R«»«er v. » -tt« ». »w 2. Mir, 1902. Xlll. I«tzrg»»g PettauerZeitung. Erscheint iedrnF»onnrag. ?rei« für Peitau mit Zustellung in» Haut: Monatlich 80 li, viert etjihng K 2.4». halbpdrig K 4.80, gauzjährig K 9.—, mit Postverjendung im Inland«: Monatlich 85 h, vierteljährig K 2.60, halbjährig K , ganjjlhriq K 9.50. — «inzelne Nummern SO I,. Hondichrisien werden »ich« zorückgefielll, Ankändigimgen billigst berechnet — Beiträge sind erwünscht und »ollen längsten« bi» Freitag jeder Woche eingesandt werden. zu erhalle» Oder soll si» sich txm ElericaliSmn« beziehungsweise ein« neutn Wiener Form, der christlichsocialen Part« zuwenden? Dazu ist die tmitschmährische Bevölkerung zu intelligent, und e# ist ja eine unbestrittene Thatsache, das« die au« Wien durch den Wind vertragenen christlich-socialen Keime nur dort in der Provinz Wurzel» soffen konnte», wo eine gewisse geistige Rück-ständigkeit den Nährboden für sie bildet. Die deutsche Bevölkerung Mähre»« hat also, vom JudenliberaliSinnS sich abkehrend, nicht der So-cialdemokratie und nicht der modernen Form de« Elericali«mu«, der christlichsocialen Partei sich zugewendet, sonder« ift ihr ist da« Rationalbewußt sei» erwacht, sie ist zur Erkenntnis gekom-men, das« die Bethätigung desselben nothwendig ist zur Erhaltung unsere«! volkSthumS und das« e« nothwendig ist, die »atioualeu Bedürfnisse immer denen de« Staats in der politischen Richtung voranznstellen. Darum habe» die Deutsch-mährer sich nicht denjenigen Gruppe» und Par. teie» angeschlofien. die auf^em Wege de« Oppor-tuniSinu« die nationale SaHe zu sörder» bestrebt sind, sonder» haben sich gliich der radicalnatio-nalen, der alldnitschen Partei angeschlossen. Bei den letzte» Reichsrath««ahtrn schloß man nun gegen die Alldeutschen vo» Seite der übrigen Parteien olle mdgljchtA Bündnisse, und die Par-teien mit den widersprechendsten Programmen haben sich gegen un« zuiammengethan. E« giengeu die Liberalen mit den Socialdemokraten, die deutschsprechenden Christlichsocialen sogar mit den Ezechen und so k?nnlen. weil damal« unsere Organisaion erst in der Durchführung begriffen war und vielleicht «och nicht recht sunctionierte, aus alldeutscher Seite diejenigen Erfolge noch nicht errungen werde», auf welche wir nunmehr nach durchgeführter Organisation bei der Wah- rung der Einigkeit berechtigte Hoffnung habe». Wie nothwendig ist aber gerade für Rordmähren eine radikale, zielbewußte Politik! Wie »othwen-big ist gerade hier für unsere Partei die Einig-Kit! (Zustimmung.) Denn hier in Mähren wird die Tschechisierung von Seite der Tschechen unter der Aegide der Regierung nach einem !>eradezu großartig angelegten Plane mit gewalt-amen und raffiniertesten Mittel» betrieben, die Bertschechisierung der staatlichen Ämter, der Eisen, bahnen u. s. w. nimmt von Tag zu Tag zu; und nun droht gar noch eine neue, aewaItigeG schen Volk«, geiste« hervorgegangen und gewinnt hier immer mehr an Verbreitung; und mit ihm schreitet die Befreiung vom Lchen>li«mu« vorwärts, der sich dem klar gewordenen Blicke des Volke» immer deutlicher al« die politische und wirtschaftliche verttetung des Iubeuchn»« darstellt B>S zur vrllständigen Gesun-düng, zum gtuzliche» Bruch mit dem Jttden-thu», bis da« deutsche Bolk endlich eiumal ein» sieht, das« e« ohne Mithilfe der Juden bestehe» kann nnd jedenfalls bester gesteht» wird, ist t« Gott sei Dank nicht mehr ferne. Dentschmähren kehrt sich vom LiberaliSn^« ab. und wcm soll e« sich uiwenden? Den Socialdemokraten ? Hiefür ist die ventschmährische Bevölkerung in ihrer Bo-d»nstäi,d,gkeit, bei ihrem deutschen Wesen und dem Überwiegen, de« bäuerlichen Elemente« zu conser-vativ, ich meine gesund konservativ, d. h.die Gruudla-gen de« BolkSthum» und seiner natürlichen Krast ZVer da? Glück hat! Ein Schnellzug-Roman von Ar. v. V. CgKtfttaag.) Sehr freundlich I Ja, da« war er. Mit recht väterlicher oder onkelhafter Miene blieb er vor ihr stehen, nnd der Reisekamerad sah vo» seinem Platz, ans, dass die beiden in lebhafte Unter-Haltung kamen. E» erbo«te ihn beinahe. da« ann uthige Geschöpfche» so unbesange» mit dem alte» Wols im Schasspelz plaudern z» sehe». Erst al« wirklich der verlangte Kaffee ge-bracht wurde, kehrte der Direktor an seinen alten Platz zurück. ..Run?" begrüßte ihn der aiidere lächelnd. Der Direktor der flüchtige» Oele strahlte. „Exquisit, sage ich Ihnen! Prima-Qualität! Kommt direct au« dem Schweizer Erziehung«»!-stitut und ist aus der Reise uachhause. Sogar ihren Namen hat sie verrathen. Marie Louise vo» Werther»! Klingt ei» bischen blaublütig, schadet aber nicht«. Bo» Hochnäsigkeit »ich« die Bohne. Süßer, kleiner Käfer! Ra. wir wollen auch noch weiter miteinander rede», wir zwei!" Dabei zwinkerte der Enthusiast so schalkhaft und siegesbewußt mit de» Augen, das» der Nord-deutsche sich bewogen fühlte, in feinem ernstesten Tone zu äußern: Die gute» Eltern könnte» auch waS Gescheidtere« thun, als da» hübsch« Mäd-che» den weite» Weg allein reise» zu lassen." .Pedant!" lachte der Sachse. .Wen» niemand wa« riskiere» wollte, wo bliebe dann aller Spas«? Wenn man nicht »och hie nnd da seine lieben Scherzchen hätte, da möchte keiner mehr leben. Aber ich frage den Kuckuck nach allen duck-mäuserischen Wenn» und Aber«! Pflücket die Rose! heiß'« in dem Liede." .Aber da« Lied vergisSt, der Dornen Erwähnung zu thun." .Ra, na? Sie schlagen ja 'nen förmlichen Leichenbitterton an, Doclorchen! Sind wohl'» bi«chen eifersüchtig? Ich will Jhueu nun »va« sagen: Mit der Kleinen mache ich. ehe sie die lieben Verwandten erreicht, 'ne Extratour nach Kassel, morgen, dir alles Dagewesene au Fideli-tät übertreffe» soll. Was gilt die Wette?" .Fällt mir nicht im Traume ein. ans so waS zu verweilen?" .Ra ja also nicht. Drei, vier Stunden tete-ä tete, — na man m,ls»te da« nicht kennen. Ich frage ganz bescheideutlich »ach ihren» Reise-ziel und ob sie gestatten würde, das» ich mit ihr in einein Eonpö führe. Das Mäuschen ant-wortet wie ein artiges kleine« Mädchen: .Ja gewiss, d. h. wenn Sie auch erste Elaste fahre»." Er sprach in der Fistel, als er das ÜftäuMpn redend anführte. .Und Sie? fragte der Doktor. , .Ich danke natürlich höflich für ihre gütige Erlaubnis, und >etzt will ich mir schleunigst da» nöthige Zuschlagbillet holen. Morgen sehe» wir uns dann in Kassel um und spiele» ei» nettes Brautpaar. Bivat die Eisenbahn!" Er stand aus. .Warteii Sie, rief der Doktor, den Davoneilenden am Rockärmel zurückhaltend, „schlägt denn Ihr Gewissen gar nicht? ES ist doch ein armselige« Kunststück, solch' blutjunges Diug au» seinem biSchen Verstand herauSzuschmeicheln!" Der Sachse lächle fröhlich. „Du liebe Zeit!" Will ich ihr den» gleich de» Hai» »mdreh»? E» bandelt sich doch blos um einen lustigen Streich. Übrigen» stehe ich für nicht» ei», sie hat mirs wahrhaftig angelhan, mit ihren Echeln'euauge» und es gibt am Ende eine Verlobung. Warum, auch nicht! Ich bin ein freier Mann und hab» dazu. Brauch nach Geld nicht einmal zu fragen." „Na meinetwegen. Wünsch viel ^ lllck. Herr Direktor! Soll ich zur Hochzeit komm.»?" „Topp," meinte der Sachse vergnügt, „Sie sind ei» für allemal eingeladen." iSchlus« folgt.) — 2 — lttzte» Togen von Schönerer zum Borivurse ge> macht, das» ich stet« von einer großen Partei ge-schwärmt habe. Ja. ist da» eine Versündigung gegen da« VolkSthum. wen» man eine Zusammenfassung der deutschen Kräfte zu einer starke» und mächtigen politischei^inheit anstrebt ? Mus# da» unbedingt auch eine Verwischung der völ« tischen und politischen Sri»»df«tze bedeute», wie sie im Linzer Programm niedergelegt sind? Ich gestehe ganz offen, das» ich auch heute noch für eine große Partei schwärme nnd alles dafür gäbe, wen» es gelänge, aus den, Boden des Linzer Programme» eine solche zu schaffe», und ich verzweifle nicht an dieser Möglichkeit. Die Partei« zugehörigst aus »venige sogenannte .Unbedingte" beschränken zu »volle», da» mag >a al» Idea-li»mu» aller Anerkennung wer« sei», aber dieser Idealismus »vird doch zur »vertloseu und unter Umstände» für die große Sache sogar schädlichen Schwärmerei, »veii» ma» darauf völlig verzichtet, die Grundsätze seines Programme» mit praktischen politische» Mittel» in die Wirklichkeit zu über-trage». Und zu diese» Mittel» gehört vor alleu» eine große mächtige Partei. Ich gebe gerne zu, das» an einer große» Pa»tei »icht eine Gesammtheit vo» solcher Uubediugtheit und solcher völli-ger schrankenloser Hingabe an die Ideale de» Pio-gramineS erfüllt sein mag. das» man jeden belie-bigen Einzelnen herausgreife» und sei» Denke» und Fühlen al» den klarste» Ausdruck des Programmes bezeichnen könnte. Sine solche willige Übereinstimmung deS Denkens in alle», auch ucbenfächlicheu Fragen von allen Einzelnen, vo» der Gesammtheit der Par-teiaiigehörige» oder der Partei sich Anschließeiiden zu verlangt», das »vird freilich die Größe der Partei unmöglich machen. Gut alldeutsch, echt freiheitlich unb streng antisemitisch müsse» alle, die zur Partei gehören, gesinnt sein und wählen, in manche» tactische» Fragen uud wohl auch der einen oder der anderen wirthschastliche» Frage wird eine vor allem nationale Partei der Jndi-vidualität ihrer Anhänger einigen Spielranin immerhin gönnen dürfe«, freilich »ur so weil, dass keine Ablenkung eines Theiles der Krast vom geineiusamen Ziele eintritt. S» »nufs aber in einer solche» großen Parte» eine große uud starke Kerntruppe sein, die gan- und gar in dem Ge-danken des Programm'S aufgeht »nd dasselbe bi« in seine letzte» Eonsequeiize» erfasst bat und ver» tritt, und diese K.rntruppe, die den Radikalismus strengster Observanz darstellt, muss stark genug sein, um den linke» und rechten Flügel zu zwin-en, im Dienste deS ProgramniS miizuivirken. n dieser Kervtruppe muss sich eine solche Krast schlage»?» oder sich meldenden Volksgenosse» erst volle Klarheit herrscht, bevor er in den Berein alS Mitglied aufgenommen wird. Run ivill «an — auch eine recht traurige Folge deS in uiiferer Partei au»«brocheuen Zwistes — diesen Verein schwächen, ihrem Mitglieder abspenstig mache», wie ich zuversichtlich hoffe, ohne Erfolg, früher, vo die deiitschuatioiiaten Vereine nur wenige hundert Mitglieder zählte». waren sie »nacht- und einflusS loS. und jetzt, wo cS gelang, eine so gewaltige Macht zu schaffe», soll dieselbe »vieder zersprengt und vernichtet »verden? Ma» »löchte thatsächlich verziveifeln, »venn alle a»sgewe»dete Arbeit ver-j geblich sein sollte. Ich stelle mir also, die große Partei, vou der ich schwärme, nicht etwa al« mixtum compositum zusällig zujammengewür felter. mit allen Mitteln zusammengesangener Elemente dar, sondern eine solche Partei, als deren Kerntruppe eben der Verein zu betrachte», war, müßte iii ihrer Gänze bis a» ihre äußerste» Grenzen die stramm völkische, antisemitische, echt freiheitliche Farbe haben nnd könnte da»» aus andre — »venn ich sagen darf, angrenzende Par teien einen riesigen Einfluss ausübe», hoffe» »vir, eine solche Partei mit ihrer »veit über den eigene» Umfang hinauSreichenden Machtsphäre, dann wär» ,« in Oesterreich nicht mehr möglich, mit der Verfassung wie vi»her umzuspringen uud beständig mit dem Absolutismus und der Anwendung des § 14 zu drohen, »venn die Volksvertretung nicht allein zustimmt. ivaS die Regierung ivünscht. Ziehen sie doch einmal einen Vergleich, meine Herren, bezüglich der Beiver» bung und Vertretung constitutionciler Rechte bei un» und in Ungarn. Sehe» Sie den allerletzten Fallt Wie hat ma» im iiiigarijche» Parlamente Rechenschaft gefordert, al» der künftige Thron-folger bei der Auswahl seiner Reisebcgleituug »ach Petersburg sich über das Empfinden und die Wünsche der maßgebenden politischeu Parteien Ungarn« und über daS madjarische stolze Selbst-bewusStein hiniveg setzen wollte. Dort nahm inon sich kein Blatt vor den Mund und sprach männ-» liche stolze Worte und nicht ohne Erfolg. Redner bespricht nun im Gegensatze zn der Verhalte»! des ungarischen Parlamentes das Vor-gehen im österieichijchen Abgeordnetenhaus? und da« Verhalte» der deutsche» Parteien anlässlich der Übernahme des Protektorates über de» katho-lisch«» Schnlverein durch den Thronsolger und sährt fort: Und als »nan jüngst neuerdings das Parlament durch die Drohung mit dem Absolu-tiSmuS in die Lage des .Fris» Vogel oder stirb" versetze» »vollic, da kam lediglich vo» alldeutscher Seite — und auch da nicht sofort — -ein« In- und Opsci Willigkeit kundgeben, das« sie im Stande I terpellation. die aber, weil seitens der übrigen ... i«..* ... w.. x..c..-ca... ai.*............" deutschen Parteien die Unterstützung versagt wurde. von der Regierung mit geradezu geringschätziger ist.^bi« an die äußerste» Grenzen der Partei dort^ »vo schon die Übergänge zu den andern in einzelnen Punkten sich andeuten, eine Art rentripetale, zusammensaffende Kraft zu äußern. Dazu ist aber unbedingt nothwendig eine beson-dcrS stramme Organisation. Der Verein der Deutschnationalen stellt eine solche Orgauisation in einer — wollen Sie es nur nicht als Überhebung anrechne», e» ist ja durch das Zusaminntenarbeiten unzähliger Begeisterter gediehen — geradezu großartige» Form dar. Er zählt heute über 11.000 Mitglieder. DaS ist eine Mach», mit der man politisch rechnen inusS. mit der die Regierung und die übrige» Parteien sich abfinden müsse»», eine Macht, wie sie hente »och keine andre Partei in solcher Form zur Verfügung ha«. Wenn vielleicht auch ein klerikaler Bereiu eine ähnliche große Mitglieder-zahl auf dem Papiere ausweist, so ist nicht zu vergessen, wie dieser Mitgliederstand zu Stande gekommen ist. Da sammeln Pfarrer nnd MesSner. und unzählige von den Leuten wiffen gar nicht, wie sie in den Verein hineingekommen und dass sie noch darin sind und haben oft von der Ten-denz dc« Vereines gar feine Ahnung oder sind gar nicht gefragt worden, ob sie ihr zustimmen. Bei unserem Vereine aber ist durch den Apparat der Vertrauensmänner sorsältig Vorsorge getroffen, dass über die politische Gesinnung eine« Borge- Oberflächlichkeit abgethan wurde. Und auch heute macht die Regierung kein Hehl daraus, das« man für den Ausgleich und die Handelsverträge schließlich den ß 14 bei der Hand hat und ihn auivende» will und dass man für diesen Missbrauch als bequeme AuSrede sich bereits hente da« voraus-sichtliche Scheitern der deutsch-tschechischen Verstän» diguilgSconserenz »nd deren MisSersolg bereit gelegt hat. Wird die Bevölkerung und darf sie sich da« ruhig gefallen laffen? Gibt e« den» vielleicht nicht noch andere Mittel, solcher Tut-rüstnng Ausdruck zu gebe», als seine Vertreter im Reichsrathe? Eine starke radikale Partei ivürde schon durch ihr Bestehe» allein jedem Ber-sassniigSinisSbranch vorbeuge» können. Wenn man solche Enoägungen sich hingibt, ist e» geradezu selbstverständliche Pflicht, alles dazu beizutragen, um den unheilvollen Krieg in der Partei zu beende», der nicht nur ihre weitere Vergrößerung und Machtvermehrung verhindert, sondern bei weiterer Dauer auch da« hereit« Errungene wieder in Trümmer schlagen müßte? Die Arbeit, meine Herren, ist daS beste Heilmittel gegen jede seelische Krankheit, die beste Ablenkung von allem Kuinmer und jedem Schmerz. Die Arbeit, politisch« zielbe»vus«te Arbeit soll auch jetzt al« Heilmittel für »nsere Partei gel- ten nnd in Deutschmähren gibt e« ja wahrhast Arbeit genug. Sie stehen jetzt vor den wähle», in den Landtag jn »veiterer Ferne nnd unmittelbare vor den HandelWom«irivahle». Geben Eie sich W*iz der Arbeit hin unb sie «erden den Zwist, und da», wa» ihn erregte. Mb noch urr-Kerfen «taute, bald vergessen haben. Alle« Muse Derrnktien und unterlassen werden, wa« de« Streit nach verschärfen könnte. Ich meinerseits, wenn ich mir eine persöhnliche Bemerkung er» lauben darf, habe von Anfang an diese Absicht gehabt und bi» auch heute noch entschlossen, sie durchzuführen und ich bitte sie um da» gleiche. Allerdings gehört dazu eine riesenhafte Geduld, wen» ein Blatt, das Schönerer sehr nahe steht, schreibt: „Dass Herr Wolf ei» ge»va»dter Redner ist, wird niemand befreiten köiiueu; und zu welchem Zwecke? Zur VrhShnng de« seinerzeitigen Iudenliberal»Smu»> de« et auch heute noch, wo Derselbe zum Großthell in der sogenannten .Deutschen Volkspartei" verkörpert ist. iiur mit Glacehandschuhen anfasSt." (Unruhe.) Run »vird aber anderseits zugegeben, das« zahlreiche von den Herren alldeutschen Abgeord-nettn durch unsere Organisation nnd Bersamm-lungSarbeiten z», Mandate» gekommen sind, und wenn nun da« Zwettler .unbedingte" Blatt behauptet, unsere Arbeit habe der Bekämpfung deS reindeiltfchen Hochgedauken« unter Wieder» aufrichtung deS JudenlieberaliSninS gegolten, so mögen sich die Herren Abgeordneten bei dem Schreiber solcher Behauptungen bedanken. Wenn eS aber an einer weiteren Stelle des Zwettler Blatte« heißt: .Der «bg. Wolf hat im Abgeord» netenhause d«n Sitz deS dentsthsortschrittlicheii (judenlieberalen) Abg. Novak eingenommen" und Wenn diese Notiz unter der Spitzmarke .Heim-gefunden?" steht, meine Herren, gehört da nicht eine zu übermenschliche Beherrschung »nd Zurück-hallung dazu, um solchen Angriffen gegenüber kaltes Blut zu bervahren? Idj will heute eben, um diese Zurückhaltung zn zeigen, eS unterfassen, Betrachtungen über die „Unbedingtheit" anzustellen, vo» welcher die Zu» izehörigkeit an die alldeutsche Bereinigung abhängig gemacht worden ist. Nur denke ich mir. das« doch die Wähler^ihre Abgeordneten in der Boraussetzung in'S Parlament gesendet haben, dass sie dort als elbstständige Persönlichkeiten ihre« Amte« walten und »icht sich herbeilasse» unter allen Umstände», «»d unbedingt sich einer ex cathedra geäußer-len Meinung allezeit unterzuordnen. .Höchstes Glück der Erdeukinder — sagte Goethe — ist doch die Persönlichkeit!" nnd ich Jaube, sie leidet nicht iuu bei einer solchen »»»bedingten Unterordnung, sondern wird dadurch völlig erdrückt. Wie aber die HerauSkiseliernng »er Persönlichkeit, der Individualismus die Grundlage unserer germanische» kulturellen Ent-Wicklung und ethischen Weltanschauung ist. so >ürsen uud können auch die Wähler nicht daraus verzichte», dass die von ihnen Gewählten eben diejenige Persönlichkeit detlMigen, um deretwillen »eben ihrer programatische», politische» Anschauung sie ge»vählt und al« Vertreter erkoren worden sind. Uud so wolle» wir denn unbedingt alldeutsch sein, »icht im Sinne Derjenige», die sich »och mit Stolz dessen rühmen und darin etwa« Große« »vähneu, das« sie da« eigene Denfrn verlernt haben, sonbern in dem Sinne, das« wir immer nnd überall da« Wohl unsere« Volke« und da» Gedeihe» unserer Sache über Alle« stellen und dafür eintreten mit aller Macht unsere« Hirne« uud Herzen», mit aller Hingebung de« ganzen We> sen«. Heil?" Localnachrichten. (Hr. V. E. ffiftel.) Da« in Olmütz erscheinende .Deutsche Nmdrnährerblatt" bringt in seiner letzten Au«gabe da« Bild und die Lebens-beschreibung de« deutschen Barden nnd Wag-nersänger«, der bei un« in Pettau noch in aller Erinnernng steht. Darnach trägt sich Dr. Kr ist e l mit brüt Plane, mit Bardeuhalle zu bauen, i» deren Singsaaletinf riuer eigen» für Verivandluu-gen eingerichteten Singbühne, die jedem Liede de» entsprechende» bildlichen Rahmen verleihe» würde, die Bardenvorträge stattfinde» werde». Sei» lebende« Lied käme auf dieser Bühne da-durch zu Stande, das« der Barde im stilge-rechte« Gewände mit der Bardenharfe im Arme seine eigene» Lieder fingt und dadurch den Ein-druck erweckt, al« flößen die Worte und Töue eine« Liede« in dem Augenblicke seine« Bortra-ge« eben erst au« seiner Seele. ygelege»heit nicht in Verlegenheit zu kommen. wird « sich einpsehlen, sich rechtzeitig einzufinden. (prolrftantischer GsttntienD) findet au, S. März Bormittag um l l Uhr in, Saale der Musikschule durch Herr» Bicar Lud. M a h n e r t statt. Nachdem jedermann Zutritt hat. steigert sich zusehend« die Betheiligung an den prot. An-dachte», daher e« gestattet sein wöge, nochmals zu ersuche», um »ede Störung zn vermeiden, möglichst vor Beginn der Andacht zu erscheinen. (SödmarKbiicherei im Mnsrnm.) Die Aus-gäbe von Büchern findet jede» Sonnabend von 1—2 mittag« statt. MonatSgebühr 10 Heller; Autleihgebühr für den Band 2 Heller; Beuützuug»--frist zwei Wochen, nachher Erneuerung der Leihgebühr. bezw. der MonatSgebühr oder Au«tausch. (Schlachlhas- und tttaßerl t ifnnger riffnuugöfr irr in Marborg.^Jm Beisein de« LaudcS-SauitätSin-spector« Dr. Posse? uud der Delegierten der Stadtvertretnngen von Klage » für t. Petto u, E i 11 i »nd Wi» dis ch F eistritz fand Frei» tag den 28. Februar die feierliche Eiöffuung der städtischen SchlachthauSanlagen statt. (Urne Zngbvkrdinöullg.» Soeben kommt un« die erfreuliche Nachricht zu. das« e« den Bemühungen de« Greinialvorstande» gelungen ist. die Einführung eiue« Lvcalzuge» zwischen Pettau und Marburg zum Anschlüsse an den Kärntner Postzug nach Graz zu erreich»'». Dieser Zug wird mit 1. Mai activiert und vo» hier um 6 Uhr 16 Minuten Früh nach Marburg, ohne Pragerhof zu berühre», abgehen. Es wird daher möglich fei», um V Uhr 30 Minuten Bormittag i» Graz einzutreffen. Welche Bortheile diese Berbinduug für die hiesige Bevölkerung mit sich bringt, bedarf wohl keiner weitere» Auf-klärm^ Klavierstimmer.) ES werden alle jene Klavierspieler, welche ihre Instrumente stimme» lassen wolle», ersucht, ihre Adresse» eheste»« bei Herrn Schiilfink bekannt zu geben. (kaudwirtschaftticht /iliale.) Die Aufrage »ach den Ursachen »nd nach der Dauer de« Dornrö«chenich'afes betrifft diese und »icht den landwirtschaftlichen Verein, wie e» ob eine« unliebsamen Versehen« beim Drucke de« Stich-worte« gedeutet werde» könnte. Wir stellen die« über Ersuche» fest, indem un« versichert wurde, das« im landwirtschaftlichen Vereine ein rege« Lebe» herrscht. Darum bleibt aber dir Frage »ach ei»er Lebe»«äußerung der „Landwirtschaft-liche» Filiale' noch immer offen. (Cinrn wirklich gtiflrnchcn Einfall) hatte jene Persönlichkeit, welche de» in einem Gasthaus« in Aufbewahrung befindlichen Schalltrichter de« Phonographen sammt seinem Schutzkorbgrflecht in ein Kaffeehaus enttrug. Viel Überlegung und Rücksicht auf den uugehiuvertcn Geschäftsbetrieb de« Phonographenbefitzer» nnd viel Achtung vor fremdem Eigenthum beweist ein Ulk dieser Sorte eben leider «icht! (SaniliriMbntft am 23. Jrbrnat 1902 im Drutschr» Heim.) Nach manchen Verschiebung«. Schwierigkeiten fand am letzten Sonntag ein Fa-milien-Abend in, Deutsche» Heim statt, der sehr gut besucht und äußerst animirt war. Für den ersten Theil deS Abend« war durch abwechSlung«- — ä — reiche Vorträge in bester Weise gesorgt. Vom vorigen Jahre her noch iu guter Erinnerung war Herr K l a m p s l. der für seine witzigen Vorträge in Moo«kirchntr Mundart stürmischen Beisoll erntete. Ebenso uiigetheiten Beifall fand der bekannte Bauchredner nnd „Zauberer" Knechtl Allgemein überrascht war da« Publi-knm, al« plötzlich »ach einer mit großein Beifall aufgenommenen Nummer de« Orchester« al« eine Art „Zugabe" ein Grammophon-Bortrag folgte. Die Musikwiedergabe» des von Herr» Ackermann vorgeführten Grammophon» zeichneten sich vor allem durch außerordentliche Deutlichkeit und Stärke au«. — Nachdem e« während der fast linnnterbrochen folgenden Vortrage schon „Mon-tag" geworden war, trat der Tanz in seine Rechte, und getanzt wnrde wie im Fasching bi« r> Uhr früh. <9rr Spar- un) Vorschoßarrei«) in PeUau hält am Donnerstag den tt d. M. um 2 bezw. 3 Uhr nachmittag« im Hotel Stadt Wien feine satznng«gemäße Jahresversammlung ab. (iiifalrriachricht.) Heule Sonntag wird auf vielfache« Verlangen der Schwank „Dr Schutzengel" wiederholt. Rachmittag findet die letzte Kindervorslellung „Der gestiefelte Kaler". verbunden mit einer Gewinnsllolterie statt. Mittwoch den 5. März wird da» gelungene Bliiiiienthalfche Lustspiel „Gräfin Fritzi" aufge-führt, während Sam«tag de» 8. März der Ehrenabeud u»sere« allseits so beliebten Bühnen» leiter« stattfindet. E» gelangt die Schwanknovität „Familie Sesselmann". welche derzeit an allen größeren Bühnen vorbereitet wird, zur Auffüh» rung. Nach aufliegenden Zeitungsberichten ist „Familie Sesselma»»" der beste Schwank der Neuzeit, da in demselben eine höchst originelle Idee, welche Schiväuke gewöhnlich nur selten enlhallen, vom Dichter in so komischer Weise verarbeitet wird, dass stürmische Lachsalven den ganzen Abend hindurch überall, wo diese» Stück Segebe» wird, ertönen. Dass dies auch hier er Fall sein wird, dafür bürgt schon der Aulas», au« welchem die Novität in Scene geht, de»» am Ehrenabeud« »ufere« lxftige» Gärtner muß eS lustig zugehe». Nachdem diese Vorstellung wirklich im wahre» Sinne de» Worte» anSve» kauft sei» wird, um» schon au» deu massenhaft eiulangende» Anmeldungen von Plätze» noch vor der Bekanntmach»»,; zu ersehen ist. machen wir die Slauimsitzinhaber eindringlich aufmerksam, ihre Sitze ehebaldigst zu beheben. Ichacht bei der Bahnübersetziing da» Mißgeschick, beim Hantiere» mit dem Wechsel Ga» einzu» athmen, worauf er au» der Beiäuduug erst nach einer Stunde. Dank den vielseitigen Bemühungen, erwachte. Bachrr faßte trotzdem den Unfall mit Humor aus. Übrigens ist er »ach eingezogenen Erkundigungen von eigener Schuld nicht sreizu-spreche», da er seit anderthalb Jahren den Aus-trag, die Einsteigschächle mit Verlängerung«st>itzen fu versehe», um da» »»»mehr bedenkliche Ein-teigen z» ersparen, gerade unter andern a» dieser Stelle nicht ausgeführt hat. Da» mußte NUN der auSgleicheiideu Gerechtigkeit Wille» fest-gestellt werde», damit nicht in heute beliebter Manier uugerechte Beschuldigungen gegen andere erhoben werden. ES wird aber auch allgemein erwartet, das» das Stadtamt genaue Nachschau vornimmt, ob die abgeordnete» Sicheru»g»vor-fchriften durchgeführt wurde.,. Solche zu erfülle», darf nicht der besondere» Meinung de» einzelnen überlasse» bleib««, fei er sonst noch so ei» tiich-tiger inib braver Arbeiter. (Vom städlilchrn Gasuirrkr.) Den Bemüh-ungiu de» Herrn Bürgermeister» und de« städt. GaSmeister» Herr» Kriwetz ist e» nach zahl-reichen Versuchen gelungen, das WassergaS für deu Gebrauch mit einem Acetyleubrenner so vorzubereiten, das» dasselbe ohne Auweuduug de» so empfindliche» Glühstrumpse» ein tavello» weiße» Licht gibt. Auf der sogenannte» Arbeitsbühne de« Gaswerke« ist für eine» vorläufigen Versuch im kleinen ei« solcher wenig umständlicher Brenner bereit« in zufriedenstellender Berwen-dung. besondere» Wert hätte der Wegfall de« umständlichen Glühstrnmpfe» zunächst i» über-hitzlen oder feuchten Räume», wie i» Backstuben und Kellereien, wo sich eben die zarte» Diuger al» wenig widerstandsfähig erweise». Das Mittel selbst besteht in einer Anreicherung mit Kohle»-Wasserstoff in einer sogenannte» nassen GaSuhr mit Rührwerk. E» beansprucht daher bei seiner Anwendung nicht mehr Raum, al« die sonst Üb-lichen trockene» GaSnieffer. wie sie in der Stadt in Verwendung stehe». (Senefitt Gitrtnrr.) Wen» da einer her» kommt >,nd in feinem zerkauten Sächsisch «eint: „Mein Leipzig lob' ich mir! E» ist ei» klein Pari» und bildet seine Leute." So lasse» wir ihm die Freude, lasse» ihn aber auch über uuser nette» Draustädtlein nicht schimpfe». Den» da» besorge» immer zu Recht die Einheimischen. Nicht zuletzt »nd »icht ohne Stolz weist aber jeder dem fremdeu Besucher unser außen wie innen geschmackvolles Theatergebäude. Zum wiederholte» Male hat Direktor Gärtner vor der »»» abgelaufenen Spielzeit feine» Einzug in dasjelbe an der Spitze braver Mitarbeiter gehalten, und schon i» der wiederholten Überlassung einer wichtigen Voltsbildungsstätte an ihn al» Unternehmer liegt eine Vertrauel'Skundgebung de» gewiss nicht leichtfinnig vorgehenden GerneinderatheS. Ganz besonder» Heuer hatte Herr Direktor Gärtner unsere Bühne mit Kräfte» besetzt, deren Leistuu-giu eine stattliche Reihe vollbesetzter Häuser be-wirkten. Die wenige» schwach besetzten Vorstellungen kommen ja bei Wieder holn «gui anch in viel größerei: Städte» vor. So haben sich alle uud iu«befondere der rührige Direktor Gärtner um die Schaffung einer treuen und dankbaren Theatergemeinde ein unbestritleneS Verdienst er-worden. — Wa» die eigene» Leistungen Gart-«er» al» Schauspieler, »amriitlich als Komiker anbelangt, so ichließe» wir un» gerne der wiederholt gehörten bedauernden Äußerung an: E» ist lchade, das» Direktor Gärtner heute nicht auch auftritt." Er hat in der That eiue gesunde, prickelnde Lustigkeit, welche »ach de» Tage» Muhe» erfrischend und ansteckend wirkt. So zweifeln wir denn nicht, das» er am nächsten Sonnabend den 8. d. M. wieder der liebe, lustige Schlaukle sein wird. ES wird »icmaiid zu klagen haben: „Es ist jciiadt. das» er nicht da ist." deun er w>rd da sei». Und wie! Wenn sich dann 'auch alle Verehrer seine» glücklichen Teuiperameute» einfinde», ist beiden Theile» geholfen. (Ans irrn Cruökai) wild min m.t der Herstellung der Uferkrönu»g in Beton be-gönnen uud in diesem Jahre zu Ende geführt. Schade. das« die nach Vollendung der Pilotie-rung gepflanzte» Linden infolge wiederholter Überflutung der Wurzelballen eingegangen find. Jedenfalls wird mau die Bepflai'zuiig mit einer wiederftaudssähigereu Bauuiarl z. B. mit Esche» aiis» neue verflicht» müsse». — Die Material-zusuhren zum Schulhautbaue werde» emsig fortgesetzt. (Hanplvrrsammlunz de« Verbände» irr /rrmirnvrrkrhrsoerei»,.) Anlässlich der Ha»pt-Versammlung de» Ltiude» Verbände» der Fremden-verkehrSvereine in Graz wurde vo» Seite des hiesigen Gremium» der Kaufleute dessen Vorstand Herr V. Schulfiuk abgeordnet, u«: de» vom Gremium gestellte» Antrag „Auf Erbauung einer Eisenbahn vo» Pettau zur Laudesgreuze iu Matzel uud Weiierführiing von Pettau a» eiue Station der Linie Spielseld-RadkerSburg zum Anschlüsse nach Feldbach oder Fehring" zn begrüben. Der Abgeordnete de» Gremium», welcher iu dieser Frage vollend« versirt ist, begründete den ge stellten Antrag in eingehender Weife; er griff zurück bi» zum Jahre 1873, wo da« Projekt Schwarz-Senborn entworfen wurde. Diese» Projekt ist vollkommen fertig int Besitze de« Eisenbahn-Ministerium» und gelangte seinerzeit über Ersuchen de» gewesenen Bürg«r»ieist«r» Herrn E ck l. somit vor 3 Jahre» üb« Ersuch,» de« geg«nwärtigen Bürgenneister» Herrn Or nigz»r Einsichtnahme an die hiesige f. f. Bez>rf«ba»ptmannschast. Al« im Jahre 1W8 die Stadtgemeinde Pettau. sowie alle interejsirte» Städte. Märkte und Gemeinden durch eine Petition an den steierm. Landtag mit der Bitte heranträte», diese Linie zu bauen, wurde der LandesauSschus« beauftragt, i» nächster Session Bericht zu erstatten. Run vergiengen mehrere Jahre und auch La»dtag»sessionen. doch erfolgte eine Berichterstattung nicht, wohl aber wurde von Seite de» Laude»auSschusse» dem hiesigen Aktion», comitö mitgetheilt, das» die Borarbeiten zumindest 10000 fl, koste» für die 160 Kilometer lange Strecke und dass die Interessenten vorerst diesen Betrag ausbringe» milfStrii. Auf diese Zuschrift erwiederte da» Eomitö. das» die Strecke wohl 8V Kilometer »icht aber 160 Kilometer beträgt und das» im Hinblicke auf diese kurze Strecke die Borarbeite» sich bede»te»d verbilligeren, wen» insbesondere da» im Eisenbahnministerium hinter» legte Projekt Schwarz-Senborn zur Benützung leihweise erbeten wird. Der Lande»au»schus» jedoch war der Ansicht, das» diese» Project mit Bezug auf de» Schutz geistige» Eigenthum» nicht zu beanspruchen ist. Auf diese Erledigung hin wurde von Seite de» Herrn Bürgermeister» da» erwähnte Project durch da» Eisenbahnministerium der hiesigen Bezirkshauptmannschaft zugesandt und auf Ber-anlasfung deS Herrn Bürgermeisters der k. k. Statthaltern mit der Bitte übersandt. dem Lande»-auSschusse die Einsichtnahme zu gestatten; diesem Wunsche wcrde entsprochen, doch von diesem Zeit-punkte an schloss eine undurchdringliche Wand jeden weiteren Ausblick. Der Herr Abgeordnete de» Gremium» brachte die» auch in seiner Be-gründung vor und erwähnte weiter», das» nun endlich doch diese so dringende Frage, welche seit 30 Jahren olle interessirten Städte. Märkte und Gemeinden ganz außerordentlich beschäftigt, einer günstigen Erledigung zugeführt werden mbge. E* wurde in der Begründung auch darauf hin-gewiesen, das» diese Linie schon dadurch eine active LandeSbah» werden würde, als dieselbe Gegenden durchziehe» würde, welche Reichthum an Holz. Steinen, Kohle croatischerieit», sowie auch an der steirischen Grenze, haben, das» aber das ganze Pöb»itzthal in landn»rtschastliche» Erzeugnisse», insbesondere dem Futterbau, sowie auch Obst !k für die Landeshauptstadt von ganz bedeutendem Nutzen wie überhaupt die Erschließung dieses Thale» vou gegenseitigem Bor-theile wäre; zum Schlüsse erwähnte noch der Herr Abgeordnete die Bortheile für das Bad Gleichen-berg und empfahl den gestellten Antrag anzu-nehmen »nd seinerzeit in die zu ergreifende Action ewz»tveten. Der anwesende LandeSauSschusibeisitzer Hi^r Dr. Schmiderer erwiederte, das» die ftfltltng'"diese» Wunsche» durch da» Land in Bälde nicht zu gewärtigen ist, da bei de» obwaltenden Schwierigkeiten auch die Kosten zur Erbauung dieser Linie cknngel» deSuöthige» Material«, al» ©♦ein*, Schotter tc. sich äußerst hoch stelle» Wüthen, fv- zwar, das» diese Linie auf beiläufig 8 Millionen Gulden »u stehen käme; im weiteren kgfce frtfiffHmM. LatideSauSschus» dar. das« durch MM AtiOef» der bosnischen Bahne» außer Zweifel steb», da^Petta» in die Anschlus«linie eingebant wird und daf^dadnrch d»n ganz gerechte» Wünsche» der Bevötter«>ig durch den Staat enlprochen werden würden. Zur Richtigstellung ergriff Herr B. Schul sin k nochmals da» Wort und ver-sichtet, das» e» wohl allgemein bekannt ist, MlckM Reichthum an Schotter da» ganze Draufeld H4», das» daher ei» Zuführen deSselbe» aus weitere Stacke* auiyefchlosse» ist. Betreff der Bausumme, welche »er hohe Lande»auschus« mit 8 Millionen bqiffttö, Erwiederte Herr Schulfink. dass die EiftnbtchnbanUnternehmung Luksit«. Riöeg & ÖoWp>in Wie« de» dieser Linie mit 4'/, Mil» Gült*» brtW^iHtt.' der Abstimmung wiuche de^ Antrag btt > Gr««mm»- nahez» ein-angenwtme'»,-' •'finnt'f) I»» siiuf • :• • (Je«erbemtsd)»ft.) Vom 3. März, bi» 10. März: 2. Rotte de» 2. Zuge». Zng»führ,r L aurentschitsch, Rottsührer F. Dtroß. Feueranmeldungen sind in der Sicherheil»wach> stube zu erstatten. Dettauer Theater. Zu Herrn W u g g a n i g'» Bortheile gieug am 26. d. M. Gettte und Engel'» .Schutz-e n g e l" über die Bretter und wie wir freudig feststellen. vor einem gedrängt vollen Haus,. Darin liegt eine Anerkennung unsire» gewissen-hast fleißigen W»gga»ig, die sich derselbe im Lause der zu Ende gehende» Spielzeit wohl ver-dient hat. Ebenso erfreulich;wirft bei solchen Gelegenheiten da» kameradliche Zusammenwirken aller Bühnenkräst,. um da« Gelinge» de» Ehren-abende» zu sichern. Herr Wngganig brachte in Erscheinung und Sprache den Hausmeister Augustin glücklich zur Geltung, krästia unterstützt von feiner redseligen theuren Gattin (Ilse R e n a t t a), die stellenweise im Übereifer in ein wenia anziehende» Kreischen verfällt. Eine recht liebe Erscheinung war auch die»mal wieder Frl. W ä r t e r al» Tigelman» Tochter Valerie. Besonder» anziehend und glück-lich gestimmt war ihr Gegenbild Trnde (Frl. S t e l l a), welche sich merklich am eigenen temperamentvolle» Spiele erwärmte. Recht au-genehm berührte auch die Erscheinung de» Herru auschulz (Landwirt Tigelman»). die da« »fsetzen einiger stärferer Lichter «och ganz gut vertrage» hätte. Viel Wärme entwickelte Frl. Norden al« Frau Juliana Tigelman. wie denn auch die Rollen de» Privatier» Tigelman» (B o r n st ä d t) und Barv» Meiselberg (Roland-M i l l e r) i» bewährten Hände» lagen. Da» Stück selbst bietet erntet lustige und flott gebrachte Austritte, denen man willig de» verdienten lauten Beisall spendete. So dursten denn Hau» und Bühne mit einander zusriedeu gewesen sein, denn eine» ziemlich grob gefügte» Schivank darf man nicht mit Zirkel und Winkelmaß auf seine Genauigkeit und Haltbarkeit untersuchen, wie eine peinlich genaue Intarsia. Buchbinder'« .Heiratsschwindler" stand dem Großtheile unsere» nach Mannig-faltigkeit und rascher Abwechslung im Spielplane verlangenden Theaterpublicums zwar noch feit einer früheren Spielzeit in Erinnerung, dennoch vermochte die Posse am Sonntag da» Hau» ziemlich g»t »»d letzte» Donnerstag leidlich zu fülle». Eine köstliche Figur bot unsere Koppe n st e i n e r mit der stark angealterten Männer-süchtigen Rosa Hnbinger im Backfischkleidchen und mit dem schmachtende» FÄcheripiel,. Bon nicht minder siegreicher Komik ist ei» harber Wiener de» D'r"? »r Gärtner, wie diesmal der Franz Burg . i der bühnensicher» Behaglichkeit »nd erstaunlichen Redegewandtheit, die niemal« den Fade» verliert. Wie immer, wurden die einge-streuten Lokalwitze mit dem nöthigen Halloh auf-genommen. Den umständlichen Professor Lipke auS DreSdeu schuf Herr B o r » st ä d t mit schlichten Mitteln zu einem wirksamen »nd glaubhaften Genrebild«; diese Figur könnte einen Dar-steller. d«r nicht im Maßhalte» und in abge-wogenem Farbenaustrag feine weise Beschränkung erblickt, zum Übertreibe» bi» zur Spottgestalt verleiten. Eine erfreuliche Regsamkeit in Bewegung nnd Sprach« wie» der Felbinger de» Herr» W u g g a » i g auf. Ist Frl. Wärter in ihren Hosenrollen zwar immer dieselbe wie ei» Domino-stein, so bleibt sie dann doch immer ein lieber schlimmer Bube den sein Großvater Hubinger (Herr H a u s ch n l z), mit einem Gemisch von Unwillen und Wohlgefallen betrachtet. Die Ge-sang»einlagen brachte Herr HaufchuIz, der üb«r «in ansprechende» Orga>. verfügt, ganz geschmackvoll, wie er ja al» Sl.)auspieler sich wacker emporgearbeitet hat und sich angenehm bemerkbar macht. Die Frau Lina Burger de» Fräulein R e n a t t a überzeugte al» gut ge-rathene Wienerin die Zuhörer von einem recht beweglichen Züngerl. doch mdchten wir nicht wünsche», das» iu der Hast der Bewegungen und der Sprache eine gewisse natürlich« Lebhaftigkeit und weiblich« Anmuth verloren geht. Die auf der Männerjagd befindlich« Milli Lax. die „Badephylloxera" wurde recht wirksam und glaubwürdig vom Fräulein Norden geboten. — In einer Zwischenpause bei dieser Vorstellung scheint e» hinter dem geschlossene» Borhang ziemlich dramatisch bewegt zugegangen zu sein, wie sich theil» zur Erheiterung, theil» zum Er-staunen au« verschiedene» sehr vernehmlichen Krafta»«drücken deute» ließ. Zum allgemein,» Wohlgefallen legten sich die lveiche» Accorde der Theatermusik al«bald wie welleuglättende» Cel auf die Slurmfluthen. Wie wir nachträglich in Erfahrung brachten, war biefer noch nie dage-ivefene Lärm durch den Wuthschrei eine« al» Feuertvehrmanu auf der Bühne erschienenen Wirte» veranlaßt worden, der die Musiker zu einer HauSnnterhaltung beanspruchte, aber mit Rücksicht aus ältere »nd wichtigere Rechte de» Theaterdirector» nicht erhalte» hat. Solche Art. Privatangelegenheiten in die Oeffentlichkeit zu tragen und Spectakel zu machen, ist durchaus zu mißbilligen. Am Sonntag befanden sich übrigen» die Theatermusiker in einem Pflichten-streit. Sie sollte» gleichzeitig beim Familienabend im .Deutsche» Heim" ausspielen und auch im Theater sein, für da» sie während der Spiel-zeit gedungen sind. Mit Rücksicht aus da» qesällige Entgegenkommen, welche» der Verein .Deutsch«» Heim" am Vortage durch Verlegung de» Familien-abende» von Sonnabend aus Sonntag bewiesen hatte, um Koppensteinrr» Ehrenabend nicht zu beeinträchtigen, ließ der Direktor die Musiker nach der ersten Pause ziehen, wofür allerdings die Theatergäste aus die Zivilchknucimusik verzichte» mus»ten. Solch kleine Gefälligkeiten erhalte» aber die Freundschaft. Wie wir bereits berichtet habe», hatte sich für den Ehrenabend unfner geschätzten Inhaberin der Mütterrollen, Marie Koppensteiner, eine sehr warme Antheilnahme bemerkbar gemacht, wohl ein sprechendes Zeiche» dafür, wie wirksam sich die gute Alte i» die Gunst unserer sonst so spröden Theotergemeinde zu setzen verstanden hat; dass die üppige Fülle, da» reiche Sprießen nnd Blühen de» Frühlings, die Natur in ihrem Jugeiidreize aus alle» Linien siegreich wirft, ist ja begreiflich: aber auch die ruhige Abgeklärt-heit eine» Nachsommertage» entbehrt in ihrer Innerlichkeit und ihrem mildeu Sonnenscheine nicht de» Reize». Wir freuen un« ja auch de« alte» Weine», der nicht etwa zum Essig, fondern in seinem Geschmack mild und gerundet geworden ist; deswegen braucht man prickelnden Jungwein nicht zn unterschätze», wen» er gut ist. WaS nn« Hirjchfeld durch feine .Mütter' in vier Akten erzählt, ist die alte Geschichte von Herz und Kopf, von der Liebe zum Weibe .unterer Schichte»", die so störend in die Behaglichkeit und Gemüth«rnhe der .besseren Familie" ein-greift, welcher der verlorene Sohn entstammt. Ist der Riß und die Entfremdung zwischen der Richtung kühl erwägenden Verstände» und de« aufwallenden jungeu Blute» einmal vorhanden, dann ist der Weg vorgezeichnet zum tragischen Ende mit Reue und Entsagung. Solch ernsten Inhalt verarbeitet diese Komödie, die jene einigermaßen enttäuscht haben dürfte, die da kamen, um eine Han«wurftiade kennen zu lernen. Die Beneficiautin bot di«»mal die Tante Printz mit gewohntem Geschick, recht wacker unterstützt von den übrigen Bühnenkrästen. Außerdem wirkte» diesmal al» Gäste die Fräulei»» Urban und Heinrich mit, die nach Angade de» Zettel» vom k. k. Hofburgtheater in Wien kamen. Die-jdfc» störte» nicht im geringste», stellten aber «»ch unsere Kräfte nicht in den Schatten. Die Aufnahme der Komödie ivar ei»« recht freundliche — 5 — GoldZnj MZdaillA > Vestev diätetisches Mittel „Llora" wird verwendet: bei Picrdeu. bei welchen Maqeuslörui.qen eingetreten oder welche über Haupt vom Hause au« schlechte Fresser sind, serner bei Kühen. um einerseits bis Quantität der Milch zu verbessern, anderseits die höchstmöglichste Milchabsonderung zu er« Ulth-Mhrpilwr. ziele», dann zur Aufsütterung vo» Ochien und Schweinen, sowie auch ,»r trflftiqf:i Ausbildung von Kälbern und Schafen. Ebenso zweck-dienlich ist die Anwendung von .Fiora'-Niew'ädrpulver bei Stall-Wechsel oder schlechtem Futter »nd endlich al« Präservativ bei Herr-ichenden Sknchen. «.» trter ■!,. bo, ... Mm. yj,fcnäh,.pH|y>r „»Iftl" 5Ä n-.*$«i»Ukn«trn tiirfon» «i»|l« k»tjat«km. Ei» große« Paket 1 K 30, kleine Pakete 70 h a. 40 h. War in Paketen mit obiger Schutzmarke versehen erhältlich. Itzanptversandr» .. lNora"..Neustadt a.d. Vöhm.Hordb. Zu hoben in Pettau bei: Herr» Z«s. 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KW* KrUku««l*»tXa kaaMt • •"» "«f Am«i. «In T.aiia.n*« aat M » MN»->»» »Bfni. .-»u )»•«« Mi na l'«*n-9ii.nal r*u ■»»««*« »«IWliyt tilim fp jm.» unk >a««a "ach ia[lf».l«a) » »—. _*■— aak * S«k« «ichiunDmluBl« Uti ab» aadauULM |arM|«a«a»ni. ka&ft Ma Mm««! SfrWakl |«|ca H»ch»R>«« o»«» Mit«r<|< »«IManakaa« »<«i«laa|cB fta» |a ,ichin, aa »«, lk«» *ara^ll»»« .,C»r..«.-t«cha««,'. Griff« aach »n rl| f»*«a * k. W k. Fahrordnung von dor Station Pottau P O s t z U ff e. ulTr Abfahrt Froh Nachmittag Vormittag Abends Nachmitt Vormittag Abendi Nach Trirat » MiruiMhlag Win ui TriMt Wie» aad Badapeat | Wi«a, Badapeit.Waraad S ohn e I I 2 tt g e. Nadiii 1 TST] Nacht» l 1 h« 1 Wies rai Triaat Nachts 3 49 Nach!» S ! 60 :Wi»a. Badapit.Waraad. Nachmitt. 1 j 44 ^ Nachmittag 1 Nachmitt.i X l» Nachmittag 8 45 14 Wiea aal Trifst Badaprit PETTAU empfiehlt neue ungarische sowie grosse Auswahl in KiM unct sämmtlichen Syecmi-JfrtHwIa zu billigsten Preisen. Schönes stinimhältiges CLAVIEB ist lillit s« vertivrta. 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Girl Ha «ach» »abra fettn« »tlanbtk Haar I* all echj» 'oaoM S»«a«r all lllaKi MtM NW IVM (if—— ---- I " " l«T»0Tf,ll. iiiiicIr unb blc fUtai braucht 3»»r«. im kUlm Ranacl . _ Innl« aen an bch»fl«n blrf«» nuabetbarta Rlioll |ts«fft.> »,l kot . ________ _______j Mi WW» __ . ______ PH fduungen unt«»orf»n_ «rankd«ll »,r Otattn ob«« k«» fttnb«! (KaralnUrt kft kl« not»Btnblj uk o»nt |j,tunb«n rtllangc* anttta«tffn- Kraust ... ____ fcajrt»ui|«ln unb blc Ran« braucht 3a»r«. ui fliru« aber an b«i • Z««ra« «N ak«r Za»I»«!I. 9t* Uaigf. *eWt #Liy%e|wbS2l!lL!f|1' ®tt|, nach • Masch», .kWHIW'. >aaarif«r Wartka liukl «, Jtrt)««la (t>«ntfchla«b)- «II krr ftlafch« „l.oiacla- war Ich lehr »uftlckm unb bat I,I»Ig, (»satt aenea Haaraachk filmt •r<«> Edlaa 21.k, Z chafa aa > »al«, « O, |tU< I r.aa.tlU« 1 Mali« .Lonwtlci* lab«« «ta» I.la« l'ollal, Jailach: ®a Ich ntll k«a> chifalg« k«l .Lafacrta* Kki mliliktn bin «riach«, alt lagiciÄ nach l Slalch« I» I«nk«n. gtbul«!, I«» li«r tn JhbnM > »IN« all nach l Misch, .Loratria-|u f«ttk«n; kak Rliul bcirflkif M (tbr. f««f.far /. KrMllar 11 Mra Itknil«: Ach kall« lang« Ja»,« rtpm •ablfoet im» began wt «Inij«» jRuaattn Jkt .Lataarla' an|n»tab«n Ist »«In, gant« >np>kaut dicht mit Haartn k,k«« Oal Dl«I« » -»achten, kracht, Akr -Loiaerta' innaak« trn «. Haaama, »Oßt/i «achkem Ich W«al« ankarc »>««> »rt.lgl-g an,,»«ak«, kalt, Mi >,««•«■ mhN ■■■klitjw SlTtaag. «In («kl« C(«1I«, W«lch, Ich Kkt frag« latlt, ward, mit («an S»ara» I«»r ichba k«k«S> Hirr J—t ikiltak, Zakla»«» (Mtnrn)f Zch Satt« nach ,ia«r ffrantbcl: m«iu Haar« gia|[lch «marin aak kak« nach Boügaig Ma 1 fftalchm gkr«k .l.«,attla- altkir ntitntn IrUkrrrn »k,I»«n Ha-rwuch« ,rr«lch! Stau « gakclaaa Hu Ich «« «aaraulloS ««il- kr .l.«,acri«" tzikrauchr. lalea mir lil», Haar» an» and mein» Haar« »Nchl«n nach Darch,,I.a»a«ila" »««k«a kl« Ha«Nknr,U» I» »öchst »«frlaklainkir ««4« «iikir ang,r>gi. Tat jnnß, Haar «niftikt «nk »»«ft In «Iftannllchrr GchaiZigtclt t»»nrr Nctnrr »»kchrn. k,r«> Haar hu unk ««gfaMcialich lad gani Iidlak Ist. ant«« »«lantnk bj« k«ti trfaunlich«« Slituagn kiilc« w»»k««darcn nittcia «nt|»tfl Irin «tkrrnk kak Orlparat dazu ktvltant tft. ktl »Itcrnt Union,i e*up»«n aakiaQtn der HZar« aak «akibcli |U »«Hrn. Iß «» |flr |(k« VulKt »lch»g. lajrinrn. ka» «» «in Wm«l gib«, welch» ihrm (trtma 8lakltng«n »«rrl ch, SmLiM Oalfchalklgaaa acht Mr M«MNa. Zaara ....... &tess,"iÄsa^- «ta« i Balia »I« g 3»«(» Milch .. »Id«lnI«nknag durch kak «nraklil»« Dr»»> - M. Faith, Wien, VII. Mariahilserstr. 38. 3*5amuitsl In na5«,I^«r W«If, nach|««j»l. rllUNg! waf, )«•« #HghMr»f«ak« a«i(>»«a kaiM. k>r eleganter Herrachaftewagen, ganz neu hergerichtet, billigst eu haben bei Josef Jarmer, in Cilli. Liqueur MonteMhristo? Große Specialität von wunderbarem Geschmacke. Belebt und erfrischt den Organismus. »tve^sts 4nsrllvnnungvn. Prämiirt mit 84 Medaillen I. Classe. Josef Archleb & Comp. Dampf-Destilltion in Prag. Depot für pettau bei »losak Specereihandlung. Nickel-Kenwnt.-Uhien fl. 3.50 K' 00° 2.50 Silber-Remont.-Uhren Wecker-Uhren K. k. punzierte Silberketten fl. 1.50 verkauft unter Q a r a n t ie Carl Ackermann Uhrmacher im Stadttheater-Gebäude in PETTAU. 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Hochachtungsvoll Bareain Baaelli, Knas Westbahn. Wolg. Praa Csillag! Ich habe von Ihrer Wundcrpomade schon so viel Schönes gehört, weshalb ich Sie huflichst ersuche, zwei Tiegel postumgehend zuzusenden. Sie bestens grüssend Aatoaie Weltater, «#rz. Bekony-S*. Liszlo. Praa Aaaa Caillag! Per Postnachnahme orbitte ich zwei Tiegel von Ihrer bewährten Haarpomade. fl|>f E> Euer Wolgeborea! Per Postnachnahme erbitte ich einen Tiegel Ihrer bewährten Haarpomade. An„ T. Waraibrandt. Birkfeld. Wslg Prta Aaaa Csillag. Wlea! Ersuche unter angegebener Adresse für Excellenz Frau Gräfin Kielmansegg, Statthaltern,, Wien, Hemngasse 0, drei Stück Pomade & 2 fl. für die Pflege der Haare gefälligst einsenden zu wollen, welche gute Resultate schon erzielte. Hochachtungsvoll Die Kammerfrau Ihrer Excellenz Irma Pletzl. 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Wir sagen ihr einfach, der Haushalt würde für den Winter aufgelöst, und da sie doch nicht unterrichten dürfe, hätte ihr Mitgehen nach Berlin keinen Zweck. Blieben wir hier, so müßten wir ihr natürlich saaen, warum ste so schnell wie möglich fort soll, und da» wäre doch unsäglich peinlich, weißt Du. Ach, wie froh bin ich, daß mir der Einfall gekommen ist. Du bist doch einverstanden. Albert?" .Freilich, freilich, liebe Flau, ich biu selbst wie erlöst, ja wahr-luftig, so geht » ganz gut, da kaun Hilde sich nicht verletzt fühlen. Aber wo wird ste »un hinkommen, das ist immer noch nicht ent< icliieden. Am Ende könnte sie ruhig hier im Hau« bleiben und sich erholen, während unserer Abwesenheit?' .Ach, wo denkst Du hin. Albert. Rein, damit wäre nicht« ge-wonnen. Ich hab' nun 'mal keine Ruhe, bi» daS Mädchen weg ist, weißt Du. Hier im Sau» kann ste nicht bleiben. Ist sie fort. dann können wir jederzeit zurückkehren, wenn e» un« in Berlin nicht gefällt, und ich weiß schon, daß e« mir nicht lange ge-lallen wird. ES könnte ja auch eine Schar-lach- oder DiphtheritiSepidemie dort au»-brechen, dann bliebe ich um kein Erdreich. ?t»halb muß Hilde schleunigst fort. Laß mich nur machen, ich werde gleich mit ihr reden. Ei« kann an granlein Werbach schrei-den, oder an ihren Vormund, bei einem vo» beiden wird sie schon ein Unterkommen für die nächste Zeit finden. Die sind doch sozu-lagen verpflichtet, für sie zn sorgen, weißt Tu. Gott sei Tank, daß mir der AuSweg mit Berlin eingefallen — e« ist mir ein -lein vom Herzen." »Ja, Du bist meine liebe, kluge Frau, da» muß wahr sein, aber die arme Hilde-gard. Sei nur recht freundlich mit ihr, hörst ?». Wenn sie nun doch ihr Bormund oder "siäulein Werbach nicht brauchen könne»?* ,Ach wa», einer mnß sie brauche» kon-nen. e» bleibt ja gar nicht» weiter übrig. A»f der Straße kann sie doch nicht bleiben!" Mit diesem Argument ging nun Fran vo» Buchau, um sich zu vildegard zu begeben.--- Nach drei Tagen erhielt Hildegard zwei Briefe al« Antworten ans ihre Bitten um Aufnahme bei den beiden einzigen ihr näher->lel,enden Personen. Der von Fräulein Werbach lautete: Liebes Fräulein Werner! In Eile die Mitteilung, daß es mir absolut unmöglich ist, Cir jetzt hierher kommen zu lasten. Alle Plätze sind besetzt, eS Dr. Adolf Dtncher. Att nrut BlttprAfldtiit der (ityseljcrtulirii ffibarne|ltit|ifen(i. twu geht schon eng zu und überdie« steh« ich in Unterhandlungen wegen de« Berkau, i der Anstalt — ich gedenke mich endlich in« Privat-leben zurückzuziehen und kann schon deshalb keine neuen Berpstich-tnngen auf mich nehmen. Hoffentlich gelingt e» Ihnen, bald ander-weitig ein Unterkommen zu stnden. Freilich für kränkliche Per-sonen ist e» nicht leicht. Wenden Sie sich doch an Ihren Vormund. Mit freundlichem Gruß M. Werbach. Der zweite Brief hatte folgenden Wortlaut: Sehr geehrtes Fräulein! Im Auftrag Ihre» schon seit einiger Zeit schwerleidenden Vormunde» teile ich Ihnen mit, daß derselbe bedauert. Ihueu «icht mit seinem Rat und seiner Hilfe dienen zu können. Sein eigene» Befinde» nimmt ihn ganz in Anspruch. Er meint, Sie thäten wohl am besten, sich an Fräulein Werbach zu wenden. Ergebenst A. Lindner, Wirtschafterin. Al« Hildegard, allein auf ihrem Zimmer, welches sie seit ihrer Erkrankung kaum verlasien halte, diese beiden Briefe gelesen, kam ein dumpfer Schrei au» ihrer Brust. Diese kalten, entsetzliche» Zeilen! Da» war die Antwort auf ihre steheutlicheu Bitten um Rat und Hilfe. O Gott, da« war furchtbar, unerträglich! E» wa? ihr, al« würbe der Boden unter ihren Füßen fortgezogen. Heimatlo«! Hier mußte sie fort, und bald, da» hatte Frau von Buchau durchblicken lasten, und Hildegard war klug genug, den Grund zu erraten. Weil sie krank war. weil man fürchtete, dem geliebten Kind de» Hause« könnte ihre Anwesenheit Schaden brin-gen, deshalb mußte sie fort, deshalb. Ein Sturm durchtobte da» Innere de« junge» Mädchen». Die schmalen, blaffen Wangen — wenige Tage hatten genügt, da» blühende Aussehen, welche« der friedliche Sommer hervorgezaubert, zu verwischen — die in Erregung glänzenden Augen, unter denen ein fieberisch roter Fleck lag, ließen Hilde-gard» Anblick jetzt in der That krankhaft erscheinen. Tie schlanken Finger stochten sich krampfhaft ineinander und preßten sich auf da» heftig klopfende Herz. Frau vo» Buchau trat ein, wich aber erschreckt zurück vor dem Anblick, der sich ihr bot. .Ach, Hildegard, wa» ist Ihnen, Sie sind kränker, hätten Sie doch geschellt. Ich war so beschäftigt mit Reisevorbereitungen. wissen Sie, da kam ich nicht dazu, nach Ihnen zu sehen. Und Mieze hätte Sie nur gestört, sie ist so lebhast. Fehlt Ihnen 'wa» Beson« deres, haben Sie Fieber?" Hildegard erwiderte: .Rein, e» ist nicht körperlich, Frau von Buchau. es ist nur — ich hatte Briefe von meinem Bormund und von Fräulein Werbach. Sie können mich beide nicht gebrauchen — nun weiß ich wahr-haftig nicht, wohin. Und doch möchte ich Ihnen nicht zur Last fein. Sie reifen ja auch in den nächsten Tagen. Vielleicht bin ich bis dahin tot, da» wäre am besten." Mit steigender Bitterkeit hatte Hildegard fo gesprochen. .Aber Hilde, wa» für gottlose Reden, da» kann ich nicht mit anhören, wisten Sie, durchaus nicht. Es ist ja freilich unange-nehm, daß Sie ablehnende Antworten erhalten haben, aber fo zu verzweifeln brauchen Sie deshalb nicht gleich." Frau von Buchau» ganze natürliche Gutherzigkeit erwachte bei dem Anblick de» jungen Mädchen». Am liebsten hätte sie da» #gl. H»fthe«ter z« Stuttgart (Lorderansicht) »och dem vr«,,»». iüh t»;t.> bebende Geschöpf in ihre Arme genommen nnd gesagt: Bleibe bei uns. Aber ihr mütterliches Gefühl gab es nicht zn. es war stärker als Mitleid und Teilnahme, es hatte sich bei ihr zu einem gerade-zu grenzenlosen Egoismus entwickelt, und wo ihr geliebte» Lind in Frage kam, mußte alles andere verschwinden. So fuhr sie fort: .Ich habe schon wieder einen anderen Plan. Es ist, wenn Sie wollen, schon für Ihr Unterkommen gesorgt. Fräulein Semmler war eben bei mir, und da sprachen wir natürlich auch von Ihnen, liebe Hilde, so wie man eben spricht, wissen Sie. Ich erwähnte, daß e» eine rechte Verlegenheit sein würde, wenn Sie nicht zu Fräulein Werbach könnten, oder zu Ihrem Bormund, da meinte Fräulein Semmler, dir gute Seele, sie sei gern bereit. Sie zu sich zu nehmen. Dort sei es still und ruhig, und Sie könnten sich gut erholen. Nun, was sagen Sie dazu? Sehen Sie, Hilde, es ist nicht so schlimm, als e» scheint. Wie gut werden Sie bei Herrn Semmler und seiner Schwester aufgehoben sein — e» sind so liebe, prächtige Menschen.' Fran von Buchau hatte die Eigeutümlichkeit. fast alle Menschen ihrer Bekanntschaft .lieb uud prächtig- zu finden; ste war über-zeugt, Hilde würde vor Wonne überstießen bei dem Borschlag nnd wunderte sich fast, als diese nnr zögernd sagte: „ES ist in der That sehr freundlich von Fräulein Semmler, ich dachte immer, sie möchte mich nicht leiden und ich — aber das ist einerlei, ich muß natürlich sehr dankbar sein für diese» Anerbieten. Wann soll ich übersiedeln?" „Run, warten Sie 'mal. Erst kommt morgen der Doktor noch 'n.al, den müssen wir doch erst fragen. Wir reisen übermorgen; ich denke, so lange bleibe» Sie noch hier, und am andern Morgen ziehen Sie zu Fräulein Semmler. Mieze würde unglücklich sein, wenn Sie vor uns fortgingen. Sie glanbt ja immer noch, Sie würden bei uns bleiben. Wozu dem Kind den Kummer eher als uötig machen. Dafür bin ich nicht, wisien Sie." Ach so, deshalb! Hildegard wunderte sich nicht — Miez« kam ja immer nnd in allen Dingen zuerst — sie wundert« sich auch nicht darüber, daß sie zu Fräulein Semmler kommen sollte, von der sie geglaubt, daß sie. Hildegard, ihr höchst unsympathisch sei, sie baue ja keine Krast niehr. sich über irgend etwas zu Wundern. Sie fühlte auch keinen besonderen Abscheu bei dem Gedanken an ein Znsammensein mit dem ihr so unangenehmen Herrn Semmler — sie war unfähig, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, so mochte denn alles gehen, wie es wollte. 11. Einige nnrnhigk Tage vergingen noch bis zur Abreise der Herr-schalte». Bor einer halben Stunde war diese erfolgt. Hildegard war kaum mehr mit der Familie zusammen gewesen. Iran von Bnchan meinte, es würde der Leidenden aus ihrem Zimmer wohler sei« — die Ruhe sei das beste bei angegriffenen Nerven. Mieze sei so uiiruhig, es sei bester, wenn das Kind ferngehalten würde. Hildegard hatte uur ein schmerzliches Lächeln für diese Andeutungen, sie hatte Frau von Buchau längst durchschaut und eS war ihr wehe zu Mut. Eine dumpfe Trostlosigkeit war über sie gekommen, des-halb war sie auch so einverstanden mit dem Plan, zu SemmlerS zn gehen. Sie kvnnte nicht mehr klar denken, war unfähig zum Handeln, krank an Leib »nd Seele. Die Frettdigkeit, mit der sie bi» jetzt stet« ihr« Pfli gethan, die Frische, die der letzte Sommer ihr gebrc. — alles war geschwunden. Müde, ohne Hoffnung, ob Zuversicht, sah sie der Zukunft entgegen. Sie fragte si gar »icht mehr: Wie wird dein Leben sich gestalte: Sie dachte »icht weiter. Der Abschied von BnchanS war kurz uud kühl. Hc und Frau von Buchau fühlte« wohl, daß sie ein ll recht an dem junge» Mädchen begiugen, und die, Bewußtsein ließ keine Unbefangenheit mehr anfkv. inen. Mieze vergoß freilich bittere Thränen, tröst, siel, aber bald mit dem Gedanken deS Wiedersehen Fräulein Semmler, die bei den letzten vorder tnngen zur Abreise behilflich gewesen war, hatte H,.de gesagt: .Ich komme nachher zu Ihnen. U haben doch so allerlei zn besprechen, bevor Sie m gen bei nn« einziehen, nicht wahr?" Still, war Hildegard nach den» Abschied aus 'Ummer zurückgekehrt, In de» 'raulichen Raum, ihr eiu so selig?S HeimatSgesühl gegeben, in dem so zufriedene Stunden verlebt hatte. Vorbei, vorbei, diese« bescheidene Teilchen an 01 Dort in der Base stand noch ein vertrockneter Bluni : stranß, sie hatte zum erste» Male vergesse», die d > tige Spende zn pflegen. De« Gebers gedachte sie > >„ und, wie immer, wenn ste dies that, stieg auch , :: eiue leise Röte in ihre blaffeu Wangen. Der gute, tr :c Mensch! Mit welcher Sorgfalt er stets unter feinen Pfleglin > die ausgesucht, von denen er wußte, daß ste ihr die liebsten war ,! Wie seine Auge» ausgeleuchtet hatten, wenn ste ihre Freude ,e äußert über den schönen Garte», in dem unter seinen Häirt alle« so prächtig gedieh. War es denn ein Unrecht, daß ste nsch jetzt in der Erinnerung sich darüber freute? Sie that ja keiium weh damit — warum sollte sie nicht dankbar der Freundlich? ' gedenken, die der schlichte Gärtner ihr erwiesen? Wahrlich, sie hatte nicht so viel Freundliche« im Leben er-fahren, daß sie die stille, freundliche Huldigung de« braven Ma»»c» gering hätte anschlagen mögen. Gerade heute kam ihr da» so re.bl zum Bewußtsein. Wieviel Härte und Egoi»mu» und Schlimmeres waren ihr ia schon begegnet seit de» Bäte?» Tod! — Doch, ste war undankl r f. ftgt. »i Stuttgart (»stliche Seit») »ätz e,» »«» Srtakt« — da waren SemmlerS, die ihr aus reiner menschlicher Te> »ahme ein Asnl boten, ihr, dem kranken und schutzlose» Mädch. ES war freilich sehr schwer, diese Güte anzunehmen. in dem G 36 liil)!, nicht« dafür geb«, zu können, nicht einmal aufrichtige, freund. .1,astliche Zuneigung. „ . . Und plötzlich fiel'S ihr wieder schwer auf« Her», daß fle ja be- merkt zu haben glaubte, Herr Semm-,-r hege ein tiefere« Gefühl für sie, r» überkam sie ein Schauder bei dieser Erinnerung. Wo hatte sie nur in >iesen letzten Tagen ihre Gedanken ge-mbt? Wenn e« sich in der That so .erhielt, wie sie fürchtete! Durfte sie min den Schutz des Hauses Semmler nnehmen? — O Gott. nein, dann itvftc sie es nicht, gewiß »icht. lZi>N>«»»n« -3P53 OS (I IP '' ✓ ... irofycr 6er Harne „Bockbier" stammt. fr S war im Frühling des Jahre« ' 1475, als Herzog Ehristoph von dauern, sein Bruder Albrecht und i» verwandter brannschweigifcher bitter, sich ini Bankettsaale der Hof-l'iirg zu München zum Frühtrunk niederließe». In mächtige» Humpen trugen als-)ald Page» Bramibier ans dem her-.agliche» Hofbräuhaiise aus, au das ?ie Herzoge sich auch mit mächtige» Öligen heranmachte»: anch der Ritter bereitete sich ans einen guten Zng vor, hatte aber ka»m den Humpen augesetzt, al« er ihn auch schon wieder lieftig aus de» Tisch setzte nnd lasierte, da« sei ja der reine braune Essig und kein Bier. Die beiden Herzoge ergrimmten aber darvb höchlichst und ließe» daher auch sofort de» Brau meister holen, den der Herzog Christoph gar ungnädig anfuhr. Der Braumeister aber rief, gegen den Ritter gewen» det. mit lauter Stimme: .So Ihr »ach Iah-rcssrist wieder »ach Müttche» kommt. Herr Ritter,so bringt ein Faß Eure« Bieres anher. nnd ich will Euch ei» Faß sieden, so dem Euren wohl obsiegen soll, oder ich will der schlechteste Meister sein, »nd Ihro her-möglichen A>.a-de» sollen mich ans einem Esel verkehrt ans der Stadt ans-reiten, auch alle meine Habe zu Euren Gunsten verlustig wer» de« lasten!' Der Braun-fchweigerlachte und setzte zwei-hundert Gul-den gegen die Wette, Andern Jahre« erschien nun der Ritter Faß Eindecker Bier aus dem tkampsplatz. Zum Tage der Entscheidung wurden im - 3 .V; " •*•5* i t , j! ?• ?. P Inneninficht kr« H»fth«ater« «ich de» (TOlt tert > Uit|cUk(R(r glast, «ach dem wemülde do» ge. « i• i*t o i» h. iWit Xejt) pünktlich mit eine», Burghose Galerien ausgeschlagen und schön mit bnnten Teppichen, Tannenbäumchen und Kräuze» geschmiickt. Hier nahmen die edlen grauen und grün-lein Platz, da« seltene Gewettspiel mit anzuschauen. Die Hahnen wurden in die Fässer geschlagen »nd der Braumeister ließ hieraus zwei Humpen herbeibringen, von denen ei» ieder dritthalb Maß Bairisch hielt, Beide Gefasst wurden bis zum Rande gefüllt. .Gesegn' Euch Gott den Trnnk vom Münchener Hofbränhans," sagte der Braumeister »nd reichte dem Ritter den Humpen, »ich will de» Enren aus Euer Gnade» Wohl leere»! Und wer nach einer halben Stu»dc »och ans einem Beine stehend einen Zwirnsfaden einfädeln kann, der hat die Wette gewonnen." Die beide» Kämpfer setzten jetzt an nnd leerte» die Httinpe» bis a»s die Ragelprobe. Run begab es sich, daß die Burg-schaffueri» i» ihr« St»be ging, i» der sich eine Gais befand, vo» deren Milch ihr krankes Mägdlein trinken mußte, Als sie wieder heraustrat, entwischte die Gais und setzte mit lustigen Sprüngen in den Hos. gerade als dir beiden Kämpen sich ani ein Bei» stellten. Der Brrnimeister hatte seine Nadel schon längst eingefädelt, als der Ritter die feine schon zum dritten Male hatte fallen lassen. Plötzlich torkelte er nnd kugelte unter vergeblichen Anstrengnngeu. sich wieder auf die Beine zu stellen, am Boden, »Ei, mein edler Herr," lachte der Braumeister, .wa« ficht Euch den» a», daß Ihr aus dem Bode» herumkugelt?' Da lallte aber hierauf der Ritter mit schwerer Zimge: .Da« Böck-lein da, das hat mich nmge-stoßen.' „C nein.' lachte Herzog Ehristoph ver-gnttgt. .die« Böcklein hat Euch so wenig etwa« gethan, als meinen, Braumeister EuerEiubecker. Der Bock, der Euch nmgesto-ßen hat, den hat er gesot-ten." Nun gab's ein Jubel» i» dem Burghof, das gar sein Ende nehme» wollte »nd bis in die nach-sten Straßen er> schallte. DerBranmei-ster wurde reich beschenkt. der Brannschwei-ger aber verlor seine zwrihun-drrt Gulden und zog dann beschämt nach Hause. .da« ist der. den Stj. .Seht." sagten die Leute, als er sürbaß des Hvsbraiimeistcrs Bock umgestoßen hat.' ritt, 3f> ^ebeilskraft. jfli«ßt ber Bach fo ruhig, träge, ?Sumpfig tot mit mallem Sauf, Möcht' ich peitsche» ihn, da» zvrnlg Beonst die Flut In Wellen auf. Aber tost «r aber Felsen. lab der Schaum fpritzl wild empor, Tönt die Melobi« de« Leben» Suflberaufchend an mein Cfyt. Wechsel, Wandel, Kampfe», Ringe» Ist», wvraul bat Leben spricht! Tonnn lieb' ich ». wenn'« im Sturme Wild durch Hindernisse bricht, Ermann e«IImu,er. OjKfö HiftllJBl) H1D1SI& ______^ Dr. Hilf ?»»che», bn neu» BIc»vräfid»nt der schweizerische» Sldg». nofs»»schaft, ist Im Jahr« 18-'J I zu Sleckdor» im Kanton Xtiurgau geboren »nd von Beruf praktischer Arzt De»ch»r hat sich schon 1856 In d»r kanto-nale» Politik bemerkbar gemacht, und trat 1867—1873, und 1870—1883 In de» Rationalrat, deslen Pr»fid«»t »r 188Z wurde, Al» Bundesrat verschiedener D»part»»e»tl leitete er unter ander»« auch da» Departement de» Handel» unb d«r Landwirtschaft, da» ihn unau»gesetzt mit diesen großen uud weilen gnterefsenkreisen in Berührung bracht«. Im Jahr» IM« und wiederum 18S7 begleitete »r da» Amt de» Bund»IprSfib»nt»n T»r Brand de» Hoftl,»at»r« in Stuttgart, Auf dem Schloßplatz der wü»ttembergischen Hauptstadt. d»r s«iue»glkich«n In malerischer Wnlag« und Umgebung sucht, stand einst, seit dem 8n6» be» 16. Jahrhundert». i» eiuem schmulkreiche», nach den strenge» Regeln der regen »mpor »nd beleuchtete die Stadt mit rot»» »lut. Die B«ruf!feuerw«hr war allbald zur Stelle, doch war der Brand schon zu stark, u» »och erstickt w»rd»n zu klonen. itr breitete stch I» kurzer Zeit über de» ganzen Sachstuhl uud »an den oberhalb b»r VLHn» gelegenen Räumlichkeiten über d«n eisernen Borhang hinw»g mit »»glaublicher Schnelligkeit gegen d»n gufchauerrou» hin an». >nch die freiwillig» Res»rv»seuerw«hr, sowie di« Feuerwehr der Karl». Vorstadt war bei den Lischarbeite» beteiligt. Grob» «bt»il»ngen Militär waren ko»»andie»t, um den Brandplatz abzusperren nnd di« Feuerwehren in Ihr»» a»g»strrngt»n Thätigkeit zu unterstützen. Zunächst brannte der Bilhnenraum vollständig au». Di« Flammen »»griff»» dann den Zuschauer-räum, fo daß nach l Uhr der ganz» inn»r» Teil de» Theater» in F«u»r stand Run begann be» Tachstock einzustürzen, »nch ber rechie Stitenanbau g»riet in Flammen. Der an bat Theater sich anschließende Flügel de» Residenz, schlösse» war gefährdet, morgen» gegen 3 Uhr wnrb« der da» Theater mit dem Schlosse verbindend» Gong teilweise «ing«»isse». Ins den Balkon» und den Dächer» de» rechten Schloßflügel» wäre» stundenlang die Feuerwehr, leut» in angestrengt»» Thätigkeit. um Fofsad» »nd Dach mit «als»» z« be. sprengen und dadurch ei» llebergreif»» de» Brand»» z» verhinder». Gege» 3 Uhr »argen« stürzt«» mit >u»nahm« ber b»ib«n inner«» Feuer«S»d« alle Mauern de« Inner«» Iheaterbaa« «in, ebenso auch di» äußere dr» Bühnenranm«. 91 m gefährlichste» war di» Lag« b»i dem »»ch«»n S»I«»»ba», beste» Ufo»»»» zum T»ii nach außen HI» einstürzten. U» 5 Uhr morgen» stand»» nur noch der link», gerettete Selte»a»ba», bi» beiden iaim» Feuerwände »»d der oder» Teil de» Theater» mit d«» Haupteingängen. «lle» übrige stürzt» i» sich zusammen »nd w»rb» »i» Raub d»r Flamm»». Mit einer mächtigen Detonation stürzt« der auf der Witte de» Dache» angebrachte klein« Tnr» in da» Inner» herab. Bi» Z Uhr 40 Minute» war da» Maschinengebänd« verschont geblieben, durch herabstürzend» bre»»»»d» Gebäudeteile wurde jedoch »a» Dach «i»geschlag»», so daß auch da ba» F»u»r sei» Z«rst»rung»w»»k begann. Segen 5 Uhr ergriff >»a» Feuer «in« Z«itla»g ba» Fohe». Der »drdllche >nda» lDienstwohuunge» und Material!»»! ist bi» auf bie Gr»»b»a»ern zerstört. Der Ostliche >„da» iltanzl»! >» > ist bi» aus dr» erste» Stock b»»chg»brannt. vo» d»» Soullß»», R»q»ifil»», SarderobevorrSten ic. wurde vo» dem Militä» »I» Teil gerettet. Roch o» ganzen Wonlag waren ans dem Brandplatz mehrere Da»pfspritzen unb «ine große Zahl von Strahlrohren in Thäitgkeit, und tagelang wird da» bbr»ch»» ber «auerrui»», in «»sprich »»hm»». Ungeladener Gast. Da» r»!z»»de kl«l»« Genrebild läßt nn» wenig ,» erraten übrig. Der klel»« herzig« Junge im Hemdchen, eine große Schafte! mit Milch zwische» den Nein»» nackten Beine», verzitht da» lockennmrahmte «»ficht-chen zu» «ein»n, denn »» naht »i» ungeladener Säst i» Gestalt der Ha»»miez«, di« hächst »»g«»iert ihr«» «»teil a» ber süß«» Wilch beansprucht. Di« jugeud- liche, barfüßige Mutter läßt ihr« Arbeit ruhen unb sieht glückielig l»-r sich »ch »»t«r ihre» >»g»n entwickelnb«» Scene zu. Noch wagt st« nicht ciiijui.i, ten, — ba» Schmolle» Ihre» kleinen Liebling» ist ein z« reizend»» «»biiik L «nstr»»g»nd»r Dirnst. .Sage» Ei», Herr ftilltr, woher mag e» wol, komme», baß be» Herr Stadtrat Hamster noch ganz schwarz»« Kopshaar schon «ine» w»lß»n Backenbart ha! — .Weil d»r Ra! b«i weitem mehr de» Backe» gearbeitet ha», al» mit dem Kopf. Si» »riß »a» ,» sch»,»». Dienstmädchen: .Sehen Sie mal. Madam-ba find« ich im Spüiwass»» «in»n van Willy» Bl»ifoldat»n!" — fflobamt »Ach. w»rf»n Si» da» Ting w»g!" —Dienstmüdchen: ,R»e, Utabamr, d.u woll'n »er doch nicht; wer da» »leine nicht »hrt, ist ba» Große nicht w»ri Er »icht. L»hr»r: ,gufri»den ist der Mensch nie; immer will er mrt, hab«».' — Schül»» (der »b«n Tchiäg« bekommen hat>: .Ich nicht.' Abgelehnt. Al» Adriauu» einen alten Soldaten, den er i» Krieg« g«. kannt hatt», fich be» Rücke» im Bade reibe» sah, fragte »r ihn, warum e» sid> nicht bedienen ließe. — .Weil ich keinen Diener habe,' antwortete der Soldat. — Rdrianu» gab ihm sogleich Sklave» nnd noch ei» Sesch»»k i» S?L-dazu. Cinlg» Tag« darauf machten tinlgc da» R»ib»», da» dem Soldaten sehr wohl b»komm»n war, nach; ab»» bt» »aiser sagt» lüchelnb zu Ihnen: .Ihr seid ja eurer «ehr al» «i»»r; reibt boch einer b»» andern.' R. Echutttseleri» bildet keine Knollen und wirb nur seiner Blätter wegen bi» al» Suppenkrant x. benutzt werden, gebaut. Der Samen ist i« Wdiz in» warme «istbeet z» sä»»; «nd» «pril setzt «an die Bfianze» In» freie Land i» 20 St», voneinander entlernte Reihe», i» der Reihe dich« ned»n»ina»d»r Praktisch« vrrschlissr »» Hoaigglisrrn. Zu d»n Unvollko«»»nheiten »»sere» Blenenwirischast gehören u. « di« Honlggläs«» und noch «ehr deren Verschlüsse, »ng« Ho»igglüs«r «It »»ch «»g»r»« Hals, find zi»rlich »nd lass»» di« schd»« Färb» d»» Honig» v«r!ock«»b her- Rifielspr»»g. vortrete» — ab»» sie find »»praktisch. B«Im Fülle» setz«» stch i» der »rü««»r.g de» Hals«» Schaum afitt Luftblase» an, bi« fich »icht mehr e»tf«r»»» lasse». Dtit ei»e» Eßlöffel kau »an »icht hinein, bi« Kaff»»-lbffkl r»ich»n »icht »i! ans den Bob»». Rein ryllabrllch« Gläser «It el»gegoss»»»« Schran. bengewinde find di»h«r wohl ba» bist«. Doch schließe» auch selten die Wetallschranb«» hermetisch, nnd «nß «a» gar Kork »dkr Pergament einlege», so wird di» Wanipnlatio» »mstänb-liche», kostspielig»? und erhäht bi» Schmiererei. S» wär« »in« gewiß bankbar« »usgab« für Glaitechnlker. ans entsprechende B«rb»fi»r»ng«» bei Honig,ISser» »nd deren Berschlüsse» hinznard»it»». Arith«ogri»h. Mitsei. tl 41179». «lad, I» «»Harn. 1 I < Eine Stadt tn Ungarn. l • t » ». Ein» Prei«d»rmind«run». S I ». ?in »«denftutz der Tonnn. 117. Sin schweizerisch»» Kanton. ««»»»«» «ne »»rtllentAsel. » I. Un« «lad! im ftftrftratnn Bittens«». »17». «in« fiibamtrif. »ei V t» le. »- ... L xmkt se» da» »II. h»»> d»»- tat tot ! ui der ber» l»I- ichl^- der «oh! btT •- s«» w durch druß mit fc» Wr. nutz MUt den "" tnü». ne frf«y d<» b»» me» du, im scheu dir mn schet- he« »e. nun« tn w»t den mtn- n dlut kr»- dem 1«»- tun- •R Heinrich Sogt t 4 Wrnn kfrühlinglwonn«, neu («doten, D«» He»j«n» tiefst»« Cinn entzückt. tutf ich vom Hiechiellan« de» Hören, >l» «lumentdniai» ^lchmück». Und («-tjdix« trilnben mich zu »rdnz«». »l» »chmnck auf ihrer L«ken Sold zn gUnien. tiergaitui^. 7 8 9 I i. «tue Si-dl ln «achse». Ii« >nfan»»buchst»den ergebe» I—«. »ant Klel». «UfllsUN, f»t«t «Irt> '.-or9«|fti du» letzte Seichen. »« Göilerknaden »>r Karl 6 taub ach In nächster Rummer. ■uflifnngen an» »«riger «»««er: te» «UbtBtäil«!»: Am«lan4, Turn««. Mormonen, •flrl«, »tutigart. Prag-naiik, Hammer, AI)»*, »lmlnt, Blislua. — .«Im»ipha»e-Tonstkr«i»-. — te» «ilderrülsei« Munterkeit licrqRuatien. — »er Charade. ClroibU. «und, Stral-snn». - te« »rltbmogrlph»: Holstein. Ollen. Lilie. «»Ion. Tilsit Kittn, litt«, Aeifie — Holstein. »«AI« »i(li mhlaltii. tterantlvuetlUV Redoktion von »rnft »leilsee, aedruckt und herau»«ig«dtn ro» «reiner Oseilfee in Stuttgart