MARBURGERZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES STEIRISCHEN HEI M A T B U N D E S Ä RTT^ ii" c=;n^ ^ A'ra .';,'s ^|r — M- JahrgMitf_Marbartf-Draii, DonncrsUig, 24. Februar 1944 Einzelpreis 10 Rpf Wie bei Verdun Granaftrichter an Graoattrichfer, Trommelfeuer von Weltkriegsformat Im feindlichen Abwehrfeuer bei Nettuno Von Kriegsberichter Lutz Koch PK 23. Februar über «Ijie Woche währt nun bereit! die Schlacht »üdlich ApriUa. Noch hat Moh die Heftigkedt der Kämpfe Jeden Tag gesteigert und damit auch die Erbltte-ninig, mit der um jeden Höbepunkt und um jeden Kilometer Bodengewinn auf bedden Selten gerungen wird. Fast schien es am ersten Tage nach einigen schnellen CTberraschungerfolgen und der darm ein-■etzenden »ehr starken feindlichen Gegenwehr unmöglich, noch eine Steigerung des wütenden Artilleriefeuer« zu erzielen. Der Ablauf der letzten Tage hat abei gezeigt, daß die Engländer und Amerikaner nach der Feststellung der Schwerpunkte unserer Angriffe alles herbeigezogen haben, was sde an anderen Frontabfichnitten des Landekopfes entbehren konnten, und daß sie vor allem ru einer Massierung der Feuerwirkung Itirer Landbatterien und ihrer Schiff»-«rtilleric ausholten, die an den beiden letzten Tagen das Abwehrfeuer gegen unsere iafanterifitische Spitze und gegen die Nachschubstraßen zu einem Trommelfeuer von absolutem Weltkrlegsfor-mat anwachsen ließen. Dis Zone des Todes Wer die Zone des Todes südlich der Bahnunterführung bei Carroceto, durch die unser Nachschub für den frontalen Stob nach dem Süden hindurchmuß, selbst durchschritt, dem drängen sich die Vergleiche mit den Trichterfeldern von Verdun mit unabweisbarer Gewalt auf. Hier ist eine neue Kampfstätte der Materialschlacht in dem handtuchartigen Flä-chenstreifen entstanden, der sich zwi-schsjQ Aprllia und der heiß umkämpften, «in paarmal wieder verloren und ebenso wieder gewonnenen Straße nach Nettuno ausbreitet. Hier liegen auf jedem .Quadratmeter Boden oft zwei bis vier Einschläge, Hier ist die Erde in einem unvorstellbaren Maße vom eisenstarrenden Tod der Granaten umgepflügt und umgeackert. Hier ist die Hölle des Schreckens ausgebreitet, durch die der Infanterist hindurch muß, um an die gegnerischen Stützpunkte heranzukommen. Seine Stunde ist wieder gekommen. Durch dies« Sperr« de« Abwehrfeuers findet kein Kraftrad eines noch so tollkühnen Melders mehr den Weg zur Spitze. Hier verfällt alles dem Tod oder der Verwundung durch die Tausende von Gra^ natbpiitlern, die in Jeder Stunde und Minute neu die Luft mit pfeifendem Tod •rklirren ld!>sen. Durch die Zone des Todss kann sich nur der Fußgänger durchfinden dem noch jedes Granatloch jfu einer willkommenen Deckung wird. Hier findet die schlichte Erfüllung des Befehls, durchzukommen um jeden Preis, ihre letzte, schwerste heldische Erfüllung. Umkämpfte Straße Nach einem Vorstoß von Aprilia nacsh Süden, der eine Tiefe von etlichen Kilometern erreichte, erwies sich sehr bald, daß die deutschen Kräfte vor einer tief-gegliederten Verteidigungsbarriere des snglo-amerikanischen Gegners standen, der sich alle Vorteile des nur auf den Straßen panzergSngigen Geländes zunutze machte und sich in einem System von weiträumigen, in der Tiefe gegliederten Stützpunkten auf den Angriff unserer Divisionen und dem sich anbietenden Schwerpunkt längst der Straße vorbereitet hatte. Daß es trozdem gelang, die Straße zu" erreichen und gegen stärksten feindlichen D'tirk zu halten, in beweglidlcr Ka®ipf-führung aufzugeben, um sie immer wie- der mit d«n Gefechtsvorposten su erreichen, spricht (ür die kämpferische Härte upserer Grenadiere, Der Gegner weiß, daß d^^s Schicksal des Landekopfes mit dem Vordringen der Deutschen längs der Straße Aprilia—Nettuno unabdingbar verbunden ist, und er macht iich deswegen mit größter Verbissenheit an dl« Abwehr dieses iclunalen Geländestreifens, der außerhalb der Straßenführungen ungängig für Panzer ist, weil ihn Gräben und Kanäle durchqueren oder Sümpfe vollkonunen unpassierbar machen. Gegenangriff Die deutsche Führung hat bei Erreichung der erwähnten Straße Gegenstöße .erwartet, weil sie gemäß der Führung der wenigen Straßen und der Gestaltung des Geländes aus dieser Richtung kommen mußten. Sie sind am vierten und fünften Tage der Schlacht südlich Aprilia nicht ausgeblieben. Sowohl auf dieser als auch auf einer von Sürlosten direkt nach Aprilia hineinführenden Straße haben starke enqlisrhe und amerikanische Panzerkräfte Versuche unternommen, deutsche Angriffssnltzen abzukneifen und unsere vordersten Linien einzudrücken. Es war ihnen bpl Eiisatr sehr starker Verbände voniberoehond gelungen, uns zu einer Rückverlegung der Front zu veranlassen, Ahfr der Gegenangriff ließ nichi auf sich warten. Zwölf schwere Feindpanzer wiirdon abgeschossen und inmitten starker Feld- stellungen des Feindes tchlleßllch eine vorderste Linie eingenommen, die eine klare Überwachung der Hauptstraße ermöglichte. Westlich dsr grofien Straße nach Süden mußte sich eine Nachbardivision mit lieh sehr zäh yerteidigenden Amerikanern herumschlagen, und koimte den Anschluß an die wtiter ostwärts kämpfenden Einheiten nur dadurch erreichen, daß sie den „Buon Rlposo" einen feindlichen Stützpunkt, einfach liegen ließen und den Angriff unbeschadet der flankierenden Wirkung dieser Befestigung weiter nach Süden vortrug. Die etwa zwei amerikanischen Kompanien sehen ihrer Vernichtung oder Gefangennahme entgegen. Es ist unbestreitbar, daß sich die Schlacht südlich Aprilia bei immer größerer Ballung der Angriffs- und Abwehr-kräfte zu immer größerer Heftigkeit steigert. Der Feind hat seine Artillerie, auch die seiner Kriensschiffeinheiten, in einheitlichen Schießplänen auf die Hauptbrennpunkte vereinigt und trommelt auf unsere Linien, was die Rnhre hergeben. Engländer und Amorikaner fühlen sieb eben im Landekopf Ncttuno durch den deutschen Angriff schwer bedroht. Den .Auslassungen amerikanischer und ennUsfher Politiker n!ier, die um allrs ihre Völker bKruhigen müssen, ent-snrirht ^Mem Kainpl« schiide.l er d.ib Cic-schehen jeneb Abends. Um 7.3Ü Uhr Süliie die Versammlung beginnen. Wie der Fuhier nuii eme Viertelstunde vor der angeietzicn Lrölinung den Festsaül de zu bt'ieiten gedcichttui. Doch es sollto anoers kommen. Dann heißt es in dioiiuni kurzen und .so lebtndige.i Bericht weiltr: »Nachdem der erste Rodner geendet, ergiiff ich das Wort. Wcuigp ivlmuten spiiier hagelte es Zw.schemule, ira Sii.il kam es im heitivjen Zus.inunt!ntäi.öljfn, eine Hcsndvoli treiieiter Kriegskämera-dcn und sonstige A ibänger schlugen sich mit den Stöientrieden und veriuochten ersi nach und nach einige lUihe herzustellen Ich koruite wieder weitei sprechen. Njrh einer halben Stunde b^^gunn de. Beifall das Scluoien und Brüllen langsam iu ul)ertönen. Und nun ergntt ich das Programm und l?ogann i;um ersten Male zu erläutern. Von Viertelstunde zu Viertelstunde wurden die Zwi.schenrute mehr und nu'hr zurückgedrängt von beitaliigen Zurule-i, Und als ich endlich die fünlundzwart.'; i| Thesen Punkt für Punkt de. Masse vo--legte und s;e bat, seibor das ürtei] ül)oi sie zu sprechen, da wuidon «ue nun e.ae nach de anderen unter immer tricMr sich erhebendem Jubel angenoniincn, eui-fitimmig und immer wieder e.nstinunig, und als die letzte These so den Weg zum Herzettl der Masse gefunden hatte, stand ein Saal voll Menschen vor mir. zusanmicpgeschlossen von einer neuen Überzeugung, einem neuen Glauben, von einem neuen Willen Als sich nach fast vier Stunden der Raum zu leeren begann und die Mabse sich Kopf an Kopf wie ein langsamer Strom dem Ausgange zuwälzte, zuschob und zudrängte, da wußte ich, daß nun die Grundsätze einer Bewegung in d.is deutsche Volk hinauswanderten, die nicht mehr zum Vergessen zu bringen waren. Ein Feuer war entzündet . . . Ehe Bewegung nahm ihren Lauf.« Nach der Verbotszeit gab dann am 22. Mai 1926 die erste Generalmitgliederversammlung der neugegriindeten NSDAP in München kund, daß das Programm unabänderlich sei. Seit der Machtübernahme ist an seiner Verwirklichung unermüdlich gearbeitet worden. Der deutsche Staatsbürger Gleich die ersten zwei Punkte, in denen der Zusammenschluß aller Deutschen, die Gleichberechtigung des deutschen Volkes gegenüber den anderen Nationen und die Aufhebung der Friedensverträge von Versailles und St. Germain gefordert werden, beweisen es. Dpr Punkt 3, der Land und Boden zur Ernährung des Volkes und zur Ansledlung drs Bpvölkerungsüberschusses verlangt, .Ist das mit allem Nachdruck erstrebte Ziel der deutschen Politik. Allein im alten Reichsgebiet wurden durch Ödland- und Moorkultlvierunq, durch Regulierung der Flüsse und Neuland, das man dem Meer abrang, In den Jahren von 1933 bis zum Beginn de« uns aufgezwungenen Krieges rund 300 000 Hektar an fruchtbarem Boden gewonnen, auf dem 7.5 000 Neubauern und Landarbeiter angesiedelt werden konnten. Die Punkte 4 bis B, die sich mit dar Regelung der Staatsbürgerschaft, mit der Ausschaltung des Judentums au« dem öffentlichen Leben, der Beseitigung unerwünschter Einwanderung und mit dem Recht aller Stfiathbürger auf Arbeit befassen, sind längst verwirklicht und ge-'Setzlich geregelt. Punkt 9 lautet: »Alle Staatsbürger nuisten gleiche Rechte und Pflichten besitzen«. Er wurde zur Grundlage der nationalsozialistischen Volkfige-memsch.ilt und adelte d e Aibeit. Im Vorwort des MitglU'(l«:buclies der NSD.-XP mahnt der Führer die Parteitjcnossi'n: >iHehan()ie Deine Unt',':np')"nt'i. <'•, Voiks genossen und nicht als Lasttiere, F,r-bTcke in ihnen keine Ausbeutunqsnb-jekte, sondern Mitstreiter und M ta.-'bei-ter im Erhaltunqs- und Lebenskcimpfe do« Volke*;. Gib ihnen keine Beh iiulluuq, die Du selbst als Deutscher imd Nr'lioniilso-ziiilist nich' ciern errlulden würdest ... Sieh im letzten Deiner Volksnt'nnG^en mmer noch di^n Träger D'^inos BUi'es, mit dem Dich das S. h ( k-^fil tl (-■.■■t [.ule unzertre.inllrh verhu;iilL"i b.i,. u.-.d fichätze deshdlb in De nem Voik'^^ den letzten SM jR'.'nVfhier ln-hiv als den König eines frenrlrMi Liin'U'i.' Der nächste Punkt ni>irn rrt d ■: «^ch-in vor dein Kiicac durch d-n Rf i-h ■ub"i*s-d.cnst in d:e ^r^t u.:ui('..f''; 'e i'flirht zur Arbeit; »Erste Pfl.cht ^edes S'.-i.itsbur-acrs nnifi se'n, q^'sl'q oder koipvil i.h /u fichiifien . !9;^3 «,,ri:irie d. : r- h er rtni 1. Mfti, dm. F't^'orliq ii'i'.i/nali'n .\jhet' -''[is hli .!i'i unf envi-irii i-tiiiror F .fSL-lilufj, ierlon . ] > • srii'^n, er wms er nb rci^. i-i.'! .nnr., ob i.i h'i (■.:!.'S Cic h h' lesi u! .i S iin i;ii.;'S rc''inkr I be;ter.i, eiriu-il r s ... -n Lo.ien y.ii. Il^iidaibeit zu ulia'!!, dinii' t- s.c kti 'un l.jinl, d'iiiit i;[ dU' h b -r e - st ^"■'iliter bid^hlen kann, weil c: selbst hcliün vo'-ber gehorch mi Icriitp. S 0 y 1 a 1 s t e r Staat der W t briT-huiiq der Zü>knechtscha'" st d e Fn-,ai t flt-i Punkte« 11. Au >i sie •vs' 1 lo .in r.iSLhoii Ziiqe \ rw 'kiirlil. W.ih . :id die Srbuld/in-^cn l'i ;i .nrh 13,.5 1.(1 ...iL 1 otrngcn, u..ireii fo !■'.>) bi eus auf ^ Pio. cnt betauT iz;. '^V. .'.-re Z.r.-se; nui"i ijLinj^en, tjecMMnir rs /iifi''n*; -n dr- Lci'uiVMlSfijrlit, -- id S' t'li" i IM I iJi'i ' ''ii> Pi.'iisfe 12 ;i. ■ I4 \ t-•' .m .;im V'- ;* 'ng riev sr ^Nri i.iii(H' .! s. hj!:-:-, \ e ■,1..;,^:! 1^ ;nn vei-r.'.si ti. flp.t.Mi ri..-»tr , C •• ii'lir f-Ü-fu IUI (iiv; a^bcit' ti.j. n V>.K'; j i (.!> n G: ■ iti'.n'rieben. Allqi-.nein hfk.innt, wi'^ 'ede Spekiilrr'ni! und ai.e vü »■ -^'r-y.. h'ifle bekannft ive di^n: ilv cli'-^ihn, (lishiink, r! \ .-.Put..: t'q ;ng (in feiertiMn-n um.1 . d-'n ii" .ir Kmo M.ißn.Tiimt'ri in'H.;) ri - diH d'is urhidffude V > k ntiror u 'i' Te '.h.ibcr iip-l Nul7.n' ''•! r i: ^Tlr. fv. , V'.rd. Dpi "n Pi^'V. in, pr''V züfTige Ai; f/c-r O'w-gwn ist e!'ei-fT'<:rh .p ■<-i v ' ihr 19.17 s T -■ ■ ii'M r d.'i'i Ausli.ni der md damU dir S'rhers^elbina d r Ipv. l:dr>n-, .\noc«'rl'-ten-, Kn.Tpn-.--1: .ttc- ii":l Pension^iversi-cherving; ffd-^e d is Gesetz über d e Verhe^sse'U"n in Wpntonvering lin al'neri:- n'^n, H-'L' dip NeurrgcUing der pp'^'iTiVf - hf'Ur' i i'''i Br'nb'in ur.'\v. Arn !2. .^epte; ;' er 1D40 qnb Dr l_n\' <1 'm dei.i'srh' n Volk bekannt, daR d r> pia-nunq e'ner nitn'n.ils!>7.ial'sti'rbrn .\1-te'■s^■prvor^nn^, welr'!" i-nr^ r^'eirehiner und freien P;^^nfe -i'e \n-fTPs'eülon und d'f imt isso, in allon Pin'Pill"''-«n [Vx P mt- sfhe Pp ch ist heilte der S' i.U der Welt, r>'p Srh'Tf'"'nn eln.^s ne Wi^pp geleitet und ne^etzüch frstfidegt VnP-s-«chlidlinno werden innnchsichtürh -lus-gemerzt. Der Frsatz des materirristi-schen, voik^fiemden rÖrnisrhen Rechtes durch ein in iinsprem Volkiemn' nd"n verankerte«; Recht (Punkt 19) ist seiner Verwirklirbung n-.heqebracht. Freie Bahn dem Tüchtigen »Um jedem fähigen und fleiP tf n Deutsrhen dri»; Erreirben h<>heret B Id ing und damit d,is Einrücken in (uhronde Stellungen zu ermöglichen, hat dei Staat für einen giiindlichen Aut-bnu unserös gesamten Vnlksbildiingswp«;pn<; Sorqn zu tragen . .. Wir fordern die Au-^bildung qelstia besonders veranlagtet Kinder armer Eltern ohne Riirksirht auf deren Stand oder Rerut auf Staatsko«len.>i Zum Nutzen des gan'.en Volkes können" im nationaljsozialisti^cbfn Reich auch die Kinder der Minderbr-rnittelten jeden Bildungsgrad und jede führende Stelle er-lantren. Auf allen Goh oten mensrhlirhen Schaffens ist die Bahn frei für alle Begabten und Tüchtigen. Genau so wie in Seite 2 ^ Nr, 55 0 Donnerstag, 24. Februar 1944 MARBURGER ZEITUNG ►r Wehrmacht jt'der Fah'qe und Tapirs Offizier werden kann. Hieher gehören die Gewährunq von inderbeihilfen an kinderreiche FiTiilien, le Freistellen in den versch ed Misten rzt«hunas- und Lehranstalten, die Aus-llduoffsbeihilten, die Reichsarbeitiiqe-leinschaft für die ETwachi^enenb Idurq, er Reicheberufswettkampf, die nat'onuil-»zialistischen Ordensburqen zur Heran-fldunq des Füh'ernachwuchäeä, ih e 'orschulen, die Adolf-Hitler-Srhulcn u- d leies endere. In seinem Neuieh'snufriif 839 betont der Führer- »Die erste Au^ «b« i«t und bleibt — wie In rl.'^r Ve»-anqenheit Immer wieder — die Erzie-«nq unsere« Volkes zur nattonalsozla-■tiftchen GeTneinsrhnft«. Ein gesundes Volk »Der Staat bat für die Hobunq der rolkaqesundheit zu «orqen durch den Ichutz der Mutter und dt» Kindes, durch 'erbot der Jugendarbeit, durch Herbei-llhrunq der körperlichen Ertürht'qunq.o n welchem Ausmaßf^ und mit welchem Irfolq diese im Funkt 20 enthaitpnen 'orderunqen erfüllt wurden das bewei-en die vielen neuqesrhaffenen Kindor-rirten, die Gesundhßitspfleqe in den tchulen, die ras«enpolit'flche Ei'zjehunq, ler Kampf qeqen den Alkoholmißbraurti, ler Schutz der ErbqesundheH des Vol-, :«s, die Mütterberatunqen, die Kinder-nischüsse, die Juqendheirne, das Nerhf-irbeitsverijot für Juqendlirhe, al! die *6rdenraq von Lelbeaübunqen. Das be-v«lscn a^r auch das Aussehen unserer Clnder, dl« rasche Besserunq des Ge-Rindhaitazustande« im qaruen Reich und Ha aait der Machtöfeemahme so erfreu-Ich ansteiqenden Zahlen der Geburten. TMe letzten vlpr Leitsätze des Pro-framnH dar NSDAP verlanqen; die Bil-►unq eines Volkshee'-e«! den Kampf qe- fsn die politische Löqe und qeqen eine unst- und Llteraturrichtunq, die einen «rtatxandan Einfluß auf unser Volks- lehen ausübt) eine dem Gemeinwohl dienende deutsche Presse, Bekimpfung des jüdisch-materialistischen Geistes und damit die Genesung unseres Volkes von i mnen he-aus auf der Grundlaqe: Gemeinnutz vor Eigennutz, und endlich eine starke Zentralgewal! des Reiches. Alle d ese Forderungen sind Wirklichkeit geworden. Der Punkt 25 aber schließt mit einem Gelöbnis: »Die Führer der Partei versprechen, wenn nötig, unter Einsatz des eigenen Lehens, für die Durchführung der vorstehenden Punkte rücksichtslos einzutreten.« Wille, Erkenntnii, Arbeit Nim steht das deutsche Volk im fünften Jahre eines Krieges, der die Zukunft und das Leiien der Nation entscheiden wi'd. Das deutsche Volk weiß, wofür e« kämpft, unQ Front und Heimat sind überzeugt, daß am Fnde dieses schweren Kampfes der Sieg stehar wird Die ganze Nation ist eine feste, verschworene Einheit, die durch nichts gebeugt und durch nichts erschüttert werden kann. Diese Fesfiqkeit. diese Einheit, sie sind qoH'orden durch die nationalsozialistische Weltanschauung! es sind die Leitsätze des Programms der NSDAP, welche sich in einer Weise auswirken, die unseren Feinden unfaßbar bleiben wird. In seinem Neujahrsaufruf 1938 sagt der Führer; »Ein politisch, moralisch und materiell geschlagenes, von tiefstem Jammer erfülltes Volk ist in knapp ainem halben Dezennium wieder zu einar stolzen Größe am.porqeführt worden . . , Die«a ttaunenswerta Wiederaufrichtung (ter deutschen Nation und das Reiches Ist dabei — urid das erfüllt uns alle mit besonderem Stoh — das ausschließliche Ergebnis der eigenen Kraftanstrenqtmg unseres Volkes Nicht fremde Liebe und fremde Hilfe haben uns wieder groß ne-macht, sondern der n^tinnalsnzialist'iche Wille, unsere Erkenntnis und unsere Arbeit.« Nachschub durch die Luft Wie die eingekesselte Truppe versorgt wurde Von Kriegsberichter DobartVflth binMv DI an r11 a f A Fn A VkA» aiil K PK Dar Schein einer Blendlaterne be-buchtete matt die nächtliche Szene am Rande des Rollfeldes, geisterte über Wassarlachen und entrückte die Umrisse iar Flugzeuge ins Schemenhafte. Es fiel für Sekunden auch auf eine Trage und auf das blasse Gesicht eines Grenadiers, ian man als letzten der Verwundeten •US ainar soeben gelandeten Maschine Cborgen hatta. Fast stoßweise, den hmarx rarbalBand, kamen wenige Worta Ton den Lippen des Varwunde-lan; »Danke, Ihr Flieger, Ihr habt uns kt Kaaaal aininal wiadar geholfen.* Wenige Minuten spAter schwang aich «nsar Kampfflugzeug wieder In die Dunkelhalt hinein und entschwand mit Westkurs. Unser vierter Einsatz in dieser Nachtl Es waren die Flugzeuge von den Staffeln und Gruppen, die seit 36 Stunden dem gleichen Ziel zusteuerten. Hier galt es, mit vereinter Kraft einem S'~hicksal zu trotzen, das der Feind einer starken deutschen Kräftegruppe bereiten wollte Mehrere sich von Tscher-kassy befehlsgemäß absetzende Infanterie-Divisionen waren infolge der plötzlich Im Südabschnitt einsetzenden Schlammperlode von ihren rückwärtigen Verbindungen abgeschnitten worden St fing ein erbittertes Ringen an. bei dem die Sowjets alles daran setzten um die Vernichtung dieser Kampfgruppe zu er-xwingen. Deutsche Reserven neben Pan-iprk'-lften traten ru (leqenstößen an Da sich die Straflenverhältnisse immer mehr verschlechterten und der Nachschub für die Panzerspitzen hicht mehr diirrhkan, galt es, Zeit zu gewinnen, die Eingeschlossenen aus der Luft zu versorgen. Transport- und Kampfgeschwader lösten die schwere Aufgabe vorbildlich, obwohl Wettergunst und Feindeinwir kung ihre Aktion ohnehin erschwerten. Während die bewährten Ju 52 im ersten Abschnitt des Kampfes mit ihren Lasten mittan im Kessel landeten, mehr als 3UOO Verwundete versorgten, v/arlen wir Kampfflieger Tag und Nachl Munition und Spritbehälter an Fallschirmen unmittelbar bei der kämpfenden Truppe ab. Da die schweren Kampfflugzeuge im Zielraum bis auf 200Ü Meter herabstoUeit mußten, um die kostbaren Lasten nicht zu schaden zu bringen, schirmten Schwärme deutscher Jagdflieger den Luftraum gegen sowjetische Flieger ab. Ließ das Wetter nur einigermaßen ein Fliegen zu, dann wurde ständig Nachschub durch die Luft transportiert. Es war, als flöge eine endlose Versorgungskolonne durch den Äther. Das Nachts schien uns Fliegern der Kasaal ain feuriger Ring zu sein. Brand-wolkan und lohende Brände bezeichnen die Schwara das Kampfes auf der Erda Am Tage aber, an dem Nebel die Erd Sicht verhinderte .stießen wir im Tiefflug Ober die Front, aus allen Bordwaffen feuernd. Mochte der Feind alles daransetzen, die Luftversorgung der Kampfgruppe zu unterbinden, es gelang 'hm nicht. In knapp 20 Tagen wurden mehr als 2000 Tonnen Munition und Betriebsstoff durch die Luftwaffe in den Kessel gebracht täglich etwa 100 Tonnen Darüber hinaus wurde auch die deutsche Panzerppitze die Entsatz brachte, laufend aus der Luft versorgt da die Wege grundlos waren und die Fahrzeuge fast tagelang festlagen. Wirklich gesunken? Das Schiff mit geraubten Schätzen tc Madrid, 23, Februar Ein mit italienischen Kunstwerken be-ladenes nordamerikanisched Schiff ist, 30 Meilen von Neapel entfernt, auf eine Treibmine gelaufen und gesunken, haißt es in einer Meldung aus Gibraltar. Fachleute schätzen den Wert der verlorenen Kunstwerke auf mehr als 20 Millionen Dollar. In Algier sei es aufgefallen, daß die gesamte Mannschaft von einem anderen Srhifi gerettet werden konnte. Sie sei denn auf eine Anzeige hin von der Polizei in Algier verhaftet worden, da man vermutet, daß die Matrosen die Kunstwerke auf offener See auf ein anderes Schiff umgeladen und daß der Untergang des eigenen Dampfers nur vor-getäusi^t gewesen sei. Man rechnet mit der Aufdeckung eines großen Skandals. Tojo zur Kriegslage Entschlossen, alle Schwierigkeiten zu meistern dnb Tokio, 23. Februar In einer Kahinaltssitzung befaßte sich Premierminister Tojo mit der Kriegslage und versicherte, daß dia Regierung entschlossen sei, alle Schwierigkelten zu übe winden und der Krlagsfront zu geben, was sie brauche, genau so wie das Oberkommando der Wehrmacht seine Kriegführung im festen Glauben an dan Endsieg plane Tojo wandte lieh sodann an die Ka-binettsmitgliader mit dam Brauchan, sich ausschließlich dan MHchtan dar Nation zu widmen und die alnzaJnan Arbelta-gebiete den Kriegserfordernissan durch Jeweils notwendige Maßnahmen anzupassen. »Die Nation muB von uns geführt werden«, so betonte Tojo, »wla dia Offiziere ihre Mannschafen führen. Man erwartet von uns dJeaelbe Kaltblütigkeit wie vom Frontofflzi^r, wenn as gilt, Schwierigkeitan die Stirn zu bieten.« Der Premierminister schloß seine Rede mit den Worten: »Ich erneuere bei dieser Gelegenheit mein Gelübde, alles herzugeben, was In meiner Kraft steht, zur Erreichung unserer Kriegsziele.« Der Mord aui dem Maskenball dnb Madrid, 23. Februar Zu der gestrigen Meldung über die Ermordung des Gouverneurs der mexikanischen Provinz Sinaloa wird noch bekannt; In der mexikanischen Stadt Ma-xatlan nahm das kamevalistitcha Treiben ain schlimmas Enda. W&hrand ainas Maskenballes wurde CouTameur, Oberst Loaizu, welcher mit seinen beiden Adjutanten und zwei Nordamerikanern am Tische saß, plötzlich von der Tanzfläche aus erschossen. Der masklarta Täter ift Im Trubel des Balles unerkannt entkommen. Er gab mehrere Schüsse ab, wobei außer dem Gouverneur auch die beiden Nordamerikaner getötet wurden. Dia beiden Adjutanten wurden verletzt. Der Meister in Ausflüchten So sagt man selbst in England zur neuen Churchillrede dnb Berlin, 23, Februar Der englische Ministerpräsident, der seit dem 9. November 1943 geachwiegen-und im Unterhaus auch keinan Bericht über dia Konieranzan von Teheran und Kairo gegeben hatta, hialt am Dienstag eine — sogar dreimal von Edan angekündigt« — Rade. Ihr Iniialt steht in krassen Gegensatz zu den hochgcHtpann-ten Erwartungen der britischen Presse, die vön die«ei Rede die Lösung aller politischen und militärischen Probleme erwartet hatte. Churchilla Ausführungen zeigten eine außerordentliche militärische Zurückhaltung ilnd eine kaum zu überbietende Sprache der Ergebenheit qeei. wobei er Weiter zugeben mußte, daß der deutsche Angrifisqeifit sich immer mehr steigert. Wie sehr und allein die englischen Sorgen um den aüd-Italienischen Kriegsschauplatz in der Stärke der deutschen Wehrkraft zu suchen sind, gab Churchill durch die Mitteilung zu, daß in den Berichten seines Generals Alexander die jetzigen Kämpfe im Landekopf und an der Front von Cas-sino alle seine früheren Erfahrungen übertreffen. Sie seien »furchtbar«. Bei der we teren Behandlung der Gesamtkriegslage ließ Churchill durchbl'k-ken, daß die Kämpfe in Italien eigentlich eine Entlastung für die Sowjetfront bedeuten — wobei er aber gleichzeitig sehr ergeben betonte, daß dies in keiner Welse »eine Einschränkung de« Ruhmes der Sowietwaffen bedeute«. Churchills militärische Hoffnungen fußen vor allem auf dem Luftterror, den er »das Fundament der britisch-amerikanischen Kriegführung« nannte, wobei er allerdingi im Hinblick auf die letzten schweren Luftangriffe auf London die britische Öffentlichkeit auf die Möglichkeit weiterer schwerer Schläge qeqen die englische Insel vorbereiten mußte. Er sprach auch dabei von der Möglichkeit des Einsatzes neuer deutscher Waffen, wobei er die Vermutung äußerte, es würde sich dabei um führerlose Flugzeuge oder um Raketengeschosse handeln. In diesem Zusammenhang mußte der englische Ministerpräsident eingestehen, daß die britische Luftwaffe bei ihren Terroranqriffen nicht weniger al« 48 700 Tote und Vermißte an ausgebildeten Flugzeugführern und Mannschaftsperso-"i^l erl'tten habe. (Auch das ist nur ein Teilgeständnis, da ein wesentlicher Teil der tiitsächlicheu Flugzeugverlusta den Briten bisher immer verschwiegen wurde. — D. Schtlg.) Zurückgenommene Versprechungen Sehr eingehend war der Versuch, das vorläufige Ausbleiben der zweiten Front mit dem Hinweie auf angeblich besondere Leistungen Englands amf anderen Gebieten zu entschuldigen. Auch Roosevelt wurden einige lobenda , Worte gewidmet, doch mußte eich Churchill zuvor gegen die Behauptung ver-teidiqen, daß England nicht genügend für die Invasion einzusetzen gedenke. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß man schließlich »auch von den Amerikanern einiges erwarten könnteu. In seinen Ausführungen gab Churchill zu, daß sich in Teheran der Standpunkt Stalins völlig durchgesetzt hat, und zwar in allen Fragen, so auch in bezug auf Polen wie in bezug auf Tito. Zurückgenommene Garantien Bei der Erörterung der Haltung Englands zur jugoslawischen Emlgrantenre-gierunq begründete Churchill den Verrat an dem Exkönig Peter und seiner Exilregierung in Kairo mit der bolschewistischen Behauptung, daß deren Ansehen in den Augen Titos nachgelasson habe. Eindeutig war Churchills Haltung zur polnischen Frage, »Ich bin der Überzeugung«, so führt» er aus, »daß die Sta-iinsche Politik gegenüber Polen ein Bai-sp el für die bi-schlossene allgomeine Politik der Sowjetunion ist«. Für den Standpunkt Moskaus habe er großes Verständnis. »Wir werden mit der Sowjetunion zusammengehen und versuchen, düß sie ihre Foiderungen nicht nur durch Waffengewalt, sondern auch unter Zustimmung und mit Bewilligung der »Vereinigten Nationen« erfüllt erhält. Die Befrei-I ung Polens kann durch die sowjetrussi-1 sehen Armeen bewerkstelligt werden, nachdem diese Millionenopfer gebracht ' haben. Ich finde nicht, daß die Sowjet-forderungen die Grenze des Vernunftmä- In London gesungen Am geatrigtn JahTe$tag dar Sowjetarmee überschlug »Ich ganz Eng/and in den tollsten und entwürdigendsten Verherrlichungen der bolschewistischen Machthaber im Kreml. So land in der Albert'Halle eine Feier statt, in der laut Reuter eine von John Haselieid veriaßte „Ode an die Sow/etarrnee" ge sungen wurde, die der Musikmeistei des Königs, Sir Arnold Max, vertont hat Von den Trauergesängen, die England einst nach der Ermordung der russischen Zarenlamilie durch die Bolsche wisten sang, bis zur »Od« an dl« So wfetarmee" — das ist der Weg de sterbenden Alblon. ßigen und der Gerechtigkeit übarachre ten. Churchill echlofi Mine polltiachen Au« führungen mii der nociunaligen Paitstel lung, daß England Deutachland gegati über ntir den bnitalen Willen der Vet nJchtung kenne. Dia Atlantik-Charti würde auch auf Deutschland als Rechts grundlage keine Anwendung finden kö; nen. Den wahren Grund seiner Rede ent hüllte der englische Ministerpräsiden! abachliaßend mit einer dringenden War nung vor einem Zwiespalt im enalischer Volke. Er sprach davon, dal gewiwi Leute geneigt seien, alte Streitigkeiter zu Hause wieder aufzuwärmen un achlummemde Vorurteile In den anqln almerlkaniachen Beziehungen wieder in Tageslicht i« lerren. • Der parlamentarische Sprecher de^ L' bour-Partei, Greenwood, eröffnete di Unterhauedebatte im Anschluß an Chut Chilis Lagebericht mit der Feststellunn »Unser Volk wird, wie ich qlaub«, h diesem Jahr grimmige Wochen durchmn chen und größere Besorgnisse erduirlei' als im gesamten bieherigen Kriegsver-lauf« John Mac Cover, von der äußersten Linken der Unabhängigen Labour Party, sagte, Churchill habe eich auch in seiner letzten Rede wieder als »Meister In Ausflüchten« gezeigt. Der Abgeordnete, der vor zehn Jahren den Hungermarsch englischer Arbeitsloser von Glasgow nach London führte, gestand von der englischen Terrorbombardlerunqstaktlk, sie sei geeignet, die Englinder als »Heuchler schlimmster Sorte« zu brandmarken. Der Labour - Abgeordnete Fredorick John Bellenger, ein Artillerieoffizier des ersten Weltkrieges, Ironisierte Churchills Ausflüchte, daß das schlechte Wetter am langsamen Fortgang des Feldzuges \m Italien schuld sei. Der Kommimiat William Oallacher betonte, Churchill müsse endlich dia Notwendigkeit einsehen, Änderungen !■ seinem Kabinett durch dl« Aufnahme vom Bolachewlaten Tomnehmao. Kein einziger dar Abgeordneten aber sah In Churchllli Ausführungen viel Günstiges für England und die Regierung. Noch eine Abtei zerstört dnb Mailand, 23. Februar Durch die Bombenangrilfe der Angln-Amerikaner wurde In den letzten T.ifjen auch die berühmte, in den Albaner-be-rt' Ge» tn b 1-. — VerlagsfeituDg Ggon Rrtiimgdrtn«, HauptirhrlUliltung Anlon Gerkrhdck beide i Mnrburg a A Drau Radqasie A Nacht in Madrid Über Nachtwächter, Alleswisser, spanische Jodler und Ausrufer Von Hanns Decke — Madrid Unser Nachtwächter hetft auf deutsch Sepp oder Jupp. Ab halb eil Uhr nacJtte ist er die begehrteste Persön-llchkait de« Viertels, ein fleischqeworde-nar Petrus, der den Schlüssel zu ledem Haus in Händen hält. Außerdem ist er ein Hellseher. Wenn wir zum Beispiel zu später Stunde nach dem Theater um die fernste Ecke unseres und seines Bezirks biegen, hat er uns schon erkannt, obwohl wir aussehen wie andere Menschen, und es stockfinster iet. Plötzlich erscheint er aus einem dunklen Torwinkel, findet mit nachtwandlerischer Sicherheit den Krwpf zur elektrischen Beleuchtung, und läßt den Aufzug unfehlbar im richtigen Stockwerk halten. Pepe kennt jeden Bewohner seines Viertels. Er weiß einfach alles. Hat man fremden Besuch, so ist er darüber informiert. »Hier, senorito, ist Ihre Wohnung* und er begleitet ihn bis zu «einem Standort. pie Gäste wollen heim. Man ruft vom Balkon: »Pepel Pepe!« — aber die Haustür steht schon offen. Er freut sich und er trauert mit jedem. Er gehört da-lu, ebenso wie der Briefträger, der nie die Poet überreicht, ohne sich nach dem Wohlergehen der Familie zu erkundigen, und die wackeren Portiersleute, die alle Hausbewohner betreuen. Sie alle haben, der Nachtwächter, der Briefträger und die Witwe mit ihren beiden Töchtern, ein •chw"®*! T pVinr, Kinrior, sohr auf »propinas«-Trinkgelder angewiesen und auf die Verdienste ihrer Kinder, die sie früh zur Arbeit schicken müssen. Der Nachtwächter ist eine der Ins Auge- und ins Ohr fallenden traditionellen Erscheinungen des spanischen Straßenlebens. Er heißt sereno, das ist »der Heitere«. In den Großvätertaqeui rief er die Stunde aus »Ave Maria purisima, las doce V serenol« (Gelobt sei Maria die Reine! Es ist 12 Uhr und heiterer Himmel!) Of^r: es regnet aber es regnet selten in Spanien, In den Kleinstädten schlürft er noch heule mit langem Stab und öllaterne durch die stillen engen Gassen, die die Zeit verge<*öen und sich ihr mittelalterliches Nachtgewand angezogen haben. In der Hauptstadt Ist er mit einem Krückstock bewaffnet, mit dem er bei jedem Schritt auf die Steinfliesen stößt, Zeichen, daß er sich im Anmarsch befindet. B=s gegen 2 Uhr, wenn die letzten Kino- und Kaffeehausbeeucher nach Hause wandern. Dann schläft Madrid. Dann gibt es keine Taxis, keine Straßenbahn oder Untergrundbahn, keine Züge. Die Bahnhöfe sind lange vor Mitternacht geschlossen, höchstens daß noch ein verspäteter Bum-melzuq eintrudelt, dessen Fahrgäste durch die Sperre qeschleuat werden müssen Madrid ist ausgestarben. Da« ist die einzige Zeit, wo der Spanier wirklich zu Hau«e ist. Sonst ist sein Heim die Straße, ' »■•'»..1, f-'V. nfri^norpTlff Herren). Die Straße ist Verkehrsader erst an zweiter Steile, an erster ist sie Treffpunkt zur Unterhaltung, zum Klatschen, zum Geschäftemachen und Flirten, billige Gelegenheit, sich die überflüssige Zeit zu vertreiben. Es ist völlig unmöglich. im wörtlichsten Sinne, auf der Puer-ta del Sol, dem volkstümlichen Zentrum Madrid«, in den Abendstunden vorwärts zu kommen. Trotz aller wohlgemeinten Bemühungen, Madrid zu einer Großstadt zu erziehen und zu »entlärmen«, blieben es Versuche am untauglichen Objekt. Es geht nun einmal nicht. Die schönsten Verordnungen werden erlassen, und das Publikum ließt die Anschläge ehrfürchtig und nimmt sich vor, sie zu beachten. Aber was soll man machen, wenn es nicht genug Straßenbahnwagen' gibt, und keine neuen angeschafft werden? Soll der Arbeiter, der müde Buchhalter, der Laden-anqestellte, sollen die vielen Tausende der ihrem täglichen Brot nachgehenden Menschen noch eine Stunde bis in den Vorort laufen, nur weil In dem Wagen nach dem Reglement kein ' latz mehr vorhanden ist? — So balanzleren sie weiter wie die Seilkünstler auf den Trittbrettern und Stoßstangen, klammern sich affenartig an die Haitebügel, und guet-schen eich platt in das kleinste Loch. Und siehe da, die hohe Obrigkeit in Gestalt eine Schutzmannes hängt mitten unter ihnen. Den Spanier berührt e« nicht, wenn um Ihn herum die Lautsprecher brüllen, jeder nach einer anderen Melodie, oder womöglich nach einem anderen »flamen-co«, diesem Zigeunerlodler arabischer Knlornhir. den der Sänger erst dann ab- bricht, wenn er das letzte Quentchen Luft aus seiner Lunge herausgequetscht hat, und kurz vor dem Schlaganfall steht Das ist nichts für schwache Nerven, die es vorziehen würden, wenn ihnen die linden Sominerlüfte ein leise« »Gute Nacht, du mein herziges Kind« durch die offenen Fenster trügen. Nein, eine Nachtruhe kennen wir nicht in Madrid. Zu dem Schrei nach dem lebenden Haus schlüssel gesellt sich die Begleitmusik der Nogerkapelle irgendeine« Tanzlokals, die der nach Jazz hungrigen spanischen Jugend ohne Eintrittskosten durch den Äther vermittelt wird, und das Heuien der Autohörner, mit dem ein rücksichtsloser Fahrer Eingang in seine Garage heischt, oder sich aus ungemischter Da-semsfreude und Übermut auf den unbewachten und menschenleeren Straßen ein billige« Vergnügen verschafft. Aber wahrscheinlich ist der Ausländer der einzige, der sich darüber erbost. Der Spanier hört da« nicht. Er schläft den Schlaf des Gerechten in seiner verschlossenen AI-kove, die ein verständnisvoller Architekt nie einzubauen unterläßt, oder in einem der Hinterzimmer, dessen Fenster nach dein sogenannten patio, dem Luftachacht für die Küchengerüche geht. — Und so wird es Morgen. Die Vögel im Botanischen Garten zwitschern und trillern. Punkt 6 Uhr rattert die erste Straßenbahn über die Gleise, vorüber an efner bläk-kenden Herde Schafe, die zur Schlachtbank getrieben werden. Ha, der Milchbubi Trab, trab geht sein Pferdchen. Es trägt sorgsam die vier Blechkannen, leren Inhalt uns später leicht gebläut und dünn geworden, mim Kaffee serviert wird. Die Straßenfeger marschieren auf, dia gummibeschuhte Wasserpatrouille, dit den Wasserhahn anzapft und spritzt, ol Regen, Schnee oder Sonnenschein. Mi dem ersten Lichtstrahl erscheint dii städtische Müllabfuhr. Denn Ordnung und Sauberkelt müssen sein. Das dürre E«til-chen kann den wackligen zweirädriqen Karren kaum ziehen. Arme Weiber und Kinder lewen die Abfallbehälter dci Wohnunqen. stochern in ihnen mit eisernen Haken herum, sortieren die Mengt nach Asche, Kohlenresten, Lumpen, la den sie in Säcken auf ihr Gefährt und verschwinden nach den Vororten. Inzwischen haben sich die F&neter dei Wohnunqen geöffnet. Die kleinen Dienst mädchen vergewissern sich vorsichtig daß kein Ordnuncfsschutzmann in dei Nähe herumgeistert, der sie in Strafe nehmen könnte. Denn schütteln sie dir Teppiche zum Balkon heraus, daß dri Staub seine Freude hat. Der trapero fLumpensammler) macht seine täglich Runde, Heiser und immer mit dersnlher Betonung dringt sein Ruf in die erw« chenden Häuser. Die Schlangen vor dem Bäcker-, Milch- und Tabaklsden unter halten sich geräuschvoll und streiten sich um die Plätze. »Lebende Krebse, frische Kreb«e!« schallt e« mit der Kraft einer Heulslrene zwischen den nicht minder lauten Ankündigungen det Zei tungsjungen, das »ABC«, »Arriba«. Die Nacht ist endgültig zu Ende und der Taa hat seinen Einzug gehalten, iler nicht minder lärmend ist. Nicht umsonst hat Madrid den Ruf, die lautest» Stadt dei Welt zu sein, die Stadt des sorgenlosen »no pasa nada« (ei nassiert nichts) und »a mi gue Importal« (das Ist mir einerlei 1). Sie wird es bleiben. WARBIIRGER ZEITUNG HeiHtaHida Rundsdian Jeder aut seinem Platz Stärker als in den Monaten voihar •inpfinden wir et daß die Gegenwart UQd dia Zukunft neue Lnergien und neue Botichlosütiahelt su restloaer liinsatzb«-ittltjtchaft In uui wachyerufeo bal Jedtir UntttrKt*i:8r iit ifcch darüber um kiaien, daß die kommenden Woclien und Monate das Höchste /ordern das Höchste an Arbeil und Leistung, das Höchste an Willenskraft und Härle und dn 0|jter-bereilschatt. Alle die tapferen Ent-•chlüsse, die wir auch hier unten In Untersteier einmal faßten, müssen nun In die Tat umgesetzt werden, tind zwar jeden Tag und jede Stunde. Denn lür den gruLSten Tei! unseres Volkes liegt die höchste Bewalirung in der unernüullichpn Treue unri Arbeit, in dem taglichen Em-•ntz und der täglichen Aufgabe, die immer wieder, ungeachtet aller Dinge, die uns unvorbereitet prreichen und uns vielleicht überraschen, mit der gleichen Zuverlässigkeit und Gewissenhaftigkeit gelcist werden müssen. Es Ist In diesem gigantischen Ringen ■uch für uns Unlerstoirer gan« gleich, aut welchem Posten der einzelne steht wichtig ist, daß auch die srhelnhur einfachste imd untergeordnetste Arbelt mit der gleichen Treue In vollster Vtjrant-wortung für die AUgemeinheit getan werden muU wie dl« großen, entscheidenden Taten, denn auch die«« kleinen Dienste bleiben mitentscheidend für unser Schicksal. Von diesem Bewußtsein müssen wir erfaßt »ein, ob wir nun In einem großen Betrieb arbeilen oder In •Iner kleinen Werkstatt unsere tiglirh« Arbeit tun, rlellelcht oft unbeachtet and •hn« betond«re An«irk«aounf. Ttotiden •lud wir «II« mehr alt )• tnfkerlldi ndt «nserea Arbdtsplati rmimnAm, w«ll wir ftthlcn, <1«B wir feJ«r an dld dar« Prenen dl« M(VflUcMr«lt a«b«a, für ihr« «iff«o«B Kl»-dar 9pl«h«w|i ««)b«t bemat^lksL. 14 000 Pra««B 1« Kisrikeck-k a r t «a Das Art>«iil«fr«bl«4 Volk»- md Ha«*-wlrtsciiatt kount« t)b«r 10 000 Praoan In Kunkochicursan beraten uimI auikl&ren. Dazu kommea noch «In« gana« Anzahl von Blnsied*- und Fatftchenkurs«n und di« Knnkochkurs« des MAdelwerk««. Gnra Hervor jagendes l«1«l4»t das Arbeitsgebiet Hilfsdienst. Di« NShstuben W4ren selbst in d«i Anbau- und Bralezalt fl«iBla besucht S«it 1941 ward«« ta d«B Nähstub«a in Kr«l« Marburg-Land, 10 700 Stock WI«clM u4 Xlaidar «nd COOO StQck f«t«ch«si Mr dl« LaKamutft« heraestallt lis Somiaar «ad wwdaB wai d«ii Prauan 10 fm kg Obst g««amiii«lt und für das Amt Volkswobtfahrt tmd dl« «n «rstar St«ll«, was b««ond«rs h«rror-g«iu>b«B ■« w«rd«Bi v«rdi«st. D«ki Wlxi-t«r tkh«r wird für dl« Ichulkindw g«-koc^t, «w« idck «benfalls di« Prau«» aiu-«nMkttlck nu Varfftgung st«llt«si. M dsn Mttttfbr ahmgsB Iha dar »HlUsatcli« Mnttar und Kind« uivd b«l den Diphth«neiQipfunge«i gingen besoa- m m UM«V HoMUtt«« ad« U<'b« fltnte Laaar^tta, d«To« MMI kg Mr OKxnsAlMK Zw«ok «tngaluyckL. 100 000 StuxMte« arlNoltwNB Ptwbm tr«lwillla und unantgaltlldk tmi SnLW-atujKf kmderraickar M;ütt«r b«* der Aa-bau- nnd Brut«hiU«, Im Amt VoSkswoiü-lahrt, beim Deut«cb«(i Rolfw Kr«uz im der WOchnerinncn- u. Krankeuptl«q«, b«i der Ausgab« von L^benomitlelkarten und Gutsrheinen und b«i d«a Aktionen d«s Reichet, vrl« WoU- nnd P«lxftaxwnlun>Q, Splnnstoffsaaninlung wvd Schub«am:niung, Bei den Sammlungen de» Wlnterhllfswn>r-kc« «teh«n dl« Praueo mit ihreiii Anteil Pllf »IS GlBckllrb«« MltlagsschlAlchM Den Schwerkriegsbeschädigten gilt unsere Hilfe Vergünstigungen im öffentlichen Verkehr — Antrag auf A usstellung einet Ausweiset Um den Srhwerkriegihoachädigtan nnd Gleichstehenden, lu denen auch die ßchwerverwurideten aus Terrorangriffen gehören, die Inanspruchnahme der ihnen zuerkannten Vergünstigungen zu arleich-icrn und gleichzeitig die Veiwallung zu ▼•rainiachen, ist anstslla dar bisherigen «Loz«ln«n Ausweise «in «liibeitllch«! >SchwerkrlAgsb«scli8digt6nausweia( nuu-Viehr «Ingcführt worden. D«r Reichsar-beltstrüniRter hat Im Einvernehmen mit den sonstigen maßgehenden Stellen die erforderlichen Bestimmungen erlassen. Danach gilt der neue Ausweis für folgende Vergünstigungen, soweit sie dem einzelnen Srhwerkrivgsboschadigfon oder Gleichstehenden zuerkannt wurden: a) Die Eintrlttsprolsermäßlgung kultuiellen Voranstaltungeni bei b) dl« bevorzugt« Abfertigung vor Amtastelloni c) die Benutzung d«r 1 Wagenklass« mit Fahrtausweis 3. Klaas« bei Eisen-bahnfahrtfnt d) die unentgeltliche Beförderung des «'.ändigan ßegleitort oder «Ina» Führer-htuides and «) die unent^Itlich« Be/ördarojaq tan Ortslinienverkohr mit Kraftomn1t>uss«a. Den SchwerkTlegstif*riiAdigt«u»ii«w«is erhalten die In den bestehenden R(,.|Blun-gen naher be-elchneten Voikegen 'weo, sofern ein Mitiderung der B''werbs ihlg-kftit Im wenigsten uju 50 v. H. vojMagt oder ein Versehrtengeld mindesteiife der Stufo II grwfihrt wird. Welche dwr genannten Vergfinstigungon dem Auswelsinhaber /.ii*iteh«n, richtbt sich nach den für die Bewilligung der eiruelnen Ver- Mmr II Au(iithm*oi W«iUrntt«inar, Marburg (1), Ula (3) Liebevoll« Pfleg« für unser« Schwerverwuud«t«tt gAnatlgungoB ff«lt«tid«tt Vor«chrlfl«n. — Deshalb wird der n«u« Ausweis nack drei vtwschiMleneii Mustarn tusgasUiIU. Das Mustar A (gelb) gilt für dtl« Vergünstigung zu aj und b), das Muster B (grau) für di« tu a), b), e) and d|, da« Mu«t«r C (org«r.g«Urblg) für di« V«r> güz>«tJgtmg«n n t), b), o), d) and «i|. Zar BavorwateoabfartiguDg vor ttaJl«n gilt d«r Auswvls nur b«i Brl«eh0rd« mfiBgebond. Der neu« Schwerkrleqsbescii&dlgten-auewels wird auf Antrag von »1«r für den Wohnort de« BeschSdlgten zuständigen Fürsorgestelle fflr Kriegsbeechädigte auagestellt. Der Antragsteller legt dazu den letztan R«ntenbMcheld od'ar letzten Boechekl d«« Wahimachtfürsorg«- und V«nior<7UDg»«mtet bxw d«r antsprachen-den Stell« dar Waffen-^^, sowi« wegen des stAndigen Becilelters und der 1. Wa-genklas«« das erwähnte Arzl7.eugni« vor. Die Anträge der Kriegsblinden und ITirn-vertetzten gehen an die zuständige Hauptfflrfiorgeetell«. Eine wnitere Abweichung gilt für Im Wehrxlienst, bei der Waffen-fti 'w RAD oder bei der Polizei welterverwendeto Beerhadiglo, die sich an das jewell« zustSndlge Wehrmacht-fflrsorgeamt usw. weinden. Der mit Llcht^iild versehene neue Ausweis wird in der Reqel für drei Jahre •»»•gestellt. Bei Mißbrauch erfolgt Verwarnung, Im Wiederholungsfalle Au« Weisentziehung. Mit der Ausstellung wird am I. MÄrz 1944 begonnen. Die alten Au9wei«e werden bei der Ausstellung •Ingezogen. Mit Ablauf dp« 30. Juni 1Ü44 verbaren alle noch nlrht elngwogenen «Iton Ausweiae Ihre Gültigkeit, «o daß der Umtausc.h gwjen den neutin Ausweis bis dnhln ahgcwiilos'ien sein muß. Gegen die Versnciung des Ausweifies oder einzelner Vergünstigungen wird die Be-schwerd« zugelaM«a. deri #« Mit*rtHrtteetH8Mw dta« Ar*>«»'tsf« KfitUr.di«!!»« au«d Mtlisi;K» tu alrosn Hrl«buU w«r-deji s »«b- rtin Hftimat ihnf^a (Hl ^ret Hlnsatr und Ihr Opfw deoikt 81 Klad«rgr:ipp«a fand«» h«lf«nd« Hända Die Arzell an den Jüngaten Iflßt s'rh das Amt Frauün des Krei«e? Marbuig-Land besonders nngel^gen fe'n. In bf!-retts 61 Kindargruppon, die eich «tänd'g ,y. TAPFERE IJ NT ERSTE IRER Aus d«i Orts^jruppt! Le-u^houi, Kreis Pptt in, wiirdfn lür tapferes Verhalten I an dor Front dit Gefrelttm Fiaiia .Schwer* I aui Schützvci Alois F:au, i 7b, mit d«im Eisernen Kifuy I K asM I und d«i Soldat Jo««l J<«ji. Unter-Gaivteiai ■ 7C, jolt dt*ni Lltftrnen II Klast« . aRugfr^^wchnMt Femar «ihieUcwi für Tap-; ferkelt vor dem Feind das P.i»erae Kreui II Klasse au& der Ortsgrappr Pickf.n-• tein, Kreis Cilli, der Übe.'-rT*.-ireite lJ^jv*d Bldschnik au« O^ero''t, d.e Grifreitwi Ralael Grai>u«r, Rjatzdorf, Anton Kummer, MoßbPiQu, HaiM Hersrhfta Kiemberg, der Obergrenrrlier Rudolf Polakr Riet/dorf, und d'er Güfreite M.ix Serschiia, Sohn der vtrw, Frau Martina Sersch.^n, Unterwalz, Ortsgruppe Zelluitz, die drei Söhne, sdratlich GatreitHn, an der Front «tehen hat. Vfcrmehrej, wird dl« E.iieht^JKj lU ein^m guten d*u'*ch«n Volksiyeixo»:-««! m Jeder Hijwicht g«T>f]«gt «ukI g^^föidert Noch vor 0ijxigm Jahrnn kitt« man dl««« stolz« Bdlawi nicht für möglich gehalten. Heut« «tehen dl« Pranen de» Kre^ecs Marburg-J^nd m voibildlirJxer B^^wah-rung an der H^imatfront. Sas arbtsiton unentwegt für ihr Volk und eine Aotahl hat sogar da« l«rat« Opfer brltiq^n mü»-»eji; fciio« Bandltas sdireckten niriit r» nick sogar P]au«n tu «rmorden rund wir (fodonkem haut« )«u«r AtntrtrÄgaiinner., di« Ihr Leben hingeben muflten. Ehr-^Jrchtflvo|j tteheo wir vor dieaen hel-deivhaftflsrn Prau«a. Aflateu*gertiiB«B de« K.r«il««n Ktar-k^urg-land hol«& sidi Ikr« mltamriu»' Uch« ßchiAluug kl dsn L«hrg*zLg«n «n ds« Bartdiasdchamoigaborg Wmvabard. d«« fac&Iicii« >V1s««a la dM vtta^Jgi'n» Ai» ^•«Ikfiauirrlrktxznig«» un KrcJa Jedon luit mft dU KrHlsfisaanaintal«it«r1n Ihr« 0\-t«fiau«(DuntBl«lterino«si nach Kiert>vr^ "WO ati« alla wiriKl^jen Frafl«o dar Prduf®-*it)«{t m,ft '.hnan diircbspnciil myd !hn«a dta Schwl«r{gk«ltcn fib«rwin*l«3j hilft Wir k^^Dn^}«^ nicht vah)s, d«m Amt Framen des K'eis«« Marhurg-I^d w»-««ra Hoc.hachtimg *nd Anerkennnng axMu-urDrechen, vor altam gilt dl« der Kr^Wrauanamtsleltertn, P«n, dl* durch lhrv*n uner-iTKÜdlichon Einsatz it«t« aI« VortylW! und Bel«p1«! wirken St« wi«S(ML, was Ihr« ^Icht OT>d Vtrsr'wortruKi Innerhalb der deut«rtj«n Volksgeiaelnschaft fordert .Sie stehen treii m unserern Führer vnd reiqen tSglich und stündllrh, dnfS dl« Fran^n der T'Tit^rst-'lerrafirk im wahrntcn Sinne d««* Wortes echte deutsche Frauen BTid Mfltt«! «md. AP Das Fibelbild bester AiischatiungsiinteiTiclit Tajftmg dmt Elemtiotarifthrvr üi Mftrbtirl Zur 9«nj«lnMmaB Ausrlchtuag alltir Elenentarlahror de» 3chiilaufslcht»ber«l-che» Marburg-Nord berlof Schulrat Schneider Jene Hrzleher und Brxlehaiin-nan seinos Landkraises tu alner Tagung Q4Ch Marburg ein, die in d*a ersten KIasmu unterrichten. Dtaa« Tagung stand Im Z«lchen «inwr gemeinsamen Ausrichtung und Schulung, um «inhelül-ch« Auffassung im Unterricht und in d«r Erxlehung in der Elementarklass« ra «r-r«lcheu. Als Bletnentarlehrerlnnen sprachen Prau Ijif^bachar öbei dl« Ginindford«-rang«n an die Fibel, Prai Schalk Über das Erleben du« Plbelbildc« bei den uö-tanit«iflftchen Kindern, die Praudn Mandl und Jurgl über das Bratbaltan d«s Srhrwiblasvas mit praktlscheti Brfabmn- rao in ScbreibleseunteiTlcht und dl« räum Sengl und Hrlbemlk übar dl« Hebung des sprarhllchen Ausdruckes der nn'erstetrisrhen Klnd«r In der Elementarkiese««. Besonder» wertvoll für die TagungHtellnehmer waren die an jetlesReferat anfchlleßenden Aussprachen, dl« «In« M«ng« vua Hinwalacui aus d«« praktlsch«u Urlahnutq dur Utztan di«l Jahf« brachten. Nicht nur di« Stadt* schul«, sondern bauptsichllch dt« Laitd-schul« mit Ih'-eu Schwierigkeit«!! kam hier bal wxx Wort SchÜlarhaft« und Sthfl-l«rai«d«-ftchri.ft«a «rgAmtan dU tr«rfU-ehen Auriuhrung«n. Schultat Prof. Br«un«r aw Ch-as (aiMa hn Schuirefarat all« g«woaa«£iaa Brfaiv rung«n ruKJimmen, schilderte anhand vt»a Tafelzsichnungen den geachlchtllchcn Weg der varschledenen Methoden d.e1t*metbC'do and diwi synthetlschon Schreiblafteiunterrlch-tM. Im modernen Elementarunterricht wird dl* lynthetisch« Mathod« Im Var^ oln ralt d«r Erfassung der 'Can^heit d«s Wortes and Satze« zur Anwwndunr kom-nj'9n, um die Schüler Im Laufe des Jahres entsprechend der. Richtlinien tum nisammttiih&ngimden Lesen r>j brlnnea. Mit der Führerehrung ichloß Schulrat Sch.Telder die anregend vfcrlauftnde Tagung. Yms K(M»BC(ti1j»g cm. AaltfiHck d«a Kjirnunenuuaik.tt'eadt. den da« Cllll«r Straichcfuörtett unter Klltwlrkung dar Pianistin Moria Sani^in am Fiaatag, dam 25. Pebniar, Im I>eut«iCh«u Haus« vaian-staltet und bai deou Werk« von Bcetho-vorv, Brahms und Dwofnk zur Auffühning gelaT>gen, werden jene Inhaber von Kon-zertringkarten, die an di(*>€m Abend nicht teil/iinehmen gedenken, herzlich gebeten, die« unter Angabe Ihrer Platz-nummer e^.;we;sistiophe d e doppelte Anzahl der Arzte nicht ausreichen wüuie, allen Verwundelen recht7eitig Hilfe 7U leisten. Rund um lelbiiU/.. Am KS. Februar wurde im Leihnitzer Lichtspielh lus der Film »Meize richtig« vorgeführt. Den einleitenden Vortrag hielt der Beauftragte für das Heizungswesen Pg. Swaty. — In der Orlsyruppe Hengsberg wurdo TTwecks Besprechung der laufenden Mo-natfiarbeiton eine Arbeitstagunn der NSI>AP. abgehalten. Die Dienstst lle der NSDAP, wurde in das Haue Hengsberg Nr. 6 verlegt — Die von den Poliliichau LHtani «nd dau OasklanawfteKaaiDt«* dlirch'jaffthTt« '.»au«tr«Semvmimliiog «r^ bracht« «tn 4h«raus g(li\*tig«« H'getmla, WM «lA Z«ii-lafJtfltlgkelt and suoh Clah«^r«udJgk•lt doT Bevölkanuvg ist — AnlÄfllich dar Feier dtr Machtöbemahm« fand «Iii« öffentliche VerM.umihjng statt tß der Krelsredner Klein-Roggh it\im Tb-^ma »Am Ende «teht der S eg« sprach. Vorher fand em K!einkalib«r-SchieBen aller Politischer- Leiter statt wfthr«md «lu Plat2kon~ert dfts neuaufgereilten HJ-Muslkzuofts für Unterh&lhmg sorgt« Vom Auto tödlich Obertahren. Der 40)ährig6 Hilfsarbeiter Leopold Fertner aus .Sciiclfle;nsteg bei Pinggeu wurde oul dem Nachhauseweg auf der Reich#sti alVe von einem Personenautc von rftckwitu erfaßt und so Bctiw«r v«rletrt dafi «j Im Gaukrankenhau» Hartberq *laib. Von brenneedt'm Geb.1lk begtabvn. Bei einem Brand, der am Dl'»nB*ag Im Stallgebäiide des Bauers Georg Putitor-hofer In Ratten ausbrach gelang es dem .l^iahrigen P^iuer, der gerade im Stall tStig war, in Kürze da«; ganze Vieh, 23 Stück, zu retten. Seine 27)Mhnge Tochter Mirgarete. die auf d?in Futterboden des StallgcbSudes arbeitete, konnte sich nicht mehr In SUhe'-helt briniien. Der Futterboden brach durch und r*. f- Pf^dau-emswerte wuide vom brenn'^ndon Futter und Grtb.l'k begraben. Als mai; sie end lieh hofrefen konnte, hatte sie bereits s hwervte Brandwunden erli!U»n. \uch der Bauer selbst trug schneie Brand-! wiin('.'»n davr>n V'ater und Torh:e[ ruifl-t ten in d'e Hausklin'k des Grazor Giv.i-kr^nkt'nhauses gebrai ht worde.n. Am A'i'^ki mmen der Tncliter wird ge?wei-feit. Wir verriiinkeln vom 20. bis 2ß. Februar von 18.30 bis 5 Uiir! Seite 4 * Nr, 55 * Donnerstag, 24- Februar 1944 MARBUKGER ZEITUNG Aus aller Welt Beschädigtes Gasrohr gefährdet 13 Per- •onao. iniolge ein«s Gairohrdefekts im KeUer des Houses Graz, Neutorgasso 9, •trömte seit Dienstag abend aus der »thüdhaften Rohrstelle Leuchtgas aus und drang langsam In verschiedene WohnrÄume des Hause# ein. In den eitlen Morgenstunden des Mittwoch wiir-den insgesamt 13 der dort wohnenden Personen mit Gasvergiftung und Benommenheit aufgefunden und in die Medizinische Universitätsklinik gebracht. Während ein Teil der Erkrankten nach ärztlicher Behandlung »Ich bald wieder erhöhe und in häusliche Pflege entlassen werden konnte, mußten fiinf von ihnen, .deren Verg;ftungserscheinungen stäike-ren Giades wdrea, in Krankenhausbe-bcindlung bleiben. Aiialphdbeleo ia der Prüfung. Die An-xabl der nach Deutschland kommenden Analphribeten ist in mancheai Fällon doch erheblich. Es ist tchwieng, bei diesen Menschen festzustellen, an welchem Arbeitspldtz sie am meisten leisten können. Aus diesem Grunde wird M sowohl ▼on den Arheitseinsatzstellen als auch ▼on den Betrieben dankbar begrüßt, daß das Institut für Arheitspsychologie und Arbeitspädagogik der DAF neben den bekannten und bewährten »Grobauslese-Diethoden für ausländische Arbeiter« (Auslese In der ersten Stufe) nunmehr auch eine Methode zur Analphabetenprüfung ousqearbeltet hat. Volksgemeinschaft der Tal. Einer P'üuerin aus Lehelitz (Halle an der Saale), deren Mann eeit langer Zeit an der Front steht, war vor kurzem ein Zugtier einqeiqinqen, so daß die Feldbestellunq In Frage gestellt war. Die Bauern des Ortes, die der Frnu «chon wiederholt mit P.at und Tat beiseite gestanden hatten, filhrten eine Sammlung durch and kauften einen ZiKtochffen, den sie der Bäuerin •chenkt«n. Wunderdoktor machte Menschen »ku-flelsicher«. Vor den Schranken der Stral-suDder Strafknmjner stand ein 74 Jahrs alter Einwohner von der In«el Rü Wilhelm Verderber am XI. Derember 1943 im Alter von 44 JaliTm sein Laben für Großdeutschland. Ranfi (Untersteiermark), den 22. Februar 1944. Die tleftrauemds Familie Verderber. Der Kreisführer der Krelsfühning Ranni gea. Adolf Swoboda Abschnlttsleiter der NSDAP. Der Führer der Wehrmannschaftsstandarte Rann: gez. Bammer, SA.-Sturmbarmführer. 582 In onfaBbarwn Schnverce geben wir die traurige Nachricht, daß un«er lieber, guter, sonniger, einziger Sohn, Neffe und Vetter Stud. med. Tugomer Koser Gefretter-Dolmetttcher am 6. Februar 1944, im Alter von 20 Jahren, Im Süden gefallen ist. Die Seelenmesse wird In der Franziskanerkirche am Freitag, den 25. Februar 1944, um 7 Uhr früh gelesen. 1474 Marburg, Würz, Römerbad, Laibach, Im Februar 1944. Tugomer und Ludmilla Koser, Elternj Familien: Kosör, Dernovscbek, Petschar-Kokal. Hart traf uns die traurige Nachricht, daß unser innigstgeliebter Sohn, Bruder und Schwager Franz Schimpl Kradfahrer am 28. Januar 1944 Im blühenden Alter von 22 Jahren •ein Junge« Lehen an der Ostfront gelassen hat. Nun ruht er In fremder Brde, aber in unseren Herzen wird er wdtarlebenl Lugaus, Absberg, Mureck, Im Februar 1944. In tiefer Trauer denken an Dein fernes Grab: Franz Schimpl, Vaten Rosa Brandl und Franz Bürger, Geschwister) Johann Brandl, Schwager, 585 In unsagbarem Schmerz geben wir die traurige Nachricht, daß unser über alles geliebter Sohn und Bruder Rudolf Mateschitsch Gefreiter am 17. Januar 1944 Im Kampf gegen den Bolschewismus an der Ostfront den Heldentod fand, Trlfall, im Februar 1944, Die tleftrauemde Mutter Anna Mateschitsch und Bruder Erwin, dz. im Felde. Der Ortsgruppenführer der Ortsgruppe Trlfall-Ost: Karl Suppanz. 584 SchroerzerfüUt geben wir die traurige Nachricht, daß unser guter Gatt«, bzw. Sohn, Bruder und Sdkwager ]osef Jurkowitsch JIger am 2.1 Januar 1944 Im Alter Ton 23 Jahren im SÜd- teil der Ostfront gefallen Ist. Reichenstein, Cilli, Klagenhirt, 18. Februar 1944. In tiefster Trauer: Viktoria Jurkowitsch geb. Bresnikar, Gattini Franz Jurkowitsch, Vateri Theresie Jurkowitsch geb. Sclikoberne, Mutter | Franz, dzt. Im Felde, imd Karll, Brüderi Josefa, Schwesteri Philipp und Anna Bresnlkar, Schwiegereltern) Franziska Jurkowitsch, Großmutten Anton und Anua Kukowitsrhitsch, Onkel und Tante, und all« übrigen Verwandten. 1455 Wir geben die traurige Nachricht, daß unser rjjgS InnlgstgeJiebter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Fritzi Klampfer Pionier am Montag, den 7. Februar 1944 bei den schweren Abwehrkämpfen an der Ostfront Im Alter von 18 Jahren den Heldentod gefunden hat. Marburg/Drau, den 21. Februar 1944. In tiefer Trauer: Johann und Genovefa Klampfer, Elterni Willi, Bruderi Emma imd Karoline, Schwesterni Antonie, Schwägerini Willi und Friedrich, Neffeni Sonja, Nichte, und alle übrigen Verwandten. 1449 S*nd0t dgn Soldatrr dit »Marburger Ztitung* an di» Ff Oft// leder Befr'cbs- illhrer soll das I/Bpordnuiigs-und Amtslilatt des Chefs der ^Ivllverwaltunj in de? Untcr-striermark lesen Bezu^js- preis monufllcl: WM \:2\ Be- stellungen sind an die Ge-schflftsBtelle des Verord' nungs- und Amtsblattes, MarHiin* Drau Bm ga e > 'i» r « Ii ert MARBURGER ZEITUNO STADTTHEATER MARBURG-Drau I Donnerstag, 24. Febr., 19.30 Uhr; Geschlossene Vorstellung DJ I, kein Kartenverkauf, ENOCH ARDEN, Opet. F-eitaij,-25. Febr.. 19,30 Uhr: DIE NACHT IN SIEBENBDKGEN, Lustspiel. Preise 1. "nmnr—iriMiMi p"'--"——— Kameradschalt itelrlscher Künstler und Kunstfreunde, Zweigstelle Marburg/Drau < Heut«, Donnerctag, des 24. Februar 1944, um 30 Uhr, Im KasinosaaJ dM Marburger Stadttheatars Vortrag des Direktor« der StaatUoheo Hochschule für Mu«ikerziehun>g In Grai Prot. Dr. Felix Oberborbeck scho.d vsrissen alann wanden .S esich biiie anuns.V/iiborairnSiednniig. e. GeneralreprflsenfanT der Marke REX für die Donau- und Alpan-Reichsgaue; Usturr, kün&er^ en-gia« K. G., Bräuer 4 Co., Wion, L' _Sj^^ongasse S. 597 Verpackung nicht wf-gwarfen, aucb gebraucht lit sie noch wcrlvoll und laOt lieh meist weiter v<*rv.pr.r!erv Wer leere Furmamint-r'l^srl! n mit Srhrautulerkol an Apo.h.'ktn iind Drofjcric'U /urürlM)il)t, lull Mal' mI lind Energien hiMi-'n iirul rr.' si ii t unsere Arlielt im Dintri'." rl V gesundlißit. BAUER & CIl;., BLRLl.N, Kleiner Anzeiger Anstatt eines freudigen Wiedersehens erhielt Ich die schmerzhafte Nachricht, daß mein ganzes Glück, mein lieber, guter einziger Sohn Raimund Bilcniz Obergrenadior im blühenden Alter von 22 Jahren sein Leben an der Ostfront lassen mußte. Die Seelenmosse für mein geliebtes Kind wird Samstag, den 26. Februar, in der Pfarrkirche In Rohitsch gelesen. Rohltsch, am 20. Februar 1944. 583 Die tieftrauemde Mutter Irma Bitentz. Hart und schwei traf uns die traurige Nachricht, daß unser jiingster Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Kurt Meglllsch Grenadier am 15. Januar 1944 im Alter von 18 Jahren sein Leben an der Ostfront gelaseen hat. Marburg/Drau, im Felde, den 22. Februar 1944. In tieler Trauer: Anny Osim, Frieda und Lotte Mcgiitsch, Schwestern! Karl, Otto, Willi, Franz, dzt. bei der Wehrmacht, und Albert, dzt. im Felde, Brüder; Friedrtch Osim, Schwager 1 Paula, Pepl und Toni Meglllsch, Schwägerinneni sämtliche Tanten und Onkels. Um Dich trauert auch Dein bester Freund Adolf Steinbach. Zu kaufen (jcsucht Planino zu mieten oder zu kaufen gesuLlit, Unter »Dringend 1435« an die »Marburger Zci-tung«, Marburg-Dnui. 1453-4 Kaufe Küchen- und Zimmer- i möbel, auch einzelne Stücke, ' sowie reparaturbedürftige, unil verschiedene Art von Sesseln. J. Putschko, Triesterstraße 57,1 Marburg Drau, 14H7-4 Tischsparherd, sofort zu kaufen gesucht. ZuschriJten erwünscht an Wachtmeister der Gend. Adolf Pen, Würz bei Marburq. 1492-4 StellcP^ÄSuche ' « I I Junger Friseur, Meister, sucht t Stelle als Geschattsfuhrer oder Gehilfe für sofort oder später. | Womöglich Verpflegung im Hause. Gefl. Zuschriften erbeten an A Schlick, Marburg-Dr., Wittenbauerqasse 1 1452-5 Sehr gebildete, ältere Frau, erfahren und selbständig in Küche und Haushalt, sucht Betreuungen, Zuschr. unt. »Ehren- J hafl» »M, Z.« 1467-5 Offene Stellen Vor Einstellung von ArhutikrSflen muß die ?.ustimniiRg des luit mdigen Arheitsumtek eingeholl waidfb 14SP mm im Danksagung Für die aufrichtige Anteilnahme anläßlich des Ablebens meines unvergeßlichen Mannes, sowie für die Kranzspenden und das Gelelte zur letzten Ruhestätte spreche ich ollen meinen herzlichsten Dank aus. 1464 Marburg-Dr., den 22. Februar 1944. MRAK MARIA, Gattin, Tüchtige, nette Köchin u. Serviererinnen werden aufgenommen, Zuschr, unt »Saison 1944« fin die »M. Z.«. 431-6 Hausmeister, fähig für Pferde" Umgang, wird sofort aufgenommen. Fabrikswohnung voihan-rien. Kleiderfabrik Heinrich Hutter, Thesen.____^58-6 Braves, fleißiges Mädchen für alles oder Bedienerin tagsüber ijfort gesucht. Berggasse 4, Florian.___ ' 1468-6 ^Kräftiger Maierlehriinq wird sofort aufqenommcn. Anzufragen hei Coers, GrazerstraRo 51, Marburg-Drau 1395 6 Hausmeister wird sofort aufgenommen. Anzufragen Reiter-gasse 20-1. 150.5-6 Ouchhaitertn mit Praxi« für sofort für die »Marburger Zel-tungc, Badgasse 0, gecacht. -8 Bedienerin, ahrlich und raln, dringend gaaucht. Adi, In der _ 1478-g Ehriicha KOchln für alle« für sofort gesucht. Adr. In der Ver- wJltung._____ 1479-6 KanzIclaufrHumerln wird dringend gesucht. Täglich von 6.30 —7,30 L'hr Melden bei der Ba-wachungsgesellschaft, Herren- na^''_j43.________^1491-6 Dürodlener, qefiind u. arbeit**-freudiq, wird zu guten Bedingungen sofort aufgenompien. -Anzufr : .\nton Pinter, Marburg I (Drau), ReiserstraRe 16. ___________ 544-6 Allere Körhin oder Wirtschafterin mit Kochkenntnissen fev Pensionistenehepaar) auf Landgut Nähe Marburgs gesucht. Wegen Öfterer Abwesenheit d Besitzer, Vertrauenswürdigkeil erforderlich Anträge unter »»Ruhige Dauerstelhing 1310« an die A^Z.« 1495-6 Bedienerin mit Kochkenntnissen für sofort gesucht. Blanke Mellingeratraße" 19. 1,502-6 Bedienerin, resp. Aufräumerin für Kanzleiräume, 5 Stunden täglich, wird n^surbt. Vorsprechen: Hochhduamt, Marburg, Kärntnerstraße l-I. 1504-6 Eine Kassierin, womöglich mit Maschinschreib- u. Korrespondenz-Kenntnissen, wirrt von einem Kflu'hrtus in Marburg gesucht, Offerte an die »Marbur-ger Zeitimn« unter »Strebsam 1507« an die »Marburger Zeitung«. " 1507-6 Der REICHSMINISTFR FÜR RÜSTUNG UND KRIEGSPRODI K-TION, Chef de« Transp^M, Z «, Maiburii-DrLiu. ! t';on nute Belohnung in drr Vi'rwtiÜung der »Mailiu.I|k'i Zeitung a'-zu-|geb_et^ _ 1-172-l.i Schäferhuiul lo.x in R.inn enlKiufeii, N.irliruht über Verbleib eibiHeii q.^gon quto Be-I lohnung an Obeischiiie H,«nn (Tel. 72. 5'i2-i;i Zwei Monate alter \V()lf-.iiund , entlaufen oder abhande-A ge-koninien. kiintte eib- ten an Ferdinand Wanok, Peltatt, Last-Straße .30, 591-13 Diejenig,:» Person, die S.-innlag nachts (20, 2, 11^44) einen vier-j eckigen Koller m t In'vill und leine Korhflasche rw.vks ,\ul-bewahrung übernahm, w rd qe-beten, die Saihen he m Tund-amt Marburri, B thnlnd, (p'gen Belohnung zu hin'eriecien. da nicht mein Higenlum. 144iM3 V/ ^ rc o n r»*; Wei kann .'Sunkunlt iic.)en i.i)er meinen M nin, Dv-tsi hniann Tor-dinand, uiu\ej«on, Flcischh.iuer in Cilli, di?r seit 3 Wochen vom Hause abwesiMul ist. Berichte f liete'i an D:^t.schm.Hin, Cllli, Lulhetqas>.j 31. .SüO-14 Trtuschc 1 Pnai l).in»onsch-ino-schuhe, 40, für schw,ir/P Si,huhe |Nr. 3!», 2 Paar Kiii.ie, .S-hnee-I schuhe 2li »1, 27 lui B.ioy-I wasche, höh.; I-Minr;,-- huhe t|e-!geii Schuht.' Zus» hi, unter I »Rasch I4',i0' an die '>M Z«, 1 Maj^burq-Drau. I4'i,)-14 Tausche He rrnGchuhe 41 (Leder) gegen Pei/. oder Damen-Pelzmantel 44 46. L'nler "Weit-ausglpioh MP l- an die »M Z.-, Marburg-niau, 14,'<4-I4 Tausche Soennecken-doldiüli-feder tür Tischen- oder Arm-banduhr qeqen Weilaiisgieich. D»>nnerstag und Samstng irn nnsth.uis "Zur Gemütlichkeit«, So't'? ^?r. 55 * Donnerstag, 24, Februar 1^44 MARSURGER ZEITUNO Der korrigierte Luculi Die moderne historische Komödie auf neuen Wegen Komö'i:enfM(~htrr iin<;orer Zeit h.ihen sirn m.l Wüliiicin Ci.ill rj' wichliqer hisito-rifichfr J'erf.unlichkeiten beraachtiril, die Anl.ke hes:iu»oren imd die römische GfSthitht«» rlurchwühlt. Uberall stießen Sit" auf fiitsT-hen, dif der Erinneriinq rtr: irliw it .m L;iiile der J^ihrhundnrte (ihlh ifti II 0' lv(nunuM ftincl, D p fjröflte Finlfu t kunq cber Wtir ajisrhr-'neiui die, dciß luh C'ÖScir, K-*rl ripr Große und brlliHt M nelrio« — qdiv/ zu schweitjon vjii l.ocull Odyss. us und NiipoU;on — ihr irdisrJit's- odor qöltlich-«^»erbliches PriV'iU>f'rkfhnn zu traqen hattpn. Wtiren Sil' N'i'iis. '-('n wie wir? Mdtien die Heroen .im hl nviiflchlichc Sor{|cn? D e Dich-fei (I T Komöd 0 w ir-n um eine Antwort nicht vetlo'iE'n. E'n lüirk auf diin di( k»"r, Ixitrunkener Meinn, der Sa h nuf R'nen lJrnt ( hi«chrn Stuje zu. Odysfious, der N^nicuU^ kehrt lif.m, iind J'enelope ZV nal ihn zum Htiusvtilor-Rpiel, Der u!i'i licffTle pv,'iq-jnnqonhflffc Uiuuhe-ti. r .)iiiil!e Gfqnrr des Gebo.-qen-s' Iis, der r"-,tc Vcrkündor dnr These vt)in c| itihiiirhon Leben muft — bei Güliricht — seinen Sohn Telemarh wür-riiq verheiraten, muß aleo seinem Sohn die Notwend'qkeil einrr Haushallutiq empfehlen, die er selbst zum Teufel Vr'ii'isrht. Die G'.'schichte wird korriqiert: öl!., Cd-'isrus un'orweqs wird Mlysses (i heim: Irot d. n bi'ii^t der qroße Giie-chi'iiheld nicht« von seiner m mnlichen H 'ltunq e,n. Aber dio Kunst, den q oßen K'.inn koTiiisrh und liberrdqend ernst zu-Qij.f'h zu zoiq''n. brherrs'^ht nur die Ko-mo iio. Sie be^it'.) die V/affrn, mit der tn"' ."br'n S^^in i'clfiqur heiter liichelnd fi.lici :iu '.\' iil-wpqten Liebeslebcns Claudici«, der Schui'bter des berüchtiqten Volkstribu- nen Claudius, dramatisch in memoriam zu konstruieren. Neben Claudia erstehen di« Porträts Catull« und Cäsars und der Kampf der Ueiden Nebenbuhler um Herr* «chaft und Liebe lyietet Geleqenlieit, In die Abgründe seelischer Verwirrungen qroßer Lyriker und Politiker zu leuchten, die dem lebenden Zeitgenossen in nebelnde Ferne entrückt sind. Catull hat Claudia einst unter dem Namen Lesbia unsterblich gemacht — für den Dichter von h«ute qeht es um die Revision der Positionen Catulls und Cäsars in diesem entflammten Liebesstrelt. Auch Catull und Cfisar sind in den notwendigen Kreislauf menschlicher Rivalitäten einbezogen, den menschlidhen Gefühlen und Leidenschaften hingegeben, und der Dichter, der die ewig menschliche Komödie um den großen Marui schreibt, verliert keinen Augenblick den Respekt vor dem Mythos, der sich um ihn gebildet hat. Vor «Iniqen Jahrzehnten war es Mode, den groQen Mann auf dem Theater In ironii^er Darstellung zu bringen. Der entideaUciert« Napoleon, der trottelhafte Cäsar, der lächcrliche Androklus, die keifende Cleopatra waren Beispiele für den dramatischen Willen, die Historie und klassische Welt der Antike spöttisch zu verkleinern. Unsere Gegenwart hat ein andecet Ma6 für die historische Komödie. Karl der Große erscheint In Josef Nowaks Komöclle »Spuren im Schnee« ebenso königlich in seinen mensahlichen Schwächen wie in seiner regierenden Klugheit. Menelaos büßt in Hans Leips »Idothea« die Torheit seiner Liehesverblendung, aber er verliert nichts vom strahlenden Glanz des königlichen Mutes. So führt der Dichter mit Glück die großen Figuren der Weltgeschichte an die geheimen Gesetze der menschlichen Unvollkommenhelt — und im revidierten historischen Portr&t erkennt der mitfühlende Zuschauer, daß auch die Männer, die Weltgeschichte machen, den irdischen Gnaden und Graden verfallen sind. Dr. Hermann Wanderscheck Zwei Konzerte in .Graz Kriegerische Musik und der Budapester Tenor Endre von Rösler In einem Großkonzert, das Wehr-machtsangehörige, eine Kapelle des RAÜ und Mitglieder des Grazer Opern-Orchesters uiiter der Leitung des zur Zeit bei der Wehrmacht Dienst tuenden Leiters der Musikschule für Jugend und Volk in Bruck'Mur, Heinz Llebminger, durchführten, wurden „Kriegerische Musik grober Meister" als Querschnitt durch vier Jahrhunderte deutscher Musikentwicklung geboten. Mit zwei Intraden Hans Leo Häßlers aus dem 16. Jahrhundert, dem schöpferischen Ausgangspunkt der eigentlichen Mllitärmusik, beginnend, führte das Programm über die „Lustige Feldmusik", einer Ouvertüren-Suite Joh. Phil. Kriegers zum Vorspiel der Barockoper des großen Steirers Johann Joseph Fux, (dessen Oper „Costariza ft Fortezza" die Tugenden des Fcidherrn verherrlicht), zu den mit einer heroischen Geste die Handlung begleitenden Märschen aus den beiden Händelopern (.Ezio" und ,,Julius Cäsar". Dann folgte der Friedrich dem Großen zugeschriebene „Hohenfriedberger", dessen instrumentale Besetzung bereits auch den Stilwandel der Zeil anschaulich macht. Ein sogenannter ,,Stil-Marsch", d. h. ein für nicht militärische Zwecke geschaffenes Werk ist wohl auch der klanglich besonders reizvolle Marsch Christof Willibald Glucks aus seiner Opor ,,Alceste". Michael Haydns, des Bruders des großen Wiener Haydn, „Türkischer Marsch" aber und „Coburger Josias Marsch" sind bereits wieder zwei typische MilitärmSrsche, hingegen das „Allegretto" Joseph Haydns aus d'^s-sen Militärsymphonle einen Beitrag liefert zu jener Gattung, die die musikalische Substanz einer kriegerisch-kämpferischen Haltung unterstellt. Vor allem auch das kulturgeschichtlich interessante r.inflrinnen der sogenannten Janitscha-ronmusik äußert sich in den Zeurfnissen dos Ifl. Jahrhiinderts, bei den Brüdern Havtln und bei Mozart, aber auch noch bei Beethoven auf stets eigenartige Weise. Schließlich wurde noch sinfo- Uraufiührung einer Partita von Karl Schäfer In einem Konzert df's Musikveieins zu Munslei brachte Ci(>'ietaimusikdirektor llc ii',: Drt ssel ein neues Werk des Osna-biii '^ne- Kfinip<'n:s (»n Karl Schäfer mit s .iikf;iii r.il.'lq hor.i'T Scluilor, der aus rif .'ii W'.'Sl.'i waid .s'-immt, bei Hermann Zilfhcr stf.d.ot'c und liinrTPie Zeil Chor-Ii .i"- in I'..iii'lit .( v ir, Iriiet jetzt das K< !'soiv