest erlassen: »Von Gottes Gnaden, Wir Nicoüius l., Kaiser u»» Selbstherrscher aller Reussm u. s. w, thun kund allen Unseren getreuen Ilniertbaueu: Unsere vielgeliebte Tocht^i-, d!'>r Großfürstin Olga Nikolajewna, wird mit Unserer und >cr Genehmigung Unserer vielgeliebten Gemahlin, der Kaiserin Aleraudra Feodorowna, dem Zuge des eigenen Herzens folgend, mit dem Kronprinzen von Württemberg, Carl Frie> drich Alerander, den Bund der Ehe schließen. Unter Am'U' fnng des göttlichen Segens für dieses Uns theure Paar, haben Wir dessen feierliches Eheverlobnisi nach den, Nitus Unserer rechtgläubigen Kirche am 7. d. M. vollzogen. Indem Wir dieß zur allgemeinen Kunde bringen, hegen W'l' die Zuversicht, daß- Unsere genauen Unterthanen in ihrer un-wandelbaren Anhänglichkeit an Uns und Unser ganzes Hails in vollem Maße die in dieser ernsten Stunde Unser Vaterherz erfüllenden Gefühle der Freude und jener heiligen Hoffnungen theilen werden, mit welchem Wir das Geschick der Neuoevlobcen der allbarmherzigen Vorsehung Gottes anheimstellen. Gegeben zu Peterhof, am 7. Juli, im Jahre der Geburt des Herrn ls^ü und Unserer .Regierung im 21. (gez.) Nicolans.« Verleger: Ignaz Alois Edler v. Kleinmayr. Anhana )nr Fmlzac^evSeitunH. «r°»r° °°m 23. 3u,i l«l«^....^ ,. staatsschuldverschreib, zu 5 p6t. (in CM) »'^ »>ji6 dttto deito <ä > (in CM.) 100 »5^6 Verloste Obligation. Hofk^m» s zu 5 l^l. — Mcr.Ol.-liqallc'N. d,Zwal'9S-. l zu ä ^/2 »» -^ Darken« mNcain u. Aera. ^ zu 4 ^» 9" »lal - Obligat, v. Tvrol, Vor- l z>» 2 'V2 ^. — arlverq lind Salzburg ^ Darl. mit Verl. v.J. ,U34 für bc>o ss. (ni CM.) 7»2 detto decto ,«29 « 25a (inCM.)2»ä2^ detto dello »»29^ 5c, fi (,nCM.) 62 7^8 Wicner Vtadl .^ancc" Odligacion. ju » 1^2 p<^<,. 65 ,)2 vb!,<>ac >>traUc,2 z»^l,, ^ -^ Hefra!,,l»^l, >>e!- aller» Lc»»i' l , l >jl ,, » -^ bafd, öchu!5c» , der in / ,u> » »l4 ,. ) 56 5)4 ^lc,r — N.'!!!!!!l,!,I! A»!lbel, ^/,l! » H>ä >. » --- Aerclr. D^'mest. Ob!!qc,n°.,,ll t>er Gland« (O.M.) (C.M.) v. Oolil leicv uolci- u>,0 ^.01 ^ s^' ^ — — ob del <5n>iS< vi?» V^l)» «zu»ll» ^. l 65 »» "'en, Mähren , Schle» Z zu , ,zH .^ ^ — — Ncn, Gteyermarl', Hicii-n« ^ ;u » »» < — "" toi , .^r>i>» . Gorz u»i> l >u i 7^4 "» > — — '><« W. Oberl. Amces ^ 1 i^,>s.^lclle^ or Stück 1671 I» E. V. Actie» der Bul'ivciü Li»z>Gn!«>,dner Bc>h» zu25.,fi, CM....... ,,5 fl in C. M. Ti. s^. N 0 tt0) lehu ngen. In Gl-ay am 25. Iul, 1«46: l7. 2. 57. ^9. 7l. Die nächste Ziehung i„ Gratz wird am 5. August ik46 gehalten werden. In Wien am 25. Juli 15N6. 22. 2. 4'^. 58. 27. Dic nächslc Zi<'liullg wird am 5. August 18 l 6 l n Wic>, schalt» l, werden. f« ^aidach am 25. Juli »tt^6. ?)l a r k l p r el se. Vin W,ene» Mtyc.. Wc,h,n . . I si. öI^sl. — — Kuturuh . . — »> — ^ — — H^lbflucht . — ^ — ^ - — Kol,i . . . 2 » 48'/4 . — Gllsse ... 2 « 19 . " - H'rsc . . . 2 . 22V4 « -^ — Hcieen . . 2 > Il^ ^ Hclscr . . . l ^ 36 » ^fremven « Anzeige der hier Angekommenen und Abgereiste». De« 24. Juli 1846. Hr. ll'^irollii, Geneialmajor der italienisch,» Leibgarde, von Tilest nach Wien. _ Hr. Paul Bianca^ — und Hr. Iccham, Inva, Beiher; bride von Wie» »clch Mailand. — Hr. Wilhelm Kachel, Apotheke?, von Saljbuig »ach Trieft. — Hr. Benjamin Luj?, Handlungsagent, — und Hr. Ignaz Vigh, Pro-^ fessor; beide von Tnest nach Nohitsch. — Hr. Ign^ v. Bot, Hauptm. dcs dalmat. Garn. Artill. Dlsts.^i von Zara nach Gray. ^ Den 25. Hr, Gust. H.'imann, Handelsm,, nach Trlest. —Hr. Ludw. Nooat. k. k.Poliz. Direct. Acce'M in Trlest, v. Wien ».Trieft. — Hr. i'rus^or I^e Vl»itre^ — u. Hr. Peier I'i-ovali, Hondelslente; beide vo«ß Trlcst nach Wien. — Hr. Carl Ll'ldeke, preuß. Iuftiz^ Rath, von Salzburg nach Tr>»'st. — Hr. Heim. Lier, Partic. , von Wien nach Veuedia.. — Hr. Carl vo» Bllchlvald, Ingenieur, von Tlicst nach Sago,. — Hf. Iac.Wel), Kanfm.; — Fr. Mar. Koloschm, k. russ. n»>rkl. Staatsralhs- Gattinn samlittGohn; —Hr. Andreas Kliilioul, franz. Oberst; — Hr. Carl Creuher, Ren«" t>er, — u. Hr. Sebast. Nizzl, Apvcll. Hec>»:.; all, 5 von W,en nach Trlest. — Hr. Pet, Nidari, Han. del<:n,, von Wien nach Verona. — Hr. Adolf Kra,l, k. k. AuZcultant, von Linz nach Trieft. — Hr. Ta-muel v. Schiller, k. t. pcns. Ob.rst, vo:> Trieft nach Pefth. Den H6. Hr. öc'«? Kluky, Handelsm., von Tuffes nach Trieft, — Hr. Alois Bruker, — »,. Hr. Franz Stecher, Handelsleute; beide von Trieft nach (HraY.— Hr. Moritz Petke, — u. Hr. Ant. Kranz, Handelsleute, beide von Sanerbrunn nach Trieft. — Hr. Hn^ ßt,'Ic» Verona, Besitzer;— Hr. Mo'es Ravu, — u. Hr. Franz Pejjani, bode Doctoren der Rechte, — Hs. Moses Kalderon, Handelsm ,__u. Hr. «lo l« l?c»b. Zeit. Nr. V0 p. 28. Juli ls4ß.) — 554 — Gubernial-Veriautliarunnen. H. 1l59. (l) Nr. l6293. 6 > r c u l a r e desk. k. illyr. Landes» Guberniumö. — Mit den verändert,» Zoll« und Dreißigst-bestimmungen für die Ein» und Ausfuhr von Leinen» und Hanf-Garnen und Zwirnen, dann der baul„wollenen Dochtgarne, — Seine Ma> zestä.t haben laut hohen Hofkammer . Decrctcs vom l3. Juni l. I., H. 22597^^95, für die ^.ä ^il. 22,597)895, t8l6. (iln, und Auäsuhr von ^ und Hanf« Garnen und Zwirnen im Verkehre der im Zoll« verbände oegriffentn Länder des österreichischen Haiserstaattö mil dem Auslande uno den in ocn Zollausschlüffen gelegenen Theilen der Monarchie, dann für eben oicse Narenarlikel, mit Einschluß der bauunvollencn Dochrgarne, im Verkehre von Nngarn und Siebenliürgen mit den dießseilö der Zwifchenzoll - ^inie befindlichen Tarifs Im Verkehre mit dem Aus' ^ Maßstab hinfuhr. ^ Benennung der Artikel. derEinfuhvs- Zollstätten, bei I^ Vebühr *) Zoll ^„ ^,^ ^^, ;ollung zu ste» "-^—^ ^^ schehen hat 1 Garn auS Flacks, Hanf und Werg, dann ! Webcrgarn, ftächftrnes Lothgarn und > Nesselgarn ungebleicht .... Centner Netw 2 30 Hilfszollamt 2 — halb und ganz gebleicht . . . detto 5 — Comm. Zollamt ! 3 _ g,färdt ........ detto lO - detto Anmerkung: Leinenes Dochtgarn, wo l zu im Verkehr mit U»garn auch jenes aus Baumwolle von Nr. l tt abwärts zu rechnen ist, ist wie ! ungebleichtes Garn zu verzollen. z ^z Zwirn aus Flachs. Hanf und Werg mit detto !5 — detto Einschluß dcö KantenzwlrnS, roh und ^ gebleicht, jedoch ungefärbt . . . ! 5 - oub Flachö. Hanf und Werg gefärbt detto 25 - detto *) Der Maßstab der AusgangSgebühr der Lenlner 8p0lc:<). 555 österreichischen Provinzen , die indem mits'olgen-den Tarisse enthaltenden Z»ll« und Drelßigst. bestimmungen Alleihö'chst anzuordnen geruhet. ^- Die Wirksamkeit dieses Tariffs beqinnt wit 1. August d. I, von welchem Taqe ange« fanqen die in dem bestehenden Zolltariffe vom 5. November 1636, unter den Post Nummern 2l8 bis einschließig 222, 652 und 65.), dann de in dem bestehenden Einfuhr-Drcißigsttar»ff« diom 1. September lgiO, unter den Post-Num- mern l9l bis einschließig l94 und 5'<6, vor« kommenden Bestimmungen außer Kraft treten. La kr. st. ! kr. >^j kr. st. , kr. st. < kr — 10 HilfSzoNamt — 10 — 5 — lO — 5 — !0 detto l 40 — 10 — 50 — l0 — 10 dltto 3 20—10 1 40 — w ! ! > 10 detto 2 30 - !0 1 40 — 10 ^ i — 10 dctlo 3 20 — 10 2 30 _ 10 « 556 Vermischte Vcrlautlmrungetl. Z: 116l. (l) Edict. Vom Magistrale der l. f. Stadt St. Vcit in Kernten wnd biemit bekannt gemacht: Es sey über Ansuchen des Herrn Joseph Maycr in die öffentliche ßeilbletung seines, in der Klagenfurlcr-Vorstadt hier, »ut> Haus -- Nr. 244, liebenden, zuin magistratlichen Grundbuchegebörigeil Eiilkehrwirthsdauscszur Sonne sammc Nebengebäuden und Gan,n, dann des sogc^ nannten Lessiackackers sammt Rain 'inter dein Pueller gewilliget, und hiezu die Tagsa^ung auf den 2^. August d. I,, Vorniiltags um I l Uhr vor diesem Magistrale an-.beraumt worden. Das Sonnwirlhshaus zu St. Veit ist durchaus ln einem guten Bauzustandc, steht im besten Bcniebe Und liegt ln dcr belcoiesten Vo>stadt von St. Veit an dcr ron Klagensun n.ich Wien führenden Bommel, zial» Hauptstraße , ist mit 8 gros;en Zinnncrn und einem Tanzsaalc, d.nin mil einen» Vorsaale, mehrern Kamincrn, gepflastertem llntc.dachbodcn und cinrnl geräumigen KcUer mit einem großen Hose und aus-gedehritc,, cmgewölbten SiaUungen auf 7N Pferde und Wagriuemilen versehen, und hat einen schön hergc-lichtclcn Hau^garten mit rincr Kegelbahn, Bei diesem Halls»' befindet sich auch der Tabak- lKleinvcrschlciß. Der Acker unterm Pncller ist von 'bester Gleba und im gmen (iullurßzustande und hat iin Ganzen ein Flachenmaß von 2 Joch 28 s^z Mtr. Das Sonnwirihshaus sammt Ncbengeoaudcn und Garten wird ausgerusc» um den gerichtlich er-hodcnen Schä>>ungswerth pr. 7099 si- 55 kr., und der Acker unicrn, Pnrlier um 735 fl. 55 kr., zusam--7834 sl. 5l) kr. (5, M, u»d werden auch aul das Sonnwirchshans sanunt Zugehöc allein Anbote an° genonnnen. Die gcrichlliche Schä!)U!,g und die Licitalions' Bedingnisse toilnen bei diesem Magistrale und bcim Herrn Eigrnldnmer cingcse'/cli weiden. U^iigc-'s sann der^rsleher noch mehrere Grund-stücke, unge'iäln 4'/4 Joch in, F^chelimaß, nebst einem ganz neu erbauen Wirtyschanögcbäude unter dicN.-gen Bedingungen nbevnc!)M>'N. , Stadt St. 3ieit am l8. Juli >8^>6.________ 3. l,6^."(I) ^r. 2099? Edict. 3>om gefertigte» k. k, Bs>l,kHgcnchtc wird hie-mit dem Andreas'Wolf und dessen uüb^aimlln Er. ben bel^nnc gegeben: ^s h^e wider sie Aillon Mosche aus Nicdettorf, als CigciUhumer der. der Hcr,sl7 dienst-baren 3)8 Hübe zu NicOe.dorf, die Klage auf V falne» die Tags'a,)ung auf den 6 Ocrober l, I- ttuh 9 Uhv vor diesem ^eiichte, bei den sonstig^' gesetzlichen Ausdleibunqsfolqen, angeoronet woiden. Da diesem Bezirks . Gerickle der Aufenthalt der Geklagten unbekannt ist, und dicfr^bcu auch au- ßer den k. k. Erblanden fich befinden könnten, so wurde lhncn auf ihre Gefahr und Kosten ein Curator in der Person des Kranz Sostianzl)^!) in Scnosclsch beigegeben; was ihnen zu dem Ende erinnert wird, damn sie zu rechter Zeit allcnfalls selbst Hieher er-schelncn, oder dem genannten Vertreter bis dahin alle ilne Rccbisbche'lfc mitzuiheilen, oder einen andern Sachwalter ausznsieUen und anher berannt zu geben wi,fcn niöqen, widriqens nnt dem ihnen gegen, wariig Aufgcstclllen die Rechtssache gesetzmäßig aus« getragen werdl,, würde, K. K. Bezirksgericht E:noselsch den 30. Juni 1856. Z. 1168 («) Nr. 738. Edict. Von dem k. k, Vezirksgerickie Weisicnsels zu Kronau wild hiemil bekannt gemacht: Es habe An-dreaS Tscherne von -lttonau, durch frinen Vrvoll> mä'cbtigtcn, Herrn Cajctall l.'illcg, die Klage auf Zucrtcnnnng des Ei^'nlhUincs der,zu Kronau (^onscr. 9i>-. l3 gelege-'l':,, 0er Herrschaft Weißenfel5 «uli Urb. 9lr. 27? oienslbaren l>(j Hübe, gegen deren gründ-bü(blichen Besil^er, Caspar Mörtl und seine allfal» ligcn Orben aus dem Titel dcr Ersitzung hieramis angebracht, worüber zur. mündlichen Verhandlung d,e Tagsatzung auf den 9. November l. I , früh um 9 Uhr mit dein Anhange des §. 29 der a. G. O. festgesetzt wird. Ba nun diesem Gerichte dcr Aufenthalt des Glflaglen, Caspar Mörll und seiner allsalligen Er-ben, unbekannt ist, so hat man den Joliann Mvack von Krvnau als ilnen <>llr^l<»r n<^ uc-Ulm ausge» stellt, mit welchem die angebrachte Rechtssache nach denbc!icl>'lidln Gesehen ausgeführt und enlfchicde»! werden wird. Desscn werden die Geklagten mit dem Vcisatz« vcrstaildigcl, dasi sic zu dcr angeordneten Tags.chllng entweder persönlich zu erscheinen, ode» dem ausgcstill« ten (^uraior ihre Sedelse an die Hand zu geben, oder einen anderen GcroUma'chiiglen zu wählen, und über-naupt iii'. o,düU!:gsmaß!gcn Wegc tinzu''ch,'ti^n wis-scn inogen, w>origcns sic sich die aus ihrer Versäum« lu'l'j enislc^v.de:! folgen selbst zuzuschreiben haiten. K.K ^e^'lt'gericht Kronau am 2. Juli l8'«6. Z. ,,67. (l) Nr. '^488. Edict. Ven den, Aczirksgevichtc Haaöberg wild kund gemacht: Es sey über Einschrellen des Michael Bian» zani ron Plan,i:a, in die erecuiive Feilbiennig der, t?em Mariül Nagodc von Brood gehörigen, der Herrschaft Loiisch «"b R. Nr. l!N dienstbaren, anf löW fi. gtschäi^ien Halbhnbe, l'<-i. schuldiger »5 fi. 50 kr. <', «. c. gcwiUiget, und es seyen hiezu die Tagsatzungen auf den 29. August, den 29. SepteM' ber und auf den 29. Occ^ber l. I., iedesmal fiüh 9 Uhr in loco Brood mit dem Anhange bcsiimml, daß diese Halbhube nur bei der dritten Luitanons» tagsal^un^ unser der Echätzu>ig lmnanaegcben wcrdc. Der Grundbuchseriract, das Schähungsprolo-coU Ulid die ^i.itaiionsbedlnglnfsc können lagllch hier--amts tingescbcn werden. Bezuksgerichl Haaöberg am 8. Juni l84L.