Nr. 3730. X. 1899. Kirchliches Derordmmgs-Klatt für die Lavanter JHöccle. Inhalt. 11). Erste Conferenz der Religionslehrer an den Alittel- | Jahre 1899. — 52. Weisung, betreffend die Verfassung von Löschnngs-schulen der Lavanter Diöcese. — 50. Jahresbericht über den Allgemeinen I gnittuugen. — 53, Zuschrift der k. k. Ceutralcominission für Kunst- und frommen Verein der christlichen Familien zu Ehren der Hl. Familie von : historische Denkmale betreffs der Grabkrcuze. — 54. Chorregententag in Nazareth für das Vereinsjahr 1898/99. — 51. Pricster-Exerciticn im i Wie». 49. Grste fonfmnj der Keligionslehrer an den Mittelschulen der Lavanter Diöcese. Am 21. August 1899 wurde in der f.-b. Ordinariats-kauzlei zu Marburg im Sinne des § 15 der H. ä. Verordnung ooiii 10. April 1899, enthalten im „Kirchl. Verordnungs-Blatte" vom 10. April 1899, Stück IV., Nr. 22 die erste Conferenz der Religiouslehrer an den Mittelschulen der Laoanter Diöcese mit folgender Tagesordnung abgehalteu: Begrüßung der Erschienenen durch den Inspector Dr. Josef Pajek, Gebet zu Ehren des Heiligen Geistes, Verlesung der Referate nach dem Senium, Besprechung derselben, pädagogische Bemerkungen des Jnspeetors, Anträge der Conferenzmitglieder. Die Conferenz wurde nach Abgabe sämmtlicher Referate, welche eoentuell im theologischen Fachblatte „Voditelj“ veröffentlicht werden, und nach erfolgter Verificierung und Unter-fertigung des Protokolle^ mit einem Dankgebete beschlossen. Seine Fürstbischöflichen Gnaden, der Hochwürdigste und Hochgeborne Herr Ordinarius haben huldoollst gestattet, dass nach Schluss der Conferenz die Herren Conferentisten unter Führung des Jnspeetors ihrem hochwürdigsten Oberhirten gemeinschaftlich ihre tiefergebenste Verehrung bezeugen dursten. Hiebei richtete der Inspector an Seine fürstbischöflichen Gnaden folgende ehrfurchtsoollste Ansprache, welche zugleich den Jnspectionsbericht für das abgelaufene Schuljahr 1898/9 in sich schließt. Ansprache an Seine sürstbischöflichen Gnade», den Hochwürdigsten und Hoch geborenen Herr» Dr. Michael Napotnik, Fürstbischof von Lavant, bei Gelegenheit der Vorstellung der wohlehrwürdigen Herren Religiouslehrer der Mittelschulen der Lavanter Diärese, welche »ach Abschluss der katechetisch-pädagogischen Jnspeetions-Conferenz am 21. August 1899 stattgehabt hat. Eure fürstbischöflichc Gnaden! Die Religionslehrer an den Mittelschule» der Lavanter Diöcese haben sich im Sinne des § 15 der Verordnung des hochwürdigsten f.-b. Lavanter Ordinariates vom 10. April 1899, Nr. 22, enthalten im „Kirchlichen Verordnungs-Blatte" vom 10. April 1899, Stück I V., über unter dem 25. Juni 1899, Nr. 2770 erfolgte Berufung des unter dem 7. März 1899, Nr. 1526 gnädigst bestellten fürstbischöflichen Jnspeetors mit hoher Erlaubnis Euer sürstbischöflichen Gnaden heute in der f.-b. Ordinariatskanzlei zu einer Conferenz zusammengefunden, um über die vom f.-b. Inspector unter dem 25. Juni 1899, Nr. 2770 den einzelnen Referenten zugewiesenen Fragen, deren schriftliche Beantwortung bereit zu halten war, eine fördernde Besprechung abznhalte». Die bei dieser ersten Conferenz zu besprechenden Themen lauteten: 1. Belohnung und Strafe als außerordentliche Erziehungsmittel und die hiebei zu beobachtenden Grundsätze. Referent: Herr Ferdinand Majcen, Professor am landschaftlichen Kaiser Franz Joseph-Gymnasium in Pettau. 2. Pflege des Gefühles für das Wahre. Referent: Herr Dr. Anton Medved, Professor am k. k. Staats-Ober-gymnasium in Marburg. 8. Notwendigkeit des harmonischen Zusammenwirkens der drei natürlichen Erziehungsmittel: Lehre, Beispiel und Gewöhnung. Referent: Herr Jakob Kavčič, Professor mit k. k. Staats -Obergymiiasiiim in Marburg. 4. Schädliche Rückwiikung irriger Ansichten bezüglich der Natur des Menschen auf die Pädagogik. Referent: Herr Dr. Franz Janežič, Professor am k. k. Staats-Obergymnasium in (Siili. 5. Welche Zuchtmittel sind zur Erhaltung der Disciplin während de» Unterrichtsstunden besonders zuträglich? Referent: Herr Franz Brelich, Professor an der k. k. Staats-Ober-realschule in Marburg. 6. Die Gnade als übernatürliches Erziehungsmittel und wie sich derselben Lehrer und Schüler theilhaftig machen sollen. Referent: Herr Josef Kardinar, supplierender Religionslehrer am k. k. Staatsgymuasium in Cilli. Die Themen 1, 2, 4, 5 waren deutsch, 8 und 6 slovenisch zu bearbeiten. l Nach Verlesung und Besprechung der angeführten 6 Elaborate reflektierte der Inspector auch ans seine heurigen Jnspectionen, die in der nachstehenden Ordnung vorgenommen worden sind. Am k. k. Staats-Obergymnasinm in Marburg besuchte der Inspector am 5. Juni von 3 — 4 llhr die II. A. Classe, am 6. Juni von 8'/2—9 Uhr die 111. A. Classe, am 9. Juni von 8—9 Uhr die V. Classe, am 11. Juni den sonntäglichen Gottesdienst, am 13. Juni, 9—10 Uhr die IV. A. Classe, von 11—12 Uhr die VI. Classe, am 15: Juni von 8—9 Uhr die Vili. Classe. Den Unterricht in den inspirierte» Classe» besorgte Herr Professor Dr. Anton Medved. Am 6. Juni, 8—9 Uhr besuchte der Inspector die II. B. Classe, am 9. Juni, 3—4 Uhr die III. B. Classe, am 15. Juni, 3 — 4 Uhr die IV. B. Classe. Den Unterricht in diesen Classe» ertheilte Herr Professor Jakob Kavöiö. An der k. k. Staats-Oberrealschnle in Marburg hospitierte der Inspector in nachstehender Ordnung: Am 0. Juni, 9—10 Uhr besuchte er die II. Classe, am 6. Juni, 3—4 Uhr die VI. Classe, am 8. Juni 9-10 Uhr die III. Classe, am 9. Juni, 9—10 Uhr die I. Classe. Den Unterricht an dieser Anstalt besorgte Herr Professor Franz Brelich. Am landschaftlichen Kaiser Franz Joseph-Gymnasium in Petto» hospitierte der Inspector am 2(>. Juni, 11—12 Uhr in der V. Classe, am 2(i. Juni, 2—3 Uhr in der IV. Classe, am 27. Juni, 9—10 Uhr in der I. Classe, am 27. Juni, 2—3 in der 11. Classe. Den Unterricht an dieser Anstalt besorgte Herr Professor Ferdinand Majcen. Am k. k. Staatsghmnasium in (Siili wurde die Inspektion in dieser Aufeinanderfolge vorgenommen. Am 30. Juni, 9—10 Uhr besuchte der Inspector die III. A. Classe, von 10—10'/- Uhr die I. A. Classe, von 10V-—11 Uhr die VI. Classe, von 2-3 Uhr die IV. A. Classe. Den Unterricht in der 1. A. Classe besorgte Herr snppl. Religivnslehrer Joses Kardinar, in allen anderen Classe» aber Herr Professor Dr. Franz Janežič. Am 1. Juli besuchte der Inspector die selbstständigen Classen des k. k. Staatsgymnasiums in (Siili, und zwar von 8—9 Uhr die IV. Classe, von 9—10 Uhr die 1. Classe, von 10—11 Uhr die II. Classe. Den Unterricht in diesen Classen ertheilte Herr Religionslehrer Josef Kardinar. ' Entsprechend der hohen Verordnung des hochwürdigsten f.-b. Ordinariates vom 10. April 1899, Nr. 22, § 15 hat der Inspector bei dieser Gelegenheit die Ausführung des Lehrplanes, wie ihn die hochwürdigsten österreichischen Bischöfe in der allgemeinen, am 2. April 1894 in Wien abgehaltene» Versammlung acceptiert haben, überwacht und sich von der Einhaltung desselben überzeugt. Auch hat er den einzelnen Herren Religionslehrern entweder vertraulich oder aber in der Conferenz seine Mittheilungen gemacht. Im Ganzen kann der von Euer fnrstbischöflichen Gnade» mit der Überwachung des Religionsunterrichtes an den Mittelschulen gnädigst betraute Inspector die durch den § 15 der hohen Instruction vom 10. April 1899, Nr. 22 vorgeschriebene Berichterstattung dahin znsammenfajsen, dass alle Herren Religionsprofessvren je nach Maßgabe ihrer Individualität den ihnen anvertranten Unterricht gewissenhaft, treu und sehr erbaulich besorgt haben. Hinsichtlich der heuer behandelten pädagogisch-didactischen Themen erlaubt sich der Inspector das Ergebnis der gepflogenen Besprechung in folgenden Sätzen zusammen zu fassen. Der Lehrer muss bei der Erziehung den Erziehnngs-zweck, die Erziehungsmittel, die Grundsätze der Erziehung und die Erziehungsmethode stets im Auge behalten. Insbesondere aber muss er die Natur seiner Zöglinge genau kennen, die Geist und Staub zugleich ist. „Der Staub kommt wieder zur Erde, wovon er war, und der Geist kehrt zu Gott zurück, der ihn gegeben hat", wie der Prediger im 7. Vers des 12. Hanptstückes lehrt. Zn Gott also kehrt dereinst der Geist zurück, denn Gott hat die Menschen erschaffen, dass sie ihn erkennen und verehren, ihn lieben und ihm dienen und dadurch ewig selig werden. Hinsichtlich der sittlichen Befähigung seines Zöglings muss sich der Lehrer vor Auge» halten, dass derselbe weder ganz gut, noch auch je ganz böse ist. Diese durch die Erfahrung bestätigte Lehre der heiligen katholischen Kirche hält die Mitte zwischen dem pädagogischen Optimismus und dem noch verderblicheren Pessimismus, der deshalb gerne alsbald am Erfolge verzweifelt, weil er nicht nnverdroßen arbeiten will und weil er sich de» Beistand des Himmels durch das Alles vermögende Gebet nicht gesichert hat. An Geduld und Langmnth darf es bei dem Erzieher umsoweniger fehlen, weil er die Stelle desjenigen einnimmt, von dem die Schrift sagt: „Misereris omnium, quia omnia potes, et dissimulas peccata hominum propter poenitentiam“. (Sap. 11, 24). Wir bitten also Eure fürstbischöfliche» Gnaden diese unsere schwachen Bemühungen gnädigst zur hohen Kenntnis nehmen zu wollen, um Nachsicht für die Mangelhaftigkeit unserer Arbeitserfolge, und sodann um die Ertheilnng des vberhirt-lichen Segens, der da ist das Unterpfand des göttlichen Segens, ohne den es kein wahres Gedeihen gibt. 50. Jahresbericht über Dm allgemeinen franimeli Herein Der christliche» f-nmilieu tm tiereliriing Der tzl. inntilie non lloinretl) für Das Uereins-ialir II!!)«/!). Auch im abgelaufeuen Vereinsjahre 1898/9 hat der Allgemeine fromme Verein der christlichen Familien zur Verehrung der Hl. Familie von Nazareth einen bedeutenden Zuwachs erfahren, indem 1530 christliche Familien mit (Ì575 Mitgliedern demselben neu beigetreten sind. Diese vertheilen sich ans die einzelne» Pfarren, nach Decanaten geordnet, in folgender Weise: Gams 19 Fani, mit 118 Mitgl. ; St. Margarethe» an der P. 6 F. mit 31 M.; (Siiti 21 F. mit 105 M.; Heilenstein 8 F. mit 51 M. ; Drachenbnrg 23 F. mit 25 M. ; Wind. Landsberg 3 F. mit 32 M. ; Olimje 12 F. mit 41 M.; Zagorje 3 F. mit 9 M. ; Schleiniz bei Marburg 6 F. mit 29 M.; Neustift 237 F. mit 1127 M.; Fraßlan 7 F. mit 20 M.; St. Paul bei Pragw. 17 F. mit 78 M.; Gonobiz 60 F. mit 128 M.; Cabrai» 2 F. mit 12 M.; St. Bar-tholomä 7 F. mit 27 M.; Allerheiligen 2 F. mit 9 M.; Jaring 39 F. mit 194 M. ; St. Georgen an der P. 34 F. mit 197 M.; St. Benedicten in W.--V. 5 F. mit 27 M.; St. Georgen in W. B. 3 F. mit 13 M ; Kapellen bei Radkersbnrg 10 F. mit 45 M.; St. Georgen an der Südb. 626 F. mit 3386 M. ; St. Veit bei Ponikl 5 F. mit 9 M. ; St. Martin bei Windischgraz 7 F. mit 34 M. ; Pameč 12 F. mit 54 M.; St. Florian in Dolič 23 F. mit 125 M.; Neukirchen 80 F. mit 482 M. ; Weitenstein 12 F. mit 77 M. ; Dvberna 14 F. mit 85 M. ; St. Jndvk am Kozjak 63 F. mit 413 M. ; Sternstein 25 F. mit 124 M.; Kirchstatten 5 F. mit 26 M. ; Oberburg 2 F. mit 13 M. ; St. Kaveri 1 F. mit 3 M. ; Laufen 2 F. mit 13 M. ; Pettau 12 F. mit 19 M. ; St. Urban bei P. 22 F. mit 89 M. ; Wurmberg 13 F. mit 58 M. ; Saldenhofen 5 F. mit 25 M. ; Reifnik 3 F. mit 15 M; Skalis 36 F. mit 188 M.; Tüsfer 12 F. mit 33 M. ; Lack 3 F. mit 17 M. ; St. Gertraud ob Tnffer 20 F. mit 110 M. ; Zabukovje 4 F. mit 12 M. Obgleich nun dieser fromme Verein in der Diöcese 27.342 christliche Familien mit 135.721 Mitglieder zählt, so verdient er doch mit Rücksicht ans den eminent praktischen Zweck, welchen er anstrebt, nämlich das Familienleben im Geiste Christi zu erneuern, eine noch viel weitere Verbreitung und wird somit dessen Pflege der Sorgfalt des hochwürdigen Seel-sorgeelerns ans das Eindringlichste empfohlen. Ist ja dock-die Familie die Grundlage der Gesellschaft und ist demnach nur durch die christlichen Familien die Besserung der socialen Verhältnisse zu erwarten, wie der glorreich regierende Hl. Vater Papst Leo Xlll. in dem Apostolischen Schreiben vom 20. November 1890 (Kirchl. Verordnungsblatt Nr. 317 dto. 14. Februar 1891 Abs. III.) so schon sich äußert: „Confidimus enim fideles omnes intelligentes, in cultu, quem Sacrae Familiae exhibent, sese mysterium vitae absconditae venerari, quam Christus cum Virgine Matre et 8. Josepho egit, inde magnos stimulos habituros ad fidei fervorem augendum et virtutes imitandas, quae in divino Magistro ac Deipara eiusque Sponso sanctissimo fulserunt. Hae autem virtutes, ut non semel monuimus, dum aeternae vitae mercedem pariunt, ad prosperitatem etiam domesticae et civilis societatis tam misere hoc tempore laborantis spectant; cum ex familiis sancte constitutis, civitatis etiam commune bonum, cuius familia fundamentum est, necessario consequatur.“ Zum Schlüsse werden die sb. Pfarrämter neuerdings aufmerksam gemacht, die Verzeichnisse der Mitglieder bis Mitte Mai kommenden Jahres anher in Vorlage zu bringen, damit sodann der Jahresbericht an den Central-Ausschuss in Rom rechtzeitig verfasst und vorgelegt werben kann. 51. Vriester-Erercitien im Jahre 1898. Infolge der Ankündigung der diesjährigen Purster-Exereitien, respective der Einladung zur Theilnahme an denselben, welche im VII. Kirchlichen Verordnungs-Blatte vom 1. Inni 1899 sub 32 erfolgt ist, haben sich in Anwesenheit Sr. Fürstbischvflichen Gnaden, des hochwürdigsten und hochgeborenen Herrn Ordinarius Michael, und unter der Leitung des gelehrten und erfahrenen F. Alois Schweykart S. J. in der Zeit vom 21. bis 25. August 1899 in der St. Alohsi-kirche zu Marburg einhundertnndzwvlf Dibcesanpricster an diesen gottgefällige» Übungen mit großer Freude und gewiss auch mit dem besten Erfolge betheiligt. In alphabetischer Reihenfolge sind es nachbenannte F. T. hoch- und wohlehrwürdige Herren gewesen: Arzenšek Alois, Pfarrer in Trost». Atteneder Josef, Pfarrer in Heilenstein. Bezenšek Georg, Pfarrer in Cadram. Bvhak Franz, Kaplan in St. Georgen a. d. Südb. Bohine Jak., Domherr, Dechant, Dom- und Stadtpfarrer in Marburg. Bratkovič Franz, Stadtpfarrkaplan in Windischfeistritz, Brelih Franz, Religions-Professor an ber k. k. Oberrealschule in Marburg. Cinglak Jakob, Kaplan in Sachsenfeld. Ciuha Ferdinand, Aushilfspriester in Fautsch. Öebe Josef, Kaplan zu St. Magdalena in Marburg. Čemažar Johann, Kaplan in Lichtenwald. Öernfo Josef, Pfarrer in Wuchern. Čižef Josef, Dechant und Pfarrer in Jaring. Erjavec Peter, Pfarrer in Trifail. Dr. Feuš Franz, Theologie-Professor in Marburg. Ferme Gothard, Kaplan in Laufen. Gaberc Simon, Pfarrer in Franheim. Gärtner Franz, Kaplan in Frieda». Gliebe Andreas, Pfarrer in Grvß-Sonntag. Gosak Franz, Kaplan in Reischach. Grušovnik Adam, Pfarrer in Maria-Wüste. Hajäek Anton, Ehrendomherr, Dechant und Stadtpfarrer in Windischfeistritz. Haubenreich Alois, Rechn.-Revident in Marburg. Herg Lorenz, Dvmdechant in Marburg. Hrastelj Franz, Pfarrer in Reifnik. Hribernik Jakob, Spiritual in Marburg. Hribovšek Carl, Domherr, Priesterhaus-Director in Marburg. Janežič Franz, Religions-Professor an der k. k. Lehrerbildungsanstalt in Marburg. Dr. Janežič Franz, Religions-Professor am k. k. Staatsgymnasium in Cilli. Janžekovič Josef, Kaplan in St. Peter bei Radkersburg. Jazbee Anton, Stadtpfarrer in Windisch-Graz. Ing Franz, Dechant und Pfarrer in St. Marein. Jurkovič Martin, Pfarrer in St. Peter bei Marburg. Kačičnik Caspar, Kaplan in St. Martin bei Schalleck. Kardinar Josef, Religionslehrer in Cilli. Kavčič Jakob, Religions-Professor am k. k. Staats-gymnasium in Marburg. Keček Andreas, Kaplan in Kostreiniz. Kelemina Mathias, Pfarrer zu St. Egidi in W. B. Kitak Jakob, Pfarrer in St. Martin bei Oberbnrg. Klepač Franz, Pfarrer zu St. Oswald im Drauwalde. Kolar Anton, Kaplan in St. Peter bei Königsberg. Kolarič Anton, Kaplan in St. Georgen a. d. Südbahn. Kolarič Josef, Kaplan in St. Paul bei Pragwald. Korošec Anton, Stndienpräfeet in Marburg. Kovačič Franz, Theologie-Professor in Marburg. Kovačič Anton, Kaplan in St. Jaevb in W.-B. Kozine Johann, Pfarrer in Schleiniz. Kozodere Johann, Kaplan in St. Georgen a. d. St. Kralj Josef, Dechant und Pfarrer in Sauritsch. Krančič Johann, Stadtpsarrkaplan in Cilli. Kreft Alois, Pfarrer in Ponikl. Dr. Križanič Joh, Domherr, Theologie-Professor in Marburg. Kukovič Friedr., Kaplan in Nenkirchen. Kumer Carl, Kaplan in Gonobitz. Kunej Josef, Pfarrer in Oberpvnikl. Lajnšic Anton, Kaplan in Dol. Lednik Anton, Pfarrer in Loče. Lenart Johann, Pfarrer in Poltschach. LendvvZek Michael, Pfarrer in Maxau. Lorbek Johann, Kaplan in Zirkowiz. Majcen Ferd., Religions-Professor am Gymnasium in Pettau. Majcen Josef, f.-b. Hofkaplan in Marburg. Matek Martin, Doctor Rom. in iur. can., Theologie- Professor in Marburg. Dr. Medved Ant., Religions-Professor am k. k. Staatsgymasium in Marburg. Medvešek Johann, Kaplan in Greis. Machart Jakob, Stadtpsarrkaplan in Pettau. Mesto Josef, Kaplan in St. Marein. Meznarič Anton, Defieientpriester in Unter-St.-Knnignnd. Meznarič Matth., Kaplan in Trifail. Miklič Anton, Kaplan in St. Veit bei Ponikl. Dr. Mlakar Joh., Domherr, Theologie-Professor in Marburg. Moravec Franz, Stadtpfarrvicar in Pettau. Muršič Franz, Kaplan in St. Benedicte» in W.-B. Ogradi Franz, ins. Abt, Dechant und Stadtpfarrer in Cilli. Orožen Ignaz, Dompropst in Marburg. Osenjak Martin, Pfarrer zu St. Maria in Wnrmberg. Dr. Pajek Josef, Domherr, Theologie-Professor in Marburg. Patir Jakob, Provisor in St. Hema. Panič Josef, Kaplan in St. Marxen bei Pettau. P. Pavec Johann, Pfarrer in St. Georgen a. d. P. Pečnik Jakob, Pfarrer in Kalobje. Pernat Barthl., Kaplan in Peilenstein. Pignar Franz, Pfarrer in Maria Schnee. Pod-hvstnik Andreas, Pfarrer in Trennenberg. Presečnik Gregor, Pfarrer in Sternstein. Repolusk Friedrich, Pfarrer in St. Beit bei Waldeck. Rožanc Thom., Ehrendomherr, Dechant und Pfarrer zu St. Magdalena in Marburg. Rožman Johan», Kaplan in Tüffer. Sinko Josef, Pfarrer in St. Wolfgang bei Bis und Ternovee. Somrek Josef, Kaplan in Mahrenberg. Srabočan Anton, Kaplan in Laporje. Dr. Suhač Anton, Pfarrer in St. Anna am Kriehenberge. Sušnik Johann, Pfarrer in Kerschbach. Sver Alois, Seelsorger in der k. k. Manner-Strafanstalt zu St. Magdalena in Marburg. Šalamon Franz, Dechant und Hauptpfarrer in Rvhitsch. Šebat Anton, Kaplan in St. Barbara in Wnrmberg. Šket Michael, Kaplan in St. Martin bei Wind.-Graz. Šoba Alois, Pfarrer in Zdole. Turins Stefan, Pfarrer in Sromle. Veri Heinrich, Dechant und Pfarrer in Videm. Veternik Anton, Kaplan in Frasslau. Vidmajer Franz, Pfarrer in Süssenheim. Vihar Philipp, Pfarrer in St. Martin bei Wurmberg. Vodušek Josef, Kaplan in Reichenbnrg. Voh Barthl., Dechant und Hauptfarrer in Gonobitz. Vraz Anton, Pfarrer zu St. Anton in W.-B. Wurzer Mathias, Pfarrer in Maria-Rast. Zemljič Mathias, Provisor in Doberna. Zidanšek Josef, Theologie-Professor in Marburg. Žefar Martin, Pfarrer in Studeniz. Auf diese geistlichen Übungen findet das vom hoch-würdigen Exercitienleiter öfters citierte Schriftwort seine volle Anwendung: „Elegi vos, et posui vos, ut eatis, et fructum afferatis, et fructus vester maneat. Ich habe euch erwählt und habe euch eingesetzt, damit ihr hingehet und Frucht bringet und euere Frucht bleibe". (Joann. 15, 16). 52. Weisung, betrrffeiib bit Dcrfaflfuiig utut loffliuiigsquiffiiiigrtt. Im Sinne des Rescriptes der hochlöblichen k. k. Statt« Halterei öto. 4. August 1899 Z. 29.265 werden die fb. Pfarrämter zur künftigen Darnachachtnng aufmerksam gemacht, dass es sich empfiehlt, in den Löschnngsquittnngen die zu löschende Eintragung namentlich durch Angabe des Präsentatnms derselben bestimmter zu bezeichnen. Unter Einem wird die H. ä. Weisung, betreffend die Legalisierung von Löschungsquittungen (Kirchl. Verordnungsblatt Nr. 1225 öto. 15. April 1896, Abs. IV.) zur genauen Darnachachtnng neuerdings in Erinnerung gebracht. 53. Zuschrift ber l)ori|löl)liit)f!i k. k. Cciitral-Commiffioii für limili- uitb historische Denkmale betreffs ber törnbkrrwr. Die hochlöbliche k. k. Central-Comnnssion für Kunst- und historische Denkmale hat unter dein 14. Juli 1899, Z. 1263 nachstehende Zuschrift anher gerichtet, deren sorgfältige Beachtung so manches pietatsvolle Denkzeichen vor der Vernichtung zu bewahren geeignet ist. „In der letzten Zeit wurde der Central-Commission wiederholt die Anzeige gemacht, dass alte, mitunter sehr kunstvoll gearbeitete Grabkrenze auf den Friedhöfen namentlich in den Alpenländern an dritte Personen verkauft werden. Hiebei soll die Gepflogenheit bestehen, dass derlei Kreuze zugleich mit den Immobilien der Erblasser veräußert werden. Für den Er-werber der Erbschaft hat aber das Kreuz lediglich einen materiellen Wert, dessen baldige Realisierung in den meisten Fällen angestrebt wird. Es wäre wohl erst zu erwägen, ob den Erben ein Verfügungsrecht über die Grabdenkmale zusteht. Doch glaubt die Central-Coinmission auf diesem Wege gegen die vom religiösen Standpunkte wohl nicht genug zu missbilligende Unsitte nicht zum Ziele zu gelangen. Dagegen dürste es möglich und in den meisten Fällen von ersprießlicher Wirkung sein, wenn die Seelsorgsgeistlichkeit ans dem Lande durch gütliche Einflussnahme ans die Besitzer solcher Grabkreuze deren Verschleuderung zu verhindern trachten würde. Es kommt nach den gemachten Wahrnehmungen häufig vor, dass wertvolle alte Grabkrenze den Kirchendienern (Messnern) zum Verkaufe überlassen werden, in welcher Weise schon viele solcher Denkmale auch in das Ausland verschleppt wurden. Da solche Schmiedeisenkrenze je nach den Orten ihrer ursprünglichen Anivendnng bestimmte charakteristische Formen aufweisen und es schon deshalb wünschenswert wäre, sie an ihrem ursprünglichen Standorte zu erhalten, wäre es mindestens vortheilhaft, wenn die Seelsorgsgeistlichkeit angewiesen wäre, thunlichst dahin zu wirken, dass solche Kreuze im Falle ihrer Veräußerung nur zum Zwecke ihrer Neuanfstellnng auf demselben oder einem unmittelbar benachbarten Friedhöfe hintan-gegeben werden. Ich beehre mich, diese Angelegenheit der weiteren weisen Erwägung Euer fürstbischöflichen Gnaden zu überlassen und verbinde hiemit die Bitte, im Wege einer geeignet erscheinenden Kundmachung im Diöcesanblatte auf die Seelsorgegeistlichkeit im oben angedeuteten Sinne einwirken zu wollen. Der Präsident: Hclfcrt m. p.“ 54. Aufruf, betreffenb bie &l)riliml)ine um (fl)urregrittrittngc ;u IDien am 12., 13. unb 14. September 1899. Seitens des vorbereitenden Comitös zur Abhaltung eines Chorregententages in Wien ist dem fb. Ordinariate der nachstehende Aufruf zugekommen, der in Berücksichtigung des guten Zweckes hiemit zur Kenntnis gebracht wirb. „Aufruf! Den Chorregenten fällt, wie nicht bald einem Stande, die wichtige Aufgabe zu, öffentlich und für jedermann sein Können und Wissen, sowie seine natürlichen Gaben zu be- thätigen und so das überaus kostbare Gilt der Religion und der Kultur, die Kunst zu pflegen. Kaum ein Stand aber hat auch mit so mannigfaltigen Schwierigkeiten zu kämpfen und ist so auf sich selbst angewiesen, loie der der kirchlichen Chorleiter; sowohl in Bezug ans seine dienstlichen Obliegenheiten als in Bezug auf seine sociale Stellung steht er meisten-theils hilflos und verlassen da. Angesichts dieser nicht eben ermuthigenden und jedermann bekannten Thatsache haben es die Gefertigten unternommen, wenigstens einen Versuch zu machen, hierin Wandel anzubahnen, und zwar durch keine private Action, die naturgemäß im Sande verlaufen müsste, sondern durch ei», von der Gesammtheit der Standesangehörigen gntgeheißenes Vorgehen. Zu diesem Zwecke soll, wenn sich eine genügende Zahl von Theilnehmern meldet, am 12., 13. und 14. September l. I. in Wien ein allgemeiner Chorregententag stattsinden, zu welchem das gefertigte Comitö ergebenst einzuladen sich erlaubt. Entgegen den zerfahrenen, politischen Verhältnissen soll der Beweis erbracht werden, dass die Chorleiter ans dem Gebiete der Kunst und der Standesinteressen einig sind; willkommen ist daher jeder Standesgenosse! Den Gegenstand der Verhandlungen bilden alle jene Verhältnisse und Umstände, welche seit Langem eine gedeihliche Entwicklung der Standeswirksamkeit lähmen oder behindern. Die sociale Stellung der Chorregenten, deren materielle Verhältnisse, die wirksamsten Mittel und die besten Wege zu ihrer Sanierung oder Verbesserung werden gewissenhaft zu berathen sein. Daran soll sich die Kirchenmusikfrage anschließen und das Verhältnis der religiösen Kunst zu den Mitteln, die zu ihrer Pflege zu Gebote stehen, behandelt werden — es ist eine brennende Frage! Die Musikverlagsfrage für Wien und Österreich sowie die Gründung eines allgemeinen Standesorganes muss ventiliert werden; einzelnen Interessenten muss die Möglichkeit geboten werden, sich die nöthigen Musikalien preiswürdig und ohne Zeitverlust zu beschaffen und eigene würdige Arbeiten eventuell in Verlag bringen zu können. Weiter harren noch immer einer günstigen Erledigung die Volks- und Chor-Gesangsfrage, die Gesangbuchfrage, die Gründung und Erhaltung von Diöcesan-Kircheninusikschulen und Pfarrmusik-vereinen — Dinge, die nur auf der breiten Grundlage der Erfahrung von vielen Theilnehmern behandelt werden können. Der Zweck dieser Versammlung ist ein einheitliches Vorgehen auf allen den Stand tangierenden Gebieten. Das Programm ist, vorbehaltlich unwesentlicher Änderungen, folgendermaßen gedacht: 1. Ein Begrüßungsabend. (12/IX.) 2. Hochamt. Eröffnungssitzung. Einleitender Vortrag. Bildung von Seetionen. (13./IX. vorm.) 3. Sitzungen von Seetionen. (1. Settimi: Materielle Lage, Gehaltsregulierung, Stolafrage, Pensivnswesen, Besoldung von Kirchensängern.) — (2. Settimi: Kirchenmusikfrage, Reform, Pfarrmusikvereine, Gesaiigbnchfiage, Chorgesangsfrage.) — (3. Settimi : Mnsikverlagsfrage, Gründung eines Standesorganes.) — (4. Sektion: Vereinswesen, allgem. österr. Chvrregenten-verein re.) (13./IX. nachm.) 4. Öffentliche Schlußsitzung. ( 14./IX. vorm.) Ausflug. (14./IX. nachm.) Eventuelle Anträge müssen, um diskutiert werden zu können, bis zum 20. August l. I. an die Firma F. Röhrich (vorm. Wessely) in Wien, 1. Kohlmarkt 11, eingesendet werden. Diese nimmt auch die Anmeldungen entgegen und wird anfangs des Monates September die Theilnehmerkarten (à 2 K.) sowie die Programme versenden. Es ist selbstredend, dass an den Verhandlungen auch alle Freunde und Verehrer der edle» Musica sacra als Gälte theilnehmen können. Für Wohnungen, theilweise unentgeltlich, theilweise zu sehr ermäßigtem Preise, ist Vorsorge getroffen worden. Wien, im Juli 189«), Prof. Joscf Foerster, Doinkapellineistcr in Prag. Anton Foerster, Donikapellmeister in Laibach. Josef Nevera, Domkapellmeister in Olmi'ch. Josef Pcmbanr, nfnbcm. Musikdirektor, Innsbruck. Julius Böhm, Dr. Joscf Mantuani. ... - k. it. k. Amanuensis der k. k. Hof-Kapellmeister^an der l^f. Stadtpfarr- bibliolhek in Wien. Vorstand des Wiener Chorregentcn- Dr. Richard von Kralik, Vorst. d. Wiener St. Ambrosius-Bcr. Vereines. Joscf C. Hcidcnrcich, Weltpriester in Wien. Carl ìltouland, Chorleiter an der Stadtpfarrkirche zu St. Peter in Wien und Leiter der Orgelschule des St. Ambrosius-Vereines." F.-B. Lavauter Ordinariat zu Marburg, am 25. August 1899. f Michael, Fürstbischof. Druck bet St. ayrillui-Buchbruckerei in Marburg.