Wahlspnrch begehren von der flURtmft Fernen» und Arbeit uns gerüstet stehen, e Kinder in der ßdjmt lernen unsere unjere Greife nicht mehr betteln gehen Herwegh TeleMn Nr. 2323. Ser Wfifmtto 38.415, kifenbahver ZmLralorgan des Oesterreichischen Eisenbahn-Personales. Redaktion: Wien VA, Zentagaffe Nr. 8. 9>tbeTttlcit»|d|tu6: Zwei $n$t »or tiin Erschrinr» bee fSIotlt*. Abonnements-Bedingungen: .£jalöjät)rlid) S^T> 2*88 Ganzjährlich.......... 5-76 Für das Deutsche Reich ganzjährlich Mk. 6*—. Für das übrige Ausland ganzjährlich 0 Franken. Sprechstunden Tag mit AnsnLhme der Conn- und Feiertage von 1v Uhr ' vormittags bis Va* Uhr nachmittags. Insertionspreis: Dir einspaltige 3KiItimcter$tile oder deren Raum 14 Heller. Bei I-chreEstrag Rabatt. FMsint jeden 1., 10. und 20. im Monat. »i>iwai«w>»w>«wweewi«ps Wien, den 10. «§1913. 21. goltfl. Ser MmMamkter der Gewerkschaften. Die englischen Gewerkschaften mit ihrer bis in die jüngste Zeit beobachteten neutralen Haltnng galten erfahrungsgemäß unseren bürgerlichen Sozialpolitiken, als die sogenannten Mustergewerkschaften, da man in den letzten Jahren anch nur sehr wenig von Lohnkämpfen gehört hat. Die englischen Fachgewerkschaften hatten sich in der Tat in ihrer neutralen Haltung so weit vou jedem Klassenkampf entfernt, das; sie lediglich Unterslützungs- und Versicherungsvereine mit allerdings gut gefüllten Kassen geworden waren, lind nun zerbrach man sich anch bei uns die Kopse, ob der soziale Friede, der scheinbar in England eingezogen war, nid auch bei nns und in allen kontinentalen Staaten möglich sei. And deshalb riet man den Fachgewerkschaften sich vollständig neutral zu erklären, sich weit weg von jeder parteipolitischen Tendenz zu halten, um cs bei schwebenden Streitfragen dem Unternehmertum leichter zu machen, friedlich zu unterhandeln und Differenzpunkte zu schlichten. Die Fachorganisationen, die dabei freilich man» chen dieser bürgerlichen Ratgeber vorschwebten, sollten von jenem Geiste beseelt werden, der am besten in dem Goetheschen Rezept gezeichnet ist: „Es wird ein Hund gesucht, Der weder bellt noch Beißt, Zerbrochene Gläser fritzt Und dann Dukaten sch . .. .* Freilich die, die vermeinten, die ganze Bewegung der Angestellten und Arbeiter werde sich zu einem fast- und kraftlosen Gebilde wandeln lassen, das weder Fleisch noch Fisch ist, sehen sich jetzt gründlich enttäuscht. Denn gerade in England, von wo diese gescheiten Argumente hergeholt wurden, gärt es jetzt unaufTiörlich und der letzte Eisenbahnerstreik war eigentlich nur der Anfang zu einer Bewegung, die jetzt in allen möglichen Berufen ihre Fortsetzung findet. Woher dieser Umschwung kommt und wo die Gründe liegen, das; auch in England die Milch der frommen Denkungsart in gärendes Drachengift verwandelt wurde, das soll in einigen Sätzen zu erklären versucht werden. Bekanntlich fällt die Umwandlung Englands in einen kapitalistischen Industriestaat in' ein Zeitalter, wo die junge aufblüheude Volkswirtschaft den ganzen Weltmarkt souverän beherrschte. Natürlich femb das große Heer von Angestellten und Arbeitern, das damals allmählich entstand, keineswegs die Bcdinguugcu vor, die es zu seinem volkswirtschaftlichen Aufstieg brauchte. Im Gegenteil bestanden in England die alten Koalitionsverbote, die jeden Lohnkampf mit der schwersten Strafe bedrohten. Der neue Stand der Angestellten und Arbeiter mußte also zunächst die härtesten Kämpfe um ein Recht ans Koalition führen. Wir hart und schwer diese Kämpfe waren, davon erzählt uns die ganze Geschichte Englands. Sie führten var allem zu dcu schweren Chartistenkärnpfen, über die unsere Kollegen iu dem Buche „Die Chartistenbewegung iu England" sehr viel Lehrreiches Nachlese» können. Aber der englische Judustriekapitalisinus, dem Damals die ganze Welt offen stand, brauchte Ruhe, wenn, er sich entwickeln uud die Welt für sich erobern wollte. Uud so schloß er, von den Kämpfen zermürbt und müde geworden, mit seinen Angestellten Frieden, daß er ihnen nicht nur das volle Recht auf Koalition zugestand, sondern ihnen auch ein verhältnismäßig gutes Auskommen sicherte. Und die englische Industrie konnte das leicht ertragen, denn ihr diente als Markt die ganze Welt, die damals fast ausschließlich auf Englands Handel uud Verkehr augewiesen war. Seither haben sich freilich, die kapitalistischen Machtverhältnisse bedenklich verschoben. Das Empor- blühen der Volkswirtschaft in anderen Staaten bereitete der englischen Industrie sehr ernstliche Konkurrenz und speziell Amerika und Deutschland sind cs, die sich in dieser Richtung bemerkbar machten. Politisch reagierte nun England auf diese Veränderungen zunächst durch vermehrte militärische Rüstungen und durch eine verstärkte schutzzöllnerische Strömung, die sich im Lande des Freihandels bemerkbar macht. Wirtschaftlich aber begann die Reaktion gegen jede auch noch so geringe Forderung der Arbeiter und Angestellten zu wirken, die mein verantwortlich macht, daß sie durch ihre steigenden Anforderungen die Konkurrenzfähigkeit der Industrie unterbinden. Und so sehen wir, wie man gerade den Fachvercinen im Wege der Rechtsprechung das Leben so sauer wie möglich zu machen versucht. „Ueberhaupt", so schreibt Doktor Glaser (London) in der „Sozialen Praxis", „scheinen die Unternehmer cs neuerdings vorzuzieheu, die Gewerkvereiue auf dem Umweg über die Gesetzgebung oder Rechtsprechung anzugreifen, als einen unmittelbaren Kampf gegen die Arbeiterorganisationen als solche aufzunehmen. Zwar hatten sie mit der unter den Eindrücken des Sommers versuchten Agitation gegen das Strcikpostenst"hen keinen Erfolg, gehabt, um so günstiger aber hat sich ihnen dafür wiederholt die englische Rechtsprechung erwiesen. Zweimal innerhalb eines Jahrzehnts finden sich die Arbeiterorganisationen in England infolge richterlicher Entscheidung an den Wurzeln ihrer Existenz bedroht. Kaum waren durch das Arbeitsstrcitigkeitengesetz vou 1906 die Folgcu des Urteils des Oberhauses im Taff-Vale-Fall abgcwcndet worden, welches 1901 als letzte Instanz für die Ersatzpflicht der Gewerkvercinc bei dem aus Vertragsbruch und Streikpostenstehen erwachsenen Schaden entschieden hatte (vergleiche „Soziale Praxis" XI, 610), so stellte das sogenannte Osborne-Urteil von 1910 abermals die rechtliche Zulässigkeit der ganzen neueren Entwicklung der englischen Gewcrk-vcrcinc in Frage. Im ersten Fall hatte cs sich um eine Eiscnbahngcsellschaft gehandelt, die gegen einen Gewerkverein geklagt hatte; im zweiten Fall handelte es sich um einen Eisenbahnangeftellten O s b o r n e, der als Mitglied der Amalgamated Soeicty of Kail-way Servants gegen diesen Gewerkverein klagte, wobei freilich die Frage offen bleibt, wer ihm die Geldmittel zn feiner Prozeßfiihrung vorgestreckt hat. An und für sich cutschied ja dieses Urteil nur, daß der verklagte Gewcrkverein nicht berechtigt sei, Beiträge zn erheben oder Gewerkvereinsgelder zu gebrauchen zum Zweck einer Unterstützung der Arbeitspartei oder zum Zweck der Unterhaltung von Vertretern im Parlament. Das; allein schon die'e Entscheidung an sich verbitternd wirken muß, stetst außer Frage; denn cs ist schwer verständlich, warnn cs für den Verband der Eisenbahner ungesetzlich sen soll, wenn ihr bezahlter Vertreter int Parlament sitzt, während es für den ebenfalls bezahlten Direkior einer Eiseubahugescll-schaft vollkommen gesetzlich st, im Parlament zu sitzen. Das schlimmste an diesem Urteil ist vielmehr, daß sich seine rechtlichen Folgen gar nicht auf diesen einen Widerspruch beschränken. Dmn in seinen Konsequenzen verbietet dieses Urteil nicht nur jede politische Agitation der Gcwerkvcreiw und jede Beteiligung an Wahlen für Selbstverwalt! ngskörper, sondern auch jede Erziehungsarbeit untci den Mitgliedern der Ge-werkvereine, wie die SBiUung vou Volkshochschul-kursen oder die von Wandechüchereien." Gegen die Fachgewerkchaften, allen voran gegen die Verbände der Eisenbahier, wird also ein wahrer Kleinkrieg von Justiz und Unternehmertum geführt. Immer offenkundiger wird es also, daß die Organi sationen der Arbeiter, vorm natürlich die der Eisenbahner, den englischen Untenehmern uud der Staatsgewalt immer uuaugeuehmr werden, und das; ihr ganzes Streben darauf abzitlt, diese zu zertrümmern. Und dagegen hat heute in dir englischen Arbeiterwelt der Kampf der Notwehr begonnen, der mit aller Schärfe geführt werden muß. Faßt man also diese Symptome zusammen und würdigt man sic im Zusammenhalt mit jenen Strömungen, die sich auch anderwärts, in Oesterreich sowohl wie in allen Ländern überhaupt, geltend machen, so hat man ein genaues Bild davon, wie die gegenwärtige Situation beschaffen ist. Der Kapitalismus der ganzen Welt, der in letzter Linie durch die herrschende Staatsgewalt repräsentiert wird, kämpft unter sich einen wütenden Konkurrenzkampf und empfindet dabei naturgemäß jedes Verlangen der Arbeiter und Angestellten nach höheren Löhnen, als eine Erschwerung dieses Kampfes. Und weil die Fachgewerkschaften die Träger jcdcr solchen Bewegung sind, deshalb soll ihnen der Garaus gemacht werden hüben wie drüben. Unter solchen gewiß lehrreichen Gesichtspunkten die Situation betrachtet, glauben wir wohl, daß die Zeit nicht mehr fern ist, die mit ihren Ereignissen jenen Leuten, die heute mit ihren Zersplitterungsversuchen die Einheit stören möchten, ihre Extravaganzen recht gründlich allstreiben wird. Ankere Werbeaktion. In zahlreichen Versammlungen haben im Verlauf der letzten Tagc die österreichischen Eisenbahner ihre Meinung über den Verrat ihrer Interessen kund-getan. Einmütig ist die Erkenntnis, daß es jetzt nur eine Antwort geben kann auf das, was die bürgerlichen Parteien an den Eisenbahnern verübten: die Organisation der Eisenbahner zu st ä r-k e n u n d z u m ehren! Denn aus uns selbst heraus muß die Kraft wachsen zum eisernen Widerstand und zum Fortschritt. Und dieser Wille, der die Eisenbahner beseelt, ist in allen den vielen Versammlungen in klarer Weise ausgedrückt worden. Aber cs darf nicht bei der bloßen Kundgebung bleiben. Draußen auf der Strecke und in der Werkstatt muß jeder zum Agitator werden und rührige Werbearbeit verrichten, wenn die Zahl der in unserer Organisation Stehenden größer werden soll. Dann wird und muß das Werk gelingen! lieber die Werbcversammlnngen liegen uns weiters folgende Berichtc vor: Gmünd. Am 1. Mürz fand hier in Hackls Gasthaus eine öffentliche Eisenbahnerversammlung mit folgender Tagesordnung statt: „Die 17 Millionen und die gewerk- schaftliche Organisation der Eisenbahner." Nach der Wahl des Genossen N e u n t e u f e l als Vorsitzenden und Genossen Gaag als .Schriftführer referierte Genosse 6 o m i t f ch aus Wien. Daö ausgezeichnete Referat wurde mit großem Beifall ausgenommen. Es meldeten sich hierauf mehrere Genossen zum Beitritt an. Wilfleinsdorf. Am 1. März fand in Herrn Zotters Restauration eine Eisenbahnerversammlung mit folgendem Thema statt: Die Forderungen der Eisenbahner im Parlament und die gewerkschaftliche Organisation der Eisenbahner. DaS Referat erstattete Genosse Swoboda aus Wien. Die Versammlung war gut besucht und wurde dem Referenten für seine trefflichen Ausführungen reichlicher SBeifaH, gezollt. Mödling. In Mödling.fand am 28. Februar im Arbeiterheim unter dem Vorsitz der Genossen Hieß, K r o h m a n n und M a r esch eine sehr zahlreich, auch von Mitgliedern des Südbahnbnndes besuchte Versammlung statt, in welcher Genosse Hondl aus Wien referierte. Dem sehr gediegenen Referate, in welchem die bürgerlichen Vertreter im Abgcordnetcn-hnuse ob ihrer Stellungnahme zum 17 Millionen-Antrag wahre Geihelhiebe bekamen, folgte eine rege Diskussion, an der sich wiederholt die Genossen Hondl, Hieß, Mairinger, sowie auch Herr Iokl beteiligten. Nach einstimmiger Annahme der verlesenen Resolution und einem Aufruf zum Beitritt in die Gewerkschaft, wurde die Versammlung in später Stunde geschlossen. PurkcrSdors. Samstag den 1. März fand in Purkersdorf eine stark besuchte freie Eisenbahnerversammlung mit folgender Tagesordnung statt: „Die Forderungen der Eisenbahner im Parlament." Das Referat erstattete Genosse Rodler von der Zentrale, der in einem längeren Referat das Verbalten der bürgerlichen Parteien zu dem 17 Millionen-Antrag im Parlament kritisierte. Er zeigte, daß cs für die Eisenbaliner setzt nur eines gebe, sich zahlreich der Organisation anzuschließen. Unter Zustimmung der Anwesenden schloß der Redner seine Ausführungen. Qn „Eisenbahner" erscheint in einer Auflage von 50.000 Exemplaren. "HW St. Valentin. Am Samstag den 1. März fand in Herrn Hubers Gasthaus eine öffentliche Eisenbahnerversammlung mit der bekannten Tagesordnung statt. Da Genosse T o m s ch i k als Referent angekündigt war, war ein Massenbesuch vorauszusehen. Leider konnten wir dem Genossen Tomschik nur anderthalb Stunden an Zeit zur Verfügung stellen, daher war cs für ihn schwer, alles zu sagen, was gesagt werden sollte. Aber Genosse Tomschik entledigte sich mit Geschick seiner Aufgabe und seine Ausführungen machten sichtlichen Eindruck auf die Versammelten. Interessant war, daß die vielen anwesenden Gegner nicht den Mut aufbrachten, gegen die bekannte Resolution. die der Vorsitzende Genosse Hladik zur Verlesung brachte und zur Annahme empfahl, zu stimmen, so daß dieselbe einstimmig angenommen wurde. Daß diese Versammlung befruchtend wirkte, davon sind wir überzeugt. Spittal o. b. Drau. Am 27. Februar fand im Hotel .Salzburg" eine freie gut besuchte Eisenbahnerversammlung statt Der Saal war bis auf den letzten Platz von Eisenbahnern nicht nur von Spittal, sondern auch von der Strecke Tauernbahn (Staatsbahn) und Drauthal (Südbahn) dicht besetzt. Vor Eingang in die Tagesordnung gedachte der Vorsitzende, Genosse Hofer, des durch feige Mörderhand gefallenen unvergeßlichen Genossen Franz Schuhmeier, wobei sich die Anwesenden zur Ehrung des Toten von den Sitzen erhoben. Hierauf sprach Reichsratsabgeordneter Genosse Rudolf Müller über „Die Forderungen der Eisenbahner im Parlament und die gewerkschaftliche Organisation der Eisenbahner.' Rach dem Referat des Genossen Müller, das alle Anwesenden vollauf befriedigte, fand die bekannte Resolution die einstimmige Annahme. Tarvis. Am 26. Februar fand in TonstenS Gasthaus e vnfpätet eingetroffenen Teilnehmer auf der geräumigen Galerie ein Plätzchen suchen mußten; doch auch die Galerie war bald nach 8 Uhr voll besetzt. Genosse Koranda schilderte in seinem ausgezeichneten Referat den Werdegang unserer Organisation, dann die wiederholten Ablehnungen jener Anträge im Parlament, welche die sozialdemokratischen Abgeordneten zugunsten der Eisenbahner eingebracht haben, und befaßte sich ausführlich mit der wiederholten Ablehnung des Antrages Tomschik, betreffend der 17 Millionen für die Eisenbahner. Oderberg. Am 26. Februar fand im Hotel „Austria" eine gut besuchte Eisenbahnerversammlung statt, in welcher Genosse Koranda aus Brünn über die letzten parlamentarischen Vorgänge referierte. Seine trefflichen Ausführungen fanden bei den Teilnehmern großen Beifall. Am 4. März wurde von der hiesigen Ortsgruppe in Petrowitz eine Versammlung einberufen, in der Genosse ,P rehfreund über dasselbe Thema gesprochen hat. Schwarzenau. Am 28 .Februar hielt die Ortsgruppe in Salmayers Bahnhofrestauration eine öffentliche Eisenbahner-versainlnlung ab. Von Göpfritz bis Piirbach eilten die Eisenbahner aller Kategorien herbei, wobei auch die Genossen von der Zwettter und MartinSberger Strecke ihren Mann stellten. Den Vorsitz führten unsere Genossen Feiner und Haas, und vor vollbesetztem Saal referierte Genosse Tomschik über: Feuilleton. Land und Leute in der Bukowina. " Von Rudolf Müller. Es war im Herbst, als an mich das Ersuchen gerichtet wurde, einige Versammlungen in den größeren Stationen der Bukowina abzuhalten. Ich muß sagen, daß ich diesem Wunsche mit Rücksicht aus all das, was ich Über dieses Land gehört hatte, nur mit einigem Widerstreben nachkam. Es hat mich aber nicht gereut. Meine Ansicht über diese Provinz und ihre dürftige Kultur hat sich seither gründlich, und zwar zugunsten dieses Landes geändert. Alle meine Vorurteile habe ich restlos fallen lassen. Ich würde nur wünschen, daß die Genossen ihre Urlaube öfters als bisher in diesem interessanten Lande verbringen würden, in welchem es so reiche Gelegenheiten gibt, mit einer Fülle von Erfahrungen, Eindrücken und Belehrungen heimzukehren. Die dortigen Genossen, die jeden Besuch aus dem Westen mit einer außerordentlichen Gastfreundlichkeit quittieren, würden eine helle Freude über die guteil gewordene Ehre haben. Durch wiederholte persönliche Fühlungnahme würde der Organisationsgedanke in dem industriearmen Lande leichter Eingang finden und das noch unentwickelte Solidaritätsgefühl wachsen. Wer Land und Leute aus der Bukowina nur aus der Geschichte und den Redensarten kennen lernte, der wird angenehm überrascht sein, um wieviel anders und besser cs in Wirklichkeit ist. Sobald man den galizischen Grenzort ©ianislau verläßt, merkt man so ganz unvermittelt, daß men in ein anderes Land kommt. Wellenförmig reihen sich Hügel an Hügel, die zumeist mit mächtigen, undurchdringlichen Buchenwaldungen bewachsen sind. Nur an dem Hauptzuge und gegen die Ausläufer der Karpathen gibt cs mächtige Fichten, und Kieferwaldungen. Die Hälfte der gesamten Waldflüche gehört dem orientalischen Religionsfonds, der vom Staate verwaltet wird. Das ganze Land heizt und focht dort mit Buchenholz. Selbst in den meisten Heizhäusern werden die Lokomotiven ausschließlich mit diesem Heizmaterial versorgt. Wie Festungsmauern kreisen die gespalteten Holzstöße die dortigen Stations- und HeizhauSautagen ein. Die Steinkohle ist dort noch vielfach ein unbekanntes Ding. Der Boden ist zumeist lehmig und mit gelbem Schlemmsand durchzogen und mittelmäßig fruchtbar. Es wachsen aber so ziemlich alle notwendigen Getreidearten, insbesondere aber der Mais, die Kartoffeln und die Kürbisse, die ohne eine besondere Pflege prächtig gedeihen. Der Ackerbau steht zumeist auf einer weit höheren Stufe wie in Galizien, insbesondere in der .Ebene „Die 17 Millionen und die gewerkschaftliche Organisation der Eisenbahner." Er geißelte mit scharfen Worten das schändliche Verhalten unserer parlamentarischen Mehrheitsparteien bei der Behandlung der Eisenbahnervorlage und schilderte das Wirken der nationalen und christlichen Eisenbahnerretter. Die von Genossen Haas zur Verlesung gebrachte Resolution gelangte einstimmig zur Annahme, worauf Genosse Feiner nach dreistündiger Dauer die Versammlung schloß. Klagenfurt. Unter dem Vorsitz der Genossen Waidich und Florian fand am 23. Februar 1913 in den Musiksälen eine außerordentlich gut besuchte Eisenbahnerversammlung statt. Die Lokalitäten waren bis auf den letzten Platz von Eisenbahnern der verschiedenen Strecken dicht besetzt. Vor Eingang in die Tagesordnung gedachte der Vorsitzende des durch christlichsoziale Mörderhand gefallenen unvergeßlichen Genossen Franz Schuh-meier, wobei sich die Anwesenden zur Ehrung des Toten von den Plätzen erhoben. Hieraus sprach unter lauter Begrüßung Genosse Dr. Wilhelm Ellenbogen über: „Die Forderungen der Eisenbahner im Parlament und die gewerkschaftliche Organisation der Eisenbahner". In seiner mehr als anderthalb-ständigen Rede zeigte er all den niederträchtigen Verrat der nationalen ltitd christlichsozialen Abgeordneten an den Eisenbahnern auf, wies nach, auf welche demagogische Weise sie bei der Beratung des Budgetprovisoriums, zu welchem der Abgeordnete Tomschik den Antrag auf Einstellung der 17 Mil, lionen Kronen zur Aufbesserung der Bezüge der Eisenbahner stellte, ihre eigenen Anträge im Stiche ließen und gegen die Einstellung stimmten. Und damit die Eisenbahner nicht klar ihren Verrat erkennen, hüllten sie ihn in eine Resolution ein, womit der Minister zur baldigen Erledigung der vom Parlament bewilligten 17 Millionen aufgefordert wird. Trotz all dieser Verrätereien suchen sie nun die Sozialdemokraten für die Ablehnung verantwortlich zu machen, weil einige wegen Krankheit nicht an der Abstimmung teilnehmen konnten. Wo aber die Mehrheit der Christlichsozialen und deutschnationalcn Abgeordneten bei der Abstimmung blieb, die kurz noch vor der Abstimmung im Saal waren, darüber schweigen diese Lästerzungen. Nichts wissen sie zu erzählen, daß sie aus Angst davonliefen, um ihren Wählern über ihren Verrat keine Rechenschaft ablcgen zu brauchen, anderseits der Regierung damit einen Gefallen zu erweisen, daß sic durch ihr Fehlen den Antrag zu Fall brachten. Was bleibt da zu tun übrig? Die Ursache liegt in der Schwäche der gewerkschaftlichen Organisation. Von 350.000 Eisenbahnern sind nur 55.000 organisiert. Die Eisenbahner haben leider noch nicht die Notwendigkeit der Organisation erkannt, worin einzig und allein ihre Stärke liegt. Obwohl sie alle unter der Ausbeutung eines Unternehmers zu leiden haben, finden sie es oft nicht vereinbar, sich als Arbeiter verschiedener qualifiziertet Kategorien in einem Verband zu, famnteimifchließen. Mit der Aufforderung, sich geschlossen der Organisation-anzuschließen, schloß der Redner seinen mit Beifall aufgenommenen ©ortrag. Nachdem noch Genosse Leichin sprach und die Anwesenden vor allem auch auf die Notwendigkeit der politischen Organisation aufmerksam machte, gelangte die vom Vorsitzenden vorgelesene Resolution einstimmig zur Annahme. Mit der Absingung des Liedes der Arbeit vom Eisenbahnergesangverein „Flugrad", der auch die Versammlung mit einem schön vorgetragenen Chor eröfsnete, fand die Versammlung ihr Ende. Frvnzcnsseste. Unter zahlreichem Besuch fand hier am Montag den 8. d. M. eine freie Eisenbahnerversammlung über die Eisenbahnersorderungen im Parlament statt. Mit größter Aufmerksamkeit folgten die Versammelten den Ausführungen des Referenten Genossen S ch e i b c i n, der einen geschichtlichen Rückblick auf die Dienstverhältnisse vor dem Jahre 1905 warf und erläuterte, wie nur durch die Macht der gewerkschaftlich organisierten Eisenbahner die Bahnverwaltungei, gezwungen wurden, dem Personal bessere Dienstverhältnisse und ein gesickertes Einkommen zu schaffen. Die Eisenbahner dürfen ja nicht glauben, daß all das. was sie jetzt als Recht besitzen, die Verwaltungen gerne und freiwillig gegeben haben. EL ist ein harter Kampf um die Besserstellung des Personals, der von den Vertretern fortwährend geführt werden muß, und wenn die vielen Erfolge heute doch nicht recht zum Ausdruck kommen, so ist daran nur die übermäßige Teuerung schuld, die aber auch längs des Dnjestr. des Pruth und der Sczuzawa. Trotzdem ist der Ackergrund dort sehr billig. Ackerland zu 20 H. per Quadratmeter ist dort feine Seltenheit. Große Strecken des Landes warten noch auf die Urbarmachung und können von den der Landwirtschaft kundigen Leuten billig erworben werden. Neben den heimischen Rindern sieht man zu seiner Ueberraschung eingeführte Rassen aus dem Emmental, Tirol und Kärnten, die mit den dortigen Landschlägen gekreuzt und veredelt werden. Die durch Inzucht degenerierten Schafherden werden durch eingeführte Seeländer Vollblutwidder aufgcsrischt. Obwohl der Ziegenzucht vermöge der billigen Weide kein besonderes Augenmerk geschenkt wird, konnte ich während meines kurzen Aufenthaltes zwei edelrassige Sahntalziegen aus der Schweiz sehen, die eine prächtige Konstitution hatten. In den fortgeschritteneren Banentgehösien sch ich französische und englische Hühnerrassen sich lustig tummeln und selbst Psaue bevölkern die Höfe. Nach all dem Gesagten ist es fein Wunder, daß die dortigen Bahnwächter sich mit Viehzucht und Ackerbau beschäftigen, was zu betreuen Weib mb Kindern überlassen bleibt. Es gibt dort einige Bahnwächer, die drei bis vier Pferde, mehrere Ochsen, ein halbes DuMd Kühe, eine Schafherde und manches Kleinvieh besitzen. gehören, wie mir versichert wurde, zu den wohlhabendsten Leuten des Ortes und werden von den Bauern wegen der „Ichönen, leichten Stellung", die extra noch honoriert wird, beicidet. Der karge Lohn eines Bahnwächters wird nach den dortigen Begriffen ein guter Gehalt. Die Dörfer der Bukowiia sind zumeist langgestreckt und bestehen aus zwei Reihen Häusern, die längs der Straße sich hinziehen. Jedes Dorf hat ein lis drei Kirchen der verschiedenen Konfessionen, die dem ganzen einen schönen Rahmen geben. Vermöge des großen HolzreichUms werden die meisten Häuser der Billigkeit wegen wie die Blockhäuser ober nach der Art unserer Holzknechthütten ausgestellt und mit einem dichten Strohdach überdeckt. Die vorhaidcnen Ritzen werden mit Lehm, dem man geschnittenes Stroh leimischt, verklebt. Der Fußboden des WohnraumeS ist nach 81t unserer Scheunentenne aus Lehm und wird gemeinschafttih und friedlich mit dem Kleinvieh geteilt. Jedes Dorf hat eite andere Physiognomie, je nachdem, von welchem Bolksstanm cs bewohnt wird. ES gibt Dörfer, ivie Hadiffalva, die .ein magyarisch sind und deren Insassen in Rasse und Sprach Vollblutmagyaren sind und al^e Eigenheiten ihrer Nation benahrt haben. Schule, Lehrer und Richter sind magyarisch. Nebel den magyarischen gibt es kerndeutsche Dörfer mit deutscher Eigenart. Die Bewohner sprechen oft noch den unverfälschte! Schwarzwälder Dialekt oder säuseln wie echte Sachse» aiS der Umgebung von Bauzen. bekämpft werden muß, und die auch ohne die errungenen Erfolge der Eisenbahner gekommen wäre. Nun, nachdem die wirtschaftliche Verbesserung der Eisenbahner auf den Boden des Parlaments gebracht wurde, wo alle Parteien ihre Sympathien für die Eisenbahner zeigen können, werden wir am meisten zum Narren gehalten. Es ist also die höchste Zeit, daß die Eisenbahner sich wieder selbst aufraffen, sich von diesen bürgerlichen Auchorganisationen loSfagen und sich hinter ihre sozialdemokratischen Abgeordneten als Mitglieder der Gewerk« schast stellen; nur dann kann es wieder vorwärts gehen. Für den Militarismus hat unsere Regierung jährlich Hunderte Millionen Kronen und für die Eisenbahner nicht einmal 17 Millionen. Die von der Zentralleitung vorgeschlagene Resolution fand in der Versammlung einstimmige Annahme. Meran. Am Sonntag den 23. d. M., um y24 Uhr nachmittags fand im Restaurant „Englischer Hof" eine öffentlich Eisenbahnerversammlung statt, welche sehr gut besucht war. Die Tagesordnung lautete: 1. Die Forderungen der Eisenbahner und das Parlament. 2. Antrage und Anfragen. Genosse Scheibein aus Innsbruck erstattete den Bericht über die Parlamentssitzungen, in welchen die Forderungen der Eisenbahner über die 17 Millionen Kronen zur Verhandlung famen. Nachdem nun die bürgerlichen Abgeordneten durch ihr schäbiges Verhalten die 17 Millionen Kronen abermals abgelehnt haben, so ist es jetzt Sache der Eisenbahner, selbst hiezu Stellung zu nehmen. In erster Linie müssen die organisierten Eisenbahner bestrebt sein, durch entsprechende Aufklärung die indifferenten, sodann auch die in gegnerischen Organisationen stehenden Eisenbahner für unsere Organisation zu gewinnen suchen. Wenn es uns gelingt, den Großteil der Eisenbahner für unsere Sache zu gewinnen, so werden weder die Regierung noch die bürgerlichen Abgeordneten es wieder wagen, die berechtigten Forderungen mit einer Resolution abzutun. Die Ausführungen des Referenten wurden mit Beifall ausgenommen. Auch die porgefchlageiie Resolution fand einstimmig Annahme. St. Veit a. d. Glan. Auch hier erfreute sich die Eisen-bahnerversainrnlung, die unter dein Vorsitz der Genossen Mach nd. Reinitzhuber und Priegl am 23. Februar um halb 3 Uhr im Hotel „Stern" stattfand, eines guten Be. suches seitens der Eisenbahner und ihrer Frauen. Die Versammlung wurde mit einem Freiheitschor des Eisenbahner-gesangvcreincs eröffnet. Genosse Dr. W. Ellenbogen hielt hieraus unter lebhaftem Beifall der Anwesenden eine beinahe zweistündige Rede, nach welcher die Resolution einstimmige Annahme fand. Obwohl die nationalen Helden die ganze Woche über davon viel zu erzählen wußten, daß sie in der Versammlung den sozialdemokratischen Schwindel aufdecken werden, meldete sich trotz wiederholter Aufforderung niemand zum Wort. Anwesend waren die beiden Klagenfurter Sendlinge, zogen aber der Tapferkeit besseren Teil vor und ergriffen vor der Schlacht die Flucht. Eisenerz. Samstag den 22. Februar fand in ScheidlS Gasthaus, Vereinslokal, eine gut besuchte Eisenbahnerversamm-Iung statt, in der Reichsratsabgeordneter Vinzenz Muchitsch aus Graz über die Forderungen der Eisenbahner an das Parlament sprach. Der Redner zeigte hiebei die schmähliche Haltung der Christlichsozialen und Nationalverbändler in Angelegenheit des 17 Millionen-Antrages auf. Er schloß sein ausge. zeichneteS Referat mit dem Appell an die Anwesenden, die Organisation auszubauen, die noch fernstehenden Eisenbahner der Organisation zuzuführen, dann werden es die verschiedenen bürgerlichen Abgeordneten nicht mehr wagen, ein solches Doppelspiel mit den Eisenbahnern durchznführen, wie dies jetzt anläßlich des 17 Millionen-Antrages der Fall war. Die Resolution wurde einstimmig angenommen. Knittelfeld. Am Dienstag den 22. Februar sand im großen Saal des Volksheims eine öffentliche Versammlung der Eisenbahner statt, welche infolge des Massenbesuches, welchen sie auswics, als eine Demonstration gegen die Zustände in den Betrieben der k. f. Staatsbahn auszusassen ist. Reichsratsabgeordneter Genosse Tomschik erstattete das Referat und zerpflückte in glänzender Weife die verwerfliche .Haltung der bürgerlichen Gruppen gegen die Forderungen der Eisenbahner im Abgeordnetenhaus. Unter lebhaftem Beifall schloß Genosse Regner die Versammlung in später Nachtstunde mit dem Appell, in furchtloser Entschlossenheit, insbe- Es folgen funterbunt nebeneinander bulgarische, serbische, polnische, rumänische und ruthenische (ukrainische) Ansiedelungen. In den Bergen gegen Ungarn zu wohnen die Huzulenstämme, die mit ihren blutroten Hosen, weißen Jaquet und turmhohen, schwarzen Schaffellmützen ein ganz martialisches Aussehen zur Schau tragen, sonst aber gutmütige Kerle sind. In den Dröfern Klimoutz, Fontina-Alba und Lippoweni wohnen, richtiger: Haufen die Lippowana, eine ganz sonderbare religiöse Sekte, die gegen die Mitte des 17. Jahrhunderts aus Rußland ein* Ivanderte. Die Deutschen zeichnen sich unter allen anderen Volksstämmen durch ihre ererbte Gastfreundschaft und höhere Kultur aus. Die Bulgaren, die verhältnismäßig am geringsten vertreten sind, pflegen die Gartenkultur und versorgen damit die Städte mit ihren Produkten. Die Ruthenen sprechen zumeist polnisch, die Polen ruthenifch und in der Mehrzahl auch deutsch. Einen Jahrmarkt in Kimpolung zu beobachten, gehört zweifellos zu den interessantesten Schaustellungen, die ich je gesehen habe. Da kommen die verschiedenen Huzulenstämme auf ihren schmächtigen Pferdchen herangeritten ober führen auf ztceiräderigen Karren, an welche Maultiere gespannt sind, in Fässern ihren erzeugten Schafkäse, geschmolzene Butter, Nüsse und alle möglichen Obstsorten und Getreidearten zum Verkauf heran. Hei, da gibt es ein Feilschen, Anpreisen und Gewimmel. Ein modernes Babel steht vor unseren Augen auf. Wer zä';lt die Volker, nennt die Namen, die gastlich hier zusammenkamen? Alle Nationen, die in Oesterreich leben drängen sich im engen Raume um das tägliche Brot. Aber all da« wickelt sich in friedlichen Formen und ohne Getöse und Störung ab. Die österreichische Regierung und die bürgerlichen Chauvinisten könnten bei den einfachen Leuten Unterricht nehmen, um zu lernen, wie die verschiedenen Nationen mit ihrer verschiedenen Kultur, Religion und Sprache ihre besonderen Verhältnisse zueinander regeln. Die Frauen tragen sich gleichmäßiger und viel einfacher wie die Männer. Ein Hemd aus Rohleinen, das bis zu den Knien reicht, vertritt zugleich die Beinkleider und den Rock. Ein Leibchen aus Schafspelz, das merkwürdigerweise gleichfalls bis zu den Knien reicht und ohne Aermel ist, bildet den ganzen Putz der schönen und gesunden Rutheninnen oder Rumäninnen. Am Sonntag werden die gleichen Trachten wie an Wochentagen getragen, nur find Hemd und Pelzleibchen (Gilet) reich und schön mit stilisierten Blumen und Ornamenten auf dem Rücken und an den Enden gestickt. Diese Stickerei ist ein Spezialfach der dortigen Schneider, die in Wirklichkeit Kürschner sind. Im Winter zieht die Ruthenin uud Rumänien über ihr Pelzleibchen noch ein zweites, das mit B88F* Sorget dafür, bnft der „Eiseubahner" w. noch schlimmer, selbstverschuldeter Niederlagen. Wien an die klerikale Demagogie verloren. Im Sudeten-lieblet unaufhaltsames Vorwärtsdringei, des aufstrebei,. den Tschechentums. Die denkenden Kreise nicht nur der Arbeiterklasse, sondern auch des „neuen Mittelstandes" der Angestellten und weiter Beamteuschichten unwieder-dringlich verloren. Und dabei das, was heute noch übrig ist von „Deutschsreiheitlichen". ein wüstes Gemenge un° entwickelter und verkommener Politiker: hier Börsen-jobber oder scharfmacherischer Industrieller, dort eng. Lürger ° und moralisch verkümmerter Klein- , Mannigfach sind die Ursachen dieser Entwicklung, der iq in mehr oder minder hohem Matze das Bürger-tum aller Länder verfallen ist. Das; es in Deutsch-osterreich so besonders schlimm damit geworden ist. dcitz zum Beispiel dns tschechische Bürgertum ein viel kräftigeres und würdigeres Bild darbietet, kann nur zum Teil aus der wirtschaftlichen Entwicklung und der politi-schen Abschnürung vom Gesamtkörper des deutschen Volkes erklärt werden. Bietet doch das schweizerische Deutschtum trotz aller üblen Anzeichen politischen Nieder-ganges immer noch ein ganz anderes Bild dar. Eine bisher wenig gewürdigte Ursache dieses Zustandes behandelt der Führer der österreichischen Deutschnationalen Professor Dr. Emil Lehmann aus Landskron in der österreichischen Sondernummer der „Akademischen Ge-nietnscfafl" (2 Jahrgang, Nr. 2). In einem Artikel „Freund Alkohol an der Sprachgrenze" zeigt der Verfasser, datz eS früher möglich war, die Städte jahrhundertelang deutsch zu erhalten, während heute sich kaum die Städte halten, die von ganzen Bezirken deutscher Dörfer umgeben sind. „Es ist unsäglich traurig, wie sehr unsere Kleinkaufleute und Handwerker dem Alkoholismus verfallen sind. In ihren guten Zeiten haben sie sich angewöhnt, dreimal täglich ins Gasthaus zu gehen, zum Frühschoppen, zum Dämmerschoppen, zum Abendschoppen. In der Pause dazwischen wird das Geschäftliche abgetan. So setzen sie es fort in stumpfer Gewohnheit, allen veränderten Wirtschaftsverhältnissen zum Trotz. So gehen sie einer nach dem anderen zugrunde. Was nachrückt, find Volköfremde." . Lehmann betont, daß auch die deutschen Schlitz-oereme vor den eigenen Schwächen, den Wegmachern und Vorarbeitern des völkischen Gegners, die Augen verschließen, wie auch das deutsche Turnwesen dadurch verseucht und verschandelt ist, wie auch die nationale Begeisterung aus dem Bierglas geholt ist und mit dem Alkoholdunst verfliegt. „Am nächsten Morgen ist alles vergessen und der Schlendrian gebt weiter. Ja manch» mal sieht man den Teufel Alkohol hinter dem Redner selbst stehen und ihm die überhitzten Worte und rausch-trunkenen Phrasen, die keinen Wert haben, ins Ohr flüstern. „Selbst die ernstesten Sitzungen leiden unter dem Trinken. Tas llittuefcu hat sich in die Vereine ein» genistet. Ja in manchen Gegenden ist cs übermächtig und herrschend geworden. In einer deutschen Sprach-aren§stadt ist das Gastgewerbe das einzige, das sicheren Gewinn abwirst. Die Goldgruben ober find die Bräunt-Weinschänken, die mit Geschäften aller Art. selbst Apotheken verbunden find und deren Betrieb nicht als anstößig gilt. Solche Leute steigen zu den angesehensten Stellen empor, werden Stadträte und Bürgermeister und ihre Söhne studieren. Mit ihrer zahlreichen Verwandtschaft und durch rücksichtslose Ausnützung ihrer wirtschaftlichen Macht halten sie alles nieder und bilden zusammen einen eisernen Ring zur Erdrosselung ihres Volkstums. Sie reißen selbst in den Schutzvereinen die Führung an sich, denn sie spenden von dem für die Volksvergistung eingenommenen Vermögen einen kleinen Geschästsbruchteil der deutschen Schutzarbeit. Ihnen wird die Waisenpflege anvertraut, die Sorge für den deutschen Nachwuchs." So wird das Volk von Kind auf vergiftet. »Deutsck«; Kinder erhalten schon in der Wiege Brot in Branntwein getaucht, und wenn sie in die Schule gehen, bringen sie schon einen Rausch mit. Im Rausche erzeugt, mit ererbten Schwächen behaftet, geht der ländliche Nachwuchs zugrunde, der Iungborn des Volkes versiegt. In der Stadt selbst sind deutsche Kinder selten, ohne Kraft und Lebenssrische. Wer aber in den deutschen Schutzvereinen darüber redet, hat den ganzen Ring gegen sich. Freund Alkohol hält die Schuhvereinsbüchse, auf der als vorbildliches Deutschtum ein Stammtisch karten« spielender, bierduseliger Philister gemalt ist." Alle Achtung vor diesen mannhaften Worten, die denselben Geist atmen, in dem in Nordwestböhmen deutsche Patrioten wie Rösler und Höllischer das Volks-tum gegen Entartung verteidigen. Auch die Gesinnungsgenossen von den Schutzbünden haben die Wahrheit dieser ehrlichen Worte anerkannt. Sie sorgten zunächst dafür, daß vor der Hauptversammlung des Bundes der Deutschen Böhmens kein Exemplar des Artikels ins Land kam. Und nach dem Feste hat Lehmanns treudeutscher Hausherr ihm die Wohnung gekündigt und die anderen boykottierten ihn gesellschaftlich. — Mit diesen Zuständen, die ja weder auf Deutschösterreich noch aus das Bürgertum beschränkt sind, vergleiche man die ernste, kraftvolle und hochsinnige Art, in der die österreichische Sozialdemokratie unter Vorgang ihrer angesehensten Führer den Kampf gegen den Alkohol führt. Man wird dann erkennen, wo die bessere Sache und wo die Zukunft des deutschen Volkes ist. Denn eben die Mängel und Sünden, die wir als Folgen der alkoholischen Gehi»«Verseuchung kennen: geistige Unklarheit. Willensschwäche und moralische Abstumpfung, sind es auch, die die Politik des deutschen Bürgertums in Oesterreich kennzeichnen — klarnüchternes Denken, ernste Willenskraft und tiefgegründeter Idealismus aber sind die Kennzeichen der sozialdemokratischen Politik in Oesterreich. Inland. Ein Pserdcn»ist>Nitter über die Teuerung. Von der agrarischen Unverschämtheit legte kürz'ich der Häuptling der österreichisch-ungarischen Lebensmittel-Wucherer. der bekannte Reichsritter v. Hohenblum, ein Zeugnis ab. Im niederösterreichischen Landeskulturrat, einer von den Steuergeldern der Bevölkerung erhaltenen Körperschaft, stellte er den Dringlichkeitsantrag, daß gegen jede Aenderung der zoll- und handelspolitischen Verhältnisse zu den Balkanstaaten entschiedenst Verwahrung eingelegt werde. Dazu hielt er eine Rede, die von Frechheit ohnegleichen strotzt und der Wahrheit völlig ins Gesicht schlägt. Erst zog der Herr Raubritter gegen den seinerzeitigen ungarischen Ministerpräsidenten Wekerle los, weil dieser kürzlich in Wien im Gewerben ereilt einen Vortrag hielt, in dem er die Notwendigkeit der Aende-riiiig unserer Zoll, und Handelspolitik gegenüber den Valkaustaaten dartat. Das war aber nur die Einleitung zu aufgelegten Unwahrheiten und zur frechen Beschimpfung der städtischen Bevölkerung Hohenblum sagte, in Oesterreich sei noch niemals ein solcher volkswirtschastli-cher Aufschwung vorgekoinmen auf allen Gebieten wie jetzt, wo die Bauernschaft kaufkräftig geworden ist. Die Teuerung sei nickt durch die Landwirte verursacht, sondern durch das Gewerbe. Zugleich vollzieht sich eine bedeutende Hebung der Viehzucht und ein Fortschritt im Getreidebau, und jetzt brüllen die Gegner: Nieder mit den Agrariern 1 und wollen die landwirtschaftlichen Betriebe in ihrem Aufschwung behindern. Das sagt derselbe Mann, der am besten weiß, welche Opfer selbst in den schlechten Zeiten die Bevölkerung für die Landwirtschaft bringt. Die Landtage geben ihre Einnahmen außer für Schul- und Armenwesen fast nur für die Förderung der Landwirtschaft aus. Keine ProbuktinnSflafse im Staate erhält so hohe Subventionen als die Landwirte, und keine wird so vom Steuerdruck verschont, wie sie. Die Staatssubventionen für die Landwirtschaft, die zum weitaus größten Teil nickt den kleineren und mittleren Bauern, sondern den Großbauern und Großgrundbesitzern zugute kommen, betragen fast so viel als die gesamte Grund-stetter. Niemand verkeimt die Notwendigkeit der Forde-rung der Landwirtschaft, aber deswegen muß man ja nicht für die Hungerpolitik sein, von der die kleineren Landwirte nichts haben, unter der aber die Arbeiterschaft furchtbar leidet. .Dann wandte sich der edle Reichsritter seinem Liebliiigsthema, der Schwelgerei und Prasserei der städtischen Bevölkerung, zu. Man höre nur, waö der Mensch an volkswirtschaftlichen Kenntnissen auszukramen weiß. „Die Teuerung," so führte der skrupellose Hetzer aus, „habe ihre Uriache nicht in den Agrariern, sondern sie sei teilweise international, teilweise liegt sie im Luxus der Bevölke-rung. der ganz unerwartete Formen angenommen habe, die förmlich an SodoMa und Gomorrha erinnern. Man sehe die Franentrachten an. Einmal trägt die Frau einen riesengroßen Hut und ein anderesmal einen kleinen Hut mit einer riesengroßen Feder. Mit den Rocken können sie oft nicht einmal gehen. Einmal sind sie zu eng. das andere-mal hebt sie die Luft empor. Mit den Wohnungen wird derselbe Luxus getrieben. In jeder Wohnung soll ein Klosett sein, die meisten Bauern haben aber ihr Klosett am Misthaufen und leben auch und sind gesund." So redet der Mensch von der ernsten, die tiefsten Probleme der Volkswirtschaft berührenden Frage der Teuerung. Und das ist das geistige Haupt der Agrarier in Oesterreich-Ungaru. So stellt sich dieser Reichsritter das Leben der Menschen vor, oder richtiger: so stellt er es den Dummköpfen vor, die sich um seine Marktschreier-bube sammeln und mit offenen Mäulern den Volkswirt-schaftlichen Salbadereien dieses Erzschwindlers lauschen. In den Leuten, die ihm am Korso der Wiener Kärtner-straße begegnen, ober zu benen er in bie vornehmen Häuser der Ringstraße zu Gast gelaben wirb, sieht er bas Volk. Und diese Schilderungen von dem Volk in den Städten malt er den Bauern auf dem Land vor. mit ihnen verhetzt er diese gegen die Städter. Daß Millionen armer Proletarier in elenden, gesundheitsschädlichen Löchern hausen müssen, Millionen Arbeiterinnen kein ungeflick-teS Kleidungsstück am Leibe tragen können, weil sie ihren kargen Verdienst infolge der Teuerung ausschließlich fast auf die LebenSmittel opfern müssen, das verschweigt der demagogische Hetzer. Im ordinärsten Ton hetzt er gegen die Stäbter, weil sie keine Misthaufen haben, die sie als Klosett benützen könnten. Freilich: so frech, so hetzerisch und so staatsgefährlich könnte dieser Wortführer des krassesten agrarischen Egoismus nicht reden, wenn nicht das städtische Bürgertum so entsetzlich feig wäre und wenn die Regierung ben Mut hätte, die staatlichen Interessen auch den Agrariern gegenüber zu vertreten. Denn staatsgesährlich im höchsten Sinne ist die agrarische Wucherpolitik. Sie schafft dem Staate Feinde ringsherum, sie ruiniert seine Volkswirtschaft. seine Finanzen, sie hat ihn in die schwersten Kriegsgefahren gestürzt, und sie ist es. die diese Kriegsgefahr latent macht und nicht Anlassen will, daß es zur Ruhe an der Südgrenze des Reiches komme. In dieser Sitzung des niederösterreichischen Landeskulturrates, in der Hohenblum diese hetzerische und beunruhigende Rede hielt, war die Stabt Wien burch den Vizebürgermeister Hierhammer, die Landesbehörde durch den Statthalter Baron Bienerth und die Regierung durch den Ackerbauminister Zenker vertreten. Der Äckerbauminister erklärte eingangs der Sitzung, daß er aus allen seinen Kräften bemüht sein werde, die Bestrebungen des Landeskulturrates nach bester Möglichkeit zu gedeihlichem Erfolge zu führen. Und der Vertreter der Stadt Wien erklärte: „Wir sind jederzeit bereit, mit Ihnen Hand in Hand zu gehen, denn es ist einer auf den anderen angewiesen. Stadt und Land in engster Verbindung, und wir erhoffen uns, daß auch für die Stadt Wien aus der Verbindung mit Ihnen Erfolge erwachsen werden." Aber keiner der Herren fand den Mut, den rohen, die städtische und industrielle arbeitende Bevölkerung verhöhnenden Reichsritter gebührend auf das freche Maul zu schlagen. Den Effekt der Sitzung bildete die Annahme des Dringlichkeitsantrages Hohenblums: Kein Kilo Fleisch unb kein Säckcken Korn mehr über die Grenze! Und darin fühlen sich die Wiener Ehristlichsozialen eins mit den Agrariern, darin wird die Regierung die Brotwucherer unterstützen. » Die Liebesgaben an die Schnapsherren. Der Abgeordnete Dr. D i a m a n d hat int Finanzausschuß die Abschaffung der „Liebesgaben" beantragt, mit denen der Staat die reichen Schnapsherren füttert. Der Ausschuß hat diesen Antrag abgelehnt. Genosse Diamond legt nun dem Abgeordnetenhaus einen ausführlichen schriftlichen Bericht über seine Anträge vor. In dem überaus lehrreichen Bericht wird die Entstehungsgeschichte dieser Subventionen auseinandergesetzt und eS wird auf Grund eines reichen Zahlenmaterials die Behauptung widerlegt, daß die Schnapsprämien die Landwirtschaft und die Viehzucht fordern. Wessen Interessen die Liebesgaben wirklich fördern, erfährt man ans beit dem Bericht angeschlossenen Tabellen. Da werben die Namen der Herren angeführt, die mit den Schnapsprämien beteilt fittb, und es wird ausgerechnet, was sje an Koiitingcutenpräinie und ErzeugiingSbonifikationen zusammen bekommen. Nach dieser Angabe bekommen zum Beispiel: Böhmen. SSHrlich« Brümlc in iuoncu Fürst Gflon ftiirstcnfrcrn.....................- 311.430 Fürsten Adolf, Josef und Karl Schwarzenberg. 111.700 Fürsten Auersperg.................................“9.717 Kaiserliche Familie...............................127.124 Bistümer, Orden, Stifte.......................... 109,147 - Mähren. Anton Dreher..................................... J89.560 Heinrich Graf Hangwitz............................ Fürsten Liechtenstein..........................118.30s Schlesien. Graf Larisch-Mönnich........................... 184.470 Kaiserliche Familie.............................. W8.885 Graf Hans Mlczek..................................113.085 Galizien. Grafen Potocki .................................. 441.R87 Grafen Baden! . . . . .........................863.9J5 Grafen Baworowski .......................- - '• iE?-;— Grafen Goluchowski u ....................... .821.125 Grafen Siemienski 317.1‘-l Grafen Dzieduözycki ..............................SOo.147 Und fo weiter! Die 215 größten (Schnapsbrenner besitzen zusammen 747 Brennereien und bekommen vom Staat jährlich Prämien im Gesamtbetrag von 14-5 Millionen Kronen! Und die Branntweinsteuer muß erhöht werden, damit man auch in Zukunst diese Prämien weiter bezahlen könne! vrst die Eisenbahner, dann die Lehrer. Nach den Eisenbahnern und Staatsdienern, die vom Nationalverband so schmählich im Stich gelassen wurden, kommen nun die Lehrer als die gründlich Genarrten daran. Jahrelang sind die Nationalberbändler mit dem Antrag Pcicher-Waldner, der den Ländern zur Aufbesserung der Lehrergehalte 20 Millionen Kronen zuweisen wollte, hausieren gegangen, und nun, als dieser Antrag endlich im Finanzausschuß zur Verhandlung kommen sollte, stimmten die Nationalverbadler ihren eigenen Antrag nieder, nur um der Regierung keine Verlegenheiten zu bereiten! Daß dies der Grund des so schmählichen Verhaltens der Natioualvcrbänbler ist, geht aus einem Parlamentsbericht hervor, in welchem es heißt: . ,, Die Sozialdemokraten verfolgten (bei ihrem Ver. langen, das; der Antrag Pacher.Waldner zur Debatte gestellt werden sollte) die Taktik, den Nationalverband in eine schiefe Lage zu bringen, da dieser schwer gegen den eigenen Antrag Stellung nehmen kann, anderseits aber durch die Annahme de# Antrages wieder den Finanzplan in Gefahr bringt. Die Deutschen und die übrigen bürgerlichen Ver. tretet nahmen den Fehdehandschuh der Sozialdemokraten ic= doch ruhig auf, liehen diese zu dem Gegenstand reden und stimmten dann einfach gegen den Vorschlag der Sozialdemokraten unter dem Hinweis darauf daß die Regierung die Erklärung abgegeben batte, daß sie n.icht in der Lage sei. den in der Resolution angesprochenen B e t r a g i m R a h m e n d e ö F i n a n z p l a n e s f l ü f s i g zu machen. Der Antrag der Sozialdemokraten auf Verhandlung der Resolution Pacher-Waldner wurde mit 28 gegen 6 Stimmen abgelehnt. Hier steht es also schwarz auf weiß, was die Natto* nalverbändler dazu bewogen hat. ihren eigenen Antrag nicderzustimmcn. Was kümmern den Nationalverband die Interessen der Lehrer, wenn es gilt, sich der Regierung gefällig zu erweisen! Dieselbe Finanzminister, der für militärische Zwecke Hunderte von Millionen zur Verfügung stellt, braucht nur zu erklären, er habe kein Geld für die Lehrer, und die Nationalverbändler geben sich mit dieser Erklärung ohneweilers zufrieden und vergessen ganz auf die Verfprechunaen, die sie den Lehrern seit Jahren gemacht haben. Vergessen, das ist eigentlich nicht richtig, denn die Nationalverbändler wissen auch jetzt noch ganz gut, was sie den Lehrern versprochen haben. Aber wegen der paar tausend Lehrerwähler wird man doch nicht viel Geschichten machen. Die Lehrer sind ja dumm genug, aus solchen „Kleinigkeiten" nicht gleich ihre Konsequenzen zu ziehen. Sie werden weiter darben und nach wie vor bei jeder Gelegenheit — „Heil!" schreien. Und wenn's wieder einmal zu einer Wahl kommt, nun, dann werden die Lehrer mit demselben Eifer für die Nationalverbändler eintreten, wie sie das bisher getan haben. £der sollte es einmal anders werden? Sollten die Lehrer wirklich einmal den bekannten Spruch von den alleidümmsten Kä'bern zuschanden macken? Wir könnens nicht glauben! Das bisherige Verhalten des übergroßen Teiles der Lehrerschaft läßt darauf schließen, daß unsere Jugendbildner auch die letzte Ohrfeige, die ihnen der Nationalverband versetzt hat, ruhig auf sich fitzen lassen werden. Das ist wohl sehr traurig, aber wahr! Die „ungebildeten" Arbeiter würden ihre Abgeordneten einfach mit nassen Fetzen davonjagen, wenn sie ihnen auch nur den hundertsten Teil von dem Leid zufügen würden, welches die deutschnationalen Abgeordneten ihren Beamten- und Lehrerwählern schon zugefügt haben, aber von den „intelligenten" Wählerschtchten kann man so etwas natürlich nicht verlangen. Für sie gilt nur: Kusche« und weitcrdienenl .................... Mien, Mönka'k '■Die agrarische Internationale. Unter dem Protektorat der tschechischen Sektion des böhmischen Kulturrates veranstaltete das tschechische „Zemö-delsky Archiv" in Prag eine „Landwirtschaftliche Woche". Bei dieser Kundgebung hielt auch der Führer der deutschen Agrarier, Herr S i:n i t s ch Reichsritter v. .Hohenblum, einen Vortrag. Hohenblum begründete umständlich, daß die.Agrarier ihre K l a s s e n i n t e r e s s e n nur i n i n» ternationaler Geineinschaft wirksam verfechte n k ö,it n e it. Es genüge nicht einmal, alle Agrarier Oesterreichs ohne Unterschied der Nationalität 31t vereinigen; auch mit den ungarischen Agrariern müsse man fest zusammenhalten. Ter Redner schloß seine Rede mit folgender Mahnung zu internationaler Solidarität: Wir stehen gegenwärtig in einer kritischen Zeit. Die ’ Erfolge bei- agrarischen Bewegung haben dazu geführt, daß sich alles, was nicht agrarisch ist, zum Kampfe gegen sie zusammenschließt, um ihr die errungenen Erfolge wieder zu entreißen. Es wird dies unseren Gegnern nicht gelingen, wenn wir Agrarier/ ohne Unterschied der Ratio, nalität, einig sind. Nur bei voller Einigkeit in wirtschaftlichen Fragen kann es uns gelingen, auf dem Gebiet der Zoll- und Handelspolitik die Grundlagen für die gedeihliche Weiterentwicklung der österreichischen Land, und Forstwirtschaft zu erhalten. Ich richte daher an alle österreichischen Landwirt« die dringende- Sitte,-sich mit voller Kraft an dem wichtigen gemeinsamen Werke der Erhaltung und Kräftigung der österreichisch«! Land- und Forstwirtschaft zu beteiligen und sich nicht 'durch anderweitige Differenzen von der energischen Mitarbeit Sc» ie* Verfolgung des großen agrarischen Gedankens abbringen zu lassen, denn Agrarpolitik ist Volks. Politik, Agrarpolitik ist Staatspolitik, Agrarpolitik ist patriotisch! Also: Agrarier aller Länder, vereinigt euch! Ja, was sagen denn die Agrarier des Deutschen Nationalverbandes, dazu?. Ist jbottj daß kein „nationaler Verrat"? Und wie haben .die tschechischen Agrarier diese Rede auf-genommen? ■ Gibt, »s denn unter den Agrariern keine Separatisten? Wann werden alle Arbeiter so gescheit werden wie die Agrarier?. ... ... . N (5iii Kirchenkaüber als dentschnationalcr Schriftleiter. Die deutschnatiönalen Schriftleiter führen bekanntlich den Kampf gegen die Sozialdemokratie mit den verwerflichsten Waffen, die im politischen Kampfe verwe tdet werden können. Zu einem besonders widerlichen Sys. ent ausgebaut wurde das Beschimpfen und Begeifern des Gegners durch die deutschradikale „Aussig-Karbitzer Nolkszeitung". Auch das Privat- und Familienleben der politischen Gegner wurde nicht geschont und ihre Vergangenheit durch-fchnüffelt. Besonders gemein war der Kampf der „Aussig-Karbitzer Voltzzeitung" gegen einen jungen Genossen, der, angeekelt und ungewidert durch diese Hetze, freiwillig seine Parteistellung in Aussig aufgab. Heber den Schriftleiter der „Aussig-Karbitzer Volkszeitung", Herrn Oskar Emil S: m 0 u, vor dem keines Menschen Vergangenheit und Privatleben sicher war, veröffentlicht nun unser Ausfiger Parteiblatt, „das Volksrecht", in genauer Wiedergabe eine Reihe von Dokumenten, die beweisen, daß gerade Oskar Emil Simon Ursache gehabt hätte, abfällige Neuerungen über anderer Menschen Vergangenheit vorsichtig Au vermeiden, da er froh sein mußte, wenn über seine eigene Vergangenheit niemand sprach. Das Aussiger „Vblksrecht" veröffentlicht in beglaubigter Übersetzung cm Urteil deS Krcisgerichtes Reggio Emilia (Italien) vom 18. ouli 1889 gegen Oskar Emil Sint011, durch welches dieser, weil er mit noch einem Komplizen am 'vStilt 1889 in bevSßfctrrfirc^eboit Tampaguö eine Holzbüchse, welche zur Sammlung von Almosen bestimmt war, gewaltsam geöffnet und die d a r t n ö e s i n d l i ch e it K u p f e r st ii ck e e n t w e n d e t I) 01, z it drei Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Bei der Vernehmung durch den Untersuchungs-rmster hat er sich fälschlich für einen gewissen Anton Oiia! aus Graz ausgegeben. Das „Volksrecht" veröffentlicht ferner em Urteil des Zivil- und Strafgerichtshofes von Reggio Emilia vom 10. Februar 1890 gegen Oskar Emil S 1 m 01t, durch welches dieser, weil er mit noch drei Hast-Imgett am 24. August 1889 mit Gewaltanwendung an der Person des Aufsehers Rizotti (den sie in eine Zelle entschlossen, während sie mit Hilfe eines Brunnenkeils ins Freie kamen) a 11 s d e m B e z i r k s g er i ch t s ge f ä n g-uis von Novellara entwichen ist, zur Strafe des Kerkers i n d e r Dauer von einein Iahre verurteilt wurde. Beide Strafen schuldet der deutschradikale Sittenrichter n 0 ch heute dem Königreich Italien. — Das Bürgertum hat die Führer und die Journalisten, die es verdient. «• Die Wahlen in bns Verwaltunaskornitee des Lebens,uittel- magazins der Qesterreichischen Nordwcstüahn. In der Zeit vom 16. bis 18. Februar 1913 fanden die obgenamiten Wahlen statt, die diesmal mit einem Sieg der nationalen M i s ch rn a s ch p a r t e i e n endeten. Unsere Liste, das ist die der koalierten Eisen» balmerorganisationen. unterlag. Während vor drei Jahren unsere Liste 6960 Stimmen hatte, die nationale Liste 2250 hundert Stimmen hatte, erhielt diesmal unsere Liste 6190 Stimmen und die nationale Liste 8637 Stimmen. Die Christlichsozialen stimmten fiir die Verbündeten Deutschund Tschechischnationalen. Wie dieser „Sieg" der verbündeten Nationale» und C h r i st l i ch sozialen, die unterstützt von den Direktionsorganen, mit Hochdruck arbeiteten, zustande kam, darüber werden wir, nachdem uns alles ge-sammelte Material vorliegt, noch ausführlich reden. Ausland. Von den norwegischen Gewerkschaften. (18) Die norwegischen Gewerkschaften schlossen das Jahr 1912 mit einer Mitgliederzahl von 60.829 ab, darunter 7193 Halbzahler, in der Hauptsache Arbeite-rinnen. Die gewerkschaftliche Organisation in Norwegen wird zurzeit beunruhigt durch die Bestrebungen der liberalen Regierung ans Einführung des obligatorischen Schiedsspruches bei Arbeitskonflikten. Die bisherige Regie- rung wollte einen Gesetzentwurf eiitfirtttgcit, nach welchem eine obligatorische VermittlniigSaktioii den Lohnkämpfen vorangehen sollte und. nur in Kämpfen, die öffentliche Einrichtungen betreffen, wurde auch der obligatorische.Schiedsspruch in Aussicht genommen. Nach dem Ausfall der letzten Parlamentswahlen mußte die konservative Regierung zurücktreten und die Liberalen traten an ihre Stelle. Diese vertreten nun im Gegensatz zu den Konservativen die Auffassung, daß die großen Kämpfe zwischen Kapital und Arbeit durch obligatorischen Schiedsspruch ans der Welt geschafft werden sollen. Die norwegischen Gewerkschaften wenden sich mit aller Entschiedenheit gegen diese Idee. W. .7. Dt'olicnbct Generalstreik Btt den britischen Eisenbahnen. Großbritannien steht wieder einmal vor einem Generalstreik der Eisenbahner. Diesmal handelt es sich nicht wie im Jahre 1911 um höhere Löhne und kürzere Arbeitszeit, sondern nur um eine einmütige Revolte gegen die unerträglich gewordene Willkürherrschaft der Eisenbahngesellschasten, die in der Entlassung, des Zugs-führers Richardson ihren klarsten Ausdruck gefunden hat. Richardson ist entlassen worden, weil er sich entschieden weigerte, entgegen den gedruckten Vorschriften der Mittelenglischen Bahngesellschaft, seiner Arbeitgeberin, zu handeln und im Interesse des Prosits der Gesellschaft sein Leben und das Leben anderer zu gefährden. Ein Vorgesetzter verlangte von ihm, er sollte seinem Zug auf einer gewissen Station noch weitere sieben Wagen an-hängen. Da aber die Bremskraft, die ihm zur Verfügung stand, nicht ausreichte, um den Zug mit den weiteren Wagen mit Sicherheit zu kontrollieren, befolgte der Zugsführer den Befehl des Vorgesetzten nicht und berief sich auf die gedruckten Vorschriften, die die Zahl der Wagen, die für jede Art Bremse zulässig ist, angeben. Diese Sorge um die öffentliche Sicherheit ist ihm von seinen Arbeitgebern verübelt worden, die offenbar der Ansicht find, daß die gedruckten Vorschriften nur dazu da sind, der Regierung und dein Publikum Sand in die Augen zn streuen. Daß die Eisenbahner diese Ansicht nicht teilen können, ist sonnenklar. Denn sie sind die Schuldigen, wenn sich infolge der Nichtbeachtung der gedriickten Vorschriften. die sie bei Strase stets bei sich tragen müssen, ein Unfall ereignet. Erst kürzlich noch wurde ein Lokomotivführer zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er gegen die Vorschriften gehandelt und dadurch einen Unfall mit tödlichem Ausgang herbeigeführt batte. Der Arbeiter berief sich darauf, daß ihm ein Vorgesetzter den mündlichen Befehl erteilt habe, so zn handeln, wie er gehandelt habe: aber der Richter wollte diesen Entschul-diguutzsgrund nicht anerkennen. DaS Vorgehen der Gesellschaft war so monströs, daß selbst einige der reaktionärsten Organe, die sonst stets sofort für die Arbeitgeber Partei ergreifen, die Mittel-englische Bahngesellschaft scharf kritisierten. Diese verhielt sich ruhig und sagte nichts. Allerdings suchte sie durch ihre Preßtrabanten die Sache so darzustellen, als babe der Zugsführer durch die genaue Befolgung der Vorschriften Sabotage treiben wollen. Aber diese Verdächtigung ließ sich nicht aufrecht erhalten, da Richardson als eitt ruhiger Mann bekannt ist, der cm dem Leben seiner Gewerkschaft kaum mehr als einen passiven Anteil nimmt. Endlich Hat sich die Gesellschaft vor einigen Tagen, genötigt gesehen, der Öffentlichkeit eine Darstellung der Angelegenheit mitzuteilen. Danach soll der Zugsführer wegen Frechheit entlassen worden sein. Richardson bestreitet aber entschieden, sich gegen seine Vorgesetzten frech benommen zu haben. Daß dieser Entlassungsgrund nur eine Ausrede ist, die man sich endlich tiach sechstägigem Schweigen ansgesonnen Hat, geht auch aus verschiedenen Umständen des etwas verwickelten Falles hervor. Die Eisenbahner verlangen nun einstimmig die Wiedereinstel-lung des entlassenen Zugsführers und drohen mit dem Generalstreik. Die Vorstände bd vor kurzem verschmolzenen drei Eisenbalmerorganisationen und. der Gewerkschaft der Lokomotivführer und Heizer konferieren beständig. Die Lage wird als sehr kritisch angesehen, was einen nicht wiindernehmen kann, da der Hauptdirektor der Mittelenglischen Bahn einer der eigensinnigsten und gewalttätigsten Scharfmacher in Großbritannien ist. Es mag scheinen, daß der Fall in keinem Verhältnis zu der Große des in Vorschlag gebrachten Mittels steht. Man darf jedoch nicht vergessen, daß dieser Versuch her Eisenbahngesellschaft, ihre Angestellten zu verbrecherischer Fahrlässigkeit zu zwingen, typisch ist für die ganze Behandlung der Eisenbahner, deren Entrüstung augenblicklich keine Grenzen kennt. London, 5. März. (W. T. B.) Die Exekutive der Verbände der Eisenbalmangestellten nahm heute abends eine Resolution an, in der die Wiedereinstellung des entlassenen Eisenbahnangestellten Richardson gefordert wird. Ferner wird von der Bahngesellschaft die Zusage gefordert, daß die Leute die Anweisungen, welche von den gedruckten Instruktionen abweichen, künftig schriftlich erhalten sollen. Die Resolution wurde der Gesellschaft mit dem Ersuchen übergeben, unverzüglich zu antworten. Aus dem GsrichLssaal. Ein übereifriger Siatiensvorstand. Der Siationsvor-stand von Schwarzenau, ein gewisser Herr Ficht e l, kam auf die glänzende Idee, daß. wenn einmal ein Zug in der Station einige Sekunden gestanden sei und hieraus aus irgendeinem Grunde- einen Rucker mache, hied'urch die Sicherheit des Publikums aufs höchste gefährdet sei. Diese feine Idee vermochte er nicht für sich zu behalten, sondern glaubte, sie seiner Direktion bekanntgebcn und die Herausgabe näherer diesbezüglicher Er. lasse verlangen zu müssen. Die Direktion, die wohl wußte, daß solche kleine Rucker oft nicht zu vermeiden sind, dah durch sie gar keine Gefahr hervorgerufen werde, und dah es dem Lokomotivführer nicht immer möglich fei, von solchen Geringfügigkeiten den Zugsführer zu verständigen, forderte einstweilen den eifrigen Stationsvorstand auf, diesbezügliche weitere 33c* Gelesene Nummern des „Eisenbahner" wirft man nicht weg, sondern gibt sie an Gegner und Indifferente weiter. 10. März 1013 Nr. 8 obachtungen auzustellen und darüber zu Berichten. Seither war Herr Fichtel darauf bedacht, möglichst viele solcher Fälle der Direktion bekanntzugeben, um sie ja nur von bet Notwendigkeit des von ihm angeregten Erlasses zu überzeugen. Da er jedoch mit den von ihm angezeigten Fällen kein Glück hatte, indem ihm zum Beispiel in einem Falle durch, den Geschwindigkeitsmesser nachgewiesen wurde, das; der Zug, bevor er den * Rucker machte, noch gar nicht gestanden sei, brachte er, als sich am 7. September 1912 in der Station Schwarzenau wieder ein so sehr aufregender Vorfall abfpielte, diesen zur gerichtlichen Anzeige. Dieser Vorfall spielte sich folgendermaßen ab: Ein von Gmünd kommender Personenzug mußte in der Station Schwarzenau längere Zeit warten, um einen Schnell, zng Vorfahren zu lassen. Da dieser Zug ohnedies Verspätung hatte, wollte der Lokomotivführer Opelka diese Zeit benützen, um Wasser zu nehmen. Da er jedoch ungefähr 20 Zentimeter zu weit vorne stand, gab er, nachdem er ungefähr 80 Sekunden gestanden war, zwei Achtungöpfifse und schob, nachdem er sich noch überzeugt hatte, daß die Zugsbegleiter seine Signale verstanden hatten und die Passagiere am Ein- und Aussteigen verhinderten, den Zug um ungefähr 40 Zentimeter zurück. Da sich damals gerade ein Gendarm am Bahnhof befand, benützte der Stationsvorstand diefe günstige Gelegenheit und begab sich mit dem Gendarm zur Lokomotive. Dieser machte sodann die Strafanzeige wegen Uebertretung gegen die Sicherheit des Lebens. Nicht genug daran, machte Herr Fichtel wiederum einen Bericht an die Direktion, worin er erklärte, durch die Unvorsichtigkeit Opelkas seien ungefähr 340 Personen (!) aufs höchste gefährdet gewesen, da der Zug eine halbe Wagenlänge zurückgeschoden worden sei; es sei ein grauenhafter Anblick (!) gewesen. Auch als Zeuge in dem Strafverfahren vernommen, wiederholte der Stationsborstand dieselbe Angabe, wobei ihm freilich schon das Mal. heur passierte, daß er die Distanz, um die zurückgefchoben wurde, mit zwei Metern angab, welche Distanz gewiß nicht mit seiner Angabe, es sei um eine halbe Wagenlänge zurückgeschoben worden, übereinstimmte. Lokomotivführer Opelka beantragte durch feinen Verteidiger Dr. Leopold Katz auch die .Requisition des ganzen Bahnaktes, aus welchem, da über die Anzeige des Herrn Fichtel schon ein eigener Akt geführt werden muß, hervorging, das; dieser Herr auch in anderen Fällen haltlose Anzeigen erstattet batte. Durch die als Zeugen vernommenen Zugsbegleiter wurde weiters nachgewiesen, daß der Zug nur um 40 bis 50 Zentimeter zurückgeschoben worden sei und daß Personen nicht gefährdet gewesen feien,_ da die Zugsbegleiter, die Achtungspfisfe verstehend, die Passagiere am Ein- und Aussteigen verhinderten. Infolgedessen wurde Opelka bei der am 19. Februar l. I. siattgehab!en Verhandlung vor dem Bezirksgericht Allen-st e i g von der Uebertretung des § 432 St,-G. f r c i g c» spräche n, indem sich der Richter den Ausführungen des Verteidigers anfchloß. denen zufolge Opelka alles getan hatte, was zu tun feine Pflicht war und eine Gefährdung von Personen Überhaupt nicht stattgefunden hatte. Hoffentlich lernt aus diesem Urteil Herr Fichtel, daß er seine Wahrnehmungen, bevor er sie der Direktion und dem Gerichte mitteilt, doch genauer überlegen muß! Streiflichter. Verpachtung des StaatsbahnlagerhauseS iit Graz? Wir wir vou informierter Seite erfahren, hat sich in Graz ein Konsortium gebildet, welches, das Lagerhaus der Staatsbahnen pachtweise übernehmen soll. Nachdem das Lagerhaus nur der Unterbringung von Lebensmitteln dient, so wäre die lieber-nähme durch ein kapitalistisches Konsortium wohl ein starkes Stück, das sich da die k. k. Staatsbahnverwaltuizg leisten würde. Um so mehr aber würde man ein solches Vorgehen unbegreiflich finden, da an der Spitze des Konsortiums ein Beamter der k. r. Staaisbahn stehen soll. Man wird Wohl ab« warten müssen, was man über die Angelegenheit Weiler erfährt, ehe man dazu noch Stellung nimmt. Deutfchnationale Komödianten. Am 24. und 25. Februar wurde im Versicherungsbeirat über die Bergarbeitemnfallver, ficherung verhandelt, nachdem es der Regierung beliebt hatte, endlich wenigstens einen diesbezüglichen Gesetzentwurf ein-, zubringen; in diesem Entwurf schlägt die Regierung bezüglich der Zusammensetzung deS Vorstandes vor, daß ein Drittel von den Kohlenbaronen, ein Drittel von den Versicherten (Bergarbeiter) gewählt und ein Drittel von der Regierung ernannt werden sollte. Selbstverständlich hat der Vertreter der Bergarbeiter, Genosse I a r 0 I i m, sofort gegen eine solche Zusammensetzung des Vorstandes Protest eingelegt und beantragt, im Vorstand der BergarbeUerunfallversicherungSanstalt d i e Parität einzuführen. Und siehe da: Es stand Herr E r t l vom „Reichsbund der deutschen Eisenbahner" auf und unterstützte den Antrag Jarolims, indem er wörtlich ausführte, daß eine solche Zusammensetzung des Vorstandes den Interessen der Versicherten entspricht und sich in der B e r u f L g e n 0 s f e n f ch a f 11 i ch e n Unfallversicherungsanstalt der österreichischen Eisenbahnen sehr gut bewährt hatte. Na also I Und wer ist denn dieser Herr Ertl? Ein Spezi und Schildträger des „verstaatlichten" Herrn Kr0y, welcher im Subkomitee des SozialversichcrungsauSschnsseS genau da s Gegenteil beantragt und vertreten hat. Und das heißt man Gewenkschaftrpolitik treiben! Soll man diese nationalen Komödianten ernst nehmen* Wir meinen, was für die Bergarbeiter gut ist, ist für die Eisenbahner billig. Der MngazinSmristcrverein itttb feine Wahrheitsliebe. DciS Organ des MagazinSmeistervereine?, „Der Mngazins-mciffer", bringt in der Nummer vom 1. März 1913 einen Bericht über eine am 22. Februar in Wien stattgefundene Versammlung der Magazinsmeister und -Aufseher, der alles andere, denn der Wahrheit entspricht. So wird behauptet, daß rund 200 Magazinsmeister und -Aufseher an der Versammlung teilgenommen haben. In Wirklichkeit waren rund 80 Anwesende, wovon 30 Teilnehmer, die in unserer Organisation stehenden Magazinsmeifter und -Aufseher der Oe. R. W. B. waren. Ferner wird behauptet, dah eine Anzahl Genossen aus anderen Kategorien.hinzitiert wurden. Tatsache ist, daß der Obmann unserer Organisation, Genosse Schwab, und die drei Vertrauensmänner der organisierten Magazinsarbeiter anwesend waren.- Hingegen hatten die Anhänger des Magazinsmeistervereines christlichsoziale Nachtwächter, Verschieber, Stationsmeister und andere Bedienstete in die Versammlung gebracht. Im Bericht wird weiter ein Teil des Briefes, welchen Abgeordneter Genosse Tom schik an die Vereinsleitung sandte, abgedruckt und wird in echt jesuitischer Att die Sache so dargestellt, daß Genosse T 0 m s ch i I die Wünsche der Be- Nr. 8 üyteti, 'jjiontflfl *,U*r (Sirtttttitfiitev.* 10. März 1913 Seite 7 diensteten nicht anhören wollte. Um zu zeigen, in welcher niedrigen Art .Der Magazinsmeister" Genossen Tomschik zu verleumden sucht, drucken wir nachstehend den Brief, den Abgeordneter Genosse T o m s ch i k an die Vereinsleitung sandte und der in der Versammlung auch verlesen wurde, vollständig «b. Der Brief lautete: 22. Februar 1913. Geehrte Vereinsleitung! Mit Bezug auf Ihr Schreiben, dotiert vom 12. Februar 1913, teile ich Ihnen mit, datz ich bereits früher zu einer Eisenbahnerversammlung, welche am 22. Februar 1913, abends 8 Uhr. in Krems a. D. stattfindet, zugcsagt habe, daher Ihrer Einladung keine Folge leisten kann. Die geehrte Vereinsleitung kann versichert sein, daß ich den Interessen des Magazinpersonals sowie den Interessen des gesamten Eisenbahnpcrsonals stets das grötzte Interesse entgengenbringe. Wir haben in unserer Organisation vom Magazinpersonal ebenfalls eine ziemliche Anzahl Mitglieder und treten stets, für die Forderungen derselben ein. Wenn ich nicht verhindert wäre, so hätte ich die Ge-legenheit benützt, um in Ihrer Versammlung über die Schädlichkeit der Kategorienvereine zu sprechen und der Versammlung den Wert einer Gesamtorganisation der Eisenbahner und eines gemeinsamen solidarischen Vorgehens ohne Unterschied der Kategorie auseinander zu setzen. Zum ©chlust bitte ich der Versammlung bekanntzu-gebcn, dost ohne mein Wissen auf Ihren Einladungszettcln angeführt wurde, dah ich mein Erscheinen in sichere Aussicht gestellt habe, das; dies also der Wahrbeit nicht entspricht. Ich konnte mein Erscheinen nicht in sichere Aussicht stellen, da ich für diesen Tag, an welchem Ihre Versammlung statt-findet, schon wo anders zugesagt hatte, bevor ich noch Ihr Sckreibcn erhielt. Sie also djcse Behauptung ohne meine Zusage auf das Einladnngszcttel drucken liehen. Hochachtungsvoll Josef Tom schik Reichsratsabgeordneter. Wir haben dem vorstehenden nichts mehr hinzuzufügcn. Die Magazinsmeister und -Aufseher werden sich selber ein Urteil bilden, ob es in ihrem Interesse liegt, einem Verein anzugehören, der so offenkundig in seinem Vcreinsorgan lügt und entstellt. Wie es den Sklaven der Steiermärkischen Landesbahn änpfenberg geht. Die Kondukteure der Steiermärkischen Landesbahn Rapfenberg-Au-Scewicsen haben folgenden TurnuS: Zug 2501 a, Abfahrt von Kapfenberg 5*40 früh, Ankunft in Au-Secwicsen um 7 18 früh, Aufenthalt in Au-Seewiesen 1 Stunde 52 Minuten. (Zwischen der Zeit gehen 52 Minuten auf beim Vorschub.) Abfahrt des Zuges 2504 um 910, Ankunft in Kapfenberg um 10*80. Ein Kondukteur ist frei bis Zug 2507, Abfahrt von Kapfenberg um 2123 nachmittags, must aber schon um 1*15 im Dienst erschienen. Der zweite Konoukteur vom Zug 2504 hat Zug 2505, Aofahrt von Kapfenberg 1114 vormittags; Zwischenpause 45 Minuten. In dieser Zeit must er die Vakuumbremsen Zusammenhängen und den Zug untersuchen. so datz ihm keine Zeit bleibt, sein Essen zu verzehren. Zug 2503, Abfahrt von Kapfenberg 9 06 vormittags (zwei Kon-dulteure), Ankunft in Au-Seewiesen um 1046 vormittags, was aber selten der Fall ist. Dann Station- und Bcrgbau-vcrschub, Zusammenhängen der Vakuambrcmsen; ein Kondukteur must bei der Maschine den Aschenkasten ausputzcn, der zweite mutz die Personenwagen auskehren. Zwischenzeit 33 Minuten. Abfahrt des. Zuges 2506 von Äu-Scewicsen 11*19 vormittag-, Ankunft in Kapfenberg 12*45' nachmittags. Ein Kondukteur ist frei dis Zug 2509, der zweite hat Zug 2507. Zwischenzeit in Kapfenberg 1 Stunde 29 Minuten. Abfahrt Zug 2507 in Kapfenberg 2*28 nachmittags, Ankunft in Au-Seewiesen 3*59 nachmittags. Station- und Bergbauverschub. Um 5*80 nachmittags ist nach Seebach,Turnau zu fahren, eventuell bis Thörl und zurück nach Au-Seewiesen, dann ist Zug 2510 zu-sammenzustellen.. Abfahrt von Au-Seewiesen um 8 Uhr abends. Zwischenzeit vom Zug 2507 zum Zug 2510 4 Stunden, Von diesen 4 Stunden bleibt kaum 1 Stunde Pause. In Kapfenberg ünge-kominen, mutz mau wieder Verschieben und ins Böhlerwcrk fahren. Dies dauert bis 11*15 nachts. Ein Kondukteur mutz wieder Zug 2501 a übernehmen. Zug 2505, Abfahrt von Kapfen-berg um 11*14 vormittags, Ankunft in Au-Sccwicsen 12*49 nachmittags. Isolation* und Bergbauverschub. Um 2*30 nachmittags ist wieder in den Bergbau zu fahren. Zwischenzeit 2 Stunden 45 Minuten, was aber selten zutrisft. Abfahrt des Zuges 2508 um 3*34 nachmittags, Ankunft in Kapfenberg 5*07 nachmittags. Ein Kondukteur muh für Zug 2509 die Vakuumbrcmsen zu-sammenhängen. der zweite mutz Verschieben. Der Verschub dauert bis 8 Uhr. auch bis 8*30 abends, in der Früh muh er den Zug 2501 a übernehmen. Zug 2509, Abfahrt von Kapfenberg um 6*14 abends, Ankunft in Au-Seewiesen 7*49 abends. Station- und Bergbauverschub, Beleuchtung und Zusammenhängen der Vakuumbremsen für Zug 2502. Dies dauert bi? 9 Uhr abends. Hiebet ist nur ein Kondukteur. Der erste Kondukteur hat Zug 2501 n, 2504, 2507, 2510, der zweite Kondukteur hat Zug 2501 a, 2504, 2505, 2508, der dritte Kondukteur hat Zug 2503, 2506, 2507, 2510, der vierte Kondukteur hat Zug 2503, 2506, 2509 und der fünfte Kondukteur hat Zug 2502 2505, 2508. Ein freier Tag ist selten, es muh um einen solchen erst gebettelt werden. ‘ Eisenbahner allerorts! Bemüht euch ja nicht, auf die Landcsbahn Kapfenberg zu kommen! Hier ist ein ausgebreitetes Spitzelwesen und Kriechertum etabliert. Wer nicht zum Reichs-bund deutscher Eisenbahner bcitritt, ist verloren, er tvird sekkiert, bis er selbst geht. Diese Zustände wurden vom ge-Walt,gen Betriebsleiter Matusich und seinen Kreaturen eingcfuhrt. die letzteren verstehen selbst keinen Dienst, wurden dafür aber Denunzianten, um sich halten zu können. Aus den Amtsblättern. K. k. Staatsbahndirektion Innsbruck. Z. 1755/V—1« Am 24. Dezember 1912, Kasernverhältniffe, Klagen in der Personalkommission. Dienstbefehl. . , ®Ln. k. k. Bahnbetrrebsämter Salzburg. Bischofs-Hofen, Sie,nach.Jrdmng, Saalfclden. Landeck, Bludenz, Feldkirch, Bregenz, die k. k. Bahnstalionsämter Eben Schladmina Schwarzach-St. Veit. St. Johann i. T., St. Anton, Langen, die 1. k. kommissionellen Vertretungen Wörgl und Innsbruck die L k. Betriebsleitungen! In der Personalkommissionssitzung vom 12. November 1012 (Sektion für Unterbeamte) wurde darüber Klage geführt, hast im allgemeinen tu den llebernachtungsgebäuden für das Fahrpersonal zu wenig oder gar nicht vorgeheizt wird. Die Dienststellen werden angewiesen, entsprechende Vorsorge zu treffen, dast die Uebernachtungsräume vor Ankunft der Partien ausreichend beheizt werden und ist namentlich für die Nachtzeit auf die Einhaltung dieser Bestimmung zu fefjen. Dem in Betracht kommendem Personal ist dieser Erlast zur Kenntnis zu bringen, mit der Weisung, Anstände durch mangel- hafte Beheizung der Uebernachtungsräume künftig dem betreffenden Dienstvorstand direkt zur Kenntnis zu bringen, damit alle Mängel im kurzen Wege behoben werden können. Der k. k. SiaatSbahndirektor: Wagner. K. k. StaatSbahnoircktivn Innsbruck. Z. 214/1-1. Am 28. Jänner 1913. Lohnvorrncknngen der Arbeiter im Jahre 1913. Dienstbefehl.. Au alle Herren Dienstborständel Hinsichtlich der den Arbeitern im Jabre 1918 zu gewährenden Lohnvorrückungen diene den Herren Dienstvorständen zur Kenntnis, dast für die ständigen Arbeiter der Kategorie I die zweijährigen Vorrückungsfristen, sowohl per 1. Jänner 1913 (26. Dezember 1912) als auch per 1. Juli 1913 (26. Juni 1913) noch Geltung haben. Diese Lohnvorrückungen sind den bestehenden Bestimmungen entsprechend, selbstverständlich nur nach Maßgabe der Verwendbarkeit und des dienstlichen Verhaltens zu gewähren. Bezüglich der Arbeiter der Kategorie II und III wird bemerkt, daß da3 k. k. Eisenbahnministerium zufolge Erlasses vom 22. Jänner 1912. Z. 58.819/4 ex 1911 für dicfe Arbeiter hie dreijährigen Lohnvorrückungsfristen mit Wirksamkeit vom 1. Jänner 1912 einzusühren beabsichtigt. Vor Ablauf dieser dreijährigen Frist, sohin bereits für die Lohnvorrückung am 1. Jänner 1913, beziehungsweise 26. Dezember 1912, können nur jene der vorerwähnten Kategorien II und III ungehörigen Arbeiter in Betracht kommen, welche eine ganz besondere Dienstleistung aufzuweisen haben und deren Erhaltung im Dienste der Staatsbahnverwaltung im besonderen dienstlichen Interesse gelegen erscheint. Auch müßte bei diesen Arbeitern seit der letzten normalen Lobnborrückung oder Lohnzuerkennung m i n d e st e n s eine Frist von einem Jahr verstrichen sein. Sollten die Herren Dienstvorstände bei Zutressen der vorerwähnten Voraussetzungen Arbeiter der Kategorie II und III für eine Lohnvorrückung mit Wirksamkeit ab 1. Jänner 1913, beziehungsweise 26. Dezember v. J„ in Aussicht genommen haben, so sind die Lohnvorrückungsanträge für diese Arbeiter aus die Formularien anhcrzustellen, wie solche für die Anträge per 1. Juli, beziehungsweise 26. Juni t I., verwendet wurden. Es wird ausdrücklich bemerkt, daß die mit dem hieramt-lichen Erlaß vom 15. Februar 1912, Z. 228/1—1, verfügten außerordentlichen Lohnerhöhungen nicht als Lohnvorrückungen zu betrachten sind, sondern datz für den Lohnborrückungstermin die letzte normale Lohnvorrückung der betreffenden Arbeiter in Betracht kommt. Der k. k. Staatsbahndirektor: Wagner, K. f. priv. Sitdbalingcscllschafk. Baudirektion. Zl. 11.094/E. 11. Wien, am 28. Juni 1912. Betrifft: Zerkleinern des Brennholzes für Bahnaufsichtsdienstposten. An alle BetriebLinspektorate und Bahnerhaltungssektionen! Wir finden uns auf Grund der von den Betriebs« inspektoraten erstatteten Vorschläge bestimmt, tn der Angelegenheit der Zerkleinerung des Brennholzes für Bahpauf-sicktsdicnstposien folgendes anzuordnen: Für die Schrankenposten der Strecke Wien—Wiener-Neustadt. der Linie Wien—Triest und für alle übrigen Schranlenposten, welche ganz oder zum größten Teile von Streckenbegehern bedient werden, ferner für alle Block- und Zugmeldcposten, welche ausschließlich von Männern bedient werde», Hat die Zerkleinerung des Brennholzes durch Arbeiter der zuständigen Bahnerhaltungssektion, und zwar an Ort und Stelle bei den Bahnaufsichtsdienstposten selbst zu geschehen. Für Haltestellen wird das Brennmaterial durch den Verkehrsdienst beigestellt, dem auch die Sorge wegen der Zerkleinerung des Holzes überlassen bleibt. Auf den übrigen Bahnaufsichtsdienstposten sind zur Brennholzverkleinerung die dortselbst diensttuenden Wächter heranzuziehen. Diese Posten werden mit je einer Holzhacke, einer Bogensäge und einer Sägeseile beteilt, welche Werkzeuge als Jnventarvermchrung anzusvrcchen und im Inventar-Handbuch des Postens evident zu führen sind. Sobald auf einem dieser Posten die Holzverkleinerung nach den vorerwähnten Bestimmungen nicht mehr durch die Wächter des Postens, sondern durch Arbeiter zu besorgen ist. sind die Werk-zeuge, ohne einen Auftrag abzuwarten, sofort dem Posten abzunehmen und der Baudirektton zur Verfügung zu stellen. Der gleiche Vorgang ist einzuhalten, wenn der betreffende Bahnaufstchtsdienstposten als solcher ausgelassen wird. Der Direktorstellvcrtreter: Rausch m. p. Korrespondenzen. Billnch, Hauvtbahnhof. (E i s e n b a h n e r l o s.) Am 28. Februar verunglückte der bei der östlichen Einfahrt mit Wechselreinigen beschäftigte Wächter Genosse Peter P r a x tödlich. Der Bedauerswerte wurde von der Lokomotive des um 7 Uhr 19 Minuten in Villach ankommenden Schnellzuges Nr. 901 erfaßt und zur Seite geschleudert, wodurch ihm der Kopf zertrümmert und das Gehirn bloßgelegt wurde. In hoffnungslosem Zustand wurde der Schwerverletzte ins Allgemeine Krankenhaus überführt, wo er, ohne das Bewußtsein erlangt zu haben, noch am selben Tage um 6 Uhr abends seinen Verletzungen erlag. Am Freitag den 28. Februar um 4 Uhr nachmittags wurde Genosse P r a x, der ein ungemein fleihiger und braver Mensch war, unter sehr zahlreicher Beteiligung von Trauergästen zu Grabe getragen. Genosse Prax war 46 Jahre alt und hinterläßt eine Witwe mit fünf unmündigen Kindern. Die Schuld an diesem traurigen Ungiücksfall tragen jene Cr, gane der Südbahn, die einsichtslos genug waren, P r a x zu diesem Dienste zu kommandieren. P r a x hatte nämlich vor zwei Jahren das Unglück, wegen Farbenblindheit vom Wächterdienst abgezogen zu werden. Da er sich seiner großen Familie wegen nicht versetzen lassen konnte, beließ man ihn wohl in Villach, gab ihm aber einen schweren und gefährlichen Posten als Wechselputzer. Seine Bitte um einen anderen Dienst, die er auch.damit begründete, datz er sich infolge eines im Februar 1908 erlittenen Unfalles nicht recht bücken könne, wurde nicht erhört, weil die Südbahn angeblich in Villach für ihn keinen anderen Dienstposten habe. Das letztere trifft nun durchaus nicht zu, denn es werden in der östlichen Platzinspektion schon lange Zeit zwei jüngere Arbeiter als Kanzleidicner verwendet und auch zu Perrondienern werden nur junge Arbeiter Betätige» zogen. Wenn dies die Organe der Verkehrsdircktion nicht wissen sollten, dann sollen sie sich künftighin von jemand Vernünftigem informieren lassen. Es geht nicht an, einen Diener aus Verkehrssicherheitsgründen von seinem Dienst abzuziehen und seine Person durch solche starrsinnige Verfügungen erst recht in die Gefahr und seine Familie ins Unglück zu bringen. Speziell in diesem Falle sind die Vorgesetzten des Verunglückten timt dex Schuld nicht freizusprechen. Friedland. (Heiteres von unseren Schwärz-, lingen.) Die letzte Wahl der Vertrauensmänner bei den Fr. B.-B. hatte unseren Schwarzen gezeigt, datz noch sehr viel Wasser die Willig hcrunterfliesten mutz, bis sie mit etwaiger Aussicht auf Erfolg in einer Wahlkampagne eintreten könnten — sie haben cs im ganzen auf 11 Stimmen gebracht — und alsdann beschlossen sie, Wahlen auf eigene Faust zu arrangieren. Der Gedankcnweg mag etwa folgender ge-t wesen sein: j »Wenn niemand anderer wählt, als wir, dann müssen unsere Kandidaten gewählt werden, und zwar einstimmig, und der große schwarze Wahlsieg ist fertig." Im geheimen Konventikcl wurden die Kandidaten auf-, gestellt und ein großer Wahlaufruf in der ..Verkehrsbund-Zeitung'' erlassen. Die Komiker in dieser Posse wurden au»« gelost und die Stimmen fielen auf die Tüchtigsten unter ihnen: Joh. Paukner, Bahnmeister, und Franz Möller, teiger, für die Unfallve rsicherungSanstalt *, Franz BlaLek, tationsvorstand, und Fcrd. Schöna, Stationsleiter, für die Pensionsfasse. Tam, taut, bim, bum, die Komödie kann beginnen. Wählet diese bewährten Kräfte, sie verlangen nichts, sie werden euch glänzend vertreten! Joh. Paukner, der Bahnmeister mit zwei Rosetten — das Tragen der zweiten wurde ihm vor 14 Tagen gnädigst bewilligt, wenn auch der Gehalt dadurch nicht höher wurde; das will er ja auch gar nicht, der gute Mann, die Hauptsache bleibt, datz er jedes Jahr ein Sternderl mehr auf den Kragen kriegt, und wenn kein Platz mehr ist, sich einen Blechkragen aufnähcn kann, damit die Kunncrsdorser Bauern und Finanzer einen recht großen Respekt vor ihm haben — als Delegierter der Unfall» Versicherungsanstalt? Wer wird bei Erhebungen von Unfall» angclegenheiten die Protokolle für ihn unterschreiben; ob er sich seine Frau hiezu mitnehmen wird? Und vergesset nicht. Leuteln, ihm einen ganz großen Sabel mitzugeben. Und der Ersatzmann! Ein Franz Möller; der arme Mann, weist sicher nicht, Inas er da werden soll, et hat halt gegrunzt, als man ihn fragte: Willste kandidieren? «Jo!" — Und die zwei Kandidaten, B l a i c l und Schona, der eine eingebildet, datz er ein Beamter ist, der andere nicht weniger eingebildet, daß er doch noch einmal den Beamtenrang kriegt. I. Klasse ist er schon und II. Klasse darf er schon fahren, einen Sabel dürfte er auch schon vorrätig haben. Glückliche Leute, denen es nicht darauf ankommt, ob sie genügend bezahlt sind, sondern bei denen die Hauptsache die Zahl der Sternderln am Kragen und der Federbusch am Hut ist. — Doch, jetzt geht nach Hause» die Komödie ist aus. Ihr vier armseligen Kandidaten, die. Wahlen in die Unfallversicherungsanstalt und in den Pensionsfonds finden bei den Fr. B.-B. erst im Jahre 1915 statt. Heuer ist also nichts mit euch. Eure Kandidatur ist also alt-Stoff für ein Kasperltheater sehr gut zu verwerten. Neumarkt in Steiermark. Der Bahnrichter Schneider! in St. Lamprecht wird aufgefordert, die gehässigen Reden gegen die organisierten Arbeiter einzustellen, ansonsten wir gezwungen wären, einige Tatsachen aus seinem unrühmlichen Dienstesleben bekannt zu machen. Wir verweisen nur auf. den Vorfall vom 15. Dezember 1912 (Wächterbans 232), Hoffentlich genügt dieser Wink. | Trieben in Steiermark. Von dort wirb uns geschrieben:, I Bel der k. !. Bahnerhaltungssektion Selztal ist dein Bahn» Meister Pschik der Vorarbeiter Birner unterstellt. Für die Eisenbahnvcrwaltung ist Birner ein vollständig über»! flüssiges Möbel, dafür ist er für den Bahnmeister Pschik' ein unentbehrlicher getreuer Helfer bei Schwellenverkauf und dergleichen. Mit Pschik und Birner mutz es eine eigen« tümliche Bewandtnis haben. Birner möchte gerne den ganzen lieben Tag mit Pschik auf dem Bahnwagen herumfahren. Auf der Strecke oder im Zug. stets ist Birner Beim Herrn Bahnmeister zu treffen. Der Bahnmeister Pschik ist gleichzeitig auch MehrungSräumermeister für Trieben und stellt bereitwilligst den Hausbesitzern bei derartigen Anlässen Bahnarbeiter bei. Hauptsächlich interessiert sich Bahnmeister! Pschik um daß I n d u st r i e g e l e i f e und um eventuelle * G e m e i n d e a r b e i t e n. ES wäre interessant, zu erfahren. • welche Art von Unternehmergeist in Bahnmeister Pschik verkörpert ist. Bei dieser vielseitigen Verwendung ist es er«! klärlich, datz Vorarbeiter Birner den Bahnmeisterstellver»! tretet öfter spielen mutz. WaS für ein Unsinn da heraus»! kommt, beweisen die vielen unnötigen Arbeiten, die momentan! in Angriff und zumeist in halbfertigem Zustand wiederum, eingestellt werden. Ebenso beweisen die widersinnigen @ub«i stitutionen und Dienstkommandierungen dieser beiden Gleich«: gesinnten, welchen Eifer und welche Ordnungsliebe diese für, das gesamte Eisenbahngetriebe haben. Oft werden die Ober-' Bauarbeiter zu spät verständigt und die Wächter müssen! infolgedessen länger auf dem Posten bleiben. Oder kommen gleich zwei Substituten auf einen Posten. Wie viele Arbeiten! wurden schon auf der Strecke in Angriff genommen; kaum1, begonnen, wurden die Leute wieder abkommandiert und die' Arbeit auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Dabei ist die Strecke stellenweise in einem traurigen Zustand. Schrauben, nägcl sind locker und können mit der bloßen Hand heraus«! genommen werden, Kupellaschen sollten auSgcwechselt werden, s die Wassergräben sind voll Eis und Schnee, überall eine Un°' masse von Arbeiten. Und diesen Narrenturm nennt man Bei; der k. k. Staatsbahn „Sparsystem". Bei einer anderen k. k. Bahnerhaltungssektion würde man den Bahnmeister Pschik vom Streckendienst abziehen und in eine Bahn- | crhaltnngskanzlci hineinstecken. Den Bahnrichter Birner würde man unter einen strengen und objektiven Bahnmeister stellen, damit er einmal wüßte, warum und wozu cc eigentlich im Bahndienst ist. Bei einer strengen Bcaufsichti« gung könnte sich Birner nicht erlauben, die Oberbauarbeiter anzupumpen oder gar Gelder sammeln, um dann diese nicht für den gedachten Zweck zu verwenden. Wo sind die gesammelten vierzehn Kronen für den zum Militär eingerückten Oberbau arbeitet Franz Koller hingekommen? Nicht nur Birner, auch Bahnmeister Pschik dürfte wissen, datz der Koller bas ge» sammelte Geld nicht erhalten hat. Wir machen die k. k. Bahn», erhaltungSsektion Selztal und die k. k. Staatsbahndirektion! Villach auf diese Umstände aufmerksam und bitten, datz die Vorgesetzten Dienftesstellen dem Treiben dieser beiden Leute ein baldiges Ende setzen möchten. Sebastiansberg. (58. @.*58.) Dem Herrn Station^ Vorstand von Sebastianöberg erlauben wir uns auf diesem Wege den Rat zu erteilen, mit seinen Untergebenen etwas menschlicher zu verkehren. Ohne etwa vorkommende Dienstesvergehen verherrlichen zu wollen, im Gegenteil, auch wir propagieren den Standpunkt, datz jeder einzelne seinen Dienstesobliegenheiten auf das genaueste Nachkomme, müssen wir doch sagen, datz Milderungsgründe nicht ganz unberücksichtigt bleiben sollen. Aber eine solche Dorgangsweise, wie Sie! am 11. und 14. Jänner gegenüber Ihren zugeteilten Wächtern; praktizierten, kann nicht taktvoll und Ihrem Standes- und' VorZesetztcnansehcn zuträglich genannt werden. Die rote Wacht. ' Komotau. (K. k. Staatsbahn.) Komotau ist schock manchmal mit recht sonderbaren Beamten beglückt worden, abeC, noch nie mit einem solchen, als wie der Adjunkt Steiner ist. Derselbe ist die Rettung für Komotau. Er sorgt dafür, daß das Personal nicht ganz disziplinlos wird und die unmittelbaren Vorgesetzten gehörig respektiert. Steiner wurde nicht mit, der Leitung als Vorstand betraut, sondern ihm wurde ein Assistent vorgezogen, der zwar nicht beim Neichsbund ist, sich aber wegen seines korrekten Vorgehens allgemeiner Beliebtheit „erfreut. Diese Zurücksetzung gibt zu denken genug, wie gut Herr. Steiner ungeschrieben fein mag. Er hat cs erraten, wie man den Mantel hält, damit man sich nach oben beliebt macht: Man geht zum Reichsbund, damit man Ruhe hat und reitet dann auf dem Kleinen herum. Er ist der Mann, der den Arbeitern und Dienern den Respekt beibringt, und geht dabei mit sehr gutem Beispiel voran. Er geniert sich nicht, sich mit Unterbeamten so hernmzustmten, daß der ganze Bahnhof zusammenläuft. Fragt man aber, was los ist, so heißt es ganz einfach: „Der Reichsbund-Jaitcles streitet sich schon wieder." Dieser Herr hat aber auch sehr gute, ja sogar zu gute Informationen über dys Verhalten der Konduktcure auf der Strecke. Er weiß zum Beispiel, daß die Kondukteure auf der Strecke bei ungünstigem Wetter nicht auf die angewiesene Bremse gehen, sondern sich eine schöne BremShütte. aussuchen, die Pfeife anzünden, die Türe zumachen und daß sie nur dann zum Fenster hinansschauen, wenn es ihnen gefällt. Diese Leute, die ihm derartiges zugetragen haben, bedürfen in allererster Reihe selbst einer strengeren Ueberwachung, damit sie nicht Menschenleben aufs Spiel sehen und nicht zum Schluß anderen Leuten die Schuld zuschieben: Wester weiß der Herr Steiner zu erzählen, daß sich das Zugspersonal nur herumführen läßt und nur am 1h. das Stundengeld holt. Anstatt sich so gehässig über Bedienstete zu äußern, soll lieber der Herr Steiner seine Nervosität loszuwerden suchen. Es ist eine große Frechheit desselben, Bediensteten den schwer erworbenen Verdienst derart vorznhalten, und wenn Herr Steiner cS durchaus haben will, daß man sich öfter und eingehender mit feiner Person und seinem Tun und Lassen beschäftigt, mag er nur fortfahren, sich derart provozierend gegen Bedienstete zu benehmen. Wir werden dafür sorgen, daß er hiebei nicht seine Rechnung findet. Knittelfeld. Wir bringen zur Kenntnis, daß Sonntag Cen 16. März ttnt li Uhr nachmittags im Saale des Herrn Wildauer die Generalversammlung des Lebensmittelmagazins für Bedienstete der !. t. Saatsbahnen stattfindet. Bei'derselben findet die Neuwahl statt und empfehlen wir den werten Mitgliedern. ihre Stimme auf den von der Organisation empfohlenen Kandidaten Genossen I. Engel mann und Leopold Dump fort zu, vereinigen. Die Vollmachten sind an das Arbcitersctretariat in Knitrelseld, Hauptplah Nr. 2, zu senden, wo auch alle Auskünfte erteilt werden. . Lindau-Reutin. Seitdem die schwarzen Brüder des Verkehrsbundes in der Station sich bemerkbar machen, ist es mit der Solidarität und Einigkeit unter den Bediensteten aus. Der Vorstand Herr Harold züchtet durch sein Entgegenkommen das Denunziantentum und der gehässige Tratsch ist bereits in der Station an der Tagesordnung. Jeder, der nicht Mitglied des Verkehrsbundes ist, wird vernadcrt. 'So wurde erst kürzlich der Kohlenarbeiter L. entlassen, weil der chnst-lichsoziale Kollege Sch impstössel (welch herrlicher Namej den L. beim Vorstand verleumdete. S ch i m p st ö s s e l dürfte wohl andere Gründe gehabt haben, um auf die Entfernung des L. zu dringen. Wahrscheinlich fürchtete er.. daß L. das vielseitige Sündenregister des Schimpstössel bekanntmachen könnte. Sonderbar ist das Verhalten des Herrn Harold, der offen erklärte:- :,Bevor ich Schimpstössel gehen lasse, lieber entlasse ich alle Arbeiter." Was soll das heißen? Will Herr Harold den Kohlenarbeiter Schimpstössel vielleicht gar als Muster und Vorbild aufdrängen. Das wäre entschieden zu viel verlangt. Da. Herr Harold, müßten Sie sich schon um ein „Muster mit reiner Weste" umsehen. Herr Harold studiert gegenwärtig an einem Entwurf, wie er den Wagenpntzern die Nachtdienstzulage entziehen könnte, lim Ersparnisse zu erzielen. Wir erlauben uns einen Vorschlag zu unterbreiten. Der Stationsarbciter H. wird mit Ihrem Wissen und über Ihren Auftrag als Dienst-mädchen bei Ihrer Frau verwendet. Wenn Sie schon für die Bahnverwaltnng etwas ersparen wollen, dann zahlen Sie den H. aus eigener Tasche oder halten Sie sich ein Demstmädchen. Odcrsurt. (Kasperl II:) Schon seit zwei Jahren hörten wir Oderfurtcr wenig oder gar nichts vom „Reichsbund". Hie und da zirkulierten Gerüchte, daß cs bei den Kameraden „kracht", daß man einigen „radikaleren" . Kameraden den Sessel vor die Tür stellte ober baß eine bis zum Morgengrauen tagende Hauptversammlung sich nicht über die Ehrenstelle des Obmannes einigen konnte. (Kamerad L sch wollte sich nicht „gehend machen" lassen.) Oder daß dem Kassier Kamerad K k, wenn dieser am Ersten die diversen Kanzleien' behufs „Eintreiben" der Monatsbciträge a b-streift, alle seine Kameraden in weitem Bogen auSwcichciv oder durch eine zweite Tür entwischten. Aurl> über die „Schlagfertigkeit" eines Stationsmeisters der Montanbahn unterhielten sich kurze Zeit die Montanbahner. Böse und faule Zeiten hatten Einzug gehalten im Bund der „deitscn Eisenbahner": so durfte cs nicht weitergehen, schwuren sich beim Gerstensaft die „Deutschen". In einer kürzlich stattgefundenen Hauptversammlung, die „beschluß. fähig" gewesen sein soll, wurde der Kricgsplan fertiggcstellt, nach welchem der „Rechtsschutz" bekämpft und zugrunde gerichtet werden soll. Und auch der schlagfertige. Feldherr in diesem Kriegszug gegen die Roten durste nicht fehlen und siehe da. er ward gesunden, gefunden in der Person des Kameraden - Tichel-m a n n, Stationsmeister der Montanbahn. Jetzt konnte der Angriff gegen den Rechtsschutz beginnen. In der Februar-Nummer des „Deutschen Eisenbahner" war von einem Deutschen (?), — welchen wir raten, sich einer deutschen Sprachlehre für die dritte Volksschulklasse zu i eingehendsten Studium zu bedienen — ein Bericht veröffentlicht, welcher sich mit dem sozialdemokratischen Terrorismus auf der Montanbahn und mit dem Verhalten unserer Vertrauensmänner, Genossen Nahodil und Siegel, befaßte. Für die taxfreie Ernennung zum „Oberbonzcn" danken hicmit die beiden Sozi und wir gestatten uns nun, denjenigen „Kameraden". welcher für die Einsendungen von Zeitungsberichten einsteht, taxfrei, im Einverständnis sämtlicher roter Eisenbahner. zum „Kasperl II" zu ernennen. Es scheint einigen Machern, und vor allem dem Obmann des Reichsbundes (Ortsgruppe Mährisch-Ostrau—Odcrsurt). der Kamm geschwollen zu sein und diese wollen unbedingt, daß wir uns mit ihnen und ihrem Treiben ein klein wenig befassen. Uns Oderfurtcr« kann dies Verlangen recht' sein. Wollen diese Tichclmann und sein Gefolge, daß wir unbedingt die Spalten unseres „Eisenbahner" für ein paar kleine Vorkommnisse (nicht besonders netter Art), die sich in den „engsten" Kreisen der „Kameraden" zugetragen haben, tinsfüllen, dann werden wir dies.ja recht gerne tun. Stoff und Material ist genügend am Lager. Wir wollen für diesmal nicht persönlich werden, auch wollen wir für die Art der Einkassierung der Monatsbciträge für den „Rcichsbund" auf der Montanbahn nichts genaueres sagen, ersuchen aber alle jene provisorischen Bediensteten der Montanbahn, welchen man noch keine Versprechungen — wie früher definitiv werden :c. — machte, sich bei unseren Vertrauensmännern gefälligst einzufinden. „Herr T ich e I m a n n, wir erwarten Ihren Angriff und sind begierig, auch ihre geistige »Schlagfertigkett« kennen.m lernen." Die zwei zusetzt stattgefundenen Versammlungen haben uns von ihrer „geistigen" Schlagscrtigkeit nicht, überzeugt. Heraus mit der Peitsche, unseren rostigen Säbel wollen wir uns mit dem Margarinschmalz,' den einige „deutsche" Vertrauensmänner der' Oderfurtcr Eisenbahner am Kopf haben, blank putzen' und konservieren. Nun hat Kasperl II das Wort. ............ »»» . 5..... Versammlungsberichte. Wien. Die M a g a z i n in eiste r- - und -A u f s c h er-v c r s a m m l u n g.s Am 21. Februar fand in Pöndls Restauration, Wien II, Kronprinz Rudolfstiaße 17t), eine vom Ma-gazinmeisterverein einbcrusene Versammlung statt, in welcher ein Memorandum mit vier Forderungen, und zwar: Ein- reihung der Magazinömeister in die Gruppe B. Auflassung der Gehaitstufe von 1800 Kr., Erweiterung der Erholungsurlaube und Ernennung der Magazinaufseher zu Magazinmeistern bei Erreichung von 1200 Kr., verfaßt wurde. Die Versammlung ivar von zirka 100 Eisenbahnern besucht, und nahm der erschienene Genosse'Schwab zu dem Memorandum das Wort. Derselbe erklärte, diese Forderungen sind in dem 17 Millionen-Antrag des Genüssen Tomschik enthalten, und es nützt das Hinaufgehen am 27. Februar zum Eisenbahnministerium samt dem Uebergeben des Memorandums gar nichts, wenn der nötige Kredit zur Durchführung der Wünsche dem Eisenbahnministerium nicht gegeben wird. Dies kann nur geschehen, wenn das Abgeordnetenhaus samt Herrenhaus. die 17 Millionen geben. Leider sind es die bürgerlichen Abgeordneten, die nicht ihre Stimme für den Antrag geben. Es müssen die nationalen und klerikalen Abgeordneten immer erst die 1 Genehmigung von ihren Klubs haben, ob sie für oder gegen stimmen können oder dürfen. Weiters zergliederte Genosse Schwab überhaupt den Hergang und Verlauf der parlamentarischen Aktion für die Eisenbahner von 1911 bis jetzt. Es ist daher notwendig, daß sich alle Eisenbahner in eine große und feste Organisation zusammenschließen, um aus' eigener Kraft für ihre Forderungen eintreten zu können. Kategorienvereine schwächen und zersplittern nur die Kräfte und schädigen die Sache. Der anwesende Abgeordnete Kcmetter „berichtigte", daß die bürgerlichen Abgeordneten nicht die Genehmigung ihrer Klubs erbitten, müssen, daß aber er die Genehmigung von dem christlichsozialen Klub im Juni 1912 für das „Dafürstimmen" nicht erhielt, und infolgedessen, mit Päny und Neunteufel aus dem Klub austrat, und chaitit sowohl im Juni als im Dezember 1912 dafür stimmte. Also er bestätigte die Ausführungen des •Genossen Schwab. Weiters erklärte er, er könne auch sagen, daß Minister Förster kein warmes .Herz für die Eisenbahner habe, daß er aber im Jahre 1913 12 Millionen für die Wünschcersüllung der Eisenbahner geben werde. Als Genosse Schwab auf Kemeiters Ausführungen er. wihern wollte, erhielt er das Wort nicht mehr und die christlich-sozialen Magazin meister fürchtete«, die aufklärendcn Worte der weiteren Gewerkschafter könnten Licht in die Köpfe bringen, weshalb fic zum randalieren und schreien anfingcn. Schon der Entschuldigungsbrief des Gen.Tomschik, welcher zw?i Tage vor der Versammlung zu derselben eingcladen wurde, enthielt zuviel Wahrheiten und verschnupfte die Herrschaften sehr. ’ Nachdem den O tierköpfen die Magazinmeister Bariejs, Kowacik, Fink und Rosenfeld die Wahrheit sagten, verließen die Nordwestbahner das Lokal in vorgerückter Zeit. Golfern. Sonntag den 2. März fand eine Versammlung der Zahlstelle nach § 2 des Vctsammlttngsgesetzes im Gasthaus des hiesigen Arbeiter-Konsumvereines statt, in welcher' Tirek-tionLausschußmitglied Genosse W. L o i d l den Bericht von der im Jänner 1913 stattgefundenen Sitzung in ausführlicher, und leichtverständlicher Weise erstattete, wofür ihm die vollste Anerkennung der beinahe vollzählig erschienenen Bahnerhaltungsarbeiter zuteil wurde. Aus den Organisationen. Teichstabt. Sonntag den K. Mürz I. I hielt die Ortsgruppe ihre ganzjährige Generalversammlung ab. Aus den Berichten der Funktionäre ist zu entnehmen, daß die'Ortsgruppe 231 Mitglieder zählt, davon gehören 126 dem ..Hinter-bliebeneniinterstühungsfonds an. Die Bibliothek zählt 102 Bände. Versammlungen' wurden zehn und'Sitzungen elf ab-gehaltcn. 1 Die Gesamteinnahmen betrugen im Jahre 1912 Kr. 4502*64, die Ausgaben Kr. 4128*23, somit verbleibt ein Kassenstand von Kr. 374-41. Sodann hielt Genosse I a ck l einen kleinen Rückblick über die fünfjährige Tätigkeit der Ortsgruppe und betonte dabei, trotzdem wir eine Kampfesorganisation sind, so haben wir unserer hilfsbedürftigen Genossen nicht vergessen; denn wir haben seit der Gründung unserer Ortsgruppe, das sind jetzt fünf Jahre, 790 Kr. an Unterstützungen ausgczahlt, im Jahre 1912 allein 154 Kr. Redner ersuchte die Versamlung, das Unterstützungswesen auch Heuer wieder in diesem Sinne zu beschließen, wie es bisher gepflegt wurde. Beim Punkt „Wahl" wurde Genosse Josef Jackl als Ortsgruppenleiter und Genosse Raimund Runge als Kassier wiedergewählt. Alle Zuschriften, die Ortsgruppe der Eisenbahner betreffend, sind zu richten: Josef Jackl, Teichstadt 192. Rosenbach. Bei der am 23. Februar abgehaltenen Generalversammlung wurden folgende Genossen als Funktionäre gewählt: Franz Ritzinger, Paul Pug ln ig, Ob- männer; Simon Kru m,,Johann Lausch, Kassiere*, Johann L i c d l, Josef M a t i n z, Schriftführer; Jakob K a s ch n' i g. Franz Kren. Kontrollore; Michael Locotelle, Bibliothekar; Johann Knafl, Josef Kascheln it, Augustin Hartmann, Ausschüsse. Die Monatsversammlungcn finden jeden zweiten Samstag im Monat um 7 Uhr abends in Sitterü Gasthaus statt. Söiichcr aus der Ortsgruppenbivliothek werden an Donnerstagen und Sonntagen von 12 bis 1 Uhr nachmittags und von 6 bis 7 Uhr abends ausgegeben. Alle Zuschriften in Privatangelegenheiten sind an Genossen Franz Ritzinger, Wächter 30 in Rosenbach, zu richten. Parschnitz. Bei der am 2. März abgehaltenen Generalversammlung wurden folgende Genossen gewählt: Josef Schmidt, Obmann, Karl Böhnisch, Stellvertreter; Alois Wolf, Kassier, Josef Richter, Stellvertreter; Johann Kohl, Schriftführer, Josef Gr im, Stellvertreter; Josef Rücker, Franz F löget. Revisoren;, Josef Stoklas, Subkassjer für Königshahn; Franz Franz, Subkassier für GaberSdorf-Bcrnsdorf. Alle Zuschriften in Vereinsangelegenheiten sind an Genossen Josef Schmidt, O che r-k o n d u k t c u r in 29 o II a 92 r. 117, in Geldangelegenheiten an Genossen Alois Wolf, W e i ch e n Iv ä ch t e r in Parschnitz, zu adressieren. Prostnitz. Bei der am 23. Februar L I. stattgefundenen Generalversammlung wurden nachstehende Genossen in den Ausschuß gewählt: Johann toponct, Obmann, Franz Kurfürst, Stellvertreter; Rudolf I e n i s ch, Staffier, Franz üIha, Stellvertreter; Josef Doklädal, Schriftführer, Alois Metelka, Stellvertreter; Johann S i k o r a und Alois W a l o u s e k. Kontrollore; Franz Köhler, Franz N e z v a l, Rudolf .K Hs ela und Emil Mül'er, Ausschüsse; Alois 9?2 c t c l k a. Subkasiier tür die Strecke Prostniv-Triebitz*. Josef H e i nSubkassier für die, Strecke Kornitz-Skalitz; Fvanz Seidl, Subkässier^ für' .Körnitz und''die Strecke bis 'Türnau; Franz U i h a, Subkassier für die k. $. Norddahn. Nach der Wähl ergriff Genosse D irn et aus Wien das Wort und beleuchtete in einem zweistündigen Referat bie eigentlichen , Feinde des Eisenbahnproletariats. Ferner werden die Genossen ersucht, die Monatsbeiträge den Kassieren rechtzeitig zu entrichten, welche eine Bestätigung einhändigen müssen. Gleichzeitig wird aufmerksam gemacht, daß jeder Genosse, welcher die Beiträge sechs Wochen schuldet, das Fachblatt nickt mehr zugcsendet-bekommt und. nach, dreimonatigem Rückstand jeder statutarischen.-Rechte verlustig wird. Die Mitgliedsbücher und Jntevimskarten sind in den Monaten März, Juni und Dezember behufs Kontrolle und Abstempelung an die Orts-gruppenleitung einzusenden. Sämtliche Zuschriften in Vereins-Angelegenheiten . sind an. (Genossen Johann Spone r, Oberkondukteur, Proßnitz, Daliborka Nr. 3, in Geldangelegenheiten an Genossen Rudolf I e n i s ch. Kondukteur, Martinakgasse 52r. 11, zu senden. GaiSbach-Wchrtberg. Dje Ausgabe von Bibliotheksbüchern erfolgt jeden Sonntag. Bei Entgegennahme von Büchern ist das Mitgliedsbuch dem. Genossen Nieder vergor vorzulegen. (iniinie. Am 23. Februar fand die Generalversammlung statt. Gewählt wurden: Lcpunlitz, Zahlstellenleiter, Ger bic, Stellvertreter; Hvala, Kassier, Pa rav an, Stell Vertreter; Legisa, Schriftführer; Anderwäbd und R a b i e, .Kontrollore. Znnim. Am 2. März 1913 .hielt die Ortsgruppe ihre Generalversammlung ab, bei welcher die anwesenden -Mit glieder den Bericht der Funktionäre mit Befriedigung ent gegcnnahinen. Beim Punkt „Neuwahl" wurde Genosse 'Andreas Höcht l, Kondukteur in Znaim, Höckstrahe 7, zum Obmann und Genosse Franz C r b e n, Sandgasse 7, zum.Kassier gewählt. Die Mitglieder werden ersucht, sich in, Organisationsund anderen Fragen an, den Genossen H 5 ch t l, in Geldangelegenheiten. an den .Kassier Erben zu wenden. . Peitnu. Bei der mH 9. Februar d. I. stattgefundenen Generalversammlung wurden folgende Genossen in den Ausschuß gewählt: Johann Vueak, Obmann, Josef Br n n. flicke r, Stellvertreter; Matthias M c l e, Schriftführer, Johann Schegula, Stellvertreter; Franz Rosmann, Kassier, Anton Marin c: i c, Stellvertreter; Johann Spo -l c n a k und Paul .Bewarb h, 'K'ontrpllbre; Florian R ö ck, Bibliothekar: Rudolf L a ch, Ottmar Meissen st e i it, Georg Mahr>und Franz Stritar, Ausschüsse, Alle Zuschriften in VercinSangelegenheitcii sind an Johann V u ö a k in Pe t tau, A nastasiusgrünn stra ß c 3, in , Geldangele genheilen an F r a n z Ros m a n n in P e t t a u, L a st e it# strafe 10, zu richten. BÄhmisch-Kamnitj. Bei der am 2. Rärz abgehaltenen Wonatsversammlung wurden folgende Genossen als Vertrauens Männer ausgestellt: Für die Strecke Peiisen-Ebersdorf-Markers darf: Wilhelm H erbrich, Wächter; für die Strecke Ebers-dorf-R,abstein: Franz Röster, Wächter; für die Station Böhmisch - Kainnitz: Franz Morche, Magazin I arbeiter; für das Zugspersonal: Franz Lühne, Lokomotivführer; für die Strecke Böhmisch-Kamnitz bis Station Hillemühl; Ludwig Rückauf, Wächter .Alle UnfallSangelcgenheitcn und eventuelle Beschwerden sind bei dem zuständigen Vertrauensmann zu melden. Dux. Die Monats-Versammlungen werden jeden ersten Sonntag im Monat um 8 Uhr abends im Vereinslokal ab-gehalten. Die Mitglieder der Sterbekasse haben vom l. März 1913 an allmonatlich 10 H. an den Kassier abzugeben. Diese 10 H. fitto allmonatlich mit den MonakSbciträgen für die Ortsgruppe an den Ortsgruppenkassier zu zahlen. Durch diese Neueinführung wird die Einhebung von „separaten Beiträgen bei Sterbefällcn auf gehoben. Prerau I und Tl. Die Mitglieder werden ersucht, die ausborgten Bibliotheksbücher bis Montag den 24. d. M. zurück-zustellen. Bücher werden bis auf weiteres nicht ausgegebcn. Jene Mitglieder, welche mit ihren Beitrügen im Rückstand sind, werden in ihrem eigenen Interesse "ersucht, dieselben ehestens zu begleichen. Budweis. (2t n bi« Mitglieder des Lebens-mittelmagazins.) Am 25. März um,8 Uhr vormittags findet in der- Budweiser Bierhalle die Generalversammlung des Lebensmittelmagazins für Bedienstete der k. k. Staate-bahnen statt. Die Mitglieder werden ersucht, die Stimmzettel abzuholen. Als Kandidaten sind die Genossen Wenzel Kysela und Johann Persona ausgestellt. Auswärtige Mitglieder, welche nicht * zur Wahl kommen, wollen ihre unterschriebene Vollmacht an Josef Jindra Büdweis, Schillerstraße 6 5 2, oder an Wenzel Kysela in Dürnfe'llern 103 senden. Klagcufurt. Am 9. Februar fand die gut besuchte Generalversammlung statt. Gestählt wurden: Viktor Lackner, Obmann, Fillafer und S t e fa ne r,-Stellvertreter; Franz Haderer, Kassier, Grohnegger und - Po l l a k, Stell- -Vertreter; Thomas Fröscht, Schriftführer, Blatnik und 5*" Köm. Pichler, Stellvertreter; Franz T ch n i a e r l i n, Bibliothekar, Rarkou und Leeb, Stellvertreter; Ignaz Braz, Josef Florian und Johann S t e i b t r, Kontrollore; Johann W i e s c r, Tschcrnih, Franz Blatnig. Reh mann, Hrastnig, Zlepnig und Waid ich. Ausschuhmitglieder. Alle Zuschriften in Vereinsangelegenheiten sind an Viktor Sud net. Ob e rkon d uk teur in Klagenfurt, Bil-ringer Gürtel 6, zu senden. Wiener-Neustadt. Am 2. März k. I. fand die Geniral-tncrsammtuitf! der Ortsgruppe statt. Es wurden folgende Genossen in den Ausschub gewählt: Franz Dobrovnik, Obmann, Leopold Wallis und Josef Steiner. Stellvertreter; Karl H a n e r, Bibliothekar, AloiS Weidner. Johann Jandl und Josef Freiberger, Stellvertreter; Engelbert Saarn e i st e r, Revisor, Johann Kratzer und Josef W i n o. Hacker, Stellvertreter; Berthold lioibl, Josef Püchler, Matthias R u s ch ! a, Josef Haberl, Adolf Koller, Johann Pfeiffer, Anton P u h. Johann G l u n e tz, Michael L a n z, Johann Urban, AloiS Witt, Peter I u r i n l o v i ö, Johann T r i m m e l, Josef Koiser, Heinrich G r a s s e r, Ausschutzmiiglieder; Franz St n o 11, Engelbert Saginei st e r, Karl Rokyta, Johann H i r s ch ! e r, Matthias Ruschka, Leopold Wallis, Johann Schubert, Josef H a u h, Johann Pros ch, Johann T. r i m in e l, Johann Fallt), Adolf K o l« l c r, Karl .Hackt, Alois Witt, Peter Iurinkoviö, Josef G r e i n e r. Josef G l u n e h, Heinrich G r a f s e r, Subkassiere. Zuschriften in Vereinsangelegenheiten sind an Genossen Franz Dobrovnik, N e u n k i r ch n e r st r a h c 84, in Geldangelegenheiten an Genossen Kn oll, E nt in aber g-g a s s e 18, zu richten. Die Bücherausgabe findet im Arbeiter-Heim jeden Donnerstag von 8 bis 0 Uhr abends statt. Luditz. Am 3. Mürz fand hier die Generalversammlung der hiesigen Ortsgruppe statt und wurden folgende Genossen als Funktionäre gewählt: Wenzel Kern, Obmann, Franz Stock, Stellvertreter; Adolf Sch rann, Kassier. Josef Jakob, Stellvertreter; Adalbert 1111 mann, Schriftführer, Leopold Tausch, Stellvertreter; AloiS Präger und Leopold Tausch, Kontrollors; Franz Keil. Vertrauensmann für die Strecke Protiwih-Luditz-Vuchau; Wenzel Hick, Vertrauens. Mann für die Strecke Luditz-Gadcn; Josef Jakob. Bibliothekar. Alle Zuschriften in Vereinsangelegenheiten sind an Genossen Wenzel Kern, AushilsSbahnrichter (Hegerhaus bei der Strabermuhle) in Luditz (Böhmen). j„ Geldangelegen, heiten an Genossen Adolf Schrann, Kondukteur in Buchau (Böhmen) Nr. 80ti, Bahnhof, zu richten. Feldkirch. Am 1. März hielt die Ortsgruppe ihre Generalversammlung ab. Es wurden folgende Genossen gewählt: Ferdinand R o 11 n e r, Obmann. Friedrich R e i n e r und Fritz P reih, Stellvertreter; Michael Nagele und Josef Bub-weiser, ©chnfifichnt; Johann Burtfcher, und AloiS Platzer, Kassiere; Josef Zimt, Michael Loacker und Heinrich Schimmer, Bibliothekare. Alle Zuschriften find an ' den Obmann Ferdinand Roitner, Feldkirch-Levis Nr. 4 0. zu richten. Suvkassiere für die Strecke sind: Martin W id rin, Signalschlosser; Josef Zun k, Brückenschlosser. und Alois Platzer, Portier in der Werkstätte. Eingesendet. (Für Mefe fiubtll fltttitimmi ne Rrboltion Itlne ®«6iitteOrtung«) Vorsicht bei Ankauf von BeNfedern ist immer geboten. Als eine Firma ersten Ranges ist seit Jahren das Bettfedern-Versandhaus Max Berger in De scheu itz bekannt, das Tansende Familien zu seinen ständigen zufriedenen Kunden zählt und deshalb jedermann bestens empfohlen werden kann. Muster und Preisliste werden von der Firma Mar Bcraer in Defchenitz auf Wunsch versendete. Ein gr-sier Sieg der Solidarität ist der überraschende Aufschwung, welchen die Briinner Tuchfirma Ehler u. D o st a l in den paar Jahren ihres Bestandes genommen hat. Dieselbe zählt heute zu den vorteilhaftesten Bezugsquellen für jeden Privaten, welcher nicht nur billig, sondern auch gut einkaufen will. Unzählige freiwillig eingelangte Anerkennung?, schreiben sprechen für die autzergewöhuliche Leistungsfähigkeit dieser Firma, auf deren Inserat wir unsere geschätzten Leser verweisen. Ausweis der Vereines Mrnbahnerhelm". An Spenden für das „Eisenbahnerheim" sind bei uns aus folgenden Orten tu der Zeit vom 21. Februar bis 10. März in Kronen eingelaufen: Waidhofen an der ?)bb« !()•—, Schwarzach i. P. 10—.Restaurateur Frej, Wien XIV 30—, Tirschniy 20--, Lien» I 10 -, Penzing, zweite Rate 100—, Hauptzollamt, zweite Rate 20—, Sprechsaal. Achtung, Eisenbahner von Znaim und Umgebung! Am 15. März 1. I. erscheint die erste Nummer des neu-gegründete» PatteiblaUcs „Z n a i m e r V o l k s st i m in e" Organ für daö arbeitende Volk des Znainter Wahlkreises! Die organisierten Eisenbahner werden ersucht, das neue an nftntmiereit nnh tfiv Snffr.», . Offene Anfragen. An dir k. k. Staatsbahndirrktion Wien. ^ ^^ES^rpersonal bec Station Blindenmarkt er. latibt sich die höfliche Anfrage an die k. l. Staatsbahndirektion zu nchten ob es vcrpflich.tt ift, das zum beinhalten der ",Ötinc Pu^material selbst zu beschaffen, da der Herr 1? Putzmater,al auSfolgt; trotzdem verlangt er stets tadellos mite Weichen. Gleichzeitig bitten die Ge« fertigten, eine k. k. Staatsbahndirektion wolle veranlassen, datz zum AuSkchren der Stellwerksräume geeignete Besen beizu-stellen sind, da ml den im Gebrauch befindlichen Birkenbe,en der Staub nicht aus den Räumen entfernt werden kann, wodurch die Apparate verstauben und Störungen Eintreten können. Die betroffenen Wächter. schloffen ist und das Personal stundenlang am Perron herumstehen muh, ohne _die_ Bitte oder Beschwerde Vorbringen zu können, da die Tür immer geschlossen bleibt und der Herr Vorstand in der Telegraphenkaitzlei seinen Sitz aufgeschlagen hat, wo den Nichtbeschästigten der Eintritt verboten ist? Versammlungsanzelgcn. In nachstehenden Orten finden Versammlungen statt: GaiSbach-Wartberg. Am 16. März um yt4 Uhr nachmittags in ZartleSdorf. Döbling. Am 17. März um 6 Uhr abends in Wicharks GasthauS. XIX, Heiligenstädterstrahe 131, Generalversammlung. Admont. Am 19. März um 8 Uhr vormittags in KrauS' Gasthaus Generalversammlung. Favoriten I. Am 20. März um 7 Uhr abends Versammlung der Portiere Wiens im Arbeiterheim, Laxenburger-stratze 8. Teschen, Am 24. März um 10 Uhr vormittags General. Versammlung im Arbeiterheim. Dchreckenstein. Am 25. März um 8 Uhr abends Generalversammlung in Fischers GasthauS. Wien IX, Alsergrund. Am 27. März um V,S Ubr abends- in Herrn Neuspiels Restauration. IX, Nögergasse 32, Generalversammlung. Zieditz. Am 16. März um 4 Uhr nachmittags im Gasthaus „zur Sonne" Generalversammlung. Mitgliedsbücher sind mitzubringen. gL._. ■,.......................... Briefkasten der Redaktion. ZSptau in Mähren. Nachdem Herr Sali mann nach Moldau versetzt wurde, so sind Sie von diesem Vorgesetzten hoffentlich für immer befreit. HervenscWlie beten Utlartke nnd «ertiltung In jemeir*rflflnMl e • eefwertaes. • • Lebensmittel-Magazine für Bedienstete der M. öftere. Etaat»bah«enr reg. @ro. m. b. H. in Knittelfeld mit _____________Zweigniederlaffnng in Villach u Einladung »u der am Sonntag den 16. März 1913 um 1 Uhr nachmittags im Saale btS ©afthofe«# Wildaner in 1l«lttelfeld stattfmbenDett XX. ordentlichen @cncialtietfainm(ugo Tagesordnung: 1 Bericht der Vorstandes über das abge'aulene GefchästSjahr. 2. Bericht de» NcvisioneauSjchuiscS und Antrag auf Entlastung des Vorstandes. 3. Verlesung des Protokolls der letzten ordentlichen Generalversammlung und des Berichtes über die letzte gesetzliche Revision. 4. Beichmtzsassuni; über die Verteilung des erzielten Reingewinnes nam beut gegebenen Geminnverteilungsvotschlag. 5. Neuwahl bc8 RcuisioiiLauö chusscS (zwei '.Uiitg'teotr). 6. Netuvahl von sechs Vorstandsmitgliedern, (fünf |iit flnittel-seid und einer für Villach.» 7. Antrag de» Vorstandes auf Aenderung deS § 4 de» gegenwärtigen Statuts (Erhöhung der AnleilSeinlage) unv Schaffung eines Hilfsfonds. 8. Antrag des Herrn Änwn Wallner und Genossen auf Statutenänderung beziehungsweise Schaffung eine« neuen Statut« nach dem im Vorjahre etngebrachten Antrag. 3. Anfragen. NB. Hm finite diese torncratoetfammlung iüt Sfunft 7 und 8 der TageL-orbnnng nicht betolu6t66t|i feilt ioHtr, findet innerliaN, vier Wuche» eine zweite «fnemleetlomnilimn ftatt, welche flirr diese l’unfle nach it 8 de» genenwürtizen Statut» obitt Rücksicht auf die Zahl der anwesenden ober vertretenen Mitglieder beictilu6liii)l,l ist. .. , »ur fflenerotnet'mnmlunR haben nur Mitalikder. Frauen, bic nicht felyt mitflll' bet Und und Äinoern niltd bet Eintritt nicht arftaitet. Jede» Mitglied ift zur Perlrelung von drei anderen fflitnlicdein Be» rechttat, muß iedoch sftr jede» 111 vertiefende Mitglied die uon der tiinlabmtg im (üeiicrnlcetfmnmiung abzutrcnnende, ausgesertlgte Scßltimatiun als iSon« macht bcibrinRtu. Tie ausgegebenenSegitlmationen beziehungiweife BoUmachtcn, sind beim amganne iu d>>» «ersamintung» okal abzugkben und erhiill jede» Mita ied hiesür eine» Klimmjftiel mit bet Bezeichnung, für wie uielc Stimmen derselbe glilig ist Für den Vor st and: Mlols Sinke, CLman». Hubert tVnUe, Cocftanblmitglieb. Seltene Gelegenheit! Seltene Gelegenheit! wegen gerichtlicher Aündigung bin ich gezwungen, meine Sortilte in Anzügen, Ueberzieiiem, Ulstern. Winter» tüdcii, kurze und lange, «rbeitSmäiileln ilir Herren und «naben, Kostüme in Sommer lind UBinletslofsen sowie mein groi.e» Tuchlager zu iinSnabm#» 1» reifen zu Mi taufen. Sämtliche Stiften vo liis k>u Prozent unter de» früheren Preifen. — Al» Parteigenosse verpslici ic ich mich den auemärtigen P. T. Kunden beim liinTnitf von St. HO"- bic vtcise!pcsen ,u ersetzen. Paul Ritter, Prrrau. Ferdinandsgasse 3. — Nnr Barverkauf! Gemeinntttzige Ban» nnd Wohnnnffsgenossevschaft für Bedienstete Der k. k. Ltairtsbahnen in Knittelfeld (registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung). Bvnisth Beel« Hkoleehe ampiHUll Billige Bettfedern! 1 kg eren«, «nte, «eichlifiene a K, besser«i K4Ü; br^m« batbt»»ft(r ü K W); totisie 4 K; weifte, «nnmlut ü K 10; 1 tt dock »Ine, frimtetveifc«. #«• IAH)(nie « K 40, 8K; 1 kg »nnttea (ftleumk (irene « K. I K: roe-fie, («ine 10 K; oneifeinBei ®rn(lfleum 111 K. Wtl tlbnebme ««» C kg franko. Fertig gefüllte Betten ee» M4tffiM«e« reten. Haue», »«tfieii oteijielbenNenlmg, 1 »Ii»e,it. 1*0 om Kn«, 'tvla 1 ao em beeil, wllfaml D »«hfttffeii, >««»«> teng.jirto «iom biiit. eelflnt teil neuen, gr«n ». s«tir »«u.TMiten, flaumigen tSeilftbtm 16 K; t>«lbb*nnen 90 K: Tennen « K: «inielne tnihenle 10 K. U IC, 1» K. 16 K: flebfHflen 11 K. 8 K K), * K; luifienttn, tooern lan«, im em breit. iS K, 14 K 17 K eo, *1 K. Novfkiffen, «0 cm lug, 70 em breit, 4 K «n, » K », B K T» Untertncheitle en» ftertem, aeftreldm Weufl, i*o om in*», ite cm breit, l* K *o, i« K 80. 8-ersanb seit« HedmaDne een 12 K e* itenle. i'm »»Ich »eftattet, litt MiditMiicnbe» •elb titelte. * a 8. Benieeh 1b Deschenit* Nr. 168, Böhmen. «el*lflefhtle»ie Vretlltfl« «tattl und rank». .. An dir k. k. Nordbahndirrktion Wien. KaS gesamte ^ Personal der Station P r e r a u ersucht um Bekanntgabe, wann der Herr Stationsvorstand Ke da seine Aintsslunden hat, da den ganzen Tag die Kanzlei ge. Einladung itu der Sonntag den 30. Mürz 1913 um halb 2 Uhr nachmittag8 in der Speisehalle der k. k. Werkstätte stattfindenden xvm. ordetüllcheti Generalversammlung Tagesordnung: 1. Verlesung de» Protokolls der lebten ordentlichen General Versammlung. 5. ErgSnzungSwahl des Vorstandes und AufsichtSrateS. 8. Rechenschaftsbericht deS Vorstandes und Voranschlag für daS nächste Jahr. 4. Bericht des AufsichtSrateS und Erteilung des AbsolutoriumS. 6. 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