Nr 144 Dienstag, 26. Juni 191'.. 1.".6. Jahrgang Mbacher Zeitung Dic «Laibachcr ^lit»!^» rr,chsi!l» u>,b .'fi isrlagr Die A^--^^"' ^N»n biNubet sich MiNodic'sirnftc Äl, IS? bis P»daktto« M,llo3iöslrl>ß? «ir, 1«. sprichst«!,dr» l,»'! !!i l>>«! 10 Uhr Vormittage. Unsianlil'vtt Priele wcidcn nicht nügi'nolnmrn, Manullriplr »ich, Gelephou Uv der Uedaktion 52. AmMcher Geil. Seine k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschlicszung vom 13. Juni d. I. dcm ^ DircltUl dcr Staatsrcalschule in Laibach, Ncgiernugs-rate Dr. Rudolf Iuuowicz, anläßlich seines Übcr-trittcs in den dauernden Rnhcstand das Ofsizierslreuz! des Franz Joseph «Ordens allcrgnädigst zn verleihen! geruht, ^^_____ ! ! ?lach dem ?!mt! (Nr. 143) wnrde die Weiterverbreit»,!«, folgender Presl^rzeu«-nisse verböte»: «plieni« milull««'» von Cnrlo Purta, gedruckt in der'I'ipo-ßsriltiu ^liwxil» liiel», in Mailand im Jahre 1903. ^lnnui^ 1t> »linvü« 8»o», Verlag: <80ci6tu! »llon^n't' l!'!:«>i»8« «t I'^tnul^or», Genf 1917. «Dcr ttli^q und die «attische Frage», von ss. Zeelen, Druck: Iordi in Vclp V,rn 1i)17. NunüNkl 2Z «Israelitisches Wochenblatt für die Schweiz», Druck: (N. v, Qsllieim in Mich 1917. Dcn 2^. Juni 1917 wurde in der Hof» und Staatsdruckcrci I das OXI Stück dcs Nrichs,^s^chlattrs in deutscher Ausgabe aus- j gegeben und orrs>,idtt. j D<>n 23. Juni 19l? wurde in der Hof. und Staatsdruckcrci da« XXVI. Siück der lri'atüchen. das XXXII. Stück ber l'öh-mischen, da<< XXXlII und XXXVIII. Zlück der kroatischen, das I.II. Ttslck dcr l'ölnnischcn, das I.XXVI1I, Stück der kretischen, das l.XXXI. T!ück drr panischen, das I.XXXII.. I.XXXVIstc. Xl^VI., Xt^VIl. u»d X<_!IX, Stuck der kroatischen Ausgabe des Reich Gesetzblattes dcs Jahrganges 19l7 liusllegebcn u»d ver leudel. Valitische Uebersicht. Laibach, 25. Juni. Aus Wicn, 25». Juni, wird gemeldet: Vor Seiner Majestät dem Kaiser erschien gestern im Part des Laxenburgcr Schlusses ciuc Offiziers- und Mann« fchaftsdcputatilm jeinr t. »l. t. Armeen, mit denen der Monarch vor seiner Thronbesteigung Siebenbürgen befreit und den Feind in srinrm eigenen Lande anfs Hanpt geschlagen hatte. An dcr Spitze der Deputation, die aus Vertretern der 1. und 7. Armee bestand, stand Generaloberst Erzherzog Iuscf, dcr dem Allerhöchste Kriegsherrn im Kommaudo dcr Hecrcsfront an Ungarn's Grenz«' gefolgt war. Erzherzog Josef trug Sr. Majestät dem Kaiser die Bitte vor, eingedenk des Siegeszuges durch Siebcnbnrgcn hinüber nach Rumänien das von dün genannten Armeen ihm gewidmete Militärverdicnstkreuz erster Klasse auzulcgcn, das die Inschrift trägt: „Dem Befreier Siebenbürgens in unerschütterlicher Treue dic Heeresfront Generaloberst Erzherzog Karl." Erzherzog Josef schloß seine Huldi-gungsausprache mit eiucm dreimaligen Hoch auf den Herrscher, in das die Offiziere und Mannschaften begeistert einstimmten. Seine Majestät, der Bitte will» fahrend, erwiderte bewegt mit Worten des Dantes an den Erzherzog und seine brauen Aimceu. Er erinnere sich mit Stolz der gemeinsamen Tage des Kampfes und Sieges uud sei überzeugt, daß die Hecresfront wie einst unerschütterlich in der Verteidigung des tcu« ren ungarischen Hcimatbodens sein werde. Der Monarch unterhielt sich dann eine Stnnde lang mit Ossi» zieren uud Mannschaften. Erzherzog Josef wurde von Ihren Majestäten dem Kaiser uud der Kaiserin empfangen. Mit tiefen Eindrücken verlieh die Deputation das Laxenburger Schloß. Stegemann schreibt im „Bnnd" zur KricMllge bezüglich der Stellung der Schwciz: >tommt es, wie heute befürchtet werden muß, im Herbst nicht zu einem Verständigungsfrirden. so muß auch mit der-Ausbeutung des durch den Krieg geschaffenen Not-' l standes anf die neutralen Randlünder gerechnet wer» den. Stegcmann uutersucht verschiedene Möglichkeiten im weiteren Verlaufe des Krieges und sagt bezüglich i dcr militärischen Lage dcr Mittelmächte: Die Wider« standslraft dcr Zcntralmächte ist nnerschütiellich. Ihre Angliffskrast ist trotz des Beharrens in 3er Verteidigung nuch nicht verbraucht nnd sie wird um so starter nachwachsen, je länger sie innerhalb vernünftiger Fristen säumen wird, noch einmal zur Offensive zu greifen. Aus Thu sis, 24. Juni, wird gemeldet: König Konstantin verließ hente Thusis, um in Vcrguen eine weitere Übeigangsslatiun zu machen und dann nach' St. Moritz im Engadin zu übersiedclu. Samstag abeuds und Sonntags trafen in Thnsis AO Griechen aus verschiedenen Schweizer Orten ein, um dem bisherigen König zu huldigen. Der König empfing sie heute vormittags. Über deu U-Voot-Kricg licgeu folgende Meldungen vor: Das Wolff-Bmeau meldet: Eines nuserer U-Boote hatte ein Gefecht mit einem Bcwachnngs-fahrzeug nud einem feindlichen U-Boot, in dessen Vcrlanf ersteres durch die Artillerie schwer beschädigt wurde. Das feindliche U-Vout wurde durch Sawcu eingedeckt. Ob Treffer erzielt wurden, tonnte nicht einwandfrei beobachtet werden. Ein anderes unserer U-Boote, das von einem feindlichen angegriffen wurde, erzielte auf dcm Tnrm dcs Gegners eiucn Treffer. — Dem Madrider „ImM-cial" zufolge haben U-Boote" in der Nähe von Tanger den italienischen Dampfer „Italia" (5.'»W Tonnen), mif" Eifen und Kohle von England nach Tar^nt, versenkt. Der Damp- !scr „William" (8000 Tonnen) mit Kohle aus Eardiff, uach Geuua ist iu dcr Nähe vou Alicante gestrandet.! — Das dänische Ministerinn, gibt bekannt, daß die ^ dänische Bart „Ivigtut" am 1!1. Juni versenkt wurde. Der däuische Dampfer „Inge" ist auf dcr Reife von England nach Dänemark mit einer Kohlenladung in j dcr Nordfec verfentt wurden. ' Über die Liquidation dcr Londoner Zweiguicder-; lassnna.cn dcr drutschr» Baukcn tcilte Schatztanzler! Bonar Law auf eine Aufrage im Uutcrhausc am! 18. d. M mit: Die Bestandaufnahme bei der Dres-l dcncr Bank ist in dcr Höhe von ,">,200.<)00 Pfund > abgeschlossen; bei der Disluntgesellschaft beträgt sic^ ! erheblich gefchwä'cht habcn würde, billigt die Vei> lfammlung die Schaffung eincr ztoalitionsregicrung. , 2.) Die Versammlung anerkennt die Erklärungen der ; sozialistischen Minister über dic allgemeine Politik !dcr Regierung als zufriedenstellend und billigt sie. ^ 3.) Die Versammlung fordert die einstweilige Regie-l ruug auf, ihr politisches Programm energisch zn verwirklichen, namentlich xach dem allgemeinen Frieden, »hue Gcbiftscingliedeluua.cn und ohne Entschädigun» gen zu erstreben auf der Grundlage des Rechtes der Völker, sich selbst ihre politische Zutuuft aufzubauen, ferner die Schwierigkeiten in der finanziellen uud vultHwirtschasltichcu Krifc klüftig zu bekämpfen, gegen alle auf eine Gegenrevolution gerichteten Verfuche energisch vorzugehen, baldigst ciu Äckergcsetz und ein Arbeilergcsetz uorzulcgen, in welchen den Forderungen der arbeitenden Klassen Rechnung getragen wird, die revolutionären Kräfte zu verbinden, indem die Ordnnng der örtlichen Verwaltung ncu aufgebaut und die Selbstverwaltung in den Gemeinden nnd Städten, in welchen sie noch nicht besteht, eingeführt wird. 4.) Die Versammlung fordert den baldmöglichsten Zu« sammentritt der verfassunggebenden Versammlung. 5.) Au dcm Tage der glücklichen Durchführung des vorstchenden Programms ein einziges Organ zu schaffen, das die ganze organisierte russische Demokratie vertritt, das anch Vcrtreler der Bauern umfassen mühte und dem die sozialistischen Minister sür die ganze auswärtige und innere Politik der Regierung verantwortlich sein müßten. — Der Vertreter des t. k. Tel.-Korr.-Bureaus in Stockholm meldet: „Aftonbla-det" bringt eiucu ausführlichen Bericht über die stur. mischeu Debatten beim Kongreß der Arbeiter« und Soldatcnräte uud cincn Zusammenstoß zwischen dcm Minister Kercnslij nnd den Bolseviti. Lenin warf Kerenslij feine Haltnng gegenüber Finnland und den Ukrainern vor. Keienskij antwortete, er habe seinen Standpunkt nicht geändert und sei noch immer für die Autonomie der Ukraine und Finnlands. Die vor» läusige Regierung könne Ruhland nicht in verfchie-dene Telle zerstückeln und forderte zum Kampfe gegen folchc Bestrebungen anf, die zum Ehcw? und vom Ehaos zur Dittatnr führen. Nicht ich aber, sagte der Minister, wcrde dieser Diktator sein, für die mich manche schon heutc bctrachteu wollen. Kcrenskij wendet sich hierauf gegen die Verbrüderungspropaganda ^aidacher Zeitung Nr. 144________________ 942 2ft. Juni 1917 der VolHeoiki, die den Arbeitern sagen, daß die Wiederherstellung der Kampffähigkeit der Armee ein Dienst für das internationale Kapital sei. Dies sei nicht wahr und diese feine Ansicht teile mich die ganze revolutionäre Armee, wo jedermann Freiheit der Meinungsäußerung besitzt. (Ironische Zwischenrufe bei den Bolseviki; stürmischer Beifall bei der Majorität) Hierauf betonte Cernov die Notwendigkeit der Stärkung der Armee, wobei er auf die Affäre Hoffmann-Grimm hinwies und sagte, daß Deutschland nnr so lange keine Offensive unternehme, als es einen Separatfrieden erhoffe. Martou warf der vorläufigen Regierung die Zustimmung zur Vergewaltigung Griechenlands vor und fragte, warum richtete Ruhland nicht auch an England ein solches Ultimatum? Minister Cereteli antwortete: Martovs Behauptung von der Zustimmung Rußlands ist unrichtig. Ich erkläre, daß Rußland durch seinen Minister des Äußern gegen die Rechtskränlung Griechenlands und die Verletzung seiuer Verfassung und des Selbstbestimmungsrechtes des Volkes protestiert hat. Vorsil.ender Ceidze unterbrach den Minister, worauf Cereteli antwortete: Es ist Sitte, daß der verautwortliche Minister jeder» zeit sprechen darf, wenn er darum ersucht. Der Minister fuhr fort: Martov wünscht, daß unsere Verbündeten sofort aufgefordert werden, an der Einberufung einer internationalen Friedenskonferenz bestimmt teilzunehmen. Was geschieht, wenn wir eine ablehnende Antwort erhalten? Sollen wir mit ihnen brechen? Das ist es ja, was wir fürchten müssen, denn dann stehen wir direkt uor dem Separatfrieden. In der Abeudsitzung desselben Tages lam es zu einem heftigen Auftritt zwischen Trockij und Miljnlov. Letzterer hatte in der Dumasihung Trockij mit Grimm und einem verhafteten, angeblich deutschen Agenten Kollysko verglichen. Miljukov sagte: Die nämliche Regierung hat Grimm ausgewiesen und Kollysko verhaftet, gestattet aber Lenin, Teoclij und Genossen ihr verbrecherisches Treiben, mit welchem sie die Gesellschaft und die Armee anstecken. Troctij erklärte nnter lebhaftem Beifall Miljukov für eineu ehrlosen Verleumder. — Writers meldet der Vertreter des t, k. Tel.-Korr.-Bnreaus in Stockholm: Bezüglich des Zwi-, schrnfalles auf dem Kongreß der Arbeiter- und Soldatenräte erklärte Miljutov in der „Rjee", er halte die Vorwürfe gegen Lenin und Trockij ausrecht. Er habe seinerzeit aus englischer Quelle erfahren, daß Troctij auf der Heimreise nach Rußland von Deutschamerikanern 10.000 Dollar erhalten habe, um die vorläufige Regierung zu stürzeu. — Kriegsminister Kereustij hat eiue Reform des Kriegsrates angeordnet, der aus 40 Mitgliedern bestenen soll; erst nach zehnjährigem Militärdienst erlangt mau die Wählbarkeit. Die Regierung hat beschlossen, wegen besonderen Verhältnissen eine Senatorenrcvision bei der Murman-bahu durchzuführen. — Die russische Presseagentur meldet aus Petersburg, daß dir Regierung die Insti-tutiou des Neichsrates abgeschafft habe. * Nach einem Telegramm aus Havanna vom 24. d. ist ein Magazin der Festung Cuba in der vergangenen Nacht iu die Luft geflogen. Die ganze Stadt wnrdc erschüttert. Eine Person wurde getötet, viele verletzt. Es heißt, daß eine in der Nähe des Maga» zins niedergelegte Bombe die Ursache der Explosion war. Lokal- und Provinzial-Nachnchten — (Ehrung.) Mau schreibt uns aus Veldes: In der am 5. d. M. abgehalteneu Sitzuug des hiesigen Gemeinderates wurden die Herreu: Armeekommandant der Isonzo-Front Seine Exzellenz Generaloberst Soe-tozar Borocvic de Bojna, Seine Exzellenz Kriegsminister General der Infanterie Rudolf Stög erSteiner Edler von Steinstetten und Bezirts-hauptmaun Dr, Friedrich Mathiaszu Ehrenbürgern der Kurgemcinde Veldcs ernannt. — (Der wirtschaftliche Sieg. Fiiuf Milliarden Kriegsanleihc.) Die günstigen Erwartungen, welche in Österreich und in Ungarn auf den Ausgang der Zeichnungen für die sechste Kriegsauleihe gesetzt wurden, sind, wie amtlich festgestellt wird, wirklich in Ersülluug gegangen. Mit einer Gesamtziffer von ungefähr 7'/. Milliarden, wovon fünf auf die österreichische. 2 V, auf die ungarische Reichshälfte entfallen, haben die Staatsangehörigen der Monarchie sowohl im Hinterlande als auch an der Front ihre Treue zum Vaterlande kundgeben. Ewc neu? Waffe, eigentlich die wichtigste zum .Kriegführen, wurde frisch geschärft und unfcren Kriegern in die Hand gedrückt. Mögcn fic und ihre Führer aus dieser Vertrauens' kundqebung der Staatsbürger die Gewißheit schöpfen, daß sie immerdar auf dic Unterstützung aller Völker Österreichs rechnen dürfen. Mögen sie in diesem Be- wußtsein uus zum Sieg und zum ehrenvollen Frieden i führen! ' — (Die sechste Kricgsanlcihe.) Bei der Kraiuifcheu Sparkasse habeu auf die sechste Kriegsanleihe unter anderen die Gräfinnen Leopoldine, Hildegard und Maria Iosefa Attems je 500 Kronen gezeichnet. — (Kricgsliclobung.) Rcgimentsarzt a. D. beim LstBezKdo 27 Dr. De'meter Ritter von Vlciweis-Trsteniski, Sanitätsinfpeltor in Laibach, wurde für seiu Wirten als Militärarzt vom Ministerium für Landesverteidigung mittelst Dekretes belobt. — (Von der Kriegsmarine.) Dem Fregattenleut-naut Albert Garzarolli Edlen von Thurnlackh wurde die Allerhöchste belobeude Anerkennung bei Verleihung der Schwerter bekanntgegeben. — Die Zöglinge der Marmeakademie Karl Edler von 2e-viönik, Zdeulo Papez uud Rudolf Praxmarer wurden zu Seeaspiranten ernannt. — (Militärisches.) Seine Majestät der Kaiser hat die Lcutuaute Rudolf Müller, Josef Napakni. Franz Svete und Johann Tratnit des AebSchR Nr. 2 zu Oberleutuanten ernannt. — (Fünffache Kriegsauszcichuung.) Dragouer-leutuant Drago Loncaric, Sohn des Bauunterueh-mcrs Herrn Josef Loncaric in Laibach, w-irde für tapferes Verhalten vor dem Feinde zum fünstenmale ausgezeichnet. Der heldenmütige Krieger ist Besitzer der Silbernen Tapferkeitsmedaille 1. uud 2. Klasse, der Vrouzeuen Tapferteitsmedaille, dcs Signum laudis und des Karl Truppeukreuzes. — (Dreifache Kricgsauszcichnung) Feuerwerker Josef Sima der SchwHaubDio. 2Z/VI1 (Haudels-glhilfe in Laibach), wurde in Anerkennung tapferen, Verhaltens bei d^r zehnten iialicuifchcu Offensive mit der Silbernen Tapferkeitsmcdaille 1. Kl. ausgezeichnet, nachdem er sich im Vorjahre auf dem russischen und auf dem rumänischen Kriegsschauplätze zweimal die Silberne Tapferleitsmedaille 2. Kl. erkämpft halte. ! — (Kricgsauszeichmmgcn) Seine Majestät der Kaifer hat verliehen: den EinjFrw. Feldwn, Kadett-afpiranten Franz Lesnig und Dr. Josef Mcgusar fowie dem EinjFrw. Korporal Milan Bregar des IR 17 die Silberne Tapferteitsmedaille erster Klasse; dem Reserverechuungsunterofsizier l.Kl, Emil Lajo« vic dcs FHR 28 das Silberne Verdiensttreuz mit der Krone am Bande der Tapferkcitsmcdmllc. , — (Schulfeier.) Au der städtischen slovcnischcn Mädchenvollsschule wurde der Regierungsantritt Seiner Majestät des Kaisers Karl und Ihrer Majestät der Kaiserin Zita in festlicher Weise begangen. Wegen Mangels eines passenden -Festraumcs wurde in, jeder Klasse eine zwar einfache, aber innige Feier abgehalten. Vor dem festlich geschmückten Bildnisse des Kaifer-paaies legte die Klasseulehrcrin den Schülerinnen in begeisterten Worten die hohe Bedeutuug des Tages dar. Patriotische Lieder uud Deklamationen reihten sich zn einer Gesamtheit, die durch das Absingen des Kaiserliedcs würdevoll abgeschlossen wurde. Zur Erinnerung an den hohen Tag wurden die Schülerinnen mit schönen Bildnissen des Kaisers Karl und der Kai« serin Zita beteilt. Am 21. Juni hatte die Schule in der St. Iakol^kirche einen Festgo'tesdienst mit Tedeum, bei welchem die Schülerinnen der höherel» Klassen den Gesang besorgten. Nach der kirchlichen Fcier versammelte sich die Lehrerschaft in einem geschmackuoll dekorierten Lehrzimmer zu einer Festknnjerenz, wobei die Leiterin der Schule in einer warm empfundenen Festrede die außerordentlichen Herrschertngenden des erlauchten Kaiserpaarcs pries. Begeistert stimmte die Lehrerschaft das Kaiserlied an und unterzeichnete zum Schlüsse der Feier eiue Ergebenheitsadrcsse, in welcher sie dem erlauchten Kaiserpaare die ergebenste Liebe und das Versprechen der gewissenhaftesten Pflichttreue zu Füßen legt. — (Wichtig für die Obcrkrainer.) Die Militärbehörden habeu verfügt, daß das in Militärdieusten stehende Alpcuwirtschastspcrsouale, mit Ausuahme dcs^ an der Front befindlichen, den Ersatzformatiouen zu-^ geteilt, von dort auf Urlaub geschickt uud insofern es für die Alpenweide notwendig ist, enthoben wird. Die Formationen im Hinterlande haben den Auftrag erhalten, das Alpenwirtschaftspersonale, wenn es der Dienst zuläßt und wenn für dasselbe ein Enthebungs« gesuch eingebracht wird, nach Hause zu entlassen. — (Eine politische Bcrsammlnng) wird, wie man uns mitteilt, Sonntag den 1. Juli um 10 Uhr vor« mittags im großen Saale des Hotels „Union" stattfinden. Darin werden die Neichsratsabgeordueten des Tüdsl>visck'en sslubs Dr. Korosec, Dr. Rybas und Spiucic sprechen. — (Neisclcgitimatiouen nach Orten des Vczirkes Nndnlfswcrt.) Die k. t. Polizcidirektion Laibach teilt mit, daß die Einbringung schriftlicher Gefuchc um Neiselegitimationcn nach Orten des Bezirkes Rudolfswert nicht mehr erforderlich ist. — (Maschincuingenienre für die Staatsbahnen.j Das k. k. Eiscnbahumiuisterium beabsichtigt einige Maschinenbauingenieure als Maschiucnassisteuten mit dem Iahresgchalle von 1600 K., bezw. einige Absolventen der höheren Staatsgcwcrbeschuleu als Be-amtenaspiranten mit einem Adjutum von 100 K. monatlich aufzunehmen. Bewerber hätten die mit allen ihreu Dokumenten versehenen Aufnahmsgefuche, worin iusbefoudere auch das militärdienstliche Vcrhältuis anzugeben ist, ehestens bei der t. l. Staatsbahn-dircktion Trieft, Expositur Laib ach, einzubringen. Kenntnis der Dienstsprache in Wort und Schrift und die körperliche Eignung für den ausführenden Dienst sind selbstverständlich Voraussetzungen der Anfuahme. — (Ernennung.) Stationschef August Ludoit des hiesigen Hauptkahnhofes wurde zum Iufpektor ernaunt. — (Für das Elisabeth-Kinderspital) haben gespendet: Herr Oberarzt Dr. Marcello Labro anläßlich des Hinscheidens dcs Herrn Paul Geduldiger 20 Kronen, Frau Paula Riedl zum Andeuten an ihren verstorbenen Vater Herrn Anton Ritter von Gariboldi 100 Kronen. — (Aus dcr Sitzung des städtischen Approvisio-merungsausschusscs am 22. Juni) In Laibach macht sich von Tag zu Tag der Mangel an Gemüse fühlbarer. Verfchiedene außerhalb Laibachs wohnhafte Händler kaufeu bei deu Produzcuteu sämtlicher Ge< müse bereits im Hause auf, so daß der Genmsemarkt nur sehr spärlich beschickt wird. Infolgedessen hält sich fast niemand mehr an die festgefetzten Richtpreise. Die städtische Approuisionierung wird sich uuu uach Kräften bemüheu, der gewissenlosen Preistreiberei ein Ziel zu setzen, Da Laibach im Herbste wahrscheinlich ausschließlich auf die Heizung mit Holz angewiesen fein wird, wurden von der städtischen Approvisiouierung bereits mehrere Kaufverträge für Breunholzlieferungen abge-schlosseu. Der Anlauf größerer Fettmengen wurde beschlossen. In dieser Woche wird die ganze Brotkarte honoriert werden; jede Person erhalt '/„ Kilogramm - Weizenmehl und '/2 Kilogramm Maisgrieß. Da noch einiges Buchweizenmehl (Heideumehl) vorrätig ist, so wird diesmal in einem Brotbezirle anstatt '/, Kilogramm Maisgrieß '/z Kilogramm Bnchweizeumehl abgegeben werden. Für Kinder wird neuerdings in der ' bisher üblichen Weise Weizengrieß zur Verleiluug ge-lanqeu. In der l-tzten Zeit wird vielfach imer die Beschaffenheit des Kriegsbrotes Klage geführt. Die Schuld daran tragen allerdings einzelne Bäcker, aber die Hauptursache dürfte m dem fchr schlechten Mehl zu sllchen sein. Für die nächsten Tage ist ein besseres Brot zu erwarten, da das Brutmehl mit ^5 "/„ Mais« mehl vermengt werden wird. Mit einem Erlasse der Landesregicruug wurde dic städtische Approvisioinerung zur Übernahmsstelle des ganzen in Laibach gewönne» nen Fettes und der Fettprodutte überhaupt bestimmt. Von der Landesstelle znr Beschaffung von Schlachtvieh wurde deu Laibacher Fleischhauern cine größere Anzahl Schweine angewiesen. Da jedoch die städtische Approvisiunicruüg als Übernahmsstclle für Fclt uud Fetteizeugnisse funktioniert, so hätten die Fleischhauer deu ganzen Speck der städtischen Approvisionierung abliefern sollen. Dies geschah natürlich nicht; sie er» hielt anstatt 500 Kilogramm nur 12 Kllograimu Speck. Es wurde festgestellt, daß die Fleischhauer den größten Teil von Speck nnd Schweinefleisch überhaupt nicht auf deu Markt gebracht, soudern gleich nuter der Hand vertäust hatten. Daß bei einem solchen Vorgänge die Maximalprcisc nicht eingehalten zu werden ! pflegen, ist einleuchtend. In unterrichteten Kreisen wird behauptet, daß in Laibach im verflossenen Herbste ganz bestimmt 15 Waggons Fett unter dcr Haud an den Manu gebracht uud zum größten Teil ausgeführt wurden. Die städtische Approvisiunicrung wird uuumehr das Recht zu erwirken trachten, allein sämtliche für den Laibacher Markt bestimmten Schweine zu übernehmen. Gegen die Fleischhauer, die es unterlassen haben, die ganze Fettmeuge dcr städtischen Approvi-sionierung abzuliefern, wird mit aller Strenge vorgegangen werden. Die Festsetzung der Maximalpreise für Kirschen wurde vom Publikum mit großer Genug« tuung begrüßt Um aber möglichst viel Kirschen auf den Laibacher Marlt zu fchaffen, wurde von der städtischen Approvisionierimg der Anlauf von Kirschen in eigener Regie auf dem flachcn Lande organisiert; die erhaltene Ware wird sodann deu hiesigen Ovst-vcrkäufern abgeliefert. Die städtische Apftrooisionicrnng beabsichtigt im kommenden Herbste größere Obstmeugen behnfs Einlagprnna, in zwn Magazinen anzukaufen. In Uuter.Sisia wurden besonders vou Eisenbahnern Klagen darüber laut, daß bei der allzu geringen Zahl von Fleischbäutsn der entlegene Lnibach'er Marlt besucht werden müsse. Die siödtischc Approvisionicrung hat alles versucht, nm in Siska eine neue Fleischbank zu errichten, aber cs konnte kein Fleischhauer gchmden ttaibacher Zeitunss Nr. 144 943 26. Juni 1917 melden, der diesen Betrieb übernommen hätte. Um wenigstens teilweise den Wünschen dieses Bezirkes zn entsprechen, wird die städtische Approvisionierung die zwei Fleischhauer in Unter.lKiska anweisen, das Fleisch in ihren mitten in Unter-Ziäka gelegenen Fleischbänken zu vertanfen. Sämtliche schlechter siwiertcn Bevölke. rungsschichtcn Laibachs befinden sich schon im Besitze von allerlei Anweisnngen und Legitimationen zum Anlaufe von Lebensmitteln und gelangen bei allen Verteilungen der städtischen Approuisionierung zuerst an die Reihe. Da geschah es schon öfter, daß sie mit Lebensmittcln besser als die Wohlhabenden versorgt waren. Für diese letzteren wird mm die städtische Approvisionierung be« sondere Legitimationen ausstellen, um ihnen wenigstens hie und da den Ankauf von Approvisionierungslebens-mitteln zn ermöglichen. Dk städtische Approvisionie« rung hat bei der t. k. Landesregierung zwecks Versorgung der Bevölkerung zumindest 30 Waggons Frühtartoffeln angefordert und zugleich um Ausstellnng von Transportbcwilliguug für den Ankauf der Frühkartoffeln in Ungarn angesucht. Es ist jedoch fraglich, ob sie die Frühkartoffeln anch erhält. Zur Behebung der Milchnot hat die städtische Approvisionierung der „Mlekarsla zveza" den Auftrag erteilt, für Laibach um jeden Preis wenigstens einige Milch sicherzustellcu. Tatsächlich hat sich die Milchzufnhr in der.letzten Zeit bedcntend gebessert. Die Auschaffuugs- und Regiekosten aber waren so hoch, daß die „Mlclarsla zveza" ein Defizit von 3000 Kronen auswies. Mit Rücksicht auf die allgemeinen Approvisionicruugsinterrsscn wird die« ser Abgang von der städtischen Avprovisionicrung gedeckt werden. Im Laufe der Woche gelangen Fisolen auf Familienkartcu znr Verteilung; auf eine Petson entfällt '/^ Kilogramm, te—. — (Lcbcnslnittclabgnbc für Ledige ^n verbilligten Preisen.) Alle Ledigen, die von der städtischen Approvisionierung Legitimationen zum Bezüge vou bil« ligereu Lebensmitteln erhallen haben, werden anfgc-fordert, sich hente nachmittags in der Ioscfitirchc einznfinden, Bei der Lcbensmittelabgabe kommen an die Reihe: vou I bis 2 Uhr Nr. 1 bis 200, von 2 bis '/,3 Uhr die restlichen Nummer», tc—. . — (Zur Beachtung.) Die Kaufleute und An-stalten werden neuerdings daranf aufmerksam gemacht, daß die Zucker-, Kaffee- und Fettbezugscheine jeden ersten nnd letzten Mittwoch im Monate abzuholen sind. An die Reihe kommen am letzt,», Mittwoch im Monate die .^auileulc und Anstalten sowie eventuelle Nachzügler mit dcu Anfangsbuchstabe,! ^ bis ?, jeden erstcu Mittwoch die mit den Anfangsbuchstaben N, bis /. Die nächsten zwei Abgaben für die angeführten Bezugscheine finden somit morgen und am 4. Juli statt. ke—. — (Der Mchlverkauf a»«f dic ttartcu Nr. 3) er« folgt im Geschäfte Cizman, Domplatz 17. — (Eintreibung von Forderungen auf gerichtlichem Wege in Montenegro.) Interessenten aus Main erhalten diesbezügliche Informal»«,, i» der Kanzlei der Handels- nnd Oewerbetammer in Laibach. — (70. Geburtstag.) Wie bereits kurz berichtet, beging am letzteu Sonntag der hiesige Kartonnage-fabrilsbesihcr, Papierhändler nnd Geuninderat Herr Ivan Bon at seinen 70. Geburtstag. In Laibach als Kind eines Gastwirts' und Greislerehepaans geboren, war Bonaii beim hiesigen Buchbindermeister Lvrljuga in die Lehre getreten, worauf er als Anchbindogchilfe einen großen Teil von Deutschland, Ungarn und Kroatien durchwanderte. Dann leitete er, mit rnchen Erfahrungen ausgestattet, fast acht Jahre lang die Buchbinderei der hiesigen Buchdruck- uud Verlagsfirma Kleinmayr k Vamberg, machte sich dann selbständig und gestaltete seine erst recht bescheidene Buchbinderei nach und nach dnlch Umsicht und Fleiß zu einem fa. brilsmäkigen modernen Großbetrieb aus, der sich dank seiner Reellilät und der gcschmalwollen Ausstatluug der Erzeugnisse eiucu über die La,ü»eSgrcnzen weit hinausreichendcn Kundenkreis gewann. Namentlich die von Ivan Bonaii Sohn hergestellten Diplom- und Mappcnhüllen waren ob ihrer künstlerischen Ausführung Leistungen, wie sie nur noch in Deutschland geliefert werden konnten. An die Buchbinderei schloß er einen rcichassorticrten Papierlaocu an. Vor etwa einem Jahrzehnt gründete Hrrr Bonat in Laibach eine Kartonnagefabrik,' die, jeder Anforderung gewachsen, alsbald alle ähnlichen Einrichtungen ,m Südosttelle des Kontinents aus dem Felde schlug uud ihr Absatz-gebiet bis jenseits des Mittelländischen Meeres ausdehnte. Ein Selfmademan von ungewöhnlichen Fähigleiten, wurde Herr Bonac, der sich od seiner Tüchtigkeit bei jovialen Wcscu all,eitiger Wett,chähllng za, erfreuen hat, in den Laibachcr Gcmeinderat entsendet und ist auch u. a. Mitglied der Laibachcr Mlischm Sparkasse. ^ ^ ^. — (Todesfall.) Gestern ist hier Frau Ioseftne Skrem, geb. Krizaj, Gattin des Herril Steuerver- walters i. R. Franz Skrem, an einem Herzschlage! gestorben. Das Leichenbegängnis findet morgen um 2 Uhr nachm. von der Totentapelle bei St. Christoph aus statt. — (Schauturnen.) Am 29. d. M. (zn Peter und Panli) vormittags findet im Kasinogartcn ein Schauturnen der deutschen Iugendriegen uuter der Leitung des Turulehrers E. Pohle statt. — Näheres über diese zu Gunsten der Kricgswaisenfnrforge der Süd» mark'Frauenortsgruppc Laibach vorbereitete Vcran-staltnng bringen loir in der nächsten Nummer. — (Leichcnfnnd.) Am 1!). Juni abends wnrde die 66 Jahre alte schwachsinnige Witwe Anna Vrescak aus Tschermoschnitz, Gemeinde St. Michael-Stopice, im Stalle ihres Bruders tot aufgefunden. Die Leiche, die in starker Verwesung begriffen war, dürfte fchon längere Zeit im Stalle gelegen fein. H. — (Blitzschlag.) Am 20. Iuui schlug der Blitz in die Harfe der Franziska Perto in Primsdorf, Gemeinde Ambrns, ein uud zündete, worauf die Harfe uicderbraimte. Der Schaden belauft sich auf 800 Kronen. - H. Die zehnte Isonzo-Schlacht im Film. Aus Wien wird uns berichtet: Die Vorführnngcn des größten aller Kriegsfilmc „Die zehnte Isonzo-Schlachi" haben hier einen durchschlagenden Erfolg gehabt. Dieser Film bedeutet in dem bisherigen Schaffen der Sascha-Film« fabrik wohl den Höhepunkt und die oft mißbrauchte Phrase vou dem auf die Leinwand gebannten Krieg wird diesmal tatsächlich zur Wahrheit. Wir konstatieren hente nnr den enormen Eindruck, der von diesem Film ausgeht und werden in der nächsten Nummer ausführlich auf ihn zu sprechen kommen. Neues Tchlagerprogramm im Kino Central im Landesthcatcr. Mit den» Drama „Die Lcidensstraßc des Lebens", das heute vom Kino Central im Lan-destheater ausgeführt wird, hat uns die Biostop-Film» Gesellfchast wieder einen schönen Beweis ihres künstlerischen nnd technischen Könnens abgelegt und das Kino Central kann bei der Anfführnug dieses Licht« spiels dcr vollen Billigung ihrer Wahl durch das Publikum rnhig entgegensehen. Nicht uuerwähnt darf die vorzügliche Besetzuug des Lebensbildes bleiben, vor allem nicht die Leistung des Herrn Sachs nnd der Trägerin der weiblichen Hanptrollc. Die Regie ist in den bewährten Händen Emil Albes. Dazu das dreiakligc Lustspiel „Zwei glückliche Tage" und die ncncste Sascha» und Mcßter-Wochc. Der Krieg. Velegramme des k. k. Hete^rclphen»Ac>rr<" spondenz'M^reaus. Oesterreich - Ungarn. Von dcu Kriegsschauplätzen. ! Wie», 25. Juni. Amtlich wird Verlautbart: 25. Juni. östlicher Kriegsschauplatz: An mehreren Stellen rege Arlillerictätigleit. Im Abschnitte von der Narajowla bis Zvoröw hat das feindliche Feuer wieder erheblich zugenommen und stellenweise planmäßig angehalten. Nordöstlich von Arzezany wurde ein feindlicher Fesselballon abgeschossen. Italienischer Kriegsschauplatz: Unverändert. Der Chef des Generalstabes. Deutsches Reich. Von den Kriegsschauplätzen. Berlin, 25. Iuui. Das Wolff-Vureau meldet: Großes Hauptquartier, 25. Iuui. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe des Kronprinzen Ruftprecht von Bayern: Im Di'meN'Abschnitt und zwischen ?)ser uud Lys war gestern nachmittags der Fcuerkampf gesteigert. Er dauerte bis in die Nacht au. Vom La Basse'e-Kanal bis auf das füdlichc Scarpc-Ufer war gleichfalls die Kampftätiglcit lebhafter als an den Vortagen. Vormittags scheiterten englische Vorstöße nördlich des Sonchez'Vaches uud östlich der Slraße von Leus nach Arras, Abends wiederholte d^r Feind seine Au» griffe an beiden Souchez-Uiern. Auch diesmal wurde er zurückgeschlagen. Et,ua gleichzeitig stimntcn starke englische Kwste bei Hulluch gegen unsere Htcllnugcli. In nächtlichen Nahkämpfen nud durch Feuer warde der Gegner abgewiesen. Mit kleinen Abteilungen versuch- >ten die Engländer vergeblich auch an mehreren anderen Stellen zwischen dem Meere und der Somme in unsere Grüben zu dringen. Heeresgruppe des Deutschen Kronprinzen: Die Franzosen griffen zweimal bei Vauxaillon die kürzlich von nns gewonnene und gehaltene Linie an. Beide Angriffe blieben ergebnislos. Die über freies Feld vorgehenden Sturmwellen erlitten in unserem Feuer hohe Verluste, Die Artillerietätigkcit war außer an dieser Kampfstelle auch bei Ailles, östlich vou Craonne, westlich der Suippe, bei Ripont und auf dem linken Maas-Ufer rege. Heeresgruppe deS Herzogs Albrecht von Württemberg: Keine größeren Gefechtshandlungen. — Gestern sind 8 Flugzeuge und 3 Fesselballons der Gegner abgeschossen worden. Östlicher Kriegsschauplatz: Heftiges Feuer an der oberen Strypa und zwi« fchen Zlota Lipa nnd Narajowla. Hier holten unfere Sturmtrupps eine Anzahl Gefangener aus 5en rnssi» schcn Gräben. In den Karpathen war die Gefechts» tätigleit nördlich von Kirlibaba lehafter als sonst Mazedonische Front: Am Doiran-See und in der Struma«Ebene kam es zu mehrfachen Zusammenstößen englischer Streif-abteilnngen mit bulgarischen Posten. Der Erste Generalquartiermeister: v. Ludendorff. Eine Ansprache Kaiser Wilhelms. Berlin, 25. Juni. Bei einer Truppenschau im Westen hielt Kaiser Wilhelm eine Ansprache, in der er den Truppen den Dank des Vaterlandes für ihr tapferes Kämpfen und Aushalten wider den Feind ausfprach. Der Kaiser schloß mit den Worten: „Möge es weiter so bleiben. Es wird nicht locker gelassen, bis ein glücklicher Friede erstritten ist." Der Seekrieg. Die U.Boot-Bcnte seit Kriegsbegiuu. Berlin, 25. Juni. Das Wolfs-Bureau meldel: Nach Bekanntgabe der Mai-Beute unserer Unterseeboote beziffert sich der Gesamtbetrag der seit Kriegsbeginn durch kriegerische Maßnahmen der Mittelmcichtl' ver» senkten feindlichen sowie neutralen Handelsschiffe auf «.«38.500 Brntto-Negistcrlonnen, d. h. fast 00 von l00 Brntto-Negistertonncn mchr als die diutsche Handelsflotte bei Ausbruch des Krieges zählte. In derfelben Zeit wurden außerdem an britischen Kriegsschiffen 157 Einheiten mit einer Verdrängung von 632.000 Tonnen und insgesamt 255 feindliche Einheiten mit 892.465 Tonnen vernichtet. Dicsrr Verlust kommt etwa dem Bestand der Kriegsflotte der Vereinigten Staaten von Amerika zu Begim! des Krieges gleich. England Unruhen in Cork. Cork, 25. Inni. (Reuter.) Gestern niachtm die Sinnfeiuer bei einem U'nzug einen Angriff auf das Nekrutierungsbnreau. Es kam zu ernsten Tumulten, wobei die Polizei niederholt eingriff. Auch Militär mit Maschinengewehien wurde aufgeboten. Ein heftiger Steinhagel, mit dem die Polizei empfangen wurde, nötigte sie zu drastischen Maßregeln. Ein Mann wurde getötet, eiu Dutzend Personen mit dem Bajonett verwundet. Um Mitternacht waren die Unruhen unter« drückt. _________' Rußland. Kcrenskij über die Politik des Kabinetts. Pcterslmrg, 23. Iuui. (Agentur) I" der Ver« sammlung der Soldaten- und Arbeiterräte von ganz Rußland hielt Kriegsminister Kerenslij im Lanfc der Beratungen übcr die Knegsziele eine Rede, in der er ausführte: Rußland verfolgt eine uuabhäügige inter» nationale Politik. Die Regierung hat den russischen Truppen entschieden verboten, in Athen zu landen, nm an cincm Eingriffe in die Verfassung Griechen« lands teilzunehmen. -- Über die Armee sagte Ke» renslij: Meine Befehle sind der Ausdruck des Wil-lcus der Mehrheit der russische Demokratie. Solange ich am Nuder bin, werde ich eine Zersetzung der Arme nicht zulassen, die start sein mutz, und nicht öaibacher Zeitung Nr. 144___________________________944_______________________________26. Juni 1917 gestatten, daß Prinz Leopold von Bayern uns mit seinen Divisionen und schweren Kanonen bedrohe. In der finnischen und in der ukrainischen Frage richtete Kerenstij einen Aufruf an die Demokratien dieser beiden Länder, im Kampfe für gemeinsame Ziele, die gemeinsame Freiheit und den gemeinsamen Frieden nicht die Einigkeit zu brechen. Bezüglich Armeniens meinte dcr Minister, daß dieses Land nicht geräumt werden dürfe, da es sonst eine Beute der Kurden und Türken wurde. Eine Kundgebung gegen den Krieg. Petersburg, 23. Juni. (Agentur.) Eine am 21 d. abgehaltene, ungemein zahlreich besuchte Versammlung maximistischer Soldaten genehmigte eine Entschließung, wonach am 23. Juni eine Kundgebung der Armee gegen dic provisorische Regierung zu veranstalten sei. Tagsdarauf ließen die Maximalisten an den Häusern folgenden Aufruf anschlagen: Die Kapitalisten, die die Fortsetzung des Krieges bezwecken, erhöhen die Teuerung und den Notstand und rücken so eine Gegen« revolution in die Nähe. Die einstweilige Regierung unterstützt offen die Macht der Imperialisten und der Bürger. Unsere Geduld ist zu Ende. Wir müssen un- sere Wünsche und Forderungen durch eine Kundmachung bekanntgeben. Wir fordern also die Soldaten und Arbeiter auf, in die Straßen zu zichcu mit den Rufen: «Nieder mit der Duma! Nieder mit den zehn bürgerlichen Ministern! Nieder niit der Anarchie! Nieder mit dem Krieg! Wir wollen Brot! Wir-wul-len Frieden! Wir wollen Freiheit!" Infolge dieser Ereignisse ließ die einstweilige Regierung nach einer in der Nacht abgehaltenen Sitzuug heute morgens an den Häusern der Hauptstadt einen Aufruf anschlagen, in dem die Bevölkerung aufgefordert wird, sich ruhig zu verhalten, und erklärt wird, daß jeder Versuch einer gewaltsamen Handlung auf das tatkräftigste werde unterdrückt werdeu. Anderseits ließen der Kongreß aller Soldaten- und Arbeiterräte, der Vollzugsausschuß des Petersburger Arbeiter- und Soldatenrates, der Vollzugsausschuß der Versammlung der Bauernabgeordneten und die Vollzugsausschüsse anderer sozialistischer und Arbeiterparteien gleichfalls einen gemeinsamen Aufruf anschlagen, in dem die Truppen und die Arbeiter aufgefordert werden, am 23., 24. uud 25, Juni die Straßen nicht zu betreten und sich jeder Kundgebung zu enthalteu, da Unordnungen nur der Gegenrevolution nützlich sein köuuteu, deren dunkle Kräftc nur dl,>n günstigen Augenblick erwarten, um gegen die Freiheit der Nation aufzutreten, Vie Türkei. Die griechisch türkischen Beziehungen. Konstautiuopcl, 25. Juni. Wie in hiesigen türtisch« griechischen diplomatischen Kreisen verlautet, würde» vielleicht bald der Gesandte Griechenlands und das Personal, ohne bis zn einer Klicgserllärung oder ganz zu einem Abbruch der Beziehungen mit der Pforte zu gehen, veranlaßt werden, Kunstantinopcl zu verlassen. Verantwortlicher Neoatteur: Anton Funtek. Oin NollömiNel. -Als solche dais der als schmerz stillende, Mlislcl und Hierucu lräftiacnde Emreilmna bestbckaimte «Molls Franzbranntwein und Salz» gelten, der bei tMederiei^euundden anderen ssolaen von ErlälnnMn allgemeinste und erfolgreichste Anwenduua findet. Preis einer Flaschr l< 2 8l), Täalicher Neriand aeacn Postnachnahule durch Apotheker Vl. Moll. s, u, t, Hoflieferant. Wien, I.. Tuchlauben 9. In den Depots der Piooinz verlange man ausdrücklich Molls Piäftaral mit dessen 3ch,chma>le und Unterschrift. 1464 « Razglas. S Urn sc v zmislu pravil razglaša, da je izredni obèni zbor podpisane hlagajnc dne 26. maja 1917 soglasno sklenil spremembo blagajniènih pravil v zmislu ccsarske naredho z dne 4. januarja 1917, drž. zak. št. 6, katere spremembc stopijo provizorièno v veliavo — -«•¦¦«• -¦.»¦¦_ 1 dne 1. julija 1917. To se daje p. n. interesentom na znanje z dostavkom, da so bistvcnc spremembe naslednje : 1.) Priglaševanje in odglaševanje zavarovancev jc vršiti pismeno na tiskovinah, ki jih izda blagajna- — 2.) Celokupni zavarovalni prispevek, od katcrcga plaèujc dclo-dajalec eno trctjino, zavarovanec pa dvc tretjini, sc doloèi tako, da znaša na tcdcn štiri desetine povpreènega dnevnega delovncga zaslužka vmezdne stopnjc, ki so že bile sporoèene p. n. interesentom s posebno okrožnico. Šesti del tedenskeya prispevka da" dnevni prispevek, šestindvajsetkratni dnevni pa meseèni prispevek. Nedeljc se ne upoštevajo. Plaèevanje kakor do sedaj, in sicer mesuèno za nazaj. — 3.) Uvede se izredni podporni sklad za izredne podpore potrebne zavarovance, jetione in škrofulozne ter v svrho podpiranja akcij zoper Ijudske bolezni. Posamc-zni deli sklada zaèno po-slovati dm; 1. avgusta 1917, 1. septembra 1917 in 1. januarja 1918. Prispevek znaša za zavarovanca po 1 vinar, za delodajalca pa po pol vinarja na dan. — 4.) Bolniška podporna doba ae podaljša od 20 na 30 tednov za vse èlane, za one, ki so zavarovani [ vsaj cno, ozjr. dve lcti, pa na 40 tednov, ozir. eno leto. — 5.) Bolnišèina in pogreb- j nina se zvišata za 15% nat' postavni minimum. — 6.) Poleg materinskega in varstva ' dojencev so uvede družinsko zavarovanje za èlanove svojce. Podporna doba 30 tednov. Do desmitivne uredbe zavarovanja in razposlatve pravil, se dajc na željo na-tanènejša pojasnila v blagajni, TurjaSki trg štev. 4/1, od 8. dopoldne do 1. popoldne, kjer je na vpogled tudi nekaj izvodov pravil. Soèasno so razpošlje natanèen pregled zavaiovalnih prispevkov. Uvrstitev v novc mezdne stopnje se bo izvcdla takoj na podlagi dosedanjih podatkov, tekom julija pa temeljem naznanil, ki jih bo treba na-praviti. I Okrajna bolniška blagajna v Ljubljani, dne 25. junija 1917. Mihael Rožanec s. r. --•—•- - naèelnik. Verlautbarung. Hiuinit wird im Sinne der Statuten verlautbart, daß die außerordentliche Vollversammlung der gefertigten Kasse am 26. Mai 1917 die Abänderung der Kassestatuten im Sinne der kaiserlichen Verordnung vom 4. Jänner 1917, K. G. Bl. Nr. 6, einhellig beschlossen hat, welche Abänderungen mit 1. «Juli 1917 provisorisch in Kraft treten. Dies wird den P. T. Interessenten mit dem Beifügen zur Kenntnis ;,'ebrachtT daß die wesentlichen Abänderungen folgendes betreffen: 1.) Die An- und Abmeldungen von Versicherten haben auf den von der Kasse ausgegebenen Vordrucken zu erfolgen. — 2.) Der Gesamtversicherungsbeitrag, von welchem der Arbeitgeber ein Drittel und der Versicherte zwei Drittel zu zahlen hat, wird derart festgesetzt, daß er pro Woche vier Zehntel des durchschnittlichen täglichen Arbeitsverdienstes der' Lohnklasse, welche den P. T. Interessenten mit besonderen Rundschreiben bereits mitgeteilt wurden, beträgt. Der sechste Teil dos Wochenbeitrages gibt den Tages- und der sechsundzwanzigfache Tagesbeitrag den Monatsbeitrag. Sonntage werden nicht berücksichtigt. Einzahlung der Beiträge wie bisher, und zwar monatlich nachhinein. — 3.) Eingeführt wird ein außerordentlicher Unterstützungsfond für außerordentlicher Unterstützung bedürftige Mitglieder, weiters für Tuberkulöse und Skrofulöse sowie zwecks Förderung von Aktionen zur Bekämpfung von Volksseuchen. Einzelne Teile des Fondes beginnen am 1. August 1917, 1. September 1917 und am l.Jännci 1918 mit der Tätigkeit. Der Beitrag des Versicherten ist mk l Heller und . jener iks Arbeitgebers mit */» Heller per Tag bemessen. — 4) Die Krankenunterstützungsdauer wird für aile Mitglieder von 20 auf 30 Wochen, für jene, welche bereits ein Jahr, bezw. zwei Jahre versichert sind, auf 40 Wochen, bezw. auf ein Jahr ausgedehnt. — Das Krankengeld und der Beerdigungskostenbeitrag werden um 15% über das gesetzliche Minimum erhöht. — 5.) Neben Mütter- und Säuglingsschutz wird auch die Familienversicherung für Angehörige der Mitglieder eingeführt. Unterstützungsdaucr 30 Wochen. Bis zur definitiven Regelung der Versicherung und Versendung der Statuten werden in der Kasse, Turjaški trg 4/1, wo auch einige Statuten zur Einsicht aufliegen, von 8 Uhr früh bis 1 Uhr nachmittags auf Wunsch alle näheren Auskünfte erteilt. Gleichzeitig werden genaue Übersichten der Versicherungsbeiträge versendet. Die Einreihung in die neuen Lohnklassen wird sofort ans Grund der bisherigen Angaben, im Laufe des Monates Juli jedoch auf Grund der noch zu erstattenden Meldungen durchgeführt werden. Bezirkskrankenkasse in Laibach, am 25. Juni 1917. Michael Rožanec m. p~ Obmann. 879-i StaatUoh geprüfte 2—2 Lehrerin der englischen u. französischen Sprache Lehrerin der franzöa. Sprache an der k. k. Lehrerinuenbildungsanstalt in Laihacl), die Bich mehrere Jahre in Paria und London aufhielt, gibt Stütrlen (Sprachkurse). Fräulein Olga Nadeniczek beeideter aeriättsdolmeiscb I u die bdsL u. Irani. Sprache Dalmatingasge Nr. 10, link« in Hof. Speise- und = Schlafzimmer mit separatem Eingang in der Nähe des Si'idbahnhofes sind sofort oder ab 10. Juli zu vermieten. Wo, nnzufragon in der Administration dieser Zeituug. 1713 2-1 Blusen - Räumungs -Verkauf! Selten günstige Kaufgelegenheit! Blusen neuester Schaffung zu äußerst herabgesetzten Preisen. 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