Echrtstlettrm,: sr»t^a»«gassc Nr. S. 1 iltrt« Mi. >1« istmota». IMu)at)Rtina' ». y- >«-b|! in 11—11 Btr tns. H ■«»tu ntchl Mrttzc»«d<». aomcnUk da-i ouaiAem «tat ■l Mi BnBiltniu («a<: •mAma (a naiirl ff*- titetun 0i»«r»»I»»i>cn *tdl- Mitnf. (Dii4t- «l&tHn •«♦<* Vftttaotfi °»d ei: ««thastgaff» Vif. * tlWN RX. Jl, 1«». 8tMig«kcfttB«n|(> »■>« Mt W d«»»,-» SlRKljStfi« ...»»» ....»»» «anjsaitU . . . . K «'• ««> <1111 Bit Srttlaat in H«,» I «•Mtli* waioniii . . . k »— ftdiriwcij , , . . R *— •aBtiUrti , , . .R V— ... Buslan» ntitam M M( »»(•«tbSniten um »tc tllrm BerVn fc-H n n«- #«HUT e* «**elritcK e;ll«B MI |J: «iMbSlIQ Nr. 21 Cilli, Mittwoch den 15. März 1916. 41. Jahrgan,. Dir Kämpft um vrrdun. Der seit dem 21. Februar wütende Kampf um di« Festung Verdun nimmt die Aufmerksamkeit nicht bloß der Kriegführenden, sondern auch der Neutra« len vollends in Anspruch. Mit angehaltenem Atem erwartet man täglich die knappen Sätze deS amtlichen deutschen Berichtes, die mit wenigen Worten so ge-«altigeS Geschehen, so schwere militärische, erfolgreich geleistete Arbeit melden. Die Schlacht um verdun zählt zu den blutigsten dieses Krieges und hat an den Angreiser Ausgaben gestellt, zu deren Bewälti-gnng die Bereinigung aller jenen militärischer Tu» genden notwendig ist, die sich eben, wie der ganze verlaus deS Krieges ei wiesen bat, nur beim deut-scheu Volke findet. WaS nicht unmittelbar vor dem großen Angriffe der Deutschen aus die MaaSlinie von der völligen Erschöpfung der deutschen militäri-schen Kraft im feindlichen Ausland zu lesen gewesen I Man brüftete sich mit der stet» fortschreitenden Er. starkunz der militärischen Kraft der Franzosen und Engländer, man verwies aus die großen Neueinstel-lungen in daS kämpfende Heer und auf die nun-«ehr auf die volle Leistungsfähigkeit gebrachte eng-lisch« HeereSindustrie. Nun, so verhieß man. um sich selbst Mut zuzusprechen und die Neutralen neuer» dingS irrezuführen, werde die Zeit gekommen fein, wo die VierverbandSmächte erst im vollen Aufstreben begriffen, mit aller Krast in den Krieg werden ein» treten können, während die Mittelmächte den Höhe-punkt ihrer Leistungsfähigkeit schon hinter sick haben und im Niedergänge begriffen sind. Da setzte der große Angriff der Deutschen an den westlichen Linien an und die Heeresleitung wählte als Angriffspunkt gerade jene Stelle, wo sich die Franzosen als un-verwundbar dünkten. Um Berdun sind Anlagen geschaffen worden schon longe vor dem Kriege, die in jedem Beschauer den Eindruck wecken mußten, daß man eS tatsächlich mit uneinnehmbaren Festungswerken zu tun hat. Kaum irgend sonstwo ist das Gelände für eine Ber-teidizung so günstig, alS wie in dem von ziemlich breiten Höhenzügen mit starken seitlichen Einschnit-ten begleiteten Laufe der Maas, zwischen Ht. Mi-hiel und Verdun. Rechts der Lothringerberge breitet Aayrt nach Hörz. Wenn «an einen lieben Bekannten «ach län» gerer Zeit wiedersieht, so sorscht unwillkürlich der Blick in seinen Zügen nach den Veränderungen, welche die Zeit an ihm verursacht. Noch mehr ist dies der Fall, wenn man weiß, daß er in der Zwischenzeit Schwere» erlebt hat. Ist unS eine Stadt, ein Land im Lause der 3«ü lieb geworden, so suhlen wir für sie wie für einen Freund und forschen mit bangendem Herzen, wie eS ihr ergangen, seit wir sort waren, umsomehr jetzt, wo die Feuerhand d«» KiiegcS an die Grenzen unseres Reiches greift. Kaum von einer anderen Stadt ist so viel ge-schrieben worden wie von Görz und kaum nach einer a>deren Seite richtet sich unser Fühlen mit mehr Innigkeit, al» an unser« Südwestgrenze, wo der tückischeste unserer Feinde i«it nun fast z«h« Mona-ten vergeben« in unser Rrich einzudringen versucht! Und wem — wie dem Schreiber, dieses Görz seit Jahrzehnten eine zweite Heimat geworden ist — der mag in diesen Zeiten besonders innig die Liebe für die sttille Stadt mit ihrer einzig schönen Um gebung empfunden haben, und wem eS vergönnt ist, wieder zu ihr zurückzukehren, dem wird da« Wieder-sehen unvergeßliche Eindrücke bringen. Schon die An?unft auf der Station, welche heute für Görz dient, bringt unS in die Athmofphäre sich die Woevreebene auS und reicht bis inS Mosel-gebiet heran. In dieser Ebene zog sich die Kampf-linie, die südlich von Verdun bei Zt. Mihiel bi« an die MaaS und über den Fluß nach Westen reichte, wiederum ostwärts an die Mosel. Lang« standen sich da Deutsche und Franzosen gegenüber. Wiederhol!« Versuche der Franzofen durchzubrechen mißlangen. Bi« an den Priesterwald bei Pont a Mousson ent-wickelten sich die lebhaften Kämpfe, deren Zweck für die Franzosen in der Erreichung der deutschen Grenze bei Metz war. »n die Festungswerke der großen deutschen Festung an der Mosel sind die Feinde nicht herangekommen, obwohl der Priesterwald soviel Franzosenblut getrunken ha». Gegenüber der Festung Metz an der Mosel haben an der MaaS die Franzosen ihr V«rdun er-richtet. Die beiden gewaltigsten FestungSbautcn der Deutschen und Franzosen stehen sich hier gerade ge genüber. Und nun gebt der deutsche Angriff gerade aus Berdun lvS. WaS den Franzosen in der Wocvre-ebene und im Priesterwalde bei Apreawnt und Pont a Mousson nicht gelingen wollte, gehen jetzt die Deutsche» gegen Verdun an. Gleich der erste Angriff, der am 21. Februar in der Richtung von Nord noch Süd ersolgte, hatt« vollen Erfolg. Seitdem hat sich in dem bewaldeten Berglande, daS den Lauf der MaaS umsäumt, nördlich und südlich von Verdun, auf dem rechten und linken User de« Flusse«, ein ge-wältige« Ringen entwickelt, das zu den großartigsten Geschehnissen dieses Kriege« zählen wird. DaS sür die Ve-teidigung wie geschaffene Gelände ist geradezu gespickt mit Verteidigungsanlagen aller Art, alle Höhen weisen ihre FortS auf, die Siraßen haben ihre Sperrvorlichtnngen und in den Wäldern ziehen sich die langgestreckten Verteidigun^Swerke hin. Trotz der gewaltigen Hindernisse, die die Kriegskunst schon in FriedenSzeiten hier gegen einen etwaigen Angriff der Deutschen geschaffen hat. gewinnt die Kronprin-zenarmee doch täglich neuen Raum und zwingt die Franzosen immer näher an die eigentliche» inneren Festungswerke von Verdun. DaS strategisch so wich-tige MaaSknie nördlich der Stadt Verdun wurde von den Deutschen genommen und daS stärkste Fe-stungsweik im Norden fiel den Deutschen nach hef-tigem Kampfe zu. Rnn ist die deutfche Arme« auf dem linken Ufer der Maas zum Angriff geschritten de« Kriege« und die dumpsdröhnenden Schlage der schweren Geschütze begleiten un« auf der Fahrt In die Stadt. AlleS hat sich verändert, ist anders geworden, nur die immer gleich bleibende linde Hand der Na-tnr bringt dem Menschenwerk die ewige Form de« Bestehens wieder und au« den gewaltsamen Verän-derungen deS Krieges gleitet allmählig da« Umge-staltete wieder zu seiner Urgestalt zurück I Aus neuen Böschungen, um den Saum der Granatenlöcher blühen die ersten Frühlingsblumen, sproßt neues Gra» und gib« die Hoffnung auf neue« Leben, neue« Werden nach den trüben Leiten. Diese Hoffnung muß un« nach Görz begleiten, denn ohne sie wär« da« Schauspirl, daS sich u«S bietet, trostlos. Schon läng« der Strnße waren halb und ganz zerstörte Gebäude die traurigen Zeugen der sinn- und zwecklosen Zerstörungswut der Verräter, und bei« Eintiitte in Görz fällt besonders da« neue Seminar mit seinem siebartig durchlöcherten Dache, seinem zerschossenen Wasferturme und seinen zerrissenen Fen-steröffnungen besonder« inS Auge. Da führt unser Wagen am Irrenhause vorbei, deffen zahlreiche Villen mit ihrer Berlaffenheit und den vernagelten Fenstern einen trostlosen Eindruck mache». Auch die nur Hivilzwecken dienende Mühle Re«-berg hat schwer gelitten und ist wohl nnr deshalb und hat die französischen Truppen auS ihren wichti-gen und zäh verteidigten Stellungen auch hier gegen Süden und Südwesten geworfen. Gleichzeitig haben deutsch« Truppen den Angriff in ver Woevreebene mit gutem Ersolg ausgeführt, die französischen Stellungen durchbrochen, den Feind bi» an die westöstli« chen Abhänge der Lothringerberge geworfen. Bei dem großen Ringen um Berdun handelt e« sich aber nicht bloß um die größte französische Festungsanlage, «S handelt sich um die ganze »est-liche Linie. DaS erkennen auch die Feinde felbst an, darum ihre gtrrizt« Srache bei der Beurteilung der militärischen Ereigniffe an der MaaS. Fällt Berdun in die Hände der Deutschen, so ist die Stellung der Franzvsen im Argonnenwalde unhaltbar geworden und die Stellung im Argonnenwalde muß ihre Wir« kung auf dir Kampflini« in der Champagne anS-üben. Darum wohl auch die in den letzten Tagen neu angesetzten französifchen Angriffe in der Cham-vagne. Sie sin» mißglückt. Wären st« gelungen, f» hätten sie wohl die Lag« der Franzosen um Verdun günstig beeinflussen können. Die französischen An« griffe si,d mißglückt, aber die deutschen Gegenan-griffe hatten Eriolg und brachten zum guten Teile den Deutschen das wieder ein, was sie auf diese« blutgetränktem Boden bei den letzten gewaltigen Stürmen der Franzosen im Herbste des Vorjahres eingebüßt haben. ES sind wvhl di« heftigsten Kämpje. die sich im Westen abspielen und zweifellos steht den deutschen Truppen da in den Franzosen der kriegSt üchtigst« aller Gegner geg«nüber Die Kämpfe entwickeln sich aber wen» auch langfam, fo doch andauernd günstig für die D«utfchen. Richt bloß mit größter Span-nung, sondern wohl auch mit bester Zuversicht kön-nen wir den Geschehnissen der nächsten Tage ent-gegensehen. Der Weltkrieg. Der Krieg gegen Ruhland. Die Berichte d«S österreichischen GeneralstabeS. 13. März. Amtlich wird verlantdart: An der so zum Ziele geworden, weil sie zur Zeit d«r B«> schießunq voll von Bewohnern von Görz «ar, welch« sich dort ihre Nahrung holten. Und damit ist auch schon das Urteil über d e Beschießung von Görz gefällt: Nicht um militärisch« Zwecke, sondern nur »m Vernichtung von Gut und Mensch nleben hat eS sich dabei gehandelt, und «er der Betrosfene «ar, ob Mann. Weib oder Kind, war ganz «inerlei, wenn e« nur Oesterreich«» waren, di« sterben mußten! SS ist ein wahre« Wunder, daß die Zahl d«r Zivilptisonen noch eine so geringe ist, und man muß an ein höhere» Walten glauben, daß e« dem Ber-wüster friedlicher Wohnstätten nicht ganz gelungen ist, fein verbrecherische« Ziel zu erreichen! Leider aber kann man keinem der bi«herigen Bericht« zustimmen: Weder der Optimismus, daß wenig geschehen, noch der PeffimiSmuS, laß all,» vernichtet sei, ist am Platze! Ungeheuer, unschätzbar ist der Schad« an menschlicher Arbeit und Besitz. Jahre, viele Jahr« wird e« brauchen, bi« die Schäden wieder hergestellt werden können, manches wird nie wieder erstehen! Mann kann e« leider sagen, daß sast kein Hau» unbeschädigt sei, daß kein Bewohner ohne Opfer ge-blieben, denn wa« die Granaten verschont, da« hat durch den Umstand, daß die meisten HauSdächer durch die Elschütternngen der Detonalionen gelitten nnd undicht geworden sind, schweren Schaden genommen. öette ? Destjche W«cht stummer 21 besiarabische« Front und am Dnjestr würben russisch« Virstöße abgewies«». vie Berichte der deutsche« obersten Heeresleitung. 14. März. Keine wesentlichen Ereignisse. Gegen Frankreich. Großes Hauptquartier, 11. MSrz. Sächsische Regimenter stürmten mit ganz geringen Verlusten vie stark ausgebauten Stellungen in den Waldstücken Nordwestlich und südlich von Bille aux Voi« (20 Kilometer nordwestlich von Reim«) in einer Breite von etwa 1400 Meter und einer Tiefe bi« etwa einen Kilometer. An unverwundelen Gefangenen fiele» 12 Offiziere und 775 Mann in unsere Hand. An Beute 1 Revolverkanone, 5 Maschinengewehre und 13 Mi« «e«werser. Auf dem westlichen MaaSuser wurden die letzten von den Franzosen noch im Raben- und i« EumiereSwalde behaupteten Nester ausgeräumt, feindliche Gegenstöße mit starken Kräften, die gegen den Südrand der Wälder und die deutschen Stellun-gen weiter westlich versucht wurden, erstickten in un-serem Adwehrseuer. Auf dem Ostufer kam e« u sehr lebhafter Artillerietäligkeit, besonder« in der Ge-ßend nordöstlich von BraS, westlich vom Dorse um die Feste Vaux und an mehreren Stellen in der Woevreebene. Entscheidende Jnsanteriekämpfe gab e« »icht, nur wurde in der Natt ein vereinzelter fran-zisischer Uederfall auf das Dorf Blanzee blutiz ab-gewiesen Durch einen Volltreffer unserer Abwehr« geschützt getroffen, stürzte ein französische« Flugzeug zwischen den beiderseitigen Linien südwestlich von Chateau»Saline brennen» ab. Die Insassen sin tot u«t> wurden mit den Trümmern de« Flugzeuge« von «nS geaorgen 12. März. Nordöstlich von Neuville sprengten »ir mit Erfolg und besetzten di» Trichter. In der Gege«d westlich der MaaS mühte sich der Feind ««»er starten Verlusten in gänzlich ergebnislosen Angriffen gegen unsere neuen Siellungen ab Auf den Höhen östlich de« Flusse« und in der Woevre-ebene blieb die GesechtStätigkeit auf mehr oder min-der heftige Artilleriekämpfe beschränkt. Die in den Berichten vom 29 Februar und 4. März angege-kneu Zahlen an Gesänge««» und Beule für die Zeit feit Beginn der Ereignisse im Maa«gebiele hab«» sich mittlerweile erhöht aus 430 Offiziere, 26.042 Mann an unverwundeten Gefangenen, 189 Geschütze, darunter 41 schwere, 232 Mafchiuenge-»ehre. Bei Obersept gelang c« den Franzosen trotz wiederholter Angriffe auch gestern nicht, i» ihrer früheren Stellung wieder Fuß zu fassen; sie wur-de» bluiig abgewiesen. 13. März. Bei günstigen BeobachtungSverhält« »issen war die Tätigkeit der beiderseitigen Artillerien «»f einem großen Teil der Front sehr lebhast und hielt sich beiderseits der Maa« bi« zur Mosel hin «uf größerer Heftigkeit. Außer Patrouillengefechie» a» der Somme und dem Scheiiern eine« kleinen französischen Angriffe« Im Priesterwalde sind keine Ereignisse zu berichten. Neben ausgiebiger Aufklä- denn ein »»dichte« Dach ist da« sichere Verderben eine« Haufe« und alle« dessen, wa« barin ist, umso« «ehr, al« die Unmöglichkeit von Reparaturen und die Abwesenheit der «eisten Bewohner ein Verhüten de« Schaden« verhindert I Und so wandelt man durch die Straßen von Görz mit widersprechenden Gefühlen! Hat die Freu' e de» Wiedersehen« unser Herz bewegt, so dringt der Schmerz über die Zerstörungen auf un« unaufhaltsam ein. Jede Gasse, jede« Hau« er,ählt un« ein« »tue Geschichte der Heimtücke, jeder Bewohner hat eine Klage, einen Verlust, »ie«a»d war verschont, «icht« blieb erspart! Bändt könnte man mit dem Gehörte« und Gesehenen füllen, Wunder de« Mute« und der Beharr-lichte» sind von schlichten, einfachen Menschen, denen «an nie eine heroische Tal zugemutet hätte, ver> richtet worden und der große Hymnu« der Heimat«-liebe tönt au« den Worten aller, die ausgeharrt habe», spiegelt sich in den Augen der Kinder, die in den Hösen d r zerstörten Häuser spielen, al« läge «icht wenige Kilometer weit der böse Feind, der gar so gerne sein mörderische« Werk noch mit Plündern «ad Schänden ganz machen möchte. Ruhig spinnt da« Lebe« weiter, sprießt neues Leben zwiichen den Trümmern und singt die Drossel ihr Werbelied im dichten Lorbeerbusch. Der Fink trillert seine FrühlingSmelodie nach dem gleichen Takte wie sonst aus der Spitze der Platane und der erste gelbe Falter taumelt wie ' "-'»n über die zer-schossene Mauer — rungStätigkeit griffen unsere Flieger feindliche Bahn-anlagen und Unterkunft«orte, besonder« an der Eisen-bahn Elermont—Berdun, erfolgreich an. ES wurden drei feindliche Flugzeuge vernichtet, zwei in der Eham« pagne und eine« im MaaSgediet. 14. März. Im allgemeinen keine Veränderung der Lage. Ein kleinere« Gefecht bei Vieltje nordöst-lich von Apern endele mit der Zurückwerfung der Engländer. Ein englische« Flugzeug wurde östlich von Arra«, nordwestlich von Bapanme vom Leutnant Jmmelmann abgeschossen. Di« Insassen sind tot. Leutnant Bölke brachte zwei feindliche Flugzeuge über der französischen Linie über der Beste Harret und bei Melancouri, nordwestlich von Verdun zum Ab-stürz. Da« letztere wurde von unserer Artillerie zer-stört. Damit haben beide Offiziere ihr zehnte« und elfte« Flugzeug außer Gefecht gesetzt. Ferner wurde ein englischer Doppeldecker im Lustkampse westlich von Eambrai zur Landung gezwungen. Die Insassen sind gefangen genommen. Oberste Heere«litung. Der Krieg gegen Italien. 11. März. Amtlich wird verlautbart: Das feindliche Artilleriefeuer war gestern an der küsten-ländische» Front gegen die gewohnten Punkte wieder lebhafter. Im Abschnitt der Hochfläche von Doberdo kam es auch zu Minenwcrfer- und Handgranaten-kämpfe. 12. März. Gestern vormittag« begann die feind-liche Artillerie die Stellungen de« Görzer Briicken-topfe«, den Südteil der Stadt Görz und die Hoch-fläche von Doberdo lebhaft zu beschießen. Diese« Feuer hielt nachisüber an. Auch an der Kärntner Front entwickelte die italienische Artillerie eine er-höhte Tätigkeit, insbesondere gegen den Lanzenboden (nordöstlich von Paulero). Zu Jnfanterickämpfen kam e« nirgends. 13. März. Die erhöhte Tätigkeit der italieni-fchen Artillerie dehnte sich auf die ganze Hfonzvfront au«. Nachmittag« wurde ein feindlicher Angriff bei Selz abgeschlagen. 14 März. An der Jsonzosront beginnen sich große Kämpfe zu entwickeln. Die Jialicner greisen mit starken Kräften an. Sie wurde« überall abge-wiesen Am Tolmeiner Brückenkopf beschränkte sich die Tätigkeit de« Feinde« auf ein sehr lebhafte« Feuer. Im Abschnitte der Plawa scheiterten seine Versuche, unsere Hindernisse zu zerstören. Am Görzer Brücken-tvpf wurden zwei Angriffe auk die Podgorastellun-gen und auf die Brückenfchanzen von Lucinicco zu-rückgeworfen. Der Nordkeil der Hochfläche von Do° berdo wurde von starken Kräfte« zum Wiederholten-male angearisfen. Bei St. Martino schlug da« Sze-geter I R. 4V sieben Stürme blutig ab. Der Stellvertreter de» Chess des GeneralstabeS: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der Vormarsch gegen Balona. 11. März. Amtlich wird verlautbart: Die noch am unteren Semeni verbliebenen italienischen »räste haben vorgestern, in der östlichen Flanke bc> Und über allem wölbt sich der immerblaue Himmel u»sere« Süden« und man kann eS kaum glauben, daß die leichten schwindenden Wölkchen ge« g«n West keine harmlosen Schäfchen, sondern tod-bringend. Sch apnellS sind. Ewig bleibt die Natur und auch da« protzig brüstende und sich „ewig" nennende Italien ist nicht« al« ein Wölkchen auf dem Horizonte, da« sich ver-ziehen muß und verschwinden wird, von dort, wo e« nich!« zu schassen hat. Unser Görz wird aber ausblühen in dem däm-mer«den Frühling de« großen Völker»ingen« al« eine Stätte, anf der sich die Kraft gezeigt und da« Recht gesiegt hat für ewige Zeiten, als der Ort, welcher wie kaum «in anderer der Welt geduldet und gelitten hat, um den Lohn der Liebe zum angestammten Reiche und der Gerechtigkeit. Und über diesen Gedanken müssen die bangen Sorgen weichen und die Hosfnung »>.d Sicherheit in die Herzen jener einziehe», welche unseren bedrohten Süden lieben, und ihn erst richtig lieben und schätzen werden, wenn die Siege«glocken erklingen werden in allen Landen und auch von den zerschossenen Türmen der kaisertreuen Stadt Görz. R. Libisch. i)rs ^illier 5tadtoerschöne-VJtVtlll II rungsvereines bei Spielen, Wellen und Vermächtnissen. droht, nach Abgabe weniger Kanonenschüsse schleunigst den Rückzug angetreten. Sie stellten sich vorüber-gehend noch auf den Höhen nördlich von Fera«, räumten aber bald auch diese und wichen, alle Ueber-gänge hinter sich zerstörend, aus da» südliche vojus». user zurück. In Nordaldanien und Montenegro herrscht nach wie vor Ruhe. Der Stellvertreter de« Chef« de« Generalstabes: v. Höfer, Feldmarfchall-Leutnant. Der Krieg der Türkei. Die Berichte de« türkischen Haupt-quartier«. 12. März. Jrakfront. In der Schlacht, di« sich im Abschnitte von Felahie abspielte und mit der Niederlage de« Feinde« endete, erlitt der letztere Verluste, die auf mindestens 5uOü Mann geschützt weiden. 60 Gefangene, darunter ^wei Offiziere, fielen in unsere Hand. Dardanellenfront. Zwei Monitore eröffneten au« sehr großer Entfernung wirkungslos da» Feuer ge-g«n unsere Batterien. Es erschien unnütz, das Feuer deS Feinde» zu beantworten. Ein Kreuzer, der hier» aus erschien, wurde von unseren Batterien, die ih« nötigten, da« Weite zu suchen, wirkungsvoll beschos-sen. Drei Flugzeuge, die nacheinander die Meerenge überflogen, wurden durch da« Feuer unserer Ma-schinengewehr« und Batterien vertrieben. Demenfront Eine englische Kolonne, bestehend aus 6000 Fußsoldaten und 600 Reiter verstärkt durch zwöls Kanonen, die am 17. Jänner früh au« der Richtung von Scheich Osman nördlich von Aden vorgegangen war, befete die Ortschaft Afioch und die vier Kilometer südwestlich davon gelegene Au-höhe. Einem Angriffe dieser Kolonne würd« Einhalt gebot«». Der Kampf, der drei Stunden dauerte, en-bete mit dem Rückzug deS Feinde». Da«k dem Schutze seiner weiltragenden Kanonen konnte rS der Feind verhindern, daß dieser Rückzug i« regellos« Flucht ausartete. Der Feind versuchte, sich wieder in den von ihm vo, bereiteten Stellungen im El Majhale, vier Kilometer südlich von Afioch, festz«-setzen. Es gelang ihm jedoch nicht, dem heldenmüti-gen Angriffe unserer Truppen standzuhalten. Schließ-lich wurde er genötigt, in sein befestigte« Lager in Scheich Osman zu flüchten. Unsere Truppen zer« störten die feindlichen Befestigungen in El Majhale, sowie den gleichnamigen Flecken und erbeuteten Ge-niematerial. Eine Menge von Leichen, die der Feind nicht hatte beerdigen können, lag auf dem Schlicht-selbe. Eine Auftlä!ung«kolonne, die drei Tage später gegen El Saite ausgeschickt wurde, stieß aus starke seindliche Reiterei. Der Feind flüchtete, er hatte 20 Tote und Verwundete. 13. März. Von der Jrakfront und der Ka»-kafu«sront ist keine wichiig« Meldung eingelangt. Zm Abschnitte Felahie wurde ein englische« Flugzeug durch vaser Feuer heruntergeschossen. Die Insassen wurden durch die Explosion der darin befindlichen Bomben getötet. Zwei Torpedobootzerstörer und ein Mon tor seuerten gegen die Umgegend de« an der Ztn rre Hsfijiere. Eine Weih»ach!«tat. Da« waten 'chwere Weihnächte«, im verga«-genen Jahr 1914 an der Nida. Drüben lagen die Russen, am südlichen User die Unsern. Mit vie er-lahmender Wachsamkeit beobachteten sich die Gegner Tag und Nacht. Es gab eigentlich keine Rast, keine Ruhe, denn, ielbit wenn nicht gekämpft wurde, »ar immer die Spannung da: Jetzt, jetzt beginnt eine Seite der Kämpf,n»en die neue Offensive! Die Ruf-sen sahen sich um die Früchte ihre« bedeutsame« strategischen Pta»e« De« ersten Feldzug«haldjahre« gebracht denn ver Einfall in Oesterreich beim Tore Krakau war gänzlich mißglückt. DaS vierte Korp« hatte dort einen Riegel vorgeschoben, der den Russen den W,g für immer versperrte; und nun versuchten sie in ohnmächtiger Wut mit aller Anspannung ihre" ungebundenen Krält«, die Scharte auszuwetzen, im hartnäckigen Anrenne« ei«e Bresche in unsere neue Verteidigungslinie zu reiße». E« war umsonst Dort lagen Truppen kampferprob-ter Regimenter u»d hellen treue Wacht; e« lagen aber auch viele Lanbsturmleute dort, Landsturmoffi-ziere, die dem Kiiegerberuf schon seit längerem ent-zogen waren, Subalternosfiziere, die in langer Frie-denszeit und in tan^ei» Ruhestand« dem Feldaienst einigermaß n enifiemdet waren und deren Krieg«-tüchtigkeit erst durch die Erfahrungen modernster kampfmethoden aufgefrischt w.'rden mußten. Daß Nummer 31 Äe»»i,cke Wvcht Rüst« von Smytna gelegenen Orte» Zenikale und Tschesme einigt Schüsse ab und entfernten sich darauf. Oesterreich und Portugal. Infolge de« Eintrittes des Krieg»zustand«» zwischen dem Deutschen Reiche und Portugal wurde der k. k Gesandte in Lisfabvn angewiesen, von der Negierung der Repudlik Portugal seine Pässe zu »erlangen und mit dem Personal der Gesandtschaft das Land zu verlassen. Dem portugisischen Geschäft», träger in Wien werden gleichzeitig die Pässe zuge-stellt werden. Aus St«i»l uni> Band. Aus dem Postbienste. Die Postoffiziantin Olga Weklitsch in Gonoditz wurde zur Postmeisterin in St. Oswald bei Gratwein ernannt. Eröffnung de» städtischen Lichtspie Ies. Die Bauherltellung sowie die Apparatenbeichas« fung für da» städtische Lichtspiel, da» im städtischen Schauspielhaus« eröffnet werden wird, sind vollendet und «S ist di.> amtliche Endüderprüsung feiten« der Statthaltern für Freitag den 17. März vormittag» 8 Uhr angeordnet. Die Eriffnung des Lichtspiele», da» mit den neuesten Apparaten ausgestattet ist, wird in der allernächsten Zeit erfolgen. Heute Keine Theatervorstellung Sin-getretener Hindernisse halber findet heute Mittwoch die Theateraufführung nicht statt. Starke» Erdbeben. Sonntag morgen ge-gen halb ö Uhr wurden die Bewohner unserer Stavt durch ein ziemlich hesiige» Erdbeben au» dem Schlafe aufge chreckt. In der Dauer von ungefähr 10 Sekunden waren mehrere Stöße, die sich in der Richtung »vn Südost nach Nordwest bewegte», zu ver-veripüren. Der S'.tz de» Erdbeben», da» im ganzen Unterloude und auch im Nachdarlonde Krain wahr« genommen wurde, war nach den ringelausenen Mei» düngen in der Nähe von Sinj in Dalmatien. Auch in Finme und Eirkoeniea, sowie in Pvla wurde das Erdbeben verspürt und hat daselbst ziemlich große» Schaden angerichtet. Die Ausgabe der guckerkarten findet sür da« Stadtgebiet Eilli F> mag und SumStag den 17. und 18. März nachmittag» von 2—6 Uhr in der Brotkartenausgabestelle de» Raihause» statt. Die Bewohner Eilli» werden dringend?! ausgesordert, die Zuckerkarlen in der angegebenen Lei» zu behe-den, weil an den nachfolgenden Tagen Zuckerkarten nur in AnsnahmSsällen bei nachgewiesener Verhin-dernng ausgegeben werden. Militärkonzert zugunsten der Stadt armen. Wir machen noch einmal auf da» Konzert der Kapelle unseres HausregimenteS zugunsten der Stadtarmen von Eilll aufmerksam. Da» Konzert findet am 18. d. im hiesigen Stadttheater statt. Wer »och keine Karten hat, besorge sich solche in der Buchhandlung Fritz Rasch. E» gilt ein edle» und musikalisch bedeutsame» Unternehmen zu fördern. sich euch diese Truppen wacker, rühmlich, ja glänzend bewährt haben, beweisen manche« (ei Beispiele, von denen hier nur eine» hervorgehoben werden soll. Oberleutnant in der Evidenz Moriz Franke de» Olmiitzer Landsturm-Jnsanterieregimente» 13 sah sich bald nach seiner Densteinleilung als Komman» dan» «ine» Bataillons. Ein nächtlicher Angriff, den er End« November nördlich Ravatowice durchführte, erregte durch die mit heivorragender strategischer Um-flcht «zielten Ergebnisse und durch die Tapferkeit, mit der jeder Mann dem Beispiel seine» Komman» danten folgend, aus den Feind losstürmte, die Be-wunderung und besondere Anerkennung der höheren Leitung. Oberleutnant Franke wurde schon bei die-sein Anlasse einer Allerhöchsten Auszeichnung würdig erachtet und für eine Dekoration vorgeschlagen; aber erst um Weihnachten herum erwirkten seine militäiischen Eigenschaften Erfolge, die ihm da» Mi» litärverdienstkreuz dritter Klasse mit der Krieg»dekora> tion sicherten. Am 24. Dezember versuchten die Ruf sen mit bedeutender Kraftentfaltung uns das Weih-nach>»fest zu verderben und setzten einen Sturma»-griff nach dem andern an, um unsere nördlich der N'dabrücke vorgeschobene Kolonne zurückzuwerfen und die in jenem Gebiete befindliche» Furten, Steige und Brücken in ihren Besitz zu bekommen. Tatsächlich gelang e» dem kombinierten verheerenden Maschinen-gewehr« und Znsanterieseuer de» Feindt», unsere Siellung zeitweilig zu schwächen, so daß wir da» Regiment vorsichtshalber an» südliche User der Nida herüberzunehme« beschlossen, weil von dort au» die Für das Rote Kreuz Spital in Eilli spendete Frau Luise Pallo» 2b K. Freigabe des Gasverbrauches. Wie un» da» Bürgermeisteramt mitteilt, wurde die Be. schrtnkung in der GaSabgade au» dem städtischen Gaswerke ausgehoben. Konzert Nora Duesberg. Di« Fr«ibur. ger Tagespost Ichreibt am 25. Februar: „Nora Duesberg ist eine Riesin ihre» Instrumente». Die herrliche Krast ihre» Tone», der süße klang ihre» Piano und die wunderbar geseilte Technik eroberten die Gunst de» sonst so kühlen Freiburger Publikum» im Sturme." Nachstehend veröffentlichen wir die vollständig« Vortrag»ordnung de» am 24. d. im hiesigen Staditheaier stattfindenden Konzerte»: l. Händel: Sonate A^dur (Fräulein Nora Due»-berg); 2. Soldmark: Violinkonzert (Nora DueS berg); 3. Weingaitner: Liebesseier (Herr Adols Harbich); 4. Leoncavallo: Prolog au» der Oper „Bajazzo" (Adols Harbich); 5. a) Natalie DueS-berg: Romanze (Nora DueSberg); l>) KreiSler: Allwiener Tanz, Liebesfreud (Nora Duesberg); c) Schubert Elman: Wiegen-Lied (Nora Duesberg); d) NachezZigeunertanz (Nora Duesberg); 6. Jenö Hubay: Caimenphantaste (Nora Duesberg); 7. Ru binstein: Es blinkt der Tan (Adolf Harbich); 8. Schubert: Der Atla» (Adolf Harbich); 9. Eho-pin-Wilhelmh: Nocturne (Frl. Nora Duesberg); l0. Strauß.Halazh: Donauwalzer (Nora Due»-berg). Wie wir hören, wird Se. Exzellenz Hrrr f. u. k. Feldmarschalleutnant Erwin von Mattano vich, k. u. k. Militäikommandant von Graz, da» Protektorat über die Veranstaltung übernehmen. Da» ReinerträgniS ist, wie bekannt, sür den Witwe»' und Waisensond des 3. Korps bestimmt. Soldatenbegräbnisse. Zn den letzten Ta gen sind nachstehende Soldaten, die hier an einer vor dem Feinde erlittenen Krankheit bezw. Verätzung ge-storben sind, am städtischen Friedhose zur letzten Ruhe bestattet worden: am 12. März Ins Mathias Desch de» L -J R. 3, am 14 März Landst rmmann Anton Merlin des I R. 87. Aufnahme der Borräte an Kartof-feln. Am 20. d. als Stichtag erfolgt die Aufnahme der Vorräte an Kartoffeln (Speise- sowie Industrie« und Futter kartoffel»), die sich an diesem Tag« im Besitze von Erzeugern (Landwirten), Händlern, öffentlichen Anstalten und BertehrSunlernehmun^en (Siienbahnmagazinen), Lagerhäusern, Gemeinde», Approvisivuierungsausschüssen usw., Konsumveieinen und sonstigen Bereinigungen befinden. Unrichtige Angaben und Verheimlichung von Vorräten werden empfindlich bestrast. Aufnahme der gesamten Vorräte an gebranntem und ungebranntem Kaffee. Das Ministerium de» Innern hat die Aufnahme der gesamten Vorräte an Kassee mit dem Stichtage am 20. d. angeordnet. Diese Vorralsausnahme erstreckt sich auf die gesamten Vorräte an gebranntem und ungebranntem Kassee, die sich am 20. März im Be-sitze oder in Vermahlung nachdezeichneter Personen und Anstalten befinden: Groß- und Kleinhändler, Verteidigung mit weit geringeren Opfern durchzu» führen möglich war. Die Russen setzten immer mehr Verstärkungen an diesem gefährdeten Punkte ein; unser Kommando, da» ohnehin beabsichtigt hatte, mit dem Menschenmaterial so viel wie möglich zu sparen, ging nun daran, die exponierte Stellung dem Feinde zu überlassen. Diesen Positionswechsel zu schützen, war die Ausgabe, die dem Oderleutnant Franke zufiel. Er allein mit seinem Bataillon stemmte sich dem wütenden russischen Anprall entgegen, er all?in trieb den Feind zweimal von der Br cke. Die Russen waren auf das Terrain eingeschossen und trieben ihre Infanterie mit hartnäckiger Wucht vorwärts, um den anscheinend schon erre'chlen Vorteil bis zum völligen Siege auszunützen, aber die braven Olmiitzer Landstürmer un? ihr tüchtiger Kommandant hatte eine Mauer gesorm», au der alle noch so höllischen Werkzeuge zerschmetterten. Im geeigneten Moment nahm Oberleutnant Franke seinen Vorteil wahr, stürmte vor und erteilte den Russen solch gründliche Schläge, daß ihnen für den WeihnachtSlag die Lust verging, un» weiter zu belästigen. Was Oberleut» ntni Franke hier geleistet halte, nannte sein Feld marschalleuinant eine vorbildliche Tat, die nmiomehr Anerkennung verdient, alS sie von einem, dem eigen!» lichen Krieger bei uf seit langem entzogenen Subaltern-ofsizier vollbracht wurde. die sich mit dem Ein und Betkauf» von Kasse« t«« schäsiigen; Gast- und Sche-kgewerdtderrchligU, die Kassee verabreiche« (Gastqöse, Gasthäuser, Kassie» Häuser, Kasseeschenken, Zuckerbäckerei«« usw); Ge-meinden,Appr»visionierung»au»schiisse, K»nsum»er»i«e, Werksf.issungen und ähnliche Einrichtungen. Die A«. meldeblätter sind von den Besitzern und Verwahrer» von Kassee hinsichtlich ihre« gesamten Vorräte», und zwae ohne Abzug sür den eigenen Gebrauch, wahr-heitsgetreu auizusüllen, »u unterfertigen und zu datieren und am 21. März der Gemeindevorstehunß de» Wohnorte» (Sitz der Firma »der Anstalt) z« übermitteln. Ernste Warnung. Seit Einführung der Reis«legitima:icnen sind di» in di« jüngst« Zeit viel» sach Personen beanständet worden, die sich aus Bahnsahrten oder bei ihren sonstigen Reisen gesälsch-ter oder fremder Reiselegitimatione» bedienten. Fast immer waren eS Einheimische, welche die Wege z» den Behörden um Beschaffung giltiger Urkunde» scheute» und ihren ungiltigen Reiselegiiimationen u»d Jdeiitiiätsdeschkinigiiiigen durch Fälschungen den Au» ichein längerer Gilligkeit zu geben »ersuchten oder die sich für die Reife von Bekannten die Legitim»-ticn»mkunden ausborgten. Wir könne» feie Bevölkerung nicht eindringlich genug vor solchen gesährli» chen, häufig allzuleicht genommenen Schritten w»r-nett. Diese Reifedokumente sind öffentliche Urkunden, durch deren Fälschung daS Verbrechen veS Betrugt» oder zum mindesten die gleichsalls gerichtlich zu be-strafende Uebertretn.ig nach § 320 begangen wird. Wer sich einer fremden Reiselegitimation bedient oder sei. e Reiselegitiiration einem anderen überläßt, macht sich nach § 320 strafbar. Alle diese Gesetzwidrig» feiten kommen den Gerichte» zur Ahndung zu, wer« den unter den jetzigen Verhältnissen strenge bestraft und schon mancher Hut sür seinen Leichtsinn im Kerker und Arrest büßen müssen. gur gegenwärtigen guckerknappheit wird un» von der Statthalterei nachstehende» mitgeteilt : Da sich die Fälle zu mehren cheinen, d»ß Kaufleute und Gemischtware«händler, auch wenn sie über Zucker verfugen, sich weigern, Zucker zu ver» kause», wenn der betreffende Käufer nicht zu ihrer Stammkundschaft gehört, wurde von der Statthal» terei in verschiedenen Kausgeschästen eine polizeiliche Revision angeordnet. Sowohl )as Publikum al» auch die Kaufmannschaft wird daraus aufmerksam gemach«, daß Kaufleute, die überhaupt, wenn auch über noch so g ringe Vorräte an Zucker verfüge«, unbedingt an Jedermann, ohne Rücksicht, ob eS sich um eine Stammkundschast handelt oder nicht, Zucker in dem gesetzlich festgesetzte» Ausmaße (bi» zum 19. d. 7« Kilo in einem Tage, nach dem l9. d. nur gegen Zucker karte) verkauseu müssen, da sie sich sonst einer Uebertretung des 8 432 schuldig mache» und eine Anzeige beim Strasgerichte zu gewärtige« haben. Warnung. Ungeachtet wiederholter Aussor» derungen führt daS über die ReichSgreuzen reifend« Publikum noch vielfach Bücher, Broschüren, Zeitun» gen, K neipondenzen und Schriften aller Art mit sich. Hierau» ergeben sich bei der Paß und Gebäck»« kontrolle Hemmungen, die für die betroffenen Per» soiien Reiseverzigerungen von sehr beträchtlicher Dauer im Gefolge haben. Es wird daher neuerlich von der Mitnahme von Schriften jeder Art auf Reifen übn die ReichSgrenze gewarnt. Regelung des Eierhandels. Durch ei«« Miuisterialverordnung wurde bekanntlich di« Ber« sendung »on Eiern nach Orte» außerhalb steiermark» per Bahn »der per Ax an eine TranSportbescheini» gung gebunden. Um nun in der Ausstellung dieser Transportbescheinigungen sür diesen leicht Verderb» lichen Arlikel Verzigerunge» zu vermeiden, hat di« Statthalterei di« politischen Behörden erster Instanz zur Ausstellung dieser Transportbescheinigungen er« mächtig», wenn die betrelsenden Eieriendungen an Truppen o»er militärische Anstalten, ferner wenn si« a» die vom Ministerium de» Innern legit. Einkauf»^ stelle in Wien (Mile») oder die von der Mile» be» zeichneten Adressen gerichtet sind, sowie auch dan«, wenn die Mile» selbst »m die Ausstellung ansucht oder in ihrem Auftroge darum angesucht wird. Wei» ters sind die TranSponbescheinigungen auch dan« auszustellen, w nn es sich um die Versendung vo« Bruleiern handelt. Schließlich wird daraus aismerk» sam gemacht, daß die Eierversendung mit der Post an keine Transportbescheinigung gebunden, son er« ganz frei ist. Verbotener Ankauf von Goldstücken. Wer ohne Bewilligung des Finanzmini>ters Gold» münzen der Kronenwährung zu einem ihre» Nen«» wert übersteigenden Preise erwirbt oder veräußert, seiner, wer an solchen Geschäften mitwirkt, wird laut Bette 4 |>.Ui|U)g Wacht .'iumtnei 21 U«r»rdnu»g vom 27. Mirz 1915 mit Gelb bis ju bOOO 8 ober mit Arrest bi« zu sechs Monaten von pvlitischea Behörde bestraft. vom Wirtschaftsverbande. Hm 4. k. stuft in der Gastwirtichast Dirnberger die Haupt-Versammlung deS Wirtschast«vcrbandeS statt. Herr Eteuerverwalter Klementschitsch erstattete al« Schrift-fthrer den Tätigkeitsbericht de» Au«schusse«. in wel-chern er der großen Schwierigkeiten erwähnte, mit »eichen der Au« chuß im verflossenen Jahre rück-sichtlich der Beschaffung von Lebensrnitteln und Heiz-«aterial für feine Mitglieder zu kämpsen hatte und gedachte hicbei insbesondere der warme» Fürsorge, welche der Herr Bürgermeister Dr. von Jabornegg hiedei dem Verbände angedeihen lieh. Ueber seinen «»trag wurde dem Herrn Bürgermeister öffentlich der Dank ausgesprochen Herr Offizial Jvansek er-stattete al« Säckel wa»t den Kassabericht, welcher ge. »ehmigend zur Kenntnis genommen wurde. Bei der Reuwahl wurde der alte Ausschuß wiedergewählt. Nach Besprechung weiterer wirtschaftlicher Fragen »»«besondere betreffend einen engeren Zusammen-schluß der Beamtenschaft schloß der Obmann Herr Ober Vorsteher Mesarec mit Dankesworten die Ber-fammlung. Ein Mahnruf zur Einigung der Deut« fchen Oesterreichs, Au« Trieft schieidt man unS: 5» einer für den 8. d. vom Abgeordneten Dober »ig einberufenen Versammlung, zu der nahezu 150 Bertraucn»männer. und zwar Vertreter aller Stände »nd Berufskreise au« Trieft und dem ganzen Küsten-lande, erschienen waren, wurde ein möglichst innige« WirtschastibündniS zwischen den Mittelmächten alS j»lünftige« Lebensbedürfnis beider und al« im her-i »mögenden Interesse des Aufschwunges TriestS und ^deS AdriaverkehreS gelegen bezeichnet. Die Vertrau-»ensmänner sprachen weiterS die dringende Forderung au« daß in der großen Stunde, da c» gilt, unser Vaterland innerlich neu auszubauen und dem deut-scheu Volke in Oesterreich die Grundlagen der ihm Gebührenden Geltung zu schaifen, alle Deutschen ohne Unterschied der politischen Richtung und sozialen Stellung zu gemeinsamer, einträchliger Arbeit bi« zur Erreichung des Zielt« sich zusammensinden mögen. Verwendung von Kriegsgefangenen im öffentlichen Interesse. Der Landesverband str Fremdenveikehr in Steiermark hat wegen Er« Wirkung von Begünstigungen bei Verwendung von Kriegsgefangenen im öffentlichen Interesse inSbeson-der« bei Straßen- und Eisenbahnbauten. dann in solchen Belangen, die dem Fremdenverkehr sonst die« «e» nnd geeignet erscheinen, daS Wirtschaftsleben zRnstig zu beeinflussen, beim Ministerium sür össent-licht Arbeiten und beim k. u. k. Militärkommando Schrute unternommen. Bunter Abend in Rohitsch-Sauer-brunn. Der Kadarettabend, den am 6. März ein« kleine kunftfreudige Gesellschaft aus dem OssizierS« RckonvaleSzentenheim von Rohitsch-Sauerbrunn im Speiseiaale de« Kurhauses zu Kriegisürsorgtzwtcken veranstaltete, muß in jeder Hinsicht al« gelungen ge-kennzeichnet werben. Da gab eS zunächst ein gut«» Quartett. Dr. Hoisel hatte mit seinen Kabarettliedern «nd Herr Oberleutnant Janauschek mit seiner dra-stischen Komik i» mehrfachen meisterhaft und tffekt-»oll durchgeführten VortragS- und VerkleidungSfze-»e» stürmische Heiterkeit erregt. Herr Oberleutnant Praschel virblüsfte da« Publikum als Hypnotiseur, Oberleutnant Schirla und Kadett Friedrich haben Mit ihrem Vivlin« bezw. Klavierspiel Anerkennung geerntet; Oberlkutnant Dr. Jllichmann bewies als Rezitator »ine hervorragende dramatische Kraft und Rontine. Richt zuletzt gebührt dankbarste Anerken-»ung Frau Karola Bongar, welche ihre liebenS-würdige Kunst in den Dienst der guten Sache stellte »nd mit ihren Liedervortrigcn allgemeinen Btifall fan». Die zahlreichen Zuhörer, unter denen auch die Einheimischen ein ansehnliches Kontingent stellten, «nterhielten sich sichtlich ausgezeichnet und so kannte schließlich auch der Kriegsfürsorge wieder ein ganz »tt.rS Sümmchen zugesührt werd,n. Queckenwurzeln als Futtermitteln. Die Oaeckenwurzeln, welche viel Stärkemehl, Gummi »»d Zucker enthalten, sind ein vorzügliches, deson-der« in Frankreich in Gebrauch stehende« Pferde-s»tttrmitttl. Diese Wurzel« äußern ähnliche anregende Wirkungen wie der Hafer und können in der glei-che» Gewichtsmenge wie dieser in gereinigtem, ge-ttocknetem und entsprechend zerkleinertem Zustande »erabreicht werden. Die Reinigung geschieht am zu-verläfsigsten durch Waschen. Die Quecken, welche oft i» großen Mengen vorkomme», leicht zu beschaffen »»d sür die Biehfütterung herzurichten sind, können besonder« zur Zeit der Feldbestellung eingesammelt werden. Die Lag« der Kaufleute in Mahren> berg. Namens der Kaufleute von Mahrenberg richtete Herr Schober folgende Eingabe an die Staats-anwaltschaft Marburg. „Der Gesertigte handelt im Interesse der Kausmannschaft und im Interesse des RtchttS. wenn er die geehrte k. k. Staatsanwaltschaft um den Schutz in folgender Sach« bittet: 1. ES kommt vor, daß infolge der Zensur oder hauptsäch-lich des Personalmangel« wegen, Rechnungen über Lebensrnittel und Waren später einlangen, al» diese. Nun kann kein Kaufmann vernunftgemäß früher seine Waren verkaufen, bevor er nicht weiß, wa« diese kosten. Diese Fälle ereigneten sich in den letzten Mo« naten bei Mehl nnd Zucker, bei welchem auch der Gefertigte al« Kaufmann sich weigerte, die Waren früher zu verkaufen, bevor er nicht die Rechnung bekommt. Die«, auch trotzdem der Obmann des Be-zirkS-ApprovisionierungSauSschusse« «klärte: „Wir sollen nur verkaufen, der Preis wird so derselbe sein." In diesem Kille stellte sich später heraus, daß der genannte Ausschuß daS Mehlquantum zu seinem Schaden (Differenz 1300 Ä) zu billig verkaufte, der erfahrene Kaufmann also im Rechte war. 2 Ist eS bekannt, daß im Bezirke Mahrenberg nicht soviel Mehl verausgabt w'rd, als Brot- und Mehlkarte» auSgefolgt werden. Die Folge dieses Mangels ist ein Hasten und Ueber stürzen und eine Jagd aus Mehl, sobald selbes einlangt. Die Kunden de« Marktes Überlaufen alle drei Kaufleute, während der ärmste Teil der Bevölkerung in seinem gleichen Rechte aus» Lebe» zumeist zu spät und zu kurz kommt. Deshalb haben einzelne Kausleute sich auf den Standpunkt gestellt, „jedem etwas und nicht alle«". Diese gute Absicht führte aber aus der anderen Leite zu An-zeige» gegen Kaufleute «nd allerlei niedrigen An-gebereien und strafbaren Zumutungen, die dann in einer konzept- und formvollendeten AuSschmückling der Anzeige oft fchwer da« Gegenteil der Schuld deS Kaufmannes erweisen lassen.- Schaulitthnf. Der Faun. Eine gute Idee wird zu einem vergnüglichen Lustspiele ausgenützt. Der Verfasser will nicht tiefer gehen, obwohl e« ihm fast gegen seinen Willen im dritten Auszuge gelingt. tiefere Wirkungen auszulösen und seine Zdee in sich selbst zu vertiesen. ES ist erklärlich, da > daS Stück des Münchners Knoblauch über alle Bühnen die Runde macht und immer wieder gerne gesehen wird und Ersolg auslöst. Es dürfte auch gerue gespielt wer-den, da es die dankbare Rolle deS Fauns enthält, die auf unserer Bühne von Eduard Loibner mit be-stem Gelingen verkörpert wurde. Loibner br'ngt zu der unumgänglichen Sprach- und «piechgewohnheit, die vom Faun verlangt wird, noch die erwünschte Beweglichkeit mit sich. Er löste seine Ausgabe vor-züglich und fand wohlverdienten Beifall. Daß er nicht auf offener Bühne damit belohnt wurde, ist nur ein gute« Zeichen für Schauspielkunst, denn die Zuhörer waren so sehr im Banne seine« Spiele«, daß sie eS durch offenen Beifall nicht nnterbrechen wollten. Neben dem Faun verblaffen alle Mitspie lenden selbstverständlich. waS das Gefährliche bei Stücken, wie der Faun ist, in denen der Versasser nur eine Rolle mit Liebe bedenkt, die anderen aber nur «m ihn herumstellt, weil eben ein Theaterstück mit einer Person allein unausführbar ist. Beim Faun kommi nun noch da» dazu, daß er nur dann wirken kann, wenn er mit gesellschaftlich verbildeten Menschen zusammenkommt. Wie er selber ins Liebe-volle gezeichnet ist, sind seine Gegenspieler liebevoll inS Uebertriebene gezeichnet. Sie bilden alle nur den verblassenden Hintergrund, auf dem die Schlag-schatt:n de« Fan« nur um so deutlicher sich abhe ben müffen. Als Mispicler seien genannt ««nie Wipperich, die unS lieber als beweglicher GesühlS-mensch denn al« kalie Frauenrechtlerin war, in wel« chem Teile der Rolle sie sich scheinbar selber nicht recht wohlfühlte. Fritz Goldhaber gab seinen eigent-lich «icht gerade anständigen Lord Stoubury mit der ihm eigene« Bühnengewan sttheit u»d verlieh ihm einige Züge von Menschlichkeit, die uns ihn näherbrachten. Maria grolda gab eine ihrer köstlichen Mütter. Zn einer kurzen Rolle muß Arnold Juhn genannt werden, als echt englischer Kammerdiener. Robert Riemer war gut in Maske, hätte aber mit mehr Laune und Geschick die etwas lange Vorspie-lerei bis zum Erscheinen de« FaunS kräftiger bele ben müffen, wie er denn im dritten Akte die richtige» Töne traf. Paula Moier, JuliuS Am ich, Karl Tema und Hermine Wolf füllten die kleinere« Rol-len mit Geschick und Verstand auS und rundeten daS Bild der Vorstellung einheitlich ab. Die Znsze- nierung war, soweit eS die bescheidenen Mittel u»-serer Bühne zulassen, stimmungsvoll. Man kan« e« eben nicht recht glauben, daß der Lord, der in eine« Rennen 70.000 Pfund — 1,680.000 Ä verliert, eine so geschmacklose Wohnung mit solchen wackeli« gen Möbeln bewohnen soll, wie sie un« auf »n erer Bühne zugemutet werden. Der Faun de« Eduard Loibner soll in Laibach noch viel beweglicher gewe-sen sein. Dort hatte er aber auch nicht zu fürchten, daß ein oder daS andere Möbelstück wegen Alters-schwäche uuter ihm zusammenbreche. Ausgabe vou Uferten für land-wirtschaftliche Arvelten. Für die Durchführung der notwendigen l«nd-wirtschaftlichen und sorstwirtschastlichen Arbeiten im Zahre 1916 werden von der Heeresverwaltung ut jenem Maße, al« eS die Bereitstellung de« Pferde-ersatze« sür die Armee im Felde, dann Ausbildung«-und sonstige Rücksichten zulassen, zum Zwecke der Felderdestellung, der Flachs-, Hanf-, Hopfen-, Ta-bak, Rüben- und Weinbauarbeiten, dann der Heu-mahd, der Ernte- »nd Drescharbeiten, serner der Holzgewinnung und Lieserung und sonstiger land-und so^stvirtschaitlicher Arbeiten Pferde bereitgestellt weiden. Im Hinblicke darauf, al« die Land- und Forst-wirtschaft, welche für Armee und Hinterland gleich wichtig ist, infolge de« langdauernden KriegSzustan-des unter schweren Bedingungen arbeitet, wurde vom KriegSminfttenum den militärischen Kommandanten, welche Pserde für d ese Zwecke beizustellen haben werden, zur strengen Pflicht gemache, von diese« GestchlSpunkle au» die Pferdebeistellung zu beurteilen, damit der Land- und Forstwirtschaft, insoweit eS die militärischen Berhältuisse gestatten, möglichst viele Pferde zugeführt werden könne». Hinsichtlich der Abgabe der Pferde gelten nach-stehende Bestimmungen: 1. Veterinärpolizeiliche Maßnahmen. Alle Pferde, welche zur Ausgabe in Aussicht genommen sind, sind vorher der Malleiuaugenprobe zu unterziehen. Es werden nur seuchenunbedenkliche oder i» leichter Kontumaz (besondere Beterinärvorschrifteo, KriegSministerialerlaß Abteilung 3. Rr. 3518t von 1915 und Merkblätter) stehende Pferde abgegeben. Pserde, welche sich in strenger Kontumaz be-finden, können daher sür solche Arbeiten nicht ab-gegeben werben. 2. Begleitmannichast. Für je zwei Pserde wird vom betretenden militärischen AbteiluugSkommando je ein Mann, sür je 20 bis 30 Pferde je ei» Un-teroffizier mitgegeben Für die Kommandierung«- alS Begleitmannschaft werde» tunlichst solch- Mannschaf-ten ausgewählt werden, die den Pflug wenigsten« notdürftig führen können. Die Begleitmannschaft wird bei den landwirt-schasllichen beziehungsiveiseforstwirtschastlichkn Arbeite» mitwirken. 3. Ausrüstung der Pserde. Die Pferde werde» abgegeben, versehe« mit gutem Beschläge und mit Stallhalfter, Pserde ecke mit Oberguite, den Pferde-requisiten und 2 Reserveeis'«, dann, soweit veriüg-bar, auch mit Kämet oder Sielcngeschirr ausgerüstet. 4. Bereitstellung. Die Pserde werde« mit lö. März bereitgestellt werden. 5. Ansorderung. Die Ansorderung von Pferde» ist im allgemeinen feiten« der betreffenden Bentzcr ober Gemeinden im Wege der politischen Bezirks-behörde an die k. k. PerteilungSstelle für KriegSge-fanzene. militärische Arbeiterabteilungen und Befpan« »ungen in Graz. Mehlplatz 2 zu richten. Hinsicht« lich der Ansorderung der für den Frühjahrsanbau notwendigen Pserdegespanne verbleibt rS bei den Vo> schrillen deS Punkte« 4 de« h. ä Erlasses vom 15. Februar 1916 ZI. 4-529/4 W, M. Die ob-genannte k. k. BerteilungSstelle wild die von ihr als notwendig erkannten Ansvrderungen sofort an die Militärkommando« weiterzuleben haben. Die Militärkommandos habe» sodann die Absendung der ange-forderten Pferde durch die in Bet-acht kommenden Abteilung«- (Ersatz ) Konirnanden ohne Ueberprüfu»g dir Notwendigkeit telegraphisch zu veranlaff.n. In leichter Kontumaz stehende Pserde können nur dann ausgegeben werden, wenn ihr« isolierte Unterbringung sichergestellt ist und sie nicht mit an-deren Tieren in unmittelbare Berührung kvinrnen. Mittel« Eisenbahn dürfen solch« Pserde nicht befördert werden, sie können vielmehr nur in ihrem Sta-tionSorte beziehungsweise i» dessen nächste Umgebung ausgegeben werden. Die anfordernden Gemeinden Rummer 21 De«tfch» W«cht Seite 5> »erden auf solche Pferd« b«f«nd«rs aufmerksam ge-macht werden. 6 AuSgaberaum. Im allgemeinen werde« die Pferde nur in dem Bereiche jene« Militärkomm«n-do« zur Ausgabe gelangen, in welchem ih,e Ersatz-körper, Pferdefpitäler usw. disloziert si»d. Insoweit insolge verschiedener Anbauieiten die Verwendung »on Pferden eine» MilitirkommandobereicheS im an-grenzenden Militärkommandobereiche vorteilhast und durchführbar erscheint, ist diese zulässig. Gegebenen-fall« wird in diesem Belangt von den politischen Be-hördeu und den ArbeitSnachweiSstellen mit den be-nachbarten Behörden und Nachweis stellen da« Ein-vernehmen zu pflegen sein. In Orte, über welche die Gemeinde- (Ortt) Sperre insolge ansteckender Pserdekrankheiten don der politischen Behörde verhängt wurde dürfen Pserde »icht ausgegeben werden. 7. Gebühren. Die Begleitmannschaften bleiben im Fortbezuge ihrer Gebühren. 8. Unterkunft und Verpflegung. Die Unterkunft der Pferde sowie die Unterkunft un» Verpflegung der Begleitmannschasten einschließlich Brot in natura obliegt jenem Einzeldesitzer, beziehungsweise jener Gemeinde, dem beziehungsweise der die betreffenden Pferde zugewiesen wurden. Der für die Verpflegung der Mannschaft ent-fallende Betrag ist von dem betrefsenden Unterofsi-zier aus den Gebühren der Mannschaft (vide Punkt T) an den Einzeldesitzer, beziehungsweise an die Ge meinte, gegen Bestätigung abzuführen. Vom Arbeitgeber ist jedem Begleitmann und auch dem Unteroffizier eine der ortsüblichen Ent lohnung entsprechende Arbeitszulage au»;usolgen, deren Höhe vvn der politischen Bezirksbehörde be-stimmt wird. Das Futter für die Pserde ist von den Pferde» besitzen, beizustellen An Hafer hat ein Pferd täglich eineinhalb Kilo-gramm zu erhallen. Die aus die Dauer der Jnan-sprnchnahme erforderliche» Hafermengen werden von der Heeresverwaltung freigegeben. Sie sin» seitens der zuständige Bezirkshauptnannfchafl bei der Krieg»-getreideverkehrSanstalt Zweigstelle in Graz, Burggasse 9 anzufordern und von den Gemeinden (Ein-zelbesitzern usw) zu den bestehenden Uebernahmsprei-sen auch zu bezahlen. Heu und Stroh und sonstige Futtermittel sind vvn den Sinzeldesitzern, bezw. Gemeinden selbst zu beschaffen. 9. Verständigung über Abgehen und Eintresfen der Transporte. Die Gemeinden bezw. Einzeldesitzer. für welche Pferde zu landwirtschaftliche» Arbeiten beigestellt werd«», werten seitens der betreffenden Ersatzkörper (Pferdespitäler, Sammelkommandos usw ) vom Abgehen der Pferde telegraphisch verständigt werden. 10. Autgabezeit. Die Ausgabe der Pserde zu land- beziehungsweise sorstwirtschaftlichen Arbeiten erfolgt nur auf die Zeit des unbedingten Bedarfes. Sobald die Pferde für land- bezw. forstwirt» schaslliche Arbeiten nicht mehr benötigt werden, ver anlaßt das Militirkommaudv das Einrücken derselben. Die Längstdauer der Verwendung der Pserde zu diesen Arbeiten wird mit acht Wochen festgeietzt. AuS zwingenden «ilnärischen Gründen bleibt der Militärbehörde eine vorzeitige Einberufung von Pferden vorbehalten. l l. Pflichten der Bewerber. Die Bewerber sind verpflichiet, die übernommenen Pferde zumindest in jenem Zustande zu erhalten, iu welchem sie ihnen übergeben wurden. Im Falle der Erkrankung von solche» Pferden haben die Bewerber für die tierärztliche Behandlung zu sorgen und derru Kosten zu tragen. Trisft da» Verschulden an der Erkrankung oder am Umstehen des Pferdes den Bewerber, so ist er ersatzpflichtig. l2. Konirolle. Der Zustand der ausgegebenen Pserde einschließlich deS Beschlagen? wird alle 8 bis 14 Tage, tunlichst an den Sonntage», nach Anord nung der Militärkommando» dmch Osfiziere und Miluäiärzte wahrgenommen werde». Für die Erneuerung deS Beschlages wird von den Militärkommanden die «forderliche Anordnung getroffen werden (vorübergehen»« Zuweisung von Schmieden, Wanderschmieden) Pserde, welche infolge Ueberanstrengung, nicht entsprechender Unteikiinfi und schlechten oder unzu> reich.nde» FutterS im Nährzustande stark heiabge-kommen sind, werden von den Militärkommanden ohn- Ersatz eingezogen werden. Zl. 2653. Kundmachung. Mntternfälle in Greis. Nachdem in der Gemeinde Greis Blatiernerkran-kunge« festgestellt wurden, wird die Bevölkerung vor dem Betreten des GemeindegebieteS von Grei», so wie vor dem Verkehre mit den Btwohnern der infi-zierten Gemeinde gewarnt. Stadtamt Eilli, am 7. März 1916. Der Bürgermeister: Dr. von Jabornegg. , WuWanökmig Wvitz Nasch 'S",' :: Willi :: "».T Schrifttum. Unsere Soldaten im Felde haben außerordent-lich lebhaftes Verlangen nach gutem Lesestoff. So werden zum Beifviel die handliche» und inhalis-reichen Bände der Bibliothek der Unterhal tung und des Wissens stark begehrt. Wer sei« nen im Feld befindlichen Angehörigen eine große Freude machen will, f.nde ihnen einige Bände die-ser Bibliothek zu. Der neueste Band hat folgenden Inhalt: Flaggenschwindel. Ein Erlebnis zur See von Wilhelm Hille. Mit Bildern von Rolf Wink-ler. — DaS eherne HauSgesetz. Roman auS reichs-unmilielba'en Kreise» vvn Horst Bodemer. — DaS höchste Ziel. Roman von R inholo Ortmann — Wohin steuert »-scrc Volkswirtschaft? Von Franz Anton Bechtold. — Kanada. Von E. E. Weber. Mit 8 Bildern. — Die lachende Azhifchlange. Von Th. Seelmaun. — F rnspiecher in den serbische» Bergen. Von Ernst TrrbesiuS. südöstlicher Krieg«-schauplatz. — Eine Null zu wenig. Aus den Erin-nerungen eines Tierarztes. Von A. O»kar Klauß-mann. — Der Weltkrieg. Achtzehntes Kapitel. Mit 10 Bild rn. — Vo» tierischen Schädlingen der Zimmeipflanzen und ihrer Bekämpfung Von Emil Gieiiapp. — MannigsaltigeS. König und Derwisch. Wilde ali spurensucher. Ueber de» Uispiung der Russen. Da« Opser. Die M'ckenhöhle u»d Macken-senschlucht in der Zolleralb Mit 2 Bilder». Ei», laus und Geigenspiel Alex^nd^r von Serbien. Ro-manbaste» au« der Geschichte der Sparkassen. Be-rühmte Druckfehler aus der Biedermeierzeit. Wie man Herrenkleider behandelt Der Krieg alS zufälliger Förderer der Wissenschaft. Mit Bild. Im Gold« »uge. Die Maiglöckchenstiäuße. Wohlstand und Glück, uuentbehlliche Winke zum rasche» Vorwärtskommen. Im Verlage von Gustav Rötlig und Sohn, Lvpron, erschien ein von Joses Gerber, Wien, versaßieS Buch, das in« folg« seine« kurz und bündig abgefaßten Inhaltes als praktischer Ratg-ber fü> jedermann empfohlen werden kann. An Hand von Beispiele» au» dem praktische» Leben zeigt der Vers isser Wege und Rat-ichläge, die beim richtigen Gebrauch znm Ersolge führen müssen DieseS Weik, welche« auch alle» Jeuen, die vom Schicksal im wirtschaftliche» Kampf umS Dusein hart znrückgeivorsen wurde», neue Wege öffnet, gibt allen strebenden Leuten praktische Anlei-tung und geht auch dem Erfahrenen an die Hand, um im läglichtn Leben schicksallkickend und bahnbre-chend einjugreisen, das Lebensglück zu erreiche» Die geschmackvolle AuSsühruiig und der billige Preis (4 50 K gebunden), setzt jedermann in die Lage, sich dieses wirklich empfthlenSweite Buch anzujchaft fen. Bestellungen könn«» an jede Buchhandlung oder an obigen Verlag gerichtet werden. LoU'ntitie sür deu Monat Seöruar. Ursula Speglic, 80 I., Bedienerin. Paula Bevc, 8 I., MalermeisterSkind. Ka.oline Zunder, 93 I., Beamtenwaise. Joses Pfeifer, 45 I., Feldwebel. «Beschlagmeister l. Klasse der Train Div. 7, T,ain-park 7, Permanenter Krankenzug 6. Karl Sabuko-schegg 75 I., Lederhändler. Karl Kom iuer, 55 I., Zuckerbäckermeister. Johann Petek, 47 I, Maga-zinsalbeiter. Johann Stolleker. 51 I., Zuckerbückeeei-auSiräger — Im Allgemeinen Krankenhause: Ma> ria Pecnik, 43 I., Köchin aus Umgebnng Eilli. Jvhauu Trobifch, 69 I., AuSzügler aus Neukirchen. FranziSka Zupane, 77 I., OctSarme aus St. Ge orgen. Franz VtuSkalevc, 72 I., Taglöhnei aus Schleinitz. Matthias Niedermühlbacher, 21 I , Jä-ger deS T. K. J.-R. 1. Martin Lach, 51 I., Tag-lihner au« St. Johinn. Maria Strya, 47 I., Damenschneiderin aus Eilli. Mari« Virant, 3'/, I., TiglöhnerSkind auS Eilli. Johann Pangerl, 74 I., Taglöhner aus Umgebung Eilli. Alice Candleti, 2 I., Flüchtlingskind auS Kasfase. Johann Bon«ja, 69 I., Ortsarmer auS Liboje. Roman Filipeznk, 24 I, Ins. de« J.>R 30. Adols Schiydler, 40 I, Ins. deS J.-R. 1. Maria Majcen, 8 > I., Gießersgattin au» St. Märt,,, i. R. J«hann Golob, 2 M., Fa-briksarbeiterinSkind auS Gaberje. Johann Trisuno-vic, 23 I., Kanonier deS Geb.-A.R 12. Andreas Kcrt, 80 I , Gemeindearmer aus Brestovec. Mi-chael Kozelj. 23 I., Ins. deS I R. 87. Franz Bednank, 26 I, Ins. des J.-R. 3. Joses Gaischek, 21 I., Bergmann auS Schleinitz. Maria Perujak, 64 I., Bedienerin aus St. Johann bei Unterdrau-bürg. Jlija Stojanovic, 2^J., Ins. de« b.-h. J.-R. 2 — Im k. u. k. GarnifonSfpitale Nr. 9. Georgy Sirc, 46 I, Ins. de« J.-R. 87. Thomas Dlugos, 22 I., Jas. veS H.-J °R. 17. Nikolaus Supanc, 23 I., Ins. des J.-R. 22. Michael Manjalovicz. 22 I., Ins. des J.-R. 52. Rudolf Sufchin, l9 Z, Schütze der frein. Schützenkompagnie (Mi. Alexander Kooac«, 23 I., Jnf. de« H -J.-R. l7. Trufi« Mykieta. 30 I., Ins. deS I. R v0. Philipp Dreo, 38 I, Jnf. des J.-R. 87. Marko Vulesica, 22 I., Ins des I R 22. Alexander Bobiak, 34 I.. Jnf. des J.-R. 88. Anton Seiel, 41 I., Jnf. des L.» J.-R. 26. Johann Ojsterschck, 49 I., Jnf. de« L.-J.-R. 26 Max Cepak, 27 I, VerpflegSsoldat des VerpflegsmagazineS Graz. Jvsef Schilling, 21 I., Jnf. deS H.-J.-R. 17. Leopold Lenauer, 26 I., Kanonier des Arl.-Teleg.-Schule. Beazzi Reiario, 37 I., San tätSfoldat der Sanitätsabteilung 9. — Im k. n. k. Reservespitale: Ferdinand Wagner, 42 I., Jnf. deS I °R 1. Glifo Baikovic, l9 I., Zi-vilarbeiter des I -T.Div Staffel 6/3 — Im k. u. k. Notrefervefpital: Wladimir Kubelka, 25 I.. Ins. des L -I -R. 12 Marko Miljak, 19 I., Ins. »es I -R. 22. Johann Ziitza, 22 I., Kanon,er des Feld.-Kau.-Reg. 21. Vermischtes. Die großen Ersolge der deutschen W a s f e n v o r V e r d u u, die Erstürmung deS Fort? Douaumont durch daS zu Neu^uppin garnifonierende brandenburgische JnfanterieregimeM Nr. 24, dessen gegenwärtiger Shes der Geogherzog Friedrich Franz IV. von Mecklenburg-Schiverin ist, haben Verdun in de» Vordergrund des allgemeinen Inte-resses treten lassen. Ueber anderthalb Jahre hält sich Verdun allerdings nur dadurch, daß deutscher-seit« bisher kein ernstlicher Versuch gemacht wurde, diei« starke Festung zu erobern. Im Kriege 1870/71 mußte die Festuug schon am 8. November 1870 kapitulieren. Damals bildete Verdun keiuesweg» die gewaltige Festung, die e» heute ist und es genügte damals eine dieimalige Beichießung, von denen die dritte 52 Stunde dauerte, ihren Kommandanten, den G-neral Mariner zu veranlassen, die weiße Fahne ' hochziehen zu lassen und sich dem General von Gatzl, der die Belagerung zuletzt geleitet hatte, zu ergeben. In Gesangenschaft gerieten damals zirka -1000 Mann Franzosen nebst zwei Generalen, elf Stabs-offtziere» und 150 andere» Offizieren. Die Kriegs-beule bestand au» 140 Geschützen, 23.00^) Gewehien und einem reichen Munitionsmaterial. AuS der Groß.' dieser Beule erkennt man >cho», daß vor 46 Jahren Veidun nicht zu den großen französischen Festungen gehörte. Es braucht« auch keine solche zu sei», denn Metz und Straßburg waren ja noch im Be'itze Frankreichs. Erst da diese beiden Festungen deutsch geworden waren, war es sür Arankreich nötig, Ver-du« zu einem Waffenplatze ersten RangeS auSzu-bauen und heute ist V-idun ein solcher geworden. Richt weniger denn 16 FortS liegen um Verdun herum, von denen allein 12 der deutschen Grenze zugekehrt liegen, während nnr vier aus der anderen Seite der Maas sich befinden, aber sämtlich nörolich von Verdun. Der diesmalige deutsche Angriff auf Verdun begann von Eonfenvoye und Azanne» her, von denen »er erstere Ort in der Nähe der Maas, der andere mehr nach Osten gelegen ist. Südlich dieser beiden Orte befinden sich nun die Auße.isort« von Verdun. DaS nächstgelegene Fort aus dem der deutfchen Grenze zugekehrten Maasnfer ist daS nun eroberte Fort Douaumont. Ihm schließt sich nach Süden zu an daS Forl Baux. Dann komme» fünf nahe beieinander liegende Fort» zum schütze Ber-du»?. Es sind dies die FortS St. Michel, Scuville, Tavanne», Moulainville und in der Nähe der Maas Seit« S jiumxa 21 Bellevine, dem gegenüber auf der anderen Maai-feite das Fort Marr« sich erhebt. Um Verdun grup-Pieren sich dann noch auf dem der deutschen Grenze zugekehrten Maaiufer die Fort» Belrupt, Rozellier, Houdainville «nd aus dem anderen Maosufer die Ürot t« Dugny, Rezuil und La Ehaume. Im Jahre 1870 war die Einnahme von Berdun dadurch von Bedeutung geworden, daß da« verwendete Belage« rungSgeschütz nun zurPariserBelagening benützt werden konnte. Da« damals verwandte Geschütz hielt na> türlich keinen BergUich au« mit dem nun verwende-ten und so erscheint eS absolut sicher, daß tem ersten For! auch bald andere folgen werden, womit dann für berdun selbst daS letzte Stündlein geschlagen haben, Berdun wieder zum Deutsche» Reich gehören teil b. denn gleich Straßburg und Metz ist auch verdun uralte« deut'che« Reichsgebiet. Unter Kaiser Ludwig dem Frommen war da« Reich Karl de« G>«bkn in Beifall geraten und nach LudwiaS im Jahre 840 erfolgten Tode kam im Jahre 843 der Beitrag von Berdun zustande, durch den drei Staa- ten geschaffen wurden. Berdun kam «n Lothringen und mit diesem im Jahre 870 »n Ostfrinken und bildete mit diese« «inen Teil de« Reichet, verdun selbst «rh«d sich später zu einer reichtfreien Stadt und blieb eine solche bi« zum Jahre 1552. Ueber 700 Jahre nun war «lfo verdun eine deutsche Stadt. Erst von 1552 an gelangte sie in franzö'i-scheu Besitz Damals herrschte in Frankreich König Heinrich II., der Gegner Kaiser Karl» V. Er fiel n»n mit einem 35 000 Mann starkem Heere in Loth» ringen ein und binnen kurzem war ei ihm gelungen. Berdun und Toul zu erobern und auch Nancy zu besetzen. Der Frieden von Eatec Eambresi« vom 3. April 1559 beließ den französischen König im Besitze von Berdun und Toul und der westphilifche Frieden vom Jahr« 1648 bestätigte nochmal« ausdrücklich da« französische Besitz»»« an Berdun, Toul und Metz. Talsächlich befindet 'ich also Frankreich im Besitz? von Berdun feit feiner Eroberung im Iah?« 1552, somit nu» seil 364 Jahren, doch da-mit erst halb so lange Zeit, als c« da« deutsche Reich besessen hatte. Run aber ist «»hl di« Zeit nicht mehr frrn. da auch Berdun wieder in deutsch«» Besitz gelangt sein wird. Eierverkauf beim Stadtamte. Spendet Zigaretten für unsere ver-mundeten! Für durchfahrende und ankom-wende verwundete wollen sie bei der Labe-stelle am Bahnhöfe, für die in den hiesigen Spitälern untergebrachten beim Stadtamte abgegeben werden. Jeder spende nach seinen Kräften. Der Bedarf ist groß. 1*0.» Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli. —» ....................................................................................................................................................................................................... Kundmachung. Die Sparkasse der Stadtgemeiude Cilli gibt bekannt, daß Spareinlagen wie bisher auch weiterhin mit 4 i 0 0 verzinst werden. Ueber neue Einlagen oder Nacheinlagen kann der Inhaber eines Einlagebüchels jederzeit, auch bis zur ganzen Höhe der Einlage, verfügen. Spareinlagebücher der eigenen Ausgabe und die Kriegöanleihe werden kostenfrei in Ber-Wahrung übernommen. Auswärtigen Einlegern stehen Posterlagscheine kostenlos zur Verfügung. Aus Anlaß des 50jährigen Bestandes der Sparkasse werden im lausenden Jahre schön aus-gestattete Einlagebücher, die sich besonders zu Geschenkzwecken eignen, herausgegeben. Postsparkasse Nr. 36.900 oo Fernruf Nr. 21 oo Herstellung von Druckarbeiten wie: Werke, Zeitschriften, Broschüren, Rechnungen, Briefpapiere, Ruverts, Tabellen, Speisentarife, Geschäfts-und Besuchskarten, Etiketten, tolin-listen, Programme, Diplome, Plakate Inseratenannahmeftelle für die Deutsche Wacht v.rmäblnngsanzeigen, Siegelmarken Bolletten, Tranerparten, Preislisten, Durchschreibbncher, Drucksachen für Aemter, Aerzte, Handel, Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft u. private in bester und solider Ansfübrung. /tumm er 21 Deutsche Wacht ectii r Zl. 2951/16. Kundmachung. Regelung des guckerverbrauches. I« Sinn« de« 8 2 der Verordnung der t. k. ßeierm. Statth«lterei vom 7 März 1916, L.-G. und 8.*91. fir. 25 wird jur allgemeinen Kenntniß ge> bracht, daß die Ausgabe der Zuckerkarlen an die Be-jugtibrrcchtißttn für die erste vierwöchenlliche Periode sßr den Stadtbezirk Eilli am Samst.g den 18. März 1916 von 2 bis 6 Uhr nachmittags im Rathau«-zebäude im Zimmer der LroikartenauSgabe erfolgt. Wer aus den Bezug einer Zuckerkarte Anspruch erhebt, hat bei der obbezeichnetcn Ausgabestelle eine schristliche Erklärung abzugeben, die die Anzahl der im Hauthalte (Wirschast) verköstigten Angehörigen de» Haushalte« und die Angabe zu enthalten hat, daß stch in seinem Haushalte am Erklärung«tage nicht mehr al« 2'/, Kilogramm Zucker für jede im Haushalte verköstigte Person befinden. Da« Formular für diese Etklärung ist im Stadt-«mte zu beheben. Personen, die keinen Anspruch auf AuSfolgung von Zuckerkarten haben, weil in ihrem Haushalte (Wirtschaft) mehr al« 2'/, Kilogramm Zucker für jede im Hau«hal'.e verköstigte Person sind, haben die vorbezeichnete Erklärung erst dann abzugeben, wenn ihre Bortäte aus 2'/, Kg. Zucker für jede im Hau«halte (Wirtschaft) verpflegte Person gesunken find, da sie erst «it diesem Zeilpunkte einen Anspruch auf AuSfolgung von Zuckertaiten erwerben. Angehörige der bcwafsneten Macht, die nicht durch die Heeresverwaltung verpflegt werden, haben «nter den sür Zivilpersonen geltenden Borausfetzun-gen gleichsall« Anspruch auf die AuSfolgung von Zuckerkarte» gegen vorherige Abgabe der vorgedach-ten Erklärung. Stadtamt Eilli, am 11. März 1916. Der Bürgermeister: Dr. v. Jabornegg. Zl. 2951/16 Kundmachung. Regelung des Zuckerverbrauches. ES wird zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß im Sinne de« § 6 der Verordnung des k. k. Handelsministeriums im Einvernehmen mit den be-teiligten Ministerien auf Grund der kaiserlichen Ver-ordnung vom 10. Oktober 1914, R. G. Bl. Nr. 27 und in Ergänzung der Minifterialverordnung vom 7. Juli 1915 R.-G.-Bl. Nr. 195 über die Rege, lung deS BerkehreS mit Zucker 1. Gast und Schankgewerbetre'bende, 2. Bäcker, Zucker- und Kuchenbäcker, Mando-lattibäcker und Lebzelter, ferner 3. Humanität«- und WohltätigkeitSanstalten, Klöster, militärische Anstalten, Lehr- und E ziehungS-an stalten, ZwangSarbeilSanstalten, Gesangenhäuser, Asyle, Flüchtlingslager usw. Zucker nur gegen von der zuständigen politischen Bezirksbehörde (Stadt amt) auszufertigende Bezugsscheine beziehen dürfen. Wer auf einen Bezugsschein Anspruch erhebt, hat nachzuweisen, daß feine Porräte den Bedars von 8 Wcchen nicht übersteigen. Die Bezugsscheine wer den unter Berücksichtigung der Vorräte und dem nachgewiesenen Bedarf« von längstens 8 Wochen ent» sprechenden Zuckcrmenge ausgestellt. An Stelle eines Bezugscheine» können dem AnfpruchSwerber über sein Verlangen mehrere aus Teilmengen der zuerkannten Gesamtmenge lautende Bezugsscheine auSgefolgt werden. Die Bezugsscheine sind beim Bezüge deS Zuckei« vom Käufer dem Berkäuser abzuführen. Ebenso dürfen jene, die gewerbsmäßig Zucker im Handelsverkehre abgeben und nicht ^u Großhänd' lern gehören, Zucker nur gegen von der politischen BezirkSbehörde auszufertigenden Bezugsscheine be-ziehen. Beim Bezüge de« Zucker« hat er feinen Be-zugSschein dem Berkäuser auSzusolgen. Die Anspruchswerder auf Bezugsscheine haben Bormerkbücher z« führen, die beim Stadtamte ge-gen Entrichtung de« Kostenbeträge« zu beziehen sind. Die Beigabe von Zucker in Gast- und Schani-gewerbebetrieben (Gasthäusern, Kaffeehäusern, Kan-«inen, Bar« u. dgl.) zu Getränken (Kaffee. Schokoladen, Kakao usw.) oder Speisen, darf höchstens in Mengen bis zu drei Stück der bisher üblichen Wür-felform an eine Person erfolgen. Die Verabreichung von Zucker zur beliebigen Entnahme feiten« der Gäste ist verboten. Die hiesür in Betracht kommenden Gewerbe-treibenden werden verpflichtet, diese Bestimmungen in ihren gewerblichen Betriebsräumen an einer jeder, mann in die Augen fallenden Stelle anzuschlagen. Wer eine von ihm im Sinne der vorstehenden Bestimmungen gesorderte Auskunft verweigert oder unrichtig erteilt, oder diesen Bestimmungen in an-derer Weise zuwiderhandelt, wird iasoserne die Hand-lung nicht einer strengeren Strafe unterliegt, im Sinne de« §14 der Minifterialverordnung vom 14. März 1916 R. G.-Bl. Nr. 61 von der politi-schen Bezirk«behörde (Stadtamt) mit einer Geldstrafe bi« zu 2000 K oder mit Arrest bis zu 3 Monaten, bei erschwerenden Umständen aber mit einer Geld-strase bi« zu 5000 K oder mit Arrest bis zu sech« Monaten bestraft. Bei einer Verurteilung kann auch auf den ver-lust einer Gewerbeberechtigung erkannt werden. Stadtamt Cilli, am 11. März 19l6. Der Bürgermeister: Dr. Heinrich v. Jabornegg. s^ruckso^ten Verein^uchdruckerei u ...........Celeia« Cillt. in unmittelbarer Nähe der Stadt Cilli, bestehend aus: einem Wohn-hause mit 4 Wohnungen, einer modernen Villa mit 3 schönen Wohnungen, einem Wohnhause mit Stallungen für ein Pferd und Rindvieh, ein Bauplatz und einer gut besuchten Gastwirtschaft mit Kegelbahn, Teiih- und Wiesenwirtschaft ist unter »ehr günstigen 1! dingungen zu verkaufen. Der V.rkauf kann für die ganze Gruppe oder auch fflr einzelne Objekte abgeschlossen werden. Anzutragen bei der st&dt. R^alitäten-verkehrsverroittlung in Cilli (Stadtamt) Sekret&r Blechinger. Realität betttbtcd tu» Wohnhaus. 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Die Meldepflicht erstreckt sich auf die vorbczcich-neten Wehrpflichtigen ohne irgendeine Ausnahme, so-mit sämtlicher GcbuliSjahrgänge (1865 bi« 1898) und ohne Rücksicht daraus, in welchcm Wehrpflicht-Verhältnisse sie sich befinden; es haben sich insolge-dessen unter anderem insbesondere auch alle bci den bisherigen Musterungen geeignet Befuadenen. jedoch Enthobene« oder nach der Einrückung wieder au« dem Militärdienst Auagcfchiedcnen, alle nach $ 29 de« Wchrgcsetzev Begünstigten, alle vom Erscheinen bei den bisherigen Musterungen befreit gewesenen Aerzte, weitet« jene, wclche sich wegen angeblicher Gebrechen vom Erscheinen bei den bisherige« Musterungen für befreit erachtet hatten, sowie selbst-verständlich auch solche, wclche etwa mit dcm Er-scheinen zur Musterung oder mit der Einrückung au« irgendeinem Grunde im Verzüge sind, u. s. w. zu melden. Zur Meldung find lediglich diejenigen nicht ver-pflichtet, welche zwar den in Betracht kommenden GeburtSjahrgängen angehören, aber auS einem ge- der Bukowina. schlichen Grunde vor Erreichung dcr oberm Alter«-grenze au« der Landsturmpflicht ausgetreten find; es wird jedoch auch diesen Personen die freiwillige Mel-duug dringendst nahegelegt, damit ihre vorzeitige Be-freiung von der Landsturmpflicht amtlich scstgcstcllt werden kann und sie sich im Falle von Vea»stän-düngen hierüber entiprcchcnd auszuweisen vermögen. Die Mcldipflichi umsaßt die Pflicht zur ersten Mcldung und zur weiteren AusenihaltSmcldung. 1. Erste Meldung. Die erste Meldung ist von allen obbezeichnelen Personen, welche sich im Jnlande befinden, binnen 48 Stunden nach Anschlag dieser Kundmachung zu erstatten. Für diejenigen, sür welche dies« Kundmachung erst später wirksam wird (Au«scheiden au« dem ak-tiven Militärvcrbande, Eintreffen au» dem Auslande, Befreiung de« betreffenden Gebiete« vom Feinde usw.), läuft die 48stündige Frist für die erste Meldung vvn dem Zeitpunkte deZ Beginne« der Wirksamkeit der Kundmachung für sie. Die Meldung hat im Gemeindeamt! (beim Ma-gistrate) jener Gemeinde zu erwlgen, in welcher der Mcldcpfiichlige zurzeit seinen Wohnort hat, seitens derjenigen, welche innerhalb der obigen Frist fich nicht in ihrem Wohnorte aushallen, bezw. in den-selben zurückkehren oder keinen bestimmten Wohnort haben, bei jenen Gemcindcn, in welchen sie sich gerade aufhalten. Die Meldung ist grundsätzlich persönlich zu er» statten. Zur Meldung sind alle im Besitze der Melde-Pflichtigen befindlichen Dokumente über ihre Peiso« sowie über ihr Wehrpflichlverhältni« mitzubringen. Ueber jrde Meldung wird ei» „Person«» und MeldenochweiS" auSgesertigt und dcm Betresfenden eingehändigt Es w«rd den Meldepflichtigen in ihrem eigensten Interesse cmpsvhlen, zur Meldung auch eine Photo-graphie (womöglich unaufgcspannl) mitzubringen, da- Stadtamt Cilli, am 6. März 1916. mit dcr PersonS- und Meldenachweis mit derselben ausgestattet werden kann. 2. Weitere Aufenthaltsmeldung. Nach der ersten Meldung sind die obbezeichne-ten Personen biS auf weiierc« verpflichtet, auch jede Veränderung de« Aufenthalte« für länger als drei Tage zu melden. Diejenigen, welche keinen bestimmten Wohnort haben, haben jede AufenlhaltSveränderang ohne Rück-sich» aus die Dauer zu melden. Die Veränderung des AufenthaltcS ist unter Mitbringung deS PersonS- und Mcldcnachwcise« >'«-wohl, und zwar vor der Veränderung, im Gemeinde» amt (beim Magistrale) dcr bisherigen Aufenthalt«-gemeinde al« auch, und zwar binnen 24 Stunde* nach Eiiltrcffcn, im Gcmcindcamt (beim Magistrate) dcr neuen Aufcnthaltsgemetnde zu melden. Die erfolgten Ad- und Anmcldungen werden auf dem PersonS- und Melde-NachweiS bestätigt. Bei rückfichtSwürdigen Verhältnissen kann über besondere? Ansuchen die Enthebung von der Ver» pflichtung zur weiteren Ausenthalt«mcldung feiten« der politisch«, BczirkSbchörde de« Wohnortes be-willigt werden. _ Die Nichibcfolgung dieser Vorschriften wirdd fofern nicht dcr Tatbestand einer von den Gerichte« zu ahndenden Straftat vorliegt, von den politische« Behörden im Sinne dcr bestchcndcn Gcsetze u« Verordnungen strenge bestraft. E« wird ausdrücklich aufmerkfom gemacht, daß eS im eigensten Interesse aller obbezeichnete« Per-soncn liegt, sich künftighin jederzeit du,ch einen ei«, wandfrcien Person»- und McldenachweiS ausweise« zu können, der von nun ab allein »or Beanstä«-düngen zu sichern vermag. Die polizeilichen Meldevorfchriften werden durch die obigen Anoidnungen nicht berührt: denselben ist außerdem zu entsprechen. D-r Bürgermeister - Dr. Heinrich v. Jabornegg. Sckriitleiwnq. Verwaltung. Druck und Verlag: vcreinsduchdrucktrei .Ctleia" in Eilli. — Verantwortlicher Leiter: Guido Echidw.