Laibacher ,^,^M^ Zeitung. Grabschrift eines gehenkten Seilers. Was diesen Leib erhält, muß oft den Leib verderben. Ich lebte von dem Strick, und muß durch Stricke sterben. 7 ugspurg den i2. Dez., ".^Zie man aus dem Würtender-Aschen vernimmt, so kauft der Her-Wg Kavallericpfcrde auf. Man sagt/' "ah eine Eskadron Dragoner erachtet werde, welche ein k. Maga-^u in Hailbronn bedecken soll. ^s ist auch cin k. Nequisitions-^chreiber eingelaufen, i2OQOSchef-^ Djli^l^und I2QOQ Scheffel Zabcr im Land aufkaufen, und aus» "")ren zu därfen. Da nun solches ocrcns bcwilligt worden, so sind ,,^ kreise seit wenigen Tagen so ^") gchj^n, h^ß i Sch.'Din-^ schon 4 1/2 ft. und i Sch.Ha-s,- /ben so viel kostet und manschtet, daß lezterer in kurzer Zeit^ ^ut 6 fi. steigen werde. " Den 9. Dez. ist durch Rastadt k^äs erste Batallion vom Regiment /Bender marschiert/ und den uten idarauf das zweyte Batallion durch Kuppcnhcim. Jede Kompagnie dieser beyden Bataillons, hat 2Z2M. unterm Gewehr. Franken den 11. Dez. Gestern früh sind für den k. k. General von Lilien, 15 Reit-und 14 Zugpferde durch Nürnberg pa-«itt. Zu Mittag sind 5' Stück k. Pferde, worunter 4 Engländer Reitpferde, für den Kaiser selbst angekommen, und halten heute im Gostenhof Rasttag. Es sind einige Ingenieurs Officiers und Feld-MM dabey. Gestern Nachts ist der H«. Ge-sj neral von Lilien zu Nürnberg angekommen, wo derselbe sich einige T^age aufhalten und dann in Mürz-burg die beyden Kavallerieregimenter Wurmser und Koburg übernehmen wird, um solche weiters nach Ven Niederlanden zu führen. Paris den 4. Dez. Vorgestern Abends ist der Fürst von Stahrenberg angekommen, und' seit gestern früh hat sich das Ge-z rücht verbreitet, Se. Excell. hat-^ ten von Seiten des Kaisers dcir Zluftrag die Unterhandlungen in An-^ sehung der Mediation wieder an-^ zufangen' l Demohngeachtet haben unsere Rü-! stungen zu einer Observationsarmee in Flandern und Elsas keineswegs ^ nachgelassen; alle auf 3emestre! oder Urlaub befindliche Offiiciers haben Befehl den 1. Iäner beyj ihren resp. Korps zu seyn, und die Obersten sind bedeutet, sich gleiche falls bereit zu halten, auf die erste^ Nachricht abzugehn, welches allen ^ sehr unangenehm scheint, weil fie^ sich vor überzeugt halten, daß die^ Equipirungs und Reisekosten ganz umsonst seyn werden ; denn sie glauben daß kein Flintenschuß weder em-noch anderer Seits fallen werde. Schon vor der Ankunft des Fürsten von Stahrenberg, hatten die Generalpachter den Befehl, die Wägen und Equipage dieses vor- nehmen Reisenden an der Barriere dieser Hauptstadt nicht visitiren z'.l lassen. Der Graf von Maillebois soll ganz gewiß in Holland kom-mandiren. Als der Herzog von Chartres ihm zu Versailles dazu Glück wünschte, sagtr er zu ihm: ^venn Sie in Holland dienen, werde ich darauf stolz seyn, unter Ihren Fahnen zu marschieren. Die Strasse nach Flandern ist mit Wa-qen bedeckt. 4022 Holl. Kaufieltt' (sagt man) geben jeder 3200 Llv. Tournois, jeder zu Unt'chaltunZ von iO Man:,. Also werden die Holländer für jährlich bezahlte 12 Mill. 40200 Franzosen zu ihren Diensten haben. Man sagt, der heilige Vatcr h^ be den Landrath Eibel in Lim er-kommuniciert, und alle seine Schrift ten lud pwuaTxcammumcauoins :,u lesen, und darüber zu lesen ver^ bothen, die Bulle auch an deu Rcichshofrath eingesandt, welcher sie aä ^ölia legen wird. Einer äln> lichen Bulla sieltt Herr Aloisius Blumauer nächstens entgegen/ und wir dürften sodaun nächstens eme travestirte Bulle in seiner Aenelv lesen. Isersirom den 11. Dez. Gestern Morgens war alles in und um Landshut in Bewegung, da eine Estaffette einlief, woraus man wissen wollte, daß 3"^" mit denk. k.Truppen sey, "". ! dies Gerücht widerlegte sich )« 4 Stunden; denn da kam die sich" sie Na^nckt, daß dcn '7- Dcz. I^oic) Mann, und 721 Pferde oh' ^orspannpferdc in den Landehutc-tischen Burgfried einrücken würden, wovon auch'bereits die Dislomti-^n folgcndcrmaffcn gemacht ist; Im sogenannten Zwischcnbrücien, welches eine Insul formiret, we^ >-'en 888 Mann einquartiert, ausser den Brücken 47^ "if den Hofberg 48s. und zu Ahdorf 479 Mann; ferner zwiscben Brücken 502 Pftrde von der Artillerie, und 3Q vom Regiment Tillier: aujjcr den Brücken 18 Pferde, und auf "m Hofberg 171 mithin 721 Pferds ^ Landshuts Bürger müssen im aanzm Burgfried die Straffen neu Erstellen. Heute, als den n. ist ^Uucr aus Braunau marschiert.— Fcispach liefert nach Neumark uourage und Getreid, Dingelfing uach Viburg , und Erding hat alle "orspann über sich. Mospurg aber !"uß ebenfalls Fourage nach L Nannszucht willen, einen Kdmg! "'Uer sich gewählt, dem sie zum miterscheidutlgszeichen eine goldne Halskette umgehängt. Dieser Kö-"lg soll der berühmte Horiah seyn. ^ Straßburg den 12. Dez. ^.Der bekannte Lieferant, Herz Zär, kauft alles Heu, Haber und Stroh auf. Es ist also kein Zwel-lll.mehr, daß sich eine ansehnliche Kriegsmacht in unserer Provinz versammele. Der Iuocl r...^ unsern Kriegsleuten ist allgemein- L.ied eines k^is. rourmstrischen Husaren bevm Marsch nach den Nl?der. landen. Ja, Joseph winkt, — die Waffen klm,, Die Ziosse wiehern Muth: Muth süzt auch auf der Krieger Stir», Uud waUt in ihrem Blut. Er winkt, — wir seine Heerde ziehn. Zum ftrnen Belgerland, Wo unserm Scheitel Lorbern blühn. Die längst dort Oestreich fand. Ihr Hesperiten , schützt das Thov , Zum Garten gold'ner Frucht Kaust, nüetet Hüter, stellt sie vor , Weil Herkules sie sucht i Ist's Eden dort in Indie« Für euch Mein gepflanzt? !Das; ihr's Europcns Könige» Verriegelt, und verschanzt. Wir trugen euer knechtisch Joch , Das Deutschlands Volk entehrt, So lange schon, — nun, zürnt ihr doch/ Wen sichs einmal empört. Zwar menschenfreundlich wuschen wit Grrn Nuhe für dcn Krieg; Mit Menschenblut benetzt styt ihr/ Ihr Lorbern l theurer Sieg! Doch brüt' die zwisi'gc Harmonie Ä?uthwillig diesen Zwist; So eilen wir , und lehren st«: Wer unser Joseph ist- ___^»....»^ nvcy sosehr! Sn hältst uns doch nicht auf; Dein Schneegebirg , dein Schlosserheev Verdoppelt unsern Lauf Ist Gott mit uns, wir siegen bann, Schien alles gleich verlorn ; And hätten hundert tausend Mann Sich wider uns verschworn. Ist Gott mit uns , wir siegen dann , Und ihr, ihr bietet gern Uns jeden Preis des Friedens an, Und wir , wir schonen gern: Hat eure Hand in Süden dort Manch' Pflanzenreich zerstöhrt : Aus Eifersucht so manchen Ort, So manchen Schatz verheert , Habt ihr den Geist der Varbavey, HZergeßt den MensHenwerth , Wenn von der Br'ldersklaverey Sich Geil) und Wucher nähn; So sollt ihr doch Barbaren nicht, Nein, Menschen an uns sehn : Die Schonung ist auch Kriegern Pflicht, ilns mehr werth als Trophäen Sollt' aber Gott nicht mit uns seyn; Wär Unfall unser Loos , So machts den Helden doch nicht klem, Besiegt, bleibt er auch groß. Bleib goldner Friede.' aufder Erd Da Gott nicht längst dich gab : ^Gern gurten wir das dürst'ge Schwert Von unsrer Hüfte ab. Todtenverzeichniß. Nro. ii6. vor dem Karlstodt'^ thor/ den29-dcrLukas Hirschel a't 53 Jahr. Nro. 146. auf der Vorstadt, dtti 29. dem Mathias SalbmZer s. T. alt 7 Monat. Nro. 20. in Krakau, den 3^ ein Knab. Nro. 3^3- in dcr Dcutschcngaft fen, den 30. dem Mathias Mot-schan s. T. alt 6 Jahr. Nro. 132. in dcr Discaltiatel^ gaffen / den 30. dcr Mathias GösH' tin alt 65. Jahr. Nro. 44. in Krafau, den 3^« die Ursula Noßmanza alt 70 Jahr. Nro. 55. in der Rosengassen, dM 31. der Mana Sch 0 rg a i n i b r S< alt 16 Wochen. Nro. 30. m d''v KrönZasse!!, detl 31. die Maria B'cchanga alt 7^^' Nro. 46. im Gradischc, den-l. dem Lukas Lastclister s. S- alt 14 Tag. Vom ganzen Iahn der Version benen - - - ^ - ^^' Kinder bis 7 Ii r cercchtret 2ss» darunter sind in Blattern ge< storoen. ---<.- 7l^ Nro. 190 auf den Platz, dett'-Jenner 17.85. de n Hrn. Jakob (A ler von Fischer sein Knab alt 2 > Gedruckt in der Kleinmayrischen I.Oe. Gubenn'al- und landschaftl. Buchdruckerey/ im Gersonischen Hause ^. io. in der Kapu- zinergasse/ wo die Zettung alle Donerstag zu haben ist.