# Bni29BBPTtEIS: wochenligs 10- Rpt Samstapf-Soontag 15 Rpf iniinmtgtt geitung Amtliches Organ des V«rlag und Scbriftleltung: Marbuig a. d. Drau, Badsasse Nr. 6, Fernruf: 25-67, 25-68, 25-69. — Ab 18 Uhr (6 Uhr abends) ist die ^hriftleitung nur auf Femrui Nr. 28-67 erreichbar. — Unverlangte Zuschriften werden nicht rQclcgesandi — Bei Anfragen Rückporto beilegen. — Postscheckkonto Wien Nr. 54.608. Steirischen Heimatbundes [Erscheint wöchentlich sechsmal als Morgenzeitung (mit Ausnahme der Sonn- u. Feiertage). Bezugspreis (im voraus zahlbar) monatlich RM 2.10 einschl. 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Deutsch-finnische Verbände stießen an dier finnischen Front weiter erfolgreich gegen die Sowjets vor. Nach heftigen iedeutend mehr, als kommen. Zäh bltetjen die deutschen U-im Osten den Bolschcwlsten durch den Boote am Feind und setzten zu immer Moskauer Frieden zufiel. neuen Angriffen an. Von Hauptmann Stephan Niemand im Deutschen Reich hat die militärischen und technischen Möglichkeiten, die die Sowjot-Union im Kampfe gegen Europa einzusetzen hatte, jemals unterschätzt. Wir wußten, daß ein Staat mit 190 Millionen Einwohnern un/d ungeheuren Bodenschätzen auch dann zu gewaltigettii Einsatz in der Lage ist, wenn er aus den majinigfaltigsten Nationalitäten bestehlt und seine Führung miserabel ist. Gerade die Gewißheit, daß die verbrecherische Clique, die in Moskau das Ruder führt, alle produktiven Kräfte in den Dienst einer OMensive gegen das Deutsche Reich gestellt hatte, veranlaßte ja den deutschen Gegenschlag in letzter Stunde. Der gewaltige Umfang des hierbei ert)eu-teten Materials bat den Ernst der Lage einwandfrei bewiesen. Das schwere Ringen, in dem delehrbare geglaubt, dieser Anordnung nicht Folge leisten zu müssen. Eine Gruppe von Personen wurde am 29. Juli im Zusammenhange mit kommunistischen Umtrieben im Besitze von Waffen, Munition, Sprengmitteln sowie aufi^hrerischen Druckschriften festgenommen. Die Todesstrafe wurde am 30. Juli 1941 vollstreckt. Jede Auflehnung gegen die t>estehendc Rechtsordnung wird auch in Hinkunft sofort geahndet werden. Femaufklärungsflugzeuge sichteten westlich von Biskaya einen Geleitzug, der aus zahlreicfien Handelsschiffen bestand und dem eine besonders starke Sicherung beigegeben war. Ein stark bewaffneter Hilfskreuzer dirigierte die Bewegungen des Geleitzuges und der Sicherungsstreitkräfte. Ein Verband von Zerstörern umfuhr das Gelelt in Zickzackkurven, während bei den Handelsschiffen Kanonenboote standen, die unter dem f^amen »Korvetten« besonders für Geleitzüge gebaut sind. Vervollständigt war die Sicherung durch eine Anzahl verdächtiger Fahrzeuge, die sich später als U-Boot-fallen herausstellten. Auf die Meldung der Femaufklärung hin wurden meherere Unterseeboote auf den Geleitzug angesetzt und nahmen planmäßig die Fühlung auf, um dann zum Sanunelangriff überzugehen. Als erstes Schiff wurde ein großer Tanker torpediert, der bald in hellen Flammen stand und von der Besatzung verlassen wurde. Jetzt setzte Bewegung im Geleitzug ein. Die Sicherungsstreit- Im Verlauf der wikkn Jagd, die zwei Tage und zwei Nächte Midauerte, wurden einzelne U-Boote nach erfolgreicher Versenkung von Dampfern vorübergehend durch Zerstörer und Korvetten abgedrängt. Sie pirschten sich von neuem heran, und es gelang ihnen, einen Zerstörer und eine Korvette durch Torpedoschuß zu versenken. Immer wieder versuchte der Feind, die Angreifer abzuschütteln, aber immer wieder gHffen die U-Boote bei Tag und bei Nacht an. Torpedos detonierten und die Feuersäulen torpedierter Schiffe standen am Himmel. Der Geleitzug löste sich in einzelne Gruppen auf, und nun wurde die Verfolgung dieser Gruppen aufgenommen. Wiederum wurden schwerbeladene Handelsschiffe herausgeschossen. Am Ende der zweiten Nacht waren die letzten Reste des Geleitzuges zersprengt. Die Operationen hatten sich im Verlauf der Verfolgung auf ein weites Seegeblet erstreckt und schließlich auch Schiffe erfaßt, die nicht zu dem ursprünglich angegriffenen Geleitzug gehörten. Auch sie ereilte das Schicksal, und so verlor der Feind mit diesem großangelegten Schlag insgesamt 19 Dampfer mit 116.500 brt, dazu einen Zerstörer und eine Korvette. dabei die Hrinnerung an Verdun. Aber dieser Vergleich ist völlig falsch. Denn der monatelange Kampf um die fraazö-b-ischc Maas-Festung im Jahre 1916 giug um eine einzelne Position einer breiten Front, um den starken Eckpfeiler eines großen Stellungssystems, während im übrigen vom Kanal bis an die Schweizer Grenze Ruhe herrschte. Heute aber wird vom Ladüga-See bis an das Schwarze Meer mit Eins-a^tz aller Kräfte gestritten, und bei Smolensik ist eine der Spitzen der deutschen Speere, die den Feind an vielen Stellen treffen. In der Ukraine verlaufen die Operationen nicht weniger erfolgreich. Mit den Deoitschen gemeinsam melden dort auch Ungarn und Slowaken siegreiches Vordringen, wobei der Budapestor Wehr-machtibericht besonders bemerkt, »daß die \xDn drei Seiten umziingelten feindlichen Truppen im Räume von Kiew verzweifelte Versuche unternehmen, aus dem sre umschließenden Ringe auszubrechen..; Die Rumänen ihrerseits können berichten, »daß der Kampf um die Befreiung der ruiniänischen Heimat beendet ist und wir von den Karpathen bis zunn Schwarzen Meer Herren innerhalb der Grenzen unserer Vorfahren sind«. Die deutsch-runiä-nischi^n Truppen sind l>is weit jenseits des Dnjestr vorgestoßen, so wird aus BuJdaß ein bedeuten- SeKe 2 »Marburger Zeitung« 31. Juli 1941 Nummer 18^ .,J>er Sieg ist unser!" DER. DUCE IN MANTUA — ANSPRACHE BEI DER BESICHTIGUNG VON KAMPFERN GEGEN DEN BOLSCHEWISiVlUS der Teil der am besten ausgebildeten Sowjettruppen veraicMet und die Stalin-Lini« überwunden ist, ohoie daß diie Sow-jehairmee i rügend welche planmäßigen Be-wegun^fen habe auefiHireoi ikönnen,« Bei dieser Kette von Niederlagen, die in ihrer Auswiiricumg auf die Gesaantiage der Sowjet-Union notwendig imimcr verhängnisvoller werden müssen, wußte Stalin keinen anderen Ausweg mehr al« den ihm stets geläuifigen: zum verstärkten Terror. I>er Befehl vom 22. Juli, in dem neun hohe BefehJshalx;r und Generäle »für Schmachvoile Feigheit, Mutlosrgikeit, Unvermögen zur Ftihrung, Zusammenbruch der mrlitärischen Leitung, kajmpfloses überlassen von Waffer» an den Feind sowie für eigeinaiiäohtiges Aufgeben von Stelkingen« verhaftet und zur Aburteilung vor das Kriegsgericht gestellt werden, spricht Bände. Wenn es den Sowjetarmeen erst in einem Erlaß des Moskauer Diktators klargemacht w<;rden muß, wie schmählich es ist, »daß Panikverbreiter, Feiglinge und Fahnenflüchtige die Fahne der Roten Armee geschändet haben«, dann erweist sich daran, wie weit die Zersetzung bei d^n Bolschewisten fortgeschritten ist. Zu den Siegesfanfaren,' die in Moskau für die leichtgläubigen Briten und die Roosevelt-Anhänger angestimmt werden, paßt es wenig, wenn Stalin seinen Soldaten vorwirft, d^aß sie sich »in Schafherden verwandeln, die von Panik ergriffen, vor den immer brutaler vordingenden Feind fliehem«. In ihren Aufrufen wenden sich die Moskau-Gewalthaber in den letzten Tagen immer häufiiger gegen die Spione, Saboteure und »Diversanten«. Da heißt e-s z. B. daß Diversanten und Saboteure im Innern des Landes die Te-leiphonleitungen zerstören, allerlei Terrorakte vollführen und »sogar« höhere kommunistische Kommissare ermorden. Und CS wird daher zur Bildung von »Vernich-tungsbataillom-cn« gegen solche Feinde des SoAv j et r eg im es a U'fgef orde r t. Derartige Verzweiflungssohreie der Sowjet-Dilk^altore■n bilden eine gute Ililu-stration zu den Aussagen, die Stalins eigener übergelaufener J^hn macht, der die Zustände bei seinem Truppenteil als »so liederlich und unordentlich« schildert und »-die Planlosigkeit und die idiotischen Befehle, mit der die Sowjetdivisionen ins Feuer geschickt wurden«, öffentlich anklagt. Es ist also wahrhaftig nicht die Qualität der bolschewistischen Führung oder ihrer Truppen, die das lange, harte Ringen östlich der Stalin-Linie herbeiführt, sondern es ist die ungeheure Masse an Men-sohen und Maiterial, die der Feind in den Kampf zu werfen vermochte. Das deutsche Volk, das mit Spannung jede Phase der gewaltigen Schlacht verfolgt, weiß, daß seine tapferen Truppen auch dieser Widerstände Herr werden. Den Panzertruppen sind- inzwischen die In-fanterie-Di'visionen gefolgt. Sie sin*! in die Breschen eingeströimt, die von den Kampfwagen geschlagen worden sind. UiTd während Moskau sich mit dem Tros-te beruhigen möchte, daß Angriffe solcher Stärlollen England besuchen — ÄV>er ja nicht mit dem Schiff! Genf, 30. Julli. Nach einer Meklunig der »Times« hat die britische Gruippe der sogenannten Interparlamentarischen Unio-n ; zuMnimen niiit dorn Briti&li Council eine Reihe von Mitgliedern des USA-Kongresees eingeladen, nach England zu kommen, um dort Eindrücke Uber das gegenwärtige Leben in Großibri'tiainnien z.u sammeln. Bemerkenswertenweise wurde gleich mit der Besuchsauffordierung den Geladenen angeraten,' die Reiise nach Eng-land nicht mit de«n Schiff, sondern in Bombenflugzeugen anxuitretan. ' Man kann zugeben, daß die Enigland-reise im Bomber vielleicht sicherer ist, als ein'e Fahrt mit dem Schiff. Aber dann Cypern erffolgreicii bombardiert AUSGEDEHNTE BRÄNDE — BETRÄCHTLICHE FEINDUCHE VERLUSTE AN DER TOBRUK-FRONT Nummer 184 vMartiorger Zclftins:« .11. Juli 194V- Sd"te 3 Inmitten von 120 Sowjetpanzern Nächtliche Abenteuer in sew|etlschen Wäidera / Stunden, in denen der Tod vorüberging Der Wehrmachtsbcriclit meldete, daß in der-Qeiiend von Dubno zwischen der 'ersten und der zweiten deutschen AnKriffswelle größere bolschewistische Panzerkräfte auftauchten und von den nachfolgenden deutschen Kräften vernichtet wurden. 120 Sowjetpanzer wurden dabei abgeschossen. Von den Abenteuern, die deutsche Soldaten dabei hatten, erzählt unser Bericht. An der Ostfront, 30. Juli l^K, Eines der aufregendsten Erlebnisse hatten die Männer eines Nachrich-tenzuges, der gemeinsam mit einem leichten Flakgeschütz die sciion weitergerückte Division einholen sollte. Plötz-lidi ertönt der Ruf: »Panzer von hinten!« Das Flakgeschütz macht kehrt, protzt ab und geht gut gedeckt in Stellung. Die Wagen des Nachrichteiizuges werden vorgezogen und aus der Feuer-linie gebracht. Die drei ersten Sowjetpanzer irollen an. Treffer auf Treffer sitzt in ihnen. Der Erste brennt, seine Besatzung muß aussteigen, die beiden anderen machen kehrt und versuchen hinter den Häusern den Angriff erneut zu führen. Sie haben aber nicht mit der Entschlußkraft der deutschen Soldaten gerechnet. Todesschrei der bolschewistischen Tanlt-Unfettime Die Deakung, die die Bolschewisten gegen das Flakgeschütz nehmen wollen, wird ihnen zum Verhängnis, sie erlaubt einzelnen Männern das Herankommen auf Wurfweite und mit Handgranaten werden die Ketten der Sowjetpanzer aufgerissen. sodaß sie unbeweglich auf ihr Ende warten müssen. Einer der Sow-icts stellt dabei.die Alarmsirene an, deren heulender Ton wie ein Todesschrei durch Dorf und Feld gellt. Nun versucht ein schwerster ^wjetpanzer das zu vollenden, was den drei anderen nicht gelang. Er roHt an, die Geschosse des leichten Flakgeschützes sind machtlos fegen seine Panzerung, es bleibt nichts übrig, als eüige Flttcht, die Zugmaschine rollt Querfeldein zum deckenden Wald, das Geschütz ist gerettet, ein ipaar Nachrichter springen noch mit auf. Die anderen Wagen müssen verlassen werden, denn auch von vom rollen nun rund zehn feindliche Panzer an, gegen die es keine Gegenwehr gibt. Der Alarmruf des sterbenden Panzers hat sie aus ihrem Versteck gelockt. Vom Waldrand aus kann man beobachten, wie nun doch noch auf dem schwersten Panzer eine Wirkung eintritt, auch er brennt. Die anderen Sowjets fahren mit allergrößter Vorsksht an die verlassenen Fahrzeuge heran. Scheinbar vermuten sie noch allerlei 'l'eufeleien auf den Kraftfahrzeugen. Sie gehen nur an die Fahrersitze hetran und plündern dort alles ans. Nie waren wir so getarnt Dann at)er heißt es für unsere Männer weiter. Die Panzer drehen auf den Wald zu. Wo die einzelnen Fahrer stecken, weiß niemand, später erfahren wir es. f>ie einen blieben im Korn liegen, bis Rettung kam, obwohl Maschinengewehre aus den H^anzern mit Leuchtspurmunition den Bereich abstreuten, l'ür die Bedienung des Geschützes gilt es jetzt, ihre Waffe zu retten. Aber zunäclist sieht es so aus, als seien sie aus dem Regen in Von Kriegisberiobter Edgar BfsshiKer die Traolo gekommen. In diesem Wald steckt nämlich eine ganze bolschewistische Panzerbrigade. Es sind die hundert, undzwanzig Panzer, die am Tage darauf vernichtet wurden, die sie jetzt mit angehaltenem Atem in guter Deckung stehend zählen. So getarnt wie jetzt haben sich die Männer wohl in ihrem ganzen Leben noch nicht. Aber keiner denkt daran, den Kampf aufzugeben. Wenn sie aufgespürt werden, dann werden sie sich bis zur letzten Granate verteidigen. Das Geschütz wird eine Festung Nun sind die Panzer vorbei, sie haben unsere Männer in ihrem Versteck nicht entdeckt, aber noch einmal wird die Situation kritisch. Sowjet-Infanterie folgt nach und kämmt durch den Kanipiliirtn von vorhin alarmiert in Schützenrudeln den Wald durch. Jetzt hat es keinen Sinn mehr, bei dem Oeschiitz zu bleiben, jetzt kann sich nur noch der einzelne Mann retten. Also befiehlt der Unteroffizier: »Verschluß raus und mitnehmen!« Dann werden Munitionskisten rund um das Geschütz gestellt, ein guter Einfall, wie sich später herausstellt, und in geduckter Stellung geht es in entgegengesetzter Richtung fort. An einem markierten Punkt werden Verschluß und Papiere vergraben. Verdammt heikle Situation Am Abend geraten unsere Männer nach langem Marsch im Regen — auf dem Weg nach Dubno, wo die Kameraden 'sind, marschiert ausgerechnet die feindliche Brigade — an ein Dorf. Von hinten wird in einer Scheune Unterschlupf gesucht. Ein Mann macht sich auf, die Lage im Ort zu erkunden. Er kommt mit der Mitteilung zurück, daß im Augenblick keine Sowjets da sind. Das Dorf ist von Ukrainern bewohnt, aber die Sowjets marschieren andauernd und ansclieinend planlos über die Do»rfstraße hin und her. Ein Ukrainer, der deutsch sipricht, kommt in die Scheune und bringt, der Himmel möge es ihm lohnen. Milch. Brot, Radieschen und Erdbeeren. Selten hat ein Nachtessen deutschen Soldaten besser geschmeckt als diese ländlichen Genüsse. Gieichzeitig aber bringt er schlechte Nachrichten. Nur in Zivil ist es möglich, nach Dubno zurückzukommen, dort wäre noch eine große Schlacht im Gange. Kaum ist er gegangen, um nach Zivilsachen für unsere Männer zu suchen, kommt auch schon der feindliche Schützenverband, der vorhin den Wal-d ab- suchte, auf Lastkraftwagen angerollt. Ausgerechnet vor dem Gehöft, in dem unsere Kameraden versteckt liegen, stellt sich ein Offizier auf und schleust seine Fahrzeuge durch eine schlechte Wegstelle. Mehrmals kommen Sowjets in das Gehöft und wollen Erfrischungen. Ein ukrainisches Mädchen hält sie aber jedesmal davon ab, den Hof zu betreten und gibt ihnen unter Scherzreden Wasser an der Hofeinfahrt. Trotzdem aber müssen die Kameraden zweimal rückwärts aus der Scheune retirieren und sich in Deckung in das nasse Kornfeld legen. Als »Feidarbeiter« schlugen wir uns durch Dann kommen die Zivilsachen. Ach, sind die schön! Nicht einmal ein Trödler würde die Hosen und Hemden anfassen, geschweige denn etwa kaufen. Aber hier sind sie Gold wert, denn der äußere Eindruck von Bauernburschen wird hundertprozentig erreicht und außerdem bedeutet bei der unvorstellbaren Armut dieser von den Bolschewisten ausgepreßten Bauern audi der letzte Lumpen noch einen Vermögenswert. Am Morgen beginnt dann der Durchbruch durch die feindlichen Linien. Eine Kreuzhacke geschultert, etwas krätschbeinig latschend, geht der Unteroffizier voraus auf seinem Wege zur »Feldarbeit«. Die anderen verkrümeln sich trünnchenwcise ebenso Richtung Oubno. Die Sowjet-Infanteristen. nervös durch den dauernden Kampflärm, der von der Panzerschlacht um Dubno zu ihnen herüberschallt, gucken zwar dumm nach den vermeintlichen Bauern, aber che ihnen der richtige Gedanke kommt, liegen schon mehrere hundert Meter zwisciien ihnen und unseren Kameraden. Als die Sowjets dann ihr gewohntes phlegmati-sches »Stojcn. 0«. eine hat ein Frauenhemd mit Rüi>cher an, das hat or in seiner Aufregung bi>-her selbst noch gar nicht gemerkt, begrüßen sich als vom Tode auferstanden. Für neue Uniformen wird sehnt;!' gesorgt. Nach wenigen Stunden beginn: bereits die Säuberung des Geländes vor den letzten Sowjets, nachdem die Panzerbrigade vernichtet ist. Alles wiri. wieder gefunden. Das Geschütz ist unberührt, bis auf die Fahrerkisten. Ar den Kreis der Munitionskisten, der uir das Geschütz aufgebaut Ist, haben .siel-die Sowjets nicht herangetraut. Wer weiß, was sie dahinter vermuteten. De* Verschluß wird wieder ausgegraben. Zwei Tage darauf haben die Männer ihre Division wieder eingeholt und heute fährt das Geschütz mit seiner Bedienung wieder mit in seinem Verband zum Angriff. Nur manchmal sprechen sie noch davon, wie sie allein unter 120 Panzern, im Walde saßen und sich in Lumpen und it^* Frauenhemd retteten. iiififiniiiiiiiHiiHiiiiiiiiiiiiiiitiiHiminiitiHtiNiiiiiiniiiiniiminnHiiiimiNHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniriiiiuiiiiiiHNimiiiNnniiniiiHHindniiiii Jiebt m nn Hlmelswillei Scblfler NOTSCHREI DES FRÜHEREN ENGUSCHEN SCHIFFAHRTSIMINISTERS SIR RONALD CROSS AN DIE AUSTRALIER Genf, 30. Juli Der frühere Schiffahrtsminister Sir Ro-naild Gross, der zum britischen Überkommissär in Australien ernannt wurde, machte bei seiner Ank-unft in Sydney seinem gequäilten Herzen mit dem Aufschrei Luft: »Wenn Australien Schiffe bauen kann, so soll e« sie für uns um Htmmelswillen geben!« Deutlicher kami man Englands ScifiHs-raumnot nieht ausidrücken als mit den Worten dieses Spezialisten für Schiff- MaK)r iielmonto vor der in- und ausländischen Presse Weltbild (M.) fahrtsfragen. Damit ist die englische Behauptung von der Wirkungslosigkeit des detitschen Harklelskrieges wieder einmal eindeutig widerlegt. Als neuer Kommissar fühlte sich Sir Ronald, um den Schiffsbaueifer des jüngsten Erdteils anzuspornen, noch zu der Feststellung veranlaßt, daß Australien nicht zu befürchten brauche, die englische Industrie würde mit argwöhnischen Augen über die Errichtung von Schiffswer^i in Australien wachen. Sie stehe nämlich unter zu scharfem Druck, um sich mit solchen Konkurrenzfragen beschäftigen zu können. Man sieht, daß der neue Konnnissar alle Hemmnisse und Besorgnisse der Australier aus dem Wege zu räumen wünscht, um seinem Mutterland den so dringend Ix^nötigtcn und vermißten Schiffsraum zu verschaffen. Er fühlt sich sogar veranlaßt, Versprechen für die Zukunft abzugeben, deren Einhaltung er allerdings nicht in der Hand haben wird. Oer vernichlele englisclie fieleitzag Agenzia Stefani za dem großen deutschen U-Boot-Erfolg in der Atlantikschlacht R o m, 'M). Juli Oer neue große l:rfolg deutscher U-Boote im Allantik wird von Agenzia Stefani stark hervorgehoben. Die qualitative und quantitative Stärke des Geleits habe den Angriff nicht verhindern können, sondern dre l.iste der englischen Verluste noch vergrößert, da auch ein Torpedo-hootzerstöror und ein anderes Oeleitschil'f versenkt wurden. Wieder einmal hätten die dentschcn U-Boote den hohen Werl ihrer A\annse!>aften und ihrer Kampftech-nik bewiesen. Hier liilft kein Lügen! Beweise für Englands Schwere Niederlagen über dem Kanal B e r I in, 30. Juli In den Luftschlachten über dem Kana. am 23. und 24. Juli brach die laut unc lange verkündete Absicht der Briten, eine Entlastungsoffensive für ihre bolschewistischen Verbündeten zu unternehmen, in der überlegenen deutschen Abwehr kläglich zusammen. Die kühnen Angriffe der deutschen Jäger und der mutige Einsatz deutscher Vorpostenboote und FlaK brachten den grotiangelegten Angriffsversuch der Briten völlig zum Scheitern. Die körperlichen und geistigen Fähigkeiten des deutschen Soldaten und der nicht einzuholende bedeutende Materialvorsprung der deutschen Maschinen und Waffen begründet die große Niederlage der Briten, die in 30 Stunden dieser beiden Tage 87 Flugzeuge verloren. Das britische L-uftfahrtministerium bc-harrt darauf, den schweren Verlust der britischen Luftwaffe vor dem britischen Volk weiter zu verheimlichen. Die^O'^ hartnäckige Ableugnen ändert niclits an der Tatsache, daß die deutsche Luftabwehr im Westen die britische Luftwaff^' stark zur Ader gelassen hat. Um den Briten die notwendigen Unterlagen für eine wahrheitsgetreue Meldun«; zur Verfügung zu stellen, werden amtlich die Namen der in diesen Tagen In deutsche Gefangenschaft geratenen oder als Leichen geborgenen britischen Flieger veröffentlicht. Da das britische Luftfahrt-niinisterium wohl darüber unterrichtet sein wird, welche Besatzungen am 23. und 24. Juli gegen das Kanalgebiet eingesetzt waren, wird es Ilm nicht mehr schwer fallen, die Namen und schweren Verlaste zu bestätigen. Der Fall Belmonle Welles hüllt sich in schuldbewußtes Schweigen W a s h i n g t 0 n, 30. Juli Zitr Erklärung des früheren bolivianischen Mrlitärattachees Belmontc in Berlin. der ihm zugeschriebene Brief sei ein.« Fälschung, und zu der diesbezüglichen Bemerkung der deutschen Blätter, die Fälschung sei von den USA inspiriert, lehnte der Staatssekretär des Auswärtigen Ainles Welles jeden Kommentar ah. Der Kriegshetzer und Hauptmitschuldige RooseveHs weigert sich also, zur deutschen Anklage der Brieffälschung eine Erklärung abzugeben. Seine Weigerung kann man verstehen; denn gerade er weiß über den Fall Bclmonte genau Bescheid. Und so müßte seine Antwort, wenn sie sich an die Wahrheit halten wollte, ein Schuldbekenntnis sein. Davor wird Welles sich natürlich hüten. Eine Lüge aber wäre angesichts des erdrük-kenden Beweismalorials und der eindeutigen Erklärung Major Belinontes geradezu sinnlos, sie würde im Hohngelächter der Welt versinken. Es gibt kein beredteres Zeichen des Schuldbewußtseins ais das Schweigcn des Mr. Welles. Sehr niamabel für den USA-Kriegsminisler SHmson muß sich wegen Nerleumdung Wheelers öffentlich entschuldigen W a s h i 11 g t o n. 3(). Ju'i Nach stürmischen Kundgebungen im Senat sah sich USA-Kriegsminister Stimson zu einer öffentlichen Entschuldigung wegen seiner Behauptung gezwungen, Senator Wheeler habe sich in landesverräterischer Welse betätigt. Nach der Erhebung des Kricgsministeriunis glaube er nicht, so muß Stimson zugehen, daß Wheeler eine böswillige Abs'chl yerlol^ habe. / Seite 4 »Marburger Zeitunc« 31. Juli 1941 Nummer 184 VOLK und KULTUR (iiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiintiiiuiiiiiNiiniiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiitiiiiinuiiiiiiiiiiiiiiiiii 100 Jahre Deutschlandlied Hoffmann von Fallersleben ein In der ersten AuigusthÄiftc des Jahres 1841 traf August Heinrich Hoffmann von FaWersiebt'n mit polifis.ch gleichgcsinnten liannoverschen Landflteuten auf der Insel Helgoland zusammen, die damals noch von England besetzt war. »Wenn ich dann so wcimdeltc«, schrieb er später, »einsam auf der Klippe, nichts als Meer und Himmel um mich sah, da ward mir so eigen zu M^ute, ich mußte dichten, u^nd wenn ich es auch nicht gewollt hätte.« — In dieser Stimmung entstand das Deutschlandlied! In einem einfachen, von Efeu -imgrünten M-scherhaus. Vier Louisdor erhielt er für das Lied, vier jener Goldmünzen, die später diurch das äO-Frankenstück ersetzt und zu ihrer Zeit mit 10.58 M bewertet wurden. Am 20. August las er es dem Verleger seiner >Unpolitischen Lieder«, Julius Campe aus Hamburg, am Heligoländer Strande vor. Aber noch ehe Hoffmann von FaHersileben es zu Ende gelesen hatte, gab ihm Campe vier Louisdor in die Hand. »Wenn es einschlägt, kann es ein Rheinlied werden«, sagte Campe. — Unter dem Lärm einer Tanzkapelle, die aus dem benachbarten Gasthof herüberschallte, schrieb Hoffmann von Fallersleben das Lied für Campe ab. Am 4. September schon war es mit den Haydnschen Noten gedruckt, und am 5. Oktober 1S41 wurde es von Hamburger Turnern bei «einer Kundgebung in Hamburg zum erstenmale gesungen. — So entstand die deuttiche Nationalhymne. Im Deuitschlandlied' kam die Sehnsucht des nach einem großen Reich strebenden Dichters und Patrioten zum AusdrUok, mit der Tonschijpfung Haydns w^urden die Brücken zum alten Österreich geschtaigen. Was im Dritten Reich unter Adol'f HiMer ErfüHung ward, wurde also vor hundert Jahren in Wort und Ton dieses Liedes vorweggenommen. Als 1870 der deutschfranzösische Krieg ausbrach, schrieb Hoffmann von Fallersleben in einem Briefe nach Hamburg: »Erfreulicher wäre mir dagegen, wenn jetzt endlich eimma'l mein Lied »Deutschland, Deutschland Uber alles« zur allgemeinen Oeltung gelangte, ailso das würde, was es jetzt endlich sein kamn, eiti Lied für ganz Deutschland«. Damals — innerhailb von 30 Jahren also — war es bereits über fünfzigmal vertont Aber die Haydnsche Weise au« dem Kaiserquartett op. 76, in dessen zweitem Satz da« Kaiserlier viermal variiert wird, blieb doch die schönste. Es war die Melodie der alten österreichischen Nationalhymne t-Gott erhalte Franz den Kaiser, unseren guten Kaiser Franz«, deren Noten sich in der Wiener Nationalbiibliothek befinden, während die Handschrift des Deutschlandliedes im Besitz der Preußischen Staatsbücherei in Berlin ist. Es ist eine Fügun-g des Schicksals, daß das Deutschlandlied seinen hundertsten Geburtstag im »Jahr der Vollend.ung des größten deutschen Sieges« feiert, »Es wird ba'ld die Zeit da sein, und es gibt kein Vorkämpfer für des Reiches Einheit Dorf in Deutsohiland, wo nicht Liedkjr gesiwigen werden meine « Hoffmann von Fallersleben vermerkte diese Voraussage in seinem Tagebuch vom Jahr 1856. Als am 9. August 1890 an der Geburtsstätte des Liedes die deutsche Reichs-kriegsHagge emporstieg und der Union-Jack Großbritanniens zuni letzten Male eingeholt wurde, waren seine Worte längst in Erfüllung gegangen. Die Melodie Haydns haitte sich mit der Dichtung Hoffmanns von Fallersleben in alle deutschen Herzen gesungen. Unser Gcschilecht aber, das sich die Einheit des d^mtschen Hun-dertmillionenvoJIkes erkämpfte, hat wie keines zuvor das Recht, das Deutschlandlied zium Bekenntnis zu nehmen, das in Not, Freude und ül'ück gesungen wurde und ein Gelöbnis der deuischen Stämme war, die heute ins große deutsche Reich heimgekehrt sind. Der Lebensweg des Dichters Hoffmann von Falilersleben war steinig und hart. Am 2. April 1708 in Fallersileben geboren, besuchte er in Helmstedt und Braunschweig die Sch'U'len, die Universität in Bonn. Später trat er mit Arndt und jathn in Verbindung, 1830 wurde er Sprachiorscher und Literaturhistoriker in Beslau. Wegen sei- ner »Unpolitiöchen Lieder«, mit denen er den Zeitgeist brandmarkte, aib^setzt, Ubernahm er 1860 die Leitung der Bibliothek des Herzogs von Ratibor auf Schloß Corvey, der ibm nach vielen Irrfahrten ein Asyl gab. 1874 ist der Dichter dort gestorben. Üer deutschen Einheit diente er als Gelehrter, als Dichter und Kämpfer. Für die deutsche Einheit glühte sein Herz. Daneben aber dichtete er vor allem für die Jugend. Seine Kinderliedkir sind zum Schatzkästlcin für das deutsche Vohk geworden. Immer, wenn man ein Kinderliederbuch aufschilägt, findet man den Najnen Hoffmann von Fallersleben. Von ihm stammen die Liieder: »Winter ade, scheiden tut weh, . . »Heißa, wer tanzt mit jnir, . . »Kuckuck, Kuckuck, rufts aus dem Wald, . . .«, »Ein Männlein steht im Walde, . . und viele andere. Hoffmann von Fallersleben ist einer der am meisten komponiertion Liederdichter. In seinen Liedern liegt völkisches Empfinden, sie sind zur Kraftquelle der Nation geworden. Was tief im Herzen der Jugend wurzelt, wird ewig Bestand haben. In diesen deutschen Herzen hat sich Hoffmann von Fallersleben für alle Zeiten ein Der^k-mal gesetzt. Bilanz dM „Hauses der Deutschen Kunst" Mitglieder des »Hauses der Deutschen Kunst« versammelten sich vor Eröffnung der »Großen Deutschen Kunstausstellung« im Künstlerhaus zur Entgegen- 9^ T % «OO/ß/mBL Wm^iapaniseheBeblehi Uiili \fliederlänfL6dHBie ^^DmlistheßaMe »■■Mi Grmu das ehern muhchen Holonialbesihts Der ostasiatischc Raum AmrUm.6tk(i/S/0 Bumastrafe Wclthllü-Qlicsc (M.) nähme des Beriches über das abgelau-jene Jahr. Der Vorsitzende des Vorstandes, August von Finik, wies auf den großen Erfolg der vorjährigen Ausstellung hin, deren Besucherzahl mit über 600.000 fast um die Hälfte über der des Vorjahres lag und erklärte, das außerordentliche Interesse ergebe den Beweis, daß gerade in der Kriegszeit ein tiefes Bedürfnis für deut«» sehe Kunst besteht. Allein die Tatsache^ daß sehr viele wiederholt in die Ausstellung kamen, spricht für die neue Stellung, die die bildende Kunst in unserem Kulturleben wieder zu gewinnen beginnt. Es kann darin die Frucht der Bestrebungen des Führers gesehen werden, die mit der Eröffnung des Hauses der Deutschen Kunst ihren sichtbaren Anfang genommen hat. In dieser neuen Kunstschau ist die Zahl der Einsendungen trotz des Krieges nicht hinter den letzten Friedenszahlen zurückgeblieben. Der schönste Lohn für alle Angehörigen des Hauses der Deutschen Kunst soll der Erfolg sein. In diesen Tagen, in denen unsere Wehrmacht unaufhaltsam vorwärts stürmt, soll die Ausstellung Zeugnis sein von der Tatkraft der Nation auch im Geistigen. Es folgte die Rechnungslegung für 1940. Der Ausklang der Tagung galt dem Gedenken des Schirmherrn der deutschen Kunst, Adolf Hitler. ^ + AusstellungseriGlg In Innsbruck. Die zweite Kunstausstellung des Gaues Tirols Vorarlberg in Intisbruck wurde naclt vierwöchiger Dauer geschlossen. Der Erfolg dieser Ausstellung drückt sich auch in seiner Zunahme der verkauften Werke und des Verkaufserlöses um mehr als das Zweieinhalbfache gegenüber der ersten Oaukunstausstellung aus. Von 125 Künstlern wurden 306 Werke ausgestellt, von denen 116, also mehr als ein Drittel, verkauft wurden. 4- 50 Jahre Chorsängerin in Bayreuth. In diesem Jahr begeht Luise Eilers das seltene Fest der 50'jährigen Zugehörigkeit zum Bayreuther Festspielchor. Mit großer Herzlichkeit wurde die Jubilarin in einer Feierstunde auf der Bühne des Festspielhauses geehrt. ' -h Komponist Emst BezIer gestorben. Der Komponist Emst Bezler, Mitglied des Führerrates im Schwäbischen Sänger* bund, ist plöbzlich einem Herzschlag erlegen. Durch die Aufführung seiner Werke bei größeren Sängertreffen in Nürnberg, Wien imd Stuttgart wurde sein Name auch weiteren Kreisen bekannt. Wiederauffindung eines von den Bolschewiken geraubten AlUrgemäldes« Das berühmte gotische Altargemäide der Kirche San Bartolome in Barcelona, welches im Bürgerkrieg von den Roten ge. raubt wurde, ist von der Gesellschaft zur Verteidigung nationalen Kunsteigentums wiedergefunden und identifiziert worden. Das Kunstwerk stammt aus dem 15. Jahr, hundert und stellt das Leben des heiligen Bartholomäus dar. Die mittlere Tafel fehlt, doch haben die Übrigen erfreulicher, weise keinen Schaden erlitten. Die schvirztn Pferde Roman von Tarjoi Vosaat (o8 1-ortsetzung) Üer Vater und Leiv sind fort, auch San-kerib, Sabb, Sular und Kane. Viv hält den Brief in der Hand, nun soll sie also fort — sie freut sich und auch wieder nicht, aber es ist ein Glück, daß die Pferde nicht daheim sind. Sie arbeitet fieberhaft, um fertig zu werden. Kjell sieht, daß etwas Besonderes im Werden ist, er tritt vor Viv und fragt.: »Ich mochte mit!« sagt er, als Viv er-! Tählt, was ist. »Danke dir schön, Kjell.« Er lächelt, fast so wie früher einmal, wenn er und Viv etwas miteinander ausbadeten. »Darf ich?« >'>nu mußt — ihn fragen«, sagt Viv. Kjell weiß genau, wen Viv meint. Viv spricht ganz ern.sthaft mit Lisle darüber, ob sie Kjell mitnehmen soll. »Dann würde er vielleicht wieder recht werden.« vWenn er von mir wegkäme —?« »Verzeih, Lisle.« Rolv Gangstad komnu wie angesagt, i'ährt ein braunes, großes Pferd. Viv empfängt ihn. Kjell steht hinter ihr iiiul lugt hervor. Die Männer und liie Pferde sind nicht da?^ ■Nein , Viv, »jct/.l ist nur liieses, ja die.^cs Fohlen nuch da.;. Sic sagt es mit einer leichten Schärfe, daß er aufhorcht. »Du kennst ja die Fohlen, nicht? Nun kriegt es wohl ein Zaumzeug an, hm?« »Du —.« »Wenn ich jetzt die Pferde Heber hätte ate dich, Rolv, was würdest du dann sagen?« Er wird blaß. »Steht es so?« »Gar nichts steht so, sondern ich halte, was ich versprochen habe.« Rolv sagt finster; »Ich will keine unfrohe Braut.« Da läuft Kjell davon. Viv nähert sich Rolv und sagt; »Dann mußt du dich um eine andre umsehen.« »Wieso eine andre, meinst du, ich weiß von keiner andern als von dir?« Sein Atem geht kurz. »Einer fröhlicheren natürlich.« »Möchtest du also, daß ich wieder allein zurückfahre, Viv?« Die Angst in seiner Stimme entwaffnete sie. »Lieber Rolv _ du bist —.« »Wolltest du mich nur zum besten halten?« »Ja, ich will dich nämlich haben—.« »Solche Scherze vertragen wii nicht.« Ihre Stimme ist unsicher, als sie zum Schluß sagt; »Aber Förnes ist mir ebenso lieb.« Rolv ist mehrere Tage in Förnes, er hofft, daß .'\mbros /uriickkehrt. Schreibt ' ihm, bekommt aber keine Antwort. Die Mannschaft reist von Ort zu Ort und hat keine feste Adresse. Nur hin und wieder kommt ein Wort, eine Siegerliste oder eine leise Andeutung von Zechgelagen, Nachricht, daß Ambros erkrankt ist. Dann ist er wieder dabei. Frida in Nornes schreibt auch Briefe, kleine, weiße Briefe, mit einem beschwingten: »Leivl« darauf. Sic schickt sie auf gut Glück ab. Kjell kreist um Rolv üangstad, und möchte fragen, ob er mitkommen dürfe, bringt es aber nicht heraus. Er sitzt stundenlang in Rolvs Schlitten, es ist fast so, wie wenn er fahren würde. Und dann wischt er hinein zu seinem Pferd. Freundet sich mit dem braunen Pferd an; Kjell hat die richtige Hand, so klein er ist. Nirgends ist es so wie bei den Pferden. Kjell schlüpft zwischen den Häusern durch, nach Nornes hinüber und hinunter zum gelben Fluß, da ist Überall Wasser und Rauschen. Er bleibt mitten auf dem halben Weg nach Nornes auf der früh-lin-gsinassen Straße stehen. Da hat er ein Auge vor sich, das ihn warnt. Die Mutter, die ihn angstvoll beobachtet, kommt und ruft ihn. Er schrickt auf, tappt wieder, spürt seine nassen Füße und friert. Als er aufsieht, ist er beim Stall, und es ist ganz selbstverständlich, daß er hineingeht. Wärme schlägt ihm entgegen, ein braunes Pferd dreht sich um und begrüßt ihn laut und freudig. Kjell kauert sich in seinen Stand, vorne n^eben die Krippe. Im Winkel stampfen d-ie Mietpferde, aber Kjell bleibt bei Rolvs Braunem; es ist ein Gefühl, als ob er ein wenig auf der Reise wäre. Die Boxen der vier richtigen gähnen leer. Als Rolv nach dem Pferd sieht, findet er Kjell auf dem Boden, schlafend. Es ist zu warm gewesen. Und der Braune hängt mit seinem Kopf halb über ihm, berührt ihn beinah — auch er schläft. Rolv trilt zu ihnen. »Hei, Bursche!« Kjell fährt mii einem Laut auf und stolpert zur Tür. Rolv hinter ihm her. »Ich wollte diich nicht erschrecken, Kjell.« Kjell ist natürlich unzugänglich. Rolv fragt Viv vorsichtig, was denn mit ihrem Halbbruder los sei. »Er hat erfahren, woher er ist.« Rolv fragt nicht mehr, die Antwort genügt ihm. Kjell fragt nk\ ob er mitkommen dürfe, seitzt bloß immerzu in Rolvs Schlitten und fährt weit, weit fort. Irgend etwas hält ihn immer wieder zurück, wenn er sich ermannen will. Ambros kommt nicht, auch kein Brief. Auch Frida bekommt keinen Brief. • Sie müssen sich damit begnügen, zu raten, wie es draußa*nläßlich der Hitier-Versam/mlung am 17. Juni 1022 verwundet. Lange Jahre war May als Standesführer der Gruppe Österreich tätig und verbrachte wegen dieser Betätigung über sechs Monate Im Gefängnis. Der Terror des Systems zw^ang ihn schließlich, die Heimat zu verlassen. ,Ms Brigadeführor wurde er dann in die Oberste SA-Führung nacti München berufen, wot später Führer der Brigade Magdeburg, von wo er nach Gra^ kam. Nach seiner einjährigen Tätigkeit in Graz kehrte 'er zur S.A-Gruiipe Mitte zurück und war zuletzt Brigadeführer in Halle. Die Bewegung verliert in SA-Brigadeführer May, der Träger des Goldenen Ehrenzeichens der NSDAP., des .Abzeichens der Alten Garde, der Parteidienstauszeichnungen in Bron/e und Silber war, einen der bewährtesten Kämpfer für seine gen des steirischen Heimatdichters Peter Rosegger vor und fand besonders mit der aus tiefster Nachenip-findun« wicderjiebrachten vHeinrkchr stürmischen Beifall. o.stmärkische Heimat, die SA einen ihrer ersten Führer in der Ostmark, einen zeit aufrechten und hilfsberei-ten Kameraden. * Gauleiter a. D. Leopold Als Bataillonskommandeur fiel bei den KänijP'fen im Osten, wie die Nationalsozialistische Parteikorrespondenz meldet, Gauleiter a. D. Oberstleutnant Josef Leopold. Gauleiter a. D. Leopold, der im Jahre 1880 in Langenlois in Niederösterreich geboren wurde, zog bei Ausbruch des Weltkrieges als Unteroffizier ins Feld, wurde mehrfiach ausgezeichnet und kam 1015 in russische Gefangenschaft. In Sibirien erlebte er mit vielen anderen Kajne-raden ein wahres Martyrium. Anfang 1018 gelang Leopold unter größten Gefahren die Flucht zu seinem Truppenteil. Nach dem Ztksam-mcnbruch 1018 wandte er sich schon ijn März 1010 der nationalsozialistischen Bewegung zu und wurde einer ihrer Vorkämpfer in der Ostmark. Im Jahre 1024 finden wir ihn bereits als Orts-guipipenlieiter in Krems. 192ß wia-r er Kreis-lei-ter im Waklviertel, und im Herbst 1027 wurde er vorn Führer zuan Gauleiter von Niederösterreich ernannt. Inzwischen hatte er auch in seinem weiteren Militärdienst den Rang eines Hauptmanns erreicht. Im Jahre 1032 wurde Gaiu^iter Leopold in den niederösterreichischen Landtag gewählt und dort als erster nationalsozialistischer Lande&ra>t eingesetzt. Niach dem Verbot der Partei im Juni 1933 wurde auch dem Hauptmann Leo.pold das Mandat aberkannt und er selibst verhaftet. Monatelang wurde die Untersuchung hin-auisgezoigen. Schließlioh kam er in das l>erüch>tigte Wöl-le.s-dorf. Im De/.eniber 1033 freigelassen, wurde k;r bereits im Mai 1034 wiederum festgenommen und blieb mit Unterbrechungen bis zum Juli 10v36 in Halft. Obgleich er auch während der Monate der Freiheit Tag und Nacht unter der Bewachung von Kriminalbeamten stand, führte er von 1035 bis Februar 1038 die Landes-leitung der österreichischen NSDAP. Nach der Machtübcrnahiiie war Gauleiter a. D. Leopoild der Partei-kanzlei zur Erfüllung von Sonderaufgaben zugeteiilt. Im Herbst 1030 zog er wiederum ins Feld. Sein kämpferisches Leben für Führer und Volk hat nunmehr im Solda^en-tode seine höchste Vollendung gefunden. Die NSDAP hat in Josef Leotpo'd einen unermüdlichen und aufrechten Känijpfcr verloren. Kindestragödt« Im Hause o'es Winzers Alois Kostanje-wetz in Kuschernigg bei St. Margarethen ereignete sich ein schweres Unglück. Die vier Kinder des Winzers waren allein zuhause und fanden eine mit Essigsäure gefüllte Flasche. Der dreijährige Alois trank aus der Flasche und zog skh im Halse derart schwere Verbrennungen zu, daß er am nächsten Tage seinen qualvollen Verletzungen erlag. m Schulungsabend des Amtes Frauen in OberradkorSburK. Am verflossenen ^nntag versammelten sich die Frauen von Oberrad'kersburg zum ersten Schulungsabend. Die KreisschuUrngsleiterin sprach über die .ludenfrage. Sie entwik-kelte in klarer Anschaulichkeit ein elementares Bild vom Juden- und Rasseproblem. Kameradin Herma Bo u v i e r trug anschließend zwei kleine Erzählun- in. Amtsbürgennctster Walland in Go^ nobitz gestort>en, In Gonobitz ist am 30. M. der Amtsbürgermeiater Ladislaus W a 11 a n d im Alter von 55 Jahren plötzlich gestorben. Bürgermeister Walland war ein aufrcclitcr deutscher Mann, der sich für das untersteirisclie Dfutsch-tum sehr verdient gemacht hat. in. Todesfall. Im Marburger Kranken, haus verschied am 20. d. die .')2-jährigc Private Marie K a n g 1 c r. m BerufserziehunK In C'IM. Vor einigen Tagen wurde in Cilli der erste Lehrgan? der vom Amt VolkbildunK des Steirischen Heimatbundes veranstalteten Kurse Berufserzieliung eröffnet. Diese Lehrge-meinschaftcn, die für alle Kreisstädte des steirischen Unterlandes vorgesehen sind, haben die Aufgabe, die männliche und weibliche .lugend in deutscher Sprache, Kurzschrift. Maschinenschreiben, Buchführung und kaufmännischer Kor-■respondenz zu unterrichten. in. Reich beschickter Gemüsemarkt in Marburg. Der Marhurger Gemüsemarkt war am gestrigen Mittwoch überau'^ reich beschickt. Alle Arten von Geinüse gab es in Hlille und Fülle. Ferner standen am Markt nicht weniger als 38 Bau-trnwagcn mit Frühkartoffehi, die von unseren Hausfrauen recht gerne gekauft werden. .Auch Bohnenschoten, Gurken unti' Kürbisse gab es in hinreichenden Mengen. m Dienstappell der Ortsgruppe RoUhoL Kürzlich fand ein Appell sämtlicher Mitarbeiter der Ortsgruppe Roßliof statt. Nach der Begrüßung des Ortsgruppen-führers Wisiak nahm der Vertreter des Kreisfiihrers die Wünsche der Or^-gruppe entgegen und entwarf das Arbeitsprogramm für die nächste Zeit. m Kinovorstellung in Praßberg. Am vergangenen Mittwoch fand in Praßberg eine Kinovorstellung statt. Es wurde der Film >Die Feuertaufe* vorRcfülirt. m. Angeschwemmte Leiche. Dieser Tage wurde in Wurinath bei Zellnit/ von der Drau eine unbekanntf männlichi-Leiche angeschwemmt. Der Tote war ca. 35 Jahre alt, groß, bartlos und mit langer graublauer Zeughose und serbischen Militärschuhen bekleidet. Der Oberkörper war nackt. Dokumente wurden beim To_ ten nicht vorgefunden. Der Tote diirfie dem Arbeiterstande angehören und etwa fünf bis sechs Wochen im Wasser gele- Us!BootsJCämiifec Alltag an Bord — Ausschnitt vom Dienst und Leben unter und über See Schon wochonlan$i hatton wir ungewöhnlich schweres Wetter in dem uns zugewiesenen Gebiet. Der Nordatlantik war noch völli(g winterlich. Von Zeit zu Zeit nahmen Regentböen jode Sicht, auch Nebel machten uns au schaffen. Lag man im Bugraufiii auf seiner Koje, so verstujumte zuweiilen mit einem Male das gleichmäßige Lärmen im schw«er in der Dünung arbeitenden Boot. Die unwahrschei'nliich sch-wetoende Stille, die Ruhe auf e'rnnial, ließ einen aufhorchen. Da sind wir also getaucht! Sicherlnoh ist mal wieder keine Sieht. Die wie trunken torkelnden Bewegungen des Boo*eis las^n schnell fast gänzlich nach. Nur ein langsam gleichmäßig wiegendes Schlingern ist selbst in dieser Tiefe noch zu spüren. Die Freiwache im Bugrauin schläft. »Filzen* nennt es der U-Boots-Mann. Fast unvermittelt, so wi" er sich hinlegt, fällt ihn der Schlaf in jeder nur erdenkbaren Lage an. Da stört kern".' Musik aus dem Lautsprecher, kein Krach der Kameraden, kein nooh so heftiges Überholen des Bootet. Solange er nichi über d-ie Sclvlingerleiter hinweg — auch das ist vorgekommen — aus seinem Verschlag geschleudert wird, filzt er d-urch ■k Leise ächzt da Tanwerk. mit dem die Hängematten beU'stigt sind, in den Rin- gen. Das Schnarchen des langen blonden Dieselheizers unter mir ist im Augenblick der stärkste Laut. Ab und zu ist das Ächzen zu hören, wenn er sich auf die Seite wälzt, umid das Gluckern des L'enz-wassers m den Bilgen. Mir gegenüber sinkt einem der Schläfer der Kopf ent-spamnt zur Seite. Die Hand, die auf seiner Brust liegt, zuckt von Weile zu Weile zusammen »m Schlaf. Was diesen Jungen im Wachen niemals anzumerken wäre, jetzt, wo sie ruhen, zeigt es der willenlose Körper, daß dtie laoge Reise doch an die Nerven reißt. Wieder einmal tropft es mir von oben auf die Stirne; Schweißwasser, das sich an den Wänden niederschlägt und an allen Vorsprüngeii sich sa'mmelt. Man ist das schon nicht mehr amders g^wöhut. Aus der Zentrale dringt leixSe ein Gespräch des Wachoffiziers mit dem Rudergänger durch die aufgesiperrten Schotten bis hierher. Das vordere Tiefenruder schlägt wieder einmal mit leisem Klicken an und verstummt, Gleichmäßig wird das Boot in seiner Lage gehalten. Vom Gang der E-Alasehine ist hier vorn nichts zu vernehmen. Es ist still, märchenhaft, fast erschreckend still in de Tiefe. ik Ka'lli, der blonde Ostseeiungc. liest einen der ungezählten Romane, ilie an Bord von Hand /u Hand gehen. Dich" unter einer der Lampen liegt s^in Kop :m hellsten Licht, wähn-nd der Rugrau!-' sonst im trüben Dämmer verschwindet. Nun sitreckt auch er sich hin in seiner Hängematte und schaltet das Licht aus. Immer wieder tropft es von den Vorsprüngen der vielen Rohrleitungen, die den langen Bugtorpedoraum, in dem die Mannscha-ft haust, wie den Stollen eines Bergwerks erscheinen lassen. Der Kopfkeil mit dem Handtuch darauf, die wollenen Decken, alles ist schon seit Wochen feucht. Ohne Unterbrechung sammelt sich das Schweißwasser an den Flächen, rinnt a'bwärts und pitscht heim-tückisch herab, am liebsten den Schläfern gerade ins Gesicht. Es sind bestimmte St'ellen, denen man nicht entgeht, wie man sich auch setzen oder stellen mag. Alles ist klamm; vor allem das Zeug in den Spinden, die neben, hinter und über den Kojen im Rund des Druckkörpers angeordnet sind. Endlich schlafe ich ein. * t-Klannachen zum .Auftauchen!v höre ich entfernt die Stimme des Kommandanten. Sie weckt mich. In jeden Raum hinein wird der Befehl von den Wachen laut wiederholt. »Brückenwache sich klarmachen!« Der leitende Ingenieur springt auf von seinem Ledersofa und übernimmt das Kommando in der Zentrale. Der W,-.choffi7.ier, der dort lesend auf dem Kartenschrank saß. pellt sich wieder für die Brücke an. "»Auf Selirohrtiefe gehen! Es kommt Lehen ins Boot. Die Männer ssen sich aus ihren Kojen fallen, greifen 'ach den Gummistiefeln und den Fell veslen. die man hier nötig braucht, beim l-il/.cn aber gern unter den Kopf sihiebt. »Pepi«, der Steirerbua, langt auch nach Guimiuimantel und Südwester, die, übel riechend, auf dem Heizkörper sich tJürmen. Man kann es ihm einfach nicht abgewöhnen, seine nassen Brocken hier vorn auf dem Ofen zu trocknen, jedesimal hat er eine tiLue Auerede. Die Bewegungen des Bootes sind letzi heftiger geworden; wir werden auf Sehrohrtiefe sein. Die Tiefenrudergänger suchen d'urch wechselndes Legen der vorderen und der achtcren Tiefenruder die durch den Seegang bedingten Schwankungen des Bootes auszugleichen. Das fast pausenlose Anschlagen und Surren der vopderen Tiefenruderainlage zeigt auch dem Bugraum deutlich, daß der L. 1. Mühe hat, das Boot in gleichbleibtTider Tiefe und ruhiger Lage bei der See zu halten, die draußen stehen muß. Der Kommandant hockt schon im Turm hinter dem Okular, um zu erkennen, ob die Luft rein ist. »Seerohr weiter ausfahrendringt de--Kommandanten Stimme aus dem Boot. >>Boot schneidet unter!« — Die Tiefenruder werden entsprechend bedient, um die Gleichgewichtslage und die befohlene Tiefe wieder herzustellen. Dann meldet er: »Boot liegt wieder auf . . . Meter!.^' Tiefe möglichst halten! befiehlt der Komniamdant. und nach einer Wrile »Auf tauchen!« * Für einen .Augenblick geben die Eni lüfter unangenehmen Druck aul die «>hreii. aber dann r t auch schon das Turmluk SeHe 6 »Marburger Zeltung« 31. JuH 1941 184 gen sein. ZweckdienHche Angaben mö g®n dem nächsten Gendarmerieposten gemeldet werden. m. Diebstahl, in Unter.Wak bei Zellnitz wurde aus der Säge des Bestitzers Walcher ein 12 Meter langer Treibriemen im Werte von 125 Mark von einem unbekannten Täter gestohlen. m. Unfälle. [>cr bei Erdarbeiten in Mlßll'ng beschäftigte Arbeiter Johann Jurgowitsch wurde von einem herabkol-iernden Stein am Kopfe getroffen und so schwer verletzt, daß er ins Windisch-grazer Spital überführt werden mußte. Ein zweiter Arbeiter, Konrad Jamniker,* hatte ebendort an der Kurt>el einer Seilwinde zu drehen und lanRSam nachzulassen. Hiebet schlug die Kurbel plötzlich zurück unG^ traf Jamniker an Kinn und Mund, wodurch er eine schwere Kiefer-verletzunR erlitt. Er hatte noch die Geistesgegenwart. im selben Augenblick die Handbremse zu betätigen und blieb so vor größerem Schaden bewahrt. m. Einbruch, in Ruppersbach bei St. Margarethen wurde dem Besitzer Bartholomäus Pawalctz aus dem vers-perrten Hauskeller ein Kübel mit 25 Kilo Schweinefett gestohlen. m. Die kleine Schwester erSchoMen. Während sich der Landwirt Karl Hasiba in Fünffing in Oleisdorf befand, schoß sylin 14 Jaihre alter Sohn Johann mit einem Flobertgewehr auf Spatzen. Der Junge hatte das Gewehr aus einem unvers-perr-ten Kasten genommien. Beim Spielen mit der Waffe ging ein Schuß vorzeitig los und traf die zwölf Jahre alte Schwester Msria im Genick. Das Projektil drang bis zuim Kehlk^f vor ,wo es steckeniblieb um! flen sofortigen Tod des Mädchens zur Folge ha>tte. m. Sowjet-Militärflugzeug bei Banja< luka verunglückt. Wie von zuständiger Seite mitgeteilt wird, sind Dienstag morgen südlich von Banja'luka Trümmer eines Mfti.färflugzeu!ges aufgefunden worden. Es handelt sicfi um eiin sowletisches Flugzeug, da die Besatzungsmitglieder, die bc'm Absturz ums Lehen kiamron, sowjetische Uniformen trugen. SCHACH Sehachwettkampf Dr. Euwe.Bogoljubow. Im Karlsbader Sehachwettkampf Dr. Euwe—Bogoliubow spielte Dr. Euwe am Sonntag Damen-Gambit und es entstand die Variante der »orthodoxen Verteidi. gung«. Bogoljubow beschritt neue Wege und wies alle Angriffsversuche c'es Gegners ab. Dr. Euwe gelang es in der Folge, die Stelle zti verschließen, worauf Boßoijubow am besten auf Remis spielen söllte. Er unternahm aber einen äußerst riskanten Durchbruchsversuch, übersah ein« naheliegende Kombination und verlor einen Turm, Nach 42 Zügen wurde die Partie in einer für Bogoljubow aussichtslosen Stellung vetagt. Bei dem Stand für Dr. Euwe SVs, Bogoljubow IV2 Punkte plus eine Hängepartie ist Dr. Euwe voraussichtlich nicht mehr zu schlagen. SPORT Sporttag der Deutschen Jugend in Maria Rast Sonntag, den ü. Juli fand in Rast der erste Sporttag der Deutschen Juj?end im Steirischen Heiniatbund (Stamm VJII, Bann Marburg-Land) statt. Nach dem Eintreffen der zahlreich von auswärts erschienenen Kameraden erfolgte die Flaggenhiessung. Anschließend wurden die leichtathletischen Sportwettkämpfe durchgeführt, darunter auch ein Staffellauf rund um Rast. Die Bevölkerung von Rast hat mit lebhafter Anteilnahme den Verlauf der Kämpfe verfolgt. Den Höhepunkt des Sporttreffens bildete das Fußball-Wettspiel zwischen Mahrenberg und Rast. Die Mahrenber-ger waren liWlegen. Nach dem Wett-spiele fand die Siegerehrung statt. Der Siegermannschaft im Fußballkampf und der im Staffellauf siegreichen Raster Mannschaft wurden Ehrenpreise überreicht. Die Flaggeneinliolung und ein Lied beendeten den Sporttag. FuBbaiiicampf Pettau-Cilli über das Fußba'lilspiel der Banne Cilli und Pettau der Deutschen Jugen^d im Steirischen Heiiniiaitbund wird uns berichtet: Schon am Vorabend war die Mannschaft aus Cilli in Peftau angekommen: sehr stramm und tadellos uniformiert, besichtigte sie unsere schöne alte Stadt. — Da es in der Nacht und auch am Sonntag früli regnete, war dt?r Sportplatz nicht in bester Verfassung, als das Spiel um 10 Uhr 20 begailn. Schon von vorneherein war es klar, daß die Petta.uer diesmal einen schweren Stand haben würden, denn die Mannschaft des Gegners war körperlich überlegen. Die Kameraden aus Cil'li lagen denn auch vom Angrjfi' weg durch volle 20 Minuten im Angriff und besonders der rechte Flügel der Gäste züiigt gutes Können, wie überhauipt die Gäste sehr gut aufeinander eingespiell sind. In der 27. Minjute verschuldet dan.n Schosteritsch (Pettau) das Tor für Cilli, da er den eigenen Tormann behinderte. Aber schon drei Minuten spät.'r schießt Stanitz (Pettau) genau zu Dobnik, die- j ser zu Weißenstein, der nun das erste Tor j für Pettau erzieJt (1:1). Angriffe von Cilli, | Wretschitsch schießt scharf, aber an die Stange, ein amdernial rettet wieder der Pettauer Tonuann Schirctz die Lage. Nun kommt aber der Pettauer Gaiser (r. Fl.) gut vor, paßt, aber die Pettauer Stürmer sind nicht dort, wo sie sein solilcn und der Ball geht verloren. Wahrscheinlich hätte ihn aber noch Gaiser selbst erreichen können, wenn er sotfort nach dem Passen losgelegt hätte. Brsitz (CiHi) greift allein ain und Pettau kann den Ball gerade noch über die Seitenlinie »mogeln«, fast wäre es aber schief gegangen. Auf.einmal ist der Pettauer Dobnik vor dem gegnerischen Tor, schicßt aber nicht ins Netz, sondern aius zwei Meter den Tormann an. Ebenso schießt in der 40. Minute ein Cillier Stür- mer, der unbedingt nooh ein Führungstor erreichen will, aus fünf Meter Entfernung daineiben. Pause 1:1. Das Spiel wird offener, in d^»r siebenten Minute bereits erzielt CiiWi ein schönes Tor (2:1 für Cilli). Nach eineim Eckball trifft der Schiedsrichter eine Fehtenitscheldung (Abseits). Nun wenden 'Zutsohaiuer wie Spi^eler, offenbar durch die Unsicherheit des Scihied'srichtens, nervös und so ver-schuildet Hiansel (Pettau) durch Kopfstoß ein Eigentor — 3:1 für Cilli. Nach wechselnden Vorstößen geht der Ball von Weißenstein zu Stanitz (Pettau), der ihn unhaltbar in die Linke stößt — 3:2! Nun vergibt diie Pettauer Mannschaft zwei scli<>nie Gelegenheiten, das zweite Mal wieder durch schlechte Verteitliung der Spieler. Nun trifft der SchiedBrichter aber-mails, nun aber gegen Pettau, eine Fehlen tscheiidiung und den darausfolgemden 100-Meter-Stoß verwandelt der CiBHer Stünner Soretz — 4:2 für Cililil Dafür schießt der Pettauer Stanitz einige Minuten vor Abpfiff ebenfalls einen 11-Meter-Stoß in das Tor von Cwlili und es steht mun 4:3 für Cilli und bei diesem Ergebnis blciibt es auch. Das schöne und flinke Zusammnspiel der Gäs-te ihat sicher zu ihrem Sietg beigetragen, ziumal sie in der Ballbehandlung den Pettauern nicht nachstanden. Ein etwiais größerer Torunterschied hätte dem Spielverlauf mehr entsprochen, doch muß man den Pettauern zugute halten, daß sie vom Pech verfodgt waren. Schie'dsrichter Wa'lter Stanitz, Pettau, war gegen das letzte Mal bedeutend unsicherer. : in Agram trug eine deutsche Luft-waffcnmannschaft ein Fußballspiel gegen die kroatische Meisterelf Gradjanski aus. Die in bester Besetzung angetretenen Kroaten siegten mit 8:0. : Heldentod finnischer Sportler, Im Kampf für Finnlands Freiheit unil' die Zukunft Kareliens sind an der Ostfront zwei bekannte finnische Sportler, der Langstreckenläufer Tuomlnen und der Ringer Hjelt gefallen. VOR DEM RICHTER Feldpostmarder zum Tode verurteilt Das Berliner Sondergericht verurteilte den 39jährigcn Otto Fritz aus Neukölln zum Todg und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Damit haben die Taten eines Feldpostmarders, wie sie in diesem Umfange glücklicherweise zu den Seltenheiten gehören, ihre gerechte Sühne erhallen. Der Angeklagte, der seit mehreren Jahren in den Diensten der Reichspost stand, hat nach seinem Geständnis eine ungewöhnlich große Menge von r\Mdpnstsendungen unterschlagen. Er erbeutete neben Bargeld auch Rauchwaren, Nahrungsmittel und Gebrauchsgegenstände aller Art. Eine Durchseuchung der Wohnung und der Laube des Angeklagten förderte ein ganzes Lager gestohlener Waren und einen größeren Geldbetrag zuliage. Verschiedene Gegenstände wur-ilen auch noch bei einer Freundin des Posttnarders vorgefunden. AUS AUIR WELT a. Die Kindesleiche im Wohnwagen-schrank. Am 2. März machte in Leipzig ein Schausteller eii^e grausige Entdek-kung. Er fand im Schfank eines -Wohnwagens die bereits erheblich in Verwesung übergegangene Leiche der 11-jährigen Edith Dähne, die seit September vorigen Jahres in Magdeburg verschwunden war. Da der Wohnwagen zuletzt in Magdeburg von einem dreißig Jahre alten Fritz Berndt aus Berlin bewohnt worden war, ergaben sich sehr schnell di j Zusammenhänge. Berndt wurde ennittelt und gestand, daß er sich während der Magdeburger Messe an der kleinen Edith Dähne in schwerster Weise sittlich vergangen hatte, räumte auch ein, daß am Morgen danach die Edith tot gewesen sei, bestritt aber, das Kinid getötet zu haben. Ein starker Bindfaden, der um den Hals der Kleinen gelegt war, soll nach seiner Darstellung von ihm erst der Leiche unigelgt worden sein, als er sie aus dem Bett nahm und verstecken wollte. Aus den Untersuchungen des Sachverständigen ergab sich aber eindeutig, daß diese Schnur dem Kinde noch bei Lebzeiten umgelegt worden sein muß, daß Berndt also das Kind, nachdem er sich an ihm so schwer vergangen hatte, erdrosselt hat. So wurde .d»e, Schtildfrage vom Sondergericht bejaht und Berndt wegen Mordes, Gewaltverbrechens, vollendeter Notzucht und Sittlichkeitsverbre-chens zum Tode verurteilt. a. Todessturz aus der Luftschaukel. Im Koliner Krankenhaus ist eine 17-jährige Hausgehilfin ihren schweren Verletzungen erlegen/ die sie sich beim Sturz von einer Luftschaukel zugezogen hatte. Die Unglückliche hatte während des Schaukeins unter der Zuschaucrmenge eine Freundin entdeckt und dieser mit der Hand gewinkt, was ihr zum Verhängnis wurde, da sie beim Loslassen der Griffstange das Gleichgewicht verlor und aus mehreren Metern Höhe zu Boden stUrzte. a. Verhängnisvoller Irrtum brachte den Tod. Ein tragischer Todesfall ereignete sich in dem Oberwesterwaldort öllingen. In einem dortigen Gasthaus saß mit mehreren Bekannten der Dorfeinwohncr Wilhelm Helsper. Man unterhielt sich u. a. auch darüber, daß ein Kognak sehr begehrenswert sei. Ein hinzukommender Gast bemerkte scherzhat, er habe an seinem vor dem Hause stehenden Fahrrad eine Flasche Kognak. Helsper entfernte sich unauffällig von der Tischrundc, schlich nach draußen, um hier von dem vermeintlichen Kognak zu probieren. In Wirklichkeit enthielt aber die an dem Rad befestigte Flasche eine sehr giftige Flüssigkeit, das als Grasvertilgungsnüttel Verwendung finden sollte. Schon nach dem ersten Schluck bemerkte der Mann seinen verhängnisvollen Irrtum; es siell. ten sich furchtbare Schmerzen ein. Lei. der war eine Rettung, obwohl schon bnk? ein Arzt hinzugezogen wurde, nicht mehr möglich. Helsper erlag bereits nach wenigen Stunden den Folgen eines verhängnisvollen Irrtums, den ein leichtsinniigrr Scherz heraufbeschworen hälfe. aufgesprungen und der Kommandant auf der Brücke. Die Verbindung zur Außenwelt ist wieder hergestellt. Die Brücken-wache steht vor dem Funkrauju und in der Zentrale klar. Ausguck und immer wieder Ausguck ist die Grundbedingung jeder erfolgreichen U-Boots-Fahrt. Wird diie Sicht nur einigermaßen wieder klar, so daß man nicht plötzliich mit aus dem Nebel oder aus dem die Kimm verdeckenden Schneeböen auftauchenden Verfolgern zu rechnen braucht, so gilt es, so lange wie möglich über Wasser zu stehen, Ausschau zu halten und Jagd zu machen auf feindliche Geleitzügc oder Einzeldampfer. Wenn nur die See ruhiger ginge! Bei solchem Wetter isj - wenn man nicht ganz besonderes Glück entwickelt — nicht viel zu machen. Wie ein in Schwingung geratenes Gebirge steht :ioch i.mflner die wandernde Uünun.g rings um uns. Die ganze Umwelt ein einn wieder zum Tauchen zwingt. Und außerdem: so gern der Seemann flucht, im Grunde ist er doch stoilz, sich selbst und allen anderen zu beweisen, daß er ein Mann Ist, der mit jeder Unbill fertig wird! Hier draußen naß auf der Brücke -zu stehen; er würde mit keinem lauschen. Kriegsberkrhter Dr. H. Busch (PK). Vorlang^t Überall dia ..MARBURGER ZEITUNG" Anekdoten Das war einmal! Der italienische Prinz Conti war cm su großer Freund der Malerei, daß er selbst darin zu einem nicht geringen Grade von Geschicklichkeit brachte. Einst zeigte er dem berühmten .Maler Poussin ein Gemälde von seiner Hand und bat ih^ um sein Urteil. »Mein Prinz!« sagte Poussin, »Ihnen fehlt nichts zum Künstler at-Dürftigkeit, der wahre Künstler kann n«"--leben, wenn er vor Hmiger stirbt.« Virchow's Erklärung. Den alt gewordenen Virchow besuoh\e eine ferne Anverwandte, die den berühmten Rudolf mindestens ein Menschenalter lang nicht gesehen halte. »Aber sowaslx rief sie, »sein Schnurrbart ist,noch ganz, hübsch dunkel, aber auf dem Kopfe i^t er schon schneeweiß!« »Ja, weißt du,as Wirtschaftsleben kennt drei Formen des Aiittretens; I Oer Unternehmer handelt im eigenen Namen und für eigene Rechnung (Eigenhändler), 2. dir Unternehmer handelt im eigenen Namen für fremde Rechnung (Kommissionär) :r der Unternehmer handelt im fremden Namen für fremde Rechnung (Agent). Eine Lieferung Hegt vor, wenn der Unternehmer den Abnehmer oder in dessen Auftrag einen i^ritten befähigt, über einen Gegenstand im eigenen Namen zu verfügen. Da nicht nur der Eigenhät .'ler, sondern auch der Kommissionär diese \ rfügungsmacht dem 'Vitten unmittelbar verschafft, tätigen der T^lginhändler und der Kommissionär Lieferun-#:en, während der Agent nur den Übergang der Verfügnngsmacht seines Auftraggebers auf den Dritten yerniittelt, also nicht selbst liefert, sondern eine soTistige Leistung ausführt, Diese Unterscheidung ist insofern von großer praktischer Bedeutung, als bfiim Ei- *) Siehe zunäciist den Aufsatz in der »Mar-l^urger Zeitung* vom 20. d., der sich mit dem Hegriff • Unternehmer — Unternehmen« aus-'.'inandersetzt. — Anm, d. Schriflg. entgelt für die Lieferung, beim Agenten hingegen nur das Entgelt für die Vermittlungsleistung — Provision — steuerbar ist. Die Ausübung der öffentlichen Gewalt ist keine gewerbliche oder beruflicite Tätigkeit, sie fällt nicht unter das Umsatzsteuergesetz. Die in Erfüllung öffentlich-rechtlicher Aufgaben bewirkten Umsätze sind nicht steuerbar. Voraussetzung ist also, daß die öffentlich-rechtliche Tätigkeit von einem Träger der öffentlichen Gewalt ausgeübt wird. Träger der öffentlichen Gewalt sind nur Körperschaften des öffentlichen Rechts. Zu diesen gehören das Reich, die NSDAP einschließlich ihrer Gliederungen ohne eigene Rechtspersönlichkeit, die Gebietskörperschaften (z. B. Länder, Gemeinden, Gemeindeverbände) und sonstige Körperschaften mit öffentlich-rechtlichen Befugnissen (z. B. der Reichsnährstand). Eine öffentlich-rechtliche Tätigkeit liegt nur vor, wenn der Leistende dem Leistungsempfänger als Hoheitsträger gegenübertritt und wenn die Leistung ihm in der Eigenschaft als Träger der öffentlichen Gewalt eigentümlich und vorbehalten ist. In der Regel ist sie es dann, wenn diese Tätigkeit der öffentlich-rechtilchen Körperschaft durch Gesetz oder gesetzesgleiche Bestimmungen zugewiesen ist. Eine Erfüllung öffentlich-rechtlicher Aufgaben ist insbesondere dann anzunehmen, wenn die vom Träger der öffentlichen Gewalt zu erfüllenden Aufgaben auf Leistungen gerichtet sind, zu deren Annahme der Leistungsempfänger auf Grund gesetzlicher oder behördlicher Anordnung verpflichtet ist. Die Leistungen im Rahmen der Erfüllung öffentlich-rechtlicher Aufgaben sind nur dann nicht steuerbar, wenn sie der Träger der öffentlichen Gewalt selbst, d. h. unmittelbar tätigt. Bedient er sich jedoch dabei selbständiger Unternehmer, so sind deren Leistungen an Dritte unmittelbar oder im Wege über die Körperschaft steuerpflichtig. Zu den Betrieben imd Verwaltungen der K()rperschaften des öffentlichen Rechts, die der Ausübung der öffentlichen Gewalt dienen, gehören auch Schlachthöfe und Anstalten zur Nahrungsmitteluntersuchung, zur Desinfektion, zur Müllbeseitigung, zur Strafienreini-gung, zur Vernichtung \on Tierleichen und zur Abführung von Spülwasser und Abfällen. Steuerpflichtig sind aber diejenigen Leistungen, die nicht regelmäßig tnit diesen Betrieben verbunden sind, z. B. bei Schlachthöfen Lieferungen von Vieh oder von Kunsteis. Die genannten Anstalten werden auch dann wie Betriebe und Verwaltungen der' Körperschaften des öfferUlichen Rechts behandelt, wenn sie in Form privat-rechtlicher Gesellschaften betrieben werden, jedoch unter der Voraussetzung, daß die Anteile an ihnen ausschließlich dem Reich oder anderen Körperschaften des öffentlichen Rechts gehören und die Erträge ausschließlich diesen Körperschaften zufließen. Die Ausübung der öffentlichen Gewalt ist das dem Privatleben natüriicher Personen entsprechende Eigenleben der öffentlich-rechtlichen Körperschaften. Tritt ihre Tätigkeit aus dem Kreis ihres Eigenlebens heraus, beteiligen sie sich also durch eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit am allgemeinen Wirtschaftsleben, die nicht mehr Ausfluß ihrer Zweckbestimmung ist, so werden auch sie zu Unternehmern im Sinn des Umsatzsteuergesetzes. Z. B.: Eine Gemeinde verkauft Holz aus ihrem Wald an Unternehmer oder Private. Diese Umsätze sind steuerpflichtig. In der Regel gilt der Grundsatz, daß Ausübung öffentlicher Gewalt nicht gegeben ist, wenn die Tätigkeit auch Gegenstand eines Privatunternehmers sein kann, wenn die Leistungen innerhalb des privatwirtschaftlichen Verkehrs ausgeführt werden. Nach dem Grundsatz der Gleichmäßigkeit der Besteuerung werden die öffent-licn-rechtlichen Körperschaften insoweit gleich wie jeder andere Unternehmer behandelt. Die persönliche Steuerbefreiung des Staates und der öffentlichen Selbstverwaltungen, der Staats- und Kommunalbetriehe schlechthin, wie sie nach jugoslawischem Recht bestand, kennt das deutsche Umsatzsteuergesetz nicht. Es ist daher stets zu prüfen, inwieweit Körperschaften des öffentlichen Rechts Leistungen in Ausübung der öffentlichen Gewalt tätigen oder sich am wirtschaftlichen Geschäftsverkehr beteiligen. Anmeldung ausländischen Vermögens Eine Ermächtigung für den Reichsfinanzminister Personen des Privatreclits, ^ Kr. Durch Verordnung des Min stcrrates für die Reichsverteidigung vom 15. Juli 1941 wird der Reichsminister der Finanzen ermächtigt, Bestimmungen über die Anmeldung ausländischen Vermögens, das sich in den befreiten üebielen der Unlersteiermark, Kärntens und Krnins sowie in den von deutschen Truppen besetzten Gebieten befindet, zu erlassen oder zu veranlassen. Er kann anordnen, daß die von Ihm bestimmten Behörden befugt sind, über alle Geschäftsangele-genheile-n Auskunft zü verlangen, sowie die Bücher und Schriften einzusehen. Anmeldepflichtig sind: 1. ausländische Staatsangehörige, die sich in den genannten Gebieten aufhalten; 2. wer m den genannten Gebieten ausländ^isches Vermögen verwaltet oder besitzt, in Gewahrsam hat oder bewacht; 3. wer einem im Ausland böfirvdliehen Ausländer eine Leistung schuldet; 4. die Leiter oder die sonstigen zur Vertretung oder waltung befugten Personen der junsti- Europas grösstes Erzgebiet Das Deutsche Reich besitzt heute, wie vor dem Weltkrieg, wieder den größten Teil der lothringischen Erzlager. Von Luxemburg über Lothringen bis nach Nancy (Nanzig) handelt es sich flächenmäßig um Q'as größte zusammenhängende Erzgebiet Europas. Deutsche Schätzungen vor dem Weltkrieg kamen, wie Dr. habil. Hellwig in der Ruhr- und Rhein-Wirt. schaftszeitung berichtet, auf fünf Milliar. den Tonnen Eisenerz. Neuere französische Schätzungen liegen jedoch erheblich darüber — es fragt sich ja immer, nach welcher Methode die Schätzungen vorgenommen werden. Hinzu kommt, daß (Ter moderne Hochöfner heute auch mindere oder kieselsäureangereicherte Erze verwenden kann, auf die er früher verzichten mußte. Man braucht eimen Kiesel-Säuregehalt von über 25 v. H. und einen unter 28 bi« 30 v. H. liegenden Eisengehalt nicht mehr zu scheuen. Die Bauwürdigkeit wirö heute mit etwa 20 v. H. des Eisengehaltes angegeben. Die kalkhaltigen Mittelschichten, die größletiteils mitabgebaut werden, liegen im Eisengehalt sogar noch ungünstiger. Die Franzosen hatten aus Bequemlichkeitsgründcn die hochprozentige und die kalkige Minette bevorzugt abgebaut, well hierbei im Hochofen kein Kalkzusatz erforderlich ist. In Zukunft dürften die nicht »selbstgängigen« sauren Erze nicht mehr vernachlässigt wetxlen, um zu einem optimalen Abbauverhältnis zu kommen. Dabei wird wertvollsten Erzadern aufhören, weil dadurch did Abbauverluste zu hoch waren. Der .Abbau wird künftig ganz planmäßig erfolgen, wobei — wo es notwendig ist — auch Bergeversatz angewandt werden wird. Die Aufliereitung der mageren Erze wird die Gestehungs- und Verhüttungskosten erhöhen, jedoch ist dieser Weg im Hinblick auf die schonende Behandlung der Erzvorräte nicht zu vcr_ meiden. Ähnlich liegen die Dinge ja bei den sonstigen inländischen Erzen, wobei die Montanindustrie alle auftretenden Schwierigkeiten mit Erfolg bestens zu lösen bestrebt ist. X Wiener Herbstmesse 1941. Dreizehn Auslandsstaaten und das Generalgouvernement haben zur Wiener Herbstmesse 1941, die vom 21. bis 28. September abgehalten wird und internationalen Charakter trägt, ihre offizielle Teilnahme angemeldet. X Alte österreichische Staatsanleihen. In einer Nachtragsanordnung der Haupt-treuhandstelle Ost (Nr. 11 vom 25. Juli 1941, RA Nr. 171 vom 25. Juli 1941) werden deutsche Staatsangehörige im Sinne der Anoidnung Nr. 9, die Inhaber-Schuldverschreibungen von Anleihen des ehemaligen polnischen Staates besitzen und nachweislich vor dem 1. September 1930 erworben haben, aufgefordert, auch die Schuldverschreibungen der Ante'ihen des ehemaligen österreichischen Staates zum Teil übernommen worden sind, anzumelden. Die .\nmeldung, die zunächst lediglich der Feststellung der .Ansprüche aus den aufgerufenen Schuldverschreibungen dient, hat bis spätestens 15, September 1941 zu erfolgen. Über die .'inzu_ meldenden Papiere geben die Rrinker! Auskunft. sehen Personen des Privatrecnis, der Personenvereinigungen, Anstalten, Stiftungen und sonstigen Zweckvermögens, an denen Ausländer beteiligt sind uml die ihren Sitz oder eine Niederlassung in den genannten Gebieten haben. Gleichzeitig wird ;ler Reichsminister der Finanzen ermächtigt, Bestinimungen über die Anmeldung , deutschen Vermögens, das sich itn Ausland befindet, zu erlassen. Befugn sse, die in dieser Verordnung dem Reichsminister der Finanzen über, tragen sind, übt er in den befreiten Gebieten der Untersteiermark, Kärntens und Krains im Einvernehmen mit dem Chef der Zivilverwaltung und in den von deutschen Truppen besetzten Gebieten im Einvernehmen mit dem Reichskommissar oder den Militärbefehlshabern aus. Die Verordnung tritt eine Woche nach Verkündung im Reichsgesetzblatt in Kraft. FÜR DIE FRAU Sparsam wirtschaften! Kleine Küchenkniffe für die Hausfrau. Der Wunsch, mit den vorhandenen Lebensmitteln möglichst sparsam zu wirtschaften, erfüllt jede Hausfrau. Aber der gute Wille allein macht es oft nicht, dagegen erweisen sich so manche kleinen Kniffe, die sich aus der praktischen Arbeit ergeben haben, als die besten Helfer. Fettsparen steht natürlich immer an erster Stelle. Dabei wird jede Hausfrau die Beobachtung machen können, daß weiche Butter und Margarine zum Bestreichen von Broten weit ergiebiger sind als harte. Es lohnt sich deshalb durchaus, besonders in großen Familien, die Butter schaumig zu rühren. Gleichzeitig sollte man auch alle die verschiedenen Möglichkeiten ausnutzen, den Brotaufstrich zu strecken. Das braucht nicht nur bei der Butter der Fall zu sein. Es gibt auch eine ganze Reihe anderer, schmackhafter Aufstriche. Sehr schmackhaft ist zum Beispiel eine Grundmasse, die dann jeweils abgewandelt werden kann. Man braucht dazu 30 g Fett, 60 g Mehl, Vs—'A Liter Wasser oder Frischmilch und Salz. Man rostet das Mehl mit dem Fett gut durch, ohne es zu bräunen, füllt dann mit der heißen Flüssigkeit auf und kocht einen dicken Brei, den man während des Abkühlens häufig umrührt, damit sich keine Haut bilden kann. Wahlweise werden dann geschmackliche Zutaten beigegeben, wie etwa: Tümatenmark oder Senf, Kräuter u. gehackte Gurken: oder durchgedrehtes Fleisch (Reste), gehackte Gurken und Zwiebeln bzw. Lauch; Petersilie oder andere Kräuter; geraffelte Sellerie oder geriebenen Käse. Quark als Brotaufstrich läßt sich durch Tomatenmark, geriebenen Rettich, geriebene Möhren mit frischen Kräutern oder geriebene Aplel, rote Rüben und Meerrettich strecken. Beim Backen von Pfannkuchen, Eierkuchen, Plinsen usw. braucht man wenjg Fett, wenn man die Pfanne nur mit einer halben, an der Schnittfläche in Fett getauchten Zwiebel ausreibt. Die Pfannkuchen schmecken dadurch keineswegs nach Zwiebel! Bestimmte Arten von Braten wie Hackbraten oder Kohlbraten können in einer Kasten- oder Auflaufform gebraten, vielmehr gebacken werden. Uni Mehl zu sparen, empfiehlt es sich, Gemüsegerichte und Suppen mit einer roli geriebenen Kartoffel anzudicken Nicht mimer müssen für bestimmte Gerichte frische Eier verwendet werden, die verschiedenen »EicraustauschmittcK; tun oft denselben Dienst. Man vei"^\endct sie genau nach den angegebenen Vorschriften. Auch zum Panieren ist Eiweiß durchaus entbehrlich. Beträufelt man da> Fleisch- oder Fischkotelett mit ein weniEs ist ein bekannter Falschspieler.« Fremder; »Wird denn hier so viel Karle gespielt?« Einheimischer: '•>Das nicht, aber — Klavier.« Doppelsinnig Herr; >->lch möchte eine Dame kennenlernen, die äußerst musikalisch ist!« Heiratsvermittler: »Wie Sie wünschen! Ich bin in der Lage, Ihnen Damen mit und ohne Musik zeigen zu können!« Entgeltliche Mitteilungen (AuBer Verantw&rtuns der ScIirlftlcHunz) ZAHN-ATELIER M. SCHUHA-KARBEUTZ bleibt vom 31. VII. —15. Vlll. geschlossen Seile 8 »Marb'iirß:er Zeitiinjr« 31. Juli 1941 Nummer 184 Kleiner Unzeiaer k-Jcs Won kosiet Kl Kpl, Jas fettgedrackte Wurt 2iJ Rol Der Worlpreii ciU bis zu 15 nuclislahen ie Wort, ^ifferfrehlilir (Kennwort) 33 RpF. bei Slclletiicesuchen 2!i Kpf. rUr Zusendiintr von Kennwortbriefen »erden 50 Rof Porto berechnet, Anzeiscn-Ann.-ihmtacliluB' Atn Tace vor Hrsclieinen um 16 l'hr. »Kleine Anzeigen« werden nur «ofien Voreinsendunjr des Detrages (auch in itUltigcp Brlefniarken) aufgenommen. Mindc»(ccbUhr für eine Kleine AiizelRC RM 1 • l^eeseüiedekes Lohnstcucrtabellen (einschließlich »lies Kriegsziischlags zur Lohnsteuer) für monatliche, wüchcntlichc, tägliche iind vicrsfündlicho l.ohnzahhing zu haben bei \V. Wcixl & Söhne. __ ____5194-1 Friscursalun »Gaby«, Dauer-welieni Haarfärben. Wasserwellen, NaRelpIlcgc, Höheii-.soniie u. Massage, Modernst eingerichtet Marburg, Nagy-Straße 2. 5037-1 frotifoft Zimmer für mehrere Gefolg-schaftsmitßlieder sofort im Zentrum gesucht. 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FAHRRAD-DECKEN FAHRRAD-SCHLÄUCHE • • FAHRRAD-ZUBEHOR-ARTIKEL SOWIE TECHNISCHE GUMMIWAREN IN ALTBEWAHRTER QUALITÄT UND GÜTE LIEFERT WIEDER: IltlHDl KRAINBURG TELEFON 265 ^Früher Jujfoslovanske tvornicc jfumc d. z o. 7.) 5050 in der „Marburf«r Zeitung" haben immer Erfoljf, den sie ist die «Iniig» Tag«ii*itung das Untarla ndat Die Gemeinde Gonobitz gibt Nachricht von dem Ahleben ihres .Amtsbürgermeisters Ladislaus Walland Hauptmann a. D. und Kaufmann Besitzer von verschiedenen KriesrsauSzeichnungen welcher am 30. Juli 1941 im 55. Lebcnsjahiv plötzlich verschieden ist. Das Begräbnis findet in Gonobitz am Freitaig, den 1. Augus' um 16 Uhr statt. 5197 BÜRGERMEISTERAMT HaußUchriftleUer Anton Gersctiack, Stellvertretender HaußtschrifHeiler Udo Kasper — Druck der uMuiburger üruckcici"