' ' .'*T MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES' ORGAN DES Varlag «mI ■chrlf'l«ltuBO Marburg a. A. Draa, ladgaM« Nr. •. Fararul- Ni -ä.«T, IJ-ea, Ab II ^ lUoHch au6«r Samstaa) lit dla Schrlftlaltung nur auf Pen) ruf Nr. 28-6T arralchbar Unverlangte Zuschriften werden ^cht rflckoeaandl Ba* i»ratllch«n Anfrafl«» tat das ROckporto belxulegen Poilscheckkonto Wien Nr. 54.6M OMchäftiflell«! In CUM. Marktplati Nr 11. Fernruf Nr 7. und tn Pattan. Ungartorgaiie Nr 2, Fernruf Nr. 89 STEIRISCHEN HEIMATBUNDES bachalnl warktlg«l Abholen tn dar Geacblftiftell* KM 1,—. Altre rb durt-b Pott aionatllch RM 1,10 (alnichl. 19,■ Rpt PoatialtuBgtgebflhr] and 36 Rpf Zuatell gabflhr Blnielnunmem werden nur geyaa Vorelniandung daa linxelprpiaat and der Portoautlagen rugeiendet Nr. 313 - 83. Jahrgang MarburjJ'-Orau, Diensfaß» 9. November 1943 Einzelpreis 10 Rpi Die letzte Schlacht wird das Volk zu seinen Gunsten buchen, das mit dem grössten inneren Wert, in grösster Beharrlichkeit und mit grösstem Fanatismus die entscheidende Stunde wahrnimmt dnb MQnchen, 8. November Im Saal des LöwenbrauJcellers! Wieder klingen uns die Kampflieder und MÄrsche im Löwenbräukeller entgegen, wieder wallen die deutschen Banner von deD Wänden dei tchönen Saales, wieder cltzen um die vielen Tische dicht gedrängt die alten, zähen and darum jung gebliebenen deutschen Kämpfer, die dem Führer geholfen haben, «einem Volk die Augen zu öffnen und mit ihm den ersten Wall der Herzen bauten. Wieder reißt das Fluldum dieser apan-mmgerfüllten Stunde Jeden mit, der sie •riebt Dje alte Garde, wie sie da in der grauen Windjacke, im Braunhemd oder Im feldgrauen Rock zusammengeströmt Ist, hätte sie nicht den Führer, der Führer nicht sie gehabt, das ohnmächtig«, verratene, durch Dutzende von Parteien zerrissene Deutschland wäre unrettbar die Beute de« Bolschewismus geworden, der «eine Weltrevolutions-pläne schon verkündet hatte, noch ehe unserer Front von 1918 die Waffen aus der Hand geschlagen wurden. Manch einer aus den Reihen derer, die hier versammelt sind, bat während der Inneren Kampfzeit oder an der Front des Krieges für Deutschland »ein Letztes gegeben fvlanch einer von ihnen hat geblutet oder seine ge«unden Glieder geopfert, und viele von ihnen stehen auch heute noch vor dem Feinde. Saal und Galerien aind längst überfüllt. Blutorden, Ritterkreuz, Eteemes Kreuz, Oetmedailte, Krie(|sverdienstkreuz ■n der Brust vieler Männer künden von Ihrem hingebenden Einsatz für Führer, Volk und Reich. Di« N o V e m b • r-G e t r e u e n Wüßte man auch daa Datum des Ta> ges nicht, man spürte doch in der ersten Sekunde schon: da« Kind die November-Getreuen, die Marschierer vom November Und jetzt erkennt man sie auch im einzelnen: hier der Stoßtrupp >Adolf Hitler«, dort die Sternecker-Gruppe, drüben Schwe«ter Pia, da dieser und jener aus den e .ten Reihen des denkwürdigen Marsche«. Die Reichsleiter und Gauleiter sind nekommen, die Obergruppenführer und Gni--"nführer der Parteigliederungen, viele Ehrenzeichenträger und alte Kämpfer du« Kreises Münqhen, und als Ehrengäste Generale der Wehrmacht, Röicheminister und Staatssekretäre. Am Führertisch — rln<|8 um^pben von den Tischen mit den Gauleitern — versammeln «ich Aiuann, General von Epo, Esser, Fiehler, Dr. Goebbels, Hlerl, Dr '.ey, -ei Stabschef der SA Schepmann, Schwarz. Wa« alle bewegt das hört man Immer wieder fragen; Oh wohl der Füh. er kommen wird? Und was alle wissen: Es ist wieder Kampfzeit, heißeste Zelt des Kampfe«, auf Leben und Tod. Man sieht es an den entschlossenen Gesichtern, die 20, auch 30 Jahre Kampf um Drntsch« land prägten. Mauern mögen unter Bom- ben wanken, Geist und Gesinnung solcher Männer nie Das Leben für ein Deutschland Adolf Hitlers gehört nicht mehr nur zu ihnen wie das Blut zu ihren Adern, es gehört zu jedem deutschen Menschen, der zum Retter des Reiche« gestoßen ist. Mitten In diese Gedanken hinein: Die Blutfahne! Griniminoer, dei alte treue Kämpe, trägt sie und zwei Marschierer des 9. November im Braunhemd geben ihr das Geleit Nun ist sie hinter dem Rednerpult postiert. Plötzlich grüßen und bewillkommen herzlichste Heilrufe aller den Reichsmarschall Görlng. An sein'^m Platz angekommen, werden ihm wiederholt lebhafte Ovationen zuteil. Der Führer kommt Die HinterbliebpJien der Toten des 9. November 1923 und des 8 November 1939 betreten den Saal. Die Musik hat ausgesetzt. Vor Erregung und hoffender Freude verstummen die Gespräche Da — der Biidenweiler Marsch — der Führer weilt auch heute unter seinen ersten Getreuen! Ein Sturm der Henirufe übertönt alles. Zum jubelnden Gruß sind die Hände erhoben. Jeder will Adolf Hitler «ehun, der, begleitet von Christian Weber, Bormann, Himmler und Paul Giesler, duich die Reihen der Männer schreitet, für die diese Stunde einen Höhepunkt des Jahres bedeutet. Er begrüßt mit herzlichem Handschlag viele der rings um seinen Tisch Versammelten. Neue Heilrufe durchstoßen den Saal. Schon betritt Gauleiter Paul Giesler das Podium, und als er namens aller Adolf Hitler den Willkomm entbietet, schlägt dem Führer erneut die überschäumende Liebe seiner Mitkämpfer entgegen Gauleiter Gieslet führt aus: »Mein Führer! Ihre Anwesenheit macht diesen Tag zu dem srhftnsten des Jahre«. Wir empfinden flufs tiefste das Glück, Ihre Kamerfldschafl zu besitzen. Trotz unri(»heurer Arbeit sind Sie zu uns gekommen Alle bringen mit ihrem Gruß an Sie zum Ausdruck, dnft die Treue zu Ihnen und zu Deutsrhlnrid nie größer war als heute. Darwl ergriff der Führej das Wort. Die Rede des Führers Meine Parteigenossen und -<|enobs1n-nenl Deutsche Volksgenossen! Knapp den dritten Teil eines Men-flchenlebens umfaßt die Zeit, die seit dem i'age vergangen ist, dessen wir uns heute erinnern und für dessen Feier ich auf wenige Stunden in Ihre Mitte zurückgekehrt bin. Und dennoch gibt e« kaum eine Epoche der Menschheitsgeschichte, die in 20 Jahren so gewaltige, weltbewegende und Völkersrhicksale gestaltende Ereignisse umschließt. Es ist zweckmäßig, sich in großen Zügen das damalige Geschehen zurückblickend zu vergegenwärtigen. Ein Rückblick: 1914 1914: Das Deutsche Reich ist eine konstitutionelle, also parlamentarisch-demokratische Monarchie. Durch zahllose Breschen ist das Judentum in den Staat, das polltische Leben sowie besonders in die sogenannte führende Gesellschaft eingedrungen, die Wirtschaft wurde auf vielen Gebieten seine ausschlleßllch'e Domäne. Die polltischen Absichten des damall-g<»n Reiches waren nur auf Erhaltung des Weltfrledens eingestellt Demgemäß ist die nationale Widerstandskraft weder - rsonell noch materiell im möglichen Umfange ausgenutzt worden Schon die bloße Tatsache, daß da« damaliqe Reich — trotz fast 30 Millionen mehr Einwohnern als Frankreich — so»o dem Vermt üdduglios uud üei ihm diibangeiideu rrup}>en belidchtel. Duua duit waren AulgdOeu zu löi>eu, die al^ bei&pieilos gellen uiübben ood eiue Zeitlang uo&ete gebdmteu Abwehikralte auf das dußeiste beatibpiuchteu. Die deutsche Weiirkralt hatte ddduich, wie man zugestehen muß, em« Beldstungsprobe auszuhditen, wie noch niemals in diesem Ausmali auch ia diesem Kriege, und zwar auf allen Kriegsschauplätzen. Gebannte Gefahr Die miliiduscii« wis die politische Lage ai Italieju wai beieilt im Auyukt dUuerurüeiillich gespannt. Das Uoer-geaen der Veriatei-Aimeen zum Geynet muieu im Kriege sollte nach deu leind-licheu Plaaeu eine solche Verwiiiuiiy in deu Reihen der deutschen Truppen m italitui uad aui dem 13dikau stillen, daß womoylich damit der Feldzuy ohne weitete blutige Uplei dei Enyiandei und Nordamenkanei mit einem Schlage beendigt weiden konnte So drohte in Italien und aut dem Balkan, ja überall dort, wo Badoglio-Truppen standen, liii ganz Europa huhe Geldhr. Dank der Wachsamkeit und Bereitschaft der deutschen Wehrmacht konnte die Front, di« sich nach den Plänen der Feinde in unserem Rücken bilden sollte, schon im Entstehen zerschlagen, konnten die Verrätei entwaffnet und bald danach durch die verwegene Befreiung Mussolinis auch das faschistische Italien wiederhergestellt werden. In kürzester Frist waren damit klare Verhältnisse geschaffen und die deutschen Truppen im Süden des Kontinents voi der Tragik unlösbar militä-rischei Aufgaben bewahrt. In jenen Wochen hatte die deutsche Wehimacht freilich eme emuaalig« Last zu tragen: Außer deu Sowjets, die natürlich ihie Chancen erkannten und ihie Großangriffe noch weitet steigerten, außei den Engländern und Nord-amerikanern in Unteritalien, mußte sie nun auch den Badogliotruppen entgegentreten. Kein deutscher Soldat zweifelte auch nur einen einzigen Augenblick daran, daß man sie schnell und vollkommen entwaffnen werde. Abel freilich war eben nicht zu vermeiden, daß eine Zeitlang erhebliche Kräfte durch dies Aktionen gebunden wurden uad damit lür den Kampf an anderen Fronten ivicht zur Verfügung standen. Das deutsche Volk mag in diesem Zusammenhang einmal allen Ernstes bedenken, welch ungeheuerlichen Sorgen in jenen Tagen und Wochen auf seiner Führung gelastet haben Heute wird es erkennen, an welchem Abgrund es wieder mit sicheren Händen vorbeigeführt wurde, und zwar unter Umständen, die I diesen Abgrund für die Allgemeinheit gar nicht erkennen ließen Denn als der : Verrat Badoglios öflentlich bekannt gemacht wurde, waren dem drohenden neuen Feind in unserem Rilcken die Waffen bereits aus der Hand geschlagen, ehe er sie noch gegen uns brauchen konnte. Gebundene Kräfte Die Entwaffnung der VerrÄterarmeen im Süden Europas war ein Abwehrerfolg erster Ordnung. Aber wie jeder Ertolg hat et natürlich Kraiie in An-spiucn geuommeii, wenn er auch kaum VeiiUüie ku!>teie. bei dei bedtuluy des Südens lüi die GeiidnUknegäiciye uiuilie die:^ Kraltebinduay naluiiich mit in Kaut yenonuuen weideni lüt die Ostfront aber bedeutete das, den Kdmpf ein« Weil« hinhaltend zu fuhren. So wird dem aufmerksamen Beobachter der jüngsten Ereignisse im Osten folgende» aulgelallen sein: Von Anfang Juli bis etwa Mitte August konnten wir einen großen Abwehrerfuly nach dem andeteu erringen, vor allem im Sud-abschmti der Ostfiont. Bei Isjum wurden z. B. zahllose feindliche Massenangnlle zerschlagen, bei Kuibyschewo zwei Panzerkorps und 17 Schützendivisionen vollkommen vernichtet und die alte Miusstellung tn ganzer Breite wiedergewonnen. So haben wir uns damals am Dunez und am Mius siegreich behauptet. Erst etwa seit Mitte August sind wir im Süden der Ostfront Schritt für Schritt von dem übermächtigen Feinddruck zurückgegangen Aber auch dann gelang es dank überlegener Führung, jeden Durchbruch des Feindes aufzulangen und damit alle Umfassungsversuche zu verhindern. Heute kann nun gesagt werden, daß unser Absetzen erst geraume Zeit nach dem Entschlüsse geschah, dem sich im geheimen vorbereitenden Verrat Badoglios ganze Maß nahmen, d, h. »tarke Kräfte entgegen zusetzen. Wechselnde Widerstandsarten So erklären sich die Ereignisse im Osten So erklär« sich auch der Wechsel der Widerstandsarten im Kample gegen die Sowjets. In dei ersten Phase d«! Abwehrschlachten haben wii noch mit staiken Gegenangriffen g-arbeitet, wah rend wir In der zweiten zur beweglichen Abwehr übergingen Wir haben das wohl unter dem Druck des zum Letzten ent schlossenen Feindes getan, aber trotz dem auch eigenen Entschlüssen, nach festgelegten Plänen der Führung und damit im großen die Handlungsfreiheit behalten. Vor allem ist es dem Feinde nirgends gelungen, eine größere deutsche Einheit abzuschneiden und gefangenzunehmen Natürlich mußte bei dieser Kampfführung immer wieder Gelände aufgegeben werden, aber seit Mitte August lag eben unser gesfimtstrategl-scher Schwerpunkt vorübergehend nicht an der Kampffront gegen die Sowjets, sondern im europäischen Süden, wo die Verräter eine neue Front in unserem Rücken bilden wollten So stellen sich die Ereignisse In ihren großen Zusam menhängen dar. Die Meisterung der Lage in Ober Italien, in Südtrankreich und auf dem Balkan hat, wie gesagt, erhebliche Kräfte in Anspruch genommen So mußte vorübergehend Äer Zustrom unserer Reserven auch in erster Linie dorthin gerichtet werden Für die Sowjets ergaben sich aus dieser neuen Gesamtkriegslage natürlich Chancen, die von ihnen zu immer neuen Großangriffen genutzt wurden. Wahrend wir in der ersten Phase der Sommerschiachten ihnen den Gegenangriff als unser Kampfmittel entgegensetzten, waren wir in der zweiten Phase aus den erwähnten Gründen gezwungen, zur beweglichen Abwehr Überzugehen und immer wieder Seite 2 * Nr, 313 ♦ Dienstag, 9. November 1943 MARBURGER ZEITUNG •rtoigreicb thien Umfassungsversuchen ■ uszuweichea. Der Raum als Preis Den Badogliuverrat haben wir wohl bezahlen mübben Aber nicht mit dem tragischen Ende unserer Widerstands-krdft, das fl.o Feinde beieits zu sehen glaiibten, nochdeni uns der DolrhstoD im Rücken getroffen hatte, sondern mit d-eiu, w.is wir weit und breit zur Verfugung hatten: Mit dem Raum im Osten, D e><'n Ren zu lassen. Diese Klärung der großen Lage Ist wohl die RAumungen im Ovten wert. Di« Sowjets haben dabei diese ihre Gebiotsgewinne nicht In erster Linie ihrer Kampfkraft zu verdanken, obwohl sie '.lie größten Anstrengungen gem.i'ht haben; Ohne den drohenden D< ' hsioß im Süden hätten wir wohl auch d;e alte Ostfront behaupten könnt i\, vvie wir Sie seit Februar vor allem am M:us und am Donez gegen die wü-tend.Hten Feindnngriffe behauptet hatten. Mit den RürkschlÄgen Im Winter sind die .''ommprkAmpfe in diesem Jahr also tn ke'nrr Weise lu vergleichen. Mit fr»"f>rn Rürkfn kann nun unsere Führung ihm Fntsrhiilsse treffen und dort, wo den Schwerpunkt ihrer Gesamt-kTloirführunq hinverlegt, neue Tatsachen schaffen. Europas Rettung einzig durch Deutschland Allein die Machtübernahme hat den Kontinent vor dem bolschewistischen Koloß gerettet Moskau dran^5t Ernste Mahnung an die Westmlrhte tc Stockholm, 8, November Eine Ermahnung an die Verbündeten doi Sowjetunion ihre auf der Moskauer Auüenmiiusterkonlerenz überncmme-DKn inil.tarisi hen Verpflichtungen oal-dujsi 7u eiliiJlen Ist in einem am Montag ersflronenen Leitartikel des Organs dt!^ .^iwetriissisdien Aiißenamtes »Krieg and A i)eitLMkiassei enthalten. Diis Blatt ■ h ■ • i 1) I \\ rt ntzl 7>i tun übrig bleibt ist die p; k: ■ lit' Ausliihrung derjenigen Maß-'1 die 'il' in erster Linie wi' h'ig iiki:.-. W'.rdcn s-.:id Jetzt mul3 der 1n zu b= r.i hti'n w iß, werde der sowje-tip.( he A •■min Molotow zür offi-zi'tllen lirri-htiing der Londoner Drei-m.f hteki)nini . m in Londna erwartet. dnb Der »1'herpräsldent'<. Einer Mel-dunr] aus l^'-A ^henkt man in London gol^p A'ifm' ksdmkeit, wonach Roose-/•elt die K.i'u|,r|.(tiir für eine vierte Pra-sidf'ntnn-I h 'ft bl- hnen soll, da er »füi e-n hohf^"; Amt m dt« künftigen Welt« aus rseh-n ?=' i. Angeblich will er Präsident einer g« fl.n htfn Nt'uanfln h Feindelnwirknng vernlch-tfife gn flc F/^ndoner Synarime ersetzen f.. II. Di.' P ' .' ■ 1 ' • 'ner I l';rtz.« den Demokratien des Westens planmäßig zu Tode gequält. Die Prognose Clemenceaus, daß sich in Deutschldnd 20 Millionen Menschen zu viel befänden, war genau so offenherzig brutal wie etwa die unverhüllte Drohung englischer Politiker von jetzt, daß sich in Indien 100 oder 200 Millionen Menschen zuviel bewegen würden. Die Erfüllung dieser Clemenceauischen Forderung stand in greifbarer Nähe. Die allgemeine Verelendung unseres Volkes durch Wirtschaftsverfall und Arbeitslosigkeit führte zu einer laufenden Geburtenbeschränkung, zu einer erhöhten Sterblichkeit und damit zu eier unausbleiblichen Senkung unserer Volkszahl. Dl« Kraft des Glaubens Gegen diesen Verfall erhoben sich an verschiedenen Orten Deutschlands einzelne Manner und versuchten auf ebenso verschiedenen Wegen Mittel und Möglichkeiten einer Rettung zu finden. Unbekannt und namenlos habe auch ich als Soldat in den Tagen des Zusammenbruchs den Entschluß gefaßt, dieser Entwicklung entgegenzutreten, die Nation aufzurufen, um sie von ihrem inneren Gebrechen zu heilen und die zur Behauptung des Daseins notwendigen Kräfte wieder zu mobilisieren. In einem unverzagten und unentwegten Ringen um die Herzen und Seelen einzelner Menschen gelang es allmählich, Hunderte, dann Tausende und endlich Zehntausende von Anhängern zu gewinnen. Sue alle fühlten sich der Ankündigung einer neuen Volksgemeinschaft ver* pflichtet, die Ihre Kraft aua dem geiam-ten VolkkSum erhalten aollta. Dl« Spaltung In Klaaaen und Parteien wurde abgelehnt. Nachdem die intematdonaien Juden durch die Inflation die deutsch« Wirtschaft völlig zerrüttet, die Existenz von Millionen zerstört hatten, wuchs die Eikenntnis in die unabwendbare Notwendigkeit einer Lösung der die Nation bedrückenden Probleme. Am 8. November 1923 — damals in letzter Stunde — wurde dieser Schritt versucht. Er schlug fehl. Di« nationalsozialistische Bewegung erhielt Ihren furchtbartten Rückschlag und ihre «raten Märtyrer um den Kampf für die Gestaltung des neuen Reiches. Die Partei wurde verboten und aufgelöst. Die Führer waren entweder tot, verwundet, als Flüchtlinge Im Ausland oder als Gefangene in deutschen Strafanstalten. Ich selbst kam nach Landsherg. Zwanzig Jahr« alnd nun seit diesem 8. November vergangen. Wenn wir uns heute seiner In besonderer Ergriffenheit erinnern, dann b«weg«n uns zwei Er-kenntnlMe; Erstens; Welch wunderbarer Weg unserer Bewegung! Was für eine Kraft des Glaubens unserer Anhängerl Wte Ist e« doch diesem Fanatismus und einer unerschütterlichen Beharrlichkeit gelungen, in wenigen Jahren den Zusammenbruch der Bewegung nicht nur 7u überwinden, sondern ans ihm neue Krifte für den späteren Aufstieg zu finden. Denn wieviel Menschen hat es wohl später In Deutschldnd neqeben, die besonders narh der Marhtübernahme so taten — als ob der Sieg der Nationalsozialistischen Partei, der Bewegung, ihrer Weltanschauung ja ohnehin von (F o r t s e t z u n e r Fflhrerrcde) Anfang an eine Selbstverständlichkeit gewesen wäre. Soweit es «ich um die Voraussicht dieser Menschen handelt, war jedenfalls dai Gegenteil der FaJI. Denn gerade diese glaubten am wenigsten an einen solchen Siieg. Soweit ii« nicht die Beweming von vornherein aU eine vorübergehende, auf jeden Fall aber belanglose Erscheinimg ansahen, waren «le aber besonders nach dem 9. November 1923 überzeugt, daß dieser nurunehr — wie sie meinten — toten politischen Partei »der gar Weltanschauung «in neues Aufleben nie mehr beschieden sein würde. Ja, selbst nodh im November 1932 war In diesen Kredceo jedea- falls die Überzeugung von der Aussichte-losigkeit unseres Kampfes stärker fxui-diert als der GJaube an unseren Sieg. Wenn einmal in kommenden Jahrhunderten die Geschichtsschreibung unbeein flußt von Für und Wider einer frtreiten-deji Zeit dies« Jahre der netionslsoziali-■tischen Neugeburt kritisch überprüfen ward, dann kann ti« wohl kaum an der Feststellung vorbeikommen, daß es «ich hier um den wunderbarsten Sieg de« Glaubens gegenüber den vermeintlichen Elementen de« sachlich Möglichen gehandelt hat. (Starker Beifall.) Der zweite Gedanke, der das Heute aber erfaßt, kann nur der seini Das bleibende Verdienst der Bewegung Was wäre nun aus Deufschland und Europa geworden, wenn der 8. und 9. November 1923 nicht gekommen sein würde und die nationals.^zlalistische Gedankenwelt das I>eutsch6 Redch nicht erobert hätte? Denn die Übernahme der Macht im Jahre 1933 ist unlösbar verbunden mit dem 8. November 1923. An diesem Tage wurden für die junge Bewegung zum ersten Male dde Geister geschieden, die schwachen entfernt, die bledben-den aber mit einem noch erhöhten verstärkten Fanntismui erfüllt. Darüber hinaus kam jetzt die Zeit, In der die nationalsozialistischen Gedanken leichter als vorher, die Menschen erobern konnten. Die Partei wurde die Keimzelle der Verwirklichung unserer Gedankenwelt. Denn längst vor dem Jahre 1933 besaß der n«-tionalfiozialistische Staat beredts Millionen Anhänger In darr Volkagemeinsdia/t m-serer Partei. Was aber wir» ntm «n« Barope worden und Tor ellam an« iin««i mi\ Däni- schen Reich imd unserer geliebten Heimat, wenn infolge des fehlenden Glaubens und der nicht vorhandenen Bereitwilligkeit de« einzelnen für die Bewegung sich bis zuletzt einzusetzen, Deutschland geblieben wäre was es damals w'ar: der demokratische Ohnmachts-staat Weimarer Herkiinft? Diese Frage stellen läßt besonders heute jeden Denkenden förmlich erschauern. Denn ganz gleich wie Deutschland sonst etwa aussehen würde, der osteuropäische Inner-asiatisch-bolschewistlsch« Koloß hfitte «eine Rüstungen vollendet und da« Ziel der beabsichtigten Vemlchtuivg Europa« nie atM dem Auge verloren. Das Deutsche Re4ch aber mit sttlner völlig unzu-ISnglidhen Reichswehr von 100 OOÖ Manu ohne Inneren politischen Halt und mate rlelie Waffen w&re ddeeer Weltmacht ge-genttMr mtHtArlech «ine Brecheinung tod •toer nur wendge Woohen long wUireo-öer WVderatMtakrefl g«>w«««iL Trugschlüsse aus Dummheit oder Feigheit Wie hinfällig der Gedanke war, Europa etwa durch Polen gegenüber dem bolschewistischen Rußland schützen zu lassen, braucht heute nicht mßhr bewiesen zu werden. Ebenso töricht aber war der vielfach verbreitete Glaube, daß man vielleicht durch da« AbBchwören «lief Kraftgedanken den bolichew1«U«chen Koloß hätte besAnftigen können und daß dessen Welterobeninnapl&n« durch «In friedliches und sich selbst immer mehr abrüstendes Europa beseitigt worden wären. Meine Parteigenossen! Da« kommt mir so vcu, als weim die Hühner und Gänse eines Tages den Pöohsen ein« feierliche Erklärung abgeben, daß «le nicht mehr beabsichtigen, die Füchs« anzugreifen in der Hoffnung, die Füchse dadurch zu Vegetariern machen >u können. (Heiterkeit and Beifall.) Dieser bolscherwistlsch-asdetlsche Koloß wird solange gegen Europa anstürmen. bis er nicht am Ende selbst gebro-ciien und geschlagen Ist. Oder will etwa jemand behaupten, daß Finnland den Frieden der Welt bedroht hat? Aber es wurde dennoch angefallen, und ohne das Eingreifen Deutschland« wäre schon im Jahre 1941 seine Existenz einer neuen furchtbaren Prüfung ausgesetzt gewesen. Uber drn Ausgang dieser neuen bolschewistischen Aktion brauchen wir kein Wort zu verlieren. Es wird auch niemand ernstlich glauben, daß die Esten, die Letten oder die Litauer etwa den Wunsch gehabt hätten, den Ural zu erobern. Nichts desto weniger aber hat die Sowjetunion den Entschluß gefaßt, diese Menschen aus Ihren Ländern zu verjagen und nach Sibirien abzutransportieren. Auch Rumänien beabsichtigte sicher nicht, den Kaukasus und die Olguellen von Baku In Besitz zu nehmen, aber Rußlaod Tarfochl beharrUcb das Ziel, nicht nur die Donaumflndung, sondern auch die mmänlschen ÖIfcld«r und darüber hlnau« den ganzen Balkan' m besetzen and als Sprungbrett für weiter« Expansionen tu verwenden. Diesem Immer wieder seit bald 2000 Jahren aus dem Osten Europas drohendem Ansturm kann nur ein ednziger Staat mdt Erfolg entgegentreten und das Ist Deutschland Und wenn dieses Ringen auch für unser Volk ein grenzenlos schweres ist, «o wird damit nur bewiesen, daß ohne oder gar gegen Deutschland fliberhaupt kein Staat In der Lage «ein wOrd«, dieser Not ni widerstehen, daß jede Hoffnung der einzelnen euro-pS/lschen Völker, durch autes Verhalten oder durch geist'ges ftreichaln der Moskowiter vielleicht Nachsicht tu erfahren, höchsterts eine kindische Dummheit oder jämmerliche Feigheit ist, daß aber vor allem der Glaube, es könnte anstelle Deutschlands eine andere vielleicht sogar außereuropäische Macht den Schutz dieses Kontinents flherneh-men, nicht nur gedankenlos ist, sondern eine wahrhaft moralische Schwache offenbart. Es Ist vor allem die völlige Schimmerlosigkeit bürgerlicher Politiker, wenn In vielen Ländern getan wird, als glaubte man, daß der jüdisch-plutokra-lische Westen den jüdisch-bolschewisii. sehen Osten überwinden wird. Nnin, das Gegenteil wird eintreffen; eines Tages wird der jüdisch-bolsrhewistisf-ha Osten das Judentum des Westens seiner Aufgabe entheben, noch länger heuclielti zu müssen. Er kann dann in vo 1er Offenheit die endgültige Zielsetzung bekanntgeben. Die jüdische Demokratie des Wes'ens endet nämlich früher oder später selbst im Bolschewismus Die gleichen nadven Menschen aber, die heute glnuben, in Stalin den Geist gefunden zu haben, der ihnen die Kastanien aus dem Ftiuer holt, werden vielledcht schneller, als sla es zu ahnen vermögen, erleben, daß di« gerufenen Geister der Unterwelt sie selbst erwürgen, und zwar in ihren eigenen Lindem. (Lebhafte Zustimmung). Eines, meine Parteigenossen, ist slcheri Ohn« den 8. November 1923 w&re di« nat^onaJsoziaUstisch« Bewegung nicht das Geworden, was s4 höchst unsicher und schwankend geworden sind. Sie suchen offenbar ein Hinter-türcticn, durch das sie sich a\is der Sackgasse, Iii die sie sich verrant haben, herausretten möchten. Du'se krampfhaften und übereilten Ver. suche, die Schandtat weit von sich zu weisen, klagen die Verbrecher noch lauter an. Denn je.iii(iM iiMide diM amcrik.ini-s ■ II 1 iiftstr<'itkiäfte Spaatz, der sich V i' li. r 7.U di-m nriiniU.itz b(-kannt hat, d : . die Bomber dfm Krieg entsc heiden müs-icn, ganz gleich wie sie vorgenen, oh sip uii'^ciiuMige Moir^'-hnn morden, oder Zeugen alt.^bi wip d Ji'-r Ki-Itur flab.d zerstören I! -t olfenharl mch mt geradezu biutaler Vj eUii hkeit die Gcsinnungs-gleirtilieit d." 'g' p Mnor k-inischcii Ver-brf' hM niil ' ' • ■.! ;i heil Hhit- henkttii. NARBURGER ZEITUNG Dienstag. 9. November 1943 « Nr. 313 * Seile 3 Wa b»l uns ftin«t al« gSnzUch belanq-loM Operationen hinqectellt. Atlc.n durch diese damuliqen beldnqlosen Operationen ist das qewaltiqe KampffelJ qaschaffen worden, aut dem sich das heutiqe Völkerrinqen im wesentlichen abspielt. Neben unserem qroßen Verbündelen In Ostasien haben auch europäische Völ-k»r In klarer Ein&iciit die Größe der hi* storllch«n Aufqaben erkannt und dem-gamAfi ihre Opfer gebracht. Wenn die Opf«r de« mit tins verbündeten größten •lu-opAlfchen Staates am Ende mehr oder wenJgar vergebliche geworden sind, dann ist es nur der planmäßigen Sabo-t«ig« Miner erbärmlichen Clique ruzu-■ohralhan, die nach jahrelangem Schwan-k«iD am Ende zu «Iner einzigen Tat fleh «ufraffta, die allerdings in d«ir GeacWcht» a)s Schamlosigkeit sicherlich den Ruhm des Einmaligen für sich in Anapruch Bebnen kann. Ich bin glOckMch, daS «a uns gelungen lat, aus den Händen der traurigsten Erscheinungen dieses sonst so qewaltitfen Zeritaltere wenigstens den Mann 7.\\ rfil-ten, der spjbst alle« getan hat, nicht nur um sein Volk groß, stark und qliickl rh TM machen, «ondem um es auch toilhfibrn ni lassen an einer historischen Ausein-andersetzung, dit am Ende über dos Schicksal und die Kultur dieses Konti-ncota ant«cheide9 ganzen Volkes, von Weib und Kind und unserer ganzen Zukunft davon abhängen, daß unter Aufbietung der letzten Kraft die Entscheidung zu unseren Gunsten erzwungen wird, daß jedtes Opfer, das wir heule bringen, in keinem Verhältnis «teht zu den Opfern, die von un« gefordert werden würden, wenn wir den Krieg nl'f SoMat sein Lphensonff"' biinq^n nußte, '"'as ist abf«r 'etzt an<1er* gevoidcn (Brausender Br'ifall.) Die Stunde der Vergeltung wird kommen Sie, meint alten Kämpfer, werden sich noch erinnern, wie wir unt im Weltkrieg über diete Zustände tmpörten, wit wir damalt lagltn, et Ist eine Schweinerei, daß so etwas überhaupt möglich ist, daß der brave Mann vorn fallen muß und zu Hause die .Spitzbuben ihr Unwesen treiben. Diese Spitzbuben gab es und gibt et noch heute noch in einzelnen Exemplaren. Aber sie haben nur eine einzige Chance, nämlich, daß sie tich nicht offenbaren, denn wenn wir einen erwischen, dann verliert er seinen Kopf. — (Wieder erhebt »Ich tosender Beifall.) — Und davon kann man überzeugt sein: es Ist für mich viel «chwer-er, den Befehl für ein kleines Unternehmen an der Front zu geben, In der Erkenntnis, daß dabei vielleicht Hunderte oder Tausende von Männern fallen, als ein Urteil zu unterzeichnen, durch das ein paar Dutzend von Spitzbuben oder Verbrechern oder Gaunern hingerichtet werden. (Minutenlange! tosender Beifall antwortet dem Führer.) Diese Hoffnungen also werden vergeblich sein. Außerdem Ist der heutige Staat so durchorganisiert, daß diese FJemente überhaupt nicht arbeiten können, sie haben keine Voraussetzung für Ihre Arbeit. Das zweite Mittel, auf das sie rechnen, ist der Bombenkrieg. Was die deutsche Heimat hier auszustehen hat, da« ist uns allen bewußt, und was ich persönlich dabei empfinde, das können Sie sich vorstellen, Als dieser Krieg begann, hat «ich der amerikanische Präsident heuchle-riflch auch an mich gewandt mit dem Er-surhen, keinen Rombenkrieg zu führen. Wir haben das auch nicht getan. Aber diese« Ersuchen geschah nur zu dem Zweck, um unseren Feinden Zeit zu geben, ihrerseits diesen Krieg vorzubereiten und dann bpi gegebener Stunde anlaufen zu lassen. Zwei Dintfe möchte ich hierzu aus-«prechen. Das was mich schmerzt, sind außschliefillch die Opfer der Heimat, vor allern die Opfer unter den Frauen und Kindern. Was mir wehtut, das ist, daß diese Meuscüen ihr Hab und Gut verlieren. Demgegenüber «ind die Schäden an unserer Industrie weitau« belangloser. Sie verhindern nicht im geringsten das fortwährende Steigen unserer Rüstungs-leistungen und darüber soll man sich im klaren se'n, unsere Städte bauen wir wieder auf, schöner als jemals zuvor, und zwar In kürzester Zeit. (Tosender Beifall.) Wenn es einem Volke möglich ist. einen Kampf gegen eine ganze Welt zu führen, wenn e« einem Volke möglich ist, einem Jahr sechs oder acht oder auch zehn Millionen Kubikmeter Beton In Festungen hineinzubauen, wenn es einem Volk möglich Ist, Tausende von Rflstiings-betrieben aus dem Boden z\i stampfen, dann wird es einem solchen Volke auch möglich sein, zwei oder drei Millionen Wohnungen herzustellen. In knappen zwei, drei Jahren nach Krieffsende sind die Wohnungen restlos wieder da, mö gen sie zerstören soviel sie wollein. Die Amerikaner und Engländer planen zur Zeit den WlwleraTifbau der Welt, Ich plane zur Zelt den Wiederaufbau Deutschlands! (Ein brausender Beifallssturm antwortet dem Führer.) Ein Unterschied aber wird sein- Während der Wiederaufbau der Welt durch Niemals wieder ein 1918 So tlnd Hunderttausende von Ausgebombten die Avantgarde der Rache. (Eine brausende Zustimmung bekräftigt diese Worte des Führersl. Und noch etwas anderes, mit dem unsere Gener jetzt nicht mehr so oft wie frühes, aber irnmei noch operieren. Das ist die Parole, die Zeit arbeite für sie. Als der Krieg begann, da ließ ich sofort auf Grund einer Ankündigung Chamber-lains, daß der Krieg mindestens drei Jahre dauern müss^ — eine Ankündd-gung, die mir aus dem kapitalistischen Denken der Engländer verständlich war — denn solange braucht man mindestens, um Kapltalinvestierunqen abschreiben zu können, da ließ ich für un« als sofort ein Programm auf fünf Jahre aufstellen Ich habe dieses Programm seitdem verlängern lassen. So wie wir ja früher auch In großen Zeiträumen arbeiteten, haben wir das auch hier getan. Gewiß ist uns das Krieqführen nicht angenehm, das ist ja selbstverständlichf denn wir haben Fr1ed"»nsprogramme, bessere, zum Unterschied von unseren Gegnern, die überhaupt nicht wußten, was sie Im Frieden machen sollten, es tut mir sehr leid, daß ich diese Frle-dens7elt nlrht habe weiterführen und In dieser Zeit nicht noch mehr Nützliches habe schaffen kOnnen. Aber nachdem das nun nicht möglich Ist, werden wir niemalt vor der Zeit den Kampf aufgeben, sondern die Zelt als unseren Verbündeten ansehen. Es mag dieser Krieg dauern, solange er will, niemals wird Deutschland kapitulieren! Niemals werden wir den Fehler des .Fahres 19lfl wiederholen, nämlich eine Viertelstunde vor Zwölf die Waffen niederzulegen. Darauf kann man sich verlassen. Derjenige, der die Waffen als allerletzter niederlegt, das wird Deutschland sein und zwar fünf Minuten nach Zwölfl (Stüraiischer Beifall), Sie mögen hoffen, uns durcii schwere Blutopfer klein zu kriegen, allein diesmal verlaufen diese Blutopfer so, daß auf jedes deutsche zwei, drei und vier Opfer unserer Gegner kommen. So schwer diese Opfer für unt sind, so können sie uns doch nur noch stärker verpflichten, Es wird niemals mehr der Fall sein, daß wir so wie Im Weltkrieg — wo wir zwei Millionen verloren hatten und am Ende dieser Verlust doch zwecklos war — heute auch nur einen Menschen zwecklos opfern. Da« wird auch der Soldat an der Front, wenn er nach schweren Stunden aus dem Toben einer Mate-rialöchlacht kommt, nach härtesten An- die Amerikatier und Entfländer nicht stattfindet, wird der Wiederiufbchen Wirtschaft einqespanrit plus den Kriegsverbrechern. (Tosender Beitnll beqleitet die Worte de« Führers l Sie werden dort zum ersten Male in 'biCTn Lehen eine nützliche Tätigkeit vollbringen. Das ist das eiste, wn« irh dazu sagen miiß, und das zweite: die Herren möfi(»n es qlauben. odf^r nicht, .iber die Stii ide der Vergeltung wird kommen! (Ein .lu-bplsturm ohnegleichen chebl «ich Vli-nulenlange Ovation, urnbratist sich 'm-mer erneuernd, den Führer.! Wenn \\'ir auch im Aunenblirk Amerika nicht erreichen können, so Hegt uns doch Gott sei Dank ein Staat greifbar nahe, und an den werden wir uns hfiUen. fWi( der braust stürniHrh df'r Beifall pmpor) L'nd etwa« Dritte« mörht" ich noch anfügen; Die Meinnni unsere' Geonpr, diR sie durch Ihren LiiMtprror die ■n'on-sivität de^ deutschen Krieaswüt-n-? vt'r-mindetTi lionnen b»»nih* »nif o'ipn' T-pn-schlufl Derjenloi n>im!lch de' einmal seine Sirhpn eirn^büP« hat, kann nur einen Wun'^rh hfiben, daß d'^r K Ir-n niemals verloren neh* tr.nn nu df*' elprj. roirhe K'''efr Vrinn 'bni r 'ici w'"rltu colnpr he vei helfen. (Neuer t(ispnd<>r Beifall.) ttrengungen wieder mr Besinnung kommt, verstehen, es darf nicht umsonst sein, was wii hiei an Opiein bringen, aus ihnen muß für unser Volk ein Nul-zen erwachsen, und nicht nur tür unser Volk sondern am Ende für ganz [;urnp.i. Und dann zum Schluß tiorh e.nes: Ich I le*«e )ede Woche mindestens rirci- viermal, daß ich entweder einen \e'venzu-sammenliruch bekommen hribe, oder ich hätte meinen Freunfl Görirjg abgesetzt und Göring wäre nach "^rbwoden getah-ren, dann wieder habe Görjng m'ch uh-gesetzt, dann hat die W^hi macht die Partei abgesetzt, dann hat die Partei umgekehrt die Wehrmacht abgesetzt. In diesem Falle sagen sie dann nicht Wehrmacht, sondern plötzlich Reichswehr — und dann wieder habon die Generale qe-qen mich eine Revolution gemacht, und dann habe Ich wieder die Generale verhaften und einsn^rren lassen usw Sie können überzeugt sein- Mies ist möglich, aber daß ich die Nerven verliere, Ist völüg atisgeschlos«enl Iß.dusen-' der Beifall.) Meine Parteigenossen! Vor 2t) Jahren standen wii wahrlirh vor d'^m Nichts. Vier Jahre hatte ich damals glühenden Herzens gearbeitet und nur einen Ge-danken gehabt; den Erfoly unsernr Ba- w-Lfiiiiy j:ii 'Jie EnetlUuq dtb Vdterlau-üi.3 vs.i.un. Mii fe.jitiin bthincje wai iiun c... 3 .t.-,ii.cr. . Jii, es difci, vier Wi.ii.- 1. iul .) . J ,'M l3o.il, i.i.-. Ol) <( Ii ciubui ti t ..e.iv«,! iiiuui.6. Jd, c.ti ii..:.iidriiui .ii.fji.'a hdiie sich uü,.\i vui b,( ii.e'-'irn zu ttöu-ufii, um m.ch liunn vüi .hm zu brechen, dis Sie mu h /ui i eS'uiigsiirirt veidonuer-teii, iistin, cl'iö q.tiiie eqe nie-Müls tiiidets dls jnter acliwerslen Rück-sriiltiqen e.iJüi.htcn worden sind. Ls gibt ke..ne grolWn Melden der VVeltqeschicht«, die nicht den hiiriestc-n Belastungen ge-genübe'^ fitandiiritt geblieben waren. Son-noiisiIiein kaiin jeiler vertragen, aber wenji es \ ■ und »tünnt, dann ze.iqen sich erst die harten Charakleiä, und dann et kenn' man auch den Schwächling, (fieit-iil.) U'enn es einmal schwierig wird, diinn zeigt sich erst, wer wirklich Moni) ist, und in solchen Stunden die Nerven nicht verliert, sondern hartnäk-kiq und standhaft bleibt, und niemalt an eine Kapitulation denkt (Starker Beifall.) Schließlich will ich denjeniqen Menschen, die mir ständig von Religion sp're-chen, etwain sanen: auch kh bin religiöt und zwar tiefinnerlirh religiös, und ich qlaube, daß die Vorsehung die Menschen wii-t und denjeninen, der vor der Prüfunn der Vorsehung nlrht bestehen kann, sondern in ihr zerbricht, nicht zu Größerem bestimmt. Wir werden e% meistern Es ist eme naturgegeben« Notwendigkeit, daß iii der Auslese nur die Stärkeren übrig bleiben., Dafc deutsche Volk, Wie ich et in der Masse seiner Ertoh«!-nungen kennen gelernt habe, i«t Gott tat Dank ttark und kerngttund. Glauben Sla mir, wenn ich 191B Mitglied der Demokratischen Partei gtweien wäre, hätta ich auch an Deutschland verzwaafelt. (Lachen) So war ich Mitglied der deutschen Wehrmacht, war ein Musketier unter Millionen andeier, und tlas hat mir nieinen Glauben gegeben. Mein zäher Kampf In d^r Bewegung um die Seele des deutschen Volkes und der breiten Massen, dor Millionen Arbeiter und Bauern — dieser Kampf hat mich erst recht stark werden lassen Und er ließ mich dis Kostbarste kennen lernen, d.is »'S gibt: die unverdorbenp Kraft d*»r breiten Massen, der Millionen Volks-gi^nossen, aus denen endlich der nationalsozialistische .Stnfttsqedanke erstand. D»nn aus Ihm erwurhs unsere Volksge-nieinschnft. Wir haben von der Vorsehung nichts als Segen empfangen. Wat hat sie um nicht an Erfolgen gegeben, was hat sie uns nicht an großartigen Siegen erringen lassen! Wie, haben wir nicht in wenigen Jahren eine fast verzweifelte Lage unseres Landes und unseres Reiches völlig geändertl Wie ha< diose Vorsehung nicht unsere Armeen we't über d'ie Reirhsgrenzsn hinaus ga-fflhrt! W^e hat sie uns auch fast aut-sichtslos S tuatlonen, wie den Ital'enl-schen Zusammenbrm h, meistern lassen! I Urd da wollten wir so erbärmlich sein und 'jn diesei Vorsehung trot^d^m v»*r-I zapfen oder ver/we'feln? (St'i'mischer j Beifall). Ich beuge mich in Dankbarkelt vor dem Allmächtigen daß er uns »o ge-' segnet hat und daß er uns nicht schwe-' rere Prüfunoen. den Kampf auf deut-[ srhem Rnden, gesrhick» hat. sondern daß ' er es f'"-tlgbringen ließ geoen eine V/el.t der Ubermarht diesen Kampf er'olgre'ch woit über die Gi-enzen des Reiches hin-aii'^zutragen Tch bin stnlz darauf der F'ihrer die«!er Nation zu ■"'In, nicht nur in glücklichen Tagen, sondern erst recht in schweren Irh bin glüekl'ch. daß Ich ' in solchen Tarten d''r Nation von mir au* Kraft und Vertrauen gehen und ihr srtgen kann: »Deutsi'hes Volk »el völl'g beruhigt, w« auch kommen mag, werden es m'^i^'ern' Am F'idp stpht der Sieg! (Minutenlanger, brausender Re'fain Als der VVe|tV"eg zu T-nde gegangen war und 'ch zum ersten ^la'o vor ihnen, j yne-ne Kameradon «prach d-i habe Ich ii'^gpfäh' fot-inndes ausnofüh't' »Wir r'i'irfen nar n'cht mit dem Schirks.al ha-; ftprn v.'ir ^ind viel" lah'e lang vrwi p'nfrr G'ürk honlei'et gpwe<;pn das Gott n*ir »^'nem F'wih'ten geb'^n kmn. Was Vi^hpn wir Iii' S erip eTurriPn im We«;ten, fis'en Siiden überall in iMmpd' ITnd dann ist un'^c Volk iindanVbar newor-den Trotz die^c ^Ipfip h 't es dann schließlich se-ne Haltunn sp n^n Glauben verloren und ist srhwach neworden, DamM hat es die Gnade f'e#: Herrn nlrht mehr verdient « Tind i^h habe so oft sie werden sich de«;«;en er'nnern — ge-Sctg*. daß d e Vor'!f»hung un-; nosrhlaaein bat und wa' mit Rprhl hfit, e h it un-^ d '/ugelürit. wii vor- dient hatlr>n fTpiitp soll unser Gp'öbr 'aß cirh ri mrVi-- 'a''pdaß wir n'r"b* '''ip'boh!''b i-'p-H-n ir* den Tager des n-oTt'^ri H''; \'r>r' 'i •« wir niemals vc"' 'Tn wone rt'p V'^r^iphning uns pinma' ^ ii'vrigpn was andp'''*s ist a's clnf P''i"''Mnn wenn wir. dui'ch ''"e K"fi'sroM"pni'''Tk'"ten qp/ViMinTPn 'Trrr>"idfi R.mmgrtilnsr, Ii.iüp'hr;I:;i> Inno m.' n , 'irUle In Mnrhnrq a rt rjrnii, Rrtaijfl"»» 6 7.111 Zflil (ili AnroiiV'" "t'' r^)r 1 voin 10 A(irll 194'' giil!l(| ^ll»fflll r)p' Liplenino rtr» RMtlfi hu tiahpfri Gewflit o''or H(''ni>b»sli>rung gitit keinen Anifirurti Aul R(l( k/.«hlung duc Bniugi- SJ'.c 1 Nr. 313 -f Dicnsbjf. 9 Novon.bcr 1^13 __MARBURGER ZEITUNG meine Patic.ytnr.isen, und vüi allt-m, aipjn Parleiqciioafiinnen! Eine dineriKtinisiche Zeitschiift hdt vor fcui/<'m qt bLnritbcfi, dds Schiimiiisle am NatioiialeoÄialisnais «>eien die Fiöuen. Der NatioiialsoiidliSTnub habe ohne Zweifel lüi die deutschen j-iduon mehr qetan, aJh die anderen Völker. Er hube sie »o-Lial gehoben, hr sei dazu dberyeqanqen, ne m qewaluqeji Ürqdmsdtioiien zu-■amnienzuirissen. Er «chiike Frauen der gebildeten Sidnde in die Fabriken hinein, d(iin:t Aiiieiter'nnen in Urlaub (je-hen koiintt'ii usw Das konnten die Uerao-kratit^n nicnt ntu liniachpn. Und weil sif? dcis nirht ndcimMchiMi knnnien, müßten sie darum in '/.tikuntt die nationalsozialistischen Fr'iiien aiibrotfen. Denn sie seien lanafisf'h und unbelehrbar, ist auch richtic)! Irh woiß, dati ich die q.mzen Jahir hindurch qeradc in den I-raiion rjps Volkes mnne fanati-schpftlrn .-VnhartnrT bpsit/e. Da^ muß in der Zukunit orst ro''ht so se.n' Die rrflurn mu *s"n /us.jTimfn ni:t den Mannern der Bowonunq au< h in schweren Zeilen den Halt qeben. \/(;nri Bonibeaanqriffe kommen, Ist es kB erster Linie die Partei, die dafür •oiql, daß die Ordnunq aufrechterhalten bleibt. Und daß alle« qeian wird, wai überhaupt qetan werden kann. Können Eie sifh üheihriupt vorstellen, meine Fat'ei(ii'nos'"."n und Pdrteiqenoisinnen, daß wir im W'el'kncfi auch nur einen MiiiMt Idiig das hcitlrn erdulden und ausstehen können, was wir jetzt seit Jahren ertraqenif Können sie sich das vorstellen? Da« ist das Verdienst der männlichen ürziehunq unseres Volke«, da^ ist daß Verdienst des natlonnlsozia-Ifsii-srhen Tilatibens! (Wieder unterbricht sti'iimischer fielt.ill den Führer.) So l.tnqe uns die Kraft bleibt, brnur-hen wir nifht nur nicht /n vorzweitcln, sondern k'>nnt'ii iin Gr(|onloi! mit stolzer Zuversicht in die Zukunft Vjlickrn. Irl) b n mn .luf weiiiije Stunden hierher nekoninion, um /u Luch, meine alten Anh-inffiT, 711 ifMechen. und qehe sclion ni'iiqeil w eder /uitick und nehme mit nur eir.e srho-ie Erinnerunc) ein meine nllen Kaniptr)cltihrlen und unsere »ilte Kiimpf/e't. Auch Ihi sollt von hier hintinsqehen mit der fan.ii'Nfhen Zuversicht und dorn far-itisrhnri (Jldulir-n, daß es gar nichts andi^res rietwn kann als unseren Sie«j! Drthir kcitnpfen wir, dafür sind «ehr Viele qefrtllen dcifur werden noch andere das nloiche Opfer brinqen. Dafür leben Ge-np'itionen, und zwar nicht nur jetzt, •ondern auch in der Zukunft. Da«, was ■wir jel/t an Blut verqleßen, wird unfierem Volke einst reichlich verqolten werden. Ei wird In neu'>n Heimst/itten Millionen Mi-nsch^n wieder ihr Dasein geben können. Damit erinnern wir uns so aller Mnv«-rer Kimer-iden, die als nationalsozialistische Kämpfer einen Weq voranqeqan-qpn sind dnr mir der Weq der Grftl^e un-ie'f»s Vaterlandes, der GrrtOe unseres deitschen Volke* »ein kann. Unsere Nationalsozlallstlsrh« Partei, im'^er Detitsches Reich — Sieq Helll (Stit Eirqriffenhelt und immer neuwn Rr sind die alt^n Partelqenossen den Wo'*"n f'ps »^iihrers qefolqf. .Fotzt «ich die Spannunq im nicht endenwollen-dei Fubel d'-r den Führer ;mm<»r aufs neue umbraitet. bi« sich die Reqefs'ertmq jn fin nroP-«; Gp'fthnls fanatischen Glaubens ')*iH Si«»qe<;w'llpns verdichtet, das I», fpiprlichem Gefanne der deutschen flvmnpn seinen \'i«dnick findet,) Xukäultou SA-Ohcr^^ruppcniührcr Dr. Uibcrreithcr Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Slqfriftd Uiberreither wurde vom Föhrer anläßlich dei Befördeninqtm und Ernen-minqefi zum 9. November zum SA-Obergruppenführer ernannt Rumänisches Gastkonzert in Cilli Am Freitaq, den 12 N'ovember veranstaltet das Amt Vnlkhildunq Cilli als zweite Konzer'rinqveranstaltunq einen lieder- und Arlenabend im Deutschen Haus, h»i dem Valentine Cretol (Sopran), Dinii Badescti (Tenor) und Serban Tasslan (Bariton) zu höreo sein werden pip rlrei der Koniq'ichen Oper in Bufa rest anqf'horendpn Kunst'er sind diiich ihre Tü'irikeit an den Opernliäu'^ern in Wien und Graz bestens bekannt. Mit der H«nd In die KrelssSg«. D«r 41 Jahre alte Hilfsdrbeiter Johann Ster-nad aus Zeünitz a d. Drau geriet beim Holzschnpide.n mit der linken Hand in die j Kreissriqe. — f>irrh Sturz von einei Lei- | fer br.ich sirh dei !i'1idhrirje .loh/'nn Ter-«chel ^us Rrist den rechten Unterschen-)(pi — [)f.n 7t .J-ifire alten Grundt)esit/,et Pli.llip G.iliindei fitiÄ Fll Kreuz 1-1 stieß ein Rudfcihrer im Dnnklen /u Roden, woher er finen liiiich des rechten Obrr-schenkeis erlllt. Fk'im rußbdl'*iptel zoq sich der 17|rihriqe Srhiilej Franz Eip-ner aus d'-r V\'eml)n bei Sl. Martin geriet d^r vit'ieinha'bjährlqe Gottfried Grebin unt^r die Radci eines I schwerbeladenen Trnktors Das lebrns [ q«'lährlich verletzte Kind muR'e in die i Chiruiqisrhe Universiiätsklinik Gt-iz ein-qeliefert werden ! Gefatimonobrung m üp.i Gauhauptsiadt Die sillliche Macht der Tapferkeit und Treue Erhebende Weihestunde in der Grazer Kundgebungshalle — Der Gauleiter erneuert den Treueschwur Es war eine erqreifende Ehrunq, welche dio Gauhauptstadt am Sonntag den Gefdllenen der Rewegunq. den toten Melden des Krieges upcl den Opfern t es feindlichen LutUerrors in der neuen Kundqebunqshnlle bereitete. Der Dam-mer des beginnenden .\bends senkte sich über die Straßen von Graz, als Ehrenein-heilen der PoÜtihchen Leiter, dei Gliederungen der Bewegung der Wehrmacht, dci Wdlfen-^^. d(^r Poli/ei und des Reichsarbeitsdienstes mit ihrVn Fahnen und Standarten zur Gelallenenehrunq abrückten. Aul ih'-em Zuqe wurden sie von Tausenden und aber Tausenden von Volksgenossen be()leitet. die das gleiche Ziel hatten. .Auch viele Gra'.er Betriebe marechierteoi in geschlossenem Zuge durch die Conrad-von-Hötzendorf-Straße In einfachem, aber wilrdigCTn Schmuck bot sich die neue Kundgebungshalle dar. In dichter Menge strömten die Volksgenossen in die Malle, die sich mehr und mehr fülMe. Die Partei hatte zu dieser Ehrung die \ngehörigcn der Gefallenen des Krieges und der Bewegung, Verwundete und Kriegsbeschädigte, die Blutordens- und Ehrenzeichenträger der Arbeiter aus Grazer Rüstungsbetrieben geladen. Als Ehrengäste waren Vertreter des Staates tmd der Wehrmacht zugegen, Zu beiden Seiten des Rednerpodiums stellten sich Ehren einheilen der Bewegung, der Wehrmacht, der Waffen-^f und des Reichsarbeitsdienstes auf. Es war die Stimmung einer echten deutschen Feierstunde, die über dem weiten Räume lag. Mit einem Fanfarenruf des Fanfarenzugs der HJ-Gebietslührung wurde die Gefallenenehrung eingeleitet. Im geschlossenen Block rückten die alten Sturmzeichen der Bewegung ein und gruppierten sich vor der Stirnwand d«s Raumes zu einem edn-drucksstArken Bild. Aiift neu« •rtönten dann Psnfajwinif«, um d«n GauMt^r zu grüben, der, begledtet von Gen«raJIeut-nont Gunzelmann und dem Wehrmachtkommandanten von Graz den Raum betrat. Als die Musik verklungen war, trat der Gauleiter an das Rednerpult. Rede des Gauleiters Zum viertenmal in diesem großen Krieg haben wir uns heute voreint, um die Toten zu ehien, denen wii unser Leben verd.^nkon, und uns vor den Ange-hörufn zu verneigen, die Schmerz und Leid auf sich nehmen mußten, flaniit unser Volk lelien kann und die Funktion erlüllt, um (Ipretwillen es der Schöpfer schuf. Wie in den vergangenen Jahren, hribe.n wir uns auch diesmal die piüfen-de Frage qoslelit, ob wir ein Recht zu fiolrheni Tun haben, ob wir auch in flie-srm Jahr unsere Pflicht erfüllt haben, nm leinen Mer/ens und mit fre ein Rli( k jenen im Geiste gegenübertreten zu können, die uns in der Erfüllunq der PIlicht Vorbild sind. Denn der hat das Recht verwirkt, die toten Helden zu ehren, der selbst nicht mit Würde getragen, was ihm auferlegt Ist, der feige wird, wo er als Mann sich bewähren müHte, und das Erbe verrät, das die ihm hinterlassen | die ins Grab gesunken sind. Der Treuescbwur Vor einem Jahr, da haben wir geschworen. daß wir — was immer auch kommen mag — den TreuschwuY dem Führer halten und kämpfen werden, wie er es befiehlt Die Nation hat diesen Schwur gehalten, sie ist berechtigt, diese Feier zu begehen, und wir, die wir die Ehre haben, ein kleines Glied dieser großen Gemeinschaft zu sein, wir wollen heute wie<1er aufs neue unseren Standort bestimmen, wollen kun Stellung nehmen zu deoi Problemen, die es zu lösen gilt, wollen uns stark und fest die Hand reichen und die zu stärken versuchen, deren Seelen verwunciet sind, die ihrer ganzen Kraft bedürfen, um ihres Schmerzcs Herr zu werden, Hart hai uns das Schicksal in diesem Jahr angefaßt. Rückschläge mußten wir ertragen, und die Folgen eines Treubruches, der beispiellos war in se-iner Widerwärtigkeit, wurden unserem V^lk als Dank für seine Treue aufgebürrl*. Fe«t mußten die Zähne aufeindndergobissen werden und, obwohl geschüttelt vom Ekel ob solcher Minderwertigkeit, mußte das Schwert fest in unserer Hand bJeiben, damit wir den Offensiven der Feinde Einhalt gebieten können. Luftangriffe auf unsere Städte, bestialisch in Ihrer Anlage und teuflisch In ihrer Durchführung, prasseln auf Teile unsere« Reiches hernieder: Frauen und Kinder mußten sterben, well dieser Kampf dem Feinde mO-heloser dOnkt als der Kampf von Mann gegen Mann. Ein ganzes Volk ging In dif^em Jahr durch die Flammen und mußte die Feuerprobe bestehen Und manrhem schien es, als würde unserer Generation an Opfern auferlegt, w?s keiner Generation vor ihr zu erdulden bestimmt wari dafl unser Volk schwerer leiden muß als Völker, die vor Ihm Träger weltgeschichtlicher Auseinandersetzungen gewesen sind. Um Sein oder Nichtsein Ob diese Ansicht richtig Ist, das wollen wir prüfen in dieser Stunde der Besinnung. Hiezu ist folgendes zu erkennen notwendig. Keine große Auseinandersetzung von weltgeschichtlicher Bedeutung zwischen Völkern verläuft für den, der letztlich siegnxingen für sich entscheiden und somit die Wertung mit 12;4 Punkten gewinnen Für Bruck waren Osaha Im Federgewicht und Hlinka Im Bantamgewicht erfolgreich. Für das Endspiel am den Lettland-Fußballpokal, der in diesem Jahre zum ersten Male ausgetragen wurde, hatten sich ASK Ri^a und Olympia LIbau qualifiziert. Im Hinspiel sle^e Olympia überraschend mit 2:0 und der Rückkampf Wir hören im Kundtunk DiaatUg, 1. NoT«nb«ri Kelctitprogrammi S—A.ISi Zum H6r«n and B*-h«lt«n. — 12.35—12.4S; Dtr Htrichl zur — «5.30—16 ti FlAtcnsontlt und Liedtr von Jutina Waitmann. — OprrnkÜniir und liniunisch« Sitte. — 17,15—18; Miiiikilitchi Kurzweil «in Nachmittag. — 18- 18 30: l.ifdtr dir Kundfunk-ipielacharcn. — 18.30—19; D«r Zcilapieiid. — 19.15—lO.JOi Frontbericht*. — 20.15--21: Heclho-f«ti: Ouvlrtärt und KUvierliontcrt, Sol. Hant Pri«((nitt. — 31—22: Buott« Kun>itl Dcntachlaadveodtri 17.15--16.30; OuvcrIflrcB mMl •toioniach* Muaik von BaathuTcn, Schubcrl, Liast, Vagntr. — 20.15-21: F.ln farbiger .Malodio-atrauB Im Dur nnd Mol! am •Slimmunjtaa«. — 21—22: •Ein* Stunda Iflr dich« mit bekanntM Orchaatcrn und SoIUtra. stand am Sonntag in Riga bei Schluß dar regulären Spielzeit i:2 für ASK. Die Rigaelf feierte In der Vailängerung nkU 7:2 (4:2, 2:1) noch einen überlegenen Sieg. Schöner Mflnrhner PiiBhallerlolg. Zni Vorbereitung auf kommende Länderspiele hatte die Schweiz eine Münchenur Fuß-ballknmbination der beiden Vereine FC Bayern und Wacker als »Tra^njnn'Spirt-ner« für die Natlonalmnnnsrh;ift narh Zürich eingeladen. Vor 10 000 Zuschauern er-füllteai die Bayern die In sie gesetzten Erwartungen vollauf. Sie w-iren den Schweizern ein durchaus ebenbOrtIqfjr Gegner, «o daß das 2 2 (1:1) dem Spielverlauf entsprach UNTERSTEIRISCHE LICHTSPIELTHEATER MAkBURG-DRAU B U R G - L IC H I S P IE L E Mute U, 17.M, 1S.4S Uhr Pmrai Uli Tolle Ntcht ■tt Marti BmII Giitev MWofe. Tk«« tirnfm, Haiiat AratUMll, Martoa Blad uad Waraar Slock. Ein fiohgalanDtat Butcmbla galitarl nlchtllcharwalaa durch Korrldura, aploalarl durch SchlfliiallAchat, verfaSt anonvma Brinfe und itellt vor itannllcher Verliebtheit ein ganzei Hotel auf dao Kopf. POr JDgendllrha olcbt tagelaiaanl Wir tPlgen In SotidnrvaranitallungaBi Dlanatnq und Mittwoch um 11.i5 Ubr — dail hoch-dramAtlschnn WUdararfllm Die Sporck'sehen Jäger ■tt lolraal RIcklar, Paal Wailaraataf, TkaMw Um. Matfarala Kaplac und Prili Oaaack«w. Ptr Jugaadllclia lagalaiaail ESPIAI4DE Hanta II. IV.M l«.4f Ukr Peterle IIa Bavarta-Pllni mit Joa SlOrkal, Bllaa Gabriela SelMnOller. Albert Janachack, Lidwifl Malat und Llail Karlatadl. P«t Jagradltrha Bichl ingalaaaaal l.ich<»pie>e Kadertenschule Dtanilag, Mlltwacb, It., Donnarataf, II. NavaBkac — um !• tJbr — aln TolkitOoiUchar PUa sack 4ar Op«tatla ,>4onlka"i Heimatland ■■aal Cnatack. Wolf Albark-Rallr. Muitki Nico Daatal. Pftr Jngendllrh« «ntar U Jahren Hiebt lagaUaaaB. Burcs-Lirhiipiefe Cilli Sarhiantaldar-ttraBa ■la 11. Nnvembar Symphonie eines Lebens mit Hennv Fnrten GlueU lihlen. Harry Baor and Harald ?iiulii>b Montag, B NovPMitn»- um IS.30 tJhr dT Mlrchenfllmi SCIlNfFWinClIEN UND DIE SIEBEN ZWERGE ICHropo^-licti<»pie^e Citli Bla II. November Wenn die Sonne wieder scheint Paul Mdria Koppt'nhOIri Prnl Kllngar und Hilda Jaiiien. FOi JtKipnilltrhF antei 14 lahrcn olrhl lagelaaaani lichfspTeNtT»>ai>er GurHeld Dianalag, B. und Mlttwnrh, 10. November, um 20 Uht Fräulein Ein Utn-Pliin mit Ilse Wornpr, Mady Rshl, Annemarie Holz, Roma Bahn Erik Frey, Hanl Lelbell u. a. PUr Jug<>ndllrhe nicht {ugclBsienI lon-Liclitspie^e Staditlieater PoMan Nur Dluiiiitii|] B und Dcinnernldg, tl, November urn 17 und l!),45 Uhr Hdn» Moser, Hvrma Rollo und Prllz Kampara In dem tollen I.ustspiLl' Das Ekel 'flr Juiien(IM(ht> «uoflan»«)!! Mittwoch wrqon ThPitnr irstelliinq (i<>i"'btnstiin. Vom •. bla 11. November Lauter Liebe Ein Film der Hein; Kiihinunn-Pruduktlon mit Hnriha Teller, Iliill Weih, Gietl Tholmcr, Ilanil Arniledt, Willi Dnmgraf utw — Musik.; Werner Bohmann. POr Jugenalirhe nicht tugelatienl 8TEIRISCHER HETMATBUND Amt Volkblldung n. KONZERTRING-VERANSTALTUNQ Pr«ltag, d«a 12 Novamber 1943, 20 Uhr, Im Deutschen Hau« in CUM Lieder' und ^rienabend VALENTINA CRETOI — Sopran DINU BADESCU — Tenor SERBAN TASSIAN — Barlton von der KÖnirjÜchan Oper in Bukarest, mit Gdstspielverpllichtiinq ara Opernhaus der Stadt Wien Auf dem Proqrnmm stehen deutsche, rumS-nisclie und itahenlsche Lieder, Arien und Duett«. Am Ftilgel: Kapellmeister Hann» Haas. Kartenvorverkniif; Amt Volkbildung (Kreishaus) 73 STADTTHEATER MARBURG-Drau DlenttaHi 9 Noy«snb»r: KABALE UND UEBB. Bürgerliche« Trauerapl«! in 9 Bildern Ton Friedrich ▼. Schlllar. Beglnni 20 Endet 23.30 Uhr. Preis« L Mittwoch, 10. NoT«iBb«Tt DHl WIID-icsnnx Op«r Ib S Akt«» TO« An>«rt Lortxlng. B«glimi 20 Uhr. End«; 22.M Uhr. Preis« 1. Vorverkauf «ufier M o n t a q t&qllcb ron 9 bis 13 und ron 15 bis IB Uhr an d«r Theaterkasse, Theaterqasee 3. Neue Spielzeiten fOr Too-Llchtspiele Btadtthealer Pettau: Wochentags: 17 und 19,45 Uhr loontagsi 14.30, 17 und 18.45 Uhi n BfirohUlskra fl (wird everntuell angeismt), für yani-tlglg gesucht. AntrSg« anter »Pflichtbewußte an die »Marburger Zeltung«. Zu DiieteD gesucht Höh«r«r, llttrer Beamter, ledig und ordnungsliebend, sucht gut möbliertes und helzbaree lim-■ner, womöglich Im Stadtzen* Irum. Zuschr. unter »Akademiker« aa die »KL Z.«, Marburg (Drau). 198-8 SPARSAM Hllcliste Ziehung der 10. Deutschen Reichslotferle gm IS. Hovember Erneuern Sic recht-leiü^ Ihre Lösel WESIACK Staatl. LotterlcClnnahme Marburg, Herrengasse 25 7K Kleiner Anzeiger ftm Won l«i • *P<. W tpl, ftto 0«ld . l#«lltltMT«rli«h» Bt'elwerhwl ond Heirat 11 *pT. dai fatotdrurk»« Wort M Rpt, •lU Obflgen Worturielgeo 10 «pt. dai fettgedruckU Wort JO Ruf D«. Wortprei» h'H ''I» *•» ■tabw I« Wort K#f BWortijebUhi b«l Abholang dei AngubuU JS Up» b« ZuMüduna durcb Po«l odei Bc.leo 10 Bpl AununtHqpbOhi »Qt Antal-gw Bit dam V«iii«rki .Aoikunft w de V«rw«llunq olai il«rh»tlt-•talU" 10 Rpi Aiii«lgan-Annshnn»i« hluB Am Tag» voi grs'haineii u» IS Ohl. KUIdc Aasftlg«) war«»«» nui Votalniendnng dM tr«a«a lanck o1>ltlM. Z«, Marburg-Drau._ J_99-8 Nettei Friulein sucht Zimmer, Kabinett oder Schlafstelle. An-irft|2e unter »Rein« an di« >M. Z.« Marburg Drau. 225-8 Ein 2weTbeitxljiiiii«r wirJ von benilBtltij{en Damea gesucht. Anträge unter »Eltfene Bettw^-•che« an dli« »M. i.« Marburd-Dra«. 223-8 itMit nur v*rbr«wc^t«fi. tatot Ml U* ist «ucti b«l öm KHASANA KOrp#rpf^«Mltf»V Zu Terkanfen Ftrbig« Krelsk«rt«a des Krei-lea Trifail sind sum Preise von RM 3.50 per Stück beim Ver-wattungsamte der Kreiaführunq Trifail lu erhalten. 23-3 i Knh mit Kuhkalb, prima Mel- j kerln, und eine hochtrÄchi'.ge Terkauft wegen Überzahl Eg- | gen, Pächter bej Lebei, Egidl Nr. 46, Krell Marburg, 136-3 Zu kaufen jjcsucht BeU mit Blnsati xvm 70 RM zu Gieichstroni-Moloren Jeder vorkaufeu. Poberscherstraße 36,; und Abmessungen kauft Marburg-Drau. 235-3; y^^ton Pinler, Marburg-Drau, ' Rciseistraße 16. 26 4 Ein unerbittliches Nein sprach das Schicksal und entrjß uns unseren guten, lebensfrohen Sohn, Bruder, Enkei, Neffen, Vetter und Bräutigam Erwin Votava Leutnant, Flugzeugführer In einer Jagdstaliel welcher im Oktober In Italien im blühenden Alter von fast 21 Jahren sein Leben für. Großdeutschland lassen mußte. Er wurde in Italien unter militärischen Ehren beigesetzt. Graz, Wien, Wr.-Ne»siadt, St. Michael a. L., Linz, Bad Reinerz, Oppeln, im Felde, im November 1943. In unsagbarer Trauer; Oflw. O. A. Matthlas Votava, dzl. im Felde, Vateri Hildegard Volava, Muttii Gefr. Matthias, dzt. im Felde, Hildegard, Horst und Gerth, Cieschwisten Familien Christen, Volava und Pospischill; lila Jonek, Braut, und sämtliche übrigen Verwandten, 75 Gebrauchte Ollomane zu kaufen gesucht. Autia'je unter »Oltomon« an die »M. Z.« 2*^7^4 Zlnmier- und KOcheneinrlchtung zu kaufen gesucht, Gisa Bilter-mnnn, Perkostraße 25, Marburq-; Dran, 233-4 I StellcTTöcsuchc Tüchtige Kfllnerln mit guten Referenzen sucht Stelle im Kaffeehaus Angebote unter uKellneriiii an die »M. Z«, Mtirburtj-Diiiu. 23S1-5 Offene Stellen Wohnunflstausch Drlngendl VllVenwohnun^ In' Marburg-Drau, 3 Zimmer, Bad, Veranda, Garteobenfltzung, gegen hObsrhe, event. kleinere Graxer Wohnung, Unt«r »Mög-Uchct in GrOnetn« ao die »M Z.«, Marburg-Drau. 142-9 Funde - Verluste Am 31. Oktober kleines, kaffee-braun*« Hunderl verlaufen. Hört auf den Namen Strolchi, hat spitzige Ohren und schwarzes ,]&ngllches Schnauzerl. Gegen sehr hohe Belohnung bei Frau Weber, Marburg-Drau, Tegetthoffstraße 36, Marburg-Drau, abzugeben. 244-n .^ra 7. November gegen 10.30 Uhr eiin Bund (vier) SrhlOsst-l, zwei gewöhnliche, vier Fixier, vor der Bahnhofpost verloren. Gegen Belohnung bHm Fundamt, Polizeidirektion, Domplat?, abzugeben. 243-13 I schwarzer Damenhandschuh von der Herrengasse In die Tegetthoffstraße verloren. Abzugeben gegen gute Belohnung Drauweiler, Friedhofstraße 15. 253-n A .C£^ Arwrnm Pt Krmtetl'Leuff^n 0.ak.b. V(ii Clnmcllunt) foo AthfltikiAl tro oiuD dl» /iisllmmuaq dri tu «Ikpaigpii Aihi'llHAiTilt>» <1nq»nnll werden m WerbEt fOr das DeutsihB Rote Kreuz! Wir geben die traurige Nachricht, diiß unser lieber, herzensguter Onkel, Herr Johann Kerle Relchsbahnpensionlst im 64. Lebensjahre verschieder, um 10 Uhr vormittags, am Friedhof In Roßwein statt. R o ß w e i n, den 6 November 1943. Die trauernden Hlnterbllebpnen 254 FRANZ und ANNA HEIDIN Danksagung Ith danke allen, die mil mir meinen großen Schmerz um den Verlust inoiiiBs geliebten Gatten, unseres Vaters, Stiefvaters, Grußviters, Onkels und Schwagers, Heiir AutoD Huuter, Krattfuhrer, in derart aufrichtiger Weise geteilt, »ein Andenken durch go viele Kranz- und Blumnespenden geehrt und 'hm das letzt« Geleite gegeben haben. Besonderen Dank spreche ich Herrn Lettner und Söhne sowie seiner Gefolgschaft aus. Marhurq/Drau, den B. November 1943 234 Johanna Rauter, Gattin, Im Namen aller Verwandten. Junges BlermSdchen (o Serviererin) findel in Gnsthol Stel-' lung al5 Aiilan skellnerln. An-I fragen bei d, »M, Z.«, Mrtihurg praul___ Suclie für sofort Köchln mit guten Zeugnis.sen. Voizustelleu laglich zwischen 11 — 15 Uhr Rüiserstr. 161, Marburg-Drau. ____241j6 Damenfrtseurlehrmiidchen sucht I Baizer, Marhurg-Drau, Hinden-I burgstraße 4Z_ 240-6 Gute Stenotypistin, flotte Dik-tatschreiberin, für das Büro einer Textrilfabrlit dringend gesucht, Zuschriften mit Zeugnds-unlotlagn unter »TeittiUabril< an die Veiw.iitung.__74-6 6 Ehepaar, als Orhsonknecht und Mo'korin von rutsvprwaltung I zu 12 Slütk Rindvieh in D.uier-stollunt) ([('Sucht. Lohn, Wohnung und DeputHtn, Angebote mit ZPunnisrihschriften unter "76" an die »>M, Z,a, Marburg-Drau. ____76-6 Dkonomlevt'rwalter, verhoi ratet, eiioKiisrli und nüchtern, für Landwir c'hcitt (HO ha) und Weinbau (42 h.i) in D.iuerstel-luiig gesucht, Verlcinijt wird Praxis und Fachwissen, Orga-nisationsgalie, Konnlnisse in i der Buchlührung. Lohiiveucch-nuiig, Korrf^ixindenz usw. Be-wi!ri)Unr|rn mit Zouonisab-schriilrn uiiler »77 an die "M Z.*, MdihuigDrau. 77-ü Einzelner brauner Schuh mit Gummisohle, Horst-Wessel-Sfraße — Reiserstraße — Tegetthoffstraße verloren. Abzugeben gegen Belohnung Tappeiner-platz 3, Parterre rechts. 251-n Verloren wurde im Zuge Cilli-Marhurg eine Damenhandtasche mit Inhalt; 4 Klelderkarten, Raucherkarten, Geldtasche und Dokumente auf den Namen Stephanie Hmelina, Cilll, Sanntalerstraße 2. Gegen Belohnung abzugeben. 79-13 Verschiedenes Tausche tadellose schwarz« Damenschuhe Nr. 39 gegen ebensolche Nr, 40. Adr. Verw 252-14 Dauerbrandofen, tadello«, samt Röhren, mit WÄrmeechoner, tst gegen Daunen- od. geschleista Hühnerfedem för zwei Tuchenten umzutauschen. Marburg-Drau, Allerheiligengasse Nr. R, Piirterre, Slanz. 245-14 Tausche Herrenanzug für guterhaltene Wiener chromatische Harmonika, Schimko Josef, Zellnitz-Drau. 246-14 Tausche Freiton-Harmonika u. elfktr. Kocher für Rundfunk-appnrnt Anschr. in der »M Z.x, Marburg-Drau 247 14 In dieserPockunq erhalten Sie in den Geschctien Solmiak-ATA, Es ist besonders geeignet bei allen groben und harf-näckig.Verschmutzunqc r, be-seitigtspielendKosi u.pleckel 1 Paar Damenschiihe Nr. 36 sowie 1 Paar TuchS'hi.he N; 40 werden gegen DLimunsihiihe Nr. 38 umgetaus'-hl ^dr*»sse In der »M. Z.t, M arburg, Drau. ________"248-14 Tausche Dnnipnwlntermnntel, braun, mit Pelz, fc iwie hellen Sommerstoffmantel, Größe I, gegen guterhnlten<»n Pelzmantel und ein Paar 5kl, 170 cm, komplett, mit Stftiken, g«v7«n guterhaltene Dameniederstiefel Nr. 37. Marburg, Mozurtslr. 58, T. St., Tür 5 M')-14 Tausrhe Pameniasthr i'viO KM) gegen Unndfnuki'iiTij.fncf, r,. Kram.iritsi'h, M.ir''irg-nrfiu, SchillcrstTfißp 23. 230-14 Tffmilien-Anroiqen (Inden durch die "Mcirburger Zeltiing« wellpsie Vi-ibreitiinrj Denken Sie daran — KLEINE haben in der MARRURGER ZFITUNG GROSSEN ERFOI G* Seite 6 * Nr. 313 * Dienstag, 9. November 1913 MARBURGER ZEITUNO Gelungene Leipziger Uraufführungswoche Einen k-bcndijjen Betriff von der L'n-tcrschiedlichKeit und Spannweite in den Ziclsotznnjlen de«* zcitj^enöiisischen Mu-»iklhcaters verniittclU-n ilie beiden letzten Vorstellungen der dritten Leipzijjcr Ur-aiifführun jsvochc. Sli- brachten neue Werke von zwei nanihallcn Vertretern der jüngeren Komponisterijjcneration, die xwar meilenweit ausrinanderstrtben, aber beide einen eindtuliilen, ja stürmiscbiin und von dm jeweils interrs-^iertcn Publi-kunisseiten zu pc-sönlichen Ovationen für die Komponisten j(cslei>Iet ton Pre-niicrenerfo)^ vtr/cichner konnten. Von Carl Orff, dem nun IRi.ihrisien Anreger und dem eijjenwillißen F'ionier dieses neuijeforinfen MucikliKaters'. erschienen, gleichsam als n'ienclfii'K-nde ErjJärzunjJ seiner inzwischen erfol ^licwährten -Car-minft Buraiia , sz; ni^cli-'äi>z» rische Vertonungen catuihchi T Liebe d,chtc *Ca-tull Carmina». Norbert Sclniltze, erst 32 Jahre alt und schon durch den wohl (IröDten, musikalisch bost<*n Erfolg des etzten Jahrzehnts ar.s(Jewie«en; den »Schwarzen tVfer-, setzte mit seiner iweiten Oper »Dap knlte Herz den Weß. Orff entfernt •'ch weiter denn je son allem auf der Oiiurnbiibne üblichen Im klassischen Latein ^esunijLne Gedichte bilden die dramalischc und mnrik;'.lischc Grundlatje für ein vzonisch-tänzerisches Zum Abschluß: Zwei Opern I einem Orchestcr von nur vier Klavieren j und Schlnt«zcug, das Kernstück von a-ca-I pella-Chören und zwei Solobtimmcn (ohne I instrumentale Begleitung) [getragen. In I seiner Kompositionstechnik ist Orff noch I knap()cr, noch asketischer geworden Die ' Zfichncrische Linie und der Rhythmus beherrschen allein das Feld. Aber auch ohne jedes Klangpolster ist der Ausdruck dicht, ja zwingend und umfassend. Elementare Leidenschaft eint sich mit einer eigenen, anmutsvollen SüOe, die gleichsam körperlos über dem Figureftspiel der Tänzer steht. Die Musikbühne hat mit dem Catulli Carmina ein kunstvolles Gebilde gewonnen, dessen fistheti-sche Versponnenheit und indirekte Aussage CS als ein wirkungsreiches künstleri- sches Spitprodukt ausweisen. Trefflich war die erste Wiedergabe durch die Leipziger Oper. hine andere Welt eröffnete auf derselben Bühne Norbert Schultze. Hauffs Märchen vom kalten Herzen, wonach der arme Schwarzvvälder Kohlenpetcr sein fühlendes Herz gegen einen Stein und damit gegen Reichtum und Geiaterhilfe ein-tatischt, hat der bisherige Drehbuchautor Kurt E, Walter aU «eine erste Theater-arbeil in ein prachtvolles, musikdramatisch ungemein ergiebiges Libretto verwandelt. Norbert Schultze wertet es aus zu Liebes-, Arbeits- und Naturgesängen in Lied- und Strophenform, deren schlichte mclodische Einfalt viele Hörer entzückt. Skurrile Elemente, musikantisch wirbelnde Chorszenen, unter Einbeziehung dea Tän-rcrischcn, und romantisch-musikgeschichtlich belastete Abschweifungen in die Lüuterungsoper bereichern die musikalische Palette des Werket, das bei aller Sinnfälligkcit und Mfirchenstimmung über die »Kinderoper« weit hinausstrebt. Schultzes Verarbeitungsgcschick im Umgang mit schon irgendwo vorgeformten Einfällen und Stilprinzipien, seine Kenntnis der musikalischen Literatur und die ungemein sichere handwerkliche Fertigkeit tragen das dramaturgisch bestehend konzepierte Werk über die Untiefen der Inspiration hinweg. Unter des Komponisten gastweiser Leitung der Prämiere fanden sich lei* stungsfähige Kräfte der Leipziger Oper zu der wohlgelungenen Uraufführung zusammen. »Das kalte Herz« ist übrigens als Kompositionsauftrag des Leipziger Oberbürgermeisters entstanden. Johann»$ Jacohi Ausserordentliches Symphoniekonzert Generalmusikdirektor Karl Böhm dirijijierte da. Grazer St&dti&che Orchester Mnn hatte zu Beqinn des Kr>nzertes | phvslk der Musik qewaiui unter Mlner dfls Gpftlhl, vor einem qroflen Abend zu stehen und wurde nicht enttäuscht. Es spricht für den erlesenen Kunstsinn de« Diritienton, den da« Publikum seiner Vaterstadt mit rnuschendcni Beifall emp-finq, deP er das Tristanvorspiel und fsol- Orundlage liir cm vzonisch-'anzcnscnes \ , Spirl das auf der Vorbühne Jungen und den^ Llf^bestod ^piner Vcntrnnsfolqe vor-Mädchcn zeigt, die in antikisch gefalzter ' nnneslellt hat. nrnernlmuflikdirektor Dr. Liehi'shrunst zucinandcrstrcbin Vor der ! Böhm dis'o^i.eit überlegen, von der re Ewigkeitsbedcutung ihrer I.icht'sschwüre wrrden sie durch die Mitt< H'-tippe der skeptischen Greise gj-warnt, die ihnen auf der Hinterbt'ihne eine kurze, drcinktigc getanzte Handlung von der Liebe des römischen Pichtcrs C.\'ull 7U der schftnen Lesbia, ihren Verstrickufidrn und Verwirrungen als warnendes, iih vcrf'ebliches Beispiel vorführen lassen Das Rnlmen-spiel wird musikalisch von einem pantomimisch agierenden Riihnenchor und chen Krfnhrunq seiner Orchesterpraxis her und newinnt dem Lied der Sehnsucht im Vorrspiel erqreife'nde Momente ah. Feine Steiqerunqen vollends verraten die Hand des Meisterdiriqenten, der nunmehr das fleschirk eines der ehrwürdiq-st^n Kun'itinstitute, der Wiener Stants-oper, in fifinen ziel- und richtunqweisen-dc'i f'Sndep htilt Aber erst im Liebestod onff;illptp sich die starke PerscSnllrhkfit Dr. Böhm« zur vollen Größe. Die Meta- Schiller jm Marburger Stadttheater Erstaufführung von »Kabale und Liebe« Es war ein erfreulicher t« de« Böhm aber erblickten wir In d«r darauffolgenden VIL Symphonie BeethoveM, die Richard Wagner eioat als die Apotheose des Tanzes bezeichnet hat. Dr, Böhm dirigierte diese SiebeJite mit motorischen Akzenten ▼on hAchsfer Musikalität und profilierte gleichzeitig dai W»rk mit architekto(ni«chem Gestaltungrwillen. So entstand edne tänzerische, lieghafte dionysische Welt tot ont, dereo Presto unüberbietbar zu Jauchzeo schien. Aber auch im Allegro con brlo lebte tich die entfesselte Freude noch einmal mit titanischem Toben aus. Bs war im beitM Sinne des Wortes ein »großer Abend«, dem uns Generalmusikdirektor Dr. Böhm vermittelte und der den Grazem gewlfl noch lange nachklingen wird. * Am Freitag la« im SaaJ der Kameradschaft stelrischer Künstler und Kunstfreunde Schauspieler Peter Otttn Dicb-tungen aus den beiden Weltkriegen. Ihr« Innere Spannweite, die Dynamik des Erlebens und die spiachllch« Aue-druckskraft einer von stärksten Eindrücken befruchteten dichterischen Aussageweise, wußte Otten, einer der besten Sprecher dea Grazer Schauspieles, mU plastischer Lebendigkeit zu erfüllen. Na-mej] wie Otto BrOes, Hermann Stadler, gleich Walter Plez im ersten Weltkrieg gefallen, klangen auf und gewannen in ihren Dichtungen lebendige Nähe. W. Bauers »Verdun« aber sprach Tom Schicksal der Taueende Hüben und Drüben der Grenze, die hier ihr stille« Heldentum mit dem Opfertod besiegelten. Vom Geschehen de« gegenwärtigen Krieges erzählten K. E Wolf in «dner Schilderung »Airikanischs Panser-schlacht« und Kurt Ziesel mit seinem Bericht »Eine Nacht im Schützenloch«, worin ein einzelner Voipoeten dem hetr-anrollenden Panzerkoloß, durch die SchieLkniflse und das Grauen der eich entwickelnden Schlecht hindurch standhält, bis EUT brennenden Vernichtung des Feindes und dem Anruf aus dem benachbarten eigenen Schfltzenstand, der ihm, im Augenblick größter Einsamkeit, das Gefühl des Nichtveriaesenseins beschert. Auch das Schicksal ledner fünften Kompanie in Schröters »Die alten Marschierer« soll nicht unerwähnt bleiben, ein Schicksal, das Tausende heute erleben und das wie keinas dl« Veibun-denheit von alten und jungen Kämpfern spiegelt. — Peter Otten wurde reich be-dninkt. Seine Lesung erschloß auch dem Hlnterlafid eine Welt, die heut« im Kampf ihre neu« Gestalt gebiert. Kart Hltdtbrand Mattak Ans einem nenen loman Walter Bioems über die mittelalterliche Stadt Arnstadt konnte der Dichter In einer Feierstunde In Arnstadt bereits da« erst« Kapitel vorlesen, Der Mlnnergesangvcretn Heppeoh«!* an den^ Bergstraße beging da« Jublläium seines hundertjähriges Besteheos. Die Opernsaison in Rom nahm Anfang November ihren Anfang. Zur gleichen Zeit begannen die regelmäßigen Orchesterkonzerte Im Adriano. S/'rau 'Zifta und der Jäger f^omav pcti Vuilolf 'fldris Hcirtscii 1, Fortsetzung Es pochte an der Türe. Die Post kam, wie btets rtni Aiienri, I-ür üie Fr/iu Ba.'o-nin ürnife, lur Htinns unter anderem drei oder vier fi jlilich bunte Ansiihts-karten. * Sie woll ' ü nicht von triiben Dinqen sprechen. Htiiins war angekommen. l:r hdtle seinen lieiher mitgebracht, aber draußen im Waltie lay noch allerlei Rautjzug, d<«ß er mit flinken Feuersiiahl aus der Weit gezaubert hatte. Zwei streuneiuie Hundt? hatten eine arme Haestie um. Der andere riß aiK und bekrim, wohl nf>unziq Srhritte weit, einen d<'rhen Srhro'.srhuß narh-qesendf't, d(>r fiißle wohl, denn laut he-i-iend ließ der Hund von der müden Häsin ab lind fliichletr' dreiheinifj. Wo wäre das liehe. an(|streich lebende Getier di^s frri''n Waldos. wenn dnr Jtiger das traute L.eHon draußen im Freien nicht schützen würde. Hanns ist durch die Zimmer herüber- gekouimen, wo ihm die alten Frauen en1(je<|enldcheln. In den Stuben war noch die g.aue, aschentrockene Luft des letzten VVintertage-i Er hat aber in den Kleidern schon den feuchten Geruch des Föhns mitgebracht, der erst vor einer I halben Stunde ganz geheimnisvoll über alle Well gtssunken war und den Abend süSbang und lau machte, daß die Amseln vor dunkel aufbrechender Liebesqual sinnlos zu stammeln begannen und noch nicht wußten, wie singen heißt. Der Doktor empfing ihn ungut, als Hanns froh und nach lauter Jungem Leben fiefhciid here;nstolzle «Frühling wird s.« sagte Hanns. »Mutter, Grußnnittorl Doktorl E» riecht nach Erde.« »So,« murrte Urban trocken, »Und da müssen Sie gleich einem Dutzend armer Geschöpfe die Freude am Leben versalzen Auf wieviel Morde sind Sie heute wieder stolz?« »Ich? So fünfhundert Vogelnester habe Ich vor Plünderung behütet: da« heißt fünf Stück Häher. Dann ein paar hundert Jungen Rebhühnern sieben bestia-lisrhr* Feinde vom Halse geschafft. Sechs Krfihen und einen Habicht. Liebster Doktor; wenn Sie sich heuer Im Mai an dem Rucksen der wilden Tauben freuen", denken Sie nur, daß es ohne Jenen Schuß aul den Habicht im Holze sehr viel schvyeiqsamer zuginge. Dann eine s( h wertragendo Häsin im letzten Augenblick vor zwei bösen Kötern behütet.« »Ach,' sagte die Baronin. »Der rot-schfrkiqe des Podqorschegg?« »Leider nur mit Schrot aus der Ferne angespritzt.« »Und der graue Schlächterhund des Ledineyg?€ »Der hat das rote Schußsieycl.« »Gut, gut,€ machte der Doktor etwas ungeduldig. »Aber der Silberreiher? ich weiß Ja, wie schädlich er ist. Aber ich weiß auch, wie selten er ist und —« der Doktor hob in Ruhrung beide Hände gegen Hanns — »und wie schön er ist. So schön I« Wie em betretener Schüler sah Hanns einen Augenblick zu Boden, der starke und schlanke Fünfundzwanzigjährige. »Es waren hall hundertfünfzig Schritte bis hin,« sagte er halblaut. »Und mit der Kugeln Das können nicht viele hier In diesem Land.« Der Doktor behielt seinen trockenen Ton. »Daj also l«l der zureichende Grund?« Dei große Junge schaute immer noch zu Boden. Ex war kein sonderlich geübter Dialektiker, aut einmal sah er empor, und die aufrichtigen blauen Augen gingen gradau« nach den sorgenreich umfältellen des alternden Arztes. »Ich will Ihnen meine ganze Philo Sophie sagen, Herr Doktor Urban. So wahr mii Gott helfe: ich selber wünsche mir kein anderes Ende als wie Ich es den Tieren des Waldes bereite, die ich so sehr liebe.« Es wurde zur Abendtafel gerufen. Seufzend reichte der Arzt dem Jungen Mann die Hand, »Warum haben Sie eigentlich Ihre Praxis so plötzlich aufgegeben, lieber Doktor?« fragte nach Tisch die Raronln, »Gerade Sie haben soviel Leid gemildert!« »Mein Gott, da war ein armer, tüchtiger Junge: mein Neffe. Der konnte auf meinen Platz hin heiraten.« »Sie guter Mensch.« In Wahihftit hatte Urban d«n Ruhestand noch aus anderen Gründen, dl« su jenem hinzugekommen, gesucht Er liebte die Natur so sehr. Da wollt« «r die paar letzten Monat« seines Lsb«ns — oder waren es gar iwel Jahr«? — recht innig mit ihr verkehren. Nun saB er als lieber Gast hier, wo di« Wftit noch unberührt und ursprünglich und wunderschön wari beseligend schönl Hierher reichte der anwehende Hauch vom Mittelmeer. Hier war noch Hochwald. Hier wollte er Abschied nehmen von der schönen Erdei täglich, stündllchi die Natur und das Weben seiner eigenen Gedanken tropfenweise kostend wie einen Trunk aus dem heiligen Gral, Und so genoß er voll Angst, litt voll Süßigkeit, lebte zehnfach inmitten seiner Todes-schauer. Aber sr wollte nicht, daß die Prevnde auch nur daa geringste von den düsteren Schatten sähen, die sich nach ihm streckten. Auch Jetzt wendete er schnell die Tischrede, »fiaron Hanns, wa« haben denn Sie für Post? Ein himmelblauer Brief ist auch dninter? Ohof« Hanns legte seine Post auf den Tisch hin. »Da Ist eine Karte von einem alten Jugendqefährten. Erasmus Botzenhardt heifit er und war mit mir In der Forstschule, Dem frißt das Helmweh schwer an der Seele, und er tut, was er kann, um sich südsteinsche Erde zu erobern und an der Grenze zu leben und zu kämpfen. Die slowenische Hauptsnar-kasse wanke, meint er Da werde Grund und Boden bald billig sein,« »Ja,« sagte die Baronin traurig. »Unser Schloß auch. Hast du nicht« Besseres, Hanns?« »Botzenhardt kündet uns auch Gäst« Klayicrabend Dr. Roman Klasinz Am kommenden Freitag, den 12, November, wird »ich den musikliebendeo Kreisen unserer Stadt nach längerer Paus« wieder der ausgezeichnete heimische Pianist und verdienstvolle Musikerzieher Dr. Roman Klasinz mit einem eigenen Klavierabend in angenehmste Erinnerung bringen. Der Künstler hat, wie immer, auch diesmal ein hochinteressantes, wert-und stilvolles Programm ausgewählt, das von Bach und Beethoven über Schumann und Brahms zu Smctana« rassigen Tänzen und LlsEts hinreißendem Mephisto-Walzer führt. Eintrittskarten sind Im Vorverkauf in der Geschäftsstelle des Amtes Volkbildung (Tegetthoffstraße 10a) zu volkstümlichen Preisen erhältlich. Der Abend findet im Heimatbundsaal statt. Ein dramatisierter Don Quijote Gans aus dem Geiste und Motivkreis ▼on C«rvant«s Don Quijote und ebenso reich ao Handlung und Personen ist di« fflnfaktige Komfidie »Camacho« Hochzeit« ▼on Max Narbeshuber, die man am fflnf-t«tt Tag« der dritt«o L^iiger UrauffAh-rungswoek« Im Alten Ineater sv L«ip-sig sah. Der Dichter verwendet die Episode, wie der ritterlich« »Diener ••in«r hohen Dame Dulcinea« mit seinem treuen Schildgesellen Sancho Pansa in die Herberge des Manilo Bolero kommt und In seinem übertriebenen Gerechtigkeitswaho desten Tochter QuitcHa vor den Werbungen ihres «nreektmiBlgen Freiers Basillo zugunsten des reichen Bauern Camaohe schützen su müssen glaubt. Die Herzens-geschieht« di«s«r hflnschen kleinen Spa^ nierin ist br«it tind mit vollem Behage« am bunten Hin ond Her behandelt. Auflerdem kt darin noch das ebenfalls bei Cervantes schon vorkommend« Motiv d«r beiden romantischen Liebespaar« Do« Fernando-Dorothea und Cardenio-Lucind« ▼erwoben. Das ganss hat Duft und Farbs and mutete' bei der Uraufführung wie eine unbekannt« Komödie Shake«pear«c an. Sehr schOn wirkt« di« pointenrelcha Sprache des Dichters. Dr. Imdwig SehtnM Die deutsche Kunttwoche la Bordeaux Unter Vorslts d«« d««tsch«n G«««hlh«> trlg«rs 1d Paris, G«sandt«a Schl«l«r, fand In Bord«aax im B«is«in fflhrendsr d«utaeh«r und frans5slsoh«r P«r«talieli* k«it«n ans Kunst und Wi««en«eh«{t die Erfiifnung der deutschen Kunetwoche statt, auf die wir bereite vor einigen Tagen hingewiesen haben. Nach der ErOff-nungsanaprache Dr. Schwinkowskls, dss Leiters des deutschen Instituts in Bordeaux, «prach Information«mini«t«r Boo* nefoy. Er wies auf die kOnstlerisohe, wis* senschaftliche und literarischs Vergangcn-h«it der Stadt Bordeaua hin ond oracht« si« in Zusammenhang mit dieser deuta«h«a Kundgebung. AnschlieBend gab Gesandter Scheiter der Hoffnung Ausdruck, dai die Kun«twoch« dazu b«itrag«n m6g«, dU beiden Völker einander nlher su-bringen, denn ee gelte die Einheit dee Abendfsa-des, seine Kultur nnd Zivilisation gegen die bol«ehewi«tisoh« Gefahr und gegen die Angio-Amerikaner su ▼ertretnn. Im Rahmen der Darbietungen die«er Kunstwoche In Bordeaua wird auch »Der Rosenkavalier« von Richard StrauB rar Aufführung gelangen. Hemama Hetas Ortaars Komfldl« »Hlmmelstan« wnrd« lu gl«lch«r Z«tt ▼om Akadamletheatar, Wl«n. Tom Münchnor Volksth««t«r nnd von d«n Städtisch«! Schauspialan In Zoppot mit Erfolg araufgeführt Frlti Heitmann In ■nmini—. Dar B«r-liner Domorganlst Prof. Frtts Hnltmann konzartlart« künHch mit W«i^«n von Bach, Hindal, Regnr, C. Pranck und Bmst Pnpping In Kronstadt, SchAMnirg, H«r-mannstactt und In Bukaraat. Di« Pra««« rühmt dl« Mel«t«rsohaft ««Innr Darst«l-hing, dl« der d«utsdi«n Org«lkun«t in RumAnleo sn «in«ni ToU«n Sing« T«rhol-f«n hat FraniOslach« Nennncli«liniaf Ibsr Nirtzscha. Jnan Bduard Speoli lit der Verfasser «Ines in Paris (Llbralrle Armand Colin) «rschelnenden neu«n Werke« flb«r di« P«rsänlichk«lt Prl«drlch Nietzsche«. an. Den Malei Ramsnl und den Philosophen Mückenbrünn.c •Den Mückenbrünn,« llchnlt« Doktor Urban. »Den kenn' Ich anchi «In g«t«r, ll«b«r Narr und Kams.« •Noch «dn Gast wird ahg«s«lgt,* slhlte Hanns w«lt«r Tor, •Dl«smal absr schon «in ganz f«in«r. Hlmmelmayer verspricht, Ihn bei uns •lnzuführ«D Der versteht wan von Walbam.c •Na wer denn?« drAngteo die Damen, •Die schöne Witwe von Rank«ostnln,t sagte Hanns. »Dls Utta Dressell« »Wa«, die will aus Wien zu uns her?« »Nur aul ein paar Tage,« lAchelte Hanns. »Daa verwöhnte Prauenzlmmer wird uns Waldmenschen bald satt sein.« »Ich kannte sie schon als MÄdchen.« sagte die Baronin in Gedanken »So schön, so gesund! Immer ein wenig launenhaft, ein Hauch von PrivoIltÄt, aber sonst edn Geschöpf, neben dem einem recht das Herz aufging. Ja, die Ist nun Witwe. Ihr Mann hatte nicht viel an Ihr und sie wenig Gutes an ihmi ein grämlicher Hypochonder, aber reich,« »Da hat sie ihn Geldes wegen genommen?« »Weiß Gott, eher aus Langweile nnd um ganzlich frei zu sein. Sie war Immer so eine Art weiblicher Hagestolz. Verlieht habe Ich sie nie gesehen.« »Sapperlot.« Hanns lachte. »Das wird dann Interessant. Nächster Tage will sie uns hier ihre Staatsv'site als Nachbarin machen. Sollen wir dn nicht «Amtliche kroatische Edelherren herüberlnden?« »Ich denke, wir genießen sie zuerst für uns allein.« »Freuen wir uns, daß zu uns die Schönheit kommen will,« lächelte Doktor Urban. n