Nt.2?. Mittwoch, 4. Februar 1891. litt. Jahrgang. Aibacher Zeitung. ^n^- U,"ba!?i'.,.^'l P ° ftv«l, e!, dung : «anziälilig fl. ,5, Halbjahr!« ft ? 50. Im : b?! öfteren Wis^ichollmnsii per ZeN, » lr. Dle »Ua!b»cher Leitung» eischriilt täglich m!t Äuinahmr brr H«nn° »nb Feiertags, Die sldmlnlft.nilun befindet sich Cu!,g«!eplal> », die «edoctlun ÄahühuMsi!' ^4, Sprechstunden der »iedactil», täglich von «>, bi« l2 Uhr viirinillag«, - Uulranlierte Vliese werde» nicht u,lg>',wl'»ne» und Maniilcripte nicht züruckgeÜeNt. ^ Amtlicher Hheil. ^Mchsj!',^/ Apostolische Majestät haben mit ^O ,» ^"'chl'eßlmg vom 14. Jänner d. I, aller-"^ ^hala,< ^' . ^ geruht, dass dem mit dem Titel ?^tt>^ ^llch seiner erbetenen Versetzung in den ^leistun""?^""b für seine vieljähnge vorzügliche ^" weide ^ Allerhöchste Anerkennung ausgespru. ^Gkr^. l' «p^ Majestät haben mit ?^ichisH.,n 'ch "ßung vom ^0. December v. I, dem »ih'^mga schrn Schutzbefohlenen in Smyrna. «^° drittes 5"°" r. den Orden der eisernen bG w ^"^ mit Nachsicht der Taxen ulw-'" oerlechen geruht. ^ --------- Majestät haben mit H ^e>, N /l '^^^""« "om 24, Jänner d. I. dem ,^ad^7 "lch Linien-Oberamtsoerwalter Ernst 'l'lt zu .prs ?^"s des Franz.Ioseph-Ordens aller-""leihen geruht. ^N°^°8, «bas II. Stück des Landesgcschblattes für hc) "Nter ""'" ausgegeben und versendet. Dasselbe die zf f°^ 3i" <^chuug des l, l. Lai'despräsidiums für Kram b e'buna^""^ ^^^' I' 156/pr.. betreffend die Aus-^°" ^ ^ormalschlilfonds-Landssllnilassl' pro 18^>1. l.',^ faction des Landesgeseybiattes für Kraiu. ^^^aul 4. Februar 1821. Nichtamtlicher Weil. ^V''bl>lan^!. '^ ^' se't langem gefürcht, te, von ^'1 ^ verbiß . ""^'drohte, von der Regierm-g nur nun doch ausgebrocheu. ^z spottn ^^ramm der Agence Havas meldet. 'h"fn ' ^i N/^ " zweitwichtigften Stadt des König. ^°^^nittt?^'"^ s'ch empört haben. Die von ^. l die M)"^""a trage einen republikanischen U> e "^ m,^??^arde habe sich dem Pronun-"^ wischen k Gossen, und es sei bereits zu einem ^d ^n^ei, n Kö"igstreuen und den Revolutw->^M g^'^^ber den Ausgang dieses Gefechtes ^^^^lviedenu überhaupt die telegra- phische Mittheilung sehr lakonisch gefasst ist. Sie sagt nicht, wer an der Spitze der Bewegung stehe nnd w?l» chen Plan die Insurgenten verfolgen, ebensowenig liegt eine Andeutung darüber wr. ob die Erhebung in Oporto en>e vereinzelte, ob die Revolution innerhalb des Bezirkes dieser beriihmten Weinexportstadt localisiert ist odrr ob sie weiter »m sich gegriffen hat, ob auch anderwärts Erhebungsversuche gemacht worden sind. Ueber diese Schweigsamkeit bat man sich nicht zu verwundern, da die Regierung vorläufig im Besitze der Telegraphenlinien ist. Die Nachricht aus Oporto ist an und für sich ernst genug. Sie beweist, dass jene seit dem Thronwechsel oft wiederholte Meldung über verdächtige Strömungen innerhalb der Armee und über die revolutionäre Gesinnung eiues Theiles ihrer Ossi-ciere nicht aus der leeren Luft gegriffen war. Ti»>e Erhebung von drei Regimentern will bei der kleinen portugiesischen Armee, die im ganzen, alle Waffengattungen zusammengerechnet, nur zweiundfünfzig Regimenter zählt, immerhin etwas bedeuten, wobei man freilich nicht übersehen darf, dass ein portugiesisches Regiment nicht viel stärker ist, als bei den mitteleuropäischen Militärmächten ein Bataillon, und dass die revolutionären Streillräfte vorderhand kaum mehr als dritthalbtauseud Mann zählm dürften. Man weiß aber aus deu zahlreichen analogen Vorkommnissen in Spanien, dass, sobald einmal eine militärische Revolution, in Flusö a/rachen ist, die Bewegung gar leicht lawinenartig anwächst, weil die Regisrung, unsicher über die Verlässlichkeit der 3, 6" erk?V""brrn versteht. Eine längst lebendig nicht mit einem ^^/^ume'l^^neu Antlitze sondern als ein ^ >'7"nz,!^' "des Kind, das der Zukuuft eiue o ^.^"lwt- .fundene Krystallscheibe entgegen- ^'HlNlvzch°"H das kleinste, tränmt von einer 7'"leiH "en,. di" r7"ga"geuheit. Aei den südsla-^^ha, a'^auberw 'lt ," ^sporus hinab in der k>^ gnV'l durck .0'2 Orients lebten, bei deucu ' < '>ur3 5^"de Schickialsschläg, weit li^k ^ llne fas, "^ der Bestand, hat die Poesie <^d^ "ber d.e l' > n '^" Atter ^' s"he Kampf der chnst-Uns.'" der P..N ^" den vordlingendeuHalb-d^ ^ '^nden^^b'r bei den Südslaven lö^ebljs^ allen^?°ss das schöne Salona. die l'y i^ ih ^ ber^s"'"^'' °"f ^le M^eöwogru "'d' hrt, ,ftt sH''^'c^^t liegt in Trümmern ^^n^frichu.^ ^"Palast Dioclrctians, der <^"t ^' tvu ^ 'g erhöh. Ab^r das Volk weist ^ d.Vl^ugel "lles gestanden, auf einen un- baio? das Grab des alten Kajo. "'e Sage meldet: Per letzte Sprosse aus Diocletianö Kaisergeschlecht, ein 80jähriger Greis, der sich mit seiner schönen, blondgelockten Tochter Alexandra vor der Wuth der Slaven in einrr Felsen« grotte verbarg. Aus diesrr Grotte trat die edle junge Römerin dem siegreichen Führer eutgegen und bezwang dm Helden durch die Macht ihrer Schönheit wie durch die edle Demuth, mit der sie sich uud ihrm greisen Vater seinem Schutze empfahl. Die Liebe Alexandra's war es auch, die drn heidnischen Kroaten nnd sein ganzes Volk zum Kreuze bckehrtc'. und die Hand. die ihm das schöne Mädchen zum Ehebunde reichte, versöhnte Dalmatienö Vergangenheit mit seiner neuen Zukunft. So hat die Poesie aus den barbarischen blutigen Kämpfen j^ner fernen Vergangenheit nichts auf-lmvahrt als eiue Blume der Ennucrimg. die sie auf eiuem verschollenen Grabhügel gepflückt und die nns davon erzählt, dass di> Liebe eines jungen Mädchens ein Volk überwältigte und in die Ä.ihu der fortschreitenden Civilisation führte. Auch in Montenegro ist der Traum d>,>r einstigen Gtöhe dieses Bergvolkes au eiue Grabstätte geknüpft. Auf den Trümmern des Schlosses Oboda erhM sich eine verzauberte Grotte, in der. wie die Cernugorcrn er Men, der Ahne ihres Volkes Cernojevic Joan schläft. Die schönen goldhaarigen Vilaö. die Halbgöttmm'tt der Südslaveu. bewüäM ihu uud werden ihn erweck n. wenn der Augenblick uaht. wo er die Eernagora wieder groß machen soll. Die Vilas sind bei den Südslaueu auch die treuen Hüterinnen der nationalen Heldengräber, Sie sorgen dafür, dass die edlen Gefallenen eine sichere Ruhestätte erhalten und dass dieser kleine Fleck Erde nie vergessen werde, sondern in der Volkserinneruug bewahrt bleibe. Vergaßen es die Menschen oder verboten es die Feinde, das Grab des Helden zu schmückn, so erscheinen sie des Nachts am Grabe und tanzen im Mondenschein ihr Verwirklichung republikanischer Aspirationen durchaus ungünstig und ihre Parteifreunde hätten sich, wenn sie nicht Gewehr bei Fuß in neutraler Haltung dem Lauf der Dinge zusehen wollen, den dynastischen Liberalen anzuschließen. Es steht nun zu befürchten, dass die Nachricht von einer revolutionären Bewegung in Portugal wenig« stens einen Theil der spanischen Republikaner aus dieser philosophischen Gemüthsruhe aufschrecken und ebenfalls zu waghalsigen Unternehmungen verleiten könnte. Einzig und allein diese Gefahr, dass der revolutionäre Au-steckungsstoff von Portugal über die Grenze getragen werden könnte, lässt die Erhebung von Oporto als ein Ereignis erscheinen, dessen Nachwillungen und Nach» wehen weit über die Grenze des kleinen Küstenlandes hinaus empfunden werden. l^. Politische Uebersicht. (Die Wahlbewegung) ist bereits in sammt, lichen Ländern der diesseitigen Reichshälfte in vollem Zuge. Die ersten Wahlen für das Abgeordnetenhaus finden am 27. Februar im ersten Wahltörper von Trieft und am 28. Februar in den oberösterreichischen Landgemeinden, die letzten am 19. März in der Gruppe der Handelskammern und am 21. März in der Wähler, classe der Höchstbefteuerten in Dnlmatien statt.' (Das Reichsgesetzblatt) veröffentlicht das sanktionierte Gesetz, betreffend eine weitere Termin-erstreckung für die Rückzahlung der aus Anlass d>r Ueberschwemmungen im Jahre 1882 für Kärnten bewilligten unverzinslichen Vorschüsse, und das Gesetz, durch welches das Gesetz vom 26. Mai 1888, betref-fend die Herstellung eigener Gebäude zum Zwecke der Unterbringung der beiden Staatsgymnasien in Graz und die Beschaffung der hiezu erforderlichen Geldmittel, abgeändert wird; weiter eine Kundmachung des Landesvertheidigungs'Ministeriums, betreffend eine Abänderung der Wehrvorschriften, erster Theil. (In Wien,) von dessen zwölf Abgeordneten bis jetzt acht liberal, zwei demokratisch, zwei antisemitisch waren, gedenken die Antisemiten in allen Bezirken Eandidaten aufzustellen und hoffen, dass sie sieben derselben in den Reichsrath bringen werden. Die demo» kratische Partei hat den Beschluss gefasst, bei deu bevorstehenden Reichsrathswahlen gemeinsam mit den Liberalen vorzugehen. Von liberaler Seit^ wird im Laufe der nächsten Tage an die Bildung einer einheitlichen Wahlleituug für Wien geschritten werden. Am 8. Februar wird in Wien eine Versammlung sämmtlicher Mitglieder des Clubs der Vereinigten deutschen Linken stattfinden. (Landescultur-Arbeiten.) Im Jahre 1890 standen im ganzen 612 Sträflinge bei Nusfüh-rung von Landescultur-Artmlen in Verwendung, und wurden deren Arbeitsleistuugen, Ausdauer und Fleiß von den betreffenden Bauleitungen ausnahmslos im vollsten Maße anerkannt. Ebenso war die Disciplin der Sträflinge auf sämmtlichen Arbeitsfeldern eine durchaus zufriedenstellende. Nur 5 Fluchtversuche waren zu verzeichnen. Doch wurden die entwichenen Sträflinge schon nach wenigen Tagen wieder eingebracht, ja zwei Sträflinge der Strafanstalt Laibach stellten sich frei-willig wieder in der Anstalt. (Aus Mähren.) Das czechische Landes°Wahl. comiti in Mähren hat vorgestern eine Besprechung wegen der Reichsrathswahlen abgehalten und folgende Candidate»! aus Mähren nominiert: Dr. Fanderlik, Hofrath Meznik, Minister Baron Prazät, Dr. Zacek. Rozkosüy, Kulp, Skopalik. Bubela, Stanzt. Pfarrer Weber, Dr. Koudela. Die unabhängige Bauernpartei verlangt ihre Candidate«, und es dürfte zu einem Com-promiss gelangen. Von dieser werden in der Gruppe der Landgemeinden vorgeschlagen: Dr. Tucek. Zapletal, Vychodil. Svozil. (Aus Trieft) wird telegraphirrt: Hiesige Ea« pitalisten beabsichtigen, vereint mit Wiener Financiers, die Gründung liner Iutespinuerei in Trieft. Hier ver-laut»t, die Südbahn beabsichtige, vereint mit dem öfter« reichisch-ungarischen Lloyd, die Einführung sehr ermäßigter Tanfc für den directen Verkehr mit allen levan-tinischen und westlichen Häfen, wodurch die Bestrebungen, diesen Verkehr via Fimne zu leiten, paralysiert würden. (Socialreform inUngarn.) Im ungarischen Reichstage stellte die Regierung für den Herbst die Vorlage bezüglich d>r Arbeiter-Unfallversicherung in Aussicht, in deren Rahmen auch die Aligelegenheit der Eewerbe-Inspectoren geregelt werden soll. Aber auch im Falle, dass die Uufallversichernngs-Vorlage sich noch verzögern sollte, werde jedenfalls im Herbst eine Vorlage über die Gcwerbe-Inspectoren eingereicht werden. (Eine russische Stimme über Oesterreich.) Das «Novoje Vremja» widmet der Auflösung des österreichischen Abgeordnetenhauses und den dadurch geschaffenen Parteiuerhä'ltnissen einen mit ziemlicher Sachkenntnis geschriebenen Artikel. Auffallenderweise bezeichnet sogar das russische Hetzblatt die jungczechischen Aspirationen als ganz ungerechfertigt. Oesterreich — schreibt «Novoje Vremja» — kann nur bei voller Berücksichtigung sowohl der deutschen als der slavischen berechtigte» Wünsche existieren, eine einseitige Hegemonie der Czechen in Böhmen sei ganz undenkbar. Das Programm des Grafen Taaffe, welches auf gegenseitiger Verständigung unter den österreichischen Volksstämmen basiert, ist durchaus keine Utopie. (Der Aufstaud vou Oporto.) Aus Lissabon wird telegraphisch gemeldet: Das Amtsblatt veröffentlicht einen Erlass, welcher die UabLal, corpus-Acte suspendiert und die Behörden ermächtigt, Zeitungen, welche die Sicherheit des Staates gefährden, zu unter» drücken. Wie man aus Oporto meldet, rechneten die Aufständischen auf eine gleichzeitige Erhebung in Coimbra, Braga und Vizeo und erwarteten den Abmarsch der Lissaboner Truppen nach den Provinzen, um in Lissabon, ebenfalls eine revolutionäre Bewegung hervorzurufen. Dies wurde vereitelt. Heute herrscht überall Ruhe. Die in Oporto verhafteten Aufständischen wurden nach Lissabon gebracht. Bei dem Aufstande in Oporto fanden an drei verschiedenen Orten daselbst blutige Zusammenstöße statt; mehrere Häuser, namentlich das Stadthaus, wurden stark beschädigt. Die in Lissabon erscheinenden Journale «Patria» und «Debates» wurden unterdrückt. (Italien.) König Humbert conferierte vorgestern um 9 Uhr vormittags mit dem Marquis di Rudiui. Die «Riforma» glaubt, jene Aeußerungen Crispi's, welche d.u parlamentarischen Tumult hervorriefe»!, der schließlich zu der Demission des Cabinets führt', hätten nur eiuen Vorwand für die ganze Entwicklung ge« bildet, deren wahrer Grund in verschiedenen, mehrfach vorhergesehenen Umtrieben liege, denen Crispi, obwohl er wusste, dass er darüber stürzen könnte, Trotz bieten wollte. (Parlaments wählen in Spa nie n.) Bei den Wahlen füc die spanische Deputierteukammer wurdeu iil Madrid sechs Conservative und <^^' gewählt. In Huesca wurde Castelar gewählt- ^ , Provinzen hat die Regierungspartei den ^M getragen. In Barcelona haben anlässlich der .'. einige Ruhestörungen stattgefunden, indem ^ Individuen die Wahlurnen zerfchlugen. ^ ciinge Verhaftungen vorgenommen. .^ ' (Parnell) hielt' in Ennis eine Rede. >^, cher rr ankündigte, es werde in wenigen Tag"' .! werden, dass die Lösung der irischen Flag.e,'^ Sinne erzielt worden sei, dass das künftige i"'?^ lament die Befugnis erhalten werde, die Vode"' ^ lösen. Mehrere Blätter folgern hieraus, dass " ^ stäudigung zwischen Gladstone und der irisH^ erzielt worden sei. ^,F (Exkönig Milan.) Die '^ englische Capitalisten an der Gründuna. . ^ b' (Zur Verdeutschung des Elsa!^ i 15. Februar au wird der Mülhauser l redigierte Zeitung. ^^ Tagesneuigleiten. ^ Se. Majestät der Kaiser haben. ^ ungarische Amtsblatt meldet, für den Lande«' ^ Fr'öbel' Frauenverein aus Anlass des 5M dieses Vereines 100 fl, zu spenden geruht. — (Ein neunzigjähriger Vl'"/' Präsident,) Aus der Vergangenheit ""d "^ ist eine große Zahl hochbetagter Staatsmänner ^ die Reihe derselben wird in sehr würdiger W ^i^ den portugiesischen Minister.Präsidenten Genera^ / Souza vermehrt, welcher am 27. v. M ^" ^ zigsten Geburtstag feierte. An diesem Tage ^>, der Neunzigjährige einem Ministerrathe, "^^ ihm der König einen längeren Veglückwii"!^ ^. abstattete. ^l^ — (Die Folgen der heurigen^' der letzten Sitzung der Akademie der NWl, ^ ^ Paris theilte der Professor Milre-Edwards ' ^ legen mit, dass die Kälte unter den im ^^ Plantes gehegten Thieren große Verheerungen ^ ^ hat, weil, wie er hinzufügte, die vom Ansang ^z^ Hunderts herrührenden Vai,ne ^^„ eine indische, ein afrikanisches Zebra, eM ^ Leiervogel im Werte von 1000 Francs, ^e . Verlust wirb auf 25.000 Francs berechnet. ^«^ — (Wieder ein neues Gewey '^e> > wird gemeldet, dass der Bersaglieri>Off>cle ^ Krieasministerium ein neue« Gewehr-Mo'^^ sagten, dass er nicht unwürdig, d, h. nicht durch die Hand eines Feindes, sterben würde. Von den Felsen-Höhen ruft ihm eine Vila, als er einst einsam dahin-reitet, zu: «Weißt du, weshalb dein edles Pferd wiehert? Es klagt, dass ey sich bald von seiuem Herrn trennen muss, aber fürchte nichts. Köuigssohn Marko! Niemand wird dir deinen Schecken rauben, kein Held und kein feindliches Schwert wird dich todten, sondern du wirst erkranken nnd sterben durch Eott, den großen Vlutrichter». Und Marko, nachdem er sein sterbendes Antlitz in einem Bnmnen gesehen, haut seinem edlen Rosse selbst den Kopf ab, bricht sein scharfes Schwert in vier Theile, seine Lanze iu sieben und schleudert sie vom Urviu-Felseu hinab in das blaue Meer, damit nichts, was ihm gehörte, dem Feinde in die Hände falle. Das Grab des Köi'igssohnes Marko soll sich auf dem heil. Berge Athos befinden. Es ist unbezeichnet geblieben, damit die Türken dem Leichnam des Helden, der so oft ihr Blut vergossen, nichts anhaben können. Das serbische Volk gönnt hingegen denjenigen, die seinen Hass oder Fluch verdient, kein Grad, keinen Frieden im Schoße der durch sie entweihten Heimats-erde. Man we,h, dass der letzte serbische König Lazar durch den Verrath Vuk Brankovic' in die Hände der Türken fiel an dem großen Trauertage der Schlacht aus dem Amselfelde, die wieder Tausende von Christen unter da« Joch des Halbmondes beugte. Die Sage er-zahlt, da« Bajazet später Nrankooiü in das Gefängnis werfen l»eh, dass dieser aber nach Bosnien entkam Bei Travnik jedoch habe den Verräther die Erde ver« schlungeu, und an der Stelle sei statt eines Orab> Hügels ein ruhelos wogender See entstanoeu, deu das Volk noch heute «Vuks Sprudel» nennt. Die der heidnischen Wildheit entnommeneu Sage», motive gehen allmählich in die Anschauungen christlicher Nächstenliebe über. Eine solche, die Heidenzeit au das Christenthum knüpfende Sage erzählt von einem sehr gerechten Menschen, dessen Lob die Vilas stets zu Gottes Thron trugen. Einst, als die goldhaarigen Göttinnen sich nächtlich versammelten, um zu berathen, wie sie dm guten Menschen helfen und die bösen bestrafen sollten, fanden fie an dem Orte, wo sie zusammenkamen, für jede einzelne einen schönen Felo-blumenkrauz liegeu. Sie erriethen den Spender und brachten dem gerechten Manne dafür einen Pflug und Riemzrug, ein Pferd daran zu schirren. Bald darauf brach ein Kampf zwischen den guten und den schlimmen Menschen aus. Die Vllas halfen den Guten, da aber dennoch genau so viele Tugendhafte als Lasterhafte fielen, so ließen die Ueberlebenden der letzteren nicht nur ihre eigeneu Todten unbeerdigt, sondern sie hinderten auch die Gnten, die Ihrige,, zu begraben. Die Vilas zürnten und riefen aus den Wolken den Erdbewohnern zu. welche große Silude es sei, Gefallenen kein Grab zu geben! Der gerechte Mann spannte hierauf fein Pferd an einen Wagen. >fuhr auf das Schlachtfeld und begrub mit Hilfe der Vilas die Todten der Guten. Als er dies vollendet, trat er aber mit der Frage vor die Vilas: Ob er nicht auch die Feinde bcgraben solle? . ^ei'. s' staunten darüber und betrachteten den fron ^ch. fast mit Rührung, dann baten sie '", ssi^' Feinden Gräber zu graben und ihnen den ^ ^ Schoße der Erde zu gönnen. Gott ? s.^el Ast güligeu Menschen anf einer Wolke nm 'jhi,»"" > Habe zum Himmel emportraqen, wo man ^, als Sternbild des Wagens sieht. ««,„,,1^ ^ Deutlich tritt iu dieser Sage der iM ^ wo die christliche Lehre der Mensche"!^ ^^ den Feind mit einschließt, an das Ohr " ^ P^ Völker schlägt. Auch die Ursprungs!^ ^,h ^ von deu drei Brüdern Leh. Leh u"0 F /, schöne Schwester Vllina sich i" de" ^ h"' ,j führer verliebte und die Slaven ""^1,,^^! Stätte in der Erinnerung des Volkes g' V".' Unter dem Thore des alten Kra^^gchel'/, ^ zeigt man die Stelle, wo die Wne.^ Alas ^' den Brüdern eingemauert wnrde. ^.,^ dc" Fv ihnen dabei behilflich, nachdem die Ä"'^. ^/^ Frauen einen prächtigen Ochsen nnt s ^.^ g Hörnern, zwischen welchen ein ,Nind nn ^ Apfel in der Hand faß. zl'geführt. ^ ^ f. So reicht bei deu alteu Vollern" hiF'^',, schlechte Handlungen weit über den ^ ^^d^/ friedvolle oder eine ruhelofe Orabsta "^„el v Verdienst denjenigen zutheil, die Ml die Leitung des Vö'llergcschickes aMM ^? Agram im Februar 1LÄ1. Aa^ ^^Zeitung Nr. 27. 207 4. Februar 1891. ^sse» Calil^ »^—'------------------------------------------------ ^" Leistung/!"" "a das des Lebel-Gewehres ist; °hne bosg ^^leit beträgt 200 Schilsse in der Minute, ^""lll Cial^ - ^^ ^°" ^^ Schulter genommen wird. ^"lväljlun/^?' erklärte, die Erfindung bedeute eine ^ ?D i 3°^""" Heerwesens. ^'binand^ M-'^ ^^ Erzherzog« Franz '° kreise d,5sc . """""hr ^Wseht wurde, erfolgt "^ Peters.! ^^"zogs Ira u z Fe rdi n a n d d'Este ""°" mittela ^ nachmittags um 2 Uhr 3b Mi- ll 'n Vkl ,?""'b"Wges der Nordbahu. Die A„. U Uhr N« ^. ^ erfolgt morgen vormittags gegen ^ Suite im N ^f ^°"" '"rd der Erzherzog mit "ür den «i,,c ., Allste des garen Wohnung nehmen. '" il»zs,Hz ^"^°lt in Petersburg sind volle acht Tage " "ach M?"'"'en, worauf sich der Erzherzog von gleiten ??" ^^'^' "^ "'e es heißt, die Sehens-^" «u nchml. 3^^ ""^ lh"r Umgebung in Augen-n " zurils m.?^' ^" ^^lau kehrt der Erzherzog nach Mll und' O ^""^ Gottfried Hoheillohe. FML. Graf ^ Karl ^""""steher Graf Wurmbrand soll noch "Mten. ^'"arzenberg den Erzherzog auf dieser R. ise ^bttb^c^^lilhrigen Her bst ma növer.) H "'«- uni. «w^°"^r dieses Jahre« werden der ^ünd. unk "'9lg» zufolge in der Gegend von ?'l der 4 ^."" unter Theilnahme des 2. Corps (Wien) ^"^idis, °^ ""b der 3. (Linzer) Infanterie- ^"tern 1,?,^" ^' ^°rfts sowie einer aus stchs k^ ^ ^lldass '^"^" Cavallerie-Truppen-Division und d?"^"erie 3^^«ade stattfinden. Da diesen Truppen ^ Allillp ?k"'Mv'sionen, 3 Cavallerie.Brigaden « "'" bcill.?! ^"^"' voraussichtlich noch Landwehr- ^" ein. «., ""°kn, so würde zu diesen Manövern ,.. ^ iM ?" vereinigt sein. ?!>eben tv^°ldversuch.) Wie uns aus Cilli ge- iü ^°lte K„n "^ °m 28. u. M. die in Wernitzberg V" Ttr°i 7"° Walisch anläßlich eines gering- 'i "'cher U^. .^" 'hrem Sohne Johann Walisch in ^? '^f°lle > meuchlings überfallen, und ist es nur H°,. Tie verdanken, dafs diese Absicht vereitelt "^ »vllrde . ^'^^ herbeigeülte 12jährige Theresia ^3' Eonc,^? '^"" ^"Uder am Handgelenke schwer ;" ^^ "üttels eines Taschenmessers Stich- '^eie N. 7^igegend und in die Brust bei, welche ^ (N„?""Uen bezeichnet werden. '<» Tr wl l Koch in Wien.) Geheimrath s'°N!i s>< "°wt Koch ist in Begleitung des Pro. "llb ^l . s""^ Ägypten auf der Durchreife nach Cox- ^"" 'ho es "m,'^^ °us Berlin in Wien eingetroffn ^'°^ hat .tlvpol''' abgestiegen. Der berühmte Vtt ^egra^-l"^ Ausnahme eines Herrn, der seinen 8°ch ^ (Tll^ ^ einige Tage in Wie,, zu verweilen. l<^°5bttfH " ° «rfchleißer.) Die Zahl der ^ i"kninle, W betrug in Oesterreich im Jahre °>>lt >teri^ >> "^^ von diesen fassten 548 das ^ll°, T" "e« b" k. k. Tabal-Verschleißmagazmen ^"ln "^ Än 3 )!." ""d 422 indirect, das ist bei ^tl,e Zahl dec Kleintrafilen, ein- ^llltitt " sind ^' selche mit einem Großverschleihe ^ ",' bezieh «f ^ch auf 72.484. An Gewinst. Pachtfchillingen, sind im Jahre > ^>"°litä.. ^ ^^ si. Die 33 Tabak- und >»ln?°b do« 2 "^"schleißer haben im Jahre 1889 >ei> yerH^'^2 fl. erzielt; an Provisionen 3'"'" e, . wurX'b" l03.219 fl. Von 218 Groß. <«4? 54.049^ "" b" Tabalgefälle a„ Pacht- , ^'^iahlt ^ ' bo»" U^^. ^^ Pauschalbeträgcn >tn '^l. Wie w" ^ "^ " ) <^raf Stefan Kar 0 l») i >^/Mättern" " "" Budapest mittheilt, in den ^e?>N Cobn^ Klärung, dass er filr seinen ^" die " hat 'f - l'ch l>h„e sein Wissen aus dem °^en^"tue . lnnk Schulden zahlen und dafs er ^^erde. ^laubiger im Wege des Gesetzes ' t? ^^°"sim^beilm ,^"phisch gemeldet wird. hat , diplomatischen Corps i! y,. ^- .. -»iublicums mit großem Erfolge i">och^ ^""^rstreik in Wien) Wie ' ^ ^'"den 7" sämn Ä'"^icrt. ist dort gestern ein ^"uen Kiffer« j^^kr Fabriken ausgebrochen. Die l ^>. "' (K^ b'n ^"sahl auf 12.000. Die V«. ' - '°" ^Nees^^ltsgebern berfprechen Elfolg. ^ad^lche l^^^^^^ auf der Insel Sar- ' »'ln ^b ," don vf, "°«e dort wütheten, verursachten >" in^r«^/" Vt.llionen Lire; m.hrere an den "tu ^ l 3/ ^°rz've>tt ""^ reiche Herd.nbesiher be« ^ b^e7w^^lbst^^^ . "'" »eh 7'^rufe zurückgezogen und ""Ute V.Ua __ Zahnfried. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Zu den Neichsrathswahlen.) Der phantasievolle Laibacher Correspondent diverser Wiener Blätter depeschierte vorgestern an mehrere Wiener Blätter sowie an die Grazer «Tagespost», dafs Graf Hohen» wart auf lein Reichsrathsmandat mehr reflecliere. Von verlässlicher Seite wird jedoch unterm Gestrigen aus Wien gemeldet, dass Gras Hohcnwart wieder candidiert, was als ein güustiges Symptom der politischen Lage bezeichnet wird. — (Aus dem t. l. Landesschulrathe.) Ulber die jüngste Sitzung des k. k. Landesschulrathes für Kram berichtet man uns: Nach Eröffnung der Sitzung durch den Herrn Vorsitzenden theilte der Schriftführer die seit der letzten Sitzung im currenten Wege erledigten Ge« schäftsstücke mit, was zur Kenntnis genommen wurde. In Erledigung der Tagesordnung wurden sodann ernannt: Zu definitiven Lehrern die ftroviforischen Lehrer: Herr Konrad Mally für die dritte Lehrstelle in Neu. marktl, Herr Paul Ailc für die zweite Lehrstelle an der Volksschule zu Mixelburg, Herr Peter Sirc für die zweite Lehrstelle in Mannslmrg, Herr Theodor Schulter an der Volksschule zu Vabenfeld, Herr Josef Pet« kovsek an der Volksfchule zu Godovik. Herr Jakob Ancelj an der Volksschule in Maichau, Herr Karl Rozanc für die dritte Lehrstelle in Unterloitsch, Herr Alois Sezun an der Volsfchule in Gereuth, Herr Friedrich Pehani für die dritte Lehrstelle in Treffen; zur definitiven Lehrerin die proviforifche Lehrerin an der zweiten Lehrstelle in Hänigstein Frau Amalia Koncil, ja; zum Oberlehrer an der dreiclassigen Volksschule in SiZla der Oberlehrer in Mannsburg Herr Anton Iavorsel; zum definitiven Lehrer für die vierte Lehr» stelle in St. Martin bei Littai Herr Karl Matajc, Lehrer zu Riez in Steiermark. Sodann wurde die Classi« ficienmg der Lehrstellen auf Grund des Gefehes vom 29. November 1890 vorgenommen. — (Touristische Arbeiten in Krain.) Nach den jüngsten Beschlüssen der Section «Krain» des deutschen und österreichischen Alpenvereines wird das Wegneh in den Steiner Alpen erweitert, der Zugang in die wildromantische Velcaschlucht und zum Mittagskogel practicabler gemachl, die Defchmannhütte unter dem Triglav entsprechend ausgetäfelt, von derselben für jene Vesteiger der Triglav-Gruppe, welche ohne Berührung des Hoch» gipfels dieses Stockes zur bereits verfallenen Maria-Theresia-Hütte gelangen wollen, ein Pfad hergestellt, der den Abstieg zu den sieben Triglav-Seen und ins Wocheiner Thal ermöglicht und endlich den Aufstieg zum Matulilfall und der Felsgegend «Za Akam» oder Wald im Thale der Wurzner Save erleichtert. Ein Hauptaugenmerk soll auf die Erbauung einer Schutzhütte auf der Golica gerichtet werden. — (Für certificierte Un te r offic iere.) Nach der vom l. l. Finanzministerium im Einvernehmen mit dem k. k. Landesvertheibigungs.Ministerium und mit Zustimmung des l. und l. Reichs-Kriegsmimsteriums ge< troffenen Anordnung wird in Hinkunft bei Besetzung von Steueramts.Adjunctenstellen nur jenen certificierten Unter-officieren, welche die untere Hälfte einer Mittelschule ab-soloiert haben, der Vorzug vor den übrigen Milbewerbern eingeräumt, bei Abgang dieser Bedingung aber, alter« nierend mit den Steueramts'Praktilanten, nur jede vierte Strueramts-Adjunctenstelle zugestanden. — (Das Koch'sche Heilmittel.) In der jüngsten Versammlung des Vereines der Aerzte in Krain berichtete Primararzt Dr. Dornig über die von ihm aus der dermatologischen Abtheilung des hiesigen Landes« lranlenhauses mit dem Koch'schen Mittel angestellten Versuche und stellte die mit diesem Mittel behandelten Kranken vor. Da die unter dem Namen Lupus (fressende Füchte) bekannte Form der Haut-Tuberculose das classische Object sür das Studium der Wirkung des Koch'schen Mittels abgibt, und da dem Vortragenden ein silr die VciHältnisse eines Provinzspitales leich zu nennendes Matelial von Lupuslranken zu Gebote steht — der Lupus ist cine in Krain leider sehr verbreitete Krankheit«-form — lag es an der Hand, die Verfuche eben an Lupuslranlen zu beginnen. In sämmtlichen Fällen trat nach jeder Injection von Kochin eine prompte Reaction ein, sowohl eine örtliche, die durch entzündliche Erscheinungen (Röthimg. Schwellung. Temperaturerhöhung. Schmerzen, Exsudation) an den lupös erkrankten Haut stellen charakterisiert ist, als auch eine allgemeine, die in sehr intensivem, vom Schütlelsrost eingeleitetem Fieber, in Kopf- und Gliederschmerzen, Brechreiz, sowie zumeist auch i» dem Auftreten eines Exanthems (Ausschlages) ihren Ausdruck fintet. Der Ausschlag tritt bald als diffuse Ruthe, bald i„ Form rother Flecke auf. verbreitet sich über die Brust-, Bauch- und Rückenhaut und schwindet in der Regrl mit dem Nachlassen des Fiebers am Mitcn, oder dritten Tage. Die Reaction stimmte vollständig mit den classischen Schilderungen Kochs überein. I" allen bisher bei uns mit Koch'scher Flüssigkeit behandelten Lupussällen kann fchon hcute, obwohl die Behandlung noch lange nicht abgeschlossen ist, eine ausfallende Besserung constaliert werden. — (Localbahn Laibach-Stein.) Wie uns aus Stein mitgetheilt wird, trafen am Vorlage der Eröffnung der Steiner Localbahn mehrere höhere Func« tionäre der k. l. Staatsbahn mit dem zur Eröffnung bestimmten Zuge in Stein ein und stiegen im Curhause ab. Dieselben vereinigten sich am Abende mit einer daselbst anwesenden größeren Anzahl hervorragender Gäste aus Beamten- und Militärkreisen nebst mehreren Privaten zu einer improvisierten Ovation, welche dem Gründer der Localbahn, Herrn Alois Praschniker, der gerade vor zehn Jahren die Vorconcession erwirkte und damals den Ingenieur Herrn Oscar Baron Laz° zarini mit der Vornahme der technischen Vorarbeiten betraute, in der herzlichsten Weise dargebracht wurde. Aus diesem Anlasse überreichten tagsdarauf die zahlreichen Familienmitglieder aus nah und fern dem Chef des Hauses ein Album zur Erinnerung an das freudige Ereignis. An diesem Tage erschien bei Herrn Praschniker auch eine Deputation von Vertretern der Gemeinde Zllpanje Njive, welche ihn als den Gründer der Local« bahn in dankbarer Anerkennung seiner vieljährigen unermüdlichen und aufopfernden Thätigkeit für das Zustandekommen derselben durch Ernennung zum Ehrenmitgliede der genannten Gemeinde auszeichnete. Den Bemühungen des Herrn Praschniker ist es auch zu verdanken, dass bereits auch eine Ermäßigung des Fracht tentarifes angebahnt wurde, in welcher Angelegenheit schon vor einigen Tagen ein hoher Functional der General-direction bei Vertretern größerer industrieller Firmen, namentlich in Domschale, Iarsche und Stein, informative Erhebungen pflog, deren günstige Resultate zum allge-meinen Wohle zweifellos demnächst ins Leben treten Werden. — (Der Buchdruckerverein für Krain) hielt letztvergangenen Samstag abends in seiner Vereins« localität im Fürstenhofe die statutenmäßige Jahres« Generalverfammlung in Anwesenheit von etwa 40 Mitgliedern ab, und wurden in den Ausschuss für das laufende Vereinsjahr sämmtliche Mitglieder des abgetretenen Ausschusses wiedergewählt, und zwar die Herren: Lucas Breslvar, Obmann; Franz Hribar jun., Obmann-Stellvertreter; Valentin Arselin, Cassier der Unterstützungs-seclion; I. Pance, Cassier der Fortbildungssection; I. Pav-licek und H. Sperling, Schriftführer; K. Nigrin und A. Sterlekar, Bibliothekare. Zum Verwalter der Unter« stühungs-, bezw. Reisecasse für wandernde Vereins-Berufs-genossen wurde Herr A. Zwatz und als Revisoren die Harren Fr. Ban. Fr. Marout und A. Zwatz gewählt. Der vorliegende Rechenschaftsbericht, welcher für die Unter« stützutigsfcction einen im abgelaufenen Berichtsjahre erzielten Reingewinn von 708 st. 32 kr. aufwies, wurde beifälligst zur Kenntnis genommen. Die Versammlung erstattete Herrn Dr. Derc, welcher Vertrauensarzt des Vereines ist, für die unentgeltliche Dienstleistung ihren Dank durch Aufstehen von den Sitzen ab. Ferner beschloss die Versammlung, am Samstag den 7. Februar ein Typographenkränzchen abzuhalten, wobei auch der neu gegründete Grsangsclub «Typography» zum erstenmale seine Gesangspiecen öffentlich zum Vortrage bringen wird. — (Section «Krain» des Alpenvereines.) Heute abends um 3 Uhr hält Herr Moriz Toftolansky im Clublocale des Casino seinen zweiten Vortrag über praktische Anhaltspunkte zur Erkennung der Wllterungs-veränderungen. Dieser Vortrag bürste umfomehr von Interesse sein, als Herr Toftolansky in seinen letzten Auseinandersetzungen wegen Zeitmangels fast nur die theoretischen Momente hervorheben konnte, während derselbe diefcsmal mehr die praktischen, von jedermann leicht zu machmden Beobachtungen und Erfahrungsfätze auf diesem Gebiete zu besprechen gedenkt. — (Die Gemeinde Tomiselj) zählt der jüngsten Volkszählung zufolge 780 Einwohner (362 männlichen und 398 weiblichen Geschlechtes) und 69 Ab-wesende. Der älteste Mann ist geboren im Jahre 1812, die älteste Frau im Jahre 1611. Sämmtliche Einwohner der Gemeinde bedienen sich der slovenischen Umgangs^ spräche und sind römisch-katholischer Confession. 303 Personen können lesen und schreiben, 62 bloß lesen. Die Bevölkerungszahl ist seit dem Jahre 1880 um 99 gestiegen, hauptsächlich wohl aus dem Grunde, weil inzwischen das Dorf Üipe zusammengesetzt wurde. Weiters wurden in der Gemeinde Tomiselj gezählt 115 Pferde, 571 Rinder, 232 Schweine und 276 Bienenstöcke. — (Theater Nachricht) Heute gelangt im deutschen Theater die Zelleriche neue Operette «Der Vagabund» zur elften Ausführung. Diese Operetten. Novität errang u. a. in Wien einen großen Erfolg, und rühmt man der neuen Operette ein amüsantes Libretto und reizende Musik nach. Der rührigen Direction, welche bestrebt ist, nur Neues und GutcS zu bieten, wünschen wir den besten materiellen Erfolg. — (Aus Dalmatien) bringt die «Hrvatsla» die Meldung, dafs zwischen Serbe» und Kroaten anläss« lich der bevorstehenden Reichsrathswahlen eine Verständigung zustande gekommen sei. Als Bedingungen werden bezeichnet: Die Frage der Vereinigung mit Kroatien wird in 8U8PVU80 gelassen, die Amtssprache als serbo-kroatische bezeichnet; in den Reichsralh werden süns Kroaten und vier Serben gewählt. Laibacher Zeitung Nr. 27. 208 4. Februar !s^> — (Soirie beim Herrn Landesprä' sidenten.) In den glänzenden Empfangsräumen des Regierungsgebäudes fand gestern der zweite Emftfangs-abend statt. Die geladenen Gäste wurden von Baron und Baronin Wintler in der liebenswürdigsten Weife bewillkomm!; während die Jugend mit unerschöpflicher Lust dem Tanzvergnügen huldigte, unterhielt sich die zahlreiche Gesellschaft, unter welcher viele Vertreter des Adels und der Garnison, des Bürger- und des Beamtenstandes, Abgeordnete u. s. w. zu bemerken waren, in der animiertesten Weise. Das prächtige Fest endete erst in den Morgenstunden. * (Professor Wurn^ r f ) Im Irrenhause zu Feldhof bei Graz ist am vergangenen Samstag der gewesene Professor am hiesigen Obergymnasium Herr Michael Wurner nach langwieriger Krankheit im Älter von 62 Jahren gestorben. Einer hiesigen bürgerlichen Familie entsprossen, absolvierte Wurner die Gymnasial-ftudien in Laibach und bezog dann die Wiener Unwcr-sität, Für das Lehrfach in o?r naturhistorifchen Gruppe approbiert, lam er zunächst als Supplent nach Warasdin und von dort nach Laibach; im Jahre 1862 zum wirk« lichen Lehrer ernannt, wurde Wurner an das Krainburger Gymnasium verseht, lam jedoch im Jahre 1669 nach Laibach zurück, wo er bis zum Jahre 1868 verdienstvoll wirkte. Wegen seiner Kränklichkeit bat er um Versetzung in den bleibenden Ruhestand; dieser Wunsch wurde ihm erfüllt und ihm beim Austritte von feiner Lehrthätigkeit eine große Auszeichnung zutheil, indem Seine Majestät der Kaifer mit Allerhöchster Entschließung vom 23. Juni 1886 zu gestatten geruhte, dass demselben die Aller« höchste Anerkennung für feine vieljährige ersprießliche Wirksamkeit im Lehramt? ausgesprochen werde. Von Wurners Abhandlungen seien hier «Niederfchlags-Ver-Hältnisse Oberlrains aus den Beobachtungen der Jahre —1869» und «^okai o wöi» besonders erwähnt. Der Verstorbene hatte sich großer Sympathien und Wert» schähung seitens der College» und der liebevollsten Anhänglichkeit seiner Schüler zu erfreuen. — (Tegetthoffs Diener.) Der gewesene Kammerdiener des verstorbenen Admiral Tegetthoff, Herr Josef Fritz, hat diesertage seine Ernennung zum kaiserliche» Saalkammerdiener erhalten. Herr Fritz hat den großen Seehelden auf allen seinen Reisen begleitet. Als Tegetthoff im Jahre 1867 nach Mexico reiste, um den unglücklichen Kaiser Max von dort abzuholen, machte Fritz die Reise, ebenso wie zwei Jahre später die Orientreife Tegetthoffs. mit. Im Jahre 1683 verunglückte Fritz auf einer Reise und wurde schwer verletzt in das hiesige Spital gebracht. Der Kaiser, welcher damals gerade in der Hauptstadt Krams verweilte, erschien an dem Kranken» belte des Dieners Tegetthoffs, um ihm Trost zuzusprechen. — (Leichenbegängnis.) Gestern nachmittags um halb 5 Uhr hat vom Siidbahlchufe das Leichenbegängnis des am 1. d. M. in Abbazia verstorbenen hie« sigen Hausbesitzers und Privatiers Herrn Friedrich Rech er unter sehr zahlreicher Betheiligung aller Kreise der Gesellschaft stattgefunden. Der in seinem 32. Lebensjahre Verblichene, in so jugendlichem Alter seiner Familie Entrissene besaß einen ausgesprochenen Kunstsinn, und ergriff daher nach dcn am hiesigen Gymnasium und an der Grazer Handels» Akademie gemachten Sludie», einem unbezwinglichen Streben, als darstellender Künstler zu wirken, folgend, die theatralische Laufbahn. Er begab sich vorerst in die Theaterschule zu Leipzig, die er denn auch mit gutem Erfolge absolvierte. Für Charakterrollen und das komische Fach ausgebildet, betrat er sodann der Reihe nach mehrere größere Bühnen in Deutschland und erntete viel Beifall. Infolge Kurzsichtigkeit musste er jedoch diesem feinen selbstgrwählten Berufe entsagen, worauf er mehrere größere Reisen ins Ausland unternahm. It. * (Vodnit.Ball.) Die hiesige Citalnica ver« anstaltete am 1. d. M. dcn traditionellen Vodnik-Ball, der, gleichwie in früheren Jahren, ein sehr gewähltes Vallpublicum versammelte, mit Bezug auf den Besuch jedoch hinler seinen Vorgängern weit zurückblieb. Die zweite Quadrille wurde von 24 Paaren getanzt. Der Saal war mit Sträuchern und exotischen Gewächsen hübsch decoriert. — (Benefiz-Vorstellung.) Morgen wird als Benefiz-Vorstellung für den Regisseur Julius von Gyürky die Fcifchings-Posse: «Der Landsturm kommt» von Mestrozzi mit diversen Coupleteinlagen in Scene gesetzt. H?rr v. Gyürky, der meistverwendete Darsteller der Intenmsbühne, ist ein begabter Schauspieler, der sowohl im Schauspiele als auch in der Operette als Charakterdarsteller und Gesangslomiker mit Liebe und Fleiß seine Rollen zur vollen Befriedigung des Publicums gespielt und gesungen hat. Ein guter Besuch dieser Vorstellung wäre umsomehr zu erhoffen, da nur noch wenige Aufführungen stattfinden werden. — sVon der Marine.) Wie man aus Pola meldet, wird die Uacht «Miramar» bereitgestellt, um fiir die Rnse Ihrer Majestät der Kaiserin nach Corfu! nusgrrüstet zu werden. Während des Aufenthalles der lltaiftru, m Norsu wird die «Miramar» zur Disposition der Kmwin daselbst verleibe.,, Ium Commandanten der «Mlramar. wulde Lmienschlfss.Capitän Cassini bestimmt * (Unglilcksfall auf der Locomotive.) Montag in der Früh begegnete dem gegen die Station Sava dahinrollenden Zuge, auf dessen Locomotive sich der'Maschinführer Herr I. Walland aus Laibach befand, ei», Lastenzug. Im Momenle der Kreuzung streifte eines von den aufgeladenen Brettern den Walland fo unglücklich auf dem linken Auge und im Gesichte, dass er in bedenklich verletztem Zustande der häuslichen Pflege überführt werden musste. — (Eine wilde Katze) ist am vergangenen Freitag vom Besitzer Herrn Karl Ielovsek vulgo Marijancnik im Stalle des Besitzers ^ernejovc in Verd im Schlageisen gefangen worden. D«e Katze hat eine Länge von einem Meter und war sehr ausgehungert. — (Ernennung.) Der Postofficial Albert Hermann wurde zum Postcontrolor in Trieft ernannt. Neueste Post. Briginal-Telegrammc drr ,,Lnibachcr Zeitung". Wie», 3. Februar. Seine Majestät der Kaiser ist abends nach Budapest abgereist. Erzherzog Franz Ferdinand d'Este stattete vor seiner morgige» Abreise nach Petersburg heute dem russischen Botschafter Fürsten Lobanov einen längeren Ncsuch ab. — Der Schuhmacherstreik verläuft befriedigend, und ist ein günstiges Arrangement bevorstehend. Trieft, 3. Februar. Der Kaiser hat die Wahl des Dr. Ferdinand Pitteri zum Podeste von Trieft bestätigt. Die feierliche Installation des neuen Podeste findet morgen mittags im großen Sitzungssaal« des Stadtrathes statt. München, 3. Februar. Die Kaiserin vnn Oesterreich ist incognito mittels Separatzuges heute hier eingetroffen und im Hotel «Bier Jahreszeiten» abgestiegen. Nom, 3. Februar. In allen ernsten politischen Kreisen wlrd der Ueberzeugung Ausdruck gegeben, dass die Lösnng der schwebenden Cabinetskrise, möge dieselbe welchen Allsgang immer nehmen, nnter keinen Umständen in der auswärtigen Politik Italiens eine Aenderung herbeiführen werde. Der Vestand des Dreibundes werde durch die Neugestaltung der italienischen Regierung in keiner Weise tangiert. Paris, 3. Februar. Der «Petit Parisien» meldet: Der von Donan nach Paris gehende Persmienzng entgleiste gestern nachmittags bei Pont Maillet. Ein Reisender wurde getödtet, 20 sind verwundet; die meisten Waggons wurden zertrümmert. — Der bekannte Mörder Eyrand wurde heute früh hingerichtet. Er benahm sich sehr gefafst. Madrid, 3. Februar. Officiell verlautet: Von 427 bisher Gewählten gehören 120 der Opposition an, Alle Minister und Parteiführer wurden gewählt. London, 3. Februar. Es verlautet, dass m» Aus-gleich getroffen wurde, demzufolge Mac Carthy Führer der gefammten irische» Partei wird, während Partiell nnd O'Brien nach Amerika gehen, um Gelder auf« zubringen. Petersburg, 3, Februar. Anlässlich des bevor, stehenden Besuches des Erzherzogs Franz Ferdinand ist zu Ehren desselben ein Hofball für den 25. Jänner alten Stiles augefagt. Petersburg, 3. Februar. Dem .Regierunsboten» znfolge'gab der Großfürst Georg seine Orientreise ans Gesundheitsrücksichten auf; derselbe wird znnächst nach Athen zurückkehre», Newyork, 3. Februar. Ein Telegramm aus Valparaiso meldet: Das Geschwader der Aufständischen wurde überall, wo es angriff, geschlagen. Angekommene Fremde. Am 30, Jänner. Hotel Mfaut. Noual, Nagy, Semen und Walter, Kaufleute; Gwincr. Ingenieur; Moraweh und Gorup, Wien. — Masa< ratti, Kllufm., Trieft. — Kühn. Reisender, Lilttich. — Fra- aiacomo, Kausin,, Pola. — Polcmdl, Assling. — Mayer, Fabrikant, nnd Aloisia Seidl. Graz. Hotel Siidlmhuliof. Kozjel, Kfm., Wien. — Wökes, Lmbach. — Raznoznil, Realitatenbesiher, «ees. — Frilsch, Ingenieur, Iudeuburg. Hllttl Stadt Wien. Lehr nnd Wolf, Reisende; Schöuberger, Weis; und Reich, Kaufleute. Wien. — Oraf Margheri, Unter« train. — Müller. Ksm,, Heilbronn. — Hümamaun, Kanfm., Gottschre. — Rubescl,, Hauptmann, Spalato.' Güsthof Kaiser von Oesterreich, «ndolsck, Fabrikant, Neumarttl. — Mock, Jäger, Tarm's. Am 31. Jänner. Hotel Stadt Wien. Breyinan, Kullenz, Klöhl, Reis Wien — Pleiß, Rcmscheid. — Csaned, Budapest. - Hrast. Priuat-bi-amter, Kirchdorf, — v. Santo, Gutsbesitzer, Gallenfelö — Planlan, k. l. Notar, Radmannsdorf. ^ Buchbinder Reis Prag. — Gurnp, Laibach. Hüttl Elefant. Menzel und Hnmel, KaufleiUe, Wien, — Mayer, Tnchfabnkant, Graz, — Haller, Ver>;vcrwalter, Licscha. — Drutar, Notarialöeaudidal, znainlnng. — Aliueri, da Scana Hotel Äairischcr Hof. Homm,. Privatier, Eiöuern. - Smolej^ Radmannsdors. > Hotel Siidlmhllhof. Siegert, Reis., und Deulschaler, Wien — ^ Kaiser, Näherin, Trieft.____________ verstorbene Den 2!1. Jänner. Nosalia Irneek, Arbeiters'Tochter 10 Mun,, Ruinnstraste 10, Keuchhusten. ^ '! Den 3 1. I ä n n e r. Karl Frrce, Schneids" 7 Mon,. Polana-Damm 48, Pneumonic. — Mm'« ^ Amtsdi','ners'Wilwe. 72 I. Floriansgasse 38, MM""^ Angela Slnaa, Fabrikarbeiters - Tochter, 14'/z. I' M Damin 4«. Tubcrcnlose. — Maria Kasteliz, Beamten«',^ 77 I.. Theaterkasse 1, Bronchitis, — Maria Icriha. A"^ Witwe, 85 I, Hradchlydorf 32, Marasmus. — A^' Moree. Jäger im 7. Feldjäger-Vataillon, 21 I,, Peters!" Selbstmord durch Erschießen. .HP Den I.Februar, Rudolf Mercun, Arbeitt" 8 Mon,, Emonastraße 10. Kenchhnsten. ^«j> Den 3, Februar. Maria Pauliu, Landes"^ Osficials'Witwe, 78 I, Deutsche Gasse 2, Antrax, -^ "" 7U"M^ 750 5 !-13 6 windstill Nebel !g^ 3.2 . N 749-7 -3-8 O. schwach halb he'/" > 9 . Ad, 749-1 ^— 4 6 ! O. schwach bewö'lt ^ ^j Morgens Nebel, dann Sonnenschein, nachmi^s ^ bewölkt, Schwchen der Steine. — Das TmM»itt« , peratur —7 3°, um —4 4° unter dem Normale, ^^^ Verantwortlicher Redacteur- I, Nac;!'' ^ 50 Dulden, Belohl,ung dentjonigen, welcher den Verfaß ,^' gewissen anonymen Briefes bekanntgibt. DiesW ^i aufklärende Briefe unter Chiffre „8. 17" °^ » Adininistration dieser Zeitung. (39^> ? Danksagung. Tief erschüttert durch den schnj^ liehen Verlust unseres innigst ge'ie. ^ unvergesslichen Sohnes, bezw. BrU Schwagers und Onkels, des Herrn Friedrich Rechet Hausbesitzers und Privatiers sprechen wir auf diesem Wege ^J* |,, herzliche Theilnahme während der K'"a ^, heit und nach dem Hinscheiden, für 0 so zahlreiche ehrende Begleitung ^, Iheuren Verewigten zur letzten ^ß,r statte und für die schönen Kra055^^ den den tief empfundenen, warn1 Dank aus. jt8j Das feierliche Requiem wird n ^ (Ion 6. Februar I. J. um 10 Uhr vOr' tags in der Pfarrkirche Maria Vß' digung abgehalten. I Die trauernde Familie Bect^J Danksagung. ^^,, Für die zahlreichen Beweise der Th<^ z»c während der Krankheit und für die Vcgie" lchtcn Ruhestätte der Frau Maria Kasteliz l. l. Vib^thekars Witwe .«< >><"- herz"" wird allen Freunden und Bekannten oci Dank ausgesprochen von <.s'<»lltll^' > den trauerlld Hinterb!"" ^ Laibach am 3. Februar 1^' ^^^^^^ »^— , > Die heiligen Seelenmessen für F"« l Maria Aastettz „F, I .oerden am b., 6. u. 7. d. M. früh " "^.^ j > iliozu Verwandte, Freunde und Belan»" ^^ I werden. ^^eiw^Nr. 27. 209 4. Februar 1891. Course an der Wiener Börse vom 3. Februar 1891. «^ dem oMenen Courm««« ^0t„ « ~" ' ^ "4 25 145-25. ^"^"^'""ei, .««««W9-10 ^lM«^". "''-"2". ///„ , . . 1N0«>> 101 30 dto. bto. 4°/„ . . . 97'30 97UN dtu, Präl»,-Schnlbverschr, «°/o 10» — 10950 Oest, Hypotbelenbanl i»j, 50°/^ 10050 - — Oest-ung, Vanl vcrl, 4'/«°/« 101'10 102 i« bctto » 4°/„ . , 99 70 100-l5 betto 50jähr, » 4°/„ . . 99-70 100-15 PllorltätS'Gbllaatlonen (ftlr l!,0 st,), Ferdinands Äiurdbahn Lm, i«8U 100 — 10« «0 Galizische Karl - Ludwig»Nahn Em, 1881 300 si. S, 4'/,"/u . 99 50 100 30 Gelb Ware Oesterr, Nordluestbahn , . . <0<>-4U ,u?-10 Staatöbahn....... iu0-— —-— Oüdbahn ^ 3«/„..... 152 — !5«-50 > il 5"/„..... 11750 118-50 Ung-galiz. Nahn..... 1U190 10280 Diverse z«se (per Stücl), Vreditlose 100 fi...... 18175 182 25 Clarl, Lose 40 fl...... 5«— 57 - 4"/„ Donau Dainpfsch. 100 si. . 124dl» 12L-5N Uaibachor Prcim,'Anleh. LU st. 2175 2275 Ofener Lose 40 fl..... 5775 5l<"?5 Palff» Lose <0 st...... 5575 5U25 NollienMeuz, öst. Ges. v,, 10 fl, 1»<>0 19 — Rnbolph Lose 10 fl..... xo-50 31 50 Salm Uuse l<> fl...... 5950 L05N St, Oi'noii! Uose 40 fi. , . . —-— —-— Waldslei» Lose 20 fl, , . . 8750 3»'— Wiübiich Gräh Lose 20 fl, . . 4??5 4975 Eew, Tch, d, »«/u Präm,'Tchulb. verschr. bei Vodencreditanstalt 27 — 89 — Kank-Attitn (per Itück), Unalo öst, Va»l 200 fl, ou«/„ E, , 1U5- - K.5-5» Banlverein, Wiener, 100 st. . 11l>z0 117- Abcr,«»st, üst,, 200 st, S,4U"/u 34050 241 — Lrdt'Unst, f. Hand, u, 0,1«U st, »0l»g, Aanl 600 st, . . py» — iuo^ Unioiibaul 200 fl.....842 75 »43 25 Vtrlthrsbllnl, «lllg., 140 . . Ib» 50 159 50 Aclten von ^rannport« Unternehmungen. (per Stücl). «Ibrecht Bahn 200 fl. Silber . 85 25 »5-7l> Alsöld Filiman, Bahn 200 fl, S, 2U1-- - 202-VülM, Nordbah» 150 fl, . . 200— 201- » Westbahn 200 st. . , . 336 - 337 — Nuschtiehrader Äobt-,iI), 6is, V, 20« fl. T. —— —-— sserbiiianbs ^iordli, 1000ss,Lubw. A. 200 st. EM. 21050 2l1 — Lemb,» Czernow,' Iassy Visen» bahn-Eesellsch 200 fl, 2, , . 231-5« «»H'5<1 LIl,yd,üst,'Ung,,Triest50Ust,«M, 340 — 34i -Oestcrr, Nordwcstb. 200 fl,Eilb, 212-50 213 50 dto, «.lit, N ) 200 fl, E, . , 21t<-50 219' -Prag.T»ll.ei-», 150st, Tilb, 9150 92 50 Slaalseiienliahn 200 fl, Silber 24<»-'/5 24l-25 Iüdbahn 200 st, Silber , . . 18875 129 25 Iüb>Nol-bb,«crb,'V,200sl,«W, ^7775 ,78-Tramway Ges,,Wr,170 flüW. 218 — 2l»n — > neueWr,,Pr!oritäts« «lctien 100 fl........— „.. Ung.-gallz. «kisenb. 800 fl. Silber 107-5« 1»» 50 Velb W«re Ung. Norbostbahn 200 fl, Silber 19U-5» 197-25 Unn,,Westb,(«aab'Graz)200fl.S. 197 25 19» 8b Indufirie>Actien (per Stück). Banges., «Na.. Oest.. 100 fl. . 8«?^ 8«-— ltgydiel lllsen< und Slahl'Inb. 0 fl, . . 90-50 91 50 Montan. Gesell,, üsterr. alpine Nl?0 92-20 Prater Eisen IndOes, 200 ss, 379 — 381- Lalao'Tarj, Steinlohlen «0 fl, 454'—45L - «Schllaelinnl,!., Papiers. 200 fl, 196'— 199 — «CtcyrcimühI.,Paplcrf.»,V,'G. 189-— 13«' — Trisailcr Kohlenw, Ges, 70 st, , 152 — 153 — Waffcnf,'E„Oest,inWien10Nfl. 432 — 4»? — Waggoil'Ueihaust,. Allg, in Pest 80 fl......... 9050 91-50 Wr. Ballgesellschaft 100 fi, . . 75 - ?b-?5 WIenerberger giegel-ActieN'Hes. 187- - 188- Devisen. Deutsche Plilh«...... 5«'12, 56 25 Lonbon........ 11410 114 50 Paris......... «25 4ü'!™ttagstisch Jjf «S» ^^"einstehenden Frau zu S?»2eituiUS^n5 in der Administration > »^, 8 oder Petersstrasse 4, I. Stock. %*^Ein »der «wei N«,,?6«:^ /chtl>aren Bürgersfamilie ^u N unt,rdr, WIEN S»tXr fünfte I *"*»iii siaalihha ÄSJs«sep ^&^^IS11^1- und Fahr- ln" ^"Ä,?¦*•»• Staat«- "»'Im '"'«s^i - «ntfemtcston M'-"i u, -- Deutsc).land. „nd "M '• J*feÄ :' Sl™l= - ein ^ ^,-H:u»f-Bureau (229) 3—2 St. 179. Razglas. Zamrlemu Jurctu Nemanièu iz Rozalnice št. 7, odnosno njegovim ne-znanim dedièem in pravnim nasled-nikom, imenuje se Martin Vukžiniè iz Kadoviè iU. 6 skrbnikom na öin ter se mu vroèi odlok št. 9955. C.kr. okrajno sodišèe v Metliki dne 10. januvarja 1891. (398) 3-1 Nr. 9394. Kundmachung. Bt>i dem k. f. Bezirksgerichte Adels berg wurde über die Klage des Iosl'f Dkleva vox Kleinmaierhof gegen Katharina, verwitwete Vadml vml Mantersdorf w?gen Nnerlennling des Verjährlseins der auf der Realität Einlage Z. 21 der Cata^ stralgemeiüde Ralitnik eingetragenen Hyftc» thekarfordermig per 150 si. s. Anh. die ordentliche mündliche Verhandlung auf den 6. Februar 1891 um 9 Uhr vormittags mit dem Anhange des § 29 a. G. O. angeordnet nnd die Klagsabschrift infolge des unbekannten Aufenthaltes der Geklagten dem auf ihre O^fahr und Küsten bestellten Curator Herrn Dr. Johann Pitamic von Adels« berg behändigt. K. k. Bezirksgericht Adelsberg, am 22. December 1890. (396) 3—1 Nr. 7219. Dritte ezec. Feilbietung. In der Executionssache des Dumiuik P^lppis von Unterkoschana (durch Doctor Deu von Adelsberg) wurde wegen 18 fl 20 kr. s. Anh. die dritte execnlive Feilbie-tnng der Realität des Josef <5'p?k von Vovke 8uk Grundbuchs-Einlage Nr. 1 der Eatastrala/meinde Vooce im Reas sumierungswege auf den 10, Februar 1891. vormittags 10 Uhr, Hiergerichts mit dem ursprünglichen Anhange angeordnet. K. t. Bezirksgericht Adelsberg, am 10. October 1890. "(397) 3—1 Nr. 7218^ ! Executive Feilbietung. i In der Executionssache des Franz Sadu von Kal (durch Doctor Den von ^ Adrlsberg) wurde wegen 32 st. 90 t>. ^ s. A. die executive Feilbietung der ideellen! Realitä'tenhälfte des Lucas Smerdu von Kal 8ud Orundbnchs-Einl. Nr. 58 der > Catastralgemeinde Kal im Reasfumierungs' wege auf den 10. Februar und 10. März 1891. vormittags 10 Uhr. hicrgerichts mit dem ' ursprünglichen Anhange angeordnet. K. l. Bezirksgericht Adelsberg. am 12. October 1890. ^ (376) 3-1 Nr. 230. Cnratorsbeftellung. Ueber die Klage des Anton Brus von Liplje gegen Lorenz Urbas, reip. dessen Rechtsnachfolger, poto. Ersitzung der Realität Einlage Nr. 145 der Eatastral-gemeinde Unterplanina wurde für die Geklagten Herr Karl Puppis von Kirch» dorf unter Behändigung des Klagsbescheides vom 12. Jänner 1891, Z. 230. wor-nach die Tagsatzung zur summarischen Verhandlung auf den 6. März 1891. vormittags 9 Uhr, Hiergerichts angeordnet worden ist. zum Eurator aä aotmn bestellt. K. l. Bezirksgericht Loitsch, am 12ten Jänner 1891^_____________ (379) ^—1 Nr. 217. Curatorsbestellnng. Ueber die Klage des Blas Mestek von Martinsbach. Kläger gegen Gregor Ovigelj. Blas Ule und Josef SeZun, alle von Martinsbach, resp. deren unbekannte Erben. Geklagte wegen Ersitzung einer Realität wurde den Geklagten Herr Karl Puppiö oou Kirchdorf zum Curator »6 »CI.UM bestellt und ihm der Klagsbescheid vom 14. Jänner 1891, Z. 217. womit die Tagsatzung zur summarischen Ver. Handlung auf den 6. März 1891. vormil-tligs 9 Uhr, Hiergerichts angeordnet wurde, zngestellt. K. k. Bezirksgericht Loitsch, am 14ten Jänner 1891.___^______________ (4l?s3^1 Nr. 543. Zweite executive Realitätcu-Versteigerung. U,n 11. Februar 1891. vormittag« 11 Uhr. wird bei diesem t. k. städt.'deleg. Bezirksgerichte die zweite executive Versteigerung der dem Franz Strumbelj von Tlale gehörigen. zusam< men auf 205 si. geschätzten, in der Cata^ stralgemeinde Kleingupf gelegenen Rea« litäten. und zwar der Realität Einlage Nr. 84, der «/^-Anthäte der Realität ! Einlage Nr. 108 uud der "/7« - Antheile >der Realität Einlage Nr. 122 erfolgen, und werden diese Realitäten hiebei auch unter dem Schätzwerte Hinlangegeben werden. ! K. k. stiidt.-deleg. Bezirksgericht Laibach, am 12. Jänner 1891. i l194s3^2 st. 9535. 0KIio ! ixvrsilne 26m1^iZ6in6 ärasbe. ^. kr. okr^lio »oäiäös v ttibniei na-2N»r^a: . .,.. j^a proän^o ^anssa nuna ix l<>d-nios öovolMk «6 ixvröilna clr»2dkl ^oiyfu I^oväinu Ia«lN6L», «oclno Nll 676 80I6. 06n^6N6j;tl xeml^iZöel vloin» Zt. 36 Icata»lr»ln6 oböine Dans. /^n to 86 lioIoiwMa ^va cll-llildsn» <1nov», in 8ic6r prvi nu äan 27. fftbruv»!'^» in äru^i n» 6»n 31. marcn 1891. I.. vsalcilcrat ok 11. uri 6opolu6n6 pri tom 8o6iäöi 8 pl-i»tavkom, 6a «6 daä« to xsm!Mös pri prvem r6ku Is xn, all ösil «6nilv6no vr6äno3t, pii 6ru^6m rttku pa tu6i po6 to vr66n08t^0 oääalo. Nraideni pogHi, V8leä katsrik ^6 p086dno V8klk ponu6nik 6o1iian, ui'6ä ponliädo 10<7<, var«öin6 v rok6 6r»i-06N6j;li lcomi^arja poloiiti, osnitveni 2üpi8nilc in 26rnh6kn^i5nl ixpi86lc 162^ v rs8i8traturi n» vpo^Ie^. C!. kr. okra^no 8oäi.^ös v ttiknioi äns 31. 66«6mbra 1890. (378) 3-1 Nr. 229. Curatorsbestellung. Den Tabulargläubigern Maria Pe-trovcic geb. Petkovsek. Georg Hladnik. Anton Masle.Barthel Trojer und Johann Gostisa. resp. deren Rechtsnachfolgern, wird bekannt gemacht, dass ihnen in der Rechtssache der Maria Petrovcik von Kalce (durch Ignaz Gruntar) gegen sie wegen Verjährung von Satzposten Herr Karl Puppis von Kirchdorf unter Behäudigung des Klagsbescheides vom 12. Jänner 1891. Z. 229, womit die Tagsatzung zur ordentlichen mündlichen Verhandlung auf den 6. März 1891 angeordnet wurde, zum Curotor aci ao turn bestellt worden ist. K. k. Bezirksgericht Loitsch. am 12ten Jänner 1891. (256) 3—2 Nr. 108. Executive Realitäten-Versteigerung. Es wird kundgemacht, dass über Ansuchen des Karl Wilhar von Zalog die executive Feilbietung der der Agnes Vlazic von Gorice gehörigen, im Orundbuche der Catastralgeineinde Hrenovice »ub Einlage Zahl 117 vorkommenden, gerichtlich auf 420 fl. bewerteten Realität bewilligt, mld zur Vornahme derselben zwei Tagsatzun^i, auf den 7. März und 4. April 1891 Hiergericht« vormittags 11 Uhr mit dem angeordnet worden sind, dass die Pfand-realität bei der zweiten Tagjatzung eventuell auch unter dem Schätzwerte an den Meistbietenden hintangegeben werden wird. K. l. Bezirksgericht Senosetsch, am 14, Jänner 1891.