Nr. 80. Dienstag, '.'.April 1907. 126. Jahrgang. OmbacherOMma Vränumerationsvrciö: Uit P vstve r, c udu n a: ul„>,),aliv!a »0 X, tialbjälniss 15 K. Im Kontor: ganzjährig ^ Dis .^aibacher Zeilimg. erscheint täglich, mit «usnahme bcr Conn- mid Fcirrtnge. Die Admtnift»a«on befindet ^ Ü, halbiäliiia il K, Fiir die Zustellung iüö Ha»s gattzjähri,; 2 li. - Institlünögebühr: Für l!n»r Inseraü' ? sich Konnrrsiplay Nr, L, die Viedaltiu« Talma i^üffe Ätr, U', Splcchstunbc» drr Redaktion von » oie Kl Ut>r vor» bis zu 4 feilen ü>U li yrGere per Zeile 12 »>: bei öflcren Wiedeiholunge» per Zeile « li, » mittnntz. Unsrantierte Briefe werden incht angenommen, Manuslriple nicht znrnclgeslcNt, Amtlicher Heil. Seine k. und f. Apostolische Majestät habeil laut Allerhöchsteil .vaildschreibens vom :i. April ö. I. dem erblichen Mitgliede oes Herren hallst des Iieichsrates Erweiu Grafeu ^c o ft i tz -Nieneck die Würde eines (Oheimen R'ates tar/ frei allergnädigst zu verleihen geruht. Den 6. April 1907 wurde in der k. k. Hof° und Staats» druckerei das XXXIX. nnd I.XXXI. Stück der ftolllischen und ruthenischen, das l^XIII. Stück der polnischen und ruthcnischcn und das ('XIV, Stück der polnischen Ausgabe des Reichsgesetz-blattes vom Jahre 1W6 sowie das V. Stück der italienischen, das XX. Stück der böhmischen und das XXIV. und XXVIII. Stück der böhmischen und italienischen Ausgabe des Reichs-gesetzblattes vom Jahre 1lX)7 ausgegeben und versendet. Den «. April 1907 wurde in der k. k. Hof- und Staats druckerei das VI. Stück der slovenischen, das VII. Stück der Nlthenischcn, das XIII. Stück der rumänischen, das XXXII. Stück der ruthenischen und das XXXIV. Stück der rumänischen Ausgabe des Reichsgesehblattes ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom tt. und 7. April (Nr. 79 und 80) wurde die Weiterverbreitung folgender Preßerzeuynisse verboten: Nr. 20t>0 <1I I'opolo' vom 14. März 1907. Nr. 63 «I/älto ^6i8«, vom Ili. —17. März 1907. Nr. 12 <8miv8k/ O!)/oi'> von, 30. März 1907. Nr. 3 «Nlallö kroull?» pro März 1907. Nr. 13 «liomun»,» (lUlvo 5luv/l OmwäiuH) vom 31. März 1907. Nr. 1 renz zwei ergänzende Fragen zu unterbreiten, und zwar betreffend die Einschränkung oder Begrenzung oer Armeen lind betreffend die Erzielung eiuer Verpflichtuug, bei der Anwendung vou Gewalt behufs Eimreibuug gewöhulicher öffentlicher Schlilden, ivelche aus Verträgen entfprnngen find, gewiffe Grenzen zn beobachten. Tie spailische ^legieruilg hat den Wunsch ausgesprochen, die Frage der Begrenzung der Rüstungen zu diskutieren, indem sie sich vorbehielt, diese Frage bei der nächsten Vereinigung, im Haag zn behandeln. Tie britische Regierung hat davon Mitteilung gemacht, daß sie großes Gewicht darauf lege, daß die Frage der Ausgaben für, Rüstungen auf der Konferenz erörtert werde, nni) fie hat sich vorbehalten, diese Frage aufzuwerfen; ebenso Hai sie fich vorbehalten, fich au der Disknffion aller im russi-scheu Programm angegebenen Pnnkte nicht zu beteiligen, die nach ihrer Ansicht nicht zu einem nützlichen Ergebnisse führen würden. Japan ist der Ansicht, daß gewisse Fragen, die im Programm nicht speziell aufgezählt sind, nützlicherweise nnter die zn prüfenden Gegenstände anfgenommen werden, könnten, und hat sich vorbehalten, sich jeder Tisknssion zu enthalten oder sich von derselben znrückzuzieheu, welche eine Wendung nehmeil würde oder voranssehen ließe, die nach ihrem Ermessen nicht dazu beitrüge, ein nützliches Ergebnis zutage zu fördern. Tie Regierungen von Bolivia, Dänemark, Griecheulaiw und den Niederlanden haben sich ebenfalls im allgemeinen vorbehalten, der Beurteilung der äl'onferenz andere Gegenstände anhenn- seum tunesischer Altertümer stehon. Tas Schloß ist nicht bewohnt, der Bey verbringt den Sommer in einem nahe gelegenen Landhause. Wenn nian, die mit steinerneu , Löwen geschmückte Treppe hinan-sleigend, den Vorramn des Schlosses betritt, so nm»-sängt einen die ganze Pracht des Morgenlandes niit ihren glänzenden Marmorsäulen, dem vielfarbigen Steinboden nnd dem elfenbeingelben Gipsstnck, wel-cher mit einem unerschöpflichen Neichtnm von aro bischen, Ornamenten Wände nnd Decken schmückt. Blickt man nnn noch hinaus in den sonnen beschienenen Part, wo ein ebenso farbenprächtiger .Kiosk steht, so erwartet man jeden Augenblick, daß sich das Tor des Palastes öffneil iverde. Heraus treten ill. gold« strotzendem Gewanoe nnd mit kostbaren Wasfen behängen die Großen des Reiches, uni nns mit ei> gebenem Salmi-Gruße zum Eintritt in das Haus des Beherrschers der Gläubigen einzuladen. Es kam aber ganz anders. Denn es öffnete sich nur die kleine Tür einer armseligen, dunklen Seitenkammer, lind schlürfenden Pantoffelschrittes kam nns ein alter Mann in halb militärischer Kleidung entgegen, an welcher Fadenscheinigkeit uud Unreinlichkeit wctt-eiMten. Er war der Führer dnrch den einen Teil des Schlosses; er übergab nns dann einem Amts-genossen, der ebenso reinlich und nett gekleidet war. Dieser zeichnete sich wenigstens dnrch große Dienst-feü'tigkeit den Damen gegenüber ans, denn als ich cinmal als erster einen Saal betreten wollte, zog er mich unwillig bl-im Ärmel zurück und forderte die Tanien mit höflicher Hanolx'wegung anf, sich den Vortritt zu sichern. Die Säle und Zimmer des Nardo sind reich an morgenländische» Tcppichen von nn- zugeben, welche mit den im russischen Programm ausdrücklich angeführten, eitle Analogie anf-lueifen. Die kaiferliche Regierung hält es für ihre Pflicht, zn erklären, daß Rußland seinesteils sein Programm vom April 1!)0tt als Bafis für die Beratungen der Konferenz aufrechterhält mW daß es fich seinerseits das Recht reserviert, wenn die Konferenz in eine Disknssion eintreten follte, welche ihm nicht zn einem Praktischen Ergebnisse zu führen fcheint, fich einer solchen Diskussion zn enthalten. Analoge Bemerknngen wie die letzteren wurden von der deutschen uud vou der österreichischungarischen Regierung gemacht, die sich ebenfalls das Recht vorbehalten habeil sich auf der Konferenz von der Diskussion jeder Frage zu enthalten, die ihnen nicht zu einem praktischen Ergebnisse zu führen fcheint. Indent die kaiferliche Regierung diese Vorbehalte znr Kenntnis der Mächte bringt und die Hoffnung ausspricht, daß die Arbeiteu der zweiten Friedenskonferenz nene Bürgschaften für ein gntes Einvernehmen unter den Nationen der zivilisierten Welt, schaffen werden, hat sie sich gleichzeitig all die niederländische Regierung mit der Bitte gewendet, oie Konferenz für die ersten Tage des Juni einbernfen zn wollen. Das „Fremdenblatt" hebt in Besprechung oer M'tularnote hervor, daß einige Mächte eine Erweiterung, andere eine Einschränkung des Programms der internationalen Konferenz im Haag wünschen. Diese Ungleichartigkeit fcheint Schwarzseher zum Zweifel zn berechtigen, ob der Konferenz nicht jeder Spielraum zur Entfaltung nützlicher Tätigkeit fehlen werde. Das Blatt verneint dies unter Hinweis anf die fehr erfreulichen Resultate anf der crften Konferenz. Jeder noch so be-fcheidene Fortschritt wird die Mühe praktisch lohnen uud von unermeßbarer moralischer Tragweite für die humanitären Ideen fein. Österreich-Ungarn wird in der Konferenz für alle Anregungen eintreten, die im Sinne dieser Ideen erfolgen, und die uicht vorweg aussichtslos sind. Seine Haltung glanblicher Größe! und Farbeupracht, die Wäude sind ans Marmor mit Gold nnd Silber bedeckt, überall eoelsteingcschmücktc Kostbarkeiten und eine große Anzahl von Bildern, meist gmiz tüchtig geinalt, lvelck)e die Geschichte voll Tunis erzählen und die Gesichts-züge atler Herrscher der Erde vorführen; aber anch mancher Gschnas, verschiedene.kleine Gegenstände, wie mail sie ill Basaren Europas um wenige Grenzer taufen kann. Beim Rückwege suhren wir an der Kaserne der Leibwache des Bey vorbei, die ihm die Franzosen gelassen haben; M0 Mann Fußtruppen, Reiterei nnd Artillerie. Es mntet den Enropäer ganz eigentümlich an, daß sich die Übungeu dieser schwarzen Soldaten nnkr lantem Geschrei vollziehen, was darauf zn-rückznfühven ist, daß jeder einzelne das Befehlswort des Unteroffiziers wiederholen muß. In umnittel-barer Nähe befiudet sich anch der Nichtplcch von Tn lis, wo anf einem großen, roh behauenen Felsblock die ve>rnrleilten Verbrecher enthanptet werden. An einer Straßeukreuznug fesselte unsere Aufmerksamkeit ein blüheuder Iohannisbrotbaunl, der uns nrit dem süs;en Duft feiner in reicher Fülle niederhängenden, gelbgrünen Vlütentranben entzückte. Indem loir mils nnn südlich wendeten, fnhren wir länas des West»-randes der Stadt durch ein imfruchtbares, eintöniges Gelände, aus dem sich nnr hie nnd da ein mit, arn> seligem Feiaenkaktus bepflanzter Hügel erhob. In einer Nieoenmg zur Rechten d<>r nicht l>esonders gnten Straße liegt ein kleines Araberdorf, dessen Mittel-pnnlt ei» niedriges Minaret bildet. In der Nähe 'der Stadt wird die Straße wieder besser, die Hänser netter, und wir fahren dnrch eilt dichtes Gewühl von Laibacher Zeitung Nr. 80. 726 9 A^il 1997 wird einzig der nüchtenleil Erluägung der Mög> lichkeit lind Ersprießlichkeit eiltsprecheil und keinem eigensüchtigen Zwecke dienen. Die Mitteilung des Petersburger Kabinetts bietet die hocherfreuliche (Gewißheit, das; die gleichen Gesichtspunkte auch für Deutschland und Mßland »laßgebeild sind und daß die herzlichen Beziehungen der drei Kaiser-inächtc sonnt im Haag eine neue solenne Vetati-gung erfahren werden. Politische Aeberstcht. Laib ach, 8. April. Das „Fremdmblatt" meldet aus Linz, in Vad Hall in Obcrästerreich sei das Gerücht verbreitet, daß im Laufe des Sommers K aise r Wilhcl m zuinKurgebrauche dort eintreffen werde. Ein benachbartes Schloß werde zur Aufnahme des kaiserlichen Gastes adaptiert. Auch werde von einer Vo gegnung zwischen unserem nnd dein deutschen Kaiser gesprocheil. Das „Vaterland" bemerkt zu der Veröffentlichung der M 0 u t a gnini - P a p i e r e: In all den vielen Aufzeichnungen und Berichten des Msgr. Montagniniö hat sich bisher auch nicht eine Äußerung gefunden, die auf einen Kampf des Papsttums lvider die französische Negierungsform denten ivürde. Wenn also El^mencean nicht noch mehr zu enthüllen vermag, so ist dieser Enthül-lungsfcldzug völtig niißglückt. Man schreibt ans Vcrn: Die Frage der T r e n n u ng v 0 n K i r ch e nnd 3 ta at steht im Danton l^enf andauernd auf der Tagesordnung. Die Mehrheit de,5 (kroßen .liales dieses Kantons hat die Absicht kundgegeben, sich für die Trennung auszusprechen, lind die dafür eingesetzte Kommission hat einen Gesehentwurf in diesem Sinne vorbereitet. Es ist wahrscheinlich, daß die Bevölkerung des Kantone ausgerufen werden wird, sich im Wege des Referendums über diese Frage aufzusprechen. Mau kann voraussehen, das; sich das Volk in demselben Sinne äußern wird, wie die Mehrheit des Großen Rates. Tie Annahme der Trennung durch den Danton Genf wird zweifellos nicht ohne Wirkung auf die Nachbarkantone lind insbesondere auf den Danton Nenfchatel bleiben, wo, ungeachtet der bereits einmal erfolgten Ablehnung der Trennung, die Anhänger derselben iinmer bereit sind, die Frage von nencm auszuwerfen. 'Da5 „Neue Wiener Tagblatt" spendet der Art, wie Fürst F erdi n a n d von Bulgarien die heikle Situation nach der Ermordung des MinisterPräsi donten Petrov entwirrte, volle Anerkennung. Sie zeige von richtigeln Staatsgefühl. Dem stain-bulovistischen System hat der Mord nur genützt. Diese Partei hat durch ernste Arbeit, namentlich auf dem Gebiete der auswärtigen Politik, anerkenn ncnswertes geleistet und sich aus Valkanutopien zu politisch realisierbaren Ideen mit großen Zielen durchgerungen. Der Fürst erkannte, daß in ihr noch Menschen unter einem Tor anf einer von der Pferde-bahn benutzten breiten Straße. Das französisch Krankenhans in der Mitte eines an Palmen reickM Gartens macht einon freundliche:, Eindruck; ein großes, im maurische» Stile ans weißen nnd schwarzen Steinen aufgeführtes Gebäude wird nils als Gerichtspalast bezeichnet. Hart am Nando eines anö> gedelmtvn, banmreichen Gartens steht ein Hänserblock, anf dessen Rnndgang die inneren Räume durch offene Türen munden', in diesem Hans sowie im Garten sieht man viele jnnge nnd alte Männer mit Büchern und Schriften teils sitzen, teils auf und ab Men: es ist dic berühmte mohammedanische Schule von Tnnis. Die Straße steigt nun steil an, und wir halten auf dem höchsten Punkte der Stadt, der Place de la Kasba genannt nach, einer Befestignng, einer Zitadelle al raschnng in der besten Berliner Mundart meldet, er sei alls dem Hotel St. George geschickt, um uns den Tag über als Führer zu begleiten. Hier auf dem Hanptplatze von Tnnis berlinerisch angeredet zu werden, und noch dazn von den wnlstigen Lippen eines Negers, konnte seinen großen Eindruck nicht verfehlen und unter fröhlichem Lachen folgten wir Mohammed, der sich als vortrefflich kundiger Führer bewährte. Er beherrschte außer seiller Muttersprache und allen Weltsprachen anch russisch und polnisch, welche Kenntnis er einem lang jährigen Aufenthalte in Berlin nnd Warschall als Diener eines preußischen Adeligen zu lx'rdcmtl.'u halte. (Fortsetzung folgt.) genügende.Kräfte zur Fortführung der Regierung vorhanden sind. Das Blatt ist aber der Ansicht, daß die nächste politische Ankunft Bulgariens im Zeichen der Koalitionen stehen wird, welchen eine teilweise Beruhigung des von Leidenschaften aufgepeitschten öffenllichen Bebens in Bnlgarien leichter gelingen kann als einem reinen Parlament. Die „Zeit" stellt fest, daß die Budgetdebatte ill der D n m a sich von derjenigen in anderen Parlamenten kaum uuterscheidet. Der ruhige Verlauf der Sitzuugen ist aber gerade das Gegenteil dessen, was von den Reaktionären erhofft und erwünscht wurde, lind die Dumafeinde gehen daran, einen förmlichen K'reuzzug gegell das Parlament zu inszenieren. Der Duma wichtigste Anfgabe ist, allen Provokationen gegenüber standhaft zu bleibeil, mit Rlihe nnd Entschlossenheit sich durch die schwierigen Anfangsstadien ihrer Entwicklung dnrchzu-kämpfen. Nach den nunmehr vorliegenden endgültigen Ergebnissen der L a n d t a g s w a h l e n in Finnland sind gewählt: ttl) Tozialdenlokraten, 58 Altfinnen, ^5 Ilingfinnen, ^ Mitglieder der fchwedifchen Volkspartei, 11 Agrarier nnd 2 Mitglieder der christlichen Arbeiterpartei. Unter den Gewählten befinden fich 1!) Fraueil, die der fozial-demokratischen Partei angehöreil. Aus Washington wird gemeldet: Der Staatssekretär Root erklärte, die am 0. d. M. im Staatsdepartement abgehalteile Konferenz zwischen Vertretern der Vereinigten Staaten, Mexikos, Eosta-ricas, Tan Salvadors lind Guatemalas sei zu dem Ergebnisse gelangl, daß der gegenwärtige Zeitpnnkt geeignet fei, dnrch geineiusanies Vorgehen den F eindfeligk e iten in M ittela ill e rila ein Ende zu machon. Wenn dieses Resultat dnrch Vorstellungen der Vereinigten Staaten nnd Mexikos erzielt werden könnte, werde man andere Mittel nicht zur Anwendung bringen.__________ Tagesueuigleiten. — (Das Postsparkasse buch des Kaisers.) Als Seine Majestät der Baiser am L. d. das nene Gebäude der Postsparkasse in Wien besia> tigte, wurde ihm im Kundschafteilbureau ein Post-sftarkassebnch gezeigt, das ihm selbst vor 23 Jahren, als er das Postspartassoamt eröffnete, ausgestellt worden ist. Es war dies das erste Postspartassenbnch und hatte die stummer 1. Der Kaiser sah in dein Buche, daß seine Einlage 120U 1< betrage. Er bemerkte hier-anf erstaunt zum Direktor der Postsparkasse Selktions-chef Dr. v. Schuster: „Wieso beträgt das Gnthaben l^X) 1v, Ich habe ja damals nur !M) Glrl^il eiil-gelegt." Settionschcf Dr. v. Schuster erwiderte: „In-zwischen hat sich die damalige Einlage dnrch deu Zuwachs an Zinsen verdoppelt." Diese Szene wnrde von dm Persönlichkeiten, die am Rnndgang teilnahmen, lebhaft besprochen und das vortreffliche Gedächtnis des Kaifers gerühmt, der sich daran erinnerte, daß rr vor 2Ö Jahren jenen Betrag eingelegt hatte. Kinder der Finsternis. Nommi von Unto« von Perfall. (35. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) „Es scheint durchaus nicht. Deine Mensur soll verhindert werden, die Mensnr des Johannes Ohnesorg, der unter besonderer Obhut des Rektors steht, die Mensnr des Prinzen Hannes soll verhindert werden." Johannes stieg das Blnt in das Gesicht. Er wnßte, daß Sorail für ihn durch dick und diinn ging, daß der Glaube an seine geheinnlisvolle Abkunft l>ci ihm zur siren Idee geworden irmr, trotzdeni fiihlte er fich in diesem Allgenblick heftig erschüttert durch diese Deutung. Es war dieselbe, die eben beim Lesen des Schreibens in ihm aufgetaucht. Diese Kongruenz erhöhte nur die Wirknng. „Du bist sehr kühn in deinen Schlüssen," er-widerte er. „Und du wirst sehen, daß ich recht habe. und dann bill ich rücksichtslos genug, alles zu verraten. Du sollst nicht länger im fragliche» Lichte eines Usurpators stehen, dafür werde ich sorgen: wenn ich auch nach oben anstoßen sollte. Was tümmert sich ein Soran darum! — Aoor jetzt hilft alles nichts, du mußt zmu Rektor! Ich werde dein Ausbleiben ent-schuldigen. Was dann weiter geschieht, ob die Mensnr noch möglich, werden loir ja sehen. Wir erwarten dich jedenfalls in Vornemannshalle. Johannes, jetzt muß es endlich klar norden um dich — und wie es auch kommen mag, ich halbe treu zu dir." Er reichte Johannes die Hand. Ein ehrlicher Schwur sprach aus seinen Augen. Johannes schlug ein, voll einem bangen Gefühl gepackt. „Wirklich, Soran, wie es auch kommen mag?" — (T a s „G r n n dwa s se r" im Weinkeller.) Aus der Pfalz wird de'r „Frankfurter Zeitung" geschrieben: Folgendes niedliche Geschichtchen, das mit der Person des dnrch sein energisches Vorgeben gegen die Weinfälscher bekannten pfälzische,, Weinkontrollenrs Weiser verknüpft ist, wissen einige pfälzische Blätter zu erzählen. Anf einer Inspektion^ reise kam dieser kürzlich in ein pfälzifches Weindorf, und die Kunde von dein Eintreffen des Vielgefü'rch teten durcheilte als Schreckensnachricht den ganzen, Ort. Besonders ein wackerer Winzer war sehr erschrockeil, so sehr. daß er fofort alle seine Fässer aus^ laufen ließ. Das Geschick wollte es aber, daß der 5iontrollenr gerade auch diesen Winzer kontrollierte. Als cr dio viele Flüssigkeit sah, fragte er: „Na, was ist denn hier los?" — Der Winzer erwiderte: „Ja, Herr Kontrolleur, denken Sie bloß das Unglück: mein ganzer Keller steht voll Grnndwasser." — Dcni Herrn Kontrolleur kam die Sache nicht recht geheuer vor, cr stippw den Finger in das „Grnndwasser" und sagte in strengem Toil: „Aber, das ist ja Wein!" — Da machte der schlaue Winzer ,ein recht dummes Gesicht und antwortete: „Herr Kontrollenr, roenn ich gewußt hätte, daß Sie das für Wei:, halten würden, dann hätte ich ihn ganz gewiß nicht laufen lassen!" — (EincS ch ulefür W ahrsag e r i n n c n.) Ans Berlin wird gemeldet: Eine sonderbare Schule soll jetzt in Berlin gegründet werden, nämlich eine Lehranstalt für Wahrsagerinnen. In deün Reklame zettel, der diese Schule ankündigt, heißt es, daß „nur an vertrauenswürdige Personen weiblichen Ge-schk'chts" Unterricht im Wahrsagen erteilt werden wird. Tie Schule liegt iil einer kleinen Straße im Norden Berlins nnd ist von einer alten, erfahrenen Kartendenterin gegründet, die ihre Schülerinnen aus allen Sorten voll Karton, „gewöhnlichen, spiritistischen, Zigeuner- und Lenormand-Karteil", die Zukunft lesen lehrt. Andere Lehr gegen stände der knriosen Schuld sind „wissenschaftliche Chirologie", Wahrsagen ans dem Kaffeesatz, dom Vogelflng, aus Blei und Eiern. Fiir das abfondcrliche Leseil aus den Eiern ist „eine berühmte Eidenterin" gewonnen. In der Presse wird das Einschreiten der Polizei gogen diesen Ullfng verlangt. — (A n e iner N n ß e r st i ck t.) Aus Nwlm, s;. d. M., wird berichtet: Alis seltsame Weise kam heute nacht der :53jährige Rechtsanwalt Simons um5 Leben. Simons hatte die Gewohnheit, abends, auf dem Sofa liegend, Nüsse zu essen. Dies tat er auch gestern. Tabei mnß ihn der Schlaf übermannt haben. Um 1 Uhr nachts erwachte er infolge von Tchluck-deschwerden. Er eilte die Treppe hinauf und klingelte heftig bei seinem dort wohnenden Kollegen Rcchtsauwalt Ullrich. Als dieser öffnete, stürzte ihm Simons mit den Worteil „Ick) ersticke" ill die Arme nnd war nach fünf Minuten tot. Eine Nnß hatte ihm den Erstickungstod gebracht. — (Was die Bienen anzieht.) In dem Bulletin der Brüsseler Akademie der Wissenschaften veröffentlicht Iosefine 5Mry eine Abhandlung über „Wie es anch kommen mag, Johannes!" Soran ging. Johannes zog sich in Schwarz nm nnd machte sich auf den Weg znm Rektor. Er war fest entschlossen, sich Klarheit zn verschaffen, nnd wenn es einen Brnch mit seinem königlichen Beschützer kosten sollte. Er machte sich seit einigen Tagen ohnehin seine Gedanken über das Gnadenbrot, das or aß. Als er das Universitätsgebäude betrat, erfaßte ihn eigenes Bangen. Er stand »mn vor der Lösnng seines Lebensrätsels. Gehcinirat Doktor Magnns, ein kleiner Mann, glatt rasiert, mit kleinem, schon ergrautem Backen-bärtckM, einem prüfenden Blick hinter der Brille, empfing ihn' kühl, gemessen, nicht cmmal einen Platz bot er ihm. „Herr Ohnesorg," begann er in kurzem Tone, „ich habe mit Ihnen cine mir sehr peinliche Angel«' genheit zn besprechen. Ganz abgeseheil von dem Vor» fall anf dem Universitätsplatze, bei Gelegenheit des Fackelzuges, den Sie wohl durch Ihr unbesonnenes Vorgehen veranlaßt." „Tas habe ich n i ch t getan," wandte Johannes cill. „Bitte." Ter Rektor winkte energisch ab. „Ganz abgesehen davon, sage ich, gehen seit ge» ramner Zeit die seltsamsten Gerüchte über Sie in der Stadt, Gerüchte, denen Sie dnrch Ihr ganzes Auftreten immer neue Nahrung geben. Diese Gerüchte knüpfen sich an das Stipendium, das sie genießen." Des Rektors Stimme klang immer erregter, nnmclr spitzer. „Sie kennen die Gerüchte?" „Ich glaube wenigstens, sie zu kennen," entgeg-nete Johannes. „Und glauben Wohl selbst daran?" (Forts, folgt.) Laibachcr Zeitung Nr. 80. 727 9. April 1W7. erperimentellc Versllche hinsichtlich der Alizichung der Bienen durch die Bluiueii. Die Versuche wurden inl Brüsseler botailischen Garten ausgeführt, Es ergab sich dabei, dos; die niit lebhaft gefärbteil Organen versehenen Blüten eille größere Anziehung»lraft auf die Bienen haben als Blüten derselben Art ohne diese Organe. Ter Honig lockt die Bicneil nur wenig an. Dic von der Verfasserin verwendeten künstlichen Blumen, dic mit der möglichsten Naturtreue her-Lestollt und geschickt in dem natürlichen Laubwerk angebracht waren, lockten die Bienen kräftig an, ebenso kräftig wie ihnen ähnliche natürliche Blumen, die unversehrt waren, sich aber unter einer Gla» Platte oder in einem Glase befanden. Ter Duft allein sieht die Bienen uur schwach an, während die lebhafte Färbung und die Form znsammengenouimen, aber von den Dnftali»strömnngen gesondert, eine sehr deutliche Anziehung aus die Bienen ausüben. Lokal- und Provinzial-Nachrichten. Landes-Hilfsverein für Lungenkranke in Krain. ^^ Wie bereits gemeldet, hiclt der Landes-Hilf»° verein für Lungenkranke in Krain am vergangeneu Sam»tag im Saale de» städtischen Nalhanses in Lai-bach seine diesjährige ordciltliche Generalversammlung ab. Die Versammlung wurde vom Vereius-Präfidenlen Herrn Hofrat Grafen Rudolf (5 h o-rin»ky eröffnet, welcher die anwesenden Mitglieder herzlich begrüßte und sodann dem Generalsekretär Herrn Dr. Temeter bitter von Bleiweis-T r st e u i l< k i das Wort erteilte zur Erstattung de» ^echenschaft»bcrichtes fiir das abgelaufene Jahr. Der Lande»-Hilf»verein kann, wie der Herr Generalselretär eingangs seiile» Berichten hervorhob, mit Befriedigung anf das abgelaufene Jahr seiner Tätigkeit zurückblicken, in lvelcheiu e» ihm gelang, ^eiue Abiuehrbestrebllllgen ins Werk zu sehen. Er hat oaniit in der kurzen Zeit von drei Jahren — denn tiese Frist ist seit seiner Gründling verstrichen — eine Schutz- und Abwehrtätigkeit gegen die Tuberkulose ins Leben gerufen, die fchon jetzt befriedigende Erfolge auszuweisen hat und die nach Eröffnung de» geplanten ,<»linderhcin!» zweifelsohne die schönsten Früchte zeiligen wird. Au» der Chronik de» Vereinen sei zunächst hervorgehoben, das; Ende des Jahres 1905 !>er bisherige verdiente Präsident Hofrat Felir Schaschel aus Gesundheitsrücksichttin seine. Stelle zurückgelegt hat, Ter Ausschuß sprach ihm fiir sein eifrigem nnd aufopfernng»volle» Wirken den herzlich-sten Dank aus; eine gleiche Anerkennung wurde ihm seitens dos Stammvereines zuteil. An seiner Stelle wurde der Hofrat bei der k. k. Landesregierung in Laibach, Rudolf. Graf (5 h o r i n s k y , in den Ausschuß in der daranf folgenden Ausschußsitzung einstimmig znm Präsidenten gewählt. Die bisherige erste, Vizepräsidentin Frau Olga Varouin Hein legte gelegentlich ihrer Übersiedlung nach Wien ihre Stelle nieder, in der Sitzung der Taonenseltion wurde die Gemahlin des Herrn Landespräsidenteu Frau Karla Schwarz einstimmig zur ersten Vizepräsidentin gewählt. In der Titznng vom 20. März wurde nrit Niick-sicht daranf, daß die Mitwl des Zweigvereines eine wenn auch nicht sehr befriedigende Höhe erreicht hat» ten, beschlossen, so bald als möglich mit der Heimabwehr der Tuberkulose zu beginnen nnd zu diesem Zlvecke zunächst in Laibach eine Hils»stclle für Lnngen kraute und ein Kinderheim zn errichten. Der Durchführung dieser doppelten Aufgabe galt die Tätigkeit des abgelaufenen Jahres. Zu diesem Zwecke wurde zunächst der gewesene Hausarzt der Heilanstalt Alland Herr Dr. August Levienil als Vel-ein»-arzt gewonnen und mit dem Orden der Barmherzigen Schwestern das Abkommen getroffen, daß zniei Schwestern desselben als Pflegerinnen nnd Aufsichtsorgane der iu Obsorge befindlichen tuberkulösen Familien zu wirkeu haben. Ein ärztliche» .Nomitee, bestehend aus den Herren Landesregierungsrat Dr. Zupanc, Vereinsarzt Dr. Leviöuik, und dem Gcneral-sekretär Dr. Demeter Nitter von Vleiwei» wnrde nnt der Aktivierimg der Hilfsstelle bettaut. Diese wurde, dank dem Entgegenkommen de» Bürger-Meisters Hribar, iu der städtischen Ordinations anstatt im „Mestni Tom" untergebracht, die, iveil Zentral gelegen, zu diesem Zwecke besonder» geeignet ist. Da» Komitee besorgte die Auflage der nötigen Drucksorten und beschaffte die Einrichtung der Hilf» stelle mit den nötigen Krankenpflegeartikelu. Mit der Mollerei in Vrezovka wurde das Abkommen getroffen, daß sie tadellose Vollmilch zweck» unentgelt-licher Zuweisung au die Familien zum ermäßigten Preise von 15 l' pro Liter liefert, während sich der Bäckermeister Schrey bereit erklärte, zu gleichen, Zwecke das nahrhafte Molteubrot zum ermäßigten Preise von :i2 !> pro Laib zu licferu. Iuzwischeu war ein anderes Komitee, bestellend an» dem Präsideuten Hofrat Graf Chorin s k y , Lande»regiernng»rat Dr. Zupanc, dem General-setretär Dr. Nitter von B leiweis und dem Ban rat Pnvliu, der sich in zuvorkommendster Weise als technischer Sachverständiger iu den Dienst des Lande»hilf»vereines stellte, damit beschäftigt, ein passende» Gebäude oder einen Bauplatz fiir da» Kinderheim au»findig zu machen,. Schon nach ten ersten Besichtigungen gelaugte das Konnte« zur Überzeugung, daß e» den Anlauf eine» schon bestehenden Gebäudes nicht empfehlen könne. Infolgedessen wnrde nur mem- nach passenden Banplätzen gesncht. Nach zahlreichen Besichtigungen wnrde als am besten geeignet ein an der Laibach gelegener, zum Schlosse Thurn gehöriger 5050 Quadratmeter großer Baugrund beslinden nnd vom An»schnsse dessen Ankanf beschlossen. Ter Grund ist durch seine Lage, durch die Beschaffenheit de» Boden» und wegen der Nähe des Flusse» besonders geeignet. Fiir die Au»fül)rung von Straßen, Kanalisation und Wasserleitung ist bereit» gesorgt, da in nächster Nähe im Laufe de» heurigen Jahres da» Militär-Verpslegemagazin zur Auffül> ruug gelangt. Mitbestimmend für die Wahl war der Umstand, daß sich der Besitzer Baron Codelli bereit erklärt hat, dein Laude»hilf»verein für die Tauer von zehn Jahren gegen einen jährlichen An-erkennnng»zins von 20 I< einen benachbarten Naturpark in Pacht zu geben. Damit war den bindern ein schattiger Tummelplatz gesichert, bis am Grunde selbst die nötigen Anlagen geschaffen sind. Der Prei» de» Baugrunde» beträgt 20.000 K, da» Vermögen des Vereine» aber unr etwa» über l2.000 X. Na wa>r also eine schwierige Frage zu lösen. Dagegen war die Anssührnng dc» Baue» vollkommen sicl>er gestellt. Die >irainische Vaugesellschaft hat sich nämlich bereit erklärt, den Ban de» Kinderheims derart dnrchznfüh-ren, daß die Bausumme' iu 25 bis 30 Jahres? und Amortisationsraten abgestattet wird. Berechnungen haben ergeben, daß hiezu die Hälfte der ordentlichen Subventionen de» Vereine» hinreicht, während die, zweite Hälfte der Subvention sowie die Mitglieder-beitrage für die Erhaltung der Hilf»stclle und des Kinderheims verbleibt. Angesicht» dieser günstigen Sachlage bemühte sich der Ansschuß, die Frage de» Grnndanlanf>e» rasch zu lösen. Eine Intervention beini Zentralverein war von Erfolg begleitet. Der Stanmwerein hat beschlossen, unbeschadet der fon-stigenSnbventionen dem Lande»hilfsvere!ne in Krain eine jährliche Summe in solcher Höhe festzusetzen, daß damit die Amortisation de» Betrages von 10.000 Kronen in dreißig Jahren gesichert sei. Dadurch war die sofortige Veschaffuug des Kaufschillings im Da» lehenswege ermöglicht. Der Kauf des Baugrundes ist inzwischen durchgeführt worden und mit dem Ban de» Kinderheim» wird noch im heurigen Jahre be-gönnen werden. Da sich jedoch die Verhandlungen hinsichtlich der Hilfsstelle nnd des Kinderheims bis zum Herbste hinzogen, beschloß der Hilf»verein, im abgelaufenen Jahre noch ein weiteres im Sinne, der ihm obliegen^ den Abwehrtätigteit zn tun. Zu diesem Zwecke schickte er sech» strofulöfe, zur Tuberkulose disponierte linder zu einer sechswöcheittlichen Kur in da» Seehospiz Grado. Die linder lehrten gekräftigt wieder heim. Außerdem ermöglichte der Lande»hilf»verein einigen Lungenkranken, die durch ihre Erkrankung arbeitsunfähig geworden waren, die Durchsührnng einer >lur. keil» in Heilstätten, teil» nnter den günstigen klimatischen Verhältnissen eines Landansent-halte». Dadurch wnrdc die Erwerb»fähigkeit der Kranken wieder hergestellt. Doch da» sind Tropfen im Meere im Vergleiche zu der Abwehrtätigteit, die. der Verein mit der Hilfsstelle entfalten will. Die Hils»slelle ist ein lokale» Zenkrnm, von welchem au» die sämtlichen der Bekämpfung der Tuberkulose dio nenden Maßnahmen einheitlich geleitet werden. Sie ermöglicht die Tnrchfnhrnng der sogenannten Heim-abnx'hr der Tnberknlose. Die Heimabwehr erfüllt ihre Aufgabe, indem sie die tubertnlösen Familien in nnan»gesetzte Obsorge nimmt. Die Funktionäre der Hilf»stelle — Arzt uud Pflegerinnen — besuchen die Familien regelmäßig in ihren Wohustätten. Unheilbare Tuberkulöse, volt welchen ganz besonders eine Weiterverbreitung der Krankheit droht, trachten sie in Spitäler und Sicchenhänser abzngeben, heilbare in Heilstätten. Wo da» nicht durchführbar ist, isolieren sie den kranken, belehren dessen Angehörige nnd Mitbewohner über die Schntzmaßregeln. besorgen die Te»insottion von Wäsche. Kleidung und Wohnraum, kräftigen den Kranken und schwächliche Fami-licnmilglieder. in»besondere die linder, durch nneut-gellliche Anweisung von Milch und Brot und anderen Nahrnngsmittt'ln, beschaffen wenn nötig — dein Kranten ein eigene» Bett, ermöglichen die Miete einer größeren Wohnung, wenn sich da» zur Isolie- rung der gesnnden Familienmitglieder von Kranken al» unumgänglich uotwendig erweist nsw. Um diese Tätigkeit noch erfolgreicher zu gestalten, trat der Lan de»hilfsverein mit anderen Wohltätigte!t»vereineu in Verbindung, so mit dem Vinzenzvereine' und mit dem Vereine der Damen der christlichen Liebe. Die Heimabwehr ist hente da» wirksamste Mitwl gegen die Tnbertnlose. nnd zwar de»halb, Ux'il sie im wahrsten Sinne de» Wortes prophylaktisch wirkt. Die in Laibach errichtete Hilfsstelle entfaltet unter der Leitnng des Vereinsarztes Tr. L e v i 5 n i k schon seit Monaten eine erfolgreiclx' Tätigkeit. Noch viel ersprießlicher wird die Tätigkeit nach Eröffnnng des 5iinderheim» werden. So ist der Verein in umfassender Weise tätig, um sciuer Aufgabe gerecht zu wer« den. Allein trotz dieser segenbringenden Tätigkeit, trotz seiner ernsten Bestrebungen hat der Verein an Sympathien der Bevölkerung leider nicht gewonnen. Da» ist eine betrübende Tatsache, die wohl zum Teile auf die in Laibach herrschenden besonderen Verhältnisse znruckznführen ist, die an die Opferwillig-teil de» Einzelnen sehr hohe Anfordernnge-i stellen. Allein e» muß hervorgehoben werden, daß die Zu?» gehörigkeit zum Lande»hilfsvereinc fiir Lungenkranke, die Unterstützung seiner Bestrebungen nicht nur ein Akt de» Wohltnn» nnd der Nächsten liebe ist. sie ist vielmehr eine bedentnng»volle soziale Betätignng. Die Tuberkulose ist eine Volkssouche, dic keine Go sellserung uud den« Vürger« meistcr Hribar fiir die Überlassung der nötigen Veir-ein»rännie, der Presse für ihre Unterstützung und schloß mit dein Wunsche, daß die Bestrebnugen des Vereine», die einen Teil der großen sozialen Aufgab« der Gegenwart bilden, recht bald die Mmst und Mitwirknng der Bevölkerung findeil mögen. Ter Bericht de» Generalsekretärs wurde geneh» luigend zur Kenntni» genommen, desgleichen der Bericht des Vermögensuerwalter» Herrn Arthur Mahr, aus desseil Berichte wir entnehmen, daß der Verein im abgelaufenen Jahre 1U.2W I< 45 k Ein« ilahnlen ulld 17:i2 1v Au»gaben hatte. Der Restbetrag voll 14.507 l< 45 l> wurde fruchtbringend angelegt. Über Antrag des Nechnung»revisors Herrn Moritz Hladik wurde deün NochnungsleMr das Äbsolntorium erteilt. Tie Generalversammlnng genehmigte sodann einige unweseiltliche Stalutelländerilngell. Ter Tiwl de» Vereine» lalltet nunmehr „Uande^iilfsverein für Lungenkrallte iil Krain". Die Atizahl der Ausschuß Mitglieder wurde von 16 auf 18 erhöht. Schließlich wurde die Neuwahl de» Ansschnsse» vorgenommen. Über deren Nesnltat haben wir bereit» gcstem b5 richtet. Da die Tagesordnung hiemit erschöpft war, dankk' der Verein»Präsident Herr Hofrat Graf Cho-rin»ky den Anwesenden für ihr Erscheinen und schloh hierauf die Versammlung. Die Laibacher Studenten' und Volksliiche beging voracstern unter dem Protektorate der Frau Karla 2 ch w arz , Gen,ahlin des Herrn Landespräsi-. denten, die Feier ihres ^jährigen Bestandes. Aus oiesom Anlasse zelebrierte nin 10 Uhr vormittags in Laibücher Zeitung Nr. 80, 728 9. April 1907, der do» den Lazaristen festlich ausgeschmückten Herz-Iesu^Kirche Herr itanouikus Suönik eine Jubel« messe, der unter ruderen Herr Hofrat Graf Cho-r iusk l) sailit Frau Gemahlin, Herr Hofrat Lude c, Herr Vizedirettor Pcssiack, Harr Interinlsregi-lnelltskonlmaudant , Obel-stlentnaut Mast, Herr Hauptulann Mü l l e r, die Verwaltuugsausschuszmit. glieder der Volks- uud Studeuteuküche uud die täti-geu Damen solvie zahlreiche sonstige Aildachtige beiwohnten. Der Chorgesaltg wurde von slovenischen Hocl>schülern besorgt. Uiu 12 Uhr vormittags fand iin festlich ge-schiuiläteu oberen Saale der Alten Schießstätte, eine Festversammlnng statt, zu der sich folgende Herreu eingefuudcu hatten: Laudespräsideut Schwarz mit Frau Gemahlin, Seine Erzelleuz FML. Dill-mauu von Dillmout. Laudcshanvtmanu Edl. von Detela, Qandesregiernngsrat Nitwr von K a l-ten eg gor, die Lalldesfchulinspektoreu Hub ad und Levec, Direktor Örnivec, Oberst Krzi-w a n ek, die Oberstleutuaute M a st und v. L a n i u-gen, die Majow N ochel uud Iauiczek, Stabsarzt Lu sen berger, die Hauptleute Veuesch, Vreiudl uud Luuzer vou Liudhanseu sowie zahlreiche Damen aus den besten Gesellschaftskreisen. Vor Beginn der Festversainmlnng wurdo der Frau Protektorin vou dem Töchterchen der Küchen-Vorsteherin, Vida Kos, mit einer entsprechenden An-rede ein prächtiges Vnkett überreicht, lvoranf Herr Fabrikant Trolfo, als Obmauu der Studenten-und Volksküche, an die Festgäste eiue Aufprae rich, tete. Seineu Ausführungen entnehmen wir folgeil-des: Vor dreißig Iahreu wurde das Samenkorn gelegt, das hellte zn einem mächtigell Baunle mit schönen Früchten eniporgeNxuhseu ist. ans dessen Schale ten sich viele Erfrischung uud aus dessen Zweigen sich täglich Huuderte kräftige und gute Speise holeu. Wohl sei er damals mit seineu Freunden zweifelnd ans Wert gegangen, aber die allgemein bekannte Laibacher Wohltätigkeit habe sich glänzend bewährt. Die Gründer habeil Geldmittel zur Beschaffung der Einrichtung erhalteu, die Kraiuische Sparkasse hat i,hnen die prächtigen Räume der Alten Schicß-stätte uuentgeltlich znr Verfügung gestellt und außerdem für jedeF Jahr ciue außerordeutliche Uliterstüt-zuug zugesagt. Um aber die Speisen möglichst billig verabreichen zu köuueu, war es uotweudig, liicht mit bezahlteu Dieustboteu zu arbeiteu! da habe mau deuu an die Laibacher Damomuelt appellwrt nnd die Damen haben deu Ausschuß bis heute in geradezu vorbildlicher Weise nnterstützt. Am 1. April 1877 fand die erste Probebespeisung statt' am 27. April desselben Jahres lounte nnt Rücksicht auf die großen Unterstützungen, die dein Vereine von allen Seiten zur Verfügung gestellt wurden, die eigentliche Tätigkeit des Vereines aufgenommen werden. Nicht lange darauf halx' der Titel „Volksküche" nicht mehr genügt, denn die Gäste aus den Kreisen der studierenden Jugend haben sich von Tag zn Tag vermehr!, und schließlich wurde auf Grund der geänderte,l Sta^ tuten die Volksküche m „Laib^er Studeuteu- nnd Volksküche" umgetauft. Iilfolge der Tätigkeit der Dameu, deueu heute der beste Dauk abgestattet wer° den luüsse, sei das Unternehmen von dein besten Er» folge begleitet, gewesen. — Herr Drelse gedachte sodann des im Jahre 1888 erfolgten Besuches Seiner Majestät des Kaisers, wobei der Monarch eiue Kostprobe genommen uud sich über die Einrichtung des Institutes sehr lobcud ausgesprochen hatte. Erst vor ungefähr eilwill halben Jahre hat Seine Majestät der Kaiser wieder in väterlicher Weise für das Institut gesorgt, indem er ihm von den Erträgnissen der Zivil-6lW K zunx'udete. Herr Drelse schloß seine Rede mit der Aufforderung, mit ihm eiuzustimmeu in deu schönen Spruch: Gott erhalte unseren Kaiser! Er lebe hock! Slava! Die Versammelten stimmten in diesen Ruf freu digst eiu, worauf die auf der Galerie postierte Militärkapelle die Kaiserhymne intonierte, die stehend an° gehört wurde. Hierauf ergriff Herr Professor Dr. Svetina das Wort, uni in slovenischer Sprache gleichfalls einen Rückblick auf die Entwicklung des humanitären Institutes zu werfen nnd hiebei anch den Wohltätigteits-sinn der Laibacher Bevölkerung hervorzuhebo.l, der in zahlreicheu Wohlfahrtseinrichtungen znm Aufdrucke gelauge. Weiters gedachte er des Begrüuders des Studeutentisches, Monsignorc Ierau, besprach die Einrichtnng der Stndeilten- uud Volksküche uud forderte schließlich die studierende Jugend auf, der Wohltäter niemals zu vergessen, denen sich noch viele zuge selben mögen, auf daß die Studenten- uud Volksküche ihren Wirkungskreis erfolgreich erweitern könne. Auf diese beiden, mit großem Beifalle, aufgenommenen Ansprachen folgte Volaric"' kräftiger Chor 5Ic>von«ki «vet, ld das Christentum". ^ („Na« a Zveza.") Die für morgen an-» beramnte Generalversammlung des Neamtenvereines „Na^a Zvcza" mußte eingetretener Hindernisse wegen auf Montag, den 15. April, verlegt werden nnd findet am genannten Tage nm 8 Uhr abends im Hotel „Ilirija" statt. — (Sanitäts-Wochenbericht.) In der Zeit vom. 24. bis W. März kamen in Laibach 21 Kin° der zur Welt (28-() pro Mille), daruuter 1 Totgeburt, dagegen starbeu 30 Porsoueu (49-9 pro Millch, und zwar an Wochenbcttsieber 1, au Tuberkulose 11, iu-solge Schlagflusses 1, an sonstigen Kraukheiteu 23 Personeil, Unter den Verstorbelren befanden sich li Ortsfremde (10-li^?) nnd 14 Persollen aus Anstalten (38-8erte Ansichten von Neapel, Pompeji, Sorrent und Capri. Den Glanzpunkt der Serbe bilden jedoch l9 Bilder vom Vesnv. die für sich schon wert sind, die kleine Anklage für deu Eintritt zu machen. Bisher hatte man in Laibach noch nicht Gelegenheit, so naturgetreue Ansichten eines feucr-speieudeu Berges zu sehen, wie es die hier augcbo-tenen sind. Die Bilder sind durchwegs plastisch, haben das natürliche Kolorit und zeichnen fich onrch Neinheit alls. — Nächste Woche: N o rdafri k a. — . d, M. bei der k. t. Bezirkshauptlnailnschaft in Gnrkfeld erfolgten Offcrtverhandlung. betreffelld die Hintanaabe des Pfarrkircheilbaues iu Hl. Karenz bei Laudstraß, wurde der Neubau der Kirche dvlll Valtmeister Valentin Scngnetti in Glirkfeld liln den Gesamtbaubetrag vou l:'.5.eier Passagiere die Tote heraus. Sie wurde vou dem zufällig hiuzugekommeuen Schwager der Ver-uuglückten als die Keuschleriu Marinnua Nngode ans Idria erkannt. Sie war seit 5 Wocheu geistes^ krauk ulld dürfte iu ciuem Anfalle von Geistesstörung den, Tod im Wasser gesucht haben. Bei der Leiche wurden 50 ?< Geld vorgesuudeu. - I. — (K r a nkenbe w e g u ll g.) Im abgelaufenen Monate wurdeu iu das Kaifer Frauz Josef-Spital iu Gurkfeld 35 männliche und 17 weibliche Kranke aufgenommen nnd darin mit den früher verbliebenen Personen 91 Krallte behandelt, von denen 34 als geheilt, 22 als gebessert. 1 als ungeheilt das Spital verließen, während 3 Kranke starben. Somit ver? Öatbadier äeitunq Wr. 80. 729 ' 9. Sforit 1907. bliebe, zu V^inn dieses Mouotto noch 31 Kranke in dor Bchcindlnnn. Die durchschnittliche Verpflegs-d l'ige .«iteuschlerosohn Josef kkrjanec aus Kloi.i-Na^na abgängig. Er soll die Nichtung gegen Laibach eingeschlagen haben. Der Abgängige ist von mittelgroßer, schwacher Statnr und von blonden Haaren. Vr hat ?m«, schwerfälligen Gang, spricht nnverstä'.idlich nnd "ü'l-fte ai, epileptischen Anfällen leiden. * (Verloren) wurde: eine UnteroffiZierstasche mit 24 X, ferner eil, Geldtäschchen niit 30 K. Telegramme its l. l. !tleMen<3mesMüenz'VuttM. Wien, 8. April. Das Armeeverordnungsblatt berüffentlicht folgendes Allerhöchste Handschreiben: Lieber General der Kavallerie Graf Paar! Ich verleihe Ihnen als Zeichen nenerliclM Anerkennung für Ihre hervorragende nunmehr zwanzigjährige Dienstleistung in Ihrer Vertrauensstellung als Mein Go-neraladjntant das Großt'renz Meines St. Stephan-ordens. Wien, N. April 1907. Franz Joseph m. p. — Das Verordnungsblatt veröffentlicht weitors die Er-'nennnna, des Generalnlajars Erzherzogs Franz Salvator, Konnnai^danten der 17. Kavallerie brigade, zum Kommandanten der Kavallerietrnppen-division in Wien, ferner die Ernennung des FML. Lonyay de Nagy-Lonya, Kommandanteu der Kavalle-rietrnppendivision in Wien, znm Garde-k'nitnant in der ungarischen Leibgarde. Überschwemmungen Budapest, «. April. Durch das Hochlvassor des Turocz-Flusses ist die Stadt Nuttka gefährdet. Die niedriger gelegenen Stadtteile sind bereits innn-diert. Infolge der anoanernden 3tegengüsse steigt auch der Waagfluß iu gefahrdrohender Weise. Deva, ^. April. Infolge eingetretener Schnee-schinelze steigen die Flüsse nnd die Bäche rapid. Der Maro5-Flnß hat in der Nacht de,n Schntzdamm dnrck>-brochen nnd NM Joch Felder überschwemmt. Da das Wasser fortwährend steigt, sind die niederen Stadt^ teile gefährdet. Die Behörden haben Schntzmaßs regeln ergriffen. Belgrad, 8. April. Ans der Provinz werden Überschwemmungen infolge Hochwassers gemeldet. Brände. Charbin, 8. April. Eine ungeheuere Feuersbrunst vernichtete in der Ansdehnung von zwei ,Eilo-meter die Handelsvorstadt. Tausende von Menschen sind obdachlos. Der Schaden beträgt über vier Millionen Nnbel. Newyork, 8. April. Heute früh wurde die Kraftstation der städtischen Straßenbahnen durch eine Felwrsbrunst zerstört. Sieben Feuerwehrleute sind durch Einstürzen von Mauern getötet worden. Petersburg, 8. April. Wie die „Novoje Vremja" imldet, befindet sich die Universität Kiev vorläufig in der Gewalt der Revolutionäre. Die Stndenten der Moskauer Universität bestehen auf ihrem Ultimatum, worin das Recht zur Abhaltung politischer Versammln'Mn gefordert wird. Die Mos^-tauer Universität wird voraussichtlich vor Mai nicht wieder eröffnet werden. Tanger, 8. April. (Agence Havas.) Der Sul tan ließ in den Moscheen eine Proklamation vm> lesen, in der daran erinnert wird, daß die von dsm Pöbel verübten Mordtaten den Zorn Frankreichs anf die Spitze trieben, so daß es, gestützt anf sein Recht, Udja besetzte. Marokko wird die vom Pöbel begangenen Fehler mit Menschen- und GÄdopsersn bezahlen müssen, um die gerechten Forderungen Frankreichs zu befriedigen. Verstorbene. Am 7. April. Johann Koprivc, Verschieberssohn, 4 Mon,, Froschgasse 2, LrouelntiL capill. Im Siechenhause: Am l'>. April. Johann Sivc, Vesitzerssohn, 18 I., Dementi:«, opil. Am 7. April, Johann Stublar, Schneider, 55 I,, kli^llOki» lülluuiu. Im Iioi Ispi ta Ie: Am 6. April. Maria Velec, Inwohnerin, 81 I., Na- IA8MU« LLUlilL. Am 7. April. Katharina Klemenc, Arbeiterin, 65 I., Darultatarrh. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Scehöhe A06-2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. 2> ^ « ^ ! "^ "2"Ü7M^7?28^s^7^^S. schwach ! Regen— '^" ^ ^9 U. Ab. 730 7 50 NO. schwach fast heiter______ 97l?"U. F. 732-8j 2-7> » j bewöltt j 9-4 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 6-6", Nor-male 8-3°. Gestern vormittags schweres Gewitter mit dichtem Hagel. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. SOEBEN ERSCHIEN IN UNSEREM VERLdQE: ------- IWflM DELICZ — (ftdRIE VON P1ST0HLKORS): TOTES WdSSER EIN ROHflN AUS HdBSBUKQER LÄNDEN ==================== 8°. 132 S. PREIS BROSCH.3 K QEBUNbEN 4 K ============== IQ.V.KLEINfl/IYR 6r FEb. BflMBERQS PUCHH/INDLqNQ, L/IIB/IQH ======== Appetitlosigkeit, Verdauungsmängel tuerben burdj periobifd)eö Srinfeit üou Wofytfäer ,,'ZetMpeU qneüe" am etufadjften 6el)oben. 93ei älteren ober djronifdjeu guftanben biefec 81 tt ist M©t»>rta<»ucac" (ftärfer) öotauiie^en. (1278) Ü-I Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursdlattej vom 8. April 1907. Die notierten Kurse verstehen sich in Kronrmoahrung. Die "lottevun sämtlicher Altien und der ..Diversen Uose" versieht sich per Stücl. Öslerr..ung. Nanl l4oo «roneu 1?7N-- !?«« — Unionbll»! 200 fl...... tu9 50 ä?a 50 Verlehrsbanl, allg., 14« fl. . »tl-5ü 342 b» Zudustrit.zlnternthmnngtn. Bniigl's., allss. üsterr., 10« fl, . 128'— li» — Ärüxer NohIenbcrgb, Ges.ioa fl, 73U-— 740'- lzisenbahi>w,>Le!hg,, erste, ion fl, LU3— ii04 2a „Elbeniühl", Papierf. u, V..O, «02— »0d 50 Eleltr..Ges., Mg. llfterr,,2oo fl, 433 50 434 .».^ betto internat,,2oafl. «20— »31 c>> HIrtenberger Patr,», Zündh. u. Met,.ssabril 40U Kr. . . 114« — 1148 -- iiiesinger Ärauerci 100 fl. . . 278 — 28i — Äiu!!tan>Ocsel1sch,,österr.>alpine 60175 «02'75 „Poldi.Hütte", Xiegelgußstahl. F..A..G. 800 fl. ... 480 — 491-5.2 Präger Eise».Ind..Ves. Vm. 1W5, 20« fl...... «25»-— 8568 - Nima»Murany >Salgll»Tar1aner Msenw. 100 b?» 50 ,,Schlüglmühl", Paplerf.,2N»fl. 241-- 34»--,,Schodnica", A.»«, s. Petrol.» Ind., 500 itt..... 540 — «2 - „Eteyrermühl", Papierfabrik M!d V.'V...... 452'5U 456 — Trifailer «ohlenw..O. 70 fl. . 2/0'- »?» — Tüll. Tabatregie.Ves. 20« Fr. per Kasse . —— —' detto per Ultimo 419 — 4»l — Waffenf..Ges., »sterr., in Wien. 100 s!........ 538 — Ü42'— WaalloN'Lelhanstalt, allgem,, !n Pest, 4NU Kr..... —-— —^ - Wr. Vaugesellschast 100 fl. . . 161'— 1«5-- Wienerlierger giraelf.'Nlt..Ves, ??o-— 773 — Devisen. Any, Hlchlen nnd Scheck». '.»lmsterbam ...... 18977» »00 — Deutfche Plätze...... 11? 75 «1795 iiondon........ »!41 N0 l 41 S2' Italienische Äaillplätz« ... 95 35 95 47' Pari«......... 9ü'55 9d?!» Zürich und Vasel..... 85 35 »55^ »alnten. Dulatoi! ..?..'.. ll»«j ,1^? ^«ssrailrc«-Glücke..... 19'15 191«, lio.Mall Itücke...... 33 48 «3'ö»» Deiitsche Mi'lchsbanfnote», . . 1,?-«O li«-- ^tallrnischl' Äaillüoten , , , S5'25 Vü-4, üliibel Noten ... . 2'bi" 2'52'z >Aelt> Ware «Ugemeine Staats' schuld. «mbeitliche Rente: lunv. steuerfrei, kronen (Vlll<)'2' ^'2°/»«. W. Silber (Nprll'ON.' Per Kafse ,..,,. l8««er Staatllllse 5U« fl, 4 °/, i5i?5 15»?5 l»«0tr „ 1(X» fl. 4 »/< 210 50 812-dO '»«4« .. 100 fl. . üö»'- »84- l«S4« „ 50 fl, . .i!58-- 264 - «OM.-Pfandbr. i^ 120 fl. 5°/^289- 2«1 - Staatsschuld d. i. Reichs. rate vertretenen König» reiche nnd Länder. Hfterr. Voldrente, stfr., Gold . per Kasse .... 4"/, li? 15 117 35 ^fteir. Rente in Kronenw, stfr.. Kr. per Kasse . . . 4"/, 5« ?u u8'9«, .bett« p« Ultimo . . 4"/, 9« 70 «8-u»! Dst- Investition«,-Rente, stfr.. Kr. per Kasse . 3»/,°/, »l>'?l» 8890 GlslNb«l>N'3tlllll»schrld. »nlchltibungtn. <»l«lll>«thbahn in «>., Neuerfrei, zu 10.000 fl. . . . 4°/„ —-— —-. sran, Iosef-Vahn in Silbe, (biv. Et.) . . . 5'/<»/< l23-I0i?4-!l «al. Karl Ludwig Vati, (btv Stücke) Kronen , . 4 "/<, 9850 89 5! siudolfbahn in Kronenwührnng, steuerfr, (bib. St.) . 4°/<, 98 55 9»'5C -kjorarlberger Bahn, steuerfrei, 40» Kronen . . . 4°/, 9» 50 «9i,0 Hn nngtn «i,tft««,,lll zis«ni«!,n.z»lNtN «lifabeth.». 200 fl. KM, 5'/.«/° von 40« Kronen . . . . 4«5 ii5 467 25 detto iilnz.Vudwel« 2<»u fl, ö, W. S. 5'/<°/, . . . .434'- 4»«-> tto Ealzbnrg-Tlrol »uu . ü. «. S. 5°/° ... 430- 438 5U Veld Ware yll« Ztiial« zu, Zahlung üb«» no««ene ßisnlbahu > Pllorilät»' Dbnglltionlu. ÄNHm, Wcstdah», Em, 1»9b, 4W Kronen 4°/^ ... 99 35 ic«'»5 Vlisabcthlillhn «00 und 3000 M. 4 ab 1«°/»......iiu sd 1,7 öd Ellfabethbahn 400 und 200« M. 4"/„........1172b 11» i5 ssranz Josef-Bahn Em, 1884 (div. St.) Gilb, 4°/o . . 98 9!, 99^ Gallische Karl Ludwig Bahn . . 98 40 99 4c Ung.-galiz. Nahn 2«n fl. S. 5°/« 110 5« iii'5> «orarlberger Bahn Em. 1884 (div. St,) Silb. 4°/. . . 9»'«5 99 Lb Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4°/u ung. Voldrente per Kasse . 112 85 Il^ö 4°/^ bettn per Ultimo us 41 112 u<< 4°/» ung, Rente in Kronen währ. slftei per Ka<1e . . 84 5!- 94 7b 4°/n detto per Ultimo 94'U» L4b'^ 3'/,°/« betto per Kasse. 83- 83 20 U»g. Prümien>«nl, i^ 100 fl. , 198 — 2W -betto k 5U fl, . iU8 - 20« - Thcih-Neg.'Luse 4°/« . . , . ,47^5 149 75 «"/» ungar. Orundentl.-Oblig. 84 35 9d i<5 4°/n kroat. u. slav. Grunbentl.^ Oblig........9545 —- Andere öffentliche Nnlehen. «osn. Landee.AnI. (biv.> 4°/u , »8 50 94 b(, Oosn. -herceg, Elsenb.-Landes» Nnlehen (biv.) 4'/,°/° . 99 N5 10« Sü 5°/>, Donau-Neg.-Anleihe 18?» 103 5u 104'5>! Wiener Verlehrs-Anlrihe 4"/« 99 10 I0ui« bett!) 1900 4°/o 99-15 100'ik, Nnlehen der Stadt Wien , . 102-- 10»-detlo (N, od. V.) . . , 121-— »22 -detto (1894) . , . . 97-1N 9s Is detto (1898) , , . . 9» 25 9N ii: dett« (1900) , , . . 99 (!!, 10Ü-.X detto Inv.-N.) 1902 . 98 60 99 8l> ^^ütseballAillelien verlolb. 5 «eld Ware Pf«ndbriefe,c. Vl)dc»lr.,aNn,ost.in50I^,I,4«/o 8» 8b 991.', Vöhm. Hyputhcleilbanl verl, 4°/^ 9580 iuo-2' ^entral-Bod, Kred.-Vl., österr., 45 I. Verl. 4 >/,»/«. . . 101'5N — -Zentilll-Äoo.Kred.-Vl., öfterr., 6K I. verl. 4"/» , , . . 99-10 ISO 10 kred.-Inst,,0steri.,f.!ljerl.'Unt. u.üffentl.Urb.Kar.^vl.^/« 88'l0 99-Landcsb. d. ttön. Galizien und Lodom. 57'/i I. ruclz. 4°/,, 97-25 98-2K Mähr. Hypothelcnl,. oerl. 4°/^ 98-10 89 4<> !it..usterr,Lanbe».HyP.'Änft.4°^ 99 10 ivuiu bet«)i,iI!.2<>/„Pr. ver!.3'/,"/o 9175 92 75 detto tt..Schuldsch, verl. 3V,°/n !»l'5U 92-50 detlu verl. 4°/« 99— 100- Österr..unyar. «anl 50 jühr. »erl, 4°/u ö. W.....99 35 100 3.^ detto 4°/» Kr.....99'd» i0»-l<0 Lparl. I.öst., L0I. verl. 4°/» 100 75 iui?l, Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. sserdiuande.Noidbahn lim, 188« -- —-- dettu Em. 1804 —-^ —-— Österr. Nordwestb. ioo fl. T, . 104-30 105-8!» Ltaatsbahn 500 Fr.....—-— —-— öübbahn l^ 3°/« Jänner»Juli 500 Fr. (per St,) . . . 304 - 8a« - Eübbahn k 5«/„..... 122 65 123 «si Diverse Lose (per Stück). Prrzw'licht fost. O/u Bodenlredit.Lose 3m. 1880 285- 875 - dett» !tM. »888 273-75 283 75 5"/„ Donau»«enulierung«-Lose 100 II. ü. W..... 249 — 256— Verb. Präm..«nl. v. 10« Fr. 2°/o 97— 10? - zlnntrzinlllch» l»l». Budap..Uasillla (Dombau) 5 fl. 21-50 28-5»' ltredlllose 100 fl...... 48«! — 44» — Clarn-Lufe 40 fl, tt. M. . . 140- 14S-- Ofener Lose 40 fl..... 1Ü9— 178 — Palssy.Lose 40 fl. K. M. . . 1'<0- 180-Note» Kreuz, üst. Ves. u., 10 fl. 45-75 4?75 Note» Kreuz, »na. Ges. v., 5 fl. 2ö 80 2? 90 Nudolf.Lose 10 sl......«i— «>8 — Lalm.Lose 40 fl. K. M. . . I88-— ,«s — Geld Ware Turk. E,.Ä,.Nnl. Präm..0bllg. 400 Fr. per Kasse . . . 181— i«z- dctto per M. ... .81-— 1^.2- Wiener Komm..Lose v. I. 1874 482- 4«2- -Gcw.'Sch.d. 3«/oPräm..Schuldv. d.Vodenlr..Nnst. Vm. 1889 so— 8«-- Attien. Ullln»pllrt.ZlnttMlh«ung»n. «ussiN'Tepl. Eiscnb. 50N fl, . 2488— 2498 - Vöhn». «l)idl>llh!l 150 fl. . . 853'- N57-- BxschUehradl-r Eisb,50« fl. KM. 29»<1-— 28«0- dctto (lit, U.) 2no fl. Per Ult. 112U — 1125-Donau . Dampffchlffahrtö. Ges., 1., l. l. prw., 500 fl. KM. IN16-— is24 - Dut'ilwdenlillcher Eisb. 400 »r. 56i— ds6- FerdiüllndL.Norob.iooufl.KM. 5üS«-— 5570-Lcmb.'llzern.'Iassy»Eisenbahn» Gesellschasl, 200 fl. L. . 57« — 575- Llllyd.bsterr.,Trieft.,500fl.KVi. 460— 4S4-- ibsteri. Nordwestbahn 200 fl. S. 429- 431- dr«u(Nt. U.)20U fl.S. P.Ult, 426— 429 — Pral,.L»x.erEisenb.iWfl.abgst. 222- 224 — Staatsetsb. 200 fl.S. per Ultimo a«6 ?5 ««7 75 Eüdb. 200 fl. Silber per Ultimo 147S0 148 «s Eüdnoiddeutfche Nerbindunglb. 2U0 fl, KM...... 403-- 404-90 Tramway. Ges., neue Wiener, Prioritäts.Ultien 100 fl. . —— —--Ungar. Westbahn (Naab'Graz) 200 fl. S....... 402 50 4«5 — Wr. Lolalb..«lltie».Ves. 20« fl. 190— 196 - Vaulen. «nglo.Österr. Bank, 120 fl, . . 8«? 5N 308 5c Bankverein, Wiener, per Kasse - -— — - dcttu per Ultimo . . . 547 25 54« 25 Vodenlr..Unst. üsterr.,LNOfl.S, 1055'— 1W5-— Ientr.>Bob..Krebb. «st., 200 fl. 551-— 553'-Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, 160 fl., per Kasse —-— —'- dett« per Ultimo s«4-5N 665-50 Kreditbank allg. »na,,, 20« sl. . 776 75 777 75' Depositenbank, all«., 200 fl, . 463 — «ü - lt«lompte. Gesellschaft, nieder» osterr., 4> „Merkur", Wechselst.. «Men. Gesellschaft, 200 fl. . . . s»5— 689 — «Tou Kenten, m^dbrilfe^Tw-toriäteii, Aktien, I mMm Cm MMsa^^mr | Privat - Depots (Safe- Deposits) Luxeu etc., «evlseu und Valuleu. I Ban.^:- -^Laiid. ""s77-ecls.slexg-escll.aLft "CTaa-f r «lgtntm V»i»ch,lm« d.T P>rttL (4) _j1os-yer^icherung:__.____________________________Laibnch, BUrKaryusHf. VerzlBiopg ypn BaralnlBQOB ImTöntt-Korrant ond auf Gln-KiMi.