Echr1ftleit»»g: Watlxni«ftnfff Kr. • («igmrt Cttichflaakc OzNch (ailt eiimtm »et Coitn- ». Brifi-tast) »,» 11—1» Utz, «nau H»»»ich?eit«» werden »tchl »eHO^gebr». nameulo'e «in-IcaMutta »ich« berUtfPUtijt. lallakl|aa|fa Btscm die Bemalt» *9 gegen 8nieee» Gcaiuogan» OtauHtag Boi|ca». ♦"■(UMttoflen - 8ont» *«*o. Berweltong: yt»tha»«gass» Skr. I (»lg««« <»»«.» vk,n««dedinßll»,e»: C »ich ttc Bofl tqochcai BMitriWrifl . . . « VM £onmti« •«luidtnq . . . . K U'W SUt «im Bit .HuftcSaag >al (•all »•attiich . . . . r i-i« MoMlirii . . .» »■— H-I»I»heig «aa,i«»»i, . I . .1 »Hl« IllUal cttUea fUft Mt rr\ig«{|(ti»gi(a»ai»U höhere» Vcescataag *-0«titTtik Jtagtftttm >ds»ae»e»tl gelle» MI tat SHeilc&aa«. Ar. 39. KtM. Donnerstag, 17. Mai 1906 31. Zavrgang. Eine Sprachtüge. D«r Franzose Chauvin ist mit seine« Durst nach »>» Waisenknabe gegen seinen «schtchi- schen Better Ntrozumin, der sich durch eine ziel» bewußte falsche Uebersetzung de« Worte« »tschechisch" in „böhmisch" gleich ein ganze« Volk von sast fünf Millionen Teutschen, da« innerhalb der Länder der böhmischen Krone lebt, erobern und sich einen nationalen Staat unter dieser erschlichenen Flagge schaffen will. Für diese« billige Heldentum steht die gesamte tschechisch» Nation mit so viel Nach-druck ein, daß e« nachgerade Zeit ist. sich mit dieser Frage ernstlicher wie bi«her zu beschäftigen. Hier seien einige Blüten dieser Agitation angemerkt. Bei den olympischen Spielen, die vor kurzem in Athen stattfanden, verlangten die dabei beteilig» ten Sokoln ein» separate staatliche Flagge, indem sie erklärte», daß ein Staat Oesterreich für sie nicht existiere, sondern daß sie dem Staate „Bohemia" angehören. Nun hat bekanntlich der Na»» Bohtmia mit den Tschechen gar nicht« zu tun, er ist ein römisch-geogrophischer Begriff, mit welche« der ursprüngliche Wohnsitz de« keltischen Volke« der Bojer — Bojohaemum — bezeichnet wurde. Die Bezeichnung wurde von späteren Zeiten überno«men. Böhmen und böhmisch decken sich in keiner Weise mit tschechisch — cesky und Cecby. Wenn die Tschechin für „böhmische Krone" — „böhmische« Staat«recht" in ihrer Sprache keinen anderen AuS-druck besitzen wie ceeky, so ist da« ihre Sache, aber zu einer derartigen zielbewußt betriebenen Fälschung soll niemand den Tschechen die Hand bütt», am wtnigsttn »in» wirklich östrrreichischt Regierung. Um zu wissen, welche traurige Rollt in allen dieftn dtn Staat doch tief btrührtndrn Dingen »sterrtichischt R«girrung»n spielen, braucht man sich nur an eine Episode au« der Zeit Badtnis zu tx* ßin unbestellbarer An es. I» seinem Amtszimmer saß, in tiefe Gt» danken versunken, Herr Pitton, der Chef einer Filialpost in Newyork. Er hatte außerordentlich viel zu tun, denn ob e« auch in der Weltstadt in fast jeder zehnten Straße eine Filialpost gibt, so wächst doch die Bevölktrung rascher al« die Zahl derselben. Darum befand Pitton sich keineSweg« in rosiger Stimmung, al« drr Briefträger Bicar«, von feinem Au«gange keimkehrend, sich vor ihn hinstellte. „Nun, Bicar«. was soll«?" fragte er. „Ich habe «inen Brief, Herr Dir«I«or, den ich nicht an seine Adresse befördern kann?' „Ist keine Wohnung«» und Straßenadresse angegeben ? Da« wäre kein Unglück, aber . . .' Mr. Pitton legt» die Feder weg. „Er ist nach einer unbekannten Gegend adressiert." „Wohin denn?" „Nach dem — Jenseit«." „Da« ist un« freilich sehr unbekannt; aber gewiß würde unser würdiger Pfarrer, hältin Sie ihn gefragt. Ihnen den richtigen Weg gezeigt haben." Der Briefträger trat an den Schreibtisch heran und überreichte den Brief feinem Chef. Mr. Pitton fetzte seinen Zwicker auf und fing die Adresse des Briefes zu lesen an. innern, wo der den Tschechen gewiß geneigte Ministerpräsident einmal in seiner naiven Unkennt» ni« unserer westlichen Verhältnisse in einer seiner Reden für „tschechisch" den richtigen Au«druck gt» braucht hat. Im „0»«ky-Klub" entstand daryushi» ein förmlicher Ausstand und' hätt» sich Bad»ni nicht beeilt zu »rklären, daß die« nur »in Irrtum war, da« hrißt mit and»r»n Wortrn, daß aad»r» „Böhmen" wir »schechische nur al« „Eindringlinge" in Böhmen existieren, so wäre B>id»m vielleicht gar noch vor de» Sprachenverordnungen gefallen. Ein» der absonderlichsten Blüten dieser Methode d«r Ländereroberung durch Sprachlügen zeigt sich bei den tschechischen Anstalten i>? Schlesien und Mähren, die von amt«wegen al« „böhmische" be» zeichnet werden. Wie weit da der tschechische Nero-zumi«»u« geht, lkhrt u. a. ein« Notiz in einem Berliner Fachblatt „Btton und Eis«n", da« kürz-lich verschiedene Nachrichten üb«r all« Hochschulen der ganzen Welt gebracht und dabei selbstverständ« lich angeführt hat, daß in Prag und leider auch in Brünn eine deutsche und ein» „tschtchisch»" Tech-nik besteht. Darauf erhielt das Berliner Blatt eine Berichtigung der tschechischen Technik in Brünn. auf welche e« Folgende« erwiderte: „Der Beschwerde bezüglich der Ueberschrift können wir vom rein fach-lichea Standpunkte nicht entsprechen, da böhmisch ein» geographische Bezeichnung ist und den Glauben erweckt, al« ob Brünn in Böhmrn lieg». Von d»n beidtn mährischen Hochschulen in Brünn hat die eine deutsche, die andere tschechische Unterricht«sprache. Eine „böhmische" Sprache ist uo« nicht bekannt." , Man kennt allem Anscheine nach in Berlin unsere Verhältnisse besser, al« unsere eigene Re» gierung sie erkennen darf; nur wäre noch beizu» fügen gewesen, daß diese Hochschule in Brünn und ähnliche Anstalten Pioniere de« „böhmischen Staat«-rechte«" sind, welche ihre Hauptaufgaben nicht so E« war eine recht kurze, nur zwei Zeilen, aber so eigentümlich, daß der strenge Beamte lächeln mußte. „Da« Schreiben scheint von einer weiblichen Hand herzurühren," sagte er. „Oder von einem Kinde." .Richtig. Nach dem Wortlaute zu urteilen, von einem Kinde. Meiner lieben Mutier im Jenseit«. Da« klingt gar traurig. Haben Sie Kinder, Vicar«?" „Vier!" aniwortete der Briefträger, während feine ehrlichen GesichtSzüge vor Freude strahlten. Da« Antlitz de« Mr. Pitton verdüsterte sich und er blickte fast neidisch aus den freudig be-wegten Untergebenen. Dieser arme Teufel, welcher kaum 50 Dollars Monatsgehalt hat, wird von des Himmel« Segen heimgesucht, während er, der 300 Dollar« monatlich brzitht, kein Kind hat! Dieser Gedanke durchkreuzte da« Gehirn de« Post-direklvr«, al« er den Briefträger betrachtete; noch nie hat er den Schmerz, kinderlos zu fein, so bitter empfunden wie in diesem Augenblicke. „Befehlen sie noch etwa«, Herr Direktor?" fragte der Briefträger nach einer kleinen Pause. Pition verscheuchte gewaltsam die feine Seele umfangenden schwermütigen Gedanken und sagte: „Nein; ich habe nicht« mehr nötig. — doch ja! Vicar«! Wir wollen den Brief öffnen und lesen. Der Inhalt geht auch Sie an. Sie find der Entdecker." sehr auf dem Gebiete der Wissenschaft suchen, al« vielmrhr in der Verdrängung des Deutschtum« au« den „Ländern der böhmischen Krone". So wird e« leicht erklärlich, weswegen dies» Anstalt»« nicht mährisch» oder gar öfterrtichisch» s».n woll»n, drnn wo blieb« sonst ihr Zweck d»r Tschechisierung? Die Sokoln und dir böhmisch«» Hosräte g»h»n da in »in«r Reih», sogar d»r dumme Kerl von Wie» ist mit dabei, die Deutscht» h«rabzus»tzt», wtnn er üb«r di» „Böhm" räsonitrt und so Deutsche und Tschtchtn i» rinen Topf wirf», in dem der neue Staat unter alter Firma au«gekocht werde» soll. Möchten sich doch endlich alle Berufenen zu» fammentu». um dem Unfug dieser tschechisch,» Namen«b«,rügtrei ein Endt zu machn,; die Zti-tungen müßten immer wieder — sei e« von Seiten der Volk«- oder Nationalräte, fei e« von nationalen Vereinen ode? von Einzelnen — gemahnt werden, da« amtliche „böhmisch" durch da« richtige „tschtchisch" zu »rsttzt». I« Abgeordnetendause aber sollte man nicht diese hier besprochene Sache al« kleinlich und nebensächlich beHandel», sondern von deutscher Seit» di»s»m Schwind»! bei jeder Ge-legenheit auf da« Schärfste totgegentrtien. politische Rundschau. Z»as Programm Ashenlohes. Nun hat auch Prinz Hohe»lohe >em Sprüche! hergesagt. Man hat senen Darlegungen mit gespannter Erwartung entgegengesehen, allein die Enttäu-schung ist nicht au«gtbli»be». E« fehlen alle kräf» tigen Töne, alle Bestimmtheit«», da« Ganz« nimmt sich so au«, al« ob man der schönen Form Zugeständnisse auf Kosten d«r Klarhrit gemacht hätte. An verbindliche» Redensarten nach allen Seiten hin hat e« der neue Leitmimster nicht fehlen lassen, doch warn« der BolkSmund nicht „Sehr gütig", faxte d«r Bri«fträger, und trat an d«n Schreibtisch heran. Mit geübter Hand, aber vorsichtig und pietätvoll, erbrach rr da« Brirfchen und la« den Inhalt also lautend; „Mein gute«, süße«, teure« Mamachen l Seitdem Du in den Himmel gezogen, bin ich sehr vrrlassen; Frau Clark ist mir sehr gut, aber langt nicht so wit Du, Ihr geht e« auch schlecht. Ihr Mann starb in der verflossenen Wdche. Du bist ihm gewiß begegnet. Wir mußten auch ausziehen, und jetzt leben wir sehr erbärmlich in einer häßlichen Straße. AuS der alten Wohnung konnten wir das Kaninchen nicht mit ur.S nehmen. Zeige doch, Mamachen, meinen Brief de« lieben Gott und bitte ihn schön, daß er mich zu sich nehme. Wie gern möcht« ich bri dir fern! Mich schmerzt ««in« rechte Hand sehr, kürzlich mußte ich einen schweren Korb mit Holz auS dem Laden bringen. Als Du noch aus Erden warst, brauchte ich daS nie zu tun. Erhöre mein große« Fleht» und nimm mich bald zu Dir. E« grüßt und küßt dich tausendmal Deine Tora. P. S. Weiln Du mir antworten willst, so ist meine Adrrss«: Essexstraße Nr. 12, abtr sagt dem Engel, der dt» Brief bring«, daß er auf die Türnummer achte, denn wir wohnen im Hofe." Der Briefträger schluchzte und Pition'« Augen fällten sich mit Trän««. Seite 2 umsonst vor dem „LllerweltSfreunde'. Hohealohe hat die Wahlreformsrage al« erste Aufgabe vorangestellt. Er ist dazu a««ersehen sie nötigenfalls, wenn alle« Schöntun nicht« frommen sollt», mit kräftiger Hand zu« Siege zu führen. „Und folgst Du nicht willig, so brauch ich Gewalt.' Da« ist der Sinnspruch, der obenan auf dem Bla.te steht, da« seine« Wirten in der Geschichte Oesterreich« gewidmet werden wird. Natürlich hat der lieben«» würdig» Weltmann nicht« von dieser „Gewalt" in seiner Antrittsrede durchschimmern lassen. Da« ist ja der Trumpf, den er sich für zuletzt aufhebt, er will sich nicht gleich zu Ansang ganz verau«» gaben. Daß er der Wahlresorm-Minister ist, da« wußten wir Deutsche von vornherein von ihm, e« handelt sich un« also nur darum, wie sich in seinem Kopfe die Wahlreform malt. Zn dieser Hinsicht sind zwei Punkte in seiner Rede be-merkenswert, die allerding« einander zu wider-sprechen scheinen und für den ersten Anblick ein unklares Bild geben. Zunächst bekannte er sich zu dem Grundsatz», daß gleichen Pflichten auch gleiche Rechte entsprechen müssen. Darin ist Hohenlohe unser Mann. Wir Deutsche dürfen in diesem Staate nicht zu den Arbeitern im Bienen-staate herabgedrückl werden, die fronen und schanzen müssen, damit e« fi h die slavischen Drohnen von dem, wa« deutscher Bienenfleiß zu-sammengetragen. wohlergehn, lassen können. Wenn sich die nichldeutschen Völker Österreich« von un« aushalten lassen, so sollen sie auch soviel Gerech-tigkeit«qesühl aufbringen, un« den gebührenden Einfluß aus den Staai«hau«halt. den zu '/« Teilen wir aufbringen müssen, zuzugestehen. Gleiche Pflichten, gleiche Rechte! Hohenlohe hat allerdmg« auch von «iner „Gleichmacherei* gesprochen, die scheinbar darauf hinau«läuft, b i Abgrenzung der Wahlbezirke keinen Unterschied bezüglich der Steuerleistung gelten zu lassen. Die die«bezügliche Aeußerung Hohenlohe« kann diese Deutung er» fahren, womit natürlich allen deutschen Parteien der Fehdehandschuh hingeworfen worden wäre, hoffen wir, daß jene D>utung Recht behält, die in dieser Aeußerung nur einer Verstärkung deS Grundsatze« von den gleichen Pflichten, auf die auch gleich» Rechte zu entfallen baden, ansieht. Zur Keichsratsersatzwayl in Zlnterfleier-»arK- Am 29. d. findet die Reich«rat«ersatzwahl au« der allgemeinen Wählerklasse Untersteiermark« statt. Von den Deutschen und den dtuischsreund» lichen Slovene« wurde Herr Franz Wralschko in Oberradker«burg als MandatSwerber aufgesttllt, ein Mann, der al« langjähriger Ozmann der Be» zirkSvertretung von Ob»rradker«durg Gelegenheit hatte, die Wünsche und Bedürfnisse der Stadt» al« auch der Landbevölkerung eingehend kennen zu lernen. Die windisch-klerikale Partei hat, wie be» reit« gemeldet, in der Person de« hinlänglich be» kannten Hetzkiplan« Anton Korosec ihren Be-werder aufgestellt. Da die Windisch-Klerikalen »in» fieberhafte Tätigkeit entfalten, ist e« dringend not» wendig, daß alle Deutschen ihre Stimmen auf ihren Bewerber vereinigen. Die Verbündtien Er ermannte sich schließlich. Mit verschleierter Stimme ries er dem Post-boten zu: „Weine» Sie doch nicht. Vicar« i Seien Sie ein Mann! Tränen passen nicht in die Augeu eine« Manne« I Na. lassen Sie'« gut sein! Ich will Ihnen nicht zürnen. Doch um wieder auf un» seien Brief zu kommen, wird e« nötig fein, die Briefschreiberin kennen zu lernen. Gehen Sie nach der Ess xgasse und bringen Sie mir die kleine Dora. Sagen Sie ihr. daß sie einen Brief aus der Post habe, den sie aber persönlich abholen müsse. Verstanden ?• .Sehr wohl, Herr Direktor!"• «ad Vicar« flog davon. Al« Mr. Pitton allein war. fetzte er sich wieder i« seinen Sessel, um zu arbeiten. Er hatte ohnehin schon eine halbe Stunde verloren, dieselbe wußte in aller Schnelligkeit wieder eingeholt werden. Er nahm die Feder in die Hand, tauchte sie in da« Tintenfaß und fing an zu schreiben. Aber e« wollte heute gar nicht vvrwärt« gehen; ein eigentümliche« Gesühl lähmte seine >cbei««kcast. Sein Herz klopfte fast zum Zerspringen. Er lehnte sich in seinen Sessel zurück «ad träumt« . . . Die große Gla«tür de« Bureaus öffnete sich «nd ein in ein großes braunes Tuch gehülltes „Putsch- W-cht" mögen dartun, welch' achtunggebieteude Macht sie darstellen «nd am 29. d. vollzählig an der Wahl» urne erscheinen, um ihre Stimmen für Herrn Franz Wratfcho geben. Z>ie Aosniaten in $r«|. In der Rächt vom 12. auf den 13. Mai hat sich in Graz ein Borfall zugetragen, welcher geeignet erscheint, das Verhältnis zwischen der bürgerlichen Bevölkerung und der Garnison neuerlich zu zerstören. Die Abg. Einspinner und Hofmann v. Wellenhof brachten darüber ei«e Anfrage an die Regierung ein. Sie führten an, daß eine Abteilung deS boSnifch-herzegovinifchen Infanterieregimente« Nr. 2 den Platz vor der Dominikaner-Kaserne, wo sich aus einem unbedeutenden Anlasse eine größere Menschenmenge angesammelt hatte, freimachie und absperrte. Die Soldaten machten aber auch einen förmlichen Bajonettangriff aus die in den denach» barien Gassen ruhig stehenden Leute, die vollkom» men unbeteiligt waren, und verfolgten sie, so daß sie sich nur durch schleunige Flucht retten konnten. Der Vorfall hat in Graz die größte Empörung hervorgerufen. Die genannten Abgeordneten ver» langen daher vom LandeSverteidigung«minister eine eingehende Untersuchung und zwecken!» sprechende Vorkehrungen für die Zukunft. Hin deutsch«atio«aler Sieg jenseit» der Leitha. Bei den Wahlen für den k-oaiifchen Landtag hat da« Deutschtum einen sehr erfreu» lichen Sieg errungen. Im Rumaer Wahlkreise (Slavonien) ist nach hartem Wahlkampse der deutschnativnale Kandidat Bürgermeister Riester zum Abgeordneten für den kroatischen Landtag ge-wählt worden; hier hat die Einigkeit der Deuischen einen bi«ber nicht erlebten glänzenden Sieg erfochten. Hoffentlich wirkt dieser Elsolg deulscher Einigkeit auch im günstigen Sinne aus die Verhälmisse in Südungarn da. Schon bei den letzten ungarischen Abgeordneienwahlen traten daselbst, leider noch ohne daß sie gewählt wurde«, zwei deutschnationale Kandidaten auf. E« waren die« der Führer der Banaler Schwaden, Dr. Ludwig Kremling. Derselbe ist leider im Wahl« kämpfe unterlegen; für ihn stimmten 705 Wähler — Rumänen und Serben traten auch für ihn ein — nährend fein Gegenkandidat, der allmächtige Grundherr deS Bezirke«, Graf Karacsonyl, 1054 Stimmen erhielt. Ebenso unterlag der Deutsche Anton Bauer, der aus Grund persönlicher Ueber-einkunfl an Stelle de« Schriftleiters de« Teme«-varer „Deulsch-ungarischen VollSsreundeS" kandi» vierte, u»t einer ansehnlichen Miuorilät im Wahlkampse ; auf ihn enifielen 744 Glimmen. Beioe Wahlen bedeuien für daS südunganjche Deutsch-tum, da« hier zum erstenmal mit eigenen natio-nalen Kandidaten in den Wahlkamps eintrat, im-merhin einen großen moralischen Erfolg, wenn man bedenk«, daß gegen sie der ganze amtliche Apparat und — die große kossuihistische Regie» rungSparleikasse arbeitete. Kind trat furchtsam und verlegen über die Schwelle. Hinter ihr tauchte Vicar« auf. «Herr Direktor, hier ist die Kleine", rief der Briefträger. Al« Mr. Pilton die Berlöiperung seiner Ge» danken erblickte, konnte er seine Freude nicht sehr zügeln, sondern sprang von seinem Stuhle auf, nahm da« Kind m sein« Arme und setzte e« mitten aus den Tisch. Da« ärmlich, aber reinlich gekleidete Mädchen tonnte «twa acht Jahre alt sein, in seinen Zügen war Sanftmut und Güte ausgeprägt. Der Post-direktor konnte sich am Anblick der Kleinen nicht satt genug sehen; er war wie umgewechselt — der strenge Beamte von früher war kaum zu erkennen. Der Briefträger unterbrach endlich daS Schweigen. „Die kleine Dora ist wegen der Antwort gekommen. Sie ist sehr neugierig aus die Antwort ihrer Mama au« deo» Jenseit«. Unterwegs hat sie mich mit ihren Fragen gequält, aber ich konnte ihr keine Auskunft geben, weil der Brief an den Herrn Direktor gerichtet war." „Ist e« wahr, Onkel, daß Ihnen meine Mama geschrieben hat P fragte da« Kind mit schwacher, aber angenehm klingender Stimme. „Ja wohl, mein Liebling", erwiderte der Postdirektor mit unsicherer Stimme. „Und wa« schreibt die Mama? O, erzähle« Nummer 39 2ns Stadt und Land. tiltar He»ei»der«t. Am Freitag den 13. d. M. um 5 Uhr nach-mittag« findet eine ordentliche öffentlich« G e-«eindeau«schu ß-S i tz u n g. mit folgender Tagesordnung stait: Nach Mitteilung der Einlaufe: Bestimmung von drei Mitgliedern in die Kommission zur Durchführung ver Ersatzwahl auS der allgemeinen ReichSratS-Wählerklasse. Bericht» de« BauauSschufse« über eine Eingabe d»« Dani»l Walter betreffend die Erbauung einer Villa aus der Insel und eine Eingabe desselben um Eröffnung der Zufahrt«» straße zu feinem Neubaue auf der Insel. Bericht de« Finanzau«schusse« über: 1. einen Antrag b»tr»ffend den Ankauf de« Hause« Nr. 15 in der Neugasse und 2. eine Eingabe der Erben nach Amalia Smolnikar mit welcher die» selben ihr Hau« in der Brunnengasse der Sian» gemeinde zu« Kaufe anbiete». Bericht de» Theaterschusses über eine Eingabe der Frau Magdalena Hamornik und Genossen um Wi»d»r»rrichtung der Balkonsitze i« Staditheatei. Bericht de« Schlachthau«-Berwal-tungSauSschusseS über «in Hau«kausanbot der Eveleute Martin und Josefa Karlouschek. Militärisches. Auf dem Marsche von Lai-bach zu den Schießübungen bei Hajma«ker i« Ungarn trafen am 14. d. die Batterien Nr. 3 u. 4 de« DioisionS-Artillerie Regimenie« Nr. 7 vier ei«. Die Batterien haben am 12. d. Laibach verlasse«, trafen am 13. d. in Franz »in, hatten am 14. und 15. d. in Hochtnegg Rasttag, nächtigten am 16. in Windisch-Feistritz. am 17. d. in Pettau uns am 18. «nd 19. Mai in Polstrau. Aleöerschuugen im ?okdie»ke. Der Post-offizial Franz von Langenmantel wurde von Graz nach Cilli und der Postosfizial Lls-ed vo-, Unter-richter über sein Ansuchen von Cilli nach Graz übersetzt. — Da« Scheiden de« Herrn von Unter-richter wird gewiß allseil« bedauert werden, denn er hat sich währen« seine« langjährigen Aufenthalte« in Eilli die Geneigtheit weiter Kreise erworben. SchükerLNsffug. Am l l. d. M. unternahmen die Schüler der 4. und 5. Klasse der städtischen KnabenoolkSschule unter der Führun, ihrer Klassen-lehrer Porsche und Horwath einen AuSflag aus de« Oelberg. E« war ein herrlicher Maiiag. Mit dem Frühzuge fuhr die jubelnde Knab'nschor, üder 100 an der Zahl, nach Heilenstein. Von dier au« de-gann der Ausstieg. Unier blühenden Obstbäumen, über grüne Wiesen, durch schattige Wälder fchlänzelt sich der Weg aufwäri«. Um 11 Uhr war der Gipfel de« Berge» «»reicht. Nachdem sich die Kin-der an ihren mitgebrachten Eßwaren gestärkt hatten, wurde ein Run?gang angetrelea, um die herrliche Fernsicht zu bewundern. Der einzig schöne Tag und der wolkenfreie Himmel gewährte eine Au«- Sie rasch, Onkel! Nimmt sie mich zu sich? Ich sehne mich so danach!" „Nein, mein süße« Kind, die Mama nimm« Dich nicht zu sich, sie schreibt, daß der Himmel mit Engeln schon zu überfüllt fei. daß e« kein einzige« leere« Plätzchen mehr gebe." Die Kleine aniwortete eine Zeit lang nicht, denn sie war damit beschäftigt, ihre hervorstür-zenden Tränen zu trocknen, dann aber flüsterte sie mit bebender Stimme: „O, mkin Gott, was bin ich für ein un-glückliches Kind!* „O nein, Du wirst glücklich sein, denn Mama schreibt, daß Du so lange bei — mir bleibe» sollst, bis sich ein leerer Platz im Jenseits findet. Ich habe keine« einzigen Engel, obschon ich mich mit der ganzen Glut «einer Seele darnach sehne." Willst Du'« «ein Herzchen? Du wirft schöne Kleider, ein behagliche«, angenehme« Heim und alle« haben, wa« dem Herz begehr». D« wirst nicht mehr »in»n Holzkorb zu schleppen brauchtn, sondern Du sollst immer lerne« und spiel»«. Liebe« Dorchen. willst D« mein Engel werden ?* „Wenn die Mama daS schreibt, will ich e« mit Vergnügen tun.* »Ja, sie hat da« geschrieben, und Gott hat e« besiegelt!' iMffwptt 39 ficht, mit «an sich dieselbe nicht b-sier wünschen tfnitn. Da« herrliche Sanntal, die Hügelland» fthost. die Berge «it ihren Kirchen, da« schnee-bedeckit Hochgebirge «acht» auf die Schüler einen Aktwältigenden Eindrnch. Die Lust war so rein, tag «an die Stadt Cilli und ven Schloßberg «it freie« Auge erkannte. Der «rainer Kumberg i« Süden, der Donatiberg i« Osten, da« Bacher« Sebirge. die Ursula, der Petzen, die Koralpe i« iorden und die Sulzbacheralpe «it der Ostritza i« Vordergründe fesselte den Blick der Knaben. Man konnte sich von der wunderschönen Fernsicht kaum trennen. Nach dreistündige« Aufenthalte wurve der Abstieg noch Rietzdorf angetreten. Um 5 Uhr tarnen die Schüler wohlbehalten in Cilli a». Die Eindrücke, welche die Schüler auf dieser Bergwände-rung »«Pfunden haben, werden ihnen unvergeßlich bleiben. Für SchülerauSflüge ist der Oelberg der schönste geeignetste Punkt, von welche« fie einen «roßen Teil ihrer Hei«at überblicken können. Latakbay» 7«rlÜa — ?ettaa — Aohitsch. Da« Eisenbahnministerium hat dem Bankdirektor-Stellvertreter Alexander Hickl. FML. L R. I. R. v. Tomicie, Bürgermeister Ornig und Konsorten die Bewilligung zur Vornahme technischer Vorarbeiten sür eine Lokalbahn Purkla — Pettau — Rohitsch erteil». Hin Taschendieb i» Kisenbahnwage». Am 9. d. fuhr der Grundbesitzer Johann Kukovec au« Raischach von Sieinbrück nach Rö«erbad. Im Eisenbahnabteil gesellte sich zu ihm ein etwa« herun»ergeko««en aussehende« Individuum, welche« sich fortwährend an ihn herandrängte. Al« Kuko-vec in Römerbad auSstieg. be«erkte er, daß ih« feine Briefiafche. in welcher sich mehrere hindert Kronen befanden, fehle. Er machte bei der Gen-darmerie die Anztige, wilche auch die hiesig« Sicherheit«wache verständigte. Am nächsten Tage gelang e« dem Wachmann» BoSnitfch, den Taschkn-di»b nach der Person«beschreibung in einem Gast-Hause auszuforschen und dem Gerichte einzuliefern. Hin A«swavder»«gslastiger. In der ersten Woche de« Monate« Mai verübte der Bergarb«it«r Karl Hrastnig auch Dimec in Buchberg bei Cilli «ehrere Einbruchtdiebstähle und stahl bei ver« schiedenen Besitzern in der Gemeinde Grei« Bar« gilt) und Wengegenstände im Sesomrntwerte von 200 K. Da sich Hrastnig nach Cilli wende»», wurde dir hiesige EicherheilSwache davon verständigt. Dem Wachmann Bo«nitsch gelang e«. Hrastnig im Stalle de« Hotel Mohr auszuforschen. Hrastnig wollie am nächsten Tage mit dem Abwanderung«» «geilten Zveglio au« Lichtenwald nach Amerika »««wandern. Hftthaftvng. Der wegen Banknotenfälfchung i« Untersuchung gestandene Paul Kekic wurde am 15. Mai enthaftet und da« Strafverfahren gegen ihn eingestellt, weil der Hauptzeuge Sücz nicht auf. findbar war und die in Amerika durch da« Gericht in Cleveland gepflogene Untersuchung einen Anhalt«-punkt für ein weitere« strafgerichtlich:« Versahren nicht erbracht hat. Kagelwetter und Blitzschlag. Ueber Cilli und Umgebung ging am 14. d.M. nachmittag« «in heftige« Gewitter, mit Hagel verbunden ni«d«r, der an d«n Kulturen beträchtlichen Schaden anrichtet«. Ein Blitzstrahl fuhr auch in die Train-Remife der Laudwehrkaserae in Gaberje, ein zweiter durch den Rauchsang in die Küche d«S Hauses de« Kaufmannes Petschuch. zerstörte den Sparherd und lahmte Herrn Peischuch auf der linken körperhälsle. M»t»ergitt««g beim Akeifliftspitzen. Auö Mndischgraz wird geschrieben: I« der hiesigen Stadtschule hatte sich ein Schüler beim Bleistiftspitzen in den Finger geschnitten. Kurze Zeit daraus, nachdem er sich den heftin blutenden Finger in einem nicht ganz reinen Waffer gewaschen hatte, begann der Finger bläulich anzulausen. Solort zum Arzte geschickt, konstatiert« dieser eine Blut Vergiftung infolge de« durch Tinle verunremigien Wasser« oder de« Grophit«. Zur Zeit befindet sich der Knabe außer Gefahr. pie Zlneinigkett im Lager der ?ervaken. Die verfuchie Auszwingung deö berüchtigten Doktor KoroZec al« Wahlwerber hat in die Reihen der Peroaken den Zwiespalt getragen. In Trisail fand dieser Tage eine öffentliche Versammlung statt, die von 500 Personen besucht war und in der man sich geg«n Dr. Korosec al« Wahlwerber für die 5. Kurie aussprach. Die slovenischnationale Arbeiter schast Trifail« hat Schlossermeistet Rebe! al« Wahl werbet ausgestellt. Sommerfest in ?rager?of. Au« Pragerhof wird un» geschrieben: Am 10. Juni findet in v9e«ftftbr Seite 3 Pragerhof zugunsten der Erweitentng der im »oripen Jahre gegründeten deutschen Volksschule ein So mm kr fest statt. Zu diesem Behufe hat sich ein Zlu«fchuß au« den Mitgliedern de« deutschen Ort«Ichuloereine« »nd der Südmarkort«gr«ppe ge-»ildet. Obwohl die deutsche Bevölkerung Prager« Hof« für ihre Schule na«hafte Opfer bringt, kann an die Erweiterung derselben ohne Unter» stützung der S>am«e«genossen nicht geschritten werden. E« ergeht daher an alle die Bitte, da« Gelingen der guten Sache durch zahlreiche Betei-»tgung zu fördern. Aad Ae«ha»s. Bi« zum 10. d. Ml«, sind 60 Parieien mit 77 Personen zum Kurgebrauche hier eingetroffen. St. Margarethen bei Zlömervad. (E i n-bruch« diebstahl.) I« der Nacht vom 11. aus den 12. d. M. wurde beim Pfarrer Eduard Janc«t in da« Schlafzimmer der «öchin einge» brachen und e« wurde eine goldene Uhr. eine Geldbörse «nd 6 Seidentüchel gestohlen. Der Täter wurde bi«her nicht au«sindig gemach». Her-vorzuheben wäre nur, daß die Pfarrer«köchin an diesem Abende nich» in ihrem Zimmer schlief, sondern — da« läßt sich wähl denken — irgendwo ander« im Hause. Die Frage wo? steht allerding« offen. De« Diebstahls wurde der gegenüber dem Pfarrhaus« wohnende Tischler Joses Weber ver« dächtigt, welcher verhaftet und dem Bezirksgerichte Tüffer eingeliefert, aber zwei Tage daraus wieder enthaftet wurde. Josef Weber ha» verschiedene Arbeiten in der Kirche und beim Pfarrer besorgt und dafür der Kirche zulieb nicht« gerechnet. Der Pfarrer wollte ihm jedoch nicht« schuldig bleibe« und ließ ihn zum Lohne für seine Arbeiten — verhaften. ^ix* Schönste!». (Unter hat tu n g S abend.) Wie berei»« berichtet, findet Conntag den 20. d. in der „Deutschen Vereinigung" der von den deutschen Frauen Schönstein« veranstaltete Unter-haltung«abend statt. Die Vorbereitungen zu dieser Veranstaltung sind bereit« getroffen worden und e« verspricht der Abend ein recht genußreicher zu werden. Eine mit reichlichen Besten au«gestatteie Tombola. Gesang«vorträge und schließlich ein Tänzchen — um einige« aus der Fülle de» zu bi«t«nd«n h«rau»zugr«isen — werden nebst anderen sür da« Vergnügen beitragen und e« ist nur zu hoffen, daß der Befuch nicht« zu wünsch«» übrig läß». Wir können dieser Veranstaltung d«n dkutschen Volk«genoffen Cilli« und der anderen Orte de« Unterlandes nicht genug warm empfehlen, denn die wackeren deutschen Frauen Schönstein« v«rdi«nen «• gewiß, daß ihr« Mühe und Auf« opftrung wenigstens durch «in»n recht zahlreichen Besuch der Veranstaltung gelohnt werde. Windisch-Aeilritz. (Vereitelte Arre« tierung.) Sonntag, den 13. d. M. Nachts würd« hier in einem Gasthause eine Frauensperson, nameni Maria Tkaletz, geb. zu Pregrada in Kroatien vom Stadt-Wachlmeister Blaschitsch über Anzeige verhaftet, da fie sich schon längere Zeit in der Gegend von Pöltschach und Windisch« Feistritz ohne Arbeit herumtrieb. Vor dem Amte entriß sie sich den Händen der Wache und wollte enl-fliehen. Eingeholt, schrie sie um Hilse, welchem Hilferufe vorbeiziehende Dragoner, sieben an der Zahl, Folge leisteten. Nur dem energischen Einschreiten de« Wachtmeister« und der sofort requirierten Patrouille und Gendarmerie ist e« zu verdanken, daß es nicht zu Tätlichkeiten kam und die FrauenSpeison in sich«r«S Gewahrsam gebracht wrrden konnt«. Ka»«. (Todesfall.) Sonntag nachmittags fand da« Leichenbegängni« de« am Freitag nach langem, schweren Selben im 23. Leben«jahre v«r-stordenen Herrn Rudolf Stummberger, Be-amten der Firma Mathti». unier zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung statt. Außer den Freunden und Bikannten des Verstorbenen waren zur Leichen-feier die Gcmeindeoerlrelung. die Freiwillige Feuer-wehr, die Beamtenschaft der. Firma Mathei« mit ihrem Chef, ver Turnverein u. f. w. erschienen. Die Sängerriege sang am Grabe unter der Leitung de« Herrn Rentm«ist«r einen Trauerchor. Der Ver-storbene war ein strammer deutscher Volk«genoffe, der seine ganzen Kräfte in den Dienst der völkischen Sache stellte. Sein biederer Charakter erwarb ihm die Achiung und Freundschaft aller Volk«genoffen. Wie wir bören, hat er fein Vermögen den deutschen Vereinen Rann« hinterlassen. Ein tückische» Leiden raffle den hoffnungsvollen jungen Mann im schönsten Manne«alter hinweg. Die Erd? sei »dm leicht I Arahla«. (Brandlegung.) Am Morgen de« 15. d. M., um halb 3 Uhr brach in nächster Nähe im Wirtschafttgebäude de« Gastwirte« Herr« Franz Bri«nik a«f «na«fgeklärte Weis« Feuer au«. Unsere Frnerwehr rückte unter dem Kommando de« Hauptmanne« Herrn Grabt zur Brandstelle. Da da« Feuer stark da« Firmament rötete, alarmier« zur gleichen Zeit di« Holzwarenfabrik der Firma William Prym in H«il«nstein di« dortig» Fabrik«» und Ort«f»u»rw»hr. I« kürz»ster Zeit »rfch,rn auch di» Fabrik«fe«»rwkhr mit ihrer Spritze und 29 Man« unter dem Kommando de« Hauptmanne« Herr« Edlhoffer aus der Brandstätt». Einig« Zeit spät« erschien auch die Ort«feuerwehr. Da jedoch nur ein Brunnen zur Anfügung stand, mußten sich die Mannschasien darauf btschränken, den Brand ei»» zudämmin, wa« nach zwristündiger Arbeit err«icht war. Da« abgebrannte Gebäude war verficht«, doch deckt die Versicherungssumme nicht den Schade«, zumal eine größere Partie dort untergebracht»! Bretter mit eingeäschert wurde. Schwurgericht. Ki» entmenschter Hatteamörder. Am Sam««ag, den 12.d.M., beschäftigte da« hiesige Schwurgericht «in hochini«r«sfanler Giftmord» prozeß. indem im Hauptangeklagien ein Individuum vorgeführt wurde, da« in B«zug auf sittlich« Ver-rohung und Bestialität zum Glücke wohl vrreinzelt dasteht. Der Schwurg»richt«saal war bi« aus da« lktzt» Plätzchen gefüllt. Den Vorsitz führt» bet k. k. L.-G.-R. G r«g o r i n. di« Anklag« vertritt Staat«-anwaltstrllv«rtr»»er Dr. Bofchek. die Verteidigung haben Dr. Hrafov»c und Dr. Boflc übernommen. Unter der schweren Anklage de« «euchleriiche« Gattenmorde« steht der 36jährige Srundbesttzer Paul Arzenschek au« SotenSko (Bezirk Sankt Marein) und unler dem Verdachte der Mi»sch«ld der 46jährige Taglöhner Valentin Kurnik. Da« in der Et,' „4t traurigen Berühmtheit ge- langte Arsenik spielt auch hier wieder die Rolle. Die Ankl ge führt Folgende« au«: Im Laufe de« letzten Winter« hat die keusch» lerin Anna Mars b«i den Eheleuien Paul und Kalharina ArzenS.t in So»en«ko wiederholt Tag» löhnerdienst» verricht»». Da ihr Paul Arz»ns«k ihre Lohnansprüche bestnlt und die B«zahlung verweigert», war sie gezwungen, gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sie begab sich am 2. März 1906 zum Bezirktgerichl» S». Marein und «rwirkt« dort di« Ladung be« Paul Arzensik zur Verhandlung und zum B»rgl»ichSversuch». Noch am selben Tag« übergab si» dem Paul ArzrnSek di» g»richllich« Vor» ladung und hiebet wurde sie von ihm und seiner Gattin beschimpft. Darübet geriet sie in Zorn und rief dem Paul Arzenöek zu: »Bei meiner Seele, dir werden sie noch deine erste Frau autgraben, wenn ich will!" Mehrer« beim ganzen Sltkite anwesende Personen hörten auch diese Aeußerung und erzählten sie weilet, sodaß auch der St. Mareiner Gendarmerie-postenführet Breznik davon Kenntnis erhielt. Diestt fragt« zunächst di« Anna Mars «ach de« Grund« Dieser seltsamen Aeußerung und erfuhr von ihr, daß Paul ArzenZek feiner am 21. Dezember 1902 verstorbenen ersten Frau Cäcilia ged. Ko«maö einmal au» einer Zacherlinflafche in den Mund gespritzt und die Frau darauf erbrochen habe. Postenführet Breznik ging nun mit d»m Grund» bischer Franz BerboZkt al» B»nrauensmann z« Paul ArzenSek und fragte ihn, w»«halb er denn nich» di» Anna Mais wegen ihrer Aeußtrung ge» richtlich belange. ArzenSek fertigte ihn mit eine« hier nicht wiederzugebenden Sprichwort« ab und darauf sagte ihm der Postensnhret, fall» et etwa« am Gewissen habe, soll er ein aufrichtige« Gestand» ni« ablegen. Paul ArzeuSek wurde ganz delrettn, wechselt» di» Farbe und gab nach kurzem Ueber« legen Folgende« an: Im August 1902 sei Valentin Kurnik zu ihm mit der Bitte gekommen, einige Fuhren Holz zu verrichten. Im Lause di« Gespräche« erzählte ArzenSek dem Kurnik. daß et unglücklich verheiratet sei, feine Frau sei immer kränklich, nicht arbeitS» fähig und erfülle auch nich» ihre ehelichen Pflichten. Kurnik gab ihm aus da« hin ein Stück Arsenik und sagte: „Wenn der Teufel nicht ander» krepier«, gib ihm da» in» Essen und er wird gewiß krepieren!- ArzenSik »adm da» Slück Arsenik l>n der Größe einer Haselnuß oder «in«# Kukurruzkerne«) und faßt« den Vorfatz. feine Frau wirklich zu vet» gifte«; die Ausführung fchob et aber auf, weil et Seite 4 da» die Frau ohnedie« «och im Lause de« Jahre« sterbe« werde. Der Monat Dezember kam. ohne daß der Tod eintrat «nd er wollte, daß ste «och vor Neujahr sterbe. Am 15. oder 16. De» zeaiber 1902 ha» er von dem erhaltenen Stück Arsenik eine« Teil zerstoßen, in Milch ausgelöst und diese seiner Fra« z«« Trinken gegeben. <£« stellte sich bei ihr sofort heftige« Erbrechen ein; da sie aber trotzdem nicht starb, gab er ihr nach zwei oder drei Tagen eine gleiche Menge Arsenik in Wasser aufgelöst. Am anderen Tag« trat dann auch wirklich der Tod ein. So da« Ge» standni», welches er de« Gendarmen ablegte und dem er noch beifügte, daß er über seine Tat schon oft, besonder» wenn er am Friedhose vorbeikam, Reue «mpfand. Die eingeleitete Untersuchung ergab die volle Richtigkeit de» Geständnisse«. Am 28. Jänner 1895 hat der damal« 25» jährige Paul ArzenSek die um 7 Jahre ältere Cäcilia Ko«mav g«h«ira»t», weil sie «in« groß« Realität im Werte von 5000 K besaß «nd ihn zum Miteigentümer machte. In den Jahren 1896 und 1897 hatte sie schwere Entbindungen und blieb feit» her kränklich. Nur mit Mühe konnte sie die häu«» llen, Erbrechen un» Abführen aufgelreten waren, die in verstärktem Maße diesen und die folgenden Tage bi« zum Tode anhielten. Schon an der Bahre de« Johann Plavcak wurde von feinem Bruder Anton Plavöck laut der Ver-dacht eine« unnatürlichen Tode« ausgesprochen, doch durch den erregten Einsprach der Witwe Theresia Plavcak von der weiteren Verfolgung feine« Vorhaben«. die gerichtliche Leichenöffnung zu erwirken, abgehalten. Gleichwohl kamen die Gerüchte, daß Johann Plavcak von seiner Ehegattin Theresia vergiftet worden fei nicht zur Ruhe und fanden Nummer 89 ihr» Nahrung in de« ehebrecherischen Verhältnisse, in de» Theresia Plavöak während der letzten Jahre zu dem weitaus jüngere» Wegeinräii«er Anton Bratuba gestanden war. Nach de» Tode ihres setzte di» Theresia Plavcak diese» Verhältnis in gleicher skandalöser Weise fort, brach kann mit BratuS» und ließ sich seit Mai 1905 in ei« gleich«» Berhältni» »it de» um 20 Jahre jüngeren, überaus schlicht d«leii«uad»tea Mathias Gobec «in. sie vernachlässigte idre Wirtschaft, kon-trahierte Schulden, weshalb über sie die Kuratel verhangt wurde. Durch ihr fkandalöxs Treibe» erregte sie auch bei ihren 8 Kindern da« äußerste Aergernis, so daß sich ihr ältester Sohn Johann Plavcak am 9. September 1905 hinreißen ließ, ihren Buhlen Mathia» Gobec »it eine« Revolver anzuschießen, we»halb Johann Plavcak a« 5. Dezember 1905 zu 6. Monaten schweren Kerker» in Cilli verurteilt worden war. Auf Grund der laut gewordenen Gerüchte wurde Theresia Plavcak «ine Woche nach ihrer neuerlichen Vermählung «it Mathias Gobec am 7. Dez««b«r 1905 ver-hafiet. Bei dir kommifsionellen Eröffnung der Grabstätte de» Johann Plavcak am 19. Deze«ber 1905 sind nur noch einige Leichenteile und Kleider-refte vorgefunden worden, wovon Teile der ge» richtlich.chemischen Untersuchung unterzogen wurden. Diese Untersuchung ergab, daß in fä«tlichen untersuchten Leichenteilen Arsenik in großer Menge vorhanden ist und daß die Quantität Arsenik die au» den untersuchten Teilen herausgezogen werden koante. an sich schon der halben tätlichen Dost» diese» Gifte» gleichkommt. Auf Grund diese» Be» fünde» und namentlich in Verbindung »it de« KrankheliSbilde haben die GerichlSärzle mit voller Befti««theit erklärt, daß Johann Plavöak an einer akuten Arfenikoergisiung gestorben ist. Die Eventualität eine» Seldst«orve» ist vollkommen ausgeschlossen. Gegen die Möglichkeit, daß Plavöak etwa Arsenikesser gewesen sei sprich« die Tatsache, daß e» sich um eine akute Arsenikoergisiung handelt und daß e« Niemanden seiner Verwandten und Nachbarn bekannt ist. daß Plavöak Arsenikesser gewesen sei; e» ist daher nur die Möglichkeit vor» Handen, daß ihm von meuchlerischer Hand Arsenik gereicht worden sei. Die« konnte aber nur am 16. Mai 1904 früh vor de« Wegfahren ge» schehen sein. Denn am 15. Mai 1904 war. wie zum Beispiel Johann Smole und Franz Perhooic aussagen, Plavcak noch vollkommen gesund. An diesem »bend aß Plavöak da« Nachtmahl, Salat und Fisolen »lt KürbiSöl abgemacht, mi seinen Kindern, seinem Weibe und Anton Bratusa ge-»einsa» ohne Teller au« einer Schüssel» in die jeder mit sein«» Löffel langte; di« Nacht vom 15. zum 16. Mai 1904 verspürte Plavöak keine Schmerze»; in der Frühe de« 16. Mai stand er um «twa 4 Udr auf, holte wi« fchon gtfagt zunächst «hi«» Wagkn Ziegel. kam zwischen 5—6 Uhr früh nach Hause und sprach da mit mehreren Leuten; hierauf begab er sich auf die Fuhr nach Drachen-bürg mit einigen Personen auf feinem Wagen, dies« Personen bestätigen, daß Johann Plavöak damal« vollkommk» gesund war. und über kein« Schmerzen klagt«; di« ersten Uebelk-iien. Erbrechen traten bei Johann Plavöak >n Windisch>Land«berg ei», welcher Ort von Terziöe «twa 22 Kilometer emsernt ist, also nach einer etwa zweistündigen Wagenfahrt, während welcher Plavöak nicht« zu sich genommen Hai; die» führt auch in Ueberein-stimmung mit dem Au«fpruche der Aerzte unab-n?ei«dor zu dem Schlüsse, daß Plavöak da« Gift nur mi, dem Frühstücke eingenommen haben konnte. Damit ist der Verdacht aus die Gaitin Theresia Gobec konzentrier», denn, da keine Magd im Haufe war, bereitete sie stet« da« Frühstück; auffallend ist run ihre Behavpiung, daß ihr Mann an diesem Morgen, da Niemand im Hause gewesen sei; ohne Frühstück mü nüchternem Magen sorigefabr«» sei; die« widersprich» der Uebung, daß b-i Plavöak stet« gefrühstückt wurde. Uebrigen« ist es ganz unglaub» würdig, daß Jobann Plavöik sich auf eine so weile Reise mit leerem Magen begeben habe; unierweg« ha» er, wie bereit* schon erwähn», nicht« zu sich g nomme« und auderwäri» in Ter.zise hat er sicherlich zu so früher Stunde kein Frühstück bekomm.«, vier e« wa>e die« wenigsten« bekannt geworden; et sei aber nuch noch bemerk». daß ihm anderwärts unter da« Frühstück auch nicht Arfenik gemischt worden wäre, denn wie weiter unten >tu?-geführt wird, kommt in dieser Richtung nur fein Weib in Beiracht. Zufälligerweise kann aber da« überall sorg» faltig gehütete Arsenik nicht in die Speisen geraten. Wichtig ist nun die Ao»sage de» Sah»«». Johann Plavöak, wonach die Mutter ihn a» 16. Mai früh »it der Aufforderung geweckt habe, er foll die Pferde einfpannen. indessen werde der Vater noch frühstücke»; darau« geht also hervor, daß Johann Plavöak sen. doch gefrühstückt hat. und zwar allein, höchsten» i» Beisein seine» Weibe», die anderen Hau»genossen schliefen noch, e» hatte daher die Therefe Plavcak hier eine günstige Gelegenheit, ihre» Manne da» Gi't unbemerkt und ohne Gefahr für andere beizubringen; endlich fei noch erwähn«, daß abgesehen davon, daß die Behauptung der Beschuldigten, e» sei kein Kaffee im Hause gewesen, durch nicht» erwiesen ist, dadurch auch keine«wtg« die Notwendigkeit gegeben war, auf da« Frühstück verzichten, denn wie die Zeugen angeben, wa« ja auch allgemein landesüblich ist, pflegte »a» bei Plavcak außer Kaffee auch Sterz, Kartoffel und Krau« zu frühstücken, und alle diese Speisen, «»besondere der Sterz sind wie der Kaffee vorzüglich zur un»erkbaren Beimengung von Arsenik geeignet. Angesicht» diese? objektiven Momente bildet daher die Behauptung der Be» schuldigte« ihr Mann hab« nicht gtsrühstückt nur «in si« schwer belastende» Kennzeichen. Bei dieser Sachlage drängen sich bereit» die trage» nach de» Motive und der Eignung der herese Plavöak zu solcher That vor; beide Fragen siftd zunächst durch den Hinwei» auf die Tatsache beantworte», daß die Beschuldigt» schon zu Lebzeiten ihre» Manne» in geschlechtliche Beziehungen zu weitaus jüngeren Männern trat, zu BratuSz und Gobec und daß sie letzteren zu» offenbare» Schaden ihrer acht ehelichen Kinder auch geheiratet und ihm 2000 K verschrieben ha». Da» ehebrecherische Ver-hältni» mit BratuZa wird zwar von beiden be-stritte»; allein BratuKa gibt wenigsten« den ge-schlechtlichen Verkehr nach de« Tode de» Johann Plavöak zu. Nun wird von den Kindern, insbe» sondere Johanna und Johann Plaröak und von vielen Nachboren bestätigt, daß sich Theresia Plavöak, die vor dem al« ordentliche« Weib galt, in den letzte» vier Jahre» vor dem Tode ihre« Manne» seit sie in näheren und täglichen Verkehr «it BratuSa getreten ist, vollkommen ausgeartet ist. BraiuSa. der sich selbst al» Hau«freund be» zeichne», steckte täglich bei ihr und besuchte mit ihr Gasthäuser, erlaubte sich sogar vor den Kindern mit ihr ob»cöne Reden und Handlungen u. s. w. E» besteht daher kein Zweifel, daß si« zu Bratuöa in unerlaubten Beziehungen gestanden und ihre« Manne« überdrüssig geworden war. Letztere« kam auch in fortwährenden Zwistig-leiten zum Au«drucke. deren Ursache, wie die Kinder und Nachbarn bestäiiae», die Beschuldigte war, während Johann Plavöak nachgiebig sich in sein Schicksal fügte. Einmal hat sie ihm eine Hacke an den Kopf geworfen, ein andere«mal lies sie ihm mit einer Haue nach, und flüchtete er vor ihr in den Viehstall, wiederholt wurde sie in anderer Weife gegen ihn tätlich; bei diese» Anläffe» schimpfte sie in roher Weise und wünschte ihm, daß er krepiere. Sinnliche« ehebrecherische« Verlangen nach jüngeren Männern, Haß gegen ihren Gallen können wohl ein derartige« Verbrechen zeiligen, wozu noch kommt, daß die Theresia Plavöak durch den Tod ihre» Manne» selbst Herrin de« ganzen schönen Grundbesitze« zu werden hofft«, welchen Wunsch sie auch wiederhol» ausgedrückt hat, und der ihr lau» de« Verlaßakle« auch in Erfüllung ging. Außerdem sprechen noch viele Indizien sür die Schuld der Angeklagten, welche von Ansang an bemüht war den Verdacht von sich abzuwenden. Im Einklänge mi« diesem Bestreben steht auch ihr Protest gegen die Leichenöffnung, al» ihr Schwager Anton Plavöak sie verlangte; sie äußerte sich, wenn die« geschehen sollte, werde sie sich gleich umbringen, wa« Anton Plavöak und ihre Kinder Johanna und Johann bestätigen; auch ging sie am Tage nach dem Begräbnisse auf den Fciedhof schauen, ob da« Grab ihn» Manne« wohl schon ganz zugescharrt sei; am Begräbnisse selbst hat sie sich »ich! beteiligt. Die Hau«durchsuchung hat bei der Plavöak» Gobec kein Arsenik zu Tage gefördert; e« ist aber erwiesen, daß sich vor Jährn, im Haue dort Arsenik besungen Hai; die« bestätigen mehrere Zeugen. Endlich sei noch erwähnt, daß die verschiedene» Zeugen namentlich der Wachtmeister Dernatsch und der Gemeind-vorsteher Smole bestätigen, daß die Be» schuldigle anläßlich ihrer Verhaftung zu ihren Kindern insbesondere zur Tochter Johanna in __ ___________ Seite 5 flovenischer Sprache sagte: ,Anika, le poglej n* So dobro, m« ne bog nikdar ?ec vidla.* (Anna, schau «ich nur gut an, «ich wirst ui««er»ehr sehen). Die Untersuchung ergab auch A»halt»pu»?te dafür, daß die Beschuldigte die Heirat »it Gobec hiaau»schob au« Furcht vor ihren Kindern, de« Giftmordes beanzeigt zu werden und daß ihr Sohn Johaa» Plavcak Gründe für die Annah«e zu haben glaub», daß sie auch an ih« einen Ver» giftungSversuch unternommen habe, wa« sich frei» lich heute objektiv nicht «ehr feststellen läßt. Au« de« Bewei»oersahren gewinnen wir folgende»: Die angeklagte Theresia Gobec leugnet de« G.ftmord und erklärt, daß ihr Man» eine» uatür-lichen Tode» gestorben sei, d«nn selbst habe er kein Gift genommen, da er nie Arsenik gehabt babe, von ihr aber fei ihm nie Gift gereicht worden. Die Angeklagte erklärt al» entferntere Ursache des so plötzlich eingetretenen Tode» den Umstand, daß ihr Mann einmal von einem Ochsen auf die Brust i» der Herzgegend gestoßen worden sei; denn seit diefer Zeit habe er fortwährend geklagt, daß er Schmerzen in der Herzgegend verspüre; daß ihr Mann Arsenikesser gewesen, davon wisse fie nichts, auch habe sie weder bei ihm noch im Hause je«als Arsenik vorgefunden. Da« Zeugenverhör ergab folgende Daten: a) Bezüglich der Körperkonstituiion und des Gefundheilszustandes des Johann Plavöak. Die «eisten Zeugen bestätigen, baß der Verstorbene eine lange, hagere, knochige und schlecht genährte Ge» stalt gewesen sei «nd eine rötliche Gesichtsfarbe besessen babe. Man hielt ih« für einen gesunden Menschen. Nur hie und da hat er einigen Zeugen gegenüber geklagt, daß er an Würmern leide. Der behandelnde Arzt Dr. Schuster sagte aus. daß Johann Plavcak das erstemal i« Jahre 1890 i« seine Behandlung getreten sei und daß Johann Plavcak schon damals sich über seine Magen» und Darmbeschwerden beklagt habe. Er habe ihn auf Magengeschwüre behandelt und später sei Johann Plavöak wiederhol» ob derselben Krankheit zu ih« geko««e„. In der kritische» Zeit wurde Dr. Schuster zu Johann Plavöak gerufen und konstatierte aber» mal» einen akuten Darmkalarrh. Der Kranke erzählte ihm. daß er in Drachenburg eine schlechte Fleischspeise genossen habe und seit dieser Zeit fei ihm immer übel und erbreche er auch oft. Aus die Fr ige de» Vorsitzenden, od Johann Plavöak auch Arienikeffer gewesen fei, erwiderte Dr. Schuster, da? ihm der Verstorbene zwar nie eine Mitteilung s.emach> habe, allein er habe die subjektive Meinung, daß Johann Plavöak doch auch Arsenik genossen haben «ußte, dafür spreche da» ganze Aussehe» de» Verstorbenen. Dieser subjektiven Meinung konnte jedoch UniversitätSprosessor Dr. Krauer nicht beipflichten. Da« Bild, da« die Zeugen von Johann Plavörk entworfen, führe ihn im Gegenteil zur Ansicht, daß Plavöak eben kein Arsenikesser gewesen, denn sonst müßte Plavöak wohlbeleibt gewefen sei«. Die Zeugen bestätigen ferner, daß Johann Plavöak immer selbst noch im Jahre, in dem sein Tod ersolgte alle Feldarbeiten, ja selbst die schwersten, selbst verrichtet habe. d) Bezüglich der Ereignisse am Vorabende der Fahrt nach Drachenburg. Sämtliche Zeuge«, die Plavöal an diesem Abende gesehen haben be» stäiigen, daß Plavöak vollkommen gesund au«ge» sehen habe und daß er niemandem gegenüber sich geäußert habe, daß ihm unwohl sei. Die Ange-hörigen und Bedienstete» im Hause Plavöak'« be» stäiigen. daß sie an diesem Abende alle au« einer Schüssel gegessen haben, daß somit eine Vergiftung de« Plavöak an diesem Abend« nicht erfolgt sein konnte. c) Bezüglich der Zeit vor der Abfahrt nach Drachenburg. Diefe Zeit ist im vorliegende Prozesse ganz in Dunkel gehüllt. Ke»n Zeug' kann darüber ei»e Aufklärung geben, ob Plavöak latfächlich gefrühstückt habe. Die Angeklagte selbst behauptet, sie habe ihm kein Frühstück gegeben, sie sei zur Zeit der Abfahrt de« Johann plavöak noch gar nicht aus den Beinen gewesen. Der Sohn des Johann Plavöak jedoch behauptet, daß ihn die Muiier um 5 Uhr früh geweckt habe mit den Worten: .Stehe auf und schirre da» Pferd a». ich werde inzwischen dem Vater da« Frühstück bereilen." Ob aber Johann Plavöak tatsächlich gefrühstückt habe, davon weiß auch dieser Zeuge »ichi«. d) Ueber die Fahrt nach Drachenburg und die Ereignisse während der Fahrt. Johann Plavöak Seite 6 8 Worte „Altvater" ,D»»ifcha »««f Gessler Jägerndorf. dm ... Kiblensiirs und gesHB^eitsflriieriiciiei Sttf» rclefcste ninfralw«M«r ist nachweislich Rohitscher „Tempelquelle". führt« am 15. Mai 1904 die Rosa Heide und Johann Hajnsek nach Drachenburg. Der Zeuge Johann HajnS-t bestätig,, daß di» ersten Uebel-feilen und Erbrechen bei Johann Plaröat in WindiIch»Land«berg austraten, welcher Ort von T»rz>«e etwa 22 Kilometer entfernt »st. Der Zeug» HajnStk bestätigt serner, daß seine» Wissen» noch Plavcak während der Fahrt nicht« zu sich ge-nomme» hab«. c) Ueber di» Ereigniss» nach der Rückkthr bis zum Tod» deS Johann Plar cat. Nach seiner Rück-kehr beklagte sich Plaroak über Diarrhöe und Er. brechen und legte sich zu Bette. Am 18. Mai abends wurde der Rohitscher Arzt Dr. Schuster zum Kranken gerustn, als «r gerade bei« Hause vorbei-fuhr. Er diagnostizierte eine Magen» und Darm» e,kcankuno. Auswürfe des Plavöak wurden nicht vor-gezeigt. Am 19. früh kamen verschieden« Zeun»n zu Plavöak und bestätigen, daß derselbe zu ihnen gesagt hab«, daß «r während der Nacht wiederholt erbrochen hab« und daß »r sich seit einiger Zeit besser fühl». Dir Zeugen sahen auch noch die AuSwürs» und bkstäligen, daß di»j«lb»n »in» grünlichblau» Färbung hatten. Weitere Angaben, di» von Wich-ttgfett wären, li»ß»n sich nicht »rmitteln. f) Ueber da« Verhältnis der Angeklagten zu Bratu^a und zu Gobec. Sämtliche Zeugen de-ftätigrn, daß da« Vecbältni» zwischen der Angeklag» ten und Bratusa aus sie einen nicht besonder« günstigen Eindruck gemacht habe. Viele Zeugen bestätigen, daß dich« Verhältnis schon zu Ledzeiten des Plavöak bestanden habe und auch nach dem Tode desselben fortgesetzt wurde, bis xiL3art!cU offrrfff man bot Originatfloscho»^» . mii unfrei Sfortonnife tfUsU" crn. tau vgM Drigmrlrtjntaiiid §■ »r.LUcht«« «Hatte#» r. \9U|afltt|9ra ULUU geklagten verabreicht worden sei, wohl »der habe da« Zeugenvtrhor ergeben, daß Plavcak Arsenik» «fser gewesen sei und somit eine große Wahrschein-lichkett vorließ», daß er an de« betreffenden Tag« eine zu große Meng» Arsenik zu sich genommen habe. Auch wirb in« Treffen geführt, daß die Zeit deS Frühstücks, die eine so große Rolle spielt, wie überhaupt alle andere» Begleitumstände in völlige« Dunkel gthüllt sei»». Di» Gtschworrnt» verneinen die an sit gestellte Schuldfragr einstimmig, worauf die Angeklagte Therese Plavöak von der Anklagt des Giftmordes freigesprochen wurde. Schwere körperliche Zieschädignug. Unter der Anklagt dtr schweren körperlichen Beschädigung flehen Aloi« Strauß und Martin Mastnak. Vorsitzender: Hande«gericht«rat Dr. S ch ä st l e i n. Oeffentlicher Ankläger: Staats-anwalisteUoertreter Dr. B o s ch t k. Verteidign : Dr. Brertic und Dr. Boz'L. Dtr Angtklagtt Strauß wird'wtgen schwerer körperlicher Beschädi-gung zu 3 Monaten schweren Kerkers, der Mit-angeklagte Mastnak wegen ltichttr körperlicher Beschädigung zu 5 Wochen Hast verurttilt. Iiccolo-Kransportwagen. Die Fir«a C. W.ngrr in Klagensurt, als Generalvertreter für die Alptnländtr der Firma A. Ruppe & Sohn in Apolda, teilt unS «it. daß sie nun außer ihren bekannten Piccolo-Personmwag«n auch Piccolo-TranSportwagen aus den Markt biingt. Der Wagen ist mit drei Geschwindigkeiten und Rücklauf auS-gestattet, der Motor leisttl 6 Pferdekräfte. Dtr __ Kummet 39 Piccolo»TranSportwagen überwindet, wit di« Firma mitteilt, mit »i««r Nutzlast von 300 K . und zwei Personen Steigung«« bis zwölf Projen». Karosserie und Chassis werden je nach Wunsch i» verschitdtntn Längt» ausgeführt. s Gedenket unseres Tchutzveremes „Südmark" bei Spiel«, «ad Wetteu, bei Festlichkeiten u. Testamente», sowie bei unverhofften Gewillusteu! (.Gloria"—Einlaß —Masse) ist be. sonders geeignet zum Neueinlafsen harter Fußböden, da dieseS Einlaßmittel außerordentlich billig ist und die Anwendung desselben wenig Müh« verursacht. Dosen & 35 kr. und 65 fr. sind bei Hukav Stiger und bei Aictor Mogg in Cilli erhältlich. Anerkannt vorzügliche PhotoBraphisehe Apparats in groa&er Auswahl ,u allen Preisen. Jeder Käufer erhält fachminDucben Rat oder Unterricht in unserem Atelier. Wer einen guten Apparat wililaa will, wende sich vorher vertrauensvoll an umere Firma. Warnung ! Firmen die 10 Perzent Rabatt anbieten, haben vorher die Fabrikspreise am eben diesen Betrag oder noch mehr erhöht. I*. L«chner k. nnd k. Hof-Manu- faktur ftlr Photographie. Fabrik photogr. Apparate. — Kopieranstalt f. Amateure. 81199 Uten, tiraben 31. jgg (Wllb. nailer) erhalt jedermann, der Umsonst eine Realität raufen e&n tctfsliifm nriO. d<» „leiblicher I JtniriBTi" ült Buttnnft üdrr alle bann an- | K'ut)rt«i Odj.tt« durch da« b.hSkdl. e»Ut«tpil-Vei'kskr»dnl'e»n Hawlik, Leibnlti 120, Stelirm. GH"1 Ausweis über die im städt. Echlachthaust in der Woche vom 7 April bis 13. April 1906 vorgenommenen Schlachtungen, sowie die Menge und Gattung deS eingeführten Fleisches. Name Schlacht»«?«» detzw. cingrführt?» »» gan,e» Stlick«» eingeführtes Fleisch in Kilogra«« de« Fleischer« iö T Q Ja CJ g B s 1 e £ « c |B •e (4) "5 •e-«o c S? s? I e E B "0" 10 | * B 11 'S) Baumann Bukschek Jakob Gajschek Anton Grenka Johann — 2 Habian — S _ — 10 _ _ 52«/, — Janzek Mariin Karloschek Martin Kossär Ludwig LeSlosch.k Jakob - - Payer Samuel — — 2 Planinz Franz Plestfchak PleterSky Anton Rebeuschek Jos«f — 8 — 1 u 1 Sellak Franz Seutfchnig Anton • 2 — — 11 1 _ — — — — — _ — — — — Skoberne Georg Ste»zer Umek Rudolf — — — 1 2 — — — — — 4 — —» - — 14 — — — Vollgruber Franz WojSk Gastwirte — — — — 1 a — — — 2 — — Ptioat« Nummer 39 .»-stfch- »«ch«' Seite 7 's mit der silbernen Medaille prämiiertes Spritz-mitiel (Oidium Occision) zur Bekämpfung des Traubenschimmels (Oidium tukeri) und der Pero- nospora. Offeriere den geehrten Weinbergbesitzern mein mit der silbernen Medaille prämiiertes Nprltzmltlel, zur Bekämpfung des Traubeil-«cblmmclN und der Perononpari«. 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Bureaux in Wie»: „Hmoiniai«?- L, Ar. 1 ant A^nneafelsgilse Ar. t in W« rigtnra Aiufmi Ux Heselschatt. versicherungsbeftand Ende 1904............8»» » Millionen Krone» Lichtriieitsioilds..................350*4 Million»» .ttronra Zur Verteilung von Oividendeu vorhandene «ewinnreserve der versicherten................24*5 Millionen Kronen Dividend« nach Plan B im Bersicherungöjahr IS0S/7 bi« ju 71'/,'/, der vollen Prämie. Unverfallbarkeit — Weltpolic« nach I Jahr — Unanfechtbarkeit nach 2 Jahren. Die Versicherung auf den Todes- und JnvalidätSsall sichert neben der Zahlung der vollen BerficheruiMluinme die Befreiung von der Prämie und Gewährung einer Rente von 6'/, oder 10*/, der versicherten Summe bei Erwerbsnn-fähigkeit durch Krankheit oder Unfall. Prospekte und jede weitere Auskunft koftenfrri durch Herrn Fritz Rasch. Buch-Händler in Lilli. 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Um mir die Uebersiedlungskosten zu ersparen, sowie ^rüche welche bei solcher] j^nlassen entstehen und unvermeidlich sind hint-anzuhalten, habe ich mich entschlossen sämtliche jtföbel bestehend aus kompletten Schlafzimmer~ und Speisezimmer- Garnituren im Sezessions-, jjarock-, T^enaisance-, altdeutschen Stile, sowie politierte Jrföbel, auc/j einzelne Stücke zu tief herabgesetzten preisen zu verkaufen. — j7uc/j Spiegel, jjilder, Vorhänge, Zeppiche etc. hochachtungsvoll Johann Josek. I und Vyou*cjfltr Ü'ctcntbuäbnidcm „Üe!c)o" in Ellli. SuftrocrtlMtitr Schnstleiter: Daniel Walter. Druck der BereiaSbuchdruckerei »Eeleja- in Cilli.