Aibacher Nr. 111. «r»nnm«latl°n«pll««: Im «omptol« «an,l. fi. N, halbj. si. 0-Nl». »Or bl« Zustellung in» Han» halbl. »N ll, Mil b« Post »«n,j, ft- »K, halbj. ? 50. Dienstag, 17. Mai. lv!lbnholnng«n p«r »je!l« » l» 1881. Amtlicher Theil. w,^-k- ilnd k. Apostolische Majestät haben laut G'M,swn Handschreiben vom 7. Mai d. I. dem 5)r^z n cn und Landcomlhur des deutschen Ritter-von? r lor des Ruhestandes Theodor Freiherrn t^'esenfels, die Würde eines geheimen Rathes "lrl allergnädigst zu verleihen geruht. A^^' ""d l. Apostolische Majestät haben mit ho?Mer Entschlichlmg vom 12. Mai d. I. dem dens^" bcö Obersthnfmeistelamte.s Karl Rauch s'chl d !^"' eisnnen Krone dritter Klasse mit Nach-"^ Taxen allergnädigst zu verleihen geruht. I!chti^,"'/t'. °»l 17. Mai 1881, wird das IV. Stück des dies» "ktsci'dc, "'lch"> KandcSgesevlilallcs ansaegebcn und ^^^ en.häl, unter "k Diudnlachunss des l. l, llandrspräsidenten für ssrain !v/il' " ^"' ^^^' -li- a35/i)r,. betreffend die zur theil s»i, . ^"lünss des Landesbcitragcs zum Grundrutla» '"Monde siir das Jahr 1881 einzuhebetlden Zuschläge ^°n k ^"cten Steuern. °l Redaction deS La ndesg es c h b l a t t es. Erkenntnisse. ^««1 Fö l. l Ministerium des Innern hat unter dem 12. Mai .Hrb!>!t5'l,.^/bl. 1.. der in Zürich erscheinenden Zcitschrist Posld^ ,l'l'N'Me" auf Grund dcS ^ 2ll dcS PressaesefteS den "iiiidl'r ^ >'u tlieichSralhc vcrlretcilcn Königreiche und ^"lzuqen, ^kll«^ l. f. ^„dcsaericht Wien als Prcssacricht hat aus ^i, ü">. " l- l. Staatsanwaltschaft ertannl. dass der Inhalt der in t>ew ""Schrift „Gegenwart" ddto. Budapest. 8. Mai 1881. die Eörin!'>!"" ber «usschrift „Die herrschende Gesellschaft und 6 ^ A ^nwlr«uie" enthaltenen Aussah das Vergehen nach ""bot d!r"w^U"'"dc. "«d hat nach 8 493 St. P, O. das ^^ '-uiMervelbrcitu.'s, dieser Druclfchrift ausgesprochen ^ichtailltlicher Theil. "Wi3'^!^^ ber Kaiser haben, wie die „Czer-lany zum ^^«'"dtt. der Gemeinde Bahnhof Itz- Se m^^ulbaue !i(X) fl. zu spenden geruht. "" öeit'..n « '^l der Kaiser haben, wie die «Brim-eine"j,,V. '"eldet, den freiwilligen Feuerwehrver* je i^ ss v'' Seitendorf. Iaromörih und Hartmanih ^lNler^n?^ ^" freiwilligen Feuerwehrvereine in "-»—^l^fl. zu spenden geruht. ^ Die Trauungsrede, ^M^- Emillenz der hochwürdigste Herr Cardinal Er. l'?>ä,u Schwärzend erg bei der Vermählung Elzh«""°l. Hoheit des durchlauchtigsten Kronprinzen dllich/'M Rudolph mit Ihrer tön. Hohelt der ^^"cy.lgsteu Prinzessin Stephanie gehalten hat und die wir bereits in der Nummer vom 12. d. M. auszugsweise mitgetheilt, lautet, nach einer Meldung des „Vaterland", wie folgt: „Gelobt sei Jesus Christus! Mit erhebender Freude gedenke ich in diesem feierlichen Augenblicke, und nicht wenige der Versammelten gedenken mit gleicher Freude jenes festlichen Tages, an welchem der Erste und Mächtigste des Reiches gläubigen Sinnes von seinem Kaiserthrone hcrabstieg und in angestammte'. Gottesfurcht an die Stufen dieses Altares hintrat, um für sein Chebünd-nis den Segen des Allmächtigen, des Königs der Könige, in der von Jesus Christus gestifteten Kirche zu erlangen. Sicbenundzwanzig Jahre sind seither verflossen, und während immer noch die wonnige Festfreude nachklingt, mit welcher sich zur fünfundzwanzigsten Gedenkfeier jenes Trauungstages ganz Oesterreich um das kaiserliche Jubelpaar scharte, ertönen abermals Freudenklänge durch alle Gaue des weiten Reiches, weil wir den erlauchten Sohn und Thronfolger des kaiserlichen Vaters mit seiner jugendlichen Braut vor demselben Altare hier erblicken, in derselben gottgefälligen Absicht; den getreuen Sohn, geeinigt mit seinem christlichen Vater in dem gleichen Bekenntnisse des Glaubens, dass die Würde und Weihe des Familienbandes, sein Glück und Gedeihen nicht durch die Macht und den Glanz des ererbten Thrones verbürgt wird, sondern einzig und allein durch die glaubens-treue Gnadengemeinschaft mit demjenigen, der schon das erste Mcnschcnpaar in einem geheiligten Bündnisse gmnigt hatte und dieses Bündnis in der Fülle der Zeiten durch seinen eingebornen Sohn zur Würde eines heiligen Sacramentcs erhoben hat. Die Welt, die Gott nicht kennen will, glaubt die Kraft und Sicherheit des Ehebandes in einem Vertrage zu finden, der wohl iroifchc Lebens- und Standes-bcziehungen regeln und zeitlich erzwingbare Rechte und Pflichten verbürgen kann, aber der Vermählten geistiges Heil und wahres, dauerndes Familienglück nicht zu begründen vermag; der gläubige Christ dagegen stützt die Hoffnung für sein Eheband auf die geheimnisvolle Segenslrafl der übernatürlichen Weihe und heiligmachenden Gnade, die er in Demuth sich voll Gott ersteht. Mit Gott und vor Gott schließt er seine Ehe als heiligen und geheiligten Bund, und indem er gläubig und freudig in die große Weisung seines Erlösers eingeht: „Was Gott verbunden hat, soll der Mensch nicht trennen", schließt er diesen Bund mit der Ueberzeugung, dass eben in der von Gott ange-ordneten Unauflöslichkeit der Ehe ihre innere Hoheit und Würde wie auch die sicherste Gewähr für ihre edle Berufsaufgabe liegt, um deren willen er auch das verlangte Gelöbnis der Treue bis in den Tod auf Gottes Altar niederlegt. Dankbar erfreut sich der gläubige Christ wohl über die Segenswünsche seiner Angehörigen und Freunde, aber mächtiger als diese wertvolle Theilnahme und als die glänzendste irdische Bürgschaft für eine glückliche Zukunft erhebt ihn die ehrenvolle Aufgabe, die ihm nach Gottes Geheiß mit den Worten des Apostels anvertraut wird: „Ihr Männer, liebet eure Weiber, wie Christus seine Kirche geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat." Auf diesen göttlichen Auftrag gestützt, von Gott bestellt zum Haupte und Hort seines Hauses, bemüht sich der christliche Ehegatte, im Kreise der Seinigen ein Abbild der Kirche Christi darzustellen und freut sich der zuversichtlichen Hoffnung, dass seine Liebe, seine Sorge und jegliches Opfer, welches er zum Wohle und Heile seiner angetrauten Gattin und seines Familien-Herdes zu bringen weiß, im Anschlüsse an das große Opfer Christi und in der Nachfolge desselben seine Kraft und seinen reichen Segen finden werden. Im gleichen Glauben und Vertrauen findet sich die christliche Gattin über alles dadurch geehrt und geadelt, dass sie nach Gottes Nathschlusse und Geheiß berufen ist, in ihrem Familienkreise theilzunehmen an dem gnadenreichen Schaffen und Wirken der Kirche Jesu Christi. Gleichwie die große Familie des Menschengeschlechtes durch die Kirche erzogen, unterrichtet nnd geheiligt wird. so suhlt sich die christliche Gattin in der ihr zugewiesenen Lebensaufaabe, im Geiste der heiligen Kirche der Mittelpunkt für die Erziehung, Veredlung und Heiligung derjenigen zu werden, welche Gott ihr anvertraut, und wie das Herz im Leibe für die Erhallung des Lebens schlägt, so unter den Ihrigen das Gnadenleben zu vermitteln, zu erneuern, frisch und kräftig zu erhalten. Das Wort Christi des Herrn: „Was Gott ver-bunden hat, soll der Mensch nicht trennen", und die Mahnung seines Apostels über die Standesaufgabe der Ehe gilt für alle Eheleute gleich, für die Aerm-sten wie für die Reichsten und Höchstgestellten; für alle gleiche Pflicht und gleiche Gnade. Nur wird der himmlische Segenspender, von dem jede gute Gabe kommt, von jenen mehr verlangen, welchen er mehr gegeben; wer mehr empfangen, dem steht für den Tag der Vergeltung eine strengere Rechenschaft bevor. Wer auf den Leuchter gestellt ist durch Gottes Macht und Fügung, darf nicht im Finstern wandeln; leuchten musS er, um nicht nur sich allein, sondern auch andere vor Abwegen zu bewahren. Die Welt mit ihrem Flitterglanze und Glücke ist aber für jene gefährlicher, denen sie mehr Freude, Macht und Gaben bietet, denen sie mehr schmeichelt, denen sie mehr Schlingen legt; das Glück der Welt ist für jene gefährlicher, welche der Noth, den Sorgen und Demüthigungen dieser Welt entrückt sind. Diesen Klippen und Verantwortungen werden gottesfürchlige Eheleute entgehen durch steten Aufblick Feuilleton. GesundhtiUMge in der V»ll«schule. Von Anton Derganc. 111. (Schluss.) ^chui^"'hygienischen Standpunkte ist ferner an die ill elh.' beziehungsweise die Gemeinden der Anspruch >sser ' dass sie die Schulkinder mit gutem Trink' Mle der^su 6"'- Es müssen zu diesem Behufe von ^»nei, ^emeinde ans dem Schulplahe geeignete !5' Ech,s' lleu angebracht werden. Das Bedürfnis >>l la, l"^"b "ach Wasser ist überaus lebhaft und , lelbe» dlc Brunnen in den Zwischenpausen von > Hz' ^'lagert sehen. Unter solchen Verhältnissen die ß^'uiaffnug guten Wassers eine Lebensfrage >, T^M" werden. Bekanntlich ist bis zum heu- > eil,^ b'e Stellung des Tnnkwasscrs zur Aetio-""lttnaen "^b"' Reihe schwerer epidemischer Er- ! °" G?.. ^"Z uicht ganz geklärt; man hat indes in "'k'vM ' Mechtes. mit Fäuluisproducten gefülltes Ue"d dm,. "Ml'ch z" vermeiden und die Schul« in. Wichti/>l""g zu schützen. 3 ' dasz H !""d also schon bei der Brunnenanlage ^"k!m.Aw"sch""gen schädlicher Natur von dem "" ausschlösse,, bleiben. Man wird die Nähe von Gehöften, welche mit jauchigen Flüssigkeiten den Boden imprägnieren, für die Schule von vorne-herein meiden; desgleichen Fabriken, welche giftige Massen in den Boden einsickern lassen; ebensowenig wird man Senkgruben in der Nähe des Schulhauseö anlegen und für die größte Reinhaltung der nächsten Umgebung des Schulhauses Sorge tragen; man wird endlich nach allen biefen Vorsichtsmahregeln dem Aussehen des Wassers, seinem Geschmack und seiner Zusammensetzung häufige und große Aufmerksamkeit schenken. Während die Berechtigung der Hygiene in allen denjenigen Fragen, welche bisher zur Beantwortung kamen, ihre entscheidende Stimme abzugeben, über allen Zweifel erhaben ist, hat sie in den Fragen, welche sich auf den eigentlichen Unterricht beziehen, ihre Competenz vorsichtig abzuwiegen gegenüber denjenigen Forderungen, welche von Seite der Erziehungs-llhle aufgestellt werden. Auf diesem wichtigen Theile sieht maii deshalb auch seit einer geraumen Reihe von Jahren einen entschiedenen Gegensatz der Vertreter beider Wissenschaften, der Aerzte, als der Beschützer des körperlichen, der Pädagogen, als derjenigen des geistigen Wohles der Ingend, hervortreten. Die Ae>ze sorgnis geäußert wird. dass ohne die Wwe"""" rechtzeitiger Vorsicht die gewitterartig von ^ew ' " Westen sich ausbreitende Bewegung die österre W^ Grenze eventuell überschreiten und namentlich w ' von der russischen Grenzstation Woloczyska nur " eine Brücke getrennte Podwoloczyska h'«'""^,, könnte. Nach einer in jüdischen Kreisen "llgw verbreiteten Behauptung soll nämlich WoloM" der That zum Objecte eines von russische" ^n h, banden für den nächsten Montag verabredeten ^' ,^ anfalles ausersehen sein. Gemeine H"bg'" W-übrigens nicht das treibende Motiv der russt ^ ^, ruhestifter zu sein, indem constatiert ist, da!» ^ Galizien benachbarten Schauplätzen der I"oenlt ^ nur sehr vereinzelte Fälle der Aneignung "^ ^ fachen und Geld vorkommen, dagegen systenwtW jüdische Eigenthum zerstört und'vernichtet nmo^^ Vom Ausland. In dem am 13. d. M. abgehaltenen ConM'^ hat Se. Heiligkeit der Papst 83 Bischöfe (z"""' Ze, Frankreich, Italien und in Mi-Udu«) ernaim,^ Heiligkeit ernannte Funder zum Fürstbischof uon ^ ferner zwei Coadjutors für die Bischöfe von ^"^. Straßburg, dann zwei Auxiliar-Bischöfe für vl bisthümer von Kalocfa und Lemberg. Mt: Aus Petersburg, 14. Mai, wird gen^ Das kaiserliche Manifest, da» Resultat der Aer^ gen in Gatschina. ist als Ausdruck der Ho"W ^i des engeren Cabinetsausschusses anzusehen, '" ^Mt» den Berathungen betheiligt war. An den Veral^.^ nahmen nicht theil: Adlerberg, Slaatssecretnr ^ Walujeff, Admiral Pofsiat uud Fürst UrujM^ Es bestätigt sich, dass die Iudentunmlte '" ^ u. s. w. hauptsächlich durch vom Norden 9^ ^ Persönlichkeiten hervorgerufen wurden. —. Ml>^ lensk wurde ein Mann verhaftet, welcher ei» " ^ auf den dortigen Gouverneur Staatsrath AN» absichtigte. ^t Wie in diplomatischen Kreisen verlautet.^^ t„e man aus Brüssel unterm 14. d. M. -^ f"^l d>e von Russland angeregten Vorverhandlnnaen ' «zt^ Verfolgung politischer Mordanschläge dahi", ^ett" schen der russischen Regierung und verschiedenen ,^l Regierungen Verhandlungen wegen abMch ^B Auslieferungsverträge eingeleitet worden fi""/^,^, <"? eine gewisse Kategorie von politischen Verbrecy gemeine Verbrecher behandelt wird. .<^- ^ Aus München, 14. Mai, wird bench^M Neichsrath hat einstimmig ohne Debatte den " ' ^ der Kammer, betreffend das siebente Schul^heN gelehnt. Anstatt des Bischofs Dinkel hatte o v. Lotzbeck darüber referiert. Der französische Vertrag mit 5u"s' ^ In der Sitzung des französischen S"^^y 13. d. Mts. kündigte der EonseilsprästdeM u^ne an, dass tagsvorher der Vertrag vom Bey " ^„ M unterzeichnet wurde. Er könne dem Senate haiu ciellen Text nicht mittheilen, derselbe werde " ^d^ der Ratification der Kammern unterbreml ^g p Wohl könne er aber das Wesentliche de^^ si^! bekanntgeben: z" A uns der Vertrag das Recht, die P^'He fiir ° setzen, welche die französische Aufrechthaltuug der Ordnung und f'lr d'e h„eH der Grenzen und des Küstengebietes !" ^sM» erachten wird. (Beifall.) punkte garantiert die französische Wg«e^ die Sicherheit seiner Person, semes Lanoe» , lie Dynastie. Vom europäischen Gesichtspu''.'/z^lH, die französische Negierung die gcge"'"" ? M« der Regentschaft uud anderen curH" ^^rb>"°'/>, bestehenden Verträge. Der Bey macht ''^„ko"'^ in Hinkunft keinerlei internationales "^ .fische"^ ohne früheres Ellwernehmen mtt d" !>" ," ^,,aM"^ aierung abzuschließen. (Beifall.) ^ 7den M Agenten Frankreichs werden nach «"^ ^ FM « der tunesischen Interessen übernehmen. ^ der ",. wesen wird von uns im Einvernehme" ^^re" " gierung des Bey behufs Sicherung ""«» Laibachcr Zeitung Nr. 111 95» 17. Mai 1381. nanzblenstes in der Regentschaft geregelt werden. Eine wenere Convention wird die Ziffer und den Modus ^^lntreibung der Kriegscontributionen festsetzen, mit ?l" "'^^ unterworfenen Stämme beleg! werden ""o sur welche die Regierung des Bey die Garantie "°ermmmt. Schließlich macht sich die Regierung des ^>."°'"dlich, die Einführung von Munition an s^ ^udluste von Tunis, welche eine permanente Ge-h"^ lur Algerien ist. zu untersagen. Ferry hofft, dass r «ammern diesen Vertrag ratificieren werden, wel« tM.l 5 Sicherheit der französischen Interessen ge« 3ck l- ""^ ^^" ^"^ ^'^ Expedition verfolgten , Me französischen Journale billigen den Vertrag Caii' '2' Die .Mpublique Fran<^aife" sagt, das be°?. )^e in dieser Frage eine sehr gute Haltung ei,,,?s ' ""b besteht auf weitgehenden, in Tunis , MMenden Verbesserlingen, um die Tunesier zu ueoilM und so den friedlichen Fortschritt im Süden "lMereiten. bie m?"^^" beurtheilen die meisten englischen Blätter u^5°'nachung zwischen Frankreich und Tunis äußerst 'UUWig. Die „Times" sagen, die Lage Europas reis.« 5 derartige. dass lein wahrer Freund Frank-Mi», u stimme Ahnungen die Entwicklung einer u„b beobachten kann, welche die Italiener erbittert fr«„.Vemdet und die Sympathie Englands für die """Me Nepublik erkaltet hat. liunn ^ '""" versichert, kanl es vor der Unterzeich. W k Vertrages zu einer sehr lebhaften Scene, stavba „ ' 1 ^ "''^ ^'""" Premierminister Mu-^er?^ " befand, warf er diesem vor, ihn mit dem lieins^^cheu getäuscht zu haben, dass die ita. ^ Armee Tunis zuhilfe kommen werde. iört>^ Pariser Journal „Officiel" meldet die Be-zuln «!"? ^ Geschäftsträgers zweiter Klasse, Noustan, nun. 'H"ststräger "ster Klasse und dessen Ernen-^« zum französischen Ministerresidenten in Tunis. Aus Rom ltniiin"""'" 14. d. M. berichtet: Die heute in der Cail',^ verlesene Erklärung des Ministerpräsidenten Tunis l?^ legenden Wortlaut: «Die Ereignisse in N,^ 2 haben des öfteren die Aufmerksamkeit der Kam« ttsckpi ^ gezogen und es der Negierung zweckmäßig zu alb ^en, derselben diesbezüglich Erklärungen AiiM "' ^^che die Regierung bestätigt. Indem das Ii,^tt um selbst seine eigene Vertheidigung höheren lttlieUa/" "^"ordnet, könnte dasselbe heute leine Inten ^t'.'!" ?'uehmen und müsste es die Interpellan« Kation wb^ vertagen. Aber diese Inter-Welcher di/ w 9^n die parlamentarische Situation, tragen muss, wäh-die inneren Re. tracht in 5„ «n ""l ln der Regierung und die Elu-Um dali .Moritat fordern (Rufe: Sehr gut!) ^ Avri, Vr?.^ Majorität, wie dieselbe am '""be, aufrechtzuerhalten, Entlals. '^"'"'" beschlossen, dem Könige seme klger d° "2 einzureichen. Es hofft, dafs seine Nach-' '°Nseke>, .. ^" dem Ministerium begonnenen Reformen ^er U>, , zu Ende führen werden. (Rufe: Gut!) "id da«N ^ ^ s"ne Entschließungen vorbehalten Elchen «!"c3?""' aufgefordert, zur Erledigung der ^ie bv^lchafte auf seinem Posten zu verbleiben." ^ella n ." lelegraphisch gemeldet, hat der König ^"N, d-. «. ." Neubildung des Cabinets beauftragt, ^"rr vlcd.) ltc>lie„>s^ l ^ le,ny Sa int - Hilaire drückte den, M leb?"' ^^schafter in Paris, General Cialdini, ^lie„ „'c ' Wunsch aus, die guten Beziehungen mit ">sse. di""Nechtzuhalten. zerstreute die Missuerständ-^»law ^ ^"'ge Stellen in seinem Rundschreiben gelben '""^" konnten, und bestätigte, dass er in 5 A, l "^ Anspielung auf Italien gemacht habe. Ma"i ">?gl>cre« meldet. Barthclemi Saint-^"qili/ F"be dem französischen Botschafter in Rom, ^v'Nm'n.e Noailles, telegraphisch die Weisung °az 5/n lassen, Eairoli Aufklärungen über "'selbp,,s ^leiben dahin zu geben, dass er in ^ n," leule Anspielung auf die italienische Regie« ^^achen wollte. Hagesnmigkeiten. >te^^°'Uenearinische Deputation.) Der b l "ttsta ' ^^ Senatspräsidcnt Bo^o Petroviö, welcher °nrh^ 3 mit einer montenegrinischen Deputation, ! ^«nte. «.b"" Großwojwoden P, Vuloli«!. den Com-l>. °" 21 n) ^ezovii und St. Milosev. de>, Adjn-^ Ee/. ^'zovit. M. Vuciviö und St. Popovit und "teit "k>r V, Mili^ in Wien eingetroffen, wurde ?,'kr j "°ch"nttag3 un, 3 Uhr von Sr. Majestät dem >?lhe d^ ö empfangen und überbrachte die Glück-he ll'w N "^llen Nikola von Montenegro zur Vcr-^°N3 N^'/' ""^ k. Hoheit des Kronprinzen Erz» !>, ^llr ^' Tagsdarauf ist die Deputation mit "^ "erzuge der Nordbahu nach Petersburg ab- im Wiener ^"'te.) U„, 22. d. M um N Uhr vormit-' tags wird die Schlusssteinlegung im neuen Wiener Iustizpalaste vorgenommen. Se. Majestät der Kaiser wird von dem Leiter des Justizministeriums au der Spitze des Baucomitcs an dem Hauptportale des Justiz-Palastes empfangen und an den in der Centralhalle befindlichen Tisch geleitet. Der Leiter des Justizministeriums drückt in einer Ansprache an Se. Majestät den Dank für den Bau aus und stellt dann die Mitglieder des Baucomites vor. Hieraus folgt die Unterzeichnung der Schlnssstcin-Urkundc durch Se, Majestät und die Ver-lesung derselben durch den Ministcrialrath v. Felner. die Schlusssteinlegung durch den Kaiser und die Befestigung des Steines mit drei Hammerschlägen, welche von den höchsten und hohcu Personen wiederholt werden. Schließ« lich unternimmt Se. Majestät der Kaiser einen Nund« gang durch das Gebäude, wobei im Functionssaale die beim Baue in hervorrageuder Weise Beschäftigten durch Architekten v. WiclemanS vorgestellt werden. Um den feierlichen Act weihevoll zu gestalten, ist der Wiener Mäunergesangsvercin vom Iustizminister eingeladen worden, bei demselben einen Chor vorzutragen. Es wird ein „Wcihclieo" von Dr. Victor R. Umlauft, componiert vom Oberlaudesgcrichtsrath Gernerth, gesungen werden. — (Die „Times" über die Wiener.) In einem Artikel über die Vermählungöfeierlichkeiten m Wieu schreiben die „Times": „Die vortreffliche Haltuug der Menge erregte die Bewunderung aller Beobachter. Nicht ein Betruntener war zu sehen, nicht ein ernstlicher Vorfall erheischte die Intervention der Polizei. Der König der Belgier, der in einfacher Uniform durch die Mcngc schritt, sah ein Bild. das er kaum in einer anderen Hauptstadt hätte scheu können." — (Zwei neue Heilige.) Wie der „Osser-vatore Romano" meldet, hat der Papst beschlossen, die zwei Miuoritenmönche Michel Angelo di San Frau. cesco und Egidio di San Giuseppe unter die Zahl der Heiligen aufzunehmen.. — (Jesse Helffmann.) Wie man aus Petersburg telegraphiert, ist die zum Tode verurtheilte Nihi» listin Jesse Helffmann. an welcher das Urtheil ihres Zustandes wegen nicht vollzogen wurde, im Kerker entbunden, und zwar machte sie eine Fehlgeburt. — (Schrecklicher Kind ermord.) Der „Schwäbische Merkur" erzählt folgendes furchtbare Verbrechen , das am 9. d. in Rottenburg a 0. Tauba in Württemberg begangen wurde. Am Montag abends, kurz vor 8 Uhr, meldete sich persönlich bei dem Ober-amtsrichter die Frau ciues dortigen Bürgers, Joses Ulmer, und erklärte demselben, sie sei eine Kindebmör-oerin, sie habe ihre vier Kinder mit dem Beile todtgeschlagen, aus Mitleid habe sie es gethan, sie zeige sich nun selbst an. man solle mit ihr anfangen, was man wolle, sie unterwerfe sich allem. Die sofort an Ort und Stelle gemachten Erhebungen bestätigten leider die Wahrheit dieser Anzeige: die vier Kinder, ein Knabe von zwei Jahren, ein Mädchen von sieben Jahren, ein Knabe von zehn und ein Mädchen von dreizehn Inhren, lagen in ihren, Blute in der kleinen Wohnstube. Drei der Kinder lebten noch, davon ist des Nachts eines gestorben. Die beiden noch übrigen geben keine Hoffnuug auf Er-hnltung ihres Lebens. Allen war der Kopf gespalten oder eingeschlagen. Ueber das Nähere der schauderhaften That verlautet, dass die Mutter den Kindern ihren Plan zuvor mitgetheilt und sie um ihre Erlaubnis gefragt habe. und dass die Kinder ihre Einwilligung gegeben haben. Die Mutter habe die Kinder nieder-lnien und beten lassen und nach vollbrachtem Gebet die That mit einem schweren Handbeil verübt. Wie es scheint, wurden die Kinder in lnieender Stellung hin« geschlachtet. Von Seite der Nachbarn wurde ein Rufen um Hilfe nicht gehört, und überhaupt wurde, wie eS scheint, niemand auf die That aufmcllsam. Ob in der That Mitleid mit den Kindern das wirtliche Motiv ist. wird die Untersuchung lehren; zur Zeit steht man noch vor einem psychologischen Räthsel, in welches vielleicht durch die Thatsache einigrs Licht geworfen wird. d^iss die unnatürliche Mntter die Tochter des dortigen Abdeckers ist und ihren Vater früher bei Ausübung seines Gewerbes unterstützt haben soll. In dringenden Nahrungssorgen scheint sich die Familie nicht befunden zu haben, denn der Vater kam abends von der Arbeitsstätte in Kiebingen (er ist ein Steinbrecher) im Besitze einer nicht unerheblichen Geldsumme nach Hause. Ueber das Verhältnis des Vaters zur That verlautet noch nichts Näheres. Locales. — (Der Herr Landespläsident) ist gestern morgens von seinem Wippacher Ausflüge nnch Laibach zurückgekehrt. — (Personalveränderungen im lrai-nischen Lehr stände.) Der absolvierte Lehramts, candidat Herr Franz Ivanc erhielt, nach einer Mit-theilung der „Laib. Schnlztg". eiue provisorische Lehr-stelle in Soderschiz; Fräulein Anna v. Roth. approbierte Lchramlscandidatin für Volks, und Bürgerschulen, hat eine erledigte Lehrstelle an der evangelischen Schule in Laibach übernommen. Herr Franz ltesnik wurde als Lehrer in Dobrava im Nadmannsdorfer Schulbezirle angestellt, Fräulein Olga Noschnil, erste Lehrerin an der vierklasstgen Volksschule zu Gurkseld, resignierte auf ihre Stelle. Fräulein Marianne Pirnat, absolvierte Lehr-amtscandidatin, kam als provisorische Lehrerin nach Bründl und die bisherige provisorische Lehrerin dortselbst, Fräulein Hermine Smole. in gleicher Eigenschaft an die viertlassige Volksschule zu Gurlfeld. Fräulein Albine Cuntara wurde als Unterlehrerin in Tüffer an» gestellt. — (Unglücksfall.) In Trojana im Steiner Bezirke ist am vorverflossenen Sonntage ein Bauernbursche dadurch verunglückt, dass er bei dem zur Erhöhung des kirchlichen Gottesdienstes von den Burschen veranstalteten Schießen eine Dynamitpatrone unvorsich. tigerweise in der Hand anzündete und zu spät von sich schleuderte, wobei er von der in seiner Hand explodierenden Patrone am ganzen Körper arg zugerichtet wurde. Der das Opfer eigener Unvorsichtigkeit und Beschränktheit gewordene bedauernswerte Bursche wurde im schwer verletzten Zustande in das LandeSspital nach Laibach überführt. — (Zlatorog.) Das von der Laibacher Philharmonischen Gesellschaft in der heurigen Concertsaison mit großem Anklange vorgeführte Tonwert „Zlatorog" von Thierfclder wird morgen abends in Klagenfurt im Land-haussaale vom lärntneiischen Musiloereiue aujgesührt. — (Beamtenverein.) Die diesjährige oroent» liche Generalversammlung des Ersten allgemeinen Be» amtenoercinS der österreichisch - ungarischen Monarchie fand am 14. d. M. in Wien unter zahlreicher Betheiligung der Mitglieder im Feftsaale der Akademie der Wissenschaften statt. Der Vorsitzende bezeichnete in seiner Eingangsrede das abgelaufene Vereinejahr als das günstigste seit dem Bestände des Vereineö. Die humanitäre Wirksamkeit deS Vereines weist die Verwendung von 80,772 fl. für gemeinnützige Zwecke aus. Die im Jahre I860 ertheilten Unterstützungen betragen 47>9 st,, iubegriffen den Betrag von 500 st., der den durch dab Erdbeben in Agram betroffenen Beamtenfamilien über» mittelt wurde. Für den Unterrichtsfond wurden 1850 si. verwendet, und zwar zugunsten von 59 Schülern und Schülerinnen. Der Stand der Versicherungen erreichte nach Abzug aller Ausscheidungen mit Ende 1880 34.061 Verträge über ein Kapital von 32,742,257 fl. und 424 Verträge über IahreSrcntcn von 77.651 fl. Der Sicher-heitssond (außerordentliche Reserve) beziffert sich gegenwärtig aus 71,254 fl. Das Zinsenerträgnis der verschiedenen Anlagen belief sich auf 181.312 fl, Die Prämieneinnahme ist von 94^,000 ft, im Vorjahre uuf 1,002.000 sl. im Jahre 1880 gestiegen, die Zinsenein, nähme von 154,000 st, auf 181.000 fi. Der Gebarungs-UcoerschnsS betrug 136,588 si ; hievon wurden zunächst zur Dotierung dee NealitäteN'AmortisieiungsfonbeK «nb zu verschiedenen Abschreibungen 14,041 fl. bestimmt-von den sonach verbliebenen 122,547 fl. wurden l)8,973 Gulden zur gänzlichen Abschreibung der Agentenprovi-sionen und 13,350 si, zur Erhöhung der Cursgewinu-Reserve von 60.049 fl. auf 80.000 fl verwendet. Auf Antrag des Ueberwachungeausschusses ertheilte die Versammlung dem Verwaltungsrathe das Alisolutorium und genehmigte zugleich die Vorschläge desselben über die Verwendung des Gebarungeüberschusses, Der Verein zählt gegenwärtig 04,030 Mitglieder; im Jahre I860 sind demselben 3027 neue Mitglieder beigetreten, Die factische Sterblichkeit war geringer als diejenige, welche auf Grund der vom Vereine angenommenen Sterblich, leitstafeln zu erwarten stand; von den Todesfallebeträgen entfielen auf Oesterreich 227.000 fl, auf Ungarn 127,000 Gulden; darnach betrugen die Tooessallszahlungen in Oesterreich 1 05 Procent, in Ungarn 181 Procent der respective« Versicherungssumme, woraus hervorgeht, das» die Sterblichkeit in Ungarn bedeutend größer ist als jene in Oesterreich. Der Vorsitzende sprach allen Fvr. derern und Gönnern des Vereines den Dank desselben aus und erwähnte der Munificenz. mit welcher die Allerhöchste kaiserliche Familie sowie auch ausländische Regenten und Fürsten den Verein bei Ueberreichung der Jahrbücher „Die Dioskuren" bedachten. Nach Erledigung einiger Interpellationen wurde die Versamm« lung geschlossen. — (Saaten st and.) Das abnorme Maiwetler, das sich nun schon seit Jahren wieberholl, scheint bis zur Stunde leinen abträglichen Einfluss auf die Saaten ausgeübt zu haben; ein bestimmtes Urtheil darüber muss jedoch bis zu einem späteren Zeitpunkte verschoben werden. Die mitunter starken Schnccfälle der letzen Tage haben wohl nicht geschadet und die Menge des gefallene» Regens war meislenortS ganz erwünscht; eS sind auch noch keine Klagen über die Felder eingelaufen, ja die Berichte sprechen sich sogar befriedigend über das AuK-sehen der Pflanzen aus, nur wird allseitig warmes, son-nigcö Wetter sehnlichst herbeigewünscht. Auch schwache Fröste haben sich hie und da eingestellt, dieselben haben aber nur einigen Schaden an den Obstbäumen angerichtet. Halmfrüchte und Wein blieben von diesem Ereignisse ganz verschont. Doch ist nunmehr der Eintritt andauern» der Wärme dringend erforderlich, um die Entwicklung der Cultnren nicht allzusehr zu verzögern. In dieser Hinsicht wäre daher dringend zu wünschen, dass die mit Ablauf der gefürchteten drei Eismänner auch bei uni eiugelchrte warme Witterung von mehrwüchenttichem un-unterbrochenem Bestände bliebe und die nach dem bun/ Laibacher Hnmng Nr. 111 96tt 17. Mai 1381. dertjährigen Kalender für Ende Mai noch angekündigten Frosttage gründlich fernehielte. — (Neue Illustrierte Ieitung.) Die sonn» tägige Nummer der Wiener „Neuen Illustrierten Iei« tung" bringt die angekündigte, alle wesentlichen Momente umfassende bildliche Darstellung der Wiener Vermählungsfestlichkeiten in ihren zahlreichen interessanten Details. Die Ausführung der vielen Originalillustrationen ift eine vorzügliche, und darf die reichhaltige Nummer wohl als eine in künstlerifcher wie auch redactioneller Hinsicht gleich hervorragenswerte Leistung bezeichnet werden, die der Verlagsanstalt (L. C, Zamarski in Wien) alle Ehre macht und zugleich für die fast mit jeder Nummer sichtlichen artistifchen Fortschritte dieses gut geleiteten und echt österreichischen Unternehmens Zeug» nis ablegt. Original»Correspondenz. Stein, 15. Mai. — Anlässlich der Vermählung des durchlauchtigsten Kronprinzen fand auch in der Stadt Stein am 9. d. M. eine allgemeine Stadtbeleuchtung ftatt. Um 8 Uhr abends durchzog eine Musikkapelle bei Fackelbeleuchtung, begleitet von einer ansehnlichen Zahl von Schulknaben unter Anführung ihres Gesangslehrers Herrn P, Cornelius die Stadt. Vor der Wohnung des Herrn l. k. Vezirlshauptmannes Klanöiö angelangt, in» tonierte die Kapelle die Volkshymne, nach deren Beendigung die Schuljugend das Kaiserlied sang. Hierauf wiederholte sich die gleiche Scene vor der Wohnung des Herrn Bürgermeisters. Der Zug. welcher auch von lampionstragenden Mitgliedern der Atalnica begleitet war, sehte sodann seinen Weg unter fortdauernden Pöllerschüssen durch die Stadt fort und endete vor der äitalnica. Die Beflaggung und Schmückung der Stadt übertraf alle Erwartungen. An vielen Häusern sah man schöne Transparente, bestehend in Porträts des durchlauchtigsten Brautpaares, dann in Reichs«. Landes- und belgischen Wappen, sowie auch zahlreiche Fahnen. Besonders reich erschien die Decoration beim Herrn Bürger« meister, dann an den Häusern der Herren Kecel, Murnil, Ianezic, Orel und Moönik. bei Frau Podrekar. beim Steuereinnehmer Potokar, beim Postmeister De-beuc, in der Kaplanei, im Kloster und an der Pfarr« kirche. Am Morgen des 10. Mai war Tagreveille und um 9 Uhr feierliches Hochamt mit Tedeum, an welchem sich sämmtliche Civil« und Militärbehörden betheiligten. Nach dem Hochamte erschienen Vertreter mehrerer Ge< meinden beim Herrn Bezirlshaupmanne zur Darbrin« gung ihrer Glückwünsche. Nachmittags um 4 Uhr fand eine Soiree im Saale der Restauration des Herrn Stcn^ und abends eine Unterhaltung in den Eitalnica'Locali-täten statt. Die übrigen zum politischen Bezirke Stein ge« hvrigen Gemeinden veranstalteten anlässlich dieses freu» digen Ereignisses am Vorabende Freudenfeuer auf den Anhöhen mit Pällerschüssen, am VcrmahlungStage aber fanden in allen Pfarrkirchen unter Betheiligung der Schuljugend und der Gemeinde-Insassen feierliche Hoch» ämter statt. Außerdem zeichneten sich die Gemeinden Dcmschale, Mannsburg, Tersein. Preuoje, Moräutsch und Lukowiz dnrch Beleuchtung der Häuser, die drei erst« genannten Gemeinden auch durch Beflaggung und Tersein überdies durch Vertheilung von Geldspenden an die Armen aus. Betreffend die Feierlichkeit in Stein sei noch erwähnt, dass der Vermögensverwaltungs-Ausschuss der Stadt Stein für Musik, Fackeln und Lampions den namhaften Betrag von 60 st. votierte. Zur Erhöhung der festlichen Stimmung trug auch der für unfer kleines Gemeinwesen sehr erfreuliche Umstand bei, dafs wir uns hier seit kurzer Zeit einer kleinen Stadt'Musikkapelle erfreuen. Dieselbe wurde von dem neuen Pächter der hiesigen Aitalnica«Restauration, Herrn Zürner, ins Leben gerufen, der bekanntlich auch in Laibach durch einige Jahre als Musiker und Kapellmeister thätig war und hier durch seine Rührigkeit eine für unfere Verhältnisse bereits ganz anständige kleine Musikkapelle zusammengestellt und geschult hat. Die Errichtung derselben ist uns Steinern umso willkommener, als wir bisher lein derartiges, für jede Stadt nothwendiges Unternehmen besaßen und in Hinkunft wenigstens nicht bei jeder Gelegenheit von Laibach abhängig fein werben, das in dieser Hinsicht, wie bekannt, gleichfalls nicht am besten bestellt ist und den Nachbarstädten nur felten oder mangelhafte musikalische Aushilfe zu leisten vermag. Neueste Post. Vriginal-Telegramme der „Laib. Zeitung." Wien, 16. Mai. Im Auftrage des Kaisers spricht Graf Taaffe in einem besondern Schreiben dem Polizeipräsidenten, den Polizeibeamten und der Sicherheitswache die Anerkennung für die getroffenen zweck« mäßigen Vorkehrungen während der Festlichkeiten aus. — Der Singverein der Wiener Musikfreunde, 80 Herren und 200 Damen, brachten heute in Laxenburg dem kronprinzlichen Paare eine Serenade dar. Der Kronprinz und die Kronprinzessin spendeten den Sängern aufs lebhafteste Beifall und ließen ihnen schließlich ein reichbesetztcs Buffet servieren. Wien, 16. Mai. (Abgeordnetenhaus.) In der heutigen Sitzung hat die Regierung die nachstehenden, die Karl-Ferdinands-Universität in Prag betreffenden Gesetzentwürfe zur Vorlage gebracht: Vesetz vom .... betreffend die Regelung der Rechtsverhältnisse und der Studienordnung an der Karl-Ferdinands-Univerfität in Prag. Mit Zustimmung ic. § 1. Das der Prager Karl'Ferdinands-Universität oder einzelnen Facultäten derselben gehörige Corporationsvermögen ist von dem Zeitpunkte an, als unter dem gemeinsamen Namen Oarolo-I^» äinauäe». eine Universität mit deutscher und eine Universität mit böhmischer Vortragssprache bestehen wird, als ein gemeinschaftliches Vermögen der beiden Universitäten, beziehungsweise der betreffenden Facultäten anzusehen. — § 2. Von demselben Zeitpunkte an sind beide Universitäten rücksichtlich der Richtungen, in An« schung deren die Verwaltung, Verleihung oder Präsen tation dem akademischen Senate oder einzelnen Pro« fessorencollcgien zukommt, als gleichberechtigt anzusehen, insoweit in den betreffenden Stiftungsurkunden leine gegenlhciligen Bestimmungen enthalten sind. Die näheren Modalitäten der Ausübung der den beiden Universitäten in Zukunft gemeinschaftlich zustehenden Rechte, in Ansehung der Verwaltung, Verleihung und Präsentation solcher Stiftungen werden nach Einvernehmung beider Universitäten vom Unterrichtsministerium festgefetzt. — § 3. Ein Studierender kann nicht an beiden Universitäten zugleich immatriculiert sein, dagegen steht es jedem matriculierten Studierenden der einen Universität frei. die Vorlesungen an der an» deren zu besuchen, und sind diese Vorlesungen ihm so anzurechnen, als ob er sie an der Universität frequentiert hätte, an welcher er immatriculiert ist. — § 4. Mit dem Vollzuge lc. Gesetz vom . . . ., betreffend die Eröffnung eines Nachtrags-Credites zum Staatsvor» anschlage für das Jahr 188 l. Mit Zustimmung lc. Art. I. Zur Bedeckung des im Staatsvuranschlage für das Jahr 1881 nicht vorgesehenen Aufwandes für die mit l. Oktober 188 l zu activierenden Facultätcn der Univer» sität mit böhmischer Vortragssprache in Prag werden folgende Nachtragscredite bewilligt: Cap. IX. Ministerium für Cultus und Unterricht. Tit. 14, Hochschu» len, §4. Universität in Prag: Ordentliches Erfordernis 9000 fl., außerordentliches Erfordernis 14,000 fl. Art. II. Mit dem Vollzüge dieses Gesetzes sind die Minister der Finanzen und des Unterrichtes beauftragt. Budapest, 16. Mai. Das Unterhaus nahm den Gesetzentwurf über die Budapest-Semliner Bahn in der General- und Specialdebatte an. Berlin, 16. Mai. Der Reichstag lehnte bei der Schlussabstimmung nahezu einstimmig das Gesetz über zweijährige Etats und vierjährige Legislaturperioden ab. Paris, 16. Mai. Die Franzofen hatten am M« Mai auf dem Marfche nach Venmetier acht "" wundete. ^ «,>,^i<,ii Petersburg, 16. Mai. In Losowasa «nd w "M fanden Ruhestörungen statt. Das Kriegsnumsier,«" beabsichtigt eine Verminderung der Ausgaben «me. dern durch Verminderung des Friedensswlldes. Wippach. 14. Mai. (Slovenski Narod.) U Feier anlässlich der Vermählung des Kronprmzen ' glänzend aus. Im ganzen die Bergfeuer, Wippach felbst war festl^ bel "G und voll von Menschen aus der ganz'» U"g""'" Der Aufzug mit Lampionsbeleuchtung. an der ^« die Mufillapelle des Infanterieregiments 6"^ von Hess (aus Görz), war großartig. Ver V Landespräsidmt Winkler, der sich während »el" nade auf dem Balkon des gräflich Lanthierl'sche» L" zeigte, ward aus Taufenden von Kehlen mit unzay »' Zurufen stürmisch begrüßt. Die Ordnung war , schön, desgleichen das Wetter, die A^eisterung allgemeine. ^ , a.,s,M Budapest, 16. Mai. Erzherzog Karl ^ traf hier mit dem Nachtcourierzuge ein ^,.^, durch den Landescommandierenden Baron ^delsy ^ Gyulai empfangen und fuhr sodann in das P"la>» Erzherzogs Josef, der ihn an der Treppe "M " Nach gegenseitiger Umarmung geleitete dei v" Hz. seiuen hohen Gast in dessen bereitstehende Appa""' ^, Heute vormittags machten die Mitglieder ""^W rung ihre Aufwartung beim Erzherzog. ^ .' ^ empfieng zuerst den Ministerpräsidelltc» TW " ^z dann jeden Minister einzeln, mit welchen er ^ '^< freundlichste conversierte. Sodann empsicng ^ ^ herzog den ^iillox curiao Grafen Majllüh, "s ^„ descommandierenden Baron Edel8heim-Oy>ua',^z den Oberbürgermeister Rath. Der Prinz """ " A ist hente früh mit dem Courierzuge von hier at>g Zum Abschiede waren die Grafen Stephan """H^ und Bela Szcchenyi. sowie der Abgeordnete 6" Eber im Bahnhofe erschienen. ^-^---^ Lottoziehungen vom 14. Mai: Trieft: 59 54 33 57 17. Linz: 35 44 13 »3 ^^-^ Meteorologische BcobachtungcnwLa^. s ;Z W n z Zl A " ? Ü?Mg, 'M 9? ^152 O. schwach heft" g^ 1« 2 .. N. 73127 ^214 SO. mäßig he"". 9 „ Ab. 73117 >14 9 SO. schwach sternenyr" , b« Anhaltend heiter, tagsllber windig. Das ^s" Wärme -j- 16 2°, um 19° über dem Nonnale. ^^ Verantwortlicher Redacteur i «ttomar V«^.?^ > Danksagung. W Für daS so ehrende Geleite der Leiche des ° M 14. I. M. verstorbenen l. l. Bezirksgerichts^" > Fran) Kerie M zur letzten Ruhestätte wird sämmtlichen»^^ « Theilnchmenden, insbesondere den P-,^'« des W Veamten der l. t, VezlrlshauptmaM'sch°p' set' W l. l, Steucramtcs und des l. l, VezirlMenfYlr, ^, W ncr der löbl. Vlsigcwerlschaft Littal siir d,e ,^e M liche Ueberlassung der Verglapellc, hiemit t»er M Danl abgestattet. «« l M' W K, l. Vezirlsgericht Littai. am 16.3»" > Derk.,.Mz .238«—2395- Gelb Na« Franz.Ioseph.«ahn .... 183— >8850 «alizische ltarl.Lubwlg'Vahn . 302 - 3,»2 50 Kaschau.Oberberaer Nahn . . 148 25 143 75 Lemberg.Czernowiher Nahn . 178 - 173 75 Lloyd > «esellschast.....695 - 697 - vefterr. Rorbwestbahn .... 202 50 20.l 50 lit. L. . 241 °^0 242 Nudolf.Vahn.......16350 1«450 Vtaattbahn........335 75 336 25 Biidbahn.........119 25 119 75 Thelß.Vahn........24950 250 — Unzar-llllliz, Verblnbunglbahn 164- 164 50 Ungarische Nordoftbahn . . . 163 — 163 50 Unaarlsche Westbahn .... 16? 50 168 -Wiener Xramway.Wesellschaft . 226 75 227 b0 Pfandbriefe. «lla.öft.Vob«ncrebitanft.(l.Vb.) 116 60 117— . . . (l.V..«.) 102 50 103 vtfterreichisch. ungarische Vaul 103 20 103 40 Un«. Nodencredit-Inft. <«.-«.) 100 - 101 - Prioritäts-Obligationen. Elisabeth.«. 1. Em.....100- 100'50 F«d..N«ndb. in Tilb« . . . 106-- 10« b0 Franz.Ioleph'Vahn . - - ' lOöZ ^ Qefterr. Nordwest-Nah« - ' yl?« ,7^' Slebenbürger «ahn > ' 1??^ L? Staatsbadn 1. «m. - ' ' iB^ nb'' 5üdbahn z 3«/. . - ' ' 115^' Dev'sen. g7^5 b>,^ «us deutsche Plätze . - - ' 11?4" 45S" London, lurze Acht ' ' . 46^ Pari«......' ' Oeldsorten. ^ ^ ^'"7 tr.li ll'8 ' Ducal« ...» ^ st- ^./^ " " Napoleonsd'or - " " .? 'b . 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