521 Amtsblatt Mr Lailiacher Ieituna Nr. ?4. Dienstag dm 2. April 1872. (118—2) Nr. 1457. Kundmachung. Im Laufe des Jahres 1872 kommen sechs i Plätze der Karl Freiherr von Flödnigg'schen Blin-dcnstijtung im Blinden-Erziehuugs-Institute in Linz zur Besetzung. Aus diese Stiftung haben Anspruch arme, hilflose, in Kram geborene, insbesondere verwaiste, blinde, jedoch sonst gesunde und bildungsfähige Kinder beiderlei Geschlechtes, welche das siebente Lebensjahr vollendet und das zwölfte nicht überschritten haben. Die mit Stijtplatzen dcthciltcn Kinder sind, mit einer Werktags- und einer Sonntags-Kleidung, ferner mit drri Hemden, zwei Paar Strümpfen, zwei Paar Schuhen und einigen Sacktüchern versehen, von ihren Eltern oder Vormündern bis nach Laibach zu stellen, von wo aus sie auf Kosten des Stiftungsfondcs nach Linz begleitet werden. C'ltern und Vormünder, welche sich für ihre Kiudcr uud Pflegebefohlenen um dicfc Stiflplätze bewerben wollen, haben ihre mit dem Taujfchcinc, Impfungs- und Armuthszcugmssc, dann mit dem arztlichen Zeugnißc über die Gesundheit und Lchr-fä'hiMt des Kindes documcutirtcu Gesuche durch die betreffende f. k. BczirkshauptMannschaft und in der Stadt Laibach durch den Stadmagistrat bis Ende April d. I. auher zu überreichen. Laibach, am 27. Februar 1872. K. k. fandcorcgicrunl, sür Lirain. (121—1) Nr. 332. Concurs. ! Zur Befctzuug einer Auffchcrsstelle zweiter Klasse in der k. k. Männerstrafanstallt in Laibach mit der jährlichen Löhnuug von 2K0 ft., oder aber, falls eine Borrückung stattfindet, eine Aushilfsauf-scherstelle mit der täglichen Löhnung von 60 kr., bei Beiden mit der kasernmäßigen Unterkunft nebst Service, dem Gcnufsc einer täglichen Brotportion von 1'/2 Pfund und der Montur nach Maßgabe der bestehenden UniformirungSvorschrift, wird der Concurs bis 8. April 1872 ausgeschrieben. Die Bewerber um diese Stelle haben ihre gehörig belegten Gesuche unmittelbar, und bereits in öffentlichen Diensten stehende Bewerber im Dicnst- ! Wege bei der gefertigten k. k. Strafhausverwaltung zu überreichen. Als Gcfangenauffchcr werden nur folche Bewerber angestellt, welche des Lesens und Schreibens und der beiden Landessprachen kundig sind, auch ^wird darauf gcfchen, daß jeder anzustellende Auf: scher wo möglich in einer gewerblichen Beschäftigung geübt oder erfahren sei. Jeder aufgenommene Auffcher hat übrigens eine einjährige probeweise Dienstleistung als provisorischer Aufseher mit gleicher Löhnung und Bezügen zurückzulegen, wornach erst bei erprobter Befähigung dessen definitive Ernennung erfolgt. Bewerber ledigen Standes, welche eine längere Militärdienstlcistung nachweisen, solche, welche mit dem Sanitätsdienste betraut sind, um als Spitalauffeher verwendet zu werden, und insbeson-ders vorgemerkte Militär-Aspiranten für das Iustiz-Nessort werden vorzugsweise berücksichtiget. Laibach, am 29. März 1872. K. k. S'trasl)aus>Verwallung. (118—2) Nr. 3351. Kundmachung. Das k. k. Post-Cours-Bureau im hohen Handcls-Ministerium in Wien hat eine neue Ausgabe des amtlichen Postcoursbuches in einem Bande soeben wieder vorgenommen. Der Ankaufspreis dieses Buches, welches die Eisenbahnen und die bedeutenderen Post- und Dampf-schiff-Bcrbindungen in Ocsterreich-Ungarn enthält, ist mit 1 st. ö. W. festgesetzt. > Die Bestellungen dieses wichtigen und nützlichen Nachschlagbuchcs wollen unter Anschluß des ! betreffenden Kostenbetrages entweder an die gcfer-! tigte Postdirection oder auch an jedes beliebige Postamt im küstcnländisch - krainischcn Postbezirle gerichtet werden. ^ Trieft, am 20. März 1872. K. k. Postdirection.