KEnins pIsLsna v Zolovini, Kinzekne Aummer 150 Ai«. 12. (27.) Jahrgang. Nr. 1. Erschein! jedrn 1., 10. nnd 20. Bez»gspr«ise! Jugoslawien: ganzjährig 30 Din, halbjährig 15'—Din. D. -OesterreiL: ganzjährig 6 Schill., halbjährig 3 Schill. Amerika: 2 Dollar. — Deutsches Reich 4 Mark. Ium Aeujahr! Was birgst du wohl in deineni Schoß Du junges, neues Jahr? Sind's Leiden, Sorgen, klein und groß? Ist's Todesqual sogar? Streust Rosen du mir auf den Pfad? Flichtst mir der Ehren Aranz? Wird mir gelingen jede Tat In holdem Glückesglanz? Füllst du mir allzeit den Pokal Der Freude und der Lust? Hältst fern von mir allüberall Enttäuschung und Verlust? Laß walten, Herz, den lieben Gott, Der wohl mit dir es meint, Und schickt er auch den bittern Tod, Der dich mit ihm vereint. -f Josef Krker. Das neue Jahr ein Jubeljahr. Jeden' Menschen regt der Neujahrstag zum Nachdenken und zu Wünschen an. Wird doch nach Jahren unser Leben gemessen' und von der Art und Weise, mit der man seine Lebensjahre zu¬ gebracht, wird des Menschen ewiges Los dereinst abhängig sein. Die Glückwünsche am Neujahrs¬ tage sind daher wohl am Platze und wenn sie mit entsprechenden Entschlüssen verbunden werden, wird man dies weise nennen. Für Gottschee hat Heuer der Neujahrstag noch eine besondere Be¬ deutung, da er auch den Beginn eines Jubiläums¬ jahres darstellt. Geschichtlich verbürgte Tatsache ist es nämlich, daß zu Beginn des 14. Jahrhunderts, also vor 600 Jahren, den Boden unseres Ländchens, der damals noch Wildnis war, Deutsche besiedelt und urbar gemacht haben. Ihre Nachkommen hüteten treu das Übernommene und so ist das Erbe auf uns übergegangen. Daß wir dieser ge¬ schichtlichen Tatsache gedenken und sie im Som¬ mer noch besonders feiern wollen, ist gewiß be¬ gründet. Wir möchten nun schon heute auf einiges Hinweisen, wie die heurige 600 Jahrfeier vorbe¬ reitet werden soll. Fürs erste wird es angebracht sein, in der Schule ab und zu den Kindern dis schwierigen Verhältnisse zu schildern, unter denen die ersten Gottscheer zu leben genötigt waren. Nur schritt¬ weise konnten sie ja der Wildnis ein Stück nach dem andern abringen, um auf dem so entstan¬ denen Raut die zum Leben notwendige Frucht anzubauen. Welch furchtbare Jahre waren in der Folgezeit die oftmaligen Einfälle der Türken, die Stadt und Land brandschatzten und viele Hun¬ derte als Sklaven fortführten. Dazu kamen die übermäßig harten Bedrückungen mancher Grund¬ herren, Pest und Hungersnot. Trotz alledem blieben die deutschen Siedler im Lande und bauten mutig immer wieder das Zerstörte auf. Das Ländchen, das sie mit soviel Schweiß zur Not wohnlich eingerichtet hatten, war ihnen lieb und Kočevje, Wittwoch, den 1. Jänner 1930. teuer geworden. Hier wollten sie auch einst zur Ruhe gebettet werden. Die Familienväter er¬ hielten in späteren Zeiten die Erlaubnis, mit den selbst erzeugten Holzwaren außer Landes Handel zu treiben, und wurde diese Erlaubnis nachher auch auf Südfrüchte ausgedehnt. Aber immer kehrten die Männer nach einigen Monaten wieder zu ihren Familien zurück. Daß einzelne Personen die Heimat dauernd verließen, kam wohl vor, doch ist nur ein einziger Fall bekannt, daß eine größere Anzahl von Gottscheern gleichzeitig wieder das Ländchen verließ. Bei Valvasor lesen wir: „Anno 1685 den 18. May sind etliche Gottscheer mit Sack und Pack, Weib und Kinder, hier durch die Stadt Laybach in Österreich gezogen; weil daselbst viel Grundstücke öde gelegen und solches aus Mangel deß Lands-Volks. Daher man diese Leute begehn und ihnen gewisse Örter ange¬ wiesen hat." Dieser Rückerinnerung, verbunden mit dank¬ barer Würdigung der von den Vorfahren gelei¬ steten Arbeit, soll sich zweitens die Erwägung ««schließen, wie das gegenwärtige Geschlecht das von den Voreltern übernommene Erbe halten und schätzen will. Unverdrossene Arbeit, weife Spar¬ samkeit, dazu wahre Gottesfurcht, ist unserer Zeit ebenso nötig wie jeder früheren. Und Arbeit findet heute jeder leichter als ehedem und auch das Er¬ sparen ist kein so großes Kunststück, wenn man anzukehren versteht. Es gibt Arbeiter und Arbei¬ terinnen, die es bis M.000 Din Ersparnissen gebracht haben, während andere, die unter gleichen Umständen leben, noch immer blank dastehen. Ein Übel, das überall, aber auch bei uns, den Zusammenbruch manches Hauses nach sich zieht, ist die leidige Trunksucht. Wo diese einreißt, geht allmählich jede bessere Regung verloren. Von ihr Besallene sind für wirtschaftliche, soziale oder na¬ tionale Mitarbeit nicht zu haben. Noch eines muß beachtet werden, soll unserem Ländchen und seiner deutschen Bevölkerung eine Um nichts und wieder nichts. Frieden auch im neuen Jahr möchte zwar jeder haben, aber die Sorge dafür lieber dem Nachbar überlassen. Zur Wahrung des Friedens selber auch seinen Teil beizutragen, das will manchem nicht in den Kopf. Um nichts und wieder nichts streiten oft die Leute herum und vertreiben den Friedens¬ engel. Hört so ein Beispiel. Leben zwei Nachbarn in vorbildlicher Freund¬ schaft. Doch auf einmal kvmmt zwischen sie arge Feindschaft wegen nichts und wieder nichts. Vor beiden Häusern ist ein bisher gemeinsam benützter Platz. Er mißt nicht viel und ist zudem recht steiniger Grund. Sonntag nachmittag saßen beide Nachbarn im Gespräch beisammen. Du Nachbar, fängt der erste an, ich denke, wir teilen diesen Platz zur Hälfte und machen uns vor das Haus einen kleinen Blumengarten. Was? fährt der andere auf, der Platz gehört nur zu meinem Haus. Nein, fährt der erste drein, jedem gehört die Hälfte. Das gibt es nicht, braust der zweite auf; ich allein werde für mich den Platz um¬ zäunen lassen, denn mir allein gehört er. Du Briefe ohne Unterschrift werden nicht berücksichtigt. — Zuschriften werden nicht zurückgestellt. — Berichts sind an die Schriftleüung zu senden. — Anzeigen-Aufnahme und -Berechnung bei Herrn Carl Erker in Kocevze glückliche Zukunft beschieden sein: Das Gefühl der Zusammengehörigkeit, die Einsicht, daß einer für alle und alle für einen einzustehen haben. Manche Besserung ist bei uns noch zu erhoffen, wenn sich niemand von der Mitarbeit zum all¬ gemeinen Wohle erschließt. Je mehr diese Er¬ wägungen Eingang in die Herzen finden, desto sicherer wird ein nachhaltiger guter Erfolg der 600-Jahrfeier sein. Schließlich sei noch erwähnt, daß sür die Be¬ herbergung der damals zu erwartenden Gäste alle größtmöglichstes Entgegenkommen bekunden mögen, voran die Stadt, aber auch die benach¬ barten Ortschaften. Wenn an das Nötige schon jetzt gedacht wird, klappt zu seiner Zeit alles besser. Möge das neue Jahr — als Jubeljahr allen alles bringen I Schule -- wichtig für Eltern. In dem neuen Volksschulgesetzs steht hinsicht¬ lich der Minderheitsangehörigen die Bestimmung, daß dieselben ihrs Kinder in die Minderheitsschulen schicken können. Zu diesem Gesetze ist die erfor- liche Durchführungsverordnung noch nicht erschie¬ nen, so daß noch immer nicht feststehr, wer als Kind eines Minderheitsangehörigen anzusehen ist. In der Stadtvolksschule wird nun hinsichtich derjenigen Kinder, bezüglich derer ein Zweifel be¬ steht, verlangt, daß sie von der Gemeinde eine Bestätigung bringen müssen, dahinlautend, daß der Großvater des schulpflichtigen Kindes Deut¬ scher war. Wir ersuchen daher alle Ettern, bei deren Kindern eine solche Bestätigung verlangt wird, sich diesbezüglich sofort mit einem Gesuche an die Gemeinde zu wenden. Lebt aber der Großvater noch, so genügt dessen schriftliche Erklärung vor dem Gemeindeamte. irrst, schreit nun der eine; ich irre nicht, schreit der andere. Ich bin älter als du und kenne die Grenze besser. Mein ist der Grund und damit basta. Rede wie du willst, entgegnete der erste; mor¬ gen fang ich mit der Einzäunung meiner Hälfte an. Gesagt — getan. Der andere läuft zu Ge¬ richt und nun war die Feindschaft besiegelt. Ein langwieriger Prozeß war die Folge und das wegen eines Fleckens, der keine hundert Kronen wert war. Zeugen traten auf, neue Feindschaften entstanden und bald war das ganze Dorf in zwei Lager gespalten. Schulden wurden gemacht, neue Klagen eingereicht, die Tausender flogen nur so hinaus und Nutzen davon hatten allein die Rechts¬ vertreter. Und der Schluß? Als die Kosten auf Hun¬ derttausend gestiegen waren und bereits das ganze Dorf entzweit war, kam es zum Ausgleich. Und da stellte es sich heraus, daß der Platz, um den sie sich gerauft hatten, eigentlich nicht ihnen, son¬ dern der Ortschaft gehörte. Für fremdes Gut hatten sie ein Vermögen geopfert. Gehet hin und tuet nicht desgleichen. -leodgar. Seite 2. Grtrs-k-rr — N: 1. Jahr-'ang 141- Kottscheer 600-Iahrfeier. Die zweite Sitzung des I-esiausschuffes hat Samstag den 28. Dezember 1929 staltgefunden und wies, was erfreulich war, auch feilens der heimischen Lehrerschaft eine erhöhte Teilnehmer- zahl aus. Mitgeteilt wurde vorerst, was vom geschästsführenden Ausschüsse bisher in die Wege geleitet worden ist. Auf der Tagesordnung der zweiten Besprechung stand dann die Mitarbeit der Landbevölkerung. betonten alle die Not¬ wendigkeit, daß eine genauer zu bezeichnende An¬ zahl von Volksliedern in allen Gemeinden von der Jugend einzuüben sei, auf daß in die gedachten Veranstaltungen der Siedlungsfeier mehr Ab¬ wechslung und allseitiges Interesse komme. Zum Schluß der Festmesse wird das Weihelied „Auf zum Schwur Volk und Land" von allen ge¬ sungen werden und ist deshalb das Lied auch in den Schulen rechtzeitig einzustudieren. Die Heraus¬ gabe einer eigenen Festschrift ist der Kosten wegen fallen gelassen worden und wird-dafür die letzte Nummer der Gottscheer Zeitung vor dem Feste zu einer erweiterten und illustrierten Festnummer ausgestaltet werden. Allgemein gab man auch der Erwartung Ausdruck, daß sämtliche Gvlt- scheer Gemeinden durch entsprechende geldliche Unterstützung zum Gelingen der Feier beitragen werden. Spenden sind uns zugekommen: Daniel und Jng. Wilhelm Rakusch, Celje, Pettauer Vorschu߬ verein, Spar- und Vorschußverein, Celje, Gast- wirtegenossensihast, Kočevje je 1000 Din. Besten Dank! Alle Briefschaften sind an den „Fest aus- schuß für die Gottscheer 600Jahrfeier in Kočevje (Jugoslawien)" zu richten. Achtung! Meten Beziehern der Gottscheer Zeitung, die trotz wiederholte« Ersuchens die Mezugsgeöühr skr 1SLS noch nicht beglichen haben, znr Kenntnisnahme, datz ihnen die nächste Hlnmmer nicht mehr zngeschickt wird. Die Verwaltung. Aus Stadt und Land. Kočevje (Gottschee). (Das Geburtsfest der Königin Maria) wird Donnerstag den 9. Jänner überall festlich begangen werden. — (Eheschließung.) Der Gärtner Johann am Kohlengewerk hat am 26. Dezember die Be¬ sitzerstochter Johanna Kraljic geheiratet. — (V o I k s bew e g ung.) In der Stadtpfarre gab es im alten Jahre 97 Geburten, 84 Sterbe- sälle und 45 Trauungen. freiwillige feuerweftr in Kočevje. Samstag den 18. Jänner 193V nm 8 Ahr aöevds im Kotek Artest feuermbrkränrchen. Wustk: Draudivision. — (Was die Amerikaner von der deutschen Sprache halten.) Im Ohio-Wai¬ senfreund lesen wir: Die deutsche Sprache wird als Kultursprache existieren so lange wie irgend eine andere Sprache der Welt. Wir können die Ansicht der Pessimisten durchaus nicht teilen, daß die deutsche Sprache in den Vereinigten Staaten am Aussterben sei. Man hat das während des Krieges und kurz nach demselben geglaubt und prophezeit, aber es ist ganz anders gekommen. An den Stätten der Erziehung und Wissenschaft hat das Studium des Deutschen in unserem Lande einen neuen Aufschwung genommen. Unsere Kauf¬ leute, Industriellen und unsere wirklich wissen¬ schaftlichen Männer haben eingesehen, daß die Kenntnis des Deutschen zu unserem Fortschritte auf jedem Gebiete absolut notwendig ist. Jeder Student, dem es mit seinem Studium ernst ist, studiert deutsche Sprache und Literatur und sucht deutsche Fachwerke im Original zu lesen. Nur der Stümper, der Kleingeist und Natioist sieht den Wert, die Schönheit, die Bedeutung und den Nutzen der Kenntnis der deutschen Sprache nicht ein. csiKkIeiite! Nrtet inia «erbet kör sie « ksttrcbeer boo-Mrkeier -> — »sm I. bl! 4. Mgmt iqrs. « — (Armer Lehrer — arme Kinder!) An die Volksschule nach Polom (Ebenta!) hat man vor kurzem einen Lehrer angestellt, der nicht deutsch kann. Er und auch die Bevölkerung ist damit unzufrieden. Denn welchen Erfolg kann er als Lehrer erzielen, wenn er die Sprache der Kinder nicht beherrscht. — (Die zufriedenstellende Lösung der Schulfrage) wird bei uns noch immer hinausgezogen. Und es wäre doch so einfach. Was sich als deutsch bekennt, gehört in die deutschen, was sich slowenisch bekennt, in die slowenischen Klassen. Warum zögert man damit? — (Die Lehrbefähigungsprüfung) hat im Novembertermine vor der Prüfungskom¬ mission in Klagensurt mit gutem Erfolge abgelegt Fräulein Hilde Perz, Lehrerin in Unterrohr, Ost- steiermark. — (Silvesterfeier.) Der Gottscheer Ge¬ sangverein veranstaltete am Silvesterabende im Saale des Hotel Triest eine sehr gelungene Sil¬ vesterfeier, die sehr stark besucht war und erst- klassige Sachen zur Vorführung brachte. Als sich der Vorhang zum erstenmale hob, sah man auf der Bühne einen leuchtenden und reich geschmück¬ ten Christbaum, unter dem die einzelnen Geschenke aufgestapelt lagen. Herr Dr. Hans Arko hielt sodann die Julrede, in der er in sinnreicher Weise die Bedeutung des Christfestes und Christbaumes erläuterte und die Hoffnung aussprach, daß sich im kommenden Jahre auch die Wünsche der Min¬ derheiten erfüllen werden. Daran schloß sich die Verteilung der Beste, die infolge der gelungenen Gaben große Heiterkeit im Saale hervorrief. Das Bereinsmchester unter Leitung des Herrn Josef Dornig d. I. leitete den musikalischen Abend mit dem Stücke „Silvesterrummel" ein und erntete für den gediegenen Vortrag wohlverdienten Bei¬ fall. Allerliebst war das von den Damen Mitzi Engels und Steffi Sterbenz gebrachte Gesang¬ duett „Fritz und Lieschen". Die natürliche Art und Weise, mit der die Darstellerinnen das Stück brachten, rief wahre Begeisterung der Zuhörer aus. Das Orchester setzte das Programm mit dem sehr gut zu Gehör gebrachten „Wiener Leben" fort. Der gemischte Chor sang sodann unter der Leitung des Chormeisters Dr. Hans Arko die beiden Chöre „Das ist der Tag des Herrn" und „Das entschlüpfte Dirndl", die infolge ihrer guten Darbietung ihren Eindruck auf die Zuhörerschaft nicht verfehlten. Die Duoszene im Singspiele „Die allerliebsten. Beinchen", war ein Kabinett¬ stück der uns von früher her schon sehr gut be¬ kannten Darsteller. Den Hauptschlager des Abendes aber bildete der von den Damen Maria Röthel, Nelli Bar- telme, Mitzi Engele, Silvi Fornbacher, Irma Göderer, Steffi Sterbenz, Erna Schleimer und Irene Tschinkel ausgeführte Girltanz. Die Zu¬ sammenstellung der Tänzerinnen, die Kostümierung und der Tanz selbst zeigten uns, daß die Ein¬ studierung in bewährten Händen gelegen ist. Das Publikum war auch über das Gesehene begeistert und wollte eine Wiederholung des Tanzes er¬ zwingen. Doch konnte leider diesem Wunsche mit Rücksicht auf das übrige reichhaltige Programm keine Folge geleistet werden. Sehr wirkungsvoll brachte sodann das Orchester das Trinklieder-Pot- purri „8 11" zum Vortrage. Eine besondere Num¬ mer war das von den Damen Ridi Herbst und Nelli Bartelme gebrachte Duett „Die beiden Klatschsusen". Die Verwandlung, welche die beiden Damen bei der Kostümierung mitgemacht haben, sowie die großartig zum Ausdrucke gebrachte Ge¬ schwätzigkeit, gewürzt mit Anspielungen auf Lokal¬ verhältnisse, brachte die Zuhörerschaft in noch bessere Laune, die auch am Schluffe des Stückes mit reichlichem Beifall quittierte. Wunderschön und zu Herzen gehend war die vom Vereinsor¬ chester gespielte Paraphrase aus das Lied „Stille Nacht". Andächtig lauschten die Anwesenden der herrlichen Weise und als der letzte Ton verklungen war, herrschte im ganzen Saale weihevolle Stim¬ mung. Das alte Jahr neigte sich dem Ende zu und wurde die Ankunft des neuen durch ein Sil¬ vesterspiel vorbereitet. Das alte Jahr wurde von Frl. Nelli Bartelme, das neue aber von Frl. Mitzi Engele verkörpert. Als getreue Begleiter des neuen Jahres schlossen sich als Glaube Frl. Steffi Sterbenz, als Hoffnung Frl. Erna Schleimer, als Liebe Frl. Silvi Fornbacher und als Fortuna Frl. Irene Tschinkel an. In schönem Gesamt- spiele wurden die Ergebnisse des alten Jahres, sowie die Wünsche und Versprechungen des neuen Jahres zum Vortrage gebracht. Die Mitternachtsstunde war Anlaß zur Be¬ glückwünschung des neuen Jahres und wurden bei dieser Gelegenheit viele Händedrücke und Küsse getauscht. Der hierauf einsetzende Tanz brachte der tanzlustigen Jugend die gewünschte Gelegenheit, in das neue Jahr mit lustigem Ge- müte und sorgenlos hineinzutanzen. Erst die frühen Morgenstunden machten der Silvesterfeier, die nach jeder Richtung die Teilnehmer befriedigt hat, ein Ende. Nicht unerwähnt darf bleiben, daß Frau Dora Hriber auch diesmal in liebens¬ würdiger Weise die Klavierbegleitung übernom¬ men und daß Herr Franz Hriber die Einstudie¬ rung der Singspiele und Tänze dmchgesührt hat, wofür ihnen unser bester Dank gebührt. — (Bucharin verbannt.) Der Vollzugs- ausschuß des Rates der Volkskommissäre beur¬ laubte Bucharin auf unbestimmte Zeit. Bucharin hat Moskau bereits verlassen und fuhr in die kaukasische Republik, wo er angeblich aus Ge¬ sundheitsrücksichten in einem Bade Aufenthalt nehmen wird. krUkmorAen8- ek' 6;e ttäkne kräk'n.. cla gilt unsere 8orgs einer vernunktgsmässen Körperpflege. Wenn 8ie ricbtig vergeben wollen, cl. k. nur ciss verwenden, was wirklicb wirksam, clabei aber unsebäülicb ist — clann müssen 8is sieb kür clie bswabrten LIsspräparate ent- scbeiclen! 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Ski* LUvk wenn 8ie sine ütir kauten, sollte cler 8cbutr- msrke gelten. Oie altbekannten Okrenmarken „IKO", „OiAIKO" unct cler 8ckweirer Obrenksbrik, welcke cler Kirma O. 8uttner gekört, dieten Iknen Oewiikr ciskur, ctsss 8ie eins so- licie, wicterstanctstäkige Okr Knu¬ ten. Lins Obr fürs Leben! Veil nur auserlesenes iVIaterisl von grosser Keinlieit unä Oüte ver- wenclst wircl. 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Das Ackerbauministerium hat die Verteilung des im Auslande angekauften Zucht¬ viehes vorgenommen. Das Zuchtvieh ist bestimmten Viehzuchtzentren abgegeben worden, wie staat¬ lichen Gestüten, landwirtschaftlichen Banalgütern, landwirtschaftlichen Schulen, Viehzuchtgenossen¬ schaften usw. KoLevska reka (Rieg). (F e u e rw e h rkränz- ch en.) Am 12. Jänner veranstaltet die hiesige freiw. Feuerwehr im Hotel Meditz eine Unter¬ haltung, deren Reinertrag dem Baue eines Feuer¬ wehrrüsthauses dienen wird. Der Ausschuß ladet zu dieser Unterhaltung höflichst ein. — (S t e r b e f a ll.) Am 12. Dezember starb hier Johann Wittine Nr. 59 im Alter von 78 Jahren. Nach guten zwei Monaten folgte er seiner Ehegattin im Tode nach. Er ruhe in Frieden! — (Volksbewegung.) Im Jahre 1929 gab es in der Pfarre Rieg 6 Trauungen, 23 Geburten und 32 Sterbefälle. — (Feuer.) Freitag den 20. Dezember wurden wir um halb 4 Uhr früh plötzlich durch Feueralarm geweckt. Es brannte aber nicht in Rieg, sondern in Unterwetzenbach. Die Feuer¬ wehr von Rieg war bald am Brandplatze und beschränkte das Feuer auf das Haus der Maria Knaus, das vollständig niederbrannte, während die Wirtschaftsgebäude gerettet wurden. Dolga vas (Grafenfeld.) (Der diesjäh- rigeBall derGrafenfelder Feuerwehr) findet Sonntag den 5. Jänner im Gasthause Cosneck statt. öermoSnjice (Tschermoschnitz). (Aus der Gemeindestube.) Am 15. Dezember verhan¬ delte der Gemeindeausschuß über den Voranschlag für das Jahr 1930. Festgestellt wurden die Ein¬ nahmen mit 18.300 Din, die Ausgaben mit 72.512'60 Din. Der Abgang von 54.212'60 Din wird gedeckt durch selbständige Gemeinde¬ umlagen wie im Vorjahre, nämlich von einem Hektoliter Bier 25 Din, Branntwein 6 Din, von einem Großvieh 25 Din, Kleinvieh 20 Din, von einem Schwein 15 Din, was zusammen 6000 Din beträgt. 50°/o auf Wein, was 14.500 Din einbringt und auf alle direkten Steuern 55°/o, die 28.000 Din ergeben. Im Jahre 1929 wur¬ den in acht Gasthäusern außer Wsinmost 35.400 Liter Wein ausgeschenkt. Im Jahre 1930 dürfte der Ausschank etwa 30 Hektoliter weniger be¬ tragen. Sämtliche Posten der Ein- und Aus¬ gaben obgenannten Voranschlages hier anzu¬ führen, dazu fehlt uns der Raum. Interessenten mögen daher in den Voranschlag Einsicht nehmen. — Schließlich wurde die Anfrage gestellt, ob beim Neubau von Rauchfängen eine Gemeinde¬ taxe zu zahlen ist. Das Baugesetz verlangt nach Z 1 Punkt 6 die Anzeige und Bewilligung vor Aufstellung von Rauchfängen und da dies zum Zubau gehört, ist eine Gemeindetaxe von 15 Din zu entrichten. — Radioapparate wurden hier zwei installiert. Beide wurden beschlagnahmt, da die diesbezügliche Verordnung nicht befolgt wurde. Laut Statuten über Radio muß in zwei For¬ mularen vor Ankauf und Installation durch das Postamt angesucht sowie eine vierteljährige Taxe von 75 Din im vorhinein entrichtet werden. Strafe ist mit 900 Din vorgesehen, wovon der „geheime" Anzeiger 300 Din erhält. — Die hiesige Wasserleitung wird in einigen Jahren re¬ paratursbedürftig und da es an Kapital mangelt, haben die Ortsinsassen beschlossen, zu diesem Zwecke einen Fond zu gründen, in den die ein¬ zuhebenden Ortschaftstoxsn fließen und zwar: für alle bewohnten Häuser bis 2 Stück Vieh ist eine Taxe von 50 Din, über 2 Stück Vieh 100 Din alljährlich ab 1930 zu zahlen. — Auch wurde beschlossen, mittelst Sammelbogen (durch Johann Petschauer) für eine neue Pumpe bei „Pauleisch" Spenden zu sammeln. Dok. Kopta reöer (Unterwarmberg). (Vor- Irag.) Am 24. November und 8. Dezember l. I. hat der Herr Bezirksförster aus Novo mesto in der Volksschule zu Nnterwarmberg je einen zwei¬ stündigen sehr lehrreichen Vortrag über Wald¬ wirtschaft abgehalten. In verständlicher und an- regender Weise hat der Herr Vortragende den Anwesenden belehrende Aufklärungen und recht praktische Winke über die Erziehung, Pflege, Schutz und Nutzen des Waldes gegeben. Es wäre nur zu wünschen, daß die gegebenen Belehrungen und Anregungen von den Waldbesitzern auch beher¬ zigt und allseits befolgt werden und der Erzie- hung und Pflege, besonders aber dem Schutz des Waldes mehr Sorgfalt zugewendet wird als bisher, dann wird auch auf den mehrfach fast schon kahl gestockten Waldflächen bald wieder ein kräftiger Jungwald emporkommen können. — (Unglücks fall.) Der Keuschler Alois Mische aus Unterwarmberg hatte sich einen Kohlen¬ meiler errichtet, um sich durch den Verkauf von Holzkohle etwas zu verdienen. In der Nacht vom 14. auf den 15. Dezember war er wieder bei seinem Meiler beschäftigt. Da es regnete und auch ziemlich kalt war, hat sich Mische, jedenfalls um sich zu erwärmen, auf den Kohlenmeiler gelegt. Dabei ist er wahrscheinlich eingeschlafen und im Schlafe durch den Rauch und die aufsteigenden Gase erstickt. Da infolgedessen der Kohlenmeiler von niemanden mehr betreut wurde, fing er Feuer und dem Mische sind Kopf und Hände fast voll¬ ständig weggebrannt. Auch der übrige Körper war ganz geröstet. In diesem Zustande wurde er am nächsten Tage von zwei Männern aufge¬ funden, welche ihn vom brennenden Meiler her- unterhalten und in das Dorf brachten, wo er auf dem Friedhöfe beerdigt wurde. Der auf so schreckliche Weise Verunglückte hinterläßt eine Witwe ohne Kinder. Stara cerkev (Mitterdorf). (Sterbefall.) Am 21. Dezember ist die junge, erst 28 Jahre zählende Besitzersfrau Rosalia Hins in Gorenje 1 (Obrem) nach längerem Leiden verschieden und am 23. Dezember unter großer Beteiligung zur ewigen Ruhe bestattet worden. Um sie trauert der Gatte mit drei unmündigen Kindern. Sie ruhe in Frieden I — (Volksbewegung.) Im abgelaufcnen Jahre waren hier 9 Trauungen, 31 Geburten und 23 Todesfälle. Landwirtschaftliches. Geflügelzucht. Von Wilhelm Fürer. Die Geflügelzucht ist für unseren Staat ein Zweig der Landwirtschaft von ungemein großer Bedeutung und nehmen in unserem Ausfuhr- handel die Erzeugnisse der Geflügelzucht, nämlich Eier, lebendes und geschlachtetes Geflügel sowie Federn einen äußerst beachtenswerten Platz ein. Vor mir liegt ein Ausweis, den^ die Regie¬ rung über die Ausfuhr aus unserem Staate im Jahre 1927 zusammenstellcn ließ. Nach diesem umfaßte die Gesamtausfuhr Artikel im Werte von 6500 Millionen Dinar und entfielen davon auf die Erzeugnisse der Geflügelzucht 691 Mil¬ lionen, also beiläufig ein Zehntel; nur der Wert des ausgeführten Holzes war größer, alle übrigen Zweige, auch das Ausfuhrgetreide, blieben in diesem Jahre hinter dieser Zahl zurück. Der Wert der Eierausfuhr betrug im Jahre 1927 513 Mil¬ lionen, des geschlachteten Geflügels 117 Mil- lionen, des lebenden 33 Millionen und der Fe¬ dern 27 Millionen Dinar. Mit diesen Angaben ist die große, wirtschaft¬ liche Bedeutung der Geflügelzucht in unserem Staate zur Genüge bewiesen, und drängte es mich unwillkürlich zu erfahren, mit wieviel hiebei wohl unser Ländchen beteiligt ist. Die an kompetenter Stelle eingeholte Information war aber direkt niederschmetternd, denn sie lautete mit „Null". Immer und überall hört man den Gottscheer Bauer klagen, daß es ihm schlecht geht, er keinen Ertrag von seiner Wirtschaft zu erhalten im Stande ist, daß es sich nicht verlohnt, den von den Vätern ererbten Besitz zu bewirtschaften und Ähnliches, weshalb unsere Bauern und Bäuerin¬ nen heute auf die Rentabilität der Geflügelzucht aufmerksam gemacht werden sollen. Durch die Geflügelzucht werden unsere Bauern zwar nicht gleich Millionäre werden, aber es kommt doch Geld durch sie ins Haus und wenn es solches auch nicht regnen wird, so wird es tröpfeln. Selbstverständlich müßte die ganze Sache rationell angcpackt werden, denn wie gegenwärtig bei uns die Geflügelzucht betrieben wird, ist selbstver¬ ständlich ein Erfolg vollkommen ausgeschlossen. Vor allem muß sich jeder Geflügelzüchter darüber klar werden, was er eigentlich halten, beziehungsweise erzüchten will, ob Geflügel zum Schlachten oder zur Eierproduktion, und dann die hiefür entsprechende Hühnerrasse sich einstellen. Zur Unterbringung dieser Rassehühner müßte er zuerst für einen zweckmäßig erbauten und gele¬ genen Hühnerstall sorgen, kann doch ein Huhn nur in einem ordentlichen Stall gedeihen, der einen entsprechend großen Auslaufraum ange¬ schlossen hat. Es muß aber auch für eine ra- tionelle Fütterung gesorgt werden, denn das Huhn ist nicht der Letzte im Kalender, wie mancher vielleicht glaubt, sondern es verlangt, um das produzieren zu können, was man von ihm for¬ dert, also entweder Fleischansatz oder Eier, auch das entsprechende Futter. Geflügel zum Schlachten zu züchten ist nicht schwierig, denn dabei spielt nur die Hauptrolle, Hühner einer Rasse, welche schon hiefür geschaffen ist, einzustellen und richtig zu füttern. Schwie¬ riger ist die Eierproduktion, nämlich von seinen VL8 8L8LKI! Logleick sckwincken ctie 8ckmerren, kreuctig packt ctss Osrr, ctss Oesickt straklt vor Ver- gnügen ... Venn 8ie cter pkeumatismus packt octer Isckias, Lrksltung octer nervöse Abspannung, wenn sick Kopk-, Osts- unct Taknsckmerrsn einstellen, so gönnen 8is sick eins krallige Linreibung mit Keilers ectitem woklriecksnciem Llsgkluict! Oie ruvsrlSssigs rssctis Virkung Kat ctieses Hausmittel unct Kosmetikum so beliebt gemackt. „LL8^-KLOIO" gesetrlick gesckütrt. Huck bei innerem Onbekagen, Krampten unct Übelkeit — bloss einige Dropken aut Tucker! 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Die Normalanzahl, die auf ein Kilogramm geht, soll höchstens 16 Stück betragen und sind schon Eier, von denen 15 Stück auf ein Kilogramm gehen, höher im Preis. Neuerer Zeit spielt aber sogar die Farbe der Eier eine Rolle und sind solche mit bräunlicher schale, besonders in Frankreich beliebt nnd gut bezahlt. Für den Preis der Eier ist aber, wie schon oben gesagt, von Ausschlag gebender Bedeutung die Zeit, wann sie auf den Markt gebracht werden. Bekanntlich ist in den Wintermonaten die Legelust der Hühner am schwächsten und wird gegen das Frühjahr zu immer lebhafter, weshalb man trachten muß, Winter- legerinnen zu erhalten. Der Engländer, welcher der erfolgreichste Tierzüchter ist, hat nun Hühner¬ rassen geschaffen, die erstens schöne Eier in großer Zahl legen und die zweitens bei richtiger Pflege und Wartung gerade zu jener Zeit am fleißigsten legen, wenn unser gewöhnliches Landhuhn im Legen ganz aussetzt. Um aber das frühe Eier¬ legen hervorzurufen, werden die Eier, aus denen man die künftigen Legerinnen erhalten will, in Brutapparaten ausgebrütet, ^n diese werden die Eier zu einer Zeit gelegt, so daß die Kücken im Spätwinter ausschlüpftn und dadurch im Spät¬ herbst in jenes Alter gelangen, in dem normal das Huhn mit dem Legen beginnt. Kürzlich fand in Novisad eine Geflügelaus- stellung statt, über welche das Protektorat Seine Majestät der König übernommen hatte, welche vom Ackerbauminister Dr. Otto Franges eröffnet unt> die von über 12.000 Personen besucht worden war. Von Bedeutung sind die Äußerungen des Ackerbauministers, welche er nach der Beendigung der Begutachtung und Prämiierung machte. Er sagte unter anderem: „Die königliche Regierung verfolgt unsere Geflügelzucht mit großem Interesse, begegnet sie dabei doch der wärmsten Fürsorge unseres erlauchten Herrschers S. M. des Königs, der in hochherziger Weise einen Prachipokal als Belohnung für den besten Züchter gestiftet hat. Schon im laufenden Jahre stellte die Regierung einen höheren Betrag für die Forderung der Ge¬ flügelzucht in das Budget ein, als für die Hebung der Pferdezucht. Sie tat dies aus der Berech¬ nung heraus, weil die Geflügelzucht für unseren Außenhandel eine weit wichtigere Rolle spielt als die Pferdezucht, die vom Standpunkte der Landesverteidigung und aus wirtschaftlichen Grün¬ den allerdings ebenfalls weitgehendste Unterstützung genießt. Die Regierung ist bestrebt, mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln solche Quellen für die Hebung des Volksvermögens zu erschließen, die am meisten Erfolg versprechen. Man darf nicht vergessen, daß die Geflügelzucht die Domäne des kleinen und kleinsten Mannes ist; gibt es doch Gegenden in unserem Staate, in denen die Steuern und Gebühren zum größten Teile aus den Erträgnissen der Geflügelzucht bestritten wer¬ den. Deshalb setzt sich die Regierung für die Einführung von Geflügelrassen ein, die der kleine Mann leicht erwerben und züchten kann, das sind Rassen, die sich die Nahrung vorwiegend selbst suchen, die nicht auf besondere künstliche Ernäh¬ rung angewiesen sind und auch zur Zucht keine besonderen, künstlichen Einrichtungen erheischen." Die landwirtschaftliche Filiale wäre gerne bereit, denjenigen Landwirten, welche sich der Hühnerzucht widmen wollen, an die Hand zu gehen, Vorträge über Geflügelzucht abhalten zu lassen, für die in Brutapparaten erzeugten Kücken (Eintagskücken) zu sorgen, Fleischrasfehühner, be¬ ziehungsweise Eier von solchen zu beschaffen, kurz alles vorzukehren, damit auch die hierländige Be¬ völkerung durch die Geflügelzucht zu einer Er¬ werbsquelle gelangt. Es ergeht deshalb an alle jene Landwirte und Landwirtinnen, welche sich für diesen Zweig der Landwirtschaft interessieren, die Aufforderung, sich bei der landwirtschaftlichen Filiale mündlich oder schriftlich zu melden, damit diese erfährt, wo für die Sache Interesse herrscht, um dort Vorträge abhalten zu lassen. Assertei. Etzels Grab wird untersucht. Im Etschtal, bei Bozen, findet sich ein großer Hügel, der von jeher „Etzels Grab" genannt wird. Da der Hunnenkönig in Ungarn gestorben ist, scheint es wenig wahrscheinlich, daß man seinen Leichnam nach dem Etschtal gebracht haben sollte. Indessen sind die Archäologen neugierig genug gewesen, um diesen sagenumwobenen Hügel einer gründlichen Untersuchung würdig zu finden. Dieser Hügel, der dreizehn Meter hoch ist, bedeckt an seiner Basis ungefähr 360 qm Boden. Er besteht aus Steinen, die aufeinander geschichtet sind; ein Bindemittel ist dabei jedoch nicht verwandt. Die Nachforschungen haben vor einiger Zeit be¬ gonnen und werden zurzeit noch fortgesetzt. Bisher hat man zwei Hammköpfe aus Stein gefunden, einen größeren, der wahrscheinlich als Waffe ge¬ dient hat, und einen kleineren, in dem die Ge¬ lehrten ein Handwerkzeug zu erkennen glauben. Die beiden Funde stammen aus dem Neolithikum. Herausgeber u. Eigentümer: Josef Eppich, Stara cerker. Schriftleiter: Alois Krauland, Koäevje. Buchdruckerei Joses Pavliöek in Koöevje. Beehre mich hiemit mit der Anzeige, daß ich am 1. Jänner 1930 in den Kellereien der gew. Firma A. KajfeL in Kočevje Nr. 175 meine eigene UeillgrokilMckunZ eröffne! habe. Als langjähriger Weinfachmann und als Wein- gartenbesttzer werde ich mich bemühen nur erstklassige heimische Weine in Verkehr zu bringen, für welche ich in jeder Hinsicht volle Garantie übernehme und hoffe sowohl die p. t. Gastwirte sowie ihre Klientel qualitativ vollkommen zu befriedigen. ^08. puKIZSK Weinhändler in Koäevje. 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Dezember verstorbenen herzensguten Frau Rosalia Hins in ihrer schweren Krankheit tröstend beigestanden sind und warme Anteilnahme bekundet haben, sowie allen, die sie zur letzten Ruhe begleitet haben und insbe¬ sondere den Sängerinnen für das ergreifende Grablied, sagt innigsten Dank Kranz Kiris, Obrem ft Z °.: Spar- und varksteMasse im eigenen, vormals U OsivalstGartelme^en L - SercftäMftalm am « fiauptpiatre. Kekdverkehr im Jahre 1928 144,000.000 Ain Sulanre ksniostorrenivelllngungen Nir Naufleute. korrenlore Durchführung üer Intavuiatlon unll stempel - freiste» für Sie Zcstulüresteine. Kinlagenstand am 30. Juni 1929 16,595.396 65 Ai« üdernmmt Einlagen auf Siicstel unll in IsMnller stecht-ung ru Herren Sellingungen. gewährt Dariesten gegen Sicherstellung üurch Aecstrel oller Morstest villig unll rcstnell. Säuerliche streckte r°/->, Wecstrelstrellite stonisstsrreni io°/». starrariunllen von r vir ir Uhr unll von r vir a ilstr an allen Mrsttagen.