PoMnIna pfatfana v gofoflnL 79. Jahrgang Ersdieint wöctaeallicli sccü;suiai (mit Ausnibme dei i cia ui^e;. SduiXt« leitnng, VerwaJtuiig und Buchdruckerei Tel 25-G7, 25^ und 2S^9. Maribor. KopaliSka ulica ß. Manaskripte werden nicht retoomiHrt Anfragen Rückporto beilegen. Nr. 202 Mmtfag, den 6, Septamber 1918 Inseraten- und Abonnemeau-Annahme in Maribor, Kopaliska ulica G (Verwalluns). Bezugspreise: Abholen monatlich 23 Din, zustellen 24 Diu, durch die Post mönatiich 23 Din, für das Ausland monatlich 35 Din. Einzelnummer 1.50 und 2 Din. Preis 0*1 rSO norilioitr neutttt (SrOffnung ^ce O^tflrn&trgtr 9tri4^parMlofl(e Nürnbergi 5. Sept. Der Stellvertreter des FQhrers und Reichskanzlers traf gestern in NOrnberg ein, um den Reichs-parteltag zu eröffnen. Den Feierlichkeiten wird auch Hitler beiwohnen. Eingeleitet werden die Festlichkeiten mit einem großen Empfang der Presse im Kvltur-vereinshaiis. Von 1530 bis 10 Uhr werden die Kirchenglocken den Reichsparteitag einleiten, worauf der feierliche Empfang des Führers und Reichskanxlers erfolg. Um 1730 Uhr werden in der Oper Wagners »Meistersinger von NOmbergc aufgeführt. Alle Veranstaltungen im Rahmen des Reichsparteitages werden auch von den Sendern Übertragen werden. London, 9. Sept. Die englische Presse befaßt sich eingehend mit dem deutschen Reichsparteitag In Nürnberg und sieht darin etwas mehr als nur eine inner-politische Angelegenheit. Es Ist dies der erste Parteikongreß nach der Durchführung des Anschlusses Österreichs an Deutschland. Im Vordergrunde des europäischen Interesses stehe die tschechoslowakische Frage, mit der sich sicherlich auch Hitler In seiner großen Rede befassen werde. Welche Wlchtig-keit dem Parteitag beigemessen wird, zeige sich auch darin, daß in Nürnberg 10 Botschafter, 22 Gesandte und 08 Qeschftfts-träger eingetroffen seien, um als Beobachter ihren Regierungen erschöpfende Berichte Uber den Verlauf und die durchgeführten Besprechungen zu berichten. Paris. 5. Sept. Die französische Presse widmet dem heute beginnenden Nürnberger Reichsparteitag große Beachtung und meint, Im Vordergrunde stehe die tschechoslowakische Frage. Alles warte die große Rede ab, die Hl t-I e r Dienstag halten "werde. auf ft6nfo9cirur Der König unverletit. — Der Tittr vtf haftet Kairo, 5. September. Gestern abends wurde auf König Faruk in Alexandrien ein Attentat verübt. Als der KOnIg eine Schwimmveranstaitung verließ, gab ein Mann von dem Dach der ZuschauertrlbQ-na auf ihn einen Schuß ab. Der Schuß ging jedoch fehl, da ein Polizist dem Titer die Waffe aus der Hand schlug. Durch die Kugel wurde ein Mann leicht verletzt. Der Attentäter wurde verhaftet. Der KOnIg bewahrte während des Zwischenfalles vollste Ruhe. Sokolfeler hi Slov, Bistrica. S 1 o V. B i s t r 1 c a, 5. sept. Unter großen Feierlichkeiten beging gestern der hiesige Sokol sein 25jähriges Gründungsjubiläum. Aus diesem Anlaß wurde auch das neue Vereinsbanner enthüllt, dessen Patenschaft S. M. König Peter übemom-»nen hatte. Als Vertreter S. M. des Königs heftete Major Dragutin C u b e 1 1 ö aus Maribor ein blaues Band an das Banner iiiit der Aufschrift »S. M. König Peter II.« l)ie Festrede hielt Starosta V 1 g e I e. I^er Feier schloß sich ein Manifesafions-uinzug und nachmittags ein Schauturnen an. !Der (S^eburt^tag 6. OU. ^önig Jkter Als vor vi« lakftfl König Alexander der Erste — der rltterliclie König nnd Einiger der NaHon — den verbrecherl-aeben Kagilii znm Opfer fiel, richteten aieh die Aogea der gaiiM Nation in den Standen Uiirteu Schmerzes auf seinen II-testen Sohn, der ato Nächster In der Reihe der ralunrciciisa Hemcher des Hauses Karadjordjevl^ dam berufen war, das Snptar la flbemehneii, welches seinem Vater durch ein tragisches Schicksal viel zu frflh ans der Hand gerissen wurde. Vier Jahre shid seit dem Drama von JVIar-sellle vcrstriclieu und la diesen vier Jahren setzte S. JIL KOnIg Peter II. mit den ttun ebenen Emst itte Studien fort, die Ihn IrfldnngsmflBig die Eignung ffir •ein hohes Amt vertiefen sollen. In der tMren Obhut setoer UMgUchen Mutter öod hl dar Innigen Kameradschaft mit ieiiien BrOdem und den zahlrekhen Spiel kaneraden aus bürgerlichen Hlusem gedieh jene Atmosphftre, die dem Jungen KOnIg das Mhwere Studium der vielen SpetlaHlcher ganz wesentHch erleichterte, ao daß der Junge Herrscher hi wech seivollem Ablauf von Pfllchterffilhing und gealemender Zerstreuung Jene seelischen und körperlichen Krifte zu sammeln ver-noehte, die er für sein persönliches Wohlergehen als Hoffnung der ganzen Nation benötigte. Jugoslawiens Junger KOnIg tritt morgen In sein 16. Lebensjahr. Die Jahre des zarten KoabanaHera sind vor&tier und ein edler JflngHng beginnt die Konturen seines kommenden Pflichten- und Aufga-benkreises humer mehr zu erkennen. Wandervoll Ist die geschichtliche Sendung, die seinem Vater und vorher seinem Großvater zuteil geworden ist. Peter dem I. war es vorbehalten, die Nation hn Ringen der Völker von 1914-18 zu befreien and den Frieden zu schließen. Sehl Sohn Alexander der I. griff zlel-bewuBt fai die vielfach von Wlderstrebig-keH zermürbte Entwicklung des Elni-gungsproaesses ehi, um dijrch ehie Tat von historischer Tragwelte die nationale und staatliche Ehilgung der Serben, Kroa ten und Slowenen za lieendlgen. S. M. K ö n I g P e t e r n., der UebUng des ganzen Volkes, ist nun dazu berufen, auf die beiden Quadern der Befreiung und Einigung den Schlußstehi daraufzusetzen: den definitiven Aufbau des Königreiches. \mm Q0 JVj \ Es'ist efai Glück und eine Pügung der Vorsehung, daß der Junge König seinen Geburtstag hi sebem Reiche unter denkbar günstigsten Voraussetzungen feiern kann: das Reich hat kehie Gegner und Feinde an seinen Grenzen und was Tradition, Mentalität und Vorurteile hn Innern noch trennend zwischen die Volks-teik geschoben hatten, zerbröckelt immer mehr unter der Wucht des Realismus, der die südshiwischen Stämme efaies Volkes nicht zufallsbedhigt zusanmiengeschwelBt hat, sondern als Ergebnis einer logischen Geschlchtsentwicklung, die durch kehie wie immer geartete Z^trifugalkraft oder Strömung abzuändern ist. Die Jugoslawische Synthese als Ergebnis d^ lilstorl-sehen Zusammenschlusses ist — ganz ab gesellen von der Dynamik des polttisclien Lebens des Volkes — durch drei Garanten aus der früheren Zersplitterung zu einer höheren' Einheit erhoben worden: durch den König als Führer, SlnnbÜd und oberstem Repräsentanten der Nation, durch die glorreiche Wehrmacht u. durch die feierlich bekundete politische WUlens-formung des Volkes. Aus diesem Dreiklang der Symbolik, der Macht und WÜ-lenst>Udung des Volkes ergibt skh die Fe stigkeit und Stärke des Reiches, dessen Szepter König Peter II. in absehbarer Zeit in die Hände nehmen wird, um nicht nur als Herrscher, sondern als ein Sproß der Jüngsten Generation dem Aufbau des Reiches die Gestaltungskraft seines jungen Lebens zu geben. Der junge Herrscher hat ein ungewöhnliciies Interesse ffir die Errungenschaften der TechnÜL Seine Erziehung und Bildung bieten die denkbarsten Garantien. Der vomeimie Geist englischer CoUeg-Erziehung, gepaart mi sportlicher Ertüchtigung, haben unserem gellebten Jungen König seelisch und körperlich die besten Voraussetzungen für das Am tverliehen, welches neben prohindem Wissen und Können ritterü-ches Denken, Sinn für Gerechtigkeit und Güte des Herzens fordert. Wir könneti uns glücklich schätzen, daß S. M. König Peter n. alle diese Eigenschaften schon heute in hohem Maße besitzt. Die ganze Nation hl ihren drei Stämmen jubett heute dem König entgegen, aber auch Deutsche, Ungarn, Rumänen, Slowaken und andere Minderheiten, die in diesem Reiche leben, nehmen tiefsten Antefl an der Freude des Staatsvolkes an dem Lebensjubiläum des Jungen Herrschers, den Gott als Hoffnung des ganzen Königreiches gesund und glücklich erhalten möge. Mittwoch, don 7. Sopt. um 20 Uhr Union-Saal Vokalhiizert ler ChorvereinigHig »BiBÜSki" ais Leskivac DIrlsmit: Prof. Stanko Vliic sprach der Abg. der SdP S a n d n e r vor 45.000 Menschen, wobei er erklärte; »Auf unseren Forderungen von heute können und müssen wir kompromißlos bestehen. Die acht Punkte Konrad Henleins von Karlsbad und unsere Forderung nach Selbstverwaltung sind nur Ausdruck politischer Mäßigung.« Prag, 5. September. (Avala). Das CTK berichtet: Gestern fand in Pilsen eine Massenversammlung statt, an der sich rund 50.000 Tschechoslowakcn beteiiig- ten. Es sprachen Senatspräsident Sou-k u p und andere Redner, die in ihren Reden betonten, daß die Tschechoslowakei einer Verständigung mit allen ihren nationalen Minderheiten herbeiwünsche, Die Tschechoslowakei sei zu Konzessionen an die Minderheiten bereit, doch dürfen dieselben keine Gefahr für die staatliche Einheit der Tschechoslowakei bilden. Prag, 5. September, (Avala). Mr. Ashton-Gwatkin traf gestern nacii mittags aus Asch in Prag ein begab sich sofort ins Hotel »Aleron«, wo er unmittelbar darauf dem Lord R u n c i m a n ein-gehendst über seine Ascher Unterredung mit Konrad Henlein berichtete. Die Kanzlei des Lords Runciman dementierte gestern die Nachricht einer Lon doner Zeitungagentur, wonach Lord Runciman dem deutschen Reichskanzler einen Besuch abstatten werde. In maßgebHchen Kreisen verlautet vielmehr, daß Lord Runciman noch nicht bald Prag verlassen werde. »örfc Zürich, 5. September. Devisen: Bco-grad 10, Paris 11.93^4, London 21.28'/«, Newyork 439V«, Brüssel 73.15, Mailand 23.12J4 Amsterdam 238.47Vi, Berlin 175.95, Stockholm 109.755, Oslo 106.95» Kopenhagen 95.02Vi, Prag 15.13, Warschau 82.30, Bukarest 3.25, Budajxjst 85.50, Athen 3.95, Istanbul 3.50, Helsinki 9.39, Buenos Aires \\2Hi. Dienstag, den 6. Dezember 1938 oMariborer Zeitung« Nummer 20i Sprö £an4buni in £)u6l}ona unö d6(rtrafn L j u h I j a n a, 5. September. Lurd George Lansbury der sich bekanntlich auf einer Studienreise auf dem Kontinent befindet, ist am Samstag abends in Be-^,leitung zweier Sekretäre auch in Ljub-lian.i eingetroffen und im Hotel »Union« abi»estiegen. Am Sonntag vormittag wohn te der Lord als Gast der Enthüllung einer Gedenktafel für General Rudolf Maister in Kamnik bei und kehrte mittags nach Ljubljana zurück. Fn Ljubijana wartete bereits ein Kraftwagen des Hofes auf ihn, um ihn nach Brdo bei Kranj zu biin-gcn. S. K. H. Prinzregent Paul empfing Lord Lansbury in Audienz und lud ihn als Gast zum Mittagstische. Nachmittags inachte Lord Lansbury eine Autospazier-fahrt nach Hohinj und Bled und kehrte abends nach Ljubljana zurück. Heute früh kehrte Lord Lansbury mit dem fahrplanmäßigen Schnellzuge über Italien nach England zurück. OtMie blutige 3u»amm(nfi5|e in DalfilHna Gestern wieder vierzehn Araber getötet. - Der Verkehr zwischen Lidda und Haifa eingestellt. Jerusalem, 5. Sept. (Avala). Die Lage hat im Laufe des gestrigen Tages in ganz Palästina eine weitere Verschlimmerung erfahren. Man rechnet, daß in den Zusammenstößen mit den englischen Truppen gestern 14 Araber getötet wurden. Einzelweise wurden noch drei Araber und ein Jude erschossen. Mehrere jüdische Geschäftsläden wurden von den Arabern in Brand gesteckt. Auf der Bahnstrecke Lidda-Haifa wurde gestern ein Güterzug zur Entgleisung gebracht. Der Verkehr ist auf dieser Linie unterbrochen. Bei Akron wurden zwei jüdische Milizautos durch Araber beschossen. Ein Chauffeur wurde getötet, ein Lastkraftwagen ging in Flammen auf. Das Standgericht in Haifa verurteilte einen Araber, der an emem Überfalle teilgenommen hatte, zum Tode durch den Strang. Das Urteil wurde bereits vollstreckt. 3nnenmfniftrr 3)r. ftoroS^c a&rr Xaordpoiitif AUS EINER REDE DES INNENMINISTERS IN KOCEVJE. — »DER OKTOBER WIRD SICHERUCH INTERESSANTER WERDEN«. Oftufleniiig im JAfmenrefcl^ Frankfurt, 1. Sept. Unter diesem Titel veröffentlicht die ^»Frankfurter Zeitung« einen kurzen zusammenfassenden Artikel: »25 Millionen Mark kostet im Jahr den Wein- und Obstbauern allein in Deutschland der Kampf gegen die beiden »Traubenwickler« und andere Insekten, wie der Präsident des 7. Internationalen Entomologen-Kongresses in Berlin, Professor Martini (Hamburg) mitteilte. Aber auch Tausende von Blüten würden unbefruchtet bleiben, wenn nicht Insekten sie besuchten und den Blütenstaub hin-und hertrügen. Die heutigen Insekten entstammen uralt-ehrwürdigen Geschlechtern. In versteinerten Abdrücken finden sich ihre Vorfahren aus Zeiten vor Millio nen Jahren, und sie erzählen uns viel von damals, — ganz gleich ob sie einst Schädlinge oder Nützlinge waren. Findet sich nämlich die gleiche Käferart z. B. in Australien und Südafrika, so muß nach Alitteilnug von Professor Jeannel (Paris) zwischen beiden Kontinenten, die heute s(. weit auseinander liegen, eine Verbindung bestanden haben. Auch wenn heute Käfer ohne Zwischenstation 6 Meilen fliegen können — -wie der gefährliche Kartoffelkäfer, der vor der französischen Küste kürzlich in dieser Entfernung ein Schiff in Schwärmen überfiel —, so bewältigten sie doch keine Ozeane. Der Kartoffelkäfer ist aus dem Koloradoge-bict der USA mit Kartoffelladungen nach Frankreich gelangt und hat besonders in diesem Jahr weite Flugversuche in die Nachbarstaaten gemacht. Er frißt bekanntlich die Kartoffelstauden-Blätter so ab, daß die Pflanzen keine Knollen mehr ansetzen. Frankreich hat sich mit .'dien Nachbarlänndern zusammengetan, lun in Versuchststationen und vor allem ncne Kartoffelsorten zu erproben, die unempfindlich gegen den Käfer sein sollen. Die VVildkartoffel enthält z. B. einen Stoff, der für den KMfcr Gift ist. Von der D^' • r''cn '"n"^ilt ii. doii Kaiiier-Willicini-Inblilut fiir Züch- Ljubljana, 5. September. Anläßlich der Fahnenweihe des Slow. Kulturvereines und der 20 Jahrfeier des Bestandes des Königreiches Jugoslawien in Kocevje hielt Innenminister Dr. Koro §ec gestern als Hauptredner des Tages vor 6000 Versammlungsteilnehmern eine große Rede, in der er zunächst auf die große Bedeutung der beiden Feiern hinwiv'S und dann auch auf tigespoliti-scho Fragen zu sprechen kam. Der Innenminister erklärt^ u. a.: »Von den Deutschen, die sich hier angesiedelt haben, um Brot und Dach bei uns zu finden, erwarten wir mit vollem Recht, daß sie mit dem hier lebenden autochtonen slowenischen Volk In Freund Schaft leben und mit ihm nicht nur immer loyale, sondern auch treue und ergebene Staatsbürger bleiben werden. Jugoslawien ist unsere gute Mutter, deshalb müssen wir, Slowenen und Deutsche, ihre guten Kinder sein. Um jedoch jede eventuelle böswillige Verleumdung von vornherein abzulehnen, können wir erklären, daß wir niemanden i^uf dieser Welt hassen, insbesondere aber kein Volk, .das liegt uns fem, denn wir wissen, daß der Haß im politischen Leben ein sehr schlechtes Baumaterial abgibt, welches nur die Zersetzung und den Zerfall zu fördern geeignet ist. Die Liebe zu Völkern und Menschen allein ist diejenige Kraft, die aufzubauen verma;;. Wir haben große Hoffnungen für die Zukunft. Die kommenden Abgeordneten werden sich auch um ihren Wahibezh'k sorgen müssen: für die Slowenen von Ko-Cevje, ebenso aber auch für die hiesigen Deutschen, denen gegenüber sie gerecht sein müssen. Es ist unwichtig, wann Neuwahlen stattfinden werden, viel wichtiger ist es, daß bei den kommenden Wahlen Männer gewählt werden, die ihren Posten erfüllen und mit ihren Wählern unablässig in Fühlung bleiben werden. Nun noch einige Worte über die T a-g e s p o 1 i t i k. Ich bin nicht berufen, über Außenpolitik zu sprechen. Aber jedermann muß zugeben, daß wir uns glücklich fühlen dürfen, in keiner der augenblicklich aktuellen schweren Fragen verwickelt zu sein. Wir sind glücklich, täglich geworden, es ist nicht mehr in-teressant Polltis^ genommen wird der September voraussichtlich vollkommen normal verlaufen. An Sonntagen und Feiertagen werden im ganzen Staate Versammlungen stattfinden: im gesamten Staatsgebiet die Versammlungen der jugoslawischen Radikalen Union, tn Kroatien die Versammlungen der einstigen Kroatischen Bauernpartei. Andere poDti-sctu; Parteien sieht man Im übrigen — um einen astronomischen Begriff ^u gebrauchen — ohnehin nur von Zeit zu Zeit funkeln. Der Monat Oktober — schloß Dr. Ko-ro^ec seine aktuellen tagespolitischen Aus lührangen — wird sicherlich interessanter sem, da die Skupschtina un Sinne der Verfassung am 20. Oktober in Ihre ordentliche Session eintritt. Es ist aber noch genügend Zeit, darüber zu spre-chcn.-epl. Pruchlvollar v.rflBÜjiungsp.alE " NIhmaachtne. Rartloappar»! u;. ■*.- "A X. des Landes ist. Man kann auch begrei-daß unsere Außenpolitik von allen Sei-1 welche Freude das iranische Volk in ten als eine friedensliebende anerkannt Tagen beseelt. wird, insbesondere seitdem wir unsere freundschaftlichen Beziehungen zu Ungarn und Bulgarien unter Beweis gestellt haben. Wir können uns eine bessere außenpolitische Lage gar nicht wünschen. Mit allen Freund, mit niemandem Feind I Es wäre nicht nur unvernünftig, sondern geradezu verbrecherisch, eine solche Außenpolitik anzugreifen oder sogar verurteilen. da die moderne Großstadt Teheran zur Feier der Vollendung im prächtigen Flaggenschmuck prangt und Schah Risa Ghan Paalewi selbst aus seiner Residenz an eine Stelle 35 km südlich von Teheran reiste, um dort eigenhändig den Schlußstein an das große nationale Werk zu setzen, Nord-und Südzipfel der Bahn aneinanderzufü-zu! 8^'^* I Dreizehn Jahre bewegte der Bau Volk Innerpolitisch stehen wir im Septem-Regierung, Zehn Jahre setzten Arbei- t)er. Im September — und zwar am 6. September — feiern wir den Geburtstag unseres jungen Königs Peter II. (stürmische, mehrere Minuten andauernde Ovationen für König, Dynastie und Jugoslawien). Wir alle wissen es, daß dieser Tag in ganz Jugoslawien überall herzlich und möglichst feierlich begangen werden wird. Jeder von uns will an diesem Tage seine Ergebenheit dem jungen König und dem gesamten königlichen Hause gegenüber bekunden. Im übrigen glaube ich feststellen zu dürfen, daß der September innerpolitisch nicht interessant sein wird. Selbstverständlich können unvorhergesehene Dinge immer eintreten, ich sclie aber keine neuen Elemente, nach denen nor- ter und Ingenieure ihre Kräfte ein, die Schwierigkeiten der Landschaft zu überwinden, um dem Volk von Iran und jedem Reisenden eine mühelose Fahrt von Benderschah, dem Königshafen an der Ostecke des Kaspischen Meeres, nach Benderschahpur, dem Kronprinzenhafen am Persisch. Meerbusen, zu ermöglichen. Europäer und Iranier haben gemeinsam das Werk vollendet. Deutsche, französi-che, belgische, italienische, englische u. dänische Unternehmungen sind an den Arbeiten beteiligt gewesen und haben die verschiedensten Teilstrecken fertiggestellt. Die Bevölkerung des Landes aber hat durch bereitwillige Zahlung einer Tc- und Zuckersteuer zur Finanzierung malerweise zu schließen wäre, daß sich'des ungeheuer kostspieligen Werkes bei- irgendetwas Besonderes oder Bede(t':sa-mes ereignen wird. Es ist unwahrscheinlich, daß auch in diesem Monat ein Teil der Anhänger der bestehenden gegneri-sciien Parteien abbröckeln v/ird, um sicii unserer Jugoslawischen Rakidaien Union anzuschließen. Doch das ist schon all- tungsforschung in Müncheberg sind 1929 Kreuzungen von Kultur- und Wildkartof-fcln gezogen worden, unter denen sich hoffentlich einige kfi und doch er- tragreiche Sorten finden werden.« getragen. Man schätzt das in die Bahn investierte Kapital auf 30* Millionen englische Pfund. Für ein wirtschaftlich nicht so entwickeltes Land, wie es Iran im Ver gleich zu europäischen Bahnen darstellt, bedeutet diese Summe eine ungeheure Be lastung, aber sie wurde getragen, das Werk allen Widerständen zum Trotz fortgeführt und jetzt vollendet. Die Tee- und Zuckersteuer, 1925 auf Wunsch des Staatsoberhauptes zur Bestreitung der Baukosten eingeführt, genoß unter der Bevölkerung wenig Hcliolit heit. Denn wenige Getränke sind den Ira nern so Heb wie stark gesüßter Tee. Trotzdem kam im Rechnungsjahr 1034 beispielsweise das Doppelte der emstma-ligen Vorausscliätzung an Tee- und Zuk-kersteuern ein. Aber die Regierung mußte selbstverständlich noch andere Quellen zur Finanzierung erschließen. Sie griff auf die Erträgnisse der ausgedehnten iranischen Erdölquellcn zurück. Es muß allerdings in diesem Zusammenhang erwähnt werden, daß die vielfach erhobenen Vorwürfe, der Bahnbau gehe über die Verhältnisse der iranischen Volkswirt Schaft, stelle eine fehlgeleitete Kapitalsinvestition dar, oftmals die Vollendung des Werkes gefährdet hüben. Nur der unermüdlichen Energie des Staatsoberhauptes verdankt es das Land, daß alle Hemmnisse, so oft sie auftauchten, aus dem Wege geräumt werden konnten. Wie das moderne Iran in Wahrheit das Werk des gegenwärtigen Schahs ist, der als die eigentliche Energiequelle seiner Heimat angesprochen werden muß, so ist auch die Bahnlinie Benderschah-Bcn-dershcahpur eine Schöpfung dieses Mannes. Ueber die Bedeutung der Bahn für das Land Iran, über finanzielle Anstrengungen dürfen indes nicht die Leistungen der Ingenieure vergessen werden. Die technischen Schwierigkeilen bei der Ueberque-rung des Zagros-Geblrges, die Führung der Linie über die Gebirgsketten, die die feuchten, fast subtropischen Ebenen der Provinzen am Kaspischen Meer von der rauhen iranischen Hochfläche trennen, lassen sich kaum mit den von aller Welt bestaunten großen Schweizer Alpenbahnen vergleichen. Mehr als 2100 m Höhe unterschiede werden auf einer Fahrt zwischen Benderschah und Teheran überwunden. Ueber zahllose schwindelerregende Brücken führt die Strecke. Durch 75 Bergdurchstiche windet sich die Bahn den Gebirgskamm hinauf, und auf einer Strecke von wenig mehr als 60 km fährt der Reisende ISOmal durch kürzere und längere Tunnels. Welche wirtschaftlichen Aufgaben wer den nun nach der Vollendung dieses gros sen Werkes die Kräfte des Landes in erster Linie in Anspruch nehmen? Man geht nicht fehl in der Annahme, daß die regierenden Männer in Teheran nun endlich der Erschließung der iranischen Mi-neralschätze die nötigen Anstrengungen angedeihen lassen. Bisher galt die Ausbeutung der iranischen Minen als unwirtschaftlich. Die Kosten für Arbeitskräfte und Transporte überstiegen die • Winne. Hier werden die Güterzüge, die die Erze des Hochlandes nach Norden zu den neuen Hafenanlagen von Benderschah und nach Süden zum Hafen von Benderschahpur am Pcrsisch. Golf transportieren, in den nächsten Jahren Wandel schaffen. Die Regierung hat alle Vor bereitungen getroffen. Sie hat ein Berggesetz erlassen, ein Ministerium für Berg bau und Industrie geschaffen und einer staatlichen Bergwerksgesellschaft die Ge nehmigung zur Ausbeutung von Kupfer und Nickel erteilt. Ingenieure und Geologen aber durchreisen im Auftrage des Staatsoberhauptes die mitteliranischen Einöden und Täler, um sich einen Ueber-blick über den Reichtum des Landes an Mineralschätzen zu verschaffen. Die geordneten politischen Verhältnisse des Landes verheißen deshalb für die Zukunft weitere wirtscliafllichc. Portschritte. Die trnnsir''ni..che Eisenhahn biclct dafür die beste Gewähr »Mtriborer ZeHngc Nttimnef 202 Dicnsfag, den 6. Dezemlier - t93R tfln Xoii-Xor Berlin, 3. Sept. Ein neues Anwen-dungfgebiet der Uchtelelitrlschen Zellen ist bei der Abriegelung der Schorfheide im Norden Berlins zu finden. Hier besteht die Aufgabe, dem in der Schorfheide ausgesetzten Wild das Verlassen desGeheges unmöglich zu machen, ander seits aber den Verkehr auf großen durch gehenden Straßen nicht durch Schranken und Torgatter zu hemmen. Man hat beim Ein- und Austritt großer Straßen söge-nannte Ton-Tore errichtet; diese Tore sind kleine Durchfahrtshäuschen, die durch Lichtstrahlen gesichert sind. Versucht ein Rehbock oder ein anderes Wild durch das Tor aus dem Oehege auszubrechen, so bricht es kurz vor dem Tor auf die Lichtschranke und löst durch Unterbrechen des Lichtstrahles eine Hupe und zwei Scheinwerfer aus. - Hledurch wird das Tier erschreckt und gehindert, durch das Tor ins Freie auszubrechen. Wer mit dem Kraftwagen das Tor passiert, löst naturgemAß die Schreckanlage aus. Für den Fall, daß das Ton-Tor mit Tiergespannen durchfahren wird, läßt sich die Schreckanlage durch Betätigung eines Schaltknopfes fOr kurze Zeit außer Tätigkeit setzen. Auf diese Weise wird ein Scheuwerden von Qespan neh durch das plözllche Aufleuchen der beiden Scheinwerfer und das Tönen der Hupe vermieden. 3ur(6t&ar(0 QSer&re^en (inrd <$reffrd DIE 24 JAHRE JÜNGERE OATTIN UND SICH SELBST AUS EIFERSUCHT ABGESCHLACHTET. — GRASSLI CHES DRAJWA IN ZAGREB. intcrpirlamentarischi io Wanchaa. Beograd, 5. Sept. Qestem um 22.30 Uhr ist eine Abordnung des Senat und der Skupschtlna nach Warschau abgereist, um an der dort in der Zelt vom 5. bis 0. d. J\1. tagenden Interparlamentarischen Handelskonferenz feilzunehmen. »Az Est« Verbotes. Budapest, 5. Sept. (Avala). Innenminister Keresztes-Fischer hat das Erscheinen des jfldisch-iiberalen Tagblattes »Az Est« für die Dauer von 15 Tagen mit der Motivierung verboten, daß das genannte Blatt durch seine Schreibweise die außenpolitischen Interessen des ungarischen Königreiches gefährde. Zagreb, 5. September. Die Zagreber Polizeichronik des gestrigen Sonntags verzeichnet wieder ein gräßliches Fami-üendrama, dem ein Opfer bereits erlegen Ist, während das zweite im Krankenhause hoffnungslos mit dem Tode ringt und inzwischen bereits gestorben sein dürfte. Die Bewohner des Hauses Deieliöeva ulica vernahmen etwa um 2 Uhr nachmittags aus der Wohnung des 65jährigen, vor zwei Jahren aus Amerika zurückgekehrten und wohlhabenden Rentiers Gju-ro Zvornik und seiner 41jährigen Gattin Paula gellende Hilferufe der genannten Frau, gleichzeitig aber auch das wilde, an Toben gemahnende Geschrei Zvor-nlks. Die Bewohner erbrachen die Türe und sahen zu ihrem Entsetzen die beiden Ehegatten sich in ihrem Blute wälzen. Es war auf den ersten Blick klar, daß die Verletzungen lebensgefährlich waren. Die rasch alarmierte Rettungsab- teilung brachte Gjuro Zvornik eiligst auf die Univcrsitätsklinil(, wo er jedoch inzwischen verschied Gleich darauf wurde die Bluttransfusion an Paula Zvornik vor genommen, die bereits mit dem Tode rang. Es besteht so gut wie keine Hoffnung sie am Leben zu erhalten, da die Stiche, die sie erhielt, tödlich sind. Wie es sich später herausstellte, soll es zwischen den beiden Eheleuten oft Streit u. Zank gegeben haben, da Zvornik auf seine viel jüngere Gattin maßlos eifersüchtig war. Gjuro Zvornik war vor zwei Jah ren aus den Vereinigten Staaten nach Zagreb gekommen, wo er sich mit seinen Ersparnissen ein Haus erwarb. Das Drama wird wohl schwerlich geklärt werden können, da die schwer verletzte Paula Zvornik ständig bewußtlos war und die beiden Gatten das Geheimnis ihres Konfliktes ins Grab mitnahmen. Der !]iletö6ön&Ier un& feine ,^leine lürinseffin" ZWISCHEN SHANGHAI UND NEWYORK. - EIN ZWECKLOS GEWORDENES LEBEN. Von einer Dynanritpatrone zerrtoaen. Dubrovnik, 5. September. Im Dorfe Draöa he\ Janjlna auf der Halbinsel PeljeSac ereignete sich ein dramatischer Vorfall, dem ein gewisser Ante Lasl^ zum Opfer fiel. Lasia pflegte trotz schärfsten Verbotes Fische mit Hilfe von l>y-namltsprengungen zu fangen. Als eine Dynamitpatrone versagte, steckte er sie in die hintere Hosentasche und warf sodann eine zweite Ins Meer. Inzwischen explodierte aber die In der Hosentasche befindliche Patrone und zerriß den Mann In Stücke. Bemerkenswert ist, 'aß auch dem Vater des Lasii bei Fiscnfang auf diese verbotene Art und Weise eine Hand abgerissen wurde. Die Fischer deuten dies als Fluch aus, der auf der Famiii* laste, die mit Dynamit Fischfang treibe. Pfttndnoten auf der Straße verteilt. Die sprichwörtliche Sparsamkeit der Schotten wurde dieser Tage durch einen Vorfall in Newcastle. widerlegt. In einer der Hauptstraßen dieser Stadt entstand ein Menschenauflauf. Inmitten der Menge war ein Mann damit beschäftig, Pfundnoten unter das Volk zu verteilen. Er fand viele Abnehmer. Die Polizei sah sich schließlich genötigt, wegen öffentlicher Ruhestörung einzuschreiten. Es stell te sich heraus, daß es sich bei dem groß JEÜgigen Spender um einen Schotten handelte. Als Grund der Freigebigkeit konnte Trunkenheit festgestellt werden. In nüchternem Zustande soll der Schotte •=eine Großzügigkeit bitter bereut haben. Indien hat nur 800 Kinos. Indien hat eine Bevölkerung von 330 Millionen Menschen. Die Zahl der Filmtheater ist im Verhältnis zu dieser Riesen bevölkerung nach europäischen Begriffen außerordentlich gering. In ganz Indien gibt es nur 800 Kinos. Berlin z. B. zählt allein 400 Filmtheater. In Kalkutta befinden sich 50 Kinos, die übrigen sind auf die kleinen Städte verteilt. In hundert Filmtheatern werden ausschließlich englische und amerikanische Filme aufge-457 930IS .SOOO Dln 2S92, 1805(.. 24451. -WIS. 29101. 44181, 50684, 55203, 58978, 7.?72r>. 75743 771,34, 94441, 99370 3000 Dln 14503, 15586, 2fi754, 33377. 33474, 34382, 39953, 50280. 547i»0. 6.3451, 7099T 75214, 78270, 82587 ßevolIniSchficte Haunlkolleklur der Staat!. Klassenlotteric Bankccschäft BEZ.fÄK. Maribor. Qosposka 25. (ObBc Qamta.) »Mariborer Z«itung< Nummer 202 »Mariborer Zeitung« Nummer 202 das Slüdt jukd m wPVPlW wWWWwWw fPlP J|| 3>rd Itönigd ae aKsemeine Urteil der 3(1u(T)cr btr SluMianaer JRuflermfffe g.-'ht schon in den ersten Tagen dahin, daß die diesjährige Herbstveranstaltung nicht nur ein außerordentliches Wirt-schaftsercignis, sondern durch die große Fotoausstellung und die bisher größte Kunstausstellung eine imposante kulturelle Manifestation darstellt. Die F o f o-s c h a 11 ist unter den diesjährigen Son-tlerausslcllungen nicht nur die größte, sondern auch die am sorgsamsten vorbereitete. Unter den 2000 eingesandten Meisterwerken der Lichtblldkunst aus 29 Staaten wurden 600 der besten und hervorragendsten ausgewählt und zur Schau g«2stellt. Es handelt sich durchwegs um Schöpfungen, die auch in jeder anderen intcrnalionalen Fotoausstellung allgemeine Bewunderung ausgelöst hätten. Ein nicht geringeres Kulturereignis ist die Kunstausstellung, und dies nicht nur für Ljubljana allein, sondern für ganz Slowenien, da es bisher noch nie gelungen ist, die Werke so vieler Künstler an einem Platz zu vereinigen. Vertreten sind fast alle lebenden Künstler in Slowenien, die ihre hervorragendsten Schöpfungen ausgestellt haben. Allgemeiner Beachtung begegnet ferner die H a u s h a 11 u n g s a u s s t e I I u n g, die diesmal der Aufmerksamkeit gewidmet ist, die die Hausfrau dem Gaste schenkt. Es wird nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß die auswärtigen Besucher auf der Bahn bis 17. d. den halben Fahrpreis genießen. m. Ein deutsches Konsulat wurde dieser Tage in L j u b 1 j a n a eingerichtet und erstreckt sich sein Wirkungskreis auf m. Gewerljekurs. In Maribor sind der-, . i u • zeit in Vorbereitung ein sewerblielier BuchfülirunRslMariborer Zeitung« Nummer 202 5 DienslarR, den 6. Dwmber 193K Srfttag TRurfrtörr erMporte HERBSTTRABPAHREN IN CVEN. — DURCHSCHLAGENDE ERFOLGE DER MURPELDER PFERDEZUCHT. Das heurige Herbsttrabfahren in Cvcn gestaltete sich zu einem feierlichen Ereignis im Murfelder Pferdesport. Das Rennen lockte zahlreiche Interessenten von Nah und Fern herbei, sodaß sich weit Uber 3000 Zuschauer am Rennplatz eingefunden hatten. Unter den Anwesenden befand sich auch Bezirkshauptmann Doktor FarCnlk, der Bürgermeister von Ljutomer SI a v i C, der Verwalter des Hengstendepots In PonoviCe Ing. Hva-81 j a, Bezirksgerichtsvorsteher Trinkaus, der Vorsitzende des Pferdczucht-vereines für* das Draubanat J a n S e k o-V i C, der Präses der Trabrennzentrale Jugoslawiens Warrert von Llppltt, der Obmann des Mariborer Tratirennvereines F111 p 12, die Mutter des Minlsteiprflsl-denten Frau Mila Stojadlnovid, Oberst Rajh und Oberstleutnant Su-flaj sowie zahlreiche Offiziere der Garnisonen Cakovec, VaraSdln und Maribor. Die Rennleitung mit dem Obmann des Trabrennvereines hi Ljutomer § u m a k an der SpHze tat alles, um dem Rennen einen glatten VerhNif zu sldiem. Prds des Dmabanilt: 1. Krkt (Besitzer Franz 2itek, BttieSovcl), 1600 Meter in 1.37; 2. Nervus vitae (Alois SlaviC, Ba-novci), 1620 Meter, 1.41; 3. Nlkita (Franz Galunder, Veriej), 1560 m, 1.40.5; 4. Pa-testra (Janko SlaviC, Vuöja vas), 1560 m, 1.49.5. Baka-Preii: (Oatopprennen): 1. Dor!-ca II. (Anton Kranjc, Bablncl), 1380 m, 2.05. 2. Draga (Franz Slavi£, Cven) 1380 m, 2.00. 3. PrtmaS (Cyrill RantaSa, Bun-öani) 1390 m, 2.12. 4. Lada (Franz Ko5-nik, Pristava) 1400 m, 2.11. Prds des Dranbanats (2. Hcat): 1. Kr-ka 137.7. 2. Nervus vitac 1.39.2. 3. Pcrun (Jo§ko Slavie, Bunöani) 1680 m, 1,36. 4. Princesa (Ludwig Slaviö, Grabe) 1600 m, 1.52. 5. Nikfta. Preis der Stadt Zagreb: 1. Salta (Mirko Sumak, Ljutomer), 2180 m, 1.37.7. 2. Nelson Viktor (Alois SlaviC) 2020 ni, 1.47. 3. Firlica (Franz 2itek, BuCeCovci) 1900 m, 1.52. 4. Parafina (Ludwig SlaviC, Grabe) 1960 m, 2.02. Preis der Traberzentrale: 1. Slavka (Franz Jurei, BunCanl) 1600 m, 1.35. 2. Jur« (Anton Osterc, BunCani) 1600 m, 1.36. 3. Lona (Franz JureS, BunSani). 4. Fuksa (Franz Koinik, Pristava). Preis der Traberzentrale fflr Doppelspinner: 1. Princesa—Krka (Ludwig Sla-vHi), 2630 m, 1.57, 2. Nervus vitae—Nelson Viktor (Alois SlaviC), 2660 m, 1.57. 3. Perun—Palestra (JoSko Slaviü) 2840 m, 1.50. Den einzelnen Rennen wurde ein außer ordentliches Interesse entgegengebracht, zumal eine Reihe von neuen Pferden auf der Rennbahn erschienen war. Insgesamt stellten sich neun Zweijährige, u. zw. vier Sprößlinge von Plunger jun., drei von Makfllka und zwei von Baka, vor, und erbrachten wiederum den Beweis der Vorzüglichkeit der Murfeldcr Pferdezucht. 1429 vom Erzbischof von Reims am Hauptaltar krönen ließ. Damit gab sie dem Lande ein machtvolles Beispiel opferfreudiger Vaterlandsliebe und dem König das Bewußtsein seiner Stärke. Dort,* vor dem Kruzifix aus Bergkristall,. hat das kleine Mädchen aus Domremy lange Stunden im inbrünstigen Gebet versunken, gekniet, den Himmel um Kraft zur Vollendung ihrer übermenschlichen Sendung anflehend... schicktaiMchwere Jahr 1»I4... Im September 1914 sah die alte Kathedrale mit Erstaunen die siegreichen deutschen Truppen einmarschieren, aber ihre Engel, von der herbstlichen Sonne vergoldet, lächelten weiter, noch nichts von Grauen des Kriegs ahnend. Dann hatten Franzosen ihre Stadt wieder zurückerobert und plötzlich, am 19. September, traf das erste Geschoß, von der schweren Artillerie des Generals von Plattenberg abgefeuert, das alte Gemäuer. Die Mauern erzitterten, die alten Steine brök-kelten und die Einwohner von Reims glaubten noch, es wäre ein Irrtum, ein Versehen der Einstellung. Aber die schwe ren Geschosse fielen dichter und dichter und zerstörten, zerstörten ... Im Jahre 1918 traf eine Granate de« KaHbers 380 einen der vier Hauptpfeiler des Gebäudes, auf dem das ganze komplizierte Gewirr der Wölbungen und Seitenschiffe ruht. Man glaubte entsetzt, daß der Treffer zum Gnadenstoß für das zerfezte Got teshaus würde — aber es geschah ein Wunder, Die vielen Schutzengel an ihren Flanken erwiesen wirksam ihre geheime Kraft: die ehrwürdige Kirche wankte und stöhnte, aber sie ergab sich nicht. Nach dem Friedensschluß vom II. No-vemebr 1918, als das Leben in der» schwergeprüften Champagne wieder in normalen Bahnen floß, dachte man bald an das Wiederaufrichten des zerstörten Kunstwerkes. Man veranstaltete Öffentliche Sammlungen, ohne nennenswerte Summen zu erzielen. Erst die großzügige Spende des amerikanischen Multimillionärs John D. Rockefeller jr., der 37 Millionen Francs zur Verfügung stellte, ermöglichte den Wiederaufbau. In zwanzigjähriger, mit unendlicher Geduld geführten Arbeit, gelang es dem Architekten Henri Deneux das Bauwerk wieder aufzurichten, wie es vor dem Krieg war. Er behandelte die Kathedrale wie eine Kranke, eine Verwundete, deren Wunden langsam heilen müssen, ehe es zur völligen Genesung kommt. Sein Mitarbeiter Stab unterstütze ihn mit großem Verständnis, hier klebte man mit viel Liebe die abgeschossene Nase eines Heiligen fest, dort verbrachte man lange Wochen, um die neueingefügten Steine auf die bestehende altersgraue Farbe abzustimmen. Nicht alle Wunden heilten vollkommen, manche hinterließen häßliche Narben, aber im großen ganzen hat die Kathedrale ihr altes Aussehen wiedergefunden. Jetzt erstrahlt sie wieder in alter Schönheit, das restaurierte Spitzenwerk ihrer Bögen, die Farbigkeit ihrer neuen Glasfenster verleihen ihr aufs neue den verlorenen Glanz und die Heiligen lächeln mild und verzeihend, als ob sie glücklich wären, noch immer auf ihrem alten Platz zu stehen. Bauxitlager in Apulien entdeckt. In Apulien, nahe der lebhaften Stadt Foggia, beginnt man jetzt mit der Ausbeutung großer Bauxitlager in der Zone von San Giovanni Rotondo. Das Bauxit ist ein Mineral, das wegen seines Aluminiumgehaltes wichtig ist, genauer ein A-lumlnium-Hydrat. Es soll eine Art Zerfallsprodukt von Basalt sein. Der Name Bauxit kommt von Baux, einer Stadt in der Provence bei Arles, wo seitsam geformte rote Felsgcbilde dieses Mineral enthalten. Die tägliche Förderung des neu entdeckten italienischen Bauxitlagers wird zunächst mit 500 Tonnnen täglich angesetzt, soll sich aber bis zu 100.000 bis 300.000 Tonnen jährlich steigern. Der (Se&enfel örr Slntituberlulofen'Stgai loHrftktä Burg-Tonkfalo. Bis ein&chbeäilich Mttl« woch gelangt der große Napoteon-Pilm »Gräfin Waiewtka« mit Greta »Garbo, und Charles Boyer zur Aufführung, Der bisher beste Film der Metro-GoldWyn-Mcyer Produkttion in deutscher Fassung. Bin Prachtfilm, der bisher stets ausverkaufte Häuser erzielte. —• Am Donnerstag die fidele Operette »immer, wenn ich glücklich bin...« mit Martha Eggerth, Paul Hörbiger, Hans Moser, Lucie English, Theo Lingen und Rudolf Carl. — Die Vorstellungen finden an Wochentagen um 16, 18,45, und 20.45, an Sonn- und Feiertagen um 14.30, 16,30, 18.45, tM>d 20.45 Uhr statt. Union-Tonkino. Heute der GroÖfiWn )>Die Liebe des jungen Baron Nosty« mit Magda Schneider, Lucie Englisch, Paul Kemp, Ttbor v. Halmay und Paul Javor, Ein toller, lustiger SoldatenfHm, voll Musik, Gesang, Humor, Tempo und glänzen der Darstellung. Ein Film fftr allel — Achtungl Wir bringen in Kürze das Wut* derwerk der Kinematographie »Hnrrüian« Mit 1. September beginnen die Vorst^-lungen an Wochentagen um ^6, 18:46 und 20.45 Uhr. An Sonn- und Feiertagen um 1430, 16.30, 18.45 und 20^45 l?hr. Allgemein reduzierte Preisel Bis zum 9. September versehen v die Stadtapotheke (Mag. Pharm. Minafti^ am Hauptplatz 12, Tel. 25-85, und die St. Rochus-Aoptheke (Mag. Phafm. Rem«) an der Ecke der Aleksandnova cesta, Tel. 25-32, den NacWdteiwt. Dienstag, 6. September. Ljal>l|ana, 10 (Circhenmusrk. 13 Nachc« 13.20 Festmusik. 19 Nachr., Nationalvor-trag. 20.30 Gesangskonzert. — Beofrad, 18,30 Volksmelodien. 19;30 Nationalvortrag. 20 Komödie. — Prag, 18,20 Schräm melkoneeit. 19,25 Jugoslawische Chöre. 20,10 jugoslawisches Hörspiel. — Prag IL, 18 Konzert. 19.30 Hörspiel. 20.30 Kon zert, — Budapest, 17 Zigeunermusik, 1« Lieder. 19.15 Konzert. — Beromünster« 19.25 Lieder. 20.15 Kirchenkonzert. — Paris, 18.45 Lieder. 20.30 Konzert. — StraBburg, 18.30 Klaviermusik. 20.30 Konzert. — London, 18.30 Militärkonzert. 20 Bunte Musik. — Rom, 19.30 Kon zert. 21 Tanzmusik. — Mailand, 10.3f* Konzert, 21 Lustspiel. — Deutschlandsender, 18 Hörspiel. 19 Solistenstunde. 20 Reichssendung über alle deutschen Sender. — Berlin, 18.30 Vortrag. 19 Konzert. — Breslau, 18 Vortrag. 19 Volksmusik. — Leipzig, 18 Vortrag. 19 Schallpl. — München, 18,20 Konzert, 19 Bunte Melodien. — Wien, 13,30 Konzert. 15.30 Schallpl.-18 Konzertstunde. 19 Orchesterkonzert. Mittwoch, 7. Septemtier. Ljubljana, 12 Schallpl. 13,20 Konzert. 18 Schallpl, 18,40 Jugendstunde. 19 Nachrichten, Nationalvortrag. 19,50 Schallpl. 20 Bunter Abend. — Beograd, 18.15 Vortrag. 19.30 Nationalvortrag. 20 .Arien. — Prag, 18.20 Konzert. 19.25 Militärmusik, 20 Tanzmusik. — Prag IL, 18 Jugeno-stunde. 18.45 Tanzmusik. 20 Komödie. — Budapest, 18 Klaviermusik. 19 Hörspiel. 21 Konzert. — Beromünster, 19.10 Konzert. 20 »Der Wildschütz«, Oper von Lortzing. — Paris, 18.30 Violine und Klavier. 20,30 Sinfünickonzert. — Straßburg, 19.30 Schallpl. 20,30 Sinfoniekonzert. — London, 18.30 Konzert. 20 Lustspiel. — Rom, 19.30 Konzert, 21 Lustspiel,— Mailand, 19.30 Konzert. 21 »Die Meistersinger«, Oper von Wagner. — Deutschlandsender, 18 Vortrag. 19 Schallpl. 20.10 Reichssendung für alle deutschen Sender — Berlin, 18 Schallpl. 19 Tanzmusik. — Breslau, 18 Vortrag. 19 Konzert. — Leipzig, 18 Vortrag, 19 Konzert. — München, 18 Schallpl, 19 Opernniusik. — Wien, 12 Konzert, 14.10 Schallpl. 16 Kon zcri. 18 Vortrag. 18.30 Runtc Musik. 18 Belgier, 9 Amerikaner, M Schweizer, 3 Bulgaren, 4 Engländer, 3 Rumänien, 1 Grieche usw. m. Todeslille, kn hohen Alter von 85 Jahren ist nach langem Leiden die Private Frau Marie W e l x l gestorben. — Ferner verschied der Geschäftsführer der Union-Brauerei Stefan H e r-z o g im Alter von 59 Jahren. — Friede ihrer Aschel Den schwergetroffenen Familien unser innigstes Beileldl m. Einbruch. In den Laden des Kaufmannes Johann Q r u b e r in Arnaüe bei St. Ilj wurde nachts eingebrochen, wobei eine große Menge Waren gestohlen wurde. Die Diebe ließen verschiedene Manufakturwaren, Wäsche, Kleider, Rauchwr ren usw. im Werte von etwa 16.000 Dinar mitgehen. m. Abgingig Ist seit gestern die 23jäh-rige Klara Jakop 1 nec aus OrmoX. Etwaige Angaben über ihren Aufenthalt mögen der Polizei oder Gendarmerie mitgeteilt werden. m. Die vorjälirigen Theaterabonnenten werden darauf aufmerksam gemacht, daß für sie die vorjährigen Sitzplätze bis zum 14. d. reserviert bleiben. Anmeldungen mögen daher bis zu diesem Termin vorgenommen werden. ni. Nach Maria Zell findet der letzte -.>Putnik«-Autocarausflug am II. und 12. September statt. Fahrpreis 200 Dinar. m. Eine Razzia wurde von der Polizei in Maribor am Samstag durchgeführt. Insgesamt wurden 48 Verhaftungen vorgenommen. m. Neun Tage in Paris. Der »Putnlk« veranstaltet demnächst eine Sonderfahrt nach Paris. Das Gesamtarrangement dieser neuntägigen Reise stellt sich auf 1.365 Dinar. * Med. Univ. Dr. Fran Toplak, Frauenarzt, ordiniert wieder Glavnl trg 18 von 9—11 und 15.30—16.30 Uhr. 8830 * Gasthaus »Trlglav« (Voller). Am Dienstag Konzert. 8820 Untere Donau in rumänischer Regie. Bukarest, 3, September. Die Direktion der rumänischen Donauschiffahrt trifft in Befolgung der Beschlüsse der Donaukonferenz von Sinaia die nötigen Vorbereitungen, um den Verkehr auf der unteren Dnnnu in eigene Verwaltung zu übernehmen. FranzMicber Stidtebrlef: (Sine 5(attebrafe feiert HufeMung Das Wunder von Reims (ATP) Die Schicksale der Notre-Damc de Reims, der berühmtesten Kathedrale von Frankreich, die mit denen dieses Landes eng verbunden sind, muten uns wie die Geschichte eines lebendigen Wesens an. In ihren Mauern wurden dreißig französische Könige, angefangen vom Heiligen Ludwig, gekrönt, sie sah den Prunk und die Glorie der großen Tage des Vaterlandes und dann, im Weltkrieg, in den Tagen des Schreckens und der Ge fahr blutete sie wie ein Soldat. Sie ertrug mit äußersten Heroismus alle furchtbaren Verletzungen und hielt stand aufrecht wie eine Fahne, die den Weg zum Siege zeigt.,. Mann könnte aus dem Dasein dieses Bauwerks drei große Daten als Marksteine herausgreifen: 1218 das Jahr seines Entstehens, 1918 das Jahr der furchtbaren Verstümmelung nach endlosen vier Jahren des Leides, und 1938 das Jahr der Auferstehung, der Wiedergeburt. Diese »Steinerne Blume«, zart und duftig ihrer enormen Ausmaße, dieses Wunder der Architektur des dreizehnten Jahrhunderts, die schönste und bedeutendste Kathedrale Frankreichs im reinsten gotischen Stil gehalten, beherbergt in ihren Nischen und Mauern zweitausenddreihundert Heiligenstatuen und Engel, Ja, es ist kein Irrtum, die zum Teil anonymen Künstler der Zeit schufen zweitau senddreihundert Standbilder der Märtyrer, Heiligen und Engel, von denen einige, wie der »Lachende Engel«, unter den Namen »Le Sourire de Reims« auf Tausenden von Reproduktionen abgebildet, Weltberühmtheit erlangt haben. Heute, nach dem mühsamen Wiederaufbau, der zwanzig volle Jahre in Anspruch nahm, fehlen noch fünfundsechzig Statuen, die man trotz aller angewandten Geduld und langwierigen Grabungen in den Schutthaufen, nicht wieder herrstellen konnte. Im Innern der Kathedrale befindet sich auch das Standbild der Jeanne d'Arc, der »Helligen Johanna«, deren Schicksal sich ebenfalls mit dem der Kirche verbindet. Sie war es, die nach dem wunderbaren Sieg über die Engländer, den willensschwachen König Karl VII., am 17. Julii Es wurden folgende beacbtenswerte i^esultate erzieh: •••nrihorcr ZcitiinRc Nummer 202 6 Dienstag, den 6. Dezember 1038 c. Des Königs Geburtstag in Celje. Anläßlich lies Cic'burtstajjcs S. M, Könl^ tcrs Ii. wird am Vorabend, dorn »5. September, um 20 Uhr auf dem Kalvarienhü-^el des Josefiberges ein I^euer abgehrannt werden. Hine iialbe Stunde später beginnt im j^roßon Saal der »Ljudska posojilnica« ein Festabend. Am 0. September wird ein feierlicher Gottesdienst in der hiesigen röiuisch-katholisclien Stadtpfarrkirelie gelesen worden, der um 8 Uhr früh beginnt. Anschließend findet vor dem Rathause ein Vorbeimarsch des Inesigen Infanterie-re^^imentes statt, an den sich eine Ansprache des Stadtpräsidenten, ein Ge-sangsUonzert und das- Abspielen der Staatsliynnie anschließen, in der altkatho lisclien Kapelle und in der scrbiseh-prawo i^lawen Kirche findet der Gottesdienst um 8.30 Uhr, in der evangelischen Kirche um IJ Uhr statt. Die hiesige Sokolgemeinde leiert gleichzeitig auch die 20. Wiederkehr der Gründung des jugoslawischen Staates. Im Hof der Stadtvolksschule beginnt um 10.15 Uhr eine Versammlung, an die sich ein Feslzug reiht, der sich durch die Gregorficgasse und Krekstraße über den Deckov trg begeben wird, dann weiter durch die Herrengasse, über den llauptplatz, durch die König-Peter- und Cankarstralie auf den König-Alexander-Flatz, von dort durch die Ulica dr. Gre-i;orja 2crjava und Preserengasse auf den Defkov trg, wo vorn Balkone des »Na-roclni doni« herab ühL'r die Bedeutung des Tages eine Festrede gehalten wird. c. Verkehrsunfall. In das hiesige Krankenhaus wurde der 30 Jahre alte Lebzelter und Kerzenfabrikant Ljubomir Domi-troviö aus Celje eingeliefert. I;r war am Freitag auf der Fahrt durch Gotoviie bei Celje mit dem Kraftrad gestürzt tnid hatte sich einen Bruch des rechten Beines /ugezcgen. c. Armenausspeisung. Herr Anton Lec-nik, Juwelier in Celje, wird am 6. September mittags im Hotel »Zum weißen Ochsen«: 50 Stadtarnie bewirten. c. Das Heim der Saleslanerinnen in Gaberje, über dessen Bedeutung und Sinngebung wir im Sonntagsblatt geschrieben haben, stand am Sonntag im Zeichcn großer Feierlichkeiten. Um halb 10 Uhr vormittags hat in Vertretung des Fiirst'oischofs Dr. Tomazic der Abt von Celje Peter Jurak den Kapellenbau im llochparterre des Jugendheims feierlich eint^esegnet. Um 10 Uhr fand dort eine Ansprache u. hl. Messe statt, um 15 Uhr wieder eine Ansprache mit Litanei und Segen, um 16 Uhr gab es im Theatersaal über dem Kapellenbau eine Festveranstaltung. Am Abend um halb 8 Uhr wurde das neue jugendheini zur Feier des Tages festlich beleuchtet. c. Aus dem Volksschuldienstc. Zum Oberlehrer der Knabenvolksschule in Hrastnik wurde Herr Davorin C a n d e r ernannt. Die Einwohnerschaft Hrastniks freut sich über diese glückliche Wahl. c. Die Tennisturniere um die Meisterschaft der Stadt Celje im hiesigen Sladt-park finden am 6. und 7. September von S bis 12 und 14 bis 18 Uhr, am 8. September aber nur von 8 bis 12 Uhr statt. c. Wettschießen. 'Das Preis-Wettschießen des Schützenkreises Celje in Pecov-nik bei Celje beginnt am Nachmittag des 10. September und endet am 11. September. c. Beflaggt die Häuser! Das Bürgermei steramt fordert d. Bevölkerung, insbesondere die Hausbesitzer, auf, am Geburtstage S. M. des Königs (6. September) die Häuser festlich zu beflaggen und nach Möglichkeit zu schmücken. c. Schaufliegen. Die Ortsgruppe Celje des Jugoslawischen Aeroklubs »Nasa kri la« gibt bekannt, daß das große Schaufliegen in Levec bei Celje, das am 4. d. wegen schlechter Witterung nicht abgehalten werden konnte, am 18. d. bei jedem Wetter stattfinden wird. c. Väehmarkt verboten. Wegen der immer mehr überhandnehmenden Maul- n. Klauenseuche hat die hiesige Bezirks-hauptmanr.scliaft die Abhaltung des Vieh marktes in Vojnik am 7, d. verboten. c. Ernennung von Obstkontrolloren. Laut Ministerialerlaß hat Banus Dr. Nat-lacen im Draubanat 36 Obstkontrollore aufgestellt, darunter für Celje (Stadt und Bezirk), Sv. f-^eter im Sanntal und Store Ing. Janko Dolinar, für Polzela-Braslov-ce, ämartno ob Paki, Paska vas und so-stanj-Toplice Franz Kocuvan, für Posje ob Paki Anton Jelen und für Gornji Do-li^'- bis §t. Janz Johann Stropnik. c. Bestattung. Der Landwirt Karl Sah aus Babno bei Celje wurde am Sonntag nachmittags am Umgebungsfriedhof der Erde übergeben. Eine stattliche Schar von Leidtragenden wohnten der Trauerfeier bei. Karl Sah wurde 80 Jahre alt. c. Liederabend. Im großen Saal des ^>Narodni dorn« findet am 6.'d. um 20.30 Uhr ein vom Männerchor des Gesangver- eines . FJinicki« aus Leskovac Im Vardar-banat veranstalteter Liederabend statt, Der genannte Verein gehört zu den besten serbischen Gesangvereinen. Auf der außergewöhnlich reichen Vortragsordnung stehen Lieder von Adamif, KrstIcS Binicki, Gotovac und ViliCit\ Karten im Vorverkauf bei K, Goricars Wtiwe. Die Sänger treffen am Staatsfeiertag um 11 Uhr vormittags in Celje ein und werden am Bahnhof feierlich begrüßt werden. 4its p. TodesfalL Im Alter von 72 Jahren ist hier Frau Maria P o g r u j c, geb. Zupan-cic, die Mutter des Arztes Dr. Pogrujc, gestorben. Friede ihrer Aschel p. Die kleinen Harmonikaspieler üben bereits fleißig und werden demnächst wieder am Konzertpodium erscheinen. p. Angeschwemmte Leiche. In Sv. JanS am Draufeld wurde die Leiche eines unbekannten, etwa 25jährigen jungen Mannes angeschwemmt. Die Leiche wurde in die Totenkammer des Ortsfriedhofes von Sv. Janz geschafft. p. Trauung. In der St. Rochus-Kirche wurde der Handelsangestellte Milan D e r k o V le mit Frl. Peperl S ta n i t z, einer Tochter der Realitätenbesitzerin Frau Mathilde Stanitz, getraut. Trauzeugen waren Ing. Arch. Drago DerkovlC und der Kaufniannssohn Ivan Cvikl. Wir gratulieren! p. Den Apothekennachtdienst versieht bis einschließlich Freitag, den 9. d. die Apotheke »Zum goldenen Hirschen« (Mag. Pharm. Leo Behrbalk). p. Die Wochenbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr versieht bis zum 11. d. die erste Rotte des zweiten Zuges mit Brandmeister Franz Runovc, Rottführer Josef Kmetec, Rottführerstellvertreter Albert Hojker und mit der Mannschaft Alois Murko, Robert Fer§, Ferd. 2aler, Franz BrunCiö und Ognjeslav Skaza, während Chauffeur Hans Omulec, Rottführer Josef Kmetec sowie Franz Junger und Ferd. Lazar von der Mannschaft den Rettungsdienst Übernehmen. p. Unfälle. Der 28]ährige Chauffeur Stefan Skrbin§ek stürzte mit dem Motorrad unweit von Sv. Lovrenc am Draufeld derart unglücklich, daß er einen Schädelbasisbruch erlitt. — In Sv, Bolfenk (Slov. gor.) fiel der 50jährige Arbeiter Josef Greifoner vom Dachboden und brach sich den rechten Arm. — Beide wurden in das hiesige Krankenhaus überführt. Was ist ein Adonit? lieber diese Frage stritt vor kurzem ein Ausschuß der französischen Akademie, als es sich darum lumdelte, einige Wörter für das geplante moderne Lexikon zu definieren. In dem Ausschuß saßen berühmte französische Schriftsteller, wie Claude Farrere Maurols, Paleologuc und Gillet. Was stellte nach ihrer Meinung nun das Wort »Adonis« dar? Nach langen Beratungen einigten sie sich auf folgende Formulierung: >Adonis bedeutet junger Mann von bemerkenswerter Schönheit und in erweitertem Sinne junger Mann, der durch geziertes Verhalten mit seiner Schönheit sich eitel und lächerlich macht oder der sich nur rühmt, schön zu sein.« Nunmehr können alle jungen Männer Frankreichs sich selbst prüfen, ob sie ein Adonis sind. Man darf annehmen, daß die •französischen Jünglinge nach dieser bestimmt scharfen Definition durch die französische Akademie keinesfalls mehr so gern wie früher »Adonis« genannt werden wollen. LAwentiger statt Tigerlöwen. Die Direktion des Londoner Zoologischen Gartens plant gegenwärtig neue Zucht versuche mit Raubtieren. Schon ein mal versuchten sie einen neuen Raubtiertyp, den »Löwentiger« zu züchten. Si( l^rpuzten einen Ti^-'i mit einer Ln-win. Allein der Versuch schlug fehl. Der Bastard starb schon wenige Jahre nach der Geburt im Jahre 1032. Aber Londons Zoologen haben den Mut nicht sinken lassen. Vielleicht, so sagen sie sich, haben wir mit der Aufzucht eines ;»Lj)wentigers« mehr Glück. Alle Vorbereitungen sind bereits getroffen. Der schönste Königslöwe, den Londons Zoo aufweist, ist mit der gesündesten Tigerin in einen Käfig gesperrt worden. Nicht nur die Zoodirektoren, auch das Zoopublikum erwarten jetzt täglich mit Spannung die neuesten Verlautbarun gen aus dem Versuchskäfig. Wird die Natur sich den Wünschen u. Hoffnungen der Menschen anbequemen? das ist die große Frage, die auf den Wegen des Zoologischen Gartens lebhaft erörtert wird. X Steigeode ZeUukMetrMtigimg Italiens. Im ersten Halbjahr erreichte die Zelluloseerzeugung Italiens 199.356 q, 20% mehr als im Vorjahr. Die Jahresgesamt-erzeugung soll 450.000 q erreichen und damit rund ein Fünftel des Eigenbedarfs decken. Hs£ee Huta^esäUäite ^'on A 1 f r e rl G ö r g l Die Stadt war so schwermütig üher-M:innt. Ein lustiges, durchgoldetes Ver-schleiertsein war vom Frühnebel geblieben, sodaß die Vormittagskühle fast etwas Erlauchtes an :Uch zu haben schien. Sperlinge lärmten. Blätter huschten wie Mäuse auf dem Pflaster. Schulkinder mit aufgeschnallten Ranzen gingen nach h'aiis, liefen und sprangen, sagten auf L-ierncle und demonstrativ heftige Art f ingeleriite Gedichte auf, brüllten sinnlos Teile aus Liederstrophen. Ich schlenderte durch die Gassen. Plötzlich zog etwas meine Aufmerksam-l:eii an sich, etwas sehr Trauriges. Da luhr ein Streifwagen mit braimcn Schrän-!:eM, Stiihlen und Tischen, mit Linoteum-roilen, Fiesen, Eimern, Waschschüsseln, l\i.stcn voll Geschirr usw. beladen. Und i'ahintcr ging eine junge Familie, die i\'"uichcnhaite Frau mit dem Kinde auf dem Arm, daneben der junge, grübelnde Mrnn mit niedergeschlagenen Augen. Es war ein Trauerzug. Sic suchten sich den Bücken der Neugierigen möglichst rasch zu entziehen. vVic Geschlagene und Besiegte gingen '-.je einher. Vorübergehende blieben stehen, sahen ihnen nach und machten Be-nierkiingen. Ich erfuhr, daß sie ihre kleine Obst- und Gemüsehandlung hatten auip;cbcn müssen, weil sie die Miete nim-tpcr lM'7:'»Mt.'ii koiMi^en. Es seien eben keine üescliflltsleiiie i^cwesen, meinte ein Bäcker mit weißer, mehliger Schürze, der aus dem Laden trat und von Zeit zu Zeit prahlerisch auf den Gehsteig spuckte. Der invalide Trafikant nebenan gab ihm recht und zog die Stirne kraus. Der zauiidürre, bebrillte Buchbinder bei der nächsten Gaslaterne meinte, heutzutage wolle eben jeder ein Geschüft aufmachen, sie schössen wie Pilze aus dem Boden, es sei ein Elend. Und er nannte ein Privathaus, wo man eben eine Ladentür herausbreche, es sei heuer schon das fünfte neue Geschäft in der Gasse. Niemand könne mehr etwas verdienen. Eine Bettlerin, die mit singender Stimme ihr 'Vaterunser gebetet hatte, grüßte das unglückliche Paar hinter dem Wagen und sagte vorüberhumpelnd, die hätten ihr innucr gegeben, wo sie doch selber so wenig hätten. Einer, der ein Kipfel kaufte, meinte: »Wir werden noch alle betteln gehen.« Zwei Weiber mit Einkaufstaschen erzählten sich, daß die jungen bankrotten Eheleute einstweilen bei den Eltern Zuflucht nehmen müßten. Del ihren oder bei seinen Eltern? ja, ob sie denn das nicht wisse? Bei ihren Eltern natürlich! Seine Eltern seien ja reiche und angesehene Leute, der Vater sei Steu erdirektor dort und dort usw. Er sei gegen diese Hochzeit gewesen, habe eine Reichere, eine Bürgertochter zur Schwiegertochter haben wollen, man könne es ihm nicht verdenken. Der Sohn aber habe nicht nachgegeben. So ein Dickschä-dcl! Nun sehe er, wohin sein Ungehorsam führte. Heiraten habe er schließlich dürfen, bekomme aber keinen Heller von daheim mit. Er glaubte, er müsse es ("urrhsf^t/en. Er werde sich ebc'ii auf eigene Fusse stellen. Jetzt iiabe er es! Nichts, gar nichts habe er durchgesetztl Wieder andere Stimmen: Studieren habe er sollen, aber er habe alles geopfert für dieses Mädchen. Er sei für vernünftige Gründe taub gewesen. Wieder andere Stimmen Vorübergehender; Skifahren und allerhand Sport hätten sie betrieben, das trage eben so ein kleines Geschäft nicht. Genügsani müßten die Menschen sein. Ich schreite tüchtig aus, um die Unglücklichen einzuholen. Da und dort fange ich noch einen Brocken auf. Man spöt telt, daß sie das Kind Roswitta getauft hätten, als ob Anna und Emma für die nicht gut genug wäre. Man meint, Scheidung wäre das Beste, dann könnte er, sie nannten ihn Rupperi, wieder zu seinem Vater zurückkehren. Ich sehe sie mir genau an. Zwei schlan ke, trotz aller Beschämung aufrechte Gestalten. Eines wie für das andere geschaffen. Gute Wegkameraden. Bilde ich es mir nur ein? Ich halte sie für treue, schlichte Menschen, die nur ihr Recht wollen. Etwas Entschiedenes ist an ihnen. Das sind keine sentimentalen, weltfremden Phantasten. Ich denke an ein Mädchen, das ich lieb habe, und daß ich außer Hoffnungen und einigen Aussichten nicht viel besitze. Und ich stelle mir vor, ich schritte da so mit ihr hinter dem Möbelwagen und unsere Liebe wäre ebenso, als verhängnisvolle Gefühlstorheit entlarvt und angeprangert. Und alle Liebenden der Welt sehe ich nun, alle Verwandelten, Erfüllten, Begnadeten und Gefährdeten .., Seid ihr bereit? Wollt ihr der inneren Wphriu'it nachleben, auch wenn ihr vielleicht alle einmal auch so als Gescheiter- te schreiten müßt? Oh, bangt um euer Heiliges, aber wisset, da6 keine Not und Verfolgung es widerlegen kann... Ich schauderte leise im herbstlichen Frösteln. Der Park str^eckt kahle Kronen in den Himmel. Blanke Messingbecken funkeln vor dem Friseurladen. Schlaue Geschäftsleute machen ihren Kunden Ver beugungen durch d. Ladentttr heraus. Die sehen den Wagen und die dahinter schreiten, und ziehen daraus die Moral: Sei schlau! Sei nüchtern und rechne! Kampf ist das Leben! Ein Bursche, wahrscheinlich ein Student, geht grüßend auf Huppert zu, sagt ein paar Worte, schüttelt ihm die Hand. Der dankt ihm, steht ein Weilchen schweigend da, nickt und eilt wieder seinem Weibe nach. Ich rede den Studenten an, er erkennt mein Mitgefühl und sagt: »Was war das für ein herrlicher Mensch, aber der Kampf mit den Eltern und alles Unglück zermürbt ihn innerlich immer mehr. Alles verzeihen einem die Menschen Icichter, als die Beharrlichkeit in Gesinnungs- und Charakterdingen.« Er verabschiedete sich. Schließlich bleibt der Wagen da vorne bei einem kleinen Häuschen stehen. Zwei alte Leute kommen durch das Vorgärt-chen heraus. Eine Sonnenblume hängt ihren körnerschweren Kopf über den Zaun. Ich sehe große Tropfen auf den dünnen Wangen der jungen Mutter... Sie beginnen abzuladen. Die kleine Res witta schreit drinnen in der Stube. Ich kann sie durch das Fenster auf dem rot-gewürfelten Bettzeug sitzen sehen, sie hat einen roten Kopf vor Anstrengung. Ich muß wohl gehen. Es ist ja schon Mittag. »Mariboncr Zeitung« Nummer 202 Dienstag, den fS. Dezember 1P3*i WiiisdtüHtiäii PffffrfiTfUfftit Olla^nadmrii sur Ganlerang öed Qopfenbaued FORDERUNGEN DER HOPFENBAUTREIBENDEN — EINSCHRÄNKUNG DER ANBAUFLACHE — KONTINGENTIERUNO DER AUSFUHR Iis ist nicht zu vcrlcennen, daß der Hopfenbau für einige Gegenden des Staates, vor allem für unser Sanntal und die weitere Umgebung von Maribor, von größter Wichtigkeit ist. Der Hopfenbau macht in den letzten Jahren eine gewisse Krise durch, und es wurden von verschiedenen Seiten aus interessierten Kreisen Maßnahmen in Vorschlag gebracht, um den Hopfenbau wieder auf die einstige Höhe zu bringen und ihn auf eine gesunde Basis zu stellen. Mit dieser Frage befaßte sich dieser Tage auch eine Konferenz der Vertreter des Hopfenbaues mit den in Betracht kommenden Stellen. Nach erschöpfender Aussprache wurde seitens der Hopfenbauern eine Reihe von Forderungen zur Sanierung dieses wichtigen Zweiges der Landwirtschaft Jugoslawiens vorgebracht. Vor allem wird die Forderung nach einer gewissen Einschränkung der Anbaufläche erhoben. Diese Frage ist gesetzlich zu regeln. Die bestehenden Anlagen würden • ohne behördliche Bewilligung nicht erweitert oder regeneriert werden. Der Hopfenhandcl ist gesetzlich zu normieren, wobei auf die fachliche Befähigung der Hopfenhändler besonderes Augenmerk gerichtet werden muß. Die Hopfenbautreibend. müssen Mit ßlieder von Fachorganisationen werden, da nur auf diese Weise die Produktion und der Absatz geregelt werden können. Es ist eine besondere Abgabe v. 2% vom Verkaufspreis für Hopfen einzuführen, deren Erlös einem besonderen Fond zur Stützung des Hopfenpreises zufließen soll. f. Da. Jugoslawien ein ausgesprochenes Hopfenausfuhrland Ist, liegt sein Haupt- interesse darin, daß auf den internationalen Märkten die Konkurrenz möglichst ausgeschaltet oder wenigstens stark eingeschränkt wird. Zu diesem Behufe ist außer der Einschränkung der Anbaufläche auch der Hopfexport zu kontingentieren, u. zw. im Sinne der in der Prager Hopfenkonferenz im April d. J. befaßten Beschlüsse. Pflicht der maßgebenden Faktoren ist es, auf die Verbesserung der Qualität des jugoslawischen Hopfens bedacht zu sein. Um dies zu ermöglichen, sind besondere Stellen für Hopfenselektion ins Leben zu rufen. Die Stationen hätten sich auch mit Maßnahmen zur Bekämpfung der Hopfen krankheiten und -Schädlinge zu befassen. Schließlich wird in der Reihe der Forderungen der Hopfenbautreibenden aus ganz Jugoslawien den verantwortl. Kreisen nahegelegt, genügende Kredite zur Verfügung zu stellen. Das Ministerium soll den beiden Hopfenbaugenossenschaften im Sanntal und in der Wojwo-dina zinsenlose Darlehen in der Höhe von je einer Million Dinar gewähren, da nur auf diese Weise das notwendige Betriebskapital für den Hopfenhandel geschaffen werden kann. Die Vertreter der Ministerien versprachen in der Konferenz, die Wünsche und Forderungen der Hopfenbautreibenden in weitestgehendem Maße in Berücksichtigung zu ziehen. X Die große Adriabahn, die Beograd mit dem Meere verbinden soll, wird nach Beograder Meldungen demnächst wieder um ein weiteres Stück weitergeführt wer den. Bisher ist bereits ein beträchtliches Stück gebaut und wickelt sich der Ver- » Typ Euelin p y r t g h t Horn & C o. B. m. b. H.. B e r II n Lü 35 u ^ Roman uon Karl 5chmidl »Teufel auch, was ist da passiert?« rief der Detektiv, indem er hastig den Umschlag öffnete. Frank sah ihm beunruhigt über die Schulter und las mit: »Sie sind entdeckt! Fliehen Sie! Man trachtet Ihnen nach dem Leben. Vernichten Sie diesen Brief! Sonja.« »Ich glaube, wir tun gut, den Rat die-fjor freundlichen Dame so rasch als möglich zu besorgen«, sagte Sid Morton. »Gegen Heimtiicke gibt es keine Waffen und diese Leute sind skrupellos, wie Ihnen Soerners Schicksal beweis!. Schade, mich hätte noch vieles interessiert. Doch ich weiß immerhin manches. Ich begleite Sic nach Berlin.« Frank war der Abbruch seines Stock-liolnier Wirkens doch zu plötzlich gekom men, als daß er innerlich damit fertig geworden wäre. Selbst als sie fünf Stunden später schon im Frühschnellzug nach AAahn«) saßen, war er noch ganz betäubt vom raschen Wedisel seines Schicksals. »Und m acht Tagen ist das Rennen!« murmelte er. . XIV. Der Rubin. .>Da sind Sic nun wieder, Herr Horn«, begrüßte Maurus seinen Besucher. »Ich freue mich, daß Sie wieder den Weg zu uns {,'oliinden haben. Ich habe Ihnen man ches abzubitten und manches gut zu machen. »l's wann Mißverständnisse, böse Miß verstilnrinissc«, wehrte Frank ab, »und nieit: VVtinsrh ist nur der eine, daß man sirli w.'iltrend meiner Abwesenheit von 13crliji «i^iüber klar geworden ist.« Dr. Maurus lächelte. Er kannte seine Pappenheimer und wußte sich den Sinn dieser gewundenen Erklärung wohl zu deuten. »Herr Frank, wir alle haben eingesehen, wie sehr Ihnen Unrecht geschehen ist!« »Alte? So hat Fräulein Evelin erkannt, wie ungerechtfertigt der Haß war, mit dem sie mich verfolgte?« »Niemand hat Ihre Rückkehr sehnsüchtiger gewünscht, als meine Tochter«, war die Antwort. Frank würgte die bittere Entgegnung, die er auf der Zunge hatte, hinunter. Er dachte an den Rubin. Dr. Maurus lUhr fort; »Evelin wird aU les tun, um ihre Fehler wieder gutzumachen. Sie wünscht, daß Sie auf dem Rennen »Quer durch die Alpen« den Typ Eve lin fahren.« Frank war angenehm überrascht. Er fühlte, daß man ihm so weit als möglich entgegenkam und daß man sein Gastspiel bei Smisfaere vollkommen zu übersehen wünschte. »Ich danke Ihnen für ihr Vertrauen. Ich werde den Wagen fahren. Wo kann ich Fräulein Evelin treffen, um ihr meinen besonderen Dank zu sagen?« »Sie ist droben in ihrem Boudoir und wünscht Sie bei sich zu sehen.« Evelin empfing Frank mit gesenktem Kopf. Ihr Stolz war nach der schweren Niederlage, die sie erlitten hatte, vollstän-dig gebrochen. Sie bot dem jungen Mann einen der weißsamtenen Sessel an. »Icli habe viel gut zu machen, Herr Horn. Werden Sie mir verzeihen können?« kehr schon regelmäßig ab. Die Bahn wird bis R i s a n in der Boka und dann bis K o t 0 r geführt werden, sie wird aber auch eine Abzweigung bis P o rigor 1 c a erhalten. mt 06fii)nift Nach Mitteilungen des Banats-Wein-und Obstbauinstituts in Maribor bewegten sich in der vergangenen Woche die Obstpreise zwischen 1.75 und 2 Dinar pro Kilo, während in der vergangenen Woche noch 2.50 bis 2.70 Dinar lür schöne Ware bewilligt wurden. !n der Ausfuhr ist ein gewisser Stillstand eingetreten, da Deutschland die Kontingente und die Devisenzuteilung für den laufenden Monat noch nicht durchgeführt hat. Die Regelung dieser Frage wird für die nächsten Tage erwartet, worauf wieder ein lebhafterer Export einsetzen dürfte. Die Stockung in der Ausfuhr drückte die Preise stark hinunter. Sollte sich der Aepfelexport nicht bald wieder beleben, so dürfte sich das Beispiel des Vorjahres wiederholen, wo die schönsten Aepfel Im Oktober mit rund 1.50 Dinar pro Kilo ver kauft wurden. Heimische Trauben werden zu 8 und dalmatinische Ware zu 10 bis 12 Dinar pro Kilo abgesetzt. X Der Hopfenmarkt. Im S a n n t a 1 ist die Hopfenpflücke so gut wie beendet. Man glaubt, daß der Ertrag diesmal 14.000 Meterzentner nicht Übersteigen werde. Die Geschäftstätigkeit lebte in den letzten Tagen auf und wurden bereits gegen 1200 Meterzentner Hopfen umgesetzt, größtenteils mittlere und gute Ware. Die Preise bewegen sich weiterhin zwischen 22 und 25 Dinar pro Kilo, je nach Güte und Menge. Wareneigner und Käufer verhalten sich einigermaßen reserviert, da sie das Ergebnis der Pflücke in der Tscheslowakei abwarten, da diese für die weitere Preisgestaltung von größter Wichtigkeit ist. Franks Herz war heiß vor Glück geworden, als er die geliebte Frau so sprechen hörte. »Fräulein Evelin, seit der Stunde, in der mir Sealson in Zürich ihren Brief und ihren Ring überbrachte, habe ich Ihnen verziehen. Reden wir nicht mehr davon. Sprechen wir so, als sei dieses böse Jahr nie Wirklichkeit gewesen. Sie wünschen, daß ich den Wagen in dem großen Alpen rennen fahre?« »Ja, Herr Horn. Ich habe Sie am Steuer des Sinnisfaere-Wagens gesehen — ich glaube an Ihren Sieg. Was halten Sie heute von Sinnisfaere?« »Daß er ein Verbrecher ist. Daß sein Werk von einer Sippe von gewissenlosen Menschen geleitet wird.« Er erzählte ihr seine Erlebnisse in Stock holm von seiner Ankunft bis zu der durch Sonjas Brief hervorgerufenen, Uberstürzten Abreise. »So hat Sie Ihre einstige Freundin gerettet?« »Lassen Sic mich darüber schweigen. Diese Frau ist ein dunkles Blatt in meinem Leben, eine Episode, deren düstere Tragik mich bis an mein Ende verfolgen wird. Sie hat an das unwandelbare Schicksal geglaubt und dieses Schicksal wird sie vernichten.« »Und wer hat unsere Erfindungen an Sinnisfaere verraten? Wer hat Soerner ermordet?« Frank schwieg und schaute zu Boden. Angstvoll hielt Evelin ihre Augen auf ihn gerichtet. »Sie wissen es, Herr Horn! Verschweigen Sie es mir nicht!« Frank schwieg immer noch. »Sagen Sie es!« bat Evelin. »Es wird Sie schwer treffen, denn der Schuldige hat im Mauruswerk eine grosse Rolle gespielt. Er durfte sich Ihrer per sönlichen Freundschaft erfreuen.« Fast etwas bitter klang es. Doch Evelin überhörte den Vorwurf. Ihre Augen X Der Cleariflgsaldo mit Italien hat sich in den letzten Tagen etwas verringert und weist gegenwärtig rund 100 Millionen Dinar auf. Im Verkehr mit Deutschland ging der Saldo auf 15.4 Millionen Mark zurück. X In das Handelsregister wurden ein-: getragen die Firma »O v 11 e k t«, G. m, b, H. für die Erzeugung von Emballage für den Eier- und den Transport leicht brechbarer Waren, in Maribor, Geschäfts fuhrer Moritz S e ß 1 e r in Zagreb, Grund kapital 210.000 Dinar. X Ein Postsparkassendienst wurdt jetzt in Deutschland eingeführt. Dieses Land besaß zwar einen ausge-. dehnten Scheck- und Überweisungsver-» kehr, jedoch keine Postsparkasse, da sich die Geldinstitute dagegen wehrten, Nach dem Anschluß wurde die österreichische Postsparkasse übernommen und deren Tätigkeit als deutsche Sparkasse auf den ganzen Staat ausgedehnt. X Oute Hanffernten in Südeuropa. In Italien war der Hanfschnitt in der letzten Woche zum Großteil beendet ur.d die Röstarbeiten in Ober- wie in Unteritalien sind in vollem Gang. Die vorliegenden Proben bestätigen den guten Ernteaus-falL Der Hanf zeigt durchschnittlich eine feinfaserige kräftige Faser von heller Farbe. Die Geschäftstätigkeit war ruhig, Preise für die neue Ernte liegen noch nicht vor. - In Jugoslawien sind die Erntearbeiten weiter fortgeschriten. Die Faser ist im allgemeinen von guter Qualität. Die Zufuhren aus der neuen Ernte sind noch gering und dürften erst Mitte September größer werden. Der Markt blieb unverändert. X Über eine Milliarde Zentner Weizen auf der nördUchen Halbkugel. Das Inter-nationale Landwirtschaftsinstitut schätz! die Weizenernte der nördlichen Halbkugel (ohne Rußland, Iran, Irak und China) auf über eine Milliarde Meterzentner. Auf Europa (ohne Rußland) entfallen davon 450 Millionen q, 5% mehr als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Die Ernte der europäischen Exportländer wird auf 132 Mill. q veranschlagt, 10% höher als im Vorjahr und um 25% höher als im Fünfjahresdurchschnitt. "^Moderne elektrische Uhren mit Netzanschluß bei M. Ilgerjev sin, Juwelier, Gosposka 15. Verkauf auch auf Teilzahlung ohne Preiszuschlag. 5573 weiteten sich in namenloser Angst vor der schmerzlichen Wahrheit, die sie dunkel ahnte. »Dunker?« flüsterte sie. »Ja — Dunker!« sagte Frank ebenso leise. »Wer hätte das gedacht?« »Sid Morton hat die meisten Beweise schon beieinander. Er hat drei Berichte Dunkers an Sinnisfaere abgefangen. Kennen Sie Dunkers Vergangenheit?« »Nein.« Evelin hatte Angst vor neuen Ueberraschungen. »Er war holländischer Kolonialoffizier !n Java und wu;:de we^^en schwerer Betrügereien kassiert. Zwei Jahre war er in Batavia im Zuchthaus und dann kam er nach Europa zu Sinnisfaere, für den er zuerst die »Olympic Motor Confedera-tion« in London, dann Ihr Werk auspio-nierte.« »Das ist schrecklich!« rief Evelin, die Hände vor das Gesicht schlagend, aus. »Ein solcher Mensch hat unser ganzes Vertrauen besessen! Dieser Mensch war Soerners Freund!« »Vorerst niemand davon erzählende, bat Frank. »Die Sache ist noch nicht reif. Ich teilte es Ihnen nur mit, damit Sic vorbereitet sind.« Evelin sah ihn dankbar an. »Führen Sie unseren Wagen zum Sieir Herr Horn?« »Wir werden siegen!« antwortete Frank, sich verabschiedend. Sid Morton hatte wahrend dieser Tage Uebermenschliches geleistet. Er fühlte sich umso mehr dazu verpflichtet, als er sich seiner Niederlage in Stockholm Schämte, Dunker war, ohne es zu wissen, von einem Netz umsponnen, aus dem es kein Entrinnen mehr gab. Er spielte noch immer in einem Kurort in der Schweiz den kranken Mann und die Welt glaubte ihm. Dienstag, den 6. Dezember 193S 8 iMafiborer Zeltung« Nummer 202 mehr vom Spiel, doch verhinderte Lo-V r i C im Tor einen weiteren Erfolg, Außer Lovriö zeichneten sich im jugoslawischen Team noch Med arid und CtinermanCi2 im Sturm aus. Dem Kampfe wohnten 800Q Zuschauer bei. etart 3ur Su^anmeiflnld^oft RAPID« ÜBERTRUMPFT »SLAVyA« MIT 7:3 (4:2). — »CAKOVECc SIEGT GEGEN »MURA« MIT 3:1 (1:1). in allen drei Gruppen des LNP wurden gestern di« Kämpfe um die neue Unterverbandsmeisterschaft aufgenommen. Im Vordergrunde des lokalen Interesses stan den die beiden Punktekämpfe des Kreises Maribor, vor allem das Match »R a-p i d«—»S 1 a V i j a«, das Sonntag nach mixtags im »2eiezn}jlar«-Stad1on vor sich ging und die »Rapid«-Elf nach flott geführtem Kampf mit 7:3 (4:2) siegreich sah. Man hatte dem Treffen eine umso größere Bedeutung beigemessen, als man von dem frischgebackenen Erstklassigen allerhand Kunststücke erwartete. Die »Sla vi|a«-Leute fühlten wohl ein recht gefälliges, zeitweise auch energisches Spiel vor, doch waren die rückwärtigen Formationen der Mannschaft zu schwach, um dem I>ruck des übrigens ausgezeichnet agierenden »Rapid«-Sturms standzuhalten. Hiezu kam noch die schwache Lei stung ihres Torhüters, so daß alsbald alle Hoffnungen auf einen Erfolg verblaßten. Dagegen stellte sich die »R i p i d«-Mannschaft in recht imponierender Welse vor. In den einzelnen Reihen gab es nahezu keinen schlechten Mann. Das Hin terspiei erledigte seine Arbeit mit dem alten Selbstvertrauen, die Läuferreihe leistete brave ZerstOrungsarbeit und vor allem waren es diesmal die Stürmer, die die gegnerischen Leute wiederholt in die größte Verwirrung brachten und so in sicherer Manier die ersten Zlhler an sich rissen. Mit Schiedsrichter N e m e c waren beide Parteien zufrieden. Im Vorspiel Qberrannten die »Rapid«-Reserven das Ersatrteam der »Slavlja« mit 9:1 (4K)). t Im zweiten gestrigen Spiel zwischen »C a k 0 V e c« und »M u r ac, das in Cakovec vor sich ging, behielt der LNP-Mfister »Cakovec« mit 3:1 (1:1) die Oberhand. Zuiilchst sah die Situation recht unklar aus, da »Mura« mit größtem Eifer alles daran setzte, um die Punktebeute an sich zu reißen und sich erst nach erbitterter Gegenwehr geschlagen gab. Spielleiter war Schiedsrichter H o-b a c fi e r aus Celje. Auch In der (3ruppe Celje-Trbovlje fan den gestern zwei Meisterschaftsspiele statt. Die »A t h 1 e t i k e r« spielten gegen »J u g o s 1 a V i ] a« und schlugen diese mit 2:1 (1:0). Der SK. C e I ] e Obernimpelte den Meister aus .TrbovIje SK. »A m a t e u r« mit 5:1 (3:0). In der Ljubijanaer Oruppe spielten »Mars« gegen »Hermes« 5:4 (2:2), »R e k a« gegen »K o v I n a r« aus Jese nice 0:0 (1:0) und in Kran? »K r a n j« gegen »S v o b o d a« 3:2 (1:0). sein ISjAhriges Spielerjubilium. Aus diesem Anlaß trug der BSK, dem der Jubilar die ganzen 15 Jahre hindurch angehörte, ein Match gegen »Ujpest« in Budapest aus, dessen gesamter Reingewinn Mo§a Marjanovid zufiel. Das Spiet, dem über 8000 zahlende Zuschauer beiwohnten, schloß 1:1 unentschieden. 9ro6(i> ofpf nTtumfinlen Die nrniflnlaclie B-Gamltar besiegt die jugoslawlsdie B-Autwahl mit 2:0. In Bukarest fand gestern der Fußballkampf der B-Qamiturcn Jugoslawiens— Ruminiens statt, der den Auftakt zu dem am morgigen Dienstag in Beograd stattfindenden Landerspiel Rumlnien—-Jugoslawien bildete. Die Rumlnien hatten ein besser eingespieltes Team zur Stelle und siegten verdient mit 2:0. Sie kamen schon in der ersten Minute durch Orsa *ind in der 20. Minute der ersten Halbzeit wiederum durch Orsa zu zwei Treffern. Nach Seitenwechsel hatten' die Helmischen »2eiezniSar« in Ljubljana. Das Fußballteam der Eisenbahne r gastierte gestern In Ljubljana und wurde von der kompleten Ligamannschaft des SK. Ljubljana mit 4:0 (3:0) geschlagen. Trotz der Niederlage führte die Gä-stpmannschaft ein flüssiges Ki mninations spiel vor und hatte auch genup; Tictfer-chancen, die jedoch unausgenlUzt blieben. Um den Adria-Pokal. Im Kampfe um den Adria-Pokal stießen in Dubrovnik »Tricstina« und der dortige »J u g« aufeinander. »J u g« feierte einen DoppelsICR und zwar in den Schwimmbewerben mit 37:29 und. im Wasserball mit 7:0. Das erste Mltropa-Cup-FInale. In Prag trugen gestern »Slavija« und »Ferencyaros« das erste Finale des Fuß-bail-Mitropa-Cup aus, das nach dramatischem Kampfe 2:2 (2:1) unentschieden schloß. »Ferencvaros« gilt somit als Favorit für den zweiten Endkampf. 2>ae „9lapi^"-'JReelina 193S 40 LEICHTATHtETEN AUF DER ASCHENBAHN. — WIEDER NEUE MARIBO- RER REKORDE. 3i*floflatDifAr !7ta&mriftrrf3^ Frauentveli Pariser Modebrief: Ttund um &ad ERSTER AUSBLICK IN DIE HERBSTMODE (ATP) Die neuen Hutkollektionen für die kommende Herbstsaison sind bereits cinRetroffen. Der Herbsthut wird tief in die Stirn geschlafen und läßt den Nak-ken frei. Dies setzt voraus, daß sich die komplizierte Lockenfrisur nach wie vor behaupten wird. Westen sieht-man in den entzückend-t'trri Variationen, wobei die Farben: rot, ßrün, violett und englisch-mostrich dominieren. Die vielen Blusen, die gezeigt werden, .sdgen uns, daß das Kostüm sowohl das Herbst — als auch das Winterkostüm unerläßlich sein werden. Die Blusen sind nahezu alle hochgeschlossen und aus den verschiedensten Materialien. Seide, und Wolle, jedes Material ist vertreten. Sehr originell sind die bei den Blusen verwendeten Knöpfe. Leder- und Holzknöpfe bilden die Verschlüsse bei den Woll- und Flauschstoffen, originelle Glas- und Perlmutterknöpfe bei den Seidenstoffen. Man sieht Kragen, die wie Offizierskragen anmuten. Eine Fasson die wohl nur schlanken Frauen zu empfehlen ist. Die aus Rock 'und Bluse, oder Rock und Kasak zusammengesetzten zweiteiligen Kleider werden nach wie vor viel getragen; in vielen Fällen sind sie von einer Phantasieweste als drittem Stück ergänzt. Der Pullover wird im kommenden Win Turn-girl« zu vergessen. Der Duke of Mapiil-ton ging sogar so weit, daß er die Nachricht von der Verlobung seines Sohnes mit Miß Stack öffentlich durch di'; Presse dementieren ließ. Das spielte sich vor etwa sechs Monaten ab. Sieg der Jugend. Doch Lord Douglas ist ebenfalls kein traditioneller englischer Lord mit Bartkoteletten und einem karierten Anzug, sondern ein junger energischer A\ann von 1938. Er war schon immer ein i^cnfant terrible«. Er machte sich nie sehr viel aus seinem Titel und dem großen Namen, den er trug, sondern versuchte sein Leben, nach eigenen Anschauungen und Idoüp zu leben. So ging er zum Beispiel eines Tages nach Deutschland und ar- selben mit einen» Pinsel auf die Flecke trägt und dann die getrocknete Masse behutsam mit einem Messer und einer zarten Bürste entfernt. Eicrflecke an siltiemem Besteck. Die schwarzen Flecke, die entstehen, wenn silbernes Besteck mit Eiern in Berührung kommt, lassen sich leicht entfernen, wenn man das Besteck in Wasser wäscht, in dem man zuvor Kartoffeln gekocht hat. k Pikanter Kalbsbraten. Ungefähr Kilogramm Kalbsschlegel oder Kalbsschulter werden gewaschen, abgetrocknet, leicht mit Salz und Pfeffer eingerieben. 8 Dekagramm Spickspeck wird in bleistiftdicke, kleine, fingerlange Stückchen geteilt. In das Fleisch werden mit spitzem Messer viele Einstiche gemacht und die inzwischen in Pfeffer- und Salzmischung gedrehten Speckstücke hineingesteckt, In einer entsprechend großen Bratpfanne werden 6 Dekagramm zerpflückte Butter, darauf das gespicktc Fleisch gegeben, noch 10 Dekagramm in Stückchen zerteiltes Fett oder Butter daraufgelegt, ebenso eine geschälte, in Schei ben geschnittene Zwiebel und nun der Braten unter häufigem Wenden und fleißigem Begießen mit eigenem Saft zu Farbe gebraten, sobald Was Fett klar geworden und das Fleisch gebräunt ist, erst tropfenweise etwas Wasser, dann zirka % Liter Rahm langsam dazugegos-sen. Der Braten wird unter weiterem fleißigen Begießen fertig gebraten (Bratzeit zirka 2 Stunden). Weich gebraten wird das Fleisch herausgehoben, der Saft leicht gestaubt, mit einer Messerspitze Paprika versetzt, aufgekocht, passiert über den den inzwischen zerteilten, auf warmer Schüssel aufgelegten Braten gegossen und aufgetragen. Australien baut Femsefi^Sender. In Sidney soll demnächst mit dem Bau eines Fernseh-Senders, der vorerst probeweise in Betrieb genommen werden sdl, begonnen werden. Die Unkosten stellen sich, obwohl es sich um eine verhältnismäßig schwache Anlage handelt, atH rung 10.000 Pfund Sterling. beitete in den Kohlenbergwerken der Ruhr als einfacher Arbeiter. Er woiUe die sn7iale Frage aus näcnster Nähe studieren und besonders die Lage der Kohlen-aröeiitr, die in England ein wichtiges Problem ist, aus eigener Erfahrung ke"-nen lernen. Später widmete er sich ganz dem Sport und wurde bald als tollkühner Flieger und gefürchteter Amateur-Boxer bekannt. Er fand also, daß em so ausgesprochenes Sportsmädel, wie seine angebetete Prunella, wunderbar zu ihm passe und gab nicht nach. Ende gut, alles gut Endlich gelang es ihm seine Mutter so weit von dem Ernst seiner Liebe zu überzeugen, daß sie sich bereit erklärte, Miß Stack persönlich kennen zu lernen. Da* junge Mädchen wurde auf den Familiensitz der Hamilton, Schloß Dunravel in Lancashire, eingeladen. Was spielte sich zwischen den beiden Frauen, die sich in dem großen Empfang« saion länger als eine Stunde unterhielten ab? Wohl tausendmal stellte sich Lotd Douglas, der unruhig in einem Nebenraum auf und ab schlenderte, diese Frage. Welchen Eindruck macht PruncPa auf seine Mutter, die stolze, hochgeborene Fürstin? Ist es denn möglich ihrem Charme, ihren leuchtenden blauen Augen zu widerstehen? Der Eintritt seiner Mutter riß ihn plötzlich aus seinen Gedanken. »Ich möchte Dich bitten — sagte die Fürstin lächelnd — den Tag der Hochzeit so bald wie möglich festzusetzen. Ich habe es eilig, die »Lady Douglas« als meine Schwiegertochter in die Gesellschaft einzuführen«. In der kommenden Season findet also eine sehr große Hochzeit statt: ein Sproß einer der ältesten aristokratischen Fapii-lien heiratet eine prominente Vertreterin der modernen, sportbegeisterten Jugend. :>MarfbQrer Zeitung« Nuniiner 202 Dienstag, den 6. Dezember 1038 Ausbau der internationalen ElaenbalM-linico i0 (Mmeieb Wien, 2, Sept. Die itMfke Aufwlrt»-entwicklung der Wirtschaft Hi dar Oat- mark, der das bisherige EitenbahMiCtz der früheren österreichlscbeti Buadei-bahnen nicht mehr gewachsen iit, hat um fangreiche Neubauten notwen^g gt-macht. Folgende Anlagen lind gtplajit: Ausbau der heute eingleisigen Stredie Passau-Wels, über dia der dichte Schnell zugverl. F«kr-| mgaHii «al Jtpaai iMalilack. - iloalar tvaralM Wm I WJ« 4 ^ Ztfra^ lUlaWig a» 41 Glllf Will von 5* lt. aoKifirts 9*-* Mi ba| Tischler, Heiski lirib 22 Ausschuwipfal und Faullpfal ■bweakm And. Suppam CvMI€na ul. 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