Nummer 8. Pcitau, den 10. Auyuft 1894. V. Jahrgang. Pcttauer Zeitung erscheint ieden Konmag. Prei» für Peilau mit Zustellung in» Hau«: viertellShrig fl. 1.-. halbjährig st. 2.—, ganzjährig st 4 —; mit Postversendung im Inland-: Vierteljährig st. 1.16, halbjährig st 2 HO, ganzjährig st. 4.60. — Einzelne Summern 10 kr. Schriftleiter: I»sef Ael«»er, v»tznh,s„asse S. — »eno«lt»ig »ab «erliq: W. Bl«»te, B»chha»dl»»g, H«„pt»l»tz Rr. 6. Handschriften »erden nicht zurückgestellt, Ankündigungen billigst berechnet. — Beiträge sind erwünscht und wollen längsten« bi« Freitag jeder Woche eingesandt werden. Vertretung der „Pettauer Zeitung- für Braz und Umgebung bei: L»d»ig »»» 2ch»»hoser in Nr«», S»»rg«sse Nr. 5. Rentengüter. In Nr. 4 der „Pettauer Zeitung- wnrde der von der Regierung dem Abgeordnetenhaus? vorgelegte Gesetzentwurf über die „Errichtung von landwirtschaftlichen Beruftgenossenschaften" be-sprochen. Sin zweiter Gesetzentwurf, den ersten sozusagen ergänzend, ist die „Errichtung von Reinen-gütern." Auch mit der Einbringung dieses Entwurfes bestätigt die Regierung die wohlwollende Absicht. Abhilfe für laugjährige Klagen und Wünsche zu bringen. Die zunehmende Verschuldung der Bauern-güter bildet eine Sorge für die Regierung nicht nur Österreichs, sondern auch für jene anderer Staaten. Eine Schwierigkeit, welche e« dabei zu überwinden gilt, ist die. über die Bestimmungen de« bei uns seit langem in Geltung stehenden römischen Rechte« hinwegzukommen und eine Be-schränkung deS Hypothekeiickredite« einzuführen. Da» vorgeschlagene Gesetz steh« im engsten Zusammen-hange mit der vorbesprochenen Borlage und die nach der dort gegebenen Borschrist zu bildenden Genossenschaften sind die Vollzugsorgane für das Rente ngutSgesetz. Diese Vorlage stellt sich die Ausgabe, die all» Der „kleine Pütz." — .Ich hatt einen Kameraden, — Einen besfern find'st du nitl — Die Trommel schlug zum Streite, — Er gieng an meiner Seite, — Im--„Habt Acht!" — — „Wa« ist denn daS für ein Höllenlärm. Zimmerconimandant? Ich meine eS wäre Zeit zur Ruhe? Wenn Sie übrigens noch nicht schläfrig sind, so nehmen Sie die Geschichte zur Hand, damit das ärarische Petroleum nicht umsonst ver> brennt! Ich werde morgen prüfen! — Alle zu-hause?" — — „AlleS Herr Hauptmann, bis auf den Wachtmeister R.....der hat Erlaubnis." — — „Wie lange?" — — „Bis zwölf Uhr. — Das Mittelalter. Herr Hauptmann?" — — »Ja. — Sagen Sie dem R . . . ., wenn er morgen den „Zweier" vom letzten Male nicht attsbeffert, so werde ich ihn das Ausbleiben über die Zeit einstellen, dem „schönen Husaren." — Damit verließ Hauptinann H.. — der heute Dienst hatte. Zimmer Nr. 19. in welchem ich die zweifelhafte Ehre hatte. „Zimmercommandant" zu sein. Zinimercommandant nnter eilf Gleich- Stellten, daS heißt unter sechs Feldwebels, drei erjägerS und zwei Wachtmeisters. Auch ich war blos Feldwebel, freilich zu meinem Unglücke wirklicher, während alle anderen blos „Titular" waren. Ich wiederhole eS nochmal zu meinem Un-glücke, denn eine gräulichere Schwefelbande als meine Herren Kameraden waren, hatte das Schicksal nie in ein Zimmer zusammengewürfelt, seit die „Kadetenschulen neue» SistemS" bestanden. Freilich war das damals noch nicht lange her, denn wir waren die Ersten, welche 1868 in die neuer- mähliche Ablösung der drückenden Hypothekarlasten vmt den landwirtschaftliche» Liegenschaften und die Schaffung unbelasteter Rentengüter anzustreben. In erster Reihe soll die« versucht werden bei landwirtschaftlichen Liegenfchaften. welche zur exekutiven Feilbietung gelangen, u zw. wird in diesem Falle die zwangsweise Errichtung eines RentengnteS vorzunehmen sein. Die Genossenschaft hat die Wertermittlung vorzunehmen, wobei der zwanzigfache, in gewissen Fällen derfünfundzwanzigfache Katastral-Reinertrag der Liegenschaft zur Bemessung zu dienen hat. Die Erwerbung der Liegenschaft kann bis zu diesem Werte stattfinden und ist darnach die Umwand-lung in ein Rentengut vorzunehmen. In zweiter Reihe ist für eine freiwillige Gründung von Ren-tengütern vorgesehen. Nach der Erwerbung der Liegenschaft ist daS RentengutSverfahren einzuleiten. Hiebei ist das Rentenkapital und die GutSrente festzustellen, der Übernehmer mit besonderer Berücksichtigung deS früheren Eigentümers imd keiner nächsten Anver-wandten zu wählen und mit demselben der Reu-tenvertrag abzuschließen Der übernehme? ist Schuldner der LandeSgen ofsenschaft, welche die Ab. lösung der .Hypothekarlasten vorzunehm'n hat. Die Landesgenossenschaft beschafft die nöthigen Geld- richteten OfficierSbildungsschulen geschickt worden waren. Lauter „alte Kerle", von denen die meisten den Feldzug 1866 mitgemacht hatten und manche dekoriert waren. Und jetzt saßen wir auf der Schulbank. daS heißt auf vierfüfsigen „Küchenstockerln" im Lehrsaale ; — in den Schlafzimmern hatten wir ärarische ComUjzbänke und CommiStische. Die damaligen Kadetenschnlen neuen Sistem» waren noch keine Paläste wie die heutigen und von Eomfort war darinnen nicht mehr zu finden als in den Mannfchaftszimmern irgend einer anderen Kaferne. Nur „Kofferln" waren uns gestattet und selbst die Trinkgläser, mit denen wir daS Wasser auS den hölzernen „Wasferpitschen" schöpften, mussten bei der täglichen Zimmervisite „verschwinden." — Die O-don,.anzen waren nicht zu unserer „Bedienung" da. sondern zum „Reinigen"; man konnte von einem Feldwebel am Ende denn doch nicht verlangen, dass er ..auf Tour" gehn. Holz fasse, Zimmerboden und Kaserngeräthe reibe und Aborte reinige. Sonst ober musste er alles thun wir jeder Infanterist in der Kaserne; Kleiderund Schuhe. Waffen und Armatur putzen. Bett machen und. wenn er gut liegen wollte, auch Strohsack-stopfen, denn der Ordonnanzen waren zu wenige. Was wissen die heutigen Kadetenschüler vom richtigen „Commis"! Sie haben eigene Uniform, sehr stark extra und Goldbörtel an den Ärmeln; hoben Tanz« und Musiklocalx. fahren Bycicle und geben Concerte und Bälle. Der größte Luxus, den wir uns erlaubten, waren ein Paar „Papiermanchetten" und „übermachte Schuhe." — Übrigen« hatten wir auch wenig Zeit zum mittel durch Ausgabe von verzinslichen und ver-lösbaren Rentenbriefen und die Abzahlung des Ubernehmer» erfolgt in Form einer Rente. Da« VerfüguugSrecht der Rentengutsbesitzer ist ein beschränkte« und eine weitere Verschuldung der Liegenschaft nicht zulässig. Dagegen soll dem Kreditbedürfnisse de« Ren-tengutSbesitzer« durch die den BernfSqenossenschaften der Landwirte obliegende Organisation de« Per-sonalcredite« Rechnung getragen und Rentendar-lehen zu Melioration«- und sonstigen Zwecken gewährt werden. Im weitere» folgen noch Be-stimmungen über die Sicherung der LandeSgenofsen-schaften über Zwangsverwaltung und Enteianung, die Ausgabe und Tilgung der Rentenbriefe und die Haftung der LandeSgenossenschoften und de« Staate» für die abzugsfreie Bezahlung der Renten-briefe und zum Schlüsse solche über Gebühren-begünstigungen, welche bei dem Rentenbriesgeschäfte platzzugreifen haben Wir sind nur in gedrängtes' - Kürze dem Faden der Bortage gefolgt. Konnten wir bei der Be-sprechung der GesetzeSvorlage, betreffend die Er-richtung von BerusSgenosienschasten der Landwirte hervorheben, dass die Beurtheilung derselben im allgemeinen eine günstige sei. so lässt sich leider dies von dem Gesetzentwürfe über Errichtung von „Fexen", denn was heule in vier Jahrgängen gelernt wird. mnsSten wir in „zwei" bewältigen und da man vom Anfange deS Guten lieber zu viel als zu wenig that, so war'S mit unserer freien Zeit verdammt übel bestellt. — Acht Lehr-stunde» täglich und nachher zur Erholung Fechten oder taktische« Exerzieren; im Sommer im Freien. — im Winter mit „Hölzeln" im Lehrsaale. Zimmer Rr. 19 war verrufen in der ganzen Garnison von L.....g. — warum? Gott weiß eS, denn wir waren nicht besser und nicht schlechter al» andere junge Leute zwischen 22 bis 26 Jahren, aber, — ich will uns nicht selbst loben, — der Wahrheit die Ehre, „fescher" waren wir sicher als die meisten. Zuerst hatte» wir schon den „schönsten Husaren" unter u»S. Da» ist nicht Aufschneiderei. denn niemand Geringerer als die „fesche Pepi", die Gallmayer, hatte behauptet, dass Wachtmeister R . . . . der schönste Mann in L.....g sei und die „fesche Pepi" war eine Kennerin. Als sie im Winter einmal ei» acht- tägigeS Gastspiel in L.....g absolvierte und R . . . o eine« TageS im Parguet erblickte, rief sie von der offenen Scene „Hessa« i« dös a lieber Kerl!" — Damit wurde der „schöne Husar" eigentlich sozusagen „modern", denn, dass er ein „lieber Kerl" sei, hatten ihm früher auch schon andere gesagt, wenn auch unter vier Augen. Auch die Polinnen sind in dieser Richtung sehr kompetent. — Zur Zeit dieser Geschichte lag eine zwar nicht besonders schöne, dafür aber sehr schwere Bankier«-frau in den Banden deS „schönen Husaren." Schwer an Leibesfülle, schiverer noch an Schmuck und am schwersten an Geld und das kam dem ganzen Zimmer Nr. 19 zugute, denn R . . . . war durchaus ein guter Kamerad, dessen Zigarren- Rentengüter» nicht sage». Sowohl von ©rite d«r Fachkreise als voii außerhalb derselben Stehenden sind niehrfache Äußerungen über diese Vorlage bereits vorliegend, welche fast ausnahmslos — soweit sie bekannt geworden sind — ablehnend lauten, zum Theil die Borlage al» undurchführbar, zum Theil als unannehmbar bezeichnen. Es scheint jedoch, als wenn damit zu weit geaangen würde, indem gesucht wird, bte erste außerordentlich fleißige Arbeit zur Losung einer recht schwierigen Aufgabe, zu Falle zu bringen. Die-selbe hat unstreitig eine rücksichtsvollere Behandlung verdient. Eine Thatsache ist eS, dass die Verschuldung der landwirtschaftlichen Liegenschaften eine ungewöhnlich große ist und auch in der all-gemeinen Begründung deS preußischen Gesetzent-Wurfes über LandwirtschastSkammern wird bezüglich der VerkaufSfrriheit deS ländlichen Grundbesitzes gesagt: .Die jetzt nahezu hundertiährige Erfahrung hat gezeigt, dass als Ergebnis der wirtschaftlichen Entwickelung unter der bestehenden Gesetzgebung eine immer weiter gehende Verschuldung eingetreten ist. welch« bei sinkenden Erträgen den Charakter einer nationalen Kalamität anzunehmen droht." Der AuSarbeiter des Gesetzentwürfe» hat wohl auch deshalb fein Streben vorzugsweise da-rauf gerichtet, in erster Reihe zu sehr verschuldete Wirtschaften wieder lebensfähigen Verhältnissen zuzuführen und Maßnahme» gegen die Wieder-Verschuldung derselben zu schaffen. Anderseits ist auch durch die Ermöglichuna der freiwillige» Er« richtung von Reutengütern für eine weitere Aus-dehiiung der geplanten Einrichtung vorgesorgt. Die Kritik macht nun dem in Rede stehenden Entwürfe den Vorwurf, das« eS zu der bezweckten Um-Wandlung von verschuldete» Liegenschaften in Renten,>üter gar nicht kommen würde, weil für den auf daS 20 bi» 25fache de« Katastral-Rein-ertrage« beschränkten Ersteh »ngSpreiS. Liegenschaften überhaupt nicht erstanden werden würden. Man findet ferner den zur Schaffung von Renten-gütern in Bewegung zu setzende» Apparat zu um-ständlich und komplizirt, dass der Rentengut«-besitze? in zu große Abhängigkeit von der Lande», genosfeiifchaft. in eine unwürdige Unselbständigkeit versetzt werd« u. f. w. ES wäre ja recht schön, w«»n e« wahr wäre, dass zu dem Preise de« 20—25fachen Satastral-Reinerträge« keine landw. Liegenschaften zum Ver» kaufe gelangten. Leider kommen jedoch nur zu oft und Geldtasche unS, aber auch nur un« von Nr. 19, jederzeit offen standen. Der zweite Eavallerist^ ein Ulan, heiratete, kaum als er ei» paar Jahre später Officier ge-worden war, die Tochter eine« Hotelier« und Großgrundb«sitzer«. die ihm eine Biertelmillion Mitgift brachte. Da« ist mindesten« ein indirekter Beweis, dass auch dieser College von Nr. 19 ein hübscher Mann war. Bon den drei Jägern ist nicht besonder« viel zu berichten, obgleich sie eben-falls hübsche Jungen waren und natürlich ihre Berhältniffe hatten. Zum Glücke für den einen, Oberjäger F., war damal» die Eivilehe noch nicht «fanden, dtiin lxr Mensch war so v«r»arrt in s«ine Rieske, das« er wegen Überschreitung der Erlaubnis unzählige Male — eingesperrt wurde etwa? Rein, da« kam auf Nr. 19 nie vor, dafür sorgte» wir anderen redlich dadurch, das« wir in da« Bett de« Zuspätgekommen eine unserer Or-donnanze» legten, der noch den Befehl erhielt, ganz auffällig zu schnarchen, wenn der Inspektion«, officier eine nächtliche Zimmervisite hielt. Ost ge-schoh da« nicht, denn Inspektion hielten unsere Profefforen und diese waren äußerst tolerant. Sie wussten genau, das» wir von Nr. 19 diese Toleranz nie kompromittierten. Versäumte einer die richtige Zeit, so schlief er auSwärtS, — meist bei einem jüdischen Gastwirte gegenüber d«r Cadelenschule und der Hebräer war viel zu sehr Geschäftsmann, um Verrath zu üben. — Oberjäger F wurde Sar nie eingesperrt, aber er musste unzählige ale — Schlafqeld zahle» beim Jainkef Weinreb Von uns Infanteristen ist blos zu sagen, dass wir in Reih und Glicd die unmöglichste Farbenzusammenstellung bildete»: Schwefelgelb, — 2 — Fälle vor, dass bei exekutiven Verkäufen dieser Preis nicht erreicht wird. — und wenn er erzielt wird, oder hie und da auch einmal etwa« darüber, so hat der Gepfändete selten mehr etwas davon, iveil der Erlös zumeist in die Hände d«r Gläubiger feinen Weg nimmt. Ganz anders gestalten sich die Verhältniffe für den nothleidenden Besitzer, wenn »ach Bor» schrift des RentengutSgesetz-EntwurfeS vorgegangen würde. Im Falle der Umwandlung in ein Renten-gut ordnet die LandeSgeiiofsenschaft die vorhandene» Hypothekenschulden und übergibt wahrscheinlich dem früheren Eigenthümer od«r d«n nächsten Anverwandten das Rentengut in die Bewirtschaftung. Nicht genug, dass dem früheren Besitzer Aussichten auf eine neue Existenz eröffnet werden. eS soll demselben dann auch ein gewisser Per onal-Kredit eingeräumt und Rentendarlehen zu Melioration«-und sonstigen Zwecken zugänglich gemacht werde». Da» sind so weitgehende wohlgemeinte Maß-nahmen, das« ein persönlich gut angelegter Land-Wirt damit ein neue« Lebe» beginnen kann — Maßnahmen, die e« ihm ermöglichen, den Besitz — der wahrscheinlich während Menschengedenken in den Händen seiner Familie war und der nach den jetzigen gesetzlichen B«stimniungen ihm sicher für immer verloren gehen würde — sich wieder zur Gänze zurückzuerobern. In diesen Bestimmungen der G -B. allein ist so ein großer Zug von menschenfreundlicher Gesinnung — Absicht und Wille, zugrunde gegan-genen landwirtschaftlichen Existenzen zu helsen, gelegen, das« der gesammte Bauernstand der Regierung für eine solche Einrichtung danken solltt. Erlangte die Vorlage Gesetzeskraft, so würden, fall« das Gesetz Anwendung in größerem Maßstabe fände, alljährlich taufende fleißiger Hände dem Staate erhalten bleiben, welche heute dem Zuge in die neue Welt folgen und die Thränen vieler unglücklicher ruinirter Familien getrocknet werden. Nach dieser Richtung erscheint auch die freiwillige Umwandlung in Rentengüter höchst bemerkenswert, weil zunächst Güter, deren Verschuldung eine bedenkliche geworden ist, auf diesen Rettungsweg verwicik» ericheinen. Man stellt an dem Entwürfe weiter au«, dass der Rentengutsbesitzer zu leicht seine« Be-sitze« im Wege de? Enteignung entkleidet werden kann. Einem Halbweg« thätigen und ve?läßlich«n Rentengutswirte kann und wird die« nicht ge» Stahlgrün. Rosaroth mit Litzen, Papageigrün. Meergrün, Grasgrün, Scharlachroth und Hechtgrau; ied«r gehörte einem anderen Regiment» an. D«r schwefelgelbe „Kellner" war ein Popensohn und rauchte zwar ungeheure Menge» von .Papiro»", war aber nicht dazuzubringen, sich zu verlieben, so sehr wir auch in ihn drangen. Er ist übrigen« noch vor der OfficierSprüsung .auSgesprungen." Der Meergrüne und der Papageigrüne hatten ihr Herz an eine und dieselbe Tabaktrafikantin verloren. &a hieß sie, eine Racejüdin war sie und für eine 22-jährige Witwe gab sie sich aus. Ob sie den Meergrünen oder den Papageigrünen lieber hatte, kann ich nicht feststellen, aber gerne hatte sie sie alle Beid«, — d«nn der Rosarothe mit Litzen und der Hechtgraue blitzten ab. trotz kleiner Geschenke, welche, wie man weiß, die Freundschaft erhalten. — Der Rosaroth« mit Litzen verlikbte sich später in Recha Weinreb. die Frau die .Cadetenwirte«", die zwar eine Perrücke trug wie alle v«rh«irateten Jüdinnen, nicht allzureinlich in ihrem Anzüge war. aber ein Paar schwarze Augen hatte, an deren lodernder Flamme man eine Zigarre anzünden konnte. Herr Jainkef hielt entweder seine Recha für treu oder deu Rosenrothe» für ungefährlich, txnn er nahm später die vielen Übernachtung«gebühre» deS Rosarothen so schmunzelnd an. wie die der Andersfarbigen, wenn sie Herberge suchten. Der Rosenrothe prahlte nie und schnitt nie auf; im Gegen-theile, er schwieg beharrlich, wenn von Frau Recha die Rede war und gerade daS bringt mich auf die Vermuthung, dass die .Cadetenwirtin" mit den glühenden schwarzen Augen weder so tr«u, noch V Rosensarbige so ungefährlich war. als sich Herr Jainkef einbildete. — fchehen und gegen den schlecht wirtschaftenden, unthätigen Rentcngütler muß eS der LandeSgenoffcn-sehnst zustehen, in geeigneter Weife vorgehen zu können. Die zumeist angefochtene Bestimmung, dass die Erwerbung einer Liegenschaft nur höchstens »um 20—25-snchcn Katastral-Reinertrage stattfinden dürfe, läßt sich vom ReichSrathe bei der Verhandlung leicht ändern. Es kann wohl über-Haupt in diesem Punkte nicht leicht eine gleiche Bestimmung getroffen werden, da die Werths-unterschiede der Liegenschaften in Osterreich doch zu große sind und der Katastral-Reinertrag nicht enügen dürfte, diese allein hinreichend zum Aus-rucke zu bringen. Vielleicht läßt sich der Entwnrf in manchen Punkten verbessern oder vereinfachen; aber auch, wenn er in seiner jetzigen Gestalt Gesetz würde, so ist er hinreichend ausgestattet, um Segen und Wohlstand hervorzurufen und dem unglücklichsten Theile der landwirtschaftlichen Bevölkerung — jenem, welcher davorsteht, sein Alles »u verlieren — zu helfen. Das Gesetz zur Durchführung zu bringen, aber wäre Sache der Berufsgenossen-schasten — Sache der landw. Bevölkerung. Gelangen die Vorlagen zum Falle, so wird die Landwirthschaft in empfindlichster Weife ge» schädigt. Einestheils werden Einrichtungen von unersetzlichem Wterte in Frage gestellt, anderseits ist auf langehin nicht zu gewärtigen, das» etwa« andere« — ein Ersatz für das Zurückgewiesene — geboten werden wird. Der Probst von Pettau f. Sonntag den 12. August um halb 12 Uhr Mittag» ist der Probst von Pettau, Se. Hoch-würden Herr Mathia« Modrinjak gestorben, nachdem er am Freitag vormittag« von einem G«hirn-schlage getroffen würd«. Der Verstorben« war Ritter d«« Orden« der .Eisernen Krone 3. Elasse" und bekleidete die hohe geistliche Würde eine« infulirten Probste», eine« fürstbischöflichen Consistorialrathe« und eine« Dechant», Haupt- und Stadtpfarrer« von Pettau. Mit dem Verstorbenen schied ein Priester au« dem Leben, der den Frieden um seiner selbst willen liebte, eingedenk der Worte, die der göttliche Heiland dem streitbaren Apostelfürsten Petru« zurief, al« dieser in Gethsemane d«m Knechte de« Der Hechtgraue tröstete sich mit einer Soda-Nymphe und da er kein Eingeborener war. — sein Vater hatte ein hübsche« Hau» in der Janower-Vorstadt, — so fiel er 'rein und sein Papa ward Großvater, ohne eine Tochter oder Schwiege» tochter zu haben. D«r stahlgrüne .Wasa" war einfach ein Schmetterling, der an tausend Blumen nippte; ob er einer gefährlich wurde, weiß ich nicht, glaub« aber kaum, denn er erzählte jeden Abend von zwei neuen Eroberungen, die er gemacht hätte. Der Gra«grüne war eine durchaus praktische Natur, der weniger auf die Befriedigung seine» Herren», al« auf die seine« leiblichen Wohle« reflektierte. Der Gegenstand seiner »arten Neigung war eine ziemlich bejahrte Witwe, die aber ein flott gehende« Kaffeehau» besaß und da auch da» hübsche Hau« ihr gehörte, in welchem da» Eaf6 da» ganze Erdgeschoß einnahm, so war'» nicht zu wundern, das« der Grasgrüne .außer Hau«" speiste uno groß-müthig seine Menage und sein Commi«brot überließ und un« hie und da auf einen Thee, Punsch oder Caj in« „Casö B.....»ki" einlud, wo stet« ..alle« bezahlt" war. Ich selbst war der Hahn im Korbe bei einer Majorvtochter. Ein so allerliebste«, herzige« Püppchen mit blondseidenen Ringellocken und tief-blauen Augen, ein so rosigfrische« Gesichtchen und so quecksilberig und stürmisch in ihren Liebkosungen, dass man sich nicht» Süßere« mehr vorstelle» kann. Sie gieng jeden Tag mit ihrer Dnenna gegen Abend nach dem nahen Jesuitengarten und machte mir regelrechte F198." — „Unsinn!" — — „Bitte! So steht« wenigsten« im „kleinen der Ehef neben seinem Untergebenen; alle von demselben Impulse getrieben, den Ausgezeichneten zu ehren. E« waren ebenso die Vertreter der Garnison, wie aller k. f. Behörde» und Ämter, die Vertreter de« hochw. Eleru«. wie die der Schulen und öffentlichen Anstalten de« Staate«, de« Lande«, des Bezirke« und der Stadtgemeinde da. die Vertreter der Nachbargemeinden und aller Vereine zum Ehrentage de« Gefeierten versammelt. Eine glänzende Gesellschaft. Die Feier leitete der k. k. Bezirkshauptmann Herr Alfons Ritter von Scherer, als Slellver-treter Sr. Excellenz des Statthalters, mit der Vorlesung der bezüglichen allerhöchsten Ent-schließung ein und feierte sodann den AuSgezeich-netcn in einer formvollendeten Rede an denselben, in welcher er dessen Verdienste um Pettau mit so herzenswarmen Worten gedachte, dass der feierliche Akt alsbald jene kalt ceremoniöse Form, die ja bei derlei Anlässen kaum zu vermeide» ist, verlor und zu einem tief ergreifenden wurde, als der hohe Beamte des Kaisers dem greise» Bürger daS goldene OrdenSzeichen an die Brust heftete und mit. vor innerer Erregung vibrirender Stimme, der Erste dem Dekorirten seinen Glück-wünsch auSsprach. Auch die Stimme des Gefeierten zitterte, al« er bat. der Stellvertreter de« Statthalter« Sr. Majestät möge seine» ehrsurchtsvolle» Dank a» die Stufen de« Throne« gelangen lassen; frisch aber und fest klang die Stimme de« Dekorirten. al« er. seinen Dank wiederholend, ein dreifaches Hoch auf den gütigen Monarchen ausbrachte, in welches alle Anwesenden begeistert einstimmten. Der feierliche Akt schloß mit einem Gratu-lation«-Defil6 vor dem neuen Franz-Josef-Ordensritter. DaS Festmahl fand in den in einen einzigen Saal umgewandelten Parterrelocalitäten de« Hotel Osterberger statt. An der Tafel, welche musterhaft arrangirt und hochelegant ausgestattet war. nahm obenan der Ausgezeichnete zwischen dem k. k. Bezirk»-hauptmanne und dem dermalige» Bürgermeister Platz. Zur Rechte» und Linken gereiht, saßen bis vornehmste» Vertreter der f. f. Behörden und autoiiome» Körperschaften, dem Gefeierten gegen-über die Vertreter der Garnison und dann an den übrigen Theilen der Frsttafel. zwangSlo« ge- Pütz," — sagt der „schöne Husar" scharf. Er ist offenbar nicht geneigt, sich ebenfalls für feine „Dummheit", prämiiren »u lassen. Der Hauptmann zieht die Stirne in Falten, sieht den Husaren durchbohrend an und schreitet plötzlich zur Thüre hin. — „Ordonnanz—kor— poral!" — ruft er mit Stentorstimme in den Eorridor hinau«. Wir flüstern dem Husaren zu: „1189" — nicht „98". doch dieser ist bereit« blutroth vor Wuth und hört nicht. „Sie bestehen also darauf, das« dieser Unsinn im „Pütz" steht?" — fragt der Professor drohend. — „Ja !" antwortet der Husar kalt, — „in, kleinen." Der Ordonnanzkorporal erscheint unter der Thüre; ein kreuzbraver Soldat, der sein Dienst-reglement auswendig weiß, aber vom „Pütz" keine Idee hat. — . Befehlen« Herr Hauptmann?" — „Bringen Sie mir den „Kleinen Pütz", aber rasch! — unten im I. Jahrgang, ich lasse bitten!" — Der Korporal ist schon fort, ehe der Hauptmann ausgesprochen hat. — Im Lehrsaale herrscht Todtrnstille, — bie angstvolle Stille vor dem ersten Donnerschlage. Der Korporal, ein biederer Rnthene, kommt, nimmt Stellung, klappt bie eisenbeschlagene» Absätze zusammen und meldet stramm: „Mag er »it. — schreit er!" — Der Hauptmann schaut den Unteroffizier starr in'« Gesicht, dann sagte tr »He imlich ruhig: — „Corporal Hnatjuk. — bringen Sie mir den „kleinen Pütz" herauf. Verstanden?" — — „Ja. aber — tschutscht er grad." — lächelt der Brave verlegen. — „Wer? Sie Kameel?" — — „Den kleine« Bilz." — reiht, die übrige» Festgäste, Bürger. Beamte. Professoren, Ingenieure. Lehrer und Künstler und die Vertreter der Nachbargemeinden, aller öffent-liehen Anstalten, aller Vereine, bunt durcheinander-gemischt, da« beste Zeiche» allgemeiner Einigkeit, nicht gesondert nach Stand. Rang. Würden, Stellung und politischer Färbung. Und daS war das beste Arrangement. Den erste» Trinksprnch brachte Herr Bürger-meister Ornig und sein Toast klang in ein drei-fache« Hoch aus Se. Majestät au«, in welche« alle Aiiiveseiide» jubelnd einstimmte», während die vor dem Festsaale postirtc Musik die Volkshymne intonirte, die natürlich stehend angehört wurde. Den zweiten Toast brachte der k. k. Bezirks-hauptmann Ritter von Scherer. welcher die Bürgertugend feierte und. in schöner Redewendung wieder an viePerson de« Ausgezeichneten anknüpfend, denselben als Muster eines Bürger« pries. Heir Ernst Eckl lehnte in allen seinen DankeSreden bescheiden daS lebhafte Hervorheben seiner Verdienste ab und betonte, das« er nur seine Pflicht gethan, aber stet« mit Freuden ge-thau habe. Nun erhob sich Herr k. k. Bezirksrichter Pevetz. um Ernst Eckl als Mensch, als Privatmann, als Familienoberhaupt zu feiern. Unter lautloser Stille begann er seine Rede, die. offenbar auS dem Stegreise gehalten, die Zu-Hörer schon nach den ersten Sätzen zu begeistertem Beifalle hinriß. (getragen von einem herrlichen Organe, tief au» dem Herzen quellend und daher tief zu Herzen dringend, perlte Satz um Satz über die Lippen de« Sprecher«, quoll die Rede dahin wie ein klarer Strom, bald tief ergreifend, bald mächtig erregend, formenschön uud ungekünstelt in natürlicher Einfachheit und dennoch treffend und ergreifend. Ein tosender Sturm von Beifall brach lo«, al« der Redner geendet und wie mächtig seine Rede gewirkt, konnte er an den vielen feucht-gewordenen Augen sehen! Tief bewegt dankte der Gefeierte. — Noch-mal« sprach der Herr Bezirkshauptmann und diese« Mal sprach er auch nur aus dem Herzen. — „ES gibt feine Gegensätze!" — sagte er mit erhobener Stimme und er hatte Recht. Es gab in diesem Momente keine Gegensätze und wollte Gott, eS gäbe auch fürder keine mehr! Seid einig l einig! einig! — diese drei Worte au« einer der schönsten deutschen Dichtungen, müssen früher oder Der Offizier macht eine Bewegung, al« wollte er den Eorporal fassen; — dieser eilt fort. Wir sehen einander an, ängstlich, verständ-ni«lo« das Ende erwartend. An der Lehrfaalthüre klopft e«. — „Herein!" Die Thüre geht weit aus, vorau« marschirt Eorporal Hnatjuk. ein Wickelkind in den Annen, die blauseidene Decke um sich drapirt, mit dem ganze» Gesichte grinsend. Hinter ihm mit drohender Geberde marschirt eine dralle Huzulin. Beide machen vor dem Haiiptniann halt, der Eorporal klappt die Absätze zusammen und meldet grinsend: „Herr Hauptmann melden gehorsamst, da ist den „kleine« Bilz!"-- Der „schütte Husar" wird kreideweiß im Ge-sichte, der Hauptmann, — ja der Hauptmann sieht einen Augenblick lange au», al» wollte er au» der Haut fahren. — Einen kurzen Augenblick. dann dreht er sich um und bricht in ein homerische» Gelächter au«. Ein Gelächter, so an-steckend, das« wir alle im Ehor einfallen. Ein Sturm, ein Orkan von Lachen und Wichern. Da wird die Huzulin bö«. Mit einer Flut von Zornesworten nimmt sie dem Korporal da» Kind weg und verläßt mit dem Rufe: „Verrückte Teufeln!" — den Lehrsaal. Der Hauptman» stürmt ihr nach, wir hinter ihr drein unb am Eorridor zeigt er den von unserm Gelächter herbeigelockten anderen Offizieren, zuerst dem Schulkommundanten Major v. D. da« „Neueste Lehrbuch der Geschichte, den kleinen Bitz," dessen Verfasser, wie er sich den Bauch haltend erklärt, „einer feiner Schüler" ist. Fl. später der einzige Wahlspruch aller Deutschen Oesterreich» werden. Wieder dankte der Gefeierte und sein Dank «alt diesmal auch den Vertretern der k. u. k. Irmee, die gekommen waren, den Ehrentag eines Pettauer Bürgers mitzufeiern. Darauf antwortete den» auch sofort der anwesende JnterimS-StationScoinmandant. Herr k. u. k. Hanptmann Fitzner, mit der kräftigen, lapidaren Kürze deS Soldaten, indem er dem alten Bürgermeister dankte, das mnsterl>afte Einver-nehmen zwischen Civil und Militär, zwischen Bürger »nd Soldaten i« Pettau stet» so sehr gefördert und gekräftigt z» haben und die Hoffnung aussprach, dass dieses herzliche Einvernehmen anch für alle Zukunft ungestört bleiben möge. Das» der Vertreter der Gariiison damit das Richtige getroffen hatte, bewies ihm der rauschende Beifall, der feiner kurzen, markigen Rede folgte und dos fröhliche Anklingen der Gläser. Ununterbrochen spielte indessen die wackere Musik und zwar, dem Feste angemessen, frohe und patriotische Weifen. „O du mein Österreich!" — uud .Hoch vom Dachstein", — Lieder auS der Heimat, in welcher wieder das Flügelhorn brillierte, — fanden stürmische» Anklang und Beifall. Allgemach rückte die Zeit vor und noch immer folgte Trinkspruch auf Trinkspruch! Ter Vertreter der „freiwillige» Feuerwehr- und deS „Gewerbe-Vereines",Herr GemeinderaihSteudte, feierte de» Ausgezeichneten als Förderer und warmen Freund dieser Vereine. Herr Gemeinderath Blanke brachte die Glückwünsche deS „Musik-VereineS-, dessen warmer Freund Herr E ck l allzeit gewesen. — Herr Großauer sprach im Namen der Sänger, Herr Oberlehrer Löschnigg pries den Dokorirten als unermüdlichen Förderer der stöbt. Unterrichts-Anstalten und als den beste» Freund der Lehrer-schaft; Herr ProfessorKohaut sprach als Stell-Vertreter deS abwesenden Gymnasial-Direktor» in warmen Worten den Dank für die Förderung und thatkräftige Unterstützung der hiesigen Landes-Mittelschule seitens deS gewesenen Bürgermeister» Herrn Eckl und bat den neuen Bürgermeister, Herrn Ornig. e» ebenfalls so zu halten wie sein Borgänger. Dass dem fo war und fein wird, bekräftigten die beiden Bürgermeister sofort durch ein herzliches Anklingen ihrer Gläser. Herr Me hing er sprach namens der Pettauer Turnerschaft, kräftig deren deutschen Charakter betonend. Noch wurde» Trinksprüche gewechselt, trotzdem es hohe Zeit war, das Concert im Stadtparke zu besuchen und wenn der eine oder der andere Toast hier nicht ermähnt ist. möge man das mit unserer Pflicht, ein wenig .überall" zu sein, eutschnldigen. Da» Concert im Stadtparke war. wie sich scho» deS doppelten Festtages wegen voraussehen ließ, von einer zahlreichen, bunten Menge besucht und wieder spielte die Musik, dem Anlasse entsprechend, mehr heitere Weisen, al» ernste Pieren. Sie war zudem so glücklich p«>u;a;, dass ein »attischer Mann seinen Bortheil ersehen konnte, ür einen kühlen Trnnk zu sorgen! das thaten >enn avch mehrere und fo gab'S zur großen Ge-nugthnung des Publikums zwei Reihen gedeckter Tische uuter den breiten Kronen der Kastanien und ditto vor dem freundlichen „Lendwirtshause." Auch die kleinen Leute sanden, »vaS ihr Herz er-freut, nämlich einige Tische mit Zuckerbäckereien. Das Hauptcontingent der Besucher stellte die „bessere Hälfte" der Pettauer Bewohnerschaft. Die Damen in Toiletten vo» alle» Farben, frische Landmädchen, sonntägig gekleidet, fröhlich« Kinder und die Herren der Schöpfung—mancher noch in FesteSstimmung und Festcravatte, — Civil, Militär. Radfahrer in „fall drcss'1, unternehmend aussehende, stramme Burschen die Menge, so wimmelte eS bunt durcheinander unter dem dichten, grünen Laubdache, während von oben die Sonne mit dem ganzen Gesichte in den Festtrnbel und Jubel hinein-lachte. Auch das Concert >var gelungen. Und Ende gut. — alles gut, auch der — 5 — Fackelzug mit Serenade oder die Serenade mit Fackelzug, denn diese« er' gänzte das andere zu einem prächtigen Ensemble. Gegen acht Uhr abends endete die Musik und bald daraus kam der „Militär-Veteranen-Verein" in Parade anmarschirt. Am Minoritenplatze sammelten sich viele Hunderte, nm dem Arrangement des Zuges zuzusehen. Da« gieng denn auch ziemlich rasch »nd glatt von statten. Die „freiwillige Feuerwehr- rückte an in voller Wich«, schloss sich an die Betera»e». formirtc mit diesen zwei Glieder, zündete die Fackeln an und rangierte sich zum Znge. Über achtzig Fackel-träger in langer Doppellinie, die Musik in die Mitte nehmend. ES war ei» schöner Anblick, die vo» den Fackeln beleuchteten Uniforme», die im rothe» Lichte glänzende» .Helme und Instrumente. Die „Turnerschaar" kam mit bunten Lampions angerückt, rangierte sich mit den „Sängern" inner-halb der doppelten Fackel Allee und jetzt kamen auch die ..Radfahrer" mit illuminierten Maschinen. Das mochte für die wackeren Radler keine leichte Toiir fein, im langsamen Tempo, durch eine neu« gierige Menge und über die holperigen Katze», köpfe, stramm ainufahrtn. Aber es gelaug prächtig und nun setzte sich der Zug in Bewegung über den Miuoritenplatz. Flonanigaffe, Florianiplatz, Färbergasse »nd durch die Bahnhofgasse aus den Hauptplatz vor das Haus des heute so vielfach gefeierten Bürgers Ernst Eckl. — Die Fackelträger bildeten einen weiten Kreis, umdrängt von einer dichtgeschaarten Menschenmenge. Im Fackelkreise postierte sich dir Mnsick und intonierte die „Overture zum Tanuhäuser", prächtig gieng'S. Dann kamen die Sänger, die sich inner-halb des Kreises der Mnsik ausstellten und die Ärenade mit den, Liede: „Nachtzanber- vo» Storch begannen. Oben am Fenster stand Herr Eckl. bewegt in die dichte Menge hinabblickend, die gekommen war. ihren alten Bürgermeister ein singendes und klingendes „Gut Nacht!" zu bieten, am Abende seines Ehrentages Die Sänger stimmten das „Schottische Volkslied" und zum Schlüsse „DaS treue deutsche Herz- au. Nummer», die jedesmal des »ngetheiltesten Beifalles sicher sein können. Nun kam H«rr Eckl herab, sich persönlich bei dem Chorineister Herrn Dr. v. Weis, beim Capellmeister Herrn H a r i n g und den Sängern und Musikern zu bedanken nnd mit den Chefs der ausgerückten Vereine speziell dankbare Händedrücke zu wechseln. In einer kurzen Rede dantte er Allen, allen den Anwesenden nnd wie das Fest mit einem Hoch auf den Monarchen begann. — so schloss eS mit einem jubelnden Hoch auf den Kaiser. auS vielen hundert Kehlen und nachdem eS verklungen, brausten die majestätischen Klänge unserer hehre» VolkShpine zum sternen-besäten Nachthimmel empor. DaS herrliche Fest gieng zu Ende. — Und am anderen Tage fragten wir bei der städtischen Polizei etwa» beklommen: „Nichts vorgefallen gestern?- — Und mit zufriedenen Gesichtern er-klärten die brave» SicherheitSwachen: „Nichts! — Rein gar nichts!" — Wollte» wir de» Verlauf des Festes in den glühendsten Farben schildern, in den schönsten Dithyramben besingen. — einen schöneren Schluss des Ganzen könnten die allergeivaiidteste» Fest-berichterstatter d«r ganzen Welt nicht erfinden, als das lakonische: ..Nichts! — Rein gar nichts vorgefallen." der Sicherheitswache! Das macht den Pettaueri' keine aiiderc Stadt* bevölkerung so leicht nach! Pettauer Nachrichten. (Grburlssest Ar. Majestät.) Zur Feier des Geburtsfestes Sr. Majestät des Kaisers au, 18. August wurde folgendes Programm ans gegeben: !. Weckruf mit Musik um 5 Uhr morgens. Feierliches Hochamt um 9 Uhr vormittags in der hiesigen Stadtpfarrkirche, welchem der Herr Bürgermeister mit dem Gemeinderathe beiwohiuen. Dass sämmtliche k. k. Ämter und Behörden, dann das k. n. k. Offieierscorps und dir Ver-treter der Landesanstalten, die Bezirksmtlretung, der Lehrkörper der Landcsniittelschule und der Volksschulen und die Vertretungen öffentlicher Körperschaften nach oltösterreichischem Herkommen der Kaisermesse beiwohnten, ist selbstverständlich. Desgleichen die k. u. k. Garnison wie immer an diesem hoben Festtage zur Parade ausrückte, ebenso der Pettauer Militär-Veteranen-Verein. TaS k. u. k. OffizierScorpS veranstaltete in der Offiziersmesse das Festbankett; die Mannschaft wurde von der Gemeinde zum Mittagstische mit Min betheilt. Uni 5 Uhr Nachmittag fand im VolkSganen ein von der Stadtgemeinde veranstaltete« Festconcert statt. iHaupt-tiappsrl der freiwilligen Feuerwehr.) Sonntag deu 12. August Nachmittag 3 Uhr hielt unsere freiwillige Feuerwehr den usuelle» Haupt-rapport ab, um dem »eue» Bürgermeister vor- Sestellt zu werden. Ausgerückt waren unter dem Kommando des FenerwehrhauptmanneS Herrn Gemeinderath Steudte und des Haupt mannstell. Vertreters, Gemeinderath Fürst, 51 Wehrmänner mit ihren compketen Chargen. Im weiten Hofe des Spritzenhauses i» 2 Zügen formirt, in voller Rüstung und mit de» Löschgeräthe» ausgestellt, erwartete man den Herrn Bürgermeister, d«r Punkt 3 Uhr in Begleitung der H«rren Gemeinde-räth« SeUinschegg und Roßmann erschien, zu denen sich später noch die Herren Gemeinde-rathe V. Ko haut und H. Stary gesellten. Nach abgegebenem Rapporte wurde eine kurze Übung mit der Schubleiter und der große» neuen Samassa'schen Spritze, dann mit den Leitern am Steigerthnrme vorgenommen; mit einer äußerst lobenswerthen Ruhe und Präzision, sowohl im Coininando. wie in der Ausführung der ange» ordneten Exereitien. ivnrden die Übungen durchgeführt. Überraschte einerseits die Schulung und Ausbildung jedes Einzelnen, so war insbesondere die Disciplin des ganzen CorpS eine geradezu musterhafte. Wenn man in Betracht zieht, dass die große Mehrzahl der Officiere sowohl, wie der Wehrmänner sich nach harter TageSarbeit der Mühe der Ausbildung und des Lernen» unterzieht, wenn man in Betracht zieht, dass das Exercieren mit den Gerathen durchaus keine leichte physische Arbeit ist, sondern tüchtige, körperliche Anstrengungen erfordert, wenn man in Betracht zieht, dass ein großer Theil der Wehrmänner be-reit« weit über jenes Alter hitirnis ist, in welchem derlei Anstrengungen „noch Spaß machen" und endlich in Betracht zieht, das» schon die Übungen bei aller Gewandtheit nicht ungefährlich, die Hilfe-leistungen in Ernstfällen aber schon der Natur der Sicht nach, stets mit einer holten Gefahr für die Gesundheit nnd selbst daS Lebe» jedes Ein-zelnen verbunden sind, so muss man billig über die selbstlose Opferwilligkeit dieser Männet, von denen viele Familienväter obendrein sind, staunen. .Gott zur Ehr' — dem Nächsten znr Wehr!" dieser Wahlsprnch allein enthält schon ein ganzes Evangelium von Menschen- und Nächstenliebe und wer die zahlreichen Legenden, welche die große Giebelivand deS Spritzenhauses zieren, — welche Legenden „Ort und Datum- der verschiedenen Brände zeigen, bei denen unsere Feuerwehr in Aktion war. überblickt und die Berichte über die dabei vorgefallenen UnglückSfälle hört, der wird mit »»getheilter Hochachtung erfüllt vor dem Opfcrmnthe dieses braven Corps. Wir möchten da Manchen hineinfuhren in das Spritzenhaus und ihm diese Legende» einfach mit de» Worte» weisen: .Ziehe den Hnt vor solcher Opferwilligkeit nnd schweige!" Im Interesse unserer wackeren Feuer-wehr würden wir wünsch«», dass das Coininando auf Grund der Daten dieser Legend«», deren jede durch einen kurzen Bericht zu ergänzen wäre, eine „Chronik der freiwilligen Feuerwehr von Pettau" i» Druck legen ließe, denn diese Chronik wäre ein Ehrend»ch und sicher zeitgemäß in unserer so leichtlebigen Zeit, die sich länger an ein ihr gratis gebotenes Vergnügen, als an tansend ihr erwiesene Wohltäte» erinnert und den Wohl« thäten! lieber Steine nachwirft, als ein Wort des Xslnfrt. Sie wart aber auch kill Gsdenkbnch fslr die njslcfercn Weltmänner, die dein Vereine angehört haben. ei» redlich verdientes Zeugnis treuer Pflichtersüllnng für die dermaligen Mit-glieder u»d eine Aueiferiing für die Nachfolger. (4 de» Alte» gleich zu thu». Wir freuen »ns, nock» constatieren zu sönnen, dass Rüstung und Geräthe in einer musterhasten Ordnung sind, dass eine wohlthuende Reinlichkeit n»d Nettigkeit in alle« Räumen deS ganze» RüsthanseS Ijcrrscljt n»d wir unterschreibe» voll nnd ganz die Worte der lebhafte» Anerkennung, welche Herr Bürger-meister Ornig an die braven Männer richtete, deren Opsermnth und Nächstenliebe so lapidar i» ihrem Wahlspr»che zum Ausdrucke kommt: „Gott zur Ehr. dem Nächste» zur Wehr/' — Die Legenden a» der Wand deS Spritze»Hanse« beweise» zur Genüge, dass die warmen Worte der Anerkennung des BakgermeisterS der Stadt wohl verdient waren. (Turnerftst.) DaS am Sonntag den 12. d. M. im Boltsgarten veranstaltete „Schauturnen" unseres „Deutschen Turnvereines" war. was die gebotene» Leistungen betrifft, brillant. Insbesondere die mannigsaltigen Übungen im „Kürturnen" am Reck und Barren, bei denen es weniger ans die erworbene Gewandtheit, wie auf wirkliche Muskel-krast ankommt, zeigten eine Reihe geradezu prächtiger Leistungen und erregten den Beisall jenes Theiles dcrZnsehcr. die selber in der edlen Tnriierei kei»e Laien sind und der Beifall war auch vollauf ver-dient und durchaus gerechtfertiget. Wenn wir keine Name» nennen, so hat das seine gute» Gründe und zwar zu»,eist im Raummangel, denn wir müssten eben ein Verzeichnis aller Turner so-wohl, als der hervorragende» Leistungen jede« Einzelnen bringen! Ganz wie für ei»' „Schau-turnen" extra bestellt, war daS Wetter. Weniger geeignet war der etwas abschüssige Turnplatz, so dass die Turner besonders bei den Übungen am „Barren" schwer mit dem „Wackeln deS GerätheS" zu kämpfen hatten, welcher Umstand die trotzdem vorzügliche» Leistung?» auf dem Barre» »och bemerkenswerter machte. Die „volksthümlichen Spiele" mit dem Balle und das „Haschen" rissen ganz besvttverS die jüngsten Zuschauer hin und die Kleinen jubelten und klatschten, dass es nur so ein Vergnüge» war ihnen zuzusehen. — Man kau» de» Turnern nur dankbar sein, dass sie daS „Schauturnen" veranstalteten und sie selbst haben damit der edlen Turnern viele neue Freunde ge-Wonnen. Übrigens wäre das Gebotene wohl eines besseren Aufputzes wert gewesen, denn die einzelne Flagge am Eingange kann auf den Titel „Deco-ration des VolkSgartenS" kaum eine» Anspruch machen. Wenn wir auch zugeben, dass der Turn-rath bis zum letzten Augenblicke mit der Ungunst des Wetters zu rechnen hatte und infolge dessen für ein selbst bescheidenes Herausputzen deS Volks-garten« nicht viel Zeit zur Verfügung stand, — so viel Zeit wäre immer gewesen, ein halbes Dutzend Flaggenmaste um den Eingang zu gruppiere« und aus den Flaggenmasten deS Schweizer» Hauses. — die wohl nicht als Blitzableiter zu dienen habe». — Fahnen zn hissen. Das Schau-turnen war — in Anbetracht der oft recht unbegreiflichen Indifferenz der Bevölkerung Pettaus solchen Veranstaltungen gegenüber, — gut besucht, denn im Schweizerhanse' fand ein beträchtlicher Theil der Hungrigen nnd Durstigen — keine Sitze. Das muss den doch «icht sein! Die „General-Direktion > eS SchweizerhauseS", darf sich nicht wie d>e „Geueral-Direction der Südbahn" an die Statistik der berühmten „Siebzehn" halten, denn wenn die Gaste anch einmal die Rechnung ohne den Wirt machen müssen, so isis freilich nicht zn wundern, wen» da»» der Wirt sehr ost seine Rechnung ohne Gäste mache» muss. Am Turn-platze stände» Bänke und Stühle i» gruügeiider An ahl — leer; diese hätten sicher im Scknveizer-Hause ihrer Bestimmung besser entsprochen. — Wir sind ferner überzeugt, dass die Musiker schon aus angeborener Galanterie sich gerne auf die weniger eleganten und bequemeren Garteuseffel ges'tzt »ud den zahlreiche» Damen mit Vergnügen die elegantere» »nd für helle, leichte Dainnikleidcr — 6 — weniger gefährliche», lakirte» Stühle überlasse» Hätte», wenn die anwesenden Frauen und Fräuleins. ivenigstenS acht Tage vorher. ein diesbezügliches Eolleetivgesuch überreicht habe» würden. Aber die Da nie» sind schon einmal so. alles fällt ihnen erst in» letzten Augenblicke ein und da»» seufze» u.ib jammern sie. lveun ei» helleS »Neid auf den alten, wackeligen Gartensessel» „picken bleibt", oder wen» sie sich ermüdet auf einen „herausstellende» Nagel" sinke» lasse»! Zuhause sind das Kleinigkeiten, — im Gasthause aber moquicrt man sich darüber und zwar »icht ganz mit Unrecht. Sonst habe» wir keine Schmerzen, wohl aber der Tnrurath, der sich bitter darüber beklagt, dass die „Musik um 9 Uhr schon aus war." Wir halte» diese Silage für »»berechtigt, den» gegen Abend wurde cS empfindlich kühl uud da die Musiker sich nicht in die Hände blasen konnten, weil sie in die Instrumente blasen mußten, so gaben sie die Blaserei lieber gar aus. Recht hatte» sie, man muß des Gute» nicht zu viel verlangen uud gut, sogar sehr gut spielte» sie auf alle Fälle. (Erornnungkn im postdirnstr.) Der Handels, minister hat de» k. k. Postamtspraktikante» Johann Heister znm k. k. Postassistenten in Pettau er-nannt; übersetzt wurde der k. k. Postassistent Adolf Kalb von Steinbrück »ach Pettau. (Viehmarkt in Kann.) Der sonst am 26. August abzuhaltende Viehmarkt in der Nach-bargemcinde Rann findet hener, da der gewöhnliche Markttag auf eine» Souiitag fällt, am nächsten Tage, d. i. Montag den 27 August statt. (pferdeprämiirnug in Frieda», l Laut Kund-machttttg des StadtamteS Pettau Nr. 3853 vom 14 d. M findet am 11. September d. I. in Friedau eine Pferdeprämiirung statt, bei welcher nachstehende Prämien zur Bertheiluug gelangen: a) für Mutterstute» mit Saugfohlen 6 Preise, zu-jammen 155 fl.; b) für juuge, 3',4-uud 5-jährige Stute» 8 Preise, zusammen 130 fl.; o)sür zwei« jährige Stntfohle» 7 Preise, zusammen 110 fl.; d) für einjährige Stutfohlen 7 Preise, zusammen 110 fl. Endlich 2 LandeSprämien für Pferde-wärter ä 6 fl. = 12 fl. Eine rege Betheiligung der p. t. Pferdezüchter wäre im Interesse der Pferdezucht sehr erwünscht. (Vorstellung.) Unser neuer Bürgermeister .Herr I. Orniy hat im Lause des Vormittags des 16. August seine Aufwartung al« neugewählter Bürgermeister von Pettau bei Sr. Excellenz dem Herrn Statthalter Baron Kübeck gemacht und sich sodann auch dem Herrn Landeshauptmann Grafen von Attem« uud den in Graz weilenden Herren Landesausschüssen vorgestellt. Ferner machte er Antrittsbesuche bei dem Bürgermeister von Graz, Herrn Dr. Portngall und den beiden Vicebürgermeisteru. Bei seinen Vorstellungen im Landhause wurde er vom Reichsrathsabgeordneten Herrn Dr. Kokoschinegg begleitet. (Grenjvrrkkhr mit Klanrnvich zwischen Croatirn und Steieruiark beschränkt.) Die ämtliche „Grazer Leitung" vom 16. August d. I. Rr. 186 enthält eine Kundmachung betreffend die Beschränkung be« Verkehres mit Klanenvieh zwischen Kroatien und Steiennark, anläßlich der in den Comitate» Efsegg und Po2ega verbreiteten Maul- und Klauenseuche, welche Kundmachung wir vorzugsweise reproduzieren. 1. Die Einfuhr von Rindern, Schafen. Ziegen und Schweinen von Kroatien Slavonien nach Steiennark ist bi« auf weiteres ausschließlich nur zum Zwecke der sofortigen Schlachtung gestattet. Die Einfuhr der genannten Klanenthiere darf nur mittelst Eisen» bahn geschehe» und ist deren Zulassung aus hie-sige Viehmärkte, Viehausstellungen ie. natürlich ausgeschlossen. 2. Die Ausladung des Viehes darf nur in Eisenbahnstationen statthaben, wo eine ordnungsmäßige tierärztliche Beschau stattfindet. 8. A» anderen Eisenbahnstationen ist die Ausladung an die gesetzliche Bestimmung ge-bunden, dass von Fall zn Fall die Bewilligung der politischen Behörde eingeholt und ertheilt worden ist: dass die Thiere bei der Ausladung durch den dazu bestimmten Amtsthierarzt beschaut und gesund befunden wurden. Alle die aus dieser Beschau erwachsenen Kosten hat die Partei zu tragen. 4. Von den Eisenbahnstationen sind die eingeführten Thiere unter entsprechender Vorsicht, Schweine stets mittelst Wagen, an den Bestini »lungson zu bringen nnd dort unter gemeinde-amtlicher Aussicht sofort zu schlachten/ 5». Die politischen Bezirksbehörden werden ermächtigt, Rinder. Ziegen, Schafe nnd Schweine znm Zwecke der Approvisioniening unter den «uk 1 bis 5 angeführten Bedingungen zu gestatten. Diese An ordnungen trete» mit dem Tage der Verlaut barung in der „Grazer Zeitung" also mit 16. August d. I. i« Kraft und werden Über-tretiingen nach dem Gesetze vom 24. Mai 1882. R.'G. BI. Nr. 51, bestraft. «Ertrunken ) Am 9. August badeten zwei söhne des Sattler« A. SeinlanS aus Steindors in der Drau. Beide Knabe», die nicht schwimmen tonnten, ivurde» von der Strömung fortgerissen und ertranken. Die Leichen der verunglückten Kinder, von denen der ältere Knabe nlf, der jüngere neun Jahre alt ist. wurden bei Ankenstein aus dem Wasser gezogen. Bermischte Nachrichten. (V. Österreichischer Wrinbankongrcß.) Das Programm für diesen Congrcß ist nun in seinen Hauptpunkten fertig gestellt. Montag den 3. Sep. tember l. I. abends findet die Begrüßung der fremden Gäste im Hötel Metropole statt. Dienstag den 4. September I. I. vormittags wird der Eon-greß durch den n. ö. Landmarschall, Leopold Freiherr v. Gudeu us. eröffnet und gelangen so-fort nach Eröffnung folgende Programmpuukte zur Verhandlung: 1.) Über Rebenveredluiig«-Methode. Borträge und Diseussionen. (Referent Hr. B a 11 o n, LindeS-Weinbau-Jiispector in Graz; P. Vetter, Rebschuldirector in Odeuburg.) 2.) Über Stupf-Reben und deren Veredlung. (Referent Hr^ Franz G i r st m a y e r. Weinguts» besitz« in Marburg.) i>.) Wie ist die Bekämpfung der Reblaus in Niederösterreich durchzufuhren? (Referent Hr. Ferd. R e ck e u d o r s er. Direktor der n. ö. LandeS'Winzerschule in Retz) Nachmittags 4 Uhr findet eine Excursion in das Nuß-dorfer Weinbaugebiet, bann eine Fahrt auf den Kahlenberg statt. Mittwoch den 5. September l. I. gelange» nachstehende Progranimpuiikte zur Ver-Handlung: 1.) Biologisches über die Reblaus. (Referent Hr. E. Rathay. Direktor in Klosterneuburg.) 2. Welche Erfolge kann der Schwefel-kohlenstoff bei Bekämpfung der ReblauS leisten? (Referent Hr. Dr. R v. Schlumberger, k. k Eommereialrath in Böslan. N. Ö.) 3.) Über amerik. Rebfchulen in Frankreich auf Grund einer Studienreise 1893. (Referent Hr. Silv. Freiherr vo» Pirquet in Schloss Hirschftetten N &■■) 4.) Ersahruiige» über bie fiiiltur der amerik Reben in Frankreich mit besonderer Rück-ficht auf ihr Verhalten im Kalkboden. (Referent Hr. Hermann Leibenfrost in Bordeaux.) Nach-mittags 3 Uhr 14 Minuten findet eine Excursion »ach Klosterneuburg-Weidling statt, woselbst der staatliche VersuchSwn»garten der f. f. önologisch-pomvlogischen Lehranstalt und die Kellereien deS StisteS Älosterneuburg werde» besichtigt werde». Am Donnerstag den 6. September l. Z. gelange» folgendeProgrammpiinkte znrVerhandlung: 1.) über Weiiiverfälschungen und Untersuchung de« Weine«. (Referent Hr. Dr. L. Rösler. Direktor der k. k Versuchsstation in Klosteruenburg.) 2.) Versuche mit reingezüchtete» Hefen. (Referent Hr. Prof. Dr. B erfch in Wien.) 3) Über Weinhese. Reinzncht und Weingarten Kniistdünger. (Referent Hr. Dr. E M a ch. k. k. RegierungSrath »nd Direktor der landw Lehranstalt in St Michele, Tirol) 4.) Über den gegenwärtigen Stand der Reblnus-Gesetzgebung in Österreich. (Referent Hr. Dr. G Marchet. ReichSrathSabgeordneter und Pros an der k. k. Hochschule für Bodenkultur in Wien und Hr. Baron MoScon, Gutsbesitzer und Landtagsabgeordiieler auf Schloss Pijchätz. Stciermart.) 5.) Die neuen Weinzölle »nd deren Einfluss auf de» österr.-ung. Weinhandel nnd Weiiimarkt. (Referent Hr. Th. Römer, kaiser-licher Rath und Hofweinhändler in Wien.) Nachmittag» 1 Uhr 35 Min. findet eine Excursion per Südbahn nach Baden. Besichtigung der dortige» Ausstellung, der Versuchsstation des Vereines zum Schutze de« österr. Weinbaues, sodaun Fahrt per Wagen nach BöSlau statt, woselbst die Kellereien der Firma M. Schl umberger besichtigt werden. In der Nacht vom 6. aus den 7. Sept. l. I. wird eine große Excursion nach Ungar» angetreten. Sobald da» Special-Progranim seilen» der kgl. ung. Regierung hieher gelangt sein wird, wird dasselbe sosort publicirt werde». Da» Eomitö de» V. österr. Weinbau.Congresse» hat auch an da» f. k. Ackerbauministerium die Bitte gerichtet, einen osficiellen Bericht über den Stand der Reblaus in Österreich dem Eongresse vorzulegen. Hoffentlich wird das genannte österr. Mi»isterinm dieser berechtigten Bitte entsprechen. Anmeldungen zur Theil-nähme sind zu richten an den Tentral-AuSschus» deS V österr. Weinbau-Congreß; zu Handen des LandeSratheS Dr. E. Tbo ma». Wie» I. Herren» gaste 13 (Landhau») unter Angabe, ob und an welcher Excursion man theilzunehmen wünscht. (»««»oucha*, betreff«,» kic Einberufung der Silderschei»e«»,ze« zu zwanzig Srenjir «ad »er Supser-scheidemünzin zu »ier Kreuzers Laut Beiordnung de« f. k Finan.z.Minijicrium« vom SZ. Juni >894 (M. S Bl. Nr. 126} werden die Silberscheideniünzen zu zwanzig tt?euzer und die Kupserscheldemünze» zu vier Sreuzer mit 1. Jänner 1895 auhcr gcse»Iichen Umlauf gesetzt Diese Münzen sind nur noch bi» einfchliesjlich 81 Dezember 1894 im Privat-vertehre zum Nennwerte. beziehung«weise mit dem im Ar» titel XXI de« Besetze« vom 2. «ugust 1892 («. G. «l. Rr. 126) bestimmten Zahlwirte, und zwar nach Maßgabe be« Artikel« X de« Sesetze« vom 1. Juli 18«8 sR. OJ Bl. Nr 84) in Zahlung zu nehmen, vom 1. Juli 1894 dürfen diese Münzen von den !. f. (lassen «nd Ämtern nicht inehr au«gegeben werden; dagegen sind dieselben von den k. k. Sasien und Ämtern bi« einfchliesjlich Hl. December 1895 bei allen Zahlungen und im Berwechtlungtwege zum Nenn-werte, beziehungsweise mit dem im Artikel XXI de« Ge-fetze« vom 2. August 1892 (H ®. Bl Nr 128) bestimmten Zablwerte und zwar nach Maßaabe de« Artikel« X de« Sesetze« vom 1. Juli 1868 (91. 9. Bl. Nr. 84) anzunehmen. Noch Ablauf diese« Termine« ist jede Berofliwtung de« Staates zur Einlösung dieser Münzen erloschen. Hiervon geschieht zufolge Erlasse« de« k. k. Finanz-Ministerium« vom 7. Juli 1894, Z 4066, F. M, zu dem Zwecke die Berlaul^runa. damit die Besitzer solcher Scheidemünzen durch ein allstlligeS Versäumen de« mit 1. Jänner 1896 festgesetzten Präclusivtermine« nicht unnSthiger Weise Schaden erleiden. EEeVmä v-i 1. October an zu vcrmiethen. Anzufragen bei Jos. Ornig. Nr. 3676. Kundmachung/ In Abänderung der h. ä. Kundmachung vom 13. März 1893, Z. 1194, wird zufolge Gemeinderaths-Beschlusses vom 1. August 1894 zur Kenntnis gebracht, dass die bisherige Platzgebührenbefreiung an jedem Mittwoch von nun an entfallt und die Platzgebühren daher wieder eingehohen werden. Dagegen ist für das jeden Mittwoch und Freitag zu Markte gebrachte Geflügel bis auf weiteres eine Platzgebühr nicht zu entrichten. Stadtant Pattau, am 2. August 1894. Der Bürgermeister Jos. Ornlg. Nr. 3903. Kundmachung. Nach § 6 des Gesetzes vom 23. Mai 1873 R.-G. Bl. Nr. 121 wird bekannt gemacht, dass die Urliste der Geschworenen für das Jahr 1894 zu Jedermanns Einsicht durch 8 Tage in der Stadtamtskanzlei aufliegt. Jedem Betheiligten steht es frei, während dieser Frist wegen Ueber-gehung gesetzlich zulässiger oder wegen Eintragung gesetzlich unfähiger oder unzulässiger Personen in die Liste, schriftlich oder protokollarisch bei dem gefertigten Stadtamte Einsprüche zu erheben oder Befreiungsgründe geltend zu machen. 8tadUmt Pettaa, am 14. August 1894. Der Bürgermeister. Kostort. Bei einer feinen Familie in Graz wird ein Student in Kost und Verpflegung genommen. Anzufragen bei Frau A. Arider in Pettau. Nr. 8687. Kundmachung. Der Gemeinderath der Stadt Pettau hat in seiner Sitzung vom 1. August d. J. den Beschluss gefasst, den im Dienste der Stadtgemeinde Pettau stehenden Gärtner Georg Schiff nach Bedarf an Bürger und Besitzer der Stadt Pettau zur Dienstleistung gegen eine tägliche Entlohnung per 1 fl., welche an die Gemeinde-kasse zu entrichten ist, abzutreten. Bezügliche Anmeldungen sind an den Obmann des Wirtschafto-Comites, Herrn Ignsz Rossmann, zu richten. 8tadtant Pettau, am 3. August 1894. Der Bürgermeister: Jos. Ornlg. Sin £ehrjunge wird aofort auf genommen in der Bäckerei Luschar. War Schund»»»« and Doppal-pralian fambliriba« will. d»r be-•1*11« ab Fabrik acht Sllbar-Oylinitor-Remont. n*n»n fekand rapaaalrt, I Jahr taranllrt I ' bia fl. 7. — kttct* mit t oder 1 SilberbBdan B. 8,— bla R. 10.—, in Toll» mit Goldainiaf» fl 11.— GoM-Daman-Ramont. »on fl. II —, für Harranvon II. tt.—, SJLbar-katlan ton fl. 1 — and Naafoldbattan ron II. aufwkrta. WW Ntuaata Bahr balkabta ßoppalmantal-HerrtnOoldin-Ranion-tolr nor fl. 6.40. Diaaalba schwere NaueilberDoppalmantal-Ramoa-tolr, ao achOo wi« acht Slibar fl Prima K»U«rwackw fl t.M par 6 Stück fl IC » Pendelobren, S Taf Schlaf. tob 11.».—, mit S Gewicht»!!, 1 Vtartal Rapalllion Ton fl. (0 — aufwlrta oder »er-i»n|a vorher Hraiacourmnt gratia bei J. Karecker, Uhren-Exporthaus, Unz Die schönsten Grabkränze sinnige Arrangements aus Palmenzweigen mit Rosen, Nelken, Veilchen, mit Guirlanden-Sträussen geschmückt, zu sehr mässigen Preisen, schon von 2 fl. an, Kr&nstchleifer in allen Ausführungen empfehlen Brüder Slawitsch vermal« J. N. Perach, Pettau. Die Sladtpfarrgeistlichkeit der Propstei- Haupt- und Stadtpfnrre in Pettau fühlt sich verpflichtet, für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme, welche ihr anlüsslich des betrübenden Hinscheiden» des Hochwürdigen Herrn inful. Propstes, Haupt- und Stadtpfarrers Mathias ZHodrinjak /.»theil geworden sind, sowie für die schönen Kranzspenden, den tiefstgefühlten Dank auszusprechen. Insbesondere dankt sie Sr. Gnaden, dem hochwürdigsten Herrn Prälaten und Dompropste des f-b. Kathedral-Capitel» in Marburg, Ufrrn Ignax Oroien, für die Führung de» Conductes, Sr. Gnaden dem Hochwürdigsten Abte von Cilli, Herrn Franz Ogradi, dem Hochwürdigeu Herrn Dom- und Sladtpsarrer in Marburg. Filipp Jakob Holiinc für die ergreifende Leichenrede, den P. T. Hochwürdigen Herren wirklichen und Ehrendomherren, der Hochwürdigen Geistlichkeit der Lavanter- und Sekauer Diöceae. den löbl. k. k. Behörden, dem k. u. k. Militär, dem löbl Gemeinderathe, den löbl. Vereinen, sowie allen Bewohnern der Stadt Pettau und Umgebung für die überaus grosse Theilnahme an dem Leichenbegängnisse. Pst tan, am 14. August 1894. Die Stadtpfarrgeistlichkeit. s 0. c « c Jfl m « ao ■5 ■ Ti U. Lh o > i? nun in mehr 120 tffmjjfstrfn Verbreitet und roofjl ttzemein als eines der bksirn deutschm Kochbücher, Fu blichen duirh jedeLttrhhnndlunA. VerlagAbuchhandluna.Stnria' ln^Graz. < o 1 ET cß" t < w 9 (B -o CD S B> 40.000 Exemplare bereits abgesetzt._ Soeben in fünfter Änflage erschienen: „So werdet )hr alt!" Unentbehrliches Handbuch jnr NatvrheilKmide flir alle, die gesund werden und bleiben wollen, 370 S. CDctao von Dr. «eorg iimoni. Über biefrt vortreffliche Buch schreiben: Die „VrSse«berg.Arei»,lba«er Mittheil«»»»«": Diese« 370 Geilen umfassende Buch verdient im vollen Maße die lobenden U» theile, welche ihm die gesomrnte Fachpresse angedeihen lässt Die Thatlach«, baff i« kurzer Frist 40.000 lkxe«Plare »im« abgesetzt wurden, spricht allein schon zu \9 f — • * ^ ~~ ^» | W 11/ U t vV .I^ | ^ | l | \i 111 | ■ ^ «unsten diese« werthvollen Buchs», welche für jede» Freund der Raturdeilkunde geradem unentbehrlich ist <&* übertrifft wegen »er Slarheit btr Speiche alle ähnlich« Werft und wir sind überzeugt, das« der im Drucke befindlichen 6. Auslage bald ktlftll*» kt< T Crt m..x ...X__•>. 1___k__1 em rr * m ... 7*7 ,---- —— ---- i — ' — f - *»• " vt|inviiu^ll w. vu1v wieder die 7. folgen, ja das« diese« Buch auch noch hundert Auflagen erleben wird, wa« wir dem aufpoftnibm Verfasser, diesem im wahre« Sinne be« Warte« «neige«-nüifigen Apostel ber 9t i - Baron: Wenn meine Schwester Pauline nur etwa« von ihrem reijenben Teint hätte, sie würbe gewiß ihr halbe« Vermöge» dafür geben. Früulein Rosa: Warum soviel? Grolich Creme unb Brolichseife kosten ja zusammen nur fl, 1.— unb bezwecken Alle« aus leichteste unb schnellste Weise. Bei Anwendung bieser einfachen, billigen Mittel ist schdn zu sein, seine »mist, Creme Grolich 1 ■ entfernt unter Garantie Sommersprossen. Leberflecke, Sonnenbrand, Mitesser, Naseuröthe tt. unb erhält ben Teint zart unb jugenblich frisch bi« in« hohe Alter, preis 60 kr. ~~=== Savon Grolich - da,u gehörige Seife 40 Kr. Beim Kaufe verlange man au«drücklich bie in Pari« 1889 pr eilgefrSnte greine Grolich, da e« wertlose Nachahmungen gibt. Haupt Depot bei Johann Grolich. Droguerie „jnm weißen (Engel" in Lriinn. Käuflich in ben Apotheken Zahl 898. Es wird hiermit bekannt gemacht, dass der sonst alljährlich am 26. August in der Gemeinde Rann bei Fettau stattfindende Viehmarkt heuer Montag den 27. August abgehalten werden wird. Gemeindeamt Rann bei Pettau, den 12. August 1894. Der Gern Rind« rstjvnd: August Stanitz. 99 Germania" Lebens-Versicherungs-Actien-Gesellschaft zu Stettin. (In Österreich concessionirt «m 28. September 1873. Bureaux In Wien: Germaniahof I, Lugeck Nr. 1 und Sonnenfels- gasse Nr. 1 in den eigenen Häusern der Gesellschaft. Versichernngsbestand Ende Juli 1894: 177-174 Policen mit 5811 Millionen Kronen Kapital und K. 2,055,022 Jahresrente. Neu beantragte Versicherungen vom 1/1 bis 31/7 1894: 33*4 Millionen Kronen. Jahreseinnahme au Prämien n. Zinsen 1893: 30 8 Millionen Kronen. Ausgezahlte Kapitalien, Renten etc. seit 1857: 159 9 Millionen Kronen. Vermögensbestand Ende 1893: 183 Millionen Kronen. Die mit Gewinnantheil Versicherten, welchen 34,437,591 K. seit 1871 als Dividende überwiesen wurden, beziehen den vollen Jahres-überschuss aus ihren eigenen Versicherungen und sind statutenmässig auch Theilhaber am Reingewinn aus den Übrigen Geschäftszweigen. Bezug der ersten Dividende bei Zahlung der 3. Jahresprämie, der zweiten Dividende bei Zahlung der 4. Jahresprämie u. s. f. Dividende nach Plan B seither alljährlich um 3•/• steigend, d. i. 42 bezw. 45% der Prämie in 1894 und 1895 für den ältesten Jahrgang. Zur weiteren Vertheilung von Dividenden an die nach Plan B Versicherten Ende 1893 zurückgestellt 10 2 Millionen Kronen. Uebernahme der Kriegsgefahr und Mitversicherung der bedin-gungsmässigen Befreiung von weiterer Prämienzahlung sowie der Gewährung einer Rente im Falle der Invalidität des Versicherten infolge Körperverletzung oder Erkrankung. Keine Police-Gebühren und keine Kosten für Arzthonorare. Liberale Versicherungsbedingungen und Unverfallbarkeit der Police im weitesten Sinne. Prospekte und jede weitere Auskunft durch: Herrn Johann Katper, Sparcassebuchhalter in Pettau. 5—10 fl. täglichen | sichere« Serbiens» ohne Capital unb Risico bieten wir iife mit bem Verkaufe von | will, Anträge unter . , ----........— jedermann, ber sich gesetzlich gestatteten Losen und Siaatspapieren befassen ,L»se" an die Annoncen^hpedition I. Danneberi. Wie«, I.. Wollzeile IS. Nr. 365. Kundmachung. Das k. u. k. Reichs-Kriegs-Ministerium wird laut Erlass Abtheilung 3, Nr. 1865 vom 2. August 1. J. im Monate September Remonten-Märkte in Steiermark in nachstehenden Orten abhalten u. zw.: am 1. September in Graz (Viehmarktplatz), ii 3. „ „ Kranichsfeld (Viehmarktplatz), i, 4. „ Radkersburg (Viehmarktplatz), ,i 5. „ „ Pettau (Tiehmarktplatz), »» 7. „ Rann (Viehmarktplatz), „ 18. „ „ Luttenberg (Hauptplatz), „21. „ „ Fricdau (Hauptplatz,) „ 24. „ „ Feldbach (Hauptplatz.) In sämmtlichen vorgenannten Stationen um 9 Uhr vorm. Zum Ankaufe gelangen Cavallerie-Remonten, Artillerie- unterofßciers-Reit- und Artillerie-Zugpferde. Die Cavallerie-Remonten und Artillerie-Unterofficiers-Reit-pferde müssen mindestens 158 cm. = 15 Faust, die Artillerie-Zugferde müssen mindestens 161 cm. = 15 Faust 1 Zoll, 2 Strich hoch sein. Pferde unter dem vollstreckten 4. Jahre und über dem vollstreckten 7. Jahre werden nicht assentirt. Als Durchschnittspreise gelten: 325 fl. für ein Cavallerie-Remonte- oder für ein Artillerie-Unterofsiciers-Reitpferd,. 350 fl. für ein Artillerie-Zugpferd. Gras, im August 1894. Für die k. k. Gesellschaft für Landespserdezucht in Steiermark: Der Präsident: Der Sekrctftr: Carl Ritter von Haupt. Richard Freiherr v. Danenberg. «u« t. JI parcasse der L f. Kammerstadt Pettau und Banknebenstelle der ö|tePF.-ungaF. Banl|. --- Ckwk-Coato des k. k. pMUpartaaseB* Ante» Nr. 808051. Geschäftszweige: Spareinlagen-Geschäft Hypothekar-Dar- leihens-Geschäft tiiro-Contu kei der Filiale der V«terr.-BBgar. Bank in Örmi. -«MflKS- übernimmt Spareinlagen in jeder Höhe gegen halbmonatliche Verzinsung und halbjährige Kapitalisirung der gegenwartig 4°|0-igen Zinsen. belehnt Häuser und Grundbesitz im Bezirke Pettau coulantest gegen 5°|(rige Zinsen und Rückzahlung des Kapitals in l°|0-igen Annuitäten, so dass Kapital und Zinsen durch 3°|o-ige halbjährige Raten-Zahlungen in 35^, Jahren getilgt sind. W echsel-Escompt-Geschäft escomptirt Wechsel im eigenen Wirkungskreise gegen 6°[o Discont ohne weitere Nebengebühren und vermittelt als Nebenstelle der österreichisch-ungarischen Bank die« Escomptierung solcher durch die Filiale der österreichisch-ungarischen Bank in Graz, gegen Vergütung der Porto-Auslagen und W Provision vom Wechselbetrage. Vorschuss-Geschäft ertheilt Vorschüsse auf Werthpapiere, Münzen, Einlagebücher von Sparcassen etc. gegen 6°|0 Zinsen und Vergütung der Stempelgebühren. Realitäten-Geschäft verkauft die executiv erstandenen Realitäten, als: ein Haus in der Stadt, eine grosse Wiese und sechs Weingärten zu äusserst günstigen Zahlungsbedingungen und wird Kauflustigen im Bureau der Anstalt bereitwilligst jede Auskunft hierüber ertheilt. Bank-Geschäft besorgt commissionsweise den Ankauf und Verkauf von Wertpapieren, leistet Zahlungen auf fremden Plätzen, besorgt Incassi von Wechseln und Anweisungen auf Bankplätzen und anderen grösseren Orten, löst fällige Coupons ein und wechselt alle fremden Noten und Münzen. >■< K/^ 1' (j'lf «yr*«. )L \*6 (fr'*)" ~?V v* '-<4® > . <♦ . ^ : • ^5 «■A-' C *r, ^ ^ r» 10 — sr * 99 verlangen Sie nur ZACHERLIN" denn <•» ist da» ravidest und sicherst tödtend« Mittel svr Ausrottung jeglicher Art von Insekten. Was fdnntc wohl deutlicher für feine unerreichte Jfraft und Süte sprechen, al» der Erfolg seiner enormen «erbreitung, derziifalge kein zweite« Mittel epstm, dessen Umsatz nicht mindesten» Dutzendmale vom „Zacherlii," itberlioffeii wird verlangen Sie aber iede«mal eine versiegelte Flasche und nur eine solche mit dem «amen „Zacher!." Alle« «ndere ist werthlose Rachahniung Die Flaschen kosten: 15, 30. «1 kr, fl, 1.—, H. 2,—; der rlm-Sw— Zacherlin-Sparer 30 lr. P"'a»: I,s fiaMr. . o8- Behrdalk. u v Zchulfiiik. „ Ad Sellinschegg » Robert Ioherl. « vrtder Piauretter, . B Leposch«. riedau: «. Martin,, «»«bitz: Simon Herpannik Georg Misch«. Pöltschach: F«r». Ivan»», tieger Windisch.Feisteitz: F. 4 Sohn, Im Subabonnement sind abzugeben: Tagespost, Grazer Tagblatt und Interessantes Blatt im CafS Schauer. Zwei sehr gute Pneumatic-Fahrrttder, Modell 1893 und 1894 und 2 Stück Pneu-matierüder älteres Modell, sind sehr billig zu verkaufen bei A. Scheichenbauer, Gelegen hei ts-Kauf in SCHUHWAREN für die Dauerhaftigkeit garantirt. Wir offerieren unser schön sortirtes Lager in Herren-und Kinder-Schuhen und machen die P. T. Kunden au'f niedergestellten Preise besonders aufmerksam. Paar Herren-Stifeletten, Spalt........... >« „ mit doppelter Sohle.....' ] glatt I.............j ,, ,, mit Kappein........ .. Herren-Besä tz-Stiteletten mit Knöpfen . .. Karlsbader Herren-Stifeletten, hoch I. . .. Halbschnhe, licht, Seehund, hoch I..... 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