Ar. 64. Sonntag am 11. Änguli 1878. IH. Jahrgang. Cillitt' Zeilllllg. pi-snumsi-stions-kvllingungen. Für Cilli i «»»»»ich . . . —6» J5iri!J . . 1.5« ®o»uäfcris. . . ian)|dtni lammt A»g . . I.SO Hildjithri, . . . !>.i0 S»»»l»tzng . . . ».«« Erscheint jeden Donnerstag und Sonntag Morgens. Insvrsto v,orltsn sngvnommvn in bn änirtition der „Qiflirr .SHtanj". Her-teitjaPt Mr. 6 (»uiWruJetci o»n Zotz«», Nnkllchj. >»«»itrl» »e»«e» Inserate fil* die ..IiHi« Zeitnng" an: «. HKofte in ffiSm, und >llc» »«»«»leide» »ladt«, d » S»»l»»e»^'. I«s. »>?»-rrich >» «e»>, il. cwpelil »n» «olle» k vioinp. i» Wie». F. »#11«. Aeitn»g«»«ge»l»r >» chule theil (Herr Lever ausgenommen, der zu den Waffen gerufen wurde.) Der Vorsitzende eröffnete die Con« ferenz um 8 Uhr Morgen«, indem er über die erziehliche Seite der Lehrthätigkeit Einige« hervorhob mit der Bemerkung, daß er über den Zustand der inspicirten Schulen ohnehin schon in den Infpectionsconferenzen seine Mittheilungen machte. Zu seinem Stellvertreter ernannte er Herr« B l ü m e l. Zu Protokollführern wurden die Herren Kreßnik und Weiß gewählt. Hierauf wurde die Tagesordnung in folgender Weife erlediget. 1. Herr B l ü m e l referirie über die gewerblichen FortvildungSschulen. Die die Grundbedingungen zu einem gedeihlichen Foctdildung«umerrtchte enthaltenden zehn Thesen wurden einstimmig angenommen. 2. Herr Miklauz und Frl. H a l l a d a refe-rieten über die Frage: „Wie kann man die Ver« stande«entwicklung der Kinder am meisten fördern hiezu nahm auch Herr B o b i f u l da« Wort. 3. Herr Kreßnik und Frl. R a n k l referirlen über die Frage: „Wie ist die heimatliche Umge-dung beim naturkundlichen und geografischen Unter-richte zu benutzen?" An der Debatte beteiligten sich auch die Herren Bobifut und Blümel. 4. Herr Bovisul und Frl. M i h e t j a k rcfe« rirten über die Frage: „Welche« ist die Ursache der immer mehr zunehmenden Demoralisation der Jugend au« den in den Städten wohnenden un-leren Volk«elassen und durch welche Mittel ließe sich dieses Uebel erfolgreich bekämpfen?" Die diesbetteffenden vom Herrn Bobifut aufgestellten i Thesen wurden einstimmig angenommen. ! Debatte nahmen auch Frl. Hallada > An der und Herr M i k l a u z theil. 5. Die Herren Weiß und Bobifut referirten über „Auffatzübungen an vierclassigen Volksschulen", ersterer mic Rücksicht auf die städt. Knabenschule, letzterer mit Rtchicht ans die städt. Mädchenschule. 6. Herr Bobisut erstattete Bericht über den Zustand der Stadt-schullehrerbibliolhek, worauf die Wahl der Biblia« lhek«commisslon, welch- zugleich die Gefaäfie de« ständigen Ausschusses zu besorgen hat, vorgenommen wurde. E« erscheinen al« gewählt die Herren Bobifut, Blümel und M i k l a u Nach« dem die Tagesordnung erschöpft war, sprach sich der Vorsitzende dahin au«, daß die lebhafte Thä-tigkeit de« Lehrkörper« beider Schulen die größte Freude in ihm hervorgerufen habe, er gab der Erwartung vuSdruck, caß da» Gesprochene und Gehörte die besten Erfolge haben möge. Mit dem Danke für den Eifer, mit welchem sich die Mit« glieder den Conferenzarbeilen unterzogen, schloß der Herr Sladlschul-Inspector die Sitzung um halb ein Uhr Mittag«. (Lehrerverein in Eilli) An der am 1. d. M. abgehaltenen siebenten diesjährigen Monatsversammlung nahmen zwanzig Mitglieder und Herr Robiö, Lehrer von Pettau. al» Gast theil. Da« Protokoll der vorigen Versammlung wurde verifijirt, worauf der Obmann auf Grund einer Zuschrift vom Bunde«direclorium die Mit« glieder zu möglichst zahlreicher Betheiligung an dem am 6. und 7. September d. I. in Graz stattfindenden Bundestage*) animirle und ersuchte, allfällige Themen und Thesen bi« läng» sten« 15. d. M. der BereinSleitung bekannt jn geben. Zu Delegirten diese« Bere'ne« wurden die Herren Bodisvt und Brezovnik gewählt. Die Zuschrift der Redaction der Pädagogischen Zeitschrift wegen Beitrage« zum Preise für die beste Prei»-fchrift, und jene vom Stenografenvereine in Oraz wegen zum heurigen Stenografentage werden der Verein«leitung zur Berathung und Berichte?» statlung event, zur Erledigung abgetreten. Nach-dem Herr V. Iarc über „Zahl de« Hauptworte«" und „reinen einfachen Satz" einen sehr deifälltg aufgenommenen Bortrag hielt u 'd der Ovmann auf die Beschickung der nun vor der Thür stehen« den landw, Regional-Ausstellung erinnerte, wurde beschlossen, die nächste Versammlung erst im November zu halten. Schluß der Sitzung um I V. Uhr Mittags. (Liedertafel.) Der Männer-GesangS-Lerein unserer Stadt veranstaltete am Mittwoch den 7. d. M. unter Mitwirkung der Stadl-Musik-Eapelle eine Liedertafel für ihre Mitglieder in den a>« muthigen Ganenlocalitälen de« Hotel« zur „gold. Krone". Der prachtvolle, windstille Sommerasend *)Daran schließt sich der SängerbundeStag dei» 7. und 8. September. Aber auch hier zu Lande hieß e« Ansang« : „Eine neue N^rrheil, die alte Deutschheit wieder auf-dringen wollen." Dabei blieb e« nicht. Vorurtheile wie Sand am Meer wurden von Zeit zu Zeit ruchbar. Sie haben bekanntlich niemals vernünf-tigen Grund, mithin wäre es lächerlich gewesen, da mit Worten zu widerlegen, wo da« Werk deutlicher sprach. Im Winter wurde nachgelesen, wa« über die Turnkunst habhaft zu werden war. Dankdar denken wir nock an umere Vorarbeiter Vieth und Gui«muth«. Die Größeren und Herangereiften, vom Turnwefen besonders Ergriffenen, unter denen auch mein jetziger Gehülfe und Mitlehrer Ernst Stielen war, übten sich dabei recht tüchtig un» konnten im nächsten Sommer als Vorturner auf-treten. Boa denen, die sich damals gan> besonder» auf das Schwingen legten es nachher kunstrecht nach Folge und Folgerung ausbilden halfen und selbst große Mkiiler darin wuroen, sind zwei, Pischon und Zenker, am 13. Seplemver 1813 bei der tzKöhrde gefallen. Im Sommer 1812 wurden zugleich mit dem Turnplatz die Turn-Übungen erweitert. Sie gestalteten sich von Turn-lag zu Turntag vielfacher, und wurden umer freudigem Tummeln im jugendlichen Wettstreven auf geselligem Wege gemeinschaftlich ausgebildet. E» ist nicht mehr genau auszumilteln, wer dies und wer da« zuerst entdeckt, erfunden, er- sonnen, versucht, erprobt und vorgemacht. Bon Anfang an zeugte die Turnkanst einen großen Gemeingeist und vaterlandischen Sinn, Beharr« lichkeit und Selbstverleugnung. Alle und jede Erweiterung und Entwicklung gehl gleich al« Gemein-gut. So ist e« noch. Kaiistneid, da« lächerliche Laster der Selbstsucht, de« Eteno« und der Verzweiflung. kann keinen Turner beHaften. August Thaer, der jüngste Bruoer von einem Turnerdi^ei, brachte damals am Reck bereit« fech-zig Aufschwünge einerlei Art zu Stande, die in der Folge noch aus hundert uad zweiunddreißig ge-stiegen sind. A5» Thaer während deS Krieges ein'n im Felde erkrankten Bruder pfleg'e, raffte ihn 1814 die nämliche Seuche weg, von der sein Bruder gena«. Zuvor hatte er noch von Mögelin au« zur Einrichtung eines Tarnplatzes zu Wnezen an der Oder mit Rath und T»at geholfen. Nach Beendigung de« Sonmerturnen» von 1812 bildete sich zur wissenschaftlichen Erforschung und kunstrechien Begründung de? Turnwesen» au« den Turnferligite» und Allgemeingebildesten eine Art von Turnkü.istter.Verein. Er bestand jenen ganzen Winker hindurch, in dem die Franzosen auf der Flucht von Moskau erfroren. In diesen Zu-sammenkliafien verwaltete da« Orvncramt auf meinen Wunsch uad Willen Friesrlch Friesen au« Magdeburg, der sich besonder« aus Bauwesen, Naturkunde, schöne Künste uns Erziehungslegre gelegt hatte, bei Fichle ein fleißiger Zuhörer ge» wesen und bei Hagen in der alldeutschen Sprache; vor Allem aber wußte, wa» dem Vaterland« Noth that. Damals stand er dei der Lehr« und Erziehungs-Anstalt de» Dr. Plaman, Sie odwohl wenig beachtet, dem Vaterlande vortreffliche Lehrer ausgebildet. Friesen war ein aufblühender Mann in Iagendfiille und Iugendschön«, an Leid und Seele ohne Fehl, voll Unschuld und Weisheit, beredt wie ein Seher; eine SiegfriesSgestalt. von großen Gaben und Gnaden, den Jung uad Alt gleich lieb hatte, ein Meister de» SchwertS auf Hieb und Stoß, kurz, rasch, fest, fei», gewallig, und nicht zu ermüden, wenn sein« Hand erst da« Eisen faßte; ein kühner Schwimmer, dem kein deutscher Strom zu breit und zu reißend; ein reisiger Reiter, in allen Sätteln gerecht; ein Sinner in der Turnkanst, die ihm viel versankt. Iam war nicht defchieden, ins freie Vaterland heimzukehren, an dem feine Seele hielt. Von wälfchec Tücke siel er bei düsterer Wmternacht durch Meuchelschuß in den Ardennen. Ihn hält« auch im Kampf keine» Sterblichen Klinge gefället. Keinem zu Liebe uns Keinem zu Leide: — aver wie Scharnhorst unter den Alten, ist Friesen von der Jugend der Größeste aller Gebliebenen." Iahn war, als das glorreiche Jahr 1813 anbrach, der Erste, der dem Rufe Lützow« folgte. E« war ihm, dem Tyranuenhasser, zu enge da- begünstigte da« GesangSfest und die glänzende Beleuchtung des sehr geräumige» Garten», der mit seinen hoch gewachsenen Bäuven einen dom« artigen Eindruck machte, gewährte einen wahrhaft feenhaften Anblick der sich um so freundlicher ge-staltete, als der Besuch ein außerordentlich zahl-reicher wir, und auch kein Plätzchen in den äußer-sten Räumen unbesetzt blieb. Man zählte nahe an <500 Personen: es war die einheimische und frenide Flora der herangewachsenen weiblichen Jugend, die reizende Schönheit der anzielenden Frauen, und die immer gemüthliche Männerwelt, kurz Alle«, was Musik und Gesang liebt, in der dei-te,sten Stimmung versammelt. T«s gut gewählte Programm bestand aus folgenden Musikstücken al« : 1. Wiener G'stanzeln, Marsch von Wanisek — 2. Lvstspiel-Ouverture von Kelrr-Bela. — 3. Potpourri von Zinauer. — 4. Die Nordpol« fahr«, Walzer von gahrbach jun. — und 5. Flügel!»orn-Duett au« Aedikula von Scoboda. Alle Stücke wurden sehr gut, und mit vieler An« erkennung eyecutirt. AIS GesangSstücke, welche in entsprechenden Eintheilungen zwischen den Bor-trägen der Capelle, ausgeführt wurden, standen am Programm: 1. Seid ein«, Männerchor von Nagiller. — 2. Jäger nnt> ^'i)e. Männerchor von Silcher. — 3. Loreley. Männerchor von Silcher. — 4. Nur Du unv ich. Männerchor mit Bariton-Solo von Schumann. — 5. Dir Blümlein, österreichisches Volkslied, Männerchor von F. Schmid und 6. Iudenthuui in der Dkustk, Männerchor von Koch Eklen v. Langentreu. Sämmt-liche Pieken wurden mit eminenter Präcision und ausgezeichneter Vortragsweise gesungen, sie er« ranzen ungetheilten, und höchst lebhaften Beifall, so daß mehrere Piecen zur Wiederhohlung ge-langen mußten. Da« Verdienst dieser ladellofen Leistungen gebührt in erster Linie unsern bewährten Ehormeister, der unermüset bestrebt ist. Neue« zu bieten und stet« fortzuschreiten. ES rau§ aber in »ettertr Richtung allerdings anerkannt werden, daß dem Vereine tüchtige Klüfte mit hervorragender musikalischer Ausbildung zu Gebote stehen, unv daß sich darunter Stimmiiteln befinden, die nietn« zu wünschen übrig lassen. So hat UN« der Ge-sang«>Verein wieder einmal eine» recht genuß-reichen Abend geboten, der vermöge feiner übrigen günstigen Eonstellationen al« ein höchst gelungrne« Eängerfest bezeichnet zu werden verdient, und das lebhafte Verlangen nach einer recht baldigen Wie« derhohlung natürlich macht. Die ganze Gesellschaft blieb weit über die Mitternachtestunve in schönster Harmonie beisammen, und diese Harmonie wurde nur zu Anfang der Pioductionen dadurch gestört, daß ein paar tüchtige Hunde, die an diesem Abend wohl ohne Anstand ferne zu haltn gewesen wären, mitten in der Pioduction einen jämmerlichen Kravall zur Aufführung brachten. heimgeworden, und mit feurigen Worten rief er feine Gesinnungsgenossen zum heiligen Kampfe. „Ungerichtel uns ungestraft bleibe ferner kein Bubenstück. Unsere Wagen liehen dem Raubherrn die Flügel. Un« bewachten sie zu ü'asfer und zu Lande, sie verschwelgten, wa« wir erdarbten. Verbrechen i>'t ihnen unser heiliger Krieg. Aber unser Sieg liegt nur in ünserm Willen, denn nicht« al« Sünde und Wahn haben unseie Unterdrücker vor un» vorau»." Im Freicorps ward er bald Lieutenant und zuletzt Commandeur de» 3. Bataillons. Ruhmvoll kämpfte er bei Mölln (4. September 1313) und an der Gohrde (16. September). Der Lohn dafür war der Wladimirorden vom Kaiser von Rußland. Nach Beendigung de» Kriege« nahm «r die Turnübungen in der Hasenheide wieder auf. Ader wie schon feit ewigen Zeiten da« Gute durch Verdächtigung angefeindet wird, damit e« nur desto herrlicher sich zeige, so wurde auch Iahn 1819 de« Demagogenthiim» angeliogt, verhaftet und von Festung zu Festung, zuletzt nach Eolberg geschleppt. Wenn auch d>s Breslauer Erkenntniß, welches ihn auf einige unvorsichtige Aeußerungen hin zu zwei Jahren Festung verurtheilte, durch da» OberlandeSgericht zu Frankfurt o. O. 1825 aufgehoben wurde, so war er doch dei feiner Kraft gebrochen. Daheim war fein Hau« öde, denn fein Weib erlag dem Kummer unv Gram über fein uuverdientt«, harte» Schicksal, und er selbst war «in Verbannter. Er blieb unter Polizei-Aufsicht und durfte feinen Aufenhalt weder in Berlin noch in (Tanzkränzchen im Casino Vereine.) Wie da« Inserat in unsern heutigen Blatte anzeigt, so hat vie Direktion des hiesigen Cafino-Bereinc» für Samstag den 17. d. M. ein Tanzkränzchen veranstaltet, welche» um 8 Uhr Abend» beginnt. Wir constatiren bei dieser Ge« legenheit mit voller Befriedigung, daß die Directiou auch im Laufe der Sommer-Saison für eine ge-fellige Unterhaltung Sorge getragen hat, und glauben un» nicht zu irren, daß dieselbe allgemeinen Anklang finden und eine allgemeine Betheiligung heranziehen wird. Es kann hiebei nicht unterlassen werden, die Mitglieder de« Vereine» auf das ihnen nach § 13 litt. d. der Statuten zustehende Recht aufmerksam zu machen, nach welcher Be-stimmung sie befugt find, Fremde al« Gäste ein-zuführen, welche jedoch entweder dem Direktor oder einem DirectionS-Milgliede vorgestellt, un» sohiu in da« offen aufliegende Fremdenbuch ein-getragen werden müssen. Wir zweifeln nicht, daß viele Fremde, welHr eben jetzt in unserer freund-licht«, so zu sagen als Badeort bekannten Stadt, als Sommerfrischler weilen, freudig dieie Gelegen-heit benutzen und an der geselligen Unterhaltung Theil nehmen werden, nur müssen wir darauf hindeuten, daß die Direktion de« genannten Ver-eines bereit« wiederholt de» Wunsch zum Au«-druck gebracht habe, daß die verehrte Damenwelt hiebei möglichst einfache Toiletiten wählen möge, da sie ja ohnehin schon durch ihr Erscheinen allein da« Anziehende de« GeselligkeilS-Sin^e« i« freund« lichster Weife erhöhen, und immer die angenehmste Bedingung de« geselligen Vergnügen« begründen. E» möge daher dieser Wunsch auch die«mal nicht außer Acht gelassen werden. Landwirtschaft, Handel, Industrie. (Die Toja«Bobne.) (Schluß.) Hiedurch, sowie durch die Ergebnisse der vielrn Anbauversuche wahrend der letzten drei Jahre wäre nun zur Genüge erwiesen, daß wenigstens die frühreif enden Soja-Bohnen auch in Mitteleu-ropa ganz günstige Esistenz-Berhältnisse finsen, und daß sie sicher überall dort «och mit Erfolg angebaut werden können, wo der Früh-Mai« noch zur Reife gebracht wird. Wa« aber die ausgedehntere Eullur dieser, auch al« Funer für unser« Nutzthier« so werth-vollen Pflanze empfiehlt, ist nicht allein der große Gehalt an Protein und Fett, der den au» dem Sojamehl bereiteten Speisen dei angenehmen, pi-fantein Geschmack eine große, dem Fleische nahe-kommende Nährkraft verleiht, fondern e« empfiehlt sich die Eultur der Soja auch wegen de» reichen Samenertrages und ihrer eminenten Widerstand«-fähigkeil gegen anhallend« Trockenheit, da die einer UuiversitätS- oder Gymnasialstadt nehmen. Freiburg a. d. Unstrut, welche« er sich al« Asyl wählte, ward bald ein Wallfahrtsort der deutschen Silidenteiischafl und der deutiche„Eckart" mußte 1829 feinen Wohnsitz nach Eölleda verlegen. Erst als er sich selbst um allen Einfluß gebracht, konnte er nach Freiburg zurückkehren. Einen tiefen Schmerz em-psand er, al» der König aus seine Bitte, ihm da» eiserne Kreuz zu verleihen, ih n die Antwort gab: „er halte in de» eisernen Kreuze» noch nicht für würdig." Al» aber der König Friedrich Wilhelm I V. den Thron bestieg, wurden alle Be chränkungen aufgehoben unv ihm auch da» eiserne Kreuz ver-liehen. Doch der Grei» blieb in Freiburg, da« er lieb gewonnen hatte, zumal er auch fühlte, daß er a>t geworden unv dem „letzten Urbaum eine« niedergehmenen Wald««" gleiche. Im Jahre 1848 wurde Iahn in da« deutsche Parlament gewählt, er fühlte sich jedoch in ihm vereinsamt. Seine Zeit war vorüber, die Nachwelt verstand ihn nicht. Er zog sich mit schmerzlichen Erfahrungen nach Freiburg zurück und starb den 15. Oktober 1852, 74 Jahre alt. Lon Enke'« kunstfertig»? Hand steht in der Hasenheide dei Berlin fein Slanddild auf einem Steinhügel, zu dem jeder deutsche Gau einen Stein sandte. Ein Eichkranz, ewig jung belaubt. Den setzt die Nachwelt ihm auf« Haupt. Pflanze in Folge ihrer eigenthümlichen Befleckung den Boden gut beschatten und vor zu großer Ver« dunstung genugsam schützen kann. Dabei ist die Pflanze «»«gezeichnet durch ein vorzügliche» Anpassungsvermögen an die klimatischen und Bodenverhältnisse und genügt ibr noch leichter magerer Boden, auf dem die C«r«ali«n schon nicht mehr gut gedeihen können. Die Eultur der Pflanze verursacht wenig Mühe und Kosten uad ist auch ein Degeneriren der Pflanzen nicht zu befürchten, da die letzte» Eulturverfuche gezeigt haben, daß die hier geern-teten Samen nicht nur größer und schwerer, sondern auch qualitativ besser geworden sind al« die Original« sauten. Berücksichtigt man endlich noch den Umstand, daß die Pflanze kein Unkraut auskommen läßt uns daß sie sich gegenüber den Schmarotzerpilzea sowohl al» auch gegen Insectenangriffe völlig immun erwiesen hat, so wird man leicht ermessen, welch' hohe Bedeutung dieser Fremdling unter de« europäischen Eulturpflanze» erlangen mag. In welcher Weise die Samen am beste i verwendet werden können, wird wohl erst dann sich ergeben, wenn einmal der Anbau in großem Maßstab« eine weitere Verbreitung und Verwendung de» Soja« meHleS ermöglicht haben wird. Jedoch läßt sich schon jetzt nach den wenige» bisher gemachten Koch- und ttostversuche« sagen, daß die Soja nicht nur al« Sauce, Vrei (ä la Polenta), Püree etc. sondern unter Beimischung von Kartoffelmehl al» besonder» schmackhafte» und nahrhafte» Brod Verwendung finden wird, sowie daß die Samen auch in der Industrie wie z. B. für die Fabrikation von Chocolade und Kasse» furogat eine hohe Bedeutung erlangen werden. Von einer besonderen Wichtigkeit wird endlich die Soja für jene Classen der Bevölkerung werden, welchen der regelmäßige Genuß von Fleischkost au» ökonomischen oder anderen G.ünden nicht gegönnt ist, indem ",« in den au» Sojamehl zubereiteten Speisen eine nicht blos den Magen füllende billige Kost, sonvera «ine dem Fleische nahezu äquivalente wirkliche und kräftige Nahrung stndrn w.roen. (Ointr Frucht- und Mehlbörse vom 10. August.» ldfl«flh«^i7t wJed(? W'komm«n. Zu haben bei Ed. Skolaut, per Stück 30 kr. |/reuiwege ant Leinwand gemalen in 4 ÖKtam ln OoMrahm« gefasst, sowie 12 Stück schöne Aquarell - Landschaften von dem berühmten Maler Kreuzer sind bei Ed. Skolaut zu haben. 352 Cln« Wohnung: i Zimmer, Küche und Keller, 17 T!'\ e« s'hönc'' Owölb« sogleich zu beziehen. Hauptplatz Nr. 5. j53 Cln Olaswugen, offen und gedeckt, Oelachser ■- neu hergerichtet, ist billig zu verkaufen. Auskunft in der Eip. d. 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Oberarztes a. D. Anton Dostal in Nikolsburg und der verstorbenen Anna Wenzel in Graz, und die Marie Helene Albert, wohnhast zu Erla bei Schwarzenberg in Sachsen, Tochter des Buchhalters Franz Eduard Albert und seiner Ehefrau Franziska Seraphine geb. Grünenwald, beide wohnhast zu Erla, die Ehe miteinander eingehen wollen. Die Bekanntmachung des Aufgebots hat in der Gemeinde Erla und in den Anzeigeblättern für Kremsier und Cilli zu geschehen. Schwarzenberg;, am 7. August 1878. Der Standesbeamte: _?__lior^(>s. Bei einer honetten Beamtensfamilie weiden Kogtm&delieii aufgenommen. Für gute Pflege und sittliches Benehmen wird gesorgt. Auskunft in der Kxp. d- BI__355- . Brlllailrii mit Gwierm A.? in Verlust gerathen. Der üeberbringer eihiUt 10 fl. Belohnung. Abzug. Gasthof Stadt Wien. 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