PrLmuaerattous-Preisr: g 6 r Laibach: »wqitUjrig ... 8 fl. 40 ft. Vaidjithri, ... 4 „ 20 „ HWdtd^tig . . it „ 10 „ IfrBuetltd) ... — n 70 , Laibachcr Mit. drr Post: vasMhng... 11 fl. — ft. H»ldt!thrig ... 5 „ 50 „ »rrrtrljilhng . 2 ,, 75 „ Znstellnug in« Hau» Diet. WtHbrtg 25 ft., monotl. 9 ft. #Ugrine Vfummtrn 6 It. Tagblatt. Anonyme Miltheilungen tverbtn nicht beritckfichtiqt; Mausscripte oicht zntiickgesendei. Redactiou: Bahnhosgoflc Nr. 132 Srpedition- & 3ttftrotnu Bureau: kongretzplay Nr. 81 (iBuch-handlung son 3gn. t. Klkio-mayt & Fed. ®ambng.) Jusrr1ionS»reiie: gilt die rinspallige Pclil,kil * 4 ft., bei votimaligtr CinX.^'P-i 'challnng k 7 ft., brrimoligrV 4 10 ft. InsettionSstempel jebrlmel 30 ft ®ti gtBfjrten Jnsrralcn uni dfttrcr <&inf(battung rnifrt'* chrlldrr Sfebeti. Nr. 284. Donnerstag, 11. Dezember 1873. — Morgen: Maxentius. 6. Jahrgang. An ihren Frilchten sollt Jhr ftc crienntn. AuS Jnnerkrain. A Kaum hattcn wir aus Linz die telegraphische Nachrichl erhalten, dah der riihmlich beriichligte Bi-schos und Erzfanatiker Rudigier dem freifinnigen ReichSrathSabgeorbneten Baron WeichS das kirchliche BegrSbnis verweigert hatte, als wir auch in unrnit-telbarer Nahe cinen gleichen, bisher in Krain uner-hSrten Fall erltbttn. Nach langerer Krankheitsdauer starb am 7. d. in Wippach der rocit und breit beliebte, allgemein geachtete Advocat Herr Dr. Stefan Spazzapan, dem von dem bekannten Dechante und Landtagsabgeorb-nctcn Herrn Grabrijan das kirchliche Begrcibnis gkrichfalls verweigert wurde. Der intolerante, christkatholifchc Priester blieb trotz der Vorstellungen der Familie und der Biir-gerschasl WippachS, welche eine Deputation an ihn entsandte, bei seinem gesahten Entschlusse; ja in seinem heuchlerischen ZelotiSmuS machte er den To-desfall sogar zum Gegenslande der sefttaglichen Predigt am 8. Dezember, schilderte den Verstorbenen in grellen Farben alS cinen gottlosen Menschen, dem er, so schwer eS ihm auch falle, das kirchliche Be-grabnis verweigern musie, da der Berstorbene »seiner Ueberzeugung nach" kein wahrer Christ, sondern tin Feind der Kirche und der Geistlichkcit gewesen." Die entseelte Hfille des Verstorbenen wurde sohin auch am 9. b. M. nachmitlagS um 4 Uhr ohne jedwede geistliche Assistenz, aber unter grohem Zudrsnge der BevSlkerung in alien Ehren zum Friedhofe zu Wippach geleitet und daselbst beerdigt. Dies der Vorgang und daS Verhalten der Gtist« lichkeit, welches von der ganzen BevSlkerung mit ge-rechter Entrustung aufgenommen wurde und wohl geeignet ist, in ganz Krain, in gan; Oesterreich ge-rechteS Aufsehen zu erregen. Fragen wir nach den Beweggrunden, von denen sich der fanatische Seelsorger leiten lieh, so bietet sich uns nur die sattsam bekannte Thatsache, die auch der hiesigen BevSlkerung nicht unbekannk ist, dah der Mann, der sich einen Priester der Christus-religion nennt, die selbst die FeindeSliebe befiehlt, den Dr. Spazzapan seit lavgerer Zeit theils aus persSnlichen, theils aus politischen Grunden hatzte. Herr Spazzapan war bekannt als Freund der Wahrheit, der Aufklarung und des Fortfchrittes; als folcher konnie er naturlich das Gebaren des hiesigen Dechants, der sich allmSchtig und unnahbar fuhlle in seinem Einflusse aus die BolkSmasse, durch. aus nicht gutheihen, zumal die Chronik von dem Schalten und Walten desselben mehr menschliches als erbauliches und im apostolischen Geiste gehal-tenes zu berichlen vermag. Da nun der Herr Dechant an dem Manne bei seinen Lebzeiten feint Rache zu nehmen vermvchte, um so begluckler suhlte er sich jetzt, an der entseelten Hulle seines Gesin- nungSgegners einen unwfirdigen Racheact zu uben, indem er so den BeweiS lieferte, datz die Rache der ..Diener GotteS" keine Grenzen feiint und sich selbst fiber die Lebensgrenze des ihrcin Hasse ver-fallenen Opsers auedehne. Nichl alS ob wir jemanden auv dem Grunde der Verwkigerung des kirchlichen BegrSbnisseS als entehrt ansehen wfirden, — n ein, diese Macht haben die Schwarzen lange nicht mehr. Der Ge-bildete macht die Achtung, die er jemanden zollt, nicht von einer kirchlichen Ceremonie oder gar von der rohen Willkiir tines Priesters abhangig, boch ihm crscheint die Handlungsweise, wie fit obtn ge-schildert wurdt, eben als leuflischer, boshafter Racheact, darauf berechnet, die blinde und ungebildete BolkSmasse gegen die gedildeten Manner der Kirchen-gemeinde kunstlich auszuhetzen, zu sanalisieren, die Manner deS FortschritleS und der Bildung als Auswurflinge der Gesellschast zu brandniarken und denselben tin warntndtS Sxempel zu statuieren, was ihnen bevorstehe, rotnn fit fortfahren sollten, den Jdeen deS FortschritteS und der Freiheit zu huU digen, oder rotnn fit sich unterfangen sollten, etwaS in Zweifel zu ziehen, was von der leider so oft miS-brauchten Kanzel gelehrt wird und die gepredigttn Lehrtn tiner Prufung zu unlerziehen. Priifen und untersuchen kommt ja den Laien nicht zu, „glaubige» Unttrrotrftn" einzig allein ziemt ihnen. ES ist naheliegtnd, dah solche VorgSnge, wit wir tinztlnt jttzt trftbt haben, HSufiger zu werden Ieuisseton. Lust in Kleidung und Boden. «US tintr Vorltsung dts berfihmten ProfestorS Petttnkoftr in Mfinchen lernen wir folgendeS: Die norm alt Temperatur des Blutes tints Ntgtrs im tropischtn Afrika ist ditselbe, wie deS Eskimos in GrLnland, nemlich 99'/, Grad, wah» rend der Unterschied in der Temperatur der fit um* gebenden Lufl 180 Grad F bttrngtn mag; dit KSrptr» warme dts gtsundtn Menschen schwankl hum 2 ©rob, rotnn die fiuhett Temperatur 72 Grad steigt (obtr flUt). Die im menschlichen KSrper in 24 Stunden erzeugte Hitze ist so groh, alS nSthig ist, am 30 Quart kaltes Wasstr jum Sitdtn zu bringtn. Bon bitftr Hitzt verbraucht der ErnShrungSprozetz nur einen bestimmten Theil; bit grShctt Hftlftt viutz durch Ausstrahlung, Berdunstung unb Kb« hitung verbraucht werden. Wenn Hitze durch AuSstrahlung verlorm grht, »it z. B. rotnn man nahe am kalten Fenster obtr tintm anbtrtn kalten Gtgenstandk sitzl, so mag ba» Gesfihl tineS Sustzugts trztugi werden, obschon dir Lust vollig ruhig >st; bit Warmt deS SSrperS wird dlv» on den kalten Gegenstand abgegeben. 6in Did grSherer Theil der fiberflflffigtn Warme wird burch bit Berdunstung verschlungen; wShrend schwtrtr Arbtit, rotim mthr WSrmt tnt-wickelt wird, ist auch die AuSdfinstung starker und dadurch wird die normale Temperatur des BluteS erhalten. Man „erkiiltet" sich, roenn die Berdunstung zu rasch vor sich geht. Nur roenig WSrme wird durch Ableitung ver» toren. Die Theile der Lust, welche mit bem KSrper in Berfihrung tommen, roerben warm, anbtrt luhltrt trtttn an ihrt Sttllt, wtrbtn stlbst warm unb wtrbtn roitbtrum von kfihleren verbrilngt. Da« burch entftcht eine LuststrSmung, bie unmerklich ist, well fie roeniger Geschwindi^keit alS drei Fuh in der Sekunde btsitzt. Besiere WSrmeleittr, als Lust, entziehen unS bit Wiirmt vitl raschtr; so fuhlt sich Wasstr von 61 Grab kfihltr an, olS Lust von 61 Grab. Ditst krti Arten ber WSnntmtzithung ar« btiten zufommtn, greifen ineinanber. So roirb ein warmer Luftstrom schncller uns obkfihlen, alS stille kuhle Luft; ber beroegte Strom ffihrt fortroShrenb neue Lufttheilt htrzu, bie nod) nicht uro&rmt find, unb degfinstigt Berdunstung von ber Haut. Der Houptzroeck ber Kleidung besteht barin, ben KSrper mit tintm kfinstlich trztugttn Klima zu umgiben, wesroegen fchlechte Wfirmeleittr bazu gt-rodhlt roerben. Der Abkfihlungsprozrtz roirb jeboch burch bit Kltidung nur gchtinmt. Selbst bo» dunnste, feinste Zeug, wie z. B. ein Schleier, ver-minbtrt bit Abkfihlung burch dusftrcihlung. Kbtr bit burch bit Kltidtr tingtschlosfent Luft ist be* sondtrS wirksam, wtSwtgtn Kltidtr von porSsem, schwtrtm Slofft warmtr find, als die con dickterem unb sesterem. Filzschnhe, die der Lust Durchgang gestattrn, find warmer alS Leder- oder Gummi-fchuhe, und letztere wtrbtn balb unertraglich, roeil fie den Luftzug vethinbtrn. Je mthr tin ©toff bie Feuchtigkeit anzieht, btflo kSlttr finb bit bavoit ge« machten Kleiber, rotil fie im ftuchltn Zustanbt ein befferer ©ftrmeldter finb. Desroegen finb Lein-roonb unb ©tide tttUer als Welle, unb letztere ist °»ch beshob rottrmer, roeil fie ihre Slasticitat selbst im feuchtea Zustonbe unb bie Luft in ihren Poren behSlt. Unfer Belt ist eigentlich unftr Schlafgewand unb btshalb von iptjitUtm 3nttrtfft. Es mug to&rmtr jtin, olS wnftrt TagtSkltidung, ba wir int Schlaft wtnigrr Warmt tntroicktln. Deshalb tr-fchbpft und schwSchk dtr Btrlust bt» SchlafeS so. DoS Fedrrdrtt btfitzt bie nvthigm Ei gens chasten im HSchsten Grade, nemlich schroacht AbleitungSkroft, Elosticit« unb D»rchdringlichkeit ffir die Luft; aber roenn e» yi bid obtr zu roeich ist, Shnrlt es mehr rinem luftdichtrn Grroaube (©chiuh folgt.) drohe«, dah ihncn insgcsammt cine hohcre Inspiration zu Grunde liegt, und bah sie den Zweck haben sollen, der stark zerrutteten Autoritat der Geistlichkeit Achtung zu verschaffcn, der ungebildeten Masse den Glauben an ihre Macht beizubringen, ben Gebildeten hingegen Schrecken einzujagen. Der Geistlichkeit, die ihren bisher geubten Ein-fluh untcr ihren Ffihcn schwinden siehl, woran sie seit den letzten Wahlen nicht mehr zweifeln kann, gilt alS Hauptsache, vermiltelst der Kurdst vor der Holle, wohin der Unbuhfertige verstossen wird, oder inindestenS vor der langen Fegefeuerhafl die Maffcn »or der Macht der Hierarchic erzitlcrn und erbeben zu machen. Ihre Handlungsweise if: jedoch nur geeignet, Glcichgiltigkeit bet dcn eincn, kncchtische Furchl bei den andern zu erzeugen, welche jcdoch bci ier fortschreitenden Bildung aufhoren muh. Ruck-warts gchcn die Krebse gcrnc, aber vorwarts eilt die Zeit. Wir leben glucklicher Weise im 19. Jahr-hunderte und haben das Uebcrwuchern pfaffischer Bohheit nicht mehr zu siirchten. Es heiht iibrigens auf der Hut scin, weShalb wir an die liberalen Abgeordneten die Mahnung richten, bei Zeiten die Regclung der bereits unhallbar gewordenen Religionsocrhaltnisse in Angrifs zu nehmen, Friede und Ordnung zu schasfen, ehe die Brandung des von den schwarzen Cohorten cr-icgtrn FanatismuS der Maffen iiber uns zusam-menschlSgt. Wir fragen ubrigens, w e r gab dem fanatischen Dechant das Recht, geistliche Functionen, urn die er von den Angehorigen seiner Religionsgenossenschast ersucht rouirbe, zu verweigern? Sind sic nicht Die ner ihrer Religionsgenossenschast und alS solche verpflichtet, das Wort Gottes zu predigen und Lie Sakramenie zu spenden? Dcr erhabene Stister der christlichen Kirche hat cine Religion der Liebe, des Erbarmens, nicht aber cine Religion des Hasses und der Verdammung gegrundet. Der Stister selbst ging mit erhabenem Bcispielc voran, und befiehlt, den Schuldigen zu vergeben. Dieser Oott der Liebe wohnt nicht in den Mannern, die sich heute Diener Gottes nennen. An Stelle der Liebe haben sie den unvcrsohnlichcn und. unbegrenzten Hah auf ihre Fahne geschrieben und versuchen es in diesem Zeichen zu siegen. Mit Kuhnheit sctzen sich der genannte Dechant und der Bischos Rudigier von Linz iiber das Gesetz vom 25. Mai 1868 Z. 49 R.-G. Bl. hinroeg, welches deti Borstehern einer Kirche gebietet, kirch-lichc Functionen ReligionSangehorigen nicht zu verweigern, sobald darum angesucht wird. Wir erwarten von den Behorden, falls sie sich -nicht im klericalen Schlepptaue befinden, encrgische Abhilfe und Genugthuung. Schlietzlich noch cinige Bcmerkungen, die wir an die Adresse des FurstbischofeS und der k. k. Landesregierung in Laibach richten. Auf daS tele-graphische Ansuchen an den Herrn Furstbischos in irnserem speziellen Falle erfolgte die klassische „Ant-wort", ,dah cine Antwort nicht crfolgen kann/' gtltgt. Dtm nach langerer Bewuhilosigkcil verstor- benenRcichsrathSabgeordneten Baron We ich s wurdc, wcil er mit dm Sakrarnenten nicht hatte versehen werden tonnen, von Hcrrn Rudigier's bischSflichen Gnaben die kirchliche Bcstattnng verroeigcrt. Die Beerdigung des 6:i Lebzeilen hochgcachteten Manne« muhte infolgc deffen ohne geistlichen Beistand er-folgett. Wir zweifeln nicht einen Augenblick baran, dah burch bic Abstinenz bes linzer TrutzbischofS dcr Scligkeit dcs Verstorbcnen nicht im entfermeften gefchadigt worden sei. Die Cabinctskrise in Un gam ist, vorlaufig wenigstens beendigt. Der Kaiser hat die ®emission des Gesammtminifteriums, reclchc ihm SonntagS voit dem Minifterprasidcnten Szlavy fiberreicht wurde, nicht ait genom men und daS ganze Cabinet, selbst Kcrkapoly uttb Lubwig TiSza inbegriffen, aufgefordert, vollzahlig romigftens bis nach Beendigung der Budgetdebatte im Amlc anszu-harrett. Diese Entscheidung bes Monarchcn ist vom constitutionellen Gesichtspunkte aus die correcteste Liisung dcr Krisc, da die gegenreartige Regierung im Parlamente bisher kein Mistrauensvotum crhalten hat und der Conseilsches Szlavy sogar durch citte eminente Bertrauenstunbgebung dcs Dcakklubs aus-gezeichnct worden ist. Der wirksamste Ffirsprecher ffir diese Entscheidung war die Noth, benn der Riicftritt dcs Ministcrinins in diesem Momente rofirde in der Lagc eine forrnlichc Tabula rasa ge-schasfen haben. Von dcr Starke dieser ErkentniS gibt der lebhafte Bcifall, welchen die Knndc von der Entscheidung dcs Mottarchen Sonntag abends im Dcakklub weckte, Zeugnts. Auslaud. Die A n k la g c s ch r ist gegen den Erzbischof Ledvchoreski ist vom Kultusministcrium bereits ausgearbkilet und vom Fitrstcn Bismarck genehmigt; der ..Staatsanzcigcr" vetoffentlicht die Gefchaftsordnung fur den kirchlichen Gerichtshof, cin Anzeichcn, dah derselbe niichstens in Thatigkeit tretcn wird. Jndesscn nimmt die Regierung auch weitcre Schritte gegen die widcrspenstigcn Kirchen-haupter in Aussicht; so soll die Eidesforrncl ffir die Bischofc, die noch aus dem Jahre 1843 datiert, cine Umgestaltung crsahren. Im Abgcord-netetthaufe will man der Ucberschwemmung mit klcricalcn Antragcn burch eine Abanderung bet Ge-schaslsordnung begegnen, welche die Beseitigung sol-cher Antrage ohne allc Discussion durch einfache Stellung der Lorfrage geftottet. Die gesammte liberate Preffe in Preujjen stimmt barin uberein, bah nach dcr Antwort L e -dochowskis auf die Aufforderung zur Arnts-niebcrlegung alle Discussion in kirchenpolitischen Dingen aufhorc. Der Erzbischof crtlart, seine Wfirbe von Gott erhaltcn zu haben unb ignoricrt bamit selbst bic vetttagSmahige Mitroirtung bes Staates bei Besetzung bcr Bischofstuhle; er fortnu-licrt forrnlich bie bischofliche Allmachk, in welche der Staat nichts darciit zu reden hat. Die..Spenerfchc Zcitung" schreibt; „Dcr Papst, als ..sichtbarcr Steflvertreter Gottes" auf Etdcn hat dem Bifchof fetn Amt fibertragen unb ihm seine Rechte unb Pftichten vorgeschrieben. Wic solite es biescr Theoric gegenfibtr irgcnb cin Recht bes Staates ober eine Pflicht gegen benselben geben! DaS Lebochowskifche Schreiben hat bas Vcrbicnst. ben Gegensatz ganz tlar zu stellen. Es handclt sich in bcr That barum, ob bcr „Gvtt auf Erben" nach ftinem infallibiltn Belieben, obtr ob bet Konig auf Gtunb von Gt-fttzcn in Prcuhcn rcgicrt." Nicht minber energtfch Sutzert ftch bic Provtnzprcfse. Jntcrcsfant ist untcr diescn Umftimbcn bie Nachricht, bah bee Erzbischof im Schrimmcr Kreise zum Eanbidaten ffir ben Reichstag aufgcstellt worbtn sei; tS hanbttt sich wohl barum, ihn vor btm Bollzug btr tvcntucllen Gcfangnissttafe zu fchfitzen." Dcr bet net Nationalrath hat bit Berathung ber Bundesrevision 6ttnbigt, mit AuSnahme btrftnigtn Bcstimmungtn, wtlcht bit RtichStmhcit, bas Refcrenbum, daS Jnitiativrtcht, bit Eomptttnz dcS BundtSgtrichttS bttrtfftn. Die Fundamcnte zu einer tttuett Schweiz, welche mit beit Bedurfmsscn bee! modernen FottschrltteS glcichcn Schritt halten kann, find nunmehr gelegt. Alles Dank ben Hetzcrciei, unb unadlafsigeu Uebcrgriffen des unfehlbaren VaticanS. Die Frage des B c l a g e r u n g s z u st a n -des wurbe am Freitag unter ciner anberen Form in ber v e r s a i l l e r Summer nochmals in Verhandlung gezogen, inbetn Lackroy rocgen ber An-wenbung beS Bclagerunzszustandes im Department Vouches du Rhone unb Scholcher wegen Aufrecht-erhallung desselben in Paris unb Versailles inler-pellierten. Nach bem Schicksale, welches die Interpellation LamyS betroffen hat, war auch das Schick-sal bieser Nachziigler nicht zweifelhaft. Der Antrag auf ti u f h e b u n g bes BelagerungSzustanbes in Paris unb Versailles wurbe mil 378 gegen 207 Stimmen v erwo r sen. Zwei Organe ber republikanischen Partei Frankreichs, bie bedeutenbsten, „Si^cle" unb ..Republique Fran^aise" geben an hervorragenber Stelle bie Worte wieber, welche ber Kaiser von Oesterreich an bie Vertreter ber „Concordia" rich* tete unb roorin berselbe bie Nothwenbigkeit einer freien Presse anerkennt unb bie Abschaffung ber bi;» felbe beengenben Schranken gutheiht. Bekanntlich erklLrte am nemlichen Tage Herzog von Broglie in Versailles eine energische 4)iahregelung ber Presse fftr unbebingt geboten. „Si^cle", ber als Republi-kaner bie Form zu sehr achtet, urn die Worte tints Monarchen, auch wtnn tr biefelben innerlich gut« heitzt, direct zu lobcn, begniigt sich, die kleine Rede anzufiihren unb iiberlatzt es den Lesern, die Schliifse darans zu ziehen. Dagegen spenbet die ..Republique franyaise" den „so weisen unb so freisinni-gen Worten des Kaisers" volleS Lob unb erklart sich fur gebemSthigt, wtnn sic biefelben uiit ben Aeutzerungen bes Herzogs von Broglie vergleichen solle. Das also ist bie Errnngenschaft so vieler blutiger Revolution«!, datz bie Republikanec Frank-reichs ihrer Regierung einen fremben Monarchen, den sie noch vor einigen Jahren mit auherster Hef-tigkcil anfcindelcn, al» Modell empfehlen mussen. Zur Tagesgeschichte. — Baron Welch S. Man schreibt au8 Linz, 8. d.: Unserc Stobt hat wohl niemals ein so 4rohartigeS und ergreisenbe« LeichenbegangnlS gcfchcn, als heutt, da mit ben eincm Schiaganfalle etlegcnen Baron Friebrich Weichs, ReichSraihs- und Landtags-abgcotbncien unb Odwann bes liberalen, politischcn BercincS stir Oderosterreich. ohne pricsterliche Asiistenz zu Grade trugen. Baron Weichs starb ohne Empfang bet ©ttrbefalramcnte, schon deShalb, well er von bem Augenblicke an, ale ihn bet Schlag rlifjtte, sich in cinem boUfommen bcrouhilosen Zustanbe befanb. DaS war jeboch Grand genug, bem Manne, bet wahrcnd seiner 6ffentltd)cn 3Bittiamfeit in erster Reihe unb in schnei-digster Weise gegen ben UltramonianiSmuS kampstc, die pricsterliche Einsegnung zu ver-to e i g e rn. Bischof Rucigier lietz bet ber (Srtbeilung dieses BefehleS an ben Vetweset der St. Josephpsarre, Eooperaiot SiLckl, zwar beuilich dutchblickcn, bah er die pttest-tliche fisfistmz gestaiken wiitbe, wtnn die Famtlte bes Verstorbenen barum bitten unb die ©er* sicherung abgeben rolirbe, bag Baron Weichs im lktzien Momente gcroih zu Krtuz gekrochen ware unb ttnen Ptiestet verlangt ha ben rottroe, roenn er in zurech-»ungSsLhigem Zastanbe sich besunden H8tte. Die SBittroe bet Betstorbenen, eine hochgebilbcte Dame, fcnnte sich jeboch nicht dazu verst-hen, fiir ihrcn Mann Hut biefe Gunst zu bctteln, umforoenigct, ole sit sich ttidjt vethehlen tonnte, bah man tlericalerfeii« barauS toieteer gehiitig Kapital schlagen unb ben matfeten Bor-kSmpser fUr GlaubenS« and ©eroifsenefrethcit a« einen teaigen Sttnbet, bet im letziea Angenbltcke boch ttnter bie Bliher gegongen war, htnstcllen rolitbt. 6» blitb btmnod) bet bem <£.XDtlbegr5bni8. Da«selbe ge« ftolttte sich aber butch bie immense Theilnahme bet ^evLlketung von Linz unb zahtrrichet Deputalioxen bom Lanbe zn einer grojjattigjn Eympaihie.Bezeizung ftit ben theilten Berblichenen unb zn einer gewaltigen TemonstrLtis« gezra ben lUiramenteatflmuS Schon, cine Halbe Siunve vor bet sesigejctzien Ze'.l vet-sammelte sich eine unabsehbare Menge vor bem Traner» hause, barunter ber k. k. Slalthatier v. Wiebeuselb, ber 8anbe«hauptmann Dr. Signer, ber Leiler bes LandeSgenchtS, Baton Hanbel, ber Slirgermeister von Linz, Dr. Wiser, bie hiet onmefenben ReichSraihS-unb tfanbtagSabgeorbneten, ber gesammte Aueschuh be« libetal-polliischen VeteineS, Deputationen anS bem Wahlbezirke bes Vetstorbenen, ber Siirgermeisler von Rieb u. s. w. Bevor bet Satg geheben wurbe, Hielt Reichsraihsabgeorbneler Dr. fib. DUrrnberger eine er» greifenbe finsptache, am <8tabe sprach Reich-rath-« abgeorbncter GSllerich. Die Liebertafel trug erhebenbe Trauerchore vor. — Der KriegSministet und daS D u e 11. In eincm ..Duellgeschichten" tibcrschriebc« ncn Fenilleton ber „Wehtzeitung" finbet sich solgcnbc bemetkenSwetthe Stelle: „Da« trautige Ossizicrsbnell, Welches vor kurzem in Wien ben Hauptstoff ftir bas Tagesgcsprach lieferte, hat bas Kriegsministcnum zu cinem Erlah beroogctt, roorin auSgesprochen roirb, bah bas Duell nicht als ber Weg zn betrachten sei, auf welchem bie geschadigtc Ehrc wieber hergcstettt roerben tonne. Diese prinzipiellc Enischeibung von so com« petenter Stelle Hal sichetlich ihren motalischen Wctth, uotzvem ihr feit bem Erzherzog Karl mancher iihn-liche Entschcib vorangegangen ist, bet ebenforoentg gcsruchtel hat, wie bieser Ictzte aller Wahtscheinlichkeil nach ftuchtcn roirb. — Ungezogenhcit czechischtt Bnbtn. In Dtutschbrob versuchten bie czechischen Gyaina-siastcn wahrcnb ber Feier bes KaiscrjnbilSumS im Theater bie Volkshymne butch finstimmung bes czechi-schen Raiionallicbes „Kde domov muj“ zn untcr« brcchcn. Die Biirgetschajt brtingte bie Gymnasiasten aus bem Theater. Gegen bie ©chiller bet Obctllaffen bes bculschbrobcr CzcchcngymnasiumS wurbe rocgen bicscs VorfallS fofort butch ben Blttgctmcistet bie sttcngste llntctsudjung veranlcht; 6ct LanbcSschulinspec-tor ist bahin abgeretst. Local- uni Provmzial-Angelegeuheiteu. — (Srnennung.) Zum Landweht-Affistenz-arzte mil Lieutcnanlschataktct wurbe ctnannt ber Wunb« arzl Herr Valentin Bervar in RubolsSwerth, in ber Evibenz bes krainischen LandwehrbalaillonS RubolsSwerth Nr. 24. — (Vcrlcihnng) DaS hohe k. k. Stnanz« ntintstetium hat bte slit bas hierlanbige BtrwaltungS-gebiti sislemiftette Finanzwach-ObercommisiatSstellc bent Finanzwachcommifliit Lorenz Mallcy verlichen. — (©on ber wiener'4Beliau-(tellnng.) Der Firma „Krainer HanbelSbicncnstanb be- Ftcihettn v. Rolhschlltz" wurbe alS erstcn CvllcctivanSstcllct bee wiener Biencnzuchisvcreince mit letzletern zugleich bie B etb ienst meba ill e zuerfannt. — (Bei betBahnstalionSagot) wet-bcn in klirzestct Zeit gtohe fibaptictungen unb Neu« bautcn vollzogcn, ate: Urngcfialtung beS StaiionSge-btiubce, neue Beamten- unb Wdthtcrwohnangen, neueS Magazin, zrnci neue Perrons, Sctboppdung beS Koh-len- unb BcrlSnzerung beS MagazinSgcleiscS u. a. Die 9ioranfd)liigc erteicheu bie Kostcnfummc von 200,000 fl. Die wilbromantischc Savcgrabcn-Lanbschaft loub htcburch bebeutenb verschbnert roerben. finch bie Gewerkschaft „am Savestrome", bet eS im sagorer Graben zu enge roirb, errichlel ein neueS gtohe« Fabrtk«« etablissement, rooburd) tine neue Colonie erstehen roirb. — Die neue prachtvvlle Kirche in Sagor — eine bet schiinsten im Lanbe Krain — foil nod) in biefern Monat eingeroeiht unb auch ein neuet Pfarrer installiert roerben. — (Die Choleraepibernie inKrvpp) bie baselbst am 21. Oktober b. I. onftrat, ist mit 3ten Dezernbet al« etloschen erllStt roorben. ®« erlranlttn bet einem BevSlketnngsstanbe von 1119 Emwohners 31 (9 Manner, 15 Weibet 7 Kmber), e8 gtnafen 23 (9 Manner, 8 Weibet 6 Kmber), t» fiarben 8 (7 Weibet 1 Kinb.) Dem Hertn Bltrgetmeistet von flcopp, Karl Pidtoatz, wurbe ob seiner eifrigen and energischen Durchslihrvng ber zur UnletbtMtfung ber (Spibemie angeotbneieu saniiLlSpolizeilichrn uub hema» ntiSren Mahregeln bie belobenbe Anetkennung bet k. k. LanbeSregierung auSgesprochen. — (Die Bie hseuche in Unttrstcier. ) Man schreibt ber ,Ungarn biefelben glUcf* lichen Aolgcn noch sich ziehen. — (^ufgef ptungene H5nbe.) Dal din« reiben mit etroa« Honig, roSheenb sic vom Waschen noch noh sinb, unb sie bann trotfnen lasi« — »itb cmpfohlcn. Mr das Llisabeth-Sinderspital habcn anlShlich bee Katferjubtldum« gefpenbet: Dte Frouen: finna finer 6 fl., Johanna Wetsch 2 fL, Helena Tetpin 1 Wagen Tors unb 1 Sack mit Bit« tnalien. — Anmerkung: Im votlctztcn Verzeich-nifle soll e« statt Smilic Schmidt „<5mUie SchmUbl* hcihcn. Aus dem Gerichtssaale. | Vestern fonb betm hiestzen k. k. Lande-gerichle lie Gchlutzverhandlung wider ben gewesenen Steuer-einnehmer deS k. k. SleurromteS Laibach unto Vor-stonb bee landeS- unb bezirksgerichllichen DeposilcnamteS Josef Payer wegen VerbrechcnS bet AmlSvernntreuung stalt. Jnfolge bet Selbstanzeige am 19, Februar l. I. oerbe bol Kanzleizimmer Payer- burchsucdt unb wur-ben hiebei in bet Tischlabe seine« SchreidtischeS fiinf nachzemachle Kafsecontrol-Schlvflel Dorgefunben, mittelst beren er in ber Sage roar, sowohl bar Kaffelocale ale anch brei grotze Kasien in jebem Augenblicke ohne Borwisien feince controlierenben Mitbeamten I. Benebikl zu bffnen unb mil ben batin befind-lichen ©tlcetn unb Werthpapieren jebwebeS Arrangement vorzunehmen. Die Etsatzansptiiche be6 8erar9 betragen inclusive bet Kosten flit tie Rcparatnren bet flaffen 23,511 ft. 85 V, It. Der Angellagte Josef Payer, cin Mann von 57 Iahren, ber sich feit 1839 in lanbeefvrstlichen Dicnsten befxnbct unb zuletzl einen Gehalt von 1100 fl. bezog, wiederholt zur Šerantrootlnng oufgeforbert, skin schon in ber Botuntersuchung obgeleglee Ge-stSnbnie unb fUhrt noch rocitere an, batz ihn bie Nolhwenbigkeit bee ZinsenzahlenS an bie Eparkafle zu hunter totitern Angrisfen ge^roungen Habe, batz er net ungesShr 5—600 fl. jiihrlich von ben verun-t«uttn Gelbern im HauSholle verbraucht Habe unb betmalen (einen Heller bavon wehr besitze. Josef Payer ist bee BerbrechenS 6« AmlSverun. trtnung schnldig unb roitb biefetroegen zur Strafe bee schweren, nionat(id) wit einem Fastlage vecschiirsten Retfcte in bet Dauer von sieben Iahren so roie zur 6ntsd)fibigungeleistung von 23,511 fl. 85'/» kr. an ba6 hohe Aerar verurlheilt. Der Angeklagle melbele gegen bae StrafouSmatz bie SBerufung fogleich an, bet ©taateanroalt behielt sich biefelbe bevor. Wngefeneet. Alleu Utanfcn Kraft unb Gesuvdheit ohm Mediziv tmb ohne Kosten. Revalesciere du Barry non London. »rise Ikanlttit eetmag der belieatcn BeTilescitre dn Barry it unb befeitiot biefelbe ohne Slebijin unb »hue »often all, ei*jen=, Wettjen-, Brnst-, čungen«, Leber«, $rfl!en=, SSIcimbaui., Htltm«, Slafen* nnb Wietenleiben, Tuberculose, SchwinbsnSt. Asthma, HafteR, UnenbanMleit, Berftopfung, Diarthoen, edjlaflofigtcil, Schwiche, Hiimorrhoiben, ZBafferfndjt, Fieber, 6*»inbel, Bllltausstei-jen, Chtenbteufen, Debelleit unb Lrbrechen selbft todhtenb bet Schwan. geriAaft, Diabete«, Vtelanibolie, Admagerung, 8tt>cnmatt«mu6 @i» Jfinbetn ffinfjigmal ihten PreiS in Utjnnen. On Llechblichleu eon ein halb Pfunb p. l'SO, 1 Bfb. ft. 3-50 S ffb. si. 4-60, 5 Pfb. 10 si., IS Pfb. »0 fl., 14 Pfb. 86 fl. - Ke-«lwei*r«-Bi»oaite» in Biichfen 1 p. *60 unb fl. 4'60. - Beralenoiir« CkoeeUtie in Pnlver nnb in Tablet!en flit 18 laflen ft. 1*80, 84 taflei f. 8-60, 4 wflen fl. 4-50, in Pulver ftit 180 Saffen fl. 10, ftit *8> Seflen fl. 80, flit 676 Laffer fl. SS. — Zu deziehell durch Barr? be • ettb* Evmp. in Wien, W allflsohgeeee Nr. 8, in Laibach fcei E. liahr, fowie in «Dtn CtSbten bei guten »xotheletn unb S»e-UttUinbletn; auch »etfenbet bei wiener van« nach alien •egtnbet j«2nJBoBaBii^itnna_obCT_«adinabnie;____^^____>_____ Wmrrullg. Voibotb 11. Dezember. Morgens better, schwacher Norbwinb. Warme: oiprgenS 6 Ubr — 12 2 , uachmitiagS 2 Ubr — 0 7' C 0872 + 120', 1871 — 2-8' C.) Barometer 74811 Millimeter. Das gestrige TageSmtttel der Warme — 7 4' nm 6 8' unter bem gtormale. Lvgelommene Fremde. Am 11. Dezember. Hotel 8t*dt Wien. Ovendach, Fabriksdirector, 88to, Matuschka, Reis., nub Zeh, Jngenieur. Wien. — Freiberg, Reis., Reickenbrrg. — Maria Posch, Hausbes., Feipriz. — Vodnik, Bes., Lustthal. — Lampe, Privaiier, Landstratz. Motel Elefent. Railharek, Jurist, Graz. — Putterlik, nnb Martelanz, Tritp. — Eras Lichtenberg, Prapreisch hos. — Most, Handelsmann, Ealizien. — ©igcn, Planina. — Blaj, iittai Hotel Europw. Polic, Sansmami, Finme. Bulerleeher Hof. title, Prem. — Stroj, Rad-amnnsbotf. Hohreii. Run,bold, Banleiter, Karlflabt. — Ehioza, Heistnbtr, Triest. Berstorbene. Den 1 0. December. Thcrisia Sterliska, Arbei-terin, 56 I., Civilspilal, odgrmeinc Wassersucht. — Franz Okorn, Arbeiterskind, 13 Mon., F-lialspilal Polana Nr. 58, Blaltern. - Balentin Volla, t. l. Ansseher, 38 3., Tirnou-Dorftabt bei Eolesie, acutcm Lnngenodrm. Gedenttafel 06et bit am 15. Dezember 1873 stattfinbenben Licitativnen. 3. Feilb., Koprivc'sche Real., Laibach, LG. Laibach. — 2. Feilb., Jeschenagg'sche Real., Laibach, LG. Laibach. — 3. Feilb., PernuS’fdje Real., Mittervellach, 8G. Krainburg, Reliz. Gratzl'scher Real., Birkendorf, BG. Krainburg. Geschlifts-Ilnjcige. Wiederholi mir gugrtommtiit jtlagen dah mein Sohn ▲dolf fill Klavierstimmuugen unb Reparatnren zu hohe Gebiihren abverlangte, Deranlaff.’U mi*, die Anfertigung neuer Klaviere, sowie Reparatureu unb Stimmungen alter filamere, zu antzerst billigen Preisen — fiit Stimmungen 1 fl. — selbst in die Hand zu nehmen. Unter einem gebe ich mir bie Ehre anzuzeigen, batz ich soeben ein neues, nach amerikauischem System construiertes Pianino in elegan-tester Fvrm unb mit angenehm gesangvollem Ton angeser-tigt Habe. welches in ber Bahnhofgasie 9it. 114 zur geMi-gen Ansicht bereit steht. Achtnngsvvll ergebenster Joliann Bnrghard, (649—1) Klaviermacher. Telegramme. Wien, 10. Dezember. Das Abgeorbnetenhaus wahlte das bishkrige Prasidium roieber. Nach led. j hafler Dcballc, roorin der Juftizminister die gegen die Regierung erhobenen Borwurfe zuriickwies unb! bee Finanzminister seine irn Herrenhau'e abgegebene j Erklarung betreffs ber Unterstiitzung von Fusionen unb Siquibotionen wiederholke, nahm das Haus bie Aenberungen des Herrenhauses am HilfSanlehens-gesetze an. — FuchS unb Genossen brachten An-triige tin auf Aujhebung bcs Zeitungssttmpels, ber Jnseratensteutr uno des ^egalisierungszwanges. — Nachste Sitzung abcubs. In ber Abendsihung beS Abgeordnetenhausts interpellierle Dr. Razlag bit Regierung, ob die Mi-nifterien ber Justiz unb der Finanzen Vorsorgt treffen wollen, datz baS Stewpelgebuhrengesetz in Krain ebenfo angeroenbet roerbe, wit in ben iibrigtn im Reichsratht vertrttenen Landern. llaupl-tiewinn ev. 360.000 Mark Neue Deutsche Reichs-Wahrung fficts-Aroie. Die Gewinne garantiert der Staat. Einlndun" zur Betlieiliffung- an den Gewinn-Chancen der vosu Slant«* II am bur* igaraiitlep-ten groemen Geld-lioltepie, la* wel-eltei* fiber 5 Millioncn 300.0(10 Mark Klelier gewoiiaieii werdeat mfisseii. Die Gewinne dieser vortheilhaften Geld-Lolterie, welche plangemass mir nocli 69.000 Lose enthalt, sind folgende: nemlieh 1 Gewinn event. 360.00(1 Mark Neue Deutsche Reiehswahr. oder 120.000 Tlilr. Pi*. Crt., speciell Mark f'rt. 200.0011, 100.000, 75.000, 50.000, 40.000, 2 mal 30.000, 25.000, 2 mal 20.000, 2 mal 15 000, 5 mal 12.000, 13 mal 10.000, 11 mal 8000, 12 mal 6000, 27 mal 5000, 3 mal 4000, 55 mal 3000, 126 mal 2000, 320 mal 1500, 1200 und 1000, 687 mal 500, 300 und 200, 16008 mal 110 und 100, 18322 mal 40, 20, 15, 10 und 5 ITJark und kommen solche In wenigen Monaten in 7 Abtheilungen zur gleherei Entscheidung. Die erste Gewinn-Ziehung ist amtllell aul den 17. und 18. Deiember d. J. festgestellt und kostet hierzu das ganze Original-Los nur 3 fl. — kr. das halbe dto. nur 1 fl. 50 kr. das viertel dto. nur — fl. 75 kr. und werden diese vo 111 Staate garailtlerten Orlgllial-liOSe (keine verbotene Promessen) ge-*en franklerte ElMHendiinic des Be-tra*es amBequemsten in reeommamllerten Briefen selbst nach den entferntesteil tie-genden von mir versandt. Jeder der Betheiligten erhilt von mir neben seinem Original-Lose auch den mit dem Staatswappen versehe-nen Originalplan gratis und nach stattgehabter Zie-hung mofort die aintllehe Ziehungsliste un-aiifgefordert zugesandt. Die Auszahlung und Versendung der Gewinn- gelder erlolgt von mir direct an die Inter-essenten prompt und unter strengster Vereeliwi legenhelt. Man wende sich daleer mlt den Auftrttgen vertrauens-voll an (640—5) Samuel Heckscher sen., Bankicr und Wcehsel-Comptoir in Hamburg. 120.000 Thlr. |r. Crt. ev. alS Hauptgewiun. Gewinne Ton 80.000, 40.000, 30.000, 20.000, 16 000, 2 L 12.000, 10 000, 2 L 8000, 2 L 6000, 5 L 4800, 13 i 4000, II k 3200, 12 & 2400, 27 k 2000, 3 & 1600, 55 h 1200, 126 A 800, 6 k 600, 2 k 480, 312 k 400, 312 k 200, 10 k 120, 367 a 80 und 34.126 k 44, 40, 20 etc. etc. Thaler Pr. Crt. entk< bit vom Staate genehmigte unb garantierte WF grotze Geldverlosung roorin bie Gesammtsumme ber Capitalien von iiber 2 Million 120.000 Thaler Pr. Crt. biuneu roentgen Monaten in siebenmaliger Ziehung zur slchereu Entscheibuug gelangt. Die Ziehung erster Abtheilung ist planmLtzig auf ben 17. unb IS. Dezember b. I. festgesetzt unb ist ber Preis ber Lose: fl. V. W. 3'— fttr 1 ganzes Originallos (keine Promefse) I 50 .. 1 halves -•75 I viertel Gegen Emsenbung bes Betrages in fl. b. W. Bank-noten am bequemsten der Sicherheit halber in recom-manbierten Briefen, versenbe ich birect unter gratis Beifiigung bes Prospectes bit mit Staatsroappen ver-seheneu Originallojt selbst nach wtiltsttr Entfernung prompt unb verschroiegen. Sosort nach ber Ziehung trbiilt jebtr Betheiligtt die Ziedungsliste neb ft Rk»o-varionslos ilberfanbt unb roerben Geroiuugeiber unter strengster Discre ion fopleict) ausbezahlt. Man weube sich balbigst veriraueusvoll on bas stets vom Llllcke begllnstigie Bankhans (6L0—9) Sigmund Hekscher, Hamburg. Wiener Viirse vom 10. Dezember. Staatsfonds. Zperc. Reute, 6st.Pap. dto. bto. Lst. in Silb. dofe von 1854 . . •Jofe won i860, ganze dofc von i860, Ofiinf Pramiensch. v. 1864 Grundentl.-Obl. 6tci«raatl ju 5 OČU itarnlen. »tain. II. itiiftcnlanb 6 , angacn ju . . 5 „ throat, it. Slav. 5 » eicltnbttrg. ju 5 . Action. #iettonalbant .... Union - Sant . . . , irttitanjtalt . . . ii. o. 66goml>te«fflel Lnglo.-osterv.Bank Oen. t>odcncrcd.-S. Deft. H?poth.-«anI. fetcicr. Escompt.»Bk. jranco - Sufttia . , *aif. i}ctb..lftocbb. . Sitbbabn • . . Zatf. Sltfabnb.*abu Imrt-fcBbtoM.lBetiB. 6tebcnb. Elseubahv . 6taat«ba$n . . . . *«if. l#tani.3ofcf«b.. 66efl.»8arcle« S.-V. Slf8lb«Stum. Bohn Pfandbriefe. Wettem. 6.0. ecttoeb. leg. »ob.-»tebtte«fr «5. »|L8ob..l4tebU. d»«». iB 88 3. tilt). . (Mclb 69.90 74.60 Hfl___ 1U3 SS 1U9 nU 133 60 93.— S6,-75 — 75 60 73— Ware 76.-74 70 96.50 103.75 1,0 134.— 89.- 75.75 77.- 78. Deft. Hypoth.-Bank Prioritats-Obl. 6itbb.=@t|.ju eon lyi. bto. BonS 6 »St. iltorbmb.(ioofl. 61)1. Eteb.-B.(E fl. o w. Etaat»bahn pt. 6tiid StaalSd. pt. St. 188 Rubolfb. (soon.o.ti!.. Ftanz-Jos.<«xift.L.> Lose. 6«bit 100 ft. S. W . Don.-Damvsis.-Gel. »u loo ft. Gilt. . . 1008. i*'2. Ineftet 100 «. tm. 11.76 13*. bto. 60 fl. <>.w. . a40.-li*'.50 D|cnct . 40. ft. >>.w. 8W.- '895. I ©aim . „ 40 , 131.50 13i.- 'ltatftp . „ 40 . -.-j .- Slaty . , 40 „ 17.- 18,- 6t.@enoi6„ 40. —. —!winb>schgt«tz M . 8.1.95 34.— toatbfttin . »0 „ Zioo *110 itcgleet* . 10 „ 174.- 176—,«nbolf#fttK. 10 . 831 — 23x I 83iii0.iS3.60 Weebsel (3iRou.) sHilW'