Echristleitnng, n ▲ ▲ Verwaltung: Str. 5 ^ A ^ WatoauBfl«». «r.« («muktIM (U<). M ■ ^WW> ^j ««■■■uT'Hkt* (««•>. «tttfsjsns ^ W > A Al| ^1 ^ ^ ^ A J, » »»' M ■ ■ JHAT «>' «•« «Sr J IpIIIIiIIP j I lltslfl M «■ nnpi P MmMMi ■•W« nl4ct« W W ▼ ▼▼▼» ▼ ^ M ^ M ▼ ▼ ▼ ▼ T V ▼ ▼ HjÄM»«« •■ »lt «I»«» i»a (mtog >U •»mIU i I I « I M Mnn«(».» rend die andere in tcr Not in den schlammigen Grund versinkt, au« dem sie entstanden. Wer mit offenen Augen in da« Gewühl diese« .Welt" genannten Bienenhauses blickt, wer e« so ganz genoffen hat, da« Leben, wer Schritt sür Schritt angestoßen hat mit seinem heiligsten Empfin-den und nur gemeiner Niedrigkeit weichen mußte, der weiß, daß die .Liebe, die sich selbst verleugnet*, ein Edelstein ist, der wohl nie und nimmer mehr unter diesem komisch-tragischen Gewimmel zu suchen ist. der längst zu jenen versunkenen Schützen ge-hört, von denen un« Märchen lieblich erzählen, die aber — ach — doch nur — Märchen sind. i, Donnerstag, 25 Dezember 1905 Er verkündet weiter« der Menschheit die edelste Liebe, den Frieden alle« Guten. Da« deutsche Jul- und Christfest ist vom Ur-gründ an kein lärmende« Fest, sondern eine innerste Herzen«- und Familienfeier. Au« der Urnacht de« Ei«- und Nebelwinter«, au« der erhabenen Nord-londSstille de« G^rmanenwald«« ist e« wie ein zarter Keim unter Schneelasten dem deutschen Volk«-boden entsprossen. E« ist im Wesen da« Fest der winterlichen Sammlung, Erhebung, Stählung zum großen Werke und friedlichem Kampfe de« kommen-den Frühling«. Diefe winterliche Stille und Sammlung der Germanen ha« feit jeher ihre Wunderkraft betätigt. I« Frieden de« Winter« wuchsen die Stämme einst groß, wurden sie stark und wagelühn. und al« der Lenz die Lande öffnete, sendete mancher deutsche Volt«stamm seine Jugend hinau« nach Süden, um die Grenzen der zu klein gewordenen Slammheimat zu erweitern. Und Wunder deutscher Tapferkeit durchschallten die Länder der Erde. Wie der Einzelne, so beoarf auch die Gesamt-volkikraft von Zeit zu Zeit der v.uhe und de« Frieden« zur innersten Sammlung. Gewinnt sie »in Volk nicht in planvoller, gewohnter Art, so zwingt da« Geschick durch erschöpfende Kämpfe dazu. Nach den großen Reisen der Völkerwanderung, der Kreuzzüge, d»r Hunnen- und Mongolenkämpse, nach den furchtbaren Anstrengungen der Reforma-tionSkriege, endlich nach den nopoleonischen Kriege» folgten »eist längere Pausen der Ruhe, der stillen Sammlung : und wie erhob sich dann immer wieder deutsche Volk«krast zu den herrlichsten Siegen im Frieden wie im Kriege! Auch unserem deuischen Volke in der Ostmark muß diese Ruhe zur Samm-lung und innersten Wiedergeburt wieder errungen werden l Märchen? — Nein, einmal im Jahre tönen Klänge au« überirdischen Räumen zu un« — ein: mal im Jahre greift e« auch an da« verstockteste Herz, und ist »« auch vielleicht kein überirdische« Glück, da« da di» Glocken der heiligen Nacht un« künden, so ist e« vielleicht ein heiliger Schmerz, dem wir un« in diesen Stunden überlassen. Und wenn wir dann unser Innerste« von diesem Schmerze durchwühlt haben, wenn sich vielleicht eine Träne hervor stiehlt, wissen Herz ist da nicht offen und sehnt sich nicht nach Liebe? Wie ganz ander« ist diese Liebe al« da« Gefühl, da« man täglich und stündlich dafür preisen hört: da ist ein Augenblick Pause in dem Dränge uach Selbstsucht und Egoi«-mu«, da drängt »« da« Her,, mit bestem Willen zu geben und nicht zu nehmen — und Friede, Friede den Menschen auf Erden, die eines guten Willen« sind l Wem hätte sich in diesem Gefühle nicht in Wahrheit der Himmel ausgetan — auch dem. der seinen Gott in anderen Bahnen sucht, al« man ihn ihm zeigt — der ihn draußen im weiten Tempel der Natur empfindet oder ihn im letzten Winkel sein»« Herzen« ahnt. — Friede den Menschen aus Erden, die eine« guten Willen« sind! — Wehe aber dem armseligen Menschenkind?, da« in dieser weihevollen Stund» nicht«, gar nicht« zu geben ha« und wäre e« auch nur da« armseligste Stammeln von Liebe! Weil« Dir nicht nahe oder weit »ine Menschen-seele, die du vrrkann« und g»kränkl hast? E« hat Dir vielleicht ein Herz entgegengeschlagtn «reu, ehr-lich und groß — Du gingst daran vorbei. — Hast 27. Zavrganu. Jetzl ist die Zeit, über die besten Mittel und Wege nachzudenken, so lange der Waffenstillstand währt. Der lärmende, tosende Kawps zwingt nicht alle«, da« Beste und Größte wirkt ost der „Frieden der Weihenachl!" Unter dem Weihnacht«baume 1902 sollen die Deutschen ganz Oesterreich« jene unerschütterliche, unbesiegbare Kraft der begeist«rten. rastlosen, epfee« vollsten Hingebung, der allem gewachsenen Au«, dauer, der allumfossenven eisernen Einigt«, die ienigste Litbe für da« deutsche VolkLtum und H»i. matland mehren und pflegen, die un« unbesiegbar macht, wenn wir sie alle im rechten Maße besitzen. Der Weg dazu ab r sst'jrt zum Innersten unsere« deutschen Kamil.itleken«. Dort muß der Friede der Weihnacht zunft zu wirken beginnen. Und darum schließen wir: Nicht mit frohem SiegeSjubel Feiern wir die Sonnenwende. Doch wir reichen frohen Mute« Un» beim Weihnachtsbaum die Hände. Laßt un« baue»! Unsere Burgen Sollen werden immer fester, Daß Dentschösterreich erstarke, Wie Germania, seine Schwester. ?«litische Aundschau, Pas obligatorische?enstonsrecht der privat-beamtet». Der sozialpolitische Ausschuß hielt am 16. Dezember unter dem Vorsitze seineS Obmannes Dr. Groß eine Sitzung ab, welcher als RegierungSver-treter SektionSchef Dr. Hafenöhrl seitens des Han-delsministeriumS, Ministerialrat Dr. Swoboda seitens des Finanzministeriums und Ministerialsekretär Dr. Ritter von Fries seitens des Ministeriums des Innern beiwohnten. Bor Uebergang zur TageSord-nung erinnerte Obmann Dr. Groß daran, daß daS Haus dem Ausschuß bereits zweimal eine Frist zur Berichterstattung über den Gesetzentwurf, betreffend Du ihm nicht« zu sag. n ? Was eine liebende Mutter »inst in tr»u»r Fürsorg», Samenkorn sür Samen, körn, in« junge Herz gepflanzt — ist Alle». Alle« verdorrt, verdorrt an der sengenden Glut der ge-meinen Oberflächlichkeit? — Schlimm sür Dich, denn Dir klingen keine Weihnacht«glocken, kein: „Friede aus Erden". Die Nacht de« Segen« ist Dir ein Fluch. — »Stille Nacht, heilige Nacht!" tönt'« an diesem heiligen Abende au» Hunderten und lausenden rnaer Kinderherzen und ihre Augen glänzen wie die Kerz. lein am WeihnachtSbaum. Auch Du warst einst noch rein, rein vor Deinem eigenen Gewissen. Denkst Du nicht mit Wehmut jener süßen Augen-blickt, wo Du an d»r Muiterbrust ruhend in die strahlende Pracht de« WeihnachtSbaum»« geblickt? Heute führt keine liebende Hand Dich an folch einen flammenden Altar, den nur di» rtinste Liebe entzündet, die einzige Liebe, di« sich heute noch selbst verleugn»«: die Mutterliebe. — Dein Vater — ist er vielleicht arm und krank und nicht im Stande, Dir ein Weihnacht«geichenk zu geben, oder ruht er am Ende dort, wo nicht« den sanften Schlummer stört — o. so entzünde Du ihm in Deinem Herzen «inen WeihnachtSbaum; Liebe laffe flammen — Liebe, die sich selbst verleugne», die den eigenen Wursch vergißt und unt«r Schmerzen und Tränen glücklich ist; sie wird Dir auch die R«ue entfachen und ernsten, guten Willen — und: „Friede den Menschen, die eine« guten Willens sind!" so würd»», Dir di« Weihnacht«glocken klingen. Seite 2 die Pensionsversicherung der Privatbeamten, erteilt habe, und bat den Referenten Abg. Dr. Forscht, mitzuteilen, ob und wann er in Lage sein werde, sein Referat zu erstatten Abg. Dr. Forscht erklärte, er wäre in der Lage, sofort zu referieren, allein er fürchte, daß eS unter den gegebenen Verhältnissen kaum möglich wäre, daS Gesetz unter Dach zu drin« gen. Es sei wichtig. dieSfalls vor allem ein freund-schaftlichereS Einvernehmen zwischen den Parteien zu pflegen; dies fei leider insolange nicht möglich, als die parlamentarische Lage nicht eine Aufklärung er« fährt. Auch die momentane wirtschaftliche Depression sei für die Erledigung des Gesetzes nicht günstig. Redner sprach die Hoffnung aus. daß innerhalb der vom Hause (in der Sitzung vom 4. Dezember über Antrag des Abg. Dr. Pommer) festgesetzten zweimonatlichen Frist es ihm möglich sein dürfte, seiner Pflicht »achzukommen, und ersuchte den Ausschuß, diese seine Erklärung zur Kenntnis zu nehmen. Abg. Stein stellte den Antrag, diese Erklärung nicht zur Kenntnis zu nehmen. Nach einer längeren Debatte, an welcher sich die Abgeordneten Eldersch, Axmann. Wilhelm, Zr»mek, Karbus und Dr. Forscht beteilig-ten, wurde der Antrag Stein mit allen gegen sechs Stimmen abgelehnt. ßin ßharakter-Dokument In der Steier-mark und in Kärnten sind die Slovenen oder richti-ger die stelleuhungrigen Pervaken daS verhetzende und ausgesprochen angreifende Ele-ment. Das hat sie aber noch nie behindert, der Welt gegenüber die Maske des Friedensfreundes vorzunehmen. Darum atmen auch alle ihre Kundgebungen den friedfertigsten Geist. Falschheit — dein Name ist Pervak! Die slovenischen Landtagsabgeordneten haben nach der in Marburg stattgesundenen Be-ratung nachstehendes Schriftstück von sich gegeben: Die slovenischen Landtagsabgeordneten in Sicierinark begrüßen die unlernommenen Schritte zur Verständig guug zwischen den Tschechen und Deutschen, welche ein ruhiges und gedeihliches Zusammenleben zweier Nachbarvölker in unserem Staate ermöglichen soll. Sie verlangen jedoch, daß auch in den südlichen Ländern Oesterreichs die gleichen Schritte behusS Durchführung der nationalen Gleichberechtigung der slovenischen Nation getan werden. Gegen die Er-klärung der deutschnationalen Partei in Steiermark, in welcher dieselbe neuerdings jede Verständigung mit der slovenischen Nation schroff ablehnt, wird daher entschiedene Verwahrung eingelegt. Inm Z?erkanfe der „Kärntner Zlachrichten" in Billach durch ven Buchbruckereibesitzer Herrn Josef M»hr an die klerikale Paiie: Rannen« wiid un» gemeldet, daß an die Stelle der „Kärntner Nachrichten" mit 1. J'nner 1903 ein neue» Blatt, di« „Neuen Nachrichten", «ritt, welche», w« bi»her die „Kärntner Sladjndjten", das Programm der Deutschen VolkSparid v«rs«chtend. den Kamps gegen d.n KlerikaliSmu« mit erneut«? Kraft aus» nehmen wird. Herausgeber der „Reuen Nach- Weihnachtsabend. Zwei WeihuachtSbilder au» dem deutsch-sranz. Krieg. ES war am Christabend de» JahreS 1870. Hell loderten die Wachtfeuer der deutschen Armee vor Pari». Ueberall herrschte heute «in« gesrückte Stimmung. — War doch heut« dir Weihnacht»-abend!-- Aus w«it vorgeschobenem Posten stand »in junger Kiieger und starne sinnend vor sich hin. Muuut«r hob «in schwerer Seufzrr seine Brust und traurig blickie «r zu dem lichten Slernenhimmel empor. Traurig mocht«n wohl auch die Gedanken sein, denen er nachging. «Christabend." murmelt« «r leise.-- Ja, heut« feierte man in seiner Heimat da» Weihnachtisest! Wer hätt« daran gedacht, daß «r an diesem Tage vor der seindlichen Hauptstadt stehen würde. — F ist all« s«in« Kameraden waren heute dienstfrei und er mußte Diesen schwierigen Posten einnehmen. G«'N hält« «r, feinen ©«danken solgend, sich m tielst dies«r in di« Heimat o«rs«tzi, doch s«in Pflichtgefühl hi«lt ihn davon ab. Er mußt« dem Befehle gehorchen und alle feine Aufmerksamkeit dem Feinde zuwenden. Hatte ihm doch der Kommandant besondere Ausmerksamkei« einge-schärst, denn gerade heute war ein Ausfall zu de« fürchten. Spähend ließ er seine Blicke umherschweife«. Da — blitzte dort nicht ein Gewehrlaus? — Nein, ein weggeworfener Säbel war e», t«r, vom Wacht-f«u«r be>chien«n, flimm«rt«. Träumend lehnte er sich dann an einen Baum-stamm. „Jetzt wird Mutter den grünen Tann«n-bäum entzünden,' sprach «r leise vor sich hin. „Oh, „9t»W W-cht- richten", welche ebenfall« zweimal erscheinen werden, ist der bi«herig« langjährige Schrisileiter der „Kärntner Nachrichten", Herr I. B. Pretten-hoser. Möge j«der deutsv und sr«>Mtlich gesinnt« Mann di«se» Uniernehm selig, o selig, ein Kind noch zu sein. Die Glocke klingelt, die Tür« öffnet sich, und ein Meer von Licht dringt vom strahlenden Christbaum hervor, ein Glitzern, Fun-fein. Sprühen, Leuchten, da« selbst in da» ver-bitlertste Menschenhtrz ein kleiner Strahl sich ver-fliegt, «in leise» Pochen und Ahn«n von «in«r fremden, aber unsagbar schönen Welt: „Frohe Weihnacht!" Evangelische Weihnachtsfeier. Zu einer erhebenden Feier gestaltete sich die verflossenen Sonn-tag in der evangelische» Kirche vor sich gehende Weihnachtsfeier der Kind«. Die Räume unseres Kirchleins erwiesen sich wiederum einmal einmal ein-mal als viel zu klein um alle zu fassen, die ihrem Herzen mit der Weihnachtsfeier ein Labfal bietm wollten. Gar viele mußten sich draußen vor der Kirche auf engem Platz zusammendrängen um nichts von der kirchlichen Feier zu verlieren. Nach einigen Gedichtvorträgen aus Kindermunde hielt Herr Pfarrer May eine weihevolle Ansprache, in der er die hohe Bedeutung der Weihnachtsstunde für das christliche Gemüt hervorhob. Kops an Kopf drängten sich die Kirchenbefucher und lauschten den erhebenden Worten. Die mit der kirchlichen Feier im Zusammenhang stehende Weihnachtsbescheerung fand in dem Gemeinde-faale des evangelischen Pfarrhauses statt. Ein Herr-lich geschmückter WeihnachtSbaum erstrahlte im Glanz der Lichter und nahm die Blick« der Kleinen ganz gesangen. Ein Mädchen sagte ein Gedichtchen her, worauf die Bescherung durch Frau Landauer vorgenommen wurde. Der Evangelische Frauenverein hat sich durch sein mildtätiges Walten ein Plätzchen in den Herzeu Aller gesichert, die Zeuge waren, welch ?elle Freude ans den Kinderaugen hervorbrach, als ich die Kleinen so reich beschenkt sahen. Aulseier des Heutschoölkilchen Kehilfenver-Landes. Die am Sonnaveno, den 20. d. M., im Gasthofe „Engel' g geben« Julseier di«!«« V«r-«ine« erfreute sich eine« guten Besuche« und war w>ed«r so recht Zeuge davon, mit welchem Eiser und mit welcher Begeisterung sich stel« unser« dtulschen A'beiter zu ernster nationaler Aufgab« zujammensinden. Mit einer herzlich,n Begrüßung und dem Ad'ingen de» „Deuischen Weihelikd«»" „Vrrmißt, alio |0 gut al» toi," ringt e» sich leise üi»«r ihre Lippen. Die unglückliche Mutter und Frau Kostin springen aus und blicken angstvoll auf ten Pastor. Dieser sühn die arme Muttrr zu einem Siuhl, und indtm «t sie aus denselben niederdrückt, spricht «r: „Arm» Frau! Ihr Sohn ist aus der Liste dir Vermißten. Hört Ihr, der Vermißten; also nicht toi. Mit Gottes Hilfe wird all«» wieder gut werden.' .Mein Sohn, mein Sohn!" ruft schmerzvoll die Bedauernswerte. Da öffnet stch die Tür, und aus der Schwell« steht ein junget Mann in Husareuunisorm, den rechten Arm, sowie den Kopf verbunden. Mil einem leisen „Guten Abend' gehl er aus die Witwe zu und bleibt in gebeug er Haltung vor ihr stehen. Staunend betrachten die Anwesend«» da« seltsame Gebähten de» Fremden. Niemand kennt ihn, aber da» Auge der schwergeprüften Frau flammt pli^lich auf, und mit dem Schrei „Mem Kind!" wirst sie sich an die Brust de» Tot-geglaubten. Lange währte e«, bi« e« dem jungen Manne gelang, seine Erlebnisse zu berichten. Von einem feindlichen Säbel getroffen, war er niedergesunken, und man hatte ihn, in der Meinung er sei tot, lieg«» gelassen. Doch bald halt« er sich soweit er-holt, daß er sich bi« zu einem nahen Bau-rogehöste schleppen konnte. Nach einigen Tagen war er geheilt. „Und," schloß er. „da packt« «ich die Sehn-sucht nach Euch, ich mußte an dem heutigen Tage bei Euch fetn. Obwohl mit vielen Hindernissen, kam ich doch bi« hirhtr, und wird mir nun wenig« sten« da« Glück zuteil, «in «chtr« deutsche» Weih« nacht»sest zu feie».' Rodo Roberich. Nummer 103—104 fand die Feie? ihre Eröffnung. Bald daraus, als sich der Juldaum in seine« Lich,erglänze zeigte, ergriff der Verband«obmonn Franko Heu da« Wo« zur Festrede, in welcher er die Anwesenden zurückversetzte in di« altersgraue Vorzeit unser-r Germanen, di» die Wintersonnenwende als ein Lichtsest des deuischen Volte« allgemein begingen, wie sie in dieser Zeit ihre Feuer aus den häu«» lichen Herden löschten, wie sie dann aus die Berge hinauszogen, u« dort da« Feuer neu zu erzeugen, da« Julrad, durch welche« sie sich die Sonne ver-smnbildlichten, dreht,u und die Feuerbrände schwan-gen. Redner beleuchtete sodann die Bedeutung de« Julseste« für da« deuische Volt. Dieser germanische Brauch wurde jedoch verdrängt durch die christ« liehe Weihnacht«- und Chrstbaumseier; au un« völ'isch gesinnten Deutschen muß e« daher sein, die Julfeier au« ihrer Vergessenheit wieder hervorziehen und sie wieder öffentlich im deutschen Volte eirizu-süh en, ähnlich wie wir in unseren Tagen die Sommersonnwendfeuer wieder enizünden. um die Johannesfeuer zu verdrängen. Zum Schlüsse er» »ahme der Redner die Anwesenden besonder« in der Jetztz»ii, i» welcher an unserem Volte so schwer» Verbrechen verübt werden, mit zäher Treue und «»«dauernder Lieb.' an dem deuischen Volte festzu-halte». Der Julbau«. der soll un« Wehr und Zeichen sein in unseren Riesenkäwpsen echter Deutsch« heil. Heilrufe zollte» die Anwesenden diesen lief-sinnigen, weihevollen Abführungen. Bei Lieder« und Musikvorträgen ging man hierauf in den ge» «ütlichen Teil über. Die zahlreiche Ver-teilung der Jux- und Wik>mung«b.ste nah« d..s I, »eresse aller lebhaft in Anspruch und erhöhte die gemüiliche S»««ung umsomehr. Komische und verschitden» aode e Borträge von Seiten der Ver» band«miiglieber süllten den übrigen Teil de« Abend« au«; besonder« hervorgehoben zu werden verdient Herr Han« Wabitsch. der auf diese« Gebiete geradezu Großartige« l istet. Zum Schlüsse richtete noch Herr Franz Linder ma.ckige deuische Worte an die Festversa«mlung. di» sodann durch Ab-singung der „Wacht am Rhein" ihren Abschluß sind. Voll de« Lobe« und der Zufriedenheit ver-ließen die Teilmhmer di.s.n schön verlaufenen und im wahren Sinne de« Worie« urgemütlichen Abend. ßhrigbanmfeier der KandetsangesteTte». Der Gariensaal de« Gasthofe« Terschet war am letzien Sonniag bi« auf da« letzte Plätzchen ge-füllt. Die Ortsgruppe Cilli de« Verbände« deutscher Handelsangestklller der Steiermark halte cen Sammelruf zu einer gemeinsamen Christdaumseier ergehen lassen, und — alle, alle kamen, wie da« Dichierwort sagt. In der Ecke de« Saale« prangte ein mächtiger Christbaum mit seinen Lichtern, und «it Wohlgesallen >uhte da« Auge auf dem gelieb-t»n deutschen und steierischen Farbentuch, mit dem der Saal aulgekleidet war. Die BegrüßungSan» spräche, mit der Herr Egger«dorfer die Christbau«-feier eröffnete, weckte unter den Anwesenden sreu-dige Zunimmung und Beifall. Herr EggerSdorfer begann: .Hochverehrte Gefellschast! Al« Obmann der Ort«givppe Cilli tes Verbandes alpenländi>cher Handel«ange,»ellter ist «ir die ehrenhafie Ausgabt zu teil geworden, sie in diesen Räumen herzlich willkommen zu heißen. Ich unterziehe mich dieser Ausgabe mit größter Freud», umsomehr. da d«r heutige Abend wieder»« beweist, welcher Beliebt-heil sich die Handel«angest»llten von Cilli in der geehrten Bewohnerschnst erfreuen. Der heutige B.such gibt ein tlare« Bild, wie gerngrsehene Leute wir sind. Mrine Herren und Da«en! Ich danke Ihnen recht von Hetzen für den schönen Besuch bei unserer Unterhaltung. Auch gestatte ich mir, uns.re« hochverehrten Gesangsverein ..Lieder« kränz", der in so liebenswürdiger Weise seine Unielstittzung und Mitwirkung zugesagt hat. uns«, ren wärmsten Dank auSzuprechen. Ich versichere Sie, meine Herren und Damen, daß wir Alle« auidieten wollen. Ihnen den heutigen Abend zu eü-em recht gemütlichen und unterhalilichen zu ge-stalte», damit Sie ein angenehme« Andenken nach Hause mitnehmen. Zu meinem Leidwesen ist un« in letzter Stunde die drahtliche Mitteilung zuge-kommen, daß unser hochverehrter Präsident, der sein Erscheinen zugesagt hatie, daran verhindert wurde. Ich bedauere deshalb, nicht die Ehre zu haben, die hochgeehrte Gesellschaft mit unserem Präsidenten bekannt machen zu können. Ich er-laube mir auf da« Wodl der hochgeehrten Gesellschaft mein Glas zu erheben und Sie zu bitten, sobald die HandelSangestellten wieder etwa« veranstalten, un« in ebenso tatkräftiger Weife zu unterstützen, wie heute. Hoch! Hoch! Hoch!' In einer zweiten Ansprache hieß sodann Herr Egger«dorser in herzlichen Worten die Gäste Macht" au« der Umgebung, von der vorzüglich Store hübsch vertreten war, ganz besonder« willkommen. Dem «ittlerweile erschienenen Bürgermeister Herrn Rakusch uud den GemeindeauSschüffen Herrn Walland und Herrn Teppei sprach der Ob« mann den herzlichsten Dank sür die dem Vereine «it ihr.« Besuche erwiesene Ehrt und Au«zeichnug au«. Den Musikvorträgen unserer wackeren städti-scheu £ pelle, unter d^nen die „Tiroler Hol,Hacker-Buam' den gewohnten, lauten Beiiall weckten, folgte» einige wahrhaft hübsche Gesangsnummern de« Männergesangvereine« »Lied er kränz", von Venen wir da« mit Zartheit und seine« Kunstver-ständni« zum Ausdruck gebrachte „Mägdlein, nimm' dich in acht' besonder« h-rvorheben. Die Sänger fanden denn auch in dem lauten Beifall, den ihre Vortrüge «rnteien, schmeichelnde Anerkennung. Al« vollendeter Komiker »rwies sich da« VeremSmitklied Herr Kweder d. I.. der e« in trefflichster Weise verstand, die Gäste auf da« Angenehmste zu unter-halten und über die Zeit hinwegzutäuschen. Ja seiner Rolle al« italienischer Leiertastenmann weckle er durch den Vortraa einiger Gedichte wie „Wohl-tätig ist de« Feuersmacht'. „Hero und Leander" und von bem „Mägdlein, da« sich di» Füß» wusch, wiil e« die höchste Zeit war" geradezu stürmischen Bkisall Der Verein kann sich zu d«r gelungenen Christbaumseitr Glück wünschen. Diestlb» wird allen Teilnehmern eine bleibende angenehme Er-mnerung bilden. Theaternachricht Freitag wird, wie wir be-reit« berichteten, „Ein, Nacht in Venedig" zur Aufführung gelangen. An Stelle de« sür Sonntag in Aussicht genommenen Lustspiele« .I m bunten Rock" tritt jedoch die komische Oper „Der Waffenschmied", das bekannte und be« liebt» Meisterstück de« Komponisten Lortzing. pit Lietertafel des gUTier Männergesang-Vereines, die verflossenen Sonnabend in den gut-besuchten Kasinoräumlichkeiten abgehalten wurde, zeigte uns den Verein abermal« auf der Höhe semer gesanglichen Aufgaben. Wir behalten unS eine aus-führliche Würdigung des Gebotenen für die nächste Folge vor. Es ist uns aber eine angenehme Pflicht, schon heute feststellen zu können, daß die in den so bewährten Händen des Herrn Marckhl ruhende Leitung sich an dem Vortragsabende reiches Lob er-worden hat. Höe» war« and anten kalt. Die abnorm« Kälte 0«r letzten Tag« bracht« «,»« merkwürdige Erscheinung mit sich: Aus den hohen, schneebedtcklea Bergen ist e« weit wärmer al« in den Ebenen. So herrschte io Wien am 12. d. M. um 7 Uhr früh eine Temperatur von —12 2 • Celsius, während auf dem Semmering bei wolkenlosem, windstillen Wetter »ine Te«pera'ur von nur 3 20 Celsiu« ver« zeichnet wurde. Auf dem 300 rn höher gelegenen Semmering war e« also um 9" wärmer al« ,n Wien l Ja sogar der 3100 m hohe Sonnblick hatte noch ein» höhere Temperatur al« Wien, »ä«- lich —8'6 o. ßtwas vom ötajerc. In der Nummer de« .Ziajerc' lesen wir. daß diese« fortschrittlich gesinnte. deutschsreundliche Bauernblatt vom neuen Jahre an in verstärkter Ausgabe erscheinen w rd. Der Bezug«prei« de« Blatte« wird desSalb, statt wie bisher 120 X. 2 K betragen. Wir machen alle unsere Leser aut diese« Blatt, welche« bisher in der unti^enniitzigsten Weise sür den Frieden der btidtn Nationen im Unterland» eingetreten ist, aus-merksam, indem wir überzeugt sind, daß ied»r Deutsche nach Möglichkeit den edlen, lauteren Zweck dies»« Unternehme»« unterstützen wird. Kie ausländischen Aeitaagen werden teuerer! Da« Post-Ztitungs-Verzeichni« sür 1903 weist bei einer ganz-n Reihe von Zeitungen, namentlich bei Tage«blä>tern. eine Erhöhung de« Bezug«preise« auf. So tosten di, »Münchener Neuesten Nach-richten" ab Neujahr 4 77 X vierteljährlich, während sie di«her nur 4-44 X kosteten. Diese Maßnahme hat den Zweck, die ausländischen Zeitungen schritt-weise in Bezug auf die Versendungsgebühren mit den inländischen gleichzustellen. Für das öfter« reichis e Postärar wird auS dieser Erhöhung der Bezugspreise sür 1903 «in Mehrertrag von 30.000 K Voranschlag!. ^ostmeisterlleile Verleihung Der Post- und Telegraphen - Expeditoun Rosa Cernovsek in Lausen in Stelermark wurde d«e Postmeisterstelle donjelokt verliehen. 'Nostwesen. A>n 10. d. M. in St. Johann am Weinberderge, Post Wölla», eine Postablage in Wirksamkeit geirrten, welche die täglich ein-malige Verbindung «it dem zuständigen Postamte in Wöllan mittelst besonderer täglicher Boten-gänge erhält. Seit« S 7ostpraf«»g»ersev«isse. Die Postexpediloren« Prüfung haben mit Erfolg bestanden: der Post« expedient Josef K u n e i in Hörberg und die Post« ,xpediior«>Kandidatin Anna P e r k o in Cilli. Khreagale. Ueber Antrag der Leitung des Steirijchen Sängerbünde« wurde dem Komponisten und Chormeister Rudolf Wagner in Mardurg au« der drutschen SangerbundeSstiflung eine Ehren» gab« von 300 Mark verliehen. Trovisarische Lehrer and «Leßreriaaeaflelle. Der t. k. La»de«ichulral bat die Errichtung zweier neuer Parallelklassen zur Knaben-Volksschule I und zur Mädchen-Volksschul« III in Marburg zwar be« willigt, doch steht dem Stadtichulrate keine geeignete Lehrkraft zur Verfügung. Wir machen daher ver-fügbare deutsche provisorische Lehrer- und Lehrerinnen aufmerksam, sich bi« längten« 23. d. M. unter Vorlage ihrer Zeugnisse mündlich oder schriftlich beim Stadtschulrat« Marburg zu m«lden und fügen bei, daß die Bezüge für absolvierte Lehramtskandidaten oder Kandidatinnen jährlich 340 X nebst 120 X Wohnung«beitrag, für lehrbesähigte Bewerber aber jährlich 1400 K betragen. Arsst und Schaee haben nuf die Gesundheit einen wesentlichen Einfluß, der von vielen Menschen nicht hinlänglich beachtet wirb. Die Statistik weift nach, daß ein neu eintretender Frost und besonder« «in reichlicher Schneesall auch neue Krankheit««?-scheinungt» zur Folge hat. Ja dich» bevölkerten Gegend«« und Jndustrieorteu triit dies« Tatsache am merklichsten hervor. In erster Lini« ist dabei auf trockene und warme Füße zu halten. Winter« beschuhung muß von festerem Leder und bequemer sein, al« die Beschuhung im Sommer. Ballstiefel taugen nicht« für schneeige Straßen. Dagegen wird besonder« vom eitleren Teile der Menschen viel ge« sündigt. Lieber tot sein, al« etwa einen plumpen Fuß oder vielmehr ein Züßchen zeigen, da« nicht durch seine Kleinheit auffalle« sollte. Der Schnee klebt fest am L-der, er taut durch die Wärme de« Fuße« und zieh« in di« Poren ei«, während das Regenwaffer über da« Leder hinwegläuft. Man sagt und tan» beobachten, daß der Schnee das Leder frißt. Weiter lenk« man die Gedanken da« raus, wie eisig kalt die durchfeuchteten Schuhe auch in warmen Räumen bleiben, während der übrige Körper schon lange erwärmt ist! Wer seine Ge-sundheit wegen der Eitelkeit in Gesahr bringt, der ist ein Tor! Außerdem ist der Schnee der Träger der unzähligen Bakterien in der Lust. Die Bakle-rien hallen an ihm fest und erstarren «it. Scheint dann die warme Sonne darauf, so erhalten sie Leben und können ihre schädliche Wirkung im «enlchlichen Organi«mu« beginnen. In vielen Slädten ist man deshalb mit Recht aus die sosortige Entfernung de« Schnee« bedacht, nicht nur wegen der Reinlichkeit, sondern auch au« hygienischen Rücksichten. Z>ie „Sndsteirische Presse" schwelgt wieder einmal in Beamten - Vernaoerung. Da«, wa« sie sich aber diesbezüglich in ihrer letzten Nu«mer ge« leistet hat, üderschrritet da« Maß dessen, wa« man von ihr gewohnt ist. Bezügl chPeitau« greifen wirfol« gende sastige Angebereien herau«: »Wir sind so glücklich, in Pettau bei der politischen Behörde, bei« Gericht, beim Hauptsteueramte, bei der Post nur extrem deuische Bea«ie zu haben. Wir müssen von unseren Beamten verlangen, daß sie zur Arbeit und nicht zu« Provozieren da sind.' Nun folgen die Namen dreier deutscher Beamter, die „oben" angekreidet werden sollen. Die Betreffenden haben natürlich weder dem Artikelschreiber. noch sonst »inem Eloveaen jemal« »in Haar gekrümt. ihr einzige« Verbrechen besteht darin, Deutsche zu sein. Man will ihnen aber den Ausenthalt in der Unter--steiermark verekeln, um Slooenen an ihre Stelle zu bringen. Daß die Leute in ihrer Laustahn durch solche, wenn auch völlig haltlose Verzündun« gen schwer geschädigt werden, kümmert die Macher der ganzen Sache wenig. Sie denken sich höchsten«: Wal koos ich mir davor! Aus solche Weise wird man zu Gegtnmaßregtla geradezu gepreßt. Wir lehnen jedr Verantwortung ab, wenn wir in nächster Zeit aus mehrere jlooenische Beamte werden hin» weisen müssen, die in noch ganz anderer Weife Anlaß zu deutschen Beschwerden geben, al« e« den in der „Südsteirischen" genannten drei deutschen Beamten zur Last gelegt wird. Den Dank mögt» dit Betreffende» der „Südsteirischep" abstatten. Nanik im Ange. Am 18. d. Mt«. wurden die Insassen eine« Wiaenabteil« II. Klaff« indem zwischen Sagor und Trifail zur Mittagsstunde ver-kehrenden Eilzuge nicht wenig erschreckt, al« ein ungesähr 5 Kilogramm schwerer Stein mit aller Wucht durch dj, Fenster geflogen kam. Der Stein hatte sich von »wem überragenden Felseu lo«gely«t. Seite 4 »De«tkch- W«chi" Nummer 103—104 Die Redenden entgingen nur wie durch ein Wunder schweren Verletzungen. NokKstnmkiche Anterrichtsknrse. Um die Bolk«bildung zu heben, veranstalt,l der Zentraloer» band für Geschäft«stenogruphen briefliche Um er« richtSkurse für Stenographie, Buchhaltung, Handelt-korrespondenz. englische und französische Sprache, und ladet zur Teilnahme an denselben höflichst ein. Lorkenntnisse sind nicht nöiig, da die Unlerrichi«-gegenstände von Grün» auf gelehrt werden. Da- Siegen können sich an den Kursen nur solch« Per-onen beteiligen, welche die deutsche Sprache und deren Rechtschreibung vollständig beherrschen. Zur Anmeldung genügt eine Korrespondenzkarte an da« UmerrichK-Bureau de» Zentralverbande« für Ge-schäftSstenogrophen, Wien VII./2, Neustiftgass« 3. Ki»e bemerkenswerte Ernennung- Dr. Janko Babnik wurde zum SektionSraie im Justizmini-sterium ernannt. Im Jahre 1894 war er noch schlichter GerichtSadjunkt und ebnne sich damal« die Wege durch Herausgabe eines Wörterbuches slovenischer FachauSvrücke. Durch diese« «schöpseri-sche" Werk wurde der windischen Sprache eine be» deutende Bereicherung ihre« Worischatze« zuteil. Für die Politiker 4 la Hraschowetz bot er damit einen freilich nur künstlichen und sachlich wertlosen AnhaltSpunk» in den mit den niedrigsten Mitteln geltend gemachten Bestribungen. durch die da« »indische Volk«idiom zu einer gericht«üblichen Spracht emporgehoben werden sollte. Dr. Babnik hat dasiir seine Anerkennung gesunden: daß ihm diese vom Staate «»«bezahlt wurde, ist — österreichisch. Dieser wunderliche Staat mit dem ver-dorbenen Gleichberechtigungsmagen wählt ja mit Borliebe Heilmittel, welche den Magen zum — Platzen bringen müssen. Da« Exekutivorgan der von Dr. Babnik eingeleiteten Bestrebungen, der GerichtSanzeiger Dr. Hraschowetz wird bei dem edlen Wettbewerbe wohl auch zu seinem Tril« kommen. Krnennungen im Stenerdienste. Bon den vorgenommenen Ernennungen im Eteuerdienste bringen wir folgende zur Kenntnis unserer Leser: Zu Steuerami«avjunkten wurden ernannt Alson« Sorglechner, Ottokar Horvath und Rudolf Bollouschea. Weihuachtsgaben für die Armen tzilki's. Der Armenrat der Stavtgemeinde hat an 150 Stadt» arme 284 Kilogramm Mehl, 3075 Kilogramm Erdäpfel, 288 Meterzentner Kohle, 5Meter Klafter Holz verteilt. Außerdem wurden 56 Arme mit vollständiger oder ttilweistr Bekleidung versehen, 69 Arme wurden überdie« mit 280 Kronen Bargeld beteilt. An Spenden für die WeihnachtSgaben sind eingegangen: durch öffentliche Sammlung 1042 Kronen 80 Heller, Herr Baron Brück spendete 200 Kronen, Herr Ritter v. Goßleth 20 Kro-nen. die Gewerkschaft Peischounig spendete 156, Herr Sonnenberg 32 und Herr v. Lapp 100 Meterzentner Kohle. Die im Armenhause Untergebrach-ten erhielten besondere Gaben. Der städtische Armen-rat, der unauSg« fetzt mit den Stadiarmen in Fühlung ist und deren Bitten, Beschwerden und sonstigen Anliegen Rechnung zu tragen bestrebt ist, besteht au« den Herren Chiba, Eichberger, Hecht, Herzmann. Hoffmann, Jakowitsch, Möltl und Trat-nik. Außer den oben genannten Weihnacht«aaben wurden an 87 Arme von der .Geselljchast Deut-scher Frauen" durch die Damen PoSptchal und Rakusch Kleidungsstücke, Wäsche, verschiedene Leben«-miitel und Bargeld verteilt. De« weiteren be-schenkte der „Frauenverein" durch die Damen Mayr-Janesch und Kopfinger über 100 Arme mit Gaben aller Art, al«: LebenSmitiel. Kltider, Schuhe ic. Allen, die sich der Weihnachten der Armen Eilli'« und Umgebung in so schön« Weist erinnerten und beigetragen haben »u den Gaben, sei namen« ber Armen herzlichst gedankt. — Ueber die Weihnachtsfeier der evangelischen unbemittelten Kinder haben wir bereit« an anderer Stelle be-richtet. K»a»gelische Hemeinde Anläßlich des Weih» nachtSfesteS werden in der evangelischen Kirche in Cilli zwei FestgotteSdienste und zwar am Donner«tag verbunden mit der Feier de« heil. Abendmahle« und Freitag, jede«mal um 10 Uhr vormittag«, stattfinden. Hiezu hat jedermann freien Zutritt. Splvesterfeier de» „Liederkranz". Der Männergesangverein .Liederkranz" veranstaltet am 31. d. M. im Hotel T«rschek eine Sylvesterseier, die eine recht gelungene zu werden verspricht, da nnter der vorzüglichen Leitung de« derzeitigen Chormeister« Herrn Stahl ein ungemein wohl« tuender, frischer und künstlerischer Geist seinen Ein» zug in den Berein gehalten hg», wa« un« die letzte Herbstliedertafel besten« bewie«, die dem Vereine neue Freunde zugeführt hat. Wir wollen gleich auch verraten, daß ein Kränzchen bei der Sylvester-seiet in da« neue Jahr hinüberleiien wird. Mieder et« »indischer Konsumverein »er- kracht« W>e dem „Grazer Zagblatt" au« Weitenstein geschrieben wurde, vollzog sich dort vor eini-gen Tagen ein Ereignis, da« wo)l nur darum in der weilen Oeffentlichkeit ohne Beachtung geblieben ist, weil der Zusammenbruch Ilooenisch-klerikaler Konsumvereine nachgerade an der Tage«ordnung zu stehen scheint. Die Weitensteiner Kmetska zadnjga ist mit einem Defizit von über 12.000 Kronen in Konkur« gegangen, eine G«icht«kommission au« Cilli hat die amtliche Sperrung vorgenommen und die Funktionäre der Zadruga stehen in gerichtlicher Untersuchung, da ihnen zur Last gelegt wird, daß sie, trotzdem die Passivität und Insolvenz de« Ver-eine« seit mehreren Monaten eine offenkundige war. dennoch Warenbestellungen vorgenommen haben. Der nun Heimgegangene Verein war eine Liebling«-schöpfung de« früheren Pfarrer« von Weitenstein und jetzigen Abgeordneten Josef Z i c k a r und wurde von ihm eingestandenermaßen zu dem Zwecke gegründet, um die deuischen Geschäfi«leute in Wei-tenft in zu bekämpfen: „Die Kmetska zadraga ist gegründet, die Writenfteiner werden die« zu spüren bekommen", ruft er am Schluß? eine« zwe-fello« von ihm h-rrührenden Artikel« in der „Südsteiri-fchen Post" vom 20. September 1899 triumphierend au«. Wer aber bekam Dieselbe tatsächlich zu spüren? Der arme slovenische Bauer, der wiederum einmal durch eine verkrachte Zadruga in Mitleidenschaft gezogen wurde. So bringen die windischen „An-führ«" die slovenischen Bauern immer tiefer in'« Elend hinein! gilt verurteilter Aechlspraktikant- Der Rech»«praktikant beim Mardurger KreiS-geeichte, Dr. GoriKek, Sohn de« Dr. GoriKek in Maria Rast, war bei der Affaire de« Steuer» amt«beamten Kotzuwan, welcher sich bekannt-lich weigerte, dem Bekehren d«S Kondukteur« nach Vorweisung der Fahrkarte stattzugeben, weil da« Begehren in deutscher (!) Sprache gestellt worden war. ebensall« beteiligt. Bei der b-ka»nten. au« obigem Grunde entstandenen Szene am Marburger Bahnhofe ließ sich nun GoriZek eine Beleidigung de« intervenierenden Sicherheit«wachmanne« und de« Stalionsbeamten zu Schulden kommen, we«hald er vom Bezi, k«gerichte wegen Übertretung der §§ 312 und 314 St.-G. zu 10 Kronen Geldstrafe ver-urieilt wurde. Gegen diese« Urteil ergiiff sowohl GoriKek, al« auch der öffentliche Ankläger die Be-ru'ung. Am 19. d. M. fand unter dem Vo> sitze de« Lande«gerichiSraie« Morocutti die Appelver-handlung stait, bei welcher das Urteil bestätigt und die Strafe von 10 auf 30 Kronen erhöh» wurde. Als Vert'idiqer amiete Dr. Rvsina. Da« ist die schönste Illustration zu der nationalen Friedfertig-seit de« ilovenischen BearntenstandeS. Htann. (Tot au fg? sunden.) Am I9.d.früh wurde der pensionierte G«icht«kanzlist Herr An-dreaS D i v j a k in seiner Wohnung toi aufgefunden. Der Leichnam lag am Boden halb emk eidet. Reben demselben lag eine angebrannte Zigarre, worau« zu schließen ist, daß ihn der Tod gleich nach seiner Rückkehr vom Gasthose, wo er sein Nachtmahl ein-nahm und sich in Gesellschaft mehrerer Bekannter ganz wohl fühlte, überrascht hatte. Der herbeige-holte Arzt Herr Dr. Han« Höller konstatierte einen Gehirnfchlagfluß. Der Verstorbene war Witwer, 65 Jabre al» und hinterläßt keine Nachkommenschaft. HonoAih. El beginnt auch in den Köpfen unserer Landbevölkerung allmälig lichter zu werden. Den besten Bewei« erbrachten die soeben vollzogenen Au«schußwahlen in der Gemeinde-Umgedung Go-nobitz. Der bisherigen Gemeinde-Bertretung gehörten auch die Herren Dr. Ivan Sepit und Dr. Joan Rudolf an. Ersterer ist sogar Ehrenbürger der Gemeinde und war durch mehrere Jahre deren Vor-stand. Aber die Bäuerlein« haben e« satt, stet« am Gängelbande geführt zu werden, we«halb sie sich endlich aufrafften und sich von einer Führerschaft lo«sagen wollten, welche ihnen auf die Dauer wohl doch nur zweifelhaften Nutzen bringen kann. De«. halb wurde die Parole au«gegeben, oben Genannte nicht mehr zu wählen. Allerding« ist der Plan der ausgeklärten Bauern nicht vollkommen gelungen und ist e« nur der im letzten Augenblicke eingesetzten Agitation zuzuschreiben, daß der Altdürgermeister und Gemeinderat Sepie mit schwacher Mehrheit durchgedrückt wurde. Dr. Rudolf aber ist glänzend durchgefallen. Nur 4, sage vier Etimmeit konnte er aus sich vereinigen, so daß in den nächsten drei Jahren sein süßfreundliche« Geficht die Gemeinde nicht mehr zieren wird. Ob die gemeinützige Tätigkeit, welche der so glänzend Durchgefallene in der Gemeinde entfalle««, schuld an diesem Mißgeschicke war. oder ob sich die in viel-facher Beziehung gerupften Bäuerlein« an« andere« nicht näher zu erörternden Beweggründen zu eine» solchen Umschwünge entschlossen, wird wohl die nächste Zeit lehren. Mnrlnrz. (Kränzchen de« Verbände« dent-scher Hochschüler.) Die umfangreichen Vorarbeite« für da« Kränzchen schreiten dank der regen Thälig-seit de« Au«schusse« ihrrr Bollendung immer näher. Der Au«schuß gibt sich die größte Mühe, den Be-suchen» der allsei!« beliebten Vorstellung auch Heuer möglichst viel de« Angenehmen und Schönen zu bieten. So wurde aus die Ausschmückung der Räumlichkeiten besondere« Augenmerk gerichtet, schmucke, ziere Spenden harren der Damen, und nicht zuletzt sei der sorgfältig zusammengestellten Tanzordnung, die die beliebtesten und reizendsten Weisen, namentlich hübsche Reigen und viele Walzer enthält, gedacht. Die AuSsendung der Einladungen ist bereit« erfolgt. Bezüglich dieser woll» man reundlichst bemerken, daß sie selbstverständlich für ämtliche Familienmiiglieder Gellung haben, ioa»e daß die Bestimmung, Herren hätten im Frack zn erscheinen, nur sür VerbandSmitglieder et flössen, und nur irrtümlicherweise auf die Einladungen ge» raten ist, sie daher die Geladenen nicht bind«. Jene verehrlichen Familien, denen bisher auS Versehen noch keine Einladung zugekommen ist, werden höf» lichst ersuch», ihre Anschriften an Herrn techn. Gustav Höfler, Marburg, Werkstättenstraße 15 zu senden. D e Ausgabe der Eintrittskarten erfolgt gegen Vorweisung der mit :em Verband«stempel versehenen Einladungen am Tage de« Kränzchen«, den 7 Jänner 1903 von 9—1 Uhr früh und von 2—6 Uhr nachmittag« im »grünen Saal" und abendS vor Beginn der Unterhaltung im 1. Stocke de« Kasino«. Muran. („Lo« von Rom".Bewegung.) Dr. Steiner in Murau, unser ireuelsriger Glan» benSgenosse, hat in uneigennützigster Weise einen Saal sür evangelischen GoiieSv! nst in seiner Wohnung zur Verfügung gestellt, so daß nach mehr al« valbjähriger Unterbrechung wieder erstmal« Gotte«dienst gehalten werben konnte. Am weiten Adven»«sonntag »and der erste »ich langer Pause wieder stai». Glaubensgenossen au« dem benach» bar» n Stadt und selbst auS dem entfernt liegenden Zeliweg hatten sich eingefunden, um durch Teilnahme an dem ersten Gottesdienste in dem neue» Saal ihrer glaudenSbrüderlichen Gesinnung und Mitfreude Ausdruck zu aebe». Ans dem Hrazer Amtsblatt?. Erledigungen: AmtSoienerstelle beim k. k. Bezirksgericht Schön-stein. Gesuche bi« 24. Janner 1903 an das k. k. KreiSgerichiS-Präsidium Cilli. — Kanzlei-. Cfftzial«, evemuell Kanzlistenstelle beim k. k. KreiSgericht Marburg. Gesuche biS 17. Jänner 1903 an da« k. k. KreiSgerichlSpräsidium Marburg. — Versteigerung der Liegenschaft E. Z. 3 der katastral» gemeinde Schmer«dorf sumt Fährnissen am 28. Jänner 1903. K. k. Bezirksgericht Schönstein. — Eintragung der Fuma „Ed. Supp,nz in P istova" in da« Handelsregister für Einz-lfirmen de« k. t. KreiSyerichieS Cilli. ZVindischgraz. (Deutscher Schulver» ein. — BezirtShauptmannschaft.) Am 12. d. M. hielt die hiesige Ortsgruppe de« Deut» schen Schulvereine« bei Srbe ihre IahreSrersamm» lung ab. Der Obmann Herr Dr. Tomschegg berichtete über die Tätigkeit im veiflossenen Jahre. Die Ortsgruppe zählt 44 Mitglieder mit einer Jahresleistung von 117 K. Nachdem der Ver» einSleitung, insbesondere dem vieljährigen. hoch» verdienten Odmanne der Dank ausgesprochen wor» den war. wurde zur Neuwahl geschritten, au« welcher der bisherige Ausschuß hervorging. Dieser besteh» au« den Herren: Obmann Dr. H inS Tomschegg, dessen Stellvertreter Dr. I. Harpf, Schriftführer Franz Po»oschnigg. dessen Stell» Vertreter Karl R e b u l, Zahlmeister Franz Wald» han«, dessen Stellvertreter Franz Lobe. — Der hiesigen BezirtShauptmannschas» wurde al« Kon» zep»«prak»ikan» Herr Dr. F. Hof mann zuge»e»lt. z»e«tscher Schulvcrcin. Ju der Sitzung de» engeren Ausichusse« vom 17. Dezember 1902 wurden den Gemeinden: Wiese, Geisern, Neustadt und Ober» Politz, der Bezirk«oertretung in Friedland i. B., Herrn Edmund Peter in Zwodan, dem Wall. Me» serilsch-jtra«noer Spar» und Borschußoerein für ge» währte Beiträge und Spenden; ferner der Frauen» Ortsgruppe Znaim für die Hälfte de« Reinertrage« de« Katharinenfeste«, der Or»«grvppe Leiimeritz sür die Hälfte de« Reingewinne« de« Bolk«f»ste«, der Or»«grupp« Zwodau für da« Trgebni« eine« Unter» hal»ung«abend«, der Frau W. Hora in Pilsen für Nummer 103—104 «inen au» Anlaß MI Ableben» ibrr» Lohne» gewidmeten Betrag der geziemende Dank abgestattet. Unterstützungen wurden bewilligt: der Schule in Leimgruben für Echulhau«!zerftellungen, Volksküche-rei in Pillau Bücher au« dem Vorrat, der Schule in Gotte«thal in Körnten sät Lehrmittel, der Schule in W^sia ein Betrag zur Unterstützung armer Schulkinder, Guboentioxen werden bewilligt für die Kindergärten in Kcemsier, Proßnitz, Groß»Led0witz. Gcitia un» Eisenkappel. Herichtssaat. Persacht, Entführung. Der Oberste Gerichts, ^tl» Kasiationshos hat über die Nichtigkeitsbeschwerde de» Seekapitäns Fritz Edlen v. Metritzer gegen das Urteil des Kreisgerichtes Cilli, mit welchem der Be-schwerdesührer wegen versuchter Entführung und Falschmeldung zu vier Monaten schweren Kerker« »erurteilt worden war, verhandelt. Auch der StaatS-anwalt hatte gegen das Urteil eine Beschwerde ein-gebracht. Ueber beide Beschwerden wurde gemeinsam verhandelt. Der Kasiationshos gab beiden Beschwerden statt und setzte die Strafe auf zwei Monate herab, welche bereit» verbüßt sind. Die EntHaftung Metritzers wurde telegraphisch angeordnet. Nachtrag. Zur evangelischen Weihnachtsfeier. Zu un-lerem Berichte uoSde>cherung «van-Hellscher Kinder tragen wir noch nach, daß sich auch die Damm Eschmann.Moy.Rischlawq und v. Sokoll hohe Verdienste um da« Ge-lingen der WeihnachtSseier erworben haben, und daß «» besonder» letztere Dame war, welche eine unermüdliche Fürsorge entwickelte. Da» Bewußt« fei.«. Herrliche» vollbracht zu haben. Weihnacht»-freude in die Herzen der Kinder »«tragen zu haben, mag öem wackeren evingelischen Krauenvereine Lob und Aniporn fein. Dem wahrhaft segensreich wirkenden Betone sollten sich alle evangelisch n K:auen unserer Stadt anschließen. Tagesnemgkeitcn. vie MUUonendieve Knmbert »erhaftet. Die Fam,U«n Hundert und Daurignac wurden verhaftet. Man fand bei idnen Wertsachen im Werte von 10.000 Franken. 2000 Peseta». Man gUubt, daß sie wichtige Popi.re verschwinden ließen. Humbert und Dauri„nac ertläne». sie befinden sich seit 9. Mai in Madrid. Sie wurden der sranzö-fischen Botschaft zur Berfügun» veftellt. Kinen wirklich stichsicheren Radreifen hat ein Franzose erfunden. So einiach. wie g.mal ist leine Idee! Zwischen verschiedene Leinwanvlagen wird Gummi einsiebiacht und einer seitlichen Pres-suog ausgesetzt, so daß bei dem fertigen Reise» der Gummi von den verschiedenen Leinwandlagen am seitlichen Ausweichen gehindert wird, sich also in einem Zustande der Zus^muienprefsung befindet. Wird ein solcher Reisen punkitert, so schließt, so-gleich beim Herausziehen de» stechenden oder schnei-dend.ii Körper», die eigene Pressung im Gummi da» Loch. Die Versuche mu solchen Radreifen haben vollkommen befriedigende Ergebnisse gezeiiigt. | e, eine österreichische Erzherzogin. hat sich unter Mitnahme ihre» sämtlichen wertvollen Schmucke» mu einem bildschönen, vier-undzwanzigjährigen Manne, dem französischen Sprachlehrer Giro», nach Sens geflüchtet, wo sie ol» Frl. v. Oden abstieg. Den unmittelbaren An-laß zur Flucht bot ein heftige» Zerwürfnis mit dem Kronprinzen, da ihr dieser auf eine Korrespon-denz vöchst vertraulichtn Charakter« darauskam. Ueberhaupt nahm die Erzherzogin stet« die gleichen Rechte im Verkehr mit der Männerwelt sür sich in Anspruch, wie sie der Kronprinz Frauen gegenüber ansndie. — In Begleitung der Kronprinzessin, die sächsischen Boden nicht mehr betreten darf, be« finde« sich ihr Bruder, der Erzherzog Leopold Ferdinand, der eine Wiener Schauspielerin »amen« Adomowitsch mit sich führt, der Familie Hamburg feinen ilulltitt angezeigt ha», sämtliche Ehrenämter niederlegte und nun unter dem Namen Leopold Wölfling lebt. Pie Kraßwar deiner chaaanSalt ist nicht auf-geflogen, wie der übertriebene Bencht eine» sen-f«ton»lüsternen Wiener Blatte» meldete. Dem Un-,all waren ganz enge Grenzen gezogen. N0*«tr*f Wacht- Srieskasten der Schristleitung. Ssnndso. Trösten Sie sich mit dem Klassiker: Ued' immer Treu und Redlichkeit, Streu Sand und Asche gut; Denn wer schon auf dem Pflaster saß. Der weiß, wie weh da» tut! Zt. £. Wir können zwar Ihrer Ansicht, daß sich die Erve um den Mond bewege, nicht beipflichten, bitten sich aber unserthalben nicht zu genieren. Bon einer Veröffentlichung müssen wir leider abseben. Zt. in A. Für da» Kind ihrer Muse mußten wir Strafporto zahlen. Wir verzichten darauf, ihm ucht un« bekannt zu geben, daß I in ihrem Bureau mehrere Abdrücke der von dem Paiembureau DerichS weiler in Dresden übersetzten Bekanntmachung de» Vereine» der russischen Eisen-baynen. betreffend Sie Ausschreibung dreier Preise von 5000. 3000 und 1000 Rubel sür die besten Projekte einer automatischen Waggonkuppelung auf-liegen und allfälltgen Interessenten zur Verfügung gestellt werden können. Vermischtes. Z>ie reinlich»« Stadt der Welt sollte Toko, die Hauptstadt Japan«, sein, denn sie besitzt nicht weniger als 800 öffentliche Bäder, in denen durch-schnittlich 300.000 Personen täglich baden. Aiedrigschranbe» der ZfetrskenmlawPen. Eine tueuveroreneie Gewohnheit ist da» Niedrig-schrauben der Petroleumlampen au« Gründen der Sparsamkeit, sovald man nicht da« volle Lich» der Lampe brauch». Man nimm, dabei den Uedelstand in Kauf, daß man die Luf» de« Raume«, in dem die Petroleumlampe brenn», ganz erheblich ver-fchlechte«. Die Tatsache ist durch Versuche vollauf bestätigt worden. Durch da« Niederschrauben der Flamme findet eine unvollständige Verbrennung statt und hiedurch steigen, ebenso wie bei der zu hoch gestellten Flamme, unverbrannte, unangenehm riechende Gase vurch den Zylinder empor. Durch da» Niedrigschrauben der Flamme wird aber nicht einmal eine Erjparni« an Petroleum erzielt. Hier-von kann man sich leicht durch einen Versuch über-z«ug«n, indem man einmal eine Petroleumlampe «it einer hellen, dann mit einer niedriggeschraudten Flamme aufbrennen läßt und die beiden Brenn-zeiien vergleicht. Man wird dann finden, daß die niedrig geschraubte Flamme nur sehr wenig länger brennt, al« die da» volle Licht spendende. Berück-ficht,gt man noch den Uebelstand der Verschlechte-rung der Zimmerluft, so wird e» wohl selbst jeder . ratsam finden, die Lampen nicht niedrig geschraubt 1 brennen zu lassen. Sekte 5 MiP»ch«nin»en. Kann man bei einem Eisenbahnunlernehme« Schiffbruch leiten? • » Kann ein Ehemann aller Sorgen ledig fein? Kann man im Dunkeln hinter'» Licht geführt werden? * * » Kann ein Mann ein schöne« Prädikat haben und doch ein schlechte» Subjekt sein ? • O Kann eine Balldame zugeknöpft sein? * • Kann einem ein Stiefel abbanden kommen? • * Kann un» ein entfernter Verwandter nah« stehen? • ♦ Kann un» ein mürrischer Mensch unverdrossen ansehe» ? Kann man von einem Kellermeister sagen: er war wie au» allen Himmeln gefallen, trotzdem er doch au« dem Keller kam? » » Kann ein Damenrad herrenlo« fein? • • Kann e« eingefleischt- Vegetarier geben? Sin veröreitetes Kansmittel. Die steigend« Rachfrage nach „Moll's Franzbranntwein und Satz" beweist die erfolgreiche Verwendbarkeit diese«, namentlich als schmerzstillende Einreibung best-bekannten anlirbeumatische» Mittels. In Flaschen zu K 1"90. Täglicher Versand gegen Post-Stachnahme durch Apotheker A. Moll, k. u. k. Hoflieferant, Wien, Tuch, lauben I» den Depots der Provinz verlange »ran ausdrücklich Mol l'S Präparat mit dessen Schutzmarke und Unterschrift. Sodbrennen f^rv Robitscber"J 1 Slucriina dexltiit Unter den Importen der 1902a Tbe -Ernte befinde« sich einige eko>» allerfeinster chinesischer Waare, welch« als foqenannie „Äaiferthee" von der betannien Thetftrma Meßmer in den Handel gebracht werden. Kennern sei eine Probe empsoblen. 100 Gramm-Packete » K 2.— bei Friiij Zanger und Tränn & Stiger in Cilli. 2 Schrifttum. Arenzwendedich. Romim aus der Gesellschaft. Von Edith Gräfin Salburg. Leipzig 1903. Grübet & Sommerlatte. Preis 3 ffltf., elegant gebunden 4 2Wf. Während da« neueste Werk der österreichischen Dichterin in der Presse lag, begann die bekannte „Woche" mit einem Roman gleichen Titels aus der Feder de« Berliner Schriftstellers Feodor von Zobettrtz. Wie die Charaktere der Autoren, so stnv auch die Stoffe verschieden ge» wählt. Jener greift feine Gestalten au» dem mehr zurückhallenden Leben de« nördlichen Deutschland. Edith Salburg unternimmt e« im „tkreuzwendedich" von neuem, sozusagen eine Kampfschrift zu schreiben. Alle ihre bisherigen, mit so viel Interesse, j, teil« mit Be-geisterung aufgenommene» Arbeiten find entweder ein Mahnwort an die Großen der österreichischen Monarchie, oder st« bedeuten eine große Ironie auf die zerrütteten Verhältnisse der Wiener Hofgesellschast. Hier geißeln sie die Borherrschaft der vom dogmatischen Absolutismus leicht bis zur Brutalität übergreifenden katholischen Kirche in bizarren Schilderungen, dort charakterisieren sie irgendwelche andere, im Gefellschaftleben mit der falschen Verbrämung von Humaniiät und Hochherzigkeit eingeführte Institution bis in ihre innerste Hohlheit und Verlogenheit. Und auch „«reuzwendedich' be-deutet eine Anklage gegen die Verlotterung und Schlapp-hett, womit man in den verantwortltchen Kreisen de« hohen und höchsten Adel« da« Lebe» führt, dadurch nur dem Verfall und der Dekadence in die Hände arbeite«, und die neuen Leb-n»elem«ntr, »eiche sich in dem Worte .Deutschtum" erschöpfen, verkümmern, da-mit den nationalen Verfall feinen Gang gehen läßt. Die Fabel hat die Dichterin diesmal in da« Milieu eine« der österreichischen altadeligen Landsitze gekleidet. Die Neuzeit tut einen Blick in da» hier noch sehr rückständige Leben. Krruzwendedich ist der Held d«S Roman», «in Vollblut - Idealist. Er soll und will sein immermehr verkommend«» Abeliigefchlecht retten, aber auch moderner Mensch bleiben. Damit scheitert er; wa» Leben«fra»en angeht: an der Energielosigkeit vorurteilsvoller, aber bis in» Mark entarteter Sdelinge; und wo Lieb« und Wahl de« Geschlecht« in Frage steht: an Jahrhunderte alten Trnditionen In »Kreuz-roeudedich" wird M« Mögli»kett Aeudalaristokratie mit moderner Kultur zu vereinigen, verneint. Auch da« Seite 6 .Kentfche Macht* • Restaurant IAIBBHOF (LaibacherRtramp) arcaiifrieit. — Bei Beteiligung an demselben > Person 1 Krone und kommt die ganze Einnahme in die Preinverteilunir. — liia Neujahr tätlich Probe-Schnapsen für solche Teilnehmen, welche das Preis-^ehnapsen noch nicht kennen. Teilnehmerkarten empfiehlt vorzügliche ~ Tischweine mit 40 kr. und 48 kr. per Liter. Seibat zubereitet« Wflrit« jeden Samstag frisu b (konkurenzlo»). Mit Anfang Jinner 1903 wird ein groases Preis-Schnapsen s P. 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Lau» pulsierend«« Leben spricht auch au» diesem Werke. Man empfindet e», daß hier manche« Erlebte und Geschaute poetisch verarbeitet ist. „JHt Wagt". Herausgeber: 6. B. Zenfer. «Redaktion und Administration: Wien II/3, Floßgasse 12. Pre,« per Nummer 32 Heller. Abonnement 4 Kronen vierteljährig. Die 50. Nummer d«» V. Jahrgange» dieser Wochenschrist weist folgenden Inhalt auf: Eduard Goldbeck, Fackeln am Grabe — Oberstleutnant Ro-galla v. vieberstein, Die Bedeutung der Wehrmacht Oesterreich - Ungarn» sür den Dreibund. — E. B. Zenker, Zur Rassrnfrage. — Charte« Baudelaire, Die Moral de« Spielzeug«. — Paul Althof, Sezession -Hagenbund. — Rudolf Lothar. D«r arme Heinrich oder Hysterie und Lepra. — «. G., Verstummt. — Politisch« Glossen. — Volk»wirtschaftliche» oder Finan-zielleS. — Literatur. — Tyl, In Berlin, sagt er... — Man abonniert jederzeit bei allen Buchhandlunge» und Postanstalten oder direkt bei der Administration. Probenummern gratis und franko. Die „charte»lanbe" bringt al« besonder» iitter« j essante Zugabe in ihrer soeben erschienen Weihnacht«» Nummer eine kleine Sammlung von bi«her unge» druckten Briefen «aiser Wilhelm« l. und de« Fürsten BiSmarck, die fich an unvermuteter. Stelle gefunden haben, nachdem die beiden im Jahre 1900 und 1901 von der Eotta'schen Buchhandlung h«rau»gegebene» Brief« fammlungen bereit» fertiggestellt waren. ^Anch ich!" Gedichte »on Friedrich Kirchhofer. (Graz 1902, Druck und Kommifsio«»verlag von Leykani.) Hexda-Polda-Glansda siehe Ankündigung. 40.000 Krone» beträgt der Haupttreffer der Wiener Kunstgewerbe-BereinS-Lotterie. Wir machen unsere geehrten Leser darauf aufmerksam, daß die Ziehung unwiderruflich am 15. Jänner 1996 stattfindet. Schutzmarke: Anker LINIMENT. CAPS. 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Heinrich Wastian. Wilfon, der Hnerkopf. Bon Mark 8 Fortsetzung. Tom lernte einsehen, daß selbst eine frühere Sklavin der Schmach und Mißachtung eingedenk sein kann, mit der er ihre Schmeichelreden und Artigkeiten vergolten hatte. Sie genoß jetzt die Süßigkeit der Rache, als sie im Ton unversöhnlichen ZngrimmS erwiderte: „Was ich weiß, das will dir sagen: So viel, daß dein Onkel sein Vermächtnis in tausend Ltücke reißen wird — und noch weit mehr — hörst du — noch weit mehr." Tom sah sie entsetzt an. „Mehr?" fragte er. „WaS soll daS heißen? Was kann noch mehr geschehen?" Roxy lachte spöttisch, warf den Kops in die Höhe und stemmte die Anne in die Seiten. .Zawohl, ich kann mir'S denken," sagte sie voller Hohn, „möchtest es gern wissen — sür deinen elenden Dollar. Wo;u sollt' Twain. Kad)bt*4 «ntotrM ich's dir verraten — du hast ja kein Geld. Deinem Onkel will ich's sagen - ich tu'S auf der Stelle — der gibt mir fünf Dollars für die Neuigkeit mit tausend Freuden." Sie drehte ihm verächtlich den Rücken und wollte gehen. Tom geriet in furchtbare Angst, er hielt sie am Kleide fest und flehte sie an, noch zu warten. Da wandte sie sich wieder um. „Siehst du wohl, hab' ich dir's nickt gesagt?" rief sie mit stolzer Miene. „WaS denn — ich erinnere mich nicht. Wa» hättest du mir gesagt?" „Du würdest vor mir auf die Kniee fallen nnd mich drum bitten." Einen Augenblick stand Tom wie erstarrt, dann sagte er keuchend vor Aufregung: 2 „O Roxy, du wirft doch deinem jungen Herrn so etwaS Schreckliche? nicht zumuten? Das kann dein Ernst nicht sein." „Du wirst schon sehen, ob'S mein Spaß oder Ernst ist. Hast du mich nicht geschimpft und fast ange-spieen, alS ich hergekommen bi», ich armeS Weib, in aller Demut, um dir zu sagen, wie groß und hübsch du geworden bist, und wie ich dich gewartet hab' und dich gepflegt, wenn du krank warst und keine Mutter hattest außer mir, in der ganze» weiten Welt? Die arme alt« Negerin wollte nur 'nen Dollar haben, um sich Speise zu kaufen — du aber hast sie geschmäht und gescholten — straf' dich Gott! Jetzt geb' ich dir noch eine Frist — nur 'ne halbe Sekunde lang — 'S ist deine letzte — hörst du?" Tom fiel auf die Kniee. „Hier lieg' ich vor dir, Roxy — und ich bitte und flehe dich an — sage mir'S jetzt." Die Tochter der unglücklichen Raffe, welche zwei Jahrhunderte lang Schmach und Schimpf ungefühnt er-duldet hatte, schaute auf ihn herab und schien ihre Seele mit Wonne an dem Anblick zu sittigen. Dann sagte sie: ..So ist'S recht. Der schöne, weiße, junge Herr kniet vor dem armen Negerweib. — Das hab' ich immer noch gern mal sehen wollen, so lang ich leb'. Nun kann meinetwegen der Erzengel Gabriel in sein Horn stoßen, wann er will — ich bi» bereit........ Steh' aus!' Tom erhob sich. „Strafe mich jetzt noch härter, Roxy.' bat er de-mütig. „Das hab' ich alles verdient, aber nun sei gut und laß mich frei. Gehe nicht zum Onkel. Sage mir alleS — ich gebe dir die fünf Dollars " „Jawohl, das sollst du auch, und damit ist'S noch lange nicht genug. — Aber, ich sag' dirs nicht hier —" „Um HimmelS willen, warum denn nicht?" „Fürchtest du dich vor dem Gespeusterhaus?" „N — nein." „Gut, also dann komm um zehn oder elf Uhr heute nacht dorthin; steig' auf die Leiter 'rauf, die Treppe ist abgebrochen — da wirst du mich finden. Ich wohn' im Gespensterhaus, weil ich keinen anderen Unterschlupf hab'." — Eic ging nach der Tür. stand aber wieder still. „Gieb mir den Dollarschein." Er reichte ihr das Papier, sie betrachtete es nachdenklich: „Vielleicht will di« Bank auch nicht mehr zahlen," mur« melte sie und wollte gehen; vorher aber fragte sie noch: .Hast du einem Schluck Branntwein?" „Ja, einen Tropfen." „Hol' mir'S." Er lief in sein Zimmer hinauf und kam mit einer Flasche zurück, die noch über die Hälfte voll war. Ihre Augen funkelten; sie führte die Flasche zum Munde, trank darauS und steckte sie dann unter ihr Tuch. „Die Sorte ist gut," sagte sie, „daS nehm' ich mit." Tom geleitete sie bis zur Tür, die er öffnet«, wo-rauf sie wie ein Grenadier in stolzer, aufrechter Haltung hinauSmarfchierte. Zehntes Kapitel. Tom warf sich wieder auf das Sofa und preßte die Händ« an s«ine pochenden Schläfen. Die Ellbogen aus das Knie gestützt, wiegte er sich laut stöhnend hin und her. „Ich habe vor einer erbärmlichen Negerin gekniet," murmelte er mit verbissener Wut „Schon vorher glaubte ich den äußersten Grad von Erniedrigung erreicht zu haben — aber das war nichts im Vergleich. Nun — «ine Gewißheit bleibt mir wenigstens — eS ist freilich nur ein leidiger Trost — tiefer kann ich nicht fallen, eine größere Schmach gibt eS nicht." Doch das war eine voreilige Behauptung. Als er um zehn Uhr an jenem Abend die Leiter im GespensterhauS erklomm, sah er bleich und schwach aus, und ihm war elend zu Mute. Roxy hatte ihn kommen hören; sie stand an der Stubentür und wartete auf ihn. Das zweistöckige Blockhaus lag unbenützt da, seit vor einigen Jahren das Gerücht entstanden war, es sei darin nicht geheuer. Niemand wollte mehr dort woh-nen, bei Nacht vermied man die Gegend ängstlich, auch am hellen Tage machten die meisten Leute lieber einen weiten Bogen, um nicht in die Näh« des gefürchtet«» Gespensterhauses zu komme». Mit der Zeit war es in Verfall geraten und drohte einzustürzen, da man keiner« lei Ausbesserung vornahm; es stand etwa dreihundert Meter von Querkopf Wilsons HauS entfernt, als letztes Gebäude nach dieser Seite hin, dazwischen war nichts als unbebautes Land. Tom folgt« Roxy in die Stube hinein. In einer Ecke lag eine Schütte reines Stroh, auf dem sie schlief ihre ärmlichen, aber sauber gehaltenen Kleidungsstücke hingen an der Wand, eine Blechlaterne warf hier und da klein« Lichlfl«cke auf den Boden, einige alte leere Kisten, die verstreut umherstanden, ersetzten die Stühle. Nachdem sie beide Platz genommen hatten, begann Roxy: Ich mach' kein langes Federlesen und komm' jetzt gleich zur Sache; vom Geld reden wir nachher — ich Hab'S nicht eilig. WaS glaubst du wohl, daß ich dir sagen will?" „Nun du — du — o Roxy. mach? mir'S doch nicht schwer. Schieß loS und sage, daß du irgendwie dahinter gekommen bist, in welche Klemme ich mich ge-bracht habe durch törichten Leichtsinn und Ausschweifung." „Leichtsinn — Ausschweifung — i bewahre! DaS ist «in gar nichts im Vergleich zu dem, waS ich weiß.' Tom starrte sie mit offenem Munde an: »Aber Roxy, wa» soll denn das heißen?" Sie stand auf und blickte düster und erbarmungS-lo». wie das Schicksal selbst, aus ihn herab. „Ich will dir'« sagen — und 'S ist die lauterste Wahrheit. Du bist so wenig mit dem alten Massa DriScoll verwandt wie ich selbst - daß du'S nur weißt." Ihr Auge flammte auf in wildem Triumph. „WaS!" „Jawohl — und damit ist'S noch nicht genug. Du bist eiu Nigger — als Sklave geboren und nichts anderes als Nigger und Sklave bis zu dieser Stunde. Wenn ich den Mund austu'. verkauft dich der alte Massa DriScoll nach dem Süden, flußabwärts, bevor noch zwei Tage um sind." »Was saselst du da, du erbärmlich« alte Hexe, es ist eine verdammte Lüge!" „Die reine Gotteswahrheit ist'S — meiner Seel', ich lüge nicht. Glaub' mir's nur — du bist mein Sohn---" »Du Teufelsweib!" „Und der arme Junge, den du heut' gestoßen und ge-schlagen hast, der ist Pcrxy Driscoll'S Sohn und dein Herr!" „Du Ungeheuer!' „Sein Name ist Tom DriScoll und du heißt Valrt de Schamber, 'nen Familiennamen hast du nicht, weil den kein Neger hat!' Tom sprang auf, griff nach einem Holzscheit und hob eS drohend empor, aber seine Mutter lachte nur höhnisch. „Setz' dich hin, du Gelbschnabel,' sagte sie. „Glaubst du, ich sürcht' mich vor dir und deinesgleichen? Wenn du könntest, jagtest du mir 'ne Kugel in'n Rü-cken — das säh' dir ganz gleich — ich kenn' dich durch und durch. Bring' mich nur um — dir nützt's doch nichts — alleS ist ausgeschrieben und in sichern Händen Der Man», der's in Verwahrung hat, weiß auch, wer der Rechte ist, an den er sich hallen muß, wenn mir ein LeidS geschieht. — Du meine Güte, denkst du denn, deine Mutter ist ebenso erzdumm wie du? Das bilde dir nur nicht ein. Jetzt setz' dich dorthin, betrag' dich anständig und steh' nicht eher wieder auf, bis ich dir'S sage!' Tom war wie rasend vor ohnmächtiger Wut. Eine Weile tobte er noch und stürmte im Zimmer umher, endlich schien er zu einem festen Entschluß zu kommen. „Es ist alles nur Unsinn und Faselei", sagte er so bestimmt er konnte. »Gehe nur hin und versuche eS, mich zu verdnben; ich habe nichts mehr mit dir zu schaffen." Ohne Wort der Erwiderung nahm Roxy di« La-terne vom Nagel und schritt nach der Tür. Der kalte Angstschweiß trat Tom auf die Stirne. »Komm wieder, Roxy, komm wieder!" jammert« er. „ES war nicht mein Ernst ich will «S nie mehr agen, ich nehme alle» zurück! S«i gut, Rory, und ! hier.- DaS Weib stand einen Augenblick still und b«sahl in strengem Ton: „Ei n S muß jetzt ganz aushören, Valrt de Schamber. Du darfst mich nicht mehr Roxy nennen, als wärest du meinesgleichen. So reden Kinder nicht mit der Mutter Du sagst Ma oder Mammy zu mir, wie stch'S gehört — wenigstens, wenn niemand dabei ist. — Sag'S!" Mühsam brachte Tom das Wort heraus. „So ist's recht. Vergiß da» nicht wieder, sonst soll dir'S übel bekommen. Also — du hast eben v«r-sprachen, du wirst «S nie mehr Lüge und Unsinn nen-nen? Nun gut — ich warne dich: hör' ich'S noch ein« mal auS deinem Munde, so hast du'S zum letztenmal gesagt. Auf der Stelle geh' ich dann zum Richter DriScoll. sag' ihm wer du bist und geb' ihm die Beweise, Glaubst du mir das alles, Schamber?" „O," stöhnte Tom, „ja, ich glaube eS — ich weiß eS nur zu gut!" Roxys Triumph war vollständig, daS stand außer Frage. Zwar hätte sie ihre Behauptung keinem Men-schen gegenüber beweisen können, und die schriftliche Aufzeichnung war ganz erlogen, aber sie wußte, mit wem sie «S zu tun hatte und d«r Erfolg entsprach voll-kommen ihrer Erwartung. Im Bewußtsein ihreS herrlichen SiegeS nahm sie mit stolzer Haltung wieder aus der alten Kiste Platz, alS wäre eS ein Thron. „Nun also, Schamber, — reden wir jetzt von Ge« jchä ten; mit der Narretei ist'S auS- Du kriegst fünfzig Dollars monatlich — davon zahlst du die Hälft« deiner alten Mammy. Heraus damit! Aber Tom hitte auf der GotieSwelt nichts als sechs Dollars. Di« gab «r ihr und versprach, vom neuen Monat an ihre Forderung zu erfüllen. „Wie groß sind deine Schulden, Schamber?" „Fast dreihundert Dollars," sagte Tom schaudernd „Wie denkst du sie zu bezahlen?" Tom stöhnte laut. „Das weiß ich nicht; waS fragst du mich nach fo schrecklichen Dingen?" Aber sie ließ sich nicht abweisen und trieb ihn im-mer mehr in die Enge, bis er sich zu einem Geständnis bequemte. Vor vierzehn Tagen, während alle Welt glaubte, er sei in St. LouiS, hatt« «r einen förmlichen Raubzug gegen seine Mitbürger unternommen. (Zortsedung folgt.) 4 Belehrendes, Unterhaltendes. Heiteres etc Sonnenwende.* Licht r in den deutschen Hatten, Flammenschein aus jedem Berge! Erze in die Schachte schütten Für ein Zukunftsschwert die Zwerge. Alles leuchtet, lodert, glühe!. Und ein Sternen Heerbann ziehet Durch die Tommer-Zaubernacht Deutsches Voll, steh' auf der Wacht! Laß kein Licht verloren gehen! AuS dem Waldesgrund dringt Wehen, Kündet den EnlscheidungStag. Heil! Sin Volk, ein Mann, ein Schlag! In« Album. Das schwer Beschloß'»« fordert schnell Vollbringen; .......Der beste Will« Kann wanken, wenn man aufschiebt. O Der Erfolg Ist nur der Tat Gepräge, nicht ihr Wert- Müllner » 0 weh, der Lüge, sie befreiet nicht Wie jedes andere wahrgefproch'ne Wort Di« Brust: sie macht unS nicht getrost, sie ängstet Den, der sie heimlich schmiedet, und sie kehrt. Sin losgedrückter Pfeil, von einem Gott gewendet Und versagend fich zurück u»d txifst den Schützen. Goethe. * Siehst du an einem Freund sich einen Fehler «eigen, So denk an deren zwei, die dir sind selber eigen. Dann wird dich nicht ein dritter, der schlimmste, übereUen, Zu richten rasch und streng, statt mit Geduld zu heilen. Hammer. * Probe aus der Ende Mai erscheinen-den Sammlung „Aus ferner Wacht", Ge dichte von Karl PrSlI. Dessau, Anhalti-sche Berlagsanjialt. Eisblumen an den Schaufenstern sind den Geschäftsleuten ein Dorn im Luge, denn sie machen die Wirkung der schönsten Dekoration illusorisch. Ein leicht anwe»d> bares Mittel, um das Gefrieren oder Schwitzen der Fenster zu vermeiden, be-steht darin, daß man so Eramm Glyzerin mit einem Liter Spiritus verbindet und diese Mischung tüchtig durchschüttelt. Hat sich die Flüssigkeit vollständig geklärt, so reibt man mit einem großen Schwämme, den man mit der Glyzerin-Spiritusmisch ung vollständig tränkt, die innere Fläche des Schaufensters ad. Auch Gasflämmchen die von einer besonderen dünnen Gas. röhre ausgehen, sind ein gut wirkendes Mittel, um das Girieren der Schausenster zu verhindern. Neuerdings kommen übn gens zu diesem Zwecke auch S^>ezialmilt die zerrissenen Hefte, taumelte zurück, las sie auf und starrte sie an. und wieder sprang er zur Tür, und wieder lallten seine Lippen leise den Namen des Gerufenen. Aber niemand antwortete; Hans mußte schon unten sein. Verklagen! Anzeigen! Welche Schande sür ihn, welcher Schmerz sür den Lehrer! Für den Lehrer, der ihn so liebte, der so nachsichtig war, der auch heute so sreuudlich zu ihm gesprochen hatte, als er schon bei der zweiten Zeile so elend stecke» geblieben war! Das arme Kind hatte in diesem Augenblicke keine Tränen. ES starrte nur vor sich hin, lautlos leichenblaß; dann horchte es abwärts, von wo das Summen der Stimmen auS dem Speijesaal emporklang. Noch ein kleines Verweilen und Grübeln, und schon öffnete der zitternde Bursche scheu die Tür, schlich lautloS ins Erdgeschoß hinab, durch den in-ueren Gang, am Schulzimmer vorbei und nun hinaus zur offenen Haustür und mit weite» Sätze» durch den Schnee fort, fort: keuchend, ächzend, mit fchweißtropfender Stirne, fort, nur fort, heimwärts zu 1 Der Knabe hatte sich wieder erhoben. Sei es, daß der Tränenslrom ihn erleichtert hatte, sei es, daß die eisige Kälte, die durch den Wald strich, seine Erregung herabminderte, — er war jetzt ruhiger. Er sah um sich, und erst jetzt bemerkte er, daß er von dn» Wege nachhause abgekommen sei und einen unrichtigen Seitenpsad eingeschlagen habe. DieS flößte ihm aber keine Angst «in, denn alle Wege hier herum warn ihm ob verschneit oder un-verschneit, wohlbekannt und jetzt umso leichier zu finden, als es zu stürmen aufgehört hatte und die Wolkendecke plötzlich zerrissen war. Allerdings lag schon die Nacht auf der Land-fchast, aber der Mond stand mit voller Scheibe am Sternenhimmel und übergoß die Gegend mit seinem Licht. Der Knabe sann nach. Er sah sein Unrecht ein und bereute es bitter. Er sühlte, daß er Strafe verdiene und dieser nicht entrinnen könne. Sollte er aber nachhause zu seinen Eltern? Sollte er zur Schule zurückkehren? Der Gedanke an die Rückkehr nachhause erfüllte ihn mit mehr Angst, als jener an die Rückkehr zur Schule. War er denn je zuhause glücklich gewesen? Hatte er jemals dort so glückliche Stunden genossen, wie da unten in der Schule an der Seite seines Lehrers, zwischen seine» Kameraden? Und vor seinen Augen stand plötzlich mitten im verschneiten Walde die verfallene, rußige und un-faubere Holzhütte der Eltern, spärlich durch einen Kienspahn erleuchtet. Er hörte eine scheltende Stimme, die des Vaters; er hörte Weinen und Schluchzen, — das der armen, mißhandelten Mutter. Er sah sich eintreten, sah den Blick deS Vaters voll Wut auf sich gerichtet, sah die immer mehr anschwellende Zorn oder auf feiner Stirn, die drohend gehobene Hand, die bestimmt war, aus feinen schwachen Leib nieder zusausen, — und jetzt, jetzt sieht er wie ein blasses Weib sich zwischen ihn und diese drohende Faust wirst, er sieht das blasse Weib zu Boden sinken und — „Nein! Nein !" — Er ruft es, er schreit es, mit gellender, schriller Stimme: „Nein! Nein I Nein!" Das will er seiner armen Mutter nicht antun; er will nicht daran schuld sein, daß sie noch mehr ge schlagen wird; er will in die Schule, er will sich vor dem Lehrer aus die Knie werfen, er will bitten und betteln bis ihm verziehen wird, und er will zu Ostern hinaus „zum Land"*) und zur Kirche und dort in der Kirche vor dem Priester nieder stürzen und beichten und flehen, daß ihm dieser, daß ihm Gott verzeihe, was er an seinem guten Lehrer, an seinen Kameraden Schlechtes getan hat; er will — Ja, nach der Schule, nach der Schule! Und da er'S denkt, ist schon der Vorsatz zur Tat ge worden, und er arbeitet, atmet und schnaubt mit tiefer Brust, um rasch im Schnee vorwärts zu kom-men; er stampft ihn mit den Füßen nieder, um von ihm nicht festgehalten, hier in Nacht and Wald nicht zurückgehalten zu werden, und stürmt weiter: auS dem Walde hinaus, auf den Schlag zu, über den «r früher keuchend heraufgewatet ist und — sieht nun wieder hinab in seine zweite Heimat, in das Tal. da» sich im Mondlicht klar vor ihm ausdehnt, tief unten die völlig beleuchtete, lichtschimmernd« Sch ule, und j«tzt — •) .Land" als Gegensatz »um .Graben" gestreckte, ebene Gegend mit Dörfern ic. als weit- Einen Augrnblick hätt er inn« und späht und späht scharf hinab in da« Tal. Er irrt sich nicht! Dort, wo der große Schlag zum B«rge emporsteigt und wo sich die Wege teilen, bewegt sich ein Zug Menschen. Er schaut mit gespaunter Aufmerksamkeit hin. Er sieht es genau: jemand Großer ist dabei und mehrere kleine Gestalten. Der Zug hält manchmal, und wie er deutlich ausnehmen kann, fucht dann d«r Große an der Spitze des Zuge« nach etwa« im Schnee, und die kleineren Begleiter tun ihm'S nach. Entsetzt fährt der Knabe zusammen! Ist daS nicht sein Lehrer? Sind das nicht seine Kameraden? Sie sind e«, sie sind es gewiß! Si« haben ihn vermißt, sie haben ihn gesucht, sie sind vielleicht bis zu ihm nachhause und haben chn zu ihrem Schrecken auch dort nicht gefunden und forschen nun nach seiner Spur. Er der Lehrer, dem er heute durch seine schlechte Ausführung so weh getan hat, müht sich jetzt voll Kummer trotz Frost und Schnee im Schweiße ab, ihn zu finden, uud seine kleine Kameraden helsen eifrig mit, ihn zu suchen, — vielleicht auch sein Feind, der ihm gewiß verziehen hat! Und dort, dor> am anderen Ende des Tale« — kommen dort nicht auch Menschen? Diese kann er allerdings nicht deutlich sehen, denn bis dorthin ist es zu weit — aber er nimmt eS doch wahr wie beide Züge sich jetzt gegen die Schule zu heimwärts bewegen. Und nun schreit er aus und schreit wieder und wieder, aus daß sie ihn da unten hören, daß sie eS iane werden, daß er da heroben ist, daß er lebt! Doch die unten müssen von all dem nichts vernehmen, denn er sieht, wie sie zwar langsam aber stetig gegen das Schulhaus zurück-wandern. Da durchführt ihu jäh ein Gedanke: er prüft mit nassem Finger, woher der Wind kommt; das ist Holzknechtbrauch. Und eS stimmt! Der Wind geht vom Tale auswärts! Darum können sie ihn auch nicht hören! Und sofort gibt er das Schreien und Rufen auf und fetzt sich in Bewegung. Und je mehr er abwärts zum Tale steigt, de»o rascher tut er'S, denn er neht, wie die zögernde Schar dem Hause immer näher kommt. Er glaubt auch zu hören, daß man schreit, ihn ruft; er versucht zu antworten, aber er bringt nichts mehr hervor. alÄ ein heiseres, schwaches Gestöhne. Und so setzt er sich wieder in Bewegung. Bon dem Steige ist er schon längst abgekommen, aber das macht ihm nichts. Das beleuchtete Schulhaus unten im Tale ist weithin sichtbar, und wenn es auch nicht beleuchtet wäre, so sehe man es doch im vollen Glänze des Mondes. Und er stürmt weiter und stolpert und stolpert wieder. Manchmal ist eS ein verschneiter Baumstock, der ihn zu Falle bringt, manchmal ein im Schlage liegen gebliebenes Stück Holz, manchmal ein ver-fchneiteS Erdloch, in das er stürzt. Oft fällt er mit dem fchweißbedeckten Gesicht« in den Schnee; manchmal schlägt «r damit an ein verschneites Hol; und er fühlt dann wie ihm das heiße Blut irgend einer Wunde über da» Gesicht rieselt. Ab und zu muß er rasten, um Atem zu schöpft» und sich dieses Gemisch von Fleisch und Blut mit zitternder Hand abzuwischen. An der Hand sieht er's dann, daß eS wirklich Blut ist. Bei einer solchen Rast bemerkt er plötzlich, daß die Lichter in der Schule erloschen find. Das Gebäude ist vollkommen finster. Es gibt ihm einen Riß im Herzen — die unten also glauben ihn tot oder geborgen und hab,» sich schlagen gelegt. Sie schlasen wohl auch schon fest I Gewiß! Doch nein! Ein Lichtschimmer blitzt plötzlich i« Haus« aus; er geht vo>. einem Fenster zum ander» und hält endlich bei einem dersilben still. Und bei diesem einen Fenster wird es nun immer lichter und lichter, während die anderen finster bleiben. Man will ihm also ein Zeichen geben, der Herr Lehrer und seine Frau und die Aushelsenn! sie alle wachen und sorgen sich ab — seinetwegen! Nur die Kameraden, die vom Suchen wohl sehr müde sind, hat man schlasen geschickt. Aber der Herr Lehrer, dem er heute so weh getan hat, und der ihn so lieb hat, wacht »och immer und sorgt sich für ihn! Dieser Gedanke gibt ihm neue Kraft. Ein paa: Sätze macht er mit n«ubrlrbt«m Mute, dann wird er wieder müde, sehr müde, zum Umsinken und Schlafe» matt. Aber er setzt Fuß um Fuß, Schritt vor Schritt, strauchelt und erhebt sich wied«r, taumelt weiter, immer weiter, und wie im Trau»« sagt immer ein« Stimme zu ihm: „Geh weiter! Raste nicht I £ic unten sorgen und härmen sich um dich!" Er weiß S nicht, wie lang er so geht, taumelt, stürzt und wieder geht. ES dünkt ihm nur wie im Traume, daß er endlich vor einem Hause, ja, tat-sächlich vor der Schule hätt. Dann fühlt er wieder, wie er getragen wird, wie er dann still liegt und wie ihm oann sehr, sehr heiß wird. Manchmal in dieser großen Hitze wird eS ihm «us der Stirne und auf den Wangen kühler, und ihm ist dann, als ob der Herr Lehrer und seine Frau ihm die Hand ausgelegt hätten. Manchmal wieder ist'S ihm. alS ob dieS seine Kameraden täten, wortlos, und als ob sie wie Geister an ihm vorbei-huschten. Dann wird ihm wieder sehr heiß, und er prügelt sich mit dem bösen HanS im Zimmer herum und zerrt ihn an den Haaren und Ohren, biS er plötzlich die freundliche Stimme seine« Lehrer« hört und wieder die kühle Hand auf seiner Stirne fühlt. „Schlaf Sepperl! Schlaf nur, mein armer, lieber Sepperl!" Und diese Worte und die Hand auf der Stirne tun ihm unendlich wohl. Dann plötzlich sieht er. wie der Herr Lehrer, die Frau Lehrerin und auch die Helferin und alle Kameraden um ihn stehen und ihn anlächeln und ihn willkommen heißen, und er fühlt's, wie er sich auf-richtet, und hört eS, wie er fragt: „Nicht wahr. Ihr seid'« mir nimmermehr bös? Keines! Nicht wahr: Keinesl" Und er hört sie alle „Nein!* rufen. Zuerst laut, dann immer leiser, leiser, und ihm wird wohler und er streckt sich immer mehr und mehr und mehr — Und am Lager des armen Sepp stehen sie wirk-Uch alle: der Lehrer, die Lehrerin, die Helferin und die Kinder und beten und drücken ihm dann die braunen, treuen Augen zu, di« jetzt so merkwürdig schauen, und gönnen ihm di« ewige Ruhe, die ihm geworden ist. Sr hat ja keine Minute Ruhe und Rast mehr gehabt durch die drei Tagt und Nächte hindurch, die verflossen sind, seitdem man ihn um Mitternacht von der Schwelle deS Schulhauses ohnmächtig aufgehoben hat. Nun erst hat er sie gefunden! Armer Sepp! In der tzyristnacht. Bon Emma Ruib-Wradatsch. Wilder eisiger Sturm fegte durch die Straßen und wirbelte in dichten Wolken den Schnee um fich her. Nur mit Mühe konnten die in Pelze und Mäntel gehüllten Fußgänger dem Anprall Stand halten, um so bald wie möglich das schützende Heim zu erreichen. „Gerade heute ein solches Wetter am heiligen Abend," sagte Fräulein Anna, die Schwester des Doktor Braun, als sie in die Stube trat, „beinahe hätte mir der Sturm meinen Kord vom Arme ge-rissen, ach, di, schönen Puppen, um die wäre eS doch jammerschade gewesen! Ist der Herr zuhauje?" fragte sie besorgt daS Dienstmädchen. „Ja" war die Antwort, „er kam soeben und ging in sein Studierzimmer." Das alte Fräulein seufzte. „Immer dasselbe Lied!" sagte es leise vor sich hin. In einer Ecke seines Studierzimmers sitzt Dr. Hermann Brau» und stiert mit unheimlich düstern Blicken vor sich hin, er nimmt keinen Anteil an den Ueberraschutigen deS heiligen Abends und weidet sich nichl an den glückstrahlenden Gesichtchen seiner Kinder und ihrem Jubel unter dem hell erleuchteten Tannen-bäum. Sie sind daran gewöhnt alle im Hause, seit Jahren schon war er so — man frägt nicht mehr darnach. Er aber sitzt einsam im abgelegenen Ge-mache und sinnt und denkt: Fünf Jahre sind eS her, da gab eS in feinem Haufe den ersten Christbaum, seine Zwilliuge Viola und Rosa waren damals drei Jahre alt. Die reizende kleine Mutter war aufgeregter denn je an diesem Abend. Mit fieberhafter Hast drängte sie ihn zur Türe hinaus, um die Ueberraschung sür ihn noch zu ordnen, wie sie meinte, — Er wartete lange, lange auf das Klingelzeichen, eS kam keine«. Endlich trat er ahnungsbange in das Zimmer, .e« war leer — eiue Kerze brannte im Leuchter — unter dem finsteren Tannenbaum lagen die Geschenke für die Kinder und das Gesinde - aus seinem Platze .aber lag ein kleiner weißer Zettel: „Vergib mir, stärker alS Mutter» und Galten-Pflicht ist meine Liebe — vergiß mich!• stand daraus geschrieben. Versengend wie der Blitzstrahl, schoß ihm ein Gedanke durch's Hi?n, der sein« Seele erstarren »achte. Sein Freund Max — ja, so ist»« — den er so s«hr geliebt, so sehr vertraut, er umschlich «euch. lingS sein Glück, mordete e« und raubte ihm sein Weib! Wie Schuppen fiel'S ihm von den Augen. Er wollt« ihm nach, einholt» den Dieb und ihm abringen sein« Beut«. Doch wozu? Eine gepflückte Blume «rblüht nicht m«hr an dem Stamm«, von welchem man sie weggekrochen! Da drangen Kinderstimmen an sein Ohr, die Kleinen vtrlangte» ungeduldig nach dem Christkind. Er ermannte sich, ihnen soll die Freude nicht genom-men werden l Mit zitternder Hand brannte er die Wachslichter an: «rb«l>end am ganzen Körper, «r-griff er die Klingel und läutete laut, fo dojj es hin-hallte wie ein verzweifelter Aufschrei, wie ein jammernder Klagelaut. Die Kinder sprangen händeklatschend herein; strahlend vor freudigem Staunen erglänzten die lieben Aeuglein. Sie vermißten die Mutter nicht, sie haschten nur »ach des VaterS Hand, die ihn«n die schönen Gaben reichte; di« beider» Dienstmädchen aber standen und staunten und schreckten sich; fragend blickten sie nach dem Herrn, der so bleich, so schauerlich ver-ändert war. „Die Frau ist fort, hütet di« Kleinen!' sagte er in dump'em Ton« und wankte zur Türe hinaus. So zog all' das traurig' Erlebte wieder durch seinen Sinn an diesem heiligen Abend und erweckt« so srisch di« Erinnrrungen an jene qualvolle Nacht. Ja er durchlebte alleS, sühlt« wieder jenes grauen-volle Etwas, welches ihn wie mit eisernen Krallen am Herzen packte und «S zu zerfleischen droht« und jenes träufelnde Gezische, welches wie siedende Blei-tropfen durch srin Gehirn triefte, um ihm den Ver-stand zu rauben; wie er hinstürzte mit einem Aus-schrei, als sollte es de» letzte seines Lebens sein! Hermann erwachte aus seinem Hinbrüten und sagte tief auffeuszend: „Ja, viel vermag der Mensch zu ertragen und noch m«hr. wenn «r Vater ist!" Darauf trat er vor «in großes Bild, welches sich in einer verborgenen Nische des Zimmers besano und verdeckt war. Er zog die Hülle weg und blickte in das lieblich schöne Antlitz Julias. „Ob dein Lächeln wohl noch so sonnig glüht, wie auf diesem Bild«?!' sagt« «r «s wehmütig be-trachtend. .Welch' elend Geschöpf ist doch ein Weib, so treu und offen, wie hier dein Auge blickt, ebenso treu wandtest du mir deine Blicke zu — und doch wie erbärmlich log dein ganzes Wesen! Ich habe euch so sehr vertraut, dir meinem Weibe, ihm meinen einzigen Freund, und als er dich malle, hier in diesem Zimmer zur Ueberraschung sürmich — „Hahaha, da wußtet ihr beide schon längst von eurem verteufelten Plan und ich Tor, noch traure ich um dich leichtsinnig, herzloses Weib !" Horch! Stimmen drangen an sein Ohr, geräusch-voll wurden die Türen im Hausflur auf und zuge-schlag«», seine Leute schrien angstvoll hin und her, plötzlich ertönt« ei» Klopsen an seiner Tür, er riß sie auf. Seine Schwester stand bleich und zitternd auf der Schwelle und winkte ihn mit sich. „Was gibt es?" sragt« er besorgt. „Eine arme grau mit einem Kinde lag ganz erfroren im Schnee vor dem Tore; der Kutscher brachte sie fast sterbend herein, vielleicht kannst du noch helseul" AlS die Anordnungen deS ArzteS genau befolgt waren, trat er in das angenehm erwärmte Schlaf-zimmer seiner Schwester, wo die Unglückliche rasch untergebracht wurde, um sein« Hilfe ungesäumt zu bringen. Er nähert« sich dem Bette. Bleich mit geschlos-senen Augen, einer Toten gleich, lag sie in den weißen Kissen. Dr. Braun beugte sich herab, um d«n H«rzschlag zu prüfen — noch war L«b«n in dtm abgezehrten Selbe, an ihrer Seit« ruht« ein fchwarzer Krauskops, ein hübscher Knabe, drei bis vier Jahre alt. Einzelne schwere liefe Atemzüge ließen erkennen, daß die woblige Wärme des Bettes schon eine Wirkung getan und der Nein« magere Körper anfing, sich all-mählig zu erwärmen. Schmerzbewegt blickte der Arzt auf diese« Bild voll Jammer. Während er seine« Amtes waltete, drang ein leiser Seuszer an sein Ohr, etwa« Gefühl regt« sich in dem anscheinend leblosen Körper der Frau, di« Unglückliche wandte langsam den Kopf und schlug die Augen auf. Ein Schrei, matt und schauerlich entrang sich ihrer hohlen Brust und al« kehrte Kraft und volles Leben wieder, erhob sie bittrnd die Hände. Wie zur Bildsäule erstarrt stand Dr. Brauu und blickte unverwandt in jene Augen. Ist c« ein Traum, der ihn narrte? Julia sein Weib»! „Hermaun!* hauchte da« unselig« Weib hervor und leise in unzusammenhängenden Sätzen sprach st« mit größter Anstrengung weiter: „Er verließ mich schon seit einem Jahre; er verdiente nicht mehr genug, hatte auch keine Lust mehr zur Arbeit; er wollte mich nachkommen lassen nach Amerika, sagte er mir, doch ich hörte nicht« mehr von ihm. Einige Bilder ließ er mir, die ver-kauft« ich; dann wurde ich krank und immer kränker, hatte nichts mehr für mich und da« Kind — da be-fchloß ich zu sterben. Schon mehrere Tage irrte ich in den Straßen der R«sid«nz umher, bettelnd für da« Kind. An dem heutigen Abend beschloß ich, meinem Leben «in End« zu mach«n, als Sühne für meine Schuld. — Ich wollte noch «inmal mein« Kinder sehen, vielleicht auch dich — und kam hieher; ich um-schlich das Haus, da erblickt« ich den hell erleuchteten Christbaum durch's Fenster — ach, meine beiden Mädchen, so schön, so groß--— ich wollte fort---die Kraft verließ mich und"-- sie konnte nicht weiter, erschöpft hielt sie inn«, ihre Lippen bebten, sie wollte noch sprechen; angstvoll blickte ihr großes, schöne«, blaue« Auge. Er verstand dieS qualvoll stumme Mienenspiel; bewegt trat er auf sie zu und sagte: „Ja, ich verzeihe dir Julia, du hast viel ge-fehlt, aber auch viel gebüßt." Zwei schwere Tränen rollten auS den ersterben» den Augen aus die fahlen Wangen, die der Tod so-eben geküßt. Herrlich erglühte die FrühlingSsonne und sandte ihre milden Strahlen über die Erde hin. Das keimende Grün in Busch und Feld sog mit Wonne ihre wohltuende Wärme ein. Der Lenz hat seinen Einzug gehalten. Groß und Klein benutzte den Heu-ligen herrlichen Frühlingstag und wanderte hinaus ins Freie. Viele auS der Residenz suhren die kurze Bahnstrecke nach dem Städtchen P., welches ja stet« ein LieblingSausflugSort d«r Großstädter gewesen ist. Wir aber wenden uns ab von all' dem tollen lustigen Treiben und senden unsere Blicke nach einer einsamen stillen Stätte hin. Dort am weitentlegenen GotteSacker, im Haine deS Friedens machen wir Halt. Unser Auge fällt auf eine kleine Gruppe die vor einem Grabe in die Knie gesunken war und andächtig betete. Kränze von Veilchen, Primel» und Schneeglöckchen lagen am Hügel und umgaben das weiße Marmorkreuz, aus welchem nur der Name »Julia" in goldenen Lettern stand. Der Vater erhob sich und mit ihm der kleine 5»abe, welcher sein Mützchen abgenommen, neben ihm gekniet hatt«, auch die beiden Mädchen bekreuzten 'ich und wandten sich zum Gehen. „Sie hat Ruh' gefunden und schlummert hier im ewigen Schlafe — sie irrt nicht mehr in Sund' und Schande umher, sie hat gebüßt und tief bereut." Milde blickt daS Auge Dr. Brauns bei diesen Re-flexionen. Friede ist auch in sein Herz eingezogen, seit er ihr vergeben. Da wandte der kleine Knabe den schwarzen Lockenkopf zu ihm empor. „Papa, wie lange wird Mama hier schlafen?" Die Mädchen lachten, weil ihr neues Brüderchen diese arme bettelnde Frau „Mama" nannte. ' O, wenn sie wüßten! Skdcutung des Schmuckes des lveihnachtsbaumes. Da« Wichtigste und Sinnigste, man möchte fast sagen das Deutscheste beim Weihnachtsfeste ist der lichtstrahlendc und geschmückte Tannenbaum. Der grüne Tannenbaum ist nach dem Götter-glauben unserer Vorfahren da« Sinnbild der ewig grünenden Weltesche, des Weltenbaumes, dessen drei-ästige Wurzeln in die Unterwelt hinabreichen, wo sie von drei Jungfrauen, den Nornen, bewacht und aus UrdaS Bonie, dem Jungbrunnen, begossen werden. Die Krone des WeltenbaumeS reicht bis in die Walhalla, bis an die Sterne. Auf diesem Welten» bäume oder Himmelsbaume wachsen goldige Aepsel, von denen die Götter essen, wodurch sie ewig jung, also unsterblich bleiben. Die Aepsel pflückt eine Göttin, die Göttin der ewigen Jugend, namens Idun. Einst wurde Jdnn von einem bös«» Riesen (heute würden wir sagen Teufel) in Gestalt eines Falten geraubt; da verwandelte sie einer der Götter kLoki) schnell in eine Nnss. Jduu entfiel so dem Falken und ward mitsamt ihren Aepseln gerettet. Die Aepsel an unserem Weihnachtsbanme erinnern uns also an die Aepsel der alten deiitschen Götter und die Russe an die verzauberte Göttin Jdun, zugleich da« Sinn-bild de« künstig keimenden Leben». Jahrtausend? sind vergangen, die alten deutschen Götter wurden zwar gestürzt, aber der alte deutsche Glaube lebt undewusst noch heute. Auch die Lebkuchen, richtiger Leekuchen, wie nicht minder die Fische (HÜringe), die wir eingesalzen oder in Form von Gebäck an die Aeste des Weih-nachtSbanmeS hängen, haben ihre altdeutsche religiöse Bedeutung.*) Der Leekucheu war ein Opserkucheu, ein Festgebäck zur Erinnerung an die Wiedergeburt des Lichtgott es und an die süße Speise im ger-manischen Himmel. Nicht nur dem Namen nach kennzeichnet sich der Leekucheu als altdeutsches Fest-gebäck, sondern auch durch die seit altersher üblichen Formen, in denen nebstbei der Lebzelten (Teig) zur ' Bezüglich deS Lebkuchens, der auch Lebzelter genannt wirb, süb't «nZ auch hier wieder die mundartliche Aus-spräche Leezelten, idas e gedehnt, wie in See. Klee usw,) aus die ursprüngliche Bedeutung dieses aus Honigieia erzeugten FrstqebääeS. Dem Lee in Lebkuchen «: Silberne Siaataoiedallle iBr.l.r 8«—t»|>t>l«.) Singer Co. Nähmaschinen Act.-Ges. 768$ Baliasliosfttrasse Mr. 8 OS11I Balinliosstrasse Xr. 8. 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In den Apotbeken erhältlich, "VS 7588 Wo nicht erhältlich, ver-endet der Z niralversanüt C. Brady, Apotheke .Zum König von Ungarn*, Wien, 1., Fleitelimarkt 1, ggen Vorhersendung toii K S.— sechs kleine Maschen oder K 4.ßO drei grosse Flaschen franko. Vor Fälschungen 1 rtrd fiewarrtl, die erbten Mariozellcr /> m.' , Matvntrupten roiini1» „Schutzmarke" »n.l CntrrHehrlft 1 ■**"^7' ausweisen. „PBTROLIN" Sicherstes Mittel gogen Schuppenbildung, Haarausfall, Kahlköpfigkeit und zur Erzeugung neunn Haar- und Bartwuchses. Dargestellt ans chemisch reinem, d. h. entharztem, entgastem, von ttSlem Gerüche befreitem Petroleum, mit nervmanregenden Präparaten. Schon nach kuriern Gebrauche wiid jeder krankhafte Zustand des Haares gehemmt, d'e Gesundheit der Kopfhaut und gaus be»onders das N< uwach4um der Haare befördert, unzählige kleine Häreh"n e'scneinen. die bei weiteren Gebrauche dicht und stark werden. 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Druck der Bereinsbuchdrmterei «elej. in Wl