WOMW '««! P?«>»0W100 70. likrping ». »»», «M» »IG»« k«f. sis ffchN«g, VON 2V. ptov«md«r 1SZV M.4^ 2Z VW. »Iwl»«», ?< r)»n. »VW. W ckm ««» I W» » «U Mribom Mtuila »« Extitme der Wen flcd Der altbewährte Grundsah, daß sich Ex-lreme berühren, findet gerade jetzt wieder cinmal sein« Bestätigung. Man kann sich voh! kaum größere Gegensätze in der Politi-chen Auffassung denken als Italien und owjetrußland. Und doch ist die Politik die-er ^iden Staaten so ähnlich, als od si« hie md da von derselben Hand gelenkt würde. Innere Einstellung und Weltanschauung grundverschieden, Anwendung der Metho-m und Imperialismus gleich — das ist die Iharakteristik, die den FaschismrlS und den lommuntsmus kennzeichnet. Italien und die Sowjets wollen den Krieg ind bereiten sich fieberhaft aus ii,n vor. Na-ürlich geben die beiderseitigen Staatsmänner dies nicht zu und beteuern nach wie vor ihre Friedensliebe, allerdin^ mit dem Unterschied, daß Rom vorgibt^ für ewige Zei-Iten mit dem Frieden zu liebäugeln, wählend Moskau derbere Saiten aufzieht und l^^hauptet, nur der gegenwärtige Augenblick für einen Krieg nock nicht reif. Mussolini roklamiert in allen seinen Reden, die Welt werde sich in zwanzig Jahren gänzlich faschistisch einstellen und daß dieses Ziel nur durch friedliche Mittel, kn Wege einer Re-generation der MenscMtt erreicht werde, während die führenden Köpfe Rußlands unumwunden zugöben, die ganze Welt müsse le kommunistische Ideologie sich zu ^en achen und daß die Sowjets mit allen Mt-n dazu beitragen werden. Die Methoden sind in Italien und in Ruß nd die gleichen: Rücksichtsloses Vorgehen, rutales Abrechnen mit der Vergangenheit, rneinung des natürlichen EntwicklungS-rozesses und Ausschaltung jeglicher Betätigung jener Kreis«, die sich nicht blind zur Ansicht der oligarchischen Minderheit bekennen. NuSmerzung jeglicher Opposition ist an der Tagesordnung, und darin ist schon der Anfang vom Ende zu erblicken. Sind die cntile verstopft, muß der überspannte Kes-el Platzen. Das werden die Herren in Rom und Moskau srüher oder später am eigenen Leibe spüren müssen. Daß Italien lede Gelegenheit benützt, u:n .der Welt kundzutun, sein sehnlichster Wunsch wäre eine völlige Abrüiswng der Welt, nur NM seine Ak'sii^bten zu verhüllen, ist allgemein bekannt. ' ist eS gerade Rom, das alleö daran setzt, Durchführung der Weitab-rüstung zu huii^rtreiben. Rußlands Fünk-. jahrplan dient denselben Zwecken. Moskau weiß, daß es bei der gewaltsamen Kommu-nisierung der Welt auf den sc^rfsten Widerstand aller Staaten stoßen wird unid daß daS riesengroße Land auch auf wirtschaftlichem Gebiete den Staaten, die eS zu bekriegen beabsichtigt, mindestens ebenbürtig sein u^uß. wenn die Sowjets auf Erfolg hoffen wollen. Die innere Hebung der llnion l^r Sowjetrepubliken dient jedoch in erster Linie nur der Befähigung, die kommunistische Doktrin auch in der Auszenwelt durchzusetzen. Verschiedene Ziele, aber gleic!^ Methoden müssen schließlich dennoch zu einem engeren Zusammenschluß führen. Von diesem Gesichts Winkel aus sind die Vestrebnngen RoinS und MoSka'uS, ein politisches Bündnis zu schaff fen, zu betracht^. Daß Deutschland der dritte im Bunde zu werden verspricht, wird nie-mandm, der die Tntwicklung der Politischen Ereignisse der letzten Zeit aufmerksam verfolgt hat, mchr verwundern können. Berlin sucht sich eben zu rehabilitieren und benützt j>de Gelegenheit, sich seinem Ziele zu nähern. I. D. Dtija V«evlt V Ableben des FÄhrers der ehemaligen radikalen Vartei LM. B e o g r a d, 87. November. In der vergangene« Nacht ist der mehr« maliqe Ministerpräsident und einer der Fül, rer der seinerzeitigen radikalen Partei V e-lja «vki^evis in seiner Wohnung verschieden« Sein Tod hat in der Residenz großes Velleid ausgelöst. « RO. B e o g r a d, 27. November Zum «nermarteten Ableben des gewesenen Ministerpräsidenten Velja Buki^eoiö «erden folgende Einzelheiten bekannt: Der gewesene Regierungschef war gestern abends im Kreise feiner Familie noch ge- sund «nd gut aufgelegt. Segen halb L3 lchr begann er unerwartet Übe» eine Herzosfek« tion zu klagen, weshalb er sich niederlegen mußte. Um das Herz zu beruhigen, steckte et sich trotz Abratens der Familienmitglieder eine an. Da sich sein Zustand nicht nerbesierte. sondern im Gegenteil der Puls noch unruhiger war, wurde der im selben HauS wohn^fte Arzt Dr. G i n herbeigerufen. Der Arzt stellte eine Herzneurose fest. erNärte ftdoch, daß der Zustand nicht ge. fä'rNch wäre. Da alle angewandten Mittel erfolglos bliebe«, muffte sich Bukieev ü abermals «tederlege«. Bald darauf hatte er einen zwstte« H,^rza«fal, dem er gegen i Uhr «achts irlag. Die Nachricht vom Ableben Vukisevi^ «er» breitet« ^ i« de« Morgenstunden blitzschnell in der ganzen Stadt. Der Dahingeschiedene wurde im Jahre l87! ln Gmei»erevo geboren. Nach absolvier te« Studie« ln Beo^ad »idmete le slch. schon in junge« fahren der Ps Veqen des Moskauer Prozeffes RO. P a r i s, 27. NovemiVer. Die Presse besaßt sich ausführlich mit dem Moskauer Gen^tionsprozetz, in den aus sonderbare Weise auch ^ankreich mit hin» eingezogen wird. Die vom obersten Staats« anwalt Krylenko vertretene Anklage geyen Mitglieder der sogenannten Industrie Partei beinhaltet auch schwere An'i^ldiqun« ge« gege« führende Mälnner Frankreichs, besonders gegen Brland u«d P o i n» e a r 4. Die Presse weist mit Entrtistung alle diese Anwiirse zurück und betont, daß d.e französische Regierung diese Anklagen schon im vergangenen Juli, als sie zum erstenmal ausgesprochen worden seien, ''ffi-z'ell dementiert worden seien. Die Sowjet, regiernng habe damals erklärt, sie bedauere diese tendenziösen Anschuldigungen und .^er de das Frankreich angetane Unrecht gu»zu. machen versuchen. Krylenko stütze jedoch seine AnVage« gerade aus die wiederholt dementierte« u«d von der russischen Regierung selbst als falsch zugegebenen Meldungen iiber ei« Konspirieren von leitende» Männern Frankreichs gegen den russischen Staat. Der „Matin" macht die Oesftntlichkeit auf diese Doppelziingigkeit der Sowfetregierung aufmerksam «nd »«int, «!t solchen Leuten könne ein vernünftiges V^ort nicht geredet werden. Deshalb mühten sich Frankreich und das übrige Europa von Rußland fernh^ten. Das erste Gebot sei. mit Sowsetr^i^land alle diplomatisl!^« Beziehungen zu lSsen. Dieser Forderung schließen sich auch die übr gen sranM'chen Blätter an. Soj^ar i« politischen Kreisen verhehtt man sich nicht, daß ein sl>lches Borgehen der sührenden Männer Rußlands geqeni«b-r offizi-llen Ver tretern Frankreichs den Abbruch ber Be» zlehnng dringend notwendig erscheinen lasse. Sesamlbürgerliche Mehrheit Kanzler Vauoow konseriert mit Dr. Scheber Wien, 87. November. In den gestrigen Abendstunden wurden nähere Einzelheiten über die Entwirrungsverhandlugen bekannt, die vielversprechend begonnen haben. Der Bundespräsident empfing der Reihe nach Landeshauptmann Dr. B u r e s ch, Außenminister Dr. S e i P e l, den Bundeskanzler Vaugoiu, Vizekanzler Schmitz und andere Politiker, schließlich auch Dr. S ch o-ber, wie denn der BundeSpräfldent über. Haupt bemüht ist, so rasch als möglich eine Klärung herbeizusühren. Diesen ftinen Bemühungen assistierte besonders Altkanzler Dr. G e i P e l, dem es auch gelang, den Baugo'n mit Schober zusammenzuführen. Augenblicklich stehen die Dinge so, daß noch die BerhandlungSparteieu unverrückbar aus ihren bisher bezogenen Stellungen beharren, aber sich aus dem Grundgedanken ge sunden haben, eine gesamtbürgerliche MehrheN schaffen zu wollen. Personensragen dürfen da ni^ die Hauptrolle spielen, dies gilt besonders auch von der gegenwärtigen Regierung und ihrem Chef. Morgen wird man über den Gesamtkomplex der zu bereinigenden Fragen unter Vorsitz des christlichsozialen Klnbobmannes Dr. Buresch beraten. Koziak zu S Äaftren verurkilt daß die Tat schon vor 21 Jahren geschehen war und deshalb fast keine Anhaltspunkte für ein zuverlässiges Urteil vorlägen. Auch bezeichnete er die als Zeugm einvernommenen Sträflinge als unverläßlich, weshalb ihren Aussagen keine Glaubwürdigkeit bei^ gemessen werden dürfe. Es sei nicht anzune^ men, daß Kozjak, der als ein verschlossener Mensch gilt, sein Herz Fremden ausgeschüttet hätte. Ntlch längerer Beratung verkündete der Vorsitzende da? Urteil, wonach Anton Ko« zjak von der Anklage deS M o r d e S an seinem Bruder s r e i g e s p r o ch e n, dagegen wegen versuchter Brandlegung und Verleitung zufalschen Zeugenaussagen zu acht Jahren schweren Kerkers verurteilt wird. Die UntirsuchungHaft und die bisher abgebüßte Strafe werden in das neue Strafausmaß eingerechnet. Der Staatsanwalt mel dete gegen daS Urteil die NichtigkeitSbeschwer de an. GrouNaer Fund Brennende Leiche i« der Gruft. TU. Budapest, 27. November. Auf einem abgelegenen Grunidstiück in Budapest, das vor Jahren als Friedhof gedient hat, wurde ein grausiger Fund gemacht. Gpi« lende Kinder bemerkten, daß aus einer d^ seit Jahren ausgelassenen und verfallenen Grüfte leichter Rauch aufstieg. Tie verständigten sofort die Polizei, di« in der erwähn ten Gruft eine brennende Fraucnleiche sand. Der Leichnam war bereits bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Die Untersuchung ergab, daß die Leiche an der Stirne zwei bis an den Knochen reichende Wunden hatte, die der Frau vermutlich mit einem Beil zugefügt worden waren. Ta die Gesichtszüge vollkommen unkenntlich sind, wird jetzt I^o wi« beim bekannten Mrd im Lainzer Tiergarten in Wien, eine Nestau rierung des Gesichtes vorgenommen, um die Identität der Frau festzustellen. Der grausige Fund hat in der ganzen Stadt großes Aufsehen erregt. Des Mordes vOr 2l M a r i b o r, 27. November Unter dem Borfitz des Landesgerichtsrates Dr. L e 8 n i k wurde heute mittags der Dienstag begonnene Revisionsprozeß gegen Anton K o zj a k boeni)et. KozZak mußte sich befannt'lich schon vor zwei Iahren vor dem Schwurgericht zusammen mit ^m Zim mermann Johann P r e ß n i tz wegen Ermordung seines Bruders AttdroaS am 30. Oktober I9IS in Kapla im »keren Drau tal verantworten. Damals wurden beide Angeklagte zum Tode verurteilt, jedoch später zu 20 bezw. lk Iahren b^na.digt. Da Preßnitz inzwischen siestorben n>ar, streng te Kozjal eine Revision des Prozesses an. Ia!?ren freigesprochen Belastend für den Angeklagten war der Umstand, daß Kozjal lvährend seiner Straf-verbüßunlg in der hiesigen Strafanstalt mehrere .^^ftlinge zu falscher Zeugenaussalge zu verleiten suchte. Die meisten die^r als Zeu gen einvernommenen Sträfliirge sagten iür den Angeklagten stark kompromittierend aus. Dagegen konnte aus den Aussagen der übrigen Zeugen, größtenteils auS dem Hei matsdorfe des Angeklagten, kein BelveiS er bracht werS>en. daß Kozjak tatsächlich seinen Bruder ermordet hatte. Staatsanwalt Dr. H o j n i k plädierte für ein gerechtes Urteil, während der Verteidiger Dr. S l o t a r darauf hinwies, Do« Spanien TU. Madrid, 27. November. Die Polizei teilt niit. daß in Verbindung mit der Flucht des Fliegermajors Fran-c o, der unlängst den südlichen Atlantik über fll>gen hatte, eine Militärverscknvörung aufgedeckt ivordeil ist. In die Angelegenheit silch auch der Sozialistenfuhrer Prieto und ^wei Generale verwickelt. Börsenberichte Z ü r i ch, 27. November. Devisen: Neo» grab 9.1286 Parts London NeMork Mailand :;77.0?. Prag i.'x.'^I, Wien 72.70, Budapest Berlin LZ.So ,VarKo?e? Drang nach Osten Die Anschlußfrage nach wie vor aktuell — Die Interessen Deuischlands und Ätaliens kreuzen sich Parts,??. November De» e « ps" befaßt fich «it der An-fchluWage ««d bespricht eingehend die Tat. fache, daß w Oefierreich trotz det erbitterten Parteitampfes und ^r schweren inneren Sorge« unentwegt an der Dmchfllhrnng des Planes, Deutschland «ud Oesterreich zu ei. «em Staat zu verschmelze«, gearbeitet wird. Gerade w l»e» letzten Tagen hielten die ill-deutsche« kreise wieder eiae Bersammtnng ab, die »o« a>en Schichte« der Beoittkerung ahne Unterschied der Parteizugehörigkeit de« »»rde u»d wobei wieder die allgemei-«e Z^rdonmg «ach Verwirklichung des An-W«ff.s aufgestellt wurde. Das Vlatt betont, die Propaganda für den Anschluß habe bedenkliche Z^ormen angenom me«, weshalb Europa aus der Hut sein miisse. Allerdings sei ^e Frage anj^enbllcklich ni«^ aktuell, da Deutschland geflenwür^ifl durch seine Forderung nach Revision der Friedensvertrüs^e eine Grenzberichtiqung im ivften anstrel^. Allein nach Err^^chnncl die» ses Zieles werde sich Berlin wieder seine»n Lieblingsthema, dem Drange nach O st e n, zuwenden und dieses ^iel konie-quent zu erreichen suchen. Die Adria werde wieder d^e deutsche lSesahr zn spiiren bekommen, und der Balkan und die Tiirkei wiir-den wieder die deutsche Invasion zu befürchten haben. Allein ein Riegel gegen d^e Bestrebungen Berlins sind, sShrt der „Temps" fort, die gleichenBestrebnngenRoms. das den Drang nach Osten von Deutschland iibernommen und sicherlich n cht .lulaksen wird, dah ihm der alte Rivale den Rang am Balkan und in Borderasien streitiq macht Hier werden friiher oder später die Interessen Deutschlands und Italiens zusamnien-stoßen müssen. Trotz feines Liebängelns mit Berlin diirste aber Italien niemals .^uqedez', daß der Anschluß Wirklichkeit werde, da es dann das große d?ntsche Bolk am Brenner vor sich l^tte und seinen Emissären in Sofia und Ankara begegnen würde. Bereitschaft der Rotm Armee Al« besSrchke« «i»«« Inlervenltoiiskrteg Be rl i n, 26. November. Der „Börsen-kmkier" berichtet, daß iu Sowjetrußland der g»d»ftrieausbau unter der Parole eines kom mende« J«terve«tionSttieges beschleuuigt »irtz. I» ei«er Nnndsunkseudung a« die Soldaten der Rote« Armee wurde hervor-gehoben, daß noch nie die Gefahr eines Kriege» mit kapitalistischen Ländern so groß ge- wesen sei, wie augenblicklich. Die Rote Ar, mee wird zur gröhten vereitschast aufgeru-seu. lNrohe Gammlungen werten sür Kriegszwecke veranstaltet. Die Fabriken in den Städten mai^n Ueberstunden, um den Ue-berschuß militärischen Fonds zuzuslihren. Alle Belegschaften der großen Mrke sollen jetzt an militärischen Uebungen teilnehmen. Der Prozeß beginnt Wa« iai» öle ««»lagelchrtft lege« Pros. R,«Nn ««d Ve«»s-l«? — D«» Schiitsal der >«>eklagten bereit» eolschietei«... Aus Moskau wird gemeldet: Bor überfülltem Zuschauerraum begann Dienstag nachmittag der Hochverratsprozeh gegen ^os. Ramsin mck Genossen. Au-^r allen in Moskau anwesenden Zeitung^ bertchterstottern ausländischer Blätter hatte» die hiesiqen i^sandtschasten Vertreter entsendet, um den Verlauf der Verhandlungen AN verfolgen. Die Verhandlung begann mit der Verlesung der «Mosen Anklageschrift des StaatsanwalteZ ^ylenko. Die Anklageschrift läßt sich in folgende Punkt« zusammenfassen: Den Angeklagten wird vor geworfen, 1. sie hätteu als Fichrer der Jnduftriepartei mit Hilfe von S«!botage das Wirtfi^sts-lebe« der Sowjetunion zu desorganisieren versucht, WM in diesem Jahre eine grisis hervorzmuse«, wodurch die Feinde Sow-jetrußlanbs bei ihrem mllitärischen Angriff unterstützt worden wären; L» sie hätten sür den sranzöstschen Veneral-stab und deu vou Emigranten in Paris gedlldete« Handels- und JndustrieauS-schuß Virtschafts- und Industriespionage getrieben und hätten in deren Auftrag versucht, Offiziere der Roten Armes fiir de« lwfstaad z« gewi«nen; 5. sie hätten Vorbereitnnge« getroffen, um bei Außbruch der Feindseligkeiten die «riegsikduftrie und Verteidigungsmittel der So«jetrvgieru«g lahmzulegen. Die Anklageschrift behauptet, die Ange-klagtey hältien für i'hre Täbigkeit aus dem AManlde wenigstens eiile Million Nlibel im Jahre erhalten. Auf der Ministerliste, die nach KryIenkoS Behauptung für ^ie künf tige Neuerung vorbereitet gewesen sein soll, Men außer Namen von einigen der Ange^ klagt«« sonders die o«?gen>wärlig in Paris wetl^m Generale Lokomsky, Denikin. der Aadett^üHrer Milijuk»^ und der Großin-dustviell» Riabuschinsky gestanden haben. Nm die beiden Angeklagten Sitnin und ikuprianow haben einen Verteidiger, alle Meeren AnASklagten Haiken auf Recht, einen Offizialverteidiger zu erhalten, ver-zsichitet. Nach Ansicht des PMikums ist das Sl^cksal acht Allgeklagten wohl !^relts en^ieiden. Sie sahen blaß und angegriffen aus, als sie den GerichtSsaol betraten, wo Iupi^sr^mpen für die kinematiMahlsche Aufnahme und Mikrophone für Radisver-b^tvng der Reden des Staatsanwalts aufgestellt waren. Nach Verlesung der Anklageschrift anl. vorte^ joder der Ai^eklagtvn aus die Frn» ge des Gerichtsvorsitzenden, ob er sich der ihm zur Last gelmten Verbrechen schuldig bekenne: „Ja, ich bekenne mich schuldig!" Auch die graste, ob sie Aussagen machen lvollen, bejahten die Angeklagten. Äm die Führung im Staate Stahlhelm - Bundessührer Seldte spricht. M ü n ch e n, W. November. Der Ztahl-helmgau Groß-Münck)en veranstaltete am Samstag eine große Kundgek^nng, in der Stahlhelm - Bundessührer Seldte eine grosse Rede hielt; er führte u. a. aus: Unt^r Wahrung des bürgerlicj^n Besitzes, der einmal ein Erbe sein könne uird müsse, verlange der Stahlhelm mit brutalen?, egoistischem Willen die Führung im Staate; denn 'das Biirgertum habe in zwölis Jahren bewiesen, dak es nicht mehr fähig sei, sich selbst zu erheben. Der Stahlhelm sei deswegen keine Partei geworden, iveil er nicht mit dem anonymen Stimmzettel, sondern offen känO sen wolle. Der K^nipf habe bereits tegon" nen. Das Ergebnis des 14. September sei aach der Erfolg des St<:hlhelnls. Wenn man auch getrennte Wege marschiere, so verbinde doch das gleiche Ziel. Der Stahlhelm ^abe es nicht notwendig, zu putschen, er werde es auch ni6)t tun; aber man wer^ qeultinsain mit Gleichgesinnten unter Umgehung des Bürgertums den Anspruch auf die /Führung des zum größten Teil nationalen deutschen Volkes legitim, aber brutal durchdrurten. Dies sei die Erkenntnis des Stahlhelms und seine Mission. Szeanflieger Aronco, der Heid des Tooes in Spanten Ganz Spanien beschäftigt sich mit der Fluchs des Ozeansliegers Franc o aus dem Gefängnis. Das neueste Abenteuer eines Mannes, der noch kürzlich als spanischer Nationalheld gefeiert wurde, hat der spani^ schen Regierung nnd dem spanischen Thron mehr Schaden bereitet, als es zahlreiche Aktionen oppositioneller Parteien zu tun vermochten. Ozeänslieger Franca wurde vor einiger Zeit >r>egen seiner regierungsfeindlichen Haltung eingesperrt. Er nahm an einer öf-irntlichen Kundgebung teil, die gegen Alfons XII!. gerichtet war. Dabei s>at er per- sönlich das Wort ergrissen, und dies in einer recht unzweideutigen Weise. Seine Verhaftung wurde seinerzeit in Spanien als eine große Sensation empfunden, sein weiteres Schicksal wurde mit größter Ausnlerksamkeit verfolgt. Seine Flucht wird von den Gegnern des heutigen Regimes in einem skr jeden Außenstehenden verblüsfenden Ausmaß ausgebeutet. Major Franca wird mit Recht als Führer der spanischen Fliegerossiziere angesehen die in ihrer Mehrzahl republikanisch eingestellt sind. Unter welchen llmständen es dem Häftling gelang aus dem Madrider Militär-gefälngnis zu entfliehen, ist unbekannt. Sicherlich hat er zahlreiche Helfershelfer ge-habt, und sicherlich war seine Flucht sorgfältig vorbereitet. Die Suche mlch ihm, die besonders eifrig betrieben wird, ist bis jetzt erfolglos geblieben, zweifellos dank der weitestgehenden Unterstützung zahlreicher Personen. Selbst wenn es gelingen sollte, des Ent flbhenen habhaft zu werten, bleibt sein Streich bezeichnend für die Zustände, die Heu te in Spanien herrschen und auch für die Stimmung, von der weite Kreise der Bevölkerung erfaßt sind. R t andung in te Dlchunge« Das erste Flugzeug in Genegauchien. L o n d o n, 26. November. Drei britische Militärflugzeuge, die einen großen Rundflug durch Westafrika unternommen hatten, starteten in Bathurst in Senegambien zum Rückslug nach Chartum. Während des Fluges, der über tiefe Urwalddschungel führte, sah sich Plötzlich eines der Flugzeuge zu einer Notlandung mitten im Urwald gezwungen,die im ganzen ohne größere Havarie gelang. Die Piloten sandten einen eingeborenen Boten in die nächste, von Weißen be-wchnte, jedoch mehr als 100 Meilen entfern te Station um Hilfe. Sodann wurde im Urwald durch Fällung von Bäumen ein Weg angelegt, aus d. mit übermenschl. .Erast das Flugzeug .W Meilen weit auf einen für die Vornahme von Reparaturen geeigneten Ort geschleppt wurde. Nach vier Tage und Nach« te wahrender angestrengter Arbeit gelang eS den Fliegern, die Maschine wieder flugfähig zu machen. Die unerschrockenen Flieger traten hierauf den Weiterflug nach ihrem Bcstininlungsort an. Zwecks Anlaufens des Motors mußten 300 Neger die Dschungel ausroden. Unter unbeschreiblichem Erstaunen der Neger setzte sich sodan« der Apparat in Bnnegnng und verschwand rasch über den dichten Kronen des Urwaldes. Es war das erstenmal in den Annalen des afrikanischen Flugn'esens, daß ein britisches Militärflugzeug Gambien besuchte. Sotvjet'EkpedMon zum Nordpol Der bekannte russische Forsck)er der Arktischen Gebiete Prof. S a m o i l o w i t s ch, der an der Suche der verunglückten Nobile-E^^pedition teilnahm und zu deren Rettung an Bord des Kvassin-Eisbrechers l^deutend beigetragen hatte, schreibt in den Spalten einer Leningrader Zeitung ü'ber die Ergebnisse der Forschungsarbeiten des sowj.'t-russischen arktischen Instituts. Die Sowjet-Union verfügt über zwei im arktischen Gebiet liegende Forschungsstationen. Von dielen Stationen aus wuvden im letzten ^ahce 24 Expeditionen unternoinmen. Die Expe- ^euer komsn In unserer Conntagnummer beginnen wir mit der Veröffentlichung eineZ neue? Romans, der ohne Zweisel den unzetei!. ten Beifall unserer Leserinnen und Leser finden wird: L/cken sll5 item /^rmen iertel von Käthe H il b n e r - W e h n. Die tellebte Schriftstellerin zeigt unS darin das Schicksal des kleinen, schönen Evchens aus dem Armenviertel, und zwar so rührend und ergreisend. daß niemand, der diesen Roman gelesen hat, ihn so schnell wie^«r vergessen wird. Diesem kleinen, ar« men Mädchen auS dem Volke gehört von den ersten Zeilen an des Lesers Herz, er versolgt ihren Werdegang von jenem Augenblicke an, wo sie im dünnen, flatternden Röckchen jenseits der Brücke steht und zu den Villen der Reichen hinübersieht, auch wenn sie noch so viel Bitteres und Kränkendes von dieser anderen Seite erfahren muß. Mit der kleinen Eve trauern wir um den Verlust des Mannes und KindeS, und mit Genugtuung erfüllt es unS fchließlich, dast das Schicksal sie doch noch mit dem Manne vereint, den sie in ihrer EngslSreinheit liebt. Stilistisch meisterhast, spannend und fesselnd ist dieses Lebensschicksal geschrieben, so daß wir des . Beifalls unserer Loserwelt sicher sind. M dition, die auf dem GiSbrecher „Sedow" in die A^ge geleitet wur^de, entdeckte sechs tm« bekannte Inseln und konnte geographische und topographische Aufzeichnungen von ark tischen Gegenden machen, die bis jetzt von Menschensuß nie betreten wurden. Im Iah re l931 wird eine große Forschungs-E^pe-d-ltion in das nördliche Eisnleer gepwnt, die das weite Gebiet von der Franz Josefs-Erde bis an die Nordküste Kamtscl^tkas um fassen soll. Im Jahre 1932 wird einer der größten Sowjet-Eisbrecher, der zwei Flugzeuge an Bord führen wird, in Äe stechen, um den Nordpol zu erreichen. Aus dem Znlanbe Vor mehreren Wochen haben zwei Auto, banditen die Umgebung von O f i j e k un. sicher gemacht und wir berichteten damals über verschiedene Ueberfälle, die sie ausgeübt haben. ^ Osijek fand jetzt der Prozeß gegen i^iese Autobanditen statt, dessen Ausgang durch die außerordentlich strengen, zur Abschreckung dienenden Urteile beachtenswert sind. Die beiden Banditen wurden nämlich zn 1 resp. 10 Jchren Zuchthaus verurteilt. « In der Pfarrkirche St. Nikolaus in K v privnica wurde diefer Tage ein 18?jäh-riger junger Mann mit einem Mädchen g e« trau t, das soeben seinen 14. Geburtstag begangen hatte. Die Trauung dieses Backfisches konnte erst nach Vorweisung eines ärzt lichen Zeugnisses und Gmehmigung der Anständigen geistlichen Stelle in Zagreb vollzogen werden. » Der Raubmord in öakove, hat einige Aufklärung gefunden, indem der Ernrordete mit Sicherheit als der Bauer J>van ^ alec aus Dolnja Lendava agnosziert werden konnte. Vom Mörder hat man noch keine Spur, doch sind die getroffenen Maßnahmen so durchgreifend, daß man damit rechnet, den Raubmord in einigen Tagen restlos aufgeklärt zu Haiben. » Im Hause des Arztes Dr. Stcrmenko AlekfiL inVel. BeLkerek wmde ein großer Diebstahl ausgeführt. Die Frau des Arztes ließ ihren Schmuck offen im Aim-nrcr liegen. Bei der ^imkehr von einem Spaziergange entdeckte sie, daß der Schmuck verschwunden war. Vom Täter ist einstweilen noch keine Spur. Der Schmuck hatte einen Wert von 2l)0.000 Dinar. Bor dem Löwenkäfig. lyaltin: „Gott, dir armen Tiere. ES ist! zn schrecklich, daß man sie ihrer Freiheit beraubt." > Glitt«: „Was heißt schrecklich? Sle dürfen iveilijzstens brüllen!" t ^"lnm?r ZI?? 1500 Efbstöße in 20 Tagen Opfer und Schaden der längsten Bebenkatastrophe in Japan T o k i o, 26. November. Nach den letzten lifsiziellen Mitteilungen beträgt in der Prä-fektnr Shizuoka die Anzahl der Todesopfer der Erdbedenkatastrophe i87, während die Blätter sie mit 219 angeben. In der Umgebung von Mishima, da» da» ,^)entrum de» Erdbebens war, waren seit 16. d. täglich durchschnittlich 300 schwächere Erd-stöhe zu verzeichtten. Das Zentralobservato-rium hat in dem Bezirk um das T^rmal-bad Jto, wo gegenwärtig eine FeuerSbrunst wütet, seit 7. d. 15V0 Erdstöße registriert. In Atami ist ewe heiße Gpringquelle heroorge-kröche«, die eine große Höhe erreicht. E» herrscht Beunruhigung über das Schicksal von 3W Arbeitern, die in der Nähe von A» tami in einem Tunnel arbeiteten, desie» Sin gang verschüttet worden ist. Nach einer Mit« teilung l»e» Zentralobseryatorium» hat die Erdbewegung bei den Erdstöhen 30 Minu. ten angehalten. T o k i o, 2sl t«» I»dlr»ps««» — Si« sr«Ppa>Ies Aetl» Witt«! im »«sangiftatt»« M ü n ch e n, 2k. November. Ein einziger Trlxpfen Medizin kcnm den Ausbruch deS Schnupfens verhindern. Diele Tatsache hat der bekannte Forscher Professor Vier sest» gesteNt. Man muß gegen Schnupfen in seinem allerersten Stadium vorgehen, wenn sich sein bevorstehender Ausbruch durch Kratzen im Halse, Juckemp'findungen in ^r Nnse und Niesen ailkiindigt. Sol'M die er-lr>ä'hnten Symptome das .Herannahen des Schnupfens melden, träufelt der behandelnde Ar^t einen Tropfen Jodtinktur in ein lylas Wasser und läßt die Lösung auf ein-lnal, in einem Zug, tviirken. Die Wirkung ist frappierend. Der Schnupfen kann sich nicht weiter entwickeln, er wird „kupiert", zunichte gemacht. Professor Bier rät, das Mittel bei den leisesten Anzeichen von Schnupfen zu ge«brauchen. Wichtig ist die rechtzeitige Amvendiiny zu Reginn der Stö» rungen, nicht in einem fortgeschrittenen Stadium. Für diese Cchnupfenbehandlun^ setzt sich jetzt in der „Milnchener medizinischen Wochenschrift" der Bonner Arzt Dr. Wels m^t großer Wttrme ein. Er berichtet, dah er srüherhin ieit Iahren an den si^versten Schnmpfenattalken gelitten hat, dlie in fast periodischer Regelmäßigkeit alle sechs Wochen auftraten und höchst guälend waren. Da begann er sein hartnäckiges Leiden mit dem Tropfen Jodtinktur zu behandeln. Und er konnte, wie er in seineni Bericht hervorhebt, einen eklatanten Erfolg erzielen. Seit geraumer Zeit ist er nun von seinem Schnepfen befreit. Der genannte Arzt enipfiehlt Mlf Grund seiner eigenen Erfahrung dieses einfache Mittel zur Erprobung in den weitesten Kreisen und weist darauf hin, daß der Schnupfen, der in'5gemein als harniloseS Leiden gilt, bei einzelnen Personen recht ernste Erscheinungen hervorrufen kann. Was ihm zur Last gelegt wirb Vor »«« M»«ft«rpr»zeß ße>e« öe» Ba«pyr K ö l n, 26. November. Die amtlichen Ermittlungen gegen den Düsseldorfer Massenmörder Kürten find nunmehr abge-sä'lossen. Die von Landgerichtsdirektor Hen-tel geführte Untersuchung war sehr schwierig, da Klirten anfangs mehr gestand, als ihm schließlich nachgewiesen werden konnte; er selbst 12 Morde, 36 Mordversuche und L8 Brandstiftungen zu, die er mit allen Einzelheiten schilderte und die bis ins Jahr IV14 zurückreichen. Bon den Morden sind dcei, von den Mordversuchen mindestens zwanzig glatt erdichtet. Warum Kürten sie erfunden hat, wird vielleicht der Prozeß, der zu Beginn des nächsten Jahres stattfinden soll, aufklären. Die Verhandlung wird sehr kurz sein, da die Brandstiftungen nicht mitangeklagt werden sollen, sondern „nur" neun Mordfälle und acht nachgewiesene Mordversuch. Es wird mit gänzlichem, min bestens aber teilweisem Ausschluß der Oes-fentlichkeit bei der Verhandlung gerechnet. Die Untersuchung ergab, daß Kürten kaum Mithelfer ol^r Mitwisser seiner Uebeltaten gehabt haben dürfte und zur Zeit der Verbrechen ein oft gesehener Gast der Gerichte war, wo er etliche Zivilprozesse führte. Anbree ist erfroren Die Zai«»>cha»1z«Ich>a«D«» st«» «Ichioe» S t o ck h o l m, 26. November. Die mit großer Spannung erwarteten Andreeschen Tagebuchaufzeichnungen sind Montag in Stockholnl in Buchfornv erschienen, die Ue-bersetzungen in 15 Sprachen folgen in den nächsten Tagen. Aus den Aufzeichnungen ergibt sich, das; die früheren Annahmen über den Ballonflug und die Wanderung über das Eis zum Teil unrichtig waren. Obwohl über den Todesaugenblick keine Aufzeichnungen vorhan. . den sind, hat Professor Lithberg das Ende der Katastrophe konstatieren können. Andree und seine Begleiter sind danach nicht aus Mangel an Nahrung, Munition und Feu ernng zugrunde gegangen, sondern, weil ihre LUeiduttg ungenügend war. Ohne Pelz konn-ten die drei den eisigen Stürmen nicht genügend Widerstand leisten. ^Sehr ergreifend sind die Aufzeichnungen S t r i n d b c r g s, die für seine Frau be-stinvmt waren. Interessant sind die Auszeichnungen An-drees vom 12. Juli, dem zweiten Tage des '-L.'allonflugeS, in denen es heißt: „Wir hallen heute viel Ballast abwerfen müssen und l^ben leinen Schlaf in die Augen ^kommen, der sortivährenden Stieße wegen, und wir kiznnen wohl nicht mehr weiter aushalten. Eö ist recket wunderlich, hier über dem Polarmeer zu schweben, als die ersten, die im Ballon hier geschwebt haben. Wie bald werden wir Wohl Nachfolger bekommen? Ich kann nicht bestreiten, daß eS doch ein stolzes Gefühl ist, das uns alle drei beherrscht. Wir nieinen, daß wir heute den Tod auf uns nehmen können, nachdem wir das ausgerichtet, was wir getan. 'Z^s Prasseln der Schlepptaue im Schnee und das Knattern der Ägel sind die einzigen Laute, die nian außer dem Knirschen der Balon^ gondel hört." Ueber den unmittelbaren Alllaß zur Landung schreibt Andre« nichts. Der größte Livilprozeß der Welt Die Erben Abdul Hamids gegen die englische Regierung. K o n st a n t i n o p e l, 26. November. Vor denl gemischten türkisch-britischen Gerichtshof begann vorgestern ein Zivilprozesi um den größten Geldbetrag, der jemals auf der Welt auf gerichtlichem Wege eingeklagt worden ist. Als Kläger und Klägerinnen in dem Prozeß treten 27 Erben, unter ihnen vier Wittven, sieben Söhne und eine ?^ch-ter des verstorbenen Sultans Abdul ^midtz, auf. Die beklagte Partei ist die englische Regierung. Abdul Hamid starb iin Jahre 1Vi3 und hinterließ ein Bermöffen, das auf eineinhalb Milliarden Dollar, rund 10 Milliarden Schil ling, geschätzt wurde. Ein großer Teil dieses Vermögens bestand in ungeheuren Lie-genschasten in Kleinasien und Mesopotamien, die durch den Friedensvertrag unter britische Kontrolle gefallen sind. Die Erben des verstorbenen Sultans, die in ganz Europa, zum Teil in recht kümmerlichen Vermögens» Verhältnissen, leben, machen nun durch ihre Konstantinopler Rechtsanwälte ihre Ansprüche auf die Verlassenschaft Abdul Hamids geltend und fordern von der englischen Regierung einen Anteil von nicht weniger als 80 Millionen Dollar, fast ein halbe Milliarde Schilling, aus dem gigantischen Erbe des verstorbenen Exsultans. In der ersten Verhandlung dieses Monsterprozesses bestritten die Rechtsvertreter der englischen Regierung die Kompetenz des gemischten britischen Gerichtshofes unter Berufung auf die Paragraphen 60 und 6S des Friedensvertrages von Lausann«, denen zufolge die Mitglieder des ehemaligen Herr- scherhauses als ihrer türkischen Staatsbürgerschaft verlustig anzusehen sind. Die türkisch Rechtsanwälte traten im Namen ihrer Klienten für die Zuständigkeit deS Gerichtshofes ein. Danach wurde die Verhandlung bis zum Dezember verwgt. Ein Krieg, der wegen NoummangeK abgeblasen wird Ein Hinterwäldler müßte derjenige sein, der die Bedeutung der Presie ^ute noch leugnen wollte. Doch niemand hat der „Siebenten Weltmacht" jemals derartige Reve» renz erwiesen wie der mexikanische Rebellen-führer Pancho Villa. Das tvar im Herbst 1917, da wollte Villa vom Staate Ehihua-hua aus den Kampf gegen die Regierungstruppen beginnen, ^n Auftakt zum Kriege sollte ein Angriff auf die befestigte Stadt Ojinaja bilden. Alle Vorbereitungen dazu waren getroffen, als Villa sich plötzlich sagte: „Donnerwetter! Das Wichtigste hättest Du beinahe vergessen: die Presse." Ja, die Presse — die amerikanische vor allem, an deren wohlwollender Neutralität Villa sehr viel lag! Er beschloß, erst ein naenig zu sondieren. Der Zufall wollte es, daß damals gerade der Vertreter eineS großen amerikanischen Telegraphenbüros in das Rebellenlager kam. „^ren Sie", meinte der Führer der Revolutionäre, „werde ich wohl jetzt bei Ihnen in den Vereinigten Staaten eine gute Presse finden, wenn ich losschlage?" ^ „Ach, du liebe Zeit", bedauerte der Amerikaner. — „Nein, gar nicht. Sehen Sie 'mal, die Titelseiten der Blätter sind ja jetzt voll von Kriegsmeldungen aus Europa, und der übrige Raum wird in de» nächsten vierzehn Tagen durch einen Serienartikel über Baseball vollständig ausgefüllt sein. Da könnten wir für ihren Krieg k^öchstens ein paar Zei« len ganz unten in der Ecke freimachen. Wenn Sie dagegen warten wollen, bis die Serie beendet ^si, dann steht Ihnen eine ganze Seite mit Schlagzeilen zur Verfü« gung." — „Schön", sagte Villa kurz ent« schlössen. „Dann verschieben wir eben den Krieg." Was denn auch geschah, sodaß der Angriff auf Ojinaja erst am 14. November erfolgte. Aus Angst Vor einem Mechtm Zeugnis In den Tob Zr>SNche» v»te «wer dnwe» MtNelZchittert» Wien, 26. November. Die 14jährige Realgymnastastin Leopoldine S ck ö b e r l hat sich vorgestern in der elterlichen Wohnung mit Leuchtgas vergiftet. Man fand sie auf einem Sofa in der Küche liegend tot auf. Das Mädchen, das als vorzügliche Schülerin galt, war nach der Aussage der Mutter in den letzten vierzehn Tagen sehr kränklich u. fürchtete, daß es ein schlechtes Schulzeugnis erhalten werde, »vährend es sonst immer das beste Zeugnis nach Hause gebracht hat. Es hat die Tat scheinbar sr^n vorgestern früh begangen, alS die Eltern die Wohnung Erlassen hatten. Nachmittags war die Mutter heimgekehrt, hatte auf Klopfen keinen Ein-ülß gefunden und, da sie keine SchMssel besaß, vermutet, daß die Tochter ausgegangen sei. Als diese aber bis abends nicht heim-sehrte, s6)öpfte die Mutter Verdacht, der noch dadurch bestärkt wurde, daß eine Mitschülerin erklärte, Leopoldine Schieber! sei gestern gar nicht in der Schule erschienen. Als man l in die von innen versperrte Wohnung ein« I drang, fand man da» Mädc^n tot aUf. Aus Selje c. Todesfall. Mittivoch, den 26. d. starb die Lehrerin i. R. Frl. Friederike Hell a-d a aus Celje, eine bekannte Katzenliebhaberin, im Ater von 76 Jahren. Friede ihrer Asche! c. Das Gebäude der Pensionsanftalt wird gebaut! Am Dienstag, den 25. d. nachmittags besichtigte eine Konnnissivn der Pensionsanstalt in Ljubljana nei>erdings den Bauplatz zwischen der Razlag-, Kolenc- und Seilergosse, wo vor kurzein mit den ersten Arbeiten für den Bau eines großen, dreistöckigen lNebäudes der PenstonSanstalt te-gönnen wurde. Die Arbeiten gerieten bekanntlich ins Stocken, da man am Bauplatz auf eine Sandschichte und auf Grundwasser stieß. Nun fand man aber in eiller Tiefe von 5 Meter eine Schotterschichte, weshalb sich die Konlmission entschloß, den 5CkIsk ... Bau in vollem Um.fange fortz»lsetzcn. DaS Fundainent wird mit einer 1 Meter dicken Eisenbetonplatte gefestigt werden. c. AmtStag der Handelskammer. Das Handelsgremium in Celje gibt allen Wirt-schaftskreisen in Celje und Umgekmng bekannt, daß der Referent der Handels-, Gewerbe« und Jnduftriekammer in LsMjana am Dienstag, den 2. Dezember von 8 bis IL Uhr vormittags im Gebäude des Handelsgremiums in Celje (Razlaggasse 8, Par terre links) für Interessenten amtieren wird. c. Die Filiale de» Hopfenverbande» in Celje wird am Sonntag, den 30. d. um 8 Uhr früh ini Umgebungsgemeittdeamt in Breg tei Celje eine Hauptversammlung ab« halten. An d^ Tagesordnung ist die Wahl des Auslschusses irnd der Delegierten für da? Jahr 1931 sowie ein Vortrag über die Au? sichten unseres Hopfenbaues. c. Unglücksfälle. In Sv. Kriötof »ber Laii-ko zerquetschte am Dienstag, den 3ü. d. M. eine Strl>)schneidemaschine dem 12jährigen Hirten Paul S i r k den rechten ^umen. — Dem 21jährigen Bergarbeiter Jo^ef P a v l i ö aus Sv. Rupert 0'l'er LaSko fiel ain Dienstag ivährend der Arbeit ein sch:ve-rer Stein auf die linke Hand und zerquetschte ihin vier Fing?r. -- Am d. brach sich d?r Kljährige Jako>b L i s e c, Besitzer in Po- „Mar^öorer ZeNun^' ?7'.immer ?>?n A). sst clei- k:efä!irlic^8te VVee. äurck >velc!ien 6Ie saß in Breg eine Tenne des Realitätenbesilzers Herrn Z e g a in Flammen stehe. Die Freiwillige Feuerwehr riicktc unter dem Äom-mando des Wehrhaupt Mannes Herrn Steud« te sofort aus und erschien in wenigen Minuten am Brandplahe. Vereine mit der Feuerlvehr aus Hajdina gelang es den braven Wehrmännern, das Feuer bald zu lokalisieren und jede weitere lyefahr für die benachbarten Eeba>udc zu beseitigen. Der Schaden dürfte sich auf bO—Hy.ym Dinar belaufen und ersckieint nur teilweise durch Vevsicherung gedeckt. Man vernmtet Brand-legung. p. Bau einer Uferschutzmauer in Breg. Dieser Tage wurde in Breg mit dem Bau einer Uferschutzmauer am rechten Ufer der Drau in einer Länge van 10 Meter begonnen. p. Enthüllung einer Denktafel. Der hiesige Veteranenverein nimmt konrmenden Sonntug die feierliche Enthüllung der am Städtischen Friedhofe errichteten Denktafel für die im Weltkriege Gefallenen vor. Die Feierlichkeiten setzen um 14 Uhr am Fried-Hofe ein, worauf um 15.25 Uhr vor dem Magistratsgeböude eine Defilierung vor den Spitzen der Behörden stattfinden wird. Den Abschluß wird nm 15.35 eine Gedenkfeier im Vereinshaussaale bilden. p. Verpachtet wird kommenden Sonntasi um 9 Uhr n-haus, Wirtschaftsobiekt und fast drei .''tz ch gute Erde. Eventuelle Interessenten mögen ^ie günstige (Gelegenheit n'cht versäumen. P. Schon wieder der Alkohol. In der Nacht von Montag auf Dienstag ist wieder einmal der Wein mehreren Burschen in Vur berk allzu stark in den Kopf gestiegen. Die natürliche Folge davon war eine blutige Prügelei. Der 27:ährige Besitzerssobn Joses Voda erlitt hiebei mehrere Stichwunden in den Rücken. In schwewerlet^tem Zustande wurde er ins Kranketthaus nach Ptuj gebracht. Sein Zustand soll besorgniserregend sein. P. Besitzwechfel. Der knesige Lebzelter Leidling hat dieser Tage das Wibmer' sche .Haus gegenüber dem Hotel Osterbcrger käuflich erworben. P. Im Stadtkino s?elangt am Donnerstag der herrliche Filmroman „Das brennende .^xrz" zur Vorführung. P. Im Schlafe beftohlen. Den, Kr/jmer Jgnoz Slivar aus Ivi^nec widerfukir gestern in miserer Stadt ein Peinliches Mistgeschick^ Als er nämlich verg^ingrnen Montag früh in einer hiesigen .s>erberae aufwachte, be. merkte er zu seiner größten Bestürzung, daß ihm im Laufe der Nacht das gesamte Bargeld im Betrage von ."^000 Dinar abhanden gekouiuien war. Der Verdacht fiel sofort an^ einen seiner Begleiter, der sich auch nicht mekir blicken ließ. Dank den sofortigen Mas^ nahmen der Sicherheitsvehörde konnte der /IsIcaFe Schwierigkeiten der Moriborer Hoteliere Wie verlautet, gibt sich die Stadtgeniein-de mit dem Gedanken ab, im kommenden ^alzre eine 10prozentige Frenldenziminer'-lo-gäbe in ihrem Bereich einzuheben. I:: den Äiariborer .Hotels würde sich diese Abgabe auf 3 bis 9 Dinar für ein vermietetes Zimmer stellen, n^s zusanlmen mit dem Melde-.liiein, dessen Preis sick) in Maribor auf 3 Dwar stellt, bis 12 Dinar pro Zimincr ausmachen würde. Daß damit der gesamten .Hotelindustrie ein schnierer Schlag versetzt werden würde, scheint wohl jedermann klar zu sein. In den einzelnen .Herbergen dürften dann nur einzelne Reisende absteigen, während der Zufluß von Fremden, d'ie sonst »ehr gerne unser ,^Steirisches Meran" aufsuchen, überhaupt auZlbleiben wiirde. Selbst in Beograd erreicht die Stel:?r für ein Zinimer im Preise von 150 bis 250 Di» nar kaum die Höhe von z e h n Dinar, während sich dieselbe anionsten auf kaum 3 bis 4 Dinar stellt. In Graz z. B. find neuerbau--te .Hotels überhaupt von jedweden Abgaben befreit, während dieseNe bei den übrigen .Herbergen nur 4 Prozent beträgt. Wenn die Stadtgemeinde diese Steuer schon nicht ganz abschafft, dann möge sie lve-nigstens eine erträgliche Höhe der Frem-^^enzimmera!i)gabe im Höchstausmaß von höchstens 3 Prozent schaffen. m. Feftvorftellung. Montag, den 1. Dezember um 20 Uhr findet im Mariborer Theater eine feierliche Festvorstellung statt, bei der Andrejews Drama „Tage unseres Lebens" zur Aufführung gelangt. m. Silberne Hochzeit. Der beliebte „Ober" des CafL „Central" .Herr Rudolf K o r i t« n i k feiert im en-^sten Familienkreise nut seiner Gemahlin Anna das schöne Fest der silbernen.?>och.^eit. Wir gratulieren! m. Für die alljährlich wiederkehrende große Turnakademie des Sokol-Bereines in Vioribor, die Heuer am S a m s t a g, den 29. d. im „Umon"-Saale zur Feier des Staatsfeiertages am I. Dezember statten-det, macht sich bereits überall das recffte Interesse kund, zumal die Programme der bisherigen Veranstaltungen stets viel Neues brachten und so die zahlreichen Besucher jederzeit vollends Austiedenstellten. Auch die diesjährigen Programmpunkte sind größtenteils sehenÄverte Attraktionen, die man nicht versäumen möge. Wie wir eofachren, wird bei ^dieser Gelegenheit Weltmeister im Turnen ToZo Pr imoZie nach seinem sensationellen Erfolg im Kampfe um das Weltchampionat zum erstenmal vor die Oef-fentlichkeit treten. m. Die „Heitere Revue" des Männergesangvereines, welche Samstag, den 13. De-zember um 20 UHr im grof^n „Union"-Saale uraufgeführt werden wird, dürfte ge--wiß eine der gelungensten Veranstaltungen der letzten Jahre bedeuten. Sie wird die begabtesten Kräfte des Männerge'angvereines (Sänger und Sängerinnen, Tänzer und Tänzerinnen und vor allem die .Humor.sten und Komiker) mobilisieren und zu einem, fröhlichen, bilderreichen Ganzen zusammenschließen. Die acht Bilder der Revue, deren Text und Mnsik, wie wir bereits mitteilten, aus der Feder des Prof. Hermann Frisch stammen, werden jedem .s'^örer und Zuschauer etnxls AU sagen haben, zunächst sich aber an jene »venden, die in d!esen sch-veren Zeiten ein paar Stl^nden herzhaften Lachens ivohl zu schätzen wissen. Der Verein wird keine Mühe und Kosten scheuen, um a ich den äußeren Rahmen der Veranstaltung möglichst exquisit und gefällig zu a^talten. Die Saalibi'lhne wird nach den Plänen des .Herrn Architekten Ezeike von der Firma skiff niann aufgebaut, ivährend für die Bühnendekoration die Firma I. .Holzinger (1. A^ teilung). sowie .Yerr I. Peteln s2. Abteilung) zeichnen iverden. Näheres in oer Sonntagnnmmer. m. Trauungen. Im Laufe der letzten Tage wurde in Maribor getraut: Franz Täter noch im Lau'fe des Taftes in OrmoZ; ausgeforscht und festgenommen iverd?«. Bei ihm wurde fast noch das ganze Geld vorgefunden. Maribor, 28. November. Kranjc mit Frau Marie Mlaker geb. Flis; Johann santl mit Frl. Marie Ravrivka; Engelbert Sauperl mit Frl. Justine Leber; Ernst Znofl mit Frl. Franziska Kukovec; Josef Kaiser mit Frl. Anna Schlauer; Franz Iarh mit Frl. Antonie Fabijan; Rudolf Lah mit Frl. Amalie Gajiler; Franz Zöap mit Frl. Veronika Cigüt und Alois Bergott mit Frl. Christine Grill. m. Holz fiir die Stadtarmen. Die Stadt-gemeinde wird in der Zeit vom 3. bis 31. Dezember wahrend der ?lmtsstunden im sozialpolitischen Amt des Stadtmagistrats (Ro tovSki trg 9) den Stadtarmen Beiträge zur Beschaffung von Brennholz anweisen. Anspruch auf Beiträge besitzen alle Stadtarmen, die nicht im Versorgungsheim verpflegt werden; wo mehrere Stadtarme im gemeinsamen Haushalt leben, erhält nur einer von ihnen den Beitrag. Jeder Stadtarm« soll den amtlichen Ausweis über den regelmäßig gen Bezug der Armenunterstützung mitbringen. m. lturs ftir das Fardenspritzverfahren. Auf Ersuchen einiger Interessenten teilt das Gewerbeförderungsinstituß der Handels-. Gewerbe- und Industriekammer in Ljublia-na mit, daß die Gebühr für die Besucher des Kurses für Farbenspritzverfahren in Ljublja-na herabgesetzt wird, und zwar für Meister auf 50 und für Gehilfen auf 25 Dinar. Wie seinerzeit mitgeteilt, wird der Kurs in der Gießabteilung der Technischen Mttelschule in der Zeit vom 3. biS 13. Dezember abgehalten und wird sich auf den Unterricht im Farbenspritzverfahren auf Metall und Holz erstrecken Die Anmeldungsfrist läuft Samstag, den 29. d. ab, doch werden ausnahmS-weise die Anmeldungen noch zu Beginn des Kurses knn 3. Dezember um 8 Uhr entgegengenommen. m. Einen Nikoloabend veranstaltet auch Heuer der Slowenische Frauenverein für unsere Jugend. Der Abend wird zahlreiche sehenswerte Programmpunkte umfassen und so jedermann eine Ueberrasck'mg bringen. Der Reingewinn der Veranstaltung wird der Kinder-Ferialkolonie am Bac^rn zu. fließen. m Bon der Leiter gestürzt. Gestern nach» mittag stürzte der l2jährige, in der Sme-tMova ulica wohnhafte Schüler ^lertert S t r a 8 e k io unglücklich von e'nec Leiter, daß er beim Sturze eine Fraktur des linken Armes sowie Verletzungen am Gesichte erlitt. m. Fahrraddiebftahl. Gestern mittags kam dem Keuschler Vinko S t r a u s aus Sv. Peter aus dem Flur des Hauses Alekiandro-va cesta 14 ein Fahrrad im Werte von 1000 Dinar abhanden. Das Rad trägt die Nummer 3447. m. Risiko der Arbeit. Der in PobreZje wohnhaft^ Mechaniker- Alois KlamPfer erlitt gestern bei der Reparatur eines Kraftwagens mehrere Quetschungen an beiden Händen. In der Rettungsstation wurde ihm erste Hilfe geleistet. m. Sine Belohnung von 5V0 Dinar hat der hiesige Friseur R. P i r c für die Ern-ierung des boshaften Täters, der ihm im Laufe der gestrigen Nacht die Reklametafel bcschnnerte, ausgeschrieben. m. Autokarambol. Als gestern abends der hiesige Autotaxinhaber Karl SePl mit seinem Kraftwagen durch die Aleksandrova cesta der Stadt zufuhr, bog ein vor dem Hotel „Meran" stehendes Automobil Plötzlich in die Fahrtrichtung ein, wobei es in den Hinteren Kotflügel der Autodroschke stieß und diesen bedeutend beschädigte. Wen die Schuld trifft, wird die bereits eingelei-« tete Untersuchung feststellen. m. Wetterbericht v. 27. November 8 Uhr: Feuchtigkeitsmesser -s- 14, Barometerstand 738, Temperatur -s- 8, Windrichtung NS mit westl. Wolkenzug, Bewölkung teilweise, Niederschlag 0, Umgebung Nebel. * Sind Süßigkeiten flir die Zähne lchöd» lich? Zucker bildet einen Haupt^standteil der menschlichen Ernährung; er ist nahrhaft und gesund. Deshalb sollen und dürfen Erwachsene wie auch Kinder ruhig Süßigkeiten essen; nur muß vermieden werken, daß Zuk-kerrückstände längere Zeit im Munde verbleiben. Das kann nur verhindert werden durch regelmäßiges Zähnebürsten nach den Mahlzeiten, vor allem vor dem Sch'^^^c'nge-hen. Zur Reinigung eignet sich die Pebeco- « I « deu e vienstHsx: Uf«nn lledt.... IVO«/, lieu,»cde5 l.u8t. pl«l. l.ustixe, cZesinxzzlüc ------- TIr»Ior»: -- Keule k)lenzt?'e? VI« »»in Verktl>«en um 17 19 unnnn ulick f'eii.'istlon um l?» 17 >y un«I Udr Vorverksut tS«iI^d von 10—lZ Ukr tl0 äor s(lnnks8so. 8»mst>e ?9 un6 Zonnl"? 30. k>tovemder 8ens»t!on»6t«m». Zahnpasta besonders gut, weil sie den Vorteil besitzt, die Mundschleimhäute zu reichlichem Speichelfluß anzuregen. Tkieater««»^unk NaUonaltdeater n INarivor AeVertOtre Donnerstag, 27 Ncnember, 20 Uhr: „Das Leben ist f»vn". Ab. B. Freitag, 26 November: Geschlossen. Samstag, 87. November, 20 Uhr: „Die hellige Flamme". Ermäßigte Preise. Kupo-ne. Zum letzten MaU SoWtag, 80^ Nooemkvr, 15 Uhr: Die Puppe", 5 uyone. « 20 Uhr: „Alexandra", ^ipone. Montpft, 1. Dezember, 15 Uhr: „Das Leb'iz ist fchiin", Kupone. — 20 Uhr: „Taqe unseres Lebens", Kupone. Feftvorftellung. Spor ..Hakoav" — ..Stap.d Die Grazer „Hakoah", nvlche, wie schon iierichtet, dieen Sonntag um halb 15 Uhr gegen „Rapid" spielen wird, hat in letzter Zeit ihre Mannschaft durch .Heranvehung von ehemaligen erstklassigen Professi onals aus Wien uick Budapest gewaltig verstärkt, und zählt gegenwärtig zu den spielstärksten Bereinen der steirischen Liga. D'e Grazer werden in ihrer s^rksten Aufstellung wie folgt antreten: Kohn (ehemals 3. Bezirk, Budapest), Weiß (ehem. F. T. C. Budapest), Fürst, Burstin 3, Burstin 2, Weit^en se.>'m. Hakoalh Wien), Knapp (chem. Hokoah W en) Quastler, Burstin 4. Krausz und Sch.varz. Sämtliche Spieler der Mannschaft l^aben schon als Auswahlspieler die Farben Graz' vertreten und wirkten in d^n letzten ^^e-len mit bestem Erfolg mit. U. a. gegen Zagreb: Weiß, Burstin 3; gegen W en: Knapp und Weitzen; gegen Maribor : .Krauß, Sck/warz und Fürst. Daß in den drei T^ams, die Graz an einem Tage aufstellte. 7 Spieler der Hakoalh mitwirkten, .spricht für das wirklich große Können der Spieker und der Mannschatt, die somit auch in Maribor ein äußerst sehenswertes Spiel vorführen wird : Ein Städtefpiel Maribor-Ljubliana wird für kommenden Sonntag vom Unter-verban.d angestrebt. Wie uns mitgeteilt wird, hat sich die Mehrza-hl der in Betrack"t kommenden Vereine ^aegen ausgesprochen. : Jugoflawien—Polen. Der Iugosla vische Fußjballverband hat nvit Polen Verk'andl'm-gen angekniliplft, welchen zu'folge am 1. November 1031 in Wars'''k^u ein ^^n^erkampf zwischen beiden Staaten stattfinden soll. : Die OttSgrnvve Studenci d?s Arbeiter-radsal^rerverbandes veranstaltet am 29. d. um 19 Ulir im Gast^auke .^^puref fvormalS Senica) ein Nikolokräntzck'en. Geschenke mögen beim Gn^'^w'rt abae^eben nvden. Der Einzug des Nikisy erknlat nm 21 Uhr. — Fre'inde des Radfahrersportes sind herzlichst aeladea. »»»«»«''? - Vliirtscksktlicks kunciseksu Kapital und Bertwuen Vrost« a«slil»dische AapilalstnveNUionen — Die einheimisch e FinanzNilrk« «ich! ooll onszenLtzl Fd. Man hat sich in der letzten Zeit an eine etivas pessimistische Beurteilung ^'r Weltwirtschaftssituation gewShnt, umso« mehr, da die einzelnen Phasen, die zu ihrer Verichlechtcrun^ kiefirhrt l>aben, noch immer nicht als aldqeschlossen betr'-'chtet werden können und die Tepression scheinbar auch noch lans^c nicht den Kulminationsp-lnkt erreicht hat. Dabei hat man scheinbar aber das enl^ere Wirtschaftsgebiet der eigenen- ^heimat zu sehr aus dem Aulie gelassen und damit i^b^r sehen, daß die Verhältnisse in I u g o-s l a w i e n lanc^e nicht so trostlos sind, wie in so manchen der iibrigen Staaten, trotzdem c^erade Jugoslawien in den v^'r-ganslenen ^a^hren wirtschaftlich se)r viel, wenn nicht den gesamten Kredit r>erloren hat. Inzwischen ist es aber langsam gelungen. das Vertrauen des Auslandes wiederzubekommen und ebenso kann man heute auch ülberall im Auslande auf nx'it nlehr Verständnis für alle wirtschaftlichen Fragen Jugoslawiens skoßen, als beispielsweise drei I<^hre früher. Ez ist ja möglich, daß die BemühuNiZe.1 Frankreichs nach Zsonlolidierunq der Kleinen Entente hier viel mitgewirkt haben, waihrscheinlich hat auch das Problem ider?lqrarfinebend da^ür maa aber dcxl) gewesen sein, daß man die große Notwendig keit bei uns erkannt hat und ebenso auch die ttnermeßlickien d'e ?>iigosla' Wien als eines der reichsten L^der Turosas bietet. Der starke Konknrsrückganfl hat den (^«'s'^äftskredit oehoden, ' auch der Rückgang an notwendig gewordenen Klagen war da maßfiebend, nicht zuletzt aber auch die raschere Erledigung aller gerichtlichen TtreitfLlle, auf die u?an l>eute nicht mehr jahrelang zu warten hat. Jedenfalls ist der starke Zu« ström frenlden Kapitals ein Zeichen des neuerlichen Vertrauens. Aerade, weil der Kaufmann sich nicht von Sentimentalitäten leiten läßt, ist dieses ^"^eichen wichtig, da e§ beweist, daß Koplta?sanla«^en in Jugoslawien rentabel geworden sind. Die bedeutenden französischen Privatinvestitionen sind bekannt. Jetzt werdaii.ptnntzen aus dieser Wirtschaftshilfe wieder in^» Ausland akn>andert. Aber es ist zu verwundern, daß das einheimische Kapital selbst nocki nir'it soviel Vertrauen zur einheimischen Wirtschaft gefaßt hat. t>aß es die aüslcindische Initiative übernommen und die in großen Mengen thesaurierten Kapitalien ebenfalls freigemacht und zu In vestitionszwecken verwendet hätte. Die Fra ge der groß<'n fugoilawischen Staats-a n I e i ') e ist noch immer aktuell und gerade in die'^er Zeit, in der man an die Paiutastabilisierung denkt, aktueller als sonst. Es ist auch sicher, daß darüber Verhandlungen laufen, wenn auch der Grund, we^^balb diese Verhandlungen noch nicht in das abschließende Stadium getreten sind, nicht bekannt ist Unbedingt a^er tragen die ?^erichte der verschiedenen ausländischen Finanzbeobachter über die innere Vertrau enslage in Jugoslawien dazu bi?i, daß die Lage noch abwartend ist. ?>citte das einbeimisrbe festgelegte Kapiwl schon genügend Spannkraft gezeigt und die Summen, die heute zum großen Teil zu verhältnismäßig minimalen Zinsen in den Banken liegen, verflüssigt, so wäre die Kräfteabivanderung, wie sie ja eine jede ausländische Investidionsanlagc darstellt, nicht so stark zur Entwicklung gekommen, andererseits aber hätte sich auch ie Vertrauenskrise in der Wirtschifr rascher und stärker erleichtern können. Wie die Situation )cute aber noch steht, kann ganz gut von einer inneren wirtschiift-lichen Vertrauenskrise gesprochen werden, die weniger ein Au'^ruck der Vertra'l5nden ri'ht und die Notwendigkeiten der Investit'onen, 'owie die Flüssigmachung fe^^si^'le-itl'r k^Zelder d-ar« um in manchen (Gebieten a'?ch lanasarner vordringt, inl Interesse der Volkzwirtsch.ift wäre es aber sehr zu begrüßen, wenn das jugoslawische .Kapit-^s n'ck^t erst abiv>ir!eu würde, bis das elastischere ausländische Ka pitnl schon alle Ekiancen für sich gen-'"i!nen und der einheimischen Wirtschaft dann nur mehr die spärlichen Reste Zurückgelassen hat. X Bankengesetz. Der 5er den Bankengesetzentwurf. Nach Durchberatung in sämtlichen Nnterau>)sch!':ssen wird der Entwurf der Regierung übermittelt werden. X Banalbndgets. Vis zum l. Dezenkler sollen beim Finanzministerium die Vanal-budgetvorschläge eintreffen. Vanalreferen-ten und Chefs der Vanalfinanzabteilungen iverden an der Verhandlung über die Budgets im Finan',min?''^''ri!?m teilnehnicn. )^ei Abschlllß des Budgets werden die Vorschläge von d. Banussen begründet. In derMehrheit der Banate sind die Budgetentwürfe fertiggestellt. Das Finanzministerium wird zugleich mit den Banalbu'dgets die Arbeit am Staatsbudget in Angriff nehmen. X Amerika pegen rnff sche Waren. Einer Meldung des „Newtior? >?^erald" zufo-lge haben die amerikanischeu Behörden beschlofs'.'n, in Zukunft keine russischen Waren nach den Vereinigten Staaten z>u lassen, wenn sie nicht von konsularischen Urkunden begleitet sind, in denen bestätigt wird, daß die Ware nicht von Sträflingen angefert'igt wurde. Da die anierikanifche Negierung auf dem Gebiete der Sow-jetunion keine Konsularvsr- tretungen unterhält, wird d'e'c Anordic^uig prakti ch die voltlonunei'? Unterbindung der russischeu Einfichr nach Amerikr bedeute,?. 'X England hebt die Leben.-mittel - schu,l Me auf. In der gestr igen S't>ung der Konferenz für die iltoordinierung der wirt'.liaft-lichen Aktion kündigte Sir Sddneti ^'hap-man an, dasj die Schu!"^'l!i? a >? Lei.vn-dii>tt-tel in c^ns^land mit dem 15,. Jänner au^s'ehobeu werden. Frankreich und Polen erklärten, sie luüßten ihre Verwahrungen aus denl ^ahrc 1928 betreffs deZ Ein- und Ausfuhrverl>ots wiederholen. X Statistische Gebühr als Zollersatz in Frankreich? 5)andclsminister Flandin kün^ digt an, daß eine Reihe Einfuhrersch^verun-gen laut Beschluß des Ministerrates in Aussicht genonunen sind. Es handelt sich zunächst unl Kautschuk, Hanf, Flachs und Leinen. Da Zollerhöhungen die Frage der Ueberprüfung der Handelsverträge auswerfen würden, so wird man dafür eine „scatistische l^bühr" der art erheben, d. eine Schutzpränue für die betreffenden Industrien dabei herausspringen wird. Tie „statistische t^obühr" soll allein bei Kautschuk J0 bis 40 Mill Francs erbringen, womit eine Subventioniernng der indochine fischen Pflanzungen ermöglicht werden soll, in denen bereits 2 Milliarden Francs französische Kapitalien angelegt sind. Freitag, 28. November. Ljnbljana, 12.15: Schallplattenkonzert. 13: Reproduzierte Mnsik.— 17.30: Nachurit tagskouzert. — 19: Französisch. 20: Beograder Uebertragung. — Beograd, 18: Sai« sonschlager auf Schallplatten. — 19.30', Deutsch. — 20.30: Konzert. ^ 21: Konzert, — Wien, 15.25: Nachmittagskonzert. ^ 19.35: Unterhaltungsmusik. 21: Kammer sänger Leo Slezok. 22.15: Abendkonzert. — Breslau, 19.10: M^ndmusik. — 20: Berliner UebertraAung. — 22.5: Stenographie. " Briinn, 21: Aeltere Musik. — Stuttgart, 19..W: Mozarts Oper „Die Zauberflöte". 23: Unter^ltungskonzert. — Frankfurt, 19.30: Stuttgarter Ue^rtragung. — Berlin, 19: Bunte Stunde. — 20: Offenbachs Operette „Die Schlvätzerin von Saragofsa". — Anschließend: Tanzmusik. — Langenberg, 19.15: Englische Unterhaltung. — 20: Volk musiziert. ^ 21.05: Gesang von den Dörfern und Aeckern. ^ Anschließend: Kon^zertülker« tragung. — Prag, 18.2S: Deutsche <^ndu'ng4 — 19.20: Schallplattenmusik. — Mailand, 17: Schallplatteninusik. — 19.30: Buntes Ringe, die zur Aette werden Kriminalroman von Maria-EIisabeIH Gebhardt LopvrlUlit dv ^»rtlo foueliivsairer, Hill« ». ä. ZA Mhrend Hans Werkenthin mit seinen Leuten nochmals imch Berlin zurückreisen mußte, um Bericht über die Schlveizer Verhandlungen und den Tod des Verbrechers zu geben, beschloß .s>err von Wenden, mit Hilde wieder, wie im Vorjahre, in Brunnen Aufenchalt zu nehmen. Hildegard Hatto sich dort so wohlgefühlt, daß der Geheimrat hoffte, sie würde sich nun, da eMich der Mord an Maya Lauda-nus geklärt war. in der herrlichen Gegend am VierivaldstSttersee völlig erholen. Die Zeit der Gerichtsferien war ohnehin nahe, so daß der alte Herr seine Geschäfte unbe-sorgt seinem erpro-bten Vertreter überlassen konnte. Hans Werkenthin wollte mit Bessinn seines Urlaubs ebenfalls ns?ch Brunnen kom-men. Jetzt, da der Schatten von Hildegards weichen mußte, hoffte er, seine hei. ßen Wünsche bald erfüllt zu sehen. Hans sah bei seiner Ankunft uiit innerer Freude, daß Hilde wirklich von ihrer Schwer nrut zu genesen begann. Die kurzen Fuß-touren. die er nnt ihr unternahm, taten das hre, und bald !l>ar Hilde frischer lind hei» terer als je zilvor. Eines Tages ful>?u die drei hinüber zlim Rütli, das sie im Vorsah'-e nur flüchtig be. sucht hatten. Diesmal woliteu sie den ganzen Nachmittag hier verleben. Der alte Herr vertiefte sich in die Zeichnungen, die im Zimmer hingen, und ließ sich das be-rühmte Gästebuch geben, das ihn außerordentlich interessierte. Hans und .Hilde aber streiften ain U^er entlang, un^ saßen au? der einsan'en Stein-^ruudbank. «"ber den schma- len Teil des Vierwaldstättersees, dem Ur-nersee, schaute der Wietel der Tellskapelse herüber. Ein Danipfer zog seine Bahn nach Flüelen hin. Das Wasser des Sees spieg^^lte den klarblauen Himmel zurück. Die Gedanken der beiden wandect^'n zurück zi;m Vorjahre. Haus Werkenthin unterbrach das Schwei-atte? Sie lmhmen alles viel zu schiver Oder milß ich glauben, daß Geocg Meyerhofen Sie mit seiner Untreue so tief gekränkt hatte," „Georg Meyerhofen? Ich habe wahrhai-tig kaum noch an ihn gedacht. Ich war ein Kind, als ich ihm auf Wunsch ineines Va-ters das Jawort gab. Ich kannte noch niemand, der luir lieber geir»esen )vare als er. So wurde ich seine Braut. Auch hatte lueiner kindischen Eitelkeit geschmeichelt, als erste von allen meinen Bekannten verlob! zu sein. Eigentlich nluß ich der Abenten-rerin danken, daß sie mir die Augen ge--öffnet hat. Aber alle diese fürchterlichen Ereignisse hatten schwer auf mir gelegen Die beiden Ringe, die ich im .See.'iof' verlor, wurden zu eiue^' schweren Eisenkette, die mich fast zu Boden druckte." „Auch den« Abenteureripaar wurden die ^l'Ngc zur Kette, die sie beide in den Tc-d zog." „DeSlialb habe ich den Schmuck auch nicht wieder an mich genommen, als inein Vater ihn mir zurückgeben wollte. Den Wappe,l- ring hat er selbst kel>alten, der Amethystring ist verkauft worden; das Geld hat die Anna vom,Seehof' bekommen." „Die es schleunigst wieder in einen Ring unnvandeln wird, um ihren Schatz zu heiraten, wie sie mir vertraute, als ich auf der Herreise im,Seehof' n>eilte." „sie haben getreulich geholfen. Herr Assessor, mich von der niederdrückenden Last der Kette zu befreien. Ich glaube, ich habe Ihnen noch nicht einmal dafür gewnkr." »Wie gern möchte ich für alle Zukunft Ihnen auch noch s6)werere Lasten abnehmen oder tragen belfen, .Hilde! Sie nmssen cs ja gefühlt haben, daß ich Sie liebe, lauge, lange schon. Könnten Sie sich entschließen, sich zu binden mit einen? Ringe, der zur lebeuslönglichen Kette iverden soll? Meiice Liebe soll zu Ihnen zur Rosenkette n>erden " Hildegard salh ihn all, und er las die Antnwrt in ihren Augen. Iu>belnid legte er den Arm um sie, ilnd ihre Lippen einten sich im ersten Kuß. Sie hätten noch lange in ztirtlicher Ver-sunkenheit gesessen, wenil nicht der Geheiln-rat erschienen niäre. In seinen Augen ltral'l tc helle Freude auf, als er die beiden fand; erfüllte sich ihm doch ein Wunsch, den er seit langen, inl stillen gehegt hatte. „j^inder. es ist Zeit, der Dauip'er landet eben driAvu bei der Tellekapelle!" rief der Ge)eiinrat alls einiger Entfernung. Ivo er lächelird stlhenaeblieben n>ar. Die beiden schreckten auf. Hans Werkentbin ergriff die .Hand der errötenden Hilde, führte sie zu ihrem Vater, ilud brachte mit wenigen herzlichen Worten seine Werbung vor. „Wir spr^'ckien noch dal^eim n>eiter, lieber Freund", sagte der aUe Herr. „Wenn wir aber nicht noch bis zuin sMen Al'end hierbleiben wollen, ift es höchste Zeit. Der nächste Dampfe' geht erst in z.l>ei St'n?>en." In großer Eile, die über die Rühru'>k hinweghalf, strebte man den Fußpfad hinunter. In Brunnen schickte der Geheimrat seine Tochter auf ihr Zimmer, weil er mit ^ns allein sprechen wollte. „Sie haben ja nun Ihren interessanten Fall gehabt, lieber Hans", sagte er. „Freilich dürfte er für mich noch ein unangenehmes Nachspiel ivegen der Erbschaft haben. Hoffentlich entsteht nicht ein Diplomatenstreit zwischen Teutschland und Rumänien. Aber ich stehe jetzt allein, und da muß ich mich nach einer geeigneten Hilfskraft umsehen. Ich rechne dabei auf Sie, lieber Assessor! Hängen Sie die Kriininalistik an den Nagel und werden Sie mein ^istand und Nachfolger. Als Rechtsanivalt können Sie J<)re kriminalistischen .skenntnisse genügend vernierten. Ich bin nicht so grausam, meinen Segen von der Annahme dieses Vorschlags abhängig zu niachen; aber bedenken Sie. daß auch.Hilde es lieber sehen wird, tvenn Sie nicht immer auf der Verbrec^rjagd sind." Hans n»ar von denl Vorschlag überrascht, ver prach aiber, sich die Sache zu überlegen. Als Hans in das kleine Zinnner trat, daS für ^ie drei freigehalten worden war, erklärte er seinen, Echwiegerv^ater, auf seinen Vorschlag eingehen zu wollen. Der Geheimrat drückte seinem Schwieger« söhn dankbar und erfreut die .Hand. Hans ging auf des geliebte Mädchen zu, zog einen schmalen Goldreif aus der Tasche und steckte ibn an ibren Finger. „Tieser Reif soll uns auf ewig alleinander ketten, zu freier Geuieiufcbaft in Leid und Freud'; aber er soll keine .^perl und schönen Annerl." - 21Lb: «benvronKert. — VudaMft, 20.10: Klavtir- un^ Biol^sonaten. — 91.1b: Ken« gert. — Anschließend: Schallplattenkonzert. — V«rfch«>, 17.4Ü: Mandol^nmvvchester-konzert. — M.IÜ: Gymphoniskonzert. — P«is, 80.S0: Hymphoniekonzert. Bllcherfthau b. vrick«» ^ «nä va» v«,rl»er v»r. vsr-über tinäen 5i« Interezsslitoz in c!em neuo» »toa Nstt 6«!' »ölikne«. «rsto, d^ovsmdsriieit. Xu» ^n2akl kl8tc»r!5cker VVskIpIakste, lntereszsn-te bioxrapkisck« Dokumente lur >VatiIbeve. eun« versckleliensr Unäer un«I versekivlle» ner leiten. Dem friuenportrtt im Xanttlvr-tisus 5inä mehrere öillZcr eeviämet, 6!e l?o-mantik 6er ölenälatorne Im Kino bietst vi» neu koz»e!n6en Leltrs? lur pIvctioloeie cZes modernen l(rim!n2lfi!m5 unä seines ?ublt-Icums. Ispanlsciies 1'keater in >Vlen virä jeclermsnns Interezse ttnäen. d. ?o do ti»nlre a reporter s trtsi kor miiräer das to de re-lieilf«!, vllile tvo kurtker Ilves sre sacrikleet trouxti tke unscrul>ulou8 criminsl'z eliäosvours to.5ave dimselk. LAemee Möbl. M«mer samt Verpsle« gunt»rldof 5!ov«i»»ll« ul. 12. 149S9 Gchneschuh« mch GalOschen wer den billigst vulkanisiert. Auqust Gusel, VchuhmacherwertstStte. Vnnkopanova bv. ISZW VeteUIguna an seriSsem Unternehmen mit SH-lzovltv Änar bei event. MittStiqkeit. Angebote unter »Auch promut" an dk Berw._12333 Sehr guter bürgerlich. Mittag» »»d «bendttfch ab 1. Dezember zu vergeben. Um gesl. Zuspruch bittet: ye»tS«Vettt>iiö. «rsgorei le« »l. «, P«t. recht». ia»W lililmMM« erftklossigi» deutsche» siiabrikat modernste Ausführung. Allez au Kugellagern. Au soliden Preise, auch auf Raten erhältlich be Riov ä. » ». «» i^eridoe 1^e»l«»tbar>»g. 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