Dienstag, oen 6. December i325. l » i h « ch. ^lint k. k. M>'ieftHt haben mit a. h. Vnlschließung Vom ^5 Iu!y l. I-. dem Pmcenz Huber, Fabrikanten »l,b Gutbdefttztr zuGermignoga, wohnhaft zu Mailand in der Gassc della Vagutta Nro. 835, auf die V«lbcsse. tung ..ftinelplivlllgircenWtindereilunggmethode, wel> che wesentlich in der Anwendung folgender Vorrichtun» gs», besteht, nähmlich-») mehrerer Heber und Röhren (»ifoui « tu^i) »on verschiedenem Stoffe nnd verschie» denartig gestaltet» welche für die ersten, die zweyten. ,d>« langsamen und die zufälligenGährungen.so wie für alle hierbey cintretenden Bedürfnisse nach der Gattung der Weine, die man erzeugen oder von «inem Olle zuman» dcrn schaffen wolle, ihre Anwendung finden; 2) mehre« »tr Apparate, welche der Localität, den Umständen und den Weiugattungen angemessen und vorzüglich al» Er> fah des Woulf'schen Apparats dienlich seyen ; 2) e'ner Stampfe (roUuwjo) um die Weintrauben »u zerquet« schen (c«1I«,«); 4> des Orslanischen pneumatischen He» l»«re zum Ausziehen der Hefen aus den Weinfässern, ohn« >en Wein zufallen zu müssen, wobey diese Verbesserun» Sen insbesondere den Vortheil gewahren: ») daß die Weine geistiger, gefärbter, angenehmer» leichter zu er» halten und zu verführen, reiner von fremdartigen Thei« l«n. klarer und alten W«in:n ähnelnd gemacht, wie «uch leichter erhalten und verführtwerden können: d)daß l" mehrere Monathe hindurch unter dem Apparate auf d«n T..^2 liegen bleiben können, hierbey, selbst wenn lke theilweise abgezogen werden, ntcht nu, n.cht v.'^:!! den, sondern vielmehr an Stärke und Anneymllchleit gewinnen, sonach mit dem K«lt««n nicht geeilt werden dülse und am Umfüllen erspart werde; c)?aß den Wei-Ntn eine beliebige Menge kohlensaures Ga« belassen. ' und der gewonnene Überschuß desselben zum Verbessern «nderer. mehr oder minder guten Weine verwendet werden könne; ä) daß den traurigen Wirkungen des 'n den Kellern sich frey et,llv>HeI„dcn kohlensaurem GaS "olgedcugt wllde; «) daß ein und derselbe Apparat zur Verntung mthltler Wlinsorten, w,e des rothen und weißen, dt« lorzltto «^umante ^alor !,ddace,«,o u. <. w. brauchbar sey; t) daß endlich die erwähnten Apparat« nicht dloß bey der Weinb«reitung, sondern auch für die Fabricatisn dcs NitlS, des Odslmostes, des Mtths untz anderer der Währung unterliegenden Getränk« in An. Wendung gebracht werden können," ein Privilegium aus die Dauer von fünf Jahren, nach den Bestimmung«!» des a. h. Patentes vom ö. Dtctwbll issa, aUergnädlgft zu verleihen geruhet. Welche« mit dem Vtysahe zur allgemeinen 6«n»t» niß gebracht wird, daß laut herabgelangten hohen Hof» kan^llydecret« vom 3. November l.I., Z.Z5.6Z4, gegen dieses Privilegium in SanitätSrücksichten kein Anstand erhoben worden, wenn derPrivilegirle nur die Vorsicht beobachtet, die dabey verwendet«« Röhren . Heber, Ver» dichtungs « und AufbewahrungSgefäße, weder aus .,nen geruhet. schen Hose, haben Se. Majestät oen ^bisherigen Dolh. schafter bey dem papstlichen Stuhle. Gcafen Anton Appony, ernannt. Gr 0 ßl> e rz 0 g thum T 0 bcan .,. Florenz, den iL. Nov. In der Nacht vom 7. d. entdeckte der Professor Pons in d,r Ccnstellaticn des Vridanus einen neuen Cometeu, den fünften, welcher in diesem Jahre gesehen wurde, deZ an Erscheinung«., von Comete« desondtlS reich war. Wegen n,lil,chler regne nschtl Mittelung konnte t feiner Gemahlmn, der Prinzessinn Marie Luise vonVourbon, hier an, speiste bey Hof, und seht« am folgenden Tag die Reif« nach Nom und Neapel fort-----Am »5. d. über» gab der Ritter von Lagerswerd, residirender schwedischer Ministe« beyden italienischen Höfen, unserer Souve» «anin» in einer öffentlichen Audienz sein Beglaubigungs» Schreiben. Königreich Sardinien. Genua, den »».Nov. Vier tausend satdinische Handelsschiffe befahren jeht das mittelländische und die übrigen Meere. In den Arsenalen werden viel« neue Schiffe gebaut. Päpstliche Staaten. Rom, den »6. Nov. Dag St. Carlsfest wurde in Ver hiesigen französischen Nationalkirche mit einem solen» «en Gottesdienste gefeyert. Abends war beym französi« lchen Herrn Nothschafte« musikalische Akademie, und am folgenden Sonntag ein prächtiges Banket von 60 Ge» becken. Deutschland, y D>« Münchener politischeZeitung vom tä. November enthält Folgendes: »Da dasconftitutionell« Ed!ct über die Freyheit der Presse und des Buchhandels (dritte Beylage zu der Verfassungsurkunde des König« reich» Daytrn)im zweyten Paragraphen nur für die poli» lischen Zeitungen und periodischen Schriften, politischen oder statistischen Inhalts die Censur verordnet; so ha» >en Se. Mal. ber König die, fett dem Jahre 1823 für die zu München erscheinenden nichtpolitifchen Blätter gleichfalls anbefohlene Censur, in der Voraussetzung, daß die Herausgeber derselben sich innerhalb der Schranken «i«eranstän0igenFrenmüth>gkn der heiligen Taufe die Nahmen Friederike, Fran ci«ca, Auguste. Marie, Hedwig erhalten. D« höchste« und hohen Taufzeugtn si»d folgende zu Berlin anw»-sende: Se. Majestät der König; Se. königl. Hoheit der Kronprinz; Ihre königl. Hoheit die Kronprinzessinn, Höchstwelche die iunge Prinzessinn über die Taufe hiel' ten: Se. lönigl. Hoheit der Herzog von Cumberland und Ihre tönigl Hoheit die Frau Herzoginn von Cum« verland, Höchstwelch« wegen Unpäßlichstil nicht g lerhöchstdessen Nahmen und Auftragt der außerordentli» che Gesandte und bevollmächtigt« Minister, Graf vo« Zichy» gegenwärtig war. Ihre Majestät die Königinn dtt .Niederlande; S«. Majestät der König von Sachse«»' Ihre Majestät die Königinn und Ihre königl, Hoheit d>t Prinzessinn Auguste von Sachsen; Se. königl. Hohe't der Prinz Heinrich von Preußen; Ihre tönigl. Hoheit die Kurfürstinn von Hessen; Se. königl. Hoheit der H«l» zog von Cambridge und Ihre königliche Hoheit die Fl«< Herzoginn von Cambridge; Se. lönigl. Hoheit der Pli»t Fritdrich von Preußen; Ihre löniHl.H^^»' ^, Prin»ll)llw von Preußen; Ihre hochfürstl. Durchlaucht die Pri«5«l Prinztn Ol»sl«» zu Hessen/H^' 56g bürg; Se. hochfürstl. Durchlaucht der Landgraf Chri. ( N'an zu Hessen «Dar«,stadt.* ^ Frankreich. l Der Genuinster hal die Ausrüstung einte neuen Entdeclungsexpedition angeordnet, welch« nach Anlel« l tung der neuen, aus England erhaltenen Nachrichten, l die Koralleninsel, w« der unglückliche laPerouse Schiff' ' bruch erlitten, aussuchen , und nachher durch Erforschung j der Küsten dee interessanten Insel Neu. Guinea, die j hydrographische Kenntniß des fünften Welttheils vervoll» i ständigen soll. Der Fregattencapitän Durville, welcher « sich bey Hrn. Duperrey« Expedition auszeichnete, wird < dle Unternehmung dcfehUgen. Groß v r i ta n n i e n und Irland. Die Liste der Hamburger Börse nhalle enthält (vermuthlich aus einen, englischen Blatte) nächste» hendes Schreiben, welches Hr. H. Lytton Bulwer, der im vorigen Jahre. nebst Hrn. Hamilton Vrowne, von London, als Commissär in Beziehung auf die erste, in England aufgenommencAlUcihcfülGriechenland, dort» hin abgegangen war.ieht nach seiner W'ederankunft in England, an die Mitgliederder provisorischen Ntgieiung ,»on Napoli di Nomania erlassen hat: »Excellenzen'. Es wäre vergeblich lange« einenSchleyer über di: <3,:s^l! drl D>nge zu werfen. Ich wiU keinen Theil an den Erfindungen der Neuigkeitsträmer und Stocksj bber haben, noch dem Elende Griechenlands Hohn sprechen, indem ich dessen gedeihlichen Zustand gegen Sie rühmte; wir wissen Alle, daß nichts geri»;.' Ü«le, als ein Wunder, z. B. ein gutes Benehmen von ' Ihrer Seite selbst, Griechenland letten kann." Die beste Klugheitslehre ist die Geschichte des Un« glück,. Darum erlauben Sie mir, Ihnen jenen Augen« blick ins Gedächtniß zurück zu rufen, wo Griechenland sei' "l Kt?in, Wollen Griechenlands rasche und ruhmvolle Hrfolge de» trachten: Tripolizza eingenommen, Nauplion übergeben »«d die meisten Festungen im Pelopones gewonnnen." .In diesem glüctllchen Augenblicke schien g.ir nicht» weiter zu fehlen, «ls Geld, gehörig zur Sicherung der Vollbauer des Glücks angewendet. Der Nahm« unsiles derühmten Landsmannes, der sich Ihrer Sache anschloß, vde« Ihr eigener N^hme — denn Grit'che'nland war den Herzen Vieler theu,r—war hinreichend. «« zu verschal« l<«> Ihr Anspruch «us Veystand gewann Ihnen den« Glaube», anIhr gutes Benehmen, und Ihrem einzigen Vedürfuß wurde durch den Edtlmuth d«S brittlschen Pu« bl,cums abgeholfen," »Icl, komme jetzt auf einen ernsthaften Gegenstand und muß oon Ihren Handen —denn von Ihren Händen hat ihr Vaterland es zu fordern — einigt Rechenschaft von den, zu öffentlichen Zwecken verwandten Summen fordern, die, wie wir zu glauben anfangen, zu Privat» zwecken verbraucht worden. Ich hoffe, daßdas Ausgabe-Conto sicher in Ihrem Gewissen niedergelegt zu finden seyn werde; die Welt weiß wenigstens nichts von dem» selben und vielleicht wäre es für Ihr Gewissen am besten, »enn Sie eben so wenig davon wüßten." „Wo ist das Ganze der ersten Anleihe und der Theil, welchen Sie von der zweyten erhalten, geblieben? Ist weine Fr.iqe unverschaml? Erlauben Sie mir, dieAnt. wort aufzusehen, die ich, wenn Sie aufrichtig sprachen, erhalten würde. S>e konnten mir sagen : Sie hätten mit großen Kosten eine Faction aufrecht erhalten; Sie hätten es vorgezogen, lieber Schiffe von sich selbst zu miethen, als eine Flotte für das Gemeinwesen anzukaufen; Sie hätten, anstatt den Öhlbaum des Friedens anzubauen, die Faclel der Zwietracht durch Ihr Land herumgeführt, und, endlich die Unklugheit, unredlich zu seyn, wahr. nehmend , wünichten Sie, aber zu spät, daß Sie we,ser gehandelt haben möchten. Wir sind nun auf den Punct gekommen, wo ich, wenn Sie wirtlich Neu« empfinden, verweilen will, uni Ihnen Rath zu «rben." ,Muntern Sie nicht läriger die Fabrikanten von El, Dichtungen «uf, vie Sie in Wirklichkeit zu verwandeln keinen Versnch machen. Wir sind schon genug mit lclcht ersonnenen Anekdoten ergeht worden.,mit Schlachten, »ie nirgends als auf demPapier geschlagen, mit Siegen, die ohne Schwertschlag gewonnen worden." .Sie fangen an , durch Ihre eigene Einbildungskraft getäuscht zu werden, und haben, indem Sie das Publi, cum betrügen wollten, sich wahrüH selbs» hinters Licht Ztf'Unt- Vermengen Tie nicht das Gefühl der Schwächt ' mit der Verachtung der Gefahr. Mangel an Waffen ift > nicht Tapferkett. Schaffen S>« sich . 'st «s nicht schon z» ' spat, den wahren Nerv des Krieges «n. gute Schifft. ' gute Off'ciere und alles. was zur Benutzung derselben . beytragen kann- Schon besitzen Sie ein tüchtiges8ano. l volt und Seeleute. die vnter jedcr andern Regierung als der Ihrigen, mehr als siegreich gewesen wären. Fech, ! ten Sie nicht mit Schilfrohren, wo Sie Dolche brau. « chen sollten, und lassen Sie jeden Ihrer Streich« das v Herz He« Feinde« treffen. Entsagen fie dem Mißtrauen 3gc> Algen Andere, das eine« solchen Grund zum Verdacht gegen Sie selbst gibt. Verwenden Sie den Nest t»«r Alileihe auf wahre nützliche und nationale Zwecke. Ver« trauen Sie die Aufsicht über denselben irgend jemand an , der ein Mann , und ein unabhängiger » ohne Theil« „ahme an irgend einer Ihrer abgesonderten Factionen, und darum im Stande ist, siealle zu regieren. EinTheil der Anleihe ist noch in den Händen der Contrahenten; es sindMännervon Charakter, die andere Beweggründe, fich in die griechisch« Sache einzulassen» haben müssen, als eine Provision zu verdienen. Lassen Sie mich sie b!t» ten, weil sie Griechenland, weil sie ihren eigenen Ruf, ih« eigenes Interesse und dasInteresse derer, welche sie vertr«» ten. zu bedenken haben, daß sie ihr Geld künftig mtt Vorsorge für dessenVelmendung auelilfern.DiestnHerren sage ich jeht nichts weiter; und nun. Excellenten ! da ich «ich wieder zu Ihnen wende, lassen Sie mich Ti« bit» ten, sich eines alten Sprüchworles zu erinnelN, 0aß »Weisheit durch Erfahrun<<> erlauft, oft «in theure« Kauf wird." Wohlfahrt erfolgt auf Sorgfalt, Thätig, teit und Anhören guten Raths; werden Sie Sclaven der Unwissenheit und der Trägheit, so werden Sie di« Götter vergeblich anrufen, sie werden Ihnen feind und «»iürnt seyn. — Ich bin , Excellenzen ! Ihr gehorsamer Diener u.s.w. Blookes's den 9. November lL«5.« sss verdient in den Jahrbüchern des VchiffbaueS be« M«lt zu werden, daß in London canischen Wegcomm'/» färe haben denOsagen das Nrcht abgekauft, ei'.icn Weg durch ihr Land zu dem uubelästigten Gebrauche der Nur» . gerder vereinigten Staaten und Mexico'« anzulegen. Kl« gleicher Vertrsg soll mit den Kansas abgeschlossen wei» den, den Stämmen, welche zwischen den Niederlast jungen der vereinigten Staaten und den mexicanischc« Niederlassungen wohnen. Vermischte Nachrichten. Die Beschreibung einer R^ü'e gcgen den Südpol» welche Hr. Weddel, Capitän eines Handelsschiffes, ve« aber vormahls in der königlichen Marine diente, untel» nommen hat, ist erschienen. Sie ist einfach, bescheiden, und ohne Luxus gedruckt, aber sie enthält ein wichtiges Resultat: Weddel ist bis zum ?ästen Grade südlich«« Breite, also 3 Grade weiter als Capitän Cook, vorgedrungen. Er fand eine See ohne Eis, und hätte er e>" stärkeres Schiff, nebst der Freyheit rein wissenschaftlich« Zwecke zu verfolgen gehabt, so hatte er dem Südpol weit näher konrnen können. Er vermuthet, daß es doct doch anch einiges Land gibt. Cure vom l. December ,tt25. Mitt) v. Österreich unter und zn3 y.H.^ — — odderEnns, vonDöh) zu 2 ,/z v.H./ — --men . Mähren , Schle-. zu 2 ,/lz v.H.^, — — s<,n,3teyelmark,Närm zu 2 y,H.< ^» -^ ten, Krain und Görz. ;u , 3/