80. Jahrgang Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). Schriftleitung, Verwaltung und Buchdruckerei TeL 25-67, 25-68, 25-69, Maribor, Kopališka ul. 6. Nr. 143 Mittwoch, den 26. run 1S40 Inseraten- und Abonnements-Annahme in der Verwaltung Bezugspreis: Abholen oder durch die Post monatlich Din 23.— Der Zustellung Din 24.—. lut das Ausland monatlich Din 35.—. Einzelnummer Din 1.5G und Din 2.— Manuskripte werden nicht retourniert Bei Anfragen Rückporto beüegeu. Poštnina plačana v gotovini. PfGŠS DI#S IP'50 Mariborer äeituim DerWiderhall des Waffenstillstandes mit Frankreich Europas Vreste im Zeichen der Einstellung der FemdseMestsn In Frankreich / Berlin: Der Krieg mit Frankreich beendet, Großbritannien ist der ewiae Fe.nd des europaifchen Lebensraumes / London: Erniedrigende und maßime Friedensbedingungen, Habgier Italiens / Stockholm: Framreich der Vemmigung entgangen / Nom: Jetzt Beginn des Kampfes gegen Engmnö Berlin, 25. Juni. (Avala) Das Deut, dieser Bedingungen hätten unter den sehe Nachrichtenbüro meldet: 'Mitgliedern der französischen Regierung Die heutige deutsche Presse wendet ihre volle Aufmerksamkeit dem Abschluß des deutsch-französischen und des italo-fran-zösischen Waffenstillstandsvertrages zu. übereinstimmend wird festgestellt, daß der Krieg mit Frankreich damit beendigt ist. Die Blätter bringen Mitteilungen aus dem Führerhauptquartier, den Aufruf des Führers an das deutsche Volk und alle auf den Waffenstillstand bezugnehmenden Berichte unter riesigen Schlagzeilen. Die Blätter bringen einmütig den Dank des deutschen Volkes an den Führer und an die deutsche Wehrmacht zum Ausdruck. Die »Berliner Börsenzei-tung« schreibt u. a.: »Die Waffen schweigen. Frankreich ist besiegt und muß die Folgen der Fehler seiner Politiker tragen. Der Geist Clemenceau« und Fochs ist besiegt Die Anerkennung, daß der Gegner tapfer gekämpft hat, und die ritterliche Haltung des Führers gegenüber den französischen Unterhändlern in Compiegne sind ein Beweis dafür, daß es keinen Haß mehr gibt und daß die Fundamente für eine neue Zukunft gelegt werden.« Der »VölkischeBeobach ter« schreibt, der Sieg der deutschen Waffen und der Waffenstillstand seien die Folgen der vollständigen Einigkeit des deutschen Volkes. Die Einigkeit der Deutschen habe ihren Ausdruck in der Innenpolitik, in der Wirtschaft und auf allen Gebieten gefunden. Das deutsche Volk hinter der Front und die deutsche Wehrmacht an der Front bilden ein einziges Ganzes, über die Kraft dieser Einigkeit mögen die anderen nachdenken, um die Gründe des deutschen Sieges besser verstehen zu lernen. Das neue Europa — so endigt das Blatt — muß begreifen, daß die Mächte des Bösen besiegt sind und daß Großbritannien der ewige Feind des europäischen Lebensraumes ist.« London, 25. Juni. Der Londoner Rundfunk knüpft an die Mitteilung über die Unterzeichnung des- italienischen-fran zösischen Waffenstillstandsabkommens die Bemerkung, daß die italienischen Bedingungen besonders rücksichtslos und habgierig zu sein scheinen, trotzdem die italienischen Streitkräfte nirgends wirksam eingegriffen und keinerlei Vorteile gegenüber den teilweise erfolgreich angreifenden französischen Truppen errungen hätten. Besonders unverschämt sei es von Italien — hieß es im Londoner Rundfunk —, französisches Gebiet und und militärische Stützpunkte in Marokko, Algerien, Tunis und Djibuti zu verlangen, da Italien nur passiver Kriegsteilnehmer sei und die Abtretungen nur der Lohn für Italiens Dolchstoß waren. Das Versprechen Deutschlands, die zu internierende französische Armee und Flotte, während des Krieges nicht gegen England zu verwenden, könne selbst die Regierung Petain nicht für glaubwürdig halten. Der Londoner Rundfunk nennt die von Deutschland und Italien diktierten Friedensbedingungen erniedrigend, erdrük-kend und von schändlicher Maßlosigkeit, ln den Verhandlungen um die Annahme Unstimmigkeiten geherrscht. Stockholm, 25. Juni. (Avala). DNB berichtet: Die schwedische Presse kennt heute nur ein Hauptthema: die Einstellung der Feindseligkeiten an der Westfront. »Stockholm Tidningen« schreibt, Frankreich sei der Demütigung entgangen, die nach dem Weltkriege Deutschland betroffen habe. Das harte und bittere Urteil, das die Leiter des verbündeten Großbritannien über die französische Regierung zu fällen sich beeilten, werde vor der Geschichte nicht bestehen. Es sei ungerecht und offenbar für eine Propagandaoffensive berechnet, die Eindruck in den französischen Kolonien und auf die Befehlshaber der französischen Flotte machen solle, um sie dazu zu bringen, sich von der Regierung in Bordeaux zu trennen. »S v e n s k a D a g-b 1 a d e t« erklärt, daß der Krieg in Europa mit einer vernichtenden Niederlage für die Allierten geendet habe. »D a g e n s N y h e t e r« schreibt, dieses Mal begegne England dem heraufziehenden Gewitter isoliert und allein. Der militärische Mitarbeiter des Blattes erklärt, mit Freude lese man mitten in der großen französischen Tragödie, wie bei der Übermittlung der deutschen Waffenstillstandsbedingungen der deutsche wie auch der französische General abschließende Worte gefunden hätten, in welchem nichts anderes zu lesen sei als eine Anerkennung des tapferen Gegners. Die englischen Angriffe auf die französische Regierung erschienen als ziemlich unbegreiflich. Berlin, 25. Juni. (Avala). DNB berichtet: Der Stellvertreter des Führers Reichsminister Rudolf Heß richtete an Adolf Hitler folgendes Telegramm: An den Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht, Führer-Hauptquartier! Mein Führer! Sie haben den Kampf des jungen nationalsozialistischen Volksheeres gegen Frankreich mit den ruhmreichsten Sieg der Geschichte gekrönt. Sie haben damit dem langjährigen Kampf der deutschen Krieger im Weltkriege den Sinn gegeben. Ihr Glaube und Ihr Mut haben Deutschland zu neuer Größe emporgeführt. In stummem Stolz und tiefer Dankbarkeit schart sich das ganze deutsche Volk in dieser Nacht zur Zeit der Einstellung der Feindseiligkeiten um Sie und um Ihre bewaffnete Macht. — Rudolf H eß.« Rom, 25. Juni. (Avala). Stefani berichtet: Die italienische Presse unterstreicht, daß der Waffenstillstand mit Frankreich in dem Augenblick unterzeichnet wurde, als die am 21. d. M. begonnene italienische Alpenoffensive in voller Entfaltung gewesen war und als italienische Truppen auf französisches Gebiet eingebrochen waren. »II P o p o 1 o d i Roma« schreibt: An der Alpenfront ist Waffenruhe eingetreten, dafür aber werden die Kämpfe im Mittelmeer und in Afrika gegen England fortgesetzt. Der Kampf wird gegen England, nicht mehr gegen Frankreich geführt, welches das letztere Opfer Großbritanniens gewesen ist. »Corriere della Serra schreibt u. a.: Die deutschen und die italienischen Kräfte werden jetzt gegen England gerichtet werden. Die Unterzeichnung des Waffenstillstandes aber bedeutet das Ende der entente cordiale und des englischen Einflusses in Europa. Budapest, 25. Juni. MTI berichtet: Ungarns Presse und Öffentlichkeit haben das Inkrafttreten des Waffenstillstandes mit Frankreich mit dem tiefen Empfinden der Genugtuung und Erleichterung empfunden. Einheitlich ist die Haltung der Presse in der Verurteilung des Verhaltens Churchills und der Anerkennung für Marschall Petain. »U j Magyarszag« sieht die Gründe für den unausbleiblichen Sieg über Frankreich in dem Ideengut des Nationalsozialismus und des Faschismus verkörpert. Das Wesen der autoritären Staaten sei nicht der Befehl, sondern die seelische Bereitschaft ihrer Völker zu opferbereitem, hingebungsvollem Gehör, sam. Der einzigartige Sieg über Frankreich sei ein Sieg der Moral und des Fort schrittes, der Sieg der neuen europäischen Seele. England habe keine Aus-s'chten in der Endabrechnung mit den Achsenmächten. Herr Chuchill möge sich jetzt, ehe es noch zu spät sei, den Todessprung in die endgiltige Vernichtung überlegen. Amerika und der Krieg PRÄSIDENT ROOSEVELT GEGEN DIE LIEFERUNG VON KRIEGSSCHIFFEN AN ENGLAND. Washington, 25. Juni. (Avala.) Das Deutsche Nachrichtenbüro meldet: Präsident R o o s v e 11 ordnete am Mon- tag, den 24. d. M. den Abbruch der Verhandlungen zwischen amerikanischen Amtsstellen und England über den Verkauf von zwanzig ursprünglich von der englischen Marine bestellten Torpedo- schnellbooten an England an. Die unerwartete Anordnung des Präsidenten Roosevelt stützt sich auf ein Gutachten des Justizministers Jackson, wonach auf Grund eines Gesetzes von 1917 amerikanischen Schiffsbauern verboten ist, derartige Schiffe an die Regierungen krieg-führender Länder zu verkaufen. Vor neuen Kriegsereignissen? ITALIENISCHE PRESSE IM ZEICHEN DES DURCHBRUCHES DER FRANZÖSISCHEN ALPENFRONT — FRANZÖSISCH-MAROKKO WILL DEN KAMPF FORTSETZEN — GROSSADMIRAL DR. RAEDER INSPIZIERT WESTKÜSTE — VOR DEM STURM GEGEN ENGLAND? re della Sera«: »Die mit den schwersten künstlichen und natürlichen Befestigungsanlagen der Welt. ausgestattete französische Front sei gegenüber der heldenmütigen Entschlossenheit der italienischen Soldaten zusammengebrochen. »11 P o p o 1 o d’ 11 a 1 i a« erklärt, der französische Alpenwall sei nicht mehr und nicht weniger als die Südfront der Magi-not-Linie von der Schweiz bis zum Meer. Das französische Heer hatte den Befehl, nicht einen Fußbreit Bodens preiszugeben und hatte härtesten Widerstand entgegengesetzt. Trotzdem sei es von den Mailand, 25. Juni. (Avala) Das Deutsche Nachrichtenbüro meldet: Nicht die Unterzeichnung daß Italienisch-französischen W affenstills tan-des und die damit verbundene Einstellung der Feindseligkeiten gegenüber Frankreich wird von der norditalienischen Presse in den Vordergrund gestellt, sondern der italienische Heeresbericht Nr. 13. In Schlagzeilen verkünden die Blätter auf den Titelseiten, daß das italienische Heer an der Alpenfront vom Mont Blanc bis zum Meer seit drei Tagen siegreich vorgestoßen sei. So schreibt der »Corrie- italienischen Soldaten zum Rückzug gezwungen worden. London, 25. Juni. Reuter meldet"; Der französische General, der die Truppen in Französisch-Marokko kommandiert, hat gestern abends über den marok kanischen Kurzwellensender eine Erklärung abgegeben, wonach er den Kampf fortsetzen wird. Stockholm, 25. Juni. Die Meldung über die Inspektionsreise des Großadmirals Dr. Raeder nach Holland, Belgien und Nordfrankreich hat hier Aufsehen erregt. Der Berliner Korrespondent von »Stockholm Tidningen« schreibt in diesem Zusammenhänge, daß unmittelbar nach dem Abschluß der Feindseligkeiten auf dem Kontinent der Sturm gegen England losbrechen werde. Rom, 25. Juni. Stefani meldet: Wit man erfährt, hat die chinesische Regierung des Marschalls Tschiangkaischek it Tschungking einen energischen Protest an die französische Regierung wegen der Einstellung der Kriegsmaterialtransportt gerichtet, die bislang über die indochine-sche Bahn nach Yünnan geleitet wordef waren. Die Einstellung dieser Waffenlie^ ferungen hat Marschall Tschaingkaischel in große Schwierigkeiten gebracht. Zürich, 25. Juni. Devisen: Beograč 10, London 16.30, Newyork 4.43, Mailanc 22.40, Amsterdam 40, Berlin 177%, Stock holm 106.25, Oslo 400, Kopenhagen 90. Sofia 3, Budapest 79, Athen 3, Die Feindseligkeiten in Frankreich wurden gestern nachts eingestellt Der itallenischfranzösifche Waffenstillstand wurde gestern um 18*30 Ähr unterzeichnet / 24*35 Ähr oder 1*35 deutscher Sommerzeit a&ge&Iafen / Gin Ausruf Adolf Hitlers Bordeaux, 25. Juni. H a v a s berichtet: Der Ministerrat trat gestern um 17.30 Uhr neuerdings zu einer Sitzung zusammen und erteilte dem Führer der französischen W aff enstiilstandsdelega- tion in Rom, General Huntzinger, die Ermächtigung, den Waffenstillstandsvertrag mit Italien zu unterzeichnen. Die Regierung hat ferner beschlossen, den 25. Juni zum nationalen Trauertag zu erklären. Um 10 Uhr vormittags wird in der Kathedrale zu Bordeaux in Anwesenheit des Präsidenten der Republik sowie der Regierung eine Totenmesse für die Gefallenen dieses Krieges gelesen werden. Bordeaux, 25. Juni. H a v a s berichtet: Der Text der Einigung über den Waffenstillstand zwischen Frankreich auf der einen und Deutschland sowie Italien auf der anderen Seite wird gleichzeitig in Frankreich, Italien und Deutschland pu bliziert werden. In Frankreich wird eine besondere Kommission die Durchführung der Bestimmungen des Waffenstillstands-Vertrages zu besorgen haben.. Die französische Regierung wird ins Landesinnere übersiedeln, um ihre Funktionen ungestört ausüben zu können. Die Kammer und der Senat werden ebenfalls am Sitz der Regierung tagen. Gestern vormittags traten in Bordeaux die Deputierten und Senatoren zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen, über Vorschlag der beiden neuen Minister L a v a 1 und M a r q u e t wurde der Beschluß gefaßt, der Regierung des Marschalls Petain und dem Präsidenten der Republik das Vertrauen auszusprechen. Bordeaux, 25. Juni. Havas berichtet: Die Bedingungen des Waffenstillstandes zwischen Frankreich und dem Deutschen Reiche werden erst zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden. R o m, 25. Juni. Stefani: Die Waffen Stillstandsbedingungen Italiens wurden von der französischen Abordnung am 23. d, M. in der Villa »Incisi della Rochetta« (19 Kilometer von Rom entfernt) um 19.30 Uhr entgegengenommen. In der Villa trafen zuerst die italienischen Delegierten Graf Ciano, Marschall Badoglio, Admiral Cavagnari, General Pricollo und General Rotta mit ihren Adjutanten ein. Die französischen Delegierten, die in der Via Cassio wohnten, wurden in ihrer Wagenkolonne von Kraftfahrern und Carabinie-ris begleitet. Am Eingang der Villa wurden die Franzosen vom Chef des Protokolls und höheren Beamten des italienischen Außenministeriums empfangen und in den Saal der Villa geleitet, wo sie von den Italienern mit dem faschistischen Gruß empfangen wurden. Nachdem die Franzosen ihre Plätze eingenommen hatten, erhob sich Graf Ciano, um zu erklären, daß Marschall Badoglio im Namen des Duce den französischen Dele- gierten die Waffenstillstandsbedingungen überreichen werde. Daraufhin forderte Marschall Badoglio den General Rotta auf, die Bedingungen zu verlesen. Als die Verlesung beendigt war, erklärte General Huntzinger (die französische Abordnung stand vorher ununterbrochen mit Bordeaux in telephonischer Verbindung), die französische Abordnung habe die Bedingungen zur Kenntnis genommen und bitte daher, diese Bedingungen der französischen Regierung unterbreiten zu dürfen. Die französischen Delegierten wurden sodann zu ihren Wagen geleitet, während Außenminister Graf Ciano sich in den Venezianischen Palast begab, um den Duce zu informieren. R o m, 25. Juni. Stefani meldet: Wie amtlich berichtet wird, ist der Waffen, stillstandsvertrag zwischen Italien und Frankreich gestern um 19.15 Uhr unterzeichnet worden. Im Namen Italiens Unterzeichnete Marschall Badoglio, im Namen Frankreichs General Beren-guer. Um 19.35 Uhr benachrichtigte Außenminister Graf Ciano die deutsche Reichsregierung über die Unterzeichnung des Waffenstillstandsvertrages. Im Sinne der Bestimmungen des deutsch-französi. sehen Waffenstillstandes sind demnach die Feindseligkeiten am 25. Juni um 1.35 Uhr italien scher bezw. deutscher Sommerzeit abzubrechen. Der Kampf wurde heute um an die deutsche Nation Berlin, 25. Juli. Der deutsche Rundfunk gab gestern um 20.45 Uhr die nach stehende Sondermeldung: »Heute, Montag, den 24. Juni 1940 um 19.15 deutscher Sommerzeit wurde in Rom der italienisch-französische W affenstillstands-vertrag unterzeichnet. Um 19.35 Uhr wurde dies der deutschen Regierung amtlich mitgeteilt. Angesichts dieser Tatsache trat der deutsch-französische Waffenstill" stindsvertrag in Kraft. Das Oberkommando der deutschen Wehrmacht hat daher die Einstellung der Feindseligkeiten gegen Frankreich angeordnet. Die Feindseligkeiten werden auf beiden Seiten am 25. Juni um 1.35 Uhr deutscher Sommerszeit abgeblasen. Der Krieg im Westen mit Frankreich ist damit beendet.« Berlin, 25. Juni. (DNB) Anläßlich der Beendigung des Krieges mit Frankreich erließ der Führer folgenden Aufruf an das deutsche Volk: Deutsches Volk! Deine Soldaten haben nach kaum sechswöchigem heroischen Kampfe den Krieg im Westen mit einem heldischen Gegner siegreich beendigt. Ihre Taten werden i*1 die Geschichte eingehen als ruhmreichster Sieg aller Zeiten. In tiefer Demut danken wir Dott für seinen Segen. Ich ordne an, daß zur Feier dieses Tages die Fahnen und Flaggen für die Dauer von zehn Tagen gehißt werden. Durch sieben Tage hindurch mögen in ganz Deutschland alle Glocken erklingen.« Die letzten Kriegsoperolionen in Frankreich Aus den gestrigen KnegjcherEchY&i / Deutsche Truppen bis zur Gironde-Mündung Vorgeörungen / La Nochelle und Nocheiorl besetzt / ZtallemWe Truppen Durchbrechen die französische Alpenfront Berlin, 25. Juni. (Avala.) DNB berichtet: Das Oberkommando der deutschen Wehrmacht gab gestern bekannt: Im Atlantischen Ozean wurde die Küste bis zur G i r o n d e-Mündung besetzt. Genommen wurden La Rochelle und Rochefort. Im Osten drangen unsere Truppen in das Gebiet nördlich von P o i-tiers. Außer anderem Kriegsgut fiel auch ein großes Munitionsdepot in unsere Hände. In Elsaß-Lothringen ergaben sich weitere geschlagene feindliche Truppen. In der Ma g i n o 11 i n i e wurden weitere Stellungen genommen. Südöstlich von Lyon setzen unsere Trup pen den Vormarsch fort, wobei sie auf heftigen Widerstand des Feindes stoßen. Unsere Truppen rücken gegen Greno-b 1 e und Chambery vor. In der Nacht zum 25. Juni wurde bei Dangers ein bewaffneter englischer Dampfer von 3500 Tonnen sowie ein 5000-Tonnendampfer torpediert und versenkt. Ein Unterseeboot meldet, daß es Schiffe in einer Gesamttonnage von 23.500 Registertonnen versenkt habe. Die Tätigkeit der Luftwaffe beschränkte sich gestern auf Erkundungs flüge über'das Nordseegebiet. — Jagdflugzeuge schossen bei Calais zwei Bombenflugzeuge ab. Neun britische Flugzeuge versuchten gestern einen Flug über Holland. Sechs davon wurden abgeschossen. Zwei bis drei feindlichen Flugzeugen gelang es bis Westfalen zu dringen, wo sie in einem kleinen Ort Bauernhäuser bombardierten und aus Maschinengewehren auf die Bevölkerung schossen. Zwei Personen wurden schwer, viele leicht verletzt. Im Laufe der Nacht setzte der Feind den Flug über Nord- und Westdeutschland fort. Die an zahlreichen Stellen auf nicht militärische Objekte abgeworfenen Bomben richteten Sachschaden an. Mehrere Menschen wurden, getötet oder verletzt. Einige Bomben fielen auf ein Gefangenen lager an der Ostsee-Küste. Mehrere gefangene Franzosen wurden getötet, andere verletzt. In den in der Nacht zum 22. Juni südlich von Tcul geführten Kämpfen ■ zwang der Infanterieleutnant Flotte.: der sich in Begleitung von 22 Mann be- j fand, durch seine energischen Aktionen drei französische Infanterie- und zwei Artillerieregimenter die Waffen zu strecken. B r d e a u x, 25. Juni. (Avala.) Die amtliche Mitteilung des französischen Oberkommandos von gestern morgen lau tet: Im Westen gab es keine besonderen Ereignisse. An der mittleren Front wurden in der Nähe von Saint Etiene heftige Kämpfe geführt. Im Südosten gelang den Deutschen ein Vormarsch gegen Süden. An der Front in den Alpen unternahmen die Italiener wiederholt Angriffe. wobei der Gegner ernste Verluste erlitt. Irgendwo in Italien, 25. Juni. Der XIII. Heeresbericht des Hauptquartiers der italienischen Wehrmacht lautet: An der Front längs der Alpen von Mont Blanc bis zum Meer haben unsere Truppen am 21. Juni Angriffe im Hochgebirge unternommen. Der Gegner leistete heftigen Widerstand. Trotz atmosphärischen Schwierigkeiten ist der Elan unserer Trup pen nicht verringert. Sie haben überall bedeutender Erfolge erzielt. Dank gewissen Aktionen gelang es unseren Truppen, einige Festungen unweit von Briancon zu nehmen. Andere Abteilungen erreichten das Isere- und Arcon-Tal und drangen in das Befestigungssystem des Feindes. Der Vormarsch unserer Truppen längs der beiden Fronten wird fortgesetzt. Im Tyrrhenischen Meer wurde ein feindliches Unterseeboot versenkt. Unsere Luftwaffe setzte trotz der atmosphärischen Schwierigkeiten ihre Tätigkeit fort. Es wurden die Flughafen von Malta und das Arsenal von Biserta bombardiert. Zwei Flugzeuge kehrten in ihre Stützpunkte nicht zurück. In Nordafrika wurden mehrere Luftstützpunkte bombardiert. Alle unsere Flugzeuge kehrten unversehrt zurück. In Ostafrika wurden der Luftstützpunkt in Dschibuti und der Sammelplatz der feindlichen Truppen in Kenya beschossen. Die feindlichen Flugzeuge, die versucht hatten, Diredau und Massao zu bombardieren, mußten unverrichteter Dinge zurückkehren. Der Feind bombardierte gestern die offene Stadt Palermo, ohne jedoch militärischen Objekten Schaden zuzufügen. Bei dem Bombardement wurden 25 Personen getötet und 150 verletzt. Ein feindliches Flugzeug wurde abgeschossen. Vernichteter britischer Panz erwägen an der Westfront. Dr. Milivoj Dežman gestorben Z a g r e b, 25. VI. Im Alter von 65 Jahren ist gestern in Zagreb der bekannte politische Publizist und Arzt Dr. Milivoj Dežman gestorben. Dr. Dežman wurde während seines Studiums von Bischof Dr. Strossmayer unterstützt. Der Verstorbene, der seine medizinischen Studien in Prag und! in Wien beendigte, war seit 1895 Redakteur des Tagblattes »Obzor«. Sein Vater Dr. Ivan Dežman war ebenfalls Politiker und Literat. In früheren Jahren hat Dr. Milivoj Dežman auch die fortschrittliche Zeitschrift »Pokret« herausgegeben. Groß waren seine Verdienste auf dem Gebiete der Tuberkulosebekämpfung und ist ihm vor allein auch die Errichtung der Lungenheilstätte Brestovec zu verdanken* Der Reis ul Ulema in Zagreb Zagreb, 25. Juni. Reis ul Ulema Fe-hirn Effendi S p a h o, der oberste Krlchen fürst der jugoslawischen Moslims, wurde gestern in Zagreb feierlich empfangen. Spaho, ein Bruder des verstorbenen Politikers Dr. Mehmed Spaho, ist zur kanonischen Visitation der moslimischen konfessionellen Institutionen in Zagreb eingelangt. Tokio, 24. Juni. (Avala). DNB berichtet: Fürst K o n o y e ist in seine Eigenschaft als Vorsitzender des geheimen Staatsrates zurückgetreten. Der Rücl tritt Konoyes erfolgte infolge von Unstini inigkeiten zwischen ihm und einigen Mitgliedern des genannten Rates. Wie »Tokio Nitschi Nitschi« berichtet, wird' Vizepräsident Arrai zu seinem Nachfolger ernannt werden. ßormalisierung m diplomatischen Beziehungen zwischen Jugoslawien und Zowjettuhland Senator Dr. Milan Gavrilovic zum ersten Gesandten Augoslawiens in Moskau ernannt / Der bisherige Osioer jowset-rustische Gesandte Vlotntww kommt nach Beograd 8 e o g r a d, 25. Juni. (Avala.) Nach günstig beendigten Wirtschaftsverhand-lungen zwischen der Sowjetunion und dem Königreich Jugoslawien sowie nach erfolgtem Austausch der Ratifikationsurkunden über die abgeschlossenen Verträge haben sich die beiden Regierungen geeinigt, das Verhältnis zu einander zu nor- malisieren, und zwar durch die Erneuerung ordentlicher diplomatischer Beziehungen und durch die Ernennung der diplomatischen Vertreter in Beograd und in Moskau. Die Sowjetregierung gab das Agrement für die Ernennung des Senators Dr. Milan Gavrilovič zum jugoslawischen Gesandten in Moskau, die Regie- rung des Königreiches Jugoslawien hingegen für die Ernennung des bisherigen Gesandten in Norwegen Viktor Plotni-kow zum Gesandten der Sowjetunion in Beograd. Beograd, 25. Juni. Wie aus Sofia berichtet wird, ist "der bisherige zweite TASS-Korrespondent in Sofia, Polje-j e w, zum Tass -K o r re sp on de nt en in Beograd ernannt worden. Zu seinem Stellvertreter in Beograd wurde Peter Rosdej-kovski aus der TASS-Zentrale in Moskau ernannt. Bruch zwischen Frankreich und England Eine Deklaration der Regierung Vetain gegen Winston Churchills Behauptungen / D e Bildung eines „französischen Rationatkomitees" in London hat die Kluft zwischen den bisherigen Alliierten vertieft ßordeaux, 25. Juni. Havas berichtet: Die französische Regierung betrachtet es als ihre Pflicht, dem französischen Volke mitzuteilen, daß der englische Premierminister Winston Churchill am 22. d. M. eine Erklärung abgegeben hat. Die französische Regierung erhebt gleichzeitig energischen Protest gegen die in dieser Erklärung Churchills enthaltenen Darlegungen. Die französische Regierung zitiert nun die Erklärungen Churchills und fährt dann fort: Die Haltung, die Winston Churchill eingenommen hat, ist umso weniger annehmbar, als die britische Regierung den Verlauf der Kriegsereignisse von Zeit zu Zeit verfolgt hatte, so daß ihr alle Elemente bekannt waren, die die französische Regierung zur Forderung nach Einstellung der Feindseligkeiten genötigt haben. Die französische Regierung lehnt die Untersche'dungen, die Churchill zwischen ihr und der öffentlichen. Meinung Frankreichs feststellen möchte, entschieden ab. Die französische Regierung ist sich bewußt, im besten Sinne die Interessen des französischen Volkes wahrgenom men zu haben und sie ist überzeugt, der Zustimmung aller Franzosen vergewissert zu sein. Die französische Regierung wird nicht müde werden, die Behauptungen Churchills abzulehnen. Schon jetzt aber lehnt sie die tendenziöse Behauptung des britischen Premiers ab, der die britische öffentliche Meinung so benachrichtige, als ob die französische Regierung einen anderen Weg als den eingeschlagenen hätte beschreiten können. Zürich, 25. Juni. Zweiundvierzig Stunden nach der Unterzeichnung des deutsch-französischen Waffenstillstandes war es für die Schweizer Beobachter der internationalen diplomatischen Vorgänge klar geworden, daß der Bruch zwischen Frankreich und England unvermeidlich ist. In diplomatischen Kreisen rechnet man sogar mit dem formellen Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen London und Bordeaux. Churchill hat die französische Regierung bereits am Samstag in seiner bekannten Rede angegriffen. Am Sonntag erfolgte die Veröffentlichung einer offiziellen Erklärung der englischen Regierung, in welcher erklärt wird, daß die Waffenstillstandsbedingungen Frankreich zu der Übergabe seines gesamten Kriegsmaterials an den Feind verpflichtet hätten. Die französische Regierung werde auf einem verhältnismäßig kleinen Territorium weiter bestehen, doch werde sie vollkommen von Deutschland abhängig sein. Aus den Waffensfillstandsbed'in-gungen könne die Schlußfolgerung bezüg lieh der Friedensbedingungen gezogen werden. Es sei jedoch klar, daß sich Deutschland jetzt nicht in Friedensverhandlungen einlassen wolle. Die Waffenstillstandsbedingungen seien ein Beweis dafür, daß sich Frankreich vollkommen unterworfen habe. Nach Veröffentlichung dieser britischen Erklärung machte der französische General De Gaulle im englischen Rund- funk die Mitteilung, daß er in London ein französisches Nationalkomitee gebildet habe, daß die Kapitulation der Regierung des Marschalls Petain nicht anerkenne und das den Krieg gemeinsam mit England fortsetzen werde. General de Gaulle behauptete in seiner Rede, daß sich Frankreich nach der Kapitulation in Compiegne nicht mehr im Zustand der Unabhängigkeit befinde und daher auch keine unabhängige Regierung besitze. Diese Tatsache nötige das französische Nationalkomitee, sich auf freiem und unabhängigen Boden um die Nation zu bekümmern. Das Nationalkomitee anerkenne feierlich die den Alliierten gegenüber übernommenen Verpflichtungen. Das Nationalkomitee werde so lange in Funktion sein, bis das französische Volk eine Regierung zu wäh len imstande sei, die sich für die Sicherheit und Freiheit der Nation kümmern könne. London, 25. Juni. Reuter berichtet: General de Gaulle erkläte im Londoner Rundfunk u. a.: »Die Regierung in Bordeaux hat den Waffenstillstand angenommen, der die offene Kapitulation darstellt. Diese Kapitulation ist früher erfolgt, als die letzten Mittel des Widerstandes erschöpft waren. Diese Mittel werden jetzt unserem Feinde übergeben, der sie gegen unsere Alliierten verwenden wird. Der Feind wird unsere Schiffe, unser Gold und unsere Flugzeuge gegen unsere Verbündeten verwenden. Diese Kapitulation gleicht der Sklaverei.« London, 25. Juni. Reuter berichtet: Nach der Rede des Generals De Gaulle wurde durch den englischen Rundfunk in französischer Sprache die nachstehende Erklärung verlesen: »Die Regierung S. M. des Königs ist der Ansicht, daß die Unterzeichneten Waf fenstillstandsbedingungen, mit denen die feierlich abgeschlossenen Bündnisverträge verletzt wurden, die Regierung in Bordeaux vollkommen dem Feind unterworfen und ihr jede Freiheit und Möglich keit der Repräsentanz freier Bürger benommen haben. Die Regierung S. M. des Königs kann daher die Regierung in Bordeaux nicht als die Regierung eines unabhängigen Staates anerkennen. Die königl. britische Regierung nimmt den Vorschlag zur Bildung eines provisorischen französischen Nationalrates zur Kenntnis, der die unabhängigen französischen Elemente und deren Entschlossenheit repräsentiert, den Krieg unter gleichzeitiger Erfüllung der internationalen Verpflichtungen Frank reichs fortzusetzen. Die Republikaner gegen jede direkte KrieaSbeteWung der LIGA BEGINN DES XX. PARTEIKONGRESSES DER REPUBLIKANER. — GEGEN DIE THESEN ROOSEVELTS. _ DIE FRAGE DER AUFRECHTERHALTUNG DER MONROE-DOKTRIN. Philadelphia, 25. Juni. In Philadelphia begann in Anwesenheit von 11.000 Delegierten der XX. Kongreß der Republikanischen Partei. In den Reihen der Republikaner befinden sich sowohl die Isolationspolitiker, die im Gegensatz zum Präsidenten Roosevelt stehen, wie auch die Interventionisten, unter denen jedoch keine Einigkeit herrscht. Infolge der jüngsten Ereignisse, besonders aber nach der Kriegserklärung Italiens an die Alliierten, hat die Lage eine rasche Veränderung erfahren, so daß die Isolationisten, obwohl sie nicht die Politik der Unterstützung des bewaffneten Konflik- tes zu betreiben gedenken, dennoch die Unterstützung Englands mit Waffen emp fehlen. Die Isolationisten wenden sich lediglich ' dagegen, daß Amerika in den Krieg hereingezogen werde, wobei sie ge gen Roosevelt vergehen, der ihnen zu weit geht, da er mit den Waffen der USA wie mit seinem Privateigentum disponieren möchte. Dem republikanischen Parteikongreß sieht man daher mit großer Spannung ent gegen. Der Kongreß wird u. a. die Aufrechterhaltung der Monroe-Doktrin und die endgiltige Stellungnahme zur Aktion der Usa bilden. Das neue Gesicht Rumäniens EINE GROSSE RUNDFUNKREDE DES CHEFS DER »PARTEI DER NATION« Bukarest, 24. Juni. Der Chef der Partei des Volkes, Minister U r d i r i a n u hielt gestern abends eine Rundfunkrede, in der er u. a. ausführte: Ohne Haß werde ich offen aber fest entschlossen mit allen meinen Kräften an der Verwirklichung des obersten Gesetzes arbeiten, über das S. M. der König in seiner gestrigen Rede sprach. Das oberste Gesetz, das uns leiten muß, ist: Rettung des Vaterlandes, Ret- tung mittels heroischen Unterfangens. In der Geschichte eines jeden Volkes gibt es große und entscheidende Momente, welche diejenigen, die dazu berufen sind, ver stehen müssen. Jeder muß wissen, daß über uns das mächtige Vaterland und die Nation stehen, die unser höchstel Ideal sein müssen. In meiner Eigenschaft als Chef des Parteistabes werde ich bemüht sein, folgendes durchzuführen: 1. morali- sche Erziehung eines jeden Parteimitgliedes von seiner frühesten Jugend bis zur Beendigung seiner Mission, 2. Hebung des Gemeinschaftssinnes, der auf der Aufopferung eines jeden einzelnen und auf der Zusammenarbeit aller an Stelle eines anarchistischen Individualismus beruht, 3. Jeden zu befähigen, daß er die ihm anvertraute Stelle voll erfüllen könne, 4. Hebung des Verantwortungsgefühles, das die Haupttugend eines jeden sein muß. Wir müssen S. M. dem König dankbar sein, daß er sich entschlossen hat, die große Mission zu übernehmen. Im Namen der ehemaligen Mitglieder der Eisernen Garde richtete Horia Sima an alle ehemaligen Mitglieder der Eisernen Garde den Appell, sofort der Partei des Volkes beizutreten und mit allen ihren Kräften dem König und dem Vaterland treu zu dienen. Alle Führer und zahlreiche frühere Mitglieder der Eisernen Garde leisteten dem Appell sofort Folge und traten der Partei des Volkes bei, darunter der Vater Codreanus, Carmeaca und Georgescu. Deutschland, LlGA und Gowietunion Berlin, Juni. (UTA) Von besonderer Seite wird uns geschrieben: Die Span- nung, mit der man in Deutschland der Endentscheidung in Frankreich entgegen sieht, hat doch das Interesse der deutschen Öffentlichkeit für die politischen Vorgänge rings um dieses europäische Ereignis nicht vermindert. So hat man insbesondere mit Interesse von der Umbildung der amerikanischen Regierung Kenntnis genommen. Die Initiative des Präsidenten Roosevelt wird jedoch in der deutschen Presse ohne jede Stellungnahme nur kurz verzeichnet und auch in hiesigen politischen Kreisen enthält man sich eines Kommentars mit dem Hinweis darauf, daß es sich hier um eine inneräme-rikanische Angelegenheit handle, die sich gemäß den traditionellen deutschen Grundsätzen einer deutschen Stellungnahme entziehe. Umgekehrt hat man jedoch auf deutscher Seite nicht die Deutungen und Auslegungen übersehen, die der Schritt Roosevelts in der internationalen Presse gefunden hat und die immerhin als sehr aufschlußreich erscheinen. Darüber hinaus ist ein weiterer politischer Tatbestand in Berlin mit Aufmerksamkeit registriert worden. Mit einem gewissen Erstaunen hat man die Beobachtung gemacht, daß internationale Presseorgane, insbesondere amerikanische Blätter, gerade jetzt wiederum den Versuch machten, die freundschaftlichen Beziehungen Deutschlands zur Sowjetunion mit Gerüchten verschiedener Art zu stören. Zu diesem Zwecke wurden Meldungen verbreitet, die in völliger Verkennung der bestehenden Tatsachen offensichtlich darauf hinauslaufen, eine Atmosphäre des Mißtrauens zwischen den beiden Großmächten auszubreiten. Alle derartigen Versuche werden indessen von deutsche Seite als völlig abwegig und aussichtslos bezeichnet. Die Beziehungen zwischen Deutschland und der Sowjetunion seien, wie von maßgebender deutscher Seite wiederholt erklärt wurde, auf der Grundlage wohl abgegrenzter Interessen geordnet und entsprechen sowohl in ihrer wirtschaftlichen wie auch in ihrer politischen Gestalt so sehr den na- Maribor. Dienstag, den 25.3uni Bis spätestens Mittwoch, 18 Uhr mögen sowohl die kleinen als auch die großen Anzeigen für die kommende, bereits i am Donnerstag, den 27. d. M. zur üblichen Stunde erscheinende Sonntags-nummer der »Mariborer Zeitung« in der Verwaltung des Blattes (Kopališka ul. 6) abgegeben werden. Da die kommende Sonntagsnummer des Blattes mehrere Tage aufliegen wird, bietet sich unseren geschätzten Inserenten eine selten günstige Gelegenheit wirksamer Kundenwerbung. Die P. T. Inserenten werden höflichst ersucht, ihre Insertionsaufträge bis zum oben angegebenen Termin der Verwaltung einzuhändigen, da später vorgebrachte Wünsche aus technischen Gründen leider nicht berücksichtigt werden können. Die Verwaltung der »Mariborer Zeitung« Zunge Talente stellen sich vor AUSSTELLUNG VON SCHÜLERZEICHNUNGEN IM I. REALGYMNASIUM. türlichen Bedürfnissen beider Länder, daß sie jede Störung von dritter Seite her entzogen wären. . Wie die MagmoMme durchstoßen wurde Wien, Juni. (UTA) Die Unbezwing-lichkeit ihrer Maginotlinie war der unerschütterliche Glaubenssatz aller Franzosen. Das Verteidigungssystem ist auch raffiniert angelegt, und es erscheint tatsächlich als ein Wunder, daß diese Befestigungslinie in Stunden zerschlagen und überrant wurde. Ein deutscher Offizier, der aus einem Fesselballon den deutschen Durchbruch verfolgte, schildert in kurzen Worten den Kampf: Der Angriff begann in den frü- hen Morgenstunden und wurde durch Artilleriefeuer und zahlreiche Stukaangriffe eingeleitet. Unaufhörlich detonierten die genau gezielten Granaten und gewaltigen Bomben, und ein Bunker nach dem ändern stürzte zusammen. Nach dem Stukaangriff gingen die Pioniere und die Infanterie durch das Ruinenfeld vor, um mit der blanken Waffe den letzten Widerstand zu brechen. Die Maginotlinie war in großer Breite und in ihrer-ganzen Tiefe durchstoßen. Unaufhaltsam ergoß sich der Strom der deutschen Truppen hinter das französische Verteidigungssystem. Deutschlands Nahrungsmittel-Versorgung Berlin, Juni. (UTA). Die Behauptung des Londoner Rundfunks, daß das Deutsche Reich im kommenden Winter einer Hungersnot ausgesetzt sein werde, wird jetzt auch von zuständigen deutschen Stellen als »töricht und völlig unbegründet« bezeichnet. Es wird festgestellt, daß von einer bevorstehenden Miß ernte keine Rede sein könne. Auch die sowjetrussischen Getreidelieferungen näh men entgegen anderslautenden Behauptungen einen planmäßigen Verlauf. Im übrigen wird betont, daß Deutschland nach wie vor über außerordentlich große Vorräte an Brotgetreide verfüge, die etwa ebenso groß seien wie zu Beginn des Krieges. Die Vorräte an Butter, Eiern u. Fleisch würden zu Beginn des Winters sogar erheblich größer sein als im Vorjahre. Die deutsche Versorgungslage wird schließlich durch eine Erklärung aus dem Ernäherungsministerium beleuchtet, in der es heißt, daß das Ministerium sich mit dem Problem der Lebensmittelversorgung für das Jahr 1940-41 bis zur Ern te 1941 überhaupt nicht mehr befasse, sondern bereits den Versorgungsplan für das Jahr 1941-42 ausarbeite. Me älteste Frau Jugoslawiens Im bosnischen Dorfe Lipiik wurde die älteste Frau Jugoslawiens, die über 150 Jahre alte Stana S i š i č entdeckt. Die würdige Frau war schon zur Zeit der bosnischen Okkupation über 80 Jahre alt. Sie heiratete siebenmal, zum erstenmal mit 20, zum letztenmal mit 86 Jahren. Als sie mit 102 Jahren zum letztenmal untröstlich Witwe wurde, fand sich zu ihrem größten Bedauern, wie sie selbst erklärte, kein Brautwerber mehr. Die sieben Ehen ergaben 21 Kinder, von denen kein einziges mehr am Leben ist. Auch die 132 Enkelkinder sind inzwischen gestorben, doch leben etwa 500 Urenkel. Stana muß leider berichten, daß sie mit allen ihren sieben Männern ausgesprochen schlecht gelebt habe, besonders aber mit dem dritten, vierten und sechsten Mann, die sie nicht nur wie die anderen schlugen, sondern die außerdem noch tranken. Dennoch war sie nie krank, nicht einmal erkältet. Die Greisin ißt noch gerne und viel und schläft seit ihrer frühesten Kindheit nicht in einem Bett, sondern auf dem Fußboden. Der Härte des Fußbodens sowie dem Umstand, daß sie nie Seife verwendet hat, verdankt sie nach ihrer Darstellung ihr langes Leben. Außerdem noch dem Tabak und dem Kaffee, die sie in gewaltigen Mengen konsumiert. ünterstützet die flntituberkuiosenligai Die Ausstellungen an unseren Mittelschulen zum Schulschluß wurden schon zur Traditon. Es ist dies eine Bilanz des Arbeitsgeistes und der künstlerischen Erziehung unserer Jugend. Es nimmt daher nicht Wunder, daß diese Ausstellungen immer eine genügende Anzahl von Besuchern, die nicht gerade Verwandte der ausstellenden Schüler sein müssen, finden. Schon manches Jahr haben bei diesen Ausstellungen junge Talente die Aufmerksamkeit der breiteren Öffentlichkeit auf sich gezogen. Das Mariborer 1. Realgymnasium genießt schon mehrere Jahre hindurch den Ruf, daß in dieser Anstalt dem Zeichnen ein besonderes Augenmerk gewidmet wird'. Auch die diesjährige Ausstellung hat unsere Erwartungen voll erfüllt. Das ausgestellte Material: graphische Werbeplakate, Zeichnungen von Gegenständen und Landschaften,-wie auch Porträts und sogar Bewegungsstudien zeugen nicht Im Sinne des Gesetzes über die Altersversicherung der Angestellten tritt mit 1. Juli die obligatorische Altersversicherung der Handelsangestellten in Kraft. Bisher waren jene Handelsangestellten versichert, die auch regelmäßig Kanzleiarbei-1 ten verrichteten, Handelsreisende mit einem ständigen Einkommen, falls sie nicht aus einem von der Versicherungspflicht befreiten Berufe übergetreten waren, sowie Handelsangestellte, die selbständig einen Betrieb oder eine Filiale bzw. Abteilung leiten, die eine Aufsicht über die Arbeit ausiiben und die 6 Klassen einer Mittelschule absolvierten. Nach der neuen gesetzlichen Verordnung sind der Versi- Bereits seit einem halben Jahr ist in Zagreb der Gastwirt Martin Vukelič spurlos verschwunden. Man dachte zunächst, daß sich Vukelič ins Ausland' begeben habe, doch meldeten sich bald Leu te, die ihn am kritischen Tage in einem Auto mit vier fremden Männern gesehen haben wollen. Trotz der umfassenden Un tersuchung seitens der Polizei blieb Vukelič verschwunden. Gelegentlich seines letzten Zagreber Aufenthaltes wurde der Mariborer Hellseher S v e n g a 1 i von mehreren Journalisten veranlaßt, auch sei nerseits Licht in das Dunkel der Affäre zu bringen. Svengali brachte die Polizei alsbald auf die rechte Spur, denn er gab genav.estens an, daß Vukelič unweit von Sv. Klara ermordet und dann in einen Seitenarm der Save geworfen worden sei. Tatsächlich meldeten sich auf Grund dic- nur von großem pädagoischen Können der Zeichenprofessoren, sondern auch von ausgesprochenen Talenten, die mitunter auch schon gewisse persönliche Züge aufweisen. Es sei nur auf einige Zeichnungen mit scharfem plastisch. Sinn und auf originelle Landschaftsbilder hingewiesen. Die Ausstellung ist aber nicht nur in den »Gipfeln«, bei den Schülern der höheren Klassen, sondern auch bei den ganz Jungen äußerst interessant. Hier wird dem Beschauer ein Einblick in die erzieherische Arbeit sozusagen »vom Anfang an« gewährt. Aus diesen vielleicht noch ungeschickten, aber oft schon originellen und geistreichen, erzählenden Skizzen entwickeln sich mit der Zeit wenn nicht gerade Maler von Weltruf, so doch Leute mit starkem Vorstellungsvermögen, mit sicherer Hand und mit Sinn für das Schöne. Und dies ist ja einer von den Zwecken der Mittelschulerziehung. cherungspflicht alle Handelsangestellten unterworfen, die in einem Geschäftsunternehmen beschäftigt sind, ausgenommen jene, die in einem Kleinverschleiß bzw. in solchen kleinen Geschäften bedienstet sind, die keine besondere Vorbildung erheischen. Ferner müssen versichert werden alle Handelsangestellten der Verkaufsstellen der Gewerbe- und Industrieunternehmungen bzw. Genossenschaften. Die Vorbedingung ist, daß der Betreffende in einem Handelsbetrieb beschäftigt ist, und die nötige Vorbildung (zweijährige Lehrzeit, bzw. 4 Klassen Bürgeroder Mittelschule) besitzt und nicht das 45. Lebensjahr überschritten hat. ser sensationellen Enthüllungen Zeugen, die mit Bestimmtheit angaben, daß sie Vukelič dort am kritischen Tage gesehen hatten. Kurz darauf konnten bereits Kleiderreste des Vukelič aus der Save gezogen werden, so daß die Auffindung der Leiche nicht mehr lange auf sich warten lassen dürfte. Svengalis verblüffende Ent hüllung hat in allen Kreisen größte Beachtung gefunden. m. Todesfall. I-m Älter von 65 Jahren ist gestern der Oberwachmann i. R. Karl Ferlan gestorben. R. L p.l m. Hochschulnachricht. An der Ljub- lianaer Universität werden morgen, Mitt-j v, och, Vladimir Pezdirc, Jože P o 1-i i a k, Egon Smerdu, Svetozar Polič I und Cyrill Žakelj zu Doktoren der Rechte promoviert werden. Das juristische Diplom haben erlangt Anton Bizjak, Franz Kandus und Josef P o.d 1 e s e k. in. Am Vidovdan, d. i. am 28. Juni, blei ben die Stadtsparkasse in Maribor, die Spodnještajerska ljudska posojilnica i11 Maribor sowie die Mariborer Kreditanstalt den ganzen Tag über geschlossen. m. Die Friseurgeschäfte in Maribor werden am Vidovdan, d. i. am 28. d. M., zwische 10 und II Uhr geschlossen bleiben, während sie am Abend bis 20 Uhr geöffnet sein werden. Am Samstag, den 29. d. M. werden die Friseursalons ununterbrochen von halb 8 bis 14 Uhr geöffnet sein. Sonntag bleiben sie dagegen ganztägig geschlossen. m. An der Lehrerbildungsanstalt in Maribor wurden die Reifeprüfungen unter dem Vorsitz des Vertreters des Unterrichtsministeriums Direktor Dr. T o m i nšek in der Zeit vom 11. bis 22. Juni vorgenommen. Nachstehende Kandidaten und Kandidatinnen haben die Prüfung erfolgreich bestanden: Brunet Daniel, Maria Cernovšek, Antonia Durjava, Flakus Ernst, Grohmann Alfons (mit Auszeichnung), Juratič Dragotin, Kavčič Anna, Kobal Ljuboslav, Lah Zora, Lorenčak Milan, Menih Branko, Novak Nada, Pirnat Josefine (mit Auszeichnung), Pogorevc Ludmila, Požlep Katharina, Praprotnik Dragotin, Sobočan Anna, Sosiš Danica, Šušteršič Cvetko, Varl Franziska und žagar Maria. Sechs Kandidaten haben eine Nachprüfung abzulegen. m. Die Einschreibung in die übungsschule der Lehrerbildungsanstalt in Maribor findet in den Vormittagsstunden zwischen 10 und 11 Uhr statt. Die Eltern bezw. Angehörigen haben das Kind vr.r-züstellen und gleichzeitig den Taufschein sowie das Impfzeugnis vörzu-weisen. in. An der Handelsakademie in Maribor legten die Diplomprüfung nachstehende Absolventen bzw. Absolventinnen des IV. Jahrganges ab: Bäuerle Mathilde, Bergles Benon, Brecelj Darinka, Cvilak-Peklar Martin, Čebular Zdravko, Detela Črtomir, Dobovišek Oton, Drofenik Štefanija, Fatur Slavko, Frelih Danica, Gone Ludwig, Goli Hermann, Gorup Božo, Gri-sold Aurella, Hecl Willibald, Jakopič Zvonimir, Klobasa Emma, Kos Rudolf, Krajnik Ivana, Lapuh Anna, Lebar Marijan, Lorber Ivan, Močivnik Vera, Pernat Hra-roslava, Petelin Alois, Pleterski Hertha, Potisk Elfriede, Potočnik Ivan, Pregrad Ivan, Pschunder Margarethe, Repolusk So phie, Schober Rita, Seršen Anna, Sorrovia Mathilde, Srebotnjak Božena, Stempach Theodor, S raj Josef, štefanec Franz, Tomažič Ivan, Turič Leopold, Veržun Adolf, Vodeb Ljuban, Zalokar Borislav und Žiberna Karla. Den Vorsitz der Prüfungskommission führte Direktor Peter Mo -die. , m. Matura am klassischen Gymnasium in Maribor. Am klasischen Gymnasium in Maribor wurden gestern die Reifeprüfungen beendet. In der Abteilung A waren von der mündlichen Prüfung befreit: Marie Druzovič, Marie Hrastnik, Max Irgolič, A. Jarc, Zora Obersnu, Bogdan Pogačnik, Franz Robič, Miroslav Stalzer, Franz štabne, Miran Vodopivec u. Radovan Vrabl. Die mündliche Prüfung bestanden Vida Bezjak, Alois Cukala, Anton čertalič, Vladimir Gregorovič, Branimir Hojnik, Dušan Humar, Sonja Jančar, Stanislav Janežič, Viktor Korun, Janko Kovačec, Gostirad Lončarič, Milan Okretič, Josef Pavlin, Janko Perne, Josef Platovšek, Franz Polanec, Franz Seme, Ivan Stadler, Franz Zagoršek, Franz Švab. Zwei Kandidaten haben eine Nachprüfung abzulegen, während 2 auf ein Jahr reprobiert wurden. In der Abteilung B waren von der mündlichen Prüfung befreit: Janež Belej, Dušan Benčina, Stefan Falež, Valentin Frangeš, Ernst Gračner, Herbert ‘ Kaloud, Janez Kovačič, Max Pitino und Altersversicherung der Hankels- aiigeleitesi DIE VERORDNUNG TRITT AM I. JULI IN KRAFT. Svrngaii entpm Mordfall DAS GEHEIMNIS UM DEN SPURLOS VERSCHWUNDENEN ZAGREBER GAST. WIRT VUKELIČ GELÜFTET Dorothea Žebot. Die mündliche Prüfung bestanden: Gerhard Baron, Josef čonč, Brani voj Čuček, Adolf Derganc, Franz Bašun, Slavko Gaberc, Nada Horvat, Franz Kosar, Milivoj Mohor, Franz Pavlinič, August Potokar, Marie Simončič, Rado Šturm, Josef šutlerič, Anton Venišnik, •M Zemec und die Privatisier! Stanislav Ceglar, Hildegard Mally, Marie Vrhovec. Ein Kandidat hat eine Nachprüfung abzu-ie_gen, während vier auf ein Jahr repro-biert wurden. w. Das neue Postamt in Kamnica wird am 1. Juli eröffnet werden. Die Postab-fertigung wird täglich erfolgen. Die Verbindung mit den Mariborer Postämtern wird das Postauto besorgen. m. Orgelabend in der Domkirche. Zum Abschluß des Schuljahres veranstaltet die hiesige Kirchenmusikschule am Freitag, den 28. Juni um 8 Uhr abends einen Orgelabend in der Domkirche. Ausführende sind die diesjährigen Absolventen, Schüler von Prof. Gr. Zafošnik, Eintritt frei. m. Der Tod auf der Straße. Auf der Betonstraße zwischen Medvode und Je-Perca stieß der 18jährige Arbeiter Anton Kuralt aus Škofja Loka mit seinem Fahrrad mit einem entgegenkommenden Auto zusammen und blieb auf der Stelle tot liegen. m. Bergfreunde ins Logar-Tal. Der ?>Putnik« macht insbesondere alle Bergfreunde sowie überhaupt alle, die die kom uienden Feiertage in Gottes freier Natur verbringen wollen, auf den zweitägigen Autocar-Ausflug am 29. und 30. d. aufmerksam. Informationen und Prospekte .im »Putnik«- Reisebüro in der Burg. m. Kennen Sie das Sotla-Tal? Gewiß noch nicht! Der »Putnik« erleichtert Ihnen den Besuch gelegentlich seiner sonntägigen Autocar-Sonderfahrt nach Šmarje und in das romantische Sotla-Tal. Zur Verfügung stehen noch einige Sitzplätze, weshalb mit der Anmeldung im »Pütnik«-Reisebüro nicht gezögert werden soll! m. Die Eigentümer von Pferden werden im Sinne einer Verlautbarung des Stadt-niagistrats darauf aufmerksam gemacht, daß sie im Falle einer militärischen Aufforderung nur gesunde und einwandfreie Pferde vorzuführen haben. Mit der Vorführung von kranken und untauglichen Pferden wird nur die glatte Abfertigung erschwert. Desgleichen haben die Fahrzeuge vollkommen intakt zu sein. Gegen Zuwiderhandelnde wird im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen eingeschritten werden. m. Bei der Kommunion bestohlen. Der Näherin Angela Čepe, wohnhaft in der Betnavska cesta 38, kam gestern wählend der Kommunion die Handtasche samt einer goldenen Uhr, verschiedenen Dokumenten und etwas Bargeld abhanden.. Die Verlustträgerin erleidet einen Schaden von 2000 Dinar. m. Zwei Fahrräder gestohlen. Dem Hilfsarbeiter Franz Horvat wurde gestern vor dem neuen Zollamtsgebäude ein Fahr rad, Marke »Columbia« gestohlen. Ein zweites Fahrrad wurde dem Schneidergehilfen Anton Berlot aus dem Flur eines Gasthauses in der Aleksandrova cesta entwendet. Es handelt sich um ein Wanderer-Fahrrad. nL Verloren wurde gestern auf dem Wege von Pobrežje bis zur Textilfabrik Ehrlich eine lederne Brieftasche mit einem Barbetrag von 400 Dinar, 2 Fahrradbüchein und verschiedenen Dokumenten. Der ehrliche Finder möge die Tasche gegen Belohnung bei der Polizei abgeben. m. Wetterbericht vom 25. Juni, 9 Uhr: Temperatur 19 Grad, Luftfeuchtigkeit 67%, Barometerstand 729.9, Windrichtung SN. Gestrige Maximaltemperatur 23.6, heutige Minimaltemperatur 15 Grad. m. Zigarettenstummel verursacht Brand Schaden von 300.000 Dinar. Wie erinnerlich, brach am 14. April in Cigonci bei Slov. Bistrica am Gutsbesitz des Grafen Dr. Attems ein Waldbrand aus, der einen Schaden von 300.000 Dinar verursachte. Auf Grund der eingeleiteten Untersuchung wurde festgestellt, daß der Brand infol ge eines weggeworfenen Zigarettenstum mels entfacht wurde, den der 31 jährig Hilfsarbeiter Franz Satler weggewor- Lastauto tötet zwei Motorradfahrer Folgenschwerer Verkehrsunfall auf der Straße zwischen Mežica und Prevalje In den heutigen Vormittagsstunden trug sich auf der Straße, die von Prevalje nach Melica und črna führt, ein folgenschwerer Zusammenstoß zu. Im Augenblick als zwei Männer auf einem Motorrad dahergefahren kamen, tauchte vor ihnen in einer unübersehbaren Kurve ein schwerer Lastkraftwagen auf. Infolge der schmalen Straße und augenscheinlich we- gen des übermäßigen Tempos konnten die beiden Motorradfahrer nicht ganz den Straßenrand erreichen, sondern stießen mit aller Wucht in den Kraftwagen.. Der Zusammenstoß war furchtbar. Beide Fahrer blieben mit gräßlichen Verletzungen auf der Stelle tot liegen. Die Identität der beiden Toten ist bis zur Stunde noch nicht bekannt. Tod in den Bergen ' SEINEM NEFFEN ZU HILFE EILEND IN DEN ABGRUND GESTÜRZT. Das schöne Wetter des letzten Sonntags lockte zahlreiche Ausflügler in die Berge. Unter den Gästen, die sich in Kam niška Bistrica am Fusse der Sanntalcr Alpen eingefunden . hatten, befand sich auch der Direktor der Tabakfabrik in Ljubljana Franz Golob mit Gattin, Schwägerin und dem 8-jährigen Neffen Sandi Jurjevec. Direktor Golob unternahm am Nachmittag mit seinen Angehörigen einen Ausflug zur sog. »Rokovnjaška jama«, zu der ein steiler Weg führt. An einer abschüssigen Stelle glitt der klei ne Sandi aus und kollerte mehrere Meter über den Abhang hinaub, doch konnte er sich an einem Strauch erfangen. Direktor Golob eilte seinem Neffen sofort zu Hilfe, kam jedoch selbst ins Gleiten und stürzte über den etwa 150 Meter langen Hang hinab. Am unteren Ende wurde er über einen 10 Meter tiefen Abgrund geschleudert und schlug hiebei mit dem Kopf auf einen Felsblock mit solcher Wucht auf, daß er auf der Stelle tot liegen blieb. Mehrere Bergführer und Turi-sten schafften seine Leiche noch am Sonn tag nach Kamniška Bistrica, von wo sie dann nach Ljubljana überführt wurde. Di rektor Golob, dessen tragisches Schicksal allgemein bedauert wird, stand im 53. Lebensjahr. Sein Neffe konnte sich noch vor Eintreffen der Rettungsmannschaft allein aus der bedrängten Lage retten. Ehemaliger 3$otifter vor dm GmchtSfchraMen AUFSEHENERREGENDER BETRUGSPROZESS IN LJUBLJANA. In Ljubljana begann gestern ein Sensationsprozeß, der so recht die heutigen traurigen Zeitverhältnisse beleuchtet und den Beweis erbringt, wie gewissenlose Spekulanten die Not armer Leute auszunützen verstehen. Es handelt sich um den ehemaligen Bankier Miro J a n k o 1 e, der schon im Jahre 1922 in Ljubljana ein kleines Bank geschält gründete, das er aber schon nach neun Monaten infolge fehlgeschlagener Spekulationen unter schweren Verlusten liquidieren mußte. Dennoch gelang es ihm, wieder auf seinen Namen eine Konzession zur Eröffnung eines Komman ditgeschäftes zu erlangen. Besonders im Jahre 1932, als wegen der Bankensperre sich der Mangel an flüssigen Zahlungsmitteln stark bemerkbar machte, konnte er durch die Einlagebücheln kleiner Leute, die dringend Bargeld benötigten, Wo-chergewinne einheimsen. Nebenbei übernahm er auch die damals schon insolvente Slovenska Banka. Durch betrügerische Manipulationen ge lang es ihm auch, ernste Geschäftsleute von seiner Bonität zu überzeugen. Doch alle Künste halfen ihm nichts. Die Sloven ska Banka mußte dennoch im Jahre 1938 mit einem Defizit von 10 Millionen Dinar liquidiert werden. Um so besser gingen seine Darlehensgeschäfte. Wie alle Leute dieser Sorte gab er Anleihen zu unerhört harten Bedingungen und nahm als Dek-kung meist die Einlagebücheln erstklassi- ger Großbanken. Obgleich die Büchel ihm bloß verpfändet waren, verkaufte er sie meist mit einem fetten Gewinn. Zahlte irgendeiner der Schuldner das erhaltene Darlehen und verlangte er sein verpfändetes Einlagebuch zurück, so vertröstete ihn Jänkole meist mit der faulen Ausrede, daß sein Buch bei irgendeinem riesigen Geschäftskonzern mit als Grundlage für eine äußerst gewinnbringende Transaktion diene und daß der Inhaber des Büchels dadurch bald eine namhafte Summe erhalten werde. Manche glaubten dem gerissenen Gauner, doch da Jankole sie immer wieder vertröstete und ihnen weder Büchel noch Geld zurückgeben wollte, erfolgten mehrere Anzeigen und bald verging kein Tag, an dem nicht die Staatsanwaltschaft von neuen Gaunereien Kenntnis erhalten hätte. Auf diese Weise hat Jänkole hundertsechzig kleine Sparer um fast drei Millionen Dinar geschädigt. Entgegen den Aussagen des Angeklagten, daß er eine Million Dinar Privatkapital besitze, hat sich herausgestellt, daß er vollkommen vermö genslos ist. Das ihm anvertraute Geld armer Leute hat er vergeudet und verpraßt. Jankole wurde in Haft genommen. Da eine große Anzahl von Zeugen und Sachverständigen vom Gericht einvernommen werden muß, wird die Verhandlung, für welche in Ljubljana und Umgebung ungeheures Interesse herrscht, eine Reihe von Tagen in Anspruch nehmen. aDisnsüaDBDBnaDBDBOBDBnaoisna d □ BaBDOOBOBDaoeDiinBDHDeowDEnai fen hatte. Satler, der sich gestern vor dem Mariborer Kreisgericht zu verantworten hatte, wurde zu einem Monat Arrest verurteilt. Aus p. Das neue Lenart-Haus ist ferttgge-stellt und wird demnächst bezogen werden. Mit dem imponierenden Neubau hat der ganze Platz ein gefälligeres Antlitz erhalten. p. Unfälle. Der 21jährige Keuschlers-sohn Franz šimenko stürzte in Borl vom Fahrrad und erlitt schwere Verletzungen am Kopfe. Der 55jährige Maurer Franz Ferenc aus Hoče wurde in Ptuj von einem Motorradfahrer umgestoßen und hiebei schwer verletzt. Der 31jährige Privatbeamte Franz Maroh stürzte über einen Stiegenaufgang hinab und brach sich den rechten Arm. In Sv. Miklavž fiel der 44-jährige Winzer Michael Lebar vom Fahrrad und zog sich gleichfalls eine Fraktur des rechten Armes zu. p. Im Stadtkino wird Mittwoch und Donnerstag der exotische Großfilm »P r in z e s s i n Tarn Tarn« mit Josephine Baker vorgeführt. Ein buntes Durcheinander mit der exotischen Tänzerin im Brennpunkt der Ereignisse. Im Bei Programm die neue Wochenschau und ein Kulturfilm. p. Im Tonkino Royal wird bis einschl. Mittwoch der Großfilm »Die weißen (Nächte von St. Petersburg ge- Esplanade-Tonkino. Die große Sensation, die Perle der Filmindustrie, die beste Liebeskomödie der Saison »Ninočka« mit der göttlichen Greta Garbo in der Hauptrolle. In diesem ihre neuesten und einzigen Film nach zwei Jahren hat die berühmte Künstlerin alle ihre bisherigen Kreationen weit »übertroffen. Greta Garbo lachen, lieben, tanzen und lebensfroh zu sehen, bedeutet den größten Genuß für alle, die sie in ihrem neuesten Film bewundern werden. Burg-Tonkino. Der schmissige Lustspiel Schlager »Kitty und die Weltkonferenz«. Eine amüsante, mit feinster Komik gewürzte Geschichte, in der Paul Hörbiger und Hannelore Schroth die Hauptfiguren abgeben. Die kleine Kitty, der Liebling des Eden-Palais sucht das große Abenteuer der Liebe, die sie auch bald ganz in ihren Bann zwingt. Es ergeben sich Verwicklungen, die schließlich doch die kleine Kitty zum Triumph verhelfen. — Es folgt »Die kleine Liebe des Großfürsten«, mit Jenny Jugo und Gustav Fröhlich. Union-Tonkino. Bis einschließlich Donnerstag »Die Helden der Arena«, ein sensationsreicher Zirkusfilm mit den weltbekannten Artisten-Brüdern Ritz. Eine vollendete Burleske mit tausenderlei originalen und humorvollen Attraktionen eines verwirrenden Tempos. Lachsalven und ■spannende Szenen sind die Charakteristik dieses Filmes, worin die drei besten Komiker der Welt jedermann auf das glänzendste unterhalten. — Es folgt »Das Abenteuer des Tom Sayer«. 3U>otöefenna$tötenH Bis zum 28. Juni versehen die Maria-hilf-Apotheke (Mr. Ph. König) in der Aleksandrova cesta 1, Tel. 21-79, und die St. Anton- Apotheke (Mr. Ph. Albaneže) in der Frankopanova cesta 18. Tel. 27-01, den Nachtdienst. Mittwoch, 26. Juni Ljubljana 7 Morgengruß. 12 Blasmusik (Schallplatten). 13.02 Das frohe Quartett 18.40 Kunstvortrag. 20 Violinkonzert. 20.50 Suite (Schallplatten). 22.15 Hawai-Gitarren. — Beograd 13.50 Russische Zigeunerlieder. 14.15 Klavierkonzert. 18.05 Unterhaltungskonzert. 20 Opernübertragung. — Sofia 18 Leichte Musik. 19 Klavierkonzert. 19.50 Opern Übertragung. — Prag 19.30 Hörspiel. 21.20 Kammermusik. — Rom I 20.30 Schallplatten. 21.15 Tanzmusik. 22.15 Leichte Orchestermusik. — Rom H 21 Symphoniekonzert. 23.15 Tanzmusik. — Budapest 20.10 Orchesterkonzert. 22.10 Klavierkonzert. 23.20 Zigeunerorchester. Das WEer Wettervorhersage für Mittwoch Bewölkt und windig. Keine Temperaturzunahme zu erwarten. zeigt. Diesem Wagnis, der Verfilmung von Tolstois gewaltigem Roman, sah man seinerzeit mit größter Spannung entgegen. Wir genießen die reine Bildhaftigkeit dieses Filmwerkes einer unheilvollen großen Leidenschaft. Am Cdje c. Kino Dom. Bis einschließlich Mittwoch wird der mysteriöse Kriminalschlager »Charlie Chan in Honolulu« vorgeführt. Ab Donnerstag der Wiid-West-Film »G r e n z e n in Flamme n«. 50 und 70%ige Fahrkarten-Ermäßigung für die Besucher der italienischen Übersee-Ausstellung Neapel, (Informundus.) Für Einzel-Reisende, welche die Italienische Übersee Ausstellung besuchen wollen, wurde von sämtlichen Bahnstationen Italiens aus eine Fahrpreis-Ermäßigung von 50% und für Reise-Gesellschaften von mindestens 5 Personen von 70% bewilligt. Widsdiaätkki i Die Vreisentwicklung DIE PREISE DER WICHTIGSTEN LAND WIRTSCHAFTLICHEN ERZEUGNISSE HABEN SICH SEIT AUGUST LETZTEN JAHRES UM 27.4 bis 119% ERHÖHT Beograd, 22. Juni. In dem Bericht der Nationalbank über die Wirtschaftslage während' der ersten drei Monate dieses Jahres sind u. a. auch Angaben über die Entwicklung der Preise der wichtigsten landwirtschaftlichen Er- Weizen 100 kg Mais » » Hafer » » Gerste » » Roggen » » Bohnen » » Hanf » Schmalz 1 kg Speck K » Ochsen, Lebendgewicht » « Rinderhäute » » Eier 100 St. Wie aus den obigen Angaben ersichtlich wird, haben sich die Preise der wich tigsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse Effekten: Alle Papiere sind im Laufe der letzten Woche im Kurse gestiegen. Diese Hausse erklärt sich wahrscheinlich dadurch, daß man mit einer gewissen Entspannung der internationalen Lage rechnet. Die Nachfrage nach Pa pieren von privater Seite war im Laufe der ganzen Woche sehr lebhaft. Trotzdem wurde mangels an Ware kein einziger Abschluß getätigt. Der Umsatz war daher ganz geringfügig. Alle Papiere sind im Vergleich zu den Ende letzter Woche notierten Kursen im,Kurse ge stiegen. Nur die 7-prozentige Investitions Anleihe und die 7-prozentige Seligman-anleihe sind im Kurze unverändert geblieben. Die bedeutendste Hausse wies die Kriegsschadenrente auf (um 6 ein halb Punkte). Die Bcglukobligationen sind um 3 ein halb Punkte, die dalm. Agrarobligationen um 3 Punkte im Kurse gestiegen. Die Aktien der Nationalbank sind im Kurse fast unverändert geblieben, während die Aktien der Privilegierten Agrarbank eine festere Tendenz aufweisen. Im folgenden geben wir einen vergleichenden Ueberblick der zu Ende dieser und der vergangenen Woche notierten Kurse: | Beograd, 24. Juni. (Avala.) Anläßlich der Schlußsitzung der sechsten Sitzungsperiode der italienisch-jugoslawischen ständigen Wirtschaftskommission erklärte Außenminister Dr. Cincar-Markovič u. a.: — Neben Deutschland nimmt Italien den größten Raum in unserer Volkswirtschaft ein. Mehr als ein Jahrzehnt hindurch nahm Italien den ersten Platz in unserer Einfuhr wie in unserer Ausfuhr ein, ebenso wie es eine überagende Rolle in unserem Seetransport spielte. Auf diese Weise hatte es einen gewaltigen Anteil an dem allgemeinen wirtschaftlichen Aufbau unseres Landes. Zu dieser führenden Rolle kam Italien nicht infolge einer besonderen Konjunktur, vielmehr war dies eine natürliche Folge der geographischen Gegebenheiten und des einander ergänzenden Charakters der italienischen und der jugoslawischen Volkswirtschaft. Wenn die natürliche Hai tung unserer beiden Länder einander gegenüber und die sich daraus ergebenden gewaltigen gegenseitigen wirtschaftlichen Verbindungen auch durch jene Zeiten Zeugnisse in der Zeit vom September 1939 bis April d. J. enthalten. Laut diesen Angaben gestalteten sich die Preise der wichtigsten Erzeugnisse anfangs April d. J., Verglichen mit den Preisen Ende Au gust 1939, wie folgt: 1940 1939 4- od. — + od. — Din. Din. Din. % 251.— 148.— + 103.— + 69.5% 187.— 117.50 + 69.50 + 59.1% 195.— 126.25 + 68.75 + 54.4% 205.— 141.25 + 63.75 + 45.1% 203.— 128.— 4- 75.— + 58.5% 425.— 262.50 + 162.50 + 61.7% 2300.— 1050.— +1245.— +119. % 17.75 13.75 + 4,— + 29.1% 16.50 11.50 + 5,— + 43.4% 7.50 5.87 + 1.63 + 27.4% 14.— 9,— + 5,— + 55.5% 92.50 65.— + 27.50 + 42.3% in Jugoslawien seit August letzten Jahres um 27.4% bis 119% erhöht. 14. VI. 21. VI. + Kriegsschadenrente 390.50 397— 6‘/ä 7% Investitionsanl. 91.— 91 — 4% Agrarobligat. 49— 50.— 1 6% Beglukoblig. 61.50 65— 3'/2 6% dalm. Agrarobi. 53— 56.— 3 6Va Forstobligat. 52 54.— 2 7% Blairanleihe 84.— 84.50 Vi 8°/o Blairanleihe 94.— 94.50 lh 7% Seligmananl. 101 101.— 7% Stabilisationsanl. 90.— 90.50 — Aktie n f Im Laufe der ganzen Woche bestand eine lebhafte Nachfrage nach den Aktien der Nationalbank, und zwar anfangs der Woche zum Kurse von 7775, sodann zu 7750 und zu Ende der Woche zu 7800. — Auch für die Aktien der Privilegierten Agrarbank war die Nachfrage lebhaft. Große Stücke wurden zu 176 und kleine Stücke zu 171 und 172 gehandelt. Devisen: Im Privatclearinge wurde die Clearingmark zum unveränderten Kur se 1480 lebhaft gehandelt. Termingeschäfte wurden mir für Medio Juli zum stabilen Kurze 1480 abgeschlossen. Saloniki-Bons sind um 3 ein halb Punkte gestiegen. — Sofia: in der Nachfrage zu 87, im Angebot 92. nicht geschwächt werden konnten, da die gegenseitigen politischen Beziehungen vielleicht weniger herzlich waren, so kann heute, da die beiden Länder durch Gefühle der wahren Freundschaft miteinander verknüpft sind, noch mehr auf die Verwirklichung der vollständigen Zusammenarbeit zwischen Jugoslawien und Italien gerechnet werden. Das Ergebnis der Tätigkeit der ständigen jugoslawisch - italienischen Wirtschaftskommission wird vor allem durch das merkliche Ansteigen des gegenseitigen Warenaustausches charakterisiert, dessen Wert sich gegenüber einer halben Milliarde Dinar im vergangenen Jahr, im laufenden Jahre bereits auf mehr als eine Milliarde Dinar erhöht. Diese Erhöhung muß beiden Partnern die infolge des Krieges erlittenen Verluste wenigstens zum Teil ersetzen. Dementsprechend haben beide Parteien einander gegenseitig die Versorgung mit den notwendigen Rohstoffen gesichert. So hat z. B. Italien für unsere Industrie die Baum woll- und Leinen fasse r, für unsere Lebens mittelversorgung z. B. den Reis gesichert, während wir Italien Vieh, Getreide und Holz liefern. Inmitten des furchtbaren Krieges haben wir mit dem - befreundeten Italien für ein jahr im voraus eine Vereinbarung zur Steigerung des gegenseitigen Handels und zur gegenseitigen Versorgung mit Rohstoffen abgeschlossen. Dies ist umso leichter zu verwirklichen, als die friedliche Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Gebiet mit unseren großen Abnehmern, bzw. Lieferanten am besten der friedlichen Politik Jugoslawiens entspricht das den Glauben hegt, daß sich Zusammenstöße unter, den Völkern am leichtesten durch einen nüchternen Ausgleich der wirtschaftlichen Interessen vermeiden lassen. Börsenberichte Za g r e b, 24. Juni. Staatsw,er„te: 21/2% Kriegsschaden 398, 4% Nordagrar 48—49.50 (48), 6°/o dalmat. Agrar 60, 7% Stabilisationsanleihe 92—94 (93), 7°/» Blair 85—86 (85), 8ch am 8. November 1918 genau an derselben Stelle abspielten, nur mit umgekehrtem Vorzeichen. Die alte Kreishauptstadt Compiegne hegt etwa 65 Kilometer nordostwärts von Paris an dem Fluß Oise in der Nähe der Einmündung der Aisne in diesen Fluß. Südlich der Stadt anschließend an den schönen Schloßpark liegt der etwa 14.5 Geviertkilometer große Wald von Compiegne, der durch die schicksalshaften Ereignisse der Jahre 1918 und 1940 geschichtliche Bedeutung erlangt hat. Dieser Wald war bereits vor über tausend Jahren, seit dem Frankenkönig Chlodwig, ein Lieblingsjagdgrund der französischen Könige, die hier ein Jagdschloß befaßen. Auch späterhin blieb Compiegne ein Lieb iingsaufenthalt der französischen Herrscher und später erlangte es eine geschichtliche Berühmtheit durch die erste Begegnung des Kaisers Napoleon mit seiner zweiten Gemahlin Erzherzogin Maria Luise von Oesterreich, der er bis Compiegne entgegengereist war. Compiegne soll bereits von den alten Galliern erbaut sein und hieß in Chlodwigs Zeiten Com-pendium. Karl der Kahle erweiterte die Stadt 786 und nannte sie Carolopolis. 833 wurde Ludwig der Fromme hier seines Thrones entsetzt. Am 23. Mai 1430 fiel die Jungfrau von Orleans vor den Mauern von Compiegne den Burgundern in die Hände und wurde den Engländern ausgeliefert. Gegen Ende des Weltkrieges 1914—18 war Compiegne das Hauptquartier des Oberbefehlshabers der verbündeten Streit kräfte Marschall Foch. Hier fand deshalb auch die Begegnung mit der von Matthinis Erzberger geführten deutschen Waffenstillstandskommission statt, die zum Unterschied von dem jetzigen Empfang der französischen Unterhändler eine tiefe Demütigung der im Felde unbesiegten deutschen Armee und der deutschen Nation darstellte. In den frühen Morgenstunde empfing im Walde von Compiegne in einem Salonwagen der Internationalen Schlafwagengesellschaft Mar schall Foch mit seinem Stab die deutschen Unterhändler und ließ ihnen, ohne sie auch nur zu Wort kommen zu lassen, durch seinen damaligen Stabschef und jet zigen Oberbefehlshaber der französischen Armee general Weygand die Waffenstillstandsbedingungen verlesen. Der Emp fang der deutschen Abordnung war überaus schroff, man erwiderte ihren Gruß nicht und als sie ihre Vollmachten überreicht hatten, fragte Marschall Foch in barschem Tone, was sie von ihm wünsch ten. Als der Führer der deutschen Abordnung darauf fragte, ob Foch welche Vorschläge zu machen hätte, antwortete dieser in verächtlichem Tone: »Vorschläge? Ich habe keine Vorschläge zu machen. Hier sind die Bedingungen.« Darauf verlas, wie schon erwähnt, General Weygand die für Deutschland niederschmetternden und schmachvollen Bedingungen und erklärte, daß der deutschen Abordnung eine Frist von 72 Stunden gewährt werde, die Bedingungen entweder in ihrer Gänze anzunehmen oder abzulehnen. Der Vorschlag der Deutschen, die Feindseligkeiten sofort einzustellen, wurde von Foch abgelehnt. Als die deutsche Abordnung eine Verlängerung der Bedenkzeit auf 94 Stunden beantragte, wurde dieser Vorschlag ebenfalls schroff abgelehnt. Damit waren die deutschen Unterhändler entlassen. Die wichtigsten Bedingungen des damaligen Waffenstillstandes waren: 1. Der Waffenstillstand tri.tr sechs Stun den nach seiner Unterzeichnung in Kraft: 2. Belgien und Frankreich sind sofort, Elsaß und Lothringen binnen 14 Tagen zu räumen. Deutsche Truppen, die nach dieser Zeit in den genannten Gebieten an getroffen werden, werden interniert; 3. Deutschland hat sofort auszuliefern 5000 schwere Geschütze, 30.000 Maschi- Marschall Foch (mit der Aktentasche) vor dem historischen Speisewagen D 2419, in welchem am 22. Juni 1940 General Huntzin-ger im Namen Frankreichs den W affenstillstandsver-trag mit Deutschland unterzeichnet hat. Der zweite von links aus den Novembertagen des Jahres 1918 ist der damalige Oberst W e y g a n d, der jetzige Generalissimus und Kriegs minister der Franzosen. nengewehre, 3000 Minenwerfer und 2000 Flugzeuge; 4. das linke Rheinufer ist zu räumen. Die verbündeten Truppen besetzen die Städte Meinz, Koblenz und Köln, sowie das Gebiet um diese Städte im Umkreis von 30 Kilometern; 5. auf dem rechten Rheinufer wird in einer Tiefe von 30 bis 40 Kilometern eine neutrale Zone errichtet, die von deutschen Truppen binnen elf Tagen zu räumen ist; 6. auf dem linken Rheinufer dürfen die deutschen Truppen nichts mitnehmen; Fa briken und Eisenbahnen müssen unversehrt bleiben; 7. Deutschland hat sofort 5000 Lokomotiven, 150.000 Eisenbahnwagen und 10.000 Automobile auszuliefern; Spori Llngam-Jugoslawien 122:77 In Beograd wurde, wie berichtet, am | 100 Meter: 1. Szigetvary (U.) 11.2, 2. Samstag und Sonntag ein Leichtathletik- , Stefanovič (J.) 11.4, 3. Novak (U.) 11.4, länderkampf zwischen Jugoslawien und j 4. Jovanovič (J.) 11.6. 8. für den Unterhalt der verbündeten Truppen in den besetzten Gebieten hat Deutschland aufzukommen; 9. im Osten haben sich die deutschen Truppen auf die Grenzen vom 1. August 1914 zurückzuziehen; 10. die Friedensverträge von Brest Li-tovsk und Bukarest sind ungültig; 11. bedingungslose Kapitulation von 'Deutsch-Ostafrika; 12. Rückgabe der Barbestände der Belgischen Bank und des russischen und rumänischen Goldes; 13. Deutschland liefert alle Kriegsgefan genen aus, jedoch ohne Gegenseitigkeit; 14. Deutschland hat sofort an die Verbündeten auszuliefern: 100 U-Boote, 8 leichte Kreuzer und 6 schwere Schlachtschiffe. Die übrigen deutschen Kriegsschiffe werden entwaffnet und in neutralen oder verbündeten Häfen unter die Kontrolle der Verbündeten gestellt; 15. Sicherstellung der freien Schiffahrt durch den Kattegat und Entfernung aller Minenfelder. Alle Befestigungen und Batterien, die eine Durchfahrt hindern könnten, werden von den Verbündeten besetzt; . 16. die Blockade bleibt in Kraft und deutsche Schiffe können weiter gekap-pert werden; 17. alle Schiffahrtseinschränkungen, die Deutschland den Neutralen auferlegt hat. werden aufgehoben; 18. der Waffenstillstand dauert 30 Tage. Das waren die Waffenstillstandsverhandlungen von 1918, denen dann die noch härteren Bedingungen des Vertrages von Versailles folgten, die Deutschland, ohne daß seine Vertreter zu Worte kommen durften, annehmen mußte. An der Stelle, wo der Salonwagen Mar schall Fochs am 11. November hielt, legten die Franzosen später zum Andenken an den Abschluß des Waffenstillstandes einen waagerecht liegenden großen Gedenkstein, in den in Riesenbuchstaben folgende Worte eingemeißelt wurden: »Hier unterlag am 11. November 1918 der verbrecherische Hochmut des von der. freien Völkern besiegten Deutschen Reiches, die es zu unterwerfen beabsichtigte.« Ungarn ausgetragen, in dem die ungarischen Athleten mit 122:77 ein.cn klaren Sieg feierten. Die Resultate lauteten: 110 Meter Hürden: 1. Hides (Ungarn) 16.1, 2. Kis (U.) 16.3, 3. Hanžekovič (Jugoslawien) 16.6. 800 Meter: 1. Harsanyi (U.) 1:56, 2. Gjergyi (U.) 1:56.6, 3. Srakar (J.) 2:02, 4. Goršek (J.) 2:05. 200 Meter: 1. Czanyi (U.) 23, 2. Bel. seci (U.) 23.2, 3. Jovanovič (J.) 24.2. 5000 Meter: 1. Siladyi (U.) 15:13, 2. Eper (U.) 15.29, 3. Salvo (J.) 16:06, 4. Galovič (J.) 17:31.6. Stabhochsprung: 1. Kovacs (U.) 365, 2. Lenert (J.) 365, 3. Ivanuš (J.) 355. Weitsprung: 1. Bernes (U.) 709, 2. Lazarevič (J.) 703, 3. Urbič (J.) 683. Staffel 4X400 Meter: 1. Jugoslawien (Stefanovič, Jovanovič, Radonjič, Popovič) 4.8. 400 Meter: 1. Ondi (U.) 50.6, 2. San-dor (U.) 50.7, 3. Klinar (J.) 51.6. Speer: 1. Rakelyi (U.) 62.20, 2. Mausar (J.) 60.82, 3. Beni (U.) 59.78, 4. Markušič (J.) 55.77. Hochsprung: 1. Abramovič (J.) 185, 2. Živkovič (J.) 182, 3. Gaspar (U.) 178, 4. Poronyi (U.) 174. 1500 Meter: 1. Hires (U.) 4:013, 2. Var-kas (U.) 4:02.1, 3. Kotnik (J.) 4.04, 4. Ko šir (J.) 4:09.4. Dreisprung: 1. Somlo (U.) 14.17, 2. Lazarevič (J.) 14.07, 3. Horvat (U.) 13.67 4. Simonovič (J.) 13.12. 400 Meter Hürden: 1. Kis (U.) 58.4, 2. Keresturi (U.) 58.8, 3. Rebrn (J.) 1:02.5, 4. Kotnik (J.) 1:02.7. Die deutschen Borö-VuMärer Wien, Juni. (UTA). Im Wort und Bild ist von der Standfestigkeit und den Erfolgen der deutschen Stukas, sonstigen Kampfflugzeuge und Jäger berichtet worden, während aus taktischen Gründen we nig über die stille, aber ebenso wichtige Arbeit der Aufklärungsflugzeuge gesagt werden konnte. Jetzt nach dem erfolgreichen Abschluß der deutschen Norwegenunternehmung, besteht, wie von sach, verständiger Seite mitgeteilt wird, die Möglichkeit, etwas über den Borderkunder der deutschen Kriegsschiffe, das katapultfähige Seeflugzeug Arado Ar 196, Kotnik (J.) D02.7 §zu berichten, das die Unternehmungen Hammer: 1. Ing. Stepišnik (J.) 48.57, |Ler deutschen Kriegsschiffe sicherte und 2. Goič (J.) 42.87, 3. Dr. Racz (U.) 42.42 4. .Betova (U.) 39.19. 10.000 Meter: 1. Nemeth (U.) 32:24.3, 2. Espergomy (U.) 32:27.2, 3. Kvas (J.) 34:35, 4. Bručan (J.) 35:19. Staffel 4x400 Meter: 1. Ungarn 3 25.2, 2 Jugoslawien 3:335. Leichtathletentreffen in Eelje ! In Celje veranstaltete am Sonntag der SK. Celje ein leichtathletisches Meeting, an dem sich einige prominente Vertreter unserer Leichtathletik beteiligten. Die wichtigsten Ergebnisse waren: 100 Meter: 1. Hanza 11.8, 2. Pleteršek 11.9, 3. Tone 12.5. Kugel: 1. Katic 10.24, 2. Kodre 9.38, 3. Radič 9.35. Hochsprung: 1. Katic 565, 2. Hanza 556, 3. Tone 552. Speer: 1. Katic 38.89, 2. Vengust 38.78. Hammer: 1. Kodre 32.52, 2. Radič 29.82, 3. Pleteršek 29.10. 200 Meter: 1. Pleteršek 24.2, 2. Hanza 24.8, 3. Agrež. Diskus: 1. Urbančič 30.90, 2. Kodre 29.04, 3. Katič. : Škapin siegreich. Gestern abends wurde das Finale des Tennisturniers um den Maver-Prets zur Entscheidung gebracht. Škapin gewann das Match gegen Pavlin mit 6:1, 6:4 und bestätigte neuerlich seine hohe Klasse. Aber auch Pavlin hielt sich recht tapfer u-nd hatte namentlich im zweiten Satz große Chancen verpaßt. : Die Osijeker Fußballmeisterschaft gewann der »Gradjanski« aus Slav. Požega der im Endspiel den SK. Gvoždjar 'in Osijek mit 2:0 schlagen konnte. Auch im Rückspiel blieb »Gradjanski «mit 1:0 sieg reich. : Wer kommt in die Serbische Liga? Sonntag wurden die Qualifikationsspiele für den Eintritt in die Serbische Liga fort gesetzt. In Banjaluka schlug der SK. Krajišnik den »Hajduk« aus Sarajevo mit 3:0 und in Skoplje behielt der SSK Skoplje gegen »Jedinstvo« aus čačak mit 9:3 die Oberhand. : Im Wettkampf um den kleinen Donau-Cup trafen in Subotica der dortige ŽAK und die »Bačka« aufeinander. Der Kampf schloß 1:1 unentschieden. : In Sisak schlug am Sonntag die dortige »Segesta« den »Gradjanski« aus Bje lovar mit 5:3. Das Spiel zählte als erste Entscheidung der Zagreber Provinzmeisterschaft. der deutschen Kriegsschiffe sicherte und erleichterte. Durch Katapultstart von den Schiffen war das Bordflugzeug in jedem erforderlichen Augenblick in der Luft, konnte Einsicht in die engen Fjorde nehmen und die See weiter über den relativ engen Horizont der Kriegsschiffe hinaus aufklären. Dadurch konnten Ueber-raschungen von See aus ausgeschaltet werden. Durch Funk- und Telephoniegerät steht jeder Bordaufkläfler in ununterbrochener Verbindung mit seinem Schiff, was sich besonders bei dem Norwegenunternneh-men bewährt hat. Dieses Arado-Hochsee-flugzeug befand sich auch als Küstenaufklärer besonders zur Sicherung der Nachschubtransporte nach Norwegen in ununterbrochenem Einsatz. Die U-Boot-Ver Senkungen an Norwegens Südküste und das Bravourstück, die Aufbringung eines modernen unbeschädigten englischen U-Bootes im Kattegat, erfolgten durch Flug zeuge dieses Arado-Baumusters. Packende Zeichnungen in der illustrierten Presse führten den dramatischen Vorgang vor Augen, als der englische U-Boot-Kommandant sein gestelltes U-Boot, das die weiße Fahne zeigte, auf Befehl des kühnen deutschen Piloten verlassen mußte, um an Bord des neben dem U-Boot gewasserten deutschen Flugzeuges zu steigen. Dadurch und durch Funkspruch an deutsche Vorpostenboote, die zur Hilfe eilten, konnte das U-Boot ohne »Mariborer Zeitung« Nummer 143. © weitere Beschädigungen mit seiner ganzen Besitzung in einen deutschen Hafen eingeschleppt werden. Die Engländer werden wissen, was besonders diese Tat sache für sie bedeutet. Kurz vor Ausbruch des Krieges sollte dieses erfolgreiche und leistungsfähige Arado-Flugzeug die Weltrekorde seiner Klasse, insbesondere den Geschwindigkeitsrekord angreifen. Der Ausbruch des Krieges verhinderte dieses Unternehmen. Die hohen Leistungen und außerordentlich starke Bewaffnung sind Deutschlands Gegnern gut bekannt, wie die Berichte in ihren Fachzeitschriften beweisen. Büskemkm b. Mode und H^im. Heft 10. Die letzte Nummer dieser Familien-Modezeitschrift bringt einige hübsche Wiener Blusenmodelle samt Schnittbogen und praktische Winke für die Hausfrau. b. Deutschland. 7. und 8. Folge. Interessante Bildberichte vom Kriegsschauplätze. b. Putnik. Aipinistisch-touristische Zeit schrift. Nr. 1. Organ für Propaganda des Alpinismus und Tourismus im Königreich Jugoslawien. Schön illustrierte Artikel über Sehenswürdigkeiten in Jugoslawien werben für den Sommeraufenthalt am Meere und in den Bergen. b. Gozdarski vestnik. Nr. 6. Fachzeitschrift für Forstwesen, Holzindustrie und Holzhandel. Artikel über Holztransporte, über das Jagdgesetz sowie kleinere Nachrichten und Forstratschläge machen die Zeitschrift für alle, die mit unseren Wäldern in irgendeiner Beziehung stehen, äußerst. lesenswert. b. Razvoj nar. privrede u Jugoslaviji. Entwicklung der Volkswirtschaft in Jugoslawien vom Jänner bis zum März. Ein Bericht des Gouverneurs der Nationalbank. b. Zdravje. Nr. 4. Populäre hygieni sehe und gesundheitliche Artikel suchen die Gesundheitspflege in den entlegensten Dörfern zu fördern. b. Kosmos. Juni 1940. Franckh-Verlag, Stuttgart. Vierteljährlich RM 1.85. Von den Eindrücken und Erlebnissen einer Fahrt zum Studium der geographischen und biologischen Verhältnisse in Siidame rika, am Rio Parana erzählt ein deutscher Forscher. — »Naturschutz tut not!« Verwunderlich erscheinen uns die Lebenstreue und Genauigkeit, die perspektivischen Verkürzungen und richtigen Maßverhältnisse, mit denen die Primitiven der Vorzeit und auch der Gegenwart Tiere darzustellen wissen. — Bei den Pflanzen mit Fenstern, den »lebenden Steinen« kann man nachweisen, daß die Marmorzeichnungen ihren Sinn durch physiologische Aufgaben bekommen haben, also nicht rein schützender Natur sind. Die uns dunkel erscheinenden Adern, »Die Fenster«, bestehen aus einer glasartig durchsichtigen Oberhaut, durch die das Sonnenlicht hineinfällt, wodurch die im Boden steckenden Blätter belichtet werden. — Das sind nur ein paar Berichte aus der reichaltigen Fülle des »Kosmos«. W ML LW lÄlsiJfe - An einem Sommerabend JiCemec Am&iqet IßetsdäediMi Große Menge Lösch gratis abzugeben. Franziulin. Melje Buschenschank Kušer, Meljski hrib, eröffnet. 5120-1 Schnell und günstig kaufen oder verkaufen Sie Besitz durch die Realitätenkanzlei »Triglav«;. Maribor, Aleksandrova 12. Tel. 25-34. 5090-2 Kaufe altes Gold- Silberkronen, falsche Zähne zu Höchst preisen A. Stumpf. Ooldar-beiter. Koroška c. 8. 7926 L» Manufakturstellagen Magazineur, Meljska cesta_29 Ein starkes Schlafwagerl um 280 Din zu verkaufen- Adr.: Pobrežje, Cankarjeva ul. 12. Part, rechts. 5119-4 Vg&toditgk ----- Zweizimmerwohnung, Küche, Speis, I. Stock, sehr sonnig, neu hergerichtet, an ruhige Partei sofort zu vermieten; ebensolche in Parterre. Livada 2, Hausmeister. ____5052-5 Schönes, ruhiges Villenzimmer, in Park- und Bahnhofnähe, zu vermieten. Aškerčeva 13. 5136-5 Schöne Vierzimmerwohnung mit jedem Komfort, beim Park, ab 1. August zu vermieten. Anzufragen Tyrseva ul. 24, Hausmeister. 5115-5 Schöne Wohnung, Stadtmitte, ab 1. 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Eingehende Angebote mit Anführung der biserigen dienstlichen Verwendung sind an die Verw-d- Bl. unter »Herrschaftsbesitz« einzusenden. 5093-6 Perfekte Köchin, die auch an dere Hausarbeit verrichtet, wird zu zwei Personen gesucht. Adr- Verw 5130-8 Bedienerin, sehr rein, ehrlich, auch deutschsprechend, welche schon in besseren Häusern gearbeitet hat, wird aufgenommen. Adr. Verw. __________________________5131-g Zuträger(in) per sofort gesucht. Anfragen Kavarna »Rotovž«. 5132-6 günstig lei LAMA. JüiiiCeva u) J Die Stimme des Blutes Oftoman Von ‘JüQfk SchmMstzerg Urheber-Rechtsschutz: Drei Quellen-Verlag, Königsbrück (Bez. Dresden). 13 Sie sah ihn aus angstgeweiteten Augen an. »Und wenn es nun zum Aeußersten kommt, was tust du dann? Schwiethardt, du darfst nicht von mir fortgehen! Du darfst deine Mutter nicht verlassen!« Sie umklammerte mit beiden Händen seinen Arm, als könnte sie ihn dadurch halten. »Wenn du fortgehst, bist du mir für immer verloren«, fuhr sie mit fliegendem Atem fort. »Er wird es dann nicht dulden, daß dein Fuß zu seinen Lebzeiten das Elternhaus wieder betritt. Und was ist mein Leben dann noch? Ich habe ja immer nur für dich gelebt.!« Erschüttert, verzweifelt streichelte Schwiethart das Gesicht der Mutter. Er wußte, sic sprach die Wahrheit. Er verstand ihre Angst, aber — Lena! »Und Lena, Mutter? Lena?« »Lena ist jung, sie würde es überwinden. Wir würden ja aifch für sie sorgen. Ich aber, Schwiethardt, ich müßte daran zugrunde gehen.« »Mutter, so darfst du nicht sprechen, nie wieder! Es kann ja auch nicht sein, daß Vater so hartherzig ist. Vielleicht überascht er uns am Abend schon mit seiner Einwilligung.« Er klammerte sich an diese schwache Hoffnung. Die Mutter hätte es auch gern getan, aber sie vermochte es nicht. Kurz vor dem Abendbrot kam der alte Eickhof heim. Seine Laune hatte sich anscheinend gebessert, denn er hatte wenig stens einen Gruß für Frau und Sohn. »Wo warst du denn eigentlich, Hermann?« wagte Frau Eickhof zu fragen. »In Schechtrup.« »Was? Bei meinem Bruder?« Das Kirchspiel Schechtrup lag einige Wegstunden entfernt. Frau Eickhoff war dort gebürtig; ihr Bruder saß da heute auf dem väterlichen Hofe. Der Bauer nickte. »Ja, ich bin zu Fuß zum Bahnhof gegangen und dann mit dem Zuge gefahren.« »Aber — was wolltest du denn dort?« »Das sage , ich euch nachher. Erst wollen wir essen; ich habe redlichen Hunger.« Als sie nach dem Abendbrot zusammen im Wohnzimmer saßen, zündete er sich erst umständlich eine Zigarre an. Dann schloß er die offenen Fenster und begann ruhig und nicht unfreundlich: »Also, ich war in Schechtrup, ja. Ich habe mich mit Onkel Wilhelm beraten. Diese Geschichte mit denv Mädchen ist nun mal passiert, und wir müssen sehen, wie wir sie am besten aus der Welt schaffen.« Eickhoff tat ein paar tiefe Züge an sei-er Zigarre. Die Augen Schwiethardts hingen an ihm wie die eines Angeklagten, der sein Urteil erwartet. »Wir halten es nun beide für richtig, wenn du morgen für ein Jahr zu Onkel Wilhelm gehst, Schwiethardt. Es tut dir sowieso gut, wenn du dich einmal anders wo umsiehst.« Schwiethardt starrte seinen Vater an, als habe er nicht recht gehört. »Und Lena, Vater?« »Was es mit ihr zu erledigen gibt, das mache ich. Du kannst mir dankbar dafür sein. Sie wird nicht zu kurz kommen, darauf gebe ich dir mein Wort. Wenn du dann nach einem Jahre wiederkommst, ist längst Gras über die leidige Geschich- te gewachsen, und du kannst dich nach einer Frau umsehen, die zu dir paßt.« »Nein, Vater, nein!« Nun erst begriff Schwiethardt den Plan seines Vaters in seiner ganzen Ungeheuerlichkeit. Man wollte ihn fortschaffen, wollte jedes weitere Zusammentreffen mit Lena verhindern! Der Blick des Alten begegnete dem seinen, stählern, unerbittlich. »Doch!« sagte er mit harter Betonung, und als der Junge aufbegehren wollte, schnitt er ihm mit einer Handbewegung das Wort ab. »Dreihundert Jahre sitzen die Eickhoffs hier auf dieser Scholle. Drei hundert Jahre lang sind sie bestrebt gewesen, den Hof zu erhalten, das anvertraute Gut zu mehren und' zu bessern. Du kannst die Reihe deiner Ahnen nachgehen, kein einziger ist unter ihnen, der eine unwürdige Ehe geschlossen hat. Und du willst der erste sein?« Seine Stimme hob sich nicht, aber es war ein unheilvolles Drohen darin. Schwiethardt wand sich darunter wie ein Getretener. Er hätte seinem Vater ins Ge sicht schreien mögen: Das ist nicht wahr! Lena ist keine Unwürdige, nur deine Ueberheblichkeit und dein Standesdünkel sehen sie als solche an! Sie ist tüchtig, sie ist gut und liebenswert! Aber er tat es nicht, weil er es einfach nicht vermach te, weil die harten Augen des Vaters jedes Wort der Verteidigung in der Kehle erstickten. Eine Pause entstand, in der nur die schweren Atemzüge der drei Menschen zu hören waren. Dann würgte Schwiethardt hervor: »Ich bin ein Schuft, wenn ich Lena verlasse!« ■ »Du bist ein Schuft, wenn du vergißt, was du dem Hofe schuldig bist. Erst kommt der Hof, dann, die Frau. Wenn du das nicht einsehen willst, sind wir geschiedene Leute. Solange ich lebe — und ich gedenke noch mindestens 25 Jahre zu leben — bekommst du keinen roten Pfen nig von mir u. darfst auch den Hof nicht mehr betreten. Da auch das Mädchen nichts hat, wird dir nichts anderes übrig bleiben, als irgendwo in ein paar kleine Stuben zu ziehen und als Tagelöhner zu arbeiten. Eine feine Beschäftigung für den einzigen Sohn vom Eickhofe, findest du nicht auch? Ob sie dir sehr gefallen wird, bezweifle ich aber. Und ob das Mädchen sich nicht die Zukunft ein bißchen anders vorgestellt hat und sich für diesen Fall schönstens bedanken wird? Genug!« unterbrach Eickhoff plötzlich seine lange Rede. »Du weißt jetzt Bescheid und kannst dich danach richten. Morgen früh um 8 Uhr fährt der erste Zug nach Schech trup.« Ohne eine Antwort abzuwarten, ging er hinaus. Stöhnend sank Schwiethardt in sich zusammen. Da war die Mutter neben ihm. Ihre Hände umspannten sein Ge sicht, tröstend, beruhigend, bittend. »Vater hat recht. Schwiethardt. Wenn du alles recht überlegst, mußt du es zugeben. Und selbst wenn er nicht recht hätte — ich will —ich kann dich nicht verlieren. Sie legte ihren Kopf an den seinen. »Schwiethardt, hörst du deine Mutter? Lena wird es überwinden, sie wird später einen anderen braven Mann heiraten.« Sie sprach weiter auf ihn ein in der Angst des Mutterherzens, ihn zu verlieren. Ach, sie war wohl sehr egoistisch in dieser Stunde, trotzdem gerade sie als Frau und Mutter am ersten Verständnis für Lenas Lage hätte haben sollen. Aber sie sah hier mit den Augen ihres Mannes, sie beging wie er einen Fehler, der sich später bitter rächen sollte: Sie dachte nur an das Gegenwärtige, nur daran, wie man diese Sache mit möglichst wenig Aufsehen und für ihn am günstigsten aus der Welt schaffte! (Fortsetzung folgt.) Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: UDO KASPER. - Druck der „Mariborska tiskarna" in Maribor — verantwortlich Direktor STANKO DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor. Für den Herausgeber und den Druck