(Poitnint. pl»5ai>» * gotovini.) Deutsche Zeitung ----- — Organ für die deutsche Minderheit im Dravabanat Schristieitung und Verwaltung: PreLernova ulica S. Telephon Rr. 2, linterurdan» i Bezugspreise für das Inland: Vierteljährig «0 Din, halbjährig 80 Din, gonj-»ntundigungen werden in der Berwaltung »u bUligflen Gebühren entgegengenommen f jährig lk0 Din. Für das Ausland entsprechende Erhöhung, ttinplmimmer Din IS« Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag früh und Samstag früh mit dem Datsum vom Sonntag Nummer 43 Celje, Sonntag, den 29. Mai 1932 57 Jahrgang Deutsche Wiedergeburt Aus der Feder des auch unseren Lesern bekanncen jugoslawisch«, PresieailacheF in Wu» Tr. BoiidarS. Nitolaje -o i«' sind dieser Tage u»ter dem obigen Tüel drei LettartilelforlseHungei, im ..Teut-schen Voltsblail' in Novisad erschienen, deren letzte hier folgt: Welches sind nun die Programmpunkte der nationalsozialistischen Partei? Uns erscheint vor ollem das nationalsozialistische Winjchaftsidcol eine Neuerung, die in Europa weite Kreise ziehen könnte. In kurzem Abriß reihen wir die Thesen des Nationalsozialismus hintereinander: Sittlichkeit und Wirtschaft dürfen sich nicht wider-sprechen, Gemeinnutz geht vor Eigennutz, Brechung der Zinsknechtschaft bedeutet Lösung der sozialen Frage, die Ausgabe der Volkswirtschaft ist die Bedarfsdeckung und nicht eine möglichst hohe Rentabilität für das Leihkapital, das Geldwesen steht im Dienste des Staates und dars keinen Staat im Staate bilden. Der Nationalsozialismus erkennt — im schärfsten Gegensatz zum Marxismus — das Privateigentum grundsätzlich an, er wendet sich aller-fcings gegen die uferlose Anerkennung des Besitzes, wie er in entpersönlichten Trusts und Aktiengesellschaften, in der Geld- und Zinsherrschast der über-staatlichen und internationalen Hochfinanz sich zeigt. Das Programm führt nun aus. daß ganze Völker, der Bauer. Arbeiter, der gewerbliche Mittelstand, der geistige Arbeiter, der Industrielle sich der Macht des Leihkapitals beugen; in Zinsherrschaft gehe ein Volk zugrunde, da es, »einen Geldbedarf durch An-leihen deckend, wichtigste Hoheitsrechte, wie Steuer?,, Zölle, Monopole, ausliefere. Brechung der Zins-inechtschaft sei nicht nur eine finanzpolitische, sondern eine hochpolitische und sozialökonomische Forderung, welche zudem als eine Hauptfrage der Wirtschaft»-,esinnung ins persönliche Leben jedes einzelnen ein- Hielte diesen frühen Segen, Ach, nur eine Stunde fest! Aber vollen Blütenrzgen Schüttelt schon der laue West. Soll ich mich des Grünen freuen, Dem ich Schallen erst verdang? Bald wird Sturni auch das zerstreuen, Wenn es fald im Herbst geschwankt. Goethe. Vom roten Malefitz von Anna Wambrechtsamer, Graz, «932 VI. Er hat wohl recht gesprochen, mein biederer Herbergswirt. Aber die Leut' sind nicht gescheiter worden. Die Ankläqec der Vidovin waren böswillige Nachbarn, die Stein und Bein geschworen haben, die Alle halle ihnen die Kühe veryert, daß sie blu- greise. Bank- und Börsenherrschaft führt zu gegen-fettiger Beraubung der valutastarken und valuta-schwachen Staaten; ein ernstlicher internationaler Widerstand sei nicht zu erwarten, wenn eine national-sozialistische Regierung die Zinsloserklärung aller festverzinslichen Wertpapiere ausspräche unter Um-Wandlung dieser Papiere in zinslose Guthaben bei staatlichen Banken. Diese Grundsätze lassen ohne Zweifel gründ' stürzende Aenderungen erkennen. Das Programm hat weltanschauliche Grundgedanken in sich, die eine „Weltfrage", einen „Riesenkampf von Geist gegen Stoff" ankündigen, davon „das Glück und He-deihen, die Wohlfahrt und Kultur auf dem Erd-kreis abhängen". Wieder im Gegensatz zum Mar-rismus sollen die Verstaatlichungen der Betriebe nur aus einig? Gebiete beschränkt werden. Ergänzung und Verbrauch bleiben individuell. Alle großen staatlichen Neuschöpfungen finanziert der Staat kraft seiner Finanzhoheil unter Vermeidung des Anleihe-weges durch direkte Bereitstellung der Mittel im Wege unverzinslicher Staatskassenscheine; diese Werke dienen mit ihren Einnahmen zur Wiederverein-nahmung der ausgegebenen Noten. Planwirtschaft-liche. hochkapitalistische, marxistische Sozialisierungs-bestrebungen werden abgelehnt; die gesunde Mischung von Klein-, Mittel- und Großbetrieben auf allen Gebieten des wirtschaftlichen Lebens bleibt aufrecht-erhalten. Doch müsse der nationalsozialistische Staat dafür sorgen, daß die riesigen Monopolgewinne in Form ausgiebigster Preisherabsetzungen der All-gemeinheit nutzbar gemacht würden. So sind die Nationalsozialisten schärfste Gegner des Mariismus und Kapitalismus, sie bekämpfen Klassenegoismus und Klassenkampf, der Bau der Gesellschaft vollzieht sich nach dem obersten Gesetz des Allgemeinwohles. auf einem erschrecklich großen, borstigen schwarzen Bock über die Felder geritten. Jetzt hat der Rat, well er zu keinem Ende lam, den allerseits berühmten und mit allen Prak- tiien des roten Malefitz vertrauten Johannes Wendts-eisen zur weiteren Amtshandlung verschrieben. Bin damals, so oft ich durch die Gassen ging, über die böse Narrheit, die das gute und arbeitsame Völklein ergriffen hatte, erschrocken. Vor allen Haus-türen find Meister und Gesellen gestanden und ha-ben laut und erregt von Zauberei und Herentanz geredet und die Weiber, insonderheit die alten und unvermählten Gevatterinnen, deren es in jedem Haufe gibt, haben sich scheu an die Wände gedrückt, weil sie von boshaften Anrufen und Befchuldigun-gen belästigt und verfolgt worden sind. „Wart', bis der neue Huenrichter kommt! Werds ihm schon sagen, daß du der Meinigen einen Liebes trank verlauft hast, den ich hätt' saufen sollen!" „Der buckligen Justi haft mich in der Tho-masnacht im Spiegel als den künftigen Schatz qe-zeigt, dos; ich jetzt keine Ruh' mehr hab! Der Wendtseisen bringt die großen Zangen mit und wird dich damit zwicken!" Solche Reden schwirrten hin und wider, wenn sich ein altes Frauenzimmer sehen lieh. Sie waren auf die besondere Lust gekommen, die herzensrohe Menschen haben, wenn sie andre quälen können. Der Wendtseisen hat sich zu seinem Amt nicht lange bitten lassen, ist schon am zweiten Tag ins Städtchen eingefahren und Hot die Vidovin nach Abschließend wollen wir noch erwähnen, daß das Programm noch sozialpolitische, kulturpolitische, mili-tärische Forderungen. Reformen der Presse, der Justiz, des Bodenrechtes, des Staat-rechtes (Bundes-staat, Volksabstimmung über Monarchie>, der berufs-ständischen Vertretungen enthält. Dazu kommen Steuerreformen, allgemeine Arbeitsdienstpflicht, Ju-genderziehung. Rassenpolitische Forderung ist die Ausscheidung der Juden und aller Nichtdeutschen aus allen verantwortlichen Stellen des öffentlichen Lebens. Zusammenfassend kann nicht bestritten werden, daß der Nationalsozialismus mit seinen Zielen eine Bewegung darstellt, die besonders wirtschaftspolitisch für die hochkapitalistischen westeuropäischen Länder eine weiter um sich greifende, eine als Weltanschau-ung alle Beoölkerungsschichten leichter erfassende Ge-fahr werden kann, als es der Bolschewismus bis heute geworden ist. Der Nationalsozialismus will ein neues Wirtschaftsrecht, eine Versittlichung, den Kampf des ursprünglich schaffenden und schöpferischen Geistes gegen den beweglichen raffenden Geist; es sollen möglichst viele freifelbständige Existenzen, verbunden durch den sozialen Gedanken der Dienst-leiftung, den Staat bilden. Es ist nach den Wahl-erfolgen zweifellos, daß das deutsche Volk — vorausgesetzt, die allgemeine Zwangslage in geistiger und materieller Hinsicht hielte auch nur zum Teil an — übers Jahr in seinen wertvollsten Teilen ein Haken-treuzvolk werden wird: womit wiederum Hauptfach-lichst in den germanischen Ländern und bei ihren Nachbarn diese Vorstellungswelt schnelleren Eingang finden könnte, als es der wesensfremde Kommuni»-mus bisher fertiggebracht hat. Vergessen wir nicht, daß Kriegs- und nationale Niederlage, die Hunger-und Sparertragödie, die durch Arbeitslosenheere ab-geschnürte Arbeitskraft, der durch Eiperimente, Dil-täte, Korruption. Substanzentziehung und Entgeijti-gung geschundene Volkslörper unter diesen zwei allen Regeln seines „Tractatus indiciarius" verhört und die peinliche Frage so wohl an ihren alten Gliedern angewendet, daß die Leut' an dem Bor» mittag dem Reckturm nach allen Seiten aus dem Weg gegangen sind, um das schaudervolle Weh-geschrei und Jammern nicht zu hören, das aus dem Leinen Fenster der oberen Kammer drang, darinnen die Torturwertzeuge waren. Jetzt hat die Alte alles eingestanden, was der Richter sagte, und sind auch noch verborgene Schand-geschichten von vielen Weibern in dem Dorf, wo die Vidovin daheim gewesen, aufgekommen. „Der Wendtseisen macht aus allen Weibern, von denen er nur den Namen auftreibt, in seinem Eiser für Recht und Wahrheit, die schönsten Teu» felsbraten. Hat gleich aus dem Urbario die ganzen Weibsbilder aus der Vidovin ihrer Gegend auf» schreiben lassen. Ist ein sonderlich tüchtiger und regsamer Herr", so hat der Mohrenwirt mit finste» rem Gesicht gesprochen und ist seufzend seiner Arbeit nachgegangen. Am Nachmittag sind ein etlich' Stadtknecht' auf einem alten Bauernwagen zum Tor hinaus-gefahren, um die Weiber abzuholen, die der Wendtseisen aus dem Urbar geschrieben und nachher der Vidovin, als sie der Freimann in die Höhe zog, derweil an ihren Füßen schwere Steine hingen, den Umgang mit dem Teufel abge-I fragt hat. Seile 2 Deutsche Zeitung Nummer 42 Jahrzehnten einen neuen Menschentyp emporwachsen lieh, dessen verinnerlichte Vorstellungskraft ihn be-fähigt. bedingungslos, bereit und gern sich selbst mit seinem Leben für seine Anschaung einzusetzen. Dazu gibt das nationalsozialistische Hochziel „Deutschlands Wiedergeburt in deutschem Geist zu deutscher Frei-heit" noch eine weit über das Parteigrogramm hinausgehende Anziehungskraft. So kann es nicht verwundern, wenn in dieser Bewegung alle Volks-schichten nebeneinander marschieren. Schon die Tat-sache, daß Arbeiter, Studierte, Bauern. Bürger, Adel, Fürsten und Besitzlose in einer seltenen Volks-gemeinschast zusammenstehen, und mehr noch, sich opferwillig einsetzen, offenbart den neuen bejahenden Lebensinhalt dieser Nation. Ebenso wurzelt es im deutschen Wesen, wenn es im Programm heißt, daß nach Durchführung des Kampfes zweier Weltan schaungen, „des gewaltigsten Kampfes der Welt-geschichte", und Erreichung des Hochzieles sich die nationalsozialistische Partei auflöse. Kaum wird es in Europa eine andere Partei geben, die einen derartigen Einsatz an Disziplin, Zeit, Kameradschaft, Hilfsbereitschaft. Bekenntnis. Opfern an Blut und Beiträgen fordert. Lassen wir alle Gegenargumente beiseite-, bei einer solchen Be* Krieg? Moskau, 1W. Mai 1932 Die große Parade der Roten Armee am L Mai machte durchaus den Eindruck einer nach außen hin gerichteten kriegerischen Kundgebung. So ist sie vom russischen Volk und auch außerhalb Ruß-lands verstanden worden. Kein Wunder, daß dabei die Erinnerung an den Schöpfer und ersten Führer des Roten Heeres, an Leo Trotzki, von neuem er-wacht ist und daß sich im Volke Gerüchte von seiner bevorstehenden Rückkehr und von einer Versöhnung Stalins mit Trotzki verbreitet haben und sich hart« näckig erhalten. So lange Leo Trotzki lebt, wird man in Rußland nicht vom Kriege sprechen, ohne des „roten Generals" zu gedenken. Er gehört dazu. Vom Kriege spricht man aber heute im Volke, als ob er nahe bevorstünde. Es kann nur einen Krieg geben: den mit Japan, hervorgerufen durch das imperialistische Drängen des Jnselreiches auf das asiatische Festland. Wenn 190-1 der Krieg durch die Beute- und Ausdeutungsgier der zaristischen Regierung hervorgerufen wurde, so ist die Sache dies-mal umgekehrt. Die Sowjetunion würde heute im Falle eines Krieges mit Japan — entgegengesetzt zu 1904 die öffentliche Meinung der wichtigsten Länder, ganz sicher die der Vereinigten Staaten von Nordamerika und Englands, mit sich haben. Diese prorussische — nicht etwa probolschewistische — Stimmung würde sich trotz aller inneren wirtschaft- „Das ist die hohe und geheime Kunst beim roten Atalefitz", hat der Stadtbote allenthalben ausgeschrien, nachdem er zuerst von allen Ecken von amtswegen ausgerufen, daß die Verbrennung der als Zauberin und Teufelsbuhle überführten Vido-oin morgen auf der großen Wiesen vor dem Lai-bachertor, in Anwesenheit des gesamten Rates, statt-finden sollte und das Volk aufgefordert werde, in großer Zahl solch schrecklichem Erempel anzuwohnen. Der Freimann, der so denken mochte wie der Bannrichter Zart, und dem bei der peinlichen Be-ftagung das Grausen in die alternden Knochen ge-fahren war, schickte seine Magd aufs Rathaus, daß er krank sei und den Holzstoß nicht schichten könne. „Jetzt kann der Wendtseisen warten, bis sich ein Freimann von anderswo findet. Wer weiß, ob wir derweil die Alte nicht doch noch aus dem Turm kriegen", lachte mein Wirt. Hat aber gleich aufgehört und ist ganz still geworden, wie sie aus dem zwei-räderigen Henkerskarren die Vidovin vor-beigezerrt haben, die als ein in sich verkrochenes Häuflein Unglück darauf hockte. Um so steifer saß der Wendtseisen in weißer Krause und schwarzem Barett, umgeben von vier ebenfalls berittenen Ziatsschöppen, zu Pferde. Hin-tennach lies das Volk im hellen Haufen, hatte aber wohl acht, daß es den hohen Herren vom peinlichen Gericht nicht gar zu nahe kam. Des schuldigen Re-spektes halber. wegung helfen die logischen, traditionellen, speziellen, auf das Vorher und vielleicht Jahrhundertepochen-den Gegenbeweise nichts. Das haben wir in unserer Generation am Bolschewismus, am Faschismus, an China und Indien, der Negerbewegung, dem Via-schinenzeitalter, den Erscheinungen in der kapitalisti-schen Welt (Kreuger usw.) erfahren. Vernunft oder Beschwichtigung, Gewalt oder zeitweilige Patentlösungen, Negierung oder Vogelstraußpolitik bleiben wirkungslos. Die heutige poli-tische und gesellschaftliche Ordnung kann im Deutschen Reiche nur gehalten werden, wenn eben diese Ord-nung aus sich heraus, d. h. mit den ihr noch inne-wohnenden. lebensfähigen Mitteln und Kräften, eine Erneuerung vornimmt. Dieses scheint aber nur möglich, wenn nicht nur in Deutschland Entspan-nungen versucht werden. Das Problem ist ein ge-samteuropäisches, und zwar in politischer und wirt-schaftlicher Richtung, Erneuerungsbewegungen haben immer über ihren Herd hinaus gewirkt, da ihnen geistige Kräfte innewohnen. Unser Zeitalter hat ge-waltige Ereignisse durchgemacht und sollte gerade gelernt haben, daß die sichersten Berechnungen und „Rechnungen" — ach wie oft! durch Unwäg-barkeiten aus dem Gleichgewicht gehoben wurden. lichen und politischen Unterschiede kundgeben. Eine Unterstützung Japans mit Kriegsmaterial und Le-bensmitteln von Seiten der angelsächsischen Länder würde kaum stattfinden, wogegen die Sowjetunion weit eher mit solcher Unterstützung rechnen könnte. Moskau sieht den Krieg mit Japan voraus, hält ihn für unvermeidlich. Das bedeutet aber nicht, daß es ihn will. Es kann ihm nur mit Besorgnis entgegensehen, denn an den Krieg mit Japan würden sich ebenso unvermeidliche Kriege in Europa anschließen. Alle diplomatischen Verträge, alle Nicht-angriffspakte würden, wenn es im Fernen Osten losginge, Polen und Rumänien nicht verhindern können, Rußlands Westfront anzugreifen. Jeder Krieg in Europa würde aber den ganzen Erdteil, wenigstens den westlichen, mittleren und südlichen Kontinent aufrühren, wobei man leider nicht auf eine Entwirrung des schon vorhandenen Chaos rechnen kann. Genf? Man lacht in Moskau darüber und findet es einigermassen komisch, daß Japan Mit-glied des Völkerbundes ist und bleibt, während die Sowjetunion und die Vereinigten Staaten fich ihm fernhalten. Man weist hier darauf hin, daß die ernstesten Vorschläge in Abrüstungsdingen von Moskau in Washington gemacht worden sind, daß die Widerstände von Paris und Warschau kommen. Die Sowjetdiplomatie ist klug. Sie will und wird nicht in den Fehler der Herausforderung verfallen. Sie will und wird das Odium der Kriegserklärung Vorne holperte der Karren und hopste Über den Straßengraben auf die große, säuberlich gemähte Wiese hinüber. Das schmutziggelbe Kopftuch der Vidovin ist dabei ausgeflattert als ein armselig winkend Fähnlein. „Was soll etwan der Höllenfürst an dem Weibel gefunden haben?" meinte der Mohrenwirt. „Laßt uns hinübergehen!" Die Leute machten uns Platz, daß wir ganz vorne zu stehen kamen. Anstatt des Freimannes hotte der Wendtseisen den Stadtsäuberer Schima aufgegabelt, der so schlecht gesehen, daß er auf der Straßen immer beim Mist vorbeigekehrt hat und einmal sein Sonntagswams anzog. Der kranke Freimann hatte lein trockenes Holz zum Brand berett gestellt. So hat der Schima frische Scheiter aus dem Gemeindewald gebracht, die noch grün und saftig waren. Ein Gassenbub, der sich lungernd umhertrieb, hat ihm dabei ge-holfen. Da sie die Vidovin endlich an den Pflock ge-bunden, hat der Schima, solcher Verrichtung unge-wohnt, das Pulverfäßl, so daran gehört, damit die Qual der Malefitzperson schneller beendet sei, bei Seite liegen lassen. Wie das nasse Holz nur langsam Feuer fing und aus dem dicken Qualm das Schreien der Verurteilten drang, die an dem langsamen Feuer, dem das Pulver nicht zu Hilfe kam, langsam gebraten ward, ehe sie zu sterben kommen konnte, den Gegnern überlassen. Freilich, Japan hat 1904 den Krieg ohne förmliche Erklärung durch einen Torpedoangriff auf russische Kriegsschiffe eröffnet. Es ist denkbar, daß man auch diesmal die Methode der vollendeten Tatsache wählen wird. Darum kann man es begreifen, daß Woroschilow vorsorglich schon jetzt Truppen aller Gattungen. Geschütze, Flugzeuge an die mandschurische Grenze schickt, eine Vorsorge, die in Tokio selbstverständlich als drohende Heraus-forderung ausgelegt wird. Aber die Welt wird fich wohl nicht täuschen lassen. Sie hat Schanghai erlebt und am Pfingstionntag die japanische Militärpartei in Tokio am Werk gesehen. Japan hat den Weg zur militärischen Großmacht sehr rasch zurückgelegt. Seine Größe lastet heute recht unbequem auf der Welt und ruft unwillkürlich den Gedanken herbei, den ein ftanzösischer Politiker einmal ausgedrückt hat: Man kann mit Bajonetten vieles machen, aber man kann sich nicht darauf setzen. Amerikanisches Der Fall des kleinen Lindbergh-Kindes ist an sich gewiß mehr als traurig, das tiefste Gefühl er-schüttelnd aber, wenn man daran glauben soll, daß dieses unschuldige Kindchen nicht einem Unfall ge-legentlich der aus Löiegeld berechneten Entführung, ondern einem kalten Mord zum Opfer gefallen sein oll. Für uns Europäer ist heutzutage derartiges fast undenkbar, wie uns auch manches andere unfaßbar erscheint, was im Verlauf dieser Geschichte von amerikanischen Zuständen zutage getreten ist. In jedem von uns sträubt sich ein Grundgefühl, nämlich die naturgegebene Zuneigung zum Kinde, das ein-geborene Gefühl der Schonung dem hilflos Kleinen gegenüber, das noch gar nicht im Kampf des Lebens steht und so ganz vom Schutz der Starken abhängt. Bei den Tieren ist dieses Gefühl geradezu rührend stark ausgeprägt, so daß es nie vorkommen kann, daß selbst ein bissiger Hund seinem spielend an ihm herumzerrenden kleinen Artgenossen irgendetwas zuleide tun könnte. Ost genug kann man beobachten, wie ganz verschiedene Tiere die Betreuung hilfloser Jungen einer ganz anderen Art übernehmen. Der Fall des kleinen Charles Augustus ist also von überaus groster TraurlgM. niufttfu wir Europäer uns während der zwei Monate, in denen er völlig im Geheimnis verhüllt lag. darüber wundern, in welcher Weise die amerikanische Presse und, von ihr gezwungen, die Presse der ganzen Welt diese Tragödie behandelte. Das würdige Mttleid mtt den unglücklichen Eltern, der gerechte Zorn über die unmenschlichen Kindesräuber gingen völlig unter in einem wüsten Meer übelster Sensationslust. Die amerikanischen Zeitungen schwelgten in so irrsinnigen Uebertreibungen, in einem solchen Ueberverbrauch von Energie und Materie zum Zweck der Sensations-lust, daß man es ganz milde nur als tollste Ge-schmacklosigkeit und rohe Rücksichtslosigkeit gegenüber den Eltern des Kindes bezeichnen kann. find viele Leut' davongelaufen und die Ratsschöppen haben sich die Ohren zugehalten. Nur der Wendtseisen erbaute sich an dem grausen Anblick und seine grünen Augen leuchteten in teuflischer Freude aus dem hageren, verkniffenen Gesicht. Zur Stunde hat er unter allen, die am Platze waren, dem Teufel selbst am ähnlichsten gesehen. Ist seiner innerlich wohl auch am wür-digsten gewesen. „Wie könnt Ihr solches zulassen, da es wider Euer Amt und allen Brauch ist?" fuhr der Rats-Herr von Mauritzperg den Wendtseisen an. Der wiegte sich vergnügt im Sattel und rief laut, daß es alle die Erschrockenen im weichen Tuch rock, wie im schlichten Leinenkittel hören konnten: „Es liegt in Gottes Willen, daß das Pulverfäßl vergessen ward. Damit erscheint die besondere Sünd-hastigkeit der Malefitzperson erwiesen, darob sie auch besonders leiden muß". Ich hab' nicht weiterhin zusehen mögen und bin nach der nahen Herberge gegangen. Aber den Wirt sah ich nicht mehr. Er ist den Wendtseisen, gleichwie Herr Mauritzperg, mtt scharfen Worten angegangen. Und was der Richter sich am Edelmanns nicht getraut, hat er am Bürger aus-geführt und ihn ergreifen lassen. Ist ihm aber nicht ganz gelungen. Denn der Mohrenwirt ist noch in derselben Nacht aus dem Reckturm verschwunden. Er hat später wettab in der lieblichen Wochein ein Herbergswirthaus für die Säumer angefangen, die Nummer 42 Deutsche Zeitung Seile 3 Will man diese Sache mit statistischen Masj-stöben messen, dann würde man zu Ergebnissen kommen, die einen trotz der Traurigkeit des Falles zum Lachen anreizen. Während in unserer Gegenwart nicht nur das Schicksal einzelner großer Völker, sondern das der ganzen Menschheit auf dem Spiele steht und von Entscheidungen abhängt, die gerade jetzt getroffen werden sollen, schrieben die Hunderttausend Zeitungen der Welt mit immer größerer Gier von diesem unglücklichen amerikanischen Kinde. Denkt man daran, daß jede von diesen Hunderttausend Zeitungen im Durchschnitt wöchentlich nur 30 Zeilen dem Lindbergh-Kind widmete, so waren es 25,000.000 Zeilen. Geht man weiter und berechnet die Zeile mit 50 Para, so ergibt sich ein Kapital von über 12 Millionen Din. Selbstverständlich kann man diese Summe mit zehn multiplizieren, denn die Rachrichten knatterten durch teure Kabel um den ganzen Erdball. Stellt man sich die Tinte, die Färb-stoffe, die Druckerschwärze, das Papier vor, das diese Sache verbraucht hat, dann ergeben sich Haufen und Seen. Die amerikanische Ueberschwänglichkeit und Seu' sationslust um jeden Preis, Eigenschaften einer un-glaublich jugendlichen Nation, veranlassen einen wirk-Iich, einmal auch in der obigen statistischen Richtung diesen Fall zu betrachten, weil uns gerade das Groteske einer solchen Statistik das unbeschreibliche Amerikanische des Lindberghfalles zum Bewußtsein bringt. War das Geschrei der amerikanischen Zeitungen, das die ganze Erde übertönte, grotesk, so war es nicht minder das einminutige Schweigen, das der ganze Kontinent wegen des kleinen Kindes durch-ttiel«, gerade als ob ein gewaltiger Heros oder eine Armee von Heroen zur unbezwinglichen Trauer der Menschheit durch ein erhabenes Schicksal hingerafft worden wären. Das arme Lindbergh-Kind ist zwei überragenden amerikanischen Spezialitäten zum Opfer gefallen: dem Bandttentum, dessen Erzeuger moralistisches Muckertum ist, und der Sensationspresse. Das eine war nicht weniger schlimm als das andere. Ein Jubiläum der Welkrise Das Jahr 1932 ist reich an Gedenktagen: Washington. Goethe, Garibaldi, Dumas, Busch warum soll nicht auch die Weltkrise ein Jubiläum feiern? Man blicke einmal um 75 Jahre zurück und betrachte die Zustände um das Jahr 1857. Und da die eigenen Kenntnisse wohl kaum in diese Jahre zurückreichen, so ist es recht interessant, den Zettbericht eine» Wiener Ministers wieder hervorzuheben, der Worte für die Wirtschaftsverhälwisse findet, die eben-sogut in einem heuttgen Leitartikel stehen könnten: „Der wirtschaftliche Umsturz auf beiden Setten des Atlantischen Ozean» 1857 hat kein Gleichnis ins Kärntnerische ziehen. Da lebt er heute noch mit Kind und Kindestindern, derweil den Wendtseisen der Teufel, denn er nur allzuoft berufen, längst geholt Hot. ♦ Kaum ich mich heimgekehrt, von dem Schreck und Grauen erfangen, ward mir eine große Freud' und Ehr' zuteil. Der alte Pfleger n» Landsberg hat sein Amt zurückgelegt und ich bin, durch die große Güte meines Herrn, in die drei geräumigen Stuben im alten Schlosse samt Schreiberamt, Bogtei und Amtskanzlei eingezogen. Wie ich zum ersten Mal durch die Räume ging, darinnen ich fürderhin daheim sein sollte, hat mich die Gegenwart meiner Luzia in traumhaftem Vorgesicht als meines Weibes Walten hold um-geben. Das Sinnen und Ersehnen, das aus mir selber kommend alles rings belebte, war viel zu schön, um wahr zu werden. Indessen hat meine Luzia die übermütige There» noch nach wie vor des Abends zum Wal« desrand begleitet, wo der braune Polikarp ihrer harrte. Denn sie hat sich immer noch nicht gettaut, daheim von ihrem Verlöbnis mit dem Okrugjäger zu erzählen. Wie allenthalben Widerwärtigkeiten lauern, wo sich ein holder Frieden vorberetten will, hab' ich gor bald entdeckt, daß unser Schaffer Melchior zur Zett des allen Pflegers die Herrschaft in vielen in der Geschichte. Mitten im tiefsten Frieden kracht der Bau, der zur Zeit der Teuerung und eines großen Krieges wie ein Märchenschloß in die Höhe geführt wurde. Der Zuwachs an Import und Ei-port überstieg den Zuwachs der Bevölkerung resp, der Konsumsähigkeit um ein Vielfaches. Der Fehler des Ganzen war es, daß man eine Ausnahme-erscheinung als einen Dauerzustand betrach-tete. Der Gelreideerport nach Europa hat sich nach den Fnedensverhandlungen und nach guten Ernten verringert. Trotzdem wirtschaftete man auf den amerikanischen Farmen weiter, als würde die Kon-junktur dauern. Handel und Produktion bemühen sich, die hohen Preise zu halten, die sich zur Zeit der Luiuskonjunktur herausgebildet hatten, man erzeugte daher auf Lager. Solche Lager aber konsumieren Kapttal und Kredit und ein Windhauch wirft solche Kreditgebäude um. Infolge der politi-schen Unruhen flüchtete viel europäisches Kapital nach Amerika, kaufte dort Staatspapiere und Aktien, belebte die amerikanischen Börsen, gab dem ganzen Wütschastsleben von drüben ein Tempo, welches so ungesund war, daß die katastrophale Reaktion un-weigerlich kommen mußte . . Und so geht es noch weiter, es ist die Rede von Prosperity, allzuviel Vertrauen auf die Zukunft, Mißbrauch der Kredite — ganz wie heute — genau wie bei uns. Ben Akiba hat wieder einmal recht wenn das ein Trost ist. Mastkur mit einem Volk Die Weltwirtschaftskrise führt zu kuriosen Folge-erscheinungen. Da sich die Völker mit Zöllen gegen-seitig von einander absperren (Autarkie nennt man solch löbliches Beginnen!), sieht sich manches Volk genötigt, seine bisherigen Lebensgewohnheiten um-zustellen. Ein Paradebeispiel sür das verkehrte Wirtschaften der Gegenwart ist Dänemark. Dänemark, einer der besten Butterproduzenten Europas, führte früher einmal gewaltige Mengen Butter in die be-nachbauen europäischen Länder — sehr viel auch nach Deutschland — aus. Autarkiebestrebungen, hohe Butterzölle usw. nahmen der dänischen Butter die europäischen Absatzgebiete. Die dänische Butter muß also jetzt im Lande bleiben und konsumiert werden, wenn die dänischen Bauern nicht schwer geschädigt werden sollen. Früher war es so, daß die Dänen viel Butter ausführten, dafür aber mtt Vorliebe Margarinestullen aßen. Der Margarineoerbrauch in Dänemark erreichte ein gewaltiges Ausmaß. Nun befiehlt man vom grünen Tisch aus dem dänischen Volk, sich in der Frage des Brotaufstrichs umzu-stellen. Die Bevölkerung Dänemarks soll nicht mehr Margarine verzehren, die ja aus dem Ausland ein-geführt werden müßte, sondern Butter, welche die dänischen Bauern liefern. Wohl oder übel muß sich das dänische Volk einer Mastkur unterziehen, die es im Grunde seines Herzens sicherlich gar nicht wünscht. Dingen übervorteilt und so an Gut als Geld ge-schädigt hatte. Ich hab' dem Melchior sein schlechtes Tun verwiesen und gedroht, ihn aus dem Dienste zu verjagen und dem Gerichte unsres Herrn anzuzei-gen, wenn ich noch einmal Aehnliches wahrneh-men sollte. Der Schaffn hat mir von der Stunde an nicht mehr ins Antlitz sehen möyen. Denn der wahre Uebeltäter geht nicht in sich, wenn seine Schuld entdeckt wird. Er sieht in dem, der sie ans Licht bringt, den er hinfür mit seiner Tücke und allem ungerechten Haß verfolgt. Zwei Tage vor der Himmelfahrt Mariens ist ein Hagelwetter losgebrochen, desgleichen ich mein' Tage vor und nachher nicht mehr gesehen habe. Es kam vom Okrug her wie alle schlimmen Wetter und ging am hohen Mittag nieder. Als es vorbei war und seine wilde Wut nachgrollend sich verzog, lagen Acker, Feld und Weide unter hohem Eis begraben, und wie ich von meinem Fenster nieder chaute, erschien die Welt in einer Stunde knappem Lauf zu weih-nachtlichem Winterland verwandelt. Im Garten sind die großen Erdbeeren samt den reifenden Aepfeln im Eise dagelegen, als seien sie von fleißigen Händen auf die neumodische Art eingelegt worden, um ganz besonder» zu erfrischen. Daneben waren Laub und abgeschlagene Zweiglein hingestreut. _ Jeder Kaufmann, Gewerbetreibende, Wirtschafter, Hausfrau besucht die XII. Ljubljanaer Mustermesse Warum? Weil sie die grösste Schau aller Bedarfsartikel in der Wirtschaft, eine Orientierung der Warenpreise, — die halbe Fahrt auf der Eisenbahn, — Nach lass auf den Vampfern bietet. 700 Aussteller, 40.n0o im1 Ausstellung* raum. Produkte der getarnten Industrie, Möbel, offizielle Ausstellung der Polnischen Republik, hygienische Ausstellung, Federvieh und Kanln-clienausstellung, Fremdeuverkehrsausstellung, Ausstellung der Freunde der Xatnr in der Wohnung. Die Legitim ationen zu 30 Din sind bei allen grösseren Geldinstituten, Pfarr- und Gemeindeämtern, bei den grösseren Stationen des Draubanats und in den Rilletverkaufsstellen des ,,Putnik" erhältlich. — Vnterkunfte vorgesorgt. Wenn man in Brasilien Kaffee ins Meer ver-senkt, in Nordamerika Getteide in Lokomotiven ver-brennt, warum sollte man dann nicht in Dänemark die tum (Export bereitstehende Butter zu billigeren Preisen der einheimischen Bevölkerung zur Verfügung stellen? Es gibt immerhin auch heute noch Ab-stufungen eines volkswirtschaftlichen Unsinns. Politische Rundschau Inland Das Abgeordnetenmandat zurückgelegt Die Ljubljanaer „Jutta" veröffentlichte in seiner Donnerstagnummer die an die Wähler und die gesamte slowenische Oeffentlichkeit gerichtete Mit-teilung des Abgeordneten des Bezirk«» Kranj Pfarrer Janko Barle, wonach dieser sein Abgeordneten-mandat zurückglegt. 3n einem längeren Kommentar deutet das genannte Blatt an, daß der Grund für diesen Schritt in einem Druck von Seite der kirchli-chen Oberen zu suchen sei. Pfarrer Barle ist in der Mahlzeit besonders begeistert und wirkungsvoll für die Staatsliste eingetreten. Ausland Herriots außenpolitische Linie Es ist ein Irrtum, von der innenpolttischen Einstellung bestimmter an die Regierung gelangen-der Gruppen schematisch Rückschlüsse auf ihre außen-politische Hottung ziehen zu wollen. So scheinen auch diejenigen Recht zu behalten, die davor warn-ten, irgendwelche außenpolitischen Hoffnungen aus die innenpolttische Machtverschiebung in Frankreich zu setzen. Im Gegenteil, Herriot, der sich bisher schon in seiner praktischen Haltung keineswegs ir-gendwie als „Pazifist" gezeigt hat, scheint Wert darauf zu legen, alle in dieser Richtung liegenden Befürchtungen seiner Landsleute von vornherein durch doppelte Schärfe des Auftreten» und der Fvrmu-lierungen zu widerlegen. In Genf ist seit dem Regierungswechsel geradezu eine Versteifung der Haltung und eine Verschärfung des Tones in den Rüstung»-fragen festzustellen. Mit aller Offenheit hat der französische Marineminister Dumont festgestellt, daß man Deutschland aus Grund der ..ein unteilbares Ganze" bildenden Entwaffnungsbestimmungen von Versailles nicht nur die Angriffs-, sondern auch einen Teil der Verteidigungsmittel ausdrücklich habe nehmen wollen. Unter diesem Gesichtspunkt hat man die Abschaffung der Militärluftfahrt und der schweren Artillerie bei den unabgenisteten Völkern verweigert. Herriot hat im „Pari» Midi" in schroffster Form die „unverjährdaren Rechte Frankreichs aus den Verträgen" betont und von den „frei unterzeichneten Abkommen", von der „aus freien Stücken" erfolgten Unterzeichnung des zweiten Tribut-planes geredet. Seine Linie ist „eine Polttik auf den Millimeter", nämlich hinsichtlich der Einhaltung der Diktatbestimmungen. Daß Herriot gleichzeitig von den neuen Beweisen des „traditionellen ge-mäßigten Geistes Frankreichs" spricht, macht diese Seite 4 Deutsche Zeitung Nummer 42 Haltung des sogenannten Linkspolitikers nicht farn pathischer. Herriot hält die bekannte politisch« Linie, die seit Versailles, seit El^menceau, Poincar^, Tar-dieu die Linie Frankreichs ist, mag auf ihr auch ein Briand oder ein Herriot operieren. Ein weiher Rabe Das linksbürgerliche Pariser Blatt ..Volontt" veröffentlichte dieser Tage einen Leitartikel, in den, es heiß», daß es eine der ersten Aufgaben der neuen französischen Kammer sein müsse, die Friedens-vertrage zu revidieren. In der Revision der Frie densverträge sieht das Blatt den einzigen Ausweg aus der jetzigen kritischen wirtschaftlichen und poli tischen Lage. Dr. Benesch prophezeit noch schlechtere Zeiten Auf einer Ausschußsitzung der tschechoslowakischen nationalsozialistischen Partei am 26. Mai erklärte Außenminister Dr. Benesch. dah die internst,o nale Lage sehr unerfreulich sei. Es sei nicht zu erwarten, daß die Konferenz in Lausanne und die Abrüstung»-konferenz irgendwie bedeutende Erfolge ausweisen werden. Es werde deshalb eine Periode von eint gen Iahren kommen, die voller Swierigketten, Er-schütterungen. Unsicherheit und Furcht sein werde. Polen verlangt kategorisch Geld In den Pariser politischen Kreisen hat eine Rote Polens, in welcher dieses von Frankreich drin-gendft ein Darlehen von «OH Millionen Franc» fordert, ziemliche Erregung hervorgerufen. Die Erregung gilt aber nicht dem Geld, sondern jenem Teil der Note, welcher der Forderung den nötigen Nachdruck verleicht. Trotzdem sich die Negierung Tardieu» im Zustand der Demission befindet, weiden die Polen das Geld bekommen. Der aufregende Teil der Note wird geheim erledigt werden. Wilde Schlägerei im Preußischen Landtag Nach der störungslos verlaufenen Wahl des Landtagspräfidiums ^Präsident der Nationalsozialist Kerrl, l. Vizepräsident der Sozialdemokrat Witt maack, 2. Vizepräsident der Zentrumsabgeordnete Baumhoff, 3. Vizepräsident der Deutschnationale Dr. v. Kries) kam es am Mittwoch abends gegen 7 Uhr infolge der Provokationen der Kommunisten, die den Nationalsozialisten „Mörder!" zuriefen und den nationalsozialistischen Abgeordneten Hinkler einen Faustschlag in» Gesicht versehen, zu wüsten Schlä-gereien zwischen Nationalsozialisten und Kommuni-sten. Die Abgeordneten schlugen und warfen mit Stühlen, Lampen, Flaschen. Gläsern, Büchern auf-einander los. Es gab eine Anzahl Verletzte. Schließ-lich gelang es den Nationalsozialist«,, die gesamte kommunistische Fraktion aus dem Saal zu prügeln. Diese Schlägerei im Landtag halle in der Mittwoch nacht und am Donnerstag zahlreiche Ausschreitungen der Kommunisten in verschiedenen Orten zur Folge. Sie verprügelten die Verkäufer von n-scheu Zeitungen, in Hamburg wurde eip nationalst zialistisches Versammlungslokal überfallen, in Mona raubten die Kommunisten ein nationalsozialistisches Geschäft aus. Die kommunistische Schuld an der Schlägerei im Landtag ist einwandfrei festgestellt. Ein offenes Wort Der Londoner „Daily Expreß" protestierte dieser Tage gegen die Absicht, England solle Oesterreich wiederum Geld borgen. „Oesterreich wird", so schreibt das Blatt, „ohnehin nicht lange al» selb-ständiger Staat leben können. E» wird die Wahl zwischen Berlin und Pari» treffen müssen. Seine geographische Lage, die Sprache seine» Volke» und die Vernunft raten ihm eine Wirtschastsverbindung mit Deutschland. Da» französische Gold und die französischen Bajonette zeigen den Weg nach Paris. Oesterreich muh sich selbst entscheiden. Da» ist nicht unsere Sache. Wenn wir ihm Geld geben, würden wir da» Problem nur hinausschieben und die Ka-tastrophe vergrößern, wenn es zum endlichen Zufam-menbruch kömmt." — Es frägt sich nur, ob sich Oesterreich selbst entscheiden darf. Die Geschichte mit der Zollunion hat es nicht bewiesen. ivei Arterienverkalkung des t?eh>rns und M Herzen« lägt sich durch täglichen Gebrauch «nee kleinen Menge natürlichen „Fran,',!o>cf" Bittenvasier« die Absetzung de« ÄtuhleS ohne starte« Presien erreichen, (geschätzte klinisch« Lehrer der inneren Medizin haben selbst bei halbseitig ae-lahmten Kranken mit dem Franz Iokef Wasser noch die löstenSrfolgefürdieDarmremigungerzielt.TaSFranz 3ofcf Bitterwasser ist in Apoiheken, Drogerien und Spezerechand lungen erhältlich. Aus Stadt und Land Gewerbe anmelden! Nur noch eine Woche ist Zeit! Aeußerster Termin 9. Juni! Auslandsösterreicher, Ablegung der Reifeprüfung im Auslande. Mit Nücksicht darauf, daß die in Oesterreich geltenden Vorschriften betreffend die Anerkennung einer im Auslande ab» gelegten Reifeprüfung unter den Auslandsösterreichern meist nicht bekannt sind, bringt das österreichische Bundesministerium für Unterricht in Wien neuer-ding» in Erinnerung, dah die altösterreichische Ver-ordnung des ehemaligen Ministeriums für Kultus und Unterricht vom 8. März 1869, Z. 86, R.°G. BI. Nr. 31, noch in Kraft steht. Gemäß dieser Ver-ordnung werden die von Oesterreichern im Auslande erworbenen Neifezeugnisfe al» ungültig behandelt, soferne nicht der Unterrichtsminister den, Schüler die Ableguna der Prüfung an einer auswärtigen An-stalt vorher gestaltet oder das Zeuanis nachträglich als gültig anerkannt hat. Die Erlaubnis der Prüfung»-ablegung im Auslande kann ohne weiters erfolgen, wenn triftige Gründe, wie z. B. Wohnsitz der Eltern im Auslande, geltend gemacht werden und die An-stall, an der die Prüfung abgelegt werden soll, ihrer Organisation und ihrem Lehrziele nach annähernd einer österreichischen Mittelschule entspricht. Die sehr häufige nachträgliche Anerkennung solcher Zeugnisse pflegt fast niemals auf Schmierigkeiten zu stoßen. Zur Vermeidung von solchen und von vergeblich ,ürückgelegten Studienjahren und Prüfungen würde sich in allen Fällen ein möglichst frühzeitiges Ansuchen um Gestattung der Auslandsreifepriifung unmittelbar beim Bundesministerium für Unterricht in Wien empfehlen. Gebete für die Deutschen und Jugo-slawen. Am 23. Mai fand in der Karlskirche in Wien ein Gottesdienst statt, an dem 2000 Personen teilnahmen. Der Südtiroler Pater Innerkofler schil-derle in seiner Predigt die verzweifelte Lage, in der ich die Deutschen in Südtirol und die Jugoslawen n der Julischen Provinz befinden. Am Schluß orderte er die Anwesenden auf, zu Gott zu beten ür die Deutschen und Jugoslawen in Italien, damit ie der menschlichen Grundrechte teilhaftig werden. „Do X" fliegt über den Ozean nach Deutschland zurück. Am 24. Mai kehrte das deutsche Flugschiff „Do X" nach prächtigem Flug über den Atlantischen Ozean nach Deutschland zurück, wo es auf dem Müggelsee bei Berlin landete. „Do X" ist da» größte Wasserflugzeug der Welt. Es wurde 1928/29 gebaut und zum ersten Male im Sommer 1929 auf dem Bodensee erprobt. Ebenso bewundert wie beneidet, auf seinen Fahrten mit höchstem Interesse verfolgt, war ein besondere» Wagnis der Dornier-Werke, denn mit ihm ging man vom Kleinflugzeug zum Großflugzeug über, er sollte einen neuen Zeitabschnitt im Fernflugver-kehr einleiten. Die Spannweite seiner Flügel beträgt 48 Meter, die Länge des Rumpfes 42 Meter, seine größte Breite 0 Meter. Im Innern ist es in drei Decks geteilt. Das oberste Deck dient den Betriebseinrichtungen, Navigationsräumen, Schaltraumen usw. Die Maschine, sechs Doppel-motoren, liegen oben auf dem Deck. Im Hauptdeck sind die Näume für die Fahrgäste untergebracht, deren 100 Platz finden könnnen. Im Unterdeck ist Fracht- und Beriebsstoff verstaut. Das Schiff trat noch im Jahre 1930 die Fahrt nach Nordamerika an. Ein Brandunfall im Hafen von Lissabon unter-brach dieses Unternehmen. Nach Wiederherstellung der beschädigten Teile wurde im vergangenen Jahre der Flug durchgeführt, der über die Azoren nach Newyork führte. Hier blieb „Do X" längere Zeit liegen, um jetzt nach Deutschland zurückzukehren. Dieser Rückflug bedeutet einen Triumph semes ge-nialen Erbauers Claudius Dornier und des deutschen Fliegerwesens. Beim Avus-Automobilrennen in Ber-lin verunglückte am vergangenen Sonntag der Renn-fahrer Georg Christian Fürst LobkowiH infolge Platzens eine» Radmantels tödlich. Seme Leiche wurde nach Schloß Horin in der Tschechoslowakei überführt, wo die Beisetzung in der Familiengruft erfolgte. Neue Wege zur Bekämpfung der Ar-beitslosigkeitskalamität. Wir verweisen auf das Angebot im heutigen Inseratenteil der Firma Heim-Industrie „Regentin" Inhaber I. Kalisch Ataribor, Trubarjeva 2. Die Strickmaschine „Re-gentin" bietet allen Arbeitslustigen eine neue, dauernde, hohe monatliche Verdienstmöglichkeit, was in den heutigen Krisenzeiten durch jedermann mit Interesse begrüßt werden dürfte. — Die Firma versendet auf Wunsch genaue Prospekte. Celje Militärkontrollversammlung. Die Kund-machung des Stadt Magistrat» bezüglich der Militär-kontrolloersammlung lautet: Auf Grund der Ent-scheidung des Kommandanten des Militärkreises Eelje Str. Pov. Broj 942 vom 4. l. M wird a m 29. Mai die heurige Bekanntmachung der Militäreinteilung für alle in der Stadt Eelje zuständigen Militär-Pflichtigen und Bei steiler von Tieren sowie von Train erfolgen. Infolgedessen werden alle in der Stadt Eelje zuständigen Militärpflichtigen der Jahrgänge 1882 bis 1910 sowie die Eigentümer von Tieren und Train, die im Bereich der Stadtgemeinde wohnen, aufgefordert, sich am oben bezeichneten Tag um 8 Uhr vor-mittags am Blacis zu versammeln, wo ihnen die Militäreinteilung für das laufende Jahr bekannt-gegeben werden wird. Jeder Pflichtige muß auch seinen Militär paß zweck» E i n-schreibung der Einteilung mit sich bringen. Zum Ausbleiben von der Bekannt-machung sind bloß diejenigen berechtigt, die an diesem Tag krank sind oder sich auf einer längeren Geschäftsreise befinden. Ungerechtfertigt fernblei-bende Militärpflichtige werden der Militärbehörde zur Bestrafung vorgeschlagen werden, weshalb sich zur Vermeidung einer solchen alle Militärpflichtigen und Beifteller verläßlich und vollzählig am festge-setzten Tag und Ort versammeln mögen. Ständig oder zeitlich untaugliche Pflichtige sind von dieser Bekanntmachung ausgenommen. Die Militärkontrollversammlung für die Umgebungsgemeinde findet am Sonntag, dem 29. Juni, ab 8 Uhr früh im Hofe des Feuerwehr-depots in Gaberje statt. Zu erscheinen haben alle Jahrgänge von 1882 bis 1910 sowie die Beistelle? von Tieren und Train. Ferienkolonie für erholungsbedürftige Kinder auf dem Bachern. Die Ortsgruppe Maribor des Schwäbisch-Deutschen Kulturbundes hat die Pistnik-Hube aus dem Bachern (in 1100 Meter Höhe oberhalb von Ribnica na Pohorju) gemietet, um darin eine Ferienkolonie für erholungsbedürftige Kinder zu errichten. Der Ferienaufenthalt wird in twei Turnusse eingeteil werden, und zwar beginnt der 1. Turnus in den ersten Julitagen mit einer Dauer bis ungefähr 25. Juli, der 2. Turnu» an-schließend daran bis 20. August. Das Alter der in Betracht kommenden Kinder ist begrenzt von 7 bis 14 Jahren, und zwar sollen die größeren Knaben in den 1. Turnus gegeben werden, den ein Herr des Kulturbundausschusses in Maribor beaufsichtigen wird. Aus Maribor kommen für jeden Turnus je 10 Kinder, au» Eelje und Ptuj je 5 Kinder in Frage. Sämtliche Kinder werden vor der definttiven Aufnahme ärztlich untersucht werden; tuberkulöse oder mit anderen ansteckenden Krankheiten behaftete Kinder werden nicht aufge-nonimen. Herzkranke Kinder können nur mit B*> willigung des untersuchenden Aerztes aufgenommen werden, da die Gebirgsluft in so großer Höhe leicht schädlich sein kann und bei Spaziergängen k auf solche Kinder besondere Rücksicht genommen werden müsste, was praktisch nicht durchführbar wäre. Die Kosten des Ferienaufenthalt» für ein Kind betragen für 4 Wochen 450 Din. Wir ersuchen die Mit-glieder der Ortsgruppe Eelje, die ihren Kindern diesen Erholungsaufenthalt sichern wollen, dies ehestens in der Schriftleitung der „Deutschen Zeitung" anzumelden. Evangelische Gemeinde. Die Gottesdienste am 29. Mai müssen entfallen, da Herr Pfarrer May in Ljubljana und Kranj predigt. 5. Juni 1932 k, Feuerwehrtag veranstaltet von der Freiwilligen CC txfigx Feuerwehr und Nettungsabtettung VIvl{v< Feuerwehrtag. Nur noch zehn Tage trennen uns von dieser schon traditionell gewordenen großen Veranstaltung unserer heimischen Feuerwehr und Rettungsabteilung. Wie wir bereit» mitgeteilt haben, findet heuer die Tombola vor dem Magistrat»-geb Sude und das Volksfest im Magistratshofe vor und in den Räumen des Depots statt. Die Gönner der Wehr, die ihr zu ihrem Festtag Spenden zugedacht haben, mögen diese bis 2. Juni im Depot der Feuerwehr oder bei Herrn Johann Jellenz abgeben. Falls gewünscht, werden die Sachen auch abgeholt. Verderbliche Eßwaren und Nummer 42 Deutsche Zeitung Seite 5 eine Lebens ll'ir lhrHaar* »i\ rievUg 8e* *' - denndabel waschen^' , Das n>»»°- SU . , gründlich h«'- -68 . so erhält e» ausspu*el • herrV.che dem Ma»' immer'- Sedö«'>e" ,l" I JEDE WOCHE KOPFmSCHEN MIT ELIDA SHÄMPÖÖ Blumen sollen jedoch erst am Festtag selbst, d. L , am Sonntag, dem 5. Juni, zeitlich früh ins Depot geschickt werden. Militärernennungen. Zum Kommandanten des Militärbezirks Celje wurde Herr Oberst Duöan G a v r i l o v i c, bisher Gehilfe des Kommandanten 1 in Maribor, zum Gehilfen des Kommandanten des Militärbezirks in Maribor Herr Oberstleutnant Bajo Stumisie, bisher in Celje, ernannt. Der bis-herige Kommandant des Militärkreises Celje Herr Oberst Dragutin Puric erhielt die Ernennung zum Chef der 3. Sektion der 2. Abteilung der Inspektion der Staatsverteidigung. Die Fronleichnamsprozession fand heuer infolge des regnerischen Wetters nicht statt. Dem Gottesdienst in der Pfarrkirche wohnten außer einer großen Andächtigenmenge die Vertreter der Zivil-und Militärbehörden bei. Vor der Kirche gab eine Ehrenkompagnie vier Salven ab. Hoteleröffnung. Am heutigen Sonntag eröffnet Frau Rosalia Stegu ihr neuerbautes Hotel, am Fuß des Schloßberges (Zagrad > sehr schön ge» legen, idealer Ausflugsort. Die Eröffnung findet mit Konzert statt. Sin neuer Sportklub soll, wie der Ljub ljanaer „Jutta" berichtet, am Sonntag in Celje gegründet werden. Er wird den Namen „SK. Iugoslavija" tragen. Danksagung. Der städtische Armenral spricht Frau Mara Marinc für die zur Ehrung der Erinnerung ihres verstorbenen Gemahls Ernest ge-spendete großmütige Gabe, und zwar 500 Din für die Stadtannen und 250 Din für den Arbeit?-losenunterstützungssond, seinen wärmsten Dank aus. Die grohe Invalidentombola in Celje ist auf Sonntag, den 29. Mai, verschoben worden. Es sei auf die außerordetlich große Zahl der heurigen Beste aufmerksam gemacht, von denen einige Hundert als Reklamesachen verwendet werden, wie Seife. Zahnpasta »c. Die Tombolakarten kosten heuer 250 Din pro Stück. Man vergesse nicht der Kriegsopfer, es ist Gelegenheit, ihnen zur Erleichte-rung ihrer Not zu verhelfen! Forderungen an Griechenland. Der Stadtmagistrat Celie verlautbart: Das Außenministerium hat im Wege der kgl. Banalverwaltung des Draubanats in Ljubljana folgendes hieher mit-geteilt: „Zwischen unserem Königreich und Griechen-land bestehen gewisse Geldsorderungen, die noch vom ersten Balkankriege datieren. Infolge der Er-eignisse find diese Forderungen bis heute nicht li-auidiert, sondern haben fich im Laufe beider Kriege sowohl auf der einen wie auf der anderen Seite noch vergrößert. Das Außenministerium ist an die Er-Mittelung unserer Forderungen von Griechenland herangetreten, weshalb es notwendig ist, alle Daten der übrigen Ministerien zu sammeln, die irgendwelche Forderungen sei es vom griechischen Staate oder von den griechischen autonomen Einrichtungen haben." Geldforderungen an Griechenland mögen die Be-troffenen bis spätestens 10. Juni l. I. schriftlich der Sladtvorstehung in Celje anmelden. Anzuführen ist die Valuta der Forderung und von wann die Forderung datiert. . Unsere Straßen. Während unsere Straßen vor noch nicht allzu langer Zeit der Schrecken aller Automobilisten und Motorsahrer waren, voll Löcher und Gruben, kann man' jetzt mit Befriedigung fest-stellen, daß sie sich im allgemeinen sehr gebessert haben. Sie sind zwar noch nicht einwandfrei, weil man ihnen die modernen Herrichtungs Methoden nicht zuteil werden '.äßt oder lassen kann, aber die Be-jcholtzrung und Zudeckung der Schlaglöcher haben sie in einen Zustand versetzt, mit dem die Fahrer im Vergleich zu früher immerhin zufrieden sein können. Was nun die Beschotterung anbeltmgt, bei-läufig die einzige Art. in der man bei uns Straßen ausbessert, so wird liier mehrfach der Zweck nicht erreicht. Ein scharfes Beispiel bietet diesbezüglich der Elfenberger Graben bei Velenje. Hier ist die Straße reichlich beschottert und große Schotterhaufen zeigen an, daß man mit der Dotierung fortfahren wird, leider ist aber dieser Schotter so grob und aus großen, klumpigen Steinen bestehend, daß er sich nicht binden kann. Da die Steine nicht durch eine Straßenwalze niedergepreßt wurden, geben sie den Rädern der Fahrzeuge nach und werden von ihnen beiscitegeschleudert. Erstens leiden die Automobile in gräßlicher Weise dadurch und das Fahren ist eine Qual, zweitens wird die Schotterung illusorisch gemacht und es ist schade um das schöne Geld, das sie kostet. Es müßte also, wenn schon keine Walze angewendet werden kann, der Schotter zumindest feinkörniger sein. Bezüglich der Straße Celjc Velenje wäre ferner noch folgende« zu sagen: Diese Straße ist so schmal, daß ein Ausweichen zweier sich be-gegnender Fahrzeuge an und für sich nur knapp möglich ist. Nun sind aber die Schotterhausen so ausgerichtet worden, daß sie zum großen Teil nicht neben der Straße, sondern mitten in die Sttaße hineinliegen. An manche.: Stellen ist die Verlage-rung in die Sttaße hinein so unverständig, daß sie eine Gefahr für den Verkehr darstellt, ganz ab-gesehen davon, daß die sich begegnenden Fahrzeuge nur so aneinander vorbeikommen können, wenn eines davon zwischen zwei solchen Schotterhäufen stehen bleibt. Wir meine», daß dies nicht notwendig ist. Die Schotterhäufen können doch so am Rand der Sttaße aufgebaut werden, daß sie die Fahr-bahn nicht verlegen. Es wäre wünschenswert, daß die Straßenbehörde bzw. die Sttaßenräumer die Schotterfuhrleute entsprechend belehren. Todesfälle. Im Allg. Krankenhaus ist am 24. Mm der Kriegsinvalide Ivan Ivanusa aus Sv. Jurij pud Kumom im Alter von 4l Jahren gestorben. — Am 25. Mai starb ebendort die 55 jährige Maria Kronovöek aus Celje. — Im Missionshaus der Lazansten am Joiefiberg starb am 25. Mai der 52 jährige Missionsbruder Mathias Sobocan. Apothekennachtdienft. Den Apotheken-nachtbienft in der kommenden Woche, und zwar vom 2i>. Mai bis einschließlich 3. Juni versieht die Manahils-As".>theke, Mag. Andro Posavec.am Haupt-platz. Stadttino. Am Samstag und Sonntag, 29. Mai, der große Zirkustonfilm „Im Schatten der Manege": in der Hauptrolle Liane Haid. Vorstellungen am Samstag um '/,9 Uhr abends, am Sonntag um '/t5, '/,7 und < wegen des nach dem neuen Fahrplan später eintreffenden Zuges) um 9 Uhr «nicht 7,9). Freiwillige Feuerwehr Seife, leiephon 90. Den Woche »dien st Übernimmt an 28 Mai Der II. Zuz. ftowmaR&aiti: Pristouschek Josef. Maribor Festkonzert des Männergefangvereines anläßlich des »5-jährigen Gründungsjubi-läums. 1846—1932. Am Samstag, dem 4. Juni, findet im großen Prunksaale der Brauerei Union (Götz) anläßlich des 83-jährigen Gründungsjubiläums ein großes Festkonzert statt, an dem auch die vollzähligen Herren- und Damenchöre der Männergesangoereine von Celje und Ptuj mitwirken werden, Die Leitung des Festkonzertes hat der l. Chormeister des Männergesangvereines in Ma-ribor, Herr Professor Hermann Frisch, inne. Das erlesene Programm umfaßt Chöre aus dem Orato-num „Paulus" von Mendelssohn, und zwar den „Erössiittngschor", der sich durch großangelegte, sehr schwierig zu intonierende Fugen auszeichnet, den „Choral" und „Mache dich auf", welch letzterer in seiner lapidaren Steigerung einer der größten Kom-Positionen der Vokalliteratur ist. (Gemischter Chor des Männergesangvereines in Maribor.) Als zweiter Programmpunkt stehen Lieder auf der Vorttagssolge die der Wiener Konzertjänger Ladislaus Kemeny zum Vortrag bringen wird. Dem erstmaligen Auf-tteten des Herrn Konzertjängers Kemeny in Ma-ribor sieht man umsomehr mit Spannung entgegen, als er ja vom Hofkapcllmeister Herrn Negierungs-rat Karl Luze empfohlen wurde, weshalb an seme Kunst große Erwartungen geknüpft werden. Als dritter Punkt im Programm wird das..Abendlied" für Frauenchor, Sopransolo «Frl. Marion Clarici) und große» Orchester von Hermann Frisch vom Damenchor des Männergesangvereines in Maribor zum Bortrag gebracht werden. Das „Abendlied" ist au» dem Chorzyklus „Das Lied vom Kinde" von Hermann Frisch entnommen. Das wohllautende, in seinem orchestralen Telle glänzend instrumentierte Werk ist in lyrischer Grundstimmung gehalten und schließt mit einem Dithyrambus verklärter Lebens-bejahung. Als vierter Programmpunkt wird „Der Feuerreiter" von Hugo Wolf vom gemischten Chor des Männergesangvereines in Maribor zum Vor-trag gebracht. „Der Feuerreiter" ist ein« der ge« wattigsten Kompositionen unseres ttagischen Lands-mannes Hugo Wolf, voll packendster, geradezu dä> manischer Wirkungen und bei aller entfesselten musikalischen Gewalt doch mit feinnervigster Treue dem Dichterworte (Möncke) dienend. Nach der Pause wird als fünfter Programmpuntt der „Normannen-zug" von Bruch für Männerchor mtt Baritonsolo (Herr Leopold Florian) und großes Orchester zum Vorttag gebracht werden. Ein wundervoller, elegisch dramatischer Chor des aus allen Gebieten hervor-ragenden Komponisten. Als zum selben Programm-punkt gehörend schließt sich diesem Chor „Da» ^ch^edengrab" von Martin Lüddemann,' für großes Orchester von Hermann Frisch instrumentiert, würdig an. Das „Schwedengrab" ist die musikalische Verklärung einer historischen Begebenheit mit Ver-wertung von Originalmotioen aus der Zeit des 30-jährigen Kriege» (Pappenheimer Marsch). Das wenn schon in seiner Melodik volkstümlich gehattene, so doch ungeheuer wuchtige und schlagkräftige Werk stellt große Anforderungen an Stimme und Aus-druckstraft der Sänger. Beide Chöre werden von den vereinigten Männerchören der Männeraesang« vereine von Celje, Ptuj und Maribor zum Vorttag gebracht werden. Als sechster Programmpunkt er-scheinen Anen, gesungen vom Wiener Konzertsänger Herrn Ladislaus Kemeny, auf der Vortragsordnung. Den feierlichen Abschluß des Festabendes bilden zwei Chöre aus Haydn's unverwelklichen „Jahres-zeiten", die uns gerade durch ihre einfache kristall-klare musikalische Sprache; durch die blumige Anspruchslosigkeit ihrer zärtlichen Weisen in einer Zeit häßlicher und elementarer Wirren umso freund-licher und herzerquickender anmuten. Mit diesen beiden Schlußchören, die, die Sensation des Abendes, von den vereinigten Männer- und Da-menchören der genannten drei Männergesangverein! zum Vorttag gebracht werden, zollt auch unser Seite 6 Deutsche Zeitung Nummer 42 Männergesangverein in Maribor seinen dem Haydn-Gedenkjahr schuldigen bescheidenen Tribut. Das große Orchester, das über 60 Mitwirkende aufweist, befindet sich diesmal auf besonderer Höhe. Es be-steht aus der vollständigen Militärkapelle des hie-sigen Infanterieregimentes, welches im Streichkörper durch Damen und Herren der hiesigen Gesellschaft verstärkt erscheint. Ueber unsere beiden Stimmge-waltigen, Fräulein Marion Clarici und Herr Leo-pold Florian, wollen wir keine weiteren Worte verlieren. Beide sind, ihre alte Anhänglichkeit an den jubilierenden Männergesangverein in Maribor aufs neu beweisend, von Wien herbeigeeilt um ihre gottbegnadeten Stimmen, wie auch vorher immer, der guten Sache zur Verfügung zu stellen. Der Abend des 4. Juni wird im großen Prunksaale der Brauerei Union ein Festkonzert erstehen lassen, das sowohl was Schwierigkeit. Ernst und Würde des Programms, als auch was die Größe des dabei mobilisierten musikalischen Apparates anbelangt, als die größte deutsche Veranstaltung in der Nach-kriegszeit anzusehen ist. Eine Protestversammlung der Gast» wirte fand dieser Tage im Hotel „Orel" gegen die Auswirkungen des neuen Verzehrungssteuer' gesetzes statt. Die Proteste richteten sich namentlich gegen den Mißbrauch, der darin besteht, daß die Weinbauern abgabenfreien Wein in kleinen Ouan-titaten direkt an die Verbraucher verkaufen, was zur Folge haben muß, daß die mit Abgaben be» lasteten Gasthausbetriebe einer nach dem anderen werden sperren müssen. Es sei Pflicht des Paria-ments, noch vor dem Herbst das Gesetz so zu no-vellieren, daß ein derartiger Mihbrauch ausge-schlössen sein wird. An der stellenweise sehr erregten Versammlung nahm auch der Abgeordnete Pelooar teil, der zugleich Obmann des Weinbauvereines ist. Wird mit dem Neubau des hiesigen Zollamtes heuer noch begonnen werden? Mit der Errichtung des neuen Hauptzollamtes ist bei der erst kürzlich durchgesührten neuerlichen Lizi-tation die Firma Dukic aus Ljubljana betraut worden. Schon bei der vorhergehenden Lizitation war das Offert dieser Firma das niederste gewesen. Nun war es neuerlich um 22'/, gegenüber dem letzten Offert billiger. Jnteressanterweise hat sich bei der letzten Lizitation überhaupt keine hiesige Firma beteiligt. Da jedoch bekanntlich der Bautenminister seine Zustimmung eist geben muß, ist es trotz alledem noch immer nicht sicher, ob das ersorderliche, in die Millionen gehende Geld aus dem allerdings zu solchen Zwecken gegründeten Pflasterungsfond angewiesen werden wird. Eine Vertagung der Frage ist umso eher zu befürchten, als Pressemeldungen zufolge die ebenfalls für das heurige Jahr anbe- räumte Pflasterung der Zufuhrstraßen zum Zoll-amte, die gleichfalls aus diesem Fonde finanziert werden sollen, aus Gründen der herrschenden Wirtschaftskrise Heuer nicht stattfinden wird. Projektierter Neubau eines Alterhei» mes für arme Kaufleute. Vor ungefähr 20 Zähren ist in unserer Stadt ein Kaufmann namens Simon Nooak gestorben, der ein in der Slovenska ulica gelegenes Haus dem Handelsgremium ver-machte. Laut letztwilliger Verfügung sollte von nun an dies Haus als Verorgungsheim für unver-schuldet in Not geratene Kaufleute dienen. Bis zum vergangenen Jahr lebten in dem Hause drei Schwestern des Verstorbenen. Nun diese gestorben sind, ist die Sache aktuell geworden. Die letzte Gre-mialversammlung befaßte sich damit und beschloß, an Stelle dieses Hauses einen zweckentsprechenderen Neubau aufzuführen, der ungefähr 700.000 Din kosten würde. Der erreichbare Preis für das Haus wird mit 400,000 Din angenommen. Da die Adap> tierung des alten Gebäudes mindestens 200.000 Din verschlingen würde, so wäre eigentlich die Bausumme für den Neubau bis auf 100.000 Din gedeckt. Da das Haudelsgremium anscheinend über die nötigen Kapitalien verfügt, so steht der Aufführung dieses Neubaues nichts mehr im Wege. Nur die Frage des Bauplatzes muß noch vorerst entschieden werden. Diesbezüglich hat sich bereits das Handelsgremium an die Stadtgemeinde wegen Überlassung eines solchen, womöglich an der Peripherie, gewendet, worüber die nächste Gemeinderatsitzung beschließen wird. Die Selbstmorde häufen sich. In einer hiesigen Kaserne verzweifelte der erst 19-jährige ögling der Unteroffiziersschule Miroslav o. am eben und versuchte, es von sich abzuschütteln^ Da ihm jedoch keine scharfen Patronen zur Verfügung standen, nahm er eine Eierzierpatrone, höhlte das Papiergeschoß aus und stopfte in diese Oeffnung einige Schrottlugeln hinein. Um ganz sicher zu gehen, füllte er nach dem Laden den Lauf des Gewehres mit Wasser an. In der Aufregung des letzten Augenblicks zitterte ihm anscheinend doch das Gewehr in der Hand, denn der Schuß, den er seiner Brust vermeint hatte, ging daneben und zerriß ihm lediglich die Muskulatur unter der Schulter. Der Bedauernswerte wurde von der Rettungsabteilung ins Allg. Krankenhaus überführt. — Auf eine nicht gerade alltägliche Weise konnte unsere Polizei die als abgängig hier gesuchte 19-jährige Theresia Hart! eruieren. Die Gendarmerie von Zgornja so. Kungota rief nämlich unsere Rettungsabteilung ^n, sie möge die erwähnte Hartl abholen. Unsere Sa> mariter fanden sie mit einer Lysoloergiftung vor und überführten sie umgehend ins hiesige Kranken- haus, wo sich die Aerzte um die Erhaltung ihres Lebens bemühten. — Am Mittwoch um die Mit-tagsstunde schoß sich aus unbekannten Gründen der hiesige Gastwirtssohn Alois Vetter in selbst-mörderischer Absicht eine Kugel in die linke Brustseile. Die Rettungsabteilung überführte den 25 Jahre alten Lebensmüden ins Krankenhaus. Unsere freiwilligen Samariter haben im ersten Halbjahr auch heuer wieder fleißig »ein müssen. Sie haben vom 1. Jänner bis 25. Mai in der großen Zahl von 847 Fällen intervenicren müssen. Im vergangenen Jahr mußten sie im glei-chen Zeitraum in 856 Fällen helfend eingreifen. Das sind Zahlen, die für sich selber sprechen, so daß unserer braven Rettungsmannschaft öffentlicher Dank und beste Anerkennung gebühren. Zur Mietzinsregülierung in den Wohnhäusern der Stadtgemeinde erfahren wir noch, daß die Mietzinse in den großen und schönen Neubauten der Gemeinde in der Smelanova ulica um einiges erhöht werden sollen, während die Mietzinse in den Notstandsbauten der Gemeinde, wie wir bereits im Rahmen des letzten Gemeinde-ratssitzungsberichtes berichteten, um einiges ermäßigt werden. Die Mieten in den alten Gemeindehäusern bleiben, wie sie bisher gewesen sind. Die Bewohner der Gemeindeneubauten in der Smetanova uilca sind ob der drohenden Mietzinserhöhung natürlich wenig erbaut, die Stadtväter wollen jedoch ^en Mietzinsausfall der Notstandsbauten auf jeden Fnll hereinbringen und haben daher beschlossen, die Ver-zinsung der genannten Bauten von 4 auf 5% zu erhöhen. Die Mieten in diesen Häusern waren im Gegensatz zu anderen Neubauten, z, B. der Bano-oina in der Stroßmayerjeva ulica. sehr niedrig be-messen, obwohl sie mit allen Schikanen des neuzeit-lichen Konforts ausgestattet sind. Taschendiebstahl. Dem Angestellten der Firma Goles Ivan Demeter entwendete ein Ta-schendieb vor einem Gasthos in der Vetrinska ulica eine silberne Zigarettendose im Werte von 750 Din aus seiner Arbeitsbluse. Vom Taschendieb fehlt zur Zeit noch jede Spur. Freiwillige Feuerwehr Maribor. Fern-sprecher 2224. Zum Feuerbereitschaftsdienst in der kommenden Woche, und zwar vom 29. Mai bis ein-schließlich 4. Juni, ist der III. Zug kommandiert. Kommandant: Brandmeister Heinrich Egger. Bereitschaft in Reserve: l. Zug. Freiwillige Rettungsabteilung, Fern-sprecher 2336. Apothekennachtdienst. Den Apotheken-nachtdienst in der kommenden Woche, und zwar vom 29. Mai bis einschließlich 4. Juni, versieht die „St. Heinrichs > Apotheke". Mr. Bidmar, am neuen Hauptplatz. Slovenska Bistrica Das Tonkino hat seine regelmäßigen wöchent-lichen Darbietungen über die Sommermonate einge-stellt und wird bis zum Herbste nur fallweise Vor-stellungen geben, deren Programm rechtzeitig bekannt gegeben werden wird. Die nächste Vorführung findet aller Voraussicht nach nächsten Samstag und Sonn-lag (4. un 5. Juni) zu den üblichen Stunden statt. Wirtschaft ».Verkehr Die XII. Mustermesse in Ljubljana wird, wie wir schon wiederholt berichteten, vom 4. bis 13. Juni stattfinden. Mit der Messelegitimation ist ein 50"/„iger 'Nachlaß auf der Eisenbahn be-willigt. Niemand soll es versäumen, sich diese große, herrliche Veranstaltung anzuschauen? Ueber 700 hei-mischt und ausländische Fabriken stellen die ver-schiedenartigsten Waren aus. Besonders machen wir aufmerksam auf die Abteilungen: Terlil, Leder, Papier, Möbel, Maschinen, Nietalle, Landwirlschafts-Maschinen, moderne Hygiene, Geflügel und Kaninchen, auf die offizielle Ausstellung der Polnischen Republik, auf die Ausstellung der „Freunde der Natur in der Wohnungauf die Fremdenverkehrsausstellung. Legitimationen sind erhältlich bei „Pulnik", bei den Geldinstituten. Handelsorganisationen, größeren Eisen-bahnstationen, bei den Kassen des Draubanats u. s. w. sowie direkt vom Messeamt. Kaufe gebrauchten jedoch gut erhaltenen Schreibtisch mit drei Läden and links und recht« mit Fächer. Offerte an die Verwaltung des Blattes. Wer ist intelligenter: Menschen- oder Affenkind? Das interessante Experiment des Professors Kellog New York, 15. Mai 1932 Vor einer Reihe von Monaten war ange-kündigt worden, daß der bekannte amerikanische Psychologe von der Indiana-Unioersilät Professor Dr. N. N. Kellog sich entschlossen habe, ein inte-ressantes Coedukationseiperiment durchzuführen. Er wollte ein Kind und ein Schimpansejunges gemein-sam und unter den gleichen Umständen erziehen. Genau die gleichen Anregungen sollten beide ^glinge erhalten, sodaß also bet gleichen Anlagen Mensch und Schimpanse den gleichen intelektuellen Werdegang nehmen müßten. Jetzt liegen die ersten Ergebnisse des Versuches vor. Sie sind nicht sehr schmeichelhaft für den Menschen. Bis jetzt hat sich der Schimpanse als der Intelliaentere von beiden erwiesen. Das Menschen-kind yat aber eines voraus: Es erlernte die Sprache des Menschen, während der Schimpanse beim Schreien und Schnattern blieb. Kellog hat also mit seiner früheren Be-hauptung, daß der Schimpanse im Grunde intelligenter sei als der Mensch, oder wenigstens als das menschliche Kind, recht behalten. Kellogg hat zu dem Versuche sein eigenes Kind verwandt. Trotzdem ist er bei den amerikanischen Elternvereinigungen auf heftigsten Protest gestoßen. Man hat auch durch allerhand Scherz« den Professor lächerlich zu machen versucht, etwa so, daß man erzählte, er habe zur Nacht sein Kind aus den Baum und den Schim-pansen ins Bett geschickt, oder anders, daß das Er-aebnis deswegen zuungunsten des Menschen ausge-fallen sei, weil Kellogg seinen Nachkommen ge-wählt habe und nicht den eines anderen. Vor der Midwestern Psychical Association wurde man ihm freilich mehr gerecht. Der kleine Schim-panse war knappe acht Monate alt, das Kind Kelloags zehn Monate, als man sie der Gesellschaft vorführte. Die Wissenschaftler haben festgestellt: 1. der Affe lernte schneller einen Knoten lösen; 2. er spielte geschickter mit Würfeln; 3. er kam schneller, wenn man ihn rief; 4. er hatte ein besseres Gedächtnis bei der Wiederholung der Versuch«: 5. er war geselliger und erfindungsreicher in der Zusammenarbeit. Dr. Kellog stellte ferner fest, daß die Mutter weniger Aerger mit dem Affenkind haben werde als die Menschenmutter mit ihrem Sprößling. Der kleine Schimpanse sei friedlicher und zelehriger und also folgsamer als der Homo sapiens. Freilich sei es trotz stärkster Bemühungen nicht gelungen, dem Affen ein menschliches Wort beizu-bringen. Er hätte geschrieen und gebrüllt, geweint und gelacht — aber über das Schnattern sei er bei den Sprechübungen nicht hinausgekommen. Hier, aber auch nur hier habe sich die menschliche In-telligenz in einer ausfälligen Form gezeigt. Aber in jeder anderen Hinsicht bleibt Kellog der dem schon Gesagten, daß der Schimpanse klüger sei . . . Der Versuch der gemeinsamen Erziehung des Kindes mit dem Schimpansenjungen wird fortgesetzt, wenn auch die ersten Ergebnisse mit diesen Fest-stellungen einen gewissen Abschluß bedeuten. Es geht nun darum festzustellen, wann die geistigen Kräfte, die bei dem Affen früher wach wurden, von der geistigen Entwicklung des Menschenkindes ein-geholt und übertroffen werden. Nummer 42 Deutsche Zeitung Seite 7 Am alten Tor Erzählung aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts Bon A. M. K a r l i n 18 So viel höfliche Ergebenheit erfüllte ihn eher mit Sorge als mit Freude. Er fürchtete sich fast, diese Menschenknospe dem Leben zu öffnen. Halte sie Angst vor ihm? Oder war es nur Mädchenjcheu, was sie unsicher machte? „Hast du mich gar nicht lieb, Slavia?" fragte er zärtlich. Do schlug sie die Augen voll auf und lächelte weich. „Ich werde gerne gehen!" flüsterte sie. denn schon war Frau von Gieseck dicht hinter ihnen und fuhr wie der Engel mit dem brennenden Schwert trennend zwischen die beiden. „Ein Kirchenlicht ist der alt« Brandecker wahr-lich nie gewesen," bemerkte sie mürrisch, „aber mit jedem Jahr der Ehe nimmt er an Dummheil ju." Dr. Klausen dachte sich mit dem Anflug eines Lächelns, daß ein Talgkerzlein manchmal wertvoller sein konnte als eine Kirchenampel . . . * * * Es war eine ungewöhnlich heiße Juninacht und Frau von Gieseck hatte sich von ihrem Schwieger-söhne überreden lassen, ein Glas Bier zu trinken. Der junge Arzt hatte es sogar selbst vom Gasthaus zum Löwen geholt und verzichtet, einen Pro^ejchluck daraus zu tun. Es war so kalt gewesen, wie sie seit Jahren keins getrunken, hatte ungewöhnlich wohl gemundet und die angenehme Wirkung gehabt, die gewisse Behaglichkett, Ruhe und Müdigkeit zu er-zeugen, die man im Aolksmund am liebsten als .Betijchwere' bezeichnet. Sie war daher ungewöhnlich früh zur Ruhe gegangen und das .Gute Nacht', dem aufmerksamen Schwiegersohne zugerufen, hatte sogar um einen Ton wärmer geklungen, was übn-gens auch bei dem seinen der Fall gewesen war. Run erfüllte ihr tiefes Atmen den dumpfen Raun,. „Schläfst du schon, Slavia?" fragte er vorsichtig durch das Dunkel. „Rein — es ist so heiß!" kam es klagend zurück. Horst Klausen sprang aus dem Bett und bat seine junge Frau, ein Gleiches zu tun. Er war mit der Wahl seines Berufes zufriedener denn je zuvor, denn sie setzte ihn in den Besitz von Mitteln, die alte Tigerinnen aus lange Jett zum Schlafen brachten. Er beugte sich über die Ruhende. ..Wenn sie aufwacht . . flüsterte Slavia, die schon in Erwartung beide Ohren brennen fühlte und die nicht ganz sicher war, daß die Ohren ihres Herrn und Gebieters ganz entkommen würden. „Ruhe sanft!" murmelte er und zog die bunte Steppdecke bis zum Hals der Schlafenden, dann sagte er in bestimmtem Tone: — „Kleide dich rasch an, Herzchen, und nimm nur das Unentbehrlichste für eine kurze Reise mtt. Alles andere kaufen wir oben in Brück" „Fahren wir weg'-"' Er war erleichtert zu hören, daß das übliche .Herr und Gebietes in der Anrede wegfiel. „Heute nachts fahren wir in einer Privatkutsche nach Gonobitz, morgen mit der Post nach Marburg und von da mit der Bahn über Graz in deine neue Heimat." „Die Kranken?" „Uebernimmt ein Kollege, der heute Nachmittag schon eingetroffen ist." Sie fragte nichts mehr und fieberhaft packten nun beide das Wichtigste in eine kleine Handtasche, warfen zum erstenmal die Sachen beider kunterbunt durcheinander und brachten die Hände, die sich bis-her fast ängstlich vermieden hatten, in öftere Be-rührung. Als sie den seltsamen glockenartigen Seiden-hui unter dem Kinn zusammenband, zog Dr. Klauien sie in seine Arme und küßte sie wiederholt. Sie sollte nicht das Gefühl haben, sich ihm fremd und ungeliebt anvertrauen zu müssen. „Gehst du auch aus eigenem Antriebe gerne mit mir ?" fragte er und versuchte ihr trotz des herrschenden Halbdunkels in die großen Kinderaugen zu schauen. Sie standen nun auf der Treppe, er die Tasche in der einen, die Hand seiner Frau in seiner an-deren Hand und beide versuchten das verräterische Krachen der alten Stufen nach Möglichkeit zu ver-indern. Dennoch wunderte ihn ihr Schweigen. Er lieb stehen und merkte, daß sie zitterte und schluchzte. Besorgt fragte er: — „Sag' mir, was dich quält, Slavia?" „Du bist so gut und . . . ich habe dich lieb! Mir ist nur ein wenig bange." Da küßte er sie im dunklen Treppenraum, bis sie sich ganz beruhigt hatte und alle Angst von ihr geschwunden war, dann eilten sie durch die finstersten Nebengassen, vom Mond ein wenig begünstigt, bis zum Gasthof zur Post, wo eine Kutsche schon wartete. Ueber den Platz her kamen soeben 's Tanterl und ihre gesetzliche Hälfte, die beim Senkowein-garten gewesen waren und sich etwas verspätet hatten. ..Wohin rennen S' denn. Herr Doktor, wie ein Schuldner vor den Gläubigern?" fragte 's Tanterl im Vorbeigehen. „Ich entführe meine Frau!" Er lachte, dankte Jakob Brandecker für .geleistete Hilfe', wie er es nannte und hob Slavia in den Wagen. 's Tanterl zwinkerte mit den Augen und sagte nichts. Sie malte sich und Brandecker in der nächsten Stunde all das aus, was die alte Gieseckerin tun und sagen würde, wenn sich ihre künstlich schlummer-schweren Lider tdaß sie künstlich schwer geworden, erriet sie) einem neuen Morgen öffnen würden . . . Vier Tage später erhielt das Ranner Hannerl einen Brief aus Brück an der Mur, in dem in großen Kinderschristzügen geschrieben stand „Ich bin sehr glücklich. Er küßt mich und — mehr! Slavia." Die Nachricht erfreute Hanna unendlich. Das war, wie es sein sollte. Das Küssen verstand sie, . aber was bedeutete das Mehr?! Sie wagte es nicht, jemand Außenstehenden um Erklärungen zu fragen und bei Urscha hatte sie das sichere Gefühl vorherrschender Unkenntnis. Die Unverheirateten wußten nichts vom Mehr und die Verheirateten flüsterten nur untereinander darüber. Nun war ihr sogar die kleine Slavia oorangeraten. Würde auch sie . . .? Da streifte ihr Blick den Spiegel und sah den Höcker. Mit einem wehen Aufschluchzen ließ sie den Brief sinken. Zweites Buch Milchkaffee Ueber ein Dutzend Jahre waren dahingegangen. In der Stadr selbst hatte sich wenig verändert. Man sprach von einem Verschwinden des alten Wallgrabens vor dem Bahnhof, den der lange Maulbeerbaumgang zierte, aber um den großen Brunnen im Wallgraben selbst versammelten sich nach wie vor die klatschsüchtigen Frauen und zer-pflückten den lieben Nächsten, wie man ihn nur in Kleinstädten zerpflücken kann. Der Nagelschmied. der Seiler, der auf der Straße seine Seile drehte, der alte Hufschmied waren noch immer Nachbarn des ,Goldenen Löwen', dessen neue Veranda und von Kastanien beschatteter Gastgarten die vornehmsten Bürger anlockten. Ihm schräg gegenüber, am Ende der langen Ntauer, stand verunjchönend ein Stall und der scharfe Geruch von Pferdeerinnerungen im Straßenstaub reizte besonders empfindliche Gäste des goldenen Löwen zu Tadel, obschon sich dieser Duft auf alle Nachbarn verteilte, das heißt, sich bis zur Grazer Maut und der ihr gegenüberliegenden Bäckerei Ordnung erstreckte. Der Keppaganen am Dornbach unweit der Hauptbahnstrecke war vor dem Verkauf und sollte ebenfalls Gastwirtschaft werden und einige Pappeln vor der evangelischen St. An-dreaskirche waren im Eingehen. Sie sollten angeblich von den Franzosen bei ihrem Durchzug gepflanzt worden sein, um späteren Geschlechtern zu zeigen, wo die Franzmänner alles hingekommen waren. Eins war sicher: das welke Laub, mit dem der 'Wind sein Unwesen trieb, fiel nicht nur auf die Gräber um die Kirche, sondern wirbelte in den Dornbach und verstopfte nicht selten die Rinnen aus dem Richterdach, was zu allerlei harten Aussprüchen in der Senkofamilie führte. Da war das halbe Dutzend herangewachsen. Rosamunde. die Kind auf Kind aus den Windeln gewickelt und den Kampf ums tägliche Brot miterlebt hatte, fühlte sich von der Ehe abgestoßen und war daher dem Beispiel des Ranner Hannerls gefolgt und Lehrerin geworden. Von Klara, der Zweitältesten Tochter, behauptete zwar Frau Senko noch immer in freudevollen Minuten „ja, ja die Klare, das ist die Wahre, sie wächst wie eine Tann' im Städtchen an der Sann." aber Rosamunde warf in der Regel ein. daß die Tanne im Wachstum stecken geblieben und nur eine Zirbelkiefer daraus geworden war; die Feferl . . . Allerlei Züchtung des Genies. Genies - so zeitüberdauernd sie sein mögen — gehören zu ihrer Zett und wachsen aus ihr empor. So sagen die Psychiater und die Kutturhistonker. Niemand würde daran zweifeln, wenn Walter Dill Scott, der Präsi-dent der amerikanischen Northwestern University, nicht seiner erheblich anderen Meinung dadurch Ausdruck verliehe, daß er versichert, er werde sechs Genies in den Sattel und gleichzeitig in die Fuß-stapfen der Genies anderer Zeiten heben. Und zwar schon recht bald. Zum nächsten September treten sechs Menschenkinder in die Universität ein, die erst 13 bis 15 Jahre alt sind. Aber sonst erfüllen sie alle Bedingungen, die normalerweise auch den übrigen Studenten abgefordert werden. „Studenten, die zu jung sind, waren unsere größten Erfolge. Nur waren es zu wenige bisher, sodaß eine Zu-sammenardeit unmöglich wurde. Diese Sechs aber werden zusammen leben und lernen!" Gleichzeitig richtet Dr. Scott ein Rundschreiben an alle Schulen und Universitäten, ihn bei seinem Geniezüchten zu unterstützen. 130 große Vorgänger zählt er auf, die ihrer Zett vorauseilten im Aller und Wissen. Auch Deutsche sind darunter. Aber zählen wir sie in der Reihenfolge auf. die Scott zusammengestellt hat: Jeremias Bentham las und schrieb Griechisch und Lateinisch mtt 5 Jahren und mtt 10 Jahren kam er nach Orford; Lord Byron schrieb zuerst mtt 10 Jahren und war berühmt mit 15 Jahren; Benja-min Franllin gab seine Zeitung mtt 17 Jahren heraus; Albrecht von Haller, der bekannte deutsche Anatomist. stellte mit Jahren eine Ehaldäische Grammatik und 2000 Biographien zusammen; I. St. Will war mit 9 Jahren ebenfalls schon isroßer Mathematiker; Mozart komponierte dauernd eit seinem 5. Lebensjahre; Napoleon beherrschte die Mathematik mtt 8 Jahren; James Watt interessierte sich dafür schon mtt 6 Jahren und eiperi-mentierte zuerst mit Dampf mit 15 Jahren. Die Liste geht unendlich weiter. Diese Produkte ihrer Tage, die abnormen Früchte ihres Zeitalters, will Scott jetzt künstlich heranziehen. Man wird in der Wett der Wissenschaftler und der — Menschen seine Versuche mit viel Aufmerksamkeit verfolgen. Bisher ließ sich die Zeit keinen Weg weisen — und vor allem nicht, wenn sie Genies gebären wollte. Statistik der Radiohörer. Die jüngsten Statistiken geben folgende Zahlen für die ver-schiedencn Länder an: Albanien............232 Australien............337.65« Belgien ............228.400 Ceylon..............1.236 Danzig..............17.660 Dänemark............487.516 Deutschland ..........3,980.852 England............4,474.792 Griechenland..........2JJ21 Ungarn..............325.032 Irland..............28.056 Italien.......• 238.000 Japan..............951.321 Jugoslawen .'. . . . 49.634 Litauen..............12.385 Madagaskar..........73 Marokko....... 3.700 Mcriko..............50.000 Niederlande..........523.562 Indien..............2.780 Oesterreich............460.433 Polen.......317.806 Tschechoslowakei .... 382.049 Norwegen............105.854 Schweden............162.428 Sensationeller Diebstahl in Nizza. Aus der Kasse des Spielkasinos Juan les-Pins in Nizza verschwanden am 24. Mai 200.000 Francs und der Haupttreffer der spanischen Lotterie im Betrag von 1*5 Millionen Francs. Das Merk-würdige an der Sache ist, daß keine Spur eines Täters entdeckt werden konnte. Die Kasse ist voll-kommen unbeschädigt! die Schlüssel verwahrte der Direktor des Unternehmens, welcher schwört, daß er sie nicht eine Minute von sich gelassen hatte. Zu-mtttag war das Geld noch im Kassenschrank, abends war dieser leer. Der Direktor und der Kassier sind von ihrem Dienst „zurückgetreten". Seite 8 Deutsche Zeitung Nummer 42 Hötel-ErSIfnangsanzeige! Neaerbautes modernes Hotel mit Restauration am Fusse des Schlossberges (Zagrad), 15 elegant eingerichtete Fremdenzimmer, luftig, herrliche staubfreie Lage, wunderbare Aussicht, schöne Spaziergänge, sehr gute warme und kalte Küche, vorzügliche Weine, Fass- und Flasohenbier stets frisch, Ganze Verpflegung im Hause nach Vereinbarung. Groese Autogarage. 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