Cchristleitung: NathauSgasse Nr. 5. Xtl(M*a Br. tl, tiirmrl«*. «»r»a >»»»«, lögltij fmlt 8ilna£iM b grltt-M«0 ««I 11—U Btl NCI. V»»»1chi«tdc» rcn&rn »ich! jirttfjtseftB, Mrarttlok fcn-(eStmngni tiiftt d?rl!eBiai >»« Haiti: M-»aNi Wie eS niemals sonst geschah! Und die Stunden rinnen, rollen . . . Ans der Brust, der übervollen, Klingt es: „Unser Heil ist nah!" Kein schönerer Tag im ganzen Jahre, als wenn in festlich geschmückter Stube der Tannenbaum im goldenen Keizenglanz erstrahlt und draußen durch das Dunkel der Winternacht die ernsten Glocken jubelnd ihren Weihnachtsgruß singen! Dann öffnen sich die Herzen der Menschen und lassen gute Bor-sähe in reicher Zahl ein, denn alle fühlen, daß sie wieder einmal in* ihrem Leben an einen Markstein gekommen sind. Wer die Weihnachtsstimmung in ihrer ganzen, schonen Weihe über sich ergehen lassen will, der muß der Bedeutung des holden Tages voll und rast-los Herz und Seele erschließen. Denn so wie dieser Tag ist kein anderer im ganzen Jahre, mag er auch sonst noch so lieblich sein. Denn er ist uns als ein sroher Tag beschert, der Wohlgesallen auf Erden gel der Kanalisation und eines gesunden Wasser« in den einzelnen Teilen zur Folge hatte, zum Schweigen zu bringen; allein die Geduld der Be-völkerung hatte ein Ende, man konnte über diese vitalen Forderungen einer Gemeinde, die sich un-mittelbar an ein Stadtwesen anlehnt, nicht mehr zur Tagesordnung übergehen und inzwischen wuchs der Kasiaabgang immer mehr und mehr, so daß heute die Herren der Gemeinde Umgebung Eilli als die blamierten Mitteleuropäer dastehen mit einer Umlagenlast, der gegenüber die Leistungen der Steuerträger in der Stadt Cilli ein wahres Kinder-spiel sind. Wenige Wochen sind eS her, da man dem gläubigen Wähler mit der salbungsvollen Stimme, die dem bedeuteudsteu slowenischen RechtSanwalte in Cilli eigen ist, so unwiderleglich nachwies, daß die Stadt Cilli in einem Meer von Schulden erstickt, während die Gemeinde Umgebung Cilli ein klingen-des Barvermögen von 90.000 Kronen ihr eigen nennt; daß die Umlagen in der Stadt mit Einrech« nung der Zins- und Wasserheller eigentlich nicht 45 und 50 von Hundert, sondern sogar 63 von Hundert betragen, während die glücklichste aller Gemeinden, die Gemeinde Umgebung Cilli, fest und unerschütterlich auf ihren 50 von Hundert verbleibt und mit diesem Auswande das Füllhorn der mo-dernen Kultur im reichlichsten Maße über die glück-lichen Steuerträger ausschütten kann; daß eine wahre Flucht aus der umlagenübergossenen Stadt in die eben so reich« wie billige Umgebung statt-findet: und jetzt stellt sich heraus, daß der Salbung»-volle mit schlauem Blinzeln genau gewußt hat, daß die UmgebungKgemeinde bereits viel tiefer in den will und allen Menschen Frieden und Freude geben möchte. Das sollten wir unS wieder und immer wieder in Erinnerung bringen, auf daß wir ein ganzes Jahr hindurch von dieser Bolschast zehren und Znfriedenheit in unser Heim und in die Welt tragen. Besseres aber vermag kein Fest zu geben, als Frohsinn, Glück und Zufriedenheit! Wer sein Herz diesem offen hält, und feine Seele derart weihnachtlich weiht, der hat fürwahr alles das er-rungen, was uns Menschen daS Fest der Liebe zu geben vermag! Wenn die WeihnachtSglocken die Stille der Nacht durchzittern, dann wird ein ftoher, beseligen-der Kinderglauben in uns wach. Und alle Jahre wieder von neuem, mögen wir auch ein noch so hohe« Alter erreicht haben. daS ist eigenartig. Wer wollte da nicht die Macht des Schicksals, den deut-lichen Fingerzeug Gottes erkennen, der sich alljähr-lich aufs neue in der ihm eigenen Art offenbart? Wer sich dieser Erkenntnis nicht verschließt, der wird Förderung ziehen aus der Feierlichkeit dieser Tage und dem wird Heil widerfahren an Leib und Scele, wie dieses auch nach den Worten der helligen Schrift irdische Bestimmung ist. Und so wird das Weih-nachtSfest zum Fest der Selbsterkenntnis und der Läuterung, zum Fest des menschlichen Anschlusses und der Nächstenliebe, zum hohen Fest jener allum-fassenden Zusammengehörigkeit, zu dem es bestimmt und anSersehen ist. Der einende Charakter deS WeihnachtssestcS, der alle Zwistigkeiten auslöst und alle MeinungS-differenzen beseitigt, ist gar nicht genug zu betonen, damit die himmliche Verkündigung Geltung und Verwirklichung bekomme. Dahin müssen wir mit Seite 2 Deutsche Macht Nummer 102 Umlagen steckt, als es jemals bei der Stadtgemeinde der Fall sein wird. Der Bankerott in der Gemeinde Cilli Umgebung ist daS Ergebnis der politischen Lüge, die den Grund-ton der windischen Politik abgibt. Der „SlovenSki Narod" macht so, als ob nur die Deutschen gegen die Umlagenerhöhung wären; bei der am letzten Sonntag staltgefundenen Persammlung hat sich aber gezeigt, daß nicht nur die deutsche Industrie, sondern in allererster Linie der wohlhabende slowenische Bauernstand eS war, der gegen die so ungeheure Mehrbelastung der Steuerträger Protest erhob. Nicht die Deutschen wollen im Trüben fischen, sondern die Slowenen waren es, di« durch Jahre die Bevölke-rung über den wahren Vermögensstand der Ge-meindc Umgebung Cilli im unklaren ließen, die slowenischen Führer waren es, die das allergrößte Mißtrauen bei der Bevölkerung hervorgerufen haben, ein Mißtrauen, welches durch das Ergebnis einer Kassen kontrolle seitens des LandesauSschusses bekanntlich noch genährt wurde, ein Mißtrauen, daß es rechtfertigt, daß die neugewählte deutsche Minder-heit die vollständige Klarstellung aller dieser Der-Hältnisse durch den LandeSausschuß begehre. Die Wählerschaft aber wird sich von diesen Leuten in Hinkunft nimmermehr hinters Licht führen lassen. Desterreichische Weih- ' nachte». Es ist nicht viel, was das österreichische Par-lament den Völkern Oesterreichs und dem Staate unter dem WeihnachtSbaum legt, aber es ist doch etwaS: ein fechSmonalliches Budgelprovisorium und drei Gesetze, die die HauSzinsstener für Neubauten herabsetzen, den gemeinnützigen Baugenossenschaften weitere Steuerbegünstigungen gewähren und dem Wohnungsfürforgefonds neuerdings vier Millionen Kronen zuweisen. — Diese gesetzgeberische Ausbeute ist, wie gesagt, nicht groß, immerhin bildet sie aber ein positives Ergebnis, das angesichts der trüben Aussichten, unter denen die Herbsttagung eröffnet worden ist, als ein beach:en»werteS Aktivum des Parlaments gebucht werden kann. Die eigemliche Bedeutung dieses Erfolges ist aber nach einer anderen Seite hin zu nehmen. Im Macht streben. Gerade in unsern polittfch fo über-aus verwickelten Zeitläufen sollten die Mahnungen, die das Fest der Liebe ausstreut, nicht unbeachtet vorübergelassen werden. Denn die Stimmen der himmlischen Heilsbotschaft dürfen diesmal nicht un-gehört verklingen. Was die Glocken in diesen weihe-vollen Stunden rufen, soll tausendfältig Wiederhall finden im Herzen der Menschen. So nur, und nicht anders, kann daS WeihnachtSfest von ersprießlicher und segensreicher Wirkung für alle Staubgeborenen fein und werden. Und wer wollte sich dieser holden Mission, die an ihm ausgeübt werden soll, ent» ziehen? Wer möchte nicht teilhastig werden der himmlischen Gnade und deS ewigen Heils, das ihm Erlösung von allen seinen Sünden verspricht? Wir brauchen auf keine Beantwortung dieser Fragen zu warten. Denn, wie so ost im Leben, so liegt auch diesmal die Beantwortung der Frage in sich selbst! Trüb« hängen die Tage, kurz ist ihr Weg. Die Dunkelheit der Nächte spannt ihr undurchsich-tiges Netz über die Erde. Ader wiederum ist denn-noch die Sonne geboren. Ihr Strahlenglanz ist nicht mehr im Niedergang begriffen. Aufwärts geht ihre Bahn: neuer Hoffnung und neuem Frühling entgegen'. Wie wild auch Frost und Sturm sich ge-bürden, ihre Macht ist nur eine zeitlich eng bemes-fene. Und wie langsam und wie allmählich sich auch der Sieg des Lichtes vollzieht, die Tage der größ-ten Finsternis und der trübsten Naturstimmungen sind dennoch endgiltig überwunden! Und auch daS ist ein« schöne, herzerquickende Bedeutung de» Weih-nachtSfesteS, die wir nicht auS dem Auge, daS fo gerne in lichtere und sonnigere Tage hinaus schaut, lassen wollen! DaS Fest der Liebe im trauten Kreise der Fa-milie verlebt, gehört sicherlich zu den schönsten und September und im Oktober konnte man wahrnehmen, daß sehr einflußreiche parlamentarische Kreise alle Hebel in Bewegung setzten, um die Parlameutarisi«-rung der Regierung durchzuführen. In der nach-drücklichsten Weise wurde erklärt, daß nur eine feste KoalitionSmehrheit mit einem aus ihrem Schoße hervorgegangenen Kabinett imstande fei, daS Ab-geordnetenhaus arbeitsfähig zu machen und die Kau-didaten für die frei werdenden PortefeuillS waren bereits in Bereitschaft. Trotzdem ist die Parlamen-tarisierung deS Kabinetts nicht erfolgt und die Er-klärung, mit der die gegenwärtige Regierung im November inS Amt trat, schloß sich ganz sinngemäß der Erklärung an, die seinerzeit das Kabinett Bienerth abgab, als es sich als eine Regierung der objektiven Verwaltung deklarierte. Daß nun trotzdem daS Ab-geordnetenhaus zu positiver Arbeit gelangte, kann wohl als ein neuer Beweis dafür gelten, daß bei konsequentem Festhalten an dem Grundsatze der objektiven Verwaltung durch ein nicht vom Par-lamente, beziehungsweise seiner Mehrheit gebildetes Kabinett auch jene Parteien sich endlich zu frucht-bringender Arbeit entschließen müssen, die, wie vor» nehmlich die Tschechen, an ihr nur teilnehmen wollen, wenn sie unmittelbaren Einfluß auf die staatliche Verwaltung im Sinne einer nationalpolitifchen Pro-paganda erhalten. — Der Wille von oben, an dem Systeme der objektiven Verwaltung festzuhalten, ge-nügt allerdings noch nicht, um eS auch wirklich durchzusetzen; im Parlamente selbst muß diese Ab-ficht gefördert werden, um das zu tun, sind in erster Linie die Deutschen berufen, da sie im eigenen natio-nalen Interesse di« Parlamentarisierung der Regie-rung nicht wünschen können. Bereits das erste deutschnationale Programm vom Jahre 1886 hat den Grundsatz einer neutralen Regierung aufgestellt. Nach anderthalb Jahrzehnten beispiellos harter Kämpfe ist es ihnen gelungen, diesen Grundsatz auch durchzusetzen. Eine Zeit der Stärkung der Machtstellung der Deutschen in Oester» reich hob damit an, und es gibt keinen Grund, der stark genug wäre, diese Errungenschaft um das Lin-sengericht einiger Ministerportefeuille wieder preis-zugeben. — In der Aufrechterhaltung dieses Grund-satzes allein liegt die Möglichkeit der Arbeitsfähig-keit deS österreichischen Abgeordnetenhauses. In ihm gibt es viele, die den Frieden nicht wünschen und nicht eines guten Willens sind; durch Geben wird man diese nicht bessern, zur friedlichen Arbeit kann sie nur der Zwang erziehen, den die deutschen Par-teien auszuüben stark genug sind, wenn st« geeint behaupten. waS sie sich erkämpft haben: eine un-parteiische Regierung und Verwaltung! heimischsten Feierlichkeiten, die das Jahr zu bieten vermag. Und gerade in Deutschland und in den deutschen Ländern der Schweiz und Oesterreich-Ungarns wird die Weihnachtsfeier besonders schön und poesievoll begangen. Dort hat der Brauch des Kerzen tragenden Tannenbaumes seine Heimat. Dort ist Weihnachten so recht das Fest der samiliären Freuden und der schönen Kindheitüerinnerungen, die selbst der alternd« Mensch sein ganzes Leben lang nicht vergißt. Möge die Innigkeit des Festes darum immer tiefer in unserem Familienleben wurzeln! Denn deutsch und christlich wollen wir unser liebe» WeihnachtSfest erhalten für und für. Deshalb rufen wir am Schlüsse unserer Betrachtung: Ihr Weihnachtsglocken singet hell, DaS weichen muß daS letzte Trübe Der Erdennot! Ihr seid der Liebe Nie trockender Erlöserquell! Was wir im tiefsten Herzen reich An Güte und an Milde tragen, Das strömt heraus und macht unS gleich In diesen holden Weihnachtstagen! Drum weihet unS nnd gebt un» Stärke Und Kraft und Mut zum LebeuSwerke! Möge in diesem Sinne auch diesmal da» Weih« nachtsfest in jedem und für jeden wirken. Möge es Frieden bringen und Glück und Lieb« und Eintracht! Dann wird auch die Hoffnung nicht fern bleiben, die ihren reicht» Segen ausstreuen wird über Stadt und Land und alles beglücken wird, was ihr in be-seeligeudem Weihnachtsglauben frohgemut entgegen-tritt. Und in diesem Sinne wünschen wir auch un-seren Lesern ein froh«S WeihnachtSfest! Taugt ein Klerikaler zum Minister für Kullus und Unterricht? Run haben wir in Oesterreich wieder einmal die Bescherung. Alle anderen europäischen Staaten wetteifern miteinander, von der Umklammerung durch die Kirche loszukommen, nnd bei uns wird schlank-weg daS Unterrichtsministerium einem Klerikalen ausgeliefert. Da« ist wieder einmal etwas fo Un-geheuerlicheS, wie «S eben nur in Oesterreich mög-lich ist. Dazu also haben wir den großen deutschen Nationalverband gegründet, daß er ruhig zusieht und die Tatsache einsteckt, sowie die daS ganz« deutsche Volk beleidigend« Entlassung unseres Lands-maunministers eingesteckt worden ist. Das sind die blauen Wunder, die man uns versprochen hat, wenn wir nur endlich einmal mit den kleinlichen Zwistig-leiten untereinander aufhören nnd zn einem großen einheitlichen Verband zusam nentreten wollten! Und wo sind denn wenigstens einig« nationale Errungenschaften, die wir damit erkauft hätten? Teuer, sehr teuer erkauft! Denn die Hissung der Papstfahne auf unserem Unterrichtsministerium ist für alle Kleinmütigen, Zaghaften, Abhängigen daS Zeichen, auch mit der so schön begonnenen nationaleren Richtung unseres deutschen ErziehungSwesens aufzuhören. Da wir aber gerade durch den Mangel an natio-naler Erziehung unseren völkischen Gegnern gegen-über so stark ins Hintertreffen gekommen sind, so möchten wir die nationalen Güter wissen, die einen solchen Schlag aufwiegen können. Es muß laut gesagt werden, daß es mit der politischen Einsicht bei den Deutschösterreichcrn bis in die vorderen Reihen sehr schlecht bestellt ist. Hat man sich überhaupt klar gemacht, was diese klerikal« Besetzung unsere» Unterrichtsministeriums besagt? Hat man, statt den für dieses Ministerium Tüchtig-jten und Befähigtesten zu wühlen, überhaupt nur gefragt, ob ein Klerikaler dafür tauglich ist? Daß er zum Unterrichtsminister von vornherein nicht taugt, das düfte nur wenig Widerspruch er-fahren. Unser Staat hat eine Grandlage für sein ErziehungS- und UnterrichtSwesen, die der Papst verflucht hat, die kein Klerikaler hinnehmen kann. Geschweige denn, daß er seine Müh« und Sorgfalt der Erhaltung und Wetterführung dieses verdamm-ten freiheitlichen Unterrichtswesens widmen könnte. WaS will er also an dieser Stelle? Der Steuer-mann, der ein Schiff zu steuern hat, das er nach seinen innersten Ueberzeugungen zum Scheitern brin-gen müßte! Aber vielleicht, so dürfte man meinen, taugt er besser zum Kultusminister. Solche Ansichten sind weit verbreitet. Gerade zum Kultusminister darf ein Staat, der sich nicht von vornherein fchä-digen will, keinen Klerikalen, keinen ausgesprochenen Anhänger der weltlichen Macht der römischen Kirche nehmen. DaS Kultusministerium soll doch die In-teressen des Staate« gegenüber den übergroßen An-sprüchen der Kirche wahren. Wa« ein klerikaler Vertreter des Staates für ein« Gefahr bedeutet, hat man ja deutlich bei Abschlüssen von Konkordaten durch klerikaler Staatsvertreter gesehen, z. B. in Bayern. Der Kultusminister hat sodann die Stellung des Staates den gesetzlich anerkannten, gleichberech-tigten ReligionSgesellschaften gegenüber zu regeln. Dazu taugt am besten ein keiner von diesen Gesell-schasten verschriebener, vor allem aber dem Staate ergebener Mann. Und wenn man schon den eifrigen Anhänger einer Konfession zulasien will, so dürft« es sich nur um eine solche Konfesiion handeln, die den anderen nicht von vornherein das DafeinSrecht abspricht. Ein extremer Vertreter der unduldsamsten Kirche, die e» gibt, taugt nicht zum Kultus-minister. Man beurteilt die Sache am besten, wenn man sich ähnlich unmöglich« und verkehrte Besetzungen anderer Ministerien ausmalt. Ein Klerikaler als Minister für Kultus und Unterricht, das ist so viel wie ein rücksichtsloser Anhänger deS Antimilitarismus als Kriegsminister, wie ein ausgesprochener Gegner der Landwirtschaft als Äcker bauminister, ein Anarchist al» Minister des Innern oder «in Kramarsch od«r Klosatsch als deutscher Landsmann, minister. Was sollen uns da schöne Wendungen w e diese: Wenigsten» wisien wir jetzt, wie wir daran sind! Oder hofratSmäßige Beschwichtigungen, die von dem weltmännischen Sinn d«s Herrn von Hus-sarek erwarten, daß er nicht so scharf hervortreten MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. H»»»t«g»Seilage der „Deutsche» Wacht" t» tzM._ Nr. 51 ,Dir 6üb marf erscheint jeden Eonntaq al« unentaeltliche Beilage für die Leser der »Deutschen Wacht". — Siii^ln ist »Die Etldmart" nicht tSuftich- 1911 Scherzlied Zch wollt« die Kleine rufen, Sie hielt sich die Ohren zu. „Annemaria!" Da stieg ich hundert Stufen Auf einen Turin und rief: „Annemaria!" Als sie nicht hörte, schlich ich Mich hinter sie und schrie: „Anncmaria I" Sie rührte sich nicht. Da strich ich Leise über ihr Haar. Ach Liebster, sagte sie, wie hab' ich mich nach dir gesehnt! (Robert Schwerdtfeger im WeihnachtSheste von „Westermanns Monatsheften.) (Nachdruck verböte») Auf dem Weihnachtsmarkt. Humoreske von S. Halm. .Lenchen," sagte Papa Schnäuze! zu seiner Jüngsten. „Lenchen, wir zwei sind bie« Jahr ganz allein. Der Kurt schwimmt aus dem Wasser; das Hannchen hat sich verheiratet. Nun soll ich Dir eine WeihnachtSsreude machen — — hm." Er kratzte sich den Kahltopf, „wenn ich nur wüßte, sonst Hat'S die Hanne immer besorgt---die sitzt nun an der russischen Grenze mit ihrem Gustav und mich verlassen meine Kenntnisse. Mädel, klei-ms, sag mir mal so'n rechten Herzenswunsch her. Kleider hast Du, Schmuck auch, einen Schatz kann ich Dir doch nicht kaufen, zu dem kommst: übrigens noch früh genug, nun steck' mir also mal'n Talg-licht auf. Lenle." — Da» Lenle steckte das Stumpfnäschen in die Luft. „Ich wüßte schon was, Pappchen." „Na. denn nun heraus damit!" DaS Töchterchen schmiegte sich schmeichelnd an ihn. „Mußt aber nicht schelten?" „An, weh, mein Gcldsack!" „Ach nein, Pappche». Bloß ich möcht auf den Weihnachtsmarkt mit Dir und grad WeihnachtS-Heiligabend--dann ist'S am lustigsten." „Gott bewahre mich," schnaufte der alte Herr. „Bist Du toll?« „Aber, wenn ich mir doch nichts anderes wünsche, HerzenSvälerchen?" „Kleine Schmeichelkatze. Na ja denn, wenn es durchaus sein muß. Obgleich, brrrr---," er schüttelte sich und zog trotz der reichlichen Küsse, die sein Mädel ihm zum Dank verabfolgte, schreck« liche Grimassen. Er, der Großkansmann Schnäuzcl, mit seiner Tochter aus eiucm Jahrmärkte! Einfach unglaub-licher Gedanke. Doch waS half ihm alles Brummen und Knurren? Wenn seine Lene einmal ein Ver-sprechen hatte, ließ sie sich nichts abknappen. Und gar diesmal! Papa Schnänzel mußte mit, und wohl oder übel in den Pelz fahren, als der heilige Abend da war. Er wetterte und fluchte enorm, aber Lene zwang ihn unter Lachen und Schmeicheln in den Pelz, in dem er heute morgen noch etliche kostkbare Weihnachtsgeschenke sür seine Tochter mit heimgebracht hatte, trotz der Aussicht aus den schreck-lichen Marktgang. Lenchen strahlte. Sich selbst einen Ehristbaum aussuchen, Nüsse, Aepfel usw. aussuchen, zwischen all den Buden und Menschen sich drängen zu dür-sen, daS schien ihr ein köstlicher Spaß. Knurrend schritt Papa Schnäuzel neben ihr her. Da ries eine Aalverkänferin sie an, dort ein Bombonhändler. Kinder fchnpsten und drängelten. Hei, wie Lenchen die Angen blitzten! Zu Hause gingS auch nicht fo steif her, wie in mancher be-freundeten Familie. Aber dies war doch einmal etivaS ganz anderes. Ab und zu guckte ihr einer dreist unter den Hu«, dann schimpfte PapaSchuäu-zel und zog sie mit sich fort. Aber eS kam noch schlimmer. Zehn Mark hatte der Vater Lenchen gegeben, die waren znm größten Teil in Waren-Päckchen aller Art umgesetzt.7 Herrn Schnäuzel» Taschen wurden', immer dicker, und Lenchen hatte beide Arme voll, daß sie sich nicht rühren konnte. Schwrr--fauste ihnen etwas um die Köpfe. Ein Papierschwärmer'war'S. Er wickelte sich dem schimpfenden Papa Schnäuzel um den Hals. Scheuß-lich — und ein paar kecke Jungen lachten dazu und fuhren dem alten Herrn mit ihren Pfauenfedern un. ter die Nase. „Rüsselbande, verfl.....!" Der alte Herr lief den AuSreißenden in der Wut nach. Flitsch — krochen die zwischen den Armen der Bormänner durch und Herr Antön Melchior Schnäuzel hatte da« Nachsehen. „Solche Rüpel, solche Schwefel-bände!" schimpfte er nnd sah sich nach seiner Lene um. Gleich sollte die mit ihm umkehren. Ja, wo war die denn hingeraten? Verdutzt, ratlos stand Papa Schnäuzel da. Sein Mädel war weg! Ja, warum hatte die Lene sich denn nicht bei ihm ge-halten? Freilich, er war in blinder Wut den Schlingeln nachgerannt. „Lene! Lene!" schrie er mit seiner Bärenftimme. »Lene! Mädel!" „Lene! Mädel! Lene!" höhnten, quäkten, lach-ten die Umstehenden und schoben, pufften den alten Herrn hin und her, vor und zurück. Der wurde nun fnchSwild, verlor ganz den Kopf; anstatt sich vernünftiger Weife auf die Suche nach der Verlorenen zr begeben, schrie er all die johlenden, lachenden Menschen grob an, gebrauchte schimpfend seine Ellbogen nnd schnanfte wild. Natürlich zahlte man ihm mit gleicher Münze heim. Gelächter ertönte, einer schrie: ..Schlagt ihm doch die Angströhre ein!" nnd ein Stock befolgte den netten Rat. Wurde da aber der alte Herr rabiat. Doch erschien zu gleicher Zeit ein Schutz-mann, der sich rücksichtslos durch den Knäuel Bahn brach. „Wer ist hier der Streit machn?" .Der l der!" schrieen gleich ein Dutzend Stim-men, und die Hand des Gesetzes legte sich auf den Arm des blind vor Wut auf alle einfchimpfenden Herrn Schnäuzel. «Herr, Ihr Name?" „WaS denn? Mein Name? Wieso?" Mit offenem Munde starrte Schuäuzel den Beamten an. „Sie wollen mich wohl gar verhaften? Ha, ha, ha, ein köstlicher Scherz! Ich bin'S, den man insul- tiert hat. Sehen Sie meinen Hut; mein Stock ist weg und auch meine Lene!" „DaS wird sich ja alles finden. Sie haben >ier ein öffentliches Aergernis gegeben--ich ntte also um Ihren Namen." „Schnäuzel ist mein Name!" schrie der Altai« ierte krebsrot. „Aber wo ist meine Lene, frage ich Sie? He!" Gelächter ringSnm. „Ich bitte, beruhigen Sie sich," mahnte der Schutzmann in Anbetracht der gnten Kleidung seines Opfers. „Nun noch Ihre Adresse und dann ent-fernen Sie sich bitte. Vorläufig ist ja dann alles in Ordnung. „So ist es?" ereiferte sich Herr Anton. „Zoll-straße 38, daß Sie's wissen. Aber das sage ich Ihnen, fort kriegen Sie mich nicht--nicht mit 10 Pferden. Ohne daS Mädel geh ich nicht." „Das ist offenbare Widersetzlichkeit gegen einen Beamten, mein Herr," drohte der Polizist. „Meinetwegen Mord!" schrie Schnäuzel nnd dann weinerlich: „Mann, haben Sie doch Erbar« men--meine Tochter--ich kann das Kind doch nicht allein unter all den rohen Menschen lassen?" Der Schutzmann hatte zum Glück auZnahmS« weise kein Herz aus Stein. „So kommen Sie", sagte er, „ich werde Ihnen einen meiner Leute mitgeben." „Ne, blos nicht! Vielleicht mit dem ganzen Mopp hinter uns?" wehrte sich Herr Schnäuzel. „So verschwinden Sie hier durch diese Lücke und tauchen Sie irgendwo wieder unter die Menge," rief der menschenfreundliche Mann und wies die Gaffer energisch zurück. Da stand Herr Schnäuzel nnu hinter der Bret-terbude nnd trocknete sich den Schweiß von der Stirn. DaS Räsonnieren war ihm vergangen. Ihm kam doch zum Bewußtsein, daß er eS der Nachsicht deS Polizisten zu verdanken, wenn er sich selbst nicht schlimmer mitgespielt habe. Aber die Angst nm Lenchen war noch schlimmer in ihm. Wo konnte er sie suchen? Ueberall und er fand sie vielleicht nirgends. Vielleicht saß sie längst zu Hanse uud wartete iu Angst und Unruhe auf ihn. O, wie er seine Nachgiebigkeit verwünschte! Er stürzte sich ins Gedränge, suchte sie überall, bohrte sich, rücksichtslos die Arme gebrauchend, einen Weg durch die Menge — kreuz und quer.-- Lenchen war, als der Vater in so blinder Wut hinter den Jungen herstürmte, von der Menschen« menge widerstandslos weiter geschoben worden. Sie sah den hohen Hut des Vaters verschwinden, glaubte ihn aber in einiger Entfernung wieder vor sich auf-lauchen zu sehen. Rannte der Vater wirklich »och immer hinter den RandieS her? Sie strebte, mög-lichst schnell vonvärtS zu kommen, nm den Vater zu erreichen. Doch das war nicht so leicht. „I, so drängeln Sie man »ich so!" sagte ein biederer Bürger sich nach ihr umwendend. „Lang-sam kommt man auch an'« Ziel." Und ein hübscher KommiS sprach, sie an-lächelnd, neben ihr: „So allein, Fräulein? Darf ich Sie vielleicht begleiten. Hoffentlich zu keinem Rendezvous?" Ihr stieg die Röte der Empörung heiß in die Wangen. „Frechheit!" murmelte sie und wich zur Seite. Plumps — lag die große Pfefferkuchendüte an der Erde und der Hintermann trat auf die knusperigen Dinger. 0O weh, meine schönen Kuchen!" „Ja, die sind nnn sntschikato," meinte er, der unfreiwillige Zerstörer. „Man bloß noch Bröckel-chenS." „Ach, lassen Sie nur," sagte Lene und eilte weiter. Achtlos, nur nach dem hohen Hute aus-schauend. Ach, kein Zylinder war zu sehen. B»m trat ihr Fuß in eine Vertiefung. Sie schrie auf: „Mein Fuß!" und lehnte sich gegen den Holzpfosten der „Menagerie". Von drinnen schallten tierische Laute, das Ah und Oh der naiven Zu» schauer. Lene aber entfiel vor Schmerz auch der Lebkuchenmann. Sie hatte sich den Fuß verknaxt. Weinen hätte sie mögen. Weinen. Da sagte eine fette Stimme neben ihr (und ausblickend sah sie einem geputzten Weib in Trikot in das geschminkte Gesicht): „Nur 10 Pfennige Entree. Noch nie da-gewesene Dressur eines ZcbraS und eines wirklichen Esels. Nur 10 Pfennige. Nur herein meine Tome. Für 10 Piennige können Sie sich erholen und haben die Vorstellung umsonst." Nein, sie konnte nicht anders, sie mußte lachen, die Lene, trotz der Tränen, die ihr schon so locker in den Winkeln saßen. Dies Weib mit seinem grotesken Mitleidsegoismus! „Hier haben Sie 10 Pfennige." Die Frau fchien sichtlich erfreut. Sie faßte so« gar mit an und half der Hinkenden in den Bretter« verschlag. Aus der Schwelle kam ihnen August, der Spaßmacher, entgegen, tat einen Lustsprung, als er die feine Dame sah nnd quäkte vor Vergnügen: „Neueste Attraktion. DaS schönste Weib deS Jahrhunderts!" Ein dressiertes Schwein grunzte im Hintergrunde. In einem Käfig zischten ein paar Schlang«». Lenchen wurde Übel iu der schlechten Luft. Wär ich doch lieber draußen geblieben! dachte sie. Der August pfiff und lockte; etwas fprang auf LenchcnS Schnlter. Sie kreischte auf: „Eine MauS!" „Beruhigen Sie sich," sagte der Klown. „Sie sind zahm, die Tiere." Und schwapp flog die Tür ans und zn. Die Zugluft löschte die einzige Lampe au». Da saß Lene zwischen Mäusen und Schlangen, allein in der Dunkelheit mit dem Klown, wie sie meinte. „Um Gottes Willen, so machen Sie doch Licht," bat sie ängstlich. Da blitzte ein Zündholz auf. Herrgott, da stand ein Mann, gut gekleidet, neben der Tür, wahrscheinlich der Urheber der Fin-sternis. „Was wollen Sie denn?" schrie ihn August an. „Dem Fräulein da meine Dienste anbieten. Ich bin nämlich Arzt und sah die Dame hier hineinhinken. Aber zum Henker mache» Sie doch Licht. Ich habe keine Lust, mir die Finger zu verbrennen." „Gleich!" sagte der Klown und tappte vor« wärtS, während nur getrennt durch eine Bretter« wand von ihnen das Publikum seine Ungeduld durch allerlei Geräusche kundgab. August hatte seine Nummer. „Onik," sagte die MattS, plumps stieß Herr August eine Kiste um. Es war der Schlangenkäfig. Zisch — machten die Unholde dicht vor LenchcnS Füßen, so daß diese aufschreiend sich zum Doktor flüchtete, der eben ein drittes Zündholz angerissen hatte. Ach. eS war ja schon viel besier mit dem Fuß. Nur fort, fort und Lenchen klammerte sich an des fremde» Doktors Arm. Sie griff in die Tasche, gab dem verdutzten August ein Maristück und eilte, gefolgt vom Doktor, ins Freit. „Doktor Bornemann," sagte der, „und wenn ich nicht irre, habe ich Fräulein Schnäuzel vor mir." „Sie kennen mich?" „Bon Ansehen. Aber darf ich Sie jetzt heim-führen. Es war doch wohl nur ein Schreck. Sie hinken kaum noch.' „Aber mein Vater — ich habe ihn verloren." „Der wird Sie ja längst im Hatkse erwarten. Wollen Sie mir Ihren Arm geben? Es ist hier nicht gut sein sür eine Dame ohne männlichen Schutz." „Ach nein," seufzte Lenchen und dann begann sie ihre Erlebnisse zu erzählen und ward dabei ganz aufgeräumt; denn Doktor Bornemann verstand so scherzhafte Fragen zu stellen, daß sich bald all ihr Kummer in eitel Frohsinn verwandelte. Herr Anton Melchior Schnmtzel suchte indes noch immer seine Tochter. Wie ein angeschossener Eber stürzte er durch die Menge, schaute sich die Augen blind--keine Lene zn sehen! Ab nnd »u folg!» ihm da« «elilchler lustiger Jungen, die sich über die Fasson seine» Hute» mokierten; dann und wann rief auch wohl eine Stimme: „Ist da« nicht der Krakehler von vorhin?" Herr Schnäuzel blieb taub und gefühllos. Er schwitzte Angst und stürmte doch immer hastiger vor-wärt». Dabei stieß er einen Wurstkessel um und wurde von dem aufgebrachten Besitzer zum Schaden-ersatz gezwungen. Ein andere» Mal riß ihm der Wind den Zylinder vom Kops, den er gar nicht weiter suchte, sondern durch sein seidene» Halstuch zu ersetzen trachtete, welcher Kopfputz ihn etwa» grotesk kleidete. Aber weiter ging die Jagd. Ganz übersät mit Papierschnitzeln, stand er, einige Se-künden nach Atem ringend, zwischen zwei Buden, da ging ein Paar fröhlich lachend und scherzend an Herrn Schnäuzel vorbei. Er traute seinen Augen nicht. Da» war ja seine Lene, seine Lene prome-nierte da ganz vergnügt am Arme eine» wildfrem-den Herrn, lachte und schäkerte und er ihr leib- licher Bater--Wie ein Stier schoß er vor- wärt». „Lene! Mädel! Nichtsnutz I" „Papa, der Papa! ach, wie ich mich freue! Herr Doktor Winfried Bornemann, der mich au» einer gräßlichen Lage befreit hat und dem wir sehr zu Dank verpflichtet sind, sehr, Papa. Denn wa» wäre ohne ihn auS mir geworden? Dn ließest mich ja einfach im Stich." „So!" machte Herr Schnäuzel und schnaufte grimmig. „Ja, ich werde Dich! —" aber er vcr-stummte unter dem bittenden Blick der Tochter. Na ja, ganz unrecht hatte sie ja auch nicht. Aber das schwor er hoch und heilig, nie ging er wieder aus den Jahrmarktsschwindel ein und er hat da» auch nicht nötig gehabt. Lenchen hatte ihren Willen durch-gesetzt, sich schubsen und drängen lassen, aber sie hatte sich doch vom WeihnachtSmarkt ihr Glück ge-holt, wie sie behauptete. Vermischtes. Ueber volkstümliche Redekunst gibt eine unlängst erschienene Schrift von Adolf Damaschke vortreffliche Winke (.Volkstümliche Rede-kunst, Erfahrungen und Ratschläge", Verlag von Gustav Fischer, Jena). Der bekannte Führer der Bodcineformbewegung, der in den letzten L5 Jahren mehr al» 2000 mal auf der Rednerbühne gestanden hat und unbestritten für einen unserer besten öffent-lichen Redner gelten darf, kann in der Tat aus reichster praktischer Erfahrung reden. Unter feinen bemerkenswerten Ratschlägen befindet sich auch die-fer: „Billig töricht und gefährlich ist in der Befangenheit der Versuch, durch starke geistige Getränke sich „Mut einzuflößen'. Ein Schluck reinen kalten Wasser« ist viel besser; denn wenn man irgendwann nüchternen Sinn und klaren Blick braucht, ist es natürlich während einer Rede. Während de« Vortrage» selbst soll man so wenig w'e möglich trinken. Biertrinken während de» Bortrage« reizt nur. Ich erlebte e«, wie einer der berühmtesten Redner un-serer Tage einmal in einem holsteinischen Ort wäh-rend einer Wahlrede für mich sieben Gla» Bier herunterstürzte. Er hat bald die Gefahren solcher Handlungsweise eingesehen und trinkt seit Jahren während de« Vortrags nur noch Wasser." praktische Mitteilungen. Makronen-Lebkuchen. 60 Gramm bittere Mandeln, 375 Gramm süße Mandeln, einem-halb Kilo Zucker, 375 Gramm Marzipan. 125 Gramm Zitronat, 25 Gramm Pomeranzenschale, 5 Eiweiß zu steifem Schnee und die Masse gut damit ver-dünnt, ziemlich festgehalten, auf Oblaten gestrichen und bei mittlerer Hitze gebacken. Französischer Honigkuchen. 1 Kilo-gramm 375 Gramm Mehl, 625 Gramm Zucker, 625 Gramm Honig, 4 Gramm Nelken, 4 Gramm Muikatblüte, 4 Gramm Kardomom, 24 Gramm Zimt, 60 Gramm Zitronat, 125 Gramm süße Mandel», 60 Gramm bittere Mandeln, die Schale von 2 Zitronen, 1 kleine« Gläschen Rum und 16 Gramm weiße Poltasche sind die Bestandteile. Die Pottasche löse in einen Tassenkopf Rosenwasser auf, da» Gewürz stoße sein, Mandeln, Zitronat und Zitronenschale hacke recht fein und gib alle Zu-taten in eine große Schüssel. Den Honig und Zucker kcche zusammen auf, gibt die abgeklärte Pottasche nebst Rum und Mehl hinzu nnd verknete alles recht tüchtig. Lasse den Teig zugedeckt an einem warmen Ort bis zum andern Tag stehen, rolle ihn dann messerrückendick aus, stich ihn mit AuSstechern au« und backe ihm, mit Ei oder Rosenwasser bestrichen, auf gefetteten Blech. Lege nach Belieben aus jeden Kuchen eine halbe Mandel, ein Stück Zitronat oder Sukkade. Zeder deutsch und freiheitlich Ocfinnte ist Mitglied des Vereines „Areie deutsche Schule!" Sitz in Wien. Obmann: Hermann Braß in Hohenstadt. — Geschäftsstelle: Wien 7. Lerchenfelderstrahe S. E>nlritti>gebahr I it Mitgliedsbeitrag mindestens 1 ff. GründunstSbeilrag 50 ff., LebenKbeitraä 30 ff. Die Ber-eintzeiljchrist tostet für Mitglieder l ff. Im Buchhandel 3 ff Zuschriften find im allgemeinen a« die Geschäftsstelle zu senden. 9linr.aur 102 Heatfche Mach". Seite 3 werde. Man weiß eben in unseren politischen Kreisen nicht, wie stark es auf die ganze Lehrerschaft rückwirkt, wenn eS heißt, der UmerrichtSminister ist klerikal, wie alle Vorgesetzten in ihren oft nur streberhasten klerikalen Anwandlungen sich gedeckt fühlen, wie allen klerikalen Kollegen der Kamm schwillt und alle Schwächlichen ducken und von den freieren Amt«genofsen ängstlich abrücken. Er braucht ja gar nicht« Besondere» zn tun (müssen den Mi-nister überhaupt etwa» tun?) — bloß, daß er da ist, ist vom Uebel. Und solange er bleibt, ist alle gute BetStigung und frische Regung gehemmt. Nicht» ist kläglicher, al» dieses leichte Drüber-hinweggehen. In a6er Schärfe mnß der neuen Besetzung gegenüber der Satz vertreten werden: Ein Klerikaler taugt nicht zum UnterrichtSminister, ein Klerikaler taugt nicht zum Kultusminister, er taugt aber überhaupt nicht einmal für eine beliebige EtaatSanstellung — in, Kirchenstaat ist sein Platz. Politische Rundschau. Das wasserwirtschaftliche Programm. Dem österreichischen Abgeordnetenhaus« liegt nunmehr da» wasserwirtschaftliche Programm vor, da» sür Wasser- und Kanalbauten in den Sudeten-ISndern, Niederösterreich und Galizien für den Zeit-räum von 15 Jahren die Ausgabe von 433 Mil-lionen Kronen vorsieht, von denen 310 Millionen Kronen vom Staate beschafft werden sollen. Davon entfallen in Millionen Kronen aus: insgesamt -taatszuichuh Niederösterreich . . . 66 4 39.8 Mähren .... 706 45-— Schlesien . . . 15 9 10°— Böhmen .... 155*— 116 — Galizien . . ... 1252 99 2 Um die Alpenländer zu entschädigen, ist gleich-zeltig in das Budget außer der Dotation von rund >1 Millionen Kronen eine außerordentliche Dotation von 8 Millionen Kronen eingestellt worden, so daß für die Alpenländer für Wasserbauzwecke rund 12 Millionen Kronen verfügbar sind. Vergleicht man damit nun, daß dem als jährliche Ausgabe für Wasserbau- und Kanalbauzwecke in den wasser-reiche» Sudetenländern Galizien und Niederösterreich nur ein jährlicher Staatsbeitrag von 20*/, Millionen gegenübersteht, so kann wohl von einer Benach-teiligung der Alpenländer nicht die Rede sein. Die Obstruktion in den Landtagen. Bon den österreichischen Landtagen stehen nur die von Niederösterreich. Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg im Zeichen der Arbeit«sähigkeit. In allen anderen herrscht die Obstruktion und wenn die Regierung darangeht einer dieser Landtage ein-zuberufen, muß sie sich vorerst sorgen, ob es auch möglich sein wird, den Landtag arbeitsfähig zu machen. Die nicht obstruierten Landtage sind also die--der reindeutschen Kronlünder, die Landtag« der Obstruktion weisen nichtdeutsche Min-derheiten oder Mehrheiten aus. In Tirol obstru-ieren die Italiener, in Galizien die Ruthenen, in Steiermark und Girz die Slowene» usw. E» ist aber nicht etwa die slawische Minderheit, die gegen eine deutscht Mehrheit die Obstruktion al» Kamps-mittel gebraucht, wie die deutsche Minderheit gegen die tschechische Mehrheit in Prag, es obstruieren auch Slawen gegen Italiener und Slawen gegen — Slawen. Die Slawen treiben eben — überall Obstruktion. Die Slowenen und die Handelskammern. Bei den diesjährigen Wahlen in die Grazer Handels- und Gewerbekammer wurde kein sloweni-scher Kandidat gewählt. Ebenso unterlagen die slo-wenischen Kaufleute bei den Wahlen in das Cillier Handelsgremium. Diese ihre Mißerfolge schreiben die Slowenen der mangelnden Organisation der slo-wenischen Kaufleute und Gewerbetreibenden zu, die nunmehr nach den Beschlüssen der slowenischen natio-ualcu Schutzvereine energisch in Angriff genommen werden soll. Der wichtigste Zweck dieser neuen Or-ganisation soll, wie der „Slovenec" erklärt, die Schaffung einer eigenen südsteirischen Handels- und Gewerbekammer sein. Die Wahlen in Kroatien. Die Neuwahlen in den kroatischen Landtag haben keine wesentlichen Veränderungen in dem Stärkeverhältnisse der Parteien ergeben. Bon den 88 Mandaten sind bisher vergeben an die Fort-schritt?. (Regierung?-)partei 22, an die vereinigte Rechtspartei 25, an die serbisch kroatische Koalition 23, a» die Zeutrumspartei 2, an die Bauernpartei 8, an die Serbischradikalen 3, und an die Deutschen l Mandat. — Obwohl also die serbisch-kroatische Koalition, die noch im vorletzten Landtage eine starke Mehrheit bildete und im letzten tandtage noch 30 Mann zählte, auf 23 zusammengeschmolzen ist, ver-sögt der ?auus auch selbst dann noch nicht über die Mehrheit, wenn alle 26 Dirilisten und Magna-ten zu der Fortschrittspartei stoßen sollten. — Die Deutschen sind sehr befriedigt darüber, daß eS ihnen nun zum vierten Male gelungen ist. im Rumaer Bezirke einen Deutschen zu wählen. Dieser Erfolg ist umso höher anzuschlagen, als diesmal die serbische Agitation so fieberhaft und energisch betrieben wurde, daß fle eine Stimmenzahl erreichten, die sie noch nie auszuweisen hatte. Mit zusammen 648 Stimmen mußten die Serben aber doch de» Deutschen unter» liegen, die mil zähem Mnte und lobenswerter Aus-dauer die Verteidigung diese? deutschen Bollwerkes führten. Franz Moser wurde mit 874 Stimmen gewählt. — In 7 anderen Wahlbezirken sicherten die Deutschen dem Kandidaten der Regierungspartei dm Sieg. Polnisches — Zweierlei. Der Rame Wreschen ist noch in Erinnerung. Er ist zum Kampsrufe der gesamten slawischen Welt gegen daS Deutsche Reich geworden, weil sich die Regierung des Deutschen Reiches „angemaßt" hatte zu verfügen, daß die Schulkinder in Wreschen deut-schen Religionsunterricht erhalten. Die heiligsten Angriffe wurden gegen die deutsche Reichsregierung erhoben und eS gab auch in diesem Falle wieder so-genannte „gerechte" Deutsche, die sich auf Seite der Polen stellten. Jetzt liegt ein anderer Fall vor. Zn Lemberg gelangt an der dortigen zu 90 Prozent von deutschen Kindern besuchten evangelischen Volksschule die Direkiorstelle zur Besetzung. ES handelt sich um eine nicht etwa von der Lemberger Stadtgemeinde erhaltene oder auch nur subventionierte Schule, son-der» um eine deutsche Anstalt, die ganz von den Beiträgen der deutschevangelischen Gemeinde erhalten wird. In der Lemberger Gemeindevertretung ist nun das Verlangen gestellt worden, daß die Direk-torstelle ein Pole erhalte. Die ehrenwerten Stadt-väter geht die Schule und deren Lehrkörper zwar gar »ichlS an, wa» sie aber nicht abhält das uner-hörte Begehren zu stellen, daß zum Leiter einer von deutschem Gelde erhaltenen für deutsche Kinder be-stimmte Schule ein Pole bestellt werde. Die deutsche RcichSregierung, die in ihrem Lande, in ihren Schulen Ordnung macht wird in unflätigster Weise beschimpft, zu Hause praktizieren die Polen aber den Deutschen gegenüber weit ärgeren Chauvlnismus. Wirtschaftliche Organisierung der Balkanstaaten. Di« Bestrebungen zur Einigung der Balkan-Völker haben auf wirtschaftlichem Gebiete bereits praktische Erfolge auszuweisen. Wenn auch der in Sofia in Ausführung eine» Beschlusses deS vorjäh-rigen allslawischen Kongresses gegründeten Bereine zur Propagierung der Idee einer wirtschaftlichen Union vor allem zwischen Serbien und Bulgarieu keine günstigen Auspizien gestellt werden, so hat sich, wie die hiesigen Blätter melden, doch eine Organisa-tion der Handelskammern dei Balkans gebildet, die den Zweck hat, daS Studium der wirtschaftlichen Verhältnisse in den Balkanländer zu fördern. Diesem Verbände gehören schon heute die Konstantinop-ler, die Sosiater nnd die Belgrader Kammer an. Im nächsten Monate will auch die Handelskammer von Sosia der von Konstantinopel einen Besuch ab-statten. Aus Lladl und Land. Mit Rücksicht auf die Weihnacht«-feiertags erscheint die nächste Ausgabe der „Deutschen Wacht" Samstag den 30. Dezember. Silvesterfeier im Deutschen Hause. Der Verein Deutsches Hau» veranstaltet am 31. De-zember eine Zahresschlußfeier im Deutschen Hause, wozu er alle deutschen Bewohner der Stadt Cilli herzlichst einladet. Da unsere beiden wackeren Män-nergesangvereine in liebenswürdiger Weise mitwirken und auch eine reich ausgestattete Tombola stattfinden wird, ist ei» genußreicher Abend mit Sicherheit zu erwarten und wir zweifeln nicht, daß der Besuch dieses in unserer Stadt so beliebten Festabende» ein überaus zahlreicher sei» wird. Schülerauffiihrung der Mufikver einsschule Am 14. d. veranstaltete die Cillier Musikvcreinsschule im Stadttheater ihre erste Schü-leraufführung in diesem Schuljahre. Es war wirklich «in Abend der Freude. Da« Hauptverdienst am so herrlichen Gelingen gebührt in erster Linie Herrn Musikdirektor Jos. Richter und den tüchtigen Lehr-krästen der Schule. Musikdirektor Richter erwie» sich wirklich al» tüchtiger Leiter der Anstalt. Mit künstlerischer Feinheit war die Borlragsordnung zu-sammengestellt, musterhaft die Steigerung durchge-führt. Da» Programm enthielt zwölf Nummern. Lobende Erwähnung verdienen die beiden schönen Biolinstücke de» hier lebenden Komponisten O. Rieding: „Gebet" und „Rondo", welche von Kurt Bayer und Olga Unger-Ullmann reizend und mit reiner Intonation gespielt wurden. Mehr al» schüler-haste Leistungen boten Elfe Moßmann (Klavier), Corinna Galvagni (Klavier), E. Treo (Klavier), Elimar Kallab (Cello) und Tnnio Galvagni (Violine). ReineckeS Klaviertrio, opu» 159, Nr. I, zeigte ein wunderbar ausgeglichene» Zufammenspiel. (Ausführende: E. Treo, El. Kallab und E. Galvagni.) Den Höhepunkt den Abends bildete wohl Allard« Faust-Fantasie für Violine mit Orchester, die den würdig«» Abschluß des Programme» bildete. Der kleine Solist Edmund Unger-Ullmann spielte diese schwierige Komposition mit viel Bravour, warmem Ton und unglaublicher Sicherheit auswendig. Er erntete stürmischen Beisall, den die tapser« Leistung wohl auch verdiente. Da» Orchester begleitete unter der umsichtigen Leitung des Musikdirtktor» Richter die Komposition sehr gut. Der Abend wird jedem Zuhörer noch lange als schöne Erinnerung im Ge« dächtnisfe verbleiben. H. W. Todesfall. Zn Wien starb am 19. d. Herr Alexander Kollenz. Die Leiche wurde nach Pettan überführt und fand die Beerdigung Mittwoch den 20. d. vom Bahnhofe aus statt. Für den Berftor» denen, der langjähriges Mitglied des Turnvereine« war, fand am gleichen Tage eine Trauerfe>er statt. Feuer in der Vijouteriewarenfabrik Pacchiasfo. Freitag abends worden die Bewohner unserer Etadt durch drei Schüsse am Rikolaiberge vom AuSbruche eines Feuer« im Stadtgebiete in Kenntnis gesetzt. In der Bijouteriewarenfabrik de« Herrn Franz Pacchiaffo war die Holzverschalung eine» Glühofen» in Brand geraten. Bon dem glimmenden Brande wurde auch der Dippelboden deS im Erdgeschosse befindlichen Fabrik«raume« ergriffen. Eine Straßenpassantin be» merkte von der Sasse au» da« Feuer, schlug L5rm. worauf der Fabrikseigentümer Herr Franz Paechiaffo sofort mit seinen Leute» da« Feuer löscht« und durch Einschlagen der Fenster den angesammelten Rauchmasfen Abzug verschaffte Die alarmierte Feuerwehr, die mit gewohnter Schnelligkeit am Brandplatz« erschien, fand die Hauplgefahr bereit« beseitigt. Die Flottmachung des steirischen Landtages ist in den Bereich der Wirklichkeit ge-rückt. Graf Clary will den Landlag im Zänner zu einer Tagung einberufen, für welche der Statthalter ein eigene« Arbeitsprogramm aufgestellt hat, das, wie mitgeteilt wird, im wesentlichen die Zustimmung der Parteien bereit« gefunden hat. Der Antrag Wastian betreffend die Erweiterung des Landesschul-rates wird als Regierungsvorlage in einer Aorm auftauchen, die angeblich alle Parteien zufriedenstellt, was »ach unserer Ansicht aber nur so geschehen kann, daß die Dtutschnationaleu ihren Standpunkt preisgebe», wozu aber nicht der geringste Anlaß be-steht. Zweifellos ist es jedenfalls auch der Notschrei der Lehrerschaft, der die Parteien bestimmt, sich mit Ge-fühlen gegenseitiger Nachgiebigkeit zum VerhandlungS-tische zu setzen, vor allem aber das allgemeine Be-wußtsein, daß die gegenwärtige Wirtschaft de« Lan-des eine unhaltbare ist, daß das Land ohne Budget aus die Dauer nicht verwaltet werden kann und daß die Drosselunge» in den LandeSauSgaben aus wirt-schastlichem Gebiete große Unzukömmlichkeiten im Ge-folge haben. Der Ministerpräsident, der auch Mit-glied de« steirischen Landtages ist und seit den Tagen der Wahlreform stet« ein böser Geist der Steier-mark gewesen ist, hat auch seinen Segen dazu ge-geben und so können wir mit Sicherheit annehme». ecitt 4 daß im Lande Steiermark wieder einmal die völki-scheu Interessen der Deutschen — zurückgestellt werden. Evangelische Gemeinde. Morgen Sonn-tag findet in der Christuskirche um 10 Uhr vor» mittags eine Andacht, au den beiden WeihnachtS-tagen nm dieselbe Stunde Festgottesdienst statt. Am ersten Festtage wird im Anschluß an den Gottes-dienst das heilige Abendmahl gefeiert. Evangelische Kinderweihnachtsfeier. Am letzte» Sonntag abends war die Kirche wieder bis an die .Hörner des Altares" gefüllt; galt es doch, mil den Kindern der Gemeinde Weihnachten zu seier». HumperdiuckS Krippenspiel „Bübchens Weih-nachlstraum war es in erster Linie, was die Menge anzog; und als die Gesänge der Kinder nnd jungen Damen erklangen, die vom Altarraum ihre hellen Stimme» erschallen ließen — begleitet von Orgel, (Organist Znterberger), Harmonium (Prof. Doktor Hmel) und Bioline (Musiklehrer Fr. Strunz) — da glänzte manches Auge froh bewegt in Erinnerung an die eigene Jugendzeit und ihre Weihnachtssreude. Bon der Kirche ging es hinüber in den Gemeinde-saal, wo Sonntag und Montag durch die treue Arbeit vieler Damen, durch die reichen Spenden zahlreicher Geschäftsleute unserer Stadt und eine reiche Sendung aus der Schweiz mehr als 100 Arme beschert werden konnten. Am Mittwoch Abend wurden überdies noch durch den evangelischen Mädchenbund l0 Kinder reichlich betritt. Trotz der Teuerung war Dank so großer Opferwilligkeit eine so reiche Bescherung mög-lich gewesen; allen Spendern fei auch an dieser Stelle für ihre Gaben innigst Dank gesagt! Kirchenmusik in Cilli. Am Christfeste gelangt in der Marienkirche die „St. Lorelo"-Messe von N. Goller unter Leitung des Stadtpfarr-Organisten Herrn K Bervar zur Ausführung. Ge-mischterChor und Orchelterbegltitung, Ferner.Tanlum ergo" von Direktor Jos. G. Weiß. Orgel- und In-strumentalbegleitung. — St. Stesanitag: WeihnachtS« lieb von Jos. Grabet, Solo und Thor. Zweites Weihnachtslied: .Es klingt ein festlich Läuten" von M. Welker. — Sylvesterabendfeier: Weihnachtslied von W. Reisinger. „Ave Maria" von I. Stoiber. Teuvl-solo gesungen von Herrn N. Hübner. Neujahrsgratulations - Enthebungs-Karten werden gegen eine Mindestgedühr von zwei Kronen, wie alljährlich, bei der Stadtkaffe verabfolgt. Die Stadt Wien für den Deutschen Schulverein. Das segensreiche Wirken des Deut-schen Schulvereines, das von allen Volksschichten und allen Parteien aller deutschen BesiedlungS-gebiete ganz Oesterreichs rückhaltSloS anerkannt wird, hat neuerdings eine bedentnugsvolle Würdi-gung gefunden, indem der Gemeinderat der Stadt Wien in einer der letzten Sitzungen beschlossen hat, die dem Deutschen Schulvereine bisher gewährte Unterstützung von 5000 auf 10 000 Kronen zu er-höhen. Es ist bekannt, daß die größten Gemein» wesen anderer Nationen (zum Beispiel die Städte Prag, Trieft usw.) unglaublich große Opfer brin-gen, aber dessenungeachtet ist voll und ganz anzu-erkennen, daß auch die Vertretung der deutschen Stadt Wien sich zu größeren Leistungen gerne bereit zeigte! Es kann kein Zweisel darüber bestehen, daß sie sich hiebet in voller Uebereinstimmung mit der großen Mehrzahl der Bevölkerung Wiens befindet. Verband alter Burschenschafter Oester-reichs. Ortsgruppe Untersteier. Infolge des bei der Borbesprechung am 17. d. unter allgemeiner Zustimmung gefaßten Beschlusses findet die gründende Versammlung der Ortsgruppe Untersteier des BerbandeS alter Burschenschafter Oesterreichs Mittwoch den 27. d. abendS Schlag 8 Uhr im „Wagner-Stübl" des Brauhauses Gütz zu Mar-bürg statt, wozu sämtliche in Untersteiermark und in den Gerichlsbezirkk» ArnfelS, Mureck und Rad-kerSbnrg ansässigen alten Burschenschafter herzlichst eingeladen werden. Etwaige Zuschriften sind au Notar K. Hanß in Marburg zu richten. Bon der Ausschreibung einer deut-schen Oberlehrerstelle. Das slowenische Lehrer-blast „Uciteljski tovariS" bringt in seiner letzten Nummer folgende Aufmunterung: „An der deut-schen Schule in Hrastuigg ist die Oberlehrerstelle (zweite Ortsklasse) mit verschiedenen Zulagen aus» geschrieben. Wir machen insbesondere ältere Kollegen aufmerksam, daß sie sich um diese Stelle bewerben. Ausgeschrieben ist ferner auch eine Lehrerstelle. Ge-suche bis 31. Dezember. Lehrerschaft, Achtung!' — Also für die Oberlehrerstelle an einer rein deutschen Schule sucht mau echt slowenische Bewerber! Die utraquistischen Schulen Untersteiermarks sind fast durchwegs schou mit slowenischen Lehrkräften besetzt, _Höckche Pgjg_ jetzt sollen langsam auch die rein deutschen Schulen daran kommen. Die Sache scheint lächerlich aus-dringlich, doch ist sie sehr beachtenswert und unter Umstanden sehr ernst und gefährlich, da in ähnlichen BefetzungSfällen erfahrungsgemäß die deut-schen Bewerber übergangen wurden, um den Slo-wenen einen fetten Brocken zu verschaffen. Die Entschlüsse des LandeSschnlrateS waren in solchen Fällen oft sehr verblüffend. Diese Bewerbungsauf-munterung duftet nach dem System des gottlob ge-wefeneit Inspektors Schmoranzer, jenes Bollblnt-kraiilers, der am liebsten die ganze grüne Mark mit den „Tüchtigsten" seines EvelvolkeS besetzt gesehen hätte. Also auch wir — Lehrerschaft, Achtung! Grazer Stadttheater. Um dem außerhalb Graz wohnenden Publikum Gelegenheit zu geben, die überall mit so großem Beifall aufgenommene Operettenilovität „Die moderne Eoa" zu hören, hat sich die Direktion entschlossen, dieses Werk am ersten Feiertag (Montag) nachmittags 3 Uhr zu Abend-prelsen zur Aufführung zu bringen. Am zweiten Feiertag nachmittags 3 Uhr gelangt zu Nachmittags-preisen die Oper .Die vnkaufte Braut" zur W e-derholung. — Im Schauspielhaus gelangt am ersten Feiertag nachmittags „Prinzchen" und am zweiten Feiertag nachmittags „Der Amerikaseppl" zu Nach-mittogspreisen zur Darstellung. Eine bischöfliche Erklärung. Der Bi-schos gab die Erklärung ab. er sehe es nicht gerne, wenn die ihm unterstellte Geistlichkeit sich aktiv als Politiker betätigt und erachte es namentlich sür un-angebracht, die Kanzel sür politische Zwecke zu be-nützen. — Hiezu bemerkt die .Marburger Zeitung", daß nicht der hiesige slowenisch« Fürstbischof Dr. Na-potnik diese Erklärung abgab, sondern der neue Bi-schos von Speier, Dr. Pfandlhaber . . . Bahnfreoel. kürzlich wurden nacht» knapp vor der Einfahrt der Züge in die Station Eilli bei der Eistnbahnbrücke zwei Signallaterncn gestohlen. Da-durch war daS Einfahren der Züge in die Station mit Gefahr verbunden und auch da» Bahnpersonal in der Ausübung de« Dienste» gefährdet. Doch geschah glück« ticherweile kein Unglück. Die Laternen wurden am nächsten Morgen vom Besitzer Franz Dorn in Schloß-berg in einem Graben an der Eisenbahn zertrümmert vorgefunden und der Bahnverwaltu.ig übergeben. Schwierige Rettung. Man berichtet aus Tüffer vom 20. d.: Vorgestern nachmittags wurden am Saunkarrweg. am linken Ufer der Sann, eine Schachtel und ein Spazierstock gesunden; diese Ge> genstände ließen vermuten, daß hier jemand sreiwil-lig den Tod gesucht habe. Bou dieser Tatsache er-fuhr der Kanzleioffiziant Herr Karl Bczgovsek, der zum Fundort eilte, die mit Weiden verwachsene Schutzmauer an der Sann durchsuchte, und tatsächlich in der Sann einen Mann liegen sah, dessen Kops noch aus dem über 1'/, Meter tiesen Wasser her-vorragte. Da der Mann noch Lebenszeichen von sich gab, kletterte Bezgovsek über die Mauer, erfaßte den schon halb Leblosen und brachte ihn nach zehn Minuten, mit Hilfe des mittlerweile herbeigeeilten Gendarmcricwachtmeisters Joses Canner und deS Ge« meindewachmanncs AloiS Hermann aus der gefähr-lichen Lage. Der Gerettete heißt Franz Wellak und soll Buchhalter im Hochenegger Siechenhause sein. Selbstmord. Donnerstag früh wurde der städtische AmtSdiener Jakob Planin; im Stadtamte erhängt aufgefunden. Der Unglückliche, der fchon feit mehreren Tagen ein ganz verstörtes Wesen an den Tag legte, wurde durch traurige Hamilienverhält-nisse in den Tod getrieben. Das Auge verloren. Der Arbeiter Mar> tin Kozelnik aus St. Florian bei Schönstem wollte kürzlich mit einem Hammer einen Stein zerkleinern. Da er keine Schutzbrille trug, flog ihm ein Splitter in das Auge. Er büßte feine Unvorsichtigkeit mii dem Verluste des Auges. O-bsen und Sparkassebücher gestoh len. Nach einer Mitteilung au» Rann wurden dem Besitzer AloiS Amon in Stadldorf drei Ochsen wegen verbotswidriger Einfuhr au» verseuchter Gegend beschlaz« nahmt. Die Ochsen wurden dem Gemeindevorstcher Franz Belak in DrenSkorcber zur Verwahrung übergeben. Aber noch in derselben Nacht warben zwei Ochsen davon au» dem schlecht verwahrten Stalle de» Ge-meindevorsteherS entführt. Die gestohlenen Ochsen sind v00 bi» 1000 Kronen wert. — Am 20. d. M. wurde dem Besitzer Valentin Jost, welcher sich bei seiner Schwester in Eadram bei Gonobitz vorübergehend aufhielt, telegraphiert, daß seine Frau Maria Jost in Dornbüchl bei Eilli am 19. d. plötzlich gestorben sei. Jost 'uhr allsogleich nach Haufe und fand seine Frau al» Leiche vor. Dabei machle er die Entdeckung, dah drei Sparkassebücher der städtischen Sparkasse in Ellli Nc.a-cr 102 mit einer Gesamieinlage von 5G00 St. verschwunden waren. W-r den Diebstahl verführte, ist bisher noch nicht ermittelt, da von dem 70jährigen, tauben Schwie-gerv»Ier, der bei der Joit in Pflege war, sich nicht» Bestimmte» erfahren läßt. Ein Scheusal. Gegen den Besitzer Paul Apat auS Dorubüchel bei Eilli, der derzeit eine sechSmvnatige Kerkerstrafe wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit an seiner Ziehtochtcr in Eilli abbüßt, wurde neuerdings eine Anzeige erstattet. Er gab nämlich seiner schwangeren Ziehtochter ohne ihr Wissen ein Mittel in den Wein, wodurch er sich des Verbrechens nach § 147 schuldig machte. Verunglückt. Der 15jährige Bergarbeiter AloiS Schinkouz uud der Bergarbeiter Franz Pfeif-fer wollten einen entgleisten Hunt in daS Geleise heben, wozu sie einen 2 Meter langen Prügel be-nützten. Zufällig erhielt Schinkouz durch den Prä-gel einen Schlag aus den Kops, siel zu Boden nnd erlag in einigen Minuten feinen Verletzungen. Diebstahl. Die Ehelcute Josef und Anna Lokofek in Ogetsche bei Tüffer hingen ihre Kl-ider und Wäsche, welche sie gereinigt hatten, am 17. d. in der Nähe ihreS Hauses auf. Als sie Gattin das Nachtmahl bereiten ging, benützte dies ein Dieb und stahl Wäsche und Kleider. Das Ehepaar erlitt einen Schaden von 300 K. Einbruchsdiebstahl. In der Nacht auf den 16. d. wurde in das Kaufmannsgeschäft der Marie Okroznik in Ncukirchen eingebrochen und wurden auS einer versperrten Geldlade 50 K Bargeld gestohlen. Die Unentbehrliche. Seit die Fabrikation der Nähmaschine von der Mitte des vorigen Jahr-Hundertes an stetig an Umfang zugenommen hat. hat sich dieselbe den Hausfrauen immer mehr und mehr unentbehrlich gemacht. Wo daher heute noch eine Nähmaschine fehlt, regt sich im Herzen der Hausfrau oder der heranwachsenden Tochter sicher der Wunsch, unter den Weihnachtsgeschenken auch eine Nähmaschine zu finden. Wer diesen Wunsch erfüllen will, dem sei ein Besuch des hiesigen Ladens der Singer Co. - Nähmaschinen - Aktien - Gesellschaft — Grazcrstraße 33 — bestens empfohlen. Er fin-bet dort eine reiche Auswahl der mit den neuesten Vervollkommnungen versehenen Singer-Familiennäh-Maschinen. Besonders fällt die neue „66".Maschine auf, die vollkommenste Singer - Nähmaschine, die bisher existiert hat. Sie liefert nicht nur tadellose Näharbeiten, sondern schafft auch die herrlichsten Kunststickereien und vollbringt die feinste Slopfarbeit an Wäsche, Strümpfen, Unterzeug usw. Eine der-artige Maschine ist fürwahr ein ebenso vornehmes wie nützliches und praktisches Weihnachtsgeschenk, daS zudem für jedermann erschwinglich ist, da die Firma auf Wunsch sehr bequeme Zahlungsbedin-gungen bewilligt. Markt Tüffer. (Deutscher Schulver-ein.) Montag den 18. d. hielt die hiesige Ort«-gruppe des Deutsche» Schulvereines ihre Vollversammlung ab, die recht gut besucht war. Der Ob-mann, LandeSgerichtsrat Wagner, begrüßte die Sr-schienenen und erläuterte den Grund, warum diese Versammlung so spät angesetzt wurde. Die Schuld daran trifft nämlich lediglich die Hauptleitung in Wien, und diese verschuldete es auch, daß einige OrtSgruppenmitglicder in der Werbetätigkeit lauer wurden, als sie bisher waren. Schon im Monat Jänner 1911 wurde in unserer Kindergartenange-legenheit an die Hauptleitung herangetreten und bi« heute erfolgte trotz einiger Urgenzen »och keine Ant> wort, was einige Verschnupfung bei unseren Mit-gliedern verursachte. Weiter führte er in seinem Tätigkeitsberichte aus, daß durch da» Scheide» der Herren Dr. Schwab. Stationsches Papp und Buch-Halter Pamberger die Ortsgruppe einen fühlbaren Schaden erlitt und beantragte, diesen Herren den Dank für ihr ersprießliches Wirken während ihrer hierortigen Anwesenheit durch Erheben von den Sitzen auszudrücken, dies zu protokollieren und ob-genannten Herren schriftlich zur Kenntnis zu brin-gen. Nachdem noch die letzte Verhandlungsschrift sowie der Kaffebericht und der VolksbiblwthekS-bericht, sowie auch die Einläuft über Antrag deS Bürgermeisters Herrn Ad. Weber en bloe ange-nommen wurden, wurde auch beschlossen, den Herren Badebesitzern Uhlich in Römerbad sür die namhafte Spende an Büchern sür die hiesige Bolksbiblioihek schriftlich den Dank auSzuspreä-en. Ueber Antrag des Bürgermeisters Weber wurde nur die Ergän-zungSwahl des Obmann - Slellvertreters an Stelle des aus Tüffer übersiedelten Herrn Dr. Schwab vorgenommen. Die übrigen Stellen sollten btS zur Erledigung der Kindergartenanzelegenheit von den bisherigenAemterführern beibehalten werden. Bürger- Nummer 102 mcifter Weber ersuchte sie, bei der Hauptleitung energisch um eine günstige Erledigung der Angelegenheit einzntreten. Somit besteht die Ortsgruppen-leuung aus nachstehenden Herren : Obmann: Lande». gcrichtSrat Wagner; Stellvertreter: Notar Dr. Mravlag ; Schristjührer: Lehrer Permoser; Stell-Vertreter: Schuldirektor Balentinitfch; Zahlmeister: Oberlehrer Hötzl; Stellvertreter: Boh. Fakta. Heilenstein. (Christbaum seier. > Sonn-tag den 17. d. veranstaltete die Ortsgruppe des Deutschen Schulvereins im Gasthof „zum Hirschen" ihre diesjährige Christbaumfeier, welche außer den viele» Spenden für die armen Kinder auch sonst eiu abwechslungsreiches Programm bot. Die Sänge» riege erfreute die Anwesende» mil mehreren Chören, was hauptsächlich der Unermüdlichkeit unseres Sang« waiteS Herrn Lehrer Schissmann ju danken ist. Die Schüler sangen unter der Leitung des Lehrkörpers einige Weihnachtslieder sehr stimmungsvoll und er-zielten dadurch großen Beifall. Besonderes Lob ver-dienen die Dekamationen der Schülerinnen Antonia Honnata, Josefine Rauscher. Marie Bachleitner und Rosa Kutschers. Unter dem strahlenden Ehristbaum hielt Herr Oberlehrer Goltschnigg die Julrede. Seine lichtvollen, von tiefer nationaler Begeisterung durchdrungenen Ausführungen gipfelten in einer ernsten Mahnung an die Anwesenden, treu zur deut» schen Schule und nationalen Sache zu stehen. Die Pausen wurden durch die Musik, besorgt vom Ober-lehrer Goltschnigg, Lehrer Schirsmann, Fräulein W. Koller, Baumeister Mitoni und dem Schüler Koller, angenehm ausgefüllt. Den edlen Spendern wild für die hochherzigen Gaben, wodurch die Kin-der reichlich mit Kleidungsstücken, Schuhe» und anderen wertvollen Gegenständen beteilt wurden, berzlichst gedankt. Die Bewirtung oblag unseren Damen, die hitfür nicht nur materielle Opfer brach-:en, sondern eS auch sonst an nichts fehlen ließen, waS angetan war, die Freude der ohnehin schon überglücklichen Sinder zu erhöhen. So endete dieses schone Fest zur vollsten Zufriedenheit sämtlicher Teil» nehmer. Wöllan. (Deutsche Schule.) Am 24. d. nachmittags 2 Uhr findet die Weihnachtsbeschening der deutschen Kinder WöllanS im Saale des Hotels Rat statt, die sich heuer Dank der Bemühungen der rührigen Veranstalter und Dank der hochherzigen nud auKgiebiegea Spende der Ortsgruppe« deS 'Deutschen Schulvereint» und der Südmark der Frauen Graz günstig gestalten wird. Die An-spräche wird BereinSlehrer Herr Dworschak halten. Die Eltern, Mitglieder und Gesinnungsgenossen sind hiezu höflichst eingeladen. Windischgraz. (I u l f e i e r.) Am Sonntag veranstalteten die deutschen Vereine von Windisch-graz im Hotel Lobe eine Julseier, welche in glänzender Weise verlief. Trotz des außerordentlich schlechten Weilers war der Besuch ein guter. ES waren alle Kreise der deutsche» Bevölkerung vertreten. Der Abend wurde durch die vollendeten Bor-träge des Windischgrazer HauSorchesters unter der Leitung des Herrn Dobai eingeleitet. Der Männer-gesangverein „Liedertafel" trug nun in einwands-freier Weise zwei Bollgesänge vor, worauf dann der prächtig geschmückte Julbaum entzündet wurde. Um die Ausschmückung des Baumes hatte sich der Frauenausschuß, besonders Fräulein Torgler, ver-dient gemacht. Während der Julbaum brannte, hielt Herr Dr. Balogh die Julrede. Seine von völkischer Begeisterung getragene Rede machte sichtliche» Ein-druck. Nachdem der Beifall, der dieser Rede solgte, verrauscht war, sangen die Anwesenden das Bis-marcklied. Biel Spaß erregte die Verteilung der mitunier recht launigen Julbeste. ES folgten dann noch Musik- und Gesangvorträge, auch das Quartett Dobai, Schuller, Dr. Harpf, Dr. Balogh ließ sich hören. So verlies der Abend in schönster Weise und echte Julstimmung hielt die Teilnehmer bis zu den Morgenstunden beisammen. Windifchgraz. (Jahreshauptversamm-lung des ZweigvereineS des st eiermär» kiscden Bienenzuchtvereines.) Am Sonn» tag den 17. d. fand in Lobes Gastwirtschaft unter der Leitung deS Obmannes Primarius Dr. Haipf die diesjährig Hauptversammlung unseres hiesigen Jmkervereines unler zahlreicher Btteiliguug der Mit-glieder statt. Der Obmann berichtete in längerer Rede über die Ereignisse des abgelaufenen Vereins-jähre«, welches ein sehr arbeits- und erfolgreiches genannt werden kann, da außer mehreren Imker» Versammlungen, welche mit lehrreichen Vorträgen unsere« Bienenzuchtlehrers Peitler und deS vom Hauplvereine entsendeten Wanderlehrers Heschl aas Graz verbunden waren, und einem sehr gut besuch-ten Jmkerkränzchen im verflossenen Fasching, der Deutsche Wacht Berein sich auch durch Hebung seiner Mitgliederzahl, durch Vermehrung seines Vermögens an bienenwirt-schastltchen Geräten, Erhöhung seines Barvermögen» und Gründung einer Bücherei in erfreulicher Weise innerlich und äußerlich kiäsligte. Der Bericht deS Obmannes wurde von der Versammlung mit Dank und Anerkennung beifälligst, zur Kenntnis genommen, der Säckclbericht geprüft und dankend geneh-migt. Nach Besprechung verschiedener VereinSange-legenheiten, welche in mehrfachen Anträgen ihre Er-ledigung fanden, wurde auch des Imkerkränzchens im kommenden Fasching gedacht, welches am 6. Jan» ner 11)12 stattfinden wird und für welches sich un> ter der imkerfreundlichen Bevölkerung von Windisch-graz bei der großen Beliebtheit dieser Veranstaltung schon jetzt lebhaftes Znleresse kundgibt. Der Ver-einSauSschnß vervollständigte sich als Kränzchenaus-schuß durch Beiziehung einer Reihe erfahrener Her-ren nnd es dürste diese Faschingsupterhaltung sich wieder würdig an die Seile ihrer Vorgängerinnen stellen. — Zu der zu gleicher Zeit in Graz tagen-den Einigungsversammlung der beiden steirischen Bienenzuchtvcreine wurde seitens der Versammlung eine Begrüßungsdrahlung abgesendet, worin der hohen Befriedigung über diese Einigung Ausdruck verliehen wurde. Behandlung der Futterflächen nach großer Dürre. In den meisten Fällen wird man bei der Untersuchung der Wiesen und Klee-schlage sindtn, daß nur die Wurzelköpfe von der Dürre gelitten oder in ungünstigen Lagen abgeftor-ben sind, während die Wurzeln oft nur welk aber lebensfähig verblieben. Als vorzüglich wirksam hat sich schon im Jahre 1905 nach dem ganz ähnlichen Notjahre 1904 aus der GntSpachtung Brunn am Steinfelde (Nieder - Oesterreich) die Düngung mit 3 bis 3'/, q 17 bis 18# MineralsuperphoSphat und 4 q Kainit pro 1 Hektar aus Kleefeldern nnd Wiesen nebst skarijizieren und eggen dieser Flächen bewährt. Der damalige Pächter hatte im Jahre 1903 sodann einen Ueberschuß von 1600 q Heu, welches er vorteilhast verlausen konnte, während seine GutS-nachbarn, welche verzagt weder 'Düngung noch Kultur anwendeten, an Futtermangel litten. AuS diesem Beispiel können wir ersehen, daß gerade nach einem verlustbringenden Jahr wie 1911 eine rationelle Düngung und Kultur notwendig ist und welcher hohe Gewinn durch zweckmäßige Belebung der Fut-terslächen sowie reichliche Düngung mit hochprozen-tigem Superphosphat im Verein mit Kalisalzen erzielt wird. Es empfiehlt sich, die vorerwähnten Dünger noch vor Beginn der Vegetation anzu-wenden. Tagesneuigkeiten. Albrecht Graf Wickenburg -f. In Wien ist am 18. d. nacht» der bekannte Dichter Albrecht Graf Wickenburg gestorben. — Graf Wie-kenburg war als Sohn des ehemaligen Handels-Ministers Grafen Matthias von Wickenburg (geftor-ben 1880) am 4. Dezember 1838 in Graz geboren und stand somit im 74. Lebensjahre. Er absolvierte die Wiener Universität und war von 1860-63 im österreichischen Staatsdienste tätig. Der Berblichene hat sich als lyrischer Dichter und gewandter Ueber-setzer hervorgetan. Bon ihm erschienen unter anderem : „Eigenes und Fremdes", ..Tiroler Helden", „Mein Wien", „Altwiener Geschichten und Figuren". „Gedichte" und „Neue Gedichte". Im Jahre 1*90 gab er die „Letzten Gedichte" seiner am 22. Jiinncr 1890 verstorbenen Frau, der ebensallS als lyrische und epische Dichterin bekannten Gräfin Wilhelmine von Wlckenburg-Almasy, heraus. Am bekanntesten ist von ihm „Ollanta", peruanisches Originaldrama (nach Tschidis wörtlicher Uebersetzung metrisch be» arbeitet auch in Reklame Universalbibliolhek erschie-neu). Uebertragungen hat er veröffentlicht von Shelleys „Entfeffelten Promolheus" und Swinbur-nes ^Atalanta in Kalydon", sowie eine Bühnenbearbeitung des altsranzösischcn Schwankes „Meister Pathelin". Gras Wickenburg war Kämmerer. Seinem deutschen nationalen Empfinden hat er in schwung-vollen Gedichten Ausdruck verliehen. EinLynchgerichtausossenerBühne. Aus der Stadt Jakson (Nordamerika) wird gemel-det, daß dort der Negerpater Turner von einem Lynchgericht ans offener Bühne hingerichtet wurde. Man hatte das Theater gewählt, damit die Ber» wandten des Negerpastors ihn in Todeszuckungen sehen konnten. Als man den alten, grauhaarigen Mann auf die Bühne schleppte, rief das Publikum Beisall und klatschte in die Hände, als gälte es, einen Tenor oder eine Primadonna zu feiern. Es Seite 5 erdröhnten Zurufe: „Reden, Reden halten!", und der Negerpastor ergriff auch sofort daS Wort zu einer Abschiedsrede, die mit den Worten an Weiße und Schwarze schloß: „Trinket keinen Whisky!" Dann wurde das Opfer ergriffen und unter dem Beifall der johlenden Menge auf offener Bühne aufgehängt. Ein Skandal im Czernowitzer Ge-m e i n d e r a t. AuS Czernowitz wird berichtet: Ja der letzten Sitzung deS GemeinderateS kam es zu großen Skandalszenen Gemeinderat Zaloudek, der von Beruf Schneider ist, interpellierte den Vor-sitzenden Vizebüri ermeister Wojtko, der früher Ani-versitäisdiener war, wegen der von diesem bezogenen kommunalen Funktionszulage von 3000 K. Wojtko erklärte, er könne die Interpellation nicht entgegen-nehmen, da sie seine eigene Person betreffe, und er momentan den Vorsitz nicht abgeben könne. Gemeinde-rat Zaloudek rief daraufhin: „Ich kann eS nicht zu» lassen, daß der Bizebürgermeister 3000 K von der Gemeinde bezieht." Alsbald entstand ein heftiger Wortwechsel. Die rumänischen Gemeinderäte nahmen den Borsitzenden in Schutz. Als Wojtko Zaloudek zurief: »Sie als Schneider verdienen natürlich keine 3000 K, ich aber ja!", steigerte sich der Spektakel derart, daß jeden Augenblick der Ausbruch von Tät-lichteiten befürchtet wurde. Zaloudek rief dem Vor« sitzenden zu: „Mit dem Besen habe ich niemals die Universität gekehrt! Schämen Sie sich, Sie nehmen umsonst dreitausend Kronen! Der Skandal wurde immer größer. Mehrere Gemeinderäte drangen gegen den Besitzenden ein. um ihn von der Präsidenten-tribüne zu entfernen. Einige Gemeinderäte kamen dem Bizebürgermeister, der mitte» in dem tosenden Lärme die Sitzung suspendiert hatte, zu Hilse uud geleiteten ihn aus dem Sitzungssaale, worauf all» mählich Beruhigung eintrat. Eine Ehrenbeleidigungsklage. Beim Bezirksgericht Leopoldstadt sand am 9. d. die Ver-Handlung über die Klage deS Obergeomcters Rauter. deS Rechtsanwaltcs Dr. von Plachki und deS Bürger-meisters von Pettau, Landtagsabgeordneten Ornig gegen den Wiener Apotheker Dr. Karl Wilhelm Frey statt. Den Gegenstand der Klage bildete eine offene Karte, die Dr. Frey am 23. Juni d. I. an Doktor v. Plachki gerichtet hatte. Auf der Karte wird be-Haupte», daß Rauter von der Regierung 10.000 S sür feine Kandidatur gegen Malik erhalten habe, ferner werden darin die beiden anderen Ptivalkläger verspottet. Verteidiger Dr. Förster regte zu Beginn der Verhandlung eine Ehrenerklärung feines Klienten an, die aber vom Klagevertreter abgelehnt wurde. Hierauf beschloß daS Gericht, da Dr. Frey den Wahrheitsbeweis anbot, die Einvernahme deS Statthalters von Steiermark und mehrerer fteirifcher Be« zirkShmiptleute. Die Verhandlung wurde zur Ladung dieser Zeugen vertagt. Eine unverhoffte Milliardenerb-schast. Aus Madrid wird berichtet: Im Teatto Martin erregte dieser Tage daS merkwürdige Ver« halten eines Posaunenbläsers während der Vorstellung begreifliches Befremden. Juan Antonio Bayona ent-lockte nämlich während eineS LiebeSliedes der Prima» donna feiner Posaune die entsetzlichsten Mißtöne. Nach der Vorstellung stellte der Kapellmeister seinen Mu-liier natürlich zur Rede und fragte ihn ungefähr, ob er vielleicht verrückt geworden sei. Herr Bayona Ein grosseiTeller / ni (J \ kräftige Rindsuppe wird erreich! mit einem 0X0 Rindsuppe-Würfel der Compic Liebig für 5 Heller Seite 6 Bcnisdic lllndtt Nuwwer 102 lyicS diese Vermutung nicht zurück, sondern schien sie bestätigen zu wollen, indem er seinem Kapellmeister einen Zeitungsausschnitt in di« Hand drückte. In diesem LettunglanSschnitt stand zu lesen, daß ein reicher spanischer Kaufmann, der jüngst in Kalifornien gestorben war. ein Vermögen von 200 Millionen Dollars, also eine Milliarde Kronen, seinem einzigen Bruder Juan Antonio Bonoya, vermacht hät>e. der. wie der Erblasser durch Nachforschungen auf dem Konsulat festgestellt hätte, bis 1332 in Valencia ge-lebt, sich 1884 in Madrid verheiratet habe und dort 1901 gestorben sei. Der Posaunenbläser deS Teatro Martin ist nun kein anderer, als der einzige Sohn deS gesuchten Erben und so kann man ihm die Miß töne, die er der Posaune entlockte, die in Wahrheit al« Freudcngeschrei zu deuten sind, nicht verübeln. UebrigenS hat der glückliche Erbe den Zeitungsausschnitt durch einen bloßen Zufall in die Hände bekommen, indem er gleichzeitig mit seiner Zigarre ein ZeitungSblatt aufhob. Schtintod und Röntgenstrahlen. — Wie die „Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens" mitteilt, hat Doktor Charles Valliant bedeutsame Untersuchungen über die Feststellung des Scheintodes durch Röntgenstrahlen gemacht. Diese neue Methode wird die schrecklichen Vorgänge, daß Scheintote beerdigt werden, in Zukunft völlig unmöglich machen. Bisher gab eS bekanntlich einige sehr wenig zuverlässige Arten, den Scheintod festzustellen. Man hielt dem Gestorbenen einen Spiegel vor den Mund, um daS Borhandensein selbst geringer Atmung zu erkennen, oder man spriyte ihm Fluoreszein unter die Haut, daS bei Lebenden eine starke Gelbfärbung hervorruft. Diese Mittel täuschten aber sehr ost und können eine Sicherheit nicht beanipruchen. Dagegen hat nun Doktor Valliant festgestellt, daß die Durch-lenchtung eines Scheintoten mit Röntgenstrahlen eine völlig sichere Erkennung deS Scheintodes ermöglicht. ES ist nämlich von ihm festgestellt worden, daß die Röntgenphotographie eines Scheintoten im Gegensatz zu der eines wirklichen Toten die Magen- und Darm-parnen nicht unterscheiden läßt. Die Gase in dem Magen eines Toten sind schwefliger Natur und be> ginnen nach einiger Zeit zu phosphoreszieren. Werden diese phosphoreszierenden Strahlen nun von einem Röntgenapparat durchleuchtet, so. wirken sie aus die photographische Platte sehr kräftig ein und erzeugen dadurch ein Bild, daS deutlich die Abgrenzung de« Magens und Darmes zeigt. In den sranzösischen Krankenhäusern wird auS diesem Grunde in Zukunft in allen Fällen, in denen die Gefahr deS Scheintodes vorliegt, eine photographische Aufnahme des Be-triffcnben vorgenommen werden. AuS dem Bilde können dann dir Aerzte mit unbedingter Sicherheit feststellen, ob Scheintod vorliegt oder nicht. Eine Klage gegen den Grafen S t e r n b e r g. Vor dem Bezirksgerichte Landstraße hatte sich am 13. d. Graf Adalbert Sternberg über Klage des Abgeordneten Wolj zu verantworten. Abgeordneter Sternberg hatte mit Beziehung auf Wolf in einer Versammlung in den Sophiensälen gesagt, Wols sei ein Auswurf der Menschheit und der herrlichste Schurke von ganz Oesterreich. Abge-ordnet» Sternberg gab die Aeußerung in der Ver-Handlung zu und bot den Wahrheitsbeweis an. Der Richter lehnt« den Antrag ab. Gras Sternberg wurde im Sinne der Anklage zu 5000 Kronen Geldstrafe, eventuell 48 Stunden Arrest verurteill. Auf der Flucht vor verdienter Strafe. Wie bekannt, wurde der Kanonikus Sereinig — ein berüchtigter slowenischer .Hetzer — vor nunmehr beinahe Jahresfrist ob Beleidigung des Oberlehrers Lex in Grafenstein (Schulhetze) vom Schwurgerichte in Klagenfurt zu 6 Wochen Arrest verurieilt. Seine Nichtigkeitsbeschwerde wurde vom Obersten GerichtShos in Wien verworsen. Sereinig hat es aber verstanden, den Strafantritt bis heute hinauszuschieben, indem er neuerdings (er wurde schon einmal in einem ähnlichen Falle begnadigt) ein Gnadengesuch eingereicht hat. Eine nochmalige Be« gnadigung, beziehungsweise Strasumwandlung, dürfte von der berufenen GmchtSbehörde wohl kaum empfohlen worden sein, denn was hätte eS dann sür einen Zweck, die Hilft deS Gerichtes gegen unver-besserliche und gehässige Ehrabschneider anzurufen?! Herichtssaal. Durch Ueberfahren getötet. Am 21. Juni 1911 fuhr der Jurist Max Edwin Walihier aus Abbazia in Begleitung seine» Chauffeurs Felix Lesjak aus der Reichsstraße von Graz nach Laibach. Walthier, der das Automobil selbst lenkte, fuhr mit sehr großer Geschwindigkeit und mäßigte sie auch nicht, als er bei der Ortschaft Tepina einen vorausfahrenden schwerbeladenen Wagen mit Vorspann bemerkte. So geschah eS, daß er den vierjährigen Johann Jamniker, der neben den Fuhr-wagen einherging, überfuhr und auf der Stelle tötete. Ohne vom Unfälle weiter Kenntnis zu neh-men, fetzte der Angeklagte mit fluchtartiger Geschwindigkeit die Fahrt durch die nächste Ortschaft fort. Max Edwin Walthier wurde wegen Uebertre-tnng gegen die körperliche Sicherheit zu 200 Kronen Geldstrafe, allenfalls 20 Tage Arrest, verurteilt. Deutsche, unterstützt eure Schutzvereine durch die Verbreitung der von ihnen herau«-gegebenen Wirtschaftsgegenstände (Zündhölzer, Seife u. dgl.) das euch nicht» kostet und den Vereinen Nutzen bringt! Gebraucht fleißig die Wehrfchatzmarten! Gedenket bei Wetten und Spielen der deutschen Schutzvereine! DaS Lokal «Museum. 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Durch daS letztere Verzeichnis allein macht der Kärntner Amts- und Adretz-Kaleuder ein Adreßbuch entbehrlich und kostet dabei kaum ein Viertel desselben bei viel größerer Genauigkeit; denn die Adreßbücher erscheinen nicht alljährlich in neuer Austage. Außerdem enthält der Kalender noch eine Menge statistischer Daten und Nachschlagematerial zum täglichen Gebrauche, dessen Anführung hier nicht möglich ist. Der Preis deS BucheS ist ein außerordentlich billiger (mit Postversand 270 K). Der Kärntner Amts- und Adreß-Kalen-der wird von Tausenden in und außer Kärnten als ein unentbehrliches Nachschlagebuch, als zuverlässiger Ratgeber, sehr geschätzt. Der Kalender verdient aber auch im Lande die allerweiteste Verbreitung, denn er ist von einer Vollständigkeit und Genauigkeit. deren sich nicht viele ähnliche Veröffentlichungen anderer Kronländer rühmen können. Außer der genannten Ausgabe erschien noch vor Weihnachten die große Ausgabe mit den Adressen der Wohnparteien in Klagensurt zum Preise von 5 K. Wir können dielen Kalender alljährlich als tägliche? Nachschlage-buch sür jedermann nur bestens empfehlen. Seit mehreren Jahren pflegen auch „Wester-manns Monatshefte" wieder den schönen alten Brauch deutscher Zeitschristen, in der AdventS-zeit ein texilich und bildlich besonders sorgsam aus-gestattetes Heft erscheinen zu lassen, daS festlichen Charakter trägt und das man deshalb gelrost als Weihnachtshest bezeichnen kaun. Schon jetzt liegt das Heft (Dezember 1911) vor, und seine Beiträge, wenn sie auch keineswegs in pedantischer Uebertreibung alle ohne Ausnahme von Weihnachten han-dein, ersreuen sich doch insgesamt jener festlich ge-hvbenen Stimmung, die wir in diesen Wochen suchen. Da ist Paul Heyse mit einer in dialogischer Form dargebotenen feinsinnigen Plauderei über Egoismus und Altruismus; da ist der Heidelberger Professor Friedrich Niebergall mit einer ernsten, zu Herzen gehenden Betrachtung „DaS ewige Licht"; da ist Georg Ruseler mit einem zum Gemüt dringenden Märchen vom „Tüchlein, das alle Tränen trocknet"; da sind ferner eine ganze Anzahl von kürzeren oder längeren Gedichten, unter anderen vvn Friedrich Lienhard, Gustav Falke, Wilhelm Speck, Adols Holst und Max Bittrich. die ihre Poesie meistens aus der weihnachtlichen Sphäre schöpfen. Doch auch die Jllustrationsbeiträge suchen ipezicliungen zu dem Fest der Nächstenliebe und der Kinder. Außer einer Reihe von Einschaltbildern weihnachtlicher Darstel-lungen begegnet uns ein Aussatz von Hans Bethge über den srüheren WorpSweder. jetzigen Weimarer Maler Fritz Mackensen, einen Künstler, dessen Ge-mälde mit Lorliebe ernste Stoffe aus dem bäuer-lichcn Leben seiner niederdeutschen Heimat wählen. Ferner gibt es/einen farbig illustrierten Porzellan-anfsatz und eine mit nicht weniger als 20 reizenden Bildern illustrierte Plauderei „Von Spielzeug und Pvppen", hinter deren Bersasserpseudonym Ernst Warburg sich wohl kein anderer verbirgt als der leitende Redakteur von Westermanns Monatsheften, Friedrich Düfel. Von ihm ist auch der Früchtekranz klassischer Weih nachtSschilderungen zusammengestellt worden, der bei Goethes „Wilhelm Meister" be-ginnt und mit Raabe, Speidel und Schmidtbonn schließt. Endlich wollen wir auch Nithack-StahnS Essay über die moderne religiöse Lyrik, Hermine VillingerS schlichte, aber innig ergreifende Weih-nachtserzählung „Eherne Glocken" und die reichhal-tige Literarische WeihnachtSschau nicht vergessen, wie denn da« Heft neben der Fortsetzung des Liliensein-schen RomanS „Die große Stille' noch manchen anderen Beitrag bringt, der der literarischen Hal-tung der Zeitschrijt ebenso viel Ehre macht, wie er ihrem vornehmen Berufe dient, der deutschen Familie wertvollen, innerlich bereichernden Lesestoff und Bilderschmuck ins HauS zu tragen. Hingesendet. Peinigender Kopsschmerz sowie Schlaflosigkeit werden recht oft durch träge Verdauung hervorgerufen. Wissenschaftlichen Berich-ten entnehmen wir, daß in der k. k Wiener Ner-venkliaik das natürlich« Franz Iosef-Bitterwas» ser darum mit Vorliebe angewendet wird, weil Franz Joses-Wasser, auch schon in kleinen Mengen genossen, die Ursachen vieler Krankheitserscheinungen schonend behebt. 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