.^M^ ^ ü >U ^^ Nr.2U2. ?T^^«NNU? Dienstag, 2. September. '^^'^.»:r7'"^ 1884. Amtlicher Theil. Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem Baurathe und Stadlbaumeister in Wien Friedrich Stach alil Rilter des Ordens der eisernen Krone driller Classe in Gemäß» heit der Ordensstatuten den Ritterstand allergnädigst zu verleihen geruht. __________ Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 22. August d. I. dem Centraldirector der Neusiedler Popierfabrils-Actien-aesellschaft, Commercialrath Eduard Musil den Orden der eisernen Krone dritter Classe taxfrei aller» gnädigst zu verleihen geruht. Se. t. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchstem Handschreiben vom 22. August d. I. dem Zimmerwärter im gläslich Lamberg'schen Schlosse in Sleyr Johann Schi matsche! in Anerkennung seiner treuen, mehr als vierzigjährigen Dienstleistung bei seinem Dienstherr« das silberne Verdiensttreuz aller-gnädigst zu verleihen geruht. Der k. k. Landespräsident Hal den k. k. Sanitäts-Assistenlen in Loitsch, Dr. Stanislaus Sterg er, zum l. k. Beznlsarzte zweiter Classe daselbst ernannt. Nichtamtlicher Theil. Rückblicke. Der Landtag des dreieinigen Königreiches hat vorgestern die Periode seiner gesetzlichen Thätigkeit ge. schlössen. Diese Thätigkeit wurde oft, fast ununter. brocheu von den aufregendsten Scene» begleitet, ma»ch« Mal von den gefährlichste!, Episoden unterbrochen, die nahe duran waren, den Landtag selbst und die Ver« fassung Kroatiens an den Rand des Unterganges zn bringen. An Ernst, an Gefahren, an Aufregung, an übermenschlicher Anstrengung lann sich keine der frü« heren Legislaturperioden mit dieser vergleichen. Und wie freudig, wie hoffnunglvoll ließ sie sich a»! Eine große, compacte Majorilät gelangte trotz den heftigsten Anfeindungen in den Landtag; sie gieng einem der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte Kroatiens ent-gegen, dem Eintritle der Grenzdepulierlen in das ve» fassungsmähige Leben, den sie durch bedeutende Opfer zwar, aber mit Klugheit vorbereitet halte; an ihrer Spitze stand eine Regierung, deren Chef allgemeines, großes Ansehen im Lande genoss, und deren talentvolle Mitglieder durch lange Thätigkeit sich vielfache Er. fahrung erwerben mussten; mit E'fer und Ungeduld bereitete man sich an die Nesormarbeit. an die V". vollkommmlng der Administration und Justiz, an die administrative ni'd gesetzgeberische Einigung des Landes vor. Die Wahlen in der Grenze wurden vom besten Erfolge gekrönt. Da traten unvorhergesehene, schreck-liche Ereignisse ein. welche alle Hoffnungen zerstörten, die Regierung zu Boden warfen, an der Spitze des Landes einen Commissär mit unumschränkter Gewalt brachten und einen Antagonismus zwischen Kroatien und Ungarn erzeugten, dessen Echo beinahe im ganzen Lande, am mächtigsten aber im Landtage widerhallte. Damals galt es für die Majorität deS Land-lages. filr die Nalionalpartei. kaltes Vlul und Besin» nun«, zu behalten, große Klugheit zu entfalten, um den gänzlichen Bruch zwischen beiden Völkern und König, reichen zu verhüten, um das Gesetz zu retten und die ver-sassungsmähigen Zustände herzustellen und zu befestigen. Eine überaus schwere Ausgabe im Angesichte der großen ! Aufregung, der sich der Gemüther in beiden Ländern bemächtigte und gegenüber der Schwierigkeit, in welcher sich be,de Parteien den Rückzug anzutreten verbanden. Es gelang t.otzdcm. alle Hindernisse mit Geduld, wohl auch mlt der gröhlen Selbstverleugnung zu überwinden. Es war ein wahrer Weg über Golgatha, den die Na. ttonalpartei zu diesem Ziele zunicklegen musste. An die Sp,he der verfassmia.smahia.en Regierung trat ein velhältnismähig noch junger Magnat, der lange Zeit außer Landes lebte und sowohl in der Annahme, als in der Erwiderung des Vertrauen« sehr zurückhaltend war. Als der Landtag zusammentrat, da glaubten die bisher von der Majorität zurückgedrängten Elemente dle Macht und das Recht zu haben, die bestehenden Rechtsverhältnisse des Landes mit eimm Handstreiche umzustoßen. Die Vauernrevolle in Zagorien und der Banalgrenze stieg den einen zum Kopfe, den anderen benahm sie gänzlich den Muth. Die Grenzdepuiierten. dle auf der Regierungsbank nicht den Vanus fände,,, der «hre Wahlen ausgeschrieben und geleitet hatte, aber Mitten m die von Hasz erglühte Zerfahrenheit der Parteien ger,elhen, hallen gänzlich den Compass ver. loren, und es fanden sich etliche unter ihnen, die einen Protest unterschrieben, welcher in letzter Consequenz die Zerreißung des kaum vereinigten Lande« bedeutete. Aus dlese Art kam sowohl die Einheit als die Ver. fassung des Landes in die gröhle Gefahr, in eine Ve-fahr, die umso drohender war. als zwischen dem Land» lag und dem Banus leine Berührung stattfinden konnte, zwischen drn Parteien aber der Hass noch glühender und hefiiger als je wüthete. Da brauchte man noch mehr Geduld, noch mehr Selbstverleugnung und Klug« hcit, um dieser Hindernisse Herr zu werden. Und auch dieses «st allmählich und langsamen Schrittes gelungen. Nebenher musste man sür die Herstellung der verschwundenen Autorität im Vcamtenstanbe sorgen. Sowohl die Stimmung des Landes als die Tendenz des Landtages giengen in früheren Jahren dahin, diesen ehrwürdigen und wichtigen Stand moralisch und ma» teriell zu befreien, aus ihm ein patriotisches, selbst, bewusstes Corps v«n Volkswohlthätern zu erziehen. Sie sollten aus Pflichtgefühl ihre Pflicht erfüllen, aus Patriotismus zum Wohle drs Landes alle mit einander im brüderlichen Gehorsam mitwirken. Aber manche unter ihnen verkannten diese erhabene Absicht. Bei manchen von ihnen verwandelte sich die erlangte Frei' heit bald in Passivität und Trägheit. Als die bedenk« lichen Ereignisse vom vorigen Jahre eintraten, denen nur der Muth und die Autorität der Beamten die Stirne bieten konnten, da geschah es gerade in diesem Momente, dass manche von ihnen sich gänzlich der Disciplin entzogen. Sie lichteten ihre Äugen gegen den Himmel empor, um au« den Sternen die Wandel-barkpit der politischen Constellation«» zu errathen Mit einem Fuße standen sie in diesem, mit dem andern in jenem politischen Lager. Unter solchen Verhältnissen konnte von einer Administration leine Rede sein, und ohne Administration muss jedes Land zu Vrunde gehen. Auch in dieser Beziehung ,st manches besser geworden, seitdem man eingesehen hat. dass das Emporschauen zu den Sternen zu nichts sührt. dass man nur auf festen, Boden fest stehen könne. Es ist wahr, die beschriebenen Verhältnisse bieten lein ergiebiges Feld zur reichen Entfaltung der gesetz-geberischen Wirksamkeit. In dieser Beziehung ist die jetzige Landtagsperiode iirmer als alle ihre Vorgän. gerinnen, aber an Veidienst ist sie reicher als sie alle zusammen. Große und schwere Pflichten hat sie erflillt. unermessliche Gefahren, die dem Lande drohten, hat sie beschworen und abgewendet. Nie wird man ver-gesseu lönnen, wie sie die gesehmäßigen Zustände ge« rettet, die Kinderllanlheilen des jungen parlamenlari« schen Lebens überstanden, die Einheit des Landes unter den schwierigste» Verhältnissen befestigt, die beiden brüderlichen Slämme aneinander gebracht hat. E« ist Feuilleton Ein Bohnen-Idyll. (Schluss.) „Der Peppino habe es eben schon zu Lebzeiten der guten Seele immer gesagt, dass sie die Bohnen un> vergleichlich zubereitete: da würde sich Tonietta in Ge« duld ergeben müssen," meinten die einen. «Sie sollte ihm eine andere Speise vorsehen, die sie selbst ausnahmsweise gut zu machen verstände." ließen die andern sich vernehmen. Carlotta gerieth aber förmlich in Wuth und schalt sie eine alberne Närrin, die ihr Glück, einen so guten Mann zu haben, gar nicht verdiene, da sie ja nicht tintnal imstande sei, ihm zuliebe ein Gericht Bohnen zu lochen! Niedergedrückt und mit verweinten Augen lam die "me Tonielta wieder zu Hause an. Von jetzt an bewölkte sich der Himmel des jungen Ehestandes täglich mehr. Kam Peppino heim, so be-segnete er bei seiner Frau einem unsicheren, ängstlichen 3uck; setzte ei sich zu Tische, so that er nur einen Seufzer und schültelle trübe mit dem Kopf; versuchte Avnlelta ihm ein anderes Gericht zu bringen, so musste >" blltere Bemerkungen hören, wie etwa: . «hast recht gethan; 's ist schon besstr so!" ^ auch i si-"»"^l"v0' da wird die schöne GotleLgabe wenig. Uens n.cht verdorben!" liek?» ^ ^ guten Freunde und getreuen Nachbarn fehl n m»°" Wohlmeinenden und scharfen Winken nicht Pf^-"lan fragte die junge Frau, wie es käme. dafs ^no jo sauer und missmuthig einhergienge, da er doch zu anderen Zeiten gesungen und g/pfiffen hätte vom Morgen bis zum Abend; ob sie ihm vielleicht Essig in die Bohnen schütte? Oder auch, in Bezug auf ihre eigene niebergeschla-gene Miene, „ob Tonielta ihm Trauer tragen hülfe um seine gute Seele?" Es war endlich zu solcher Verstimmung zwischen dem Schuhflickcr und seiner Ehehälfte gekommen, dass beide kaum noch miteinander sprachen. Er nahm ihr gedrücktes Wesen sür natürliche Langweiligkeit, irrte in den Feierstunden auf einsamen Wegen am alten Schloss umher, lag dort bis zur Nachtzeit auf den niedrigen Marmorbänken herum und wurde von Tag zu Tag trübseliger. Tonielta aber verließ kaum mehr das Haus. So standen die Dinge, als Earlotla eines Mor« gen« bei ihrem Schützling elschien. und zwar in äußerst redseliger Laune und mit einem ganzen Sack guter Neuigkeiten und wohlgemeinter Rathschläge. «Heule rückt das Militär in Novi ein. die Ca« vallerie; und Musil gibls und Lustbarkeil. Da mache dir nur Muth und versuche, noch einmal dim Peppino, dem Feinlchmecker, seine Bohnen ordentlich zu lochen' damit er heiter wird und dich gegen Abend mit in die Anlagen nimmt, wo heute die schönsten Märsche aus. gespielt werden." Ach, wie klopfte der armen Tonielta das Herz? Nach so qualvoller Haft, nachdem sie seit Wochen nichts gesehen halte, als das lange Gesicht Peppinos und seine unwirschen Worte gehört, zum erstenmal mit ihrem Mann hinaus zu dillfen. durch die grünen, volkdurch. fluteten Anlagen zu wandeln und sich an den Klängen der Musik zu ergötzen! Wenn es ihr doch nur dies linemal «klänge, den Gatten zufriedenzustellen! Bald stand sie denn auch wieder am H^l" '"" kochte und rührte uud rührte und kostete, es schien ihr wirklich, als geriethen die Bohnen wie noch nie, da — sie horchte auf. Maiia und Josef, das war die Cavallerie! Ganz von fern schallten die Melodien eine» wunderschönen Paradema'sches an ihr Ohr. Da war lein Halten; ohne auch nur noch an )as Gericht und all ihre guten Vorsähe zu denken, flog sie ans Fenster und schaute die Straße entlang, wo schon Pserdegeirappel näher kam, blitzende Unifor-men in der Mittagssonne glänzten und die Musik immer klarer und lauter erklang. Ringsum schauten überall lachende, muntere Oe-sichler aus den Fenstern; es gab ein Grüßen, Jauchzen und Rufen, das kein Ende nehmen wollte. Jetzt warm die Truppen nah; nun zogen sie am Hause vorüber. Ah, welche Pracht! Ja. das brachte noch Lust und Leben nach Novi hinein; das machte fröhliche Herzen! M't einem Athemzuge liefer Befriedigung zog Tonielta ihr Haupt ins Zimmer zurück, um ihre Be-schäftigung wilder aufzunehmen. Da drang ein penetranter Geruch ihr in die Nase, und mit einem Schreckens-schrei sprang sie zum Feuer. Die Bohnen waren an-gebrannt, reltungs angebrannt! Eben ertönte ein Kc.nonlnschuss. der mo^o k»"no (zwölf Uhr mittags) v^rliindete nun« auf Abwendung des Uebels. ^ <"^7ck<," d-s schöpfte sie in aller Ele die ""A'»„, Tisch vor Gemüse« in die Sch^ ^l/^E.l. den Koch-Peppino« Plah '"'? ""A vöMg muthlo« und fühlte topf Sie l-'bst °b"/,^2,,a„„ entgegenzutreten. < ^ "H 'hAe te die Hausthür llche" - das war l <«, «?t sie zuzuwerfen, das sem Schl'N - nnd e^lig rise' sie die Slubenthür aus, die weit «kffmd Laibacher Zeitung Nr. 202 1tt72 2. September 1884. lein Zweifel darüber, dass die Geschichte qerade in diese Legislaturperiode die Sicherung und Befestigung des verfassungsmäßigen Lebens m Kroatien versetzen wird. Und jenes Land. welches alle diese Gefahren zu überwinden vermochte, welches sich durch dieses Labyrinth von Widerwärtigkeiten durchzuarbeiten verstand, ist gewiss zu langem und ehrenvollem Leben ausersehen. Inland. (Die Manöver in Ungarn.) Die »Unga» rische Post" schreibt: «Glänzend und emhusiastisch war der Empfang, mit welchem die Stadt Arad Seine Majestät den Kaiser in ihren Mauern begrüstte. Wie immer, wenn der erhabene Tläger der Krone im Kreise Seiner treuen Ungarn erscheint, konnten Sich Se. Majestät auch diesmal auf Schritt und Trilt von der unbegrenz» ten Liebe und Anhänglichkeit überzeugen, mit welcher jeder einzelne Sohn diese« Vaterlandes, ohne Unter, schied der Nationaliiä's. an dem Herrscherhause hängt. Die ganze Nation blickt daher mit dem Gefühle der Freude nach Arad, dessen Bevölkerung das Glück zu« theil wurde, den erhabenen Monarchen für einige Tage in ihrer Mitte zu sehen." (Steiermark.) Landeshauptmann Kaiserfeld verabschiedete sich schriftlich vom Landesausschusse, dem« selben für dessen 24jährige Mitwirkung und Unter-stühung dankend. Besonders aber dankt er für die bewiesene Achtung vor dem Gesetze. Der Landesaussämss habe unter sehr schwierigen Zeiten iu diesem Sinne auch stets seine Beschlüsse gefasst. (Im Bukowinaer Landtage) beantwortete Samstag der Landeshauptmann Baron Wassilto die in der jüngsten Sitzung gestellte Interpellation d^s Abgeordneten Baron Hormuzaki wegen der Verzicht» leistung des Consortiums für die Bukowinaer Local» bahnen Hatna.Kimpolung und Hlibola'Nerhometh auf die Betheiligung des Landes an der Capitalsbeschaf« fung. Der Landeshauptmann bestätigte, dass vom Con« smtiunl eine Absage eingelangt sei. Das Hauptmotiv sei, dass sich der vom Landtage gewünschte Ausbau einer Flügelbahn von Hadilfalva nach Radauh als sehr kostspielig darstelle. Der Landeshauptmann sicherte namens des Landesausschusses weitere Mahregeln zu. Der Gesetzentwurf, betreffend die Rechtsverhältnisse des Lehreistandes an den öffentlichen Vultsschulen, wurde durchberathen und endgiltig angenommen. (Der kroatische Landtag) wurde vergangenen Sonntag durch ein königliches Rescript in feier» licher Weise geschlossen. Vor dem Schluss des Land. tages erledigte derselbe noch unter anderem die An« aelegenheit des Lonjstopolj?, die seit Jahren von der Opposition als Agitationsmittel benützt worden war und andererseits es der Landesregierung unmöglich machte, für die Trockenlegung der betreffenden Gegen» den die nöthigen Maßnahmen zu ergreifen. Auch die Anträge des Verwaltungs»Ausschusses betreffs Inarti« culierung mehrerer Gesetze, welche in der Grenze im Verordnungswege eingeführt wurden, fanden einstimmige Annahme.______________________________________ Ausland. (Zur Kaiser.Entrevue.) Nach Mittheilungen des »Pester Lloyd" soll Kaiser Alexander heute in Warschau eintreffen. Die Fahrt wird in Wilna, wo der Zar einen kurzen Aufenthalt nimmt, unterbrochen. Die Zusammenkunft der Monarchen erfolge, heißt es weiter, im fürstlich Bariatinskl'schen Schlosse nächst Lowicz, welches nach einer halbstündigen Bahn-fahrt von Skierniewicze aus zu erreichen ist. Die Reise-disposilionen können jedoch noch Abänderungen erlei-den, namentlich bezüglich der Ankunft in Warschau, da hierüber selbst die Behörden nicht genau informiert werden. Es heißt ferner, dass der russische Botschafter am Wiener Hofe. Fürst Lobanov, sich am Hoflager in Warschau einfinden und seinen Souverän nach dem Zusammenkunftsorte der drei Kaiser begleiten werde. — Das Befinden des Kaisers Wilhelm ist, wie aus Berlin berichtet wird, ein vortreffliches, und der neuliche Unfall hat durchaus keine Consequenzen inbelreff der Entrevue. (Bulgarien.) Die Unterhandlungen zwischen den bulgarischen Eonservativen und Liberalen dauern fort. ohne jedoch Aussicht auf Erfolg zu verheißen. Der werbende Theil sind die Liberalen, während im Lager der Conservativen gegenwärtig der Coalielung mit der Partei Cankovs hauptsächlich nur mehr von jenen das Wort geredet wird, welche sich von der Wiederkehr eines Cabinets Cantov irgendwelche persönliche Vortheile versprechen. Wie die Dinge liegen, wird es diesen wenigen Anhängern der Coalierungsidee nicht gelingen, die conservative Partei zu derselben zu belehren, und es dürfte ihnen dann nichts übrigbleiben, als sich von der conservativen Partei loszusagen und sich offen Herrn Canlov anzuschließen. — Das Organ Cankovs, der „Sredec", äußert sich über den serbisch, bulgarischen Conflict mit sichtlicher Befriedigung dahin, dass der Zwischenfall nunmehr abgethan und vergessen sei. Wenn man sich erinnert, dass Herr Cankov als Minister nicht wenig zur Verschärfung dieses Con. flictes beigetragen hatte, so erscheint die gegenwärtige Sprache seine« Blattes über diesen Gegenstand als ein bezeichnendes Symptom für das Bestreben Cankous, wieder regierungsfähig zu werden. (Der französisch.chinesische Krieg) Den nunmehr vorliegenden Meldungen zufolge hat Admiral Courbet, nachdem er sämmtliche Befestigungen am Minflusse zerstört, die Flussmündung bereits verlassen, um weiteren Unternehmungen entgegenzugehen. Nach einer Pariser Depesche soll der Admiral nunmehr in den Aan.Tse.Kiang einfahren wollen. Nahe seiner Mündung liegen einige Forts, meist älterer Construe« tion, welche das oberhalb d,eser Befestigung liegende Nanking, bekanntlich eine der wichtigsten und größten Städte de» chinesischen Reiches, gegen Angriffe von der See« seite her decken sollen. — Wie telegraphisch aus Paris gemeldet wird, hat der Ministerrath unter Vorsitz Ferrys den Beschluss gefasst, „den General Millot krankheitshalber zur Rückkehr aus Tonking zu ermächtigen." An Millols Stelle wurde General Briöre de l'Isle zum Commandanten der Expedition in Tonting ernannt. Millols Beurlaubung ist nichts anderes, als eine Absetzung in höflicher Form. Dieser General hat sich bekanntlich während der letzten Monate eine ganze Reihe unbegreiflicher Kunstfehler zuschulden kommen lassen und muss insbesondere auch dafür verantwortlich gemacht werden, dass die französischen Truppen bei Lang-Son und Bacle so kopstos in die Falle tappten. Dazu kamen seine Conflicte mit der Marine, die in Tonling das Beste ohne Beihilfe Millols gelhan halte und von diesem dann in beleidigender Weise beiseite geschoben und brüskiert wurde. Millots Abberufung ist eine dem Admiral Courbet und dessen Stab gegebene SaÜsfaction, welche in diesen Kreisen noch größs" Befriedigung erregen wird, als der feierlich- Dank der Regierung der Republik für die kühnen Thaten der Flotte am Minstilsse. Gleichzeitig darf aber auch der Commandowechsel beim Expeditionskorps in Tonking als ein Beweis angesehen werden, dass man in Paris die chinesischen Drohungen wegen eine« Grenzkrieaes nicht leicht nimmt lmo sich für alle Fälle bereit hält. (Aus dem Sudan.) Major Kitchener telegraphiert unterm 27. August nach Kairo, es sei ein Flilcht-li»g aus Haddais L.lger mit dem Bericht eingetroffen, dass die Rebellen in letzter Zeit Chartum ununterbrochen durch zwki Tage und zwei Nächte angegriffen hätten, aber zurückgeschlagen worden seien u„d dass cm« dritten Tage General Gordon einen Ausfall gemacht, ein großes Gemetzel angerichtet und zwei der commandierenden Scheikhs getödtet habe. (Aus dem fernen Westen.) Das nach deM mehrjährigen „Salveteilriege" voll Chile besiegle Per« «st noch weit davon entfernt, den inneren Frieden zu genießen. Halb ruiniert durch den Krieg und seiner Salpeter« und Guanodistricte beraub!, hat cs dell. Kampf wider eine fremde Macht nur mit umcreu Kämpfen vertauscht. Chile hatte mt dem General Ialesias. den es als Präsidenten anerkannte. Friede« geschlossen. Alsbald erhob sich gegen den Genannten eine Anzahl anderer Generale, von denen General Cacöres so erfolgreich war, dass Chile mit ihm zu unterhandeln ansieng und General Iglesias selbst mit ihm einen Vergleich anstrebte, demzufolge der neu zu wählenden und alsbald einzuberufenden Volksvertretung die Wahl eines Präsidenten überlassen bleiben sollte. Nachdem es eben erst geheißen. General C«' c^res sei hieraus eingegangen, wird plötzlich von neuen Kämpfen gemeldet. Allein das Glück scheint oen Ehrgeizigen verlassen zu haben. Iglesias hat einen voll« ständigen Sieg über Cicöres gewonnen und eine große Anzahl Gefangener gemacht. Cacöres wird jetzt wähl' scheinlich die Wiederherstellung seiner Armee im Innern des Landes vornehmen. Tagesnemgleiten. — (Truppenmanüver.) Wie alljährlich um die gleiche Zeit werden gegenwärtig von dem l, k. Heere Uebungen größeren Stiles durchgeführt. So nehmen »M Bereiche de« 1. Corps (lkrakau) die Truppen taltische Uebungen im Festungskriege vor, welche auch einer gro> ßen Anzahl technischer Officiere Gelegenheit bieten sollen, sich mit den neueren Befestigungsanlagen bekannt z" machen. Das 2, Corps (Wien) hat die Divisions' und Corpsmanover. zu denen dasselbe mit der 2. und 25ste« Trupvendivision im Lager nächst Nruck concentriert war, soeben beendet, während im Bereiche des Z.Corps (Graz) vorwiegend Marschübungen im Gebirge ausgefühtt werden. Im 4. (Budapest) und 6. (Kaschau). dann im öten (Prag) und 12, Corps (Hermannstadt) werden Uebungen in der Truppendioision vorgenommen, deren Schluss je ein mehrtägiges Marschmanüver bildet. Das 7. Eorps (Temesvar) ist bekanntlich mit beiden Divisionen und einer Cavallerie.Trupftendioision concentriert, und w^d letztere in Gegenwart Sr. Majestät deS Kaiser« tal< offen blieb, und flüchtet« hinler einen alten Schrank, der auf dem Flur stand. Von hier aus konnte sie ungesehen den Vorgang beobachten. Peppino stand auf der halben Höhe der Treppe still, sah mit gespanntem, fragendem Gesicht umher und schnupperte kräftig mit seiner Adlernase. (Tonietta presste angstvoll die Hände ineinander.) Nun setzte sich Peppino wieder in Bewegung, diesmal in schnellerem Tempo, schritt in da« Stübchen, setzte sich an den T'sch und nahm den Löffel in die Hand .... (Toniettas Herz schlug so laut vor Angst, dass ihr fast der Athem vergieng.) Aber nur einmal nahm er von den so grausam misihandelteu Bohnen, dann legte er überrascht den Löffel nieder, schlug die Hände zusammen und rief mit verklärtem Gesicht: »Das. oh, das ist das Aroma meiner „guten Seele"; Tonietta komm', lass dich umarmen!" Was ist da noch zu erzählen? Die kleine Frau wurde hinter ihrem Schrank hervorgeholt und verzehrte unter Lust und Lachen das erste f'vhe Mahl mit ihrem Schah. Nachmittags wurde Feiertag gemacht, und es gieng auf die Passeggiala. wo ganz Novi versammelt war und alles aus- und abwandelte nach den Klängen der herrlichen Musik. Alle freuten sich ihrer in lautem Jubel, am meisten aber dankte ihr unfere Tonietta. — sie wusste aber wohl, warum. Und Peppino und seme medllche Frau leben noch heute in ihrem Vohlienidyll. und die „gute Seele" der ersten Tonietta lächelt freundlich auf »hre Nachfolgerin hernieder, da diese mehr und mehr slch ihrer würdig erweist. «Sie verplagt sich nicht mehr." Jean Loup, der Irrsinnige von Mareille. Roman nach Emile Rtchebourg von Maz von Weihenthurn. l113, Fortsetzung.) Susanne hatte das Zwiegespräch vernommen; sie trat ans Fenster und sah hinaus. Sie erkannte den alten Mann nicht sofort, kaun, hatte dieser sie aber erblickt, als er auch schon seinen Hut abnahm und mit lauter Stimme ausrief: «Guten Morgen, Fräulein Susanne!" Das junge Mädchen stand überrascht. »Guten Morqen. Vater La Bique!" rief sie. »Sie sind hier? O kommen Sie, kommen Sie!" Susanne eilte dem Greis entgegen, führte ihn in ihren kleinen Salon und hieß ihn Platz nehmen. «Wie gut Sie sind, Fräulein." sprach der Alte tiefbewegt. ,So ganz ohne Stolz. So follteu die Reichen alle sein!" «Aber so erklären Sie mir doch, wie in aller Welt kommen Sie nach Paris?" »Es würde ein wenig lange währen, Ihnen all dies auseinander zu setzen, Fräulein, aber der Herr Graf von Violaine wird Ihnen schon alles sagen." »Sie haben meinen Vater gesehen?" »Ja, vorgestern, bei meinem Wohlthäter, bei Herrn Lagarde." „Sie kennen Herrn Lagarde?" »Schon lange! Ihr Herr Vater wird Ihnen das alles auseinander setzen. Bei Herrn Lagarde sah ich den Hcrrn Grafen. Ihren Vater. Ich hatte sogar die Ehre, bei T'sch neben ihm zu sitzen. Dort erfuhr ich auch, dass Sie nicht in Hereville feien. Da habe ich mir gesagt, ich will nichl heimkehren, ohue dem Herrn Orafen und seiner liebenswürdigen Tochter meinen Besuch abgestattet zu haben. Hänge ich doch mit ganzer Seele an Ihnen beiden, mein Fräulein. 3l gethan, wie manchen Becher Wein Sie mir gereicht haben!" «Ich bin bereit, damit sofort von neuem zu beginnen. Vater Monot. Was benöthigen Sie?" „Ich benölhige nichts. Fräulein. Ich bin reich, aber der Herr Graf mag Ihnen dies alles erklären-Ich bin nur gekommen, um Ihnen meinen Besuch abzustatten und Ihnen Kunde zu bringen von z" Hause." «Und worin besteht diese Kunde. Vater Mono" »Vor allem in der erfreulichen Nachricht, das» das schöne Fräulein Johanna, die Tochter des alle" Capitäns Vaillant au« Mareille. welche alle Welt fi" todt hielt, sich nicht ertränkt hat." «Da« weih ich bereits." ..Wissen Sie auch, wer das Fräulein gerettet hat?" .Ja. Vater Monot. Sie ist durch Jean 2o"p, den Irrsinnigen von Mareille, den Fluten entriss"' wolden." «Ich seh?. Sie wissen alles. Die Vermählu"« Johannas mit dem Lieutenant Jacques Grandin M nahe bevor." Susanne lächelte, und Vater La Viq»e fuhr so" > „Nur von diesem armen Jean Lonp erhält ma immer noch keine Nachricht. Gar viele Leute f>ag" sich. was aus ihm geworden sei, seit die Gendarme' ihn weggebracht!" .^ «Auch darüber wüssle Herr Lagarde sicher!'^ Auilunst zu ertheilen." meinte Susanne. « ..Ich möchte ihn gern um den Wilden befrage», entgegnete der Greis, «aber ich wage eS nicht." Laibacher Zeitung Nr. 202 1«73 2. September l884. tische Uebungen durchführen, während elfteres zwischen Temesvar und Lipfta ein Marschmanöver des ganzen Corps zur Action bringt, an welcher auch Abtheilungen der kg», ungarischen Landwehr theilnehmen. Das 9 (Corps), dann dc>8 11. (Lembcrg) und das 13. Corps (Agram) Werden nach vorhergegangenen Ditiisionsilbungeil mehr« tiigige Marschmaniwer ausführen, zu welchen überall Truppen der l. k, respective der kön. ungarischen Landwehr beigezogen werden Im Bereiche des 14. Corps (Innsbruck) werden Uebungen im Gebirgslriege brigadeweise vorgenommen, während in Dalmatien und im 1ü Corps (Occupationsgebiet) die Truppen in den ein» zelnen Garnisonen üben. Die Pionnirre nehmen theils an den Corpsmanö» vern Antheil, theils werden hochinteressante Uebungen im Brückenbau« über die Donau bei Klosterneuburg ausgeführt, während das Eisenbahn.Negiment und die Genie, truppen die diesen Waffen eigenthümlichen Schlussübun» gen vornehmen. Die Artillerie sowohl als die Cavallerle gelangen nach Beendigung des feldmäßigen Schießens, respective der Uebungen in der Cavallerie.Brigade, im Verbände mit den anderen Truppen bei den Manövern zur Ver« Wendung. Den Abschluss der diesjährigen militärischen Aus« bildungSperiode bilden die großen Cavallerie- und Corps» Manöver an der unteren March, und sind hiezn das b. Torps (Pressburg) und das 10. Corps (Brunn), nämlich tt Infanterie- und 2 Cavallerie«Truppenbivisio« nen, in Summe 83 Bataillone. 4'/z Compagnien. 62 Vsca» dronen, 34 Batterien und 4'/^ Brückenequipagen bestimmt, Welche vom 4. bis 13. September zwischen AngernDürn» lrut und Malaczka.Neudorf operieren werben. — (K l. Universität in Wien.) Im Sommer-semester des abgelaufenen Studienjahres waren an der Wiener Universität 4814 Hörer inscribiert, darunter 4204 ordentliche und 610 außerordentliche. Die theo logische Farultät zählte 176 ordentliche und 35 außer« ordentliche Hürer, die juridische 1874 ordentliche und 222 außerordentliche, die medicinische Facultät 1802 ordentliche und 90 außerordentliche, die philosophische Iacultät 352 ordentliche und 263 außerordentliche Hürer, darunter 171 Pharmaceuten. Das Wintersemester 1884 beginnt für alle vier FacultÜlen am 1. Oltober b, I — (Ein verunglückter Prinz.) Aus Aussee wird berichtet: Der 15jährige Prinz Josef von Sachsen« Colmrg, ein Sohn des brasilianischen Admirals Prinzen Ludwig August von Sachsen.Coburg. der sich mit seiner Großmutter, der Herzogin.Witwe Clementine von Sachsen« Coburg. hier aufhält, ist am 30, August bei Besteigung der Trisselwand. die sich am Alt.Ausseer See erhebt, abgestürzt und hat schwere Verletzungen erlitten Der junge Prinz machte mit Erlaubnis seiner Großinnttcr in Begleitung des Prinzen Heinrich von Chartres einen kleinen Sftaziergang ohne seinen Hofmeister und benutzte diese Gelegenheit, um die Trisselwand zu besteigen und dort Alpenblumen zu pflücken. Gleich beim Austritte aus dem Walde auf das nackte Gebirge stürzte Prinz Loburg etwa 15 Meter tief die steile Felswand herab; er fiel mehreremale auf, brach sich das Schlüsselbein und zog sich mehrfache tiefe und gefährliche Vcrwun« düngen der Schädelhaut zu. Leider ist. wie das ärztliche Parere lautet, eine Fissur der Schädelbasis nicht aus-geschlossen. Der Prinz von Chartres stieg sofolt zu dem Schwerverletzten nieder; er schrieb einen Zettel an die Angehörigen, in welchem er um Hilfe bat und eilte dann zu dem inzwischen bewusstlos gewordenen Cousin zurück. Die Herzoge von Ioinvllle und Chartres ver« fügten sich in Begleitung zahlreicher Träger sofort auf den Unglücksplatz, Der verunglückte Prinz wurde auf eme improvisierte Tragbahre gelegt und mühselig herab, gebracht. Professor Villroth wurde telegraphisch an das Krankenlager berufen. In der Nacht trat in dem Be-finden des Prinzen eine wesentliche Besserung ein. das Bewusstsein deS Kranken ist zeitweilig zurückgelehrt. „ 7- (Bisons Gemahlin) Mrs. Mary Stillwell Edison, die Gattin des berühmten ErfinderS Edison, ist d.esertage in ihrem Wohnsitz zu Menlo Peal in Newyork verstorben. Amerikanische Blätter erzählen bei dieser Gelegenheit. auf welche originelle Weife sie mit Edison den Bund fürs Leben geschlossen habe. Er hatte gerade den chemischen Telegraphen erfunden und war noch bei einigen Vervollständigungen desselben beschäf« tigt. für welche er auch verschiedene junge Damen an« gestellt hatte. Unter ihnen war auch Miss Mary Still« well. Eines Tages stand er hinter dem Stuhle dieser Dame. seine Instrumente prüfend. Plötzlich wandte sich Miss Mary um und sagte naiv: «Herr Edison, ich kann Ihnen stets sagen. wenn Gle hinter und neben mir sind, auch wenn ich Sie nicht sehe." — Mas für einen Grund können Sie denn dafür angeben." fragte sie Mr. Vdlfon mechanisch. noch ganz in seine Arbeit vertieft — «Ich habe nie darüber nachgedacht, aber ich b,n dessen sicher." antwortete sie ruhig, «ich scheine zu fühlen, wenn Sie mir nahe sind." — »Miss Stillwell." sagte Mr. Edison und schaute der Sprecherin ins Ge-ftcht. «,ch aber habe ordentlich über Sie nachgedacht, und wenn Sie wollen, möchte ich Gie heiraten." — „Sie sehen mich in Erstaunen." rief Miss Stillwell aus. „ich M^l^l."«^^«" "I« ""'b'" ""'"brach s« Mr. Edison ..dass Sie bis jetzt nicht daran dachten. überlegen Sie sich aber meinen Antrag und reden Sie "'"Ihrer Mutter. ,ibt diese ihre gustimmung. soll nächsten Donnerstag die Hochzeit sein." — Das Mädchen enteilte dem Laboratorium. die Mutter gab ihre Iu-U'"'"'ung nut Freuden und in acht Tagen war die Hochzeit. — Am Abend der Hochzeit aber war Edison A" o w'e sonst eifrig in feinem Laboratorium thätig. Obgleich d,e Geschichte seiner Verlobungszeit so kurz. und d,e Hochzeit fast als daS Product eines plötzlichen Einfalles erscheint. lebten die beiden Galten seitdem immer in glücklichster Ehe. — (Was ist die Liebe?) Im Einjährig« 6re>w!ll!gen.Examen stellte ein gut gelaunter Exann. nator an die zu Prüfenden die verlockende Frage: Mas lst die Liebe?" — „Das Band. welches zwei Herzen auf ewig verbindet." sagte der eine; — «gwei Seelen >'"d em Gedanke, zwei Herzen und ein Schlag." ein ilwe.ter — ..Si« treffen das Rechte nicht, meine Herren, denn^e^ebe ist «in kleiner Nebenfluss der Ober." Local- und i,.!»^»/^^.'!."""^ ") Der Ministerpräsident als Leiter des Ministeriums d,K Innern hat die bei der Landesregierung in Laibach erledigte Stelle eineS Landes« Tierarztes dem l. f. Nezirks-Thierarzte Johann Waa-ner in Pettau verliehen. - Der Herr l. l. Landes. Präsident hat den k. k. Sanilütsassistentcn in Loitsch. Dr. Stanislaus Ste r ger. zum l. k. Vezirlsarzte II, Classe daselbst ernannt. — (Chronik der Diöcese.) Die Psar« Weißenfels im Decanate Radmannsborf wurde dem Pfarradministralor daselbst. Herrn Johann Belec, verliehen Herr MathiaS Prijatel wurde am I9ten August auf die Pfarre Struge canonisch investiert. — Verseht wurden folgende Herren, alb: Franz Gre-gori, Beneficial und Psarrcooprrator in Gorje. als Pfaricooperalor nach Podbrezje; Peter Ogrin.Pfarr-cooperator in Pobzemelj. als solch-r nach Vlole; Va» lentin Erzen. Pfarrroofterator in Bischoflack, als erster Pfarrcooperator nach Billichgraz; Matthäus Kljun, Pfarrcooperator in Gillichgraz, als solcher nach Franz» dorf; Josef Akofic. Pfarrcooperator in Villichqraz, als solcher nach Predassel; Johann Mazgon. Pfarr« cooperator in Hllnigftein, als solcher nach Ieseniz; Michael Terkel. Ciiratbeneficiat in Watsch, als Pfarr» cooperator nach Hönigstein; Alois Vobel. Pfarr« rooperator zu St. Grorgen unterm Kumberg. als solcher nach Dol ; Franz Angus'tin. Pfarrcooperator in Dol. als solcher nach St Georgen unterm Kumberg; Josef Pulljular. Pfarrcooperator in Unleridria, als solcher nach St, Martin bei Krainburg- Kaspar Majar. Pfarr« cooperator in Senosetsch, alb solcher nach Telzach ; Josef Moiilnilar. Pfarrcooperator in Soderschiz, als sol« cher noch Senosetsch,' Michael Lavtizar. Pfarrcoope-rator in Selzach. als solcher nach Soderschiz; Valentin Aljancik. Psarrcooperalor in St Martin bei Krain« bürg, als Curalbeneficiat nach Watsch; Ludwig Ienlo, zweiter Pfarrcooperator in Tschernembl, wurde auf die dortige erste Cooperatur befördert. — Neuangestellt wurden folgende Herren, als: Mathias Mral. Neo-presbuter. als Euratbeneficiat und Cooperator in Göriach; Ialob Po lorn, Neopresbyler, als Pfarrcooperator in Tfchatesch; Franz Dem schar. Neopresbyler, als zweiter Pfarrcooperator in Tschernembl; Andreas Vliebe, AlumnuSpreSbyter. als Pfarrcooperator in Poozemelj; Franz Rihar. Alumnuspresbyter, als Pfarrcooperator in Vischoslack; Matthäus Sitar. NeopreSbyter. als zweiter Pfarrcooperator in Villichgraz; Johann Dob-nilar. Neopresbyler. als Psurrcooperator in Unter« idria; Franz Kuöar. NeoPresbyter, als Pfarrcoope« ralor in Trata; Albin Ilovsli. Neopresbyter. als Pfarrcooperator in Wippach; Felix Zavodnil. Neo« Presbyter, als Capitel« und Psarrvicar in Rxdolfswert; Josef Porubsli. NeoPresbyter, als Kosler'scher Vene« ficiat und dritter Slablpfarrcooperator in Gottschee; Ignaz Hit nil. Neopresbyler, als zweiter Pfarrcoopcrator zu St, Barlhelmä im Felde. — (Ausstellung von Maschinen und Gerathen in Gvrz.) Danl der Unterstützung des l. l. Uckerbau-Ministeriums wurde die l. l Landwirt, schaftS'Gt lelllchaft in Gürz >n die angenehme Lage gesetzt, eine permanente Auest-llung von Maschinen und Gerathen für die Landwirtschast und die damit in Ver» biildung stehenden Industrien zu veranstalten. Diese Aufstellung wurde gestern in Gviz. Via Duomo Nr. 4. eröffnet und kann sie bei freiem Eintritle jeden Montag und Donneretaa von 9 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags besichtiget werden. Für außerhalb V0rz wohnende Oelonomrn kann die Ausstellung nach voran« gegangenem Ansuchen an die l, l. LandwirtschaftsGe« sellschaft auch an den übrigen Wochentagen geöffnet weldtn. Die Ausstellung bezweckt, den Oelonomen die Besichtigung und den U»lauf der entsprechendsten land» wirtschaftlichen Maschinen und Oeräthe zu ermöglichen. Um dieses Iiel zu erreichen, vrrzlchtet die l. l. Land« «Sie wollen Herrn Lagarde um Nachricht über Jean Loup bitten? Das ist belustigend! Sie haben ihn ja gesehen." «Wen? Iea» Loup sollle ich schon gesehen haben? Wo?" «Bei Herrn Lagarde! Sind nicht mehrere junge Leute bei Tische gewesen?" «Ja. Jacques Vrandin, ein großer junger Mann mit schwarzen Haaren —" «Herr Pedro Castora." unterbrach sie ihn. «Herr Raoul von Simaise und noch ein anderer junger Herr, welchen Herr Lagarde Jean nannte." „Nun, Vater Monot, dieser Jean war Jean Loup, der Irrsinnige von Mareille!" «Jean Loup l" rief der Greis bestürzt. «Jener -- Jean Loup?! Ich vermaz e« kaum zu fassen!" «Herr Lagarde wird Ihnen alles erklären. Ueber« dies finden Sie hier in Paris noch mehr Bekannte." fuhr Susanne lächelnd fort. «Auch die Baronin Simaise ist hier." «Und ist auch Fräulein Clemence bei ihrer Vlulter?" Das junge Mädchen schüttelte traurig den Kopf. «Ist sie vielleicht krank?" fragte Valer La Bique. ^ «Nein," erwiderte Susanne, «aber Clemence ist im "ugenblick von ihrer Mutler getrennt." «Wo ist sie denn?" «Vei ihrem Vater." ,. «Da« ist sonderbar. Wollen Sie so freundlich ' ?' w'r die Ndresft des Herrn von Simaise zu Ltben?" c., ..Unnützes Bemühen, Vater Monot. Ich errathe Ule Gedanken. Sie können Clemence nicht sprechen. "n wird Sie im Palais Simaise nicht empfangen. Der Varon wohnt Avenue des Champs Elisee?, Pa« lais Simaise." " ..Ich danke Ihnen, mein Fräulein. Aber wie seltsam! Die Frau Baronin hier bei Herrn von Violaine und Fräulein Clemence bei dem Vater! Mutter und Tochter von einander gelrennt l Das ist unnatürlich." «Valer Monot. werden Sie in das Hotel Si-maise gehen?" „Gewiss, mein Fräulein!" «Man wird Sie abweisen!" „Wer weih!" «Im Grunde genommen haben Sie recht! Ver« suchen Sie es! Versprechen Sie mir jedenfalls, mir mitzutheilen, wie man Sie ausgenommen, und sollte es Ihnen gelingen, meine Freundin Clemence zu fehen, so wiederholen Sie mir genau alles, was sie Ihnen gesagt hat." «Ich verspreche es Ihnen!" «Sie werden wiederkommen?" «Ja!" Und der Greis verabschiedete sich, nachdenklich über alles Gehörte. 26, Capitel. 3>ie Koiröe. Der Freiherr von Simaise halle versucht, die Hlnladul'g Pedro Castotas abzulehnen; dieser aber «klärte mit solcher Bestimmtheit, dass er besonderen Wert darauf legte, den Varon unter seine »äste zu zahlen, dass ihm endlich nichts andere« librig blieb, als die Einladung anzunehmen. Einig«? Minute», vor sieben Uhr trat er in den glänz-nd erleuchlelen Salon des Brasilianers, wo er bereits die Herren Violaine, Maurienne und Jacques Grandin fand. Als er dir beiden erstgenannten Herren ansichtig wurde, welche beide mit seiner Frau befieundet waren, erblasste der Baron unwillkürlich. «Ah." sagte er zu sich selbst, «da ist ein Eom. plot gegen mich im Spiele. Es gilt also. aul der Hut zu sein!" Man begrüßte den Baron höflich, aber kalt. Alle nahmen Platz und das unterbrochene Gespräch ward forlgesiihrl. Man sprach vom Theater und von den lauselidcn Tagesereignissen. War der Baron unangenehm berührt gewesen, die Herren von Vivlame und Maurienne bei Pedro Eastora zu finden, o bk'ühlle es ihi, noch pinllcher. als der Diener slinen Sohn Raoul von Simaise meldete. Raoul bei Pedlo, was sollte das bedeuten? «Die Herren sind üb>rrascht, sich hier in meinem Hause zu treffen," sprach Pedio. «Es erklärt sich diel in wenigen Worten. Gestern, als ich zum Frühstück ins East Anglais ttat. sah ich einen meiner Fieunde. Jules Hastier, welcher sich in GesGesellschaft zu lichten. — (Wählerversammlung.) Neichsraths» Abgeordneter Dr, Ritter v. Tonlli hat die Wähler der Görzer Landgemeinden für den 7, September nachmit» tags nach Sessana zu einer Versammlung einberufen, vor welcher er über seine Thätigkeit im Neichsralhe Vericht erstatten wird. — (Unglücksfall.) Am 29. August nachts fuhr der Bahnwächter Mathias Ie»5e aus Otol mit einem leeren, mit einem Ochsen bespannten Wagen nuf der Reichsstraße von Klein.Gutenfeld gegen die Piraöica-Vriicke, Beim Nergabfahren wurde der Ochs scheu, wobei Ieiße rücklings so unglücklich vom Wagen stürzte, dastz er sich den Hals brach und nach einer halben Stunde verschied. — (Ertrunken.) Am 28. August ist in Unter« thurn das 3 Jahre alte Mädchen des Forsthüters Jakob Zupanöic in den Radetschbach gefallen und ertrunken. — (Schadenfeuer.) Aus Gottschee wird uns berichtet, dass im Hause des Kaischlers Johann Luzar in Auersperg, während sämmtliche Hausleute ab' wesend waren. Feuer ausgebrochen ist. das Haus sammt Einrichtungsstücken und darin befindlicher Kleidung ein« äscherte und einen Schaden von ungefähr 300 st. verursachte. Luzar war bei der „Slavia" auf 200 st. ver« sichert — (Jugendliche Gauner) Jene beiden Lehrlinge, welche, Wie wir mittheilten, aus dem Geschäfte ihre» Lehrherrn zu Pältschach 1600 st, gestohlen und sich geflüchtet hatten, wuiden bereits in Oplotnih verhaftet. Sie kamen dort zu einer Bäuerin, welche sie baten, ihnen aus dem Gasthause Brot. Wein und Fleisch zu holen. Im Gasthause war d?r Gendarmerie.Wacht-meister Von Gonob,h aewesend, dem diese Bestellung auffiel; er erkundigte sich nach den Gästen der Bäuerin und ^ieng mit dieser nach Hause, wo er beide Burschen festnahm. Mau fand bei ihnen noch über 1000 st Papiergeld und zwei geladene Revolver, — (Von Ratten angefressen) AuS Raibl wird der „Klagenfurter Zeitung" gemeldet: Ein hierortiger Wertstischler, welcher durch etliche Nächte aus Plivatsteih arbeitete, verzehrte als Abendessen Speck mit Brot. Während er schlief, besuchten ihn die Ratten und nagten an seinen vou Speck riechenden Fingern, ohne dass er ganz erwacht wäre. Er schüttelte wohl seine Hände, als er ein Iwickrn verspürte, doch war er so schlaftrunken, dass er weiter an sich nagen ließ. Als er morgens erwachte und den Schmerz fühlte, fah er etst, dass ihm alle Knöchel und die Spitze des Zeigrsingers abgefressen waren. — (Eine Hexe vor Gericht.) Vor dem Schwurgerichte in Trieft hatte sich diesertage die aus Ialaz im Bezirk Ndelsberg gebürtige 35jährige. bisher unbescholtene Private Antonie Pirjavec wegen Verbrechens des Betruges zu verantworten. Nach der vom Staats« anwalts» Substitute»! Freih. V. Hohenbüchel vertretenen Anklage hatte sich die Pirjavec den Ruf einer Zauberin erworben, zu welcher namentlich Dienstboten. Kellnerinnen, Näherinnen u. f. W. kamen, um sich besonders in Liebesangelegenheiten ihren Rath und Beistand zu er« bitten. Die «Hex« von der Via del Belvedere", wie sie von ihrer zahlreichen weiblichen Clientel genannt wurde, versprach eifersüchtigen Mädchen, sie mit ihren Lieb« habein zu versöhnen, oder heiratslustigen Jungfrauen, ihnen Gatten zu besorgen, wie sie auch Curpfuscherei und Beschwürungskunft betrieb. Elst spät wurde die Polizei auf das Treiben dieser „Hexe" aufmerlfam. worauf in ihrer Wohnung eine Hausdurchsuchung vor» genommen wurde, welche für sie so gravierende Ergeb« nisse zutage förderte, dass ihre sosortize Verhaftung verfügt wurde. Von deu Beschädigten wurde wahrscheinlich nur ein geringer Theil eruiert; nichtsdestoweniger wurde. da die Angeklagte sich ihre Rathschläge und mystischen Manipulationen theuer bezahlen ließ. eine so bedeutende Schadensumme ermittelt, dass sie vor die Geschwornen gewiesen werdeu musste. Bei der Verhandlung sagten sämmtliche vorgeladenen Zeuginnen, die durchwegs verschleiert vor Gericht erschienen. sehr be lastend süc die Angeklagte aus. welche alles in Abrede stellte. Zwischen einigen Zeuginnen und der Angeklagte!, kam es zu erbitterten Wortgefechten. während andere, deren Drpositionen von der Gallerie mit großer Heiter« keit aufgenommen wurden, sich weigerten, weitere Mittheilungen zu machen. Die Jury erkannte einstimmig auf schuldig, worauf der Gerichtshof die Angeklagte in Berücksichtigung zahlreicher Mildernngsglünde zu einer dritthalbjährigen schweren Kerlerstrafe verurtheilte. — (Gewerbetag in Wien.) Am 6. 7. und 8 September d I findet in Wien der dritte allgemeine österreichische Oewerbetag statt. welcher „ach den uns zugehenden Informationen sehr stark besucht sein wird. Die stenographischen Protokolle aller drei Verhindllings-tage sowie das Verzeichnis sämmtlicher auf d.m Ge« n,«lbetag« in Wien erschienenen Delegierten werden in d«, ..Morzenpoft« veröffentlicht. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Arad, 1. September. Se. Majestät der Kaiser hörten gestern früh eine heilige Messe und fuhren dann ins Stadthaus, wo der Empfang der Deputationen staltfand. Zuerst erfchien das Offizierscorps unter Führung des Erzherzogs Josef, sodann der katholische Clerus mit dem Bischof Nemeth und der griechisch-katholische Clerus mit Bischof Pavel an der Epitze; ferner der serbifche qriech..lalh. Clerus mit unter Führung des Metropoliten Angjelic; hierauf der rumä» nische griech.'kath. Clerus mit dem Metropoliten Roman Miron, endlich die Deputationen der übrigen Confef» sionen der angrenzenden Comitale unter Fühimig or Obergespäne, der Advocatenkammer, der Handclskam» mer, des Gerichtshofes und des Beamienstandes. Die Antworten Sr. Majestät auf die verschie» denen Ansprachen waren hochinteressant, manche Auf» sehen erregend; so sagten Se. Majestät zum katholischen Clerus, derselbe könne imm?r auf die Allerhöchste Gnade rechnen, wenn er im Geiste feinet Aerufes sich vor Leidenschaften und politischen Bewegungen verschließen , unter den Gläubigen brüderliche Eintracht pflegen und dieselben von nationalen und confessionellen Reibungen abhalten werde. Zum Metropoliten An« gjel'c' sagte der Kaiser, es sei ihm nicht unktannt, dass der Metropolit im Kreise der Gläubigen in an« erkennenswerter Weise dahin wirke, damit dieselben ohne Schädigung der religiösen und nationalen Ge> fühle auch treue Bürger des Landes seien. Seine Majestät betonten gegenüber dem Bischof Pavel, er hoffe, dafs die namens der Gläubigen verdolmetschten Gefühle im Interesse des Thrones, der Religion und des Landes auch mit Thaten bewiefen werden. Nachmittags besuchte der Kaiser die öffentlichen Institute, die Ncumann'sche SpiriluLfabril mio die Schiehstätte; später fand das Hofdixer, abends die Illumination statt. Se. Majestät reiste um 3 Uhr nachts ab. Agram, I.September. Die Nbgeortüetsnwahlen finden am 10.. 17., 18. und 19. SeptsM^r statt. — Die Regierung hat die Verordnung l»elr»ffs der Ehen zwischen Juden und Christen bis zur gesetzlichen Re« gelung dieser Verhältnisse zurückgezogen. -- Heute nachmittags findet eine Conferenz des CenlralWahl« comilis statt, in welchem die Cauoidatenliste der Nationalpartei festgestellt wird. Belgrad, 1. September. Koni«, Carol von Rumänien ist nach herzlichster Verabschiedung von der königlich serbischen Familie gestern abends von hier abgereist. Nom, 1. September, mittags. In den nachbetn«, ten Provinzen sind gestern Cholerafälle vorgekommen, und zwar: In Bergamo 29 Erkrankungen, daninter 2 in der gleichnamigen Stadt, und IN Todesfälle; in Campobasfo 13 Erkrankung«, und 2 Todesfälle; in Cuneo 31 Erkranlungs- und 23 Todesfälle; in Genua 26 Erkranlungs- und 18 Todesfälle, davon 24 Er« krankungen und 6 Todesfälle in Spezia; in Lucca 3 Erkrankung«« und 1 Todesfall; in Massa Carrara 8 Erkrankung«- und 16 Todesfälle; in Neapel 3 Er-krankungs- und 3 Todesfälle in der Stadt Neapel; in Parma 4 Erlrankungsfälle, davon 1 in Parma selbst, und 1 Todesfall; in Pisa 1 Ellranlungs« und 1 Todesfall; endlich in Turin 3 Erkrankung«- und 3 Todesfälle. Toulon, 31. August. Am 29. August sixd sechs Perfonen gestorben, darunter drei an Choleia; am 30. August starben zehn Personrn. darunter eine Person an Cholera. London, 1. September. Lord Northbrook und General Wolskley sind nachmittags über Wien nach Trieft abgereist und Wollen Samstag in Alexandrien eintreffen. London, 1. September. Es verlautet, die Chinesen hätten in Fu Tscheu einige katholische Missionäre massacriert. Wlkswirtschüstliches. Eine neue Localbahn. Das Project einer Verbindung der ehemaligen Rudolf« Bahn mit der Südbahn in Kärnten und Krain. welche dazu dienen soll, die Umwege über Tarvis oder Marburg zu ve» meiden, scheint nach jahrelangem Zögern endlich in das Stadium der Ausführung gellliia.cn zu sollen. Schon im Vorjahre wurde gemeldet, dass die Südbahn die Tracierung einer Localbnhn von Kühnsdors nach Eiscntappcl plane. Es wurden auch dic nöthigen Vorerhebunqen gepflogen und wahrscheinlich infolge ungenügender Nachweise eines günstigen finanziellen Ergebnisses a10^ windstill Nebels 1. 2 „ N. 735.68 ^-22.2 W. mähig fast heiter 0.00 9 .. Ab.I 736.87 >1«.1 W, mclszig ganz heiter Morgennebe!, tagsüber heiter, ziemlich windig, angenehmer Abend, Das Tagesmittel der Wärme -s- l«.:l", um 0.7» unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglic. Von tiefstem Schmerze erfüllt, geben die Unter- ^ zeichneten Nachricht von dem sie tlcfbctrübenden Hin» W scheiden ihrer innigstgcliebten. unvcrgcsslichcn Schwe- V ster, resp. Schwägerin und Tante. > Antonia Mitschi I welche gestern nachmittags um 4 Uhr nach langem, W schwerem ^eldcu. veiseben mit dem heil. Sterbe» W sacramcute, in ihrem 70, Lebensjahre selig im Herrn D entschlafen ist. > Das Leichenbegängnis der theuren Verblichenen D findet am 2. September nachmittags um .'l Uhr > vom Trauerhausc Emonastrasze Nr. 4 aus auf den » Friedhof zu St. Christoph statt. > Die heil. Secleumessen werden in der Tirnauer W Pfarrkirche gelesen werden. > Die Entschlafene wird dem frommen Andenken D ihrer Verwandten und Freunde empfohlen. ^ Laib ach am I. September 1884. > Franzisla Schulz und Maria Luschin, Schwestern. W — Leopold Schulz, Schwager. — Anna Schulz, > Nichte. > W Die Unterzeichneten geben hiermit Nachricht von D M dem Hinscheiden ihres innigstgeliebtcn Gatten. Va» > M tcrs, Schwieg«.. Grofj. uud Urgroßvaters, des Herr» > » «lakod LM 86M0l > W Bade. und Gutsbesitzers. Ritter deS Franz»Iosess< D W Ordens «.«. > W welcher Samstag, den 30. Auaust. früh um halb > W 9 Uhr, versehen mit den Tröstungen der heiligen > W Religion, im 82. Lebensjahre selig lm Herrn enl> > W schlafen ist. > W Die irdische Hülle des theuren Verblichenen wird > W Montag, den 1. September l. I., nachmittags 2 Uhr > W aus seinem Gute Dubrava feierlichst eingesegnet, so- > W dann nach Krapina-Töplih überführt, iu der dorti« > W geu Pfarrkirche abermals eingesegnet und bei der W W heilige» Magdalencn-Kapellc zur ewigen Ruhe bei- W > gcseht. » M Die heiligen Seelenmessen werden Dienstag, W M dcn 2, September, nm !) Uhr morgens in de» Pa- W W tronatsfirchcn zu Krapina«Töpli^ und Pod'Koslel W W gelesen werden. W > Krapina.Töplih am 80. August 1884. > W Amalie Vabl acd. Vaumnnu, als Gattin. — Ialol» > > «adl, Auto» Vadl, Alois Vadl uld Inuaz «adl, » W als Söhne. — Amalie Leschniga. geb Äadl, Mal- » M tschi Vadl, als Töchter. Ianaz Halbarth, August » M Glanschnign und Rudolf Kaspar, als Galle,, der » M Enlclinnrn. ^ Josef Ernst Leschniag, Schwieacr- M W söhn. Ottilie Badl geb. Filafero, Anna Vadl » > geb. Fellier, Katharine Vabl geb. Gerlach, al« » W Schwiegertöchter, — Oltolar, Vertha, Olaa. Elsa, » > Oscar. Alma, Ferdinand und Maro Vadl. Anton, » W Wilhelm, Anna v.rchel Halbartl,, Verthn vcrchsl. « W Olauschniaa, Emma vcrrhcl Kaspar, Victor, Ida, » > Olga und ssritz «adl, Adele Vadl, als Enlcl. ^ » > Anua uud Walter Halbarth, als Urenkel. » D (Separate Parte werde» "icht auSgcgcbc».) > D «iiltc lvoalilchc i'clchenbcswllxn««' »>"b A»jbahl»u»«H!>s<"lt ^M I«»5 Course an der Wiener sörse vom 1. September 1«N4. <«»« v« °»«.°»«.»r.b!»«.,> Geld wa„ Vta,ts«nlehen. ^ottnre^te.......8075 80 »0 ^»lbeneule.......«l 45 «l «o l»?i4n ^"„ Staatilos« . »50 fi, lit — 1,4 ?l^ 1«b»ti 5>'„ ganz« »00 , 134 5» 5»5 — i««Nel 5^/„ hilllltll 1M , ,48- -144 — I««4^ Slaa!«l»s» . . 100 , l0» 50 1?(, — "«^.r , . . b« „ is». 5« l«» l,<< »om».»»eul«nsche!ne . perGt. 3»- - 41- <^/, 0«ft. «uldrnlt«, V«n«,ft«, . 10» »o ,04 « ^efitll. Notenrente, fi«ue«sre< , »5 <»« "5 »^ Ung. ^olbrlnt» »'/, .... i,«-it> ,zz,c . ,, <"/« .... »l 55 91 ?l, . v,vl«lente »"/» .... s« 35 88 « , !ii!«»l..«lnl. I^ofi. «.W.V. 14« 50 1<3 — , QfibahN'Ptlorttzten . . 95.55 »c 7li , Sta»l«.Qbl. , s<, ic.« — , PlH»l«n»«nl. k loost.S.W. 114 »5 lit 7b lhtlt «»«.-«»I« 4'/» 100 ft. . . ilz eo li» - Vrunbentl.»Obligationen Ml 100II.2..M.). l«/, bö^mlschc.......I0«b0 —- »»/<> gallische.......loo—loi>— l°/» mübtllchl.......I05-7L —— z'/<,nd«öfterr«ichlscht .... l«4 50 I«tt - i°/, ftcinsche.......lob— - — b»/, lioatilch, unb slavonisch« . loo — 10» -l°/, Iiebcnb»lg!lch< .... l»<, «5 101 — e«/, ItlN«»v»l»V»«at« . . . l0<> s.u l0l »5, »°/, nngalis««......lOl-^i bO kl»de« öffentl. «nlehen. Don»u.«ess.'i!ol« b°/» '«»si. . !l5?5llS,5 bto. «nleihe 1»?«. ftruerfte! , l05----------- «nllben b, Vladtssememde Meü 102 30 103'-. «»I««» b. Vtabtaemeiube wie» (Glib« odn »old) . . . ,------—-— P»«mi»»«nl.d.«t«l»tgem.»0i«'' l,t 80 lt5 3<, Pfandbriefe Vodcncl.aUg. öfter,. <'/,°/» - ..— Oeft.»unss. «anl v«l. Ü«/, . . 101 75 >l>» .. bto. , <>/,'/» - '0!. ^5 l00 50 bto. » <°/, . . 94 7L 94 90 Ung. allg.Nobtnc»eolt>>cilenlltl. in Pest w 3< I. »«I. 5'/,»/» . l0l lb 1W »c Priorität». Obliglltisucn (füi 100 fi.). »««abtth.Wlstbahn l. »m«lft«n i«.» 3c l08 Sl» sscrb!>ia'ld«.!Nolbb«h!l lu YUb. 10k 5c» ic.« — ylan>»Ioses'Vahn ..... «(,-— h<>.z<» ^.l!^!sche «ail.t!>:bwlg.«»hn «kin ix«! ,100 ft. S, <>/,»/„ . . «b 70 lllt 3a Oefte«. V<»lb««ftb»hn . , . . ioz lc, 10» »0 Slebenbillger.....»7 — »7-40 etaatsboh, l. «»isfion . . . ,8«zo l87-U. «Ubdayn A ll^/,......l43 tt» N<__ Un«.',ali». »a^n' .'^ ' .'^ 'A^ "e 5>! Diverse L,se (per Gtüll), «tebitll'sl loofl. . . ^, _.__ «°th« e«u,. »st. «es. v lö «' - " . - Vt..VlN0i«.t'«t40st. ' ' A« V- »ant. Nctle, N»nl»»elelllch«ft, «Uien« WU il ..— -»-Vtpl>n«nb^»lla, zoo fl. . «n« 5«, »oi 50 Unionbanl ,°u fi. . . ' ' «^ »,5., Netten vsn Irnnsport» Unternehmungen »lbrecht«»ahn »»0 ss. «llb« . ««55 eg «lf«Id<»««M«, ^adll»00N.S!lb. »77 5b 17L — «usfi«..lüpl. «is'if'zuo«,«^,------— ^ V«hm. ««bbayn 1«> N. . . . ilil 5c l»» 5«, , lvesibaln l»u ss, . , .____. „ «»l- '?» 50 lzo ec Donon > Dampsschiffllhrt . «cs. 0eN«l, 500 ft. llM.....5Zz - 5,4- — Dr»u.«<<.<»at,.Dl>.'q,)z00 5. «Vt. ,g»7, »34!> ^«n»'Iose<»Vahn >u« fi. Silb «0l «z »n« ?b «llfNlcheu.Valcl««is.«oafi.V. - » __ . O»lz.»arl.Lubw»g«V lnnfi. . »4i — »k» -»ablenl»nll»«llenl' ^0 n. . . —- . _ — »lllchau-Oderb. »isenb. lloofl. G. ,47 ?s. !48 — Lemo«g»2zrnew.'Illssu Hisen» bohnoVtsell. »on ss. «. V. . . ,90 — ,bo 5» N«yb, Oft.'UNg., Tnefi 500fi.HV.'. z» — 5li> -0e«el«. Nolb»estb, liao ft. Vllb. i?l 75 l7!l «5 bt». (M, «) ,00 fi. Sllbet . ,'3z:5 'i»?5' Vlaz'Dllfcr «tisenb. l50ss.Silb. -->. ! —- — «ubols » «ahn »00 fi. Vilbn . I79'7l ,»0 »b Siedenbür»er >i,!«nb. »ou fi. G, l?5 77« «s. 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