^ H K. Samstag am 5. März »8Z«. malig/ Ei^ch.ltu.^ 3 lr.. s«.r zwcin.al^ ^ r. 1»r v. a^ge . C. ^ ^^^^^^^^^^ ^ ^ ^ ..^ ^^ ,^^.^,.^ ^..^^,.^ ^,^, ,« ^,„„. 3u dicsc,l Gcbülirt!! ist nach dlm .,vr^n,l,'N,ci'cn ^»epl w« . ^—____«^^«^»»— , —^--« ÄmMch^l Tljeis. <^r. f. f. Apostolische Majestät habe» mit Aller» ^"hstcr Entschließung vom 16. Dezember v. I. im "5>i Organismus dcr Fiuauz-Vezirksbchördcn un ^"igreichc Vö'hmcn den Kameralrath und Kamera!« ^"kö. Vorsteher für Prag nebst Wisschrad, Franz 3^plcr. zmn Finanz. Vezirködirektor daselbst mit nlll^und Charakter eines Obcr.Fiuauzrathcs "üniidiM z^ ernennen geruht. s- ^k. f. k Apostolische Majestät haben mit Aller-5^" E.uschlicßuug vom 21. Februar 1. I. den ^">ptttor der Zentral. Secbehörde, Richard Ritter v. ^'zum Rathe dieser Behörde allcrgnädigft zu """""« gcruht. .,. Te. f. r. Apostolische Majcstät haben mit Aller» ^^lltt Entschließung vom "i. Februar l. I. den ^"ster uud bisherigen provisorischen Direktor dcr " "^schule in Innsbruck, Anton Lammcl, zum .^.'chen Direktor dieser Lehranstalt mit den system- "^" Vezügcn allcrgnädigst zu ernennen geruht- am -^ ^ ^ Fmanzministcrinm hat im neuen Or< «"l'smns der Finanz. Vczirksbchördcu im Königreiche Nnd ^'^ ^'""z^czirksdircktorcn '"" ^" ^'^' Charakter von Finanzräthen ernannt i c. ^'e Kamcralräthe und Kamcral-Vczirksvorstchcr: ^'^ Schulz v. EN astn ihky für Iuugbunzlau, "^^eche für dcn Präger Kreis, Alois Nay-Ludn ^' GW)", Anton Pitka für Vudwcls. bim , ^^' für Pilsen, Joses Löfflcr für Chru-nan' ^"^ ^ua^ fur Tabor, den früheren Fi> ^/'^"ksdircktor zu Lugoö Anton Ncgucr Rit> und K '^bcu für Ezaslau. die Kamcralräthc ^ ^""'cral.Vezirksoorsteher Gustau Otto Ritter ^^/^'eld für Leitmeritz, August Schmid für Saaz; dann deu Finanzsekrctär Josef Iahuu für Pisek und dcn Hilfsämtcr > Direktor Vartholomäus Silber für Eger. Dcr Iustizmilnster hat in dem Krakauer Ober-landcsgerichtssprcugel dcu Ncu>Sandezcr Krcisgcrichts-rath Josef Schätzel uud dcn Tarnowcr Kreisgc» richtsrath Franz Stcyökal zu Landesgerichtsräthen in Krakau zu ernennen befunden. Der Iustizministcr hat die bei dem Krcisgerichtc zu Voßcu erledigte Stelle eines Rathes uud Staats-anwalts drin Rathssekrctär und Staatsanwalts-Sub» stitutcn bei demselben Gerichtshöfe, Dr. Johann von Miller, uerlirhen. Der Iustizminister hat die bei dem Krcisgerichte zu Maros - Vasarhcly erledigte Stelle eines Rathssc« krctärs, zllglcich Staatsanwalts > Substiluten, dem Ge« richtöadinnlten daselbst, Friedrich v. Stern he im, und die bei dem Krcisgcrichtc zu Zilah erledigte Stelle eines Rathsckretärs. zugleich Staatsamvalts. Substituten, dem GcrichtsadjlNlltcn zu Maros'Vasar» hely, Johann u. Vodola, ucrlichcn. Dcr Iustizministcr hat die bei dem k. k. Laubes« gcrichtc zu Triest erledigten Gerichtsadjnnktenstellen den Bezirksamts »Aktuaren, Ferdinand Giroucoli v. Stcinbrunn und Josef Gazzoletti, ver« liehen. Dcr Minister dcr Justiz hat die bei dem Kreis, gcrichtc zu Maroö-Vasarhcly erledigte Stelle eines Hilfsämtcr. Dircltions. Adjunkten dem Osfizinlc da' selbst, Arpad u. Karaszck, verliehen. Am 28. Februar l. I. wird ill del k.k. Hof- und Staatsdruckerci iu Wien daö Vlil. Stück des Reichs-Gcseh-Vlattes ausgegeben und versendet. Dasselbe enthalt unter Nr. 28. Die kaiserliche Verordnung uom 24. Februar 18i50, — wirksam für die Königreiche Ungarn, Kroatien uud Slavouicn, die serbische WojivodsäM und das Tcmcscr Vanat -- über die Erweiterung dcr Fristen, welche mit den kaiserlichen Patenten vom 2. März 1853 (R. G. V. Nr. 38, 40 und 41) zur Anfechtung von Okkupationeu und zur Nücklösung der Rottgrüudc iu Ungarn und der Wojwodschaft Serbien und dem Tcmescr Vanate, dann zur Rüellösung der Nottgrüude und zur Re> gnlirnng und Rücklö'sung dcr Vcrg< und Ziusgründe in Kroatien und Slavonien festgesetzt worden sind. Nr. 2!). Dcn Erlaß des Finanziuluisleriums vom 26. Februar 186li. betreffend die Errichtung einer Hauptzollamts ° Erpofitur zu Dembica. Nr.' 30. Dcn Erlaß des Iustizmiuistcriumö vom 20. Februar 1856 — wirksam für das Königreich Un° gärn — die mit Allerhöchstem Kabinctsschreiben v. 2!i. Februar 18Ü6 Sr. kaiserl. Hoheit dem Herru Erzherzoge, Geueralgouverucur von Ungarn er« theilte Ermächtigung zur Vcrhängnng und Wieder« aufhebung des Staudrcchleö betreffend. Nr. 27. Die Verordnung des Armee« Ober .Kom« maudo, dcr Ministerien dcs Innern und der Fman' zcu vom 27. Februar 1866 — wirksam fl'ir alle Krouländcr, mit Ausnahme der Milltärgrcnze — betreffend die Durchführung dcs Gesetzes über Stellvertretung im Militärdienste bei der Nekruti» rung des Jahres 48ll«. Wien, 27. Februar 1866. Vom k. k. Redaktionsbureau des Neichögeschblattes. ^MchllmMlsM Theil. Oesterreich. Wieu, 27. Februar. In Folge Allerhöchster Entschließung Sr. k. k. Apostolischen Majestät vom Feuilleton. ""enon Ititter und ihr Turnier.') A ^ "l)'l Dr. Fernand Stamm. Gwcrs'/^ ^'nistcrium hat das Programm an die ken f "l""mcrn schickt, bald wcrdcu die Schrau- '"leu und das Turuicr der neuen Zeit beginut. ^„..„" ^"mpfpiah ist Oesterreichs würdig. Dlc ^win Onadratmeilen umfapt die Vahu;dle yesa,, ' ^^ "Ul dem Fedcrzug ciucs Kaiscrö ms- ^ "Ut zugelasftn wcrdcu, sind zahlreich gcuug, die trrib ^" ^^"'' ^^ ^"^ ^^' " Millionen Gewerb- Gcs?^'^' ""^ ^^ hliuderttauscnd Hcroldstimmeu der dew ^"'"" '"^ ^"' ^"tu.lgcn laden auch die au> Der ^ ^"'^" cui' "m Kampfe Theil zu nchiueu. ' Gallic dcs KampfcS ist ucu, cr criuuert uicht au .^ olympischen Spiele, nicht nu die Eirccnscs, a" ^ Gladiatorenkän'pfe. nicht au das Türmer mit ^>ncn Lauzcnstcchcn, Ringclstcchcu uud Schwcrtgc- ^chtcu, nicht au das Carrousel — dcr Name Kou< kurrenz ^höj't dem letzten Jahrhundert an. Neu siud le Waffen, neu die Wasscuführcr. Tort, wcuden ^ic Ihre Blicke auf jcuc Zwei, welche uus zufällig *) Aus dcr „Pnssc" Nv. 3 vcu <8^«. ""^7st ka.uen Es sind zwei Vaumwollenspinuer, "'"^ D i»rcs Wappens sagt. Sie fasseu ,. "" ^n"^sto Anzahl kleiner Gewerbsleute bat ei. ,„„ ziemlich ausgedehuten Raum auf dem Kampf. platze eingenommen und verficht sich keines Feindes. Da mit ciucm Male saust auf dcr Windsbraut dcö Dampfes ciu Ricsc hcrau und fährt unter die kleinen <>'cutc. Sie stieben auscinaudcr und nach Kurzem ist dcr Ricsc Herr von dem Fcldc. Dort wieder habcu zwei Bergleute eiucu Minen« krieg eröffuet. Eiuer uutergräbt dcu andern und spreugt ihu mit zwci Kreuzern, dic cr für dcu Zcnt. ucr Kohle weniger niunut, in die Luft. Manchmal schaaren sich auch Massen gegen Mas. scn zusammen; die Nohrzuckerraffiucurs habru mit ihrcm Fchdcbricf in dcr Gcstalt cincs Prciöcourautö an dic ^n Krieg er- klärt; die Ruukelistcn hcbcu dcn Handschuh auf. Die hydraulischen Pressen stemmen sich, die Kessel dampfen dic Knochenkohle entfärbt, die Zuckcrhütc tropfen, die zw'stallc schimmeru auf dem Markte hell uud fein, dic Rübe treibt das Nohr zum Lande hinaus. Es ist dcr Krieg Aller gegen Alle. Wie es in Atbcu Gcsctz war, daß Niemand bei großen Fragen ncutral bleiben durste, so nimmt hier das Volk ohuc Geheiß an dem Krieg dcr Koukurrenz Antheil uud ergreift eine Partei. Wer kcincu Rohrzucker ißt, ißt Rübenzucker; wer keine genähten, Stiefel trägt, trägt genagelte; wer kciu gedämmertes Vlech kauft, kauft gewalztes; wer kein Rübsöl breuut, brennt T^ioi -' ^ hie Wclf, hie Weibliugeu! V«G 20. Dezember 1866 und in Ausführuug eincS Erlas, ses des hohen Iustizuiinistcriums vom 28. desselben Monats wird die i» Este eingesetzte k. k. Untersuchnngs' Iustizkommission mit dem 1l;. März l8ä6 aufgelöst uud die weitere Erledigung der bei il'r in Verbandlnng stehenden Angelegenheiten dein f. k. Provinzialgericht chc wiederholt Besprechungen, welche vor Allein alls dic demnächst zu ernennenden Direktoren sich bczo> gen. Für die Stelle des ersten Direktors der Ge> scllschaft haben sich 12 Kandidaten gemeldet. Dieser Direktor, welcher mit der Gesammtleitung betraut werden soll, würde cincn Iahrcsgehalt uon 26.(100 fi. beziehen. Demselben würden zwei Direktoren für die Angelegenheiten der Börse und ein Kanzleidirektor znr Seite stehen. Als diejenigen, welche die meiste Ans« sieht baben ans diese DirektoMellen, neunt man den Hausmann Szabl'l aus Olmüt), den Kausmann Schiff aus Hamburg und Herrn Theodor Hornbostl. — Aus Prag, 26. Februar,. berichtet die «Prager Zeitung" : Gesten, Nachmittags um 3'/, Uhr sind Ihre l. Hoheiten die durchlauchtigsten Herren Erzherzoge Franz Karl u»d Ludwig lxer eingelroffeu, und in dcm fest« lich dekorirtcn Eisenbahnyose uon Sr. Erzellenz dem Herrn Statthalter Freiherru v. MeciM). Sr. Erzel< lenz dcm kommandircudcu General Herrn FML. Grafen Clam>GaUas, Sl. Erzellenz dem Obersthof, meister Sr. Majestät des Kaisers Ferdinand, Herrn FML. Freihcrrn v. Airoldi, und 0er Hohen k. k. Ge» ucralilät ehrfurchtsvoll empfangen woroen. Die Mi> litärmusik. Kapelle, welche uet'st einer Ehrenkompagnic des k. k. Linien .Infanterie'Negimeius Freiherr von Wcrnhardt im Vahnhose aufgestellt lvar, spielte bei Ankunft der hohen Reisenden die Volkshmnne. Ihre k. Hoheiten begaben sich unmittelbar aus oem Bahn» hose in einem bereitstellenden Hofwagen in dic kaiser« liehe Vnrg. Se. k. Hoheit der durchlauchtigfte Herr Erzherzog Josef sind vorgestern von Ioscsstadt hier angekommen. — Dcm Vernehmen nach werden mit Sr. Majestät Ihre k. Hoheiten oic durchlauchtigste!, Herren Erzherzoge Karl Ferdinand, Wilhelm, Leo> polo, Sigismund, Rainer und Heinrich hier cintref« ftn. Weiterem Vernehmen zu Folge werden morgen Se. Majestät der König von Sachsen und Sc. kais. Hoheit der Kronprinz Albert iu Prag erwartet. Im Laufe des heutigen Vormittags wurden die Spihen der hiesigen k. k. Behörden von Ihren Ma> jcstäten, dem Kaifer Ferdinand und der Kaiserin Maria Anna, empfangen, um Allcrhöchstdenselben die ehrfurchtsvollste,! Glückwünjchr zu dem bevorstehenden Festtage darzubringen. Hierauf hatte eine Depmatiou der Stadtrepräsrntauz, den Herrn Vürgcrmeistcr Dr. Wauka an der Spitze, die Ehre, von Ihren Maje« stätcn empfangen zu werden, und Allcrhöchstdenselben nach Darbringung des ehrerbietigsten Glückwunsches im Namen der Stadt Prag ein Festalbum zu Aller-höchstihrcr fünf '.'.»d zivanzigjährigen Vermälungs» feicr zu übcrcicheu. Ihre Majestäten gcrlihten das dargebrachte Festgeschenk huldvollst cutgegeu zu nehmen und in gnädigster Weise die Stadt Prag Ihrer fer-ucreu Hulo zu versichern. Schließlich ließen Ihre Majestäten die einzelnen Mitglieder ocr Deputation durch deu Hcrru Vürgernie,ster vorstellen und ge-ruhten au jeden der anwesende» Herren einige gnä« digc Worte zu richten. Das überreichte Fest'Album ist ein prachtvoll in Goldbrokat gebundenes nnd mit kunstvollen Mal-vengewindeu ans SM'er gcschinückles Buch in Quart, das init eincni künstlerisch ausgeführten Titclblatte vcrscheu auf !ll Blättern mehrere auf das Fest bezügliche Poesien vaterländischer Dichter enthält. Dcr volle Titel desselben lalltet: „Fest-Album znm 27. Februar 18.')0. Ihreu k. k. Majestäten dem aller« gnädigsten Kaiserpaarc Ferdinand und Anna Pia aus Anl^ß Allerhöchst ihrer fünf uuo zwanzigjährigen Ver-mälungsfeier in tiefster Ehrfurcht gewidmet von dcr l. Hauptstadt Prag." Zu der morgen um 7 Uhr Abends stattsindenden Fcstvorstellung, welche von den Mitgliedern des ho> hen Adels im deutschen Saale dcr kaiserlichen Burg veranstaltet wird, wnrde gestern Abends um 6 Uhr die Generalprobe abgehalten. Die Vorstellung beginnt mit dem Tableau „Maximilian vou Oesterreich und Maria von Bnrgund," welches von l! Damen und !) Herren dargestellt wird und wie das folgende Tableau vom Herrn Akademie. Direktor Eugerlh cut» worfcu wurde, während der Herr Konservatoriums» Direktor Kitll die beglcücndc Musik kmnpcmirtc. Hier-auf folgt die Aufführung des Holtci'schen Schwankes: „Drei und dreißig Minuten in Grüneberg" durch dcu f. k. Hosschal'spieler Hcrru Beckmann und die k. k. Hofschauspielerin Frau Haiziuger, ferner ein zweites Tableau „Landgräfin von Thüringen, Elisabeth die Heilige/' dargestellt vou 7 Damcu uud 3 Hcrreu des hoheu Aocls. In dem Girardin'scheu Lustspiele „Ein Hut," das sodann znr Aufführung gelaugt, wirken mit Ansnahme des Herrn Beckmann, dcr die Nolle des Bedienten Amadl> inue hat, gleichfalls nur Mitglieder des hohen Aocls mit. Frau Haizingcr wird hierauf ein von G. Seid! verfaßtes Festgedicht sprecheu und schließllich werden 2!i Damen des hohen Adels ein Tableau: „Die lebenden Vlumcn" bil. deu; die Musik zu dem let?ten Tableau ist ebenM vom Herrn Kittl. ! — Die „Tricster Zig.« schreibt: Dcr neue Gei"' ralgouverncnr von Ostindien, Lord Canning, l"f^' Bord dcs Dampfers der ostindischen Kompagnie. „A' rozc« am 28, Jänner in Vombai ein. Der Empf"G dcr ihm zu Theil wurde, war äußerst ehrenvoll, a»' dererseitö »lachte aber auch er einen sehr giuist'si"' Eindruck. Am 6. Februar wollte er sich nach ^>' culta bcgebcu. Seine Aukunft findet gerade nicht»»' ter dcu friedlichsten Auspicieu Statt, dcnn, abgesehn uon dein Truppcnkorps, das konzentrirt wird, m» ^'^ in Vetreff des Königreichs Audi) beschlossenen 5WH' regeln durchzuführen, kam anch cin Theil dcr ost>u^ scheu Mariuc zu militärischen Demoustrationcn ^ Verwendung. Außer dem Dampfer Queen", der, >^' bereits gemeldet, nach dcm rothen Meere beolAll wurde, erhielten auch die Dampfer „Ajdaha" "^ „Viktoria" Befehl zur Abfahrt uud sind nach ^ persischen Golfe gesteuert, um, im Hinblick ans ^" zwischen dcr persischen Regierung und dem engM" Geschäftsträger am Hofe zu Teheran, Mr. MuN'^ ausgebrocheueu Z,vist, die britischen Interessen zu «^ reu. Freilich bemerkt man dabei, daß diese leßtt^' Schiffe wohl wemg Dicuste leisten würden; denn ^' steus könnten sie sich Buschir höchstens bis auf "^ -Nl'cilcu nähern, weil das Wasser zu seicht sei, "»? dann gebe es auch an der ganze«! Küste vou PeW leine fünf Duheud britische Unterthanen, die Sch^ nöthig hätten, den sie zudem »och viel leichter u»? wirksamer bei den benachbarten Alliirten der Eüglä^ der. dem Imam von Muskat, fänoen. Und roch ^ liefen sich die Kosten dieser Erpedilion ungefähr '"ll die Hälfte dcr Summe, welche im ganzen westlich^ chcn Iüdieu jährlich allf Volkscrziehnng verweilt wcrde. Einen »ninder problematischen Zweck hat die A" peditiou nach dem rothen Meere, da cs gilt, dc" c»gli>cheu uud den französischen Konsul in Dsched^ zu schüfen, deren Sicherheit bedroht ist. Dcr an ^' Behörden von Mekka nnd Dschedda erlassene Äeftl^ des Sultans, den Sklavenhandel einzustellen, l^ nämlich die dortige Bevölkerung iu offencu AuW>^ versetzt. Seit undenklicher Zeit wird zivischen l>c>l bedenleuderen Hafenorten an den afrikanischen >^ arabischen Küsten dcs rotheu Meeres eiu lebhaft Sklavenhandel getrieben. Hauptstapelplan desscll^ ist Massua, wo sich zuweilen gegen 1000 Skla'.'k» angesaiumclt finden, meistens Gallas. theils aber cN>^ ehrlstliche Abyssinicr, die vou deu benachbartcu M»^ medanern abgefangen werden. Von Massua >^>^ diese Menschenivarc in kleinen Fahrzeugen >^'' Dschedda an d.r gegenüberliegenden Küste gebra^' van wo der weitere Vertrieb stattfindet. Die Krlcgsfmgc der Konkurrenz wird nicht erst nach der Zahl der gefallenen Kämpfer entschieden, sondern schon voraus uach dcr Zahl dcr Geworbenen — wer mehr Kunden, ich wollte sagcn Strcitcr hat, dcr bcstcigt den Triumphwagen. Wie wird man aber Sieger? Was sind die Eigenschaften großer Feldherren? Welche Grundsähe gelten in der Strategie und Taktik der Konkurrenz? Die großen Feldherren auf jedem Kriegstheatcr werden geboren, lind Hannibal sagte in dcr Schule sines Kriegsrechlslehrcrs schon vor viclcu Jahrhunderten : „Die Kriegskunst ist zu groß für ein Lehr-zimnirr, das eine andere Decke, habe als den Himmel." Wer siegt, läßt sich schwer sagcn; wer unterliegen muß, leichter, Unterliegen muß, wer in dcm neuen Kampfe dic Wissenschaft verachtet uud dcukt, die Gcschicklichl'cit thue alles; unterliegen mnß, wer die Handfertigkeit zu gering achtet uud uach dem Buche schmiedeu leruen will; unterliegen muß, wer hinter dcm Ofcn hocken bleibt und wic jener Bctruukeuc, der mit wirbclndcu Sinnen auf dem Ningplahc stand uud wartete, bis scine Hausthür zu ihm kommen dürfte, auch dic fremde Erfahrung auf Vcsuch ladet; «ntclÄcgcl, muß. wer als cinzclucr Tropfen dcm Strom cutgcgm schwimmen will; unterliegen muß, wcr auf bessere Zeilen wartet und sie sich nicht selbst macht; unterliegen werden endlich alle Feigen uud Faule», Uuschlüssigcu und Lauen. Es ist cinc Zeit wic icnc, wo das Pulvcr cr-fuudcn und in die Kricgskuust ciugrführt wurde; der Panzcr des ausschließlichen Befuguisscs ist nicht mehr undurchdringlich; von den Festungen dcr Züufte nnd Innungen sind dic Thore ausgehobcu und dic Gräben angefüllt — es sind aber immcr wicdcr Menschen, die gegen Mcnschcn kämpfen, und dcr Kampf auf offenem Felde vertheilt Sonnenlicht und Wiud gleich. Die Arseualc dcr Wisscnschaftcn stehcn offen, die Schulen sind Jedem zugänglich. Die Kriegskassc — das Kapital -- macht vielleicht dem größten Theil bang. Auch diesen bangen Zwcifcl kanu ciuc klarc Ausicht lösen. Man fürchtet in der Konkurrenz doch wobl niel't das Kapital überhaupt, dieses ist ja die wiebtigste Triebkraft jedes industriellcu Gedeihens, und wolltc dcr Himmel, Oestcrrcich bätic mehr Kapitalien zur Verfügung als alle andern Staaten zusammengenommen, cs wäre dann scines Sieges gewiß -- man fürchtet uur das iu Eincr Hand befindliche Kapital, weil cbcn die Einheit dcs Handelns dein Kapital dicsc bekannte Uebcrmacht gibt. Gibt cs kcin Mittel, viclc kleine Kapitalien in cin großes zu verwandeln uiw die Einheit dcr Ver- fügung herzustcllcu? Ei ja wohl. Es ist das die ^' sellschaft, die Aktieu>Verbindung, die Association, Nach Freigebnng dcs Gewcrbcs tritt in el!"'"' kleinen Städtchen cin Ledcrhändler aus und crri^ cinc Sticfclfabrik; zwanzig Schuster und drei G^ sind bedroht, von dcm Fabrikautcu crdrückt zn wtt^'' Dic Waffcu strecken, in dem Augenblick, wo dcr ^,' losbrechen soll, ist sicherer Untergang. Also ^ gefaßt! Dic Gerber und die Schuhmacher t»'/ zusammen als Gesellschafter und machen Eine» ' ihrem Führer. Nun steht dcm Fabrikautcu dcr l brikaut gegenüber und es müßte schlimm seiu, ^ ,, diesc Mcistcr, dic uicht bloß Miethlinge sind. , Gesellen jenes Fabrikanten nicht gewachsen n^u Das Kapüal ist am Gegner nicht zu ft'^ >^,< lvenn man sich auf die Unterordnung unter die e, ° rung eines Gcsellschastvorstaudcs versteht; mir ^' ^ ist am Gegner zu fürchten: die größere Wsl'^ ^ dic Wisscuschaft, denn die laßt sich durch W" - ., samiuenthnn von Unkenntniß bildeil; sechzig ^ ^^ seudc machen noch immcr keinen Kenntnißvollen ^ ^ sech;ig Kreuzer aber immer einen Gnldcn. ^ ^? also dic wichtigste ncue Waffc iu dc>u neueu Ka" "' Die Wissenschaft. ^ Was muß iu dcr Gewerbcfrcihcit die Z""'' Vcfuguiß, das Monopel und allcs ersehn. H«l» Bisher war nun dieser Handel von der türki« ^hcn Negicrnng nicht nur gestattet worden, sondern >ie bezog auch cine Einnahm?, und da dic Sklaverei untcr den ismaclitischen Stämmen Arabiens eine nr> "lle, nicht nur nationale, sondern auch häusliche und religiöse Einrichtung ist, so bedarf die Ausregnng. welche das vom Sultan erlassene Verbot hervorrief, ü'ncr wcitern ErNärung. Man berief sich anf den ^oran. mit dem der Fcrman im Widersprüche stehe, und dcl'auptelc. daß der Herrscher der Gläubigen "ur durch scinc ungläubigen Alliirtcn, die Engländer und Franzosen, deren Flaggen und Vertreter man "lso beseitigen müsst, zu jenem Verfahren verleitet worden sein könne. Der Kadi von Mekka ivnrdc mißhandelt, es kam ^>n blutigen Handgemenge, und Mekka wie Dschcdda ^finden sich i,i cim'l. Art Vclagcrnngsznstand. W W' bnmttl dic „Bombay Tinirs« bei diescm Anlasse. ^lnc drr beklagcnswertheil Nothwendigkeiten des gc> ^"wänigen Krieges, daß wir. wäbrcnd wir für ein ^uzip kämpfen, zugleich cine Gewalt aufrecht cr> "ten, deren Sturz im Interesse der Humanität sehr ^schcnowcrth wäre. Dic barbarische Politik des Nn ^"'"ü hat so langc geherrscht und in den Ge> ssc>/?' ^^' Bevölkerung so tiefe Wurzeln geschla- eint <> ^. '^"" "^f Anregung seiner Aüiirten irgend Nrich^"? Maßregel in Vorschlag kommt, das " ^üinincr zu fallc>, droht. >"!, '^" inleressantcil Beitrag zur Kenntniß der fttl k ^^'^älwe bcs ostindischen Kolonialleiches lie> lilikcit^ ^'^ ^"^^u erstattete Bericht über dic Thä-bs„ W ^^ ^Hnggee-Departemeuts im Jahre l8K4, l,^ . ^^' Slccmann, der mit der Leitung desselben daß ^ '^ vorlegte. Aus demselben geht hervor, ^ (die ^',,.^"^ des Jahres 1863 noch l0«l) Thugs wclch ^'!^^c Mororchktc) ihr Unwesen trieben, von so dcm ^'^ ^"^^ ^'^ ^^ festgenommen wurden, ^^macht!"^ ^"schluß einiger nachträglich ausfindig das s^'' '^'^ ^^l) übrig blieben. Tabellen über di^n di-^ ^"^"' und Nänbcrgesindcl vcrvollstän-blättern'^ ^"^Ü>schc Uebersicht, welche ostiudischcu k^l't, ^. .""^ ^ndrrm auch zu der Nügc Anlaß ci>i ^^' "u feinem der festgenommenen Schurken Viaii ^^ s^"' ausgesprochen odcr vollzogen wurde, nicht da/ "^^ "'^t lnit Unrecht, daß diese Milde endlich u.'.„?"'auttstc Mittel sei, um das Unwesen /"'a auszurotten. "l" überras^'^^""'^'ll's"bltgcscllschaft nimmt ei->nan vrrni,/^'^.,^"''"^"' 6^rtgang und wird. wie ^bcudc un>!"^ ^' b"6 nächste halbe Ial,r eine Di« ^ " ^ p^t, vertheilen. Daß ^..-. ^'^'ift,^ ^^'' '^lchl>ö in dcu Mutlahftuß y^^^ «Amalic" uon 220 Touncn, Kapitän ^eonhard, welches eine Ladung Rcis für Singapore übernehmen wird. Das österreichische Varkschiff „S'ovrano". Kapi> tän Bojanovich, ist am 3!. Jänner mit einiger La° dunst von Ealentta nach Vombai abgegangen. Ueber die Rebellion in China kommen dießmal einige Nachrichten, die nicht ganz ohne Bedeutung sind nnd eher auf eine Abnahme derselben schließen lassen. Nach der „Pekinger Zcitnng" ist nämlich Lu-chan-fu "), das dic Rebellen zwei Jahre bcscßt hielten, wicdcr in die Hände dcr Kaiserlichen gelangt; ebenso wnrdc cin Korps, das dcr Kommandant von Chin-liang-fu (wo cine Art Pest große Verheerungen anrichtet, welche zuerst den Schlund angreift, so daß der Kranke keine Nahrnng zu sich nehmen kaun, worauf dic Zähne schwarz werden und ausfallen, und schneller Tod erfolgt) um Verstärkung nach Nanking sandte, unterwegs uon den Negicrungstrnppcn angegriffen und zurückgeworfen. Haben aber diese, wic man daraus schließen könnte, dic Verbindung zwischen 0'hin-liang und Nanking unterbrochen, so dürften beide Pläpc sich kamn mehr lange halten können, bekanntlich haben dic Rebellen, welche mm schon scit beinahe ^ Jahren sich in lehtcrn behaupten, mit den Banden nichts gemein, dic in Shanghae, Amov und bei (ianton bansten. Andererseits sind von den Anfständ'scheu in Kiangsi A Bezirksstädte eingenommen worden, nnd sie sollen sich auch der Städte Kidengan und ^in> kiang bemächtigt haben, die an den Ufern dcö Flusses Kau in Kiangsi liegen, sowie der Stadt Suichan'fn, die an einem großen Nebenftusse desselbc». südwestlich von oer Hauptstadt der Provinz gelegen ist. Dic beiden »erstgenannten Städte befinden sich an dem Flusse, auf welchem Thee und Seide von Ho-Han und dnrch den Zang'tsc'kiang komnmi. so daß dcr Transport dieser Produkte leicht Hemmnisse erleiden könnte. In dcr Nachbarschaft von Canlon selbst ist Allcs ruhig und man kümmert sich dort um die Unruhen in Kwangsi lind Kiangsi fast so wenig wic um die Ereignisse am Saggclien, wo die Rnssen sich ein so beträchtliches Stück des himmlischen ReichcS angeeignet, ohne daß oer Gesammtkörpcr davon etwas merkte. Agra m. 2«. Februar. Die „Agramer Ztg." berichtet: Wic wir soeben erfahren, haben Se. Maj. der Kaiser Sr. Orzcllenz nnscrin hochwürdigen Herrn (irzbischof zum Kronkardinal zu ernennen und ihm das Großkreuz des kaiserlichen ^eopold-Ordciis aller» gnädigst zn verleihen geruht. «) Wir bcmcrtt" bci dlchm «»laßV. d^ß bci bm chincsischrn Sl^ttnanuu dic ljüdsyll'c F» ci.ic Stadt «. Rc,»üc^ Tschau 2. u»r Hm, 3, Nan^ö bcdn.kt, Dicft drn Gat-tunal» Städtc si»b immer rl'» Walli» 'lnigcl'cn. Deutschland. Dcr Vortrag des vereinigten orientalischen und militärischen Ausschusses, mit welchem der am 21. Febrnar gefaßte VnndcSbcschluß beantragt wurde, lautet nach den ,>H. N." : „Durch die von dem kais. österreichischen PM. dial «Gesandten in der Sitzung vom ?. d. M. ge« machte Mitthcilnng ist dcr hohen Versammlung offi« zicllc Knndc von den VcrlMdlnngcn geworden, wcl» chc in jüngster Zeit znm Zwecke dcr Wederherstel« lung des allgemeinen Friedens gepflogen worden sind, und welche zur Annahme eines Pläliminar'Entwur' fcs geführt haben, auf Grnnd dessen demnächst zur Eröffnung von Friedens'Unterhandlungen geschritten . werden wird. Dic vereinigten Ausschüsse, welchen diese Mittheilung znm gutachtlichen Vortrag über« wiesen worden ist, glauben sich allseitigen Einverständnisses versichert halten zu dürfen, wenn sie vor Allem des Dankes, zn welchem die Vorlage des kai« scrlichcn Hofes die hohe Versammlnng verpflichtet, und der freudigen Theilnahme erwähnen, mit welcher die eröffnete Aussicht anf baldige Wiederherstellung des Friedens zn begrüßen ist. „Die Bedingungen, dic nach Ausweis dcr Vor» läge den Inhalt des abzuschließenden Friedensuertra« ges zu bilden bestimmt sind, bcrnhen in dcr Wesen» hcit auf dcr Grundlage der vier Punkte, welche die Höfe von Wien, Paris und London dnrch Notcnaus» tausch vom tt. August 1N!4 festgestellt und die lMe 'Ullndesvcrsammlllng ihrem wesentlichen InHalls nach als eine geeignete Grundlage zur Anbahnung eines gesicherten Rechts' nnd Fricdensstandes anerkannt, de« rcn ersten nnd zweiten insbesondere aber sie auch vom Standpunkte dcr deutschen Interessen sich angeeignet nnd festhalten zn wollen erklärt hat. Diese vier Ga« ranliepunkte sind im Verlaufe dcr Verhandlungen näher erläutert und weiter entwickelt, nnd in dem dermaligcn, aus der Vcilage 2 zu dcr Mittheilung beS kaiserlichen Präsidial.Gesandten zn entnehmenden Uin-fange von den znnächst bctheiligteu kriegführenden Mächten angenommen worden. Vei dieser Sachlage glauben die berichtenden Ausschüsse sich jeder weiteren Erörterung über den Inhalt der gewonnenen Fric» dcnö'Grunolageii enthalten uuo lediglich hervorheben zu sollen, daß die deutschen Interessen, zu welchen dic ersten beiden Punkte, wie unterm l). Dezember 1K64 bereits anerkannt worden ist, in besonderer Beziehung stehen, volle Wahrung gefunden haben. Im Einklänge mit dem erwähnten Beschlusse vom 9. Dezember ^l>^ werden die Ausschüsse hiernach zu» nächst zn begntachtcn haben, daß auch der deutsche Bund in dcn bercits feststehenden Punkten dcr Prä« liminaricn dic Grnndlagc erkennen möge, auf wel» Die d^''^'^^^'^ Ausbildung nnd die Auf-"^ ^ " ble ^„^ ^ die Parole in ^" ^M^^^^^tc^ Ueber den ^ "" "dliem .' "''"'sch'n Weltgeschichte, welche , pichte ,'/"hte wohl dic einzige deutsche ^"k rm> ^ ben Anforderungen an ein sol- 3 '"^"' halte '"' """"" kmm, hier viel Worte ^ b'rß lcin.s/' '"" l"' überflüssig. Wir glauben, ^'"achtr ^^,'. ^lue allgemein anerkannte und aus- ^' ah^, ^"'"che ist. Z,,^ ^„^i^ ^,f^. .^llen ^'ch'chtc nnf'^ ^""' ^'"' dio Verbreitung dieser ^'Ng dies,/'""' welche einerseits für die Beden-""^'ll'seits ^^""'^"' Zcationallvcrkes spricht nnd ^"Ugsst«.,^"^ 'ntcrcssante Streiflichter auf de» ""' Vcm«s. ^'^ ^°'' ""^'^ Richtung der verschie-^'N'chtc de"."? Deutschland's wirft. Nach emcm ^'chichtc ist ^."^)"ndluug dcr Schlosscr'schcn Welt-"" ^r k ä 7' ^'" in fast allen rö ein Städ-'»ark's 3 '"^' ^tallcn's, England'^. Holland'. Däne- 'Ubttr^t ich" ''l/' ^"' "'"' ""' U' einer nicht ll"ist mcnte. So ist Süd> und Mitteldeutschland bedeutend stärker als Norddcntschland, besonders Altprcu-pcn, vertrete». In Frankflirt a. M. belauft sich die An'ahl der abgenommenen Eremplare allf ßli0, in Wien auf 630, in Leipzig auf 47^, in Wiesbaden ^i'l in Darmstadt, Mainz, Karlsruhe, Mannheim auf 200, in Heidelberg 1.'i0, in Kassel und Düsseldorf auf jc l30. Berlin hat eine fast gleiche An- fnrt, Frankfurt a. d. O. ,nit jc 2?i Exemplaren heraus' während das kleine Ehur (in der Schweiz) nnd Innsbruck doppelt so viel Eremplare abgenommen l,iben. Sehr frendig berührte ee! nns, daß Wien ill dieser geistigen Eonvnitcliste Deich'chlano'ö fast obenan stebt, nnd wir hegen dic sichere Hoffnuug, daß, nach. dem das Werk vollständig sein wird (in den nächsten lagen erscheint das Schlußheft) sich dic Zahl dcr 'Muebmer derselben in Wien noch um ein bedeuten-d'cö vermehren werde. lDaö lnndwirtlischaftliche (5cntralblatt f.'ir Deutschland) von Dr. Adolf Wilda in Leip< . im Verlage von Karl Wiegandt in Berlin hcr-ausgegsbeu, tritt nuninehr bereits dcn vierten Jahr- gang an und bildet ein sehr branchbares Ncpertorium dcr wissenschaftlichen Forschungen nnd praktischen Er> fahrungen im Gebiete der Landwirthschaft. Deßhalb dürfte es sich besonders in Oesterreich, wo gerade anf diesem Gebictc noch so Viclcs zu thun übrig, bleibt, zur Verbreitung eignen, und wir können dasselbe unsercu, den wahren Fortschritt anstrebenden ^andwirthen nur anf das beste anempfehlen. M i s z e l l e n. (Goldene Vcimruthen.) Ein junges Frauen» zimmcr von Pithiviers im ^oiret« Departement, mit allen äußern Vorzügen ausgestattet und gebildet, nbcr ganz vermögenlos, kam bekanntlich anf den Einfall, eine Lotterie von 300 Nummern, jede zu 1000 Frks' zu veranstalten, deren einziger Gewinnst ibre mit 300,000 Frks. beschwerte Hand ist. Iu allen Blättern spricht man nur von diesen: Frauenzimmer, und nic wird wohl eine Lotterie so sorgfältig und dam nock unentgeltlich veröffentlicht worden sein mi. ^" Alle Hagestolze in Frankreich ttn Sel'Me "' 5'nds zn crbaltcn und Lose z!l mers nn.ßtc em besonderes Vurcau errichtet wer c um aus d.c cmgcgangencn Anfr.gcu An wort z' "^n.und cs vergeht kcin Tag, wo ni t Fre ' pn'"nltch m dem Städtchen ankommen, um en Gc wmnst m l''^ zu sehen. Dn-^mn^ «so cher die Herstellung dcs allgemeinen Friedens herbei» zuführen ist. „Daß die, zu dicsein Zwecke demnächst sich cröff» nendcn Uilterhandllingen in Bälde zu einem bcfric> digenden Ergebnisse führen, stellt sich als ein allsri> tig gefühltes Bedürfniß dar. und cs wird sich die Untcrstüpling der dcßfallsigen Bestrebungen deßhalb von selbst empfehlen. Zu der in allen Theilen En> ropa's freudig begrüßten Wendung zum Frieden ha> ben die von dem königlich preußischen Kadinetc und von den anderen deutschen Bundesgenossen unterstütz' ten Bemühungen des kaiserlich österreichischen Hofes wesentlich beigetragen, und es liegt hierin eine Bürg» schaft oafür, daß die endliche Erreichung des allgo meinen Friedens auf der gewonnenen Grundlage und die allseitige unvcrrücktc Fcststcllnng der letzteren um so sicherer zu hoffen ist, lvcun bcr Bund in fester Einig-feit sein Gewicht hierfür geltend macht. „Die hohe Versammlung hat bereits unterm 9. Dezember 16Ü4 cs als Bedürfniß anerkannt, gemcin> schaftlich mit Oesterreich und Preußen auf die An« nähme dcr für geeignet gehaltenen Grundlage künftiger Fricdrnsverhandlu»gcn hinznwirken und die Frie> dcnsbcstrcbungen anf dieser Basis nachdrücklich zu ucrfoigrn; sie hat ferner unterm 26. Juli v. I. kund» gegeben, wie das Interesse des Friedens cs erfordere, daß der Bund in seiner bisherigen Stellung fest und einig verharre; im Anschlüsse hieran wird sich dcr deutsche Bund auch jetzt die Aufrechthaltung dcr ge> wonncnen festeren Friedensgrnndlage, nach Maßgabe dcr sich hierzu bei den Unterhandlungen oder sonst darbietenden Gelegenheit und dcr eintretenden Falles hierüber zu fassenden weiteren Beschlüsse, zur Aufgabe zu stellen haben, und daß solches nunmehr bcschlos» sen werde, glaubm die brrichttndcn Ausschüsse glcich> falls beantragen zu sollen. Wenn sich indessen bci d?r aus den ferneren Unterhandlungen hcrvorgchcn> den Spczialisirung dcr Fricoensbedingnngen voran?, sichtlich noch manche Einzclnheitcn und Mcinungsvcr> schicdcnhcileu ergeben können, deren Inhalt und Trag' weite noch nicht bekannt sind, so versteht es sich wohl von selbst, daß bezüglich derselben »licht minder, als in Betreff dcr von den kriegführenden Mächten anf Grund des vorbchaltencn Artikel 5 dcr Präliminarien' Entwürfe zu stellenden bcsondcren Bedingungen, dcm Vunde, wie den zunächst bcthciligten Mächten, dac, freie Urtheil unr> die eigene Auslegung unbenommen bleibe. Endlich glauben die Anöschüssc, in Mürdi» gung der Bestrebungen, welche die Allerhöchsten Höfc von Wicn und Berlin der Wiederherstellung des Fric' so bcharrllich und erfolgreich zugewendet haben, so> wohl einer Pfticht der Dankbarkeit zu genügen, als dcm allgemeinen Besten vorzusehen, wcnu sie cs bc> Vorworten, die vertrauensvolle Zuversicht anszusprc> chcn, daß beide hohe Regierungen fortfahren werden, den Interessen des Gcsammtvaterlandcs ihre Anf> merlsamkeit uil.d Fürsorge zu widmen." Italien. Aus Turin vom 23. wird geschrieben: Anf eine Frage des Senators Defornari im Turincr Obcrhausc, ob die Zeit zur Abschaffung des Loltospiclcs noch nicht gekommen sei, erwiederte dcr Finanzministcr, Herr Lanza, die finanziellen Verhält« nissc gestalten dcr Negicruug noch nicht, diesen Wunsch zu erfüllen, und sich einer Einnahmsqncllc zu entäußern; man sollte abcr durch Erziehung und Unterricht auf Entwöhnung vom Spiele hinwirken. Frankreich. Ucbcr die Eröffnung dcr Konfcrcnzen und den Beginn dcr Verhandlung schreibt «Morning.Post" nnter dcm 2l>. d.: Den Vorsitz bci den Konferenzcn wird Graf Walewski führen und die Reihenfolge der Bcvollmächligcn im Ucbrigen sich nach dcr alpha» betischen Oronuug richten. Die Leitung des Proto« kollcö wrd Hcrru Beneoctti anvertrant werden. Im ersten Protokoll wird das feierliche Vorsprechen dcr Geheimhaltung niedergelegt. Die Orduung dcr Pnukte >uil0 geändert und dcr fünfte zuerst vorgenommen wcrccn. Zn Lande wird ein Waffenstillstand abgc« schlössen, abcr dic Blokade zlir See erneuert werden. Man ist in Paris übrigens der Meinnng, daß die zahlreichsten nnd bcdcntcndstcn Zugeständnisse von der Türkei selbst werden gefordert werden. Daß die Türken sich hierüber keine Illusionen machen, beweist eine Aeußerung Ali Pascha's, dcr in Bezug auf dic Hilfe, wclchc Europa nun dcr Türkei gegen Nußland angedcihcn läßt, meinte: ,»Es ist dieß beiläufig die Fabel vom Pferde, das die Hilfe des Menschen an« rnft, um sich an dcm Hirschen zn rächen." Doch auch von England werden Opfer nnd Zugeständnisse ge' fordert wcrdcn. . Dicsc werden zwar nicht in dcr Zcrstörnng von Gibraltar oder im Aufgeben der jonischcn Inseln bc> stehen, sondern sich einzig anf die Rückstellung jener historischen Dokumente und alten Mannskripte be» schränken, die bci Gclcgcnhcit dcr Invasion vom I. l81^ ihren Weg aus den Pariser Archive» nach London genommen. Wenigstens bchanptct man, daß dcr Kaiser Napoleon dieser Rückerstattung warm das Wort rcdcn wcrde. Rußland. Ein gräßlichcr Unglücksfall ereignete sich in War» schan in dcr Nacht vom 20.—21. d. M. Ein mit vier Pferden bespannter Postwagen kam um 10 Uhr in Praga an, nnd fuhr, trotz des Verbotes, über das Eis dcr Weichsel. Dasselbe brach, nnd Wagen, Pferde lind Menschen versanken in den Fluthen. Wer die Unglücklichen gewesen sind, hat man am 21stcn noch nicht gewußt, nur so viel war bekannt, daß >ich zehn Personen auf dem Wagen befanden. Telegraphische Depeschen. " Alcxandricn, 21. Februar. Die egYP' tische Regierung erkennt den Titel „Bank of Egypt" nicht an nnd will derselben weder Protektion noch ein Privilegium gestatten. ' Triest, 28. Februar. Hcrr Lesscps ist ""s Alcxandricn hier eingetroffen. Ein hicr verbreitetes Gerücht von cincm Aufstaudc in Acgyptcn erweist silh als grundlos. Lanbfrachtcn wurden in allen Richtungen »i» (j kr. per Zcutncr herabgesetzt. Abermals niedrig" werden notirt: Banmwolle, Wolle, Oel, Spirits Weizen, Metalle. 'Kopenhagen. Mittwoch Nachts. 3^ sicbcnzehnstündigcr Berathung des Kriegsgerichts >v^' den alle angeklagten Minister freigesprochen und ^' stcn nnd Salaricu dcr Staatskasse zncrkannt. ^M Hochgcrichtsmitglicdcr sprachen das „Nichtschnldig"' alle Landthingsmitglieder das «Schuldig" aus. Stockholm, 27. Febrnar. Das „Aftonl'l"' dct" theilt mit: Ein Eomitö nntcr dcm Vorsitze dcs Kronprinzen ist niedergesetzt worden, nm Vorschlag znr Vcfcstignng Stockholms u,ld des Malarthalcs auszuarbeiten. London. 27. Februar. Die Vorhut dcr Flotte ist nach Kicl abgesegelt. Se. M. der König der Vcl' gier wird dem Vernehmen nach in 14 Tagen auf ^ Tage nach London kommen. Kon st ant in opel, 21. Februar. Der groß' herrliche Hat iu Betreff der auf die Verbesserung dll Lage dcr Christen abziclcndcn Reformen wurde l^ cincr Versammlung der Minister des Staalsrathcö, der hohen türkischen Geistlichkeit, dcr MilitarkommM'' dantantcn »nd dcr Ehcfs der christlichen Nations vorgelesen. Die Stimmnng ist ganz ruhig. An der Börse ist die Hansse wieder vorwiegend. (Oestcrr. Con.) Telegraphisch liegt folgende Nachricht vor: London, 26. Februar. In der heutigen Sij' znng des Untrrhanscs kündigt Mr. Roebuck für dc» 29. cine Tadelsmotion gegen die Ernennung dcr M>' litärkommission an, die mit dcr Untersuchung dcr M klagcn beauftragt wlirdc, welche die Zivilkommissä'^ gegen die höhcrn Offiziere dcr englischen ^lrmcc >» dcr Krim gerichtet haben. dcr ili Pithivicrö crschciilt, theilt folgenden Muster brief mit, dcr unter vielen andern an das Bureau geschickt wnrdc: „Hcrr Mairc in Pithivicrö! In ei' ncm hcute crschicncncn Lokalblatte ist von cincr origi» ncUcn Lotterie die Rede, die sicherlich cinen guten Erfolg haben wird, da dcr Gewinnst so lockend ist. Indem meine Verhältnisse cs mir wohl erlauben, daß ich mir anch anf die Theilnahme an dcm Bcnefize, das sie bietet, Hoffnnng machen könnte, so bitte ich Sie, Herr Maire, Sie möchten diesem Francnzimmer mittheilen, daß ich, Willens 10 Lose zn nchmcn, wissen möchte, bcvor ich nach Pilhivicrs rcisc, wic hoch sie ihre Ansprüche spanne, um mich nicht dcr Gefahr auszusehen, cincn Korb voll ihr zn erhalten. Genehmigen Sie u. s. f." Dcr Verfasser dieses Briefes war noch so galant, daß er in seinem Schreiben eine Freimarke für die Antwort einschloß, soll abcr auch, wic dcr Redakteur des genannten Blattes bemerkt, die erfreulichste Auskunft erhalten haben. Ein anderer. I_,u86no le« Cküleuux (Vienn«-I)<'j>.) vom 30. Jänner datirtcr Brief kam ebenfalls an den Mairc von Pithiuicr6, nm über die fragliche Lotterie das Nähere zn erfahren, und drängte den bereits er« wähnten Bewerber weit in Hintergrund, denn es handelt sich darin nicht bloß von Abnahme einiger Lose, sondern ans dem ganzen Schreiben, das noch origineller ist als das Unternehmen, wclches dazu Vcranlassnng gab, geht hervor, daß alle Innggc-scllcu dcs Städtchens Lnssac anf ein Mal heirats» lnstig geworden sind nnd sich nm Lose reißen, um ill den Besitz dcs Gcwinnstcs zn gelangen. — Es sind bereits alle Lose vergriffen, doch mögen sich die Freier trösten; dcr Einfall war zu gnt, als daß cs bei diesem Versuch stehen bliebe. Ein zweites Frauen» zimmer, ebenfalls alls Pithiviers, bietet bereits ihre Hand als Gewinnst cincr ncucn Lotterie an. sUcber die Schnelligkeit der Bewegungen dcv wleereöwclleu) meldet dcr „Boston Atlas": „Bci dcm großen Erdbeben. welches am 23. Dezember 18^4 in dem Hasen von Simoda die russische Fregatte „Diana" vernichtete, entleerte und süllte sich dieser Hafcn zu verschiedenen Malen durch an- nnd rücklaufcnde Wogen. In San Franzisko und San Dicgo haben die Vcreiniglen Staaten sogenannte selbstbcobachtcndc Flnthmesscr errichtet, welche das Steigen dcr Wogcn genau anzcigcn. In San Fran> zisko. 4800 cnglischc Mcilcu von dcm Schauplätze dcö Erdbebens, langte die erste kolossale Welle 12 Standen 16 Minnten später an, als sie den Hafen von Simoda verlassen, so daß sie sich also mit cincr Gcschwindigkcit von li '/2 englische Meilen in der M nute übcr dcn Ozcan bewegt hatte. Die erste M^ bewirkte in San Franzisl'o eine Erhebung des V!^-serspiegcls nm V,<, Fuß, welche eine halbe SN^ lang anhielt. Es folgten dann noch sieben andk^ abcr mindcr starke Wellen in Abständen von <^ Stunde. In San Diego wurde dasselbe Phänc"^ beobachtet, nur daß die Wogen dort später einlr"' und den Wasserspiegel schwächer veränderten." . (Gin Stammbnchverü von Wiel^^ Tchillcr und Goctl).'.) Als Weimar noch ^ deutsche Athen war, bcsuchtc einst cin Hr. v. O^,„ ans Licfland dcn Dichter Wieland, und reicht '^ zum Schlnß sein Stammbnch. Wieland, dcr . wahrscheinlich trotz dcr liebenswürdigen Fcinl'^ .^ Form, alif dic sich die Liefiänder viel zu Gute t>, — dcn Gecken gleich erkannt hatte, schricd lm"» „Die Erde ist cin Jammerthal" W"!""^ Gorcn ging hicrauf zu Schillcr. die vorige S^ wiederholte sich und Schiller schrieb auf Wiela Blatt die Worte: , ,. „Von Ganklcrn nnd von Thoren," ^ Mtc Goethe endlich, den jener Hcrr zulctzt bcsnch^''.^»l auf demselben Blatte dcu allerdings'sehr unhosl Schluß hinzu: „Von denen Sie dcr größte sind, Mcin lieber Herr von Gorcn." Druck nnd Verlag von Ignaz v. Kleinmayr H. F. Vamberg in Laibach. — Verantwortlicher Redakteur: F. Vamberg.