Prannmriation* - prrisc: Fiir Laibach fWliSNg . . . « «. — tt, Halbjahrig . . . 3 „ — „ «terreljahrig. . . 1 „ 60 ,, ®onetlii6 . . . — „ 60 „ Mit ber Post: . . . 9 fl. — It. Halbjiihrig . . . 4 „ 60 „ dlirteljiihrjg. . . n „ 25 „ Zustellung ins Hau» viertel. liihrig is lr„ monatli* 9 kr. tiiUelnc Viummcrn 5 Ir. Laibacher RWWW Sinonime Mittheilungen werden nicht berucksichtigt; Manuskripte nicht zuriickgesendet. «ahnhosgaflc Nr. 132. diptMlion and Snftraitn finnan: Kongrehpla? Nr Si (Buchhandlunz von 3.e. Jtleimnapt & @.B«m6crg) Inscrliousprcisr: »Ut die einspalttge Petikzeile 8 kr vci irccimatiger ičinidfaltung ii f. kr. btcimal 1 7 kr. 3n(ertton8ftcm$el jcbcemu! 30 ft Wet grShere,, Onfetaten uub Cftero lilnfitaltung entsprechendn Rabatt. Nr. 220. Montag, 27. September. — Morgen: Wenzel. 1869. Die Steuerabschreibungen wegen bcr Steueruberburdnngen in Krain. Untcr den heurigen Vanbtagsvorlagen befindct sich and) cine Znschrift bcr hiesigcn Finanzdircktion "n den LanbeSausschutz, roomit bcr kiinftighin bci Steuerabschreibungen einzuhaltende Borgang naher bezeichnet roirb, um einem vieljdhrigcn, im Vanbtage <>t wiederholten malen ausgcsprochcn Wunsche des Landes Rcchnung zn tragen. Die bcsagte Zuschrift laiitet: „Das hohc k. k. Finanzministcrium hat mit dem Erlasse vom 7. b. M. A. 24476 in Betreff der Dnrchsuhrung bcr a. h. Majestats-Entschlictzung vom 31. Dezember 180-1 an her bebcutct, datz bci den kfinstigcn Steuerabschreibungen zwei Moinente zu bcobachtcn find, namlich bie Steueruberburdung und bic biirch die ZeitverhSltnisse etroa hcrbcigc-ffihrte ungiinstige Sage bcr Kontribucntcn uub Gc-Meinden, von welchcn bcibeti Momenten das crfterc tin unvcranbcrlichcs sci, bahcr Schwankungcu uub ^"gewihheiten nur rficksichtlid) bcS zwciten eintrctcn kiinnen. „Hieraus folgt, datz in ben am meisten fiber* bfirbcten Thcilcn KrainS bic als llcberburbung fid) darstellendc Stcucrtaiigente alljahrlich bis zur allge-meincn Regelnng bcr Grunbstcucr in Abschrnbung $u komwen hat, 'batz cs nur von ben im Lanfe des JahreS eintretenben Bcrhaltnisscn abhciiigt, ob in diesen Theilen nod) weitcrc Bctragc auher bcr vbgedachten Tangente, dann ob aud) in andcrcn ^andcSthcilcn Steucrbetrage zur Absd)reibung zu ge-longen haben obcr nicht. ..Gleichzeitig hat das hohc k. k. Fiiianzministc-kinm angcorbnet, die Einlcitung zu trcffen, datz von dcn Uiitcrbehorbcn sdivn mit Bcginu bcS jebcsma-'flen NcrmaltungSjahrcS bic ans be in bekannten nn-6Winber(idicti Momente bcr Steuerfiberbnrdung bci einJelnen Kontribucntcn, gameti Gcmeinben obcr «SS Bczirkcn jebenfalls zur Abschrcibnug gelangenden Stcuertangenten ausgeschiedcn und vorgemcrkt, be« ziehungsweisc nicht cingchobcn, und riicksichtlich bic* fcr Tangenteu bic bctrcffcnbcn Kontribucntcn, Gc-incinben ober Bczirkc in keincm Falle mit Zroangs-mahrcgelu belastigct rocrbcn. „Jn Folge beffen rocrbcn bic untcrstchcnden Bchbrdcn und Aemtcr angcroicsen, nSthigenfalls fiber Einvernehmen von VertrauenSmannern, ber Gemeindevorstandc und ber ini Bezirkc befinblichen Finanz- uub Stcuerbcamtcn laugstcnS bis Enbe Oktober b. I. iudividucllc, gewissenhaft vcrfatztc Vcrzcichnisse fiber jene Steuerkontribuenten, fiir roc(d)c in dcn ffir bad Jahr 1868 bereits vorgc-qclegtcu ober nod) vorzulegenben Grnnbsteuer-Ab-schrcibuugs-Ausroeisen lebiglich anS bem Titcl ber Slcneriiberbfirbung und ohnc Riicksichl auf andere Monicntc ein Nachtatz bcantragt rourbc ober nod) bcantragt roirb, und welche Bctrcigc sosvrt fur daS Jahr 1868 und ffir die Folge im Zroecke 6tr Ab-fchreibung in die vorgezeichnetc Lormeikung aufzu-nehmcn und bon ben Kontribucntcn nicht cinzuhe-bcn sind, mit gcuauer Angcibe ber JahrcSschulbig-keit jedes einzelnen Kontribucntcn unb des vvrzu-merfenbett BctrageS anhcr vvrzulegen, ober bishin bic negative Anzcige zu erftattcn, bah fcine derar-tigcn Betrage zur Bormcrkung gccignct find. „Hicbci roirb bemerkt, dah, nachdem bie Wal-bungen hierlands mit ber Stcuer nid)t fiberbfirbet sinb, bci ben bicSfolligcn Antragcn hierauf Rficksid)t zu nchmcn ift. „Da bie Bormcrkuug fiber bic konstant abzu-schrcibcnbcn Steucrbetrage stcts mit Bcginu bes Jahres stattzufinben hat, so ift btefc Vormcrkung auf Grunb ber mit grbtztcr Gcroissenhaftigkcit ge-pflogcnen Erhebnngcn nicht nur bcziiglid) des Jahres 1869, sondcrn anch pro 1868, ffir roclchcS die @teucrabfd)reibuug nod) nicht ftattgefunben hat, fogleich vorznnehmen, und find die dorgemerften ©cbuhren vorcrst nicht einzubringen. „Jn bcr Folge aber find stcts fchon mit Begin« des jedeSmaligen BerroaltungSjahreS bie aus bcni bekannten unverauderlichen Momente bcr Stcuerfiberburbung bet einzelnen Kontribucntcn, ganjen Gcmcinbcn ober Bezirkcn jebenfalls zur Ab-fchreibung gclangcnbeti Stcuertangenten auSzufchei-bcn unb vorzumcrkcn, beziehungsroeife nicht einzu-hfben, unb riicksichtlich biefer Tangente« bie betref* fenben Kontribucntcn obcr Bczirkc in keinem Falle mit Zroangsmatzregeln zu behclligcii. „Dic Abfchreibiingsantrage find aber roie bisher auf Grund ber Erhebnngcn mid mit befonberer Wfirbigmig bcr im i#oufe bcS Jahres eingctrcteueii Serhiiltuiffe gegen ben Schliitz cines jeben Jahres, und zroar abgefonbert: a) ous dcm Titel bes bekannten uiivtrflnbtrlidjcn Momentes bcr ©tcueriiberbfirbuug; b) aus bein Titcl bcr burch die Zcilvcrhaltiiisfe etroa herbeigefiihrten ungunstigen Sage ber Kontribucntcn, anhcr zu ftellen. „Hicraus flicht ffir die unterftchenben Stcuer* bchiirbcn unb Aemtcr bie unabrocisliche Berpflichtnng. fchon jetzt mit ben Borbereitungcn zur Stellung bcr AbfchrcibungSantrage pro 1869 zu beginncn, bahcr es gebolen ift, fogleich in Ucbcrlegung zu nchmcn unb anhcr anjuzetgen, bis zu roclchcm Zcitpunkte bes laufenben Jahres biefe Antriige hierorts werden einlangen kiinnen, damit biefe AbfchrcibiingsantrSge a. unb b. pro 1869 zum Schluffe dieses JahreS spruchreif ber hohercn Sntscheibung unterzogen roerden konnen. ..Diesc Anzeigen und Bcrichte haben von ben k. k. Stcucriimtcrn im Wcge ber k. k. Bczirkshaupt-mannfchaften je eher hicramts einznlaufen. Ieuilleton. Schwurgerichtsverhandlnng wider „Brencelj." In Nachstehendem gcbcn wir cinen aussilhrlichen Bericht ^ et die am 23. und 24. b. M. gegen I. AleSovi abge-i^hrte HauptverhanLlung. Nach bent Aufruse dcr Sache dnrch den Schriftfiihrer E bet Prasibent einc slovcnische Ansprache an die Ge-■^to°nteu, beriihrle in dersclben vorerst vie etimologische cdeutuiig bes Wortes „porotuik,“ erging fid) sobann iiber *c 3Bid)tigfcit bes ihnen iibertragenen Amtes unb nach ei'tcfiing bes § 30 bes Gesetzes vom 0 Mcirz 1809 leist.ten nmtliche 12 Gcschwvrnc, jeber einzeln nach vvrausgegan-Mier Erinnerung an Die Heiligkeit bcs Eibes mit erhobencr echteii ben Eib mit belt Worten: Jest prisežem tako go-Vo> kaiiur naj mi Bog pomaga. Der Schriftfiihrer verias sodami die beutsche Anklage-aus wclcher wir entnehmen, batz 3 Artikel bcs Witz-^ttes ,,Brencelj" Nr. 10 gerichtlich beansiandet rouiben, ber -luffatz „zopet dolg nos!‘- in welchem bie ^»dtšiintiditfchaft in der Behanbltmg des angeblichen Mitz- erfolges des gemeinberathtichen Promemorias das Bergehen der '.'lufwiegelnng nach 8 300 St. G. crblttft. In ber Bc griinbung wirb angeflthrt, cs sei gewist ein Nebergrifs einer hnmoristischen Zeitschrift, wenn sie in cittern Artikel cinen im gesetzlichen Wirkungskreise des Gemeinderathes gesatzten Beschlntz auf cine niedr-ge Art angreift, ihn mit „prismo-jcne čenče in blebetanje" bezeichnet uttb auf biese Art bic BevAkernng zur Lerachtitug bcs Gcmeinberathes unb ins besonbere des BitrgermeisterS aufzureizen fitdit. Ebeuso be-beabsichtige aud) ber in ein witzig sein sollendes Kebicht ein gekleibete Artikel: nTurnif:ck II. in III." im Znsammenhange mit bent frliber beriihrten Anfsatze, den Gemeinderath als gesetzlid)e Kvrperschaft auf boshafte Art ISdjcrlid) zu macheii. und miterlege mit den Worten: da liitro priklene slovenski se pes der Gegenpartei die Absidit, datz ste in ihrer Feiitdseligkeit gegen die Slovenen dieselben im Lande wie Hiinde angekettet iviffen will. In dem dritten Llufsatze, bic bcibcit Bilber mit ber Ueberschrift: „Mamuluška deea pod vodstvom svojega stotnika gre nekam krompir pobirat in ga nese na hrbtu domu,“ sei in Verbinbmig mit dem Fenilleton: Zbor inamelnških junačkov“ offciibar jener Ausmarsch der Laibadier Turner vom 23. Mai 1. J. ger ntciiit uub citthalte cin.strafliches PaSquill anf bie Turner ttub auf bie an ihnen vcriibteu Gewaltthatigkeiten burch Banemrotten, welches ganz geeignet ift, bic Turner als die Schulbtragenben darzustellen, brttn in alleiti ift bar atts zn lesen: „Was sie gesncht, haben ste bekommen, nnd was sie bekommen haben sie verdient." Dieses enthalte eine verhShnende Entstellung und BeschLnigmtg des wahren Sach-verhaltes, ein allem Sinite fiir Rcd't uub Wabrheit Hohn sprechendes Bergehen nach dem § 305 St. G. — Da ber Verfasser dieser Artikel nicht ermittelt ipcrbm konnte uttb Jakob A lesovi die Verantwortnug auf ft* zu nehmen erklLrt Hntte nnd sich gegm niemanden sonst ein iflefchulbtgungs-grunb ergeben Hat, so klagt bic Staatsanivaltschast nur bett Redaktenr Alesovi dieser Bergehen an. Der PrLsideut schreitet sobann znr Vernehmung bes Angeklagten Jakob AleSovi. Rebaktenr Jakob Alesovc ucrantroortet sich in slovenischer Sprache iiber biese Anklagepniikte mit ziemlicher Ungeschicklichkeit unb ineint, batz er nur fiir das verantlvort-lich sein kvnne, was er mit scincn Aufsatzen gebacht hatte, nicht nud) fit* das, was seine t'efer bnrunter verftanben haben mijgcn. E* nitnint im ganzen jebc Bcrantwortlichkeit auf sich, indent die meisten Artikel von seiner Hanb seien nnd nur ivemge von anderweitigen Korresponbenten herriihren, die Tenbeiiz seines Witzblattes set zwar vor allem bic Utt teihattung der Leser, zeitweise set dasselbe jedoch aud) dazu Programm dec polnischen Resolu-• tionisten. Krakau, 24. September. Dem „Kraj" telegrafirt man aus Lemberg: Dcr Abgeordneten-klub der Resolutionisten foil heute sein Programm zu Ende berathcn. Nach diesem Programme rotirbe der Club die Erkampfung der Landesautonomie im Sinne der Landtagsresolution bezwcckcn. Dcr Klub HSlt dafLr, dah die Lagc des Landes und des StaateS fur jetzt die Befchickung des Reichsraths erheische. E« sei nothwendig, die Jnteressen Oester-reichs zu wahren, dessen Ungliicke, Gesahrcn und Jnteressen eS intimer mil den Polen verbinden. Der Klub erachtet einen legalen Kampf mit dcm Reichsrathe und der jctzigcn Regierung als cine Pflicht bezuglich des LandeS und dcr Monarchic und will die Rechtc dcr ungarischcn Krone gcehrt wissen; tr erachtet cine Acnderung der Verfassung fur noth wcndig und sollen die Deputirten so lange ihre Mandate bcwahrcn, alS sic sich ini Einvcrstandnissc mit ihren Wahlcnt bcsinden. Politische Rundschau. Laibach, 27. September. In der Frage iiber die direkten Reich sra t h swahlen hat dcr Berfaffungsaus-schuh des obcrSstcrreichischen LandtageS bercits Be-schlutz gefaht. Die Majoritat wird die Einsiihrung dcr direkten Reichsrathswahlen mit Hinweglassnng des GruppensistcmS beantragen. Der Be r f a s f u n g S a nS s ch n tz d c s st c icr-markische n Land t ag es hat sich mit allen gegen cine Stimme fur das Aufgeben des bisherigen Wahl-sistems und fiir direkte Wahlen ausgesprochcn. Der slovenischc Abgeordnetc Herman plaidirtc gegcn die Einfiihrung von direkten Wahlen. Beziiglich der Modalitittcn der Durchflihruug sprach man sich gegen das bisher iibliche Gruppensistem aus und entschied sich schlictzlich dasiir. datz ein Drittel dcr Abgcotd-neten von den Hochstbestenerten des Grundbesitzes und der Industrie, ein Drittel von den Stabler, und Marktcn, ein Drittel von ben Landgcmeinden zu wahlcn sei. Der Bcsuch de« 5tr o n p r i n z c 11 vonPrcn-tzen in Wien wird nun von dcr offizioscn „Ost. Korr." bestimmt stir die Zeit zwischen dem 6. und 3. Oktober gemeldet. Jedenfalls ist dieser Besuch des Kronprinzen, dcr auf einer sruhercu Reisc rocitc Ummcgc machte, urn Wien zu vermciden, ein er-frenliches Zeichen von der Bessermig der Beziehun-gen zwischen dem ostcrrcichischcu und dem preutzischen Kabinete. Der Kronprinz reist von hier nach Brindisi wetter. Bei den Wahlen der Stadtc in Biihmen wurden sammilichc Deklarantcu wiedcr gewahlt. In bestimmt, einzelucn Unaugeneljmeis turni’ wahrheitsgetrcuen Xabet zn sagen. mie das schon bic Aussckrift des Btattcs ..Brencelj" zur (Senligc darthuc In icnent ersten Artikel Habe er ten Gemeinderath Laibachs ivegen seines Proinemo-riaS tabelit wollcn, in tern beanstanbetcn Gebichte: Turni-ček II. in III. abet bič, welche sich zu Ucberbringcrn des-jelben an bic lichen Ministerien hergaben. Menials aber jet es ihm eingefallen, sei es ben Gemeinderath, sei cs ein-zclnc Personen boswillig zn verspotten. Unter „župan“ sei nicht ber Laibacher Biirgermeister Dr. Suppan zu verstehen, Venn es ge&c ja viele Zupan in Laibach, an* Habe sich auf ben Namen Poprovič noch nieiiiaub bei ihm gemeldet, es sei fomit ganz gesehlt unb mtbegriinbet, biese Namen auf gewissc Herrcn Laibachs zn beziehen. Das beanstandete Bild sei zwar seine Idee, jcboch sei bic Ausfiihrung besselben in ber Hand des Lilograscu gelegen gewefen, mcUtci' die Ha»pt-figur und die Kirchc nur burch Zufall so barstellte, ohne auf bic Jantschbergasfaire hinzuzielen, inbem bic Figureu aus belt befannteu bohmiMn Exzeffen hcrriihren. Es komme ihm rouubcrlich tior, mie die loblitfic f. t. Stantsanwalt schaft „krompir pobirati" nach ihrem ©time so iibcrsetzt habe, roic bic Anklageschrift es andeutet, unb es nicht bent Buchstabcn unb Wortlautc nach genomnten hatte, roie es jjcglichct auch iibersetzeu wird. mehreren Wahlbezirken erhicltrn die Kandidaten ber BerfassungSpartei nicht unbedeutendc Simmenzahl. Kein Dellarant rourbe cinstimmig gewahlt. Die Landtage von Innsbruck und Salzburg warden eroffnet unb die bekannten Regierungsvorlagen in denselben cingebracht. Die badischcn Kammcrn wurden am 24. d. burch den Grotzherzog eroffnet. Die Thron-rcde ist im jctzigen Augenblick nicht ohne Bedeu-tung. Sic erwahnt zunachst, dah in ber nationa-lcn dieugeftaltung Dculschlands feit dcr letzten StSndeverfammIung kein cntschcidender Schritt ge-schehcn sei, gibt aber der Freude liber die nahen Beziehungen zwischen Baden und dem norddeutscheu Buube AuSbruck. Jnnig schlictzt sich hieran die Erwahnung der Bertrage wegen Fortdauer des ge-meinsamen Eigenthums am Material der ehemaligen Bundesfestnngen (Mainz, Ulm, Rastatt, Landau) unter allen bethciligten Staaten. Wichtiger aber ist die mil den gemeinsamcn Festungskommis-sivncn eingcrichtete Jnspizirungskommission, wodnrch, roic bckannt, ber Zusaimnenhang des BertheidigungS-sistems von Nord- und Luddenlschland praktisch ge-wahrt wird. An biese „(Srrungcnfchaft" schlietzl sich bei ber Erwahnung des Zollparlaments die Hoffnnng ber Regierung. Die Rachricht von dem bevorstchcnden E i n -lritl des Grohherzogthums Baden in den norddeutscheu Buud wird von preutzi-scher Seite cntschieden dementirt. A us Paris wirb berichtet, bajj Dcmctcr Bra-tiano bic Berhandlung bclreffs Proklamirnng dcS Fursten Karl von Rumanien zum Konige zu Ende gefuhrt und datz bit Rcifc des Fiirsten den Zweck habe, bie Genehinigung der (Srotzmachtc zn diesem Schritt zu erlangen. AnS London wird telegrafirt: Lord G>la< rendons Rcifc in Deutschland unb Frankreich hat wichtige und ersrculichc Ergcbnisse im Sinnc der Befestigung dcS curopaischen Friedens gehabt. Er war in dieser Richlung im vollen Einvcrstandnissc mit dem Grafcn Beust thakig. Zur Tagesgeschichte. — Der oberste Gerichtshof hat im Prozch S ch i f f - S ch a r f s die sechs Punkte ber Mchtigkeits-bcschwerde des Scharff znriickgewiefen und den Beru-fenden in die Kosten uerunheilt. — In Trie ft schiffle sich eiiie G e s ells ch aft junger Kavaliere auf eiitem Lloyddampfer nach Konstantinopel unb Jaffa ein, von wo dieseiben die Reisc in das heiligc Land tuachen und bis zur Er-offnnng des Suczkanals in Egipten einzutreffen ge-denkcn. Es bcsinden sich in dieser Gcscllschaft die Grafcn Gcjza Etztcrhazy, Gabor Festelics, Lhamarv n. s. m. Wic cs hcitzt, beabsichtigcn dicfclben auch die Lowenjagd zu kultiviren/ Nach Eilwernehmung dec beiden Zeugeu Josef Blasuik unb des Setzers Alois Meier, die beide nur Unwcseutliches augeben komitcu, streitet dcr Prasident zur Berlesnng eini-ger Aktenstiicke, roonmter der beanstandete Artikel des Pro mcmorias des Gcmeinderathes, womit der Prasident das Beweisverfahrcn fiir geschlossen erklart und bei vorgeriickter diachmittagsstnude gegen Halb 2 Uhr die Berhanblung un-terbricht unb die Fortsetzuug derselben auf NachmittagS Halb 5 Uhr anordnet. Nachdeui sich gegen 5 Uhr Nachmittags das Gescbwor-nengericht vollstaudig eingefundeu liatte, wirb dem Publikum der Saal geiiffnet und cs ethalt der Sraatscmwalt das Wort. Die Eiiileituiig dcr fast cinstiindigen, in slovcnischer Sprache gehalteneu Rede des StaatsamvalteS enthalt cine Ansprache an die Geschwornen, worm die Bcdentuug des ihnen iibertragenen Amtes anseinandergefetzt wird. Im weitern Verlanse der Rede halt ber Staatsanwalt bie Anklageschrift ibrem vollen Uuifaugc nach aufcecht unb setzt znm ersten Anklagepnnktc hinzu, batz es nach den bedauerlichen Vorfallen am Jantschberg unb tit Josefsthal wohl jedem Mitbiirger roie ber Regierung borait gelegen geweseu seiu muhte, bie Wahrheit zu erfahrcn. Wenn sich nun ber Gc-meinberath zur Aiifhellung ber Berhaltniffe in seincm gesetz- — Am 23. d. rourbe in Florenz der inter-nationale Kongrch der Acrztc erbffnet. Nach den Erofsnnngsrcdcn wurden Dercnzi (Ncapel) und Bouilland (Paris) zu Prasidenten und wcitcrs sechs Vizcprasidciiten aus Jtalien und sechs aus dem Anslande gewahlt. Die letzteren find: Virchow (Berlin), Engclstcr (Kopcnhagcn), Tessicr (Lyon), Lombard (Genf), Tindal Robertson (diottingham), Benedikt (Wien). — Vor einigenTagen wurden, wiedcr „K.Z." aus Paris gcschriebcn wird, in Beauvais zwei Mit-glicdcr dcr rcligioscn Gemeinschaft der Britder der christlichen Doktrin, die M o it ch c Lapcllcy und Ale« xandrc, der cine zu zchn Jahren, der andere zu le-benslanglicher G a lee re nst r a f e wegen Scha n-dung von ihncn zurErzichung anvcrtrautcn Kinder« vcrurthcilt. Die Mitglicdcr des GemcinderathcS von Beauvais, welche den Gerichlsdcbatten, die gehcim wa-ren, anwohuten, habcn nun den Beschlutz gefaht, aflt Mitglicdcr der Gemeinschaft der Briider der christlichen Doktrin aus den Schulen der Stadt auSzu-weifen und in Zukniift nicht mehr zu gestattcn, datz sie das Lchramt vcrschcn. — Anne hmlich ket ten dcr Demokratie. Dcr Pariser Figaro fchrcibt aus Anlah des dcmokra-tifchcn Auftretcns deS Prinzcn Napoleon im Senate: „Wollen Sie mit nns die Borthcilc iibcrschlagen, welche der prinzliche Demokrat, dcr nculich im Scuat seine Gesinnungcn bekraftigt hat, aus dent Budget fchopft? Rcchnen wir eiu wenig. Sc. kais. Hohcit, Monscigncur dcr Prinz Napolwn, hat den Rang des ersten Pritv zen von Gebliit; cr ist Gwtzkreuz dcr Ehrenlcgion, Mitglied des Gcheimcnrathes, DivisionSgeueral und Senator. Er bezicht cine jahrliche Dotation von einer Million, d. h. 83.333 Fr. 33 (int. monatlich. Er hat Diobel, Heizuug, Bcleuchtuug, Wagcn und Bcdienung auf Kosten des kaiserlicheit Hanses. Er hat einen eigciten Hofstaat, bestehend aus zwei Kamrncr-, eiitem Ehrcn-Kammerherrn, cittern Privatsckrctar, eiitem ersten Adjntantcn, drci andern Adjutanten, zroei Or-dvnanzoffiziercn; und fiir seine Fran, die Prinzessm Klotilde: cine Ehrcndame unb drci andere Damen zur Begleitung. Er hat das Palais-Royal zur Winter-, Meudon zur Friihlings-, Billegony zur Sommer-nnd Prangins zur Hcrbstrcsidenz. Er hat seine eige-nen Jagden, abgeseheit von jciieit, wc(d)c ihm dcr Kaiser zur BerfUgmig stellt. . . . Mcincr Treu! Unter folchcn Umstandcn hat die Demokratie ihre Annehm-lichkeilen.______________________________ Lokal- und Provinzial-Angelegenheileu. Lokal -Chronik. — In der heutigcn sicbentcu Landtag s s i tz u n g) brachte Landcsprasident v. E o n r a d den Gesetzentwurf iiber die Benutzung, Leitnng unb Ab-tcehr ber Gcwasser ein, indent er zugleich die Botlage einer Fifchcreiordnuug deuinachst in Aussicht stellle und lichen Wirkungskreise entjchlofi, ciit Proinentotia zu iiber reicheii, so ist besseu Juhalt zwar.der Kritik und Polemik nicht entgegeu, gewis; aber einer so niebrigcn Herabsctznng, wic dies hier der Fall ist, nicht zn iiiiterziehen, und deShalb fiude e( sich berechtigt, biese Anklage aufreckt zu erhalten. Der zweite be aiiftanbctc Artikel sei in der Anklageschrift geniigend gekennzeich net und ebenso der dritte, wozu er nur bcizufiigcn habe gegen iiber ber Berantwortung des Angeklagten, datz die Worte: „in nese krompir na herbtu domn,“ wohl nur auf Schlage und Beulen bezogen werdeu ttimieu, die die Turner cmpfin gen. Zum Schlnsfe spricht cr die Erwartung aus, dah die Geschwornen in ihrcr Entscheibnng gewitz der Anklage fol gen wiirden. Sobann erhielt ber Vertheidiger das Wort. In flietzeit dcr slovenischer Sprache, roie wir sie in Laibach jelten z» hiiren bekomnien, spricht Dr. Razlag das Bedauerit ans, datz die Geschwornen nach den ans der finsteren absolutisti' scheu Zeitperiode herrllhrenden Gesetzen, die mit der hcuti gen Freiheit der Preffe nicht ucreinbar finb, zu uttheileit haben werdeu. Betrefss des ersten Anklageartikels versncht Dr. Razlag in einer roeithiit greifendeu Auseinandersctzung, bei welcher cr vom Praftbenteit zweimal uitterbrochen und zur <2ache verwiescn wird, bie Umoahrheit bed gemeiude rathlicheu Promemorias zu beroeisen unb barzuthuit, datz in twgett dem nahenden Schlusse des Landtages denselben um schnelle Abwickelung bet Geschiifte ersuchte. Dem Hofrath Dr. Klun roirb Uber sem An-suchen Dom Prasidcnten cin achttagiger Urlaub beivil-nget. (Bewegung links.) Lipold und Genosien interpelliren die Regierung, fie cin Landesgesetz zur Vertilgung der Raupen und MaikLfer, ferner zum Schutze der Singvogel noch in dieser Session einbringen werde. Der Regierungsver-treter verspricht die baldige Borlage. Dr. C o st a iiberreicht cine Petition der Jnsassen v°n Praivald um Abliisung ihres Holzbezugsrechtes durch Zuweisung eines Waldantheils in der herrschast-lichen Senosetscher Waldnng. Eine grotze Bewegung ruft unter der Landtagsmajoritat eine Zuschrist des Ministers des Jnnern hervor, worm der Landtag "usgesordert mirb, aus Grundlage bes § 19jder Staats-grundgesetze die Sitzuugsprotokolle uicht blos in slove-mscher Sprache, ime es bisher geschehen, sondern anch ln deutscher Sprache abznsassen und zn verisiziren. Aus die Ansrage Dr. Tomans, was der Prasideut mit dieser Zuschrist zn thuu gesonnen sci, erklart dic-iet. er werde fie in Druck legen und unter die Ab-geordneten vertheilen lassen. Dr. Toman bezeichnet den Vorgang des Ministers als eine Eigenmachtigkeit und bemerkt, es werde ®flche des Hauses seiii, dartiber zu entscheiden, ob es f*ch den Besehlen der Regierung in einer Angelegenheit, vie seinen Wirkungskreis betrifft, sugen ivollc. Wei-tcrs wird cine Zuschrist des Ackerbauministers vorge-H*n, worin die Grtinde bekannt gegeben werdeu, wa-ruur dem Gesetze iiber die Bertheilung dcr Hutweideu und Wechselgriinde die a. h. Sanktion verwcigcrt wurde. In einer weiteren Zuschrist erklart der Ackerdaumiuister, ct werde dcr sreiwilligen Bertheilung der Gcnieinde-weiden jede Erleichterung zukommen lassen. Von den an der Tagesordnnng stehenden Gegenstanden werdeu die Regiernugsvorlage uber die Regelung des Rechts-verhciltnisscs der Bolksschullehrer dem Schulansschusse, sodann die Berichte des Landesausschnsses iiber mehrere Petitionen landschastlicher Beamten und Diener dem »inanzausschusse zugewiesen. Die Besetzung des Flachenseld'schen KanonikateS geschicht in geheimer Sitzung. Wie wir vernehmen, wird eutgegen dem Antrage des Landesausschusses, der den Dr. Heinrich Panker, Spiritual im hiesigen Seminar, in Borscklag gebracht hatte, der Kooperator in Treffen Friedrich von Premer stein mit 19 Stimmen gegcn 6, welche letztere fur deit Kandidaten des Landesausschnsses ftimmtcn, als Flachenseld'scher Kanonikus dent Bischosc znr kanonischen Jnvestirnng prasentirt. Ncichster Sitzuugstag: Freitag, 1. Oktober, 10 Uhr. Tagesordnnng: 1. Bericht des Landcsausschnsses Lber die Petition der Gemeinde Laserbach wegen Einverleibnng in den ^erichlsbezirk Laas. 2. Borlage deS LandeSauSfchusseS iiber die (tins-tige Organisirung deS LandesmusenmS. 3. Wahl von 4 Mitgliedern in die Grundsteuer-landeskommission. 4. Gesuch deS ArzteS der Zwangsarbeitsanstalt Dr. Karl BeiweiS um Gleichstellung im Gehalte mit den hiesigen Spitalsarzten. 5. Antrag des Landesansschusses ivegen Ueber-nahme des JiormalschulsondeS. <>. Wegen Errichtung einer Stratzenmauth in Rakek. 7. Bericht des volkswirthschaftlichen AusschusseS iiber die Einfiihrung von DistriktSftrstern. 8. Zuschrist deS Ministers GiSkra wegen Ber-faffnng deutscher Sitzungsprotokolle. — Wie wir vernehmen, wird der „Tagespost" aus Wien geschrieben, soll die Regierung gesonnen sein, den Landtag von Krain ausznlosen und N euwa hlen ausznschreiben, falls der beabsichtigte Antrag beziiglich des vereinten Berwal-tungsgebietes „S l o v e n i e n" wirklich zur Berhand-lung gelangen sollte; Anlatz hiezu kann jedoch mog-licherweise auch schon die Forderung der Regierung geben, datz die Landtagssitzungsprotokolle, die bisher blos slovenisch gesiihtt wurden, nicht nur in Zuknnst neben der slovenischen Sprache anch in dentscher Sprache gesiihtt werdeu, sondern datz dies auch beziiglich der bereits stattgehabten Sitzungen nachzuholen sei; die Regieruug stlltzt sich hiebei daraus, datz bisher nur die deutsche Sprache die authenrische stir alle Gesetze slir Krain sei, datz also anch die Protokolle uber die in Beliefs derselben abgefiihrten Berhandlungen deutfch sein miissen. — (Milde (Soben.) Die Farnilien der im Plauen'schen Grnnde BerunglUckten erhielten aus Krain an UnterstUtzung, imd zwar im Wege der k. k. Berg-hanptmannschaft und dutch Bermitilung der Gerold-schen Buchhandlung in Wien: Bon den Beamten der Berghauptmannschaft in Laibach 10 ft.; von der Biktor Ruard'schen Werksoerwaltung in Sava 10 ft.; vom Ritter v. Fridau'schen Berwesamte zu Gtadaz 50 fl.; vom Hctrn J. L. Polotschnig, Direktor det Eisengewerkschast in Oder Kropp 10 fl.; vom Herrn Benjamin Schuller, Direktor det Eisengewerkschast in Unler-Kropp, 10 fl.; von der Baron Zois'schen Berg-nnb Hnllenverwaltnng zu Feistriz-Wochein 11 fl.; zusammcn 101 ft. Da den Hinterbliebenen der ver-unglUckten sachsifchen Bergarbeiter von der Gewerkschaft am Savestrome bereits nnmittelbar schon 100 Thaler zngingen, wetter in gleicher Weise die L. Knschel'sche Werksdirektion mit 11 fl. 50 kr., die k. k. Bergdirek-tion in Jdria mit 130 ft. sich bethciligtc, so diirste hiermit wohl der schvnste Beweis geliefert sein, datz dcr krainische Bergmann seinen vom Unglkck heim-gesuchten Fachgenossen auch Uber die Reichsgrenze nach Krasien hilfreiche Hand zu bielen bereit ist und datz lenem Artikel Zopet dolg nos nur der Jnhalt be3 Prome^ Uu’tioS, nicht aber die Versasser desselben fritifirt, nttb zwar '»itftid) fduuf krilisirt werden, ohne dabei die bose Absicht »u haben, dcn Gemcindcralh als Versasser desselben zn tier-fpottrii.’ Dcr zwcite Artikel sei nicht ini Zusammenhange Mit dem srllhercn zu nehmen und cu cnlhalte derselbe feine iur Ausreiznng geeigneteu Worte, denii dic Worte liberaluh ntib nemškutar feien nut Ausdrticke zur Bezeichmnig der Aiihcinger der Gegeiipartci. Datz Sloveneii von den Geg-Uerit oft mit slovenski pes titulirt wiirden, miffe er aus ^Sener Ersahruug. Der dritte Artikel cnthalte in seiner Ausfttljning wohl nichts belcidigendes, sondern bringc cine ^^atfache in einer scherzhaslen Form, wie dies Wiener Witz-blcitter auch gebracht hatten; am wenigsten aber liege in diesem ^ildchcn cine Gutheitzung strasbarcr Handlnngen, dcshalb kvnnc er nur mit dcr Bitte siir nichtschnldig schlietzen. Ans cinigc unweseittlichc Bcmcrkungeu des StaatSan-waltcs in dcr Replik duplizirl sodami sehr kurz der Verthci-diger, woruach sich, da dcr Augeklagte selbst nichts hiuzuzu-^gen fiudet, der Gerichtohos zur Beralhung dcr an die Geschwornen zu stellendeii Frageu zuriickzicht. Wcgcu vor-geriicktcr Abeudstundc wird gcgcn 8 Uhr dic Berhandlung abgebrochcn utid die Fortsctznng auf Freitag 9 Uhr Vor-Mittags aiiberaurnt. Urn 9 Uhr wird vom Gcrichtshosc die Berhandlung mil der Vorlesung der im Freitagblatle bereits gebrachten vier Frageu bcgvnncu, roorauf der Prasidcnt gernatz § 39 dcs Gesetzes vom 9. MLrz 1869 an dic Gcschworuen eine An sprache halt, in welcher er vorerst die Ergebnisse der ganzen Verhanbluiig zusammcusaht und wicderholt, sodann dic eitv schlagigcn Gesetzesstellen vcrlicst, dic Mcrkmalc der tin vor-licgenden Falle der Entscheidnng harrendeu strasbaren Hand-lungen aiiseinanderseht, scrner die an die Gcscliwoinen gc stcllten Frageu und die in denselben enthalteueu Ausdriickc erklart, ferner die Bezichiuig dieser Frageu auf die inkirni* nirtcn Artikel erklart und endlicli im allgcmciueu das Wcscn dcS Geschworucngcrichtes gcgcuiiber dcm Vorgehen des or« dcullichcn Richters, die Wichtigkeit desselbeu aus deu Staat, sciuc Orgauc und dcu Bcstaud der mcnscljlichen Gesellschaft beleuchtct. Dcn Schlutz bildct sodann die Borlcsuug dcr Juslruktion stir die Geschworncu nub eine ctroad auSgcdchntc Ansfiihrung bci Form ber Abftimmuug. Nach Beciibiguug biescr Ansprachc bcgabcn sich um 11 Uhr die Gcschworuen in ihr BerathuiigSzinimcr, wosclbst sic gegcn \ Stundcn vcrblicbeu. Das Ergcbnitz derselben, welches nach allcm, was vorgcgaugen ist, nicmanden iiber-raschtc, ist bekannt. et ein gntes Gedachtnitz flit die Hilfe besitzt, die ihm von anSwarts einst zugegangen, wie dies 6ei dem letz-ten Grubenbrande zu Jdria im Jahre 1846 ber Fall war, wo 17 Arbeiter werungliicfteu, fUr bereit Hinter-bliebene anch auS Freiberg und anberen entfernten Bergorten namhafte Bettage einliefen. — (Theater.) Rod. Benedix' seines uud anm-sautes Lnstspiel „d a s G e f a n g n i tz" gab unS Gelegen fjeit, einen bclicbtcn fflafl zum crstcnmalc im Lnstspiel zu sehen. Das Charakteristische in Hru. T i tz e n t h a l c r s Spiel ist eine gewisse ungezwiinacne Nattirlichkeik, ein Sichgehu toffen, welches m der Nolle des Advokaten am Platzc und von Vortheil war. Hr. T i tz c n t h a l c r vcrstand es aus-gczeichnet, den geraden offcncn Charaktcr des Doctors, des-sen imgezwungene Maniercn noch an bie sclige Stubcu tcnzcit crnmcrn, wieberzngcbcn, unb verbienen besonbcrs Fr. Schmibts unb Hr. Miiller bie lobcubstc Ancrkenuung. — „D i e P s a r r e r s k i> ch i n," eine hicr bekannte unb imrner beliebte Posse, siilltc gcstern bas Hans bis znr Dcckc. Mangel an Raum gestattct uns nicht, auf bie Lei-stungen bet Einzelneii naher einzugchen. Dcn grLtztcn Bci fall crntctc Frl. B o n b i, wclchc bie trenhcrzigc, gerabt unb um ihrcn Pfarrcr beforgte KLchin natilrlich unb vor trcfslich barstclltc. — Hr. P a n s er spieltc mit vicl Humor unb fanben bcsoubers bie zeitgemfitzen Kouplcts stUrinischen Bcisall. Der Pfarrcr bes Hrn Moser geficl allgemein unb es braucht wohl fauni erwahnt zu werden, datz bie dcm Zeitgeist angemesfeuen Anspiclungcn unb i'iebct ran schendcn Applans hervorriefen. Witterung. Laibach, 27. September Nachts heiter. Bormittags grLtzteutheils wolkenlos. Wcstwinb matzig. W ci r m c: Morgens 6 Uhr + 7.9", Nachm. 2 Uhr + 17.8\ (1868 + 18.7°, 1867 + 8.4”); Barometer: 328.20"'. Das gestrige Tagcsmittcl ber Warme + 11.9”, um 0 8° iiber dem Normale. Angekommene Fremde. Am 26. September. Starts Wien. Wertheimer, Kanfm., Wien. — (£fiesta, k. f. Hauptmann, Graz. — Kopriva. Wcrks-Kassier. Sagor. — Weber, Grotzhandler, Triest. — Czumpelik, Kaufm., Wien. Elefnnt. Eisenschitz, Kaufm., Wien. — Wenedikter, k. k. Hauptmann. — v. Marochiui, Fin me. — Pučnik, Krainbnrg. — llrbas, Sagor. — Dr. Wenedikter, Gottschcc. — Schurbi, Studirendcr, Cilli. — Wakonik, tandelsm., Littai. — Stern, Agent, Wien. — Frau iranbftatoter, Triest. — Madame Schwegel, Konsuls-Gattin. Veldes. Berstorbene. Dcn 24. September. Franz Jurkovitz, Kuecht, alt 25 Jahre, im Zivilspital an Difteritis. Dcn 25. September. Georg Krater. Schneider, aft 44 Jahre, ini Zivilspital an der Ruhr. — Josef Weiglein, pens. k. t. Postamts-Berwalter, alt 55 Jahre, in der Po lana-Vrstdt. Nr. 72 an bet Lnngenlahmung. Wiener Biirfe^vom 25. September. Staatsfonds, Sperc. Ssterr. Wiihr. . bto. Oientc, oft. Par. bto. dto. ijst.inSilb. Lose von 1864 . . . 8cfe von i860, janje Cof« von i860, gilnft. Priimiensch. v. 1864 . Qrundentl.-Obl. Bteierniart juOpSt.l 92,—j 92.50 Geld i Ware ssiso' 6HA0 67.30 67.50 9 ft. o.W.) 87.50 88.50 Rudols«b.c»OOfl.o.W.) 88.50 89.— Franz.Jos. (LOOfl.S.), 89.- 80,- 1*030. 82.— 76.50 82.50 77. 70t.-j703.-853.50 L54.-803.— dv8.— 291.—1292. 255.—;2Gd.— i —.— 105, 1 2040' 2045 242.75 243.85 172.—,172.50 i42.- 242.50 157.50158.— 167.- 168. 168.- *170,-!160.— 161. Credit 100 fl/o. W. . 155.50 Don.-Dampfsch.-Ges.l zu 100 fl. EM. . . 97.— Triester 100 fi. CM. .1125,— bto. 50 fl. o.W. .1 58.75 Ofener . 40 fl. o.W. 35.— Salm . „ 40 „ 4i.— PalffY • « 40 „ ! 35.50 dary . „ 40 „ 35.50 gtinge enthalten die Programme, welche in diesem Institute einzuseheu find. (284-3) Mari si Huth. erste krainische Leichenbestattungs-und Anfb ahrungs-Anstalt iii liailtaeli beehrt sicli hiermit zur oftentlichen Kcnntniss zu bringen, (lass dieselbe die Besorgung aller auf das Leichen-wesen beziiglichen Leistungen iibemimmt, und zwar: Leichenbestattungen I. Classe ohne Aufbahrung d. W. fl. 200, mit Aufbahrung fl. 260, II. „ dto. „ „ 150, dto. „ 200, III. „ dto. „ „ 70, dto. „ 100, IV. „ dto. „ „ 20, dto. „ 30. Pernors die Lieferung von Parten, Fotografien, Sezirung uud Einbalsamirung der Leichen, Bei stellung von Grabkrauzen und Monumenten, Griiften, Adelswappen; dann ubernimmt dieselbe Leichentransporte- nach alien Kichtungen des In- und Auslandes zu billigsten Preisen. Besonders erlaubt sich die gefertigte Anstalt darauf aufmerksam zu machen, dass sie auch Leichenbestattungen auswarts auf dem Lande ubernimmt und solche moglichst billig berechnet. Die n&heren Modalitiiten konnen im Bureau der gefertigten Anstalt eingesehen werden, all wo auch jedcrzeit bereitwilligst jede Auskunft in dieser Bichtung ertheilt wild. Schliesslich erlaubt sicli die Anstalt noch zu erwahnen, dass unter dem Leichenbestattungs-Tarif alle Gebiihren inklusive der Funeral-Gebuhren verstanden sind, dass ausser der Anstalt an Niemanden eine weitere Zahlung zu leisten ist, und dass die Leichen nach Belieben gefahren oder getragen werden. Indem die gefertigte Anstalt glaubt, dasjenige vorgekehrt und eingeleitet zu haben, um alien Anfor-derungen vollkommen gerecht zu werden, bittet dieselbe das p. t. Publikum, in Bedarfsfallen sich derselben zu bedienen, und gibt die'Versicherung gewissenhaftester und reellster Bodienung. (259—3) Erste krainische Leichenbestattungs- und Aufbahrungs-Aiistalt. EW Bureau: Franziskanergasse Nr. 8. Berleger mtbjiir die Redaktton fceravttoorttich: 011 o m a r Bamberg. Druck von Jgn. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg in Laibach.